FABIENNE SUTER - Swiss-Ski

swiss.ski.ch

FABIENNE SUTER - Swiss-Ski

Das schweizer schneesportmagazin

Doppelzimmer:

Joana Hählen und Priska Nufer

180° um . . . :

Sven Arnold

Mai 2012

CHF 8.–

ON THE BIKE

Fabienne suter

www.snowactive.ch


Snowactive

DieRk beiSel von

SwiSS Ski:

«Die jahrelangen Bemühungen im

Nachwuchsbereich auf verschiedenen

Ebenen scheinen langsam Früchte zu

tragen.»

30

RubRiken

Augenblick 4

HANDs-up 48

Gipfeltreffen 54

schweiz Tourismus 62

schlusspunkt 64

Das s chweizer s chneesportmagazin

Doppelzimmer:

Joana Hählen und Priska Nufer

inhalt

10 Doppelzimmer

Joana Hählen und priska Nufer

13 180° um . . .

sven Arnold

15 nachwuchs

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

18 Der GP migros bewegt

20 breitensport

Ein Langlauffest auf dem Langis

23 coaching inside

Das sommertraining für schneesportler

26 hans Flatschers neue herausforderung

30 Dierk beisel

«Die neuen skisportdisziplinen haben ein grosses potenzial.»

38 beat Feuz

13 goldene Monate

42 ambrosi hoffmann

Abschied mit einer Träne im Knopfloch

54 Gipfeltreffen

caroline ogi – Hotelière aus Leidenschaft

180° um . . . :

Sven Arnold

Mai 2012

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Fabienne suter

www.snowactive.ch

titelbild:

E-Bikes liegen voll im

Trend. stöckli setzt dabei

wie beim ski und Bike voll

auf die schweizer Kultur:

Qualität, präzision und

perfektion.

Foto: Erik Vogelsang

mai 2012

Jetzt als

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app-store.

sNowAcTiVE mai 2012 3


10

| Doppelzimmer

> Text: Nora Weibel

Zwei

> Fotos: Sophie Clivaz

die sich einig sind

Nicht einmal drei Wochen trennen die beiden «Wassermänner» voneinander. Joana Hählen, geboren am

23. Januar 1992 und priska Nufer, geboren am 11. Februar im selben Jahr, sind Teamkolleginnen im

C-Kader von Swiss-Ski und dicke Freundinnen. Die beiden Nachwuchshoffnungen verbringen viel zeit

miteinander – nicht nur auf den Skipisten.

Vor gut zehn Jahren sind sich Joana

Hählen und Priska Nufer ein erstes

Mal über den Weg gelaufen – oder

besser gefahren. «Joana ist mir bei einem

JO-Rennen in Frutigen aufgefallen», erinnert

sich die Innerschweizerin Priska

Nufer zurück. «Unsere Freundschaft hat

dann aber erst in der Saison 2007/2008 im

Nationalen Leistungszentrum Mitte ihren

Anfang gefunden», ergänzt Joana Hählen.

Von da an sind ihre Wege praktisch parallel

verlaufen, sowohl im Sport als auch in

ihrer Ausbildung. An der Sportmittelschule

Engelberg besuchten sie gemeinsam

die Hotelhandelsschule, welche sie im Oktober

2011 erfolgreich abgeschlossen hatten.

Während dieser Zeit teilten sich die

beiden Rennfahrerinnen nicht nur während

der Wettkampfsaison jeweils das Hotelzimmer,

sondern bewohnten in Engelberg

mit drei weiteren Praktikantinnen

eine Wohngemeinschaft. «Wenn wir unterwegs

sind und im Hotelzimmer übernachten,

bekommt jede von uns eine Zimmer-

hälfte. So ist der Platz relativ fair eingeteilt,

doch meistens bleibt bei uns sowieso alles

in der Tasche», erzählen die beiden. «Joana

ist jedoch etwas unordentlicher als

ich», fügt Priska hinzu. Wer weiss, vielleicht

werden sie bald anderweitig ein zusätzliches

gemeinsames Zimmer bewohnen.

Ana und Prisi, wie sie auch genannt

werden, beabsichtigen nämlich diesen

Herbst in die Spitzensport-RS in Magglingen

einzusteigen, da sich diese optimal mit

den Bedürfnissen und Anforderungen von


Doppelzimmer |

priska Nufers (links) und Joana Hählens Wege haben sich vor rund zehn Jahren ein erstes mal gekreuzt.

Heute sind sie unzertrennlich.

Leistungssportlern und vermehrt auch

Leistungssportlerinnen vereinbaren lässt.

Die Rekrutenschule wäre dann ein weiterer

gemeinsamer Meilenstein im Lebenslauf

der beiden quirligen Athletinnen,

die sehr viel gemeinsam machen. «Am

liebsten schauen wir uns gemeinsam Filme

an», sagt Priska. Auch auf Shopping-

Touren oder im Ausgang sind die beiden

20-Jährigen oft gemeinsam anzutreffen.

Für die Berner Oberländerin Joana sind

insbesondere die beiden Junioren-Welt-

meisterschaften 2011 in Crans-Montana

und 2012 in Roccaraso Erlebnisse, die sie

miteinander verbinden. Priska nennt

strenge Trainingseinheiten oder Schicksalsschläge

wie Joanas Kreuzbandriss im

letzten Jahr, die den Zusammenhalt der

beiden stärkten. Die Alpnacherin findet es

bewundernswert, wie schnell sich Joana

nach ihrem Unfall wieder zurückgearbeitet

hat. Sie mochte ihr die Silbermedaille

an der Junioren-WM in Roccaraso diesen

März von Herzen gönnen, auch wenn sie

selbst im gleichen Rennen einen Ausfall

verarbeiten musste. Diese Super-G-

Medaille war übrigens schon die zweite

Medaille für Joana Hählen an einer Junioren-WM.

Im Jahr zuvor gewann sie in

Crans-Montana Bronze in der Kombination.

Doch nicht nur an der Junioren-Weltmeisterschaft,

sondern auch im Europacup

fuhr die Lenkerin schon aufs Podest.

Im Dezember 2010 wurde sie in der Superkombination

zweimal Dritte. Im Februar

SNOWACTIVE mai 2012 11


12

| Doppelzimmer

Die beiden C-Kader-athletinnen verbringen

viel zeit miteinander, auch abseits der

Skipisten.

diesen Jahres realisierte sie ihren dritten

Podestplatz im Europacup, diesmal in der

Abfahrt. Priska Nufer hingegen hatte bereits

dreimal die Möglichkeit, bei den ganz

Grossen zu starten. Nachdem die Innerschweizerin

beim Weltcup-Debut in Lienz

im vergangenen Dezember den zweiten

Slalom-Lauf verpasste und ein paar Tage

später in Zagreb ausfiel, fuhr sie in der

Super-Kombination von St. Moritz Ende

Januar erstmals in die Punkte. Priska

zeigte schon im ersten Durchgang einen

tollen Super-G-Lauf und belegte als drittbeste

Schweizerin den 34. Zwischenrang.

Nur winzige 29 Hundertstel fehlten ihr und

sie hätte den zweiten Lauf eröffnen können.

