Bremer Friseure präsentieren Haarmode für Frühjahr und Sommer

handwerkskammer.bremen.de

Bremer Friseure präsentieren Haarmode für Frühjahr und Sommer

70677 5,– €

HANDWERK IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 3/2009

Foto: Holger Detjen

Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, 70677 Postvertriebsstück

KH und AGVH Bremen:

Geschäftsführerwechsel

Neues vom HandWERK:

LKW-Motor und Werkstattlüftung

Bremer Friseure

präsentieren

Haarmode

für Frühjahr

und Sommer

Stühle, Bänke, Hocker:

Möbel vom Tischlerhandwerk


www.gleicher-beitragssatz.de

dem 1. Januar 2009 erheben alle Krankenkassen den gleichen Beitragssatz. Dann

tscheidet nicht mehr der Preis, sondern die Leistung. Ihr Unternehmen profitiert dann noch mehr

n jedem AOK-versicherten Mitarbeiter. Und von Serviceangeboten, die nur ein leistungsstarker, re-

VOLLE KRAFT

nal tief verwurzelter Anbieter machen kann.

VORAUS!

AOK.SERVICE3 – SCHNELL, KOMPETENT, ZUVERLÄSSIG

Ab dem 1. Januar 2009 zahlen Sie für Ihre Mitarbeiter/innen bei jeder Kasse den gleichen Beitrag.

Den Unterschied macht dann der Service. Mit AOK.Service 3 haben wir uns festgelegt – auf höchste

Beratungsqualität, verlässliche Ansprechpartner und effi zientes betriebliches Gesundheitsmanagement.

Mehr fürs Geld! INFOS UND TERMINABSPRACHEN UNTER TEL. 0471 / 16-714.

IHR UNTERNEHMEN IN BESTEN HÄNDEN.


Auf ein Wort

Joachim Feldmann

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

der berühmte Satiriker und Zeitkritiker Kurt

Tucholsky hat einmal gesagt: „Wenn der Deutsche

hinfällt, dann steht er nicht auf, sondern

schaut, wer schadenersatzpflichtig ist.“

Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht,

dass als Konsequenz aus Gier und Unverantwortlichkeit

einiger Weniger unser Staat einmal

Banken stützen und so einen Schaden für

die Gesamtwirtschaft ungeheuren Ausmaßes

verhindern muss. Wohl niemand hätte erwartet,

dass die Auswirkungen so enorm sind, dass

der Bundestag noch in dieser Legislaturperiode

ein Konjunkturprogramm über 50 Milliarden

Euro beschließen würde. Und doch ist es

passiert. Am 20. Februar hat auch der Bundesrat

dem ‘Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung

und Stabilität in Deutschland’ zugestimmt,

das den meisten Menschen als Konjunkturpaket

II bekannt sein dürfte. Dieses

Konjunkturpaket II soll nun helfen, die Folgen

der Wirtschafts- und Finanzkrise in Deutschland

zu dämpfen.

Der Vorstand und die Geschäftsführung der

Handwerkskammer Bremen begrüßen das

positive Votum ausdrücklich. Aus unserer Sicht

hat damit die Politik in Zeiten enormer wirtschaftlicher

Unsicherheit Handlungsfähigkeit

bewiesen und sendet auch ein wichtiges Signal

an uns Handwerker. Der Vorstand der

Handwerkskammer Bremen ist darum überzeugt,

dass das Konjunkturpaket wichtige

Akzente setzen wird und die Investitionen in

die Infrastruktur und in die Bildung ein wichtiger

Beitrag zur Sicherung unserer aller

Zukunft sein werden. In Bremen liegt es jetzt

am Senat, die zusätzlichen Gelder in Höhe von

Handwerk in Bremen 3/2009

zirka 117 Millionen Euro an Bundes- und entsprechenden

Komplementärmitteln des Landes

zeitnah und sinnvoll einzusetzen, damit

mit diesem Geld die Schulen, Hochschulen, die

Universität sowie die Krankenhäuser energetisch

saniert und so unsere Binnenkonjunktur

angekurbelt werden kann. Und auch in der bremischen

Verkehrsinfrastruktur gibt es dringenden

Handlungsbedarf: Zahlreiche Straßen

müssen instand gesetzt werden, wenn unser

Land auch in Zukunft ein attraktiver Logistikund

Tourismus-Standort bleiben soll.

Solche Aufträge stützen gleichzeitig das

Handwerk und die Ausbildung junger Menschen,

die sich in den bremischen Handwerksbetrieben

als zukünftige Facharbeiter qualifizieren.

Investitionen in Bildung und Infrastruktur

sind darum immer auch Zukunftsinvestitionen

die langfristig für bessere Rahmenbedingungen

sorgen. Daneben müssen jetzt dringend

die Kosten für Nebenleistungen der Verwaltung

gesenkt werden. Diese Bürokratiekosten

– die mit den eigentlichen Bau-Maßnahmen

nur indirekt in Verbindung stehen –

betragen derzeit bei Bau-Aufträgen und in einzelnen

Gewerken zum Teil mehr als ein Drittel!

Werden diese Nebenkosten nicht gesenkt,

versickert das Geld – das zur Sicherung der

Beschäftigung in den Betrieben gedacht ist–

unnütz in der bremischen Verwaltung, anstatt

einen Konjunktur-Absturz abzuwenden. Das

darf nicht sein.

Das Handwerk ist bereit, die Herausforderungen

der Wirtschaftkrise anzunehmen. Eine

Wahl haben wir Handwerker ohnehin nicht.

Darum lassen Sie uns gemeinsam alles unternehmen,

damit die negativen Folgen für uns

alle so gering wie möglich ausfallen. Und

wenn ich gesagt habe, dass Investitionen in

Bildung immer auch Zukunftsinvestitionen

darstellen, dann sage ich dies nicht nur in Richtung

des Senats, der die Aufträge zur Sanierung

und Instandsetzungen vergeben muss,

sondern ich meine insbesondere auch uns

Handwerker selbst. Wir waren es immer

gewohnt, Probleme für unsere Betriebe selbst

zu lösen. Diese Krise darf uns nicht davon

abhalten, dies auch in Zukunft weiter zu versuchen.

Unabhängig davon, dass die Weltwirtschaft

im Moment krankt, müssen wir uns

schon heute mit den Problemen von morgen

beschäftigen und diese werden der demographische

Wandel und der Fachkräftemangel

sein. Qualifizierte Fachkräfte sind dann nicht

mehr leicht zu finden. Darum appelliere ich

an alle selbständigen Handwerker: Behalten

Sie auch in der jetzigen Situation ihre eingearbeiteten

Mitarbeiter in ihren Betrieben und

nutzen sie – falls es bei den Auftragseingängen

wirklich eng werden sollte – das Kurzar-

beitergeld oder die Förderangebote der Agenturen

für Arbeit! Allein für Bremer und Bremerhavener

Unternehmen stehen neun Millionen

Euro für Qualifizierungen bereit.

Denken Sie bitte nachhaltig und bilden ab

dem Sommer auch wieder wie gewohnt aus.

Denn wenn diese Phase erst überstanden ist,

stehen unsere Betriebe in einem noch größeren

Wettbewerb um qualifiziertes Personal.

Aber auch an alle politischen Vertreter hat

das Handwerk eine Botschaft: Im Vorfeld zur

Abstimmung im Bundesrat war das Ergebnis

des Votums der Länder völlig offen. Insbesondere

die FDP-Wirtschaftsminister von Baden-

Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen

hatten Nachbesserungen am Konjunkturpaket

II verlangt. So richtig ihre Forderung

nach Nachbesserungen im Gesetzestext

auch sein mag, hätte Bremen nichts davon,

wenn das Maßnahmenpaket in seiner Gesamtheit

infrage gestellt worden und somit erst

Wochen später in Kraft treten würde. Aber das

Handwerk begrüßt ausdrücklich den vom Land

Niedersachsen eingebrachten und vom

Bundesrat verabschiedeten Entschließungsantrag

für Nachbesserungen bei der Unternehmensteuerreform.

Denn in der Stadt Bremen

ging nach Mitteilungen des Statistischen Landesamtes

im Jahr 2008 die Zahl der Betriebs-

Neugründungen schon um 5,4 Prozent zurück.

Bei Betriebsgründungen, bei denen eine größere

wirtschaftliche Substanz vorliegt, sank der

Wert um 3,3 Prozent und die Abmeldungen

von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher

Substanz stiegen dagegen um 16,3 Prozent.

Dies hat in hohem Maße eine konjunkturelle

Bedeutung. Aus unserer Sicht dürfen vor diesem

Hintergrund weitere Entlastungen der

Bürger und Betriebe nicht auf die lange Bank

geschoben werden. Die Bürger müssen entlastet

und die kalte Progression beseitigt werden,

damit sie mehr Spielraum für privaten Konsum

und Investitionen bekommen! Die aktuellen

Entlastungen bei der Krankenversicherung

können daher nur ein Einstieg in künftige

Maßnahmen sein. Mittelfristig müssen unbedingt

weitere strukturelle Reformen darauf

aufgebaut werden.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Editorial

3


Inhalt

BREMEN & BREMERHAVEN

Metropolregion setzt Zeichen . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Treffen zum Thema Finanzkrise . . . . . . . . . . . . . . . 7

DAS HANDWERK

Otto Kentzler zu Konjunkturpaketen:

„Mit Mut und Elan“ angehen . . . . . . . . . . . . . . . 9

Neues Präsidium nach Fusion . . . . . . . . . . . . . . . 9

HANDWERKSKAMMER

Das Bremer Handwerk ehrte seine Besten . . . . . . . . .10

HandWERK: Eine Lüftung geht in die Luft . . . . . . . . .11

Kurzarbeit:

Kosten senken und qualifizieren statt entlassen . . . . . .12

Kraftprotz steht jetzt im HandWERK . . . . . . . . . . .13

Neuerungen im Abfallrecht . . . . . . . . . . . . . . . .13

BREMEN

KH-Geschäftsführung:

Bekannter Nachname – neues Gesicht . . . . . . . . . . .14

Freisprechungen:

Innung der Metallbauer . . . . . . . . . . . . . . . . .15

Friseure und Konditoren . . . . . . . . . . . . . . . .16

Tischler-Ball mit Tanzeinlage . . . . . . . . . . . . . .17

Bäcker-Innung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18

Elektroniker-Innung . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19

Zahntechniker-Innung . . . . . . . . . . . . . . . . .20

Neujahrsempfang der Kfz-Innung . . . . . . . . . . . . .21

Jahresauftakt der Landesinnung der Gebäudereiniger . . . 22

Friseur führt Dresscode ein . . . . . . . . . . . . . . . . .23

Bremer Friseure stellen Haarmode 2009 vor . . . . . . . .24

Konditoren auf Kohlfahrt im Oldenburgischen . . . . . . .25

10

Das Bremer Handwerk

ehrte seine Besten.

Hier Friseurin Carina

Heitmann und FeinwerkmechanikerTorsten

von Wecheln

BREMERHAVEN

Ellinore Piepenbrock-

Führer will sich in diesem

Jahr aus ihrem Amt als

Landesinnungsmeisterin

verabschieden

Themen dieser Ausgabe

Anders Sitzen mit Möbeln vom Tischlerhandwerk . . . . .26

Freisprechungen:

Metall, Bäcker, Kfz-Techniker . . . . . . . . . . . . . .27

Friseure, Maler- und Lackierer, Elektro-Handwerke . . . 28

Sanitär- und Heizungstechnik . . . . . . . . . . . . .29

Damit ein Streit nicht vor Gericht endet . . . . . . . . . .30

SERVICE & BETRIEB

Zahlungsprobleme schon frühzeitig erkennen

Existenzgründung:

. . . . . . .31

„Warum haben wir das nicht schon früher gemacht?“ . . . 32

4 Handwerk in Bremen 3/2009

22

24

32 Mit Unterstützung der BIG selbstständig

gemacht: BP Elektro OHG

Die Bremer Friseur-

Innung stellte die

Haarmode 2009 vor


Themen dieser Ausgabe

NAMEN & NOTIZEN

Geburtstage • Jubiläen . . . . . . . . . . . . . . . . . .33

TIPPS & TERMINE

Kurse und Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . .35

Clever kombiniert – Geld gespart . . . . . . . . . . . . . .36

Seminar Unternehmensübergabe . . . . . . . . . . . . . .37

Frauen für gleiche Bezahlung . . . . . . . . . . . . . . . .37

Handwerk in Bremen 3/2009

35

Am 6. März öffnet

das Haus des Handwerks

in Bremen

seine Türen

THEMEN & TITEL MARKTPLATZ

Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen . . . . . . .38

SCHLUSSPUNKT

10 Fragen an Andreas Meyer . . . . . . . . . . . . . . .39

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39

Das Titelfoto zeigt Katharina Kasanceva, wie sie

ihr Gesellenstück auf der Hairfashion in der Bremer

Strandlust nachfrisiert. Katharina Kasanceva

absolvierte ihre Ausbildung im Salon des stellvertretenden

Innungs-Obermeisters Heiko Klumker

und ist dort jetzt Gesellin.

Mehr Bilder auf Seite 24.

(Foto: Holger Detjen)

39

Andreas Meyer,

neuer Geschäftsführer

der KH Bremen,

antwortet auf die

10 Fragen von HiB

70677 5,– €

HANDWERK IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk Bremen und Bremerhaven in 3/2009

Foto: Holger Detjen

KH und AGVH Bremen: Neues vom HandWERK:

Geschäftsführerwechsel LKW-Motor und Werkstattlüftung

Immer hinein in die kühle Stube ...

Volkswagen Kühltechnik-Transporter von Tiemann.

Neuenlander Str. 41/43 | 28199 Bremen | Tel. 0421.5 90 03-0 | www.tiemann.eu

Sie suchen ein verlässliches Fahrzeug für die dauerhafte Kühlung temperaturempfi

ndlicher Fracht?

Für anspruchsvolle Kühl-Logistik bietet Tiemann Ihnen Volkswagen Caddy, T5

oder Crafter mit modernstem Innenausbau und umweltfreundlicher Kälte-Einheit

von Carrier-Transicold. Wählen Sie zwischen Leasing, Finanzierung oder Kauf.

Bei uns erhalten Sie das passende Fahrzeug für alle Ihre Kühl-Ansprüche.

Informieren Sie sich bei Herrn Coerdt unter Telefon 04 21/5 90 03-41 oder

bei Herrn Stibbe unter Telefon 04 21/5 90 03-45.

Leasing, Kauf oder

Finanzierung?

Bremer Friseure

präsentieren

Haarmode

für Frühjahr

und Sommer

Stühle, Bänke, Hocker:

Möbel vom Tischlerhandwerk

Nutzfahrzeuge

Inhalt

5


Bremen & Bremerhaven Metropolregion

GEWINNER DER AKTION

„GUT FÜR BREMEN“

Wer ist „Gut für Bremen“? Die Sieger der im

Herbst gestarteten swb-Aktion wurden von

Bremer Bürgern aus 152 eingegangenen

Bewerbungen online gewählt. Auf Platz 1

kamen die Aktiven der Bremer Tafel, auf

Platz 2 landete das Team des Focke-Windkanals

und der Martinsclub auf Platz 3.

Bis Ende Dezember 2008 konnte jeder Interessierte

ein Mal täglich auf den Internet-

Seiten für die swb-Aktionen „Gut für Bremen“

(und „Gut für Bremerhaven“) die dort

gelisteten Bewerber bewerten. Die Kernidee

der Aktion: Menschen, die sich für das

Gemeinwohl im Land Bremen einbringen

und engagieren, ein Forum bieten und ihr

Wirken einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Das geschieht nun mit einer Plakat-

Aktion in Bremen und Bremerhaven.

PERSPEKTIVE WIEDEREINSTIEG

BREMEN ERHÄLT 1,5 MIO. EURO

„Das ist ein toller Erfolg für Bremen und

mehr noch eine große Hoffnung für Wiedereinsteigerinnen

in den Beruf“, so kommentiert

Arbeits- und Frauensenatorin Ingelore

Rosenkötter den Zuschlag zum Bundesprogramm

„Perspektive Wiedereinstieg“, den

Bremen und Bremerhaven als eine von 17

Regionen bekommen haben. Für das auf

drei Jahre angelegte Programm des Bundesministeriums

für Familie, Senioren, Frauen

und Jugend stehen bundesweit 14 Millionen

Euro aus dem Europäischen Sozialfonds

zur Verfügung, Bremen erhält davon 1,5

Millionen Euro. Insgesamt hatten sich über

120 kommunale Träger darum beworben.

Mit dem Geld sollen Frauen gefördert werden,

die mehrere Jahre familienbedingt aus

dem Erwerbsleben ausgestiegen sind und

nun wieder einsteigen wollen.

UMWELT-SENATOR

FÜR KLIMA-ALLIANZ

Umweltsenator Dr. Reinhard Loske hat für

Bremen den europäischen Bürgermeisterkonvent

unterzeichnet. Die 350 Städte, die

im Beisein von EU-Kommissionspräsident

Jose Manuel Barroso in Brüssel dem Konvent

beigetreten sind, verpflichten sich, die

von der EU bis 2020 angestrebte Verringerung

der CO 2-Emissionen um 20 Prozent

noch zu übertreffen. Ein „Energie-Aktionsplan“,

die Organisation von Energietagen

und mehr sollen helfen, das umzusetzen.

METROPOLREGION SETZT ZEICHEN

Zwei Jahre nach Gründung des Vereins Metropolregion Bremen-

Oldenburg im Nordwesten können Gründer und Mitglieder auf

eine erfolgreiche Arbeit blicken.

Gut zwei Jahre nach der Vereinsgründung

blickten jetzt die Akteure des Vereins „Metropolregion

Bremen-Oldenburg im Nordwesten

e.V.“ in Delmenhorst auf ein ereignisreiches

Jahr 2008 zurück. „Vor allem in den Bereichen

Automotive und Ernährungswirtschaft haben

unsere Clusteraktivitäten an Fahrt gewonnen.

Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft

treiben wir über verschiedene Projekte

voran. Mit rund 900.000 Euro fördern die Länder

Bremen und Niedersachsen 16 Projekte für

die Entwicklung des Nordwestens“, zieht Landrat

Gerd Stötzel, Erster Vorsitzender der Metropolregion,

eine positive Bilanz. Seit rund einem

halben Jahr gebe das Logo „Metropole Nordwest:

Die Frischköpfe“ diesen Erfolgen ein neues

Gesicht. Mit dieser Marke und dem neuen Internetportal

www.frischkoepfe.de hat sich die

Metropolregion als innovative und ideenreiche

Region klar im Wettbewerb positioniert.

„Mich stimmt vor allem zuversichtlich, dass

in unseren Clustern Unternehmen, Wissenschaft

und Verwaltung nicht zum Selbstzweck

zusammenarbeiten, sondern um entlang der

vollständigen Wertschöpfungskette dieser Branchen

den Schatz an Potenzialen gemeinsam zu

heben, von Synergieeffekten zu profitieren,

gemeinsame Interessen voranzutreiben und

den Nordwesten mit seinem Innovationspotenzial

national und international zu vermarkten,“

resümiert Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, 2. Vorsitzender

der Metropolregion und Vorstandsvorsitzender

der Bremer Landesbank, das Engagement

der Akteure.

„Regionalentwicklung ist vor allem Wirtschaftsentwicklung.

Darum engagieren sich im

Förderverein ‚Wirtschaft pro Metropolregion’

mittlerweile über 80 Unternehmen, Kammern

und Verbände, um den Standort Metropolregion

in öffentlich-privater Partnerschaft gezielt

zu stärken,“ so Dr. Joachim Peters, Vorsitzender

des Fördervereins und Hauptgeschäftsführer

der Oldenburgischen IHK.

Als besonders erfolgreich haben sich 2008

die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft

und die Vernetzung der Hochschulen

gezeigt. Das Projekt „Wirtschaftsrelevante

Wissenschaftsspitzen“ hat sich zum Ziel gesetzt,

das Profil der regionalen Wissenschaft mit Blick

auf den Transferbedarf der Wirtschaft zu schärfen.

Auf der Veranstaltung „Zukunftsbild Nord-

west“ vom 12. September 2008 war in branchenbezogenen

Workshops wie Energiewirtschaft,

Ernährungswirtschaft, Maritime Wirtschaft

und Gesundheitswirtschaft eine große

Aufbruchstimmung zu spüren. „Mit diesem

Schwung der Akteure aus Wissenschaft und

Wirtschaft wird das Projekt weiter entwickelt,

und die Metropolregion wird diesen Prozess

unterstützen“ folgert Senator Dr. Reinhard

Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und

Europa sowie Mitglied im Vertretungsberechtigten

Vorstand, aus dem gelungenen Auftakt

des Projekts.

Die Metropolregion hat sich auch erfolgreich

in einem bundesweiten Wettbewerb um Forschungsgelder

für regionale Klimaanpassungsstrategien

beworben. In den nächsten fünf Jahren

werden mit dem Projekt „Nordwest 2050“

Anpassungspotenziale und -strategien in den

Kernbranchen Energiewirtschaft, Ernährungswirtschaft

sowie Hafenwirtschaft/Logistik

erforscht und entwickelt. „Klimaschutz und die

Anpassung an die nicht mehr vermeidbaren Folgen

des Klimawandels sind für Politik, Wirtschaft

und Gesellschaft die zentralen Herausforderungen

international, national, aber auch

hier vor Ort. Mit dem Forschungsprojekt ‘Nordwest

2050’ haben wir eine hervorragende Plattform,

auf der in den kommenden fünf Jahren

eine an den regionalen Gegebenheiten angepasste

Strategie entwickelt werden soll,“ unterstreicht

Senator Dr. Reinhard Loske.

Zusammenfassend erklärt Staatssekretär

Friedrich-Otto Ripke, Niedersächsisches Ministerium

für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz

und Landesentwicklung, dass auch

das Land Niedersachsen mit der Arbeit der

Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten

äußerst zufrieden sei. „Besonders die

enge Partnerschaft von Wirtschaft, Verwaltung,

Politik und Wissenschaft hat sich bewährt und

zeichnet diese Metropolregion aus.“

Innerhalb von nur zwei Jahren seit Gründung

des Vereins sei eine sehr vertrauensvolle

Zusammenarbeit entstanden und gemeinsam

konnten viele neue Entwicklungsimpulse

gesetzt werden. Für das Jahr 2009 sei es wichtig,

so Friedrich-Otto Ripke weiter, die Stärken

des ländlichen Raums und der städtischen Zentren

gemeinsam weiter zu entwickeln.

6 Handwerk in Bremen 3/2009


Nachrichten

BETRIEBE KÄMPFEN UM ARBEITSPLÄTZE

Senat traf zum zweiten Mal mit Repräsentanten der Wirtschaft

zusammen. Thema waren wiederum die richtigen Reaktionen auf

die Finanzkrise.

Nach einem Treffen von Wirtschaftssenator

Ralf Nagel mit Vertretern der Kammern und der

Banken kam jetzt der Senat in einer erweiterten

Runde auch mit Repräsentanten der

Arbeitsagenturen Bremen und Bremerhaven

und den Kreishandwerkerschaften zusammen.

Bürgermeister Jens Böhrnsen zog dabei ein

wichtiges Fazit: „Wir haben übereinstimmend

den Eindruck, dass die Betriebe um den Erhalt

von Arbeitsplätzen kämpfen, weiter in Ausbildung

investieren und durch Qualifikationsmaßnahmen

den nachhaltigen Weg einschlagen,

um gestärkt aus der Krise herauskommen zu

können.“ Allerdings wurde auch berichtet, dass

sich Beratungsgespräche zu Kündigungen bei

der Arbeitnehmerkammer laut Geschäftsführer

Ingo Schierenbeck verstärkt haben.

Im Vordergrund der Gespräche am runden

Tisch im Senatssaal stand die Bestandsaufnahme

der aktuellen Situation. Dabei berichteten

Handwerkskammer, Handelskammer und

Unternehmerverbände wie auch die Agenturen

übereinstimmend, dass „überragend die Linie

vorherrscht, Leute in Beschäftigung zu halten“

(Hans-Uwe Stern, Agentur für Arbeit, Bremen).

Handelskammer Geschäftsführer Dr. Matthias

Fonger wies aber auch auf Prognosen hin, die

„sehr düster“ erscheinen. Umso einiger waren

sich die Gesprächsteilnehmer, dass es gerade

Aktion für Hollerlandquerung

Sympathisanten und Aktivisten der Verkehrsverbindung

zwischen Lilienthal und der Autobahn

27 demonstrierten jetzt für ihre Ziele.

Mit einer symbolischen Aktion starteten sie

den Beginn der Bauarbeiten für eine direkte

Anbindung durch Absperrarbeiten und Kennzeichnung

der Streckenführung.

Zustimmung erhielten

die Demonstranten von

Autofahrern, die tagtäglich

die vier Kilometer lange, mit

13 Ampeln und mehreren

Verengungen versehene

Strecke zwischen Lilienthal,

Borgfeld und Horn-Lehe fahren

müssen. 28.000 Fahrzeuge

passieren täglich die Strecke.

Handwerk in Bremen 3/2009

jetzt auf gegensteuernde Maßnahmen wie das

Konjunkturpaket ankomme. Wirtschaftssenator

Ralf Nagel konnte auf die Veränderungen der

Vergaberegelungen hinweisen, die der Senat

vorgelegt hat. Auch aus der Sicht der Handwerks-Vertreter

wurde dabei besonders auf die

Möglichkeiten der Kurzarbeit anstelle von Entlassungen

hingewiesen.

Arbeitssenatorin Ingelore Rosenkötter und

Hans-Uwe Stern betonten, dass besonders

arbeitsmarktpolitische Themen im Vordergrund

standen: „Wir können den Bremer und Bremerhavener

Unternehmen neun Millionen Euro aus

den Mitteln der Agenturen für Arbeit für Qualifizierungen

anbieten. Damit kann die Kurzarbeit

sinnvoll für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

genutzt werden.“ Qualifizierte Fachkräfte seien

nicht leicht zu finden, so Rosenkötter und Stern

weiter: „Wir appellieren deshalb an die Unternehmen,

das eingearbeitete Personal im Betrieb

zu halten und die Förderangebote intensiv zu

nutzen.“

Die Senatorin appellierte außerdem an die

Unternehmen, auch im nächsten Jahr wieder

ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung

zu stellen. Mögliche Formen von Unterstützung

und Absprachen werden in der Bremer Vereinbarung

unter Federführung der Arbeitssenatorin

besprochen werden.

Im Foto v.l.n.r.: Dirk Kothe, Sprecher der Bürgerinitiative

‘Linie 4 nicht ohne Hollerlandtrasse’;

Holger Mirbach, FDP-Beiratsmitglied

(Horn-Lehe); Torsten Staffeldt, FDP-Bundestagskandidat;

Clemens Stief (mit Presslufthammer),

FDP-Beiratsmitglied (Borgfeld) und

Bernd Richter, Bürgerschaftsabgeordneter und

verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.

Bremen & Bremerhaven

ERLEICHTERTE VERGABE VON

ÖFFENTLICHEN AUFTRÄGEN

Der Senat hat den Gesetzentwurf zur erleichterten

Vergabe von öffentlichen Aufträgen

beschlossen. Damit könnten die insbesondere

aus dem Konjunkturpaket II avisierten

Beträge zügig eingesetzt werden. Wirtschaftssenator

Ralf Nagel: „Die Regelungen zur vereinfachten

Auftragsvergabe sind kurzfristig

erforderlich geworden, damit die beabsichtigten

konjunkturellen Wirkungen durch verstärkte

Auftragseingänge bei den Unternehmen

erreicht werden können. Wir wollen

damit die Beschäftigungslage positiv beeinflussen,

denn die Unternehmen brauchen

zum Erhalt der Arbeitsplätze die Aufträge

jetzt und nicht erst viel später.“ Im weiteren

Verlauf wird nun die zuständige Deputation

für Wirtschaft und Häfen mit dem Gesetzentwurf

befasst, bevor dieser dann der Bürgerschaft

zur Beschlussfassung zugeleitet

wird.

Kernstück der Landesregelung sind die Möglichkeiten

der so genannten „Beschränkten

Ausschreibung“ von Aufträgen bei Bauleistungen

bis zum Wert von einer Million Euro

sowie der „Freihändigen Vergabe“ bis zu

einem Wert von 100.000 Euro, ohne dass

diese Verfahrensweisen, wie sonst vorgesehen,

im Einzelfall mit dem Vorliegen besonderer

sachlicher Umstände begründet werden

müssen. Für Aufträge im Liefer- und Dienstleistungsbereich

gilt die entsprechende Möglichkeit

der Freihändigen Vergabe bis zu

einem Wert von 50.000 Euro, während im

Bereich zwischen 50.000 und 100.000 Euro

eine Beschränkte Ausschreibung vorgesehen

ist. Zur Wahrung der Transparenz und des

Wettbewerbs regelt der Gesetzentwurf, dass

die Vergabestellen vorab bestimmte Veröffentlichungspflichten

einhalten. Die beabsichtigte

Vergabe ist auf elektronischem

Wege, vorzugsweise über die gemeinsame

bremische Vergabeplattform www.vergabebremen.de

bekannt zu geben. Außerdem soll

bei Anwendung der erleichterten Verfahrensregelungen

stets eine Mindestanzahl an

Anbietern beteiligt werden, um so den Wettbewerb

zu sichern. Bei einer Freihändigen Vergabe

sind im Regelfall mindestens vier Anbieter

und bei einer Beschränkten Ausschreibung

mindestens sechs Anbieter zu beteiligen.

Der Bundesgesetzgeber hat eine ähnliche

Regelung bereits erlassen. Der bremische

Entwurf sieht vor, dass die beschleunigten

Vergaberegeln mit Ende des Jahres 2010

wieder außer Kraft treten.

7


Antworten zur Finanzkrise.

Stellen Sie uns jetzt Ihre Fragen –

in Ihrer Sparkasse oder online unter

www.sparkasse-bremen.de

Sparkassen-Finanzgruppe

Die Finanzkrise wirft viele Fragen

auf – wir geben Ihnen Antworten.

Die Finanzkrise bewegt nach wie vor viele Menschen in Deutschland. Deswegen

bieten wir sowohl Kunden als auch Nichtkunden die Möglichkeit, uns ihre Fragen

rund um das Thema Finanzen und Geldanlagen zu stellen.

Dem Wohlstand ihrer Region und den dort lebenden Menschen verpflichtet: die

Sparkassen. Gut für Sie – gut für Deutschland.


Nachrichten

„MIT MUT UND ELAN“ ANGEHEN

ZDH-Präsident Otto Kentzler nahm zu den Konjunkturpaketen

der Bundesregierung im Magazin „Nord-Handwerk“ Stellung. Die

Pakete bieten zusätzliche Impulse, so Kentzler.

Die Konjunkturpakete der Bundesregierung

bieten gerade dem Handwerk viele zusätzliche

Impulse. Diese neuen Möglichkeiten gilt es „mit

Mut und Elan“ anzugehen, so ZDH-Präsident

Otto Kentzler in einem Interview mit dem Magazin

„Nord Handwerk“. Kentzler: „Wir müssen uns

auf unsere Stärken am heimischen Markt konzentrieren.“

Auf die Frage, wie er die momentane wirtschaftliche

Situation insbesondere im Handwerk

sehe, sagte Kentzler: „Immer wieder höre

ich, dass man noch ausreichend zu tun hat.

Davon ausgenommen ist natürlich das Kraftfahrzeuggewerbe.

Aber ich weiß auch, dass

viele Betriebe die nächsten Monate fürchten,

weil neue Aufträge spärlicher werden. Hier setzen

die Konjunkturpakete an. Unseren Betrieben

werden viele Chancen geboten, die sie

unbedingt nutzen sollten.“

Der ZDH-Präsident sagte zur Konjunturentwicklung:

„Deutschland ist viel besser aufgestellt

als die Nachbarn. Gegen alle negativen

Einflüsse der Weltwirtschaft sind wir natürlich

nicht gefeit. Ein Absturz für das Handwerk wird

Handwerk in Bremen 3/2009

aber ausbleiben, wenn wir uns auf unsere Stärken

und Möglichkeiten am heimischen Markt

konzentrieren.“

Zur Beschäftigungssituation und der Ausbildungsbereitschaft

der Betriebe sagte Kentzler:

„Natürlich können wir keine verlässliche Prognose

für das Jahr abgeben. Aber ich bin zuversichtlich,

dass die Beschäftigungszahlen weitgehend

stabil bleiben werden. Auch die Ausbildungsbereitschaft

ist weiter hoch. Viele Betriebe

werben schon seit Wochen um gute Schulabgänger.

Viele nutzen gerade in diesem Jahr

die Chance, sich bei Abiturienten als Alternative

für ein Studium zu empfehlen. Angesichts

der hohen Abiturientenzahlen durch doppelte

Abi-Jahrgänge in vielen Bundesländern dürften

sie damit Erfolg haben.“

Schließlich lobte Kentzler die Handlungsfähigkeit

der Großen Koalition in Berlin: „Das

schafft das notwendige neue Vertrauen. Ich will

jetzt nicht ewig nachkarten, sondern fordere alle

im Handwerk auf, die gerade für uns gebotenen

neuen Möglichkeiten mit Mut und Elan

anzugehen.“

NEUES PRÄSIDIUM NACH FUSION

Nach Zusammenschluss der Handwerkskammern Braunschweig

und Lüneburg-Stade jetzt neues Präsidium gewählt.

Die Handwerkskammern Lüneburg-Stade

und Braunschweig haben sich mit Jahresbeginn

zur Handwerkskammer Braunschweig-

Lüneburg-Stade zusammengeschlossen. Jetzt

wurden auf der konstituierenden Sitzung der

Vollversammlung in Braunschweig die ersten

Präsidenten gewählt. Hans-Georg Sander und

Rolf Schneider führen die neue Kammer.

Sander war bereits seit 1999 Präsident der

Handwerkskammer Braunschweig. Der 64jährige

Elektromeister und Diplom-Ingenieur

führt seit 1977 einen Elektrobetrieb in Goslar.

Schneider wurde im April 2008 zum Vizepräsidenten

der Handwerkskammer Lüneburg-

Stade gewählt. Der 43-jährige Friseurmeister

und Betriebswirt des Handwerks ist seit 1990

in Bad Fallingbostel selbstständig. Der bisherige

Präsident aus Lüneburg-Stade, Gernot

Schmidt, konnte aus Altersgründen nicht noch

einmal zur Wahl antreten. Er war bereits von

der Übergangsvollversammlung einstimmig

zum Ehrenpräsidenten gewählt worden.

Die Festrede anlässlich der ersten Vollversammlung

der neuen Kammer hielt Niedersachsens

Ministerpräsident Christian Wulff. Er

gratulierte den neuen Präsidenten und

bezeichnete die Fusion als zukunftsweisend.

„Es freut mich sehr, dass Sie den Mut gefunden

haben, sich für eine gemeinsame Kammer

zu entscheiden. Ihr Handeln zeugt von

Weitsicht. Sie haben gesehen, welche Chancen

in einer Fusion liegen und sind mit Konsequenz

und Tatkraft an die Umsetzung

gegangen“, sagte Wulff.

Die neue Handwerkskammer beschäftigt

über 300 Mitarbeiter und steht nach Mitgliedern

mit rund 27.500 an achter Stelle unter

den deutschen Handwerkskammern. Das

Haushaltsvolumen beträgt rund 32 Millionen

Euro.

Das Handwerk

KENTZLER ZUM RÜCKTRITT

VON MICHAEL GLOS

„Das Handwerk bedauert den Schritt von

Michael Glos. Als Bundeswirtschaftsminister

war er ein Garant für die klare Ausrichtung

der Wirtschaftspolitik an der Sozialen

Marktwirtschaft.“ So ZDH-Präsident Otto

Kentzler zum Rücktritt des Bundeswirtschaftsministers.

Kentzler: „Er ist ein Mann

der Wirtschaft im Wirtschaftsministerium

gewesen. Die in seinem Haus formulierte

Reformpolitik richtete sich nach den Erfordernissen

der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter.

Michael Glos wusste stets um die

Sorgen aber auch die Möglichkeiten des

Mittelstands und speziell des Handwerks.

So hat er beispielsweise frühzeitig erkannt,

dass die weitere Entlastung der Betriebe und

Bürger bei Steuern und Abgaben notwendig

ist. Er hat Rückgrat gezeigt, wenn es

darum ging, die Energiepolitik der aktuellen

Entwicklung auf den Märkten anzupassen.

Und er hat die Chancen kleiner und

mittlerer Betriebe für ein Engagement im

Ausland verbessert. Schon diese wenigen

Beispiele zeigen, dass die Leistung von

Michael Glos im Amt nicht hoch genug eingeschätzt

werden kann.“

Zum Nachfolger Karl-Theodor zu Guttenberg

sagte Kentzler: „Das Handwerk setzt darauf,

dass er im heimatlichen Bezirk Oberfranken

die Bedeutung von Handwerk und Mittelstand

besonders für die ländlichen Räume

kennengelernt hat.“

PRÜFUNG WIEDER PFLICHT

Zum August 2009 wird die Ausbildereignungsprüfung

nach knapp sechsjähriger

Aussetzung wieder eingeführt. Das Handwerk

begrüßt diese Entscheidung der

Bundesregierung. „Zu Beginn des nächsten

Ausbildungsjahres haben wir endlich wieder

einen verlässlichen Qualitätsstandart

für alle Ausbilder in der Wirtschaft“, so

Handwerkspräsident Otto Kentzler.

Berufs- und arbeitspädagogisches Know-how

werden im Handwerk bereits in der Meisterprüfung

verlangt. „Die Qualität, die in der

Ausbildung im Handwerk seit jeher Standart

ist, wird nun auch für die übrige Wirtschaft

wieder Pflicht“, unterstreicht Kentzler. Das

stärkt das Vertrauen in die duale Ausbildung

und setzt in Europa ein Signal für den hohen

Anspruch des deutschen Berufsbildungssystems.

Die Wiedereinsetzung ist Teil des Novellierungsprozesses

der Ausbildereignungsverordnung

(AEVO).

9


Handwerkskammer Bestenehrung

DAS BREMER HANDWERK EHRTE SEINE BESTEN

Überdurchschnittliche Prüfungsleistungen im bremischen Handwerk. Bremens beste Handwerker

wurden jetzt in der Handwerkskammer geehrt. So auch Carina Heitmann und Torsten von

Wecheln, die beide mit der Traumnote „1“ Meister wurden.

Insgesamt 25 bremische Handwerks-Meister

und vier Meisterinnen haben im Bezirk der

Handwerkskammer Bremen im vergangenen

Jahr ihre Prüfungen mit überdurchschnittlichen

Leistungen bestanden. Besonders

erfolgreich waren die Friseurin Carina Heitmann

und der Feinwerkmechaniker Torsten

von Wecheln mit der Traumnote 1.

Auch beim bundesweiten Wettbewerb der

Handwerksjugend – zu dem jeweils die besten

Auszubildenden der Bundesländer eingeladen

werden – war mit dem Gebäudereiniger

Tim Götze ein bremischer Lehrling erfolgreich,

Götze erreichte einen zweiten Platz.

In einer Feierstunde im Gewerbehaus ehrte

die Handwerkskammer die bremischen Auszubildenden,

die im vergangenen Jahr als

Beste ihres Jahrgangs die Berufsausbildung

erfolgreich abgeschlossen haben und die

neuen Meister, die bei ihrer Weiter-Qualifizierung

durch herausragende Leistungen hervorgetreten

sind.

Handwerkskammer-Präses Joachim Feldmann

ging bei seiner Gratulation besonders

auf die Notwendigkeit von Qualifikation und

Weiterbildung ein. „Die Meisterprüfung ist ein

entscheidender Baustein für den beruflichen

Aufstieg und die persönliche Weiterentwicklung

eines Gesellen im Handwerk. Sie vertieft

und erweitert das fachliche Know-how und

vermittelt dazu auch betriebswirtschaftliches,

rechtliches und pädagogisches Wissen“, hob

er hervor. Rund zwanzig Prozent aller Arbeitsplätze

und fast vierzig Prozent aller Ausbildungsplätze

in Deutschland werden vom

Handwerk gestellt. Damit ist das Handwerk

Motor der Berufsausbildung und einer der

leistungsfähigsten Wirtschaftsbereiche im

Die besten Meister 2008:

Elektrotechniker Alexander Wolfgang Albrecht

Elektrotechniker Dirk Brockmann

Elektrotechniker Marc Kloppenburg

Elektrotechniker Peter Lukas

Elektrotechniker Jens Meyerholz

Elektrotechniker Niko Scharnhusen

Elektrotechniker Olaf Siemer

Elektrotechniker Frank Thöle

Elektrotechniker Torben Wander

Die beiden besten Meister: Friseurin Carina Heitmann und Feinwerkmechaniker Torsten von

Wecheln. Beide bestanden ihre Meisterprüfung mit der Traumnote 1. (Foto: HiB)

Land. „Diese zentrale Rolle, die das Handwerk

für Bremen einnimmt, verdankt es ganz entscheidend

den Meistern des Handwerks“,

sagte Präses Feldmann.

Cornelia von Ilsemann vom Senator für Bildung

und Wissenschaft zeigte in ihrer Ansprache

Respekt vor der Leistung der Absolventen

und sagte: „Mit dem, was Sie geleistet haben,

sind Sie ein gutes Stück voran gekommen und

werden ausgezeichnete Perspektiven haben.

So viele gute Ergebnisse haben auch etwas

Feinwerkmechaniker Torsten von Wecheln

Feinwerkmechaniker Michael Witt

Feinwerkmechaniker Björn Homann

Feinwerkmechaniker André Janßen

Friseurin Carina Heitmann

Friseurin Andrea Isensee

Friseurin Yvonne Nuglisch

Friseurin Juliana Stahl

Gebäudereiniger Ingo Brauser

Kraftfahrzeugtechniker Eike Eggers

Kraftfahrzeugtechniker Thomas Nölle

mit Qualität der Ausbildung in den Betrieben

zu tun.“ Sie dankte der Handwerkskammer, die

sich speziell die Sicherung der Ausbildungsqualität

auf die Fahne geschrieben hat. Brigitte

Böhme, Präsidentin der Bremischen Evangelischen

Kirche, ging in ihrem Festvortrag auf

die Worte der Weisen und den Wert der Volksweisheiten

am Beispiel des Sprichwortes

„Spare, lerne, leiste was, dann haste, kannste,

biste was“ ein.

Kraftfahrzeugtechniker Casjen-Derk

Rümenap

Kraftfahrzeugtechniker Marko Schwarze

Maler und Lackierer Galip Cödel

Maler und Lackierer Georg Dederer

Maler und Lackierer Peter Finken

Tischler Björn Lasota

Tischler Benjamin Rodefeld

Tischler Thomas Borchers

Tischler Arno Wurster

(weiter nächste Seite)

10 Handwerk in Bremen 3/2009


Neues aus dem HandWERK

EINE LÜFTUNG GEHT IN DIE LUFT

Das HandWERK erweitert seine Schweißwerkstatt. Eine moderne Absauganlage

filtert gesundheitsschädliche Gase aus der neuen Werkstatt.

So wird das HandWERK fit für die Zukunft.

Wer schweißt schmilzt unter extremer Hitze

Werkstoffe auf. Dadurch entstehen Emissionen.

Besonders hoch sind diese beim konventionellen

Elektroschweißen, denn dabei werden

neben dem Elektrodenwerkstoff noch

Hilfsstoffe wie beispielsweise umhüllte Stabelektroden

aufgeschmolzen. So bilden sich

Aerosole, die sich fein in der Raumluft verteilen

und als gesundheitsschädliche Schwebstoffe

eingeatmet werden können. Sie müssen

darum unbedingt an der Entstehungsstelle

abgesaugt werden.

Im HandWERK – Kompetenzzentrum der

Handwerkskammer hat sich in den vergangenen

zwei Jahren eine Menge verändert. Werk-

Landessieger des Wettbewerbs der

Handwerksjugend und zweiter Bundessieger:

Gebäudereiniger Tim Götze vom Ausbildungsbetrieb

Bodo Götze.

Landessieger des Wettbewerbs der Handwerksjugend

und ihre Ausbildungsbetriebe:

Augenoptikerin Gisa Wiegandt, Fielmann AG

& Co. Vegesack.

Bodenleger Eduard Mikoelan, IBS Institut f.

Berufs- u. Sozialpädagogik e. V.

Elektroniker FR: Energie- und Gebäudetechnik

Nils Janssen, Jörg Janßen.

Bäckerei-Fachverkäuferin Janina König, Tantzen

GmbH „Bäcker mit Tradition“.

Fahrzeuglackierer Michael Wagner, BMW AG

Niederlassung Bremen.

Feinwerkmechaniker SP: Maschinenbau Dennis

Sorgenfrei, DGzRS.

Handwerk in Bremen 3/2009

stätten wurden modernisiert und insgesamt

wird das Gebäude nach und

nach fit gemacht für die Anforderungen

der Zukunft. Das zahlt sich aus.

Bestes Beispiel: der früher defizitäre

Schweiß-Bereich schreibt wieder

schwarze Zahlen. Mittlerweile sind die

vorhandene Schweißerwerkstatt und

ein separaten Bereich für das Elektroschweißen

erweitert worden. Mitte

Februar wurde die neue Absauganlage

geliefert. Ein großer Kranwagen

hievte den großen Ventilator-Block auf

das Dach der Schweißwerkstatt (siehe

Fotografin Rabea Domschke, Studio Flashlight

Katja Fahnenschmidt.

