Immobilienbeteiligungen - Raiffeisen

raiffeisen.at

Immobilienbeteiligungen - Raiffeisen

94

FINANZINVESTOR, GESTALTER UND PROJEKTENTWICKLER

STARKER, VERLÄSSLICHER PARTNER

FÜR PRIVATE UND ÖFFENTLICHE HAND


DIE RAIFFEISEN-HOLDING NÖ-WIEN

INVESTIERT IN IMMOBILIEN MIT

EINEM KLAREN ZIEL: EINERSEITS

SOLL DAS RENDITE/RISIKO-

VERHÄLTNIS AUSGEWOGEN SEIN,

ANDERERSEITS EIN WICHTIGER

BEITRAG ZUR FÖRDERUNG

WIRTSCHAFTSSCHWÄCHERER

REGIONEN GELEISTET WERDEN.


IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

96

Mozarthaus Vienna Kloster UND

Mit ihrem Engagement schafft die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien zusätzliche Arbeitsplätze und

trägt zur Wertschöpfung in den Regionen Niederösterreich und Wien bei. Dabei sieht sie sich

auf der einen Seite als Finanzinvestor, auf der anderen Seite als Gestalter und Projektentwickler,

der besondere Lösungen für besondere Kundenbedürfnisse anbietet.

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien versteht sich auch im Bereich der Immobilien als langfristiger

Investor, mit der Möglichkeit, den optimalen Verwertungszeitpunkt für Bestandsobjekte zu nutzen.

Das Immobilienmanagement – als einer der Schwerpunkte in der Wachstumsstrategie der

Raiffeisen-Holding NÖ-Wien – schafft nachhaltig Mehrwert für die Mitglieder der Raiffeisen-Holding

NÖ-Wien und die Menschen in der Region. Es passt somit perfekt in das Wertesystem der

Raiffeisen-Gruppe NÖ-Wien.

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien investiert schwerpunktmäßig in großvolumige gewerbliche

Immobilien sowie in Public Private Partnership (PPP)-Beteiligungen. Neben ihrer Tätigkeit als

Investor und dem professionellen Portfoliomanagement

ist die Raiffeisen-Holding NÖ-

Wien auch ein starker, verlässlicher Partner

sowohl für private Nutzer als auch für die

öffentliche Hand. Sie bietet neben der Finanzierung

professionelle Beratung, umfassende

Dienstleistungen und Projektmanagement an,

auch bei PPP-Ausschreibungen und regionalpolitisch

wichtigen Projekten.

IM NEU GESCHAFFENEN LOISIUM-HOTEL KANN

MAN WEIN MIT ALLEN SINNEN ERLEBEN.

Ihre Aktivitäten reichen von der Bestandsbewirtschaftung

bzw. -optimierung bis zur Errichtung

neuer Gebäude, vor allem im großvolumigen

gewerblichen Segment ab einer Nutzfläche

von 10.000 m2 .


DAS PORTFOLIO

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien managt ihre

Immobilien- und PPP-Beteiligungen großteils

über Projektgesellschaften, die häufig von den

Mitarbeitern der Immobilienmanagement-Abteilung

– als Geschäftsführer – operativ geführt

werden.

Die Anzahl der Immobilien- und PPP-Beteiligungen

stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr

von 47 auf insgesamt 63 Beteiligungen. Das in

Immobilien und PPP investierte Eigenkapital

hat sich seit 2001 verdreifacht und beträgt

derzeit rund EUR 100 Mio. bei einem Gesamtinvestitionsvolumen

im Immobilienbereich von

rund EUR 200 Mio.

Das Immobilien- und Beteiligungsportfolio

umfasst drei Bereiche:

Immobilien, die aus strategischen Gründen,

insbesondere wegen des Eigenbedarfes im

Raiffeisensektor, gehalten werden. Dazu

gehören unter anderem:

– drei Bürohäuser in Wien:

Raiffeisenhaus Wien, Looshaus und

Bürohaus Hammer-Purgstallgasse 6

sowie das Demel-Haus am Kohlmarkt

– Areal Buchinger-Schule

– Gebäude der Raiffeisen Akademie

– Filialimmobilien, die von der RLB NÖ-

Wien genutzt werden

– Forstgut Eugenia im niederösterreichischen

Waldviertel

Gewerblich genutzte Immobilien, also solche,

die aktiv vermarktet werden. Dazu gehörten

zum Jahresende 2005 unter anderem:

– sechs Bürohäuser im Ausmaß von rund

37.000 m2 , u. a. das Rumbach Office

Center im Zentrum von Budapest, ein

Büro- und Geschäftsgebäude in Brünn,

das Dianahochhaus und das Bürohaus

Hollandstraße 11+13, welche vor allem

von der Raiffeisen Informatik Zentrum

GmbH und der Raiffeisen Leasing

genutzt werden

– vier Gewerbeparks im Ausmaß von rund

55 Hektar: der Techno Park Tulln,

das Fachmarkt- und Businessparkzentrum

„Shopping Center Budapest“,

der Gewerbepark Schrems sowie der

Holz- und Energiepark Vitis

– Avance Hotel Krems

– Einkaufs- und Bürozentrum Promenade

in St. Pölten sowie Einkaufspassage

Neue Marktgasse in Stockerau

– Immobilien mit Sondernutzung, wie z. B.

Betriebsliegenschaften in St. Pölten und

Wiener Neustadt

– sechs Wohnhäuser bzw. Wohnungen

in Wien

Beteiligungen an Dienstleistungsgesellschaften,

wie z. B. an der

Raiffeisen evolution project development

GmbH oder der

– GIP-Projektrealisierungs GmbH

Derzeit bewirbt sich die Raiffeisen-Holding

NÖ-Wien mit österreichischen Partnern um

die Vergabe zweier Infrastruktur-Projekte in

Niederösterreich.

IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

97

DERZEIT BEWIRBT SICH DIE

RAIFFEISEN-HOLDING NÖ-WIEN MIT

ÖSTERREICHISCHEN PARTNERN UM

DIE VERGABE ZWEIER INFRASTRUKTUR-

PROJEKTE IN NIEDERÖSTERREICH.


IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

98

ÜBERBLICK 2005

MIT REGIONALEN PROJEKTEN

WERDEN ARBEITSPLÄTZE GESCHAFFEN

UND DIE WIRTSCHAFT IN DER REGION

UNTERSTÜTZT.

Mozarthaus Vienna Kloster UND

Der Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr lag in der Umsetzung der bereits im Jahr 2004

projektierten gewerblichen Großprojekte. Sie wurden teilweise fertiggestellt, teilweise konnten

wesentliche Fortschritte erzielt werden. So ging der Bau des Gesundheitszentrums St. Pölten

planmäßig voran. Im Jänner 2006 wurde bereits

die Dachgleiche für das Gebäude der

Pensionsversicherungsanstalt gefeiert.

Das Technologie- und Gründerzentrum

TECHBASE Vienna in Wien wurde plangemäß

im Oktober 2005 an den Hauptmieter Arsenal

übergeben.

Darüber hinaus hat die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ihr Engagement bei regionalen Projekten in

Wien und Niederösterreich ausgeweitet. Diese dienen gemäß dem genossenschaftlichen

Auftrag vorrangig der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Unterstützung der Wirtschaft in der

Region. Dazu zählen Beteiligungen am im Oktober 2005 fertig gestellten Hotel in Laa/Thaya und

dem im November 2005 eröffneten LOISIUM Hotel in Langenlois.

Ein wesentliches Neuengagement der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist die Gründung der

Raiffeisen MEDKF Projektentwicklungs GmbH, welche sich mit weiteren Partnern zu einem Konsortium

für die Teilnahme an der Ausschreibung des Modells „MedAustron“ in Wiener

Neustadt zusammengeschlossen hat.

Ein weiteres Projekt entsteht gemeinsam mit der Niederösterreichischen Landesbank-Hypothekenbank

Aktiengesellschaft, mit der die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien die KASERNEN Projektentwicklungs-

und Beteiligungs AG gegründet hat. Diese beschäftigt sich mit der Projektentwicklung

auf Kasernenstandorten vorrangig in Niederösterreich, damit sie bei einem Verkauf

dieser Standorte ein Angebot abgeben kann.


Einige nicht betriebsnotwendige Liegenschaften

wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich

verwertet. Zudem wurde in Linz in

Bahnhofsnähe ein Grundstück erworben.

REGIONALE NEU-

ENGAGEMENTS IM DETAIL

TECHBASE SCIENCE PARK VIENNA

GMBH (TECHBASE)

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien errichtete auf

den ehemaligen Paukergründen im 21. Wiener

Gemeindebezirk gemeinsam mit dem Wiener

Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) und der

ecoplus, Niederösterreichs Wirtschaftsagentur

GmbH, das modernste Technologie- und

Gründerzentrum der Vienna Region. Dieses

TECHBASE Vienna ist mit rund 13.000 m2 Nutzfläche als überregionales Zentrum für Verkehr,

Logistik und erneuerbare Energie konzipiert.

Moderne Ausbildungsstätten, Forschungs-

und Entwicklungseinrichtungen,

internationale Hightech-Firmen sowie kleine

innovative Start-ups sind hier gemeinsam

unter einem Dach beheimatet und können

voneinander profitieren.

An dem bundesländerübergreifenden PPP-

Projekt ist die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien mit

55 % Anteil Hauptgesellschafter. Die Gesamtinvestitionen

für den Bau inklusive Aufschließung

und Grundstück betrugen EUR 21 Mio.

Nach nur 14 Monaten Bauzeit wurde das

TECHBASE Vienna am 23. November 2005

feierlich eröffnet. Hauptmieter der Immobilie

ist die Österreichische Forschungs- und Prüfzentrum

Arsenal Gesellschaft m.b.H. Weitere

Mieter sind der Automotive Cluster Vienna

Region/ACVR sowie die Fachhochschule

Technikum Wien, die Fachhochschule des bfi

Wien sowie ein Start-up-Center für technologieorientierte

Jungunternehmen. Rund 160

Beschäftigte tragen ganz wesentlich zur Entwicklung

des Standorts als hochwertiges

Technologiezentrum bei.

KLOSTER UND VERWALTUNGS GMBH

(KLOSTER UND)

Nach einem ambitionierten Projektausbau

2003 ist mit dem Kloster Und eine einzigartige

Eventbühne mit einer unverwechselbaren

Architektur entstanden. Das Veranstaltungsprofil

reicht von Präsentationen, Kongressen

und Tagungen über Seminare bis hin zu Firmenfeiern

und Hochzeiten. Die maximale Besucherkapazität

von Kirchenschiff, Foyer, Arkadenhof,

Restaurant Mörwald, Wein.Handlung

Noitz und der UND.lounge beträgt 900 Personen.

Seit 2005 besteht die Möglichkeit einer

innovativen Innenhofüberdachung.

Highlights unter insgesamt 247 Veranstaltungen

im Jahr 2005 waren das „Marianne Mendt

Jazznachwuchsförderungsprogramm“, der

„Kunst am Bierdeckel Galaabend“, der Weinund

Literaturwettbewerb „Vinum et Litterae“,

ein Kabarett-&-Comedy-Festival, ein Adventmarkt

sowie der wöchentliche Szene-Treff

UND.lounge.

Die AMI – Promarketing Werbe- und Handelsgesellschaft

m.b.H. als Betriebsführer setzt

gemeinsam mit dem Center Management die

erforderlichen Impulse und schafft Rahmenbedingungen,

um die Besucherfrequenz und

Veranstaltungs-Auslastung nachhaltig zu

steigern.

LOISIUM

Am 1. Oktober wurde das wine & spa resort

LOISIUM Hotel als dritte Ausbaustufe der Weindestination

LOISIUM plangemäß in Betrieb

genommen, am 11. November 2005 wurde es

offiziell eröffnet. Mit dem LOISIUM Hotel ent-

IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

99


IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

100

Mozarthaus Vienna Kloster UND

stand ein international beachtetes 4-Stern-Architekturhotel, das wie die Weinerlebniswelt vom

US-Stararchitekten Steven Holl geplant wurde. Das Hotel bietet 82 Zimmer mit außergewöhnlichen

Weingartenblicken, exklusive Räumlichkeiten für Events/Incentives, Tagungen und Seminare,

ein Weinrestaurant mit 100 Sitzplätzen, eine Weinbar und -bibliothek mit offenem Kamin

sowie einen Spa-Bereich.

Bereits im Dezember 2005 erhielt das LOISIUM als Weindestination den Staatspreis für Tourismus

in der Kategorie „Innovative Nutzung historischer Bausubstanz“. Den Besuchern der Weindestination

LOISIUM stehen nun die Weinerlebniswelt mit Besucherzentrum, die Vinothek, für

Besucher adaptierte 900 Jahre alte Weinkeller, ein barockes Winzerhaus, eine Caféteria und ein

Heuriger sowie das Hotel zur Verfügung. Die

Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist mit 20 % an

Hotel und Kellerwelt beteiligt.

MIT DEM LOISIUM HOTEL ENTSTAND

EIN INTERNATIONAL BEACHTETES 4-STERN-

ARCHITEKTURHOTEL, DAS WIE DIE WEIN-

ERLEBNISWELT VOM US-STARARCHITEKTEN

STEVEN HOLL GEPLANT WURDE.

MOZARTHAUS VIENNA

Die ehemalige Wohnstätte von Wolfgang

Amadeus Mozart in der Domgasse 5 im 1. Wiener

Gemeindebezirk wurde im Rahmen eines

PPP-Modells unter Beteiligung der Wien

Holding GmbH und der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien umfassend saniert. Darüber hinaus haben

sich die Museen der Stadt Wien an diesem Projekt beteiligt und den Teilbetrieb Mozartwohnung

in die gemeinsame Gesellschaft eingebracht. Das Ambiente der Räume, in denen Mozart die

Oper „Die Hochzeit des Figaro“ komponiert hat, wurde dabei weitgehend erhalten sowie ein

Museum samt Café und Shop eingerichtet. Die Eröffnung fand im Jänner 2006 anlässlich des

250. Geburtstages des Komponisten statt.

Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf rund EUR 9 Mio. Die Raiffeisen-Holding NÖ-

Wien ist mit 25 % an diesem PPP-Modell beteiligt.


MAISSAUER AMETHYST GMBH

In Maissau befindet sich das größte Bänderamethystvorkommen

Europas. Die bestehende

Erlebniswelt mit Amethyststollen,

Amethystpavillon und Multimediashow wurde

um ein großzügiges Empfangsgebäude, ein

vergrößertes Schürffeld und Erlebnisgärten erweitert.

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat

sich mit 16,2 % und einer stillen Einlage an der

Projektgesellschaft beteiligt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu

einer erfreulichen Steigerung der Besucherzahlen

sowohl in der Erlebniswelt als auch im

Schürffeld und im neu geschaffenen Info-,

Shop- und Imbissbereich und – damit verbunden

– zu einer erheblichen Umsatzsteigerung.

Die Amethystwelt ist mittlerweile zum zweitgrößten

Arbeitgeber in der Gemeinde Maissau

geworden und zählt seit 1. Jänner 2006 zu

den TOP-Ausflugszielen Niederösterreichs.

THERME UND HOTEL LAA A. D. THAYA

Nach erfolgreicher Positionierung der Therme

Laa als Tagesausflugsziel wurde im November

2005 mit dem neuen Hotel Therme Laa das

Angebot im Sinne eines Gesamt-Wellness-

Resorts komplettiert. Das-4-Stern-Hotel

Therme Laa wurde vom Team rund um Stararchitekt

Prof. Wilhelm Holzbauer konzipiert

und präsentiert sich als stilvolles Design-Wellness-Hotel

mit eigenem Wellness-, Sauna-,

Beauty- & Fitnessbereich und Seminarräumlichkeiten

sowie einer direkten Anbindung an

die Therme Laa. Die Raiffeisen-Holding NÖ-

Wien ist am Hotel in Form von Genussrechten

beteiligt.

GESUNDHEITSZENTRUM ST. PÖLTEN

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien errichtet in St.

Pölten ein neues Gesundheitszentrum. Insge-

samt 34.000 m2 Nutzfläche sind an die Pensionsversicherungsanstalt

und an die Niederösterreichische

Gebietskrankenkasse vermietet.

Mit den Bauarbeiten wurde im März 2005 begonnen,

sie verlaufen plangemäß. Die Fertigstellung

des Gebäudeteils der Pensionsversicherungsanstalt

ist für September 2006,

jenes der Niederösterreichischen Gebiets-

krankenkasse für April 2007 vorgesehen.

Die Gesamtinvestitionskosten liegen bei rund

EUR 51 Mio.

Die Generalplanung für das moderne und

kundenfreundliche Büroprojekt erfolgt durch

die Hoffmann-Janz Ziviltechniker GmbH, für

die Projektsteuerung zeichnet die Raiffeisen-

Leasing Immobilienmanagement GmbH verantwortlich.

WIRTSCHAFTSPARKS

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien engagiert

sich – größtenteils gemeinsam mit der niederösterreichischen

Betriebsansiedlungsagentur

ecoplus – in regional schwächer entwickelten

Regionen, um dort Arbeitsplätze zu schaffen:

IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

101

DIE THERME LAA UND DAS ANGESCHLOSSENE

HOTEL HABEN SICH ZU EINEM PUBLIKUMS-

MAGNET ENTWICKELT.


IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

102

Mozarthaus Vienna Kloster UND

TECHNO-PARK TULLN – BIOTECHNOLOGIEPARK

In Tulln errichtet die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien gemeinsam mit ecoplus und der Tullner Liegenschaftsaufbereitungsges.m.b.H.

(Stadtgemeinde Tulln) den Techno-Park Tulln. Auf einer Fläche

von rund 6 ha sollen Unternehmen aus dem Biotechnologiebereich angesiedelt werden, welche

die Nähe zu Forschungseinrichtungen und Ausbildungsstätten suchen.

In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das IFA, das Interuniversitäre Department für

Agrarbiotechnologie, sowie die Fachhochschule Biotechnische Verfahren. Ziel des Technoparks

ist die Nutzung von Synergieeffekten durch intensive Zusammenarbeit von Ausbildung, Forschung

und Unternehmen an einem Standort.

WIRTSCHAFTSPARK SCHREMS

Über eine gemeinsame Gesellschaft mit ecoplus und der Stadtgemeinde Schrems errichtet

die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien in

Schrems einen Wirtschaftspark. Derzeit werden

Flächen angekauft, um diese aufzuschließen

und einer Verwertung zuzuführen.

Damit soll Unternehmen die Möglichkeit geboten

werden, sich in Schrems anzusiedeln.

Dadurch wird die wirtschaftliche Entwicklung

der Stadtgemeinde Schrems sowie der gesamten

Region unterstützt.

BIOMASSE IST EIN HERVORRAGENDER

ENERGIESPENDER.

HOLZ- UND ENERGIEPARK VITIS

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat über ihre

100%ige Tochter, die Holz- und Energiepark

Vitis GmbH im Sommer 2004, ein ca. 23 ha


großes Betriebsgebiet in der Marktgemeinde

Vitis erworben. Insgesamt wurden für den Ankauf

und die Aufschließung der Grundstücke

EUR 2,1 Mio. investiert. Ein erstes Projekt ist

die Errichtung eines Pyrolysewerkes. Dabei

sollen durch Verwertung von Biomasse Strom

und Wärme für die Einspeisung in lokale

Netze erzeugt werden.

PPP-PROJEKTE IM DETAIL

Ein Schwerpunkt der Raiffeisen-Holding NÖ-

Wien liegt in Public-Private-Partnership-

Modellen (PPP). PPP-Projekte sind Kooperationen

privater Firmen mit Stellen der öffentlichen

Hand, um großvolumige Finanzierungsund

Bauprojekte gemeinsam zum beiderseitigen

Nutzen durchzuführen.

NOAG

Im Mai 2005 wurden die Angebotsunterlagen

für das Paket 1 des PPP-Projekts Ostregion

von der Autobahnen- und Schnellstraßen-

Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG)

veröffentlicht. Dieses Teilstück umfasst die A5

Süd, S1 Ost, S1 West und die S2 Umfahrung

mit einer Gesamtlänge von 51 km und geschätzten

Herstellungskosten von EUR 850

Mio. Das gesamte Verkehrsprogramm der

Ostregion, das in vier Teilstücken an private

Konzessionäre vergeben wird, umfasst eine

Straßenlänge von 113 km und geschätzte Herstellungskosten

von EUR 3,2 Mrd.

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien beteiligt sich

über die NOAG Autobahnerrichtungs AG

(NOAG) an der Ausschreibung der vier Teilpakete.

Neben der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien

als Hauptaktionär sind an der NOAG die

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, die

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG sowie

die „A-WAY Infrastrukturprojektentwicklungs-

und -betriebs GmbH“, ein Tochterunter-

nehmen der FIMAG Finanz Industrie Management

AG, beteiligt.

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hält durchgerechnet

rund 17 % an der Bietergemeinschaft

„AKOR“ (Autobahnkonsortium Ostregion) und

ist somit größte Anteilsinhaberin. Weitere Partner

sind die Infrastruktur Planungs- und Entwicklungs

GmbH, eine Tochter der Porr AG,

Bank Austria Creditanstalt AG und Investkredit

Bank AG sowie die OSTRE Infrastruktur

Entwicklungs- und Beteiligungs GmbH, eine

Tochter der IMMORENT Aktiengesellschaft,

HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H.

und Swietelsky Baugesellschaft m.b.H.

Anfang September 2005 gab das AKOR-Konsortium

das Erstangebot ab und wurde ebenso

wie zwei deutsche Konsortien zum bevor-

zugten Bieter erklärt, mit dem im Rahmen des

Verhandlungsverfahrens weitere Gespräche

zwecks Finalisierung des Vertragswerks zu

führen sind.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006

wird eine Entscheidung über das Paket 1 erwartet.

Nach Aufforderung an die drei bevorzugten

Bieter zur Legung eines „Last and Final

Offers“ erfolgt die Ermittlung des Bestbieters.

Mit Erteilung des Zuschlags kann mit dem Bau

des ersten Teilstückes begonnen werden.

Gleichzeitig sieht der Zeitplan die Ausschreibung

des Pakets 2, das ist die Verlängerung

der A5 bis zur tschechischen Grenze, noch im

Jahr 2006 vor.

IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

103

DIE RAIFFEISEN-HOLDING NÖ-WIEN

BETEILIGT SICH ÜBER DIE NOAG AN DER

AUSSCHREIBUNG DER VIER TEILPAKETE

DER NORDAUTOBAHN.


IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

104

Mozarthaus Vienna Kloster UND

MEDAUSTRON, WIENER NEUSTADT

Ein weiteres zukunftsweisendes Infrastruktur-Projekt aus dem Gesundheitsbereich soll im

südlichen Niederösterreich, in Wiener Neustadt, entstehen. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien

bewirbt sich im Rahmen eines Konsortiums um die von den Konzessionsgebern Republik

Österreich, Land Niederösterreich und der Stadt Wiener Neustadt ausgeschriebene Konzession

für dieses hochmoderne Krebsforschungs- und Behandlungszentrum. Die Raiffeisen-Holding

NÖ-Wien will mitwirken, einen Meilenstein in der Krebsforschung zu setzen. Die Gesamtinvestitionskosten

für das Projekt werden mit ca. EUR 135 Mio. veranschlagt.

Die hoch innovative Behandlungsmethode, die im Zentrum durchgeführt werden soll, ermöglicht

unter Einsatz von mittels Teilchenbeschleunigern bereitgestellter Protonen und Kohlenstoffionen

die punktgenaue Behandlung von Krebstumoren in besonders sensiblen Körperregionen. Diese

Form der Behandlung soll die Nebenwirkungen für die Patienten möglichst gering halten und

ermöglicht auch die Behandlung von derzeit noch nicht behandelbaren Tumorarten.

Das geplante Zentrum wird zudem in ein weltweites wissenschaftliches Netzwerk eingebettet sein und

soll in seiner Art führend sein. MedAustron soll gleichermaßen für Forschung und Therapie stehen.

Das Konsortium der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat die Präqualifikationsphase erfolgreich

abgeschlossen und erhielt die Ausschreibungsunterlagen. Die Vergabeentscheidung soll mit

Ende 2006 erfolgen, die Fertigstellung ist für 2009 geplant.

BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

RAIFFEISEN EVOLUTION

Die Raiffeisen evolution project development GmbH (Raiffeisen evolution) ist ein Gemeinschaftsunternehmen

von Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, UNIQA Versicherungen AG,

BAUHOLDING STRABAG SE und Raiffeisen-Holding NÖ-Wien. Es hat sich innerhalb der knapp


drei Jahre seines Bestehens mit Qualität,

Service und Know-how als einer der führenden

Projektentwickler in Österreich, Zentralund

Osteuropa etabliert.

Ende 2005 konnte das junge Unternehmen

einen der bisher größten Erfolge feiern:

Noch vor Fertigstellung des Bürogebäudes

Floreasca Tower in Bukarest war dieses nicht

nur zum überwiegenden Teil an das IT-Unternehmen

Oracle vermietet, sondern auch bereits

an die UNIQA Real Estate AG als Endinvestor

verkauft. Mit dem Einzug des prominenten

Großmieters wurde das 10.260 m2 große Bürohaus außerdem umbenannt – der

neue Name lautet Oracle Tower.

Derzeit bearbeiten 160 Mitarbeiter an 14 Standorten

rund 50 Projekte aus den Geschäftsbereichen

Wohn- und Gewerbeimmobilien in

allen Zielmärkten. Das Gesamtvolumen dieser

in Bau bzw. in Entwicklung befindlichen Projekte

beträgt mehr als eine Milliarde Euro, bei

einer Gesamtfläche von über 650.000 m2 .

Etwa 20 % dieser Projekte werden als Dienstleistungsaufträge

für namhafte Kunden und

Partner abgewickelt.

75 % der Gesamtinvestitionskosten entfallen

auf die CEE-Region, rund 525.000 m2 Nettonutzfläche

werden dort entwickelt und errichtet,

darunter innovative Wohnbau-Projekte

genauso wie hochmoderne Bürogebäude und

multifunktionale Zentren.

RAIFFEISEN VORSORGE-

WOHNUNGSERRICHTUNGS GMBH

Gemeinsam mit der Seeste Bau GmbH entsteht

ein neues Produkt im Raiffeisen-Sektor:

die „Raiffeisen Vorsorgewohnungen“, die über

eine gemeinsame Gesellschaft gemanagt

werden. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist

daran zu 60 % beteiligt.

GIP – PROJEKTREALISIERUNGS GMBH

(GIP)

Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist gemeinsam

mit KR Hans Asamer sowie dem Raiffeisenverband

Salzburg über die Tinca-Beteiligungs-GmbH

und die ecoplus an der GIP

beteiligt. Diese Gesellschaft erbringt Beratungsleistungen

im Zusammenhang mit der

Errichtung eines Technologie-, Wirtschaftsund

Wohnparks sowie einer Akademie auf

einem Areal von ca. 133 ha in Strasshof.

„CREMBS“ Hotelbetriebsgesellschaft

m.b.H. (CREMBS)

Das Steigenberger Avance Hotel Krems hat

sich sowohl beim Individual- als auch beim

Business- und Seminargast zu dem Leitbetrieb

in Krems und der Region entwickelt. Um den

Kundenbedürfnissen und den Trends in der

Hotellerie Rechnung zu tragen und die Marktposition

weiter zu festigen bzw. auszubauen,

begann man im September 2005 mit den Bauarbeiten

für die Hotelerweiterung und den Wellnesszubau.

Im fünfgeschossigen Neubau wird

ein neuer Wellness-Bereich mit „Indoor Pool“

und einem Saunabereich im Dachgeschoss

untergebracht sein. Die Erweiterung wird durch

neue Seminarräumlichkeiten im Erdgeschoss

und eine Tiefgarage abgerundet. Die Fertigstellung

der Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen

ist für Ende 2006 geplant.

AUSBLICK 2006

Das Geschäftsjahr 2006 steht im Immobilienbereich

ganz im Zeichen eines ertragsorientierten

Wachstums sowohl im Inland als

auch im angrenzenden Ausland. Neben dem

klassischen Immobilienengagement sind

auch einige regionale Projekte in Zusammenarbeit

mit ecoplus und den niederösterreichischen

Gemeinden geplant.

IMMOBILIENBETEILIGUNGEN

105

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine