75 JAHRE HAndbAll in SCHMidEn - TSV Schmiden Handball

handball.schmiden.de

75 JAHRE HAndbAll in SCHMidEn - TSV Schmiden Handball

LEIDENSCHAFT AM TEAMSPORT

75 JAHRE HAndbAll IM TSV SCHMIDEN

1933-2008


• WERBUNG

WERBUNG • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • iNhaLT

5

GRUSSWORTE 5 Klaus Tappeser

7 hans artschwager

7 Dr. Josef Brandel

9 christoph Palm mdL

11 Ulrich Lenk

13 Siegfried Bürkle

INHALTSVERZEICHNIS 14

chRONiK

20

aBTEiLUNGSLEiTER UND miTGLiEDERENTWicKLUNG

21

iNTERViEW interview mit Otto Kübler

22

BERichTE 22 Unsere männer

28 Unsere Frauen

33 Unsere 2. mannschaften

34 Unsere Jugend

36 Unsere Schiedsrichter

38 Schmiden Pumas

40

SPORTSTÄTTEN

41

DaNK aN DiE SPONSOREN

42

UNSERE maNNSchaFTEN 2008

50

aBTEiLUNGSaUSSchUSS

51

aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN

58

haNDBaLL SPEZiaL

64

FREUNDESKREiS

66

DaNK aN DiE hELFER

67

iN GEDENKEN

68

DamaLS

70

imPRESSUm

• iNhaLT


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aNZEiGE • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN


KLAUS TAPPESER

Danke und Gruß!

Der Württembergische Landessportbund überbringt dem TSV Schmiden e.V. – abt. handball zu

seinem 75-jährigen Vereinsjubiläum herzliche Glückwünsche und aufrichtigen Dank für die in

den vergangenen Jahrzehnten geleistete arbeit.

Klaus Tappeser

Präsident des

Württembergischen

landessportbundes

e.V.

Der Verein hat dank initiativer und umsichtiger Vereinsführung und überdurchschnittlichem Engagement der Mitglieder

eine Entwicklung genommen, die bestätigt, dass Ehrenamtlichkeit und soziale Verantwortung in unserer

Gesellschaft nach wie vor positive und vertrauliche Ergebnisse bringen.

Der TSV Schmiden e.V. – Abt. Handball leistet mit seinem von hoher sozialer Verantwortung geprägtem

Angebot einen wertvollen Beitrag zur inneren Harmonie unserer Gesellschaft. Dies ist möglich

durch die engagierte ehrenamtliche Tätigkeit von vielen Frauen und Männern. Dem Württembergischen

Landessportbund ist es deshalb ein Anliegen, nicht nur Glückwünsche auszusprechen, sondern auch herzlichen

Dank zu sagen den zahlreichen Mitarbeitern/innen, Übungsleitern/innen und Helfern/innen, die durch ihren

persönlichen Einsatz und ihre freiwillige Leistungen zu einer erfolgreichen Vereinsarbeit beigetragen haben.

Der Württembergische Landessportbund als Dachorganisation aller Sportvereine und Sportfachverbände in

Württemberg wird sich auch in Zukunft darum bemühen, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, damit

so profilierte und innovationsbereite Mitgliedsvereine wie der TSV Schmiden mit seiner Handballabteilung

interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Kindern und Jugendlichen ein attraktives Sport- und Freizeitangebot

unterbreiten können.

Ich wünsche dem Verein ein ermutigendes Jubiläumsjahr und eine erfolgreiche Zukunft.

Ihr Klaus Tappeser

Präsident des Württembergischen Landessportbundes e.V.

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • GRUSSWORT

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aNZEiGE • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN


HANS ARTSCHWAGER

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • GRUSSWORT

75 Jahre handball in Schmiden – allein dieses alter ist Grund genug, mit Stolz auf die

Geschichte zu blicken. im Namen des handballverbandes Württemberg e.V. gratuliere ich den

handballerinnen und handballern des TSV Schmiden zum „Fünfundsiebzigsten“ ganz herzlich.

H. Artschwager

Präsident des

Handballverbandes

Württemberg

DR. JOSEF BRANDEL

Im Rückblick auf 75 Jahre Handball wird einmal mehr deutlich, wie wechselhaft die Zeitläufe sind und dass Vereine

den sich ständig verändernden Rahmenbedingungen anpassen müssen.

Das Anpassen ist dem Verein gerade in der jüngeren Geschichte in herausragender Weise gelungen.

Die Erfolge des TSV Schmiden mit Württembergischen Meistertiteln sind in einer Vielzahl vorhanden. Das

Beeindruckende ist, dass die Erfolge sowohl bei den Männern, Frauen und in der Jugend erzielt worden sind.

Der TSV Schmiden ist – mit seinen 25 Mannschaften – auch für die kommenden Aufgaben gut gerüstet,

um weiterhin erfolgreich zu sein.

Viel wichtiger als all die sportlichen Erfolge ist jedoch das seit 75 Jahren verbindende Ziel, im Handball

Freude, Geselligkeit sowie Erfolg und auch Erholung zu erfahren. Ohne das Engagement der vielen ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die Begeisterung und die Hingabe in der Jugendarbeit könnte dieses Jubiläum

heute nicht gefeiert werden.

All jenen, die dazu beigetragen haben, dass der Handballsport des TSV Schmiden 75 Jahre jung geblieben

ist, danke ich von Herzen. Ich wünsche dem Verein und seinen Mitgliedern weiterhin viel Elan, stets engagierte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die richtigen Entscheidungen, einen nie versiegenden Ideenquell und allzeit

Freude und Erfolg.

Hans Artschwager

Präsident des Handballverbandes Württemberg

Einen herzlichen Glückwunsch zum 75. Jubiläum!

dr. Josef brandel

bezirksvorsitzender

des Handballbezirks

Rems-Stuttgart

Liebe Handballfreundinnen, liebe Handballfreunde des TSV Schmiden,

allen Handballerinnen und Handballern des TSV Schmiden gratuliere ich zum 75. Jubiläum ihrer Handballabteilung

ganz herzlich. Der gesamte Handballbezirk Rems-Stuttgart wünscht Euch zu diesem

Geburtstag alles Gute. Der TSV Schmiden hat in den letzten Jahrzehnten im Handballsport Hervorragendes

geleistet und immer wieder bei Frauen und Männern exzellente Mannschaften hervorgebracht. Dies

ist auch ein Ergebnis der ausgezeichneten und langfristig angelegten Jugendarbeit des Vereins. Es

gelingt immer wieder, talentierte Jungen und Mädchen auszubilden und in die aktiven Mannschaften zu

integrieren. Der Handballbezirk Rems-Stuttgart ist stolz, einen solchen Verein in seinen Reihen zu haben.

Danken möchte ich zu diesem Jubiläum allen Verantwortlichen, der Abteilungsleitung, der Jugendleitung,

den Trainern, den Betreuern und nicht zuletzt den Spielerinnen und Spielern für ihren großen Einsatz und ihr

Engagement, zum Teil über viele Jahre und Jahrzehnte. Ich bin sicher, dass auf Grund der hervorragenden Arbeit

auf allen Ebenen die sportlichen Erfolge auch in Zukunft nicht ausbleiben. Dazu wünsche ich Euch viel Glück. Auf

die nächsten 25 Jahre!

Mit allen guten Wünschen und herzlichen Grüßen

Ihr/Euer Dr. Josef Brandel

Bezirksvorsitzender des Handballbezirks Rems-Stuttgart

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CHRISTOPH PALM MDL

im Jahr 1933 griffen einige junge Sportler in Schmiden zum Ball und bereicherten das Sportangebot

des TSV Schmiden um ein weiteres Element – den handball, der seit den 1920er Jahren

in Deutschland immer mehr anhänger gefunden hatte. Zum 75-Jahr-Jubiläum gratuliere ich der

handballabteilung des TSV recht herzlich.

Christoph Palm Mdl

Oberbürgermeister

Die Handballabteilung war die erste ballspielende Abteilung überhaupt im Schmidener Sportverein. Und die

Anfänge waren dementsprechend bescheiden. Die Schmidener Handballer mussten sich auf Freundschaftsspiele

beschränken, die alle auswärts ausgetragen wurden. Denn ein eigener Platz stand nicht zur Verfügung. Erst 1936

konnte man nach dem Bau eines Sportplatzes in einen regulären Spielbetrieb einsteigen. Aus diesen Anfängen

entwickelte sich die Handballabteilung des TSV Schmiden zu einer der starken des Schmidener Großvereins. Ihre

Mannschaften zählen zu den erfolgreichsten in Baden-Württemberg.

Manches hat sich seit 1933 geändert. Der Großfeldhandball wurde abgelöst durch den Kleinfeld- und Hallenhandball.

Die Traditionssportarten haben Konkurrenz durch neue Sportarten und -angebote erhalten. Doch der

Handball hat in Schmiden eine feste Basis, ungeachtet auch aller Euphoriewellen, wie sie durch die großen Erfolge

der deutschen Herren- und Frauennationalmannschaft in jüngster Vergangenheit ausgelöst wurden.

Dies ist kein Zufall, sondern Folge einer hervorragenden Jugendarbeit, durch die immer wieder Kinder

und Jugendliche nicht nur an den Handballsport herangeführt werden, sondern dieser faszinierenden Mannschaftssportart

bis ins Erwachsenenalter verbunden bleiben. Seit einigen Jahren arbeitet der TSV Schmiden

im Jugendbereich mit dem TV Oeffingen im Handballsportclub Schmiden-Oeffingen zusammen. Es spricht für

das Konzept, wenn der Nachwuchs des HSC der erfolgreichste im Handballbezirk ist. Diese Jugendarbeit ist

entscheidende Voraussetzung dafür, dass Handball im TSV Schmiden nicht nur Tradition, sondern auch Zukunft hat.

Ebenso wie die sportlichen Ziele sind es die gemeinsamen Aktivitäten, die eine Abteilung zusammen und

am Leben erhalten. Bei den Handballern des TSV Schmiden kommt neben dem sportlichen auch der gesellige

Aspekt nicht zu kurz. Beides verbindet sich im Schmidener Ortsturnier, dem Aufeinandertreffen bunt gemischter

Mannschaften aus der Region.

Den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, die Ende Oktober in der Jubiläums-Gala in der Festhalle Schmiden

den Höhepunkt finden, wünsche ich einen guten Verlauf. Und allen Mannschaften der Handballabteilung des

TSV Schmiden viel Erfolg bei den anstehenden sportlichen Herausforderungen.

Christoph Palm MdL

Oberbürgermeister

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • GRUSSWORT

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10

aNZEiGE • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN


ULRICH LENK

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • GRUSSWORT

i n d i e s e m J a h r f e i e r t u n s e re h a n d b a l l a b t e i l u n g i h r 7 5 - j ä h r i g e s J u b i l ä u m . D i e s m ö c h t e

ich zum anlass nehmen, ein wenig die Erfolgsgeschichte dieser TSV-abteilung zu beleuchten,

die ich als Jugendlicher selbst ein paar Jahre hautnah miterleben durfte.

Ulrich lenk

Präsident des

TSV Schmiden

Seit der Gründung im Jahr 1933 hat die Handballabteilung eine erstaunliche Entwicklung durchlaufen und zählt

heute im Jahr 2008 mit 381 Mitgliedern zu den großen Abteilungen im TSV Schmiden. Während vor dem Krieg das

Geschehen eher bescheiden ablief, erlebte die Handballabteilung nach Kriegsende den ersten Aufschwung. Nach einer

weiteren Krise florierte das Abteilungsleben ab 1968 wieder, so dass die TSV-Handballer ab 1983 zu den stärksten

Abteilungen im Württembergischen Handballverband zählen. Seit 1983 gibt es auch genaue Aufzeichnungen über die

Mitgliederentwicklung und die Erfolge der einzelnen Mannschaften, eine Auflistung, die die Abteilungsverantwortlichen

mit Stolz betrachten können. So startete beispielsweise die Männermannschaft im Jahr 1983 in der Kreisklasse 1

und schaffte 2007 den Aufstieg in die Baden-Württemberg Oberliga. Die Frauen, die 1983 in der Bezirksliga starteten,

konnten sogar im Jahr 2006 in der dritthöchsten Spielklasse, der Regionalliga Höhenluft schnuppern und spielen jetzt

in der Württembergliga.

Mit besonderer Freude schaue ich und mit mir der ganze TSV-Vorstand auf die Entwicklung im Jugendbereich,

die mich in jungen Jahren selbst geprägt und an den TSV herangeführt hat. Heute ist der Mitgliederstand bei den

Jugendlichen unter 18 Jahren – nach einemTiefstand im Jahr 1993 – wieder auf über 200 gestiegen. Und – was

mich ebenso freut, die Jugendlichen spielen auf hohem Niveau. So konnte z.B. die C-Jugend 2007 Württembergischer

Meister werden. Insgesamt sind 20 Jugendmannschaften am Start, von denen viele die vorderen Plätze der

Württembergischen Wettbewerbe belegen, bzw. die Spielberechtigung für die höchsten Ligen im Bezirk erringen

konnten. Die Handballabteilung des TSV Schmiden ist im Jugendbereich das Aushängeschild im Spielbezirk Rems-

Stuttgart. So konnte die Abteilung auch schon einige Talente hervorbringen, die jüngst mit der Württembergischen

Auswahl Deutscher Meister im Länderpokal werden konnten. Dies bescheinigt, dass die Abteilung auf dem richtigen

Weg ist, nämlich durch intensive Jugendarbeit die Eigengewächse an die Leistungsmannschaften heranzuführen und

in die Teams zu integrieren.

Geradezu legendär ist die Kameradschaft unserer Handballer. Vom Rettichfest, über die „Brunnenhocketse“ oder

den Schmidener Sommer – überall feiern die Handballer mit und lassen andere mitfeiern, auch um die gewaltigen

Anstrengungen im Jugend- und Wettkampfbereich finanziell zu unterstützen. Dazu tragen auch das zur festen Schmidener

Tradition gewordene „Ortsturnier“ und die von der Handballabteilung regelmäßig durchgeführten Volkswandertage bei.

Veranstaltungen mit großem logistischem Aufwand, die nur machbar sind, weil dahinter ein für mich faszinierendes,

weit über das Normalmaß hinausgehendes ehrenamtliches Engagement vieler Abteilungs- und Fördervereinsmitglieder

steht, für das man dankbar sein kann und zu dem ich unsere Handballer beglückwünschen möchte.

Nicht zuletzt ist dies der jahrelangen, intensiven Aufbauarbeit einzelner Persönlichkeiten zu verdanken. Stellvertretend

für viele möchte ich den „Mr. Handball von Schmiden“ Rolf Bürkle nennen, der ab 1949 in Personalunion

sämtliche Posten der Abteilung ehrenamtlich mit Leben füllte und die Handballabteilung entscheidend prägte. In

seine Fußstapfen sind nun mittlerweile seine Söhne getreten, die ihre Abteilung im Sinne ihres Vaters weiterführen.

Siegfried Bürkle fungiert als Abteilungsleiter, sein Bruder Wolfgang als stellvertretender Abteilungsleiter und

Gesamtjugendleiter.

Abschließend möchte ich mich bei allen Übungsleitern, Trainern und Helfern in der Handballabteilung im Namen

des gesamten Vorstandes für die geleistete Arbeit bedanken und ganz herzlich zu diesem tollen Jubiläum gratulieren.

Für alle in diesem Jahr anstehenden Veranstaltungen wünsche ich ein gutes Gelingen und allen Mannschaften einen

erfolgreichen Saisonabschluss. Mein Dank gilt auch allen Sponsoren und Förderern der Handballabteilung für Ihre

Unterstützung.

Bei soviel Zusammenhalt, einer so intensiv gepflegten Kameradschaft und einer so vorbildlichen Jugendarbeit ist

mir um die Zukunft der Handballabteilung nicht Bange.

Ulrich Lenk

Präsident des TSV Schmiden

• GRUSSWORT

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1

aNZEiGE • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN


SIEGFRIED BüRKLE • WOLFGANG BüRKLE • THOMAS RAISER

Liebe mitglieder und Freunde der handballabteilung,

wir feiern in diesem Jahr das 75-jährige Jubiläum unserer handballabteilung im TSV Schmiden.

Das Jubiläum ist natürlich auch anlass, um Rückschau zu halten und sich der Vergangenheit des

Schmidener handballs zu erinnern.

Siegfried bürkle

Wolfgang bürkle

Thomas Raiser

Es waren schwierige Zeiten dabei, diese waren nur durch Kameradschaft und großen Idealismus zu bewältigen. Die

Freude am Handball und die vielen Feste der „Schmidener Handballfamilie“ taten aber ihr übriges und prägen sowohl

gestern als auch heute das Abteilungsleben.

Unsere Abteilung hat sich im süddeutschen Raum einen guten Namen gemacht. Sowohl die Jugendarbeit

als auch die Spielklassenzugehörigkeit der Frauen und auch der Männer sprechen hier Bände.

Zusammen mit dem TV Oeffingen, seit 2004 als Kooperationspartner, stellen wir momentan 20 Jugendmannschaften

mit 300 Jugendlichen und müssen somit vor der Zukunft unseres TSV keine Sorge tragen.

Im Jubiläumsjahr 2008 wollen wir uns natürlich bei den geplanten Veranstaltungen auch unserer Bevölkerung

präsentieren. Im Rahmen unseres 39. Ortsturniers, dem 3. Rolf-Bürkle-Gedächtnis-Turnier, spielt am

6. Juli unsere Frauenmannschaft gegen den 2. Bundesligisten SV Allensbach und unsere Männer gegen den

1. Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten in der Schmidener Sporthalle. Den geselligen Beitrag gestaltet unsere

Pragfahrt vom 19. – 22. Juni, dort werden wir auch Prager Handball-Freunde aus früheren Begegnungen treffen. Den

Abschluss des Festjahres bildet ein Festabend am 31. Oktober in der Schmidener Festhalle, auf den wir schon alle

gespannt sind.

Es freut uns, dass Sie, liebe Gäste und Sportbegeisterte, unser 75-jähriges Jubiläum mit uns zusammen feiern.

Die Abteilungsleitung

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • GRUSSWORT

Siegfried Bürkle Wolfgang Bürkle Thomas Raiser

• GRUSSWORT

1


• chRONiK

1

chRONiK • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

75 JAHRE HAndbAll

iM TSV SCHMidEn

1900

z

2. Jul 1902

G r ü n d u n g d e s

Tu r n v e r e i n s S c h m i d e n

1910

z

1933

1911

D i e E l e k t r i z i t ä t h ä l t i n

S c h m i d e n E i n z u g .

14. Okt 1933

D a s w ü r t t e m b e r g i s c h e

S t a a t s m i n i s t e r i u m

e r h e b t F e l l b a c h z u r

S t a d t .

24. Sep 1933

D a s e r s t e h a n d b a l l -

s p i e l d e s T V S c h m i d e n

e n d e t m i t e i n e r

4 : 1 7 - N i e d e r l a g e g e g e n

d e n T V Ö f f i n g e n 2 .

x

1930 1950

1935

z

1940 1960

1936

E r s t e r e i g e n e r S p o r t p l a t z

a n d e r c a n n s t a t t e r S t r a ß e

u n d e r s t e J u g e n d m a n n -

s c h a f t w i r d a u f g e s t e l l t .

F e l d - h a n d b a l l s t e h t b e i

d e n O l y m p i s c h e n S p i e -

l e n i n B e r l i n d a s e r s t e

u n d e i n z i g e m a l a u f d e m

P r o g r a m m . D e u t s c h l a n d

g e w i n n t G o l d v o r Ö s t e r -

r e i c h u n d d e r S c h w e i z .

1937/1938

D e r T S V n i m m t a n V e r -

b a n d s s p i e l e n i m B e z i r k 8

( R e m s ) t e i l .

1938

E r s t m a l s f i n d e n W e l t m e i s -

t e r s c h a f t e n s t a t t – i m

F e l d u n d i n d e r h a l l e .

D e u t s c h l a n d g e w i n n t

b e i d e Tu r n i e r e .

1939

D e r Z w e i t e W e l t k r i e g

b r i c h t a u s . D e r Ü b u n g s -

b e t r i e b w i r d b a l d s c h o n

e i n g e s t e l l t . N u r d i e

J u g e n d l i c h e n k ö n n e n

n o c h v o r ü b e r g e h e n d

w e i t e r m a c h e n .

1949

R o l f B ü r k l e w i r d J u g e n d -

l e i t e r f ü r 2 6 N a c h w u c h s -

h a n d b a l l e r. D i e a k t i v e n

s t e i g e n i n d i e B e z i r k s l i g a

a u f .

a m 1 . O k t o b e r w i r d d e r

D e u t s c h e h a n d b a l l - B u n d

g e g r ü n d e t .

Jun 1948

h e i n z B ü r k l e l e g t d e n

G r u n d s t o c k f ü r d i e J u g e n d -

a b t e i l u n g . E r r u f t d i e e r s t e

c - J u g e n d i n s L e b e n .

25. Mär 1948

E i n e 2 5 - k ö p f i g e V e r s a m m -

l u n g t r i f f t s i c h i m „ G r ü n e n

B a u m “ z u r G r ü n d u n g d e r

h a n d b a l l a b t e i l u n g a l s

s e l b s t ä n d i g e a b t e i l u n g

d e s T S V. J u l i u s P f e i l w i r d

a b t e i l u n g s l e i t e r.

4. Mai 1946

D e r Tu r n - u n d S p o r t v e r e i n

S c h m i d e n w i r d g e g r ü n d e t .

x

z

28. Okt 1951

D i e h a n d b a l l v e r b ä n d e

N o r d - u n d S ü d w ü r t t e m -

b e r g v e r e i n i g e n s i c h

z u m h a n d b a l l v e r b a n d

W ü r t t e m b e r g ( h V W ) .

25. Apr 1952

a u s d e n L ä n d e r n

W ü r t t e m b e r g - B a d e n ,

W ü r t t e m b e r g - h o h e n -

z o l l e r n u n d B a d e n

w i r d d e r S ü d w e s t s t a a t

B a d e n - W ü r t t e m b e r g .

1954

1 . J u g e n d a u s f a h r t n a c h

Ö s t e r r e i c h , S ü d t i r o l u n d

i n d i e S c h w e i z .

Aug 1957

Ö f f i n g e n w i r d a u f

B e s c h l u s s d e r L a n d e s -

r e g i e r u n g i n O e f f i n g e n

u m b e n a n n t .

1959

E r s t e a u s l a n d s a u s f a h r t

d e r a b t e i l u n g n a c h

h o l l a n d , B e l g i e n u n d

N o r d f r a n k r e i c h .

1965

a u f b a u e i n e r

e r s t e n w e i b -

l i c h e n J u g e n d -

m a n n s c h a f t ,

e t w a s s p ä t e r

e i n e r e r s t e n

F r a u e n m a n n -

s c h a f t .

1966

D i e B u n d e s r e p u -

b l i k g e w i n n t d i e

l e t z t e F e l d h a n d -

b a l l - W m .

1960

D e r T S V m a u s e r t

s i c h z u e i n e m

d e r b e s t e n h a l -

l e n - Te a m s i n d e r

R e g i o n n e b e n

F r i s c h a u f G ö p -

p i n g e n . S p i e l o r t

i s t m e i s t e n s d i e

K i l l e s b e r g h a l l e

i n S t u t t g a r t .

x

1953


1970 1990 2010

z

1989

1970

a n d e r Tu r n - u n d F e s t h a l l e

i n S c h m i d e n f i n d e t d a s

e r s t e O r t s t u r n i e r s t a t t .

1972

E r s t e N o r d l a n d f a h r t d e r

h a n d b a l l - a b t e i l u n g . Z i e l :

Y s t a d / S c h w e d e n . Z w e i t e

N o r d l a n d f a h r t n o c h i m

s e l b e n J a h r, d i e s m a l n a c h

B o r n h o l m i n D ä n e m a r k .

h a l l e n h a n d b a l l w i r d b e i

d e n S p i e l e n i n m ü n c h e n

o l y m p i s c h e D i s z i p l i n .

1. Jan 1973

S c h m i d e n w i r d z u s a m m e n

m i t O e f f i n g e n ( 1 . a p r i l

1 9 7 4 ) i n d i e S t a d t F e l l -

b a c h e i n g e m e i n d e t .

1976

a u c h d i e F r a u e n d ü r f e n

n u n i n m o n t r e a l u m o l y m -

p i s c h e m e d a i l l e n k ä m p f e n .

1977

V e r l e i h u n g d e s P r e i s e s

v o m W ü r t t e m b e r g i s c h e n

h a n d b a l l v e r b a n d f ü r h e r -

v o r r a g e n d e J u g e n d a r b e i t .

1978

D e u t s c h l a n d w i r d b e i d e r

W m i n D ä n e m a r k d u r c h e i n

2 0 : 1 9 g e g e n d i e U d S S R

h a l l e n h a n d b a l l - We l t m e i s t e r.

Herbst 1989

D u r c h d i e P r o t e s t e i n d e r

D D R f ä l l t a m 9 . N o v e m b e r

d i e m a u e r z w i s c h e n O s t

u n d W e s t . F ü n f W o c h e n

z u v o r r e i s e n T S V - S p i e -

l e r m i t e i n e r F e l l b a c h e r

S t a d t a u s w a h l z u e i n e m

h a n d b a l l - S p i e l i n d i e

s ä c h s i s c h e P a r t n e r s t a d t

m e i ß e n .

S ep 1989

D e r T S V - F r e u n d e s k r e i s

w i r d g e g r ü n d e t .

1983

D i e F e l d r u n d e d e r m ä n n e r

i n W ü r t t e m b e r g w i r d

a b g e s c h a f f t .

1980

1 . i V V - W a n d e r t a g

x

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • chRONiK

1980 2000 2020

z

1992

D i e F r a u e n w e r d e n

w ü r t t e m b e r g i s c h e r

m e i s t e r u n d g e w i n n e n

d e n V e r b a n d s p o k a l .

Q u a l i f i k a t i o n f ü r d e n

D h B - P o k a l u n d a u f s t i e g

i n d i e R e g i o n a l l i g a . F ü n f

J a h r e z u v o r s p i e l t e d i e

m a n n s c h a f t d r e i K l a s s e n

t i e f e r i n d e r L a n d e s l i g a .

1998

D e r T S V S c h m i d e n w i r d

D e u t s c h e r B e a c h - h a n d -

b a l l - m e i s t e r. i n d e r

J u g e n d a r b e i t s c h l i e ß t

m a n s i c h m i t d e m S V

F e l l b a c h z u r S G F e l l b a c h -

S c h m i d e n z u s a m m e n .

1999

D a s 3 0 . O r t s t u r n i e r f i n d e t

s t a t t .

2005/2006

D i e e r s t e F r a u e n m a n n -

s c h a f t s t e i g t i n d i e

R e g i o n a l l i g a , d i e d r i t t -

h ö c h s t e S p i e l k l a s s e , a u f .

2005

F r a u e n 1 w e r d e n

W ü r t t e m b e r g i s c h e r

m e i s t e r.

2004

D e r T S V S c h m i d e n u n d d e r

T V O e f f i n g e n v e r e i n b a r e n

e i n e S p i e l g e m e i n s c h a f t i n

d e r J u g e n d u n d b e i d e n

F r a u e n u n t e r d e m N a m e n

h S c S c h m i d e n - O e f f i n g e n .

M ai 2000

D i e h V W - B e z i r k e S t u t t g a r t

u n d R e m s w e r d e n z u s a m -

m e n g e l e g t .

x

z

2006/2007

a l s a u f s t e i g e r w e r d e n

d i e m ä n n e r 1 W ü r t t e m -

b e r g i s c h e r m e i s t e r.

2007

D e u t s c h l a n d w i r d z u m

z w e i t e n m a l h a l l e n h a n d -

b a l l - W e l t m e i s t e r.

2008

D i e F r a u e n s p i e l e n w i e d e r

u n t e r T S V S c h m i d e n .

2007

2005

• chRONiK

1


• chRONiK

1

chRONiK • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

75 JAHRE HAndbAll in SCHMidEn

in den ersten 30 Jahren nach der Gründung des TV Schmiden 1902 war Turnen die bestimmende

Sportart im Verein. Doch die wachsende Beliebtheit des handballsports in den 1920er Jahren

kam auch in Schmiden an und führte zur Gründung der handball-abteilung im September 1933.

In den ersten 30 Jahren nach der Gründung des TV

Schmiden 1902 war Turnen die bestimmende Sportart

im Verein. Doch die wachsende Beliebtheit des

Handballsports in den 1920er Jahren kam auch in

Schmiden an und führte zur Gründung der Handball-

Abteilung im September 1933.

Die Anhänger dieser damals noch jungen Sportart – die

erste deutsche Meisterschaft wurde 1921 ausgetragen

– hatten jedoch mit einem großen Problem zu kämpfen.

Die 1933 gebildete Herrenmannschaft musste mangels

eines eigenen Sportplatzes alle Freundschaftsspiele

auswärts absolvieren. Die Erfolge waren anfangs

bescheiden und so sammelte die Mannschaft anstatt

Siegen in erster Linie Erfahrungen.

g

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l i c h h i n e i n g e b o re n w u rd e

u n d d a s i s t a u c h g u t s o ! ! !

D a n

g

Erst drei Jahre nach der Abteilungsgründung, also 1936,

wurde der neue Sportplatz an der Cannstatter Straße

in Betrieb genommen. Mit dem Handball in Schmiden

ging es nun merklich aufwärts, es waren genügend

Spieler vorhanden, um eine zweite Mannschaft und eine

Jugendmannschaft aufzustellen. Ab 1937 beteiligten sich

die Schmidener Handballer an den Verbandsspielen im

Kreis Rems. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges

musste der Spiel- und Trainingsbetrieb aber schon zwei

Jahre später eingestellt werden. Nur die Jugendlichen

konnten noch bis 1944 weiter trainieren, die Jungs

nahmen 1942 und 1943 noch an einer Spielrunde teil.

Da nach dem Krieg alle Vereine von den Alliierten

aufgelöst wurden, musste sich auch die Handball-

Abteilung – jetzt im TSV Schmiden – ein zweites Mal

gründen. 25 Sportkameraden nahmen dies bei einer

Versammlung am 25. März 1948 in die Hand. Fündig

wurde man bei der Suche nach einem neuen Spielfeld an

der Hofener Straße – der alte Platz war zwischenzeitlich

zu Schrebergärten umgebaut worden. Der Ersatz war

zwar in recht bescheidenem Zustand, aber immerhin

konnten die Schmidener nun wieder an Verbandsspielen

im Kreis Rems teilnehmen und errangen auf Anhieb die

Kreismeisterschaft.

Im selben Jahr wurde auch die Jugendarbeit

wieder mit Leben erfüllt – dank des Engagements von

Heinz Bürkle, der im Juni 1948 die erste C-Jugend

zusammenstellte. In den folgenden Jahren nahm nicht

nur die Zahl der aktiven Mitglieder, sondern auch die der

Jugendlichen zu. Davon profitierten auch die Aktiven,

denn immer wieder schafften talentierte Jungspieler den

Übergang.

1949, ein Jahr nach der Wiedergründung, spielten

drei aktive Mannschaften in den Verbandsrunden auf

dem Feld mit. Die erste Mannschaft schaffte den Aufstieg

in die Bezirksklasse und konnte sich dort bis ins Jahr

1965 halten.

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l i c h s e h r g e r n e h a n d b a l l

s p i e l e ! ! !

J o s i , 1 0 J a h r e

g


1. bild

Stehend von links:

E. bauer, Czack, Raiser,

Hantusch, bürkle,

Kauffmann, W. bauer, Möß

Kniend von links:

Haisch, Hartmann, Pfeil

2. bild

Stehend von links:

Erich Schmid, Wolfgang

Müller, Walter Kraft, Walter

Mock, Ernst bürkle, Gerhard

bürkle, Franz Purkert, Eugen

layer, Rolf bürkle

Kniend von links:

Edgar Scherff, Rudolf Koch,

Werner Spindler

3. bild

Stehend von links:

Werner Spindler, Manfred

Kraft, Heinz bürkle, Fritz

Frick, Walter Kraft, Eugen

layer, Franz Purkert

Kniend von links:

Hans Ehmann, Richard Flick,

Rudolf Koch, Johann Kleiner,

Hans Kauffmann

g

Auch im Hallenhandball, der in den 1950er Jahren den

Feld-Handball zunehmend verdrängte, machte sich der

TSV Schmiden einen Namen in der Region. 1960 wurde

der Aufstieg zur 1. Stuttgarter Handballdivision errungen

und 1962 hinter dem TSV Zuffenhausen der zweite

Platz belegt. Sowohl im Großfeld als auch in der Halle

scheiterten damals die Anstrengungen zum Aufstieg in

die höchste württembergische Liga nur knapp.

In der Zeit des Wirtschaftswunders beginnen

die TSV-Handballer ihren Sport mit dem Reisen zu

verbinden. 1951 knüpfte man erstmals Kontakte zu

Vereinen außerhalb Württembergs. 1954 machte die

Jugend die erste Alpen-Tour nach Österreich, Italien

und in die Schweiz. 1959 gingen dann auch die Aktiven

erstmals auf „große Fahrt“ nach Holland, Belgien und

Nordfrankreich.

Neben der Freude am Spiel kam in all den Jahren

auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Viele erinnern sich

gerne an schöne Stunden in froher Runde. Unter den

vielen Namen, die mit dem Schmidener Handball eng

1982

verbunden sind, ragen durch ihre langjährige Tätigkeit

besonders Emil Schübelin, Julius Pfeil, Gustav Möss,

Helmut Haisch und Albrecht Bürkle heraus.

Mitte der 1960er Jahre begann dann eine sportliche

Talfahrt. 1965 stieg die erste Mannschaft in Feld und

Halle ab, die Jugendarbeit stagnierte. Bis in die 70er

Jahre hinein konnte das Tief nicht richtig überwunden

werden. Doch auch in weniger guten Jahren bieten sich

Chancen für die Zukunft. Der Aufbau einer Mädchen-,

dann einer Frauenmannschaft dürfte nicht von ungefähr

in diese Zeit fallen – die ersten Gehversuche in diese

Richtung wurden übrigens schon 1937 unternommen.

Die Bemühungen trugen 1968 erste Früchte. Neben fünf

männlichen konnten auch zwei weibliche Mannschaften

gemeldet werden.

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • chRONiK

1949 1960 1962

1968 nahmen die Handballer erstmals große Sportveranstaltungen

in Angriff mit dem Internationalen

Frauenhandballturnier als Höhepunkt. Es folgten weitere

internationale Turniere für Aktive und Jugendmannschaften,

wie etwa das Jugend-Kleinfeldturnier mit 40

Mannschaften aus dem In- und Ausland im Juli 1972.

Mit diesem Turnier wurde auch das neue Sportgelände

eingeweiht. Zwei Jahre zuvor, also 1970, wurde noch an

der alten Turn- und Festhalle das legendäre Ortsturnier

ins Leben gerufen, bei dem die Zuschauer auf einer

Stahlrohrtribüne Platz nahmen, die eigens für das Turnier

aufgebaut wurde.

Mit vereinten Kräften schaffte die Handball-Abteilung

langsam aber sicher den Aufschwung. Maßgeblichen Anteil

daran hatten auch die Abteilungsleiter Dieter Bayh (bis

1970) und Hans Kauffmann und nicht zuletzt Rolf Bürkle,

der Zeit seines „Handballer-Lebens“ Motor und Antrieb

der Abteilung war. Seit 1949 bis Anfang der 90-er Jahre

war Rolf Bürkle, der 2005 verstarb, in den verschiedensten

Positionen tätig, mal als Jugendleiter, dann als Trainer,

Spielausschussvorsitzender, Geschäftsführer, technischer

Leiter oder stellvertretender Abteilungsleiter. Gründe

genug, ihn zum Ehrenvorsitzenden der Abteilung zu

ernennen.

Die Anstrengungen und neuen Ideen in der

Jugendarbeit stießen Mitte der 70er Jahre auch beim

Handballverband Württemberg (HVW) auf Interesse.

1977 verlieh der HVW deshalb den TSV-Handballern

erstmals den Preis für hervorragende Jugendarbeit. Diese

Anerkennung war natürlich auch Motivation für die

Mitarbeiter, Trainer und Betreuer, den eingeschlagenen

Weg weiter zu gehen.

1983 zählte die Handballabteilung 370 Mitglieder

und gehörte mit der stattlichen Zahl von 16 Mannschaften

zu den zahlenstärksten in Württemberg. 180 Jugendliche,

Wo ist Buch 1? Unsere Recherchen haben ergeben, dass die Geschichte der

Schmidener Handballer in 2 bücher festgehalten wurde. leider lag uns nur

buch 2 vor, so dass uns ausführliche informationen erst ab 1959 vorliegen.

Hinweise zum Verbleib von buch 1 nimmt die Abteilungsleitung gerne entgegen.

g

• chRONiK

1


• chRONiK

1

chRONiK • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

4. bild

Stehend von links:

Richard Steeb, Wolfgang

nagel, Georg lenk, Günther

Richardon, Jürgen Knittel,

Karl-Heinz bindel, Harald

bürkle, Thomas Raiser,

Siegfried bürkle, Trainer

Heinz Frommel

Kniend von links:

Wolfgang bürkle, Günther

Hörmann, Roger Hoffmann,

norbert Töppke, Wolfgang

Walz

5. bild

Stehend von links:

Jörg Müller, Siegfried

bürkle, Richard Steeb,

Georg lenk, Kurt Müller,

Thomas Raiser, Trainer

Ernst Gebhardt

Kniend von links:

norbert Töppke, Wolfgang

Walz, Günther Hörmann,

Joachim Schaffer, Günther

Richardon, Martin Raiser

6. bild

Stehend von links:

Anita büttner, Marion

Forcina, Catrin Forcina,

Ute lösch, Pia

braunsdorfer, Trixie Franke,

dagmar Seybold

Kniend von links:

Heide Menge, Monika Maier,

inge Hoffmann, Elfie Peters

g

also fast die Hälfte der gesamten Abteilung, spielten

damals in zehn Jugendmannschaften. Dank der

großen Einsatzbereitschaft der Abteilungsmitglieder

und Spielereltern, die die Mannschaften trainierten

und betreuten, sammelte die Jugendabteilung auch

in den Folgejahren zahlreiche Meistertitel und

vordere Tabellenplätze. Auch das Freizeitangebot mit

Ferienlagern und Spielfahrten blieb umfangreich.

Der sportliche Aufstieg der Aktiven-Mannschaften

nahm in der Spielzeit 1986/1987 ihren Anfang. Die

Frauen stiegen in die Landesliga Württemberg auf,

ein Jahr später zogen die Männer nach zahlreichen

erfolglosen Versuchen in der Vergangenheit nach.

Der Siegeszug der Frauen hält in den Folgejahren an.

Für den Aufstieg in die Verbandsliga 1988 wird die

Frauen-Mannschaft im Frühjahr 1989 von den Lesern

der Fellbacher Zeitung zur Mannschaft des Jahres

gekürt. Drei Jahre später errang die Mannschaft die

württembergische Meisterschaft und damit den Aufstieg

in die Regionalliga Süd. Dadurch qualifizierte man

sich auch für den DHB-Pokal. 1992 war aber auch das

Jahr, in dem die Jugendabteilung erneut einen Tiefstand

bei den Spielerzahlen vermelden musste. Nur noch 50

Jugendliche trugen seinerzeit das Trikot des TSV.

1995 zeigte sich die Jugend wieder leicht erholt, die

intensiven Bemühungen wurden vom Handballverband

Württemberg zum zweiten Mal mit dem Preis für gute

Jugendarbeit ausgezeichnet. 1997 standen der Abteilung

wieder 100 Nachwuchsspieler zur Verfügung. Ein Jahr

später schlossen sich der TSV und der SV Fellbach zur

SG Fellbach-Schmiden zusammen. Die Kooperation in

der Jugend lief bis 2004.

Nach dem Höhenflug in die Regionalliga mussten

die Frauen Mitte der 1990er Jahre zwei Abstiege

g

1978 1982 1982

ich bin beim TS V- h a N D B a L L ,

we i l m e i n e B rüder hier sind – es

h at s i c h h a l t s o e rg e b e n u n d i c h

w i l l a u c h n i rg e n d wo a n d e r s h i n .

Pe t e r, 3 8 J a h r e

g

hinnehmen, doch 1998 kehrte die Mannschaft als

Meister der Verbandsliga in die Oberliga zurück.

Einen weiteren Meistertitel brachten in diesem Jahr die

Beach-Handballer von den Deutschen Meisterschaften

in Cuxhaven mit nach Hause.

Im Milleniumsjahr gelang auch den Männern

– mit gerade Mal zwei Minuspunkten – als Meister

der Landesliga der Aufstieg in die Verbandsliga.

Einen weiteren Schub in ihrer Entwicklung erhielt die

Handball-Abteilung durch die Sporthalle 2 bei der neuen

Festhalle, die 2001 eingeweiht wurde. Der Neubau sorgte

für mehr Hallenkapazitäten und damit bessere Trainingsbedingungen.

Im Jahr darauf wurde die männliche

C-Jugend Württembergischer Meister, was ihr 2007 ein

zweites Mal gelingen sollte.

2004 wechselte dann der Kooperationspartner

des TSV in der Jugendarbeit. Die Spielgemeinschaft

mit Fellbach wurde aufgelöst und gleichzeitig eine

Zusammenarbeit mit dem TV Oeffingen – auch bei den

Frauen – vereinbart im HSC Schmiden-Oeffingen 2004.

Dem Zulauf in der Jugendarbeit tat dies keinen Abbruch:

2005 überschritt die Mitgliederzahl dann erstmals die

stattliche Marke von 200 Jugendlichen und die Frauen

stiegen im ersten Jahr des HSC aus der Württembergliga

in die Baden-Württemberg-Oberliga auf.

Auch 2006 verzeichneten die TSV-Handballer zwei

Erfolge auf höchstem sportlichem Niveau. Als badenwürttembergischer

Vizemeister gelang den Frauen

der Sprung in die Regionalliga, der dritthöchsten

deutschen Spielklasse. Den Männern gelang nach sechs

Jahren endlich der Abschied aus der Verbandsliga in

Richtung Württembergliga, wo sie im Jahr darauf als

Aufsteiger ihr Meisterstück machten und in die Baden-

Württemberg-Oberliga durchmarschierten.

ich bin beim TS V- h a N D B a L L ,

we i l i c h g e r n e h a n d b a l l s p i e l e u n d

we i l i c h d e n Ve re i n vo l l cool finde

( Trainer, m i t s p i e l e r. . . ) .

S a b r i n a , 1 2 J a h r e


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aNZEiGE

• aNZEiGE

1


• aBTEiLUNGSLEiTER UND miTGLiEDERENT WicKLUNG

0

aBTEiLUNGSLEiTER UND miTGLiEDERENT WicKLUNG • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

STATISTIK ABTEILUNGSLEITER

HAndbAllAbTEilUnGSlEiTER in dEn

VERGAnGEnEn 75 JAHREn

1 9 3 3 E r w i n B ü r k l e

1 9 3 4 P a u l D i e t e r

1 9 3 9 R o b e r t J o r d a n i i

1 9 4 8 J u l i u s P f e i l

1 9 5 1 G u s t a v m ö s s

1 9 5 4 E r i c h S i x t

1 9 5 6 E m i l B ü r k l e

1 9 5 7 a l b r e c h t B ü r k l e

1 9 6 7 D i e t e r B a y h

1 9 7 0 D i e t e r B a y h , h a n s K a u f f m a n n ,

MITGLIEDERENT WICKLUNG TSV SCHMIDEN HANDBALL (KINDER UND ERWACHSENE)

Mitglieder

450

400

350

300

250

200

150

100

50

0

R o l f B ü r k l e

1 9 7 1 h a n s K a u f f m a n n

1 9 7 8 R i c h a r d S t e e b

1 9 8 0 h a n s K a u f f m a n n

1 9 9 3 D i e t e r S e y b o l d

1 9 9 5 h o r s t B ü r k l e , S i e g f r i e d B ü r k l e ,

J ü r g e n m ü h l e i s e n

2 0 0 0 h o r s t B ü r k l e , S i e g f r i e d B ü r k l e ,

W o l f g a n g B ü r k l e

s e i t 2 0 0 4 S i e g f r i e d B ü r k l e , W o l f g a n g B ü r k l e ,

T h o m a s R a i s e r

1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007


inTERViEW

Otto Kübler „der Schwarze“:

Ältestes Mitglied der

Handballabteilung.

Otto Kübler – „Der Schwarze“

Otto Kübler erwartet uns auf dem Gang. Er wohnt

seit einigen Monaten wieder in Schmiden, seitdem

das Seniorenzentrum in Schmiden eingeweiht wurde.

Der Ausblick aus seiner Wohnung im fünften Stock

reicht bei gutem Wetter bis zum Kappelberg. Er fühlt

sich wohl in seinem neuen Heim. Obwohl Otto Kübler

bereits 95 Jahre alt ist, versorgt er sich noch selbst und

wir merken ihm an, dass er dies genießt. Seit seinem

20. Lebensjahr ist er Mitglied beim TSV Schmiden und

das älteste Mitglied der Handballabteilung.

herr Kübler, waren Sie bei der Gründung der

handballabteilung dabei?

Nein, ich war nicht direkt dabei. Aber zwei Wochen nach

der Gründung bin ich zu der Mannschaft gekommen.

Damals gab es ein paar Streitigkeiten, da sind einige

Kameraden nach Fellbach gegangen, um dort Handball

zu spielen.

Wie waren damals die Bedingungen?

Wer war ihr Trainer?

Sie sind gut, es gab keine Trainer! Wir haben uns selbst

trainiert und uns jeden Abend auf dem Platz vor der

TuF (Turn- und Festhalle) an der Fellbacher Straße

getroffen und Handball gespielt. Mein kleiner Bruder

Richard war im Tor.

herr Kübler, Sie haben doch sicher gegen

den TV Oeffingen gespielt. Wie sind die Spiele

ausgegangen?

Wir haben das erste Spiel gegen Öffingen (damals

noch mit „Ö“) verloren, danach erreichten wir ein

Unentschieden und dann haben wir auch noch ein

Spiel gewonnen.

Wo wurden denn die Spiele ausgetragen und wie

sind Sie zu den auswärtsspielen gekommen?

Wir hatten in Schmiden ja erstmal keinen Platz. So

sind wir immer nach Feuerbach oder Botnang gefahren.

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

e s e i n c o o l e r Ve r e i n i s t u n d w e i l m e i n

F r e u n d d o r t s p i e l t .

B e n e d i k t , 1 1 J a h r e

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • iNTERViE W

g

S c h l a c h t r u f v o n d e r Tr u p p e d a m a l s :

We n n s c h w a r z u n d w e i ß n a c h a u s w ä r t s z i e h ’n ,

d a n n g i b t ’s e i n l u s t i g h a n d b a l l s p i e l e n .

a m We g e w o d i e R ö s l e i n b l ü h ‘n , j a b l ü h ‘n ,

w e n n s c h w a r z u n d w e i ß n a c h a u s w ä r t s z i e h ’n .

D e r To r w a r t s c h r e i t e t s t o l z v o r a n

u n d s c h a u t a u f s e i n e k ü h n e m a n n s c h a f t ,

d i e n i m m e r m e h r v e r l i e r e n k a n n ,

d ’r u m s c h l a g e n w i r a u c h j e d e m a n n s c h a f t .

U n d k r i e g e n w i r ‘n e S c h l a p p e m i t n a c h h a u s –

i h r b e k o m m t s i e w i e d e r, v e r l a s s t e u c h d ’r a u f.

Auch beim MTV wurden Spiele ausgetragen. Der

Lorenz Zaiser hat damals auf seinem LKW drei Bänke

aufgestellt und da sind wir dann zusammen mitgefahren.

Unsere Vereinsfarben sind heute blau und weiß.

haben Sie damals mit ihren Kameraden schon

diese Farben getragen?

Nein, wir sind mit schwarzen Hosen und weißen

Leibchen aufs Feld gegangen. Jeder der mitspielen

wollte, musste sich Trikot und Hose selbst kaufen.

herr Kübler, haben Sie beim TSV Schmiden noch

andere Sportarten betrieben?

Ja, früher war Faustball eine Hochburg hier. Auch

war ich in der Leichtathletik. Ich war der erste, der

die schwere Kugel 10,4 Meter weit gestoßen hat.

Warum nannten ihre Kameraden Sie früher

„der Schwarze“?

Ich war gefürchtet beim Faustball mit meinem

Aufschlag. Damals hatte ich tiefschwarze Haare –

so wurde ich „der Schwarze“.

Dann kam ja schon bald der Krieg. haben Sie

nach dem Krieg wieder handball gespielt?

Meine Brüder und ich wurden alle eingezogen. Ich

kam nach Russland und wurde insgesamt drei Mal

verletzt. Ich bin aber immer bei der Truppe geblieben.

Bei meiner letzten Verletzung hat sich ein

Steckschuss in meiner Hüfte festgesetzt und Splitter.

Danach konnte ich keinen Sport mehr machen.

Nur ich bin wieder nach Hause gekommen, meine

drei Brüder sind im Krieg gefallen.

• iNTERViE W

1


• BERichT mÄNNER

BERichT mÄNNER • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

SCHRiTT FüR SCHRiTT AUF

dEM WEG nACH ObEn

VON DER BEZIRKSLIGA IN DIE BADEN-WüRT TEMBERG-OBERLIGA: DER AUFWäRTSTREND DER TSV-MäNNER WURDE

IMMER LANGFRISTIG GEPLANT.

Der Durchmarsch von der Verbandsliga in die Baden-Württemberg-Oberliga war der größte

Erfolge in der Geschichte der TSV-männer. Der sportliche Erfolg kommt dabei nicht von ungefähr.

Langfristig angelegte Konzepte, die auch auf Talente aus der eigenen Jugend setzen,

sind für die aufstiegsserie seit 1988 verantwortlich.

Das 50-jährige Jubiläum im Jahre 1983 war unter

anderem geprägt von einer höchst erfolgreichen

Jugendarbeit: 180 Jugendliche spielten damals beim

TSV. Rolf Bürkle, seinerzeit Jugendleiter und Motor

der Handballabteilung, trug dabei den wesentlichen

Anteil an dieser Entwicklung. So konnten die aktiven

Männermannschaften in den folgenden Jahren etliche

spielstarke Jugendliche integrieren.

Die Philosophie, mit Eigengewächsen den Sprung

in die württembergische Spielebene zu schaffen,

führte nach vielen, vielen erfolglosen Versuchen,

1988 endlich zum Erfolg. Unter Trainer Jürgen

Mühleisen gelang der lang ersehnte Aufstieg in die

Württembergische Landesliga. Der Meistermacher

gab seinen Posten an Rolf Fischer weiter, der als

Spielertrainer mit seiner integrativen Art schnell den

richtigen Draht zur Mannschaft fand. Es folgten vier

spannende und erlebnisreiche Landesligajahre mit

vielen unvergessenen Spielen, bevor 1992 Rolf Fischers

Bruder Manfred das Traineramt übernahm und in einer

sehr starken Landesliga den bitteren Abstieg in die

Bezirksliga nicht verhindern konnte.

Anfang 1993 übernahmen dann Siegfried

Bürkle und Jürgen Mühleisen die Leitung der

Männermannschaft – und damit eine sehr schwierige

Aufgabe. Denn am sofortigen Wiederaufstieg führte

für den TSV kein Weg vorbei und mit diesem Ziel

ließen sich auch die Schmidener Eigengewächse davon

überzeugen, in der Bezirksliga für den TSV zu spielen.

Die Taktik ging auf, der TSV kehrte 1994 zurück in

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

i c h k e i n e a n d e r e Wa h l h a t t e ! ! ! U n d d a s

i s t a u c h g u t s o ! ! !

K a t h r i n , 3 0 J a h r e

die Württembergische Landesliga. Wer weiß, wo die

Männermannschaft heute spielen würde, hätten damals

nicht alle Beteiligten an einem Strang gezogen und den

Rückschlag so schnell überwunden.

Im Jahre 1993 war nämlich innerhalb von zehn

Jahren der Tiefstand im Jugendbereich erreicht:

nur noch rund 50 Jugendliche waren beim TSV

Handball. So setzte sich die neue Handballabteilungsleitung

ab Mitte der 90er Jahre das oberste Ziel, den

Jugendbereich völlig neu aufzubauen und gewann dabei

als verantwortlichen Jugendleiter Wolfgang Bürkle, der

Sohn unseres unvergessenen Rolf Bürkle.

Die folgenden fünf Jahre in der Landesliga – unter

den Trainern Dieter Großmann (Spielertrainer), Harald

Schloz und Edwin Gahai – beendete der TSV stets in der

oberen Tabellenhälfte mindestens auf Platz sechs. Die

Konsolidierung in der Landesliga war also erreicht.

Der weitere sportliche Aufstieg der Mannschaft

wurde 1999 eingeleitet durch die Verpflichtung des

polnischen Spielertrainers Darius Chryplewicz. Zwar

brauchten die Spieler einige Zeit, um sich mit der eher

autoritären Art des neuen Trainers zu arrangieren. Aber

der Erfolg gab Darius Chryplewicz einfach recht: Gleich

im ersten Jahr stieg der TSV mit sage und schreibe

42 : 2 Punkten aus der Landes- in die Verbandsliga

Württemberg auf. Mit der Jahrtausendwende brach

also auch bei Schmidens Handballern eine neue

Zeitrechnung an.

Die Verbandsliga Württemberg war natürlich für

die Abteilung auch aus finanzieller Sicht eine absolute

g


1 9 9 4 : A U F S T I E G I N D I E L A N D E S L I G A

Stehend von links:

betreuer Richard Steeb, Trainer Siegfried bürkle,

Markus Engelhart, Axel Schrauder, Alexander Adam,

Peter Raiser, Matthias Knauss, Wolfgang bürkle,

Zeitnehmer Emil bürkle

Kniend von links:

Thomas Krombacher, Martin Raiser, Jochen Schneider,

Peter Engelhardt, Stefan burk, Swen Hogh, Stefan blind

g

Herausforderung. Doch durch neue Sponsoren, neue

Veranstaltungen und die gute Zusammenarbeit mit

dem Gesamtverein wurde die anspruchsvolle Aufgabe

bestens gemeistert. Die Verbandsligajahre von 2000 bis

2006 wurden bis auf einen Ausrutscher in der Saison

2001/2002 immer im oberen Drittel abgeschlossen. 2003

sah der TSV sogar schon wie ein sicherer Aufsteiger in

die Oberliga aus. Doch die beiden Relegationsspiele

gegen Schorndorf, die das Team des damaligen Trainer

Peter Dietz als Zweitplatzierter absolvieren musste,

gingen knapp verloren. An die Tür zur Oberliga hatte

der TSV also schon mächtig geklopft.

2004 verpflichtete die Abteilungsleitung dann

den ehemaligen Bundesligaprofi und damaligen

Spielertrainer des SV Fellbach (damals Regionalliga)

Alexander Prasolov als Trainer. Das Ziel war klar:

Aufstieg in die Württembergliga (ehemals Oberliga)

als Zwischenstation auf dem Weg in die Baden-

Württemberg-Oberliga. Dabei setzte der TSV auch

weiterhin auf die Talente aus der eigenen Jugend

g

f

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l S c h m i d e n „ i n “ i s t u n d s i c h

h i e r v i e l e m ö g l i c h ke i te n b i e te n ! !

J ö r g , 2 9 J a h r e

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • BERichT mÄNNER

g

g

1 9 8 8 : A U F S T I E G I N D I E L A N D E S L I G A

Stehend von links:

Trainer Jürgen Mühleisen, Thomas bürkle, Jörg Müller,

norbert Töppke, Thomas Raiser, Jörg Raiser,

Markus Engelhart

Kniend von links:

Andreas nigl, Wolfgang bürkle, Uwe Schenk,

Helmut Samhammer, Martin Raiser, Stefan blind

– immerhin stieg seit 1993 die Zahl der Jugendlichen

von damals 50 auf jetzt wieder knapp 200!

Im ersten Jahr unter Alexander Prasolov gelang

wieder nur der zweite Platz – und damit die ungeliebte

Relegation. Diesmal scheiterte die Mannschaft an der

SG Lauter. 2006 wurde der Traum dann wahr: Aufstieg

in die Württembergliga, die höchste württembergische

Spielklasse. Dort verweilte der TSV aber nur ein

Jahr. Als Aufsteiger marschierten die Jungs von

Trainer Prasolov schnurstracks in Richtung Baden-

Württemberg-Oberliga. Fünf Spieltage vor Schluss

besiegte das Team den ärgsten Verfolger MTG Wangen

in eigener Halle mit 33 : 26, und wurde erstmals in

der Vereinsgeschichte württembergischer Meister. Der

Sprung in die vierthöchste deutsche Spielklasse war

perfekt.

Damit begegnete man dem SV Fellbach erstmals

seit 1991 wieder auf Augenhöhe, waren die Fellbacher

doch gerade aus der Regionalliga in die BW-Oberliga

abgestiegen. Die beiden Lokalderbys, die Fellbach

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l i c h g e r n e h a n d b a l l s p i e l e

u n d d o r t a u c h Fre u n d e h a b e.

Fa b i a n , 1 1 J a h r e

g

• BERichT mÄNNER


• BERichT mÄNNER

BERichT mÄNNER • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

2 0 0 7 : A U F S T I E G I N D I E

B A D E N - W Ü R T T E M B E R G - O B E R L I G A

Stehend von links:

Co-Trainer Jörg Müller, Carlo Mangone,

Tim baumgart, Manuel Mühlpointner, Matthias Heineke,

Christoph Hauser, Evgeni Prasolov, Fabian Walz,

Jörg Kaaden, Trainer Alexander Prasolov

Kniend von links:

Rüdiger neß, Andreas Fuß, Alexander Hess,

Marco Kolotuschkin, Robin König,

Max Haug und Physio Thorsten Fritsch

g

jeweils mit einem Tor Vorsprung gewann, gehörten zu den

Höhepunkten der Saison. Dass in der BW-Oberliga ein

anderer Wind weht, bekamen die Jungs von Alexander

Prasolov die ganze Saison über zu spüren. Platz 13

stand am Ende des ersten Jahrs in der BW-Oberliga zu

Buche, was den Verbleib in der vierthöchsten deutschen

Liga bedeutete – ein weiterer großer Erfolg für den

TSV, durch den auch in den kommenden Jahren starke

Leistungen zu erwarten sind.

Die Zielsetzung für die Zeit nach dem Jubiläumsjahr

2008 ist klar: Die erste Mannschaft soll zu einer

festen Größe in der Baden-Württemberg-Oberliga

heranwachsen. Unter dem neuen sportlichen Leiter Jörg

Kaaden ist geplant, den Unterbau der ersten Männermannschaft

professioneller zu gestalten. Durchgängige

Konzepte von der Jugend bis zu den drei aktiven

Männerteams sollen sicherstellen, dass die zahlreich

nachrückenden Jugendlichen den Übergang zu den

g

f

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l S i g i s o h a r t n ä c k i g wa r u n d

m i c h n a c h S c h m i d e n g e h o l t h at,

d i e h a n d b a l l e r f ü r m i c h a u c h

Fa m i l i e s i n d u n d m e i n e Fre u n d i n

m a r i o n a u c h d a i s t.

B a b s

g

g

2 0 0 6 : A U F S T I E G I N D I E W Ü R T T E M B E R G L I G A

Stehend von links:

Trainer Alexander Prasolov, Joachim neß,

Evgeni Prasolov, Matthias Heineke, Jörg Kaaden,

Fabian Walz, Ralf bork, Co-Trainer Jörg Müller

Kniend von links:

Rüdiger neß, Thomas Krombacher, Carlo Mangone,

Alexander Hess, Andreas Fuß, Tobias idler, Max Haug

Es fehlt:

Jens Fischer

Aktiven erfolgreich bewältigen und den bestehenden

TSV-Kader auf lange Sicht verstärken. Gezielte Verstärkungen

von außen runden dieses Konzept ab, das

den TSV in der BW-Oberliga etablieren soll – und

vielleicht in noch höhere „sportliche Sphären“ bringt.

In die Saison 2008/2009 geht der TSV Schmiden

mit einer recht jungen Mannschaft. Mit Tobias Müller,

Jonas Conrady, Sebastian Bürkle und Moritz Pesch

stehen im Kader der Trainer Alexander Prasolov und

Jörg Müller gleich vier neue Eigengewächse. Vielleicht

werden sie ein wenig brauchen, um sich an die raue

Luft der „Erwachsenen“ zu gewöhnen. Doch die

Spielphilosophie des TSV haben die „Young-Pumas“

schon in den Jugendteams verinnerlicht: Tempo-

Handball mit Herz und Leidenschaft.

Denn nur so begeistert man die Fans, nur so

gewinnt man Spiele. Wir freuen uns auf die Zukunft!

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l i c h d o r t m e i n e h a n d b a l l k a r -

r i e re g e m a c h t u n d v i e l e Fre u n d e

g e f u n d e n h a b e. J e t z t b i n i c h i m

Eh re n a m t t ät i g, u m d e r J u g e n d

u n d d e m Ve re i n z u h e l f e n .

M a r i o n , 4 5 J a h r e


BEIM TSV IST NACH DER AKTIVENZEIT NOCH LANGE NICHT SCHLUSS.

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • BERichT mÄNNER

AlTE HERREn MACHEn öFTERS MAl PAUSE

Seit mindestens 50 Jahren sind in der handball-abteilung des TSV auch die ah’ler aktiv – mit

längeren Verschnaufpausen allerdings. Während die Jungsenioren (über 32) derzeit diese auszeit

nehmen, waren die „echten“ Senioren (über 40) in der abgelaufenen Runde aktiv.

Stehend von links:

Willi Könninger, Gerhard

bürkle, Ernst bürkle,

bernhard Scherff, Aushilfe

von Zuffenhausen, Hans

Kauffmann, Werner

Schnerring, Heinz Frick

Kniend von links:

Franz Purkert, Johann

Kleiner, Hubert Hoffmann,

Rudolf Koch, Jürgen

Mühleisen, Willy bulling

1989

Mit 30 ist noch lange nicht Schluss. Das galt im Sport

auch vor über 50 Jahren schon. Die gegenwärtig

verfügbaren Aufzeichnungen über das „sportliche

Treiben“ der Alten Herren reichen bis 1959 – damals

noch auf dem Großfeld. Gegen die TG Hofen gewann

man in diesem Jahr mit 17 : 15, gegen Öffingen

(damals offiziell noch mit „Ö“ geschrieben) erreichte

man ein 11 : 11. Die Mannschaftsaufstellung im Nachbarschaftsderby:

Adolf Kauffmann (Tor), Eugen und

Walter Bauer, Winkler, Hantusch, Ernst Riesch, Emil

Bürkle, Alfred Raiser, Heinz Bürkle, Hartmann, Helmut

Bürkle. Im selben Jahr veranstaltete die Ex-Aktiven im

Turnhallenhof ein Turnier nach Hallenart.

Anschließend war für knapp fünf Jahre erst mal

Pause. Erst 1964 formierten sich die Alten Herren

wieder. Sechs Jahre in Folge traten sie beim Turnier

in der Stadthalle Fellbach an – wo nur fünf Feldspieler

benötigt wurden. Bis 1966 spielte die AH außer

Konkurrenz als zweite aktive TSV-Mannschaft in der

Großfeldrunde mit, weshalb Schmiden dann auch mit

zwei Männermannschaften an der Hallenrunde in

Stuttgart teilnehmen durfte.

Zwischen 1969/70 und 1976/77 nahmen die

Alten Herren dann an der Spielrunde um die

Kreismeisterschaft im Bezirk Stuttgart teil. 1970/71

und 1971/72 wurde die AH Kreismeister in Stuttgart.

Beteiligt waren die Spieler: Gerhard Hummel und

Rudolf Koch im Tor, Ernst Bürkle, Gerhard Bürkle,

Bernhard Scherff, Edgar Scherff, Erich Schmid, Vlado

Bandic (damals Trainer der 1. Mannschaft), Eugen

Layer, Werner Spindler, Hans Kauffmann, Willi

Könninger, Walter Mock, Manfred Frick und Hans

Ehmann. Im Meisterjahr 1971/72 war sogar eine zweite

AH-Mannschaft für die Spielrunde gemeldet. Nach der

Hallensaison 1976/77 war bis zur Hallensaison 1981/82

keine AH mehr im Einsatz.

Die zweite „Verschnaufpause“ der Alten Herren

dauerte dann wiederum knapp fünf Jahre. Als Gast im

Bezirk Rems nahmen sie in der Saison 1982/83 wieder

an der Spielrunde teil. Im Jahr darauf wechselte man

in den Bezirk Stuttgart und nahm bis zur Spielzeit

1994/95 an der Verbandsrunde teil. Danach folgte eine

kurze Pause von zwei Jahren, ehe die AH, jetzt unter

der offiziellen Bezeichnung Jungsenioren, von 1997/98

bis 2004/05 wieder aktiv war. Seither machen die

Jungsenioren wieder mal Pause.

Neben den Jungsenioren gibt es im TSV Schmiden

seit dem Jahr 1991 eine „UHU-Mannschaft“. Die „unter

100-Jährigen“ spielen in der Hallenrunde der über 40-

Jährigen, in den ersten Jahren spielten mit Köngen

und Asperg Mannschaften aus anderen Bezirken

mit. 1992/93 und 19993/94 wurden die „UHUs“ von

Schmiden jeweils Kreismeister. Im Einsatz waren

dabei: Werner Schnerring (Tor), Bernhard Scherff,

Manfred Frick, Jürgen Mühleisen, Wolfgang Nagel,

Peter Holder, Helmut Merz, Jürgen Schlienz, Jürgen

Straub, Erich Schauz und Harald Bürkle.

Die Kameradschaft und das Treffen mit alten

Sportsfreunden steht bei den „UHUs“ natürlich im

Vordergrund – weshalb sich auch der Rundenmodus

doch sehr von dem der Aktiven unterscheidet. Alle

Mannschaften treffen sich am Spieltag in einer Halle,

wobei jedes Team dann zwei Spiele à 30 Minuten

bestreitet. Dass es nicht so ernst zugeht zeigt die

Tatsache, dass man sich auch mal gegenseitig mit

Spielern aushilft, wenn eine Mannschaft nicht genügend

Spieler zur Verfügung hat.

Die einzige Unterbrechung, die die Senioren

bislang hinnehmen mussten, war in der Saison 2002/03

und 2003/04. Seit der Saison 2004/05 messen sie sich

mit anderen Senioren-Teams im Bezirk Rems-Stuttgart.

• BERichT mÄNNER


• BERichT mÄNNER

BERichT mÄNNER • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

STATISTISCHE WERTE AUS DEN JAHREN 1983 - 2008

Männerhandball

Der sportliche aufstieg von der Kreisklasse bis in die Baden-Württemberg-Oberliga in Zahlen und Daten.

J a h r S p i e l k l a s s e P u n k t e P l a t z i e r u n g Tr a i n e r

1 9 8 2 / 1 9 8 3 K r e i s k l a s s e 1 2 6 : 1 0 2 . P l a t z E r n s t G e b h a r d t

1 9 8 3 / 1 9 8 4 K r e i s k l a s s e 1 1 5 : 2 1 7 . P l a t z h a r a l d B u r k e r t

1 9 8 4 / 1 9 8 5 K r e i s k l a s s e 1 2 0 : 1 6 5 . P l a t z R e i n e r K r a m e r

1 9 8 5 / 1 9 8 6 K r e i s k l a s s e 1 1 8 : 1 8 4 . P l a t z J ü r g e n m ü h l e i s e n

1 9 8 6 / 1 9 8 7 K r e i s k l a s s e 1 2 3 : 1 3 3 . P l a t z J ü r g e n m ü h l e i s e n

1 9 8 7 / 1 9 8 8 B e z i r k s l i g a 2 7 : 9 0 1 . P l a t z J ü r g e n m ü h l e i s e n B e z i r k s m e i s t e r,

1 9 8 8 / 1 9 8 9 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 5 : 1 9 4 . P l a t z R o l f F i s c h e r

1 9 8 9 / 1 9 9 0 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 2 : 2 2 6 . P l a t z R o l f F i s c h e r

1 9 9 0 / 1 9 9 1 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 1 7 : 2 7 8 . P l a t z R o l f F i s c h e r

1 9 9 1 / 1 9 9 2 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 1 7 : 2 7 9 . P l a t z R o l f F i s c h e r

1 9 9 2 / 1 9 9 3 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 1 1 : 3 3 1 2 . P l a t z m a n f r e d F i s c h e r /

S i e g f r i e d B ü r k l e /

J ü r g e n m ü h l e i s e n

a u f s t i e g i n L a n d e s l i g a

1 9 9 3 / 1 9 9 4 B e z i r k s l i g a S t u t t g a r t 3 2 : 4 0 1 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e / B e z i r k s m e i s t e r,

J ü r g e n m ü h l e i s e n a u f s t i e g i n L a n d e s l i g a

1 9 9 4 / 1 9 9 5 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 1 : 2 3 5 . P l a t z D i e t e r G r o ß m a n n B e z i r k s p o k a l s i e g e r

1 9 9 5 / 1 9 9 6 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 9 : 1 5 4 . P l a t z h a r a l d S c h l o z

1 9 9 6 / 1 9 9 7 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 7 : 1 7 5 . P l a t z h a r a l d S c h l o z

1 9 9 7 / 1 9 9 8 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 3 6 : 8 0 2 . P l a t z E d w i n G a h a i

1 9 9 8 / 1 9 9 9 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 3 : 2 1 6 . P l a t z E d w i n G a h a i

1 9 9 9 / 2 0 0 0 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 4 2 : 2 0 1 . P l a t z D a r i u s c h r y p l e w i c z a u f s t i e g i n Ve r b a n d s l i g a

2 0 0 0 / 2 0 0 1 Ve r b a n d s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 5 : 1 9 3 . P l a t z D a r i u s c h r y p l e w i c z

2 0 0 1 / 2 0 0 2 Ve r b a n d s l i g a Wü r t t e m b e r g 1 7 : 2 7 1 0 . P l a t z m a r t i n m ö s s n e r /

J ö r g m ü l l e r

2 0 0 2 / 2 0 0 3 Ve r b a n d s l i g a Wü r t t e m b e r g 3 5 : 9 0 2 . P l a t z Pe t e r D i e t z

2 0 0 3 / 2 0 0 4 Ve r b a n d s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 9 : 1 5 4 . P l a t z Pe t e r D i e t z /

h a r a l d S c h l o z

2 0 0 4 / 2 0 0 5 Ve r b a n d s l i g a Wü r t t e m b e r g 3 5 : 9 0 2 . P l a t z a l e x a n d e r P r a s o l o v

2 0 0 5 / 2 0 0 6 Ve r b a n d s l i g a Wü r t t e m b e r g 3 6 : 8 0 1 . P l a t z a l e x a n d e r P r a s o l o v a u f s t i e g i n W L

2 0 0 6 / 2 0 0 7 Wü r t t e m b e r g l i g a 4 4 : 8 0 1 . P l a t z a l e x a n d e r P r a s o l o v Wü r t t . m e i s t e r,

2 0 0 7 / 2 0 0 8 B a d e n - Wü r t t e m b e r g - O b e r l i g a 2 3 : 4 1 1 3 . P l a t z a l e x a n d e r P r a s o l o v

a u f s t i e g i n B W - O L


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aNZEiGE

• aNZEiGE


• BERichT FRaUEN

BERichT FRaUEN • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

SCHMidEn iST in WüRTTEMbERG SPiTZE

SEIT DEM DURCHMARSCH DER FRAUEN VON DER LANDESLIGA IN DIE REGIONALLIGA GEHöREN SCHMIDENS FRAUEN

ZU DEN TOP-TEAMS IN WüRT TEMBERG.

