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Programmbroschüre 2011 - Berliner Festspiele

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PRÄSENTIERT

INTERNATIONALE KINDER- UND

JUGENDLITERATUR


Das internationale literaturfestival berlin ist eine Veranstaltung der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst

und Politik e. V. und der Berliner Festspiele. Es steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen

UNESCO-Kommission und wird ermöglicht aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

PUDDING

Puddinkje, schuddinkje,

heb je het koud?

Tril je zo, ril je zo,

omdat je ontzettend

van diepvriezen houdt?

Of weet je al wat er nu komen gaat?

Wat alle toetjes te wachten staat?

Moet je maar niet zo zoet zijn en rood.

Eventjes slikken:

puddinkje, schuddinkje

dood.

PUDDING

Puddingspeise, wackelst leise,

ist dir kalt?

Dass du zitterst und so zagst,

ist das, weil du Kühlfächer

furchtbar magst?

Oder weißt du, wie es um dich steht?

Wie es jedem Nachtisch mal ergeht?

Was bist du auch so süß und rot!

Einmal schlucken:

wackelst leise, Puddingspeise,

und bist tot.

Gedichte und Illustration aus:

EDWARD VAN DE VENDEL (Text) FLEUR VAN DER WEEL

(Illustration) ROLF ERDORF (übersetzung): »LIEB SEIN,

SUPERGUPPY!«, Köln 2011, Boje; niederl. »SUPERGUPPIE

KRIJGT KLEINTJES«, Amsterdam 2005, querido.


vorwort{christoph peter}

Auf dem Cover unseres diesjährigen Programmhefts ist ein eigenartiges

Tier abgebildet, das sehr zufrieden wirkt und mit erhobenem Kopf selbstbewusst

einer Ente hinterherläuft. Gui-Gui heißt dieses Tier, das als Krokodil

unter Enten aufwächst und erkennen muss, dass es weder Krokodil noch

Ente ist, sondern etwas ganz Einmaliges und Besonderes: ein Entodil, das

lernen muss, dass es für seine Persönlichkeit geliebt wird und nicht dafür,

wie es aussieht. Der taiwanesische Kinderbuchautor und -illustrator Chen

Chih-Yuan, den wir in diesem Jahr als Gast des Kinder- und Jugendprogramms

begrüßen, hat sich dieses bemerkenswerte Tier ausgedacht. Sein

Bilderbuch »Gui-Gui, das kleine Entodil« ist eine Parabel über die Toleranz

des Andersseins und zielt direkt ins Zentrum dessen, was Kinder- und Jugendliteratur

bestenfalls auszeichnet – das Ermöglichen eines kritisch geschärften

und den Horizont erweiternden Blicks auf die Lebens- und Denkwelten von

Kindern und Jugendlichen. Bücher wie »Gui-Gui, das kleine Entodil« schaffen

es, schon jüngsten Lesern von der Pluralität unserer Gesellschaft in all

ihrer Lebendigkeit und Widersprüchlichkeit eine Vorstellung zu vermitteln.

Literatur, die ungewöhnlich ist, voller Geheimnisse, Überraschungen und

Utopien, Literatur, die jungen Menschen Raum zur Entfaltung gibt, die sie

zum Staunen bringt und zum Träumen verführt, die zum Dialog zwischen

Kulturen und Sprachen anregt, die sich als Laboratorium einer gerechteren

Welt versteht – das ist es, wofür die Programmsparte der Internationalen

Kinder- und Jugendliteratur steht.

Im April habe ich die Leitung dieser Sparte übernommen, um die erfolgreiche

Arbeit meiner Vorgängerinnen und auch deren begonnene Festivalplanung

für dieses Jahr fortzusetzen. Eine dankbare Aufgabe, denn was Internatio-

nalität, Qualität und Quantität der Programmsparte betrifft, genießt diese

weltweit Anerkennung. Das Geheimnis ihres Erfolgs baut auf etwas Wundervollem

auf, das mit Worten wie Enthusiasmus, Begeisterung und Leidenschaft

nur unzureichend beschrieben werden kann. Es ist mehr als das, es

ist ein kompromissloses Brennen für außergewöhnliche Kinder- und Jugendliteratur,

gemeinsam getragen von einem internationalen Netzwerk von

Personen und Institutionen. Eine fruchtbarere Arbeitsgrundlage kann man

sich nicht wünschen. Ihnen allen meinen herzlichen Dank für die freundliche

Aufnahme in das Netzwerk und die produktive Zusammenarbeit in den

vergangenen Monaten. Dies gilt natürlich auch dem gesamten ilb-Team,

inklusive der Vielzahl an Praktikantinnen und Praktikanten, die das Festival

so wesentlich unterstützen, und ganz besonders meiner Mitarbeiterin Pauline

Selbig.

Was ist 2011 neu und in welche Richtung wird sich die Programmsparte

zukünftig entwickeln? Das grundsätzliche Spartenkonzept ist überaus etabliert.

So sind es vor allem Detailveränderungen, bei denen es spannend

wird: Kinder- und Jugendlyrik, die sich auf dem Buchmarkt schwertut, soll

zukünftig mehr Raum geboten werden. In diesem Jahr können Sie sich von

der Dichtkunst unseres niederländischen Autors Edward van de Vendel ein

Bild machen. Einen Vorgeschmack darauf finden Sie auf den ersten Seiten

dieses Programmhefts mit ungewohnt philosophischen Überlegungen zu

Puddingspeisen. Ebenfalls einen festen Platz wird es ab sofort für die Auseinandersetzung

mit verstorbenen Kinder- und Jugendbuchautoren und -illustratoren

aus aller Welt geben, an deren Literatur erinnert werden soll, ganz

nach dem Konzept der »Erinnerung, sprich«-Veranstaltungen des Erwachsenenprogramms.

Für dieses Jahr haben wir als Retrospektive-Autor Michael

Ende mit seinem Buch »Momo« ausgesucht. Auch neu im Spartenkonzept

ist die Einladung eines Geschichtenerzählers bzw. einer Geschichtenerzählerin

– in diesem Jahr die mehrfach ausgezeichnete Suse Weisse. Dazu gibt

es neben der Fortsetzung der Arbeit mit unseren bewährten Partnern ver


vorwort{christoph peter} {janne teller}

vorwort

schiedene neue Kooperationen und in der Publikumsorientierung einen

noch stärkeren Fokus auf Kitakinder, denen wir die Welt der Bücher eröffnen

wollen, sowie auf sozial benachteiligte Heranwachsende, deren Zugang

zu Literatur besonders erschwert ist.

Und sonst? Freuen Sie sich auf unsere »üblichen Verdächtigen«: das eintrittsfreie

9. FamilienFest International in der Gelben Villa, den ebenfalls

eintrittsfreien Literarischen Nachtsalon im Weinmeisterhaus, das Finale

des 2. Poetry-Slams für Berliner Schüler, freuen Sie sich auf Bilderbücher,

Comics und Lyrik, auf Kinder- und Jugendromane. Und machen Sie sich

auf Entdeckungen gefasst! Auch in diesem Jahr lassen sich die Bücher

unserer Autoren wieder als Seismografen der Gesellschaft lesen, ob nun

die politische Graphic Novel »Zarah’s Paradise – Die Grüne Revolution im

Iran und die Suche einer Mutter nach ihrem Sohn« aus dem Iran, der in der

Zeit des Nationalsozialismus spielende Kinderroman »Dann« aus Australien

oder die Coming-of-Age-Geschichte »Luke und Jon« aus Großbritannien.

Leidenschaftlich stellt sich das Kinder- und Jugendprogramm des internationalen

literaturfestivals berlin auch in diesem Jahr Branchenpessimismus

und dem Einerlei der Bestsellerlisten entgegen. Wer noch meint, das

Buch habe in Zeiten von E-Book-Readern als Kulturtechnik ausgedient, der

besuche eine unserer Veranstaltungen und lasse sich überraschen, von

unseren Autoren und Illustratoren, von ihren Texten und Bildern – es lohnt

sich! Ich wünsche viel Anregung bei unseren Lesungen, beim Diskutieren

mit unseren Gästen, bei der Vielfalt der Stimmen aus Island, Griechenland,

Spanien und vielen anderen Ländern. Ein herzliches Willkommen zur Programmsparte

Internationale Kinder- und Jugendliteratur 2011, Ihr

Christoph Peter

Programmleitung Internationale Kinder- und Jugendliteratur

Berlin, Juli 2011

DER WUNDERSCHÖNE REGEN DES

INTERNATIONALEN LITERATURFESTIVALS BERLIN

Berlin, September 2010. Ich kam im Regen an. Ich sah den Regen nicht.

Ich sah Menschen. Viele, die aussahen, als lebten ihre Familien schon seit

Generationen in Deutschland, und viele, die aus allen anderen Teilen der

Welt stammten. Wundervoll: Die deutsche Hauptstadt ist eine richtige

Weltstadt!

Das war der Regen, der während meiner Teilnahme am internationalen literaturfestival

berlin fortwährend prasselte. Es war ein guter Regen, meine

Art von Regen. Ich bin eine kulturelle Hybride: Ich bin Dänin, doch mein

Großvater war Deutscher, meine Mutter kommt aus Österreich und meine

Urgroßeltern haben italienische Wurzeln. Seit meinem 23. Lebensjahr

habe ich in acht Ländern auf drei Kontinenten gelebt und in vielen weiteren

Ländern kürzere Zeiträume verbracht.

Doch ganz ehrlich – sind wir nicht alle solche Hybriden? Wenn wir unsere

Herkunft nur weit genug zurückverfolgen, wie viele von uns können dann

noch behaupten, einer einzigen Nation zugehörig zu sein? Und warum sollte

das überhaupt von Bedeutung sein, wo Nationalstaaten doch eine solch

junge Erfindung sind, die in der jahrtausendelangen Menschheitsgeschichte

kaum mehr als zweihundert Jahre ausmacht?

Nationalstaaten sind nichts als Fantasiegebilde, die, während wir heranwachsen,

in unserem Geist und unserer Seele konstruiert werden, bis das

Leben für die meisten nicht mehr ohne ein nationales Etikett vorstellbar

ist. Nationalität ist ein Panzer, eine Rüstung aus Geschichten, die uns

einengt wie eine Zwangsjacke, weil uns nicht bewusst ist, dass sie ebenso

wie ein Märchen erfunden ist. Und wie könnte man einem solch trügerischen

Fantasiegebilde besser begegnen als mit Fantasie selbst? Wenn das


vorwort{janne teller}

Gefühl nationaler Zugehörigkeit aus der Identifikation mit einem künstlichen

Konzept – einer »imagined community«, wie der Soziologe Benedict Anderson

es nennt – entsteht, kann man dann ihre Begrenztheit nicht am besten

verstehen, indem man sich in die unzähligen Menschen und Welten einfühlt,

die nicht die gleiche nationale Rüstung haben wie wir? Das ist das

Abenteuer, zu dem die Literatur uns mitnimmt, ohne es jemals zu beabsichtigen.

Das muss sie auch nicht. Es liegt einfach in ihrer Natur: Sie

führt uns aus unserer eigenen Geschichte heraus in eine, die sich jemand

anderes ausgedacht hat; sie lässt uns unseren Panzer aus identitätsbestimmenden

Etiketten ablegen und für einen Moment die eines anderen

anlegen. Literatur handelt von menschlichen Wahrheiten und die menschliche

Wahrheit ist, dass wir alle Wesen sind, die weinen, wenn sie traurig

sind, die lachen, wenn sie fröhlich sind, die geboren werden, leben, lieben

und eines Tages sterben werden. Unabhängig davon, wo wir leben, lieben

und sterben, ob wir Chinesen, Türken, Nigerianer, Dänen oder Deutsche

sind, wie unsere persönliche Abstammung aussieht oder wie wir aussehen.

Der Regen des internationalen literaturfestivals berlin 2010 war ein wunderschöner

Regen. Für die kleinen Leser, für die Kinder und Jugendlichen, war

es der Regen von Marjolijn Hof aus Holland, von Shaun Tan aus Australien,

Sergei Lukjanenko aus Russland und von David Habchy aus dem Libanon.

Es war die Schönheit ihrer Geschichten und der anderer großartiger Autoren,

die nationale Grenzen überschritten und Leser in Deutschland – wie auch

in ihren Herkunftsländern und an vielen anderen Orten – zum Weinen und

Lachen, Fürchten, Fröhlichsein, Trauern und vielleicht sogar ein bisschen zum

Lieben brachten. Sie ließen die Seele jedes einzelnen Lesers in stiller Zustimmung

nicken: Ja, unter unserem Panzer aus Etiketten sind wir alle gleich.

Und wer wüsste das besser, instinktiver als Kinder und junge Erwachsene?

Als all jene, die noch nicht zu sehr umhüllt sind von den Schichten äußerer

Identitäten, jene, die noch eng verbunden sind mit ihrer angeborenen

Menschlichkeit, als all die Leser von Kinder- und Jugendliteratur, die nicht

immer unbedingt Kinder und Jugendliche sein müssen. Denn glücklicher-

weise bleibt in jedem von uns, selbst in dem Allererwachsensten, immer

noch ein Samen Menschlichkeit, der, egal wie tief er vergraben ist, anfangen

kann zu sprießen, wenn er denn die Möglichkeit erhält; den man genau

genommen gar nicht am Sprießen hindern kann, solange man ihm nur genug

Raum gibt, zu bisher unvorstellbaren Orten zu gelangen.

Das ist es, was der Regen des internationalen literaturfestivals berlin für

mich bedeutet. Er bedeutet Leben spendende Regentropfen, die von

Mensch zu Mensch plätschern. Jeder von ihnen tröpfelt ein neues Molekül

Menschlichkeit auf uns, spült alle Ethnien, Kulturen, Religionen, Geschlechter

und soziale Schichten in einem willkommen heißenden, strömenden,

wunderbaren Hybridregen auf unsere Haut, in dem wir laufen, tanzen

und wachsen können.

Lassen Sie mich – liebe Leser, liebe Schriftsteller – für Sie hoffen, dass es

in diesem Jahr während des Festivals auf Sie regnen wird. Ich wünsche

Ihnen allen einen wunderschönen Regen!

Janne Teller

Autorin

New York, Juli 2011


AUS: CHEN CHIH-YUAN (Text, Illustration) BARBARA WANG (Übersetzung):

»GUI-GUI, DAS KLEINE ENTODIL«, Frankfurt a. M. 2008, Fischer;

chin. »GUJI-GUJI«, Taipeh 2003, Hsin Yi.

{montag} 05 09 11

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | FLIEGENDES THEATER | 3. KLASSE

9.00 – 13.00 AGNÈS DE LESTRADE FRANKREICH:

»DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«

PROJEKTTAGE: Montag 05.09. bis Mittwoch 07.09.

Workshop zu Agnès de Lestrades »Die große Wörterfabrik« (2010; frz. »La

grande fabrique de mots«, 2009). In ihrem Bilderbuch erzählt die französische

Autorin von einem sonderbaren Land, in dem Wörter nur gesprochen

werden können, wenn man sie vorher kauft. Paul ist nicht wohlhabend genug,

um der kleinen Marie die Worte zu sagen, nach denen er sich so sehr

sehnt. Doch er hat die Wörter »Kirsche«, »Staub« und »Stuhl« eingefangen

und diese wie einen Schatz für sie aufgehoben. »Die große Wörterfabrik«

ist eine Liebeserklärung an die Magie der Worte, die sich auf jeder Seite

des wunderbar illustrierten Buches entfaltet. Der von Ulla Quantz geleitete

Workshop endet mit einer Präsentation des Erarbeiteten und einem

Gespräch mit der Autorin.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | SCHAUBUDE BERLIN | 1. – 2. KLASSE

9.00 – 12.00 CHEN CHIH-YUAN TAIWAN:

»KLEINER SPAZIERGANG«

PROJEKTTAGE: Montag 05.09. bis Mittwoch 07.09.

Die kleine Hsiao-Yü macht sich auf den Weg zum Eierkaufen. Spielerisch

eignet sie sich dabei die Räume ihrer Stadt an, in der sie den Schatten ihrer

Bewohner nachjagt, deren kleine Schätze und versteckte Schönheiten sie

bewundert.

In einem dreitägigen Schattenspielworkshop erkunden Schüler, inspiriert vom

Bilderbuch »Kleiner Spaziergang« (2010; chin. »Hsiao-Yü San Bu«, 2001)

des taiwanesischen Künstlers Chen Chih-Yuan, die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten

des Spiels mit Licht, Schatten und dem eigenen Körper. Selbst

erdachte und gebaute Schattenfiguren werden Teil eines großen Abenteuers,

das entstehen kann, wenn die eigene Fantasie spazieren geht.


07 09 11

{mittwoch}

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | KITA & 1. – 2.KLASSE

9.00 AGNÈS DE LESTRADE FRANKREICH:

»DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«

Zur offiziellen Eröffnung des Programms der »Internationalen Kinder- und

Jugendliteratur« liest die französische Autorin Agnès de Lestrade aus ihrem

Bilderbuch »Die große Wörterfabrik« (2010; frz. »La grande fabrique de

mots«, 2009) und erzählt darin von einem sonderbaren Land, in dem Wörter

nur gesprochen werden können, wenn man sie vorher kauft. Paul ist nicht

wohlhabend genug, um der kleinen Marie die Worte zu sagen, nach denen

er sich so sehr sehnt. Doch er hat die Wörter »Kirsche«, »Staub« und

»Stuhl« eingefangen und diese wie einen Schatz für sie aufgehoben. Angeregt

von den Illustrationen des Buches, deren Liebeserklärung an die Magie

der Worte sich auf jeder Seite entfaltet, haben Schüler ihr wertvollstes

Wort gemalt und zum Festival mitgebracht. Unter allen Teilnehmern wird ein

Gewinner ermittelt und von Agnès de Lestrade persönlich ausgezeichnet.

Aus: AGNÈS DE LESTRADE (Text) VALERIA DOCAMPO (Illustration)

ANNA TAUBE (Übersetzung): »DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«

München 2010, mixtvision; frz. »LA GRANDE FABRIQUE DE MOTS«,

Brüssel 2009, Alice.

{mittwoch}

07 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | FRIEDENSBURG-OBERSCHULE | 7. – 10. KLASSE

IN SPANISCHER SPRACHE

9.00 MAITE CARRANZA SPANIEN:

»MAGIA DE UNA NOCHE DE VERANO«

Die in Berlin-Charlottenburg gelegene deutsch-spanische Friedensburg-

Oberschule begrüßt die spanische Erfolgsautorin Maite Carranza, die aus

ihrem Fantasy-Abenteuer »Magia de una noche de Verano« (2009; dt.

»Eine magische Sommernacht«, 2011) liest. Ángela hat alles, was man

sich wünschen könnte. Lange blonde Haare, blaue Augen und einen unglaublich

süßen irischen Freund. Als sie jedoch plötzlich krank wird, soll

ausgerechnet ihre unscheinbare kleine Schwester Marina sie ersetzen und

vor den Intrigen der Feenwelt retten. »Magia de una noche de Verano« ist

nicht nur das einfühlsame Porträt eines jungen Mädchens, das endlich aus

seinem Schattendasein hervortritt, sondern auch eine Reise in die bezaubernde

und zugleich grausame Welt der irischen Mythen.

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 9. – 11. KLASSE

9.30 MANOS KONTOLEON GRIECHENLAND:

»MACHTLOSER ENGEL«

Athen im Dezember 2008: Der 15-jährige Alexandros wird von einem Po-

lizisten erschossen. Daraufhin entladen sich die seit Längerem schwelenden

sozialen Spannungen. Es kommt zu anhaltenden und zum Teil gewaltvollen

Protesten der Bevölkerung Griechenlands gegen Polizei und

Regierung. Der griechische Autor Manos Kontoleon liest aus seinem

Jugendbuch »Machtloser Engel« (unveröffentlicht in Deutschland; griech.

»Anishiros angelos«, 2010), das die fiktive Geschichte der Tochter des

Polizisten erzählt, die Alexandros kurz vor seinem Tod in der S-Bahn kennengelernt

hat und die diese Begegnung nicht mehr loslässt.


