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30 Gelegenheiten zu helfen

Caritas-Projekte weltweit_2012


Hunger: gegen den

täglichen Skandal

Rund eine Milliarde Menschen hungern in

Asien, Afrika und Lateinamerika. Umweltkatastrophen

vernichten Ernten, Preisspekulationen

machen Grundnahrungsmittel

wie Reis, Mais oder Weizen unerschwinglich.

Agrartreibstoffe und Futtermittel-

herstellung verknappen das Angebot und

untergraben die Ernährungssicherheit zusätzlich,

weil ausländische Investoren sich

riesige Flächen Agrarland unter den Nagel

2

Verbessertes Saatgut bringt den Bauern ertragreichere Ernten.

reissen. Die Hungerkrise lässt sich nur

überwinden, wenn weltweit auf nachhaltige

ländliche Entwicklungsstrategien im Interesse

einer kleinräumigen Landwirtschaft

umgeschwenkt wird. In den Projekten der

Caritas Schweiz zur Hungerbekämpfung

ist die Sicherung der Lebensgrundlagen

ein primäres Ziel. Wichtig ist zudem auch,

dass die Bauernfamilien ihre Produkte zu

vermarkten lernen.

Weitere Infos: www.caritas.ch/hunger

Tschad: Die Selbstversorgung sichern

Mit ertragreicherem Saatgut und optimierten Anbaubedingungen

können sich 500 Bauernfamilien im Tschad besser

selbst versorgen. Sie werden bei der Vermarktung ihrer

Produkte unterstützt und erwirtschaften so ein Einkommen.

Mit Kleinkrediten können landwirtschaftliche Geräte gekauft

werden.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 449 699

www.caritas.ch/hunger/tschad


Myanmar: Organische Landwirtschaft

25 junge Bauern absolvieren einen Lehrgang in organischer Landwirtschaft.

Neben der Steigerung der Grundnahrungsmittelproduktion stehen Diversifizierung

sowie Bodenschutzmassnahmen im Vordergrund. Nach der Ausbildung geben

sie ihr Wissen als Instruktoren den lokalen Bauern weiter.

Laufzeit: bis März 2016

Projektkosten: CHF 508 554

Guatemala: Ökologische Landwirtschaft

Der Petén ist durch Abholzung und Klimawandel stark gefährdet. 2500 Bäuerinnen

und Bauern werden in ökologischer Landwirtschaft unterrichtet und

beim Vertrieb ihrer Produkte unterstützt. Dies sichert den Familien einen höheren

Gewinn und schützt zugleich die natürlichen Ressourcen.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 177 840

Haiti: Wasser bringt Nahrung

Mit baulichen Massnahmen im Bereich Bewässerung und Weiterbildungen zum

Thema Saatgut kann die landwirtschaftliche Produktion in Artibonite erhöht

werden. Damit verbessert sich die Selbstversorgung und Ernährungssituation für

die arme Bevölkerung.

Laufzeit: bis Dezember 2014

Projektkosten: CHF 1 399 926

Südsudan: Den Hunger besiegen

Im Südsudan macht Caritas arme Bauernfamilien mit verschiedenstem Saatgut

ver traut. Die Familien erproben den Anbau neuer Sorten und verbessern ihre

Technik. Zudem wird die Bienenzucht und Fischerei professionalisiert. Von den

Massnahmen profitieren 50 000 Menschen.

Laufzeit: bis September 2013

Projektkosten: CHF 2 621 520

Bosnien-Herzegowina: Himbeeren statt Abwanderung

Durch Weiterbildung, Beratung und Kleinkredite können 240 Bauernfamilien ihre

Himbeer-Produktion erhöhen. Der gewonnene Verdienst kommt einem durchschnittlichen

Einkommen gleich und bietet eine echte Alternative zur Wegwanderung

aus Bosnien-Herzegowina.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 847 039

www.caritas.ch/hunger/myanmar

www.caritas.ch/hunger/guatemala

www.caritas.ch/hunger/haiti

www.caritas.ch/hunger/sudan

www.caritas.ch/hunger/bosnien

Von den Kursen profitieren zahlreiche

Bauernfamilien.