Friseurin Corinna Heidmann, Detlef Hünnecke

Hair Entertainment GmbH.

Gerüstbauer Christoph Samiec, Maku Gerüstbau

GmbH.

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker Thomas

Schäffer, Conrad Pollmann Norddeutsche

Karosseriefabrik GmbH.

Konditorin Annika Büsselmann, Konditorei

Knigge Emil Knigge OHG.

Kosmetikerin Verena Bruns, Yvonne Leupertz-

Saifi.

Kraftfahrzeugmechatroniker FR: Pkw-Technik

Eike-Nils Ahrens, Werner Automobile GmbH.

Kraftfahrzeugmechatroniker FR: Fahrzeugkommunikationstechnik

Johannes Müller,

BMW AG.

Handwerkskammer

Foto oben). Er soll künftig die Schweißrauche

mit den gesundheitsschädlichen

Nickelverbindungen oder Chromaten

absaugen. Ein im Innenhof

platzierter Filter reinigt die Luft. Werkstattleiter

Peter Brandt (links) zeigt

sich zufrieden mit der Entwicklung der

Schweißwerkstatt und sagt: „Wenn

wir die neuen Schulungsplätze einrichten,

berücksichtigen wir gezielt, dass

die Atemluft der Lehrgangsteilnehmer

von gesundheitsgefährlichen

Stoffen freigehalten wird".

(Fotos: HiB/HandWERK)

Maler und Lackierer FR: Gestaltung und

Instandhaltung Jakob Schmalz, Waller

Beschäftigungs- & Qualifizierungsgesellschaft

mbH.

Maßschneiderin SP: Damen Jane Fildebrandt,

Theater der Freien Hansestadt Bremen.

Maurer Vadim Groß, EG Massivhaus GmbH.

Orthopädiemechanikerin und Bandagistin

Dorothee Klembt, Sanitätshaus Medisan

GmbH.

Parkettleger Jörg Grambow, Sven Heise

Bodenverlegungen GmbH.

Tischler Fabrice Kamp, Ausbildungsgesellschaft

Bremen GmbH.

Zimmerer Klaas Lütjen, Bremer Holzbau

GmbH.

Zweiradmechaniker FR: Fahrradtechnik Dennis

Böttjer, Stefan Bohlmann.

11


Handwerkskammer Veranstaltung • Bekanntmachung

KOSTEN SENKEN UND QUALIFIZIEREN STATT ENTLASSEN

Wer wegen schlechter Auftragslage seinen Mitarbeitern kündigt, muss sie bis zum Ablauf der

Kündigungsfrist voll bezahlen. Handwerkskammer und Bundesagentur für Arbeit informieren über

die Kurzarbeit als bessere Möglichkeit, eine Krise zu überwinden.

Kleine und mittlere Handwerksbetriebe

behaupten sich im Wettbewerb vor allem

wegen ihrer gut eingespielten Mitarbeiter-

Teams. Müssen wegen fehlender Aufträge Mitarbeiter

entlassen werden, geht aufgebautes

Know-how für den Betrieb unwiederbringlich

verloren. „Damit die kleinen Betriebe die derzeitig

schwierige wirtschaftliche Lage leichter

meistern können, hat die Bundesregierung

extra die bisherigen Regeln für Kurzarbeit

geändert. Vor allem kleine und mittlere Handwerksbetriebe

sollen durch einfachere Regelungen

ihre Teams behalten können, statt Mitarbeiter

entlassen zu müssen. Wenn sich die

Auftragslage bessert, können sie dann sofort

wieder mit voller Kraft und voller Leistung

durchstarten. Die Betriebe bleiben flexibel

und verlieren weder Zeit noch Geld für die

Suche nach Personal und deren Einarbeitung“,

sagt Michael Busch, Hauptgeschäftsführer der

Kammerbeitrag 2009

Die Vollversammlung der HANDWERKSKAMMER BREMEN hat am

16. Dezember 2008 gemäß § 106 Abs. 1 Nr. 5 HwO in Verbindung

mit § 3 der Beitragsordnung der Handwerkskammer Bremen den Beitragsmaßstab

für das Wirtschaftsjahr 2009 wie folgt festgesetzt:

Selbständige Handwerker und Inhaber handwerksähnlicher Betriebe:

1. Grundbeitrag

1.1. Für Alleininhaber, Einzelfirmen und

Personengesellschaften: 288 Euro

1.2. Ermäßigter Grundbeitrag für Betriebe nach

1.1., bei Veranlagung nach Gewerbeertrag

bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb bis

10.000 Euro: 183 Euro

1.3. Ermäßigter Grundbeitrag für Betriebe nach

1.1., bei Veranlagung nach Gewerbeertrag

bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb von

10.001 Euro bis 17.900 Euro: 237 Euro

1.4. Für juristische Personen oder Personengesellschaften,

bei denen eine juristische

Person Vollhafter ist: 555 Euro

2. Zusatzbeitrag

2.1. Nach Gewerbeertrag/Gewinn aus

Gewerbebetrieb bis 128.000 Euro: 1,13 %

2.2. Von dem 128.000 Euro übersteigenden

Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb: 0,65 %

Handwerkskammer. Die führt darum zusammen

mit der Agentur für Arbeit eine Veranstaltung

durch, die über die Chancen von

Kurzarbeit als Alternative zu Entlassungen

informiert.

„Viele Betriebe waren in den letzten Jahren

so stark ausgelastet, dass für dringend nötige

Weiterbildung der Mitarbeiter keine Zeit

war. Kurzarbeit bietet Unternehmen jetzt die

Chance, ihre Belegschaft an Schulungsmaßnahmen

teilnehmen zu lassen, so dass Betrieb

und Arbeitnehmer gemeinsam gewinnen: Einerseits

wird der Mitarbeiter auf den neuesten

Stand gebracht und andererseits rüstet sich

der Betrieb für den kommenden Wettbewerb

im nächsten Konjunkturaufschwung“, sagt

Hans-Uwe Stern, Geschäftsführer der Agentur

für Arbeit Bremen.

Wer solchermaßen vorausschauend denkt,

hat aber auch noch einen finanziellen Vorteil:

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Basis für die Bemessung des Grund- und Zusatzbeitrages des Jahres

2009 ist das Jahr 2006.

Für Alleininhaber, Einzelfirmen und Personengesellschaften, bei denen

eine juristische Person nicht Vollhafterin ist, wird die Bemessungsgrundlage

für den Zusatzbeitrag um einen Freibetrag von 10.000 Euro

gekürzt.

Soweit ein Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb nicht vorliegt,

der Kammer jedoch Gewerbesteuermessbeträge vorliegen und

der letzte Gewerbesteuermessbetrag größer als 0 Euro ist, wird der

Grundbeitrag und der Zusatzbeitrag auf der Grundlage des aus dem

Gewerbesteuermessbetrag errechneten Gewerbeertrags erhoben und

als vorläufiger Beitrag ausgewiesen. Falls dies nicht der Fall ist, wird

der nach dem Einkommensteuer- oder Körperschaftssteuergesetz

ermittelte Gewinn aus Gewerbebetrieb herangezogen.

Der vorstehende Beschluss wurde durch den Senator für Wirtschaft

und Häfen durch Bescheid vom 5. Februar 2009 und von der Senatorin

für Bildung und Wissenschaft durch Bescheid vom 12. Februar

2009 genehmigt.

Bremen, 16. Februar 2009

Die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sich

nämlich an den Kosten für die Weiterbildung.

Die Höhe richtet sich dabei nach Art der Qualifizierung,

der Betriebsgröße und der Person

der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers.

Im Konjunkturpaket II ist darüber hinaus

geplant, dass die Bundesagentur für Arbeit

zusätzlich zum Kurzarbeitergeld auch die Sozialversicherungsabgaben

während der Weiterbildung

voll übernimmt.

Die Agentur für Arbeit und Handwerkskammer

informieren am 10. März ausführlich über

die neuen Regelungen und die damit verbundenen

Chancen für die Betriebe.

10. März, 16.30 Uhr, in der Handwerkskammer

Bremen: Gemeinsame Informationsveranstaltung

von Handwerkskammer und Agentur

für Arbeit Bremen zu den neuen Regelungen

der Kurzarbeit (s.a.: Tipps&Termine)

Kröger Busch

Vizepräses Hauptgeschäftsführer

12 Handwerk in Bremen 3/2009


Neu im HandWERK

KRAFTPROTZ STEHT JETZT IM HandWERK

Acht große Zylinder und eine halbe Tonne

Gewicht – so präsentiert sich ein neuer Motor in

der Kfz-Werkstatt im HandWERK. Unterrichten

die Spezialisten des HandWERK normalerweise

schon an modernsten Fahrzeugen und aktuellsten

Modellpaletten vieler namhafter Automobilhersteller,

ist der PS-starke graue Riese eher

eine Besonderheit: Er ist nämlich ein LKW-Motor.

„Ein Drittel der Kfz-Lehrlinge werden an LKW

ausgebildet. Mit dem neuen Motor sind wir jetzt

auch in diesem Bereich gut ausgerüstet“, sagt

Peter Brandt, Leiter der Werkstätten im Hand-

WERK. Auf seine Initiative hat Scania dem Hand-

WERK den Motor mit dem modernen Einspritzsystem

nach dem Pumpe-Düse-Prinzip überlassen.

Das Modell wird von Scania zusammen mit

anderen Motoren in der aktuellen Serie verbaut.

Dozenten, Lehrlinge, und Meisterschüler im Hand-

WERK freuen sich über das Geschenk, dass die

Ausbildung verbessert und Praxis näher gestaltet.

Sie haben für den Koloss erst einmal einen

stabilen Rahmen mit Rollen angefertigt, auf dem

er in der Werkstatt bewegt werden kann.

Handwerk in Bremen 3/2009

Handwerkskammer

Das HandWERK schult an modernsten PKW. Ein Geschenk von LKW-Hersteller Scania bringt das

Kompetenzzentrum jetzt auch bei der Brummi-Technik auf den aktuellen Stand. Als erstes wurde

für den Motor ein stabiler Rahmen gefertigt.

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG

DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Änderung der Beitragsordnung der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Die Vollversammlung der HANDWERKSKAMMER BREMEN

hat auf ihrer Sitzung am 16. Dezember 2008 die nachfolgende

Änderung von § 3 Abs. 1 der Beitragsordnung der

HANDWERKSKAMMER BREMEN beschlossen:

Der Jahresbeitrag besteht aus einem Grundbeitrag und

einem Zusatzbeitrag. Der Grundbeitrag kann nach bestimmten

Kriterien gestaffelt festgesetzt werden. Der Zusatzbeitrag

errechnet sich auf der Grundlage des Gewerbeertrages

oder des Gewinns aus Gewerbebetrieb. Wird der Zusatzbeitrag

nach dem Gewinn berechnet, darf Grundbeitrag und

Zusatzbeitrag den für Betriebe mit Gewerbeertrag festgesetzten

Grundbeitrag nicht überschreiten.

Der vorstehende Beschluss wurde durch den Senator für

Wirtschaft und Häfen durch Bescheid vom 13. Januar 2009

und von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft durch

Bescheid vom 8. Februar 2009 genehmigt.

Bremen, 23. Februar 2009

Kröger Busch

Vizepräses Hauptgeschäftsführer

Ausbildung am echten Objekt – Dozent Michael Kolkmann erklärt Lehrlingen die Funktionsweise

des Pumpe-Düse-Motors. (Foto: HiB)

NEUERUNGEN IM ABFALLRECHT

Seit einem Jahr sind das geänderte

Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetz

sowie die neue Nachweisverordnung

in Kraft. Wesentliche Änderungen:

• Abfälle werden dem EG-Recht folgend

nur noch in gefährliche und

nicht gefährliche Abfälle eingestuft.

• Die bisher notwendigen vereinfachten

Entsorgungsnachweise

entfallen.

• Die bisherigen Abfallwirtschaftskonzepte

und Bilanzen für

gewerbliche Abfallerzeuger entfallen.

• Es müssen Register über die Entsorgung

der Abfälle geführt werden.

• Die Nachweisführung wird künftig

elektronisch abgewickelt (ab

2010 Pflicht).

Über die Neuerungen informiert eine

Kooperationsveranstaltung von BIS

Bremerhavener Gesellschaft für

Investitionsförderung u. Stadtentwicklung,

Industrie- und Handelskammer

Bremerhaven, RKW Bremen

und Handwerkskammer Bremen.

Am 9.März, 14.00 bis 17.00 Uhr,

im t.i.m.e Port II, Barkhausenstr. 2,

27568 Bremerhaven

Informationen: Tuku Roy-Niemeier,

Arbeitsschutz- u. Umweltschutzberatung

der Handwerkskammer Bremen,Telefon

(04 21) 30 500 312

E-Mail: roy-niemeier.tuku@hwk-bremen.de.

Anmeldungen an:

Fax: (04 21) 30 500 319 oder E-Mail:

Sachbearbeitung.Betriebsberatung

@hwk-bremen.de. Das Anmelde -

formular kann telefonisch (04 21)

30 500 311 oder online unter:

www.hwk-bremen.de (Aktuelles/Ver -

anstaltungen) abgerufen werden.

13


Bremen KH Bremen intern

BEKANNTER NACHNAME – NEUES GESICHT

Die Kreishandwerkerschaft Bremen hat einen neuen Geschäftsführer – mit demselben Namen wie

der Kreishandwerksmeister. Andreas Meyer führt ab 9. März die Kreishandwerkerschaft Bremen

und den Arbeitgeberverband Handwerk e.V.

Mehr als einhundert Bewerber hatten sich

für die im November ausgeschriebene Stelle

des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft

Bremen beworben. Am Ende entschied

sich der Vorstand der Kreishandwerkerschaft

Bremen einstimmig für Andreas Meyer aus Bremen-Vegesack.

Am 20. Januar hat ihn die Mitgliederversammlung

bei keiner Gegenstimme

und einer Enthaltung zum neuen Geschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft Bremen und

des Arbeitgeberverbandes Handwerk Bremen

e.V. gewählt.

Andreas Meyer ist ein Mann der Wirtschaft.

Er hat zunächst bei der Sparkasse Bremen den

Beruf des Bankkaufmanns gelernt und sich

später zum Sparkassenbetriebswirt weiter

gebildet. An der Fernuniversität Hagen hat er

verschiedene betriebswirtschaftliche Studiengänge

belegt und zeichnete von 1996 an verantwortlich

für die Immobilien der Sparkasse

Bremen sowie deren Bewirtschaftung. Hierzu

zählte auch die Koordination und Vergabe von

Aufträgen zur Gebäude-Unterhaltung und -

Instandhaltung. In dieser Zeit hat er bereits

intensiv mit dem Bremer Handwerk und bremischen

Behörden zusammen gearbeitet.

Von 2001 an hat Andreas Meyer dann für

die Sparkasse Bremen eine so genannte ‘Kreditfabrik’

aufgebaut. In ihr wird die Nachbearbeitung

des Kreditgeschäfts der Sparkasse

Bremen sowie weiterer Sparkassen vorgenommen

und optimiert. Nach dem erfolgreichen

Aufbau wurde dieses von ihm als Geschäftsführer

geleitete Tochterunternehmen der Sparkasse

zwischenzeitlich in ein Gemeinschaftsunternehmen

mit der Hamburger Sparkasse

eingebracht. Ende 2005 wechselte Andreas

Meyer nach Hannover um für die dortige Sparkasse

Hannover bzw. die Norddeutsche Landesbank

eine weitere Kreditfabrik aufzubau-

Der neue Geschäftsführer der KH und des AGvH Bremen Andreas Meyer (links), hier mit Kreishandwerksmeister

Peter Meyer, tritt sein Amt am 9. März an. HANDWERK IN BREMEN stellt den

neuen GF mit den „10 Fragen an ...“ in dieser Ausgabe vor. (Foto: HiB)

ten und zu leiten. Als deren Geschäftsführer

war er unter anderem für Niederlassungen in

Braunschweig und Rostock mit mehr als 300

Mitarbeitern verantwortlich.

Als echter Bremer, der in Bremen-Strom aufgewachsen

ist und seit vielen Jahren mit seiner

Familie in Vegesack wohnt, hat er seinen

privaten Lebensmittelpunkt in seiner Heimatstadt

beibehalten. Allerdings beschränkte sich

seine Anwesenheit in den letzten Jahren in

erster Linie auf Wochenenden. Die neue berufliche

Herausforderung bei der Kreishandwerkerschaft

Bremen bringt ihn nunmehr wieder

seinem Wohnort näher.

Für die neue Aufgabe qualifizieren Andreas

Meyer vor allem seine wirtschaftliche Ausrichtung

und seine umfangreichen unternehmerischen

Erfahrungen. Daneben zeichnet ihn

der Blick fürs Wesentliche aus und er kann sich

schnell in neue Aufgabenstellungen einarbeiten.

Mit seiner den Menschen zugewandten

Art und seinem Geschick, auch unterschiedliche

Standpunkte ausgleichen zu können, wird

er die Interessen des Bremer Handwerks nachdrücklich

vertreten und den Anliegen des Bremer

Handwerks die notwendige Aufmerksamkeit

verschaffen. Davon verspricht sich die

Kreishandwerkerschaft neue Impulse und eine

noch stärkere Ausrichtung auf die Interessen

ihrer Mitglieder als bisher. Andreas Meyer wird

seine Tätigkeit am 9. März aufnehmen. Der

Vorstand der Kreishandwerkerschaft freut sich

ebenso wie er auf die Zusammenarbeit.

14 Handwerk in Bremen 3/2009


Freisprechung Metall-Handwerk

TRADITION ALS ZEICHEN DER BESTÄNDIGKEIT

Im Beisein von Bürgermeisterin Karoline Linnert sprach die Innung der Metallbauer 22 neue

Gesellen von den Pflichten ihrer Lehrzeit frei. Die Traditionen der Schlosser leben im Beruf der

Metallbauer weiter.

„Ein Schlosser hat erst ausgelernt, wenn

alle zehn Finger gleich lang sind“, lautet ein

handwerkliches Sprichwort. Es verdeutlicht,

dass Schlosser im Grunde nie ausgelernt hatten,

sondern immer wieder Neues hinzu lernen

mussten. Heute gibt es den Beruf des

Schlossers nicht mehr – er wurde vom Metallbauer

abgelöst. Aber seine Tradition lebt weiter.

Nicht „ausgelernt“ aber mit der erfolgreichen

Winter-Gesellenprüfung ihre Lehrzeit

beendet haben darum jetzt unter der Traditionsfahne

der Schlosser-Innung 22 junge

Metallbauer. Sie wurden im Handwerkssaal

der Handwerkskammer Bremen von Obermeister

Peter Meyer und Lehrlingswart Hans Kastens

von den Pflichten ihrer Lehrzeit freigesprochen.

Als besonderer Gast war die Bürgermeisterin

und Senatorin für Finanzen Karoline Linnert

gekommen und überbrachte die Grüße des

Senats. In ihrer Festansprache freute sie sich

Handwerk in Bremen 3/2009

mit den neuen Gesellen darüber, welch schönen

Beruf sie gewählt haben, in dem sie die

Ergebnisse ihrer eigenen Leistung auch tatsächlich

sehen könnten und mit ihrer erfolgreichen

Prüfung nunmehr zu einem vollwertigen

Mitglied unserer Gesellschaft – mit allen Rechten

und allen Pflichten – heran gewachsen

seien. „Der Übergang von der Ausbildung in

den Beruf ist eine spannende Zeit im Leben“,

sagte sie, „mit der Freisprechung geht jetzt eine

besondere Lebensphase zu Ende und eine neue

Phase voller Erwartungen beginnt.“ Jetzt müssten

die Metallbauer – unter denen Frauen

noch immer eine Rarität seien – erst richtig

ihren Mann stehen, sagte die Senatorin und

riet zu Optimismus und machte Mut, dass sich

die jungen Leute auch von den zur Zeit oft

schlechten Nachrichten nicht verrückt machen

lassen. „Krisen kommen und gehen; das ist ein

Zustand an den wir uns gewöhnen müssen und

große Firmen sind oft viel anfälliger als die

Betriebe des Handwerks, die oft schneller und

Glückwünsche von der Bürgermeisterin – Finanzsenatorin Karoline Linnert und Lehrlingswart

Hans Kastens gratulieren Robert Urbschat, der die Gesellenprüfung mit „gut“ bestanden hatte.

Als besondere Anerkennung erhielt er von Obermeister Peter Meyer eine Uhr mit dem Logo der

Handwerkskammer. Sympathische Geste: Mit jedem neuen Gesellen wechselte die Bürger -

meisterin ein paar persönliche Worte und erkundigte sich über ihre Zukunfts-pläne und ob sie

schon einen Arbeitsplatz haben. (Foto: Stefan Schiebe)

besser reagieren können“, sagte sie. Im Hinblick

auf die schwierige Situation in vielen

Wirtschaftsbereichen sagte sie, dass der Senat

wolle, dass der Mittelstand vom Konjunkturprogramm

der Bundesregierung viel abbekomme

und die zirka 117 Millionen Euro schnell

und für möglichst viele Branchen und Gewerke

sinnvoll ausgeben werden sollen.

Metallbauer Robert Urbschat hat seine Ausbildung

beim Berufsbildungswerk in Bremen

absolviert und als einziger die Gesellenprüfung

mit der Note „gut“ bestanden. Zehn

Prüflinge haben ihre Gesellenprüfung mit

der Note „befriedigend“ bestanden, elf Prüflinge

mit der Note „ausreichend“. „Das Ergebnis

zeigt die Beständigkeit unserer Auszubildenden,

die durch die Ausbildungsbetriebe

und die Berufsschule stets intensiv gefördert

und unterstützt werden“, sagte Obermeister

Peter Meyer.

Sie bestanden die Gesellenprüfung der

Metallbauer Winter 2008/2009:

Dierk Blümel, Matthias Brauer, Eugen Diesendorf,

Patrik Karwat, Alexander Kolke, Jens

Langhans, Timo Lemke, Daniel Mesenbrink,

Henry Naujokat, Steffen Peters, Jonas Reinert,

Christian Ruth, Yasmine Sayari, Bennet

Scherfchen, Moritz Söhnel, Michel Staps, Kai-

Kevin Stein, Robert Urbschat, Alexander

Wolobuew, Sascha Wolter, Yildirim Yüksel,

Alexander Zettlitzer.

Bremen

15


Bremen Freisprechungen

FREISPRECHUNGEN BEI FRISEUREN UND KONDITOREN

16 Friseurinnen wurden in der „kleinen“

Winter-Freisprechung von der Obermeisterin

der Friseur-Innung Bremen, Brigitte Seekamp,

Anfang Februar freigesprochen. Zwei Auszubildende

bestanden die Prüfung leider nicht.

