Hubert Burda Media Geschäftsbericht

hubert.burda.media.de

Hubert Burda Media Geschäftsbericht

Hubert Burda Media

Geschäftsbericht


Am „Golf von Potsdam“: Casino

und Schlosspark Glienicke

nach Entwürfen des Architekten

Karl Friedrich Schinkel und des

Garten künstlers Peter Joseph

Lenné. Lithographie von Franz

Xaver Sandmann, um 1845

Es ist eine spannende und aufregende Zeit, in der

wir leben. Tagtäglich zeigen die Veränderungen in den

Medienmärkten und digitale Innovationen wie Facebook

und Twitter, wohin die Reise unserer Branche geht.

Jahrzehnte währende Ordnungsmuster verändern sich

in kürzester Zeit. Auf den folgenden Seiten sehen und

lesen Sie, wie dieses Unternehmen in den sich dynamisch

verändernden Märkten agiert und warum es zukunftssicher

aufgestellt ist.

Unsere unternehmerische Strategie ist es, das bestehende

und gesunde Verlagsgeschäft mit seinen starken

Marken erfolgreich weiterzuführen, gleichzeitig in neue

Objekte und lukrative digitale Unternehmen zu investieren.

Und wir schaffen parallel dazu große Ereignisse wie

BAMBI und die internationale Konferenz DLD als Leuchttürme

in ihren jeweiligen Märkten. Wie einst die Salons

versammeln sie die führenden Köpfe ihrer Zeit und bilden

Kommunikationsplattformen, auf denen über die

Zukunft der Medien oder die Entertainment Economy

diskutiert wird.

Kaum ein Haus hat ein solch reichhaltiges Portfolio an

Medien, das nahezu alle menschlichen Bedürfnisse

nach Information und Unterhaltung abdeckt. „Burda

braucht man“: Das war immer ein leitender Gedanke,

dem dieses Unternehmen in seiner verlegerischen Philosophie

folgte. Der praktische Nutzen von Zeitschriften

steht in der Tradition unseres Hauses. Von der „Sürag“

1927, der ersten Radio-Zeitschrift Deutschlands, bis zu

INSTYLE, dem jungen Fashion-Magazin.

Dr. Hubert Burda

Verleger und geschäftsführender Gesellschafter

Hubert Burda Media

Editorial 3

Über Hubert Burda Media hört man gelegentlich, dass

der Konzern gerade im Digitalbereich zu viele unterschiedliche

Aktivitäten unter einem Dach bündele. Tatsächlich

reicht diese Vielfalt von einem Internet-Händler

wie CYBERPORT über die indirekte Beteiligung an

einem äußerst erfolgreichen Reiseportal wie HOLIDAY-

CHECK bis hin zu GLAM, dem weltweit größten digitalen

Netzwerk für Frauen, oder ZOOPLUS. Dass diese

Strategie einer inneren Logik folgt, werden die nächsten

Jahre zeigen.

Das traditionelle Geschäft mit dem Neuen zu verbinden,

haben wir nicht nur im Direktmarketing früh begonnen.

Es gilt auch für den Tiefdruck, wo wir nicht nur in Europa

investieren, sondern auch in Indien. Oder für unsere

Zeitschriften, die nicht nur in Deutschland entstehen,

sondern auch in Thailand, Südkorea, in Kasachstan

oder der Ukraine.

Burda investiert aber nicht nur, zugleich gilt: „Burda engagiert

sich“ – ob auf dem Gebiet der Kunst, der Medizin,

der Wissenschaft oder des Sports. Dort, wo mit

Freude zusammengearbeitet wird, wo Gewinne erzielt

und investiert werden, müssen zugleich ein Engagement,

eine soziale Verantwortung für das Gemeinwohl

vorhanden sein.

Das ist meine Überzeugung und bleibt mein Auftrag an

das Unternehmen.


3 Editorial

6 BAMBI in Potsdam

Was Schinkel mit dem BAMBI verbindet (6),

Aufmerksamkeit – die kostbarste Währung (12)

18 Digital Life Design

Google und der Rest der Welt (18), Netzwerk Davos (24)

28 Transformation

Brainstorming am Spitzingsee (28), Château de Chillon –

was man aus der Geschichte lernen kann (30)

32 Burda Digital

Neue Struktur für neue Märkte (32), Burda ConsumerTech Group (34),

TOMORROW FOCUS AG (36), DLD Ventures (38), XING AG (39)

40 Verlage, Vermarktung, Vertrieb

Magazine sind Zukunft (41), CHANGE-Programm (42)

46 Heritage

Aenne Burda zum 100. Geburtstag

50 Markenwelten

Burda Style Group (50), Verlagsgruppe Berlin (64),

Burda Medien Park Verlage (66)

68 Gäste & Themen

Gastgeber aus Leidenschaft (68), BURDA LIVE und STARVISIT (70),

VDZ „Publishers’ Night 2009“ (72)

74 Druck, International, Direct

Druckengagement in Indien (74), Burda Holding International (76),

Burda Eastern Europe (78), Burda Direct Group (80)

82 FOCUS, Broadcast, Lifestyle Community

FOCUS Magazin Verlag (82), Radio und TV (84),

Burda Lifestyle Community (86)

88 Würdigung

70 Jahre Hubert Burda

94 Engagement

Felix Burda Stiftung (94), Christian-Liebig-Stiftung (96),

TRIBUTE TO BAMBI (97)

98 Konzernabschluss 2009

130 Struktur & Geschäftsfelder

Unternehmensstruktur (130), Geschäftsfelder (132)

134 Register & Impressum

Inhalt 5


6 BAMBI in Potsdam

A ufgaben,

die früher von

Kunst und Architektur wahrgenommen

wurden, haben

heute oft die Medien übernommen.

Sie helfen dabei, die Gesellschaft zu

gestalten. Im frühen 19. Jahrhundert

war es ein Architekt wie Karl Friedrich

Schinkel, der mit seinen Bauten

auf das Leben der Menschen Einfluss

nahm. Am klassizistischen Stil

orientierte er sich, wenn er für den

Hof entwarf, die Gotik hingegen

nahm er bei Bauwerken zum Vorbild,

die für das Volk bestimmt waren. So

galt das Gotische als organisch und

naturhaft; es stand für ungebundene

Vitalität, womit sich auch die Hoffnung

auf eine – nach napoleonischer

Besatzung – neu erblühende, gesunde

Nation verband. Ihre Kräfte

sollten durch die gemäße Architektur

WAS

SCHINKEL

MIT DEM

BAMBI

VERBINDET


geweckt werden, während der Klassizismus

in seiner Regelhaftigkeit

und Ordnung die Formvollendetheit

und Selbstbeherrschung des Adels

zum Ausdruck brachte. So war jeder

Schicht ein eigener Stil zugeordnet,

der Architekt inszenierte die Ansprüche

und Rollen der verschiedenen

Menschen und sorgte gerade damit

für ein harmonisches Zusammenspiel,

da niemand in seinen Bedürfnissen

vergessen oder vernachläs-

sigt wurde.

Heute macht ein Medienunternehmen

wie das von Dr. Hubert Burda

nichts anderes. Für verschiedene

Schichten und Milieus der Gesellschaft

gibt es jeweils eigene Magazine

und Formate – mit ihrem jeweils

eigenen Stil. Die Unterschiede sind

mindestens so groß wie die zwi-

schen Gotik und Klassizismus. Doch

ist auch hier die Vielfalt Grundlage

dafür, dass jeder sich an seinem

Platz gut aufgehoben fühlen kann.

Zusätzlich aber gibt es noch ein

Ereignis wie BAMBI. Hier trifft sich,

was sonst kaum einmal zusammenkommt:

Stars, die die Massen begeistern,

und Berühmtheiten, die die

Hochkultur repräsentieren. Für sie

alle wird ein gemeinsames Ereignis

inszeniert – und dem Volk wird es

über das Fernsehen vermittelt. Sonst

ganz verschiedene Menschen bekommen

also etwas geboten, mit

dem sie sich alle zusammen und alle

zugleich identifizieren können. Und

so gestaltet und verlebendigt BAMBI

Gesellschaft, ist ein Stück zeitgemäßer

medialer Architektur der Entertainment-Kultur.

Rundtempel „Große Neugierde“

im Park Glienicke: Die preußischen

Könige machten aus

Potsdam ihr Arkadien, als ein

eigener „Lifestyle“ mit seiner

Mischung aus Seen, Parkanlagen

und Schlössern. BAMBI in

Potsdam steht nicht mehr in

einem aristokratischen Kontext,

sondern ist das Disegno einer

Entertainment Economy

BAMBI in Potsdam 7


Blick auf das Hofl eben:

1878 schuf Adolph Menzel mit

dieser Darstellung eines

Ballsoupers der Berliner Hofgesellschaft

ein repräsentatives

Bild der aristokratischen Oberschicht.

Essen als „Kunstform“

und genussvoller Lebensstil

sind ein großes Thema für die

Food-Zeitschriften von Hubert

Burda Media. Mit seiner crossmedial

gebündelten Markenwelt

in Print, Online und TV ist das

Burda Food.net Marktführer im

Bereich „Food“


Rund fünf Millionen

Fernsehzuschauer

zu Gast beim festlichen

BAMBI-Dinner

Mit einer fein ausgedachten

Sitzordnung ist das jährliche

Ving BAMBI-Dinner exerciduisit adionulla ein Who’s com- who

molobore der deutschen te dolorem Entertainment

vulla feuis

amet, Society. consequisi Hier sind blaoreriure die Helden aus

consecte Sport, do esenim Wirtschaft, volenia Politik,

mcortio Film und nsenim Fernsehen ing ex versammelt, elent autpatie

tin die venit uns durch prat. Ver ihre augait Leistung

Gue begeistert md exerostie und fasziniert core magna haben.

feugait, conulla Dazu modolood wird Wein exeaus

rostie deutschen core Landen serviert


12 BAMBI in Potsdam

BAMBI 2009

DIE KOSTBARSTE WÄHRUNG

Es ist eines der glanzvollsten Gesellschaftsereignisse des Jahres. BAMBI bringt die

Augen zum Strahlen, bei preisverwöhnten Celebrities ebenso wie bei einem Millionenpublikum

vor dem TV-Bildschirm. Wie kein zweiter Medienpreis in Deutschland

ehrt BAMBI die Helden unserer Zeit, die uns durch ihre Taten, Talente und Visionen

berührt und bewegt haben. In dieser Entertainment Economy wiegen Ruhm und

Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit weit mehr als materielle Besitztümer – nichts

ist so kostbar wie das Interesse anderer Menschen an der eigenen Person.

Hollywood-Glamour

in Potsdam: Schauspielerin

Kate Winslet überzeugte

die BAMBI-Jury mit ihrer

Interpretation der Hauptrolle

in „Der Vorleser“


Verdiente Auszeichnung:

BAMBI-Gewinner Christoph

Waltz beeindruckte als

polyglotter Weltstar in der

deutsch-amerikanischen

Kinoproduktion

„Inglourious Basterds“

G lanz

Die Aufmerksamkeit

anderer Menschen

ist die unwiderstehlichste

aller Drogen. Ihr

Bezug sticht jedes andere

Einkommen aus

Georg Franck*

für Potsdam: Zum 20. Jubiläum

des Mauerfalls wurde

BAMBI 2009 erstmalig in der

brandenburgischen Landeshauptstadt

verliehen. Potsdam war einer der Konferenzorte

der Alliierten und wurde

nach dem Fall der Mauer zum Symbol

für das wirtschaftliche und kulturelle

Zusammenwachsen Deutschlands. Und

so stand die glamouröse Gala mit 800

Gästen im Filmpark Babelsberg ganz

im Zeichen der Einheit: Das Engagement

Helmut Kohls für die deutsche

Wiedervereinigung wurde mit dem

Millenniums-BAMBI geehrt. „Wir haben

Frieden. Und mehr kann man

überhaupt nicht erwarten“, bedankte

sich der Altkanzler sichtlich bewegt.

Auch ansonsten gab es in der Live-TV-

Show, die rund fünf Millionen Zuschauer

in der ARD verfolgten, viele

Erinnerungen an das Jahr 1989. Peter

Maffay sang mit Kindern der Einheit

„Über sieben Brücken“ der Ost-Kultband

Karat. Der BAMBI für stille

Helden ging an den Leipziger Pfarrer

Christoph Wonneberger, den Fotografen

Aram Radomski und den Kameramann

Siegbert Schefke. Ohne sie hät-

te es die Leipziger Montagsdemonstrationen

so nicht gegeben, und die

Bilder von der friedlichen Menschenmenge

wären nicht in den Westen gelangt.

Natürlich fehlte bei der 61.

BAMBI-Verleihung auch das internationale

Flair nicht: Oscar-Preisträgerin

Kate Winslet wurde in der Kategorie

„Schauspielerin international“ ausgezeichnet.

Der Österreicher und spätere

Oscar-Gewinner Christoph Waltz erhielt

den BAMBI in der Kategorie „Bester

Schauspieler international“. Der

BAMBI „Pop international“ ging an die

Kolumbianerin Shakira, die mit ihrem

aktuellen Hit „Did It Again“ auf der

Bühne für Wirbel sorgte. Stehenden

Beifall gab es für Schauspieler Maximilian

Schell, der für sein Lebenswerk geehrt

wurde. Auch BAMBI selbst ist Medienstar:

Mit der Berichterstattung in

TV, Radio, Zeitungen, Zeitschriften und

Online konnte allein in Deutschland

eine Reichweite von über drei Milliarden

Kontakten erzielt werden. Da rüber

hinaus berichtete auch die inter nationale

Presse über das Medien-Event. Unter

anderem waren Beiträge bei BBC,

„People“ und „El Pais“ zu fi nden.

BAMBI in Potsdam 15

Oben:

Vom BAMBI zum Oscar –

Christoph Waltz auf dem

Cover der BUNTE

Unten:

Gastgeber Dr. Hubert Burda

und Verlagsvorstand

Philipp Welte empfangen

die BAMBI-Gäste im

Filmpark Babelsberg

*Quelle:

„Ökonomie der Aufmerksamkeit“,

Carl Hanser Verlag 1998


Modedesigner Wolfgang Joop

erhielt den Sonderpreis der Jury

Maximilian Schell bekam den

BAMBI für sein Lebenswerk

Jessica Schwarz gewann in der

Kategorie „Schauspielerin national“

Links: Weltweite Fangemeinde – Shakira mit dem

BAMBI in der Kategorie „Pop international“.

Unten: Weltmeister des Boxsports – die Klitschko-

Brüder Wladimir und Vitali (r.) mit dem

Sport-BAMBI

„Wickie und die starken Männer“:

Michael „Bully“ Herbig (l.) mit den Jungschauspielern

Jonas Hämmerle und Jadea Mercedes Diaz

Oben: In Vertretung für Giorgio Armani nahm

Roberta Armani (l.) den Kreativitäts-BAMBI von

Charlene Wittstock entgegen. Links: BAMBI-Moderatorin

Katarina Witt mit den Schauspielerinnen

Bettina Zimmermann (l.) und Anna Loos (r.)

Starke Bühnen-Performance: Silbermond-Frontsängerin Stefanie Kloß und Band freuten sich über

ein goldenes Reh in der Kategorie „Pop national“

Helden anderer Art, keine Fürsten

oder Prinzen, sondern die, die durch die

Medien nach oben gekommen sind


18 Digital Life Design

Google und

der Rest der Welt

Lebhafte Diskussion (v. l.):

Googles Chefjustiziar

David Drummond,

Dr. Paul-Bernhard Kallen,

Vorstandsvorsitzender

von Hubert Burda Media,

und Tom Glocer,

CEO Thomson Reuters,

bei der sechsten

Digitalkonferenz DLD

Wie verändert Google die europäische Medienlandschaft?

Darum ging es bei einem der Höhepunkte der

Innovationskonferenz Digital Life Design (DLD),

deren Bandbreite von digitalen Trends über Design bis

zu sozialer Verantwortung reichte.

I

ch bewundere Google sehr. Wir

gehören mit zu den Ersten, die in

Deutschland mit dem Unternehmen

zusammengearbeitet haben“, so

Dr. Paul-Bernhard Kallen, seit 1. Januar

2010 neuer Vorstandsvorsitzender von

Hubert Burda Media, auf dem DLD über

den Suchmaschinengiganten aus den

USA. Und dann folgt das Aber: „Google

kontrolliert den Markt.“ Deshalb forderte

Kallen von dem Unternehmen

aus dem Silicon Valley „Fair Search“

und „Fair Share“, etwa bei der Bezahlung

von Online-Werbung.

Unter dem Motto „Map your future“

waren die Gäste aufgerufen, einen neuen

Blick auf Märkte, Gesellschaft und

Technologie zu werfen. Rund 800 Unternehmer,

Investoren, Forscher, Künst-

Digital Life Design 19

ler sowie zwei Friedensnobelpreisträger

folgten der Einladung der Gastgeber

Stephanie Czerny und Dr. Marcel

Reichart nach München – davon die

Hälfte aus dem Ausland.

Die Diskussionsrunden und Panels der

dreitägigen Konferenz spiegelten dann

auch die Themenvielfalt des DLD wider:

Wie sehen neue erfolgreiche Geschäftsmodelle

für Web-Inhalte aus? Wie beeinfl

ussen Suchmaschinen, soziale Netzwerke

sowie Echtzeitkommunikation

Marketing und Unternehmensstrategien?

Wo sehen Investoren Marktchancen

und -risiken? Zudem präsentierte

der DLD Innovationen im Klimaschutz

und thematisierte das gesellschaftliche

Engagement von Unternehmen sowie

das neue Frauenbild in Wirtschaft und


20 Digital Life Design

Gesellschaft. Auch Kunst, Design und

Wissenschaft verstand die Konferenz in

diesem Jahr wieder zu verknüpfen: Unter

dem Titel „Maps for the 21st Century“

brachte der Londoner Kurator Hans

Ulrich Obrist eine Runde mit elf internationalen

Gästen zusammen, um ihre

Zukunftserwartungen zu kartografi eren.

„Dafür stehen wir seit Jahren beim DLD:

Connect the unexpected“, wie Stephanie

Czerny und Dr. Marcel Reichart erklären.

„DLD refi nanziert sich durch Firmenpartner

und Teilnahmegebühren.

Hinzu kommt der synergetische Mehrwert.

DLD ist living social network und

Katalysator für neue Ideen und neue

Partnerschaften.“ Außerdem fest im

Rahmenprogramm verankert: die traditionelle

Verleihung des „Aenne Burda

Award“ an erfolgreiche und kreative

Unternehmerinnen aus der digitalen

Welt sowie die „DLD StarNight“ im

Münchner Haus der Kunst.

Und natürlich schöpfte die Konferenz

alle Wege der digitalen Verbreitung aus:

Die DLD-Website hielt auf dem Laufenden

sowie Facebook und Twitter,

dazu kamen der von GLAM Media entwickelte

neue Tweet-Aggregator Tinker

und das Videoportal SEVENLOAD. Insgesamt

berichteten über 150 Journa listen

vom DLD. Neu in diesem Jahr: eine von

CELLULAR entwickelte iPhone-App,

die auch unterwegs über die DLD-Zukunftstrends

informiert.

„Jeder Konfl ikt auf der Welt kann gelöst werden“:

Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari (l.)

spricht mit seinem Sohn Marko über die Lösung

von politischen Konfl ikten

Die DLD-Gründer und Gastgeber Stephanie Czerny

und Dr. Marcel Reichart begrüßen rund 800 internationale

Gäste im Münchner HVB-Forum

„Digitale Disruptors“ (v. l.):

Investor und DLD-Schirmherr

Dr. Joseph Vardi, Wikipedia-

Gründer Jimmy Wales, Skype-

Gründer Niklas Zennström

und Mozilla-Chefi n Mitchell

Baker

Für eine nachhaltige Energieversorgung:

Dr. Nikolaus von Bomhard,

Vorstandsvorsitzender der Munich Re

Oben: Die Zukunft fest im Blick hat

Bestseller-Autor Frank Schätzing.

Unten: Bergsteiger-Legende Reinhold

Messner berichtet über seine

Erfahrungen am Nanga Parbat

Ausgezeichnet mit dem „Aenne Burda Award“ für kreative Unternehmerinnen:

Mitchell Baker, Vorsitzende der Mozilla Foundation

Digital Life Design 21

Gelebte Vielfalt (v. l.): Cécilia Attias, Gründerin der Cécilia Attias Foundation

for Women, Beth Brooke, Vize-Vorstandsvorsitzende von Ernst & Young,

Gabriele Zedlmayer, Vizepräsidentin für Global Social Innovation bei HP, Facebook-

Marketingchefi n Randi Zuckerberg und DLD-Gründerin Stephanie Czerny


22 Digital Life Design

Obere Reihe (v. l.):

Anders-Sundt Jensen,

Leiter Markenkommunikation

von

Mercedes-Benz Cars,

Dr. Frank Appel,

Vorstandsvorsitzender

Deutsche Post DHL.

Untere Reihe (v. l.):

Jason Kilar, CEO der

Videoplattform Hulu,

Nikesh Arora, weltweiter

Sales-Chef von Google

Oben: Regisseur Christoph

Schlingensief stellt sein Opernprojekt

für Burkina Faso vor.

Unten: Hans Ulrich Obrist,

Kurator der Serpentine Gall ery,

brachte elf renommierte

Künstler, Wissenschaftler und

Designer für den interdisziplinären

Diskurs „Maps for the

21st Century“ zusammen

Um den Informationsüberfl uss dreht sich alles im Panel „Informavore“ (v. l.):

Edge-Gründer John Brockman, FAZ-Herausgeber Dr. Frank Schirrmacher,

Computerwissenschaftler David Gelernter von der Yale University

und Andrian Kreye, Leiter des Feuilletons der „Süddeutschen Zeitung“

Duett mit Hologramm: der britische Shootingstar Cheryl Cole mit

Gesangspartner will.i.am von den Black Eyed Peas auf der Bühne der

„DLD StarNight“ im Münchner Haus der Kunst

Star-Violinist David Garrett verzaubert beim Chairmen’s

Dinner im Gemeindehaus des Jüdischen Zentrums München

Mit ganz wenig Großes schaffen: Friedensnobelpreisträger

Muhammad Yunus und Dr. Gabriele

Prinzessin Inaara Begum Aga Khan

Digital Life Design 23


Netzwerk

Davos

Gipfel-DNA: Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) wird der Schweizer

Kurort Davos im Januar jedes Jahres zum Zentrum der globalen Elite.

Der „Burda DLD Nightcap“ bringt hochkarätige Entscheider aus

Politik, Wirtschaft und Kultur mit internationalen digitalen Champions

zusammen. Mehr als 500 Gäste kamen bei Jazz und Cocktails im

„Steigenberger Hotel Belvédère“ ins Gespräch – und genossen das

abendliche Auftakt-Highlight des World Economic Forum.

Digital Life Design 25


26 Digital Life Design

Unternehmensberater Dr. Roland

Berger und Dr. Josef Ackermann,

Vorstandsvorsitzender der

Deutschen Bank

YouTube-Gründer

Chad Hurley,

DLD-Gastgeberin

Stephanie Czerny,

Investor

Dr. Joseph Vardi

Andrew Robertson, CEO BBDO Worldwide,

Burda-Verlagsvorstand Philipp Welte

Dr. Paul-Bernhard Kallen,

Vorstandsvorsitzender

Hubert Burda Media, Verleger

Dr. Stefan von Holtzbrinck

Alcoa-CEO Dr. Klaus Kleinfeld

und Georg Knoth, Europa-Chef

von General Electric

Megha Mittal, Escada-Eigentümerin und

Schwiegertochter des indischen Stahlmagnaten

Lakshmi Mittal

Digital Life Design 27

Verleger Dr. Hubert Burda (r.) mit Dr. Wulf Bernotat, ehemaliger E.on-Vorstandschef,

und Dr. Silvana Koch-Mehrin, Vizepräsidentin des Europaparlaments

Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender

Bayer AG (r.), mit

seinem designierten Nachfolger

bei Bayer, Dr. Marijn Dekkers

Internet-Wunderkind Suhas

Gopinath, CEO von Globals Inc.,

Wikipedia-Erfi nder Jimmy Wales

und Physikerin Dr. Deborah

Berebichez (v. l.)


28 Transformation

Fazit der konzernübergreifenden

Diskussionsplattform:

ein klares Bekenntnis zu

Print, die wachsende

Bedeutung der

Technologie und die

erhöhte Notwendigkeit

zur Vernetzung

Christoph Schuh, Vorstand

Marketing & Sales der

TOMORROW FOCUS AG

Stefan Winners, CEO

TOMORROW FOCUS AG,

und Jürgen Siegloch,

Geschäftsführer

der Burda Direct Group

Andreas Mayer, Geschäftsführer der

Verlagsgruppe MILCHSTRASSE

Philipp Welte, Verlagsvorstand

Hubert Burda Media,

Fritz Oidtmann, Sprecher

der Geschäftsführung bei

COMPUTERUNIVERSE

und CYBERPORT, Burda-

Vertriebschef Tobias Mai

Jochen Wolff, Geschäftsführer

der Verlagsgruppe Berlin

Dr. Paul-Bernhard Kallen,

Vorstandsvorsitzender Hubert

Burda Media, mit dem Ersten

Journalisten und Burda-

Vorstand Helmut Markwort

Was macht Burda stark? Darüber

tauschten sich Vorstand und

kaufmännische Verantwortliche der

großen Profit-Center von Hubert

Burda Media am bayerischen Spitzingsee

jenseits des operativen Tagesgeschäfts

aus. Dabei machten

die Kälte und der erste Schnee das

Zusammenrücken buchstäblich

leichter. Keine Krawatten, war die

Devise des ersten Burda-Führungskräftetreffens

dieser Art – des effizientesten,

wie viele sagten, die schon

lange dabei sind. Verleger Dr. Hubert

Burda veranschaulichte den

Wandel der Medien mit einem Bild

aus der Handelsgeschichte: Im frühen

Mittelalter erfuhr der bis dahin

im Wesentlichen terrestrische Handel

mit dem Aufkommen neuer

Schifffahrtswege eine radikale Veränderung.

Diese Schifffahrtswege

seien die schnellen, digitalen Daten-

Winterliches Panorama am Spitzingsee

BRAINSTORMING

AM SPITZINGSEE

Transportwege von heute. Wer als

Händler weiter Erfolg haben wolle,

brauche zusätzlich Schiffe und Seeleute,

so Dr. Hubert Burda bildlich.

Einstimmiges Fazit des zweitägigen

Brainstormings waren neben einer

neuen Kommunikationskultur in der

kaufmännischen Führungsebene ein

klares Bekenntnis zu Print, die wachsende

Bedeutung der Technologie

und eine noch gesteigerte Notwendigkeit

zur Vernetzung untereinander.

„Spitzingsee war ein Signal der

Stärke eines leistungsfähigen und

erfolgreichen Unternehmens“, so

Verlagsvorstand Philipp Welte. Für

den Zukunftsprozess schaffe das

Vertrauen. Und Dr. Paul-Bernhard

Kallen, seit 1. Januar 2010 Burdas

neuer Vorstandsvorsitzender, resümierte:

„Wir müssen durch ein stärkeres

Miteinander der Profit-Center

das Haus nach vorne schieben.“

Transformation 29


Dr. Hubert Burda sprach als

Festredner zum Auftakt der

Jubiläumsfestivitäten der Stadt

Augsburg rund um den 550.

Geburtstag von Jakob Fugger

CHÂTEAU DE CHILLON

ODER WAS MAN

AUS DER GESCHICHTE

LERNEN KANN

Von Dr. Hubert Burda

I

ch habe die Schwellenzeit um

1500 immer in direktem Zusammenhang

mit dem Jahr 2000

gesehen. Wie damals die Erfi ndung

des Buchdrucks von Gutenberg schon

40 Jahre zurücklag, so liegen auch

heute die Anfänge des Internets 40 Jahre

zurück. Handel, Waren, Transportwege,

politische Verhältnisse und fi nanzielle

Strukturen haben sich damals in großer

Geschwindigkeit verändert. Diese

Aktualität für unser Geschäft hat mich

schon immer interessiert.

Meine Grundthese ist, dass die Landwege,

die wir heute Old Media nennen,

nicht aufgehört haben zu existieren.

Diese alten Wege mussten sich vor allem

im Hinblick auf die zu transportierenden

Waren ändern. Denn mit der Entdeckung

Amerikas 1492 durch Christoph

Kolumbus hatte etwas Neues

begonnen. Nach der Erfi ndung des

Buchdrucks war diese Entdeckung der

zweite epochale Einschnitt dieser

Alte und neue Handelsrouten:

Die durch die Entdeckung

der Neuen Welt entstandenen

Seewege sind heute vergleichbar

mit den neuen Medien

Schwellenzeit. Der weltgewandte

Kaufmann wurde zum Sinnbild einer

Epoche.

MEINE GRUNDTHESE IST,

DASS DIE LANDWEGE,

DIE WIR HEUTE OLD

MEDIA NENNEN, NICHT

AUFGEHÖRT HABEN

ZU EXISTIEREN

Die großen Figuren dieser Zeit spiegeln

den Umbruch wider. Dafür stehen die

Fugger mit ihrem weltweiten Handelsimperium

oder Künstler wie Albrecht

Dürer, der zunächst einmal nach

Venedig ging, später dann die Aufträge

in Antwerpen bekam, weil die Habsburger

ihm als Auftraggeber lukrativer

erschienen.

Was geschah damals? Lange Zeit verliefen

die terrestrischen Handelswege

von Florenz bis Flandern über Piemont

und Savoyen am Château de Chillon

vorbei.

Der Besitzer des Schlosses, Graf von

Savoyen, wurde durch diese strategisch

einzigartige Schlüsselposition an der

Nord-Süd-Achse nach Italien immer

vermögender. Er verdiente sein Geld

mit der Maut und dem Zoll auf die

Waren. Es war eine intakte Wirtschaft

aus Speditionsleuten, Kutschen,

Karren, Pferden, Maultieren, die ihren

Weg durch dieses Nadelöhr am Fuße

des großen St. Bernhard nahmen.

Wer verdiente noch?

Natürlich die damalige Hotellerie,

alle Personen, die mit Service zu tun

hatten, von Ärzten bis zur Marketenderin.

Nicht zu vergessen die Geldwechsler

und Banken.

Wie war es wohl, als die Handelsleute

zum ersten Mal hörten, dass der Transport

von Waren neben den traditionellen

Handelsstraßen nun über Ant-

werpen, also über die See erfolgte?

Durch die Entdeckung Amerikas, des

Seeweges nach Indien und die Umsegelung

Afrikas, kamen vollkommen

neue Waren nach Europa. Neue

„important people“ wie Kolumbus,

Amerigo Vespucci, Vasco da Gama

oder Magalhães hatten mit ihren

Entdeckungen den Handel grundlegend

verändert. Sie waren die tollkühnen

Erfi nder neuer Routen, so wie

heute Bill Gates, Jeff Bezos, Sergey

Brin und Larry Page. Die Familie Fugger

schickte ihre besten Leute nach

Antwerpen, um mit anderen Kaufl euten

in das neue, aber auch riskante

maritime Geschäft einzusteigen.

Denn die Fugger hatten ein Quasi-

Monopol auf Venedig und Augsburg.

Welches Fazit ziehen wir daraus?

Ich bin fest davon überzeugt, dass

die alten Medien nicht verschwinden

werden. Allerdings sind zu den

bekannten Vertriebswegen neue dazu-

gekommen. Nach dem Aufstieg der

Hafenstadt Antwerpen folgte im

17. Jahrhundert der Aufstieg von Ams-

ALLERDINGS SIND

ZU DEN TERRESTRISCHEN

VERTRIEBSWEGEN JETZT

AUCH DIE MARITIMEN

HINZUGEKOMMEN –

EIN NEUES MEER, HEUTE

DAS INTERNET

terdam. Nach der Glorreichen Revolution

um 1650 wird die Hafenstadt

London für Jahrhunderte zur Weltmacht,

fast ohne territoriale Netze.

Die alten Medien verschwinden also

nicht, aber man muss sie effi zient

gestalten. Wir müssen zugleich

die Schnelligkeit der Transportwege

verbessern und vor allem darauf

reagieren, wie sich die Märkte verän-

dert haben. Durch diese neue Ökonomie

geraten neue gesellschaftliche

Klassen in Bewegung. Die Familie

Medici lieferte, genauso wie die

Familie Fugger, anschauliche Beispiele

dafür: ihre großen Palazzi, festlich

ausgestattete Räume und das Knowhow

der Vernetzung – die führenden

Dynastien waren mit all den Dingen

vertraut, die man in der Kunst unter

dem Begriff des Decorums kennt.

Große Kunstwerke entstanden in einer

Zeit, die zusammen mit der Neuvermessung

der Welt durch Brunelleschi

um 1400 lag. Das war die Entdeckung

der Perspektive in Florenz.

Eine Vermessung der Welt, die zu den

terrestrischen Wegen jetzt auch

die maritimen Wege brachte, ein neues

Meer, das heute das Internet ist.

Ein neues Meer mit anderen Häfen

und anderen Schiffen.

Navigare necesse est.

Transformation 31


32 Burda Digital

NEUE STRUKTUR

FÜR NEUE MÄRKTE

In der neuen Burda Digital bündelt Hubert Burda Media ab Mitte 2010

erfolgreiche Wachstumsunternehmen mit dem Schwerpunkt B2C.

Dazu zählen zum einen die strategischen Internet-Aktivitäten des Konzerns,

darunter die Burda ConsumerTech Group, die Beteiligung an der

TOMORROW FOCUS AG, DLD, Burda Digital Entertainment und die

XING AG. Zum anderen gehören dazu die Finanzbeteiligungen im

Portfolio der Burda Digital Ventures.

UMSATZERLÖSE BURDA DIGITAL (IN MIO. EURO)*

Seit 1999 ist der Umsatz der digitalen Aktivitäten des Konzerns jährlich

durchschnittlich um 30,7 Prozent gewachsen.

26 58 88 174 274 379

1999 2001 2003 2005 2007 2009

Fritz Oidtmann

CHIP Xonio Online

Mathias Plica

Guntram Erlhagen

CHIP Communications

Thomas Pyczak

Dr. Roman Miserre

Cyberport

Olaf Siegel

computeruniverse

Reiner Schramm

Stefan Winners

Christoph Schuh

Zahlreiche Tochtergesellschaften

und Marken, darunter:

Tomorrow Focus Portal

Martin Lütgenau

Jochen Wegner

HolidayCheck

Jörg Trouvain

ElitePartner

Dr. Jost Schwaner

Dr. Georg Pagenstedt

AdJug

Michael Stephanblome

Satish Jayakumar

Cellular

Roman Kocholl

Birger Veit

Dr. Marcel Reichart

DLD Media/Conference

Stephanie Czerny

Dr. Marcel Reichart

DLD Ventures

Dr. Marcel Reichart

*einschl. Broadcast

Burda ConsumerTech Group TOMORROW FOCUS AG DLD Burda Digital Entertainment XING AG Burda Digital Ventures

Internationale Beteiligungen,

darunter Glam Media

D ie

Burda Digital ist eines der führenden europäischen

Internet-Unternehmen mit Medienhausbindung

und beabsichtigt weiterhin, in

bereits bestehenden und neuen B2C-Geschäftsfeldern

mit Partnern und über Investments sowie Zukäufe zu

wachsen. Sie wird auch in Zukunft qualifizierten Fach-

und Führungskräften Entwicklungschancen bieten. Die

mit dieser Strategie seit 1999 im Auf- und Ausbau befindlichen

und nunmehr in der Burda Digital neu zusammengefassten

digitalen Aktivitäten des Konzerns

haben zusammengenommen ein durchschnittliches

jährliches Wachstum von 30,7 Prozent erzielt. Der betreute

Umsatz der Gruppe, die strategisch von Dr. Paul-

Bernhard Kallen geführt wird, beläuft sich auf 670 Millionen

Euro im Jahr 2009. Der konsolidierte Umsatz

beträgt 379 Millionen Euro.

Die Burda ConsumerTech Group bündelt neben den

erfolgreichen Printmarken der CHIP-Familie und CHIP

Online, eines der reichweitenstärksten Medienportale

in Deutschland, auch die Online-Shops CYBERPORT

und COMPUTERUNIVERSE. Die TOMORROW FOCUS

AG ist ein breit aufgestellter, börsennotierter Internet-

Medienkonzern, der in den Kompetenzfeldern E-Commerce,

Sales, Portal, Mobile und Technologie aktiv ist.

DLD als internationale Konferenzplattform und mit dessen

Beteiligung an GLAM Media, Burda Digital Entertainment

sowie die XING AG, die mit XING eines der

Dr. Jörg Lübcke

Burda:ic

Ingo Griebl

Achim Kaspers

Burda Wireless

Jörg Sigmund

Dr. Stefan Groß-Selbeck

XING AG

Ingo Chu

Michael Otto

Helmut Becker

Dr. Paul-Bernhard Kallen, seit 1. Januar 2010 Vorstandsvorsitzender

von Hubert Burda Media

größten Online-Business-Netzwerke in Europa betreibt,

sind weitere Assets der Burda Digital. Die Burda Digital

Ventures bündelt darüber hinaus eine Reihe marktführender

Beteiligungsunternehmen wie GAMEDUELL,

SUITE 101, ZOOPLUS oder LUMAS.

Dr. Christoph Braun

Frank Seehaus

Zahlreiche Beteiligungen,

darunter:

edelight

Edgar.de

Etsy

GameDuell

Indochino

LUMAS

Suite 101

United Ambient Media

zooplus

Starker Verbund: Burda Digital sieht sich als eines der

führenden europäischen Internet-Unternehmen mit Medienhausbindung

Burda Digital 33


34 Burda Digital

Zur CHIP-Markenfamilie gehört

seit 2003 CHIP FOTO-VIDEO,

neu in 2009 ist CHIP KOMPAKT,

kompetenter Ratgeber zu

Spezialthemen

BURDA

CONSUMERTECH

GROUP

CHIP, CYBERPORT und COMPUTER-

UNIVERSE – das sind die Burda-Marken

der ConsumerTech Group, die für

Technik, Kompetenz und Service stehen

und gemeinsam 265 Millionen Euro

umsetzen. Unter dem Dach der Gruppe

steht auf der redaktionellen Seite

eine der erfolgreichsten Männer-Marken

Deutschlands: Die CHIP-Familie

ist Trend-Barometer, Test-Instanz und

Technik-Ratgeber für die digitale Welt

und erscheint in 15 Ländern. CHIP Xonio

Online betreibt mit CHIP Online

das größte deutschsprachige Internet-

Portal im Technologiemarkt. Download.CHIP.eu,

das schnell wachsende

Portal für Software, erreicht inzwischen

zehn Länder. Auf der kaufmännischen

Seite zählen COMPUTERUNIVERSE

und CYBERPORT zu den führenden

Online-Shops für IT- und Elektronikprodukte.

Während CYBERPORT im

schnell wachsenden Segment „Digital

Lifestyle“ die Führung übernommen

hat, bietet COMPUTERUNIVERSE das

umfangreichste Angebot. „In der in

Deutschland einzigartigen Verbindung

von Medien und Handel haben wir die

Möglichkeit, den Service und die Qualität

unserer Angebote für den Kunden,

den Leser und den User zu verbessern“,

fasst Fritz Oidtmann, der „Kopf“ der

Burda ConsumerTech Group, deren

Anspruch zusammen.

Ein Ergebnis der Zusammenarbeit: der

erfolgreiche CHIP Shop, der von COM-

PUTERUNIVERSE betrieben wird und

den Nutzern von CHIP Online das gesamte

Sortiment von rund 100.000 Produkten

anbietet.

Führender Guide für die digitale Welt: Das CHIP-Magazin ist

die erste Adresse für Informationen zu Consumer Technology

und erreicht jeden Monat 1,45 Millionen Männer (AWA 2009)

Fritz Oidtmann,

Sprecher der Geschäftsführung

bei COMPUTERUNIVERSE

und CYBERPORT

Links: CHIP Online ist das führende Technologieportal

und der Community-Treffpunkt rund um

Computer, Communications und Home Entertainment.

Mit monatlich 7,85 Millionen Unique Usern

hat CHIP Online einen festen Platz unter den

Top Ten aller deutschen Internet-Angebote (AGOF

internet facts 2009-IV). Rechts: Der CHIP Shop

hat sich binnen kurzer Zeit erfolgreich etabliert

und wird von COMPUTERUNIVERSE betrieben

Stark mit E-Commerce:

CYBERPORT und COMPUTERUNIVERSE haben

sich als mehrfach ausgezeichnete Top-Marken

für Computertechnik, Unterhaltungselektronik

und digitale Medien im Versandhandel etabliert

Burda Digital 35

Geballte Technik-Power: Die ConsumerTech Group ist mit den Burda-Marken COMPUTERUNIVERSE, CYBERPORT

und CHIP eine in Deutschland einzigartige Verbindung von Medien und Handel. Auf den verschiedensten Ebenen fi nden sich

Möglichkeiten für Synergien – ob im Sales-Bereich, in der Redaktion, im Marketing oder der Technik


36 Burda Digital

Stefan Winners und

Christoph Schuh, die beiden

Vorstände der TOMORROW

FOCUS AG, freuen sich über

ein starkes Unternehmenswachstum

im Krisenjahr 2009

KRISENGEWINNER

TOMORROW FOCUS AG

FINANZEN100 wird mobil.

Das automatisierte Finanz- und

Börsenportal von Profi s für Profi s

bietet ab sofort auch unterwegs

ausführliche Finanznachrichten

aus rund 12.500 Quellen sowie

umfangreiche Börsentools.

Die iPhone-App kann kostenlos im

iTunes-Store bezogen werden

Das Jahr 2009 war für TOMORROW

FOCUS von Erfolg gekrönt. In einem

schwierigen Marktumfeld erwies sich

das börsennotierte Unternehmen, an

dem Hubert Burda Media rund 60 Prozent

der Anteile hält, als echter Krisengewinner.

Mit 92,2 Mio. Euro Umsatz

gelang eine Steigerung um 20 Prozent

gegenüber 2008 und damit eine neue

Bestmarke in der Unternehmensgeschichte.

Auch die Ergebnisse verbesserten

sich merklich – das EBITDA

wurde um 32 Prozent auf 12,6 Mio.

Euro und das EBIT gar um 56 Prozent

auf 8,9 Mio. Euro gesteigert. Der Erfolg

der TOMORROW FOCUS-Gruppe ist

unter anderem dem Wachstum im

E-Commerce-Segment zu verdanken:

HOLIDAYCHECK konnte seine Position

als führender unabhängiger Reisevermittler

2009 eindrucksvoll unter

Beweis stellen. ELITEPARTNER verzeichnete

dank stetig steigender Mitgliederzahlen

ebenfalls eine sehr positive

Geschäftsentwicklung. Erfreuliche

INTERNATIONALE

EXPANSION

TOMORROW FOCUS wird

immer internationaler. Bereits

ein Drittel aller Mitarbeiter sitzen

im Ausland. Tendenz steigend.

Ab nach Österreich. Der Mobile-

Dienstleister CELLULAR wächst und

wächst. Um der enormen Nachfrage

Herr zu werden, wurde in Wien

eine weitere Niederlassung eröffnet

Indisches Know-how. ADJUG,

der Betreiber zweier Online-Werbemarktplätze

in Großbritannien und

Deutschland, profi tiert vom

Know-how seines Technik-Labs in

Bangalore, Indien

HOLIDAYCHECK

Bonjour Frankreich.

Nach Deutschen, Österreichern,

Polen und Schweizern können

in Kürze auch alle Franzosen ihre

Urlaubsreise bei HOLIDAYCHECK

buchen. Hotels bewerten kann man

bereits auf 13 Landesportalen,

darunter seit Kurzem in China,

Schweden und Tschechien

Nachrichten auch aus dem Portalsegment:

In der Premium-Vermarktung

konnten 2009 mit Gutefrage.net, Meinestadt.de

und Sport1 drei große Mandanten

gewonnen werden. TOMOR-

ROW FOCUS verbesserte sich daher

binnen Jahresfrist vom vierten auf den

zweiten Platz der deutschen Online-Vermarkter.

FOCUS Online beschloss das Jahr 2009,

nicht zuletzt dank erfreulicher Traffi czahlen,

mit einem kleinen Gewinn.

Mit FINANZEN100 und NACHRICH-

TEN.de gingen 2009 zwei automatisierte

Portale an den Start. Auf 59 Prozent

erhöhte TOMORROW FOCUS seinen

Anteil an AdJug Ltd., dem Betreiber

zweier Online-Werbemarktplätze in

Großbritannien und Deutschland. Erfreulich

auch die Entwicklung im Techniksegment,

vor allem für den Mobile-

Dienstleister CELLULAR, der von einer

hohen Nachfrage nach mobilen Applikationen

profi tierte. 2010 steht nun im

Burda Digital 37

Zeichen einer weiteren Internationalisierung

der E-Commerce-Aktivitäten.

So wird HOLIDAYCHECK in Richtung

Frankreich expandieren. ELITEPART-

NER bereitet derzeit die für 2011 geplante

Internationalisierung seines Angebots

vor. Im Portalsegment soll die

Reichweite der Portale und der beiden

Online-Vermarkter weiter gesteigert

werden. Vorrangige Aufgabe ist hier die

erfolgreiche Expansion von ADJUG in

das Brand Performance Segment.

Die TOMORROW FOCUS-

Töchter ADJUG, CELLULAR

und HOLIDAYCHECK sind

bereits international aktiv.

ELITEPARTNER bereitet gerade

seine für 2011 geplante

Internationalisierung vor


38 Burda Digital

IM NETZWERK

WACHSEN

Warum im Netz auf Alleingänge setzen,

wenn man im Netzwerk viel mehr

erreichen kann? Wie effektiv ein Verbund

sein kann, um im Digitalgeschäft

zu wachsen, stellt GLAM Media unter

Beweis: Mit mehr als 160 Millionen

Nutzern monatlich gehört das Unternehmen

laut ComScore zu den Top

Ten der US-Internet-Angebote und zu

den Top 20 weltweit. DLD Ventures

entwickelt unter anderem die Beteiligung

an GLAM, die Anfang des Jahres

aufgestockt wurde. Weltweit haben

sich über 1.500 Publisher dem Vermarktungs-

und Technologienetzwerk

angeschlossen. Auch die Burda-Beteiligung

SEVENLOAD wird von DLD

Ventures betreut. Das mehrfach prämierte

Videoportal bündelt über 1.200

Contentanbieter auf 20 Länderportalen

und monetarisiert diese im stark

wachsenden Videomarkt von Entertainment

bis Nutzwertthemen.

GLAM Media ist mit über 1.500

Publishern das größte Internet-

Netzwerk für Frauen. Burda ist

Investor bei Glam, Inc. und

darüber hinaus deutscher Joint-

Venture-Partner

Exklusiver Content: Zum Start der Videoclip-Plattform

SEVENLOAD Music TV feierte das neue Video „Telephone“ von Lady Gaga

Premiere und verzeichnete binnen kurzer Zeit über 250.000 Abrufe

DISTRIBUTED

MEDIA NETWORK

Reichweite weltweit in Mio.

Unique Visitors (Monat)

Jan. 10 164

Dez. 09 140

Nov. 09 141

Okt. 09 136

Das GLAM Publisher Network

erreicht im Januar 2010 weltweit

über 160 Mio. Nutzer und ist eine

der am schnellsten wachsenden

globalen Medienmarken im Netz

(ComScore, Jan. 2010)

AKTIVE

BUSINESS-

COMMUNITY

Über Burda Digital hat sich Hubert Burda Media im November

2009 an der XING AG beteiligt und wird zugleich

zum größten Aktionär. Mit über 3,9 Millionen Mitgliedern

ist XING das größte und am schnellsten

wachsende Business-Netzwerk im deutschsprachigen

Raum. Vorstandschef Dr. Stefan Groß-Selbeck über die

Zusammenarbeit mit Burda und weiteres Wachstum.

Was bedeutet für Sie der Einstieg von Burda

bei XING?

Burdas Einstieg war für uns das wichtigste Ereignis des

vergangenen Geschäftsjahres. Nicht nur konnten wir

mit Burda einen neuen Hauptaktionär begrüßen, sondern

wir haben nun auch einen führenden europäischen

Medienkonzern und erfahrenen Investor mit langjähriger

Internet-Expertise an unserer Seite.

Welche Synergien sind mit dem Investment

von Burda verbunden?

Es gibt einen sehr inspirierenden Austausch auf Vorstandsebene

und auch auf Arbeitsebene, wo sinnvoll, einen engen

Austausch, so etwa im Bereich Unternehmenskommunikation.

Mit Fritz Oidtmann haben wir zudem seit

Januar einen Vertreter von Burda im Aufsichtsrat.

Über neun Millionen Geschäftsleute aus mehr als 200

Ländern nutzen das Business-Netzwerk

Dr. Stefan Groß-Selbeck,

Vorstandsvorsitzender XING AG

Burda Digital 39

XING ist Marktführer in Deutschland. Wo sehen Sie

die Stärken des Netzwerks?

XING ist nicht nur das größte Netzwerk im deutschsprachigen

Raum, sondern auch das aktivste. Die Menschen

hinterlegen bei uns nicht einfach nur ihren Lebens lauf,

sondern sie nutzen XING im täglichen Berufsleben. XING

lohnt sich für sie – sei es in Form eines neuen Auftrags,

eines Kunden oder eines Jobs.

Die Business-Plattform hatte in 2009 ein erfolgreiches

Jahr. Welche Schwerpunkte sehen Sie beim weiteren

Ausbau des Unternehmens?

Wir werden uns auch in Zukunft darauf konzentrieren,

die XING-Plattform weiterzuentwickeln und den persönlichen

Nutzwert für die Mitglieder zu erhöhen. Ein spannendes

Thema ist und bleibt für uns außerdem der Bereich

Mobile, da werden wir in den kommenden Monaten

einiges sehen. Außerdem werden wir unser Angebot für

Unternehmen ausbauen.

Der Werbemarkt im Internet steht ebenso wie der

Markt für Stellenanzeigen unter Druck. Wo sehen Sie

Marktpotenzial, um weiter erfolgreich und profi tabel

zu wachsen?

Es stimmt, die Märkte sind aufgrund der schwierigen

ge samtwirtschaftlichen Situation unter Druck, zum Beispiel

brach der Gesamtmarkt für Stellenanzeigen im

Internet im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent ein.

Im gleichen Zeitraum konnten wir elf Prozent hinzugewinnen.

Das zeigt, dass hier ein großes Wachstumspotenzial

vorliegt, ganz besonders wenn die Märkte

wieder anziehen. Ich denke, wir haben auf mittlere bis

lange Sicht die Chance, mit unserem B2B-Geschäft die

gleichen Umsätze zu erzielen wie derzeit mit den Premium-Mitgliedschaften.


Die neue Vertriebsallianz zwischen Hubert Burda Media, WAZ und MZV

rangiert mit einem Verlagsumsatz von

500 Millionen

Euro auf Platz 1 im deutschen Zeitschriftenvertrieb (Quelle: MZV).

34 Mio.

Mal verkaufte sich Europas

erfolgreichstes People-Magazin

BUNTE im vorigen Jahr

(Quelle: IVW, Gesamtverkauf).

No.1

im Bereich Living & Garden: Über 4,5 Millionen Leser erreicht das

Burda Living.net mit seinen fünf MA-gelisteten Magazinen

(Quelle: ma 2010/I).

389.000.000

Zeitschriften verkauft.

Im Jahr 2009 hat Hubert Burda Media rund

1

im Wettbewerbsumfeld der

deutschen Top-Verlage belegt der

zentrale Anzeigenvermarkter Burda

Community Network (BCN) mit

einem Marktanteil von 22,9 Prozent.

Platz

12 Goldmedaillen

hat sich der Corporate-Publishing-Dienstleister BurdaYukom bei den

Mercury Awards gesichert. Insgesamt waren es 2009 64 Preise.

Eine Million

Mal verkaufte sich FREIZEIT REVUE 2009 im Schnitt wöchentlich (Quelle: IVW,

Gesamtverkauf).

607

Mio. Euro konsolidierten Außenumsatz erzielten die inländischen Verlage

von Hubert Burda Media 2009.

Achtzigkommaeins

Prozent der Deutschen ab 14 Jahren lesen Burda. Mit allen Magazinen

erreicht Hubert Burda Media 51,9 Millionen Leser pro Jahr (Quelle: ma 2010/I).

Print hat Zukunft: Mit erfolgreichen Magazinmarken, innovativer Vermarktung und starkem Vertrieb

ist Hubert Burda Media einer der erfolgreichsten Zeitschriftenverlage Deutschlands

Magazine sind Zukunft

Von Philipp Welte, Vorstand

WIR GLAUBEN AN JOURNALISMUS. Stabiles Fundament

von Hubert Burda Media sind seine starken Printmarken

und die hohe journalistische Kompetenz, Inhalte für

Millionen Menschen faszinierend aufzubereiten. Seriöser,

handwerklich exzellenter Journalismus ist wesentliches Element

der DNA des Konzerns. Heute arbeiten allein 1.500 festangestellte

Journalisten neben Hunderten von freien Reportern

und Fotografen für unsere Magazine; sie garantieren die

hohe Qualität der Inhalte unserer Zeitschriften. Sie erzählen

die Geschichten, die Leser in allen Teilen Deutschlands faszinieren.

Und gerade das Krisenjahr 2009 hat bewiesen, dass die

Menschen unsere Medien schätzen und dass die Qualität unserer

journalistischen Inhalte ihnen wirklich etwas wert ist:

Im Jahr der schwersten Krise unserer Branche seit Generationen

haben wir rund 389 Millionen Zeitschriften verkauft

und dadurch gegen den bedrohlichen strukturellen Trend der

Abwanderung der Leser in digitale Medien ein Wachstum unserer

Umsätze im Vertriebsmarkt erreicht.

WIR GLAUBEN AN ZEITSCHRIFTEN. Hubert Burda

Media ist schon Anfang der neunziger Jahre früh und konsequent

in die digitale Welt aufgebrochen. Gerade deshalb

wissen wir heute, dass Zeitschriften auch in einer digitalisierten

Medienwelt durch kein anderes Medium substituierbar

sind. Sie sind unersetzbarer Teil des kommunikativen Wirkungsgefl

echts jeder medialen Zukunft – für Leser ebenso wie

für Anzeigenkunden. Allein mit seinen Zeitschriften erreicht

der Konzern heute in Deutschland mehr als 50 Millionen

Menschen, also mehr als 80 Prozent der deutschen Bevölkerung.

84 Prozent der Frauen nutzen unsere Magazine, das

sind über 28 Millionen Frauen, und auch bei den Männern

zählen wir zu den führenden Zeitschriftenverlagen und werden

von über 23 Millionen Männern gelesen. Insgesamt verlegt

Hubert Burda Media auf dem deutschen Markt 77 Magazine

(2009) – darunter Titel wie die FREIZEIT REVUE, die

jede Woche über eine Million Mal verkauft wird, oder ein so

einzigartiges Magazin wie BUNTE, das neben dem „Spiegel“

heute das erfolgreichste aktuelle Magazin in Deutschland ist.

Verlage, Vermarktung, Vertrieb 41

WIR GLAUBEN AN DIE NOTWENDIGKEIT ZUR

INNOVATION. Wenn Märkte sich so dynamisch, teilweise

dramatisch verändern wie der Medienmarkt, bedeutet Stillstand

nicht einfach nur Rückschritt, sondern eine existenzielle

Gefährdung von Substanz. Wie wenige andere Verlage ist Hubert

Burda Media deshalb mit hoher Veränderungsenergie und dadurch

im Ergebnis sehr kraftvoll durch das „Annus horribilis“

2009 gegangen. Sofort Anfang des Jahres startete ein konsequentes

CHANGE-Programm, das zu einer Reihe grundlegender

Veränderungen des gesamten Verlagsbereichs führt.

Eine Reihe von Produkten wurde bereits optimiert, manche aus

dem Markt genommen, andere zur Marktreife entwickelt und

nun 2010 sukzessive getestet. Vor allem aber wurden die Strukturen

und Prozesse der beiden Marktschnittstellen Vertrieb und

Vermarktung an der „neuen Realität“ eines deutlich kompetitiveren

Marktes ausgerichtet. Einer der Schwerpunkte war in

2009 die Implementierung einer innovativen Struktur im Burda

Community Network (BCN), dem größten Zeitschriftenvermarkter

Deutschlands. Dank dieses Veränderungsprozesses

konnte das BCN im relevanten Wettbewerbsumfeld der deutschen

Top-Verlage seine Spitzenposition mit einem Markt anteil

von 22,9 Prozent sichern. Ein zweiter fundamentaler Veränderungsprozess

führte im Vertriebsmarkt zu der strategischen

Allianz von Hubert Burda Media mit der WAZ Mediengruppe

unter dem Dach der MZV. Das neue Gemeinschaftsunternehmen

ist mit einem Verlagsumsatz von mehr als 500 Millionen

Euro die absolute Nummer eins im Zeitschriftenvertrieb in

Deutschland und im gesamten Pressevertrieb mit einem Marktanteil

von 18 Prozent die Nummer zwei hinter Axel Springer.

Durch diesen überraschenden Schritt in eine machtvolle Allianz

konnte Hubert Burda Media seine Marktposition und seine

Wettbewerbs fähigkeit signifi kant erhöhen.

Exzellenter Journalismus, hervorragende Zeitschriften und

der nachhaltige Mut zur Veränderung – diese drei Qualitäten

machen die Verlage von Hubert Burda Media auch in einem

zunehmend radikal geführten intermediären Wettbewerb zur

Nummer eins der Zeitschriftenverlage auf dem deutschen

Markt. In der Gegenwart wie in der Zukunft.


CHA

NGE

Um das Fundament des Konzerns sicher durch die

Rezession zu führen und gleichzeitig auf eine

gesunde Zukunft in einer konvergenten Medienwelt

vorzubereiten, initiierte Verlagsvorstand Philipp

Welte sofort Anfang 2009 ein kom plexes Change-

Programm mit den drei Dimensionen Concentrate,

Integrate und Innovate. Im Interview spricht er

über die bisher umgesetzten Projekte und die Notwendigkeit

weiterer Veränderungen.

Herr Welte, Sie haben im Bereich Verlage, Vermarktung

und Vertrieb teilweise einschneidende Veränderungen

vorgenommen. Warum?

Unsere gesamte Branche steht durch zwei Faktoren massiv

unter Druck: aktuell durch die größte Wirtschaftskrise

seit 80 Jahren und ihre nach wie vor massiven Folgeerscheinungen

und strukturell durch die nachhaltige Veränderung

unserer Märkte infolge der Digitalisierung. Um

die weitere Erosion unseres Kerngeschäfts aufzuhalten

und in neuen Märkten wachsen zu können, mussten wir

unsere Strategien und unsere Strukturen verändern, sie

der „neuen Realität“ anpassen. Dieses Ziel verfolgen wir

seit Anfang 2009 mit unserem CHANGE-Programm, mit

dem wir schon viel bewegen konnten. Sicher ist dieser

Prozess zu Beginn teilweise schmerzhaft, aber leider

auch unausweichlich.

Was sind die Eckpfeiler von CHANGE?

Philipp Welte,

Vorstand Verlage,

Vermarktung, Vertrieb

Unsere Aufgabe ist völlig klar: Es gilt, den Wert und die

Werte des Unternehmens sicher durch die Herausforderungen

der Gegenwart in eine gesunde, erfolgreiche Zukunft

zu führen. Dafür aber müssen wir uns verändern,

konsequent und schnell. Wir müssen uns auf erfolgreiche

Projekte und Produkte konzentrieren – concentrate – und

uns kompakter, effi zienter aufstellen – integrate –, um neue

Produkte entwickeln zu können und zu neuen Erlösquellen

aufzubrechen – innovate.

Welche Maßnahmen wurden bislang umgesetzt?

In einem sehr grundlegenden Prozess haben wir seit

Beginn des letzten Jahres fast 40 Einzelmaßnahmen

angeschoben und zu einem wesentlichen Teil schon vollständig

umgesetzt. Das reicht von der Integration der

Burda Style Group zu einem der größten deutschen Medienunternehmen

mit journalistischen Angeboten für

Frauen, geht über die Vertriebsallianz des Burda Medien

Vertriebs mit der WAZ Mediengruppe bis hin zur notwendigen

Erneuerung unserer zentralen Vermarktungsorganisation

Burda Community Network (BCN).

Warum wurde das BCN neu aufgestellt?

Weil sich unser Markt in einer nie gekannten Dynamik verändert

und wir in einer dramatischen intermediären Wettbewerbssituation

auf einem schrumpfenden Markt um jeden

Etat, jede Buchung kämpfen müssen. Wir sind die

Nummer eins unter den Verlagen im deutschen Werbemarkt,

gerade deshalb ist das BCN auch eine höchst sensible

Schnittstelle, für die wir in monatelanger Analyse eine

innovative Struktur mit drei Säulen entwickelt haben. Damit

garantieren wir mehr Qualität, eine höhere Geschwindigkeit

und maximale Individualität in den Angeboten – bei

gleichzeitig reduzierter Komplexität für den Kunden.

Was erwarten Sie im laufenden Jahr für den

in ländischen Verlagsbereich des Konzerns?

2010 wird die eigentliche Bewährungsprobe für den

Werbe- und Vertriebsmarkt. Die wirtschaftlichen Prognosen

sind weiterhin verhalten, deshalb werden wir das

CHANGE-Programm konsequent und kraftvoll fortführen.

Wir sind aber exzellent aufgestellt und bewegen uns in

der Ertragskraft deutlich über dem Vorjahr. Deshalb können

wir unsere in Deutschland marktführende Position

durch gezielte Innovation weiter ausbauen, um uns vom

Wettbewerb abzusetzen. Wir glauben nicht nur an die

Gegenwart, sondern eben auch an die Zukunft von Zeitschriften

und investieren in neue Produkte.

Wir reagieren nicht, wir agieren!

Verlage, Vermarktung, Vertrieb 43


44 Verlage, Vermarktung, Vertrieb

Portfoliobereinigung

YOUNG, TOMORROW und

AMICA – drei journalistisch

hervorragend gemachte

Produkte müssen mangels

wirtschaftlicher Perspektive

eingestellt werden.

Januar – März 2009

Concentrate

Integrate

Innovate

Style-Marken unter einem Dach

In der neu geschaffenen Burda

Style Group konzentriert der

Konzern seine Kompetenzen

auf dem Gebiet der exklusiven

Frauenmagazine und schafft

einen der umsatz- und reichweitenstärksten

Anbieter von

Fashion- und Entertainment-

Medien für Frauen.

Mai 2009

Gründung des iLabs

Als zentrales Kompetenzzentrum

für die Entwicklung und

Optimierung der internetbasierten

Medienangebote des Verlagsbereichs

von Hubert Burda

Media startet das Media Innovation

Lab, kurz: iLab.

BURDA MEDIEN VERTRIEB

Juni 2009

CHANGE

Fast 40 Einzelmaßnahmen sind seit Beginn des CHANGE-Programms Anfang 2009

umgesetzt worden – darunter die Vertriebsallianz mit der WAZ Mediengruppe und

dem Modernen Zeitschriften Vertrieb (MZV), die Burda zur Nummer eins auf dem

deutschen Zeitschriftenvertriebsmarkt macht. Auch 2010 sollen die Marktschnittstellen

und Produktpalette im Rahmen von CHANGE weiter optimiert werden.

Januar 2010 Dezember 2009

November 2009 November 2009 November 2009

Neue BCN-Struktur

Konzernvorstand Philipp Welte

schließt den strukturellen

Wandel des Burda Community

Networks (BCN) ab und installiert

eine innovative und klar am

Markt ausgerichtete Vermarktungsorganisation.

Unter der

Geschäftsführung von Andreas

Schilling arbeitet das BCN

zukünftig mit einer dreiteiligen

Organisationsstruktur.

Allianz für die Zukunft

Hubert Burda Media und die

WAZ Mediengruppe gehen

gemeinsam mit dem Modernen

Zeitschriften Vertrieb (MZV) eine

strategische Allianz auf dem

Vertriebsmarkt ein. Das gemeinsame

Unter nehmen positioniert

sich damit auf Platz eins im

deutschen Zeitschriftenvertrieb.

Größtes Food-Netzwerk

Die Burda Medien Park Verlage

bündeln ihre Food-Marken aus

Print, Internet und TV unter

einem Dach: Mit dem Burda

Food.net entsteht Deutschlands

größter Food-Marktplatz, der

seine Medienangebote

marken- und technologieübergreifend

transportiert.

People-Partnerschaft

Juni 2009

Die Deutsche Telekom und

die Burda Style Group schließen

eine strategische Allianz:

Gemeinsam mit T-Online.de

wird BUNTE.de zum reichweitenstärksten

Premium-People-

Portal für die Kernzielgruppe

Frauen und ist so erfolgreich

wie nie zuvor.

Auftritt BURDA STYLE

Mit neuem Namen und neuem

Outfi t: Das BURDA MODE -

MAGAZIN heißt ab der August-

Ausgabe BURDA STYLE.

Maßgeschneidert für Do-it-yourself-Fans

und Nähbegeisterte

erscheint mit BURDASTYLE.de

im Dezember der neue Web-

Auftritt.

Women & Entertainment

Die Women & Entertainment

Group umfasst alle Magazine

und Online-Plattformen der

Burda Medien Park Verlage in

Sachen Frauen und Unterhaltung.

Dazu zählen neben bekannten

Marken wie FREIZEIT REVUE

oder LISA auch neue Rätsel-

Apps für das iPhone.

Viele Seiten zum Welt-

Familientag am 15. Mai


Psychotest:

Welcher Familientyp

sind Sie? S. 20/21

„Familie ist,

wo Liebe ist“

Großer Report S. 16 –18

Nr.20/12.5.2010 Deutschl. 1€ | Österreich 1,15 € | Schweiz 2,00 sfr | Benelux 1,20 € | Frankr. 1,25 € | Italien/Spanien 1,35 € | Kanaren 1,45 € | Griechenl. 1,60 € | Slow. 1,40 € | Ungarn 470 Ft | Tschechien 46 Kc

Das junge Magazin – informativ und voller Ideen

Picknick

Brunch

Nix wie raus ins Grüne!

Tolle Snacks & kleine

Schlemmereien S. 37– 41

Auch Liane war nicht die Einzige

im Leben ihres Mannes

„Ich weiß, wie Kachelmanns

Frauen sich fühlen“ S. 68/69

Von Sylvie van der Vaart bis Heidi Klum

Juli 2009

Traumhafte

Sommer-

Kleider

STAR-FRISUREN

leicht nachgestylt Die

Für jeden Typ und jede Länge S. 24/25

Erdbeer-

Genuss-Diät

Schafft

3 Pfund in

3 Tagen

Supergesunde, lecker-leichte Rezepte

S. 22/23

+++ DIESE WOCHE AKTUELL +++ DIESE WOCHE AKTUELL +++ DIESE WOCHE AKTUELL +++

Weiblich, geschieden fragt: SURFEN IM JOB: Ländliche Idylle

FLIRTEN, wie ging das gleich? Was ist erlaubt? mit FLIEDER

Prima Tipps & warum es mit 40 schwerer ist als mit 20 S. 62/63 Neue Urteile und Expertenrat S. 32 Prachtsträuße und schnelle Deko-Ideen S. 66/67

S. 6/7

COSMiQ-Community

Fragen, Antworten und Infos gibt

es im Wissensportal COSMiQ,

das bis Oktober 2009 noch unter

dem Namen Lycos IQ fi rmiert.

Den Relaunch und die Integration

der reichweitenstarken Community

in die Burda-Markenwelt

hat das Media Innovation Lab

verantwortet.

Living & Garden

Oktober 2009

Die Burda Medien Park Verlage

bündeln die Kompetenz aus

dem Bereich Garten und Wohnen

im Burda Living.net – mit Marken

wie MEIN SCHÖNER GARTEN,

WOHNEN & GARTEN oder

GARTEN-ARKADEN als Einkaufsplattform

für Pfl anzenfreunde.

Verlage, Vermarktung, Vertrieb 45


46 Heritage

AENNE BURDA ZUM

100. GEBURTSTAG

„Die Freude zu schaffen“ war ihr großer Antrieb:

die Verlegerin mit Entwürfen für neue Schnittmustermodelle

Ein Leben

für die Mode

Generationen von jungen Frauen war sie ein Vorbild,

ihr Erbe fasziniert immer noch Menschen in der

ganzen Welt. Mit ihrem Aufstieg von der Eisenbahnertochter

zur Verlegerin von BURDA MODEN bewies

sie, dass Wunder machbar sind. Am 28. Juli 2009 wäre

Aenne Burda 100 Jahre alt geworden.

E ine

Ikone des 20. Jahrhunderts“,

„Königin der Kleider“

und „die deutsche Wirtschaftswunderfrau“

wird sie genannt.

„Ich war immer ich“, sagte

Aenne Burda dazu. Selbstbewusst,

eigenwillig und ehrgeizig gründete

sie vor 60 Jahren BURDA MODEN,

machte daraus den größten Modeverlag

der Welt und wurde selbst

zur Grande Dame der Mode. Ihre

Schaffenskraft als Verlegerin, ihre

Strahlkraft als prominente Frau genauso

wie ihre ganz privaten Passionen,

die die Kunstliebhaberin oft

nach Italien führten, würdigte zum

Jubiläum ein umfangreiches Programm.

„Aenne Burdas Leben ist

ein Stück deutscher Geschichte“,

erklärt Ute Dahmen, Autorin der

Heritage 47

„Ich fühlte mich wie ein vierter

Sohn“: Udo Jürgens erinnerte

mit einer Klaviereinlage bei der

Eröffnung der Jubiläumsausstellung

im Offenburger Museum

im Ritterhaus an Aenne Burda


48 Heritage

Aenne Burda:

„Ich bin Burda Moden“

war ihre Devise,

die sie ein Leben lang

predigte. Vom badischen

Offenburg aus

wurden internationale

Trends gesetzt

„Der 100. Geburtstag ist ein

großer Moment in der

Geschichte meiner Familie“:

Verleger Dr. Hubert Burda mit

Dr. Maria Furtwängler und den

Kindern Elisabeth und Jacob

vor dem Andy-Warhol-Porträt

der Verlegerin

Biografie „Wunder sind machbar“,

die zum runden Geburtstag im Petrarca-Verlag

erschien und seit März

dieses Jahres auch in einer russischen

Übersetzung vorliegt. Darin

beschreibt sie, wie Aenne Burda in

der Nachkriegszeit Karriere macht

und eine Jahrhundert-Idee als erste

westliche Publikation bis in die

Sowjetunion trägt: Schnittmuster

für Kleider, die Millionen von Frauen

ein neues Selbstbewusstsein schenken.

Dem facettenreichen Leben

Aenne Burdas widmete sich das

Museum im Ritterhaus in Offenburg

mit einer umfangreichen Ausstellung:

Dort wurden bis Januar neben

Modellkleidern, Fotos und Dokumenten

zur Verlagsgeschichte auch

zahlreiche Kunstwerke aus Aenne

Burdas Sammlung gezeigt. Ihr 100.

Geburtstag löste auch ein großes

Medienecho aus: 60 zum Teil umfangreiche

Porträts widmeten ihr

die Tageszeitungen, der SWR produzierte

eine TV-Dokumentation,

und Udo Jürgens, ein enger Freund

der Verlegerin, gab sich bei der Eröffnung

der Jubiläumsausstellung

in Offenburg die Ehre.

Die Offenburger Ausstellung zeigte Modelle der „Königin der Kleider“

Zahlreiche Freunde und Weggefährten

Aenne Burdas kamen

(v. l.): Axel und Corry Müller-Vivil,

Autorin Ute Dahmen, Moderator

Frank Elstner

Heritage 49

Die neue Biografi e „Aenne

Burda – Wunder sind machbar“

zeichnet ein umfassendes und

persönliches Bild und landete

sogar auf der „Spiegel“-Bestsellerliste


Patricia Riekel, Herausgeberin

der Burda Style Group (Mitte),

mit den Chefredakteurinnen:

Sabine Nedelchev, Annette

Weber, Ulrike Zeitlinger und

Dagmar Bily (v. l.) bei der

Vorstellung der Burda Style

Group in Berlin

Burdas Geheimwaffe

CHEFREDAKTEU RINNEN

Henning Ecker,

Geschäftsführer der

Burda Style Group

„Mit Gründung der Burda Style Group

schaffen wir eines der reichweiten-

und umsatzstärksten Netzwerke für

Frauen“, sagt Geschäftsführer Henning

Ecker. Im Mai 2009 wurden die Burda

People Group (BUNTE, INSTYLE), der

Verlag Arabellastraße (ELLE, FREUNDIN)

und der Verlag Aenne Burda (BURDA

STYLE) unter dem Dach der Burda Style

Group zusammengeführt.

D urch

Markenwelten 51

die Integration mehrerer Unternehmen von

Hubert Burda Media entsteht mit der Burda Style

Group eines der größten deutschen Medienunternehmen

mit journalistischen Angeboten für Frauen. Die Magazine

der Burda Style Group erzielen eine Brutto-Reichweite

von 8,72 Millionen Lesern (ma 2009/II) und eine Aufl age von

mehr als 2,25 Millionen verkauften Heften pro Ausgabe (IVW

2009/IV). Das vielfältige Online-Angebot (BEQUEEN.de,

BUNTE.de, BURDASTYLE.de/com, ELLE.de, FREUNDIN.

de, WELLFIT.de, INSTYLE.de, LESMADS.de) wächst stetig

und weist momentan über 115 Millionen Page Impressions

pro Monat und 7,8 Millionen Visits auf (Quellen: IVW 2009/

12, Google Analytics 2009/12). Mit den reichweitenstarken

Events der Burda Style Group wie der „Burda Style Group

Preview“ und dem „BUNTE New Faces Award“ werden regelmäßig

mehrere Millionen Pressekontakte erzielt. Henning

Ecker: „Sowohl im Print- als auch im Digitalbereich sind die

Marken der Burda Style Group sehr gut aufgestellt, um den

künftigen Veränderungen und Herausforderungen am Medienmarkt

entgegenzutreten.“


52 Markenwelten

Julia Gaiser, Mitarbeiterin

des Media Innovation Lab,

mag die BURDA STYLE-Mode

zum Selbermachen

Do it yourself erlebt seit

einiger Zeit einen neuen Hype.

Mit frischem, überarbeitetem

Auftritt bietet BURDA STYLE

(Verkaufte Aufl age:

144.246 Stück, IVW 2009/IV)

allen Nähprofi s und -anfängerinnen

die Möglichkeit, die

neuesten Trends selbst zu

kreieren und ihre Leidenschaft

für Mode auszuleben.

Alle Schnittmuster können auch

unter BURDASTYLE.de

heruntergeladen werden

„THAT’S MY STYLE“

Aus Alt mach Neu: Das BURDA MO-

DEMAGAZIN wird 2009 zu BURDA

STYLE. Aenne Burdas einzigartige Idee

für Mode zum Selbermachen wurde in

mehreren Schritten von Redaktionsdirektorin

Ulrike Zeitlinger, Chefredakteurin

Dagmar Bily und ihrem Team

zeitgemäß übersetzt. Layout, Optik und

Fotosprache sind seit dem Relaunch klarer,

frischer und emotionaler. „Ich bin

sehr stolz auf die neue BURDA STYLE.

Wir haben das Konzept verjüngt und

aufgefrischt – ohne dabei den Grundgedanken

von Aenne Burda aus den

Augen zu verlieren“, sagt Ulrike Zeitlinger

über das Ergebnis.

Modestrecken und neue Rubriken wie

Trendseiten und Accessoires-Strecken

machen es Nähanfängerinnen leicht,

den Do-it-yourself-Trend mitzumachen.

„Hand arbeit befreit sich gerade von seinem

konservativen Image und ist wieder

sehr gefragt. Mit unseren leicht verständ

lichen Anleitungen und dem beinahe

schon legendären Schnittbogen

kann sich jede ihr eigenes Lieblingsstück

nähen“, erklärt Chefredakteurin Dagmar

Bily. BURDA STYLE soll dabei nicht

nur als Heft, sondern als eine eigene

Modemarke etabliert werden. BURDA -

STYLE.de, die neue und ergänzende

Web site zum Magazin, kom biniert

re dakti on elles Angebot, Community-

Ele mente und E-Commerce. Der Fokus

liegt dabei auf dem Online-Shop. Mehr

als 700 Schnittmuster – aus der Fashion

Factory in Offenburg – gehören zum

um fang reichen BURDA STYLE-Katalog.

Und damit die Userinnen auch die

anderen zahlreichen Angebote der Burda

Style Group nutzen können, wer den

sie über Verlinkungen zu den Online-

Auftritten von ELLE, FREUNDIN oder

BUNTE weitergeleitet.

Markenwelten 53


54 Markenwelten

Mit BUNTE und BUNTE.de

jederzeit informiert über die

Welt der Stars und Sternchen.

VIPDIP.de, das junge Pendant,

liefert Gossip über Promis rund

um die Uhr aus L.A. und Berlin

PEOPLE NEWS

BUNTE ist das erfolgreichste wöchentliche

People-Magazin auf dem deutschen

Zeitschriftenmarkt. Mit exklusiven

Geschichten, Lesernähe und opulenter

Optik überzeugt BUNTE von

Woche zu Woche. Auch im Krisenjahr

2009 bleibt die Verkaufsaufl age stabil.

Wö ch entlich verkaufen sich rund 663.300

Exemplare (IVW 2009, durchschnittlicher

Gesamt ver kauf), davon fast die

Hälfte am Kiosk.

2009 startete BUNTE den Relaunch des

Online-Portals BUNTE.de. Unter anderem

wurden die Rubriken inhaltlich

auf die Kernthemen Stars, Society sowie

Royals reduziert. Innovativ: der

Bereich „Stars live“ – hier werden die

Aktivitäten der Prominenten auf Twitter,

Facebook, YouTube, MySpace und

Flickr teilweise sogar in Echtzeit

gezeigt. Zusätzlich wurde im Januar

2010 eine BUNTE.de-iPhone-App eingeführt.

„Apps müssen in erster Linie

eine sehr hohe Qualität aufweisen.

Die Nutzer sind enorm kritisch“, sagt

Patrick Fischer, Director Innovation. Die

BUNTE-App ist zunächst als kostenfreie

Lite-Version erhältlich. Im zweiten

Quartal 2010 soll es dann eine weitere,

kostenpfl ichtige Version geben.

Seit kurzer Zeit gehört auch das junge

Prominenten-News-Portal VIPDIP.de

zum BUNTE-Portfolio. Patrick Wölke,

Director Programming, dazu: „Zwei

Blogger aus Los Angeles und Berlin

versorgen eine neue und sehr junge Zielgrup

pe jeden Tag mit neuem, schlagfertigem

Content.“

Markenwelten 55

Burda-Mitarbeiterin

Janina Bierwirth aus der

Zentralen Personalentwicklung

weiß dank BUNTE.de immer

über die neuesten Themen aus

der Welt der Schönen

und Reichen Bescheid


56 Markenwelten

INSTYLE-Modeassistentin

Lucia Pichot de Champfl eury

kennt die neuesten Trends.

Das Gespür der Redaktion

in Sachen Stil spiegelt

sich in der stetig wachsenden

Aufl age wider

Der Wunsch nach Schönheit ist krisenfest: Seit zehn Jahren

inspiriert, entzündet und beeinfl usst das Fashion-Magazin

INSTYLE neue Modetrends in Deutschland

SEIT

10 JAHREN IN STYLE

1999 kommt ein Modemagazin auf den

deutschen Markt, das alle anderen

Fashion-Titel beeinfl usst und prägt.

2009 feiert die INSTYLE zehnjähriges

Bestehen und ist heute eines der erfolgreichsten

Fashion-Magazine in Deutschland.

Der Launch der ersten Lizenzausgabe

des US-Verlags Time Inc. Corporate

unter der Chefredaktion von Patricia

Riekel und der damaligen Geschäftsführung

von Philipp Welte gilt als eine der

erfolgreichsten Zeitschrifteneinführungen

des vergangenen Jahrzehnts. Dabei

waren die Veröffentlichung des Heftes

und der gewünschte Erfolg mit einem

hohen Risiko verbunden. Im härtesten

Printmarkt der Welt, mitten in der ersten

Hochphase der Digitalisierung ein

neues Printprodukt zu schaffen sei eine

verlegerische Herausforderung gewesen,

so der heutige Verlagsvorstand Philipp

Welte: „INSTYLE nach Deutschland zu

bringen war mutig. Heute geben der

journalistische und wirtschaftliche Erfolg

der ganzen Branche Mut und Auftrieb.“

Dank des sensiblen Gespürs der

von Patricia Riekel und Annette Weber

geführten Redaktion für die Wünsche

und Interessen ihrer Leserinnen prägt

der Titel das Stilbewusstsein von Millionen.

„INSTYLE orientiert sich nicht an

den Diktaten der Modedesigner vom

Laufsteg, sondern an den wirklichen Bedürfnissen

der Frauen“, so Annette Weber.

INSTYLE wächst, auch gegen den

Trend, und erzielt im dritten Quartal

2009 mit rund 526.000 verkauften

Magazinen (IVW 2009/III) die höchs te

Aufl age seit Bestehen. Der Wunsch nach

Schönheit ist krisenfest.

Markenwelten 57


58 Markenwelten

WEIL JEDE

EINE BRAUCHT

FREUNDIN ist eine der erfolgreichsten

und stärksten Marken von Hubert Burda

Media. Neben dem Stammheft und

dem 2009 relaunchten Internet-Auftritt

FREUNDIN.de überzeugt auch

die Wohlfühl-Zeitschrift FREUNDIN

WELLFIT mit hervorragenden Aufl agenzahlen.

Und die FREUNDIN hat

Großes vor: Im Mai 2010 kommt unter

Chefredakteurin Ulrike Zeitlinger ein

neuer Titel zur FREUNDIN-Familie

Links: FREUNDIN gehört

zu den erfolgreichsten Titeln

im Frauen-Segment des

Zeitschriftenmarkts. Alle zwei

Wochen werden rund 520.000

Stück verkauft (IVW 2009,

durchschnittlicher Gesamtverkauf)

Unten: Perfekte Ergänzung –

auf FREUNDIN.de können sich

die Leserinnen im World Wide

Web informieren

hinzu – FREUNDIN DONNA: „Das

neue Heft wendet sich an Frauen 45plus

und hat alles, was man von einer guten

Frauenzeitschrift erwarten darf. Von

Mode, über Beauty, Lifestyle und Service

bis hin zu einem starken Textteil

mit Reportagen und den Themen Psychologie

und Partnerschaft. Das alles in

einer Tonalität, Thementiefe und Bildsprache,

speziell auf die Zielgruppe zugeschnitten“,

so Zeitlinger.

Markenwelten 59

Birgit Wengel, Assistentin der

FREUNDIN-Chefredaktion, ist

auch privat begeisterte Leserin

der erfolgreichen Zeitschrift


60 Markenwelten

ELLE-Volontärin Theresa

Schwab und Hans Jordan aus

dem Burda Community Network

(BCN) informieren sich über

die neuesten Wohntrends in der

ELLE DECORATION

Stil hat man oder nicht: ELLE DECORATION ist eines der marktführenden

Hochglanz-Formate in Sachen Interior und Design.

Der 20. Geburtstag des Magazins wurde in Köln auf dem Eventschiff

„Pure Liner“ im Rheinhafen gefeiert

STIL UND

SINNLICHKEIT

Zeige mir, wie du wohnst, und ich sage

dir, wer du bist: Seit 20 Jahren steht die

ELLE DECORATION ihren Lesern mit

Rat und Tat in Sachen Einrichtung,

Dekoration und Wohntrends zur Seite.

Frei nach dem Motto: Lebensräume

sind Wunschwelten, Sehnsuchtsinseln

und Ausdruck des persönlichen Stilempfi

ndens. Zum Kick-off des Geburtstagsjahrs

feierte das Magazin zusammen

mit Designern, Architekten,

Möbelproduzenten und Kollegen aus

der Wohn- und Designbranche in Köln.

Der Ort: ein Schiff am Rheinhafen mit

Blick auf den Dom. Dort begrüßten

die stellvertretende Chefredakteurin

Christine Bürg und Monika Fendt,

Marketingchefi n der Burda Style Group,

ihre Gäste. Den Einstieg ins neue Lebensjahrzehnt

nutzt das Magazin nun,

um seinen eigenen Stil weiterzuentwickeln.

„Mehr Menschen, mehr stilistische

Vielfalt, mehr Bildergeschichten

zum Schwelgen, lautet unser Credo“,

erklärt Chefredakteurin Sabine Nedelchev

den Relaunch.

Markenwelten 61


Blau-weißes Zeltzimmer:

Die Inszenierung des Wohnens

war die vornehmste Aufgabe, die

Karl Friedrich Schinkel an den

preußischen Höfen zu gestalten

hatte. So war das Vorbild für

dieses Schlafzimmer auf Schloss

Charlottenhof ein Feldherrenzelt

von Napoleon. Heute inszeniert

die ELLE DECORATION mit

einem Verkauf von durchschnittlich

rund 118.000 Exemplaren

(IVW 2009, Gesamt verkauf)

Wohnwelten und informiert ihre

Leser über die neuesten Trends

in Sachen Interieur und Living


64 Markenwelten

20 Jahre Mauerfall:

Auch die Verlagsgruppe

Berlin feiert 2009

einige Meilensteine.

Die GOLDENE HENNE

wird 15 und das

DAS HAUS sogar 60.

2010 begeht dann

die SUPER ILLU

ihren 20. Geburtstag

Vaclav Havel (M.), Hans-

Dietrich Genscher (r.) und

SUPER ILLU-Chefredakteur

Jochen Wolff mit Bundeskanzlerin

Dr. Angela Merkel

bei der 15. Verleihung der

GOLDENEN HENNE

Auch in der Finanzkrise hoch im Kurs:

GUTER RAT hat seine Position als Nummer eins

der Wirtschaftspresse ausgebaut

Das reichweitenstärkste Magazin Ostdeutschlands bietet den

3,47 Millionen Lesern (ma 2010/I) spannende Geschichten und eine

Plattform für kontroverse Diskussionen – im Heft und online

Doppeljubiläum

DAS HAUS und

die HENNE feiern

E ine

Henne vereint: Zum Höhepunkt

der glamourösen 15.

Verleihung der GOLDENEN

HENNE im Berliner Friedrichstadtpalast

überreichte der ehemalige Außenminister

Hans-Dietrich Genscher die

Auszeichnung von SUPER ILLU in der

Kategorie „Politik“ dem tschechischen

Staatsmann Vaclav Havel. Aber auch er

selbst bekam „was Goldenes“, wie seine

Laudatorin, Überraschungsgast Dr. Angela

Merkel, es nannte. Auch 2010 gibt

Europas größte Bau- und Wohnzeitschrift

DAS HAUS feierte 2009 ihr 60. Jubiläum

es Großes zu feiern: 20 Jahre vereintes

Deutschland und 20 Jahre SUPER ILLU

stehen an – monatlich vergibt die Zeitschrift

daher den Einheitspreis, der

Menschen und Institutionen ehrt, die

beim Zusammenwachsen von Ost und

West Besonderes geleistet haben.

Einigkeit demonstrierten auch die langjährige

Chefredakteurin Ursula Gräfi

n Lambsdorff und ihre Nachfolgerin

Gaby Miketta: Gemeinsam feierten sie

das 60. Jubiläum von DAS HAUS und

Markenwelten 65

Im Rhythmus

der Jahreszeiten erscheint

DAS HAUS IDEENMAGAZIN.

Der Spin-off von DAS HAUS

konnte sich mit mehr als

100.000 verkauften Heften pro

Ausgabe erfolgreich im

Markt etablieren (IVW 2010/I)

nutzten diese Gelegenheit für eine offi -

zielle Amtsübergabe. „Ich gehe wirklich

mit zwei lachenden Augen“, sagte die

Gräfi n, die sich auch als Leiterin der

Burda-Journalistenschule verdient gemacht

und das Herz des langjährigen

Kooperationspartners LBS gewonnen

hat. „DAS HAUS ist ein gutes Heft, und

das soll es bleiben“, so ihre Nachfolgerin

Miketta, die Europas größter Bau-

und Wohnzeitschrift auch online eine

neue Fassade geben will.


66 Markenwelten

Mitten aus

dem Leben

Die Burda Medien Park Verlage produzieren rund 50 Magazine. Allein die MA-gelisteten

Titel erreichen 12,3 Millionen Leser (ma 2010/I). Ob Essen, Trinken und Genießen,

Wohlfühlen in Haus, Garten und Natur oder ob Freizeit, Unterhaltung, Land und Leute –

die Burda Medien Park Verlage sind immer mitten im Leben ihrer Leser. Die Offenburger

Verlagsgruppe bündelt ihre Kompetenzen crossmedial in den drei Bereichen

Burda Food.net, Burda Living.net und Women & Entertainment Group.

JEDE WOCHE GUT UNTERHALTEN. Die Weeklies

der Women & Entertainment Group erfreuen sich ungebrochener

Beliebtheit bei den Lesern. Die FREIZEIT REVUE

verkauft als eine der aufl agenstärksten Zeitschriften Deutschlands

auf Millionenniveau und feiert 2010 40-jähriges Jubiläum.

LISA ist der wichtigste Anzeigentitel der Burda Medien

Park Verlage. Allein mit den sieben MA-gelisteten Weeklies

liegt die Reichweite bei über 6,9 Mio. Lesern (ma 2010/I).

Für alle passionierten Querdenker gibt es FREIZEIT REVUE

Rätselspaß nicht nur gedruckt, sondern auch mobil mit Apps

für das iPhone und das Android-Betriebssystem. Online ist

die Women & Entertainment Group auf LISA-FREUNDES-

KREIS.de und FREIZEITFREUNDE.de präsent.

Der Mega-Backtrend!

Muffins mit

cremiger Haube

Frauen und ihr besonderes

Liebesgeheimnis S.16–18

„Wenn ich fremdgehe,

fühle ich mich lebendig“

Vorher-Nachher-Studio

„Ich find mich

schön wie nie!“

1 Leserin – 5 neue Looks S. 10/11

Duftig &

leicht wie der

Frühling

+++ Diese Woche aktuell +++ Diese Woche aktuell +++ Diese Woche aktuell +++

Medizin: So bleibt

der Darm gesund

Ernährung, Bewegung, Vorsorge S. 68/69

Nr. 11/10.3.2010 Deutschl. 1€ | Österreich 1,15 € | Schweiz 2,00 sfr | Benelux 1,20 € | Frankr. 1,25 € | Italien/Spanien 1,35 € | Kanaren 1,45 € | Griechenl. 1,60 € | Slow. 1,40 € | Ungarn 470 Ft | Tschechien 46 Kc

Das junge Magazin – informativ und voller Ideen

Himmlische

Cupcakes S. 50–52

Erotik: Wovon

Männer träumen…

… und was sie verrückt macht S. 64/65

S. 32–35

Süße Deko

zum Kaufen &

Selbermachen

Zauberhafte

Osterzeit

S. 74–77

Die Trends & Tricks

der Starfriseure

Traum-Frisuren

mit Schwung

Freizeit: Jetzt geht

die Radsaison los!

Fahrräder im Test, News, Pflege S. 40/41

Auf das, was einem Familie, Freunde und Bekannte raten, wird großer

Wert gelegt. LISA-FREUNDESKREIS.de bietet Word-of-Mouth (WOM)-

Kampagnen an: 48.000 registrierte Teilnehmer können Produkte und

Dienstleistungen testen und davon berichten. WOM-Kampagnen gibt

es seit April 2010 auch bei FREIZEITFREUNDE.de, MEIN-SCHOENER-

GARTEN.de und DASKOCHREZEPT.de

ES GRÜNT SO GRÜN. Das Burda Living.net ist Marktführer

im Bereich „Living & Garden“, allen voran mit dem

Zugpferd MEIN SCHÖNER GARTEN, Europas größtem

Gartenmagazin, und dem hochwertigen Inspirationsmagazin

WOHNEN & GARTEN. Mit seinen fünf MA-gelisteten Titeln

erreicht das Burda Living.net über 4,5 Millionen Leser

(ma 2010/I). Das neue Magazin MEIN SCHÖNES LAND eroberte

im Segment der Landmagazine auf Anhieb den zweiten

Platz hinter dem Marktführer. Zahlreiche Sonderhefte,

die Online-Portale MEIN-SCHOENER-GARTEN.de, WOH-

NEN-UND-GARTEN.de und die Online-Shopping-Plattform

GARTEN-ARKADEN.de runden das Angebot ab.

Auf DASKOCHREZEPT.de fi nden User nicht nur eine sehr aktive

Community mit mehr als 53.000 angemeldeten Nutzern, sondern seit

der Zusammenlegung mit den Websites LUSTAUFGENUSS.de und

BONGUSTO.de auch Rezepte, Videos und Artikel der Magazine

MEINE FAMILIE & ICH, LUST AUF GENUSS, LISA KOCHEN & BACKEN

sowie des TV-Senders BONGUSTO. DASKOCHREZEPT.de hat eine

Reichweite von 1,32 Mio. Unique Usern (AGOF internet facts 2009-IV)

Markenwelten 67

MEIN-SCHOENER-GARTEN.de ist Marktführer unter den IVWgemeldeten

Online-Portalen im Segment „Living & Garden“ und hat

mittlerweile rund 117.600 Community-Mitglieder. Die Reichweite von

MEIN-SCHOENER-GARTEN.de liegt bei rund 230.000 Unique Visitors

(AGOF internet facts 2009-IV)

Qualität hat einen Namen:

die MEINE FAMILIE & ICH

Geling-Garantie. Seit Kurzem

gibt es dieses Gütesiegel

für alle Rezepte des Magazins

DAS SCHMECKT NACH MEHR. Das Burda Food.net

ist mit seinen Magazinen MEINE FAMILIE & ICH, LUST

AUF GENUSS, ARD BUFFET MAGAZIN, LISA KOCHEN

& BACKEN, dem Online-Portal DASKOCHREZEPT.de und

dem kulinarischen TV-Spartenkanal BONGUSTO Marktführer

im Bereich „Food“. Mit seinen vier Printmagazinen

erzielt das Burda Food.net eine durchschnittliche Reichweite

von über 3,7 Millionen Lesern pro Erscheinungsintervall

(AWA 2009). 2010 feiert Europas größtes Food- und Genussmagazin

MEINE FAMILIE & ICH 45. Geburtstag. Frisch aus

der Taufe gehoben wurde jüngst das LISA KOCHEN &

BACKEN COOKAZINE, ein zweimonatliches Kochmagazin

für junge Frauen mit knappem Zeitbudget.


68 Gäste & Themen

Gastgeber

aus Leidenschaft

Die Kultur eines Medienhauses macht es aus, spannende Menschen, Themen und

Kollegen zusammenzubringen. Hubert Burda Media und seine Medien schaffen mit

exklusiven Events für Geschäftspartner, hochkarätigen Gesprächsrunden und aktuellen

Vortragsreihen regelmäßig Kommunikationsbühnen: zum Informationsaustausch,

zum Vernetzen, zum Kreativsein. Zusätzlich zu einem spannenden Job fördern

die vielfältigen Work-Life-Balance-Initiativen des Unternehmens wie „Burda grillt“

das Gemeinschaftsgefühl unter den Mitarbeitern, bringen Spaß und Lebensfreude

und gleichen Stress aus.

Sportlicher Talk

Burda-Bar

Startschuss in der Münchner

Burda-Bar: Jochen Zeitz, Vor stands vorsitzender

der Puma AG, stellte Burda-

Managern und Redakteuren erstmalig

die Umweltinitiative „The long Run“

vor. Die Initiative ist ein praktischer

An satz für einen nachhaltigen Lebensstil,

unterstützt von Leicht athletik-

Superstar Usain Bolt und dem ehe -

ma ligen Weltmeister und BBC-Journalisten

Colin Jackson, die sich als

Botschafter und als Spe zia listen in

der Zeitz Stiftung engagieren.

Gemeinsam an den Start (v. l.):

DLD-Geschäftsführerin Stephanie Czerny,

Puma-Chef Jochen Zeitz,

BBC-Journalist Colin Jackson, Burda-Sports-

Group-Geschäftsführer Manfred Ruf,

Weltrekordsprinter Usain Bolt,

BCN-Geschäftsführer Andreas Schilling,

DLD-Geschäfts führer Dr. Marcel Reichart,

PLAYBOY-Textchef Christian Thiele

Fußball live

Hotspot Hubert Burda Lounge

Mitten im Geschehen: Die Hubert

Burda Lounge in der Münchner

Allianz-Arena mit direktem Blick aufs

Spielfeld ist ein Ort der Vernetzung.

Hoch rangige Geschäftspartner lernen

am Rande von Champions-

League- oder Bundesliga-Spielen

das Medienunternehmen, seine In-

novationen und journalistischen Konzepte

kennen. Auf Geschäftsebene

lässt sich dabei ungezwungen über

Trends im Marketing und gemeinsame

Projekte diskutieren. Und natürlich

lädt die lockere Stamm tisch-

Atmosphäre auch zum Fachsimpeln

ein. Mit der aktuellen Saison öffnete

Gut aufgelegt

Burda grillt

Kontakte knüpfen, Inspirationen

bekommen, Erfolgserlebnisse teilen:

Das ist das Rezept der hoch motivierten

Burda kocht!“-Community,

die von der Managerin über den Volontär

bis hin zum Marketingspezialisten

regelmäßig Burda-Mitarbeiter

um den Herd versammelt. Beim sommerlichen

Grill-Spezial eröffneten 20

Vorbereitung ist alles: MFI-Chefkoch Jörg Götte (M.) mit Juliane Schmidt (l.),

Burda GmbH, und Tina Stocker, Burda Community Network (BCN)

Fußball als Business-Plattform:

Kundengespräch beim

Champions-League-Halbfi nale

zwischen Bayern München und

Olympique Lyon in der Hubert

Burda Lounge der Allianz-Arena

Hubert Burda Media die Lounge aber

nicht nur für Kunden-Events einzelner

Profi t-Center, sondern auch für

die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

des Hauses. Zudem bekommen soziale

Einrichtungen, die das Unternehmen

unterstützt, die Möglichkeit,

hier Fußball live zu erleben.

kochbegeisterte Kollegen unter der

Leitung von MEINE FAMILIE & ICH-

Chefkoch Jörg Götte die Grillsaison

2009 auf der Terrasse des Münchner

Mediencasinos. Dabei lernten sie nicht

nur neue Grillideen kennen, son dern

kamen auch schnell ins Gespräch –

und machten den Geschmackstest

anschließend gleich selbst.


70 Gäste & Themen

Provokantes Fernsehspiel:

Schauspielerin Anja Kling stellt den

Polit-Thriller „Die Grenze“ vor

Stars im

Medien Park

Offenburg live

Showbühne, Gesprächsrunde

und Forum für neue Projekte: Bei

BURDA LIVE und STARVISIT, zwei

aufmerksamkeitsstarken und kreativen

Veranstaltungsformaten der Burda

Medien Park Verlage, zieht es regelmäßig

nationale und internationale

Stars nach Offenburg. Hier haben

bedeutende Persönlichkeiten Gelegenheit,

das Verlagshaus kennenzulernen,

sich mit Redakteuren und der

Geschäftsführung auszutauschen

und zu erzählen, was sie bewegt und

was sie bewegen. Alle prominenten

Gäste kommen ohne Gage und erhalten

durch die Kombination von

Print-Magazinen, TV-Sendern und

Online-Medien große Aufmerksamkeit.

Der chinesische Klaviervirtuose

und Weltstar Lang Lang gratulierte

bei BURDA LIVE dem Kinderhilfswerk

der Vereinten Nationen zum 60. Jubiläum.

Das persönliche Geschenk des

Unicef-Botschafters: seine Interpretation

von Franz Liszts „Liebestraum“

mit einem Privatkonzert vor 200 begeisterten

Mitarbeitern und Pressekollegen.

Schauspielerin Anja Kling

stellte bei STARVISIT den TV-Zweiteiler

„Die Grenze“ vor – ein provokantes

Zukunftsszenario als Mischung aus

Thriller, Lovestory und Drama. BAMBI-

Preisträgerin Iris Berben sprach bei

BURDA LIVE erstmals über ihren

neuen Kinofilm für Kinder, „Tiger

Team“. Medienandrang gehört dazu:

Bis zu 300 Millionen Kontakte erreicht

eine BURDA LIVE-Show in der redaktionellen

Berichterstattung.

Die Schauspielerinnen Veronica Ferres und Sunnyi Melles (r.) engagieren

sich gemeinsam für die SOS-Kinderdörfer

Star-Pianist Lang Lang verzaubert die Offenburger Burda-Mitarbeiter bei einem Privatkonzert

in den Burda Medien Park Verlagen

Europa-Premiere in Baden: Weltstar Shakira präsentiert

ihr neues Album

Gäste & Themen 71

Reinhold G. Hubert, Geschäftsführer und Herausgeber Burda Medien Park Verlage,

mit Schauspielerin Iris Berben und Moderator Alexander Mazza (l.)


72 Gäste & Themen

Publishers’ Night 2009

AUSGEZEICHNET

„Neue Zeiten, neue Wege“ – unter diesem Motto eröffneten die Zeitschriftentage 2009

des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). 850 Teilnehmer hatten sich zum

Branchentreff in Berlin angemeldet. Ausklang des ersten Abends bildete traditionell die

„Publishers’ Night“ mit der Verleihung der „Goldenen Victoria“ an Ehrenpreisträger Michail

Gorbatschow, der für seine Verdienste um die Deutsche Einheit ausgezeichnet wurde.

Ehrung: VDZ-Präsident

Dr. Hubert Burda,

Goldene-Victoria-Preisträger

Michail Gorbatschow und

Hans-Dietrich Genscher

bei der „Publishers’ Night“

in Berlin


74 Druck, International, Direct

Drucken

in Neu-Delhi

Der neue Weltmarkt Indien

HT Burda Media, das Joint Venture von Burda Druck und dem indischen Tageszeitungsverlag

Hindustan Times am Standort Neu-Delhi, betreibt künftig die landesweit

erste Illustrationstiefdruckerei für Medienprodukte in Indien. Das gemeinsame

Unternehmen kann damit qualitativ hochwertige Magazine, Kataloge und Broschüren

vor Ort produzieren.

Egon Weimer,

Geschäftsführer Burda Druck

D afür

wurden zwei 2,45 Meter

breite Tiefdruckrotationen aus

Offenburg in ihre Einzelteile

zerlegt, nach Indien verschifft und dort

Stück für Stück wieder aufgebaut. Im

Frühjahr 2009 begann man im Badischen

mit der Demontage der Druckanlagen

– parallel wurden die in Neu-

Delhi angekommenen Teile zusammengesetzt.

Im März 2010 lief dann die

erste Maschine im neuen Gebäude an.

„Der Standort ist hoch spannend. Und

wir sind, im Gegensatz zu Europa, in

einem Wachstumsmarkt mit sehr interessanten

Chancen“, erklärt Burda-

Druck-Geschäftsführer Egon Weimer.

Für die indische Tochter erhielt Burda

Druck bereits den ersten Großauftrag:

Der französische Versandhändler T&S

unterzeichnete einen Vertrag über die

Produktion von 80 bis 100 Millionen

Katalogen pro Jahr, der allein in Indien

eine Druckkapazität von über 20 Prozent

auslasten wird.

Weitere Aufträge reichen von Zeitungsbeilagen

für den Partner Hindustan

Times über den Ikea-Katalog für asiatische

Länder bis hin zum Druck indischer

Schulbücher. „Die Druckerei

wird eine Kapazität von rund 52.000

Jahrestonnen haben. Im ersten Produktionsjahr

2010 sollten wir auf eine Leistung

von 20.000 bis 25.000 Tonnen

kommen“, sagt Weimer.

Insgesamt 200 Mitarbeiter sollen im

„eingeschwungenen Zustand“, wie die

Drucker es nennen, in Indien beschäftigt

werden.

Das Gebäude der Druckerei am

Standort Neu-Delhi – die Reste

des Baugerüsts an den Fassaden

zeigen, wie neu alles noch ist

Druck, International, Direct 75

Know-how für Neu-Delhi:

In Offenburg lernten die

indischen Mitarbeiter, wie

Tiefdruck funktioniert


78 Druck, International, Direct

Investiert

in Osteuropa

Burda Eastern Europe ist die am breitesten

aufgestellte Verlagsgruppe in

Osteuropa. Über Tochtergesellschaften

und Lizenzen baut sie ihr umfangreiches

Portfolio kontinuierlich aus.

Burda Eastern Europe führt in Russland,

der Ukraine, Kasachstan, Polen,

Tschechien und Rumänien jeweils eigenständige

Verlagsgesellschaften. Insgesamt

beschäftigt die Verlagsgruppe

2009 in diesen sechs Ländern über

1.300 Mitarbeiter und gibt 143 periodische

Zeitschriften in den Marktsegmenten

Women, Lifestyle, Fashion,

People, Parents, Living & Decoration,

Food, Garden, Men’s Lifestyle, Cars

und Computer heraus. Ein Großteil

des Titelportfolios hat im jeweiligen

Segment bereits die Marktführerschaft

erreicht. Darüber hinaus werden Lizenzen

nach Slowenien, Kroatien und

Serbien vergeben.

Breites Spektrum:

Der Grundstein für den

internationalen Erfolg von

Burda Eastern Europe wurde

1987 in Russland mit dem

Klassiker BURDA MODEN

gelegt. Heute sind zahlreiche

Zeitschriften aus dem Burda-

Eastern-Europe-Portfolio

vielfach Marktführer in den

jeweiligen Segmenten

Winfried Blach,

Geschäftsführer der

Burda Eastern Europe

28

Tschechien*

NR. 5 / MAI 2010 / 9,99 Lei

PRIMA REVISTĂ DE AMENAJĂRI DIN ROMÂNIA

Director fondator:

Mariana Brăescu

FOCUS PE

MATERIALE

JOACĂ-TE CU TEXTILE

FII ÎNDRĂZNEȚ CU STICLĂ ȘI METAL

RELAXEAZĂ-TE CU LEMN

EXPERIMENTEAZĂ CU PLASTIC

O casă ca din povești

Amenajează în stil franțuzesc!

15

Polen*

16

Rumänien*

ACTUAL

Cum îngrijești

grădina în mai

EXTRA

Idei care-ți

scot baia din

anonimat!


GWEN!




32

Ukraine*



ZAOSTŘENO NA









a










6

Kasachstan*

46

Russland*

*ANZAHL DER TITEL NACH LAND

Mehr als 140 Zeitschriften in Russland, der Ukraine,

Tschechien, Rumänien, Polen und Kasachstan bilden

das Portfolio von Burda Eastern Europe.


80 Druck, International, Direct

CRM-Dienstleister für M edien und E-Commerce:

Burda Direct Group

Jürgen Siegloch,

Geschäftsführer Burda Direct

Group: „Online-Aktivitäten in

allen Facetten gewinnen für

den Consumer- als auch für den

Business-Markt enorm an

Bedeutung. Wir werden deshalb

noch mehr als bisher unsere

Stärke in den klassischen Medien

mit der Online-Welt verknüpfen.

Das Internet ist für Dialog Marketing

eine ideale Plattform.

Kein anderes Medium bietet so

gute Voraussetzungen für Datenmanagement

und -analyse und

damit für kontinuierliche Optimierung

der Kundenansprache“

Als führendes Dienstleistungsunternehmen für

crossmediales Dialog Marketing und CRM stellt

sich Burda Direct mit seinen Kernkompetenzen

Direct Marketing, Customer Service, Database

und E-Business ganz in den Dienst seiner Partner.

Die Verknüpfung von Daten aus Online-Aktionen

und Informationen aus Offl ine-Aktivitäten in

CRM-Systemen schafft eine konzentrierte Wissensbasis

für die erfolgreiche Ansprache von aktiven

und potenziellen Käufern.

D urch

die gewachsene Kompetenz

in der crossmedialen

Nutzung sämtlicher Kommunikationskanäle

erweitert sich ein

wichtiger strategischer Ansatz: Die

Unternehmen innerhalb der Gruppe

werden operativ noch enger miteinander

verzahnt, und weitere Internet-

Companys, die zum vorhandenen

Portfolio passen, werden in dieses

Netzwerk eingeflochten. Mit dieser

Strategie sichert sich Burda Direct

neue Wachstumsmärkte, aber auch

innovative Marketing-Optionen in traditionellen

Geschäftsfeldern.

crossmediales

Dialog Marketing

Product Marketing

Affi liate Marketing

Testsieger bei „Öko-Test“: INO24.de – eine Beteiligung von Hubert Burda Media,

die seit 2009 erfolgreich von Burda Direct betreut wird – konnte sich unter

15 großen Kfz-Versicherungsportalen den ersten Platz sichern

Database Management

Customer Service

E-Mail-Marketing

SEM/SEO

Druck, International, Direct 81

Das Ganze ist mehr als die

Summe seiner Teile:

Enge Vernetzung schafft für

Burda Direct und seine Beteiligungen

sowie die betreuten

Unternehmen Vorteile durch

Synergien und Wissenstransfer


Die neuen Seiten von FOCUS kommen beim Leser gut an:

Das Nachrichtenmagazin steigerte im ersten Quartal 2010

seinen Einzelverkauf um 11,2 Prozent (IVW 2010/I) und erreicht

insgesamt 5,24 Millionen Deutsche pro Woche (ma 2010/I)







AD HS

Was wirklich hinter der Störung steckt

So funktioniert

ONLINE-

NACHHILFE







Neue Seiten

Der FOCUS Magazin Verlag steht für journalistisch

hochwertige Marken, die ihre Leser durch zukunftsweisende

Konzepte überzeugen. Kern sind das Nachrichtenmagazin

FOCUS, das Wirtschaftsmagazin FOCUS-

MONEY und das Bildungsmagazin FOCUS-SCHULE.

FOCUS startete inhaltlich und optisch

weiterentwickelt ins Jahr 2010. Initiiert

von den Chefredakteuren Helmut Markwort

und Uli Baur erarbeiten interne

Arbeitsgruppen ressortübergreifend

Ideen für das Heft. FOCUS bietet Fakten-

und Qualitätsjournalismus mit klarer

Haltung und neuen Perspektiven.

Die Stärken von Print demonstrieren

Hintergrundberichterstattung und tiefgehende

Analysen sowie ein deutlicher

Schwerpunkt auf Politik und Wirtschaft.

Als Navigator durch die Informationsfl

ut ordnet das Magazin Fakten ein und

bewertet sie. Kernkompetenzen wurden

ausgebaut: Das Thema „Medizin“ hat

jede Woche eigene Seiten. Optisch zeigt

sich das Heft frischer und großzügiger

mit einer emotionaleren Bildsprache

und hochwertigen Infografi ken.

FOCUS-MONEY beging im April 2010

seinen zehnten Geburtstag und hat sich

seit Jahren als profi tabler Titel auf dem

Markt etabliert. Das Magazin publiziert

seit 2009 das „Wertpapier“ und ist unter

anderem mit E-Papers sowie dem

vierteljährlich erscheinenden ETF-Magazin

erfolgreich. Der Zweimonatstitel

FOCUS-SCHULE ist seit fünf Jahren

erhältlich und auf die besonderen Bedürfnisse

und Interessen engagierter Eltern

mit Schulkindern zugeschnitten.

Das Magazin hat nicht nur das Segment

der Bildungszeitschrift eröffnet und gut

besetzt, sondern auch eine eigene Markenwelt

mit Büchern, Online-Plattformen

und Aktionen entwickelt. Aus

der Marke FOCUS heraus entstanden

auch FOCUS Online, FOCUS TV sowie

FOCUS GESUNDHEIT.

FOCUS, Broadcast, Lifestyle Community 83

Nah an seinen 122.000 Lesern und ihren Kindern: Bei der Aktion „Stars für die Schule“ kommen bekannte

Persönlichkeiten als Lehrer für einen Tag an deutsche Schulen, um die gesellschaftliche Anerkennung guter Schulen

zu erhöhen. Im Bild: Olympiasieger Matthias Steiner (M.) beim Sportunterricht mit Grundschülern in Göttingen

Helmut Markwort, Vorstand

FOCUS Magazin Verlag, Broadcast,

Verlagsgruppe MILCH-

STRASSE, PLAYBOY Deutschland,

Erster Journalist

Mit 142.035 Heften konstant

erfolgreich auf dem Wirtschaftsmarkt

(IVW 2010/I)


Der Sender Antenne Bayern

konnte sich über Spitzenwerte

freuen und ist damit Deutscher

Meister im Rundfunk. Im Bild:

Moderator Stefan Meixner

Auf

Sendung

Radio und TV

Beteiligungen von Burda Broadcast

Beteiligungen von Studio Gong (41,7 %)

Burda Broadcast – erfolgreich in Radio und TV

mit zahlreichen Beteiligungen an landesweiten,

regionalen und lokalen Radio-Unternehmen

sowie an lokalen TV-Sendern

Studio Gong 41,7 ▼

Radio Teddy 17,5

Antenne Bayern 16,0

München TV 16,0

Radio Arabella 15,0

Die neue Welle, Karlsruhe 13,9

Radio Galaxy 10,5

Ostseewelle 46,3

Donau 3 FM 50,0

BB Radio 50,0

Antenne Niedersachsen 19,0

Radio Teddy 17,5

München TV 16,0

Radio Galaxy 15,8

Funkhaus Nürnberg 14,7

TV Augsburg 12,6

Top FM (Radio FFB) 10,9

Die neue Welle, Karlsruhe 8,6

Big FM,B-W 10,1

Antenne Bayern 7,0

Hit Radio FFH 4,2

Radio Zwickau 22,5

Funkhaus Würzburg 50,0

Radio Fantasy 50,0

FunkhausAschaffenburg 35,0

egoFM 41,9

Ostseewelle 29,5

Radio Gong 96,3 29,0

Radio 107,7 26,6

Funkhaus Regensburg 25,0

Hitwelle Erding 6,6

Franken TV 23,1

HitRadio RTL Sachsen 22,5

Hit Radio FFH 2,4

Unter dem Dach von Burda Broadcast bündelt

Hubert Burda Media sein breites Radio- und TV-Portfolio mit fast

40 direkten und indirekten Rundfunk-Beteiligungen, der Produktionsgesellschaft

FOCUS TV sowie dem Pay-TV-Sender FOCUS GESUNDHEIT.

RTL II 1,1

Radio Leipzig 22,5

Donau 3 FM 50,0

Radio Chemnitz 22,5

RPR 1 1,0

BB Radio 50,0

Radio Görlitz 22,5

Radio Dresden 22,5

NDR-Moderatorin Annika de Buhr

präsentiert das erfolgreiche Format „in vivo –

Das Magazin der Deutschen Krebshilfe“

auf dem Spartensender FOCUS GESUNDHEIT

FOCUS TV produziert mittlerweile seit fast drei Jahren

wöchentlich das Motormagazin „Grip“ für RTL II.

Aufgrund des großen Erfolgs – 2009 sahen bis zu 10,1

Prozent der 14- bis 49-Jährigen zu – gibt es das Format

2010 zusätzlich mit mehreren Specials als „Grip extrem“

MÜNCHEN TV-Chefredakteur

Jörg van Hooven mit Talkgast

Wolfgang Fierek im Englischen

Garten in München

D

ie Radiobeteiligungen des Hauses

verzeichnen Spitzenwerte in

der Hörerreichweite. Antenne

Bayern ist mit 1,2 Millionen Hörern

(ma 2010/I) meistgenutzter Einzelsender

in Bayern und sogar deutschlandweit

führend. Bei den lokalen Rundfunkbeteiligungen

ist Radio Gong der

Spitzenreiter. Auch die Beteiligungen im

Osten sind kräftig gewachsen, darunter

BB Radio (193.000 Hörer) und die Ostseewelle

(plus 22,7 Prozent). Mit der Beteiligung

an MÜNCHEN.TV ist Burda

Broadcast zudem auch im lokalen TV-

Geschäft erfolgreich.

Die FOCUS TV Produktions GmbH steht

für Qualitätsfernsehen und liefert Formate

und Produktionen für zahlreiche

private und öffentlich-rechtliche Sender.

2009 wurden regelmäßige Formate wie

„Faszination Leben“ (RTL) und „STARS

& stories“ (SAT.1) gestartet sowie die Dokumentation

„Wie geht’s, Deutschland?“

(ZDF) produziert. FOCUS TV investiert

zudem weiter in das Internet-Geschäft,

unter anderem in Hybrid-TV-Projekte.

FOCUS, Broadcast, Lifestyle Community 85

Der Pay-TV-Sender FOCUS GESUND-

HEIT ist aus der exklusiven Verbreitung

auf Sky (ehemals Premiere) ausgestiegen

und wird derzeit bei

KabelKiosk, Unitymedia, Wilhelm.tel

und Willy.tel verbreitet. 2009 wurde

die Redaktion des Senders mit dem

„Novo Nordisk Media Prize“ ausgezeichnet.

Das Internet-Portal www.

focusgesundheit.de bietet hochwertige

Text- und Videoinformationen

zu allen relevanten Gesundheits- und

Wellnessthemen.


86 FOCUS, Broadcast, Lifestyle Community

Starke

Lifestyle-Marken

Für TV-Konsumenten:

Mit einem Gesamtverkauf von

1,76 Millionen (IVW 2010/I) gehört

TV SPIELFILM plus zu den

absoluten Top-Sellern auf dem

deutschen Zeitschriftenmarkt

Für Mobile-Fans: Mit bislang

über 800.000 Downloads

und mehr als fünf Millionen

Visits (April 2010) von

Anfang an auf Erfolgskurs –

die TV SPIELFILM-App

Das Neueste aus TV, Kino, Fitness und alles, was Männern Spaß macht: Dieses Portfolio

bietet die Burda Lifestyle Community in Print, Online und Mobile. Die Leser

sind mehrheitlich Männer, jung, einkommensstark und neugierig auf Innovationen,

dabei auf der Suche nach individuellen Trends, die zu ihrem Stiltyp passen. Dafür suchen

sie starke Medien-Marken, in denen sie ihre Ansprüche und Ideen wiederfi nden.

I

Jürgen Feldmann,

Geschäftsführer

der Burda Lifestyle

Community

Andreas Mayer,

Geschäftsführer

Verlagsgruppe

MILCHSTRASSE

n Deutschland informieren sich

11,31 Millionen Leser mit den

Marken der Burda Lifestyle Community.

Das entspricht einem Marktanteil

von rund 21 Prozent der Bevölkerung

im Alter von 14 bis 69 (CN

13.0). TV SPIELFILM plus ist mit seinen

vier Titeln auf die anspruchsvolle

TV-Generation zugeschnitten und erreicht

monatlich 7,94 Millionen Leser

(ma 2010/I). Die erfolgreichen iPhone-

Apps von TV SPIELFILM, TV TODAY

und CINEMA bieten eine attraktive Innovation

für jeden Fernsehkonsumenten

und Filminteressierten. Den hohen

Anspruch beweisen auch TVSPIEL-

FILM.de und TVTODAY.de mit 1,54

Millionen Unique Usern (AGOF internet

facts 2009-IV).

Das First-Class-Magazin PLAYBOY erreicht

rund zwei Millionen Print- und

Online-Nutzer monatlich und ist damit

unumstrittener Marktführer im

Segment der Männer-Lifestyle-Titel.

Mit den neuen Online-Angeboten wie

Playboy Poker (www.playboy.de/poker),

dem Berater (www.derberater.de) und

der Kooperation mit dem Erlebnisanbieter

Jochen Schweizer (www.jochenschweizer.de/playboy)

wächst die Playboy-Welt

in diesem Jahr um Angebote,

die nicht nur Männern Spaß machen

dürften.

Für Bewegung, Ernährung und Entspannung:

FIT FOR FUN ist mit 1,39 Millionen Lesern

(ma 2010/I) Deutschlands reichweitenstärkstes

Lifestyle-Magazin. Die Marke hat sich im Lizenzgeschäft

mit mehr als 70 Produkten etabliert,

darunter Fitness- und Küchengeräte, DVDs und

Bücher. Aktuell erfolgreich: ein virtueller Personal-

und Ernährungs-Coach für Wii und Nintendo DS

Für Männer, die mehr wissen

möchten: Der PLAYBOY-Berater

bietet Hilfe in allen Lebenslagen –

von Lust und Liebe über Technik

bis hin zu Knigge und Fashion

FOCUS, Broadcast, Lifestyle Community 87

Über den Publikumsfi lmpreis

JUPITER der Zeitschrift CINEMA

freuten sich 2010 unter anderen

Jungstar David Kross und Kollege

Matthias Schweighöfer

Das Lifestyle-Magazin wird von insgesamt

1,67 Millionen Menschen gelesen, 1,43 Millionen

davon sind Männer (AWA 2009)


88 Würdigung

In Offenburg und München

Fest der Freunde

feierten Mitarbeiter und Freunde den

70 Jahre Hubert Burda

70. Geburtstag von Dr. Hubert Burda

Auftakt zu einem glanzvollen Abend:

Dr. Maria Furtwängler begrüßte 370 Gäste

im Kaisersaal der Münchner Residenz zum

festlichen Geburtstags dinner


90 Würdigung

München leuchtete: Mit Liebe zum Detail, bunten Blumenbouquets und italienischen Tischdecken

wurde der Kaisersaal im ehemaligen Stadtschloss der Wittelsbacher aufwendig dekoriert

Links: Philosoph Prof. Peter Sloterdijk beschrieb den Verleger als „oberrheinisch-badischen Surrealisten“.

Rechts: Hanser-Verleger und Schriftsteller Michael Krüger stellte die Jubiläumsfestschrift vor

Würdigung 91

Festrednerin Dr. Angela Merkel

ehrte Dr. Hubert Burda als

„Mann, der seine badischen

Wurzeln nie verloren hat“,

und als „mutigen Macher mit

Gespür für revolutionäre

Veränderungen“

FESTINA LENTE

Festschrift für Hubert Burda

zum 70. Geburtstag

Petrarca Verlag

Unter dem Titel „Festina Lente“

bilden die 62 Beiträge der Festschrift

einen Querschnitt aus

Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft,

Politik und Sport


92 Würdigung

Die Offenburger Geburtstags-Location am Firmensitz von Hubert Burda Media:

Quer über den Kestendamm wurde für die Feier ein großes Zelt aufgebaut

Gekonnte Einlage im Münchner Burda-Fotostudio: Der Vorstand

gratulierte mit einer eigenen Version des Bolle-Lieds.

Von links: Holger Eckstein, Philipp Welte, Dr. Paul-Bernhard Kallen,

Helmut Markwort und Prof. Dr. Robert Schweizer mit Zylinder

und weißem Schal

Mit den Münchner Chefredakteurinnen Dagmar Bily, Annette Weber,

Ulrike Zeitlinger, Sabine Nedelchev, Patricia Riekel,

Birgitt Micha und Gaby Miketta in Missoni sowie mit Tochter

Elisabeth und Dr. Maria Furtwängler

Empfang im Schloss Bellevue (v. l.): Prof. Bazon Brock, Prof. Friedrich Kittler, Prof. Peter Sloterdijk, Prof. Peter Weibel,

Prof. Wolfgang Ullrich, Dr. Christa Maar, Stephan Sattler, Stephanie Czerny, Prof. Peter Gruss, Eva Luise Köhler,

Helmut Markwort, Dr. Hubert Burda, Dr. Maria Furtwängler, Dr. Wolfram Weimer, Bundespräsident Dr. Horst Köhler,

Dr. Arend Oetker, Dr. Rachel Salamander, Prof. Horst Bredekamp

Würdigung 93

Es war ein Geschenk zu Hubert Burdas

70. Geburtstag: ein exklusives Mittagessen

bei Bundespräsident Horst Köhler im

Berliner Schloss Bellevue. Leidenschaftlich

diskutierten die geladenen Gäste über

die fundamentalen Veränderungen der

Gesellschaft und der Medien durch die neuen,

digitalen Technologien.


Dr. Christa Maar, Vorstand

der Felix Burda Stiftung,

stellt die Kampagne des

Darmkrebsmonats März vor

ENGAGEMENT

GEGEN DARMKREBS

Crossmedial ausgezeichnet – die Felix Burda Stiftung

kommuniziert für ein Deutschland ohne Darmkrebs.

Besonders im jährlich initiierten Darmkrebsmonat März

klärt die Felix Burda Stiftung über die Chancen der

Darmkrebsvorsorge auf. Mit prominenter Unterstützung

von Comedians hieß es in diesem Jahr: „Wenn es um

Darmkrebs geht, hört bei mir der Spaß auf.“ Ingolf Lück,

Atze Schröder, Markus Maria Profitlich und Hans Werner

Olm machten sich in der humorvollen Kampagne für

Prävention stark. Der Höhepunkt des Aktionsmonats –

der „Felix Burda Award“ – ehrte zum achten Mal Menschen

und Unternehmen für ihr herausragendes Engagement

im Bereich der Darmkrebsvorsorge. Die viel-

fältigen Initiativen der Stiftung – die von der Mitarbeit im

Oben: die Gewinner des „Felix Burda Awards 2010“.

Unten: Moderator und Comedian Thomas Hermanns

führte durch die festliche Preisverleihung in Berlin

Engagement 95

Nationalen Krebsplan des Bundesgesundheitsministeriums

bis zur Integration des Themas in das betriebliche

Gesundheitsmanagement von Unternehmen reicht –

wurden auch in diesem Jahr mehrfach gewürdigt:

Vorstand Dr. Christa Maar erhielt die Bayerische Staatsmedaille

für Verdienste um die Gesundheit, das Modell

„Faszination Darm“ gewann Silber beim „EVA-Award“,

und die Stiftung wurde mit dem Sonderpreis des Deutschen

Preises für Wirtschaftskommunikation (DPWK)

geehrt. Dr. Christa Maar zieht daher eine positive

Erfolgsbilanz: „Unsere Arbeit hat sicher einen großen

Anteil daran, dass bislang vier Millionen Versicherte

die Vorsorge-Darmspiegelung in Anspruch genommen

haben.“


96 Engagement

BILDUNG

FÜR AFRIKA

Die Christian-Liebig-Sekundarschule wurde vergangenen

Oktober zum zweiten Mal formell in die Obhut der

malawischen Regierung übergeben. Die Christian-Liebig-

Stiftung (CLS), benannt nach dem im Irak-Krieg tragisch

umgekommenen FOCUS-Redakteur, hat aufwendige Renovierungsarbeiten

nach einem verheerenden Sturm beendet

und den Strom- und Wasseranschluss fertig gestellt. Zudem

profi tieren die Schüler nun von einer Bibliothek und

einem Labor. Ein Agrar-Club vermittelt Kenntnisse in Landwirtschaft,

und in einer Nähklasse erlernen Schülerinnen

und Schüler dieses Handwerk. Für die Zukunft sind der Bau

Oben: Die Mpalapata-Grundschule

für derzeit rund 240

Kinder wurde mit Unterstützung

des „RTL-Spendenmarathons

2006“ gebaut. Rechts: RTL-Patin

Nazan Eckes eröffnete im Herbst

2009 feierlich die Schule

BURDA STYLE ist auch

in Malawi zu Hause: Schüler

der Christian-Liebig-Sekundarschule

arbeiten mit Schnitten

des Burda-Titels – und dies an

Tretnähmaschinen

eines Mädchenwohnheims sowie die Förderung von Schulabsolventen

bei der Berufsausbildung geplant.

Im Süden Malawis wurden zwei neue Grundschulen fertig

gestellt – beide sind nach deutschen Entwicklungshilfestandards

erbaut und bieten zusammen knapp 700 Kindern der

Region die Möglichkeit einer Grundschulbildung. Im Januar

2010 hat die CLS ihr Kuratorium um zwei neue Mitglieder

erweitert: Dirk Niebel (FDP), Bundesminister für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung, und Dr. Ludwig

Spaenle (CSU), Bayerischer Staatsminister für Unterricht

und Kultus, unterstützen künftig die Arbeit der Stiftung.

GLAMOUR UND

DER GUTE ZWECK

Rund 800 Gäste aus Unterhaltung, Wirtschaft, Politik und Medien folgten im

Oktober der Einladung zur Spendengala der 2001 gegründeten Initiative TRIBUTE TO

BAMBI nach Berlin. „Kinder, die heute als Außenseiter in unserer Gesellschaft aufwachsen,

sind die erfolg- und lieblosen Erwachsenen von morgen“, erläutert die Stiftungsvorsitzende

Patricia Riekel den Ansatz der TRIBUTE TO BAMBI-Stiftung, die

seit 2006 den organisatorischen Rahmen der TRIBUTE TO BAMBI-Initiative darstellt.

2009 wurden neben dem Kinderhospiz Sonnenhof auch der Verein KINDERHILFE –

Hilfe für leukämie- und tumorkranke Kinder e.V. Berlin-Brandenburg, DIE ARCHE e.V.

in Potsdam und die Münchner Initiative KITz-Kinder nach belastenden Ereignissen

unterstützt. Online präsentiert sich die Stiftung unter www.tributetobambi-stiftung.de

und die Initiative unter www.tributetobambi.de.

Sängerin Nisha Kataria und der

Kinderchor Canzonetta standen

bei dem Charity-Ereignis in

Berlin gemeinsam auf der Bühne.

Die Künstlerin stiftete für

den guten Zweck eine von

Michael Jackson handsignierte

Gitarre aus ihrem Privatbesitz

Engagement 97

Gemeinsam mit 14 Kindern

nehmen Schauspieler und

Sonnenhof-Pate Sven Martinek (r.)

und Sonnenhof-Gründer

Jürgen Schulz einen nagelneuen

Vito von Mercedes-Benz für

das Kinderhospiz an

TRIBUTE TO BAMBI 2009:

Stiftungsvorsitzende

Patricia Riekel mit Top-Model

Eva Padberg


98 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

Konzernabschluss

2009

FÜNFJAHRESVERGLEICH

2005 2006 2007 2008 2009 in

Umsatzerlöse (Betriebsleistung) 2.062 2.151 2.214 2.297 2.078 Mio. €

Umsatzerlöse konsolidiert

davon

1.525 1.603 1.687 1.750 1.587 Mio. €

Verlag Inland 716 708 711 687 607 Mio. €

Verlag Ausland 299 336 374 420 343 Mio. €

Digital 174 231 274 340 379 Mio. €

Direktmarketing 159 158 166 145 128 Mio. €

Druck 174 166 157 152 123 Mio. €

Sonstige 3 4 5 6 7 Mio. €

Bilanzsumme 894 958 1.026 1.024 1.084 Mio. €

Investitionen* 200 142 223 143 212 Mio. €

Anlageabschreibungen 39 46 49 46 46 Mio. €

Personalkosten 372 367 381 390 362 Mio. €

Mitarbeiterzahl am Jahresende** 7.644 7.817 7.941 7.592 7.118

* inklusive Investitionen in neue Projekte

** inklusive Aushilfen

Konzernabschluss 2009 99


100 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

Konzernlagebericht 2009

GESAMTBEURTEILUNG

2009 brachte die schwerste Krise

der Weltwirtschaft seit dem Zweiten

Weltkrieg. Die Finanz- und Wirtschaftskrise

erfasste auch die Medienbranche.

In Deutschland waren

die Folgen deutlich spürbar. Die Erlöse

der Medienanbieter gingen in

2009 dramatisch zurück; der Umsatz

der Zeitschriftenverlage sank

entsprechend.

2010 wird die Weltwirtschaft dank

der expansiven Geldpolitik der Notenbanken

und der Konjunkturprogramme

der Regierungen voraussichtlich

wieder wachsen, wenn

auch sehr verhalten. Insgesamt soll

die globale Produktion nach der

Prognose des Sachverständigenrats

der Bundesregierung um rund 3

Prozent zulegen. In Deutschland soll

der Zuwachs bei etwa 1,6 Prozent

liegen. Die Gesamtlage bleibt fragil

und das Erreichen des vor der Wirtschaftskrise

gegebenen Niveaus

wird noch Jahre benötigen.

UMSATZENTWICKLUNG,

VERMÖGENS-

UND FINANZLAGE

Hubert Burda Media hatte in fast allen

Geschäftsfeldern heftige Umsatzrückgänge

zu verzeichnen, zum

Teil wesentlich stärker, als im Frühjahr

2009 erwartet. Besonders

schwierig gestaltete sich der Markt

für Verlagsprodukte im Inland, aber

auch im Ausland, wo zur allgemeinen

Wirtschaftskrise noch länderspezifische

Währungskrisen hinzukamen.

Insbesondere der Werbemarkt

litt unter erheblichem Nach-

fragerückgang und Wettbewerbsdruck.

Lediglich der Bereich Digital

verzeichnete wie prognostiziert Umsatzzuwächse.

Der konsolidierte Außenumsatz ging

um 9,3 Prozent auf 1.587,1 Mio. €

(2008: 1.750,4 Mio. €) zurück. Die

Betriebsleistung sank um 9,5 Prozent

auf 2.078,2 Mio. € (2008:

2.297,4 Mio. €).

Die konsolidierten Umsatzerlöse der

Geschäftsfelder entwickelten sich

wie folgt:

2008 2009

Mio. € Prozent Mio. € Prozent

Verlag Inland 686,9 39,2 606,6 38,2

Verlag Ausland 419,9 24,0 343,2 21,6

Digital 340,5 19,5 379,5 23,9

Direktmarketing 144,7 8,3 127,8 8,1

Druck 152,3 8,7 123,0 7,8

Sonstige 6,1 0,3 7,0 0,4

Umsatzerlöse 1.750,4 100,0 1.587,1 100,0

Durch die frühzeitige und flächendeckende

Anpassung der Kostenstrukturen

an die gesamtwirtschaftliche

Entwicklung wurden in allen Geschäftsfeldern

positive Ergebnisse

erzielt. Wesentlich in diesem Zusammenhang

waren neben dem

CHANGE-Programm der inländischen

Verlage die Schließung der

Druckerei in Bratislava im 3. Quartal

2009 sowie die Restrukturierungen

in Osteuropa.

Der Konzern hat trotz der schwierigen

Rahmenbedingungen alle nötigen

und sinnvollen Investitionen getätigt.

Hervorzuheben ist die Ende

des Jahres eingegangene Beteiligung

an der XING AG. Hubert Burda

Media investierte 2009, bereinigt um

Sondereffekte und zusammen mit

den Investitionen in neue Projekte

(10,0 Mio. € nach 17,7 Mio. € in

2008), einen Betrag von insgesamt

211,8 Mio. € (2008: 142,9 Mio. €).

Die Zugänge ins Anlagevermögen

betrugen 212,7 Mio. €, darin enthalten

sind 10,9 Mio. € aus Sondervorgängen.

Die Vermögens- und Finanzlage ist

unverändert zufriedenstellend. Die

Konzernbilanzsumme erhöhte sich

um 59,8 Mio. € auf 1.083,9 Mio. €

(2008: 1.024,1 Mio. €).

Die Konzernverbindlichkeiten stiegen

um 61,9 Mio. € auf 457,5 Mio. €

(2008: 395,6 Mio. €). Dabei erhöhten

sich insbesondere die Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten um

47,5 Mio. €, was im Wesentlichen

auf die Finanzierung von Beteiligungserwerben

zurückzuführen ist.

Das mittel- und langfristige Kapital,

bestehend aus Eigenkapital, langfristigen

Rückstellungen und mittel-

und langfristigen Verbindlichkeiten,

nahm im Berichtsjahr um 93,4 Mio.

€ auf 634,8 Mio. € (2008: 541,4

Mio. €) zu. Das Eigenkapital erhöhte

sich um 3,6 Mio. € auf 262,4 Mio. €,

was zu einer Eigenkapitalquote von

24,2 Prozent führte.

Das Anlagevermögen des Burda-

Konzerns ist zu 95,4 Prozent (2008:

95,3 Prozent) durch mittel- und langfristiges

Kapital gedeckt.

Die Finanzanlagen stiegen von 121,3

Mio. € (2008) auf 153,5 Mio. €

(2009).

Sonstige Wertpapiere und liquide

Mittel minderten sich von 128,8 Mio.

€ (2008) auf 114,0 Mio. € (2009).

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände

und flüssige Mittel er-

reichten mit 344,0 Mio. € (2008:

384,1 Mio. €) einen Anteil von 31,7

Prozent (2008: 37,5 Prozent) an der

gestiegenen Bilanzsumme.

FÜNF-SÄULEN-STRATEGIE

Starke Geschäftsbereiche

Hubert Burda Media ist eines der

größten deutschen Medienhäuser und

auch international erfolgreich.

1986 übernahm Prof. Dr. Hubert Burda

nach dem Tod seines Vaters und

der Realteilung des Erbes ein Unternehmen

mit 10 Zeitschriften sowie

Druckereien und formte daraus einen

Milliardenkonzern.

Unter anderem lancierte er im traditionellen

Verlagsgeschäft mit SUPERillu

die größte Kaufzeitschrift Ostdeutschlands,

mit FOCUS das erste Nachrichtenmagazin

neben dem Spiegel, mit

FOCUS-ONLINE eines der erfolgreichsten

digitalen Nachrichtenportale, mit

Lisa eine innovative, heute international

etablierte Markenfamilie und mit

InStyle die erfolgreiche deutsche Ausgabe

des internationalen Fashion-Magazins.

Heute basiert die Strategie von Hubert

Burda Media auf fünf erfolgreichen

Standbeinen: Verlage Inland,

Verlage Ausland, Digital, Direktmarketing

und Druck. Die starken Zeitschriften

besetzen führende Positionen

im Heimatmarkt: 80,1 Prozent

der Deutschen lesen Magazine von

Hubert Burda Media; damit ist das

Unter nehmen die klare Nummer eins

im Lesermarkt. Rund 389 Mio. Exemplare

verkaufte das Unternehmen im

abgelaufenen Jahr in Deutschland.

Der bestehende Abonnentenstamm

wird im Direktmarketing für eine

Konzernabschluss 2009 101

weitere Aboakquise sowie für den

Verkauf zusätzlicher Produkte und

Dienstleistungen genutzt. Außerdem

entwickeln die Direktmarketingexperten

von Hubert Burda Media als

Dienstleister auch Konzepte und Angebote

für externe Kunden.

Zunehmende Bedeutung gewinnt

der Bereich Digital, in dem die Online-

sowie die Rundfunkaktivitäten

gebündelt sind. Werbetreibenden

Kunden bietet die interne Vernetzung

der Geschäftsbereiche die Möglichkeit,

Kampagnen aus einer Hand gezielt

über verschiedene Titel und Medien

planen zu können.

Wertvolle Marken

Hubert Burda Media bildet die Dachmarke

über allen Tochtergesellschaften

und Beteiligungen mit ihren vielfältigen

Tätigkeiten. Im Verlauf von

über hundert Jahren wuchs eine

Reihe starker nationaler und internationaler

Print- und Onlineangebote,

die durch professionelle Markenführung

hohe und beständige Werte

darstellen.

Hubert Burda Media nutzt eigene

große Eventmarken zur geschäftlichen

Vernetzung mit Kunden sowie

als Kommunikationsplattform für ihre

Marken, ihre Werbekunden aber auch

für ihr soziales Engagement.

Am Ende des ersten Jahrzehnts des

neuen Jahrtausends und eines von

Krisen geschüttelten Jahres lässt sich

für Hubert Burda Media konstatieren,

dass die angestammten Geschäftsbereiche

nach wie vor profitabel

sind und in der digitalen Welt

signifikante neue Geschäftsfelder

aufgebaut wurden. Der Generationswechsel

im Vorstand ist vollzogen:

Ab 2010 liegt die operative Führung


102 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

des Unternehmens erstmals nicht in

der Verantwortung eines Familienmitglieds.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010

wurde die Firma der Muttergesellschaft

von bislang Hubert Burda

Media Holding GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

in Hubert Burda

Media Holding Kommanditgesellschaft

geändert.

BEREICH VERLAG INLAND

Die Branche

Im Vergleich zum Vorjahr fiel das

Anzeigenvolumen der Publikumsmagazine

in 2009 nach Zahlen des

Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger

(VDZ) um rund 16 Prozent.

Auch die Vertriebsauflage der Publikumszeitschriften

war laut IVW (Informationsgemeinschaft

zur Feststellung

der Verbreitung von Werbeträgern

e.V.) rückläufig.

Die Geschäftstätigkeit

Rund 389 Mio. Zeitschriften verkaufte

Hubert Burda Media 2009 im

Inland – 80,1 Prozent der Deutschen

lesen einen der 77 (2008: 75) Titel.

Die Vernetzung der medialen Angebote

des Hauses schafft journalistischen,

technologischen und vertrieblichen

Mehrwert. Obwohl sich

die rückläufige Entwicklung des Vertriebsmarkts

fortsetzte, steigerte

Hubert Burda Media mit seinen starken

Printmarken den Grossoumsatz

und hielt den Erlös über alle Sparten

fast stabil.

Im relevanten Wettbewerbsumfeld

der deutschen Topverlage konnte

die zentrale Anzeigenvermarktungsorganisation

Burda Community Net-

work GmbH ihre Spitzenposition

behaupten und ihren Marktanteil mit

22,9 Prozent gegenüber 23,8 Prozent

(2008) nahezu konstant halten.

Der Außenumsatz der inländischen

Verlage ging gleichwohl um 11,7

Prozent auf 606,6 Mio. € (2008: von

686,9 Mio. €) zurück.

Die Bereichsdetails

Um den Bereich auf eine konvergente

Zukunft auszurichten, wurde das

Ende 2008 begonnene CHANGE-

Programm für Verlage, Vermarktung

und Vertrieb mit den strategischen

Dimensionen Concentrate, Integrate,

Innovate auch 2009 fortgesetzt.

Im Verlagsbereich Inland ergänzt

seit 2009 die neue Unit Burda Style

Group, München, die bereits bestehenden

Einheiten Burda Lifestyle

Group, München/Hamburg, Verlagsgruppe

Berlin, Berlin, und Medienparkverlage,

Offenburg. In der Burda

Style Group wurden die Marken

und Zeitschriften BUNTE, InStyle,

ELLE, freundin und burda style gebündelt,

wodurch eines der größten

deutschen virtuellen Medienunternehmen

mit journalistischen Angeboten

für Frauen entstand. Die Medienparkverlage

in Offenburg erhielten

eine Vertikalstruktur mit den Bereichen

Burda Food.net, Burda Living.

net sowie Women & Entertainment.

Bereits seit einigen Jahren sind die

Marken cinema, TV SPIELFILM, TV

TODAY, TV SCHLAU, Fit For Fun,

max creative sowie PLAYBOY in der

Burda Lifestyle Community zusammengefasst.

Im Focus Magazin Verlag

ist die FOCUS-Markenfamilie

angesiedelt: das erfolgreiche Nachrichtenmagazin

FOCUS, das seit

zehn Jahren bestehende moderne

Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY

und das seit fünf Jahren erscheinen de

Bildungsmagazin FOCUS-SCHULE

für engagierte Eltern. Die Verlagsgruppe

Berlin verfügt mit SUPERillu,

Guter Rat und Das Haus über drei

starke Marken.

2009 wurde die Media Innovation

Lab GmbH neu gegründet und als

zentrale Einheit im Vorstandsbereich

Verlage angesiedelt. Sie optimiert

als übergreifendes Kompetenzzentrum

internetbasierte Medienangebote

der Burda-Verlage und entwickelt

neue digitale Geschäftsmodelle.

Digitale Werbeformen und intermediärer

Wettbewerb erforderten Anpassungen

in der Anzeigenvermarktung.

Die Burda Community Network

GmbH orientierte sich an den Bedürfnissen

der Märkte. Um hohe Geschwindigkeit,

medienübergreifende

Kreativität und maximale Kundenorientierung

gewährleisten zu können,

wird die Burda Community Network

GmbH zur innovativen Vermarkt

ungseinheit auf drei Säulen,

einem zentralen Client-Service, einem

Key Account für Mediaagenturen

sowie einer Schnittstelle dieser beiden

Units in den Konzern. Für diese

innovative, marktorientierte Struktur

wurde antizyklisch in den Aufbau

qualifizierten Personals investiert.

2009 übernahm Hubert Burda Media

die ausstehenden 25,1 Prozent

an der BurdaYukom Publishing

GmbH, einem führenden Anbieter

von Medien zur Kunden- und Mitarbeiterkommunikation.

Der Ausblick

Der Schwerpunkt des CHANGE-

Programms liegt auf der Optimierung

der Marktschnittstellen durch

die Implementierung einer innovativen

Vermarktung im Anzeigenbereich

sowie einer neuen Struktur im

Vertriebsbereich. Hier legt Hubert

Burda Media im Zuge der Beteiligung

an dem Unternehmen Moderner

Zeitschriften Vertrieb (MZV) sein

Vertriebsgeschäft mit dem des Westdeutsche

Allgemeine Zeitungsverlags

(WAZ) zusammen. Dadurch entsteht

ein Pressevertrieb mit einem

Marktanteil in Deutschland von rund

18 Prozent. Das Unternehmen wird

die Nummer zwei im deutschen

Pressevertriebsmarkt und die Nummer

eins im Zeitschriftenvertrieb

werden. Mit diesem Schritt wird Hubert

Burda Media seine Marktposition

und seine Wettbewerbsfähigkeit

in diesem Markt signifikant erhöhen.

BEREICH VERLAG AUSLAND

Die Geschäftstätigkeit

Hubert Burda Media setzte die Internationalisierung

seiner Verlagsaktivitäten

fort.

Der Konzern ist im internationalen

Verlagsgeschäft gut vertreten. Hubert

Burda Media und seine Partnerverlage

publizierten 2009 im Ausland

191 Titel (2008: 186). Schwerpunkt

der Aktivitäten war dabei mit 143

Titeln Osteuropa (2008: 134 Titel).

Die übrigen Titel verteilen sich auf

Frankreich, Großbritannien, Türkei,

Südkorea sowie Thailand.

In Osteuropa gingen die Umsätze

aus dem Anzeigengeschäft weit stärker

als im übrigen Ausland zurück.

Ebenso wirkte sich aus, dass die regionalen

Währungen gegenüber

dem Euro schwächer notierten als

im Vorjahr.

Der Auslandsumsatz der Verlage

reduzierte sich 2009 um 18,3 Prozent

auf 343,2 Mio. € (2008: 419,9

Mio. €).

Die Branche

Die für Hubert Burda Media wesentlichen

osteuropäischen und asiatischen

Märkte versprechen für

Zeitschriftenverlage auch langfristig

attraktive Wachstumsraten. Dort

wächst mit der Mittelschicht der Bedarf

für Magazine, während in den

meisten westlichen Industrieländern

ein Trend zu digitalen Medien zu beobachten

ist.

Die Bereichsdetails

Innovative Produkte und starke Marken

prägen die Allianzen von Hubert

Burda Media mit Partnern in Frankreich,

Asien und der Türkei. Einige

Titel gewannen trotz schwieriger

Marktbedingungen signifi kant an verkaufter

Auflage, etwa SAVEURS in

Frankreich oder Full House! in Großbritannien.

In der Türkei wurde die Marktposition

im Anzeigenmarkt ausgebaut. Durch

restriktives Kostenmanagement gelang

es, den Rückgang der Ergebnisse

zu begrenzen.

Hubert Burda Media ist die am breitesten

aufgestellte Verlagsgruppe

Osteuropas. So bestehen in Russland,

der Ukraine, Kasachstan, Polen,

in der Tschechischen Republik

und in Rumänien eigenständige Verlagsgesellschaften.

Die Gruppe gibt

dort Zeitschriften in den Segmenten

Women, Lifestyle, Fashion, People,

Konzernabschluss 2009 103

Parents, Living, Decoration, Food,

Garden, Cars und Computer heraus

und etablierte in der Region starke

Markenfamilien. In Slowenien, Kroatien

und Serbien werden Lizenzen

vergeben.

Der Ausblick

Hubert Burda Media wird weiter im

Ausland expandieren, vor allem in

Osteuropa und Asien.

BEREICH DIGITAL

Die Geschäftstätigkeit

Burda Digital bündelt die strategischen

Internetaktivitäten des Konzerns

und umfasst Beteiligungen an

mehr als 40 Wachstumsunternehmen

mit dem Schwerpunkt B2C.

Dazu zählen eCommerce- und Vermarktungsplattformen

ebenso wie

On linespiele oder mobile Applikationen.

Mit der jüngsten Beteiligung am

führenden deutschen Business-Netzwerk

XING ist Burda Digital zudem in

den Wachstums-Bereich Social Media

eingestiegen. Burda Digital ist es

gelungen, 2009 national und international

deutlich zu wachsen.

Daneben umfassen die digitalen Aktivitäten

von Hubert Burda Media

mehr als 30 direkte und indirekte

Beteiligungen an Radio- und Fernsehsendern

und seine TV-Produktionsunits.

Binnen weniger Jahre ist der Digitalbereich

zu einer tragenden Säule für

das Medienhaus geworden. Trotz

Wirtschaftskrise und Verkauf der

Beteiligung an Abebooks stieg der

Umsatz der digitalen Geschäftsaktivitäten

bei Hubert Burda Media im

Jahr 2009 auf 379,5 Mio. € (2008:


104 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

340,5 Mio. €). Der Anteil am Konzernumsatz

betrug damit 23,9 Prozent

im Jahr 2009 gegenüber 19,5

Prozent (2008).

Die Branche

Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise

wuchs die Online-Branche nachhaltig.

Die Bedeutung des Internets

als Vertriebskanal und Unterhaltungsmedium

stieg signifikant.

Die Bereichsdetails

Burda Digital umfasst fünf Wachstumsbereiche.

Dazu zählt die Burda

Consumer Tech mit der CHIP-Gruppe

sowie den eCommerce-Beteiligungen

computeruniverse.net und

Cyberport. Ebenfalls zur Burda Digital

gehören die Beteiligung an der

TOMORROW FOCUS AG, die unter

anderem an den Unternehmen Elite-

Partner und HolidayCheck beteiligt

ist, sowie die Aktivitäten von Burda

Digital Entertainment, die Online-

Games und mobile Anwendungen

umfassen. Der Bereich Digital Life

Design richtet die jährliche DLD-Konferenz

aus und betreut innovative

und wachstumsstarke Internetbeteiligungen

wie zum Beispiel Glam

Inc. Die Burda Digital Ventures hält

Finanzbeteiligungen.

Der Bereich Digital konnte auch in

2009 überdurchschnittlich wachsen.

Die größte Akquisition war 2009 der

Einstieg bei der XING AG als Ankerinvestor.

Damit hat Burda Digital das

Beteiligungs-Portfolio um eine erfolgreich

wachsende Social Business-

Plattform ergänzt. Die TOMORROW

FOCUS AG hat das erfolgreichste

Geschäftsjahr seit Bestehen des

Unternehmens hinter sich und wuchs

mit ihren Beteiligungen Holiday-

Check und ElitePartner um 19,5 Prozent

zum Vorjahr auf einen Rekordumsatz

von 92,2 Mio. €.

Der Bereich Online Entertainment

konnte mit seinen Onlinespielen sowie

mobilen Unterhaltungsangeboten

den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr

nahezu verdoppeln.

Auch die Finanzbeteiligungen im

Portfolio der Burda Digital Ventures,

die von Acton Capital verwaltet werden,

haben sich im Jahr 2009 positiv

entwickelt. Insgesamt bestätigt

sich, dass die Beteiligungen der

Burda Digital unverändert stark vom

nachhaltigen Trend der Digitalisierung

getragen werden und damit

kaum von konjunkturellen Einflüssen

abhängen.

Abgerundet wird das Geschäftsfeld

Digital durch Burda Broadcast, das

über 30 direkte und indirekte Beteiligungen

an Radio- und Fernsehsendern

umfasst. Dazu zählen so

erfolgreiche Radiostationen wie Antenne

Bayern, das mit durchschnittlich

1,2 Mio. Hörern in der Stunde

der beliebteste Einzelsender im Bundesland

Bayern und auch bundesweit

die Nummer eins ist. Die Focus

TV-Produktions GmbH liefert Formate

und Produktionen für führende

Fernsehsender Deutschlands wie

das ZDF, ProSieben, RTL oder

SAT.1.

Der Ausblick

Das Wachstum im Bereich digitale

Medien wird ungebrochen weitergehen.

Der Bereich Digital wird seine

erfolgreichen Beteiligungen ausbauen.

Außerdem werden kontinuier lich

neue Geschäftsmodelle und innovative

Dienstleistungsangebote entwickelt.

BEREICH

DIREKTMARKETING

Die Geschäftstätigkeit

Die im Direktmarketing aktive Burda

Direct Group gehört zu den Pionieren

dieses Markts. Mit ihren Gesellschaften

ist sie ein führendes Unternehmen

für crossmediales Dialogmarketing

in Deutschland sowie

erfolgreich in Österreich, Frankreich

und der Schweiz. Die Burda Direct

Group ist Dienstleister in allen Disziplinen

des Direktmarketings und

Kundenservice. Ihren Auftraggebern

bietet sie ein breites Leistungsspektrum

von Direktmarketing über Customer

Service, Database Marketing

und eBusiness bis zu Customer Relationship

Management (CRM) Systemen.

Darüber hinaus vermarktet die Burda

Direct Group Zeitschriftenabonnements

und nutzt ihre Kundenkontakte

zur Entwicklung zielgruppenspezifischer

Produktangebote.

Der Bereich Direktmarketing erreichte

2009 einen Umsatz von 127,8 Mio.

€ (2008: 144,7 Mio. €).

Die Branche

Die Branche war neben der Wirtschaftskrise

durch zwei wesentliche

Entwicklungen geprägt: Das Internet

gewinnt auch im Massenmarkt an

Bedeutung. Und CRM wird als Erfolgsfaktor

wichtiger, denn die Verschärfung

des Datenschutzgesetzes

erfordert Veränderungen im Umgang

mit den Konsumenten und macht

ein professionelles CRM erst recht

notwendig. Daneben wirkten sich

2009 erschwerte Marktbedingungen

für das Telefonmarketing im Allgemeinen

und die Gesetzesnovelle zu

Datenschutz und UWG im Besonderen

negativ auf die Geschäftstätigkeit

der Direktmarketingbranche

aus.

Die Bereichsdetails

Die Burda Direct Group unterteilt

ihre Aktivitäten in die beiden Bereiche

Services und Sales. Services

umfasst das B2B-Geschäft und

stellt externen Unternehmen aus

verschiedenen Branchen Knowhow

und Kompetenz in allen Direct

Marketing- und CRM-Disziplinen

als Dienstleistung zur Verfügung.

Sales umfasst das B2C-Geschäft:

Die Dialogmarketingmaßnahmen

sprechen hier direkt den Endverbraucher

an und verkaufen Zeitschriftenabonnements

und Produkte

über Print, Telefon und Internet.

Mit der Akquisition und der Integration

von Spezialanbietern, die ihren

Schwerpunkt im eBusiness haben

und zum Portfolio der Burda Direct

Group passen, werden Weichen in

zukunftsorientierte Wachstumsmärkte

gestellt.

Die Burda Direct Group beteiligte

sich mit 51 Prozent an der InTime

Media Services GmbH, einem führenden

Marketing- und Vertriebsdienstleister

für mittelständische

Fachverlage. So stärkt die Burda

Direct Group ihr Kerngeschäft als

Verlagsdienstleister, erschließt neue

Marktsegmente und intensiviert ihre

Aktivitäten in Österreich.

Der Ausblick

Drei von vier Unternehmen nutzen

nach wie vor die Dialogmedien.

Nicht zuletzt deshalb geben sich die

Dialogmarketinganwender und

-dienstleister in Deutschland, Ös-

terreich und der Schweiz für das

Jahr 2010 wieder optimistisch.

BEREICH DRUCK

Die Geschäftstätigkeit

Burda Druck gehört mit drei Werken

in Deutschland und Frankreich zu

den größten Druckunternehmen Europas

und ist auf die Herstellung

hochwertiger Zeitschriften, Kataloge

und Werbedrucke im hochauflagigen

Tiefdruck spezialisiert. Auch alle

dafür notwendigen Dienstleistungen

sind im Angebot. Zu den Auftraggebern

zählen neben den Verlagen von

Hubert Burda Media ebenso unabhängige

Verlags- und Akzidenzkunden

aus verschiedenen Branchen.

2009 sank der Außenumsatz Druck

um 19,2 Prozent auf 123,0 Mio. €

(2008: 152,3 Mio. €). Unter Berücksichtigung

der äußerst schwierigen

wirtschaftlichen Rahmenbedigungen

war das Ergebnis zufriedenstellend.

Die Branche

Der europäische Tiefdruckmarkt war

auch 2009 durch Überkapazitäten,

Preisverfall sowie starken Nachfragerückgang

geprägt.

Die Bereichsdetails

2009 ging die verdruckte Tonnage

aufgrund der strukturellen Krise des

Druckmarkts sowie verstärkt durch

die Finanz- und Wirtschaftskrise gegenüber

dem Vorjahr deutlich zurück.

Auf die schlechten Rahmenbedin -

gungen hat das Unternehmen schnell

und umfassend reagiert: Durch die

Schließung der Tiefdruckerei im

slo wa kischen Bratislava sowie die

Konzernabschluss 2009 105

Ablösung von zwei 2,45 Meter breiten

Tiefdruckrotationen in Offenburg

durch eine leistungsfähige, 3,68

Meter breite Tiefdruckrotation wurden

die eigenen Kapazitäten in Europa

stark reduziert und damit die

Kosten erheblich gesenkt.

Gleichzeitig nutzte Hubert Burda

Media die in Offenburg abgebauten

Druckmaschinen für den Eintritt in

den Wachstumsmarkt Indien. HT

Burda Media Ltd., ein Joint Venture

von Burda Druck und dem indischen

Tageszeitungsverlag Hindustan

Times in Neu-Delhi, betreibt künftig

die landesweit erste Illustrationstiefdruckerei

für Medienprodukte. Hier

kommen die 2,45-Meter-Tiefdruckrotationen

von Burda Druck aus Offenburg

zum Einsatz.

Der Ausblick

Für 2010 sind keine Verbesserungen

im europäischen Markt zu erwarten.

Die verdruckte Tonnage dürfte gegenüber

2009 nochmals sinken.

Burda Druck wird die Kosten auch

weiterhin konsequent senken und

Prozesse stetig optimieren. Umsatzzuwächse

verspricht das Engagement

in Indien. Für die neue indische

Tochter erhielt Burda Druck bereits

einen Großauftrag über rund 80 Millionen

Kataloge pro Jahr von einem

langjährigen Druckereikunden. Weitere

Druckaufträge werden folgen.


106 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

MITARBEITER/

WORK-LIFE-BALANCE

Allgemein

Ende 2009 beschäftigte Hubert

Burda Media 7.118 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter (2008: 7.592).

Davon entfielen 21,3 Prozent auf

den Wachstumsbereich Digital mit

1.513 Beschäftigten (2008: 18,7

Prozent).

Investition in die Zukunft

Für den Bereich Human Resources

war das Konsolidierungsjahr eine

besondere Herausforderung. Sie

umfasste vor allem die sozialverträgliche

Trennung von teilweise

langjährigen Mitarbeitern. Gemeinsam

mit den Betriebsräten wurden

hierbei im Rahmen von internen und

externen Jobbörsen sowie Transfer-

und Qualifizierungsgesellschaften

an den Standorten Hamburg, München

und Offenburg Lösungen und

Hilfestellungen für die betroffenen

Mitarbeiter gefunden.

Über die seit vielen Jahren bestehende

Burda Journalistenschule, das

Burda Trainee-Programm, BA-Studiengänge

und diverse Ausbildungsgänge

bildet Hubert Burda Media

kontinuierlich in klassischen und zunehmend

in neuen Berufsbildern aus.

Für die Mitarbeiter an den deutschen

Standorten wurde die Work-Life-

Balance-Initiative entwickelt. Mit ihr

wird die Vereinbarkeit von Beruf und

Familie, Sport, Gesundheit und Entspannung

gefördert. Der betriebseigene

Kindergarten „Burda Bande“

in München zählt ebenso zum Angebot

für Mitarbeiter wie Sportkurse,

die Bereitstellung von Ärzten und

Trainern zur regelmäßigen Überprü-

fung der Gesundheit oder das Zusammenbringen

von Gruppen mit

gleichen Freizeitinteressen.

Für die größten deutschen Standorte

Offenburg und München läuft

derzeit die Zertifizierung als familienfreundliches

Unternehmen. Diese

umfasst die Themenfelder: Arbeitsplatz,

Arbeitsort, Arbeitsorganisation,

Informations- und Kommunikationspolitik,

Führungskompetenz,

Personalentwicklung sowie Leistungen

und Service für Familien.

UMWELT UND

NACHHALTIGKEIT

Allgemein

Für Hubert Burda Media ist Umweltschutz

fester Bestandteil der Unternehmenspolitik.

Gesetzliche Regelungen

und Grenzwerte werden als

Mindestanforderung aufgefasst, die

wenn möglich übertroffen werden

sollen. Ziel ist, die eigene Umweltbilanz

kontinuierlich zu verbessern.

Unabhängiges Umweltgutachten

Beginnend im Inland und dort vor

allem an den Druckstandorten gestaltet

die Hubert Burda Media-

Gruppe ihr System durch Unternehmensleitlinien,

Umwelterklärungen,

Umweltbetriebsprüfungen sowie ein

Umweltprogramm nach innen und

nach außen transparent. Ein unabhängiger

Umweltgutachter prüft die

Organisation sowie die Berichterstattung

des Unternehmens entsprechend

der Vorgaben der EMAS-

Regeln. Hubert Burda Media informiert

damit Interessierte über umweltrelevante

Themen und Maßnahmen

zum effizienten und nachhalti-

gen Schutz der Umwelt. In Schulungen

sowie in Intranetdokumentationen

können auch die Mitarbeiter

alles Erforderliche über internen und

externen Umweltschutz erfahren.

Kohlendioxidausstoß

deutlich reduziert

Auf Basis der Kennzahlen des Jahres

2007 hatte sich Hubert Burda

Media für das Jahr 2009 in seinem Umweltprogramm

innerhalb Deutschlands

für die Bereiche Druck und

Verlag Einsparungsziele gesetzt. So

sollten die spezifischen Kohlendioxidemissionen

um fünf Prozent reduziert

werden, genau wie die Papierreststoffe

und der Verbrauch fossiler

Energie. Die Prüfung der aktuellen

Umweltkennzahlen durch

den Umweltgutachter ist im Rahmen

des Öko-Audits für das zweite Quartal

2010 geplant. Im dritten Quartal

2010 wird Hubert Burda Media seine

Umwelterklärung für die Standorte

München und Offenburg veröffentlichen.

Seit dem 31. Juli 2009 sendet der

Focus Magazin Verlag seinen Abonnenten

die Zeitschriften FOCUS,

FOCUS-MONEY und FOCUS-SCHULE

klimaneutral zu. Gleiches gilt für die

Zustellung von Rechnungen und

Service-Nachrichten. Zu diesem

Zweck nutzt der Verlag das Angebot

„GoGreen“ der Deutschen Post AG.

Dieser Service erfasst die Kohlendioxidemissionen

einer Sendung und

gleicht sie durch Investitionen in

ausgewählte Klimaschutzprojekte

vollständig aus. Alle geförderten

Projekte erfüllen die Grundsätze des

Kyoto-Protokolls. Gleichzeitig blieben

die Konditionen für die Abonnenten

unverändert.

CORPORATE SOCIAL

RESPONSIBILITY

Hubert Burda Media engagiert sich

traditionell für das bonum commune.

Das Augenmerk gilt sozialen, wissenschaftlichen

und kulturellen Aktivitäten.

Das Unternehmen unterstützt mehrere

Stiftungen, wie beispielsweise

die konzernnahe Hubert Burda Stiftung,

die in den Bereichen Wissenschaft

und Kultur aktiv ist. Dazu gehört

auch die Felix Burda Stiftung,

die öffentlichkeitswirksam über

Darmkrebsvorsorge aufklärt. Außerdem

wird international das „Center

for Innovative Communications“ an

der Ben Gurion Universität in Beer

Sheva, Israel, gefördert. Die TRIBUTE

TO BAMBI-Stiftung nimmt sich Not

leidender Kinder in Deutschland an

und wird von der Burda Style Group

gefördert. FOCUS engagiert sich für

die Christian-Liebig-Stiftung. Sie hilft

im Namen des im Irakkrieg getöteten

FOCUS-Reporters Kindern in Afrika.

Als Medien-Unternehmen nutzt Burda

auch seine ureigenste Kompetenz

für gute Zwecke: das Herstellen von

Aufmerksamkeit. Mit dieser „Attention

based charity“ erhalten Hilfsorganisationen

oder sogenannte „Stille Helfer“

bei großen Events wie BAMBI

und DLD hohe mediale Aufmerksamkeit

für ihr Engagement.

RISIKOMANAGEMENT

Die Geschäftsfelder von Hubert Burda

Media sind Risiken ausgesetzt,

die untrennbar mit dem unternehmerischen

Handeln verbunden sind.

Hubert Burda Media begegnet die-

sen Geschäftsrisiken durch ein effizientes,

effektives Risikomanagementsystem.

Dazu zählt unter anderem

die systematische Erhebung

von Risiken und deren Bewertung

auf ihr mögliches Schadenspotenzial

und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit.

Auf dieser Basis ergreifen die

jeweiligen Risikoverantwortlichen

geeignete Maßnahmen zum Risikomanagement.

Dessen Wirksamkeit

wird durch effizientes Controlling

sowie eine unabhängige interne Revision

überwacht, um sicherzustellen,

dass Risiken frühzeitig erkannt,

korrekt bewertet und kontinuierlich

kontrolliert werden.

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung

werden allgemeine Markt-

und Erlösrisiken und die anhaltenden

Auswirkungen der Finanz- und

Wirtschaftskrise bewertet und Handlungsoptionen

erarbeitet. Risiken

aus wesentlichen Investitionen, Projekten

und Akquisitionen werden

durch Investitionsprüfungen identifiziert

und bewertet.

Rechtliche Risiken aus bestehenden

Verträgen oder laufenden Verfahren

werden, soweit geboten, durch die

Bildung von Rückstellungen abgedeckt.

Presserechtliche Gerichtsentscheidungen

und europarechtlich

initiierte Gesetzesänderungen

werden analysiert, um daraus resultierende

Konsequenzen und Beschränkungen

der Geschäftstätigkeit

rechtzeitig erkennen und darauf reagieren

zu können.

Da für Hubert Burda Media der Markenschutz

und der Schutz geistigen

Eigentums wichtig ist, werden alle

relevanten Entwicklungen in diesem

Umfeld intensiv beobachtet und

ausgewertet.

Konzernabschluss 2009 107

Wechselkurs- sowie Zinsänderungsrisiken

und andere finanzielle Risiken

werden laufend überwacht und effektiv

gesteuert.

Zur Vermeidung oder Minderung

von IT-Risiken verfügt Hubert Burda

Media über Back-up-Rechner, Datensicherungssysteme

sowie Viren-

und Zugangsschutz. Gezielte Notfalltests

verringern etwaige Risiken

zusätzlich.

Da die Beachtung datenschutzrechtlicher

Rahmenbedingungen von

großer Bedeutung für einen großen

Teil der Geschäftsaktivitäten von

Hubert Burda Media ist, erfolgt eine

intensive Überwachung des Schutzes

personenbezogener Daten durch

unabhängige und kompetente Datenschutzbeauftragte.

Die Anforderungen an die Überwachung

einer ordnungsgemäßen und

verlässlichen Rechnungslegung und

Finanzberichterstattung sind mit Verabschiedung

des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

im Mai 2009

gestiegen. Die Zielsetzung des internen

Kontroll- und Risikomanagementsystems

im Hinblick auf den

Rechnungslegungsprozess besteht

darin, die Ordnungsmäßigkeit und

Wirksamkeit der Rechnungslegung

und Finanzberichterstattung sicherzustellen.

Es ist integraler Bestandteil

der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse

im Hubert

Burda Media-Konzern.

Das interne Kontrollsystem ist so

ausgestaltet, dass mit hinreichender

Sicherheit gewährleistet ist, dass

die Finanzberichterstattung zuverlässig

ist und die Erstellung des

Konzernabschlusses in Übereinstimmung

mit Gesetzen und Normen

steht, die Vollständigkeit der


108 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

Finanzberichterstattung gegeben

ist, das Prinzip der Funktionstrennung

und das Vieraugenprinzip im

Rahmen der Abschlusserstellung

eingehalten wird, sämtliche Transaktionen

zeitnah und termingerecht

erfasst werden, um eine planmäßige

Abschlusserstellung zu gewährleisten,

konzerninterne Transaktionen

vollständig erfasst, abgestimmt und

eliminiert sowie bilanzierungsrelevante

und angabepflichtige Sachverhalte

aus getroffenen Vereinbarungen

identifiziert und korrekt im

Abschluss abgebildet werden.

AUSBLICK

In Deutschland erscheint ein Wachstum

des Bruttoinlandsprodukts von

etwa 1,5 Prozent für 2010 als wahrscheinlich.

Diese Entwicklung wird primär durch

den Export getragen. Der für Hubert

Burda Media wichtige Binnenkonsum

entwickelt sich nur verhalten.

Auch 2010 wird daher für die für uns

relevanten Absatzmärkte in den Bereichen

Verlag Inland und Druck zu

einer harten Bewährungsprobe werden.

Die Bedeutung des Bereichs

Digital wird weiter zunehmen.

Im Ausland erwarten wir ein leichtes

Wachstum. Im Bereich Direktmarketing

wird mit einer stabilen Entwicklung

gerechnet.

Die 2008 begonnenen und 2009

fortgesetzten Restrukturierungmaßnahmen

werden auch in 2010 weitergeführt

und, wo erforderlich, ausgeweitet.

Das im inländischen Verlagsbereich

gestartete Programm

CHANGE wird fortgesetzt. Es umfasst

zum einen die Neuausrichtung

und Straffung der etablierten Verkaufs-,

Produktions- und Verwaltungsabläufe;

zum anderen wird

auch das Produktportfolio kontinuierlich

einer umfassenden Prüfung

unterzogen.

Die neue Allianz von Hubert Burda

Media mit der WAZ über die gemeinsame

Vertriebsgesellschaft

MZV bietet eine gute Ausgangsposition

für 2010. Das hierfür erforderliche

Überleitungsprojekt verläuft

planmäßig und wird im 2. Quartal 2010

abgeschlossen.

Der Konkurrenzkampf unter den Mediengattungen

und den Verlagen

wird weiter zunehmen. Hubert Burda

Media hat die entsprechenden Vermarktungsstrukturen

geschaffen und

wird sich den Herausforderungen

stellen und damit den Geschäftspartnern

maßgeschneiderte und kundenorientierte

Lösungen bieten.

Mit dem Joint Venture in Indien verschafft

sich der Bereich Druck ein

viel versprechendes Standbein in

den dortigen Wachstumsmärkten

und außerhalb der von Überkapazitäten

geprägten europäischen Märkte.

Trotz der nach wie vor angespannten

konjunkturellen Weltwirtschaftslage

befindet sich Hubert Burda Media in

einer guten Ausgangslage. Die seit

Jahren konsequent betriebene Ausrichtung

auf fünf Geschäftsfelder

und der damit verbundene Risikoausgleich

verschaffen dem Unternehmen

eine stabile Position für die

weitere Entwicklung.

Für 2010 und 2011 erwarten wir daher

einen wieder steigenden Konzernumsatz.

Diese Einschätzung

basiert auf der Annahme, dass sich

die derzeit abzeichnende leichte Erholung

der Wirtschaft fortsetzt.

Konzernabschluss 2009 109


110 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009

Aktiva 2008 2009

Tsd. € €

(6) Anlagevermögen 568.174 665.081.185,81

Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten

296.178 346.364.070,86

und Werten 77.892 78.905.895,36

Geschäfts- oder Firmenwert 215.744 266.609.682,63

Geleistete Anzahlungen 2.542 848.492,87

Sachanlagen 150.723 165.264.166,25

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.384 73.537.970,09

Technische Anlagen und Maschinen 29.719 45.286.982,00

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.132 35.970.640,45

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.488 10.468.573,71

Finanzanlagen 121.273 153.452.948,70

Beteiligungen 73.363 71.353.754,76

Anteile an assoziierten Unternehmen

Ausleihungen an Unternehmen,

17.599 47.792.555,35

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23.771 28.327.220,53

Wertpapiere des Anlagevermögens 5.809 5.272.470,43

Sonstige Ausleihungen 731 706.947,63

Umlaufvermögen 442.718 405.672.830,63

Vorräte 58.569 61.707.876,16

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.028 19.502.035,60

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 8.272 7.981.815,49

Fertige Erzeugnisse und Waren 24.967 34.109.856,58

Geleistete Anzahlungen 302 114.168,49

(7) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 255.339 229.930.439,47

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

156.763 146.481.078,38

Beteiligungsverhältnis besteht 10.038 10.933.218,51

Sonstige Vermögensgegenstände 88.538 72.516.142,58

Sonstige Wertpapiere 45.500 45.371.630,75

Kassenbestand, Bundesbankguthaben,

Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 83.310 68.662.884,25

(8) Latente Steuern 2.565 3.349.000,00

Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 10.687 9.835.956,43

Summe Aktiva 1.024.144 1.083.938.972,87

Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin.

Konzernabschluss 2009 111

Passiva 2008 2009

Tsd. € €

(9) Eigenkapital 258.841 262.398.160,13

Rückstellungen 329.990 325.820.711,67

Pensionsrückstellungen 182.482 181.915.995,05

(10) Steuerrückstellungen 29.398 34.134.030,40

(11) Sonstige Rückstellungen 118.110 109.770.686,22

(12) Verbindlichkeiten 395.599 457.532.549,21

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 200.329 247.765.157,20

Erhaltene Anzahlungen 3.715 3.507.208,17

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 121.069 125.069.039,79

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

4.999 10.754.247,11

Sonstige Verbindlichkeiten 65.487 70.436.896,94

Rechnungsabgrenzungsposten 39.714 38.187.551,86

Summe Passiva 1.024.144 1.083.938.972,87


112 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs-/

Herstellungskosten

Stand 1.1.2009

Zugang aus

Veränderungen

Konsolidierungskreis

Zugänge

Abgänge

Umbuchungen

Abschreibungen

(kumuliert)










Immaterielle

Vermögensgegenstände 758.229.710,65 100.134.472,68 16.799.743,13 28.426.783,29 0,00 500.373.072,31 346.364.070,86 296.178.227,22 56.912.355,39

Buchwert

31.12.2009

Buchwert

31.12.2008

Konzernabschluss 2009 113

Abschreibungen

des Geschäftsjahres

Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen Rechten

und Werten 216.817.374,88 6.140.514,60 15.409.604,67 15.563.658,85 2.011.969,00 145.909.908,94 78.905.895,36 77.892.428,61 19.358.080,63

Geschäfts- oder Firmenwert 538.870.101,24 93.993.958,08 631.886,00 12.423.099,32 0,00 354.463.163,37 266.609.682,63 215.743.564,08 37.554.274,76

Geleistete Anzahlungen 2.542.234,53 0,00 758.252,46 440.025,12 -2.011.969,00 0,00 848.492,87 2.542.234,53 0,00

Sachanlagen 593.836.300,56 2.041.218,97 46.049.033,40 32.904.432,60 0,00 443.757.954,08 165.264.166,25 150.722.686,80 25.654.068,13

Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten auf

fremden Grundstücken

Technische Anlagen und

167.540.448,96 0,00 6.865.957,39 2.634.925,59 5.035.365,78 103.268.876,45 73.537.970,09 68.383.585,34 4.005.666,48

Maschinen

Andere Anlagen, Betriebs-

288.497.039,69 380.416,07 17.547.622,54 17.893.702,88 11.946.843,88 255.191.237,30 45.286.982,00 29.719.515,56 10.902.890,56

und Geschäftsausstattung

Geleistete Anzahlungen und

118.311.039,63 358.849,13 13.091.114,80 12.181.775,77 1.689.252,99 85.297.840,33 35.970.640,45 33.131.813,62 10.745.511,09

Anlagen im Bau 19.487.772,28 1.301.953,77 8.544.338,67 194.028,36 -18.671.462,65 0,00 10.468.573,71 19.487.772,28 0,00

Finanzanlagen 154.364.555,56 32.484.170,49 15.151.804,77 12.215.923,93 0,00 36.331.658,19 153.452.948,70 121.272.833,82 2.606.024,54

Beteiligungen

Anteile an assoziierten

103.191.220,59 1.150.000,00 6.905.982,18 8.347.469,28 0,00 31.545.978,73 71.353.754,76 73.363.356,44 1.135.114,58

Unternehmen

Ausleihungen an Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungs-

18.138.566,82 30.828.953,38 2.816.462,17 3.339.400,12 0,00 652.026,90 47.792.555,35 17.598.605,84 112.065,92

verhältnis besteht

Wertpapiere des Anlage-

24.069.146,42 0,00 4.760.254,06 204.583,33

0,00 297.596,62 28.327.220,53 23.771.549,80 0,00

vermögens 8.234.956,06 505.217,11 597.642,40 229.289,20 0,00 3.836.055,94 5.272.470,43 5.808.656,07 1.358.844,04

Sonstige Ausleihungen 730.665,67 0,00 71.463,96 95.182,00 0,00 0,00 706.947,63 730.665,67 0,00

Summen 1.506.430.566,77 134.659.862,14 78.000.581,30 73.547.139,82 0,00 980.462.684,58 665.081.185,81 568.173.747,84 85.172.448,06


114 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE NACH § 313 ABS. 2 HGB

Anteile

in %

a) Voll konsolidierte Unternehmen

Hubert Burda Media Holding Geschäftsführungs-GmbH,

Offenburg

Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft,

Offenburg

Abonnenten Service Center GmbH, Offenburg

Aenne Burda Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter

100,00

Haftung, Offenburg 100,00

Altradia GmbH, Offenburg 100,00

Amica Verlag GmbH & Co. KG, München 100,00

Amica Verlag Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100,00

BD Beteiligungen GmbH, München 100,00

bestwetten.de GmbH, Baden-Baden 100,00

Blumendepot GmbH, Mörfelden-Walldorf 100,00

Bunte Entertainment Verlag GmbH, München 100,00

BurdaYukom Publishing GmbH, München

Burda Broadcast Media Baden-Württemberg GmbH & Co.

100,00

KG, Offenburg 100,00

Burda Broadcast Media Geschäftsführungs-GmbH, München 100,00

Burda Broadcast Media GmbH & Co. KG, München 100,00

Burda Broadcast Verwaltungs GmbH, Offenburg 100,00

Burda Casa Lux Difuzare S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,00

Burda Ciscom GmbH, Offenburg 100,00

Burda Communications Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00

Burda Community Network GmbH, Offenburg 100,00

Burda Community Network International GmbH, Offenburg 100,00

Burda Digital Commerce GmbH, Offenburg 100,00

Burda Digital GmbH, München 100,00

Burda Digital Systems GmbH, Offenburg 100,00

Burda Digital Ventures GmbH, Offenburg 100,00

Burda Direct France SAS, Schiltigheim/Frankreich 100,00

Burda Direct GmbH, Offenburg 100,00

Burda Direct Interactive GmbH, Offenburg 100,00

Burda Direct Polska Sp. z o.o., Wroclaw/Polen 100,00

Burda Druck GmbH, Offenburg 100,00

Burda Food Partners GmbH, München 100,00

Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg 100,00

Anteile

in %

Burda Immobilien GmbH, Offenburg 100,00

Burda Information Services GmbH, Offenburg 100,00

Burda Media Polska Sp. z o.o., Wroclaw/Polen – Teilkonzern 100,00

Burda Media Service GmbH, Offenburg 100,00

Burda Media Solutions GmbH, München 100,00

Burda Medien Vertrieb GmbH, Offenburg 100,00

Burda News Druck GmbH, Darmstadt 100,00

Burda Praha spol. s r.o., Prag/Tschechische Republik 100,00

BURDA PRINT CEE s.r.o. i.L. Bratislava/Slowakei 100,00

Burda Romania S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,00

Burda Senator Verlag GmbH, Offenburg 100,00

Burda Service AG, Basel/Schweiz 100,00

Burda Services GmbH, Offenburg 100,00

Burda Social Brands GmbH, Offenburg 100,00

Burda Sports Group GmbH, München 100,00

BurdaStyle, Inc., New York/USA 100,00

Burda-Ukraina, Kiew/Ukraine 100,00

Burda Verlag Osteuropa GmbH, Offenburg 100,00

Burda Wireless GmbH, München 100,00

BZV Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG, München 100,00

BZV Zeitschriften Verlag Verwaltungs-GmbH, München 100,00

Casa Lux S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,00

CHIP Communications GmbH, München 100,00

CHIP Holding GmbH, München 100,00

Cinema Verlag GmbH, Hamburg 100,00

computeruniverse.net GmbH, Friedrichsdorf 100,00

daskochrezept.de GmbH, Wetzlar 100,00

DLD Media GmbH, München 100,00

DLD Ventures GmbH, München 100,00

Editions DIPA Burda SAS, Schiltigheim/Frankreich

EDITIONS HUBERT BURDA MEDIA SAS – PARIS,

100,00

Paris/Frankreich 100,00

Essential Publishing Limited, Colchester/Großbritannien 100,00

Fit for Fun Verlag GmbH, Hamburg 100,00

Focus Magazin Verlag GmbH, München 100,00

Konzernabschluss 2009 115


116 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE NACH § 313 ABS. 2 HGB

Anteile

in %

Focus TV-Produktions GmbH, München 100,00

freundin Verlag GmbH, München 100,00

Globus Verlag GmbH, München

Hubert Burda Magazines Limited i.L.,

100,00

Colchester/Großbritannien 100,00

Hubert Burda Media France SAS, Paris/Frankreich 100,00

Hubert Burda Media, Inc., New York/USA 100,00

Hubert Burda Media Limited, Colchester/Großbritannien

Hubert Burda Media Marketing & Communications GmbH,

100,00

München 100,00

Hubert Burda Media UK, Colchester/Großbritannien 100,00

IGV-Treuhand GmbH, Offenburg 100,00

Imprimerie et Editions Braun SAS, Vieux-Thann/Frankreich 100,00

Internet Magazin Verlag GmbH, München 100,00

Komunikace 2000 s.r.o., Prag/Tschechische Republik 100,00

Liebe.de GmbH, München 100,00

MAX Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00

Media Innovation Lab GmbH, München 100,00

Media Market Insights GmbH, Offenburg 100,00

Medienpartner International GmbH, Offenburg 100,00

MFI Meine Familie und ich Verlag GmbH, München 100,00

M.I.G. Medien Innovation GmbH, Offenburg 100,00

Mirabo AG, Basel/Schweiz 100,00

MVF Magazin-Verlag am Fleetrand GmbH, Hamburg 100,00

Neue Verlagsgesellschaft mbH, Offenburg 100,00

OOO Burda Distribution Services, Moskau/Russland 100,00

Ortenauer Papierverarbeitung GmbH, Offenburg 100,00

P-Eleven GmbH, Hamburg 100,00

STARnetONE GmbH, Berlin 100,00

Super Illu Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 100,00

Super Illu Verlag Verwaltungs-GmbH, Berlin 100,00

The Entertainment Company GmbH, Offenburg 100,00

TOMORROW Publishing GmbH, Berlin 100,00

TV Spielfilm Verlag GmbH, Hamburg 100,00

Valentins GmbH, Mörfelden-Walldorf 100,00

Anteile

in %

Verlag Aenne Burda GmbH & Co. KG, Offenburg 100,00

Verlagsgruppe Milchstrasse GmbH, Hamburg 100,00

Verwaltungsgesellschaft MAX Verlag mbH, Hamburg 100,00

Xino-Media GmbH, Offenburg 100,00

ZAO Burda Betreuung, Moskau/Russland 100,00

ZAO Burda Interaktiv, Moskau/Russland 100,00

ZAO Sales, Moskau/Russland 100,00

ZAO Verlagshaus Burda, Moskau/Russland 100,00

ZVB Zeitschriften-Vertriebs AG, Basel/Schweiz 100,00

Cyberport GmbH, Dresden 96,00

Cyberport Services GmbH, Dresden 96,00

cyberport solutions GmbH, Berlin 96,00

Burda:ic GmbH, München 95,00

Chip Xonio Online GmbH, München 94,44

Burda France SAS, Paris/Frankreich – Teilkonzern 93,84

BDV Beteiligungen GmbH & Co. KG, München 90,91

Vikant Crafts Publishing GmbH, Suderburg 90,00

INO24 AG, Pleidelsheim – Teilkonzern 86,08

Claudio Medien GmbH, München 86,00

tv.gusto GmbH, Köln 83,50

Playboy Deutschland Publishing GmbH, München 80,07

Valiton GmbH, München 75,20

Debitor-Inkasso GmbH, Bad Schwartau

FTM Freizeit- und Trendmarketing GmbH & Co. KG, Kleve

74,92

– Teilkonzern –

FTM Freizeit- und Trendmarketing Verwaltungsgesellschaft mbH,

70,00

Kleve 70,00

Burda (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand 64,30

Cellular GmbH, Hamburg 60,45

Elitemedianet GmbH, Hamburg 60,45

TOMORROW FOCUS AG, München 60,45

Tomorrow Focus Portal GmbH, München 60,45

TOMORROW FOCUS Technologies GmbH, München 60,45

TOMORROW Technologies GmbH, Hamburg 60,45

HolidayCheck AG, Bottighofen/Schweiz 56,67

Konzernabschluss 2009 117


118 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE NACH § 313 ABS. 2 HGB

Anteile

in %

HOLIDAYCHECK POLSKA SP. Z O.O., Warschau/Polen 56,67

InTime Media Services GmbH, Oberhaching 51,00

jameda GmbH, München 49,84

Burda Holdings (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand 49,00

Finanzen100 GmbH, Köln 36,27

AdJug Ltd., London/Großbritannien – Teilkonzern – 35,73

b) Quotal konsolidierte Gesellschaften nach § 310 HGB

BB RADIO Länderwelle Berlin/Brandenburg Beteiligungs GmbH,

Potsdam

BB Radio Länderwelle Berlin/Brandenburg GmbH & Co.

50,00

Kommanditgesellschaft, Potsdam – Gruppe – 50,00

Elle Verlag GmbH, München

M.O.R.E. Lokalfunk Baden-Württemberg GmbH & Co. KG,

50,00

Ulm

M.O.R.E. Lokalfunk Baden-Württemberg Verwaltungs GmbH,

50,00

Ulm

SEG Stegenwaller Entertainment Group GmbH & Co. KG,

50,00

Essen

SEG Stegenwaller Entertainment Group Verwaltungs GmbH,

50,00

Essen 50,00

TOO Burda-Alatau Press, Almaty/Kasachstan 50,00

Glam Media GmbH, München 49,99

Güll GmbH, Lindau 49,00

HT - Burda Media Limited, Neu-Delhi/Indien 49,00

Presse-Service Güll GmbH, St. Gallen/Schweiz 49,00

c) Assoziierte Unternehmen nach § 311 HGB

Design House, Inc., Seoul/Südkorea 49,90

Hachette Filipacchi 2000 spol. s r.o., Prag/Tschechische

Republik 49,00

Nexopia.com Inc., Edmonton/Kanada 48,19

DOGAN BURDA DERGI YAYINCILIK VE PAZARLAMA A.S.,

Istanbul/Türkei 45,77

Anteile

in %

Dergi Pazarlama Planlama ve Ticaret Anonim Sirketi,

Istanbul/Türkei 44,00

edelight GmbH, Stuttgart 43,17

NEVA Media GmbH, Berlin 43,10

Suite 101.com Media Inc., Vancouver/Kanada 42,78

United Ambient Media AG, Hamburg

MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co.

40,80

Kommanditgesellschaft, Eching

MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-

40,00

GmbH, Eching

MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co.

40,00

Kommanditgesellschaft, Eching

MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH,

40,00

Eching 40,00

Webguidez Entertainment GmbH, Berlin 37,01

Avenso Projects Aktiengesellschaft, Berlin 34,92

zooplus AG, München 34,24

UGC Ltd., London/Großbritannien 34,18

bestformove GmbH, Offenburg 33,33

ScienceBlogs LLC, New York/USA 30,00

Nachtagenten GmbH, München 29,97

XING AG, Hamburg 29,70

AlphaSights Ltd., London/Großbritannien 29,65

TeamPages Inc., Victoria/Kanada 27,90

Escapio GmbH, Berlin 26,98

Tripsbytips GmbH, Berlin 26,98

10betterpages GmbH, Icking 25,02

mokono GmbH, Berlin 24,12

OPMS Co., Ltd., Seoul/Südkorea 21,19

d) Gesellschaften nach § 296 HGB bzw. § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Burda Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Mainz 100,00

Europe Online Deutschland GmbH, München 100,00

Online International Beteiligungs-GmbH, München 100,00

Konzernabschluss 2009 119


120 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE NACH § 313 ABS. 2 HGB

Anteile

in %

ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.

Objekt BURDA Medien Park KG, Düsseldorf

ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.

100,00

Objekt BURDA Offenburg KG, Düsseldorf

Vogel Burda (Beijing) Advertising Company Limited,

100,00

Peking/China 100,00

Vogel Burda Communications Kft, Budapest/Ungarn 100,00

Vogel Burda Medya ve Yayimcilik A.S., Istanbul/Türkei 100,00

Vogel Publishing Hungary Kft, Budapest/Ungarn 100,00

Burda Hong Kong Limited, Hongkong/China 82,15

Dialog Service Center GmbH, Neckarsulm 50,77

Burda Weltbild Beteiligungs-GmbH, Augsburg 50,00

Moy Mir GmbH & Co. KG, Augsburg – Teilkonzern 50,00

WALP MEDIA SARL, Montpellier/Frankreich

Beijing Vogel Burda Media Advertising Company Limited,

49,06

Peking/China 49,00

CHIP MEDIA Pte Ltd. i.L., Singapur 49,00

CHIP MEDIA Sdn. BHd. i.L., Kuala Lumpur/Malaysia 49,00

Lagardere Advertising s.r.o., Prag/Tschechische Republik 49,00

Acton GmbH & Co Heureka KG, München

Privatradio Landeswelle Mecklenburg-Vorpommern GmbH & Co.

46,98

Studiobetriebs KG, Rostock 46,36

travelnet cruise GmbH i.L., München

Studio Gong GmbH & Co. Studiobetriebs KG,

45,34

München – Gruppe – 41,67

IncGamers Ltd., Falkirk/Großbritannien 33,33

Virtueller Bau-Markt Aktiengesellschaft, Meerbusch

Privatradio Landeswelle Mecklenburg-Vorpommern

26,02

Verwaltungs GmbH, Rostock 24,40

Konzernabschluss 2009 121


122 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

Konzernanhang 2009

(1) Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember

2009 wurde nach den Vorschriften

des Publizitätsgesetzes aufgestellt.

Die Änderungen durch das

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

wurden nur angewandt, soweit die

Anwendung für das Geschäftsjahr

2009 verpfl ichtend war.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde

die Firma der Muttergesellschaft

von bislang Hubert Burda Media Holding

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

in Hubert Burda Media Holding

Kommanditgesellschaft geändert.

(2) Konsolidierungskreis

Anzahl der konsolidierten Unternehmen

31.12.2008 31.12.2009

Inland 129 132

Ausland 51 55

Gesamt 180 187

davon assoziierte Unternehmen 23 28

Der Konsolidierungskreis umfasste

2009 neben der Obergesellschaft

146 voll konsolidierte Tochterunternehmen

(2008: 145), 37 davon mit

dem Ausweis von Anteilen anderer

Gesellschafter (2008: 32). Zwei in

2009 voll konsolidierte Tochterunternehmen

wurden im Vorjahr noch

als assoziierte Unternehmen einbezogen.

12 Gemeinschaftsunternehmen

wurden anteilsmäßig konsolidiert

(2008: 11). 8 Unternehmen schieden

aus dem Konsolidierungskreis aus.

26 Unternehmen mit geringem Geschäftsvolumen

bzw. ohne Geschäftstätigkeit

wurden nicht konsolidiert,

da sie für die Vermittlung eines

den tatsächlichen Verhältnissen

entsprechenden Bilds der Vermö-

gens-, Finanz- und Ertragslage von

untergeordneter Bedeutung waren

(2008: 29). Die einbezogenen Unternehmen

sind in einer Übersicht

nach § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen

Unternehmen wurden grundsätzlich

zum Stichtag des Konzernabschlusses

31. Dezember 2009

erstellt. Im Geschäftsjahr wurde kein

Unternehmen auf der Grundlage eines

abweichenden Bilanzstichtags

einbezogen. Im Vorjahr wurde ein

Unternehmen auf der Grundlage von

Jahresabschlüssen zum 30. September

einbezogen; Vorgänge von besonderer

Bedeutung im Sinne von

§ 299 Abs. 3 HGB waren dabei nicht

eingetreten. Der Einbeziehung der

assoziierten Unternehmen wurden

die Abschlüsse dieser Unternehmen

zum 31. Dezember 2009 zugrunde

gelegt.

Die Kapitalkonsolidierung der im

Rahmen der Vollkonsolidierung sowie

der anteilsmäßigen Konsolidierung

einbezogenen Tochterunternehmen

wurde nach der Buchwertmethode

gemäß § 301 Abs. 1 HGB

durchgeführt. Dabei wurden die

Buchwerte der Beteiligungen dem

konsolidierungspflichtigen Kapital

zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile

oder der erstmaligen Einbeziehung

in den Konzernabschluss gegenübergestellt.

Die Erfassung der assoziierten Unternehmen

erfolgte im Weg der Kapitalanteilsmethode

nach § 312 Abs.

1 Satz 1 Nr. 2 HGB. Bei im Geschäftsjahr

neu zugegangenen Beteiligungen

an assoziierten Unternehmen

erfolgte die Kapitalkonsolidierung

zum Zeitpunkt des Erwerbs

der Anteile.

Aus der Kapitalkonsolidierung resultierende

Geschäfts- oder Firmenwerte

wurden aktiviert und mit dem

Eigenkapital verrechnet. Im Geschäftsjahr

2009 wurden 36.970

Tsd. € neu verrechnet (2008: 47.865

Tsd. €). Ein sich ergebender passiver

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

ist im Eigenkapital

enthalten, soweit er Eigenkapitalcharakter

besitzt. Die Zugänge bei

den Anschaffungskosten der Geschäfts-

oder Firmenwerte betreffen

im Geschäftsjahr 2009 assoziierte

Unternehmen mit 48.886 Tsd. €

(2008: 4.793 Tsd. €).

Forderungen und Verbindlichkeiten,

Umsatzerlöse, Aufwendungen und

Erträge zwischen den in den Konzernabschluss

einbezogenen Unternehmen

wurden gegeneinander aufgerechnet.

(4) Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten,

die auf fremde Währungen außerhalb

der Euro-Zone lauten, wurden

zu den an den Entstehungstagen geltenden

oder den höheren bzw. niedrigeren

Wechselkursen am Bilanzstichtag

umgerechnet. Für die konsolidierten

Gesellschaften außerhalb

der europäischen Währungsunion

erfolgte die Umrechnung des Anlagevermögens

und des Eigenkapitals

mit den fortgeschriebenen historischen

Wechselkursen, der übrigen

Bilanzposten mit dem Devisenmittelkurs

zum Bilanzstichtag und der

Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen

zu Jahresdurchschnittskursen.

Bilanzielle Umrechnungsdifferenzen

wurden erfolgsneutral mit

dem Eigenkapital verrechnet.

(5) Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

blieben gegenüber dem

Vorjahr unverändert. Die Vorschriften

des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

wurden nur angewandt, soweit

die Anwendung für das Geschäftsjahr

2009 verpflichtend war.

Die Vermögens- und Schuldposten

wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips

bewertet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände

wurden zu Anschaffungskosten

bewertet, vermindert um planmäßige

lineare sowie, soweit notwendig, um

außerplanmäßige Abschreibungen.

Für die Verrechnung von Geschäftsoder

Firmenwerten wurde die voraussichtliche

Nutzungsdauer von bis zu

15 Jahren zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu

Anschaffungs- bzw. Herstellungskos-

ten angesetzt, vermindert um planmäßige

und, falls erforderlich, um

außerplanmäßige Abschreibungen.

Bewegliche Anlagegüter wurden entsprechend

ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer,

soweit steuerlich möglich,

degressiv abgeschrieben. Geringwertige

Anlagegüter wurden als

Sammelposten erfasst und gemäß

den steuerlichen Vorschriften über

einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den

Anschaffungskosten, fortgeführten

Buchwerten oder dem niedrigeren

beizulegenden Wert bilanziert. Verzinsliche

Ausleihungen wurden mit

ihren Nennwerten bewertet. Unverzinsliche

Darlehen wurden entsprechend

den Restlaufzeiten abgezinst.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

sowie die Waren wurden mit den

durchschnittlichen Anschaffungs-

oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten

am Bilanzstichtag bewertet.

Die unfertigen und fertigen

Erzeugnisse und Leistungen wurden

zu Herstellungskosten oder mit dem

niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden

Wert aktiviert. In die

Herstellungskosten wurden die

steuerlich aktivierungspflichtigen

Kosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

wurden unter Berücksichtigung

aller einzeln erkennbaren

Risiken bewertet. Zur Abdeckung

des allgemeinen Kreditrisikos

wurde eine angemessene

Pauschalabwertung vorgenommen.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen

enthaltenen Körperschaftsteuerguthaben

nach § 37

Abs. 5 KStG wurden mit dem Barwert

angesetzt.

Konzernabschluss 2009 123

Sonstige Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten

bzw. niedrigeren

Börsenkursen bilanziert. Soweit geboten,

wurden Zuschreibungen im

Sinne von § 280 Abs. 1 HGB vorgenommen.

Liquide Mittel wurden zu

Nennwerten ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen wurden

auf der Grundlage versicherungsmathematischer

Berechnungen unter

Heranziehung der Heubeck-Tafeln

2005 G sowie nach vorsichtiger

kaufmännischer Beurteilung ermittelt.

Angesetzt wurde hiernach der

Teilwert nach § 6a EStG.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigten

alle erkennbaren

Risiken und ungewissen Verpflichtungen

auf der Grundlage vorsichtiger

kaufmännischer Beurteilung.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem

Rückzahlungsbetrag passiviert.

(6) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten

des Konzernanlagevermögens

ist in einem Anlagespiegel dargestellt.

Der ausgewiesene Geschäfts-

oder Firmenwert resultiert im Wesentlichen

aus der Kapitalerstkon-

solidierung. Als Anschaffungs- bzw.

Herstellungskosten wurden die historischen

Werte angesetzt.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige

Abschreibungen auf Sachanlagen

und immaterielle Vermögensgegenstände

in Höhe von 870 Tsd. €

vorgenommen (2008: 606 Tsd. €).

(7) Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen haben 699

Tsd. € (2008: 305 Tsd. €), von den

Forderungen gegen Unternehmen,


124 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

be steht, haben 280 Tsd. € (2008: 0

Tsd. €) und von den sonstigen Vermögensgegenständen

haben 20.675

Tsd. € (2008: 24.055 Tsd. €) eine

Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Alle anderen Forderungen und sonstigen

Vermögensgegenstände sind

innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände

enthalten Guthaben bei Kreditinstituten

in Höhe von 2.171 Tsd. €,

die zur Absicherung eines Bankkredits

bei einer Tochtergesellschaft verpfändet

sind und daher den Charakter

als liquide Mittel nur eingeschränkt

erfüllen; dieser Bankkredit valutierte

am Bilanzstichtag mit 1.805 Tsd. €.

Die sonstigen Vermögensgegenstände

enthalten ferner Körperschaftsteuerguthaben

nach § 37 Abs. 5

KStG mit 8.993 Tsd. € (2008: 9.857

Tsd. €).

(8) Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden

nach § 306 HGB gebildet.

(9) Eigenkapital

Im Eigenkapital wurden der Kapitalanteil

und die Rücklagenkonten des

Komplementärs und des Kommanditisten,

das Eigenkapital der Komplementär-GmbH,

der passive Unterschiedsbetrag

aus der Kapitalkonsolidierung,

die aus der Währungs

umrechnung entstandene

bi lan zielle Kursdifferenz, die verrechneten

Geschäfts- oder Firmenwerte,

Rücklagen von Tochtergesellschaften,

der Konzernbilanzgewinn sowie

die Anteile fremder Gesellschafter

am Kapital einbezogener Tochtergesellschaften

zusammengefasst.

(10) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten

im Wesentlichen im Jahr 2010 abzuführende

Beträge sowie Beträge

für Risiken aus Außenprüfungen.

(11) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden

jeweils in Höhe des Betrags angesetzt,

der nach vernünftiger kaufmännischer

Beurteilung zum Bilanzstichtag

erforderlich war. Sie enthalten

im Wesentlichen Beträge für

ausstehende Lieferantenrechnungen,

Urlaubsansprüche, Sozialpläne,Berufsgenossenschaftsbeiträge,

sonstige Personalaufwendungen,

Remittenden, Rabatt- und

Bonusgutschriften und Prozessrisiken.

Drohende Verluste aus

schwe benden Geschäften sowie

ungewisse Verpflichtungen aus dem

Verkauf von Beteiligungen wurden

angemessen berücksichtigt.

(12) Verbindlichkeiten

unter

1 Jahr

Tsd. €

1–5

Jahre

Tsd. €

über

5 Jahre

Tsd. €

Restlaufzeiten

gesamt

Tsd. €

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.078 174.209 13.478 247.765

Erhaltene Anzahlungen 3.507 0 0 3.507

Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen

123.946 1.123 0 125.069

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Sonstige Verbindlichkeiten

10.754 0 0 10.754

aus Steuern 25.392 0 0 25.392

im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.648 756 0 3.404

andere Verbindlichkeiten 40.677 965 0 41.642

267.002 177.053 13.478 457.533

Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

wurden im Februar 2010 insgesamt

1.600 Tsd. € mit einer aus Sicht des

Bilanzstichtags mittelfristigen und

weitere 644 Tsd. € mit einer aus

Sicht des Bilanzstichtags langfristigen

Laufzeit prolongiert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten sind 5.097 Tsd.

€ durch Grundpfandrechte, 29.870

Tsd. € durch Sicherungsübereignung

von Maschinen, 27.992 Tsd. € durch

Verpfändung von Anteilen an einem

verbundenen Unternehmen sowie

1.805 Tsd. € durch Verpfändung von

Guthaben bei Kreditinstituten gesichert.

Im Vorjahr bestanden sonstige

Verbindlichkeiten aus Steuern von

21.660 Tsd. € und im Rahmen der

sozialen Sicherheit von 2.575 Tsd. €.

(13) Derivative Finanzinstrumente

Der Hubert Burda Media-Konzern

setzt zur Absicherung von Zinsschwankungen

derivative Finanzinstrumente

ein.

Ein in den Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten mit 8.010 Tsd.

€ ausgewiesenes ursprünglich fest

verzinsliches Darlehen wurde durch

Abschluss einer Zinsswapvereinbarung

wirtschaftlich in einen Kredit

mit variablem Zinssatz umgewandelt,

der wiederum durch eine zusätzliche

Höchstsatzvereinbarung

nach oben begrenzt wurde. Das

Swapgeschäft sowie die Höchstsatzvereinbarung

sind laufzeitkongruent

zu dem Grundgeschäft. Ohne

die Koppelung mit dem Grundgeschäft

bestünde nach der Glattstellungsmethode

aus dem Zinsswap-

Konzernabschluss 2009 125

geschäft ein Erstattungsanspruch

von 360 Tsd. € und aus der Höchstsatzvereinbarung

ein Erstattungsanspruch

von 19 Tsd. €.

Die Prämie für die Höchstsatzvereinbarung

wird in Höhe von 24 Tsd.

€ zu fortgeführten Anschaffungskosten

unter den sonstigen Vermögensgegenständen

ausgewiesen.

Die Gesellschaft hat zudem eine

Swapvereinbarung über den Tausch

von Emissionsrechten über 19.800

Tonnen Kohlendioxid abgeschlossen.

Der Marktwert dieser Swapvereinbarung

beträgt zum Stichtag 45

Tsd. €.

Die Marktwertermittlung sämtlicher

derivativer Finanzinstrumente erfolgte

durch Barwertvergleich der

zugrunde liegenden Cashflows.


126 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

(14) Haftungsverhältnisse und sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen

1. Haftungsverhältnisse

Tsd. €

2.550

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 2.550

2. Sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen

aus Miet-, Leasing- und anderen Verträgen*

a) zeitlich befristet 121.820

fällig 2010 41.035

fällig 2011–2014 67.123

fällig nach 2014 13.662

b) zeitlich unbefristet (p.a.) 6.334

3. Verpfl ichtungen aus begonnenen

Investitionsvorhaben*

4.176

4. Übrige fi nanzielle Verpfl ichtungen* 56.108

* soweit nicht unter § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB fallend

(15) Außerbilanzielle Geschäfte

Bei Gesellschaften des Konzerns bestehen

seit vielen Jahren Sale- and

Lease-Back-Vereinbarungen, in deren

Zusammenhang betrieblich genutzte

Immobilien zunächst verkauft

und anschließend angemietet wurden.

Diese Verträge dienten im Erstjahr

der Freisetzung von liquiden

Mitteln für den Einsatz im Rahmen

weiterer Investitionen sowie der Realisierung

steuerlicher Vorteile.

Die laufenden Leasingraten enthalten

Zins- und Abschreibungsanteile. Im

Vergleich mit einer theoretischen Belastung

aus einer ansonsten selbst

durchgeführten Investition ergeben

sich daraus keine wesentlichen Risiken

oder Vorteile. Die Leasingverträge

enthalten übliche Kauf- bzw.

Mietverlängerungsoptionen, die es

den Leasingnehmern ermöglichen,

die Immobilien zu einem festgelegten

Preis zu kaufen.

Die laufenden fi nanziellen Belastungen

nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB für die

Folgejahre stellen sich wie folgt dar:

Gesamt

davon

Tsd. €

62.219

fällig 2010 8.687

fällig 2011–2014 18.347

fällig nach 2014 35.185

(16) Umsatzerlöse (Außenumsatz)

1. Aufgliederung nach Bereichen

Mio. €

1.587

Verlag Inland 607

Verlag Ausland 343

Digital 379

Direktmarketing 128

Druck 123

Sonstige 7

2. Geografi sche Aufgliederung 1.587

Inlandsumsatz 1.169

Auslandsumsatz 418

(17) Betriebsleistung (Gesamtumsatz)

(18) Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung

(19) Erträge aus Beteiligungen

2.078 Mio. €

361.746 Tsd. €

9.265 Tsd. €

(20) Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

Gesamt

Tsd. €

817

Abschlussprüfungsleistungen 748

Andere Bestätigungsleistungen 4

Steuerberatungsleistungen 44

Sonstige Leistungen 21

Konzernabschluss 2009 127


128 Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

(21) Mitarbeiter

Anzahl im Jahresdurchschnitt

Gewerbliche Mitarbeiter 903

Angestellte Mitarbeiter

davon

6.347

7.250 *

männliche Mitarbeiter 3.451

weibliche Mitarbeiter 3.799

*) davon 252 Mitarbeiter bei anteilskonsolidierten Gesellschaften

Anzahl am Jahresende

Zahl der Beschäftigten 7.118

davon 269 Mitarbeiter bei anteilskonsolidierten Gesellschaften

(22) Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat der in den

Konzernabschluss einbezogenen

börsennotierten TOMORROW FO-

CUS AG, München, haben im Dezember

2009 die Entsprechenserklärung

zum Deutschen Corporate

Governance Kodex nach § 161 des

AktG i.V.m. § 15 EG AktG auf der

Website der TOMORROW FOCUS

AG unter der Adresse www.tomorrow-focus.de

den Aktionären dauerhaft

zugänglich gemacht.

Offenburg, den 8. April 2010

Der Vorstand

Dr. P.-B. Kallen H. Markwort

P. Welte H. Eckstein

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Vorstehender zur Veröffentlichung

bestimmter Konzernabschluss und

Konzernlagebericht entsprechen

den gesetzlichen Vorschriften. Zum

vollständigen Konzernabschluss und

Konzernlagebericht haben wir den

folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den von der Hubert Burda

Media Holding Kommanditgesellschaft,

Offenburg, (vormals: Hubert

Burda Media Holding GmbH & Co.

Kommanditgesellschaft, Offenburg)

aufgestellten Konzernabschluss – bestehend

aus Bilanz, Gewinn- und

Verlustrechnung und Anhang –, und

den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr

vom 1. Januar bis 31. Dezember

2009 geprüft. Die Aufstellung

von Konzernabschluss und Konzernlagebericht

nach den deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften liegt in

der Verantwortung des Vorstands der

Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,

auf der Grundlage der von uns durchgeführten

Prüfung eine Beurteilung

über den Konzernabschluss und den

Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung

nach § 317 HGB unter Beachtung

der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten

deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen.

Danach ist die Prüfung so zu

planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten

und Verstöße, die sich

auf die Darstellung des durch den

Konzernabschluss unter Beachtung

der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung und durch den Konzernlagebericht

vermittelten Bildes

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

wesentlich auswirken, mit

hinreichender Sicherheit erkannt wer-

den. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse

über die Geschäftstätigkeit und

über das wirtschaftliche und rechtliche

Umfeld des Konzerns sowie die

Erwartungen über mögliche Fehler

berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung

werden die Wirksamkeit des

rechnungslegungsbezogenen internen

Kontrollsystems sowie Nachweise

für die Angaben in Konzernabschluss

und Konzernlagebericht

überwiegend auf der Basis von Stichproben

beurteilt. Die Prüfung umfasst

die Beurteilung der Jahresabschlüsse

der in den Konzernabschluss einbezogenen

Unternehmen, der Abgrenzung

des Konsolidierungskreises, der

angewandten Bilanzierungs- und

Konsolidierungsgrundsätze und der

wesentlichen Einschätzungen des

Vorstands sowie die Würdigung der

Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses

und des Konzernlageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass

unsere Prüfung eine hinreichend sichere

Grundlage für unsere Beurteilung

bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen

geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund

der bei der Prüfung gewonnenen

Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss

den gesetzlichen

Vorschriften und vermittelt unter Beachtung

der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz-

und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht

in Einklang mit dem Konzernabschluss,

vermittelt insgesamt ein

Konzernabschluss 2009 129

zutreffendes Bild von der Lage des

Konzerns und stellt die Chancen

und Risiken der zukünftigen Entwicklung

zutreffend dar.“

Karlsruhe, den 15. April 2010

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Franz Wagner Dr. Martin Nicklis

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


130 Struktur & Geschäftsfelder

Konzernobergesellschaft

Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft

Unternehmensstruktur

Dr. Hubert Burda

Verleger, geschäftsführender

Komplementär

Dr. Paul-Bernhard Kallen

Vorstandsvorsitzender

Burda Digital

Burda ConsumerTech Group

Dr. Paul-Bernhard Kallen

Fritz Oidtmann

TOMORROW FOCUS AG

Stefan Winners

Christoph Schuh

DLD

Dr. Marcel Reichart

Stephanie Czerny

Burda Digital Entertainment

Dr. Jörg Lübcke

Burda Digital Ventures

Dr. Paul-Bernhard Kallen

Burda Holding International

Dr. Paul-Bernhard Kallen

Fabrizio D’Angelo

Burda Eastern Europe

Winfried Blach

Arnd-Volker Listewnik

Burda Direct Group

Jürgen Siegloch

Michael Rohowski

Burda Druck

Egon Weimer

Burda Digital Systems

Gerhard Thomas

Helmut Markwort

Vorstand,

Erster Journalist

– FOCUS Magazin Verlag

Helmut Markwort

Frank-Michael Müller

– FOCUS TV

Helmut Markwort

Matthias Pfeffer

Burda Broadcast Media

Helmut Markwort

Michael Tenbusch

Burda Lifestyle Community

Playboy Deutschland

Publishing

Jürgen Feldmann

Verlagsgruppe MILCHSTRASSE

TV Spielfi lm Verlag,

Cinema Verlag, Max Verlag,

Fit for Fun Verlag

Jürgen Feldmann

Andreas Mayer

Magazin Verlag am Fleetrand

Jürgen Feldmann

P-Eleven

Gunnar Scheuer

Philipp Welte

Vorstand

Burda Style Group

Bunte Entertainment Verlag,

STARnetONE, ELLE Verlag,

Freundin Verlag,

Verlag Aenne Burda

Henning Ecker

– Medien Park Verlage

Burda Senator Verlag,

MFI Verlag, M.I.G.,

Burda Food Partners

Reinhold G. Hubert

Frank-Jörg Ohlhorst

– Super Verlag Berlin

SuperIllu Verlag,

Internet Magazin Verlag

Jochen Wolff

Heinz Scheiner

Burda Community Network

(BCN)

Andreas Schilling

– Vertrieb

Tobias Mai

Media Innovation Lab

Ulrich Hegge

BurdaYukom

Dr. Christian Fill

Media Market Insights

Helge-Jörg Volkenand

Burda Media Solutions

Andreas Struck

– Konzernkommunikation

Nikolaus von der Decken

Holger Eckstein

stellv. Vorstand

Burda Services

Holger Eckstein

Burda Procurement Center

Klaus Stoffel

Struktur & Geschäftsfelder 131

Prof. Dr. Robert Schweizer

assoziiertes Mitglied

des Vorstands

– Kanzlei Prof. Schweizer

Recht und Compliance

Prof. Dr. Robert Schweizer

Vorstand und Profi t-Center-Geschäftsführer, Stand: 1.5.10


132 Struktur & Geschäftsfelder

Geschäftsfelder

Als Familienunternehmen mit über 100-jähriger Geschichte verbindet Hubert Burda

Media Tradition mit Innovation. Führend im inländischen Zeitschriftenmarkt und

erfolgreich im Druckgeschäft, expandiert das Unternehmen in neue digitale Märkte

und baut seine Position im Direktmarketing sowie im Ausland aus. Der Außenumsatz

im Jahr 2009 betrug 1,587 Mrd. Euro. Rund 7.100 Mitarbeiter unterhalten und

informieren mit ihren Medien jeden Tag Millionen von Menschen und gewinnen

das Vertrauen von Kunden und Partnern.

Verlage

Hubert Burda Media verlegt in einem breiten Markenportfolio

268* Zeitschriften weltweit, davon 77 in Deutschland.

Pro Jahr erreichen die inländischen Verlage mit ihren

Titeln 80,1** Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14

Jahren. Konsequent expandiert das Unternehmen auch

in ausländische Märkte: 191* Magazine in elf Ländern

verlegen Burda Eastern Europe und Burda Holding International.

Digital

In der neuen Burda Digital bündelt Hubert Burda Media

erfolgreiche Wachstums unternehmen mit dem Schwerpunkt

B2C. Dazu zählen zum einen die strategischen

Internet-Aktivitäten des Konzerns; zum anderen gehören

dazu die Finanzbeteiligungen im Portfolio der Burda

Digital Ventures. Über Burda Broadcast und FOCUS TV

bildet der Konzern sein Broadcast-Portfolio mit mehr

als 30 direkten und indirekten Beteiligungen an Radio-

und Fernsehsendern und diversen TV-Formaten.

Stand: 1.5.10; *Stand: 31.12.09; **Quelle: ma 2010/I

Direktmarketing

Die Burda Direct Group ist eines der führenden Unternehmen

für crossmediales Dialog Marketing und CRM

in Deutschland sowie erfolgreich in Österreich, Frankreich

und der Schweiz. Das Leistungsspektrum umfasst

alle Dienstleistungen zu Direct Marketing, Customer

Service, Database Marketing und E-Commerce. Ausgefeilte

CRM-Systeme verknüpfen Daten aus On- und Offline-Aktivitäten

und schaffen so die Basis für erfolgreiche

Werbeaktionen.

Druck

Mit drei Werken in Deutschland und Frankreich zählt

Burda Druck zu den erfahrensten und leistungsfähigsten

Tiefdruckunternehmen Europas, dem auch zahlreiche

externe Kunden vertrauen.

Services

Die zentralen Dienstleister bündeln Kompetenz und

schaffen Synergien für interne und externe Kunden – von

crossmedialer Vermarktung über Vertrieb, Kommunikation,

Marktforschung und Corporate Publishing bis hin zu

Personalwesen und kaufmännischen Dienstleistungen.

AUSSENUMSATZ 2009

Hubert Burda Media nach

Geschäftsfeldern, in Mio. Euro

950 Verlag*

379 Digital**

128

123

Quelle: Konzern-Rechnungswesen

*Zeitschriften Inland, Zeitschriften Ausland; **einschl. Broadcast

7

Direktmarketing

Druck

Sonstige

REGIONALE GEWICHTUNG

Magazine von Hubert Burda Media

Stand: 31.12.09, Verlagsangabe

167

77 Deutschland

10 Asien

REICHWEITEN

Anzahl der Leser/Nutzer, die Hubert Burda Media mit ihren Zeitschriften bzw. entsprechenden Websites

in einem durchschnittlichen Monat erreicht

Basis: Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre; Quelle: TdW 2010/III, Produktinteressen (Top 5+6),

Themeninteressen in Zeitschriften (Top 5+6); AGOF internet facts 2009-IV, Produktinteressen (Top 3+4),

Themeninteressen im Internet (Top 3+4)

14

Osteuropa

und Türkei

Süd- und

Westeuropa

Print in Mio. Online in Mio.

People & Style 30,8

News & Finance 22,4

32,7

Consumer Tech & Entertainment

Health & Sports 29,8

Travel 21,4

Living, Garden & Food 30,7

People & Style 11, 2

News & Finance 11,9

12,8

Consumer Tech & Entertainment

Health & Sports 10,6

Travel 9,5

Living, Garden & Food 12,1


134 Register & Impressum

Impressum

Leitung und Konzeption:

Nikolaus von der Decken

Redaktionsleitung:

Bernd Hölzner

Art Direction:

Marcus Reichle

Redaktion und Koordination:

Susanne Bömmel, Katherina Paul, Clarissa Brandt, Verena Bücher, Jonas Grashey,

Regine von Kameke, Susanne Kern, Britta Meyer, Christiane Blana, Claudia Rottler

Layout:

Robert Scheuerer, Gabriele Hofstetter, Benjamin Liersch

Produktion:

Michael Schekatz, Front Office FOCUS

Druck:

Offset Druck Nürnberg

Lektorat:

Christina Madl

Burda GmbH

Konzernkommunikation

Arabellastr. 23, 81925 München

Tel. + 49 (0) 89 92 50 25 75

www.hubert-burda-media.de

Bildnachweis:

Ahmad Masood/Reuters/Corbis: 14; Alexandra Pauli: 26; André Chales de Beaulieu: 83;

Antenne Bayern: 84; Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin, Detail aus Inv.

Nr. SAE 1858,107: 4; Axel Bleyer: 92; Axel Schmidt/ddp images: 47; Bernd Ducke: 69;

bpk/Nationalgalerie, SMB/Jörg P. Anders: 8; Burda Druck: 75; Christine Olma: 96; Claudia

Thoma: 70; Dan Zoubek/BUNTE: 97; Felix Burda Stiftung: 94–95; Flo Hagena: 15–16,

20–22, 24, 27, 88–92; FOCUS GESUNDHEIT: 85; FOCUS Grafi k: 30–31; Getty Images: 16,

20–23, 27, 48; Hubert Burda Media: 28–29, 33–34, 43, 46, 51, 74, 76, 78, 80, 83, 87,

130–131; Hubert Burda Media/Christiane Blana: 69; Hubert Burda Media/Interne Kommunikation:

68; Iris Rothe: 71; iStockphoto.com/Aleksander Yurovskikh: 44; Jessica Kassner/API:

16; Jorinde Gersina: 3, 52, 55–56, 59–60; Marko Greitschus/API: 12; Michael Latz/ddp

images: 49; Michael Tinnefeld/API: 16, 30; München TV: 85; Picture Alliance: 72; Presse-

und Informationsamt der Bundesregierung/Gero Breloer: 93; Reinhard Görner: 62; Roger

Riedel: 61; RTL II: 85; Sabine Brauer Photos: 18, 21–23, 50, 91; Stiftung Preußische

Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg/Jorinde Gersina: Titel, 2, 7, Rückseite; SUPER

ILLU: 64; Susanne Mölle/TOMORROW FOCUS AG: 36; Sven Darmer/DAVIDS: 87; Thomas

Peter/Reuters/Corbis: 16; Tobias Schwarz/Reuters/Corbis: 16–17; Torsten Zimmermann:

10, 97; Ulrich Marx: 47; Wilfried Beege: 49; Wolf Heider-Sawall: 27; XING AG: 39

Register

A

ADJUG 36

Aenne Burda Award 21

Antenne Bayern 84

Asien 76

B

BAMBI 6, 12

Bildnachweis 134

BUNTE 15, 54

BUNTE.de 45, 54

Burda, Aenne 46

Burda-Bar 68

Burda Broadcast Media 84

Burda Community Network (BCN) 41, 44

Burda ConsumerTech Group 32, 34

Burda Digital 32, 132

Burda Digital Ventures 33

Burda Direct Group 80

Burda, Dr. Hubert 3, 30, 72, 88

Burda Druck 74

Burda Eastern Europe 78

Burda Food.net 45, 67

Burda Holding International 76

Burda Lifestyle Community 86

BURDA LIVE 70

Burda Living.net 45, 67

Burda Medien Park Verlage 66, 70

BURDA MODEN 46

BURDA STYLE 45, 53

Burda Style Group 44, 50

BurdaYukom 40

C

CELLULAR 36

CHANGE 42

CHIP 32, 34

CHIP Xonio Online 32, 34

Christian-Liebig-Stiftung 96

CINEMA 87

COMPUTERUNIVERSE 32, 34

COSMiQ 45

CYBERPORT 32, 34

D

DAS HAUS 65

DASKOCHREZEPT.de 67

Davos 24

Design House 76

Digital Life Design (DLD) 18, 25

Dogan Burda 76

E

ELITEPARTNER 36

ELLE 50

ELLE DECORATION 60, 63

Entertainment Economy 12

F

Felix Burda Stiftung 94

FINANZEN100.de 36

FIT FOR FUN 87

FOCUS 82

FOCUS GESUNDHEIT 84

FOCUS-MONEY 83

FOCUS Online 37

FOCUS-SCHULE 83

FOCUS TV 85

FREIZEIT REVUE 45, 66

FREUNDIN 58

FREUNDIN DONNA 58

G

Geschäftsfelder 132

GLAM Media 38

GOLDENE HENNE 64

GUTER RAT 64

H

Hindustan Times 74

HOLIDAYCHECK 36

Hubert Burda Lounge 69

I

Impressum 134

Indien 74

INO24.de 81

INSTYLE 56

J

JUPITER 87

K

Konzernabschluss 98

L

LISA 45, 66

LISA-FREUNDESKREIS.de 66

LUST AUF GENUSS 67

M

Media Innovation Lab 44

MEINE FAMILIE & ICH 67

MEIN SCHÖNER GARTEN 45, 67

MEIN SCHÖNES LAND 67

N

Netzwerke 38, 51

O

Osteuropa 78

P

PLAYBOY 87

Publishers’ Night 72

S

Schinkel, Karl Friedrich 6

SEVENLOAD 38

Spitzingsee 29

STARVISIT 70

Studio Gong 84

SUPER ILLU 64

T

TOMORROW FOCUS AG 32, 36

TRIBUTE TO BAMBI 97

TV SPIELFILM 86

TV TODAY 86

U

Unternehmensstruktur 130

V

Verlagsgruppe Berlin 64

Vertriebsallianz 41, 44

VDZ 72

VIPDIP.de 54

W

WOHNEN & GARTEN 45

Women & Entertainment Group 45, 66

World Economic Forum 25

X

XING 32, 39

We believe

in Print.

Pimp my

Strand-Outfit

Mach Dir Deine

Used-Jeans selbst:

Blau-Sein

für Anfänger

Sex-Toys aus WM-Artikeln

No.1 F/S 2010

20 Seiten

Kreativ-Guide

No.1

F/S 2010

PLUS:

SCHNITT

MUSTER

BOGEN

Deutschland € 8,00

Österreich € 9,00

Schweiz SFR 15,50

+++Im Interview: Jennifer Rostock+++Beim Basteln: Nadine Vasta Zum Download: Ms. Platnum+++

Neue Magazine von

Hubert Burda Media 2010


Jahrbuch 2010

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine