Umwelterklärung der Evangelischen Kirchengemeinde Eppingen ...

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Umwelterklärung der Evangelischen Kirchengemeinde Eppingen ...

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Umwelterklärung der

Evangelischen

Kirchengemeinde

Eppingen

2010

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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I. Grußworte

Grußwort Grüner Gockel Eppingen

Liebe Eppinger Gemeindeglieder!

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Mit Freude habe ich erfahren, dass ein Team von sieben Menschen in der Eppinger

Kirchengemeinde sich aktiv und engagiert für Umweltschutz einsetzt. Ich weiß, wie

schön diese Aufgabe ist, aber auch wie diffizil und mitunter schwierig sie sein kann.

Dennoch der Aufwand lohnt sich. Da können zunächst Kosten für Energie gesenkt

werden. Darüber hinaus wächst ein Bewusstsein in der Gemeinde, mit Energie

sorgfältig umzugehen. Gerade Menschen sensibel zu machen, dass wir bewusst und

verantwortungsvoll mit der Energie umgehen, ist eine zutiefst wichtige Aufgabe. Sie

ergibt sich wie von selbst, wenn wir den Schöpfungsauftrag aufnehmen und geistlich

im Alltag leben. Die Erde zu bebauen und zu bewahren, ist uns von Gott, unserem

Schöpfer, aufgegeben. Nachhaltig werden wir im Gehorsam gegen unseren

barmherzigen und gnädigen Gott uns der Schöpfung gegenüber verhalten.

In diesem Sinne danke ich der Eppinger Gemeinde, dass sie beim Grünen Gockel

mitmacht und freue mich über ihren Erfolg. Ich gratuliere von Herzen und bin stolz,

dass eine weitere Gemeinde unseres Kirchenbezirkes sich mit dem Grünen Gockel

schmücken kann.

Herzliche Grüße

Ihr

Hans Scheffel, Dekan

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Eppingen

für die Umwelterklärung des Grünen Gockels der evangelischen

Kirchengemeinde Eppingen

Es ist noch nicht zu spät für eine Antwort auf den Klimawandel. Der Königsweg für

Kirchengemeinden, eine Antwort auf den Klimawandel zu geben, ist das

Umweltmanagement. Alle Teilaspekte, die darin vorkommen, haben eine direkte oder

wenigstens indirekte Verbindung dazu, beim Artenschutz angefangen über die Frage

der Beschaffung, der Frage, was wir essen und trinken, mit welchen Mitteln wir

reinigen, bis hin zum Top-Thema Energieverbrauch.

Die Evangelische Kirchengemeinde Eppingen hat sich auf den Weg gemacht, auf

den Klimawandel zu reagieren, an ihrem Ort, mit ihren Mitteln. Nach einem

gelungenen Start im November 2008 steht sie nun zur Zertifizierung an. Umweltteam

und Pfarramt haben fruchtbar zusammengearbeitet, so dass der „Grüne Gockel" jetzt

neben der Kirchentür angebracht werden kann. Besonders beeindruckt hat mich,

dass Sie ohne großes Streben nach Öffentlichkeit ganz im Stillen und gerade

deswegen für mich umso nachhaltiger sich um die „kleinen“ Dinge im

Gemeindehaus, im Pfarrhaus, in der Kirche und im alltäglichen Umgang mit Energie,

wie Strom- und Wasserverbrauch gekümmert haben.

Ich beglückwünsche auch im Namen der Stadt Eppingen und des Gemeinderates

alle, die beim Umweltmanagement mitgewirkt haben und wünsche der Gemeinde

weiterhin einen langen Atem

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Holaschke

Oberbürgermeister der Stadt Eppingen

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Liebe Eppinger!

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

„Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen“

heißt es in der Bibel (Ps 24,1). Diese Überzeugung prägt unseren Glauben: Gott ist

der Schöpfer und Ursprung allen Lebens. Er hat die Erde zum Wohnen geschaffen

und dem Menschen als seinem Haushalter auf Erden eine besondere

treuhänderische Verantwortung zugewiesen:

Er soll die Erde bebauen und bewahren.

Das mit dem Bebauen haben wir gut hinbekommen, der Auftrag der Bewahrung fällt

uns schwerer. Die Bedeutung und Wahrheit der Bewahrung der Schöpfung wird uns

anhand des Klimawandels deutlich vor Augen geführt. Die alte Weisheit, dass im

Gewebe des Lebens alles mit allem zusammenhängt, holt uns ein.

Uns als Kirchengemeinde gilt nicht nur der Auftrag Gottes, Menschen mit dem

Evangelium von Jesus Christus bekannt zu machen, sondern auch den Auftrag, der

Bewahrung der Schöpfung umzusetzen, unseren Beitrag dafür zu leisten.

Als die Kirchengemeinde Eppingen im Jahre 2008 beschlossen hatten, den „Grünen

Gockel“ in unserer Gemeinde einzuführen, spielten wirtschaftliche und ökologische

Gesichtspunkte eine Rolle. Beides muss kein Gegensatz sein, denn auch unser

notwendiges wirtschaftliches Leben gedeiht langfristig nur auf der Grundlage einer

lebensfreundlichen Ökologie.

Der Kirchengemeinde Eppingen wünsche ich, dass beides in guter Weise in der

Zukunft gelingen möge: Ein Herzenswandel – hin zu dem Gott, den wir als Schöpfer

bekennen und ein Sinneswandel - hin zur Bewahrung seiner Schöpfung, auch für

unsere Kinder und Enkel.

Es grüßt Sie von Herzen

Ihr ehemaliger Gemeindepfarrer Armin Graf

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II. Inhaltsverzeichnis

Seite 3 I. Grußworte

Seite 5 II. Inhaltsverzeichnis

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Seite 6 III. Die evangelische Kirchengemeinde Eppingen im Portrait

Seite 8 IV. Umweltmanagement- System

Seite 10 V. Auftaktveranstaltung

Seite 11 VI. Schöpfungsleitlinien

Seite 13 VII. Bestandsaufnahme

Teil 1: Kirche, Gemeindehaus, Pfarramt,

Kindergarten hinter der Kirche

1.1. Gebäude und Recht

1.2. Heizung

1.3. Strom

1.4. Wasser

1.5. Abfall

1.6. Verkehr

1.7. CO2 - Emissionen

1.8. Kommunikation

1.9. Bewahrung bedrohter Mitgeschöpfe

Seite 21 Teil 2: Kennzahlen

Seite 24 VIII. Bewertung der Bestandsaufnahme & Umweltprogramm

Seite 30 IX. Internes Audit

Seite 31 Impressum

Seite 32 Gültigkeitserklärung

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

III. Die evangelische Kirchengemeinde Eppingen im Portrait

Die große Kreisstadt Eppingen mit ihren 6 Ortsteilen und rd. 21.192 Einwohnern

bildet ein regionales Zentrum im Herzen des Kraichgaus. Als Sitz unterer

Verwaltungsbehörden verfügt die Kernstadt zudem über alle weiterführenden

Schulen wie auch drei Seniorenheime.

In landschaftlich reizvoller Lage bietet Eppingen zudem ein reichhaltiges

Freizeitangebot. Es bestehen darüber hinaus sehr gute öffentliche

Verkehrsanbindungen nach Karlsruhe, Heilbronn und Heidelberg.

Von den ca. 10.000 Einwohnern der Kernstadt Eppingen gehören z. Zt. 4.500 zur

evangelischen Kirchengemeinde. Die Kirchengemeinde ist Trägerin von drei

Kindergärten mit jeweils drei Gruppen und einer Kinderkrippe mit einer

Krippengruppe.

Die 1879 erbaute Stadtkirche mit ca. 750 Sitzplätzen wurde 1990 umfassend

renoviert und verfügt über eine historische Voit-Orgel, die 2009 komplett renoviert

wurde.

Die Kirche befindet sich in einem sehr guten baulichen Zustand und ist in der

Baupflicht der Pflege Schönau. Sie ist licht- und tontechnisch auf dem neusten

Stand. 2009 wurde eine Kinderecke in die Stadtkirche integriert um jungen Familien

den Gottesdienstbesuch zu vereinfachen.

Die Stadtkirche bietet Raum und Möglichkeiten für vielfältige Formen des

gottesdienstlichen Lebens.

Gegenüber der Stadtkirche liegt das 1992 umgebaute und erweiterte

Gemeindezentrum, in dem sich das rege und vielgestaltige Gemeindeleben abspielt.

Daneben findet sich ein separates Bürogebäude, in welchem sich das Pfarramtsbüro

und im 1. Stock die Wohnung des Gemeindediakons und seiner Familie befindet. In

unmittelbarer Nähe steht das 1873 erbaute, geräumige Pfarrhaus. Das Pfarrhaus

wurde 1999 grundlegend renoviert.

Schwerpunkt unseres Gemeindelebens ist der Gottesdienst. Seit ca. 10 Jahren gibt

es auch regelmäßig Gottesdienste in neuer, veränderter Form (wie z.B. Punkt 5,

Punkt 10, Krabbelgottesdienst), die von der Gemeinde gerne angenommen werden.

Die sehr aktive und vielfältige Kinder- Und Jugendarbeit der Kirchengemeinde

geschieht in enger Zusammenarbeit mit und in der Verantwortung des

Südwestdeutschen EC-Verbandes.

Die Arbeit mit jungen Familien ist im Aufbau begriffen und wird in Zusammenarbeit

mit den Kindergärten z. Zt. Konzeptionell erarbeitet.

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Die Glaubensgrundkursarbeit der vergangen Jahre, wie auch die dadurch

entstandenen Hauskreise, prägen ebenfalls das geistliche Leben der Gemeinde.

Des Weiteren gibt es eine Vielzahl von traditionellen Gruppen und Kreisen, wie z.B.

Kirchenchor, Posaunenchor, Bibelkreis, …

Eine große Zahl von engagierten Mitarbeiter/innen und ein verantwortungsbewusster

und aktiver Kirchengemeinderat tragen die Gemeindearbeit.

Mit der katholischen und evangelisch-methodistischen Gemeinde Eppingen besteht

eine gute ökumenische Zusammenarbeit im Rahmen der AcK.

Seit 2004 unterstützen wir durch Spenden und persönliche Kontakte ein Kinder- und

Schulprojekt in Rutenga / Uganda.

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

IV. Umweltmanagement – System

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Der Kirchengemeinderat trägt die Gesamtverantwortung, beschließt über

haushaltswirksame Maßnahmen und beurteilt jährlich im Anschluss an das Interne

Audit, wie das Umweltmanagementsystem weitergeführt werden soll (Management

Review).

Der Umweltbeauftragte koordiniert das Umweltteam, terminiert das Interne Audit und

kontrolliert die Einhaltung der Umweltziele. Der Umweltbeauftragte stellt die

Kooperation zwischen Umweltteam und Gemeindeleitung her.

Das Umweltteam erfasst die erforderlichen Daten, sorgt für die Schulung der

Mitarbeitenden, setzt das Umweltprogramm um und entwickelt es weiter.

Unser Grünes-Gockel- Team

(von links nach rechts)

Wolfgang Aupperle, Matthias Walter, Michael Müller(pausiert aus beruflichen Gründen seit

Sommer 2010), Karin Filsinger, Markus Zobeley, Reinhard Frank, Thomas Pfeffer.

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V. Auftaktveranstaltung

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Am 21. Juni 2009 wurde der „Grüne Gockel“ im Rahmen eines Punkt 10

Gottesdienstes, vorbereitet von Pfarrer Armin Graf und dem Umweltteam mit dem

Team „Schöpfung“ der Gemeinde vorgestellt.

Im Gottesdienst wurden der Gemeinde die Mitglieder des Umweltteam vorgestellt,

sowie anhand einer Power Point Präsentation die allgemeine Funktion, der Sinn und

Zweck des kirchlichen Umweltprogramms in kurzer Form dargestellt.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde die Gemeinde zu einem Kirchenkaffee

eingeladen. An Stellwänden waren die Schöpfungsleitlinien und Bilder der einzelnen

Mitglieder des Umweltteam angeschlagen. Einem Stand mit Infomaterial,

Ideenspeicher und mehreren Bilderketten vom Ei bis zum Grünen Gockel in und vor

der Kirche aufgebaut. So konnten die Gemeindeglieder die Schöpfungsleitlinien und

alles rund um den Grünen Gockel zur Kenntnis nehmen, darüber ins Gespräch

kommen und auch ihre Kommentare hinzusetzen.

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VI. Schöpfungsleitlinien

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Artikel 1 Dies verpflichtet uns zum Erhalt seiner Schöpfung.

Wir - die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen

Kirchengemeinde Eppingen - betrachten deshalb den Schutz der Natur

und der Umwelt als eine wichtige Aufgabe. Im Rahmen unserer

kirchlichen Arbeit verpflichten wir uns, zu einer stetigen Verbesserung

des Umweltschutzes beizutragen. Um informiert handeln zu können,

braucht es eine solide Datengrundlage. Wir bemühen uns, regelmäßig

unser Handeln als Kirchengemeinde zu erfassen, um Prozesse auf ihre

Umweltverträglichkeit hin überprüfen und gegebenenfalls optimieren

zu können.

Artikel 2 Wir achten darauf, wie sich unsere Entscheidungen auf

künftige Generationen auswirken werden.

Wir berücksichtigen die begrenzte Regenerationsfähigkeit der

Ökosysteme und tragen der Tatsache Rechnung, dass die Vorräte an

Erdöl und Erdgas nur noch wenige Generationen reichen. Wir möchten

Entscheidungen treffen, die „nachhaltig“ sind, d. h., sie sollen sich nicht

negativ auf das Leben dieser und künftiger Generationen auswirken.

Artikel 3 Wir möchten Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit

miteinander vereinen.

Wir suchen nach Konzepten und Modellen um Umweltschutz

wirtschaftlich zu gestalten. Sparsame Nutzung von Rohstoffen und

Energieträgern mit wirtschaftlich vertretbarer neuer Technik schont die

Umwelt und spart Kosten. Bei langfristig wirkenden Entscheidungen

berücksichtigen wir die voraussehbare Entwicklung der Energiekosten

sowie die Kosten, welche aus Umweltschäden resultieren. Wir sind

überzeugt, dass sich Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit auf lange

Sicht miteinander vereinbaren lassen.

Artikel 4 Wir suchen bei unseren Vorhaben die Wege, welche die

Umwelt am wenigsten belasten.

Wir vereinbaren ein Umweltprogramm, betreiben ein

Umweltmanagement und erstellen regelmäßig unsere Ökobilanz. Wir

überprüfen regelmäßig unsere Ergebnisse und aktualisieren das

Umweltprogramm. Wir informieren und beteiligen unsere

Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit.

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Artikel 5 Wir fördern gesunde Lebensräume für Menschen, Tiere

und Pflanzen.

Wir achten bei Renovierungen und Ausstattung der Räume auf

umweltfreundliche Materialien. Kirchliche Gebäude und Grundstücke

sollen Arbeits- und Lebensmöglichkeiten für Menschen, Pflanzen und

Tiere bieten.

Artikel 6 Wir fördern Schöpfungsverantwortung und

Umwelterziehung in unseren Gruppen und Kreisen.

Durch gemeinsam mit Leiterinnen und Leitern von Gruppen und Kreisen

zu erarbeitende Konzepte möchten wir naturschützendes und

umweltschonendes Handeln fördern. Das betrifft beispielsweise den

verantwortungsvollen Umgang mit Heizenergie, Strom und

Müllentsorgung.

Artikel 7 Wir tauschen unsere Erfahrungen mit anderen Stellen

und Einrichtungen aus.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelischen

Kirchengemeinde Eppingen verstehen sich als Teil einer weltweiten

ökologischen Lerngemeinschaft. Wir nehmen teil am Öko-Audit und

streben die Zertifizierung unserer Kirchengemeinde an. Wir machen

Umweltein- und auswirkungen sichtbar und verpflichten uns zur

Einhaltung aller umweltrelevanten Normen und gesetzlichen Vorgaben.