07 09 11

{mittwoch}

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | GRIPS HANSAPLATZ (GRIPS BOX) | 9. / 10. KLASSE

10.00 – 14.00 MANOS KONTOLEON GRIECHENLAND:

»MACHTLOSER ENGEL«

Ein theaterpädagogischer Workshop für Jugendliche zum aktuellen Buch

»Machtloser Engel« (unveröffentlicht in Deutschland; griech. »Anishiros

angelos«, 2010) des griechischen Autors Manos Kontoleon. Athen im Dezember

2008: Der 15-jährige Alexandros wird von einem Polizisten erschossen.

Daraufhin entladen sich die sozialen Spannungen, es kommt zu lang andauernden

und zum Teil gewaltvollen Protesten innerhalb der Bevölkerung Griechenlands

gegen Polizei und Regierung. Manos Kontoleon erzählt in seinem Jugendroman

das persönliche Drama der Tochter des Polizisten, die Alexandros kurz

vor seinem Tod in der S-Bahn kennengelernt hat. In diesem Workshop werden

einzelne Textausschnitte des Romans zur Grundlage szenischer Experimente

und künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten. Ausgewählte Sätze und Textpassagen

werden genutzt, um sich den Themen des Textes zu nähern, diese

spielerisch zu interpretieren und sie in Bezug zur eigenen Lebenswelt der Teilnehmenden

zu setzen. Der Workshop endet um 13.00 Uhr mit einer Präsentation

des Erarbeiteten, an die sich eine Diskussion mit dem Autor anschließt.

KITA-PILOTPROJEKT | KITA ACKERSTRASSE 60 | AB 5 JAHREN

10.00 CHEN CHIH-YUAN TAIWAN:

»GUI-GUI, DAS KLEINE ENTODIL«

Der taiwanesische Künstler Chen Chih-Yuan stellt sein Bilderbuch »Gui-

Gui, das kleine Entodil« (2008; chin. »Guji-Guji«, 2003) vor. Gui-Gui

schlüpft in einem Entennest. Für seine Entenmutter eines ihrer behüteten

Küken, für die drei garstigen Krokodile, denen er eines Tages begegnet,

ganz klar ein Krokodil, ringt Gui-Gui mit seiner Identität, bis er letztlich

erleichtert feststellt: Er ist ein Entodil!

Inspiriert von den liebevollen Illustrationen des Bilderbuches, erweckt der

Künstler gemeinsam mit den Kindergartenkindern der Kita Ackerstraße 60

{mittwoch} 07 09 11

die Figuren aus »Gui-Gui, das kleine Entodil« zeichnerisch zum Leben, um

sich auf diesem Wege mit ihnen über das Abenteuer des Andersseins zu

verständigen.

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 7. – 10. KLASSE

12.00 MAITE CARRANZA SPANIEN:

»DER KLAN DER WÖLFIN«

Die spanische Autorin Maite Carranza liest aus »El Clan de la Loba« (2005;

dt. »Der Klan der Wölfin«, 2007), dem ersten Buch ihrer vielfach übersetzten

und gefeierten »Krieg der Hexen«-Trilogie. Die Mutter der 15-jährigen

Anaíd verschwindet eines Nachts spurlos aus ihrem Bett. Für den Teenager

beginnt daraufhin ein Abenteuer, das nicht nur ihren ganzen Mut und Verstand

fordert, sondern auch ihre wahre Identität aufdeckt. Als Omar-Hexe

des Klans der Wölfe muss sie ihre Mutter Selene suchen, um das grausame

Geheimnis aufzuklären, das hinter ihrem Verschwinden steckt. Maite Carranzas

»Der Klan der Wölfin« ist kein gewöhnliches Fantasy-Erlebnis. Vielmehr

steht sie mit ihren Büchern in der Erzähltradition urzeitlicher Mythen fremder

Länder und Kulturen, die sie gekonnt mit den alltäglichen Problemen der

Protagonistin auf ihrem Weg zur Frau verknüpft.

Aus: CHEN CHIH-YUAN (Text, Illustration) BARBARA WANG (Übersetzung):

»GUI-GUI, DAS KLEINE ENTODIL«, Frankfurt a. M. 2008, Fischer;

chin. »GUJI-GUJI«, Taipeh 2003, Hsin Yi.


07 09 11{mittwoch}

SPECIALS FÜR SCHÜLER | FLIEGENDES THEATER | 2. KLASSE

12.00 AGNÈS DE LESTRADE FRANKREICH:

»DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«

Im Rahmen eines dreitägigen Workshops haben sich Schüler einer 3. Klasse

mit Agnès de Lestrades Bilderbuch »Die große Wörterfabrik«, (2010; frz.

»La grande fabrique de mots«, 2009) auseinandergesetzt und präsentieren

nun vor der Autorin und einem kleinen Publikum das Ergebnis ihrer

Arbeit.

»Die große Wörterfabrik« erzählt von einem sonderbaren Land, in dem

Wörter nur gesprochen werden können, wenn man sie vorher kauft. Paul ist

nicht wohlhabend genug, um der kleinen Marie die Worte zu sagen, nach

denen er sich so sehr sehnt. Doch er hat die Wörter »Kirsche«, »Staub«

und »Stuhl« eingefangen und diese wie einen Schatz für sie aufgehoben.

Agnès de Lestrades Geschichte ist eine Liebeserklärung an die Magie der

Worte, die sich auf jeder Seite des wunderbar illustrierten Buches entfaltet.

Aus: CHEN CHIH-YUAN (Text, Illustration) JOHANNES FIEDERLING (Übersetzung):

»KLEINER SPAZIERGANG – EIN BILDERBUCH AUS TAIWAN«,

Zürich 2010, Baobab; chin. »HSIA-YÜ SAN BU«, Taipeh 2001, Hsin Yi.

{donnerstag}

08 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 1. – 2. KLASSE

9.00 CHEN CHIH-YUAN TAIWAN:

»GUI-GUI, DAS KLEINE ENTODIL« UND

»KLEINER SPAZIERGANG«

Der taiwanesische Künstler Chen Chih-Yuan stellt seine klugen und zugleich

außerordentlich ästhetischen Bilderbücher »Gui-Gui, das kleine Entodil«

(2008; chin. »Guji-Guji«, 2003) sowie »Kleiner Spaziergang« (2010; chin.

»Hsiao-Yü San Bu«, 2001) vor. Gui-Gui schlüpft in einem Entennest. Für

seine Entenmutter eines ihrer behüteten Küken, für die drei garstigen

Krokodile, denen er eines Tages begegnet, ganz klar ein Krokodil, ringt

Gui-Gui mit seiner Identität, bis er letztlich erleichtert feststellt: Er ist ein

Entodil! Wie im Bilderbuch »Kleiner Spaziergang« setzen auch in »Gui-Gui,

das kleine Entodil« die Illustrationen Chen Chih-Yuans die erzählten Geschichten

liebevoll fort und werden so zu Horten der Fantasie und kunstvollen

Parabeln über Toleranz und das Abenteuer des Andersseins.

Aus: CHEN CHIH-YUAN (Text, Illustration) JOHANNES FIEDERLING (Übersetzung):

»KLEINER SPAZIERGANG – EIN BILDERBUCH AUS TAIWAN«,

Zürich 2010, Baobab; chin. »HSIA-YÜ SAN BU«, Taipeh 2001, Hsin Yi.


08 09 11 {donnerstag}

{donnerstag} 08 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | MÄRKISCHE GRUNDSCHULE BERLIN | 1. – 2. KLASSE

9.00 AGNÈS DE LESTRADE FRANKREICH:

»DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«

Die in Berlin-Reinickendorf gelegene deutsch-französische Märkische

Grundschule begrüßt die französische Autorin Agnès de Lestrade. Diese

erzählt in ihrem Bilderbuch »Die große Wörterfabrik« (2010; frz. »La grande

fabrique de mots«, 2009) von einem sonderbaren Land, in dem Wörter nur

gesprochen werden können, wenn man sie vorher kauft. Paul ist nicht wohlhabend

genug, um der kleinen Marie die Worte zu sagen, nach denen er

sich so sehr sehnt. Doch er hat die Wörter »Kirsche«, »Staub« und »Stuhl«

eingefangen und diese wie einen Schatz für sie aufgehoben.

»Die große Wörterfabrik« ist eine Liebeserklärung an die Magie der Worte,

die sich auf jeder Seite des wunderbar illustrierten Buches entfaltet.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | WEINMEISTERHAUS | 7. – 10. KLASSE

9.00 – 15.00 ROBERT WILLIAMS GROSSBRITANNIEN:

»LUKE UND JON«

PROJEKTTAGE: Donnerstag 08.09. Freitag 09.09. Montag 12.09.

Im vierten Jahr des Langzeitprojekts der Kooperation zwischen dem Weinmeisterhaus,

der Heinrich-Schliemann-Oberschule und dem internationalen

literaturfestival berlin beschäftigt sich eine 8. Klasse mit dem Coming-of-

Age-Roman »Luke und Jon« (2010; engl. »Luke and Jon«, 2010) des britischen

Autors Robert Williams. Aus unterschiedlichen künstlerischen Blickwinkeln

nähern sich die Schüler den zentralen Problemen des Romans und

stellen die Ergebnisse der dabei entstandenen Projekte dem Autor am

Montag, den 12.9.2011, um 13.00 Uhr vor.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | GARTENARBEITSSCHULE ILSE DEMME | 4. KLASSE

9.00 – 14.00 EDWARD VAN DE VENDEL NIEDERLANDE:

»LIEB SEIN, SUPERGUPPY!«

Von traurigen Superfischen, singenden Fahrstühlen und mutigen Plastiktüten,

die Autos in die Flucht schlagen, erzählt Edward van de Vendels herrlich

illustrierter Lyrikband »Lieb sein, Superguppy!« (2011; niederl. »Superguppie

krijgt kleintjes«, 2005). Mit viel Sprachwitz und Fantasie lässt der

renommierte niederländische Kinder- und Jugendbuchautor van de Vendel

in diesem kleine Kunstwerke über ganz alltägliche Dinge kindlicher Erlebniswelten

entstehen. So werden das abendliche Zubettgehen, Sonnenbrand,

Omas Falten und Opas Augenbrauen plötzlich zu Anlässen kleiner, raffinierter

Sprachspiele voller Charme, die zum Lachen und Nachdenken einladen.

Nach einer Lesung im Freien auf dem 30.000 Quadratmeter großen

Gelände der Gartenarbeitsschule Ilse Demme finden dort spannende Werkstätten

zu »Lieb sein, Superguppy!« statt, in denen sich die Schüler mit

den Gedichten van de Vendels auseinandersetzen.

Aus: AGNÈS DE LESTRADE (Text)

VALERIA DOCAMPO (Illustration)

ANNA TAUBE (Übersetzung):

»DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«,

München 2010, mixtvision; frz. »LA GRANDE

FABRIQUE DE MOTS«, Brüssel 2009, Alice.


08 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 4. – 6. KLASSE

9.30 MANOS KONTOLEON GRIECHENLAND:

»ASPASSIAS BRUDER«

Der renommierte griechische Autor Manos Kontoleon liest aus seinem Kinder-

buch »Aspassias Bruder« (unveröffentlicht in Deutschland; griech. »O adelfos

tis Aspassias«, 2010), das in Tagebuchform vom Alltag des 10-jährigen Damian

erzählt. Viel hat sich dieser vorgenommen und große Entschlüsse stehen

an. Doch nichts läuft so, wie er es sich vorgestellt hat. Als Sohn von

Schriftsteller-Eltern und jüngerer Bruder einer sich selbst als allwissend

betrachtenden Schwester hat man es aber auch nicht leicht. Und wenn es

dann auch noch Autoverkäufe zu verhindern, peinliche geerbte Karnevalskostüme

zu überspielen und das fehlende Alphatier-Gehabe des Vaters zu

kompensieren gilt, ist das Chaos vorprogrammiert.

Aus: MICHAEL ENDE (Text, Illustration): »MOMO«,

Stuttgart 1973, Thieneman.

{donnerstag}

{donnerstag} 08 09 11

SPECIALS FÜR SCHÜLER | DEUTSCHE GUGGENHEIM | AB 7. KLASSE

10.00 MICHAEL ENDE DEUTSCHLAND: »MOMO«

Michael Endes Kinderbucherfolg »Momo« (1973) hat eine ganze Generation

junger Leser geprägt. Nun wird im Rahmen einer Retrospektive-Veranstaltung

der Kinder- und Jugendliteratursparte an den bedeutenden deutschen

Autor erinnert.

In der verfallenen Ruine eines Amphitheaters wohnt die kleine Momo ganz

allein am Rande einer Großstadt. Jeden Tag kommen sie die Bewohner der

Umgebung besuchen, denn so bescheiden die Verhältnisse sind, in denen

Momo lebt, ist sie reich an Zeit und kann zuhören, wie nur wenige es verstehen.

Als jedoch die unheimliche Gesellschaft der grauen Herren auftaucht

und die Menschen davon überzeugt, mit ihrer Lebenszeit zu geizen,

bleiben die Besuche der Stadtbewohner zunehmend aus. Mit Hilfe der

Schildkröte Kassiopeia und dem klugen Meister Hora beschließt Momo,

sich den Zeitdieben entgegenzustellen und die Menschen daran zu erinnern,

dass die Zeit nicht nur ihr wertvollstes Gut ist, sondern auch das

einzige, das sich verschwindend verringert, wenn man es bewusst zu sparen

versucht.

Nach einer kurzen Einführung von Pauline Selbig in das literarische Werk

Michael Endes liest Kathleen Gallego Zapata aus dem Buch »Momo«, das

sich kritisch mit den Problemen einer Gesellschaft auseinandersetzt, die

sich den Gesetzen des Geldsystems unterwirft. Die anschließende Diskussion

mit den jungen Besuchern zum Thema Märchen und Mythen der Moderne

knüpft in vielfacher Hinsicht an die Ausstellung »Once Upon a Time: Fantastic

Narratives in Contemporary Video« an, die vom 8. Juli bis zum 9. Oktober

2011 im Deutsche Guggenheim zu sehen ist und die die Schüler nach der

Lesung besuchen können.


08 09 11 {donnerstag}

{donnerstag} 08 09 11

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | DIE GELBE VILLA | 7. KLASSE

10.00 – 12.30 MAITE CARRANZA SPANIEN:

»DER KLAN DER WÖLFIN«

10.00 Die spanische Autorin Maite Carranza liest aus dem ersten Band

ihrer Trilogie »Der Krieg der Hexen«, »Der Klan der Wölfi n« (2007; span.

»El Clan de la loba«, 2005). Die Mutter der 15-jährigen Anaíd verschwindet

eines Nachts spurlos aus ihrem Bett. Für den Teenager beginnt daraufhin

ein Abenteuer, das nicht nur ihren ganzen Mut und Verstand fordert, sondern

auch ihre wahre Identität aufdeckt. Als Omar-Hexe des Klans der

Wölfe muss sie ihre Mutter Selene suchen, um das grausame Geheimnis

aufzuklären, das hinter ihrem Verschwinden steckt. Maite Carranzas »Der

Klan der Wölfi n« ist kein gewöhnliches Fantasy-Erlebnis. Vielmehr steht sie

mit ihrem Buch in der Erzähltradition urzeitlicher Mythen fremder Länder

und Kulturen, die sie gekonnt mit den alltäglichen Problemen der Protagonistin

auf ihrem Weg zur Frau verknüpft.

11.00 Gemeinsam mit Maite Carranza setzen sich die Schüler in verschiedenen

Kreativwerkstätten mit der Romantrilogie der Autorin auseinander.

12.00 Mittagessen im Kinder- und Jugendrestaurant »Fünf Jahreszeiten«

der Berliner Tafel e. V. / Die gelbe Villa.

Aus: EDWARD VAN DE VENDEL (Text) FLEUR VAN DER WEEL

(Illustration) ROLF ERDORF (Übersetzung): »LIEB SEIN,

SUPERGUPPY!«, Köln 2011, Boje; niederl. »SUPERGUPPIE

KRIJGT KLEINTJES«, Amsterdam 2005, Querido.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | STAATLICHE MUSEEN ZU BERLIN - GEMÄLDEGALERIE | 3. KLASSE

12.00 CHEN CHIH-YUAN TAIWAN:

»KLEINER SPAZIERGANG«

Im Rahmen einer kreativen Werkstatt zu Chen Chih-Yuans Bilderbuch

»Kleiner Spaziergang« (2010; chin. »Hsiao-Yü San Bu«, 2001) machen

sich Schüler unter der Leitung von Anja Birkel selbst zu einem kleinen

Spaziergang durch die Gemäldegalerie auf, in der man den unterschiedlichsten

Menschen, Tieren und Pfl anzen begegnet: einer Marktfrau am

Gemüsestand, ein paar Dachdeckern, einer lauernden Katze oder einer

Schachbretttulpe. Manche dieser Dinge sind auf den Gemälden leicht zu

fi nden, bei anderen muss man erst genauer hinschauen. Im Unterschied zu

der Ölmalerei der Alten Meister sind die Zeichnungen aus »Kleiner Spaziergang«

viel feiner und kalligrafi scher. In jenem Stil lassen die Schüler, inspiriert

von Chen Chih-Yuans Bilderbuch, unter der Leitung des Illustrators

kleine Zeichnungen und kunstvolle Schriftzeichen entstehen.

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 11. – 13. KLASSE

MAROKKO / FRANKREICH:

12.30 TAHAR BEN JELLOUN

»DIE FRÜCHTE DER WUT«

Der bedeutendste Vertreter französischsprachiger Gegenwartsliteratur aus

dem Maghreb, Tahar Ben Jelloun, liest aus seinem Jugendbuch »Die Früchte

der Wut« (2007; frz. »Les raisins de la galère«, 1996), das die Situation

der multiethnischen Vororte von Paris thematisiert. Die Protagonistin Nadia

ist in den verwahrlosten Vorstadtbezirken von Paris geboren und aufgewachsen.

Vor dem Hintergrund ihrer muslimischen Kultur kämpft sie auf

kommunalpolitischer, aber auch als Frau auf privater Ebene für Gleichberechtigung

und Anerkennung. »Die Früchte der Wut« spiegelt wie kaum ein

anderes Buch die Probleme der französischen Banlieues und die Situation

der Einwandererkinder aus dem Maghreb wider.


08 09 11{donnerstag} {freitag}

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 11. – 13. KLASSE

IN ENGLISCHER SPRACHE

AUSTRALIEN / IRLAND:

12.30 DBC PIERRE

»VERNON GOD LITTLE«

DBC Pierre, Gast der Programmsparte »Literaturen der Welt«, liest aus

seinem Debütroman »Vernon God Little« (2003; dt. »Jesus von Texas«,

2004). Vernon ist 16 Jahre alt, als sein einziger Freund Jesus eines Tages

16 seiner Mitschüler erschießt und dann sich selbst tötet. Während der

Schießerei nicht anwesend, wird Vernon schnell wegen seiner Freundschaft

zu Jesus der Mittäterschaft verdächtigt und unschuldig ins Gefängnis gesteckt.

Von den Medien auf ihrer Jagd nach Schlagzeilen zum Sündenbock

erklärt, stellt er erschrocken fest, dass die Bevölkerung der texanischen

Stadt Martirio den unhaltbaren Anschuldigungen der Presse dankbar

glaubt, um so einer Auseinandersetzung mit den tiefergehenden strukturellen

Ursachen des Massakers aus dem Weg zu gehen.

KJL FÜR ERWACHSENE | GRIPS HANSAPLATZ (GRIPS BOX)

17.00 – 20.00 BÜCHERN BEINE MACHEN –

WERKSTATT FÜR LITERATUR-

VERMITTLER DER SEK. 1+2

Wie wird Literatur für junge Menschen spannend und lebendig? Wie kön-

nen unterschiedliche Textformen durch Theatermethoden vermittelt werden?

Diesen und weiteren Fragen wird anhand der Texte des australischen

Autors Morris Gleitzman, des britischen Schriftstellers Robert Williams

und des französischen Illustrators und Autors François Place nachgegangen.

Innerhalb des Workshops werden unterschiedliche Methoden der Literaturvermittlung

vorgestellt. Gemeinsam wird erprobt, wie Texte und Illustrationen

zum Leben erwachen. Der von Laura Klatt geleitete Workshop ist

mit drei Fortbildungsstunden vom LISUM anerkannt.

09 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 9. – 11. KLASSE

9.00 EDWARD VAN DE VENDEL NIEDERLANDE:

»DER GLÜCKSFINDER«

Der niederländische Autor Edward van de Vendel liest aus seinem packenden

Jugendbuch »Der Glücksfinder« (2011; niederl. »De gelukvinder«, 2008),

das die Geschichte des afghanischen Jungen Hamayun erzählt. Hamayun

flieht nach der Machtübernahme der Taliban aus seinem Heimatland. In

den Niederlanden wohlbehalten wiedervereint, verarbeitet seine Familie

den Schock und die Erfahrungen der Flucht, doch die Unsicherheit um

immer fortwährende Asylanträge und Aufenthaltsverfahren lassen ihnen

keine Ruhe. Als Hamayun in der Schule von einer Lehrerin ermutigt wird,

ein Theaterstück zu schreiben, steht für ihn fest, dass es die theatrale

Verarbeitung seiner Situation sein soll. In präzisen Bildern verbindet van de

Vendel durch das Schicksal des Protagonisten afghanische Geschichte mit

westlicher Einwanderungspolitik und zieht so den Leser in seinen Bann.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | THEATER A. D. PARKAUE – JUNGES STAATSTHEATER BERLIN | 9. KLASSE

9.00 – 15.00 EDWARD VAN DE VENDEL NIEDERLANDE:

»DER GLÜCKSFINDER«

Werkstatt zu Edward van de Vendels packendem Jugendbuch »Der Glücks-

finder« (2011; niederl. »De gelukvinder«, 2008), das die Geschichte des

afghanischen Jungen Hamayun erzählt, der nach der Machtübernahme der

Taliban gemeinsam mit seiner Familie aus seinem Heimatland flieht. In

zwei parallel laufenden Workshops beschäftigen sich die Teilnehmer mit

zentralen Themen des Buchs, um diese szenisch umzusetzen und so an

die Lebenswelt des Protagonisten anzuknüpfen. Der Workshop endet mit

einer Präsentation des Erarbeiteten um 13.00 Uhr, der eine Diskussion mit

dem Autor folgt.


09 09 11

{freitag} {freitag}

KITA-PILOTPROJEKT | GARTENARBEITSSCHULE ILSE DEMME | AB 5 JAHREN

9.00 CHEN CHIH-YUAN TAIWAN:

»KLEINER SPAZIERGANG«

Der taiwanesische Künstler Chen Chih-Yuan stellt sein Bilderbuch »Kleiner

Spaziergang« (2010; chin. »Hsiao-Yü San Bu«, 2001) vor, in dem sich die

kleine Hsiao-Yü auf den Weg macht zum Eierkaufen. Spielerisch eignet sie

sich dabei die Räume ihrer Stadt an, in der sie den Schatten ihrer Bewohner

nachjagt, deren kleine Schätze und versteckte Schönheiten sie bewundert.

Nach einem kleinen Spaziergang über das Gelände der 30.000 Quadratmeter

großen Gartenarbeitsschule Ilse Demme lassen die Kindergartenkinder,

inspiriert vom Bilderbuch Chen Chih-Yuans, gemeinsam mit dem Künstler

kleine Zeichnungen entstehen.

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 7. – 9. KLASSE

9.30 GERÐUR KRISTNÝ ISLAND:

»DIE LETZTE NACHT DES JAHRES«

Die isländische Autorin Gerður Kristný liest aus ihrem Mystery-Thriller »Die

letzte Nacht des Jahres« (2011; isländ. »Garðurinn«, 2008). Als Eyja mit

ihrer Familie nach Reykjavík zieht, fi ndet ihr Vater in einem alten Lehnstuhl

Briefe aus dem Jahr 1918, dem Jahr, in dem die spanische Grippe auf

Island wütete. Als Historiker höchst interessiert an diesem Fund, erkrankt

Eyjas Vater ganz plötzlich. Eyja fühlt sich einsam; die neue Schule, der

gruselige Friedhof vor dem Fenster ihres neuen Zuhauses, alles scheint

fremd, bis sie Sölvi kennenlernt. Obwohl etwas Sonderbares an ihm ist,

glaubt er ihr, als sie ihm anvertraut, sie vermute eine Verbindung zwischen

dem mysteriösen Lehnstuhl und der Erkrankung ihres Vaters. Gemeinsam

versuchen sie, dem Unerklärlichen auf den Grund zu gehen.

Aus: JULIA DONALDSON (Text) AXEL SCHEFFLER (Illustration):

»WO IST MAMI?«, Weinheim 2000, Beltz & Gelberg;

engl. »MONKEY PUZZLE«, London 2000, Macmillan.

LESUNG FÜR SCHÜLER | ALLEGRO-GRUNDSCHULE BERLIN | 1. – 6. KLASSE

9.30 – 12.00 AGNÈS DE LESTRADE FRANKREICH:

9.30 – 12.00 AGNÈS DE LESTRADE

»DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«

FRANKREICH:

»DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«

09 09 11

Eine Woche lang haben sich die Schüler der in Berlin-Mitte gelegenen

Allegro-Grundschule in kreativen Werkstätten mit Agnès de Lestrades BilderBilderbuch »Die große Wörterfabrik« (2010; frz. »La grande fabrique de mots«,

2009) beschäftigt und ihre Schule, inspiriert von den Illustrationen des

Buches, umgestaltet. Nun begrüßen sie die französische Autorin in der

Allegro-Grundschule, führen sie in einem Rundgang durch die Schule und

präsentieren die Ergebnisse ihrer Workshops. In einer Lesung aus »Die große

Wörterfabrik« erzählt Agnès de Lestrade anschließend noch einmal ganz persönlich

die Geschichte des sonderbaren Landes, in dem Wörter nur gesprochen

werden können, wenn man sie vorher kauft. Paul ist nicht wohlhabend

genug, um der kleinen Marie die Worte zu sagen, nach denen er sich

so sehr sehnt. Doch er hat die Wörter »Kirsche«, »Staub« und »Stuhl«

eingefangen und diese wie einen Schatz für sie aufgehoben.

»Die große Wörterfabrik« ist eine Liebeserklärung an die Magie der Worte,

die sich auf jeder Seite des wunderbar illustrierten Buches entfaltet.


09 09 11 {freitag} {freitag}

09 09 11

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | DIE GELBE VILLA | 9. – 10. KLASSE

10.00 – 12.30 AMIR UND KHALIL

»ZARAH’S PARADISE«

10.00 Der deutsch-iranische Künstler Hamed Eshrat stellt die vielbespro-

chene Graphic Novel »Zarah’s Paradise – Die Grüne Revolution im Iran und

die Suche einer Mutter nach ihrem Sohn« (2011; engl. »Zarah’s Paradise«,

2011) vor, deren Autoren Amir und Khalil aus politischen Gründen anonym

bleiben und daher nicht an der Veranstaltung teilnehmen können. In der

Graphic Novel hat Medhi eben noch mit seinen Freunden auf Teherans

Platz der Freiheit gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2009

protestiert. Und plötzlich ist er spurlos verschwunden. Seine Mutter und

sein großer Bruder machen sich auf die Suche nach ihm, durchforsten

Krankenhäuser und Leichenhallen und stoßen dabei auf schreckliche Abgründe

des iranischen Regimes, die nichts Gutes für ihren Mehdi verheißen.

Die Graphic Novel »Zarah’s Paradise« zeigt am Schicksal Mehdis das einer

ganzen Generation junger Iraner und verbreitet es über deren Medium, den

Blog. Den Repressionen der Medienzensur setzt »Zarah’s Paradise« ein

persönliches Zeugnis iranischer Geschichte in Bildern entgegen, das den

Leser in seinen Bann zieht.

11.00 Inspiriert von der Ästhetik von »Zarah’s Paradise«, lassen Schüler

mit der Hilfe Hamed Eshrats Kurzgeschichten in eigenen kleinen Comicstrips

entstehen.

12.00 Mittagessen im Kinder- und Jugendrestaurant »Fünf Jahreszeiten«

der Berliner Tafel e. V. / Die gelbe Villa.

Aus: AMIR (Text) KHALIL (Illustration) REINHARD PIETSCH (Übersetzung):

engl. »ZAHRA’S PARADISE«, New York 2011, First Second;

dt. »ZAHRA’S PARADISE. DIE GRÜNE REVOLUTION IM IRAN UND DIE SUCHE

EINER MUTTER NACH IHREM SOHN«, München 2011, Knesebeck.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | DEUTSCHES THEATER | 10. – 13. KLASSE

10.00 – 14.00 AMIR UND KHALIL

»ZARAH’S PARADISE«

PROJEKTTAGE Freitag 09.09. Montag 12.09.

Theaterpädagogischer Workshop zur Graphic Novel »Zarah’s Paradise – Die

Grüne Revolution im Iran und die Suche einer Mutter nach ihrem Sohn«

(2011; engl. »Zarah’s Paradise«, 2011) unter der Leitung von Kristina

Stang. Eben noch hat Mehdi mit seinen Freunden auf Teherans Platz der

Freiheit gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2009 protestiert.

Und plötzlich ist er spurlos verschwunden. Seine Mutter und sein

großer Bruder machen sich auf die Suche nach ihm, durchforsten Krankenhäuser

und Leichenhallen und stoßen dabei auf schreckliche Abgründe des

iranischen Regimes, die nichts Gutes für ihren Mehdi verheißen. Am Montag

endet der Workshop mit einer Präsentation des Erarbeiteten um 13.00

Uhr und einer anschließenden Diskussion mit der Verlegerin Rosemarie von

dem Knesebeck, in deren Verlag die Graphic Novel erscheint. Aus politischen

Gründen bleiben die Autoren Amir und Khalil anonym und können

daher leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen.


09 09 11 {freitag} {freitag}

09 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | GRIECHISCHE KULTURSTIFTUNG | 4. – 6. KLASSE

IN GRIECHISCHER SPRACHE

10.00 MANOS KONTOLEON GRIECHENLAND:

»O ADELFOS TIS ASPASSIAS«

Der renommierte griechische Autor Manos Kontoleon liest aus seinem Kinder-

buch »O adelfos tis Aspassias« (2010), das in Tagebuchform aus dem

Alltag des 10-jährigen Damian erzählt. Viel hat er sich vorgenommen und

große Entschlüsse stehen an. Doch nichts läuft so, wie er es sich vorgestellt

hat. Als Sohn von Schriftsteller-Eltern und jüngerer Bruder einer sich

selbst als allwissend betrachtenden Schwester hat man es aber auch nicht

leicht. Und wenn es dann auch noch Autoverkäufe zu verhindern, peinliche

geerbte Karnevalskostüme zu überspielen und das fehlende Alphatier-Gehabe

des Vaters zu kompensieren gilt, ist das Chaos vorprogrammiert.

KITA PILOTPROJEKT | KINDERGARTEN JUNGES GEMÜSE | AB 5 JAHRE

10.00 CHEN CHIH-YUAN TAIWAN:

»GUI-GUI, DAS KLEINE ENTODIL«

Der taiwanesische Künstler Chen Chih-Yuan stellt sein Bilderbuch »Gui-

Gui, das kleine Entodil« (2008; chin. »Guji-Guji«, 2003) vor. Gui-Gui

schlüpft in einem Entennest. Für seine Entenmutter eines ihrer behüteten

Küken, für die drei garstigen Krokodile, denen er eines Tages begegnet,

ganz klar ein Krokodil, ringt Gui-Gui mit seiner Identität, bis er letztlich

erleichtert feststellt: Er ist ein Entodil!

Inspiriert von den liebevollen Illustrationen des Bilderbuches, erweckt der

Künstler gemeinsam mit den Kindern des Kindergartens Junges Gemüse

die Figuren aus »Gui-Gui, das kleine Entodil« zum Leben, um sich auf

diesem Wege mit ihnen über das Abenteuer des Andersseins zu verständigen.

LESUNG FÜR SCHÜLER | INSTITUTO CERVANTES BERLIN | AB 7. KLASSE | IN SPANISCHER SPRACHE

12.00 MAITE CARRANZA SPANIEN: »EL CLAN DE LA LOBA«

Die spanische Autorin Maite Carranza liest aus »El Clan de la Loba« (2005;

dt. »Der Klan der Wölfin«, 2007), dem ersten Buch ihrer vielfach übersetzten

und gefeierten »Krieg der Hexen«-Trilogie. Darin verschwindet die Mutter

der 15-jährigen Anaíd eines Nachts spurlos aus ihrem Bett. Für den Teenager

beginnt daraufhin ein Abenteuer, das nicht nur ihren ganzen Mut und

Verstand fordert, sondern auch ihre wahre Identität aufdeckt. Als Omar-

Hexe des Klans der Wölfe muss sie Selene suchen, um das grausame Geheimnis

aufzuklären, das hinter ihrem Verschwinden steckt. Maite Carranzas

»El Clan de la Loba« ist kein gewöhnliches Fantasy-Erlebnis. Vielmehr steht

sie mit ihren Büchern in der Erzähltradition urzeitlicher Mythen fremder

Länder und Kulturen, die sie gekonnt mit den alltäglichen Problemen der

Protagonistin auf ihrem Weg zur Frau verknüpft.

LESUNG FÜR SCHÜLER | PAUL-SIMMEL-GRUNDSCHULE | 4. – 6. KLASSE

12.00 MANOS KONTOLEON GRIECHENLAND:

»ASPASSIAS BRUDER«

Die in Berlin-Tempelhof gelegene musikalische Grundschule Paul Simmel

begrüßt den renommierten griechischen Autor Manos Kontoleon, der aus

seinem Kinderbuch »Aspassias Bruder« (unveröffentlicht in Deutschland;

griech. »O adelfos tis Aspassias«, 2010) liest. In Tagebuchform wird in

diesem aus dem Alltag des 10-jährigen Damian erzählt. Viel hat er sich

vorgenommen und große Entschlüsse stehen an. Doch nichts läuft so, wie

er es sich vorgestellt hat. Als Sohn von Schriftsteller-Eltern und jüngerer

Bruder einer sich selbst als allwissend betrachtenden Schwester hat man es

aber auch nicht leicht. Und wenn es dann auch noch Autoverkäufe zu verhindern,

peinliche, geerbte Karnevalskostüme zu überspielen und das fehlende

Alphatier-Gehabe des Vaters zu kompensieren gilt, ist das Chaos vorprogrammiert.


09 09 11{freitag} {freitag} 09 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 5. – 7. KLASSE

MAROKKO / FRANKREICH:

12.30 TAHAR BEN JELLOUN

»PAPA, WAS IST DER ISLAM?«

Tahar Ben Jelloun liest aus seinem Werk »Papa, was ist der Islam« (2003;

frz. »L’Islam expliqué aux enfants«, 2003). Darin fingiert der bedeutende

Vertreter französischsprachiger Gegenwartsliteratur aus dem Maghreb und

Familienvater ein Gespräch mit seinen Töchtern, in dem er in einfachen

Worten das Wesen des Islams erklärt. Jellouns didaktisches Kinderbuch

für die ganze Familie zeigt die kindliche Auseinandersetzung mit der eigenen

kulturellen Identität, die immer auch der kritischen Selbstreflexion der erwachsenen

Vorbilder bedarf und deren Bereitschaft, gemeinsam essenziellen

Fragen auf den Grund zu gehen.

SPECIALS FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | KITA & 1. – 2. KLASSE

12.30 CHIRIKURE CHIRIKURE SIMBABWE:

A FEEL OF AFRICA ...

Der Künstler Chirikure Chirikure aus Simbabwe, Gast der Programmsparte

»Literaturen der Welt«, präsentiert authentische Geschichten, Reime und

Kinderspiele aus seiner Heimat und bringt so auch für die kleinsten Besucher

des Festivals ein kleines Stück Afrika nach Berlin.

Aus: FRIDA NILSSON (Text) ULF K. (Illustration)

FRIEDERIKE BUCHINGER (Übersetzung):

»ICH, DANTE UND DIE MILLIONEN«,

Hildesheim 2009, Gerstenberg; schwed.

»JAG, DANTE OCH MILJONERNA«, Stockholm 2008,

Natur och Kultur.

SPECIALS FÜR SCHÜLER | JUGENDKULTURZENTRUM PUMPE | 5. KLASSE

13.00 – 14.00 AGNÈS DE LESTRADE FRANKREICH:

»DIE GROSSE WÖRTERFABRIK«

Im Rahmen ihrer Projektwoche haben sich Schüler der 5. Klasse der Allegro-

Grundschule unter künstlerischer Leitung szenisch mit Agnès de Lestrades

Bilderbuch »Die große Wörterfabrik« (2010; frz. »La grande fabrique de

mots«, 2009) auseinandergesetzt und führen nun vor der Autorin und den

Mitschülern der Grundschule das Ergebnis ihrer Arbeit auf.

»Die große Wörterfabrik« erzählt von einem sonderbaren Land, in dem

Wörter nur gesprochen werden können, wenn man sie vorher kauft. Paul ist

nicht wohlhabend genug, um der kleinen Marie die Worte zu sagen, nach

denen er sich so sehr sehnt. Doch er hat die Wörter »Kirsche«, »Staub«

und »Stuhl« eingefangen und diese wie einen Schatz für sie aufgehoben.

Agnès de Lestrades Geschichte ist eine Liebeserklärung an die Magie der

Worte, die sich auf jeder Seite des wunderbar illustrierten Buches entfaltet.

LESUNG AUS DEM ERWACHSENENPROGRAMM

HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE

20.00 POETRY NIGHT II

Im Rahmen der Poetry Night II des internationalen literaturfestivals berlin

2011 lesen die beiden isländischen Autorinnen Gerður Kristný, Gast der

Programmsparte »Internationale Kinder- und Jugendliteratur«, und Sigurbjörg

Þrastardóttir, Gast der Programmsparte »Literaturen der Welt«, aus

ihren Texten. Karten-VVK unter www.berlinerfestspiele.de, Tel. (030) – 25

48 91 00.


11 09 11{sonntag}

KJL FÜR DIE GANZE FAMILIE | DIE GELBE VILLA | ALLE ALTERSSTUFEN

11.00 – 18.00 9. FAMILIENFEST INTERNATIONAL –

LESEN OHNE GRENZEN

Die Autoren Manos Kontoleon (Griechenland), Gerður Kristný (Island),

Edward van de Vendel (Niederlande), Jenny Valentine (England) und Finn-

Ole Heinrich (Deutschland) lesen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

aus ihren Texten. In einem vielfältigen Rahmenprogramm werden darüber

hinaus verschiedene Kreativwerkstätten und Kindertheater angeboten.

Auch für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt. Die Veranstaltung ist

eine Kooperation zwischen der Gelben Villa, dem JugendKulturService und

dem internationalen literaturfestival berlin.

Aus: ROBERT WILLIAMS (Text)

BRIGITTE JAKOBEIT (Übersetzung): »LUKE UND JON«,

Berlin 2010, Berliner Taschenbuch Verlag;

engl. »LUKE AND JON«, London 2010, Faber & Faber.

{montag}

12 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | STAATLICHE BALLETTSCHULE BERLIN UND SCHULE FÜR ARTISTIK

4. – 6. KLASSE

9.00 FINN-OLE HEINRICH DEUTSCHLAND:

»FRERK, DU ZWERG!«

Die Schule für Artistik in Berlin-Prenzlauer Berg, deren Koexistenz mit der

Staatlichen Ballettschule Berlin die einzige staatliche Artistenausbildung

in Deutschland anbietet, begrüßt den deutschen Jungautor Finn-Ole Heinrich.

Nach der Lesung einer Auswahl seiner Texte präsentieren Schüler die Ergebnisse

ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit den Büchern Heinrichs in

Form von tänzerischen Beiträgen.