Die Bäuerinnen und Bauern werden in

ökologischer Landwirtschaft ausgebildet.

Dank bewässerten Feldern können die

Bauernfamilien mehr ernten.

Die Bauernfamilien lernen auf Vorführfeldern

neue Anbaumethoden.

Der Anbau von Himbeeren sichert den

Familien ein Einkommen.

3


Genügend

Wasser zum Leben

Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht.

Doch 900 Millionen Menschen haben

gemäss Uno weltweit keinen Zugang zu

sauberem Trinkwasser, über 2,6 Milliarden

können keine sanitären Anlagen nutzen.

Die falsche oder zu intensive Nutzung von

Wasser, die Verschmutzung der weltweiten

Wasserressourcen, die Verstädterung, aber

auch Missmanagement behindern effi-

ziente und nachhaltige Wasserversorgungen.

Das bringt dramatische Missstände

4

bei der Hygiene mit sich. Über achtzig

Prozent der Erkrankungen und ein Viertel

aller Todesfälle in den Entwicklungsländern

sind auf verunreinigtes Wasser zurückzuführen.

Eine integrierte Bewirtschaftung

der Wasserressourcen ist dringend nötig.

Caritas Schweiz baut Trinkwasserversorgungen,

sanitäre Installationen und erstellt

Bewässerungssysteme für die Nahrungsmittelproduktion.

Mali: Dämme ermöglichen den Gartenbau

Mit dem Bau von Rückhaltedämmen können sechs Hektar

Nutzfläche bewässert werden. Somit ist es möglich, Getreide,

Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer und Tomaten anzubauen.

Das Projekt sichert die Ernährung von 25 000 Menschen

in rund 50 Dörfern im Pays Dogon.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 400 117

Weitere Infos: www.caritas.ch/wasser

Reiche Ernte in Mali. Die Bewässerung der Felder sichert die

Ernährung. www.caritas.ch/wasser/mali


Südsudan: Felsbecken als Wasserreservoirs

In natürlichen Felsbecken sammeln die Menschen aus fünf Dörfern in Ost-Equatoria

Regenwasser. Mit wenig Aufwand lässt sich die Speicherkapazität der

Becken massiv erhöhen. Ein zusätzliches Verteilersystem erleichtert Frauen und

Kindern die schwere Arbeit des Wassertransports.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 110 000

Äthiopien: Wasser für die Dürreregion

Äthiopien kämpft mit einer langanhaltenden Dürre. Durch den Bau von Wasser-

Sammelbecken (Birkads), Brunnen und Quellfassungen erhalten die Menschen

Zugang zu sauberem Wasser. Sie werden zugleich im fachgerechten Betrieb der

Anlagen unterrichtet und erhalten Hygienekurse.

Laufzeit: bis Juli 2013

Projektkosten: CHF 724 553

Pakistan: Hilfe für die Flutopfer

Bei den Überschwemmungen 2010 wurden auch die Wasserversorgung und

sanitäre Einrichtungen schwer beschädigt. Das Projekt sieht die Reparatur von

Handpumpen, Leitungen und Tanks vor, Latrinen werden gebaut und Hygiene-

Trainings durchgeführt. Davon profitieren 1120 Familien.

Laufzeit: bis September 2013

Projektkosten: CHF 1 596 260

Tadschikistan: Nachhaltige Trinkwasser-Nutzung

Vier Dörfer im Distrikt Muminabad erhalten Haushaltsanschlüsse für Wasser

sowie Wasserzähler. Damit ist ein ökonomischerer Umgang mit dem kostbaren

Gut garantiert, da der Verbrauch genau gemessen und bezahlt wird. Das Projekt

ermöglicht 2000 Personen einen leichteren Wasserzugang.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 204 099

Vietnam: Wasser das ganze Jahr

Für eine ganzjährige Wasserversorgung werden in drei Gemeinden im Distrikt

Quan Ba Versorgungssysteme gebaut oder bestehende verbessert. Für deren

Unterhalt bildet Caritas Komitees und schult Fachpersonen. Hygienekurse vermitteln

den richtigen Umgang mit Wasser.

