Geschäftsbericht 2009 - Stadtwerke Engen GmbH

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Geschäftsbericht 2009 - Stadtwerke Engen GmbH

Geschäftsbericht 2009

2009


2 Geschäftsbericht

2009

Lagebericht für 2009

Geschäfts- und Rahmenbedingungen 4

Unternehmen 4

Konjunkturelle Lage 4

Ertragslage 6

Spartenergebnisse 6

Strom 7

Erdgas 8

Trinkwasser 8

Wärme 9

TV-Kabel 9

Stadtbus – Cityfuchs 9

Vermögens- und Finanzlage 10

Auf einen Blick 10

Investitionen 11

Beteiligungen 12

Solarcomplex GmbH & Co. KG Photovoltaik Engen 12

Solarcomplex AG 12

SüdWestStrom Kraftwerks GmbH & Co. KG 12

SüdWestStrom Windpark GmbH & Co. KG 12

SüdWestStrom Stromhandels GmbH 12

Wasserzweckverband „Unteres Aitrachtal“ 12

Cash-Flow 13

Nachtragsbericht 13

Prognose- und Risikobericht 13

Risikobericht 13

Kennzahlen 15

Bilanz 16

Aktivseite 16

Passivseite 17

Gewinn- und Verlustrechnung 18

Anhang Wirtschaftsjahr 2009

Grundsätzliche Angaben 19

Erläuterungen zu den Positionen 20

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 20

Angaben zu Positionen der Bilanz 22

Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung 22

Ergänzende Angaben 24

Haftungsverhältnisse 24

Sonstige finanzielle Verpflichtungen 24

Zusammensetzung der Organe 25

Belegschaft 25

Angaben zum Jahresergebnis 25

Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens 26

Bericht des Aufsichtsrates 28

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 29

Inhaltsverzeichnis

3


4 Geschäftsbericht

2009

Lagebericht für 2009

Geschäfts- und

Rahmenbedingungen

Unternehmen

Die Stadtwerke Engen GmbH mit Sitz in

Engen ist im Wege der Ausgliederung

nach § 168 UmwG aus dem Eigenbetrieb

Stadtwerke Engen rückwirkend zum

1. Januar 2002 entstanden. Der Gesellschaftsvertrag

wurde am 02. Juli 2002

beurkundet.

Die Gesellschaft ist auf eine nicht begrenzte

Zeit gegründet und hat die

Erzeugung, den Bezug, den Handel, den

Transport und die Verteilung von Strom,

Gas, Wasser und Wärme sowie die

Durchführung sonstiger der Energie-

und Wasserversorgung dienender Aufgaben,

den Betrieb eines Breitbandkabels

und den Betrieb des öffentlichen

Personenverkehrs zum Gegenstand.

Der Versorgungsbereich umfasst das

Gebiet der Stadt Engen mit 10.180 Einwohnern

(Stand 31.12.2009)

Konjunkturelle Lage

Das Jahr 2009 war von der weltweiten

Wirtschafts- und Finanzkrise überschattet.

Dies führte zu einer starken

Beeinträchtigung der wirtschaftlichen

Entwicklung. Vor allem im Winter

2008/2009 war die Konjunktur eingebrochen.

Im zweiten Quartal (plus 0,4 %)

und im dritten Quartal (plus 0,7 %) hat

das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder

zugelegt – unter anderem aufgrund

der Zunahme des Exports und der Konjunkturprogramme.

Das holte die

deutsche Wirtschaft aus der Rezession,

konnte den Absturz im Gesamtjahr

aber nicht mehr verhindern. Das preisbereinigte

BIP sank in 2009 gegenüber

dem Vorjahr um 5,0 %.

Demgegenüber konnte ein Rückgang der

Gaspreise am Handelsmarkt (Preis für

das Gaswirtschaftsjahr 2010/11) von

etwa 24 s/MWh auf 19 s/MWh verzeichnet

werden.

In der öffentlichen Diskussion ist weiterhin

die Preisbindung des Erdgases an

den Ölpreis. Ob man diese Ölpreisbindung

oder andere Parameter wählt, steht

derzeit zur Diskussion. Die Entwicklung

des Ölpreises zum Ende des Jahres 2009

wird für das Jahr 2010 zunächst in jedem

Fall zu steigenden Erdgaspreisen führen.

Auch der Strompreis am Handelsmarkt

wurde von diesen Entwicklungen beeinflusst.

Der Forwardpreis für das Jahr 2011 lag am

Jahresanfang bei etwa 70 s/MWh (2/3 Base

und 1/3 Peak) und gab zum Jahresende auf

etwa 58 s/MWh nach.

Der Wettbewerb im Strom- und Gassektor

hat sich im Jahr 2009 verschärft und wird

sich im Strom- und auch im Gassektor

weiter verschärfen. Überregionale Stromanbieter

versuchten, mit Einmal- oder

Bonuszahlungen Kunden an sich zu binden

und setzten mit ihren günstigen Angeboten

die Wettbewerber unter Druck.

5


6 Geschäftsbericht

2009

Ertragslage

Gewinn- und

Verlustrechnung

2009

Tsd. EUR

2008

Tsd. EUR

2007

Tsd. EUR

2006

Tsd. EUR

2005

Tsd. EUR

2004

Tsd. EUR

Umsatzerlöse 9.813 9.304 8.773 8.596 7.937 7.395

Andere Erträge 356 136 247 288 148 137

Materialaufwand 6.873 6.158 5.545 5.283 4.455 3.972

Personalaufwand 823 780 729 731 673 673

Abschreibungen 788 795 866 856 900 1.012

Sonstige Aufwendungen 587 748 539 474 393 576

Konzessionsabgabe 395 410 394 393 385 401

Finanzsaldo 241 210 206 239 190 211

Steuern 125 115 300 356 541 270

Jahresüberschuss 337 224 441 552 548 417

Personalstand

Personen inkl. Geschäftsführer 12,94 12,52 12,52 12,52 12,27 11,75

Spartenergebnisse

Das Geschäftsjahr schließt mit einem

guten Ergebnis. Der Jahresüberschuss

beträgt 336.674,96 Euro.

Der Anstieg der Umsätze um 5,5 % ist

durch Preissteigerungen bei der Stromversorgung

und eine Erhöhung der

verkauften Gasmengen bedingt. Bei den

anderen Erträgen ist der Anstieg auf Geschäftsvorfälle

aus früheren Geschäftsjahren

(Auflösung von Rückstellungen)

zurück zu führen. Den höheren Umsätzen

stehen Mehraufwendungen beim

Materialbezug von 11,6 % gegenüber.

Der Grund liegt in höheren Kosten für

den Strombezug. Der Anstieg der Mengen

bei der Gasversorgung hat diesen

Effekt noch verstärkt. Der unterschiedlich

starke Anstieg von Umsatz und Aufwand

für den Energiebezug zeigt, dass

die höheren Energiekosten nicht voll an

die Kunden weitergegeben wurden.

Bedingt durch die Bildung von Personalrückstellungen

und durch den Anstieg

der Tabellenlöhne aufgrund von Tarifverhandlungen

sind die Personalaufwendungen

im Vergleich zum Vorjahr

um 5,5 % gestiegen.

Die Abschreibungen sind gegenüber

dem Vorjahr konstant. Die Reduzierung

der sonstigen Aufwendungen (- 21,5 %)

ist vor allem durch die Bildung von

Rückstellungen im Vorjahr bedingt.

Im laufenden Jahr wurden weniger

Rückstellungen gebildet.

Die höhere Steuerbelastung im Vergleich

zum Vorjahr liegt im höheren Betriebsergebnis

begründet.

Ergebnis vor Steuern in Tsd. EUR 2009 2008

Stromversorgung 408 194

Gasversorgung 147 90

Wasserversorgung -1 84

Wärmeversorgung -57 12

TV-Kabel 4 -8

Stadtbus -39 -33

Jahresüberschuss 462 339

Mengenentwicklung 2009 2008 2007 2006 2005 2004

Stromversorgung Tsd. kWh Tsd. kWh Tsd. kWh Tsd. kWh Tsd. kWh Tsd. kWh

Verkauf 32.420 32.536 32.795 33.702 32.956 32.120

Gasversorgung Tsd. kWh Tsd. kWh Tsd. kWh Tsd. kWh Tsd. kWh Tsd. kWh

Verkauf 53.114 53.151 50.089 53.730 55.911 54.839

Wasserversorgung Tsd. m 3 Tsd. m 3 Tsd. m 3 Tsd. m 3 Tsd. m 3 Tsd. m 3

Verkauf 489 509 491 503 493 505

Strom

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

ist beim Betriebszweig

Stromversorgung um 110,3 % gestiegen.

Die Gründe liegen weitgehend an der

Auflösung von Rückstellungen.

Im Jahr 2009 gab es eine größere Störung

durch ein defektes 20-kV-Erdkabel in

der Maierhalde in Engen und einen

Fehler bei einer 20-kV-Freileitung im

Stadtteil Bargen und zwei weitere Stromausfälle

wegen defekter Niederspannungskabelmuffen.

Neu verlegt wurden

20-kV-Erdkabel in der Turmstraße im

Stadtteil Welschingen und im Gewerbegebiet

„Grub“ in Engen. Außerdem

wurden 24 neue Hausanschlüsse fertig

gestellt.

Die verkauften Strommengen sind bei

den leistungsgemessenen Großkunden

um 2,6 % und bei den Privat- und

Geschäftskunden um 2,4 % gesunken.

Insgesamt ist der Stromabsatz des Vertriebs

aufgrund der Verkäufe außerhalb

Engens (+ 361,8 %) nur leicht rückläufig.

Bei den fremdversorgten Kunden konnte

ein großer leistungsgemessener Kunde

zurück gewonnen werden. Die weiteren

Kundenverluste im Bereich der Privat-

und Geschäftskunden konnten durch

den Kundenzuwachs außerhalb Engens

mehr als ausgeglichen werden.

Die Nutzung unseres Netzes durch

andere Energielieferanten macht einen

Anteil von 7,3 % (Vj. 7,7 %) der Gesamtmenge

aus.

Stromlieferung und Netznutzung

in Tsd. kWh

2009 2008

Großkunden (leistungsgemessen) 9.029 9.266

Privat-/Geschäftskunden 22.113 22.658

Privat-/Geschäftskunden (außerhalb) 822 178

Eigenverbrauch 455 434

Stromlieferung 32.419 32.536

Netznutzung (leistungsgemessen) 1.434 2.920

Netznutzung Privat-/Geschäftskunden 1.011 760

Netznutzung 2.445 3.680

Privat-/Geschäftskunden (außerhalb) - 822 - 178

Gesamt Netz Engen 34.042 36.038

7


8 Geschäftsbericht

2009

Gasabsatz in Tsd. kWh 2009 2008

Großkunden (leistungsgemessen) 4.014 4.281

Privat-/Geschäftskunden 49.100 48.870

Gasabsatz 53.114 53.151

Netznutzung 1.860 148

Gesamt Netz Engen 54.974 53.299

Trinkwasserabsatz in Tsd. m 3 2009 2008

Privat-/Geschäftskunden 479 503

Weiterverteiler 10 6

Gesamt 489 509

Erdgas

Bei der Gasversorgung steigt das

Ergebnis (+ 63,3 %) ebenfalls stark an.

Im Wesentlichen liegt das an einem

einmaligen Ertrag aus einem früheren

Geschäftsjahr. Zudem konnten aufgrund

der Verbesserung der Bezugskonditionen

während des Jahres

die Gaspreise zum 1. April und zum

1. September 2009 gesenkt werden.

Im Jahr 2009 hat es keine größeren Störungen

oder Unterhaltungsmaßnahmen

gegeben. Die Investitionen beschränkten

sich auf 15 neue Hausanschlüsse.

Beim Gasabsatz weisen die leistungsgemessenen

Großkunden ein Minus von

6,3 %, die Privat- und Geschäftskunden

ein Plus von 4,8 % aus. Gesamt ergibt

sich ein Plus von 3,9 %.

Bei der Netznutzung ist die Menge gegenüber

dem Vorjahr um das 11,6-fache

gestiegen. Die Nutzung unseres Netzes

durch andere Energielieferanten macht

einen Anteil von 3,4 % (Vj. 0,3 %) der

Gesamtmenge aus.

Trinkwasser

Die Trinkwasserversorgung schließt

seit 2003 erstmals wieder mit einem

negativen Betriebsergebnis vor Steuern

(- 1 Ts/ Vj. + 84 Ts). Der starke Rückgang

beim Ergebnis der Wasserversorgung

liegt vor allem an den niedrigeren Umsatzerlösen

(- 42 Ts) aufgrund der weniger

verkauften Mengen. Des Weiteren

stiegen der negative Zinssaldo (+ 7 Ts)

und die Personalkosten (+ 11 Ts) an.

Es zeigt wiederum deutlich, wie sich

sinkende Absatzmengen zu den weitgehend

fixen Kosten auswirken.

Die Trinkwasserlieferung sank insgesamt

um 3,9 %.

Die Qualität des Trinkwassers ist gut

und entspricht den gesetzlichen Bestimmungen.

Im Unterhaltungsbereich

wurden Arbeiten am Leitungsnetz und

den Hausanschlüssen (65 Ts) sowie

an Quellfassungen (20 Ts) und dem

Pumpwerk Brächle (15 Ts) ausgeführt.

Des Weiteren wurden im Berichtsjahr

11 neue Hausanschlüsse in Betrieb

genommen. Rohrbrüche lagen im

Durchschnitt der letzten Jahre. Hier

liegt die Problematik vor allem im

Auffinden kleiner und kleinster Schadstellen.

Besonders hervorzuheben ist

ein Rohrbruch am Quellzulauf vom

Jägertal zum Wasserwerk Ballenberg,

der Kosten von knapp 19 Ts verursachte.

Zur Vermeidung weiterer negativer

Jahresergebnisse wurde zum 01. Januar

2010 der Grundpreis angehoben.

Wärme

Das Jahr war durch die Erweiterung des

Gymnasiums und den Anschluss der

Mensa an das Nahwärmenetz Bildungszentrum

geprägt. Durch die laufenden

Arbeiten, eine geringere Wärmeabgabe

und eine neue Verteilung der Personalkosten

wurde das Ergebnis stark belastet.

Die Leistungsdaten der Anlage im

Bildungszentrum werden monatlich

erfasst und vom Wärmeservice der

Stadtwerke Konstanz analysiert und

bewertet. Nach dem städtischen Bauhof

wurde in diesem Jahr auch unser Betriebsgebäude

an die neue Heizzentrale

in der Eugen-Schädler-Straße angeschlossen.

Die Wärmeabgabe sank aufgrund

des milderen Winters (- 12,5 %).

Die stark abweichenden Werte der

beiden Vergleichsjahre sind durch die

Bauarbeiten des Gymnasiums und

der Mensa bedingt.

TV-Kabel

Die Gespräche mit der Kabel-BW AG

führten 2008 nicht zu der angestrebten

Zusammenführung der beiden Teilnetze

in der Kernstadt. Ergebnis der

Gespräche war, dass die Stadtwerke die

Leistungen von Kabel BW nicht mehr

in Anspruch nehmen und für ihr TV-

Kabelnetz eine eigene Empfangsstation

bauen. Die geplante Anlage ist Ende 2009

in Betrieb gegangen. Für die kommenden

Geschäftsjahre entfallen somit rund

30 Ts für die Einspeisung der Kabelsignale

von KabelBW.

Die zum 1. Januar 2009 erhöhten Preise

führten zu einer Verbesserung des

Ergebnisses (+ 12 Ts). Die Ende 2009 in

Betrieb gegangene eigene Empfangsanlage

wird in den kommenden Jahren

weitere Kosten einsparen.

Beim Breitbandkabelnetz stieg die

Anzahl der genutzten Anschlüsse um

1,2 % an, was der normalen jährlichen

Schwankungsbreite entspricht.

Wärmeabgabe in Tsd. kWh 2009 2008

Bildungszentrum mit Stadt- u. Sporthalle 1.575 1.801

TV-Kabel in Stück 2009 2008

Anschlüsse 1.125 1.112

Stadtbus in Tsd. 2009 2008

Fahrgäste 72 60

Stadtbus-Cityfuchs

Der im Dezember 2004 in den Leistungen

reduzierte Cityfuchs, der die Linien

1 und 5 in die Wohngebiete Maierhalde

und Vögtleshalde in der Kernstadt

Engen fährt, erbrachte trotz gestiegener

Fahrgastzahlen aufgrund gesunkener

Zuschüsse bei den Ausgleichsleistungen

im Ausbildungsverkehr und den Aufwendungen

für eine Analyse des ÖPNV

einen Spartenverlust (vor Steuern)

von 39 Ts.

Beim Stadtbus „Cityfuchs“ stieg die Zahl

der Fahrgäste im Geschäftsjahr 2009

um rund 12.000. Die Zahl der Fahrgäste

beruht auf der Anzahl der Einzelfahrscheine,

angenommenen 2,3 Fahrten

pro Tag bei Zeitkarten und einer

Beschränkung auf die Schultage bei

Schülerzeitkarten. Der Anstieg der Fahrgastzahlen

ist darauf zurückzuführen,

dass sowohl bei den Einzelfahrscheinen

(+ 728) als auch bei den Monatskarten

(+ 188) ein Zuwachs zu verzeichnen war.

Die Untersuchung zur Optimierung des

Fahrplanes und zur Einrichtung eines

Anruf-Sammeltaxi-Systems hat ergeben,

dass die Kosten einer Umsetzung durch

die fehlende Infrastruktur außerordentlich

hoch wären.

9


10 Geschäftsbericht

2009

Auf einen Blick

Bilanz

2009

Tsd. EUR

2008

Tsd. EUR

2007

Tsd. EUR

2006

Tsd. EUR

2005

Tsd. EUR

2004

Tsd. EUR

Bilanzsumme 11.514 11.388 11.812 12.393 10.719 11.176

Anlagevermögen 9.336 8.779 8.388 8.527 8.043 8.821

Umlaufvermögen 2.172 2.604 3.420 3.866 2.676 2.355

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

6 5 5 0 0 0

Gezeichnetes Kapital 1.600 1.600 1.600 1.600 1.600 1.600

Kapitalrücklage 1.229 1.229 1.299 1.299 1.356 1.356

Gewinnvortrag 467 467 175 173 4 4

Jahresüberschuss 337 224 411 552 548 417

Empfangene

Ertragszuschüsse

808 953 1.106 1.266 1.442 1.829

Rückstellungen 955 1.082 716 710 893 652

Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

4.131 4.456 4.812 5.357 2.947 3.264

andere Verbindlichkeiten 1.982 1.377 1.732 1.505 1.928 2.053

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Vermögens-

und Finanzlage

6 0 0 0 0 0

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber

dem Vorjahr um 126 Ts oder 1,1 %

auf 11.514 Ts erhöht. Auf der Aktivseite

sind insbesondere die Buchwerte des

Anlagevermögens (+ 557 Ts) durch

den Neubau des Verwaltungs- und

Betriebsgebäudes gestiegen, während

die Forderungen sowohl gegen Kunden

(- 328 Ts) aufgrund Mengen- und

Preisrückgangs sowie die sonstigen Vermögensgegenstände

(- 310 Ts) aufgrund

der geringeren Steuererstattungsansprüche

gesunken sind.

Die Veränderung der Passivseite

resultiert im Wesentlichen aus einer

Erhöhung der (lang- und kurzfristigen)

Verbindlichkeiten gegenüber Stadt

(+ 472 Ts) und der sonstigen Verbindlichkeiten

(+ 363 Ts), die in den Überzahlungen

der Kunden begründet sind.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber

Lieferanten kam es zu einem Rückgang

(- 230 Ts). Die Eigenkapitalquote lag

bei 31,6 v. H. (Vj. 30,9 v. H.).

Investitionen in Tsd. € 2009 2008

Gemeinsamer Bereich 682 793

Stromversorgung 525 215

Gasversorgung 26 55

Wasserversorgung 75 175

Wärmeversorgung 28 52

TV-Kabel 78 18

Stadtbus 55 0

Gesamt 1.469 1.308

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen

betrugen im Berichtsjahr

1.469 Ts. Das liegt über dem langjährigen

Durchschnitt.

Im gemeinsamen Bereich wurden in

den Bau des neuen Betriebsgebäudes

investiert. In der Stromversorgung

wurde in zwei Photovoltaikanlagen

(215 Ts), in das Leitungsnetz und

Hausanschlüsse (55 Ts) sowie Finanzbeteiligungen

(85 Ts) investiert.

In der Gas- und Trinkwasserversorgung

wurde in die Überwachungszentrale

Wasser und in die Erstellung von Hausanschlüssen

investiert. In der Wärmeversorgung

wurde in den Neubau der

Heizzentrale Stadtwerke/Bauhof und

die Erweiterung des Nahwärmenetzes

Bildungszentrum Engen investiert. Beim

TV-Kabel wurde in die Errichtung einer

eigenen Empfangsanlage investiert.

Für den Stadtbus wurde eine Haltestelle

beim Bildungszentrum erstellt.

11


12 Geschäftsbericht

2009

Beteiligungen

Solarcomplex GmbH & Co.KG

Photovoltaik Hegau

Die von der Gesellschaft in Engen betriebene

Photovoltaikanlage auf dem Dach

des Kath. Gemeindezentrums in Engen

mit einer Leistung von 18 kWp, erreichte

im Jahr 2009 mit 1.026 kWh/kWp die

in unserer Gegend üblichen Werte.

Die Stadtwerke Engen sind an der Gesellschaft

mit einem Betrag von 15.500 s

beteiligt.

Solarcomplex AG

Die Einlage der Stadtwerke Engen

beträgt 20.000 s aus der auf die solarcomplex

AG verschmolzenen solarcomplex

Holzenergie GmbH & Co. KG.

Im Geschäftsjahr wurde der Anteil auf

100.000 s aufgestockt.

SüdWestStrom Kraftwerks

GmbH & Co KG

Die Gesellschaft wurde am 7. April 2005

von 23 Stadtwerken Süddeutschlands

gegründet. Die Beteiligung der Stadtwerke

Engen beträgt bei der Gründung

0,42 %. Der Gegenstand des Unternehmens

ist die Beteiligung an einem Kraftwerksprojekt.

Inzwischen hat die Süd-

WestStrom Kraftwerks GmbH & Co. KG

83 Gesellschafter in ganz Deutschland,

der Schweiz und Österreich. Der Anteil

der Stadtwerke Engen beträgt 0,12 %.

Die Gesellschaft ist mit 49 % an der

SüdWestStrom StadtKraftWerk Brunsbüttel

GmbH & Co. KG beteiligt.

SüdWestStrom Windpark

GmbH & Co. KG

Die Gesellschaft wurde am 12. August

2009 von 16 Stadtwerken gegründet.

Die Beteiligung der Stadtwerke Engen

mit 200 kW beträgt zurzeit 0,57 %.

Der Gegenstand des Unternehmens ist

es, Windparks zu entwickeln, zu planen,

zu bauen und zu betreiben oder sich an

einem Projekt dieser Art zu beteiligen

Inzwischen hat die SüdWestStrom Windpark

GmbH & Co. KG 33 Gesellschafter

in Deutschland, Österreich und Liechtenstein.

Die Gesellschaft hat ein

Recht auf einen Anteil von 280 MW am

Windpark „BARD offshore 1“ in der

Nordsee.

SüdWestStrom Stromhandels GmbH

SüdWestStrom wurde 1999 als eines der

ersten Kooperationsunternehmen, das

die Möglichkeiten der Strombeschaffung

im liberalisierten Markt genutzt hat,

von Stadtwerken Baden-Württembergs

gegründet. Gegenstand des Unternehmens

ist die kostengünstige Beschaffung

von elektrischer Energie für die Gesellschafter,

der Handel (Einkauf/Verkauf)

mit elektrischer Energie einschließlich

der Besorgung von Durchleitungsrechten

sowie die Durchführung weiterer

energiewirtschaftlicher Aufgaben und

Dienstleistungen.

Wasserzweckverband „Unteres Aitrachtal“,

Sitz Immendingen

Für den Stadtteil Biesendorf beziehen

die Stadtwerke das Trinkwasser aus dem

unteren Aitrachtal auf dem Gebiet der

Stadt Geisingen. Weitere Mitglieder sind

die Gemeinde Immendingen, die Stadt

Geisingen, die Gemeinde Emmingen-

Liptingen und die Stadtwerke Tuttlingen

GmbH. Mit einem Bezug von 10.219 m 3

bei 160 Einwohnern liegt der Verbrauch

auch in Biesendorf gegenüber dem Vorjahr

wesentlich niedriger.

Der Cash-Flow entwickelte sich

im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

Risikobericht

2009 war das erste Jahr im Rahmen der

Anreizregulierung der Strom- und Gasnetze.

Auf der Grundlage einer Kostenprüfung

(2006) wurden für die erste

Regulierungsperiode, die fünf Jahre bei

Strom und vier Jahre bei Gas dauert, die

Erlösobergrenzen aus den Netzentgelten

Strom und Gas festgelegt. Es bedarf

einer fortlaufenden Prüfung der beeinflussbaren

Kosten, um den bei uns durch

das so genannte „Vereinfachte Verfahren“

angenommenen Effizienzwert

von 87,5 Prozent in den ersten beiden

Regulierungsperioden auf 100 Prozent

zu „verbessern“.

Im Bereich des Energieverkaufs war

2009 vom zunehmenden Wettbewerb

beim Strom und beginnenden Wettbewerb

beim Gas geprägt. Diese Entwicklung

wird sich in den nächsten Jahren

noch verstärken. Insbesondere beim Gas

rechnen wir mit einem zunehmenden

Wechsel der Kunden. Durch unseren

strukturierten und spekulationsfreien

Energieeinkauf können wir gegen die

Billigangebote mancher Energiehändler

nicht konkurrieren.

2009

in Tsd. €

2008

in Tsd. €

Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.709 311

Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -1.365 -1.187

Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -129 -506

Veränderung der Finanzmittel 215 -1.382

Finanzmittelfonds am 01. 01. 476 1.858

Finanzmittelfonds am 31. 12. 691 476

Cash-Flow

Die Stadtwerke konnten Ihren

finanziellen Verpflichtungen jederzeit

nachkommen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung,

die nach dem Schluss des Geschäftsjahres

eingetreten sind und wesentliche

Auswirkungen auf die Darstellung der

Lage der Gesellschaft für das Berichtsjahr

haben, sind uns nicht bekannt.

Umso wichtiger ist es, den Kunden die

Vorteile der ortsnahen Versorgung,

der Wertschöpfung für die Stadt und die

Region, sowie die Unterstützung der

örtlichen Vereine, des Sports und der

Kultur nahe zu bringen.

Bei der Wasserversorgung besteht seit

dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom

2. Februar 2010 ein kartellrechtlicher

Druck auf die Wasserpreise. Nach der

Erhöhung zum 1. Januar 2010 mussten

wir der Landeskartellbehörde Unterlagen

zur Begründung der Wasserpreiserhöhung

vorlegen. Dass die Erhöhung

notwendig war, zeigt der Verlust 2009

mit 2 Ts. Nach einer von dieser Behörde

veröffentlichten Rangliste liegen wir

auf Platz 29 (Stand Februar 2010) von

79 Unternehmen in Baden-Württemberg,

die privatrechtlich tätig sind.

Auch 2009 haben wir an einem Benchmarking

in Baden-Württemberg teilgenommen

und erneut zufrieden

stellende bis sehr gute Ergebnisse erzielt.

Noch differenzierter untersuchen

müssen wir die relativ hohen Energiemengen,

die weitgehend auf Pumpleistungen

zurück zu führen sind.

13

Prognose und Risikobericht


14 Geschäftsbericht

2009

Bei der Wärmeversorgung wirken die

Neuanschlüsse des Gymnasiums

und der Mensa nach. Auch die mit dem

Blockheizkraftwerk erzielten Betriebsstunden

sind bei weitem nicht zufrieden

stellend. Inzwischen liegen wir wieder

im normalen Bereich. Durch Änderungen

des Energiesteuerrechts, das den

Wegfall von Steuerbegünstigungen

bei der Erdgassteuer vorsieht, drohen

weitere Einbußen. Die sich ständig

ändernden Vorschriften und Gesetze

erschweren Planungen und Prognosen

zur Wirtschaftlichkeit von bestehenden

und neuen Anlagen.

Beim TV-Kabel wird sich die Wirtschaftlichkeit

durch die eigene Empfangsstation

verbessern. Derzeit ist eine

flächendeckende Breitbandversorgung

durch die Stadtwerke bundesweit in

der Diskussion. Die größten Probleme

bestehen hier in den Investitionskosten

und in den fehlenden Betreibern dieser

Netze. Auch hier wird eine Lösung nur

über Kooperationen mit anderen Unternehmen

möglich sein.

Die Ergänzung der Stadtbuslinien

um ein Rufbus- und Anruf-Sammeltaxi-

System scheitert an der fehlenden Infrastruktur,

die nur mit sehr hohen Kosten

herzustellen wäre. Es werden noch

Optimierungen und Ergänzungen durch

einen „Bürgerbus“ geprüft.

Im Geschäftsjahr 2009 waren Jahrzehnte

lange Überlegungen und Planungen

abgeschlossen. Ende Juni wurde das

neue Verwaltungs- und Betriebsgebäude

auf dem „Schädler-Areal“ direkt neben

dem Städtischen Bauhof bezogen.

Nun kann mit der Verbesserung der

Betriebsabläufe begonnen werden, was

allerdings durch fortlaufende Gesetzesänderungen

und Festlegungen der

Regulierungsbehörden erschwert wird.

Wir erwarten in den nächsten Jahren

bei den Strom- und Gasnetzen etwa

gleich bleibende bis leicht zurückgehende

Ergebnisse. Beim Energieverkauf

müssen wir mit zurückgehenden Mengen

und damit geringeren Gewinnerwartungen

rechnen. Die Wasserversorgung

wird nach der Preiserhöhung

wieder positive Zahlen schreiben. Bei

den übrigen Betriebszweigen streben

wir Kostendeckung (Wärmeversorgung),

leichte Verbesserung (TV-Kabel) und

Reduzierung der Verluste (Stadtbus) an.

Im Hinblick auf die künftige Entwicklung

sind keine weiteren Risiken erkennbar,

die den Bestand des Unternehmens

gefährden könnten oder wesentlichen

Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-

und Ertragslage haben könnten.

Engen, den 31. Mai 2010

Hubert Gnant

Geschäftsführer

Stromversorgung

31. 12. 09 31. 12. 08

Einwohner des Versorgungsgebietes 10.180 10.274

Netzlängen

Mittelspannungskabel km 65,9 65,7

Mittelspannungsfreileitungen km 18,6 18,6

Niederspannungskabel km 110,3 110,0

Niederspannungsfreileitungen km 3,1 3,1

Gesamt km 197,9 197,4

Trafostationen Stück 59 59

Hausanschlüsse Stück 2.928 2.898

Hausanschlussleitungen km 44,4 43,5

Angeschlossene Zähler Stück 6.163 6.072

Gasversorgung

Einwohner des Versorgungsgebietes 8.871 8.961

Netzlängen

Hochdrucknetz km 2,0 2,0

Mitteldrucknetz km 51,4 51,4

Gesamt km 53,4 53,4

Regleranlagen Stück 6 6

Hausanschlüsse Stück 1.352 1.337

Hausanschlussleitungen km 20,3 20,3

Angeschlossene Zähler Stück 1.228 1.226

Wasserversorgung

Einwohner des Versorgungsgebietes 10.180 10.274

Versorgungsleitungen km 152,0 141,7

Hausanschlüsse Stück 2.898 2.887

Hausanschlussleitungen km 39,4 39,3

Angeschlossene Zähler Stück 2.889 2.873

Behälter Stück 9 9

Behälterraum m 2 4.250 4.250

Hydranten Stück 220 220

Quellfassungen Stück 27 27

Kennzahlen

15


16 Geschäftsbericht

2009

Bilanz

Aktivseite – Bilanz zum 31. Dezember 2009

Bezeichnung

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Stadtwerke

2009/EUR

Stadtwerke

2008/EUR

1. Nutzungsrechte und Software 32.196,50 11.901,00

I. Sachanlagen

1.

2.

Grundstücke und grundstücksgleiche

Rechte mit Bauten

Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsund

Empfangsanlagen

2.198.547,09 784.445,64

835.704,00 591.649,00

3. Verteilungsanlagen 5.683.493,00 6.105.252,00

4. Streckenausrüstung 57.056,00 3.271,00

5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.319,55 63.730,55

6.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen

im Bau

II. Finanzanlagen

278.425,32 1.132.069,33

9.130.544,96 8.680.417,52

Beteiligungen 172.935,11 87.160,11

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

II.

1.

2.

9.335.676,57 8.779.478,63

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 39.059,32 28.327,74

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen

*) 0,00 s, Vj. 0,00 s

Forderungen an die Stadt

*) 0,00 s, Vj. 0,00 s

1.054.792,68 1.383.089,94

78.783,28 98.383,60

3. Sonstige Vermögensgegenstände 308.457,74 618.077,59

III. Guthaben bei Kreditinstituten 691.076,76 476.108,75

2.172.169,78 2.603.987,62

C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.410,13 4.625,13

Gesamt 11.514.256,48 11.388.091,38

Passivseite – Bilanz zum 31. Dezember 2009

Bezeichnung

A. Eigenkapital

Stadtwerke

2009/EUR

Stadtwerke

2008/EUR

I. Gezeichnetes Kapital 1.600.000,00 1.600.000,00

II. Kapitalrücklage 1.229.428,90 1.229.428,90

III. Gewinnvortrag 466.837,28 466.555,83

IV. Jahresüberschuss 336.674,96 224.281,45

3.632.941,14 3.520.266,18

B. Empfangene Ertragszuschüsse 807.512,00 952.731,00

C. Rückstellungen

1. Steuerrückstellungen 0,00 5.106,18

2. Sonstige Rückstellungen 954.764,60 1.077.305,89

D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten

**) 325.346,90 s, Vj. 325.346,90 s

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen

**) 671.005,22 s, Vj. 900.942,28 s

3. Verbindlichkeiten gegenüber

dem Gesellschafter

**) 87.192,75 s, Vj. 34.898,29 s

954.764,60 1.082.412,07

4.130.754,72 4.456.101,62

671.005,22 900.942,28

507.192,75 34.898,29

4. Sonstige Verbindlichkeiten 804.325,08 440.739,94

a) **) 804.325,08 s, Vj. 440.739,94 s

b) davon aus Steuern

0,00 s, Vj. 58.906,23 s

c) davon im Rahmen sozialer Sicherheit

0,00 s, Vj. 0,00 s

6.113.277,77 5.832.682,13

E. Rechnungsabgrenzungsposten 5.760,97 0,00

Gesamt 11.514.256,48 11.388.091,38

*) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr **) davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

17


18 Geschäftsbericht

2009

Gewinn- und

Verlustrechnung

für das

Wirtschaftsjahr 2009

(01. 01. bis 31. 12.)

2009 2008

1. Umsatzerlöse EUR 10.700.212,66 10.187.621,60

abzüglich Stromsteuer EUR -603.168,62 -594.417,35

abzüglich Gassteuer EUR -283.837,43 -289.283.88

EUR 9.813.206,61 9.303.920,37

2. Andere aktivierte Eigenleistungen EUR 28.125,30 26.658,60

3. Sonstige betriebliche Erträge EUR 328.025,84 109.425,60

4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-,

Hilfs- und Betriebsstoffe und

für bezogene Waren

b) Aufwendungen für bezogene

Leistungen

5. Personalaufwand

10.169.357,75 9.440.004,57

EUR 6.575.074,75 5.869.170,62

EUR 298.427,76 288.233,80

EUR 6.873.502,51 6.157.404,42

a) Löhne und Gehälter EUR 626.234,13 603.250,00

b) soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für

Unterstützung

davon für Altersversorgung

69.480,93 EUR, Vj. 62.743,80 EUR

6. Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen

EUR 196.380,96 176.577,37

EUR 822.615,09 779.827,37

EUR 787.735,67 795.095,80

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR 982.282,47 1.157.792,01

EUR 9.466.135,74 8.890.119,60

8. Zinsen und ähnliche Erträge EUR 8.318,10 31.751,98

EUR 249.471,85 242.176,32

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen EUR 241.153,75 210.424,34

10. Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit

11. Steuern vom Einkommen

und vom Ertrag

EUR 462.068,26 339.460,63

EUR 137.697,18 101.018,99

EUR -12.303,88 14.160,19

12. Sonstige Steuern EUR 125.393,30 115.179,18

13. Jahresüberschuss EUR 336.674,96 224.281,45

Die Stadtwerke Engen GmbH sind

gemäß § 267 Abs. 2 HGB nach den

Umsätzen und der Zahl der Beschäftigten

den mittelgroßen Kapitalgesellschaften

zuzuordnen. Die Aufstellung

des Jahresabschlusses und des Lageberichts

ist jedoch nach § 15 Abs. 1 des

Gesellschaftsvertrags entsprechend

den für große Kapitalgesellschaften

geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches

vorzunehmen.

Die Bilanz ist unter Beachtung der

Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB

gegliedert.

Für die Gliederung der Gewinn- und

Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren

gewählt.

Die Bewertungsgrundsätze des Vorjahres

blieben unverändert.

Anhang

Wirtschaftsjahr 2009

Grundsätzliche Angaben

19


20 Geschäftsbericht

2009

Erläuterungen zu

den Positionen von Bilanz

und Gewinn- und Verlustrechnung

bezüglich

Ausweis, Bilanzierung

und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungs methoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

beinhalten die entgeltliche Beschaffung

von Software und sonstige Rechte,

deren Anschaffungskosten in gleichbleibenden

Raten abgeschrieben

werden.

Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs-

oder Herstellungskosten

angesetzt worden. In die Herstellungskosten

selbst erstellter Anlagen wurden

neben direkt zurechenbaren Kosten

auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Im Jahr 2009 vereinbarte Baukostenzuschüsse

wurden wie in den

Vorjahren gemäß dem Schreiben des

Bundesministeriums der Finanzen

vom 27. 05. 2003 (BStBl 2003 I S. 361) von

den Anschaffungs- oder Herstellungskosten

abgesetzt.

Den planmäßigen Abschreibungen

liegen die in den steuerlichen Abschreibungstabellen

vorgegebenen Nutzungsdauern

zugrunde, wobei die Anlagezugänge

zeitanteilig und bis auf das

Betriebsgebäude und die geringwertigen

Wirtschaftsgüter in fallenden Raten abgeschrieben

wurden. Bei den Altanlagen

wurden die Abschreibungen teils nach

der linearen, teils nach der degressiven

Methode vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten

aktiviert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind

mit den durchschnittlichen Einstandspreisen

bewertet.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

werden zum Nennwert

unter Berücksichtigung eines Ausfallrisikos

ausgewiesen.

Die bis zum 31. 12. 2002 vereinnahmten

Ertragszuschüsse werden weiterhin

zum Nominalwert abzüglich der jährlichen

Auflösungsbeträge von 5 %

gezeigt. Die Auflösungserträge sind wie

bisher bei den Umsatzerlösen enthalten.

Die seit dem Jahr 2003 empfangenen

Ertragszuschüsse werden bei den

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

des Anlagevermögens abgesetzt.

Bei den Rückstellungen sind alle erkennbaren

Risiken erfasst. Der Berechnung

der Rückstellung für zukünftige Ausgleichsverpflichtungen

von Pensionszahlungen

der Stadt Engen liegt ein versicherungsmathematisches

Gutachten

des Versicherungsmathematikers Mercer

Deutschland GmbH, Düsseldorf, vom

15. April 2010 zugrunde, wobei ein

Rechnungszinsfuß von 6 % p. a. und die

Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck

(2005 G) zum Ansatz kamen.

Der Berechnung der Rückstellung

für Beihilfen wurde ein versicherungsmathematisches

Gutachten des Versicherungsmathematikers

Kern

Mauch & Kollegen GmbH, Stuttgart,

vom 24. März 2010 zugrunde gelegt.

Die Rückstellung für Beihilfen wurde

analog den Grundsätzen des § 6a Abs. 3

i. V. m. § 52 Abs. 16b und 17 EStG

ermittelt, wobei ein Rechnungszinsfuß

von 6 % p. a. und die Richttafeln von

Prof. Dr. Klaus Heubeck (2005 G) zum

Ansatz kamen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag

angesetzt.

21


22 Geschäftsbericht

2009

Angaben zu Positionen der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens

wird in der Anlage 1 zum Anhang

gezeigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen betreffen Strom-, Gas- und

Wasserabrechnungen sowie Ertragszuschüsse

und Nebenleistungen.

Aufgrund der zeitnahen Ablesung der

Kunden und der Hochrechnung der

Zählerstände zum Bilanzstichtag war

eine Verbrauchsabgrenzung nicht

erforderlich.

Bei den Forderungen gegen Gesellschafter

handelt es sich ausschließlich um

die Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände

enthalten im Wesentlichen kurzfristige

Steuererstattungsansprüche sowie

Vorauszahlungen für die Strom- und

Gasbeschaffung.

Das gezeichnete Kapital ist in § 5 des

Gesellschaftsvertrags auf 1,6 Mio. s festgesetzt;

es ist voll eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich

im Wesentlichen aus Ansprüchen der

Stadt Engen auf Erstattung zukünftiger

Pensions- und Beihilfeumlagen (278 Ts),

Verpflichtungen zur Reduzierung von

Netzentgelten aus periodenübergreifender

Saldierung und Mehrerlösabschöpfung

(269 Ts) und der Verpflichtung zum

Ausgleich von EEG-Mengen- und Preisdifferenzen

(159 Ts) zusammen.

Verbindlichkeiten

Dingliche Sicherheiten sind nicht vereinbart.

Für Darlehen über 2.317.500 s bürgt

als Gesellschafterin die Stadt Engen.

Angaben zu Positionen der Gewinn-

und Verlustrechnung

Im Materialaufwand, den sonstigen betrieblichen

Aufwendungen und Erträgen

sind periodenfremde Aufwendungen

und Erträge enthalten, die im Wesentlichen

aus der Auflösung und Zuführung

von Rückstellungen, der Zuführung

von Einzelwertberichtigungen und der

Teilauflösung der Pauschalwertberichtigung

stammen. Es sind periodenfremde

Erträge in Höhe von 389 Ts und

periodenfremde Aufwendungen in Höhe

von 279 Ts enthalten

Verbindlichkeiten

Die Vorjahreswerte sind in

Klammern dargestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten

Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

davon aus Lieferungen und Leistungen

Sonstige Verbindlichkeiten

davon aus Steuern

Die Umsatzerlöse entfallen auf:

Restlaufzeit

bis zu

einem Jahr

2009

in Tsd. EUR

Restlaufzeit

von einem bis

zu fünf Jahren

2008

in Tsd. EUR

Stromabgabe 5.797 5.365

Gasabgabe 2.682 2.587

Wasserabgabe 883 927

Wärmeabgabe 163 168

Breitbandkabel 88 67

Stadtbus 17 14

Sonstige Erlöse aus Nebengeschäften 38 22

der Auflösung von Ertragszuschüssen 145 154

Gesamt 9.813 9.304

Restlaufzeit

von mehr als

fünf Jahren

Insgesamt

davon durch

Pfand- und

ähnl. Rechte

gesichert

Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR Tsd. EUR

325 (325) 1.301 (1.301) 2.505 (2.830) 4.131 (4.456) 2.318 (2.513)

671 (901) 0 (0) 0 (0) 671 (901) 0 (0)

87 (35)

87 (35)

804 (441)

0 (59)

420 (0)

0 (0)

0 (0)

0 (0)

0 (0)

0 (0)

0 (0)

0 (0)

507 (35)

87 (35)

804 (441)

0 (59)

23

0 (0)

0 (0)

0 (0)

0 (0)

Insgesamt 1.887 (1.702) 1.721 (1.301) 2.505 (2.830) 6.113 (5.833) 2.318 (2.513)


24 Geschäftsbericht

2009

Ergänzende Angaben

Haftungsverhältnisse

Bezüglich der Zusatzversorgung der

Arbeitnehmer der Stadtwerke Engen

GmbH liegt eine mittelbare Pensionsverpflichtung

nach § 28 Abs. 1 EGHGB

vor, die nicht passiviert wurde.

Nach § 28 Abs. 2 EGHGB besteht

jedoch die Verpflichtung, den Betrag

der in der Bilanz nicht ausgewiesenen

Pensionsrückstellungen im Anhang

anzugeben. Da der verlässlichen Betragsangabe

praktische Schwierigkeiten

der Ermittlung seitens der Zusatzversorgungskasse

entgegenstehen, werden

entsprechend den Äußerungen des

IDW qualitative Angaben gemacht.

Die Stadtwerke Engen GmbH ist als

Arbeitgeber Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse

des Kommunalen Versorgungsverbandes

Baden-Württemberg,

mit Sitz in Karlsruhe.

Während der Zeit der Beschäftigung der

Arbeitnehmer besteht für die Stadtwerke

Engen GmbH eine Umlagepflicht, um

eine zusätzliche Altersversorgung der

Arbeitnehmer zu ermöglichen. Einzelheiten

hierzu sind in der Satzung der

Zusatzkasse geregelt. Der Umlagesatz

(Arbeitgeber-Anteil) betrug im Berichtsjahr

7,37 % (Umlagesatz Arbeitgeber-

Anteil 5,35 % zuzüglich Sanierungsgeld

1,8 % und Zusatzbeitrag 0,22 %). Im

Zusammenhang mit einer Investitionstätigkeit

für das solare Bürgerdach

Engen der solarcomplex GmbH & Co. KG

wurde eine Bürgschaft in Höhe von 8 Ts

gegeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen

aus Strom- und Gasbezugsverträgen, die

entsprechend den tatsächlichen

zukünftigen Abnahmemengen nicht

hinreichend bezifferbar sind.

Zusammensetzung der Organe

Der Aufsichtsrat setzt sich

wie folgt zusammen:

Herr Johannes Moser (Bürgermeister,

Vorsitzender)

Herr Bernd Dreher (Wassermeister,

Arbeitnehmervertreter)

Herr Klaus Kaiser (Versicherungskaufmann,

stv. Vorsitzender) bis 31. 07. 09

Herr Peter Kamenzin (Unternehmer)

seit 01. 08. 09

Herr Klaus Leiber (Kaufmann)

Herr Gerhard Steiner (Wirtschaftsingenieur)

bis 31. 07. 09

Herr Emil Veit (Landwirt) seit 01. 08. 09

Frau Irene Völlinger (Hausfrau,

stv. Vorsitzende seit 01. 08. 09)

Herr Jürgen Waldschütz (Bäckermeister)

Für den Aufsichtsrat wurden Sitzungsgelder

von 3.450 s ausbezahlt.

Herr Hubert Gnant ist zum alleinvertretungsberechtigten

Geschäfts führer

bestellt. Auf die Angabe der Bezüge des

Geschäftsführers wird auf der Grundlage

von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Belegschaft

Die Stadtwerke Engen GmbH beschäftigten

im Geschäftsjahr 2009 im Mittel

11,94 ständige Mitarbeiter, davon zwei

Teilzeitkräfte. Für die Zählerablesung

werden Hilfskräfte herangezogen.

Angaben zum Jahresergebnis

Vom Jahresüberschuss in Höhe von

336.674,96 s wird von der Geschäftsführung

vorgeschlagen, eine Teilausschüttung

in Höhe von 240.000,00 s

an die Gesellschafterin Stadt Engen

auszuschütten und 96.674,96 s auf

neue Rechnung vorzutragen.

Engen, den 31. Mai 2010

Stadtwerke Engen GmbH

Hubert Gnant

Geschäftsführer

25


26 Geschäftsbericht

2009

Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens

im Geschäfstjahr 2009 (01. 01. bis 31. 12.)

Zusammenstellung nach Bilanzausweis

Posten des Anlagevermögens

Anfangsstand

01. 01. 2009

Zugang Abgang

Zuschüsse

A

Z

Umbuchungen Endstand

31. 12. 2009

Anfangsstand

01. 01. 2009

Abschreibungen

im

Geschäftsjahr

Angesammelte

Abschreibungen

auf Abgänge

Endstand

31. 12. 2009

am Ende des

Geschäftsjahres

am Ende des

vorherigen

Geschäftsjahres

DurchschnittlicherAbschrebungssatz

s s s s s s s s s s s % %

27

Durchschnittlicher

Restbuchwert

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 100.732,04 3.182,50 0,00 23.122,10 127.036,64 88.831,04 6.009,10 0,00 94.840,14 32.196,50 11.901,00 4,73 25,34

II. Sachanlagen

1.

Grundstücke mit Geschäfts-,

Betriebs- und anderen Bauten

1.252.793,54 662.526,32 28.596,56 820.490,02 2.707.213,32 468.347,90 56.061,24 15.742,91 508.666,23 2.198.547,09 784.445,64 2,07 81,21

2. Gewinnungs- und Bezugsanlagen 2.745.821,00 293.445,69 0,00 39.519,36 3.078.786,05 2.154.172,00 88.910,05 0,00 2.243.082,05 835.704,00 591.649,00 2,89 27,14

3. Verteilungsanlagen 21.807.749,81 141.101,22 0,00

90.734,43

A

Z

140.527,26 21.998.643,86 15.702.497,81 612.653,05 0,00 16.315.150,86 5.683.493,00 6.105.252,00 2,78 25,84

4. Streckenausrüstung 13.089,91 55.325,45 0,00 0,00 68.415,36 9.818,91 1.540,45 0,00 11.359,36 57.056,00 3.271,00 2,25 83,40

5. Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.200,95 36.150,78 0,00 0,00 466.351,73 366.470,40 22.561,78 0,00 389.032,18 77.319,55 63.730,55 4,84 16,58

6.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen

im Bau

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte Kennzahlen

1.132.069,33 192.123,86 22.109,13 - 1.023.658,74 278.425,32 0,00 0,00 0,00 0,00 278.425,32 1.132.069,33

27.381.724,54 1.380.673,32 141.440,12 - 23.122,10 28.597.835,64 18.701.307,02 781.726,57 15.742,91 19.467.290,68 9.130.544,96 8.680.417,52 2,73 31,93

III. Finanzanlagen 87.160,11 85.775,00 0,00 0,00 172.935,11 0,00 0,00 0,00 0,00 172.935,11 87.160,11 0,00 100,00

27.569.616,69 1.469.630,82 141.440,12 0,00 28.897.807,39 18.790.138,06 787.735,67 15.742,91

19.562.130,82

9.335.676,57 8.779.478,63 2,73 32,31


28 Geschäftsbericht

2009

Bericht des

Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2009 hat der Aufsichtsrat

die ihm nach Gesetz und Satzung

obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Er ist durch die Geschäftsführung regelmäßig

über die Lage und Entwicklung

des Unternehmens unterrichtet worden.

Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt,

dass die Buchführung, der Jahresabschluss

sowie der Geschäftsbericht

von dem in der Sitzung vom 18. November

2009 gewählten Abschlussprüfer, die

INVRA Treuhand AG, Stuttgart, nach den

gesetzlichen Bestimmungen geprüft

und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

versehen wurde.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung

den vorgelegten

Jahresabschluss anzunehmen und eine

Ausschüttung in Höhe von 240.000 s zu

beschließen.

Für die im Geschäftsjahr 2009 geleistete

Arbeit spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung

und allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Stadtwerke

Engen GmbH Dank und Anerkennung

aus.

Johannes Moser

Aufsichtsratsvorsitzender

Zu dem Jahresabschluss und dem

Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk

erteilt:

„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend

aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung

sowie Anhang – unter

Einbeziehung der Buchführung und

den Lagebericht der Stadtwerke Engen

GmbH, Engen für das Geschäftsjahr

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste

die Prüfung auch die Einhaltung

der Pflichten zur Entflechtung

in der internen Rechnungslegung

nach § 10 Abs. 3 EnWG.

Die Buchführung und die Aufstellung

von Jahresabschluss und Lagebericht

nach den deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften sowie den ergänzenden

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags

sowie die Einhaltung der Pflichten

nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung

der gesetzlichen Vertreter

der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage

der von uns durchgeführten Prüfung

eine Beurteilung über den Jahresabschluss

unter Einbeziehung der Buchführung

und über den Lagebericht sowie

über die interne Rechnungslegung nach

§ 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Bestätigungsvermerk

des

Abschlussprüfers

29


30 Geschäftsbericht

2009

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung

nach § 317 HGB unter Beachtung

der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze

ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

vorgenommen.

Danach ist die Prüfung so zu planen und

durchzuführen, dass Unrichtigkeiten

und Verstöße, die sich auf die Darstellung

des durch den Jahresabschluss

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung und durch

den Lagebericht vermittelten Bildes der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

wesentlich auswirken, mit hinreichender

Sicherheit erkannt werden und dass

mit hinreichender Sicherheit beurteilt

werden kann, ob die Pflichten nach § 10

Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen

Belangen erfüllt sind.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über

die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche

und rechtliche Umfeld der

Gesellschaft sowie die Erwartungen

über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die

Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie

Nachweise für die Angaben in Buchführung,

Jahresabschluss und Lagebericht

sowie in der internen Rechnungslegung

nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend

auf der Basis von Stichproben

beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung

der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen

der gesetzlichen Vertreter,

die Würdigung der Gesamtdarstellung

des Jahresabschlusses und des Lageberichts

sowie die Beurteilung, ob die

Wertansätze und die Zuordnung der

Konten in der internen Rechnungslegung

nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht

und nachvollziehbar erfolgt sind

und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet

wurde. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere Beurteilung

bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt. Nach unserer Beurteilung

aufgrund der bei der Prüfung

gewonnenen Erkenntnisse entspricht

der Jahresabschluss den gesetzlichen

Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen

des Gesellschaftsvertrags

und vermittelt unter Beachtung der

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

ein den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechendes Bild der Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der

Gesellschaft.

Der Lagebericht steht in Einklang

mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt

ein zutreffendes Bild von der

Lage der Gesellschaft und stellt die

Chancen und Risiken der zukünftigen

Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der

Pflichten zur Entflechtung in der internen

Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3

EnWG hat zu keinen Einwendungen

geführt.“

Stuttgart, 9. Juni 2010

INVRA Treuhand AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Tschiesche Andrea Folger

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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Das sind wir hier.

Stadtwerke Engen GmbH

Eugen-Schädler-Straße 3

78234 Engen

Telefon (0 77 33) 94 80-0

Telefax (0 77 33) 94 80-20

www.stadtwerke-engen.de

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