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 7. – 10. KLASSE

9.30 ROBERT WILLIAMS ENGLAND: »LUKE UND JON«

Der Brite Robert Williams liest aus seinem Coming-of-Age-Roman »Luke

und Jon« (2010; engl. »Luke and Jon«, 2010). Nach dem Tod seiner manisch-depressiven

Mutter zieht der 13-jährige Luke mit seinem Vater an

den Rand des Nirgendwo, in die englische Provinz. Während sein Vater

Trost im Alkohol sucht, zieht Luke sich immer mehr in sich zurück und

zeichnet, um seinen Schmerz zu verarbeiten. Erst als er Jon kennenlernt,

bessert sich seine Situation. Auch Jon ist Außenseiter. Die beiden freunden

sich an und helfen einander, Albträume, Mobbing und Trauer zu ertragen.

Robert Williams erzählt die Geschichte der beiden Jungen und ihrer

Freundschaft lakonisch, ohne ihre Gefühle übertrieben oder ausufernd zur

Schau zu stellen, und berührt gerade deswegen seine Leser zutiefst.


12 09 11{montag}

SPECIALS FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 7. – 10. KLASSE

10.00 AZOUZ BEGAG FRANKREICH: »TRANCHES DE VIE«

Der Franzose Azouz Begag ist eine Person mit einem einzigartigen Lebens-

lauf. Als Kind einer Einwandererfamilie, die in den Blechhütten der Banlieues

von Lyon lebte, wurde er zum Minister der Förderung von Chancengleichheit

in Paris. Mit seinem auf dem gleichnamigen Buch basierenden Programm

»Tranches de Vie« präsentiert Begag alte wie auch neue Texte und

Lieder. Die Zuschauer erwartet eine höchst unterhaltsame literarische und

musikalische Show des Grenzgängers. Begleitet wird er von dem französischen

Sänger Gilles Floret.

LESUNG FÜR SCHÜLER | GUSTAV-HEINEMANN-SCHULE | 9. – 11. KLASSE

12.00 EDWARD VAN DE VENDEL NIEDERLANDE:

»DER GLÜCKSFINDER«

Die in Berlin-Marienfelde gelegene Gustav-Heinemann-Schule begrüßt den

niederländischen Autor Edward van de Vendel, der aus seinem packenden

Jugendbuch »Der Glücksfinder« (2011; niederl. »De gelukvinder«, 2008)

liest, das die Geschichte des afghanischen Jungen Hamayun erzählt. Hamayun

flieht nach der Machtübernahme der Taliban aus seinem Heimatland. In

den Niederlanden wohlbehalten wiedervereint, verarbeitet seine Familie

den Schock und die Erfahrungen der Flucht, doch die Unsicherheit um

immer fortwährende Asylanträge und Aufenthaltsverfahren lassen ihnen

keine Ruhe. In präzisen Bildern verbindet van de Vendel durch das Schicksal

des Protagonisten afghanische Geschichte mit westlicher Einwanderungspolitik

und zieht so den Leser in seinen Bann.

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 11. – 13. KLASSE

12.30 FINN-OLE HEINRICH DEUTSCHLAND:

»RÄUBERHÄNDE UND

»GESTERN WAR AUCH SCHON EIN TAG«

Finn-Ole Heinrich liest aus seinem Romandebüt »Räuberhände« (2007)

und aus seinem erfolgreichen Erzählband »Gestern war auch schon ein

Tag« (2009), in denen der junge Autor durch seine intensive Sprache überzeugt,

die Realitäten ungeschönt darstellt. So erzählt Heinrich in »Gestern

war auch schon ein Tag« vom Schicksal acht junger Menschen, die, vom

Leben gezeichnet, versuchen, ihren Weg zu finden. Dabei entstehen Szenen,

die durch ihre Ehrlichkeit und ihren Witz bestechen. Eindrucksvoll beschreibt

Heinrich Ekel und zwischenmenschliche Ängste, die sonst unausgesprochen

bleiben.

Aus: FINN-OLE HEINRICH (Text) RÁN FLYGENRING (Illustration):

»FRERK, DU ZWERG!«, Berlin 2011, Bloomsbury.

{montag} 12 09 11


12 09 11{montag} {dienstag}

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 9. – 11. KLASSE

13.00 JENNY VALENTINE GROSSBRITANNIEN:

»DIE AMEISENKOLONIE«

Jenny Valentine liest aus ihrem berührenden Jugendbuch »Die Ameisenkolo-

nie« (2011; engl. »The Ant Colony«, 2009), das die Geschichte des 17-jährigen

Sam erzählt, der vor seinem behüteten Elternhaus in die Anonymität Londons

flieht. Doch kaum ist er in seinem neuen Leben angekommen, durchkreuzt

das kleine verwahrloste Nachbarsmädchen Bohemia seine Pläne. Sam

schließt sie in sein Herz, und als Bohemia eines Tages verschwindet, beginnt

für ihn eine aufwühlende Suche, auf der er, mit seiner eigenen Vergangenheit

konfrontiert, nicht nur unerwartet Hilfe bekommt, sondern auch Versöhnung

findet. Schonungslos und humorvoll zugleich erzählt Valentine in

»Die Ameisenkolonie« von sozialen Missständen und Rückschlägen, aber

auch von Vertrauen, Freundschaft und den Erfahrungen der Pubertät.

KJL FÜR DIE GANZE FAMILIE I HAUS PRO-SOCIAL I AB 13 JAHREN

18.00 EDWARD VAN DE VENDEL NIEDERLANDE:

»DER GLÜCKSFINDER«

Edward van de Vendel liest in der internationalen Bildungs- und Begnungs-

stätte Haus Pro-Social aus seinem packenden Jugendbuch »Der Glücksfinder«

(2011; niederl. »De gelukvinder«, 2008). Es ist die Geschichte des afghanischen

Jungen Hamayun, der nach der Machtübernahme der Taliban aus seinem

Heimatland flieht. In den Niederlanden wohlbehalten wiedervereint, verarbeitet

seine Familie den Schock und die Erfahrungen der Flucht, doch die Unsicherheit

um immer fortwährende Asylanträge und Aufenthaltsverfahren lassen

ihnen keine Ruhe. Als Hamayun in der Schule von einer Lehrerin ermutigt

wird, ein Theaterstück zu schreiben, steht für ihn fest, dass es die theatrale

Verarbeitung seiner Situation sein soll. In präzisen Bildern verbindet van de

Vendel durch das Schicksal des Protagonisten afghanische Geschichte mit

westlicher Einwanderungspolitik und zieht so den Leser in seinen Bann.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | WEINMEISTERHAUS | 4. KLASSE

9.00 – 13.00 FINN-OLE HEINRICH DEUTSCHLAND:

»FRERK, DU ZWERG!«

PROJEKTTAGE Dienstag 13.09. bis Donnerstag 15.09.

13 09 11

Im Rahmen des Langzeitprojektes der Kooperation zwischen Weinmeisterhaus,

der Kastanienbaum-Grundschule und dem internationalen literaturfestival

berlin wird sich eine 4. Klasse an drei Vormittagen mit dem Kinderbuch

»Frerk, du Zwerg!« (2011) des deutschen Jungautoren Finn-Ole

Heinrich auseinandersetzen. Frerk ist nicht der Kleinste in seiner Klasse

und doch brüllen die Kinder immerzu: »Frerk, du Zwerg!«, wenn sie ihn

sehen. Und Frerk, der in wilden Worten träumt, weiß auch warum: weil es

sich reimt, ganz klar! Frerk sehnt sich nach einem riesigen Freund, einem

irischen Wolfshund, findet stattdessen jedoch ein Ei mit Fell, aus dem

krakeelende Zwerge schlüpfen. Sie stellen seine Welt auf den Kopf und

geben ihm Mut, endlich einmal nur er selbst zu sein und seine Worte und

Fantasien auszuleben, statt sie immer nur träumend für sich zu behalten.

Der Workshop endet am Donnerstag um 10.00 Uhr mit einer Präsentation

des Erarbeiteten, an die sich eine Diskussion mit dem Autor anschließt.

Aus: FRIDA NILSSON (Text) ULF K. (Illustration)

FRIEDERIKE BUCHINGER (Übersetzung):

»ICH, GORILLA UND DER AFFENSTERN«,

Hildesheim 2010, Gerstenberg; schwed.

»APSTJÄRNAN«, Stockholm 2005, En bok för alla.


13 09 11{dienstag}

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 6. – 8. KLASSE

9.00 MORRIS GLEITZMAN AUSTRALIEN: »EINMAL«

»Einmal bin ich die ganze Nacht wach geblieben und habe auf Mama und

Papa gewartet. Aber sie kamen nicht.« Morris Gleitzman liest aus seinem

unkonventionellen Kinderbuch »Einmal« (2009; engl. »Once«, 2005), das

die Geschichte des 9-jährigen Felix erzählt, der den Einmarsch der Nationalsozialisten

in Polen 1942 miterlebt. Von seinen Eltern, einem jüdischen

Buchhändlerpaar, in einem katholischen Waisenheim versteckt, wird Felix

Zeuge einer Bücherverbrennung im Hof des Heims. Er macht sich auf den

Weg, seine Eltern zu warnen, denn der fantasievolle Junge ist davon überzeugt,

dass es die Männer, die sie Nazis nennen, auf jüdische Bücher abgesehen

haben. Auf der Suche nach seinen Eltern stellt Felix jedoch mit Schrecken

fest, dass es um weit mehr als die Vernichtung von Büchern geht.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | DIE GELBE VILLA | 8. KLASSE

10.00 – 12.30 ROBERT WILLIAMS GROSSBRITANNIEN:

»LUKE UND JON«

10.00 Der Brite Robert Williams liest aus seinem Coming-of-Age-Roman

»Luke und Jon« (2010; engl. »Luke and Jon«, 2010). Nach dem Tod seiner

manisch-depressiven Mutter zieht der 13-jährige Luke mit seinem Vater an

den Rand des Nirgendwo, in die englische Provinz. Während sein Vater

Trost im Alkohol sucht, zieht Luke sich immer mehr zurück und zeichnet,

um seinen Schmerz zu verarbeiten. Erst als er Jon kennenlernt, bessert

sich seine Situation. Auch Jon ist Außenseiter. Die beiden freunden sich an

und helfen einander, Albträume, Mobbing und Trauer zu ertragen. Robert

Williams erzählt die Geschichte der beiden Jungen und ihrer Freundschaft

lakonisch, ohne ihre Gefühle übertrieben oder ausufernd zur Schau zu stellen,

und berührt gerade deswegen seine Leser zutiefst.

11.00 Gemeinsam mit Robert Williams setzen sich die Schüler in verschiedenen

kreativen Werkstätten mit dem Jugendbuch des Autors auseinander.

12.00 Mittagessen im Kinder- und Jugendrestaurant »Fünf Jahreszeiten«

der Berliner Tafel e. V. / Die gelbe Villa.

Aus: AMIR (Text) KHALIL (Illustration) REINHARD PIETSCH (Übersetzung)

engl. »ZAHRA’S PARADISE«, New York 2011, First Second;

dt. »ZAHRA’S PARADISE. DIE GRÜNE REVOLUTION IM IRAN UND

DIE SUCHE EINER MUTTER NACH IHREM SOHN«, München 2011, Knesebeck.

{dienstag} 13 09 11


13 09 11{dienstag} {dienstag} 13 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 10. – 13. KLASSE

12.00 AMIR UND KHALIL »ZARAH’S PARADISE«

Der deutsch-iranische Graphic-Novel-Künstler Hamed Eshrat stellt die

Graphic Novel »Zarah’s Paradise – Die Grüne Revolution im Iran und die

Suche einer Mutter nach ihrem Sohn« (2011; engl. »Zarah’s Paradise«,

2011) vor, deren Autoren Amir und Khalil aus politischen Gründen anonym

bleiben müssen und daher nicht an der Veranstaltung teilnehmen können.

Eben noch hat Mehdi mit seinen Freunden auf Teherans Platz der Freiheit

gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2009 protestiert. Und

plötzlich ist er spurlos verschwunden. Seine Mutter und sein großer Bruder

machen sich auf die Suche nach ihm, durchforsten Krankenhäuser und

Leichenhallen und stoßen dabei auf schreckliche Abgründe des iranischen

Regimes, die nichts Gutes für ihren Mehdi verheißen. Die Graphic Novel

»Zarah’s Paradise« zeigt am Schicksal Mehdis das einer ganzen Generation

junger Iraner und verbreitet es über deren Medium, den Blog.

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 10. – 13. KLASSE

IN ENGLISCHER SPRACHE

12.30 JENNY VALENTINE GROSSBRITANNIEN:

»THE DOUBLE LIFE OF CASSIEL ROADNIGHT«

Jenny Valentine liest aus ihrem mitreißenden Jugendbuch »The Double Life

of Cassiel Roadnight« (2010; dt. »Das zweite Leben des Cassiel Roadnight«,

2011). Der obdachlose Chap nimmt die Identität des vermissten

Cassiel an. Er sieht dem Jungen so ähnlich, dass nicht einmal dessen Familie

den Betrug bemerkt oder ihn vielleicht auch einfach nicht wahrhaben

möchte. Doch der vereinsamte Chap gerät durch immer weitere Lügen tief

in die Tragödie seiner neuen Familie hinein, bis er sich entscheiden muss,

auf welcher Seite des Lebens er steht. »The Double Life of Cassiel Roadnight«

ist die tragisch-obskure Geschichte eines Außenseiters, der über die

Identität eines anderen zu sich selbst findet.

KJL FÜR DIE GANZE FAMILIE | GRIPS HANSAPLATZ (GRIPS BOX) | AB 13 JAHREN

19.00 GRENZERFAHRUNGEN. VOM ERWACHSEN-

WERDEN IN EXTREMSITUATIONEN – LITERATUR

FÜR JUNGE ERWACHSENE VOL. 10 MIT

MORRIS GLEITZMAN AUSTRALIEN: »DANN«

FRANÇOIS PLACE FRANKREICH:

»GWEN, DER LEHRLING DES HEILERS« UND

ROBERT WILLIAMS GROSSBRITANNIEN: »LUKE UND JON«

Ob Morris Gleitzmans Protagonist Felix aus seinem Werk »Dann« (2011;

engl. »Then«, 2008), Gwen aus François Place’ gleichnamigem Jugendbuch

»Gwen, der Lehrling des Heilers« (2011; frz. »La douane volante«,

2010) oder Luke aus Robert Williams’ Debüt »Luke und Jon« (2010; engl.

»Luke and Jon«, 2010) – alle drei Jungen müssen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden

mit Extremsituationen umgehen. So erlebt der 9-jährige

Felix, der als Sohn jüdischer Buchhändler in einem Waisenheim versteckt

wird, den Einmarsch der Nationalsozialisten in Polen. Gwen hingegen wird

nach dem Verlust seiner Mutter und seines Mentors, des Heilers Braz,

verschleppt und muss sich auf einer abenteuerlichen Reise behaupten.

Und der 13-jährige Luke sorgt nach dem Tod seiner manisch-depressiven

Mutter ebenso für seinen trauernden Vater, wie er seine eigenen Ängste und

Schmerzen zu verarbeiten sucht. In der Reihe »Literatur für Junge Erwachsene

Vol. 10« lesen die drei Autoren Morris Gleitzman, François Place und

Robert Williams aus ihren Werken, um sich in einer anschließenden Diskussion

den Fragen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu stellen.

Aus: FRANÇOIS PLACE (Text, Illustration):

»DER KÖNIG DER VIER WINDE«, Hildesheim 2008,

Gerstenberg; frz. »LE ROI DES TROIS ORIENTS«,

Voisins-Le-Bretonneux 2006, Rue du Monde.


14 09 11{mittwoch}

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 4. – 6. KLASSE

9.00 FINN-OLE HEINRICH DEUTSCHLAND:

»FRERK, DU ZWERG!«

Der deutsche Jungautor Finn-Ole Heinrich liest aus seinem Kinderbuch

»Frerk, du Zwerg!« (2011). Frerk ist nicht der Kleinste in seiner Klasse und

doch brüllen die Kinder immerzu: »Frerk, du Zwerg!«, wenn sie ihn sehen.

Und Frerk, der in wilden Worten träumt, weiß auch warum: weil es sich

reimt, ganz klar! Frerk sehnt sich nach einem riesigen Freund, einem irischen

Wolfshund, findet stattdessen jedoch ein Ei mit Fell, aus dem krakeelende

Zwerge schlüpfen. Sie stellen seine Welt auf den Kopf und geben

ihm Mut, endlich einmal nur er selbst zu sein und seine Worte und Fantasien

auszuleben, statt sie immer nur träumend für sich zu behalten. Finn-

Ole Heinrichs »Frerk, du Zwerg!« ist eine kluge Geschichte über kindliche

Erlebniswelten im Konflikt mit den Vorschriften und Erwartungen der Erwachsenen,

die durch ihren Wortwitz und ihre Empathie besticht.

Aus: FINN-OLE HEINRICH (Text) RÁN FLYGENRING (Illustration):

»FRERK, DU ZWERG!«, Berlin 2011, Bloomsbury.

{mittwoch} 14 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 8. – 10. KLASSE

9.30 FRANÇOIS PLACE FRANKREICH:

»GWEN, DER LEHRLING DES HEILERS«

François Place aus Frankreich liest aus seinem Jugendbuch »Gwen, der Lehr-

ling des Heilers« (2011; frz. »La douane volante«, 2010), in dem er abermals

unter Beweis stellt, dass er nicht nur ein talentierter Illustrator ist,

sondern auch ein vielversprechender Autor. Die Geschichte des jungen

Gwen entführt uns in das Frankreich vergangener Tage. Durch sein geschicktes

Spiel mit Historizität und Fiktion lässt Place das Bild einer nahezu

mythischen Zeit entstehen, in der Gwen, der Lehrling des alten Heilers

Braz, auf eine abenteuerliche Reise geht. Sprachlich schillernd erzählt,

zieht das Buch seine Leser in den Bann. Sie werden nicht nur von dem von

Verlusten gezeichneten Lebensweg Gwens gefesselt, sondern auch in eine

fantastische Welt entführt, die sich ihnen, gleich dem Entrollen einer alten

Landkarte, mit jeder Seite weiter öffnet.


14 09 11{mittwoch}

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | DIE GELBE VILLA | 1. – 2. KLASSE

10.00 – 12.30 KITTY CROWTHER BELGIEN:

»DER BESUCH VOM KLEINEN TOD«

10.00 Die belgische Autorin und Illustratorin Kitty Crowther präsentiert ihr Kin-

derbuch »Der Besuch vom kleinen Tod« (2011; frz. »La visite de petit mort«,

2004). Der kleine Tod ist einsam. Ganz behutsam und schüchtern nähert er

sich den Leuten. Doch diese weinen nur, wenn er kommt, und nie spricht einer

ein Wort mit ihm. Bis er eines Abends die kleine Elisewin holt. »Da bist du ja

endlich!«, ruft sie freudig. Sie spielt mit ihm, bringt ihn zum Lachen und plötzlich

fühlt er sich so lebendig wie nie zuvor. Tiefsinnig und zart zugleich setzt sich

Kitty Crowther in »Der Besuch vom kleinen Tod« mit den Antagonismen Leben

und Tod, Freude und Trauer auseinander und zeigt über die wundervoll leichte

Metapher der Freundschaft zwischen Elisewin und dem kleinen Tod, wie nahe

diese sich sein können. Ihre filigranen Illustrationen sind stimmungsvoll und

zeugen von Liebe zum Detail. Sie zeigen den Tod als reizende kleine Person,

die dem Leser nicht anders als ans Herz wachsen kann.

11.00 Gemeinsam mit Kitty Crowther setzen sich die Schüler in kreativen

Werkstätten mit den zentralen Problemen ihres Kinderbuches und seinen

vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten auseinander.

12.00 Mittagessen im Kinder- und Jugendrestaurant »Fünf Jahreszeiten«

der Berliner Tafel e. V. / Die gelbe Villa.

Aus: KITTY CROWTHER (Text, Illustration)

MAJA VON VOGEL (Übersetzung):

»DER BESUCH VOM KLEINEN TOD«,

Hamburg 2011, Carlsen;

frz. »LA VISITE DE PETITE MORT«,

Paris 2004, École des loisirs.

{mittwoch} 14 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 4. – 6. KLASSE

12.00 PETER HÄRTLING DEUTSCHLAND:

»PAUL, DAS HAUSKIND«

Der renommierte deutsche Autor Peter Härtling liest aus seinem neuen

Kinderbuch »Paul, das Hauskind« (2010). Behutsam schildert Härtling in

diesem die Gefühlswelt des Protagonisten Paul, dessen Eltern ständig unterwegs

sind und der sich doch nichts so sehr wünscht wie ihre Nähe. Paul

wird von den Bewohnern seines Wohnhauses aufgefangen, wird zum

»Hauskind«, um das sie sich gemeinsam kümmern. Doch die Wut auf seine

Eltern – die durch die Empathie Härtlings gleichsam zur Wut des Lesers

wird – und das Gefühl, unnötig zu sein, lassen Paul nicht mehr los. Leise

provozierend gelingt Härtling mit »Paul, das Hauskind« das Porträt einer Erwachsenenwelt,

die nichts so nötig hat wie die Anwesenheit von Kindern.

Aus: PETER HÄRTLING: »PAUL, DAS HAUSKIND«,

Weinheim 2010, Beltz & Gelberg.


14 09 11{mittwoch} {mittwoch} 14 09 11

REFLECTIONS FÜR SCHÜLER | GRIPS HANSAPLATZ | 9. – 13. KLASSE

12.00 JUGENDLICHE IM GESPRÄCH MIT

FINN-OLE HEINRICH

DEUTSCHLAND UND

MORRIS GLEITZMAN AUSTRALIEN

In Zusammenarbeit mit der Berliner Literatur Initiative (BLI) diskutieren

Schüler mit dem deutschen Autor Finn-Ole Heinrich und dem Australier

Morris Gleitzman über die Werke der beiden Schriftsteller, verständigen

sich über ihre Themen, literarischen Motive und stilistischen Besonderheiten.

Morris Gleitzmans Romantrilogie, bestehend aus »Einmal« (2009; engl.

»Once«, 2005), »Dann« (2011; engl. »Then«, 2008) und »Jetzt« (2012;

engl. »Now«, 2010), ist unbestritten unkonventionell, zumal dem schwierigen

Subgenre der Holocaustliteratur für Kinder zugehörig. Seine Bücher erzählen

das Schicksal des jüdischen Jungen Felix, der den Einmarsch der Nationalsozialisten

in Polen miterlebt. Dabei könnte Gleitzmans simple Sprache,

die Welt seiner Protagonisten reflektierend, in keinem größeren Konflikt zu

den Schrecken der Ereignisse stehen, dessen zeitgeschichtlichem Hintergrund

sich der Autor in seiner Trilogie widmet.

Auch Finn-Ole Heinrich gilt seit seinem Romandebüt »Räuberhände«

(2007) als unkonventioneller Jungautor, dessen intensive Sprache Realitäten

ungeschönt darstellt. In seinem Erzählband »Gestern war auch schon ein

Tag« (2009) erzählt Heinrich vom Schicksal acht junger Menschen, die,

vom Leben gezeichnet, versuchen, ihren Weg zu finden. Eindrucksvoll beschreibt

der Autor Ekel und zwischenmenschliche Ängste, die sonst unausgesprochen

bleiben.

Vorbereitet und moderiert wird die Veranstaltung von den jugendlichen Kritikern

der Berliner Literatur Initiative, welche sich vorher intensiv mit den

Texten von Finn-Ole Heinrich und Morris Gleitzman auseinandergesetzt

haben.

LESUNG FÜR SCHÜLER | DEUTSCHES HISTORISCHES MUSEUM | 8. / 9. KLASSE

12.00 FRANÇOIS PLACE FRANKREICH:

»GWEN, DER LEHRLING DES HEILERS«

François Place aus Frankreich liest aus seinem Jugendbuch »Gwen, der

Lehrling des Heilers« (2011; frz. »La douane volante«, 2010). Die Geschichte

des jungen Gwen entführt uns in das Frankreich vergangener

Tage. Durch sein geschicktes Spiel mit Historizität und Fiktion lässt Place

das Bild einer nahezu mythischen Zeit entstehen, in der Gwen, der Lehrling

des alten Heilers Braz, auf eine abenteuerliche Reise geht. Sprachlich

schillernd erzählt, zieht das Buch seine Leser in den Bann. Sie werden

nicht nur von dem von Verlusten gezeichneten Lebensweg Gwens gefesselt,

sondern auch in eine fantastische Welt entführt, die sich ihnen, gleich dem

Entrollen einer alten Landkarte, mit jeder Seite weiter öffnet. Im Anschluss

an die Lesung findet eine einstündige Führung durch die Ausstellung des

Deutschen Historischen Museums statt. Im Mittelpunkt stehen dabei das

deutsch-französische Verhältnis im 19. und 20. Jahrhundert, der Erste

Weltkrieg und die Frage nach der Darstellbarkeit von Geschichte, Alltag

und Gewalt in einer musealen Ausstellung und in der Literatur.

Aus: FRANÇOIS PLACE (Text, Illustration) MARIE LUISE KNOTT (Übersetzung):

»PHANTASTISCHE REISEN: VOM JADELAND ZUR QUINOOKTA-INSEL«,

München 1998, Bertelsmann; frz. »Atlas des géographes d’Orbae –

Du pays de Jade à l’Île Quinookta«, Paris 1998, Casterman / Gallimard.


14 09 11{mittwoch}

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 3. – 5. KLASSE

12.30 FRIDA NILSSON SCHWEDEN:

»ICH, GORILLA UND DER AFFENSTERN«

Die schwedische Autorin Frida Nilsson liest aus ihrem Kinderbuch »Ich,

Gorilla und der Affenstern« (2010; schwed. »Apstjärnan«, 2005). Als eine

riesige Äffin namens Gorilla eines Tages im Kinderheim Rainfarn auftaucht,

um die furchtlose Jonna mit den blonden Zöpfen zu adoptieren, ist diese

alles andere als begeistert. Sie schämt sich regelrecht für ihre Adoptivmutter.

Doch schon bald muss Jonna feststellen, dass Gorilla und sie mehr gemeinsam

haben, als sie gedacht hätte, und vor allem, dass niemand nur das

ist, wonach er aussieht. Mit keckem Humor und wachem Blick erzählt Frida

Nilsson in »Ich, Gorilla und der Affenstern« von Vorurteilen, wahren Freundschaften

und der Erfüllung ganz großer Träume.

LESUNG AUS DEM ERWACHSENENPROGRAMM | COLLEGIUM HUNGARICUM BERLIN

21.00 TREFFEN JUNGER AUTOREN MIT

CHARLOTTE BUSCH DEUTSCHLAND

OLGA GALICKA DEUTSCHLAND

MARIE MICHAEL DEUTSCHLAND

UKRAINE / DEUTSCHLAND

YEVGENIY BREYGER

RICK REUTHER

DEUTSCHLAND UND

MAX WALLENHORST DEUTSCHLAND

Lesung im Rahmen des Treffens Junger Autoren, das gemeinsam mit den

Berliner Festspielen seit über 25 Jahren auf der Suche nach jungen literarischen

Talenten ist. In Begegnungen wie Gesprächen, Lesungen und in

Workshops arbeiten die jungen teilnehmenden Schriftsteller an ihren Texten.

Sie werden in offener, kreativer Atmosphäre professionell betreut und

in ihrem Tun bestärkt. Manchmal beginnt hier der Weg in den professionellen

Literaturbetrieb. Karten-VVK unter www.berlinerfestspiele.de, Tel.

(030) – 25 48 91 00.

{donnerstag} 15 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 10. – 13. KLASSE

IN ENGLISCHER SPRACHE

9.00 ROBERT WILLIAMS GROSSBRITANNIEN:

»LUKE AND JON«

Der Brite Robert Williams liest aus seinem Coming-of-Age-Roman »Luke

and Jon« (2010; dt. »Luke und Jon«, 2010). Nach dem Tod seiner manisch-depressiven

Mutter zieht der 13-jährige Luke mit seinem Vater in die

englische Provinz am Rande des Nirgendwo. Während sein Vater Trost im

Alkohol sucht, zieht Luke sich immer mehr in sich zurück und zeichnet, um

seinen Schmerz zu verarbeiten. Erst als er Jon kennenlernt, bessert sich

seine Situation. Auch Jon ist Außenseiter. Die beiden freunden sich an und

helfen einander, Albträume, Mobbing und Trauer zu ertragen. Robert Williams

erzählt die Geschichte der beiden Jungen und ihrer Freundschaft lakonisch,

ohne ihre Gefühle übertrieben oder ausufernd zur Schau zu stellen, und

berührt gerade deswegen seine Leser zutiefst.

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 11. – 13. KLASSE

IN FRANZÖSISCHER SPRACHE

9.30 FRANÇOIS PLACE FRANKREICH: »LA DOUANE VOLANTE«

François Place aus Frankreich liest aus seinem Jugendbuch »La douane volante«

(2010; dt. »Gwen, der Lehrling des Heilers«, 2011), in dem er abermals

unter Beweis stellt, dass er nicht nur ein talentierter Illustrator ist, sondern

vor allem auch ein vielversprechender Autor. Die Geschichte des jungen

Gwen entführt uns in das Frankreich vergangener Tage. Durch sein geschicktes

Spiel mit Historizität und Fiktion lässt Place das Bild einer nahezu

mythischen Zeit entstehen, in der Gwen, der Lehrling des alten Heilers

Braz, auf eine abenteuerliche Reise geht. Sprachlich schillernd erzählt,

zieht das Buch seine Leser seinen Bann und entführt sie in fantastische

Welten, die sich ihnen, gleich dem Entrollen einer alten Landkarte, mit

jeder Seite weiter öffnen.


15 09 11{donnerstag}

REFLECTIONS FÜR SCHÜLER | ANNE FRANK ZENTRUM | 7. – 9. KLASSE

10.00 MORRIS GLEITZMAN AUSTRALIEN: »DANN«

Der australische Schriftsteller Morris Gleitzman liest im Anne Frank Zentrum

aus seinem Kinderbuch »Dann« (2011; engl. »Then«, 2008), das als Fortsetzung

des Vorgängers »Einmal« (2009; engl. »Once«, 2005) konzipiert

ist. Beschreibt »Einmal« die Erfahrungen des 9-jährigen Felix, der als Sohn

jüdischer Buchhändler in einem Waisenheim versteckt wird und den Einmarsch

der Nationalsozialisten in Polen erlebt, ist »Dann« die Geschichte

seiner Flucht. Gemeinsam mit dem Waisenkind Zelda kann Felix den Todeswaggons

der Konzentrationslager nur knapp entkommen. Von Hunger

und Angst geplagt, verstecken sich die beiden in den Wäldern, doch der

Albtraum scheint gerade erst zu beginnen. Herausragend gelingt Gleitzman

mit »Dann« die Imagination einer fiktionalen Lebensgeschichte entlang

historisch belegbarer Gegebenheiten. Trotz seiner düsteren Fabel ist

das Buch geprägt von Freundschaft, Menschlichkeit und Zivilcourage. Im

Anschluss an die Lesung erwartet die Schüler eine Führung durch die Ausstellung

des Anne Frank Zentrums, welche die literarische Auseinandersetzung

mit dem komplexen Thema Holocaust ergänzt.

Aus: FRANÇOIS PLACE: »GROSSER BÄR«,

Boje, Köln 2006; frz. »GRAND OURS«,

Brüssel 2005, Casterman.

{donnerstag} 15 09 11

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | DIE GELBE VILLA | 3. / 4. KLASSE

11.00 FRANÇOIS PLACE FRANKREICH:

»DER KÖNIG DER VIER WINDE«

»PHANTASTISCHEN REISEN«

François Place zählt zu den interessantesten und ungewöhnlichsten Bilder-

buchkünstlern Frankreichs. Seine Werke entführen in fremde Länder, zeigen

Imaginationen fremder Kulturen und laden zum Fantasieren ein. Neben

Büchern wie »Großer Bär« (2006; frz. »Grand ours«, 2005) und der preisgekrönten

Triologie »Phantastische Reisen« (1997–2000; frz. »Atlas des

géographes d’Orbae«, 1996–2000) hat Place mit seinem Werk »Der König

der vier Winde« (2008; frz. »Le roi des trois Orients«, 2006) ein Buch im

Gepäck, in dem er sich abermals als Meister des Details erweist. Liebevoll

bis ins Kleinste konzipiert, erzählen seine Bilder die Geschichte einer Karawane,

die sich auf den Weg macht, den König der vier Winde zu suchen.

Die sich anschließende Reise durch aller Herren Länder ist eine berührende

und gleichsam höchst ästhetische Parabel über das Leben.

In kreativen Werkstätten setzen sich die Schüler mit den Illustrationen

François Places’ auseinander, deren Ergebnisse dem Künstler um 12.00

Uhr präsentiert werden. In einem abschließenden Gespräch beantwortet

der Autor die Fragen der Schüler, die im Anschluss an den Workshop im

Kinder- und Jugendrestaurant »Fünf Jahreszeiten« der Berliner Tafel e. V. /

Die gelbe Villa gemeinsam Mittag essen.


15 09 11{donnerstag} {donnerstag}

15 09 11

SPECIALS FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | KITA & 1. – 3. KLASSE

12.00 JULIA DONALDSON GROSSBRITANNIEN

AXEL SCHEFFLER DEUTSCHLAND

MALCOLM DONALDSON

GROSSBRITANNIEN UND

ILONA SCHULZ DEUTSCHLAND:

DIE GRÜFFELO-SHOW

Es wird gesungen, getanzt, gelesen, zitiert und natürlich gezeichnet bei

dieser Show des deutschen Illustrators Axel Scheffler und der britischen

Autorin Julia Donaldson rund um ihr wohl berühmtestes Werk »Der Grüffelo«

(1999; engl. »The Gruffalo«, 1999). In eingängigen Reimen und liebevollen

Illustrationen erzählt das Bilderbuch die Geschichte der schlauen

Maus, die sich ein Ungeheuer als Freund erfindet, den Grüffelo. Auf diese

Weise gelangt sie unbeschwert durch den Wald an den großen Tieren vorbei,

bis sie eines Tages auf den echten Grüffelo trifft. Im Rahmen der

Grüffelo-Show liest Julia Donaldson einige der beliebtesten Geschichten

aus »Der Grüffelo« und dem erfolgreichen Nachfolger »Das Grüffelokind«

(2004; engl. »The Gruffalo’s Child«, 2004) vor und singt den Grüffelosong,

während Axel Scheffler zeigt, wie er seine Ideen auf Papier bringt

und in beeindruckender Geschwindigkeit den Grüffelo und andere Figuren

entstehen lässt. Unterstützt werden sie von der Schauspielerin Ilona

Schulz, von Malcolm Donaldson an der Gitarre und natürlich dem Grüffelo

höchstpersönlich.

Aus: JULIA DONALDSON (Text) AXEL SCHEFFLER (Illustration)

MONIKA OSBERGHAUS (Übersetzung): »DER GRÜFFELO«,

Weinheim 1999, Beltz & Gelberg; engl. »THE GRUFFALO«,

London 1999, Macmillan.

SPECIALS FÜR SCHÜLER | BLOOMSBURY VERLAG | 4. KLASSE

12.00 FINN-OLE HEINRICH DEUTSCHLAND:

»FRERK, DU ZWERG!«

Wie entstehen eigentlich Kinderbücher? Wer arbeitet daran mit? Und wie

wird aus der Idee eines Autors ein fertiges Buch? In Kooperation mit dem

Bloomsbury Verlag gibt diese Veranstaltung wie bereits im Vorjahr die Möglichkeit,

einmal hinter die Kulissen eines Verlags zu schauen. Nach einer

Lesung des deutschen Autors Finn-Ole Heinrich und einem Gespräch über

sein erstes Kinderbuch »Frerk, du Zwerg!« (2011) erhalten die Schüler Einblick

in die vielen kleinen Schritte, die zwischen der Idee eines Autors und

dem fertigen Buch in der Buchhandlung liegen.

LESUNG FÜR SCHÜLER | GUSTAV-FREYTAG-SCHULE | 7. – 10. KLASSE

12.00 ROBERT WILLIAMS GROSSBRITANNIEN:

»LUKE AND JON«

Die in Berlin-Reinickendorf gelegene Gustav-Freytag-Schule begrüßt den

britischen Autor Robert Williams, der aus seinem Coming-of-Age-Roman

»Luke und Jon« (2010; engl. »Luke and Jon«, 2010) liest. Nach dem Tod

seiner manisch-depressiven Mutter zieht der 13-jährige Luke mit seinem

Vater an den Rand des Nirgendwo, in die englische Provinz. Während sein

Vater Trost im Alkohol sucht, zieht Luke sich immer mehr in sich zurück

und zeichnet, um seinen Schmerz zu verarbeiten. Erst als er Jon kennenlernt,

bessert sich seine Situation. Auch Jon ist Außenseiter. Die beiden

freunden sich an und helfen einander, Albträume, Mobbing und Trauer zu

ertragen. Robert Williams erzählt die Geschichte der beiden Jungen und ihrer

Freundschaft lakonisch, ohne ihre Gefühle übertrieben oder ausufernd zur

Schau zu stellen, und berührt gerade deswegen seine Leser zutiefst.


15 09 11{donnerstag} {donnerstag} 15 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 3. – 4. KLASSE

12.30 KITTY CROWTHER BELGIEN: »ANNIE«

Die belgische Autorin Kitty Crowther liest aus ihrem aktuellen Kinderbuch

»Annie« (2011; frz. »Annie du lac«, 2009), mit dem sie sich von Neuem der

literarischen Verarbeitung von schwierigen Lebenssituationen wie Angst

und Krisen widmet, um sie ins Positive zu verkehren. Seit dem Tod ihrer

Mutter ist da etwas Schwarzes in Annie. Sie ist allein, fühlt sich bedrückt

und mutlos. Als sie schon alle Hoffnung aufgeben will, trifft sie auf die

Riesen Émile, Cyril und Basile. Doch ein schrecklicher Fluch lastet auf

ihren neuen Freunden. Wird Annie ihre großen Freunde retten und ihre

Trauer endgültig überwinden können? Als Meisterin des Strichs und der

Atmosphäre erwecken Crowthers Illustrationen die einfühlsamen Worte

zum Leben, mit denen die Geschichte Annies erzählt wird und laden so

zum Träumen ein.

Aus: KITTY CROWTHER (Text, Illustration)

BERNADETTE OTT (Übersetzung): »ANNIE«,

Hamburg 2011, Carlsen; frz. »ANNIE DU LAC«,

Paris 2009, École des Loisirs.

SPECIALS FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 8. – 13. KLASSE

17.00 2. POETRY-SLAM FÜR SCHÜLER –

GROSSES FINALE DES POETRY-SLAM-

PROJEKTS AN BERLINER SCHULEN

Im Rahmen verschiedener Poetry-Slam-Workshops haben Schüler der

Klassen 8 bis 13 unter Anleitung von erfahrenen Slammern der Berliner

Poetry-Slam-Szene eigene Texte geschrieben, überarbeitet, verfeinert und

die Kunst der Performance trainiert. Nun kommen die jeweiligen Gewinner

der Schulslams für das große Finale zusammen und treten in mehreren

Runden gegeneinander an. Das Publikum entscheidet per Applaus, wer die

ersten drei Plätze unter sich ausmacht, und kürt den Sieger. Durchs Programm

führt der Spoken-Word-Poet Ken Yamamoto, Slammaster der Poetry-

Slams Mainz und Frankfurt Deluxe. Eingeheizt wird von den Featured Poets

Josefine Berkholz, Berliner Shootingstar der U-20-Szene, und dem Lyriker

und Beatboxer Temye Tesfu. EINTRITT: 4 €, Karten-VVK unter www.

berlinerfestspiele.de, Tel. (030) – 25 48 91 00.

Aus: KITTY CROWTHER (Text, Illustration)

BERNADETTE OTT (Übersetzung): »ANNIE«,

Hamburg 2011, Carlsen; frz. »ANNIE DU LAC«,

Paris 2009, École des Loisirs.


15 09 11{donnerstag} {donnerstag} 15 09 11

KJL FÜR DIE GANZE FAMILIE | WEINMEISTERHAUS | AB 10 JAHREN

19.00 DAS EIGENE UND DAS FREMDE.

LITERARISCHE BEGEGNUNGEN –

LITERARISCHER NACHTSALON 2011

Drei Kinderbuchautoren laden zum nächtlichen Verweilen, Zuhören und vor

allem Mitreden ein. Die belgische Kinder- und Bilderbuchkünstlerin Kitty

Crowther präsentiert ihr Werk »Annie« (2011; frz. »Annie du lac«, 2009).

Seit dem Tod ihrer Mutter ist da etwas Fremdes, Schwarzes in Annie. Sie ist

allein, fühlt sich bedrückt und mutlos. Als sie schon alle Hoffnung aufgeben

will, trifft sie auf die Riesen Émile, Cyril und Basile. Doch auf den dreien

lastet ein Fluch. Wird Annie ihre großen Freunde retten und ihre Trauer endgültig

überwinden können?

Das Kinderbuch »Ich, Gorilla und der Affenstern« (2010; schwed. »Apstjärnan«,

2005) der schwedischen Autorin Frida Nilsson hingegen thematisiert die

Facetten des Fremdseins auf ganz eigene Weise. Als die riesige Äffin Gorilla

eines Tages im Kinderheim auftaucht, um die furchtlose Jonna mit den

blonden Zöpfen zu adoptieren, ist diese alles andere als begeistert. Gorilla

wohnt auf einem Schrottplatz, fährt einen alten, klapprigen Volvo, trägt

runtergelaufene Turnschuhe und ausgebeulte Leggins. So hatte sich Jonna

ihr neues Zuhause nicht vorgestellt. Doch schon bald muss Jonna feststellen,

dass Gorilla und sie mehr gemeinsam haben, als sie gedacht hätte, und vor

allem, dass niemand nur das ist, wonach er aussieht.

Der australische Autor Morris Gleitzman widmet sich mit seinem Werk

»Dann« (2011; engl. »Then«, 2008), das als Fortsetzung des Vorgängers

»Einmal« (2009; engl. »Once«, 2005) konzipiert ist, der wohl schärfsten

Form des Konfliktes zwischen Eigen- und Fremdbildern. Beschreibt »Einmal«

die Erfahrungen des 9-jährigen Felix, der als Sohn jüdischer Buchhändler in

einem Waisenheim versteckt wird und den Einmarsch der Nationalsozialisten

in Polen erlebt, ist »Dann« die Geschichte seiner Flucht. Gemeinsam mit

dem Waisenkind Zelda kann Felix den Todeswaggons der Konzentrationsla-

ger nur knapp entkommen. Von Hunger und Angst geplagt, verstecken sich die

beiden in den Wäldern, doch der Albtraum scheint gerade erst zu beginnen.

LESUNG AUS DEM ERWACHSENENPROGRAMM | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE

22.00 FINN-OLE HEINRICH DEUTSCHLAND:

»GESTERN WAR AUCH SCHON EIN TAG«

Der deutsche Schriftsteller und Filmregisseur Finn-Ole Heinrich präsen-

tiert eine Collage aus Filmclips und Texten seines Erzählbandes »Gestern

war auch schon ein Tag« (2009). Es sind Porträts seiner Generation, die

dabei entstehen, Geschichten vom Schicksal junger Menschen, die, vom

Leben gezeichnet, versuchen, ihren Weg zu finden. In Szenen, die durch

ihre Ehrlichkeit und ihren Witz bestechen, beschreibt Heinrich Ekel und

zwischenmenschliche Ängste, die sonst unausgesprochen bleiben.

EINTRITT: 4 / 6 / 8 €, Karten-VVK unter www.berlinerfestspiele.de,

Tel. (030) 25 48 91 00.

Aus: FRANÇOIS PLACE (Text, Illustration): »DIE LETZTEN RIESEN«

München 1995, Bertelsmann; frz. »LES DERNIERS GÉANTS«,

Tournai 1992, Casterman.


16 09 11{freitag}

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 4. – 6. KLASSE

9.00 FRANÇOIS PLACE FRANKREICH:

»DER KÖNIG DER VIER WINDE«

François Place zählt zu den interessantesten und ungewöhnlichsten Bilder-

buchkünstlern Frankreichs. Seine Werke entführen in fremde Länder, zeigen

Imaginationen fremder Kulturen und laden zum Fantasieren ein. Neben

Büchern wie »Großer Bär« (2006; frz. »Grand ours«, 2005) und der preisgekrönten

Triologie »Phantastische Reisen« (1997–2000; frz. »Atlas des

géographes d’Orbae«, 1996–2000) hat Place mit seinem Werk »Der König

der vier Winde« (2008; frz. »Le roi des trois Orients«, 2006) ein Buch im

Gepäck, in dem er sich abermals als Meister des Details erweist. Liebevoll

bis ins Kleinste konzipiert, erzählen seine Bilder die Geschichte einer Karawane,

die sich auf den Weg macht, den König der vier Winde zu suchen.

Die sich anschließende Reise durch aller Herren Länder ist eine berührende

und gleichsam höchst ästhetische Parabel über das Leben.

Aus: FRANÇOIS PLACE (Text, Illustration) BERNADETTE OTT (Übersetzung):

»DER KÖNIG DER VIER WINDE«, Hildesheim 2008, Gerstenberg;

frz. »LE ROI DES TROIS ORIENTS«, Voisins-le-Bretonneux 2006, Rue du Monde.

{freitag} 16 09 11

WERKSTATT FÜR SCHÜLER | WEINMEISTERHAUS | 11. – 13. KLASSE

10.00 – 12.30 AMIR UND KHALIL

»ZARAH’S PARADISE«

Der deutsch-iranische Künstler Hamed Eshrat stellt die vielbesprochene

Graphic Novel »Zarah’s Paradise – Die Grüne Revolution im Iran und die

Suche einer Mutter nach ihrem Sohn« (2011; engl. »Zarah’s Paradise«

2010) vor, deren Autoren Amir und Khalil aus politischen Gründen anonym

bleiben müssen und daher nicht an der Veranstaltung teilnehmen können.

Eben noch hat Mehdi mit seinen Freunden auf Teherans Platz der Freiheit

gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen 2009 protestiert. Und

plötzlich ist er spurlos verschwunden. Die Graphic Novel »Zarah’s Paradise«

zeigt am Beispiel Mehdis das Schicksal einer ganzen Generation junger

Iraner und verbreitet es über deren Medium, den Blog. Den Repressionen

der Medienzensur setzt »Zarah’s Paradise« ein persönliches Zeugnis iranischer

Geschichte in Bildern entgegen, das den Leser in seinen Bann zieht. Inspiriert

von der Ästhetik der Graphic Novel, lassen Schüler mit der Hilfe Hamed

Eshrats Kurzgeschichten in eigenen kleinen Comicstrips entstehen.


16 09 11{freitag}

REFLECTIONS FÜR SCHÜLER | JÜDISCHES MUSEUM | 7. – 9. KLASSE

10.30 MORRIS GLEITZMAN AUSTRALIEN: »DANN«

Der australische Schriftsteller Morris Gleitzman liest im Jüdischen Museum

aus seinem Kinderbuch »Dann« (2011; engl. »Then« 2008), das als Fortsetzung

des Vorgängers »Einmal« (2009; engl. »Once« 2005) konzipiert ist.

Beschreibt »Einmal« die Erfahrungen des 9-jährigen Felix, der als Sohn

jüdischer Buchhändler in einem Waisenheim versteckt wird und den Einmarsch

der Nationalsozialisten in Polen erlebt, ist »Dann« die Geschichte

seiner Flucht. Gemeinsam mit dem Waisenkind Zelda kann Felix den Todeswaggons

der Konzentrationslager nur knapp entkommen. Herausragend

gelingt Gleitzman mit »Dann« die Imagination einer fiktionalen Lebensgeschichte

entlang historisch belegbarer Gegebenheiten. Trotz seiner düsteren

Fabel ist das Buch geprägt von Freundschaft, Menschlichkeit und Zivilcourage.

Im Anschluss an die Lesung erwartet die Schüler eine Führung durch

das Jüdische Museum, welche die literarische Auseinandersetzung mit dem

Holocaust auf thematisch variierenden Rundgängen ergänzt.

SPECIALS FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *SEITENBÜHNE | 9. – 13. KLASSE

12.30 SUSE WEISSE DEUTSCHLAND:

METAMORPHOSEN – VERWANDLUNGEN.

UNGLAUBLICHE GESCHICHTEN AUS ALLER WELT

Wenn schon in der Hochzeitsnacht alles schiefgeht und ein Königspaar

kinderlos bleibt, wenn der heimliche Geliebte behauptet, der Göttervater

Zeus selbst zu sein, wenn aus einem jungen Mann plötzlich eine junge Frau

wird – und diese einem heiratswilligen Prinzen in die Hände fällt …

In diesem Jahr begrüßt das internationale literaturfestival berlin zum ersten

Mal eine Geschichtenerzählerin. Suse Weisse erzählt Geschichten aus

alter Zeit, aus aller Welt: unglaublich und doch so wahr, wie sie vor den

Schülern stehen wird.

{freitag} 16 09 11

LESUNG FÜR SCHÜLER | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | 7. – 9. KLASSE

12.30 MORRIS GLEITZMAN AUSTRALIEN: »DANN«

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Programmsparte »Internationale

Kinder- und Jugendliteratur« liest der australische Schriftsteller Morris

Gleitzman aus seinem Kinderbuch »Dann« (2011; engl. »Then«, 2008),

das als Fortsetzung des Vorgängers »Einmal« (2009; engl. »Once«, 2005)

konzipiert ist. Beschreibt »Einmal« die Erfahrungen des 9-jährigen Felix,

der als Sohn jüdischer Buchhändler in einem Waisenheim versteckt wird

und den Einmarsch der Nationalsozialisten in Polen erlebt, ist »Dann« die

Geschichte seiner Flucht. Gemeinsam mit dem Waisenkind Zelda kann Felix

den Todeswaggons der Konzentrationslager nur knapp entkommen. Von

Hunger und Angst geplagt, verstecken sich die beiden in den Wäldern,

doch der Albtraum scheint gerade erst zu beginnen. Herausragend gelingt

Gleitzman mit »Dann« die Imagination einer fiktionalen Lebensgeschichte

entlang historisch belegbarer Gegebenheiten. Trotz seiner düsteren Fabel

ist das Buch geprägt von Freundschaft, Menschlichkeit und Zivilcourage. In

einer Diskussion im Anschluss an die Lesung können sich die Schüler mit

dem Autor über zentrale Probleme des Werkes verständigen und sich somit

dem komplexen Thema des Holocausts annähern.

Aus: EDWARD VAN DE VENDEL (Text) FLEUR VAN DER WEEL (Illustration)

ROLF ERDORF (Übersetzung): »LIEB SEIN, SUPERGUPPY!«,

Köln 2011, Boje; niederl. »SUPERGUPPIE KRIJGT KLEINTJES«,

Amsterdam 2005, Querido.


17 09 11{samstag}

KJL FÜR DIE GANZE FAMILIE | HAUS DER BERLINER FESTSPIELE *HAUPTBÜHNE | KITA & 1. – 3. KLASSE

16.00 JULIA DONALDSON GROSSBRITANNIEN

AXEL SCHEFFLER DEUTSCHLAND

MALCOLM DONALDSON

GROSSBRITANNIEN UND

ILONA SCHULZ DEUTSCHLAND:

DIE GRÜFFELO-SHOW

Es wird gesungen, getanzt, gelesen, rezitiert und natürlich gezeichnet bei

dieser Show des deutschen Illustrators Axel Scheffler und der britischen

Autorin Julia Donaldson rund um ihr wohl berühmtestes Werk »Der Grüffelo«

(1999; engl. »The Gruffalo«, 1999). In eingängigen Reimen und liebevollen

Illustrationen erzählt das Bilderbuch die Geschichte der schlauen

Maus, die sich ein Ungeheuer als Freund erfindet, den Grüffelo. Auf diese

Weise gelangt sie unbeschwert durch den Wald an den großen Tieren vorbei,

bis sie eines Tages auf den echten Grüffelo trifft. Im Rahmen der

Grüffelo-Show liest Julia Donaldson einige der beliebtesten Geschichten

aus »Der Grüffelo« und dem erfolgreichen Nachfolger »Das Grüffelokind«

(2004; engl. »The Gruffalo’s Child«, 2004) vor und singt den Grüffelosong,

während Axel Scheffler zeigt, wie er seine Ideen auf Papier bringt

und in beeindruckender Geschwindigkeit den Grüffelo und andere Figuren

entstehen lässt. Unterstützt werden sie von der Schauspielerin Ilona

Schulz, von Malcolm Donaldson an der Gitarre und natürlich dem Grüffelo

höchstpersönlich. EINTRITT: 4 / 6 / 8 €, Karten-VVK unter www.berliner

festspiele.de, Tel. (030) – 25 48 91 00.

Aus: JULIA DONALDSON (Text) AXEL SCHEFFLER (Illustration):

»DAS GRÜFFELOKIND«, Weinheim 2004, Beltz & Gelberg;

engl. »THE GRUFFALO’S CHILD«, London 2004, Macmillan.

Aus: CHEN CHIH-YUAN (Text, Illustration) BARBARA WANG (Übersetzung):

»GUI-GUI, DAS KLEINE ENTODIL«, Frankfurt a. M. 2008, Fischer;

chin. »GUJI-GUJI«, Taipeh 2003, Hsin Yi.

{montag} 19 09 11

SONDERVERANSTALTUNG | GRIPS HANSAPLATZ | LESUNG FÜR JUNGE ERWACHSENE

IN ENGLISCHER SPRACHE

10.00 – 11.30 MELVIN BURGESS GROSSBRITANNIEN:

»NICHOLAS DANE«

Melvin Burgess liest aus seinem Jugendroman »Nicholas Dane« (2009; dt.

»Nicholas Dane«, 2011). Als Nicholas’ Mutter ganz plötzlich stirbt, muss

der 14-Jährige von einem Tag auf den anderen ins Heim. Einschüchterung,

Unterdrückung und Brutalität regeln dort das Leben der Jugendlichen. Nur

der geachtete stellvertretende Heimleiter Mr. Creal begegnet den Jungen

mit großer Freundlichkeit. Doch seiner Zuwendung zu Nicholas und einigen

anderen liegt ein sexuelles Interesse zugrunde. Mit allem Stolz und aller

Selbstachtung, die Nicholas noch hat, wagt er die Flucht aus dem Heim,

um dem wiederholten Missbrauch zu entkommen – und findet zunächst

keine Möglichkeit, als sich in neue, andere Abhängigkeiten zu begeben.

Schonungslos, sensibel und ohne Voyeurismus beschreibt Melvin Burgess,

wie Nicholas es in ein normales Leben zurück schafft – und wie für viele

Leidensgenossen auch Jahre später die Spirale der Gewalt kein Ende findet.

Eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Carlsen Verlag, der

Berliner Literatur Initiative und dem internationalen literaturfestival berlin.

EINTRITT 5 €, ermäßigt (Theater der Schulen): 4 €. TICKETS sind ausschließlich

über das GRIPS Theater erhältlich unter Tel. (030) – 39 74 74 0.


{autoren und illustratoren}

AGNÈS

DE LESTRADE

CHEN

CHIH-YUAN

KITTY

CROWTHER

Agnès de Lestrade, geboren 1964, schreibt Kinderlieder, arbeitet im

Bereich der bildenden Kunst, betreut Schreibwerkstätten, kreiert Gesellschaftsspiele

und ist außerdem als Journalistin tätig. Seit ihrem literarischen

Debüt 2003 schreibt die Autorin jedes Jahr eine Vielzahl an

Büchern. Mit ihren Geschichten möchte sie den Leser nicht nur zum

Staunen und Träumen verführen, sondern ebenso das Vertrauen in die

Imaginationskraft stärken. Den eigenen Gefühlen gerecht werden zu

können ist auch Pauls Wunsch in ihrem Buch »Die große Wörterfabrik«

(2010; frz. »La grande fabrique de mots«, 2009), das mehrfach prämiert

wurde. Die Autorin lebt im Département Gironde auf dem Land.

Chen Chih-Yuan, geboren 1975 in Taiwan, begann sich im Alter von

19 Jahren auf das Illustrieren von Geschichten für Kinder zu konzentrieren.

Seine Bilderbücher sind leitmotivisch von interkulturellen Fragestellungen

durchzogen, etwa Chens in Tinte und Wasserfarben gezeichnetes

Bilderbuch »Gui-Gui, das kleine Entodil« (2008; chin. »Guji-Guji«,

2003), eine kunstvolle Parabel über Toleranz und die Entdeckung der

eigenen Individualität und Identität. Der Illustrator wurde bereits dreimal

mit dem renommierten Hsin Yi Picture Books Award ausgezeichnet.

Chen Chih-Yuan lebt und arbeitet in Taiwan.

Kitty Crowther, 1970 in Brüssel geboren, studierte an der dortigen

Kunsthochschule. Ganz bewusst nimmt sich die Illustratorin und Autorin

in ihren Kinderbüchern schwierigen Aspekten des Lebensalltags wie

Familienkonflikten, persönlichen Krisen und der Sehnsucht nach

Selbstbestimmung an. Auch Themen wie Tod und Einsamkeit widmet

sich die Autorin immer wieder, zum Beispiel in ihrem Bilderbuch »Annie«

(2011; frz. »Annie du lac«, 2010). Kitty Crowthers Werk umfasst mittlerweile

mehr als dreißig Kinderbücher. 2010 wurde sie mit dem weltweit

höchstdotierten Kinderliteraturpreis, dem Astrid-Lindgren-Gedächtnis-

Preis, geehrt. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in der Nähe von Brüssel.

JULIA

DONALDSON

MORRIS

GLEITZMAN

PETER

HÄRTLING

Julia Donaldson, geboren 1948 in London, studierte Theaterwissenschaft

und Französisch. Anschließend arbeitete sie als Lektorin, Journalistin

und Lehrerin, außerdem als Liedautorin für das britische Kinderfernsehen.

Ihr erstes Kinderbuch, »Mein Haus ist zu eng und zu klein«

(1993; engl. »A Squash and a Squeeze«, 1993), erzählt mit subtiler

Komik von der Relativität der Dinge und war der Beginn der bis heute

währenden Zusammenarbeit mit dem Illustrator Axel Scheffler. Das

Bilderbuch »Der Grüffelo« (1999; engl. »The Gruffalo«, 1999) ist das

bis heute erfolgreichste gemeinsame Projekt der beiden. Julia Donaldson

ist Mutter von drei Söhnen und lebt mit ihrem Mann in Glasgow.

Morris Gleitzman wurde 1953 in Sleaford/Lincolnshire geboren und

studierte, nachdem die Familie nach Australien ausgewandert war, Professional

Writing. 1985 debütierte der bereits erfolgreiche Film- und

TV-Drehbuchautor mit dem Kinderbuch »The Other Facts of Life«.

Mittlerweile gehört Gleitzman zu den bekanntesten Kinderbuchautoren

Australiens. Seine Bücher widmen sich anspruchsvollen Themen, zum

Beispiel seine aus »Einmal« (2009; engl. »Once«, 2005), »Dann«

(2011; engl. »Then«, 2008) und »Jetzt« (2012; engl. »Now«, 2010)

bestehende Trilogie, in der die Judenverfolgung in Polen während des

Zweiten Weltkriegs thematisiert wird. Bis heute hat Morris Gleitzman

33 Bücher verfasst, von denen viele auch für die Bühne adaptiert und

mit zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt

wurden. Er lebt in Melbourne und Sydney.

Peter Härtling, 1933 in Chemnitz geboren, wuchs nach dem frühen

Tod seiner Eltern bei seiner Großmutter und seinen zwei Tanten auf. Er

arbeitete als literarischer Redakteur und Mitherausgeber der Zeitung

Der Monat und war später als Cheflektor und Sprecher der Geschäftsführung

für den Fischer Verlag tätig. Bereits 1973 griff Härtling mit »Das

war der Hirbel« das damals in der Kinderliteratur tabuisierte Thema geistiger

Behinderung auf. In seinem aktuellen Kinderbuch »Paul, das

Hauskind« (2010) erzählt der Autor aus der Perspektive seines Protagonisten

Paul von dessen Vernachlässigung durch seine Eltern. 2011

erhielt Peter Härtling für sein kinderliterarisches Gesamtwerk den Großen

Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Er lebt

als freier Schriftsteller in Walldorf bei Frankfurt a. M.


{autoren und illustratoren}

FINN-OLE

HEINRICH

MANOS

KONTOLEON

GERÐUR

KRISTNÝ

Finn-Ole Heinrich, geboren 1982, wuchs in Cuxhaven auf und studierte

Filmregie in Hannover. Als Autor debütierte er mit dem hochgelobten

Erzählband »die taschen voll wasser« (2005). Es folgten sein Romandebüt

»Räuberhände« (2007) und der zweite Erzählband »Gestern war

auch schon ein Tag«. »Frerk, du Zwerg!« (2011) ist Heinrichs erstes

Kinderbuch und ein Plädoyer für das Anderssein. Als Autor erhielt er

zahlreiche Stipendien und gewann verschiedene Literaturpreise. Aktuell

schreibt er seinen ersten Kinofilm. Finn-Ole Heinrich lebt als freier

Autor in Hamburg.

Manos Kontoleon, geboren 1946 in Athen, studierte Physik an der dortigen

Universität. Als Vizepräsident der griechischen UNICEF-Sektion

engagiert sich der Autor auf institutioneller Ebene im Bereich Literatur

und Literaturvermittlung. Mit »Kapote stin Pontikoupoli« (1979; Ü:

Einmal in der Mäusestadt) veröffentlichte er sein erstes Märchen-Kinderbuch,

dem zahlreiche weitere Titel folgten, darunter »O adelfos tis Aspassias«

(1993; Ü: Aspassias’ Bruder). Kontoleon thematisiert neben

sozialen und familiären auch politische Aspekte der zeitgenössischen

Gesellschaft und präsentiert dabei stets neue literarästhetische Ausdrucksformen

der Sprache und Erzählstruktur. Der Autor erhielt zahlreiche

Auszeichnungen, darunter 2002 eine Nominierung für den Hans-

Christian-Andersen-Preis. Manos Kontoleon lebt in Athen.

Gerður Kristný wurde 1970 in Reykjavík geboren und studierte dort

französische Sprache und Allgemeine Literaturwissenschaft. Zunächst

als Kolumnistin und Redakteurin tätig, arbeitet sie inzwischen hauptberuflich

als Schriftstellerin und hat seit 1994 verschiedene Romane,

Sammlungen von Kurzgeschichten, Kinderbücher und Gedichtbände

veröffentlicht. Kristnýs Bücher wurden vielfach international ausgezeichnet,

unter anderem mit dem Isländischen Literaturpreis 2011, der

höchsten Auszeichnung für isländische Literatur. Für ihr neues Kinderbuch

»Die letzte Nacht des Jahres« (2011; isl. »Garðurinn«, 2010) erhielt

sie den West-Nordischen Kinderbuch-Preis. Gerður Kristný lebt in

Reykjavík.

FRIDA

NILSSON

MAITE

CARRANZA

FRANÇOIS

PLACE

Frida Nilsson, geboren 1979 in Schweden, wurde als Moderatorin des

schwedischen Kinderradios und des Kinder-Wissensmagazins »Hjärnkontoret«

(Das Oberstübchen) bekannt. Mit viel Wortwitz und einer

guten Portion Slapstick ziehen ihre Kinderbücher Leser jeglichen Alters

in den Bann der Abenteuer ihrer Protagonisten. So verfolgt man voller

Neugier in »Ich, Gorilla und der Affenstern« (2010; schwed. »Apstjärnan«,

2010), wie die 9-jährige Jonna ungewollt durch eine riesige Äffin namens

Gorilla adoptiert wird. 2006 wurde Frida Nilsson für den renommierten

schwedischen Augustpriset in der Kategorie Kinder- und Jugendliteratur

nominiert. Sie lebt in Stockholm und in den Sommermonaten

in der Nähe der Stadt Örebro.

Maite Carranza, geboren 1958 in Barcelona, studierte Anthropologie

und arbeitete anschließend als Lehrerin für Sprachen und Literatur.

1986 veröffentlichte sie mit »Ostres, tu, quin cacau!« (Ü: Meine Güte,

welch ein Durcheinander!) ihr erstes Kinderbuch und wurde dafür mit

dem Premi de la Crítica Serra d’Or ausgezeichnet. Weltweite Aufmerksamkeit

erregte ihre in mehr als zwanzig Sprachen übersetzte Fantasy-

Trilogie »Der Krieg der Hexen« (2007−2008; span. »La Guerra de las

Brujas«, 2005−2007). Bis heute hat Maite Carranza über vierzig Kinder-

und Jugendbücher geschrieben, für die sie vielfach ausgezeichnet

wurde. Die Autorin hat drei Kinder und lebt in Sant Feliu de Llobregat

bei Barcelona.

François Place, geboren 1957 in Ezanville in Val-d’Oise, arbeitete nach

seinem Grafikstudium als Zeichner im audiovisuellen Bereich, im Verlagswesen

und in der Werbung. Mit seiner ersten Erzählung in Text und

Bild, »Die letzten Riesen« (1995; frz. »Les derniers géants«, 1992),

gelang ihm der internationale Durchbruch. In seinen vielfach prämierten

Kinderbüchern lässt François Place Abenteuer- und Reisegeschichten

entstehen, mit denen er immer wieder die Imaginationskraft des Lesepublikums

geschickt anzuregen versteht. »Gwen, der Lehrling des Heilers«

(2011; frz. »La douane volante«, 2010) ist der erste Jugendroman von

Place. Der Autor hat in den vergangenen Jahren zahlreiche nationale

und internationale Auszeichnungen erhalten und lebt in der Nähe von

Paris.


{autoren und illustratoren}

AXEL

SCHEFFLER

JENNY

VALENTINE

EDWARD

VAN DE VENDEL

Axel Scheffler, geboren 1957 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte

und Kommunikation und arbeitete später für Magazine und Agenturen

als Zeichner. Daneben illustrierte er Kinderbücher und etablierte sich

auf diesem Gebiet schnell als gefragter Künstler. Das Bilderbuch »Der

Grüffelo« (1999; engl. »The Gruffalo«, 1999) ist das bis heute erfolgreichste

von ihm illustrierte Buch. Ausgezeichnet mit dem renommierten

Smarties-Preis und in vierzig Sprachen übersetzt, gilt es als Klassiker

der Kinderliteratur. Axel Scheffler lebt mit seiner Lebensgefährtin und

seiner Tochter in London.

Jenny Valentine, geboren 1970 in Cambridge, studierte nach ihrer Ausbildung

zur Goldschmiedin Englische Sprache und Literatur am Londoner

Goldsmiths College. Mit ihrem Debütroman »Wer ist Violet Park?«

(2009; engl. »Finding Violet Park?«, 2007) und ihren nachfolgenden

Jugendromanen »Kaputte Suppe« (2010; engl. »Broken Soup«, 2007)

und »Die Ameisenkolonie« (2011; engl. »The Ant Colony«, 2009) avancierte

Jenny Valentine innerhalb kürzester Zeit zu einer international

von Kritikern und Publikum gefeierten Autorin. Neben zahlreichen anderen

Preisen und Nominierungen erhielt Jenny Valentine 2007 den

Guardian Children’s Fiction Prize. Sie lebt heute mit ihrer Familie in

Hay-on-Wye.

Edward van de Vendel, 1964 im niederländischen Leerdam geboren,

arbeitete nach Abschluss seines pädagogischen Studiums als Lehrer

und Schulleiter einer Grundschule, bevor er sich 2001 hauptberuflich

dem Schreiben zuwandte. Sein Debüt feierte er bereits fünf Jahre zuvor

mit »Betrap me« (1996, Ü: Fang mich), einem Lyrikband für Kinder.

Mit inzwischen mehr als fünfzig Bilderbüchern, Gedichtbänden,

Romanen sowie Sachbüchern gehört er nicht nur zu den produktivsten,

sondern auch zu den vielseitigsten Kinder- und Jugendbuchautoren der

Niederlande. Van de Vendels Texte wurden in mehr als zehn Sprachen

übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Der Autor lebt in Rotterdam.

SUSE

WEISSE

ROBERT

WILLIAMS

AMIR

Suse Weisse, 1962 in Wolfsburg geboren, studierte Psychologie und

Theaterpädagogik in Berlin. Neben ihrer Arbeit als Theaterpädagogin,

Regisseurin, Dozentin und Schauspielerin arbeitet sie seit 2000 als

Geschichtenerzählerin für Kinder und Erwachsene. Das inhaltliche

Spektrum ihres Repertoires reicht von Märchen und Mythen der Weltliteratur

bis hin zu den skurrilen Kindermärchen der Gebrüder Grimm

und umfasst unter anderem »Frieder und Katherlies« (2000), »Von

dem Machandelbaum« (2001) sowie die Erzähltheaterstücke »Josefs

Vater« (2004) und »Der Eisenhans« (2008). 2005 wurde die Geschichtenerzählerin

mit dem Märchen- und Sagenpreis des Landes Thüringen

ausgezeichnet. Suse Weisse lebt mit ihrem Mann und ihren beiden

Söhnen in Potsdam.

Robert Williams, geboren 1977, arbeitete als Bibliothekar in einer

Schulbücherei, bevor er mehrere Jahre als Buchhändler tätig war. Daneben

veröffentlichte er unter dem Namen »The Library Trust« sein

erstes Musikalbum. Mit seinem Debütroman »Luke and Jon« (2010;

dt. »Luke und Jon«, 2010) um den Außenseiter Luke und seine

Lebenssituation nach dem Tod seiner manisch-depressiven Mutter

gelang Williams ein Bestseller, der bereits in den Literaturkanon der

englischen Schulen aufgenommen wurde. Obwohl er nach eigener Aussage

einen Wohnsitz in einer Stadt am Meer vorziehen würde, lebt

Robert Williams heute in Manchester.

Amir ist das Pseudonym eines persischen Schriftstellers, das ihm Anonymität

und damit Schutz vor politischer Verfolgung gewähren soll. In

den vergangenen Jahren bereiste er als Menschenrechtsaktivist, Journalist

und Dokumentarfilmer die USA, Kanada, Europa und Afghanistan.

Angetrieben von dem Wunsch, die Ereignisse im Iran noch stärker in

die Wahrnehmung der Weltöffentlichkeit zu rücken, verfasste Amir gemeinsam

mit dem Illustrator Khalil die politisch-zeitgeschichtliche

Graphic Novel »Zahra’s Paradise – Die Grüne Revolution im Iran und die

Suche einer Mutter nach ihrem Sohn« (2011; engl. »Zahra’s Paradise«,

2011). Aus politischen Gründen kann Amir leider nicht zum Festival

anreisen.


{autoren und illustratoren}

KHALIL

MICHAEL

ENDE

AZOUZ

BEGAG

Khalil ist das Pseudonym eines arabischen Illustrators, das ihm Anonymität

und damit Schutz vor politischer Verfolgung gewähren soll. In

Zusammenarbeit mit dem persischen Autor Amir entstand die von Khalil

illustrierte politisch-zeitgeschichtliche Graphic Novel »Zahra’s Paradise –

Die Grüne Revolution im Iran und die Suche einer Mutter nach ihrem

Sohn« (2011; engl. »Zahra´s Paradise«, 2011), die bis zu ihrem Erscheinen

in gedruckter Form in Fortsetzungen als Echtzeit-Webcomic

in zwölf Sprachen veröffentlicht wurde. Neben den Arbeiten verschiedener

Künstler prägte Khalil ganz besonders Marjane Satrapis Graphic

Novel »Persepolis«. Aus politischen Gründen kann Khalil leider nicht

zum Festival anreisen.

Michael Ende, geboren 1929 in Garmisch-Partenkirchen, studierte

Schauspiel an der angesehenen Münchner Falckenberg-Schule. Sein

schriftstellerischer Durchbruch gelang ihm 1960 mit »Jim Knopf und

Lukas der Lokomotivführer«, das wie auch seine späteren Kinderbuchklassiker

»Momo« (1973) und »Die unendliche Geschichte« (1979)

seinen Lesern Fantasiewelten und damit Reflexionsräume für zentrale

menschliche Erfahrungen wie Freundschaft, Moral, Tod und Glaube

öffnet. Bis heute gilt er als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen

Autoren der Nachkriegszeit. Michael Ende starb 1995 in Stuttgart. Im

Rahmen einer Retrospektive-Veranstaltung würdigen wir sein Buch

»Momo«.

Azouz Begag, Gast der Programmsparte »Reflections«, geboren 1957

bei Lyon, promovierte in Wirtschaftswissenschaften und arbeitete als

Soziologe. Daneben hat er Romane für Jugendliche und Erwachsene

geschrieben. Mit seinem preisgekrönten Jugendbuch »Azouz, der Junge

vom Stadtrand« (1998, frz. »Le gône du chaâba«, 1986) avancierte

Begag zum bekanntesten Vertreter der »littérature beure«, der Literatur

der nordafrikanischen Immigranten in Frankreich. Begag war von 2005

bis 2007 beigeordneter Minister für die Förderung von Chancengleichheit

und lebt heute in Paris.

CHIRIKURE

CHIRIKURE

DBC

PIERRE

TAHAR

BEN JELLOUN

Chirikure Chirikure, Gast der Programmsparte »Literaturen der Welt«,

wurde 1962 in Gutu (Simbabwe) geboren, studierte Geschichte, die

Landessprache Shona und Religionswissenschaften in Harare und arbeitete

17 Jahre lang als Lektor. Heute gehört er zu den bekanntesten

Vertretern der literarischen Szene seines Landes. Chirikures Werk steht

in der Tradition der oralen Literatur der Shona-Sprache. Er veröffentlichte

verschiedene Kinderbücher, Unterrichtswerke und Theaterstücke.

Chirikure lebt in Harare und ist derzeit Gast des Berliner Künstlerprogramms

des DAAD.

DBC Pierre, Gast der Programmsparte »Literaturen der Welt«, wurde

als Peter Warren Finlay 1961 in einem Vorort von Adelaide, South Australia,

geboren. Mit seinem Debütroman »Jesus von Texas« (2004; engl. »Vernon

God Little«, 2003), gelang dem Autor auf Anhieb der Durchbruch: Das

Buch wurde mehrfach ausgezeichnet und ist ein internationaler Bestseller.

Rasant geschrieben, erzählt das Werk aus der Ich-Perspektive

die Geschichte von Vernon Little, der für einen Amoklauf in seiner

Schule verantwortlich gemacht wird, welcher auf das Konto seines

Kumpels Jesus geht. Der Autor lebt im County Leitrim, Irland.

Tahar Ben Jelloun, Gast der Programmsparte »Literaturen der Welt«,

wurde 1944 im marokkanischen Fès geboren. Seine Romane stehen im

Zeichen der Gesellschaftskritik und behandeln polemisch Rassismus

sowie staatliche und religiöse Repression, wie er sie in seinem Heimatland

erlebt hat. So schildert er in »Die Früchte der Wut« (2007; frz.

»Les raisins de la galère«, 1996) eindrücklich die Situation in den

multi-ethnischen Vororten von Paris. Tahar Ben Jelloun wurde mit zahlreichen

literarischen Auszeichnungen geehrt. Der Autor lebt und arbeitet

in Paris.


{veranstaltungsformate} {allgemeine informationen}

LESUNG FÜR SCHÜLER

In »Lesungen für Schüler« präsentieren internationale Kinder- und Jugend-

buchautoren ihre Texte, während Illustratoren ihre Bilder per Projektion

zeigen und live am Flipchart zeichnen.

WERKSTATT FÜR SCHÜLER

In ein- oder mehrtägigen »Werkstätten für Schüler« entstehen zusammen

mit Autoren und Illustratoren sowie Museumspädagogen, Lehrern und Literaturvermittlern

Texte, Bilder und andere vielfältige Projektergebnisse.

SPECIALS FÜR SCHÜLER

Außergewöhnliche Veranstaltungsformate erwarten Sie in in unserem »Specials

für Schüler«-Format, z.B. Retrospektive-Veranstaltungen oder Live-Shows.

REFLECTIONS FÜR SCHÜLER

In »Reflections für Schüler«-Veranstaltungen stehen der Text eines Autors

oder die Bilder eines Illustrators unter politischen und kulturellen Fragestellungen

zur Diskussion.

KJL FÜR DIE GANZE FAMILIE

Unser Format »KJL für die ganze Familie« bietet spannende Veranstaltungen

am Nachmittag und Abend.

KJL FÜR ERWACHSENE

Veranstaltungen des Formats »KJL für Erwachsene« richten sich vor allem

an Lehrer, Bibliothekare und andere Literaturvermittler, die sich mit Kinderund

Jugendliteratur beschäftigen.

Tickets

Tickets für fast alle unsere Veranstaltungen erhalten Sie telefonisch im Festivalbüro des

internationalen literaturfestivals berlin unter (030) – 27 87 86 – 66 / – 70. Die Tickets

werden Ihnen nach Ihrer Überweisung per Post zugeschickt.

Wenn nicht anders angegeben, kostet der Eintritt zum Großteil der Veranstaltungen 3 € pro

teilnehmender Person. Davon abweichend gelten für folgende Veranstaltungen Sonderpreise:

Poetry-Slam-Workshops an Berliner Schulen 6 €, Werkstatt in der Schaubude Berlin 9 €,

Werkstätten im GRIPS Theater Hansaplatz eintrittsfrei, Literatur für Junge Erwachsene im

GRIPS Theater Hansaplatz (GRIPS Box) 5 €, Werkstätten in der Gelben Villa 2 €, 9. Familien

Fest International in der Gelben Villa eintrittsfrei, Werkstatt in der Gartenarbeitsschule Ilse

Demme 4 €, Werkstatt im Theater an der Parkaue 3,50 €, 2. Poetry-Slam für Schüler –

Großes Finale des Poetry-Slam-Projekts im Haus der Berliner Festspiele 4 €, Literarischer

Nachtsalon im Weinmeisterhaus eintrittsfrei, Poetry Night II im Haus der Berliner Festspiele

4 / 5 / 6 €, Die Grüffelo-Show im Haus der Berliner Festspiele (am 17.9.2011 um 16.00

Uhr) 4 / 6 / 8 €, das Treffen junger Autoren im Collegium Hungaricum Berlin 4 / 5 / 6 €,

Finn-Ole Heinrich (am 15.9.2011 um 22.00 Uhr) im Haus der Berliner Festspiele 4 / 6 / 8 €,

Melvin Burgess im GRIPS Theater Hansaplatz 4 / 5 €.

Auch die Abend- und Wochenendveranstaltungen der ilb-Festivalsparten »Literaturen der

Welt«, »Reflections«, »Specials«, »Erinnerung, sprich« und »Fokus Asien-Pazifik« bieten

sich für Mittel- und Oberstufenklassen und -kurse an. Das Angebot ist vielfältig: Prosalesungen,

Poetry Nights, politische Diskussionsreihen und Autorengespräche. Ermäßigte

Tickets für Schüler sind unter www.berlinerfestspiele.de oder unter Tel. (030) – 25 48 91 00

erhältlich.

Bücher

Wie jedes Jahr führt die Internationale Kinder- und Versandbuchhandlung LE MATOU auch

2011 die Literatur zu den Veranstaltungen der Programmsparte »Internationale Kinder-

und Jugendliteratur« und wird während des Festivals mit einem Büchertisch im Haus der

Berliner Festspiele vor Ort sein. Einzelne Bücher sowie Klassensätze können dort auch

bereits vorab bestellt werden (info@le-matou.de, Tel. (030) – 28 09 96 01, www.le-matou.de).

Die Autoren und Illustratoren freuen sich, ihren kleinen und großen Fans im Anschluss an

Lesungen im Haus der Berliner Festspiele im Foyer Bücher zu signieren.


{allgemeine informationen}

Vorbereitungstexte, Biografien und pädagogische Arbeitsmaterialien

Zur optimalen Vor- und Nachbereitung Ihres Besuchs der Veranstaltungen des Kinder- und

Jugendprogramms senden wir Ihnen gerne Biografien der Autoren und Textauszüge aus

deren Büchern zu. Zu folgenden Autoren und Büchern stellen wir außerdem pädagogisches

Arbeitsmaterial zur Verfügung, das in Zusammenarbeit mit Claudia Maaß vom Institut für

Deutsche und Niederländische Philologie an der FU Berlin konzipiert und realisiert wurden:

Kitty Crowthers »Annie« (für Klassenstufen 1 – 3) und »Der Besuch vom kleinen Tod« (für

Klassenstufen 1 – 3), Agnès de Lestrades »Die große Wörterfabrik« (für Klassenstufen 1 – 3),

Morris Gleitzmans »Einmal« (für Klassenstufen 6 – 8), Gerður Kristnýs »Die letzte Nacht

des Jahres« (ab Klassenstufe 7), Frida Nilssons »Ich, Gorilla und der Affenstern« (für Klassenstufen

4 – 6), François Places’ »Der König der vier Winde« (für Klassenstufen 4 – 6)

und »Gwen, der Lehrling des Heilers« (für Klassenstufen 7 – 8), Jenny Valentines »Die

Ameisenkolonie« (für Klassenstufen 8 – 10), Edward van de Vendels »Der Glücksfinder«

(für Klassenstufen 8 – 10) und »Lieb sein, Superguppy« (für Klassenstufen 1 – 3), und

Robert Williams’ »Luke und Jon« (für Klassenstufen 8 – 10).

12. internationales literaturfestival berlin

Das 12. internationale literaturfestival berlin findet im September 2012 statt. Sie haben

noch nie Veranstaltungen des Kinder- und Jugendprogramms besucht und möchten dies

ändern? Dann schicken Sie uns eine E-Mail mit Ihren Kontaktinformationen an kjl@

literaturfestival.com. Wir nehmen Sie in unseren E-Mail-Verteiler auf und informieren Sie

rechtzeitig über unser Programm. Am 28. Mai 2012 bekommen Sie unser Programm via

E-Mail zugeschickt und können Tickets im Festivalbüro unter (030) 27 87 86 – 66 / – 70

bestellen.

Sponsoren, Förderer, Kooperations- und Medienpartner

Sie möchten Sponsor, Förderer, Kooperations- oder Medienpartner der Programmsparte

»Internationale Kinder- und Jugendliteratur« des internationalen literaturfestivals berlin

werden? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Bitte richten Sie diese an:

Christoph Peter

internationales literaturfestival berlin

Internationale Kinder- und Jugendliteratur

Chausseestraße 5

10115 Berlin

christoph.peter@literaturfestival.com

T (030) – 27 87 86 70

F (030) – 27 87 86 85

VERANSTALTUNGSORTE

HAUS DER BERLINER FESTSPIELE

Schaperstraße 24 *10719 Berlin

U3 / U9 bis Spichernstraße,

U1 bis Uhlandstraße

ANNE FRANK ZENTRUM E. V.

Rosenthaler Straße 39 *10178 Berlin

S5 / S7 / S9 / S75 bis Hackescher Markt,

U8 bis Weinmeisterstraße

BLOOMSBURY VERLAG

Greifswalderstraße 207 *10405 Berlin

U2 bis Senefelder Platz, S8 / S9 / S41/

S42 / S85 bis Greifswalder Straße

COLLEGIUM HUNGARICUM BERLIN –

UNGARISCHES KULTURINSTITUT

Dorotheenstraße 12 *10117 Berlin

U6 / S1 / S2 / S5 / S7 / S9 / S25 /

S75 bis Friedrichstraße

DEUTSCHE GUGGENHEIM

Unter den Linden 13/15 *10117 Berlin

U6 bis Französische Straße oder

Friedrichstraße, S1 / S2 / S5 / S7 / S9 /

S25 / S75 bis Friedrichstraße,

U55 bis Brandenburger Tor

DEUTSCHES HISTORISCHES MUSEUM

Unter den Linden 2 *10117 Berlin

U2 bis Hausvogteiplatz,

U6 bis Französische Straße

DEUTSCHES THEATER

Schumannstraße 13a *10117 Berlin

S3 / S75 / S5 / S1 / S2 bis Friedrichstraße,

U6 bis Oranienburger Tor

DIE GELBE VILLA – KREATIV- UND

BILDUNGSZENTRUM FÜR KINDER

UND JUGENDLICHE

Wilhelmshöhe 10 *10965 Berlin

U6 bis Platz der Luftbrücke,

U7 bis Mehringdamm,

S1 / S2 / S25 bis Yorckstraße

FLIEGENDES THEATER

Urbanstraße 100 *10967 Berlin

U7 / U8 bis Hermannplatz,

U8 bis Schönleinstraße

GARTENARBEITSSCHULE ILSE DEMME

Dillenburger Straße 57 *14199 Berlin

U3 bis Breitenbachplatz

GRIECHISCHE KULTURSTIFTUNG BERLIN

Wittenbergplatz 3a *10789 Berlin

U1 / U2 / U3 bis Wittenbergplatz

GRIPS THEATER HANSAPLATZ

Altonaer Straße 22 *10557 Berlin

U9 bis Hansaplatz, S5 / S7 / S9/

S75 bis Bellevue / Tiergarten

HAUS PRO-SOCIAL

Blumberger Damm 12–14 *12683 Berlin

S7 / S75 bis Springpfuhl, S5 bis Biesdorf

INSTITUTO CERVANTES BERLIN

Rosenstraße 18–19 *10178 Berlin

S5 / S7 / S9 / S75 bis

Hackescher Markt, U2 / U5 /

U8 bis Alexanderplatz

JÜDISCHES MUSEUM

Lindenstraße 9–14 *10969 Berlin

U1 / U6 bis Hallesches Tor


JUGENDKULTURZENTRUM PUMPE

Lützowstraße 42 *10785 Berlin

U1 bis Kurfürstenstraße

SCHAUBUDE BERLIN – THEATER.

PUPPENFIGURENOBJEKTE

Greifswalder Straße 81–84

*10405 Berlin

S8 / S9 / S41 / S42 / S85 bis

Greifswalder Straße

STAATLICHE BALLETTSCHULE BERLIN

UND SCHULE FÜR ARTISTIK

Erich-Weinert-Straße 103

*10409 Berlin

STAATLICHE MUSEEN ZU BERLIN –

GEMÄLDEGALERIE

Matthäikirchplatz 4 *10785 Berlin

U2 / S1 / S2 / S25 bis Potsdamer Platz

THEATER AN DER PARKAUE –

JUNGES STAATSTHEATER BERLIN

Parkaue 29 *10367 Berlin

S8 / S41 / S42 /

S85 bis Frankfurter Allee

WEINMEISTERHAUS

Weinmeisterstraße 15 *10178 Berlin

S5 / S7 / S9 / S75 bis Hackescher Markt,

U8 bis Weinmeisterstraße

ALLEGRO-GRUNDSCHULE

Lützowstraße 83–85

*10785 Berlin

FRIEDENSBURG-OBERSCHULE –

STAATLICHE EUROPASCHULE

Deutsch-Spanisch

Goethestraße 8–9

*10623 Berlin

GUSTAV-FREYTAG-SCHULE

Breitkopfstraße 66–80

*13409 Berlin

GUSTAV-HEINEMANN-SCHULE

Waldsassener Straße 62

*12279 Berlin

MÄRKISCHE GRUNDSCHULE –

STAATLICHE EUROPA-SCHULE BERLIN

Dannenwalder Weg 163–165

*13439 Berlin

PAUL-SIMMEL-GRUNDSCHULE

Felixstraße 26-58

*12099 Berlin

KINDERGARTEN JUNGES GEMÜSE E. V.

Elsa-Brändström-Straße 15

*13189 Berlin

KITA ACKERSTRASSE 60

Ackerstraße 60

*13355 Berlin

Weitere Lesungen für Schüler finden in ve r schiede-

nen Berliner Bibliotheken und Schulen statt.

Wir danken dem Hauptsponsor der Programmsparte »Internationale Kinder- und

Jugendliteratur« für die freundliche Unterstützung:

Für die freundliche Kooperation bedanken wir uns bei:

Haus »Pro-Social«

Die Programmsparte »Internationale Kinder- und Jugendliteratur« ist Mitglied des Arbeitskreises

für Jugendliteratur e. V. – German Section of the International Board on Books for

Young People (IBBY).


WIR DANKEN

… den Mitgliedern des Kuratoriums »Internationale Kinder- und Jugendliteratur«, Jan

Hansson (Schweden), Jay Heale (Südafrika), Olga Maeots (Russland), Sonja Matheson

(Schweiz), Parnaz Nayeri (Iran / Kanada), Emer O’Sullivan (Irland / Deutschland), Christiane

Raabe (Deutschland), Lilia Ratcheva Stratieva (Bulgarien / Österreich), Cecilia Silva-Diaz

(Venezuela / Spanien) und Doris Wille (Griechenland)

… den Moderatoren, Schauspielern und Dolmetschern, dass sie die Worte und Bilder unserer

Gäste zum Leben erwecken.

… den Autoren und Illustratoren, ihren Agenten und Verlagen für die freundliche Bereitstellung

von Büchern, Pressemappen, Fotografien und Illustrationen

… dem Fachbereich Germanistik / Deutsch Didaktik der Freien Universität Berlin, Claudia

Maaß und ihren Studierenden, für die Erstellung von Unterrichtsmaterial

... David Adler, Henrik Adler, Arni, Andreas Bärwolff, Tilman Bärwolff, Ina Bargmann,

Pierre Becker, Ines Bellin, Josefine Berkholz, Tanja Bertele, Daniel Beskos, Anja Birkel,

Meike Blatnik, Helge Blümlein, Barbara Bodmann, Dr. Karl-Heinz Bodmann, Thomas

Böhm, Micheline Bouchez, Carolin Brandl, Ulf Braum, Stephan Breiding, Doris Breitmoser,

Marijke Brouwer, Marjorie Chardin, I-Chun Chen, Carol Correlou, Lionel Cosgrove, Susanne

Debeolles, Dr. Carine Delplanque, Katja Desaga, Chantal Deuss, Andrea Deyerling-Baier,

Ulrike Dick, Lena Dircks, Dr. Diana Dressel, Margherita Emo, Anne-Kathrin Erchembajar,

Stefanie Ericke-Keidtel, Hamed Eshrat, Edda Eska, Sarah E. Fellmeth, Johannes Fiederling,

Lena Fiedler, Gustav-Adolf Fleischer, Jutta Fleischer, Ingrid Fliegel, Gilles Floret, Jovana

Foik, Dr. Stephan Förster, Kenzo Fukai, Gina Gagliano, Kathleen Gallego Zapata, Gesa, Ali

Ghandtschi, Frank Giesker, Regina Gisbertz, Veruschka Götz, Michael Grimm, Claudia

Grüneberg, Dr. Uwe-Michael Gutzschhahn, Edelgard Hansen, Silke Haueiß, Kate Hehberger,

Angelika Henne, Bernd Henne, Katrin Hesse, Brigitte Heuer, Julian Heun, Adrienne Hinze,

Wolf Hogekamp, Katrin Hogrebe, Peter Holzwarth, Anja Ihlenfeld, Georg Ihlenfeld, Eleftherios

Ikonomou, Joëlle Jobin, Sophie Jullien, Claudia Jürgens, Jörg Kammler, Filitsa Karamanli,

Marianne Karthäuser, Katrin Kassel, Apostolos Katsimbras, Pura Kauf, Christiane Kayser,

Bettina Kernchen, Hartwig Klappert, Laura Klatt, Sebastian Klaus, Rosemarie von dem

Knesebeck, Andreas Koepcke, Jan Köhler, Birgit Kölle, Sophie König, Anja Koziol, Sassa

Kraft, Shelly Kupferberg, Kaija Landsberg, Karin Lehmann, Adele Leproux, Agata Lorkowska,

Lily Ludin, Vera Maria Mann, Karola Marsch, Claudia Meil-Lachmann, Anja Melzig, Jule

Menig, Adele Minchin, Claudia Möckel, Miriam Gabriela Möllers, Ulrike Monecke, Laura

Müller, Mathias Müller, Birgit Murke, Inger Neick, Ute Nennecke, Yvonne Niehues, Franziska

Oelkers, Ajda Omrani, Anna Pallai, Regina Pantos, Markus Peter, Silvia Peter, Sven Philipp,

Geòrgia Picanyol-Bullo, Ursula Pischel, Thomas Pix, Hildegard Pohl, Francesc Puértolas,

Janine Quandt, Ulla Quantz, Dr. Marie-Elisabeth Räkel, Svenja Gräfin von Reichenbach, Till

Reiners, Franziska Rieger, Karin Rowland, Katrin Schaper, Matthias Scherwenikas, Kerstin

Schilling, Dagmar Schreiber, Ulrich Schreiber, Dr. Christina Schulz, Ilona Schulz, Oliver

Schweinoch, Franziska Seise, Martin Selbig, Petra Selbig, Danièle Simpson, Kristina

Stang, Bärbel Strasser, Susann Tamoszus, Wei Tang, Janne Teller, Temye Tesfu, Jacob

Thomas, Manfred Tiesler, Alexander Uhe, Ute Volknant, Jan Voosholz, Prof. Dr. Kristin

Wardetzky, David Weihrauch, Olaf Wielk, Doris Wille, Daniela Wind, Martina Wohlrabe,

Ulrike Wosing, Hannah Wuzél, Ken Yamamoto, Jasmin Zitter

IMPRESSUM

internationales literaturfestival berlin

Internationale Kinder- und Jugendliteratur

Chausseestraße 5 *10115 Berlin

www.literaturfestival.com

www.facebook.com/internationales

literaturfestivalberlin

www.facebook.com/ilb.kjl

Festivalleitung

Ulrich Schreiber

Programmleitung Internationale

Kinder- und Jugendliteratur

Christoph Peter

Assistenz Internationale Kinder-

und Jugendliteratur

Pauline Selbig

Team Internationale Kinder-

und Jugendliteratur

Carolin Bley, Cindy Böhme, Juliane

Chaplar, Friederike Jacob, Alexandra

Jaik, Karen Koch, Henriette Košťál,

Carolin Kotsch, Pia Medler, Stephanie

Neumann, Laurine Pitaval, Lea Pöschl,

Christiane Ragwitz, Katrin Reichenbach,

Jennifer Riebe, Eva-Maria Schneider, Laura

Schubert, Stephanie Uhlig, Luise Will

Programmtexte

Pauline Selbig

Lektorat

Claudia Jürgens

Gestaltung Titelseite

Ta-Trung (Pierre Becker)

Gestaltung Programmheft

T616 veruschka götz mit Katrin Kassel

Büchertisch

Le Matou − Internationale Kinder- und

Versandbuchhandlung

Bühnenbild

Jakob Mattner

Festivalfotografen

Ali Ghandtschi, Hartwig Klappert

Programmänderungen vorbehalten!


COPYRIGHTS FOTOS

Azouz Begag © Marie-Lan Nguyen, Maite Carranza © Mané Espinosa, Chen Chih-Yuan

© privat, Chirikure Chirkure © privat, Kitty Crowther © Chimène Denneulin, DBC Pierre

© Nina Verheyern, Julia Donaldson © Beltz & Gelberg, Michael Ende © Caio Garrubba,

Morris Gleitzman © Tim de Neef, Peter Härtling © Stephan Morgenstern / Beltz & Gelberg,

Finn-Ole Heinrich © Dylan Thompson, Tahar Ben Jelloun © Matěj Baťha, Manos Kontoleon

© Aris Roupinas, Gerður Kristný © Kristinn Ingvarsson, Agnès de Lestrade © privat, Frida

Nilsson © Monika Franzon, Christoph Peter © Hartwig Klappert, François Place © Jacques

Sassier, Axel Scheffler © Thomas Duffé, Janne Teller © Hartwig Klappert, Jenny Valentine

© privat, Edward van de Vendel © José Chabel, Suse Weisse © Angela Kröll, Robert

Williams © Jon Atkin

Bild Titelseite

Aus: CHEN CHEN-YUAN (Text, Illustration)

BABARA WANG (Übersetzung): »GUI-GUI, DAS KLEINE ENTODIL«,

Frankfurt a. M. 2008, Fischer; chin. » GUJI-GUJI«, Taipeh 2003, Hsin Yi.

KATALOG

Berlin Views. Katalog 2011

Claudia Jürgens / Ulrich Schreiber (Hg.)

176 S. I Broschur I E 19,50

ISBN 978-3-940384-43-0

Verlag Vorwerk 8 I www.vorwerk8.de

WORKSHOPS FÜR ILLUSTRATION IM ATELIER 5 MIT CHRISTINE HABERSTOCK

Für Kinder und Jugendliche am 1. und 3. Sonntag im Monat 10.30–13.00 h.

Für Erwachsene am 1. und 3. Dienstag im Monat 19.00–21.30 h.

Anmeldung: Christine Haberstock, Stendaler Str. 5, 10559 Berlin

tina@christinehaberstock.com | www.christinehaberstock.com

PREISTRÄGER-LESUNG

25. NOV 2011 / 19:00 UHR

Haus der Berliner Festspiele

Informationen + Tickets:

Das Treffen Junger Autoren ist ein Schreibwettbe werb

für Jugendliche ab 11 Jahren und wird jährlich von den

Berliner Festspielen durchgeführt.

www.treffen-junger-autoren.de

Foto: Kamila Smechowski


Geschenke mit Charakter.

Unsere Autoren

zu Gast in Berlin

7,95 [D] Taschenbuch ISBN 978-3-8333-5086-3

14,90 [D] Gebunden ISBN 978-3-8270-5478-4

Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher

Robert

Williams

Gerdur

Kristny´

14,90 [D] Bezogener Pappband ISBN 978-3-8270-5476-0

17,95 [D] Gebunden ISBN 978-3-8270-5393-0

www.bloomsbury-verlag.de www.facebook.com/bloomsbury.crossover

Finn-Ole

Heinrich

Maite

Carranza


Unsere

Autoren auf dem

Intern. Literaturfestival

Berlin!

Peter Härtling liest aus

»Paul, das Hauskind«

Mi, 14.09.2011 | 12 Uhr

Haus der Berliner Festspiele

184 Seiten, gebunden, ab 11

a 12,95 D • ISBN 978-3-407-79977-7

Mittwoch:

Donnerstag &

Samstag:

© Stephan Morgenstern

Für Paul gerät plötzlich

alles durcheinander.

Er ist allein und er ist es doch

nicht. Seit ihm die Eltern

abhanden gekommen sind,

kümmert sich das ganze Haus

um ihn: Oma Käthe, Helena,

Erin Üdal und Bibi, der alte

Schwarzhaupt und all die

anderen. Manchmal aber überkommt

Paul eine große Wut.

© Julia Donaldson

© Thomas Duffé

Eine wunderbare Stunde mit

den Schöpfern des Grüffelos!

Axel Scheffl er zeichnet

und signiert

Julia Donaldson liest

und singt

unterstützt von Malcom

Donaldson und Ilona Schulz

Axel Scheffl er &

Julia Donaldson:

»Der Grüffelo« live!

Do, 15.09.2011 | 12 Uhr

Sa, 17.09.2011 | 16 Uhr

Haus der Berliner Festspiele


DIE WAHRE GESCHICHTE

EINES LANGEN WEGES

authentisch

stark

poetisch

Anoush Elman / Edward van de Vendel

Der Gl cksÞnder

Klappenbroschur Klappenbroschur mit Vorderklappe

464 Seiten Seiten

€ (D) 14,90

ISBN 978-3-551-58215-7

Ein afghanischer Junge

auf der Flucht vor den Taliban

© SEAN SPRAGUE/Still Pictures

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