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Brandenburgisches Ärzteblatt 09/2007 - Landesärztekammer ...

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A 13926

17. Jahrgang • September 2007

Brandenburgisches

ÄRZTEBLATT

Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg

9/2007

www.laekb.de

Landesärztekammer Brandenburg feiert Richtfest

Die Selbstverwaltung der Ärzte – ein geschichtlicher Abriss

Der Hauptgeschäftsführer der Landesärztekammer Brandenburg,

Dr. Reinhard Heiber, feierte seinen 65. Geburtstag


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Suche dringend für Frauenarztpraxis

in MOL Praxisvertretung.

Tel.: 033439-59326

Internistin, 35 Jahre, sucht Teilzeitarbeit in einer Hausarztpraxis

in Cottbus und Umgebung. Qualifikation: Neuraltherapie,

Naturheilverfahren, Manualtherapie.

Zuschriften bitte unter Chiffre BÄB 101-9/07 an:

Verlagsbüro Kneiseler - Uhlandstr. 161 - 10719 Berlin

Die Landesärztekammer Brandenburg sucht zum nächstmöglichen

Zeitpunkt für die

Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherung

eine Ärztliche Leiterin

bzw. einen Ärztlichen Leiter

Die Landesgeschäftstelle Qualitätssicherung (LQS) ist eine gemeinsame

Einrichtung der Krankenhausgesellschaft, der Ärztekammer

und der Krankenkassenverbände im Land Brandenburg

und hat ihren Sitz bei der Landesärztekammer. Sie ist für

die organisatorische und fachliche Durchführung der externen

Qualitätssicherung nach § 137 SGB V zuständig.

Die Ärztliche Leiterin bzw. der Ärztliche Leiter ist Ansprechpartner

für die an der Qualitätssicherung teilnehmenden Kliniken,

unterstützt die Arbeit der Fachgruppen und des Lenkungsgremiums

und ist Kontaktpartner zwischen der Landes- und

Bundesebene.

Gemeinsam mit zwei Sachbearbeiterinnen organisiert sie/er die

Arbeit der Landesgeschäftstelle und setzt die Beschlüsse des

Lenkungsgremiums auf der Landesebene um.

Die Tätigkeit setzt die Bereitschaft zum Umgang mit Statistiken

und deren Bewertung und Bearbeitung voraus. Promotion und

Facharztabschluss sind erwünscht aber keine Bedingung.

Sie/er sollte über Vorkenntnisse oder Erfahrungen im Qualitätsmanagement

und im Umgang mit Statistiken und EDV verfügen.

Es erwartet Sie eine interessante Tätigkeit mit der Möglichkeit

eigene kreative Ansätze einzubringen, eine der Position entsprechende

Vergütung, hochmotivierte Mitarbeiterinnen und ein

angenehmes Arbeitsklima.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an die

Landesärztekammer Brandenburg

Dreifertstraße 12, 03044 Cottbus

Für Fragen und eine erste Kontaktaufnahme steht Ihnen

Herr Dr. Schmidt unter der Rufnummer 0355 780 10 31 zur

Verfügung.


Impressum

Inhaber und Verleger: Landesärztekammer Brandenburg

Präsident: Dr. med. Udo Wolter

Dreifertstraße 12, 03044 Cottbus

Telefon (0355) 78010-12

Telefax (0355) 78010-66

Herausgeber: Dr. med. Udo Wolter

Zuschriften redaktioneller Art bitten wir, nur an den Herausgeber zu richten.

Für mit Autorennamen gekennzeichnete Beiträge wissenschaftlicher und standespolitischer

Art wird keine Verantwortung übernommen. Die darin geäußerten

Ansichten decken sich nicht immer mit denen des Herausgebers. Sie

dienen dem freien Meinungsaustausch innerhalb der Ärzteschaft. Die Zeitschrift

und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.

Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung statthaft. Rücksendung nicht

verlangter Manuskripte erfolgt nur, wenn ein vorbereiteter Umschlag mit

Rückporto beiliegt. Mit der Annahme von Originalbeiträgen zur Veröffentlichung

erwirbt der Herausgeber das uneingeschränkte Verfügungsrecht.

Änderungen redaktioneller Art bleiben vorbehalten.

Redaktion:

4iMEDIA Journalistenbüro Berlin-Brandenburg

Parzellenstraße 10, 03046 Cottbus

Telefon (0355) 48674370, Telefax (0341) 87098420

E-Mail: laekb@4imedia.com

Gestaltung, Repro, Satz, Druck, Herstellung, Verlagswesen:

DRUCKZONE GmbH & Co.KG,

An der Autobahn 1, 03048 Cottbus

Telefon (0355) 4782110, Telefax (0355) 4782120

Vertrieb:

AVZ GmbH

Storkower Straße 127a, 10407 Berlin

Telefon (030) 42804041

Anzeigenverwaltung:

Götz & Klaus Kneiseler GbR

Uhlandstraße 161, 10719 Berlin,

Telefon (030) 88682873, Telefax (030) 88682874

E-Mail: Kneiseler@aol.com

Zur Zeit gilt Preisliste Nr. 17, gültig ab 01.01.2007

Bankverbindung: Postbank Berlin

Kto.-Nr.179265102

BLZ 10010010

Brandenburgisches

Ärzteblatt

Das Brandenburgische Ärzteblatt erscheint monatlich. (Doppelnummer Juli/

August). Bezugsgebühr: jährlich € 40,20; ermäßigter Preis für Studenten

€ 30,15. Einzelpreis € 3,35.

Bestellungen bitte an die AVZ GmbH, Storkower Straße 127a, 10407 Berlin.

Die Kündigungsfrist für Abonnements beträgt 6 Wochen zum Ende des

Kalenderjahres. Für die Mitglieder der Brandenburgischen Ärztekammer ist

der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten.

Hinweise für die Autoren:

Wenn Sie Ihren Text im Word erfassen, achten Sie bitte darauf, die Texte im

txt- oder doc-Format für DOS abzuspeichern. Bitte legen Sie einen Ausdruck

des Artikels dazu. Texte können Sie mit entsprechender Betreffzeile per E-Mail

(laek@4imedia.com) übermitteln. Verwenden Sie Bilder für Ihren Artikel, bitte

die Vorlagen separat zusenden und im Text vermerken, wo das Bild stehen

soll. Am besten sind Fotos geeignet (Aufsichtsvorlagen).

Impressum/Inhalt

Editorial 262

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik 263

Landesärztekammer Brandenburg feiert Richtfest 263

Das Meldewesen der Landesärztekammer Brandenburg stellt sich vor 264

Marburger Bund: Erste Oberarztklage VKA erfolgreich

Visite mit „Roten Nasen“ im Zentrum für

265

Kinder- und Jugendmedizin Potsdam 266

Im aktuellen Interview: Dr. Renate Schuster 266

Die Selbstverwaltung der Ärzte – ein geschichtlicher Abriss 268

Das Referat Ausbildung Arzthelferinnen/MFA informiert:

- Das Berichtsheft – schriftlicher Ausbildungsnachweis und

Lernmittel im Prüfungsgeschehen Medizinischer Fachangestellten

- Sommer-Abschlussprüfung der Arzthelfer/innen 2007

„Alle(s) geimpft?“ – Brandenburger Kassenärzte sagen

270

Impfmuffeln den Kampf an 271

Hartmannbund: Offener Brief von Elke Köhler

Keine „Hausbesuche“ von Mitarbeitern der Ärzteversorgung

272

Land Brandenburg! 305

Arzt und Recht 273

Aus der Fallsammlung der norddeutschen Schlichtungsstelle:

Infektion einer mittels einer Osteosynthese versorgten

Außenknöchelfraktur – fehlerhaft verzögerte Diagnose 273

Vorsicht bei gemeinsamen Ehegatten-Konten:

Fiskus wittert Geschenke unter Ehepaaren 274

Wenn ein Arzt in Vertretung eines anderen Arztes Rezepte ausstellt 274

Fortbildung 275

8. Ärztlicher Fortbildungskongress der LÄKB am 2./3.11.2007 275

Fortbildungsveranstaltungen IV. Quartal 2007 276

Verletzungen durch Gewalt bei kleinen Kindern 298

Ankündigungen: Symposium „Palliativmedizin – Patientenbetreuung

am Ende des Lebens“ und „Psychoonkologie – eine wesentliche

Reserve ärztlicher-onkologischer Arbeit“ 309

KVBB informiert 300

Landesgesundheitsamt 302

Medizingeschichte 303

Aus der brandenburgischen Medizingeschichte: Dr. med. Paul Keller 303

Rezensiert 306

Aktuell 271, 306, 309

Personalia 310

Tagungen und Kongresse 313

Kalendarium 314

Stellenangebote/Kleinanzeigen 265, 271, 274, 301, 308, 309, 315, 316, U1-U4

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

261


262

Editorial

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,

geneigte Leserschaft,

die parlamentarische Sommerpause, medientechnisch oft genug

auch Saure-Gurken-Zeit genannt, ist vorbei. Trotzdem hatte man

in diesem Jahr eigentlich nicht den Eindruck, es gäbe nichts Bemerkenswertes

zu berichten. Es wurde weder das Loch-Ness-

Monster noch der Yeti gebraucht, um interessante Meldungen zu

erstellen. Leider haben auch die mit dem Gesundheitssystem Beschäftigten

wieder einen guten Teil dazu beigetragen. Vordergründig

aufregende Meldungen wie Vogelgrippe, Maul- und

Klauenseuche und als Topmeldung falsch implantierte künstliche

Gelenke – da sind Meldungen von krank machenden Stoffen in

der Gurkenschale oder Glycerin als Geschmacksverbesserer in

italienischen Weinen nur von untergeordneter Bedeutung. Zusätzlich

haben sich die Medien wieder Mühe gegeben, den Ruf

der „Halbgötter in Weiß“ in die Nähe mafiöser Strukturen zu

schieben, keine Woche, in denen nicht irgendein Politmagazin

über skrupellose Machenschaften nicht etwa nur Einzelner sondern

DER Ärzteschaft oder zumindest irgendeiner Gruppierung

oder gar Selbstverwaltungsorganisation berichtet. Zuletzt zum

Beispiel über die mangelnden Kontrollen der Landesärztekammern

über Sponsoring und Werbung von Pharmafirmen in Fortbildungsveranstaltungen,

die dem Werbeverbot widersprechen

würden. Gekrönt von der vor Kameras geäußerten Meinung

eines hochrangigen Ex-Mediziners, wieso es ausgerechnet für

gut verdienende Ärzte kostenfreie Fortbildung geben müsste. In

der ganzen Sendung kein Wort über gesetzliche Fortbildungspflicht

und finanzielle Selbstbeteiligung und schon gar nichts

über die Prüfung durch die Akademien für ärztliche Fortbildung

und die Kosten für Veranstaltungsbesuch und Zertifizierung.

In diesem Kontext ist ein Aspekt interessant, der von dem Autor

Markus Grill in dem Buch „Kranke Geschäfte. Wie die Pharmaindustrie

uns manipuliert“ eingehend beleuchtet wird. Er beschreibt,

gestützt durch Untersuchungen renommierter Institute,

z.B. EMNID, wie die Pharmaindustrie durch Änderungen in der

Marketingstrategie neue Einnahmequellen erschließt (siehe

auch: STERN 34/2007). Als einer der dort genannten Punkte

wird das Umschwenken von der Zielgruppe Arzt auf die Zielgruppe

Patient beschrieben. Einflussnahme auf oder sogar

Gründung von Patientenvereinigungen und Selbsthilfegruppen,

Schaffung von Patienten-orientierten Internetforen, sowie großzügige

finanzielle und personelle Unterstützung (z.B. durch Vorstandsmitglieder

von Pharmakonzernen in Vorständen und Beiräten

von Patientenvereinigungen – völlig unabhängig, versteht

sich) gibt es ein genaues Kalkül, wie man die Glaubwürdigkeit

dieser Gruppierungen zum Geldverdienen ausnutzt. Nur ein

Beispiel aus den USA: Jeder Dollar in Patientenwerbung bringt

4,20 $ zurück. Nach Angaben von Gesundheitsökonom Gerd

Glaeske ist damit der Effekt fast dreimal so hoch wie bei der

Werbung im Arztbereich. 10 % Steigerung des Marketings gezielt

bei Patientengruppen bringt 1 % Umsatzsteigerung – im

Arztbereich 0,2 – 0,3 %. Es erscheint logisch, dass ein Patient,

der in der Selbsthilfegruppe gründlich von der überlegenen Wirkung

eines Präparates überzeugt wurde, in Klinik und Praxis die

Verordnung gerade dieses Präparates einfordern wird. Ohne

dass der betroffene Arzt eine Chance hat, mit Verweis auf

Gleichartigkeit zu anderen Mitteln oder der gesetzlich geforderten

Wirtschaftlichkeit die Verordnung längerfristig zu verweigern.

Auch hier spielen natürlich Ärzte eine, vermutlich wie immer,

negative Rolle, aber als Argumentationshilfe bietet sich das

Material durchaus an.

Zum Abschluss noch ein im Ansatz heiteres aber insgesamt doch

eher trauriges Thema. Den heiteren Ansatz bietet unser Landespolitiker

Sven Petke, der in die Sommerpause hinein die Forderung

nach alkoholfreien Zonen in deutschen Großstädten zum

Schutz von Kindern und Jugendlichen stellte. Mal davon abgesehen,

dass ein Blick auf die zurückliegende Geschichte von Alkoholverboten

weltweit das Problem der Durchsetz- und Machbarkeit

sichtbar gemacht hätte, geht Herr Petke offenbar völlig

am Trend vorbei. In diesem Sommer hat ein niederländischer

Geschäftsmann in Berlin ein großes Hotel eröffnet, um Jugendlichen

und jungen Erwachsenen die angesagtesten Trinkpunkte

der deutschen Hauptstadt vorzuführen. Die Zimmer (2 – 8

Schlafplätze) im anheimelnden Stil von Ausnüchterungszellen

(Doppelstockbetten im Stahlrohrdesign, versiegelter Fußboden,

abwaschbare Latexfarben an den Wänden und bruchsichere

Spiegel in der Sanitärzelle) und das Angebot, jeden Abend geführte

Sauftouren durch angesagte Trinkpunkte der Hauptstadt,

wobei der Führer unentwegt zwischendurch Wodka-Orange-

Drinks an die Mitläufer (die bis aus Australien kommen) ausschenkt.

Einer der vertraglich gebundenen Barbesitzer meinte

auf Nachfrage, man müsse möglichst unter den ersten Anlaufpunkten

sein, um nicht so viel Arbeit mit der Beseitigung der

Spuren zu haben. Insofern sollte sich die Brandenburger CDU

vielleicht doch noch mal mit den Regierenden von Berlin über

alkoholfreie Zonen verständigen.

In diesem Sinne beende ich den Rückblick auf einen mehr oder

weniger ereignisreichen Sommer 2007 mit freundlichen kollegialen

Grüßen

Ihr

Volkmar Skerra


Landesärztekammer Brandenburg feiert Richtfest

Erweiterung der Geschäftsräume in Cottbus geht zügig voran

„Wer arm sein will und weiß nicht wie, kauf’

alte Häuser und baue sie.“ Mit diesen Worten

hatte Kammerpräsident Dr. Udo Wolter die

Schmunzler der Gäste auf seiner Seite, die

am 27. Juli in die Cottbuser Dreifertstraße gekommen

waren, um zusammen mit ihm das

Richtfest des Neubaus der Geschäftsstelle

zu feiern. Schneller, als gedacht – nach etwa

3½ Monaten Bauzeit – konnte der Neubau

mit der Richtkrone geschmückt werden.

Dr. Udo Wolter begrüßte Mitarbeiter und Mitglieder

der Kammer sowie viele andere Gäste

zum Richtfest.

Neben den Mitarbeitern der Geschäftsstelle

wollten auch viele andere Besucher einen Blick

auf die neuen Büroräume werfen und wurden

von Präsident Dr. Wolter herzlich willkommen

geheißen. Dieser machte in seiner Ansprache

noch einmal die Notwendigkeit eines Raumgewinns

deutlich: „Die Arbeitsaufgaben der

Landesärztekammer Brandenburg wuchsen

über die Jahre, allein schon durch den Mitgliederzuwachs

von rund 6.000 auf über

10.000 Ärztinnen und Ärzte in Brandenburg.

Dieses führte dazu, dass der Raumbedarf der

Dreifertstraße 12 immer knapper wurde.“

Viel Spaß auf dem Richtfest hatten Knut Deutscher

(l.), Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Cottbus, Dr. Eberhard Steglich (Mitte), Vizepräsident

der Landeszahnärztekammer Brandenburg,

und Maria-Luise Decker (r.), Geschäftsführerin der

Landeszahnärztekammer Brandenburg. Im Hintergrund

Kammerpräsident Dr. Udo Wolter und

Kammerversammlungsdelegierter Dr. Ulrich Fleck.

So wird es einmal aussehen: Dr. Wolter (l.) und

Dr. Heiber (r.) schauen sich den Bauplan an.

Schon seit längerer Zeit hätten sich der Vorstand

und die Hauptgeschäftsführung mit

dem Gedanken einer Erweiterung der Geschäftsstelle

getragen, wobei die Entscheidung

schließlich zugunsten eines Neubaus

und gegen eine Anmietung anderer Büroräume

fiel. Mit der „Planungsgruppe Prof.

Sommer“ aus Cottbus entstand ein Konzept,

welches durch die Firma „Böpple Bau“ in die

Tat umgesetzt wurde.

Wo ein Teil der Mitarbeiter der Geschäftsstelle

nach Beendigung des Baus arbeiten wird,

davon konnten sich die Gäste – unter ihnen

auch der Bürgermeister der Stadt Cottbus,

Holger Kelch, der Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer Cottbus, Knut Deutscher,

sowie Maria-Luise Decker, Geschäftsführerin

der Landeszahnärztekammer Brandenburg,

und deren Vizepräsident, Dr. Eberhard Steglich

– im Anschluss an das Setzen der Richtkrone

ein Bild machen.

Dr. Reinhard Heiber (l.), Hauptgeschäftsführer

der LÄKB, führte die Gäste durch den neu errichteten

Anbau.

Die Räume des Neubaus der Geschäftsstelle

sollen noch in diesem Jahr einzugsbereit

sein. Dann werden sich in der Zugangsetage

der Empfang, das Referat Weiterbildung

sowie die Prüfungsräume befinden. In der

ersten Etage sind die Räume der Inneren Verwaltung,

und die Geschäftsräume des Präsidenten,

des Hauptgeschäftsführers und des

Juristischen Geschäftsführers sind in der

zweiten Etage angesiedelt.

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

Der Moment, auf den alle gewartet haben:

Die Richtbaumkrone schwebt über dem Neubau.

Kammermitglied Dr. Klaus Ulrich begeisterte

die Anwesenden mit einem kleinen Gedicht,

welches er im Anschluss an die Begrüßungsreden

von Dr. Udo Wolter und Holger Kelch sowie

dem Richtspruch des Poliers der Firma

„Böpple Bau“ vortrug. Dieses wollen wir den

Lesern des Brandenburgischen Ärzteblattes

nicht vorenthalten:

Dr. Klaus Ulrich erfreute die Anwesenden mit

seinem Gedicht.

Die Kammer ist ein wichtig Ding!

In ihm beginnt und schließt der Ring

Des Arztes sich.

Denn hier wird alles urkundlich

In dicke Bücher eingetragen.

Was wir getan in unsren Tagen.

Hier wird vermerkt nach Tag und Stunde

Wie Du begannst die Ärzterunde.

Und weiter wird nach einem Jahr

Geprüft ob's auch erfolgreich war.

So geht es fort im Dauerlauf –

Die Kammer aber hört nicht auf

Dich stets auf allen Deinen Wegen

Mit Lob (?) und Prüfung zu umhegen.

Und selbst dein allerletzter Schritt

Wird noch notiert. Dann sind wir quitt!

Nun wisst Ihr alle es genau

Wie wichtig dieser neue Bau!

Ich schenk mir jetzt ein Gläschen ein

Ich trink es aus!

Das Glas zu Scherben nun zerspringe

Dass es viel Glück und Wohlstand bringe.

Text/Fotos:

Anja Jüttner/Romy Weisbach [4iMEDIA]

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

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Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

Holger Kelch, der Bürgermeister der Stadt Cottbus,

wollte es nicht versäumen, der Ärztekammer

alles Gute für den Anbau zu wünschen.

Und wieder möchte das Brandenburgische

Ärzteblatt seinen Lesern einen weiteren Einblick

in die Referate der Landesärztekammer

Brandenburg (LÄKB) geben. Diesmal

haben wir an die Bürotüre des Meldewesens/Berufsregisters

geklopft – das Referat,

mit welchem brandenburgische Ärzte in der

Regel zuallererst in Kontakt kommen.

Angelika Winzer

Sachgebietsleiterin

Meldewesen/

Berufsregister

Anstellung bei

der LÄKB seit 1990

Aus den Aufgabengebieten

und Zuständigkeiten:

· Prüfung und Bearbeitung der An- und Abmeldungen

der Ärztinnen und Ärzte des

Landes Brandenburg

· Führung des Berufsregisters der LÄKB mit

ständiger Aktualisierung des Datenbestandes

· Klärung von Sachverhalten die Kammermitgliedschaft

betreffend

· Schriftliche und telefonische Korrespondenz

zur Mitgliedschaft, zur Erlangung der

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Die Bauarbeiter von

„Böpple Bau“ saßen

in fröhlicher Runde

beisammen. Dr. Heiber

(2.v.r.) ließ es

sich nicht nehmen,

mit ihnen ein wenig

zu fachsimpeln.

Zwei im Gespräch: Dr. Renate Schuster, Vorstandsmitglied

der LÄKB, und Dr. Ulrich Fleck.

Das Team, das zusammen mit dem Anbau gefeiert

wurde: Die Arbeiter von „Böpple Bau“ aus

Königswartha.

Berufserlaubnis bei ausländischen Ärzten

oder zur Anerkennung im Ausland erworbener

akademischer Grade

· Ausstellung von Arztausweisen mit vorausgehendem

Schriftverkehr zur Antragsstellung

· Bearbeitung der Anträge und Ausstellung

des Parkschildes „Arzt-Notfall“ für niedergelassene

Ärzte

· Prüfung der Voraussetzungen zur Führung

des beleuchteten Dachschildes „Arzt-Notfalleinsatz“

und Zuarbeit für die Straßenverkehrszulassungsämter

· Erstellen von Unbedenklichkeitserklärungen

für die Approbationsbehörde, die Bundeswehr,

die Kassenärztliche Vereinigung und

andere Institutionen

· Korrespondenz und Datenübermittlung entsprechend

Heilberufsgesetz mit den Gesundheitsämtern

des Landes Brandenburg

· Zusammenarbeit mit der Ärzteversorgung

des Landes Brandenburg aus Gründen des

Datenabgleiches sowie Absprachen zur

Mitgliedschaft und zum Kammerwechsel

· Anfertigung der Geburtstags- und Verstorbenenlisten

für das Brandenburgische Ärzteblatt

(BÄB)

· Bereitstellung der aktuellen Adressdaten für

den Versand des BÄB und des Deutschen

Ärzteblattes

Ein besonderes

Geschenk überreichte

die Kassenärztliche

Vereinigung, stellvertretend

MUDr./CS

Peter Noack, der LÄKB.

Zeit zum Reden hatten die Gäste im Anschluss

an die Begehung: Vizepräsidentin Elke Köhler

(Mitte) im Gespräch mit Heike Wetterau, der

Sekretärin des Präsidenten.

Das Meldewesen der Landesärztekammer Brandenburg stellt sich vor

Anke Hoblisch

Sachbearbeiterin

Meldewesen/

Berufsregister

Anstellung bei der

LÄKB seit Februar

2002 – seit März

2006 im Meldewesen beschäftigt

Aus den Aufgabengebieten

und Zuständigkeiten:

· Verantwortlich für den aktuellen Stand der

Arztakten auf Grundlage des Heilberufsgesetzes

· Registrierung der Posteingänge für den Bereich

Meldewesen

· Anlegen der Meldeakten bei neuen Kammermitgliedern

sowie Anforderung der entsprechenden

Meldeunterlagen von den bisher

zuständigen Ärztekammern

· Ablage des eingehenden Schriftverkehrs in

die Arztakten

· Schriftverkehr zur Einreichung fehlender Meldeunterlagen

· Schriftverkehr zur Mitteilung über Änderungen

der Tätigkeit

· Versand von Anträgen zur Ausstellung von

Arztausweisen und Parkschildern


· Prüfung der Meldeunterlagen der Ärzte auf

Vollständigkeit bei Antragstellungen – z.B.

Ausstellung von Parkschildern, Arztausweisen,

Weiterbildungsbefugnissen oder

Facharztprüfungen

· Ausstellung von Unbedenklichkeitserklärungen

· Archivieren der bei der Kammer verbleibenden

Akten – Unterlagen von Ärzten

nach Aufnahme einer Tätigkeit im Ausland,

Akten verstorbener Kammermitglieder sowie

Meldeunterlagen ausländischer Ärzte

mit abgelaufener Berufserlaubnis

· Aufbereiten der Meldeakten für Abgänge

in andere Landesärztekammern

Im monatelangen Streit um die korrekte Eingruppierung

von Oberärztinnen und -ärzten

hat der Marburger Bund (MB) Ende Juni einen

ersten juristischen Erfolg errungen. Das

Arbeitsgericht Kassel entschied in einem vom

MB-Landesverband Hessen geführten Fall eines

Oberarztes aus Kassel, dass ihm laut

arztspezifischen Tarifvertrag des MB für Ärztinnen

und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern

die Oberarztvergütung zusteht.

Das Klinikum Kassel hatte dem Betroffenen

nach Inkrafttreten des Tarifvertrages die Funktion

eines Oberarztes übertragen, ihn aber

lediglich in die Entgeltgruppe für Fachärzte

eingruppiert und ihm somit monatlich mehrere

Hundert Euro an Einkommen vorenthalten.

Diese Eingruppierung sei rechtswidrig, entschieden

nun die Arbeitsrichter.

Rechtsanwalt Andreas Wagner, der als Verbandsjurist

des MB-Landesverbandes Hessen

die Klage auf Eingruppierung und Bezahlung

nach Entgeltgruppe III geführt hatte, glaubt,

dass der Urteilsspruch eine Signalwirkung hat

für die unzufriedenen Oberärzte, die zwar den

Titel tragen, aber nur als Fachärzte entlohnt

werden. „Das kann einem Oberarzt Mut ma-

Cornelia Grellke

Sachbearbeiterin

Meldewesen

Anstellung bei der

LÄKB seit März 1992

Aus den Aufgabengebieten

und Zuständigkeiten:

· Erstellung der Amtshilfeersuche der Ämter

für Soziales und Versorgung wegen nicht

zeitgemäßer Erledigung von Anträgen

chen, sich gegebenenfalls zu wehren und seinen

Einzelfall beim für ihn zuständigen Landesverband

des Marburger Bundes prüfen zu

lassen“, sagte Wagner der Marburger Bund

Zeitung. Gleichwohl erklärte er, dass das Urteil

einerseits noch nicht rechtskräftig und zudem

ein Einzelentscheid sei, der „nicht auf die Allgemeinheit

übertragbar ist“. Dennoch habe er

den Eindruck, dass es mit dem vorliegenden

Richterspruch erst richtig losgehe. „Jetzt werden

noch mehr Oberärzte klagen, als es ohnehin

schon viele tun“, so Wagners Einschätzung.

Das Urteil sollte allen Klinikarbeitgebern zu

denken geben, die die arztspezifischen Tarifverträge

bewusst falsch umsetzen und Oberärzte

um ihr zustehendes Gehalt prellen,

erklärte Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender

des MB. Er kündigte an, der Verband

werde so lange den juristischen Weg

beschreiten und für jeden Oberarzt sein

Recht auf die ihm zustehende Bezahlung

einklagen, bis die Arbeitgeber und deren

Dachverbände Vereinigung kommunaler

Arbeitgeberverbände (VKA) und Tarifgemeinschaft

deutscher Länder (TdL) die „unerträgliche

Falschmünzerei“ in Sachen Oberarztvergütung

beendeten.

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

· Verschicken der Anträge zur Ausstellung

von Arztausweisen

· Verlängerung von Arztausweisen

· Ausstellung von Arztausweisen in Vertretung

von Frau Winzer

· Anschreiben der Einwohnermeldeämter bei

Nichtzustellbarkeit des Brandenburgischen

Ärzteblattes beziehungsweise Schriftverkehrs

des Meldewesens

· Anschreiben an die Ärzte bezüglich der

Änderung der Tätigkeit

· Vertretung der Rezeptionssekretärin mit den

Aufgaben der Telefonverwaltung und des

Verteilens der Eingangspost an die Referate

Anja Jüttner [4iMEDIA]

Erste Oberarztklage VKA erfolgreich

Facharzt-Eingruppierung eines Oberarztes am Klinikum

Kassel rechtswidrig

Dass es auch ohne die besagte Falschmünzerei

geht, dokumentieren zahlreiche Beispiele

auf Bundes- und Landesebene. Im ersten

bundesweit gültigen arztspezifischen

Tarifvertrag im privaten Krankenhausbereich

zwischen MB und dem privaten Klinikkonzern

Helios ist die Überleitung von Oberärzten

in einer Protokollnotiz klar geregelt.

Durch eine unmissverständliche Formulierung

ist im Tarifvertrag des MB Hessen mit

den Asklepios-Kliniken in Gießen-Lich, Langen

und Seligenstadt die Thematik verankert.

Gleiches gilt für das Tarifwerk für Ärztinnen

und Ärzte an der Berliner Charité, in

dem mittels klarer Kriterien festgeschrieben

ist, wer Oberärztin/ -arzt ist. Im Klinikum

Eilbek in Hamburg ist die Überleitung der

Oberärzte ebenfalls sicher geklärt. Vorbildlich

agierte etwa die Universitätsklinik Münster,

die als bundesweit erste Universitätsklinik

alle 177 Oberärzte korrekt eingruppierte

und einstufte.

Marburger Bund Zeitung Nr. 10/2007,

Seite 1 (Verfasser des Textes: Jörg Ziegler)

ELISABETH HERWEG-PRÜSSE

Rechtsanwältin

ARZTRECHT

Tätigkeitsschwerpunkte: Arzthaftung, Vertragsrecht, Berufsrecht

Individuelle Terminvereinbarung

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Tel.: 0331-270 76 07 Fax: 0331-270 76 08

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Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

265


266

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

Visite mit „Roten Nasen“ im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Potsdam

„Lachen ist die beste Medizin“ und zudem

nebenwirkungsfrei! Es wird schon seit 1985

therapeutisch eingesetzt. Ab sofort bieten

wir dieses „Naturheilverfahren“ allen unseren

Patienten unseres Zentrums für Kinder- und

Jugendmedizin in Potsdam mit einer wöchentlichen

Clownvisite an. Was zunächst nur

als Test geplant war, ist nach einem Probelauf

über mehrere Wochen nun fest im Therapieplan

integriert. Jeweils zwei Clowns des Vereins

„Rote Nasen“ lassen die Herzen der

kleinen und größeren Patienten unserer Klinik

mit insgesamt 69 Betten höher schlagen.

Zaubertricks und Ballons kommen bei den Kleinen

immer gut an.

Fotos: Klinikum „Ernst von Bergmann“ Potsdam

Dass dieses Projekt überhaupt möglich wurde,

ist der Unterstützung der Spreequell

Mineralbrunnen GmbH zu verdanken. Auf

2,5 Millionen Spreequell Mineralwasserflaschen

wurde auf die Clownvisiten der „Roten

Nasen“ hingewiesen. Pro Flasche spendet

Spreequell einen Cent für das Kinderlachen

im Krankenhaus. Dank dieser Aktion und der

Initiative von Frau Fischer, Vorsitzende des

Vereins, ist der Humor im Flur, im Zimmer

oder direkt am Krankenbett in unserem Zentrum

für Kinder- und Jugendmedizin für ein

Jahr gesichert. Für wenige Stunden können

die Kinder die mit einem Klinikaufenthalt ver-

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Susanne Liedtke, Spreequell Mineralbrunnen GmbH, überreicht den Scheck an Prof. Michael Radke,

Chefarzt der Kinderklinik. Ganz links Reinhard Horstkotte, künstlerischer Leiter der Clowns.

bundenen Ängste ganz vergessen und sich

mit Luftballons, Seifenblasen, Musik und

Spaß verwöhnen lassen – jeder soviel und solange

er mag. Und selbst wenn die „Luft aus

den Ballons schon raus ist“, sind die Clowns

noch Gesprächsthema und meistens ist dann

schon die Entlassung in Sicht. Aber nicht nur

den Kindern gefällt es. Einbezogen in die besondere

Visite sind natürlich auch die Mütter,

Väter, Omas und Opas, die das Kind begleiten

oder besuchen. Die Clowns sorgen dafür,

dass auch sie für kurze Zeit die Momente des

Alltags und die Sorgen vergessen können.

Und natürlich profitieren auch die Schwestern

und Ärzte von der Humordusche.

Lachen ist gesund – auch ohne Grund! Die

positive Wirkung des Lachens ist längst bewiesen.

Stresshormone werden abgebaut,

das Schmerzempfinden wird hormonell gesenkt,

Hemmungen werden abgebaut, die

Kommunikation gefördert, der Kreislauf stabilisiert,

das Immunsystem gestärkt, körper-

eigene „Glückshormone“ ausgeschüttet, der

Körper insgesamt entspannt. Möglicherweise

spürt der Eine oder Andere nach intensivem

Lachen einen Muskelkater, denn

insgesamt müssen beim Lachen vom Gesicht

bis zum Bauch über 100 verschiedene Muskeln

bewegt werden. Die wöchentlichen

Clownbesuche sind aber nicht nur mit körperlicher

Anstrengung verbunden, sondern

insbesondere Balsam für die Seele. Sie tun

unserem Klinikalltag gut und wir hoffen, mit

Hilfe von Sponsorengeldern unseren Patienten

diese besondere gesundheitsfördernde

Medizin weiterhin verabreichen zu können.

Dr. med. Annette Günther

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin

Prof. Dr. med. Michael Radke

Chefarzt des Zentrum für Kinder-

und Jugendmedizin Potsdam

Klinikum „Ernst von Bergmann“ gGmbH

Charlottenstraße 72, 14469 Potsdam

Im aktuellen Interview:

Dr. Renate Schuster: „Die Arbeit des Ausschusses Berufsordnung spiegelt die wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen, die Gesundheitsreformen vorgeben, wider.“

Dr. Renate Schuster ist

Vorsitzende des AusschussesBerufsordnung.

Foto: J. Bathelt

Das Vorstandsmitglied

der LandesärztekammerBrandenburg

(LÄKB) spricht

über die Bedeutung

und die Aufgaben

des Ausschusses Berufsordnung

und wie

wichtig ihr dabei

besonders eines ist:

Vielfalt an Fachkompetenz.

1. Dr. Schuster, seit wann leiten Sie den

Ausschuss Berufsordnung?

Ich habe diese Aufgabe wenige Monate

nach seiner Gründung übernommen, nachdem

ich zunächst den stellvertretenden Vorsitz

inne hatte. Durch Informationen aus anderen

Ärztekammern, besonders aus der

Saarländischen, verschaffte ich mir zu Beginn

einen Überblick über die Arbeit dieses

Ausschusses.

2. Wenn Sie zurückblicken auf die Anfangszeit:

Welche Aufgaben standen für

den Ausschuss damals im Mittelpunkt?

Die Aufgaben zu Beginn der 90er Jahre waren

grundlegend andere, als die, mit denen

wir uns heute beschäftigen müssen. Die Berufsordnung

formuliert die Aufgaben und

Pflichten der Ärzte. Mit der Umgestaltung

des Gesundheitswesens von den DDR-Strukturen,

wo wir im ambulanten Bereich die Polikliniken

und staatlichen Arztpraxen hatten,


war plötzlich die ambulante Tätigkeit an eine

eigene Praxis gebunden. Diese Ärzte mussten

sich also niederlassen, sich um neue

Räume kümmern, wenn sie in den bisherigen

nicht bleiben konnten. Es erfolgte eine Entflechtung

des stationären-ambulanten Bereiches,

die viele Fragen mit sich brachte. So

zum Beispiel: Was passiert mit den Patientenakten,

wem gehören diese? Es gab einen

großen Regelungsbedarf, der jetzt de facto

kaum noch vorkommt.

3. Wie sah es mit dem Problem der Abwerbung

von Patienten im Vergleich zu

heute aus?

Der Kampf um den Patienten stand im

Vordergrund bei der Bearbeitung der Beschwerden,

die uns erreichten. Der Punktwert

war damals zwar niedrig. Dennoch

galt: Je mehr Patienten man behandelte,

umso mehr Sachpunkte konnte man sammeln.

Es gab noch nicht diesen Honorarverteilungsmaßstab

wie heute. So erreichte

uns häufiger der Vorwurf der Abwerbung

von Patienten. Dieses ist laut Berufsordnung

berufswidrig. Heute beschäftigt das Thema

unseren Ausschuss nicht mehr, da es eine

Budgetobergrenze gibt. Was der Arzt mehr

macht, wird nicht bezahlt. Und das führte

nun zum Umkehrschluss: Die Ärzte erreichen

ihre Budgetgrenze sehr schnell und nehmen

dann keine Patienten mehr an beziehungsweise

es entstehen für den Patienten für einen

Termin lange Wartezeiten.

4. Welchen weiteren Themen musste sich

der Ausschuss in den 90er Jahren widmen?

Es lagen uns gehäuft Verstöße gegen das

Werbeverbot vor, weil die Außendarstellung

des Arztes sehr stark reglementiert war. So

durfte das Praxisschild eine bestimmte Größe

nicht überschreiten. Diese Beschränkungen

sind gelockert worden, so dass jetzt nur

noch die vergleichende, anpreisende und

irreführende Werbung berufswidrig ist.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass die

Vorwürfe wegen angeblichen Abrechnungsbetruges

nie einen großen Raum in unserer

Arbeit eingenommen haben. Mit Einführung

der Individuellen Gesundheitsleistungen gab

es aufgrund von Doppelabrechnung solche

Fälle, aber verglichen mit der Vielzahl von

ambulanten Behandlungen tagtäglich ist das

eine verschwindend geringe Zahl.

5. Sie sprachen bereits von der Budgetgrenze

der Ärzte, die es heute vielen unmöglich

macht, weitere Patienten anzuneh-

men. Wenden sich im Umkehrschluss auch

Patienten an Sie, die sich über unterlassene

Hilfeleistung beklagen?

Ja, das kommt in den letzten Jahren häufig

vor. Wenn jemand einen Termin beim Arzt

nicht bekommt, dann sind einige der Meinung,

das läge daran, weil sie Kassenpatienten

sind. Interessanterweise haben wir

als Ausschuss eher Klagen über zahlungsunwillige

Privatpatienten, was bei der Auswertung

der bei uns eingegangenen Beschwerden

den Anschein erweckt, dass

Privatpatienten gar nicht so beliebt sind.

6. Praxisgebühr, Individuelle Gesundheitsleistungen

– der Patient wird für bestimmte

Behandlungen zur Kasse gebeten. Inwiefern

hatten diese Entwicklungen im Gesundheitswesen

Einfluss auf die Arbeit des

Ausschusses?

Dass der Patient für bestimmte Leistungen

bezahlen, also Geld mitbringen muss, wenn

er zum Arzt geht, das zog eine Umgewöhnungsphase

nach sich, die mittlerweile aber

abgeschlossen ist. Als die Praxisgebühr eingeführt

wurde, hatten wir schon mehrere

Anfragen von Patienten, die verunsichert

waren und es nicht verstanden haben, obwohl

der Arzt sie darüber aufgeklärt hat.

Manche konnten nicht nachvollziehen, warum

die Krankenkasse nicht alles bezahlt.

Meine Erfahrung ist, dass sich die Inhalte der

Beschwerden und Anfragen alle zwei oder

drei Jahre verändern. Die Arbeit des Ausschusses

Berufsordnung spiegelt die wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen, die Gesundheitsreformen

vorgeben, wider.

Die Berufsordnung entwickelt sich immer

weiter, befindet sich eigentlich ständig in

einem Wandel. Fast jeder zweite Ärztetag

befasst sich mit der Novellierung der Berufsordnung.

Wir müssen uns den neuen

politischen Vorgaben anpassen, diese

berufsrechtlich flankieren; so zum Beispiel

aktuell die neuen Kooperationsformen, die

früher gar nicht möglich waren, und wo wir

jetzt den berufsrechtlichen Rahmen gestaltet

haben.

7. Neben Ihnen arbeiten sieben weitere

Mediziner mit verschiedenen Fachrichtungen,

wie zum Beispiel Allgemeinmedizin,

Frauenheilkunde und Chirurgie, im Ausschuss

mit.

Mir ist eine Vielfalt an Fachkompetenz sehr

wichtig, vor allem wenn bestimmte fachspezifische

Themen im Rahmen der Beschwerden

näher erläutert werden müssen. Da ist

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

es hilfreich, wenn es unterschiedliche Fachärzte,

aber auch eine gesunde Streuung von

Ärzten im Angestelltenverhältnis und im

niedergelassenen Bereich im Ausschuss

Berufsordnung gibt. Dies erlaubt es uns, dass

wir fast alle Beschwerden und Anfragen

alleine bearbeiten können.

8. Mit welchem anderen Ausschuss der

Kammer besteht der engste Kontakt?

Mit der Schlichtung, da sich einige Fälle

doch sehr ähneln und wir bestimmte Beschwerden,

bei denen nach Prüfung kein berufsrechtliches

Vergehen festzustellen ist, an

diesen Ausschuss abgeben. Auf der anderen

Seite kommt es auch vor, dass wir von der

Schlichtung einen Fall übernehmen. Häufig

zeigt sich aber, dass die Probleme, die zwischen

Arzt und Patient bestehen, Kommunikationsprobleme

sind.

Mit Dr. Renate Schuster sprach Anja Jüttner

[4iMEDIA].

Mitglieder des Ausschusses

Berufsordnung:

Vorsitzende:

· Dr. med. Renate Schuster, Strausberg

FÄ für Chirurgie, SP Viszeralchirurgie

Stellvertreterin:

· Elke Köhler, Jüterbog

FÄ für Allgemeinmedizin

Mitglieder:

· Dr. med. Frank Berthold, Frankfurt (O.)

FA für Laboratoriumsmedizin

· Dipl.-Med. Marianne Düren, Rehfelde

FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe

· Dr. med. Klaus Freier, Frankfurt (O.)

FA für Neurologie und Psychiatrie im

Ruhestand; ist aus dem Ausschuss ausgeschieden

· Dr. med. Antje Haas, Potsdam

FÄ für Innere Medizin

· Dr. med. Sylvia Schache, Oranienburg

FÄ für Kinder- und Jugendmedizin

· Dr. med. Ralph Schürer, Potsdam

FA für Allgemeinmedizin/Sportmedizin

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

267


268

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

Die Selbstverwaltung der Ärzte – ein geschichtlicher Abriss

Wer kann sich noch an die Gründung der

Ärztekammer Brandenburg erinnern? Und

wer weiß, wie überhaupt die Anfänge der

ärztlichen Selbstverwaltung aussahen? Mit

Hilfe der historischen Dokumentation von Dr.

med. h.c. Gerhard Vogt „Ärztliche Selbstverwaltung

im Wandel“ blickt das Brandenburgische

Ärzteblatt zurück und möchte mit einigen

Fakten anregen, selbst vielleicht noch

tiefer einzutauchen in die Entwicklung des

ärztlichen Selbstverwaltungsgedankens.*

Die berufliche Selbstverwaltung der freien

Berufe und speziell der Ärzte, wie wir sie

heute kennen, hatte ihren Ursprung in regionalen

privatrechtlichen Vereinen, zu denen

sich Berufskollegen auf freiwilliger Basis zusammen

fanden.

Ab 17. Jahrhundert:

Es wurden ärztliche Zusammenschlüsse in

einzelnen deutschen Städten und an medizinischen

Fakultäten („collegium medicum“)

mit wissenschaftlicher und standesethischer

Zielsetzung gegründet.

Ende 18. Jh./Anfang 19. Jh:

„Lesegesellschaften“ entstanden mit dem Ziel

beruflicher Fortbildung unter gemeinsamer

Nutzung der zu der Zeit sehr teuren medizinischen

Fachliteratur.

Ärztliche Vereine gründeten sich und nahmen

gemeinsame berufliche und wirtschaftliche

Interessen wahr.

1872

Der Deutsche Ärztevereinsbund entstand

mit starker Förderung der 1822 gegründeten

Gesellschaft Deutscher Naturforscher

und Ärzte.

· Er war bis 1936 die zentrale Organisation

der deutschen Ärzteschaft.

· Mitglieder des Ärztevereinsbundes waren

nicht die einzelnen Ärzte, sondern die Ärztevereine.

1873

1. Deutscher Ärztetag in Wiesbaden

· Der Ärztetag mit seinen Delegierten aus

den Ärztevereinen verstand sich von Anfang

an als das allein legitimierte gesundheits-,

sozial- und berufspolitische Sprachrohr

der Ärzteschaft.

1887

In Preußen wurde erstmals für jede Provinz

eine Ärztekammer als Körperschaft des öffentlichen

Rechts errichtet, jedoch eine gemeinsame

Kammer für Brandenburg und den

Stadtkern Berlin – entsprechend den langjährigen

Forderungen der organisierten Ärzte

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

nach einer eigenen Berufskooperation mit

disziplinarischen Befugnissen. Einige andere

Reichsländer waren schon vorangegangen.

1900

Der „Verband der Ärzte

Deutschlands zur Wahrung

ihrer wirtschaftlichen

Interessen“ gründete

sich aufgrund einer

Initiative des Leipziger

Arztes Dr. Hermann Hartmann

– dieser „Leipziger

Verband“ trug ab 1924

Hartmanns Namen.

Dr. Hermann Hartmann

war der

Gründer des Hartmannbundes.

Foto:

Hartmannbund

1903

Der Verband gliederte sich dem Deutschen

Ärztevereinsbund an und arbeitete als dessen

„Wirtschaftliche Abteilung“ mit ihm zusammen.

1911

Bereits aus 410 Ärztevereinen bestand der

Ärztevereinsbund.

1927

600 Vereine mit 45.000 Mitgliedern gehörten

dem Bund an.

1931

Noch in der Weimarer Republik errichtete der

Staat zunächst regionale Kassenärztliche

Vereinigungen – diese lösten die Krankenkassenkommissionen

der Ärztevereine ab.

1933

Die NS-Regierung schloss die regionalen

Kassenärztlichen Vereinigungen zu einer

zentralen Kassenärztlichen Vereinigung

Deutschlands (KVD) als Körperschaft des öffentlichen

Rechts zur alleinigen Vertretung

der Kassenärzte zusammen.

In demselben Jahr wurden die Ärztekammern

und alle freiverbandlichen ärztlichen

Organisationen im Sinne der NS-Ideologie

gleichgeschaltet.

1935/36

Reichsärzteordnung vom 13.12.1935: Die

zum 1. Januar 1936 gegründete reichseinheitliche

Reichsärztekammer hatte einen

vom Reichskanzler ernannten Reichsärzteführer

und keine berufliche Selbstverwaltung.

Die Ärzteschaft wurde primär in den

Dienst von Staat und Partei gestellt. Die Forderungen

der deutschen Ärzteschaft aus der

Zeit vor der „Machtergreifung“ nach einer

demokratisch legitimierten Selbstverwaltung

wurden politisch in ihr Gegenteil verkehrt.

1945

Die Reichsärztekammer stellte ihre Arbeit ein.

1946

Bildung eines Nordwestdeutschen Ärztekammerausschusses

(Mitglieder waren die

wieder errichteten, nunmehr auch wieder

rechtlich selbständigen Ärztekammern in der

britischen Besatzungszone – Schleswig-Holstein,

Hamburg, Niedersachsen, Westfalen

und Nord-Rheinprovinz) – Diese bemühten

sich um eine Zusammenarbeit mit den Ärztekammern

der amerikanischen und französischen

Besatzungszone.

1947

Die „Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen

Ärztekammern“ mit Sitz in Bad Nauheim

gründete sich.

Im September 1948 wurde

Dr. Herbert Britz zum ersten

Vorsitzenden des Marburger

Bundes gewählt. Er ist einer

der Gründungsväter der

heutigen Ärztegewerkschaft

– zu Beginn „Vereinigung

der Jungärzte“.

Foto: Marburger Bund

Gründung des Marburger Bundes im Juni:

Im Gerichtsmedizinischen Institut der Phillips-Universität

Marburg treffen sich junge

Ärzte und Medizinstudenten, um über die

Verbesserung ihrer schlechten Arbeitsbedingungen

zu beratschlagen.

Zum ersten Mal erschien die Monatszeitung „Der

angestellte Arzt“ im August 1948 und löste das

Mitteilungsblatt „Marburger Gemeinschaften“ in

der damaligen britischen Besatzungszone ab;

hier die Ausgabe vom März 1950.

Foto: Marburger Bund


1948

Formelle Gründung des Bundesverbandes

der Leitenden Krankenhausärzte

1949

Ein Landesverband der niedergelassenen

Nichtkassenärzte gründete sich – Zusammenschluss

mit einem parallel entstandenen

Landesverband Hamburg zum „Verband

der niedergelassenen Nichtkassenärzte

Deutschlands“ (NKV).

· November 1957: NKV wurde in „Verband

der niedergelassenen Ärzte Deutschlands“

(NAV) umbenannt.

· nach der Wiedervereinigung: NAV fusionierte

mit dem nach der Wende in Ostdeutschland

entstandenen Virchow-Bund.

Der erste Bundesvorsitzende

des damaligen „Verbandes

der niedergelassenen Nichtkassenärzte

Deutschlands“:

Dr. Hanswolf Muschallik

Foto: NAV Virchow-Bund

Dr. Kaspar Roos war von

1953 bis 1982 Bundesvorsitzender

des NAV.

Foto: NAV Virchow-Bund

Wiedergründung des Hartmannbundes

1951

„Arbeitsgemeinschaft der Westdeutschen

Ärztekammern“ verlegt ihren Sitz nach Köln,

um in räumlicher Nähe zu politischen Entscheidungsträgern

zu sein.

1955

Die „Arbeitsgemeinschaft“

vollzieht durch

Satzungsänderung

auf dem 58. Deutschen

Ärztetag in Baden-Baden eine Umbenennung

in „Bundesärztekammer“.

· Sie führte aber weiterhin den Untertitel „Arbeitsgemeinschaft

der westdeutschen Ärztekammern“

und seit 1991 – nach Beitritt

der Ärztekammern der neuen Bundesländer

– „Arbeitsgemeinschaft der deutschen

Ärztekammern“. –

1990

Wiedererrichtung von Ärztekammern in den

fünf neuen Bundesländern – Brandenburg,

Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern

– und Beitritt zur

Bundesärztekammer

1991

Die neuen Kammern schicken ihre satzungsgemäßen

Delegierten zum 94. Deutschen

Ärztetag nach Hamburg.

1999

Vom 1. bis 5. Juni ist die Landesärztekammer

Brandenburg Gastgeber für die deutsche

Ärzteschaft: Der 102. Deutsche Ärztetag

findet in Cottbus statt.

2000

Am 13. September feiert der Hartmannbund

sein 100-jähriges Bestehen.

Die Landesärztekammer Brandenburg wird

10 Jahre alt. Im September gab es dazu eine

große Festveranstaltung in Cottbus.

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

Der aktuelle Vorstand des Hartmannbundes mit

dem Vorsitzenden Dr. Kuno Winn (vorne, Mitte)

und der Vizepräsidentin der LÄKB, Elke Köhler

(vorne, rechts). Foto: Hartmannbund

2004

Die Bundesärztekammer verlegt ihren Sitz

von Köln nach Berlin.

2007

Der Marburger Bund begeht im

Juni sein 60-jähriges Bestehen.

Mit einem großen Straßenfest in

Berlin feierte der Marburger Bund

im Juni seinen 60. Geburtstag.

Plakat: Marburger Bund

Für weiterführende Informationen und Details

zu den Gründungen lesen Sie bitte in:

Gerhard Vogt: Ärztliche Selbstverwaltung

im Wandel. Eine historische Dokumentation

am Beispiel der Ärztekammer Nordrhein.

Deutscher Ärzte-Verlag. Köln, 1998.

* Diese Übersicht verfolgt nicht den Anspruch

auf Vollständigkeit.

Anja Jüttner [4iMEDIA]

8. Ärztlicher Fortbildungskongress 2007 der Landesärztekammer

Brandenburg Akademie für ärztliche Fortbildung

Termin: Freitag, 02.11. und Samstag, 03.11.2007

Veranstaltungsort: Hotel Berliner Ring, Eschenweg 18, 15827 Dahlewitz

Themen sind u.a.:

◆ Autoimmunkrankheiten des Nervensystems

◆ Palliativmedizin – Patientenbetreuung am Ende des Lebens

◆ Hausarztsymposium

◆ Die unterschätzten Facetten des Diabetes mellitus

◆ Impfseminar

Weitere Informationen zum Fortbildungskongress und den gesamten Veranstaltungsplan finden Sie auch auf

S. 275 und 309 in diesem Ärzteblatt sowie unter www.laekb.de.

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

269


270

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

Das Referat Ausbildung Arzthelferinnen/MFA informiert:

Das Berichtsheft – schriftlicher Ausbildungsnachweis und Lernmittel im Prüfungsgeschehen Medizinischer

Fachangestellten (s. auch „Richtlinien“/vordere Berichtsheftseite)

Durch In-Kraft-Treten der Verordnung über

die Berufsausbildung zur Medizinischen Fachangestellten

zum 1. August 2006 wurde die

Überarbeitung des bisherigen Berichtsheftes

der Arzthelferinnen-Auszubildenden notwendig.

Gemäß § 7 der Ausbildungsverordnung

haben auszubildende MFA einen schriftlichen

Ausbildungsnachweis (Berichtsheft)

ordnungsgemäß zu führen, welcher vom

Ausbilder regelmäßig durchzusehen ist.

Im Berichtsheft sollen Auszubildende Verlauf

und Stand der betrieblichen Ausbildung dokumentieren.

Die per Ausbildungsrahmenplan

verbindlich festgelegten Mindestinhalte

sind in zehn Berufsbildpositionen als Berichtsheftthemen

abgebildet und durch den

Ausbildungsbetrieb zu vermitteln.

Grau unterlegte Themen sind während der

ersten 18 Ausbildungsmonate zu vermitteln

und zwischenprüfungsrelevant. Zur Abschlussprüfung

müssen alle Inhalte vermittelt bzw. bearbeitet

sein.

In den Berichten ist der Bezug zur Ausbildungspraxis

deutlich herauszuarbeiten.

Darüber hinaus sind Hospitationen als Berichte

der entsprechenden Thematik zuzuordnen,

zu kennzeichnen und vom Ausbilder der Hospitationspraxis

zu unterzeichnen.

Die Berichte sollen mit eigenen Worten abgefasst

sein und sich auf Wesentliches konzentrieren.

Übersichtlichkeit, die auf eine

schnelle Orientierung im Lernprozess abzielt,

wird durch eine knappe, stichpunktartige

Form der Berichte erreicht. Tabellen,

Skizzen usw. können entwickelt bzw. genutzt

werden.

Jedem Auszubildenden wurde zur Unterstützung

eines einheitlichen Anforderungsniveaus

ein „Ausbildungsrahmenplan mit Erläuterungen“

bereitgestellt.

Die Auszubildenden sollen das Berichtsheft

zur Überprüfung und Reflektion eigener

Lernfortschritte nutzen. Dazu ist es notwendig,

dass der Ausbilder die Berichte regelmäßig

kontrolliert und auf inhaltliche Mängel

aufmerksam macht.

Der Ausbildende bescheinigt durch Abzeichnen

der Berichte die sachliche, fachliche

sowie zeitliche Korrektheit.

Sommer-Abschlussprüfung der Arzthelfer/innen 2007

In diesem Sommer haben 203 Teilnehmerinnen

an der Abschlussprüfung für Arzthelferinnen

teilgenommen, davon 185 Auszubildende,

16 Umschülerinnen und 2 externe

Prüfungsteilnehmerinnen.

Aufgrund guter Leistungen in Praxis und

Theorie nahmen fünf Auszubildende vorzeitig

an den Prüfungen teil.

Vier Prüflinge wiederholten ihre Abschlussprüfung,

drei davon bereits zum zweiten und

somit letzten Mal. Allen Wiederholungsprüflingen

konnte diesmal die Berufsreife bescheinigt

werden.

Auch männliche Auszubildende/Umschüler

haben den Schritt in diesen typischen

Frauenberuf gewagt.

So erreichten in diesem Sommer sechs Prüflinge

den Berufsabschluss zum Arzthelfer.

Sie wurden an den Oberstufenzentren in

Bernau (2), Frankfurt/Oder (1) und Potsdam

(3) theoretisch ausgebildet. Die praktische

Ausbildung erfolgte in Praxen für Innere

Medizin, Neurologie und Psychiatrie, Hautund

Geschlechtskrankheiten, Nephrologie

und Chirurgie.

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Gesamt-Prädikate Auszubildender und Umschüler

Note 1 Note 2 Note 3 Note 4 nicht

bestanden

2 26 98 69 6

In Wertung der Ergebnisse ist u.a. Folgendes

festzustellen:

· 126 Prüfungsteilnehmer (63 %) erreichten

in der Berufsausbildung sehr gute, gute und

befriedigende Ergebnisse.

· 69 Absolventen (34 %) schlossen ihre Ausbildung

mit ausreichenden Leistungen,

Note „4“ ab.

· sechs Prüflinge (3 %) haben die Prüfung

nicht bestanden.

Die „Durchfall-Quote“ in allen bisherigen

Sommer-Prüfungen liegt bei 7,12 %.

„Sehr gute“ Leistungen in der Berufsausbildung

haben zwei Prüflinge (1 Auszubildende

und 1 Umschülerin) erreicht. Sie

wurden in einer Praxis für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe in Wittenberge bzw. in

einer Praxis für Pneumologie in Brandenburg

(Havel) ausgebildet und besuchten

Die Auszubildenden sind zur monatlichen

Vorlage des Berichtsheftes verpflichtet. Gleich

zu Beginn der Ausbildung ist dafür ein fester

Tag zwischen Ausbilder und Auszubildendem

zu vereinbaren.

Eine verspätete bzw. Nichtvorlage der Berichte

stellt eine schwerwiegende Pflichtverletzung

des Auszubildenden dar, die zur

Kündigung führen kann (s. Punkt 3.10 Ausbildungsvertrag).

Das Berichtsheft ist der LÄK Brandenburg im

Anmeldeverfahren zur Zwischenprüfung einzureichen.

Davon abweichend soll im Abschlussprüfungsgeschehen

die ordnungsgemäße Berichtsheftführung

durch den Ausbilder auf

dem Anmeldeformular bestätigt werden. Somit

können im Regelfall die Auszubildenden

das Berichtsheft bis zur Abschlussprüfung als

Lernmittel nutzen und müssen es erst zur

Praktischen Prüfung ihrem Prüfungsausschuss

vorlegen.

die Oberstufenzentren Wittenberge bzw.

Luckenwalde.

Landesergebnisse der Prüfungsfächer im Vorjahres-Vergleich

der Sommer-Abschlussprüfungen

Prüfungsfach 2007 2006

Medizin 2,9 3,3

Verwaltung 3,4 3,4

Wirtschafts- u. Sozialkunde 3,6 3,1

Praktische Übungen (PÜ) 2,6 2,6

Gesamt-Prädikat 3,2 3,1

Externe Prüfungsteilnahme

In diesem Sommer nahmen auch zwei externe

Prüfungsteilnehmerinnen an den Prüfungen

teil und haben den Berufsabschluss als

Arzthelferin erreicht.

Voraussetzung für eine Externa-Prüfungszulassung

ist der Nachweis über eine mindestens

4,5-jährige ambulante Tätigkeit,

die dem Berufsbild der Arzthelferin entspricht.

Dipl. oec Astrid Brieger Referatsleiterin

Ausbildung Arzthelferinnen/MFA


„Alle(s) geimpft?“

Brandenburger Kassenärzte sagen Impfmuffeln den Kampf an

In welchem Alter kann ich mein Kind gegen

Masern impfen lassen? Warum muss die

Impfung gegen Tetanus alle zehn Jahre aufgefrischt

werden? Welche Impfungen bezahlt

meine Krankenkasse? Sie haben Fragen

rund ums Impfen – die Kassenärztliche

Vereinigung Brandenburg (KVBB) hat die

Antworten. Mit einer landesweiten Impfkampagne

will die Dachorganisation der in

Brandenburg niedergelassenen Ärzte und

Psychotherapeuten im Herbst rund um das

Thema Impfschutz informieren.

