HV Präsentation 2012 - Schweizer Berufsverband der ...

sbk.bsbl.ch

HV Präsentation 2012 - Schweizer Berufsverband der ...

Willkommen an unserer

Hauptversammlung 2012


…die Stimme der

Pflege!

Schweizer Berufsverband der

Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner

Elvira Nussbaumer

SBK – ASI / Geschäftsstelle

Leiterin der Abteilungen

Dienstleistungen und Kongress

Choisystrasse 1

Postfach 8124

3001 Bern

Tel: 031 388 36 36 (15 dir.)

Mail: elvira.nussbaumer@sbk-asi.ch

Page: www.sbk-asi.ch


…die Stimme der Pflege!

34. Ordentlichen Hauptversammlung

SBK Sektion beider Basel

22. März 2012

Die Umsetzung der Pflegefinanzierung in

einem föderalistischen Gesundheitssystem –

Auswirkungen auf die Pflegefachpersonen

28.03.2012 SBK-ASI 4


Das Bundesgesetz KLV 7 über die

Neuordnung der Pflegefinanzierung mit

Inkraftsetzung auf den 01.01.2011

Welche Ziele hat das neue Bundesgesetz?

Mit dem neuen Bundesgesetz soll einerseits die

sozialpolitisch schwierige Situation bestimmter Gruppen

pflegebedürftiger Personen entschärft werden.

Andererseits geht es darum, die obligatorische

Krankenversicherung nicht mit zusätzlichen

altersbedingten Pflegeleistungen noch mehr finanziell zu

belasten.

28.03.2012 SBK-ASI 5


Die Änderungen der Neuordnung

Pflegefinanzierung mit Inkraftsetzung

auf den 01.01.2011

1. Beiträge der Krankenversicherer an Pflegeleistungen werden durch

den Bundesrat - gesamtschweizerisch gleich – festgelegt.

2. PatientIn/BewohnerIn beteiligt sich maximal bis zu einem fixen Betrag

an den Pflegekosten

3. Kantone regeln die Restfinanzierung

4. Neues Angebot Akut- und Übergangspflege nach einem Spitalaufenthalt

5. Einführung Hilflosenentschädigung leichten Grades für AHV-

RentnerInnen (Finanzierung durch den Bund – Entlastung Kanton)

6. Vermögensfreibeträge Ergänzungsleistungen werden angepasst

(Belastung Kanton)

SBK-ASI 6


1. Beiträge der Krankenversicherer an

Pflegeleistungen werden durch den

Bundesrat - gesamtschweizerisch auf

gleicher Höhe - festgelegt

Spitex

• Beiträge nach Art der Pflegeleistung

• a) Abklärung CHF 79.80/Stunde

• b) Behandlungspflege CHF 65.40/Stunde

• c) Grundpflege CHF 54.60/Stunde

Stationäre Pflege (Pflegeheim)

• Beiträge für 12 Pflegebedarfsstufen

• Geringster Beitrag: CHF 9.--/Tag in Stufe 1

• Höchster Beitrag: CHF 108.--/Tag in Stufe 12

• Lineare Erhöhung pro Stufe

28.03.2012 SBK-ASI 7


2. Patientin / BewohnerIn beteiligt sich

maximal bis zu 20% des höchsten vom

Bundesrat festgelegten Tarif an den

Pflegekosten

Spitex

• Höchster Tarif (Abklärung) CHF 79.80 / Tag

• Max. Beitrag Bewohner/Patient (20%) CHF 15.95 / Tag

Stationäre Pflege (Pflegeheim)

• Höchster Tarif (Stufe 12) : CHF 108.-- / Tag

• Max. Beitrag Bewohner/Patient (20%) CHF 21.60 / Tag

28.03.2012 SBK-ASI 8


3. Kantone regeln die

Restfinanzierung

Neu regeln die Kantone die Restfinanzierung der

Pflegekosten, wobei die Beteiligung der versicherten

Personen laut Bundesgesetz begrenzt ist.