Unter Trainer Siegfried Bürkle, dem heutigen abteilungsleiter, und seinem Nachfolger Klaus

Göggelmann legte Schmidens erste Frauen-mannschaft binnen sechs Jahren einen beispiellosen

Durchmarsch hin, deren höhepunkt in der Saison 1991/92 die württembergische meisterschaft

und der Gewinn des Verbandspokals war. Seither gehört der TSV Schmiden – zwischen

2004 und 2008 in der Spielgemeinschaft mit dem TV Oeffingen – durchgängig zu den besten

Frauen-Teams in Württemberg.

Fast 20 Jahre lang gehörten die TSV-Frauen zu den festen

Größen im Handball-Bezirk. Unter anderem holte man

1973 die Kreismeisterschaft und stieg in die Bezirksliga

auf. Mitte der 80er Jahre aber schalteten sie den Turbo

ein. Den Startschuss dazu gab der Aufstieg in der Saison

1986/87. Von der Kreisklasse, die nach einer Spielklassen-

Reform zur Bezirksliga wurde, rückte man in die neu

geschaffene Landesliga auf, die vormalige Bezirksliga

– oder anders gesagt: Die TSV-Damen brachten ihre

sportliche Bestleistung zum günstigsten Zeitpunkt und

konnten eine Klasse überspringen. Mit einem Zähler

Vorsprung vor der SG Weilimdorf sicherte sich das Team

von Trainer Siegfried Bürkle, der im Mai 1986 das Amt

übernommen hatte, die Meisterschaft. Im entscheidenden

Spiel gegen den SV Fellbach 1b siegte der TSV souverän

mit 14 : 9. Auf dem Spielfeld standen damals Helga

Herden, Yvonne Bonhage, Anita Raiser, Beatrix Franke,

Roswitha Hintzsche, Beate Knittel, Pia Töppke, Monika

Maier, Inge Hoffmann und Martina Masur.

Das Ziel der kommenden Landesliga-Saison war wie

bei den meisten Aufsteigern klar: Man wollte nichts mit

den drei Abstiegsrängen zu tun haben. Doch schon in der

Vorbereitung zeigte sich, dass die Bürkle-Schützlinge bei

einem normalen Saisonverlauf diese Vorgabe erreichen

würden. Gegen den deutschen A-Jugend-Vizemeister

VfL Sindelfingen, von dem auch zwei der insgesamt

sieben Neuzugänge stammten, gewannen sie 19 : 18.

Mit Marion Kalkau (heute Scholz) vom TB Cannstatt

und Barbara Sontheimer (TSV Weilimdorf) wechselten

zudem zwei Spielerinnen zum TSV, die sich in den

folgenden Jahren zu wichtigen Stützen der Mannschaft

und der Abteilung entwickeln sollten. Dass sich der TSV

in seiner ersten Landesliga-Saison mehr als respektabel

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

m i r h a n d b a l l s p i e l e n S p a ß m a c h t .

M o n a , 1 3 J a h r e

geschlagen hat, stellt das knappe 18 : 19 gegen Meister

Oßweil im letzten Rundenspiel unter Beweis.

Im Jahr darauf bliesen Siegfried Bürkle und seine

Frauen dann erneut zum Angriff, schließlich waren

drei Aufstiegsränge für die Verbandsliga zu vergeben.

Schon früh in der Saison kristallisierte sich heraus,

dass Böblingen, Winterbach, Schwäbisch Hall und

Schmiden zu den Favoriten gehörten. Nach 13 von 18

Spieltagen lagen Böblingen, Winterbach und Schmiden

mit sechs Minuspunkten gleichauf an der Spitze. Nach

einer kurzen Schmidener Schwächephase traf am

vorletzten Spieltag der TSV (22 : 10 Punkte) auf den

ärgsten Rivalen um Rang drei, die TSG Schwäbisch Hall

(20 : 12). 18 : 13 siegte der TSV, die eigentliche Aufstiegsfeier

folgte aber erst nach dem letzten Saisonspiel

(21 : 8-Sieg) gegen Backnang. Und diese Feier hatte es

nach den Worten der Lokalpresse in sich: „Im Anschluss

an das Spiel gab es Sekt für alle und so manche Spielerin

und manche Anhänger kamen von der Aufstiegsfeier

erst in den frühen Morgenstunden nach Hause.“

Die „Durchmarschierer“ und Verbandsliga-Aufsteiger:

Andrea Pelz, Inge Hoffmann, Barbara Sontheimer,

Anita Raiser, Trixi Franke, Marion Kalkau, Monika

Maier, Maren Bulling, Anja Thöne.

Die Verbandsliga-Spielzeit 1989/90 entwickelte

sich höchst erfreulich und vollkommen unerwartet zu

einem kurzen Gastspiel – auf dem Weg zur Nummer

eins in der Stadt. Denn der SV Fellbach war aus der

Oberliga in die Verbandsliga abgestiegen und so

begegneten sich beide Vereine erstmals in derselben

Liga. Mit vier „Neuen“ verstärkte sich die Mannschaft,

in der auch Inge Hoffmann noch mitspielte, die seit

1968, als die erste weibliche Jugendmannschaft

zustande kam, für den TSV spielt.

Zwar wurde der TSV von Handball-Kennern als

möglicher Abstiegskandidiat gehandelt. Doch den

Saisonauftakt gegen Haslach-Herrenberg, den späteren

g


1 9 9 1

Stehend von links:

Trainer Klaus Göggelmann, Kaliopi Tzimitra,

Christina Fischer, Kerstin Zimmermann,

Maren bulling, barbara Sontheimer, Andrea Pelz

Kniend von links:

Andrea Schneider, Annette Fischer,

Marion Kalkau, Anja Thöne

g

f

Tabellenletzten und Absteiger, gewann das Bürkle-Team

13 : 10 – bejubelt von vielen heimischen Fans, die mit

einem Bus zum Auswärtsspiel ins Gäu gereist waren.

Am zweiten Spieltag stieg dann in heimischer Halle

das große Stadtderby gegen den SVF. 300 Zuschauer

sahen im Schulzentrum einen überzeugenden 16 : 7-

Sieg der Schmidener und die Lokalpresse erklärte den

TSV kurzerhand zur Nummer eins in Fellbach. Und das

sollte auch bis zum Saisonende so bleiben. Ganze vier

Punkte gaben die Bürkle-Schützlingen in 16 Spielen ab.

Drei Punkte Vorsprung hatte der meisterliche TSV am

Ende vor dem Stadtrivalen SVF, der mit in die Oberliga

aufstieg.

Doch auch dort war für die TSV-Damen das

vorläufige Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Das erste Jahr diente noch dazu, sich an die höhere

Spielklasse zu gewöhnen. In der zweiten Oberliga-

Saison 1991/1992 gelang den TSV-Damen unter Trainer

Klaus Göggelmann dann der vierte Aufstieg (diesmal

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • BERichT FRaUEN

g

g

1 9 8 8

Hintere Reihe von links:

Marion Kalkau, Kaliopi Tzimitra, Trixi Franke, inge

Hoffmann, Gabi Schnell, Maren bulling, Martina Masur

Vordere Reihe von links:

Trainer Siegfried bürkle, Roswitha Hintzsche, Ute lösch,

Manuela Kauffmann, britta Wackenheim, Pia Töppke,

Ute Fröhlich, Co-Trainer Uwe Klein

Kniend von links:

iris Müller, Gitta lamm, Monika Maier, bettina Koch,

Anja Thöne, barbara Sontheimer, Anita Raiser

liegend:

Andrea Pelz

1 9 9 8

1. Reihe von links:

Co-Trainerin Gela Rauth, Trainer Siegfried bürkle

2. Reihe von links:

Kerstin Horschelt, Jeanette Schmitt, Anja Kopp,

Kathrin Schmitt

3. Reihe von links:

Henrike Mayer, Melanie Wast, Maren bulling,

Kirsten Stuhr, Marlene Weida

4. Reihe von links:

Anja Töppke, Marion Scholz, bianca Schuon, Viorica Calcea

in die Regionalliga) in sechs Spielzeiten. So hoch hatte

noch keine TSV-Mannschaft jemals zuvor gespielt. Ganz

nebenbei holte man auch den HVW-Pokal durch ein

18 : 11 gegen die SV Böblingen und damit die Qualifikation

für den DHB-Pokal. Dort schied die Mannschaft

dann im Zweitrunden-Spiel am 20. Dezember 1992

gegen den Zweitligisten HC Gröbenzell-Dambach aus.

Bis zur Saison 1994/95, also drei Spielzeiten lang,

hielt sich der TSV in der Regionalliga, ehe es zurück in

die Oberliga ging. Im Oktober 1997 übernahm Siegfried

Bürkle dann nochmals die Regie im Frauenteam,

konnte den Abstieg in die Verbandsliga aber nicht mehr

verhindern. Doch der Mannschaft gelang der direkte

Wiederaufstieg 1998 in die Oberliga und dort blieb sie

für die nächsten Jahre eine feste Größe. Denn glücklicherweise

war es den Verantwortlichen zwischen 1995

und 1998 gelungen, einige talentierte Spielerinnen nach

Schmiden zu holen – unter ihnen 1995 die rumänische

Jugendnationalspielerin Viorica Calcea.

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• BERichT FRaUEN


• BERichT FRaUEN

0

BERichT FRaUEN • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

2 0 0 5

Stehend von links:

Co-Trainer Chris Kampa, Silvia Tangari, Kerstin Horschelt,

Ulrike Hauser, Martina Förster, Triantafilia Zissidou,

Marion Scholz, Viorica Calcea, Trainer Uwe Scholz

Kniend von links:

daniela Raiser, Susanne Castor, Simone illg, bianca Schuon,

Manuela Menicozzo, Angela novak

g

2004 schlossen sich der TSV und der TV Oeffingen dann

zum HSC Schmiden-Oeffingen zusammen. Mit vereinten

Kräften sollte der Frauen-Handball wieder auf höhere

Ebenen geführt werden. Unter dem neuen Erfolgstrainer

Uwe Scholz und etlichen Neuzugängen wurden die Frauen

auf Anhieb württembergischer Meister 2005 und damit

gelang der Aufstieg von der Württembergliga (ehemals

Oberliga) in die Baden-Württemberg-Oberliga, die im

Jahr 2000 eingeführt worden war. Und auch dort verweilte

man in der guten alten Tradition der 90er Jahre nur eine

Spielzeit, um sofort die Regionalliga, die dritthöchste

deutsche Spielklasse, zu erklimmen. Aus sportlicher Sicht

war die Saison 2006/2007 aber wenig erfolgreich, der

umgehende Abstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga

die Folge.

Auch die Saison 2007/2008 stand unter keinem

guten Stern. Erst kündigte der TV Oeffingen im Frühjahr

2008 die Zusammenarbeit im HSC auf. Dann

Ehre wem Ehre gebühr t

der raketenartige Aufstieg der TSV-damen blieb natürlich auch in der Fellbacher Sportszene nicht unbeachtet.

Für den Aufstieg in die Verbandsliga 1989 wurden Trainer Siegfried bürkle und seine Spielerinnen von den

lesern der Fellbacher Zeitung zur Mannschaft des Jahres gekürt.

Für den Aufstieg in die Regionalliga und den Pokalsieg zeichnete die Stadt Fellbach die Mannschaft 1993 mit

dem Ehrenblatt in bronze der Stadt Fellbach aus. die leser der Fellbacher Zeitung wählten die Mannschaft zur

zweitbesten Mannschaft des Jahres 1992 – hinter den bundesliga-Volleyballern des SV Fellbach.

Für den württembergischen Meistertitel 2005 und den Aufstieg in die Regionalliga 2006 wurde die Mannschaft

jeweils wiederum mit dem Ehrenblatt in bronze der Stadt Fellbach ausgezeichnet.

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g

2 0 0 2

Stehend von links:

Trainer domenico de Falco, Marion Scholz, Martina

Förster, Simone illg, Anja Kopp, Heike Rothwein,

Manuela Menicozzo, Co-Trainerin Gela Rauth

Sitzend von links:

Susanne Castor, Angela novak, bianca Schuon,

Silvia Tangari, Kathrin Kampa, daniela Raiser

reichten der Mannschaft von Trainer Tan Pflieger

28 : 32 Punkte nicht, um aufgrund der Neustrukturierung

der Baden-Württemberg-Oberliga (Reduzierung von 16

auf 14 Teams) den Abstiegsrängen zu entgehen. Ab der

Saison 2008/2009 laufen die Handballerinnen also in

der Württembergliga (ehemals Oberliga Württemberg)

wieder als TSV Schmiden in die Halle ein.

Es bleibt zu wünschen, dass die Mannschaft

mit ihren Neuzugängen gleich zu Beginn der Saison

2008/2009 einen guten Start erwischt, um in der oberen

Tabellenhälfte mitzumischen. Optimistisch für die

Zukunft stimmt auch, dass ab der B-Jugend abwärts viele

talentierte Spielerinnen nachrücken. Schon jetzt werden

einige von ihnen in den Aktivenbereich integriert, um

in einigen Jahren das Fundament der Frauenmannschaft

zu bilden. Schließlich wollen Schmidens Frauen ja in

Zukunft weiterhin zu den Top-Teams in Württemberg

gehören.


SEniORinnEn bRAUCHEn

nACHWUCHS

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • BERichT FRaUEN

S e i t m e h r a l s d re i J a h r ze h n te n s p i e l e n „ a l te D a m e n “ ( „ a D “ ) f ü r d e n TS V. D o c h e r s t 1 9 9 5

wurde eine mannschaft dauerhaft ins Leben gerufen, um an einer Spielrunde teilzunehmen.

Seit dem vergangenen Jahr sind die „aD“ allerdings auf der Nachwuchs-Suche.

Adventstreffen 2006

Schon Mitte der 70er Jahre trafen sich die Handballe-

rinnen 30+ regelmäßig zu Turnieren im Umland. 25

Jahre lang, von 1976 bis 2001, nahmen sie durchgängig

in loser Formation am Kappelberg-Turnier in Hofen bei

Aalen teil. Die Turniere in Donzdorf, Lorch und Köngen

standen ebenfalls immer mal wieder im Programm.

1989 reisten die Seniorinnen nach Mallorca, 1994

dann nach Prag.

Eine feste Mann- bzw. Frauschaft kam allerdings erst

1995 zustande. Ute Lösch nahm die Sache damals

in die Hand, und motivierte zahlreiche ehemalige

Spielerinnen der ersten und zweiten Frauenmannschaft

dazu, an einer Spielrunde teilzunehmen, obwohl manche

noch bei den Aktiven zugange war. Das Team bestehend

aus Jutta Purkert (Tor), Ute Fröhlich, Bethe Holder,

Ursula Hartmann, Doro Reichert, Trixi Hoffmann,

Marion Rigon-Hartmann, Roswitha Hintzsche, Inge

Pfund-Föll, Ute Lösch, Beate Heß, Anita Wolf, Ute

Wilhelm, Bettina Friz und Babs Sontheimer ging recht

erfolgreich auf Tore- und Punktejagd – allerdings im

Kreis Kirchheim/Teck, denn im eigenen Bezirk gab es

seinerzeit keine Spielrunde für Seniorinnen.

Vor zwei Jahren erfolgte ein recht großer

Generationenwechsel. Die „alte Garde“ verabschiedete

sich vom Handball, mit Sonja Baumann, Jeanette

Schmitt, Anja Töppke, Marion Scholz, Maren Bulling,

Gela Rauth, Sabine Müller und Gabriele Klotz rückte

allerdings eine ganze Reihe von Spielerinnen nach.

Trotzdem lief es in der Seniorinnen-Spielrunde nicht

wie geplant. Einige „Seniorinnen“ mussten noch

bei den Aktiven ran, andere hatten durch die lange

Handballkarriere mit gesundheitlichen Problemen zu

kämpfen und beim Rest machte immer mal wieder

der Terminkalender einen Strich durch die Rechnung.

So kam es, wie es kommen musste: 2007 wurde keine

Mannschaft mehr gemeldet. Den Seniorinnen fehlt der

Nachwuchs.

Hoffentlich nur für kurze Zeit: Denn schließlich

kommt bei Ausflügen, Wanderungen und der jährlichen

Ausfahrt nach Bühl am Alpsee nach wie vor eine große

Gruppe jung gebliebener Spielerinnen zusammen.

Da sollten sich doch wieder genügend Frauen für ein

wenig handballerische Bewegung in der Verbandsrunde

finden lassen.

• BERichT FRaUEN

1


• BERichT FRaUEN

BERichT FRaUEN • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

STATISTISCHE WERTE AUS DEN JAHREN 1983 - 2008

Frauenhandball

Der sportliche aufstieg von der Kreisklasse bis in die Regionalliga Süd in Zahlen und Daten.

J a h r S p i e l k l a s s e P u n k t e P l a t z i e r u n g Tr a i n e r

1 9 8 2 / 1 9 8 3 B e z i r k s l i g a 1 0 . P l a t z m a r i o c a p e z z u t o

h . - W. E r h a r d t

1 9 8 3 / 1 9 8 4 K r e i s k l a s s e 1 5 . P l a t z G e r d R o s c h k o w s k i

1 9 8 4 / 1 9 8 5 K r e i s k l a s s e 1 3 . P l a t z D i e t e r G r a u e r

1 9 8 5 / 1 9 8 6 K r e i s k l a s s e 1 3 . P l a t z D i e t e r G r a u e r

1 9 8 6 / 1 9 8 7 K r e i s k l a s s e 1 3 1 : 5 0 1 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e Kreismeister, aufst. in LL

1 9 8 7 / 1 9 8 8 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 1 : 1 5 3 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e

1 9 8 8 / 1 9 8 9 L a n d e s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 4 : 1 0 3 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e a u f s t . i n Ve r b a n d s l i g a

1 9 8 9 / 1 9 9 0 Ve r b a n d s l i g a Wü r t t e m b e r g 2 8 : 4 0 1 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e Verb.-meister, aufst. in OL

1 9 9 0 / 1 9 9 1 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 2 1 : 1 5 3 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e

1 9 9 1 / 1 9 9 2 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 3 2 : 8 0 1 . P l a t z K l a u s G ö g g e l m a n n Wü r t t . m e i s t e r + Po k a l -

1 9 9 2 / 1 9 9 3 R e g i o n a l l i g a S ü d 2 9 : 1 5 4 . P l a t z K l a u s G ö g g e l m a n n

1 9 9 3 / 1 9 9 4 R e g i o n a l l i g a S ü d 1 4 : 2 6 1 0 . P l a t z R a i m u n d G e i g e r

1 9 9 4 / 1 9 9 5 R e g i o n a l l i g a S ü d 0 7 : 3 7 1 2 . P l a t z J o s e f S c h w a r z

1 9 9 5 / 1 9 9 6 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 1 9 : 1 7 4 . P l a t z J o s e f S c h w a r z

1 9 9 6 / 1 9 9 7 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 1 1 : 2 5 9 . P l a t z F r a n z G ü t h /

S i e g f r i e d B ü r k l e

s i e g e r , a u f s t i e g i n R L

1 9 9 7 / 1 9 9 8 Ve r b a n d s l i g a Wü r t t e m b e r g 3 0 : 6 0 1 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e Verb.-meister, aufst. in

1 9 9 8 / 1 9 9 9 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 2 8 : 1 6 4 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e

1 9 9 9 / 2 0 0 0 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 2 4 : 2 0 5 . P l a t z S i e g f r i e d B ü r k l e

2 0 0 0 / 2 0 0 1 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 2 9 : 1 5 2 . P l a t z K l a u s h ü p p c h e n

2 0 0 1 / 2 0 0 2 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 1 9 : 2 5 9 . P l a t z D o m e n i c o D e Fa l c o

2 0 0 2 / 2 0 0 3 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 2 1 : 2 3 7 . P l a t z D o m e n i c o D e Fa l c o /

U w e S c h o l z

2 0 0 3 / 2 0 0 4 O b e r l i g a Wü r t t e m b e r g 2 0 : 2 4 7 . P l a t z h a n s - Pe t e r S t a h l

OL Wür ttemberg

2 0 0 4 / 2 0 0 5 Wü r t t e m b e r g l i g a 3 8 : 6 0 1 . P l a t z U w e S c h o l z Wü r t t . m e i s t e r,

a u f s t i e g i n B W - O L

2 0 0 5 / 2 0 0 6 B a d e n - Wü r t t e m b e r g - O b e r l i g a 3 9 : 1 3 2 . P l a t z U w e S c h o l z B a d . - Wü r t t . Vi z e -

2 0 0 6 / 2 0 0 7 R e g i o n a l l i g a S ü d 1 6 : 2 8 8 . P l a t z U w e S c h o l z /

a b s t i e g s - G e l a R a u t h /

r u n d e c h r i s K a m p a

m e i s t e r, a u f s t i e g i n R L

2 0 0 7 / 2 0 0 8 B a d e n - Wü r t t e m b e r g - O b e r l i g a 2 8 : 3 2 1 1 . P l a t z Ta n k o P f l i e g e r a b s t i e g i n W L


Für den TSV Schmiden mit seiner umfangreichen

und qualitativ hochwertigen Jugendarbeit gewinnen

die zweiten und auch dritten Mannschaften immer

mehr an Bedeutung. Sind sie doch der Start und das

Sprungbrett für viele unserer jungen Talente, um ihre

ersten Erfahrungen im aktiven Bereich zu sammeln.

Mit zunehmender Stärke der ersten Mannschaften

ist es immer wichtiger, dass auch die 2. und 3. Mannschaften

hochklassiger spielen. Deshalb wird auch

hier ein wichtiges Augenmerk auf die Qualität gelegt.

Mit erfahrenen Trainern wie Marion Scholz für die

Frauen und Jörg Raiser sowie seit jüngster Zeit mit

Unterstützung von Jörg Kaaden im männlichen Bereich

sind hier sicherlich die richtigen Weichen gestellt

worden. Was nicht heißen soll, dass nicht schon in der

Vergangenheit hervorragender Handball gezeigt wurde:

Frauen 2

In den 80er und 90er Jahren war es nicht selbstverständlich,

dass es bei den Frauen immer eine zweite

Mannschaft gab. Von der Spielklasse her bewegte man

sich in dieser Zeit zwischen der Kreisklasse 1 und der

Kreisklasse 2. Nach der Verbandsreform war die neue

Bezirksklasse die Heimat unserer Zweiten. Mit Gründung

der Spielgemeinschaft HSC Schmiden-Oeffingen

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • 2. maNNSchaFTEN

diE ZWEiTEn MAnnSCHAFTEn –

MEHR AlS nUR RESERVE!

Je höherklassig die ersten

Mannschaften spielen,

umso wichtiger werden

die 2. Mannschaften.

Auch hier sind die

Schmidener Handballer

auf einem guten Weg.

1998

2007

2002

2008

ging man 2004 erstmals mit 4 Frauenmannschaften an

den Start und die Zweite spielte in der Landesliga. Nach

der Trennung vom TV Oeffingen im Frauenbereich

spielt heute die zweite Mannschaft in der Kreisliga, hat

aber den eindeutigen „Aufstiegsauftrag“ im Gepäck.

Männer 2

Auch bei den Männern war in der Vergangenheit

oftmals die Spielersuche für die Zweite eine der

wichtigsten Aufgaben der jeweiligen Trainer. Für

einen langen Zeitraum war Jürgen Mühleisen einer

der emsigsten auf diesem Gebiet. Sportlich war das

Niveau, ähnlich wie bei den Frauen, in der Kreisklasse

angesiedelt. Etliche Wechsel zwischen der ersten und

zweiten Kreisklasse brachten allerdings auch die eine

oder andere Aufstiegsfeier mit sich. Seit vielen Jahren

zeichnet „Vaddi/Gurke“ Jörg Raiser für die Zweite

verantwortlich. Erst als Spieler und seit 1999/2000 als

Spielertrainer. Seiner Leistung und Kontinuität ist es zu

verdanken, dass die Zweite jetzt in der Bezirksliga spielt

und der Abstand zur Ersten nicht mehr gar so groß ist.

Die Tendenz in beiden Bereichen zeigt eindeutig nach

oben und der Leistungsgedanke sowie die Integration

junger Spieler stehen ganz oben auf der Prioritätenliste.

• 2. maNNSchaFTEN


• BERichT JUGEND

BERichT JUGEND • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

UnSERE JUGEnd

SPORTLICHER ERFOLG IST NICHT ALLES.

Seit 2004 arbeiten der TSV Schmiden und der TV Oeffingen in der Jugendarbeit erfolgreich

zusammen. in der Spielgemeinschaft handballSportclub (hSc) Schmiden-Oeffingen werden

in der kommenden Saison über 20 mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Neben den

sportlichen aspekten spielen für Jugendleiter Wolfgang Bürkle auch der Teamgeist und die

menschliche Entwicklung der jungen Spieler eine große Rolle – eine wichtige motivation für

das zeitraubende und manchmal auch nervenaufreibende Engagement in der Jugendarbeit.

VON ’83 BIS ’08:

DIE HANDBALL-JUGEND IM TSV

Es war schon immer eine besonders verantwortungs-

bewusste und reizvolle Aufgabe, im Jugendbereich

zu arbeiten oder gar Jugendleiter zu sein. Da hat sich

während der letzten 75 Jahre sicherlich nicht viel

verändert. Trotz all der Arbeit, die solch ein Posten

zwangsweise mit sich bringt, überwiegt in meinem Fall

der Spaß, mit den Mädchen und Jungen sowie dem

Trainerstab zusammenzuarbeiten – auch außerhalb des

Spielfeldes.

Freizeitangebote wie auch Turniere gehörten und

gehören noch immer zu den wichtigsten Bestandteilen,

um die Jugendlichen zu einer Mannschaft und einer

Gemeinschaft „zusammenzuschweißen“. Die Sprache

der Jugend zu sprechen und bei Problemen präsent zu

sein, erachte ich ebenfalls für enorm wichtig. Natürlich

gehören auch Erfolge dazu, um eine funktionierende

1983 - 1985

P e t e r h a i s c h

J u g e n d l e i t e r ,

B r i g i t t e u n d

P i n o F o r c i n a

1983

h ö c h s t s t a n d m i t

1 8 0 J u g e n d l i c h e n !

x

1980 1990

z

1984

R o l f B ü r k l e z i e h t

s i c h a l t e r s h a l b e r

z u r ü c k , w a s s i c h

n e g a t i v a u f d i e

J u g e n d a r b e i t

a u s w i r k t .

1986/1987

P e t e r h a i s c h

J u g e n d l e i t e r ,

m a r t i n a m a s u r

x

Jugendarbeit vorzeigen zu können. Doch sollte man dieses

Wort „Erfolg“ auch richtig definieren! In meinen Augen

ist es ein Erfolg, aus einer Mannschaft das Optimale

herauszuholen. Das muss nicht gleichbedeutend mit

einem Titel sein, sondern kann auch heißen, in einer

Kreisliga einen hinteren Platz zu belegen, wenn das

Team und die Trainer das Maximale dafür getan haben.

Schön ist es auch, wenn man sieht, wie sich Freundschaften

entwickeln und wenn aus einem Jugendspieler

plötzlich eine Persönlichkeit wird, die ihren eigenen

Weg geht. Seit meinem Amtsantritt 1992 habe ich

auch das Gefühl, dass die Bindung zu einem Verein für

unsere Jugend immer wichtiger wird und es ein idealer

Ausgleich für die immer größeren Belastungen darstellt,

die auf die Kinder und Jugendlichen in der heutigen Zeit

einwirken.

1985 19

z

1988/89

T h o m a s R a i s e r

J u g e n d l e i t e r ,

m a r t i n a m a s u r

1990/1991

a n d r e a s N i g l

J u g e n d l e i t e r ,

K e r s t i n

Z i m m e r m a n n

x

1993 - 1995

W o l f g a n g

B ü r k l e ,

S u s a n n e

D e g e l

1993

T i e f s t a n d : n u r

n o c h r u n d 5 0

J u g e n d l i c h e .

x

g

z

1992

W o l f g a n g B ü r k l e

J u g e n d l e i t e r ,

K e r s t i n

Z i m m e r m a n n


Reihe oben:

Männl. E-Jugend 1978

Männl. C-Jugend,

bezirksmeister 1988

Männl. C-Jugend,

Württ. Meister 2002

Reihe unten:

HSC-Jugend beim Fellbacher

Herbst-Umzug 2006

Trainingseinheit mit

dem bundestrainer im

november 2006

Männl. C-Jugend,

Württ. Meister 2007

1997

h a n d b a l l a b t e i l u n g

w e i s t w i e d e r 1 0 0

J u g e n d l i c h e a u f .

1996/97

W o l f g a n g B ü r k l e ,

B a r b a r a S o n t h e i m e r

x

Dasselbe gilt natürlich auch für die Erwachsenen,

die beruflich mittlerweile so eingespannt sind, dass

nur noch die „Oberidealisten“ sich für ein Ehrenamt

entscheiden. Hier muss die Politik schleunigst

umdenken! Umso erstaunlicher ist es, dass der TSV

Schmiden in Zusammenarbeit mit dem TV Oeffingen

(HSC Schmiden-Oeffingen) auch für die Saison

2008/2009 über 20 Jugendmannschaften mit insgesamt

rund 45 Jugendtrainern und -trainerinnen auf die Beine

stellen wird. Die Zukunft scheint nach jahrelanger harter

Arbeit „rosig“. Voraussetzung wird aber sein, dass wir

so weiterarbeiten wie in den vergangenen Jahren und

uns nicht von irgendwelchen Erfolgen blenden lassen.

95 2005

z

1995

J u g e n d p r e i s

d e s h a n d b a l l -

v e r b a n d e s

W ü r t t e m b e r g

f ü r g u t e

J u g e n d a r b e i t .

z

g

seit 1998

W o l f g a n g B ü r k l e

G e s a m t j u g e n d l e i t e r

1998 - 2004

S p i e l g e m e i n s c h a f t m i t

d e m S V F e l l b a c h u n t e r

S G F e l l b a c h - S c h m i d e n .

2002

m ä n n l i c h e c 1 w i r d

W ü r t t . m e i s t e r !

x

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • BERichT JUGEND

Ganz entscheidend wird auch sein, dass die vielen

Jugendlichen, die nun jährlich in den aktiven Bereich

aufrücken werden, Posten in unseren beiden Stammvereinen

übernehmen. Dann ist mir um unsere

Handballzukunft nicht bange und wer weiß, vielleicht

kann ich dann beim 100-jährigen Jubiläum von meinem

Nachfolger ähnlich Positives vernehmen.

Wolfgang Bürkle

Jugendleiter TSV Schmiden

und HSC Schmiden-Oeffingen

2000 2010

z

2005

D i e h a n d b a l l a b t e i l u n g

z ä h l t e r s t m a l s m e h r

a l s 2 0 0 J u g e n d l i c h e

b i s 1 8 J a h r e .

x

2004

K ü n d i g u n g d e r S p i e l g e -

m e i n s c h a f t m i t d e m S V

F e l l b a c h u n d g l e i c h z e i t i g

G r ü n d u n g e i n e r J u g e n d -

s p i e l g e m e i n s c h a f t m i t

d e m T V O e f f i n g e n u n t e r

h S c S c h m i d e n - O e f f i n g e n

( h a n d b a l l s p o r t c l u b ) .

z

2007

m ä n n l i c h e c 1 w i r d

w ü r t t e m b e r g i s c h e r m e i s t e r !

• BERichT JUGEND


• BERichT SchiEDSRichTER

BERichT SchiEDSRichTER • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

UnSERE SCHiEdSRiCHTER

DIE MäNNER UND FRAUEN IN SCHWARZ.

Elf Schiedsrichter sind fast wöchentlich von September bis april in den hallen des Bezirks

Rems-Stuttgar t und den angrenzenden Bezirken in aktion – unter der Leitung von

Schiedsrichter-Obmann Peter haisch.

bild1:

Schiedsrichter 2008

Von links:

Max Wolf, Stephan Veith,

Sebastian bürkle, Kai

Schenk, Obman Peter Haisch

und benedikt Franz

Es fehlen:

Melanie brock, Florian

Glatthaar, Heiner Koch,

Stephan Wagner, dennis

Wießmeier

bild 2:

Schiedsrichter 1983

Von links:

Richard Flick, Catrin Forcina,

Pino Forcina, Jürgen

Engelfried, Thomas Raiser,

Heiner Koch, Peter Haisch

und Rolf bürkle

Es ist eine gute Mischung aus Alt und Jung, Neulingen

und Erfahrenen, die den TSV Schmiden als Handball-

Schiedsrichter repräsentieren. Im März 2007 haben

Max Wolf, Sebastian Bürkle und Patrick Zeidler ihre

Schiedsrichter-Prüfung bestanden. Sie leiten zurzeit

noch Jugendspiele. Mit den beiden 16-jährigen Benedikt

Franz und Stephan Veith haben im April diesen Jahres

zwei weitere Jugendliche den Anfängerkurs bestanden

und werden die TSV-Schiedsrichtergruppe schon bald

verstärken.

Vom erfahrensten Mann in schwarz beim TSV

können die fünf Jung-Schiedsrichter einiges lernen:

Schiedsrichter-Obmann Peter Haisch hat diesen Posten

schon seit 15 Jahren inne und kümmert sich intensiv

um den Nachwuchs. Seit 1973 leitet er Handball-Spiele

und ist mit seinen 64 Jahren auch der älteste unter

den derzeitigen TSV-Schiedsrichtern. Der Dienstälteste

hingegen ist Heiner Koch. der seit 37 Jahren das

schwarze Trikot trägt und in dieser Zeit wohl mehr als

1000 Begegnungen gepfiffen haben dürfte. Er ist derzeit

sowohl bei Frauen- als auch Männerspielen zugange.

Dennis Wießmayer, Florian Glatthaar wie auch

Stephan Wagner sind im Jugend- und Aktiven-Bereich

eingespannt. Kai Schenk ist seit kurzem Team-

Schiedsrichter mit seinem neuen Partner Mark Leinhos

vom TV Oeffingen. Beide werden Spiele der männlichen

B-Jugend in der Bezirksliga leiten. TSV-Schiedsrichter-

Obmann Peter Haisch und Thomas Fischer sind als

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

e s e i n f a c h d e r b e s t e Ve r e i n i s t .

T i m , 1 0 J a h r e

Gespann sowohl bei den Männern der Bezirksliga

Rems-Murr wie auch den Frauen auf Verbandsebene

unterwegs.

Unter den aktuell elf Schiedsrichtern befindet sich

im Jubiläumsjahr 2008 gerade Mal eine Frau. Melanie

Brock leitet seit rund zehn Jahren überwiegend Frauenund

Männerspiele und ist fast schon eine „Exotin“ unter

den Schiedsrichtern. Zwar waren in der Vergangenheit

mit Manuela Kampa, Bianca Schuon, Angela Pietsch

und Alexandra Barth vier weitere Schiedsrichterinnen

für den TSV aktiv, doch gaben sie schon recht bald die

Pfeife wieder ab – im Gegensatz zu den männlichen

Jungschiedsrichtern, die nach den Erfahrungen von Peter

Haisch deutlich länger dabei bleiben. Die „Dominanz“

der Männer wird also noch einige Zeit bestehen bleiben,

auch wenn, so Peter Haisch, in den vergangenen drei

Jahren sehr viele Mädchen an den Lehrgängen des

Handball-Bezirks teilgenommen hätten.

Um den Nachwuchs braucht sich die TSV-

Schiedsrichtergruppe bislang nicht zu sorgen, die

derzeit gemäß den Verbandsvorgaben geforderte

Schiedsrichterzahl wird ohne Probleme erreicht. Für

die Mannschaften Männer 1 und 2 sowie Frauen 1 sind

je zwei Schiedsrichter erforderlich, jede weitere aktive

Mannschaft je einen Mann oder eine Frau in schwarz.

Für die A- und B-Jugendteams männlich wie weiblich

kommt je ein Spielleiter hinzu. Der TSV muss in der

Summe also mindestens elf Schiedsrichter stellen, das

Soll ist damit erfüllt.


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aNZEiGE

• aNZEiGE


• BERichT SchmiDEN PUmaS

BERichT SchmiDEN PUmaS • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

AnGRiFFSlUSTiG Und

SPRUnGGEWAlTiG

DER PUMA IST DAS SyMBOL DER TSV-HANDBALLER.

Dynamik, Geschwindigkeit, Sprungkraft, angriffslust zeichnen den Puma aus – und das

brauchen auch handballer, um erfolgreich zu sein. Was liegt da näher um die Raubkatze

zum Symbol für die TSV-handballer zu machen. Seit dem herbst 2007 laufen die aktiven

als „Schmiden Pumas“ auf.

Die Idee, den Puma als Symbol für die TSV-Handballer

zu installieren, haben Abteilungsleiter Siegfried Bürkle

und Sponsoren-Betreuer Uwe Scholz entwickelt. Die

Raubkatze soll zum einen der besseren Vermarktung

der TSV-Mannschaften dienen. Denn bei der Suche

nach Sponsoren ist ein „Puma“ einfach attraktiver, als

das Dreigespann von TSV, TV Oeffingen und HSC

„Schmoeff“, aus denen sich die unterschiedlichen

Mannschaften bilden.

Zum anderen stärkt der Puma auch die Identifikation

der Mitglieder, Fans und Spieler mit den Mannschaften

und der Abteilung. Man spielt nicht mehr für den TSV,

oder schaut sich ein Spiel der Aktiven an, sondern feuert

die Pumas an oder geht für sie auf Torejagd. Schließlich

spielt ja auch nicht die SG Kronau/Östringen in der

Handball-Bundesliga, sondern die Rhein-Neckar Löwen

sind dort erfolgreich.

Mit der Dynamik und der Sprungkraft eines Pumas

wollen die Handballer sportlich weiter nach oben –

unterstützt von Fans und Sponsoren. Ob die Schmidener

Raubkatze sich jemals mit dem Löwen messen wird,

muss die Zukunft zeigen.


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aNZEiGE

• aNZEiGE


• SPORTSTÄT TEN

0

SPORTSTÄT TEN • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

diE SPORTSTÄTTEn dER

SCHMidEnER HAndbAllER

Erste Trainingseinheiten in einer Sporthalle waren in der alten Turn-

und Festhalle (TuF) an der Fellbacher Straße möglich (Einweihung

1926). Gespielt werden musste immer auswärts, z.B. in den messe-

hallen am Killesberg oder der molly-Schauffele-halle neben der

heutigen mercedes-Benz-arena.

Mittlerweile können unsere Handballer in drei Sporthallen in Schmiden trainieren:

g 1 - 2 - 3 - S P O R T H A l l E S C H M i d E n g n E U E F E S T H A l l E S C H M i d E n

Trainings- und Spielbetrieb Trainings- und Spielbetrieb

(nur Jugend)

Weitere Sporthallen stehen im Bedarfsfall in Fellbach und Oeffingen zur Verfügung.

g

S P O R T H A l l E d E R

A n n E - F R A n K - S C H U l E

nur Trainingsbetrieb


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • DaNK aN DiE SPONSOREN

STARKER HAndbAll bRAUCHT

STARKE PARTnER!

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Sponsoren und Wirtschaftspartnern, die unseren

handball und das Jubiläum unterstützen.

Ein besonderer Dank gilt unseren Premium- und Teampartnern sowie unseren Förderern:

Premiumpartner

Teampartner

Förderer

g

ich bin beim TS V- h a N D B a L L ,

we i l n a c h d e m s c h ö n e n m u t te r -

K i n d -Tu r n e n m i t m e i n e n K i n d e r n

S i g i wö c h e ntlich anrief und mir

d a s h a n d b a l l s p i e l e n w i e d e r

s c h m a c k h a f t m a c hte. D a n ke S i g i ,

e s w ü rd e n m i r v i e l e Fre u n d e u n d

e i n e to l l e Ze i t fehlen.

B e t t i n a , 4 2 J a h r e

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L ,

w e i l J ü r g e n S c h l i e n z , Pe t e r

h a i s c h , Wo l f g a n g N a g e l , J ö r g

R a i s e r, Pe t e r R a i s e r, J ü r g e n

m ü h l e i s e n , U l i B ü r k l e , h e i n e r

K o c h , D i r k Tö p p k e u n d m i c h a e l

G a u ß m e i n e g u t e n Tr a i n e r s i n d

u n d w a r e n .

M i c h a e l , 2 8 J a h r e

• DaNK aN DiE SPONSOREN

1


• UNSERE maNNSchaFTEN 2008

UNSERE maNNSchaFTEN 2008 • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

UnSERE MAnnSCHAFTEn 2008

M Ä N N E R 2

Hinten von links:

Trainer Jörg Raiser, Hannes bürkle, Thomas Krombacher,

Tobias Müller, Peter Raiser, Yannik Melchior, Oliver Hanke

Kniend von links:

Florian Fritz, Moritz Pesch, Patrick Sayer,

Tobias Richardon, Marc Schmidt

Es fehlen:

Swen von Wagner, Felix Maier, Chris Kampa, Stefan blind,

Gregor Schäfer, Jens Fischer, Jonas Conrady, nicki Holder

f

g

g

M Ä N N E R 1

Hinten von links:

Jörg Kaaden, Marco Kolotuschkin, damir Marjanovic,

Matthias Heineke, Tim baumgart, Fabian Walz,

Christoph Hauser, Rüdiger neß

Vorne von links:

Co-Trainer Jörg Müller, Manuel Mühlpointner, Robin König,

Andreas Fuß, Johannes lampe, Alexander Hess,

Carlo Mangone, Markus bauer, Trainer Alexander Prasolov

Es fehlen:

Max Haug und Physiotherapeut Torsten Fritsch

M Ä N N E R 3

Stehend von links:

Oliver Hanke, Swen Fihn, Georg Grimm, Oliver bürkle,

Wolfgang bürkle, Jörg Raiser

Kniend von links:

Stefan blind, Felix Maier, Thorsten Hergemöller,

Moritz Pesch, Philipp Schmidt

Es fehlen:

Andreas Krombacher, Michael bürkle, Janis Siegle,

Steffen Geiger, Marc Hellerich


g

g

F R A U E N 1

Hinten von links:

Marie Wilhelm, Viorica Calcea-Fessmann, Angela

Pietsch, Miriam Gref, Martina Förster, Susanne Castor

Vorne von links:

Manuela Kampa, Kerstin Horschelt, Tanja dietze,

Kristina bretschneider, Stephanie dieterle,

Sarah Krauter, Jana Proksch, Trainer Tan Pflieger

Es fehlt:

Co-Trainerin Angelika Rauth

F R A U E N 2

Stehend von links:

daniela Raiser, Tamara Stehle, Angelika Raiser,

Mirjam Kauffmann, Stefanie da Rocha, Eva Henninger,

Trainerin Marion Scholz

Kniend von links:

Triantafilia Zissidou, Sara Molza, Kathrin Raiser,

Sonja baumann, Katrin Springer

Es fehlen:

Jeanette Schmitt, Michaela deschle, Sandra von Wagner,

Vanessa Schön, Katrin Friz, laila Henseleit

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

d e r T S V Ve r g a n g e n h e i t , G e g e n w a r t u n d

Z u k u n f t h a t . U n d w e i l i c h S c h m i d e n e r b i n .

P e t e r, 3 7 J a h r e

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • UNSERE maNNSchaFTEN 2008

• UNSERE maNNSchaFTEN 2008


• UNSERE maNNSchaFTEN 2008

UNSERE maNNSchaFTEN 2008 • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

M Ä N N L I C H E J U G E N D A 2

Stehend von links:

Jan Forstbauer, Julian bach, Carsten Röhrle, Simon Junker,

Thomas Fink, Alexej Prasolov, Kai-Uwe Schenk

Kniend von links:

Steffen Geiger, Fabrice Wersch, Florian besel,

Stephan Veith, Florian Frank

Es fehlen:

Trainer Jörg Kaaden, lucca Holder und Julian Schreiner

f

g

g

M Ä N N L I C H E J U G E N D A 1 & A 2

Stehend von links:

Trainer Thomas Krombacher, Mark leinhos, Kai-Uwe Schenk,

Sebastian bürkle, Julian Maier, dustin Trautwein, Carsten

Röhrle, Trainer Tobias Müller

Kniend von links:

Max Wolf, Florian besel, Julian bach, Julian Schreiner,

nicolas Ziegler, Patrick Zeidler, nico Simon, Moritz Pesch

Es fehlen: Matthias Wittke, Alexander drung, Steffen Geiger,

Philip Plappert sowie die b-Jugendlichen Thomas Fink,

Jan Forstbauer, Florian Frank, Simon Junker, Kevin Kirr,

Alexej Prasolov, Felix Purkert, Stephan Veith

M Ä N N L I C H E J U G E N D A 3

Vordere Reihe von links:

Philipp Schmitt, louis Geraud, Marcel Stängele

2. Reihe von links:

Giovanni Russo, Giovanni napolitano, Simon Pohl,

Jan Michaelis

3. Reihe von links:

Marius Stolper, niklas Hildebrand, betreuer Alf

brunngräber, betreuer Andreas Stängele

Hintere Reihe von links:

Felix Seidel, Philipp Frick, dominic bäder, Julian becker

Es fehlen:

Marc dalacker, Sascha lösch, Fabian Grätke,

Jannik Schwab und betreuerin Eva Henninger.


M Ä N N L I C H E J U G E N D B 2

Stehend von links:

Rafael Conrady, Marco Schmidberger,

Mirsad numanovic, Marco Stahl, Felix Karcher,

Patrick Stöckl, Jan Pesch, Trainer Christian Kampa

Kniend von links:

benedikt Franz, Fabian Raich, Tobias beyerle,

Fabrice Wersch, Roman Meister, Jannik Rombold

Es fehlt:

Christian Müller

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • UNSERE maNNSchaFTEN 2008

f

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M Ä N N L I C H E J U G E N D B 1

Stehend von links:

Trainer Tim baumgart, Simon Junker, Kevin Kirr,

Thomas Fink, Alexej Prasolov, Robin Wachter,

Co-Trainer Jonas Conrady

Kniend von links:

lucca Holder, dominik Schmitt, Jan Forstbauer,

Stephan Veith, Felix Purkert, Florian Frank

M Ä N N L I C H E J U G E N D B 3

Stehend von links:

Markus Seiler, Alexander dettelbach, Max Engelfried,

Andreas Ziegele, Marc nentwig, Trainer Julian Pfander

Sitzend von links:

Jannis Schreus, Alex Weber, Julian Peter, Fabian Aßfalg

Es fehlen:

Timo bartmann, Julian Kraft, Chrisitan Schwarz,

Oleg Kupriyanets, Trainer Christian Kehm

• UNSERE maNNSchaFTEN 2008


• UNSERE maNNSchaFTEN 2008

UNSERE maNNSchaFTEN 2008 • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

M Ä N N L I C H E J U G E N D D 1

Stehend von links:

Trainer Oliver Hanke, Jan david, Max baun, david lutz,

Tim Scholz, bastian Treiber, Patrick bulling,

Trainer Hans Ernsperger

Kniend von links:

Jan Hellerich, Fabian Engelhart, Philipp Porges,

Manuel Gay, daniel Schurr, Florian Probst

f

g

g

M Ä N N L I C H E J U G E N D C 1 & C 2

Hinten von links:

Maximilian Schirm, Michael Weber, Jan Koschke,

Pascal lanzinger, Felix beyer

Mitte von links:

Alexandro Marcigliano, Raphael Schmid, Anton nagler,

Jonas Probst, Jan bogler, Florian Wiesner

Unten von links:

Maximilian Franz, niklas Pesch, Marco Schreiner,

Florian Reichert, Robin Stängele, Tobias lanzinger

Es fehlen:

die Trainer Tim Güthoff und Simon lanzinger

M Ä N N L I C H E J U G E N D D 2

Stehend von links:

Trainer Felix Mayer, Jenath Chandran, Steffen beyerle,

luis Westner, Max Hammer, Timo Schmidberger,

Philipp Sausen, Jakob Rudolph, Trainer Jan Stolper

Kniend von links:

Marlon Adam, Yannis Wirtenberger, Yannick Seeger,

benedikt Krauß, Tom Ebert.


M Ä N N L I C H E J U G E N D E 2

Von links:

Trainer Kai Schenk, Alexander blendel,

Florian Hämmerle, Cornelius Reith, Erik birkenhagen,

Max Kapp, Marc Gross, Trainer Jochen Kapp,

Julian Sontheimer

Es fehlen:

Trainer nicki Holder, Andrei Alecu, Fabian bürkle,

lars drodofsky

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • UNSERE maNNSchaFTEN 2008

f

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M Ä N N L I C H E J U G E N D E 1

Hinten von links:

Trainer Kai Uwe lanzinger, Simon bürkle, Fynn Treiber,

dennis Engelhart, lukas Hils, Trainerin Kim Schedler,

davor leonard Gühne, Trainer Stephan Veith,

davor Tobias Schurr

Vorne von links:

Marvin Rebl, Felix Rudolph, Aaron Kotz (liegend),

daniel Mehrle

M Ä N N L I C H E J U G E N D E 3 ( 6 + 1 )

Von links:

Tobias Schurr, leonard Gühne, Marvin Rebl,

Joshua Sundarp, Aaron Kotz, Yannick Seeger,

Steffen beyerle, luis Westner

dahinter die Trainer Eberhard Schreiner und

Kai-Uwe lanzinger

• UNSERE maNNSchaFTEN 2008


• UNSERE maNNSchaFTEN 2008

UNSERE maNNSchaFTEN 2008 • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

W E I B L I C H E J U G E N D B 2

Oben von links:

lisa Wagner, Trainerin Susi Castor, Katrin breuning,

Sara nothdurft, Mona Hartmann

Unten von links:

Jaqueline Franz, Jule Venrath, Verena Müller,

Madeleine Franz

Es fehlen:

Sarah bucher, naomi Wagenblast, Sarah Hartmann,

Trainerin Krissy bretschneider

W E I B L I C H E J U G E N D C 2

Stehend von links:

Selina Menne, Selina Grimm, Jana Kraft,

Trainerin babs Sontheimer, Katharina löckel,

dunja Entenmann, larissa bürkle

Sitzend von links:

Anja burkhard, Sabina Chandran, Alisa Oguz,

lena Frey, Maren Rentschler, nadine Achatz

Vorne von links:

die Torhüterinnen Katja Klenk und Sandra Pawellek

g

f

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ich bin beim TS V- h a N D B a L L ,

we i l S c h m i d e n i s t d e r g e i l s te Ve r -

e i n d e r We l t ! ! ! ! B i s j e t z t 2 8 J a h re

h a n d b a l l – 4 0 s o l l e n e s s c h o n n o c h

we rd e n ! We n n n i c ht als Spieler,

d a n n a l s Trainer!

D i z z y, 3 3 J a h r e

g

g

g

W E I B L I C H E J U G E N D B 1

Stehend von links:

Trainer Andreas Menne, Melina Castelanelli, Sarah Kurzweg,

Susan Pohl, lena Schmitt, Kim Schedler, lisa Heß,

Svenja lutz

Kniend von links:

larissa Menne, Annalena Westhauser, Franziska Meister,

leonie berker.

Es fehlen:

lisa Martin, Julia berger

W E I B L I C H E J U G E N D C 1

Stehend von links:

Trainerin Kerstin Horschelt, Caroline Rohdehau,

nina Schedler, Giulia Adam, Sarah Ochsner,

Anna-lena bindel, lena Wolf, Trainerin Ute Horschelt

Kniend von links:

Jessica Gottschlich, Yvonne Wachter, Sandra Pawellek,

lisa burgbacher, nina beyerle, Sina Walter

liegend:

Jana burgbacher

Es fehlen: Emily bürkle und Julia Grüb

ich bin beim TS V- h a N D B a L L ,

we i l i c h g e r n e h a n d b a l l s p i e l e

u n d i c h d e n Ve re i n cool finde,

we i l h i e r n e t te Le u te s i n d u n d

w i r re c ht „ e r folgre i c h “ s i n d.

Yvo n n e, 1 3 J a h r e


W E I B L I C H E J U G E N D E

Stehend von links:

Trainerin Angelina Giuliano, Janine bühl,

Helin Gönülalan, Tina Abadzic,

Trainerin Vanessa Schön

Sitzend von links:

Ellena Varcakovic, Sofia Purkert

liegend:

Sandra Weber

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • UNSERE maNNSchaFTEN 2008

f

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W E I B L I C H E J U G E N D D

Stehend von links:

Joanna Weigert, Trainerin Franzi Meister, Alexandra löcker,

Anika loew, lisa Fox, Pia Koschke, Alina Kraft,

Trainerin Susan Pohl Kniend

Kniend von links:

Trainerin Jana Schach, Selina Kläger, Aline bürkle,

Josephin bürkle, Jana burgbacher, liridona Shabani

liegend:

Jennifer Walser

M I N I S

im Kreis beginnend links außen:

Tobias Pichler, Tim Wenzel, Maximilan Girschek, Jan Theil,

david Hägele, Paul diesch, Carl Wieland, Marcel bulling,

Kim Thaler, lisa Girschek, lisa Riemschneider

Mitte von links:

Alexandra Gey, Hannes Meyer, Annika langer

Trainerin:

Svenja lutz

Es fehlen:

niklas Rahn, Jacquelin John, Julia Wenzel, Hannes Raiser,

Trainerin Claudia „Jule“ Girschek

• UNSERE maNNSchaFTEN 2008


• aBTEiLUNGSaUSSchUSS

0

aBTEiLUNGSaUSSchUSS • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

ABTEILUNGSAUSSCHUSS

Organigramm Handballabteilung TSV Schmiden

S i E G F R i E D B Ü R K L E

1 . a b t e i l u n g s l e i t e r

S p i e l b e t r i e b A k t i v e , F i n a n z e n

h e l m u t m e r z

Te c h n i s c h e r l e i t e r

B e a t e c a s t e l a n e l l i

K a s s i e r e r i n

m i c h a e l h ä r l i n

b e w i r t s c h a f t u n g H a l l e

Stehend von links:

Thomas Raiser, Siegfried bürkle, Marion Scholz, Peter Haisch,

beate Castelanelli, bettina Friz, Wolfgang bürkle, Uwe Scholz

Kniend von links:

Markus Engelhart, Michael Härlin, Hannes bürkle, Peter Raiser

g

W O L F G a N G B Ü R K L E

2 . a b t e i l u n g s l e i t e r

J u g e n d

m a r i o n S c h o l z

S p o r t l i c h e l e i t e r i n F r a u e n

J ö r g K a a d e n

S p o r t l i c h e r l e i t e r M ä n n e r

P e t e r h a i s c h

S c h i e d s r i c h t e r o b m a n n

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

m a n m i c h i m B a l l e t t n i c h t w o l l t e u n d

F u ß b a l l i m F r e i e n s t a t t f i n d e t !

J ö r g , 4 9 J a h r e

U w e S c h o l z

S p o n s o r i n g + W e r b u n g

m a r k u s E n g e l h a r t

ö f f e n t l i c h k e i t s a r b e i t

B e t t i n a F r i z

S c h r i f t f ü h r e r i n

T h O m a S R a i S E R

3 . a b t e i l u n g s l e i t e r

V e r a n s t a l t u n g e n

P e t e r R a i s e r

1 . b e i s i t z e r

h a n n e s B ü r k l e

2 . b e i s i t z e r

Jörg Kaaden Helmut Merz


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN

Ein FEiERTAG dER AndEREn ART

NACH 35 JAHREN HABEN FRANZ UND WALTRAUD PURKERT 2008 IHRE LETZTE WANDERUNG ORGANISIERT.

Die Karfreitagswanderungen gehören seit Jahrzehnten zum abteilungsleben der TSV-hand-

baller. Schon wenige Jahre nach dem Krieg trafen sich die TSV’ler zum ersten mal. Damals

noch eine reine männerangelegenheit, entwickelte sich dieser Wandertag bald zu einer geselligen

Veranstaltung für Spieler, mitglieder und Zuschauer sowie deren anhang und Kinder.

Alt und Jung erfreuen

sich an der alljährlichen

Karfreitagswanderung,

die bei jedem Wetter

stattfindet.

Im kommenden Jahr wird bei der Karfreitagswanderung

eines ganz gewiss anders sein: Franz und Waltraud Purkert

werden nach 35 Jahren den Ausflug nicht mehr organisieren.

„Ich hoffe, dass sich jemand findet, der diese Tradition

weiterführt“, sagt Franz Purkert. Das sollte eigentlich nicht

allzu schwer sein. Denn in den vergangenen Jahren haben

stets zwischen 60 und 70 Personen an der Wanderung

teilgenommen. Das Interesse ist noch immer vorhanden,

der Termin ebenfalls günstig. Denn an Karfreitag ist

hierzulande ansonsten nicht viel los.

Die Tradition der Karfreitagswanderungen nahm

ihren Anfang vor über 50 Jahren. Als man beim TSV

nach dem Krieg wieder anfing Handball zu spielen,

war es üblich, dass sich die männlichen Spieler am

Karfreitagmorgen erst zu einer Wanderung trafen

und anschließend zum Frühschoppen einkehrten. Die

Spielerfrauen nutzten diese männerfreie Zeit, um in

aller Ruhe die Vorbereitungen für Ostern treffen zu

können.

Als die jüngere Generation – wie etwa Eugen Layer,

Hans Kauffmann oder Walter Kraft – in den folgenden

Jahren nach und nach Familien gründeten und Nachwuchs

bekamen, wandelte sich die Karfreitagswanderung zum

Familientreffen. Immer mehr Frauen, Freundinnen

und Kinder nahmen an der geselligen Wanderung teil,

kehrten teils auch zum Mittagessen ein.

Das machte die Suche nach einer geeigneten

Wirtschaft zunehmend schwerer, sodass sich Franz und

Waltraud Purkert daran machten, nachdem sie 1972 die

Organisation übernommen hatten, die Wanderungen

und die Einkehrmöglichkeiten noch besser zu planen.

Ihnen kam dabei zugute, dass fortan immer mehr

Leute ein Auto besaßen und somit die alljährlichen

Wanderziele besser gestreut werden konnten. „Es

wurde in unserer Zeit kein Ziel zweimal angesteuert“,

erklärt Franz Purkert.

Die Wanderungen selbst erforderten einigen

organisatorischen Aufwand – nicht nur für das Ehepaar

Purkert. Lange Zeit versorgte Werner Spindler die

Teilnehmer in den Wanderpausen mit Kostproben

aus seinem Korber Weinberg. Emil Bürkle, Oliver

Purkert und zuletzt Otto Bürkle kümmerten sich um

die Bewirtung. Das Ehepaar Scherff spendete für die

Kinder Süßigkeiten zum Verstecken und auch Ostereier

durften natürlich nicht fehlen. Der Großteil der Kosten

für Speisen und Getränke wurde in all den Jahren vom

Ehepaar Purkert übernommen. In den vergangen fünf,

sechs Jahren fanden sich weitere Spender, die für die

Getränkekosten aufkamen.

Im kommenden Jahr werden also nun neue

„Macher“ die Organisation der Karfreitagswanderung

in die Hand nehmen. Und vielleicht gelingt es ihnen

ja auch, den ursprünglichen Sinn dieses Ausflugs –

Spieler, Mitglieder und Zuschauer zusammenzubringen

– wieder zu stärken. Denn in den vergangenen 15

Jahren waren kaum aktive Spieler bei den Wanderungen

dabei, sondern vor allem ältere Mitglieder, Eltern mit

Jugendspielern und Freunde der Abteilung.

• aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN

1


• aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN

aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

AUCH dER (OST-)blOCK iST

KEin HindERniS

üBER HESSEN ZOG ES DIE SCHMIDENER HANDBALLER BIS IN DIE GOLDENE STADT.

Keine drei Jahre nach Kriegsende gründete sich die handball-abteilung des TSV Schmiden ein

weiteres mal. Die sportlichen ausfahrten in zahlreiche europäische Länder führten die TSVhandballer

auch hinter den Eisernen Vorhang nach Prag. Noch heute hat mit Rudolf Koch ein

Teilnehmer dieser ausfahrten freundschaftliche Kontakte nach Tschechien.

April 1970

1. bild:

Spiel in Wels

2. bild

Vor der Walhalla

bei Regensburg

Rolf Bürkle ist es zu verdanken, dass das Abteilungs-

leben seit den späten 50er Jahren mit zahlreichen

Reisen ins europäische Ausland bereichert wurde. Der

damalige Jugendleiter investierte viel Zeit und Herzblut,

um die Ausfahrten zu organisieren und durch immer

neue Kontakte weitere Reiseziele an Land zu ziehen.

Den Ausgang nahmen Rolf Bürkles Bemühungen im

hessischen Langgöns (südlich von Giessen), wo sich die

Schmidener mit dem dortigen TSV maßen – teils schon

im Hallenhandball. Von Langgöns aus ergaben sich

dann nach und nach Kontakte nach Belgien, Holland,

Frankreich, Schweiz, Österreich, Schweden. Nach

einigen Jahren hatte man ein beachtliches Netzwerk

aufgebaut und zahlreiche Reisekilometer „auf dem

Buckel“ – wozu die Aktiven wie die Jugendmannschaften

kräftig beitrugen.

Unvergessen ist die viertägige Ausfahrt 1961 nach österreich über Regensburg und

Passau, wo auf der burg gezeltet wurde, dann weiter nach Wels und lambach mit

Handballspielen und kameradschaftlichen Verbindungen, eine übernachtung am

Zeltplatz am Wolfgangsee und vieles mehr. Man hatte ein großes Zelt für die etwa

40 Teilnehmer und ein kleines für die vier Spielerfrauen.

Rolf Bürkle gelang es auch Verbindungen nach Prag

zu knüpfen, was aufgrund der politischen Lage damals

nicht einfach war. Doch mit Jaroslav Heinitz, dem Leiter

eines Sportvereins in der Hauptstadt der damaligen

Tschechoslowakei, traf er auf einen Sportkameraden, für

den die Auseinandersetzungen zwischen Ost und West

kein Hinderungsgrund waren. Heinitz gelang es trotz des

Eisernen Vorhangs, für zwei Mannschaften einen Besuch

beim TSV Schmiden auf die Beine zu stellen – eine

Frauenmannschaft aus Prag und eine Männermannschaft

aus Prypram südlich von Prag. Und natürlich ließen

sich die Schmidener Handballer die Gelegenheit zum

Gegenbesuch nicht nehmen, auch wenn es an der Grenze

zu den seinerzeit üblichen Behinderungen kam.

Durch den Einmarsch der Ostblockarmeen und das

Ende des Prager Frühlings bekamen die TSV’ler dann

überraschend Besuch aus Prag. Einige Spielerinnen

nutzten die Kontakte nach Schwaben, um in Schmiden

nicht nur vorübergehend eine neue sportliche Heimat zu

finden. Sie wurden gut aufgenommen und versorgt und

spielten dann bei der TSV-Frauenmannschaft mit.

1970 machte dann eine Altherren-Mannschaft eine

Spielfahrt nach Prag und es war eine erlebnisreiche Reise.

14 Jahre später folgte dann die bis dato letzte Ausfahrt

nach Prag, an der hauptsächlich die ältere Generation

mit ihren Frauen teilnahm. Das Rahmenprogramm

stand dabei ganz klar im Mittelpunkt, dazu zählte

neben zahlreichen kulturellen und historischen

Sehenswürdigkeiten auch ein Schlachtfest auf dem Land

außerhalb von Prag, bei dem unter anderem eine deftige

Metzelsuppe serviert wurde.

Erst im Jubiläumsjahr 2008 lebt die Tradition der

Pragausfahrten wieder auf. Vom 19. bis 22. Juni machten

sich die TSV-Handballer nach Prag auf, um die Goldene

Stadt, nun Hauptstadt eines EU-Mitgliedsstaates, zu

besuchen. Die privaten Verbindungen von Rudolf

Koch zu Jaroslav Heinitz dagegen haben selbst diese

24-jährige Pause bestens überstanden.


iMMER AM

2. WOCHEnEndE

iM SEPTEMbER

SEIT üBER 30 JAHREN SIND DIE „ALTEN HERREN“ DER

HANDBALLABTEILUNG DES TSV SCHMIDEN IMMER AM

ZWEITEN WOCHENENDE IM SEPTEMBER UNTERWEGS.

UND DAS UNUNTERBROCHEN SEIT 1973.

1986

1999

Wenn die Sommerferien ihrem Ende entgegen gehen,

steigt bei den „Alten Herren“ die Vorfreude auf den

traditionell frauenfreien AH-Ausflug. Am zweiten

Wochenende im September schnüren sie nicht die Sport-,

sondern die Wanderschuhe, um für zwei oder drei Tage

auf Tour zu gehen.

In 35 Jahren haben die „Handball-Senioren“

so ziemlich jede Region in Baden-Württemberg und

den angrenzenden Bundesländern durchwandert –

vom Donautal bis nach Bad Mergentheim und vom

Schluchsee bis Bartholomä. Nur einer der insgesamt 19

verschiedenen Organisatoren in dieser Zeit wagte sich

(und das gleich zweimal) ins Ausland: 1997 ging es nach

Schruns im Montafon, 2004 nach Bludenz in Vorarlberg.

Im TSV-Jubiläumsjahr wird die Männergruppe zur

36. Wanderung am zweiten Wochenende im September

aufbrechen. Scheidegg im Allgäu ist das Reiseziel – das

35. seit 1973. Nur Großostheim bei Aschaffenburg war

es vergönnt, zweimal von den TSV-Wanderen als Ziel

auserkoren worden zu sein. Bei so viel Abwechslung ist

es kein Wunder, dass die Ausflüge ihren festen Platz im

Terminkalender der AH’ler haben.

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN

1 9 7 3 a n n w e i l e r ( P f a l z ) F r a n z P u r k e r t

1 9 7 4 G u t e n b e r g - O b e r l e n n i n g e n E u g e n L a y e r

1 9 7 5 B a r t h o l o m ä ( O s t a l b ) E r n s t B ü r k l e

1 9 7 6 K a i s e r s b a c h ( We l z h e i m ) F r a n z P u r k e r t

1 9 7 7 B ö n n i g h e i m ( U n t e r l a n d ) F r a n z P u r k e r t u n d

We r n e r S p i n d l e r

1 9 7 8 Vo r d e r b ü c h e l b e r g ( S c h w. Wa l d ) R u d o l f K o c h

1 9 7 9 K i r r w e i l e r ( P f a l z ) Wi l l y B r a n z

1 9 8 0 B e l t e r s r o t ( Wa l d e n b u r g ) We r n e r S p i n d l e r

1 9 8 1 L a u c h h e i m ( a a l e n ) O t t o B ü r k l e

1 9 8 2 Wi l d b e r g ( S c h w a r z w a l d ) E d g a r S c h e r f f

1 9 8 3 O b e r s t e n f e l d ( B o t t w a r t a l ) G e r h a r d B ü r k l e

1 9 8 4 S u l z b a c h / E b n i s e e We r n e r S p i n d l e r

1 9 8 5 h e r r e n b e r g B e r n h a r d u n d

E d g a r S c h e r f f

1 9 8 6 U n t e r s t e i n b a c h F r a n z P u r k e r t

1 9 8 7 G r u i b i n g e n / B o s s l e r B e r n h a r d S c h e r f f

1 9 8 8 B a d m e r g e n t h e i m B e r n h a r d S c h e r f f

1 9 8 9 K l o s t e r S c h ö n t a l B e r n h a r d S c h e r f f u n d

R o l f B ü r k l e

1 9 9 0 h o h e n s t a u f e n ( G ö p p i n g e n ) F r a n z P u r k e r t

1 9 9 1 h o r n s b a c h ( m u r r h a r d t ) R o l f, E r n s t u n d

K u r t B ü r k l e

1 9 9 2 P f ä f f i n g e n We r n e r S p i n d l e r

1 9 9 3 G r o s s o s t h e i m ( a s c h a f f e n b u r g ) h a n s E h m a n n

1 9 9 4 U p f i n g e n ( B a d U r a c h ) We r n e r S c h n e r r i n g

1 9 9 5 a m m e r t s w e i l e r ( m u r r h a r d t ) F r a n z P u r k e r t

1 9 9 6 K i r s c h e n h a r t h o f F r a n z P u r k e r t

1 9 9 7 S i l b e r t a l ( b e i S c h r u n s ) m a n f r e d F r i c k

1 9 9 8 B i n g e n a m R h e i n h a n s We i ß b r o d

1 9 9 9 O b e r d e r d i n g e n - m a u l b r o n n F r a n z P u r k e r t

2 0 0 0 O b e r e s D o n a u t a l h a n s K a u f f m a n n

2 0 0 1 G r o s s o s t h e i m h a n s E h m a n n

2 0 0 2 c l e e b r o n n h a n s K a u f f m a n n

2 0 0 3 F i s c h b a c h ( S c h l u c h s e e ) F r a n z P u r k e r t

2 0 0 4 B l u d e n z m a n f r e d F r i c k

2 0 0 5 N i e d e r s t o t z i n g e n ( O s t a l b ) E r i c h S c h a u z

2 0 0 6 a n n e l s b a c h ( O d e n w a l d ) h a n s E h m a n n

2 0 0 7 U n t e r b ö h r i n g e n - Ü b e r k i n g e n F r a n z P u r k e r t

2 0 0 8 S c h e i d e g g i m a l l g ä u K u r t B ü r k l e u n d

h e l m u t m e r z

Auch 1995 haben die Frauen – wie so oft

in den bislang 35 Jahren –das Gepäck den

Männern nachgefahren. in jenem Jahr nach

Ammertsweiler bei Murrhardt. Aber nicht

ohne Folgen für die Männer: An sämtlichen

Schlafanzügen wurden zuvor Ärmel und

Hosenbeine zugenäht. Welche Probleme die

Männer damit hatten und ob sie sich „revanchiert“

haben, ist leider nicht bekannt.

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aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

ZU dEn FJORdEn iM nORdEn

SCHWEDEN, NORWEGEN, DäNEMARK – DIE VIER NORDLANDFAHRTEN WAREN EIN ECHTER HöHEPUNKT IM

REISEPROGRAMM DER 75-JäHRIGEN ABTEILUNGSGESCHICHTE.

auf zu den Wikingern hieß es 1980. Die 35 bis 40 Personen starke Reisegruppe um die a-

und B-Jugend-mannschaften des TSV Schmiden brach in diesem Sommer zur vier ten großen

Nordlandfahr t auf. Drei Länder, drei Fähr fahr ten und 3500 Reisekilometer Luftlinie standen

auf dem Programm – in nicht einmal drei Wochen. Und zwischendurch ein paar Freundschaftsspiele,

bevor man das Ziel Oslo erreichte und dor t am handball Kodak-cup teilnahm.

Erschöpft, aber dennoch

gut gelaunt stellen sich

die Teilnehmer zum Gruppenbild

vor der Schule im

schwedischen Skurup auf.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ lautete das Motto

am Abreisetag in Richtung Nordeuropa. Den ersten

richtigen Stopp gab’s in Hamburg, wo man sich auf

der Reeperbahn – ohne Zwischenfälle – mal richtig

die Beine vertreten hat, bevor es weiter in die

Marzipanstadt Lübeck, inklusive Stadtrundfahrt, ging.

Am Nachmittag durfte die Reisegesellschaft dann am

Strand von Travemünde ein ausgiebiges und erholsames

Bad in der Ostsee nehmen, bevor es um 22 Uhr mit der

Fähre auf nach Schweden ging.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ lautete das

Motto auch am zweiten Tag der Nordlandfahrt, als das

Fährschiff nach etwa acht Stunden Fahrt in Trelleborg

anlegte. Die knapp 25 Kilometer zum ersten Reiseziel

Skurup waren im Vergleich zur Anreise am Tag zuvor

ein Katzensprung. Die Stadt mit 15 000 Einwohnern,

in der der kleine Nils Holgersson gelebt haben soll,

war für die nächsten Tage Ausgangspunkt zahlreicher

Unternehmungen. Neben einer Beachparty an der

Ostsee, der Besichtigung der in Malmö ansässigen

Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ und einem Besuch

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

e s d i e s e s l e g e n d ä r e K i n d e r t u r n e n m i t

a l f r e d B ü r k l e g a b.

K a r l , 5 9 J a h r e

des damals wohl modernsten Bauernhofes von

Schweden, der dem ehemaligen UN-Generalsekretär

Dag Hammerskjöld gehörte, nutzte man die Zeit

auch für ausgiebige Kontakte zu den schwedischen

Sportfreunden.

Über Kopenhagen und den dort obligatorischen

Abstecher zur „Kleinen Meerjungfrau“ und das

Vergnügungsviertel Tivoli führte die Reiseroute ins

norddänische Frederikshavn, wo die Fähre nach

Larvik, südlich von Oslo, ablegte. In den nächsten

drei Tagen bestritt man einige Freundschaftsspiele

und ruhte sich am Sandstrand des Fjords aus. Die

anschließende Busfahrt über Land in die ehemalige

Hansestadt Bergen an der Westküste des Wikinger-

Landes war dann ebenso landschaftlich reizvoll wie

auch anstrengend – denn noch heute gibt es kaum

Autobahnen in Norwegen.

Die Rückfahrt nach Oslo war nicht minder

anspruchsvoll, legte man doch einen Abstecher zum

atemberaubend schönen Geiranger Fjord ein, der

noch mal rund 200 Kilometer nördlich von Bergen

liegt. Das Programm in der norwegischen Hauptstadt:

Stadtrundfahrt, Besichtigung des Holmenkollens und des

Lebenzyklus-Skulpturen-Parks sowie – ganz nebenbei

noch – ein Handball-Turnier, den Kodak-Cup. Auf der

Rückfahrt von Oslo nach Stuttgart machten die TSV-

Reisenden noch gleich zweimal Halt in Mittel-Dänemark:

In Fredericia und Fjelstrup standen Zwischenstopps mit

Freundschaftsspielen auf dem Plan.

Ob Busfahrer Hans Mattes von der Firma

Schmalzried bei dieser Sportreise ins Land der

Wikinger genauso viel Spaß hatte, konnte heute nicht

mehr in Erfahrung gebracht werden.


JUGEnd On TOUR

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN

Die gemeinsamen Erlebnisse bei ausflügen und ausfahrten waren schon immer ein wichtiger

Bestandteil der Jugendarbeit bei den TSV-handballern. Von Ungarn bis Norwegen verteilen

sich in den vergangenen 25 Jahren die Reiseziele in Europa.

1. bild

Amrum 2003

2. bild

Minis in der Ebersberger

Sägemühle 2004

3. bild

d-Jugend auf

burg derneck 2005

In den 80er Jahren finden Ausfahrten nach Schleswig-

Holstein (Sankt Michaelisdonn), in den Hunsrück

(Kirchberg, 1986), Norwegen (1989), Südschweden

(Skurup, 1987) und nach Prag statt. Anfang der

90er beschränken sich die Ausfahrten dann auf

Württemberg. Angesichts der zurückgehenden

Mitgliederzahlen im Jugendbereich (s. Jugendchronik)

2003 2004

2005

galt es, die Energie an anderer Stelle einzusetzen

und die Jugendarbeit wieder auf die Beine zu stellen.

Neue Konzepte wurden entwickelt, in Kindergärten,

Schulen und in den Haushalten wurde per Flyer um

Kinder und Jugendliche geworben. Der Erfolg ließ

nicht lange auf sich warten, neue Mannschaften

konnten gebildet werden. Danach forcierte man auch

wieder die Anstrengungen, was die Organisation von

zweiwöchigen Jugendausfahrten betraf. Seit 1999 gehen

im Zwei-Jahres-Rhythmus durchschnittlich 30 Mädels

und Jungs des oberen Jugendbereichs „on Tour“. Die

zweiwöchigen Ausfahrten führten 1999 und 2003 auf

die Nordsee-Insel Amrum, 2001 an den Balaton nach

Ungarn und 2005 sowie 2007 auf die Insel Föhr.

Für die Jüngeren wurden und werden natürlich

weiterhin Wochenendausfahrten angeboten. Unsere

Ziele liegen dabei meist in Württemberg wie etwa

die Ebersberger Sägemühle, der Eschelhof, die Burg

Derneck und der Mönchhof.

Lauffreude an der Nordsee

Eine Anekdote aus dem Jahr 2007 auf der insel Föhr gibt in etwa die Stimmung wieder, wie sie bei Ausfahrten

üblich ist: Auf die Frage der beiden Freizeitleiter babs Sontheimer und Wolfgang bürkle, wer von den 30 Teilnehmern

in einer Auswahlmannschaft unseres bezirkes oder gar Württembergs spielt, streckten 15 „HSC’ler“ voller

Stolz. danach meldeten babs und Wolfgang die 15 zum „Wyker Stadtlauf “ über 10 Kilometer an. die überrumpelten

Mädels und Jungs schluckten gewaltig, nahmen zähneknirschend teil, hatten am Ende aber Riesenspaß,

vor vielen begeisterten Zuschauern mal etwas anderes zu machen, als der runden lederkugel nachzujagen.

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aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

HAndbAllER AUF WAndERSCHAFT –

AbER niCHT AUF AbWEGEn

SEIT MIT TE DER 70ER JAHRE STEHEN VOLKSWANDERUNGEN IM JAHRESKALENDER DER HANDBALL-ABTEILUNG.

Dem ehemaligen abteilungsleiter und jetzigen Ehrenvorsitzenden hans Kauffmann ist es zu verdanken,

dass sich die TSV-handballer mitte der 70er der damals aufkommenden Wanderbewegung

anschlossen. aus dem anfänglichen Ziel, eine lukrative Einnahmequelle zu erschließen, hat

sich inzwischen eine Traditionsveranstaltung entwickelt, die alljährlich in der zehnten Kalenderwoche

teils mehr als 1000 Wanderfreunde auf die Strecken nordwestlich von Schmiden lockt.

drei gut ausgeschilderte

Wanderstrecken mit Start

und Ziel an der neuen Festhalle

in Schmiden stehen

jedes Jahr zur Wahl.

Seit 2002 starten die Volkswanderer zwischen 7 und

13 Uhr (manch einer ist schon um 6.30 Uhr startklar)

an der neuen Festhalle auf die drei Strecken über 6,

10 und 20 Kilometer. Die Strecken führen zunächst

alle übers Schmidener Feld in Richtung Waiblingen.

Die Strecken über sechs und zehn Kilometer queren

die Kreisstraße Schmiden-Waiblingen und führen

dann Richtung Oeffingen bis zum Besinnungsweg.

In der Feldscheuer von Peter Treiber befindet sich

die erste Kontroll- und Verpflegungsstation. Während

die 6-Kilometer-Strecke von dort aus am Oeffinger

Ortsrand entlang zurück zur Festhalle führt, biegt

der 10-Kilometer-Weg nach Oeffingen ab, unterquert

die Umgehungsstraße mit Ziel Oeffinger Sportplatz,

um von dort über das Lange Tal und durch Oeffingen

zurück zur Festhalle zur führen. Für die 20-Kilometer-

Teilnehmer steht nach der Verpflegungsstelle eine

Schleife durchs Kostesol nach Hegnach auf dem Plan,

anschließend derselbe Rückweg wie für die Teilnehmer

der mittleren Distanz.

Zwischen 650 und 1250 schwankten die Anmeldungen

in den vergangenen Jahren. In den Hochzeiten,

als die Zahl der in Deutschland stationierten US-

Soldaten noch deutlich höher war, nahmen bis zu 2500

Wanderer teil. Die erste Wanderung 1976 oder 1977

führte man noch in eigener Regie durch, dann nahm

Unser Ehrenpräsident Hans Kauffmann

hat die Handballabteilung während seines ehrenamtlichen Engagements maßgeblich geprägt. 1950 als Mitglied in

die Handballabteilung eingetreten, legte er 1957 die Schiedsrichterprüfung erfolgreich ab. bis 1969 war er u.a. als

Schiedsrichter, Pressewart, Wanderwart und Schriftführer im Einsatz. Von 1970 bis 1993 war er mit einer kurzen Unterbrechung

als Abteilungsleiter für unseren TSV verantwortlich. Mit seinem namen eng verbunden sind vor allem die

iVV-Wandertage sowie das Schmidener Ortsturnier. Mittlerweile im Ruhestand angekommen, geht es aber alles andere

als ruhig im leben von Hans Kauffmann zu. Seine lust am Reisen ist ungebrochen und so macht er sich mit seiner Frau

Ursula seit einigen Monaten daran, die Kontinente und länder rund um den Globus zu erkunden.

Hans Kauffmann mit dem NATO Sergeant’s Club, der

in Stuttgart bereits solche Veranstaltungen durchführte,

Kontakt auf.

Allerdings reichen dem fleißigen Wanderer schöne

Strecken und nette Preise nicht aus, auch ein Eintrag

im Wertungsbuch des Deutschen Volkssportverbandes

(DVV) muss sein. Doch die TSV-Handballer waren dazu

nicht berechtigt. Deshalb beschloss man die Aufnahme

in den DVV und damit auch den IVV, den Verband auf

internationaler Ebene, zu beantragen.

Dazu mussten allerdings bestimmte Bedingungen

erfüllt werden. Vor allem musste die Handballabteilung

den Nachweis erbringen, dass sie an zehn Veranstaltungen

von DVV-Mitgliedsvereinen mit mindestens jeweils

zehn Personen teilgenommen hatte – nachzuweisen

auf abgestempelten Startkarten. Diese Anforderung

g


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aUSSERSPORTLichE aKTiViTÄTEN

Wintereinbruch 2006

Viel Glück hatten die Organisatoren im Jahr 2006 mit der Kennzeichnung des Streckenverlaufs. in der nacht vor der Veranstaltung, wie immer im

März in der zehnten Kalenderwoche, hatte es geschneit. Hätten wir wie jahrelang praktiziert die Strecke durch Pfeile auf dem boden markiert,

wäre der Volkswandertag wohl das erste Mal ausgefallen. doch glücklicherweise hatten wir aber in diesem Jahr zum ersten mal wieder Schilder

aufgestellt. Und so viel Schnee fiel dann doch nicht, dass die nicht zu sehen gesehen wären.

Organisatoren der IVV-Wanderungen

Verantwortliche für die Organisation und durchführung der Wandertage:

Hans Kauffmann (bis 1984), bernhard Scherff (bis 1994), Jürgen Mühleisen (1995 bis heute). bernhard Scherff hat seinerzeit auch tatkräftige

Unterstützung von dieter Schuster erhalten. der wichtigste Mann im Hintergrund jedoch ist seit über 20 Jahren Thomas Raiser. Schon sehr lange

ist er verantwortlich für die bewirtschaftung und den Einkauf. Er plant und organisiert den Auf- und Abbau in der Halle und den Kontrollstellen

und erstellt den Arbeitsplan.

Manche Wanderer nehmen

an einem Tag sogar an

zwei Veranstaltungen des

deutschen Volkssportverbandes

teil.

g

wurde 1979 erfüllt und am 1. Januar 1980 wurde die

Abteilung unter der Bezeichnung Turn- und Sportverein

Schmiden e.V., Wandergruppe Handball, in den DVV

aufgenommen. Zur ersten IVV-Wanderung wurde ein

Jahr später am 7. und 8. November eingeladen. Seit

1982 hat die Schmidener Wanderung ihren festen Platz

im DVV-Kalender: in der 10. Kalenderwoche, also in

der ersten März-Hälfte.

Die ersten Strecken führten über den Kappelberg,

mit Start am Sportplatz in Fellbach. Danach war, bis

zum Bau der neuen Festhalle, die Turn- und Festhalle in

Schmiden Ausgangs- und Endpunkt der Wanderungen.

Die 10-Kilometer-Strecke führte am Sportplatz vorbei

nach Hofen, dann dem Neckar entlang bis zum Langen

Tal, wo die Teilnehmer am oder im Verpflegungszelt

Halt machen konnten. Dann das Lange Tal hoch nach

Oeffingen und durch Oeffingen zurück zur Turn- und

Festhalle. Die lange Distanz über 20 Kilometer führte

g

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

w e i l i m h a n d b a l l d a s U m f e l d

m e i n e n Wü n s c h e n e n t s p r i c h t .

H e l m u t , 6 2 J a h r e

g

nach dem Langen Tal am Neckar entlang bis Neckarrems,

auf dem Rückweg vorbei am Sportplatz von Hegnach

und durchs Kostesol zur Turn- und Festhalle. Nach 1995

musste die bis dato zweitägige Veranstaltung auf einen

Tag verkürzt werden – die benötigten über 100 Helfer für

Auf- und Abbau, Bewirtschaftung, Startkartenausgabe

und Abstempeln der Wertungshefte waren nicht mehr

zusammenzubekommen. Heute „reichen“ 60 tatkräftig

Engagierte. Vom DVV wurde die TSV-Wandergruppe

Handball 1990 für zehn und 2005 für 25 durchgeführte

Wandertage geehrt.

Die größten Gruppen bei den IVV-Wanderungen

waren der Stuttgart German-American-Wandering-Club

mit bis zu 90 Startern, die Wanderfreunde Bietigheim-

Bissingen mit bis zu 75 Startern, die Kastanienbeutel

aus Ludwigsburg mit bis zu 60 Startern und die

Wanderfreunde Y-Burg e.V. Kernen u. Umgebung mit

bis zu 50 Startern. 2006 waren aus dem Odenwald 49

Starter der Wanderfreunde Billigheim/Elztal angereist.

Als Auszeichnung erhielten die Teilnehmer anfangs

Stoffaufnäher mit der Jahreszahl, danach Medaillen

mit der Jahreszahl der Veranstaltung auf der einen,

den Köpfen bekannter Schwaben und später Preußens

bedeutende Könige auf der anderen Seite. Doch mit

den zurückgehenden Teilnehmerzahlen wurden die

Kosten für diese Medaillen zu hoch und man musste

auf andere, repräsentative „Erinnerungen“ umsteigen.

Eines blieb jedoch: Die teilnehmenden Vereine freuen

sich am meisten über einen Gegenbesuch. Handballer

auf Wanderschaft eben.

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l e s m i r S p a ß m a c h t ! ! U n d we i l

i c h g e r n e h a n d b a l l s p i e l e.

A l i n e , 1 1 J a h r e

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haNDBaLL SPEZiaL • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

dEUTSCHER MEiSTER

TSV SCHMidEn

UNERWARTET, ABER NICHT UNVERDIENT SIEGTEN DIE TSV’LER 1998 BEI DEN NATIONALEN TITELKäMPFEN IM

SAND VON CUxHAVEN.

mitte der 90er Jahre machten sich die S(tr)andsportarten breit: Beach-Volleyball, Beach-Soccer

und Beach-handball entwickelten sich zu beliebten Trendsportarten. Die Schmidener sprangen

erfolgreich auf diesen Trend auf. Bei der dritten nationalen Beach-handball-meisterschaft 1998

in cuxhaven gewann der TSV Schmiden völlig unerwartet den Titel des Deutschen meisters. Der

erste und bislang einzige in der abteilungsgeschichte. Ebenso unerwartet war die Nominierung

dreier Schmidener Spieler in den Kader der deutschen Beach-handball-Nationalmannschaft für

die Beach-Em 2000.

Unsere drei beach-Handballnationalspieler

Andreas

Krombacher, Michael Amort

und Thomas Krombacher

In mehreren DHB-Qualifikationsturnieren hatte

sich der TSV Schmiden 1998 mit zwei Mannschaften

für die Endrunde um die deutsche Beach-Handball-

Meisterschaft qualifiziert. Für die zweite Schmiderner

Mannschaft sollte sich in Cuxhaven aber bald

abzeichnen, dass wohl schon in der Vorrunde Schluss

sein würde. Das Team Nr. 1 jedoch räumte nach und

nach die Gegner aus dem Feld.

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

i c h m i c h ( b i n s e i n 1 9 8 0 d a b e i ) w i e i n

e i n e r Fa m i l i e f ü h l e . m e i n e K i n d e r w u r -

d e n v o n a n f a n g a n a n g e n o m m e n , h a b e n

s o z i a l e s Ve r h a l t e n b i s h e u t e g e l e r n t ,

m e i n m a n n u n d i c h k ö n n t e n e i n f a c h

n i c h t o h n e h a n d b a l l s e i n ! Wi r s i n d e i n -

f a c h g e r n e d a b e i .

C a r i n a , 6 2 J a h r e

Mit nur einer Niederlage gegen Vorjahressieger TSG

Münster – beendete man die nicht gerade einfache

Vorrundengruppe. Auch aus der Zwischenrunde

ging der TSV als Gruppensieger hervor und traf im

Halbfinale auf den TSV GWD Minden. Die Schmidener

liefen zur Hochform auf und fegten auch Minden mit

tollen Kombinationen vom Cuxhavener Strand. Das

Finale war dann eine rein schwäbische Angelegenheit:

TSV Schmiden gegen den TSV Bartenbach. Das Spiel

musste im Penalty-Werfen entschieden werden und da

hatten die Schmidener die besseren Nerven.

Bei den Deutschen Meisterschaften 1999, den

ersten offiziellen und vom DHB ausgerichteten

Wettbewerb, erreichte die Schmidener Sandspezialisten

dann Rang drei. Dafür gab es im Anschluss ein weiteres

geschichtswürdiges Ereignis: Die drei Schmidener

Andreas und Thomas Krombacher sowie Michael Amort

wurden in die Nationalmannschaft berufen und damit

auch in den Kader für die erste Beach-Handball-EM

im Sommer 2000 in Italien. Das deutsche Team landete

in Gaeta bei Rom auf Rang sechs, Europameister wurde

Weißrussland vor Spanien.


SPORTliCHE SPAnnUnG

VOR dEM MAUERFAll

Eigentlich sollte die Fellbacher Handball-Auswahl

bereits an Pfingsten des Jahres 1989 nach Sachsen reisen.

Die Gastgeber hatten jedoch darum gebeten, das Treffen

in den Herbst zu verschieben. Dass die Begegnung

inmitten des politischen Umsturzes stattfinden und der

sportliche Anlass in den Hintergrund rücken würde,

konnte damals niemand voraussehen.

Der damalige Fellbacher Sportbürgermeister und

Delegationsleiter Raimund Ulrich fand sich schon beim

Empfang am ersten Abend in politischen Diskussionen

über das Verhältnis von Ost und West wieder. Die

Spannungen innerhalb der DDR-Gesellschaft, die

unterschiedlichen Ansichten zu weiteren Reformen und

das Ob und Wann einer Wiedervereinigung sorgten

für reichlich Gesprächsstoff – und brachten trotz aller

Kontroversen Gäste und Gastgeber einander näher.

Von der Bedeutung des sportlichen Aufeinandertreffens

am 1. Oktober, das von Seiten der DDR offiziell

als internationaler Städtevergleich gewertet wurde,

zeigten sich die Fellbacher vor rund 300 Zuschauern

jedoch nur wenig beeindruckt. In der Lokalzeitung hieß

es zum Spielverlauf: „Nur knapp eine Viertelstunde

lang legten die Gastgeber jeweils eine Führung (4 : 2/

5 : 3) vor, was durch Orientierungsschwierigkeiten der

Fellbacher bezüglich Parkettboden und Tor begünstigt

wurde. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich das

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • haNDBaLL SPEZiaL

als sich im herbst 1989 das Ende der DDR bereits abzeichnete, reiste eine Fellbacher Stadtauswahl

in die sächsische Partnerstadt meißen. Das sportliche Kräftemessen mit der dortigen Betriebssportgemeinschaft

Blaue Schwerter der meißener Porzellanmanufaktur endete 26 : 17 für die Gäste aus

Schwaben. Den Spielern der Vereine TV Oeffingen, SV Fellbach, cVJm Fellbach und TSV Schmiden

mit ihrem Betreuer Rolf Fischer werden die Tage vom 29. September bis 2. Oktober wohl immer in

Erinnerung bleiben. Denn fünf Wochen später fiel die mauer zwischen Ost und West.

variablere, ideenreichere Spiel der Fellbacher durch“.

Halbzeitstand: 14 : 8. Auch nach dem Pausentee wirkten

die Westdeutschen weiterhin spritziger und besser

aufeinander eingestellt als das Team der Partnerstadt

– neun Tore Unterschied trennten beim Abpfiff Meißen

und Fellbach, bei denen die Schmidener Jörg und

Thomas Raiser, Stefan Blind, Markus Engelhart sowie

Rolf Fischer als Trainer und Richard Steeb als Betreuer

dabei waren.

Der Abschlussabend setzte dann nochmals

jede Menge Emotionen frei. Denn auf Wunsch der

Meißener wurde der ursprünglich nicht vorgesehene

Trikottausch dann doch noch durchgeführt. Und

Sportbürgermeister Ulrich forderte, die Begegnungen

zwischen beiden Partnerstädten auszubauen. Dass

beim Abschied mancher feuchte Augen bekam, dürfte

nicht verwundern. Auch in diesen schwierigen Zeiten

war der Sport als Botschafter erfolgreich.

Trikots verbinden

der Trikottausch zwischen dem Meißener Uli Freund

und TSV-Spieler Markus Engelhart hat sich zu einer

langjährigen Freundschaft entwickelt. das letzte

Treffen zwischen den beiden erfolgte im August

2007 in dresden.

• haNDBaLL SPEZiaL


• haNDBaLL SPEZiaL

0

haNDBaLL SPEZiaL • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

SiEbEnMETER GEGEn ROT-WEiSS

SCHWARZWURST

DER SPASS STEHT IM VORDERGRUND BEIM ALL JäHRLICHEN ORTSTURNIER, DAS SEIT 2006 DEN NAMEN „ROLF-

BüRKLE-GEDäCHTNISTURNIER“ TRäGT – IN ERINNERUNG AN DEN INITIATOR UND LANGJäHRIGEN ORGANISATOR.