Bewerben für

Heredo-Ataxie-Preis 2008

Die Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft

(DHAG) stiftet für das Jahr 2008 wieder einen

Heredo-Ataxie-Preis. Mit diesem sollen

Leistungen aus allen wissenschaftlichen, medizinischen

und psychosozialen Bereichen

ausgezeichnet werden, die dazu beitragen,

Norddeutsches Seminar für Strahlenschutz

Strahlenschutzkurse in der Universität Greifswald

Grundkurs 26.-28.11.07 Spezialkurse: Röntgendiagnostik 28.-

30.11.07 Teletherapie 12.-14.11.07 Brachytherapie 15.-16.11.07

OP-Pers. 1.-3.11.07, 29.11.-1.12.07 Akt. d. Fachkunde 23.-24.11.07

Postfach, 24098 Kiel, Tel.: 0431/880-28 00, www.strahlenschutzkurse.com

Weitere Kurse auf Anfrage unter 0431/880-2800

Das medizinische Versorgungszentrum im Oberlinhaus ist eine 100%-ige Tochter

des Verein Oberlinhaus, einer diakonischen Komplexeinrichtung.

Für die weitere Entwicklung am Standort suchen wir jeweils eine/n

Fachärztin/-arzt für Physikalische Medizin

Fachärztin/-arzt für Allgemeinmedizin/hausärztlich

tätigen Internisten

Selbstverständlich ist auch eine Teilzeittätigkeit möglich. Außerdem suchen wir

eine/n

Facharzt/-ärztin für Orthopädie

Auf Wunsch besteht die Möglichkeit zum Operieren.

Für Rückfragen steht Ihnen der Geschäftsführer Herr Dr. med. M. Hücker unter der

Telefonnummer 0331 763 4302 zur Verfügung. Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen

richten Sie bitte an das

MVZ im Oberlinhaus gGmbH

R.-Breitscheid-Str. 24 | 14482 Potsdam | www.oberlinhaus.de

Der Startschuss der Aktion fällt am 5. September

in Templin. Sie läuft bis zum 12. Oktober.

In diesen sechs Wochen dreht sich in

den Praxen der Brandenburger Hausärzte,

Kinderärzte und Gynäkologen fast alles ums

Impfen. Patienten können diese Zeit nutzen,

um mit ihrem Arzt den Impfstand zu besprechen

und sich natürlich auch gleich impfen

lassen. Zusätzliche Informationsmaterialien

liegen in den Wartezimmern aus. Wer keinen

aktuellen Impfausweis mehr hat, bekommt

in der Praxis einen neuen.

das Wissen über Heredo-Ataxien zu mehren.

Insbesondere können neue medizinische

Kenntnisse dargestellt, neue Ansätze in

der Diagnostik und Therapie behandelt sowie

Ansätze zur Lebenserleichterung im

psychosozialen Bereich aufgezeigt werden.

Der mit 5000 Euro dotierte Preis richtet sich

an Ärzte, Naturwissenschaftler, Psychologen,

Sozialpädagogen, Physiotherapeuten,

Kammerinformationen/Aktuell

Darüber hinaus sind in mehreren Orten des

Landes Brandenburg Impf-Tage geplant. Für

die Zeit der Kampagne schaltet die KVBB

zudem ein Impf-Telefon (0331-2309456),

über das die Brandenburger ihre Fragen

zum Thema Impfen stellen können.

Aktuelle Informationen finden Sie im Internet

unter www.kvbb.de.

Aktuell

Logopäden und alle Personen, die sich mit

Heredo-Ataxien beschäftigen.

Bewerbungen mit Bewerbungsschreiben,

Lebenslauf und vier Exemplaren der Arbeit

sind bis zum 31. Dezember 2007 zu richten

an:

Dr. Friedmar Kreuz, Schönhauser Allee 118,

10437 Berlin.

Anzeigen

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

271


272

Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

Hartmannbund – Landesverband Brandenburg

Erlenbusch 1 – 14913 Jüterbog

Herrn

Rainer Kötzle

Bundesvorsitzender des Dt. Hausärzteverbandes e.V.

Von-der-Wettern-Straße 27

51149 Köln-Gremberghoven

Offener Brief

Betreff: Ihr Schreiben vom 27. Juni 2007

Sehr geehrter Herr Kötzle,

vor allem im vergangenen Jahr haben wir erlebt, dass Ärzte nur überzeugend für ihre Interessen

kämpfen können, wenn sie geschlossen auftreten. Gerade auch der Hartmannbund hat immer wieder

vor dem Versuch – vor allem der Politik – gewarnt, einzelne Arztgruppen auseinanderzudividieren.

Verteilungskämpfe können wir uns nicht leisten. Stattdessen haben wir Ärzte uns gemeinsam darum

zu kümmern, dass es künftig überhaupt etwas zu verteilen gibt!

Trotz unterschiedlicher Einzelinteressen haben es die ärztlichen Interessensverbände im

vergangenen Jahr geschafft, sich über Partikularinteressen hinweg geschlossen zu positionieren.

Das muss unserer offiziellen Interessenvertretung, nämlich der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung, erst recht gelingen! Das ist keine Bitte, das ist keine Anregung, sondern das ist

eine unabdingbare Forderung an alle Akteure der KBV. Dies gilt grundsätzlich, insbesondere aber

im Vorfeld einer schwierigen Neuordnung unseres Honorarsystems. Eine Honorarreform 2009 mit

einer geschwächten KBV als Verhandlungspartner der Ärzte gegenüber der Politik ist nicht

vorstellbar – vor allem aber nicht akzeptabel.

Wenig förderlich, und auch das muss an dieser Stelle leider gesagt werden, ist in diesem

Zusammenhang auch der nun durch Einzelne vermittelte Eindruck, Hausärzte würden nur durch

Verbände vertreten, die diesen Namen auch im Titel tragen. Das ist ebenso wenig richtig wie die

Darstellung, dass Interessen von Hausärzten nur durch bestimmte KV-Spitzen vertreten werden.

Denn: auch der Hartmannbund hat tausende von Hausärzten als Mitglieder. Und die fühlen sich

auch in unserem Verband sehr gut vertreten. Vielleicht gerade deshalb, weil wir immer wieder mit

Erfolg für die Interessen aller Ärzte streiten und uns nicht darauf einlassen, Einzelinteressen

gegeneinander antreten zu lassen.

In diesem Sinne appelliere ich noch einmal an alle Beteiligten, die Kassenärztliche

Bundesvereinigung nicht geschwächt aus dem kommenden Wochenende hervorgehen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Köhler

- Hausärztin -

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang


Aus der Fallsammlung der norddeutschen Schlichtungsstelle

Heute: Infektion einer mittels einer Osteosynthese versorgten

Außenknöchelfraktur – fehlerhaft verzögerte Diagnose

Die Außenknöchelfraktur ist eine häufige

Verletzung des Bewegungsapparates. Sowohl

in der Praxis als auch in der Klinik

stellen die Verletzungen des oberen Sprunggelenkes

eine Behandlungsindikation dar.

Entsprechend der Klassifikation nach Weber

besteht bei Verletzungen der Syndesmose,

selbst bei nur gering dislozierten Frakturen,

bei Gelenkbeteiligung eine Operationsindikation.

Die Verletzung trifft sowohl junge

als auch alte Menschen, bei den älteren Patienten

ist die Komorbidität (zum Beispiel in

Form von Diabetes mellitus, Osteoporose,

Durchblutungsstörungen oder diabetischer

Neuropathie) häufig sehr hoch. Diese Patienten

sind oftmals schmerzarm und kommen

deshalb deutlich verzögert in ärztliche

Behandlung.

All diese Faktoren spielen eine große Rolle

für das Auftreten postoperativer Komplikationen,

zu denen besonders der postoperative

Infekt zählt. Zur Vermeidung beziehungsweise

Kontrolle der Probleme ist es

notwendig, den chirurgischen Revisionseingriff

so früh wie möglich durchzuführen.

Eine ungezielte Antibiotikatherapie verzögert

den Eingriff und ist grundsätzlich kontraindiziert.

Antibiotika können nur – wenn

überhaupt – gezielt nach Erstellen eines

Antibiogramms unterstützend eingesetzt

werden.

Kasuistik

Ein 30-Jähriger zog sich beim Fußballspielen

einen Außenknöchelbruch rechts vom

Typ Weber A beziehungsweise 44A1 der

AO-Klassifikation in Verbindung mit einer

Ruptur des Außenknöchelbandapparates zu

(Lig. Fibulo-talare anterius und fibulo-calcaneare).

Die Verletzung wurde am Unfalltag

in der unfallchirurgischen Klinik eines

Krankenhauses der Maximalversorgung

operiert: Gelenkspülung, Plattenosteosynthese

der Fraktur, Nahtadaptation der zerrissenen

Bänder. Postoperativ wurde das

Sprunggelenk in einer Unterschenkelgipsschiene

ruhig gestellt. Am fünften postoperativen

Tag erfolgte die Entlassung in die

Weiterbehandlung des örtlichen Truppenarztes.

Am achten postoperativen Tag wurde der

Patient wegen zunehmender Schmerzen und

Schwellung in der Verletzungsregion ambu-

lant in der Klinik vorgestellt. Eine vermutete

Venenthrombose wurde mittels Phlebographie

ausgeschlossen. An eine Infektion wurde

nicht gedacht, die Wunde mit „ohne

Befund“ klassifiziert, Entzündungsparameter

nicht bestimmt. Bei der nächsten Vorstellung

in der Klinik am 14. postoperativen Tag entfernte

man die Hautnähte. Dabei entleerten

sich über 100 ml unter Druck stehenden

Eiters infolge einer eitrigen Infektion der

Wunde und des oberen Sprunggelenkes.

Erreger: Staphylococcus aureus.

Noch am gleichen Tage erfolgte eine radikale

Revision des Operationsgebietes mit

Debridement, Ruhigstellung des Sprunggelenkes

durch gelenkübergreifenden Fixateur

extern sowie Anlage einer Saugspüldrainage

in das obere Sprunggelenk. Es

folgten weitere Wundrevisionen mit Debridement

und Entfernung der Platte. Der

Fixateur wurde dreizehn Wochen nach seiner

Anlage bei inzwischen beherrschter

Infektion entfernt. In einem der eitrig infizierten

Pinkanäle kam es zur Sequesterbildung,

die ein Jahr später nochmals eine

ausgiebige Revision des betroffenen Pinkanals

erforderlich machte. Als Ausheilungszustand

resultierte eine fast vollständige

Versteifung des oberen Sprunggelenkes

mit entsprechenden Beschwerden und Behinderungen

neben umfangreicher Narbenbildung.

Der Patient wirft den Ärzten des behandelnden

Krankenhauses vor, die Infektion nicht

rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt

zu haben. Das habe zur Ausbreitung

der Infektion mit der Folge einer langwierigen

Behandlung und der Einsteifung des

oberen Sprunggelenkes geführt.

Der von der Schlichtungsstelle beauftragte

Gutachter beurteilt den Behandlungsverlauf

wie folgt:

Aufgrund des Verletzungsmusters habe nur

eine relative Indikation für eine operative

Behandlung bestanden. Im Hinblick auf eine

möglichst schnelle Wiedererlangung der

vollen Funktion und Belastbarkeit des oberen

Sprunggelenkes bei einem sportlich aktiven

Mann sei die Indikationsstellung jedoch

vertretbar. Das Auftreten der Infektion selbst

könne nicht als Ausdruck eines Behandlungsfehlers

gewertet werden.

Arzt und Recht

Dagegen hätte bei der Vorstellung am achten

postoperativen Tag aufgrund des klinischen

Bundes zwingend die Möglichkeit

einer Infektion mit entsprechender sorgfältiger

Untersuchung der Operationswunde

und Kontrolle der Entzündungsparameter

in Betracht gezogen werden müssen. Bei

derartiger Untersuchung wäre die Infektion

zu diagnostizieren und frühzeitig zu behandeln

gewesen. Dieses Versäumnis wertet der

Gutachter als vermeidbaren Behandlungsfehler

mit der Folge, dass die erforderlichen

chirurgischen und allgemeinen Behandlungsmaßnahmen

um sieben Tage verzögert

einsetzten. Die Behandlung der Wundinfektion

selbst sei korrekt erfolgt.

Die Konsequenzen dieses Fehlers schätzt der

Gutachter folgendermaßen ein: Auch bei

zeitgerechter Behandlung der Infektion wäre

vermutlich ein bleibender Schaden begrenzten

Ausmaßes zu erwarten gewesen. Infolge

der um sieben Tage verzögerten Behandlung

sei der eingetretene Schaden, besonders die

Versteifung des oberen Sprunggelenkes aufgrund

der Zerstörung des Gelenkknorpels,

jedoch erheblich gefördert worden. In welchem

Maße die verzögerte Behandlung der

Infektion den Schaden verschlimmert habe,

sei allerdings nicht exakt zu benennen. Für

die Bemessung des Schadenersatzanspruches

schlägt der Gutachter vor, sowohl hinsichtlich

der Dauer der Behandlung (mehr

als ein Jahr), der operativen Behandlungsmaßnahmen

als auch des eingetretenen

Dauerschadens (Versteifung des oberen

Sprunggelenkes) den eingetretenen Schaden

jeweils zur Hälfte auf den Behandlungsfehler

zu beziehen.

Die Schlichtungsstelle schloss sich dieser

Wertung des Gutachters uneingeschränkt an

und empfahl eine außergerichtliche Regulierung.

Dr. med. Kord Westermann

Ärztliches Mitglied der Schlichtungsstelle für

Arzthaftpflichtfragen

Hans-Böckler-Allee 3

30173 Hannover

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

273


274

Arzt und Recht

Vorsicht bei gemeinsamen Ehegatten-Konten:

Fiskus wittert Geschenke unter Ehepaaren

Auf gemeinsame Ehegatten-Konten hat der

Fiskus ein wachsames Auge. Denn wenn

überwiegend nur ein Ehegatte Vermögen

einzahlt, geht das Finanzamt von Geldgeschenken

an den Partner aus. Und die sind

steuerpflichtig. Diese Vorgehensweise wird

zunehmend auch von den Finanzgerichten

bestätigt.

So hat das Finanzgericht Düsseldorf in einem

aktuellen Urteil entschieden, dass eine

steuerpflichtige Schenkung vorliegt, wenn

ein Ehemann Geld aus einem Verkauf auf

ein so genanntes „Oder-Konto“ einzahlt und

auch die Ehefrau frei über das Geld verfügen

kann. Die Steuerpflicht erstreckt sich in

diesem Fall auf 50 Prozent des Guthabens.

Ein Oder-Konto ist ein Gemeinschaftskonto,

bei dem beide Ehegatten allein berechtigt

sind, über das jeweilige Guthaben zu verfügen.

Die Kontoinhaber sind im Verhältnis

zur Bank Gesamtgläubiger. Die Festsetzung

von Schenkungsteuer droht jedoch nur, wenn

nicht beide, sondern lediglich ein Ehegatte

Einzahlungen auf das Konto vornimmt. In

diesen Fällen wird unterstellt, dass die Hälfte

der Einzahlungen ein Geschenk an den

Ehegatten ist.

Prüfung von ärztlichen Arzneimittelverordnungen

nach der Arzneimittelverschreibungsverordnung

(AMVV)

Aus aktuellem Anlass informieren wir noch

einmal zu den Prüfpflichten und notwendigen

Angaben auf Rezepten, wenn offenkundig

ein Arzt in Vertretung eines anderen

Arztes Rezepte ausstellt.

Soweit Ärzte, die als Vertreter in einer anderen

ärztlichen Praxis unter Verwendung von

Rezeptvordrucken mit dem Praxisstempel des

vertretenen Arztes Arzneimittelverordnungen

ausstellen, müssen auf der Verordnung neben

der Unterschrift des in Vertretung verordnen-

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Wie kann nun die Schenkungsteuer vermieden

werden? Zunächst ist zu sagen,

dass keine Gefahr droht, wenn die Beträge

unter den schenkungssteuerlichen Freibeträgen

liegen. Zwischen Ehegatten beträgt

der persönliche Freibetrag 307.000 Euro.

Dieser kann alle zehn Jahre aufs Neue ausgeschöpft

werden. Werden die Freibeträge

überschritten, sollten die Ehegatten eine

Vereinbarung hinsichtlich des Kontoguthabens

treffen. Diese sollte klarstellen, dass

die Kontoinhaber keine Aufteilung des

Kontoguthabens in zwei Hälften wünschen,

sondern zum Beispiel entsprechend den

Einzahlungen. Der nicht einzahlende Ehegatte

sollte bei Abhebungen zum Ausgleich

gegenüber dem einzahlenden Ehegatten

verpflichtet sein. Damit eine derartige Vereinbarung

auch Beweiskraft hat, sollte sie

schriftlich abgefasst werden. Darüber hinaus

sollten die Zinseinkünfte in der Steuererklärung

entsprechend der Zuordnung des

Kontoguthabens laut der Vereinbarung erklärt

werden.

Es könnte auch geprüft werden, ob nicht

der beabsichtigte Zweck, gemeinsam über

das Konto zu verfügen, durch eine schlichte

Kontovollmacht erreicht werden kann, ohne

den Arztes auch leserlich der Name und die

Berufsbezeichnung des Ausstellers ersichtlich

sein. Es reicht somit nicht aus, dass eine Unterschrift

neben dem Praxisstempel des vertretenen

Arztes, der diese Verordnung nicht ausgestellt

hat, auf der Verordnung vorhanden ist.

Soweit die eindeutige gesetzliche Forderung

nach § 2 AMVV nicht erfüllt ist, dürfen Arzneimittel

nicht abgegeben werden.

Da, wie aus den Anfragen zu entnehmen

war, Ärzte, die in einer anderen Praxis eine

Vertretung übernehmen, die Einhaltung dieser

Vorschrift als nicht notwendig und formal

ansehen, war die Kammer veranlasst, sowohl

der Landesärztekammer als auch der

dass der nicht einzahlende Ehegatte gleich

Kontoinhaber wird.

Unproblematisch ist die Einrichtung eines

Gemeinschaftskontos nach Auffassung der

steuerrechtlichen Literatur dann, wenn es

sich um ein Gehaltskonto handelt, von dem

der gemeinsame Unterhalt bestritten wird.

Torsten Feiertag

Steuerberater

Treuhand Hannover GmbH

Kontakt:

Treuhand Hannover GmbH

Steuerberatungsgesellschaft

Niederlassung Berlin

Joachimstaler Straße 10 – 12

10719 Berlin

Tel. (030) 3 15 94 70

Fax (030) 3 15 94 799

E-Mail:

kanzlei@treuhand-hannover-berlin.de

Angeschlossene Regionalbüros in

Bernau (Tel. 03338/45564)

Luckenwalde (Tel. 03371/610927)

und Neuruppin (Tel. 03391/659830)

Weitere Infos: www.treuhand-hannover.de

Wenn ein Arzt in Vertretung eines anderen Arztes Rezepte ausstellt

Anzeigen

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von Potsdam, nahe Sanssouci mit Turmzimmer!

135 m² Büro- oder Praxisräume, 4 Zimmer + Wannenbad +

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als Wohnraum möglich, Mietpreis VHS

Büroservice Anette Mix, Parkstraße 1, 14469 Potsdam

Fax: 0331 201 50 87, Mobil: 0174 972 35 33, anettemix@gmx.de

Kassenärztlichen Vereinigung von dem Problem

und unserem Rechtsstandpunkt Kenntnis

zu geben, damit Komplikationen bei der

Arzneimittelabgabe zulasten der Patienten

vermieden werden.

Die Einhaltung dieser Vorschrift dient der

Sicherheit im Arzneimittelverkehr und ist

auch bei der Klärung möglicher Haftungsfragen

und Verantwortlichkeiten unerlässlich.

Zudem erschwert sie den Missbrauch

von Rezeptvordrucken, die aus Arztpraxen

entwendet wurden.

Landesapothekerkammer Brandenburg

Kathrin Fuchs, Geschäftsführerin

Zusatzbezeichnung Akupunktur

Neue Kursserie November 2007 in Berlin

Seit 28 Jahren Akupunkturfortbildung

Dozenten: Dr. Gabriel Stux Dr. Wolfgang Heinke

Deutsche Akupunktur Gesellschaft

www.Akupunktur-aktuell.de Tel.: 0211 36 90 99



Name, Vorname:

Anschrift:

8. Ärztlicher Fortbildungskongress

der Landesärztekammer Brandenburg

2. und 3. November 2007 in Dahlewitz

Ich melde mich zum Kongress an (bitte ankreuzen):

Stempel/Unterschrift:

Fortbildung

Congress Center Dahlewitz Foto: Kühne

Seminare (Tageskarte für den Besuch der Symposien: 50 € pro Tag):

� Die unterschätzten Facetten des Diabetes mellitus 2.11.2007, 14.00 – 16.30 Uhr 3 P

� Autoimmunkrankheiten des Nervensystems 2.11.2007, 14.00 – 16.30 Uhr 3 P

� Geliebt, verfolgt, gehetzt – Stalking 2.11.2007, 14.00 – 16.30 Uhr 3 P

� Impfseminar 3.11.2007, 12.30 – 16.00 Uhr 3 P

� Palliativmedizin – Patientenbetreuung

am Ende des Lebens 3.11.2007, 12.30 – 16.00 Uhr 4 P

� Psychoonkologie – eine wesentliche

Reserve ärztlich-onkologischer Arbeit 3.11.2007, 12.30 – 16.00 Uhr 4 P

� Hausarztsymposium 3.11.2007, 12.30 – 16.00 Uhr 4 P

� Berufspolitisches Kolloquium 2.11.2007, 17.00 Uhr (kostenfrei)

Plenarvorträge am 3.11.2007 (kostenfrei)

� Zwischen High Tech und Naturheilkunde 9.00 – 10.00 Uhr 1 P

(D. Grönemeyer, Bochum)

� Neue Versorgungsformen – Konkurrenz oder

Ergänzung des Systems? 10.00 – 10.45 Uhr 1 P

(B. Bratzke, Berlin)

� Aktuelles zur Entwicklung der Arzneimitteltherapie 10.45 – 11.30 Uhr 1 P

(M. Kaiser, Potsdam)

� Privat krankenversichert im Alter – Chance oder Risiko? 11.30 – 12.00 Uhr 1 P

(A. Krüger, Potsdam)

Kurse: Teilnehmergebühr

� Fachkundeseminar Rettungsdienst in Potsdam 29.10. – 5.11.2007 420 € 80 P

� Sonographie-Grundkurs in Potsdam 1. – 4.11.2007 300 € 30 P

� Verkehrsmedizinische Begutachtung 2./3.11.2007 250 € 16 P

� Qualifikationskurs Rehabilitationsrichtlinie 3.11.2007 95 € 21 P

� Schmerzmedizin (Block III) 2./3.11.2007 195 € 20 P

� Langzeitblutdruckmessung 2.11.2007 150 € 8 P

� Langzeit-EKG 2/3.11.2007 200 € 12 P

� Moderatorentraining 3.11.2007 95 € 8 P

� Refresherkurs Chirotherapie 2./3.11.2007 150 € 12 P

Schriftliche Anmeldung und Auskunft: Landesärztekammer Brandenburg, Referat Fortbildung, Postfach 101445, 03014 Cottbus,

Telefon (0355) 7 80 10-23, -24, -25, -49, Fax: (0355) 7 80 10 44, E-Mail: akademie@laekb.de

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

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276

Fortbildung

Akademie für

ärztliche Fortbildung

Fachkundeseminare

Rettungsdienst 80 P

gemäß Weiterbildungsordnung

der LÄKB und Richtlinie der LÄKB

über die Eignungsvoraussetzungen

für die im Rettungsdienst mitwirkenden

Ärzte (anerkannte

Bildungsfreistellungsveranstaltung)

Voraussetzung für die Zulassung

12 Monate klinische Tätigkeit

(Nachweis bitte einreichen)

Wochenkurs

29. Okt. bis 5. Nov. 2007

Teilnehmergebühr: 420 €

Ort: Potsdam

Kursleiter:

A. Nippraschk, Neuruppin;

Dr. med. G. Schrot, Treuenbrietzen;

Dr. med. E.-G. Stellke, Beeskow

Seminar Leitender Notarzt 40 P

gemäß Richtlinie der LÄKB zur Qualifikation

des Leitenden Notarztes

3. bis 7. Dez. 2007

Teilnehmergebühr: 600 €

Ort: Cottbus

Kursleiter: A. Nippraschk,

Neuruppin

Weiterbildungskurs

Allgemeinmedizin

gemäß Weiterbildungsordnung

der LÄKB

Block 19: 17. Nov. 2007 8 P

Teilnehmergebühr: 80 €

Ort: Potsdam

Kursleiter: Dr. med. R. Schrambke,

Schorfheide; OMR Dr. med.

V. Puschmann, Storkow

Psychosomatische

Grundversorgung (80 Stunden)

einschließlich Block 16 und 17

Allgemeinmedizin

gemäß Weiterbildungsordnung

der LÄKB

laufender Kurs

22./23. Sept. 2007 16 P

3./4. Nov. 2007 16 P

Ort : Potsdam

laufender Kurs

15./16. Sept. 2007 16 P

24./25. Nov. 2007 16 P

8./9. Dez. 2007 16 P

Ort: Potsdam

19./20. Jan. 2008 16 P

1./2. März 2008 16 P

12./13. April 2008 16 P

7./8. Juni 2008 16 P

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Fortbildungsveranstaltungen vom

15. September bis 31. Dezember 2007

5./6. Juli 2008 16 P

Ort: Potsdam

5./6 April 2008 16 P

31. Mai/1. Juni 2008 16 P

21./22. Juni 2008 16 P

13./14. Sept. 2008 16 P

25./26. Okt. 2008 16 P

Ort: Potsdam

28./29. Juni 2008 16 P

23./24. Aug. 2008 16 P

20./21. Sept. 2008 16 P

15./16. Nov. 2008 16 P

13./14. Dez. 2008 16 P

Ort : Potsdam

Kursleiter: Dr. med. R. Kirchner,

Cottbus

Psychosomatische

Grundversorgung (80 Stunden)

im Fachgebiet Frauenheilkunde

gemäß Weiterbildungsordnung

der LÄKB

Terminänderung

laufender Kurs

27./28. Okt. 2007 16 P

15./16. Dez. 2007 16 P

5./6. Jan. 2008 16 P

9./10. Febr. 2008 16 P

Ort: Potsdam

14./15. Juni 2008 16 P

12./13. Juli 2008 16 P

16./17. Aug. 2008 16 P

13./14. Sept. 2008 16 P

6./7. Dez. 2008 16 P

Ort: Potsdam

Kursleiter: Dr. med. R. Kirchner,

Cottbus

Intensivvorbereitung

auf die Facharztprüfung

Allgemeinmedizin 3 P

24. Oktober 2007,

15.00 Uhr bis 18.30 Uhr

Ort: Potsdam

Teilnehmergebühr: 60 €

Leitung: Dr. med. R. Schrambke,

Schorfheide

Sozialmedizin

gemäß Weiterbildungsordnung

der LÄKB

Aufbaukurs D 80 P

17. bis 28. Sept. 2007

Grundkurs B 80 P

5. bis 16. Nov. 2007

Teilnehmergebühr: je 400 €

Aufbaukurs C 80 P

18. bis 29. Febr. 2008

Grundkurs A 80 P

14. bis 25. April 2008

Aufbaukurs D 80 P

15. bis 26. Sept. 2008

Grundkurs B 80 P

3. bis 14. Nov. 2008

Ort: Bernau

Kursleiter: Prof. Dr. med.

J.-U. Niehoff, Potsdam

Kurse im Strahlenschutz

gemäß Röntgenverordnung

Grundkurs im Strahlenschutz 17 P

17./18. Okt. 2007

Ort: Cottbus

Teilnehmergebühr: 250 €

Spezialkurs im Strahlenschutz 17 P

19./20. Okt. 2007

Ort: Cottbus

Teilnehmergebühr: 250 €

Röntgen-Aktualisierungskurs

für OP-Schwestern (4 Stunden)

19. März 2008, 13.00 Uhr

Kursleiter: Doz. Dr. med. habil.

C.-P. Muth

Spezielle Schmerztherapie

(80 Stunden) 80 P

gemäß Weiterbildungsordnung

der LÄKB

laufender Kurs

21./22. Sept. 2007

Beginn jeweils 9.00 Uhr

Ort: Potsdam

Kursleitung: Dr. med. G.-J. Fischer,

Teltow; Dr. med. U. Böhme,

Eisenhüttenstadt

Spezielle Schmerztherapie

(80 Stunden) 80 P

gemäß Weiterbildungsordnung

der LÄKB

5./6. Okt. 2007

19./20. Okt. 2007

2./3. Nov. 2007

30. Nov./1. Dez. 2007

Beginn jeweils 9.00 Uhr

Teilnehmergebühr: je 195 €

Ort: Dahlewitz

Kursleitung: Dr. med. G.-J. Fischer,

Teltow; Dr. med. U. Böhme,

Eisenhüttenstadt

Sonographie-Kurse

Abdomen je 30 P

nach den Richtlinien der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung

und der DEGUM

Grundkurse

4. bis 7. Okt. 2007 in Potsdam

Kursleiter: Dr. med. B. Kissig,

Potsdam

1. bis 4. Nov. 2007 in Potsdam

Kursleiter: Prof. Dr. med.

J. Hierholzer, Potsdam

Teilnehmergebühr: je 300 €

Aufbaukurse

4. bis 7. Okt. 2007 in Potsdam

Kursleiter: Prof. Dr. med.

J. Hierholzer, Potsdam

Teilnehmergebühr: 300 €

10. bis 14. April 2008

Kursleiter: Dr. med. B. Kissig,

Potsdam

Fortbildung für Arzthelferinnen

24. Okt. 2007, 15.00 Uhr

Teilnehmergebühr: 25 €

Ort: Neuruppin

Leitung: Dr. med. H. Wiegank,

Neuruppin

Suchtmedizinische

Grundversorgung

gemäß Weiterbildungsordnung

der LÄKB

in Zusammenarbeit mit dem AISS

(Angermünder Institut für Suchttherapie

und Suchtmedizin) und

der Suchtakademie Berlin-Brandenburg

e.V.

Block I – Alkohol, Nikotin

und Versorgung 16 P

18./19. Jan: 2008

Block II – Drogen- und Medikamentenprobleme,

Missbrauch,

Abhängigkeit, Substitution,

Notfälle, Toxikologie 17 P

15./16. Febr. 2008

Block III – Motivierende Gesprächsführung

in der Sprechstunde und

Klinik, Motivationales Interview

nach Miller/Rollnick 17 P

4./5. April 2008

Ort: Potsdam

Leitung: PD Dr. med. G. Richter,

Angermünde; Prof. Dr. med.

U. Schwantes, Humboldt-Universität

Berlin

Qualifikationskurs Verkehrsmedizinische

Begutachtung 16 P

zum Erwerb der verkehrsmedizinischen

Qualifikation für fachärztliche

Gutachter, zur Fortbildung

für Arbeitsmediziner und

Allgemeinmediziner

2./3. Nov. 2007 in Dahlewitz

Teilnehmergebühr: 250 €

Leitung: MR Dr. med. T. Kayser,

Potsdam; MR PD Dr. sc. med.

W. Mattig

Ihre Anmeldung richten Sie bitte an

die Landesärztekammer Brandenburg,

Referat Fortbildung, Postfach 101445,

03014 Cottbus, Fax (0355) 7 80 10 44,

E-Mail: akademie@laekb.de, Internet

www.laekb.de, Anmeldungen werden

nach Posteingang berücksichtigt.


Allgemeinmedizin/

interdisziplinär

Angebote, die sich auch an Fachärzte

für Allgemeinmedizin richten,

finden Sie unter den

einzelnen Fachgebieten.

Grünheider Ärztekreis je 2 P

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

21. Sept. 2007

Schmerztherapie – Opioide

19. Okt. 2007

N.N.

16. Nov. 2007

14. Dez. 2007

Ort: Hotel Seegarten Grünheide

Auskunft: OMR Dr. med.

V. Puschmann,

Gerichtstraße 15, 15859 Storkow

Telefon: (033678) 6 25 34

Heinrich-Heine-Klinik

Neu Fahrland

Interdisziplinäre Schmerzkonferenz

jeweils 1. Mittwoch, 13.00 Uhr

7. Nov. 2007

5. Dez. 2007

Ort: Konferenzzimmer

Heinrich-Heine-Klinik

Auskunft: Heinrich-Heine-Klinik,

Frau Dr. med. Müller,

Am Stinthorn 42,

14476 Neu Fahrland

Telefon: (033208) 5 60

Fax: (033208) 5 66 51

E-Mail:

mueller.hhk@ebel-kliniken.com

Sana-Kliniken Sommerfeld

Interdisziplinäre Schmerzkonferenz

jeden 2. Mittwoch, 15.15 Uhr

19. Sept. 2007

10. Okt. 2007

14. Nov. 2007

12. Dez. 2007

Ort: Raum G 11, Neubau

Sana-Kliniken Sommerfeld

Leitung: Dr. med. W. Seidel

Auskunft: Sana-Kliniken Sommerfeld

16766 Kremmen

Tel.: (033055) 5 23 01

Fax: (033055) 5 23 03

E-Mail: b.hille@sana-hu.de

Ruppiner Kliniken Neuruppin

Neurologische Klinik

Offene interdisziplinäre

Schmerzkonferenz je 1 P

jeweils 12.30 bis 13.30 Uhr

11. Okt. 2007

8. Nov. 2007

13. Dez. 2007

Leitung: Dr. med. Borak,

Prof. Dr. med. Bitsch

Anmeldungen von Patienten

bitte bis zum Tag der Veranstaltung

im Sekretariat der

Neurologischen Klinik

Auskunft: Neurologische Klinik

Ruppiner Kliniken, Fehrbelliner

Straße 38, 16816 Neuruppin

Telefon: (03391) 39 38 00

Auskunft: (03391) 39 38 09

Ruppiner Kliniken

Klinik für Gefäßchirurgie

Interdisziplinäre Gefäßkonferenz

Gefäßchirurgie – Angiologie –

Radiologie je 2 P

jeweils 16.00 bis 18.00 Uhr

10. Okt. 2007

14. Nov. 2007

12. Dez. 2007

Ort: Röntgendemoraum Haus 7

Leitung und Auskunft:

Dr. med. Kranz,

Klinik für Gefäßchirurgie,

Fehrbelliner Straße 38,

16816 Neuruppin

Telefon: (03391) 39 34 20

E-Mail:

t.kranz@ruppiner-kliniken.de

Evangelisch-Freikirchliches

Krankenhaus

Abteilung für Neurologie

und Schmerztherapie

Interdisziplinäre Schmerzkonferenz

19. Sept. 2007

17. Okt. 2007

21. Nov. 2007

19. Dez. 2007

jeweils 15.00 Uhr

Leitung: Dr. Brosch, Dr. Mattke,

Dr. Fischer

Ort und Auskunft: Evang.-Freikirchl.

Krankenhaus Rüdersdorf,

Seebad 82/83, 15562 Rüdersdorf

Telefon: (033638) 8 34 11

Fax: (033638) 8 31 27

Anästhesiologie

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Klinik für Anästhesiologie

und Intensivtherapie

Der besondere Fall 2 P

19. Sept. 2007

Wirbelsäule 2 P

17. Okt. 2007

jeweils 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort. Carl-Thiem-Klinikum

58. Jahrestagung

„Metabolisches Syndrom“

17. Nov. 2007

Ort: Lindner Congress

Hotel Cottbus

Auskunft: Dr. med. G. Haring,

Carl-Thiem-Klinikum,

Klinik für Anästhesiologie

und Intensivtherapie,

Thiemstraße 111,

03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 24 20

Fax: (0355) 46 24 50

E-Mail: anaesthesie@ctk.de

Schmerzkonferenzen

jeweils 15.00 Uhr

25. Sept. 2007

23. Okt. 2007

27. Nov. 2007

Ort und Auskunft: Dr. med. S. Stöbe,

Klink für Anästhesiologie

und Intensivtherapie,

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus,

Thiemstraße 111, 03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 24 20

Fax: (0355) 46 24 50

E-Mail: Anaesthesie@ctk.de

Chirurgie/Unfallchirurgie/

Gefäßchirurgie

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam

Klinik für Gefäß-

und Thoraxchirurgie

Interdisziplinäres Tumorboard

Bronchialkarzinom

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

jeweils 15.00 Uhr

Leitung: PD Dr. med. Wagner

Ort: Raum C220

Auskunft:

Klinikum Ernst von Bergmann,

Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie,

Charlottenstraße 72,

14467 Potsdam

Telefon: (0331) 2 41 53 02

Fax: (0331) 2 41 53 00

E-Mail: rwagner@klinikumevb.de

Notfallmedizin

Städtisches Klinikum Brandenburg

Klinik für Anästhesiologie

und Intensivtherapie

Medizinprodukte-Betreiberverornung/

Medizinproduktegesetz (Anwender-

und Betreiberpflichten) 2 P

12. Sept. 2007

Asthma – exazerbierte COPD

10. Okt. 2007

Herzinfarkt – akutes Koronarsyndrom,

präklinische Therapie 2 P

7. Nov. 2007

Rechtsfragen im Rettungsdienst 2 P

12. Dez. 2007

jeweils 17.00 bis 19.00 Uhr

Ort: Feuer- und Rettungswache

Brandenburg

Leitung und Auskunft: Dr. med.

Hochstatter, Städt. Klinikum,

Fortbildung

Hochstraße 29, 14770 Brandenburg

Telefon: (0331) 41 13 10

Fax: (03381) 41 13 09

Diagnostische Radiologie

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Institut für Radiologie

Einführungsseminar zur Unterweisung

nach Röntgenverordnung

8-Stunden-Einführungskurs

Termin: auf Anfrage

Auskunft: Doz. Dr. med. habil.

C.-P. Muth, Institut für Radiologie,

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus,

Postfach 100363, 03003 Cottbus

Telefon: (0355) 46 25 30

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam

Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

Diagnostische und interventionelle

Angiographie

Termin auf Anfrage

Perkutane Vertebroplastie-

Workshop

Termin auf Anfrage

Ort und Auskunft: Sekretariat

Prof. Dr. med. Hierholzer,

Klinikum Ernst von Bergmann,

Charlottenstraße 72,

14467 Potsdam

Telefon: (0331) 2 41 67 02

Fax: (0331) 2 41 67 00

E-Mail:

jhierholzer@klinikumevb.de

Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

Ruppiner Kliniken

Klinik für Gynäkologie

und Geburtshilfe

Interdisziplinäre Falldemonstrationen

typischer Mammabefunde

und sinnvolle präoperative Diagnostik

in aktuellen Fällen je 2 P

10. Okt. 2007

7. Nov. 2007

5. Dez. 2007

jeweils 16.00 Uhr

Ort und Auskunft: Dr. Christensen,

Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe, Ruppiner Kliniken,

Fehrbelliner Straße 38,

16816 Neuruppin

Telefon: (03391) 39 39 10

Fax: (03391) 39 39 09

HELIOS Klinikum Bad Saarow

Klinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

11. Mammasymposium

27. Okt. 2007 in Bad Saarow

Auskunft: HELIOS Klinikum,

Klinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe,

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

277


278

Fortbildung

Pieskower Straße 33,

15526 Bad Saarow

Telefon: (033631) 7 32 01

Fax: (033631) 7 32 00

E-Mail:

marek.budner@helios-kliniken.de

Städtisches Klinikum Brandenburg

Frauenklinik

Neues und Bewährtes in

der gynäkologisch-geburtshilflichen

Sonographie

6. Okt. 2007, 9.00 bis 18.00 Uhr

Ort: Brielow

Auskunft: Dr. Dalicho, Frauenklinik,

Städt. Klinikum, Hochstraße 29,

14770 Brandenburg

Telefon: (03381) 41 14 02

Fax: (03381) 41 14 09

E-Mail:

dalicho@klinikum-brandenburg.de

Innere Medizin

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

I. und II. Medizinische Klinik

Herz- und Nierentage Cottbus

23./24. Nov. 2007

Ort: Lindner Congress-Hotel Cottbus

Auskunft: Carl-Thiem-Klinikum

Cottbus, Thiemstraße 111,

03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 22 20

Fax: (0355) 46 22 40

Klinikum Niederlausitz GmbH

Senftenberg

Interdisziplinäres Gefäßteam je 1 P

jeden Dienstag und Donnerstag,

14.15 Uhr

18. Sept. 2007

20. Sept. 2007

25. Sept. 2007

27. Sept. 2007

2. Okt. 2007

4. Okt. 2007

9. Okt. 2007

11. Okt. 2007

16. Okt. 2007

18. Okt. 2007

23. Okt. 2007

25. Okt. 2007

30. Okt. 2007

6. Nov. 2007

8. Nov. 2007

13. Nov. 2007

15. Nov. 2007

20. Nov. 2007

22. Nov. 2007

27. Nov. 2007

29. Nov. 2007

4. Dez. 2007

6. Dez. 2007

11. Dez. 2007

13. Dez. 2007

18. Dez. 2007

20. Dez. 2007

27. Dez. 2007

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Ort: Demonstrationsraum

Klinikum Senftenberg

Auskunft: Klinikum Niederlausitz

GmbH, Prof. Dr. med. Brehme,

Krankenhausstraße 10,

01968 Senftenberg

Telefon: (03573) 75 16 01

Fax: (03573) 75 16 02

E-Mail: stefan.brehme@klinikumniederlausitz.de

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam

Gefäßzentrum

Interdisziplinäre Gefäßkonferenz

jeweils mittwochs, 14 bis 15 Uhr

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

Ort: Demonstrationsraum

Radiologie

Leitung und Auskunft:

Dr. med. H. Ohlmeier,

Abt. Kardiologie/Angiologie

und konservative Intensivmedizin,

Charlottenstraße 72,

14467 Potsdam

Telefon: (0331) 2 41 61 02

Fax: (0331) 2 41 61 00

Johanniter-Krankenhaus

im Fläming Treuenbrietzen

Klinik III

Interdisziplinäres Tumorkonsil

Bronchialkarzinom

jeden Donnerstag, 14.00 Uhr

20. Sept. 2007

27. Sept. 2007

4. Okt. 2007

11. Okt. 2007

18. Okt. 2007

25. Okt. 2007

1. Nov. 2007

8. Nov. 2007

15. Nov. 2007

22. Nov. 2007

29. Nov. 2007

6. Dez. 2007

13. Dez. 2007

20. Dez. 2007

27. Dez. 2007

Ort: Demo-Raum

Klinik für Pneumologie

Auskunft: Johanniter-Krankenhaus

im Fläming, Klinik III, Johanniterstr. 1,

14929 Treuenbrietzen

Telefon: (033748) 8 23 91

Fax: (033748) 8 23 11

E-Mail: herziger@johannitertreuenbrietzen.de

Ruppiner Kliniken

Medizinische Klinik A

Echokurse nach Richtlinien

der KBV und der DEGUM

Echohospitationen: 10 P

15. Dez. 2007

Prüfungsvorbereitung: 10 P

16. Dez. 2007

Aufbaukurs 30 P

30. Nov. bis 2. Dez. 2007

Teilnehmergebühr: auf Anfrage

Leitung und Auskunft:

Prof. Dr. Dr. Schmailzl,

Ruppiner Kliniken,

Fehrbelliner Straße 38,

16816 Neuruppin

Telefon: (03391) 39 31 10

E-Mail:

medA@ruppiner-kliniken.de

St. Josefs-Krankenhaus Potsdam

Klinik für Innere Medizin

Internistische Mittwochskonferenz

jeweils 17.00 bis 19.15 Uhr

Herz und Diabetes

19. Sept. 2007

Gastroenterologie

17. Okt. 2007

Nephrologie

21. Nov. 2007

Hämatologie/Onkologie

12. Dez. 2007

Leitung, Ort und Auskunft:

Prof. Dr. med. E. Frantz,

St. Josefs-Krankenhaus,

Allee nach Sanssouci 7,

14471 Potsdam

Telefon: (0331) 96 82 50 00

Fax: (0331) 96 82 50 09

E-Mail: e.frantz@alexius.de

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Medizinische Klinik III

Sarkoidose 3 P

27. Okt. 2007, 10.00 Uhr

11. Bronchoskopiekurs 4 P

8. Dez. 2007, 10.00 Uhr

Ort: Kolkwitz

Leitung und Auskunft: Prof.

Schweisfurth, Carl-Thiem-Klinikum,

Medizinische Klinik III,

Klinikbereich Kolkwitz,

03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 13 22

Askleopios Klinik Birkenwerder

Klinische Fallkonferenz Disease

Mangement Programm

Diabetes mellitus Typ 1 und 2

jeweils 15.00 bis 16.30 Uhr

19. Sept. 2007

17. Okt. 2007

21. Nov. 2007

16. Jan. 2008

Ort: Bibliothek

Ausk.: Leitung Kultur & Marketing,

ASKLEPIOS Klinik Birkenwerder,

Hubertusstraße 12 – 22,

16547 Birkenwerder

Telefon: (03303) 52 21 08

Fax: (03303) 52 22 22

E-Mail: y.steinberg@asklepios.com

Geriatrie

Evangelisches Krankenhaus

für Geriatrie Potsdam

Anämie im Alter

10. Okt. 2007

Schilddrüsen-Erkrankungen im Alter

7. Nov. 2007

Trauerarbeit in der Palliativmedizin

5. Dez. 2007

jeweils 16.00 bis 18.00 Uhr

Leitung, Ort und Auskunft:

PD Dr. Lenzen-Großimlinghaus,

Evangelisches Krankenhaus für

Geriatrie, Weinbergstraße 18/19,

14469 Potsdam

Telefon: (0331) 2 77 74 02

Fax: (0331) 2 77 74 44

Geriatrische Akademie

Brandenburg e.V.

Evang. Krankenhaus Woltersdorf

Basiskurs Altersmedizin

Block 5: 28./29. Sept. 2007

Block 6: 12./13. Okt. 2007

Teilnehmergebühr: 250 €/Block

Sterbebegleitung/Teil 2

18. Okt. 2007, 9.00 bis 16.30 Uhr

Teilnehmergebühr: 60 €

Wundmanagement

3. Nov. 2007, 9.00 bis 15.30 Uhr

Teilnehmergebühr: 75 €

Leitung: Dr. med. R. Neubart

Ort: und Auskunft: Geriatrische

Akademie Brandenburg e.V.,

Ev. Krankenhaus, Schleusenstr. 50,

15569 Woltersdorf

Telefon: (03362) 77 92 25

Fax: (03362) 77 92 09

Kardiologie

Städtisches Klinikum Brandenburg

Medizinische Klinik I

Arrhythmie-Colloquium

wöchentlich mittwochs, 16.00 Uhr

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

Vorstellung von Patienten mit

tachykarden oder bradykarden

Rhythmusstörungen, Diskussion

der klinischen Wertigkeit dieser

Arrhythmien sowie Erörterung der


diagnostischen Strategien und

der interventionellen Möglichkeiten

Leitung: Prof. Dr. med. Oeff

Auskunft: Medizinische Klinik I ,

Städtisches Klinikum Brandenburg,

Hochstraße 29,

14770 Brandenburg

Telefon: (03381) 41 15 00

Fax: (03381) 41 15 09

Neurologie

Brandenburg Klinik Bernau

Qualitätszirkel medizinische Rehabilitation

in Brandenburg/Falldiskussion

Neurologische Frührehabilitation

12.Nov.2007, 15.30 bis 16.30Uhr

Ort: Seminarraum Klinik I

Leitung:

Prof. Dr. med. Bamborschke

Auskunft: Frau Köhler, Sekretariat

Neurologie, Brandenburg Klinik,

Brandenburgallee 1,

16321 Bernau

Telefon: (033397) 3 15 00

Fax: (033397) 3 19 18

Orthopädie

Median Klinik Hoppegarten

Interdisziplinäre MEDIAN

Schmerzkonferenz je 2 P

jeden 3. Mittwoch,12.00 Uhr

19. Sept. 2007

17. Okt. 2007

21. Nov. 2007

19. Dez. 2007

Ort: Konferenzraum MEDIAN Klinik

Leitung: Prof. Dr. H. Hähnel

Auskunft: MEDIAN Klinik,

Rennbahnallee 107,

15366 Dahlwitz-Hoppegarten

Telefon: (03342) 35 31 06

Fax: (03342) 35 32 73

HELIOS Klinikum Bad Saarow

Klinik für Traumatologie

und Orthopädie

Donnerstags-Fortbildung je 1 P

Möglichkeiten/Grenzen Ultraschall

11. Okt. 2007

Technik distale Tibia/

Sprunggelenksfrakturen

8. Nov. 2007

Nervenschaden – Diagnostik/

Therapie

13. Dez. 2007

jeweils 8.00 bis 9.00 Uhr

Leitung: Dr. med. Osel

Ort und Auskunft: Konferenzraum,

HELIOS Klinikum, Klinik für

Traumatologie und Orthopädie,

Pieskower Straße 33,

15526 Bad Saarow

Telefon: (033631) 7 33 84

Fax: (033631) 7 33 84

Oberlinhaus Potsdam

Probleme in der Endoprothetik

24. Nov. 2007, 9.00 Uhr

Ort und Auskunft: Dr. Krause,

Oberlinklinik, R.-Breitscheid-Str.24,

14163 Potsdam

Telefon: (0331) 7 63 43 18

Fax: (0331) 7 63 43 30

Pathologie

Städt. Klinikum Brandenburg

Institut für Pathologie

Klinisch pathologischanatomische

Konferenz je 2 P

2. Dienstag im Monat

jeweils 15.15 bis 16.30 Uhr

9. Okt. 2007

13. Nov. 2007

11. Dez. 2007

Ort: Demonstrationsraum Radiologie

Leitung und Auskunft:

Dr. med. Pauli, Städt. Klinikum

Brandenburg, Institut für Pathologie,

Hochstraße 29,

14770 Brandenburg

Telefon: (03381) 41 25 00

Fax: (03381) 41 25 09

Psychotherapeutische Medizin/

Psychoanalyse/Psychotherapie

Veranstaltungen der Brandenburgischen

Akademie für Tiefenpsychologie

und analytische

Psychotherapie e.V.

Vorlesungszyklus Psychotherapie

(nach den Richtlinien zur Weiterbildung

der Landesärztekammer

Brandenburg – Zusatzbezeichnung

Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie

und Psychotherapie, Facharzt

für Psychotherapeutische Medizin)

Beginn: auf Anfrage

Ort: St: Johanneshaus Cottbus

Leitung: Dr. med. R. Kirchner

Teilnehmergebühr: 2.000 €

für den Gesamtkurs

Vorlesungszyklus Psychoanalyse

(nach den Richtlinien zur Weiterbildung

der Landesärztekammer

Brandenburg und nach den

Psychotherapierichtlinien der

Kassenärztlichen Bundesvereinigung

– Zusatzbezeichnung

Psychoanalyse/Psychoanalytiker)

Termin: auf Anfrage

Ort: St. Johanneshaus Cottbus

Leitung: Dr. med. R. Kirchner

Teilnehmergebühr: 1.500 €

pro Jahr (über 5 Jahre)

Psychosomatische

Grundversorgung

(entsprechend den Richtlinien

der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

zur Abrechnung

der EBM-Ziffern 850 – 857)

Termin auf Anfrage

Ort: Cottbus

Leitung: R. Suske

Teilnehmergebühr: 1.000 € für

den Gesamtkurs (80 Stunden)

Hypnose zu Heilzwecken (Grund-,

Aufbau-, Supervisionskurs)

13./14. Okt. 2007 (4. Aufbaukurs)

24./25. Nov. 2007 (Supervisionskurs)

Ort: Herzberg (Kreis Beeskow)

Leitung: PD Dr. habil.

W. Zimmermann

Teilnehmergebühr:

240 € (je Aufbaukurs),

300 € (Supervisionskurs)

Autogenes Training und suggestive

Techniken im Kindes- und Jugendalter

(Grund- und Aufbaukurs)

Termin: Oktober 2007 (Aufbaukurs)

Ort: Herzberg (Kreis Beeskow)

Teilnehmergebühr: 240 €

Gesprächstraining zur Patientenbetreuung

Termin: nach Anforderung

Ort: Cottbus

Leitung: Dr. R. Kirchner

Teilnehmergebühr: 240 €

Gesprächs- und emotionales

Interaktionstraining (Grund-

und Aufbaukurs)

Termin: auf Anfrage

Ort: Herzberg (Kreis Beeskow)

Leitung: PD Dr. habil.

W. Zimmermann

Teilnehmergebühr: 240 €/

Wochenende

Psychologische Testverfahren/

Projektive Persönlichkeitsdiagnostik

Termin: auf Anfrage

Ort: Herzberg (Kreis Beeskow)

Leitung: PD Dr. habil.

W. Zimmermann

Teilnehmergebühr: 240 €

Psychotherapie-Technikseminar

Termin: auf Anfrage

Ort: St. Johanneshaus Cottbus

Leitung: R. Suske,

Dipl.-Psych. B. Zaubitzer

Teilnehmergebühr: 240 €/

Wochenende

Auskunft zu den vorgenannten

Veranstaltungen: Brandenburgische

Akademie für Tiefenpsychologie

und analytische Psychotherapie

e.V., Finsterwalder Straße 62,

03048 Cottbus

Telefon: (0355) 47 28 45

Fax: (0355) 47 26 47

E-Mail: mail@batap.de

Balint-Gruppenarbeit

im Land Brandenburg

Anmeldung:

Doz. Dr. habil. W. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41,

16321 Bernau

(jeden 2. Mittwoch, 18.00 Uhr)

Dr. med. R. Kirchner,

Fortbildung

Finsterwalder Straße 62,

03048 Cottbus

(1. Mittwoch im Monat,

16.00 Uhr – anerkannt 4 Punkte)

F. Pickert, Buschmühlenweg 3,

15230 Frankfurt (Oder)

(jeweils letzter Montag im Monat,

20.00 Uhr)

Dr. H. Kerber, Dessauer Straße 12,

14943 Luckenwalde

(jeweils 1. Dienstag des Monats,

Beginn 19.00 Uhr)

Dipl.-Med. Gabriela Weischet,

R.-Luxemburg-Straße 30,

16816 Neuruppin

(jeweils 2. Montag im Monat,

Beginn 19.30 Uhr)

MR Dr. med. Wolfgang Loesch,

Großbeerenstraße 109,

14482 Potsdam

(3. Mittwoch, 17.30 Uhr)

MR Dr. med. S. Scheerer/

Dipl.-Med. C. Dietrich,

Müncheberger Straße 11,

15344 Strausberg

(1. Montag im Monat 19.30 Uhr)

R. Suske, Lamprechtstr. 5, 16356

Werneuchen (nach Vereinbarung)

Autogenes Training

Termine nach Vereinbarung

Anmeldung:

Dipl.-Psych. V. Kienert,

Klinikbereich Annahütte,

E.-Thälmann-Str. 3,

01994 Annahütte

Dr. med. R. Kirchner,

Finsterwalder Str. 62,

03048 Cottbus

MR Dr. med. W. Loesch,

Großbeerenstraße 109,

14482 Potsdam

MR Dr. med. S. Scheerer,

Hauptstraße 15,

15518 Heinersdorf

Dr. Frank Schiefer,

Kostebrauer Straße 1,

01998 Klettwitz

Dipl.-Med. G. Weischet,

Rosa-Luxemburg-Straße 30,

16816 Neuruppin

Priv.- Doz. Dr. habil.

W. Zimmermann,

Breitscheidstr. 41, 16321 Bernau

Lehrtherapie und Supervision

jeden 1. und 4. Donnerstag

im Monat

27. Sept. 2007

4. Okt. 2007

25. Okt. 2007

1. Nov. 2007

22. Nov. 2007

6. Dez. 2007

27. Dez. 2007

Ort und Auskunft: Praxis Doz.

Dr. habil. W. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41,

16231 Bernau

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

279


280

Fortbildung

Qualitätszirkel „Psychosomatik“

jeweils 4. Mittwoch,

19.15 bis 21.00 Uhr

26. Sept. 2007

24. Okt. 2007

28. Nov. 2007

für Ärzte mit Interesse für Psychosomatische

Grundversorgung

Qualitätszirkel Potsdamer

Psychotherapeuten

jeweils 1. Mittwoch im Monat,

20.00 bis 22.30 Uhr

7. Nov. 2007

5. Dez. 2007

für ärztliche und psychologische

Psychotherapeuten

Leitung: MR Dr. med. W. Loesch

Ort und Auskunft: Praxis MR

Dr. med. Wolfgang Loesch,

Großbeerenstraße 109,

14482 Potsdam

Telefon: (0331) 6 01 36 37

Fax: (0331) 6 01 36 49

Qualitätszirkel

Psychosomatik/Psychotherapie

jeden 3. Mittwoch

19. Sept. 2007

17. Okt. 2007

21. Nov. 2007

19. Dez. 2007

Ort: Rathenow

Leitung und Auskunft:

Dr. med. M. Steger,

Clara-Zetkin-Straße 68,

14712 Rathenow

Telefon: (03385) 51 22 92

Institut für Verhaltenstherapie

GmbH Lübben

Hypnose-Grundkurs

17. bis 21. Okt. 2007

7. bis 11. Nov. 2007

Ort: Leibsch-Damm, Burg

Teilnehmergebühr: 825 €

Leitung: Doz. Dr. Göth

Auskunft: Institut für Verhaltenstherapie

GmbH, Frau Hoffmann,

Kastanienallee 80,

15907 Lübben

Telefon: (03546) 2 92 92

Fax: (03546) 22 62 68

E-Mail: info@ivt-brandenburg.de

Internet: www.ivt-brandenburg.de

Institut für Psychosomatik

und Psychotherapie Potsdam

Erfahrungen betreffs therapeutischen

Umgangs mit den

Folgen sexueller Gewalt

13./14. Okt. 2007

Teilnehmergebühr: 240 €

Auskunft: Institut für Psychosomatik

und Psychotherapie,

Großbeerenstraße 109,

14482 Potsdam

Telefon: (0331) 6 01 36 37

Fax: (0331) 6 01 36 49

E-Mail: institutipp@yahoo.de

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Allergologie

15. Bad Saarower

Herbsttagung 8 P

10. Nov. 2007

Ort: Hotel Esplanade Resort & Spa

Bad Saarow

Auskunft: Institut für Medizinische

Diagnostik Oderland, Am Kleistpark

1, 15320 Frankfurt (Oder)

Telefon: (0335) 5 58 11 01

Fax: (0335) 5 58 11 73

E-Mail: b.schroeder@institut-oderland.de

Onkologie (interdisziplinär)

7. Onkologischer Fortbildungskongress

Land Brandenburg 13 P

21./22. Sept. 2007

Ort: Fachhochschule Brandenburg

Leitung: PD Dr. med. Mantke,

Dr. med. Pommerien

Teilnehmergebühr: auf Anfrage

Auskunft: Barbara Gussmann,

Schleusenweg 43,

14532 Kleinmachnow

Telefon: (033203) 8 00 74

Fax: (033203) 8 00 75

Tumorzentrum Potsdam e.V.

Interdisziplinäre

Tumorkonferenz je 1 P

jeweils mittwochs, 14.00 Uhr

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

Ort: Hörsaal Institut für Pathologie

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam

Auskunft: Frau Dr. med.

D. Niepmann, Tumorzentrum e.V.,

Nachsorgeleitstelle, Klinikum Ernst

von Bergmann Potsdam,

Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam

Telefon: (0331) 2 41 68 87

Fax: (0331) 2 41 68 80

Ost-Brandenburgisches

Tumorzentrum Bad Saarow

Interdisziplinäres Tumorkonsil

jeweils mittwochs, 15.45 Uhr

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

Ort: Bad Saarow

Auskunft: Ost-Brandenburgisches

Tumorzentrum, Sitz am HELIOS-

Klinikum, Pieskower Straße 33,

15526 Bad Saarow

Telefon: (033631) 7 32 31

Fax: (033631) 7 30 10

E-Mail: hkbs_pathologie@t-online.de

Onkologischer Schwerpunkt

Frankfurt (Oder)

Interdisziplinäres Tumorboard

jeweils mittwochs, 15.00 Uhr

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

Fallbesprechung in der Diagnostik

von Erkrankungen der Mamma

jeweils letzter Mittwoch, 14.00 Uhr

26. Sept. 2007

28. Nov. 2007

Ort: Institut für Radiologie,

Demonstrationsraum

Auskunft: Dr. Ingrid Darr,

Klinikum Frankfurt (Oder),

Müllroser Chaussee 7,

15236 Frankfurt (Oder)

Telefon: (0335) 5 48 20 27

Fax: (0335) 5 48 20 29

Nordbrandenburgischer

Onkologischer Schwerpunkt e.V.

Klinikum Uckermark Schwedt

Interdisziplinäre

onkologische Konsile je 1 P

jeweils 15.30 Uhr

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

Ort: Hämato-onkologische

Tagesklinik Uckermark

Themen: Hämato-onkologische

Erkrankungen, gynäkologische

Tumoren, kolorektale Tumoren

Auskunft: Dr. med. G. Lehmann,

Klinikum Uckermark,

Auguststraße 23, 16303 Schwedt

Telefon: (03332) 53 23 15

Onkologischer Schwerpunkt

Brandenburg Nordwest e.V.

