Wärmerückgewinnung aus - Eawag-Empa Library / Empa-Eawag ...

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Wärmerückgewinnung aus - Eawag-Empa Library / Empa-Eawag ...

Zusammenfassung

Die Untersuchung von 28 mit Abwasser betriebenen Anlagen hat ergeben, dass das Problem der

Wärmetauscherverschmutzung, das in der Vergangenheit den Anlagenbetrieb oft massiv

beeinträchtigt oder sogar verunmöglicht hat, heute gelöst oder begrenzt werden kann. Zu diesem

Ergebnis haben einerseits technologische Entwicklungen und andererseits Innovationen der

Anlagenbetreiber beigetragen, die im Bericht erläutert und hier kurz zusammengefasst sind.

Technologische Entwicklungen:

• Selbstreinigende Vorfiltersysteme entfernen vor allem die partikulären Wasserinhaltsstoffe

bereits vor den Rohrbündel- und Plattenwärmtauschern aus dem Abwasser.

• Auch durch die Erweiterung der Kläranlagen um eine 4. Stufe (Filtration) werden vor allem die

Konzentrationen der partikulären Wasserinhaltsstoffe reduziert.

• Durch Abpumpen des Rohabwassers zu einem ausserhalb der Kanalisation platzierten

Wärmetauscher können die selbstreinigenden Vorfiltersysteme auch bei der Nutzung von

ungereinigtem Abwasser angewandt werden.

• Mit den heute auf den Anlagen installierten Leitsystemen kann das Ausmass und die zeitliche

Entwicklung der Verschmutzung verfolgt werden.

• Fest installierte automatische Spülsysteme führen auf Rohrbündel- und Plattenwärmtauschern

in kurzen Zeitintervallen eine chemische Reinigung durch und beugen so einer

Verschmutzung des Wärmetauschers vor.

Innovationen der Anlagenbetreiber:

• Es gibt eine ganze Palette von Reinigungsmethoden für Wärmetauscher, welche Anlagenbetreiber

in der Praxis erprobt haben und denen sie eine hohe Wirksamkeit attestieren.

• Auf den Anlagen durchgeführte Versuche haben gezeigt, dass für einen bestimmten

Wärmetauschertyp nicht immer dieselben Reinigungsmethoden optimal sind.

• Anlagenbetreiber haben die Wirksamkeit kommerzieller Vorfiltersysteme und empfohlener

Reinigungsmethoden durch selber entwickelte Anpassungen zum Teil spürbar verbessert.

• Die Erkenntnis, dass Stillstandzeiten der Anlage die Biofilmbildung fördern, veranlasst

einzelne Anlagenbetreiber die Abwasserpumpen durchgehend laufen zu lassen oder den

Wärmetauscher während Stillstandzeiten mit sauberem Wasser zu füllen.

Bestehende Verbesserungsmöglichkeiten:

• Konstruktive Optimierung der Wärmetauscher zur Vermeidung von Totwasserzonen und

engen Durchflussquerschnitten.

• Einrichtungen zur Erzeugung von Druckstössen, die nachweisbar die Ablösung des Biofilms

von der Wärmetauscheroberfläche auslösen können.

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