KBO Kurier - Kliniken des Bezirks Oberbayern

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KBO Kurier - Kliniken des Bezirks Oberbayern

KBO Kurier

Nr. 5 \\ 2009

Im Gespräch mit ...

Strategische KBO-Ziele 2009

Jubiläum der Lech-Mangfall-Kliniken

Neuberufung des Leitungsgremiums

ICF-Workshop im Inn-Salzach-Klinikum

5 Jahre Soteria am Klinikum München-Ost

Neuer Stiftungslehrstuhl für Sozialpädiatrie

Grundsteinlegung der Forensik in Taufkirchen (Vils)


Josef Mederer

Bezirkstagspräsident von

Oberbayern

Verwaltungsratsvorsitzender

Kliniken

des Bezirks Oberbayern -

Kommunalunternehmen“

KBO Kurier

Grußwort

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

inzwischen haben bereits drei Sitzungen des neu

gewählten Verwaltungsrates der Kliniken des

Bezirks Oberbayern stattgefunden. Wie erhofft

und erwartet ist die Zusammenarbeit in diesem

Gremium auch in neuer Besetzung sehr partnerschaftlich

und zielorientiert. Die Weiterentwicklung

des KBO wird intensiv diskutiert und beraten, um

der unternehmerischen Verantwortung, die der

Verwaltungsrat als Aufsichtsebene trägt, gerecht zu

werden.

Dabei sorgt einerseits die politische Vielfalt für

zusätzliche Impulse, andererseits die Tatsache, dass

erstmals Mitarbeiter des KBO unter den Verwaltungsräten

sind. Auch wenn sich unser Verantwortungsbereich

vorrangig auf den Gesamtkonzern

konzentriert, sehe ich in dem direkten Bezug zur

täglichen Arbeit der Kliniken des Bezirks Oberbayern

eine wichtige Bereicherung.

Alle Verwaltungsräte sind Mitglieder des Bezirkstags

von Oberbayern und vertreten daher

vielfältige Interessen. Als Verwaltungsräte übernehmen

sie die Aufsichtspfl icht für die Kliniken, die mit

Beschluss des Bezirkstags in die unternehmerische

Freiheit entlassen wurden. Als Bezirksräte übernehmen

sie weiterhin mit der Sicherstellung der

psychiatrischen Versorgung in Oberbayern eine

wichtige politische Verantwortung. Den politischen

Sicherstellungsauftrag nimmt also nach wie vor der

Bezirk Oberbayern wahr, die Umsetzung erfolgt in

den unternehmerisch eigenständigen Kliniken.

Die organisatorische Struktur unserer Kliniken ist

wesentlich von diesem Wechselspiel zwischen unternehmerischer

Freiheit und politischem Sicherstellungsauftrag

geprägt. Darin sehen wir die Basis

für die Zukunftsfähigkeit und den Erfolg des KBO.

Lesen Sie in dieser Ausgabe:

Im Gespräch mit Vorstand Martin Spuckti ................ 3

Rückblick und Aktuelles ....................................................... 5

Kurz gemeldet ........................................................................... 7

Jubiläum der Lech-Mangfall-Kliniken ............................. 9

Soteria feiert Jubiläum ....................................................... 10

Neuer Stiftungslehrstuhl für Sozialpädiatrie .......... 11

Erfolgreicher Leuchtturm in Bayern ........................... 12

AGATE im Inn-Salzach-Klinikum .................................. 13

Aktive Freizeitgestaltung im SPZ-Treff ..................... 14

Grundsteinlegung in Taufkirchen (Vils) ..................... 14

ICF-Workshop im Inn-Salzach-Klinikum .................. 15

Rund zwei Jahre nach der Gründung hat sich die

neue Organisationsstruktur in vielen Bereichen

bewährt und entwickelt sich zunehmend positiv.

Verbesserungsbedarf zeichnet sich für den Bereich

EDV ab, mit dem sich der Verwaltungsrat Mitte Mai

befasst hat.

Hier gilt es, die vor Gründung des Kommunalunternehmens

ausgearbeitete Organisationsstruktur

mit den drei Bereichen IT der Kliniken, EDV Infrastruktur-Gesellschaft

mbH und EDV der Bezirksverwaltung

auf ein gemeinsames Ziel auszurichten:

die Umsetzung einer ausfallsicheren, modernen

Technologie, die die bestmögliche Unterstützung

aller bei der Erfüllung ihrer Kernaufgaben gewährleistet.

Ich möchte an dieser Stelle an Sie als Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter appellieren und um Ihr

konstruktives Mitwirken werben. Nur durch die

aktive Zusammenarbeit aller kann hier auch eine

Verbesserung zum Wohle aller herbeigeführt werden.

Als Vorsitzender des Verwaltungsrates kann

ich Ihnen versichern, dass wir das KBO bei den

erforderlichen Verbesserungsmaßnahmen umfassend

unterstützen werden.

Ihr Bezirkstagspräsident Josef Mederer

Vorsitzender des Verwaltungsrates

Klassifi kationssystem für Pfl egediagnosen ............... 16

Online-Beratung für Menschen mit Autismus ...... 17

Im Gespräch mit ... ............................................................... 18

Dienstjubiläum von Prof. Dr. Matthias Dose ......... 21

Abschiedsfeier von Dr. Kurt Vock ................................ 22

Neue Mitarbeiter .................................................................. 23

Veranstaltungen im KBO .................................................. 25

Neue Literatur ....................................................................... 28

Gemeinsam gegen Leukämie ......................................... 29

Was bedeutet eigentlich ... .............................................. 29

Strategische KBO-Ziele 2009 ........................................ 30


Im Gespräch mit ...

Redaktion Herzlichen Glückwunsch, Herr Spuckti,

vor wenigen Wochen wurden Sie zum stellvertretenden

Vorsitzenden des Interessenverbands

kommunaler Krankenhäuser e. V. (IVKK) gewählt.

Welche Ziele verfolgt der Verband?

Martin Spuckti Der IVKK fördert den Erfahrungsaustausch

zwischen kommunalen Krankenhäusern

mit dem Ziel, ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten

und zu verbessern. Derzeit ist die Mehrheit der

Krankenbausbetten in Deutschland in öffentlicher

Trägerschaft. Der Verband setzt sich dafür ein, dass

das auch in Zukunft so bleibt. Er wendet sich gegen

die rein betriebswirtschaftlich-profi torientierte

Betrachtung des Krankenhauswesens.

Redaktion Und welche Rolle spielt das KBO?

Martin Spuckti Anfang 2007 wurden die Kliniken

des Bezirks Oberbayern in eine neue Unternehmensform

ausgegründet. Bereits bei der Erarbeitung

der neuen Organisationsstruktur wurde

großer Wert auf die Beibehaltung der öffentlichen

Trägerschaft gelegt. Der Bezirk Oberbayern

trägt weiterhin die politische Verantwortung für

die psychiatrische Versorgung der Bevölkerung

von Oberbayern, während die unternehmerisch

eigenständigen Kliniken als Tochtergesellschaften

des Kommunalunternehmens die psychiatrische

Versorgung erbringen.

In den Interessensverband möchte ich einerseits

unsere Erfahrungen mit diesem erfolgreichen

Modell der Neustrukturierung kommunaler Krankenhäuser

einbringen. Andererseits werden mit

dem Beitritt des KBO in den bisher eher somatisch

geprägten IVKK auch die Anliegen der psychiatrischen

Kliniken deutlich gemacht.

Schließlich stellt der IVKK mit Sitz in Berlin eine

über die Grenzen Oberbayerns und Bayerns

hinausgehende Vertretung unserer Interessen

dar. Denn die überregionalen Entwicklungen im

Krankenhauswesen und die bundespolitischen Entscheidungen

sind auch für die Kliniken des Bezirks

Oberbayern von wesentlicher Bedeutung.

Redaktion Sie sprechen von einem Erfolgsmodell

der Kliniken des Bezirks Oberbayern. Demnach

bewährt sich die neue Organisationsstruktur?

Martin Spuckti Das kann ich nur bestätigen. Die

Zusammenarbeit der Kliniken entwickelt sich

zunehmend positiv. Gemeinsame Projekte werden

über die KBO-Arbeitskreise initiiert und umgesetzt,

Fachveranstaltungen mit Unterstützung des

Leitungsgremiums geplant und durchgeführt.

Auch die wirtschaftliche und strategische Entwick-

... Vorstand Martin Spuckti

lung entspricht unseren Planungen. Unter anderem

wurde den Anträgen des Inn-Salzach-Klinikums

und der Lech-Mangfall-Kliniken auf neue Betten

zugestimmt. Im Rahmen des Konjunkturpaketes

II wurden Maßnahmen des Isar-Amper-Klinikums

am Standort Taufkirchen (Vils) und des Heckscher-

Klinikums am Standort Rottmannshöhe bewilligt.

Die Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen

zu den Neuerungen des Anfang 2009 in Kraft getretenen

Krankenhausfi nanzierungsreformgesetzes

fi nden in den nächsten Wochen statt.

Die Zielvereinbarungen, die erstmalig für das Jahr

2009 mit den Kliniken und Gesellschaften getroffen

wurden, bewähren sich ebenfalls. Ihre Umsetzung

wird in regelmäßigen Gesprächen mit den Geschäftsführungen

verfolgt. Sie bilden ein tragfähiges

Fundament für die Zusammenarbeit zwischen

Kommunalunternehmen und Tochtergesellschaften

und die Weiterentwicklung des Konzerns.

Redaktion Dennoch gibt es Bereiche, in denen

sich die neuen Organisationsstrukturen bislang

nicht zufrieden stellend durchgesetzt haben …

Martin Spuckti Sie sprechen von der EDV. Tatsächlich

haben wir hier noch Nachholbedarf – sowohl

organisatorischer als auch technologischer Art.

Bereits mit der Gründung der Organisationsbereiche

IT der Kliniken, EDV Infrastruktur-Gesellschaft

mbH und EDV der Bezirksverwaltung wurde ein

externer Management-Partner mit der gesamtstrategischen

Leitung der drei Bereiche beauftragt.

Dieser Geschäftsbesorger hatte unter anderem

die Konsolidierung der EDV-Landschaft, also die

Vereinheitlichung und Zusammenführung der

unterschiedlichen Anwendungen und Systeme,

zum Auftrag.

Allerdings zeigten sich insbesondere in der Zusammenarbeit

der Bereiche, dem Service für die

EDV-Nutzer vor Ort, aber auch bei den gemeinsamen

technologischen Erneuerungen immer wieder

Schwierigkeiten.

Grundsätzlich ist es nach wie vor Ziel der Kliniken,

die EDV gemeinsam zu betreiben, denn nur

gemeinsam kann eine ausfallsichere und moderne

Informationstechnologie fi nanziert werden. Bereits

vor Gründung des KBO gab es ja bereits Überlegungen

der Bezirkskrankenhäuser in diese Richtung.

Nun gilt es, dieses Anliegen auch in der Praxis

umzusetzen.

Aus diesem Grund wurde Dr. Arne Fellien als fachlicher

Leiter der EDV eingesetzt. Er wird – unter

anderem in enger Abstimmung mit Franz Podechtl,

der die IT der Kliniken als Leiter des Vorstands-

Diplom-Volkswirt Martin

Spuckti

Vorstand „Kliniken des

Bezirks Oberbayern -

Kommunalunternehmen"

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Dr. Margitta Borrmann-

Hassenbach, stellvertretender

Vorstand und

Geschäftsführerin

Kinderzentrum München

KBO Kurier

bereichs Infrastruktur und Technik mitverantwortet

– die gemeinsame fachliche Fortentwicklung

begleiten sowie die Zusammenarbeit aller EDV-

Bereiche vorantreiben. Um kurzfristig für die EDV-

Nutzer vor Ort eine Verbesserung zu erreichen,

wurde bereits ein fester Ansprechpartner für jede

Gesellschaft benannt.

Zur Vereinheitlichung der EDV-Landschaft, die die

Voraussetzung für ausfallsichere und leistungsstarke

Systeme ist, wurde ein umfassender Projektplan

mit derzeit rund 500 Einzelmaßnahmen erarbeitet.

Auch hier fi nden regelmäßige Gespräche statt,

um den Projektfortschritt und eine kontinuierliche

Verbesserung für alle zu gewährleisten.

Redaktion Der Verwaltungsrat hat einer Umbenennung

der Klinikservice Haar GmbH in KBO

Service GmbH zugestimmt. Hintergrund ist die

Tatsache, dass nicht mehr nur Dienstleistungen für

das Klinikum München-Ost angeboten werden sollen,

sondern für das gesamte KBO. Jedoch werden

die Leistungen der Servicegesellschaft durchaus

unterschiedlich beurteilt.

Martin Spuckti Um zu einer objektiven Beurteilung

der Qualität zu kommen, wurden auch hier

bereits Maßnahmen ergriffen. So fi nden zur Kontrolle

der Unterhaltsreinigung regelmäßig angekündigte

und unangekündigte Begehungen statt. Seit

Anfang 2007 wurde die mit dem Auftragnehmer

Klinikum München-Ost vereinbarte Zufriedenheitsquote

von mindestens 80 Prozent bis auf

wenige Ausnahmen erreicht.

Bei der Beurteilung der Speisenversorgung spielen

sehr viele Faktoren eine Rolle. Das Essen wird

beispielsweise schlechter bewertet, wenn nicht

Kurz nachgefragt

Redaktion Wie haben Sie das vergangene

Halbjahr als Geschäftsführerin der Kinderzentrum

München gemeinnützigen GmbH erlebt?

Dr. Margitta Borrmann-Hassenbach Die vergangenen

Monate waren und sind permanent eine sehr

spannende und interessante Herausforderung. Die

Aufgaben im Kinderzentrum München sind geprägt

durch ein beständiges, gemeinsames Ringen um die

besten Lösungen für die großen Aufgaben, die wir

meistern müssen. Ich bin mir sicher, dass auch die

zweite Jahreshälfte 2009 nicht beschaulicher wird.

Bei den Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern im Kinderzentrum, für die ich nun die

Verantwortung trage, habe ich mich mit offener

Sympathie und großen Erwartungen sehr positiv

aufgenommen gefühlt.

Neben der Erleichterung und dem Stolz der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Kinderzentrums,

zum 1. Januar 2009 als eigenständige Gesellschaft

fi rmieren zu können, wurde mir von vielen Seiten

deutlich gemacht, dass ich die wesentlichen Kräfte

das serviert wurde, was der Patient bestellt hat,

wenn das Essen zu wenig oder der Teller nicht

ansprechend angerichtet ist. Um hier ebenfalls

eine Verbesserung zu erzielen, werden alle Speisen

am Vortag durch mehrere Mitarbeiter verkostet

und nach Geschmack, Farbe, Form, Geruch und

Konsistenz bewertet. Darüber hinaus wurde die

Qualität der Speisenversorgung durch unabhängige

Experten geprüft. Das Ergebnis wird derzeit

ausgewertet, über die folgenden Maßnahmen halte

ich Sie gerne auf dem Laufenden.

Redaktion Kommen wir zurück zur Zusammenarbeit

im KBO. Eines der großen gemeinsamen

Projekte ist die Durchführung der ersten konzernweiten

Mitarbeiterbefragung im KBO. Wie sind Ihre

Erwartungen?

Martin Spuckti Die Erarbeitung eines Personalentwicklungskonzeptes

ist für das KBO von hoher

Wichtigkeit und wird eine der grundlegenden

Aufgaben für die nächsten Monate sein. Daher

wünsche ich mir, dass sich möglichst viele Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter an der Befragung

beteiligt haben. Die Ergebnisse werden wesentliche

Eckpunkte für die weitere Ausarbeitung des

Personalentwicklungskonzeptes sein.

Und natürlich hoffe ich auf eine positive Beurteilung

der Arbeitsplätze im KBO, denn schließlich ist

die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

ein entscheidender Faktor für den Erfolg

eines Unternehmens.

Redaktion Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Michaela Suchy.

des Kinderzentrums bezüglich notwendiger Entwicklungen

und Veränderungen hinter mir haben

werde – sofern der sozialpädiatrische Auftrag mit

der über 40 Jahre gewachsenen Identität des Kinderzentrums

München nicht angetastet wird.

Bei der gemeinsamen Weiterentwicklung des

Kinderzentrums bemühen wir uns darum, zwischen

tatsächlichen oder nur vermeintlichen Identitätsmerkmalen

zu unterscheiden. Hier arbeiten wir

mit allen Führungskräften und der Mitarbeitervertretung

an einem guten Weg zwischen fachlichorganisatorischer

Erneuerung und Optimierung

auf der einen und dem Fördern und Bewahren der

ideellen, sozialpädiatrischen Identität des Kinderzentrums

auf der anderen Seite.

Ich setze großes Vertrauen in die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Kinderzentrums, dass wir

gemeinsam die wirtschaftlichen und fachpolitischen

Herausforderungen, die wir zu bewältigen haben,

meistern werden. Ich habe das Kinderzentrum

als kraftvolle Einrichtung mit hervorragendem

konstruktiv-fachlichen und organisatorischem

Erneuerungswillen kennen gelernt.


Rückblick und Aktuelles

Verwaltungsrat

Interne Revision des KBO

In der Verwaltungsratssitzung am 11. Dezember

2008 wurde das Kommunalunternehmen mit der

Einrichtung einer Funktionseinheit „Innenrevision“

einschließlich der erforderlichen organisatorischen

Maßnahmen beauftragt.

In Abstimmung mit dem Rechnungsprüfungsamt

des Bezirks Oberbayern wurde zwischenzeitlich

eine Geschäftsordnung für die Interne Revision des

KBO erarbeitet und durch den Verwaltungsrat am

03. März 2009 beschlossen. Die Geschäftsordnung

regelt unter anderem die Aufgaben, Befugnisse und

Verantwortlichkeiten der Internen Revision. Organisatorisch

wird diese als Stabstelle des Vorstands

abgebildet werden.

Umbenennung der Klinikservice Haar

GmbH in KBO Service GmbH

Die Klinikservice Haar wurde zum 01. Januar 2004

als Servicegesellschaft des damaligen Bezirkskrankenhauses

Haar gegründet. Mit der Ausgründung

wurden schrittweise die Dienstleistungsbereiche

Speisenversorgung, Unterhaltsreinigung, Sicherheitsdienste

und Logistik an die Servicegesellschaft

übertragen.

Die Konzernstruktur des KBO ermöglicht es, die

bisher ausschließlich für das Klinikum München-Ost

des Isar-Amper-Klinikums erbrachten Dienstleistungen

im Sinne des KBO-Kodex auch in anderen

Einrichtungen des Konzerns anzubieten. So besteht

die Möglichkeit, Leistungen, die bisher bei Fremdfi rmen

eingekauft wurden, umsatzsteuerfrei innerhalb

des KBO zu beauftragen.

Um der Erweiterung des Unternehmenszwecks

auch im Namen Rechnung zu tragen und die Marke

KBO weiter auszubauen, erfolgt die Umbenennung

in „KBO Service GmbH“.

Der erste Auftrag innerhalb des KBO wurde bereits

vergeben. Seit dem Frühjahr 2009 werden die

Reinigungsleistungen am Kinderzentrum München

durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

Servicegesellschaft erbracht. Die Dienstleistung

wurde bisher bei einem externen Anbieter eingekauft

und neu ausgeschrieben.

In der Servicegesellschaft des KBO sind einerseits

gestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Isar-

Amper-Klinikums, Klinikum München-Ost, tätig und

andererseits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die

seit der Gründung direkt durch die Servicegesellschaft

angestellt wurden. Für die eigenen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter wurde bisher kein

allgemeinverbindlicher Tarifvertrag angewandt.

Der Verwaltungsrat fasste daher den Beschluss,

dass für die KBO Service GmbH ein verbindlicher

Tarifvertrag geschlossen bzw. übernommen

wird. Die endgültige Entscheidung hinsichtlich des

Tarifvertrages, der zum Abschluss kommt, trifft der

Verwaltungsrat spätestens in seiner Sitzung am 21.

Juli 2009. Die Tarifverhandlungen werden unter

Berücksichtigung der Wettbewerbsfähigkeit der

Servicegesellschaft und des KBO-Kodex geführt.

Rahmenkonzept für forensisch-psychiatrische

(Nachsorge-)Ambulanzen in Bayern

Die staatliche Aufgabe des Maßregelvollzugs ist in

Bayern gesetzlich (Art. 95 AGSG) auf die Bezirke

übertragen. Die Durchführung dieser hoheitlichen

Aufgaben hat der Bezirk Oberbayern auf das

Isar-Amper-Klinikum und das Inn-Salzach-Klinikum

übertragen.

Durch eine Änderung des Strafgesetzbuches

zum April 2007 (§§ 68 a und b StGB) besteht

erstmals die rechtliche Möglichkeit, im Rahmen

der Führungsaufsicht auf Bewährung entlassenen

Maßregelvollzugspatientinnen und -patienten das

Aufsuchen einer forensischen Ambulanz anzuordnen.

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und

Sozialordnung, Familie und Frauen (StMAS) hat

sich bereit erklärt, die Finanzierung von forensischpsychiatrischen

Ambulanzen ab dem 01. Januar

2009 sicherzustellen. Zur Umsetzung haben der

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Prof. Dr. med. Dipl.-Psych.

Gerd Laux und Hermann

Schmid wurden im Amt

bestätigt

(von oben nach unten)

KBO Kurier

ZeSaM (Zentraler Steuerungsausschuss für den

Maßregelvollzug) und das StMAS eine Mustervereinbarung

erarbeitet. Die Vereinbarung sieht

die Übernahme einer monatlichen Pauschale pro

Patientin bzw. Patient vor. Im Gegenzug verpfl ichten

sich die Kliniken, alle im „Rahmenkonzept für

Forensisch-Psychiatrische (Nachsorge-)Ambulanzen

in Bayern“ angegebenen Aufgaben zu erfüllen

und die beschriebenen Maßnahmen durchzuführen.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Bezirkstag

von Oberbayern folgt der Verwaltungsrat

der Beschlussfassung des ZeSaM zur Umsetzung

dieses Rahmenkonzepts.

Neuberufung des Leitungsgremiums

Bereits bei der Gründung des KBO wurde das

Leitungsgremium eingerichtet und in der Unternehmenssatzung

verankert. Durch die Zusammenarbeit

in diesem Gremium wird die enge Einbindung

der Ärztlichen Direktorinnen und Direktoren

sowie der Pfl egedirektorinnen und -direktoren auf

Konzernebene gewährleistet.

Entsprechend der Geschäftsordnung Leitungsgremium

erfolgt alle zwei Jahre die Neuberufung der

Vertreterinnen und Vertreter durch den Verwaltungsrat.

Entsprechend der Wahlergebnisse der

Medizin- und der Pfl egekonferenz wurden folgende

Vertreter bestellt:

Die Ärztlichen Direktorinnen und Direktoren

werden weiterhin durch Prof. Dr. med. Dipl.-Psych.

Gerd Laux, Ärztlicher Direktor des Inn-Salzach-

Klinikums, als Sprecher im Leitungsgremium

vertreten. Seine Stellvertretung nimmt auch in

den nächsten beiden Jahren Dr. Josef Scherer,

Ärztlicher Direktor der Lech-Mangfall-Kliniken am

Klinikum Garmisch-Partenkirchen, wahr.

Als Sprecher der Pfl egedirektorinnen und -direktoren

wurde Hermann Schmid (Betriebswirt

VWA), Pfl egedirektor Klinik Taufkirchen (Vils) des

Isar-Amper-Klinikums, in seinem Amt bestätigt.

Seine Vertretung erfolgt künftig durch Hans-Ulrich

Neunhoeffer, Direktor für Pfl ege und Erziehung

am Heckscher-Klinikum.

Gesetz zum ordnungspolitischen Rahmen

der Krankenhausfi nanzierung (KHRG)

Das KHRG tritt rückwirkend zum 01. Januar 2009

in Kraft und beinhaltet im Wesentlichen folgende,

für das KBO relevante Punkte:

- Einführung eines neuen Krankenhausentgeltsystems

(§ 17d KHG),

- Mahnverfahren, Einzug und Vollstreckung, die

Zuzahlungen zur Krankenhausbehandlung betreffen,

sind durch die Krankenhäuser durchzuführen

(§ 43b SGB V),

- Erhöhung der Aufwandspauschale bei erfolglosen

Prüfungen des MDK von 100 Euro auf 300

Euro (§ 275 SGB V),

- Anspruch auf Umsetzung und Finanzierung von

90 Prozent der Psych-PV-Stellen (§ 6 Abs. 4

BPfl V),

- Differenzausgleich von 50 Prozent, wenn die

Tarifrate die Veränderungsrate übersteigt (§ 6

Abs. 2 Satz 1 BPfl V).

Franz Jungwirth wird

Altbezirkstagspräsident

Bezirkstagspräsident Josef Mederer überreicht

die Urkunde an Altbezirkstagspräsident Franz

Jungwirth

Der langjährige Bezirkstagspräsident Franz Jungwirth

darf mit Beschluss der letzten Plenarsitzung

2008 in Zukunft den Ehrentitel „Altbezirkstagspräsident“

führen. Damit werden die vielfältigen Leistungen

und der große Einsatz von Franz Jungwirth

in den acht Jahren seiner Präsidentschaft gewürdigt.

Unter seiner Präsidentschaft erfolgte unter anderem

der erfolgreiche Übergang der bisherigen

Bezirkskrankenhäuser in eine zukunftsträchtige

Organisationsform. Als Vorsitzender des Verwaltungsrates

begleitete er die Ausgründungs- und

Gründungsphase des KBO.

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Kurz gemeldet

Mitarbeiterbefragung im KBO

Vom 01. Mai 2009 bis zum 29. Mai 2009 hat im

KBO die erste konzernübergreifende Mitarbeiterbefragung

zur Beurteilung des Arbeitsumfeldes

und der Führungskräfte stattgefunden. Die rund

5.000 KBO-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter

waren aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

Derzeit werden die von den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern ausgefüllten und zurückgeschickten

Fragebögen durch das unabhängige Forschungsinstitut

Great Place to Work ausgewertet. Die

Auswertung durch einen unabhängigen externen

Dienstleister gewährleistet die absolute Anonymität

aller Befragten. Die Darstellung der Befragungsergebnisse

erfolgt ausschließlich in Gruppen,

Einzelpersonen können nicht rückverfolgt werden.

Die ersten Ergebnisse der Befragung werden

voraussichtlich ab 01. September 2009 im KBO

eintreffen. Diese werden anschließend in den einzelnen

Einrichtungen vorgestellt und analysiert.

Rahmenbetriebsvereinbarungen im KBO

Erfolgreiche Re-Zertifi zierungen im KBO

Das Kinderzentrum München, das Inn-Salzach-Klinikum

und das Isar-Amper-Klinikum, Klinik Taufkirchen

(Vils) wurden 2008 erfolgreich re-zertifi ziert.

Ein Überwachungsaudit haben 2008 das Heckscher-Klinikum,

die Lech-Mangfall-Kliniken sowie

das Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost

durchlaufen. Ein Überwachungsaudit erfolgt jeweils

zwischen den Re-Zertifi zierungen.

Die Zertifi zierung des Sozialpsychiatrischen Zentrums

der Kliniken des Bezirks Oberbayern (SPZ)

erfolgt am 13. und 14. Juli 2009.

Somit strebt das SPZ als erste Tochtergesellschaft

des Kommunalunternehmens der Kliniken des

Bezirks Oberbayern die Zertifi zierung nach der

neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 an. Die Zertifi

kate nach DIN EN ISO 9001:2000 laufen am 14.

November 2010 aus.

Im Februar 2009 wurden folgende Rahmenbetriebsvereinbarungen gemäß § 77 Abs. 1 und Abs. 2

Betriebsverfassungsgesetz durch den Vorstand des Kommunalunternehmens, Martin Spuckti, und den

Vorsitzenden des Gemeinsamen Betriebsrates, Gerhard Wimmer, unterzeichnet:

Nr. 1 Rahmenbetriebsvereinbarung zu Einführung, Einsatz und Weiterentwicklung von Informations- und

Kommunikationssystemen zwischen dem „Kliniken des Bezirks Oberbayern – Kommunalunternehmen“

und seinen Gesellschaften und dem Gemeinsamen Betriebsrat

Nr. 3 Rahmenbetriebsvereinbarung zur Regelung der Arbeitszeiten zwischen dem „Kliniken des Bezirks

Oberbayern – Kommunalunternehmen“ und seinen Gesellschaften und dem Gemeinsamen Betriebsrat

Nr. 7 Rahmenbetriebsvereinbarung zur Mitarbeiterbefragung zwischen dem „Kliniken des Bezirks Oberbayern

– Kommunalunternehmen“ und seinen Gesellschaften und dem Gemeinsamen Betriebsrat

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Die Standorte Klinik

Taufkirchen (Vils) des

Isar-Amper-Klinikums

(links) und Rottmannshöhe

des Heckscher-Klinikums

(rechts) erhalten

Fördergelder aus dem

Konjunkturpaket II

KBO Kurier

Patientenfürsprecher neu bestellt

Am 01. Januar 2009 hat die neue Amtsperiode für folgende Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher

begonnen:

Isar-Amper-Klinikum gemeinnützige GmbH

- Klinikum München-Ost: Werner Dresel (seit 2004 Patientenfürsprecher)

- Klinik Taufkirchen (Vils): Josef A. Schmöger (neu bestellt)

Inn-Salzach-Klinikum gemeinnützige GmbH

- Klinikum Wasserburg: Maria Fischberger (seit 2007 Patientenfürsprecherin)

- Klinik Freilassing: Christa Teichmann (neu bestellt)

Lech-Mangfall-Kliniken gGmbH

- am Klinikum Garmisch-Partenkirchen: Maria Rehm (neu bestellt)

- am Krankenhaus Agatharied: Konrad Zehrer (seit 2003 Patientenfürsprecher)

- am Klinikum Landsberg am Lech: Gerlinde Kronast-Reichert-Reichler (neu bestellt)

Bewerben konnten sich Personen, die aufgrund ihrer Berufs- und Lebenserfahrung geeignet sind, Anliegen

und Beschwerden von Patientinnen und Patienten gegenüber der Krankenhausleitung zu vertreten.

Bei der Bestellung folgte der Bezirksausschuss des Bezirks Oberbayern den Empfehlungen des jeweiligen

Klinikdirektoriums. Die Bestellung erfolgt jeweils für eine Amtsperiode von zwei Kalenderjahren.

Die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher nehmen unter anderem Anregungen und Beschwerden

der Patientinnen und Patienten, ihrer Angehörigen oder gesetzlichen Vertreter entgegen, leiten diese

weiter und unterstützen gegebenenfalls bei der Kontaktaufnahme zu den zuständigen Stellen. Regelmäßige

Sprechstunden und der Besuch von geschlossenen Stationen sowie ein eigener Briefkasten auf dem

Klinikgelände dienen der gegenseitigen Kontaktaufnahme.

Konjunkturpaket II

Die Regierung von Oberbayern hat die Förderungen

im Rahmen des Konjunkturpaketes II für

Oberbayern veröffentlicht.

Demnach erhalten das Isar-Amper-Klinikum, Klinik

Taufkirchen (Vils) 1 Mio. Euro für Energiesparmaßnahmen

und das Heckscher-Klinikum 148.750 Euro

zur Wärmesanierung des Standortes Rottmannshöhe.

Einen Überblick über alle geförderten Maßnahmen

in Oberbayern fi nden Sie im Internet unter http://

www.regierung.oberbayern.bayern.de.

„Was macht eigentlich das Kommunalunternehmen?“

Diesen und anderen Fragen der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter werden sich Vorstand Martin

Spuckti sowie die Leiterinnen und Leiter der vier

Vorstandsbereiche in den kommenden Betriebsversammlungen

stellen. Dabei vertritt Dr. Margitta

Borrmann-Hassenbach den Vorstandsbereich

Medizin und Qualitätssicherung, Markus Witzmann

den Vorstandsbereich Rehabilitation und Teilhabe,

Claudia Fritsche den Vorstandsbereich Personal

und Finanzen und Franz Podechtl den Vorstandsbereich

Infrastruktur und Technik.


Jubiläum der Lech-Mangfall-Kliniken

Am 27. März 2009 feierten die Tagklinik und die Institutsambulanz

der Lech-Mangfall-Kliniken gGmbH

am Klinikum Landsberg am Lech ihr 10-jähriges

Bestehen.

Ein Rückblick

Am 1. Februar 1999 wurde die Bezirksklinik

Landsberg am Lech - Tagklinik für Psychiatrie und

Psychotherapie - als Vorläufer der für 2002 geplanten

psychiatrischen Klinik am Klinikum Landsberg

am Lech in Betrieb genommen.

Zunächst befanden sich die Räumlichkeiten

während der ersten Jahre in einem Wohnhaus am

Danziger Platz in Landsberg am Lech. Nach der

Fertigstellung der eigentlichen Räumlichkeiten im

März 2002 erfolgte der Umzug der Tagklinik und

Institutsambulanz in das Klinikum Landsberg am

Lech. Sukzessive wurde dann auch der stationäre

Bereich aufgebaut, bis schließlich für die psychiatrische

Vollversorgung des Landkreises Landsberg am

Lech vier Stationen mit 74 Betten, eine Tagklinik

mit 15 Plätzen sowie eine Institutsambulanz und

ein neurophysiologisches Labor übernommen

wurden.

Die 10-Jahres-Feier

Nach einem kleinen Stehempfang wurde die Feier

von Bezirkstagspräsident Josef Mederer eröffnet.

Josef Mederer betonte in seiner Ansprache die außerordentlichen

Leistungen der Klinik im Rahmen

der Regionalisierung sowie die gute Zusammenarbeit

mit dem Akutkrankenhaus des Landkreises

und bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern für ihr Wirken.

Auch Landrat Walter Eichner bedankte sich für die

ausgezeichnete Zusammenarbeit der beiden Kliniken

unter dem Dach des Klinikums Landsberg am

Lech und stellte darüber hinaus die Vorteile dieser

räumlichen Konstellation - Nutzung aller möglichen

Synergieeffekte - kurz dar.

Der Schritt der Regionalisierung der Psychiatrie im

Landkreis Landsberg am Lech und die Integration

in das Klinikum, so bemerkte Gerald Niedermeier,

Geschäftsführer der Lech-Mangfall-Kliniken, in

seiner Rede, sei sehr wichtig gewesen und trage zu

einer wesentlichen Verbesserung der stationären

Versorgung bei.

Zu den Gratulanten gehörten auch der Altlandrat

und Altbezirkstagspräsident Erwin Filser, Bezirksrätin

Martina Neubauer sowie die Bezirksräte und

Mitglieder des Verwaltungsrates desKliniken des

Bezirks Oberbayern – Kommunalunternehmen“,

Josef Loy und Herbert Roiser.

Der Festvortrag

Prof. Dr. Thomas Kallert vom Park-Krankenhaus

Leipzig-Südost GmbH, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik

und Psychotherapie, referierte über

das zur Veranstaltung passende Thema „Tageskliniken

in der Psychiatrie: ein zeitgemäßes Versorgungsangebot?“

mit sehr interessanten Aspekten

für die Weiterentwicklung des tagesklinischen

Angebotes.

Der Ausklang

In den Räumlichkeiten der Tagklinik mit dem

wunderbaren Blick auf die Stadt Landsberg fand

ein kleiner Imbiss statt mit der Möglichkeit, sich

intensiv auszutauschen.

Die Lech-Mangfall Kliniken gGmbH am Klinikum

Landsberg am Lech bedankt sich mit all ihren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei unseren

Gästen, die mit ihrem Kommen zu diesem gelungenen

Fest beigetragen haben.

Und nicht vergessen, 2012 steht die nächste Festlichkeit

in Landsberg an: 10 Jahre Lech-Mangfall-

Kliniken gGmbH am Klinikum Landsberg am Lech.

Gerald Niedermeier, Geschäftsführer Lech-Mangfall-Kliniken

gGmbH

Patricia Hentschel, Leitung Geschäftsbereich

Verwaltung der Lech-Mangfall-Kliniken am Klinikum

Landsberg am Lech

Josef Mederer, Bezirkstagspräsident

und Vorsitzender

des Verwaltungsrates,

eröffnete die Veranstaltung

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Dr. Wolfgang Eymer,

Chefarzt AP West, Irmi

Breinbauer, Stationsleitung

Soteria, Ursula Bittner,

stellvertretende

Bezirkstagspräsidentin,

Roswitha Hurtz,

Oberärztin Soteria, Prof.

Dr. Thomas Bock,

Uniklinikum Hamburg

(von links nach rechts)

KBO Kurier

Soteria des Isar-Amper-Klinikums feiert Jubiläum

Mit mehr als 160 Gästen feierte die Soteria –

Haus im Park am Klinikum München-Ost am 23.

Januar ihr fünfjähriges Jubiläum. Neben zahlreichen

Vertretern der Politik und Mitarbeitern des ambulanten

und stationären Bereichs nahmen auch sehr

viele ehemalige Patienten und Angehörige an der

Feier teil. Es konnten Gäste aus ganz Bayern und

Österreich, sowie Kollegen von der Internationalen

Arbeitsgemeinschaft Soteria aus Aachen und

aus der „Schwestersoteria“ in Zwiefalten begrüßt

werden.

Ursula Bittner, stellvertretende Bezirkstagspräsidentin

von Oberbayern, erinnerte in ihrer Rede

an die lange Vorlaufzeit bis zur Eröffnung der

Soteria im Jahre 2003. Bereits 1995 wurden erste

Gespräche über die Soteria und die konzeptionelle

Gestaltung geführt. Die Zusage des Bezirks

Oberbayern und der Krankenkassen ermöglichten

2003 die Eröffnung der Soteria. „Wir, der Bezirk

Oberbayern, sind stolz auf das Projekt Soteria.

Mein Dank geht an das multiprofessionelle Team

der Station, das sich so engagiert um die Patienten

und Angehörigen kümmert“, so Bittner.

Dr. Margitta Borrmann-Hassenbach, stellvertretender

Vorstand desKliniken des Bezirks Oberbayern

- Kommunalunternehmen“ betonte, dass die Soteria

ein wichtiger und erfolgreicher Baustein des

Klinikums München-Ost sei. Die Begleitforschung

der vergangenen fünf Jahre habe gezeigt, wie wichtig

und gewinnbringend die intensive Betreuung

der Patienten sei.

„Dass sich in Zeiten der Ökonomisierung auch

im Gesundheitswesen die Soteria etablieren kann,

zeigt den Erfolg des Konzepts Soteria“, erklärte Dr.

Wolfgang Eymer. Die humanitäre Idee des „being

with“ sei grundlegend für die Soteria. Dass sich die

Patienten und ihre Angehörigen gut aufgenommen

und betreut fühlen, zeigt sich an dem regen Besuch

der Feier. Seit Eröffnung ist die Soteria mit ihren

zwölf Betten stets voll belegt. Betroffene fragen

nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet nach,

sondern auch aus dem Ausland. „Wir versuchen

derzeit, dieser hohen Nachfrage gerechter zu

werden und arbeiten an neuen Strukturen, damit

die Patienten so rasch wie möglich aufgenommen

werden können“, betont Eymer.

Den Festvortrag hielt Prof. Dr. Thomas Bock aus

Hamburg. In seinen Ausführungen stellte er seine

anthropologischen Thesen zum Verständnis für

Psychosen dar und berichtete über Ergebnisse aus

einer Untersuchung über den subjektiven Sinn von

Psychosen, an der sich auch die Soteria beteiligt

hat.

Der typische Soteria-Alltag bildete sich auch in der

gemeinsamen Gestaltung der Feier ab, an der Betroffene,

Angehörige und ein Laienhelfer beteiligt

waren: Ein Podcast, der im Rahmen eines Projekts

entstand, ließ Patienten über ihr Leben in der

Soteria zu Wort kommen. Dazu wurden Bilder aus

dem Alltag, von der Hausarbeit und von Ausfl ügen

gezeigt. Für Erheiterung sorgte die Darbietung des

„Münchner im Himmel“ durch einen ehemaligen

Patienten, die musikalische Umrahmung übernahmen

ein aktueller Soteria-Patient und ein Psychologie-Praktikant.

Ein ehemaliger Soteria-Patient berichtete in großer

Offenheit über sein Erleben in der akuten Psychose,

seine Verwirrung, das Chaos in den Gedanken

und im Tun, das für ihn aber Sinn ergab, ja überlebenswichtig

schien. Auch erzählte er von der

Behandlung sowohl auf einer klassischen Aufnahmestation

in einer Klinik im Allgäu als auch in der

Soteria. Wie unterschiedlich sich die verschiedenen

Rahmenbedingungen auf ihn auswirkten und wie

sehr er Klarheit und Begrenzung in einer annehmenden

Art brauchte, wurde für die Zuhörer sehr

anschaulich.

Zwei Angehörige stellten sowohl Eindrücke,

Überlegungen, Sorgen und Ängste mit der

psychotischen Krisensituation ihrer Tochter bzw.

ihres Ehemanns als auch ihre Erfahrungen mit der


Begleitung in der Soteria dar.

„Das Wechselspiel individueller Nähe und Distanz

abzuwägen, sich einlassen zu können, aber auch

eigene Grenzen zu setzen sowie solche gesetzt

zu bekommen, sind wesentliche Lernprozesse für

alle: Betroffene, Profi s und Angehörige“, fasste der

Laienhelfer sein Erleben aus der über eineinhalbjährigen

Tätigkeit in der Soteria zusammen.

In verschiedenen Präsentationsecken konnte man

sich vor Beginn der offi ziellen Veranstaltung und im

Anschluss an die Redebeiträge auf Schautafeln zum

psychotherapeutischen Grundverständnis oder

Neuer Stiftungslehrstuhl für Sozialpädiatrie

Um auch in Zukunft die bestmögliche Unterstützung

für behinderte Kinder leisten zu können,

wurde eine Vereinbarung über die Errichtung einer

Stiftungsprofessur für Sozialpädiatrie am Klinikum

rechts der Isar der Technischen Universität München

(TUM) unterzeichnet.

Der deutschlandweit einzige Lehrstuhl für Sozialpädiatrie

wird sich insbesondere durch die

enge Verzahnung von Forschung und Lehre mit

medizinischer Praxis auszeichnen. Der Inhaber der

Stiftungsprofessur wird gleichzeitig die Ärztliche

Leitung des Kinderzentrums München wahrnehmen.

Der neue Stiftungslehrstuhl für Sozialpädiatrie

schlägt eine Brücke zwischen der Kinder- und Jugendheilkunde,

in der die Sozialpädiatrie verankert

ist, und den Gebieten der klinischen Psychologie

(Kinderpsychologie) und Pädagogik (Heilpädagogik),

in die das Fach hineinreicht.

Ziel ist es, Kindern mit Behinderungen und

chronischen Erkrankungen durch die Entwicklung,

Überprüfung und Optimierung neuer Konzepte

ein evidenzbasiertes Versorgungsangebot zur Verfügung

zu stellen und die Sozialpädiatrie langfristig

als akademisches Fach zu etablieren.

Stifter des Lehrstuhls sind die Theodor-Hellbrügge-

Stiftung und das Kommunalunternehmen der Kliniken

des Bezirks Oberbayern. Partner sind neben

der Technischen Universität München das Klinikum

rechts der Isar der TUM und die Kinderzentrum

München gemeinnützige GmbH.

Enge Verbindung von Forschung und

Praxis

Der Inhaber der Stiftungsprofessur wird gleichzeitig

Ärztlicher Leiter des Kinderzentrums München

sein und damit die Verzahnung des Lehrstuhls mit

der medizinischen Praxis sicherstellen. Das Kinderzentrum

München ist das größte Sozialpädiatrische

über Ergebnisse der Begleitforschung informieren

sowie in einer Installation durch den milieutherapeutischen

Soteriaalltag „schlendern“.

Bei Kaffee, Kuchen und Kanapees wurde noch bis

in die Abendstunden gemeinsam gefeiert: angeregter

Austausch über die berührenden persönlichen

Redebeiträge der Ehemaligen, Erlebtes aus fünf

Jahren Soteria, Visionen für Zukünftiges – lebendige

Begegnungen von Experten aus Erfahrung und

Experten durch Ausbildung und Beruf …

Irmi Breinbauer und Henner Lüttecke, Isar-Amper-

Klinikum, Klinikum München-Ost

Zentrum Deutschlands und verfügt über eine

eigene sozialpädiatrische Fachklinik für Entwicklungsrehabilitation.

Als erste sozialpädiatrische

Einrichtung in Deutschland wurde das Kinderzentrum

München auch aufgrund seiner fachlichen

Breite zu einem Kompetenzzentrum in Bayern und

zum Vorbild für zahlreiche Einrichtungen dieser

Fachrichtung im In- und Ausland.

Darüber hinaus wird die Sozialpädiatrie eng in das

zukunftsweisende Konzept eines Zentrums für Kinder-

und Jugendmedizin des Klinikums rechts der

Isar und des Klinikums Schwabing des Städtischen

Klinikums München eingebunden werden. Dem

trägt auch die räumliche Vernetzung in Form eines

Eltern-Kind-Zentrums auf dem Campus Schwabing

Rechnung.

Kooperation für Kind und Familie

Die Theodor-Hellbrügge-Stiftung setzt sich seit

vielen Jahren für die Sozialpädiatrie ein, Stiftungsvorstand

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Theodor Hellbrügge

hatte den ersten Lehrstuhl für Sozialpädiatrie in

Deutschland inne und gründete das Kinderzentrum

München.

„Für uns steht die bestmögliche Versorgung der

betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihrer

Familien im Mittelpunkt. Wir sind davon überzeugt,

die sozialpädiatrische Versorgung in der engen

Zusammenarbeit mit der TU München nachhaltig

zu sichern und weiterzuentwickeln“, so Martin

Spuckti, Vorstand des Kommunalunternehmens der

Kliniken des Bezirks Oberbayern.

Prof. Dr. Dr. hc. mult.

Theodor Hellbrügge und

Dr. Margitta Borrmann-

Hassenbach bei der

Unterzeichnung

10 | 11

Foto: TU München, Albert Scharger


Ursula Bittner, stellvertretendeBezirkstagspräsidentin,

(oben) und Dr. Theodor

Danzl, Geschäftsführer des

Inn-Salzach-Klinikums, mit

Prof. Dr. Susanne Schäfer-

Walkmann (unten)

KBO Kurier

Erfolgreicher Leuchtturm in Bayern

Zwischenbilanz des Leuchtturmprojektes Demenz „Integrierte Demenzversorgung in

Oberbayern“ (IDOB)

Rund 150 Gäste kamen am 20. März 2009 im Festsaal

des Inn-Salzach-Klinikums zusammen, um unter

dem Motto „Gemeinsam gegen das Vergessen“

das Zwischensymposium der Integrierten Demenzversorgung

Oberbayern (IDOB) zu begehen.

Das erste Jahr war erfolgreich, so lautete das Fazit

aller beteiligten Expertinnen und Experten. In der

Modellregion München-Ost haben sich in den ersten

sechs Monaten 95 Patientinnen und Patienten

für das Projekt IDOB eingeschrieben, im Berchtesgadener

Land sind es 67.

Zwei Fachbegriffe fi elen während der Vorträge der

zahlreichen Referentinnen und Referenten immer

wieder: „Wohnortnähe“ und „Niederschwelligkeit“.

„Denn“, so erklärte Bundesgesundheitsministerin

Ulla Schmidt in ihrem durch Dr. Stefanie

Gehring übermittelten Grußwort, „[…] gerade

die […] angestrebte bessere Zusammenarbeit

und Vernetzung der regionalen Versorgungsangebote

wird künftig wesentlich sein, um dementiell

erkrankte Menschen in einer älter werdenden

Gesellschaft würdevoll und angemessen zu versorgen.“

IDOB versteht sich als gemeindenahes Versorgungskonzept,

in dem „ambulant vor stationär“ gilt.

Denn in Deutschland leben bereits heute rund 1,1

Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Bis zum Jahr 2030 wird sich diese Zahl auf rund

1,7 Millionen erhöhen.

Die Kernelemente von IDOB sind daher: individuelle,

am Patienten orientierte Versorgung, Aufbau

und Weiterentwicklung von Verbundstrukturen

sowie Einbettung und Verankerung in regionale

sozialräumliche Strukturen, erklärte Prof. Dr. Susanne

Schäfer-Walkmann, Projektverantwortliche

am Institut für angewandte Sozialwissenschaften

(IfaS). In den zwei Jahren Laufzeit des Projektes

IDOB solle die Hypothese bewiesen und gezeigt

werden, dass humane, qualitativ hochwertige und

wirtschaftliche Leistungserbringung möglich ist, so

Schäfer-Walkmann.

Zum Abschluss der Fachtagung bekräftigte sie

nochmals die Notwendigkeit von IDOB – auch

nach Abschluss des Projektes in einem Jahr. „Der

Analyse und den Worten müssen konkrete Schritte

folgen, damit tatsächlich eine Versorgung jenseits

von Sektoren, Säulen und Segmenten möglich wird.

Eines ist sicher: Integrierte Demenzversorgung gibt

es nicht zum Nulltarif! Integrierte Versorgungsmodelle

laufen dort ins Leere, wo das Denken der

Akteure in Sektoren, Säulen und Segmenten verhaftet

bleibt. Interdisziplinäre Versorgungsarrange-

ments brauchen entsprechende Vergütungsstrukturen

und Planungssicherheit für alle Beteiligten.

[…] Ansonsten geht im Leuchtturm spätestens in

einem Jahr das Licht aus!“ Im Februar 2010 endet

das Modellprojekt und damit die Förderung durch

das Bundesministerium für Gesundheit.

Über IDOB

IDOB ist eines von insgesamt 29 vom Bundesministerium

für Gesundheit geförderten Leuchtturmprojekten

in der Bundesrepublik Deutschland. Das

Projektkonzept zu IDOB wurde 2008 aus 106 Förderanträgen

ausgewählt. IDOB ist als gemeinsames

Projekt des Kommunalunternehmens der Kliniken

des Bezirks Oberbayern mit den beteiligten Kliniken

Inn-Salzach-Klinikum sowie dem Isar-Amper-

Klinikum, Klinikum München-Ost, der gGmbH des

Projektevereins und des Instituts für angewandte

Sozialwissenschaften, IfaS, Stuttgart, angelegt.

IDOB hat zum Ziel, in zwei Modellregionen

(München-Ost und Berchtesgadener Land) eine

am individuellen Versorgungsbedarf der dementiell

Erkrankten ausgerichtete engmaschige und

aufeinander abgestimmte Versorgung durch einen

Versorgungsverbund aufzubauen, weiterzuentwickeln

und zu evaluieren.

Durch die Fachtagung führten Markus Witzmann,

Gesamtkoordinator von IDOB seitens KBO, und

Horst Reiter, Geschäftsführer der Projekteverein

gGmbH. Der Projekteverein organisiert in beiden

Modellregionen das Verbundmanagement.

Verantwortlich für die beiden Modellregionen

zeichnen das Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost

und das Inn-Salzach-Klinikum, Freilassing.

Verantwortliche sind Prof. Dr. Dr. Margot Albus, M.

