NEUES AUS DEM - Gymnasium Weingarten

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NEUES AUS DEM - Gymnasium Weingarten

Dezember 2007

NEUES AUS DEM

Pinselzeichnungen nach Dürer, Rembrandt und Van Gogh

Klasse 6c im Kunstunterricht von Frau Bösenberg

verantwortlich für die Redaktion: G. Jaksch (Jk)


Interview mit dem Schulleiter

Herr Erdmann, für einen Politiker wäre nach hundert Tagen der Zeitpunkt für

eine erste Bilanz seiner Tätigkeit gekommen. Gilt das auch für Sie?

Ein Schulleiter ist kein Politiker, der daran gemessen wird, wie viele außenwirksame

Vorhaben er schon auf den Weg gebracht hat. Ich befinde mich

augenblicklich noch in der Phase des Kennenlernens und Wahrnehmens und

habe eine ganze Menge Menschen kennengelernt, die mich freundlich und

kooperationsbereit empfangen haben, sodass ich mich langsam beginne heimisch

zu fühlen. Allerdings bin ich mir auch der Tatsache bewusst, dass ich

wohl erst in einem Jahr werde behaupten können diese Schule zu kennen.

Sie sind vom Gymnasium Tettnang zu uns gekommen, haben also – trotz allen

Heimischwerdens – noch immer auch den Blick eines Außenstehenden.

Was sieht dieser Blick?

Mir fällt auf, dass am Gymnasium Weingarten außergewöhnlich viel "läuft".

Die aktuellen Prozesse im Bereich der Schulentwicklung und Evaluation sind

schon sehr weit gediehen, aber auch die Vielfalt der außerunterrichtlichen

Veranstaltungen ist beachtlich: Neben zwei Theatergruppen gibt es Austauschmaßnahmen

mit Frankreich, Griechenland, Israel und Italien, aber

auch viele andere interessante Unternehmungen und Projekte, die den

Schulalltag bereichern. Dazu kommen die besonderen Angebote einer Schule

mit Sportprofil, Pilotprojekte im Bereich NwT und das Fach Spanisch, das

sich gerade neu etabliert. Bedauerlich finde ich, dass der Schulchor ein Opfer

der Stundenplanverdichtung geworden zu sein scheint.

Im Übrigen möchte ich zwar gute Ideen aus meiner alten Schule mitbringen,

bin mir aber der Tatsache bewusst, dass vieles nicht einfach übertragbar ist.

Haben Sie schon einen Draht zu Schülern, Eltern und Kollegium?

Ich freue mich, hier eine hoch motivierte SMV vorzufinden, die viele gute Ideen

zur Gestaltung des Schullebens entwickelt hat. Im Unterricht kennengelernt

habe ich natürlich noch nicht so viele Schüler. Derzeit gebe ich nur Ethik

in Jahrgangsstufe 12 und Deutsch in der Klasse 8b, weil ich meine Geschichtsschüler

der Jahrgangsstufe 13 in Tettnang noch zum Abitur führen

will und daher an zwei Tagen noch an meiner alten Schule unterrichte.

Mit den Eltern hatte ich bisher hauptsächlich in den verschiedenen Gremien

Kontakt. Ich weiß aber, dass es eine ganze Anzahl von Eltern gibt, die sich

im Arbeitskreis Elternmitwirkung engagieren, und bin mir bewusst, wie wichtig

ihre Arbeit für das Gelingen des schulischen Lebens ist. An dieser Stelle

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möchte ich Frau Legner-Sautter danken, die zur neuen Elternbeiratsvorsitzenden

gewählt wurde. Ich freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit

mit ihr und allen anderen Eltern.

Die Kennenlern-Gespräche, die ich mit jedem Mitglied des Lehrerkollegiums

führe (etwa ein Drittel habe ich bereits absolviert), machen mir großen Spaß

und ich erfahre viel Interessantes über die Menschen, mit denen ich jetzt arbeite.

Nicht zuletzt möchte ich noch den Ehemaligen-Verein des Gymnasiums erwähnen,

der ein ganz neues Profil entwickelt hat. Im November haben engagierte

ehemalige Schüler zum Beispiel eine interessante Berufsbörse für unsere

Schüler angeboten, die große Resonanz fand.

Welche "Baustellen" – abgesehen von der tatsächlichen rund um die Sporthalle

– gibt es im Gymnasium Weingarten in diesem Schuljahr?

Ein Hauptarbeitsfeld wird die weitere Aus- und Umgestaltung des Gymnasiums

zu einer Schule mit offener Ganztagsbetreuung sein. Derzeit kämpfen

Schüler, Lehrer und sicher auch Eltern mit sehr verdichteten Stundenplänen

in den G8-Klassen, die es schwer machen, Hausaufgabenbetreuung und

AGs neben dem Pflichtunterricht sinnvoll zu platzieren. Es wird hier sehr auf

die Bedürfnisse der Schüler und Eltern ankommen, wenn man im weiteren

Verlauf von G8 entscheiden muss, ob eher längere, verdichtete Unterrichtstage

mit weniger Nachmittagsunterricht oder aufgelockertere Unterrichtstage

mit häufigerer Anwesenheit am Nachmittag im Sinne der am Schulleben Beteiligten

sind.

Eine andere wichtige Aufgabe in diesem Schuljahr wird sein, das im letzten

Schuljahr verabschiedete Leitbild in ein Schulprogramm umzusetzen, das

heißt, im Unterrichtsalltag mit Leben zu erfüllen. Hier beginnen wir jedoch

nicht bei Null, denn das Leitbild fußt ja auf vielem, was in dieser Schule bereits

gute Tradition hat.

Zur Bewältigung dieser Prozesse bedarf es natürlich der Unterstützung aller

am Schulleben Beteiligten. Ich vertraue insbesondere auf die Motivation und

Einsatzbereitschaft meines Kollegiums und meines Schulleitungsteams.

Vielen Dank für dieses Gespräch.

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G. Jaksch


Das Schulleitungsteam des Gymnasiums Weingarten

In der geöffneten Tür zum Rektorat stehen (von rechts nach links):

Günter Erdmann (Schulleiter), Walter Kemmler (stellvertretender Schulleiter),

Kerstin Horn, Gerhard Nau und Gerda Jaksch (FachabteilungsleiterInnen)

Das Kollegium des Gymnasiums Weingarten

wünscht allen Schülern und Eltern ein frohes

Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

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Aus dem Kollegium

DIE NEUZUGÄNGE

Karin Kremsler, Verena Rauch und

Patrick Boneberg? Das sind wir und wir

sind neu hier am Gymnasium Weingarten.

Auch wenn wir aus ganz verschiedenen

Richtungen kommen, haben mindestens

zwei von uns schon etwas gemeinsam:

Während Verena Rauch ganz neu nach

dem Referendariat in Rottenburg und

Tübingen hier angefangen hat, haben

wir, Karin Kremsler und Patrick Boneberg,

an den Gymnasien in Biberach

und Wilhelmsdorf Erfahrungen sammeln

können. Davor haben wir unser Referendariat

u.a. hier in Weingarten absolviert.

Wir, Verena Rauch und Patrick Boneberg,

kommen nicht nur aus derselben idyllischen

Stadt, Leutkirch im Allgäu, wir haben auch

beide in Tübingen Theologie studiert. Spanisch

und Deutsch waren dann unsere beiden

anderen Studienfächer. Karin Kremsler

kommt aus dem nicht weniger idyllischen

Wangen im Allgäu und hat in Konstanz die

Fächer Sport und Mathematik studiert, die

sie nun hier an der Schule unterrichtet.

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Einige Gemeinsamkeiten haben wir alle drei:

Beispielsweise freuen wir uns sehr darüber,

dass wir hier in Oberschwaben gelandet sind

und einen guten Start an der neuen Schule

hatten. Es macht uns Spaß, hier zu arbeiten,

ein tolles Kollegium zu haben und offene

und freundliche Schülerinnen und Schüler zu

unterrichten.

In diesem Sinne wünschen wir weiterhin ein

gutes, erfahrungs- und begegnungsreiches

Schuljahr.

Schulnachrichten

Erste Berufsbörse kommt gut an

Uns, Karin Kremsler und Verena Rauch,

verbindet die Begeisterung für andere

Länder und Kulturen. Wir reisen sehr gerne,

wobei uns besonders Südamerika am

Herzen liegt. Außerdem lesen wir gerne

gute Bücher, was Patrick Boneberg auch

tut, der am liebsten in die Toskana oder

nach Rom reist.

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K. Kremsler, V. Rauch, P. Boneberg

Im ersten Newsletter vor einem Jahr haben wir Euch unsere Pläne vorgestellt,

Ehemalige an das Gymnasium zurückzuholen, um dort ihr Studium

und ihren Beruf vorzustellen. Nun ist aus dieser Idee Realität geworden. Am

Samstag, 24. November, ging an unserer Schule die erste "Berufsbörse" von

Ehemaligen für die Jahrgangsstufen 10 bis 13 über die Bühne.

Rund 70 Schülerinnen und Schüler – darunter auch Jugendliche aus anderen

Schulen – waren gekommen, um sich von sieben verschiedenen Berufsfeldern

– Betriebswirtschaft, Ingenieurswissenschaften, Jura, Lehramt an


Grund-, Haupt- und Realschulen, Medien, Medizin und Psychologie - ein genaueres

Bild zu machen. Bei der Vorstellung der Referenten und ihrer beruflichen

Werdegänge im gut gefüllten Musiksaal entlockte unser "Mann vom

Radio", Dirk Polzin (Abi 1988), als Moderator den Ehemaligen auch so manche

Anekdote von einst – ein ideales Mittel, um Berührungsängste erst gar

nicht aufkommen zu lassen. Entsprechend offen war dann auch die Atmosphäre

bei den anschließenden Beratungsangeboten in einzelnen Klassenzimmern,

wo sich die Schüler im direkten Kontakt mit Ehemaligen näher über

Studien- und Berufsfelder ihrer Wahl informieren konnten. Dabei schätzten

die Jugendlichen besonders die ungefärbten Stellungnahmen der Referenten

zu Studienanforderungen und Berufschancen – eine wertvolle Information,

die so in keinem Studienführer zu finden ist. Auch der neue Rektor am Gymnasium,

Günter Erdmann, würdigte die vom Verein der Freunde und Ehemaligen

organisierte Veranstaltung als wertvollen Beitrag zur Berufsorientierung

der heutigen Abiturienten und Oberstufenjahrgänge.

Das Fazit: Die erste Berufsbörse am Gymnasium war eine rundum gelungene

Sache, die den "Schülern von heute" genutzt, den "Schülern von einst"

Freude und dem guten Namen unseres Gymnasiums Ehre gemacht hat. Das

ruft nach Fortsetzung im kommenden Jahr!

Rainer Beck

Wir danken unseren Referenten:

• Bereich Betriebswirtschaft:

Prof. Cornelia Neff (Abi 1987),

Hochschule Ravensburg-Weingarten

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• Bereich Ingenieurswesen:

Jürgen Stauber (Abi 1987),

Hymer AG, Bad Waldsee

• Bereich Lehramt an

Grund-, Haupt- und Realschulen:

Dr. Peter Birkel (Elternbeiratsvorsitzender

von 1982 bis 1991), PH Weingarten

• Bereich Medien:

Dirk Polzin (Abi 1988),

Südwestrundfunk Ravensburg

• Bereich Medizin:

Dr. Martina Geiger-Roth (Abi 1985),

Sozialpsych. Praxis Dr. Schmölzer, Wolfegg

• Bereich Psychologie:

Claudia Stammet (Abi 1991)

• Bereich Rechtswissenschaften:

Martin Hengstler (Abi 1990),

Staatsanwaltschaft Stuttgart

Der neue NwT-Raum – ein Multifunktionsraum

Wer kennt ihn nicht, den alten NwT-Raum mit seinen starren, in Stufen angeordneten

Tischen und der etwas tristen Atmosphäre? Den Wunsch nach

einem neuen NwT-Raum gab es am Gymnasium schon längere Zeit.

Doch wie kann ein NwT-Raum aussehen? In einem solchen Raum sollen

verschiedenste Praktika zu so unterschiedlichen Themen wie Ernährung,

Wetter, regenerative Energien, Fortbewegung oder Brückenbau durchgeführt

werden. Dabei arbeitet man mit dem Gasbrenner, mit Glasgeräten, mit Aufbauten

an Stativmaterial, Messgeräten, Mikroskopen, Lötkolben und vielem

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lem mehr. Gruppenarbeit mit zusammengestellten Tischen wird ebenso

durchgeführt wie normaler Frontalunterricht. Auch die Fünft- und Sechstklässler

sollen Naturphänomene ergründen und erarbeiten können. Oft muss

man in NwT noch im Internet recherchieren oder auf den Server zugreifen.

Es stellte sich schnell heraus, dass es nicht einfach ist, einen solchen Multifunktionsraum

zu planen. Doch endlich ist es soweit: Der neue NwT-Raum

des Gymnasiums ist seit den Herbstferien fertig.

Die Stufen des alten Raumes wurden entfernt und ein neuer Boden gelegt.

Gas- und Stromanschlüsse befinden sich nun in so genannten Versorgungsstationen

an den seitlichen Wänden. Statt der alten starren Tischen können

die neuen tragbaren je nach Bedarf angeordnet werden. Bei einem Praktikum

trägt man sie zu den Versorgungsstationen an den Wänden. Dort befindet

sich jeweils auch ein Internetanschluss. Eine durchgehende Arbeitsfläche an

den seitlichen Wänden erlaubt es, Versuche auch stehen und z. B. über

Nacht laufen zu lassen.

Mit den 8 neuen Laptops können Lehrer und Schüler jeweils auch auf den

Server oder auf das Internet zugreifen oder Versuche durchführen. Ein neuer

Beamer ermöglicht auch Präsentationen bei Referaten oder z. B. Projektionen

von Messungen mit dem Computer. Die umfangreichen Geräte und Materialien

für NwT und Naturphänomene sind nun in den zahlreichen Schränken

untergebracht.

Den Schülern und Lehrern gefällt an unserem neuen Multifunktionsraum vor

allem die ansprechende helle Gestaltung trotz der fehlenden seitlichen

Fenster. Auch unsere Fünft- und Sechstklässler freuen sich im Fach Natur-

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phänomene über den neuen, gelungenen und nun wesentlich freundlicheren

Raum.

Matthias Metzler

Wenn einer eine Reise tut...

Studienfahrt nach Paris

Am 16.09. trafen sich 26 Schüler der Jahrgangsstufe 13 und unsere Begleitlehrer,

Herr Gross und Frau Bösenberg, am Bahnhof Ravensburg. Nach einer

langen Zugfahrt, die wir zum größten Teil in sehr engen Schlafkabinen,

die an Sardinenbüchsen erinnerten, verbrachten, kamen wir um ca. 6.30 Uhr

des nächsten Morgens am Gare de l’Est in Paris an. Und schon vor der ersten

Fahrt mit der Métro hatten wir zwei unserer Mitschüler verloren (was sich

im Laufe der Zeit in Paris noch wiederholen sollte). Nach einer einstündigen

Wartezeit vor dem Hotel waren wir endlich alle versammelt und konnten unsere

Entdeckungsreise durch Paris beginnen.

Unsere erste Station war die berühmte Nôtre Dame, die uns alle sehr beeindruckte.

Am Abend stand ein Museumsbesuch im Centre Pompidou auf dem

Programm. Anschließend besuchten viele von uns das wirkich sehr beeindruckende

Hochhausviertel "La Défense" und die berühmte Champs Elysée.

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Am nächsten Morgen machten wir uns alle, müde wie wir waren, auf den

Weg nach Versailles, wo wir das prunkvolle Schloss von Louis XIV besichtigten.

Die Abendgestaltung war uns selbst überlassen, und so kam es, dass

einige auf den Zimmern feierten, andere die Stadt unsicher machten und der

Rest die Sacre-Coeur bei Nacht bestaunten.

Nach einer recht kurzen Nacht begaben wir uns am nächsten Morgen in den

Louvre, um die unserer Meinung nach sehr enttäuschende Mona Lisa zu betrachten.

Auch sonst war der Louvre für viele von uns ein echter Kulturschock,

selbst diejenigen von uns, die Kunst vierstündig haben, waren von

dieser geballten Ladung Kunst erschlagen. Nach einem wunderschönen Ausblick

vom Triumphbogen machten wir uns erschöpft auf den Weg ins Hotel

zurück, um den Abend zu planen. Da wir natürlich alle noch das Wahrzeichen

von Paris bestaunen wollten, fuhren wir am Abend mit der Métro zum Eiffelturm.

Nachdem wir uns durch eine Horde von Souvenirverkäufern zum Eiffelturm

vorgekämpft hatten, mussten wir leider feststellen, dass wir für einen

Aufstieg bis zur Spitze des Turmes zu spät dran waren. Doch trotz dieser

Enttäuschung ließen wir uns den Abend nicht verderben und begaben uns in

das Nachtleben von Paris.

Am letzten Tag stand das Musée d’Orsay auf dem Programm. Nach dem Museumsbesuch

teilte sich die Gruppe auf: Die Künstler unter uns begaben sich

in ein weiteres Kunstmuseum, während der Rest an einer sehr interessanten

Stadtführung, durch Herrn Gross geleitet, teilnahm. Zum krönenden Abschluss

gingen wir am Abend auf eine gemeinsame Kneipentour durch Paris.

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Völlig erschöpft stellten wir am nächsten Morgen fest, dass es an der Zeit war

unsere Koffer zu packen. Ohne Verluste kamen wir wieder am Gare de l’Est

an. Wehmütig stiegen wir in den komfortablen TGV ein. Am Nachmittag des

selben Tages kamen wir am Bahnhof Ravensburg an.

Wir möchten uns hiermit recht herzlich bei Herrn Gross und Frau Bösenberg

für die tolle Organisation dieser Studienfahrt bedanken. Wir haben vier wundervolle

Tage in Paris erlebt, die wir sicher nicht so schnell vergessen werden!

Kathrin Hahn, Tabea Schnell, Jahrgangsstufe 13

Die Goldene Stadt – Studienfahrt 2007

16.09.2007. Es ist kurz nach 7:00 morgens. Der Moment, für den wir nun alle

nahezu dreizehn Jahre lang zur Schule gingen, ist gekommen. Das Warten

hat ein Ende. Mit einem Tuckern erwacht der Motor unseres Reisebusses

und eine Stimmung der Vorfreude macht sich merklich im Bus breit. Abfahrt

zur Studienfahrt 2007! Und wohin geht es? Nach Prag, in die Goldene Stadt,

wie sie einst ein intelligenter Mann nannte, dessen Namen ich vergessen habe.

Als wir am späten Nachmittag in Prag in unserem Hotel Fortuna Luna ankommen,

heißt es erst einmal Zimmerverteilung. Nachdem es sich alle (soweit

im 2-Sterne-Hotel nun mal möglich) gemütlich gemacht haben, trifft man

sich noch einmal im Foyer des Hotels und fährt zusammen mit den betreuenden

Lehrern, Herrn Vetter, Frau Rapp und Frau Kröner, ins Zentrum

der Stadt, auf den Wenzelsplatz. Zunächst ist man fassungslos über das

nächtliche Treiben in Prag: Die Straßen sind beachtlich voll dafür, dass es

Sonntagabend ist und morgen ein normaler Werktag. Das Zentrum von Prag

scheint einfach nie zu schlafen, was sich im Laufe der kommenden Woche

noch bestätigen wird. Es sind einfach immer überall die Lichter an, die U-

Bahnen sind voll und sogar in den frühen Morgenstunden sind noch Nachtschwärmer

auf dem Heimweg der Discotheken anzutreffen. Zu diesen dürfen

wir uns jedoch anfangs leider noch nicht zählen, da die strikte Verordnung

lautet: Um 1:00 Uhr morgens im Hotel, Anwesenheitskontrolle auf den Zimmern.

Am Morgen des 17.09. ist um 8:00 Uhr Frühstück angesagt. Gegen 9:00

macht man sich auf mit dem Bus in die Stadt, wo zunächst eine halbtägige

Führung durch das Zentrum von Prag ansteht. Schließlich sollen wir die Stadt

ja auch mal bei Tageslicht kennen lernen. Erst jetzt wird so richtig deutlich,

was für eine unendendliche Vielfalt an Baustilen in Prag anzutreffen ist, und

ich persönlich muss sagen, dass ich noch nie so viel monumentale Architektur

auf einem Haufen gesehen habe.

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Für den Nachmittag teilt sich unsere etwa vierzigköpfige Gruppe in zwei Teile

auf. Die eine Hälfte begibt sich gemeinsam mit Frau Rapp und Frau Kröner

auf die Spuren Kafkas und erfährt Näheres über seine Zeit in Prag, Prag allgemein

als künstlerisch inspirative Stadt und Prag als Künstlermagnet für

Maler, Dichter und Architekten aus aller Welt. Die andere Gruppe besichtigt

mit Herrn Vetter das jüdische Prag, die Synagogen und vor allem das Viertel,

in dem die Juden lange Zeit abgeschottet vom Rest der Stadt lebten. Wichtiger

Programmpunkt hierbei ist auch der Judenfriedhof, auf dem über 900

Jahre 12 000 Juden in bis zu 12 Schichten übereinander bestattet wurden,

weil der Friedhof langsam, aber sicher zu klein wurde.

Der Abend steht wieder bis um 1:00 Uhr zur freien Verfügung, was eigentlich

von fast allen für einen Zentrumsbesuch mit der U-Bahn genutzt wurde.

18.09. Heute geht es ins ehemalige Judenghetto und das KZ in Theresienstadt,

wo uns mit einer detaillierten Führung gezeigt wird, wie die Juden zusammengepfercht

in heruntergekommenen Häusern leben mussten, um

dann nach und nach in die anderen KZs und Vernichtungslager abtransportiert

zu werden, wo sie die nur zu gut bekannten Gräueltaten der Nazis

über sich ergehen lassen mussten. Nachdem wir den halben Tag im Ghetto

und im KZ verbracht haben, fahren wir weiter zur Gedenkstätte nach Lidice.

Hier finden wir eine Hügellandschaft, mit der wir anfangs recht wenig anzufangen

wissen. Wie uns aber bald darauf erklärt wird, sind die Hügel nichts

weniger als die überwachsenen Reste eines kompletten Dorfes, das nach

einem geglückten Anschlag auf einen hoch positionierten Nazi, durchgeführt

von Einwohnern des Dorfes, komplett dem Erdboden gleich gemacht wurde.

Die Männer wurden allesamt vor Ort umgebracht, die Frauen ins nächste KZ

gebracht und die Kinder unter 15 Jahren wurden zu kinderlosen Deutschen

gebracht, wo sie aufgezogen wurden.

Mit Sicherheit lüge ich nicht, wenn ich sage, dass jeder von uns an diesem

Tag irgendwann berührt wird, wenn er so eindrucksvoll an das sinnlose Morden

im Dritten Reich erinnert wird.

Am vierten Tag in Prag, dem 19.09., gab es morgens zunächst einen Rollentausch

bezüglich der beiden Gruppen: Die Gruppe, die zwei Tage zuvor mit

Herrn Vetter das jüdische Prag besichtigt hat, ist jetzt mit Frau Rapp auf

Kafkas Spuren unterwegs und umgekehrt. Für den Nachmittag bleibt es uns

überlassen, ob wir mit Herrn Vetter auf den Vysehrad (einen Hügel am Rand

von Prag, wo man eine exzellente Aussicht auf die Stadt genießen kann und

eine ungefähre Ahnung davon kriegt, wie viel 400 Türme sind, die sich kreuz

und quer über die Millionenstadt verteilen) oder ob wir mit Frau Rapp und

Frau Kröner das moderne Prag besichtigen, wobei man mehr über die modernsten

Baustile der Stadt erfährt.

Am Abend gibt es zwar noch einen Programmpunkt (Schwarzlichttheater im

Stadtzentrum), jedoch bleibt es uns überlassen, ob wir nicht lieber noch einmal

ins Prager Nachtleben eintauchen wollen. Nach dem Abendessen zuvor

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werden wir außerdem darüber aufgeklärt, dass wir wegen "guter Führung"

erstmals bis um 3:00 morgens weg bleiben dürfen, worauf alle im Foyer des

Luna in Jubel ausbrechen.

Für den 20.09., unseren

letzten Tag, den wir

komplett in Prag verbringen,

steht eine Besichtigung

der Prager Burg

und des Doms auf dem

Plan. Die Burg und der

Dom sind groß, in nahezu

makellosem Zustand

und haben im wahrsten

Sinne des Wortes Geschichtscharakter.

Fast

alles ist unrenoviert oder

so gut hergerichtet,

dass es wirklich den Anschein

erweckt, als

stünde man kurz nach der Fertigstellung des Gebäudekomplexes vor ihm.

Der Baustil ist beeindruckend und steht sicher auch für die Machtdemonstration

von Kirche und Staat zu dieser Zeit. Allein der Bau des Domes

nahm 585 Jahre in Anspruch und hinterlässt bleibende Eindrücke bei vielen

von uns.

Nachdem wir am späten Nachmittag im Hotel ankommen, heißt es für die

meisten erst einmal ausruhen. Fünf Tage "Hardcore-Bildungsreise" sind

schließlich anstrengend und hinterlassen auch bei uns ihre Spuren. Für den

Abend sind wir komplett freigestellt. Die einzige Auflage, die wir bekommen,

lautet: Morgens um 8:00 Frühstück. Das bedeutet für die meisten von uns: Ab

in die größte Disco Mitteleuropas und noch einmal ausgiebig unsere Zeit in

Prag feiern!

Am Morgen des 21.09. heißt es nur noch aufstehen, packen, frühstücken und

dann im Bus ausschlafen. Voll von Eindrücken und in Gedanken an die super

Zeit in Prag verlässt man fast schon ein wenig wehmütig die Stadt der 400

Türme, freut sich aber andererseits auf sein eigenes Bett und fühlt sich gerädert.

Persönlich kann ich sagen, dass ich in Prag eine super Zeit verbracht

habe und mit Sicherheit nicht das letzte Mal in Prag war. Ich denke, ich kann

im Namen der Stufe sprechen, wenn ich nun noch unseren Dank an unsere

drei Obrigkeiten, Herrn Vetter, Frau Rapp und Frau Kröner, richte. Sie waren

eigentlich immer für uns da, sei es bei der Beantwortung von Fragen zu den

Besichtigungsstätten oder beim Lotsen von verirrten Schülern durch die Stadt

per Handy.

Stefan Neudhöfer, Jahrgangsstufe 13

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Schullandheim mit Hindernissen

Wir, die Klasse 6c, waren im Schullandheim auf der Insel Amrum.

Die Hinfahrt am Dienstag, dem 10.07.07, begann um 6.01 Uhr und endete

schon ganz unverhofft um ca. 9.40 Uhr, denn unser Zug wurde von den

streikenden Lokführern im Stuttgarter Hauptbahnhof lahmgelegt.

Was sollten wir tun? Warten? Wie lange?

Unsere Klassenlehrerin schlug vor, die Wartezeit ein wenig zu überbrücken

und den Stuttgarter Bahnhofsturm zu besichtigen. Zwanzig von uns machten

sich auf den Weg zum Turm und sieben gingen mit Herrn Metzler zurück zum

Zug.

Dann geschah das Unvorhersehbare: Der Zug fuhr früher los als geplant, weil

der Streik unterbunden wurde! Wir versuchten unsere Klassenlehrerin zwar

per Handy zu informieren, doch die Zwanzig schafften es nicht mehr rechtzeitig

zurück.

So fuhren wir sieben mit Herrn Metzler und 29 Koffern schon mal nach Heidelberg,

um dort auf die anderen zu warten. Gott sei Dank waren wir dann

alle wieder zusammen und wir fuhren nach Niebüll, wo uns dann ein Bus abholte.

Wir konnten in Niebüll in einer Tischtennishalle übernachten, weil wir

die Fähre nach Amrum nicht mehr erreichten.

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Neues aus dem Gymnasium Weingarten – Dezember 2007


Am nächsten Morgen

endlich kamen wir am Ziel

an. Wir liefen zu unserer

Jugendherberge und

schauten uns gleich unsere

Zimmer an. Jetzt

konnte es losgehen. Wir

hatten jeden Tag sehr viel

Spaß und haben jede

Menge unternommen: Wir

sind zum Baden gegangen,

sind von den Dünen

gesprungen, haben Sandburgen

gebaut, Spaziergänge

gemacht, wobei es

recht matschig wurde. Das war wirklich eine lustige Zeit auf Amrum: Vor allem

der "Casino-Abend": Herr Metzler, unser Bio-Lehrer, hatte sich als blonde

"Assistentin" von Frau Rapp verkleidet, und wir nannten ihn (sie) "Martha".

Martha trug an diesem Abend einen sehr eleganten Wickelrock. Und ganz

ehrlich: Wickelröcke stehen Martha ausgezeichnet!!!

Leider verging die Zeit auf Amrum viel zu schnell. Bei der Rückfahrt gab es

keinen Stress (nicht so wie bei der Hinfahrt), nein, alles war in Butter. Man

kann sagen: Das war einfach das perfekte Schullandheim.

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Helena Michl, ehemalige 6c


Aus dem Schulleben

Die Bombe im Wald

Die Klasse 5b nimmt im Schuljahr 2006/2007 zusammen mit anderen Klassen

am Gymnasium Weingarten an der europaweiten Kampagne "Be Smart -

Don´t Start" erfolgreich teil. Zum Schuljahresende erreicht uns dann ein Brief,

unterschrieben von der Sozialdezernentin am Landratsamt Ravensburg, Frau

Diana E. Raedler, mit folgendem Wortlaut:

"Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihre Schulklasse unter den

Gewinnern ist und einen Gutschein über ein Kompetenztraining für die ganze

Klasse, gesponsert durch die AOK Bodensee-Oberschwaben, gewonnen hat.

Ich hoffe, dass auch nach dem Ende des Wettbewerbs in der Klasse nicht

geraucht wird, und würde mich freuen, wenn Sie sich auch nächstes Jahr

wieder am Wettbewerb beteiligen würden."

Gleich zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 wird ein Termin mit der Klinik

Wollmarshöhe in der Nähe von Bodnegg ausgemacht. Die Wollmarshöhe

bietet Erlebnispädagogik an, mit Outdooraktivitäten in einem Niederparcours

oder Hochtrainingsparcours im umliegenden Wald.

Die Klasse 6b fährt dann am Montag, den 12.11.2007 bei bester Laune mit

dem öffentlichen Linienverkehr über den Bahnhof Ravensburg nach Wollmarshofen;

begleitet wird die Klasse von Frau Stefanie Maucher, die hier ihr

Praxissemester absolviert. Vielen Dank.

Alle sind gespannt: Was erwartet uns? Dürfen wir in den Hochseilgarten?

Wie ist das Wetter heute?

Bei kühlen Temperaturen und Sonnenschein begrüßen uns drei Erlebnispädagogen

mit Butterbrezeln und heißem Teepunsch. Zuerst stellt sich jeder

vor, nennt seine Hobbys, den Berufswunsch und sein Lieblingsessen. Die

Klasse wird rasch in zwei Gruppen eingeteilt.

Eine Gruppe bekommt die Aufgabe eine "Bombe" (Tennisball) zu einem 50m

entfernten Ziel durch den Wald zu transportieren. Die "Bombe" muss dabei

auf einem Ring, an dem viele meterlange Schnüre befestigt sind, von der

ganzen Gruppe zum Ziel gebracht und dort abgelegt werden. Die Mitglieder

der anderen Gruppe müssen eine mehr als 3m hohe Holzwand überwinden.

Dabei gelten folgende Regeln: Es dürfen keine Hilfsmittel aus dem Wald verwendet

werden. Der erste Schüler muss ohne Hilfe von oben die Wand überwinden.

Maximal zwei Schüler dürfen von oben mithelfen. Wer von der

Mauer heruntergestiegen ist, darf nicht mehr eingreifen.

Die Aufgaben sind nur zu bewältigen, wenn sich möglichst alle Schüler beteiligen,

einander unterstützen, zuhören, diskussionsbereit sind, Rücksicht

nehmen, eine Strategie entwickeln. Im Anschluss wird Rückschau gehalten,

wobei sich jeder Schüler äußern muss: Wie erging es mir? Was war

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schwierig? Was hättet ihr besser machen können? Warum habt ihr die gestellte

Aufgabe so angepackt?

Zum Schluss muss jeder Schüler einen Seilparcours überwinden, bei dem

alle Gleichgewichtsfähigkeiten abverlangt werden.

Eine kurze Abschlussrunde bei heißem Teepunsch bei typischem Aprilwetter

mit Graupelschauern, Wind und Sonnenschein rundet den Aufenthalt in Wollmarshofen

ab. Gut gestärkt nehmen wir den Rückweg nach Ravensburg unter

die Füße. Drei Stunden durch die herrliche, herbstliche oberschwäbische

Hügellandschaft liegen vor uns. Der Klassensprecher interveniert: Alle wollen

mit dem Bus fahren! Zu spät! Der Bus ist weg!

Weiter zu Fuß an Gornhofen, Fildenmoos und Kemmerlang vorbei zum Fläppe.

Von dort hoch nach Strietach, über St.Christina und den Philosophenweg

hinunter zum Marienplatz. Die letzte Strecke mit dem Linienbus zum Charlottenplatz.

Endlich wieder zurück.

"Herr Huber: wir sind fertig!" Aber zufrieden!

Gerhard Huber

Acker und Pferde

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Eine besondere Vorführung gab es für Interessierte an einem Nachmittag im

November: Zwei richtig starke Pferde (Sepp und Piroschka) und ihr Besitzer

Hansjörg Mutschler pflügten einen Acker unweit der Schule – wie in alten Zeiten.

Was da nur noch zur Schau stattfand, war früher die ganz normale und

harte Arbeit auf dem Feld und im wahren Sinn für das tägliche Brot.

Organisiert waren die drei Schwerarbeiter von Frau Bösenberg im Rahmen

einer Lehrerfortbildung zum Thema "Erde".

Junge Ingenieure braucht das Land!

Die Ingenieurkammer Baden-Württemberg will mit ihrem Wettbewerb "Brücken

verbinden" das Interesse an den Ingenieurwissenschaften wecken und

hat auch am Gymnasium Weingarten Schülerinnen und Schüler bewegt,

daran teilzunehmen. Aus den Baumaterialien Streichhölzer, Stecknadeln und

Faden musste eine Brücke konstruiert werden, die ein 60 cm breites Tal überbrückt,

mindestens 6 cm breit ist und an jeder Stelle 1 kg trägt.

In 12 Unterrichtsstunden und in mehreren freiwilligen Nachmittagssitzungen

haben alle Schülerinnen und Schüler der letztjährigen NwT-Klasse 9ab in der

Unterrichtseinheit "Modellbau" ihre Brücke nach eigenen Plänen und unter

den genannten Vorgaben gebaut. Die Brücke von Julia Hammel und Aileen

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Beierbach wurde durch das Schülervotum für den Wettbewerb vorgeschlagen

und eingereicht.

Der Modellbau hat allen Schülerinnen und Schülern bei großem persönlichem

Einsatz viel Spaß gemacht und begeistert hoffentlich für die Naturwissenschaften.

Helene Allgaier

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Tomate, Gurke und NwT

� Termin mit Herrn Erdmann besprechen

� Schülercafé reservieren, Bäcker abbestellen

� Werbeplakate malen, Durchsage entwerfen

� Wechselgeld und Kassen organisieren

� Käse und Vollkornbrötchen bestellen

� Obst und Gemüse auf dem Markt kaufen

� Salate waschen, Gurken schälen, Mandarinen aufspießen,

Äpfel polieren

� Tomaten schnippeln, Radieschen schnippeln, Brötchen

schneiden, Gurken schnippeln, Bananen schnippeln

� Schnippeln, schnippeln, belegen, schnippeln, zuklappen,

weiter schnippeln, ...

Viel Mühe haben sich die NwT-Klassen 8 bei der Organisation und Durchführung

des gesunden Pausenbrotes am 15.11.07 gegeben!

Innerhalb der Unterrichtseinheit „Ernährung“ sollten sie selbstständig für

Schüler und Lehrer ein Frühstück planen, zubereiten und in der großen

Pause verkaufen. Dabei haben sie von der Bestellung der Lebensmittel bis

hin zur Herstellung eines gesunden Brotaufstrichs alles alleine auf die Beine

gestellt. Jeder Einzelne hat dazu beigetragen, dass diese Aktion ein

voller Erfolg wurde!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Firmen Isser, Oberhofer und Wiedenmann für

ihre freundliche und preiswerte Unterstützung, sowie bei Frau Großmann und der SMV,

die uns tatkräftig beim Aufräumen geholfen haben.

NwT-Klasse 8, Kö, Ag

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Neues aus dem Gymnasium Weingarten – Dezember 2007


Kartoffeln, NwT und Bad Waldsee

Mit Küchenschürzen und Geschirrtüchern

bewaffnet begaben

sich am Mittwoch, den 21.11.07

die 32 NwTSchülerinnen und

Schüler der Klassen 8 und ihre

Lehrerinnen auf Exkursion ins Ernährungszentrum

nach Bad

Waldsee. Dort lernten wir die "tollen

Knollen" zu waschen, schrubben,

schälen, kochen und zu zerstampfen, sowie

einen Dipp aus Dill und Petersilie herzustellen

und eine ganze Menge mehr Informatives über

das unter der Erde wachsende Gemüse. Zum

Schluss durften wir unsere zubereitete Mahlzeit

gemeinsam verspeisen, was nach diesem Ausflug auch dringend nötig war!

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Neues aus dem Gymnasium Weingarten – Dezember 2007

NwT-Klasse 8, H. Allgaier. K. Kröner


Das erste und das letzte Ma(h)l

Der ein oder andere von euch hat sicher schon einmal davon geträumt, auf

der großen Leinwand im Kino zu sehen zu sein oder zumindest als bekannter

Regisseur Filme zu schaffen. Auch ich bin in meiner Freizeit gern Regisseur

– um genau zu sein Animationsfilm-Regisseur – und beschäftige mich mit

dem Erstellen von Animationsfilmen. Meistens mache ich das nicht nur aus

Spaß an der Freude, sondern weil die Muse e.V. einmal im Jahr in Weingarten

die Möglichkeit bietet "ganz groß rauszukommen", denn die Muse e.V.

(unter der Leitung von Veronika Baum und Heidi Heist) haben in diesem Jahr

bereits zum dritten Mal das Filmfestival "abgedreht" in der Linse in Weingarten

ausgerichtet. Wie jedes Jahr war das Thema vorgegeben und lautete

2007 "Das erste Mal". Ich hatte bereits 2005 und 2006 teilgenommen und

habe auch dieses Jahr einen Film eingereicht. Das Thema wurde beim letztjährigen

Filmfestival bekannt gegeben, und so hatte ich etwa ein Jahr für die

Idee und Umsetzung Zeit. Das Schwierigste meiner Meinung nach ist die Idee,

denn für diese brauche ich 90% der Zeit, für die Umsetzung lediglich

10%. Sprich: elf Monate überlegen, einen Monat arbeiten. Die Idee für den

diesjährigen Film hatte ich also einen Monat vor dem Abgabetermin. Die Umsetzung

musste dann schnell, aber präzise erfolgen, und ich war schließlich

einen Tag vor Abgabeschluss fertig. Von 19 Einsendungen schaffte es mein

Film "Das erste und das letzte Ma(h)l" auf den 2. Platz, was mich natürlich

sehr freute.

Fabian Gärtner mit Günter Staud,

Geschäftsführer des Stadtmarketing

Weingarten, welches den 2. Preis stiftete.

Ich kann jedem empfehlen, nächstes

Jahr, 2008, teilzunehmen. Das

Thema wird "Füße" lauten, und wer

Spaß am Filmemachen hat und

kreativ ist, dem wird dazu sicher

etwas einfallen. Informationen zum

"abgedreht"-Filmfestival findet ihr auf

www.abgedreht-filmfestival.de, und

meinen Film könnt ihr euch auf

www.gymnasium-weingarten.de mal

angucken.

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Neues aus dem Gymnasium Weingarten – Dezember 2007

Fabian Gärtner


Memmox stellt sich vor

"Memmox? Wer oder was soll das denn sein?", werdet ihr euch bestimmt

fragen.

Eigentlich ganz einfach. Ein Jungunternehmen mit Schülern unserer Schule.

Der Wirtschaftskurs von Frau Horn (12. Klasse) nimmt in diesem Schuljahr

am Projekt Junior teil, das vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW)

geleitet wird. Die Idee, die hinter dem Projekt Junior steht, ist recht einfach:

Eine Schulklasse gründet für ein Jahr ein Unternehmen, das sein eigenes

Produkt herstellt oder eine Dienstleistung anbietet. Zuerst werden 90 Aktien

zu 10 Euro verkauft, die das Startkapital bilden, dann wird erstmal gewählt:

Vorstandsvorsitz und die verschiedenen Abteilungsleiter von Technik, Marketing,

Finanz und Verwaltung. Als nächstes steht die Produkt- oder

Dienstleistungsidee im Vordergrund. Bei uns wurde schnell klar, dass ein der

Region angepasstes Kartenlegespiel (eine Art Memory) eine viel versprechende

Idee ist.

So kamen wir auf "Paarungszeit" - die Geschenkidee für Groß und Klein.

Statt gleiche Paare zu finden, ist es bei "Paarungszeit" das Ziel, zwei verschiedene,

jedoch einer Kategorie angehörige Motive zu verbinden (z.B.

Mönche mit Basilika, Bürgermeister mit Rathaus, Gymnasium mit Schulleiter

usw.). Mit Bildern von Weingarten und bekannten Gesichtern möchten wir

das Interesse der Region wecken und so einen größtmöglichen Erfolg erzielen.

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Neues aus dem Gymnasium Weingarten – Dezember 2007


Im Moment sind wir noch in der Phase der Produktumsetzung. Wir haben die

Motive für unser Kartenlegespiel, doch die passende Druckerei, die unser

Spiel herstellt, muss noch gefunden werden.

Außerdem verkaufen wir momentan unsere Aktien.

Möchtet ihr uns eine Aktie abkaufen und Aktionär unseres Unternehmens

werden, oder habt ihr Fragen oder Anregungen? Dann meldet euch bei einem

12.-Klässler des Wirtschaftskurses von Frau Horn oder bei Frau Horn

selbst.

Sobald es Neuigkeiten von unserer Firma gibt, melden

wir uns bei euch.

Und noch ein Blick auf unsere jungen Künstler....

Kleine Maschinen in der 6a

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Björn Richter, Abteilung Marketing


... und ihre Werke

Fingermalerei in der 5b

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Holzschnitt- Selbstporträts der 7c

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Terminvorschau

Dezember 2007 21. Dezember erster Tag der Weihnachtsferien

Januar 2008 7.-9. Januar

25. Januar

28. u. 29. Januar

30. Januar

Februar 2008 1. Februar

11. Februar

13. Februar,

19 Uhr

11.-16. Februar

11.-15. Februar

15. Februar

29. Februar

Skiausfahrten des Sportprofils Kl. 8 und 9

Notenabgabe

Konferenzen zu den Halbjahresinformationen

/ den Zeugnissen 12/1 und 13/1

Ausgabe der Halbjahresinformationen

Gumpiger Donnerstag mit Schülerbefreiung

Wiederbeginn des Unterrichts nach den Winterferien

Vernissage der Ausstellung des Neigungsfachs

BK 13 in der "Linse"

Schullandheim Laterns der Kl. 6a und 6b

BOGY Kl.10

Elternsprechtag

Tag der Offenen Tür für Viertklässler und Eltern

Gymnasium Weingarten

Tel. Nr.: 0751/ 561 921 50

Fax Nr.: 0751/ 561 921 60

e-mail: gym@weingarten-rv.schule.bwl.de

Besuchen Sie

unsere Homepage!

http://www.gymnasium-weingarten.de

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