Laufzeit: bis Februar 2015

Projektkosten: CHF 130 000

www.caritas.ch/wasser/sudan

www.caritas.ch/wasser/aethiopien

www.caritas.ch/wasser/pakistan

www.caritas.ch/wasser/tadschikistan

www.caritas.ch/wasser/vietnam

Ein natürliches Felsbecken wird zu einem

grösseren Wasserspeicher ausgebaut.

Kurse vermitteln den Zusammenhang von

Hygiene, Wasser und Gesundheit.

Ziel des Projektes ist es, die hygienischen

Bedingungen markant zu verbessern.

Mit Wasserzählern wird künftig Sorge zur

knappen Ressource getragen.

Während der Trockenzeit leidet die Berggemeinde

in Quan Ba unter Wassermangel.

5


Einsatz für

die Menschenrechte

Menschenrechte werden nicht nur in bewaffneten

Konflikten verletzt. Missachtet

werden sie oft auch da, wo eklatante Unterschiede

zwischen Arm und Reich aufeinander

treffen. Im Kampf um Ressourcen

kommen Landrechte einfacher Bauern-

familien und von Minderheiten unter die

Räder. Neuer Wohlstand fördert den Bedarf

nach persönlichen Dienstleistungen

wie etwa der Hausarbeit, die oft unter

6

sklavereiähnlichen Bedingungen geleistet

wird. Caritas setzt sich ein für die Menschenrechte

von besonders gefährdeten

Gruppen: ethnischen Minderheiten, Frauen

sowie Kindern und Jugendlichen. Sie sollen

in der Lage sein, ihren Rechten Nachachtung

zu verschaffen und ihr Leben in

Würde und Frieden selbstbestimmt zu gestalten.

Weitere Infos: www.caritas.ch/menschenrechte

Mali: Rechte für Prostituierte und

ihre Kinder

Die Armut treibt viele Frauen in Mali in die Prostitution. In

sechs Zentren erhalten die Frauen medizinische Betreuung

und mit Kleinkrediten und Kursen berufliche Alternativen.

Die Kinder werden staatlich registriert, erhalten Schulgeld

und medizinische Betreuung.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 661 975

Erst durch eine staatliche Registrierung können die Kinder zur

Schule gehen. www.caritas.ch/menschenrechte/mali


Uganda: Berufsausbildung für Aids-Waisen

HIV hat viele Kinder und Jugendliche in Uganda zu Waisen gemacht. Das Caritas-Projekt

ermöglicht 380 Jugendlichen eine Berufsausbildung und damit

eine echte Alternative zum Leben auf der Strasse. Die Schule benötigt weitere

Ausbildungsräume, eine Aula und eine Lehrküche.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 273 370

Philippinen: Schutz vor Gewalt

Die Armut auf den Philippinen löst häufig Gewalt gegen Mädchen und Frauen

aus. Mit dem Projekt erhalten die Betroffenen Schutz und Unterkunft.

Zum Angebot gehören Traumatherapien, juristische Beratung und, für eine bessere

wirtschaftliche Situation, die Vergabe von Kleinkrediten.

Laufzeit: bis November 2014

Projektkosten: CHF 379 758

Kosovo: Minderheiten arbeiten zusammen

Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit von Roma, Bosniaken und Albanern in

den Gemeinden Prizren und Dragash. Aktivitäten wie Jugendlager, Rundtische,

Workshops und gegenseitige Besuche unterstützen den Zusammenhalt. Der

Schwerpunkt liegt bei der Jugend- und Frauenförderung.

Laufzeit: bis Dezember 2014

Projektkosten: CHF 1 224 206

Moldau: Bildungschancen für behinderte Kinder

Für eine erfolgreiche Integration von 80 behinderten Kindern in Regelschulen

braucht es Vorkehrungen: Individuelle Erziehungspläne werden erstellt und Stellen

für Heilpädagoginnen geschaffen. Eltern, Lehrpersonal und Behörden erhalten

Schulungen zu integrativer Erziehung.

Laufzeit: bis November 2013

Projektkosten: CHF 189 217

Bolivien: Missbrauch von Kindern verhindern

Vier Dörfer erhalten Zentren zur psychologischen und juristischen Betreuung von

missbrauchten Kindern. 3000 Kinder und Jugendliche, Lehrpersonal und Eltern

werden in Workshops zu Misshandlungen und sexuellem Missbrauch aufgeklärt

und sensibilisiert.

Laufzeit: bis Juni 2014

Projektkosten: CHF 134 964

www.caritas.ch/menschenrechte/uganda

www.caritas.ch/menschenrechte/philippinen

www.caritas.ch/menschenrechte/kosovo

www.caritas.ch/menschenrechte/moldau

www.caritas.ch/menschenrechte/bolivien

Schneiderei, Informatik und Catering sind nur

drei von vielen Ausbildungsangeboten.

Die Frauen treten aus der Isolation heraus

und entwickeln Selbstvertrauen.

Gemeinsam kann man viel bewirken. Interkulturelle

Zusammenarbeit im Kosovo.

Behinderte Kinder brauchen für ihre Entwicklung

eine individuelle Förderung.

Die Kinder lernen, wo sie «Nein» sagen

dürfen und sollen.

7


Katastrophen:

Helfen und vorbeugen

Wirbelstürme, Dürren, Erdbeben, aber

auch Vertreibungen, Kriege und Umweltzerstörungen

führen zu Katastrophen und

damit zu unermesslichem Leid. Tausende

oder sogar Hunderttausende Menschen

verlieren auf einen Schlag ihre Existenz

und sind auf Hilfe angewiesen. Sie müssen

lernen, sich schnell aus der Abhängigkeit

zu befreien und ihr Leben wieder selbst in

die Hand zu nehmen. Caritas Schweiz ver-

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fügt über ein Netz in 160 Ländern, um bei

Katastrophen rasch und bedarfsgerecht

zu handeln. Sie engagiert sich im Häuserbau

und unterstützt die Opfer beim Aufbau

einer neuen Existenz. Aber auch die Prävention

vor neuen Katastrophen ist ein

wichtiges Anliegen der Caritas. Dazu gehören

ein ökologischer Umgang mit den

Ressourcen und der Klimaschutz.

Weitere Infos: www.caritas.ch/katastrophen

Bangladesch: Vorbereitung auf

Katastrophen

Bangladesch wird häufig von Überschwemmungen und

Stürmen heimgesucht. Caritas bereitet 216 Gemeinden auf

den Ernstfall vor. Katastrophen-Komitees werden gebildet

sowie Teams zur Frühwarnung, Evakuierung und für die

erste Hilfe. Regelmässige Übungen festigen das Wissen.

Laufzeit: bis Februar 2014

Projektkosten: CHF 451 690

Damit es im Ernstfall funktioniert, muss regelmässig lebensnah

geübt werden. www.caritas.ch/katastrophen/bangladesch


Indien: Hilfe für flutgefährdete Dörfer

Gemeinsam mit der Bevölkerung trifft Caritas Vorsorgemassnahmen in 30 flutgefährdeten

Dörfern. Handpumpen und Häuser werden erhöht, Saatgutbanken

eingerichtet, Tiere geimpft und Katastrophen-Komitees erstellt. Die Frauen erhalten

Kurse zur Herstellung von Heilmitteln aus Kräutern.

Laufzeit: bis November 2014

Projektkosten: CHF 189 450

Irak: Anlaufstellen für vertriebene Kinder

In zehn mobilen Zentren im ganzen Land erhalten Kinder von intern vertriebenen

Familien medizinische und psychosoziale Betreuung. Nachhilfestunden sollen den

Wiedereinstieg in die Schule erleichtern und Freizeitaktivitäten wie Fussball, Kunst

und Musik zur Erholung beitragen.

Laufzeit: bis August 2013

Projektkosten: CHF 300 105

Kolumbien: Ein Neuanfang für Vertriebene

Das Projekt unterstützt intern vertriebene Familien beim Neuaufbau einer Existenz.

Die Familien erhalten Alphabetisierungskurse und Informationen über ihre

Rechte. Gemeinsam wird nach Einkommensmöglichkeiten gesucht, etwa mit

Viehzucht und dem Anbau von Kautschuk-Bäumen.

Laufzeit: bis Dezember 2013

Projektkosten: CHF 224 010

Nicaragua: Nachhaltige Landwirtschaft schützt

In Workshops lernen 200 arme Bauernfamilien aus der Gemeinde Jinotega ihr

Land ökologisch und nachhaltig zu bewirtschaften. Damit werden Bodenerosionen

verhindert und die Dörfer sind besser vor Naturkatastrophen geschützt.

Die Massnahmen bewirken aber auch höhere Ernteerträge.

Laufzeit: bis April 2014

Projektkosten: CHF 200 971

Sri Lanka: Hilfe für kriegsbetroffene Frauen

380 kriegsbetroffene, alleinerziehende Frauen vernetzen sich zu einer Genossenschaft.

Gemeinsame Anliegen sind die Bildung der Kinder und eigene Weiterbildungen,

die Schaffung von Spargruppen und Massnahmen zur Einkommensförderung.

Das Projekt unterstützt die Genossenschaft.

Laufzeit: bis Juli 2013

Projektkosten: CHF 173 198

www.caritas.ch/katastrophen/indien

www.caritas.ch/katastrophen/irak

www.caritas.ch/katastrophen/kolumbien

www.caritas.ch/katastrophen/nicaragua

www.caritas.ch/katastrophen/srilanka

Ein Kurs zur Herstellung von Heilmitteln,

speziell zur Bekämpfung von Durchfällen.

Bildung statt Betteln auf der Strasse.

Eine Fischzucht sichert Einkommen und

Ernährung.

Die ökologische Landwirtschaft bringt auch

grössere Ernten.

In der Gemeinschaft stärker: die Frauen

vernetzen sich und helfen einander.

9


Armut in der

Schweiz halbieren

Jede zehnte Person in der Schweiz ist von

Armut betroffen. Zwar verfügt unser Land

über ein gut funktionierendes Sozialsystem,

dennoch gibt es immer mehr Menschen,

die aus dem sozialen Netz herausfallen

und mit Existenznot zu kämpfen

haben. Besonders gefährdet sind Allein-

erziehende und Familien mit mehr als drei

Kindern sowie Personen mit einer ungenügenden

Ausbildung, die unter prekären

10

Bedingungen ihr Einkommen verdienen

oder arbeitslos sind. Ihnen steht Caritas

unterstützend zur Seite. Caritas hat eine

Dekade der Armut lanciert und möchte bis

ins Jahr 2020 die Armut in der Schweiz halbieren.

Eine wirkungsvolle Armutspolitik

muss zum Ziel haben, Armut zu vermeiden.

Dies ist daher auch ein wichtiger Aspekt

der Caritas-Projekte in der Schweiz.

Weitere Infos: www.caritas.ch/schweiz

Caritas-Markt bietet vergünstigte

Produkte

In den schweizweit 24 Caritas-Märkten können Armutsbetroffene

gegen Vorweisen einer Berechtigungskarte Lebensmittel

und Produkte des täglichen Bedarfs zu stark ermässigten

Preisen beziehen. Die Einsparungen gegenüber den

Detailhändlern betragen bis zu 50 Prozent.

Laufzeit: unbeschränkt

Projektkosten: CHF 800 000 pro Jahr

Wer im Caritas­Markt einkauft, gewinnt einen kleinen Spielraum

im Budget. www.caritas.ch/schweiz/caritas_markt


KulturLegi – am Leben teilhaben

Die KulturLegi ermöglicht es Menschen in finanzieller Notlage am gesellschaftlichen

und kulturellen Leben teilzunehmen. Verschiedene private und öffentliche

Anbieter aus Kultur, Sport und Bildung akzeptieren die KulturLegi und gewähren

bis zu 70 Prozent Rabatt.

Laufzeit: unbeschränkt

Projektkosten: CHF 120 000 pro Jahr

Schulstart+ erleichtert den Eintritt in die Schule

Mit Schulstart+ bereitet Caritas Migrantenfamilien, die zwei- bis fünfjährige Kinder

haben, auf die Kindergarten- und Schulzeit vor. Dies hilft ihnen, sprachliche

und kulturelle Hindernisse zu überwinden und einen guten Start in die Schulzeit

zu finden.

Laufzeit: unbeschränkt

Projektkosten: CHF 200 000 pro Jahr

Hotline SOS Schulden

Wer Schuldenprobleme hat, tut sich oft schwer damit, rechtzeitig Hilfe zu suchen.

Caritas bietet eine Hotline mit der Nummer 0800 708 708 an, unter der sich

Betroffene von Fachpersonen zu belastenden Schuldenfragen beraten lassen

können.

Laufzeit: unbeschränkt

Projektkosten: CHF 210 000 pro Jahr

Noteinsätze bei Bergbauernfamilien

Die Arbeit auf einem Bergbauernhof ist hart. Wenn jemand erkrankt oder wenn

der Hof von einem Unwetter getroffen wird, können die Familien die Lage oft

nicht mehr selbst bewältigen. Caritas-Bergeinsatz vermittelt Freiwillige, die in

solchen Notsituationen kurzfristig aushelfen.

Laufzeit: unbeschränkt

Projektkosten: CHF 150 000 pro Jahr

Mit Teamspirit Konflikten vorbeugen

Das Zusammenspiel auf dem Fussballplatz ist ein wichtiges Übungsfeld für

den fairen Umgang miteinander. Caritas schult Teams und ihre Trainerinnen

und Trainer, damit sie besser mit Spannungen und interkulturellen Konflikten

umgehen können.

Laufzeit: unbeschränkt

Projektkosten: CHF 170 000 pro Jahr

www.caritas.ch/schweiz/kulturlegi

www.caritas.ch/schweiz/schulstart

www.caritas.ch/schweiz/sos_schulden

www.caritas.ch/schweiz/noteinsaetze

www.caritas.ch/schweiz/teamspirit

Gegen Isolation: Mehr als 30 000 Personen

besitzen eine KulturLegi.

Für die Kinder ist es wichtig, dass ihre Eltern

das Schulsystem kennen.

Die Hotline SOS Schulden ist kostenlos

und anonym.

Freiwillige leisten bei Notsituationen

wertvolle Unterstützung.

Fussball macht Spass, besonders wenn es

auf dem Spielfeld fair zu­ und hergeht.

11


Möchten Sie ein bestimmtes

Projekt unterstützen?

Caritas hilft Menschen in Not, unbesehen von ihrer religiösen

und politischen Anschauung und ihrer ethnischen Zuge-

hörigkeit. Dazu ist sie auf Unterstützung angewiesen. Die

Publikation «30 Gelegenheiten zu helfen» richtet sich an

Spenderinnen und Spender sowie an Gemeinden, Schulen,

Pfarreien und Firmen, die ein bestimmtes Projekt auswählen

und einmalig oder regelmässig unterstützen möchten.

Caritas präsentiert eine Auswahl ihrer rund 340 aktuellen

Projekte in über 40 Ländern. Der Katalog zeigt, wie in

den Schwerpunktthemen Hungerbekämpfung, Wasser,

Menschenrechte, Humanitäre Hilfe und Klimaschutz sowie

in der Schweiz konkret geholfen wird.

Wenn Sie sich für eines dieser Projekte interessieren,

finden Sie dazu über einen direkten Link weiter-

führende Informationen auf der Website.

Wir helfen Menschen.

Caritas Schweiz

Löwenstrasse 3, Postfach Telefon: +41 41 419 22 22 Internet: www.caritas.ch

CH-6002 Luzern Telefax: +41 41 419 24 24 E-Mail: info@caritas.ch


Impressum

Titelbild: Bertrand Rey

Bilder: Alan Meier, Andreas Schwaiger, Pia Zanetti,

Luca Zanetti, Ryan Worms, Urs Siegenthaler

Redaktion: Ulrike Seifart

Konzept: Spinas Civil Voices, Zürich

Grafik: Thomas Schneider

Druck: Abächerli Druck AG, Sarnen

Qualitätsmanagementsystem

ISO 9001, Reg.-Nr.14075

Wem möchten

Sie helfen?

Liebe Gönnerinnen und Gönner

«30 Gelegenheiten zu helfen»: Unter diesem Titel

stellen wir Ihnen 30 unserer rund 340 aktuellen

Projekte vor. Um diese realisieren zu können, ist

Caritas Schweiz ganz besonders auf Ihre Unterstützung

angewiesen ist. Der Projektkatalog soll

Ihnen als Entscheidungshilfe dienen, wenn Sie

Ihre Solidarität gezielt für ein Projekt Ihrer Wahl

zum Ausdruck bringen wollen.

Der Kampf gegen den Hunger, eine ausreichende

Versorgung mit Wasser, Schutz der Menschenrechte

und die – möglichst vorbeugende – Hilfe

gegen die Folgen von Katastrophen und von Klimaveränderungen

sind die zentralen Anliegen unserer

Auslandarbeit. In der Schweiz ist die Reduktion

der Armut unser Ziel. Wir zeigen Ihnen kurz

und prägnant, wie wir Menschen in Not helfen und

ihre Lebenssituation verbessern können. Wenn Sie

mehr über ein bestimmtes Projekt wissen möchten,

finden Sie weiterführende Unterlagen über die

angegebenen Links auf unserer Website. Für

Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Für Ihren grosszügigen Beitrag danke ich Ihnen

schon jetzt sehr herzlich.

Hugo Fasel

Direktor Caritas Schweiz


Mit Ihrer Spende

bewirken Sie viel

Gegen Hunger

Für 125 Franken erhalten zehn Bauern in Haiti

eine Schulung, in der sie lernen, wie sie hochwertiges

Saatgut gewinnen.

Für besseres Wasser

Die Instandsetzung eines Brunnens in Äthiopien

kostet 2850 Franken. Dadurch haben 385

Menschen wieder sauberes Wasser.

Für Menschenrechte

Mit 686 Franken können hundert Kinder in Mali

staatlich registriert werden, und sie erhalten so

Zugang zur Schule.

Bei Katastrophen

Um Katastrophenübungen für 1500 Menschen

aus flutgefährdeten Dörfern in Indien durchzuführen,

braucht es 3050 Franken.

In der Schweiz

Die präventive Beratung zur Schuldenvermeidung

von 200 Jugendlichen durch Fachpersonen

beträgt 1600 Franken.

Ihre Spende kommt an

Projekte

91,8

%

4,1 4,1

Fundraising und Werbung

Übriger administrativer Aufwand

91,8 Prozent Ihrer Spende werden für Projekte

eingesetzt.

Danke für Ihre Solidarität mit

den ärmsten Menschen der Welt.

Wenn Sie direkt helfen und ein Projekt finanziell unterstützen, geben

Sie bei der Überweisung bitte das Land und den Projekttitel an. So

kann Ihre Spende dem ausgewählten Projekt gutgeschrieben werden.

Caritas-Projekte weltweit 2012

Caritas Schweiz ist seit 1942

ZEWO-zertifiziert.

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Wir helfen Menschen.

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Abächerli 08.2012

441.02

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