Info-Brief 1/2011. - AWO promensch

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Info-Brief 1/2011. - AWO promensch

Editorial

Ausgabe 1 / 2011

… packen wir es an!

Audits, QM-Norm, Zertifizierung

– für viele laufen diese Aufgaben

unter „Mehrarbeit“. Nur: Sowohl

im Wettbewerb mit anderen Einrichtungen

als auch im Bezug auf

die Fortschreibung der Verträge

mit unseren Kostenträgern und

der Senatsver waltung ist QM ein

absolutes Muss! Wir werden diese

Aufgaben gemeinsam meistern –

und unsere ersten Erfolge machen

doch schon ein wenig stolz.

Stolz können wir auch auf die positive

Jahresbilanz 2010 des Pflegekinderteams

sein – siehe Seite 3.

Auf den wunderschönen und lustigen

Artikel über die Winterreise

nach Beerheide möchte ich besonders

hinweisen – ich musste beim

Lesen ziemlich schmunzeln.

Ich wünsche Ihnen allen warme,

sonnige Frühlingstage und viel Erfolg

beim 10. Berliner Firmenlauf.

Marion Schmidt // Geschäftsführerin

IMPRESSUM

Herausgeber

AWO pro:mensch gGmbH

Markgrafenstraße 12–14, 10969 Berlin

Telefon 0 30/ 9 39 39-110

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Verantwortlich:

Marion Schmidt, Geschäftsführerin

Gestaltung: www.kippconcept.de

Fotos: AWO pro:mensch: Sabine Kremer,

Christian Skiba-Milbradt, Stephan Gourov;

Photocase (2), Fotolia

Ideen, Anregungen und Texte an:

redaktion@awo-promensch.de

AWO pro:mensch NEWS

Audits in den Einrichtungen

Schon gehört?

Irgendwie ist es schon durchgedrungen: In 2010 wurden alle geplanten internen Audits

in den Einrichtungen und der Geschäftsstelle umgesetzt. Ein schöner Erfolg, aber es

geht 2011 natürlich weiter – die nächsten Audits sind schon geplant.

Sinn und Zweck dieser Audits ist es, intern einen

ersten umfassenden Überblick über den Umsetzungsstand

unseres QM-Systems zu erhalten. Das

Ergebnis ist ein klares „Sowohl-als-auch“: In

allen Einrichtungen konnten wir eine gute fachliche

Arbeit feststellen, aber die Umsetzung des

QM-Systems, insbesondere des Teils „Führung

und Organisation“, läuft noch nicht wirklich optimal.

Mit der Auditierung aller Einrichtungen

haben wir das Qualitätsziel, das wir uns hierzu

gesetzt haben, erreicht.

Der Begriff „Audit“ kommt vom lateinischen „audire“,

also „hören“ – auch „zuhören“. Und genau

dies ist eine der wichtigsten Aufgaben der Auditorinnen

und Auditoren: Den Mitarbeitenden zuzuhören,

heraushören, wie es mit der Umsetzung

des QM-Systems steht, und hören, wo es in der

Praxis noch kneift. Und genau hierzu haben

wir einiges erfahren. Die Top-Themen auf der

Liste der Abweichungen: Die noch lückenhafte

Dokumentation sowie das Fehler- und Beschwerdemanagement.

Gerade bei diesen Themen wurden wir am häufigsten

mit Fragen nach dem Sinn und Nutzen

konfrontiert, da diese Dinge eher als abseitig von

der „eigentlichen Arbeit“ erlebt werden. „Warum

dieser hohe Aufwand?“ ist eine der typischen

Fragen – weitere Erläuterungen und Aufklärung

werden uns in den nächsten Monaten noch beschäftigen.

Fachliche Arbeit auf gutem Niveau

Wir haben aber nicht nur Verbesserungspotenziale

und Abweichungen festgestellt, sondern

auch viel Positives. In jeder Einrichtung sind uns

Kolleginnen und Kollegen begegnet, die mit viel

Motivation und Engagement auf einem hohen

fachlichen Niveau arbeiten. Wir konnten miterleben,

mit wieviel Wertschätzung mit Menschen

in unseren Einrichtungen umgegangen wurde:

Mit den Kindern und Jugendlichen, mit Eltern,

mit erwachsenen Klienten. Wir waren immer wie-

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Ausgabe 1 / 2011

Zertifizierung

Termin steht fest!

Nun ist es beschlossene Sache:

Die Zertifizierung unseres Unternehmens

wird in der Woche vom 5. bis

zum 9. März 2012 stattfinden.

Als Zertifizierungspartner haben

wir uns für das Unternehmen DQS

entschieden, mit dem verschiedene

AWO-Kreisverbände in Berlin bereits

gute Erfahrungen gemacht haben.

Nach dem jetzigen Stand der Handbucherarbeitung

und der Umsetzung

des QM-Systems sind wir davon

überzeugt, dass wir zu diesem Zeitpunkt

mit allen Einrichtungen zertifizierungsfähig

sein können – aber

bis dahin ist noch einiges zu tun!

Der Erfolg hängt

von uns allen ab!

Damit wir genügend Zeit haben,

alle Prozesse in der Praxis umzusetzen,

wollen wir die Handbücher

bis spätestens Mitte des Jahres

fertig stellen. Die weiteren Schritte

werden in einer Projektplanung

festgelegt, in die die Bereichs- und

Einrichtungsleitungen mit einbezogen

werden.

Der Erfolg der Zertifizierung hängt

letztlich von uns allen ab und von

unserem Engagement: Es reicht

nicht aus, einfach nur ein fertiges

Handbuch vorzulegen, sondern

das QM-System muss in der Praxis

umgesetzt – es muss gelebt werden.

Wir möchten Sie deshalb alle bitten,

gemeinsam mit uns auf dieses

wichtige Ziel hinzuarbeiten.

Sylvia Föhr

AWO pro:mensch NEWS

Fortsetzung von Seite 1

der begeistert über gute Ideen und interessante

Projekte in der täglichen Arbeit oder über eine

gelungene Gestaltung von Räumen und Außengeländen.

Durch den Einsatz der Co-Auditorinnen und -Auditoren

aus anderen AWO pro:mensch-Einrichtungen

konnte vielleicht sogar die eine oder andere

Anregung zwischen den Bereichen transportiert

werden. Viele Rückmeldungen haben bestätigt,

dass der Blick über den Tellerrand der eigenen

Einrichtung als bereichernd erlebt wird.

Weitere Audits geplant

Die nächsten Audits sind für dieses Jahr bereits

geplant und im Laufwerk „QM“ für alle einsehbar

veröffentlicht. In diesem Durchgang geht

es darum, die Umsetzung und Wirksamkeit der

nach den letzten Audits festgelegten Maßnahmen

zu überprüft und wiederum festzustellen,

wie die Umsetzung des QM-Systems vorangekommen

ist. Bis zum Zertifizierungstermin wollen

wir möglichst sicher sein, dass nirgendwo mehr

Abweichungen existieren, die die Zertifizierung

gefährden könnten. Darüber hinaus haben die

Audits den Nebeneffekt, die Mitarbeitenden auf

den „Ernstfall Zertifizierung“ vorzubereiten, indem

alle Beteiligten eine gewisse Routine in der

Auditsituation entwickeln können.

Denn: Je besser und optimaler die Vorbereitung,

desto besser werden wir in der Zertifizierung

abschneiden. Ein Erfolg, den wir nur gemeinsam

erreichen können.

Sylvia Föhr

Erläuterung des internen Audits

Die Durchführung interner Audits ist eine

zentrale Forderung der Qualitätsnorm

DIN EN ISO 9001:2008. Danach müssen

„in geplanten Abständen“ interne Audits

durchgeführt werden, um zu ermitteln, ob

das QM-System die Normforderungen erfüllt

und ob es „wirksam verwirklicht und

aufrecht erhalten wird“. Tatsächlich sind

interne Audits – in dem sie Einblicke in die

Praxis der verschiedenen Arbeitsfelder

gewährleisten – ein wichtiges und hilfreiches

Instrument, um diese Informationen

zu erhalten.

Der Prozess des internen Audits ist im

Verständnis der Qualitätsnorm erst dann

beendet, wenn alle aus dem Audit folgenden

Korrekturmaßnahmen wirksam umgesetzt

worden sind. Die Norm fordert von den

verantwortlichen Leitungskräften sicherzustellen,

„… dass jegliche notwendigen

Korrekturen und Korrekturmaßnahmen ohne

ungerechtfertigte Verzögerung zur Beseitigung

erkannter Fehler und ihrer Ursachen

ergriffen werden.“

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Ausgabe 1 / 2011

ÜWH Lankwitz

Neue Räume für

Angebotserweiterung

dringend gesucht!

Das ÜWH Lankwitz plant, sein

Angebot um 12 dezentrale Plätze

in Mariendorf zu erweitern. Sowohl

die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und

Tempelhof-Schöneberg, für die wir

eine Versorgungsverpflichtung

haben, als auch die zuständige

Senatsverwaltung unterstützen das

Konzept.

Für das ÜWH bietet sich damit eine

große Chance, da nun nach vielen

Jahren mit „gedeckeltem“ Budget

endlich die sozialpolitischen

Voraussetzungen für neue Angebote

im Psychiatrie-Bereich geschaffen

wurden.

Die Umsetzung erweist sich derzeit

vor allem deshalb als schwierig, da

wir keine geeigneten Räume finden.

Für die Umsetzung unserer Planungen

benötigen wir 12 Einraum-

Appartements sowie eine Drei-

Zimmer-Wohnung als Stützpunkt.

Ideal wäre, wenn alle Wohnungen

in einem Objekt lägen.

Wer kennt geeignete Mietobjekte?

Vielleicht erfahren Sie ja zufällig

von Mietobjekten, die für uns interessant

sein könnten? Dann nichts

wie her damit! Bitte informieren Sie

möglichst direkt:

Sylvia Föhr

Telefon 0 30/9 39 39-150

Sylvia.Foehr@awo-promensch.de

Kurt Gahleitner

Telefon 0 30/9 39 39-202

kurt.gahleitner@awo-promensch.de

Sylvia Föhr

AWO pro:mensch NEWS

Pflegekinderverbund

Positive Bilanz 2010

Unser Pflegekinderteam, bestehend aus Thomas Kralovsky (Koordination), Meike

Mielke, Maike Meisner und Sonja Kaba, ist gemeinsam mit Mitarbeitenden des Trägers

Horizonte e.V. seit 2007 im Auftrag des Bezirkes Reinickendorf zuständig für die

Überprüfung von Familien, die Vermittlung von Pflegekindern in Familien, die

Beratung der Pflegestellen sowie die Durchführung von Fortbildungs- und Gruppenangeboten

für Pflegeeltern und Pflegekinder.

Im Jahr 2010 wurden im Verbund 163 Kinder

in 124 Pflegefamilien betreut. Wir überprüften

13 potenzielle Pflegefamilien. Bei acht weiteren

Familien wurde die Überprüfung während des

laufenden Überprüfungsprozesses abgebrochen.

Die Abbrüche erfolgten aus unterschiedlichen,

teilweise externen Gründen: Entweder waren

die Familien nicht geeignet, erwarteten eigenen

Nachwuchs oder wanderten aus – einige Aufträge

wurden später zurückgezogen. Die Überprüfungen

werden im Vier-Augenprinzip durchgeführt

und beinhalten 8-10 Sitzungen à zwei Stunden

mit der Familie.

Zunahme von Kinderschutzfällen

Wir erhielten 75 Vermittlungsanfragen seitens

des Jugendamtes Reinickendorf, davon konnten

wir 29 Kinder in Pflegefamilien vermitteln – somit

kommen auf jede Vermittlung 2,6 Anfragen.

Obwohl „exklusiv“ für das Jugendamt Reinickendorf

zuständig, erhielten wir 59 Anfragen aus anderen

Bezirken, von denen wir zehn in Absprache

mit dem Jugendamt Reinickendorf vermitteln

konnten.

Impressionen vom Pflegefamilientag 2010

Von den 29 vermittelten Kindern kamen 14 aus

Kriseneinrichtungen (2009 waren es noch zwei

von 34). Dies bedeutet, dass wir es vermehrt

mit Kinderschutzfällen zu tun haben, für deren

Dynamik die Pflegefamilien fachlich gut vorbereitet

werden müssen, deshalb nehmen auch

die Überprüfungen neuer Pflegefamilien einen

hohen Stellenwert ein. Der Ausbau der Krisenpflegestellen,

die kurzfristig Kinderschutzfälle

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Ausgabe 1 / 2011

Hilfen zur Erziehung

: Neue Mitarbeitende –

neue Gesichter

In unserem Bereich hat es in den

vergangenen Monaten einige Neueinstellungen

und Wechsel gegeben:

Daniel Bona begrüßen wir im

pädagogischen Team der stationären

Hilfen des JHVR.

Gunther Gorbahn und Michael Till

unterstützen ab sofort tatkräftig das

ambulante Team.

Stefanie Wolff und Stephan Gourov

verstärken das stationäre Team am

Hultschiner Damm in Mahlsdorf.

Andrea Holzgräbe bisher im „Hultschi“

ist zum Kinderhaus Gulliver

gewechselt.

: Qualitätsdialog

mit Jugendämtern

Sabine Kremer

Am Freitag, dem 8. April 2011 findet

erstmalig der Qualitätsdialog in

den stationären Hilfen zur Erziehung

statt.

Die Senatsverwaltung und die hauptbelegenden

Jugendämter aus Reinickendorf

und Marzahn-Hellersdorf

werden in diesem Zusammenhang

die Umsetzung unserer, im Trägervertrag

beschriebenen, Kernprozesse

überprüfen und mit uns darüber

diskutieren.

Ein wichtiger Termin, denn ein

erfolgreicher Qualitätsdialog ist die

Voraussetzung für die Fortschreibung

unserer Trägerverträge!

Sabine Kremer

AWO pro:mensch NEWS

Aktuelles aus dem Bereich Hilfen zur Erziehung

Neue Gruppe für Scheidungs- und

Trennungskinder

Ab Februar bieten wir in Kooperation mit dem Träger

Jugendaufbauwerk Ost – JAO e.V. in un seren

Räumlichkeiten am Hultschiner Damm 98 eine

Gruppe für Scheidungs- und Trennungs kinder an.

Die Gruppe – unter der Leitung von Antje Hilarius

und Annette Pälchen – findet wöchentlich jeweils

mittwochs von 15.00 bis 17.00 Uhr statt

und richtet sich an Kinder aus dem Siedlungsgebiet

Mahlsdorf im Alter von 8–12 Jahren, die

von Trennung und/oder Scheidung ihrer Eltern

betroffen sind.

Isolierung aufheben –

Bewältigungsstrategien lernen

Wir setzen uns gezielt mit dem Thema Trennung

und Scheidung auseinander und fördern dabei

die emotionale Stärkung der Kinder sowie den

Erhalt von Unterstützung und Struktur in Zeiten

der Krise, der Angst und der Verunsicherung. Die

Kinder sollen im Rahmen eines festen Gruppengefüges

Kontinuität und Sicherheit erleben – und

lernen, dass sie aktiv zur Bewältigung ihrer veränderten

Lebenssituation beitragen können. Sie

erfahren, dass sie in ihrem Trennungsschicksal

Fortsetzung von Seite 3

aufnehmen, war aus diesem Grund ein Kernthema

in den Verhandlungen mit dem Jugendamt. 2010

belegten wir drei Plätze in speziell ausgebildeten

Krisenpflegestellen.

Gut besuchte Angebote

Wir konnten in 2010 unsere Fortbildungs- und

Gruppenangebote für die Eltern und Pflegekinder

erheblich erweitern: Eine Supervisionsgruppe,

zwei Pflegeelterngruppen, eine Pflegekindergruppe,

eine Yoga-Gruppe für Pflegeeltern mit ihren

Pflegekindern sowie das Pflegeeltern-Frühstück

fanden statt. Alle Gruppen liefen ganzjährig in

unterschiedlichen Rhythmen und wurden jeweils

von 4–15 Teilnehmenden besucht.

Zu den Fortbildungen für Pflegeeltern konnten

wir Dr. Jörg Maywald gewinnen, der zum Thema

Dreiecksbeziehung: Pflegefamilie-Pflegekind-

Herkunftsfamilie referierte. Eine weitere Fortbil-

nicht isoliert sind und tauschen sich mit ebenfalls

Betroffenen aus. Sie erhalten den Raum,

Konflikte zu benennen und erlernen mögliche

Bewältigungsstrategien. So soll die Position des

einzelnen Kindes innerhalb der Familie gestärkt

werden. Daneben finden sie im Rahmen der Gruppe

die Möglichkeit, Kind sein zu dürfen und Raum

für Spaß, Freude und Entspannung zu haben.

Die Finanzierung der Gruppe erfolgt für das gesamte

Jahr 2011 über das Jugendamt Marzahn-

Hellersdorf im Rahmen der fallunspezifischen

Arbeit.

Sabine Kremer

dung wurde zum Thema Einführung in das neue

Familienverfahrensrecht durchgeführt.

Erfolgreicher Pflegefamilientag

Ein – oder vielleicht sogar der Höhepunkt in 2010

war ohne Zweifel der 3. Pflegefamilientag am

6. November, erfolgreich organisiert und durchgeführt

von unserem Team. Wir konnten ca. 60

Pflegefamilien mit ihren Kindern im Centre Talma

begrüßen und mit ihnen einen Nachmittag zum

Austausch für die Eltern und zum Spiel und Spaß

für die Kinder gestalten – siehe auch Fotos.

Wir blicken mit großem Engagement in das Jahr

2011 und hoffen auf eine Verlängerung des Vertrages

über den 31.12.2011 hinaus.

Sabine Kremer

Bereichsleiterin Hilfen zur Erziehung

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Ausgabe 1 / 2011

10. Berliner Firmenlauf

Schnell anmelden

und mitmachen!

Wir freuen uns schon auf den 10. Berliner

Firmenlauf! – und hoffen, dass

wieder viele Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter von AWO pro:mensch

daran teilnehmen.

Die Idee: Arbeitskollegen laufen oder

skaten und unternehmen gemeinsam

etwas außerhalb des üblichen

Arbeitsumfeldes.

Auch in diesem Jahr nimmt AWO

pro:mensch als ein Team am Berliner

Firmenlauf teil. Die Anmeldegebühren

übernimmt die AWO pro:mensch und

darüber hinaus erhält jeder Teilnehmer

ein AWO pro:mensch-T-Shirt.

Unsere Teilnehmer am Firmenlauf 2010

Der Firmenlauf findet am Mittwoch

den 1. Juni 2011 statt. Die Strecke

ist 6 km lang mit Start und Ziel an

der Straße des 17. Juni. Weitere Infos

unter www.berliner-firmenlauf.de

Die Startzeiten

19.30 Uhr Skater

19.50 Uhr Läufer

20.00 Uhr Walker / Nordic Walker

Alle die mitmachen möchten, melden

sich bitte bis zum 15. April 2011 bei

Stefanie Goehde (Front Office) an –

Angabe der T-Shirt-Größe bitte nicht

vergessen!

Wir freuen uns über ihre Teilnahme!

Stefanie Goehde

AWO pro:mensch NEWS

Mission Beerheide: Winter-Jungenreise

Diesmal kein Sputnikschock

Bei Los geht’s los

Am Morgen trafen sich neun wagemutige Gesellen

um die Reise nach Beerheide im vogtländischen

Auerbach anzutreten. Nachdem die Ausrüstung

und der Proviant verstaut waren, konnte der

Tross abfahren. Der erste Navigator war zunächst

Justin S., unterstützt wurde er von der liebreizenden

Sabrina. Nach über dreistündiger Fahrt und

diversen Richtungsänderungen erreichte man das

Ziel. Zu unserem Glück hatten wir suuuuuper

leckere Sandwiches dabei, von denen leider nicht

jeder etwas ab bekam. Dies lag sicher an den

sechs kleinen Sandwichesmonstern, welche sich

im Auto breit gemacht hatten.

Nach dem Beziehen des Hauses, Auspacken und

Durchschnaufen, gab es zunächst Kakao, Kaffee

und Kuchen. Diesmal für alle, in etwa.

Wälder, Burgen und die Staatsmacht

Anschließend machte sich eine Gruppe von sechs

unerschrockenen Recken auf, um tief in die vogtländischen

Wälder einzutauchen. Der Rest der

Mannschaft hielt die Stellung im, an und um das

Haus. Am Abend gab es noch einen Ausflug in die

Altstadt, dort fanden wir den Rest der alten Burg,

sprich den Schlossturm.

Das erste Abendmahl bestand aus [viel zu vielen]

leckeren Erdäpfeln plus diverser zwiebeliger, sahniger

und quarkiger Zutaten. Die Nacht war lang,

da einer der Gefährten mehrfach abtrünnig wurde

und mit Hilfe der Staatsmacht eingefangen werden

musste. So um 3.00 Uhr am Morgen – nach

eingehender Belehrung durch Schutzpolizei und

dem pädagogischen Fachpersonal – kehrte endlich

Ruhe ein.

Fortsetzung nächste Seite

Sechs unerschrockene Recken.

V.l. Thomas, Jason, Max, Justin,

Christian und Patty

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Geschichte

Ausgabe 1 / 2011 AWO pro:mensch NEWS

Auerbach –

historisch gesehen

Auerbach wurde im Jahre 1282

erstmals urkundlich in Zusammenhang

mit Conradus de Urbach erwähnt, als

er dort eine kleine Burg errichten ließ

– wovon der Schlosstrum heute noch

zu sehen ist.

Die mittelalterliche Stadt mit gitterförmigem

Grundriss wurde im 14.

Jahrhundert planmäßig durch die

Vögte von Plauen angelegt. Die Bürger

wurden 1436 durch den Burgvogt mit

dem Bierbrauen belehnt. Der Zinn-

und Eisenerzbergbau wurden ausgebaut

und 1503 erhielt Auerbach ein

Bergamt und wurde 1543 Bergstadt.

Auf Grund der zahlreichen Pechhütten,

erhielt Auerbach im 17. Jahrhundert

den Beinamen „Pechstadt“. Seinen

heutigen Namen trägt Auerbach seit

1578, die vorherigen lauteten: Urbach,

Uwerbach, Awerboch und Awherbach.

Auerbach und Stefan Raab

1999 wurde Auerbach durch Stefan

Raab und seinen Country-Song

„Maschen-Draht-Zaun“ über die

Grenzen des Vogtlandes hinaus

bekannt. In seinem Song und später

auch in seiner Sendung griff er den

Nachbarschaftsstreit der Auerbacher

Bewohnerin Regina Zindler um einen

Knallerbsenstrauch im Maschendrahtzaun

auf – und verschaffte der guten

Frau bundesweite Berühmtheit. In den

Wochen nach der Veröffentlichung

wurde Regina Zindlers Haus – und der

Maschendrahtzaun zum unfreiwilligen

Touristenmagnet von Auerbach.

Fortsetzung von Seite 5

Hannawald, der Mond und Kumpel Patty

Nach einer sehr kurzen Nacht für alle, machten

wir uns auf den Weg zur Vogtlandarena, um uns

die Skisprungschanze anzusehen. Leider fand an

diesem Tag ein Worldcup-Springen statt und dem

entsprechend hoch war der Eintrittspreis – 22,50

Euro pro Person! Also sahen wir uns zunächst die

Raumfahrtausstellung an und danach ein Besucherbergwerk.

Bei diesen Ausflügen gab es viel zu staunen und

zu lernen. Jason ließ sich im Raumanzug fotografieren,

Justin und Aaron schossen unzählige

Fotos von Mond und Raumstationen, Patty wurde

zum Kumpel und hatte den coolsten Helm auf

und Benni führte die Würstchenbande an. Es gab

einen sehr lauten und aufregenden Film zu sehen

und wir fanden heraus was die Bergleute machen,

Auerbach im Vogtland

Die Große Kreisstadt Auerbach liegt im

sächsischen Vogtlandkreis. Sie gilt als das

Zentrum des östlichen Vogtlandes und ist

nach Plauen und Reichenbach die drittgrößte

Stadt des Landkreises.

Geographische Lage

Landschaftlich reizvoll im deutschen Mittelgebirgsraum

gelegen, wird Auerbach von

dem Flüsschen Göltzsch durchschnitten

und befindet sich östlich in unmittelbarer

Nachbarschaft zum Erzgebirge. Der Ort ist

Luftlinie 13 Kilometer von Reichenbach,

19 Kilometer von Plauen und 25 Kilometer

von Zwickau entfernt.

wenn sie auf die Toilette müssen. Es gab einen

unterirdischen See zu bestaunen und wir waren

am Ende schneller und weiter als Martin Schmidt

und Sven Hannawald. Der Abend verlief dann ruhig

und sicher nicht nur, weil Max bereits zurück

in Berlin war.

Rühreier, Null Ski und Tapsen im Schnee

Nach einer relativ erholsamen Nacht trafen wir

uns gegen 10.00 Uhr zum Frühstück. Es gab die

besten Rühreier der Welt und es war tatsächlich

soooooooooo viel ...

Im Anschluss daran machten wir uns ins Schneegestöber

auf um eine Skiverleihstation zu erreichen

– leider vergebens denn nach eineinhalb

Stunden Wanderung standen wir vor verschlossenen

Türen – also wieder über verschneite Wege

heimwärts ins Ferienhaus.

Pizza, Kofferpacken und Lachanfälle

Am Abend gab es selbst gemachte Pizza und

Spiele wie: „Ich packe meinen Koffer“ bis zum

Abwinken. Nie wird jemand von uns diese Kofferliste

vergessen. Und wenn doch, dann schauen

wir in der Enzyclopedia Britannica nach. Ein sehr

beliebtes Spiel war auch, nach einem komplizier-

ten Buchstabensystem geographische Orte finden.

In Wirklichkeit war das aber eigentlich alles

Bauchmuskeltraining und Brainjogging. In

den Zimmern wurde noch sportlich gefightet und

dann war gegen 22.00 Uhr Ruhe – oder was man

so „Ruhe“ nennt.

Zurück – nach Berlin ins Hultschi.

Und nach Hause …

Morgens um 8.00 Uhr aufstehen, Haus ausräumen

und Übergabe. Überall fanden sich noch Einzelteile

von Aarons Ausrüstung. Christian kümmerte

sich um den Proviant und alle vertraglichen

Angelegenheiten. Gestaunt haben wir über die

Stromrechnung, die Voigtländer wissen, wie man

Geschäfte macht! Dann aber, 1, 2, 3 und Huiiiiiiii

… – zurück nach Berlin. Diesmal war Aaron der

Navigator und auch er schloss Freundschaft mit

der liebreizenden Sabrina. Am Hultschi wurden

wir von Carmen, Basti und Charly empfangen.

Und Stephan wollte ganz schnell nach Hause!

Aber schön war es doch …

Christian Skiba-Milbradt/Stephan Gourov

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