Somit müssen Kantone und Gemeinden als neue

Kostenträger und Verantwortliche für die Abwicklung

neue Rollen übernehmen und müssen sich mit dieser

zusätzlichen finanziellen Mehrbelastung

auseinandersetzen.

(Inkonvenienzzulagen, Wegzeiten, Notfalleinsätze,

Patientenmutation, spez. Qualifikation, etc.)

28.03.2012 SBK-ASI 9


4. Akut- und Übergangspflege

• Ambulante Pflegeleistungen nach einem

Spitalaufenthalt werden während längstens 2 Wochen

nach den Regeln der Spitalfinanzierung vergütet werden:

- AÜP wird von einem Spitalarzt verordnet

- Die mediz. Probleme sind erkannt und stabilisiert

- Die PatientIn benötigt nach Aufenthalt Akutspital eine

qualifizierte Pflege durch Pflegefachperson

- Die AÜP ist teil der Behandlungskette. Sie ist nicht als

Wartezeit für einen Eintritt in eine Rehabilitationsklinik

oder in ein Heim vorgesehen

- Ziel ist die dauerhafte Rückkehr nach Hause

- Pflegeplan zur Erreichung der Ziele wird erstellt

• Kantone bestimmen die Leistungserbringer 10


Pflegevollkosten nach Kantonen / 22.03.12

Beitrag Krankenversicherung (OKP)PatientIn Kanton Wohnsitzgemeinde Total 1. Stunde 2012

Kanton Beitrag Beitrag Beitrag A B C A B C Total A Total B Total C Zulagen

AG 79.80 65.40 54.60 0.00 0.00 0.00 0.00 15.70 21.50 23.40 95.50 86.90 78.00 nein AG

AI 79.80 65.40 54.60 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 79.80 65.40 54.60 nein AI

AR 79.80 65.40 54.60 8.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 87.80 73.40 62.60 nein

Nacht/WE

AR

BE 79.80 65.40 54.60 8.00 8.95 8.95 8.95 0.00 0.00 0.00 96.75 82.35 71.55 Weg uam BE

BL 78.00 72.00 66.00 8.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 86.00 80.00 74.00 nein BL

BS 79.80 65.40 54.60 8.00 8.20 14.60 15.40 0.00 0.00 0.00 96.00 88.00 78.00 nein BS

FR 79.80 65.40 54.60 15.95 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 95.75 81.35 70.55 nein FR

GE 79.80 65.40 54.60 15.95 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 95.75 81.35 70.55 nein GE

GL 79.80 65.40 54.60 8.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 87.80 73.40 62.60 nein GL

GR 78.00 72.00 66.00 8.00 7.80 7.80 7.80 6.40 6.40 6.40 100.20 94.20 88.20 nein GR

JU 79.80 65.40 54.60 0.00 24.40 21.80 16.20 0.00 0.00 0.00 104.20 87.20 70.80 nein JU

LU 79.80 65.40 54.60 15.95 0.00 0.00 0.00 34.88 29.28 30.08 130.63 110.63 100.63 nein LU

NE 79.80 65.40 54.60 0.00 26.20 26.60 22.40 0.00 0.00 0.00 106.00 92.00 77.00 nein NE

NW 79.80 65.40 54.60 15.95 30.25 17.65 17.45 0.00 0.00 0.00 126.00 99.00 88.00 nein NW

OW 78.00 72.00 66.00 8.00 13.60 13.60 13.60 0.00 0.00 0.00 99.60 93.60 87.60 nein OW

SG 79.80 65.40 54.60 8.00 0.00 0.00 0.00 13.30 10.90 9.10 101.10 84.30 71.70 nein SG

SH 79.80 65.40 54.60 15.95 0.00 0.00 0.00 9.60 9.60 9.60 105.35 90.95 80.15 nein SH

SO 79.80 65.40 54.60 15.95 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 95.75 81.35 70.55 nein SO