Wenn die metzger gegen die Feuerwehr und der motorradclub gegen automechaniker spielen,

dann ist die Zeit des traditionellen Ortsturniers gekommen. Ohne Unterbrechung wird dieses

Turnier für Freizeitmannschaften seit 1970 ausgespielt. Ende der 80er Jahre jedoch nahmen das

interesse und damit die Zahl der mannschaften deutlich ab. Doch davon hat sich das Ortsturnier,

das seit 2006 im Namen an TSV-Urgestein Rolf Bürkle erinnert, prächtig erholt.

Wenn spannende Handballspiele

vor einer tollen

Kulisse im Freien statt-

finden, dann findet das

traditionelle Ortsturnier

statt.

Im „Höfle“ der alten Turn- und Festhalle (TuF) an der

Fellbacher Straße ging 1970 das erste Ortsturnier über die

Bühne. Die damaligen Abteilungsvorstände Rolf Bürkle

und Hans Kauffmann übernahmen seinerzeit die Idee

dazu von Hans-Dieter Bayer, dem damaligen Wirt der

Schmidener Eintracht. Dieser hatte in den 60er Jahren

beim TV Stetten ein Turnier für Vereins-, Betriebs-,

Freizeit- und Thekenmannschaften aufgezogen.

Das Turnhallen-Höfle, das von der Gestaltung

her einer kleinen Arena glich, schien der ideale

Austragungsort zu sein, mit einem Problem: Wie lassen

sich mehrere hundert Zuschauer so unterbringen, dass

alle die Spiele mitverfolgen können? Aus Gerlingen

karrte man Gerüstteile für eine sechs Meter breite

und fünf Meter hohe Tribüne an. Fassungsvermögen:

600 Zuschauer. Und die wurden auch benötigt. Denn

die einwöchige Ortstunier-Premiere war ausverkauft.

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

i c h h i e r m e i n h o b b y a u s l e b e n k a n n u n d

m e i n e Fa m i l i e s e i t 1 9 3 3 b i s h e u t e i n d e r

4 . G e n e r a t i o n a k t i v d a b e i i s t .

P e t e r, 6 4 J a h r e

Jawohl, damals mussten die Zuschauer noch Eintritt

zahlen. Die Preise lagen zwischen 6 Mark (Wochenkarte)

und 1,50 Mark (Tageskarte).

Nach drei Jahren zog das Ortsturnier an das neu

gebaute Schul- und Sportgelände an der Remstalstraße

um – sicherlich zur Freude der TuF-Anwohner. Denn

nach den Spielen, die schon damals gegen 21 Uhr

endeten, wurde hinter der Gerüsttribüne an den

Essens- und Trinkständen noch lange weiter gefeiert.

Auf dem neuen Gelände am Ortsrand war das Turnier

somit etwas „verträglicher“ für die Anwohner.

Allerdings meldeten sich schon bald kritische

Stimmen zu Wort. Die unverwechselbare Atmosphäre,

die das Turnier in den ersten drei Auflagen an der alten

TuF auszeichneten, wollte am neuen Standort nicht so

recht aufkommen. Trotz aller Bemühungen nahm die

Zahl der teilnehmenden Mannschaften von etwa 25

g


Ob Aktiver, laie oder Prominenter,

alle Teilnehmer

haben ihren Spass am

Schmidener Handball-

Ortsturnier.

Jubilarehrung im Rahmen

des Ortsturniers 1999:

50 Jahre und länger Mitglied

in der Handballabteilung.

g

langsam aber stetig ab und erreichte Mitte der 80er

Jahre mit nur noch 14 Teams einen Tiefpunkt – und

das, obwohl man schon 1980 eine separate Frauenklasse

einführte und 1984 erstmals Grillhähnchen auf der

Speisekarte standen.

Erst allmählich gelang es den neuen Organisatoren

Wolfgang Bürkle, Sohn von Rolf Bürkle, und Thomas

Raiser mit neuen Ideen das Turnier wieder auf die

Erfolgspur zurückzubringen. Zum Jubiläumsturnier

im Jahr 1994 hatte die Mixed-Klasse, in der je Team

mindestens drei Frauen auf dem Spielfeld stehen

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

i c h h i e r w o h n h a f t b i n .

H a n n e s , 2 6 J a h r e

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • haNDBaLL SPEZiaL

müssen, ihre Premiere. 28 Mannschaften gingen so in

der Jubiläumsklasse, Mixed-Klasse, Frauenklasse und

Allgemeinen Klasse an den Start. Bis dahin hatte allein

die Schützenkameradschaft an allen 25 Turnieren

teilgenommen.

Mit vielen weiteren Ideen und Aktionen gelang es,

das Turnier wieder langfristig zu beleben. So fanden

ab dem Jahr 2000, dem 31. Turnier, zum Abschluss ein

Überraschungsspiel – wie etwa Hockey, Rad fahren

oder Tauziehen – statt, das zu einem Viertel zum

Handballergebnis hinzugezählt wurde. Zum Renner

hat sich am Freitagabend die Karibische Nacht in der

Cocktail-Bar entwickelt, die seit 2004 im Programm

ist. Mit viel Energie und Ideenreichtum hat es die

Handball-Abteilung geschafft, dass es in Schmiden und

Umgebung für viele wieder eine Selbstverständlichkeit

ist, nach Feierabend in der Turnierwoche an der

Sporthalle vorbeizuschauen. Um die 2000 Fans kommen

alljährlich wieder an die Sporthalle im Schmidener

Schulzentrum.

g

• haNDBaLL SPEZiaL

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• haNDBaLL SPEZiaL

haNDBaLL SPEZiaL • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

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Im Jahr 2007 zählte der Turnierplan 24 Mannschaften

auf, darunter auch sechs Teams aus übrigen Abteilungen

des TSV, die zur ersten Vereinsmeisterschaft im

Handball antraten. In der Jubiläumsklasse der reinen

Freizeitmannschaften war auch die Feuerwehr wieder

am Start, die das erste Ortsturnier 1970 gewonnen

hatte. Fünf weitere Teams hatten sich je für die Mixedund

die Profi-Mixed-Klasse angemeldet.

Zur Tradition sind die Vorbereitungs- und

Einlagespiele der aktiven Mannschaften der Männer

und Frauen geworden. Im vergangenen Jahr trafen

die Frauen zum Abschluss der Woche auf den TV

Pflugfelden, die Männer am Ende des ersten Turniertags

auf Zweitligist TV Bittenfeld. Für die Spieler von Rot-

Weiß Schwarzwurst und der Feuerwehr sicherlich auch

eine gute Vorbereitung von der Tribüne aus.

Das Rolf-Bürkle-Gedächtnisturnier

Rolf bürkle hinterließ in der Handball-Abteilung an vielen Stellen – mit und

ohne Amt – nachhaltig seine Spuren. Er war Pressewart, Jugendleiter (schon

1949), Trainer, Technischer leiter und für ein Jahr auch Mitglied der Abteilungsleitung.

der Ehrenvorsitzende hat Ausfahrten ins leben gerufen (nordlandfahrten,

Prag-Reisen, etc.) und war nicht zuletzt einer der initiatoren des

ersten Ortsturniers 1970 an der alten Turn-

und Festhalle. Kurz gesagt: Rolf bürkle hat

die Entwicklung und das Gesicht der Handball-

Abteilung im TSV für beinahe 60 Jahre maß-

geblich geprägt.

Rolf bürkle verstarb am 25. März 2005 im Alter

von 82 Jahren. ihm zu Ehren und zur Erinnerung

wurde das Ortsturnier 2006 in „Rolf-bürkle-

Gedächtnisturnier“ umbenannt.


ES „RAiSERT“ nOCH iMMER

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • haNDBaLL SPEZiaL

anfang der 1990er Jahre waren sie die Stolperfalle für jeden hallensprecher: Thomas, martin,

Jörg und Peter Raiser. Der älteste, Thomas, damals 28, der „kleinste“, Peter, zehn Jahre jünger.

Sie waren das „(hand)ballernde Qualitäts-merkmal des TSV“ wie michael Weier von der

Fellbacher Zeitung die Raiser-Brüder seinerzeit bezeichnete.

Der „Heller“ (Thomas), „Smart“ (Martin), „Gurke (Jörg)

und Peter (ohne Spitznamen damals noch) gingen in

der Saison 1989/1990 erstmals in einer Mannschaft auf

Torejagd. Der damalige Trainer Rolf Fischer kam mit

dem Quartett gut zurecht. „Die vier gehören auch nicht

zu den Leuten, die ständig die Köpfe zusammenstecken.

Das sind alles recht angenehme Zeitgenossen.“ Und

durch und durch vom Handball besessen.

Thomas Raiser ist heute einer der drei Abteilungsleiter

und zuständig für Veranstaltungsorganisation, Tochter

Daniela spielt ebenfalls Handball. Bruder Martin spielt

regelmäßig bei den Senioren, der zweijüngste Jörg

trainiert die Bezirksliga-Männer und ist selbst noch in der

„Dritten“ aktiv. Seine Frau Katrin gehört zum Oberliga-

Team und auch Sohn Hannes ist bei den Minis aktiv. Der

vierte im Bunde lässt sich von Bruder Jörg im Bezirksliga-

Team trainieren, während Ehefrau Angelika mit Nichte

Daniela in der dritten Frauen-Mannschaft spielt.

Es wird also noch lange „raisern“ in der TSV-

Handball-Abteilung.

das Raiser-Quartett im

September 1989.

Von links:

Jörg, Thomas, Peter

und Martin

• haNDBaLL SPEZiaL


• FREUNDESKREiS

FREUNDESKREiS • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

75 FREUndE SOllT iHR SEin

EINE MITGLIEDSCHAFT IM „FREUNDESKREIS DER TSV-HANDBALL-ABTEILUNG“ UNTERSTüTZT DEN ERFOLG

ALLER MANNSCHAFTEN.

im Jubiläumsjahr hat sich der „Freundeskreis zur Förderung der handballabteilung im

TSV Schmiden 1902 e. V.“ ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. 75 Namen sollen schon bald auf der

mitgliederliste stehen. Das Engagement der handball-Freunde ist ein wichtiger Baustein,

um den sportlichen Erfolg von der Jugend bis zu den aktiven langfristig zu sichern.

Horst bürkle und

Hubert Hoffmann

Seit seiner Gründung im Jahr 1989 verfolgt der

Freundeskreises erfolgreich ein großes Ziel: Den Sport

und ganz besonders die Handball-Abteilung finanziell zu

fördern. Zahlreiche Jugendlager hat der Freundeskreis

in diesen 19 Jahren bezuschusst, die Anstellung von gut

ausgebildeten Jugendtrainern unterstützt und bei der

Anschaffung von Spielgeräten und Sportkleidung für

die Jugendspieler geholfen.

Der Freundeskreis hat so dazu beigetragen, dass

das sportliche Niveau bei der Jugend deutlich gestiegen

ist und die aktiven Mannschaften auf höchster

Verbandsebene eine wichtige Rolle spielen. Um beide

Aufgaben bewältigen zu können, braucht der TSV die

tatkräftige Unterstützung aus seinem Umfeld.

Besonders in der Jugendarbeit liegt ein Schwerpunkt

für die Zukunft, denn aus ihr soll auch in Zukunft

das breite Fundament für die aktiven Mannschaften

geformt werden. So wird jede Jugend-Mannschaft von

einem Trainergespann trainiert und betreut. Und die

Anstrengungen zahlen sich aus: Inzwischen gehört der

g i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

e s S p a ß m a c h t , f ü r d i e s e n Ve r e i n u n d d i e

a b t e i l u n g e h r e n a m t l i c h t ä t i g z u s e i n .

M a r k u s , 4 0 J a h r e

TSV in der Spielgemeinschaft mit dem TV Oeffingen

– dem HSC Schmiden-Oeffingen 2004 – zu den Top-

Adressen im Raum Stuttgart. Gleich zwei männliche

A-Jugendmannschaften haben sich in dieser Saison

für die Württembergliga qualifiziert. Und in der

männlichen D-Jugend konnten sich im Jubiläumsjahr

insgesamt sechs Spieler für das Auswahltraining im

Bezirk empfehlen.

Das Engagement setzt allerdings schon viel früher

ein und geht auch über das rein Sportliche hinaus.

Schon die ganz Kleinen im Alter zwischen fünf und

acht Jahren werden an den Handball herangeführt.

Die Aufgaben bestehen aber nicht allein darin, den

Kindern Sport in Form von Handball zu bieten. In der

heutigen Zeit ist es genauso wichtig, für eine sinnvolle

Freizeitgestaltung zu sorgen, soziales Verhalten zu

vermitteln und geregelte Abläufe einzuüben, kurzum:

den Kindern und Jugendlichen über den Handball ein

intaktes soziales Umfeld zu präsentieren und ein Gefühl

der Zugehörigkeit und Geborgenheit zu vermitteln.

Die Unterstützung des Freundeskreises ist bei diesen

Bemühungen unersetzbar.

Ihren Anfang nahm die Geschichte des Freundeskreises

im August 1989, als Vereinigung von zwölf

besonders engagierten Abteilungsmitgliedern und

Handball-Fans. Der Beschluss, sich ins Vereinregister

eintragen zu lassen, wurde aber erst am 18. Mai 1990

gefasst – aus dem Freundeskreis Handball wurde der

„Freundeskreis zur Förderung der Handballabteilung

im TSV Schmiden 1902 e. V.“ In der darauf folgenden

Mitgliederversammlung am 7. September 1990 in der

Schmidener Eintracht wurde erstmals die Satzung

verabschiedet und die ersten Wahlen abgehalten.

g


FREUNDESKREIS – STAND JULI 2008

Willkommen in unserem Verein!

Wir, der Freundeskreis sind:

75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • FREUNDESKREiS

O s k a r B a u e r D i e t e r B a y h K a r l - h e i n z B r e n a l f r e d B r i g g m a n n

K a r l - h e i n z B u r k a l b r e c h t B ü r k l e a l b r e c h t B ü r k l e E s t h e r B ü r k l e

F r i t z B ü r k l e G r e t e l B ü r k l e h o r s t B ü r k l e m a r g a r e t e B ü r k l e

S i e g f r i e d B ü r k l e W o l f g a n g B ü r k l e W o l f g a n g D e s c h l e h e l m u t D i e t r i c h

U l r i c h E n g e l h a r t h e i n z F r i c k G ü n t e r G o t t s c h i c k m i c h a e l h ä r l i n

K l a u s h e r m a n n h u b e r t h o f f m a n n E l i s a b e t h h o l d e r O t t o h u m m e l

a l f r e d i d l e r h a n s K a u f f m a n n D r. m i c h a e l K o c h R u d o l f K o c h

E d g a r K o r d i c k h e l m u t K r o m b a c h e r J u t t a K r o m b a c h e r G e o r g L e n k

U t e L ö s c h B e r n d m a y e r h a r d y P ö h l e r G e r h a r d P o l l o k

R a l f P o r g e s a r c a n g e l o P o r r o F r a n z P u r k e r t G i s e l a R a i s e r

m a r t i n R a i s e r T h o m a s R a i s e r J o a c h i m S c h a f f e r h a n s - m a r t i n S c h r a g e

N o r b e r t Tö p p k e

g

Die Versammlung wählte Hubert Hoffmann zum ersten

Vorstand, Albrecht Bürkle zu dessen Stellvertreter. Die

weiteren Ämter übernahmen Ute Lösch (Kassenwart),

Wolfgang Bürkle (Schriftführer und Pressewart),

Rolf Bürkle und Hans Kauffmann (Beisitzer). Dem

Verwaltungs- und Finanzausschuss gehörten kraft Amtes

Ute Lösch und als weitere Mitglieder Elisabeth Holder

und Hans Kauffmann an, den Vergnügungsausschuss

bildeten Horst Bürkle, Otto Hummel, Edgar Kordick,

Günter Hörmann und Heidi Raiser.

Von diesen zwölf Gründungsmitgliedern, die

damals ein Amt übernahmen, gehören heute noch neun

zum Freundeskreis, dessen Mitgliederliste derzeit knapp

50 Namen ausweist. Präsenz zeigt der Freundeskreis

e.V., der noch immer von Hubert Hoffmann geführt

wird, an Heimspieltagen in der Sporthalle. Mit

Norbert Töppke konnte ein neuer engagierter Mann

gefunden werden, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die

Mitgliederzahl 75 noch dieses Jahr zu erreichen.

g

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l i c h g e r n e d a b e i b i n .

F r a n z , 7 7 J a h r e

g

Wer den Handball in Schmiden unterstützen möchte,

ist beim Freundeskreis an der richtigen Adresse.

neben einem Jahresbeitrag zahlen die Freundeskreis-Mitglieder

1,60 Euro für jeden Punkt auf

der Habenseite der aktiven ersten Mannschaften.

Ein kleiner Preis mit großen Vorteilen: denn eine

Mitgliedschaft im Freundeskreis unterstützt den

TSV dabei, die Fans mit starken Jugendteams und

hochklassigen Aktiven zu begeistern – und ganz

nebenbei gibt’s auch noch freien Eintritt zu allen

Heimspielen.

Weitere informationen gibt es bei Siegfried bürkle

(erreichbar unter 0711/5174555 oder

abteilungsleitung@schmiden-handball.de)

i c h b i n b e i m TS V- h a N D B a L L ,

we i l i c h e i n S c h m i d e n e r b i n !

O l i , 2 8 J a h r e

• FREUNDESKREiS


• DaNK aN DiE hELFER

DaNK aN DiE hELFER • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

dAS HElFERlEin – Ein UnbEKAnnTES

WESEn – UnVERZiCHTbAR FüR UnSERE

AbTEilUnG!

Daniel Düsentrieb hat ein helferlein, das wortlos im hintergrund alles mögliche und Wichtige

erledigt. Es sorgt dafür, dass der Laden bei Daniel Düsentrieb läuft!

Beim TSV gibt es viele solcher helferlein.

Kein Zuschauer kommt an den Kassen-Helferlein

vorbei, ohne seine Eintrittskarte zu zeigen oder den

Obolus für das Spiel zu entrichten. Die geben den

Fans auch die Spieltagsinfo, die ein anderes Helferlein

vor jedem Heimspiel erstellt hat und für das wieder

andere Helferlein Anzeigen organisiert haben. Schnell

trifft er dann auf ein Helferlein hinter der Theke, das

ihm ein Getränk oder ein belegtes Brötchen reicht,

welches wieder ein anderes Helferlein eingekauft

hat. Der Zuschauer lauscht während des Spiels dem

Hallensprecher-Helferlein und schaut auf die

Bandenwerbung, die wiederum ein anderes Helferlein

aufgehängt hat. Dann gibt es noch das Helferlein, das

den Schiedsrichtern die Geborgenheit einer Heimat

in Schmiden gibt. Unsere Zeitnehmer-Helferlein sind

die diszipliniertesten und ruhigsten in der Halle;

denn sie dürfen sich nicht verbal ins Spiel einmischen.

Nicht zu vergessen sind die Aufräum-Helferlein, die

nach dem Spiel wieder alles so in Ordnung bringen,

dass die Schulkinder unter der Woche ihren Sport

machen können. Damit überhaupt Zuschauer kommen,

sind unsere fleißigen Helferlein vor dem Spiel aktiv.

Sie beschriften Plakate, verteilen Handzettel, hängen die

Bande an der Brücke auf, geben der Zeitung Bescheid oder

g

i c h b i n b e i m T S V - h a N D B a L L , w e i l

i c h m i c h d o r t w o h l f ü h l e .

J ü r g e n , 6 5 J a h r e

aktualisieren die Internetseite. Und in der Sporthalle steht

das Hausmeisterhelferlein mit Rat und Tat zur Seite.

Auch Feste gib es ohne unsere Helferlein nicht. Oft

sieht man sie nicht mal, weil sie sich als Heinzelmännchen

getarnt im Vorfeld, während und nach einer

Veranstaltung nützlich machen. Sei es beim Aufbau des

Zeltes, beim Grillen der Würste, beim Spülen der Biergläser,

beim Abräumen der Tische, beim Schupfnudeln

wenden, beim Cocktails machen, beim Frittieren der

Pommes, beim Ostergeschenke verstecken am Karfreitag,

beim Reichen des Tees an den erschöpften IVVler, beim

Backen von Kuchen, beim Reichen von Kaffee und anderen

Getränken, beim Einzeichnen der Wanderstrecken, beim

Verteilen der Wanderpreise, beim Einmassieren der

Hähnchen, beim Wenden der Hamburger, beim Putzen des

Grills und der verschiedensten Küchen, beim liebevollen

Schmücken des Festwagens für den traditionellen

Fellbacher Herbst usw. Dann noch die Helferlein, die

Altpapier einsammeln, die Blumen spenden, die Rettiche

in ihren Gewächshäusern anbauen lassen und und und.

Unermüdliche Heinzelmännchen gibt es auch

für unsere Jugendlichen, die sich aufopferungsvoll

der Aufgabe widmen, sie auf Turniere zu begleiten,

Ausfahrten zu organisieren, auf diesen unsere Kinder

beaufsichtigen und betreuen und dafür sorgen, dass sie

z.B. von den Freizeiten an der Nordsee alle gesund und

vollzählig wieder in Schmiden ankommen.

Um es kurz zu machen: Ohne Helferlein – kein

Sportverein! Danke, dass es Euch gibt.


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • iN GEDENKEN

„dAS SCHönSTE dEnKMAl, dAS

Ein MEnSCH bEKOMMEn KAnn,

STEHT in dEn HERZEn SEinER

MiTMEnSCHEn.“

(ALBERT SCHWEITZER)

So sind auch unsere verstorbenen handball-mitglieder stets in unseren Gedanken und herzen

und bleiben unvergessen.

• iN GEDENKEN


• DamaLS

DamaLS • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

Sind dAS niCHT …?

Nein, das sind nicht die Beatles, sondern Schmidener Hand-

balljungs beim Jugendferienlager 1974 in Sigmaringen.

Hinten von links:

Wolfgang Eckstein, norbert Töppke und Volker Purkert

Vorne von links:

Joachim Schaffer und Thomas Raiser

WAnn WAR dEnn dAS?

Ja genau, das war doch die Show-Einlage der Spielerfrauen am

20. März 1994 im Rahmen der Aufstiegsfeier der Männer 1

im Gewächshaus bei Rudolf Koch. Zur Melodie von „Schuld

war nur der Bossa Nova“ lautete der TSV-Refrain: „Schuld war

nur die Landesliga, was kann ich dafür. Schuld war nur die

Landesliga, bitte glaube mir. Und die Waschmaschinen liefen

heiß, und in den Trikots hing der Schweiß. Schuld war nur die

Landesliga, sie war Schuld daran.“


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aNZEiGE

• aNZEiGE


• imPRESSUm

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imPRESSUm • 75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN

FESTSCHRIFT

75 JAHRE HANDBALL

IM TSV SCHMIDEN

hERaUSGEBER

handballabteilung

des TSV Schmiden

REDaKTiON

Siegfried Bürkle

Wolfgang Bürkle

markus Engelhart

Bettina Friz

Peter haisch

Thomas müller

Franz Purkert

Thomas Raiser

marion Scholz

Uwe Scholz

Barbara Sontheimer

Dirk Töppke

GESTaLTUNG

markus Engelhart

Sascha Korn

WERBUNG

Esther Bürkle

hannes Bürkle

Siegfried Bürkle

markus Engelhart

Edgar Kordick

Ralf Porges

Uwe Scholz

FOTOS

Fellbacher Zeitung

andré Paul

Privat-archive

GESamThERSTELLUNG

SV Druck + medien

Gmbh & co. KG


75 JahRE haNDBaLL im TSV SchmiDEN • aNZEiGE

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