zum Magazin - Polarity Verband Schweiz

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Info

Polarity Nr. 6 Mai 2004

Polarity Verband Schweiz

Interview mit Magdalena Fäh

und Thomas Studer

Cécile Cassini

Weibliche Beiträge zur

Entwicklung von Polarity

Phil Young

Der Caduceus

Raphael Schenker

Gruppenarbeit mit Essenz

Christine Kobler

Das heilige Wir

Johanna Ochsner

Einführung zu den 8 Vorträgen

am Polarity-Kongress 2004


Editorial

CÉCILE CASSINI

10 Jahre Polarityverband feiern wir

mit dem ersten Polarity-Kongress der

Schweiz, dem Hauptthema dieses

Heftes. Auf den acht mittleren Seiten

erzählen die Referentinnen und Referenten,

was sie an ihren Vorträgen

und Workshops am 2. und 3. Oktober beleuchten möchten.

Wir hören und sehen auf vielfältige Weise über

Polarity, ob praxisnah, an den Wurzeln forschend oder in

Perspektiven wegweisend. Wir sind sicher, dass Polarity

Praktizierende ihr Wissen erweitern und ihr Können vertiefen

werden an diesem Kongress und dass im wunderschönen

Städtchen Rheinfelden im Park des «Eden» oder

in den Sälen des «Schützen» wertvolle Begegnungen stattfinden

können.

Als Berufsverband tragen wir mit an der Verantwortung

für die Entwicklung unseres Berufes. Das Interview mit

Magdalena Fäh und Thomas Studer, den Projektverantwortlichen

zur Arbeit am Beruf Komplementärtherapie

des Dachverbandes Xund, soll helfen, diese komplexe

BEHANDLUNGSLIEGEN

& PRAXISZUBEHÖR

… für Therapie und mehr !

2

Materie wie auch ihre möglichen Auswirkungen auf unser

Feld besser zu verstehen.

Christine Kobler findet durch Arbeit in Gruppen zur

Essenz des Polarity und Christine Schwaninger durch die

Übersetzung des Artikels von Phil Young zu wichtigen

weiblichen Einflüssen im Leben von Dr. Stone. Raphael

Schenker setzt sich als Ingenieur und Polarity-Therapeut

mit dem Caduceus und der Wissenschaft auseinander,

ebenso wie in der Praxisarbeit mit ganz konkreten

Problemen. Johanna Ochsner fasst im Artikel «Das heilige

Wir» die Schwerpunkte von Ken Wilbers Aussagen zur

integralen Medizin für uns verständlich zusammen.

Ich hoffe, dass es gelungen ist, auf unterhaltsame Weise

komplexe Themen anzusprechen und wünsche allen eine

gute Zeit mit dem Polarity-Info und am Kongress.

Impressum

Polarity-Info

Informationsorgan Polarity Verband Schweiz (PoVS)

Sekretariat und Inserateverwaltung: Kathrin Scholer

Tel. 061 831 25 95, Fax 061 831 38 28, info@polarityverband.ch

Redaktion: Cécile Cassini, Ziegelhofweg 7, 4303 Kaiseraugst

Tel. 079 291 69 52, ccassini@dplanet.ch

Mitarbeiter dieser Ausgabe: C. Cassini, J. Beaulieu, U. Honauer, Ch. Kobler,

A. Ledermann, J. Ochsner, B. Raimann, R. Schenker, M. Schubert,

Ch. Schwaninger, P. Wydler, P. Young

Druckunterlagen an Studio Meurer, Räbmatt 106, 4305 Olsberg,

Tel. 0618411477, Fax 061 84114 04, Leonardo 061843 95 35, info@meurer.ch

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Interview

mit Magdalena Fäh und Thomas Studer

CÉCILE CASSINI

Zum Thema Berufsbildung und

Komplementärtherapie

Magdalena Fäh, Präsidentin, und

Thomas Studer, Vorstandsmitglied des

Dachverbandes Xund, sind die Projektverantwortlichen

für Berufsbildung.

Aus der Sicht der Praktizierenden wollten

wir Klarheit zu diesem brennenden

Thema erhalten.

1) Wie weit ist die Entwicklung für

eine höhere Fachprüfung HFP in unserem

Bereich?

Eine klare Willensäusserung der

Verbände, auf diese Abschlüsse hinzuarbeiten,

ist da, aber noch kein

definitiver Beschluss. Es sind jedoch

dazu gute Voraussetzungen entstanden

durch

• die Gruppierung der einzelnen

Methoden zu Fachrichtungen

• einen Entwurf zum Berufsprofil

und zu den Kompetenzen

• eine gute Zusammenarbeit

• viel kreatives Potenzial durch die

Vielfalt der Methoden

• die vielen kompetenten Fachleute

aus den eigenen Kreisen und ihr

Engagement.

Das BBT (Bundesamt für Berufsbildung

und Technologie) hat eingewilligt,

einen neuen Abschluss für

Komplementärtherapie einzuplanen,

womit die Praxeologien aus den

natürlichen Methoden gemeint sind,

neben dem Abschluss für Heilpraktiker.

Ebenfalls stellt das BBT

Ressourcen zur Verfügung, durch die

Leitung von grossen Informationsveranstaltungen

und von Arbeitsgruppen,

wo die Vernetzung mit

anderen Dachverbänden geschehen

soll. Folgende Arbeitsgruppen sind

vorgesehen:

• zur Festlegung einer OdA

(Organisation der Arbeitswelt) als

Trägerin der HFP (Höhere Fachprüfung,

führt zu einem eidgenössischen

Diplom)

• zur Festlegung der vertieften

Kompetenzen zu Gesundheit und

Krankheit

• zu den notwendigen Kompetenzen

einer zukünftigen Komplementärtherapeutin

Zurzeit gilt es, die Anliegen und die

schon geleistete Arbeit zur Berufsanerkennung

des DvXund, z.B. das

Berufsprofil und die Zusammenstellung

der Kompetenzen, in diese

Arbeitsgruppen einzubringen. Wir

sind gut vorbereitet.

2) Wir haben gehört, dass das neue

Berufsbildungsgesetz seit 1.1.04 in

Kraft ist, haben jedoch keine Veränderung

bemerkt!?

Das ist richtig. Es sind zurzeit an der

Basis noch keine Veränderungen

spürbar. Es wird nicht von oben nach

unten gesagt, was geschehen soll. Der

Prozess läuft von unten nach oben.

Es gibt keinen Zwang zur Entstehung

neuer Ausbildungen. Die Initiative

liegt bei den Verbänden. Sie können

mitbestimmen, ob und wann sie die

Möglichkeit des neuen Gesetzes

nutzen, um einen neuen Beruf zu

schaffen.

3) Das neue Gesetz tangiert ausschliesslich

die Ausbildung. Ist trotzdem

zu erwarten, dass es Einfluss auf

die Finanzierung von Behandlungen

durch die Versicherer hat?

3

Die Versicherer sind im Bereich der

Zusatzversicherungen völlig frei. Sie

können unabhängig von der eidgenössischen

Anerkennung durch

eine HFP sagen, ob sie eine Therapie

finanzieren oder diese ablehnen. Es

ist aber klar, dass ein eidgenössischer

Abschluss einen Massstab in unserem

Fachbereich setzen wird. Dies wird

Einfluss haben auf alle verknüpften

Gebiete wie kantonale Regelungen,

Registrierung, z.B. durch EMR, und

Kostenträger, z.B. Versicherer.

4) Mit wie vielen Ausbildungsstunden

rechnest du für die Komplementärtherapeutin

?

Zwischen 1000 und 1500 Stunden

sind möglich. Diese Stunden und das

Niveau der HFP werden von uns, den

Verbänden, festgesetzt.

5) Was wird anders oder neu sein

gegenüber den heutigen Ausbildungen?

Zurzeit stehen wir in der Diskussion,

ob wir die aktuellen Ausbildungen

modularisieren sollen. Statt Inhalte

werden hier die Kompetenzen defi-

niert. Die Studierenden würden dank

der dadurch möglichen Vergleichbarkeit

einen besseren Überblick

erhalten, was zu erfüllen ist, und

könnten sich Teilkompetenzen

erwerben. Für jedes abgeschlossene

Modul erhalten die Studierenden

einen Kompetenznachweis, der eine

Voraussetzung für die Teilnahme an

der Schlussprüfung bildet. In einer

vorwiegend praktischen Schlussprüfung

wird nachzuweisen sein,

dass der Prüfling fähig ist, die Einzelkompetenzen

zu einem Ganzen zu

integrieren.

Als zweite Möglichkeit besteht eine

zentrale Abschlussprüfung, welche


ebenfalls durch Experten (der

Verbände) abzunehmen ist. Hier

sind die Schulen ganz frei in der

Gestaltung der Ausbildung. Die

Studierenden würden jedoch

während der ganzen Ausbildung

in der Spannung stehen, wieweit

die besuchte Ausbildung den Anforderungen

der HFP entspricht.

Allfällige Schulenprüfungen oder

schriftliche Arbeiten könnten für

die HFP nicht zählen, da keinerlei

Vergleichbarkeit angestrebt und

möglich ist.

Diese Diskussion läuft im nächsten

halben Jahr, und wir hoffen,

im September an der ausserordentlichenDelegiertenversammlung

bei diesem Thema zu einer

Entscheidung zu kommen. Es

läuft ein spannender Prozess für

die Verbände und Schulen in diesem

Jahr.

6) Wer wird die höhere Fachprüfung

durchführen?

Eine neu zu bildende OdA

(Organisation der Arbeitswelt) für

den ganzen Bereich der Komplementärtherapie

aus einem oder

mehreren Dachverbänden wird

für die Qualität und die Prüfung

zuständig sein. Die OdA stellt die

Experten. Deshalb ist es wichtig,

frühzeitig an die Expertenschulung

zu denken.

7) Werden die Schulen geprüft werden

und wenn ja, dann wie?

Nein, grundsätzlich werden die

Schulen für eine HFP nicht

geprüft. Wenn wir hingegen ein

modulares System wählen, dann

sind die erteilten Kompetenznachweise

der Schulen Bestandteil

der HFP. Deshalb muss die Qualität

dieser Kompetenznachweise

gewährleistet sein, was durch eine

Evaluation der Lernzielkontrolle

bei den Schulen erfolgt. Dies kann

analog gängiger Systeme gehandhabt

werden.

8) Wie steht es mit Praxisbegleitung

und Supervision?

Dieses Gebiet – die Einführung in

die Praxis – wird ausgebaut und

professionalisiert werden. Da die

HFP als Ausweis für die selbstän-

dige Berufstätigkeit gilt, müssen

wir das hohe Niveau der selbstverantworteten

therapeutischen

Arbeit sicherstellen. Weil unsere

Methoden keine mehrjährige

praktische Berufstätigkeit vor der

HFP voraussetzen können, werden

wir dem Aspekt der Einführung

in die Praxis und der

Praxisbegleitung während der

Ausbildung grosses Gewicht beimessen.

Für bereits praktizierende

TherpeutInnen ist es generell

wichtig, Supervision immer wieder

phasenweise zu benutzen. Dies

gehört zur Optimierung unserer

Berufstätigkeit und zu unserer

Psychohygiene.

9) Welche Konsequenzen kann das

ganz konkret für mich als Polarity-

Therapeutin mit 765 deklarierten

Polarity-Stunden und unzähligen

Weiterbildungsstunden haben?

Was kommt da noch auf mich zu?

Dies ist abzuklären. Zuerst muss

man seine Handlungskompetenz

nachweisen, sei es durch nachgewiesene

Schulung oder durch

Berufserfahrung. Für ein Äquivalenzverfahren/Gleichwertigkeitsverfahren

wird man ein Dossier

einreichen müssen. Aufgrund

dieser Nachweise wird bestimmt,

ob Ergänzungen benötigt werden.

So wie das z.B. bei den Ausbildern

schon gemacht wird. Sind Ergänzungen

notwendig, können im

modularen System die zusätzlichen

Kompetenzen erworben

werden. Ohne modulares System

müssen alle, die einen Abschluss

wollen, an die umfassende zentrale

HFP. Heutzutage wird vermehrt

mit Modulen und Äquivalenzen

gearbeitet.

10) Wird es Übergangsbestimmungen

geben?

Übergangsbestimmungen sind

üblich und werden von uns angestrebt

(siehe Punkt 9). Zurzeit

kann in allen Kantonen – ausgenommen

Kantone mit einem entsprechenden

Berufsverbot – eine

komplementärtherapeutische

Tätigkeit auch ohne HFP-

Abschluss ausgeübt werden.

5

11) Sind diese vielen Regelungen

eine Gefahr für die Ganzheitlichkeit

unserer Methoden?

Ich sehe keine Gefahr durch die

Regelungen des neuen Berufsbildungsgesetzes

oder durch das

BBT. Nur in unseren Kreisen kann

es gefährlich werden für die Ganzheitlichkeit

der Methoden, wenn

die Legitimation im Fachwissen

gesucht wird und die leichtere

Überprüfbarkeit von Fachwissen

einen unguten Einfluss auf die

Gestaltung der Ausbildung und

damit auf den Beruf bekommt.

Ich bedanke mich für dieses Gespräch.

Das Leben ist ein Mysterium!

Welche unglaubliche Intelligenz ist in unserem

Körper am Werk, die jeden Augenblick

Myriaden von Abläufen steuert!

Das Miteinbeziehen dieser geheimnisvoll

wirkenden Selbstorganisation und die

Rückverbindung mit diesem tief innersten

Wissen über Heilung und Ganzwerdung ist

für mich eines der grundlegendsten

Prinzipien der Polarity-Therapie, sowie

jeder anderen Form des Heilens.

Raphael Schenker

Dipl. Ing. ETH

Polarity Therapeut (vollberuflich)

Persönlichkeitsentwicklung

Coaching | Meditation

Praxis in Zürich (Kreis 6)

und Zumikon, Tel. 079 217 92 49

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Weibliche Beiträge

PHIL YOUNG

zur

Entwicklung

der

Christine Schwaninger Sieber übersetzte

für uns den Artikel von Phil

Young in «Energy», Vol. XVIII, No 2,

Spring 2003 (Newsletter of the

American Polarity Therapy Association).

Viele Leute haben bemerkt, dass über

die letzten 30 Jahre die höheren

Stellen in der Polarity-Schulung und

in der Praxis zu einem grossen Teil

von Männern dominiert wurden.

Neue Forschungen zeigen, dass der

grösste Einfluss auf Dr. Stones frühes

Berufsleben jedoch von zwei Frauen

ausging. Die erste dieser einflussreichen

Frauen war seine Gattin

Anna.

Wir wissen, dass um 1916 Dr. Stone

an der «Eclectic School of Drugless

Healing and College of Physiological

Therapeutics» lehrte. Auf Deutsch

könnte man den Namen der Schule

wie folgt übersetzen: Führende Schule

für medikamentenlose Heilung und

Ausbildungszentrum für physiologische

Therapieformen. In der Biografie

von Stone «Polarity Therapy

Band Zwei» steht: «Im August 1916,

nach 2 Jahren Praxis und Unterricht,

heiratete er Misses Anne L. Stone,

eine geschiedene Dänin, die damals

in Chicago lebte. Sie war praktizierende

Hebamme, ausgebildet am

berühmten Lindhlar Nature Cure

Sanitarium an der Ashland Avenue in

Chicago, wo sie auch seit 1912 Oberhebamme

war.»

Diese Eclectic School veröffentlichte

eine ausführliche Dokumentation

über die Ausbildungsmöglichkeiten.

Polarity-

Therapie

Die für uns in diesem Fall wichtigsten

Informationen erfahren wir auf der

Liste des Lehrkörpers (Abb. 1). Am

Ende der ersten Ausbildungsliste werden

Sie den Namen «Dr. Anna L.

Stone» finden. Sie werden ebenso

bemerken, dass sie aufgeführt ist als

Lehrerin der «manual technique –

osteopathy – chiropractic». Tatsächlich

war sie, abgesehen von Dr.

Jewrsen, die einzige Lehrkraft für

Körperarbeit auf der Liste.

Sie war also ausgebildete Lindhlar-

Hebamme einerseits, dazu aber auch

eine Praxis- und Unterrichterfahrene

der Chiropraktik und Osteopathie.

Ob Anna Stone an der National

School of Chiropractic ausgebildet

wurde, kann nicht bestätigt werden,

da die Unterlagen aus dieser Zeit

schwer zu finden sind. Allerdings ist

zu beachten, dass sich diese im gleichen

Gebäude wie die Eclectic School

befand. Im Hinblick auf die

Berühmtheit der National School

kann vermutet werden, dass Anna

Stone einige Jahre vor Dr. Stone ihr

Diplom erhielt, umso mehr, als sie

um 20 Jahre älter war.

Auf der Lehrkörperliste (Abb. 1) werden

Sie auch einen Dr. Rudolf N.

Bautsch (Dr. Stones ursprünglicher

Name), finden, als Lehrer für

Anatomie und Psychiatrie. Dies war

für mich keine geringe Überraschung,

da für uns Dr. Stone heute

Sinnbild der Körperarbeit und nicht

der Psychiatrie ist. Die Antwort auf

dieses Geheimnis liegt wahrscheinlich

in der Tatsache, dass das erste

6

Diplom, das wir in Dr. Stones Archiv

finden, ein Diplom für «Mentologie»

ist. Trotz tiefgründigen Forschungen

wissen wir nur sehr wenig über die

Art dieser Ausbildung. Was wir durch

dieses Diplom wissen, ist, dass es am

21. April 1909 durch einen Dr. Wm.

W. Fife an Dr. Stone ausgehändigt

wurde, als er gerade 19 Jahre alt war.

Der Kurs stand unter der Leitung des

«Universal Institute of Mental

Healing» in St. Louis, Missouri. Anscheinend

ging es um den Einfluss

der Denkweise im Heilungs- und

Krankheitsprozess.

Im Katalog der Eclectic School gibt es

einen Abschnitt, der vermutlich Dr.

Stones Beitrag an der Schule widerspiegelt:

«Psyche und Mentaltherapie.

Wo immer der Körper erkrankt, ist

das Nervensystem direkt davon betroffen

und wird auch das Mentale in

Mitleidenschaft gezogen. Wo immer

das Mentale erkrankt, werden auch

die Körperfunktionen beeinflusst.

Das Wissen von mentaler und psychiatrischer

Therapie ist absolut notwendig

für alle erfolgreichen Behandlungen,

insbesondere wenn die

Krankheit im mentalen Bereich ist.

Dieses Thema wird in einfacher Form

übermittelt, damit es für alle verständlich

wird.»

Die Art und Weise, wie dies beschrieben

wird, gibt uns einen Hinweis auf

Dr. Stones Ausbildung in Mentologie

und widerspiegelt auch die Lehre der

so genannten «Bewegung des neuen

Gedankens» oder «die Religion des

gesunden Denkens». Eine Definition

von «neuer Gedanke» finden wir in

der Erklärung einer der frühesten

«Neue-Gedanken-Gruppen», des

Metaphysischen Clubs in Boston,

gegründet 1895: «Förderung des

Interesses an der Praktizierung einer

wahrhaftigen Philosophie des Lebens

und des Glücks; zu zeigen, dass durch

rechtes Denken die höchsten Ideale

verwirklicht werden können.

Förderung der Auffassungsgabe und

Förderung intelligenter und systematischer

Behandlungen der Krankheit

durch geistige und gedankliche

Methoden.»


In allen Werken von Dr. R. Stone

wird der Einfluss des Bewusstseins

von Gedanken auf Gesundheit und

Heilung ständig betont. Oft scherzte

er in seinen Seminaren: «falsches

Denken ist wie die falsche Pfanne zu

erwärmen». Seine Erfahrung und

Anwendung der Mentologie hat zweifellos

die Schulleitung beeindruckt,

worauf er angestellt wurde, um diesen

wichtigen Ausbildungszweig zu

lehren. Da Stone den Doktorhut am

24. November 1914 durch «The

National School of Chiropractic»

erhielt, können wir wohl annehmen,

dass zu diesem Zeitpunkt seine

Erfahrung in Körperarbeit und seine

klinische Erfahrung noch nicht so

weit fortgeschritten waren, um an der

Eclectic School schon Körperarbeit

zu unterrichten.

Der nächste wichtige weibliche

Einfluss in Stones Leben kam von Dr.

Elsie Louise Morris, ND. Stone erhielt

ein Diplom als «Master Builder» von

«The Psychology of Nature Institute

and The Temple of Truth Seekers and

Master Builders», welches durch die

erwähnte Frau Dr. Morris gegründet

wurde. Sein Diplom wurde am

12. Juni 1928 ausgestellt. Die wichtigsten

unterrichteten Fächer umfassten:

angewandte Psychologie, okkulte

Geometrie, Symbolik, Alchemie der

Bibel, esoterische Weisheit, Theosophie

oder Göttliche Weisheit. Die

Themen reichten von Tarot, Numerologie,

Initiation, esoterischer Frei-

Abb. 1 Abb. 2

maurerei, spirituellen Interpretationen

der Bibel bis zu Lehren über die

Ehe. Dr. Elsie Louise Morris war eine

Verwandte von Dr. Robert Morris,

dem berühmten Freimaurer, der den

«Orden des Sterns aus dem Osten»

(Order of the Eastern Star) gründete.

Dieser Orden war einmalig in seiner

Art, da er männliche und weibliche

Mitglieder zuliess und nicht nur auf

männliche Mitglieder beschränkt war,

wie dies bei den Freimaurerorden

üblich ist.

Dr. Elsie Morris war eine kraftvolle

Schriftstellerin und eine engagierte

Feministin. Einer ihrer Studienkurse

war nur für Frauen und hiess «Order

of the High Priestess Melchisdec

Eternally Feminine». Dieser Kurs

behandelte die wichtigen Lebensfragen

wie Schöpfung, Umwandlung

und die Stellung der Frau in diesem

grossen Vorgang. Sie schrieb auch ein

leidenschaftliches früh-feministisches

Buch über Spiritualität mit dem Titel:

«Frau der Stunde, Vergangenheit,

Gegenwart und Zukunft» (1919).

Darin spricht sie oft über «die göttliche

Geometrie», ein Ausdruck, den

Dr. Stone in seinen Büchern über

Polarität weiterverwendete. Der

folgende Auszug aus ihrem Buch

kommt uns sehr bekannt vor:

«Tatsachen sprechen für sich selbst,

jede Aussage kann mathematisch

nachgemessen werden, Geometrie ist

eine perfekte Wissenschaft, denn Gott

erschafft alle seine Schöpfungen nach

geometrischen Prinzipien.

7

Die Dreifachheit, Dreiheit, Dreieinigkeit

– Länge, Breite, Dicke – werden

im Quadrat der Vernunft zusammengefasst,

wie seinerzeit Hermes

Trismegistos sein Siegel allen Dingen

aufprägte, womit dieses zum Herzen

und zur Krone aller Lehren wurde.»

Elsie Morris’ Einfluss auf die Polarity-

Theorie ist umfassend.

Wahrlich, wir können uns unmöglich

eine Situation vorstellen, in welcher

Dr. Stone nicht tief beeinflusst wurde

durch die grössere Erfahrung in der

Körperarbeit seiner Gattin und durch

die kraftvolle Persönlichkeit von Frau

Elsie Louise Morris und ihren geistigen

Lehren. Aufgrund dieser Tatsachen

können wir abschliessend

feststellen, dass es einen tiefgreifenden

weiblichen Einfluss in der

Schöpfung der Polarity-Therapie

gibt.

Wenn wir bedenken, dass der Ursprung

von Polarity nicht nur in der

Chiropraktik, sondern auch in der

Osteopathie liegt, ist es auch erwähnenswert,

dass in der ersten Klasse an

der «American School of Osteopathy»

im Jahre 1892 einige Frauen

sassen. Eine der ersten bekannten

Frauen war Luise M. Burns, D.O., die

1903 abschloss und zur wichtigsten

Forscherin in der osteopathischen

Medizin wurde. Die Anzahl der

Doktorandinnen stieg rasch an.

Viel änderte sich durch den Zweiten

Weltkrieg, als der weibliche Anteil an

den osteopathischen Schulen von

25% im Jahre 1900 auf 5% im Jahre

1940 fiel. In den 60er-Jahren begannen

die Frauen wieder zur Osteopathie

zurückzukehren und 1998

betrug ihr Anteil 38%.

Die Zeiten haben sich geändert und

werden sich weiterhin ändern. Es ist

an der Zeit, das weibliche Prinzip, das

der Geburt der Polarity-Therapie

zugrunde liegt, zu ehren. Es beeinflusste

einerseits die Entwicklung der

manipulativen Therapie im Allgemeinen

und andererseits Dr. R. Stones

eigene Entwicklung.


Der Caduceus

und skalare Wellen

Erfahrung,

Mystik und Wissenschaft

RAPHAEL SCHENKER*

Einen ersten, unbewusster Kontakt

mit dem Caduceus (siehe Abb. 1)

hatte ich im Gymnasium, als ein

Klassenkamerad ohnmächtig wurde.

Obwohl er mir förmlich (oder eben

unförmlich) in den Schoss fiel,

konnte ich ihn nicht auffangen. Sein

Körper war so leblos und «gummig»,

dass meine Hände keinen Halt fanden,

ihn zu stützen. Dieses Phänomen

des Verlierens von Struktur und Festigkeit

innert Sekundenbruchteilen

faszinierte mich: Sind es wirklich die

Knochen und Muskeln, die uns aufrecht

halten – diese sind im bewusstlosen

Zustand ja noch immer vorhanden,

oder ist es etwas anderes?

Abb. 1: Der Caduceus, auch Äsculap, Baum

des Lebens, Hermes- oder Merkurstab

genannt, symbolisiert den feinstofflichen

Energiefluss im Menschen. Der Stab stellt

den Weg der Energien im Rückenmark dar,

die beiden Flügel die Gehirnhälften, der

Knopf oben die Zirbeldrüse und die beiden

Schlangen die duale Energie des Geistes, auch

Kundalini-Kraft genannt, mit den Energiezentren

(Chakras) bei den Kreuzungspunkten.

Jahre später begegne ich der Energie-

Anatomie 1 von Dr. Randolph Stone,

dem Caduceus und Zitaten wie:

«Energie ist die Realität hinter aller

Materie.»

Dr.R.Stone

Aha – wenn sich im Falle einer

Ohnmacht die Bewusstseinsenergie

schlagartig in den Kern zurückzieht,

fällt der Körper wie leblos zusammen,

eine leider etwas schmerzhafte,

dafür sehr eindrückliche Veranschaulichung

dieser Aussage. So könnte

man den Caduceus als unsichtbares

«Energiegerüst» in unserem Zentrum

verstehen. Diese Begegnung war der

Beginn einer bis heute andauernden

Faszination für dieses kraftvolle,

mysteriöse Ursymbol.

Im Bereich der Energiemedizin

taucht es beispielsweise in der Gestalt

der Caduceus-Spule wieder auf (siehe

Abb. 2). Sie wird u.a. eingesetzt, um

Skalarwellen zu erzeugen. Diese können

uns eine neue, faszinierende

Sichtweise auf Stones Energie-Anatomie

eröffnen. Der Bezug zur Polarity-

Therapie wird deutlich, wenn wir uns

einige Eigenschaften von skalaren

Wellen ansehen, gemäss Definition

des Nuklearphysikers Thomas E.

Bearden, Mitte 70er-Jahre:

– Sie übertragen keine Energie, sondern

Information.

– Sie wirken auf den Atomkern statt

auf die Elektronenschale und können

deshalb Umwandlungen von chemischen

Elementen bewirken.

– Sie durchdringen die Materie und

8

können durch Faraday’sche Käfige

nicht abgeschirmt werden.

– Sie wirken aus einer höheren Dimension

in unsere Raumzeit hinein.

– Sie stellen einen Bereich dar, in dem

Materie und Bewusstsein aufeinander

einwirken können.

Sind das nicht beinahe Stones Worte?

Könnte das nicht ebenso gut eine

Beschreibung dessen sein, was «energetisch»

in einer Polarity-Sitzung

abläuft? Ebenfalls verblüffend finde

ich, dass die Form des Caduceus,

Symbol für das unsichtbar Wirkende,

eingesetzt werden kann, um unsichtbar

Wirkendes (Skalarwellen) zu

generieren. Offenbar steckt hinter der

Geometrie des Caduceus mehr als

eine abstrakte Symbolik!?

Abb. 2: Die Caduceus-Spule. Wickelt man

einen Draht um einen Eisenkern und lässt

Strom fliessen, entsteht ein Magnetfeld.

Wickelt man jedoch einen zweiten Draht

genau spiegelbildlich um die Spule

(Caduceus-Geometrie) und lässt Strom in

entgegengesetzter Richtung fliessen, heben

sich die beiden Magnetfelder auf. Dabei entstehen

so genannte «Skalarwellen» (sich in

der Längsrichtung ausbreitende Vakuum-

Druckwellen).

Die Idee dieser Spule ist nicht neu.

Nikola Tesla hatte bereits um 1900

ernsthaft damit experimentiert und

vor ihm noch etliche andere. Forschungsergebnisse

der jüngsten Zeit

lassen jedoch wieder aufhorchen.

Ob Einstein, die Quantenphysik, die

Esoterikwelle oder alles zusammen –

die Wissenschaft scheint empfänglicher

zu werden für feinstoffliche

Phänomene. Vielleicht auch aus der

Not heraus, dass viele Dinge unerklärbar

bleiben?


Am 25. Oktober 2003 wurde das

5. DGEIM 2 -Symposium zur Thematik

«Gibt es eine Skalarwellen-Medizin»

an der Universität in Stuttgart durchgeführt.

Unter den vielen Verfechtern

einer ganzheitlichen Wissenschaft,

die hier ihre Forschungen präsentierten,

seien nur drei genannt:

1. Prof. K. Meyl, der viel experimentiert

in diesem Bereich und u.a. mit

einer Erweiterung der Maxwell-Gleichungen

versucht, diese Phänomene

streng formal zu beschreiben. Er betreibt

im Schwarzwald seit gut einem

Jahr sogar ein Transferzentrum für

Skalarwellentechnik (www.k-meyl.de).

2. Prof. A. Popp, der Advokat des

Lichts 3 , mit seinen Forschungen im

Bereich der Biophotonik

(www.biophotonen-online.de)

3. Marco Bischof, der mit seinem

spannenden Buch «Tachyonen, Orgonenergie,

Skalarwellen» der Geschichte

feinstofflicher Felder zwischen

Mythos und Wissenschaft nachgeht.

Ein paar Fakten daraus sind in diesen

Artikel eingeflossen. Unschöne und

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mitunter sogar sehr aggressive

Diskussionen mit Wissenschaftern,

die um den guten Ruf der Universität

bangten, machten auch deutlich, wie

brisant und umstritten die Thematik

nach wie vor ist. Wie sagte doch

Victor Hugo so schön:

«Es gibt keine grössere Kraft als eine

Idee, deren Zeit gekommen ist.»

Victor Hugo

Ich bin auch heute noch überzeugt,

dass wir im therapeutischen Feld mit

Herz, Seele und Händen Dinge tun

können, die Maschinen nie vollbringen

werden. Und wenn für feinstoffliche

Energien auch noch kein umfassendes,

tragfähiges, wissenschaftliches

Modell besteht, erleben wir deren

Realität und Wirkung doch täglich in

unseren Praxen. Ich verfolge diese

Entwicklungen der Forschung mit

grösstem Interesse. Ich bin der

Meinung, dass sich TherapeutInnen

und die Wissenschaft gegenseitig auf

eine sinnvolle Weise inspirieren,

befruchten und anspornen können

und sollen, um zu höherer Erkenntnis

zu gelangen. Gemäss Dr. Stone

9

übrigens genau der tiefere Sinn oder

die Ermahnung des Caduceus: «Man

know Thyself» – Mensch erkenne

dich selbst – womit sich der Kreis

wieder schliesst.

*Raphael Schenker, dipl. Ing. ETH, Polarity-

Therapeut

Anmerkungen:

1 Der Caduceus steht im Zentrum der Energie-Anatomie,

dem zentralen Modell von

Polarity. Das zeigt die grosse Bedeutung dieses

Symbols für unsere Methode.

2 Dieser Begriff ist umstritten und trotzdem

im Deutschen wie im Englischen weit verbreitet,

siehe beispielsweise «Deutsche Gesellschaft

für Energie- und Informationsmedizin»

DGEIM (www.dgeim.de) oder das

Buch von Dr. J. Oschmann mit dem Titel

«Energy Medicine».

3 So wurde Prof. Popp in einem sehr interessanten

Artikel der Zeitschrift «Natürlich»,

Ausgabe 12/03, betitelt.

Marco Bischof, AT-Verlag 2002

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In Baden

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Zu den Vorträgen am Polarity-Kongress in Rheinfelden, 2./3. Oktober 2004

Der ity Sechsstern –

Schlüssel zum Polarity

PHIL YOUNG*

Viele Leute fragen sich, was denn

eigentlich Polarity sei? Die richtige

Antwort zu dieser Frage liegt im alten

esoterischen Symbol des Sechssterns,

welcher auch als Siegel Salomons

bekannt ist. In seinen publizierten

Schriften nennt es Stone oft «das

Muster mit den zwei ineinander

verwobenen Dreiecken». Wie auch

immer – diese Ausrichtung der

Muster deutet eher auf die Struktur

oder die neurologische Bedeutung

der Muster hin. Der tiefere psychologische

sowie der esoterische Aspekt,

welche er andeutet, werden in der

unten stehenden Illustration gezeigt.

Der Stern zeigt grundsätzlich unsere

menschliche Existenz im dualistischen

Universum, welches aus

gegensätzlichen Kräften zusammengesetzt

ist, und zeigt auch, wie die

Menschen lernen müssen, das

Gleichgewicht zu halten zwischen

den ihnen innewohnenden Gegensätzen.

Die zwei Dreiecke vereinen

sich, um den Sechsstern des ganzen

Menschen zu bilden. Dieser zeigt die

Funktion des Geistes in der materiellen

Welt, welcher den höheren und

den niederen Aspekt vollkommen

integriert hat.

Esoterisch gesehen zeigt es die Schöpfung

des Seelendiamanten, «das perfekte

Produkt der Erfahrung durch

Involution und Evolution»: ein unsterbliches

Konstrukt im menschlichen

Wesen. Es entsteht durch die

nach unten gerichteten spirituellen

Kräfte und die nach oben gerichteten

Lebensimpulse, durch die Spannung

zwischen dem alltäglichen Existenzkampf

und dem Leben der Seele.

«Der Juwel des Lotus»: Wenn die

Muschel gebrochen ist – was durch

den Strom nach unten und den

Druck des nach oben fliessenden

Stroms geschieht, sieht man die

Diamantenseele: die Fülle in der

Leere und die Leere in der Fülle,

«die Fülle in der scheinbaren Leere».

Aus den Lektionen von Stones Seminar

(aus dem Jahr 1960) wollen wir

11

in aller Tiefe die Aspekte des Sechssterns

erforschen mit all ihren esoterischen,

spirituellen, neurologischen,

psychologischen und körperlichen

Wechselbeziehungen.

Ihr werdet eine Sequenz von Körpertechniken

lernen, welche den

Sechsstern auf allen Ebenen beeinflusst.

Wir werden einen einfachen

Visualisationsprozess erforschen,

um das Gleichgewicht im Sternenmuster

zu überprüfen, und dann die

Wege anschauen, wie die Sitzung

verändert werden kann, um jedem

spezifischen individuellen Ungleichgewicht

des Sechsstern begegnen zu

können.

* Phil Young ist seit Oktober 2003 Präsident

der APTA USA

The Diamond Soul


Zu den Vorträgen am Polarity-Kongress in Rheinfelden, 2./3. Oktober 2004

Polarity

und die Prinzipien der

Hermetik

PETER WYDLER*

Hermes Trismegistos

Einst wurden in der Bibliothek der

ägyptischen Stadt Alexandria über

20000 Schriften aufbewahrt, welche

direkt oder indirekt mit der legendären

Gestalt des Hermes Trismegistos

(dem dreifach Grossen) in Verbindung

gebracht wurden. Er galt in

der Antike als der grösste in die Geheimnisse

der Natur Eingeweihte und

war für die Alchemisten des Mittelalters

eine Art Patriarch, welcher in

der von ihm verfassten Tabula smaragdina

(Smaragdtafel) die «göttlichen

Gebote» ihrer Kunst überliefert

hatte. Er vereinigte in sich die Eigenschaften

von Thot, dem ägyptischen

Gott der Schrift, der Physik und der

Mathematik, und dem griechischrömischen

Gott des Heilens Hermes,

dem Mittler zwischen Himmel und

Erde.

Über die Jahrhunderte hinweg galt

Hermes Trismegistos als der grosse

Einweihende, derjenige, welcher die

Polaritäten verbindet und zurückführt

zur unsichtbaren Einheit hinter

allen «Dingen».

Die hermetische Philosophie befasst

sich zutiefst mit der Beziehung zwischen

Mensch und Kosmos, oft dargestellt

in geheimnisvollen, verschlüsselten

alchemistischen Bildern, Anleitungen

zur inneren und äusseren

Durchgeistigung der Materie. Diese

Bilder sind tief in der abendländischen

Seele verankert und somit ein

wichtiger Teil unserer westlichen, spirituellen

Kultur. Fast jeder Suchende

seit Paracelsus berief sich in irgendeiner

Weise auf Hermes. Alchemie

und Hermetik betrachteten Religion

und Naturwissenschaft von jeher als

eine Einheit und lehrten einen von

der Kirche unabhängigen Weg zum

eigenen, göttlichen Selbst.

Dr. Stone und die Smaragdtafeln

des Hermes

Was hat Dr. Stone bewogen, seine

«Kurze Erklärung der Smaragdtafeln

des Hermes» an eine prominente

Stelle, nämlich an den Schluss seines

gesamten Werkes, zu setzen? Welche

Bedeutung haben sie innerhalb seines

Polarity-Modells? Stones Interpretationen

der Verse sind berührend

und erfüllt von leuchtender Weisheit.

Sie verbinden einmal mehr Aspekte

der christlich-jüdischen Tradition mit

der Weisheit der Veden und zeigen

auf, dass die Tafeln des Hermes mit

den Prinzipien der Einheit, der

Polarität, der Dreiheit (drei Gunas)

und den vier Elementen auch als

Kurzfassung des Polarity-Modells

betrachtet werden können. Seine umfassende

Kenntnis des hermetischen

und alchemistischenGedankenguts

zeigt sich z.B.

in der Wahl einer

selten verwendeten,

faszinierenden

Übersetzungsvariante,

in welcher

Chiram, der göttliche

Baumeister

Salomons, an die

Stelle von Hermes

tritt.

Aber lassen wir die ersten Zeilen für

sich selber sprechen:

Die geheimen Werke Chirams, eins in

der Essenz, dreifach in seinen Aspekten.

Es ist wahr, ohne Lüge und ganz

gewiss;

Das Untere ist wie das Obere

Und das Obere wie das Untere

ZurVollendung der Wunder des Einen.

Und so wie alle Dinge ihre Existenz

dem Willen des Einen verdanken, so

verdanken alle Dinge ihre Existenz

dem einen Ding, welches gar versteckt

ist durch das Wirken des Einen Gottes.

Der Vater dieses einen Dinges ist die

Sonne und die Mutter ist der Mond.

12

Der Wind hat es in seinem Bauch

getragen.

Seine Amme ist die Erde.

Hermetik als Grundlage der

westlichen Heiltradition

Alchemie und Hermetik standen bis

zur Aufklärung im Zentrum aller wissenschaftlichen

Bestrebungen und

verkörpern bis zum heutigen Tag die

Essenz dessen, was man als «ganzheitlich»

bezeichnen kann. Sie waren

und sind eine spirituelle Wissenschaft

und bilden das Fundament der westlichen,

traditionellen Naturheilkunde

und somit auch die Grundlage vieler

komplementärtherapeutischer Methoden.

Der «hermetische Geist» war immer

revolutionär. Er bewegte sich vorwiegend

ausserhalb der gesellschaftlichen

Normen und der gängigen akademischen

Lehrmeinungen (siehe z.B.

Paracelsus und Dr. Stone) und wurde

stets in kleinem Kreis weitergegeben.

Die Zukunft wird zeigen, ob dieser

«Geist» im Laufe des gegenwärtigen

Berufsanerkennungsverfahrens

erhalten bleibt oder gar gestärkt

wird, oder ob er vom naturwissenschaftlichen

und schulmedizinischen

Establishment vereinnahmt, in

Normen und Standards gepresst und

dadurch «ungefährlich» gemacht

wird.

Workshopthema: Die hermetischen

Prinzipien in der Polarity-Körperarbeit.

* Peter Wydler ist Leiter des Instituts für

ganzheitliche Energiearbeit, Zürich


Die Kunst

des therapeutischen

Zuhörens

JIM FEIL

Die Kunst des richtigen Zuhörens ist

ein wichtiges therapeutisches Werkzeug.

Es ist offensichtlich, dass der

Klient mit sehr spezifischen Anliegen

und Nöten in die Therapie kommt.

Je besser sich die Therapeutin einstimmen

kann, nicht nur in das, was gesagt

wird, sondern auch in das, was nur

angetönt wird, und auf tiefere, vielleicht

noch unbewusste Bedürfnisse

hinweist, umso wirkungsvoller kann sie

arbeiten.

Natürlich hört jede Therapeutin auf

gewisse Schlüssel, die ihr die Richtung

der Therapie anzeigen. Sie hat

bestimmte Werte, Prioritäten und

Werkzeuge und neigt dazu, den Worten

des Klienten eine entsprechende

Bedeutung zu geben, während dieser

seine Geschichte erzählt. Dadurch

wird der Klient oft in einer gewissen

Weise gesteuert, ob die Therapeutin

das will oder nicht. Und so kann es

geschehen, dass ein Teil der Geschichte,

vielleicht gerade ein wichtiger

Teil, gar nie richtig erzählt

wird.

Eine der Schlüsselfragen, die sich die

Therapeutin stellen muss, ist: «Welchen

Stimmen (von Teilpersönlichkeiten)

neige ich zuzuhören und wie

bewerte ich sie?» In anderen Worten:

«Nehme ich Anteil an der Opferpersönlichkeit,

am verletzten inneren

Kind, dem hilflosen, verängstigten,

panischen, wütenden, selbstgerechten,

rebellischen oder vernünftigen

oder verzeihenden Wesen?» «Und

welche Stimme höre ich eher nicht?»

Sie könnte von derselben Liste sein

oder von einer anderen. Wenn wir

auf diese Art zuhören, können wir

die Botschaft oft besser hören, die

Nöte und Bedürfnisse, die sich hinter

den Schwierigkeiten der Klienten verbergen,

erkennen.

Uns allen wurde auch gelehrt, auf die

Gesundheit des Systems zu hören,

wenn wir mit den Klienten sprechen,

sein System zu beobachten und abzutasten.

So unterstützten wir hilfreiche

Ressourcen in vielfältiger Weise, sei es

eine Lebensorientierung, eine Quelle

der Freude und ein Platz zum Ausruhen,

eine gute Beziehung, eine

Energiequelle, eine schöne Erinnerung

oder ein Lieblingsplatz. Auch

Phänomene, denen wir durch die

Berührung begegnen, wie elementare

Stärken und Strömungen, den

Lebensatem usw., unterstützen wir im

Hinhören auf das dem System innewohnenden

Heilsein.

Die Art, wie wir zuhören, ermöglicht

der «Selbstheilungsgeschichte», sich

zu zeigen, jener Geschichte, die wieder

integriert, was zuvor zerstückelt

und abgetrennt, verloren oder unterdrückt

wurde. Diese Heilungsgeschichte

ist mehr als nur ein neuer

Rahmen dessen, was mit jemandem

geschehen ist. Es ist eine totale Reorganisation

und Neuorientierung in

13

Bezug auf das, was traumatisierend

war, was überwältigend gewesen und

vielleicht ein Teil des Schmerzes, des

Unbehagens oder der Krankheit ist.

Typischerweise braucht eine Selbstheilungsgeschichte,

welche die tieferen

Verletzungen des Klienten betrifft,

eine Therapeutin, die einen

sicheren Raum schaffen und präsent

bleiben kann, wenn starke Emotionen

und Schmerzen auftauchen, jemanden,

der mit dem Herzen da sein

und trotzdem angemessene Grenzen

sowie Neutralität wahren kann.

Wie ein Schriftsteller sagte: Diese

Arbeit braucht ein gewisses geistiges

Verstehen der Situation, eine empathische

Verbindung und eine

passende Auswahl therapeutischer

Instrumente, um die Selbstheilung

zu unterstützen.

Dieser Workshop wird die Arbeit

von Jim Feil zeigen in Kombination

mit vielen anderen Bereichen wie

Voice Dialog, Internen Familiensystemen,

Stanley Keleman, Körpererziehender

Arbeit, Cranio-

Biodynamik etc.

* Dr. Jim Feil ist Ausbildungsleiter im

Polarity Therapie Zentrum, Zürich, und

Leiter der Polarity Schule Barcelona.


Zu den Vorträgen am Polarity-Kongress in Rheinfelden, 2./3. Oktober 2004

Polarity-

Yoga

MICHAEL SCHUBERT*

Mit meinem Seminar möchte ich alle

ansprechen, die gerne Yogaübungen in

ihre Praxisarbeit einfügen würden,

gerne einen tieferen Einblick in das

Polarity-Yoga hätten oder selber eine

Motivation brauchen, um endlich mit

den Übungen anzufangen.

Durch unsere Polarity-Ausbildung

haben wir ein viel feineres Körpergefühl,

das sich über das alltägliche

hinaushebt. Wir alle haben gemerkt,

dass wir uns nach einem Polarity-

Seminar irgendwie anders fühlen,

mal besser, mal aber auch aufgewühlt

oder sogar etwas durcheinander.

Immer wurde unser Energiekörper

angeregt und stimuliert. Er veränderte

sich mit jeder Polarity-Session.

Auch haben wir gemerkt, dass wir

nach geraumer Zeit wieder in die

alten Verhaltensmuster zurückfallen,

wenn wir nicht am Ball bleiben.

Was hindert uns eigentlich daran,

«am Ball zu bleiben», wo wir doch

wissen, wie gut es tut, sich durch

Polarity-Yoga auszugleichen und

neue Dimensionen des Seins zu erkunden.

Es ist dies die Schwerkraft,

die unseren Körper und den dazugehörigen

Geist beständig und mit

viel Ausdauer Richtung Erdmittelpunkt

zieht. Wir müssen also immer

gegen den Widerstand der Schwerkraft

angehen. Wir müssen Widerstand

gegen unsere Widerstände

leisten oder in der Polarität die Kraft

unserer Widerstände einfach nutzen.

Diese sind je nach Typ verschieden

und zeigen sich auch auf verschiedenen

Ebenen. Beim einen zeigen sie

sich schon auf der untersten Stufe,

beim Einnehmen der Positionen,

und er kommt nie in den Genuss des

freien Fliessens der Energien.

14

Der andere scheitert an der Ausdauer

und Geduld mit seinem Körper und

tritt niemals in den gereinigten «Tempel»

ein. Der nächste Schritt wäre das

Steigern des Energieflusses durch bestimmte

Atemtechniken, das Entzünden

des Feuers zur Reinigung und

Läuterung. Dann kommt der Klang,

oder Sound, der meinen Körper als

Instrument Gottes in Resonanz mit

den Weltgesetzen bringt. In der nächsten

Stufe, die ich in meinem Stufenmodell

dem Element Äther zuordne,

kommen wir in neue Bewusstseinsdimensionen,

in für uns neue Räume.

Wir kommen dem Göttlichen in uns

immer näher. Geistiges Yoga, oder das

Yoga des dritten Auges, lässt mich

üben, die Kraft aus meinen Widerständen

auf der geistigen Ebene zu

nutzen, um in den Zustand des Verschmelzens,

den Zustand des «Seins»

einzutreten.

In unserem Kurzseminar werde ich

anhand einer Übung, der Pyramide,

alle Stufen aufzeigen und praktische

Anleitungen geben. Das alles steckt

in uns, und mit Polarity-Yoga und

unserem Körper haben wir zwei

treue Begleiter auf diesem Weg.

Um es noch einmal und ganz deutlich

zu sagen: «Es steckt auch in dir.»

Wir sehen uns in Rheinfelden, und

ich freue mich riesig!

* Michael Schubert ist Leiter der Aarauer

Polarity Schule, der Freiburger Polarity

Schule, der Polarity Schule Hannover

und der Freiburger CranioSchule.

.


Fünfstern –

Ton und

Selbstheilung

JOHN BEAULIEU*

Manche kennen John als begeisternden

Polarity-Lehrer, andere wissen von seiner

Arbeit mit den Stimmgabeln und

der Freude an Tönen und Schwingungen.

Als Naturarzt wirkt er schon

lange mit Kräutern, und sein vernetzendes

Denken lässt ihn überall verbindende

wichtige Muster erkennen.

Unter Zuhilfenahme von Stimmgabeln

hören wir John Beaulieu von

der neuen molekularen Wissenschaft

der Töne sprechen und von Heilung.

Er wird das Schwergewicht auf seine

neue Forschung über Stickoxide und

deren Wirkungen in Beziehung zur

Energiemedizin und zu den Polarity-

Mustern legen. Insbesondere wird er

sich auf die rhythmischen Qualitäten

der Stickoxide konzentrieren und sie

mit den musikalischen Intervallen

vergleichen sowie den Zusammenhang

alldessen mit dem goldenen

Schnitt und der kranialen Therapie

aufzeigen. Des Weiteren wird er die

Wirkung von Stickoxiden beleuchten,

welche flachliegen (Mangel an Entspannung),

und Zusammenhänge mit

Stresseinflüssen und deren Wirkung

auf Krankheiten, inklusive Diabetes,

Herz- und Nervenerkrankungen sowie

Depressionen, nachweisen. Weitere

Forschungsarbeit bezüglich

Schwingungen, Töne und höhere

Bewusstseinszustände wird erläutert

und sogar gezeigt, wie sich durch die

Vertiefung der geistigen Entspannung

Moleküle verändern. Diese werden

in der Energieanatomie aufgezeigt

und in Verbindung gebracht mit der

kranialen Physiologie und fortgeschrittener

Prozessarbeit.

Dr. John Beaulieu ist der Erfinder von

«EnRhythm» und der Schöpfer von

«BioSonic-Mustererneuerung».

Ausserhalb seines Engagements für

Polarity praktiziert und studiert er

als Naturarzt seit über 30 Jahren

Kräutermedizin und ist als ehemaliger

Musiker zusätzlich ein internationaler

Spezialist für Ton und Schwingungswellen.

Er glaubt, dass die

Geschichte der ursprünglichen Kräutermedizin

verwoben ist mit den

urtümlichen Rhythmen. Die Eingeborenen

waren sehr stark in Verbindung

mit den Rhythmen der Wachstums-

und Reifezyklen ihrer Kräuter.

Diese Muster sind die Basis von

«BioSonic» und liefern den Hintergrund

für das «EnRhythm-Kräuterdesign».

Am Polarity-Kongress hören wir

weitere erstaunliche Details über

seine neuesten Forschungen und

Erfahrungen und können am

Nachmittagsworkshop speziell mit

Arbeit am Ätherelement diese

Eindrücke vertiefen.

* Dr. John Beaulieu praktiziert und lehrt

Polarity seit über 30 Jahren weltweit.

15


Zu den Vorträgen am Polarity-Kongress in Rheinfelden, 2./3. Oktober 2004

Polarity

und seine Multi-

Dimensionalität

URS HONAUER*

Wir leben in Zeiten des Wandels. Altes

fällt auseinander, Neues beginnt sich

auszubreiten. In diesen wegweisenden

Momenten intensiver gesellschaftlicher

Neuordnung ist es wichtiger denn je,

die eigene Definition und Position zu

klären. Polarity als eine Methode zu

verstehen, als Therapieform zur Unterstützung

der Gesundwerdung, ist die

verbreitete Version. Polarity trägt in

sich aber viel mehr. Es bietet ein

umfassendes Paradigma, ein Lebenskonzept,

ein Weltverständnis, das

multi-dimensional anwendbar ist.

Ein Plädoyer fürs «grosse» Polarity,

das nicht in eine Schublade gesteckt

werden kann.

Die Frage, die im Raum steht, ist eine

Schlüsselfrage für die Zukunft von

Polarity: Wollen wir nur für einen

kleinen Teil einstehen oder für das

grosse Ganze?

In einer Gesellschaft, die sich in den

letzten Jahrzehnten zur Spezialisierung

hin gewandt hat, wo Wissen in

kleinen getrennten Schubladen erforscht

und die Abhängigkeit von

Experten und Expertinnen zur öffentlichen

Aufgabe gemacht wurde, wäre

es legitim und gesellschaftskonform,

Polarity auch in eine kleine Schachtel

oder Schublade zu stecken – und so

das herrschende Weltverständnis zu

stützen, das darin krankt, dass wir

vor lauter Spezialistinnen und Spezialisten

keine tragenden Figuren

mehr haben, die das Ganze sehen.

Polarity als Methode im Therapiebereich

zu definieren und dort zu

schubladisieren, unterstützt diese für

unsere Generation alte Weltsicht.

Dem Kern von Polarity wird diese

Sicht nicht gerecht. Leben ist Energie

in Bewegung, diesen Satz hat Dr.

Randolph Stone für seine philosophische

Weltsicht als zentral bezeichnet.

Bewegung in einer Schachtel ist

limitiert, sie ist eingeschränkt und

mit ihr das Verständnis von Leben.

Der Raum, das Ätherprinzip, das am

Anfang jedes Formbildungsprozesses

steht, ist knapp. Polarity bleibt so

klein, eine Methode, greifbar zwar,

aber irgendwie kastriert. Die lebenserneuernde

Kraft als Konzept der

Gestaltwerdung (und damit ihre

eigentliche Dynamik) wird nur beschränkt

genutzt. Leben ist jedoch

viel umfassender, es ist multi-dimensional,

spielt sich auch ausserhalb der

Schachtel ab. Dort, wo viel mehr

Raum ist, wo sich die elementaren

Gesetze von Bewegung und Formbildung,

die sich hinter dem Polarity-

Prinzip verbergen, in allen möglichen

Dimensionen zeigen. Sie bauen Beziehungen,

prägen Begegnungen,

lassen Kinder ihre eigene Form

finden, gestalten innere wie äussere

Natur, usw. Es sind Gesetze, die aus

der Quantenebene stammen, multidimensional

sind, uns Welten im

Innen wie im Aussen näher bringen

und neu verstehen lassen.

Polarity lässt sich aus dieser Warte

nicht als eine Therapieform in eine

Schublade stecken. Alles ist letztlich

Polarity. Das von Dr. Stone skizzierte

Modell ist aus seinen Kernprinzipien

heraus ebenso ein Gesundheits- wie

ein Bildungsmodell, ein Lebenskonzept

und philosophisches Gebäude,

ein Gesprächs-, Beziehungs- und

Begegnungsmodell. Und noch vieles

mehr, je nachdem, was wir aus der

grossen geheimnisvollen Schatztruhe

herausziehen, welchen Raum wir öffnen

und betrachten wollen. Polarity

trägt in sich ein umfassendes und

grosses Modell, das multi-dimensional

gelebt werden kann. Es braucht

Mut, antizyklisch zu leben und sich

für ein Weltverständnis einzusetzen,

das sich vom Hang zum Spezialistentum

abwendet und sich im Kern

dem Ganzen widmet. Polarity als

multi-dimensionales Modell zu sehen

und es in der Gesellschaft entsprechend

zu platzieren, ist antizyklisch.

16

Die multi-dimensionale Anwendbarkeit

der Polarity-Prinzipien und

-Dynamiken wird im Vortrag erläutert

und im Workshop erprobt. Die

Anwendung des Polarity-Modells

für eine prozesshafte Gesprächsbegleitung

steht dabei im Mittelpunkt.

Gestaltbildung und formativer

Prozess können so aktiv erlebt

werden.

* Dr. Urs Honauer ist Schulleiter am Polarity

Therapie Zentrum in Zürich.

Zeichnung: Katharina Siewert


Polarity und

Frauenrhythmen

BRIGITTA RAIMANN*

Frauen sind stark in die zyklischen

Rhythmen der Natur eingebunden, was

auch die Symbolik empfangender und

nährender Weiblichkeit vermittelt. Die

Frauennatur unterstützend, lässt sich

aus dem Polarity-Gesundheitsmodell

ein unermesslicher Schatz an Energien

gewinnen. Brigitta Raimann nennt

dafür Polarity-Körperarbeit, Yoga,

Meditation, prozessorientiertes

Gespräch und Ernährung. Sie lässt

dabei auch ihr Wissen über Phytotherapie

einfliessen.

Der Zyklus der Jahreszeiten gleicht

einem Symbol für die transformierenden

Abschnitte des Lebens einer

Frau. Im Frühling, als Kind und

Jugendliche, spriessen die Empfindungen

ihrer explosiven Kraft. Im

Sommer wird die Leidenschaft entzündet,

im Herbst wendet sie sich

langsam nach innen, und im Winter

geht ihre Aufmerksamkeit ganz in das

Herz und in die Seele. Diese Abschnitte

sind Metamorphosen. Die

Fähigkeit, sich mühelos durch diese

Übergänge zu bewegen, zeigt an, wie

gesund die Frau ist. Leider haben wir

uns in der heutigen Zeit weit von der

Natur entfernt. Die Zyklen der Natur

haben früher sehr viel mehr als heute

unseren Alltag bestimmt. In den

Schichten des Unbewussten sind wir

jedoch immer noch untrennbar verbunden

mit den Kraftströmen der

Lebenszyklen. Rhythmisch leben

heisst, sich immer wieder an diesen

Zyklen zu orientieren.

Hormone sind flüssige Anatomie

Hormone sind eine Form von Wasser.

In allen Lebensabschnitten der Frau

spielen sie eine zentrale Rolle. Pubertät,

Schwangerschaft und Wechseljahre

sind durch Hormone gesteuert.

Nicht nur die Hormone, auch die

Emotionen und Empfindungen folgen

den Gesetzen des Wassers. Das

sind die dynamischen Kräfte des

Wassers. Sie verändern, strukturieren

und bestimmen die Rhythmen. Das

Wort «Hormon» bedeutet «etwas in

Bewegung setzen». Es meint die

Fähigkeit, anzutreiben oder zu erregen.

Hormone sind flüssige Anatomie.

Durch ihre Wirkung werden

Kinder zu Erwachsenen. Unsere

Gefühle steigen auf und verwandeln

uns in einen Geysir oder einen Fluss.

Wir verhalten uns wie die Flut oder

wie ein eisiger Strom. Wir überstürzen

uns wie ein Wasserfall und strömen

dahin. Wenn wir schreien und

schluchzen, seufzen und klagen,

geben wir geformte Flüssigkeit von

uns. Diese Flut an Gefühlen in Wendepunkten

ist für viele Menschen

schwer auszuhalten. So sind synthetische

Hormone ein vermeintlicher

Rettungsanker. Synthetische Hormone

können jedoch den natürlichen Lebensfluss

stören und Nebenwirkungen

herbeiführen.

Schöpfen aus dem Lebensfluss

In meiner Praxis und als Lehrerin

möchte ich den Menschen Werkzeuge

mit auf den Weg geben, damit sie mit

ihren Krankheiten und Lebenskrisen

besser umgehen können. Krisen und

Belastungen sind oft Wendepunkte

im Leben. Wenn wir diese Themen

ganzheitlich angehen, entpuppen sie

sich oft als Energieschub und können

zu ungeahnten Erkenntnissen führen.

Auch Hildegard von Bingen war der

Ansicht, dass es nicht der Arzt oder

der Therapeut ist, der heilt, sondern

Archeus (der innere Arzt). Sie war

auch der Ansicht: medicus curat,

natura sanat – der Arzt pflegt nur, die

Natur ist es, die heilt. Das Polarity-

Gesundheitsmodell gibt uns Werkzeuge,

mit denen wir die Selbstheilungskräfte

aktivieren können. Die

Natur ist mir innere und äussere

Heimat zugleich.

17

In ihr begegne ich mir selbst und

dem Phänomen der Heilung in

immer neuen Aspekten.

Kongress- und Workshopthemen

sind:

– Frauengesundheit

– Selbstheilung durch Rhythmusbewusstsein

Zeichnung: Daniela Raimann

* Brigitta Raimann ist Schulleiterin der

Schule für holistische Naturheilkunde

S.H.N. Sie ist Sozialpädagogin,

Naturärztin und Polarity-Therapeutin.

Sie leitet seit 15 Jahren eine Naturheilpraxis

in Zug.

Mitarbeit in Frauenpraxis in Zürich

und im Frauengesundheitszentrum in Zug.


Zu den Vorträgen am Polarity-Kongress in Rheinfelden, 2./3. Oktober 2004

Brigitta Raimann Polarity,

Einheit

und Trennung

ANDREAS LEDERMANN*

Im Leben gibt es Momente der Trennung,

Zeiten der Reinigung und der

Erfahrungen von Einheit.Dr. R. Stone

sagte einmal: «Alles im Leben ist dreifach,

und nichts steht für sich alleine.»

Im Polarity-Gesundheitsmodell geht es

nicht nur um Einheit. Wir anerkennen

möglichst alle Bewegungen zwischen

Trennung,Reinigung und Einheit.

Ohne Gefühle hat das Leben keinen

Sinn. Was gibt unserer Existenz die

Würze? Die Liebe, die Schönheit, die

Gerechtigkeit, die Würde, die Ehre, die

Einheit. Für viele Menschen ist die

Ausrichtung nach diesen Werten wie

ein Kompass und gibt dem Leben

eine sinnvolle Richtung. Wir streben

nach mehr Liebe, mehr Ordnung und

mehr Einheit. Wir versuchen, uns

vom jeweiligen Gegenpol Hass, Chaos

und Trennung zu entfernen, diese

von uns abzuspalten. Dabei verdrängen

wir diese Emotionen – mit

manchmal fatalen Auswirkungen.

Es kann dann passieren, dass wir all

unserer Gefühle beraubt werden.

Stress, Angstzustände und Depression

können die Folge sein. Gefühle sind

jedoch die wichtigsten Orientierungspunkte,

um Herz-Entscheidungen zu

treffen.

Klinische Untersuchungen legen den

Schluss nahe, dass hinter 50 bis 75

Prozent aller Arztbesuche vor allem

Stress steht. Demnach ist Stress gar

der grössere Risikofaktor als Rauchen.

Die meisten Medikamente, die

in den westlichen Ländern am häufigsten

von Ärzten abgegeben werden,

sind Antidepressiva, Beruhigungsund

Schlafmittel.

Im Leben gibt es Momente der

Einheit und Liebe, aber eben auch

Zeiten der Trennung und Reinigung.

Der Psychiater David Servan-

Schreiber sagt in seinem neuen Buch:

«Die neue Medizin der Emotionen»:

Probleme, die das Gefühlsleben betreffen,

wie zum Beispiel Stress und

Angstzustände, sind die Folge von

Funktionsstörungen des emotionalen

(limbischen) Gehirns. Ursprung davon

sind oft schmerzliche Erlebnisse

in der Vergangenheit. Sie beziehen

sich in keiner Weise auf die Gegenwart,

sind jedoch unauslöschlich im emotionalen

Gehirn eingeprägt. Die

Hauptaufgabe ist es, das emotionale

Gehirn «umzuprogrammieren»,

damit es sich der Gegenwart anpasst

statt auf Situationen der Vergangenheit

zu reagieren. Zu diesem Zweck

empfiehlt er Methoden der Körperarbeit.

Die Körperarbeit beeinflusst

das emotionale Gehirn unmittelbarer

als Methoden, die über die Sprache

gehen. Als Polarity-Therapeut und

Naturheilpraktiker kann ich das

bestätigen. Das Polarity-Gesundheitsmodell

hat viel zu bieten. Vor allem,

wenn es darum geht, sich dem Gegenpol

von Liebe, Ordnung und Einheit

zu nähern. Eine wichtige Dimension

in der therapeutischen Arbeit scheint

mir, alles, was geschieht, anzunehmen

und zu prozessieren, eben auch Eifersucht,

Neid, Begierde, Hass, Chaos

und Trennung.

Ich behandelte vor Jahren eine 45-jährige

Frau, die seit einem Unfall Drehschwindel

hatte. Sie bewegte sich

kaum mehr und wurde immer depressiver.

Medizinisch und psychologisch

wurde sie seit 2 Jahren betreut,

ohne grossen Erfolg. Nach einer

genauen Befunderhebung wusste ich,

welche Behandlungen bei ihr kontraindiziert

waren. Dann fragte ich sie,

ob sie bereit sei, den Schwindel leicht

zu verstärken. Anfänglich konnte

sie mich nicht verstehen, da sie ja

den Schwindel weghaben wollte.

Ich erklärte ihr, dass ich mit der Methode

«Ähnliches mit Ähnlichem»wie

in der Homöopathie arbeite und dass

sie mit dieser Aktion eventuell hinter

den Sinn des Schwindels komme. Da

sie die Homöopathie kannte, war sie

18

damit einverstanden. Sehr achtsam

arbeitete ich mit prozessorientierter

Polarity-Körperarbeit. Nach einer

gewissen Zeit machte sie Bewegungen

wie ein Pfau und bewegte sich frei

und stolz im Raum. Als ich sie darauf

aufmerksam machte, brach sie in

Tränen aus. Der Pfau schien ihr ein

negatives Bild, denn ihr Vater sagte

ihr oft, sie sei aufgeblasen wie ein

Pfau. Trotzdem realisierte sie in diesem

Moment, wie schön es ist, stolz

zu sein und bewundert zu werden

wie früher, als sie oft als Tänzerin auf

der Bühne stand. Daraufhin wurde

ihr bewusst, dass sie vermehrt als

Dozentin arbeiten könnte. Nach der

Behandlung hatte sie keinen Drehschwindel

mehr. Erst nach einem

Jahr sah ich sie wieder. Der Drehschwindel

war seit der Körperarbeit

weg und nicht wieder gekommen.

Sie hatte viel Erfolg als Dozentin.

Trotzdem war es in ihrem Leben

ziemlich chaotisch. Eine Beziehung

ging in die Brüche, und sie ist wieder

neu verliebt. Kurz gesagt erlebte sie in

diesem Jahr Trennung, Reinigung

und Einheit. «Alles im Leben ist dreifach,

und nichts steht für sich alleine.»

R. Stone

Zeichnung: Cuz Costé

Im Workshop vernetzt Andreas

Ledermann die drei Prinzipien von

Polarity mit der Naturheilkunde,

der TCM, dem Ayurveda und der

Phytotherapie.

* Andreas Ledermann ist Leiter der Schule

für holistische Naturheilkunde S.H.N.

sowie Polarity-Therapeut und Naturarzt

in Zug. Ausserdem ist er Dozent am Heilpraktiker-Institut

iih in Luzern und am

Institut für Kunst-Therapie in Frankreich.


Jacqueline Schweizer

Polarity Therapeutin

S t e i n e n g r a b e n 8

C H – 4 0 5 1 B a s e l

Tel. +41 61 272 41 47

Für einen

harmonischen

und freien

Energiefluss

Körperarbeit,

Polarity-Yoga,

therapeutisches

Gespräch,

Ernährung,

Supervision

Polarity-Therapie

Jacqueline Schweizer

auch im Kurzentrum

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Tel. +41 61 836 69 40

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POLARITY - YOGA

Eingeschränkte Beweglichkeit –

Wahrnehmen – Entspannen –

Spass an der Bewegung

Mit sanften Dehnübungen und Körperübungen

wird der Atem in die schmerzhaften und verspannten

Bereiche eingeladen.

Anspannung und Stress können abgebaut werden.

Die Körperwahrnehmung wird verfeinert.

Wie wir die Elemente Feuer, Luft, Wasser, Erde und

Äther in der Natur erleben, erleben wir sie auch in

unserem Körper. Wir lernen sie kennen und bewegen sie.

Ort: St.Galler-Ring 81, Basel

Tram 6, Allschwilerplatz

Wann: Dienstagabends

Zeitdauer: 19.30 – 21 Uhr

Ulrike Hackemann

Tel. 061 301 37 85

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Katrin Häusermann

Tel. 061 302 12 44

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19

In Ihrer

Welt

zuhause

Sie möchten Ihre Drucksachen

und Ihre Website

ganz im Sinne Ihrer Praxis

gestalten lassen? Wir sind in

der grafischen Welt ebenso

zuhause wie in ganzheitlichen

Themen und setzen

Ihre Ideen sprachlich und

bildhaft einfühlsam um.

Die geistige Haltung, die

hinter den Texten und

Bildern steht, kommt so in

der sichtbaren Gestaltung

zum Ausdruck.

Es ist es genau die auf den

ersten Blick vermittelte

Qualität in Drucksachen und

im Internetauftritt, die in der

potentiellen Kundschaft das

nötige Vertrauen erweckt.

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VISITENKARTE

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Visuelle Produktionen

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Gruppenarbeit

mit Essenz

CHRISTINE KOBLER

Seit einigen Jahren arbeite ich mit

den Grundstellungen und Prinzipien

des Polarity-Yoga in Gruppen- und

Einzelarbeit. Polarity-Yoga-Übungen

sind Ganzkörperübungen. Sie zeichnen

sich durch die durchdachten

Bewegungsabläufe aus, die eine zielgerichtete

Einwirkung auf bestimmte

Muskelgruppen und Muskelschichten

erlauben. Am Anfang ist es wichtig,

exakte Anleitung und Haltungskorrekturen

zu bekommen, damit

schmerzhafte Fehlbelastungen ausgeschlossen

werden. So lernen die

Übenden, die persönliche Grenze zu

respektieren und sie Schritt für

Schritt auszudehnen. Es wird möglich,

zu dem von Dr. Stone beschriebenen

«mühelosen Üben» zu gelangen.

In Gruppen mit SeniorInnen oder

Menschen mit Bewegungseinschränkungen

ist zum Beispiel die Hocke

sehr schwierig auszuführen. In der

Eutonie habe ich gesehen, wie einfache

Hilfsmittel auf kreative Art eingesetzt

werden, um den Körper in

gewissen Positionen zu entlasten.

Das bewog mich, einen Ballon in mehreren

Übungen geschickt einzusetzen,

damit auch Menschen, die in der

Bewegung eingeschränkt sind, nach

einiger Zeit in der Hocke entspannen

können. Er stützt das Gewicht leicht

ab, damit die Sprung- und Kniegelenke

entlastet werden. So können die

Achsen- und Winkelstellungen der

Gelenke besser berücksichtigt werden.

Dies verstärkt den Effekt der

Übungen und erlaubt es, die Positionen

funktionsgerecht auszuführen.

Das sanfte Wippen und Verlagern des

Gewichts ermöglicht es, Schritt für

Schritt die Füsse weicher werden zu

lassen und ganze Muskelgruppen zu

entspannen. Die Schultergelenke, der

Nacken und die Arme können

gedehnt und entspannt werden. Man

kann das Gewicht des Körpers an seinen

natürlichen Stützen hängen lassen.

Die Spannungsmembranen im

Ober- und Unterkörper werden auf

sanfte Art gedehnt, und wir erhalten

eine Linderung der Körperspannung.

Auch für die Schmetterlingsaktivierung

ist der Ballon ein beliebter

Partner. Man lehnt sich an eine Wand

und nimmt ihn als Stütze im Rücken.

Das erlaubt dem Körper, sich anzulehnen

und gibt ihm trotzdem die

volle Beweglichkeit im Raum. Die

Füsse können näher ans Becken gezogen

werden, und die Fusssohlen werden

leicht aneinander gelegt. Die

Oberschenkelmuskulatur kann sich

dank der Stütze im Rücken gut entspannen

und sich leicht dehnen. Das

Becken öffnet sich in dieser natürlichen

Position, und der Beckenboden

wird in sanfter Art durch tiefe Atemzüge

massiert. Selbst eine siebzigjährige

Dame macht in dieser bequemen

Haltung die Schmetterlingsaktivierung

gerne.

Mit Polarity-Yoga kann man in einer

kurzen Zeitspanne des Übens das

Gewebe straffen und eine grössere

Spannkraft aufbauen. Dadurch wird

es möglich, mit ausgewählten Übun-

21

gen den Körper zu formen. Damit

spreche ich Menschen an, die übergewichtig

sind oder eine Entschlackungskur

ganzheitlich unterstützen

wollen. In diesen Gruppen biete ich

Polarity-Yoga kombiniert mit einer

Polarity-Reinigungskur oder Heilfasten

an. Die Diät kann auf Wunsch

während des zweimonatigen Kurses

in begleiteter Form gemacht werden.

Die wöchentlichen Lektionen beinhalten

die Möglichkeit, über Ernährungsgewohnheiten

zu sprechen und

nötige Veränderungen anzustreben.

Das tägliche Programm mit Energieübungen

hilft, das Gewebe am ganzen

Körper zu straffen. Verbunden

mit der Diät können tiefe Heilungsprozesse

im Wesen des Einzelnen

geschehen.

Die Kleingruppen bestehen aus zwei

bis vier Teilnehmern. Das erlaubt

eine persönliche Betreuung im Laufe

des Kurses.


Zentrum für

Form und Wandlung

Predigergasse 10

8001 Zürich

Telefon 01 261 98 02

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Aus- und Weiterbildung in

körperorientierter

Psychotherapie und Beratung (OIP)

(berufsbegleitend)

� Einjährige Grundlagenkurse

� 4-jährige Gesamtausbildung

mit Diplomabschluss

Die 4 Jahreszirkel der Ausbildung mit den Themen

Individuum, Familie, Partnerschaft,

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können auch einzeln besucht werden.

Beginn jeweils im September

Die Aus- und Weiterbildung richtet sich an:

� PsychologInnen und ÄrztInnen

� Personen aus medizinischen, pädagogischen,

sozialen Berufen und in Führungspositionen

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Name/Vorname:

Strasse:

PLZ/Ort:

Beruf:

Dipl. Psych.

Elisabeth Schlumpf

Leitung:

Dr. phil. Irène Kummer

22


Schönes

aus der

Praxis

RAPHAEL SCHENKER

Vor zwei Wochen habe ich mich länger

mit einer Ärztin im Kinderspital

unterhalten. Ein Klient von ihr, ein

11-jähriger Knabe, hatte einen

schlimmen Schlittelunfall und konnte

den Ellbogen weder biegen noch

strecken. Schulmedizinische Abklärungen

haben nichts ergeben (es

hiess dann halt einfach «Extensionsund

Flexionsdefizit», Hauptsache,

man kann es benennen). Die Ärzte

waren ratlos. Die Behandlung lief

glücklicherweise ganz wunderbar.

Gefühlsmässig glaube ich recht gut zu

erfassen, was passierte. Dies logisch

und in Worten auszudrücken, ist

schon etwas schwieriger. Ich sag’s mal

so: Die Information des Bewegungsablaufes

des linken Armes (Zusammenspiel

Handgelenk, Ellbogen,

Schulter) war durch den Unfall traumatisiert,

wie wenn das System das

Wissen darüber verloren hätte, wie

man dieses Glied bewegungsmässig

bedient. Wir haben daran gearbeitet,

den Stress des Unfalls abzubauen und

Ressourcen aufzubauen. Dies vor

allem mit Cranio- und Sattva-Arbeit,

mit Übungen des gesunden Armes

und täglichen mentalen Bewegungsübungen

des kranken Armes (ausschliesslich

in der Vorstellung, da zu

Beginn keine physischen Bewegungen

möglich waren). Der Knabe machte

gut mit und setzte sich ein. Bei einer

der Sitzungen wurde sehr viel Stress

in Form von Schockwellen und

Körperzucken frei, der Knabe sprang

beinahe vom Tisch und hatte

«geträumt», er sei auf dem Eis ausgerutscht.

Genau dasselbe wiederholte

sich noch einmal. Es war erstaunlich,

es wurde sehr viel Ladung im

Nervensystem frei, und nach der

Sitzung wollte er sofort schlafen

gehen (am Tag). Nach drei Behandlungen

konnte er dann den Arm wieder

ziemlich gut strecken und biegen,

und nach fünf Behandlungen war

alles wie früher. Der Knabe sagte von

sich aus, es hätte ihm gut gefallen,

aber jetzt sei alles gut und er müsse

nicht mehr kommen. Die ratlose

Ärztin wollte natürlich genau wissen,

wie das gekommen sei, wusste schon

etwas von Osteopathie, und wir hatten

ein tolles Gespräch. Auch in der

Schulmedizin und den Spitälern ist

einiges in Bewegung ...

Übrigens habe ich sonst selbstverständlich

auch ganz «normale»

Sitzungen, auch mal sehr schwierige

und solche, bei denen (scheinbar)

nichts passiert! Aber es sind natürlich

besonders diese Erfolge, die einem

Mut machen, die das Vertrauen stärken

und einen noch mehr anspornen.

?

RÜCKEN

PROBLEME

23

Neue natürliche Wege aus der

Verstopfung

[ ]

durch:

Entspannung

Ernährung

Eigen-Massage

Energetische Übungen

Wir erlernen das Problem an

vier Abenden ganzheitlich und

selbstverantwortlich anzugehen.

Beginn im Oktober 2004

Infos bei: Cécile Cassini

061 331 14 92

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beraten wir

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perfekter Stühle und Sessel für den Büro- und Wohnbereich,

in denen Sie unbedingt einmal probesitzen sollten.

Wir beraten Sie von Montag bis Freitag von 14 bis 18.30 Uhr

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Höhere Fachausbildung iih

Polarity – und mehr ?

Weiterführende Ausbildung für Polarity Therapeut/innen

zum/zur

Dipl. Heilpraktiker/in (Naturarzt)

Berufsbegleitendes Ergänzungsstudium nach den

Richtlinien der Naturärzte Vereinigung Schweiz NVS.

Weitere Ausbildungen mit Diplom in

- Phytotherapie,

- Ernährungsberatung,

- Integrativer Psychologie

Auskunft zur Studienplanung und Informationsunterlagen:

Institut für Integrative Heilpraxis iih

Postfach 156, 6353 Weggis, Tel. 041 390 25 40,

E-mail: info@heilpraxis-schule.ch, www.heilpraxis-schule.ch

7-Stern Polarity

Der 5- und der 6-zackige Stern sind wichtige geometrische

Formen im Polarity-Modell. Dr. John Beaulieu präsentiert

nun erstmals sein Konzept vom 7-Stern-Polarity. Das

Eintauchen in den 7-Stern ermöglicht ein neues und

vertieftes Verständnis, Wahrnehmen und Arbeiten mit

der Dynamik des Stillpunkts.

Datum: 18. - 20. Juni 2004 /

3 Tage / Fr. 660.-

Am 17. Juni gibt John Beaulieu zudem

eine Einführung in die Puls Diagnose.

Verbale Prozessbegleitung

im Polarity-Modell

Der formative Prozess gehört zu den grossen Qualitäten des Polarity-

Modells. Das Neue kann mit einfachen Werkzeugen immer wieder

kreiert, Altes dadurch leichter verabschiedet werden. In dieser 12-tägigen

Weiterbildung mit Dr. Urs Honauer geht es darum, die Polarity

Prinzipien in der Verbalen Prozessbegleitung gezielt einzusetzen.

Daten: 20. - 22. August, 16. - 18. Oktober 2004, 8. - 10.

Januar und 1. - 3. April 2005 / 12 Kurstage / Fr. 2640.-

Informationen und Anmeldung: Polarity Therapie Zentrum Schweiz • Konradstrasse 14 • 8005 Zürich

Telefon: 01 273 16 36 • Fax: 01 273 16 64 • E-Mail: polarity@bluewin.ch • Internet: www.polarity.ch

24

Psychologische Ergänzung und Unterstützung

Für PraktikerInnen in heilenden Berufen

wie Polarity, Shiatsu, Craniosacral etc …

Eine Weiterbildung, um über Gespräche Beziehungen

zum Körper – vor, während, nach der Berührung – zu

eröffnen, um mit seelischen und emotionalen Inhalten,

die sich im Laufe einer Sitzung zeigen, anders umgehen

zu lernen. Um den Bedürfnissen der Teilnehmenden zu

entsprechen, werden ihre aktuellen Themen in die

Weiterbildung integriert.

• In meiner Mitte bleiben

• Liebevolle Akzeptanz mit mir selbst

und mit den Klienten

• Wie integriere ich die emotionale Verfassung

der KlientInnen in die Sitzung

• Gespräche als zusätzliche Beziehung zum Körper

Zur Themenvermittlung wird ein transpersonaler Ansatz

angewandt und Inhalte werden über Körperübungen,

Psychologische Techniken, Theorie, Diskussionen und

Meditation vermittelt.

2004 2005

Seminar Eins: Mo 06. – Mi 08.09. Mi 16. – Fr 18.03.

Seminar Zwei: Mo 25. – Mi 27.10. Mi 27. – Do 28.04.

Seminar Drei: Mi 17. – Do 18.11. Mi 25. – Fr 27.05.

www.pppi.net/deutsch/Seminare/EPSP

PsychoPolitical Peace Institut

Gehrenhof, CH–8712 Staefa, inst@pppi.net, Tel. 01 926 81 82

Medizinisches Trauma

Traumata, die von medizinischen Begegnungen oder

Eingriffen herrühren, sind verbreitet. In diesem 9-tägigen

Weiterbildungszyklus gibt Dr. Chandana Becker einen

Überblick über vielfältige traumatisierende Erlebnisse von

medizinischen PatientInnen - und vermittelt gleichzeitig

klar strukturierte Behandlungsansätze.

Daten: 1. - 3. Oktober, 17. - 19. Dezember 2004,

25. - 27. Februar 2005. / 9 Tage / Fr. 1980.-

Ab 4. März 2005 beginnt die neue 9-tägige

Weiterbildung zum Schleudertrauma mit

Dr. Chandana Becker.

Von der Embryologie

zur Embryosophie

Dieses Seminar mit dem holländischen Embryologie-

Fachmann Dr. Jaap Van der Wal widmet sich der formativen

pränatalen Entwicklung und zeigt auf, wie die Biologie

eigentlich nichts anderes ist als die Essenz menschlicher

spiritueller Entfaltung. Jaap Van der Wal wird für seine

einzigartige Arbeit von Fachleuten wie Dr. Ray Castellino,

John Chitty oder Dr. Andrea Axt hoch empfohlen.

Datum: 4. - 6. November 2004 / 3 Tage / Fr. 750.-


heilige

Das

Wir

JOHANNA OCHSNER

Johanna Ochsner erläutert das 4-Quadranten-Modell

von Ken Wilber.

Als Grundlage dient das Vorwort zu

seinem Buch «Integrale Medizin».

Wenn fünf Tomatenschnitze lauthals

verkünden, sie seien der ganze

Salat, obschon auf dem gleichen

Teller gleich viele Gurkenrädchen,

grüne Ruccolablätter und rotweisse

Radieschen liegen, nun, dann haben

wir den Salat! Einen Salat, der auf

dem Gesundheitsteller unserer westlichen

Gesellschaft Erscheinungsformen

zeigt, die parallel zum

elitären Alleinanspruch der Schulmedizin

zunehmend skurrilere

Formen annehmen. Formen, unter

denen alle Beteiligten auf unterschiedliche

Art leiden.

Was laut Ken Wilber (K.W.) Not tut,

ist eine integrale Medizin. «Integral»

bedeutet so viel wie «eine Ganzheit

wieder herstellen». Eine integrale

Medizin fordert somit folgerichtig in

erster Linie von den Behandelnden (!)

ein ganzheitliches Bewusstsein, von

der Materie bis zum GEIST.

Wilbers Modell der vier Quadranten

und der darin multidimensional sich

verwebenden «Ebenen, Linien, Zustände

und Typen» (auf diese letzteren

Faktoren gehe ich im Text nicht

weiter ein) bietet die Grundlage zur

integralen Medizin.

Das Modell der vier Quadranten

Integral kann ein Modell, wie gesagt,

nur sein, wenn es, dem Namen entsprechend,

auch alle Daseinsebenen

des Menschen mit einbezieht und

diese als eine zusammenhängende,

zusammen wirkende Ganzheit versteht.

Da «Ich», «Wir», «Es» in der Einzahl

und «ES» in der Mehrzahl der natürlich

entstandene sprachliche Ausdruck

der menschlichen Beziehung

zu seinem Dasein sind, benutzt K.W.

diese Begriffe für sein Modell, in welchem

jeder Quadrant eine «Dimension

des In-der-Welt-Seins» abdeckt.

Schauen wir uns diese Quadranten

an:

Ich

Subjektive Wahrnehmung

Das Schöne

Kunst

Meditation

Tiefenpsychologie

Introspektion etc.

Wir

Subjektive Wahrnehmung

In Beziehung sein

Das Gute

Moral

Kultur

Verstehen etc.

Rechts-Links

Die Quadranten der linken Seite (Ich, Wir)

repräsentieren innere Wirklichkeiten.

«Sie sind unsichtbar in dem Sinne, dass

sie nicht mit den äusseren Sinnen gesehen

werden» (z.B. Bewusstsein).

Die Quadranten der rechten Seite

(Es-Singular und ES-Plural) repräsentieren

äussere Wirklichkeiten «und können

mit den Sinnen gesehen werden, weil sie

objektive Dimensionen sind»(z.B. Zellen).

So weit die Unterteilung Rechts-Links.

Oben-Unten

Die oberen beiden Quadranten stehen für

das Individuelle (Ich, Es im Singular), die

unteren beiden Quadranten betreffen

das Kollektive (Wir, ES im Plural).

Der Ich-Quadrant oben links

In ihm werden die inneren Zustände

eines Menschen als wichtiger Faktor

hinsichtlich Ursache und Behandlung

einer Krankheit betrachtet. Psychotherapie,

Meditation und Gebiete von

Polarity gehören hierhin.

25

Es (Singular)

Objektive Wahrnehmung

Das Wahre

Wissenschaft

Physik, Chemie

Naturwissenschaften

Forschung etc.

ES (Plural)

Objektive Wahrnehmung

Das Wahre

Systemtheorie

Ökologie

Politische Systeme

Komplexitätstheorien etc.

Oben rechts: Es-Singular

Dies ist der Quadrant, in dem sich

u.a. die Schulmedizin tummelt, die

«im Wesentlichen an die physischen

Ursachen physischer Krankheiten

glaubt und daher meistens physische

Interventionen verordnet: Chirurgie,

Medikamente.

Die Schulmedizin deckt also nur

einen Viertel des Ganzen ab!

(Hierhin gehören auch die mechanistisch

betrachteten Anteile komplementärer

Therapien. Die feinstoffliche

Anatomie im Polarity-Modell

trägt Aspekte dieses Quadranten!)

Unten links: Wir

Individuelles Bewusstsein entsteht nie

losgelöst von den Wertvorstellungen

und dem Weltbild einer Gemeinschaft

(z.B. Familie, Dorf). Diese

haben Auswirkungen auf das Verhalten

der Individuen und deren Beziehungen

untereinander. Wie Krankheit

definiert wird, wie mit ihr umgegangen

wird, ob Kranke geächtet oder

von einer Gemeinschaft getragen

werden, beeinflusst den Verlauf der

Krankheit. Gruppentherapie, Selbsthilfegruppen,

Formen von Schamanismus

sind hier anzusiedeln.

Unten rechts: ES-Plural

Fragen der Gesundheit werden hier

v.a. im Zusammenhang grösserer

Netzwerke betrachtet, in die jeder

einzelne Mensch eingebettet ist.

Arbeit an der Beziehung zur Umwelt,

von der Natur über soziale Felder bis

zur Politik (Berufs- und Krankenkassenanerkennung

auf der Basis des

ersten Quadranten!) nimmt hier

Platz.

«Füge deinem Patienten keinen

Schaden zu.»

Diesen Satz schrieb Hypokrates vor

2000 Jahren!

Wird ein Mensch ausschliesslich nur

aus der Sichtweise eines einzigen

Quadranten behandelt, ohne die

anderen Quadranten mit einzubeziehen,

dann kann eher Schaden entstehen,

nicht nur durch das, was getan

wird, sondern vor allem auch durch

das, was nicht getan wird.


Der Spezialist für

Kultur- und Abenteuerreisen

Indien, Nepal, Tibet, Bhutan,

Südindien, Ayurveda

Natur- und Kulturreise Tibet

Expedition zum heiligen Berg Kailash

Nepal erleben mit Emil Wendel

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Aus-/Weiterbildung in systemisch orientierter Trauma-Therapie

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Durch die Zunahme von Gewalt erlangen Traumen immer mehr auch

eine globale Dimension (Soziales Trauma). Die ACST-Weiterbildung

beleuchtet die Aspekte des individuellen, sozialen, kultur- und generationen-übergreifenden

Traumas. Unsere somatische Traumatologie arbeitet

mit historischen Geschehnissen aus systemischer Sichtweise.

Verlangen Sie bitte das ausführliche Programm für 2004:

Nächstes Einführungsseminar: 17. – 19. September 2004

Module 2004: 23. – 25. April, 7. – 9. Mai, 2004

24. – 26. Sept., 1. – 3. Okt. 2004

Die gesamte Weiterbildung besteht aus 12 Modulen à je 3 Tage,

die wahlweise innerhalb von 2 – 5 Jahren besucht werden können.

ACST-Europa / Isabella Stieger

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Tel./Fax +41 (0)1 836 66 93

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26

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der Vielfalt von Polarity Körperarbeit

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26./27.11.

Einzelberatungen

Auf Anfrage


Die Missachtung der anderen Quadranten

bringt die Praktizierenden

unweigerlich in verschiedene

Dilemmas. K.W. schildert deren fünf,

welchen ein Arzt in einer rein dem

Physikalismus, d.h. dem oberen rechten

Quadranten (Es-Singular), verpflichteten

Praxis gegenübersteht.

Ich überlasse es euch Lesern und

Leserinnen, zu erkennen, welche

Quadranten dabei vorrangig ausser

Acht gelassen werden!

Die 5 Dilemmas

1. Dilemma

«Lassen Sie sich auf kein emotionales

Verhältnis zu Ihren Patienten ein [...],

um einen leidenschaftslosen, wissenschaftlichen

Ansatz bei der Behandlung

zu ermöglichen.»

Dagegen spricht die Erfahrung, dass

«wenn bestimmte emotionale und

affektive Elemente in den Heilungsprozess

eingebracht werden, sich tendenziell

positive Effekte bei allen

unterschiedlichen Patientengruppen

einstellen». Unverblümt gesagt

bedeutet dies, dass es nicht nur die

Behandlungskosten steigert, sondern

dem Patienten auch deutlich schadet,

wenn in keiner Weise gefühlsmässig

Anteil genommen wird.

2. Dilemma

«In der herkömmlichen medizinischen

Praxis meint die Ärztin, der

Arzt, den Patienten so behandeln zu

können, als wäre er oder sie eine

physikalische Maschine.»

Dagegen steht die tägliche Erfahrung,

dass dem nicht so ist! Auch wenn

Antibiotika, Hormone, Schmerzmittel

etc. diesen Scheineindruck

kurzfristig erwecken mögen! Zudem:

Auch wir verfangen uns im gleichen

Dilemma, wenn wir glauben, wir

müssten nur diese oder jene Pol-Verbindungen

anwenden, den Fünfstern

oder was auch immer, dann sei die

Sache geritzt ... Das wäre der gleiche

Physikalismus im Mikrokosmos!

3. Dilemma

Der Arzt baut darauf, dass die Patienten

die von ihm beschriebenen

Medikamente auf die von ihm verschriebene

Weise einnehmen und

seine Verhaltensvorschriften befolgen.

Unsereins gibt z. B. Polarity-Yoga-

Übungen mit! Oder Ernährungstipps.

Die wenigsten Patienten halten sich

daran! Die aus der Behandlung ausgeklammerte

subjektive Psychologie

macht einen Strich durch die

Rechnung des Arztes und durch

unsere Rechnungen!

4. Dilemma

In der gängigen Praxis wird nur

das schwächste Glied einer Symptomkette

behandelt.

Die eigentliche Ursache eines offensichtlichen

Leidens ist durch die

komplexe Vernetzung unseres Seins,

vom Individuum bis zum Universellen,

kaum auszumachen. Wilber

fragt: «Kann irgendjemand noch

gesund sein, wenn die Biosphäre

krank ist?»

5. Dilemma

Dieses möchte ich mit Wilbers genialer

Frage einleiten:

«Wenn das Blutbild eines Nazis ohne

Befund ist, ist diese Person dann

gesund?»

Wenn der behandelnde Arzt dazu

antwortet: «Nun, dies ist nicht meine

vordringliche Sorge und kann es auch

nicht sein», wenn er sein Berufsverständnis

auf den Es-Singular-Quadranten

reduziert (Blutbild), wird er

sich immer weniger als Mensch empfinden.

Wilber definiert die integrale Medizin

als Wunsch, «den Schaden zu verringern,

der durch beide Arten von

Sünden angereichert wird»:

– durch Unterlassungssünden und

– durch Begehungssünden,

«um so wesentlich effektiver den

Boden für jenes ausserordentliche

Wunder zu bereiten, das Heilung

heisst».

Der «integrale Ansatz» soll dem

Patienten effektiver helfen, der «integral

informierte Ansatz» dem im

Gesundheitsbereich tätigen Menschen.

Integral informierte Praktizierende

sind fähig, eventuell mit einer

«strengen Rigorosität, was Evidenz

und Effizienz betrifft, entscheiden zu

können, wo die Behandlung am sinnvollsten

anzusetzen ist.»

27

(Ein an Einsamkeit leidender Mensch

gehört nicht zum Rheumatologen,

ein Patient mit starken Schmerzen

nicht zur Psychotherapeutin etc.)

Integral informierte Praktizierende

sollen «den grösstmöglichen Teil des

Kosmos in ihrem Geist aufgenommen

haben und so die meisten

Potentiale für Gesundheit, Heilung

und leidenschaftliche Fürsorge finden».

Eine integrale Betrachtungs- und

Seinsweise lässt bei Patienten und

Praktizierenden sowohl Vertrauen als

auch Demut sich entfalten, weil

«die Arzt-Patienten-Beziehung [...]

nicht als etwas erfahren wird, wo ein

‹Ich› an einem Klumpen ‹Es› arbeitet,

sondern als ein ausserordentliches

‹Wir›, für welches der Begriff ‹heilig›

sehr wahrscheinlich das einzig angemessene

Adjektiv ist, und es ist dieses

heilige ‹Wir›, aus dem alle Heilung

kommt, als ein Wunder von Liebe

und Gnade, welches glücklicherweise

niemand von uns je verstehen wird.»

Anmerkung:

Alles, was in Anführungszeichen steht, ist

Ken Wilbers Vorwort entnommen.


GESUNDHEITSMODELL POLARITY

AUSBILDUNG

IN POLARITY

NACH DR. RANDOLPH STONE

Die 2 1 /2-jährige berufsbegleitende Ausbildung

ist unterteilt in einen halbjährigen Grundkurs

(APP) und einen zweijährigen Diplomkurs (RPP).

Anerkannt ist das Training vom Polarity Verband

Schweiz (PoVS), dem Erfahrungsmedizinischen

Register der Krankenkassen (EMR), dem Schweizer

Verband für Natürliches Heilen (SVNH) und der

Stiftung zur Anerkennung und Weiterentwicklung

der Alternativ- und Komplementärmedizin

(ASCA). Es erfolgt nach den Richtlinien der

American Polarity Therapy Association (APTA).

Die Dauer der Ausbildung ist so geplant,

dass innerhalb des gegebenen Zeitrahmens eine

hohe Qualität an Wissen und Verständnis für

ganzheitliche Zusammenhänge im Bereich

Gesundheit ermöglicht wird. Der Basiskurs kann

auch als wertvolle Grundlage für eine aktive

Gesundheitsvorsorge verstanden werden. Mit

dem Diplomkurs wird ein Berufsniveau angestrebt,

damit selbständig eine Polarity Praxis

geführt werden kann.

Die Ausbildung eignet sich für alle Menschen,

die einen ganzheitlichen Heilberuf ergreifen

möchten, auch für solche, die eine Erweiterung

oder einen Neueinstieg erwägen. Sie eignet sich

auch für Menschen, die schon therapeutisch

tätig sind wie: ÄrztInnen, KrankenpflegerInnen,

HeilpraktikerInnen, PhysiotherapeutInnen,

KörpertherapeutInnen, KrankengymnastInnen,

PsychologInnen, die das Gesundheitsmodell

Polarity bei gesundheitlichen Beschwerden allgemein

und bei einer Vielzahl von somatischen

und psychosomatischen Krankheitsbildern einsetzen

wollen.

Immer wieder finden sich in unseren

Ausbildungen auch Menschen, die Polarity als

ganzheitliche Philosophie und umfassendes

Gesundheitssystem für den Eigengebrauch

kennenlernen wollen – und sich so für ihren

beruflichen oder privaten Alltag neu inspirieren.

Gerne senden wir Ihnen unsere detaillierte

Ausbildungsbroschüre!

Polarity Therapie Zentrum Schweiz

Konradstrasse 14, 8005 Zürich

Telefon: 01-273 16 36, Fax: 01-273 16 64

E-Mail: polarity@bluewin.ch

Internet: www.polarity.ch

28

INFOLINET

el./Fax 041 711 67 30

S.H.N. Ausbildung und Weiterbildungen

2004

S.H.N. Polarity - Ausbildung

Einführung zur Aus- und Weiterbildung in ganzheitlicher

Naturheilkunde nach dem Polarity- Gesundheitsmodell

von Dr. Randolph Stone (1 Tag)

◆ 26.6.04; 3.7.04; 4.9.04; 30.10.04; 6.11.04

Polarity - Halbjahresgrundkurse im 2003/2004 (18Tage)

◆ Beginn: 15.11.2004

Polarity - RPP - Aufbaukurs in Genf

◆ Beginn: 4.6.2004

S.H.N. Weiterbildungen

Mit Power in die Wechseljahre

mit Brigitta Raimann und Sandra Rust

◆ 3.04.04 in Oberägeri

Musik und Klang mit Dr. John Beaulieu, USA

(Stimmgabeln - Grundkurs)

◆ 11.06.04 in Zug

Alchemie und die Arbeit mit Stimmgabeln an der

Wirbelsäule mit Dr. John Beaulieu, USA

(Stimmgabeln - Aufbaukurs)

◆ 12.06.04 in Zug

Alchemie und die Polarity - Körperarbeit

mit Dr. John Beaulieu, USA

◆ 13.06.04 in Zug

Integrative und prozessorientierte Gesprächsführung

mit Andreas Ledermann

◆ 10.–12.9.04; 12.–14.11.04; 10.–12.12.04 in Bern

Integrative Gesprächsführung, Träume und Konflikte

mit Andreas Ledermann

◆ 9.–13.8.04 in Veveux

Das Immunsystem und die drei Prinzipien

mit Andreas Ledermann

◆ 18.–19.9.04 in Zug

Polarity - Wirbelsäulenarbeit mit Andreas Ledermann

◆ 27.– 28.11.04 in Zug

Laufende Supervisionsgruppen in Bern, Effretikon,

Luzern, Zug, Zürich

mit Brigitta Raimann/Naturärztin

Andreas Ledermann/Naturarzt

Eric Haberthür/Arzt

S.H.N. Postfach 901, CH-6301 Zug

Tel./Fax: 041 711 67 30

www.shn-international.com

info@shn-international.com

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