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für die ursprünglichen Kosten auf den

Namen des Endempfängers ausgestellt

wird (Abb. 4).

Im oben aufgeführten Beispiel bezahlt A

lediglich die Auslagen, ist aber nicht der

Rechnungsempfänger. Die Hotelleistung

wird gegenüber dem Kunden B erbracht,

auf dessen Namen auch die Rechnung lautet.

A sollte die Auslagen auf einem separaten

Konto (durchlaufende Posten) verbuchen

und B den vollen Betrag, einschliesslich

der MwSt., weiterverrechnen. Die von A

für die Auslagen ausgestellte Rechnung

unterliegt nicht der MwSt. und sollte

daher keine gesonderte MwSt. ausweisen

bzw. enthalten. A ist entsprechend auch

nicht berechtigt, die vom Hotel belastete

MwSt. abzusetzen. Da die Rechnung auf

den Namen von B lautet, ist B berechtigt,

die entsprechende MwSt. abzusetzen.

5 Fazit

Weiterverrechnungen können ein erhebliches

Ausmass annehmen, insbesondere

bei Holdingstrukturen, wo eine Leistung

oft zentral beschafft und dann den

jeweiligen Einheiten, welche die Leistung

effektiv in Anspruch nehmen, berechnet

wird. Wie aus den obigen Beispielen

hervorgeht, haben Unternehmen einen

gewissen Spielraum beim Umgang mit

Abb. 4: Auslagen

diesen Transaktionen. Berücksichtigt man,

dass die mehrwertsteuerliche Behandlung

von der Art und Weise der Weiterverrech-

nung (d.h. gemeinsam oder gesondert)

abhängt, kann die MwSt.-Situation beein-

flusst und z.B. der Ort der Leistungserbringung

geändert werden. Dies ist

unter Umständen die praktischste Lösung

und kann unnötige Verpflichtungen wie

MwSt.-Registrierungen ersparen. Auf

jeden Fall lassen sich durch die korrekte

Handhabung der Weiterverrechnung

unangenehme Überraschungen bei einer

Mehrwertsteuerrevision vermeiden.

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