Reiseveranstalter - Axel Springer MediaPilot

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Reiseveranstalter - Axel Springer MediaPilot

TrendTopic

Reiseveranstalter


Veranstalterumsatz mit Rekordplus

� Die Reiseveranstalter haben 2008 ein Jahr ohne Krisen und unspektakulär

mit Rekordumsatz beendet. Er stieg nach Berechnungen der Rewe-

Marktforschung um 5,5 % auf 21,4 Mrd. EUR. Gleichzeitig stagnierte die

Zahl der Gäste bei 39,3 Mio. Teilnehmern.

� Nach Erhebungen der Fachzeitschrift FVW erzielten die Flugpauschalreisen

im Touristikjahr 2007/2008 (bis 31. Oktober) ein solides Plus von

4,4 %. In der vorangegangenen Saison hatte der Zuwachs noch bei 2,8 %

gelegen. Die Fernreisen liefen mit einem Plus von 5,5 % als die Nah- und

Mittelstrecken mit einem Plus von 3,0 %. Wachstumstreiber waren hier

nach Einschätzung der FVW vor allem die größeren mittelständischen Anbieter.

In diesem Zusammenhang fallen Namen wie Alltours, Öger, FTI und

Schauinsland.

� Auch ohne diese größeren Mittelständler dürften die nicht so großen Anbieter

auf zweistellige Umsatzgewinne zurückblicken können. Die Ertragslage

dieser Unternehmen hat sich ebenfalls gut entwickelt.

� Kreuzfahrten bleiben auch in der jüngsten Sommersaison der Wachstumsmotor

der Branche. Die Anbieter haben ihren Umsatz um fast 15 %

erhöht. Sie übertreffen damit das Rekordniveau des Vorjahres um ganze 5

Prozentpunkte. Insbesondere Unternehmen wie Aida und MSC, die neue

Schiffe in Dienst stellten, profitierten vom Kreuzfahrttrend.

Umsatz und Zahl der Reisen im Veranstaltermarkt

45

40

35

30

25

20

15

10

37,2

19,1

Quelle: DRV

37,4

20,1

34,6

18,9

32,8

17,8

34,8

18,6

36,9

19,4

37,6

19,6

39,3 39,3

20,3

21,4

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

Zahl der

Reisen (Mio.)

Umsatz (Mrd.

EUR)

� Für 2009 geht die Branche von festen Marktverhältnissen aus. Zwar spiegeln

die Buchungen für den Sommer 2009 zum Jahreswechsel noch Zurückhaltung

wider. Von Krise will man aber nicht sprechen. DRV-Präsident

Läpple: „Am Reisen wird zuletzt gespart. Wir gehen auch für das nächste

Jahr (2009) von einer stabilen Nachfrage beim organisierten Urlaub aus.“

� Die Veranstalterumfrage der FVW bei 61 Reiseveranstaltern, die rund

80 % des Marktes abdecken, ergab im Durchschnitt eine Wachstumserwartung

von 4,8 % für das laufende Touristikjahr 2008/09. Kreuzfahrten,

TrendTopic – Reiseveranstalter

Axel Springer AG – Marktanalyse

Branchenkrise ist endlich

überwunden

2008 wird weiteres Wachstum

angepeilt

1


Fernreisen und das östliche Mittelmeer dürften weiterhin die Wachstumsträger

im Veranstaltermarkt sein.

� Das von manchen vorhergesagte Ende der Pauschalreise dürfte noch etliche

Zeit auf sich warten lassen – zumindest nach den Ergebnissen der

Reiseanalyse (RA) der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen

(F.U.R.). 2008 ermittelte die Studie, dass fast die Hälfte der Deutschen zur

Pauschalreise (organisierte Reise) eine positive bzw. sehr positive Einstellung

hat.

� Im Vergleich zu 1999 ist dieser Wert sogar gestiegen, während die Fans

der selbst organisierten Reise (Individualreisen) ihre Mehrheit verloren haben.

Ihr Anteil erreichte 2008 mit 47 % den gleichen Wert wie der der Befürworter

der Pauschalreise. Die professionell vorgefertigten und mit der

Garantie des Veranstalters ausgestatteten Produkte entsprechen offenbar

besonders dem hohen Sicherheitsbedürfnis des deutschen Urlaubers.

� Dem „Urlaub von der Stange“ erwächst allerdings in den Baustein- oder

Modulreisen eine Konkurrenz: 2006 waren zwar erst 4 % aller Urlaubsreisen

ab 5 Tagen solche „flexiblen Pauschalreisen“, bei denen der Urlauber

Flug, Hotel oder Zusatzleistungen individuell kombinieren kann, ohne den

gesetzlichen Schutz einer Pauschalreise zu verlieren. Eine positive oder

sehr positive Einstellung zu diesem flexiblen Veranstalterprodukt bekundete

Anfang 2008 allerdings schon über ein Fünftel der Deutschen (21 %).

� Für die Individualisierung ihrer Produkte (Kombination von Bausteinen im

Rahmen einer Pauschalreise) haben die Anbieter entsprechende IT-

Systeme aufgebaut bzw. arbeiten derzeit daran. Führender Veranstalter ist

die Rewe Baustein-Touristik. Andere Unternehmen sind nachgezogen: So

bringen bei FTI Bausteinreisen schon zwei Fünftel des Umsatzes; der Anteil

soll weiter steigen. Thomas Cook bietet bei den Marken Neckermann

und Bucher inzwischen Dynamic Packaging (Kombination von Reise-

Leistungen zu tagesaktuellen Preisen).

Veranstalter dominieren Mittelmeergeschäft

� Klassische Pauschalreisen und Bausteinreisen kamen 2008 zusammen

auf einen Anteil von 47 % aller Urlaubsreisen ab 5 Tagen. Bei weiteren

31 % der Urlaubsreisen wurde die Unterkunft zuvor direkt beim Anbieter

(Hotel, Ferienwohnung etc.) gebucht. 10 % buchten ihr Ticket selbst. Bei

lediglich 16 % wurde nichts vorher gebucht – hier ist man einfach „ins

„Blaue“ gefahren und hat sich auf sein Organisationstalent am Urlaubsort

oder während der Rundreise verlassen.

� Die Bausteinreise hat dagegen ihren Schwerpunkt eindeutig bei der Fernreise.

Auch buchen hier relativ viele Urlauber lediglich Einzelleistungen:

Fernreisende weisen oftmals eine hohe Reiseerfahrung auf und begnügen

sich mit der Buchung von Flugtickets.

� In einer Langfrist-Prognose geht die F.U.R. davon aus, dass der Marktanteil

der Veranstalterreise bis 2015 weiter zulegen wird. Wegen der Flexibilisierung

der Pauschalreise und den zunehmenden Internet-Buchungen

werden allerdings die Grenzen der derzeitigen Segmente aufweichen, und

eine Zuordnung wird schwieriger werden. Die Bedeutung von Reisen, bei

denen überhaupt nichts vorab gebucht wird, dürfte aber abnehmen.

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Axel Springer AG – Marktanalyse

Ein Fünftel sieht die Bausteinreise

positiv

2


Organisationsform der Urlaubsreisen ab 5 Tagen

Angaben in %, Mehrfachnennungen möglich

Pauschal- und

Bausteinreisen

Unterkunft einzeln

Anreiseticket einzeln

Sonstiges einzeln

Nichts vorher gebucht

Quelle: Reiseanalysen (F.U.R.)

Katalogpreisbindung gefallen

5

6

11

10

17

16

� Ein steigender Teil von Reiseprodukten wird über das Internet abgesetzt –

über Online-Reisebüros wie Expedia, die Portale der Veranstalter bzw. direkt

über die Websites der Leistungsanbieter (Ferienwohnungen, Hotels,

Fähren, Bahn, Airlines etc.). Vor allem die Billigflieger setzen auf den

Online-Verkauf ihrer Tickets und ermöglichen durch die Kombination mit

Buchungen von Hotels und Mietwagen individuell zusammengestellte Reisen,

die allerdings bisher nicht unter die Pauschalreisen fallen.

� Der traditionelle Vertrieb über den Katalog im Reisebüro hat gegenüber

dem Internet-Vertrieb einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil ausgleichen

können. Denn seit dem 1. November 2008 dürfen deutsche Reiseveranstalter

ihre gedruckten Katalogpreise auch nachträglich erhöhen.

� Auf Initiative des Deutschen Reiseverbandes (DRV) hat das Bundesjustizministerium

eine Preisanpassung nach oben zugelassen, indem die Informationspflichten-Verordnung

geändert wurde. Allerdings darf sich der

Preis nur unter bestimmten Voraussetzungen erhöhen. So dürfen die Veranstalter

Aufschläge künftig an die Kunden weitergeben, die durch den

Nachkauf von Kapazitäten in Hotels oder auf Flugstrecken entstehen. Eine

solche mögliche Preisänderung muss im Katalog aber kenntlich gemacht

werden. Und: Der vor Vertragsabschluss vereinbarte Preis ist nach wie vor

bindend.

� Während sich die Reiseveranstalter freuen und von höherer Flexibilität

sprechen, dürfte sich bei den Kunden in erster Linie Verwirrung einstellen.

Denn wer weiß in Zukunft schon, was die avisierte Reise aus dem Katalog

kosten wird, wenn auf den gedruckten Preis kein Verlass mehr ist?

� Schlimmstenfalls könnten Kataloge eher als Informationsquelle zu Reiseangeboten

dienen, denn an den Preisen kann sich bis zur verbindlichen

Buchung noch allerhand tun.

27

31

48

47

2005

2008

TrendTopic – Reiseveranstalter

Axel Springer AG – Marktanalyse

Unterkunft deutlich häufiger

selbst gebucht

Katalog-Anbieter fordern Aufhebung

der festen Preise

3


� Fast alle großen Reiseanbieter haben ihre Kataloge für die nächste Sommersaison

schon auf den Markt gebracht – ohne den Zusatz, der die Preisänderung

erlaubt. Bis dahin dürfen sich die Kunden also noch in Sicherheit

wiegen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Winterkataloge

2009/2010 mit dem entsprechenden Zusatz ausgestattet sein werden.

� Nach der Verbraucher Analyse zählen rund 23 Mio. Deutsche zu den Kunden

der Reiseveranstalter, d.h. haben in den letzten zwei Jahren schon

einmal bei einem Veranstalter gebucht bzw. ihr nächster Urlaub ist derzeit

schon dort festgemacht. Abgesehen von einem größeren Gewicht von Urlaubern

mit mittlerem und höherem sozialem Status sowie von Singles /

Paaren ohne Kind unter 14 Jahren zeigen sich in dieser breiten Zielgruppe

kaum prägnante Schwerpunkte. Dies liegt auch daran, dass die Urlauber

zunehmend ein hybrides Verhalten aufweisen und nicht mehr eindeutig

dem Pauschal- oder Individualreise-Segment zugeordnet werden können:

Während die Sommerreise als Haupturlaub oft pauschal gebucht wird,

werden zusätzliche Urlaubsreisen wie Städtetrips etwa als Baustein-

Produkte gekauft und Kurzreisen – z. B. Aufenthalte in Wellness-Hotels –

direkt beim Anbieter gebucht.

Segmente – Kreuzfahrten weiter gefragt

� Bus-Reiseveranstalter: Hier kam es 2006/07 zu sehr unterschiedlichen

Entwicklungen. Zuwächse erzielten Alpetour (53 Mio. EUR/+2 %) trotz

problematischem Wintergeschäft, Anton Graf (34 Mio. EUR/+1,5 %) oder

Ruf Jugendreisen (35 Mio. EUR/+5 %; Quelle: FVW-Veranstalterumfrage).

Reisen für ein junges Publikum, Inlandsreisen, Städtetrips sowie Musical-

Besuche waren die Wachstumstreiber. Rainbow Tours (31 Mio. EUR /

+7 %) hat sich durch die Kooperation mit dem Discounter Plus und dem

Fernsehsender RTL neue Zielgruppen erschlossen. Nach wie vor leidet die

Branche unter der Konkurrenz durch die Billigflieger.

� Ferienwohnung (FeWo): Das Segment hat sich gut entwickelt. Inter Chalet

(108 Mio. EUR/+8 %) oder die zum Schweizer Reisekonzern Hotelplan

gehörende Interhome (20 Mio. EUR/+5 %) wiesen deutliche Zuwächse auf.

Kroatien, Deutschland sowie Österreich und die Schweiz liefen offenbar

besonders gut. Der Marktführer Novasol hat für 2007 keine Zahlen veröffentlicht

(2005/06: 103 Mio. EUR). Auch die FeWo-Marke der TUI, Wolters,

stellt keine Daten zur Verfügung. Feriendorfbetreiber Pierre & Vacances

hat bei Paris ein neues Flaggschiff seiner Center Parcs eröffnet. 15 % der

Besucher sollen aus Deutschland kommen, wofür Marketingaktivitäten gefahren

werden. Die FeWo-Veranstalter bekommen zunehmend Konkurrenz

durch Angebote von Privatbesitzern über Inserate und Portale (z.B.

www.FeWo-direkt.de).

� Kreuzfahrten: Der seit Jahren anhaltende Kreuzfahrtboom setzt sich auch

im laufenden Reisejahr 2009 fort. In den nächsten Jahren dürfte die Entwicklung

weiter nach oben gehen. Vor allem mit dem auf breitere Zielgruppen

ausgelegten Aida-Konzept rekrutiert die Branche ihre Gäste zunehmend

im Bereich der klassischen Pauschalreise. Hapag Lloyd, Deilmann

oder Phoenix stehen dagegen eher für die klassische Kreuzfahrt. 2006/07

kamen die 13 Reedereien, die sich an der FVW-Umfrage beteiligt haben,

auf ein Umsatzplus von 10 %, das vor allem durch Flottenausweitungen

generiert wurde. Marktführer Aida konnte seinen Umsatz um 10,5 % ausdehnen.

Mit rund 1,1 Mio. Gästen in 2007 ist der Kreuzfahrtmarkt aller-

TrendTopic – Reiseveranstalter

Axel Springer AG – Marktanalyse

Multioptionaler Urlauber

Immer mehr FeWo-Angebote

über Portale

Kreuzfahrtboom hält an

4


dings immer noch eher eine Nische des Veranstaltermarktes (36 Mio. Teilnehmer).

Kreuzfahrt-Veranstalter im Touristikjahr 2007/2008

Aida

Phoenix

Hapag-Lloyd

MSC

Hurtigruten

Transocean

Deilmann

Nicko Tours

Quelle: FVW

27

38

41

60

38

54

108

104

101

143

126

127

200

254

336

Umsatz (Mio. EUR)

Passagiere (1.000)

� Studien- und Erlebnisreiseveranstalter: Während der DRV für 2008 von einem

Plus von 7 % ausgeht, sieht die FVW für das Segment ein „durchwachsenes

Ergebnis“. Marktführer Studiosus (einschließlich Marco Polo)

konnte um 7 % zulegen. Der Anbieter musste inzwischen die Preise reduzieren,

da in den Katalogpreisen noch die hohen Kerosinzuschläge des

letzten Jahres einkalkuliert waren. Angeboten wird auch ein neues flexibles

Produkt, bei dem der Urlauber während der Reise Tag für Tag neu entscheiden

kann, was er machen will.

Rewe rückt näher an Thomas Cook heran

� Im Touristikjahr 2007/08 haben die beiden Marktführer in Deutschland einen

weiteren Marktanteilsverlust hinnehmen müssen. Bezogen auf den

Branchenumsatz von 21,4 Mrd. EUR kam die TUI auf gut 22 % – fast ein

Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Bei Thomas Cook ging der Marktanteil

um rund einen halben Prozentpunkt auf gut 13 % zurück.

� Sowohl die knapp gehaltenen Kapazitäten der beiden internationalen Konzerne

als auch die Markterweiterung im Kreuzfahrtmarkt haben zu den

Marktanteilsverlusten beigetragen; beide Konzerne sind bisher im Kreuzfahrtmarkt

nicht oder nur in einzelnen Segmenten vertreten. Die Rewe-

Touristik als dritter großer Veranstalter hielt ihren Marktanteil bei ebenfalls

etwas über 13 % stabil. Zusammen erreichen die Top 3 damit 49 % des

Marktvolumens.

� Marktführer TUI kam 2007/08 auf einen Umsatz von 4,7 Mrd. EUR. Das

Umsatzplus von 2 % resultierte hauptsächlich aus Flugpreiserhöhungen

sowie einer Reduktion der Preisaktionen. Die Zahl der Teilnehmer

schrumpfte um 4 %. Bis Anfang Februar lag die TUI in Deutschland bei

den Buchungen für die laufende Saison deutlich unter dem Vorjahres-

566

TrendTopic – Reiseveranstalter

Axel Springer AG – Marktanalyse

Top 3 machen fast die Hälfte

des Branchengeschäftes

5


stand. Für das Wintergeschäft konnten zwar Preiserhöhungen von 7 %

durchgesetzt werden, der Umsatz lag jedoch um 5 %, die Zahl der Buchungen

sogar um 11 % unter Vorjahr. Im Sommergeschäft konnten keine

höheren Preise durchgesetzt werden (-1 %); gleichzeitig lagen Umsatz

(minus 11 %) und Zahl der verkauften Reisen (minus 10 %) bisher deutlich

zurück.

� Nach dem hohen Rückgang von 7 % im Vorjahr konnte Thomas Cook

2007/08 beim Umsatz in Deutschland zwar leicht um 0,2 % zulegen. Die

Zahl der Teilnehmer ist jedoch weiter geschrumpft (-4,5). Einbezogen in

die Thomas Cook-Zahlen ist das Flugeinzelplatzgeschäft der Tochter Condor,

das auf rund ca. 400 Mio. EUR geschätzt wird; die Marke Condor Individuell

macht rund ein Drittel des Geschäfts von Condor aus. Wie bei TUI

sind die Buchungszahlen bis Februar 2009 deutlich im Minus. Das Wintergeschäft

lag in Deutschland um 12 % zurück – bei um 4 % gestiegenen

Preisen. Im Gegensatz zu TUI konnte Thomas Cook auch für das Sommergeschäft

höhere Preise durchsetzen, musste dafür jedoch einen Buchungsrückstand

von 20 % hinnehmen (Stand: Ende 1. Februarwoche

2009). Angesichts der Zurückhaltung der Urlauber hofft man auf umso

mehr Spätbucher.

Reiseveranstalter nach Inlandsumsatz 2007/2008

In Mrd. EUR

4,6

0,5

0,7

3,4

TUI

2006/07

Quelle: FVW

4,7

0,5

0,7

3,5

TUI

2007/08

2,8 2,8

0,3 0,3

0,6 0,6

1,9 2,0

Th.

Cook

2006/07

Th.

Cook

2007/08

2,6

0,7

1,0

1,0

Rewe

2006/07

2,8

0,7

1,1

1,1

Rewe

2007/08

erdgebundene

Reisen

Fernstrecke

Nah-

/Mittelstrecke

� Die Rewe Touristik konnte 2007/08 wie schon im Vorjahr den Abstand zu

den beiden Marktführen verringern. Umsatz und Teilnehmer stiegen um

jeweils 6 %. Ohne Berücksichtigung des Condor-Einzelplatzgeschäftes

hätte man Thomas Cook sogar schon eingeholt. Das Rewe-

Veranstaltergeschäft gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche: Die Bausteinsparte

umfasst die Marken ADAC-Reisen, DerTour und Meier’s Weltreisen.

2007/08 konnte hier der Umsatz um 9,5 % auf 1,5 Mrd. EUR gesteigert

werden. Diese Sparte ist Marktführer bei individuellen Reisen

sowie Fern- bzw. Städtereisen.

� Bei Fernreisen konnte Rewe 2007/08 sogar um 22 % zulegen – insbesondere

wegen des erfolgreichen USA-Geschäftes, in dem DerTour Marktfüh-

TrendTopic – Reiseveranstalter

Axel Springer AG – Marktanalyse

Rewe stark auf Fernstrecken

6


er ist. Zweiter Veranstalterbereich ist die Rewe-Pauschaltouristik mit den

Marken ITS, Jahn-Reisen und Tjaereborg (2007/08: 1,3 Mrd. EUR / +2 %;

ca. zwei Drittel entfallen auf ITS). Die Pauschaltouristik der Rewe befindet

sich derzeit in einer Phase der Neuausrichtung, nachdem sie in letzter Zeit

hinter der Marktentwicklung zurückgeblieben war. Insbesondere sollen die

Markengrenzen neu definiert werden, da sie als zu wenig profiliert angesehen

werden und zu starke Überschneidungen aufweisen.

Werbung – Werbeausgaben weiter steigend

� Die Reiseveranstalter haben ihre Werbeaufwendungen 2008 gegenüber

den Vorjahren weiter erhöht. Die Brutto-Spendings stiegen um 1,2 % auf

147 Mio. EUR.

� Trotz leichtem Rückgang liegt der Marktanteil der Zeitungen bei 38 %, somit

immer noch deutlich höher als 2006. Fast die gleiche Bedeutung wie

TV kam der Online-Werbung zu, die 2008 ihren Marktanteil auf 8,3 % steigern

konnte.

� Die Werbung für die Marken von TUI, Rewe Touristik, Alltours und Thomas

Cook bilden die Gruppe der vier werbestärksten Produktetats, die 2008 jeweils

zweistellige Millionen-Beträge für klassische Werbung aufwendeten.

Werbung der Reisegesellschaften

Gesamt brutto in Mio. EUR, Anteile in %

127,7 143,3 145,3 147,1

19,3% 20,7% 17,7%

18,1% 17,6%

30,5% 29,0%

32,1% 32,7%

9,2%

31,2%

41,8%

22,2%

11,8%

28,0%

38,0%

2005 2006 2007 2008

Quelle: Nielsen Media Research

(Letzte Aktualisierung: März 2009)

Hörfunk, Plakat,

Online

TV

Zeitschriften

Zeitungen

TrendTopic – Reiseveranstalter

Axel Springer AG – Marktanalyse

Der Marktanteil der Printmedien

liegt bei 66 %

7


Anhang

Soziodemographie

TrendTopic – Reiseveranstalter

Axel Springer AG – Marktanalyse

Bevölkerung

Urlaubsreise im

letzten Jahr

Pauschalreise in

den letzten 2

Buchung einer Last-

Minute-Reise in den

(Basis: alle Personen ab 14 J.) insgesamt gemacht Jahren gemacht letzten 2 Jahren

Gesamt in Mio. = 100 % 64,87 35,95 22,97 6,82

Männer 49 50 49 52

Frauen 51 50 51 48

Haushaltführende 55 51 52 50

Haupteinkommensbezieher

Altersgruppen

55 52 53 53

14 - 19 Jahre 8 9 8 9

20 - 29 Jahre 13 12 14 19

30 - 39 Jahre 15 16 16 18

40 - 49 Jahre 19 21 20 23

50 - 59 Jahre 15 17 17 16

60 - 69 Jahre 15 15 15 10

70 Jahre und älter

Berufstätigkeit des Befragten

15 10 10 4

in Ausbildung 11 12 12 14

berufstätig 53 58 59 66

nicht berufstätig 8 7 7 7

Rentner, Pensionär

Netto-Einkommen im Haushalt

28 23 22 12

Bis unter 1.000 Euro 9 4 4 4

1.000 bis unter 1.500 Euro 16 11 12 9

1.500 bis unter 2.000 Euro 20 18 18 16

2.000 bis unter 2.500 Euro 20 21 21 19

2.500 Euro und mehr

Haushaltsgröße

36 46 45 54

1 Person 21 15 17 17

2 Personen 37 39 39 34

3 Personen 19 20 21 22

4 Personen 16 19 17 21

5 Personen und mehr

Kinder im Haushalt

6 7 5 6

bis unter 2 Jahre 3 2 2 2

2 bis unter 6 Jahre 7 7 6 6

6 bis unter 14 Jahre 14 16 14 15

kein Kind unter 14 Jahre

Nielsengebiete

81 79 81 79

Nielsen 1 16 16 16 16

Nielsen 2 21 23 21 21

Nielsen 3a 13 13 13 13

Nielsen 3b 12 12 12 13

Nielsen 4 15 15 15 18

Nielsen 5 4 4 5 4

Nielsen 6 9 8 8 9

Nielsen 7

Quelle: VerbraucherAnalyse 2008

9 8 9 7

8


Soziodemographie

TrendTopic – Reiseveranstalter

Axel Springer AG – Marktanalyse

Reiseziel Spanien

Bevölkerung

(inkl. Balearen und

(Basis: alle Personen ab 14 J.) insgesamt Reiseziel Fernsost Reiseziel Karibik Kanar. Inseln)

Gesamt in Mio. = 100 % 64,87 0,61 0,69 7,26

Männer 49 64 62 50

Frauen 51 36 38 50

Haushaltführende 55 47 49 50

Haupteinkommensbezieher

Altersgruppen

55 64 68 51

14 - 19 Jahre 8 3 4 10

20 - 29 Jahre 13 14 16 16

30 - 39 Jahre 15 19 17 18

40 - 49 Jahre 19 26 20 21

50 - 59 Jahre 15 20 22 16

60 - 69 Jahre 15 11 11 13

70 Jahre und älter

Berufstätigkeit des Befragten

15 7 10 7

in Ausbildung 11 8 6 13

berufstätig 53 73 72 63

nicht berufstätig 8 4 5 7

Rentner, Pensionär

Netto-Einkommen im Haushalt

28 16 17 17

Bis unter 1.000 Euro 9 2 3 3

1.000 bis unter 1.500 Euro 16 9 8 9

1.500 bis unter 2.000 Euro 20 14 11 17

2.000 bis unter 2.500 Euro 20 13 22 20

2.500 Euro und mehr

Haushaltsgröße

36 62 57 52

1 Person 21 25 25 16

2 Personen 37 38 47 38

3 Personen 19 21 16 23

4 Personen 16 14 10 17

5 Personen und mehr

Kinder im Haushalt

6 3 2 6

bis unter 2 Jahre 3 1 1 2

2 bis unter 6 Jahre 7 3 2 7

6 bis unter 14 Jahre 14 7 7 14

kein Kind unter 14 Jahre

Nielsengebiete

81 91 92 80

Nielsen 1 16 10 15 15

Nielsen 2 21 17 16 26

Nielsen 3a 13 10 14 15

Nielsen 3b 12 18 18 12

Nielsen 4 15 24 25 14

Nielsen 5 4 8 5 4

Nielsen 6 9 6 2 6

Nielsen 7

Quelle: VerbraucherAnalyse 2008

9 7 5 7

9

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