So startete sie als 34. in den Slalom

und fuhr nach vorne auf den guten 30.

Schlussrang – der erste Weltcup-Punkt

Joana Hählen und Priska Nufer:

«Auf der Piste ist jede auf sich alleine gestellt und auch

selbst schuld, wenn etwas schief läuft.»

war auf ihrem Konto. Im Europacup stand

Priska Nufer ebenfalls schon dreimal auf

dem Podest. Zweimal als Dritte und einmal

als Zweite – stets im Super-G.

Während dem Gespräch an der Schweizer

Meisterschaft in Veysonnaz schauen

sich die beiden Rennbegeisterten immer

wieder lachend an. «Bist du damit einverstanden?»,

fragen sie sich beim Antwortgeben

und man merkt schnell, dass sich

die beiden gut kennen und vor allem gut

mögen. «Ana ist immer positiv eingestellt»,

sagt Priska und fügt an, «ich würde

sie als sehr ehrgeizig, fröhlich und hilfsbereit

beschreiben – sie hat immer ein

offenes Ohr.» Ebenfalls als hilfsbereit wird

Priska von Joana beschrieben. «Zudem ist

Prisi spontan und für jeden Spass zu haben.

Während sie eher gefühlsmässig aus

dem Bauch heraus handelt, bin ich wohl

eher ein Kopfmensch und mache mir etwas

mehr Gedanken.» Es scheint, als würde

es den beiden kommunikativen Athletinnen

nie langweilig werden. Die beiden

Nachwuchshoffnungen können viel voneinander

profitieren, besprechen zusammen

die Ideallinie eines Rennens und analysieren

anschliessend gemeinsam ihre

Fahrten. Das ähnliche Niveau in den

Speed-Disziplinen kommt ihnen dabei zugute,

in den technischen Disziplinen hinkt

Joana infolge ihrer Verletzung ihrer Freundin

noch etwas nach. Kommt zwischen den

beiden jungen Frauen eigentlich nie Eifersucht

auf? «Nein, keinesfalls. Auf der Piste

ist sowieso jede auf sich alleine gestellt

und auch selbst schuld, wenn etwas schief

läuft. Da wird der anderen nie etwas vorgeworfen»

sind sich die beiden einig. <

STeCKbrieF

Joana Hählen

Geburtstag: 23.01.1992

Grösse: 157 cm

Webseite: www.joanahaehlen.ch

liebster Wettkampf: FIS-Riesenslalom an

der Lenk

liebstes essen: Pasta

Hobbies: Sport allgemein, Lesen, Kochen

Joana über priska

an priska bewundere ich ihre Spontaneität

und ihre Lockerheit.

priska nervt mich, wenn ihr Weck-Klingelton

am morgen früh abgeht.

priska hat immer gute Filme dabei.

ich schätze es, dass Priska immer für mich

da ist.

Für die zukunft wünsche ich Priska alles

Gute und viel Erfolg.

priska Nufer

Geburtstag: 11.02.1992

Grösse: 161 cm

Webseite: www.nufer-priska.ch

liebster Wettkampf: Nachtslalom in

Melchsee-Frutt, Junioren-Weltmeisterschaften

liebstes essen: Älplermagronen

Hobbies: Biken, Schwimmen, Freunde

treffen

priska über Joana

an Joana bewundere ich ihre stets positive

Einstellung und wie sie seit dem Unfall im

Frühling 2011 wieder ein Top-Niveau

erreicht hat.

Joana nervt mich, wenn sie das ganze

Zimmer beschlagnahmt.

Joana hat immer gute Laune und ihren

super Haarföhn dabei.

ich schätze es, wenn Joana mir von

Herzen gratuliert, auch wenn es ihr nicht

gut lief.

Für die zukunft wünsche ich Joana viel

Erfolg und gute Gesundheit.


Text: Christian Stahl

> Foto: Swiss-Ski

sVen Arnold

TRAINER SKISPRUNG DAMEN

Meine aufgaben bei Swiss-Ski bestehen

darin, die Leistungen der

Schweizer Skispringerinnen weiterzuentwickeln

und die Schweizer Damen

auf ein Top-Level zu bringen.

ich arbeite bei Swiss-Ski, weil Skispringen

eine sehr faszinierende Sportart ist,

die mir persönlich sehr viel bedeutet.

Schneesport bedeutet für mich neben

meiner Arbeit als Trainer Pulverschnee

und Spass. Ich liebe es, mit meinem Snowboard

im frischen Pulverschnee meine

Kurven zu ziehen.

meine ganz persönlichen ziele als Skisprung-Trainer

der Damen sind, ein star-

kes Damenteam aufzubauen und zusammen

Erfolge zu feiern.

Die grösste Herausforderung als Skisprung-Trainer

der Damen besteht darin,

dass sowohl Athletinnen und Trainer immer

vom gleichen sprechen. Gerade im

Skispringen hängt vieles von kleinen Details

ab, die es zu beachten gibt.

Darauf könnte ich gut verzichten: Die langen

Busfahrten an die Wettkämpfe brauchen

sehr viel Energie und sind oft langweilig,

aber es gehört einfach dazu.

Diesen Winter hat mich besonders gefreut,

dass Sabrina Windmüller das Weltcup-Springen

in Hinterzarten gewonnen

180° um... |

hat. Dass sich Sabrina nun Weltcup-Siegerin

nennen kann, ist die Bestätigung, dass

sich ihre harte Arbeit im Training ausbezahlt

hat.

Das Schönste wäre, wenn es in der Schweiz

mehr Skisprungschanzen gäbe und damit

mehr junge Leute für das Skispringen begeistert

werden können.

meine grosse Stärke ist, dass ich sehr

zielorientiert arbeite.

am meisten Freude bereitet mir, wenn im

Winter der erste Schnee fällt und ich die

Ski oder das Snowboard aus dem Keller

holen kann. <

STeCKbrieF

Geburtsdatum: 24. September 1989

erlernter beruf: Koch

zivilstand: ledig

Wohnort: Unterschächen

Hobbies: Snowboarden, Skispringen, Golf

Karriere bei Swiss-Ski: zwei Jahre

Co-Trainer in der Trainingsgruppe 3,

seit 2010 Trainer Skisprung Damen

SNOWACTIVE mai 2012 13


14

| delegiertenversammlung

HerzlicH willkommen

in walterswil!

die 108. delegiertenversammlung von

swiss-ski findet am samstag, 30. Juni in

walterswil statt. die vorbereitungen laufen

auf Hochtouren, damit das organisationskomitee

und der skiclub walterswil

die delegierten und sportstars gebührend

willkommen heissen können. die dv

beginnt etwas früher und wird ohne Bankett

durchgeführt – das Programm verspricht

dennoch spannung.

> text und Foto: Adrian Wüthrich,

OK- und Skiclub-Präsident

Packen Sie am 30. Juni die Gelegenheit

und besuchen Sie die Swiss-Ski

DV in Walterswil! Nach den vielen

bekannten (Ski-)Orten tagt Swiss-Ski für

einmal in der kleinen Gemeinde Walterswil.