Ihr Gesellenzeugnis erhielten: Gisa Ahrendt,

Nezla Demircan, Gülden Ertas, Irina Hirschfeld,

Nina-Christin Hochfeld, Ekaterina Kazanceva,

Stephanie Kellner v. Bergen, Nazife Keser,

Tülay Kötter, Maria Röpke, Jennifer Schwarz,

Esra Sengül, Vivien Steffens, Marijana Stevovic,

Viktoria Uljachin und Lisa Wessels.

In der Konditorei Knigge wurden Anfang

Februar vier junge Damen, drei Konditorinnen

und eine Konditoreifachverkäuferin, freigesprochen.

Der Obermeister der Konditoren-

Innung, Andreas Knigge, freute sich, den Junggesellinnen

gratulieren und ihre Zeugnisse

überreichen zu können.

Im Beisein der Lehrer, Holger Plate und

Hartmut Giegling, dem Ehrenobermeister der

Innung Heiko Rockmann und Werner Leue

vom Prüfungsausschuss sowie einigen Freunden

und Verwandten machte der Obermeister

darauf aufmerksam, welch schönen Beruf die

jungen Frauen gewählt haben. Viele Türen

stünden nun offen.

Das Foto unten zeigt Obermeister Andreas

Knigge und Werner Leue (Prüfungsausschuss)

mit Christina Nickel, Jasmin Rauscher, Anna-

Jacoba Lührs und Nadeschda Maier.

(Fotos und Text: Stefan Schiebe)

RegIS-ONLINE – SEIT ÜBER

ZEHN JAHREN ERFOLGREICH

Wirtschaftsförderung und Standortmarketing

sind das zentrale Anliegen der Internet-Datenbank

RegIS-Online. Seit 1997 fungiert RegIS

als zentrales Wirtschaftsportal für Wirtschaftsförderung

und Standortmarketing in der

Region zwischen Weser, Elbe und Ems. Unternehmen

und Investoren bietet die Datenbank

einen guten ersten Überblick über die jeweiligen

Branchen und Möglichkeiten am Standort

wie das Abrufen der Wirtschaftsdaten aller

Kommunen, Forschungsdatenbanken oder

freie Gewerbeflächen und -immobilien. Die

Idee der regionalen Vernetzung greift weitere

zehn Jahre zurück: Vor 20 Jahren haben die

Wirtschaftsfördereinrichtungen des Nordwestens

mit dem „Regionalen Wirtschaftsinformationssystem“

(RegIS) das gemeinsame Netzwerk

für kontinuierliche Wirtschaftsförderung

gegründet. Mit RegIS-Online wurde dieser

Grundidee eine zeitgemäße Form gegeben.

Potenzielle Kunden, Zulieferer oder Kooperationspartner

mit einem Mausklick finden – das

zählt zum Nutzungsangebot von RegIS-Online.

Hinzu kommt die Veröffentlichung von Firmendaten

und Unternehmensschwerpunkten,

die als Service der Wirtschaftsförderung für die

Portalnutzer kostenfrei ist. Durchschnittlich

11.000 Besuche verzeichnet das Portal im

Monat. Derzeit nutzen mehr als 7.000 Unternehmen

die Vorteile von RegIS-Online mit

einem unverbindlichen Firmenprofil.

www.regis-online.de.

16 Handwerk in Bremen 3/2009


Tischler-Innung

TISCHLER-BALL MIT TANZEINLAGE

Zu den Höhepunkten des gesellschaftlichen

Lebens der Bremer Tischler-Innung

gehört der jährliche Tischler-Ball. Jetzt feierten

die Tischler ihr 51. Winterfest. Knapp 100

Einladung zum Tag des offenen Hauses

Die Kreishandwerkerschaft Bremen und der Arbeitgeberverband Handwerk

Bremen e.V. sind im Herbst letzten Jahres aus dem Gewerbehaus

in die Martinistraße umgezogen (HANDWERK IN BREMEN berichtete).

Mit den Partnern Inter-Versicherung, gleichzeitig Trägerin des Versorgungswerks

e.V., und der Innungskrankenkasse (ikk) Nord ist so das

„Haus des Handwerks“ mit einem gemeinsamen Büro als Service-Einrichtung

aller drei Institutionen entstanden. Über das gesamte Angebot

des Service-Büros im Haus des Handwerks wird demnächst ausführlich

berichtet.

Am 6. März sind alle Interessierten eingeladen, sich in der Zeit zwischen

10 und 15 Uhr, selber ein Bild vom neuen „Haus des Handwerks“

zu machen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Partner

freuen sich über zahlreiche Besucher.

Handwerk in Bremen 3/2009

Gäste hatten sich dazu Ende Januar eingefunden.

Unter musikalischer Begleitung der Showband

Michael Thiel, wurde getanzt und

gefeiert – bis drei Uhr des nächsten Morgens.

Begeistert wurde die Tanzeinlage der Gruppe

‘STRIPPZ’ Just Dance aufgenommen (Foto

links). Die jungen Tänzerinnen um Anna Winter

(oben im Foto links ) erhielten viel Applaus.

Nicht nur bei Obermeister (und Vater) Matthias

Winter, der anschließend rote Rosen als kleines

Dankeschön verteilte. Ebenso fand die

Tombola Zustimmung bei den Tischlern.

(Fotos: Tischler-Innung)

Ansehen und probesitzen in unseren

über 1.000 qm Ausstellungsräumen

im Gewerbegebiet Bremer Kreuz

Montags bis freitags 8 – 16 Uhr.

Beratung gern auch außerhalb dieser Zeit

nach Vereinbarung. Parkplatz-Garantie!

®

Bremen Mahndorf

Rationelle Büro- u. Betriebseinrichtungen

collection synchro-linea

kein Genuss ist vorübergehend,

denn der Eindruck, den er zurücklässt,

ist bleibend. (J.W.v. Goethe)

Heerenholz 12-14

D-28307 Bremen

Tel. 0421- 486050

Der große

- Katalog

kommt kostenlos

auf Anforderung

Fax 0421- 4860540

E-mail: info@rbb.de

Internet: www.rbb.de

Bremen

17


Bremen Freisprechung Bäcker-Handwerk

DIE ZEIT DER „KLEINEN BRÖTCHEN“ IST VORBEI

Die Bäcker-Innung Bremen sprach die erfolgreichen Teilnehmer der Winter-Gesellenprüfung frei.

Die zwei Bäcker-Lehrlinge und acht Auszubildende zu Bäckerei-Fachverkäuferinnen bestanden alle

ihre Prüfung. Zeugnisse aus der Innungslade.

Für zwei Bäcker-Lehrlinge und acht Auszubildende

zu Bäckerei-Fachverkäuferinnen ist

die Zeit der kleinen Brötchen vorbei. Am 4.

Februar wurden sie im Wandschneidersaal des

Gewerbehauses vom Obermeister der Bäcker-

Innung Bremen, Wilfried Schnaare, freigesprochen.

Der freute sich zusammen mit der Vorsitzenden

des Prüfungsausschuss der Fachverkäuferinnen

im Nahrungsmittelhandwerk FR:

Bäcker, Heike Hanke, und seinem Beisitzer

Uwe Paul über den erfolgreichen Nachwuchs.

In einer kurzen Ansprache ging der Obermeister

auf die Geschichte und die Bedeutung

der Freisprechung ein und erinnerte daran,

dass jetzt, nach Abschluss ihrer Lehrzeit, den

Gesellen viele Türen offen stehen. Dabei

appellierte er auch an den gesunden Ehrgeiz

und den Wert fortwährender Weiterbildung.

Ganz im Sinne der überlieferten Tradition

klopfte der Obermeister zur Freisprechungszeremonie

mit einem Hammer dreimal auf die

Innungslade mit den Abschlusszeugnissen,

bevor er sie verteilte. Danach gratulierte er den

erfolgreichen Absolventen, die zum Teil von

engen Freunden und Verwandten begleitet

wurden.

594_02/09_HIB

Betriebshaftpflicht-Versicherung

Für besonders gute Leistungen wurden die Bäckerei-Fachverkäuferinnen Laura Möller vom Ausbildungsbetrieb

Werder Bäcker Bünger GmbH, Rebecca Paulsen vom Ausbildungsbetrieb Tantzen

GmbH und Sandra Siebert vom Ausbildungsbetrieb Frank Thräm und Ruth Andexer einem

Blumenstrauß geehrt. Mit ihnen freuten sich Wilfried Schnaare, Obermeister der Bäcker-Innung

Bremen, und Heike Hanke, Vorsitzende des Prüfungsausschuss der Fachverkäuferinnen im

Nahrungsmittelhandwerk FR: Bäcker (ganz links). (Foto: Stefan Schiebe)

Sie können gewissenhaft planen, alle Eventualitäten

berücksichtigen, und doch birgt jeder Betrieb, jedes

Produkt Risiken, die allzu schnell existentiell werden.

Es sei denn, Sie haben einen Partner, der bereits an alles

gedacht hat:

� Rundum-Risikoabdeckung

� Preisgünstige Mitversicherung Ihrer privaten Haftpflicht

� Versicherungsschutz auch für Mitarbeiter

Dass Ihre monatlichen Prämien dabei nicht selbst zum

Risikofaktor werden, erklären wir Ihnen gerne persönlich.

Erleben Sie, wie beruhigend es ist, auf die sichere Seite

zu wechseln.

18 Handwerk in Bremen 3/2009

Versorgungswerk

Rechnen Sie mit allem.

Nur nicht mit hohen Prämien.


andwerker

eratung

INTER Versicherungen

Handwerker Beratung

Erzbergerstraße 9 – 15

68165 Mannheim

Service Center 0621 427-427

Telefax 0621 427- 944

info@inter.de

www.inter.de


Freisprechung Elektroniker-Handwerk

TROTZ SPANNUNGSABFALL FREUDE ÜBER ERGEBNISSE

Normalerweise ist die Übergabe von Prüfungszeugnissen spannend. Auf ihrer Freisprechungsfeier

erlebten die Elektroniker jetzt einen plötzlichen Spannungsabfall: Die Zeugnisse fehlten. Dass

dennoch alles gut ablief, ist Obermeister Dieter Siever zu danken, der die Situation rettete.

Stark vereinfacht ist ein Kurzschluss eine

Verbindung zweier Pole, durch die eine vorhandene

Spannung auf einen Wert nahe Null

fällt. Elektroniker (vormals Elektroinstallateure)

kennen sich damit aus, sie wissen ebenso

gut mit Blitzschutz- und Antennenanlagen

umzugehen wie mit Hausgeräten und speicherprogrammierbaren

Steuerungen und

haben heutzutage weit mehr zu tun, als nur

Licht ins Dunkel zu bringen.

Dennoch kam es bei der Freisprechungsfeier

der 42 Elektroniker und dem einen Elektro-

Installateur, die ihre Prüfung erfolgreich abgeschlossen

haben, zu einem Spannungsabfall:

Die Zeugnisse der diesjährigen Winter-Gesellenprüfung

waren nicht vorhanden.

Obermeister Dieter Siever machte das Beste

aus der Situation und erzählte ein wenig aus

Existenzbedrohung durch Insolvenzen.

Ein effizienter Schutz vor Forderungsausfall bleibt daher wichtig.

Mit der R+V-ProfiPolice WKV –

Forderungen schützen und durchsetzen:

Professionelle Kreditprüfung

Rechtsschutzfunktion

Online-Service

Forderungsmanagement

Insolvenzschutz

Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.

Kontakt für Bremen

Stephan Kück-Lüers

Telefon: 0 421 36 82 536

Stephan.Kueck-Lueers@ruv.de

www.ruv.de

Handwerk in Bremen 3/2009

Kontakt für Bremerhafen

Johann Perl

Telefon: 0 4747 94 98 41 90

Johann.Perl@ruv.de

der Historie des Handwerks, dem Sinn der Freisprechung

und dass früher die Freigesprochenen

ab diesem Tag „am Gesellentisch sitzen,

eine Tanzbelustigung besuchen und ihr erstes

Glas Bier trinken“ durften. Auf amüsante

Weise schilderte er die Erlebnisse des Prüfungsausschusses

im Verlauf der Gesellenprüfung,

ging kurz auf die gleichzeitig mit der

Gesellenprüfung erreichte Fachhochschulreife

der Absolventen ein und freute sich über

ihre ausgezeichneten Zukunftsaussichten. Mit

kleinen Anekdoten brachte er die zahlreichen

Gäste zum Schmunzeln und machte Mut,

indem er sagte: „Die Junggesellen haben einen

zukunftsorientierten Beruf gewählt. Ihre

Zukunftsaussichten sind gut und in punkto

beruflicher Aufstieg sind für die Meisten keine

Kurzschlüsse zu befürchten.“

Von den 50 angetretenen Auszubildenden

hatten 43 die Prüfung bestanden. Einer von

ihnen, Tim Hermisson vom Ausbildungsbetrieb

Elektro Hagens, hat seinen Arbeitsauftrag

sogar mit ‘sehr gut’ bestanden – und das,

obwohl er seine Prüfung um volle zwölf Monate

vorgezogen hat!

Trotz fehlender Zeugnisse und Urkunden

ließen sich die Absolventen, deren Verwandte,

die Ausbilder und Mitglieder des Prüfungsausschusses

sowie die anwesenden Mitglieder

der Elektro-Innung Bremen die Freude an den

Ausbildungsergebnissen nicht nehmen. Und

schließlich versprach der Obermeister, dass

die Urkunden so schnell wie möglich allen

neuen Gesellen zugeschickt werden. Danach

lud er alle Gäste zum Anstoßen mit einem Glas

Sekt ins Foyer ein.

Nur bei R+V

in einer Police:

Rechtsschutz für

bestrittene

Forderungen

Bremen

19


Bremen Freisprechung Zahntechniker-Handwerk

GOLD IN DEN KÖPFEN – ZUKUNFT DENNOCH UNGEWISS

Die Zahntechniker-Innung Bremen sprach 27 Auszubildende frei. Viele Neu-Gesellen starten trotz

guter Prüfungsergebnisse in eine ungewisse Zukunft. Der Zahntechniker-Beruf gehört nicht mehr

zu den zehn beliebtesten Ausbildungsberufen.

Viele „Zweien“ aber keinen Besten gab es

bei der Gesellenprüfung der Zahntechniker im

Bundesland Bremen. Obermeister Theodor

Overhoff konnte darum bei der Freisprechung

der 27 Auszubildenden diesmal keinen Jahrgangsbesten

ehren. Stattdessen rief er alle

neuen Gesellen auf in die Verantwortung ihres

Berufes hinein zu wachsen und kompromisslos

auf Qualität zu setzen – nur dies würde

den eigenen Leistungsvorsprung sichern.

„Unser Rohstoff ist das Gold in den Köpfen

der Menschen“, sagte er. Eine gute Möglichkeit,

Qualität nachzuweisen, sei das ‘QS-Dental’-Zertifikat

der Allianz Meisterliche Zahntechnik

des VDZI, durch das die moderne

Zahntechnik ein Gesicht bekäme, sagte der

Obermeister, dessen Dentallabor als erstes

Labor im Land Bremen nach ‘QS-Dental’ zertifiziert

wurde. Es gäbe schon erste Krankenkassen

die Zahnersatz aus gesicherten Quellen

empfehlen, so der Obermeister.

Overhoff dankte den Ausbildern, der

Berufsschule und dem Prüfungsausschuss –

dessen Mitglieder abends nach Feierabend die

Prüfungen vor- und nachbereiteten – für ihr

Engagement und bedauerte, dass durch Globalisierung

und Digitalisierung für deutsche

Zahntechniker Nachteile Löhne sinken und

nur in den Schwellenländer steigen.

Referatsleiterin Marion Seevers überbrachte

die Glückwünsche der Bremer Senatorin für

Bildung und Wissenschaft und stellte in ihrer

Festansprache fest, wie umfangreich die Ausbildung

der heute Zahntechniker sei. Im

Gegensatz zu andere Ausbildungsgängen, in

denen sich die Auszubildenden früh spezialisieren

müssen wie beispielsweise bei den Goldschmieden,

würden Zahntechniker alle Elemente

zur Herstellung von Zahnersatz erlernen

und bräuchten neben Wissen über Anatomie,

Werkstoffe und ästhetischem Empfinden

auch implantologische Kenntnisse und

müssten mit dem Computer umgehen können.

„Kenntnisse um die Andere sie beneiden“,

betonte Marion Seevers. Im Gegensatz zu früher

würde Zahngesundheit heute ganzheitlich

und mit ihren Auswirkungen auf Wirbelsäule,

innere Organe und den ganzen Menschen

gesehen. „Der Beruf ist in den letzten Jahren

ständig anspruchsvoller geworden. Hatten im

Jahr 2002 noch sechzehn Prozent der Zahntechnik-Azubis

einen Hauptschulabschluss,

waren es 2008 weniger als vier Prozent“, sagte

sie und vermutete, dass diese hohen Anforderungen

vielleicht ein Grund seien, dass die Ausbildung

zum Zahntechniker heute nicht mehr

zu den zehn beliebtesten Ausbildungsberufen

gehöre.

Die Betriebsinhaber bat sie, die jungen

Menschen, die sie für ihren Bedarf ausgebildet

hätten, jetzt an die zu Betriebe binden.

Allen, die nicht übernommen werden, riet sie,

sich weiter zu bilden und so vom Wissen An -

derer profitieren oder sich gegebenenfalls

Europa- und weltweit zu bewerben. Einige der

neuen Gesellen haben offenbar auch schon

erste Kontakte geknüpft. Denjenigen, die sich

selbständig machen oder einen Betrieb übernehmen

möchten empfahl sie unbedingt die

Existenzgründungsberatung der Handwerkskammer

oder des RKW Bremen.

Stolz auf das Erreichte – Theodor Overhoff,

Obermeister der Zahntechniker-Innung Bremen

(rechts), sprach 27 neue Gesellen von

den Pflichten ihrer Berufsausbildung frei.

(Foto: Holger Detjen)

20 Handwerk in Bremen 3/2009


Neujahrsempfang Kfz-Innung

„MEHR MITEINANDER SPRECHEN – STATT NUR REDEN“

Kfz-Obermeister Hans-Jörg Kossmann äußerte auf dem Kfz-Neujahrsempfang seine Wünsche für

2009. Einer davon: Mehr Bereitschaft des Verkehrssenators zu Gesprächen mit der Innung des

Kfz-Handwerks Bremen.

Nach eigenen Worten steht der amerikanische

Präsident Barack Obama voller Demut vor

der Aufgabe, die seinem Land bevorsteht: Die

Wirtschaft sei geschwächt – „als Konsequenz

aus Gier und Unverantwortlichkeit einiger

Weniger und weil das amerikanische Kollektiv

es versäumt hat, harte Entscheidungen zu treffen

und sich auf die neue Zeit vorzubereiten“,

wie Obama sagt. Viele haben ihr Zuhause verloren,

Arbeitsplätze sind weg, Geschäfte bankrott…

Das Gesundheitssystem ist zu teuer, die

Schulen werden vielen nicht gerecht, und jeder

weitere Tag zeigt deutlicher, dass die Art, wie

die Amerikaner Energie verwenden, nur ihre

Gegner stark macht und unseren Planeten in

Gefahr bringt.

„Mit ein wenig Vorstellungskraft findet sich

Amerika auch hier in Bremen: Letzter beim

PISA-Test, soziale Brennpunkte, Insolvenzen,

Sanierungsstau an öffentlichen wie privaten

Gebäuden, kaputte Straßen und die Creditreform

Wirtschaftsforschung erwartet für das

laufende Jahr 33.000 Unternehmensinsolvenzen

in Deutschland – davon 1.200 in der Kfz-

Branche. Nicht nur in Detroit, auch hier stehen

schon Produktionsbänder still und wenn die

Auto-Industrie Kurzarbeit fährt, rauschen die

Zulieferer in die Pleite“, sagte Obermeister

Hans-Jörg Kossmann beim diesjährigen Neujahrsempfang

der Kfz-Innung in der Handwerkskammer.

Mehr als einhundert Gäste

waren seiner Einladung gefolgt und hörten,

was ihnen der Obermeister zu sagen hatte. Der

erinnerte daran, dass die seit zwei Jahren anhaltende

Autokrise mit ihren Umsatzverlusten von

sieben Milliarden Euro erst durch die Erhöhung

der Mehrwertsteuer eingeleitet wurde. „Damit

die Staatskasse kräftig klingelt hat die Bundesregierung

billigend in Kauf genommen, dass

sie für viele Betriebe die Existenzgrundlage vernichtet.

Vom Plus profitiert der Bund, mit dem

Minus müssen unsere Betriebe zurecht kommen“,

bedauerte Kossmann und wandte sich

auch gegen das Festhalten Bremens an der Einführung

der – aus seiner Sicht – überflüssigen

Umweltzone: „Eine nach Emissionswerten

gestaffelte Abwrackprämie ist aus unserer Sicht

viel besser als eine Umweltzone geeignet, ungewollte

Diesel zu beseitigen, und hilft, die Nachfrageschwäche

zu überbrücken. Dies hat die

Kfz-Innung im abgelaufenen Jahr versucht

Handwerk in Bremen 3/2009

Wünscht sich eine bessere Kommunikation

des Verkehrsressorts mit seiner Innung –

Obermeister Hans-Jörg Kossmann.

(Foto: Holger Detjen)

anzuregen und konstruktiv zu diskutieren. Allerdings

hat der bremische Verkehrssenator, sich

nicht mit uns darüber unterhalten wollen.“

Heute gibt es die Abwrackprämie und zirka

16 Millionen Fahrzeughalter können von ihr

profitieren. Der Obermeister zeigte sich überzeugt,

dass dies den Austausch alter Wagen

gegen CO 2-arme Fahrzeuge stärker beleben

wird „als alle überflüssigen Umweltzonen

zusammen“.

Kossmann mahnte Verlässlichkeit an und

hob das Hin- und Her der politischen Entscheidungsträger

am Beispiel nachwachsender Rohstoffe

für Kraftstoffe hervor: „Zuerst wurde Bio-

Diesel steuerlich begünstigt. Die Industrie hat

im Vertrauen auf die Chancen, die die Bundesregierung

mit ihrer steuerlichen Förderung von

Biodiesel eröffnet hatte, eine immense Vorarbeit

geleistet. Dann aber kam das Energiesteuergesetz

und brachte das Ende für viele Biodiesel-Unternehmen

und damit die Vernichtung

ihrer Arbeitsplätze. Die vorherigen Fördermittel

waren vergeudet und die Chance nicht

genutzt, den CO 2-Ausstoß um mehr als 10

Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Wer

aber Fortschritt will muss auch den passenden

Rahmen schaffen statt nur Restriktionen aufzubauen“,

mahnte der Obermeister und kritisierte,

dass das Bremer Umweltressort nunmehr

die Einführung einer Lärmzone mit einer Reduzierung

auf 30 km/h in der Stadt und 80 km/h

auf Autobahnen planen würde. „Ist denn das

Auto jetzt des Teufels Kind? Was kommt nach

dem Auto dran? Steuern wir direkt in eine

Umweltdiktatur?“, fragte er.

Aus Sicht des Obermeisters sei es viel wichtiger,

dass Bremen sich einsetze, dass Wartungs-

und Reparaturarbeiten steuerlich so privilegiert

werden wie Privathaushalte es bei

Handwerks- und Dienstleistungen heute schon

werden. „So etwas dient der Konjunktur und

dadurch auch Bremen. Und es ist zugleich ein

wirksames Mittel gegen Schwarzarbeit, die

üblicherweise in Krisenzeiten ansteigt und zu

erheblichen Steuer-Verlusten führt“, schlug er

vor und verglich: „Der neue US-Präsident hat

den kollektiven Traum ausgelöst, als ginge es

wieder aufwärts. Er will Straßen und Brücken

bauen, Stromleitungen und Datenkabel legen,

denn von solchen Verbindungen lebt der Handel.

Auch Bremen braucht bessere Straßen,

sanierte Brücken und mehr Datenkabel.“

Für Hans-Jörg Kossmann besteht das

Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik aus

Geben und Nehmen – nur dass die Kfz-Betriebe

seit Jahren mehr Geben als bekommen. Vielfach

beschäftigen sie mehr Mitarbeiter als

nötig und haben als Zeichen des guten Willens

vor allem in den vergangenen Jahren auch

noch deutlich mehr Lehrlinge eingestellt, als

sie benötigen. „Seit zwei Jahren lagern wir

mehr Autos als wir verkaufen und die meisten

Betriebe müssen ihre Geschäftserwartungen

jetzt noch einmal deutlich nach unten revidieren“,

prognostizierte er und forderte die Landespolitik

auf, angesichts des bevorstehenden

Rezessionsjahres die Sicherung der Berufsausbildung

in den Fokus ihrer Anstrengungen

rücken, damit die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker

– die immerhin zu den beliebtesten

zählt – nicht drastisch an Ausbildungsplätzen

einbüßt.

Bremens CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas

Röwekamp sah als Gast-Redner angesichts

der Rezession große Herausforderungen

auf das Kfz-Handwerk zukommen. Er stellte

sich in der Ablehnung der Umweltzone demonstrativ

an die Seite des Handwerks und hob

dessen Engagement bei der Berufsausbildung

junger Menschen hervor.

Bremen

21


Bremen Gebäudereiniger-Handwerk

ZWEI JAHRZEHNTE IM DIENST DER GEBÄUDEREINIGER

Ellinore Piepenbrock-Führer beendet 2009 nach über 20 Jahren ihre Amtszeit als Landesinnungsobermeisterin

des Gebäudereiniger-Handwerks Nord-West-Niedersachsen und Bremen. „Mit einem

lachenden und einem weinenden Auge“, wie sie sagt.

Für Ellinore Piepenbrock-Führer war es ein

Abschied. Die Landesinnungsmeisterin der

Gebäudereiniger in Nord-West-Niedersachsen

und Bremen war im Januar 2009 noch einmal

Gastgeberin des traditionellen Neujahrsempfangs

des Verbandes im Haus de Handwerkskammer.

„Meine Amtszeit geht nun nach

mehr als zwei Jahrzehnten zu Ende. Diesem

Ereignis sehe ich mit einem lachenden und

weinenden Auge entgegen“, sagte sie in ihrer

Begrüßungsrede. „Es erfüllt mich ein wenig mit

Stolz zu sehen, wie aus dem ursprünglichen

Gedanken ein fester Termin für den Kalender

des Bremer Handwerks geworden ist.“ Sie

hoffe, dass der Empfang seinen Status unabhängig

von ihrer Person behalte, so Piepenbrock-Führer

weiter.

Als Zuhörer hatten sich auch in diesem Jahr

Freunde und Partner des Gewerks aus Politik,

Verwaltung und Wirtschaft eingefunden. Eine

gute Chance also für die scheidende Landesinnungsmeisterin,

vor der drohende Gefahr zu

starker Bürokratisierung und staatlicher Vorgaben

zu warnen. Im Zuge der globalen Wirtschaftskrise

solle die Wirtschaft selbstverständlich

ihren Beitrag leisten, um aus dem

Tal herauszukommen, dazu seien aber

bestimmte Vorraussetzungen nötig. „Bitte bindet

unsere Energien nicht mit der Einhaltung

und Bearbeitungen von Formalien und Überberücksichtigung

von Individualbelangen. Wir,

Landesinnungsmeisterin Ellinore Piepenbrock-Führer mit Rechtsanwalt Patrick von Haake

(Kreishandwerkerschaft und den Arbeitgeberverband Handwerk Bremen).

Links unten: Prof. Dr. Thomas Ziehe brachte die Zuhörer mit den eingestreuten Anekdoten seiner

Festrede zum Schmunzeln. (Text und Fotos: Bastian Mojen)

die Unternehmer, wollen etwas unternehmen“,

sagte sie. Außerdem wies sie auf das immer

schwächere Niveau der Schulabgänger hin.

„Ich meine, das nirgendwo

das Geld besser angelegt ist

als in der Bildung unserer Kinder.“

Mit der Aussage betrat sie

das Themengebiet des diesjährigen

Gastredners, Prof. Dr.

Thomas Ziehe von der Leibnitz

Universität Hannover. Er referierte

zum Thema „Bildungsvorstellungen

dreier Generationen“.

Sehr unterhaltsam

und mit reichlich Anekdoten

gespickt skizzierte er die

Generationen seit den 50er

Jahren. Im Gegensatz zu früher

sei die heutige Jugend

nicht dümmer, sagte er, sondern

die Werte und Lebensbedingungen

hätten sich dra-

matisch verändert. Heute gebe es beispielsweise

keinen Respekt für die Hochkultur mehr.

In den 50er Jahren sei den großen Dichtern

und Denkern noch Achtung, ja Ehrfurcht, entgegen

gebracht worden. Heute ist die Populärkultur

á la Bohlen bei der Jugend salonfähig

und weitestgehend akzeptiert. „Auch das

Nichtwissen hat heute jede Anstößigkeit verloren“,

sagte Ziehe.

Das Leben der Jugend heute sei viel schnelllebiger

als das aller anderen Generationen vorher.

Viele lebten in Parallelwelten. „Wenn die

Kinder heute ihr Handy nicht sofort nach dem

Unterricht anschalten können, dann werden

die krank“, sagte er. Aber es gebe auch Strömungen,

die sich wieder auf alte Traditionen

besinnen. „Heute gibt es beispielsweise Abiturklassen,

die die Lehrer bitten, sich doch eine

Krawatte für die Abschlussfeier umzubinden.

Kann natürlich passieren, dass die sagen, „das

habe ich seit 1975 nicht mehr gemacht, da

fang’ ich jetzt nicht mit an“.

22 Handwerk in Bremen 3/2009


Vermischtes

FRISEUR FÜHRT DRESSCODE EIN

Lange Zeit hat sich Luca Rizzo, Gewinner des Bremer Unternehmerpreises 2005, mit einheitlicher

Kleiderordnung in seinem Friseursalon schwer getan. Nun hat er das Passende gefunden – und

das dann auch gleich mit einer guten Idee verbunden.

2005 gewann Luca Rizzo für sein schlüssiges

Unternehmenskonzept den Unternehmerpreis.

In dem Konzept vereint er seine Lebensphilosophie

und Lebensart mit seinem Unternehmergeist.

Das Ergebnis aus dieser Kombination

ist eine einzigartige Wohlfühl-Oase im

Herzen Bremens: Erstklassige Dienstleistung

und edles Interieur, entsprechend dem Lebensstil

der Gäste. „T-Shirts oder Polo-Shirts mit

Aufdruck stören diesen stimmigen Gesamteindruck“,

sagt Luca Rizzo. Seit der Saloneröffnung,

vor gut zwei Jahren, trieb es den Italiener,

auf der Suche nach einer passenden

Bekleidung für seine Mitarbeiter, daher um.

Aber, so sehr er auch suchte, er wurde nirgends

fündig.

Schließlich wandte er sich an die Maßschneiderin

Helena Lachenmeier, die in Bremen-Nord

in Mona’s Nähstube bei Metin

Tunar beschäftigt ist. Sie entwarf und fertigte

nach Vorgaben des Friseurs den gewünschten

Arbeitsdress für seine Mitarbeiter. Heraus

kam eleganter Schick aus edlen Stoffen in

aparter Form, der die Stylisten bei der Arbeit

Handwerk in Bremen 3/2009

jedoch nicht einengt. Das

gemeinsame Ergebnis gefällt

dem italienischen Friseur und

der russischen Schneiderin so

gut, dass eine weitere

Zusammenarbeit geplant ist

und wer weiß, vielleicht kreieren

die beiden ja sogar noch

eine neue Moderichtung –

den Ruslia-Look?.

Zu bestaunen ist die aparte

Friseurbekleidung im Haus

des Glockenspiels, in der Bremer

Böttcherstraße 4, jedoch

erst ab dem 20. März. Solange

müssen sich nun noch alle

gedulden und damit die

Spannung bleibt, gibt es auch noch keine

Fotos von den Stylisten in ihrem neuen Look.

Luca Rizzo: „Ich dachte, ich habe solange

gewartet, jetzt warte ich noch bis zu diesem

Tag. Frühlingsbeginn heißt ja auch Erneuerung

für die Natur und da ich in meinem Salon nur

Naturprodukte anwende, scheint dieser Tag

RICHTFEST BEI JOHANN OSMERS

Die Johann Osmers GmbH & Co. KG feierte

jetzt im Gewerbegebiet Haferwende (Horn-

Lehe-West) mit rund 100 Gästen Richtfest.

Der technische Gebäudeausrüster (Sanitär-,

Heizungs-, Klima- und Kältetechnik sowie

Bauklempnerei) erstellt hier auf rund 5.500

Quadratmetern für die über 60 Mitarbeiter

Halle, Werkstatt und Büros von 2.300 Quadratmetern

Fläche.

Der Firma und den Mitarbeitern steht ein

ereignisreiches Jahr bevor: Nach dem Umzug

im Mai und Juni von der Kornstraße in die

neue Betriebsstätte folgt im August das 100jährige

Firmenjubiläum.

auch ideal für die Erneuerung in meinem

Salon“. Luca Rizzo’s Freude darüber, dass er

auch diese Idee endlich umsetzen kann, ist so

groß, dass er sich entschlossen hat, auch andere

daran teilhaben zu lassen. So wird es am

20. März in seinem Salon feierlich zugehen

und er wird mit den Gästen anstoßen. Aber

an diesem Tag wird nicht nur gefeiert, sondern

auch gearbeitet werden. Luca Rizzo und sein

Team wünschen sich an diesem besonderen

Tag besonders viele Gäste, denn sie führen am

20. März eine Benefizveranstaltung zugunsten

der im Oktober geborenen Bremer Vierlinge:

Fin, Fiona, Liv und Marten Stührenberg durch.

Luca Rizzo: „Ich bin stolzer Vater einer 8-jährigen

Tochter. Darüber hinaus wird uns Italienern

die Kinderliebe schon in die Wiege gelegt.

Daher möchte ich als Dank für meinen

geschäftlichen Erfolg und als Dank dafür, eine

so prächtige Tochter haben zu dürfen, einfach

etwas Gutes tun und werde die Vierlinge der

Familie Stührenberg künftig kontinuierlich

unterstützen. Die Vierlinge bereiten ihren

Eltern, neben vierfacher Freude, nämlich auch

Kosten in vierfacher Höhe. Es wäre daher

schön, wenn sich viele Bremer an der Spendenaktion

beteiligen. Meine Mitarbeiter und

ich haben schon jetzt eine Spardose für die

Vierlinge aufgestellt. Jeder, der helfen möchte

ist herzlich in meinem Salon willkommen

und kann sich dabei ganz unverbindlich bei

uns umsehen.“

(Text und Foto: Gabriela Schierenbeck)

Bremen

23


Bremen Friseur-Innung

LUST AUF NEUES

Neue Maßstäbe in der

Haarmode. Bremer Friseure

stellten Trendlook vor.

Die Bremer Innungs-Friseure zeigten die neuen

Sommertrends für den Kopf. Kreative Vielfalt

und neue Maßstäbe in der Haarmode waren

das Thema am 16. Februar. Am Vormittag präsentierte

das Modeteam der Bremer Friseur-

Innung aus Fachbeiratsleiter Heiko Klumker

(Damenfach), Nuray und Gülay Özalp, Sabine

Grande und Tabea Barnstorf (Herrenfach), die

neuen Trendlooks für Frühjahr und Sommer

2009 in der Bremer Innenstadt (Foto rechts).

Für die Kosmetik waren Susi Kruse und Mirijam

Butzke zuständig.

Frisurenmode Frühjahr und

Sommer 2009.

(Foto: Stefan Schiebe)

Ganz nah dran: Die Frisuren der Models entstanden direkt vor Ort. Jeder Handgriff

zeigte Routine und Perfektion der Friseurinnen und Friseure. Einige hundert

Besucher hatten sich zur Hairfashion in der Strandlust eingefunden.

(Fotos: Barbara Peper)

Am Abend startete in der „Strandlust“ in Bremen-Vegesack die

„Hair Fashion 2009“, erstmals nach vielen Jahren nicht nur

für das Fachpublikum. Entsprechend groß war der Andrang,

viele Besucher fanden nur noch Stehplätze. Unter den Gästen

Kreishandwerksmeister Peter Meyer sowie Vertreter Kreishandwerkerschaft,

Innungen und den Berufsbildenden Schulen.

Mit vielen Gewinnen für die Verlosung – Restaurant-Gutschein,

MP3-Player, Friseur- Equipment und Kosmetik – unterstützten

Geschäfte und Betriebe die Veranstaltung.

24 Handwerk in Bremen 3/2009


Konditoren-Innung

KONDITOREN AUF KOHLFAHRT IM OLDENBURGISCHEN

Die Konditoren der Innungen Bremen und Oldenburg kamen nicht zum ersten Mal zusammen.

Jetzt veranstalteten sie ein gemeinsames Kohl-und-Pinkel-Essen. Dazu gab es reichhaltige

Informationen über den Landkreis Oldenburg.

Grünkohl ist eine Wissenschaft für sich.

Das fängt schon beim Namen an. Heißt er

doch in Bremen eher Braunkohl, was darauf

zurück zu führen ist, dass hier früher eher eine

farblich braunere Sorte angebaut wurde. Und

wer weiß eigentlich, was genau eine Pinkelwurst

ist? Für Kopfschütteln bei Bewohnern

Deutschlands aus anderen Landesteilen sorgen

zudem regelmäßig die Kohlfahrten.

Zu einer solchen machte sich im Februar

auch die Konditoren-Innung Bremen unter

reger Beteiligung auf. Es ging ins Oldenburgische,

nach Wildeshausen zum Gut Altona.

Dort traf man sich mit Kollegen der Oldenburger

Innung. Und auch der niedersächsische

Landesinnungsmeister, Reinhard Coppenrath,

hatte sich aus Osnabrück aufgemacht. Die

Obermeister der Innungen, Hans Janßen und

Andreas Knigge, freuten sich über die zahlreichen

Teilnehmer und über eine weitere gelungene

gemeinsame Veranstaltung.

Der Kohl und die Beilagen waren zwar

nach Oldenburger Rezept zubereitet, dennoch

waren sich alle einig, dass es ihnen sehr gut

geschmeckt hatte.

Nach dem Essen führte der Weg ins Haus

des Landkreises Oldenburg, das sich seit 1988

in Wildeshausen befindet. Dort begrüßte Landrat

Franz Eger die Gäste bei Kaffee und

Kuchen. Der Landrat erzählte lebhaft von seinem

Landkreis, von Herausforderungen, Problemen

und persönlichen Erlebnissen. Die

Gruppe war sich am Ende einig, dass die Einblicke

spannend und unterhaltsam waren,

zumal es sich der Landrat nicht nehmen ließ,

die Gruppe persönlich durch das Gebäude zu

führen und sowohl sein Zimmer als auch den

unteririschen „Krisenbunker“ zu zeigen.

Was Pinkelwurst ist, soll hier nicht vorenthalten

werden. Natürlich gibt es unterschiedliche

Rezepte und jedes wird gut behütet, aber

einigen kann man sich wohl darauf, dass Pinkel

Würfelspeck, Gerstengrütze, Rindertalg,

Schweineschmalz, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und

andere Gewürze enthält. Und damit auch das

geklärt ist: Der Name stammt von der Hülle

um die Wurst. Pinkel wird eigentlich von einem

gereinigten Rindermastdarm umgeben, was

allerdings immer seltener der Fall ist. Der Mastdarm

heißt im Plattdeutschen „Pinkel".

Handwerk in Bremen 3/2009

Uhrenvergleich am Ende einer gelungenen Veranstaltung: Landrat Franz Eger und der Obermeister

der Konditoren-Innung Oldenburg Hans Janßen. (Text und Foto: Stefan Schiebe)

Ingrid Ebert ging –

Sylvia Buerhop kam

Annähernd 21 Jahre betreute

Ingrid Ebert die Poststelle bei

der Kreishandwerkerschaft

Bremen (Foto unten links). Sie

war vor allem für den Versand

der Briefe, die Vervielfältigung

und den Versand der Rundschreiben

zuständig.

Mit einem lachenden und

einem weinenden Auge, so

sagte sie bei ihrer Verabschiedung

Ende Januar, verlasse sie

nun ihre Arbeitsstelle in den

Ruhestand. So bliebe nun endlich

Zeit zum Reisen und ande-

re Hobbys. Auch langjährige

„Mitstreiter“ ließen es sich

neben allen aktiven Kolleginnen

und Kollegen nicht nehmen,

der kleinen Abschiedsfeierlichkeit

am letzten Arbeitstag

beizuwohnen. So war es für

den langjährigen Geschäftsführer

der KH, Günter Dahlbeck,

eine Selbstverständlichkeit

dabei zu sein, ebenso wie

für Monika Wollschläger, die

lange Jahre das Sekretariat des

Hauptgeschäftsführers bei der

Handwerkskammer geführt

hat. Der stellvertretende Kreishandwerksmeister

Arno Plaggenmeier

würdigte, wie auch

der Geschäftsführer der KH,

Holger Detjen (Foto unten),

den unermüdlichen Einsatz

von Ingrid Ebert, deren Aufgabengebiet

sich durch die technische

Entwicklung gerade in

den letzten Jahren doch sehr

verändert habe.

Als Nachfolgerin begrüßt die

KH Sylvia Buerhop-Harms

(Foto oben) in ihren Reihen.

Die gelernte Bürokauffrau und

zweifache Mutter hat mit frischem

Elan ihren neuen Job

angetreten. Sie verstärkt nun

das KH-Team und freut sich

auf die künftigen Herausforderungen.

(Fotos: Stefan

Schiebe/Sandra Kailbach)

Bremen

25


Bremerhaven Tischlerhandwerk

ANDERS SITZEN MIT MÖBELN VOM TISCHLERHANDWERK

Auszubildende stellen am Tag der offenen Tür in den Gewerblichen Lehranstalten Bremerhaven

ihre Ideen vor. Und die konnten sich sehen lassen: Bequem, individuell, schick und wertvoll – eben

echte Tischlerarbeiten.

„Sitzen geht auch anders“. Das sagten sich

die Auszubildenden des dritten Lehrjahrs und

ihre Lehrer der Gewerblichen Lehranstalten

Bremerhaven (GLA). Im Rahmen eines Projekts

haben die angehenden Tischler und Holzmechaniker

ihre eigenen Vorstellungen von Stühlen,

Bänken und Hockern intensiv durchgesprochen,

die Gestaltung diskutiert sowie

Zeichnungen und Arbeitsablaufpläne erstellt.

In die Tat umgesetzt haben die Auszubildenden

ihre Ideen schließlich in ihren Ausbildungsbetrieben.

Jetzt stellten sie ihre Sitzmöbel bei einem

Tag der offenen Tür in den GLA aus und zeigten

damit, wie wertvoll und individuell die

Arbeiten des Tischlerhandwerks sein können.

Die Besucher konnten außer den Sitzmöbeln

auch die Werkstätten, Labore und Unterrichtsräume

der GLA besichtigen. Die Fachleute der

Berufsschule und der Betriebe sowie die Auszubildenden

standen für Fragen rund um die

Ausbildung in den Holzberufen zur Verfügung.

Bequem und schick: Auszubildender Martin

Gercken präsentierte seine Idee von einem

komfortablen Sitzmöbel (oben).

(Foto: Wolfhard Scheer)

Ein Möbelstück, zwei Funktionen:

Schachtisch und

Hocker (links).

Foto: Jens Mücke

Edles Design und bestes

Material sind die Stärken des

Tischlerhandwerks (rechts).

(Foto: Jens Mücke)

26 Handwerk in Bremen 3/2009


Freisprechungen

Handwerk in Bremen 3/2009

Bremerhaven

FREISPRECHUNGEN DER BREMERHAVENER INNUNGEN

Innung Metall

(Foto rechts)

Ihre Gesellenbriefe nahmen

jetzt 13 junge Metallbauer

bei der Freisprechungsfeier

der Innung Metall entgehen.

Freigesprochen wurden: Nico

Bensen, Sergej Botschkarjow,

Uwe Lütjen, Kevin Meusel,

Sergej Naumov, Eduard Richter,

Dennis Schumann, Melk

Schwanemann, Sören Sonntag,

Nils Sülflow, Kai Thieme,

Christian Urner und Matthias

Utech. Mit ihnen freuten

sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses:

Georg

Künzel, Peter Bolte-Ennen-

Bülken, Ulrich Rodiek, Gerhard

Beilke, Hermann Behrens,

Hauke Witt, Felix Huth

sowie der stellvertretende

Obermeister Reinhard Wetjen.

Foto: Antje Schimanke

Kraftfahrzeugtechniker-Innung

(Foto unten)

Das Kfz-Handwerk Bremerhaven-Wesermünde

darf sich über 34 hoffnungsvolle Nachwuchskräfte

freuen. Bei der großen Freisprechungs-

Bäckerinnung

(Foto rechts)

Brot und Backwaren zählen zu den beliebtesten

Lebensmitteln Deutschlands. In keinem

anderen Land gibt es sie in so großer Vielfalt.

Deshalb müssen Fachverkäuferinnen im

Lebensmittelhandwerk/Bäckerei auch über

viel Wissen verfügen, um Kunden gut beraten

zu können. Elena Erich, Julia Buggel und Telma

Oliveira haben es während ihrer Ausbildung

gelernt. Jetzt wurden sie von der Bäckerinnung

freigesprochen.

Foto: Lothar Scheschonka

feier der Innung bekamen sie ihre Gesellenbriefe

überreicht. Zuvor begrüßte Obermeister

Sieghardt Reinhardt allerdings Prof. Dr. Dr. h.c.

Josef Stockemer, Rektor der Hochschule Bremerhaven,

der mit seiner Ansprache zum guten

Gelingen des Abends beitrug. Als Kraftfahrzeugmechatroniker

wurden freigesprochen:

Albert Alles, Uli Alms, René Badenhop, Dirk

Behnke, Asim Berisha, Torben Brünje, Enrico

Cascione, Nils Deppe, Timur Horch, Martin

Hüsken, Angelika Korsch,

Matthias Kowalewski, Dennis

Langner, Christian Lingenberg,

Christopher Lörbs, Hennes

Mahler, Pierre Marcel Melches,

Marvin Lamar Mingo,

Mike Musfeld, Peter Osuch,

Simon Rekowski, Michél

Renke, Heiko Spiegel, Tim

Stave, Marvin Strelow, Sergej

Ulrich, Nadine Waltemade

und Nils Zabel. Die Abschlusszeugnisse

als Automobilkaufmann

oder Automobilkauffrau

nahmen entgegen: Torben

Anker, Marian Dejdar,

Mogel Monsees, Bechtold

Perera, Justine Pilczewski und

Grögor Pyrskalla.

Foto: Antje Schimanke

27


Bremerhaven Freisprechungen

Friseurinnung

(Foto rechts)

Wenn es um den gelungenen Auftritt geht,

sind sie Expertinnen. Bei der Freisprechungsfeier

der Friseurinnung im Haus des Handwerks

hatten sie ihren großen Auftritt. Ihre

Abschlusszeugnisse als Friseurinnen erhielten:

Sarahl Matejka, Sissy Stein, Christina Rath,

Janine Santos, Banu Bulut, Nesli Han Zeytünlu,

Erika Hahn und Simone Mumme. Mit ihnen

freuten sich der stellvertretende Obermeister

Bodo Jentsch sowie Monika Schulz, Brigitte

Konegen und Sevnur Altuntas vom Prüfungsausschuss.

Foto: Oliver Brandt

Innung der Elektrohandwerke

(Foto unten)

Vor der Prüfung werden viele „unter Strom“

gestanden haben. Mit der Übergabe der Gesellenbriefe

hat sich die Spannung bei den Nachwuchshandwerkern

wieder gelegt. Bei der Freisprechungsfeier

der Innung der Elektrohandwerke

wurden als Elektroniker für Energie- und

Gebäudetechnik freigesprochen: Ole Ostmann,

Christian Lührs, Markus Eckstein, Raphael Brilka,

Thomas Jarchow, Florian Schröder, Michael

Seeland, Kevin Decker, Steven Gräf, Christoph

Walter, Tobias Templer, Matthias Frese, Andre

Benecken, René Bieseke, Dennis Ohland, Torben

Heyer, Carsten Niehaus, Dieter Maibach,

Dennis Taxius, Paul Cogiel, Jascha Goergi, Marc

Maschke, Christian Tanzen, Dennis Cassens,

Robert Brockmann, Ole Ernst, Paul Sefa, Eric

von Hassel und Benjamin Machner. Ihren

Berufsabschluss als Elektroniker/Elektronikerin

für Maschinen- und Antriebstechnik haben

jetzt in der Tasche: Jan Niedermayer, Sergej

Samoilenko und Elke Ullrich. Als Informationselektroniker

wurden freigesprochen: Michael

Theuleres, Jan-Christop Bönke und Raul Romero

Toledo. Mit allen Auszubildenden freuten

Maler- und Lackiererinnung

(Foto links)

Mit ihrem Handwerk bringen sie Farbe ins

Leben. Jetzt wurden sie von der Maler- und

Lackiererinnung freigesprochen. Ihre Gesellenbriefe

als Maler- und Lackierer bekamen:

Manuel Renke, Mirco Krause und Michael

Sojka. Als Fahrzeuglackierer/Fahrzeuglackiererrin

wurden freigesprochen:

Manuel Gerken, Marten Stecker und

Claudia Heinitz. Den Abschluss als Bautenund

Objektbeschichter bekamen Dennis

Böcker, Danny Dosk, Heiko Bincke, Franziska

Ihben, Maxim Kischtschenko, George Köpsel

und Fabian Kulczyk. Mit allen freuten sich

Obermeister Artur Böhlken, sowie Gerd

Schmidt und Wolfgang Michalla vom Prüfungsausschuss.

Foto: Lothar Scheschonka

sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses

Erhard Funke, Jens Schmerenko, Klaus Ehlers,

Heiner Reidenbach, Hans Wittma, Helmut Bortels

und Obermeister Kay Kupferschmidt.

Foto: Antje Schimanke

28 Handwerk in Bremen 3/2009


Freisprechungen

Innung Sanitär- und Heizungstechnik

Durch das wachsende Umweltbewusstsein

und die steigenden Energiepreise werden die

Berufe rund um die Gebäude- und Energietechnik

künftig immer wichtiger werden. Inso-

60 Liter

81 Liter

240 Liter 155 Liter

Große Auswahl in

Aluminium-Transportboxen

für den vielseitigen Einsatz,

zeigen wir in unseren über

1000qm Ausstellungsräumen im

Gewerbegebiet Bremer Kreuz.

Montags bis freitags 8 – 16 Uhr.

Beratung außerhalb dieser Zeit gern auch

nach Vereinbarung. Parkplatz-Garantie!

Schnelle Frei-Haus-Lieferung aus dem - Großlager.

Handwerk in Bremen 3/2009

®

Bremen Mahndorf

Rationelle Büro- u. Betriebseinrichtungen

70 Liter

42 Liter

27 Liter

Heerenholz 12-14

D-28307 Bremen

Tel. 0421- 486050

fern haben die Nachwuchshandwerker, die

jetzt von der Innung Sanitär- und Heizungstechnik

freigesprochen wurden, eine gute Wahl

getroffen. Dirk Ritschel, stellvertretender Obermeister

und Heiko Schnackenberg, Vorsitzender

des Prüfungsausschusses II, freuten sich

mit den jungen Gesellen

über deren erfolgreichenAusbildungsabschluss.

Als Anlagenme-

Stapelecken

rutschsicher,

aus hochwertigem

Kunststoff

Federfallgriff

auch für schwere

Lasten geeignet

Klappverschlüsse

für den

Schloss-Set-

Einbau vorbereitet

Der große

- Katalog

kommt kostenlos

auf Anforderung

Fax 0421- 4860540

E-mail: info@rbb.de

Internet: www.rbb.de

chaniker für Sanitär-,

Heizungs- und Klimatechnik

wurden freigesprochen:

Henning

Wessel, Marco Koch,

Torben Witthohn, Thor-

Die Leistungen mehrerer hunderttausend

Frauen im Handwerk sollen

mit einem Preis gewürdigt werden.

Dazu hat das in München

erscheinende „handwerk magazin“

wieder den Wettbewerb „Die

Unternehmerfrau des Jahres im

Handwerk“ ausgeschrieben. Die

Siegerin erhält eine Urlaubsreise im

Wert von 2.500 Euro.

Mit der Auszeichnung werden Frauen

geehrt, die selbst Handwerksmeisterinnen

oder gesellschaftsrechtlich

Leiterin eines Handwerksunternehmens

oder mitarbeitende

und mitentscheidende Ehefrauen

in Teilzeit- oder Vollzeitanstellung

sind. Sie haben nicht selten eine

70-Stunden-Woche oder mehr. Ihr

Bremerhaven

ben Meier, Simon Krause, Jacek Paradowski,

Kim-Heinz Schnell, Simon Wicher, Mirco Bürger,

Christian Langenbach, Stefan Langwucht,

Sven Gerhardt, Nils Schiffer, Sebastian Guderian,

Marcel Lammel, Lorenz-Stefan Petersen,

Marcel Nünke, Benjamin Salm, Nils Utech,

Marchel Schuran und Jürgen Kebernik. Bereits

im Sommer hatten ihre Gesellenbriefe erhalten:

André Breden, Alexander de Jesus Maltez,

Martin Materla, Stefan Becher, Hauke

Tesche, Waldemar Gilmut und Anatoli Beda.

Mit sehr guten Leistungen hat Sergej Tom

seine Ausbildung zum Technischen Zeichner

im Bereich SHK beim Bremerhavener Betrieb

Möhring abgeschlossen.

Foto: Markus Abeling

Unternehmerfrau des Jahres im Handwerk gesucht

Alltag gleicht dem einer Managerin,

die Familie, Betrieb und soziales

Engagement in einen 24-Stunden-Tag

pressen muss. In 85 Prozent

aller Handwerksbetriebe liefe

ohne die Unternehmerfrau gar

nichts.

Schirmherrin des Wettbewerbs ist

Bundesfrauenministerin Dr. Ursula

von der Leyen. Unterstützt wird

der Wettbewerb vom Bundesverband

der Unternehmerfrauen im

Handwerk (UFH).

Einsendeschluss für Bewerbungen

ist der 31. März.

Bewerbungsbögen können per Fax

unter (08 247) 995-201 und unter

www.unternehmerfrau-desjahres.de

abgerufen werden.

29


Bremerhaven Schlichtungsausschüsse

DAMIT EIN STREIT NICHT VOR GERICHT ENDET

Schlichtungsausschüsse können Ausbildungskonflikte schnell und unkompliziert lösen.

Imke Lathwesen weist darauf hin, dass sie vor der Klage beim Arbeitsgericht zwingend angerufen

werden müssen.

Streit kommt in den besten Familien vor.

Das gilt nicht nur fürs Privatleben, sondern

mindestens genauso für das tägliche Miteinander

in der Firma. Wo ständig zusammengearbeitet

wird, da kommt es natürlich auch mal

zu Konflikten. Nicht selten sind Streitigkeiten

zwischen Ausbildungsbetrieben und Auszubildenden.

Für sie gibt es einen eigenen Schlichtungsausschuss.

Er Kann den Konflikt oft

lösen, bevor es für die Beteiligten zur letzen

und oft unangenehmen Lösung kommt, dem

Gerichtsverfahren.

Arbeitsgericht und Kreishandwerkerschaft

beobachten in jüngster Zeit aber, dass viele

Konfliktparteien direkt den Weg zum Arbeitsgericht

suchen, obwohl die Verfahrensordnung

(§ 111 ArbGG) zwingend die vorherige

Anrufung des Schlichtungsausschusses vorschreibt.

„Das belastet nicht nur die Arbeitsgerichte

unnötig, sondern verhindert gegebenenfalls

auch eine schnelle und unkomplizierte

Lösung des Streits“, sagt Imke Lathwesen,

Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde. Wenn sich die Parteien

sofort an die Gerichte wendeten, statt

zunächst den Schlichtunsausschusses anzurufen,

führe das zu unnötigen Verzögerungen.

Die Gerichte wiesen den Fall immer an den

Ausschuss zurück, wenn er nicht vorher von

den Parteien selbst angerufen wurde.

Der Schlichtungsausschuss ist bei der Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde

angesiedelt und kann sowohl von Auszubildenden

als auch von Ausbildungsbetrieben

angerufen werden. Er setzt sich zusammen aus

dem Vorsitzenden mit juristischer Ausbildung,

sowie jeweils einem Vertreter der Arbeitgeberund

der Arbeitsnehmerseite. Bei Streitigkeiten

werden die Verhandlungen des Ausschusses

kurzfristig angesetzt. Innungsbetrieben und

Auszubildenden entstehen außer den jeweiligen

Anwaltshonoraren keine weiteren Kosten.

Dabei suchen die Beteiligten nach einer für

alle tragbaren Lösung. Lathwesen: „Der Vorteil

des Ausschusses ist, dass er viel mehr Möglichkeiten

zum Ausgleich von Konflikten hat

als die Arbeitsgerichte. Dadurch können auch

sehr kritische Arbeitsverhältnisse noch zum

Guten gewendet werden, bevor es zur Klage

kommt.“

Voraussetzung für eine gütliche Einigung

ist allerdings, dass beide Konfliktparteien den

jeweiligen Lösungsvorschlag annehmen. Tun

sie das nicht, fällt der Schlichtungsausschuss

einen Schiedsspruch. Trifft auch dieser bei

einer oder beiden Parteien nicht auf Akzeptanz,

steht als letzte Mittel schließlich der Weg

zum Arbeitsgericht offen.

Imke Lathwesen, Geschäftsführerin der

Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde.

Gebäudeenergieausweis – Transparenz in Sachen Energiebedarf

Seit Januar 2009 ist der Gebäudeenergieausweis

für alle Wohngebäude Pflicht. Wenn

Hausbesitzer ihr Gebäude vermieten, verkaufen

oder verpachten wollen, müssen sie den

Energieausweis vorlegen können. Ansonsten

begehen sie eine Ordnungswidrigkeit, die mit

Bußgeldern geahndet werden kann.

Der Gebäudeenergieausweis liefert fundierte

Informationen über die energetische Qualität

eines Gebäudes und informiert über den

Energieverbrauch. Davon profitieren Mieter,

Käufer und Eigentümer gleichermaßen. Die

Energieeffizienz einer Immobilie wird zu

einem wichtigen Wettbewerbsfaktor. Käufer

und Mieter können außerdem mit dem Energieausweis

Angebote unkompliziert vergleichen

und Folgekosten besser abschätzen.

Kauf- oder Mietinteressenten sollten auf keinen

Fall darauf verzichten, sich den Energieausweis

vorlegen zu lassen. Denn die Höhe

der Betriebskosten hängt unmittelbar von

der energetischen Qualität eines Gebäudes

ab. Mittels einer Farbskala ermöglicht der

Energieausweis eine Abschätzung der zukünftigen

Heiz- und Warmwasserkosten. Die Markierung

auf der Farbskala zeigt, ob mit geringen

(grün) oder hohen Energiekosten (rot) zu

rechnen ist. Eine weitere Farbskala zeigt Vergleichswerte

unterschiedlicher Gebäudetypen

und lässt eine schnelle Einordnung zu.

Allerdings sollten Eigentümer bei der Beauftragung

eines Energieausweises auf Qualität

setzen und die Leistungen der Anbieter sorgfältig

prüfen. Billig-Angebote aus dem Internet

haben oft keine oder nur geringe Aussa-

gekraft. Sie beruhen auf einer Ferndiagnose

ohne Kenntnis des Gebäudes und geben

zumeist nur den benutzerabhängigen Verbrauch

an (Verbrauchsausweis). Dagegen bildet

der Bedarfsausweis den Energiebedarf

eines Gebäudes unabhängig von den Verbrauchsgewohnheiten

der Bewohner ab.

Dazu nimmt der Fachmann die Bausubstanz

und die Heizungsanlage des Gebäudes vor

Ort genau unter die Lupe. Aufgrund des energetischen

Zustands des Gebäudes berechnet

er den Energiebedarf, der für Heizung, Lüftung

und Warmwasserbereitung bei durchschnittlicher

Nutzung anfällt. So kann er

gezielt Schwachstellen erkennen und auf fundierter

Basis Empfehlungen für eine Modernisierung

geben. Eine solche Vor-Ort-Begehung

sollten Eigentümer auch bei einem Verbrauchsausweis

durchführen lassen. Nur so

kann der Aussteller neben den tatsächlichen

Verbrauchsdaten auch die Charakteristiken

des Gebäudes erkennen und Modernisierungsempfehlungen

anhand des konkreten

Zustands des Gebäudes treffen.

Wer einen Gebäudeenergieausweis beantragen

möchte, kann sich – neben Ingenieuren

und Architekten spezieller Fachrichtungen –

an die Gebäudeenergieberater des Handwerks

wenden. Sie sind Meister ihres Fachs

und können eine umfassende Fortbildung im

Bereich energetischer Gebäudesanierung vorweisen.

Für weitere Informationen zum Gebäudeenergieausweis

stellt der ZDH einen Flyer zur

Verfügung.

30 Handwerk in Bremen 3/2009


Forderungsmanagement

Handwerk in Bremen 3/2009

Service & Betrieb

BONITÄTSPROBLEME SCHON FRÜHZEITIG ERKENNEN

Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunwilligkeit mancher Kunden bereiten insbesondere kleinen

und mittleren Handwerksbetrieben große Probleme. Eine Versicherung allein gegen mögliche

Forderungsausfälle reicht nicht aus. Die Lücke schließt jetzt ein Baustein der R+V Versicherung.

Welcher Handwerker kennt das nicht: Ein

Kunde zahlt die längst fällige Rechnung nicht,

weil er vielleicht insolvent ist; ein anderer bestreitet

die Forderung und leistet nur einen Teil der

Rechnungssumme. Solche Ausfälle sind eine leidige

Sache. Insbesondere Klein- und Mittelbetriebe

– also vor allem das Handwerk – leiden

darunter. Stephan Kück-Lüers von der zum Volksbanken-

und Raiffeisen-Verbund gehörenden

R+V-Versicherung: „Nicht selten sind die Betriebe

dann in ihrer Existenz bedroht. Denn im

Gegensatz zu großen Unternehmen kann für

einen Handwerksbetrieb schon der Ausfall einer

einzigen Zahlung schwere Folgen haben – bis

hin zur eigenen Zahlungsunfähigkeit.“

Während bei öffentlichen Auftraggebern

oder großen Kunden häufig die schlechte Zahlungsmoral

von den Handwerkern bemängelt

wird, sind es bei privaten Auftraggebern immer

öfter Rechnungskürzungen und Einbehalte aufgrund

angeblicher oder unbedeutender Mängelrügen.

In diesen Fällen bleibt dem Handwerker

dann nur die Hoffnung, irgendwann bezahlt zu

werden. Die Insolvenz eines Kunden bedeutet

dagegen die totale Abschreibung der erwarteten

Rechnungssumme. Und da können sich die

Betriebe für dieses Jahr schon einmal die Karten

legen: Um bis zu 18 Prozent mehr Firmeninsolvenzen

werden erwartet. Selbst wenn es nicht

zum Schlimmsten kommt, verschlechtern unvorhergesehene

Forderungsausfälle die Bonität des

Unternehmens. Muss dann ein Kredit aufgenommen

werden, fallen zusätzlich noch Finanzierungskosten

an.

Forderungsausfall-Versicherungen vermeiden

das Risiko, nach erbrachter Leistung leer ausgehen

zu müssen. Versichert sind dabei die Ausfälle

von unstrittigen Forderungen gegenüber

Privat- und Firmenkunden bei Zahlungsverzug

oder Zahlungsunfähigkeit; einschließlich der

Mehrwertsteuer aus Warenlieferungen, Werkoder

Dienstleistungen.

Derartige Absicherungen bietet etwa die

R+V Versicherung. Sie sagt mit dem Versicherungsschutz

schnelle Liquidität zu. So erhalten

die Betriebe beispielsweise bereits eine Entschädigung,

wenn einer ihrer Inlandskunden zwei

Monate nach Fälligkeit der Rechnung noch nicht

bezahlt hat.

Wenn jedoch die Forderung ganz oder teilweise

bestritten wird, nutzt im Allgemeinen

Kennen sich

mit den

Sorgen der

Handwerker

über unbezahlteForderungen

aus:

Stephan

Kück-Lüers

und Johann

Perl von der

R+V Versicherung.

auch die Forderungsausfall-Versicherung nicht.

In diesen Fällen hilft ein Baustein der Rechtsschutzversicherung,

den die R+V in das Paket

ihrer Forderungsausfall-Versicherung eingebaut

hat. Damit lassen sich mögliche Ausfälle bereits

im Vorfeld frühzeitig erkennen und für den Fall,

dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Gelder

ausbleiben, die Forderungen – zumindest in

wesentlichen Teilen – eintreiben.

„Kurz gesagt ist es dabei so, dass wir für den

unbestrittenen Teil einer Rechnung in Vorleistung

treten und für den bestrittenen Teil Rechtsschutz

gewähren“, sagt Kück-Lüers. „Das gilt

auch, wenn die Rechnung voll und ganz bestritten

wird.“ Mit ihrem umfassenden „Vorsorge-

Paket“ gegen Zahlungsausfälle behauptet die

R+V im Markt der Forderungsausfall-Versicherungen

eine Alleinstellung, berichtet Firmenkundenberater

Kück-Lüers, „die den Handwerkern

äußerst nützlich sein kann“. Dazu gehören

einmalige und ständige Bonitätsprüfungen, mit

denen die Betriebe bereits im Vorfeld, also vor

Erstellung ihres Angebotes, die Zahlungsmoral

von Neukunden erkennen und in der weiteren

Kundenbeziehung beobachten können. Mit der

angekoppelten Rechtsschutz-Komponente des

R+V-Versicherungsschutzes greift der juristische

Beistand, wenn es zu Streitigkeiten etwa über

die gesamte Rechnungshöhe kommt. Obendrein

besteht für Firmen und Selbstständige die Möglichkeit,

im Rahmen der gewerblichen Rechtsschutzversicherung

mit dem neuen Baustein

InkassoPlus das Kostenrisiko für die Beauftragung

eines Inkassounternehmens zum Einzie-

hen ausstehender Forderungen abzusichern.

Zusätzlich bietet der Baustein zehn Bonitätsprüfungen

möglicher Auftraggeber im Jahr. Weitere

Leistungen sind das gewerbliche Anwaltstelefon

für Rechtsfragen, auch im Zusammenhang

mit dem Betrieb oder der selbstständigen

Tätigkeit, zu nutzen. Und schließlich kann eine

zusätzliche Absicherung zur Abwehr von Ansprüchen

Anderer eingeschlossen werden. Etwa

wenn gegen den Handwerker nach dem Allgemeine

Gleichbehandlungsgesetz (AGG) oder

vergleichbaren Rechtsvorschriften wegen einer

Benachteiligung, Diskriminierung, Belästigung,

Ehrverletzung oder sonstigen Persönlichkeitsverletzung

geltend gemacht werden.

Die R+V-ProfiPolice wird – je nach Umsatzgröße

– in zwei Varianten angeboten:

• Als ProfiPolice WKV kompakt für Unternehmen

und Selbständige mit einem Jahresumsatz

bis zu einer Million Euro. Hier beginnt

der Jahresbeitrag branchenabhängig ab 959

Euro.

• Als ProfiPolice WKV plus für mittelständische

Unternehmen, Selbständige und Freiberufler

mit einem beitragsrelevanten Jahresumsatz

bis 30 Million Euro zu einem jährlichen

Beitrag ab 1.900 Euro.

Kontakt für Bremen: Stephan Kück-Lüers,

Telefon (04 21) 36 82 536 und E-Mail:

Stephan.Kueck-Lueers@ruv.de

Für Bremerhaven: Johann Perl

Telefon (047 47) 94 98-41 94 und E-Mail:

Johann.Perl@ruv.de

31


Service & Betrieb Startkapital zur Existenzgründung

„WARUM HABEN WIR DAS NICHT FRÜHER GEMACHT?“

Unterstützung beim Schritt in

die Selbständigkeit mit der

Starthilfe von der BIG Bremen.

Mit genügend Kapital lassen sich Träume

erfüllen. Bei Lars Büttelmann und Axel Peterek

war es ein Starthilfedarlehen der Bremer Investitions-Gesellschaft

mbH (BIG), mit dem sie

den Schritt in die Selbständigkeit endlich

wagen konnten. Beide waren zuvor bei einem

Bremer Elektrobetrieb angestellt, der jedoch

insolvent wurde. Für Lars Büttelmann und

Axel Peterek war es plötzlich wichtig, einen

sicheren Arbeitsplatz zu haben und finanziell

auf festen Beinen zu stehen. Bereits 2001 hatten

sich die beiden Fachkräfte für MSR-Technik,

Elektroinstallationen und Anlagenbau im

Nebenerwerb selbständig gemacht. Lars Büttelmann,

Energieelektroniker mit Fachrichtung

Anlagentechnik, erhielt 2001 seinen Meisterbrief.

Sein Kollege, der gebürtige Wilhelmshavener

Axel Peterek (56) ist Elektriker. Den Entschluss

zur Selbständigkeit fassten sie im

Februar 2008, gegründet wurde die BP Elektro

OHG dann am 1. August 2008 im Bremer

Stadtteil Horn-Lehe.

Schon bei der Erstellung des Business-Plans

merkten sie, dass es viel Arbeit werden würde.

„Im ersten Anlauf hatten wir einen Plan, der

auf eine DIN A4-Seite passte“, erinnert sich

Axel Peterek amüsiert. Erste Hilfe leistete Horst

Specht vom Bremer Senior Service e.V., der das

junge Team intensiv unterstützte. Schnell lernten

die Fachmänner, dass professionelle Hilfe

gerade in der Planungsphase extrem wichtig

ist.

Die Zusammenarbeit mit Katja Meißner

von der BIG erwies sich dabei als überaus konstruktiv.

(Die BIG fördert aktiv die Wirtschaft

des Landes Bremen und trägt als zentrale Einrichtung

für Landesentwicklung und Wirtschaftsförderung

wesentlich zur Stärkung des

Wirtschaftsstandortes sowie zur Sicherung

und Schaffung neuer Arbeitsplätze in Bremen

bei.) Ihre Hausbank in Osterholz-Scharmbeck

hatte den Kontakt mit der BIG und auch der

KfW hergestellt. Rasch sicherte die BIG ihre

Unterstützung zu. Mit einem Darlehen von

Wagten mit Hilfe eines Starthilfedarlehns den Schritt in die Selbständigkeit: Lars Büttelmann

(links) und Axel Peterek. Ihre BP Elektro OHG braucht über Auftragsmangel nicht klagen.

(Text und Foto: Barbara Peper)

42.000 Euro stellte sie einen Teil der Investitionssumme.

„Ohne Eigenkapital läuft nix“, ist

sich Büttelmann sicher. Zumal die BIG zwar

die Arbeitsplätze an sich fördert, aber, wie im

Falle BP, Fahrzeuge ausnimmt. Hausbank und

BIG benötigten eine exakte Aufstellung aller

Ausgaben. Für die Männer begann die große

Rennerei. Es mussten Preise und Angebote eingeholt

werden, Vergleiche gemacht und Entscheidungen

getroffen werden. Plötzlich merkte

sie, was alles dazugehörte: Vom Spezialwerkzeug

über die Büromöbel bis hin zur Kaffeemaschine

musste alles kalkuliert werden.

Nur rund zehn Prozent ihrer Kunden stammen

aus dem Privatkundenbereich, meist sind

es große Firmen und andere Betriebe, die sie

mit Aufträgen versorgen. „Die Auftragslage

sieht sehr gut aus – besser als erwartet“, meint

der 35-jährige Büttelmann. Durch ihr bisheriges

Arbeitsfeld haben sie schnell einen Stammkundenkreis

aufbauen können. Bei vielen

Regelungsfirmen sind sie bekannt und haben

gute Kontakte. Bei einigen Firmen wurden sie

persönlich vorstellig, um die Werbetrommel zu

rühren. Stammkunden sind Gold wert, sind sich

beide einig. Im Freundes- und Bekanntenkreis

gab es viele, die den Familienvätern mit Ratschlägen

und fachlicher Hilfe zur Seite standen,

einige berichteten von ihren Erfahrungen

mit Existenzgründung und Selbständigkeit.

Auch auf der Start-Messe in Bremen, der Leitmesse

für Existenzgründung und junge Unternehmen,

sammelten die beiden viele Informationen

zum Thema und suchten gezielt nach

Finanzgebern.

Im August 2009 wollen sie prüfen, ob sie

einen weiteren Mitarbeiter oder einen Auszu-

bildenden einstellen können. Arbeit gibt es

genug und vor lauter Aufträgen fehlt immer

noch einiges: die Montage des Firmenschildes,

neue Bauschilder, Aufkleber, neue Visitenkarten

und eine komplett gestaltete Homepage.

Im Nachhinein denken beide: „Selbständigkeit

– Mensch, warum haben wir das nicht früher

gemacht?“

Kontakt: BP Elektro OHG, Haferwende 20,

28357 Bremen, www.bp-elektro.com.

Starthilfe für Existenzgründer

Der Starthilfefonds, der 2009 sein 25-jähriges

Bestehen feiert, bietet unkomplizierte und zinsgünstige

Finanzierungen für Gründer, insbesondere

für Arbeitslose, Frauen und Migranten,

sowie für Unternehmensnachfolgen. Die Darlehen

sind für Existenzgründer gedacht, die

über kein ausreichendes Eigenkapital beziehungsweise

nicht ausreichende Sicherheiten

verfügen; eine attraktive Ergänzung zur Bank

auf dem Weg in die Selbständigkeit. Dazu können

alle aus dem Starthilfefonds geförderten

Gründer und Unternehmen über einen

bestimmten Zeitraum hinweg für die Schaffung

neuer Ausbildungsplätze Zuschüsse von

bis zu 5.000 Euro nutzen.

Kontakt: Bremer Investitions-Gesellschaft mbH;

Katja Meißner, (04 21) 9600 222,

E-Mail: katja.meissner@big-bremen.de;

Leslie Schoßmeier-Prigge, (04 21) 9600 226,

E-Mail: leslie.schossmeier-prigge@big-bremen.de

Peter Jäschke, (04 21) 9600 224,

E-Mail: peter.jeaschke@big-bremen.de.

32 Handwerk in Bremen 3/2009


Geburtstage • Jubiläen

Glückwunsch zum Jubiläum Glückwunsch zum Geburtstag

100 Jahre

Am 22. März

Glaserei Emigholz-Zeiler GmbH, Bremen

75 Jahre

Am 15. März

Sanitätshaus Heinrich Oesterreich GmbH, Bremen

50 Jahre

Am 21. März

Hans-Joachim Heuer, Fleischermeister, Bremen

Am 31. März

Helmutz Mazur und Olav Bock, Maler- und

Lackiererhandwerk, Bremen

25 Jahre

Am 1. März

Heinz-Hermann Lünzmann, Friseurmeister,

Bremen

Hannelore Behrens, Friseurmeisterin, Bremen

Peter Tegtmeier, Elektroinstallateurhandwerk,

Bremen

Am 12. März

Sascha Kraus, Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk,

Bremen

Am 13. März

Bremer Tankbau & Tankschutz GmbH & Co.,

Zentralheizungs- und Lüftungsbauerhandwerk,

Bremen

Viel Glück zum Jubiläum...

100 Jahre Kfz-Gewerbe – dazu verteilten verteilten

Hamburger Schornsteinfeger Wunderkerzen

an die Vertreter der norddeutschen

Kfz-Innungen und Landesverbände. Vor einer

großen Torte gratulierten sie am Rande eines

Seminars des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes

zu einem Jahrhundert bewegter Verbandsgeschichte,

die im Jahr 1909 mit der

Gründung der ersten Kfz-Innungen begann.

Die Tagung der Kfz-Pressesprecher aus Hamburg,

Niedersachsen-Bremen, Schleswig-Holstein

und Mecklenburg-Vorpommern leitete

mit dem gemeinsamen Foto eine Reihe von

Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2009 ein, die

in einer feierlichen Bundestagung im November

in Berlin gipfeln werden. Links im Foto

Manfred Woltmann von Bremen Motors.

(Foto: ProMotor)

Handwerk in Bremen 3/2009

Am 2. März

Dieter Dasenbrook, ehem. Präses der Handwerkskammer

Bremen

Am 6. März

Dirk Ritschel, Stv. Obermeister der Innung

Sanitär- und Heizungstechnik, Bremerhaven-

Wesermünde

Am 8. März

Matthias Winter, Obermeister der Tischler-

Innung Bremen

Am 19. März

Thomas Kurzke, Obermeister der Maler- und

Lackierer-Innung Bremen

Am 21. März

Norbert Kahrs, Stv. Obermeister der Innung des

Bauhandwerks Bremerhaven-Wesermünde

Am 22. März

Kay Kupferschmidt, Obermeister der Innung

der Elektrohandwerke Bremerhaven-Wesermünde

Am 24. März

Christian Flathmann, Stv. Hauptgeschäftsführer

und Justiziar der Handwerkskammer Bremen

Am 25. März

Hartwig Piepenbrock, Ehrenobermeister der

Gebäudereiniger

Am 26. März

Heike Behre, Stv. Obermeisterin der Innung für

Orthopädie Technik Niedersachsen/Bremen

Am 31. März

Hans-Joachim Stehr, Stv. Obermeister der Fleischer-Innung

Bremerhaven-Wesermünde und

Vorstandsmitglied/ Beisitzer der Handwerkskammer

Bremen

Namen & Notizen

HandWERK: Qualifikation

zum Kfz-Service-Assistenten

Niemand hat gern Werkstatt-Ärger. Zufriedene

Kunden hingegen lassen sich gute

Leistungen und erstklassige Betreuung gern

etwas kosten. Service-Leistungen und die

Beratungskompetenz der Servicekräfte

gewinnen darum in Kfz-Berufen eine immer

größere Bedeutung.

Jetzt bietet die HandWERK gGmbH – Das

Kompetenzzentrum der Handwerkskammer

Bremen – ab 22. Mai eine berufsbegleitende

Qualifikation zum Kfz-Service-Assistenten.

Der 264-stündige Lehrgang ist konzipiert

für Servicekräfte in der Annahme, die

durch die zusätzliche Schulung grundlegende

Kenntnisse in der praktischen Fahrzeugtechnik

und in der Diagnose von Problemen

in den Bereichen Kfz–Elektronik, Kommunikation,

Motormanagement, Bordnetz, Klima

und Komfort und innovativer Antriebe erlangen.

Daneben machen sich die die Teilnehmer

mit verkaufsförderndem Kundenumgang

vertraut.

Nähere Informationen gibt es bei Johann

Dirks unter Telefon (04 21) 30 500-433.

Die Teilnahmebegingungen und Anmelde-

Formulare können per E-Mail unter

dirks.johann@handwerkbremen.de angefordert

werden.

33


Gut, dass manche Dinge so bleiben, wie sie sind.

Starke Leistungen, hohe Finanzkraft und umfassender Service. Seit über 100 Jahren

sind wir für Sie da. Sorgen Sie jetzt vor – mit PflegeStart, der Zusatzversicherung der

SIGNAL IDUNA. So sichern Sie sich eine angemessene Versorgung im Pflegefall.

Infos unter 0180/3330330* oder www.signal-iduna.de

* 9 Cent/Min. aus dem Netz der Deutschen Telekom. Mobilfunkpreise können abweichen.

Vieles

verändert

sich.

Gut zu wissen, dass es SIGNAL IDUNA gibt.


Kurse und Veranstaltungen

Veranstaltungen der

Handwerkskammer Bremen

9. März, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, im t.i.m.e Port

II, Barkhausenstraße 2, Bremerhaven:

Neuerungen im Abfallrecht“ – das elektronische

Nachweisverfahren

Anmeldungen an:

Fax: (04 21) 30 500 319 oder E-Mail:

Sachbearbeitung.Betriebsberatung@hwk-bremen.de.

Das Anmeldeformular kann telefonisch

(04 21) 30 500 311 oder online unter:

www.hwk-bremen.de (Aktuelles/Veranstaltungen)

abgerufen werden.

10. März, 16.30 Uhr, in der Handwerkskammer

Bremen:

Gemeinsame Informationsveranstaltung von

Handwerkskammer und Agentur für Arbeit

Bremen zu den neuen Regelungen der Kurzarbeit

Mit Antworten auf die Fragen: Welche Dienstleistungsmaßnahmen

sind sinnvoll? Wird

Weiterbildung gefördert?

Veranstaltungen in Bremen

18. März, 19.30 Uhr, im BPW-Club zu Bremen,

Hinter dem Schütting 6, Bremen:

FiF – Frauen in Führungspositionen, Claudia

Grätschus, Diplomkauffrau, Geschäftsführerin

Biomaris GmbH & Co. KG, Bremen

Anmeldungen: Telefon (04 21) 33 39 846,

E-Mail: info@bpw-bremen.de,

Internet: www.bpw-bremen.de.

Kurse und Lehrgänge im

Kompetenzzentrum HandWERK

Das Lehrgangsprogramm des Kompetenzzentrums

HandWERK ist erschienen. Die knapp

90 Seiten mit Kursen und Veranstaltungen zur

beruflichen Bildung liegt im HandWERK

(Schongauer straße 2) sowie in der Handwerkskammer

(Ansgaritorstraße 24) aus.

Dazu finden sich auch alle Kurs- und Lehrgangsangebote

im Internet unter:

www.handwerkbremen.de.

Neue Telefonnummer des Kompetenzzentrum

HandWERK gGmbH: (04 21) 22 27 44-0

(Zentrale). Die �alten� Durchwahl-Nummern

für die HandWERK gGmbH bleiben bestehen.

Die Telefonzentrale der Handwerkskammer

Bremen: (04 21) 30 500-0.

Handwerk in Bremen 3/2009

Termine • Veranstaltungen

von KH und AGVH Bremen

2. März, 18.30 Uhr: Vorstandssitzung SHK,

Innungssaal

2. März, 19.00 Uhr: Innungsversammlung Friseure,

Handwerkssaal

3. März, 17.30 Uhr: Vorstandssitzung Tischler,

Besprechungszimmer KH

3. März, 18.30 Uhr: „Saison-Auftakt“ Maler,

Handwerkssaal

4. März, 18.00 Uhr: Vorstandssitzung Kfz,

Besprechungszimmer KH

6. März, 10.00 bis 15.00 Uhr: Tag des offenen

Hauses im Haus des Handwerks (KH/

Inter/ ikkNord), Martinistraße 53-55

6. März, 14.00 Uhr: Innungsversammlung Vulkaniseure,

Besprechungszimmer KH

9. März, 19.00 Uhr: Vorstandssitzung Maler,

Innungssaal

18. März, 19.00 Uhr: Klönabend Glaser, Geniatec/Oyten

23. März, 17.30 Uhr: Vorstandssitzung Elektro

23. März, 19.00 Uhr: Innungsversammlung

Elektro

23. März, 9.00 Uhr: Vorstandstagung des

Deutschen Konditoren Bundes (DKB)

24. März, 16.00 Uhr: Vorstandssitzung KH/

AGVH, Besprechungszimmer KH

24. März, 18.00 Uhr: Mitgliederversammlung

KH/AGVH, Handwerkssaal

25. März, 19.30 Uhr: Vorstandssitzung Friseure

26. März, 17.00 Uhr: Vorstandssitzung Kfz

26. März, 19.00 Uhr: Innungsversammlung Kfz

Tipps & Termine

Akademie des Handwerks

an der Unterweser e.V.

Vertrauen ist gut, Controlling ist besser

6. und 13. März, 15 bis 18 Uhr

Internetrecht in der betrieblichen Praxis

11. und 18. März, 18 bis 21.15 Uhr

Empfangssekretariat und Telefonzentrale

20. März, 9 bis 16 Uhr

Sicheres Reden – so gewinnen Sie Ihre

Gesprächspartner

14. und 21. April, 18 bis 21.15 Uhr

„Do you speak english?“ – Englisch für Verkäufer/innen

16., 23., 30. April und 7. Mai, 18 bis 21.15 Uhr

Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis

20. und 27. April, 18 bis 21.15 Uhr

Meisterkurse

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk

Teile I & II, ab 26. August

Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer,

Zimmerer) Teile I & II, ab 27. August

Metallbauer- und Feinwerkmechaniker-Handwerk

Teile I & II, ab 2. September

Teil IV / AEVO (Teilzeit), ab 10. August

Ausbildung der Ausbilder

Vorbereitung auf die Ausbildereinungsprüfung

(Vollzeit), 4. – 16. Mai, montags bis samstags,

8 bis 16.15 Uhr

Vorbereitung auf die Ausbildereinungsprüfung

(Teilzeit), ab 10. August, 120 Unterrichtsstunden,

montags, dienstags, donnerstags, 18

bis 21.15 Uhr

Lehrgang Betriebswirt/in (HWK) (Teilzeit)

seit 26. Februar (Einstieg noch möglich)

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser

e.V., Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven

Telefon 0471/185-249

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de

35


Tipps & Termine Kurzarbeit und Qualifizierung

CLEVER KOMBINIERT – GELD GESPART

Weiterbilden während der Kurzarbeit ist eine clevere Lösung. Die

Agentur für Arbeit in Bremen informiert am 10. März gemeinsam

mit der Handwerkskammer zum Thema Kurzarbeit.

Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung.

Die Höhe beträgt 60 beziehungsweise

67 Prozent des ausgefallenen Nettoentgeltes

für die weggefallenen Arbeitsstunden. Das

Kurzarbeitergeld kann bis zu 18 Monate lang

gezahlt werden. Der Arbeitgeber entrichtet

nur noch den Arbeitgeberanteil der Sozialversicherungsbeiträge.

Das Instrument wird

inzwischen von vielen Unternehmen zur Überbrückung

der aktuellen konjunkturellen Krise

genutzt.

Der Gesetzgeber hat durch die Konjunkturpakete

I und II verbesserte Möglichkeiten für

Unternehmen geschaffen, Mitarbeiter während

der Kurzarbeit kostengünstig weiter zu

qualifizieren. In diesen Zeiten kann auch der

Arbeitgeberanteil zu den Sozialversicherungsbeiträgen

unter bestimmten Voraussetzungen

durch die Agentur für Arbeit übernommen

werden. (Vorbehaltlich der endgültigen gesetzlichen

Regelungen im Rahmen der Verabschiedung

des Konjunkturpakets II.)

Bei der Auswahl der Bildungsangebote ist

dabei zunächst vom Arbeitgeber zu fragen:

Welche Qualifizierungsbedarfe habe ich für die

Mitarbeiter in meinem Unternehmen? Welche

Technologien sind morgen gefragt und müssen

bei wieder anspringender Konjunktur

beherrscht werden? Eine gute Informationsquelle

ist dabei die Weiterbildungsdatenbank

Kursnet unter www.arbeitsagentur.de. Hier

kann man sich einen Überblick über die Bildungsangebote

der Region verschaffen.

Arbeitgeber können auch in Zusammenarbeit

■ Planung

■ Beratung

■ Ausführung

mit Bildungsanbietern für die betriebliche

Kurzarbeitszeit maßgeschneiderte Angebote

entwickeln. Der Verband arbeitsmarktpolitischer

Dienstleister in Bremen (VADIB) hilft bei

der Suche nach einem geeigneten Weiterbildungsanbieter.

Die Förderung der Weiterbildung während

Kurzarbeit ruht im Wesentlichen auf zwei Säulen.

Erstens: Für gering qualifizierte Mitarbeiter

(ohne Berufsabschluss oder Helfer) können

Betriebe für Weiterbildungen während des

Bezuges von Kurzarbeitergeld 100 Prozent der

Weiterbildungskosten erhalten. Die Kostenübernahme

erfolgt durch das Bildungsgutscheinverfahren

der Arbeitsagentur. Voraussetzung

hierfür ist, dass es sich um eine anerkannte,

d.h. eine nach der Anerkennungs- und

Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV)

zertifizierte Weiterbildungsmaßnahme handeln

muss.

Zweitens: Für qualifizierte Beschäftigte

(mindestens Gesellenbrief) kann die Arbeitsagentur

die Kosten der Weiterbildung bezuschussen.

Die Förderhöhe für die Maßnahmen

ist in diesem Fall von der Unternehmensgröße,

der Art der Weiterbildung und den individuellen

Voraussetzungen der Mitarbeiter

abhängig. So gibt es prozentuale Aufschläge

für die Qualifikation älterer Mitarbeiter und

es wird in rein betriebsbezogene oder allgemein

am Arbeitsmarkt verwertbare Kenntnisse

unterschieden. Insgesamt reicht die Spanne

der möglichen Weiterbildungskostenförde-

HANSEATISCHE STRASSEN-

UND TIEFBAU GMBH

Zur Aumundswiese 8

28279 Bremen

Telefon (0421) 4 60 84-0

Telefax (04 21) 82 32 85

■ Wir pflastern Ihre Terrasse

■ Wir verlegen Ihren Kanal

■ Wir sanieren Ihren Keller

■ Rattenbekämpfung, für uns kein Problem

■ Notfalleinsätze f. Kanal- u. Wasserrohrbruch

Besuchen Sie uns im Internet: www.hstbremen.de

GAS ERNEUT BILLIGER

swb senkt zum 1. April 2009 zum zweiten

Mal in diesem Jahr deutlich die Erdgaspreise.

Nach der Vergünstigung um 11,5 Prozent

zum 1. Februar sinkt der Verbrauchspreis

zum 1. April um weitere 20,3 Prozent. Eine

Kilowattstunde im Produkt swb Erdgas plus

kostet in Bremen dann 1,31 Cent weniger.

Der Preis sinkt von 6,47 auf 5,16 Cent. Alle

Preisangaben enthalten die Mehrwertsteuer

von derzeit 19 Prozent.

Ab April reduzieren sich damit die jährlichen

Gesamtkosten für einen Bremer Haushalt

mit einem durchschnittlichen Verbrauch

von 25.000 Kilowattstunden (2.602 m 3)

Erdgas um 18,9 Prozent. Das ist eine Einsparung

von etwa 328 Euro bei gleichbleibender

Preisstellung auf das gesamte Jahr

gerechnet.

rung bei qualifizierten Mitarbeitern in Kurzarbeit

von 25 bis zu 80 Prozent. Der individuell

unterschiedliche Restkostenanteil ist

vom Arbeitgeber zu entrichten. Zugleich spart

der Arbeitgeber bei allgemeinen WeiterbildungsmaßnahmenSozialversicherungsbeiträge

für die Kurzarbeit.

