Weizen - DSV

dsvsaaten

Weizen - DSV

10 · Innovation 3/2006 3/2007

August Becker,

Krüden

Rainer Niederhausen,

Gut Windeby

Ludwig Huber,

Ergolding

Weizen

DSV-Weizensorten

in der Praxis

„Wir legen Wert auf sichere Qualität, Gesund-

heit und Ertrag“, mit diesen drei Schlagworten

bringen Axel und August Becker aus Krüden

im Landkreis Stendal ihre Anforderungen an

eine gute Weizensorte auf den Punkt. Denn

rund 300 ha der insgesamt 558 ha Betriebs-

fläche werden jedes Jahr mit A- und E-Weizen

bestellt. Dabei stehen 50% des Weizens nach

Raps, 50% nach Weizen. Die durchschnittliche

Ackerzahl beträgt 50 und die langjährige Jah-

resniederschlagsmenge 550 mm.

Als Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft

Qualitätsgetreide Altmark hat August Becker

einen sehr guten Überblick über den Sorten-

markt. „Zur Erzeugergemeinschaft gehören 41

Betriebe mit über 30.000 ha Anbaufläche. Die

Wahl der richtigen Sorte ist ein zentraler Punkt

für unsere Landwirte. Zwei Mal im Jahr be-

sichtigen wir die Vermehrungsbestände, auf

acht Betrieben sind darüber hinaus Sorten-

demos angelegt. Wir nutzen diese Möglich-

keiten, um in den Demoversuchen auf Sorten

aufmerksam zu werden und testen ihre Leis-

tung schließlich im Großanbau unter den kon-

kreten Anbaubedingungen der Mitgliedsbetrie-

be“, erklärt der erfahrene Ackerbauer die

Vorteile der Arbeit in der Erzeugergemein-

schaft.