SZ 79.80 65.40 54.60 15.95 0.00 0.00 0.00 11.68 13.53 15.13 107.43 94.88 85.68 nein SZ

TG 79.80 65.40 54.60 15.95 0.00 0.00 0.00 3.15 7.25 12.65 98.90 94.00 83.20 nein

Nacht/WE

TG

TI 79.80 65.40 54.60 0.00 8.00 22.40 23.40 0.00 0.00 0.00 87.80 87.80 78.00 Weg b 6500 TI

UR 79.80 65.40 54.60 15.95 1.20 16.60 7.40 0.00 0.00 0.00 96.95 97.95 77.95 nein UR

VD 79.80 65.40 54.60 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 79.80 65.40 54.60 nein VD

VS 79.80 65.40 54.60 0.00 7.20 13.60 15.40 0.00 0.00 0.00 87.00 79.00 70.00 nein VS

ZG 79.80 65.40 54.60 8.00 32.00 32.00 32.00 0.00 0.00 0.00 119.80 105.40 94.60 nein ZG

ZH 73.25 65.15 52.45 8.00 0.00 0.00 0.00 8.00 8.00 8.00 89.25 81.15 68.45 nein ZH


Pflegefinanzierung

Übersicht Kantone 2012

28.03.2012 SBK-ASI 12


Pflegefinanzierung

Kanton Baselstadt 2012

28.03.2012 SBK-ASI 13


Pflegefinanzierung

Kanton Baselland 2012

28.03.2012 SBK-ASI 14


Pflegefinanzierung

Kanton Bern 2012

Clearingstelle Kanton, Leistungsvereinbarung mit

Freiberuflichen

28.03.2012 SBK-ASI 15


Bern: Abgeltungssystematik

Pflege 2012

Wochenendarbeit: Zuschlag pro Stunde am Samstag

(12.00 – 20.00 Uhr) und Sonntag (6.00 – 20.00 Uhr)

10.30

Abend und Nachtarbeit: Zuschlag pro Stunde (20.00 – 6.00 Uhr) 15.40

Zuschlag Spezialleistungen für erhöhte Qualifikation pro Stunde

(Kinderspitex, Psychiatrie, Onkologie, Palliation, Wundmanagement)

24.55

Abgeltung pro Einsatz für Weg 6.00

Abgeltung für Neuklient (Mutation) 63.85

Koordinations- und Supportleistungen 97.75

28.03.2012 SBK-ASI 16


Pflegefinanzierung

Kanton Zürich 2012

Rechnungsstellung an Versicherung, Patienten und

Gemeinde

28.03.2012 SBK-ASI 17


Pflegefinanzierung

Kanton Aargau 2012

Clearingstelle Kanton AG, keine

Leistungsvereinbarung

28.03.2012 SBK-ASI 18


Pflegefinanzierung

Canton de Vaud 2012

Clearingstelle SBK-Sektion Vaud

28.03.2012 SBK-ASI 19


Pflegefinanzierung

Ticino 2012

Clearingstelle Kanton TI, Vertrag mit

Freiberuflichen

28.03.2012 SBK-ASI 20


Ticino: Abgeltungssystematik

Pflege 2012

Sonntage und Feiertage: Zuschlag pro Stunde 5.00

Abendarbeit: Zuschlag pro Stunde (20.00-23.00 Uhr)

Nachtarbeit: Zuschlag pro Stunde (23.00 – 6.00 Uhr)

4.00

1.50

10% Wegkosten / Administration bis max. CHF 6’500.00 8.00 / 7.10

28.03.2012 SBK-ASI 21


Vorschlag SBK zur Aufteilung

der Pflegevollkosten

28.03.2012 SBK-ASI 22


Hauspflege: Die Stundentarife

variieren stark

Wer Betreuung braucht und nicht ins Heim will, kann aus

mehreren Pflegediensten auswählen. Die Kosten sind

sehr unterschiedlich.

«Liebevolle Betreuung im vertrauten Daheim – eine

Altenpflegerin aus Polen für Sie allein.»