Onkologisches Konsil je 1 P

jeweils 15.30 Uhr

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

Ort: Ruppiner Kliniken Neuruppin,

Demonstrationsraum Radiologie

(Z-Haus)

26. Sept. 2007 in Pritzwalk

24. Okt. 2007 in Perleberg

28. Nov. 2007 in Pritzwalk

12. Dez. 2007 in Perleberg

jeweils 17.00 Uhr

Auskunft: OSP Onkologischer

Schwerpunkt Brandenburg/

Nordwest e.V., Frau Nürnberg,

Fehrbelliner Straße 38,

16816 Neuruppin

Telefon: 803391) 39 32 01

Fax: (03391) 39 92 19

E-Mail: osp@ruppiner-kliniken.de

Internet: www.osp-neuruppin.de

Brandenburgisches Tumorzentrum

Onkologischer Schwerpunkt

Cottbus e.V.

Interdisziplinäres

Tumorkonsil je 2 P

jeweils mittwochs, 15.30 Uhr

19. Sept. 2007

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

17. Okt. 2007

24. Okt. 2007

7. Nov. 2007

14. Nov. 2007

21. Nov. 2007

28. Nov. 2007

5. Dez. 2007

12. Dez. 2007

19. Dez. 2007

Ort: Demonstrationsraum

Radiologie Haus 5 Ebene 2,

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Auskunft und Fallmeldungen:

Frau Danke, Brandenburgisches

Tumorzentrum, Onkologischer

Schwerpunkt Cottbus e.V.,

Thiemstraße 111,

03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 24 62

oder 46 20 46

Fax: (0355) 46 20 47

E-Mail: j.danke@ctk.de


Städtisches Klinikum

Brandenburg

Tumortherapiezentrum

Interdisziplinäre

Tumorkonferenz je 2 P

jeden 2. und 4. Mittwoch,

15.45 bis 17.15 Uhr

26. Sept. 2007

10. Okt. 2007

24. Okt. 2007

14. Nov. 2007

28. Nov. 2007

12. Dez. 2007

Ort: Radiologischer

Röntgendemoraum

Auskunft: PD Dr. Mantke,

Städtisches Klinikum Brandenburg,

Hochstraße 29,

14472 Brandenburg

Telefon: (03381) 41 12 00

Fax: (03381) 41 12 09

E-Mail:

chirurgie@klinikum-brandenburg.de

Evangelisch-Freikirchliches

Krankenhaus Rüdersdorf

Abteilung für Chirurgie

Onkologischer

Arbeitskreis je 1 P

jeweils 15.00 Uhr

24. Sept. 2007

8. Okt. 2007

22. Okt. 2007

5. Nov. 2007

19. Nov. 2007

3. Dez. 2007

17. Dez. 2007

Leitung: Dr. med. Pilz

Ort. Schulungsraum 5

Auskunft: Evangelisch-

Freikirchliches Krankenhaus,

Seebad 82/83

15562 Rüdersdorf

Telefon: (033638) 8 33 40

Fax: (033638) 8 33 42

E-Mail: c.pilz@immanuel.de

Uroonkologisches Zentrum

Mittelbrandenburg

in Luckenwalde e.V.

Urologische Tumorkonferenz

16. Okt. 2007

6. Nov. 2007

4. Dez. 2007

15. Jan. 2008

5. Febr. 2008

4. März 2008

1. April 2008

6. Mai 2008

3. Juni 2008

jeweils 19.00 Uhr

Ort: Konferenzraum

des DRK-Krankenhauses

Luckenwalde

Auskunft: Dr. med. Höbold,

DRK-Krankenhaus Luckenwalde,

Saarstraße 1, 14943 Luckenwalde

Telefon: (03371) 62 00 71

Schmerztherapie

(interdisziplinär)

Landesärztekammer Brandenburg

Akademie für ärztliche Fortbildung

Spezielle Schmerztherapie

(80 Stunden) 80 P

5./6. Okt. 2007

19./20. Okt. 2007

2./3. Nov. 2007

30. Nov./1. Dez. 2007

Beginn jeweils 9.00 Uhr

Teilnehmergebühr: je 195 €

Ort: Dahlewitz

Kursleitung: Dr. med. G.-J. Fischer,

Teltow; Dr. med. U. Böhme,

Eisenhüttenstadt

Anmeldung: Landesärztekammer

Brandenburg, Referat Fortbildung,

Postfach 101445, 03014 Cottbus

Fax (0355) 7 80 10 44

E-Mail: akademie@laekb.de

Internet www.laekb.de.

Ultraschall (interdisziplinär)

Akademie für ärztliche Fortbildung

der Landesärztekammer

Brandenburg

Sonographie-Kurse

Abdomen je 30 P

nach den Richtlinien der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung und

der DEGUM

Grundkurs

4. bis 7. Okt. 2007 in Potsdam

Leitung: Dr. med. B. Kissig, Potsdam

1. bis 4. Nov. 2007 in Potsdam

Kursleiter: Prof. Dr. med.

J. Hierholzer, Potsdam

Aufbaukurs

4. bis 7. Okt. 2007 in Potsdam

Kursleiter: Prof. Dr. med.

J. Hierholzer, Potsdam

Teilnehmergebühr: je 300 €

10. bis 14. April 2008

Kursleiter: Dr. med. B. Kissig,

Potsdam

Anmeldung: Landesärztekammer

Brandenburg, Referat Fortbildung,

Postfach 101445, 03014 Cottbus

Fax (0355) 7 80 10 44

E-Mail: akademie@laekb.de

Internet www.laekb.de.

Akupunktur/Neuraltherapie

Neuraltherapiekurs 2:

12./13. Okt. 2007 15 P

Neuraltherapiekurs 3:

2./3. Nov. 2007 15 P

Neuraltherapiekurs 4:

30. Nov./1. Dez. 2007 15 P

Ort: Ludwigsfelde

Leitung und Auskunft: Dr. med.

M. Becke, Potsdamer Straße 55c,

14974 Ludwigsfelde

Telefon: (03378) 80 49 66

Neuraltherapie-Kurs E 02:

15./16. Sept. 2007 15 P

Akupunktur-Masterkus 09:

8./9. Dez. 2007 15 P

Leitung und Auskunft.

MR Dr. sc. med. H. Becke,

W.-Rathenau-Straße 106,

14974 Ludwigsfelde

Telefon u. Fax: (03378) 87 16 94

Grundkurse Akupunktur

AP GK-KC-07-09:

21. bis 23. Sept. 2007

AP GK-KD-10-12:

25. bis 27. Okt. 2007

AP GK-KA-01-03:

29. Nov. bis 1. Dez. 2007

AP GK-KE-13-15:

7./8. Dez. 2007

Master-Kurse (Vollausbildung

zum Master of Acupuncture) auf

Kos/Griechenland

MK 05 – Kopfschmerz – und

MK 11 – Neurologie/Psychiatrie

4. bis 9. Okt. 2007

Auskunft: Dr. med. K. Beyer,

Mühlenweg 4c, 04924 Dobra

Telefon: (035341) 22 11

Fax: (035341) 1 06 42

E-Mail: Beyer-Dobra@t-online.de

Manuelle Medizin

Ärzteseminar Berlin

Muskelkurse nach Prof. Janda

27. bis 30. Sept. 2007

(Aufbaukurs) in Sommerfeld

Manuelle Medizin bei Schmerzsyndromen

der Becken-Lenden-

Hüft-Region

31. Okt. bis 4. Nov. 2007

in Potsdam

Wirbelsäulendoppelkurs Ä 2

15. bis 21. Sept. 2007 in Berlin

Extremitätendoppelkurs Ä 1

5. bis 11. Nov. 2007 in Berlin

Manipulationskurs Ä 3

1. bis 7. Dez. 2007 in Berlin

Ärzteschlusskurs Ä 4

8. bis 15. Dez. 2007 in Berlin

Sommerfelder Muskelkurs:

Behandlungsstrategie

und Triggerpunkte

8. bis 10. Nov. 2007 (Aufbaukurs)

in Sommerfeld

Sportverletzungen – funktionelle

Diagnostik und manualmedizinische

Aspekte der Therapie

Teil 2: 20. Okt. 2007 in Potsdam

Manuelle Medizin bei älteren

Menschen – Diagnostik und

Therapie häufiger Schmerzsyndrome

in der Geriatrie

10./11. Nov. 2007 in Berlin

Refresherkurse:

Kraniosakrale Techniken C1 Ä

22. bis 24. Sept. 2007 in Berlin

Kraniosakrales System C2 Ä

12. bis 14. Okt. 2007 in Berlin

Parietales System P1 Ä

28. bis 30. Sept. 2007 in Berlin

Differenzialdiagnostische und

therapeutische Integrativkurse (2)

16. bis 18. Nov. 2007 in Berlin

Auskunft: Ärzteseminar Berlin

(ÄMM) e.V.,

Frankfurter Allee 263,

10317 Berlin

Telefon: (030) 52 27 94 40

Fax: (030) 52 27 94 42

E-Mail: AEMM.Berlin@t-online.de

Sonstige Angebote

Lehrgangsangebot der Landesrettungsschule

Brandenburg e.V.

Atemwegsmanagement 7 P

Fortbildung

20. Sept. 2007

Teilnehmergebühr: 75 €

SanArena-Training

Megacode 7 P

29. Nov. 2007

Teilnehmergebühr: 70 €

SanArena-Training

Traumacode 8 P

10. Nov. 2007

Teilnehmergebühr: 80 €

Schockraummanagement 8 P

8. Dez. 2007

Teilnehmergebühr: 80 €

Fachkundenachweis

Rettungsdienst 80 P

17. bis 25. Nov. 2007

Teilnehmergebühr: 450 €

Wasserrettung

und Tauchunfälle 7 P

27. Sept. 2007

Teilnehmergebühr: 57 €

Qualifikationsseminar

Leitender Notarzt 40 P

26. bis 29. Sept. 2007

Teilnehmergebühr: 600 €

Aktuelle Rechtsfragen

im Rettungsdienst 8 P

11. Okt. 2007

Teilnehmergebühr: 57 €

Invasive Techniken in

der Notfallmedizin 7 P

25. Okt. 2007

Teilnehmergebühr: 57 €

Gefährliche Infektionskrankheiten

– Infektionstransport

8. Nov. 2007

Teilnehmergebühr: 57 €

Drogen und Rettungsdienst 7 P

15. Nov. 2007

Teilnehmergebühr: 57 €

SanArena-Training Babycode 8 P

1. Dez. 2007

Teilnehmergebühr: 77 €

Pharmakologie in

der Notfallmedizin 7 P

6. Dez. 2007

Teilnehmergebühr: 57 €

Leitung: Doz. Dr. med. habil. Lederer

Ort und Auskunft: Landesrettungsschule

Brandenburg e.V.,

Pieskower Straße 33,

15526 Bad Saarow

Telefon: (033631) 33 35

Fax: (033631) 52 04

E-Mail:

info@landesrettungsschule.de

Internet:

www.Landesrettungsschule.de

Anmeldungen bitte an die

jeweiligen Veranstalter.

Fortbildungsangebote unter

www.laekb.de, Rubrik Fortbildung/Fortbildungstermine.

Achtung!

Am 14. November 2007 ist Einsendeschluss

für den Fortbildungsteil

Heft 12 – Veranstaltungen

Januar, Februar, März 2008.

Alle Angaben sind ohne Garantie.

Bei Rückfragen bitte direkt an den

Veranstalter wenden.

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

297


298

Fortbildung

Verletzungen durch Gewalt bei kleinen Kindern Dr. Gabriele Ellsäßer

Hintergrund und Ursachen

Die Bundesregierung hat mit dem „Gesetz

zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung“

(2000) ein Zeichen gesetzt zur oft tabuisierten

Problematik der Gewaltanwendung gegenüber

Kindern. Die Kernaussagen sind:

Jedes Kind hat ein Recht auf eine gewaltfreie

Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische

Verletzungen oder andere entwürdigende

Maßnahmen sind unzulässig (GewÄchtG2000).

Aber das beste Gesetz

gewährleistet noch keine gewaltfreie Kinderwelt.

Elternbefragungen zu Disziplinierungsmaßnahmen

zeigen, dass Ohrfeigen oder

Prügel immer noch im Bereich des normalen

Erziehungsverhaltens angesiedelt sind. Eine

von den Bundesministerien für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend sowie Justiz in

Auftrag gegebene bundesweite repräsentative

Studie stellt fest, dass im Jahr 2001

54% der befragten Eltern von Kindern unter

18 Jahren leichte körperliche Strafen einsetzten

(konventionelle Erziehung) und 17%

schwere Körperstrafen (wie Tracht Prügel,

kräftig Po versohlen) (Bundesministerium für

Familie, Senioren, Frauen und Jugend und

Bundesministerium der Justiz 2003). Das

Institut für Familien-, Kindheits- und Jugendforschung

hat im Land Brandenburg Kinder

und Jugendliche zu ihren Gewalterfahrungen

befragt. 90% der Befragten gaben an,

dass ihre Familienverhältnisse „normal“ bis

„ausgesprochen gut“ seien. 10% fühlten sich

in der Familie vernachlässigt: „meine Eltern

kümmern sich nicht darum, was ich tue“

oder „meine Eltern sind nie da, wenn ich sie

brauche“. Seit Jahren unverändert ist nach

diesen Studienergebnissen der Anteil der

Brandenburger Familien, die körperlich strafen:

2% oft und 7% manchmal.

Gewalt an Kindern hat viele Gesichter und

zeigt ihre Auswirkungen bereits im Säuglingsalter

als so genanntes „Schütteltrauma“.

Sie wird physisch, psychisch und sexuell ausgeübt

und bedroht existenziell die kindliche

Entwicklung.

Nach FEGERT ist die psychosoziale Situation

ein zentraler Prädiktor für Vernachlässigung

und Kindesmisshandlung, insbesondere

massive Not in den Familien und nicht die

Beziehungsform. Unterschiedliche psychosoziale

und materielle Risikofaktoren werden

in der Literatur als Gründe angeführt: Armut,

geringes oder gar kein Einkommen, Arbeitslosigkeit,

beengte oder schlechte Wohnverhältnisse.

Diese Familien können die sich

auftürmenden Konflikte und Spannungen

nicht mehr bewältigen, und so kann sich ein

Nährboden für Gewalt entwickeln. Der

Weltbericht „Gewalt und Gesundheit“ stellt

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

darüber hinaus fest, dass Kindesmissbrauch

mit fehlendem „Sozialkapital“ zusammenhängt

und dass er häufiger ist, wenn die sozialen

Netze und die nachbarschaftlichen

Beziehungen fehlen. Dabei erhöht sich die

Gefahr für ein Kind, misshandelt zu werden,

wenn es sehr junge Eltern hat, die keine

Unterstützung in einer Großfamilie finden.

Gewalt gegen Kinder tritt in den verschiedensten

Erscheinungsformen in unserer Gesellschaft

auf und betrifft nicht nur körperliche

Verletzungen und deren Folgen, sondern

auch die psychische Gewalt und Vernachlässigung

von Kindern. Dabei kommt die

häusliche Gewalt am häufigsten vor.

Daten und Fakten

Genaue Zahlenangaben zum Ausmaß körperlicher

und sexueller Gewalthandlungen

gegen kleine Kinder sind schwer möglich,

weil viele Vorkommnisse nicht angezeigt oder

gar nicht erfasst werden. Gelangt beispielsweise

eine Straftat zur Anzeige, gibt es eine

klare Differenzierung in Abhängigkeit von

der Täter-Opfer-Beziehung. Die Anzeigequote

für unbekannte Täter bei kindlichen Opfern

von Missbrauch liegen nach der polizeilichen

Kriminalstatistik bei etwa 60%, bei bekannten

Personen bei 23%, bei Tätern aus dem familiären

Bereich sogar nur bei 6–7%. Die Brandenburger

Kriminalstatistik weist für das Jahr

2004 folgende Deliktsbereiche aus, die bei

Kindern unter 6 Jahren straftatsrelevant waren:

7 „Straftaten gegen das Leben“ (z.B. Totschlag),

97 „Straftaten gegen die sexuelle

Selbstbestimmung“ und 20 Straftaten, die die

Gewaltkriminalität betrafen.

Einen völlig anderen Ansatz liefert uns die

amtliche Krankenhausdiagnosestatistik. Hier

werden unter der Kategorie „Misshandlung“

(T 74) die Kinder ausgewiesen, die wegen eines

körperlichen, psychischen oder sexuellen

Missbrauchs bzw. wegen Vernachlässigung

stationär behandelt werden mussten. Im Land

Brandenburg waren dies nur wenige Kinder

unter 5 Jahren (im Zeitraum 2000–2004

zwischen 2 und 11 Fälle). Hinter diesen sehr

niedrigen Fallzahlen verbirgt sich ein gravierendes

Erfassungsproblem. Die Krankenhausdiagnosestatistik

verschlüsselt Krankheits-

und Verletzungsdiagnosen, und die

Diagnose einer Vernachlässigung oder auch

Misshandlung liegt häufig nicht auf der

Hand, sondern verbirgt sich „hinter“ anderen

Ereignissen. So können beispielsweise Verbrühungen

oder auch Stürze gewaltbedingt

sein und werden von Eltern als „Unfälle im

Haushalt“ angegeben. Auch wird ein Schütteltrauma

in der Regel nicht als solches dem

Arzt vorgestellt, sondern Säuglinge kommen

als Notfälle mit einem Schädel-Hirn-Trauma

in die Klinik und Eltern machen ganz andere,

wiederum unfallbezogene Angaben. Des

Weiteren können sich hinter kinder-psychiatrischen

Symptomen auch Traumatisierungen

durch Misshandlung, Vernachlässigung

oder auch Missbrauch der Kinder

verbergen. Werden Verletzungen in Kinderkliniken

systematisch erfasst und dazu das

Personal zur Thematik intensiv geschult, steigen

die erkannten Fälle deutlich an. Dies

konnte zum Beispiel das Unfallmonitoring in

der Kinderklinik in Delmenhorst zeigen, wo

die Fallzahlen von Kindesmisshandlung um

das Dreifache anstiegen, nachdem das Klinikpersonal

intensiv geschult und ein spezielles

Erfassungsmodul zu Verletzungen durch

Gewalt eingeführt wurde. Ähnliche Erfahrungen

machte die Kinderklinik des Carl-Thiem-

Klinikums in Cottbus bezogen auf das Jahr

2005, wo allein ca. 6% aller verletzten Kinder

als „Gewaltfälle“ erkannt wurden.

Auf Grund der erheblichen Dunkelziffer und

lückenhafter Datenlage führte das Landesgesundheitsamt

in 2003 eine Befragung der

ambulant und stationär tätigen Kinderärzte

u.a. zur Einschätzung der Fälle von Gewalt

durch. 82 von 92 (89,1%) antwortenden Kinderärzten

hatten mindestens einen Fall von

Gewalt gegen Kinder im Verlauf des Jahres

2003 gesehen. Sie gaben allein 904 sichere

und 945 Verdachtsfälle von Kindern mit Gewalterfahrung

an. Bei den „sicheren“ Gewaltfällen

waren über die Hälfte durch körperliche

Misshandlung bzw. Vernachlässigung verursacht,

ein Drittel durch emotionale Misshandlung

und ca. 7% durch sexuellen Missbrauch.

Diese Fakten im Land Brandenburg zeigen,

dass Gewalt gegen Kinder mit psychischen

und physischen Verletzungsfolgen deutlich

häufiger vorkommt, als in den amtlichen Statistiken

ausgewiesen ist. Es ist daher von einer

erheblichen Dunkelziffer auszugehen. Zu altersbezogenen

Risikogruppen lassen sich jedoch

nur – wegen der kleinen Fallzahlen in

Brandenburg – über die bundesweiten Daten

aus der Todesursachen- und Krankenhausdiagnosestatistik

differenzierte Aussagen machen.

Die epidemiologische Aufbereitung der

Daten zeigt eindrucksvoll, dass bereits Säuglinge

und kleine Kinder eine Hochrisikogruppe

sind. Doch dies betrifft nicht nur Deutschland,

sondern ist weltweit festzustellen. Der

Weltbericht der WHO führt hierzu aus: „Kinder

der Altersgruppe 0–4 Jahre sind mehr

als doppelt so häufig Opfer von Tötungsdelikten

als Kinder zwischen 5 und 14 Jahren

(5,2 pro 100.000 vs. 2,1 pro 100.000). Die

üblichsten Todesursachen sind Kopfverletzungen,

Unterleibsverletzungen und absichtlich

herbeigeführter Erstickungstod“.


je 10.000 der Altersgruppe

3,0

2,5

2,0

1,5

1,0

0,5

0,0

Krankenhausfälle von Kindern wegen Misshandlung in

Deutschland

2000 2001 2002 2003 2004

Auch die Daten zu den stationär behandelten

Kindern zeigen bundesweit, dass wiederum

bei Säuglingen die höchsten Hospitalisierungsraten

vorkommen.

Handlungsschwerpunkt für die Prävention

Die oben beschriebenen Fakten zeigen, dass

der Schwerpunkt der Gewaltprävention bei

Kindern schon vor und spätestens mit der

Geburt des Kindes erfolgen sollte. Die WHO

empfiehlt insbesondere folgende vier Maßnahmen

der Primärprävention: die Schwangerschaftsfürsorge

und perinatale Betreuung

von Müttern sowie vorschulische und soziale

Entwicklungsprogramme für Kinder und Jugendliche,

die Vorbereitung der künftigen

Eltern auf ihre Elternrolle und eine vernetzte

Zusammenarbeit.

Studien konnten zeigen, dass ein gut funktionierendes

Hilfesystem mit verbindlichen

Kooperationen entscheidend für die erfolg-

unter 1 Jahr

1 bis 4 Jahre

5 bis 14 Jahre

Hospitalisierungsraten bei Kindern wegen Misshandlung: Deutschland 2000–2004

Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik, Dr. Ellsäßer, eigene Berechnungen

reiche Betreuung von Risikofamilien und deren

Kinder ist – also gewaltpräventiv wirkt.

Zudem unterstützt dieses System maßgeblich

die Früherkennung von Gewalt gegen Kinder.

Es gilt: Frühe Hilfen und vernetztes Reagieren.

Eine Analyse des Landesgesundheitsamtes

in 2005 zu regionalen Netzwerken für den

Kinderschutz in den Brandenburger Landkreisen

und kreisfreien Städten zeigte, dass

eine systematische Vernetzung zwischen

Jugendamt, Betreuungs- und Bildungseinrichtungen

und Gesundheitssektor (Kinderärzte,

Kinderklinik, Gesundheitsamt, Hebammen,

Therapeuten etc.) besser als bisher

geregelt werden müsste. Insbesondere ist in

den Arbeitskreisen der Gesundheitsbereich

stärker mit einzubeziehen (Kinderärzte, Kinderklinik,

Hebammen, Gesundheitsamt etc.).

Darüber hinaus fehlen zum Teil vor Ort noch

Arbeitskreise für den Kinderschutz.

Ziele und Maßnahmen im

Land Brandenburg

Die Landesregierung empfiehlt zur Verbesserung

der Kooperation beim Kinderschutz

die Bildung von Arbeitsgemeinschaften auf

der Ebene von Landkreisen bzw. kreisfreien

Städten. Arbeitsgemeinschaften zum Kinderschutz

dienen der Institutionalisierung von

Kooperation. Für ihre Gründung bedarf es

der Initiative einer der mit dem Thema Kinderschutz

befassten Institutionen (vor allem

Jugendamt, Gericht, Polizei).

[siehe Empfehlungen zum Umgang und zur

Zusammenarbeit bei Kindesvernachlässigung

und Kindesmisshandlung sowie bei

entsprechenden Verdachtsfällen (Umsetzung

des Landtagsbeschlusses vom 12. Mai 2004

„Stärkung des Kinderschutzes gegen Gewalt“

– Drs. 3/7469 – B)]

Literatur beim Verfasser:

Fortbildung

Dr. Gabriele Ellsäßer

Landesgesundheitsamt

Brandenburg im LASV

Wünsdorfer Platz 3

15838 Wünsdorf

E-Mail:

Gabriele.Ellsaesser@lga.brandenburg.de

Hinweis:

Die neue Ausgabe von „inpuncto“ ist da:

„Kleine Kinder – Große Schmerzen. Verletzungen

durch Unfälle und Gewalt bei Kindern.“

Ansprechpartnerin: Dr. Elke Seidel

Tel. 033702/71133

E-Mail: elke.seidel@lga.brandenburg.de

Auf der 3. Fachtagung „Bündnis Gesund Aufwachsen in Brandenburg“ im April 2004 hat das Land Brandenburg folgendes Gesundheitsziel

zur Gewaltprävention festgelegt:

Kinder und Jugendliche in Brandenburg können sich unter gewaltfreien Bedingungen entwickeln.

Dieses Ziel ist mit drei Teilzielen untersetzt:

1. Kinder, die Gewalt erfahren mussten, werden früh und sicher erkannt, und es steht ihnen ein interdisziplinäres Hilfesystem zur Verfügung.

2. Kinder in Kitas und Schulen wenden keine Gewalt untereinander an.

3. Häusliche Gewalt wird öffentlich geächtet.

Darüber hinaus wurden die Teilziele über Maßnahmen konkretisiert und auch die Akteure zur Umsetzung benannt.

Folgende Maßnahmen wurden als vorrangig empfohlen:

– Organisation von berufsübergreifenden Veranstaltungen und Fortbildungen in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendamt, dem Landesgesundheitsamt

und der Landesärztekammer.

– Bildung von regionalen Arbeitskreisen in den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

299


300

KVBB informiert

Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen

für den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg

Übersicht der für weitere Zulassungen gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen

Die Übersicht enthält die Entscheidungen des Landesausschusses per 01.06.2007 für die Arztgruppen in den jeweiligen Planungsbereichen

bis einschließlich des Beschlusses Nr. 16/07. Die für Zulassungen gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen sind mit einem

„X“ gekennzeichnet. Die Anzahl der möglichen Zulassungen in vormals geschlossenen Planungsbereichen ist in Klammern (...) gesetzt.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gemäß der Bedarfsplanungs-Richtlinien-Ärzte eine Überversorgung dann angezeigt ist, wenn durch einen Vergleich

zwischen der für den Planungsbereich maßgeblichen allgemeinen Verhältniszahl für die Arztgruppe und der für den Planungsbereich ermittelten örtlichen

Verhältniszahl eine Überschreitung von 10 v.H. festgestellt wird. Insofern ist nicht grundsätzlich davon auszugehen, dass für die in der Übersicht noch

nicht gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen eine Unterversorgung angezeigt ist. Wir empfehlen daher dringend jedem niederlassungswilligen Arzt, sich

vor der Antragstellung in der KV-Brandenburg, Geschäftsbereich Qualitätssicherung/Sicherstellung, über die jeweilige Versorgungssituation zu informieren.

Planungsbereiche/

Arztgruppen

Anästhesie Augen Chirurgie

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Fachä.

Intern

Frauen HNO

Hautkrank

Kinder Nerven Orthopädie Psychoth.

Diagn.

Radiol.

Urologie Hausärzte

Potsdam/Stadt X X X X X X X X X X X 8* X X (4)

Brandenburg/Stadt/

Potsdam-Mittelmark

X X X X X X X X X X X 2* X X

Havelland X X X X X X X X X X X 2* X X

Oberhavel X X X X X X X X X X X 4* X X (9)

Ostprignitz-Ruppin X X X X X X X X X X X 2* X X

Prignitz X X X X X X X X X X X 2* X X

Teltow-Fläming (2) X X X X X X X X X 5* X X

Cottbus/Stadt X X X X X X X X X X X 11* X X X

Dahme-Spreewald (1) X X X X X X X X X X 3* X X

Elbe-Elster (1) X X X X X X X X X 1* X (4)

Oberspreew.-Lausitz X X X X X X X X X X X 4* X X

Spree-Neiße X X X X X X X X X X 4* X (1)

Frankfurt/Stadt/

Oder-Spree

X X X X X X X X X X X 7* X X X

Barnim X X X X X X X X X X X 5* X X

Märkisch-Oderland X X X X X X X X X X X 5* X X (22)

Uckermark X X X X X X X X X X X 3* X X

In Regionen der dunkel gekennzeichneten Bereiche werden Zulassungen gefördert. * Zulassungsmöglichkeit ärztl. Psychotherapeuten

Öffentliche Ausschreibungen

von Vertragsarztsitzen

gemäß §103 Abs. 4 SGB V

In Gebieten, für die der Landesausschuss

der Ärzte und Krankenkassen

eine Zulassungssperre angeordnet hat,

schreibt die KV Brandenburg gem.

§103 Abs. 4 SGB V nach Antragstellung

folgende Vertragsarztsitze zur

Nachbesetzung aus:

Bewerbungsfrist bis 04.10.2007

Fachrichtung: Chirurgie

Planungsbereich:

Frankfurt (O.)St./Oder-Spree

Zeitpunkt: 01.01.2008

Bewerbungskennziffer: 49/2007

Fachrichtung: Frauenheilkunde

Planungsbereich: Märkisch-Oderland

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 50/2007

Fachrichtung: Nervenheilkunde

Planungsbereich: Havelland

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 51/2007

Fachrichtung: Psycholog. Psychotherap.

Planungsbereich: Spree-Neiße

Zeitpunkt: 01.01.2008

Bewerbungskennziffer: 52/2007

Fachrichtung: Allgemeinmedizin

Planungsbereich:

Frankfurt (O.)St./Oder-Spree

Zeitpunkt: 05.01.2008

Bewerbungskennziffer: 53/2007

Fachrichtung: Innere Medizin/Facharzt

Planungsbereich: Teltow-Fläming

Zeitpunkt: 01.04.2008

Bewerbungskennziffer: 54/2007

Fachrichtung: Kinder-

und Jugendmedizin

Planungsbereich: Brandenburg

an der Havel/St./Potsdam-Mittelmark

Zeitpunkt: 01.04.2008

Bewerbungskennziffer: 55/2007

Nähere Auskünfte erhalten Sie beim

Geschäftsbereich Qualitätssicherung/

Sicherstellung der Kassenärztlichen

Vereinigung Brandenburg, Ansprechpartnerin:

Karin Rettkowski, Tel.-Nr.:

0331/2309-320 oder Gisela Koch,

Tel.-Nr. 0331/2309-321.

Die schriftliche Bewerbung für die ausgeschriebenen

Vertragsarztsitze ist

zwingend erforderlich. Sie muss die Bewerbungskennziffer,

die Anschrift, die

Telefonnummer, die Facharztanerkennung

sowie Angaben zum möglichen

Praxisübernahmezeitpunkt enthalten.

Unter dem Stichwort „Ausschreibung“

sind die Unterlagen bei der KV Branden-

burg, Friedrich-Engels-Straße 103/104,

14473 Potsdam, einzureichen.

Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam,

dass in der Warteliste eingetragene

Ärzte nicht automatisch als

Bewerber für die ausgeschriebenen Vertragsarztpraxen

gelten.

Weitere aktuelle Informationen über

Angebote für Praxisübernahmen unter

www.kvbb.de oder persönlich unter

der Rufnummer 0331/2309-320 oder

321

Dort finden Sie ebenso detaillierte und

aktuelle Möglichkeiten der finanziellen

und strukturellen Unterstützung von

Praxisneugründungen und -übernahmen

in unterversorgten und von Unterversorgung

bedrohten Gebieten des

Landes Brandenburg.


Förderungen Sicherstellungsstatut KVBB

„Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg hat für die nachfolgenden

Regionen und Arztgruppen im Land Brandenburg auf Grund

von Schließungen bzw. fehlenden Nachbesetzungen eine bestehende

oder drohende Gefährdung der ambulanten Versorgung festgestellt

und bietet daher interessierten Ärzten zur Praxisübernahme,

– in besonderen Fällen auch zur Praxisneugründung – die Zusicherung

einer Umsatzgarantie sowie die Möglichkeiten einer befristeten

Anstellung in bestehenden Vertragsarztpraxen an.

Interessierte Ärzte melden sich bitte bei der Kassenärztlichen Vereinigung

Brandenburg, Postfach 600861, 14408 Potsdam, Niederlassungsberatung

Frau Rettkowski, Telefon: 0331/2309-320,

e-mail: k.rettkowski@kvbb.de“

Für Hausärzte: (Fachärzte für Allgemeinmedizin,

Praktische Ärzte und hausärztlich tätige Internisten):

➤ Altkreise:

Angermünde

Brandenburg a.d.H./(Stadt)

Senftenberg

Forst

Guben

Jüterbog

Schwedt (Stadt)

Calau

Für Fachärzte für Augenheilkunde:

➤ Altkreise:

Seelow

Lübben

Luckau

Wittstock

Cottbus (Land)

Für Fachärzte für Kinderheilkunde:

➤ Altkreise:

Beeskow

Seelow

Luckenwalde

Luckau

Pritzwalk

Nachfolger(in) für lukrativen Nervenarztsitz mit

MVZ-Anbindung baldmöglichst gesucht.

Tel.: 0151-19334797

Hausärztl-intern. GP in Berlin-Spandau sucht Nachfolger

für Seniorpartner ca. I/09 (Schwerpunkt Diabetes).

Evtl. Einstieg als Assistent u. Fortbildung zum Diabetologen.

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Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

301


302

Landesgesundheitsamt

IMPFSCHUTZ

Hinweis zu den neuen Empfehlungen der

Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert

Koch-Institut (Stand Juli 2007)

Im Epidemiologischen Bulletin des Robert

Koch-Institutes (RKI) Nr. 30/2007 wurden

die Neuerungen der STIKO veröffentlicht

und umfassend dargestellt.

Die neuen STIKO-Empfehlungen sind im

Internet abrufbar unter: „www.rki.de>Infektionsschutz>Impfen>Empfehlungen

der STI-

KO>Aktuelle Empfehlungen“.

Eingeführt wurde die Empfehlung zur generellen

Impfung gegen humane Papillomaviren

(Typen 16 und 18) für Mädchen von 12

bis 17 Jahren (März 2007). Die Impfung

(3 Dosen) soll vor dem ersten Geschlechtsverkehr

abgeschlossen sein. Die STIKO weist

darauf hin, dass auch ungeimpfte ältere

Frauen nach individueller Prüfung durch den

Arzt von der Impfung profitieren können.

Präzisiert wurde die postexpositionelle

MMR-Impfung (möglichst 3 Tage nach Exposition),

die jetzt für alle Kontaktpersonen –

auch solche außerhalb von Gemeinschaftseinrichtungen

– empfohlen wird. Es ist darauf

zu achten, dass darunter auch Personen

mit nur einer einmaligen Impfung zu fassen

sind. Erweitert wurde die beruflich indizierte

Masern-Impfung (vorzugsweise MMR) auf

alle empfänglichen Personen im Gesundheitswesen

und in allen Gemeinschaftseinrichtungen

(einschl. Schule und Kinderheim).

Präzisiert wurden die Indikationslisten für

Impfungen gegen Hepatitis A und B.

Insbesondere zu beachten sind die überarbeiteten

Hinweise zur Aufklärung über unerwünschte

Wirkungen bei Schutzimpfungen,

die im Epidemiologischen Bulletin 25/2007

veröffentlicht wurden (www.rki.de).

Erkrankungsfälle

500

400

300

200

100

0

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Infektionsschutz

Infektionskrankheiten/lmpfschutz/Krankenhaushygiene (Juli 2007 – Auszug)


Medizingeschichte

Aus der brandenburgischen Medizingeschichte: Dr. med. Paul Keller 1877–1945

Heute soll über einen niedergelassenen Arzt

in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in

der ostbrandenburgischen Stadt Schwiebus

an der Bahnlinie Berlin-Posen-Warschau

anhand der erhaltenen Akten der Ärztekammer

Kurmark im Brandenburgischen Landeshauptarchiv

berichtet werden. Als Kind

hat der Autor die Zeit der „Kinderlandverschickung“

erlebt und sich als Medizinhistoriker

ausführlich mit dem Wirken seines älteren

Bruders – dem Pädiater und ersten

Direktor des Kaiserin Auguste Victoria-Hauses,

Reichsanstalt zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit

in Berlin-Charlottenburg –

Arthur Keller (1868–1934) beschäftigt.

Praktischer Arzt in Schwiebus

Über den jüngeren Bruder, den am 20. Dezember

1877 geborenen Erich Georg Paul

Keller, erfahren wir aus der Literatur nichts.

Nach der Karteikarte der Reichsärztekammer

im Bundesarchiv (ehem. BDC) wohnte er in

den dreißiger Jahren, als die Kartei angelegt

wurde, in Schwiebus Landhausstraße 2,

war evangelischer Konfession, verheiratet

und hatte drei Kinder (geboren 1906, 1908,

1911). Er war am 15. Juli 1902 als Arzt approbiert

und seit dem 15. Juli 1904 als praktischer

Arzt in Schwiebus niedergelassen.

Der NSDAP und dem NS-Ärztebund gehörte

er nicht an, jedoch war er beim Amt für Volksgesundheit

zugelassen, Mitglied der KVD und

besaß die Kassenzulassung zu den RVO- und

den Ersatzkassen und für die Wohlfahrtspatienten.

Er war Vertrauensarzt u.a. des Arbeitsdienstes

sowie Gefängnis- und Schularzt.

Die Teilnahme am Ersten Weltkrieg wird verneint.

Wer Paul Keller gekannt hat, sah den

Grund deutlich. Er war körperbehindert und

litt an einer hochgradigen Kyphoskoliose –

im Volksmund hieß es, er hatte einen Buckel.

Die Ursachen für diese Skelettveränderungen

waren öffentlich nicht bekannt. Er muss als

Kleinkind entweder eine Rachitis oder eine

Knochentuberkulose gehabt haben, die zu

dieser schweren Körperbehinderung geführt

hat. Es muss eine schwere akute Erkrankung

gewesen sein, die der Familie viel Kummer

bereitete.

Studium der Medizin in Breslau, Straßburg

und Marburg

Er besuchte zunächst die Mittelschule in

Schwiebus, war dann auf dem Gymnasium

in Züllichau, legte im Herbst 1897 auf dem

Gymnasium zu Breslau die Reifeprüfung ab

und begann dort das Medizinstudium, wechselte

aber bereits zum Sommersemester 1898

auf die Universität in Straßburg, wo er das

Physicum am Ende des Sommersemesters

1899 ablegte. Danach ging er zum klinischen

Studium an die Universität Marburg,

wo er am 15. Juli 1902 das medizinische

Staatsexamen bestand. Dort wurde er aufgrund

einer an der chirurgischen Universitätsklinik

gefertigten Dissertation „Ueber die

Luxation des Talus“ am 2. Oktober 1902

promoviert. Das Thema hatte er vom a.o.

Prof. Eugen Enderlein (1861–1940), dem

damaligen Oberarzt des Ordinarius für Chirurgie,

Ernst Küster (1839–1930), erhalten.

In der in der Wagnerschern Buchhandlung in

Schwiebus gedruckten Dissertation bedankt

er sich für die Unterstützung bei dem Anatomen

Emil Gasser (1847–1919) und dem

Prosektor am Anatomischen Institut Zumstein.

Welche Tätigkeiten er bis zu seiner Niederlassung

in seiner Heimatstadt ausgeübt hat,

geht aus den eingesehenen Unterlagen nicht

hervor. Wahrscheinlich hat er sich an verschiedenen

Kliniken oder auf einer ärztlichen

Bildungsreise fortgebildet. Die Approbationsordnung

von 1901 hatte das

Medizinalpraktikum in einer Universitätsklinik

beziehunsweise anderen amtlich zugelassenen

Krankenhäusern eingeführt. Für

Keller war aber, da er sein Studium vor Erlass

dieser Bestimmung begonnen hatte,

diese Vorschrift noch nicht obligatorisch.

1904 war die Niederlassung als Arzt nicht

automatisch mit der Kassenzulassung verbunden.

Diese erhielt er erst 1908. Zum Zeitpunkt

seiner Niederlassung wirkten in Schwiebus

mit 9511 Einwohnern und zwei Krankenhäusern

fünf Ärzte. Wobei zu bedenken ist, dass

auch die Bevölkerung der umliegenden Ortschaften

– soweit diese überhaupt ärztliche

Hilfe in Anspruch nahm – mit versorgt werden

musste. Die stationären Patienten in den beiden

Krankenhäusern wurden damals – ehrenamtlich

beziehungsweise „nebenamtlich“

– von den niedergelassenen Ärzten in der

Stadt mitversorgt.

Im Vorstand des Ärztevereins

Züllichau-Schwiebus

Im Jahre 1933 scheint Paul Keller im Vorstand

des Ärztevereins Züllichau-Schwiebus

gewesen zu sein, denn von ihm ist eine Antwort

auf eine Anfrage der Ärztekammer

über einen Arzt in dem zum Kreis gehörenden

Dorf Stensch erhalten. Keller erklärte für

den Ärzteverein, dass er weder wisse, ob der

Genannte sich niederlassen wolle, noch, ob

er Arier ist. „Inzwischen sind mir auch privat

Nachrichten zugegangen, die mir die Persönlichkeit

des Herrn Dr. S. in etwas zweifelhaftem

Lichte erscheinen lassen.“ Bisher habe

er nichts unternommen und bittet um weitere

Veranlassung. Dr. S. hat sich nicht in dem

Dorf Stensch, das nach dem Reichs-Medizinal-Kalender

für 1935 noch über keinen

Arztsitz verfügte, niedergelassen, sondern

ist als praktischer Arzt im Goldlauter Kreis

Schleusingen in der Provinz Sachsen verzeichnet.

In dem Kalender für das Jahr 1937

ist er nicht als Jude gekennzeichnet.

Über Einzelheiten der ärztlichen Tätigkeit

von Paul Keller – der lange Zeit der Jüngste

der Ärzte in Schwiebus war – als praktischer

Arzt sind keine schriftlichen Aufzeichnungen

überliefert. Bei der Gleichschaltung der ärztlichen

Standesorganisationen nach der

Machtübernahme scheint Keller nicht mit

offiziellen Funktionen der NS-Standesführung,

sowohl der Reichsärztekammer (Kurmark)

als auch der KVD (Kurmark), betraut

gewesen zu sein, trotzdem trat er als Vertrauensmann

der Ärzte in Schwiebus ohne

amtlichen Auftrag auf.

Konkurrenz unter niedergelassenen Ärzten

Aus dem Jahre 1937 ist ein Schriftwechsel

erhalten, der zeigt, wie stark das Konkurrenzverhalten

unter den niedergelassenen

Ärzten auch in der entfernten Provinz war.

Keller schrieb an den Vorsitzenden des Zulassungsausschusses

der KVD für die Kurmark,

Dr. Ideler, in Berlin-Grunewald, der

auch gleichzeitig der Führer der Reichsärztekammer

Gau Kurmark war:

„Eine Kollegin aus Tirschtiegel sucht in

Schwiebus eine Wohnung mit dem Hinweis,

dass sie sich auf Veranlassung des Zulassungsausschusses

für Brandenburg niederlassen

will. Es ist mehrfach von hiesigen Kollegen

darauf aufmerksam gemacht worden,

dass u.E. Schwiebus mit Ärzten voll besetzt

ist. – Fünf Praktiker und zwei zugelassene

(1 Internist, 1 Chirurg) Krankenhausärzte

und dass eine neue Zulassung unsere Existenz

aufs Schwerste bedrohen würde, zumal

in der Umgebung von Schwiebus sechs Ärzte

niedergelassen sind. In dieser Beziehung

liegen die Verhältnisse u.E. viel ungünstiger

als in einem großen Teile der Provinz auch in

der Nachbarschaft. Ich gestatte mir im Namen

der übrigen Praktiker, Sie nochmal auf

unsere Lage aufmerksam zu machen.“

Ideler versah das Schreiben am 9. Februar

1937 mit einem handschriftlichen Vermerk

„soll sich an Dr. Seyffert wenden, der die

Übersiedlung veranlasst hat“. Dieser war als

Standesfunktionär auch für den Kreis Züllichau-Schwiebus

„zuständig“. Was aus der

Angelegenheit geworden ist, geht aus den

Akten nicht hervor.

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

303


304

Medizingeschichte

Im Reichs-Medizinal-Kalender für 1937 sind für Schwiebus mit 9881 Einwohnern folgende

Ärzte verzeichnet

Tabelle 1 – Ärzte in Schwiebus nach Reichs-Medizinal-Kalender für 1937:

Namen Jahr der Approbation Tätigkeit/Tätigkeitsort

Hastreiter, Ludwig 1935 Ass.A St. Josefshaus

Hummel, Benedikt 1928 Chirurg am St. Josefshaus

Jander, Johannes 1914

Jehn, Walter 1928 Internist am Gustav-Adolf-Krankenhaus

Keller, Paul 1902

Michaeli, Ernst 1910 „Jude“ – emigrierte 1938

Möglich, Theodor 1891 Städtisches Krankenhaus/Sanitätsrat

Wulkow, Felix 1931 Augenarzt

Wuthe, Gerhard 1935 Ass.A.

Zielke, Hans 1928 Chirurg am Gustav-Adolf-Krankenhaus

Tabelle 2 – Krankenhäuser in Schwiebus nach Reichs-Medizinal-Kalender für 1937:

Name Träger Bettenzahl Zahl der Disziplinen

Ass. Med. Pra.

Städtisches

Krankenhaus (Bolle-Stiftung) 45

Gustav-Adolf-

Krankenhaus Verein zur 125 1 Ass. Chirurgie

Errichtung ev. 1 MP. Geb. Gyn.

Krankenhäuser

St. Josefs-

Krankenhaus Boromäe- 80 1 Ass. Innere

rinnen 1 MP. Infektion

Ende 1938 scheint es neue Unruhe unter den

Praktikern in Schwiebus gegeben zu haben.

Am 7. Dezember 1938 wandte sich Keller

an Ideler in Berlin:

„Herr Kollege M., Liebenau, gab mir gestern

Kenntnis von der Landesstelle Kurmark der

Kassenärzte an ihn, dass außer ihm noch ein

Kollege bei der nächsten Sitzung des Zulassungsausschusses

für Schwiebus als praktischer

Arzt zugelassen werden soll. Begründet

wäre diese Absicht damit, dass in

Schwiebus nur 3 Kassenärzte vorhanden

wären, davon einer stark überlastet, die beiden

anderen stark behindert wären. Dazu

möchte ich bemerken, dass diese Angaben

insofern nicht stimmen, als die leitenden

Krankenhausärzte ebenfalls zur Ausübung

von Kassenpraxis für ihre Spezialgebiete zugelassen

sind mit Ausnahme der Hausbesuche

der Patienten. Und es ist bekannt, dass

die drei Herren auch von Kassenpatienten

reichlich in Anspruch genommen werden.

Weiterhin heißt es, dass einer der drei praktischen

Ärzte stark überlastet, womit sicher

Herr J. gemeint ist, die beiden anderen behindert

sind – also Herr M. und ich. Für mich

habe ich zu bemerken, dass ich wohl mit

einer Skoliose behaftet bin, es ist mir aber

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

bisher nicht bekannt, dass ich mich dadurch

habe in der Ausübung der Praxis behindern

lassen. Es wäre wohl sonst auch nicht gut

denkbar, dass seit drei Wochen die Praxis

von Herrn M. und mir bestritten wird, da

Herr J. krank ist. Im Übrigen habe ich bisher

in weitestem Maße mich an allen Untersuchungen

für sämtliche Gliederungen der

Partei beteiligt. Ich finde es taktlos und sogar

frivol, mit den körperlichen Fehlern eines

Kollegen die Zulassung eines weiteren Arztes

zu begründen und muss energisch Einspruch

dagegen erheben, dass ich meine

Pflichten als praktischer Arzt nur in begrenztem

Maße habe nachkommen können.“

Unter dem 14. Dezember 1938 antwortete

Ideler, dass in der Mitteilung an Dr. M. keine

beleidigenden Äußerungen enthalten waren.

Es sei aber Tatsache, dass in Schwiebus nur

drei Kassenärzte zugelassen sind, davon einer

alt und der andere körperbehindert „und

der dritte als Junggeselle scheinbar keinen

großen Wert auf ausgedehnte Tätigkeit legt“.

Der Internist und der Chirurg am evangelischen

Gustav-Adolf-Krankenhaus sind für

beratende Tätigkeit zugelassen. „Von dem

Chefarzt am katholischen Krankenhaus ist

uns z.Zt. überhaupt nichts bekannt. Wir

werden ihn auch nicht zu den Kassen zulassen.“

Wenn der Kollege in Liebenau mit dem

Schreiben an ihn trotzdem hausieren geht,

„so dürfte das eine Taktlosigkeit und Frivolität

von ihm sein, aber nicht von mir“. Wie die

Angelegenheit ausgegangen ist, ließ sich anhand

der benutzten Akten nicht ersehen. Der

Kriegsausbruch im Sommer 1939 schuf eine

völlig veränderte Lage. Es herrschte nunmehr

ein Ärztemangel, so dass auch für Schwiebus

mit notdienstverpflichteten Hilfskassenärzten

gearbeitet werden musste.

Auseinandersetzung mit Augenoptiker

Im Februar 1942 wandte sich Keller an Ideler,

sowohl in der Funktion als Führer der

Kammer als auch der KVD, wegen einer Auseinandersetzung,

die er mit einem Augenoptiker

in Schwiebus hatte. Dem Anschein nach

hatte der Optiker mit der Krankenkasse eine

Vereinbarung geschlossen, dass er nur die

Brillenverschreibungen von Augenärzten anfertigt,

obwohl Keller „selbstverständlich auf

den Rezepten genau die Art und Schärfe der

Gläser“ angebe. Im Interesse seiner Patienten

– die ihre Brillen in anderen Städten anfertigen

lassen müssten – opponierte er gegen

diese Verhältnisse. Ideler antwortete am

5. Mai 1942: „Der Optiker muss natürlich

die von Ihnen verordnete Brille anfertigen,

wenn Sie die Schärfe der Brille angegeben

haben. Es darf also auf dem Rezept nicht nur

stehen: ‘Eine Brille für Herrn Schulz’, es muss

auf dem Rezept stehen: ‘Eine Brille L+2,0,

R+2,05’. Das heißt also, es muss die Anzahl

der Dioptrien auf dem Rezept angegeben

sein. Ich bitte um Mitteilung, ob das in dem

von Ihnen angegebenen Fakt geschehen ist,

dann werde ich weitere Schritte unternehmen.

Gleichzeitig bitte ich um Angabe des

Namens des Optikers.“ Die Angelegenheit

scheint ohne größeres Aufsehen erledigt

worden zu sein.

Keller erfreute sich in der Kleinstadt allgemeinen

Ansehens. Wie schon eingangs erwähnt,

war er der NSDAP und ihren Gliederungen

nicht beigetreten. Seine nationale

Gesinnung stand außer Zweifel, er hatte bis

zur Auflösung trotz seiner Behinderung dem

Stahlhelm angehört. War er der Partei vielleicht

ferngeblieben aufgrund eines Aufnahmehindernisses,

wie z.B. der Mitgliedschaft

in einer Freimauerloge? 1936 ist er „förderndes

Mitglied“ der SS. Keller scheint ein

geselliger Mann gewesen zu sein. Er gehörte

z.B. dem Akademikerstammtisch in der

Weinstube Kolshorn in der Glogauer Straße

Ecke Halbestadt an. Dem Autor ist aus der

Kindheit bekannt, dass für ihn in den Wintermonaten

ein „Bierwärmer“ – ein Metallrohr,

in das heißes Wasser gegeben wurde –

bereit gehalten werden musste.


Offizielle Funktion in der „ärztlichen Selbstverwaltung“

Im Februar 1943 erhielt Keller vom Leiter

von KVD und Ärztekammer Kurmark ein

Schreiben:

„Hierdurch berufe ich Sie zum Beirat der KV-

Bezirksstelle Lebuser-Land/Neumark für den

Kreis Züllichau-Schwiebus. Ihr Bezirksstellenleiter

Dr. Menze, Frankfurt/Oder und die

Ärzte des Kreises sind unterrichtet worden.“

Damit bekam Keller eine offizielle Funktion

in der „ärztlichen Selbstverwaltung“. Vorher

hatte er mit der Hubertusallee in Berlin-Grunewald

nur inoffiziell in Kontakt gestanden.

Diese Stellung bekam in den letzten Kriegsmonaten

immer größere Bedeutung, da die

Zwangswirtschaft mit Dienstverpflichtung

der Ärzte einerseits und die kriegsbedingten

Verlagerungen von Industriebetrieben andererseits

sowie die Evakuierungen den Luftkrieg

betroffener („Ausgebombte“) bzw. gefährdeter

Gebiete immer größere Ausmaße

annahmen. Keller musste nun Stellung nehmen

zur betriebsärztlichen Versorgung von

in den Kreis verlegter Betriebe oder der ärztlichen

Tätigkeit in den verschiedenen Lagern.

Später kamen die Probleme mit den

Flüchtlingen aus den von der Roten Armee

eroberten Gebieten hinzu. Nicht zu verkennen

ist, dass die Gauleiter sich immer stärker

in die Regelung der ärztlichen Versorgung

der Zivilbevölkerung einmischten und auch

Wehrmachtsärzte „nebenamtlich“ eingesetzt

werden wollten bzw. sollten. In Stellungnahmen

von Keller wird deutlich, dass er sich für

den Schwiebusser Kreisteil für sachverstän-

dig hielt, während seine Kenntnisse für den

Züllichauer Kreisteil nur lückenhaft waren.

Hinsichtlich der fachärztlichen – hier HNOärztlichen

– Versorgung ist ein Brief Kellers

vom 6. September 1944 an die KVD von

Interesse:

„Heute erschien bei mir Herr Dr. L., Ohrenarzt

aus Berlin-Buch, und fragte an, ob ein

Ohrenarzt in Schwiebus eine ausreichende

Praxis finden würde, in diesem Fall möchte

er sich hier niederlassen. Ich sagte ihm, dass

in S.(chwiebus) ein Ohrenarzt vollkommen

ausreichende Beschäftigung haben würde,

zumal die nächsten Fachärzte in Frankfurt/O.

(75km) und Posen (100km) wohnten

und zur Zeit schwer erreichbar wären.

Ich empfahl ihm aber, sich mit Ihnen in Verbindung

zu setzen, zumal ich nicht weiß,

ob z.Zt. überhaupt Niederlassungsmöglichkeiten

– auch für Fachärzte – bestehen. Wir

werden selbstverständlich die Niederlassung

eines Ohrenarztes hier begrüßen, einmal

im Interesse der kranken Patienten und

zweitens in unserem eigenen Interesse, weil

wir dadurch auch zweifellos etwas entlastet

werden.

Ferner möchte ich die Bitte aussprechen, den

Kollegen im Horst-Wessel-Krankenhaus, das

z.Zt. nach Wutschdorf bei Schwiebus verlagert

ist, die Erlaubnis zur Ausübung von

Kassenpraxis in ihrem Bezirk zu erteilen. Es

würde auch eine gewisse Erleichterung für

uns und vor allem für die dortigen Patienten

bedeuten, die nur mit großem Zeitaufwand

die Ärzte in Schwiebus aufsuchen können.“

Medizingeschichte/Kammerinformation

Besetzung von Schwiebus

Um die Jahreswende 1944/45 schwoll der

Briefwechsel zwischen der KVD und Keller

an, als die Bombenschäden in Berlin größer

wurden und die Ostfront immer näher rückte.

Als die Offensive der Roten Armee im Januar

1945 Schwiebus bedrohte, ging Paul Keller

nicht auf die Flucht – wahrscheinlich u.a. bedingt

durch die Erkrankung seiner Ehefrau,

die wenige Tage nach der Eroberung der

Stadt eines natürlichen Todes starb –, sondern

blieb in der Stadt. Er erlebte die Besetzung

und versuchte, das Elend der zurückgebliebenen

Bevölkerung soweit es ihm bei den turbulenten

Verhältnissen möglich war, zu lindern.

In seinem Hause wurde ein sowjetisches Lazarett

eingerichtet. Es wird berichtet, dass er

mit dem Militärarzt gut zusammenarbeitete,

z.B. dass er und die Apothekerin Erfurt, die

in seinem Haus Zuflucht gefunden hatte und

über polnische Sprachkenntnisse verfügte,

aus der bei der Besetzung demolierten Apotheke

noch brauchbare Arzneimittel bargen

und sie trotz der erheblichen Sprachschwierigkeiten

dem russischen Arzt zur Verfügung

stellten und erläuterten.

Am 10. Februar 1945 setzte er seinem

Leben durch eine Überdosis einer Morphinlösung,

die er unter der Gardinenstange versteckt

hatte, ein Ende, nachdem bekannt

geworden war, dass die deutsche Bevölkerung

aus der Stadt deportiert werden sollte.

Dr. phil. Dr. med. Manfred Stürzbecher

Berlin

Keine „Hausbesuche“ von Mitarbeitern der Ärzteversorgung Land Brandenburg!

In der letzten Zeit wandten sich mehrere Ärztinnen und Ärzte an die Ärzteversorgung Land Brandenburg mit der Frage, ob Mitarbeiter zu

Hausbesuchen entsandt würden. Es hätten sich telefonisch bei ihnen Personen gemeldet, die im Rahmen des Telefonates suggerierten, von

der Ärzteversorgung Land Brandenburg zu sein und bei einem Besuch über aktuelle Entwicklungen der Rentenanwartschaften oder zu „neuen

Sterbetafeln“ informieren zu wollen.

Diesbezüglich stellt die Ärzteversorgung Land Brandenburg Folgendes fest:

1. Die Ärzteversorgung Land Brandenburg unterhält keinen Außendienst.

2. Ebenso wenig wenden sich die Mitarbeiter der Geschäftstelle der Ärzteversorgung Land Brandenburg mit allgemeinen Informationen

aktiv telefonisch an die Mitglieder des Versorgungswerkes.

3. Etwaige Anrufer oder Besucher, die vorgeben von der „Ärzteversorgung“ zu kommen, über allgemeine Sachverhalte mit Ihnen sprechen

wollen und einen „Hausbesuch“ begehren, handeln nicht für die Ärzteversorgung Land Brandenburg.

Die Ärzteversorgung Land Brandenburg rät zur Vorsicht! Denn diese Personen täuschen offensichtlich über die wirklichen Motive ihres

Tätigwerdens.

Bei Anrufen durch die Ärzteversorgung Land Brandenburg wird im Übrigen regelmäßig die Rufnummer der Geschäftsstelle übertragen.

Sie lautet: 0355/780200.

Hartmann, Geschäftsführer der ÄVLB

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

305


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Aktuell/Rezensiert

Neue Vergütung für

Medizinische Fachangestellte?

Die Vergütung der über 300.000 Medizinischen

Fachangestellten/Arzthelferinnen und

Auszubildenden in den deutschen Arztpraxen

soll sehr viel stärker als bisher an Leistung und

Fortbildung ausgerichtet werden. Zu dieser

einstimmigen Meinung kamen die ärztliche

Tarifpartei, die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung

der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen

(AAA) und der Verband medizinischer

Fachberufe bei ihrem Tarifgespräch Ende

Juni. In den weiteren Verhandlungen wird es

zudem um die Angleichung der Ost-Gehälter,

die Ausweitung der betrieblichen Altersversorgung

bei den Praxismitarbeitern und eine

Modernisierung des Manteltarifvertrages von

1997 gehen. Der Verband medizinischer

Fachberufe hatte den Gehaltstarifvertrag von

2004 zum 30. April 2007 gekündigt und eine

Erhöhung der Gehälter zwischen 5 und 20 %

je nach Tätigkeitsgruppen gefordert.

Seitens der ärztlichen Arbeitgeber wurde jedoch

deutlich, dass weitergehende Gehaltssteigerungen

bei einer gesetzlich fixierten Grundlohnsummen-Steigerungsrate

von 0,79% für

2007 unter den derzeitigen Budgetbedingungen

extrem schwierig seien. Beide Seiten forderten

daher das Bundesgesundheitsministerium

und die gesetzlichen Krankenkassen auf,

in den Gesprächen mit der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab

(EBM) die Gehaltskosten

angemessen zu berücksichtigen, um – wie im

stationären Bereich – eine Refinanzierung von

Tariferhöhungen sicherzustellen.

Das nächste Gespräch zwischen der AAA

und dem Verband medizinischer Fachberufe

ist für Oktober 2007 geplant.

Gemeinsame Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft

zur Regelung der Arbeitsbedingungen

der Arzthelferinnen und des Verbands

medizinischer Fachberufe e.V.

Brandenburg radelt

fast 5.000 Kilometer

Sie traten in die Pedale, doch am Ende konnte

es nur drei Sieger geben: Cottbus, Potsdam

und Eberswalde heißen die drei Städte,

die im diesjährigen Städtewettkampf der

Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK)

auf dem Ergometer am deutlichsten ihre

Fitness unter Beweis stellen konnten. Unter

der Schirmherrschaft der brandenburgischen

Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit

und Familie, Dagmar Ziegler, fand

die landesweite Gesundheitsaktion „Gesund!

Ich bin dabei!“ statt.

Seit dem Startschuss am 29. März zwischen

Potsdam und Cottbus wurde der Städtever-

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

gleich auf Ergometern in Rathäusern und auf

Marktplätzen in 39 brandenburgischen Städten

durchgeführt. 2.264 Teilnehmer mit prominenten

Startern an der Spitze erradelten innerhalb

von drei Monaten insgesamt 4.956,1

Kilometer für Brandenburg. Das sind 3,9 Kilometer

mehr als im vergangenen Jahr.

Bereits zum dritten Mal konnte die Stadt

Cottbus den Beweis erbringen, dass sie die

fitteste Stadt im Land Brandenburg ist. In drei

Stunden erradelten die Cottbuser 165,2 Kilometer

– 11,5 Kilometer mehr als Potsdam

und 18,1 Kilometer mehr als Eberswalde.

Drei Preisträger im Bereich

Intensivmedizin gesucht!

Noch bis zum 15. Dezember 2007 läuft die

Bewerbungsfrist für den Hanse-Preis für Intensivmedizin,

der von der Fresenius AG gestiftet

wird und mit 5000 Euro dotiert ist. Diese

bittet um die Einreichung publizierter,

klinisch relevanter Originalarbeiten in deutsch

oder englisch aus dem Bereich der Intensivoder

Notfallmedizin aus dem Jahr 2007.

Von der Firma KCI Medizinprodukte GmbH

wird der Hanse-Pflegepreis gestiftet. Dieser

ist mit 1000 Euro dotiert. Hierfür sollen veröffentlichte

oder unveröffentlichte Arbeiten

im Original in deutscher Sprache eingereicht

werden, die nicht älter als 18 Monate sind.

Mit maximal 30 Seiten können sich Interessierte

bis zum 15. November 2007 bewerben,

wobei die Arbeiten aus den Bereichen

Intensiv- und Anästhesiepflege – auch Referate/Fach-

und Jahresarbeiten im Rahmen

der Fachweiterbildung – kommen sollen.

Mit 2.500 Euro ist der Spacelabs Medical

Daten-Management Forschungspreis dotiert,

den die Firma Spacelabs Medical stiftet.

Es sind Abschlussarbeiten, in internationalen

Zeitschriften veröffentlichte Publikationen sowie

abgeschlossene und evaluierte Projekte

aus der Intensiv- und Notfallmedizin einzureichen,

die klinisch relevant und zwischen

dem 1. Januar 2006 und dem 30. November

2007 publiziert sein müssen. Schwerpunktgebiete

sind Monitoring, Entscheidungsfindung

(Decision support), parameterbasierte

Qualitätssicherung mit PDMS und relevante

Online-Charting-Konzepte. Neben der wissenschaftlichen

Qualität wird auch der innovative

Charakter der Arbeiten sowie die

potenzielle Bedeutung für die Praxis der Intensivmedizin

bewertet. Annahmeschluss ist

der 15. Dezember 2007.

Die Arbeiten für alle drei Preise sind

bei folgender Adresse einzureichen:

HCCM Consulting GmbH

Prof. Dr. W. Kuckelt

Sögestraße 48, 28195 Bremen

Fax: 0421-8775957

E-Mail: kontakt@hccm-consulting.de

Kommentar zur Zulassungsverordnung

für Vertragsärzte,

Vertragszahnärzte,

Medizinische Versorgungszentren,

Psychotherapeuten

Dr. Rolf Schallen, C.F. Müller

5., neu bearbeitete und

erweiterte Auflage XVIII,

649 Seiten, Hardcover

ISBN 978-3-8114-3348-9;

Preis: 58 Euro

Am 01.01.2007 ist das neue Vertragsarztrechtsänderungsgesetz

in Kraft getreten. Die

Änderungen der Gesundheitsreform sowie

des Berufsrechts für Ärzte, Zahnärzte und

Psychotherapeuten haben zu Liberalisierung

und Flexibilisierung im Gesundheitswesen

geführt. Die Gründung von Berufsausübungsgemeinschaften

wird erleichtert, die

vertragsärztliche Tätigkeit an weiteren Orten

erlaubt, die Zulässigkeit der Anstellung von

Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten

gelockert und die Möglichkeit einer Teilzulassung

geschaffen. Darüber hinaus entfallen

die Altersgrenzen für die Zulassung und

das Ausscheiden aus der Praxis dort, wo es

Unterversorgung gibt.

Diese grundsätzlichen Regelungen des ärztlichen

Berufsrechts kollidieren derzeit an einigen

Stellen mit den Zulassungsbestimmungen

zur vertragsärztlichen Versorgung und führten

so zu Rechtsunsicherheit. Diese Neuregelungen

waren Anlass für R. Schallen, den bisher

in 4. Auflage erschienenen Kommentar

neu zu bearbeiten und so dem Leser die Möglichkeit

zu geben, sich bereits zum Inkrafttreten

der gesetzlichen Änderungen über den

aktuellen Stand auf dem Gebiet des Zulassungswesens

ein Bild zu verschaffen.

Der Kommentar beinhaltet die amtlichen

Texte der Ärzte-ZV und der Zahnärzte-ZV. Im

Anhang finden sich darüber hinaus wichtige

gesetzliche Bestimmungen wie Auszüge aus

dem SGB V, die Bedarfsplanungs-Richtlinie

Ärzte und Zahnärzte, die Richtlinie über die

Beschäftigung von angestellten Praxisärzten

in der Vertragsarztpraxis, der Bundesmantelvertrag-Ärzte

(Stand Dezember 2006) sowie

die jeweiligen Musterberufsordnungen.

Der Kommentar von Schallen zeichnet sich

durch seine Aktualität, Verständlichkeit und

Praxisorientierung aus und kann sowohl dem

juristischen als auch dem ärztlichen Leser von

großem Nutzen sein.

Ass. L. Zierau


Die Balintgruppe

Häfner, Steffen (Hrsg):

Praktische Anleitung

für Teilnehmer

Deutscher Ärzte

Verlag, 2007;

3. Auflage, überarbeitet

und erweitert,

114 Seiten

ISBN 978-3-7691-0500-1,

Preis: 24,95 Euro

Die Leitung von Balintgruppen

König, Werner:

Ein Leitfaden

begründet

durch Werner

Stucke, Deutscher

Ärzte

Verlag, 2004;

2. Auflage, völlig

überarbeitet

und erweitert,

130 Seiten

ISBN 978-3-7691-0459-2

Preis: 34,95 Euro

Warum zwei Rezensionen im Doppelpack?

Weil sie zusammengehören

und von Werner Stucke, dem

langjährigen Vorsitzenden der Deutschen

Balintgesellschaft, begründet

wurden. Er hat mit beiden Büchlein

mit je 146 Seiten der Deutschen

Balintgesellschaft, den Balintfreunden

und Balintaktivisten ein wertvolles

Erbe hinterlassen. In einem abgewandelten

Werbespruch könnte

man sagen: Klein, sehr praktisch,

sehr gut. Er vermittelte klar, pragmatisch

und verständlich die Praxis,

die theoretischen Grundlagen und

die Leitung in der Balintgruppe. Das

Erbe musste angetreten werden. So

fand der Deutsche Ärzte-Verlag

zwei kompetente Autoren bzw. Herausgeber,

die ausreichend mutig

waren, die Fortsetzung der Bücher

zu wagen. Der Eine, Werner König, einer

der Väter der Balintbewegung und der psychosomatischen

Grundbetreuung in der damaligen

DDR, der Andere, Steffen Häfner,

Balintgruppenleiter der jüngeren Generation

und profunder Kenner der psychosomatischen

Medizin, haben sich der Nachfolge

des 1995 verstorbenen Werner Stucke in der

Herausgeberschaft und Autorenschaft angenommen.

Es ist gelungen!

Die inhaltliche Gliederung wurde weitgehend

im Grundgerüst übernommen, ergänzt

durch weitere Entwicklungen in der Balintarbeit.

Die Supervisionsgruppen, von Wer-

ner Stucke noch kritisch und etwas argwöhnisch

beäugt, werden dargestellt und als

Teil der interkollegialen Diskussion als wichtige

Facette angesehen. Werner König leitet

derartige Supervisionsgruppen für Balintgruppenleiter.

Steffen Häfner beschreibt im

Vorwort präzise die Veränderungen zum

Stucke-Buch. Neu sind die Vorstellungen methodischer

Variationen der Gruppenarbeit

mit katathym-imaginativen Sequenzen und

Skulpturen. Auch neu und sehr anregend

sind im „Häfner-Buch“ die Kapitel: Umgang

mit psychosomatisch Kranken, Beziehungsdiagnostik

und Beziehungstherapie. Balintarbeit

mit „Nicht-Ärzten“ ist inzwischen als

hilfreich und effektiv auch im Sinne der

Salutogenese erkannt und wird zunehmend

angenommen.

Der Rezensent vermisst in beiden Büchern die

Thematisierung der Gruppendynamik und

des Gruppenprozesses in der Balintgruppe,

die zweifelsohne als Kleingruppe mit Selbsterfahrungsanteilen

gesehen werden muss.

Vielleicht ist es nur die Gekränktheit des Rezensenten

als Weiterbilder für Balintgruppenleiter,

dessen besonderes Interesse zu

dieser Problematik in der Gruppenarbeit

nicht aufgegriffen wird.

Wer sich für Balintgruppenarbeit interessiert

und vielleicht sogar Gruppenleiter werden

will, findet in den Büchern vielfältige Informationen

und Ermutigungen. Zuletzt sei

daran erinnert, dass Balintarbeit keine spezielle

Psychotherapie und psychotherapeutische

Selbsterfahrung ist, sondern als Diagnostikum

und Therapeutikum in der Arzt-

Therapeut-Helfer-Patienten-Beziehung dient

und deren Salutogenese. Allerdings dient sie

auch in der Weiterbildung den ärztlichen tiefenpsychologisch

arbeitenden Psychotherapeuten.

Sie ist wie in der Allgemeinmedizin

und Frauenheilkunde/Geburtshilfe in der

Weiterbildung curriculär verankert. Das Pendant

ist für verhaltenstherapeutische

Psychotherapeuten die interaktionelle

Fallarbeit (IFA). Sie wird von Werner

König kurz als Gruppenfallarbeit vorgestellt

und bezüglich der „Beziehungsebene“

kritisch gesehen. Der

Referent hofft, genügend Neugierde

und Interesse für beide Bücher geweckt

zu haben.

MR Dr. med. Sigmar Scheerer

Heinersdorf

Familienpass

für Brandenburg

Rezensiert

Viele Rabatte für die schönsten Ausflugsziele

Gemeinsam mit der ganzen Familie

Brandenburgs schönste Ausflugsziele

und Freizeitaktivitäten entdecken

– der neue Brandenburger

Familienpass bietet in über 300 Angeboten

aus den Bereichen Kultur,

Sport, Freizeit und Bildung ständige

Rabatte in Form von Coupons mit

25-prozentiger Ermäßigung oder

sogar Freikarten für Kinder. Nach

seinem Start im vergangenen Jahr

förderte das brandenburgische Familienministerium

auch 2007 den

Pass, der damit in seiner zweiten

Auflage erscheint und in dem sich

310 Anbieter mit ihren Ausflugszielen

vorstellen.

Den Pass nutzen können Eltern mit ihren Kindern

oder aber Großeltern und deren Enkel,

womit auch schon das Anliegen des Familienpasses

deutlich wird:

fördern von gemeinsamen

Unternehmungen

innerhalb der Familie.

Alle Familienmitglieder,

für die der Pass gelten

soll, werden auf der

Rückseite des Passheftes

eingetragen. Gültig ist

der Brandenburger Fa-

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

307


308

Rezensiert

milienpass ein ganzes Jahr lang bis zum

30. Juni 2008.

Kaufen kann man ihn überall dort in Brandenburg,

wo es Zeitschriften gibt. Aber auch

in Brandenburger Touristinformationen und

Ämtern ist er für 5 Euro erhältlich.

Alle weiteren Informationen zum „Familienpass

Brandenburg“ und eine Suchabfrage

zu Ausflugsmöglichkeiten gibt es unter

www.familienpass-brandenburg.de.

Anja Jüttner [4iMEDIA]

Unsterbliche Sehnsucht

Ein Menschenleben mit mir

Wilhelm Erhard Kucher

Edition Fischer 2007

Ein brandenburgischer

Arzt, Wilhelm Erhard

KUCHER, schreibt seine

Lebensgeschichte auf.

Kinder- und Jugendjahre

verbrachte er in der

Niederlausitz, Abitur in

Spremberg und dann

nach dem Krieg russische

Gefangenschaft.

Humanmedizin studierte er in Berlin und

kam dann wieder nach Brandenburg zurück.

Zunächst Lehrjahre als junger Internisteneleve

in Forst und seit 1964 internistischer

Chefarzt in Schwedt an der Oder. Seit 1995

ist er im Ruhestand und hatte Zeit seine Lebensgeschichte

aufzuschreiben.

Für einen wie mich, der erst nach den schlimmen

Kriegsjahren geboren wurde, war es

schon interessant, wie man vor dem Krieg

seine Kinder- und Jugendjahre verbracht

hat. Besonders beeindruckend dargestellt

die Jahre der russischen Gefangenschaft,

die Kollege Kucher als sehr junger Mann erleben

musste. Eine Zeit, die für uns unvorstellbar

ist, eine Zeit in der man durch die

Hölle ging. Abschreckung für alle die, die

nach wie vor gern zündeln.

Ungebrochen wurde dann das Medizinstudium

begonnen und abgeschlossen und in

einem typischen Kreiskrankenhaus die Ausbildung

zum Internisten begonnen.

Anzeigen

Die Ausbildung zum Internisten war damals

doch anders als nach unserer jetzigen

Weiterbildungsordnung. Man könnte sie bedenkenlos

in die Debatte über das Für und

Wider der Notwendigkeit eines Generalisten

in der Inneren Medizin einordnen. Schmunzeln

und Staunen aber auch über damalige

Diagnostik und Behandlungen in der Medizin

mit teilweise fast interdisziplinärem

Charakter, wie man heute auf „Neudeutsch“

feststellt.

Beachtenswert ist auch die Darstellung des

Überlebenswillens, wo man doch eher hätte

resignieren müssen. Lesen Sie dieses Buch,

liebe Leserinnen und Leser, und Sie werden

auch die Antwort erhalten, warum der Titel

„Unsterbliche Sehnsucht“ heißt. Ich werde es

in dieser Rezension nicht verraten.

Dr. med. Udo Wolter, Neuruppin

Übersicht über das Arbeitsrecht/Arbeitsschutzrecht

– Ausgabe 2007

749 Seiten + CD-ROM

ISBN: 978-3-8214-7280-5

Euro: 28.00, CHF: 46.90

Nachschlagewerk aus

dem Bundesministerium

erklärt das aktuelleArbeitsrecht/Arbeitsschutzrecht

2007

Balint Kompakt Berlin

Samstagsblock mit 5 Doppelstunden

Info: Samuel.Elstner@gmx.de oder 0179-5981587

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

Das ganze Arbeitsrecht

und Arbeitsschutzrecht

in einem

Band: In dem ab 2007

jährlich im Mai erscheinenden Nachschlagewerk

erklären Fachleute aus den gesetzgebenden

Behörden alle arbeitsrechtlichen

Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland.

Anhand vieler Beispiele zeigt das

Buch, wie Arbeitsrecht und Arbeitsschutzrecht

in der Praxis angewendet werden. Besonders

aktuell: Die Darstellung des Allgemeinen

Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).

Auch der europäische Kontext des gesamten

Rechtsgebietes wird berücksichtigt.

Das Fachbuch ist übersichtlich gegliedert

und auch für Nicht-Juristen verständlich. Zusammenfassungen

vor den einzelnen Kapi-

teln fördern das Verständnis des jeweiligen

Bereichs. Ein Stichwort- und ein Abkürzungsverzeichnis

erleichtern die Suche nach

bestimmten Begriffen. Auf der beiliegenden

CD-ROM befindet sich der gesamte Text

des Buches. Alle Gesetzesänderungen nach

Drucklegung werden auf der Homepage des

Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

(www.bmas.bund.de) dokumentiert.

Dr. Udo Wolter, Neuruppin

Übersicht über das Sozialrecht

– Ausgabe 2007

24 x 16 cm, 1.056 Seiten + CD-ROM

ISBN: 978-3-8214-7243-0

Euro: 28.00, CHF: 46.90

Nachschlagewerk aus

dem Bundesministerium

erklärt die aktuelle

Sozialgesetzgebung

2007

Seit dem 1. Januar

2007 gilt das neue Elterngeld;

am 1. April

2007 treten erste Teile

der Gesundheitsreform in Kraft; zum 1. Juli

2007 werden die Renten erhöht: Wie diese

Änderungen der Sozialgesetzgebung in der

täglichen Rechtspraxis umgesetzt werden,

zeigt die aktuelle Ausgabe des jährlich neu

erscheinenden Periodikums „Übersicht über

das Sozialrecht“.

In klarer und verständlicher Sprache interpretieren

die Autoren – allesamt Fachleute

aus den Bundesbehörden – die Gesetze,

Verordnungen und Regelungen des Sozialrechts.

Ein detailliertes Inhaltsverzeichnis

und ein Stichwortregister erleichtern die

Informationssuche. Der gesamte Inhalt des

Buches befindet sich auch auf der beiliegenden

CD-ROM. Wer nach Erscheinen des

Buches die Weiterentwicklung des Sozialrechts

genau verfolgen will, kann diesen Service

nutzen: Alle neuen Gesetzesänderungen

werden auf der Homepage des

Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

(www.bmas.bund.de) dokumentiert.

Dr. Udo Wolter, Neuruppin

Facharzt/Fachärztin für Psychotherapie

für MVZ in Berlin gesucht.

Zuschriften bitte unter Chiffre BÄB 102-9/07 an:

Verlagsbüro Kneiseler - Uhlandstr. 161 - 10719 Berlin


„Später beginnt jetzt“ – Pflegeinitiative gestartet

Die brandenburgische Sozialministerin Dagmar Ziegler hat gemeinsam

mit vielen weiteren Partnern – u.a. Landespflegerat Berlin-

Brandenburg und Seniorenrat im Land Brandenburg e.V. – eine breit

angelegte „Pflegeinitiative“ für Brandenburg gestartet. Vor den

Hintergrund einer wachsenden Zahl Pflegebedürftiger möchte die Initiative

unter dem Slogan „Später beginnt jetzt“ bis November 2008

auf Probleme, Fragestellungen und Lösungsansätze in diesem Bereich

aufmerksam machen. In die Initiative werden all die Akteure mit

einbezogen, die im Land Brandenburg mit der Betreuung und Pflege

alter und behinderter Menschen beschäftigt sind. In den knapp

anderthalb Jahren Laufzeit der Initiative wird es eine Vielzahl von Aktivitäten

zu den unterschiedlichsten Themenstellungen rund um die

Pflege geben. Die insgesamt 79 Einzelprojekte gliedern sich in die

drei Themenschwerpunkte: Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung

für Pflege und Betreuung (47 Projekte), Aus-, Weiter- und

Fortbildung in der Pflege (11 Projekte) sowie Sicherung der Qualität

von Pflege und Betreuung – neue Wege beschreiten (21 Projekte).

Da immer mehr Menschen ihre Angehörigen selbst pflegen, seien laut

Ziegler neue Lebensformen und ein intelligenter Mix aus den bisherigen

Alternativen ambulant oder stationär gefragt.

Weitere Informationen zur „Pflegeinitiative“ bietet die Internetseite

www.pflegeinitiative-brandenburg.de.

Degen, Säbel und Florett – Mediziner

zum Fechten aufgerufen

Zu den 11. Europäischen Fechtmeisterschaften für Medizinberufe können

sich noch bis zum 30. September Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker

und Angehörige medizinischer Berufe sowie Studenten und Auszubildende

der entsprechenden Fächer anmelden. Veranstalter ist der

Deutsche Fechterbund e.V. und Ausrichter der Fechtclub Schkeuditz e.V.

Termin: Samstag, den 6. Oktober 2007

Veranstaltungsort: Globana Airport Hotel,

Frankfurter Str. 4, 04435 Schkeuditz

Anmeldungen an:

O. Kamratowsky; Virchowstraße 1

04435 Schkeuditz; Tel.: 0177/4257063

E-Mail: kamratowsky@compuserve.de

Anzeige

Aktuell/ Fortbildung

8. Ärztlicher Fortbildungskongress

der Landesärztekammer

Brandenburg

am 2. und 3.11. 2007 in Dahlewitz

Symposium „Palliativmedizin – Patientenbetreuung

am Ende des Lebens“

3. Nov. 2007, 12.30 bis 16.00 Uhr

(4 Punkte/Kategorie A)

Leitung: Prof. Dr. med.

Georg Maschmeyer-Krull, Potsdam

Von den jährlich mehr als 220.000 Menschen, die in Deutschland

an einer Krebserkrankung versterben, benötigen mindestens 20%

in der letzten Phase ihrer Erkrankung palliativmedizinische Unterstützung.

Ursachen dafür sind in erster Linie körperliche Schwäche,

Schmerzen, Atemnot, Appetitlosigkeit und andere gastrointestinale

Symptome sowie Angst und Unruhe. Auch Patienten mit

anderen chronischen Erkrankungen, die nicht mehr kausal behandelbar

sind und belastende Symptome verursachen, bedürfen

nicht selten der palliativmedizinischen Betreuung. Mit Hilfe einer

qualifizierten Palliativmedizin gelingt es, den meisten dieser Patienten

ein würdiges Leben mit ihrer Erkrankung zu ermöglichen

und die Voraussetzungen zu schaffen, dass sie ihren letzten Lebensabschnitt

in häuslicher Umgebung verleben können. In der

ambulanten Versorgung tätige Ärztinnen und Ärzte werden oft

in dieser Zeit in Anspruch genommen. Unser Symposium soll eine

Übersicht über die Palliativmedizin heute geben und die Möglichkeit

bieten, an Hand von Beispielen aus der täglichen palliativmedizinischen

Praxis die häufigsten Probleme zu diskutieren und

Lösungswege zu finden.

Symposium „Psychoonkologie – eine wesentliche

Reserve ärztlicher-onkologischer Arbeit“

3. Nov. 2007, 12.30 bis 16.00 Uhr

(4 Punkte/Kategorie A)

Leitung: MR Dr. med. Wolfgang Loesch, Potsdam

Psychoonkologie ist ein sich dynamisch entwickelnder interdisziplinärer

Ansatz in der Betreuung Krebskranker.

Sinnvolle Einbeziehung des psychoonkologischen Ansatzes in

die Therapie Krebskranker verbessert Compliance, Krankheitsverarbeitung,

die psychische Situation der Patienten und u.U. sogar

die Prognose.

Streiflichter dieses Ansatzes und die Erfahrungen des zwei

Mal durch die LAGO Brandenburg erfolgreich durchgeführten

Basisseminars Psychosoziale onkologische Versorgung werden

berichtet.

Ein Gedankenaustausch mit den teilnehmenden Kollegen ist gewünscht

und vorbereitet.

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

309


310

Personalia

Der Hauptgeschäftsführer der Landesärztekammer Brandenburg,

Dr. Reinhard Heiber, feierte am 24. August 2007 seinen 65. Geburtstag

Dr. Reinhard Heiber und Präsident Dr. Udo Wolter (r.) während einer Kammerversammlung der Landesärztekammer

Brandenburg. Foto: LÄKB

Nachdem einige Ärztinnen und Ärzte nach

der Wende im Juni 1990 die erste Ärztekammer

und damit die erste ärztliche Selbstverwaltung

gründeten, wurde diesen auch

sehr schnell klar, dass eine effiziente Verwaltung

her musste, die die kommenden Aufgaben

zu realisieren hatte. Der erste Kammerpräsident,

Kollege Dr. Kirchner, sah sich in

seiner Wohnstadt Cottbus um und fand dann

sehr schnell einen geeigneten Kandidaten

Dr. Reinhard Heiber Foto: LÄKB

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

für dieses Amt. Er favorisierte den Direktor

des damaligen Bezirksinstitutes für Sozialhygiene

und Datenverarbeitung/Gesundheitsinformation

in Cottbus. Dr. Reinhard Heiber

hatte diese Funktion von 1980 bis 1990 bekleidet.

Herr Dr. Heiber ist gelernter Krankenpfleger

und hat von 1966 bis 1971 ein Direktstudium

an der Humboldt-Universität Berlin, Sektion

Medizin, Bereich Medizinpädagogik absolviert.

1973 promovierte er mit einem sozialhygienischen

Thema – Belastungssituation Jugendlicher

– zum Dr. paed. Es schlossen sich

zwei Fernstudien an, zum einen auf dem Gebiet

Wissenschaftstheorie und -organisation

und von 1981 bis 1982 in Soziologie.

Herr Dr. Heiber war damit kein medizinisch

Unkundiger. Er brachte Wissen und Meinungen

aus seiner Zeit als Krankenpfleger und

Medizinpädagoge mit und, was für die neue

Ärztekammer Brandenburg wichtig war, viel

Erfahrung auf dem Gebiet der Organisation

im Gesundheitswesen.

Einige Mitarbeiter seines ehemaligen Institutes

in Cottbus brachte er mit und seit dem

02.12.1990 ist er Hauptgeschäftsführer der

Landesärztekammer Brandenburg. Sicher

ist es auch sein Verdienst, dass der Sitz der

Hauptgeschäftsstelle nach wie vor Cottbus

ist.

Mit viel Elan und Aufbruchstimmung erfolgte

dann der Aufbau der ärztlichen Selbstverwaltung.

Sein Steckenpferd ist nach wie vor

die Erstellung des Haushaltes der Ärztekammer.

Jedes Jahr die gleiche Herausforderung

– wie können wir weiter effizient arbeiten,

ohne die Ärztinnen und Ärzte im Land Brandenburg

all zu sehr mit Beiträgen zu belasten?

Wie können wir sinnvoll Rücklagen bilden,

wie müssen wir Veranstaltungen, Kurse,

Seminare kostengünstig kalkulieren? Dazu

mussten die Mitarbeiter auf die neuen Aufgaben

vorbereitet werden. Mit dem Personalstand

musste man auch über lange Zeit

zurechtkommen. Jede Neueinstellung wurde

vom Vorstand kritisch bewertet und nur

schweren Herzens genehmigt.

Sein Sachverstand auf dem Gebiet der Kalkulation

und Haushaltserstellung wurde in der

Bundesärztekammer gern genutzt. Er ist lange

Jahre Mitglied der Mittelfristigen Finanzkommission

der Bundesärztekammer.

Eine Vielzahl von Neuerungen seit der Gründung

der Ärztekammer im Jahre 1990 musste

Dr. Heiber einplanen, große Veränderungen

im Gesundheitswesen in den letzten Jahren

mussten in die Kammerarbeit einfließen.

Als krönender Abschluss wurde dann noch

durch die Kammerversammlung die Erweiterung

der Hauptgeschäftsstelle durch einen

Neubau in Cottbus genehmigt. Mit viel Engagement

und Eifer kniete er sich in diesem Jahr

in dieses Projekt und konnte am 27.07.2007

das Richtfest dieses Neubaus feiern.

Der Vorstand hat beschlossen, die Leitung

der Hauptgeschäftsstelle in Cottbus Herrn

Dr. Heiber weiter bis zum 29. Februar 2008

anzuvertrauen.

Der Vorstand wünscht dem Jubilar weiterhin

Schaffenskraft und Gesundheit, auch über

diese Zeit hinaus.

Dieses Jubiläum ist die geeignete Situation,

Dank zu sagen, für die jahrelange intensive

Arbeit für die Selbstverwaltung – Landesärztekammer

Brandenburg – und das damit

aufgebrachte Engagement für die Ärztinnen

und Ärzte in unserem Land.

Zum 65. Geburtstag, Herr Dr. Heiber, gratuliert

Ihnen ganz herzlich der Vorstand der

Landesärztekammer Brandenburg.

Dr. Udo Wolter, Präsident


Brandenburgisches Dorf setzt einem Mediziner ein Denkmal

Im Gegensatz zu manch anderen Berufsgruppen

haben selbst geniale Mediziner nur selten

das Glück, in das kollektive Gedächtnis

des Volkes einzugehen. Um so bewundernswerter

war es, als vor fünf Jahren in einem

sehr kleinen Reihendorf in der einst preußischen

Uckermark seine Einwohner dem

berühmtesten Sohn dieses Ortes, Professor

Dr. Otto Rostoski, ein Denkmal in Form eines

imposanten Gedenksteines setzten und eine

Straße nach ihm benannten. Dabei ging die

Initiative zur Aufstellung dieses Monuments

ausschließlich von den Einwohnern des nur

189 Personen zählenden Dorfes Wendemark

– heute ein Ortsteil der Gemeinde Passow –

aus. Das ist mehr als bemerkenswert. Sie ehrten

damit einen auch international bedeutenden,

nahezu vergessenen Arzt in einer sehr

beeindruckenden Weise.

Wer war Otto Rostoski?

Otto Rostoski wurde als ältester Sohn des

Domänepächters Otto Rostoski sen. und seiner

Ehefrau Anna Marie, geb. Schachert, in

Wendemark am 4. September 1872 – vor

genau 135 Jahren – geboren. Er besuchte

das humanistisch ausgerichtete Friedrich-

Wilhelm-Gymnasium in Posen und studierte,

der Familientradition folgend, Humanmedizin

in Würzburg. Bereits 1895 wurde er dort

zum Doktor der Medizin promoviert. Seinen

medizinischen Wirkungskreis hatte er zunächst

vorwiegend in Würzburg, wo er bei

seinem Onkel Prof. Eduard von Rindfleisch,

einem weltbekannten Ordinarius für pathologische

Anatomie, wohnte. Nach einer kurzen

Tätigkeit in der renommierten Lungenklinik

in Ruppertsheim im Taunus war er

zunächst im Hygiene-Institut der Universität

Würzburg angestellt, bis er kurze Zeit später

in die Medizinische Universitätsklinik

zu Prof. Wilhelm von Leube überwechseln

konnte, der ihm ein sehr guter Lehrer war

und wissenschaftliche Exaktheit über alles

schätzte.

Prof. Dr. Eckart

Frantz

Foto: St. Josefs-

Krankenhaus

Potsdam

Hier erfolgte bereits im Juli 1902 die Habilitation.

Als noch nicht 35-Jähriger wurde er in

Würzburg zum Professor ernannt, verblieb

aber in dieser Universitätsstadt nur noch

kurz, da ihm eine lukrative Stelle als Leiter

der II. Medizinischen Klinik im Krankenhaus

Dresden-Friedrichstadt angeboten worden

war, die ihm als praxisorientierte Persönlichkeit

mehr entsprach als der reine Hochschulbetrieb.

Drei Jahre später übernahm er die

Leitung der als ausgesprochen modern geltenden

Medizinischen Klinik des Johannstädter

Krankenhauses in Dresden. Hier richtete

er nur zwei Jahre nach der Entdeckung

des Insulins durch die beiden Kanadier Banting

und Best im Jahre 1924 eine mustergültige

Diabetesambulanz ein, die auf Grund

ihres Modellcharakters in den 20er Jahren

zahlreichen Experten des In- und Auslandes

in die sächsische Elbmetropole zog – denn

es handelte sich um die erste derartige Einrichtung

auf dem Kontinent.

1927 gründete Otto Rostoski die erste Diabetiker-Spezialstation

und trat für eine enge Verzahnung

von ambulanter und klinischer Diabetikerversorgung

ein. Bereits damals schuf er

die Basis für die traditionsreiche Dresdner

Stoffwechselschule. Seine beiden Mitarbeiter

Die Einwohner von Wendemark würdigten den

berühmtesten Sohn der Stadt mit einem Denkmal.

Foto zur Verfügung gestellt: Traditionsverein Wendemark

e.V.

Crecelius und Seifert

entwickelten damals

eine in Deutschland

weit verbreitete Methode

der Blutzuckerbestimmung.

Weltweite

Anerkennung errang er

mit der Erforschung der

Ursachen und des Verlaufs

des Schneeberger

Lungenkrebses. Schon

kurz nach der Machtergreifung

der Nationalsozialisten

wurde Prof.

Rostoski – der weder der

NSDAP noch dem „Nationalsozialistischen

Deutschen Ärztebund“ angehörte – aus seiner

Klinik, die in „Rudolf-Heß-Krankenhaus“ umbenannt

worden war, verdrängt. Er fand jedoch

in seiner „alten“ Klinik Friedrichstadt eine

neue Bleibe, da der dortige Leiter ausschied.

Nach seiner Pensionierung setzte er im Juli

1938 seine Tätigkeit in einer großen Privatpraxis

fort, bis er – unmittelbar nach dem Beginn

des 2. Weltkrieges – zum Chefarzt eines

Reservelazaretts im Lahmanns-Sanatorium ernannt

wurde. Nach dem Krieg engagierte er

sich beim Wiederaufbau der Medizinischen

Klinik Dresden-Friedrichstadt.

Von der Deutschen Gesellschaft für Innere

Medizin wurde er 1954 zum Ehrenmitglied

ernannt. Er war Träger hoher staatlicher Auszeichnungen

und wurde 1956 erst im Alter

von 84 Jahren emeritiert. Noch 1954 berief

man ihn als Ordinarius für Innere Medizin an

die neu gegründete Medizinische Akademie

„Carl-Gustav-Carus“ in Dresden.

Am 10. Januar 1962 – vor 45 Jahren – ist

Prof. Rostoski in Dresden verstorben. Heute

erinnert das Tumorzentrum Dresden, das alljährlich

einen Preis mit seinem Namen vergibt,

an seine herausragenden Leistungen in

der Onkologie.

Dr. med. Heinz Schneider, Mahlow

Dr. Eckart Frantz zum Honorarprofessor bestellt worden

Eine besondere Würdigung

ist dem Chefarzt der

Abteilung für Innere Medizin

am St. Josefs-Krankenhaus

Potsdam-Sanssouci,

Dr. Eckart Frantz, zuteil

geworden. Dieser ist zum

Honorarprofessor an der

Universität Potsdam bestellt

worden, wie das St.

Josefs-Krankenhaus Pots-

dam in einer Stellungnahme Ende Juli bekannt

gab. Beantragt wurde die Professur von der

Humanwissenschaftlichen Fakultät. Mit der

Auszeichnung werden die wissenschaftlichen

Leistungen des Mediziners gewürdigt, der sich

in den vergangenen Jahren vor allem auf dem

Gebiet der Kardiologie in Forschung und Lehre

bundesweit einen Namen gemacht hat.

„Diese Auszeichnung ist für meine weitere

wissenschaftliche Arbeit ein großer Ansporn,

dabei habe ich eine hochwertige medizinische

und pflegerische Betreuung meiner Patienten

im Krankenhaus immer im Blick“, so

Prof. Frantz, der sich der Ehrung sehr verpflichtet

fühle.

Personalia

Prof. Otto Rostoski

Foto zur Verfügung

gestellt: Institut für

Geschichte der

Medizin der Medizinischen

Fakultät

Carl Gustav Carus

der TU Dresden

Prof. Eckart Frantz ist seit 2002 Chefarzt am

St. Josefs-Krankenhaus Potsdam. Zuvor war

er 15 Jahre am Deutschen Herzzentrum Berlin

tätig. Seit 2003 hat der 54-Jährige einen

Lehrauftrag am Institut für Sportmedizin und

Prävention der humanwissenschaftlichen Fakultät

der Universität Potsdam. Dort unterrichtet

er angehende Sportlehrer, die künftig

in Rehabilitationskliniken tätig sind, mit dem

Schwerpunkt Herz-Kreis-Erkrankungen.

St. Josefs-Krankenhaus Potsdam

Allee nach Sanssouci 7, 14471 Potsdam,

www.alexius.de

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

311


312

Personalia

Wir gratulieren zum Geburtstag im September

94 Jahre

MR Dr. med. Ruth Moeller

Treuenbrietzen

93 Jahre

MR Dr. med. Julius Daubert

Oderberg

88 Jahre

SR Dr. med. Elisabeth Daubert

Oderberg

87 Jahre

OMR Dr. sc. med. Kurt Höck

Groß Köris

MR Dr. med.

Hans-E. Stürzenberger

Rheinsberg

86 Jahre

SR Dr. med.

Marianne Schliack

Cottbus

84 Jahre

SR Elisabeth Dülge

Guben

80 Jahre

Dr. med. Siegfried Adler

Eberswalde

79 Jahre

Dr. med.

Ilsedore Hartmann

Eberswalde

MR Dr. med. Ursula Hoppe

Eberswalde

SR Dr. med.

Margret Lenzner

Zeuthen

Dr. med. Dietrich Schmidt

Tornow

78 Jahre

Prof. Dr. med.

Franz von Bruchhausen

Mühlenbecker Land,

OT Schönfl.

MR Dr. med. Ursula Fricke

Cottbus

OMR Dr. med.

Joachim Krzenciessa

Schwanebeck

SR Dr. med. Lothar Loppar

Drebkau-Neu Kausche

SR Dr. med.

Hans-Peter Lützenberger

Großräschen

Dr. med. Klaus Mecklenburg

Beeskow

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

77 Jahre

Dr. med. Ursula Motsch

Potsdam

Dr. med. Gisela Schröder

Brandenburg

76 Jahre

Dr. sc. med. Wilfried de Néve

Eggersdorf

MR Werner Gottwald

Senftenberg

Dr. med. Wend Graudenz

Brandenburg

OMR Dr. med.

Eberhard Hetzke

Cottbus

SR Eberhard Jennrich

Schipkau

Uwe Jürgens

Fürstenberg

MR Dr. med. Käthe Klett

Potsdam

Dr. med. Erika Reinicke

Brandenburg

SR Eberhard Schultrich

Märkisch Luch, OT Buschow

MR Dr. med. Roland Schüsterl

Guben

MR Dr. med. Heiko Wolter

Brandenburg

75 Jahre

Dr. med. Waltraut Bleisch

Senftenberg

Dr. med. Helke Busche

Ketzin

MR Dr. med.

Klaus Hübschmann

Potsdam

Edeltraut Kiok

Vehlefanz

SR Waltraud Prill

Rathenow

Prof. Dr. sc. med.

Kurt Schellnack

Königs Wusterhausen,

OT Senzig

OMR Dr. med.

Joachim Sievers

Cottbus

70 Jahre

Dr. med. Helga Gutschlag

Potsdam

OMR Dr. med.

Harald Haarfeldt

Zeuthen

Dr. med. Anni Heilscher

Dabendorf

Ulrich Kieselbach

Bad Freienwalde

SR Dr. med. Günter Milek

Nauen

Priv.-Doz. Dr. sc. med.

Horst-Dietrich Otto

Wandlitz

Barbara Schumacher

Hohen Neuendorf,

OT Bergfelde

Dr. med. Elisabeth Steinert

Lauchhammer

65 Jahre

Dr. med. Andreas Draeger

Perleberg

Dr. med. Bernhard Eichler

Brandenburg

Dr. med. Hans-Jörg Falk

Strausberg

Dr. med. Jürgen Fleischer

Eberswalde

Dr. med. Lutz Fochtmann

Brandenburg

Dr. sc. med.

Gudrun Golosubow

Berlin

OMR Dr. med.

Hartmut Handschak

Senftenberg, OT Brieske

Dr. med. Doris Heinrich

Brandenburg

Bernd Hempel

Brandenburg, OT Wust

Dr. med. Monika Jauernig

Frankfurt (Oder)

SR Dr. med.

Adelheid von Knorre

Altdöbern

Dr. med. Hermann Koblitz

Kyritz

Dr. med. Wilma Kryk

Stolpe Süd

MR Dr. med. Ingrid Kutschke

Cottbus

Dr. med. Hans-Jürgen Loos

Kallinchen

Dr. med. Barbara Oettel

Schwielowsee, OT Caputh

Dr. med. Heinz-Peter Petzold

Biesenthal

Dipl.-med. Friedhelm Quaas

Putlitz

Dr. med. Rudolf Riesner

Panketal

Dr. med. Renate Rosenberger

Burg

Dr. med. Manfred Rost

Oranienburg

Peter Röttig

Luckau

Dr. med. Erich Schilling

Schildow

Dr. med. Karin Schlecht

Wittstock

Katharina Schröder

Blankensee

SR Heike Schröter

Schlieben

MR Dipl.-Med.

Gerd Schwerdtfeger

Ortrand

Dr. med. Peter-Christian Seidel

Steinsdorf

Dr. med. Elke Senst

Belzig

Dr. med. Detlef-Michael Sott

Kleinmachnow

Dr. med. Harald Trettin

Grünheide/Mark

Regina Trupat

Ladeburg

Dr. med. Heidrun Weigel

Zeuthen

MUDr./CS Beate Wenzel

Altlandsberg, OT Gielsdorf

Hartmut Wiegand

Premnitz

MR Dr. med. Jens Ziervogel

Luckau

Dr. med. Peter Zuhrt

Neuruppin

MR Dr. med.

Siegward Zyminski

Guben

60 Jahre

Dr. med. Friedrich Dreßler

Berlin

Dr. med. Wolfgang Grunert

Seelow

Dr. med. Hans-Georg Heise

Senftenberg, OT Brieske

Dr. med. Barbara Hennig

Cottbus

Dr. med. Ulrich Niedermeyer

Frankfurt (Oder)

Ljudmilla Schlie

Strausberg

Wolf-Dieter Wecke

Cottbus

Dr. med. Werner Wilke

Potsdam

Wir bitten unsere Leser, die

nicht mit der Veröffentlichung

einverstanden sind, um rechtzeitige

(bis 15. des Vormonats)

Mitteilung (schriftlich

oder telefonisch unter

0355/7 80 10 18 oder

E-Mail:

angelika.winzer@laekb.de).


Land Brandenburg

und Berlin

3. Senftenberger Impftag

19. Sept. 2007,

15.00 bis 18.00 Uhr

Ort: FH Lausitz, Senftenberg

Auskunft: Dr. Bethke,

Landkreis OSL, Gesundheitsamt,

Großenhainer Straße 62,

01968 Senftenberg

Telefon: (03573) 8 70 43 01

Fax: (03573) 8 70 43 10

41. Kongress der Deutschen

Gesellschaft für Allgemeinmedizin

und Familienmedizin

20. bis 22. Sept. 2007 in Berlin

Auskunft: Institut für Allgemeinmedizin,

Theodor-Stern-Kai 7,

60590 Frankfurt

Telefon: (069) 63 01 71 73

E-Mail: otterbach@allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de

Internet: www.degam.de

Wahrheit und Wahrhaftigkeit –

Kommunikation mit Sterbenden

22. Sept. 2007,

8.00 bis 15.00 Uhr

Ort: FHL Lausitz Senftenberg

Leitung und Auskunft:

Prof. Dr. Weber, Erxlebenstr. 2,

01968 Senftenberg

Telefon: (03573) 14 70 28

1. Berliner LKG-Symposium

22. Sept. 2007 in Berlin

Auskunft: Dr. Stiller,

Fichtenauer Str. 17, 12589 Berlin

Telefon: (030) 6 48 04 29

Fax: (030) 65 01 71 21

Schön ist schöner als hässlich

22. Sept. 2007,

11.00 bis 13.00 Uhr

Ort und Auskunft: Prof. Dr. Linden,

Reha-Zentrum Seehof,

Lichterfelder Allee 55,

14513 Teltow

Telefon: (03328) 34 56 79

Fax: (03328) 34 55 55

Vitalitätsmedizin und Anti Aging –

gesund altern durch Prävention?

26. Sept. 2007, 15.00 Uhr

Ort: Seminaris Seehotel Potsdam

Biopsie bei jeder Gastroskopie?

26. Sept. 2007, 18.00 Uhr s.t.

Ort : Hörsaal des Langenbeck-

Virchow-Haus GbR,

Luisenstr. 58/59, 10117 Berlin

Endosonographie – Fortgeschrittenenkurs

28. Sept. 2007 in Berlin

Teilnehmergebühr: 100 €

Auskunft: Dr. med. Jenssen,

Krankenhaus Märkisch-Oderland

GmbH, Sonnenburger Weg 3,

16269 Wriezen

Telefon: (033456) 4 03 01

E-Mail: c.jenssen@khmol.de

Analytische

Selbsterfahrungsgruppe

3. bis 6. Okt. 2007

20. bis 23. Febr. 2008

1. bis 4. Okt. 2008

18. bis 21. Febr. 2009

7. bis 10. Okt. 2009

Ort: Berlin

Teilnehmergebühr: 600 €/Block

Auskunft: H. Reinhardt-Bork

(Telefon (030) 84 41 26 24)

E-Mail: HannaReinhardtBork

@t-online.de

Neues und Bewährtes in der

gynäkologisch-geburtshilflichen

Sonographie

6. Okt. 2007,

9.00 bis 18.00 Uhr

Ort: Brielow

Auskunft: Dr. Dalicho, Frauenklinik,

Städt. Klinikum, Hochstr. 29

14770 Brandenburg

Telefon: (03381) 41 14 02

Fax: (03381) 41 14 09

E-Mail: dalicho@klinikum-brandenburg.de

11. Mammasymposium

27. Okt. 2007 in Bad Saarow

Auskunft: Dr. Budner, Helios

Klinikum, Pieskower Straße 33,

15526 Bad Saarow

Telefon: (033631) 7 32 01

E-Mail: marek.budner

@helios-kliniken.de

Symposium für

Psychosenpsychotherapie

27./28. Okt. 2007 in Berlin

Auskunft: Dr. von Haebler,

Universitätsklinikum Charité,

Campus Mitte, Charitéplatz 1,

10117 Berlin

Telefon: (030) 4 50 51 71 96

E-Mail: dorothea.vonhaebler

@charite.de

Telemedizin – Zukunft

der Medizin

1./2. Nov. 2007 in Berlin

Teilnehmergebühr: auf Anfrage

Auskunft: Congress Organisation

Thomas Wiese GmbH, Hohenzollerndamm

125, 14199 Berlin

Telefon: (030) 85 99 62 17

Fax: (030) 85 07 98 26

E-Mail: dgtelemed

@ctw-congress.de

Internet: www.ctw-congress.de

Gefäßchirurgisches Symposium

8. bis 10. Nov. 2007

Ort: Russisches Haus der

Kultur und Wissenschaft Berlin

Auskunft: B. Gussmann,

Schleusenweg 43,

14532 Kleinmachnow

Telefon: (033203) 8 00 74

Fax: (033203) 8 00 75

E-Mail: gussmann@t-online.de

Doppler- und

Duplexsonographie

Abschlusskurs der extrakraniellen

hirnversorgenden Gefäße

16./17. Nov. 2007

Interdisziplinärer Grundkurs

26. bis 28. Okt. 2007

7. bis 9. Dez. 2007

Aufbaukurs der extrakraniellen

hirnversorgenden Gefäße

11. bis 13. Jan. 2008

Leitung: Dr. med. Becker

Ort: Neurologisches

Facharztzentrum Berlin

Auskunft: Berliner Dopplerkurse,

Ch. Kaindlbauer,

Holsteinische Str. 26, 10717 Berlin

Telefon: (030) 86 20 75 65

E-Mail: info@dopplerkurs.de

Internet: www.dopplerkurs.de

Herz- und Nierentage Cottbus

23./24. Nov. 2007

Ort: Lindner Congress-Hotel

Cottbus

Auskunft: Carl-Thiem-Klinikum

Cottbus, Thiemstraße 111,

03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 22 20

Fax: (0355) 46 22 40

Andere Bundesländer

Dopplersonographie-Kurse

Interdisziplinärer Grundkurs

21. bis 23. Sept. 2007 in Rostock

7. bis 9. Dez. 2007 in Dresden

Kombinierter Aufbaukurse

(hirnversorgende Gefäße)

26. bis 28. Okt. 2007

in Chemnitz (periphere Gefäße)

9. bis 11. Nov. 2007 in Chemnitz

Leitung und Auskunft:

Prof. Dr. med. habil. Schweizer,

Tagungen und Kongresse

Klinik für Innere Medizin I,

Krankenhaus Küchwald,

Bürgerstr. 2, 09113 Chemnitz

Telefon: (0371) 33 34 25 01

35. Jahreskongress der Deutschen

Gesellschaft für Rheumatologie

und 21. Jahrestagung

der Assoziation für Orthopädische

Rheumatologie

19. bis 22. Sept. 2007

in Hamburg

48. Kongress der Deutschen

Gesellschaft für Handchirurgie

gemeinsam mit der Unfallmedizinischen

Tagung der LVBG

4. bis 6. Okt. 2007 in Berlin

Auskunft: Intercongress GmbH,

Karlsruher Straße 3,

79108 Freiburg

Telefon: (0761) 69 69 90

Fax: (0761) 6 96 99 11

Internet: www.registration.intercongress.de

Intensiv-Weiterbildungskurs

Innere Medizin

24. bis 28. Sept. 2007 in Halle

Teilnehmergebühr: 200 €

Auskunft: Dr. Köhler,

Universitätsklinikum Halle,

Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle

Telefon: (0345) 5 57 26 65

Hochbegabte Kinder

und Jugendliche

15. Okt. 2007

Suchtmittelgefährdung

von Jugendlichen

26. Okt. 2007

25. Psychiatrietage Königslutter

15./16. Nov. 2007

Auskunft: Psychiatrie Akademie,

Vor dem Kaiserdom 10,

38154 Königslutter

E-Mail: Psychiatrie-Akademie

@NLKH-Koenigslutter.

Niedersachsen.de

Internet: www.psychiatrieakademie.de

9. Kongress der Arbeitsgemeinschaft

Endoprothetik

7./8. Dez. 2007 in Köln

Auskunft: AE-Sekretariat,

Oltmannsstr. 5, 79100 Freiburg

E-Mail: a.trautwein

@ae-germany.com

Angaben erfolgen ohne Gewähr!

Im Zweifel fragen Sie bitte beim

Veranstalter nach.

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

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Kalendarium

Kalendarium Oktober 2007

1. Montag

· MR Dr. Scheerer/Dipl.-Med. Dietrich,

Müncheberger Straße 11, Strausberg:

19.30 Uhr Balint-Gruppenarbeit

2. Dienstag

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

· Dr. Kerber, Dessauer Straße 12,

Luckenwalde:

19.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit

3. Mittwoch – Tag der

deutschen Einheit

4. Donnerstag

· Potsdam:

4.–7.10. Sonographie-Grundkurs

4.–7.10. Sonographie-Aufbaukurs

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

· Demo-Raum Klinik für Pneumologie

Treuenbrietzen: 14.00 Uhr

Interdisziplinäres Tumorkonsil

Bronchialkarzinom

· Doz. Dr. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41, Bernau:

Lehrtherapie und Supervision

5. Freitag

· Dahlewitz:

5./6.10. Schmerzmedizin

6. Samstag

· Brielow:

9.00 Uhr Neues und Bewährtes

in der gynäkologisch-geburtshilflichen

Sonographie

7. Sonntag

8. Montag

· Dipl.-Med. G. Weischet, R.-Luxemburg-Straße

30, 16816 Neuruppin:

19.30 Uhr Balint-Gruppenarbeit

· Evang.-Freikirchl. Krankenhaus

Rüdersdorf:

15.00 Uhr Onkologischer Arbeitskreis

9. Dienstag

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

· Demonstrationsraum Radiologie

Städt. Klinikum Brandenburg:

15.15 Uhr Klinisch pathologischanatomische

Konferenz

10. Mittwoch

· Sana-Kliniken Sommerfeld:

15.15 Uhr Interdisziplinäre

Schmerzkonferenz

· Klinik für Gefäßchirurgie Neuruppin:

16.00 Uhr Interdisziplinäre

Gefäßkonferenz

· Raum C220 Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard Bronchialkarzinom

· Ruppiner Kliniken Neuruppin:

16.00 Uhr Interdisziplinäre

Falldemonstrationen typischer

Mammabefunde

· Demonstrationsraum Radiologie

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Gefäßkonferenz

Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

· Evang. Krankenhaus für Geriatrie

Potsdam:

16.00 Uhr Anämie im Alter

· Städt. Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium

· Doz. Dr. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41, Bernau:

18.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit

· Hörsaal Institut für Pathologie Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

· Ost-Brandenburgisches

Tumorzentrum Bad Saarow:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard

· Hämato-onkologische Tagesklinik

Uckermark Schwedt:

15.30 Interdisziplinäre

onkologische Konsile

· OSP Neuruppin:

15.30 Uhr Onkologisches Konsil

· Demonstrationsraum Radiologie

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus:

15.30 Uhr Interdisziplinäres Tumorkonsil

· Radiologischer Röntgendemoraum

Städt. Klinikum Brandenburg:

15.45 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

· Feuer- und Rettungswache

Brandenburg: 17.00 Uhr

Asthma – exazerbierte COPD

11. Donnerstag

· Neurologische Klinik Neuruppin:

12.30 Uhr Offene interdisziplinäre

Schmerzkonferenz

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

· Demo-Raum Klinik für Pneumologie

Treuenbrietzen:

14.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil Bronchialkarzinom

· HELIOS Klinik Bad Saarow: 8.00 Uhr

Möglichkeiten/Grenzen Ultraschall

· Landesrettungsschule Brandenburg

Bad Saarow: Aktuelle Rechtsfragen

im Rettungsdienst

12. Freitag

· Evang. Krankenhaus Woltersdorf:

12./13.10. Basiskurs Altersmedizin

· Ludwigsfelde:

12./13.10. Neuraltherapiekurs 2

13. Samstag

· Herzberg:

13./14.10. Hypnose zu Heilzwecken

14. Sonntag

15. Montag

16. Dienstag

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

· Konferenzraum DRK-Krankenhaus

Luckenwalde: 19.00 Uhr

Urologische Tumorkonferenz

17. Mittwoch

· Cottbus:

17./18.10. Röntgen-Grundkurs

· Evang.-Freikirchl. Krankenhaus

Rüdersdorf:

15.00 Uhr Interdisziplinäre

Schmerzkonferenz

· Carl-Thiem-Klinikum Cottbus:

18.00 Uhr Wirbelsäule

· Raum C220 Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard Bronchialkarzinom

· Demonstrationsraum Radiologie Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Gefäßkonferenz

· St.Josefs-Krankenhaus Potsdam:

17.00 Uhr Gastroenterologie

· Asklepios Klinik Birkenwerder:

15.00 Uhr Klinische Fallkonferenz

Diabetes mellitus Typ 1 und 2

· Städt. Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium

· MEDIAN Klinik

Dahlwitz-Hoppegarten:

12.00 Uhr Interdisziplinäre

MEDIAN-Schmerzkonferenz

· MR Dr. Loesch,

Großbeerenstraße 109, Potsdam:

17.30 Uhr Balint-Gruppenarbeit

· Rathenow: Qualitätszirkel

Psychosomatik/Psychotherapie

· Hörsaal Institut für Pathologie

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

· Ost-Brandenburgisches Tumorzentrum

Bad Saarow:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard

· Hämato-onkologische Tagesklinik

Uckermark Schwedt:

15.30 Interdisziplinäre

onkologische Konsile

· OSP Neuruppin:

15.30 Uhr Onkologisches Konsil

· Demonstrationsraum Radiologie

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus:

15.30 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil

18. Donnerstag

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

· Demo-Raum Klinik für Pneumologie

Treuenbrietzen:

14.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil Bronchialkarzinom

· Evang. Krankenhaus Woltersdorf:

9.00 Uhr Sterbebegleitung

19. Freitag

· Cottbus:

19./20.10. Röntgen-Spezialkurs

· Dahlewitz:

19./20.10. Schmerzmedizin

· Grünheide:

Schmerztherapie – Opioide

20. Samstag

21. Sonntag

22. Montag

· Evang.-Freikirchl. Krankenhaus

Rüdersdorf:

15.00 Uhr Onkologischer Arbeitskreis

23. Dienstag

· Carl-Thiem-Klinikum Cottbus:

15.00 Uhr Schmerzkonferenz

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

24. Mittwoch

· Raum C220 Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard Bronchialkarzinom

· Städt. Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium

· Praxis Dr. Loesch,

Großbeerenstraße 109, Potsdam:

19.15 Uhr Qualitätszirkel

Psychosomatik

· Hörsaal Institut für Pathologie Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

· Ost-Brandenburgisches Tumorzentrum

Bad Saarow:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard

· Hämato-onkologische Tagesklinik

Uckermark Schwedt:

15.30 Interdisziplinäre

onkologische Konsile

· OSP Neuruppin:

15.30 Uhr Onkologisches Konsil

· Demonstrationsraum Radiologie

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus:

15.30 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil

· Radiologischer Röntgendemoraum

Städt. Klinikum Brandenburg:

15.45 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

25. Donnerstag

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

· Demonstrationsraum Radiologie

Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Gefäßkonferenz

· Demo-Raum Klinik für Pneumologie

Treuenbrietzen:

14.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil Bronchialkarzinom

· Doz. Dr. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41, Bernau:

Lehrtherapie und Supervision

· Landesrettungsschule Brandenburg

Bad Saarow:

Invasive Techniken

in der Notfallmedizin

26. Freitag

27. Samstag

· Medizinische Klinik Kolkwitz:

10.00 Uhr Sarkoidose

· Bad Saarow:

11. Mammasymposium

28. Sonntag

29. Montag

· Potsdam:

29.10.–5.11. Fachkundeseminar

Rettungsdienst

· F. Pickert, Buschmühlenweg 3,

Frankfurt (Oder):

20.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit

30. Dienstag

· Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

31. Mittwoch – Reformationstag


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Brandenburgisches Ärzteblatt 9/2007 · 17. Jahrgang

315


Wir suchen Internisten, Allgemeinmed., Praktische Ärzte und

Anästhesisten – auch Ruheständler – als freie nebenberufliche

Mitarbeiter für renommierten privatärztlichen Notdienst ab sofort für

Tages- und / oder Nachtdienste für Potsdam, Berlin und Berliner Umland.

Chiffre BÄB 105-9/07, Verlagsbüro Kneiseler, Uhlandstraße 161, 10719 Berlin

Kombinierte Kurse der Doppler- und Duplex-Sonographie

nach den Richtlinien der KBV und der DEGUM, 28 Fortbildungspunkte

Gefäßzentrum Berlin/Brandenburg im Ev. Krankenhaus Hubertus Berlin,

akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Charité Berlin

- Interdisziplinärer Grundkurs der Gefäßdiagnostik 14.-16.12.2007

- Aufbaukurs der peripheren Arterien und Venen 15.-17.2.2008

- Abschlußkurs der peripheren Arterien und Venen 15.-16.2.2008

- Aufbaukurs der hirnversorgenden Gefäße 7.-9.3.2008

- Abschlußkurs der hirnversorgenden Gefäße 7.-8.3.2008

Anmeldung schriftlich an: Dr. med. C. Fahrig, Chefarzt der Inneren

Abteilung des Ev. Krankenhauses Hubertus, DEGUM Seminarleiter,

Spanische Allee 10-14, 14129 Berlin oder unter: Tel.: 030/392 34 51;

Fax: 030/394 80 180 oder Tel.: 030/810 08 233; Fax: 030/810 08 135.

WB-Assistent/in Allgemeinmedizin gesucht für große hausärztliche

Praxis (Innere Medizin, Allgemeinmedizin und Tropenmedizin/Infektiologie).

Ergo, Sono, Lz-EKG, LZ-RR und Spiro.

Ab: 10/2007, Lage: westlicher Stadtrand von Berlin.

Chiffre BÄB 107-9/07 an: Verlagsbüro Kneiseler - Uhlandstr. 161 - 10719 Berlin

FÄ/FA für physikalische und rehabilitative Medizin von

orthopädischer Gemeinschaftspraxis mit kons. Spektrum in

Hamburg für langfristig angelegte Mitarbeit/Kooperation gesucht.

Kein finanzieller Einsatz erforderlich.

Chiffre BÄB 103-9/07 an: Verlagsbüro Kneiseler - Uhlandstr. 161 - 10719 Berlin

Städtische Kliniken Bielefeld

Klinik für Strahlentherapie Bielefeld-Mitte

Chefarzt Prof. Dr. med. Peter Hirnle

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen

Facharzt (m/w)

für Strahlentherapie

oder einen Assistenten (Weiterbildung/Promotion möglich).

Die Klinik ist modern ausgerüstet und vertritt das Gesamtspektrum der

Disziplin (incl. IMRT, IORT, Afterloading). Sie bietet selbständiges Arbeiten

in gutem Betriebsklima.

Informationen über unseren Leistungsumfang erhalten Sie unter

www.strahlentherapie-bielefeld.de oder Tel.: 0521-581-2901.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte an:

Städtische Kliniken Bielefeld

Personalabteilung - Herr Uwe Lehmkühler

Postfach 10 26 52 . 33526 Bielefeld . www.sk-bielefeld.de

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Facharzt/Fachärztin für Orthopädie

für MVZ im Westen Berlins gesucht. Variable Arbeitszeit möglich.

Kontakt erbeten an:

Dr. A. Pingsmann, Gatower Str. 241, 14089 Berlin

!!! Wichtig für Akupunkturärzte !!!

80 Stunden Kurs Spezielle Schmerztherapie

Nach den Richtlinien der BÄK in 4 Wochenend-Kursblöcken

Kurs 2 31.8.-2.9.07, 14.9.-16.9.07, 28.9.-30.9.07, 5.10.-7.10.07

Kurs 3 2.11.-4.11.07, 16.11.-18.11.07, 30.11.-2.12.07, 14.-16.12.07

Der Kurs wird durch die Ärztekammer Berlin zertifiziert

Veranstaltungsort: Berlin

Veranstalter: Dr. Immler & Dr. Kaleth

Weitere Informationen anfordern unter

Tel. 030-21 23 66 988 Frau Janthur

Tel. 030-38 30 95 53 Fr. Funke/Fr. Woldey oder Fax 25 29 11 10

www.schmerztherapiekurs.de

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