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Nutzen und Risiken

der Regulierung

JAHRESRÜCKBLICK

2003/2004


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E RNST & YOUNG 2003/2004

3 Vorwort

von Andreas Müller und Prof. Dr. Peter Athanas

6 Nutzen und Risiken der Regulierung

Debatte mit Prof. Dr. Giorgio Behr, Prof. Dr. Heinrich Koller,

Thomas P. McGrath und Dr. Peter A. Wuffli

12 Rückblick der Geschäftseinheiten

12 Ancillo Canepa, Peter Bühler, Assurance & Advisory Business Services

14 Stephan Kuhn, Tax

16 Dr. René Schwarzenbach, EY Law

17 Ronald Sauser, Corporate Finance

18 Beat Steigmeier, EY Accounting Services AG

20 Unsere Dienstleistungen

Zahlen & Organisation 2003/2004

Im Anhang


Liebe Kunden

und Geschäftsfreunde

In den letzten Monaten wurden die

Zeichen der wirtschaftlichen Erholung

deutlicher. Die von vielen erhoffte

Wachstumsdynamik hat sich allerdings

noch nicht gefestigt. Im Gespräch mit

Unternehmerinnen und Unternehmern

nennen diese als einen der Gründe interessanterweise

den fehlenden Mut zum

unternehmerischen Risiko. Auch Verwaltungsräte

und CEOs grosser Unternehmen

bringen zur Sprache, dass aus

Angst vor möglichen Fehlern die Spielräume

für rasches und entschiedenes

Handeln kleiner geworden seien.

Regulierung stärkt Vertrauen...

Tatsächlich ist als Folge des geschärften

Bewusstseins der Unternehmen ebenso

wie der strafferen Regulierung zu beobachten,

wie unternehmerische Entscheide

immer akribischer diskutiert, hinterfragt

und letztlich auch dokumentiert werden.

Die Berechenbarkeit wie auch die Nachvollziehbarkeit

wirtschaftlichen Handelns

gewinnen dadurch. Dies bringt allen

Stakeholders, ganz besonders den Investoren,

einen bedeutenden Nutzen. Deshalb

sind heute die Inhalte, wenn auch

nicht der hohe Formalismus, des etwas

rasch entstandenen amerikanischen Sarbanes-Oxley

Act in europäischen Wirtschaftskreisen

weitgehend anerkannt. Wir

selbst haben dies erfahren: Die Unterstellung

unserer Branche unter eine unabhängige

Aufsicht stärkt uns als unabhängige

Wirtschaftsprüfer und -berater.

Wir haben direkteren Zugang zu Audit

Committees und Verwaltungsräten und

können mehr zum Vertrauen der Stakeholders

beitragen.

... und verursacht Aufwand und Kosten

Umgekehrt haben wir bei der Vorbereitung

für die erfolgreich abgeschlossene

Registrierung der schweizerischen

Ernst & Young AG bei der US-amerikanischen

Aufsicht PCAOB auch den Aufwand

erlebt, welchen eine derart formalisierte

Aufsicht auslöst. Die Frage

nach Wert und Kosten einer stärkeren

Regulierung stellt sich. In ihren jewei-

ligen Tätigkeitsgebieten sind auch

unsere Kunden immer stärker betroffen

von einschneidenderen Vorschriften

zur Corporate Governance, strengeren

Publikationspflichten, äusserst detailreichen

Anweisungen und Bestimmungen

zur Geldwäscherei etc. All diese

Gebiete sind intern jeweils von Fachleuten

zu behandeln und zu beleuchten

– mit den entsprechenden Kostenfolgen.

Diskussion mit Blick auf Profitabilität nötig

Es scheint uns daher heute angezeigt, Vorund

Nachteile einer strengeren Regulierung

offen und unvoreingenommen zu

diskutieren. Denn zum Lebensnerv der

Wirtschaft gehören nicht nur klare Abläufe

und transparente Information,

sondern auch eine effiziente und profitable

Organisation und nicht zuletzt der

Mut und die Bereitschaft zu unternehmerischem

Risiko.

3


Ein Jahr von Fitness und Wandel

Wir arbeiten profitabel und erzielen mit

rund 1700 Mitarbeitenden, wovon rund

150 Partner sind, einen Umsatz von

423,3 Mio. CHF. Dies ist auch das

Resultat davon, dass wir Ernst & Young

weiter auf Fitness getrimmt und auf die

Kerngeschäfte fokussiert haben.

Namentlich wurden die in einem anderen

Markt tätige ATAG Wirtschaftsorganisationen

AG im Rahmen eines Management-Buy-outs

veräussert und die erfolgreiche

Pensionskassenberatung ATAG

Libera – auch um mögliche Unabhängigkeitskonflikte

zu vermeiden – an die international

tätige Gruppe Lane Clark &

Peacock verkauft. Weltweit ist Ernst &

Young mit rund 6000 Partnern und über

100’000 Mitarbeitenden in über 140

Ländern präsent.

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E RNST & YOUNG 2003/2004

Auch bei den Exponenten unseres Unternehmens

ergaben sich Veränderungen.

Im Oktober 2003 verliess CEO Marcel

Maglock wegen eines gegen ihn persönlich

gerichteten Verfahrens das Unternehmen.

Am 25. März 2004 wurden die

beiden Unterzeichnenden von den Partnern

neu in ihre Funktionen gewählt.

Der Verwaltungsrat ernannte zugleich

Peter Hurni zum CFO sowie per 1. Juli

2004 Thomas Huwyler zum People Partner.

Beide sind Mitglieder der Geschäftsleitung.

Aus dem Verwaltungsrat trat Benno

Grossmann, der namentlich in der

Ostschweiz eine sehr bedeutende Aufbauarbeit

geleistet hat, per 30. Juni

2004 altershalber zurück. Weiter will

sich Peter Spori, Vize-Präsident des Verwaltungsrates,

nach 30 Jahren bei

Ernst & Young nochmals neu ausrichten

und tritt per Ende Oktober 2004 zurück.

Wir danken beiden sehr herzlich für den

grossen Einsatz wie für die stets

gelebte Weitsicht und wünschen den

Zurücktretenden alles Gute.

Fokus auf gemeinsame Werte und Leadership

Entscheidend bleibt für uns die Ausrichtung

auf höchste Qualität und nachhaltig

profitables Wachstum. Eine der Voraussetzungen

dafür ist die aktiv gelebte und

geförderte Zusammenarbeit im kundenorientierten,

oft interdisziplinären

sowie internationalen Teams. Gestärkt

durch die Debatte über unsere Rolle

sind unsere Teams gemeinsamen Werten

und gemeinsamen Zielen verpflichtet.

Davon profitieren auch im neuen Geschäftsjahr

zuallererst unsere Kunden.

Andreas Müller

Präsident des Verwaltungsrates

Prof. Dr. Peter Athanas

Chief Executive Officer


Nutzen und Risiken

der Regulierung

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E RNST & YOUNG 2003/2004

Vor dem Hintergrund ihrer breiten beruflichen Erfahrung äussern

sich Prof. Dr. Giorgio Behr (Professor für Betriebswirtschaftslehre

an der Universität St. Gallen), Prof. Dr. Heinrich Koller

(Direktor des Bundesamtes für Justiz), Thomas McGrath (Vice

Prof. Heinrich Koller, eine Welle von «Unternehmensskandalen»

hat die Welt innerhalb

von kurzer Zeit erschüttert. Waren die Behörden

nicht genügend vorbereitet?

Die Frage ist, ob man sich auf solche

Vorkommnisse überhaupt vorbereiten

kann. Meiner Auffassung nach ist für

die Beantwortung dieser Frage zu unterscheiden

zwischen rechtsetzenden Behörden

und rechtsanwendenden Behörden

– also vor allem staatlichen Aufsichtsbehörden,

aber auch selbstregulierenden

Akteuren.

Als Direktor einer staatlichen, primär

rechtsetzenden Behörde erlaube ich mir

kein Urteil über das Verhalten der Akteure

in der Rechtsanwendung, da kenne

ich die Fakten zu wenig. Was die Rechtsetzung

anbelangt, so «hinkt» diese naturgemäss

immer hinter der Entwicklung

in der Praxis her. Präventive Gesetzgebung

ist nur selten möglich.

Dr. Peter Wuffli, Unternehmen wie die UBS

haben ihren Anpassungs- und Veränderungsprozess

schon vor einiger Zeit durchgemacht.

Kurieren die Behörden etwas, was

der Markt bereits geheilt hat?

Aus Erfahrungen lernen, seien es Fusionen

und Akquisitionen oder Marktkrisen,

ist seit vielen Jahren ein Markenzeichen

der UBS-Kultur. Die Kreditkrise in der

Schweiz in den frühen und die Asienkrise

in den späten 90er Jahren ermutigten

uns dazu, in der Bewirtschaftung von

Kredit- und Marktrisiken eine führende

Stellung anzustreben. Die Unternehmensskandale

und die verstärkte Überwachung

seitens der Behörden zu Beginn

dieses Jahrzehnts waren für die Finanzbranche

und damit auch für UBS –

Anlass, auch im Management der operationellen

Risiken Vorbildliches zu

leisten. Statt sich über eine übermässige

Regulierung zu beklagen, sollten die

Unternehmen in ihrem eigenen Interesse

die regulatorischen Auflagen als Chancen

begreifen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit

erhöhen.

Tom McGrath, welche grundsätzliche Rolle

spielen regulatorische Vorschriften bei der

Wiederherstellung des Anlegervertrauens?

Dass vieles für die engere Integration

der Kapitalmärkte in das weltweite

geschäftliche Umfeld des 21. Jahrhunderts

spricht, ist gut dokumentiert. Dennoch

bleibt die tatsächliche Integration

der Kapitalmärkte aufgrund gesetzlicher,

politischer und aufsichtsrechtlicher

Schranken und einer uneinheitlichen

Berichterstattung behindert. Fortschritte

werden bei der Annäherung der Rechnungslegungsvorschriften

und der Grundsätze

des Berufsstandes erzielt. Die zuständigen

Organe sind bestrebt, diese

Annäherung weiter voranzutreiben. Kapitalmarktaufsichtsbehörden

und andere

Chairman für AABS [Assurance and Advisory Business Services]

bei Ernst & Young Global) und Dr. Peter Wuffli (Chief Executive

Officer UBS AG) über die aktuellen Trends der Regulierung.

gesetzgebende Stellen müssen die Anstrengungen

zur Harmonisierung der

regulatorischen Rahmenbedingungen

allerdings weiter koordiniert voranbringen,

damit wir die effektive Integration

der Kapitalmärkte erleben.

Prof. Giorgio Behr, eine unabhängige Überwachung

der Wirtschaftsprüfungsbranche

scheint ein Schlüsselelement in vielen

neuen regulatorischen Projekten zu sein.

War das System der Selbstregulierung

ineffizient oder hat ein fundamentaler Wandel

stattgefunden, der neue Lösungen erforderlich

machte?

Das Problem der unabhängigen Überwachung

liegt nicht in erster Linie in der

Frage, ob die Selbstregulierung gescheitert

ist oder nicht. Die Anleger wünschen

Strukturen mit wirklich unabhängigen

Behörden und Personen, die für die Überwachung

zuständig sind. Der Anschein

einer unzureichenden Unabhängigkeit

muss von Beginn an vermieden werden.


Tom McGrath, welche Rolle spielt die Wirtschaftsprüfungsbranche

beim Festlegen von

Standards und welche Art von Entwicklungen

fördert sie?

In der Wirtschaftsprüfungsbranche

sind fähige und erfahrene Praktiker tätig,

die ein tiefes Verständnis für die anspruchsvolle

Aufgabe haben, welcher die

Unternehmen bei der Anwendung der

Rechnungslegungsvorschriften täglich

gegenüber stehen. Wir müssen daher –

zusammen mit den Verfassern und Benützern

von Geschäftsberichten – eine wesentliche

Rolle bei der Entwicklung dieser

Standards spielen. In diesem Sinne

übernehmen wir zusammen mit anderen

Vertretern unserer Branche eine aktive

Rolle bei den zuständigen Organen, wenn

diese einschlägige Themen erörtern und

entsprechende Standards festlegen.

Prof. Giorgio Behr, aufgrund ihrer faktischen

Macht haben Rechnungslegungsvorschriften

selbst auch eine Art regulierende Funktion.

Sie haben über Rechnungslegung während

einer ganzen Generation gelehrt und geforscht.

Erhöht sich der Druck und bereiten

Rechnungslegungsvorschriften den Unternehmungen

zunehmend Kopfschmerzen?

Buchführungsregeln wurden und werden

festgelegt, um sowohl eine die

tatsächlichen Verhältnisse vermittelnde

Präsentation wirtschaftlicher/finanzieller

Schlüsselzahlen als auch die Vergleichbarkeit

von Berichten sicherzustellen.

Das Erfordernis der Vergleichbarkeit,

nicht nur (für eine gegebene Gesellschaft)

über einen längeren Zeitraum

hinweg, sondern auch innerhalb einer

bestimmten Branche, mag

jedoch zu stark betont worden sein. Dies

ist einer der Gründe, weshalb wir mit

einem zunehmenden Schwall detaillierter

Bestimmungen konfrontiert werden.

Eine Überregulierung wird letztlich die

weitere Entwicklung der Buchführung

behindern.

Dr. Peter Wuffli, wie stellen Sie sicher, dass ein

Unternehmen wie UBS laufende Entwicklungen

im Bereich der Berichterstattung nahe

verfolgt und einhält – und was fordern diese

Anstrengungen?

UBS hat sich zum Ziel gesetzt, eher ein

Pionier als ein Mitläufer zu sein: 1998

waren wir die erste grosse Finanzdienstleistungsgesellschaft,

die einheitlich IAS

anwandte. Ein integrierter Ansatz für die

ganze Unternehmung ist notwendig. Wie

immer braucht es dazu auch die Kenntnisse

und den Einsatz unseres Personals.

Deshalb stellen wir Spezialisten höchsten

Kalibers ein, um die Buchführungswelt

von morgen mit zu formen. So ist als

Beispiel die Annäherung zwischen US

GAAP und IFRS von oberster Bedeutung

für eine Unternehmung, die sowohl im

Hinblick auf ihre Investorenbasis als auch

auf ihre Kundschaft global so ausgeglichen

ist, wie wir es sind.

Und wie, Prof. Heinrich Koller, verfolgt die

Schweizerische Bundesverwaltung die Anstrengungen

privater Organisationen und

anderer Regierungen, und kann sie glaubwürdig

eingreifen?

Selbstverständlich verfolgen wir die

nationalen und internationalen Entwicklungen

im Bereich der Buchführungsund

Rechnungslegungsvorschriften, und

zwar sowohl auf staatlicher wie selbstregulierender

Ebene.

Wir schätzen es sehr, dass wir von den

Machern der Schweizer Standards

regelmässig um unsere Meinung gebeten

werden. Unser primäres Anliegen

besteht natürlich darin, dass diese Standards

die rechtlichen Vorgaben respektieren.

Wäre dem nicht so, würden wir

intervenieren.

Im Übrigen halten wir es jedoch nicht

für unsere Aufgabe, den Machern der

Standards vorzuschreiben, wie Letztere

auszusehen haben. Dann könnten wir

diese Aufgabe ja genauso gut selbst übernehmen.

Wir halten es für sinnvoll, dass

diese Standards in Selbstregulierung erarbeitet

werden.

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Prof. Giorgio Behr, Sie sind einerseits Unternehmer,

arbeiten anderseits auch als

Berater für Rechnungslegungsfragen innerhalb

von internationalen Organisationen.

Können Sie sicherstellen, dass die öffentlichen

Behörden von Ihrer unternehmerischen

Erfahrung, insbesondere mit Blick auf

die weltwirtschaftlichen Entwicklungen,

profitieren?

Die Meinung der Verfasser von Geschäftsberichten

– also der Unternehmer

und Unternehmen – wird bei uns

nicht mit der notwendigen Regelmässigkeit

und Intensität gehört – und vielleicht

auch zu wenig prägnant vertreten.

In den USA spielen Industrie und

Banken dagegen eine wichtige Rolle

bei der Definition von Standards. Auf

internationaler Ebene sollten die Anstrengungen

der Unternehmen und ihrer

Verbände intensiviert werden, um die

Verfechter einer äusserst detaillierten,

in vielen Fällen aber nutzlosen Information

«zur Ordnung zu rufen».

Dr. Peter Wuffli, UBS ist ein eindrucksvoller

Player auf dem globalen Parkett. Wie nehmen

Sie die «regulatorischen Differenzen»

wahr und denken Sie, dass «regulatorische

Arbitrage» ein Problem von zunehmender

Bedeutung wird?

Natürlich hat jeder Markt seine eigene

regulierende Philosophie und seine historisch

gewachsenen Strukturen. In den

USA sehen wir eine sehr bruchstückhafte

regulierende Landschaft, während

diese in Grossbritannien sehr einheitlich

ist. In Japan greifen die Aufsichtsbehörden

sehr direkt ein, während sie sich in

der Schweiz zu einem wichtigen Teil auf

externe und interne Kontrolle verlassen.

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Für eine Bank mit unserer Ausrichtung

auf weltweite Geschäftsstrukturen ist es

eine grössere Herausforderung und mit

enormen Kosten verbunden, mit dieser

Vielfalt umzugehen. Wir würden weltweite

Annäherung bei den regulierenden

Philosophien und ein striktes Festhalten

am Herkunftsland als Vorgaben klar bevorzugen,

was die Arbitrage-Möglichkeiten

im regulierenden Bereich verringern

würde.

Prof. Heinrich Koller, auf welchen Platz in

der «regulatorischen Rangfolge» würden

Sie die Schweiz beispielsweise im Vergleich

mit anderen OECD-Ländern stellen?

Entgegen ersten Befürchtungen am

Anfang der Debatte um die Corporate

Governance steht die Schweiz recht

gut da. In den meisten der mittlerweile

zahlreichen Studien zu diesem Thema

nimmt sie einen Platz im Mittelfeld ein.

Das hängt auch damit zusammen, dass

der Gesetzgebungsprozess in der Schweiz

ein wenig länger dauert als anderswo.

Die relative Trägheit der Schweizer Gesetzgebung

hat aber auch den Vorteil,

dass der teilweise vorhandene Aktivismus

wieder ein wenig eingedämmt wird.

Gesetzgeberische Schnellschüsse werden

so vermieden.

Tom McGrath, die Konvergenz der Rechnungslegungsvorschriften

wird oft als ein

notwendiges Element für die weltweiten Kapitalmärkte

angesehen. Welche Fortschritte

wurden dabei erzielt?

Ab Januar 2005 werden rund 90 Länder

die International Financial Reporting

Standards übernehmen oder ihre nationalen

Rechnungslegungsstandards an

diese anpassen. Dies stellt einen wichtigen

Fortschritt dar. Das International

Accounting Standards Board (IASB) und

das US Financial Accounting Standards

Board (FASB) haben massgeblich zum

Ziel der weltweiten Konvergenz beigetragen.

Das IASB und das FASB veröffentlichten

im Oktober 2002 eine Absichtserklärung,

welche einen wichtigen

Schritt in Richtung der Formalisierung

ihrer Bemühungen zur Annäherung der

US-Standards und internationaler Standards

darstellte. Mit dieser Absichtserklärung

wurde auch die Verpflichtung

beider Organisationen auf gemeinsame

Projekte und die Koordination künftiger

Arbeitsprogramme bekräftigt.

Prof. Giorgio Behr, Sie sind als Experte für

verschiedene Behörden tätig. Denken Sie,

dass alles in allem die Politiker Vorschriften

zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts

oder nur zur vorübergehenden Befriedigung

der Wählerschaft erlassen? Und welches

sind, aufgrund Ihrer Erfahrung, die Massstäbe,

welche die Aufsichtsbehörden beachten,

wenn sie ihre Aufgaben wahrnehmen?

Die Aufsichtsbehörden sollten sich mehr

auf die Kapitalmarktstrukturen, auf die

Kontrolle des Zugangs zu diesen Märkten

und auf die Aufsicht in Bezug auf

alle Marktteilnehmer (Emittenten, Banken,

Analysten, Berater und Wirtschaftsprüfer)

konzentrieren. Leider

werden Themen von Bedeutung – wie die

Schaffung einer europäischen Kapitalmarkt

Aufsichtsbehörde – vernachlässigt

und leichte Aufgaben (z.B. verschärfte

Vorschriften für Wirtschafprüfungsgesellschaften)

bevorzugt, um den Eindruck

zu vermitteln, dass «wirkungsvolle

Massnahmen eingeführt worden

seien». Die Schweiz sollte ihrer Tradition

treu bleiben und weiterhin Gesetze

mit wenigen, aber verständlichen

Grundsätzen entwerfen sowie bestehende

Gesetze an die modernen Anforderungen

anpassen, statt ständig


neue und oft widersprüchliche Gesetze

zu erlassen. Wirkungsvolle Werkzeuge,

das Anlegervertrauen in die Kapitalmärkte

zu sichern, sind eine verständliche

Rechnungslegung, eine strikte Überwachung

von Banken, Emittenten und

Wirtschaftsprüfern sowie ein klares

Bekenntnis zur Unabhängigkeit. Unabhängigkeit

und ethisch korrektes Verhalten

sollten für alle Teilnehmer an den

Kapitalmärkten verbindliche Richtschnur

sein, nicht nur für die Geschäftsleitungen

der Emittenten oder die Wirtschaftsprüfer.

Prof. Heinrich Koller, das Bundesamt für

Justiz betreut eine ganze Reihe von gesetzgeberischen

Projekten, welche sich auf

unterschiedlichen Umsetzungsstufen befinden.

Gibt es ein Gesamtkonzept und können

Sie überhaupt sicherstellen, dass die

Wirtschaft nicht überreguliert wird?

Der Bundesrat hat am 23. Juni 2004 die

Botschaften zur Transparenz betreffend

Vergütungen an Mitglieder des Verwaltungsrats

und der Geschäftsleitung sowie

zur Neuordnung der Revisionspflicht

und der Revisionsaufsicht verabschiedet.

Als Nächstes steht eine grosse Aktienrechtsrevision

an, die sich u.a. auch mit

den Kernanliegen der Corporate Governance

befasst. Mit den angesprochenen

Rechtsetzungsprojekten verfolgen wir

die Stärkung der Unternehmenskontrolle

in einem weiteren Sinn.

Daneben bestehen aber mit dem erst

neulich in Kraft getretenen Fusionsgesetz

oder mit der im Parlament hängigen

Revision des Rechts der GmbH Projekte,

die sich nur unter dem Oberbegriff

«Modernisierung der Unternehmensstrukturen»

zusammenfassen lassen.

Das Bundesamt für Justiz bemüht sich,

in allen seinen Vorlagen eine vernünftige

Balance zwischen Regulierung,

Deregulierung und Selbstregulierung

bzw. Bindung und Freiheit (Eigenverantwortung)

zu schaffen.

Ich erlaube mir zu dieser nicht immer

einfachen Aufgabe zwei Bemerkungen:

Zum einen ist staatliche Regulierung

nicht grundsätzlich schlecht. Man muss

anerkennen, dass Missstände bestehen

und dass diese behoben werden müssen.

Zum anderen ist es richtig, dass die

Verwaltung einiges dazu beitragen kann,

dass die erwähnte Balance zustande

kommt. Man darf aber dabei nicht übersehen,

dass die Verantwortung für die

Gesetzgebung letztlich bei der Politik

liegt und dass zahlreiche Rechtsetzungsprojekte

«Auftragsarbeiten» des

Parlaments darstellen.

Dr. Peter Wuffli, die Überwachungsbehörden

sagen natürlich, dass ihre Bemühungen

zum Nutzen des Marktes sind. Wie profitiert

UBS als ein wichtiger Marktteilnehmer von

den neuen Richtlinien? Denken Sie, dass

alle direkten und indirekten Kosten, welche

den Steuerzahlern und den regulierten

Gesellschaften entstehen, angemessen

berücksichtigt werden?

Einerseits erhöhten die verstärkte Disziplin

und die behördliche Aufmerksamkeit

die Fokussierung auf den Umgang

mit operativen Risiken und machten deutlich,

wie wichtig eine verantwortungsbewusste

Führung unserer Geschäftstätigkeit

ist. Neue Richtlinien können

jedoch in zweierlei Hinsicht problematisch

werden. Erstens, wenn die Form

über dem Inhalt steht und alle in erster

Linie danach trachten, ihr eigenes rechtliches

Exposure zu schützen. Zweitens,

wenn die internen Kontrollfunktionen in

einem Unternehmen so viel Macht erhalten,

dass das Linienmanagement die

Verantwortung für die Bewirtschaftung

der Risiken von sich weist. Die Finanzbranche

ist attraktiv. Wir müssen

sicherstellen, dass dies so bleibt und

dass die Unternehmenskulturen weiter

gedeihen können.

Tom McGrath, obwohl sich die Weltmärkte

öffnen, stellen wir momentan eine stärkere

Regulierung durch die Behörden fest.

Besteht hier ein Konflikt?

Ich denke, dass interessanterweise

die Globalisierung zur Erfordernis einer

grösseren Übereinstimmung der Rechnungslegungsvorschriften

und der Grundsätze

des Berufsstandes sowie der regulatorischen

Rahmenbedingungen geführt

hat. Die Anleger sagen, dass sie bessere

und vergleichbarere Finanzinformation

benötigen, wenn sie über die eigenen

Landesgrenzen hinweg in verschiedene

Märkte investieren. Die Aufsichtsbehörden

müssen, obwohl sie rasch und

sorgfältig auf die Herausforderungen

der jüngeren Vergangenheit eingehen,

verstärkt zusammenarbeiten, um

effiziente, leistungsfähige und gemeinsame

regulatorische Prozesse zu gewährleisten.

Je stärker an allen Fronten

eine weltweite Annäherung erreicht

werden kann, desto einfacher werden

grenzüberschreitende Anlagen und desto

effizienter wird die Integration der

Kapitalmärkte.

9


Giorgio Behr

Prof. Dr. Giorgio Behr ist seit 1990 Professor

für Betriebswirtschaftslehre an

der Universität St. Gallen mit besonderer

Berücksichtigung von Finanzierung,

Rechnungslegung und Controlling. Er hat

an der Universität Zürich Rechtswissenschaften

studiert und darin promoviert

und habilitiert. Behr hält ausserdem das

Anwaltspatent und hat an der University

of Washington in Seattle die Ausbildung

zum dipl. Wirtschaftsprüfer absolviert.

Nach Tätigkeiten im In- und Ausland

machte er sich 1984 selbständig und

baute die BDS Beratergruppe auf. Ab

1991 restrukturierte und übernahm er

die Bircher Gruppe. Giorgio Behr hält

verschiedene Verwaltungsratsmandate,

ist ehemaliger Präsident der Fachkommission

für Rechnungslegung Swiss

GAAP FER und Mitglied des Supervisory

Board der European Financial Reporting

Advisory Group EFRAG der EU.

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E RNST & YOUNG 2003/2004

Heinrich Koller Thomas P. McGrath Peter A. Wuffli

Prof. Dr. Heinrich Koller ist seit 1988

Direktor des Bundesamtes für Justiz

(EJPD) und seit 1993 Präsident des

Schweizerischen Instituts für Rechtsvergleichung

(SIR) in Lausanne. Er hat

in St. Gallen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

studiert und danach an

der Universität Basel ein Studium der

Rechte absolviert, worin er 1981 promovierte.

Von 1979 bis 1988 arbeitete

Koller bei CIBA-GEIGY AG Basel in

der Zentralen Funktion Recht, wo er

zuletzt Direktionsmitglied war. Daneben

amtete er von 1985 bis 1988 als Ersatzrichter

am Appellationsgericht des Kantons

Basel-Stadt. Seit 1987 lehrt er an

der Universität Basel öffentliches Recht,

seit 1994 als Professor.

Thomas P. McGrath ist Global Vice Chairman

für AABS (Assurance and Advisory

Business Services) bei Ernst & Young.

In dieser Funktion leitet er das Geschäft

von AABS weltweit und ist Vorsitzender

des Global AABS Executive Committee.

McGrath hat sein Studium an der Miami

University (Ohio) absolviert. Er ist CPA,

CBA, und Certified Information Systems

Auditor (CISA) sowie Mitglied des

American and New York Institute of

CPAs, der EDP Auditors Association und

des Bank Administration Institute. Bevor

er seinen jetzigen Posten antrat, war

Thomas McGrath Managing Partner von

AABS für den New York Financial Services

Officer sowie Global Coordinating

Partner und Senior Advisory Partner

einer Reihe wichtiger Kunden aus dem

Finanzsektor.

Dr. Peter A. Wuffli ist seit 2001 Präsident

der Konzernleitung und seit 2003

Chief Executive Officer von UBS AG.

Nach seinem Studium an der Universität

St. Gallen war er für McKinsey &

Company tätig und wurde dort zum

Partner ernannt. 1994 stiess er als Chief

Financial Officer zum Schweizerischen

Bankverein. Er übte diese Position auch

nach der Fusion mit der Schweizerischen

Bankgesellschaft aus. 1999 übernahm

er die Verantwortung für das UBS Asset

Management. Peter Wuffli amtierte als

Verwaltungsratspräsident und Chief

Executive Officer dieser Business Group,

bevor er seine jetzige Position antrat.


Verwaltungsräte, Audit Committees und

Management sind auf nationaler und

insbesondere auf internationaler Ebene

mit einer zunehmenden Zahl neuer

«Rules & Regulations» konfrontiert.

Auch wenn der damit verbundene Aufwand

beträchtlich ist, sollten die strategische

Bedeutung und die positive Wirkung

gegen aussen nicht unterschätzt

werden. Beispielsweise stellt die «Compliance»

bezüglich Rechnungslegung

und Corporate Governance einen wesentlichen

Bestandteil des Risikomanagements

dar. Dass neue «Rules & Regulations»

(z.B. Sarbanes-Oxley Act, Section

404 oder die 8. EU-Richtlinie) Unternehmen

dazu verpflichten, ihr internes

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E RNST & YOUNG 2003/2004

Neue «Rules & Regulations»

als Chance

Wer sich den Veränderungen des wirtschaftlichen und regulatorischen Umfelds nicht stellt,

riskiert einiges zu verlieren: Wettbewerbsfähigkeit, Zugang zum Finanzmarkt sowie im

schlechtesten Fall das Vertrauen von Anlegern und Kunden.

Peter Bühler,

Leiter Wirtschaftsprüfung

Financial Services

Ancillo Canepa,

Leiter Wirtschaftsprüfung

Kontrollsystem laufend zu verbessern

und dessen Wirksamkeit durch ihre

Wirtschaftsprüfer bestätigen zu lassen,

ist daher positiv zu werten.

Gewandelte Rolle der Wirtschaftsprüfer

Als Wirtschaftsprüfer sind auch wir

von der gegenwärtigen Entwicklung betroffen.

Einerseits sind wir verpflichtet,

bezüglich der Qualität unserer Arbeit

sowie der Anforderungen an unsere Unabhängigkeit

strenge Regeln und Richtlinien

einzuhalten. Kaum ein anderer

Dienstleistungsbereich kennt eine solche

Dichte an nationalen und internationalen

Vorschriften.

Andererseits können wir Unternehmen

bei der Interpretation und Würdigung

der neuen gesetzlichen Bestimmungen

und Rechnungslegungs-Normen (z.B.

in der Schweiz die International Financial

Reporting Standards für börsenkotierte

Unternehmen) lösungsorientiert

unterstützen. Dies verlangt internationalen

und interdisziplinären Wissensaustausch,

praktische Erfahrung sowie

kommunikative Fähigkeiten.

Wachsende Bedeutung des internen

Kontroll-Systems

Zudem werden verschiedene Aspekte

neu gewichtet. Zentral ist dabei die

Sicherstellung von wirksamen unternehmensinternen

Kontroll- und Steuerungsprozessen.

Die Jahresrechnung, beste-

hend aus Bilanz, Erfolgsrechnung, Mittelflussrechnung

und Anhang beruht auf

zigtausend vorgängig erfassten Transaktionen

und Sachverhalten und erfordert

u.a. zahlreiche Ermessensentscheide. Um

als Grundlage dafür verlässliche «Facts

& Figures» zu generieren, ist ein ausgeklügeltes

System von funktionierenden

Prozessen und wirksamen Kontrollen

notwendig. Daher verlangen heute auch

Verwaltungsräte und Audit Committees

mittlerer Unternehmen die Etablierung

von funktionierenden Kontrollmechanismen.

Oder sie wollen sicherstellen,

dass das interne Risk Management alle

bedeutenden Geschäftsrisiken erfasst

und im Finanzabschluss entsprechend berücksichtigt.

Ernst & Young konnte dafür

frühzeitig schlagkräftige Teams mit internationalem

Know-how aufbauen und

sich klar als Marktführer etablieren.

Der vertrauensbildende Aspekt

Auch wenn die neuen «Rules & Regulations»

für viele Unternehmen eine zusätzliche

Belastung darstellen, sollte der

positive «Revitalisierungseffekt» nicht

unterschätzt werden. Deshalb betrachten

wir die neuen regulatorischen Anforderungen

für Unternehmen als grosse

Chance, das Vertrauen der Anleger und

der Öffentlichkeit in den Finanzmarkt

und in das Wirtschaftssystem ganz allgemein

zu stärken.


Aktuelles Steuerumfeld

erfordert aktives Handeln

Stephan Kuhn,

Leiter Tax

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E RNST & YOUNG 2003/2004

Die steigende Komplexität des regulatorischen Umfelds macht ein

steuerliches Risikomanagement unumgänglich. Dank der multidisziplinären

und integrierten Arbeitsweise bietet Ernst & Young

Grossfirmen wie auch mittelgrossen Unternehmen Methoden und

Die Entwicklung von steuerlichem Risikomanagement

und dessen Einbettung

ins «Enterprise Risk Management» sind

in vollem Gang. Zudem wird immer

mehr Unternehmern bewusst, wie wichtig

insbesondere auch die Gestaltung der

konzerninternen Verrechnungspreise geworden

ist. Die steuerlichen Auswirkungen

der EU-Erweiterung sowie die Vorbereitung

der betroffenen Banken auf

die Einführung der EU-Zinsbesteuerung

haben ihrerseits zur zusätzlichen Komplexität

beigetragen. Und auch das regulatorische

Umfeld hat einen Einfluss

auf die Steuern: «Compliance»-Regeln

werden verschärft, der weltweite Überblick

über die Steuersituation wird wichtiger

denn je. Mit unserer «Global Tax

Operations»-Lösung bieten wir unseren

Kunden ein Instrument, das Prozesse

und Technologien an die neuen Erfordernisse

anpasst.

Synergien nutzen

Bei komplexen Transaktionen arbeiten

wir eng mit Spezialistinnen und Spezialisten

aus den Bereichen Transaction

Advisory Services, Wirtschaftsprüfung,

Corporate Finance und Rechtsberatung

von Ernst & Young zusammen. Bei der

internationalen Steuerplanung verfügen

wir über ein weltweites Netz mit den

besten Experten. Damit nutzen wir Syn-

Instrumente zur umfassenden Steuerung der Funktion des Steuerverantwortlichen.

Die härtere Gangart gerade bei den MWST-Prüfungen

und die Entdeckung der damit verbundenen Aufrechnungen haben die

Erwartungen an die Steuerfunktion im Unternehmen erhöht.

ergien und schaffen Mehrwert für unsere

Kunden – seien es nationale und internationale

Konzerne oder mittlere Unternehmen

und deren Unternehmer. Um

für unsere Kunden auch im veränderten

Umfeld massgeschneiderte Lösungen

zu entwickeln, haben wir unser Team

zudem mit profilierten Experten verstärkt.

Insbesondere in den Bereichen Finanzindustrie,

Transfer Pricing und Mehrwertsteuern

konnten wir hochkarätige Fachleute

neu gewinnen. In ihrer aktuellen

Übersicht «World Tax 2005» hat die

renommierte Fachzeitschrift «International

Tax Review» Ernst & Young erneut

auf den 1. Rang gesetzt. Das Ranking

vom letzten Jahr hat sich bestätigt und

sogar verdeutlicht, da Ernst & Young dieses

Jahr den ersten Rang alleine belegt.


Das abgelaufene Geschäftsjahr stand im

Zeichen der Neugründung von EY Law

AG. Die bisher als Geschäftseinheit von

Ernst & Young geführte Rechtsberatung

tritt seit dem 1. Oktober 2003 als eigenständige

Gesellschaft unserer Gruppe auf.

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E RNST & YOUNG 2003/2004

EY Law – neue Regulierungen

werfen neue Fragen auf

Im Mittelpunkt des ersten Geschäftsjahrs von EY Law standen zahlreiche neue Regulierungen.

Zudem zeigte der sich belebende und immer komplexer werdende Transaktionsmarkt, dass

EY Law mit dem multidisziplinären Ansatz in die richtige Richtung geht.

Dr. René Schwarzenbach,

Leiter EY Law

Multidisziplinarität schafft Mehrwert

Im heutigen dynamischen Wirtschaftsumfeld

ist ein internationales und multidisziplinäres

Vorgehen unerlässlich,

um die Zielsetzungen unserer Kunden

zu verstehen und vernetzte Lösungen zu

erarbeiten. Damit wollen wir uns klar

gegenüber den traditionellen Anwaltskanzleien

abgrenzen. Wir arbeiten bei

komplexen Transaktionen eng mit den

Spezialisten und Spezialistinnen aus

den Bereichen Steuerberatung, Transaction

Advisory Services, Wirtschaftsprüfung

und Corporate Finance von Ernst

& Young zusammen. So schaffen wir

Synergien und einen Mehrwert für unsere

Kunden, zu welchen neben nationalen

und internationalen Konzernen auch

KMU und Unternehmer gehören. Im

Rahmen des internationalen Netzwerkes

von EY Law Europe gewährleisten wir

unseren Kunden zudem eine nahtlose,

grenzüberschreitende Beratung und

somit eine hohe Effizienz.

Neue Regulierungen

Der M&A-Markt hat sich im vergangenen

Geschäftsjahr wieder etwas belebt.

Das am 1. Juli 2004 in Kraft getretene

neue Fusionsgesetz schafft zudem Raum

für diesen positiven Trend. Neben der

Begleitung im gesamten Transaktions-

prozess unterstützen wir unsere Kunden

im Rahmen dieses neuen Gesetzes

vermehrt auch bei der neu vorgesehenen

Fusionsprüfung. Vor dem Hintergrund

weiterer neuer Regulierungen stellen

unsere Kunden zudem häufiger Fragen

mit Blick auf das revidierte Kartellrecht,

das neue Anlagefondsgesetz oder zur

elektronischen Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen

sowie zu den bilateralen

Verträgen über die Personenfreizügigkeit.

Auch EY Law selbst bewegt sich in

einem anspruchsvoller gewordenen regulatorischen

Umfeld, und wir nehmen

gewisse Restriktionen bewusst in Kauf.

So übernehmen wir grundsätzlich keine

Interessenvertretungen unserer Prüfungskunden

gegenüber Behörden und führen

keine Prozesse. Vielmehr fokussieren und

spezialisieren wir uns auf das Vertragsund

Gesellschaftsrecht, Mergers &

Acquisitions, Sanierungen und Konkursrecht,

Finanzmarktrecht, Informationstechnologie,

Arbeits- und Sozialversicherungsrecht.


E RNST & YOUNG 2003/2004

Corporate Finance –

kreative Nachfolgeregelungen

werden immer wichtiger

Neben Corporate-M&A-Transaktionen sind Nachfolgeregelungen ein immer wichtigeres

Thema für die Corporate-Finance-Spezialisten von Ernst & Young. Gerade bei Familienunternehmen

sind oft besonders kreative Lösungen gefragt.

Ronald Sauser,

Leiter Corporate Finance

Ende Juni 2004 hat das «Erbenholding»-

Urteil des Bundesgerichtes die Branche

aufgerüttelt. Dieses regt an, den Verkauf

von Aktien aus privater Hand künftig

nicht mehr als steuerfreien Kapitalgewinn

zuzulassen, falls der Kauf mit Fremdmitteln

finanziert wird, die aus zukünftigen

Erträgen des Kaufobjektes bedient

und getilgt werden müssen.

Nachfolgeregelungen nehmen zu

Damit Nachfolgeregelungen auch in

Zukunft teilweise mit Fremdkapital geplant

werden können, müssen wir nun

zusammen mit den Behörden gangbare

Lösungen suchen. Denn gerade Nachfolgeregelungen

von Familienunternehmen

stehen in naher Zukunft einige an.

Und die Resonanz im Markt hat uns gezeigt,

dass viele erfolgreiche Familienunternehmer

ihre Unternehmen nicht

einfach verkaufen wollen, sondern an

kreativen, langfristigen und die Unabhängigkeit

des Unternehmens sichernden

Lösungen interessiert sind.

Zum Beispiel an einer solchen, wie wir

sie bei der Langenthaler Textilfirma

Lantal vornehmen konnten. Da der ehemalige

Besitzer neben einem Minderheitsanteil

am Aktienkapital und Verkäuferdarlehen

auch noch unter ganz

genau definierten Ereignissen durch

ein Wandeldarlehen wieder in Besitz der

Aktienmehrheit gelangen konnte, wurde

sichergestellt, dass das Unternehmen im

Sinne des Verkäufers weitergeführt

wird und damit die Unabhängigkeit von

Lantal langfristig gesichert ist.

Rekordzahl von Transaktionen

Im Berichtsjahr konnten wir eine Rekordzahl

von elf Transaktionen abschliessen.

Darunter so prominente Fälle

wie die Fusion der ESEC mit Unaxis,

die strategische Zusammenarbeit mit

und die gleichzeitige Beteiligung an

der Bank Vontobel durch die Raiffeisen-

Organisation oder die Fusion der beiden

börsenkotierten Immobiliengesellschaften

REG und PSP. In unserem Real-Estate-

Bereich konnten wir ein weiteres Grossportfolio

für Coop verkaufen und Immobilienbewertungen

im Umfang von

über 15 Mia. CHF vornehmen.

Dass wir unseren Marktanteil in einem

weiterhin eher stagnierenden Markt ausbauen

konnten, liegt nebst unserem Bekenntnis

zur kompromisslosen Qualität

auch daran, dass wir die Zusammensetzung

unserer Mannschaft weiter

optimiert haben. Wir verfügen heute über

ein ausbalanciertes Team aus hervorragenden

Mitarbeitenden auf allen Stufen.

Dies ermöglicht uns, im Konkurrenzkampf

mit den besten Investmentbanken

mitzuhalten und in der Schweiz eine

Leaderrolle zu übernehmen.

17


18

E RNST & YOUNG 2003/2004

Rechnungslegung,

Reporting und Saläradministration –

Mehrwert dank Outsourcing

Die steigende Komplexität der Gesetze und Vorschriften lässt immer mehr Unternehmen für

die Rechnungslegung, das Reporting und die Saläradministration auf externe Unterstützung

zurückgreifen. Dazu zählt das Abfedern von Arbeitsspitzen genauso wie das Angleichen des

Rechnungswesens an nationale und internationale Accounting standards.

Beat Steigmeier,

Leiter EY Accounting Services AG

Die Marktbedürfnisse haben sich deutlich

verändert, denn die Komplexität in

den Bereichen Rechnungslegung, Reporting

und Saläradministration hat mit

den neuen Regulatorien massiv zugenommen.

Dies sowie enge Kostenbudgets

führen dazu, dass viele Unternehmen

immer weniger Mitarbeitende im Finanzund

Rechnungswesen beschäftigen.

Unternehmer greifen vermehrt

auf Outsourcing zurück

Daher greifen Unternehmer auf externe

Unterstützung zurück. Sei dies für die

gesamte Prozessabwicklung oder auch

nur für Teilbereiche. Zudem verlangen

sie im Rahmen von Risk-ManagementoderCorporate-Governance-Überlegungen

immer öfter Hilfe bei Mitarbeiterausfällen,

Arbeitsspitzen oder Schwierigkeiten

in Projekten. Hier bieten wir

Taskforce-Einsätze oder ein Staff Risk

Agreement (SRA) an, einen mit dem

Kunden vorbereiteten Notfalleinsatzplan

für den Fall, dass Schlüsselpersonen

ausfallen. Während diese Dienstleistungen

früher vor allem von ausländischen

Firmen, die sich neu in der Schweiz niedergelassen

hatten, nachgefragt wurden,

werden sie mit den neuen Regulatorien

immer öfter auch von Schweizer Firmen

genutzt. Und aufgrund der noch anstehenden

Veränderungen – neuer Lohnausweis,

Mutterschaftsversicherung

usw. – wird die Nachfrage weiter steigen.

Konzentration aufs Kerngeschäft

IT-Systeme sind nicht mehr wegzudenken.

Unternehmer investieren ihr Geld

aber lieber ins Kerngeschäft als in

IT-Lösungen. Nutzen statt kaufen ist

die Überlegung. Daher bieten wir ein

voreingestelltes und auf verschiedene

Branchen massgeschneidertes SAP-

ASP-System «resh@re ® » an, das unsere

Kunden gegen einen monatlichen Fixbetrag

nutzen können. Zudem kann der

Outsourcing-Grad für Accounting und

Payroll individuell vereinbart werden,

und der Kunde hat jederzeit weltweiten

Zugriff auf seine aktuellsten Daten.

Mehr Fragen zur Internationalisierung

Die zunehmende Komplexität trifft

grosse Firmen, aber auch vor allem mittelständische.

Aufgrund der Globalisierung

und der Forderungen der Investoren

und Banken nach mehr Transparenz

müssen immer mehr Firmen das Rechnungswesen

und das Reporting in Übereinstimmung

mit einem international anerkannten

Rechnungslegungsstandard

(IFRS oder US GAAP) führen. Hier greifen

wir auf unser länderübergreifendes

und multidisziplinäres Netzwerk innerhalb

von Ernst & Young zurück und übernehmen

für unsere Kunden die Führung

des gesamten Rechnungswesens inkl.

der Überleitung der Zahlen zum lokalen

statutarischen Abschluss unter Berücksichtigung

der steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten.


Unsere Dienstleistungen

20

E RNST & YOUNG 2003/2004

Audit Services

● Audit Services

● Audit Financial Statements

● Audit Consolidated Financial

Statements

● Financial Reporting

● National Accounting Standards

● International Accounting Standards

(IFRS, USGAAP, EU)

● Regulatory Audits

● Special Audits/Investigations

● IT Audits

Corporate Finance and

Transaction Advisory Services

● Sell Side, Buy Side, Mergers

● Buy-outs, Spin-offs

● Fairness Opinions

● Fund-raisings

● Real Estate Strategic Advice,

Strategy Implementation & Project

Management

● Transaction Support

● Valuation

● Financial Due Diligence

● Transaction Tax

● Legal Due Diligence

● Corporate Restructuring

Assurance Services

● Fairness Opinions

● Expert Opinions

● Comfort Letters

● Compliance Services

● Validation of Quantitative Models

● SPPS Certification

● Qualified Intermediary

● Financial Advisory Services

● Implementation of Accounting

Standards

● Education Accounting Standards

Legal Advisory Services

● Corporate Law

● Contract Law

● Banking Law

● Capital Markets Law

● Insolvency / Recovery

● Competition Law and

Intellectual Property

● IT- and e-Commerce Law

● Labor Law,

Work and Residence Permits

● Pension Plans

● Business Succession


Business Risk Services

● Internal Audit

● Corporate Governance

● Sarbanes-Oxley Readiness

● Management Control Self-Assessment

● Enterprise-wide Risk Management

● Operational Risk Management

● Financial Risk Management

● Forensic Services

● IT Risk Management

● IT Security Services

● Tax Risk Advisory Services

● Quality Review of Internal Audit

Accounting Services

● Accountancy on Call (Task Force)

● Outsourcing Partner for Accounting

● Salary and Payroll Administration

● Portfolio Services

● Resh@re ® : ASP solution based on SAP

Tax Advisory Services

● Corporate Tax

● International Tax

● Transfer Pricing & Tax Effective

Supply Chain Management

● Financial Services Taxation

● Indirect Tax (VAT)

● Private Client Services

● Human Capital

● Tax Operations

● Tax Risk Advisory Services

● Transaction Tax

● Real Estate Taxation

21


22

Impressum

Konzept und Realisation

Ernst & Young AG

Corporate Communications

Markus Bernhard, Anne-Catherine Rüegg

Redaktion

Alexandra Escher Clauss, Winterthur

Gestaltung / Illustrationen

Atelier Binkert, Zürich

E RNST & YOUNG 2003/2004

Portraits

Monika Estermann, Zürich

Portraits S. 9 aus Pressediensten der Unternehmen

Druck

Druckerei Kyburz AG, Dielsdorf

Bestellung / Adressänderungen

www.ey.com/ch/publications

sms.publications@ch.ey.com

Diese Broschüre ist auch in französischer

und englischer Sprache erhältlich.

© Copyright

Ernst & Young AG, 2004.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur unter

ausdrücklichem Quellenhinweis gestattet.

Es wird um Zusendung eines Belegexemplars

ersucht.


1

E RNST &YOUNG

© Ernst & Young AG

All Rights Reserved.

Ernst & Young is

a registered trademark.

www.ey.com/ch

01-D-EY0002


Menschen.

Leistungen. Resultate.

G ESCHÄFTSJAHR 2003/2004


Die Voraussetzungen für das erste Jahr

nach der vollendeten Integration der

Mitarbeitenden von Arthur Andersen

AG waren sehr gut. Der von breiten

Kreisen erhoffte wirtschaftliche Aufschwung

ist allerdings ausgeblieben.

Die Geschäftsleitung von Ernst & Young

verfolgte deshalb die konsequente Umsetzung

ihrer Strategie des qualitativen

und profitablen Wachstums. Sie hat

die internen Prozesse weiter gestrafft

2

K ENNZAHLEN

Kennzahlen 2003/2004

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Strategie des profitablen und qualitativen

Wachstums konsequent gelebt. Dazu gehört aus verschiedenen Gründen ein leichter

Umsatzrückgang. Für die Zukunft ist Ernst & Young zuversichtlich.

Peter Hurni,

Chief Financial Officer (CFO)

und die Leistungserbringung an die

Marktbedürfnisse angepasst sowie eine

Analyse des Kundenportfolios durchgeführt.

Die Umsetzung der Massnahmen

und die Verkäufe von ATAG Wirtschaftsorganisationen

AG und ATAG

Libera AG sowie einiger kleinerer

Einheiten forderten eine überdurchschnittliche

Leistungsbereitschaft von

Mitarbeitenden, Kadern und Partnern.

Portfolioanalyse wirkt sich aus

Diese externen und internen Faktoren

führten dazu, dass unser Mitarbeiterbestand

um 10% sank. Gleichzeitig hat

auch der Umsatz um 7% abgenommen.

Dies ist nicht nur auf das wirtschaftliche

Umfeld, sondern auch auf die gezielte

Umsetzung der Massnahmen

zurückzuführen, die sich aus der Portfolioanalyse

ergaben. Am meisten

spürten unsere grössten Kernbereiche

Wirtschaftsprüfung (Assurance &

Advisory Business Services) und Corporate

Finance die nachlassende Nachfrage

nach unseren Dienstleistungen.

Insbesondere im Bereich des Transaktionsgeschäftes

war der Rückgang markant.

Demgegenüber ist erfreulich,

wie die Steuerberatung ihren Umsatz

halten konnte. Insgesamt kann die

Umsatzentwicklung als zufriedenstellend

bezeichnet werden.

Im gleichen Sinne darf in diesem Rahmen

das Geschäftsergebnis beurteilt

werden. Die Geschäftsleitung hat die

Zeichen rechtzeitig erkannt und die

notwendigen Massnahmen eingeleitet.

Zahlreiche Mitarbeitende haben dies

mit einer überdurchschnittlichen Leistung

unterstützt, weshalb sie auch am

Ergebnis im Rahmen einer dieses Jahr

noch stärker leistungsbetonten Salarierung

teilhaben.

Zuversichtlich ins neue Geschäftsjahr

Für das neue Geschäftsjahr ist die

Geschäftsleitung angesichts der starken

Position von Ernst & Young im Markt

zuversichtlich: Es konnten bereits bedeutende

Auftragsgewinne verzeichnet

werden, die konjunkturelle Entwicklung

ist insgesamt merklich positiver und

die Mitarbeitenden sind motiviert, für

unsere Kunden Höchstleistungen zu

erbringen.


K ENNZAHLEN

Nettodienstleistungsertrag 2003 2004 Prozentualer Wachstum

1.7.2003 – 30.6.2004 (in Mio. CHF) (in Mio. CHF) Anteil +/– %

Wirtschaftsprüfung 287.5 265.0 63% –8%

Steuerberatung 94.2 94.0 22% 0%

Rechtsberatung 21.8 19.4 5% –11%

Corporate Finance 18.2 15.9 4% –13%

Accounting Services 24.5 18.2 4% –26%

Übrige Dienstleistungen 11.3 10.8 3% –4%

Total Nettodienstleistungsertrag 457.5 423.3 100% –7%

Personalbestand 30.6.2003 30.6.2004

Anzahl Mitarbeitende

umgerechnet auf Vollzeitstellen 1’831 1’634

Personalaufwand 353.2 330.2

Personalaufwand in Prozent des Dienstleistungsertrags 77% 78%

Aufteilung Personalbestand

per 30.6.2004

52% Wirtschaftsprüfung und -beratung

18% Steuerberatung

04% Rechtsberatung

02% Corporate Finance

05% Accounting Services

19% Übrige Dienstleistungen

> Sämtliche publizierten Zahlen verstehen sich ohne die per 1.7.2004 verkauften Einheiten/Gesellschaften.

Nettodienstleistungsertrag nach Branchen

im Geschäftsjahr 2003/2004

03% Energy, Chemicals and Utilities

30% Financial Services

03% Health Sciences

06% Industrial Products

03% Real Estate and Construction

16% Retail and Consumer Products

07% Technology, Communications and Entertainment

04% Public Services

28% Andere Branchen

3


Verwaltungsrat ATAG Ernst & Young Holding AG

Andreas Müller

Präsident des

Verwaltungsrates, Basel

Management Committee Ernst & Young AG

Peter Athanas*

CEO

Ronald Sauser*

Managing Partner

Corporate Finance

EY Law AG

René Schwarzenbach

Managing Partner EY Law AG

Barbara Lambert

Genf

G RUPPE E RNST & YOUNG S CHWEIZ

Conrad Löffel

Basel

Peter Bühler*

Head AABS** Financial

Services

* Mitglieder des Verwaltungsrates Ernst & Young AG ** AABS = Assurance & Advisory Business Services

Ernst & Young AG

AABS, Tax, Corporate Finance

Manuel Aeby

Basel

Ancillo Canepa*

Managing Partner

AABS**

Peter Hurni*

CFO

Claude Bourqui

Genf

Thomas Huwyler*

People Partner

EY Accounting Services AG

Beat Steigmeier

Managing Partner

EY Accounting Services AG

ATAG Ernst & Young Holding AG

EY Law AG EY Accounting

Services AG

Hans Isler

Genf

Peter Spori

Vize-Präsident

(bis 31.10.04)

Bern

Stephan Kuhn*

Managing Partner Tax

Executive Partner

Walter Jakob

Vize-Präsident (ab 1.11.04)

Zürich

Thomas Stenz

Zürich

René Schwarzenbach

Managing Partner

EY Law AG

Thomas Sauber

ATAG Technische Organisationen AG

Hans W. Kramer

Managing Director

ATAG Technische Organisationen AG

ATAG Technische

Organisationen AG

Other subsidiaries


Industries

Leader Markets

Ancillo Canepa

Energy

Alessandro Miolo

Financial Services

Ivan J. Wagner

Health Care

Uwe Dingeldein

Health Sciences

Jürg J. Zürcher

Industrial Products

Yves Vontobel

Public Services

Esther Guntern

Real Estate

Jan Eckert

Retail & Consumer

Products

Bruno Chiomento

Sports

Urs Feierabend

Technology,

Communications

& Entertainment (TCE)

Thomas Stenz

Global Accounts

Conrad Löffel

Regional Markets

Peter Bühler

Entrepreneurial

Growth Markets

Jürg J. Zürcher

Entrepreneur

of the Year

Heinrich Christen

Corporate Centers

Business Innovation

& Development

Martin Studer

Corporate

Communications

Markus Bernhard

Human Resources

Management

Eva Schielly

Saccomanno

Quality & Risk

Management

Robert-Jan Bumbacher

Sales & Marketing

Services

Jürg Schmid

Center for Business

Knowledge

Yvonne Manion

Finance & Controlling

Peter Fritschi, Rolf Müller

Rudolf Pfaff, André Steger

Human Resources

Accounting

Iris Gasser

Information Technology

Ernst Engelberger

Logistics

Peter Mantel

5


6

A LPHABETISCHE L ISTE DER PARTNER

Partner

A

Manuel Aeby, Basel

Daniel Aerni, Zürich

Roger Amhof, Zürich

Michael Arndt, Kreuzlingen

Peter Arnold, Bern

Peter Athanas, Zürich

B

Daniel Bachmann, Bern

Pierre Balsiger, Genf

Thomas Bauer, Basel

Leonid Baur, Zürich

Raymond Bech, Lausanne

Jörg Behrens, Zürich

Jan Åke Birgerson, Zürich

Øyvind Bjordal, Zürich

Bruno Bleisch, Basel

Laurent Bludzien, Genf

Andreas Blumer, Zürich

Claude Bourqui, Genf

Urs Brügger, Zürich

Peter Brülisauer, Zürich

Jürg Brun, Bern

Bernhard Büchel, Vaduz

Viktor Bucher, Zug

Peter Bühler, Bern

Robert-Jan Bumbacher,

Basel

Dominik Bürgy, Zürich

C

Stefano Caccia, Lugano

Ancillo Canepa, Zürich

Pierre-Alain Cardinaux,

Genf

Cataldo Castagna, Zürich

Bruno Chiomento, Basel

Cherrie Chiomento, Basel

Bruno Christen, Zürich

Edgar Christen, Zug

Heinrich Christen, Zürich

Serge Clément, Lausanne

Jean-Louis Clerc, Lausanne

Peter Coats, Zürich

Caspar Comtesse, Zürich

Kevin Cornelius, Zürich

D

Peter Dauwalder, Zürich

Pierre Delaloye, Lausanne

Christoph Dolensky, Basel

Olivier Dunant, Genf

E

Jan Eckert, Zürich

Claudio Ernst, Zürich

F

Rolf Fässler, St. Gallen

Urs Feierabend, Bern

Bernard Fishman, Genf

Paul Flückiger, Bern

Verena Fontana, Zürich

René Forster, Zürich

Stefan Fuchs, Zürich

G

Niklaus Gadient, Bern

Karl Geiger, Zürich

François Genetelli,

Lausanne

Robin A. Ginn, Zürich

Martin Gröli, Zürich

Dominique Grosbéty, Genf

Jvo Grundler, Zürich


H

Gallus Haag, Bern

Stephan Haagmans, Zürich

Daniel Haldemann, Bern

Jürg Häusler, Bern

Rainer Hausmann, Zürich

Mark Hawkins, Genf

Peter Heckendorn, Zürich

Michael W. Hildebrandt,

Lausanne

Willy Hofstetter, Zürich

Willi Holdener, Zürich

Markus Frank Huber, Zürich

Howard R. Hull, Genf

Peter Hurni, Basel

Donatus Hürzeler, Bern

Thomas Huwyler, Zürich

I/J

Hans Isler, Genf

Hans-Joachim Jaeger, Zürich

Walter Jakob, Zürich

K

Walter Keck, Zürich

Paul Klominek, Basel

Ferdinand Kobelt, Bern

Stephan Kuhn, Zürich

L

Barbara Lambert, Genf

Andreas C. Loetscher, Zürich

Conrad Löffel, Basel

Georg Lutz, Zürich

M

Bernard S. MacCabe, Basel

Florian Magnollay, Genf

Albert Massmünster, Basel

Kevin McCabe, Zürich

Christoph Meister, Bern

Alessandro Miolo, Zürich

Mario Mosca, Genf

Urs Moser, Zürich

Andreas Müller, Basel

Urs Müller, Aarau

N

Kim H. Nguyên, Genf

O

Eric Ohlund, Zürich

Bruno Oppliger, Zürich

Markus Oppliger, St. Gallen

Felix Ort, Zürich

Michele Ortelli, Lugano

P

Pascal Petruccelli, Zürich

Alfred Preisig, zur Zeit USA

R

Stuart Andrew Reid, Zürich

Michael Riesen, Bern

Philip Robinson, Zürich

Günter Rordorf, Zürich

Stefan Rösch, Bern

Beat Röthlisberger, Zürich

René Röthlisberger, Zürich

Philippe Rubin, Lausanne

Roland Ruckstuhl, Zürich

Hans-Peter Rudolf, zur Zeit

USA

Roland Ruprecht, Bern

S

Hanspeter Saner, Bern

Thomas Sauber, Zürich

Ronald Sauser, Zürich

Hans Rudolf Schädeli, Zürich

Rolf Schatzmann, Zürich

Jürg Scheller, Bern

Bruno Scherrer, Zürich

Chris Schibler, Zürich

Alex Schmidlin, Zürich

Thomas Schneider, Zürich

Karen R. Schoepke, Zürich

Rolf Schönauer, Zürich

René Schreiber, Bern

Urs Schüpfer, Zürich

René Schwarzenbach,

Zürich

Markus Schweizer, Zürich

Stefan Seiler, Zürich

Louis Siegrist, Zürich

Mike Sills, Genf

Luca Soldati, Lugano

Peter Spori, Bern

Walo Stählin, Bern

René Stauber, Zürich

Beat Steigmeier, Zürich

Thomas Stenz, Zürich

Martin Studer, Basel

Vincent Studer, Bern

T

Marco P. Tagmann, Zürich

Marc Thomet, Bern

V

Alexander Vollmar, Bern

Yves Vontobel, Zürich

W

Ivan J. Wagner, Zürich

Rolf Walker, Bern

Daniel-Andreas Wüst,

Zürich

Z

Philippe Zimmermann,

Zürich

Jürg J. Zürcher, Basel

Bernhard Zwahlen, Bern

7


S ITZE

Sitze

Aarau/Baden

Christoph Widmer

058 286 23 23

christoph.widmer@ch.ey.com

Basel

Manuel Aeby

058 286 86 86

manuel.aeby@ch.ey.com

Bern

Jürg Scheller

058 286 61 11

juerg.scheller@ch.ey.com

Genf

Dominique Grosbéty

058 286 56 56

dominique.grosbety@ch.ey.com

Kreuzlingen

Michael Arndt

058 286 72 22

michael.arndt@ch.ey.com

Lausanne

Serge Clément

058 286 51 11

serge.clement@ch.ey.com

Lugano

Luca Soldati

058 286 24 24

luca.soldati@ch.ey.com

Luzern

Viktor Bucher

058 286 77 11

viktor.bucher@ch.ey.com

Neuenburg

Laurence Barthoulot

058 286 70 50

laurence.barthoulot@ch.ey.com

St. Gallen

Louis Siegrist

058 286 20 20

louis.siegrist@ch.ey.com

Zug

Edgar Christen

058 286 75 55

edgar.christen@ch.ey.com

Zürich

Marco P. Tagmann

058 286 31 11

marco.tagmann@ch.ey.com

Vaduz

Bernhard Büchel

+42 323 96 111

EDY00110

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