CHEVALIER – rundherum Qualität

Ertrag x Qualität

Auf diesem Weg sind Vater und Sohn auch zur

Sorte CHEVALIER gekommen. Als A-Weizen

verbindet CHEVALIER hervorragende A-Quali-

tät mit hohen Kornerträgen und guten Resis-

tenzeigenschaften. „Im Schnitt unserer Demo-

anlage 2006 haben wir Erträge von 76 dt/ha

eingefahren, CHEVALIER gehörte mit 77,8

dt/ha zu den leistungsstärksten Sorten. Sehr

gut waren seine Qualitätszahlen – Hektoliter-

gewicht von 79,5, Rohproteingehalt von 13,9,

Fallzahl von 330, Sediwert von 51 und Kleber-

gehalt von 30,1“, zählt Axel Becker die Quali-

tätsergebnisse von CHEVALIER auf. Zur Ernte

2007 stand die Sorte nun mit 58 ha im

„Sehr gut war die Qualität: Hekto-

litergewicht von 79,5, Rohprotein-

gehalt von 13,9, Fallzahl von 330,

Sediwert von 51 und Klebergehalt

von 30,1“

Axel Becker, Krüden


Großflächenanbau des Betriebes. Das Jahr

2006/07 macht die Sorte aber auch noch aus

einem anderen wichtigen Grund sehr interes-

sant für den Anbau in den ostdeutschen Betrie-

ben. „Wir hatten in unseren Breiten einen

„3-Tage-Winter“, d.h. das Getreide konnte

über Winter fast uneingeschränkt weiter wach-

sen. Trotzdem hat CHEVALIER den Winter ohne

Ausfälle oder starken Krankheitsbefall über-

standen, und hat eine optimale Bestandes-

dichte von 550 ährentragenden Halmen pro m 2

ausgebildet.“

Problemlos im Anbau

„CHEVALIER hat von uns keine Besonderheiten

in Sachen Pflanzenschutz und Düngung be-

kommen“, beschreiben die beiden Betriebs-

leiter die Anbautechnik zur Sorte. „Gesät wurde

Anfang Oktober nach Raps, den wir abgemulcht

und mit Roundup behandelt haben. Nach

einmaliger Bodenbearbeitung auf 12–15 cm

wurden pfluglos mit einem Horsch-Airseeder

280 Körner/m 2 gedrillt.

Nach Grunddüngung und Pflanzenschutz im

Herbst haben wir insgesamt 170 kg/ha Stick-

stoff in drei Gaben gegeben und die Sorte in EC

31 mit 0,7 l/ha CCC plus 0,1 l/ha Moddus gegen

Lager abgesichert. Das reichte aus, da CHEVA-

LIER sehr standfest ist. Einzige Besonderheit

aufgrund der Trockenheit war, dass wir am

4. Mai die 54 kg/ha N über AHL plus Wasser

(1:3,5) und Bittersalz zur Absicherung der

Magnesium- und Schwefelversorgung gegeben

haben.“

„Zukünftig rechne ich mit immer häufigeren

Wetterkapriolen“, so August Becker „wir brau-

chen deshalb stabile Sorten, die auch unter

diesen Bedingungen sichere Erträge bringen.

CHEVALIER ist für mich so eine Sorte.“

Frank Gromeier

Fon 01 71/6 29 50 08

Fax 03 90 03/9 71 14

gromeier@dsv-saaten.de

POTENZIAL ist eine sehr abgerundete Sorte mit

hohem Ertragspotenzial, guten Resistenz- und

agronomischen Eigenschaften bei gleichzeitig

sehr sicherer A-Qualität. Mit diesen Aussagen

beschreiben die DSV-Züchter ihre Sorte. Doch

wie sehen es die Landwirte in der Praxis? Die

Einschätzung von Ludwig Huber aus Ergol-

ding in Niederbayern ist eindeutig. „Das

größte Plus von POTENZIAL ist seine Fallzahl-

stabilität“, erklärt der Saatgutvermehrer. „Mir

sind an POTENZIAL allerdings gleich mehrere

Eigenschaften sehr positiv aufgefallen. Dazu

gehören die sehr

gute Gesundheit

mit einer geringen

Anfälligkeit ge-

genüber Mehltau,

POTENZIAL – mobilisiert viele Kräfte

Braunrost und Ährenfusarium sowie die her-

vorragende Standfestigkeit. Dadurch ist die

Sorte sehr einfach zu führen und jedem

Landwirt für den Anbau zu empfehlen.“

Gesund und ertragreich

Gesät wurde auf den fruchtbaren Lößlehmen

mit 80 Bodenpunkten am 25. Oktober 2006 mit

ca. 300 Körnern/m 2 (Pflugfurche,Vorfrucht eben-

falls Winterweizen). Nach ortsüblicher Grund-

düngung und Pflanzenschutzeinsatz im Herbst

reichte der Einsatz von 0,25 l/ha CCC als einma-

lige Wachstumsreglermaßnahme vollkommen

aus. Zum Ährenschieben wurde POTENZIAL ein-

Weizen

malig mit 0,8 l/ha Champion + 0,8 l/ha Dia-

mant behandelt.An Stickstoff wurde insgesamt

240 kg/ha gegeben plus 40 kg/ha aus dem

Bodenvorrat. Das Ernteergebnis 2006 mit

90 dt/ha kann sich sehen lassen.

Gleichmäßiges Korn

„Im Vorjahr hatten wir auf unserem Betrieb

7 ha POTENZIAL, jetzt ist POTENZIAL mit 14 ha

Fläche die größte Sorte“, stellt Ludwig Huber die

Verdopplung der Anbaufläche heraus. „Als

Vermehrer achtet man nicht nur auf die Optik auf

„Das größte Plus von POTENZIAL ist

seine Fallzahlstabilität“

Ludwig Huber, Ergolding

dem Feld, sondern

auch auf die Korn-

qualität.

Das gleichmäßige

Korn, die gute Sor-

tierung und Auswuchsfestigkeit passen ins

Gesamtbild dieses neuen interessanten A-Wei-

zens.“ POTENZIAL ist eine Alternative für ganz

Deutschland.

Dr. Bartholomäus

Zacherl

zacherl@dsv-saaten.de

Fon 01 71/1 75 19 89

Fax 0 80 72/37 04 87

Innovation 3/2007 · 11


Weizen

INNOVATION: Sie haben DISCUS 2005 das

erste Mal angebaut. Was ist Ihnen an der Sorte

aufgefallen?

Rainer Niederhausen: Bei uns steht der Weizen

entweder als Frühsaat nach Raps und Kartoffeln

oder sehr spät nach Zuckerrüben und Mais.

Durch die langsame Herbstentwicklung ist

DISCUS die ideale Sorte für Frühsaaten.

Der eher kriechende Wuchstyp ist in Ver-

bindung mit der langsamen Herbstentwicklung

sicherlich auch der Grund für die ausgezeichne-

te Winterhärte der Sorte. Auch wenn diese Ei-

genschaft im Winter 2006 sicherlich nicht rich-

tig unter Beweis gestellt werden konnte. Un-

sere Erfahrungen aus dem Jahr zuvor weisen

jedoch darauf hin.

DISCUS – immer einen Wurf voraus

Wenn Rainer Niederhausen,Verwalter der Saatzucht von Kameke (Gut Windeby) bei Eckern-

förde, und DSV-Außendienstler Andreas Krallinger zusammentreffen, werden vielfältige

Erfahrungen ausgetauscht. Beim Betriebsrundgang wurde insbesondere der neue A-Weizen

DISCUS unter die Lupe genommen. Lesen Sie im Interview, warum DISCUS beide überzeugt.

INNOVATION: Konnte DISCUS Ihre hohen An-

forderungen an die Qualität erfüllen?

12 · Innovation 3/2007

Rainer Niederhausen: Als A-Weizen erreicht

DISCUS bei uns in der Praxis beste Qualitäten –

13,6% Rohprotein und 82,5 hl-Gewicht.Auch die

Fallzahl war sehr stabil. Die Sorte verbindet ihre

Qualitätssicherheit zudem mit hohen Erträgen. In

der Ernte 2006 brachte DISCUS auf unseren

Standorten mit 800 mm Jahresniederschlag und

durchschnittlich 43 Bodenpunkten 111,6 dt/ha.

INNOVATION: DISCUS ist eine sehr bestock-

ungsfreudige Sorte.Wie reagieren Sie in der Be-

standesführung darauf?

Rainer Niederhausen: Wir richten die N-Dün-

gung danach aus. Insgesamt hat der Weizen im

letzten Jahr 220 kg/ha N bekommen, wobei wir

in der ersten Gabe nur 30 kg/ha gegeben haben.

Die Hauptmenge wurde als Schoss- und Ähren-

betonte Düngung gegeben. Wir streben ins-

gesamt 550 Ähren/m 2 als Zielbestand an. DISCUS

„Durch die langsame Herbstentwicklung ist DISCUS die ideale Sorte für

Frühsaaten.“ Rainer Niederhausen, Gut Windeby

ist sehr vital und neigt bei zu hoher N-Versorgung

zu einer überdurchschnittlichen Bestockung.

INNOVATION: Entscheiden Sie sich 2007 wie-

der für DISCUS?

Rainer Niederhausen: Ja, wir werden uns

wieder für diesen A-Weizen entscheiden. Unse-

re Erfahrungen sprechen für die Sorte. Neben

den bereits genannten Eigenschaften hat sich

DISCUS in diesem Jahr als sehr blattgesunde

Sorte gezeigt. Selbst bei Frühsaat in 2006 hatte

die Sorte keinen Mehltau und zeigt sich außer-

dem mit sehr guten Toleranzen gegenüber Sep-

toria, DTR und Ährenfusarium.

Andreas

Krallinger

Fon 01 71/2 63 93 17

Fax 0 45 32/28 23 74

krallinger@dsv-saaten.de

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