Damit nehmen wir unsere Aufgabe als umweltbewusste

Kirchengemeinde wahr.

Artikel 8 Änderung von einzelnen Leitlinien.

Die Leitlinien unserer Umweltpolitik sind für die derzeitigen Umstände

und Umweltbedingungen geschaffen worden. Auch geben sie die

Betrachtungsweise ihrer Verfasser und des Kirchengemeinderates

wieder. Insofern müssen sie im Ganzen nicht langfristig gültig sein.

Sofern andere Meinungen vorgebracht werden, werden diese überprüft.

Änderungen bestimmter Leitlinien sind hiernach durchaus denkbar.

Ebenso können veränderte Umweltbedingungen zu Anpassungen der

betreffenden Leitlinien führen.

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VII. Bestandsaufnahme

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Teil 1: Kirche, Gemeindehaus, Pfarramt, Kindergarten hinter der Kirche

1.1. Gebäude und Recht

Die Evangelische Stadtkirche liegt im Rothviertel von Eppingen. Das Grundstück

umfasst 2.567 m², davon sind 809 m² bebaut, 234,17 m² mit Platten versiegelt und

1.523,80 m² begrünt.

Dahinter liegt gleich im Anschluss der Kindergarten hinter der Kirche mit einer

Grundstücksgröße von 1.564 m² wovon 420,96 m² bebaut sind, 953,04 m² begrünt

und 190 m² mit Platten versigelt sind. Die Pflasterfläche ist aber nicht an die

Kanalisation angeschlossen, sondern die Entwässerung geschieht über die

Grünflächen.

Gegenüber der Stadtkirche liegt das Gemeindehaus mit angrenzendem Pfarramt.

Pfarramt und Gemeindehaus bilden eine Grundstückseinheit mit einer Gesamtfläche

von 1.968 m². Wovon 930,57 m² bebaut sind, 710,46 m² begrünt sowie 262,21 m² mit

Platten versiegelt sind.

Die Baugenehmigungen der einzelnen Gebäude liegen vor.

Für alle Gebäude wurden Sicherheitsbegehungen durch den landeskirchlichen

Sicherheitsbeauftragten Herrn Wolfgang Mohr, bzw. Herrn Patrick Schork

durchgeführt, deren Protokolle vorliegen.

Der E-Check für alle ortsveränderlichen Geräte wurde vom E-Team des

Umweltteams durchgeführt, mit dem E-Check der unveränderlichen Geräte wurde

begonnen. Die Überprüfung der Feuerlöscher wird durch Wartungsvertrag mit einer

Fachfirma gewährleistet. Eine Einweisung der Mitarbeitenden in deren Handhabung

ist angedacht. Verbandskästen mit Verbandsbuch befinden sich in den jeweiligen

Gebäuden und sind frei zugänglich.

Die Datenblätter der verwendeten Reinigungsmittel liegen vor.

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1.2. Heizung

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Alle Gebäude werden mit Erdgas beheizt. Die Heizung verursacht die die größten

Kosten und belastet gleichzeitig die Umwelt am meisten. Den größten Faktor macht

hier die Kirche aus. Das Beratungsmodul Heizungseinstellung, die Erstellung eines

Energiegutachtens und der Einsatz von Datenloggern sollen dazu führen den

Energieverbrauch zu senken. Die Kirche wird zu Gottesdiensten,

Konzertveranstaltungen und Proben beheizt. Die Orgel verlangt im Winter eine

Temperatur von 8°Celsius.

Kirche

Kiga

Gemeindehaus

Pfarramt

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1.3. Strom

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Die zweitgrößte Umweltbelastung geht vom Stromverbrauch aus. Hier wurde schon

einiges getan. Im Zuge des Umbaus des Jugendbereichs im Gemeindehaus wurde

die Beleuchtungstechnik erneuert. Defekte Glühlampen wurden gegen

Energiesparlampen ersetzt. Durch die geplante Erneuerung der Beleuchtungstechnik

im Gemeindesaal des Gemeindehauses soll die max. Wattzahl, bei deutlicher

Verbesserung der Beleuchtung ca. halbiert werden.

Kirche

Kiga

Gemeindehaus

Pfarramt

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1.4. Wasser und Abwasser

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Bei unserem geringen Wasserverbrauch besteht kein Handlungsbedarf. Die

entstehenden Abwässer verursachen keine relevanten Umweltbelastungen. Bei

zukünftigen Baumaßnahmen soll versucht werden, die versiegelten Flächen zu

verringern.

Die Gesamtgrundstücksfläche beträgt 6.099 m²

Davon sind 2.160,53 m² bebaut, 695,38 m² versiegelt und 3.243,09 m² begrünt.

Das entspricht einem Versiegelungsgrad von 46,83 %.

Kirche

Kiga

Gemeindehaus

Pfarramt

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1.5. Abfall

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Im Wesentlichen entstehen Hausmüll, Blumenschmuck und Kaffeefilter sowie

Essensabfälle, diese werden über die Biotonne entsorgt. Rasen- und Heckenschnitt

werden auf den örtlichen Häckselplatz gebracht. Wertstoffe, defekte

Energiesparlampen werden nach Bedarf im örtlichen Recyclinghof entsorgt.

Altpapier, Glas wird über die öffentlichen Papier- und Glascontainer entsorgt.

Im Kindergarten werden schon seit Jahren Verpackungsabfälle (z. B. Jogurt-Becher)

der Kinder, wieder mit nachhause geben um sie dort privat zu entsorgen.

Restmüll

Restmüll

Biomüll

Sondermüll

Anzahl Größe (l) Abfuhren/Jahr Füllgrad Volumen ( l )

2 120 26 95% 5.928

1 80 26 95% 1.976

3 240 31 60% 13.392

Gesamtvolumen

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0

l/a 21.296


1.6. Verkehr

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Da von Seiten der hauptamtlichen Mitarbeitenden so gut wie keine motorisierten

Dienstreisen unternommen werden, wurde im Bereich Verkehr stichprobenartig

verfahren. Beispielsweise wurden die Fahrten Wohnung-Arbeit- Wohnung der

hauptamtlichen Mitarbeitenden mit einbezogen.

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1.7. CO2 - Emissionen

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Durch das verbrennen von Erdgas und die Nutzung von Strom aus fossilen

Brennstoffen erzeugt auch unsere Kirchengemeinde eine Umweltbelastung durch

das Treibhausgas CO2 und trägt zur globalen Erdwärme bei.

Der größte Teil an CO2 wird durch das Heizen verursacht. Eine optimierte

Heizungsanlage bzw. Steuerung und ein verantwortungsbewussteres

Nutzerverhalten kann unseren negativen Einfluss auf das Klima verbessern. Des

Weiteren sollte der Strombezug von einem Energieversorger, der Strom aus

regenerativen Quellen gewinnt, geprüft werden und erfolgen.

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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1.8. Kommunikation

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Während Heizenergie, Strom, Wasser und Abfall sogenannte direkte

Umweltauswirkungen darstellen (sie wirken sich unmittelbar aus durch

Ressourcenverbrauch, Schadstoffemission u.a.) gehört die Kommunikation zu den

indirekten Umweltauswirkungen.

Aber gerade hier liegt die zentrale Aufgabe einer Kirchengemeinde in der

Bildungsarbeit, bzw. der Kommunikation mit den Menschen.

So wird es indirekt unserer Umwelt zugutekommen, dass es uns wichtig ist, das

Thema „Bewahrung der Schöpfung“ in unsere alltägliche Arbeit mit Gruppen und

Kreisen, im Kindergarten und in den Gottesdiensten zu integrieren und in den

kommenden Jahren zu intensivieren.

Gerade der Kindergarten hat durch die pädagogische Arbeit mit den Kindern viele

Möglichkeiten.

Auch das Umweltteam hat hier eine wichtige Funktion. Deshalb erscheint uns eine

gute Kommunikation zwischen Umweltteam, Kirchengemeinderat und Gemeinde

sinnvoll, um eine für alle Nutzenden eine nachhaltige, ökonomische und ökologische

Lösung zu finden.

1.9. Bewahrung bedrohter Mitgeschöpfe

1993 wurden in den 43m hohen Turm unserer Stadtkirche Nistkästen für Turmfalke,

Schleiereule und Dohlen angebracht. Seither brüten Falken, Eulen und Dohlen im

Turm. Die Jungvögel werden im Rahmen eines Forschungsprojektes jährlich mit

speziellen Aluminiumringen gekennzeichnet welches ermöglicht deren Reisen bis

Frankreich, Spanien und Afrika nachzuvollziehen.

Dieses Projekt wird von Dr. Michael Preusch und einigen seiner Freunde betreut.

Im letzten Jahr wurden im Kindergarten ein Kräutergarten, ein Naschgarten und ein

Insektenhotel eingerichtet.

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Teil 2 – Kennzahlen

Kennzahlen Heizperiode 2009/2010

(Aug.2009 - Juli 2010)

Beschäftigte 18

Gemeindeglieder

(Gg) 4500

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Kirche Kiga Gemeindehaus Pfarramt Gesamtgemeinde

beheizte Nutzfläche m² 1271 425 695 78 2.391

Wärme

absolut April 1.548 2.210 810

Mai 0 1.038 472

Juni 0 637 760

Juli 0 492 149

August 0 447 27

September 0 673 227

Oktober 6.136 4.196 2.347

November 6.803 5.478 4.988

Dezember 21.734 9.388 10.675

Januar 18.120 10.171 12.313

Februar 11.677 8.498 10.761

März 10.772 6.418 7.620

April 4.784 3.669 3.728

Mai 1.324 2.604 2.094

Juni 0 502 660

Juli 0 439 51

4.568

1.510

1.396

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641

475

900

12.678

17.270

41.797

40.603

30.936

24.810

12.180

6.022

1.161

Aug-Juli 81.350 52.483 55.489 0 189.322

489


Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Kirche Kiga Gemeindehaus Pfarramt Gesamtgemeinde

witterungs- April 2.209 3.152 1.155

korrigiert Mai 0 1.233 560

Strom

Juni 0 755 901

Juli 0 841 256

August 0 1.851 113

September 0 1.223 412

Oktober 5.650 3.864 2.161

November 8.392 6.757 6.153

Dezember 20.516 8.862 10.077

Januar 15.441 8.667 10.492

Februar 11.310 8.231 10.423

März 9.956 5.932 7.043

April 5.005 3.839 3.900

Mai 793 1.560 1.254

Juni 0 907 1.193

Juli 0 8.334 961

6.517

1.793

1.656

1.097

1.963

1.635

11.674

21.302

39.455

34.600

29.965

22.931

12.744

3.606

2.101

9.295

Aug-Juli 77.063 60.026 54.181 0 191.271

Kirche Kiga Gemeindehaus Pfarramt Gesamtgemeinde

April 642,1 267,4 793 89,4 1.702

Mai 470 363,9 819,4 92,4 1.653

Juni 494,8 260 707,4 94,3 1.462

Juli 492,3 269,8 621,3 93,8 1.383

August 495,9 271 482,6 90,1 1.250

September 503,4 275,6 558,4 66,6 1.337

Oktober 827 512,8 1622,4 95 2.962

November 665,2 587,5 1382,5 102,8 2.635

Dezember 1433,7 522,9 1838,3 92,9 3.795

Januar 821,7 548 1882,7 94,1 3.252

Februar 485,9 513,8 1770,5 93,6 2.770

März 597,7 436,5 1436,3 106,4 2.471

April 683 378 964 79 2.025

Mai 490 418 803 93 1.711

Juni 307 284 603 87 1.194

Juli 370 438 697 101 1.505

Aug-Juli 7.680 5.186 14.040 1.101 26.907

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Wasser

CO2 (Aug. 09 - Jul.

10)

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Kirche Kiga Gemeindehaus Pfarramt Gesamtgemeinde

April 0,36 12 11,19

Mai 0,164 13 12,206

Juni 0,396 12,52 11,214

Juli 0,43 12,88 9,89

August 0,43 17,21 2,27

September 0,12 11,248 6,789

Oktober 0,46 13,962 17,763

November 0,241 11,49 10,378

Dezember 0,198 12,018 13,07

Januar 0,061 11,032 10,62

Februar 0,084 12,83 14,239

März 0,116 12,562 11,2832

April 0,1563 10,288 14,1828

Mai 0,1037 10,799 9,728

Juni 0 25 10

Juli 0 11 2

Aug-Juli 2 160 122 0 284

Kirche Kiga Gemeindehaus Pfarramt Gesamtgemeinde

Wärme absolut 24,16 15,59 16,48

Strom

Gesamt

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13

56,23

1,97 1,33 3,61 0,28 7,20

26,13 16,92 20,09 0,28 63,43


Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Jahreswerte (Aug.09-Jul.10)

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Kirche Kiga Gemeindehaus Pfarramt Gesamtgemeinde

Wärme absolut kWh 81.350 52.483 55.489

Wärme bereinigt kWh 77.063 60.026 54.181

189.322

191.271

Strom kWh 7.680 5.186 14.040 1.101 28.008

Wasser

bezogen auf beheizte

Fläche

m³ 2,4 159,6 121,8

Wärme absolut kWh/m² 64,0 123,5 71,8

Wärme bereinigt kWh/m² 60,6 141,2 70,1

Strom kWh/m² 6,0 12,2 20,2 14,1 11,3

Wasser Liter/m² 1,9 375,5 157,6

Liter/Gg 0,5 35,5 27,1

VIII. Bewertung der Bestandsaufnahme & Umweltprogramm

Nachdem die Messergebnisse vorlagen, wurden sie vom Umweltteam in mehreren

Sitzungen einer Bewertung unterzogen, um weitere Ziele des Umweltmanagements

festzulegen. Eindeutig hohe Priorität hat die Heizungsanlage in der Kirche. Hierzu

wird das Beratungsmodul Heizungseinstellung durchgeführt, um dadurch ein

Energiegutachten zur Ableitung von weiteren energetischen Maßnahmen zu

erhalten. Zum zweiten ist die Umstrukturierung der Beleuchtungstechnik im

Gemeindesaal zu prüfen, da die Nachrüstung mit Leuchtmitteln nicht gewährleistet

ist, besteht hier Handlungsbedarf. Es ist noch nicht eindeutig klar, welches die

wirtschaftlichste und ökologisch sinnvollste Lösung ist. Zum dritten wird die interne

und externe Kommunikation Kerninhalt der weiteren Arbeit werden, mit dem Ziel,

dass wirklich alle Nutzer der Gemeinderäume sich aktiv in den Umweltmanagement-

Prozess einbezogen wissen. Zum vierten müssen weitere Anstrengungen

unternommen werden um zu erreichen, dass im Gebäudebestand beschäftigten

Reinigungskräfte umweltgerecht und Sicherheitstechnisch arbeiten.

Die Verwirklichung dieses Ziels genauso wie die Weiterarbeit an der Heizungsanlage

und Beleuchtungstechnik wird nicht ohne die enge Abstimmung mit dem

Kirchengemeinderat möglich sein.

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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284

79,2

80,0

118,7

63,1


Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Umweltprogramm 2011 - 2013

Ziel Maßnahme Zeit Zuständig

Wärmeenergie sparen

Reduzierung des Beratungsmodul Heizungseinstellung

06/2011 M. Walter

Heizenergiebedarfs

um 2 - 3% gegenüber

durchführen M. Zobeley

2010 Erstellung des M. Walter

Ressourcenschonung

Verringerung

Energiegutachtens zur Ableitung 06/2011 K. Filsinger

schädlicher von weiteren energetischen KGR

Emissionen Maßnahmen

Heizungs- bzw. Wasserleitungen 09/2011 K. Filsinger

auf intakte Isolierung überprüfen KGR

und ggf. erneuern, um Wärme-

verluste zu

minimieren

Installation einer digitalen 09/2011 K. Filsinger

Einzelraumregelung

im

KGR

Gemeindehaus und Kindergarten

prüfen

Einsatz von Datenloggern in 02/2011 M. Walter

Kirche und Kindergarten um M. Zobeley

Heizverhalten zu überprüfen

und zu optimieren

Durchführung der Sparflamme 10/2011 Umweltteam

mit nächster Heizperiode

Obertürschließer in den 10/2011 Th. Pfeffer

Windfängen installieren bis KGR

zur nächsten Heizperiode

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Umweltprogramm 2011 – 2013

Stromverbrauch senken

Strom/ Optimierung Energiesparleuchten im 02/2011 W. Aupperle

Beleuchtungsenergie Sitzungszimmer und Konfiraum KGR

Ca. 2 – 5 % Gemeindehaus einbauen

Energiesparleuchten/neue

Beleuchtungstechnik

2013 W. Aupperle

im

Gemeindesaal prüfen und

einbauen (große Baumaßnahme)

Finanzierung prüfen

KGR

Energiesparleuchten in den 2012 W. Aupperle

Toilettennanlagen Gemeindehaus KGR

einbauen. Einsatz

von

Bewegungsmeldern prüfen.

Energiesparleuchten im Kinder- 2011 W. Aupperle

garten, sofern noch nicht vor- KGR

handen einbauen

Beschriftung der Lichtschalter 02/2011 M. Zobeley

Bei Neuanschaffungen von laufend W. Aupperle

elektrischen Geräten auf Frau Faber

Energieeffizienzklasse achten KGR

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Umweltprogramm 2011 – 2013

Wasser

Reduzierung des Einbau und Wartung von 2011 M. Zobeley

Wasserverbrauchs Perlatoren bei Wasserhähnen

Abfall

Austausch der Entkalkungsanlage 12/2011 M. Walter

der Spülmaschine in der KGR

Gemeindehausküche gegen

neueres Gerät überprüfen.

(z.Z. Verbrauch ca.

100 l/wöchentlich)

Senkung des Abfall- Bereitstellen von Müllsortier- 02/2011 M. Zobeley

aufkommens gefäßen im Gemeindehaus KGR

Abfall getrennt sammeln laufend M. Zobeley

organische Abfälle im Kompost laufend M. Zobeley

sammeln

Sensibilisierung der Mitarbeiter 2011 M. Walter

zur Abfallvermeidung

Beschaffungswesen

R. Frank

Umweltfreundliche Putzmittel soweit möglich, auf 06/2011 Frau Faber

Produkte umweltfreundliche Produkte Frau Zobeley

umstellen. U. Hecker

Auf Umweltfreundliche Produkte sofort Frau Faber

bei Anschaffungen achten U. Hecker

Papierhandtücher aus laufend Frau Faber

Recyclingpapier benutzen Frau Zobeley

ggf. auf neues System umstellen U. Hecker

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Umweltprogramm 2011 - 2013

Papier

Papierverbrauch Papierverbrauch der Gemeinde 04/2011 M. Walter

ermitteln, senken aufnehmen

Arbeitssicherheit

Einsparquellen analysieren und 2011 Umweltteam

umsetzen. (z.B. interner Schrift-

verkehr per E-Mail, Gemeindebrief

teilweise per E-Mail)

Verbesserung der Schulung der Putzfrauen auf 2011 M. Walter

Arbeitssicherheit die Verwendung von Putzmitteln/ R. Frank

Gefahrstoffen

Sicherheitsbeauftragter

KGR

Arbeitssicherheitsschulungen 2011 M. Walter

der Mitarbeiter

R. Frank

Sicherheitsbeauftragter

KGR

Unfallverhütungsvorschriften wo 2011

M. Walter

R. Frank

nicht vorhanden auslegen und Sicherheits-

Mitarbeiter schulen

beauftragter

KGR

Abarbeitung noch offener Mängel 2011 M. Walter

von früheren Sicherheits- KGR

begehungen

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Umweltprogramm 2011 - 2013

Kommunikation

Umweltbewusstsein In Mitarbeiterversammlungen 2011 Umweltteam

der Gemeinde

schärfen Umweltangelegenheiten kom-

munizieren.

Gruppen und Kreise umwelt- 2011 Umweltteam

relevantes Verhalten im Alltag

verdeutlichen.

Gespräche über Verbraucher- 2011 Umweltteam

verhalten mit Gruppenleiter/innen

und deren Sensibilisierung

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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IX. Internes Audit

Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Zusammen mit dem Moderator des kirchlichen Umweltmanagement-Prozesses Im

Evangelischen Oberkirchenrat, Herrn Dr. André Witthöft-Mühlmann und dem

Umweltauditor Swen Wächter führte das Umweltteam der Evangelischen

Kirchengemeinde Eppingen das sogenannte „Interne Audit“ durch.

Am 2. und 4.November 2010 traf man sich dazu im Pfarramt. Das Interne Audit

gehört zum Umweltmanagement-Prozess notwendig dazu und soll die anschließende

Externe Validierung vorbereiten. Im weiteren Verlauf seiner Arbeit wiederholt das

Umweltteam ein solches Internes Audit jährlich – zum Beispiel gemeinsam mit dem

bisherigen kirchlichen Umweltauditor. Die externe Validierung wird alle drei Jahre

wiederholt.

Das Interne Audit, das einem genau festgelegten Schema folgt, machte

Grundsätzliches noch einmal deutlich. Es stellte die Frage, ob das in der

Umwelterklärung dargestellte Umweltmanagement-System in der Tat dazu dienen

kann, die in den Schöpfungsleitlinien anfangs formulierten Ziele zu verwirklichen. Es

wies aber auch darauf hin, dass die Gemeinde ihre Schöpfungsleitlinien im Verlauf

des weiteren Prozesses bei Bedarf verändern kann. Das Umweltteam musste

zeigen, dass es die als Endergebnis ermittelten Umweltkennzahlen zu interpretieren

versteht.

Im weiteren Verlauf des Internen Audits wurden die vorhandenen Unterlagen

überprüft, insbesondere diejenigen mit rechtlicher Relevanz. Danach folgten die

Gebäudebegehungen, die jenseits der ausgefüllten Tabellen und erhobenen Befunde

noch manches Wichtige ins Bewusstsein hob. So zeigte sich beispielsweise, dass

Ortskundige im Gemeindehaus die zahlreichen Lichtschalter den entsprechenden

Lichtquellen nur schwer zu ordnen können. Oder das der Reinigungsmittelbedarf

noch nicht vollständig auf umweltverträgliche Reinigungsmittel umgestellt wurde.

Ausführlich wurde die Situation der Heizungsanlage in der Kirche diskutiert und

Schritte des weiteren Vorgehens besprochen. Für die Vorbereitung der Externen

Validierung ergaben sich noch einige kleinere Arbeitsaufträge. Insgesamt erwies

sich, dass das Umweltteam sorgfältig und vollständig gearbeitet hatte. Der Externen

Validierung stand daraufhin (fast) nichts mehr im Weg.

Am Ende des Internen Audits wurden die Mitglieder des Umweltteams gefragt, ob sie

bereit seien, ihr Amt weiter inne zu haben und so den Fortgang des Prozesses zu

sichern. Diese Frage wurde von allen Mitgliedern bejaht. Auch der

Kirchengemeinderat musste in seiner Sitzung am 6. Dezember 2010 das

Umweltteam in seinem Amt bestätigen und seinen Wunsch nach Weiterführung des

Umweltmanagement-Prozesses zum Ausdruck bringen.

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Evangelische Kirchengemeinde Eppingen

Kaiserstraße 3

75031 Eppingen

Pfarrstelle: ist seit 1. September 2010 vakant

Tel: 07262 91720

Fax: 07262 91722

e-Mail: pfarramt-eppingen@gmx.de

Hompage: www.kirche-eppingen.de

Umweltbeauftragter

Matthias Walter

Tel: 07262 3082

e-Mail: matthiaswalter11@aol.com

Impressum

Herausgeber:

Evangelische Kirchengemeinde Eppingen

Autor:

Matthias Walter, Umweltbeauftragter

Gestaltung:

Layout. Matthias Walter

Fotos: Evangelische Kirchengemeinde Eppingen

Eppingen, Dezember 2010

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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Evangelische

Kirchengemeinde

Eppingen

Erklärung des Umweltgutachters zu den Begutachtungs- und

Validierungstätigkeiten

Der für die Deloitte Cert Umweltgutachter GmbH mit der Registrierungsnummer DE-V-0268

Unterzeichnende, Georg Hartmann, EMAS-Umweltgutachter mit der Registrierungsnummer DE-V-

0245 akkreditiert oder zugelassen für die Bereiche „Kindergärten“ (NACE Code 85.10.1) und

„Kirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen“ (NACE-Code 94.91) bestätigt, begutachtet zu

haben, ob die gesamte Organisation, wie in der Umwelterklärung 2010 der Kirchengemeinde

Eppingen angegeben, alle Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen

Parlaments und des Rates vom 25. November 2009 über die freiwillige Teilnahme von

Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und

Umweltbetriebsprüfung (EMAS) erfüllt.

Mit der Unterzeichnung dieser Erklärung wird bestätigt, dass

- die Begutachtung und Validierung in voller Übereinstimmung mit den Anforderungen der

Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 durchgeführt wurden,

- das Ergebnis der Begutachtung und Validierung bestätigt, dass keine Belege für die

Nichteinhaltung der geltenden Umweltvorschriften vorliegen,

- die Daten und Angaben der Umwelterklärung der Organisation ein verlässliches glaubhaftes und

wahrheitsgetreues Bild sämtlicher Tätigkeiten der Organisation innerhalb des in der

Umwelterklärung angegebenen Bereichs geben.

Diese Erklärung kann nicht mit einer EMAS-Registrierung gleichgesetzt werden. Die EMAS-

Registrierung kann nur durch eine zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009

erfolgen. Diese Erklärung darf nicht als eigenständige Grundlage für die Unterrichtung der

Öffentlichkeit verwendet werden.

Eppingen, den 21.12.2010

Deloitte Cert Umweltgutachter GmbH

Schwannstraße 6

40476 Düsseldorf

Postfach 30 02 26

40402 Düsseldorf

Deutschland

Tel +49 211 8772-01

Fax +49 211 8772-2277

www.deloitte.com/de

Georg Hartmann

Umweltgutachter

Umwelterklärung 2010 der Ev. Kirchengemeinde Eppingen

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