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Bienen in der Stadt - WDR 5

Bienen in der Stadt - WDR 5

Sprecher: Futter

Sprecher: Futter finden die Bienen hier also offenbar genug. Dafür müssen ihre Kästen nicht in einem Blütenmeer stehen. Sprecher: O-Ton Thadeusz: „Die Biene hat natürlich den Vorteil, dass die fliegen kann. Die hat ungefähr einen Radius von bis zu fünf Kilometer und mehr, den sie absucht nach Nahrungsquellen und wir sind hier in einem Vorort von Dortmund und hier gibt es viele kleine Grünbrachen; es gibt an den Bahndämmen ganz viele Brombeervorkommen; wir haben viele Linden hier, es gibt eine ganze Menge auch an anderen Trachtpflanzen, die hier noch blühen. Also für die Bienen ist es kein Problem. Wir sind in der Tat von den Bienenbeständen hier in Dortmund noch unterbesetzt, würde ich mal sagen. es ist noch Platz für ein paar mehr Imker und noch mehr Bienenvölker.“ Und dann gibt es noch Hausgärten, Schrebergärten, Friedhöfe und Parks, wo die Bienen Blüten mit Nektar finden. Alleine in Dortmund sind mehr als 200 Imker in Vereinen organisiert. Dazu kommen noch einmal 100 bis 150 Imker ohne Verein. Viele Pflanzen könnten sich ohne Bestäuber wie die Bienen hier gar nicht vermehren. Und in der Stadt sind Bienen oft sogar besser aufgehoben als auf dem Land, erläutert der Berufsimker Ralf Schmidt, Vorsitzender des Dortmunder Kreisimkervereins: Sprecher: O-Ton Schmidt: „Für die Bienen ist die Stadt gut. In der Stadt gibt es mehr unbewirtschaftetes Land wie auf dem Land. Die Bienen finden in der Stadt eher was wie auf dem Land, vor allem jetzt im Sommer.“ Da haben es die Bienen in vielen Monokulturen auf dem Land schwer, Blüten zu finden. Etwa auf einem Getreideacker. O-Ton Schmidt: „Diese Felder sind eine Wüste für die Bienen. da ist Getreide und nichts © Westdeutscher Rundfunk Köln 2009 Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript weder vervielfältigt, verbreitet noch öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht) werden. 2

Sprecher: anderes. Und im Getreide finden sie nichts. Und, wenn dann irgendwo was blüht, wird es weggespritzt.“ Das passiert in der Stadt nur in Ausnahmefällen. Und auch die Qualität des Honigs aus der Stadt ist gut. Sprecher: O-Ton Schmidt: „Ich weiß nicht, wie's zusammenhängt, aber wir geben ja immer vom Imkerverein Honig zu so einer Untersuchung, der Imkerverein organisiert da so eine Honigprämierung und da ist unter anderem der beste Honig aus Dortmund gewesen, der also auch auf Schadstoffe und alles untersucht worden ist und der Kollege, der den abgegeben hat, hat eine dicke Plakette vom Landwirtschaftsminister dafür gewonnen.“ Fedor Thadeusz ist Musiker. Für ihn ist die Imkerei ein Hobby. Er hat sich vieles, was er über Bienen weiß, selbst beigebracht und viel Unterstützung beim örtlichen Imkerverein gefunden. Der will die Imkerei in der Stadt noch weiter fördern. Er organisiert Kurse und verleiht Bienenkästen mit Bienen an Leute, die die Bienenhaltung mal ausprobieren wollen. Wissen und Können sind wichtige Voraussetzungen für die Imkerei. Aber gerade in der Stadt gibt es noch einen sehr wichtigen Faktor. Die Nachbarn: O-Ton Thadeusz: „Die Nachbarn waren natürlich in der ersten Zeit ein bisschen verstört und haben dann auch sofort, nachdem ich die Bienen hier angeschleppt habe, ihre Fenster dichtgemacht mit Fliegengittern. Und ich wurde dann aber nach den ersten zwei Wochen gefragt, warum denn noch keiner gestochen worden sei. Und dann konnte ich den Leuten erst mal erklären, dass die Bienen im Endeffekt nicht so gefährlich sind. Viele Menschen verwechseln die auch mit Wespen und haben deswegen vor diesen Fluginsekten Angst und, wenn man aber einige gewisse Grundregeln einhält, dann kann einem nicht viel passieren.“ © Westdeutscher Rundfunk Köln 2009 Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript weder vervielfältigt, verbreitet noch öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht) werden. 3

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