Sachbericht „Frühe Hilfen“ - Deutscher Kinderschutzbund Landau

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Sachbericht „Frühe Hilfen“ - Deutscher Kinderschutzbund Landau

Sachbericht

„Frühe Hilfen“

2011

„Frühe Hilfen für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern“


Der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Landau-SÜW e.V. hat zum 01.01.2011 im

Rahmen einer Umstrukturierung einen neuen Fachbereich „Frühe Hilfen für Familien mit

Säuglingen und Kleinkindern“ geformt:

2003 wurde im Kinderschutzdienst, unserem Fachdienst für Kinder und Jugendliche die

von Gewalt betroffen oder bedroht sind, als zusätzliches Beratungsangebot die

„Entwicklungspsychologische Beratung für Risikofamilien mit Säuglingen und

Kleinkindern“ eingeführt.

Neben der Beratung, der Teilnahme an einem Aufbau eines Netzwerks im Bereich der

„Frühen Hilfen“ in der Stadt Landau und dem Kreis Südliche Weinstraße, wurden weitere

Projekte mit den Jugendämtern entwickelt.

2006 entstand das Projekt „Elternbesuchsdienst“ zunächst durch eine

Anschubfinanzierung des Landes Rheinland-Pfalz, später vom Stadtjugendamt Landau

und vom Kreisjugendamt SÜW gestützt.

Mitarbeiterinnen des DKSB besuchen Eltern von Säuglingen auf der Entbindungs-

Frühchen- und Kinderstation. Sie informieren über bestehende Angebote für Eltern mit

Säuglingen, die in der Stadt Landau und dem Kreis Südliche Weinstraße vorhanden sind.

Außerdem bieten sie zu Hause niederschwellige Unterstützung durch ausgebildete

„Elternpaten“ an (siehe Sachbericht).

2008 wurde das Projekt „Junge Mütter“- ein Angebot der ressourcenorientierten

Begleitung und Betreuung junger und jugendlicher Eltern mit Säuglingen und

Kleinkindern gemeinsam mit dem Stadtjugendamt entwickelt (siehe Sachbericht „Junge

Mütter).

Da der Zeitfaktor bei einer Kindeswohlgefährdung besonders bei Säuglingen eine große

Rolle spielt, sind kurze Kommunikationswege im Helfersystem erforderlich.

Familien mit Säuglingen und Kleinkindern oder Fachpersonal wie Hebammen, Ärzte und

andere die sich an uns wenden, können zeitnah zu adäquaten Hilfsangeboten beraten

werden, Unterstützung durch Elternpaten erhalten oder professionelle Unterstützung

durch die Mitarbeiterinnen des „Junge Mütter“-Projektes erhalten.

Bei Bedarf besteht auch das Angebot einer (Schrei-)Babyberatung.

Der neue Fachbereich „Frühe Hilfen für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern“ im

Kinderhaus BLAUER ELEFANT leistet im Bereich der „Frühen Hilfen“ in der frühsten

Kindheit im Hilfesystem einen wichtigen Beitrag.

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Sachbericht

„Junge Mütter“

2011

Ressourcenorientierte Entwicklungsbegleitung und Betreuung

junger Mütter (Väter) mit Säuglingen und Kleinkindern (0-18

Monate) zur Förderung und Stärkung der Bindungsfähigkeit

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gefördert durch


Inhaltsverzeichnis:

1. 0.Allgemeines

1.1.Entstehung

1.2.Derzeitiger Stand

1.3.Konzeptionelle Veränderung

1.4.Aufgabenschwerpunkt

2.0.Personalstruktur

2.1. Qualifikationen

2.2.Qualitätssicherung

2.3.Konzeptentwicklung und Rahmenbedingungen

3.0.Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationsstrukturen

3.1.Öffentlichkeitsarbeit

3.2.Kooperationsstrukturen

4.0.Spezifische Aufgabenschwerpunkte

4.1.Problematik der Familien

4.2.Begleitung der Mutter-Kind-Paare

4.3.Familienhilfe

4.4.Beratung der Mütter

4.5.Phasen der Beratung, Ziele

5.0. Entwicklungen in der Arbeit

5.1.Resumee

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1.Allgemeines

Das Betreuungsangebot „Junge Mütter“ im Rahmen Früher Hilfen besteht seit dem

01.01.2008.

Träger ist der Kinderschutzbund Kreisverband Landau, finanziert wird es mit einer

Personalstelle vom Stadtjugendamt Landau.

Das Einzugsgebiet ist die Stadt Landau.

Die angebotene Unterstützung gilt als Einzelfallhilfe, d. h. die Hilfe wird auf die

Bedürfnisse des jeweiligen Mutter-Kind-Paares abgestimmt und ist somit individuell

unterschiedlich. Den Hilfen gemeinsam ist das Ziel, ressourcenorientierte Bindungs- und

Entwicklungsbegleitung zu leisten.

Seit dem 1.1.2011 ist die Betreuung ein Bestandteil des neu gegründeten Bereichs

„Frühe Hilfen für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern“-Kindesschutz von Anfang

an.(Siehe Flyer im Anhang)

1.1.Aufgabenschwerpunkt:

Die Aufgabe der ambulanten Betreuung im Sinne einer Hilfe zur Erziehung ist es „junge“

Mütter mit Kind, die auf Grund sozialer Benachteiligung oder individueller

Beeinträchtigungen auf sozialpädagogische Hilfe angewiesen sind, zu begleiten und zu

unterstützen.

Die Schwangeren bzw. jungen Mütter benötigen aufgrund ihrer Selbständigkeit keine

intensive Rund-um-die-Uhr-Betreuung, brauchen aber eine kontinuierliche Unterstützung

bei der Betreuung und Versorgung ihres Kindes, insbesondere bei der Förderung des

Bindungsverhaltens zu ihrem Säugling sowie bei der selbständigen Lebensführung.

Die Risikofaktoren der Eltern bestehen in der Regel aus:

- Traumatisierungen in der eigenen Kindheit und daraus entwickelte

Persönlichkeitsstörungen

- fehlende Vernetzung durch zuverlässige Herkunftsfamilien

- fehlende positive Elternvorbilder in der Kindheit, daher keine positiven Erfahrungen in

Bezug auf zuverlässige Beziehungsmuster

- fehlendes vorhandenes soziales Netz.

- Armut

Aufgrund der o.g. Risikofaktoren ist bei den Müttern/Eltern stets mit Krisen zu rechen,

die einem emotional stabilen Beziehungsaufbau zum Kind entgegenwirken.

Es bedarf einer flexiblen, manchmal sehr intensiven Form der Familienhilfe mit dem

speziellen Ziel, die Bindungsfähigkeit der Mütter zu ihren Kindern zu fördern und zu

stabilisieren.

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2.0. Personalstruktur, Qualifikationen , Qualitätsicherung

2.1.Personalstruktur

Ab 1.1.2011 bestand das Team aus

1. Der Bereichsleitung für „Frühe Hilfen für Familien mit Säuglingen und

Kleinkindern“

- Dipl.-Päd., 8 Jahre Erfahrung aus der Kinderschutzdienstarbeit

Zertifikat: PEKiP-Gruppenleitung,

Fortbildungen zur Arbeit mit traumatisierten Kindern

Fortbildung bezüglich Körperlicher, seelischer und sexualisierter Gewalt bei

Kindern und Jugendlichen und ihre Folgen

Zertifikat „Entwicklungspsychologische Beratung für Familien mit Säuglingen

und Kleinkindern“

Ressourcenorientierte Videoarbeit

Aufgabenschwerpunkte:

- Fallaufsicht, Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung, Netzwerkpflege

- Entwicklungspsychologische Beratung der Eltern

- Stabilisierung der Mütter/Eltern

- Hilfeplangespräche mit dem Jugendamt bei allen Familien

Arbeitsstundenanteil 50%

2. einer Dipl.-Pädagogin mit Zusatzqualifikation in Sozialpädagogischer

Familienhilfe nach dem Heidelberger Modell

Aufgabenschwerpunkte:

• Alltagsbegleitung

• Stärkung der Mutter-Kind-Interaktion

• Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung

Arbeitsstundenanteil 50%

3. Ab August 2011, da ein zusätzlicher Fall angenommen wurde, einer Honorarkraft,

Dipl.-Pädagogin mit Erfahrungen im Bereich „Tagesmütter“, Vorsitzende des

Vereines „Tagesmütterinitiative“ - Ausbildung von Tagesmüttern

Aufgabenschwerpunkte

- Alltagsbegleitung

- Stärkung der Mutter-Kind-Interaktion

- Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung

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Ab August bis Ende November 2011 Praktikantin (10 Semester) Studium: Frühste

Kindheit an der Uni Landau

Arbeitsschwerpunkt :

- Entlastung einer Mutter 1-2 mal wöchentlich Babysitten

- Entlastung der Mütter durch Hausaufgabenbetreuung 1 mal

wöchentlich von zwei Schulkindern (die großen Geschwister der

jeweiligen Säuglinge und Kleinkinder)

Durch die Arbeit im Team ist die Problemsicht und Hilfeplanung ganzheitlich möglich, da

sich die unterschiedlichen Sichtweisen ergänzen.

Ferner kann eine Kontinuität der Betreuung während Urlaubs- und Krankheitszeiten einer

Mitarbeiterin gewährleistet werden.

Durch mehrere Mitarbeiterinnen wird die zeitliche Flexibilität erhöht und die betreuten

Mütter können diese besser telefonisch erreichen.

Auch kann die kontinuierliche Handybereitschaft durch abwechseln im Team angeboten

werden.

2.2.Qualitätssicherung:

Zur Qualitätssicherung und -entwicklung finden regelmäßig Teamsitzungen mit

Fallbesprechungen sowie externe Supervisionen und die Teilnahme an Fortbildungen

und Fachtagungen statt.

Die Arbeit wird standardisiert dokumentiert.

Zusammenarbeit mit dem Jugendamt:

Ab August 2011 werden die Nachweise über die wöchentlichen Betreuungszeiten der

Familien (face-to-face Kontakte)monatlich beim Jugendamt eingereicht.

Ferner besteht eine enge Kooperationen mit MitarbeiterInnen des Jugendamtes, sowohl

auf der Arbeits- als auch auf der Leitungsebene.

Die Erstellung von Hilfeplänen mit den Betroffenen und in der Verantwortung des

Jugendamtes spiegelt ebenfalls den respektvollen Umgang mit den Menschen, die die

Hilfe in Anspruch nehmen, wider und sorgt für Transparenz in der Kommunikation.

Auch ist gewährleistet, dass diesem Handeln stets die Grundsätze der

• Schweigepflicht und des Kindeswohls zu Grunde liegen.

• Professionelles Arbeiten muss immer wieder reflektiert und auf seine

Verantwortung gegenüber den betreuten Menschen hin überprüft werden, dies

dient der Qualitätssicherung.

• Ein weiterer wichtiger Aspekt der Qualitätssicherung ist die Fort- und

Weiterbildung der Mitarbeiterinnen.

• Die Mitarbeiterinnen nahmen an folgenden Fortbildungen/ Fachtagungen teil:

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2.3. Konzeptentwicklung: Vereinbarte Rahmenbedingungen

Ein besonderer Schwerpunkt in der Arbeit lag 2011 in der Konzeptentwicklung.

Es fanden einige Vereinbarungsgespräche mit dem Jugendamt zur Festlegung der

Rahmenbedingungen statt (Ergebnis siehe Überblick im Anhang).

Es wurde vereinbart, dass die 4 Familien, die im Kontingent der Personalstelle

abgerechnet werden, mit jeweils 10 Wochenstunden betreut werden.

Die 10 Wochenstunden werden aufgeteilt in 6h face-to-face und 4 h overhead.

Die Betreuungszeiten werden monatlich als Leistungsnachweis beim Jugendamt

vorgelegt.

Der gesamte Verlauf über die Betreuungszeiten bei den Familien wird halbjährlich

gemeinsam ausgewertet. So ist zu überprüfen, ob die zur Verfügung gestellten

Arbeitszeiten im Verlauf tatsächlich durchgeführt wurden.

Da manchmal Betreuungszeiten in einer Familie im Monat wegen Urlaub oder

Kuraufenthalt nicht geleistet werden, ist ein Ausgleich an Betreuung zu schaffen

oder dafür in Krisenzeiten mehr Arbeitsstunden zu leisten. Dies lässt sich

halbjährlich im Gesamtbild nachweisen.

3.0. Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationsstrukturen,

3.1. Öffentlichkeitsarbeit, Teilnahme an Netzwerkveranstaltungen und Fachtagungn

Die Kooperationen in diesem Projekt sind aufgrund des Auftrags vorrangig an die

Einzelfälle gebunden.

23.03.2011 Netzwerk „Kindesschutz“ , Veranstalter Jugendämter

13.04.2011 Netzwerk „Frühe Hilfen“ Jugendämter

17.05. Fachtagung „Frühe Hilfen“

19.05.2011 Fachtagung der SPFH im Erbacher Hof in Mainz

26.08.2011 Netzwerk „Kindesschutz“ Stadtjugendamt

28.09.2011 Fortbildungsveranstaltung des ISM : „Seelische Erkrankungen nach der

Geburt“

Fortbildung zur PEKiP-Gruppenleiterin

3.2. Kooperationsstrukturen

Der wichtigste Kooperationspartner für das Projekt ist das Stadtjugendamt. Die Fälle

werden über das Jugendamt zugewiesen. Aufgrund der risikohaften Fallkonstellationen

ist die Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Jugendamtsmitarbeitern intensiv

und wirkt sich äußerst positiv auf den Fallverlauf aus.

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Weitere Kooperationen fanden statt:

• Pro-Familia, dort findet ein Gruppenangebot für jungendliche Schwangere statt,

wir stellten die Möglichkeiten der Unterstützung vor

• Frühförderzentrum: ein Kind aus einer Familie wurde dort diagnostiziert mit der

Fragestellung, ob es vom Kindergarten in der Beethovenstr.in den

Frühförderkindergarten wechseln soll?

• Verhaltenstherapeutin Frau Folenius-Büsow, sie hat eine unserer Mütter zur

Therapie aufgenommen

• Intensive Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte in der Beethovenstr.

• Vinzentiuskrankenhaus: das Baby einer Mutter war noch nicht Krankenversichert,

war aber krank. Es wurde dort dank dem Entgegenkommen der Ärzte behandelt.

• AAW, eine Mutter wurde dort beraten.

• AAWSchule: Eine Mutter holte dort erfolgreich ihren Hauptschulabschluß nach

und hat anschließend eine Lehrstelle bekommen

4.0. Spezifische Aufgabenschwerpunkte

4.1. Problematik der betreuten Mutter-Kind-Paare

Da es in der Betreuung um Einzelfallhilfe geht, werden die Fälle stichpunktartig

vorgestellt, aus Datenschutzgründen werden die Interventionen und

Aufgabenschwerpunkte zusammenfassend, d.h. unabhängig von den betreuten

Personen dargestellt.

2011 wurden die Familien von 2010 weiter betreut, da eine weitergehende Betreuung

notwendig war.

In der Zeit von März 2011 bis Juni 2011 wurden zwei Betreuungen beendet und dafür 2

neue Familien aufgenommen.

Es handelt sich bei beiden Müttern um die Problematik einer Persönlichkeitsstörung

(Borderline) , die aufgrund traumatischer Erlebnisse in der Kindheit entwickelt wurden.

Die fünf betreuten Mütter sind nun zwischen 18 und 28 Jahre alt.

Die betreuten 8 Kinder lagen nun im Altersbereich vom Neugeborenen bis zu 2n

Geschwisterkinder von 8Jahren.

Zwei weitere Kinder dieser Mütter leben weiterhin in ihren Pflegefamilien.

Die Begleitung eines weiteren Mutter-Kind Paares wird weiterhin über

Einzelfallabrechnung finanziert.

Ursächliche Gründe für die Aufnahme in die Betreuung beim Kinderschutzbund waren:

• Gewalterfahrungen in der Herkunftsfamilie und Partnerschaft,

• Lernbehinderung,

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• keinen Schulabschluss,

• psychiatrische Erkrankung, Betreuung für Gesundheits- und Vermögenssorge,

sozial Isolierung, Schulden,

• traumatische Trennung aufgrund von Vernachlässigung vom ersten Kind,

• alleinerziehend,

• dependente Persönlichkeitsstruktur,

• Drogenproblematik in der Vorgeschichte, problematische Beziehung zum

Kindesvater,

• Heimaufenthalt in der Kindheit, Suizid in der Herkunftsfamilie.

• Suchterkrankung der Eltern

Die Betreuung dieser fünf Mütter hatte auch 2010 folgende Inhalte :

4.2.Begleitung des Mutter-Kind-Paares:

Förderung von Interaktionen, d.h.

*Spiegelung von und Reflexion über kindliche Feinzeichen/ Fähigkeiten;

*Ernährungsberatung und praktische Anleitung beim Füttern;

*Beratung hinsichtlich angemessener Einrichtung des Kinderzimmer/ Bekleidung/

Spielmaterial sowie Sensibilisierung für Gefahrenquellen; Hilfestellung bei

*Gesundheitsfürsorge (Pflege, Hygiene, Medikamentengabe, Physiotherapie), auch

Kontrolle der verordneten Maßnahmen

*Einschlafbegleitung; Erziehungsberatung (Grenzen setzen, Einführung von Ritualen,

natürliche Konsequenzen)

4.3. Familienhilfe

*Hilfe bei Organisation des Haushaltes/ Strukturierung des Alltages mit Kind

*Unterstützung beim Aufbau sozialer unterstützender Kontakte (Tagesmutter,

Familienbildung, Besuch einer Krabbelgruppe)

*Hilfe bei Wohnungssuche

*Unterstützung bei Behördengängen und Anträgen;

4.3.Beratung der Mutter:

*Stärkung der vorhandenen Ressourcen und des Selbstvertrauens;

*Beratung und Aufarbeitung von konflikthaften Erfahrungen und

*Beziehungsproblemen (Partner, Herkunftsfamilie, eigene Kinder, Kindesvater);

*Gespräche über Umgang mit Schuld- und Versagensgefühlen,

*Bedrohung durch Kindesvater;

*Krisenintervention;

*Motivation für und Unterstützung bei der eigenen Gesundheitsfürsorge der Mütter

(Zahnbehandlung, Kur, Therapie, Verhütung);

*Anregungen und Hilfen für eine sinnvollen Freizeitgestaltung;

*Hilfe bei der Entwicklung von realistischen Zukunftsperspektiven,

Ausbildung/Schulbesuch

*Unterstützung der Mütter hinsichtlich deren älterer Kinder (Hausaufgabenbegleitung

und Schulkontakte; Kontakte zu Pflegefamilien)

*Krisenintervention bei Paarkonflikten und Paarberatung sowie bei Konflikten mit

Kindesvater

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4.4.Phasen der Begleitung, Ziele und Prinzipien der Arbeit

Idealerweise wird der Kontakt zur Mutter bereits in der Schwangerschaft hergestellt, um

diese für ihre neue Rolle und die damit verbundenen Anforderungen zu sensibilisieren,

um Ängste abzubauen und um realistische Einschätzungen für das Leben mit einem

Säugling zu erreichen. Dies war auch 2011 bei der erneuten Schwangerschaft einer

schon betreuten Mutter möglich.

Direkt nach der Geburt gibt es erfahrungsgemäß eine intensive Begleitphase, in der

Themen wie Pflege, (Ein)Schlafen, Handling, Erkennen von Feinzeichen des Säuglings

im Vordergrund stehen. Die Mitarbeiterinnen achteten auch 2011

auf Überforderungssignale der Mütter, um Überforderungen frühzeitig entgegenwirken

zu können, um möglichen Krisen entgegenzuwirken und so einer Kindeswohlgefährdung

vor zu beugen.

Geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung sind

• Entlastung,

• das Lernen von Strategien im Umgang mit Stress,

• Aufbau eines sozialen Netzes, sowie

• Intensivierung der Betreuung

• Schulung im erkennen der Ressourcen des Kindes und eigene Ressourcen

Diese wurden je nach Einzelfall eingeleitet.

Häufig mussten die Mütter auch angehalten werden, ihrer medizinischen

Fürsorgepflicht nachzukommen.

Bei den etwas älteren Kindern, standen bei der Beratung der Mütter

Themen wie

• Entwicklungsbegleitung,

• altersentsprechendes Anregungsmilieu durch Spielzeug schaffen,

• kindliche Signale verstehen und Kommunikation fördern,

• Grenzen setzen,

• Einführung von strukturierenden Ritualen,

• Informationen über kindliche Entwicklung,

• Ernährungsberatung etc. im Vordergrund.

Neben den Themen, welche die Kinder betrafen, spielten jetzt

- die Hilfen bei der Alltags- und Zukunftsgestaltung (Haushaltsführung,

Finanzen, Umgang mit Behörden, Kontakt zu Herkunfts- und

Pflegefamilie sowie

- Konflikte mit den Vätern der Kinder, Sicherheit im Haushalt...) eine

größere Rolle.

- Testphasen, in denen die entwickelte Selbstständigkeit in einzelnen

Bereichen getestet wurde, gab es 2011 in verstärktem Maße.

- Exemplarisch sei die Gesundheitsfürsorge genannt, überprüft wird: ist

die Mütter in der Lage Krankheiten bei Kleinkind wahrzunehmen,

unternimmt sie die angemessenen Schritte, z.B. Arztbesuch und hält

sie die angeordnete medizinische Behandlung konsequent durch.

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War dies nicht ausreichend der Fall, musste die Betreuung wieder

intensiviert werden.

Die Arbeitshaltung der Mitarbeiterinnen war gekennzeichnet von den Prinzipien der

Ressourcenorientierung, der Bindungs- und Beziehungsförderung sowie vom Respekt für

die Mütter und ihre Leistungen. Die Mitarbeiterinnen legten großen Wert auf

- Zuverlässigkeit,

- Kalkulierbarkeit der Konsequenzen,

- Wertschätzung und Vertrauenswürdigkeit und Empathie, um die Mütter

zu stabilisieren und die Beziehung mit Ihnen als Modell erleben zu

lassen.

- Die Mütter sollen diese Beziehungserfahrung auf die Beziehung zum

Kind, aber auch auf andere vertrauenswürdige Personen und

Institutionen zukünftig übertragen können.

Die Mitarbeiterinnen knüpften an die bei den Müttern vorhandenen Ressourcen, die je

nach Mutter sehr unterschiedlich sind, an.

Sie benannten diese Ressourcen den Müttern gegenüber und wiesen auch auf die

Ressourcen ihrer Kinder hin, um einen positiven Feedbackkreislauf einzuleiten, um damit

die Mütter zu stärken.

Durch wiederholtes, positives Feedback war es möglich, die Mütter in ihrer Feinfühligkeit

so zu schulen, dass sie hinsichtlich der Mutter –Kind –Beziehung zu einer eigenen

Sicherheit kamen.

Ebenso nutzten die Mitarbeiterinnen die erkannten intuitiven Kompetenzen der Mütter

hinsichtlich ihrer Kinder, spiegeln diese, damit die Mütter diese Kompetenzen stärken

und ausbauen konnten.

Ziele:

• gelungener Bindungsaufbau zwischen Mutter und Kind

• positive Entwicklung der Kinder

• Abbau tradierter negativ destruktiver Verhaltensmuster

• Stabilisierung der Paarbeziehungen

• Aufbau sozialer Netzwerke

• Inanspruchnahme von Therapien/Kuren,

• Angemessener Umgang mit Behörden.

5.0. Entwicklungen und Ausblick

Zum Ende des ersten Projektjahres 2008 entstand ein ausführliches Konzept, das die

Erfahrungen der praktischen Arbeit in die theoretischen Grundlagen der Arbeit mit den

jungen Frauen integrierte .Das Projekt erhielt in diesem Schritt den Namen „ MUM (&

DAD) – Mehr Unterstützung für Mehr Bindung.“

Da diese Konzeptentwicklung vom Jugendamt nicht mitgetragen wurde, hat sich 2009

eine klare Ausrichtung an sozialpädagogischer Familienhilfe mit dem spezifischen

Schwerpunkt ressourcenorientierte Entwicklungsbegleitung von „jungen“ Müttern mit

Säuglingen ergeben. Die in den ersten beiden Jahren gemachten Erfahrungen haben

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viele Standards und Strukturen wachsen lassen, welche die konkrete Arbeit auch 2011

prägten und zuverlässig bestimmten.

Bewährt hat sich das Betreuungsgeld, das in diesem Projekt jeder Mutter zusteht. Nur

dadurch ist die Heranführung dieser Mütter u.a. an Familienbildungsangebote möglich.

Die Inanspruchnahme von Familienbildungsangeboten, je nach alterstypischen

Problemfeldern, hat langfristig präventive Effekte hinsichtlich der positiven Entwicklung

von Kindern.

Da die Mütter, die im Projekt betreut werden, oft bildungsfernen Schichten angehören

und Angebote der Familienbildung nicht spontan nutzen, wird im Projekt darauf

geachtet, dass diese Mütter an bestehenden Kursangeboten teilnehmen, um sich

alternative Erfahrungen und Wissen an zueignen und mit anderen Eltern in Kontakt zu

kommen. Es ist bei mehreren Müttern trotz anfänglich großer Blockaden gelungen, dass

sie an Bildungs- und anderen Unterstützungsangeboten teilgenommen haben. Dies

entspricht auch dem Ziel dieses Bereiches langfristig präventiv zu wirken und damit

auch zukünftig zur Sicherung des Kindeswohls in diesen Fällen beizutragen.

In der Arbeit mit diesen Müttern zeigt sich, dass auch bei der Betreuung und Beratung

finanzielle Mittel erforderlich sind. Bewährt hat sich in der Arbeit mit den Müttern gezielt

konkret die Themen aufzugreifen, die im aktuellen Lebenszusammenhang stehen, z.B.

Zubereitung gemeinsamen Essens, anstatt Gläschenkost.

Die Erfahrung, zeigt, dass trotz einer Betreuung der Kleinkinder bei einer Tagesmutter

oder in der Kita, eine Betreuung der Mütter durch die Mitarbeiterinnen wichtig ist, z.B.

um den Ablösungsprozess zwischen Mutter und Kind zu begleiten. Häufig haben die

Mütter selbst traumatisierende Beziehungsabbrüche erlebt und sind deshalb nicht in der

Lage die Trennungssituation mit dem Kind kompetent und angemessen zu gestalten.

Diese Entwicklungsanforderung bedeutet unter diesen Umständen eine Überforderung

für die Mütter und kann die erarbeitete stabile Mutter-Kind-Bindung gefährden. Sinnvoll

erscheint daher eine Betreuungsdauer bis über den Kita Eintritt hinaus, also etwa bis

zum 3. Lebensjahr.

Als Standards hat sich die Handybereitschaft auch am Wochenende zur Stabilisierung

der Mütter etabliert.

5.1.Resumee

Die Betreuung der Mütter verlangt von den Mitarbeiterinnen ein hohes Maß an

Flexibilität, Belastbarkeit und Engagement. Zum einen fordern die Mütter, auf dem

Hintergrund ihrer Problematik, die Mitarbeiterinnen immer wieder heraus, zum anderen

orientieren sich Krisen und Unterstützungsbedarf nicht an regulären Arbeitszeiten.

Die Handybereitschaft hat sich sehr bewährt, da die Mütter sich sicher fühlen, jederzeit

Unterstützung zu bekommen. Dies ermöglicht ihnen positive Erfahrungen in der

Autonomie zu machen, und sich rechtzeitig Hilfe zu holen.

Als besonders positiv für die Betreuungsarbeit ist zu bemerken, dass die Einbettung der

Hilfen zur Erziehung im Bereich „Frühe Hilfen für Familien mit Säuglingen und

Kleinkindern“ im Kinderhaus BLAUER ELEFANT 2011 stattgefunden hat.

Die engere Verbindung des Elternbesuchsdienstes mit der Familienhilfe

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hat für Neuzugänge die Hemmschwelle die Betreuung durch den Kinderschutzbund an

zu nehmen erheblich vermindert und erleichtert die erste Arbeit in so fern, dass

gegenüber dem Kinderschutzbund eine Vertrauensbasis geschaffen ist.

Vorteile sind:

1. Durch das Angebot des Elternbesuchsdienstes in der Klinik schenken die Mütter

dem Kinderschutzbund einen gewissen Vertrauensvorschuss, da sie

Mitarbeiterinnen und Angebote des DKSB bereits kennen gelernt haben; dies

ebnet häufig auch den Weg zu anderen, DKSB-externen Angeboten.

2. Da der Elternbesuchsdienst alle Mütter in der Klinik begrüßt, sind Mütter, die in

die Familienhilfe aufgenommen werden dadurch der Bereichsleitung schon

bekannt. Die Betreuerinnen der Familie erhalten auf kurzen Wegen wichtige

Vorinformationen über die Mütter. Dies erleichtert die erste Einschätzung des

Kinderschutzrisikofaktors erheblich.

3. Durch die enge Zusammenarbeit des DKSB mit der Klinik sind die Wege zu den

Ärzten kurz, sodass ein Säugling kurzfristig behandelt werden kann, der aufgrund

bürokratischer Probleme noch keinen Kinderarzt hat.

Besonders hervor zu heben ist die professionelle Zusammenarbeit mit den ASD-

MitarbeiterInnen des Stadtjugendamtes.

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ANHANG

Zu Pt. 2.3.

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Sachbericht

ElternBesuchsDienst

2011

gefördert durch


Inhaltsverzeichnis

1.0 Allgemeines

2.0 Aufgabenschwerpunkte

3.0 Personalstruktur, Qualifikation und Qualitätssicherung

3.1 Personalstruktur

3.2 Qualitätssicherung

3.3 Qualifikation, Fortbildungen und Teilnahme an Fachtagungen der Fachkräf-

te und Ehrenamtlichen

4.0 Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationsstrukturen

4.1 Öffentlichkeitsarbeit

4.2 Kooperation

5.0 Entwicklungen in der Arbeit und Ausblick

6.0 Fallbeispiel

7.0 Anhang

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Sachbericht Elternbesuchsdienst 2011

1.0 Allgemeines

Die Leistungsvereinbarung zwischen den Jugendämtern der Stadt Landau /des

Landkreis Südliche Weinstraße und dem Elternbesuchsdienst lautet wie folgt:

• Der Elternbesuchsdienst ist Teil eines sozialen Frühwarnsystems.

Handlungsleitend ist der Präventionsgedanke.

Der Elternbesuchsdienst (EBD) ist ein Kooperationsprojekt zwischen:

• dem Kinderschutzbund Landau - SÜW und

• dem Vinzentiuskrankenhaus in Landau.

• Aktuell gefördert durch die Jugendämter der Stadt Landau und des Kreises

Südliche Weinstraße.

Der Elternbesuchsdienst ist ein Baustein der frühen Hilfen. Er besteht seit Juni 2006 und

wurde zuerst im Vinzentiuskrankenhaus angeboten.

Initiiert wurde der Elternbesuchsdienst (EBD) vom Kinderschutzbund Landau/SÜW.

Unterstützt wurde die Entwicklung des EBD in seiner Projektphase durch das Land

Rheinland Pfalz. Im Rahmen des Programmes „Kinderfreundliches Rheinland-Pfalz –

Politik für Kinder mit Kindern“ mit dem Projektbaustein Elternbesuchsdienst als dritte

Säule des Modells „Prävention in der frühen Kindheit“ fand eine Anschubfinanzierung

durch Gelder des Landesjugendamtes statt.

Seit Oktober 2008 wird das Projekt von den Jugendämtern beider Gebietskörperschaften

finanziert und konnte dadurch auch 2 Jahre bis zur Schließung der Säuglingsstation

zusätzlich im Städtischen Klinikum SÜW angeboten werden.

Seit der Schließung konzentrieren sich die Geburten und somit auch die Arbeit des EBD’s

auf das Vinzentiuskrankenhaus.

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2.0. Aufgabenschwerpunkt:

• Familien sollen durch das frühe Angebot von Unterstützung und Hilfen gestärkt

werden.

• Sollten aus mehreren Beratungsgesprächen Informationen über familiäre Risiken

oder Problemlagen den Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes bekannt

werden, so dass die Entwicklung des Kindes massiv gefährdet ist, wird das

Jugendamt mit einem standardisierten Meldebogen benachrichtigt. Die Eltern

werden darüber informiert.

• Der Elternbesuchsdienst besucht, um Stigmatisierung vorzubeugen, ALLE (!)

Mütter/Eltern mit Säuglingen. Im Kontext dieser Betreuung werden die

Mitarbeiterinnen des Eltern-Besuchs-Dienstes auch von den Hebammen,

Schwestern und Ärzte/innen immer wieder um ihre Einschätzung und Bewertung

familiärer Risikoproblemlagen gefragt.

• Auf den Stationen werden erste Kontakte zu den Eltern genutzt, um Präventions-

und Hilfsangebote für Eltern aufzuzeigen. Info-Material (z.B. der „Erziehungspass

Landau – Südliche Weinstraße“) wird übergeben. Damit soll die Transparenz

unterschiedlicher Hilfsangebote in Landau und dem Kreis Südliche Weinstrasse

erhöht und den Eltern präventiv die Möglichkeit gegeben werden, sich frühzeitig

Hilfe zu holen. Bei Bedarf können weitere Beratungsgespräche erfolgen, deren

Ziel die Förderung und Stabilisierung der Erziehungsfähigkeit der Eltern und

gegebenenfalls die Vermittlung passender Hilfen sind.

• Die Anzahl der Besuche im Krankenhaus und die Herkunft der Mütter (Stadt oder

Kreis) wird dokumentiert (siehe Anlage I).

• Risikofamilien, die durch das Personal der Klinik festgestellt werden, werden von

der Klinik aus an das zuständige Jugendamt gemeldet.

Elternpatenschaften auf ehrenamtlicher Basis

Zu Beginn des Projektes 2006 wurde das Angebot des Elternbesuchdienstes zunächst

durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes und Ehrenamtliche

Mitarbeiterinnen zur Betreuung der Familien durchgeführt.(Aufbauphase des Projektes)

Die Kooperation mit den Jugendämtern bezieht sich auf den professionellen

Arbeitsbereich des Eltern-Besuchs-Dienstes in der Klinik.

Es wurde daher Mitte 2011 eine begriffliche Umbenennung bezüglich der

Aufgabenbereiche vorgenommen: Die Betreuung der Familien durch ehrenamtliche

Mitarbeiterinnen wird in Zukunft als „Elternpatenschaft“ bezeichnet.

Auf Anfrage begleiten diese ausgebildeten ehrenamtlichen Familienpaten die Familien je

nach Bedarf ein- bis zweimal pro Woche nach dem Klinikaufenthalt für maximal ein

halbes Jahr zur Unterstützung zu Hause.

Die Elternpaten werden durch den Deutschen Kinderschutzbund ausgebildet und stehen

zur Supervision in engem Kontakt mit ihren Ausbilderinnen.

Durch das niederschwellige Angebot der Besuche im Krankenhaus kennen die

Mütter/Väter schon die jeweilige Kollegin des Elternbesuchsdienstes.

Ein Gespräch kann schon ein Vertrauensverhältnis aufbauen, so dass es den Eltern leicht

fällt, sich bei Bedarf an den Kinderschutzbund wegen einer Unterstützung durch

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Elternpaten zu wenden. Während der Betreuung der Familien durch Elternpaten kommt

es vor, dass mit der Zeit mehrere Risikofaktoren sichtbar werden. Dann werden diese

Familien an die zuständigen Jugendämter vermittelt.

3.0. Personalstruktur, Qualifikation und Qualitätssicherung

3.1. Personalstruktur

Der Geschäftsführer und der Vorstand tragen die Gesamtverantwortung für die

Einrichtung.

Die zuständige Bereichsleitung „Frühe Hilfen“ ist dem Geschäftsführer unterstellt. Sie

hat die Fachaufsicht über die Mitarbeiterinnen des Elternbesuchsdienstes. Die

Bereichsleitung ist darüber hinaus die Ansprechperson für Jugendamt und Klinik in

übergreifenden Fragen.

Speziell im Elternbesuchsdienst arbeitet hauptamtlich eine Erzieherin mit den

Zusatzqualifikationen „zertifizierte PEKiP - Gruppenleiterin“ und

„Entwicklungspsychologische Beraterin“ mit einer halben Stelle.

Ihr Aufgabengebiet umfasst die Projektleitung mit den Aufgaben der Koordination und

Kooperation mit:

• der Klinik,

• dem Netzwerk „Frühe Hilfen“ und

• den Kinderschutzbeauftragen der Jugendämter.

• Hinzu kommt das Vermitteln der Eltern an verschiedene Institutionen oder an die

ehrenamtlichen Elternpaten.

Ergänzt wird das Team des Elternbesuchsdienstes durch eine Mitarbeiterin mit einer

viertel Stelle mit dem Ausbildungshintergrund Studium der Erwachsenenbildung ( ab

16.08. 2011 Marte Meo Praktikerkurs) und durch zwei qualifizierte Honorarkräfte.

Die Besuche auf den jeweiligen Stationen durch zwei Mitarbeiterinnen erfolgen montags,

mittwochs und freitags, dem Stationsablauf angepasst.

Durchschnittlich dauern sie zwei bis vier Stunden lang, mit ca. zwei Stunden Vor- und

Nachbereitungszeit (Dokumentation, Gespräche mit dem Pflegepersonal etc.).

Intensivere Beratungsgespräche erfolgen nach individueller Vereinbarung. Der Deutsche

Kinderschutzbund verantwortet und sichert als Träger bei Ausfall einer verantwortlichen

Fachkraft die Vertretungsregelung.

Die Mitarbeiterinnen des Elternbesuchsdienstes sind in die Leitungsstruktur des

Kinderschutzbundes eingebettet.

3.2. Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

Der Kinderschutzbund verfügt über eine verbindliche Organisations- und

Besprechungskultur und –struktur. Geschäfts- und Bereichsleitung sind für die

Einhaltung von Leitbild, Konzept und Leistungsvereinbarung verantwortlich.

Die Bereichsleitung begleitet und überprüft die interne Reflexion und die Dokumentation

und verantwortet deren Einhaltung. In der Gestaltung der Aufträge haben die Mitarbeiter

des Elternbesuchsdienstes ein hohes Maß an Autonomie, verbunden mit der

dazugehörigen Verantwortung.

21


Reflexion der Arbeit und des Konzepts, kollegiale Beratung und Supervision in

regelmäßigen, verbindlichen Teamgesprächen mit allen Mitarbeiter/innen ist gesichert;

turnusgemäß und bei Bedarf ist externe Supervision möglich. Angebotsübergreifende

interne Reflexion der Einrichtung, Verfahrensabsprachen und Kooperation, sowie

trägerinterne Fortbildungen sind gewährleistet.

Wöchentlich wird der Bereichsleitung durch die Projektleiterin bei einer

Dienstbesprechung ein kurzer Sachstandsbericht gegeben.

In Fällen von Kindeswohlgefährdung muss zeitnah die Bereichsleitung informiert

werden. Nach § 8a wird das Jugendamt informiert und entsprechend dem Meldebogen

dokumentiert.

Zudem wurde vereinbart, dass sich die Fachkräfte des Elternbesuchsdienstes mit den

Jugendämtern von Stadt und Landkreis zweimal im Jahr zu einem Informations- und

Erfahrungsaustausch treffen.

Weitere Auswertungs- und Entwicklungsgespräche zur Qualitätssicherung finden mit

einem Team aus der Klinik und dem Team des EBD’s seit 2006 mindestens einmal pro

Jahr statt.

Zur Sicherung der Qualität ist es weiterhin unabdingbar durch die Auswertung der

Erfahrungen kontinuierlich Standards zu entwickeln und Vereinbarungen zu treffen.

Für die Zukunft ist aus unserer Sicht die Beteiligung der Jugendämter wünschenswert.

Schweigepflicht:

Alle Mitarbeiterinnen im Elternbesuchsdienst unterliegen der Schweigepflicht und

können nur durch eine Schweigepflichtentbindung der Eltern Informationen an Dritte

weitergeben.

Die Schweigepflicht im Elternbesuchsdienst kennt jedoch eine unumstößliche

Ausnahme:

• Kindeswohlgefährdung nach § 8a

In diesen Fällen wird wie oben erläutert konsequent das Jugendamt informiert.

Die Eltern werden über alle Schritte z.B. Kontaktaufnahme zu Hilfseinrichtungen, Ärzte,

Hebammen und Jugendämter informiert und es wird in den Gesprächen auf ihr

Einverständnis zu diesem Verfahren hingewirkt.

Statistik:

Die Besuche der Ehrenamtlichen in den Familien werden auf einem Statistikbogen

festgehalten (siehe Anlage II). Beim ersten und letzten Besuch der Ehrenamtlichen in den

Familien, gegebenenfalls auch in der Begleitung, ist immer die Projektleiterin dabei, um

die Rahmenbedingungen der Begleitung mit festzulegen bzw. ein abschließendes

Gespräch zu führen.

• 14 Familien wurden zwischen 4 Wochen und 12 Monaten begleitet

(bzw. werden noch begleiten);

10 Familien davon aus dem Stadtgebiet von Landau und

4 aus dem Landkreis Südliche Weinstraße.

• 925 Stunden haben allein die Ehrenamtlichen hierfür eingebracht;

• 90 Beratungsgespräche wurden in 2011 geführt und dabei u.a. auf

andere Institutionen und Hilfsangebote verwiesen;

• 1352 Gespräche bei Erstkontakten im Krankenhaus (Entbindungsstation,

Kinderklinik und Frühgeborenenstation) wurden geführt;

22


• 504 der Entbindenden wohnen in Landau

739 wohnen im Landkreis Südliche Weinstrasse und

109 Frauen kommen aus anderen Gebietskörperschaften (z.B.

Germersheim und Neustadt).

Bei der statistischen Auswertung ist kritisch zu bedenken, dass sich durch die

Unterstützung der Elternpaten Fälle, die anfänglich ein diffuses Risikopotential zeigten,

deutlich positiv entwickelt haben.

In diesem Bereich besteht sicherlich ein Spannungsfeld zwischen niederschwelligen

Hilfsangeboten und zuverlässiger Erfassung von Risiken der betroffenen Säuglinge.

3.3. Qualifikation, Fortbildungen und Teilnahme an Fachtagungen der Fachkräfte und

Ehrenamtlichen

• Netzwerk Kinderschutz

o LUPE – Guter Start ins Kinderleben (3.2.2011)

o Netzwerkkonferenz „Kindesschutz“ (23.3.2011)

o Austausch Jugendamt Stadt Landau – Ärzte (13.4.2011)

o Fachtag „Frühe Hilfen des Landes RLP in Mainz“ (17.5.2011)

o Fortbildung „Andere Länder andere Mütter“ (16.6.2011)

o Das Jugendamt – Hilfen – Wünsche und Realitäten (26.8.2011)

o Seelische Erkrankungen nach der Geburt (28.9.2011)

o Das wächst sich noch aus… (25.11.2011)

o Jahresplanung 2012 (14.12.2011)

• Netzwerk Familienbildung/ Stadtjugendamt Landau und Kreisjugendamt SÜW

o Gesundheitsförderung als Thema der Familienbildung (13.4.2011)

o Neues im Netzwerk (18.10.2011)

o Netzwerk Hebammen (31.5.2011)

• Vortrag „Aufklärung über die sogenannten K.O.-Tropfen“ (172.2011)

• Fortbildungsveranstaltung Frühe Hilfen „Bindung und Beziehung fördern“

(29.3.2011)

• Marte Meo Praktikerkurs – 6 Termine (16.8. – 20.12.2011)

• Strategie- und Zukunfts-Workshop vom Kinderschutzbund (23.9.2011)

• Vortrag „Osteopathie“ (12.2.2011)

• Fortbildung „Kind-Kind Kontakt“ (29.-30.10.2011)

• Weiterbildung der Hauptamtlichen: Entwicklungspsychologischen Beratung für

Säuglingen und Kleinkinder in der Jugendhilfe mit Video Unterstützung (4 x 3

Tage)

• Kollegiale Supervision 3 Termine

• Externe Supervision mit den Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen (29.9.2011)

23


• Externe Supervision mit den Honorarkräften und der hauptamtlichen

Mitarbeiterin (11.5., 18.8. u. 27.10.2011)

• Fortbildung „Neurodermitis beim Baby“

• Fortbildung für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes

„Feinzeichen von Offenheit und Belastung“ (25.5.2011)

Ausbildung der Ehrenamtlichen durch die Fachkräfte

Im Jahr 2011 hat eine neue Ausbildungsgruppe mit 10 Frauen über einen Zeitraum von 8

Ausbildungsterminen zu je 2 Stunden stattgefunden (März – Mai 2011). Ab Mai 2011

standen uns damit 19 ausgebildete Frauen für den EBD zur Verfügung. Für die Frauen

fanden 11 Supervisions- Praxisbegleittermine zu je 2,5 Stunden statt. Diese beinhalteten

folgende Themen:

• Fallbesprechungen/Berichte aus den Familien

• Externe Supervision

• Informationsaustausch (z.B. Junge Mütter – MGH)

• Migration/Integration

• Einführung von Beikost

• Essensregeln

• Kommunikation ist Interaktion u. natürlich nicht einseitig

• Frühgeburt

• Besuch der Netzwerkpartner

• Gruppendynamik – Empathie

• Die kindliche Entwicklung „Riesenschritte für kleine Wichte“

• Bindung und Erkundung

4.0 Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationsstrukturen

4.1. Öffentlichkeitsarbeit

Folgende Aktivitäten wurden im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung

wahrgenommen:

• Mitarbeit – Erstellung einer Arbeitshilfe „Praxisbeispiele in der Frühen Hilfe in

Rheinland-Pfalz mit der Servicestelle Kinderschutz – Landesamt für Soziales,

Jugend und Versorgung

• Austausch – Informationen: EBD mit den Mitarbeitenden des

Vinzentiuskrankenhauses

• Austausch Dr. Bensch und Dr. Stutz, Vinzentiuskrankenhaus (12.9.2011)

• Newsletter – Vorstellen des Fachbereiches „Frühe Hilfen“ (16.2.2011)

• Informationsaustausch: Vernetzung Haus der Familie Landau und Haus der

Familie Bad Bergzabern

• Austausch Elisas Frauenkaffee – Caritas Annweiler

• Internetauftritt EBD auf Homepage Kinderschutzbund

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• Austausch mit der Kinderschutzbeauftragten Stadtjugendamt Landau (30.3.2011)

• Austausch mit der Kinderschutzbeauftragten Kreisjugendamt SÜW (6.4.2012)

• Austausch mit „Spielen – Lernen – Leben“ vom Haus der Familie (5.10.2011)

• Das Informationsblatt mit den Angeboten des Elternbesuchsdienstes wurde

überarbeitet.

• Mehrere Presseartikel zum EBD

• Mitwirkung Flohmarkt und Tag der offenen Tür, Kinderschutzbund (26.11.2011)

• Austausch Qualitätszirkel „Ernährung Rheinland-Pfalz e.V.“

• Erstellen des neuen Flyers für den Bereich „Frühe Hilfen“

• Regelmäßiger Kontakt zu den Sockenstrickerinnen

4.2 Kooperationsstrukturen/Vermittlungen

Durch die kontinuierlichen Besuche der Mitarbeiterinnen des Elternbesuchsdienstes in

den Kliniken wendet sich das Fachpersonal (Ärzte, Schwestern, Hebammen) auch immer

öfter an die Koordinatorinnen und an die Projektleiterin zum Austausch, mit der Bitte um

fachliche Rücksprache sowie wegen möglicher Vermittlungen an andere Fachdienste und

Beratungsstellen. Dies erfordert oft, dass die Familien zusammen mit dem Fachdienst im

Kinderschutzdienst aufgesucht werden müssen, um abzuklären welchen Bedarf die

Familien haben. Entweder reicht die Unterstützung durch die ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen des Elternbesuchsdienstes oder es werden andere naheliegende

Fachdienste hinzugezogen.

• Kinderschutzdienst

• Sozialpädagogische Familienhilfe für jugendliche Mütter/Väter mit Säuglingen

und Kleinkindern beim Kinderschutzbund

• (Schrei)Babysprechstundeim Kinderschutzbund

• Entwicklungspsychologische Beratung

• PEKiP (im Haus und an andere Instutionen)

• Spielgruppen

• Eltern-Kind-Treff MGH

• Familienbildungsanbieter – Viva Familia

• Hebammen

• Caritas-Beratung (Lichtpause, Elisas Frauenkaffee)

• Ernährungsberatung für Säuglinge

• Mama – Toto (Hebammen-Treff)

• Babykaffee im Haus der Familie

• Diakonisches Werk

• Ausländerbeirat – Migrationberatung

• Jugendämter Stadt Landau oder Landkreis Südliche Weinstraße (Meldungen zur

Kindeswohlgefährdung erfolgen an das jeweilig zuständige Jugendamt)

• Kinderärzte

25


• CJD (Familienhelferinnen)

• Haus der Familie Landau

• Haus der Familie Bad Bergzabern

• Sozialdienst Vinzentius Krankenhaus

Das Angebot des Elternbesuchsdiensts findet in der gesamten Region großen Zuspruch.

5.0 Entwicklungen in der Arbeit und Ausblick

Im Jahre 2011 wurde der EBD stärker beansprucht als in den Jahren zuvor. Die Gespräche

auf den Stationen in der Klinik nahmen weiter zu. Außerdem bekamen wir auch

zusätzlich Anfragen von Frauen aus Landau und der Südlichen Weinstraße, die nicht in

Landau entbunden haben. Als neutraler Ansprechpartner und durch unsere zeitnahe

Unterstützung werden wir auch immer öfter von Angehörigen der betroffenen Familien

angesprochen und um Hilfe gebeten. Bei einigen Anfragen können wir zwar nicht direkt

helfen, haben aber im Rahmen des „Netzwerkes“ die Möglichkeit an zuständige

Einrichtungen zu verweisen. Auch durch die gute Akzeptanz unsers Projektes bekommen

wir immer wieder Anfragen von Fachkräften aus dem Bereich „Säuglinge und

Kleinkinder“, wie z.B. Hebammen. Die Zusammenarbeit in der Klinik mit den Ärzten,

Schwestern und Hebammen gestaltet sich gut. Es besteht ein fachlicher Austausch und

intensiver Kontakt.

Problemanzeige:

Der Schwerpunkt der Arbeit des EBD hat sich in den letzten 3 Jahren verändert.

Es geht nicht mehr nur um die Entlastung der Mütter und Väter, sondern immer häufiger

werden andere Hilfen von Fachdiensten benötigt.

Es hat sich herauskristallisiert, dass sich die Aufgaben des Elternbesuchsdienstes in den

letzten drei Jahren verändert haben. Inzwischen ist er eine wichtige Säule im Angebot

der „Frühen Hilfe“. Es geht nicht mehr nur um die Informierung und Entlastung der

jungen Eltern, sondern um die Vermittlung passender Hilfen. Frühe Hilfen können nur

dann präventiv wirken, wenn sie bei den Betroffenen bekannt sind und angenommen

werden. Durch den mittlerweile hohen Bekanntheitsgrad des Elternbesuchsdienstes wird

dieser immer öfter als Beratungs- und Vermittlerstelle genutzt.

Dadurch, dass sich die Familien an den Elternbesuchsdienst wenden, kann zu einem

frühen Zeitpunkt ein Hilfebedarf deutlich werden. Die spezialisierten Angebote des

sozialen Hilfenetzes sind oft nur zum Teil bekannt. Auch die Vielzahl der Anbieter kann

als verwirrend empfunden werden. In manchen Fällen erkennen die Familien die Brisanz

der Situationen für sich und ihr Kind nicht. Die Hemmschwelle selbst Hilfe zu suchen,

liegt daher oft hoch. Hier kann eine Vermittlung an zentraler Stelle, mit erfahrenen und

bekannten Mitarbeiterinnen und Wege eröffnen und Brücken bauen zu den

verschiedenen Institutionen des Netzwerkes.

Durch eine schnelle Intervention, bevor sich die Problemlagen verfestigen, können

Ratsuchende an das örtliche Hilfenetz vermittelt werden und somit das Wohl und die

Entwicklung des Kindes frühzeitig wahrgenommen und Risiken reduziert werden.

26


6.0 Fallbeschreibung

Den Kontakt zu Frau K. stellten wir bereits im Dezember 2010, im Krankenhaus auf der

Entbindungsstation her. Frau K. zeigte sofort starkes Interesse an einer Unterstützung

durch die Elternpaten, sie war erst vor kurzem nach Landau gezogen und fühlte sich im

Alltag sehr alleine.

Nach etwa 4 Wochen meldete sie sich erneut telefonisch bei uns und wir vereinbarten

einen ersten Besuch (Projektleiterin und Ehrenamtliche) Anfang Februar 2011. Noch

immer fühlte sich die in Ungarn geborene Frau K. sehr alleine und war auch im Umgang

mit ihrem Säugling, das erste Kind der Familie, unsicher. Es war ihr sehr wichtig, in

Bezug auf das Baby „alles richtig“ zu machen.

Nachdem ein Gespräch über die Vorstellungen von Frau K. und Unterstützungsmöglichkeiten

unsererseits stattgefunden hatte, kam auch der Partner von Frau K. hinzu.

Dieser zeigte sich zunächst sehr skeptisch, da er bereits negative Erfahrungen mit

Ämtern, auch dem Jugendamt gemacht hatte. Im Laufe unseres Besuches, konnte er sich

von unserer niedrigschwelligen Arbeit überzeugen. Besonders die Idee, seiner Frau bei

der Suche nach Kontakten und Anschluss behilflich zu sein, gefiel ihm gut.

Schon nach kurzer Zeit gelang es der Ehrenamtlichen zusammen mit Frau K. Kontakt zum

Eltern-Kind-Treff im Mehrgenerationenhaus aufzunehmen, bei den ersten Besuchen blieb

die Ehrenamtliche dabei. Ziel war es selbstverständlich, dass Frau K. so viel Sicherheit

gewinnen konnte, um alleine mit ihrem Baby dorthin zu gehen. Dies ist auch gelungen

und nach einiger Zeit nahm Frau K. sogar selbständig unterschiedliche Angebote des

Mehrgenerationenhauses am Nachmittag wahr. Über diesen Weg konnte sich Frau K. in

ihrem Wohngebiet integrieren, gewann sogar Freundschaften und konnte durch die

zahlreichen Kontakte die deutsche Sprache erheblich verbessern.

Desweiteren unterstützte die Ehrenamtliche Frau K. im sicheren Umgang mit ihrem Kind.

Sie konnte ihr viele Informationen und Tipps zu Erziehung, Pflege und Ernährung geben

und zeigte Frau K. weitere Hilfsangebote in Landau auf. Auch das Kind hat erste Kontakte

zu Gleichaltrigen gefunden und gerade durch den Eltern-Kind-Treff viele Impulse für die

eigene Entwicklung bekommen.

Der Einsatz unserer Elternpatin bei Familie K. stellt ein gutes Beispiel für

niedrigschwellige Unterstützung im Sinne von Prävention und Integration dar.

27


Statistiken

Anzahl der Gespräche im Krankenhaus 2008 – 2011

In Zahlen:

2008: 544, davon 216 aus Landau, 328 aus dem Kreis

2009: 975, davon 420 aus Landau, 555 aus dem Kreis

2010: 1294, davon 523 aus Landau, 771 aus dem Kreis

2011: 1352, davon 518 aus Landau, 834 aus dem Kreis

28


Beispiele für Vermittlungen

Beispiele für Vermittlungen:

• Babyausstattung

• CJD

• Jugendamt (Stadt und Kreis)

• Eltern-Kind-Treff (Mehrgenerationenhaus)

• Haus der Familie Bad Bergzabern

• Beratung für „Schreibabys“

• Ernährungsberatung für Säuglinge: Babycafe Haus der Familie

• Pekip für junge Mütter

• Pekip im Haus und Extern

Betreuung durch Elternpaten

• Von den ehrenamtlichen Elternpaten wurden 14 Familien betreut, 4 Familien

kamen aus dem Kreis SÜW, 10 Familien kamen aus Landau.

• Im Frühsommer gab es einen Engpass, so dass wir Familien die von uns betreut

werden wollten weiterleiten mussten, gleichzeitig haben wir aber eine neue

Gruppe ehrenamtlicher Elternpaten ausgebildet.

Im letzten Jahr haben unsere Ehrenamtlichen 925 Stunden für den Elternbesuchsdienst

gearbeitet!

29


Dokumentationsbögen EBD

Betreuerin:

Krankenhaus:

Lfd.

Nr.

Datum

Gesamt:

Kontaktgespräche

Stadtgebiet

Elternbesuchsdienst - DKSB LD-SÜW - Kontaktaufnahmen

Kontaktgespräche

Landkreis

Uhrzeit Vor- und

Nachberei-

Zeitbedarf

von bis tungszeit Stunden Minuten

30

Vereinbarungen


Lfd.

Nr.

Elternbesuchsdienst - Kinderschutzbund Landau-Südliche Weinstraße e.V.

Betreuerin:

Familie:

Ausgangssituation:

Vereinbarungen:

Datum

Kontakt Uhrzeit Zeitbedarf

Bemerkungen

telef. persönl. von bis Stunden Minuten

31

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