Mit solchen Werbeslogans werden Kunden

angesprochen, die sich lieber zu Hause betreuen lassen

wollen als in einem Heim.

03.02.12

28.03.2012 SBK-ASI 23


Hauspflege: Die Stundentarife

variieren stark

Solche ärztlich nicht verordneten Pflegedienste gehen ins

Geld.

Hinzu kommen Wegkosten sowie Zuschläge für Einsätze

in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen.

Wer auf jeden Fall weiter daheim leben will, muss in die

eigene Tasche greifen. Die Preise für zusätzliche, ärztlich

nicht verordnete Pflege sowie Hilfe beim Einkaufen,

Kochen, Spazieren werden von den Krankenkassen nicht

vergütet.

03.02.12

28.03.2012 SBK-ASI 24


Preisvergleich Langzeitpflege

Spitex und Privatspitex

28.03.2012 SBK-ASI 26


Hauspflege:

24 Stunden Tarife

Braucht man eine 24-Stunden-Betreuung, sollte man sich nach Anbietern

mit Pauschalpreisen umsehen.

Das Unternehmen 24h-Pflegeservice.ch verlangt zum Beispiel 5650

Franken monatlich für eine Betreuung an sieben Tagen die Woche.

Anbieter wie Private-care24 arbeiten mit osteuropäischen Betreuerinnen

und verlangen monatlich 2800 bis 3640 Franken.

Seniocare24 stellt 3790 bis 4190 Franken in Rechnung.

Die Kosten variieren meist mit dem Betreuungsbedarf sowie der

Ausbildung und den Deutschkenntnissen der Betreuerin. Zusätzlich

muss der Kunde der Betreuungsperson Kost und Logis im eigenen

Haushalt zur Verfügung stellen.

03.02.12

28.03.2012 SBK-ASI 27


Position des SBK Schweiz

Korrekte Umsetzung vom Bundesgesetz KLV 7 über

die Neuordnung der Pflegefinanzierung in allen

Kantonen und Gemeinden

Gleiche Voraussetzungen bei der Umsetzung der

Pflegefinanzierung in den Kantonen und Gemeinden

für alle LeistungserbringerInnnen

Anständige Arbeitsbedingungen für alle

Pflegefachpersonen in allen Bereichen: Spitäler, Alter-

und Pflegeheime, Psychiatrie, Spitexorganisationen,

Freiberufliche

Angemessener Administrationsaufwand


Position des SBK Schweiz

• Akut- und Übergangspflege

Pflegeleistungen nach einem Spitalaufenthalt werden

während längstens 2 Wochen nach den Regeln der

Spitalfinanzierung vergütet werden

Kostenverteilung: 55% Kanton und 45% KK

28.03.2012 SBK-ASI 29


…die Stimme der Pflege!

Kunstkalender unterstützt Pflege in Togo

Mit dem Kauf des SBK-Kunstkalenders 2012 helfen Sie

gleichzeitig afrikanischen Kolleginnen. Denn der Erlös von 10

Franken von den verkauften Exemplar fliessen in das SBK-

Projekt zur Stärkung der Pflege in Togo.

Der qualitativ hochstehende Kalender im Format 30 x 30 cm

enthält zwölf Zeichnungen von Matthias Winkler, der den SBK-

Jubiläumskongress im KKL Luzern künstlerisch begleitet

hatte.

Wir freuen uns, wenn Sie mithelfen, dieses Projekt zu

realisieren!

28.03.2012 SBK-ASI 30


28.03.2012 SBK-ASI 31


…die Stimme der Pflege!

…la voix infirmière!

28.03.2012

32

SBK-ASI


12. Mai 2012

…die Stimme der Pflege!

Die Gesundheitslücken schließen: Vom

Wissen zum Handeln

28.03.2012 SBK-ASI 33


…die Stimme der Pflege!

…la voix infirmière!


…die Stimme der Pflege!

…la voix infirmière!


…die Stimme der

Pflege!

Herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit

Elvira Nussbaumer

SBK – ASI / Geschäftsstelle

Leiterin der Abteilungen

Dienstleistungen und Kongress

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DRG und ihre Folgen

Spitäler entlassen Patienten schneller in die Reha

Seit Einführung der Fallpauschalen überweisen Spitäler ihre

Patienten nach Operationen früher an Rehakliniken. Diese klagen

über «blutige Entlassungen»: Sie müssten sich um Patienten

kümmern, die für die Reha noch gar nicht gesund genug seien.

31.01.12

Spitäler überweisen Patienten in kritischem Zustand in

Rehakliniken

Infolge der Fallpauschalen müssen Rehakliniken Patienten bereits

kurz nach einem Eingriff übernehmen. Damit steigt der medizinische

Aufwand dort und der beabsichtigte Spareffekt bleibt aus.

28.03.2012 SBK-ASI 41


DRG und ihre Folgen

31.01.2012

Vermehrte Komplikationen

Erfahrungen aus Deutschland, wo die Fallpauschalen 2004 eingeführt

wurden, weisen jedoch auf problematische Tendenzen hin. «Mit den

Fallpauschalen ist die Zahl der Patienten gestiegen, die bei der

Aufnahme in die Reha unter Komplikationen leiden und einen klar

schlechteren Gesundheitszustand aufweisen», sagt Professor

Wilfried von Eiff. Der Gesundheitsökonom der Uni Münster hat eine

Studie zu den Folgen der Fallpauschalen auf die Rehabilitation verfasst.

Demnach stieg von 2003 bis 2010 der Anteil an Hüftpatienten, die

wegen Schmerzen und geklammerten Wundnähten in der ersten

Rehawoche nicht an der Physiotherapie teilnehmen konnten, von 5,6

auf 39,4 Prozent.

Auch wurden mehr Medikamente verschrieben. 2003 benötigten 4

Prozent der Rehapatienten Schmerzmittel, 2010 rund 32 Prozent.

28.03.2012 SBK-ASI 42


DRG und ihre Folgen

31.01.2012

Seit Anfang Jahr gelten Schweiz weit sogenannte Fallpauschalen. Die

Spitäler können nicht mehr die Anzahl Tage abrechnen, die ein Patient

bei ihnen liegt, sondern erhalten unabhängig von der Aufenthaltsdauer

eine fixe Pauschale pro Fall. Damit steigt der wirtschaftliche Druck,

Patienten früh zu entlassen.

Im Vorfeld der Fallpauschalen-Einführung betonten die Spitäler, es werde

nicht zu «blutigen Entlassungen» kommen, denn solche würden dem

Ruf eines Spitals schaden. Erste Erfahrungen zeigen aber, dass

Patienten sehr wohl früher entlassen und in die

Rehabilitationskliniken überstellt werden.

28.03.2012 SBK-ASI 43


DRG und ihre Folgen

31.01.2012

«Viele Patienten werden in kritischem Zustand in die Rehakliniken

eingeliefert», sagt Fabio Mario Conti, Präsident der Vereinigung der

Schweizer Rehabilitationskliniken und Chefarzt der Clinica Hildebrand in

Brissago TI. Früher seien die Patienten im Schnitt fünf bis sieben Tage

nach der Operation in eine Rehaklinik überwiesen worden. Seit

Einführung der Fallpauschalen erfolge die Überweisung bereits nach drei

oder vier Tagen. «Die Patienten sind immer öfter nicht in der Lage,

mit der Rehabilitation zu beginnen und müssen erst stabilisiert

werden», sagt Conti.

Die Folge: Rehakliniken werden zunehmend zu Akutspitälern und

müssen Ärzte und Pflegepersonal für komplizierte medizinische Fälle

einstellen. Da Akutspitäler in einzelnen Kantonen bereits seit mehreren

Jahren mit Fallpauschalen arbeiten, spüren die Rehakliniken diesen

Trend nicht erst seit Jahresbeginn. «In unserer Klinik stieg die

durchschnittliche Verweildauer der Patienten zwischen 2006 und

2011 von rund 21 auf 24 Tage», sagt Conti.

44


DRG und ihre Folgen

31.01.2012

An die Spitex weiterreichen

Die Frühverlegungen führen einzelne Rehakliniken, die wegen der

Alterung der Bevölkerung ohnehin steigende Patientenzahlen aufweisen,

an Kapazitäts-grenzen.

Das kann dazu führen, dass auch Rehakliniken ihre Patienten früher

entlassen und diese vorzeitig der Spitex übergeben.

«Es besteht die Gefahr, dass die Patienten nicht mehr nachhaltig

rehabilitiert werden», sagt Conti.

Zudem kritisieren die Rehakliniken, dass ihre Mehrkosten nicht

entschädigt werden. «Die Krankenkassen weigern sich häufig, den

wegen Frühverlegungen entstandenen Mehraufwand zu

entschädigen», sagt Matthias Mühlheim, Direktor der Reha Rheinfelden

AG. Er bezeichnet es als Trugschluss, dass Fallpauschalen zu tieferen

Gesamtkosten führen: «Kosten werden einfach vom Spital in die

Rehaklinik oder zu anderen nachbehandelnden Institutionen

verlagert.»

28.03.2012 SBK-ASI 45


DRG und ihre Folgen

31.01.2012

Die Rehakliniken unterstehen nicht dem Fallpauschalen-

System, sondern ersuchen die Kassen um Übernahme

einer bestimmten Anzahl Tages-pauschalen.

Ab 2015 soll auch für Rehakliniken ein einheitliches

Abrechnungssystem gelten. Dieses orientiert sich

jedoch nicht an der Diagnose, sondern berücksichtigt

den Schweregrad der Erkrankung und die

Funktionsdefizite der Patienten.

Auf schwere Fälle vorbereitet

Laut dem Krankenkassenverband Santésuisse sind die

Rehakosten zwischen 2001 und 2009 von insgesamt 638

Millionen auf 954 Millionen Franken pro Jahr gestiegen. Eine

zunehmende Ablehnung von Rehagesuchen kann

28.03.2012 SBK-ASI

Sprecherin Anne Durrer nicht bestätigen. Sie betont aber:

46


DRG und ihre Folgen

Vermehrte Komplikationen

Laut von Eiff ist die Rückverlegung von Rehapatienten in

Akutspitäler um 45 Prozent gestiegen.

Der Mehraufwand habe in den Rehakliniken auch zu

Sparmassnahmen geführt – etwa zu kürzeren

Therapiesitzungen und zu mehr Gruppen- statt

Einzeltherapie.

31.01.2012

28.03.2012 SBK-ASI 47


DRG und ihre Folgen

29.01.2012

Die Pflegekosten laufen aus dem Ruder

PFLEGEFINANZIERUNG Bereits ein Jahr nach dem

System-wechsel steht fest: So kann es nicht weitergehen.

Die Pflegekosten lassen die Gemeinden finanziell

ausbluten.

Was für die Bewohnerinnen und Bewohner von

Betagtenzentren als Segen daherkommt, entwickelt sich

für die Gemeinden bereits nach dem ersten Jahr zum

Albtraum. Die Restfinanzierung für die Pflegekosten

reissen unerwartet grosse Löcher in die Budgets. So

rechnet Emmen zum Beispiel fürs laufende Jahr mit

einem Defizit von 5,3 Millionen Franken. Dieser Betrag

entspricht in etwa den Kosten von 5,9 Millionen Franken,

welche die Gemeinde Emmen allein für Heim-

Pflegekosten aufwenden muss. Dazu kommen noch 1,3

28.03.2012 SBK-ASI 48


Einige Gedanken zum aktuellem Anlass

• Die Verselbständigung der Spitäler BL hat das Stimmvolk BL

am 11. März beschlossen

• Somit stehen GAV Verhandlungen mit allen grösseren

Institutionen dieser Region an

• Dazu brauchen wir aktive SBK Mitglieder in den

Personalkommissionen

• Dazu brauchen wir aber auch SBK Mitglieder die

Veränderungen in den Institutionen erkennen und

darauf reagieren

• Dazu brauchen wir aber auch einen starken

Berufsverband welcher viele Pflegefachpersonen

vertritt


Traktandenliste

1. Eröffnung

2. Wahl der Stimmenzählenden

3. Genehmigung der Traktandenliste

4. Genehmigung des Protokolls auss HV 10.11.2011

5. Genehmigung des Jahresberichts 2011

6. Genehmigung der Jahresrechnung 2011

7. Entlastung des Vorstands

8. Budget 2012

9. Genehmigung der Planerfolgsrechnung 2012

10. Verabschiedungen

11. Präsidium 2012

12. Wahlen

13. Statutenrevision, Reglement ass. Mitglieder,

Mitgliederbeitrag ass. Mitglieder

14. Verschiedenes


400'000.00

300'000.00

200'000.00

100'000.00

0.00

Bilanzvergleich 2008 - 2011

Bilanz 2008 Bilanz 2009 Bilanz 2010 Bilanz 2011

Anlagevermögen Fremdkapital Eigenkapital Umlaufvermögen


Erfolgsrechnung 2011 (CHF)

ERTRAG

Ist 2011 Budget 2011 2010

Mitgliederbeiträge 210’746.00 214’000.00 211’269.00

Kurs- und Tagungsgebühren 45’620.00 41’000.00 68’525.00

Mietzinseinnahmen 44’880.00 45'950.00 44'880.00

Übriger Betriebsertrag 13’072.00 12’500.00 11’330.00

Total Ertrag 314’318.00 313’450.00 336’004.00

AUFWAND

Personalaufwand 225’741.00 226’300.00 221’739.00

Drittleistungen 41’627.00 36’700.00 43’522.00

Finanzaufwand 6’097.00 4’200.00 3’952.00

Abschreibungen 4’746.00 4’000.00 7’354.00

Übriger Betriebsaufwand 60’715.00 63’770.00 58’245.00

Total Aufwand 338’926.00 334’970.00 334’812.00

Ertrags- und Kapitalsteuern 3’502.00 3’000.00 3’334.00

Jahresgewinn/Verlust -28’110.00 -24’520.00 2’142.00


32'000.00

22'000.00

12'000.00

2'000.00

-8'000.00

-18'000.00

-28'000.00

-38'000.00

-48'000.00

-58'000.00

-68'000.00

Gewinn/Verlust 2007 – 2011

Rg. 2007 Rg. 2008 Rg. 2009 Rg. 2010 Rg. 2011

Liegenschaft Fortbildung Gewinn/Verlust AVA


Budgetkorrektur 2012 /

Planerfolgsrechnung 2013 (CHF)

ERTRAG

Planerf. 2012 Budget 2012 Abweichung Planerf. 2013

Total Ertrag 322’450.00 332’580.00 10’130.00 322’580.00

AUFWAND

Personalaufwand 226’800.00 219’500.00 -7‘300.00 220’800.00

Drittleistungen 39’500.00 44’800.00 5’300.00 34’800.00

Finanzaufwand 4’200.00 5’200.00 1‘000.00 5’200.00

Abschreibungen 4’000.00 4’000.00 4’000.00

Übriger Betriebsaufwand 68’720.00 65’070.00 -3’650.00 62’770.00

Total Aufwand 343’220.00 338’570.00 -4’650.00 327’570.00

Ertrags- und Kapitalsteuern 3’000.00 3’500.00 500.00 3’500.00

Jahresgewinn/Verlust -23’770.00 -9’490.00 14‘280.00 -8’490.00


Verabschiedungen

Unsere Präsidentin: Michèle Kiechler-Planta

Delegierte der Sektion: Jens Stüwe, Liliane Zingg

Ersatzdelegierte der Sektion: Christine Rippberger


Wie weiter im 2012


Wahlen

Vorstandsmitglied: Béatrice Ruzicka

Vorstandsmitglied: Michael Süss

Delegierte der Sektion: Rebekka Näf


Statutenrevision SBK beider Basel

Art. 36 Auflösung und Fusion der Sektion

1 Die Auflösung der Sektion bzw. die Fusion mit einer anderen Sektion

kann durch eine ordentliche oder ausserordentliche

Hauptversammlung beschlossen werden, wenn vier Fünftel der

anwesenden ordentlichen Mitglieder ihr zustimmen und der Antrag als

Traktandum auf der Traktandenliste aufgeführt ist.

2 Die Auflösung oder die Fusion sind dem SBK zur Genehmigung zu

unterbreiten. Über die Verwendung des Liquidationserlöses

entscheidet ebenfalls der SBK.


Statutenrevision SBK beider Basel

Art. 15 Gönner

4 Die Sektion strukturiert sich so, dass sie von Gönnern unabhängig ist

Art. 26 Interessengruppen

1 Interessengruppen sind Zusammenschlüsse von Berufsangehörigen

des Sektionsgebietes ohne eigene Rechtspersönlichkeit zur

Bearbeitung von fachspezifischen Fragestellungen im Zusammenhang

mit den Zielsetzungen gemäss Art. 3.


Statutenrevision SBK beider Basel

Reglement über die assoziierte Mitgliedschaft

Titel:

Reglement der assoziierten Mitgliedschaft SBK Sektion beider Basel

Absatz 3, Ergänzung:

(Artikel 8a, 9-11 der Statuten des SBK beider Basel)

Absatz 4: Ergänzung:

Weiter erfordert die Revision der Statuten des SBK beider Basel die

Zustimmung von mindestens zwei Drittel der an einer Hauptverversammlung

anwesenden ordentlichen Mitglieder.

Jährliche Mitgliederbeiträge assoziierte Mitglieder

- 50% bis 100%: Fr. 200.-

- 0% bis 50%: Fr. 150.-

- Lernende: Fr. 60.-


Veranstaltungen:

Hygienisch alles klar? 24.04.12

Pflege und Recht 19.06.12

Palliative Care Zertifikatskurs 10 Tage Januar-März 12

Ethische Aspekte

der End of Live care 11.09.12

Tagesveranstaltung Thema noch offen November 12

Kommunikation-Koordination und Innovation

Führungskurs, 9 Tage ab 22.08.12

Adventsfeier 10.12.12

2 Abendveranstaltungen geplant: Herbst und Winter


Sektionsziele 2012

- Der Vorstand ist erweitert auf mind. 7 Personen

- Assoziierte Mitglieder rekrutieren und einbinden

- OE Entwicklung bezüglich Sektionsstrukturen und deren

Umsetzung

- Präsenz von mindestens 2 Vorstandsmitgliedern an

Abendveranstaltungen

- Aktive und sichtbare Mitarbeit bei der Ausarbeitung von

Gesamtarbeitsverträgen der öffentlich-rechtlichen Spitäler

BS und BL

GAV Verhandlungen BS/ BL

- In BS: AG GAV bestehend aus SBK, vpod, BAV, Syna und VSAO

- Die Bereitschaft für GAV-Verhandlungen ist bei den Verwaltungs-

-räten von FPS, USB und UPK deponiert

- Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den PeKo’s

- Vorgespräch mit der Spitex BS bezüglich GAV-Verhandlungen hat

stattgefunden

- Im Kanton BL suchen wir mit der ABP das Gespräch


Der Pressespiegel wird jetzt angeboten!

Natürlich auf: www.sbk-bsbl.ch


Wir laden sie

nun zum

gemütlichen Teil

ein:

Zum Apéro


Kommen Sie gut nach Hause

Bis zur nächsten Veranstaltung am

24. April oder am 19. Juni

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