Darüber hinaus besteht für Betriebe, die

sich nicht in Kurzarbeit befinden, weiterhin die

Möglichkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

mit Hilfe des „WeGebAU“-Programms

weiterzuqualifizieren. Auch für dieses Programm

werden die Zugangsvoraussetzungen

durch das Konjunkturpaket II in Zukunft deutlich

gelockert.

Ganz wichtig: Immer wenn die Weiterbildung

durch die Agentur für Arbeit gefördert

werden soll, muss dies vor Beginn beantragt

werden. Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur

Bremen berät Betriebe in allen Fragen

der Kombination von Kurzarbeit und Qualifizierung.

Servicenummer: 01801 555 111

(Festnetzpreis 3,9 Ct./Min., Mobilfunkpreise

abweichend). Allgemeine Informationen,

Merkblätter und Antragsformulare zum Kurzarbeitergeld

unter www.arbeitsagentur.de >

Unternehmen > Finanzielle Hilfen > Kurzarbeitergeld.

Am 10. März, 16.30 Uhr, findet in der Handwerkskammer

Bremen eine gemeinsame Informationsveranstaltung

von Handwerkskammer

und Agentur für Arbeit Bremen zu den neuen

Regelungen der Kurzarbeit statt.

36 Handwerk in Bremen 3/2009


Vermischtes

2008: 1,4 PROZENT MEHR

WIRTSCHAFTSWACHSTUM

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes

Bremen als Mitglied des Arbeitskreises

„Volkswirt-schaftliche Gesamtrechnungen

der Länder“ (AK VGR d L) stieg das Bruttoinlandsprodukt

im Land Bremen im Jahr

2008 nominal um 3,3 Prozent gegenüber

2007 auf 27,7 Milliarden Euro. Preisbereinigt

entspricht das einem Wirtschaftswachstum

von 1,4 Prozent. Das bundesdeutsche

Wirtschaftswachstum flachte sich auf eine

Steigerung von 2,7 Prozent nominal und

preisbereinigt auf 1,3 Prozent in 2008

gegenüber dem Vorjahr ab. Die bremische

Wirtschaft übertraf damit leicht die deutsche

Zunahme.

Angesichts der gegenwärtigen Turbulenzen

in der Wirtschaft weist das Statistische Landesamt

Bremen darauf hin, dass zum Zeitpunkt

der ersten Schnellrechnung des Wirtschaftswachstums

nach Bundesländern für

das zurückliegende Jahr im Allgemeinen

lediglich regionalstatistische Basisdaten für

die Monate Januar bis Oktober vorliegen.

Die Ergebnisse gelten deshalb als vorläufig.

ERLEICHTERUNG BEI

AUSNAHMEGENEHMIGUNGEN

Bewohner der Umweltzone erhalten künftig

leichter eine Ausnahmegenehmigung

für die Umweltzone. Das Amt für Straßen

und Verkehr vereinfachte das Antragsverfahren.

Wer bisher nachweisen wollte, dass

die Umrüstung eines privaten Alt-PKW aus

finanziellen Gründen nicht zumutbar ist,

musste eine Werkstatt-Bescheinigung und

diverse persönliche Unterlagen über seine

Vermögensverhältnisse vorlegen. Jetzt brauchen

Berechtigte, deren Einkommen unterhalb

der festgesetzten Freigrenzen liegt, das

nur noch mit einem Dokument nachweisen.

Diese vereinfachte Praxis bedeutet nicht

nur weniger Papier für den Bürger, sondern

reduziert auch den Prüfaufwand in der

Behörde.

Dazu erhalten die Bürger künftig zusätzlich

zur persönlichen Ausnahmegenehmigung

einen „Ausweis“ für die Windschutzscheibe,

der den aktuellen Anwohnerparkausweisen

ähnelt, also nur das Kfz-Kennzeichen und

die Geltungsdauer ausweist. Damit soll

unter anderem die Überwachung des ruhenden

Verkehrs erleichtert werden. Berechtigte,

die bereits eine Ausnahmegenehmigung

erhalten haben, bekommen den neuen Ausweis

für den PKW automatisch zugesandt.

Handwerk in Bremen 3/2009

Tipps & Termine

SEMINAR UNTERNEHMENSÜBERGABE

In der Handwerkskammer wurde vor kurzem das zweite Seminar

zur Unternehmensübergabe abgeschlossen. Das Thema steht

auch für weitere Tagesseminare an.

„Betriebsübergabe-richtig gemacht“ hieß

es vor kurzem in der Handwerkskammer. Zu

dem im Rahmen des ESF-geförderten Projekts

„KombüH“ entwickelten und durchgeführten

Tagesseminar war ein bewusst klein gehaltener

Teilnehmerkreis erschienen. Auch das zweite

Seminar dieses Themenkomplexes wurde

von Unternehmensberater Dipl.-Betriebswirt

Günter Fröhlich geführt. Er besprach mit den

Teilnehmern alle wichtigen Fakten und Aspekte

ebenso wie die „möglichen, schwerwiegenden

Fehler“ bei einer Betriebsübergabe.

Die Teilnehmer interessierten sich insbesondere

für Fragen wie:

• Welches ist der richtige Zeitpunkt für einen

Unternehmensverkauf?

• Kann ich den Wert meines Betriebes grob

selbst einschätzen?

• Wie finde ich einen geeigneten Käufer?

• Wie kann mein Nachfolger/Mitarbeiter die

Betriebsübernahme finanzieren und welche

öffentlichen Fördermöglichkeiten kommen

dafür in Betracht?

• Wie läuft eine Betriebsübergabe in einzel-

nen Schritten praktisch ab, was muss

beachtet werden?

• Wie führt man die Verhandlungen mit dem

potentiellen Käufer?

• Was gibt es steuerlich bei einer Betriebsübergabe

zu beachten?

Auf alle Fragen gab Günter Fröhlich umfassende

Antworten – nicht zuletzt aufgrund des

reichhaltigen praktischen Erfahrungsschatz

des Unternehmensberaters. Die angeschnittenen

Themen waren für die Seminarteilnehmer

so interessant und wichtig, dass selbst beim

Mittagessen in der „Alten Gilde“ die Diskussionen

weitergeführt wurden. Alle Teilnehmer

bewerteten abschließend das Seminar mit

außerordentlich gut, interessant und nützlich.

Wegen des Erfolgs der ersten beiden Seminare

werden weitere Termine angeboten: 25.

April. 1. August und 28. November 2009. Da

die Seminare wiederum in sehr kleinem Teilnehmerkreis

durchgeführt werden, ist eine

rechtzeitige Anmeldung gut.

Kontakt: Reiner Krebs, HandWERK gGmbH,

Telefon (04 21) 222744-313.

FRAUEN FÜR GLEICHE BEZAHLUNG

Der „Equal Pay Day“, Tag der Entgeltgleichheit,

findet in diesem Jahr am 20. März statt.

Der Tag soll ins Bewußtsein rufen, dass Frauen

in Deutschland durchschnittlich zwei Monate

und zwanzig Tage länger arbeiten, bis sie die

Gehaltsdifferenz von 22 Prozent der Gehältern

ihrer männlichen Kollegen ausgeglichen haben.

Bei den Führungskräften sind es sogar noch

mehr.

In über 18 Städten finden daher Aktionen

zum Tag der Entgeltgleichheit statt, die unter

anderen vom BPW, Business and Professional

Women Germany, initiiert wurden. So arbeiten

in Hamburg mehrere Frauen an einem Eintrag

ins Guinnessbuch für ein Marathon-Gehaltscoaching

mit 1.000 Frauen.

In Bremen gibt es eine Kundgebung mit Luftballons

und Stelzenläufern auf dem Marktplatz,

eine Gerichtsverhandlung – gespielt vom Improtheater

Bremen – eine After Work Party und

ein Gehaltstraining. Außerdem machen viele

Betriebe bei der 22 Prozent (Un)Happy Hour

mit. Schirmherr ist Bürgermeister Jens Böhrnsen.

Dem Aktionsbündnis aus BPW-Club Bremen

e.V., Arbeitnehmerkammer Bremen und

Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung

der Gleichberechtigung der Frau sind die bremer

arbeit gmbH (bag), der Bremer Frauenausschuß

e.V., Landesfrauenrat Bremen (BFA),

Verdi, Landesbezirk Niedersachsen Bremen und

der DGB Bremen beigetreten.

Entgeltungleichheit ist das Ergebnis von vielen

Faktoren. Ging es im zwanzigsten Jahrhundert

noch um die Erlangung gleicher Rechte und

Anpassung der Gesetze, so geht es im 21. Jahrhundert

um die Gleichstellung der Geschlechter.

Vorurteile, alte Rollenbilder zur Lebensplanung

und veraltete Arbeitsstrukturen im Unternehmen

gilt es abzuschaffen oder zu verändern.

Frauen und Männer treffen gleichermaßen nach

wie vor auf Arbeitsstrukturen, die die Vereinbarkeit

von Beruf und Familie nicht ermöglichen.

Mehr unter: www.BPW-Bremen.de.

37


Marktplatz Gesucht & Gefunden

BETRIEBSBÖRSE DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen,

der Ihr Lebenswerk weiterführt? Oder Sie

möchten Ihr Unternehmen verkaufen? Oder

suchen Sie einen Partner, Gesellschafter mit

Know-how und/oder Kapital? Wir helfen

Ihnen, einen Käufer, Pächter, Mieter oder Partner

zu finden. Nutzen Sie die Betriebsbörse für

Ihr Angebot oder Ihr Gesuch. Geben Sie Ihren

Text für eine kostenlose Veröffentlichung

zusammen mit Ihrem Namen, Ihrer Anschrift,

Telefonnummer und gegebenenfalls einem

Ansprechpartner per Fax an die Abteilung

Betriebsberatung der Handwerkskammer Bremen,

Stichwort: Betriebsbörse. Fax-Nr.: (04 71)

20 70 29. Die folgenden Angebote und Gesuche

sind der Handwerkskammer zugegangen.

Die Offerten werden kostenlos und ohne

Gewähr veröffentlicht.

BREMEN ANGEBOTE

1062 Friseurgeschäft mit 7 Plätzen, 1 Kosmetikkabine,

100 qm, ausbaufähig, mit gutem

Kundenpotential, aus persönlichen Gründen zu

verkaufen. Lage: in einem interessanten Wohnund

Arbeitsgebiet.

1091 Friseurgeschäft (Einrichtung neuwertig,

gute Geschäftslage, Kundenstamm vorhanden,

Preis VB) aus gesundheitlichen Gründen zu verkaufen.

1140 300 qm Betriebsfläche als Handwerksbetrieb/Lager

+ Wohnhaus zu verkaufen

(110qm Dachbodenfläche ausbaufähig, Freiflächen

vorhanden)

1144 Bäckerei mit Nebenräumen (Größe ca.

250 qm) in einem Wohngebiet zu verpachten

oder zu verkaufen. Räumlichkeiten auch anderweitig

nutzbar.

1151 Parkettlegermeisterbetrieb (Einzelunternehmen),

Nähe Bremen Zentrum, sucht Nachfolger

zur kompletten Übernahme.

1152 Etablierter Friseursalon (HB-Innenstadt)

zu verkaufen.

1155 Markterfahrene/Etablierte Schlosserei

aus persönlichen Gründen im PLZ-Bereich 28

mit guter Verkehrsanbindung, Nähe A 1 + A

27, zu verkaufen. Werkhalle ca. 750 qm und

Sozialräume/Büro ca. 120 qm; Verkaufsoption

für Grundstück (ca. 1800 qm). Umfangreich ausgestatteter

Maschinenpark. Das Unternehmen

ist seit fast 109 Jahren am Markt. Kerngeschäft

ist die Herstellung und Montage von Stahltreppen,

Geländern, Edelstahlbauteilen, Stahl- und

Sonderkonstruktionen für Privat und Industrie.

1157 Werkstatt mit Büro- /Sozialräumen, ca.

130qm, + Hoffläche (vor der Werkstatt gepflastert,

Deponat), 800Euro KM + NK zum

30.04.09 oder früher zu vermieten.

1159 Suche Friseurmeisterin zur Übernahme

eines alteingesessenen Friseurgeschäftes in Bremen-West

(fester Kundenstamm vorhanden;

100qm; 7 Bedienplätze, 2 Herrenplätze, 3

Waschplätze).

1160 Nachfolger/in gesucht für alteingesessene

Änderungsschneiderei, ca. 45qm, mit

guter Stammkundschaft, Preis VB.

1161 Friseurgeschäft in Bremen-Arbergen aus

gesundheitlichen Gründen abzugeben (incl.

neuer Einrichtung und Arbeitsgeräten, Ladenfläche

ca. 40 qm, 6 Arbeitsplätze + Waschstationen,

Preis: 4.000 Euro VB)

BREMEN GESUCHE

2028 Junge Augenoptikermeisterin sucht

Betrieb zur Übernahme.

2036 Kleiner Malereibetrieb im Raum Bremen

zur Übernahme gesucht.

2041 Tischlerei/Innenausbaubetrieb (incl.

Gebäude und Maschinen) gesucht: Bestehende

Bremer Tischlerei sucht auf diesem Wege

räumliche Veränderung; Mitarbeiter werden

übernommen.

2042 Suche Tischlerei im Bereich Bremen/

Bremerhaven/Altkreis Wesermünde zu kaufen.

BREMERHAVEN ANGEBOTE

3038 Tischlerei im Landkreis Cuxhaven aus

Altersgründen abzugeben.

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude

Seminarangebote

Betriebsübergabe – richtig gemacht

Für Inhaber, die ihren Betrieb übergeben wollen

Inhalt:

• Was muss bei einer Betriebsabgabe

bedacht werden?

• Alternativen zur Abgabe

• Den Betrieb aud die Abgabe vorbereiten

• Der Unterschied zwischen dem Wert und

dem Preis für einen Betrieb

• Helfer bei der Betriebsabgabe

• Steuerliche Aspekte der Betriebsabgabe

Dauer: 1 Samstag, 9:00 bis 16:00 Uhr

Beginn: 25. April, Ort: Handwerkskammer

Bremen, Kosten: 96 Euro

Information: Reiner Krebs,

Telefon (04 21) 222744-313,

E-Mail:

krebs.reiner@handwerkbremen.de

besonders geeignet für Nutzung in den Bereichen

Lebensmittel (Fleischerei), Sanitär-Heizung-Klima,

Malerei etc., günstig zu verkaufen

oder zu verpachten.

3056 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

sucht aus Altersgründen einen Nachfolger.

Übernahme auf Kauf- oder Pachtbasis

möglich. Ein guter Auftragsbestand, ein solider

Kundenstamm und ein eingespieltes Team sind

vorhanden.

3063 Kleinerer Friseursalon in guter Lage abzugeben.

BREMERHAVEN GESUCHE

4013 Suche Tischlerei im Bereich Bremerhaven/Altkreis

Wesermünde zu kaufen.

KONTAKT BETRIEBSBÖRSE

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. telefonisch oder schriftlich an die

Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer

Bremen, Außenstelle Bremerhaven,

Ansprechpartnerin: Regina Falke,

Columbusstr. 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 97 24 9-0,

Telefax (04 71) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen und weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet im

Internet unter: www.nexxt-change.org.

Die erfolgreiche Existenzgründung

Für Handwerker, die sich selbstständig

machen wollen

Inhalt:

• Betriebsgründungen und Gründungserfolg

• Betriebsübernahmen, Chancen und Risiken

• Generierung von Geschäftsideen

• Der Businessplan, Inhalt und Entwicklung

• Kapitalbedarf, Finanzierung, Öffentliche

Fördermittel

• Betriebswirtschaftliche und steuerliche

Grundlagen für Existenzgründer

• Markt- und Wettbewerbsanalyse, Akquise,

Werbung, Preisstrategien

• Grundzüge der Bewältigung von betrieblichen

Krisen

Dauer: ca. 4 Wochen, 32 Stunden, Montag

und Dienstag, 18.00 bis 21.00 Uhr

Beginn: 11. Mai (Die Teilnehmerzahl ist auf

12 begrenzt), Kosten: 129 Euro

Information: siehe links

38 Handwerk in Bremen 3/2009


Persönlich

10 FRAGEN AN ANDREAS MEYER

Andreas Meyer

Mit Monatsbeginn neuer Geschäftsführer der

Kreishandwerkerschaft Bremen und des

Arbeitgeberverbandes Handwerk Bremen

Geboren am 26. September 1961 in Bremen

1978: Ausbildung bei der Sparkasse Bremen.

1984: Weiterbildung zum Sparkassenbetriebswirt.

Bis 1996 Einsätze in betriebswirtschaftlichen

Einheiten (seit 1990 als Gruppenleiter).

1996 bis 2001 als Prokurist der Sparkasse Bremen

verantwortlich für die Gebäude (Unterhaltung/Immobiliengeschäfte).

Ab 2001 Zentralisierung der Kreditnachbearbeitung

/ Abteilungsleiter.

2003 Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft

der Sparkasse Bremen (ca. 120 MitarbeiterInnen).

2005 Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft

der Sparkasse Hannover und der

NORD/LB mit Standorten in Hannover (Sitz),

Braunschweig und Rostock mit ca. 300 MitarbeiterInnen.

Hobbies: Joggen / Tanzen

Was beschäftigt Sie gerade?

Mein beruflicher Neuanfang bei der Kreishandwerkerschaft

bzw. dem Arbeitgeberverband

Handwerk Bremen.

Viele neue Kontakte in der Handwerksorganisation

zu knüpfen.

Handwerk in Bremen 3/2009

Strukturen/Zusammenhänge usw. im Handwerk

kennenlernen.

Handwerk ist für Sie ...?

Der Umgang mit Menschen, die mit ihrer

Arbeit voll im Leben stehen, tatsächlich an -

packen können (und nicht nur darüber reden)

und wissen was sie wollen!

Wann haben Sie zuletzt einen Handwerker

womit beauftragt?

Im November 2008 haben wir eine Hauswasserstation

in unserem Haus von einem Meisterbetrieb

einbauen lassen.

Drei Stichworte dazu, wie Deutschland besser

vorankommt?

• Bildung als Zukunftsinvestition „ernst nehmen“

(m.E. sind neben gut ausgestatteten

Schulgebäuden z.B. verstärkt Investitionen

in die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften

vorzunehmen).

• Positivere Stimmung verbreiten/optimisti -

sche Krisenbewältigung (gemeinsam sind

wir stark).

• Mehr Vertrauen in die Verantwortung der

Betriebe/des Einzelnen geben (weniger

Bürokratie/Vorschriften/grundlegende

Steuerreform usw.).

Ohne Mittelstand wäre Deutschland ...?

Nicht existenzfähig, der Mittelstand stellt eine

wesentliche Basis für den wirtschaftlichen

Erfolg Deutschlands dar (so stellt z.B. das

Handwerk über 30 % aller Auszubildenden)

Bremen/Bremerhaven ist für Sie ...?

Klingt vielleicht etwas altmodisch: Bremen ist

meine Heimat (hier fühle ich mich zuhause)

Welches Buch hat Sie am stärksten beeindruckt?

Helmut Schmidt: Ausser Dienst.

Wann zuletzt wo im Urlaub gewesen?

Im Februar: Im Schwarzwald – wandern und

sich verwöhnen (guter Wein ….).

Ihr Lieblings-Essen?

Erbsensuppe.

Wem möchten Sie wofür danken?

Meiner Frau für die Unterstützung bei den

beruflichen Veränderungen, die sich in den

letzten Monaten für mich ergeben haben.

HANDWERK-KONTAKT

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen:

Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 222 80 620

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt

Telefon (04 71) 18 52 18

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

IMPRESSUM

Schlusspunkt

HANDWERK IN BREMEN

Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG

Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen

Telefon (04 21) 48 57 8-0

Telefax (04 21) 48 57 848

Internet: www.schintz-druck.de

Herausgeber:

Handwerkskammer Bremen (s.o.)

Anzeigen: Schintz Druck

Telefon (04 21) 48 57 822

Telefax (04 21) 48 57 848

anzeigen@handwerk-in-bremen.de

Redaktion: Rainer Haase (V.i.S.d.P.)

Telefon (01 71) 64 25 483

redaktion@handwerk-in-bremen.de

HANDWERK IN BREMEN ist das

offizielle Mitteilungsmagazin der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Alle redaktionellen Beiträge sind sorgfältig

recherchiert oder stammen aus

zuverlässigen Quellen. Jegliche Haftung

ist ausgeschlossen. Für unverlangt

eingesandte Beiträge und Fotos wird

keine Haftung übernommen.

39


Wir machen den Alten fertig!

JETZT € 2.500,- Umweltprämie sichern.

FT 260 K Citylight

2,2l TDCI, 63 kW (85 PS)

Kostenlose Feinstaubplakette

Sonderserie, 0,8 t Nutzlast, EURO 4

Trennwand, E-Fenster, B-Doppelsitz, ZV

Lieferbar in rot, blau und weiß

Euro-4-Leasing

Kostenlose Feinstaubplakette

€ 2.500,- Sonderzahlung aus Umweltprämie

inkl. 10.000 Km p.a.

48 Monate Leasing

Volker

Engelhardt

Tel.: 0421.4 58 08-143

Fax: 0421.4 58 08-203

volker.engelhardt@bremot.de

Frank

Sommer

Tel.: 0421.4 58 08-117

Fax: 0421.4 58 08-205

frank.sommer@bremot.de

€ 15.900,-

- € 2.500,-

€ 13.400,-*

zzgl. der gesetzlichen MwSt.

monatliche Leasingrate

ab € 169,- *

zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Einladung Einla Einla zur

Gewerbewoche!

Gew

Handwerker-Fruhstuck Handw

und

Grunkohlessen Grunko satt!

vom vom vom 11. bis 13.03.

Woltmann Bremen Motors

Föhrenstraße 70-72, 28207 Bremen, Telefon 0421/4 58 08-221, www.bremen-motors.de

Abbildung zeigt Wunschausstattung gegen Mehrpreis. *Angebotspreis unter rechnerischer Einbeziehung der staatlichen Umweltprämie für die Verschrottung eines

Altautos (mind. 9 Jahre alt, mind. 1 Jahr auf Halter zugelassen), zzgl. € 690,- Fracht und MwSt.

Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach 80/1268/EWG): 7,4 (kombiniert), 9,1 (innerorts), 6,4 (außerorts), Co2-Emission: 195 g/km (kombiniert)

Michael

Ahlers

Tel.: 0421.4 58 08-155

Fax: 0421.4 58 08-211

michael.ahlers@bremot.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine