Junge Fotografen zeigen - Handwerkskammer Bremen

handwerkskammer.bremen.de

Junge Fotografen zeigen - Handwerkskammer Bremen

70677 5,– €

HANDWERK IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 7+8/2009

Ausstellung in der Handwerkskammer:

Junge Fotografen zeigen

„Die Entschriftung Bremens“

Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, 70677 Postvertriebsstück

Vollversammlung:

Präses Feldmann bestätigt

Innovatives Handwerk:

Wettbewerb geht an den Start

Existenzgründung:

Tipps und Beispielgründer


Auf ein Wort

Joachim Feldmann

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Vollversammlung unserer Handwerkskammer

hat die Wahl gehabt und sie hat entschieden.

Ich danke allen Mitgliedern, die

mich für die nächsten fünf Jahre zu Ihrem Präses

gewählt haben und ich danke auch jenen

herzlich, die in den vergangenen vier Jahren

den Kurs des Vorstandes zur Konsolidierung

der Finanzen in Handwerkskammer und Hand-

WERK gGmbH mitgetragen haben.

Unser Land steht mitten in einer Wirtschafts-

und Finanzkrise, die die ganze Welt

erfasst hat. Als Folge müssen unsere Betriebe

mehr als in anderen Jahren um Aufträge

kämpfen. Wir alle haben also viel Arbeit vor

uns. Aber es geht nicht nur um Aufträge und

Arbeit, sondern auch um Nachwuchs. Die

aktuelle Kritik an unserem Bildungssystem, an

schlechten Studienbedingungen, mangelhafter

Lehre und verkrusteten Strukturen, zu vielen

Studierenden und viel zu wenig Professoren,

am Bachelor- und Master-System, das

wenig Spielraum für Individualität lässt und

deren Absolventen zum Teil auf dem Arbeitsmarkt

schlecht Fuß fassen können und die

Arbeitslosigkeit in weiten Kreisen von Universitätsabsolventen

könnten Argumente sein,

mehr junge Menschen fürs Handwerk und

eine handwerkliche Ausbildung zu interessieren.

Ein Studium bedeutet schon lange nicht

mehr automatisch eine Garantie für einen Job

und die übergroße Zahl der Akademiker gibt

es her, dass viele von ihnen nach Abitur und

vier, fünf oder sechs Jahren Studium und

anschließender separater Doktor-Arbeit mit

Handwerk in Bremen 7+8/2009

minimalen Einstiegsgehältern in ihr Berufsleben

starten oder wegen ‘Überqualifizierung’

nur schwer einen Arbeitsplatz finden.

Wie anders kann da eine Karriere im Handwerk

verlaufen! Nach dem Schulabschluss mit

16 oder 17 Jahren, einer vielleicht dreijährigen

Lehrzeit, der anschließenden Weiterbildung

in unserem HandWERK zum Meister

oder Betriebswirt des Handwerks – die das

Rüstzeug für die Selbständigkeit vermittelt –

und vielleicht einer Teilnahme an einem Seminar

für eine erfolgreiche Betriebsübernahme

ohne Risiko kann man mit Anfang oder Mitte

20 Unternehmer und sein eigener Chef sein.

Wir haben viele solcher positiver Beispiele junger

Handwerker, die die einzigartigen Karrierechancen

in unserem attraktiven Wirtschaftsbereich

bestätigen. Einige davon finden sich

in dieser Ausgabe unseres Magazins HANDWERK

IN BREMEN. Doch leider propagiert die Politik

allzu häufig nur, dass Deutschland mehr Akademiker

bräuchte. Das Gegenteil ist richtig,

liebe Handwerker und Handwerkerinnen! Wir

und unsere kleinen und mittelständischen

Betriebe sind der Fels in der Brandung der weltweiten

Wirtschaftskrise! Und wer würde eines

Tages individuelle handwerkliche Dienstleistungen

erbringen, wenn Deutschland sich

weiterhin nur einseitig auf die Förderung des

Ansehens akademischer Bildung konzentriert

und darüber die Aufklärung über die Bedeutung

des handwerklichen Nachwuchses für

unser Land und unsere Wirtschaft vernachlässigt?

Zum 1. August beginnt das neue Lehrjahr.

Auch in diesem Jahr ist es nicht gelungen alle

freien Lehrstellen im Handwerk zu besetzen.

In unserer Gesellschaft gibt es immer weniger

junge Menschen und die Schwierigkeit engagierten

Nachwuchs zu finden, wird derzeit

noch verstärkt durch den aktuellen Trend, dass

viele Schüler lieber weiter zur Schule gehen,

statt sich zu bewerben.

Viel zu viele Betriebe suchen daher händeringend

Auszubildende, aber finden keine.

Dabei gibt es kaum etwas Schöneres als Ausbildung

im Team mit Gesellen und Meistern,

auftragsorientiertes Arbeiten im direkten Kundenkontakt

und die Vorbereitung auf eigenverantwortliches

Handeln. Wir Handwerker

bringen Erfahrung und Neugier zusammen

und in diesem kreativen Miteinander von Alt

und Jung stecken unglaublich viele Chancen.

Wir setzen uns für das Menschliche inmitten

der Globalisierung ein und stehen für eine

umweltgerechte Weltwirtschaft und die Erhal-

tung der Schöpfung. Auf diese Weise schaffen

und bewahren wir uns Arbeit, Wohlstand

und Lebensqualität.

Helfen Sie darum bitte alle mit, dass unsere

Jugend darüber aufgeklärt wird, welche

hervorragenden Erfolgsaussichten sie in den

verschiedenen Gewerken des Handwerks vorfindet.

Geben Sie den jungen Menschen das

Gefühl, dass sie gebraucht werden. Die Handwerkskammer

Bremen wird hierzu ihren Beitrag

leisten, denn jeder soll erfahren, dass es

auch und nur auf ihn ankommt.

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

das bremische Handwerk ist stark. Das haben

wir in den vergangenen vier Jahren gezeigt.

Kaum jemand hätte damals gedacht, wie sehr

wir das Ruder herum reißen können. Ich bin

sehr dankbar für diese Erfahrung, denn sie

kann uns allen Mut machen. Auf unserem

neuen Weg haben wir bewahrt, was wertvoll

ist und wir verändern, was notwendig ist. Dies

wollen wir auch in Zukunft tun. Und wir wollen

uns unserer Stärke bewusst sein und sie

für die Kraft unserer handwerklichen Gemeinschaft

nutzen. Diesem Ziel fühle ich mich

besonders verpflichtet. Ich freue mich auf die

kommenden fünf Jahre. Und ich verspreche

Ihnen, liebe Handwerker: Ich werde weiter

mein Bestes geben.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Editorial

3


Inhalt

BREMEN & BREMERHAVEN

Wirtschaftsförderung Bremen:

Vereint den Standort stärken . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Konjunktur-Kurbel dreht sich . . . . . . . . . . . . . . . . 7

DAS HANDWERK

Aktionstag zur Ausbildung:

Das Handwerk packt an . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

HANDWERKSKAMMER

Vollversammlung der Handwerkskammer:

Joachim Feldmann als Präses wiedergewählt . . . . . . . .10

Nachlese zum Kirchentag:

Christliche Verantwortung und handwerkliches Geschick . 12

Amtliche Bekanntmachungen . . . . . . . . . . . . . . .14

Wettbewerb „Innovatives Handwerk“ startet . . . . . . .15

Arbeitnehmervertreter: Büffeln für die Interessenvertretung . 16

BREMEN

Fotoausstellung: Wenn die Worte fehlen . . . . . . . . . .17

Krise meistern: Qualifizieren . . . . . . . . . . . . . . . .18

Fotografen-Innung auf Schulbesuch . . . . . . . . . . . .19

Ellinore Piepenbrock-Führer verabschiedet . . . . . . . . .20

10

17

Präses Feldmann im Amt

bestätigt: Die neue Vollversammlung

wählte den

Vorstand.

‘Die Entschriftung Bremens’

– so der Titel der

Jahresarbeiten und der

Ausstellung junger

Fotografen.

BREMERHAVEN

Themen dieser Ausgabe

Handwerk präsentierte sich in Arbeitsagentur . . . . . . .21

Neue Wege für eine gute Ausbildung . . . . . . . . . . . .22

Landesbester trotz Handicap . . . . . . . . . . . . . . . .23

Modellbauer-Handwerk tagte in Bremerhaven . . . . . . .24

Doppelter Steuerbonus gegen Schwarzarbeit . . . . . . . .25

SERVICE & BETRIEB

Service-Kompetenz am Tresen . . . . . . . . . . . . . . .26

Perfekte Begleitung für den erfolgreichen Start . . . . . .27

HandWERK: Bildungsangebot präsentiert . . . . . . . . .28

70677 5,– €

HANDWERK IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk Bremen und Bremerhaven in 7+8/2009

Ausstellung in der Handwerkskammer:

Junge Fotografen zeigen

„Die Entschriftung Bremens“

Vollversammlung: Innovatives Handwerk: Existenzgründung:

Präses Feldmann bestätigt Wettbewerb geht an den Start Tipps und Beispielgründer

4 Handwerk in Bremen 7+8/2009

23

Jannis Stehr, junger Fleischergeselle

aus Bremerhaven, gewann den Landeswettbewerb

der Handwerksjugend

und wurde dafür vom Deutschen Fleischer-Verband

ausgezeichnet.

Noch bis zum 29. Oktober ist in der Handwerkskammer

die Fotoausstellung „Die

Entschriftung Bremens“ mit Bildern junger

Fotografen zu sehen. Das Titelbild zeigt

Obermeister Dieter Penz, Berufsschullehrer

Fritz Westmeyer und HWK-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch.

(Foto: Jan Meier)

27

Zahntechnikermeister

Marijo Ljolje

(rechts) hat sich mit

Unterstützung von

Andreas Mündl von

der WFB selbstständig

gemacht.

Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, 70677 Postvertriebsstück


Themen dieser Ausgabe

NAMEN & NOTIZEN

Geburtstage • Jubiläen . . . . . . . . . . . . . . . . . .29

Tradition und Moderne unter einem Hut(h) . . . . . . . .30

Julian Griese sucht Unterstützer . . . . . . . . . . . . . .33

TIPPS & TERMINE

Kurse und Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . .34

So profitieren Sie vom Konjunkturpaket . . . . . . . . . .35

HanseLIFE: Schönes – Nützliches – Unterhaltsames . . . .36

Deutsche Bäcker halten wenig vom „Analog-Käse“ . . . .37

Sind Frauen die besseren Mechatroniker? . . . . . . . . .37

36

Vom 12. bis 20.

September ist die

diesjährige Hanse-

LIFE auf dem Messegelände

geöffnet.

MARKTPLATZ

Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen . . . . . . .38

SCHLUSSPUNKT

10 Fragen an Jan-Gerd Kröger . . . . . . . . . . . . . . .39

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39

39

Die zehn Fragen

von

HANDWERK IN

BREMEN

beantwortet

Jan-Gerd

Kröger.

Handwerk in Bremen macht Sommerpause. Die

nächste Ausgabe erscheint Anfang September.

����������������������

�������������������������������������������������

�����������������������������������������������������������

����������������������������������������������

����������������������������������

Inhalt

������������������������������������������������������������������������

���������������������������������������������������������������������

��������������������������������

�����������������������������

���������������������������������������������� ���������������


Bremen & Bremerhaven Wirtschaftsförderung Bremen

BÜRGSCHAFTSANGEBOT FÜR

KMU-BETRIEBE AUSGEWEITET

Der Senat hat beschlossen, die Finanzierungsbedingungen

für kleine und mittlere

Unternehmen im Land Bremen zu verbessern.

„In den Zeiten der Kapitalmarktkrise

wollen wir ein positives Zeichen für den bremischen

Mittelstand setzen“, so Wirtschaftssenator

Ralf Nagel.

Konkret wird der Handlungsspielraum der

Bürgschaftsbank Bremen GmbH vergrößert.

Die Bürgschaftsobergrenze der Bürgschaftsbank

wird von derzeit 750.000 Euro auf

1,25 Millionen Euro je Bürgschaftsfall

erhöht. Die bisher differenzierten Verbürgungsgrade

(60% bis 80%) werden auf

generell 80 Prozent erhöht. Die Bürgschaften

der Bürgschaftsbank Bremen GmbH

sind weitgehend durch Rückbürgschaften

des Bundes und des Landes Bremen abgesichert

Die Verbesserung des Bürgschaftsinstruments

steht in Zusammenhang mit

dem Konjunkturpaket II.

„Selbstverständlich werden nach wie vor

nur Bürgschaften für betriebswirtschaftlich

tragfähige Vorhaben übernommen“, erklärt

Finanzsenatorin Karoline Linnert. „Da jeder

Einzelfall geprüft wird, ist das Risiko für den

bremischen Haushalt überschaubar und

begrenzt. Das zeigt die Erfahrung der vergangenen

Jahre.“ Der Haushalts- und

Finanzausschuss des Landes wird sich in der

nächsten Sitzung mit der Angelegenheit

abschließend befassen.

Kontakt: Bürgschaftsbank Bremen GmbH,

Langenstrasse 6-8, 28195 Bremen,

Telefon: (04 21) 33 52 3 3,

Internet: www.buergschaftsbank-bremen.de

VEREINT DEN STANDORT STÄRKEN

BIG, HVG, BMG und MGH sind jetzt in der Wirtschaftsförderung

Bremen – WFB – zusammengefasst. Die Neuaufstellung soll

Kosten sparen und Synergieeffekte bringen.

Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen

GmbH hat ihre Tätigkeit aufgenommen. Die

WFB führt damit die bisherigen bremischen

Gesellschaften Bremer Investitions-Gesellschaft

mbH (BIG), HVG Hanseatische Veranstaltungs-GmbH,

Bremen Marketing GmbH

und MGH Messe- und Ausstellungsgesellschaft

Hansa GmbH unter einem gemeinsamen

Dach zusammen.

Im Ergebnis sind einen kundenorientierte

Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung, bessere

Steuerungsmöglichkeiten für die Landespolitik

und Kosteneinsparungen durch Synergieeffekte

erreicht worden. So besteht künftig

ein Einsparvolumen von cirka 2,1 Millionen

Euro pro Jahr. Davon können in diesem

Jahr bereits etwa 0,8 Millionen und im kommenden

Jahr 1,36 Millionen Euro Einsparung

realisiert werden. Dazu Wirtschafts- und

Häfensenator Ralf Nagel. „Die Wirtschaftsförderung

in Bremen wurde erfolgreich neu organisiert

und fit für die Zukunft gemacht. In der

neuen Struktur liegt der Fokus auf starker Kundenorientierung

und enger Verzahnung mit

den Finanzierungsangeboten der Bremer Aufbau-Bank“.

Pünktlich zum WFB-Neustart tritt Andreas

Heyer seine neue Funktion als Vorsitzender der

Geschäftsführung an. „Wir wollen alle Erfahrungen

der bisherigen Gesellschaften in das

neue Unternehmen einbringen und mit ver-

einten Kräften die Entwicklung Bremens zu

einem erfolgreichen Wirtschafts-, Messe- und

Veranstaltungsstandort unterstützen“, so

Heyer.

Die WFB umfasst die Geschäftsbereiche

Wirtschaftsförderung, Standortmarketing,

Messe und Veranstaltungen sowie Kaufmännische

Dienste. Im Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung

bleiben die Kernaufgaben

Unternehmensservice und Vertrieb, die Innovationsförderung

sowie die Bereiche Erschließung

und Hochbau sowie Immobilien. Der

Übergang der Aufgaben ‚Investitionsförderung’

und ‚Existenzgründung’ auf die Bremer

Aufbau-Bank GmbH (BAB) stellt die größte

Veränderung dar. Diese Aufgaben werden personell

und organisatorisch in die BAB integriert.

Im Geschäftsbereich Standortmarketing

(früher: Bremen Marketing) wurden die Marketing-

und PR-Aktivitäten der ehemaligen

BIG und HVG integriert. Er ist als Dienstleister

für alle anderen Geschäftsbereiche der

neuen Gesellschaft und zugleich als „Konzeptund

Werbeagentur“ für die Senatsressorts

tätig. Im Bereich der früheren HVG wurden die

Geschäftsbereiche Messen und Veranstaltungen

zusammengeführt. Zudem sind die kaufmännischen

Bereiche der bisherigen BIG und

der HVG zu dem neuen Geschäftsbereich Kaufmännische

Dienste verschmolzen worden.

Rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

sind bei der WFB beschäftigt. Der Hauptsitz

des Unternehmens befindet sich im Kontorhaus

am Markt in der Langenstraße, den

bisherigen Geschäftsräumen der BIG. Die

Geschäftsbereiche Messe und Veranstaltungen

sind nach wie vor in den bisher genutzten

Bürogebäuden auf der Bremer Bürgerweide

untergebracht.

Mehr über die Dienstleistungen der WFB

und Ansprechpartner bietet der neue Internetauftritt

www.wfb-bremen.de.

Gaben den Startschuss für den Internetauftritt

der WFB: Senator Ralf Nagel (re.) und

Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung

WFB. (Foto: WFB)

6 Handwerk in Bremen 7+8/2009


Konjunkturprogramm

KONJUNKTUR-KURBEL DREHT SICH

Bei der Umsetzung des Konjunkturprogramms stellt Bremen nach

Worten von Bürgermeisterin Karoline Linnert „seine Qualitäten als

flexibel und schnell agierender Stadtstaat unter Beweis“.

„Beim Konjunkturprogramm stellt Bremen

seine Qualitäten als flexibel und schnell agierender

Stadtstaat unter Beweis“, freut sich

Bürgermeisterin Karoline Linnert. Sie bezieht

sich auf den vom Senat beschlossenen Bericht

für die Bundesregierung zum Konjunkturprogramm

sowie den aktuellen Sachstand bei der

Realisierung der zahlreichen Projekte. „Es ist

beeindruckend, wie schnell es vorangeht. Im

Februar beschlossen Bundestag und Bundesrat

das Konjunkturprogramm. Im März hat Bremen

den erforderlichen Nachtragshaushalt in

Höhe von 29,5 Millionen Euro verabschiedet.

Ende April lagen für 90 Prozent der Einzelmaßnahmen

konkrete Anträge vor. Ich danke allen

Beteiligten für ihr Engagement und die zügige

Umsetzung.“

Zum Stichtag 26. Mai sind Maßnahmen des

Konjunkturprogramms im Wert von 26,9 Millionen

Euro in Bremen und Bremerhaven bereits

begonnen. Darunter diverse Projekte in Kindergärten,

Schulen und Hochschulen. Der

MITTEL UND WEGE ZUR

BEWÄLTIGUNG DER KRISE

Bremens Senator für Wirtschaft und Häfen,

Ralf Nagel, hat in einem übersichtlichen

Info-Faltblatt aufgelistet, welche Mittel und

Wege den Unternehmen im Land Bremen

zur Unterstützung und Bewältigung wirtschaftlich

schwieriger Phasen zur Verfügung

stehen. Unter dem Motto ‘Wer die Krise gut

meistert, ist für den nächsten Aufschwung

gerüstet’ finden sich die Soforthilfen und

Angebote der Bremer Aufbau-Bank, der

Wirtschaftsförderung Bremen, der Bremerhavener

Gesellschaft für Investitionsförderung

sowie weiterer Einrichtungen, mit den

Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartner

versehen. Das Faltblatt lag der vergangenen

Ausgabe von HANDWERK IN BREMEN bei

und ist bei den einzelnen Anbietern sowie

bei der Bremer Aufbau-Bank erhältlich.

Zugleich kann es als PDF unter www.babbremen.de

(Download) abgerufen werden.

Kontakt: Bremer Aufbau-Bank GmbH, Kontorhaus

am Markt, Langenstraße 2-4, Bremen,

Telefon (04 21) 96 00 40.

Handwerk in Bremen 7+8/2009

Schwerpunkt liegt auf der energetischen

Sanierung – die CO 2-Belastung wird gesenkt

und Energiekosten gespart. Weitere Mittel in

Höhe von 31,9 Millionen Euro wurden freigegeben,

darunter diverse Krankenhaus-, Schul-

, und Sportprojekte. Dazu kommen noch einmal

Planungsmittel, die Projekte im Gesamtwert

von 20,8 Millionen Euro betreffen.

Unter

www.finanzen.bremen.de/info/konjunkturpr

ogramm können sich interessierte Bürgerinnen

und Bürger einen Überblick verschaffen, wo

genau welche Projekte angesiedelt sind. Was

passiert in meinem Stadtteil, welche Schulen,

Kindergärten oder andere Einrichtungen profitieren

vom Konjunkturprogramm? Was

genau wird dort gemacht? Diese Fragen sind

mit wenigen Klicks zu beantworten.

Der Bericht für die Bundesregierung geht

detailliert auf die Verteilung der Fördermittel

ein. Von den insgesamt 117,9 Millionen Euro

werden 65 Prozent (76,6 Millionen Euro) in

die Bildungsinfrastruktur investiert. 35 Prozent

(41,2 Millionen Euro) sind für sonstige Infrastrukturmaßnahmen

bestimmt. Bremerhaven

wird bei der Mittelverteilung abweichend vom

Einwohnerschlüssel (17,3 Prozent) überproportional

mit 25 Prozent berücksichtigt. Karoline

Linnert betont: „Damit wird der besondere

Nachholbedarf der Seestadt berücksichtigt.“

In Abstimmungsgesprächen mit dem Bund

wurde zwischenzeitlich weiter präzisiert, welche

Maßnahmen förderfähig sind. Ausgeschlossen

sind danach Brücken und an Straßen

liegende Radwege. Deshalb werden jetzt

Projekte im Gesamtwert von 10,5 Millionen

ausgetauscht gegen andere, förderfähige

Maßnahmen. Bisher für das Konjunkturprogramm

vorgesehene Maßnahmen wie die

Wümme- und Lesumbrücke werden jetzt im

Rahmen der Haushalte 2010 und 2011 realisiert.

Anstelle der Brücken und Radwege treten

jetzt neue Computer und Feuerwehrfahrzeuge

sowie Gebäudesanierungen. Das Konjunkturpaket

bleibt in seiner Höhe und Ausrichtung

erhalten. „Wir setzen auf kleinteilige

Aufträge, damit auch kleine und mittlere

Betriebe zum Zuge kommen und senken durch

den Schwerpunkt energetische Sanierung die

Belastung durch den Klimakiller CO 2.“

Bremen & Bremerhaven

SENAT BESCHLOSS

EINSPARUNGEN

Der Senat beschloss, bis zum Jahresende

9,25 Millionen Euro im Haushalt 2009 einzusparen.

8,8 Millionen Euro werden per

Umlage von den einzelnen Ressorts erbracht

und 450.000 Euro werden durch eine dreimonatige

Verschiebung der Beförderungen

von Beamten (vom 1.10.2009 auf den

1.1.2010) eingespart. Mit dem Beschluss

wurde die vor drei Wochen verhängte allgemeine

Haushaltssperre konkretisiert. Finanzsenatorin

Karoline Linnert betont: „Die eingebrochenen

Steuereinnahmen und die steigenden

Sozialausgaben können wir damit

nicht annähernd ausgleichen.“

Die vom Senat beschlossene Kürzungssumme

von 8,8 Millionen Euro entspricht rund

zehn Prozent der allgemeinen Verwaltungskosten.

Um zentrale zukunftsorientierte Aufgabenfelder

nicht zu gefährden, hat der

Senat Ausnahmen von der Haushaltssperre

beschlossen: Kein Einstellungsstopp im

Bereich Schulen und Kindeswohl; Auszubildende

werden wie geplant übernommen;

Stellen, die ausschließlich aus Drittmitteln

finanziert werden, können besetzt werden;

Stadtteilprogramme wie WiN (Wohnen in

Nachbarschaften) LOS (Lokales Kapital für

soziale Zwecke), soziale Stadt sowie Ortsund

Beiratsmittel werden nicht gekürzt.

600.000 EURO FÜR BREMEN

600 000 Euro erhält Bremen aus dem „Förderprogramm

für Investitionen in nationale

UNESCO-Welterbestätten“. Bürgermeister

Jens Böhrnsen: „Ein großartiges Ergebnis,

weil wir damit Investitionen in unserem Rathaus

vornehmen können, die wir uns ansonsten

nicht hätten leisten können.“ Das

Bundesministerium für Verkehr, Bau und

Stadtentwicklung hat im Frühjahr 2009 das

Förderprogramm aufgelegt. Jetzt fiel in einem

Vergabegremium des Ministeriums die Entscheidung

über die Verteilung der Mittel mit

dem für Bremen positivem Ergebnis, von dem

MdB Uwe Beckmeyer Bürgermeister Böhrnsen

berichten konnte. Mit dem Geld sollen

dringend notwendige Investitionen in den

Erhalt der historischen Stätten von Weltrang

ermöglicht werden. Gleichzeitig soll das Programm

einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen

Stadtentwicklung der Welterbestädte

leisten und Impulse für Beschäftigung und

Wachstum in der Region geben. Für den

Antrag auf Fördermittel hatte Bremen neun

Projekte rund ums Rathaus angemeldet.

7


Survivaltour bei ’ner Kur?

Bei dem IKKimpuls Workshop „Young Special“ schon.

Während der 6-tägigen Kompaktkur für Lehrlinge im

Handwerk stehen Rehabilitation und Prävention

im Fokus – aber eben mit jeder Menge Spaß dabei.

IKK Nord

kostenlose Service-Hotline

0800 4557378

www.ikk-nord.de

���Nord�


Aktionstag zur Ausbildung

DAS HANDWERK PACKT AN

Mit einem Bündel von Aktionen und Veranstaltungen bietet das

Handwerk auf allen Ebenen Informationen und Tipps für die

einen Ausbildungsplatz suchenden Jugendlichen.

Mit ihrem bundesweiten Aktionstag zur

Ausbildung im Handwerk unter dem Motto

„Handwerk packt an“ gehen die Handwerksorganisationen

die vielfältigen Probleme auf

dem Ausbildungsmarkt gezielt an. „Wir wollen

den Jugendlichen Mut machen. In allen

Regionen gibt es sechs Wochen vor Beginn des

Ausbildungsjahres noch ausreichend freie

Lehrstellen. Jetzt gilt es, sich im Handwerk zu

bewerben!“, so Handwerkspräsident Otto

Kentzler zum Auftakt der Aktion in Berlin.

Die Handwerkskammern und andere

Handwerksorganisationen bieten heute und

in den kommenden Wochen Aktionen für

Schulabgänger an – beispielsweise Berufsund

Karriereberatung, Bewerbungs-Check,

Telefon-Hotlines, Vermittlungsbörsen für

Betriebe, Eltern und Jugendliche. Beratung

gibt es auch für Jugendliche, die für eine

erfolgreiche Lehre Unterstützung etwa durch

Meisterschaft im Beruf gepaart mit einer

außerordentlichen Ausbildungsleistung zeichnen

das Handwerk aus. Die vorbildliche Ausbildung

ist der sprichwörtliche „goldene

Boden“ des Handwerks. Ohne qualifizierte

Fachkräfte keine Top-Leistungen.

Am Bundesaktionstag Ausbildung macht

Joachim Feldmann, Präses der Handwerkskammer

Bremen den Jugendlichen Mut und

ruft auf: „Bewerben Sie sich – es gibt ausreichend

unbesetzte Lehrstellen!“

Zugleich appelliert der Präses an die Betriebe:

„Bieten Sie weiter Ausbildungsplätze an –

gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

bedeutet Ausbildung eine Investition in die

Zukunft und in die Wettbewerbsfähigkeit Ihres

Betriebes.“

Jugendlichen und Betrieben sagt die Handwerkskammer

Bremen ihre Unterstützung zu:

Sie hilft bei der Vermittlung von Bewerbern

an die Betriebe und in Notlagen gibt es Hilfe,

denn niemand soll die Ausbildung abbrechen

müssen weil beispielsweise ein Unternehmen

Kurzarbeit oder Insolvenz angemeldet hat.

Handwerk in Bremen 7+8/2009

ausbildungsbegleitende Hilfen brauchen. In

Ostdeutschland suchen viele Betriebe händeringend

nach Nachwuchs, da die Zahl der

Schulabgänger dramatisch gesunken ist. „Ausbildung

und Arbeit im Handwerk haben

Zukunft – unsere Betriebe erweisen sich in der

Krise stabiler als die in anderen Wirtschaftszweigen“,

wirbt Handwerkspräsident Kentzler

für die Ausbildung in einem der über 100

Handwerksberufe.

Unterstützung gibt es aber auch, wenn

Betriebe in der Krise in Not geraten. Allen Auszubildenden

soll die Möglichkeit zur Fortführung

der Lehre geboten werden, auch wenn

der Ausbildungsbetrieb insolvent wird oder

Kurzarbeit anmelden muss. Die Handwerkskammern

werben mit ihren haupt- und ehrenamtlichen

Kräften um zusätzliche Ausbildungsplätze

für solche Notfälle.

NOCH NIE BESSERE CHANCEN

Der Präses der Handwerkskammer ruft Jugendliche und Betriebe

zu Ausbildung auf: „Ausbilden ist Zukunft“.

Feldmann weiter: „Auch in den kommenden

Jahren werden weniger Schüler die Schulen

verlassen. Nur wer jetzt ausbildet sichert

die Leistungsfähigkeit seines Betriebes auch

über die gegenwärtige Krise hinaus. Darum

bietet sich allen Jugendlichen gerade jetzt die

Chance, individuelle Berufswünsche und Karrierepläne

im Handwerk zu verwirklichen und

später vielleicht sogar mal einen eigenen

Betrieb zu gründen oder zu übernehmen. Die

Vielfalt der handwerklichen Berufe spricht

jeden an und die Ausbildung im Team mit

Gesellen und Meistern – und oft im direkten

Kontakt mit dem Kunden – orientiert sich

stets am Marktgeschehen und bereitet damit

besser als jede andere Form der Ausbildung

unmittelbar auf eigenverantwortliches Handeln

vor.“ Jugendliche, die mit der Ausbildung

schon den ersten Schritt in die persönliche

Selbständigkeit planen, können die Betriebsbörse

der Handwerkskammer nutzen und sich

umfassend beraten lassen. Infos gibt es im

Internet unter www.zdh.de und

www.handwerkskammer.de.

Das Handwerk

LEHRSTELLENBÖRSE BIETET

FREIE AUSBILDUNGSPLÄTZE

Anlässlich des bundesweiten „Aktionstag

Ausbildung“ rufen Handwerkskammer und

Kreishandwerkerschaft Bremen Jugendliche

zu Bewerbungen auf. „Trotz der wirtschaftlich

angespannten Lage haben Jugendliche

im Handwerk hervorragende Chancen.“

Davon sind der Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer Bremen, Michael Busch,

und Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Bremen, Andreas Meyer, überzeugt.

In keinem anderen Wirtschaftszweig sind

Gleichbehandlung von Männern und Frauen,

schnelle Aufstiegsmöglichkeiten und

erfolgreiche Selbstständigkeit so greifbar

wie im Handwerk. „Eine Ausbildung im

Handwerk ist darum Gold wert“, sagen sie.

Und: Die Handwerker brauchen dringend

Nachwuchs, der etwas erreichen will.

Die Handwerkskammer und die Kreishandwerkerschaft

helfen darum Jugendlichen,

sich jetzt ihre Ausbildungschancen im Handwerk

zu sichern.

Die Lehrstellenbörse der Kreishandwerkerschaft

informiert im Internet über freie Lehrstellen

in der Region. Derzeit gibt es noch

viele freie Ausbildungsplätze von ‘A’ wie

Anlagenmechaniker über Fahrzeuglackierer,

Gebäudereiniger, Goldschmiede, Klavier-

und Cembalobauer, Maler- und Lackierer,

Maurer und Metallbauer hinweg bis hin

zu ‘Z ‘ wie Zahntechniker oder Zimmerer.

Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer

beraten Jugendliche und Betriebe

zu allen Fragen rund um handwerkliche

Berufe und die Berufsausbildung im Handwerk.

Hauptgeschäftsführer Michael Busch will

auch die Betriebe sensibilisieren: „Bieten

Sie weiter Ausbildungsplätze an. Künftig

werden weniger Schüler die Schulen verlassen

und es werden nur diejenigen Betriebe

ihre Leistungsfähigkeit sichern, die ausreichend

ausbilden.“

Die Lehrstellenbörse findet sich auf der

Internetseite der Kreishandwerkerschaft

Bremen unter www.bremen-handwerk.de.

Im Bereich Ausbildung kann man dort den

Button Lehrstellenbörse anklicken. Die

Börse wird regelmäßig ergänzt und gepflegt.

Betriebsinhaber, die freie Lehrstellen melden

möchten, melden sich bei der Ausbildungsabteilung

der Kreishandwerkerschaft

Bremen unter Telefon (04 21) 2 22 80-6 01

oder -6 02. Die Ausbildungsberater der

Handwerkskammer erreicht man unter Telefon

(04 21) 30 500-1 30 und -1 31.

9


Handwerkskammer Vollversammlung

JOACHIM FELDMANN ALS PRÄSES WIEDERGEWÄHLT

In ihrer konstituierenden Sitzung wählte die Vollversammlung der Handwerkskammer Bremen

einen neuen Vorstand. Dabei wurden Joachim Feldmann als Präses und Rainer Schnaars als Vize-

Präses der Arbeitnehmer bestätigt. Neuer Vize-Präses der Arbeitgeber wurde Hans-Joachim Stehr.

Alter und neuer Präses der Handwerkskammer

Bremen ist Joachim Feldmann. Der

Zahntechnikermeister wurde jetzt auf der

ersten Sitzung in der neuen Zusammensetzung

der Vollversammlung für weitere fünf Jahre

wiedergewählt. Ebenso wurde der Vize-Präses

der Arbeitnehmerseite, Rainer Schnaars, in

seinem Amt bestätigt. Neuer Vize-Präses der

Arbeitgeberseite wurde Hans-Joachim Stehr,

der dem vorigen Vorstand bereits als Beisitzer

angehörte. Als weitere Beisitzer wurden neu

gewählt: Klaus Alpert und Günther Engelke

für die Arbeitgeber und Roy Kahl für die Arbeitnehmer.

Mit zwei Vollversammlungen, am Nachmittag

und Abend, absolvierte die Kammer

ein kleines Sitzungs-Marathon, das mit der letzten

Zusammenkunft der Mitglieder der Wahlperiode

2004-2009 begann. Hier standen der

Bericht des Präses sowie die Jahresabschlüsse

von Kammer und HandWERK als hauptsächliche

Tagungsordnungspunkte an.

Präses Feldmann erinnerte in seinem

Bericht an die Situation vor vier Jahren, als „die

Verluste des ehemaligen BFZ und damit der

Handwerkskammer rund eine Million Euro

betragen“ hatten. Die Sonderumlage führte

damals zu monatelangen Kontroversen und

das Ansehen der Handwerkskammer „bei den

Abgeordneten der regionalen Politik und den

örtlichen Medien war durch unsere selbst verschuldeten

Fehler auf dem Nullpunkt“.

Feldmann dankte in diesem Zusammenhang

seinen Vorstandskollegen Jan-Gerd Kröger,

Rainer Schnaars, Arno Plaggenmeier,

Hans-Joachim Stehr und Dieter Wintrich, „dass

sie vor vier Jahren die Verantwortung für die

Umgestaltung der Handwerkskammer Bremen

übernommen haben und seither als Mitglieder

des Vorstands immer wieder gewissenhaft

geprüft haben, wie sie unsere Kammer

nach vorn bringen“. In seinen Dank schloss er

Günter Fröhlich ein, „der den Vorstand in dieser

schwierigen Phase des Umbruchs beraten

und den Grundstein für die erfolgreiche Sanierung

gelegt hat“.

Darauf ging der Präses auf die aktuelle

Situation über und sagte: „Wir haben die Krise

hinter uns! Das ehemalige BFZ, das 2005

eine Million Euro Verluste gemacht hat,

schreibt schwarze Zahlen!“ Der Weg zu die-

Der neue Vorstand der Handwerkskammer Bremen (von links): Vize-Präses Rainer Schnaars

(Arbeitnehmer), Günther Engelke (Arbeitgebervertreter), Präses Joachim Feldmann, Klaus

Alpert (Arbeitgebervertreter), Roy Kahl (Arbeitnehmervertreter), Vize-Präses Hans-Joachim

Stehr (Arbeitgeber). (Fotos: HiB)

sem Ergebnis, so Feldmann, „war allerdings

sehr steinig“. Den Mitarbeitern des heutigen

Kompetenzzentrums HandWERK bescheinigte

der Präses gute Arbeit. Mit Blick auf Kammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch

sagte er: „Aus heutiger Sicht ist es unserem

Hauptgeschäftsführer damals auf besondere

Weise gelungen eine Stimmung des Aufbruchs

zu vermitteln und sogar Mitarbeiter zu remotivieren.

Er hat maßgeblichen Anteil, dass die

Finanzen in beiden Häusern heute wieder auf

einer soliden Basis stehen.“

Der Präses ging anschließend auf die Aktivitäten

und Maßnahmen der Kammer ein, die

in den vergangenen vier Jahren dazu beitrugen,

dass sich die inneren Abläufe und die

Außenwahrnehmung der Kammer erheblich

verbessert hätten. So entwickelte die Kammer

zwischenzeitlich eine neue Aufbau- und Ablauforganisation

und führte als zweite Handwerkskammer

Deutschlands die doppelte

kaufmännische Buchführung ein. Die Bürgschaftsbank

des Handwerks konnte wirtschaftlich

vorteilhaft in die Bremer Aufbaubank

überführt und wichtige Schlüsselstellen

qualifiziert neubesetzt werden. „Ich bin daher

überzeugt“, sagte Feldmann abschließend,

„dass die Handwerkskammer auf einem guten

Weg ist, wenn wir an dem vor vier Jahren eingeschlagenen

Kurs festhalten und bitte Sie

dafür alle herzlich um Ihre Unterstützung.“

Im Mittelpunkt des Berichts des Hauptgeschäftsführers

standen die wirtschaftlichen

Daten und Kennzahlen von Kammer und

HandWERK gGmbH. Hier konnte Michael

Busch den Vollversammlungsmitgliedern eine

Reihe „schwarzer“ Zahlen präsentieren, die

sich ausnahmslos von denen der Vergangenheit

positiv abhoben.

So verbesserte sich das Betriebsergebnis

der Kammer von 23.000 Euro in 2006 und

87.000 Euro in 2007 auf 211.000 Euro in

2008. Und das trotz leicht gesunkener Beiträge

und Gebühren. Bei der Entwicklung der

Betriebszahlen zeigte sich gegenüber 2007

ein leichter Rückgang bei den zulassungspflichtigen

Handwerken auf 3.079 (Vorjahr:

3.103), dem ein Anstieg der zulassungsfreien

Handwerke auf 879 (Vorjahr: 844) gegen -

über stand. In der Summe verringerte sich die

Anzahl aller Bremer Handwerksbetriebe lediglich

um drei auf 4.941 Betriebe.

Positive Ergebnisse konnte Michael Busch

zum Jahresabschluss der HandWERK gGmbH

10 Handwerk in Bremen 7+8/2009


Vollversammlung

berichten. Hier konnte aus dem Jahresfehlbetrag

von rund 86.000 Euro des vergangenen

Jahres ein Überschuss von rund 212.000 Euro

erzielt werden. Die Betriebserträge wuchsen

um rund eine Million auf 5,4 Millionen Euro

an, ein Plus von 26,3 Prozent, dem Aufwendungen

von 5,2 Millionen Euro (+ 19,3%)

gegenüber standen. Die Restruktruierung des

ehemaligen BFZ und heutigen HandWERK ist

für Busch damit abgeschlossen. Nun gelte es,

den Modernisierungsprozess fortzuführen, um

in „spätestens fünf Jahren das führende Bildungshaus

für Handwerk im Land Bremen in

der Region – und darüber hinaus zu sein“. Die

Vollversammlung beschloss, den die Restruktuierung

begleitenden Lenkungsausschuss

aufzulösen.

Anschließend stellte Michael Busch die

bundesweit vorgesehene Imagekampagne für

das Handwerk vor, zu der die Vollversammlung

die Teilnahme der Kammer Bremen beschloss.

63.000 Euro wurden dafür pro Jahr über einen

Zeitraum von fünf Jahren bewilligt. Im

Zusammenhang damit will sich auch die Kammer

Bremen mit ihrem visuellen Erscheinungsbild

dem einheitlichen Auftritt der deutschen

Handwerkskammern anschließen (unten ein

erster Entwurf der Internetseite).

Die Vollversammlung endete mit den Wahlen

von Beisitzern für verschiedene Ausschüsse.

Nach einer kurzen Pause eröffnete Joachim

Feldmann dann die erste Sitzung der neu

gewählten Vollversammlung der Wahlperiode

2009-2014. Die Wahl des Präses wurde von

Arno Plaggenmeier durchgeführt, der nicht

mehr für den Vorstand kandidierte. Als einziger

Kandidat für das Amt des Präses stand Joachim

Feldmann zur Wahl. Er wurde von den

20 Arbeitgeber- und den zehn Arbeitnehmervertretern

mit 26 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen

und einer Nein-Stimme gewählt. Hans-

Joachim Stehr erhielt 24 Ja-Stimmen, vier Enthaltungen

und zwei Nein-Stimmen und wurde

damit Vize-Präses der Arbeitgeber. Rainer

Schnaars wurde mit elf Ja-Stimmen, 16 Enthaltungen

und drei Nein-Stimmen als Vize-Präses

der Arbeitnehmer wiedergewählt. Die drei

Beisitzer Klaus Alpert und Günter Engelke

(Arbeitgeber) und Roy Kahl (Arbeitnehmer)

wurden in offener Wahl bestätigt.

Handwerk in Bremen 7+8/2009

HANDWERKSKAMMER: INVESTITIONSHILFEN NUTZEN

Die globale Rezession geht auch am Handwerk

nicht spurlos vorüber. Angesichts einer

verschlechterten Zahlungsmoral und der in

vielen Betrieben sehr knappen Eigenkapitaldecke

fehlt vielen Handwerkern immer häufiger

die Liquidität.

Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch begrüßt darum das Soforthilfeprogramm

von Wirtschaftssenator Nagel

und der Bremer Aufbaubank, die mit Bürgschaften

Investitionsmaßnahmen unterstützt,

die von notleidenden Unternehmen allein

über die Hausbank schwer zu finanzieren sind.

„Es verwundert allerdings, dass die Nachfrage

nach dem ‘Bremer Unternehmer-Kredit’ im

Vergleich zum Vorjahr nur schleppend verlaufe,

denn laut Studien habe sich die Finanzierungssituation

der Betriebe in den vergangenen

zwölf Monaten über alle Größenklassen

hinweg erheblich verschlechtert“, sagt der

Hauptgeschäftsführer.

Er ruft daher alle Handwerks- und mittelständischen

Betriebe auf, rechtzeitig die Hilfen

anzunehmen, damit Liquiditätsprobleme in

den Betrieben nicht den Erfolg der bisherigen

Anstrengungen zur Stabilisierung der Konjunktur

gefährden und damit nicht Arbeitsplätze

verloren gehen.

„Aktuelle Befragungen lassen befürchten,

dass sich die Situation in den kommenden

Monaten weiter verschärfen wird“, sagt

Michael Busch, falls die restriktiv wachsenden

Anforderungen der Banken an Kreditsicherheiten,

die daraus resultierenden Finanzierungsprobleme

und die in vielen Gewerken

historisch schlechten Absatzchancen zu einem

Handwerkskammer

Die Mitglieder der neu gewählten Vollversammlung bei der Wahl des neuen Vorstands.

weiteren Rückgang der Investitionsneigung

führen werden und die Kreditvergabe weiterhin

nur schleppend voran geht.

Busch verweist auf die ‘Unternehmerbefragung

2009’ der Kreditanstalt für Wiederaufbau

(KFW). Darin heißt es, dass vor allem sehr

kleine sowie junge Unternehmen besonders

stark betroffen seien. Der Anteil von Unternehmen

die von Problemen berichten, überhaupt

einen Kredit zu erhalten, läge mittlerweile

bei 17 Prozent und sei im historischen

Vergleich sehr hoch.

Darum fordert der Hauptgeschäftsführer den

Bremer Senat auf, sich zusätzlich für die Schaffung

wettbewerbsstärkender Rahmenbedingungen

und einen konsequenten Bürokratie-

Abbau wie es die EU-Kommission in ihrem

Small Business Act fordert. „Mehr als 70 Prozent

aller Arbeitnehmer sind im Mittelstand

beschäftigt. Mehr als acht von zehn Lehrlingen

werden dort ausgebildet. Vor dem Hintergrund

der zunehmenden Internationalisierung

der Märkte steht die Politik in der Pflicht,

Wettbewerbsverzerrungen, Überregulierungen

und bürokratische Hemmnisse mit Nachdruck

abzubauen. Entlastung statt weiterer

Belastungen des Mittelstandes ist das Gebot

der Stunde“, so Busch. Zudem fordert er eine

Korrektur der Unternehmenssteuerreform.

„Die Besteuerung von Kosten bei der Gewerbesteuer

muss zurückgenommen werden“,

sagt er „ansonsten müssen viele Unternehmen

selbst dann Steuern zahlen, wenn sie keine

Gewinne erzielen. Solche Substanzbesteuerung

wirkt in der Rezession nur krisenverschärfend.“

11


Handwerkskammer Kirchentag in Bremen

CHRISTLICHE VERANTWORTUNG UND ...

Nachlese zum Kirchentag: Die Podiumsdiskussion über Klimadebatte und Energiesparen in der

Handwerkskammer gab den Besuchern das positive Gefühl nicht nur Gast des Kirchentages

sondern sein Bestandteil zu sein.

Die Erkenntnis, dass angesichts der globalen,

komplexen und dynamischen Dimension

des Weltgeschehens vor allem in der Politik

und der Wirtschaft nicht die zukunftsweisenden

Entscheidungen getroffen werden, die

das Überleben der Menschheit sichern können,

veranlasste 1968 Aurelio Peccei und Alexander

King zusammen mit einem Kreis von Wissenschaftlern,

Unternehmern und Politikern

den ‘Club of Rome’ zu gründen und sich einer

langfristigen Sicht der Weltprobleme zuzuwenden.

Mit dem Bericht ‘Grenzen des Wachstums’

und der damals provozierenden Botschaft,

dass den materiellen Ansprüchen der

Menschheit endende Naturressourcen gegenüberstehen,

hatte der ‘Club of Rome’ dann

1972 große öffentliche Resonanz gefunden

und seinen Ruf als vorausschauende ‘Denkfabrik’

begründet. Damals hatten viele Menschen

die Mitglieder des ‘Club of Rome’ für

Spinner gehalten. In der Gewissheit, dass sich

fast vierzig Jahre später diese Erkenntnis allgemein

durchgesetzt hat, eröffnete Detlef Kleine

von der Evangelischen Bundesarbeitsgemeinschaft

Handwerk und Kirche zusammen

mit Tuku Roy-Niemeyer von der Umweltschutzberatung

der Handwerkskammer Bremen die

Podiumsdiskussion „Klima-Debatte und Energiesparen

– in christlicher Verantwortung und

mit handwerklichem Geschick“.

Die Evangelische Bundesarbeitsgemeinschaft

Handwerk und Kirche ist das Netzwerk

zwischen Handwerk und Kirche und knüpft

in Arbeitskreisen, Tagungen und Studienreisen,

Festveranstaltungen und Gottesdiensten

Verbindungen zwischen Organisationen

des Handwerks und den beiden Kirchen. Sie

ist auf Wunsch im Gespräch mit MeisterInnen

und GesellInnen, Auszubildenden und

allen im Handwerk Beschäftigten, persönlich

und im Betrieb.

Kontakt:

Evangelische Bundesarbeitsgemeinschaft

Handwerk und Kirche in der Männerarbeit

der EKD.

Ansprechpartner:

Detlef Kleine, Berliner Allee 9-11, 30175 Hannover,

Telefon (05 11) 8 97 68-2 00,

E-Mail: kleine@maennerarbeit-ekd.de.

Es diskutierten: HWK-Vizepräses Reiner Schnaars, Umweltsenator Dr. Reinhard Loske, HWK-

Präses Joachim Feldmann, Bischof Axel Noack, Bürgermeister i.R. Dr. Henning Scherf und

Dipl.-Ing. Martin Schulze vom RKW Bremen (von rechts). (Fotos: HiB)

Dr. Henning Scherf als ehemaliger bremischer

Bürgermeister und Kirchensenator räumte

ein, dass dies für einen Stadtstaat mit hoher

Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit von der

Weltwirtschaft eine Qual sei, Ökonomie und

Ökologie in Einklang bringen zu müssen. „Vor

allem mit dem Wissen, dass Arbeitnehmer

nach Haus gejagt werden, wenn dieses Ziel

nicht erreicht wird“, wie er sagte.

Der bremische Senator für Umwelt, Bau,

Verkehr und Europa, Dr. Reinhard Loske, war

vor rund einem Jahr für die Idee und das Voranbringen

der Ökologischen Steuerreform mit

dem Adam-Smith-Preis ausgezeichnet worden.

Der Grundgedanke dieser Steuer lautet: „Der

Verzehr des Faktors Umwelt ist zu hoch – unter

anderem, weil die Umwelt zu billig ist.“

Die Öko-Steuer wurde 1999 eingeführt und

im Nachgang sollten der Energie-Verbrauch

gemindert und gleichzeitig die Beiträge zur

Rentenversicherung gesenkt werden, um den

Faktor Arbeit zu entlasten. „Dies ist nicht

gelungen“, widersprach der Präses der Handwerkskammer

Bremen, Joachim Feldmann und

wies auf eine Untersuchung des Seminars für

Handwerkswesen der Universität Göttingen

hin. „Die hat ergeben, dass sich in den fünf

Jahren nach Einführung der Ökosteuer die

Kostenbelastung für Handwerksbetriebe im

Durchschnitt verdreifacht hat“, zitierte er.

Angesichts der Tatsache, dass ein Geselle

nach Abzug der Lohnkosten, der Lohnzusatzkosten,

der Gemeinkosten wie Büro- und Energiekosten

und seinen persönlichen Abzügen

von jeder Verrechnungsstunde über 48 Euro

netto nur rund 8 Euro übrig behält, hält er eine

weitere Steuerliche Belastung der Betriebe für

unvertretbar und wagte die Prognose, dass die

Herzen der Handwerker nur demjenigen zufliegen,

der die Betriebe tatsächlich ent- und

nicht ständig nur weiter belastet. „Je weniger

vom Bruttolohn in der eigenen Tasche verbleibt,

desto größer ist der Anreiz, die Arbeit

an der Steuer vorbei auszuführen. Das Handwerk

steht darum voll hinter der Entscheidung

12 Handwerk in Bremen 7+8/2009


Kirchentag in Bremen

... HANDWERKLICHES GESCHICK

der Wirtschaftsminister der Europäischen

Union, die die Mehrwertsteuer-Sätze auf

arbeitsintensive Dienstleistungen EU-weit senken

will“, betonte er.

Bischof Axel Noack erklärte, dass die Evangelische

Kirche Mitteldeutschland rund 4.000

Kirchen besitze. Der dortige Bischof werde

sich hüten, in diese Kirchen Heizungen einzubauen,

wie er sagte, denn dann müssten Einnahmen

erzielt werden, damit sich deren

Betrieb amortisiere. Auch elektrische Glockenläutanlagen

hält er für ökonomischen Unfug.

„Sie kosten viel Geld und nehmen den

Schwächsten die Arbeit weg“, kritisierte er

und stellte die Idee vor, die nach Süden weisenden

Dachflächen der zumeist nach Osten

ausgerichteten Kirchen mit Dachziegeln mit

integrierten Solarmodulen zu belegen. „Auf

jeden Fall wird Energie-Erzeugung künftig

dezentral sein“, prognostizierte der Bischof.

Ähnlich sieht es der Arbeitnehmer-Vizepräses

der Handwerkskammer, Rainer Schnaars,

wenn er Wärmepumpentechnik, Geo-Thermie,

Abwärmenutzung und Brennwerttechnik und

bessere Dach- und Hausisolierungen stärker

in den Fokus der Öffentlichkeit rücken will.

Umweltsenator Dr. Loske erwartet daher,

dass das Handwerk von der derzeitigen Krise

sogar profitieren könne. Er unterstrich: „Die

Ölpreise werden steigen – das ist so sicher wie

das Amen in der Kirche. Wir müssen darum

die teuren Energie-Importe durch inländische

Ingenieurskunst ersetzen.“ Erst Energie einzusparen,

dann die Energie-Arten ändern sei

künftig das Wichtigste, hob er hervor und

sagte: „Eine Gesellschaft, die darauf angewiesen

ist, dass sie immer nur wächst, ist nicht

überlebensfähig. Die Einsparungen, die wir

leisten, werden regelmäßig vom Wachstum

wieder aufgefressen.“

Diplom-Ingenieur Martin Schulze vom RKW

Bremen gab zu bedenken, dass Technik nicht

per se für mehr Klimaschutz sorgt sondern

allenfalls die Menschen die die Technik bedienen.

Er berichtete kurz über das ‘Grüner Hahn’-

Projekt vor, mit dem fünf Gemeinden künftig

pro Jahr bis zu 260 Tonnen CO 2 einsparen.

Umwelt sei etwas, das mitschwingt, aber keine

Priorität hat, sammelte er seine Erfahrungen

in einem Satz. Das bestätigte auch aus dem

Publikum Ulrich Hein. Er ist technischer Leiter

des so genannten plus-Projektes. Er sieht

das Problem, dass derzeit Betriebskosten abgesetzt

werden können und sie vielfach deshalb

nicht rigoros eingespart würden. Nach seinen

Handwerk in Bremen 7+8/2009

Detlef Kleine von der Evangelischen Bundesarbeitsgemeinschaft

Handwerk und Kirche

und Tuku Roy-Niemeyer von der Umweltschutzberatung

der Handwerkskammer Bremen

haben mit großem persönlichen Engagement

die Podiumsdiskussion „Klimadebatte

und Energiesparen – in christlicher Verantwortung

und mit handwerklichem Geschick“

organisiert und geleitet.

Erfahrungen befinden sich viele Heizungsund

Elektro-Anlagen in öffentlichen Gebäuden

in einem desolaten Zustand und bieten

riesiges Betätigungsfeld für Handwerksfirmen.

In Schulen beispielsweise würde nachweislich

bis zu 30 Prozent des Stroms außerhalb der

Schulzeiten verbraucht. Er schlug darum für

mehr Einsparungen statt CO 2-Tabellen Euro-

Balken vor.

Ein anderer Kirchentags-Besucher aus Franken

warf die Frage auf, wie denn in Deutschland

Energie gespart werden solle, wenn Aufträge

bundes- oder gar europaweit ausgeschrieben

werden müssen und die Handwerker

dadurch nur selten im eigenen Landkreis

arbeiten könnten. „Wenn die Betriebe jedesmal

erst 500-600 Kilometer zur Baustelle fahren

müssen, möchte ich nicht die Energie-

Bilanz sehen“, sagte er und beschrieb die regelmäßige

Verwunderung der Landkreismitarbeiter,

wenn Betriebe angesichts der hohen Kosten

pleite machen. „Auch in Bremen – das sich

immer selbst für seinen Bürokratie-Abbau lobt,

gibt es in dieser Hinsicht noch erheblichen

Nachholbedarf“, bekräftigte der Präses.

Handwerkskammer

GUTE NACHRICHT FÜR

DEN MITTELSTAND:

„IST-VERSTEUERUNG“

RÜCKWIRKEND AB 1.1.2009

Die Bundesregierung ermöglicht allen

Betrieben bis zu einem Umsatz von 500.000

Euro rückwirkend zum 1. Januar 2009 die

Ist-Versteuerung. Die Handwerkskammer

Bremen begrüßt die Entscheidung als wichtige

Entlastung mittelständischer Betriebe.

Handwerksbetriebe leiden darunter, dass

sie die Umsatzsteuer bereits an das Finanzamt

abführen müssen, sobald sie die Rechnung

gestellt haben – und nicht erst, wenn

der Kunde diese Rechnung auch wirklich

bezahlt hat. Dies hat mitunter fatale Folgen,

denn es raubt den Betrieben die wichtige

Liquidität und gefährdet damit den

Fortbestand der Unternehmen.

Jetzt hat sich die Große Koalition darauf verständigt,

rückwirkend zum 1. Januar 2009

allen Betrieben bis 500.000 Euro Umsatz

die so genannte Ist-Versteuerung zu ermöglichen.

Die Handwerkskammer Bremen

begrüßt diese Entscheidung als wichtige

Entlastung mittelständischer Betriebe.

Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch sieht in der Verdoppelung

des Grenzwertes ein positives Signal und

sagt: „Mit der Einführung einer einheitlichen

Ist-Versteuerungsgrenze rückwirkend zum

1. Januar 2009 werden kleine und mittlere

Handwerksbetriebe noch in diesem Jahr

gezielt entlastet und in ihrer Liquidität

gestärkt. Handwerksbetriebe mit einem

Umsatz bis zu 500.000 Euro müssen künftig

die Umsatzsteuer gegenüber dem

Finanzamt nicht mehr vorfinanzieren, sondern

brauchen die Steuer erst dann abzuführen,

wenn der Kunde gezahlt hat.“

In der Anhebung der Umsatzgrenze sieht der

Hauptgeschäftsführer einen großen Erfolg

der handwerklichen Standesvertretungen.

„Die Grenze von 500.000 Euro galt in der

Vergangenheit bereits als Sonderregelung

für die neuen Bundesländer. Ursprünglich

hatte die Bundesregierung jedoch geplant,

den Grenzwert ab 2010 bundesweit auf

250.000 Euro abzusenken. Die Handwerkskammern

haben sich jedoch in den letzten

Monaten dafür stark gemacht, die Schwelle

im Gegenteil für das gesamte Bundesgebiet

anzuheben. Der Zentralverband des

Handwerks (ZDH) hatte sogar eine Umsatzsteuergrenze

von einer Million Euro gefordert“,

erklärt Busch.

13


Handwerkskammer Amtliche Bekanntmachungen

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Neuwahl der Vollversammlung bestätigt

Neuer Vorstand im Amt

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Bremen hat auf ihrer konstituierenden

Sitzung am 16. Juni 2009 die Neuwahl ihrer Mitglieder

und Stellvertreter für die Amtsperiode 2009 bis 2014 (vgl. Veröffentlichung

in der HiB, Heft 5/2009, S. 14 ff.) gem. § 100 Abs. 1 HWO überprüft

und festgestellt, dass die Wahl in jeder Hinsicht ordnungsgemäß

und gültig verlaufen ist. Zu Mitliedern des Vorstandes für die Amtsperiode

2009 bis 2014 wurden folgende Personen gewählt:

Präses:

Joachim Feldmann, Zahntechnikermeister

Vizepräses (Arbeitnehmer):

Rainer Schnaars, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

Vizepräses (Arbeitgeber):

Hans-Joachim Stehr, Fleischermeister

Beisitzer (Arbeitgeber):

Klaus Alpert, Elektroinstallateurmeister

Beisitzer (Arbeitgeber):

Günther Engelke, Geschäftsführer Kfz-Technikerhandwerk

Beisitzer (Arbeitnehmer):

Roy Kahl, Zahntechniker

Bremen, 24. Juni 2009

Feldmann (Präses) Busch (Hauptgeschäftsführer)

Anmeldung zur Abschluss-/

Gesellenprüfung

Zu den im Winter 2009/2010 stattfindenden Abschluss- und Gesellenprüfungen

im Bezirk der Handwerkskammer Bremen werden Anmeldungen

ab sofort in der Handwerkskammer Bremen, Ansgaritorstr. 24,

28195 Bremen, Zimmer 312, 3. OG, entgegen genommen.

Für die Teilnahme an der Berufsabschlussprüfung Winter 2009/2010

haben sich anzumelden:

Alle Auszubildende, deren vertraglich vereinbarte Ausbildungszeit mit

Ablauf des 31. März 2010 endet bzw. die die Abschluss- oder Gesellenprüfung

Sommer 2009 nicht bestanden haben.

Der Anmeldung ist das letzte Berufsschulzeugnis beizufügen.

Bei auswärtigen Betrieben (Betriebssitz nicht in Bremen oder Bremerhaven)

ist zusätzlich auch eine Kopie des Berufsausbildungsvertrages

beizufügen.

Die Prüfungsgebühr richtet sich nach der Gebührenordnung der Handwerkskammer

Bremen. Die Prüfungsgebühr ist nach Erhalt der Gebührenrechnung

vor Beginn der Prüfung an die Handwerkskammer Bremen

zu entrichten.

Für die Anmeldung von Wiederholungsprüflingen gelten besondere

Regelungen.

Verspätete Anmeldungen sind nur in begründeten Ausnahmefällen und

gegen eine Zusatzgebühr von Euro 40,00 möglich.

Anzumelden sind die Auszubildenden folgender anerkannter Ausbildungsberufe:

Änderungsschneider/in, Bürokaufmann/-frau, Bodenleger/in, Fachverkäufer/in

im Nahrungs- bzw. im Lebensmittelhandwerk in den Schwerpunkten

Bäckerei, Fleischerei bzw. Konditorei, Feinwerkmechaniker/in,

Fotomedienlaborant/in, Glaser/in, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in,

Kosmetiker/in, Maßschneider/in, Mechaniker/in für

Karosserieinstandhaltungstechnik, Technische/r Zeichner/in

Die Anmeldung zur Berufsabschlussprüfung Winter 2009/2010 muss

im Ausbildungsberuf Bürokaufmann / -frau bis spätestens 31. August

2009; bei allen anderen Ausbildungsberufen bis spätestens 30. September

2009, erfolgen!

Anmeldeformulare erhalten Sie bei der Handwerkskammer Bremen, Ansgaritorstr.

24, 28195 Bremen, Zimmer G312, 3. OG, oder unter

www.hwk-bremen.de/HWK/Berufsbildung/Gesellenprüfung

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

Frau Pusch, Tel. 0421 30 500-133

Änderung bzw. Anpassung des Gebührentarifs

der Handwerkskammer Bremen

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Bremen hat auf ihrer Sitzung vom 30. April

2009 den nachfolgenden Beschluss zur Änderung des Gebührentarifs gefasst:

Anlage zu § 4 (1) der Gebührenordnung (alte Fassung)

B. Ausbildungswesen

2. Zwischenprüfung für Lehrlinge/Umschüler

a) von Innungsmitgliedern 50,00-100,00 Euro

b) von Nichtinnungsmitgliedern 100,00-190,00 Euro

3. Gesellen- od. Abschlußprüfungen für Lehrlinge/Umschüler

a) von Innungsmitgliedern 90,00-180,00 Euro

b) von Nichtinnungsmitgliedern das Doppelte der von der zuständigen Innung beschlossenen

Gesellen- od. Abschlußprüfungsgebühr

4. Wiederholung von Prüfungsteilen bzw. -fächern

a) von Innungsmitgliedern 70,00-130,00 Euro

b) von Nichtinnungsmitgliedern das Doppelte der von der zuständigen Innung beschlossenen

Gebühr

5. Gesellen- o. Abschlußprüfungen für Personen, die nicht in demVerzeichnis der Ausildungs-/Umschulungsverhältnisse

eingetragen sind 115,-- Euro

C. Lehrgangsgebühren

1. Pflichtlehrgänge der überbetrieblichen Unterweisung für Lehrlinge, ohne Berücksichtigung

von Bundes- Landes- oder sonstigen öffentlichen Zuschüssen 100,00-

500,00 Euro

Festzusetzende Gebühr pro Lehrgangswoche unter Einbeziehung von Bundes- Landesund

sonstigen öffentlichen Zuschüssen gemäß Beschluss der Vollversammlung der Handwerkskammer

Bremen vom Dezember 2005

a) von Innungsmitgliedern je Woche lt. Beschluss der Vollvers.

b) von Nichtinnungsmitgliedern Zuschlag 50 % der jeweiligen Gebühr

Anlage zu § 4 (1) der Gebührenordnung (neue Fassung)

B. Ausbildungswesen*

2. Prüfung Teil 1/Zwischenprüfung für Lehrlinge/Umschüler 50,00-190,00 Euro

3. Prüfung Teil 2/Gesellen- od. Abschlußprüfungen für Lehrlinge/Umschüler 90,00-

360,00 Euro

4. Wiederholung von Prüfungsteilen bzw. -fächern 70,00-360,00 Euro

5. wird gestrichen **

C. Lehrgangsgebühren*

1. Pflichtlehrgänge der überbetrieblichen Unterweisung für Lehrlinge (Auszubildende)

pro Teilnehmer pro Lehrgangswoche*** 100,00-700,00 Euro

* Die Änderung unter "B. Ausbildungswesen" tritt mit Wirkung zum 01.05.2009 in Kraft

und ist bis zum 31.12.2009 befristet gültig, die Änderung unter "C. Lehrgangsgebühren"

tritt mit Wirkung zum 01.01.2009 in Kraft.

** Die Ziff. 5. wird gestrichen, die bisherigen Ziffern 6. und 7. rücken auf und werden Ziffern

5. und 6.

*** Bei der Rahmengebühr handelt es sich um Bruttolehrgangsgebühren, d. h. es werden

Zuschüsse des Bundes, des Landes und ggfls. weitere öffentliche Zuschüsse abgezogen.

Die Lehrgangsgebühren werden alljährlich oder für mehrere aufeinander folgende Jahre

von der Vollversammlung neu beschlossen.

Der vorstehende Beschluss wurde durch die Senatorin für Bildung und Wissenschaft durch

Bescheid vom 20. Mai 2009 genehmigt.

Bremen, 10. Juni 2009

Feldmann (Präses) Busch (Hauptgeschäftsführer)

Festsetzung der Gebühren für die

überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Bremen hat auf ihrer Sitzung am 30. April

2009 den nachfolgenden Beschluss gefasst:

Die Gebühren für die Durchführung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung bei der

HandWERK gGmbH, Bremen werden ab dem 1. Januar 2009 einheitlich auf Euro 207

(verbleibender Betrag nach Abzug sämtlicher Bundes-, Landes- und ESF-Zuschüsse) pro

Teilnehmer und Lehrgangswoche festgesetzt.

Der vorstehende Beschluss wurde durch die Senatorin für Bildung und Wissenschaft durch

Bescheid vom 20. Mai 2009 mit der Maßgabe genehmigt, dass es sich bei der Aufzählung

zum verbleibenden Betrag nicht um eine abschließende Aufzählung handelt.

Bremen, 10. Juni 2009

Feldmann (Präses) Busch (Hauptgeschäftsführer)

14 Handwerk in Bremen 7+8/2009


Innovatives Handwerk

Handwerk in Bremen 7+8/2009

Handwerkskammer

WETTBEWERB „INNOVATIVES HANDWERK“ STARTET

Die Handwerkskammer Bremen startet zum zweiten Mal den Wettbewerb „Innovatives Handwerk“.

Bewerbungen von Handwerksbetrieben aus Bremen und Bremerhaven können bis zum 31. August

eingereicht werden. Auszeichnungen auf dem „Mahl des Handwerks“ am 27. Oktober.

Selbstständig zu sein und ein Unternehmen

zu führen, ist die Grundlage unseres Wirtschaftssystems.

Wir brauchen Unternehmer,

die mehr als ein geregeltes Einkommen und

einen sicheren Arbeitsplatz wollen und klare

Vorstellungen haben.

Alle Handwerksbetriebe müssen sich ständig

mit sich ändernden Rahmenbedingungen

auseinandersetzen, diese ergeben sich aus der

Globalisierung, aktuellen Finanzkrisen und

veränderten rechtlichen Anforderungen. Das

verlangt eine strategische Entwicklung jeden

Betriebes, wobei sich der Innovationsansatz

keineswegs nur auf technische Innovationen

bezieht.

Alle Handwerksbetriebe mit Betriebssitz in

Bremen und Bremerhaven werden aufgerufen,

sich für innovative Leistungen in den folgenden

Kategorien zu bewerben:

• Erfolgreiche Existenzgründung im Jahr

2008,

• Erfolgreiche Nachfolge,

• Besondere Aktivitäten im Arbeits- und

Gesundheitsschutz,

• Besondere Aktivitäten im Umweltschutz

• Erfolgreicher Einsatz innovativer Technologien,

• Besonderes Engagement in der Lehrlingsausbildung.

Es geht um nachweisbare Erfolge von

guten Ideen, aber auch von scheinbar kleinen

Veränderungen. Die Maßnahmen müssen gut

Übergreifende Kriterien der

sechs Wettbewerbskategorien:

• Motivation und Ziele der Unternehmensführung

• An welche Zielgruppe wenden Sie sich?

• Welchen speziellen Nutzen bieten Sie

Ihren Kunden?

• Was sind Ihre spezifischen Angebote?

• Was hebt Sie von Ihren Mitbewerbern ab?

• Welche Bedeutung hat der Standort Bremen

für Sie?

• Haben Sie Mitarbeiter/innen eingestellt?

• Welche Schwierigkeiten haben Sie bisher

meistern müssen?

• Sind Risiken erkennbar?

• Welche Chancen sehen Sie?

umsetzbar und in der täglichen Arbeit praktikabel

sein.

Ausgezeichnet werden überdurchschnittlicher

unternehmerischer Einsatz mit guten

Beispielen für mehr Nachhaltigkeit im unternehmerischen

Handeln. Auch kleine und mittlere

Handwerksbetriebe sind als unternehmerische

Vorbilder zur Teilnahme ausdrücklich

aufgerufen.

Die Jury besteht aus Experten der Handwerkskammer

Bremen.

Die Bewerbung muss schriftlich bis zum 31.

August 2009 bei der Handwerkskammer Bremen,

Wettbewerb „Innovatives Handwerk“,

Ansgaritorstraße 24, 28195 Bremen oder per

E-Mail an service@hwk-bremen.de eingegangen

sein. Bewerbungsunterlagen unter:

www.hwk-bremen.de oder direkt bei der Handwerkskammer

Bremen.

Wie ist das Handwerk organisiert? Welche Aufgaben

haben die Handwerkskammer und deren

Vollversammlung? Und: Wer führt deren Rechtsaufsicht?

Oder: Welches sind die wichtigsten

Grundsätze für eine Vorstandswahl? Solche und

ähnliche Fragen beantwortete der Justiziar der

Handwerkskammer, Christian Flathmann, in

einem Einführungsseminar der Akademie des

Ehrenamtes. Dabei gab er insbesondere denjenigen

Mitgliedern der Vollversammlung einen

Mitmachen beim Wettbewerb

„Innovatives Handwerk“

Bewerbungsschluss: 31. August

Das Preisgeld von insgesamt 6.000 Euro

wird auf die Preisträger aller Kategorien verteilt.

Die Auszeichnung findet im feierlichen

Rahmen der Veranstaltung „Mahl des Handwerks

2009„ am 27. Oktober 2009 um 18:30

Uhr in den Räumen der Sparkasse Bremen

statt.

Fragen zum Wettbewerb werden unter den

Telefonnummern (04 21) 30 500-310

(Handwerkskammer Bremen) und

(04 71) 28 014 (Außenstelle Bremerhaven)

beantwortet.

Einführungsseminar für ehrenamtlich tätige Handwerker

allgemeinen Überblick ihrer verantwortungsvolle

Aufgabe, die ihr Amt zum ersten Mal inne

haben. Der Wahlausschuss hatte auf seiner Sitzung

am 20. April die Mitglieder der Vollversammlung

der Handwerkskammer Bremen für

die Wahlperiode 2009/2014 bestätigt. Mit der

Übernahme dieses Ehrenamtes tragen sie künftig

Mitverantwortung für die Geschicke der

Handwerkskammer und des Handwerks im

Land Bremen.

15


Handwerkskammer Arbeitnehmer im Handwerk

BÜFFELN FÜR DIE INTERESSENVERTRETUNG

Die zehn Vollversammlungsmitglieder und die zwanzig Stellvertreter aus dem Gesellenstand

machen sich mit ,,GeCo" fit für ihre ehrenamtlichen Aufgaben in der Vollversammlung. Bis zum

Oktober 2010 wollen sie mit dem „Gesellen-Coaching“ ihre Kenntnisse ausbauen.

Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in

großen Unternehmen hat es in wirtschaftlichen

Krisenzeiten, wie sie derzeit vorherrschen,

nicht leicht. Zusätzlich verstärkt sich der

ohnehin spürbare Trend der Entsolidarisierung

mit der wachsenden Sorge um den Erhalt des

eigenen Arbeitsplatzes.

Nun ist das Verhältnis von Arbeitgebern

und Arbeitnehmern im Handwerk immer

schon etwas anders gewesen als etwa in Industrie

oder Verwaltung. Aber die Mitbestimmung

gilt auch hier, und nicht überall ist das Verständnis

für die jeweils „andere Seite“ gleich

gut. Was in kleinen Betrieben noch reibungslos

funktioniert, wird mit wachsender Betriebsgröße

komplizierter – bis hin zu möglichen

Konfrontationen.

Ein Ort, wo die Interessengegensätze deutlicher

werden, ist die Selbstverwaltung des

Handwerks auf Kammerebene: die Vollversammlung.

Hier stehen sich Arbeitgeber und

Arbeitnehmer im Verhältnis 2:1 gegenüber.

Wobei das „Gegenüber“ in der Praxis vieler

Kammern ein kollegial-freundliches Miteinander

ist, das in der Regel zu von allen gemeinsam

getragenen Ergebnissen führt.

Die neue Vollversammlung der Handwerkskammer

Bremen zählt zehn stimmberechtige

Arbeitnehmervertreter aus dem Gesellenstand.

Zwei von ihnen gehören dem neuen Vorstand

an: Rainer Schnaars als Vize-Präses und Roy

Kahl als Beisitzer. Zusammen mit den stellvertretenden

Vollversammlungsmitgliedern der

Arbeitnehmerschaft haben sie nun begonnen,

sich in einem Gesellen-Coaching (GeCo) fit für

ihre neuen Aufgaben zu machen. Das Coaching

ist ein Projekt der zum Deutschen

Gewerkschaftsbund (DGB) gehörenden Hans-

Böckler-Stiftung und wird vom Bundesarbeitskreis

„Arbeit und Leben“ durchgeführt, der vom

DGB und den Volkshochschulen getragen

wird.

In mehreren Wochenendseminaren lernen

die Gesellen die Strukturen der Selbstverwaltung

kennen. Sie besprechen Themen zur Wirtschafts-,

Gewerbe- und Beschäftigtenförderung,

befassen sich mit Kommunikation,

Moderation und Projektmanagement – und

absolvieren ein IT- und Multimediatraining.

„Ein rundum volles Programm“, sagt Rainer

Schnaars, „das uns allen viel bringen wird.“

Erholung in einer Seminarpause: Mitglieder aus dem Gesellenstand der neuen Vollversammlung

verschaffen sich Grundlagenwissen, um kompetent mitzureden.

Unten: In der ersten Veranstaltung der Seminarreihe sammelten die Gesellenvertreter die Themen,

zu denen sie sich mehr Informationen und Kompetenzen erarbeiten wollen.

Der Seminarfahrplan mit den durchzunehmenden

Inhalten stand als erstes auf dem Programm.

So wurde bereits darüber diskutiert,

welche Schwerpunkte die Gesellen für ihre

künftige ehrenamtliche Tätigkeit setzen.

Bedarf besteht dabei nicht nur am Kennenlernen

der Rechnungslegung, um sich mit Jahresabschluss

und Bilanz auszukennen. Interesse

zeigen die Gesellen ebenso an den Themen

Kommunikation, Rhetorik und Gesprächsführung.

Bis Ende Oktober 2010 wird die Seminarreihe

fortgesetzt.

Dann können die zehn Arbeitnehmervertreter

mit dem gewonnen Rüstzeug ihre Interessen

in der Kammer-Vollversammlung kompetent

wahren. Ihr Zugewinn an Kenntnissen

und Fähigkeiten wird – wie im Handwerk

üblich – wohl auch den gemeinsamen Interessen

zugute kommen.

Die Vollversammlung ist das höchste Organ

innerhalb der demokratisch verwalteten Handwerkskammern.

Die Vollversammlung der Bremer

Kammer zählt 30 ordentliche und 60 stellvertretende

Mitglieder. Die Arbeitgeberseite

stellt davon 20 ordentliche und 40 stellvertretende

Mitglieder, die Arbeitnehmer zehn ordent-

liche und 20 stellvertretende. Aufgabe der Vollversammlung

ist die Wahl des sechsköpfigen Vorstands.

Von der Arbeitgeberseite gehören ihm

der Präses und drei weitere Vorstandsmitglieder

an, wobei ein Mitglied Vize-Präses der Arbeitgeber

ist. Die Arbeitnehmer stellen ebenfalls einen

Vize-Präses sowie einen Beisitzer.

16 Handwerk in Bremen 7+8/2009


Fotografen-Innung

FOTOAUSSTELLUNG: WENN DIE WORTE FEHLEN

Das Jahresthema der Auszubildenden im Fotografenhandwerk lautete ‘Die Entschriftung Bremens’.

Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Wagenfeld-Schule sind noch bis zum

29. Oktober in der Handwerkskammer zu sehen. Sie zeigen, wie Fotografie ohne Worte wirkt.

Ein Sprichwort lautet: „Ein Bild sagt mehr

als tausend Worte“. Von dieser Weisheit ausgehend

sollten die Schülerinnen und Schüler

des Fachbereiches Fotografie der Wilhelm-

Wagenfeld-Schule in Bremen anhand eigener

Konzepte und Fotos herausfinden, ob und wie

Fotografie ohne Worte wirkt und was passiert,

wenn man einem Foto sämtliche Schrift entzieht.

Ihre Ergebnisse waren sozialkritisch, politisch,

philosophisch und erstaunlich vielschichtig

und reichten vom vaporisierten Friedhof

über Gutdenker und ‘Garnichtdenker’ bis hin

zu einer raffinierten Werbestrategie. Die

jeweils zehn besten Fotos aus den drei Ausbildungsjahrgängen

der angehenden Fotografen

mit den dazugehörigen Konzepten wurden

ausgewählt und bleiben noch bis zum 29.

Oktober in der Handwerkskammer Bremen

ausgestellt.

Hausherr und Präses, Joachim Feldmann,

gratulierte anlässlich der Ausstellungs-Eröffnung

dem Klassenlehrer Fritz Westmeyer zu

seiner Aufgabenstellung. „Wenn wir ohne das

geschriebene Wort leben müssten, wäre unser

Leben wäre trotz aller Farben und bunter Bilder

öde, trist, manipulierbar und unfrei“, sagte

er, „denn Lesen können bedeutet Freiheit – und

Schrift ist das Werkzeug um frei zu sein.“ Dies

zu erkennen und heraus zu arbeiten sei eine

wichtige Aufgabe, betonte er.

In seiner Eröffnungsrede erinnerte der Präses

an den Roman 1984 von George Orwell.

Darin hat ein totalitäres Regime den Menschen

eine Sprache aufgezwungen, die die

Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter

verringert. Diese Sprache lenkt die Kommunikation

der Bevölkerung in enge, kontrollierte

Bahnen und manipuliert die Bevölke-

Handwerk in Bremen 7+8/2009

Strahlende Sieger – Annelie Sander, Julian-Keno Lilienthal und Christina Michael haben die

ersten Preise des Fotowettbewerbs der Wilhelm-Wagenfeld-Schule gewonnen. Carmen Emigholz,

Staatsrätin für Kultur, und Dieter Penz, Obermeister der Fotografeninnung Bremen, freuen

sich mit den Siegern. (Foto: Jan Meier).

rung, damit das In-Erwägung-Ziehen von

anderen Gedanken als der offiziellen Doktrin

unmöglich wird, weil der Bevölkerung dafür

schlichtweg die Worte fehlen.

Unter diesem Aspekt wies der Präses auf

das Grundgesetz der Bundesrepublik. In seiner

Präambel und den Grundrechten sind

unsere wesentlichen staatlichen System- und

Werte-Entscheidungen festgelegt. „Es ist die

beste Verfassung die wir je hatten. Sie gibt

uns Orientierung und es ist kaum vorstellbar,

dass wir ohne diese schriftlich fixierten Grundrechte

leben müssen“, bekräftigte der Präses.

Die Staatsrätin für Kultur, Carmen Emigholz,

freute sich über die Ausstellung an einem

– wie sie sagte – „für Kultur eher unüblichen

Mit seiner Umsetzung ‘Widerstand des Graffiti’

(links) zeigt Julian-Keno Lilienthal die

Überfrachtung der Städte mit Informationen.

Wären die Schrifttafeln überdeckt, könnten

sich zahlreiche Menschen nicht mehr orientieren.

In Anlehnung an die bevorzugten Zeiten

für Graffiti-Sprühereien wählte Lilienthal als

Motiv bewusst die Ruhe, Anonymität und

Farblosigkeit der Nacht. Die Übermalung der

Schrift mit roter Farbe demonstriert die Dominanz

der Schrift in der Stadt und bringt die

Leere der Straßen besonders zur Geltung.

Ort“. „Fotografie ist mehr als Abbildung und

Unterhaltung. Sie hilft Sichtweise zu entwickeln“,

darum sei es gut und wichtig, dass die

Handwerkskammer solche Fotos ausstelle, hob

sie hervor.

Während der Eröffnung wurden die drei

besten Fotos eines jeden Jahrgangs prämiert

und von der Handwerkskammer, dem Fotostudio

Penz, der Wilhelm-Wagenfeld-Schule,

Cewe-color und Foto Dose mit Preisen belohnt.

Urkunden und Preise

gingen an:

3. Lehrjahr

1. Preis Julian-Keno Lilienthal

2. Preis Antje Wienekamp

3. Preis Marcel Zanjani

2.Lehrjahr

1. Preis Christina Michael

2. Preis Philipp Günther

3. Preis Nicola Jäger

1.Lehrjahr

1. Preis Annelie Sander

2. Preis Lidia Dering

3. Preis Aline Pfeifenberger

Bremen

17


Bremen

KRISE MEISTERN: QUALIFIZIEREN

Wer jetzt Mitarbeiter zur Qualifizierung motiviert, ist mit dem

Betrieb für die Zukunft besser aufgestellt. Das HandWERK

präsentierte sein Angebot vor Mitgliedern der SHK-Innung.

Die Krise hat weite Bereiche der Wirtschaft

erfasst. Zahlreiche Unternehmen haben Mitarbeiter

entlassen. Gerade Handwerker aber

wissen, dass Betrieben, die jetzt überstürzt

Personal abbauen, nach der Erholung der Wirtschaft

diese Kräfte fehlen werden. Vor allem

kleine Betriebe können nämlich die über Jahre

aufgebauten, personengebundenen Erfahrungen

dann nicht einfach über Neu-Einstellungen

kompensieren.

Die Innung Sanitär-Heizung-Klima lud

darum zu einem Info-Abend über Kurzarbeit

und Qualifizierungsmaßnahmen ein. Im

Wandschneidersaal des Gewerbehauses informierte

Matthias Raabe von der Agentur für

Arbeit über die Abfederung von krisenbedingten

Beschäftigungsproblemen und über Möglichkeiten

Mitarbeiter während einer Kurzar-

18

Ansehen und probesitzen in unseren

über 1.000 qm Ausstellungsräumen

im Gewerbegebiet Bremer Kreuz

Montags bis freitags 8 – 16 Uhr.

Beratung gern auch außerhalb dieser Zeit

nach Vereinbarung. Parkplatz-Garantie!

®

Bremen Mahndorf

Rationelle Büro- u. Betriebseinrichtungen

beit zur Qualifizierung.

Daneben informierte Raabe über das Programm

WeGebAU, das bisher der Weiterbildung

von gering qualifizierten und älteren

Arbeitnehmern diente, aber nun für alle

Beschäftigten geöffnet ist, deren Aus- oder

Weiterbildung länger als vier Jahre zurückliegt.

Reiner Krebs vom gemeinnützigen Bildungsdienstleister

HandWERK stellte die förderungsfähigen

Lehrgänge des Kompetenzzentrums

der Handwerkskammer vor.

Das HandWERK hat ein gutes Angebot –

Reiner Krebs stellt vor Inhabern von SHK-

Betrieben das umfangreiche Programm zertifizierter

und damit förderungsfähiger Lehrgänge

vor. (Foto: HiB)

collection synchro-linea

kein Genuss ist vorübergehend,

denn der Eindruck, den er zurücklässt,

ist bleibend. (J.W.v. Goethe)

Heerenholz 12-14

D-28307 Bremen

Tel. 0421- 486050

Der große

- Katalog

kommt kostenlos

auf Anforderung

Fax 0421- 4860540

E-mail: info@rbb.de

Internet: www.rbb.de

Zertifizierte Lehrgänge

des HandWERK:

• Elektrofachkraft für festgelegte

Tätigkeiten (3 Wochen)

• Meß- und Regelungstechnik

(2 Wochen)

• SPS I und II (2 x 2 Wochen)

• CNC I und II (2 x 2 Wochen)

• Gabelstaplerfahrerschulung

(2 Tage)

• Hydraulik (2 Wochen)

• Pneumatik (2 Wochen)

• E-Pneumatik (2 Wochen) Öl- und

• Gasfeuerungsmonteur (1 Woche)

• Berufs- und Arbeitspädagogische

Kenntnisse (2 Wochen + Prüfung)

Innung Sanitär-Heizung-Klima

Beschlüsse der

Bundesregierung

zur Kurzarbeit:

• Die Agentur für Arbeit erstattet die Hälfte

der Beiträge zur Sozialversicherung, die

auf Kurzarbeit entfallen. Für Mitarbeiter,

die während der Kurzarbeit an Weiterbildungsmaßnahmen

teilnehmen, können

für diese Zeit die Beiträge sogar zu

100Prozent übernommen werden.

• Die Bedingung, dass mindestens ein Drittel

der Belegschaft von einem Entgeltausfall

betroffen sein muss, wird ausgesetzt.

Um für einen oder mehrere Beschäftigte

Kurzarbeitergeld zu beantragen, reicht ab

sofort der Nachweis eines Entgeltausfalls

von mehr als 10 Prozent.

• Arbeitszeitkonten müssen vor Bezug des

Kurzarbeitergeldes nicht ins Minus

gebracht werden.

Mehr Infos:

Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit

Telefon: 018 01 66 44 66

Weitere Informationen im Internet unter:

www.arbeitsagentur.de

Zertifizierte Schweiß-Lehrgänge

(individuelle Dauer)

• Modulausbildung Lichtbogenhandschweißen

• Modulausbild. MAG-Schweißen

• Modulausbildung MIG-Schweißen

• Modulausbildung WIG-Schweißen

Infos beim:

HandWERK gemeinnützige GmbH

Das Kompetenzzentrum der Handwerkskammer

Bremen

Schongauer Straße 2

28219 Bremen

Telefon (04 21) 22 27 44-0

www.handwerkbremen.de

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Vermischtes

FOTOGRAFEN AUF SCHULBESUCH

Ausbildungsbetriebe der Fotografen-Innung kamen auf die Idee,

ein Treffen in der Berufsschule zu organisieren. Die Lehrer an der

Wilhelm-Wagenfeld-Schule fanden das gut – und luden ein.

Elternsprechtage sind hinlänglich bekannt,

nicht aber ein Ausbilder/innensprechtag. Eine

wunderbare Idee der Fotografen-Innung Bremen

war die Organisation eines Innungs-Treffens

in der Berufsschule. Die Lehrer der Beruflichen

Schulen für Gestaltung an der Wilhelm

Wagenfeld Schule in Bremen luden ein.

„Es war zwar ein kleinerer Kreis als geplant,

aber der Anfang ist immer schwer“, so Dietrich

Penz, Obermeister der Fotografen-Innung

Bremen. Die Idee wuchs in einer Innungsversammlung

und so wurde ein Kontakt hergestellt

zwischen Ausbildungsbetrieben und der

Berufsschule. Am 19. Mai besuchten Ausbilder/innen

einen Abend lang die Lehrer: Fritz

Westmeyer, Klassenlehrer, Jan Meier, Fachlehrer

sowie Rainer Bellmann als Fachlehrer und

Abteilungsleiter. Nach einer kurzen Einführung

zu theoretischen Unterrichtsinhalten und

praktischen Übungen in den verschiedenen

Jahrgängen konnten die Ausbilder/innen Fragen

stellen. „Ganz besonders gut gefiel uns

die Möglichkeit, Wünsche für Ausbildungsinhalte

zu äußern“, so Ausbilderin Ursula Niemann

von der Studio B GmbH, „die Techniken

haben sich stark verändert und es wird immer

wichtiger, dass Ausbildungsbetriebe und Schulen

eng zusammen arbeiten.“ So konnten einige

Themen aus der digitalen Fotografie

besprochen werden, die durch den theoretischen

Unterricht in der Schule gestützt werden

sollten.

Zum Schluss wurde der Klassenraum für die

digitale Bildbearbeitung besichtigt. Alle Beteiligten

waren einhellig der Meinung: Ein gelungener

Abend, der unbedingt wiederholt werden

sollte.

Nicht alle Innungs-Bäcker

HANDWERK IN BREMEN berichtete in der vergangenen

Ausgabe, alle Bremer Innungs-

Bäcker hätten für den Kirchentag Brot und

Brötchen gebacken. Richtig ist jedoch, dass

zwar alle Innungs-Bäcker zu der Aktion aufgerufen

waren, aber nicht jeder Innungs-

Betrieb teilgenommen hat.

In Kooperation mit dem Expertinnen-Beratungsnetz

Bremen e.V. (ebn) und den Unternehmerfrauen

im Handwerk Bremen e.V. fand

Anfang Juni im Presseclub im Schnoor eine

Abendveranstaltung zu den Themen Vertragsgestaltung

und Verhandlung statt. Rechtsanwältin

und Mediatorin Ulrike Kohls führte 16

interessierte Frauen durch einen informativen

Schornsteinfeger-Glückstour

Unter dem Motto "Schornsteinfeger verbinden

Europa" starteten in diesem Jahr 28

Schornsteinfeger zum vierten Mal die "Glückstour".

In sieben Tagen ging es von Berlin nach

Bonn, zur 125-Jahr-Feier des Bundesverbandes

für das Schornsteinfegerhandwerk. Mit

ihrer Glückstour werben die Schornsteinfeger

seit vier Jahren um Spenden für krebskranke

Kinder und deren Familien. Initiator der

Aktion ist Bezirksschornsteinfegermeister Jürgen

Stricker, der durch seine eigene Betroffenheit

feststellen musste, dass Handlungsbedarf

im Bereich der Kinderkrebsforschung

und der Unterstützung der Kinder und Familien

besteht. Die Umsetzung der Idee, dass

sich ein Handwerk, dem man nachsagt, Glück

zu bringen, bundesweit für krebskranke Kinder

einsetzt, findet immer mehr Zuspruch.

Die Schornsteinfeger machten auf ihrer

Glückstour auch in Bremen Station. 5.000

Euro Spenden gehen an den Elternverein

Leukämie- und Tumorkranke Kinder Bremen

e. V.

VERTRÄGE PERFEKT VERHANDELN

Die Unternehmerfrauen im Handwerk Bremen e.V. diskutierten

die Themen Vertragsgestaltung und Verhandlung.

Abend. Eine Reihe von Fragen zum Thema Vertragsgestaltung

und Verhandlung konnten

dabei gestellt und kompetent geklärt werden.

Der Abschluss von Verträgen spielt in der

unternehmerischen Praxis eine große Rolle. So

hängt der Geschäftserfolg sowohl vom Verhandlungsgeschick

der Unternehmer als auch

von der Gestaltung der Verträge ab.

Dabei sind einerseits die strategisch durchdachte

und taktisch versierte Führung der Verhandlungen

und der rechtssichere Vertragsabschluss

wesentlich. Andererseits ist auch

ein voraussehender Blick zur Findung angemessener

Regelungen für potentielle Störungen

der Vertragsabwicklung erforderlich.

Zudem kommt es auf das richtige Verhalten

bei Auftreten von Vertragsstörungen an.

Weiter wurde auf dem Informationsabend

der Unterschied zwischen Werkverträgen und

Kaufverträgen sowie AGB und BGB geklärt.

Ebenso wurde über ein gut funktionierendes

Mahnwesen gesprochen, das ebenfalls zum

Erfolg eines Unternehmers gehört.

16 interessierte Frauen kamen zum Informationsabend

in den Bremer Presse-Club.

(Foto: UFH)

Handwerk in Bremen 7+8/2009 19

Bremen


Bremen Verabschiedungen

ELLINORE PIEPENBROCK-FÜHRER VERABSCHIEDET

Sie hat die Entwicklung des Gebäudereiniger-Handwerks in Bremen sowie weit darüber hinaus

entscheidend mit geprägt: Ellinore Piepenbrock-Führer. Die langjährige Landesinnungsmeisterin

wurde jetzt offiziell verabschiedet.

Die langjährige Landesinnungsmeisterin

der Landesinnung Bremen und Nord-West-

Niedersachsen des Gebäudereiniger-Handwerks,

Ellinore Piepenbrock-Führer, wurde im

Rahmen einer ansprechenden Feier im „Jürgenshof“

in Bremen jetzt offiziell vom Vorstand

und der Innung verabschiedet.

Seit 1988 leitete Ellinore Piepenbrock-Führer

die Geschicke der Innung als erste Landesinnungsmeisterin

bundesweit. Ihr Nachfolger,

Landesinnungsmeister Wolfgang Kruse, würdigte

in seiner Rede die zahllosen Verdienste

von Piepenbrock-Führer für das Gebäudereiniger-

und das Gesamt-Handwerk, dem Piepenbrock-Führer

von 1999 bis 2006 auch als

Kreishandwerksmeisterin der Kreishandwerkerschaft

Bremen diente.

Neben einem Reisegutschein als Dank für

ihre langjährige Tätigkeit wurde Piepenbrock-

Friseur-Innung Bremen

verabschiedet Karin Haake

Über 30 Jahre hat Karin Haake die Geschicke

der Friseur-Innung Bremen und des Landesinnungsverbandes

für das Friseurhandwerk

Bremen von Geschäftsführungsseite mit viel

Freude und Enthusiasmus zunächst mitbestimmt

und schließlich über elf Jahre

bestimmt.

In einer feierlichen Stunde wurde Karin

Haake jetzt vom Vorstand der Friseur-Innung

Bremen, der Geschäftsführung und von den

Kolleginnen und Kollegen der Kreishandwerkerschaft

Bremen in den wohlverdienten

„Unruhestand“, wie Karin Haake selbst es

nennt, verabschiedet. Stellvertretend für die

Friseur-Innung Bremerhaven bedankte sich

der Bremerhavener Ehrenobermeister Jochen

Wohkittel herzlich für die gute Betreuung des

Landesinnungsverbandes.

In kurzen Reden dankten auch Obermeisterin

Brigitte Seekamp und Geschäftsführer

Andreas Meyer für das große Engagement der

beliebten Mitarbeiterin.

Ehrenobermeister Jochen Wohlkittel, Obermeisterin

Brigitte Seekamp, Karin Haake,

Geschäftsführer Andreas Meyer.

(Text und Foto: Stefan Schiebe)

Führer von der Innung der Titel einer „Ehren-

Landesinnungsmeisterin“ verliehen.

Ein besonderer Höhepunkt war der Laudator

Dr. Henning Scherf, der völlig überraschend

die Möglichkeit erhalten hatte, an der Feier

teilzunehmen. Zunächst hatte er wegen eines

anderen Termins abgesagt, dieser fiel jedoch

aus und der Alt-Bürgermeister machte der

scheidenden Landesinnungsmeisterin seine

Aufwartung. In seiner Rede erinnerte er an die

gemeinsamen Zusammenkünfte und wünsch-

Hatte zunächst aus Termingründen absagen

müssen, kam dann aber doch als „Überraschungsgast“

zur Verabschiedung von Ellinore

Piepenbrock-Führer: Bremens Alt-Bürgermeister

Dr. Henning Scherf.

(Foto: Manuel Rolle)

te Piepenbrock-Führer für den Ruhestand viel

Glück und Freude.

Horst Stippschild als Vorstandsmitglied des

Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks

und Johannes Bungart als

deren Hauptgeschäftsführer würdigten Piepenbrock-Führers

Leistungen in den Gremien

des Bundesinnungsverbandes, wobei Hauptgeschäftsführer

Bungart auf die persönlichen

Reiseerlebnisse mit der scheidenden Landesinnungsmeisterin

verwies.

Der ehemalige Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Bremen, Günter Dahlbeck,

erinnerte sich mit einem Schmunzeln an die

Zusammenarbeit mit seiner damaligen Vorgesetzten.

In entspannter Atmosphäre im Beisein von

Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern

wurde Ellinore Piepenbrock-Führer in einem

stilvollen Rahmen verabschiedet.

(Text: Patrick von Haacke)

20 Handwerk in Bremen 7+8/2009


Messe Berufsausbildung

Handwerk in Bremen 7+8/2009

Bremerhaven

HANDWERK PRÄSENTIERTE SICH IN ARBEITSAGENTUR

Die Arbeitsagentur Bremerhaven und die Ausbildungsvermittlungsstelle der Handwerkskammer

boten mit Firmen und Innungen des Bremerhavener Handwerks ein buntes Informationsprogramm

für ausbildungsinteressierte Jugendliche.

Stimmengewirr, lautes Hämmern und

Lachen – im Foyer der Agentur für Arbeit hat

die Jugend das Zepter übernommen. Gekommen

sind sie, um die Ausstellung und Vorträge

der Handwerksfirmen und Innungen zu

besuchen. Schülerinnen und Schüler aus der

Stadt und dem Landkreis informierten sich

über Ausbildungsmöglichkeiten und Perspektiven

im regionalen Handwerk. Regina Falke

von der Handwerkskammer-Außenstelle Bremerhaven

und die Bremerhavener Agentur für

Arbeit haben das Programm gemeinsam organisiert.

Michael Busch, Hauptgeschäftsführer

der Handwerkskammer Bremen und Sabine

Kettler, Geschäftsführerin der Agentur für

Arbeit, eröffneten die Veranstaltung.

„Berufsorientierung“ lautet der Auftrag der

Handwerksbörse Ausbildung. Schon früh

beginnen die Überlegungen zur späteren

Berufswahl, daher wurden Schüler der neunten

Klassen zur Börse „Ausbildung im Handwerk“

eingeladen. Die Besonderheit: an jedem

Stand standen auch Auszubildende, die den

beinah gleichaltrigen Besucherinnen und

Besuchern ihren Beruf erklären konnten.

Sabine Kettler, Geschäftsführerin Operativ

der Agentur für Arbeit, weiß um die wichtige

Rolle des Handwerks als Arbeitgeber der

Region: „Das Handwerk ist die stabilisierende

Säule am Bremerhavener Arbeitsmarkt.

Auch die aktuelle Krise hinterlässt bisher nur

sehr begrenzte Spuren. Im Mai war der Rückgang

an gemeldeten Ausbildungsplätzen bei

uns erfreulicherweise geringer, als in den

Nachbar- oder Vergleichsagenturen.“ Die

Palette der angebotenen Ausbildungsberufe

ist breit, 73 Berufe haben derzeit noch bei der

Arbeitsagentur offene Ausbildungsstellen

gemeldet.

Auf der Börse wurden Berufsfelder vorgestellt.

An sechs Ständen und auf insgesamt elf

Vorträge werden die Schülerinnen und Schüler

mit Wissen über Ausbildung im Handwerk

versorgt. Von acht Schulen wurden insgesamt

500 Schüler zur Veranstaltung angemeldet,

selbst aus Hagen kamen Teilnehmer. Auch aus

der Erwachsenenbildung meldeten sich interessierte

Gruppen an. Die Veranstalter, Agentur

für Arbeit und die Ausbildungsvermittlungsstelle

des Handwerks, zeigten sich mit

der Resonanz sehr zufrieden.

Den sprichwörtlichen „Nagel auf den Kopf“ trafen Handwerkskammer-Außenstelle und Agentur

für Arbeit Bremerhaven mit ihrer Veranstaltung für ausbildungsinteressierte Jugendliche. Die

praxisnahen Informationsangebote und Tipps kamen bei den Schülern „gut an“. (Foto: HiB)

Dirk Storz, Danilo Umstädter und Ramon

Heinze gehören zu den Akteuren hinter dem

Stand. Sie haben ihre Ausbildungsentscheidung

bereits in den Vorjahren getroffen. Die

jungen Männer stecken noch voll in der Ausbildung

zum Maurer und Zimmerer, Ramona

Heinze hat gerade die Abschlussprüfung als

Bäckereifachverkäuferin absolviert. Ihr Rat an

die Schüler, welche die Berufsentscheidung

noch vor sich haben: das Interesse an einem

Beruf durch Praktika überprüfen und genau

schauen, was beruflich zu den eigenen Fähigkeiten

und Talenten passt.

Dass Spaß am Beruf zu guten Leistungen

führt – diese Erfahrung hat Michael Busch,

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Bremen, oft bei den Azubis der Mitgliedsbetriebe

erlebt. Er weiß: „Das Handwerk benötigt

eine gesunde Mischung von Schulabschlüssen

bei seinen Auszubildenden. Es gibt

verschiedene berufliche Optionen im Handwerk,

zum Beispiel die Betriebsübernahme,

Existenzgründung oder das Studium. Deshalb

kann auch ein Abitur eine gute Vorraussetzung

für Karriere bei uns sein.“ Das Wissen um die

Berufe im Handwerk hat im Zuge der Modernisierung

der Berufsbilder abgenommen, dessen

ist sich der Hauptgeschäftsführer sicher.

„Wir freuen uns ganz ausdrücklich über die

Realisierung dieser erfolgreichen Orientierungsbörse.

Die Berufe im Handwerk entwickeln

sich sehr dynamisch, leider wissen das

zu wenige Jugendliche und Eltern“, bedauert

Busch. „Es ist mehr Handwerk drin, als man

denkt – deshalb halten wir Berufsorientierung

für so wichtig“, erklärt er die Motivation der

Handwerkskammer zur Organisation der Veranstaltung.

21


Bremerhaven

NEUE WEGE FÜR EINE GUTE AUSBILDUNG

Das Thema Ausbildung gewinnt in Zeiten

des Fachkräftemangels und des demografischen

Wandels immer größere Bedeutung.

Sowohl Jugendliche als auch Unternehmen

müssen sich heute intensiver mit diesem Thema

beschäftigen als in der Vergangenheit.

Um beide Seiten zusammenzubringen, gibt

es bereits heute viele Einzelinitiativen, zum Beispiel

zur besseren Berufsorientierung, die allerdings

oft unabhängig voneinander agieren.

Das zu ändern ist eine der Aufgaben, die sich

das neue Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft

gesteckt hat.

Das neue Netzwerk in Form eines Vereins

soll Schulen, Unternehmen, Kommunen, Hochschule,

wissenschaftliche Einrichtungen und

die Sozialpartner miteinander verbinden und

so neue Perspektiven für die Ausbildung schaffen.

Profitieren sollen nicht nur Jugendliche, zum

Beispiel bei der Suche nach einem Praktikum,

sondern auch Unternehmen, die auf motivierte

und gut informierte Auszubildende angewiesen

sind.

Außer der Vermittlung von Praktika hat sich

das Netzwerk eine Reihe weiterer Aufgaben

gesetzt, zum Beispiel die Unterstützung von

Schülerfirmen, die Förderung des technischen

Nachwuchses und die Unterstützung von Schülern

mit und ohne Hauptschulabschluss bei der

Suche nach Zukunftsperspektiven. Ziel ist nicht

zuletzt, gut ausgebildete junge Menschen in der

Region zu halten.

Zur Gründungsveranstaltung im Schiffdorfer

Rathaus waren rund 60 hochkarätige Vertreter

aus Politik, Wirtschaft, Schule und Verwaltung

erschienen, um sich über den neuen

Ansatz der Berufsorientierung und -förderung

für junge Menschen zu informieren. Viele zeigten

sich überzeugt und trugen sich sofort in die

Liste der Vereinsmitglieder ein.

Zum Vorsitzenden des Vereins wurde der

Schiffdorfer Bürgermeister Klaus Wirth gewählt.

Sein Stellvertreter ist Horst Lüdtke, Leiter der

Außenstelle Bremerhaven der Handwerkskammer

Bremen. Aktiv im Verein mitwirken wird

auch die Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-

Wesermünde mit ihrem Geschäftsführer Josef

Solscheid, der sich ebenfalls in die Mitgliederliste

eingetragen hat.

Den Stadt- und Landesübergreifenden Charakter

des neuen Netzwerks verdeutlicht dessen

Ausbildung

Das neue Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft möchte die Berufsorientierung und die

Ausbildung junger Menschen fördern und damit gleichzeitig die Region Unterweser stärken.

Die Handwerkskammer Bremen zählt zu den Initiatoren.

22

Wollen gemeinsam das Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft voranbringen: Die Vorstandsmitglieder

(v.l.): Meinhard Buchwitz, Prof. Dr. Wilfried Arlt, Michael Müller, Prof. Dr.

Josef Stockemer, Michael Schoer, Martin Johannsen, Klaus Wirth und Horst Lüdtke.

Wirkungsgebiet. Es umfasst neben den Städten

Bremerhaven, Nordenham und Langen

auch die Gemeinden Schiffdorf, Loxstedt und

Nordholz sowie die Samtgemeinden Land Wursten,

Bederkesa, Beverstedt und Hagen. Die

Wie die BIS – Bremerhavener Gesellschaft für

Investitionsförderung und Stadtentwicklung

mbH – informiert, ist das kommunale Förderprogramm

„Gewährung von Zuwendungen

zur Förderung der betrieblichen Berufsausbildung

und Anschlussbeschäftigung in der

Stadt Bremerhaven“ ausgelaufen. Das seit

dem Jahr 2004 von der BIS Bremerhaven

betreute Programm hat bis jetzt die Schaffung

von 340 zusätzlichen Ausbildungsplätzen

ermöglicht. Es wurde gemäß Magistratsbeschluss

vom 4. März 2009 rückwirkend zum

31. Dezember 2008 eingestellt.

Anträge, die im Jahr 2009 eingereicht wurden,

können nicht mehr berücksichtigt wer-

Geschäftsstelle soll in den Berufsbildenden

Schulen (BBS) Schiffdorf angesiedelt werden.

Die Personalkosten werden unter anderem aus

Mitteln der EU finanziert.

(Text und Foto: Oliver Brandt)

PROGRAMM FÜR ZUSÄTZLICHE

AUSBILDUNGSPLÄTZE EINGESTELLT

den. Ein Ersatzprogramm auf kommunaler

Ebene ist nicht vorgesehen.

Auf Bundesebene wird ein vergleichbares

Förderprogramm durch die Agentur für Arbeit

angeboten. Ansprechpartner dafür sind: Theres

von der Lieth, Telefon (04 71) 944 93 19

und Andreas Poppe, (04 71) 944 93 61.

Für Zuwendungsbescheide, die für das Jahr

2008 erlassen werden, ist zu beachten, dass

eine Maximalförderung in Höhe von 2.500

Euro für die Schaffung eines zusätzlichen

Ausbildungsplatzes möglich ist, die Bonuszahlung

in Höhe von 1.500 Euro entfällt.

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Nachwuchs

LANDESBESTER TROTZ HANDICAP

Der junge Fleischergeselle Jannis Stehr gewann trotz seiner Gehörlosigkeit den Landeswettbewerb

der Handwerksjugend. Dafür erhielt er jetzt eine besondere Auszeichnung vom Deutschen

Fleischer-Verband.

Landessieg beim Praktischen Leistungswettbewerb

der Handwerksjugend. Allein darauf

könnte Jannis Stehr mehr als stolz sein.

Schließlich gewinnen hier nur die Allerbesten

ihres Fachs. Für den 26-Jährigen kam noch

eine besondere Hürde hinzu. Seit seinem

ersten Lebensjahr ist er gehörlos.

Trotz des Handicaps schaffte der Fleischergeselle

die Ausbildung in nur eineinhalb Jahren.

Bei der Gesellenprüfung legte er das landesweit

beste Ergebnis vor und holte damit

den Landessieg. Jetzt wurde er vom Deutschen

Fleischer-Verband für diese herausragende

Leistung noch einmal besonders geehrt.

Mit seinem Landessieg beweist Jannis Stehr

auch, was Menschen mit körperlichen Einschränkungen

leisten können, wenn sie eine

Chance haben, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Von Anfang an hat Jannis Stehr, der

sein Gehör im Alter von einem Jahr wegen

einer Gehirnhautentzündung verloren hat,

eine ganz normale Schule besucht. Statt

Gebärdensprache zu lernen, übte er mit seiner

Mutter jeden Tag Lesen, Schreiben und

Sprechen. Jannis las ihr schon damals die Wörter

von den Lippen ab.

Im Alter von zehn Jahren bekam er eine

Innenohrprothese, die ihm beim Hören hilft.

Deshalb kann er sich heute mit vertrauten Personen

flüssig unterhalten. Und auch die Verständigung

mit Fremden klappt nach einer kurzen

Zeit ganz gut. Kein Grund also, sich wegen

Freuen sich

über die

Ehrung des

Deutschen

Fleischer-

Verbands:

Hans-Joachim

(links)

und LandessiegerJannis

Stehr.

(Text und

Foto: Oliver

Brandt)

der Behinderung beruflich einzuschränken.

Nach der erfolgreichen Lehre im elterlichen

Betrieb sammelt Jannis Stehr die nötige

Berufserfahrung, um später einmal das

Geschäft zu übernehmen. Vater Hans-Joachim

Stehr freut das natürlich. Schon heute profitiert

er davon, dass sein Sohn immer mehr Aufgaben

übernehmen kann. „Wenn ich mal ein

paar Tage außer Landes bin, weiß ich, dass es

im Betrieb läuft“, sagt er.

Beste Aussichten also für Jannis Stehr.

Dabei hatte er zunächst gar nicht geplant, ins

Fleischerhandwerk einzusteigen. Stattdessen

20 angehende Fachverkäuferinnen

im Lebensmittelhandwerk

mit dem Schwerpunkt

Bäckerei durften jetzt

zeigen, was sie während der

Ausbildung gelernt haben.

Bei den Prüfungen in den

Gewerblichen Lehranstalten

Bremerhaven (GLA) führten

sie unter anderem Verkaufsund

Beratungsgespräche

unter verschiedenen Bedingungen,

richteten Tische für

besondere Bäckerfrühstücke

her und zauberten Schaufen-

lernte er den Beruf des Zahntechnikers. Als er

aber aus betrieblichen Gründen arbeitslos

wurde, half er seinem Vater im Betrieb aus.

Nach kurzer Zeit war er Feuer und Flamme für

den Beruf. „Besonders gefällt mir die viele

Abwechslung. Hier steht fast jeden Tag etwas

Neues an“, sagt er.

Nach dem so erfolgreichen Abschluss der

Ausbildung möchte er noch etwas Erfahrung

sammeln und dann die Ausbildung zum Meister

angehen. Später möchte er vielleicht sogar

noch die Prüfung zum Betriebswirt des Handwerks

ablegen.

Was Leckeres zusammengestellt

Bremerhaven

sterdekorationen zum Thema

„Sommerzeit – Beerenzeit“.

Regina Kebernik von der

Stadtbäckerei Engelbrecht

(siehe Foto) hatte für ihre

Dekoration sogar einen kleinen

Liegestuhl mitgebracht.

Schon zwei Wochen vorher

hatten sie und ihre Kolleginnen

bei den theoretischen

Prüfungen ihre Kenntnisse in

den Bereichen Warenwirtschaft,

Betriebswirtschaft

und Politik bewiesen.

(Foto: GLA)

Handwerk in Bremen 7+8/2009 23


Bremerhaven

Das Modellbauer-Handwerk positioniert

sich neu. Auf der diesjährigen Bundesverbandstagung

in Bremerhaven wurden jetzt

die Weichen gestellt sowohl für eine inhaltliche

Modernisierung der Berufsausbildung wie

auch für ein gewandeltes Auftreten in der

Öffentlichkeit.

„Die Neuordnung der Modellbauer-Berufsausbildung

war mehr als überfällig“, kommentierte

Maximilian Lörzel, Vorsitzender des

Bundesverbands des deutschen Modellbauer-

Handwerks die jetzt abgeschlossenen Gespräche

mit den zuständigen Ministerien und dem

Sozialpartner. „Nach mehr als 20 Jahren, in

denen die Branche einen rasanten technologischen

Wandel durchlaufen hat, wird die alte

Ausbildungsverordnung nun endlich zu den

Akten gelegt.“ Die neue Verordnung werde,

wenn nicht noch völlig Unvorhersehbares passiere,

pünktlich zum neuen Lehrjahr am 1.

August 2009 in Kraft treten.

Der vollzogene Wandel wird schon am

neuen Namen des Ausbildungsberufs deutlich:

Als „Technische Modellbauer/innen“ werden

künftig die bundesweit rund 700 Auszubildenden

ihre Lehre im Handwerk abschließen. Aber

nicht nur im Handwerk, denn die neue Ausbildungsordnung

gilt auch für die ca. 600

industriellen Auszubildenden, die bisher zum

Modellbaumechaniker ausgebildet wurden.

Industrie und Modellbauer-Handwerk waren

sich einig, dass diese Trennung angesichts der

technischen Grundlagen und der beruflichen

Anforderungen nicht mehr sinnvoll ist.

Neu wird sein, dass der Monoberuf drei Differenzierungsmöglichkeiten

bietet. Mit den

Fachrichtungen Gießerei, Karosserie und Produktion

sowie Anschauung werde man, so

Thomas Wendt, besser den betrieblichen Einsatzgebieten

und Anforderungen gerecht. Weitere

Neuerung ist die gestreckte Gesellenprüfung.

In Zukunft wird in den Abschluss auch

das Ergebnis der Zwischenprüfung mit 25 Prozent

Gewicht einfließen, was deren Ernsthaftigkeit

bei den jungen Leuten deutlich erhöhen

wird.

Um die Mitgliedsbetriebe bei der Anpassung

der praktischen Ausbildung zu unterstützen,

wird der Bundesverband in Kürze gemeinsam

mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung

(BiBB) eine ausführliche Umsetzungshilfe erar-

Modellbauer-Handwerk

MODELLBAUER-HANDWERK TAGTE IN BREMERHAVEN

Mit einem neuen Outfit (siehe Logo rechts) und einer neuen

Ausbildungsordnung stellen die Modellbauer wichtige Weichen

für die Zukunft.

24

Für langjährige Ehrenamtsarbeit zeichnete Bundesinnungsmeister Maximilian Lörzel (Mitte)

die beiden Obermeister Helmut Brandl (li.) aus Südbayern und Peter Eickworth (Niedersachsen/Bremen)

mit der Goldenen Ehrennadel aus. Sie hätten ihre verantwortungsvolle Aufgabe

mit besonderen Engagement ausgefüllt. (Foto: Modellbauer-Handwerk)

beiten, kündigte Verbandsgeschäftsführer

Heinz-Josef Kemmerling an.

Parallel zur Modernisierung der Ausbildung

hatte der Modellbau-Bundesverband auch

Handlungsbedarf beim öffentlichen Auftritt

festgestellt. Das bisherige Logo, das eine enge

Festlegung auf das herkömmliche Modellbauer-Handwerk

vornimmt, sei nicht mehr zeitgemäß,

stellte der Bundesvorsitzende Lörzel fest.

Die Realität in den Mitgliedsbetrieben sehe

längst anders aus, nämlich viel breiter und differenzierter.

Zum klassischen Modellbau seien

viele neue Betätigungsfelder hinzugekommen.

Vor allem der Formen- und Werkzeugbau spiele

mittlerweile eine besonders große Rolle. Die

regelmäßigen Konjunkturumfragen des Verbandes

belegten, dass bis zu 50 Prozent des

Branchenumsatzes in diesem Segment getätigt

würden.

„Das Outfit musste sich dringend diesen

inhaltlichen Umwälzungen anpassen“, folgerte

der Vorsitzende des Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit,

Helmut Brandl. In Bremerhaven

wurde nun das Ergebnis vorgestellt. Das neue

Markenzeichen signalisiert mit den Buchstaben

M und F und der Unterzeile ‚Modell- und

Formenbau’ prägnant den Anspruch des Verbands.

Das gesamte Auftreten der Branche soll

jetzt sukzessive an das neue Zeichen angepasst

werden und Anfang 2010 abgeschlossen sein.

Die grundlegenden Neuerungen trugen

mit dazu bei, dass die Stimmung auf der

Bundesverbandstagung trotz der konjunkturell

schwierigen Lage insgesamt sehr positiv

war. „Ich habe mir das Jammern einfach abgewöhnt

und gebe nichts mehr auf irgendwelche

Prognosen“, so Bundesinnungsmeister Lörzel.

Darin traf er sich nicht nur mit vielen Kollegen,

sondern auch mit dem Gastredner, Bremens

Ex-Wirtschaftssenator Josef Hattig. Der

frühere Top-Manager und Markenexperte

machte deutlich, dass unternehmerischer

Erfolg, auch in Krisenzeiten, Initiative verlange.

Es sei notwendig sich zu unterscheiden von

den anderen. Allerdings sei Qualität in der heutigen

Zeit kein ausreichendes Unterscheidungsmerkmal

mehr. Sie müsse vielmehr emotionalisiert

werden. Klein- und mittelständische

Unternehmen und das Handwerk insbesondere

seien hier gegenüber den Großen im

Vorteil: „Sie selbst, Ihr Kopf, steht für die notwendige

Emotionalisierung des Produkts.“ Er

bestärkte die Tagungsteilnehmer daher darin,

die eigene Persönlichkeit und den eigenen

Leistungswillen in den Vordergrund zu stellen.

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Unternehmensgründung

DOPPELTER STEUERBONUS GEGEN SCHWARZARBEIT

Seit Anfang 2009 können Privathaushalte bei Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen bis

zu 1.200 Euro sparen. Die Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde informiert die

Verbraucher über die Möglichkeiten, Steuern zu sparen.

Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit sind

schon seit langem ein großes Problem für seriöse

Handwerksbetriebe und die gesamte Volkswirtschaft.

Das zeigt nicht zuletzt die jetzt veröffentlichte

Umfrage des Instituts der deutschen

Wirtschaft Köln.

Als Ursache für die Vergabe von Schwarzarbeit

wird immer wieder auf die steigenden

Lebenshaltungskosten hingewiesen. Dabei lässt

sich mit der Beauftragung von seriös arbeitenden

Handwerksbetrieben viel Geld sparen.

Seit Anfang des Jahres können Privathaushalte

im Vergleich zu den Vorjahren den doppelten

Bonus für Handwerkerleistungen von der

Steuer abziehen lassen. Darauf weist Imke Lathwesen,

Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde, hin. „Wer

Handwerker mit Renovierungs-, Erhaltungs- oder

Modernisierungsmaßnahmen beauftragt, kann

20 Prozent von maximal 6.000 Euro Rechnungsbetrag

geltend machen. So lassen sich bis zu

1.200 Euro Steuern sparen.“

„Wer seriös arbeitende Unternehmen wie zum

Beispiel Innungsbetriebe mit Modernisierungsarbeiten

beauftragt, spart damit nicht nur Steuern,

sondern hilft auch der gesamten Volkswirtschaft

und unterstützt junge Menschen, die einen

Ausbildungsplatz suchen. Schwarzarbeiter bil-

Handwerker-Plus-Police

Warten Sie nicht,

bis Ihnen das Wasser

bis zum Hals steht!

den schließlich nicht aus“, sagt Imke Lathwesen.

Außerdem könne Schwarzarbeit mit bis zu

100.000 Euro Bußgeld ein teures Unterfangen

werden, sowohl für Schwarzarbeiter selbst als

auch für deren Auftraggeber. Hinzu komme, dass

Auftraggeber von Schwarzarbeit keine gesetzlichen

Gewährleistungsansprüche geltend

machen können.

„Auf Grund der steuerlichen Vorteile bei legalen

Modernisierungsarbeiten und der rechtlichen

Risiken lohnt sich Schwarzarbeit nicht“, fasst

Imke Lathwesen zusammen.

Zu den begünstigten Arbeiten im Rahmen des

Steuerbonus gehören alle Renovierungs-, Erhaltungs-

und Modernisierungsmaßnahmen, die

von einem Handwerksbetrieb in den Wohnräumen

von Eigentümern oder Mietern ausgeführt

werden. Dazu gehören zum Beispiel Bad- und

Heizungsmodernisierungen, Maler- und Lackiererarbeiten,

Reparatur oder Austausch von Fenstern,

Dach- oder Fassadenarbeiten, Austausch

oder Ausbesserung von Teppich, Parkett und Fliesen

sowie Reparaturen von Waschmaschinen

oder Geschirrspülern. Auch Aufwendungen zur

Überprüfung von Anlagen, zum Beispiel Schornsteinen

oder Blitzableitern, sind begünstigt.

Voraussetzung für den Steuerbonus ist unter

anderem, dass Arbeitskosten und Fahrtkosten auf

Schäden an Ihrer Betriebseinrichtung oder sogar

deren Verlust – ob durch Feuer, Einbruchdiebstahl,

Leitungswasser etc. – und Ihre unternehmerische

Existenz ist schnell in Gefahr.

Sichern Sie rechtzeitig Ihre betrieblichen Werte

– für eine risikofreie und erfolgreiche Unternehmens-Entwicklung!

Die dynamische Handwerker-Plus-Police berücksichtigt

nicht nur Ihr individuelles Schaden-

Szenario, sondern passt sich auch flexibel an

Ihre ständig wachsenden Vermögenswerte an:

Bremerhaven

der Rechnung getrennt ausgewiesen sind – Materialkosten

werden nicht begünstigt. Außerdem

muss die Rechnung unbar auf das Konto des

Handwerkers bezahlt werden. Für Barzahlungen

oder Barschecks wird keine Steuerbegünstigung

gewährt. Als Nachweis können zum Beispiel

Überweisungsbelege oder Kontoauszüge eingereicht

werden. Wohnungseigentümer oder Mieter

können die Kosten mit einem Nachweis des

Verwalters oder Vermieters nachweisen.

Für Handwerkerleistungen, die keine Renovierungs-,

Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen

sind, die aber auch im eigenen Haushalt

erbracht werden, zum Beispiel das Reinigen

der Wohnung durch einen Fensterputzer, kann

zusätzlich der allgemeine Steuerbonus zur Förderung

privater Haushalte in Anspruch genommen

werden. Mit diesem können 20 Prozent von

maximal 20.000 Euro Rechnungsbetrag abgesetzt

werden, also bis zu 4.000 Euro.

Geltend gemacht werden kann die steuerliche

Förderung im Rahmen der jährlichen Einkommenssteuererklärung.

Auf dem Mantelbogen gibt

es dafür besondere Felder. Fragen der Verbraucher

zum Steuerbonus sollte jeder Handwerksbetrieb

beantworten können. Informationen

dazu gibt es bei Innungen, Kreishandwerkerschaft

und der Handwerkskammer.

Sichern Sie Ihre betrieblichen Werte vor

den finanziellen Folgen eines Schadens.

✔ weitreichender Basisschutz gegen alle wichtigen

Gefahren

✔ risikoadäquate Zusammenstellung Ihres

Versicherungs-Schutzes

✔ zeitgemäße Wertanpassung Ihrer Versicherung

✔ Gewährung eines Unterversicherungs-

Verzichts bis zu einer Versicherungssumme

von 150.000,– €

✔ frei wählbare Ergänzungsversicherungen auf

Wunsch gegen Mehrprämie

Was ist, wenn Ihr Betrieb nach einem Schaden

still steht? Auch dann können Sie ruhig schlafen:

Eine kombinierbare Betriebsunterbrechungs-

Versicherung sichert nicht nur den entgangenen

Gewinn, sondern auch Ihre fortlaufenden Kosten.

Wappnen Sie sich – mit Weitblick und Verstand

– gegen alle wichtigen Gefahren!

Versorgungswerk


andwerker

eratung

Ihr Handwerksbeauftragter

der INTER erstellt Ihnen gerne

ein individuelles Angebot.

INTER Versicherungen

Handwerker Beratung

Erzbergerstraße 9 – 15

68165 Mannheim

Service Center 0621 427-427

Telefax 0621 427- 944

info@inter.de

www.inter.de


Service & Betrieb

FINANZÄMTER SOLLEN

MEHR KULANZ ZEIGEN

Die Krise hat auch ihre guten Seiten: So bat

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück in

einem Schreiben an die Landesfinanzminister,

dass die Finanzämter in der momentanen

Krise gegenüber Unternehmern und

Selbstständigen mehr Kulanz zeigen sollten.

Steinbrück in seinem Brief: „Mir ist es wichtig,

dass auch die kleineren und mittleren

Unternehmen in dieser Wirtschaftskrise

nicht alleine gelassen werden. Wir sollten

gerade diese Unternehmen bei der Bewältigung

der Krise mit allen uns zur Verfügung

stehenden Instrumenten unterstützen.“

Die Finanzämter sollen vor allem bei Anträgen

auf Stundung, Erlass, Vollstreckungsaufschub

oder Anpassung der Vorauszahlungen

ihren Ermessenspielraum möglichst weitgehend

ausschöpfen.

FINANZIERUNGSANGEBOTE

LIEBER GENAU PRÜFEN

In der Krise boomt so manches Geschäft:

Etwa das sogenannter Finanzdienstleister,

die kriselnden Unternehmen mit Finanzierungsmodellen,

Krediten oder Fördermitteln

aus der Klemme helfen wollen. Gerade bei

den besonders verlockenden Angeboten

sollten Handwerker hinsehen, ob die Anbieter

seriös sind. Wer sich genauer informieren

will, schaut ins Internet, wo sich aus den

Unternehmensangaben zu Rechtsform und

Haftung des Anbieters bereits einiges erkennen

lässt. Schließlich ist auch die Bezahlung

der angebotenen Dienstleistung ein Kriterium,

um zu erkennen, ob es seriös ist. Nicht

zuletzt hilft auch ein Kontakt zur Handwerkskammer

weiter, um sicher zu sein.

Um Missverständnisse und damit verärgerte

Kunden zu vermeiden, ist es gut, wenn die

Mitarbeiter des Kundenbereichs von Kfz-

Werkstätten kompetent agieren. Das neue

Lehrgangsangebot des HandWERK führt zu

mehr Qualifizierung. (Foto: HandWERK)

26

„Die größten Probleme gibt es bei der Auftragsvergabe.“

So ein Sprecher des ADAC über

den Service-Situation in manchen Kfz-Werkstätten.

In vielen Betrieben sind Missverständnisse

durch geringes technisches Know-how

und unklare Kommunikationsstrukturen

gegenüber den Kunden, wie auch gegenüber

den innerbetrieblichen Schnittstellen, an der

Tagesordnung.

Um genau dieser Problematik zu begegnen,

entwickelte das HandWERK in Kooperation

mit dem Institut Technik und Bildung

(ITB) der Universität Bremen eine Fortbildung,

die Mitarbeiter in diesen Bereichen qualifizieren

soll. Die Teilnehmer können den Lehrgang

mit dem Zertifikat zum Kfz-Serviceassistent

abschließen.

Die Kursinhalte bauen aufeinander auf

und umfassen unter anderem die Module „Service-Auftrag

und Technik“, „Echte Kundenaktionen“

sowie „Gesprächsführung und Marketing“.

Die ausgeprägte Praxisnähe des Lehrgangs

„Qualifizierung zum/zur Kfz-Serviceassisten-

Beratung und Service

SERVICE-KOMPETENZ AM TRESEN

Das HandWERK bietet den neuen Lehrgang Kfz-Serviceassistent

an. Ziel ist die Vermittlung technischer Kompetenz an die

Mitarbeiter und die fachgerechte, optimierte Kundenberatung.

GmbH & Co. KG

Malerarbeiten · Wärmedämmsysteme · Korrosionsschutz · Betonsanierung

ten/-in“ wird durch die Methode „Training on

the Job“ realisiert. Dadurch können die individuellen

Bedürfnisse der Betriebe berücksichtigt

werden.

Das erweiterte technische Verständnis bietet

für die Betriebe viele Vorteile: Die Entlastung

des Annahmemeisters spart Zeit und

Geld. Die neu erlernten Kenntnisse hinsichtlich

Technik und Service ermöglichen eine

langfristige Kundenbindung.

Der Lehrgang wird durch die Senatorin für

Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales

aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

gefördert. Interessierte Betriebe wenden sich

für die Anmeldung und weitere Informationen

an das HandWERK.

Ansprechpartner:

HandWERK gemeinnützige GmbH, Kompetenzzentrum

der Handwerkskammer Bremen.

Johann Dirks, Telefon (04 21) 30 500-433,

Fax: (04 21) 30 500-495 oder E-Mail:

dirks.johann@handwerkbremen.de.

Internet: www.handwerkbremen.de

Innsbrucker Straße 96 · 28215 Bremen

Tel. 0421/37 76 50 · Fax 0421/37 76 5-30

www.aug-hespenheide.de

info@aug-hespenheide.de

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Existenzgründung

PERFEKTE BEGLEITUNG FÜR DEN ERFOLGREICHEN START

Mit „BRUT“, dem Bremer Programm zur Förderung von Unternehmensgründungen, unterstützen

die BAB Bremer Aufbau-Bank und WFB Wirtschaftsförderung Bremen (vormals BIG) junge

Handwerksmeister auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

„Ohne das zwölfmonatige Gründungsvorbereitungsprogramm

mit den einzelnen Förderbausteinen,

dem Gründungscoaching und

der fachmännischen Begleitung etwa bei

Erstellung des Businessplans wäre ich heute

nicht so weit“, sagt Marijo Ljolje. Ein Blick in

die Räume der „Ljolje Dentalmanufaktur" in

der Bremen Überseestadt bestätigt das. Sachlich,

klar und mit allem ausgestattet, was ein

modernes Dentallabor benötigt, zeigt sich die

erst acht Monate alte Werkstatt des jungen

Zahntechnikermeisters.

Der Weg zum erfolgreichen Start in die

Selbstständigkeit dauerte ein Jahr, begleitet

von der Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung

Bremen und deren Programm

„BRUT“ zur Förderung von Unternehmensgründungen.

Als Voraussetzungen brachte

Marijo Ljolje seinen Meisterbrief, eine gehörige

Portion Idealismus, Ideen, Kraft und Ausdauer

ein. Dazu den Willen, auf eigenen Beinen

zu stehen; „was für mich schon bei meiner

Ausbildung ein Thema war“, sagt Ljolje.

Das unternehmerische Risiko und die damit

verbundenen Chancen, sich selbst zu verwirklichen

und wirtschaftlichen Erfolg zu haben,

sind für den gebürtigen Bremer mit kroatischen

Wurzeln ein Ideal, das er nun umsetzen

kann.

Neben seiner Arbeit als Zahntechniker

besuchte er die Meisterschulen in Bremen,

Hamburg und Neumünster. „Dabei erhielt ich

von meinem damaligen Chef, Joachim Feldmann,

Unterstützung und Zuspruch“, berichtet

der 29-Jährige. Den für ihn wichtigsten

Marijo Ljolje an seinem Arbeitsplatz. (Fotos: HiB)

Andreas Mündl (links) von der Wirtschaftsförderung Bremen mit Zahntechnikermeister Marijo

Ljolje in dessen „Dentalmanufaktur“ in der Bremer Überseestadt.

Schritt machte Marijo Ljolje mit der Entscheidung,

am BRUT-Programm teilzunehmen: „Die

zwölf Monate haben sich für mich echt

gelohnt, ich kann das daher allen Existenzgründern

wirklich empfehlen.“ An viele Schritte

der Gründungsvorbereitung hätte Ljolje

nach eigenen Worten nicht gedacht. Durch

den systematischen Aufbau und die Abfolge

der praxisnahen Programminhalte lernte er so

beispielsweise die Themen Marktanalyse und

Marketing besser verstehen und für seinen

Start einzusetzen. Von der Gründungsidee bis

zum tragfähigen Geschäftskonzept gelangte

Ljolje mit den sechs Förderbausteinen von

Bewerbungen für die Teilnahme am

BRUT-Programm der BAB/WFB erfolgen

per Antragsverfahren (Unterlagen

bei der BAB/WFB). Die Auswahl

der Programmteilnehmenden wird

anhand der schriftlichen Bewerbung

und eines 75-minütigen Gesprächs

getroffen. Programmstart ist jeweils

im Frühjahr und Herbst, Bewerbungsschluss

vier Wochen vor dem Start.

Bewerbungsschluss für den nächsten

Einstiegstermin/Programmstart am

24./25. September ist der 14. August

2009.

Service & Betrieb

BRUT: betriebswirtschaftliche Ausbildung,

Gründungscoaching, Gründungsbegleitung,

Soft-Skill-Training, Unterstützung beim Aufbau

eines persönlichen Netzwerkes und möglichen

leistungsbezogenen finanziellen

Zuschüssen sowie Sachmittelförderungen.

Der Zeitaufwand für das berufsbegleitende

zwölfmonatige Gründungsvorbereitungsprogramm

beträgt rund 20 Tage sowie zusätzliche

Stunden für Teamarbeiten und die Erstellung

des Businessplans. Die Kosten der Bausteine

werden von BRUT getragen, das auch

nach der Gründung weiter beratend zur Seite

steht.

Programmträger ist die Bremer Aufbau-Bank

(BAB) und die Wirtschaftsförderung

Bremen (WFB) im Auftrag

des Senators für Wirtschaft und

Häfen. Kofinanziert wird BRUT aus

Mitteln der EU.

Kontakt: BAB/WFB, Kontorhaus am

Markt, Langenstr. 2-4, 28195 Bremen.

Ansprechpartner: Andreas Mündl,

Telefon.: (04 21) 22 08-173 oder

(04 21) 96 00-341, E-Mail:

andreas.muendl@wfb-bremen.de

Mehr unter: www.wfb-bremen.de/

de/wfb-foerderprogramme

Handwerk in Bremen 7+8/2009 27


Service & Betrieb

BILDUNGSANGEBOT PRÄSENTIERT

Die HandWERK gGmbH präsentierte im Bremer World Trade

Center ihr Bildungsangebot und zeigte, wie flexibel innovative

Qualifizierung entwickelt werden kann.

Das Ziel des HandWERK Kompetenzzentrums

der Handwerkskammer Bremen ist nicht

nur das Know-how der bremischen Handwerker

zu verbessern, sondern auch die erste

Anlaufstelle für alle zu sein, die dieses Knowhow

für sich nutzen wollen. Auf Einladung des

Verbundes arbeitsmarktpolitischer Dienstleister

in Bremen (VaDiB e.V.) – der als Zusammenschluss

von 21 Beschäftigungs-, Weiterbildungs-

und Beratungsträgern den Dialog mit

der Politik und den Auftraggebern sucht um

neue Impulse in der Umsetzung und Nachhaltigkeit

von Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen

zu setzen – hat das HandWERK Ende

Mai am Workshop ,Qualifizieren statt Entlassen:

Kurzarbeit sinnvoll nutzen!’ teilgenom-

men. Dabei informierten der Koordinator für

Weiterbildung, Johann Dirks, und der Kaufmännische

und Pädagogische Leiter des Hand-

WERKs, Reiner Krebs, mittelständische Betriebe

aus Idnsutrie und Handwerk über die Angebote

des HandWERKs und traten an Ihrem

Info-Stand im Bremer World Trade Center

direkt mit Arbeitgebern, Betriebsinhabern,

Geschäftsführungen und Verantwortlichen

aus der betrieblichen Personalentwicklung in

Kontakt. Dabei machten sie immer wieder

deutlich, dass das HandWERK-Kompetenzzentrum

mit seinen Bildungsangeboten auch

jederzeit flexibel auf die betrieblichen Bedarfe

reagieren kann.

Johann Dirks und Reiner Krebs informierten im World Trade Center Arbeitgeber, Betriebsinhaber,

Geschäftsführungen und Verantwortliche aus der betrieblichen Personalentwicklung über

die flexiblen Bildungsangebote des HandWERKs. (Foto: HiB)

28

„GARANTIERT KEINE

ZUSATZBEITRÄGE“

Qualifizierung

Mit Einführung des Gesundheitsfonds galt

seit Jahresbeginn der einheitliche Beitragssatz

von 15,5 Prozent für gesetzlich Krankenversicherte.

Zum 1. Juli sinkt dieser Beitragssatz

auf 14,9 Prozent. Zugleich müssen

rund 4,5 Millionen Mitglieder von 16

Krankenkassen mit individuellen Zusatzbeiträgen

rechnen. Bis zu einem Prozent des

beitragspflichtigen Einkommens fallen dann

für diese Kassenmitglieder allein ohne

Arbeitgeberanteil zusätzlich an. Trotz gesunkenem

Beitragssatz könnte dadurch der

Gesamtbeitrag für die Versicherten steigen.

Nicht so bei der AOK Bremen/Bremerhaven

und der IKK Nord. Beide Krankenkassen versicherten

gegenüber HANDWERK IN BREMEN

garantiert keine Zusatzbeiträge erheben zu

wollen.

MITTELSTANDSBROSCHÜRE

Das Bundesministerium für Wirtschaft und

Technologie (BMWi) hat die Broschüre

"Mittelstand: Leistung durch Vielfalt", die

unter Mitarbeit des IfM Bonn entstanden

ist, herausgegeben. Die Broschüre gibt einen

Überblick über die Bedeutung des Mittelstands

für die deutsche Volkswirtschaft und

Gesellschaft. Neben aktuellen Zahlen zur

volkswirtschaftlichen Bedeutung des Mittelstands

werden vielfältige Themen wie der

Mittelstand als Arbeitgeber, Ausbilder, Innovator

oder verantwortlicher Marktteilnehmer

behandelt. Zudem werden in Fallbeispielen

Erfolgsrezepte von kleinen und mittleren

Unternehmen sowie von Familienunternehmen

vorgestellt.

Die Broschüre steht auf der Webseite des

Ministeriums zum Download bereit und

kann dort auch kostenlos bestellt werden:

http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/

mittelstand,did=292342.html

BÜROKRATIEABBAU: BESTE

IDEE KAM VOM HANDWERK

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks

(ZDH) erhält den Preis für die beste

Idee zum Bürokratieabbau in Europa. Damit

zeichnet die Europäische Kommission den

Vorschlag des ZDH aus, Erleichterungen für

Handwerksbetriebe bei der Aufzeichnung

von Lenk- und Ruhezeiten einzuführen.

Die Jury wählte den ZDH-Vorschlag aus

über 500 eingereichten Ideen aus den 27

Mitgliedstaaten der EU und Norwegen aus.

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Glückwünsche

Glückwunsch zum Jubiläum Glückwunsch zum Geburtstag

100 Jahre

Am 1. August

Wieters GmbH, Tischlerhandwerk, Bremen

Am 7. August

Johann Osmers GmbH & Co. KG, Bremen

SHK- und Elektrohandwerk

Am 9. August

Fahrzeughaus Kohne GmbH, Bremen

Kfz-Techniker- und -mechanikerhandwerk

75 Jahre

Am 15. Juli

Thürnau Bürotechnik GmbH, Büroinformationstechnikerhandwerk,

Bremen

50 Jahre

Am 31. Juli

Vieregge Malermeister GmbH, Maler- und

Lackiererhandwerk, Bremen

Am 16. August

Friedrich Wacker, Friseurhandwerk, Bremen

25 Jahre

Am 1. Juli

Hero Lang, vorm. Engler + Lang Industrie- u.

Luftaufnahmen, Fotografenhandwerk, Bremerhaven

Am 16. Juli

Hans Heruday, Tischlerhandwerk, Bremen

Am 31. Juli

Petra Moll, Friseurhandwerk, Bremen

Am 3. August

Siemers Sanitär-Heizungs-Elektro GmbH, Gasund

Wasserinstallateurhandwerk, Bremen

Am 7. August

Max u. Heinrich Thein, Metallblasinstrumentenhandwerk,

Bremen

Am 15. August

Rolf Hansemann, Maler- und Lackiererhandwerk,

Bremen

Meisterprüfung bestanden

Im Bäckeramtshaus Hannover wurden die 17

Teilnehmer und zwei Teilnehmerinnen des

Meistervorbereitungskurses M I 2009 der

Bäckerfachschule Hannover in den Meisterstand

erhoben. Zahlreiche Gäste gratulierten

den Meistern und Meisterinnen zum erfolgreichen

Abschluss. Besonders hervorgehoben

wurde die Leistung von Mandy Kirch, die als

Lehrgangsbeste abschnitt. Mit einer Festrede

schlossen sich Karl-Heinz Wohlgemuth, Landesinnungsmeister

Niedersachsen/Bremen,

und Eckard Laue, Vorsitzender des Prüfungsausschusses,

den Gratulanten an.

Am 2. Juli

Sieghardt Reinhardt, Kreishandwerksmeister

der KH Bremerhaven-Wesermünde und Obermeister

der Innung des Kfz-Technikerhandwerks

Bremerhaven-Wesermünde

Am 4. Juli

Imke Lathwesen, Geschäftsführerin der KH

Bremerhaven-Wesermünde

Am 6. Juli

Holger Becker, Stellvertretender Obermeister

der Dachdecker-Innung Bremen

Artur Böhlken,Obermeister der Maler- und

Lackierer-Innung Bremerhaven-Wesermünde

Am 7. Juli

Bernhard Rieger, Ehrenkreishandwerksmeister

der KH Bremen

Am 8. Juli

Klaus Alpert, Beisitzer im Vorstand der Handwerkskammer

Bremen

Am 12. Juli

Rolf Seedorf, Ehrenobermeister der innung des

Bauhandwerks Bremerhaven-Wesermünde

Am 18. Juli

Roland Kraft, Stellvertretender Obermeister

der Innung für Informationstechnik Bremen

Am 19. Juli

Kurt Rasch, Stellvertretender Obermeister der

Fleischer-Innung Bremen

Am 20. Juli

Herbert Dohrmann, Obermeister der Fleischer-

Innung Bremen-Nord

Am 22. Juli

Jens Dohse, Ehrenobermeister Orthopädietechnik

Bremen

Am 27. Juli

Horst-Dieter Quell, Ehrenobermeister, Maler- und

Lackiererinnung Bremerhaven-Wesermünde

Am 28. Juli

Andreas Knigge, Obermeister der Konditoren-

Innung Bremen

Namen & Notizen

Am 30. Juli

Heiko Rockmann, Ehrenobermeister, Konditoren-Innung

Bremen

Am 1. August

Bernd Demelt, Obermeister der Innung des

Metallhandwerks Bremerhaven-Wesermünde

Am 14. August

Klaus Berghorn, Ehrenobermeister, Innung des

Tischlerhandwerks, Montagegewerbes und Bestattungsgewerbes

Bremerhaven-Wesermünde

Am 15. August

Ulf Behnken, Stellvertretender Obermeister

der Innung der Schornsteinfeger Bremen

Am 16. August

Wolfgang Schöpf, Beisitzer im Vorstand der

KH Bremerhaven-Wesermünde

Am 18. August

Bernhard Dobschinski, Obermeister der Fleischer-Innung

Bremerhaven-Wesermünde

Am 20. August

Heiko Klumker, Stellvertretender Obermeister

der Friseur-Innung Bremen

Am 27. August

Wolfgang Kruse, Stellvertretender Kreishandwerksmeister

der KH Bremen

Carl Bock, Obermeister der SHK-Innung Bremen

Am 29. August

Ulrich E. Rademacher, Ehrenobermeister der

Zahntechniker-Innung Bremen

Hubertus Schönstedt, Ehrenobermeister der

Orthopädieschuhmacher Bremen

Erich Stender, Ehrenkreishandwerksmeister,

KH Bremerhaven-Wesermünde

Am 30. August

Werner Bade, Ehrenobermeister der ehem.

Innung für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik

Nordost-Niedersachsen-Bremerhaven"

Am 31. August

Dieter Siever, Obermeister der Elektro-Innung

Bremen

Handwerk in Bremen 7+8/2009 29


Namen & Notizen

Unternehmer-Portrait

TRADITION UND MODERNE UNTER EINEM HUT(H)

Familienbetriebe sind in vielfacher Sicht

Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie

signalisieren Verantwortung, Vertrauen und

Verlässlichkeit. Familienbetrieben haftet aber

auch das Image an, behäbig zu agieren und

in Traditionen zu verharren. Die Kunst, aus vergangenen

Werten und zukunftsorientierten

Innovationen Erfolg zu generieren, ist daher

eine kleine Gratwanderung, die vor allem im

Handwerk beherrscht wird.

Ein Beispiel dafür sind die beiden Betriebe

Huth Metallbau GmbH und Huth Zaun +

Torsysteme GmbH in Bremerhaven. Auf der

Traditionsseite steht da zunächst die 110-jährige

Firmengeschichte, und die Art, solide verlässliche

Geschäfte zu machen. Aber auch vermeintliche

Nebensächlichkeiten wie Sauberkeit

und Ordnung gehören zu den bewahrten

Gewohnheiten. Die Moderne zeigt sich bei

Huth in den klaren Formen des Betriebsgebäudes,

den Einrichtungen sowie der Ausstattung

mit Maschinen, Geräten und innovativer Planungs-Software.

Seit dem Start 1898 als „Erste Westpreußische

Drahtwarenfabrik Friedrich Huth“

bestimmten vier Generationen die Geschicke

und den Geschäftsverlauf. Die vierte Generation

wird von Felix Huth repräsentiert, der den

Betrieb von Vater Gerd übernommen hat. Der

25 Jahre junge Metallbaumeister über seine

Nachfolge: „Ein völlig harmonischer Übergang,

bei dem mein Vater und ich uns prima

ergänzt haben. Dabei steht mir mein Vater weiter

zur Seite, da er trotz seiner 67 Jahre weiter

täglich im Betrieb ist.“ Auch das ein gutes

Beispiel für das bei Huth gepflegte Miteinander.

Ein gepflegter Fuhrpark aus Service- und Lieferfahrzeugen

gehört ebenso zum Erscheinungsbild

bei Huth wie die stets aufgeräumten

Betriebshallen.

30

Felix Huth

hat kürzlich

in der viertenGeneration

die

beiden

Betriebe

vom Vater

übernommen.

„Ein

völlig harmonischer

Übergang“,

so der erst

25 Jahre

alte Metallbaumeister.

(Fotos: HiB)

„Natürlich haben hier im Betrieb alle ein

wenig mißtrauisch geschaut, als ich vor Jahren

ein 3D-CAD-System einführte. Die Ergebnisse

haben jedoch überzeugt. Heute gehören

3-D- und 2-D-Projektierung zum Alltagsgeschäft

bei uns.“ Felix Huth führt durch den

Betrieb, der 38 Mitarbeiter beschäftigt, darunter

fünf Metallbau-Auszubildende und zwei

kaufmännische Auszubildende. Die meisten

Mitarbeiter sind mit den elf Firmenfahrzeugen

auf Montage sowie im Service unterwegs. „Wir

produzieren und vertreiben für die Industrie,

Großkunden, Architekten und Bauunternehmen“,

berichtet Huth. „Aber ebenso sind wir

im Privatkundengeschäft aktiv; hauptsächlich

mit vorgefertigten Produkten unserer Systempartner,

aber auch ganz individuell auf Einzelwünsche

eingehend.“

Im Metallbau sind es Konstruktionen wie

etwa das spezielle Bauteil, das von Huth für

das neue Klimahaus Bremerhaven 8° Ost

erstellt wurde. Die Kombination aus Metallbau-

mit Tor- und Zaunsysteme-Betrieb ist

ideal, denn manches ergänzt sich. „So haben

wir für den Flughafen Bremerhaven Hangar-

Tore versetzt““, sagt Huth, „bei denen beide

Firmen zum Einsatz kamen.“ Der Firmenverbund

erlaubt es, den Kunden einen Rundumservice

zu bieten, der Entwurf, Fertigung, Montage

und Wartung von Stahl- und Aluminiumbauteilen

und -arbeiten unter einem Dach zu

vereinen – und das mit modernsten Planungsund

Fertigungstechniken. „Hinzu kommt“, so

Felix Huth, „das wir auch alle Vorbereitungs

und Elektroarbeiten übernehmen können.“

Es versteht sich fast von selbst, dass die Firmen

mehrfach zertifiziert und Güteverpflichtungen

eingegangen sind. Ebenso, dass die

Mitarbeiter ständige Qualifizierungs- und

Weiterbildungsprozesse durchlaufen. Als kleines

Detail am Rande, das auch für das positive

Beharren an Werten stehen kann: In einer

Ecke der Werkstatt findet sich ein Schrank mit

Schuhputz-Utensilien. Felix Huth: „Da bereiten

sich die Mitarbeiter auf ihren rundum sauberen

Auftritt bei den Kunden vor.“

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Vermischtes

Bremen hat wieder einen Sachverständigen

für Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten.

Der 37jährige Steffen Mai (Mitte) von der

Firma Hasch & Co. ist nach eingehender Prüfung

seiner fachlichen und persönlichen Kompetenz

vom Präses der Handwerkskammer,

Joachim Feldmann, für die Dauer von fünf

Jahren vereidigt worden – nicht ohne zuvor

von Justiziar Christian Flathmann (rechts)

auf die rechtliche Relevanz der öffentlichen

Bestellung durch die Handwerkskammer hingewiesen

worden zu sein. Immerhin entspricht

künftig jede gutachterliche Äußerung

einer eidlichen Aussage. Mai hatte zuvor bei

der Akademie des Handwerks verschiedene

Sachverständigen-Seminare besucht und in

Prüfungen seine Sachkunde nachgewiesen.

Er wird in Zukunft Gutachten für gerichtliche

Im Berufsfeld Elektrotechnik/Elektronik

müssen die

Beschäftigten auch heute

noch gelegentlich zum Lötkolben

greifen. Beim Löten werden

dann Bauteile so miteinander

verbunden, dass die

Verbindungen dauerhaft stabil

sind und elektrisch leiten.

Klaus Netzer, Koordinator für

Schule in der gemeinnützigen

HandWERK gGmbH hat

darum als Übung für Berufseinsteiger

und als Selbsttest

für Interessierte am Elektroniker-Beruf

eine spannende Aufgabe

entworfen: Den Hand-

WERK-Quader!

„In Zukunft werden Schaltun-

gen mit LEDs immer wichtiger“,

sagt Netzer, denn sie sind

kostengünstig herzustellen,

verbrauchen wenig Strom und

sind weitgehend unempfindlich

gegen Stöße. Darum findet

man sie immer häufiger in

PKWs und neuerdings sogar

schon versuchsweise bei Straßenbeleuchtungen.“

Der HandWERK-Quader ist

eine einfache Vorübung zum

Löten von LEDs. Damit sie

durch die Hitze beim Löten

nicht zerstört werden, muss

man sich beim Verbinden

beeilen und fix sein. HAND-

WERK IN BREMEN findet: Tolle

Idee. (Foto: HandWERK)

und behördliche Verfahren oder Schiedsgerichte

erstellen.

Das ist auch gut so. Denn aus seiner Sicht

hat nach der Abschaffung der Meisterpflicht

in seinem Gewerk nicht nur dafür gesorgt,

dass weniger Auszubildende ausgebildet werden,

sondern dass auch die Qualität von Fliesen-,

Platten- und Mosaikarbeiten über Jahre

hinweg in vielen Bereichen nachgelassen hat.

Der Präses der Handwerkskammer bedauert

daher die Aufhebung der Meisterpflicht.

„Viele unserer Nachbarländer sehen das deutsche

Meister-System als nachahmenswertes

Beispiel. Dass Teile der deutschen Politik dies

anders sehen ist ein politisches Problem. Der

Wegfall von Qualifikationsanforderungen ist

nie nachahmenswert und führt immer in die

falsche Richtung.“ (Foto: HiB)

Namen & Notizen

Grüne Technologien sind auf dem Vormarsch.

Der Weltmarkt für umweltfreundliche Produkte

und Dienstleistungen wächst jährlich. Mit

der aktuellen EU-Ausschreibung „Eco-Innovation.

Wo Wirtschaft auf Umwelt trifft“ sollen

rund 40 Projekte zur erstmaligen Anwendung

oder zur Umsetzung von Technologie

in marktfähige Produkte mit einem Gesamtvolumen

von rund 30 Millionen Euro gefördert

werden. Die Vorhaben müssen einen

innovativen Ansatz verfolgen und deutliche

Vorteile für die Stärkung der europäischen

Umweltschutzpolitik aufweisen. Bislang wurden

Projekte aus den Bereichen Recycling,

Gebäude- und Bausektor, Lebensmittel und

Getränke sowie Grünere Unternehmen und

grüner Einkauf gefördert.

Im Rahmen der „initiative umwelt unterrnehmen“

(iuu) berät die Bremer Investitions-

Gesellschaft mbH (BIG) alle interessierten

Unternehmen und Institutionen aus Bremen

und Bremerhaven rund um die Thematik und

unterstützt sie zudem bei der Partnersuche.

Die „initiative umwelt unternehmen“ ist eine

Gemeinschaftsinitiative des Senators für

Umwelt, Bau, Verkehr und Europa und der

RKW Bremen GmbH in Kooperation mit der

Bremer Investitions-Gesellschaft mbH, BIS

Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung

und Stadtentwicklung mbH und

der Bremer Energie-Konsens GmbH.

Die diesjährige Ausschreibung „Eco-Innovation“

endet am 10. September 2009.

Kontakt für weitere Informationen bei der

BIG: Dieter Voß, Telefon (04 21) 9600 328,

E-Mail: dieter.voss@big-bremen.de. Infos zur

Ausschreibung auch im Internet unter:

www.ec.europa.eu/ecoinnovation.

Handwerk in Bremen 7+8/2009 31


Namen & Notizen

„Mit dem Rad zur Arbeit“, die Aktion von AOK

Bremen/Bremerhaven und ADFC Bremen,

ist jetzt zum sechsten Mal gestartet. Im vergangenen

Jahr ließen 5.011 Bremer und Bremerhavener

ihr Auto stehen und fuhren mit

dem Fahrrad zur Arbeitsstelle – ein neuer Teilnahmerekord!

Die Aktion läuft in diesem

Sommer bis zum 31. August. In drei Monaten

sollen die Teilnehmer mindestens 20

Tage mit dem Rad zur Arbeit oder als Pendler

zur nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle

radeln. Wer das schafft, nimmt an der Verlosung

attraktiver Reisen und Sachpreise teil,

die von Sponsoren zur Verfügung gestellt

werden – unter anderem eine Donau-Flussfahrt,

eine Türkeireise, eine Radreise sowie

hochwertige Fahrräder. Alle Teilnehmer können

sich zudem mit originellen Fotos oder Filmen

um den Titel „superTeam 2009“ bewerben.

Auch die Firmen selbst können gewinnen

– und sich den Titel „fahrradaktiver

Betrieb“ sichern, den der Bremer Umweltsenator

ausgeschrieben hat. Teilnahmeunterlagen

bei der AOK Bremen/Bremerhaven.

Mehr unter: www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de.

Das 2.100. Bäumchen der swb-Aktion „Öko -

strom lässt Bäume wachsen“ ist gepflanzt.

Das Foto rechts zeigt Wolfgang Golasowski,

Staatsrat beim Senator für Umwelt, Dr. Willem

Schoeber, swb-Vorstandsvorsitzender, pro-

Natur-Kunde Dr. Carsten Sieling, Joachim Linnemann,

Präsident des Bürgerparkvereins, und

Werner Damke, Bürgerpark-Direktor nach

erfolgreicher Pflanzaktion.

Damit wurde die im April 2008 begonnene-

Baum-Neupflanzung im Stadtwald fortgesetzt.

Hintergrund ist das Versprechen von swb, für

jeden Kunden, der seit der Neuauflage des

Ökostromprodukts im Oktober 2007 einen

Vertrag abgeschlossen hat, einen Baum zu

pflanzen. Dank der Idee wurzeln 2.100 neue

Bäumchen im Stadtwald und im Bürgerpark.

Rund 100 proNatur-Neukunden nahmen an

der Pflanzaktion teil, um sich zu überzeugen,

32

„Wie machen es die Kollegen?“ – Man muss

schon über den eigenen Horizont schauen,

wenn man auf Dauer erfolgreich sein möchte.

Darum besuchte eine Abordnung der

Metallinnung Recklinghausen jetzt für einen

Erfahrungsaustausch das Kompetenzzentrum

HandWERK und informierte sich, wie die hiesigen

Kollegen die Herausforderungen der

Zukunft angehen. Die Metallinnung West

Recklinghausen betreibt ein Schulungs-und

Servicezentrum, das aus den Werkstätten der

Vest GmbH entstanden ist. Im Laufe der Jahre

sind die Anforderungen an ihre Ausbildungswerkstätten

stetig gestiegen, so dass die

Innung in Verbindung mit dem DVS eine

Schweißwerkstatt eingerichtet hat. Heute

dass den Worten der swb auch Taten folgen.

Als Abgesandter des „Neukunden Stadt Bremen

war Wolfgang Golasowski, Staatsrat

beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und

Europa, mit dabei. Seit 1. Januar bezieht die

Stadt Bremen Ökostrom von swb.

Außer der Baumspende bietet swb Strom pro-

Natur noch weitere Besonderheiten. Dass die

proNatur-Kunden zu 100 Prozent mit CO 2-

Vermischtes

umfasst das Angebot der Metallinnung eine

Metallbaumeisterschule, die Ausbildung zum

Feinwerkmechanikermeister, in den Bereichen

CAD 2D und 3D, und über die Grundlagen

verschiedener Computeranwendungen

und Spezialisierungen wie beispielsweise

Schweißer-Wiederholungsprüfungen nach

EN287-1 sowie die Ausbildung zum European

Welding Spezialist (Schweißfachmann).

Über den Besuch freuten sich besonders der

technische Leiter des HandWERK, Peter

Brandt, Peter Meyer, Obermeister der Metall-

Innung Bremen, Reiner Krebs, pädagogischer

Leiter des HandWERK (von links) und Hans

Kastens von der Bremer Metallinnung-Bremen

(rechts). (Foto: HandWERK)

freiem Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt

werden, garantiert nicht nur swb, sondern

auch der TÜV Nord. Im Juni 2008 wurde

swb Strom proNatur erstmals zertifiziert.

Für jeden pro-Natur-Kunden fließt Geld in

einen Fördertopf. So wächst der Fonds, aus

dem regenerative Energieanlagen in der

Umgebung gefördert werden. Über die Verwendung

entscheidet ein Beirat. (Foto: swb)

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Engagement

JULIAN GRIESE SUCHT UNTERSTÜTZER

Vor einem halben Jahr wurde Julian Griese

zu Bremens engagiertestem Azubi gewählt.

Eine Jury von Handwerkskammer, Handelskammer,

IHK Bremerhaven, der Hermann-Leverenz-

Stiftung und der Karl-Nix-Stiftung, Radio Bremen

und dem NDR wählte aus mehr als 270

Azubis den damals einundzwanzigjährigen

Betonbauer aus, der sich nebenberuflich für ein

vom Bundespräsidenten anerkanntes gemeinnütziges

Schulprojekt zur Instandsetzung des

Denkmals KZ Sachsenhausen engagiert und mit

seiner Arbeitskraft und zusammen mit anderen

jungen Handwerkern dazu beiträgt, dass die

Mahn- und Gedenkstätte für die Nachwelt

erhalten bleibt. Im Mai gewann das Projekt

beim Wettbewerb um den ´Bremer Jugendpreis`

dann auch noch den Sonderpreis der Bremer

Arbeitnehmerkammer. Sein Beruf macht

Julian Griese – der sein Abitur mit den Leistungskursen

Bautechnik und Mathematik

bestanden und sich bewusst für die Ausbildung

zum Betonbauer entschieden hat – soviel Spaß,

dass er auf der Top Job-Messe und der Ausbildungsmesse

der Handwerkskammer Oldenburg

für die Ausbildung zum Betonbauer geworben

hat und er noch mehr junge Menschen für die

Arbeit auf dem Bau und im Handwerk begeistern

möchte.

Jetzt aber muss er seinen zivilen Ersatzdienst

ableisten. Dafür hat er sich etwas ganz besonderes

vorgenommen: In Alice Springs – mit

rund 28.000 Einwohnern die einzige größere

Stadt im geographischen Zentrum Australiens

und etwa 1.500 Kilometer von allen anderen

Städten entfernt – will er an einer Waldorfschule

ein soziales Jahr ableisten und dort alle anfallenden

Hausmeister-Tätigkeiten erledigen.

Daneben wird er bei der Erweiterung der dortigen

Schule und im Werk-Unterricht der Klas-

Auf der Erde gibt es rund 1.000 Waldorfschulen,

2.000 Kindergärten und 600 heilpädagogische

Einrichtungen, die nach der Lehre Rudolf

Steiners arbeiten. Die rund 1.000 Mitglieder der

‘Freunde der Erziehungskunst’ unterstützen rund

400 Waldorf-Initiativen weltweit. Anders als

eine Stiftung besitzen sie aber kein eigenes Kapital,

sondern bekommen von vielen Einzelspendern,

Waldorfschulen, anderen Einrichtungen

und Stiftungen Spenden, die sie jeweils im Sinne

der Spender verwenden. Dabei leitet der Verein

seit seiner Gründung alle Spenden zu 100 Prozent

weiter.

Auch für die Durchführung eines Freiwilligendienstes

reicht allein ideelle Unterstützung nicht

Julian Griese bittet um Spenden für seinen

Förderkreis. Der Betonbauer und Bremer

‘Azubi des Jahres 2008’ möchte seinen zivilen

Ersatzdienst gern in einer Waldorfschule im

australischen Outback ableisten und intensiv

Englisch lernen. Damit alles klappt, benötigt

die Ersatzdienst-Organisation, die seinen

Aufenthalt organisiert, eine finanzielle Unterstützung

von zirka 3.000 Euro.

(Foto: Catharina Molnar)

sen 1 bis 6 den Kindern ganz bestimmt auch

sein fachliches Know-How zeigen können.

Auf die enorme Entfernung und die weitgehende

Isolation im australischen Outback angesprochen

sagt Julian Griese: „Ich möchte die Zeit

nutzen um meinen persönlichen Erfahrungshorizont

zu erweitern und um intensiv Englisch zu

Aus, denn für einen Freiwilligenplatz entstehen

Kosten von bis zu 1000 Euro pro Monat. Obwohl

der Dienst in einem gewissen Rahmen mit

Zuschüssen unterstützt wird, muss der Träger für

viele grundlegende Leistungen und ungefähr ein

Viertel der Kosten selbst aufkommen. Auch Julian

Griese ist daher auf Hilfe angewiesen.

Wer den Förderkreis für Julian Griese gegen eine

Spendenquittung unterstützen möchte, nimmt

am besten direkt Kontakt auf:

Telefon (01 76) 23 55 45 26

Emil: julian.griese@gmx.net

Internet: www.julianinaustralia.blogspot.com

Internet: www.freunde-waldorf.de

Namen & Notizen

Siegertypen gesucht

Mit dem Wettbewerb „Siegertypen gesucht!“

zeichnen Handwerkskammer, Handelskammer,

IHK Bremerhaven, Hermann-Leverenz-

Stiftung und die Karl-Nix-Stiftung die Leistungsbereitschaft

und das Engagement von

Bremens Auszubildenden aus. Wer sich – wie

Julian Griese – herausragend oder überdurchschnittlich

engagiert, wird belohnt.

„Wir meinen hier aber nicht eine Ehrung des

Klassenstrebers, der nur mit guten Noten

beeindruckt“, sagt Michael Busch, „sondern

für uns sind neben den rein fachlichen Qualitäten

auch die persönliche und soziale

Kompetenz mindestens genau so wichtig.“

Teilnehmen können Auszubildende und

Teams von Auszubildenden, die sich in einer

dualen Berufsausbildung befinden und ihre

Abschlussprüfung vor der Handelskammer

Bremen, der Industrie- und Handelskammer

Bremerhaven oder der Handwerkskammer

Bremen ablegen werden. Azubis aus dem

Handwerk können sich ab zirka Mitte August

bei der Handwerkskammer bewerben.

lernen“. Anschließend möchte er sich gern für

ein zweisprachiges Architektur-Studium bewerben

und später vielleicht mal einen Bau-Betrieb

übernehmen.

Geholfen haben ihm bei der Suche nach dem

Ersatzdienst-Platz die Freunde der Erziehungskunst

Rudolf Steiners e.V. Der Verein setzt sich

seit 1971 für die Verbreitung der Waldorfpädagogik

und für Freiheit im Bildungswesen ein.

Dazu berät und unterstützt er Waldorfschulen

und -kindergärten, heilpädagogische Einrichtungen,

Ausbildungseinrichtungen und die Sozialarbeit

auf anthroposophischer Grundlage. Pro

Jahr bietet er für rund 500 junge Menschen Freiwilligendienste

im Ausland an.

Da die Freunde der Erziehungskunst ausschließlich

mit geschenktem Geld helfen und

dieses an mehr als 200 Projekte pro Jahr weiter

leiten, wird auch Julian Grieses Aufenthalt

über Spenden finanziert. Darum gehört es zum

Prozedere, dass sich all diejenigen, die ihren

Dienst im Ausland ableisten möchten, selbstständig

einen Förderkreis aufbauen. Rund

3.000 Euro sollten so zusammen kommen,

damit Julian Griese seinen Ersatzdienst ableisten

kann. Darum hofft er auf Unterstützung aus

dem Handwerk. Als Gegenleistung wird er unter

www.julianinaustralia.blogspot.com regelmäßig

über sein Projekt, seine Tätigkeit, seine

Erfahrungen sowie über Vorgänge, die außerhalb

seiner Dienststelle geschehen berichten.

Handwerk in Bremen 7+8/2009 33


Tipps & Termine

Kurse und Lehrgänge im

Kompetenzzentrum HandWERK

Meistervorbereitung I und III

Kraftfahrzeugtechnik (Vollzeit): 10. August

Maurer und Betonbauer: 10. August

Zimmerer: 10. August

Kfz-Technik (berufsbegleitend) 11. August

Elektrotechnik: 24. August

Friseure: 7. September

Meistervorbereitung Teil III und IV

Wirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse Teil

III: 10. August

Berufs- und Arbeitspädagogische Kenntnisse

Teil IV: 11. August

Metall

CNC – Fräsen, Grundstufe: 18. August

Einführung in die Pneumatik und Hydraulik:

7. September

Friseur

Kosmetik: 7. September

Elektrotechnik

SPS- Grundkurs: 25. August

SHK

Öl- und Gasfeuerungsmonteur: 17. August

Kfz

Geprüfter Kfz-Servicetechniker (Vollzeit): 10.

August

Geprüfter Kfz-Servicetechniker (berufsbegleitend):

11. August

Maler

Fachkraft Wärmedämmtechnik: 25. August

Airbrush Technik I: 7. September

Oberflächenbehandlung: 10. September

Bau

Fachkraft Wärmedämmtechnik: 25. August

Vortragsreihe CO- 2 Reduktion

Schimmelpilzbefall, Risiken bei der Bauausführung:

27. August

Unternehmensführung

Betriebsübergabe – Kurzseminar: 1. August

Erfolgreiche Existenzgründung: 17. August

EDV – Kurse

Wie funktioniert das Internet: 18. August

Suchen/Finden im Internet: 1. September

Spezielle Bildungsangebote

Gebäudeenergieberater: 11. August

Betriebswirt: 24. August

Bildungsurlaub

EDV-Grundlagen: 10. August

Umschulung

Metallbauer: 1. August

Akademie des Ehrenamtes

Der Lehrlingswart: 4. September

Weitere Informationen und Beratung zu den

Lehrgängen unter (0421) 22 27 44-0

E-Mail: info@handwerkbremen.de

Internet: www.handwerkbremen.de

34

Termine • Veranstaltungen

von KH und AGVH Bremen

6. Juli, 19.00 Uhr: Vorstandssitzung Maler und

Lackierer

8. Juli, 20.00 Uhr: Freisprechung Friseure,

Strandlust Vegesack

13. Juli, 18.30 Uhr: Vorstandssitzung SHK,

Innungssaal, Gewerbehaus

7. August, 16.00 Uhr: Grillfest Maler und

Lackierer, am Café Weserbogen (Anmeldung

erforderlich)

10. August, 10.00 Uhr: Vorstandssitzung

Friseure, Besprechungszimmer KH

10. August, 15.00 Uhr: Vorstandssitzung KH/

AGVH, Besprechungszimmer KH

10. August, 18.30 Uhr: Vorstandssitzung SHK,

Innungssaal

10. August, 19.00 Uhr: Vorstandssitzung Maler

und Lackierer, Wandschneidersaal, Gewerbeh.

11. August, 17.30 Uhr: Vorstandssitzung Tischler,

Besprechungszimmer KH

11. August, 18.30 Uhr: Vorstandssitzung Kfz,

Besprechungszimmer KH

11. August, 19.00 Uhr: Vorstandssitzung

Metall

17. August, 17.30 Uhr: Vorstandssitzung

Elektro, Besprechungszimmer KH

17. August, 20.00 Uhr: Stammtisch Elektro

8. Juli, 15.00 Uhr: Aktuelles zur Vergabe

öffentlicher Aufträge in Bremen, in der Handwerkskammer

Bremen (siehe nächste Seite).

Bis zum 12. Juli ist die Ausstellung Umbau

im Bestand mit 34 herausragenden Immobilienprojekten

täglich von 10 bis 20 Uhr in

der Passage des Kontorhauses (WFB Wirtschaftsförderung

Bremen) geöffnet, Eintritt

frei.

20. August: Parlamentarischer Abend des

Handwerks, Park Hotel Bremen

Vom 12. bis 20. September: HanseLIFE, Einkaufs-

und Erlebnismesse Bremen, täglich

jeweils von 10 bis 18 Uhr. Regulärer Eintritt

Kurse und Veranstaltungen

Akademie des Handwerks

an der Unterweser e.V.

Meisterkurse

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk,

Teile I & II, ab 26 August 2009

Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer,

Zimmerer), Teile I & II, ab 27 August 2009

Metallbauer- und Feinwerkmechaniker-Handwerk,

Teile I & II, ab 2. September 2009

Kfz-Handwerk, Teil I, ab Frühjahr 2010

Kfz-Handwerk, Teil II, ab 22. Februar 2010

Friseur-Handwerk, Teile I & II, ab 22. Februar

2010

Elektrotechniker-Handwerk, Teile I & II, ab 23.

Februar 2010

Teil III: Technische/r Fachwirt/in (HWK), ab

4. Januar 2010

Teil IV: AEVO (Teilzeit), ab 10. August 2009

Berufsbegleitende Fortbildungen

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

(Teilzeit), ab 10. August, 120 Unterrichtsstunden,

montags, dienstags, donnerstags, 18

bis 21.15 Uhr

Technische Fachwirte (HWK), ab 4. Januar

2010

Betriebswirte (HWK), ab 25. Februar 2010

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der

Unterweser e.V.,

Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 185-249

E-Mail: info@akademie-bremerhaven.de,

Internet: www.akademie-bremerhaven.de

Weitere Veranstaltungen in Bremen und umzu

8 Euro, ermäßigt 6,- Euro, Feierabendticket

(ab 15:30 Uhr) 4,- Euro.

Weitere Infos: www.hanselife.de

3. - 9. Oktober: iba (Backmesse) in Düsseldorf

24. Oktober: Bremer Freimarktsumzug

Teilnahmeinteressierte Gruppen müssen sich

bis zum 24. August bei Spirit Parcs bewerben:

E-Mail: freimarktsumzug@spirit-parcs.de

Telefon: (04 21) 434 04 44

27. Oktober: 43. Mahl des Handwerks in der

Sparkasse Bremen

13. und 14. November: RegioSolar-Konferenz

in Erfurt

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Vermischtes

SO PROFITIEREN SIE

VOM KONJUNKTURPAKET

Im Bereich der öffentlichen Ausschreibungen

haben sich jüngst auch für das Handwerk

wichtige Änderungen ergeben. Wie die Handwerkskammer

bereits informierte, trat am 1.

Juni der „Erlass über die bevorzugte Berücksichtigung

präqualifizierter Unternehmen bei

der Aufforderung zur Angebotsabgabe bei

beschränkter Ausschreibung ohne Teilnahmewettbewerb

und bei freihändiger Vergabe im

Land Bremen“ in Kraft. Nicht zuletzt im

Zusammenhang mit der Umsetzung des Konjunkturpaket

II in Bremen ist es wichtig, sich

mit diesem Verfahren auseinander zu setzten.

Erfahren Sie in dieser Veranstaltung, welche

Auswirkungen und möglichen Vorteile die

Präqualifizierung für Ihr Unternehmen bringt

und wie sich der Weg zur Präqualifizierung

gestaltet. Weiterhin werden Sie über die

Schwerpunkte des Konjunkturpaketes, in

Bezug auf die Vergabe der für das Handwerk

relevanten Bereiche, informiert.

Um die Ausschreibungsunterlagen möglichst

schnell und kostengünstig zu erhalten,

Doppelte Steuer bei Schlüsselfertighäusern

Für Unsicherheit unter Bauherren

sorgte in der Vergangenheit immer

wieder die Doppelbesteuerung bei

der Grunderwerbsteuer. Allgemein

galt: Keine Doppelbesteuerung!

Hatte ein Bauherr auf Bauleistungen

bereits Umsatzsteuer bezahlt,

musste er auf dieselben Bauleistungen

nicht noch einmal zusätzlich

Grunderwerbsteuer bezahlen.

Einzige Ausnahme von dieser Regel

war der Kauf eines schlüsselfertigen

Hauses. Handelte es sich beim Kauf

eines Grundstücks und dem Bau

eines Hauses nämlich um einen so

genannten einheitlichen Vertrag,

also eine Leistung aus einer Hand,

dann wurde die Grunderwerbsteuer

auf den gesamten Kaufpreis fällig.

Und zwar sowohl auf das Grundstück

als auch auf die Baukosten –

für die obendrein Umsatzsteuer

bezahlt werden musste. Lag dagegen

kein einheitlicher Vertrag vor,

war der Bauherr von der Doppelbesteuerung

befreit. Er zahlte Grunderwerbsteuer

auf den Boden und

Umsatzsteuer auf die Bauleistungen.

sollten Sie die Downloadmöglichkeiten der

Bremer Vergabeplattform nutzen. Auch zu diesem

Thema werden Sie bezüglich aktueller und

künftiger Seviceangebote informiert.

Die Veranstaltung „Aktuelles zur Vergabe

öffentlicher Aufträge in Bremen“ findet am 8.

Juli um 15:00 Uhr in der Handwerkskammer

Bremen statt.

Veranstalter sind die Handwerkskammer

Bremen und das Kompetenzzentrum für

elektronischen Geschäftsverkehr e.biz der WFB

Wirtschaftsförderung Bremen GmbH in Kooperation

mit der Senatorin für Finanzen und dem

Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa.

Unter www.hwk-bremen.de (Menüpunkt

Aktuelles/Veranstaltungen) gibt es weitere

Informationen sowie ein Dokument zur Faxanmeldung

für die Veranstaltung.

Anmeldeschluss ist der 6. Juli.

E-Mail-Kontakt zu Wolfgang Lüllmann:

Luellmann.wolfgang@hwk-bremen.de

Das hat sich jetzt geändert, wie die

Arbeitsgemeinschaft für Bau- und

Immobilienrecht (ARGE Baurecht)

im Deutschen Anwaltverein (DAV)

mitteilt. Mitte Januar 2009 hat der

Europäische Gerichtshof entschieden

(EuGH Az: C-C 156/08): Die

doppelte Belastung ist Rechtens.

Sowohl der Kauf des Grundstücks

als auch die Bauleistungen unterliegen

der Steuer. Die Begründung:

Eine Leistung darf demnach mehreren

Steuern unterworfen werden,

solange diese Steuern nicht denselben

Zweck haben. Das ist bei Grunderwerbsteuer

und Umsatzsteuer

nicht der Fall, sie sind an verschiedene

Besteuerungstatbestände

geknüpft. Für Käufer schlüsselfertiger

Immobilien und Bauherren, die

Grundstück und Bauleistung schlüsselfertig

kaufen, heißt das:

Besonders aufpassen! Sie müssen

unter Umständen doppelt bezahlen.

Und zwar auch dann, wenn sie

Haus und Grundstück von zwei verschiedenen

Firmen kaufen, diese

Unternehmen aber wirtschaftlich

miteinander in Verbindung stehen.

UMWELT-

PLAKETTE OK?

Seit dem 1. Januar kann die Bremer

Umweltzone nur mit den entsprechenden

Plaketten an der Windschutzscheibe befahren

werden. Wer ohne Plakette die Umweltzone

befährt, begeht damit eine Ordnungswidrigkeit

und riskiert 40 Euro Bußgeld

sowie einen Punkt in Flensburg. Auch wer

mit einer falsch ausgestellten Plakette die

Umweltzone befährt, kann dafür 40 Euro

zahlen und einen Punkt kassieren.