Der Ort liegt im bernischen Oberaargau,

an der Grenze zum Emmental, im

Herzen der Schweiz. Die rund 550 Einwohnerinnen

und Einwohner Walterswils sind

stolz auf ihren Skilift. Der 400 Meter lange

Bügellift ist der Einzige in der Region.

Leider reicht der Schnee nicht immer für

die Betriebsaufnahme. Wenn es reicht,

organisiert der ortsansässige Skiclub innert

Wochenfrist sein Schülerrennen. Ansonsten

fahren die Skiclubmitglieder ins

Berner Oberland, wo die meisten Clubanlässe

stattfinden und auch die JO trainiert.

Der rund 100 Mitglieder zählende

Skiclub ist der grösste Verein im Dorf. Er

ist dem Breitensport verpflichtet und hat

keine Kaderfahrer in seinen Reihen. Die

Freude am Schneesport soll gefördert

werden, ist das Ziel des Vereins seit 1948.

Nach vier erfolgreich durchgeführten

Delegiertenversammlungen des Regionalverbandes

Schneesport Mittelland-

Nordwestschweiz wollte der Skiclub Walterswil

eine neue Herausforderung

annehmen und organisiert die 108. DV von

Swiss-Ski. Die Infrastruktur der Mehrzweckhalle

ist für den Anlass wie geschaffen.

Das eigene Festzelt werden die SCW-

Mitglieder ebenfalls aufstellen und auf

dem Vorplatz bereits am Freitag vor der DV

zum Fest einladen. Die Festwirtschaft wird

auch während des Anlasses offen sein und

allen Delegierten und Gästen zur Verfügung

stehen. Wie an der DV in Olten im

Jahr 2010 wird ein Apéro riche angeboten.

Der Bevölkerung wird ebenfalls ein Apéro

spendiert, abgerundet mit Autogrammstunde

und Athleten-Talk. Wer bei der Ver-

losung mitmacht, kann unter anderem ein

Flyer-Elektrovelo und Übernachtungen in

Grindelwald gewinnen. Nach dem Apéro

darf die Stimmung im Festzelt bei Musik

und Unterhaltung genossen werden.

anfahrt und anmeldung. Walterswil liegt

mitten in der Schweiz und ist gut erreichbar.

Wer mit dem öffentlichen Verkehr anreist,

löst ein Billett bis Kleindietwil. Ab

dem Bahnhof Kleindietwil wird ein Shuttle-

Bus-Betrieb eingerichtet. Die genauen

Abfahrtszeiten, Hotelempfehlungen und

weitere Informationen finden Sie auf

der SCW-Website: www.sc-walterswil.ch.

Anmeldungen für die DV und den anschliessenden

Apéro riche sind aus organisatorischen

Gründen schriftlich einzureichen.

Per Post: Skiclub Walterswil,

Hesshaus 67, 4942 Walterswil oder per

Email: kontakt@sc-walterswil.ch.

Der Skiclub Walterswil dankt allen

Sponsoren, insbesondere dem Hauptsponsor

Frencys. Die Mitglieder des SC

Walterswil freuen sich sehr, zusammen

mit Ihnen auf die vergangene Skisaison

zurückzublicken. Alle Delegierten und

Athleten sind herzlich eingeladen! <

Programm dv swiss ski

samstag, 30. Juni 2012

> Ab 08.30 Uhr

Festwirtschaft offen

> 10.30–11.30 Uhr

Swiss Loppet Preisverteilung

> 11.00–18.00 Uhr

Ausstellung der Sponsoren und Ausrüster

auf dem Vorplatz der Mehrzweckhalle

> 11.00–12.30 Uhr

Stimmkartenabgabe am Swiss-Ski Stand

> 12.30–14.30 Uhr

Delegiertenversammlung mit Wahlen in

der Turnhalle der Mehrzweckhalle

> 14.45–15.45 Uhr

Ehrungen mit SF-Moderatorin Sonja Hasler

> 16.00–17.00 Uhr

Apéro riche für die Delegierten und Gäste

im Singsaal und der Turnhalle

> 17.00 Uhr

Apéro für die Bevölkerung

mit Autogrammstunde, Athleten-Talk und

musikalischer Unterhaltung auf dem

Vorplatz der Mehrzweckhalle

> 17.45 Uhr

Ehrung Didier Cuche

> 18.15 Uhr

Verlosung Tombola-Preise

> Bis 03.30 Uhr

Festwirtschaft mit Weltmeisterbar und

musikalischer Unterhaltung


olympia-gold und dreimal Bronze an den

ersten olympischen Jugend-winterspielen

in innsbruck, wm-gold, dreimal silber

und viermal Bronze an der alpinen

Junioren-weltmeisterschaft in roccaraso

– so lautet die Bilanz des helvetischen

skinachwuchses auf internationaler ebene.

und auch auf nationaler ebene verfügen

die jungen athletinnen und athleten

laut nachwuchschef Franz Hofer über

ein erfreulich hohes niveau: «wir sind

punkto nachwuchsförderung auf dem

richtigen weg.»

> text: Diana Fäh

> Fotos: zVg.

Haben gut lachen: die mitglieder der

swisscom Junior teams haben an

der Junioren wm in italien insgesamt

acht medaillen gewonnen.

wenn einer wissen muss, wie es

um den helvetischen Skinachwuchs

bestellt ist, dann ist das

Franz Hofer. Er ist als Nachwuchschef bei

Swiss-Ski unter anderem verantwortlich

für die nationalen JO-, FIS- und Europacup-Rennen,

für die Selektionen im Bereich

JO und für die RLZ und NLZ. In seiner

Funktion steht er praktisch jeden Tag auf

irgendeiner Piste im In- und Ausland, wo

ein Nachwuchsrennen durchgeführt wird.

Seinem kritischen Auge entgeht nichts,

schliesslich trägt er die Verantwortung,

dass die Schweiz auch in Zukunft eine Skination

ist und auf nationaler wie internationaler

Ebene Erfolge feiern kann.

wichtige nachwuchsserien: ochsner

sport Jo cup und oerlikon swiss cup.

Franz Hofer schaut zuversichtlich in die

Zukunft: «Da gib es schon das eine oder

andere vielversprechende Talent, von dem

wir sicher auch in Zukunft hören werden.»

Als Beispiele nennt er Lorena Käslin und

Aline Danioth, welche sich u. a. im Ochsner

Sport JO Cup in ihrer Alterskategorie ein

hartumkämpftes Kopf-an-Kopf Rennen

lieferten, welches schliesslich die 14-jährige

Aline aus Andermatt für sich entschied

(auf www.swiss-ski.ch/leistungssport/ski-alpin

finden Sie alle Sieger). Der

Ochsner Sport JO Cup und der Oerlikon

Swiss Cup (dessen Finale nach Druckschluss

dieser Ausgabe stattfand) sind die

beiden wichtigsten Nachwuchsrennserien

in der Schweiz. «Nur wer in diesen qualitativ

hochstehenden Nachwuchsrennen

punktet, kommt weiter», erklärt Franz

Hofer. Dank der finanziellen Unterstützung

der Firmen Ochsner Sport und OC Oerlikon

können die lokalen OKs für ihre super

Arbeit entschädigt werden. «Ein grosses

Dankeschön gebührt aber auch den Bergbahnen

und den Skiclubs mit ihren freiwilligen

Helferinnen und Helfern.»

Das swisscom Junior team. Auch die Verbandssponsoren

engagieren sich explizit

im Nachwuchsbereich. Speziell zu erwähnen

ist in diesem Zusammenhang die

Raiffeisen, welche alle elf Ski-Regionalverbände,

die drei nationalen Leistungszentren,

verschiedene Skiclubs und damit

über 20 000 Nachwuchsathleten in der

ganzen Schweiz unterstützt, sowie die

Swisscom, die mit ihrem Förderprojekt

«Swisscom Junior Team» massgeblichen

nacHwucHs |

zuversicHtlicHer Blick

IN DIE ZUKUNFT

dank der grosszügigen unterstützung von verbandshauptsponsor swisscom können sich

die jungen athletinnen und athleten professionell auf die Junioren-weltmeisterschaften

vorbereiten.

Anteil an den Erfolgen im alpinen Nachwuchsbereich

hat. Im Rahmen dieses Förderprojekts

ermöglicht der Verbandshauptsponsor

Trainings auf optimal

präparierten Pisten, damit sich die Nachwuchstalente

bestmöglich auf die alpinen

Junioren-Weltmeisterschaften vorbereiten

können. Helvetia und Alpiq engagieren

sich ebenfalls gezielt im Nachwuchsbereich,

indem sie einzelne Nachwuchsathleten

individuell unterstützen.

Gönner und stiftungen. Um den jungen

Talenten auf ihrem langen und beschwerlichen

Weg an die Spitze optimale Bedingungen

bieten zu können und um eine

nachhaltige und professionelle Nachwuchsförderung

sicherzustellen, benötigt

der Verband zusätzliche finanzielle Mittel.

Deshalb sind auch Stiftungen und Gönner,

die sich gezielt für die Förderung junger

Talente einsetzen, ein wichtiger Eckpfeiler

für den sportlichen Erfolg. Gönner wie beispielsweise

der «Crystal Club» oder die

«Stiftung zur Förderung des alpinen Skisportes

in der Schweiz» stellen wertvolle

finanzielle Mittel zur Verfügung, dank derer

sich talentierten Sportlern zahlreiche

Perspektiven eröffnen. Um auch in Zukunft

erfolgreich zu sein, ist Swiss-Ski auf solch

offene und visionäre Persönlichkeiten und

engagierte Sponsoren angewiesen, welche

die Zukunft des Schweizer Skisports

aktiv mitgestalten möchten. <

SNOWACTIVE mai 2012 15


text: Sophie Clivaz

> Fotos: Swiss-Ski

16

| Breitensport

Die grosse Familie

Des rivella Family Contest

Die saison 2011/12 des rivella Family Contest ist zu ende. Mehr als 2300 Familien haben am legendären

Familienrennen von swiss-ski teilgenommen und einen tag auf den schweizer skipisten genossen.

27 skigebiete waren dieses Jahr mit von der partie und haben die Familien in einer gemütlichen

Atmosphäre empfangen. Fünf tageskarten, ein teilnehmergeschenk, spiele, Verpflegung und ein plausch-

rennen gab es jeweils für nur 85 Franken!

im Rivella Family Contest Village mit den

Ständen von Atomic, Rivella und Swiss-

Ski hatten die Eltern und Kinder die

Möglichkeit etwas zu essen und zu trinken,

gratis Atomic-Skis zu testen und sich bei

Spielen zu amüsieren. Nach dem Rennen,

bei dem die ganze Familie gemeinsam an

den Start geht, um einen spielerischen

Parcours zu absolvieren, konnten sich die

Teilnehmer entspannen und auf den Pisten

vergnügen.

Nebst diesen Angeboten organisierten

einige Skigebiete auch noch spezielle Animationen

für ihre Gäste. Im waadtländischen

Villars beispielsweise hatten die

Organisatoren für ihre 20. Ausgabe des

Rivella Family Contest noch zahlreiche Extras

auf dem Programm: ein Konzert von

Jack Lagger, ein DJ für Kinder, sowie lustige

Maskottchen, das Showteam «cool

and clean» und eine Autogrammstunde

mit den Athletinnen Fanny Smith (Skicross)

und Rabea Grand (ehemalige Skirennfahrerin).

Auch in Braunwald feierte

der Rivella Family Contest ein Jubiläum.

Ein Clown und eine Kinderschminkerin


sorgten dort für beste Unterhaltung. In den

Flumserbergen war es die mehrfache

weltmeisterin und Olympiasiegerin Vreni

Schneider, die den Familien die Medaillen

überreichte! Urs Lehmann und Sandra

Frei sind weitere bekannte Namen, die am

Familienrennen am Start waren.

Beim Rivella Family Contest geht keine

Familie leer aus: Bei jeder Rennetappe

verlost Reka Reisegutscheine im wert von

CHF 1600.– und Atomic schenkt der Pechvogel-Familie

des Tages einen Rucksack.

Ausserdem erhält jede Familie ein Beach-

Set und ein Sixpack Rivella.

Die Verantwortliche des Rivella Family

Contest bei Swiss-Ski ist grenzenlos begeistert:

«Es ist einfach genial, bei diesem

Projekt wird niemand enttäuscht. Die Familien

profitieren von einem günstigen Tag

auf den Pisten, den Sponsoren und Part-

Breitensport |

Keiner zu klein, am rivella Family Contest

von swiss-ski dabei zu sein. Das traditionelle

Familien rennen bietet für alle was: ein tolles

rennen, spiele und Attraktionen im Village

sowie zahlreiche preise, die es zu gewinnen

gibt.

nern steht eine grosse Plattform zur Verfügung

und die Skigebiete gewinnen an

Bekanntheit.» Für Swiss-Ski ist es wichtig,

die Schneesport-Tradition bei den Schweizer

Familien weiterzuführen, der Rivella

Family Contest erfüllt diese Aufgabe perfekt.

<

SNOwACTIVE MAi 2012 17


text: Nora Weibel

> Fotos: Alphafoto.com

18

| Breitensport

Der granD Prix Migros

bewegt

Der Grand prix Migros 2012 ging

mit dem dreitägigen Finale in

saas-Fee erfolgreich zu ende.

Bei besten Wetterbedingungen

und einer anspruchsvollen piste

zeigten die über 650 Finalistinnen

und Finalisten spitzenleistungen.

Die 8- bis 15-jährigen, die sich an

einem der 13 Ausscheidungsrennen

zwischen Anfang Januar und Ende

März mit einem Podestplatz fürs Finale

qualifiziert haben, kämpften zum Abschluss

der Saison nochmals um jede

Hundertstelsekunde. Alle Kids absolvierten

an einem Tag einen Riesenslalom, am

anderen Tag ein Kombi-Race. Unter den

8- bis 11-jährigen war in beiden Rennen

Callum Cant (2001) aus Leysin der

Schnellste, bei den 12- bis 15-jährigen war

es im Kombi-Race vom Samstag Semyel

Bissig (1998) aus Wolfenschiessen, der die

Tagesbestzeit realisierte, im Riesenslalom

war es Marco Odermatt (1997) aus Beckenried.

«Wir sind mit dem Verlauf des Final-

Wochenendes sehr zufrieden», bilanziert

Projektleiter Roman Rogenmoser. «Die

Rennstrecke verlangte den Kindern sehr

viel ab, herzliche Gratulation zu den tollen

Leistungen.» Am Finale zählte jedoch

nicht nur, was auf, sondern auch was

neben der Piste geboten wurde. Im grossen

Grand Prix Migros-Village vergnügten


sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

beim Melken am Stand von Swissmilk, am

Glücksrad bei «Schweizer Fleisch», bei

Geschicklichkeitsspielen im Swiss-Ski-

Zelt oder beim Stapeln von Farmer-

Schachteln. Nordica stellte die neusten

Skimodelle zum Testen bereit, Swix

schenkte allen Teilnehmenden ein Paar

neue Stöcke, im Migros-Globe konnte man

sich mit Kaffee und Kuchen eindecken und

«Schweizer Fleisch» sorgte für ein warmes

Mittagessen. Und was die jungen

Rennfahrerinnen und Rennfahrer ganz aus

dem Häuschen brachte, waren die Autogrammstunden

mit Didier Cuche, Nadia

Styger, Silvan Zurbriggen, Justin Murisier,

Ralf Kreuzer und Andrea Dettling, die den

Anlass aus ihrer Kindheit noch bestens in

Erinnerung haben. <

Breitensport |

strahlende Gesichter, hervorragende

sportliche Leistungen, autogramme von

skicracks, spiel und spass neben der piste –

das war das Grand prix Migros-Finale 2012

in saas-Fee.

SNOWACTIVE Mai 2012 19


text: Nora Weibel

> Fotos: zVg.

20

| Breitensport

LangLauffest

auf dem Langis

Die besten Mädchen der trophy v.l.n.r.: Lydia Hiernickel (sC riedern),

Alina Meier (sC Davos), stefanie Arnold (sC Unterschächen),

tanja Gerber (sC Am Bachtel Wald) und Laura issler (sC Alpina

st. Moritz).

Mitte März fand auf dem Glaubenberg

im Kanton obwalden ein

wahres Langlauffest statt. rund

800 teilnehmer sowie deren

eltern und Betreuer trafen sich

auf dem Langis zum grossen

Finale der rWs Kidz trophy und

zu den Helvetia nordic Games.

Während sich das Helferteam der

Helvetia Nordic Games am

Samstag auf den vielseitig ausgerichteten

Spiel-OL konzentrierte, sorgte

der Skiclub Schwendi-Langis für eine reibungslose

Durchführung des RWS Biathlon-Kidz-Trophy-Finals.

Mit 225 Kindern

wurde dabei der bisherige Teilnehmer-

rekord klar übertroffen. Dies belegt eindeutig,

dass solche Synergien im Bereich

der nordischen Nachwuchsförderung

sinnvoll und erfolgversprechend sind. Bereits

um neun Uhr erfolgte am Sonntag der

Startschuss zum Langlauf-Finalrennen in

der klassischen Disziplin. In 16 Startblöcken

kämpften rund 470 Teilnehmende um

die Pokalplätze in 18 verschiedenen Kategorien.

In der Gesamtwertung der Helvetia

Nordic Trophy konnte Tanja Gerber vom SC

Am Bachtel Wald ihre Leaderposition eindrücklich

verteidigen. Die 16-jährige

drückte vom Start weg aufs Tempo, sodass

sie bald alleine an der Spitze unterwegs

war und das Rennen klar für sich entschied.

Gerber siegte über 37 Sekunden

vor Valeria Cavelti (SC Club da skis Trun)

und Stefanie Arnold (SC Unterschächen),

die in der Gesamtwertung Platz Zwei belegt.

Bei den Knaben lag der Bündner

Andrea Rogantini (SC Alpina St. Moritz) vor

dem letzten Wettkampf noch in Führung.

Die besten Knaben der trophy v.l.n.r.: Beda Klee (sC speer ebnat-

Kappel), Jan-nino Menn (sC tambo splügen), Andrea rogantini

(sC Alpina st. Moritz), Dajan Danuser (sC Vättis) und Marino Capelli

(sC Davos).

Diese musste er jedoch nach dem Finale

auf dem Glaubenberg an den immer stärker

laufenden Dajan Danuser vom SC Vättis

abgeben, der vor Marino Capelli (SC

Davos) und Navin Cerutti (SC Vallée de

Joux) siegte. Danuser siegt somit in der

Helvetia Nordic Trophy fünf Punkte vor

Rogantini und 24 Punkte vor Capelli. In der

Clubwertung gewinnt der SC Davos mit

über 100 Punkten Vorsprung auf den SC

Alpina St. Moritz und den SC Am Bachtel

Wald und erhält dafür einen Förderbeitrag

von 1200 Franken.

Langlauf-Nachwuchschef Edi Zihlmann

fand am Ende des zweitägigen

Events in der Innerschweiz nur lobende

Worte für die Organisatoren: «Es wurde

nichts dem Zufall überlassen. Am Samstag

fanden die Kids einen herausfordernden

Parcours vor, abends wurde ein tolles

Rahmenprogramm mit Disco geboten und

am Sonntag fand die Helvetia Nordic Trophy

mit einem perfekten Rennen ihren

Abschluss.» <

Die Helvetia nordic trophy fand mit den perfekt organisierten nordic Games auf dem Langis einen fulminanten saisonabschluss


«der Zug ist angeroLLt»

olympia- und Gesamt-Weltcup-sieger Dario Cologna bürgt mit

seinem namen nicht nur für Weltklasseleistungen auf der Loipe,

sondern setzt sich auch für eine umfassende entwicklung des

Langlaufsportes bei der Jugend ein. Der nach ihm benannte Fun

parcours hat schulklassen aus der ganzen schweiz auf die

Langlaufskis gebracht – und für Begeisterung gesorgt.

> text: Anita Suter

> Fotos: Swiss-Ski

die erste Saison des Dario Cologna

Fun Parcours war ein voller Erfolg.

«Wir vermochten damit rund 7500

Kinder in der ganzen Schweiz zu bewegen»,

zieht Mariette Brunner Bilanz. «Ich

war überrascht, zu sehen, wie die Kinder

schon nach kurzer Zeit ohne Stöcke gleiten

konnten und nicht mehr ständig hinfielen,

obschon sie zum ersten Mal auf Langlaufskis

standen», so die Projektleiterin weiter.

Während einer zweistündigen Langlauflektion

wurden die Schüler jeweils auf

spielerische Art und Weise durch fachkundige

Leiter in den Langlaufsport eingeführt

und hatten beim anschliessenden

Swisscom-Sprint die Gelegenheit, sich mit

den teilnehmenden Klassen des ganzen

Winters zu messen. Zu gewinnen gab es

unter anderem einen Besuch von Dario

Cologna im Sportunterricht oder einen finanziellen

Zustupf an die nächste Klassenreise.

rund 160 schulklassen – von ebnat-Kappel

bis mont de marsens. Gefordert wur-

den die Organisatoren wegen des langen

Ausbleibens von Schneefällen in den tiefen

Lagen; Anlässe vom Dezember mussten in

den Januar verschoben werden, was wiederum

zu Materialengpässen führte. Dennoch

konnten rund 160 Schulklassen das

Angebot von Swiss-Ski an einem der acht

Standorte von Ebnat-Kappel bis Mont de

Marsens nutzen und so für einmal ihre

Turnstunde in den Schnee verlagern. «Wir

haben es geschafft, mit unserem Animationsprogramm

bei den Kindern, aber

auch bei den Lehrpersonen Begeisterung

auszulösen», fasst Mariette Brunner zusammen.

Highlight: engadin Halbmarathon. Das

persönliche Highlight der Projektleiterin?

29 Kinder liessen sich am DCFP inspirieren

und absolvierten erfolgreich den Engadin

Halbmarathon. «Der DCFP-Zug ist

angerollt – er soll noch weitere Winter

fahren und möglichst viele Kinder einsteigen

lassen» wünscht sich Mariette Brunner

für die Zukunft. Denn: Langlauf ist

jung, Langlauf ist cool – definitiv. <

www.dario-cologna-fun-parcours.ch

Breitensport |

turnstunde mal anders: schulkinder

am Dario Cologna Fun parcours.

SNOWACTIVE MAi 2012 21


22

| Breitensport

Starke Julia Schärer

Die Saison der Masters-Skirennfahrer

fand am Wochenende vom

17./18. März mit der Schweizer

Meisterschaft in Airolo ihren Abschluss.

Leider konnte das allerletzte Schweizer

Rennen des Winters nicht mehr durchgeführt

werden. Nebel und Neuschnee verhinderten

die Durchführung des Riesenslaloms

vom Sonntag. Am Samstag aber

fuhren die rund 60 Teilnehmerinnen und

Teilnehmer zwei Slalomläufe bei guten

Bedingungen. Die Tagesbestzeit realisierte

bei den Frauen die 61-jährige Julia

Schärer aus Bern, bei den Männern war

der 51-jährige Freddy Mooser aus Plaffeien

der Schnellste.

Am letzten Märzwochenende bestritten

die Masters-Athleten in Übersee das FIS

World Criterium. Im kalifornischen Mammoth

überzeugte insbesondere Julia

Schärer, die drei Medaillen mit nach Hause

brachte, eine goldene und zwei bronzene.

Ebenfalls eine Bronzemedaille gab es

für Knut Strömstad und Susanne Steger.

Die Schlussrangliste des Swiss Masters

Cup 2012 mit über 150 Gewerteten ist

NataScia leoNarDi corteSi uND evgeNy BogDaNov

gewiNNeN DeN SwiSS loppet 2012

Sie hat an fünf Läufen teilgenommen,

wovon sie zwei Mal als Siegerin und

drei Mal als Zweitplatzierte gefeiert

wurde. Er stand neun Mal am Start und

strahlte davon drei Mal vom obersten

Treppchen. Natascia Leonardi Cortesi und

Evgeny Bogdanov heissen die Overall-Sieger

des Swiss Loppet 2012. Sie sammelten

im Laufe der vergangenen Volkslanglauf-

Saison 460 respektive 676 Punkte. Auf den

zweiten Platz lief die erst 23-jährige Lucy

Pichard, die beim Kandersteger Volksskilauf

gewinnen konnte. Sie weist auf die

Overall-Siegerin Leonardi Cortesi einen

Rückstand von 9 Punkten auf. Dritte wurde

Rahel Imoberdorf, welche sich durch den

Sieg am Einsiedler Skimarathon 100

Punkte sicherte und total 160 Punkte hinter

der Leaderin liegt. Bei den Herren

rangierte sich Thomas Suter mit 455

Punkten auf Platz zwei, 29 Punkte weniger

erreichte der letztjährige Gesamtsieger

Bruno Joller auf Rang drei.

Zum Swiss Loppet zählen zehn verschiedene

Volksläufe in allen Regionen der

Schweiz. Begonnen hat die Serie Anfang

Januar in Campra – wo die beiden Overall-

Sieger ein erstes Mal triumphierten – abgeschlossen

wurde mit dem wohl berühmtesten

Volksskilauf der Schweiz, dem

Engadin Skimarathon.

Die Rangverkündigung für alle Kategorien-

und Overall-Sieger findet anlässlich

der Swiss-Ski DV vom 30. Juni in Walterswil

statt (mehr dazu auf Seite 14). Die

Schlusswertung finden Sie unter www.

swiss-ski.ch/breitensport/langlauf. <

«eiNe woche wiNterSpaSS iN tSchappiNa» gewiNNt

insgesamt haben sich am FIS World

Snow Day vom 22. Januar 2012 40 Nationen

rund um den Globus für Bewegung

im Schnee und im Schneesport eingesetzt.

Die Schweizer waren dabei

besonders aktiv. Swiss-Ski hat unter der

Leitung von Breitensport-Projektleiterin

Tanja Uhlmann in Zusammenarbeit mit

der IG Schnee, Seilbahnen Schweiz,

Schweiz Tourismus, Swiss Snowsports

und dem Bundesamt für Sport (BASPO)

einen Wettbewerb ausgeschrieben und die

Schweizer Schneesportdestinationen aufgefordert,

anlässlich des World Snow Days

Projekte zur Förderung des Schneesports

ins Leben zu rufen. «Wir haben total 12

Dossiers erhalten, die von einer Fachjury,

bestehend aus den Vertretern der mitwirkenden

Organisatoren, bewertet wurden»,

erzählt Tanja Uhlmann.

Am 29. März fand in Oberhofen, beim

Sitz der FIS, die Prämierung der besten

Projekte statt. Anwesend war auch FIS-

Präsident Gian-Franco Kasper, der den

Initianten und Initiantinnen für ihr Engagement

dankte. Gewonnen hat das Projekt

«Eine Woche Winterspass im Skigebiet

Tschappina Heinzenberg», welches von

unter www.swiss-ski.ch in der Rubrik

Breitensport/Ski alpin zu finden. Für die

Wertung des Swiss Masters Cup zählen die

sieben besten Resultate der Saison. <

den Skiliften Tschappina Heinzenberg,

dem Skiclub Beverin, den Schneesportschulen

Tschappina und Snowfactory.ch

sowie Viamala Tourismus organisiert wurde.

Die Bündner Delegation durfte vom

Vizepräsident von Seilbahnen Schweiz,

Fulvio Sartori, einen Check im Wert von

CHF 3000.– entgegennehmen. Auf Platz

zwei landete das Projekt «Postenlauf

Schneesport» der touristischen Unternehmung

Grächen AG, die einen Check im

Wert von CHF 2000.– erhielt. Schneeschuhlaufen,

Schlitteln, Snowbiken, Lawinenkunde,

Snowboard, Ski und Freestyle

waren Inhalte dieses erlebnisreichen Tages.

Mit CHF 1000.– wurde der Gratis-

Skitag von Adelboden Tourismus be-

lohnt, welcher mehrheitlich Einsteiger erreichte.


CoaChing inside |

DaS SoMMertraiNiNg FÜr SchNeeSportler

ein trainingsprogramm mit

dem schwerpunkt «Verletzungsprävention

für den rücken»

> text und Fotos: Arjen van Duijn

immer mehr Studien weisen darauf hin,

dass im Sport die Rumpfmuskulatur

eine zentrale Rolle spielt. Neben einer

Verbesserung der Leistungsfähigkeit ist

auch die Vorbeugung von Verletzungen

durch systematisches Training der Rumpfmuskulatur

möglich. Auch für die Leistung

im Schneesport ist die Rumpfmuskulatur

immens wichtig. Eine mögliche Vorgehensweise,

um die Rumpfstabilität im

Frühling aufzubauen, während dem Sommer

zu kräftigen und schlussendlich zwei

Monate vor Saisonbeginn dynamische

BeispielüBungen

01

05

ab april

01 tiefenmuskulatur

aktivieren:

Bevor man mit dem Rumpfkrafttraining

beginnt, ist es sinnvoll, zuerst

die tiefe Rumpfmuskulatur,

welche wichtig für die Stabilität der

Wirbelsäule wichtig ist, zu aktivieren.

Die Lendenwirbelsäule wird in

einer Mittelposition stabil gehalten.

Man versucht nun sanft und

unabhängig von der Atmung die

Bauchdecke oberhalb des Schambeins

sanft anzuspannen; 10 x 10

Sekunden.

02

06

Rumpfkraftübungen mit diversen Beinachsenübungen

zu kombinieren, wird

untenstehend mit einigen Beispielübungen

präsentiert.

Das Sommertraining in den Regionalen

Leistungszentren besteht aus vier bis fünf

Trainingseinheiten pro Woche mit verschiedenen

Schwerpunkten. Elemente

des Rumpfkraft- und Beinachsentrainings

werden in jeder dieser Einheit durchgeführt.

Zusätzlich steht einmal wöchentlich

ein Training auf dem Programm, in welchem

der Schwerpunkt auf das Rumpfkraft-

und Beinachsentraining gelegt wird.

Grundlage für dieses Trainingsprogramm

bilden wissenschaftliche Untersuchungen,

in welchen festgestellt wurde, dass

Rücken- und Kreuzbandverletzungen mittels

Krafttraining, Koordinationstraining

und Stabilitätstraining in Hüft-, Knie- und

Fussgelenken, kombiniert mit Training der

Stabilität der Wirbelsäule, verletzungspräventiv

wirksam sind. Die wichtigen Ele-

02–05 statische

rumpfstabilität:

In dieser Phase sollten Bewegungen

mit Armen und Beinen gemacht

werden, ohne dass der Rücken

seine stabile Grundposition

verlässt.

06–07 dynamische rumpfkraft:

In diesem Block sind Rumpfkraftübungen

vorgesehen, bei welchen

die Wirbelsäule bewegt werden

darf.

mente für die Stabilität der Beinachse

werden vorerst in einfacher Form getrennt

trainiert und anschliessend sukzessive

kombiniert. Hauptsächliche Elemente

sind das Krafttraining, plyometrisches

Training und die statische und dynamische

Koordination der betroffenen Gelenke. Das

Rumpfkrafttraining wird ebenfalls in Teilelementen

trainiert. Hier wird ein Aufbau

angestrebt, der mit Übungen zur Rekrutierung

der Tiefenmuskulatur beginnt, gefolgt

durch Übungen für die statische und

dynamische Rumpfkraft. In der Vorbereitungsphase

II (ab September bis Oktober)

wird die Beinachsenstabilität und die

Rumpfkraft kombiniert trainiert. Die

Übungen sind komplex (zum Beispiel: Koordination,

Schnelligkeit und Plyometrie

kombiniert mit konditionellen Aspekten).

Die grosse Herausforderung besteht darin,

die Programme und Übungen für die

jungen Athleten spielerisch, herausfordernd

und effektiv zu gestalten. <

SNOWACTIVE mai 2012 23

03

07

ab september bis oktober

08–09 integration der dynamischen

rumpfkraft in Kombination

mit gleichgewicht, dynamisch:

Der letzte Schritt. Führen Sie

Übungen mit den Elementen Kraft,

Gleichgewicht und Koordination

aus (das Ganze mit viel Abwechslung).

integration Beine und rumpf,

sportspezifisch:

Um optimale Verletzungsprävention

zu betreiben, sollten Sie nun

Übungen ausführen, bei denen

Rumpf und Knie in komplexen Bewegungen

integriert werden.

04

08

09


24

| SponSoring

HerzlicH willkommen

IM nEuEn HouSE oF SwItZErLanD 2013

Soll an der WM 2013 zum

Magnetpunkt für Fans,

Sponsoren, Medien und

athleten werden: das House

of Switzerland.

> Text: Caroline Kalberer

> Fotos: Schweizer Illustrierte, Swiss-Ski

01

02 03 04

05

Schladming, Freitagabend, 16. März

2012: Im Posthotel am Hauptplatz

10 wird der neue Schweizer treffpunkt

anlässlich der alpinen Skiweltmeisterschaften

2013 bekannt gegeben.

Sponsoren, Journalisten und athleten versammeln

sich zum gemeinsamen Diner

und stossen auf das Schweizer Haus an.

Mann des abends ist jedoch Didier

Cuche. Zusammen mit seiner Familie und

seinem Fanclub blickt er nochmals auf

seine lange und erfolgreiche Karriere zurück.

Die beiden wegbegleiter Michael

01 ein besonderes geschenk: Michael

Walchhofer überreicht Didier cuche einen

schweizerisch-österreichischer renndress.

02 Hugo Wetzel, oK präsident der WM Kandidatur

engadin St. Moritz (r.) im gespräch

mit Swiss-Ski Direktor andreas chr. Wenger.

03 Bewegender Moment: Didier cuche

bedankt sich bei seinen eltern für die

jahrelange unterstützung.

walchhofer und Marco Büchel erweisen

ihm ebenfalls die Ehre und trumpfen mit

lustigen anekdoten aus gemeinsamen

Zeiten auf. Emotional wird es, als Didier

Cuche selbst zum Mikrofon greift und seinen

Eltern Marlise und Francis «Merci»

sagt.

Lieber Didier, an dieser Stelle sagen

auch wir nochmals ganz herzlich DanKE

für alles was du für den Schweizer Skisport

geleistet hast. Du wirst uns fehlen!

<

Dein Swiss-Ski team

04 (V.l.n.r.): Svenja Lyhs, projektleiterin bei

audi, alain cuche, Bruder von Didier cuche,

annalisa gerber, Leiterin Sponsoring &

events bei Swiss-Ski sowie Didier cuche.

05 Markus rutz, projektleiter bei raiffeisen,

umrahmt von Swiss-Ski Direktor andreas

chr. Wenger und caroline Kalberer, projektleiterin

bei Swiss-Ski.

FacTS & FigureS

Das House of Switzerland (www.post

hotel-schladming.at) fungiert vom 4.–17.

Februar 2013 als Gaststätte für alle Skifans.

Es liegt an bester Lage in der Fussgängerzone

von Schladming und ist nur

drei Gehminuten vom Zielstadion Planai

entfernt. Die Lokalität bietet Platz für bis

zu 300 Personen. Köstliche Schweizer

Spezialitäten, Live-Musik und hoffentlich

zahlreiche Medaillen-Feiern warten auf

die Gäste.


eSuLTaTe ScHWeizer

MeiSTerScHaFT 2012

in VeySonnaz

In der woche vom 19. bis 25. März

fand in veysonnaz bei besten Bedingungen

die Schweizer Meisterschaft

Ski alpin statt. nachfolgend

die Medaillengewinner und -gewinnerinnen

im Überblick.

abfahrt Frauen:

1. Fränzi aufdenblatten

(SC Zermatt)

2. Mirena Küng

(SC Bernina Pontresina)

3. Priska nufer (SC alpnach)

abfahrt Männer:

1. vitus Lüönd

(SC Hochstuckli Sattel)

2. Fernando Schmed

(SC Graue Hörner Mels)

3. nils Mani (SC Schwenden)

Super-Kombination Männer:

1. Luca aerni (SC Les Barzettes)

2. ralph weber (SC Flums)

3. Bernhard niederberger

(SC Beckenried-Klewenalp)

TaLenTScouT iM JuMpin

FreeSKi- unD aeriaLS-nacHWucHS geSucHT

Die wasserschanze Jumpin wird

ein aerials- und Freeski-regionalkader

aufbauen. unter der Leitung

von aerials Junioren-nationaltrainerin

Manuela Müller und Halfpipe-

/ Slopestyle-nationaltrainer

Misra noto wird ab Ende Mai den

Sommer lang trainiert. wer sich

für das aerials- oder Freeski-team

Super-Kombination Frauen:

1. wendy Holdener

(SC unteriberg)

2. Corinne Suter (SC Schwyz)

3. Priska nufer (SC alpnach)

Super-g Frauen:

1. Fränzi aufdenblatten

(SC Zermatt)

2. Corinne Suter (SC Schwyz)

3. Priska nufer (SC alpnach)

Super-g Männer:

1. thomas tumler (SC Samnaun)

2. Gino Caviezel (SC Beverin)

3. vitus Lüönd (SC Hochstuckli

Sattel)

riesenslalom Frauen:

1. Lara Gut

(SC Sporting Gottardo)

2. Jasmina Suter (SC Stoos)

3. Fränzi aufdenblatten

(SC Zermatt)

riesenslalom Männer:

1. Didier Défago (SC Morgins)

2. Sandro Jenal (SC Samnaun)

3. thomas tumler (SC Samnaun)

Slalom Frauen:

1. Margaux Givel

(anzère Ski-team)

2. Corinne Suter (SC Schwyz)

3. Marine oberson

(SC alpina Bulle)

Slalom Männer:

1. Markus vogel (SC Beckenried

Klewenalp)

2. ramon Zenhäusern

(SC Brandegg-Bürchen)

3. Marco tumler (SC Samnaun)

qualifizieren möchte, muss sich für

den Probe-/Qualifikationstag anmelden.

Kriterien für eine aufnahme

sind neben der Leistung auch

die Motivation, der teamgeist und

der Einsatz. Gesucht sind Kinder

und Jugendliche zwischen 10 und

16 bzw. 12 und 16 Jahren.

aerials/Skiakrobatik

probe-/Qualifikationstag: 19. Mai 2012, treffpunkt 10.00 uhr im Jumpin,

rossauerstrasse 33, 8932 Mettmenstetten, teilnahme kostenlos

Workshops zu: Freestyle Schanze, trampolin/Bungee, Slack Line,

Slip’n’Slide, tumbling

gesucht sind: Knaben im alter von 10–14 Jahren und Mädchen im alter

von 10–16 Jahren

anmeldung/Fragen: freestyle@jumpin.ch

Training regionalkader: Jeweils dienstags und donnerstags von 17.30

uhr bis 19.30 uhr

ausserdem: Ein- bis zweimal pro Monat geht es am wochenende bei der

wintertrainingsanlage in Meiringen-Hasliberg auf die Ski

Freeski

probe-/ Qualifikationstag: 13. Mai 2012, treffpunkt 12.00 uhr im Jumpin,

rossauerstrasse 33, 8932 Mettmenstetten, teilnahme kostenlos

Workshops zu: Freestyle Schanze, trampolin, Slackline

gesucht sind: Jugendliche im alter von 12–16 Jahren

adrian Schuler Skispringen

ambrosi Hoffmann Ski alpin

Beat Fischli Snowboard

Benedikt nadig Snowboard

Carina Schmidiger Snowboard

Christian Stebler Biathlon

Didier Cuche Ski alpin

Felix arnold Snowboard

Franziska trütsch Langlauf

Gian-Luca Cavigelli Snowboard

Laurin Clavuot Snowboard

Mario Käppeli Snowboard

Moritz Biel Freestyle

Kurz unD BünDig |

zWei Junioren-WeLTMeiSTer auS eineM cLuB

In der vergangenen Saison durfte

sich Swiss-Ski über insgesamt vier

Junioren-weltmeistertitel freuen.

In roccaraso feierte ralph weber

vom Skiclub Flums einen Sieg im

Super-G. aus demselben Skiclub

stammt auch die fünffache Junioren-weltmeisterin

im alpin-Snowboard,

Julie Zogg. Zogg gewann

sowohl den Parallel-riesenslalom

als auch den Parallel-Slalom in

Sierra nevada und sicherte sich

damit die Meistertitel nummer

VoM SpiTzenSporT zurücKgeTreTen . . .

anmeldung/Fragen: freestyle@jumpin.ch

Training regionalkader: Jeweils montags und donnerstags abends

Talentscout:

Möchtest Du in die Fussstapfen von olympiasieger Sonny Schönbächler

(Lillehammer 1994) und Evelyne Leu (turin 2006) treten? Dann ist genau

JEtZt der richtige Zeitpunkt, deinen traum zu verwirklichen!

jumpin.ch

vier und fünf nach einem Sieg im

Jahr 2009 und zwei Siegen im 2011.

Der ostschweizer Skiclub stellt somit

zwei aktuelle Junioren-weltmeister

in zwei verschiedenen

Sportarten. Herzliche Gratulation!

Ebenfalls Junioren-weltmeister

darf sich Kai Mahler nennen. Der

Freeskier vom Freestyle-team

Fricktal holte sich Gold im Slopestyle

an den titelkämpfen in valmalenco.

nadia Styger Ski alpin

Pascale Berthod Ski alpin

ralf Kreuzer Ski alpin

Sandra Frei Snowboard

Silvana Bucher Langlauf

Stephanie Schnydrig Biathlon

thomas Singer Ski alpin

vital anken Skispringen

Swiss-Ski bedankt sich bei den

Sportlerinnen und Sportlern herzlich

für ihren Einsatz und wünscht

ihnen für die Zukunft alles Gute.

SnowaCtIvE Mai 2012 25

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