Sc., Ärztliche Direktorin des Klinikums München-

Ost, und Prof. Dr. Dipl.-Psych. Gerd Laux, Ärztlicher

Direktor des Inn-Salzach-Klinikums.

Alle Informationen zu IDOB fi nden Sie im Internet

unter www.leuchtturm-idob.de.


AGATE im Inn-Salzach-Klinikum

Facharztweiterbildung in Wasserburg-Gabersee

Die Arbeitsgemeinschaft Arzneimitteltherapie bei

psychiatrischen Erkrankungen (AGATE) ist ein seit

über 15 Jahren bestehender Klinikverbund der

Bayerischen Bezirkskrankenhäuser zum Zwecke

der Optimierung und Qualitätssicherung bei der

Anwendung von Psychopharmaka.

Sie hat sich zum Ziel gesetzt, unerwünschte Arzneimittelwirkungen

zu erfassen und das gesammelte

Fachwissen zu vermitteln. Hierzu werden

zweimal jährlich Stichtagserhebungen in den

Kliniken zum Verordnungsverhalten diagnosebezogen

dokumentiert.

Außerdem fi nden zweimonatlich so genannte

Fallkonferenzen im Haus der Bayerischen Bezirke

in München statt, bei denen aufgetretene

Arzneimittelnebenwirkungen von teilnehmenden

Klinikärzten vorgestellt, diskutiert und von pharmakologischen

Experten bewertet werden.

Derzeit nehmen 30 bayerische Kliniken und zwei

Qualitätszirkel niedergelassener Psychiater an der

Erfassung und Dokumentation schwerer unerwünschter

Arzneimittelwirkungen unter Psychopharmaka

teil.

Ein weiterer Schwerpunkt der AGATE ist die

Fortbildungsakademie – zweimal jährlich fi ndet

eine qualifi zierte Facharztweiterbildung in Psychopharmakologie

statt, jüngst im Inn-Salzach-Klinikum

in Wasserburg.

Prof. Dr. Dr. Ekkehard Haen, Klinischer Pharmakologe

am Bezirksklinikum Regensburg, als Leiter

der AGATE, und Prof. Dr. Gerd Laux, Ärztlicher

Direktor des Inn-Salzach-Klinikums, als Mit-

Begründer der AGATE, konnten als Moderatoren

70 Ärzte aus ganz Bayern und dem Baden-Württembergischen

Grenzgebiet zu einer intensiven,

ganztätigen Fort- und Weiterbildung begrüßen.

Dr. Wolfgang König, Richard Schmidmeier, Hans-

Werner Paul, Prof. Dr. Johannes Bufl er, Dr. Dirk

Wolter und Prof. Dr. Gerd Laux vom Inn-Salzach-

Klinikum referierten über die medikamentöse Therapie

von akuten Psychosen, Manien, chronischen

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd Laux bedankt

sich bei Prof. Dr. Dr. Ekkehard Haen mit einem

Gastgeschenk (oben)

Chefarzt Richard Schmidmeier bei seinem

Vortrag (unten)

Psychosen, Depressionen, Schlafstörungen sowie

zur Schmerzbehandlung und zur Substitutionstherapie

bei Drogenabhängigkeit.

Dr. Matthias Dobmeier, Oberarzt an der Tagklinik

Cham des Bezirksklinikums Regensburg, stellte

die Behandlungskonzepte bei bipolaren, manischdepressiven

Erkrankungen mittels so genannter

Stimmungsstabilisierer vor.

Die hohe Teilnehmerzahl aus ganz Bayern und das

überaus positive Echo der Teilnehmer belegen

den hohen Versorgungsstandard des Inn-Salzach-

Klinikums.

In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen,

dass soeben die 8. Aufl age eines Patienten- und

Angehörigenratgebers zu Psychopharmaka von

Prof. Dr. Gerd Laux und Dr. Otto Dietmaier im

Springer Medizin-Verlag Heidelberg erschienen ist

(siehe Seite 28).

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd Laux, Inn-Salzach-

Klinikum

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Jörg Hemmersbach,

Ursula Bittner und

Karl-Heinz Arians bei der

Grundsteinlegung (von

links nach rechts)

KBO Kurier

Aktive Freizeitgestaltung im SPZ-Treff

Seit November 2008 gibt es auf dem Gelände des Isar-Amper-Klinikums, Klinikum München-Ost in Haar

den SPZ-Treff. Der SPZ-Treff ist ein Zusatzangebot des Sozialpsychiatrischen Zentrums der Kliniken des

Bezirks Oberbayern. Die Tagesstätte in Haus 51 steht unter anderem für seelisch behinderte oder psychisch

kranke Menschen und Patienten offen, die demnächst entlassen werden. Außerdem können auch

ehemalige Patienten den SPZ-Treff besuchen, um gemeinsam aktiv ihre Freizeit zu gestalten.

Geöffnet ist der SPZ-Treff immer von Montag bis Sonntag von 9.30 bis 16.30 Uhr.

Unter anderem werden folgende Aktivitäten angeboten:

Montag, 13.00 bis 15.00 Uhr: Kochen und Backen

Dienstag: Spielenachmittag,

Mittwoch, 12.30 bis14.30 Uhr: Kreativgruppe

Donnerstag, 15.00 bis 16.00 Uhr: Gehirnjogging

Freitag, 14.00 bis 16.00 Uhr: Offene Werkgruppe

Täglich fi ndet von 13.00 bis 14.00 Uhr die Kaffeerunde statt. Außerdem kann im SPZ-Treff ein Computer

mit Internetanschluss frei genutzt werden. Nach Absprache werden auch Einführungskurse für das

Internet veranstaltet. Nach Voranmeldung gibt es einmal im Monat einen Brunch oder ein gemeinsames

Mittagessen.

Der SPZ-Treff ist telefonisch unter 089 4562-2970 sowie per E-Mail unter spz-treff@spz-obb.de erreichbar.

Grundsteinlegung für die neue Forensik am Isar-Amper-

Klinikum, Klinik Taufkirchen (Vils)

Am Mittwoch, den 6. Mai 2009, fand die feierliche

Grundsteinlegung für die Frauen-Forensik in der

Klinik Taufkirchen (Vils) des Isar-Amper-Klinikums

statt.

Im bereits aufgestellten Rohbau legten die stellvertretende

Bezirktagspräsidentin von Oberbayern,

Ursula Bittner, der leitende Ministerialrat Karl-

Heinz Arians vom Bayerischen Staatsministerium

für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen,

und Jörg Hemmersbach, Geschäftsführer der Isar-

Amper-Klinikum gemeinnützigen GmbH, die obligatorische

Zeitkapsel in den Grundstein ein. Die

so genannte Zeitkapsel wird fortan das historische

Fundament der Forensik bilden.

110 Patientinnen können zukünftig in der neuen

Forensik in Taufkirchen (Vils) therapiert und behandelt

werden. 36 der bestehenden Betten bleiben

ebenfalls erhalten.

„Modernste Therapiemöglichkeiten und das Sicherheitsbedürfnis

der Bevölkerung werden in dem

24 Millionen Euro teuren Neubau gleichermaßen

erreicht“, sagte Ursula Bittner.

Der Neubau wird voraussichtlich bis Ende 2010

fertig gestellt werden.

Henner Lüttecke, Isar-Amper-Klinikum, Klinikum

München-Ost


ICF-Workshop des KBO im Inn-Salzach-Klinikum

Soziale Funktionsfähigkeit als Behandlungsziel

Für die Kliniken des Bezirks Oberbayern veranstaltete

das Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg

im Februar 2009 einen Workshop zu einer neuen

Betrachtungsweise psychischer Krankheiten: ICF.

Neben Krankheitssymptomen steht in dieser Internationalen

Klassifi kation die Funktionsfähigkeit im

Zentrum der Beachtung (ICF).

Der Ärztliche Direktor des Inn-Salzach-Klinikums,

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd Laux, konnte im

gefüllten Festsaal Ärzte, Psychologen, Sozialpädagogen

und Pfl egepersonal begrüßen. In seiner Einführung

wies er darauf hin, dass der psychosoziale

Versorgungsbedarf und das Thema Arbeitsunfähigkeit

bei psychischen Störungen angesichts einer

immer komplexeren, stressbeladenen Arbeitswelt

immer stärker in den Vordergrund rücken. Für die

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind das Ausmaß

psychischer Funktionsstörungen wie Denken und

Konzentrationsfähigkeit, Fähigkeitsstörungen wie

Kontaktfähigkeit und Durchhaltevermögen sowie

Teilhabestörungen, die Erfüllung von Rollenerwartungen,

von zentraler Bedeutung.

Prof. Dr. Georg Juckel, Universität Bochum, sowie

Prof. Dr. Michael Linden, Direktor der Reha-Klinik

Berlin, stellten ICF, die neue Internationale Klassifi -

kation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit

vor. Im Zentrum von ICF steht die soziale

Funktionstüchtigkeit, also inwieweit der betreffende

Patient trotz seiner oft chronischen Krankheit sein

Leben bewältigen bzw. am sozialen Leben partizipieren

kann.

Michael Bräuning-Edelmann, Fachbereichsleiter

der Herzogsägmühle Peiting, veranschaulichte dies

anhand von Beispielen zur Fähigkeit zur Selbstversorgung,

zur sozialen Interaktion und Kommunikation

und der Erfüllung von Rollenerwartungen: Ein

Patient mit Diabetes, Übergewicht und Depression

wird neben körperlichen und psychischen

Beschwerden und Symptomen seinen Aktionsradius

einschränken (Aktivität), die Betreuung der

Enkelkinder nicht mehr übernehmen (Teilhabe)

oder Probleme beim Treppensteigen in seine Wohnung

im vierten Stock haben (umweltbezogene

Kontextfaktoren).

In einzelnen Workshop-Gruppen wurden Praxisbeispiele,

Dokumentationshilfen sowie praxisgerechte

Beurteilungsskalen vorgestellt und diskutiert.

In einer neuen Kurzskala sollen zum Beispiel

die Schwierigkeiten des Patienten in den Bereichen

sozial nützliche Aktivitäten (Arbeit), persönliche

und soziale Beziehungen, Selbstpfl ege sowie störendes

Verhalten erfasst werden.

Für die teilnehmenden Mitarbeiter brachte die

ganztägige Veranstaltung wichtige Anregungen für

die Weiterentwicklung und Verbesserung einer

mehr am Alltag orientierten Patientenversorgung.

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd Laux, Inn-Salzach-

Klinikum

Prof. Dr. Michael Linden am

Rednerpult im Festsaal des

Inn-Salzach-Klinikums

14 | 15


KBO Kurier

Harald Stefan stellt neues Klassifi kationssystem für

Pfl egediagnosen vor

Am 22. April 2009 stellte der österreichische

Pfl egewissenschaftler Harald Stefan sein neues

Buch über Pfl egediagnosen im Klinikum München-

Ost vor. Der Autor suchte für seine Deutschland-

Präsentation das Klinikum aus, da hier auf ausgesuchten

Stationen bereits Pfl egediagnosen in

der täglichen Arbeit genutzt werden. Parallel wird

die Umsetzung der Pfl egediagnosen durch eine

Begleitforschung untersucht.

Cornelia Gianni, Stabstelle Pfl egeentwicklung und

Pfl egewissenschaft des Klinikums München-Ost,

mit Buchautor Harald Stefan

Wie wichtig Pfl egediagnosen sind, verdeutlichte

Josef Kolbeck, Pfl egedirektor des Klinikums

München-Ost: „Pfl egediagnosen sind ein wichtiges

Instrument, um die Pfl ege auf die zukünftigen

Herausforderungen vorzubereiten und sie helfen

dabei, die pfl egerischen Leistungen auch zu vergleichen“.

Bislang gibt es nur wenige Krankenhäuser,

die Pfl egediagnosen nutzen. Im Klinikum München-

Ost wird die Implementierung derzeit durch eine

Projektgruppe vorbereitet.

Pfl egediagnosen in der Gesundheits- und Krankenpfl

ege dienen der systematischen Erfassung

und Beurteilung von Patientenreaktionen auf ihre

Gesundheitsprobleme. Im Mittelpunkt stehen aber

nicht nur die Defi zite der Patienten. Vielmehr hat

sich in der Pfl ege der ressourcenorientierte Ansatz

durchgesetzt. Welche Ressourcen und Kräfte hat

der Patient und wie können sie sinnvoll in die

Behandlung und Pfl ege integriert werden?

„Dabei ist es wichtig, dass die Pfl ege eine eigene

Fachsprache entwickelt und sich von der Alltagssprache,

die in der Beurteilung des Patienten

heute noch benutzt wird, abkoppelt“, betonte

Pfl egewissenschaftler Stefan. Notwendig sei es

natürlich, dass die Sprache der Medizin und der

Pfl ege kompatibel sind und sich nicht widersprechen.

„Pfl egediagnosen geben unserer Arbeit das

notwendige Gewicht, das wir brauchen. Noch

immer wird behauptet, dass die Pfl ege am und für

den Menschen einfach sei. Zu oft wird Pfl ege noch

als Einsparungspotenzial gesehen und verstanden.

Die Pfl egediagnosen machen Pfl ege messbar und

klarer“, erläuterte Kolbeck.

Stefan lobte das Klinikum München-Ost als

Speerspitze in der Entwicklung. Dr. Margitta

Borrmann-Hassenbach, stellvertretender Vorstand

der Kliniken des Bezirks Oberbayern, betonte,

dass die Einführung für das gesamte Kommunalunternehmen

vorgesehen sei. „Es ist ein logischer

Prozess, den wir unterstützen“, so Dr. Borrmann-

Hassenbach.

Pionier der Pfl egediagnosen war die North American

Nursing Diagnoses Association (NANDA),

die bereits in den 70er und 80er Jahren Modelle

entwickelte. Für Europa wurden diese weiterentwickelt,

da die NANDA in manchen Fällen zu

theoretisch ausgerichtet war.

Der korrekte Umgang mit Pfl egediagnosen wird

zukünftig Grundlage für Pfl egequalitätssicherung

und Pfl egedokumentation sein. Ausgehend von

den Pfl egediagnosen der NANDA, die als Standard

auf diesem Gebiet gelten, liegt mit dem neuen

Buch eine Arbeitsgrundlage vor, in der alle wesentlichen

pfl egediagnostischen Problemstellungen

erfasst und pfl egeprozessorientiert aufbereitet sind.

Der aus der Praxis für die Praxis entwickelte

pfl egediagnosenorientierte Anamnesebogen leitet

von den Ergebnissen direkt zu den Pfl egediagnosen

über. Die Beschreibung der notwendigen

Pfl egemaßnahmen und Pfl egeziele erleichtert das

korrekte Vorgehen nach Erstellung der Diagnose.

Umsetzungsstrategien und Maßnahmen zur Personal-

und Organisationsentwicklung komplettieren

dieses Werk.

Henner Lüttecke, Isar-Amper-Klinikum, Klinikum

München-Ost


Online-Beratung für Menschen mit Autismus,

deren Angehörige, Profi s und Interessierte

Informationen und kostenfreie Beratung rund

um das Thema Autismus fi nden Betroffene, ihre

Angehörigen und Partner sowie alle Interessierten

künftig im Internet unter www.akn-obb.de. Mit der

neuen Online-Beratung baut das Autismus Kompetenzzentrum

Oberbayern in Zusammenarbeit mit

dem Autismus Kompetenznetzwerk Oberbayern

sein Angebot in der Versorgung für Menschen mit

Autismus weiter aus.

Freuen sich über das neue Angebot: Christine

Schulz, Leitung autkom, und Markus Witzmann,

Geschäftsführer autkom

Das Autismus Kompetenznetzwerk Oberbayern

(akn) hat sich zur Aufgabe gemacht, das bestehende

Versorgungsangebot für Menschen mit Autismus

und deren Angehörige weiter zu differenzieren,

mehr bedürfnisgerechte und den Anliegen

der Betroffenen gerecht werdende Angebote zu

entwickeln und diese in der Fläche von Oberbayern

zu etablieren.

Ziel ist es, allen Betroffenen und deren Angehörigen

schnell und wohnortnah Hilfe und Unter-

stützung anzubieten, egal, ob sie im Berchtesgadener

Land, in der Nähe von Landsberg oder im

Ballungsgebiet München leben.

Um diesem Anspruch einen Schritt näher zu

kommen, entwickelte das Netzwerk akn in enger

Zusammenarbeit mit dem Autismus Kompetenzzentrum

Oberbayern (autkom) ein Online-

Beratungsangebot, das wohl einzigartig in Deutschland

ist. Die Beratungsplattform ist in das bereits

bestehende IT-Portal www.akn-obb.de integriert

und ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zu

Informationen und Beratungsleistungen. Alle Angebote

der Online-Plattform zu unterschiedlichen

Themenschwerpunkten werden von den verschiedenen

Kooperationspartnern des akn erbracht.

Die Online-Beratung kann über Einzel- oder Gruppenchats

erfolgen. Alle Chats sind von autorisierten

Beratern moderiert und kostenfrei. Weitere

Informationen sind auf der Internetseite von akn

unter www.akn-obb.de abrufbar.

Förderer dieser besonderen Dienstleistung für den

Behindertenbereich ist der Bezirk Oberbayern, der

das Projekt zwei Jahre fi nanziell unterstützt.

Die Kontakt- und Beratungsstelle der Autismus

Kompetenzzentrum Oberbayern gemeinnützigen

GmbH (autkom) wurde am 01. Juli 2008 eröffnet.

Sie berät niederschwellig Kinder und Erwachsene

mit Autismus sowie deren Angehörige und

Bezugspersonen. Auch Professionelle und alle an

dem Thema Autismus, das zunehmend mehr in das

gesellschaftliche und politische Bewusstsein rückt,

Interessierten fi nden hier kompetente Ansprechpartner.

autkom ist Kooperationspartner in dem ebenfalls

im Frühsommer 2008 gegründeten Autismus

Kompetenznetzwerk Oberbayern (akn) und

übernimmt in diesem Netzwerk eine besondere

Lotsen- und Vermittlungsfunktion. Das Netzwerk

besteht aus insgesamt 24 Kooperationspartnern

aus den Bereichen der Selbsthilfe, Kliniken, niedergelassenen

Kinder- und Jugendlichen- und Erwachsenenpsychiater,

Schulen, Behörden und diversen

spezialisierten Einrichtungen für den Personenkreis

der Autismus-Spektrums-Störung.

Christine Schulz, Leitung autkom, Diplom-Psychologin,

Psychotherapeutin

16 | 17


Franz Podechtl beim

Interview im

Rechenzentrum, für

dessen Bau schweres

Gerät anrückte

KBO Kurier

Im Gespräch mit ...

Franz Podechtl ist als Leiter des Vorstandsbereichs

Infrastruktur und Technik seit Anfang September

2008 unter anderem für die EDV im KBO

zuständig. Außerdem führt er zusammen mit Josef

Kolbeck, Pfl egedirektor des Isar-Amper-Klinikums,

Klinikum München-Ost, die Geschäfte der Klinikservice

Haar GmbH (künftig KBO Service GmbH).

Redaktion Herr Podechtl, an mehreren Standorten

des KBO kam es Anfang des Jahres zu Ausfällen,

insbesondere des Outlook-Systems. Woran lag

das?

Franz Podechtl In den letzten Jahren herrschte bei

den Klinikleitungen und auch bei den Leitern der

EDV-Abteilungen der Konsens, die EDV möglichst

schlank zu betreiben – sowohl technisch als auch

personell. Gleichzeitig wurden immer höhere Anforderungen

an die Technik gestellt, die Anzahl der

PC-Nutzer nahm stetig zu.

Man könnte unsere EDV mit einem Haus vergleichen,

das immer wieder um einen Raum erweitert

wurde. Und um bei der bildhaften Sprache zu

bleiben: Wir müssen das alte Haus nun abreißen

und ein neues bauen, das unseren aktuellen und

zukünftigen Bedürfnissen entspricht.

Redaktion Die Schwachstellen sind also bereits

länger bekannt?

Franz Podechtl Das ist richtig, allerdings können

wir die Systeme im laufenden Betrieb nicht einfach

abschalten und neu aufsetzen. Wenn einzelne Teile

der gewachsenen EDV-Landschaft ausfallen, werden

alle Ressourcen benötigt, um die Ursache zu

fi nden und zu beheben. Und nur dem überdurchschnittlichen

Engagement der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass es nicht schon

früher zu größeren Ausfällen kam.

... Franz Podechtl

Redaktion Um genau das zu verhindern, wurde

im letzten Jahr für 500.000 Euro ein zusätzlicher

Server für das Klinikinformationssystem angeschafft.

Franz Podechtl Diese Anschaffung war sehr

wichtig. Sie zeigt, wie wichtig es ist, in Technologie

zu investieren.

Wären wir im Bereich der Microsoft Offi ce

Anwendungen technologisch bereits so aufgestellt

wie im Bereich des Klinikinformationssystems,

hätte es keine derart gravierenden Auswirkungen

gegeben.

Wir mussten drei Tage lang jeden Outlook-User

neu anlegen. Und trotzdem war die Stimmung

unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der

IT gut. Alle haben zusammengeholfen.

Redaktion Warum gibt es eigentlich zwei Unternehmen

– die IT der Kliniken und die EDV

Infrastruktur-Gesellschaft mbH?


Franz Podechtl Aus wirtschaftlichen Gründen war

es nicht sinnvoll, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

des Bezirks und der Kliniken in ein Unternehmen

zusammenzuführen. Ein weiterer Aspekt war

der Datenschutz. Wir arbeiten mit Patientendaten,

auf die beispielsweise der EDV-Kollege im Bezirk

keinen Zugriff haben darf.

Redaktion Wir funktioniert die Zusammenarbeit?

Franz Podechtl Ehrlicherweise muss man sagen,

dass wir hier noch Verbesserungsbedarf sehen.

Gemeinsam mit Herrn Dr. Arne Fellien ist es uns

gelungen, Konfl ikte um Zuständigkeiten zu beenden,

die Schnittstellen klar zu defi nieren und darauf

hinzuwirken, dass alle an einem Strang ziehen.

Es interessiert jetzt nicht mehr, wer wann einen

Fehler gemacht hat. Wir arbeiten gemeinsam an

Lösungen und daran, unser neues Rechenzentrum

in Haar in Betrieb zu nehmen.

Redaktion War das schon seit längerem geplant?

Franz Podechtl Ja, wir haben 2007 mit der Planung

eines neuen Rechenzentrums begonnen. Im

August 2008 war Baubeginn und im Dezember

wurde die bauliche Hülle für das Rechenzentrum

fertig gestellt. Der Raum ist wasser- und feuergeschützt

und wurde in Haus 55 auf dem Gelände

des Klinikums München-Ost errichtet. Man kann

schon sagen, dass wir einfach auch Pech hatten

mit dem Systemausfall zum jetzigen Zeitpunkt. Ein

paar Monate später hätte uns das nicht passieren

können.

Redaktion Herr Podechtl, bis wann werden unsere

EDV-Systeme wieder zuverlässig funktionieren?

Franz Podechtl Derzeit läuft die dezentrale

Konsolidierung. Das heißt, die Systeme werden in

den Kliniken vor Ort vereinheitlicht. So wird die

Lauffähigkeit erhöht, anfällige Elemente können

ausgewechselt werden und das System wird auf

einer klar strukturierten Basis neu aufgesetzt.

Da alle Umstellungen und Erneuerungen im

laufenden Betrieb stattfi nden, müssen wir allein für

den Standort Haar mit etwa acht Monaten rechnen.

Insgesamt sollen die Maßnahmen im KBO bis

voraussichtlich Mai 2010 abgeschlossen sein. Alle

Einzelschritte werden in regelmäßigen Treffen der

Projektgruppe geplant und mit den Geschäftsführern

abgestimmt. Noch in der Phase der Umstellung

wird sich die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit

der Systeme deutlich verbessern.

Redaktion Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Bettina Schmitt, Isar-Amper-

Klinikum, Klinikum München-Ost.

... Markus Witzmann

Markus Witzmann leitet den Vorstandsbereich

Rehabilitation und Teilhabe. Darüber hinaus ist er

als Geschäftsführer des Sozialpsychiatrischen Zentrums

der Kliniken des Bezirks Oberbayern und

Geschäftsführer des Autismus Kompetenzzentrums

Oberbayern tätig.

Redaktion Herr Witzmann, Sie leiten den Vorstandsbereich

Rehabilitation und Teilhabe. Welche

Aufgaben sind damit verbunden?

Markus Witzmann Der Vorstandsbereich Rehabilitation

und Teilhabe umfasst das Leistungsspektrum

außerhalb der medizinischen Akutversorgung, wie

Prävention, Selbsthilfe, Rehabilitation, Eingliederung/

Teilhabe und Pfl ege, also all die Leistungen, die im

Vorfeld und Nachfeld einer medizinisch, klinischen

Versorgung wirken. Hierzu zählen unter anderem

die Kontakt- und Beratungsstellen für die unterschiedlichen

Zielgruppen, wie psychisch kranke,

suchtkranke, gerontopsychiatrisch kranke sowie

behinderte Menschen, verschiedene Angebote des

betreuten Wohnens, Werkstätten sowie Tagesstätten

für behinderte Menschen, Frühförderstellen

und spezifi sche Angebote für erkrankte Kinder und

Jugendliche und vieles mehr

Redaktion Möchte das Kommunalunternehmen

diese unterschiedlichen Leistungen zukünftig selbst

anbieten?

Markus Witzmann Wir haben ein großes Interesse,

den Blick auf das Gesamtversorgungsgeschehen

für die jeweiligen Zielgruppen unseres Unternehmens

zu richten, damit wir als wesentlicher Versorgungsanbieter

die jeweiligen Versorgungssysteme

für unsere Patienten und Klienten aktiv mitgestalten

und somit optimieren können.

Wir werden den Entwicklungen im Gesundheitsmarkt

als aktiver Partner begegnen. Eines unserer

wesentlichen Ziele wird sein, verlässliche und

aufeinander abgestimmte Versorgungsnetzwerke

auf- und auszubauen sowie diese nachhaltig zu

gestalten und zu pfl egen. Dies tun wir in Kooperation

zum Beispiel mit den Trägern der freien

Wohlfahrtspfl ege (dem Paritätischen in Bayern, der

AWO, der Caritas, der Diakonie) als auch durch

die Bereitstellung eigener Versorgungsangebote

wie durch das Sozialpsychiatrische Zentrum der

Kliniken des Bezirks Oberbayern (SPZ).

Redaktion Wie ist die Zusammenarbeit mit den

einzelnen Kliniken im Kommunalunternehmen?

Gibt es auch hier Netzwerke?

Markus Witzmann Die Management-Holding bzw.

die Vorstandsbereiche sowie die Bereichsleiter

arbeiten sehr eng mit den Kliniken zusammen.

Dies ist auch erforderlich, um unsere gemeinsam

gesteckten Versorgungsziele erreichen zu können.

Die Zusammenarbeit wird durch verschiedene

Gremien institutionalisiert und befördert. Hier

Markus Witzmann: „Wir

wollen ein tragfähiges

Netzwerk schaffen.“

18 | 19


Markus Witzmann in

seinem Büro in der

Management-Holding

KBO Kurier

sind für den Vorstandsbereich Rehabilitation und

Teilhabe vor allem das Leitungsgremium sowie

der KBO-Arbeitskreis Rehabilitation zu nennen.

Die Abstimmung mit den Geschäftsführern, den

Ärztlichen Direktoren und den Pfl egedirektoren

verläuft sehr konstruktiv. Ich sehe meine Aufgabe

darin, die Kliniken bei der Bewältigung ihrer Aufgaben

zu unterstützen, gemeinsam Ideen sowie neue

Leistungsangebote zu entwickeln und neue Versorgungsimpulse

zu setzen. Die Zusammenarbeit kann

sowohl im Rahmen gemeinsam durchgeführter

Modellvorhaben und Projekte als auch durch eine

verantwortliche alleinige Umsetzung durch die

jeweilige Klinik erfolgen.

Redaktion Gibt es ein Projekt, das Sie uns vorstellen

können?

Markus Witzmann Derzeit laufen schon mehrere

Projekte bzw. sind in Vorbereitung. Hier sind vor allem

in Zusammenarbeit mit dem Inn-Salzach-Klinikum

und dem Isar-Amper-Klinikum die Umsetzung

des Modellvorhabens Leuchtturmprojekt Demenz

oder Integrierte Demenzversorgung Oberbayern

(IDOB), die Weiterentwicklung des Autismus Kompetenznetzwerkes

Oberbayern sowie des mobilen

psychiatrischen Krisendienstes und die Klärung mit

den Krankenkassen zur Errichtung eines häuslich

psychiatrischen Pfl egedienstes zu nennen.

Darüber hinaus wurde die seitens des KBO-

Arbeitskreises Rehabilitation erarbeitete Rahmenkonzeption

zur Schaffung stationärer medizinischer

Rehabilitationsangebote im KBO abgestimmt. Das

Inn-Salzach-Klinikum wird als erster Standort im

KBO eine Feinkonzepterstellung für eine stationäre

medizinische Reha-Einheit vornehmen, die dann

Grundlage für die Budgetverhandlungen mit den

Kostenträgern sein wird. Auch die Klinik Taufkirchen

(Vils) des Isar-Amper-Klinikums prüft, ob aufgrund

der Standortplanungen eine kleine medizinische

Reha-Einheit umgesetzt werden kann. Grundsätzlich

muss geklärt werden, ob die Rehabilitationsträger

unser Versorgungskonzept unterstützen. Hierzu

werden wir zusammen mit den Kliniken auf der

Grundlage der noch zu erarbeitenden Standortkonzepte

Gespräche aufnehmen.

Redaktion Das Kommunalunternehmen übernimmt

damit auch eine Steuerungsfunktion?

Markus Witzmann Die Aufgabe des Kommunalunternehmens

ist es, dem Gesamtversorgungsauftrag

für Oberbayern entsprechend unserer Leitlinien –

verankert im KBO-Kodex – in der bestmöglichen

Qualität zu begegnen. Somit ist es unser Ziel und

unsere Aufgabe, ein Gesamtversorgungskonzept zu

entwickeln und abzustimmen, das es den jeweiligen

Kliniken ermöglicht, sowohl ihrem spezifi schen

regionalen Versorgungsbedingungen gerecht zu

werden als auch die Gesamtversorgung in Oberbayern

zu gewährleistet. Dabei berücksichtigen

wir die verschiedenen medizinischen Bereiche

wie Allgemeinpsychiatrie, Gerontopsychiatrie,

Suchthilfe, Psychosomatik, Neurologie, Kinder- und

Jugendpsychiatrie, Sozialpädiatrie, Forensik etc. als

auch die bereits erwähnten Bereiche wie Prävention,

Rehabilitation, Selbsthilfe etc.

Damit wir ein ausgewogenes Versorgungsgeschehen

im Kommunalunternehmen, zwischen den

Kliniken, den übrigen Versorgungspartnern sowie

den aufgezeigten Versorgungsbereichen herstellen

können, bedarf es auch koordinativer und

steuernder Elemente. Diese Funktionen werden

seitens des Kommunalunternehmens und seiner

Management-Holding für die beteiligten Kliniken

und anderen Gesellschaften des KBO eingebracht.

Durch unsere fachliche Kompetenz sowie unsere

Versorgungsvielfalt sind wir ein hervorragender

Versorgungspartner und können den oberbayerischen

Bürgern gute Versorgungsleistungen zu

jeder Zeit zur Verfügung stellen. Das Gesundheits-,

Rehabilitations- und Sozialversorgungssystem

der Zukunft wird sich zu einem vernetzten und

prozessoptimierten Leistungsträger und -erbringer

übergreifenden Hilfesystem entwickeln, das Personenorientierung

und abgestimmtes, nachhaltiges

Komplexleistungsgeschehen in den Mittelpunkt

stellt.

Ich bin mir sicher, dass es uns gemeinsam gelingen

wird, das Versorgungsgeschehen in Oberbayern für

unsere Patienten und Klienten positiv zu gestalten.

Die dazu notwendigen funktionierenden und tragfähigen

Netzwerke werden wir partnerschaftlich

und zielorientiert gestalten.

Redaktion Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Henner Lüttecke, Isar-Amper-Klinikum,

Klinikum München-Ost.


Personalien

25 Jahre Engagement aus Überzeugung

Dienstjubiläum von Prof. Dr. Matthias Dose

Seit einem Vierteljahrhundert ist Prof. Dr. Matthias

Dose, Ärztlicher Direktor der Klinik Taufkirchen

(Vils) des Isar-Amper-Klinikums, im öffentlichen

Dienst tätig. In den 25 Jahren hat Prof. Dose nicht

nur die Klinik Taufkirchen (Vils) geprägt, sondern

auch die Psychiatrie insgesamt.

Nach seinem Studium begann er seine Karriere

zunächst im Max-Planck-Institut für Psychiatrie in

München, wo er auch seine Dissertation schrieb.

Auf Drängen eines Freundes wechselte Prof. Dose

1989 als stellvertretender Ärztlicher Direktor ins

Bezirkskrankenhaus Ansbach.

Seine Idee, Medikamente niedriger zu dosieren,

stieß nicht nur auf Unterstützung. Im Gegenteil, viele

andere Mediziner kritisierten ihn. Prof. Dose ließ

sich jedoch nicht beirren, sondern warb mit Erfolg

für seine Therapie. Drei Jahre später wechselte er

nach Taufkirchen (Vils) als Ärztlicher Direktor. Seine

neue Aufgabe gab ihm die Möglichkeit, neben den

notwendigen administrativen Aufgaben weiterhin

Patienten behandeln zu können.

Auch heute besucht er jede der sieben Stationen

täglich und nimmt einmal wöchentlich an der Visite

teil. „Ich bin hier Arzt geblieben. Das gehört zu

meiner berufl ichen Zufriedenheit dazu“, betont

Prof. Dose. In den folgenden 17 Jahren musste er

die Klinik auch durch stürmische Zeiten lotsen. Die

Umwandlung in eine Akutklinik und die gleichzei-

tige Entlassung von mehr als 200 Langzeitpatienten

riefen Angst unter den Mitarbeitern hervor,

schließlich standen Arbeitsplätze zur Diskussion.

Aber mit vereinten Kräften und viel Engagement

wurden die Herausforderungen bewältigt.

Heute ist die Klinik Taufkirchen (Vils) aus der

Versorgungslandschaft nicht mehr wegzudenken.

Auch deswegen, weil spezielle Angebote wie das

Huntingtonzentrum den gesamten Süden der

Republik versorgen.

Henner Lüttecke, Isar-Amper-Klinikum, Klinikum

München-Ost

Neue Vorsitzende

Martin Spuckti, Vorstand des KBO, ist zum stellvertretenden

Vorsitzenden des Interessensverbandes

Kommunaler Krankenhäuser (IVKK) gewählt

worden. Vorsitzender des IVKK ist Dr. Hansjörg

Hermes vom Klinikum Osnabrück.

Hermann Schmid, Pfl egedirektor der Klinik Taufkirchen

(Vils) und Sprecher der Pfl egedirektorinnen

und -direktoren im Leitungsgremium, wurde zum

Vorsitzenden des Verbandes der Pfl egedienstleitungen

Psychiatrischer Kliniken Bayern e. V. (VdP Psych

Bayern e. V.) gewählt.

Prof. Dr. Matthias Dose an

seinem Schreibtisch

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Plastik von Luise

Kött-Gärtner mit dem Titel

„Wer nicht wagt ...“

KBO Kurier

Abschiedsfeier des Ärztlichen Direktors Dr. Kurt Vock

Am 30. März 2009 lud Dr. med. Kurt Vock,

Ärztlicher Direktor der Kinderzentrum München

gemeinnützigen GmbH, anlässlich seines Abschieds

in den Ruhestand am 01. April 2009 zu einer Feier

ein. Über 140 Gäste folgten seiner Einladung und

nahmen an der Feier teil.

Darunter befanden sich neben zahlreichen ehemaligen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch

der frühere Leiter der Klinik für Sozialpädiatrie

und Entwicklungsrehabilitation, Dr. Peter Schulz, die

ehemalige Leiterin der Psychologie, Dr. Reglindis

Schamberger, und die Verwaltungsleitung vom

Kinderzentrum zwischen Oktober 2006 und 31.

Dezember 2009, Claudia Fritsche. Vom Kommunalunternehmen

nahm Vorstand Martin Spuckti

teil. Ein wichtiger Gast war Prof. Dr. Dr. hc. mult.

Theodor Hellbrügge, Gründer des Kinderzentrums

München und „Vater“ der Sozialpädiatrie in

Deutschland.

Nach der Begrüßung seiner Gäste erzählte Dr.

Kurt Vock von seinem Werdegang als Kinderarzt:

seiner Ausbildung und Praxis in der ehemaligen

DDR, seiner Zeit in Düsseldorf und seinem Wechsel

von der Akutmedizin in die Sozialpädiatrie.

Die Rede wurde durch persönliche Anekdoten

anschaulich und unterhaltsam gestaltet und ließ die

Zuhörer bildhaft an seinem Berufsleben teilhaben.

Im Anschluss haben Geschäftsführung und Mitarbeiter

in ihren Ansprachen und Einlagen seine Zeit

und seine Verdienste im Kinderzentrum erläutert.

Dr. Margitta Borrmann-Hassenbach, Geschäftsführerin,

überreichte Dr. Kurt Vock zum Abschied eine

Plastik, die den Sprung von einem Lebensabschnitt

in den nächsten symbolisierte und dankte ihm für

seinen großen Einsatz für das Haus.

Der Leiter des SPZ, Dr. Michael-Andor Marton,

stellte die fachlichen und persönlichen Kompetenzen

von Dr. Kurt Vock in den Mittelpunkt - seine

Geradlinigkeit im Bezug auf die Behandlungsqualität

seiner Patienten, aber auch seine Fairness und

Menschlichkeit den Mitarbeitern gegenüber.

Dr. Friedrich Voigt, Leiter der Psychologie, lobte seine

Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit.

Steffi Wilczewsky, Sekretärin von Dr. Kurt Vock

während seiner Zeit als Leiter des SPZ, präsentierte

ihm das Geschenk der Mitarbeiter des Hauses

und ein „Arbeitszeugnis“ der Mitarbeiter. Diese

haben sein Interesse am Patienten und am Wohl

seiner Mitarbeiter in den Mittelpunkt des Zeugnisses

gestellt.

Dr. Vock, ein Liebhaber der klassischen Musik,

wurde durch Beiträge des Chors des Kinderzentrums

und einem Ensemble aus Sopran, Flöten und

Klavier geehrt.

Aber auch Humor durfte nicht fehlen. Der Chor

trug einen umgedichteten Text des Bananenboot

Songs vor, der seine Verdienste im Haus beschrieb,

und die Musiktherapeutische Abteilung stellte

verschiedene Meilensteine seiner Tätigkeit im

Kinderzentrum München durch vertonte EEG-

Ableitungen dar.

Nach dem Programm ging man zum gemütlichen

Teil des Abends über und genoss ein ungezwungenes

Beisammensein bei ausgezeichnetem Essen

und anregenden Gesprächen.

Melanie Voigt, Ph.D./Univ. Texas, Qualitätsmanagementbeauftragte,

Kinderzentrum München

Geschäftsführerin Dr. Margitta Borrmann-

Hassenbach übergibt das Abschiedsgeschenk an

Dr. Kurt Vock


Neue Mitarbeiter

Neue Pfl egedirektorin der Lech-Mangfall-Kliniken

Zum 01. April 2009 hat Sanja Rezo ihre Tätigkeit

als Pfl egedirektorin der Lech-Mangfall-Kliniken am

Krankenhaus Agatharied aufgenommen. Sie tritt

damit die Nachfolge von Pfl egedirektorin Ute

Schmitz an, die das Unternehmen verlässt.

Sanja Rezo bringt langjährige Erfahrung im

Pfl egebereich mit und war dreieinhalb Jahre als

Stationsleitung im Krankenhaus Agatharied tätig.

Darüber hinaus war sie dort als Assistentin der

Verabschiedung und Begrüßung im Rahmen der

Konferenz der Pfl egedirektorinnen und Pfl egedirektoren

des KBO:

Hermann Schmid, Pfl egedirektor Isar-Amper-

Klinikum, Klinik Taufkirchen (Vils), Susanne

Jost, Pfl egedirektorin Lech-Mangfall-Kliniken

am Klinikum Landsberg am Lech, Hans-Ulrich

Neunhoeffer, Direktor für Pfl ege und Erziehung

Heckscher-Klinikum, Ute Schmitz, bisherige

Neuer stellvertretender Geschäftsführer

im SPZ

Heiko Sailer nimmt seit 01. April 2009 die Position

des stellvertretenden Geschäftsführers im Sozialpsychiatrischen

Zentrum der Kliniken des Bezirks

Oberbayern (SPZ) ein. Darüber hinaus ist er weiterhin

in der Management-Holding als Bereichsleiter

Einkauf tätig. Die Geschäftsführung des SPZ hat

Markus Witzmann inne.

Sie erreichen Heiko Sailer telefonisch unter 089

4562-2684, per Fax unter 089 4562-2686 oder

per E-Mail unter heiko.sailer@kbo-ku.de.

Pfl egedienstleitung beschäftigt. Bereits in dieser

Zeit arbeitete sie mit der psychiatrischen Klinik der

Lech-Mangfall-Kliniken am Krankenhaus Agtharied

zusammen und entwickelte Konzepte für die

Bereiche Rehabilitation und geriatrische Strukturen.

Berufsbegleitend absolvierte Sanja Rezo außerdem

das Studium „Pfl egemanagement“, das sie 2007

erfolgreich abgeschlossen hat.

Pfl egedirektorin Lech-Mangfall-Kliniken am

Krankenhaus Agatharied, Sanja Rezo, seit 01. April

2009 Pfl egedirektorin Lech-Mangfall-Kliniken am

Krankenhaus Agatharied, Hans Jürgen Donabauer,

Pfl egedirektor Lech-Mangfall-Kliniken am

Klinikum Garmisch-Partenkirchen, Peter Maurer,

Pfl egedirektor Inn-Salzach-Klinikum, und Josef

Kolbeck, Pfl egedirektor Isar-Amper-Klinikum,

Klinikum München-Ost (von links nach rechts)

Heiko Sailer an seinem

Arbeitsplatz

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Michael Baumhakl

Gabriele Zimmermann

Dr. Arne Fellien

KBO Kurier

Bereichsleitung Personal

Nach erfolgreichem Abschluss eines Studiums

und der Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt

(FH) im gehobenen nichttechnischen Bundesdienst

(Zweig Post- und Fernmeldewesen) arbeitete Michael

Baumhakl zunächst als Personalsachbearbeiter

bei der Deutschen Post AG. Anschließend war

er bei der TÜV Süddeutschland Holding AG als

Personalreferent (Sozialwesen) für Betriebsrentner

und allgemeine Sozialangelegenheiten zuständig.

Im Jahr 2000 trat Michael Baumhakl in das Isar-

Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost (damals

noch Bezirkskrankenhaus Haar) in der Position eines

Gruppenleiters für den Bereich der Anlage 1a

zum BAT (alle Berufsgruppen außer Pfl egedienst)

ein. Im Jahr 2001 wurde er Teamleiter des Teams 1

der Abteilung II Personal des Bezirkskrankenhauses

Haar. Neben seiner Tätigkeit im Krankenhaus

absolvierte Michael Baumhakl ein Weiterbildungs-

Studium an der Akademie für Krankenhausmanagement

in Ingolstadt mit dem Abschluss als

Diplom-Krankenhausbetriebswirt (VKD). Darüber

hinaus qualifi zierte er sich zum Internen Qualitätsauditor

für Qualitätsmanagement gemäß DIN ISO

9001.

Im Jahr 2007 wurde er Personalleiter im Klinikum

München-Ost und verantwortete unter anderem

als Leiter des damaligen Projektteams die Einführung

eines neuen Personalmanagementsystems.

Einen seiner Schwerpunkte sah er darin, die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der Personalabteilung

von antiquierten, datentypistischen Aufgaben durch

IT-gestützte Lösungen zu entlasten, um Freiräume

für ihre eigentlichen Aufgaben der Personalbetreuung

und –entwicklung zu schaffen. Ein weiterer

Schwerpunkt seiner Tätigkeit war der Ausbau

der Sozialleistungen für die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, um das Unternehmen vor dem

Hintergrund des sich zunehmend angespannter

gestaltenden Personalmarktes für (insbesondere

ärztliche) Fach- und Führungskräfte weiterhin

attraktiv zu gestalten.

Bei der Entgeltumwandlung konnten hier ganz

neue Wege in der Altersvorsorge gegangen werden,

die dem Arbeitgeber keine Kosten verursachten

und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die

Möglichkeit eröffneten, für ihr Alter vorzusorgen.

Als zweites Krankenhaus in Deutschland konnte

das Klinikum München-Ost eine Berufsunfähigkeitsversicherung

ohne Gesundheitsprüfung anbieten,

eine Möglichkeit, die inzwischen für alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des KBO besteht.

Zum 01. Januar 2009 hat Michael Baumhakl die

Leitung des Bereichs Personal in der Management-

Holding von Tobias Forstner übernommen, der

sich wieder ganz seiner Tätigkeit als Personalleiter

des Inn-Salzach-Klinikums widmen wird. Darüber

hinaus leitet Michael Baumhakl seit Anfang

Oktober 2008 den Bereich Personal des Kinderzentrums

München. Seine Nachfolge am Klinikum

München-Ost hat Petra Ertl angetreten, die bereits

als Teamleiterin in der Personalabteilung des Klinikums

München-Ost tätig war.

Sachbearbeitung Personal

Gabriele Zimmermann ist seit 01. Januar 2009

als Personal- und Lohnsachbearbeiterin in der

Management-Holding des Kommunalunternehmens

tätig. Sie ist gelernte Buchhalterin und hat im

Anschluss ein Fernstudium mit Abschluss Diplom-

Betriebswirtin absolviert.

Gabriele Zimmermann war bislang vorwiegend

als Personalsachbearbeiterin in verschiedenen

Unternehmen tätig. Zuletzt arbeitete sie in diesem

Bereich beim Georg D.W. Callwey-Verlag in München.

Zu ihren Aufgaben gehören die Gehaltsabrechnungen

für das Sozialpsychiatrische Zentrum

der Kliniken des Bezirks Oberbayern (SPZ), das

Autismus Kompetenzzentrum Oberbayern, das

Kommunalunternehmen sowie die EDV Infrastruktur-Gesellschaft

mbH. Darüber hinaus übernimmt

sie die Pfl ege der Personalakten sowie sämtliche

Tätigkeiten, die mit dem Ein- und Austritt der

Betriebsangehörigen zusammenhängen. Außerdem

koordiniert sie Termine für Vorstellungsgespräche

und erstellt Arbeitsverträge.

Chief Information Offi cer

Dr. Arne Fellien ist seit April als Chief Information

Offi cer (CIO) und somit fachlicher Leiter der IT

der Kliniken und der EDV Infrastruktur-Gesellschaft

mbH tätig. In dieser Funktion ist er verantwortlich

für die inhaltliche und strategische Entwicklung der

EDV und bündelt die technologischen Anforderungen

der EDV Infrastruktur-Gesellschaft mit den

Software-Anforderungen der IT der Kliniken. Disziplinarischer

Vorgesetzter für die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der IT der Kliniken ist weiterhin

der Leiter der IT der Kliniken.

Dr. Arne Fellien stellt die einheitliche Führung

beider Bereiche sicher. Er hat Mathematik in Berlin

studiert und ist heute als Senior Experte in den

Bereichen IT-Strategie, Wissensmanagement, Gesundheitswesen

und Verwaltungsmodernisierung

tätig. Darüber hinaus ist er seit 2006 Mitglied des

wissenschaftlichen Beirats der ESG Consulting.

Dr. Fellien war Leiter des Fraunhofer-Instituts für

Software- und Systemtechnik (ISST) am Standort

Berlin, außerdem war er in der Deutschen Staatsbibliothek

als Leiter der Forschungsgruppe EDV

und als stellvertretender Leiter des Rechenzentrums

beschäftigt.


Veranstaltungen

Pfl egetagung der Kliniken des Bezirks Oberbayern

„Pfl egevielfalt im KBO – Synergien überzeugend

nutzen" – so lautet das Motto der 1. unternehmensweiten

Pfl egetagung. Die Tagung für Pfl egende,

die im KBO tätig sind, fi ndet am 30. Oktober

2009 im Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-

Ost statt.

Hierbei stellen Kolleginnen und Kollegen aus den

Kliniken des KBO im Rahmen von Workshops,

Vorträgen und Posterpräsentationen ihre speziellen

pfl egerischen Konzepte und Angebote

vor. Die Besucher können aus insgesamt etwa

30 Themenbereichen wählen, zu denen sie sich

Tag der offenen Tür

Unter dem Motto „Kreativität bewegt“ fi ndet

am Samstag, den 25. Juli 2009, auf dem Gelände

des Klinikums München-Ost ab 11 Uhr ein Tag

der offenen Tür statt. An diesem Tag werden zum

Beispiel die Kunst-, Musik-, Bewegungs-, Tanz-,

Sport- und Ergotherapie vorgestellt. Geöffnet

haben außerdem der SPZ-Treff, das Psychiatrie-

Museum, das Arbeitstherapie-Outlet und die Halle

der Tagesstrukturierenden Maßnahmen (TSM) des

Sozialpsychiatrischen Zentrums.

Speisen und Getränke bieten das Casino oder das

Café Regenbogen an. Außerdem gibt es an diesem

Tag Live-Musik verschiedener Bands, eine Bilderausstellung,

ein Maskentheater und ein klassisches

Bläserkonzert. Um 15 Uhr startet zudem das

Sommerfest des Club 69. Zum Abschluss der Veranstaltung

gibt „Isarindianer“ Willy Michl im Gesellschaftshaus

ein Benefi zkonzert für alle Besucher.

Falls Sie weitere Informationen benötigen, wenden

Sie sich bitte an Henner Lüttecke, Isar-Amper-

näher informieren wollen. Neben dem fachlichen

Austausch bietet die Pfl egetagung natürlich auch

die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen

und informellen Austausch. Ganz in diesem Sinne

können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den

Tag mit einem kabarettistischen Abendprogramm

der Couplet AG und einem reichhaltigen Catering

ausklingen lassen.

Nähere Informationen zu Anmeldemodalitäten

und Themenangeboten erhalten Sie in dem Flyer

zur 1. Pfl egetagung, der im Intranet aller Kliniken

des KBO abzurufen ist, oder bei Cornelia Gianni,

Telefon: 089 4562-3164, E-Mail: cornelia.gianni@

iak-kmo.de.

Christian Hampel, Sozialwirt, Isar-Amper-Klinikum,

Klinik Taufkirchen (Vils)

Clemens Kraus, Inn-Salzach-Klinikum, Monika

Inzinger, Lech-Mangfall-Kliniken am Klinikum Garmisch-Partenkirchen,

Asnath Müller, Lech-Mangfall-Kliniken

am Klinikum Garmisch-Partenkirchen,

Christine Huber, Kinderzentrum München

(oben von links nach rechts), Cornelia Gianni,

Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost,

Silvia Niederhuber, Kinderzentrum München, und

Susanne Jost, Lech-Mangfall-Kliniken am Klinikum

Landsberg am Lech (unten von links nach rechts)

vom einrichtungsübergreifenden Arbeitskreis

Klinikum, Telefon 089 4562-2822, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@iak-kmo.de,

oder Dr. Dr. Peter Vaitl,

Sozialpsychiatrisches Zentrum, Telefon 089 4562-

3448, E-Mail: peter.vaitl@spz-obb.de.

4. Münchner Forensik-

Symposium

Am Freitag, den 10. Juli 2009, fi ndet im Isar-Amper-

Klinikum, Klinikum München-Ost zum Thema

„Maßregelvollzug und Zeit“ das 4. Münchner

Forensik-Symposium statt. Ab 9 Uhr beginnen die

Vorträge, die Veranstaltung endet gegen 17 Uhr

mit einer Podiumsdiskussion. Das Symposium

fi ndet im Gesellschaftshaus in der Casinostraße 36

in 85540 Haar statt und kostet 25 Euro. Anmelden

können Sie sich bei Maria Kottinger oder Melanie

Meyer unter der Telefonnummer 089 4562-3228.

Dort erhalten Sie alle Informationen zum gesamten

Programm und den Referenten der Tagung.

24 | 25


Die Koordinatoren:

Rita Schäfer und

Dr. Joachim Hein

KBO Kurier

Auf zur Isarsana

Von 26. bis 27. September 2009 öffnet die Isarsana

in Bad Tölz erneut ihre Tore. Sie ist die Gesundheitsmesse

der Lernenden Region Bad Tölz und

fi ndet alle zwei Jahre statt - mit einem großen Besucheransturm:

2007 kamen 13.500 Menschen, um

sich über regionale Angebote von verschiedenen

Akteuren im Gesundheitswesen zu informieren.

Auch in diesem Jahr regen zahlreiche Angebote an

beiden Tagen zwischen 9.00 und 17.00 Uhr zum

Mitmachen an, die von Krankenkassen, Kliniken,

Verbänden und privaten Anbietern etc. organisiert

und durchgeführt werden.

Daneben bietet die Isarsana den beteiligten Akteuren

eine gute Möglichkeit, regionale Kontakte zu

schließen und Angebote zu vernetzen.

Auch das Kommunalunternehmen beteiligt sich in

diesem Jahr an dem Gesundheitsfestival, dessen

Schirmherr Dr. Markus Söder ist. Neben den drei

Berufsfachschulen für Krankenpfl ege und den

Schulen für Krankenpfl egehilfe stehen Pfl egeexperten

aus dem Isar-Amper-Klinikum, Klinikum

München-Ost zur Verfügung, um zum Thema Demenz

zu beraten. Weiterhin werden durch Schüler

aus den Schulen des Inn-Salzach-Klinikums Vital-

und Blutwerte der Besucher kontrolliert sowie

individuelle Hilfe angeboten. Auch ein Theaterstück

ist geplant.

Wir freuen uns, wenn auch Sie den Weg zu

unserem Stand an der Isarsana fi nden. Und das

Programm lohnt sich in jedem Fall für die ganze

Familie. Informationen fi nden Sie im Internet unter

www.isarsana.de.

Stefanie Schlieben, Bildungszentrum/Berufsfachschule

für Krankenpfl egehilfe am Isar-Amper-Klinikum,

Klinikum München-Ost

1. Münchner Woche für Seelische Gesundheit

„Seelische Gesundheit leben“ ist das Motto der

Münchner Woche für Seelische Gesundheit, die

dieses Jahr von 5. bis 11. Oktober zum ersten

Mal stattfi ndet. Sieben Tage lang wird das Thema

„Seelische Gesundheit“ in München und Umland

groß geschrieben. Mit zahlreichen Veranstaltungen

unterschiedlichster Art, von Fachgesprächen über

Vorträge, offene Sprechstunden, Infoveranstaltungen,

Kunst- und Kulturangeboten, Workshops

und Lesungen wollen sich Einrichtungen, Gruppen

und Vereine über die Stadt verteilt und in der

Region zum Thema präsentieren und interessierte

Bürgerinnen und Bürger zur Teilhabe und zum

Austausch einladen. Das Klinikum München-Ost

des Isar-Amper-Klinikums bietet in dieser Woche

zwei Vorträge zum Thema Depressionen an, das

Atriumhaus feiert sein 15-jähriges Bestehen.

Obwohl die psychischen Belastungen in unserer

Gesellschaft vermehrt zunehmen und Experten

davon sprechen, dass fast jeder dritte Deutsche

einmal im Leben von einer psychischen Erkrankung

betroffen ist, sind diese in der Öffentlichkeit immer

noch ein großes Tabuthema. Information und

Aufklärungsarbeit über psychische Erkrankungen

und deren Präventionsmöglichkeiten stehen darum

im Fokus der 1. Münchner Woche für Seelische

Gesundheit.

Unter der Koordination des Vereins Münchner

Bündnis gegen Depression hat sich eine Gruppe

von derzeit 30 Initiatorinnen und Initiatoren

zusammengeschlossen, um gemeinsam die Veranstaltungswoche

für München und das Umland

umzusetzen. Darüber hinaus haben bereits über

60 interessierte Veranstalter zugesagt, einen Beitrag

für das Programm der Woche beizusteuern.

Im Internet entsteht unter www.woche-seelischegesundheit.de

online der einwöchige Veranstaltungskalender,

in dem die veranstaltenden Akteure

via elektronisches Formular ihr Angebot anmelden

können. Über ein virtuelles Schwarzes Brett gibt

es außerdem die Möglichkeit, andere Anbieter für

eine gemeinsame Veranstaltung zu fi nden, Räumlichkeiten

und Helfer zu vermitteln sowie Ideen zu

kommunizieren.

So wird auf der Homepage bis zum Herbst ein

facettenreiches Programm der Woche entstehen,

über das sich alle Bürgerinnen und Bürger aus

München und der Region informieren können.

Ebenfalls werden Details zu den einzelnen Veranstaltungen

und Anfahrtsbeschreibungen abrufbar

sein. Außerdem ist es allen interessierten Nutzern

möglich, aktuelle Informationen und Neuigkeiten

per E-Mail-Newsletter zu abonnieren.

Die Initiatoren und Veranstalter wollen die Münchner

Woche für Seelische Gesundheit zu einem

jährlichen Ereignis machen und sie langfristig als

festen Bestandteil des regionalen Informationsangebots

etablieren. Erste Aktivitäten für Herbst

2010 sind darum bereits in Planung. Das Projekt

wird unterstützt von der Landeshauptstadt München

(Referat für Gesundheit und Umwelt) und

dem Bezirk Oberbayern.

Kontaktmöglichkeit für Veranstalter und Interessierte:

Münchner Bündnis gegen Depression e. V.

, Rita Schäfer, Telefon: 089 54045120, E-Mail: rita.

schaefer@buendnis-depression.de.

Henner Lüttecke, Isar-Amper-Klinikum, Klinikum

München-Ost


Gesund und fi t

5. Haarathon startet im September

Alle Lauffreunde dürfen sich freuen, denn am

Sonntag, den 27. September 2009, veranstaltet

das Isar-Amper-Klinikum, Klinikum München-Ost

den 5. Haarathon-Lauf für psychische Gesundheit.

Angeboten werden auch in diesem Jahr ein

Halbmarathon, ein 10,25-Kilometer-Lauf und ein

3-Kilometer-Schnupperlauf, der nach den Erfahrungen

der letzten Jahre vor allem laufbegeisterten

Kindern Spaß macht. Im vergangenen Jahr liefen

insgesamt mehr als 700 Läuferinnen und Läufer

beim Haarathon mit.

Der Ablauf

Um 9.45 Uhr geht es bereits los mit einem

Warm-up-Programm auf dem Sportplatz hinter

dem Start/Ziel-Gelände. Um 10 Uhr startet der

Halbmarathon. Um 10.10 Uhr beginnt der 10,25-

Kilometer-Lauf. Die Läufe beginnen und enden

jeweils am Sportplatz Haar I bei Haus 32.

Die Laufzeiten werden in diesem Jahr erstmals

mittels Einwegschuhtransponder ermittelt. Die

Gebühr für den Halbmarathon beträgt 17 Euro,

für den 10,25-Kilometer-Lauf 15 Euro. Im Preis ist

für jeden Läufer die Nudelparty mit verschiedenen

Pastagerichten enthalten. Um 10.20 Uhr startet

schließlich der kostenlose 3-Kilometer-Schnupperlauf

für Einsteiger und Familien, ebenfalls bei Haus

32. Für alle Teilnehmer gibt es auf der Strecke eine

kostenlose Verpfl egung mit Iso-Getränken, Wasser

und Müsliriegeln. Ab 11 Uhr wird im Casino die

Nudelparty gefeiert.

„Psychotherapie in der

Adoleszenz“

Am Mittwoch, den 14. Oktober 2009, fi ndet ein

State-of-the-Art-Symposium zum Thema „Psychotherapie

in der Adoleszenz“ statt. Die Veranstaltung

fi ndet im Hörsaal des Physiologischen Instituts in

der Pettenkoferstraße 12 bis14 in 80336 München

statt und dauert von 14 bis 18 Uhr.

Informationen erhalten Sie im Tagungssekretariat

bei Micheline Burghardt-Sandoz, Klinik und Poliklinik

für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik

und Psychotherapie, unter Telefon 089

5160-5901 oder per Fax an 089 5160-5902. Die

Teilnehmergebühr beträgt 40 Euro. Eine Anmeldung

zur Veranstaltung ist nur online unter http://

www.kjp.med.uni-muenchen.de/veranstaltungen/

state2009.php möglich. Die Veranstaltung wird von

der Bayerischen Ärztekammer mit 4 CME-Punkten

zertifi ziert.

Das Symposium gehört zur Reihe der Münchner

kinder- und jugendpsychiatrischen Kolloquien, die

vom Heckscher-Klinikum mitveranstaltet wird.

Haarathon-Funktions-Shirt für „Frühanmelder“

Ab sofort kann sich jeder Läufer für den 5.

Haarathon anmelden. Die Anmeldeunterlagen sind

unter www.iak-kmo.de/haarathon abrufbar. Wer

sich bis zum 20. August 2009 anmeldet, erhält ein

Haarathon-Funktions-Shirt. Alle angemeldeten

Teilnehmer nehmen automatisch an einer großen

Verlosung im Anschluss an den Haarathon teil.

Anmeldeschluss ist der 18. September 2009. Für

Nachmeldungen am Tag der Veranstaltung werden

5 Euro Gebühr berechnet.

Früh übt sich …

Auch in diesem Jahr hat Gaby Schneider in Zusammenarbeit

mit dem Fitness- und Gesundheitscenter

des TSV Haar ein kostenloses Training für jeden,

der am 10,25-Kilometer-Lauf teilnehmen möchte,

organisiert. Ab 08. Juli 2009 können vor allem

weniger trainierte Läufer sich damit konditionell

stärken. Anmelden können Sie sich bis 30. Juni

2009 bei Dirk Ohl unter der Telefonnummer 089

46230617.

Kabarett für den guten Zweck: Claus von Wagner

spielt in Haar

Gaby Schneider ist es gelungen, den Kabarettisten

Claus von Wagner zu gewinnen. Zu Gunsten des 5.

Haarathons - Lauf für psychische Gesundheit tritt

er am Donnerstag, den 17. September 2009, im

Kleinen Theater auf. Von Wagner wird sein Erfolgsprogramm

„3 Sekunden Gegenwart“ spielen. Das

Haarathon-Team rund um Gabi Schneider freut

sich auf zahlreiche Zuschauer. Alle Informationen

zu Claus von Wagner fi nden Sie auf www.iak-kmo.

de/haarathon.

KBO-Symposium

Am 11. November 2009 fi ndet im Max-Joseph-

Saal der Residenz in München ein Fachsymposium

des KBO zum Thema „Psychosomatische Störungen

als Volkskrankheiten“ statt. Die Veranstaltung

wird durch den KBO-Arbeitskreis Psychosomatik

geplant und durchgeführt. Unter anderem

werden Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Kapfhammer, Prof.

Dr. Dipl.-Psych. Gerd Laux, Prof. Dr. Dr. Margot

Albus, M. Sc., Dr. Margitta Borrmann-Hassenbach,

Dr. Franz Joseph Freisleder und Dr. Dirk Wolter

referieren.

Thematisch wird sich das Symposium sowohl mit

den historischen Wurzeln als auch mit gesellschaftlichen,

gesundheitsökonomischen und sozialmedizinischen

Aspekten und Entwicklungen sowie den

psychosomatischen diagnostischen und therapeutischen

Angeboten der Kliniken des Bezirks Oberbayern

befassen.

Weitere organisatorische Informationen zur

Veranstaltung erhalten Sie bei Manuela Heining,

KBO-Management-Holding, telefonisch unter 089

4562-2671 oder per E-Mail an sekretariat@kbo-ku.

de.

Weitere Informationen

zum Rahmenprogramm

und zum Ablauf fi nden

Sie im Internet unter

www.iak-kmo.de/haarathon.

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Die GemJAV stellt sich vor:

Simone Maier, Katrin Kapfenberger,

Birgit Wiefarn,

Ben Wermuth, Bernadette

Wehrle, Thomas Ziegler,

Kerstin Miljucha, Maximilian

Bauer, Bettina Matzeder

(von links nach rechts)

nicht im Bild: Daniela

Walter, Marcus Massauer,

Simone Reichart, Maria

Lindner

Wie aber erreiche ich die

GemJAV?

Telefon: 089 4562-2559

oder -2550

Mobil: 01522 2693 475

Fax: 089 4562-2549

Zu erreichen sind wir

Montag bis Freitag von

8 bis 16 Uhr; Termine bitte

vorher telefonisch oder

per E-Mail anmelden.

KBO Kurier

Gemeinsame Jugend- und

Auszubildendenvertretung

Am 28. November 2008 war es soweit: die zweite

Gemeinsame Jugend- und Auszubildendenvertretung

(GemJAV) des Kommunalunternehmens trat

ihr Amt an. Bestehend aus dreizehn Mitgliedern

ist die GemJAV zuständig für alle Themen, die

die Auszubildenden in mehr als einem unserer

Betriebe betreffen. Aus diesem Grund setzt sich

die GemJAV auch, analog dem Gemeinsamen Betriebsrat,

zusammen aus Mitgliedern der ausbildenden

gemeinnützigen GmbHs: Dem Klinikum München-Ost

(5 Mitglieder) und der Klinik Taufkirchen

(Vils) (3 Mitglieder), beide Isar-Amper-Klinikum,

sowie dem Inn-Salzach-Klinikum (5 Mitglieder).

Neue Literatur

Psychopharmaka

Alles, was Sie wirklich über Psychopharmaka wissen

müssen, vermittelt dieser Ratgeber für Betroffene und

Angehörige. Bereits in der 8. Aufl age erscheint der

von Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd Laux, Ärztlicher

Direktor des Inn-Salzach-Klinikums, und Dr. rer. nat.

Otto Dietmaier, Klinikum am Weissenhof, verfasste

Psychopharmaka-Leitfaden.

Psychopharmaka gehören zu den meist verordneten

Medikamenten. Gleichzeitig wird ihnen großes Misstrauen

entgegen gebracht. Bei richtigem Einsatz ist der

Nutzen moderner Psychopharmaka weitaus größer

als das mit der Einnahme verbundene Risiko. Bei vielen

psychischen Störungen und Krankheiten tragen sie zur

Genesung bei.

Sowohl Patienten als auch Angehörige wissen oftmals

zu wenig über die psychiatrische Pharmakotherapie.

Umso wichtiger ist die übersichtliche und verständlich

aufbereitete Aufklärung über die Wirkung der unterschiedlichen

Substanzen, welche Nebenwirkungen sie

haben und wo ihre Grenzen liegen.

Der Ratgeber ist im Springer-Verlag erschienen und

enthält eine ausführliche Medikamentenliste mit allen

Wirkstoffen und Präparaten.

ISBN: 978-3540682882, 19,95 Euro

Für das Klinikum München-Ost wurden gewählt:

Thomas Ziegler (stv. Vorsitzender), Simone Maier,

Daniela Walter, Maximilian Bauer und Benjamin

Wermuth (Vorsitzender).

Für das Inn-Salzach-Klinikum wurden gewählt:

Bernadette Wehrle (stv. Vorsitzende), Maria

Lindner, Katrina Karpfenberger, Birgit Wiefarn und

Simone Reichart.

Für die Klinik Taufkirchen (Vils) wurden gewählt:

Kerstin Miljucha (stv. Vorsitzende), Marcus Massauer

und Bettina Matzeder.

Was aber macht die GemJAV?

Wann immer es an zwei oder gar drei Schulen das

gleiche Problem gibt, greifen wir ein: unsere Aufgabe

ist es, die Einhaltung der arbeitsgesetzlichen

Bestimmungen für Auszubildende im Kommunalunternehmen

zu überwachen, die Integration von

Auszubildenden mit Migrationshintergrund und die

Gleichstellung der Geschlechter zu fördern,

Anregungen von Azubis anzunehmen und auch

selbst Anregungen einzubringen. Als Partner

arbeiten wir hierbei eng mit dem Gemeinsamen

Betriebsrat zusammen und versuchen kontinuierlich

die Ausbildungsbedingungen im Kommunalunternehmen

weiter zu verbessern.

Zuständig ist die GemJAV hierbei für alle Azubis

bis 25 Jahre und für jeden Mitarbeiter unter 18

Jahren.

Benjamin Wermuth, Vorsitzender der GemJAV

Daten und Fakten

Informatives rund um den Bezirk Oberbayern

und den Bezirkstag von Oberbayern bieten zwei

Anfang 2009 erschienene Broschüren.

Das Heft „Der Bezirk stellt sich vor 2009“

informiert über die Einrichtungen des Bezirks,

aktuelle Haushaltszahlen, die Zusammensetzung

des Bezirkstags sowie alle Ausschüsse, Gremien,

Mitgliedschaften und Beteiligungen. Auch über die

geschichtliche Entwicklung der Bezirke in Bayern

gibt die Broschüre Auskunft.

Die Broschüre „Der Bezirkstag von Oberbayern

2008 bis 2013“ enthält Porträts der 68 Bezirkstagsmitglieder,

veranschaulicht die derzeitige

Zusammensetzung des Kommunalparlaments und

zeigt Gesamtstimmen und Sitze im Vergleich zur

vorherigen Wahlperiode auf.

Beide Broschüren sind kostenfrei erhältlich und

können in der Pressestelle des Bezirks Oberbayern

abgeholt oder bestellt werden (Telefon 089

2198-1015, Fax 089 2198-1019 oder unter www.

bezirk-oberbayern.de).


„Jeder einzelne zählt!“

Gemeinsam gegen Leukämie

Alle 45 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland

die Diagnose: „Sie haben Leukämie.“ Auch einer

unserer Mitarbeiter ist leider betroffen. Für viele

der Patientinnen und Patienten besteht in einer

Stammzellspende die letzte Chance auf Heilung.

Doch nur rund 30 Prozent aller Erkrankten, die

eine Spende benötigen, fi nden einen geeigneten

Spender im eigenen Verwandtenkreis. Alle weiteren

Patienten mit Leukämie oder einer anderen

Krankheit des blutbildenden Systems sind bei

der Suche nach ihrem „genetischen Zwilling“ auf

Unterstützung angewiesen.

In Deutschland hilft die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei

bei der erfolgreichen Vermittlung

eines Spenders. Voraussetzung ist, dass ein

passender Spender registriert ist. So wurde auch

Anita Rakovac, Mitarbeiterin der Klinik Taufkirchen

(Vils) des Isar-Amper-Klinikums, Anfang des Jahres

zur Stammzellenspenderin.

Das Verfahren

Um Lebensspender zu werden, können Sie sich

persönlich, zum Beispiel im Rahmen einer Typisierungsaktion,

durch eine Blutabnahme registrieren

lassen. Alternativ besteht die Möglichkeit der

Online-Registrierung. Sie erhalten ein Registrierungsset

auf dem Postweg und senden zwei Wangenabstriche

mit Wattestäbchen zurück ins Labor.

Was bedeutet eigentlich ...

... Soteria?

Im psychiatrischen Kontext stammt der Begriff

"Soteria" (altgriechisch: Wohl, Bewahrung, Rettung)

aus der antipsychiatrischen Bewegung der Siebziger

Jahre und beinhaltet eine alternative Behandlungsform

für Menschen in akuten Psychosen.

Kernelemente der Soteria-Projekte sind:

Psychosebegleitung in Form aktiven Dabei-Seins

Milieutherapeutischer Ansatz

Zurückhaltender Umgang mit neuroleptischer

Medikation

In Kalifornien entstand unter der Leitung des Psychiaters

Loren Mosher eine wohngemeinschaftsähnliche

Einrichtung als alternative Behandlungsform.

Dort wurden schizophrene Menschen durch

ihre Psychose begleitet.

In Anlehnung daran gründete der Schweizer Psychiater

Luc Ciompi 1984 ein Soteria-Projekt in Bern,

das bis heute besteht. Seit 1999 gibt es in Zwiefalten

die erste Soteria in Deutschland, angeschlossen

an das dortige psychiatrische Krankenhaus.

Nach der Analyse werden Ihre Gewebemerkmale

in anonymer Form unter einer Spendernummer

an das Zentrale Knochenmarkspender-Register

Deutschland (ZKRD) übermittelt und stehen dort

für Patientenanfragen aus der ganzen Welt zur

Verfügung. Nach sechs bis acht Wochen erhalten

Sie darüber hinaus einen Spenderausweis.

Wird eine Übereinstimmung Ihrer Gewebemerkmale

mit denen eines Patienten festgestellt, erfolgt

die Bestätigungstypisierung und, nach entsprechender

gesundheitlicher Aufklärung und Ihrer

Einverständniserklärung, die Stammzellspende. Die

Entnahme der lebenswichtigen Stammzellen erfolgt

entweder peripher in einem speziellen Verfahren

über das Blut oder durch eine Knochenmarkentnahme

aus dem Beckenknochen.

Nach Ablauf der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen

Kontaktsperre von zwei Jahren können

Spender und Patient sich persönlich treffen. Der

Kontakt wird über die DKMS vermittelt, sofern beide

Seiten einverstanden sind. Vorab ist es bereits

möglich - ebenfalls mit dem Einverständnis beider

-, sich anonym zu schreiben und die Post über die

DKMS im Rahmen der geltenden Datenschutzbestimmungen

weiterleiten zu lassen.

Alle, die zum Beispiel aus Altersgründen selbst

nicht als Spender in Frage kommen, können die

DKMS als Pate oder durch fi nanzielle Spenden

unterstützen.

In München entstand 1995 unter der Beteiligung

von Betroffenen, Angehörigen und Professionellen

eine Arbeitsgemeinschaft, die sich für eine Soteria-

Station als Teil einer geplanten integrierten Kriseneinrichtung

im Münchner Westen einsetzte.

1997 wurde dazu ein Konzept verabschiedet.

Nachdem dieses Modell über Jahre nicht realisiert

werden konnte, entstand alternativ die Überlegung,

die Einrichtung auf dem Gelände des Klinikums

München-Ost zu schaffen.

Die Soteria in Haar eröffnete im Oktober 2003,

das Modellprojekt war ursprünglich bis Dezember

2004 befristet, Anfang des Jahres konnte das

fünfjährige Bestehen der Soteria gefeiert werden

(siehe auch Seite 10).

14 Betten stehen derzeit am Klinikum München-

Ost des Isar-Amper-Klinikums für die Versorgung

der Patientinnen und Patienten zur Verfügung.

Weitere Informationen

fi nden Sie auf der Internetseite

der Deutschen

Knochenmarkspenderdatei

DKMS unter http://www.

dkms.de.

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© Jutta Rotter \\ PIXELIO \\ www.pixelio.de

KBO Kurier

Strategische KBO-Ziele 2009

Mit Gründung des Kommunalunternehmens der

Kliniken des Bezirks Oberbayern haben wir uns

die transparente Entwicklung und ausgewogene

Förderung der Humanität, Versorgungsqualität und

Wirtschaftlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Die

verbindliche Grundlage hierfür bildet der KBO-

Kodex.

Zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des

Gesamtunternehmens und insbesondere zum

patientenorientierten Ausbau unseres Leistungsangebotes

erfolgt jährlich die Festlegung strategischer

Maßnahmen und Ziele. Als Instrument zur

kontinuierlichen Steuerung und Umsetzung der

Unternehmensstrategie dient dabei die KBO-

Balanced-Scorecard mit den Aspekten „Humanität

und Gesellschaft“, „Patienten und Kunden“,

„Wirtschaftlichkeit“, „Prozesse“ sowie „Mitarbeiter

und Innovation“.

1. HUMANITÄT UND GESELLSCHAFT

"Impulse aus der Gesellschaft werden in die regionale

und gemeinsame strategische Versorgungsplanung

integriert, um mit unseren vollstationären,

teilstationären und ambulanten Angeboten zu

einer optimal integrierten, sektorübergreifenden

Versorgungsrealität beizutragen."

KBO-Kodex

Fundierung der strategischen und wirtschaftlichen

Fünf-Jahresplanung

• Inbetriebnahme der Tagklinik Peißenberg durch

die Lech-Mangfall-Kliniken

• Gründung eines medizinischen Versorgungszentrums

(MVZ) am Standort Agatharied der Lech-

Mangfall-Kliniken

• Erarbeitung einer Umsetzungskonzeption zur

Regionalisierung der Kinder- und Jugendpsychiatrie

durch das Heckscher-Klinikum

• Erarbeitung eines räumlichen Standortkonzeptes

für den künftigen Krankenhausbetrieb am Standort

Wasserburg des Inn-Salzach-Klinikums

• Erarbeitung eines Realisierungskonzeptes für

eine Station für Heranwachsende am Standort

Wasserburg in Kooperation von Heckscher-Klinikum

und Inn-Salzach-Klinikum

• Gestaltung einer „virtuellen“ Eingangstür für alle

Standorte des Isar-Amper-Klinikums

• Schaffung von Spezialangeboten für ausländische

Patienten

• Förderung und Weiterentwicklung innovativer

teilstationärer, ambulanter und integrierter Versorgungsangebote

für psychische Störungen

• Konzeption und Bedarfsfeststellung

- einer Tagklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

am Klinikum Ingolstadt durch das Heckscher-

Klinikum

- einer Tagklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

in Anbindung an die Psychiatrische Institutsambulanz

des Heckscher-Klinikums in Waldkraiburg

- einer Psychiatrischen Institutsambulanz für Kinder-

und Jugendpsychiatrie im Raum Erding und

Freising durch das Heckscher-Klinikum

- einer Station für Kinder und Jugendliche mit

Intelligenzminderung und psychischen Störungen

durch das Heckscher-Klinikum

- einer Tagklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

am Kinderzentrum München durch das

Heckscher-Klinikum

Weiterentwicklung der psychosomatischen Leistungsangebote

• Auf- und Ausbau der psychosomatischen

Leistungsangebote im KBO für Erwachsene sowie

Kinder und Jugendliche

• Inbetriebnahme einer Station für Psychosomatik

mit 20 Betten am Standort Wasserburg des Inn-

Salzach-Klinikums zuzüglich weiterer Bedarfsfeststellungen

• Inbetriebnahme von sechs Betten für Psychosomatik

am Standort Garmisch-Partenkirchen der

Lech-Mangfall-Kliniken

• Konzeptionelle Umwandlung von 19 Betten und

sechs tagklinischen Plätzen für psychosomatische

Leistungsangebote am Standort Landsberg am

Lech der Lech-Mangfall-Kliniken

• Inbetriebnahme von sechs tagklinischen Plätzen

für Psychosomatik am Standort Agatharied der

Lech-Mangfall-Kliniken

2. PATIENTEN UND KUNDEN

"Unsere besondere – auch historisch begründete

– Verantwortung für die Weiterentwicklung

der Kliniken des Bezirks Oberbayern gilt unseren

Patientinnen und Patienten als gleichwertigen

Partnerinnen und Partnern im Klinikalltag und in

der Gesellschaft." KBO-Kodex

Innovation und Weiterentwicklung teilstationärer,

ambulanter und integrierter Versorgungsmodelle

• Erarbeitung einer Gesamtkonzeption zur medizinischen

Rehabilitation sowie Sucht-Rehabilitation

• Umsetzung eines klinischen Hometreatments als

Alternative zu vollstationärer Behandlung

• Umsetzung des Leuchtturmprojektes „Integrierte

Demenzversorgung in Oberbayern“ (IDOB) in

den Regionen München-Ost und Berchtesgadener

Land durch das Isar-Amper-Klinikum und das Inn-

Salzach-Klinikum

• Weiterentwicklung des Autismus Kompetenznetzwerkes

Oberbayern einschließlich einer

stärkeren Einbindung des medizinischen Versorgungsbereiches

• Prüfung und Umsetzung eines integrierten

Überleitungsmanagements Gerontopsychiatrie

durch die Lech-Mangfall-Kliniken und die Klinik


Taufkirchen (Vils) des Isar-Amper-Klinikums

• Umsetzung forensicher Ambulanzen durch das

Isar-Amper-Klinikum und das Inn-Salzach-Klinikum

• Ausbau von Plätzen in Übergangswohngemeinschaften,

Langzeitwohngemeinschaften und betreutem

Einzelwohnen durch das Sozialpsychiatrische

Zentrum der Kliniken des Bezirks Oberbayern

In regelmäßigen Abständen fi nden Befragungen

zur Zufriedenheit unserer Patienten und Klienten

statt. Für das Jahr 2009 wurden folgende Zielwerte

vereinbart:

Hohe Zustimmungsquoten wurden vereinbart

für folgende Qualitätsmerkmale:

• den respektvollen und höfl ichen Umgang der

Ärzte mit den Patienten und Klienten,

• den respektvollen und höfl ichen Umgang der

Mitarbeiter der Pfl ege mit den Patienten und

Klienten,

• den Aspekt Sauberkeit und Hygiene,

• die Speisenversorgung,

• die räumliche Unterbringung,

• die Weiterempfehlung,

• die Aufklärung über den Tagesablauf und Organisatorisches

sowie

• die Aufklärung über Medikamente.

3. WIRTSCHAFTLICHKEIT

„Die übernommene Aufgabe, nachhaltig die

Sicherstellung der qualitativ hochwertigen medizinisch-therapeutisch-pfl

egerischen Versorgung aller

Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, auch

unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation,

erfordert es, in allen Betriebseinheiten wettbewerbsfähige

Strukturen und Abläufe zu gestalten

und umzusetzen.“ KBO-Kodex

Maßnahmen zur nachhaltigen Zukunftssicherung

• Internes und externes Benchmarking betriebswirtschaftlicher

Kennzahlen und Prozesskennzahlen

mit Ableitung von Maßnahmen

• Umsetzung eines Risikomanagements

• Prüfung und gegebenenfalls Neuverhandlung

bestehender Einzelverträge als Konzern

• Evaluation der realisierten Versorgungsoptimierung

sowie der Nutzerzufriedenheit durch die

Umstellung der Apothekenversorgung

4. PROZESSE

„Aufgrund der individuellen, soziokulturellen,

störungs-, alters- und geschlechtsspezifi schen

Hilfebedürfnisse entwickeln und optimieren wir

multiprofessionell sowie patientenorientiert unsere

Arbeits- und Kommunikationsabläufe, die zu ziel-

und ergebnisorientierten, transparent und klar

gestalteten Arbeitsabläufen und Kommunikationsverfahren

führen.“ KBO-Kodex

Maßnahmen zur Schaffung wettbewerbsfähiger

Strukturen und Abläufe

• Konsolidierung der konzernweiten IT-Landschaft

sowie Defi nition der Schnittstellen im Rahmen des

Qualitätsmanagements

• Optimierung der Verwaltungsbereiche

• Erneuerung der Wärmeversorgung

- am Standort Wasserburg des Inn-Salzach-

Klinikums

- am Standort Rottmannshöhe des Heckscher-

Klinikums

• Optimierung des Brandschutzes an den Standorten

- Heckscher-Klinikum

- Kinderzentrum München

- Isar-Amper-Klinikum

• Umsetzung des Standortkonzeptes am Standort

Klinikum München-Ost des Isar-Amper-Klinikums

- einschließlich Rückzugsplanung aus Haar II

- Umsetzung der fl ankierenden Maßnahmen

zum Klinikneubau

- Regionalisierungsmaßnahme München-Nord

- Regionalisierungsmaßnahme München-West

• Planmäßige Umsetzung des Forensikneubaus

am Standort Taufkirchen (Vils) des Isar-Amper-

Klinikums

5. MITARBEITER UND INNOVATION

„Die Förderung und Weiterentwicklung von

Führungskompetenzen, sozialen Fähigkeiten, Fach-

und Methodenkenntnissen sowie die Bereitschaft

zur Übernahme von Verantwortung sind wichtige

Aufgaben. Unsere Führungskräfte unterstützen ihre

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter menschlich sowie

fachlich motivierend und durch transparente Information

und Kommunikation dabei, als kompetente

und integere Vorbilder im Arbeitsalltag, auch bei

neuen Herausforderungen, handeln zu können.

Führung bedeutet für uns ebenso die gesundheitliche

psychische und physische Fürsorge für

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch unter

Beachtung der individuellen Lebens- und Arbeitsplanung.“

KBO-Kodex

Maßnahmen im Rahmen der Personalerhaltung,

-entwicklung und -gewinnung

• Aufbau einer konzernweiten Führungskräfteentwicklung

und Nachwuchsförderung

• bedarfsorientierte Entwicklung von konzernweiten

Mitarbeiterfort- und -weiterbildungsmaßnahmen

• Umsetzung der für die Einführung leistungsorientierter

Gehaltsbestandteile erforderlichen

Maßnahmen

• Wahrnehmung der angebotenen Maßnahmen

zur Gesunderhaltung durch unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

Fragen, Anregungen,

Kommentare

Sie haben Fragen oder

Anmerkungen zum

aktuellen KBO Kurier

oder Vorschläge für die

nächste Ausgabe?

Dann rufen Sie uns an

unter 089 4562-2679 oder

-2673 (Anna Fleischmann,

Michaela Suchy, Unternehmenskommunikation)

oder schreiben Sie uns per

E-Mail an

kontakt@kbo-ku.de.

Wir freuen uns, von Ihnen

zu hören.

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