Die Plakette gilt bundesweit in jeder

Umweltzone und ist nicht zeitlich befristet.

Nur wenn das Fahrzeug umgemeldet

wird und sich das Kennzeichen ändert,

muss die Plakette erneuert werden, da das

auf der Plakette eingetragene Kfz-Zeichen

mit dem Nummernschild übereinstimmen

muss.

Wer eine gefälschte Plakette an der Windschutzscheibe

anbringt, die der echten zum

Verwechseln ähnlich ist, kann wegen

Urkundenfälschung belangt werden.

12. – 20. Sept. Messe Bremen

Die große Einkaufs- und

Erlebnismesse in Bremen

www.hanselife.de

Tipps & Termine

Veranstalter: Medienpartner:

Handwerk in Bremen 7+8/2009 35


Tipps & Termine

Rat für angehende Meister

Vom 31. August bis 4. September werden in

der HandWERK gGmbH potentielle Betriebsübernehmer

und Existenzgründer durch Besuche

in den unterschiedlichen Meisterkursen

sowie durch einen Infostand im Foyer der

HandWERK informiert. Betriebsberater der

Handwerkskammer und Existenzgründungsberater

der RKW Bremen GmbH stellen im

Kompetenzzentrum diverse Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten

vor, die das Land Bremen

und andere Organisationen den Übernehmern/Gründern

bieten. Dazu gehören beispielsweise

finanzielle Unterstützungen bei

Betriebsübernahmen und Gründungen, Bürgschaften,

betriebswirtschaftliche Beratungen

und andere Aspekte, die eine Übernahme

komplex gestalten können. Im Lande Bremen

existiert dafür das Bremer Netzwerk für Unternehmensnachfolge,

um Übernehmern speziell

zur Seite zu stehen. Das Projekt wird vom Senator

für Wirtschaft und Häfen gefördert. Informationen:

HandWERK gGmbH, Johann

Dirks, Telefon (0421) 222744-433, E-Mail:

dirks.johann@handwerkbremen.de.

Große Auswahl in

Aluminium-Transportboxen

für den vielseitigen Einsatz,

zeigen wir in unseren über

1000qm Ausstellungsräumen im

Gewerbegebiet Bremer Kreuz.

Montags bis freitags 8 – 16 Uhr.

Beratung außerhalb dieser Zeit gern auch

nach Vereinbarung. Parkplatz-Garantie!

Schnelle Frei-Haus-Lieferung aus dem - Großlager.

36

60 Liter

81 Liter

240 Liter 155 Liter

®

Bremen Mahndorf

Rationelle Büro- u. Betriebseinrichtungen

70 Liter

42 Liter

27 Liter

Heerenholz 12-14

D-28307 Bremen

Tel. 0421- 486050

Shopping-Erlebnisse, kulinarische Genüsse,

jede Menge Informationen, musikalische und

kulturelle Unterhaltung und vieles mehr für

Jung und Alt – die HanseLife bietet in ihrer

dritten Auflage mit rund 600 Ausstellern von

Sonnabend, 12. September, bis Sonntag, 20.

September, das ganze Spektrum einer hochwertigen

Verbrauchermesse. An allen neun

Tagen gibt es die Bereiche Bauen & Wohnen,

Wellness & Gesundheit, Technik & Wissen,

Küche & Haushalt, Buten & Binnen. Hinzu

kommen die „Seniora“, die Informationsmesse

rund um Wohnen, Leben und Aktivitäten

im dritten Lebensabschnitt am Dienstag, 15.

und Mittwoch, 16. September, und am zweiten

Wochenende (19. und 20. September) in

der Aktionshalle 7 die Heimtiermesse mit

Angeboten rund ums Tier und einer großen

Katzenausstellung. Auch wieder mit dabei:

der Kunsthandwerkermarkt und der Landestanzsportverband

Bremen e.V., der das Amateurtanzsportturnier

„Bremer Stadtmusikanten

2009“ auf der HanseLife ausrichtet.

Natürlich ist auch

Neues in Arbeit: „Viele

der rund 70.000 Besu-

cher der HanseLife

2008 würden sich über

das Thema ’Hobby &

Basteln’ freuen – eine

Anregung aus der Besucherbefragung,

die wir

gerne aufnehmen, und

HanseLIFE

HanseLIFE: SCHÖNES – NÜTZLICHES

UND UNTERHALTSAMES

Stapelecken

rutschsicher,

aus hochwertigem

Kunststoff

Federfallgriff

auch für schwere

Lasten geeignet

Klappverschlüsse

für den

Schloss-Set-

Einbau vorbereitet

Der große

- Katalog

kommt kostenlos

auf Anforderung

Fax 0421- 4860540

E-mail: info@rbb.de

Internet: www.rbb.de

zwar am ersten Wochenende (12. und 13. September)“,

sagt Kerstin Renken, Bereichsleiterin

Verbrauchermessen bei der veranstaltenden

Messe Bremen. Entsprechend wird es in

der Halle 7 eine große Auswahl an Materialien,

neuen Bastel- und Handarbeits-Techniken

und viele Anregungen für die kreative Freizeitgestaltung

geben.

Außerdem: „Im Rahmen des „Marktplatz

Bremen“ in der Halle 1 gibt es die schönen

Dinge des Lebens zu kaufen: Hochwertiges für

Haus und Garten, aber auch exklusive Mode

ist hier zu bestaunen und natürlich auch zu

erstehen“, erläutert Renken das Angebot. „Wir

freuen uns, dass die Bremer Modedesignerinnen,

die sich unter dem Motto `Bremen macht

Mode` zusammengeschlossen haben, ihre

Arbeit im Rahmen unserer Messe präsentieren“.

Aber nicht nur an den Ständen gibt es

Schickes und Modisches – präsentiert werden

die Kollektionen natürlich auch auf verschiedenen

Modenschauen. Um Schönheit geht es

darüber hinaus bei den Vorauswahlen zu Miss

und Mister Bremen – ein Contest, bei dem für

die Kandidatinnen und Kandidaten ein Türchen

zum Titel der Miss oder des Mister Germany

aufgehen könnte.

Die Verbrauchermesse HanseLife findet in

den sieben Hallen der Messe Bremen vom 12.

bis 20. September jeweils von 10 bis 18 Uhr

statt. Regulärer Eintritt 8 Euro, ermäßigt 6,-

Euro, Feierabendticket (ab 15:30 Uhr) 4,- Euro.

Weitere Infos: www.hanselife.de

Immer ein Besuchermagnet und ein Ort für zahlreiche Anregungen: Die

HanseLIFE in Bremen. In diesem Jahr startet die Verbrauchermesse am

12. September und ist bis zum 20. September geöffnet. Wie jedes Jahr

findet sie in den sieben Hallen der Messe Bremen statt.

(Foto: mgh Bremen)

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Vermischtes

DEUTSCHE BÄCKER HALTEN

WENIG VOM „ANALOG-KÄSE“

Mit einer Aktion unter dem Motto „Wir verwenden

nur Original-Käse aus Milch!“ startet

der Zentralverband des Bäckerhandwerks eine

weitere Offensive, die den handwerklichen

Qualitätsanspruch des Bäckerhandwerks

unterstreichen soll. Dabei geht es um den Einsatz

des Naturprukts Käse. Hintergrund ist,

dass vor allem in der Lebensmittelindustrie

immer öfter sogenannter „Analogkäse“ eingesetzt

wird, ein Käseimitat, das nicht oder nur

zu geringen Teilen aus Milch besteht.

Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes

des Deutschen Bäckerhandwerks: „Deutsches

Brot und deutsche Backwaren sind weltberühmt

für ihre Qualität und Vielfalt. Dabei

wird das Bäckerhandwerk vom Vertrauen der

Verbraucher – seiner Kunden – getragen, die

sich auf die Qualität der handwerklichen Produkte

verlassen können. Unsere Betriebe, die

sich den Qualitätsansprüchen des Verbrau-

Sommerzeit ist Wasserzeit. swb bietet in

den großen Ferien wieder die beliebten

„Wochen des Wassers“. Bis zum 5. August

gibt es die nötige Abkühlung an heißen

Sommertagen. Und auch das Wissen um das

Lebensmittel Nr. 1 kommt nicht zu kurz. Im

Mittelpunkt steht, wie im Alltag, das Trinkwasser.

Hier bietet swb Vorträge, Schnupperkurse

und Besichtigungen.

chers verpflichtet fühlen, werden

dies in Zukunft auch mit

unserem Aufkleber bestätigen

können, der in karikierter

Form auf die Verwendung von

Milchprodukten im Bäckereibetrieb

hinweist. Wir unterstreichen

damit unseren

Anspruch, wonach Qualität

der beste Verbraucherschutz

ist, den es gibt.“

Für Bäckereibetriebe bietet der Zentralverband

einen Aufkleber an, der den Einsatz von

echtem Käse Bäckerei herausstellt. Die Aufkleber

können bei der Werbegemeinschaft des

Deutschen Bäckerhandwerks bestellt werden.

Ein entsprechendes Fax-Formular steht auf

den internen Mitgliederseiten der Internetseite

www.baeckerhandwerk.de zur Verfügung.

SIND FRAUEN AUCH DIE BESSEREN

KFZ-MECHATRONIKER?

Ein guter Service spielt eine zentrale Rolle

für den Umsatz in Kfz-Werkstätten. Den kompetenten

Umgang mit den Kunden zu pflegen,

macht sich bezahlt und führt langfristig

zu mehr Erfolg. Dabei stehen Frauen aufgrund

ihrer seltener geforderten Kenntnisse der technischen

Berufswelt oftmals im Abseits. Die

HandWERK gGmbH bietet nun ein Training

für den Einstieg in diese technische Berufswelt

– ganz speziell und nur für Frauen!

Frauen gelten gemeinhin als die besseren

Autofahrer. Daneben besitzen sie oft wertvolle

kommunikative Fähigkeiten. Könnte es da

sein, dass sie auch die besseren Kfz-Mechatroniker

sind?

Ein zwölfwöchiges Training in der Hand-

WERK gGmbH – dem Kompetenzzentrum der

Handwerkskammer Bremen – hilft jungen

Frauen die Antwort auf diese Frage heraus zu

finden, denn sie lernen in einer speziell auf

ihre Bedürfnisse angepassten Atmosphäre

alles über die grundlegende technische Funktionsweise

und den Aufbau moderner PKW,

die Ausstattung einer Kfz-Werkstatt, deren

Werkzeuge und spezifische Arbeitsweisen.

Sie führen einfache Arbeiten an PKW durch

und können auf diese Weise ganz ohne

Schwellenangst den Einstieg in die sonst eher

von Männern dominierte Berufswelt finden

und sich mit dem Abschlusszertifikat für eine

Berufsausbildung als zukünftige Kfz-Mechatronikerinnen

empfehlen.

Das Training beginnt am 10. August und

dauert von Montag bis Freitag von 8.00 bis

15 Uhr.

Das Training ist Bestandteil des Projekts

‘Innovative Techniken und alternative Antriebe

in der Kraftfahrzeugtechnik’ (InTAKt) und

wird im Rahmen des Landesprogramms ‘Bremer

Fachkräfteinitiative’ mit Mitteln des Europäischen

Sozialfonds gefördert. Wenn die Förderungsvoraussetzungen

erfüllt sind, werden

die Kosten für die Trainingsmaßnahme von der

BAgIS übernommen.

Infos beim Kompetenzzentrum der Handwerkskammer

Bremen, HandWERK gGmbH.

Ansprechpartner: U. Mellentin

Telefon (04 21) 22 27 44-4 35

Tipps & Termine

Transporter-Geschäft von

Daimler 2008 erfolgreich

Bei der Bekanntgabe der Verkaufszahlen

des Jahres 2008 sagte Wilfried Porth, Leiter

der Sparte Mercedes-Benz Transporter

bei der daimler AG: „Das vergangene Jahr

war weltweit ein Sprinter-Jahr für die Transporter

mit dem Stern. Insbesondere in der

ersten Jahreshälfte war die Nachfrage nach

Sprinter, Vito und Viano weltweit höher als

je zuvor.“

Weltweit setzte Daimler im vergangenen

Jahr 287.205Fahrzeuge im Transporter-Segment

ab. In Deutschland wurde mit 71.763

Einheiten ein neuer Absatzrekord erzielt.

Ebenso wurde in den Niederlanden mit

12.883 Einheiten eine neue Bestmarke

erreicht. In Großbritannien konnte die Zahl

der verkauften Fahrzeuge um 2.900 auf

31.105 gesteigert werden und in Belgien

erhöhte sich der Absatz um 2.100 Fahrzeuge

auf 9.289.

Den größten Anteil an den Verkaufserfolgen

trug die Sprinter-Baureihe, die in den

deutschen Werken Düsseldorf und Ludwigsfelde

sowie in Argentinien produziert wird.

166.473 Einheiten (2007: 165.916) wurden

abgesetzt, mehr Sprinter als je zuvor. Die

Modelle der Baureihe Vito/Viano fanden

weltweit 98.466 Kunden, ein leichter Rückgang

von knapp einem Prozent zum Vorjahr.

Seit der zweiten Jahreshälfte 2008 und im

laufenden Jahr spürt auch Daimler die Auswirkungen

der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

(Foto: Daimler AG)

Handwerk in Bremen 7+8/2009 37


Marktplatz

Gesucht & Gefunden

BETRIEBSBÖRSE DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen,

der Ihr Lebenswerk weiterführt? Oder Sie

möchten Ihr Unternehmen verkaufen? Oder

suchen Sie einen Partner, Gesellschafter mit

Know-how und/oder Kapital? Wir helfen

Ihnen, einen Käufer, Pächter, Mieter oder Partner

zu finden. Nutzen Sie die Betriebsbörse für

Ihr Angebot oder Ihr Gesuch. Geben Sie Ihren

Text für eine kostenlose Veröffentlichung

zusammen mit Ihrem Namen, Ihrer Anschrift,

Telefonnummer und gegebenenfalls einem

Ansprechpartner per Fax an die Abteilung

Betriebsberatung der Handwerkskammer Bremen,

Stichwort: Betriebsbörse. Fax-Nr.: (04 71)

20 70 29. Die folgenden Angebote und Gesuche

sind der Handwerkskammer zugegangen.

Die Offerten werden kostenlos und ohne

Gewähr veröffentlicht.

BREMEN ANGEBOTE

1062 Friseurgeschäft mit 7 Plätzen, 1 Kosmetikkabine,

100 qm, ausbaufähig, mit gutem

Kundenpotential, aus persönlichen Gründen zu

verkaufen. Lage: in einem interessanten Wohnund

Arbeitsgebiet.

1091 Friseurgeschäft (Einrichtung neuwertig,

gute Geschäftslage, Kundenstamm vorhanden,

Preis VB) aus gesundheitlichen Gründen zu verkaufen.

1140 300 qm Betriebsfläche als Handwerksbetrieb/Lager

+ Wohnhaus zu verkaufen

(110qm Dachbodenfläche ausbaufähig, Freiflächen

vorhanden)

1144 Bäckerei mit Nebenräumen (Größe ca.

250 qm) in einem Wohngebiet zu verpachten

oder zu verkaufen. Räumlichkeiten auch anderweitig

nutzbar.

1151 Parkettlegermeisterbetrieb (Einzelunternehmen),

Nähe Bremen Zentrum, sucht Nachfolger

zur kompletten Übernahme.

1152 Etablierter Friseursalon (HB-Innenstadt)

zu verkaufen.

1155 Markterfahrene/Etablierte Schlosserei

aus persönlichen Gründen im PLZ-Bereich 28

mit guter Verkehrsanbindung, Nähe A 1 + A

27, zu verkaufen. Werkhalle ca. 750 qm und

Sozialräume/Büro ca. 120 qm; Verkaufsoption

für Grundstück (ca. 1800 qm). Umfangreich ausgestatteter

Maschinenpark. Das Unternehmen

ist seit fast 109 Jahren am Markt. Kerngeschäft

ist die Herstellung und Montage von Stahltreppen,

Geländern, Edelstahlbauteilen, Stahl- und

Sonderkonstruktionen für Privat und Industrie.

1157 Werkstatt mit Büro- /Sozialräumen, ca.

130qm, + Hoffläche (vor der Werkstatt gepflastert,

Deponat), 800Euro KM + NK zum

38

30.04.09 oder früher zu vermieten.

1159 Suche Friseurmeisterin zur Übernahme

eines alteingesessenen Friseurgeschäftes in Bremen-West

(fester Kundenstamm vorhanden;

100qm; 7 Bedienplätze, 2 Herrenplätze, 3

Waschplätze).

1165 Nachfolger/in gesucht für alteingesessene

Änderungsschneiderei, ca. 45qm, mit

guter Stammkundschaft, Preis VB.

1169 Komplettes Inventar eines Friseurgeschäftes

(6 komplette Arbeitsplätze, 2 Rückwaschbecken,

Friseurwagen, Warteplätze, Zubehör,

etc.) zu verkaufen.

BREMEN GESUCHE

2036 Kleiner Malereibetrieb im Raum Bremen

zur Übernahme gesucht.

2042 Suche Tischlerei im Bereich Bremen/Bremerhaven/Altkreis

Wesermünde zu

kaufen.

BREMERHAVEN ANGEBOTE

3038 Tischlerei im Landkreis Cuxhaven aus

Altersgründen abzugeben.

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude

besonders geeignet für Nutzung in den Bereichen

Lebensmittel (Fleischerei), Sanitär-Heizung-Klima,

Malerei etc., günstig zu verkaufen

oder zu verpachten.

3056 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

sucht aus Altersgründen einen Nachfolger.

Übernahme auf Kauf- oder Pachtbasis

möglich. Ein guter Auftragsbestand, ein solider

Kundenstamm und ein eingespieltes Team sind

vorhanden.

3063 Kleinerer Friseursalon in guter Lage abzugeben.

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG

DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

SACHVERSTÄNDIGENWESEN

Gemäß § 91 Abs. I Ziffer 8 Handwerksordnung

hat die Handwerkskammer Bremen

am 05.06.2009

Herrn Steffen Mai

(für das Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk)

Kapitänsgang 5 A, 27721 Ritterhude

Tel.: 0421/94 99 277

E-Mail: steffen.mai@ewetel.de

zum Sachverständigen öffentlich bestellt

und vereidigt.

BREMERHAVEN GESUCHE

4013 Suche Tischlerei im Bereich Bremerhaven/Altkreis

Wesermünde zu kaufen.

KONTAKT BETRIEBSBÖRSE

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. telefonisch oder schriftlich an die

Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer

Bremen, Außenstelle Bremerhaven,

Ansprechpartnerin: Regina Falke,

Columbusstr. 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 97 24 9-0,

Telefax (04 71) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen und weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet im

Internet unter: www.nexxt-change.org.

Seminarangebote

Kompetenzzentrum

HandWERK gGmbH

Betriebsübergabe – richtig gemacht

Kurzseminar für Inhaber, die ihren Betrieb übergeben

wollen.

Dauer: Ein Samstag, von 9:00 bis 16:00 Uhr.

Beginn: 1. August / 28. November.

Ort: Handwerkskammer Bremen.

Kosten: 96 Euro.

Information: siehe unten.

Die erfolgreiche Existenzgründung

Vier-Wochen-Seminar für Handwerker, die

sich selbstständig machen wollen.

Dauer: ca. vier Wochen, 32 Stunden, Montag

und Dienstag, 18.00 bis 21.00 Uhr.

Beginn: 17. August / 16. November.

Kosten: 129 Euro.

(Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt)

Information: Reiner Krebs,

Telefon (04 21) 222744-313,

E-Mail: krebs.reiner@handwerkbremen.de

Handwerk in Bremen 7+8/2009


Persönlich

10 FRAGEN AN JAN-GERD KRÖGER

Jan-Gerd Kröger

Kreishandwerksmeister der

Kreishandwerkerschaft Bremen

Geschäftsführer der

Kröger Baugesellschaft mbH

Geboren am 19. Juni 1960

in Bremen-Vegesack.

Werdegang:

Realschule,

Maurerlehre,

Meisterprüfung 1982

1989 Übernahme des elterlichen Bauunternehmens

in Bremen-Blumenthal

Was beschäftigt Sie gerade?

Die Planung der Urlaubszeit in meinem

Betrieb.

Handwerk ist für Sie ...?

Tradition und Fortschritt.

Wann haben Sie zuletzt einen Handwerker

womit beauftragt?

Am 17. Juni 2009 den Elektriker mit der

Instandsetzung einer Toranlage.

Drei Stichworte dazu, wie Deutschland besser

vorankommt?

• Mit weniger Bürokratie,

• pragmatisch und weitsichtig handelnde

Behördenvertreter,

• Gradlinige und verlässliche Aussagen der

gewählten politischen Vertreter. Diese sollten

über eine große Spannweite der Lebensund

Berufserfahrung verfügen.

Ohne Mittelstand wäre Deutschland ...?

Pleite.

Bremen/Bremerhaven ist für Sie ...?

Zwei Städte, die nicht in allen Bereichen miteinander

, aber ohneeinander auch nicht überleben

können. Dazwischen liegt Bremen-Nord,

eine Region, die von beiden Seiten sehr stiefmütterlich

betrachtet wird, insbesondere nach

der Insolvenz des Bremer Vulkans.

Ihre durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit?

60 bis 70 Stunden, Arbeitsbeginn liegt zwischen

5.30 und 5.45 Uhr.

Wann zuletzt wo im Urlaub gewesen?

2008 mit dem Boot in Schweden und Dänemark.

Ihr Lieblings-Essen?

Rumpsteak mit Pommes Frites.

Wem möchten Sie wofür danken?

Meiner Familie für Toleranz und Unterstützung

bei meinem beruflichen und ehrenamtlichen

Einsatz.

Oppenheimerstraße 26 | 28307 Bremen | Tel. (04 21) 4 85 78-0 | Fax (04 21) 4 85 78 48

www.schintz-druck.de | info@schintz-druck.de

HANDWERK-KONTAKT

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen:

Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 222 80 620

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt

Telefon (04 71) 18 52 18

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

IMPRESSUM

Schlusspunkt

HANDWERK IN BREMEN

Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG

Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen

Telefon (04 21) 48 57 8-0

Telefax (04 21) 48 57 848

Internet: www.schintz-druck.de

Herausgeber:

Handwerkskammer Bremen (s.o.)

Anzeigen: Schintz Druck

Telefon (04 21) 48 57 822

Telefax (04 21) 48 57 848

anzeigen@handwerk-in-bremen.de

Redaktion: Rainer Haase (V.i.S.d.P.)

Telefon (01 71) 64 25 483

redaktion@handwerk-in-bremen.de

HANDWERK IN BREMEN ist das

offizielle Mitteilungsmagazin der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Alle redaktionellen Beiträge sind sorgfältig

recherchiert oder stammen aus

zuverlässigen Quellen. Jegliche Haftung

ist ausgeschlossen. Für unverlangt

eingesandte Beiträge und Fotos wird

keine Haftung übernommen.

Handwerk in Bremen 7+8/2009 39


Wir machen den

Alten fertig!

FT 260 K Citylight

2,2l TDCI, 63 kW (85 PS)

Kostenlose Feinstaubplakette

Sonderserie, 0,8 t Nutzlast, EURO 4

Trennwand, E-Fenster, B-Doppelsitz, ZV

Lieferbar in rot, blau und weiß

Euro-4-Leasing

Kostenlose Feinstaubplakette

€ 2.500,- Sonderzahlung aus Umweltprämie

inkl. 10.000 Km p. a.

48 Monate Leasing

Volker

Engelhardt

Tel.: 0421.4 58 08-143

Fax: 0421.4 58 08-203

volker.engelhardt@bremot.de

Frank

Sommer

€ 15.900,-

- € 2.500,-

Woltmann Bremen Motors

Föhrenstraße 70-72, 28207 Bremen, Telefon 0421/4 58 08-221, www.woltmann-bremen.de

€ 13.400,- *

zzgl. der gesetzlichen MwSt.

monatliche Leasingrate

ab € 189,- *

zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Tel.: 0421.4 58 08-117

Fax: 0421.4 58 08-205

frank.sommer@bremot.de

Die Die Ford Ford –

Umweltprämie

Umweltprämie

verlängert bis:

30.09.2009

30.09.2009

Abbildung zeigt Wunschausstattung gegen Mehrpreis. *Angebotspreis unter rechnerischer Einbeziehung der Ford-Umweltprämie für die Verschrottung eines

Altautos (mind. 7 Jahre alt, mind. 6 Monate auf Halter zugelassen), zzgl. € 690,- Fracht und MwSt.

Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach 80/1268/EWG): 7,4 (kombiniert), 9,1 (innerorts), 6,4 (außerorts), Co2-Emission: 195 g/km (kombiniert)

Bei Be Abgabe dieser Plakette

erhalten erh Sie eine kostenlose

Au Autowäsche und Beratung

zu

zum Thema Umweltprämie.

Woltmann W Bremen Motors

Nutzfahrzeuge Föhrenstraße

Telefon 0421/4 58 08-221

Michael

Ahlers

Aus Rot

mach Grün!

Jetzt €2.500,–

-Umweltprämie

für Nutzfahrzeuge

Tel.: 0421.4 58 08-155

Fax: 0421.4 58 08-211

michael.ahlers@bremot.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine