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Myanmar - Sparkasse Freising

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Myanmar

Stressblocker

Myanmar lockt mit Tempeln und tropischer Natur Die wohltuende Kraft der Langsamkeit

Hingucker

Fahrräder als neue Kultobjekte

Feinschmecker

Die neuen Gastro-Trends des Sommers

3 2012


Impressum

Zitat

Herausgeber: Bayern Card-Services

GmbH, 80333 München

Konzeption und Realisation:

EditorNetwork Medien GmbH,

80336 München

Koordination: Sandra Klimczyk (verantw.),

Sabine Schuster, Heidi Bauer

Redaktion: Friedrich Bräuninger

(verantw.), Dr. Rainer Burkhardt,

Tim Cole, Teresa Fach, Maria Fleury-

Marberger, Christine Koller, Kristin Pauli,

Cornelia Sauer, Sabine Schmitt, Ingrid

Tzschaschel

Titelfoto: Windrose Finest Travel GmbH

„ Wenn man auf ein Ziel

zugeht, ist es äußerst

wichtig, auf den Weg zu

achten. Denn der Weg

lehrt uns am besten,

ans Ziel zu gelangen,

und er bereichert uns,

während wir ihn

zurücklegen.“

Paulo Coelho, brasilianischer Schriftsteller,

geb. 1947 in Rio de Janeiro

Bildredaktion: Teresa Fach

Layout: Patrick Birnbreier, München

Druck: Druckhaus Kastner,

85283 Wolnzach

Alle von uns gemachten Angaben und

Informationen wurden sorgfältig recherchiert.

Eine Haftung oder Garantie

für die Richtigkeit, Vollständigkeit und

Aktualität der zur Verfügung gestellten

Informationen kann jedoch nicht übernommen

werden.

Zur Nutzung der Vorteilsangebote sind

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berechtigt. Wir weisen darauf hin, dass

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und Auslandsentgelt.

Copyright: Wir weisen ausdrücklich

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bzw. Verwertung sämtlicher

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und Texte jeder Art, auch

auszugsweise, nur mit ausdrücklicher

Genehmigung der Bayern Card­

Services GmbH (BCS) gestattet ist.


Fotos: lts-leipzig.de, Fotolia, Airbus S.A.S 2012

09 Johann Sebastian Bach ist einer der

bedeutendsten deutschen Komponisten,

Orgel- und Klaviervirtuosen des Barock.

02 Reisen

Das „Lieblingsland“ Buddhas

Vorsichtig öffnet sich Myanmar

dem Tourismus – zu ent decken

sind Tausende Tempel, ein

goldener Felsen und eine

vielfältige exotische natur.

06 sTRess

Mal langsam!

eine Auszeit kann gegen die

tägliche Hektik Wunder wirken

und lässt sie viel innere Ruhe,

den Blick für das Wesentliche

und reichlich Gelassenheit

zurückgewinnen.

09 LeipziG

Silvester in der Bach-Stadt

erleben sie mit platinum

das weltweit renommierte

Gewandhausorchester und

die lebendige Musiktradition

der sächsischen Metropole.

12 Mit den richtigen Zutaten

kommen Feinschmecker auch unter

freiem Himmel auf ihre Kosten.

10 LiFesTyLe

Schöner Fahrrad fahren

Reines Fortbewegungsmittel

waren sie gestern – in den

städten werden kultige

Designerfahrräder immer

mehr zum stilstatement.

12 essen

Gaumenfreuden

Ob Aromenzauberei beim

Outdoor Cooking oder erlebniskochen

auf japanische Art –

Gutes gemeinsam zu erleben

erhält Freundschaften und

bringt einander näher.

15 HAnDsCHuHe

Mit Liebe zu jedem Detail

in ihrem unterengadiner

Atelier fertigt die Designerin

Helen von Albertini schöne und

außergewöhnliche einzelstücke

für Damen und Herren.

Platinum

Inhalt

16 Fliegen soll wieder Spaß machen –

mit dem Concept Plane wirft Airbus

einen Blick in die Zukunft.

16 FLuGzeuGe

Grenzenloser Komfort

Vieles klingt wie eine utopie à la

Jules Verne, dennoch verspricht

das Concept plane von Airbus

den Fluggästen des Jahres 2050

neue Freude am Fliegen.

18 Tipps unD AnGeBOTe

Für Sie ausgewählt

Cocktails: Am besten in der

sky­Bar „20up“ in st. pauli.

Golf: Beckenbauers KaiserCup

feierte Geburtstag.

Gin: Der preisgekrönte „Monkey

47“ aus dem schwarzwald.

20 COnCieRGe­seRViCe

Wo gibt’s den besten

Hummer?

ihr Concierge­service bucht ihre

Reise zum Hummerfang oder

sagt ihnen, wo die schalentiere

hierzulande serviert werden.


Geheimnisvolles Myanmar

Ein Land ohne Geldautomaten – aber mit einem goldenen Felsen.

Baumhohe Weihnachtssterne, Flussdelfine und Vollmondfeste. Myanmar

bietet eine ungeheure exotische Vielfalt. Jetzt befreit sich das Land aus

seiner Verpuppung. Ein guter Zeitpunkt, dem Fernweh nachzugeben …

In Yangon ist die

über 100 Meter

hohe Shwedagon-

Pagode ein Must

jeder Myanmar-

Reise. In Mandalay

ist der Mahamuni-

Buddha ein

Höhepunkt. Jeden

Morgen in aller

Frühe wird er

rituell gewaschen

(Mitte).

02 Platinum 3 | 2012

Reisen heißt Staunen. In Myanmar gilt das

noch mehr als anderswo. Wo sind Burma oder

Birma geblieben? Warum beträgt die Zeitverschiebung

zu Bangkok 30 Minuten? Und wieso

sind so viele Männer mit rot erscheinenden

Zähnen unterwegs? Ein Besuch in Myanmar

verspricht einmalige Erfahrungen und tiefe

Eindrücke. Die liebenswerte Bevölkerung, in

der mehr als 135 ethnische Volksgruppen leben,

freut sich über jeden Besucher – und die

Aussichten sind gut, dass dies so bleibt: Massentourismus

ist trotz der Schönheit des Landes

auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.

Das einst von den Briten kolonisierte Land

erwacht derzeit aus einer fünfzigjährigen

Isolation: 1962 hatten Militärs die Herr schaft

übernommen und das Land von der Außenwelt

abgeschirmt. Am 4. Februar 2011 wurde

erstmals ein ziviler Präsident – Thein Sein –

als Staatsoberhaupt eingesetzt. Seitdem sind

Dinge in Bewegung geraten. Am 1. April 2012

wurde die lange unter Arrest stehende, 1991

mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete

Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi ins

Parlament gewählt. Europa beschloss die Eröffnung

einer Vertretung am 30. April 2012.

Man spricht wieder miteinander. Politischer

Frühling, keine Frage.

Myanmar verbindet den indischen Subkontinent

mit Südostasien. Das Land ist doppelt

so groß wie die Bundesrepublik und sein

höchster Berg, der schneebedeckte Hkakabo

Razi im östlichen Himalaya, ist mit 5881

Metern fast doppelt so hoch wie die Zugspitze.

Der natürliche Reichtum des größtenteils

tropischen Landes ist immens. Es leben dort

Tiger und Elefanten, Affen und Bären. Zu den

zahlreichen Bodenschätzen gehören Edelsteine

wie Saphire und Rubine. 40 Prozent

Myanmars sind noch mit Urwald bedeckt.

Hoch in den Baumkronen wachsen allein über

Fotos: Fotolia (3), WKP, Windrose Finest Travel GmbH


Die alte Königsstadt Bagan

ist eine eigene Welt aus

über 2000 Sakralbauten

mit Kuppeln und Türmen.

Ein Fischer treibt sein Boot auf

dem malerischen Inle-See an.

Platinum 3 | 2012 03


Junge Gesichter

des Landes: ein

Kindermönch vor

der Kulisse Bagans

und ein Padaung-

Mädchen. Bis

zu seiner Heirat

wird die Zahl der

Messingringe um

seinen Hals immer

größer.

04 Platinum 3 | 2012

800 Orchideenarten. Gleichwohl gibt es auch

ein urbanes Myanmar. In der größten Stadt

Yangon – das ehemals Rangun hieß – leben

rund fünf der insgesamt 60 Millionen Einwohner,

in der zweitgrößten Stadt Mandalay

1,2 Millionen Menschen.

Allein die alte Königsstadt Bagan ist eine

eigene Welt aus über 2000 Sakralbauten mit

Kuppeln und Türmen – obwohl dort nur 3000

Menschen leben. Die Zahl der Tempel im gesamten

„Lieblingsland Buddhas“ scheint unendlich

zu sein. So überrascht es denn auch

nicht, dass der erfahrene Südostasien­Experte

und Reiseleiter bei Windrose Finest Travel,

Reinhard Hohler, auf die Frage nach den touristischen

Highlights des Landes auf drei buddhistische

Juwelen verweist: „Die Shwedagon­

Pagode in Yangon zählt zu den Wundern dieser

Welt. Man muss sie einfach gesehen haben.

Diese Pagode ist über 100 Meter hoch und völlig

vergoldet. Sogar ihre Windfahne hat man

mit Diamanten besetzt. In Mandalay ist der

Mahamuni­Buddha ein Höhepunkt. Er wird

als heiligste Figur im Land verehrt. Jeden Morgen

in aller Herrgottsfrühe wird sein Gesicht

rituell gewaschen. Archäologen datieren diese

älteste und massive Buddha­Statue in Bronze

auf das Jahr 146 nach Christus. Als Drittes lege

ich jedem den Besuch der Kyaikhtiyo­Pagode

auf dem Goldenen Felsen nahe, die eine Haar­

Reliquie Buddhas enthält. Der Fels ist ein etwa

620 Tonnen schwerer, vergoldeter Findling aus

Granit, der den Eindruck erweckt, als würde er

jeden Moment in die Tiefe stürzen. Der Legende

nach hält ein Haar Buddhas den Fels fest.“

Im ganzen Land sind rund 160 000 Mönche

in ihren safranfarbenen oder rotbraunen Gewändern

unterwegs. Dazu kommen die rosarot­

oder rötlich­gelb gekleideten – ebenfalls

kurzhaarig geschorenen – Nonnen, die einbis

zweimal wöchentlich mit einem Korb auf

dem Kopf Lebensmittel für ihren Unterhalt

einsammeln. Mit etwas Glück wird man Zeuge

des Shin­Byu­Festes, das gefeiert wird, kurz

bevor die 12­ bis 15­jährigen Jungen als Novizen

ins Kloster einziehen. Am Festtag, den ein

Astrologe bestimmt, werden die Knaben wie

Prinzen gekleidet, sorgfältig geschminkt und

mit dem Schmuck der Familie behängt in einer

Prozession durch den Ort geführt. Da in Myanmar

etwa 250 000 Novizen in den Klöstern

leben, sind die Aussichten gut, Augenzeuge

einer solchen Veranstaltung zu werden.

Auch über die großen Kulturschätze hinaus

bietet Myanmar zahlreiche Attraktionen

wie die Mingun­Glocke als schwerste freihängende

und läutbare Glocke oder die längste

Teakholz­Brücke der Welt. Im Westen lockt der

Strand von Ngapali am Golf von Bengalen, im

Osten eine Gebirgsoase rund um den malerischen

Inle­See, wo sogar Wein angebaut wird

und Häuser, Klöster und Pagoden auf Pfählen

stehen. Sehenswert sind auch außergewöhnliche

Tropfsteinhöhlen, schwimmende Gärten,

Geisterzeremonien, Goldschläger­Werkstätten,

Lichterfeste und Elefantentänze. Selbst

WKP

(4),

an kleineren Orten locken bunte Märkte mit

verführerischen Düften und überraschenden Fotolia

Köstlichkeiten. Fotos:


Die wichtigsten Plätze Myanmars können

mit dem Flugzeug erreicht werden. Für die

Übernachtung gibt es zahlreiche Hotels, darunter

sehr luxuriöse wie in Yangon das 1901

eröffnete „The Strand Hotel“, in dem einst

Somerset Maugham abgestiegen ist, oder

„The Governor’s Residence“ mit einem fantastischen

tropischen Garten samt Teichanlage

und Pool. Sehr erholsam ist eine luxuriöse

Kreuzfahrt mit „The Road to Mandalay“ auf

dem Fluss Ayeyarwady/Irrawaddy, die in

Bagan ihren Ausgangspunkt hat. Als Reisezeit

empfiehlt sich die trockene und kühle Phase

von November bis Februar.

Vor Männern mit roten Zähnen muss sich

übrigens niemand fürchten. Die nicht nur in

Myanmar verbreitete und die Zahnfarbe verändernde

Gewohnheit des Betelnusskauens

ist noch eine authentische Sitte, deren Ziel es

ist, wach zu bleiben. Ebenso authentisch – und

PlaTinum anGeboT

Reisen ins goldene Licht

eintauchen in das wunderbare land myanmar. Die schönsten Pagoden besichtigen,

riesigen buddha-Figuren ins antlitz schauen. Den dichten Dschungel

hören und sehen, durch Reisfelder reisen und Gastfreundschaft genießen.

Überlassen Sie die Planung ihrer Reise menschen, die sich vor ort bestens

auskennen. erwarten Sie stilvollen Komfort, perfekte organisation und exzellente

Reiseführer – so wie Reinhard Hohler, der als Geologe und Völkerkundler

im benachbarten Thailand lebt und sich in myanmar allerbestens auskennt.

Reinhard Hohler begleitet die Rundreise „licht, Gold und blüten“, die wie

„Das lieblingsland buddhas“ vor ort in Yangon (vormals Rangun) startet und

über die alte Königsstadt bagan nach mandalay und zum inle-See führt. Das

Programm dieser Hohler-Reise umfasst eine mehrtägige luxus-Kreuzfahrt

auf dem ayeyarwady/irrawaddy und die besichtigung der mingun-Glocke. Die

zweite Reise schließt unter anderem den besuch des Goldenen Felsens ein.

dabei deutlich fotogener – sind die „Giraffenfrauen“

aus dem Volk der Padaung mit bis

zu 20 Zentimeter langen Hälsen: Sie tragen

Messingringe um den Hals, die dort zwischen

Kindheit und Heirat Jahr für Jahr gesammelt

werden. Diese berühmten Frauen sind nur an

einem Verkaufsstand am Inle­See zu bewundern.

Ihre eigentlichen Dörfer befinden sich

im Kayah­Staat, der von Touristen noch sehr

selten besucht wird.

Myanmar ist Asien, so wie man es sich im

Original vorstellt. Vom Königsfriedhof in Bagan

bis hin zu den Schneebergen im hohen

Norden oder den noch jungfräulichen Inseln

im Süden des Landes: Diese Exotik verzaubert,

entschleunigt und hinterlässt wahrlich unvergessliche

Eindrücke. Wer je gesehen hat,

wie die Abendsonne die Shwedagon­Pagode

in voller Pracht erstrahlen lässt, ist dem Geheimnis

himmlischer Schönheit ein Stückchen

nähergekommen.

Reiseziel: myanmar,

zwei unterschiedliche

Rundreisen

Leistungen:

• 4 langstreckenflüge

in economy Class mit

Thai airways (Rundreise:

„Das lieblingsland

buddhas“) oder

• langstreckenflüge in

business Class mit Thai

international (Rundreise:

„licht, Gold und blüten“)

• inlandsflüge in economy

Class

• Übernachtungen in Hotels

bzw. in Hotels und auf dem

Schiff, je nach ausgewählter

Reise

• Transfers und ausflüge,

je nach Reise

• Frühstück, teilweise Halbpension

bzw. Vollpension

• Windrose-Reiseleitung bzw.

lokale, Deutsch sprechende

Reiseleitung

• Hochwertige Reiseliteratur

Im Original

befindet sich

für Inhaber der

Platinum Kredit-

karte an dieser

Stelle ein Vorteilsangebot

mit Detailbeschreibung.

Platinum 3 | 2012 05


Mal das Tempo rausnehmen

Die Termine jagen sich, zwischendrin verlangen E-Mails, SMS und Anrufe

Aufmerksamkeit – Grund genug für Stressgeplagte, sich Auszeiten zu

gönnen, um die wohltuenden Wirkungen der Langsamkeit zu entdecken.

06 Platinum 3 | 2012

Der nächste Besprechungstermin wartet

schon, die E-Mail aus Hongkong müsste dringend

beantwortet werden, schnell noch mal

auf dem Smartphone den aktuellen Kupferpreis

abfragen, da klingelt das Telefon, ein

Kunde ruft an mit einem akuten Problem …

Geschäft und Beruf erfordern eine immer

höhere Taktzahl, die Zeit zerbröselt in immer

kleinere Bruchstücke.

Ständige Alarmbereitschaft erfordert zudem

das elfte Gebot der modernen Informationsgesellschaft,

überall stets erreichbar zu

sein, selbst am Wochenende und im Urlaub.

Doch nicht nur deshalb greift die Hektik auch

in der Freizeit immer mehr um sich. In ihrer

Rastlosigkeit und in ihrem Drang, nichts zu

verpassen, gönnen sich viele Menschen auch

dann keine ruhige Minute mehr.

Die Folgen von Hetze und Ruhelosigkeit sind

bekannt: krank machende Stressattacken, körperliche

Verspannungen, Rückenschmerzen

und Magenkrämpfe, Schlaflosigkeit, schließlich

Burnout – nichts geht mehr, Stillstand

Foto: Fotolia


statt Tempo. Damit einher geht ein Verlust der

Selbstwahrnehmung, die Umwelt wird nur

noch eingeschränkt gesehen und wie durch

eine Trennscheibe erlebt.

Damit es nicht erst so weit kommt, gilt es

rechtzeitig gegenzusteuern. Das Rezept heißt

bewusste Entschleunigung: immer mal wieder

vom Gas gehen, häufiger einen ausgedehnten

Zwischenstopp zum inneren Auftanken oder

wenigstens eine Atempause – im wahrsten

Sinne des Wortes – einlegen. Gelassenheit,

innere Ruhe und den Blick für das Wesentliche

zurückzugewinnen, das ist das Ziel.

Allerdings warnen Mediziner vor einer Vollbremsung.

Wenn sich der Körper jahre- oder

gar jahrzehntelang daran gewöhnt hat, dass

die Stresshormone Adrenalin und Cortisol in

hoher Dosis in den Adern zirkulieren, dann

wirkt eine niedrige Ausschüttung wie ein Entzug

– bis hin zum Kollaps oder gar Herzinfarkt.

Das Herunterschalten sollte deshalb mit Ausdauersport

unterstützt werden, um die Stresshormone

schonend abzubauen. Mit Massagen

lassen sich zudem die Verspannungen der

Muskulatur lösen.

Vielleicht sollte man einfach mal mit einem

von Beginn an entspannten Urlaub anfangen.

Zum Beispiel mit einer Flusskreuzfahrt

vor der Haustür, auf dem Rhein, der Elbe oder

der Donau. Eine gemächliche Art des Reisens,

die Ruhe und wohldosierte Aktivität verbindet

und sich nicht zuletzt deshalb wachsender

Beliebtheit erfreut. Einfach genießen, wie

Weinberge und Felsen, Burgen und beschauliche

Städtchen langsam vorbeiziehen, die

Landschaft mit wachen Augen in aller Ruhe

betrachten, den Blick für Details schärfen, die

man sonst übersieht. Landausflüge sorgen

für Abwechslung, Angebote wie Yoga auf dem

Sonnendeck oder Nordic Walking beim Landgang

für gesunde Bewegung.

Noch intensiver und naturnäher ist das Erlebnis

der Langsamkeit auf einem Hausboot,

ob auf südfranzösischen Kanälen, auf der

Mecklenburgischen Seenplatte oder auf den

Wasserwegen Hollands. Die temporeduzierte

Fahrt als eigener Freizeitkapitän eignet sich

besonders für Familien oder in Gemeinschaft

mit Freunden.

Ganz auf die eigenen Kräfte muss man sich

auf einer Pilgertour verlassen. Gemeint sind

hier nicht organisierte Pilgergruppenreisen

mit Bahn, Bus oder Flugzeug nach Rom,

Jerusalem oder Lourdes, sondern tage- oder

wochenlange Fußmärsche wie im Mittelalter,

allein oder mit ein, zwei Begleitern. Eine Erfahrung,

die der Entertainer Hape Kerkeling in

seinem Bestseller „Ich bin dann mal weg. Meine

Reise auf dem Jakobsweg“ so zusammenfasst:

„Dieser Weg ist hart und wundervoll. Er

ist eine Herausforderung und eine Einladung.

Er macht dich kaputt und leer. Restlos. Und er

baut dich wieder auf. Gründlich.“

Die letzten 200 Kilometer zum Wallfahrtsziel

Santiago de Compostela sind allerdings

inzwischen so überlaufen, dass es sich empfiehlt,

andere Ziele und Routen zu wählen.

Platinum 3 | 2012 07


08 Platinum 3 | 2012

Zum Glück bietet das Netz der historisch belegten

Jakobswege, das sich über ganz Europa

zwischen Portugal und Polen spannt, viele

Möglichkeiten. Einer dieser Jakobswege führt

übrigens am Hotel Kloster Holzen vorbei,

dem Ziel unseres Platinum-Angebots für entschleunigende

Tage.

Auch eine regelrechte Auszeit hinter Klostermauern

– ganz ohne Handy, Fernseher und

Telefon – kann Stressgeplagten helfen, Abstand

vom Alltag zu gewinnen und zu sich

selbst zu finden. Eine Woche sollte es allerdings

wenigstens sein, damit sich die innere Balance

einstellt. An die klösterliche Stille müssen sich

viele erst gewöhnen.

Damit die Entschleunigungswirkung nicht

schnell wieder verpufft, sollte man sich auch

im Alltag immer wieder Oasen der Ruhe, Konzentration

und Besinnung schaffen – etwa mit

Yoga oder den fließenden Bewegungen des

chinesischen Qi Gong. Anregungen, wie sich

Prinzipien des Klosterlebens in den Alltag

einbauen lassen, gibt Wilhelm Schmid-Bode,

Facharzt für Psychotherapie in München, in

seinem Buch „Maß und Zeit“. Beispiel Stille:

„Beim Joggen den iPod zu Hause lassen, ein

einsames Plätzchen suchen und den Vögeln,

Blättern und der Wiese zuhören.“

Platinum angebot

Atem holen in der

Kloster-Idylle

auf einer anhöhe über dem Flüsschen

Schmutter liegt das ehemalige

Kloster Holzen. Schon von Weitem

sichtbar sind die türme der barocken

Kirche St. Johannes der täufer, die

über dem dicht mit bäumen bestandenen

Hang aufragen. Sie ist teil des ende des 17. Jahrhunderts erbauten

Konvents. Heute leben, arbeiten und beten im Kloster fünf Schwestern. Sie

bilden die spirituelle Zelle und wirken an der betreuung behinderter menschen

mit, die in den Häusern des Dominikus-Ringeisen-Werks auf dem

Klostergelände wohnen und arbeiten.

im ehemaligen torgebäude des Konvents wurde ende 2011 das

Hotel Kloster Holzen eröffnet. Wer erholung und entspannung sucht, ist

hier gut aufgehoben. Ruhe und balance findet man zum beispiel im

Kloster- und Kräutergarten, am idyllischen ufer der Schmutter oder wenn

man auf Rund- und Radwanderwegen ohne Hast die umgebung erkun-

det. in habern der Platinum Kreditkarte bietet das Kloster Holzen ein spezielles

Wochenend-arrangement.

So weit die eigenen Füße tragen: Viele Möglichkeiten,

das auszuprobieren bietet der Jakobsweg, der zwischen

Portugal und Polen ganz Europa überspannt und überall

an der wegweisenden Muschel zu erkennen ist.

Reiseziel: Kloster Holzen, allmannshofen bei augsburg

Leistungen:

• 2 Übernachtungen im Deluxe-DZ mit reichhaltigem

Frühstücksbüfett

• begrüßungscocktail nach der anreise

• 3-gänge-Klostermenü am Freitag und Samstag

• exklusive kunsthistorische Klosterführung; meditation

und gespräche mit einem Pater oder einer ordensschwester

in der historischen bibliothek oder im Kreuzgang

(Samstag)

• gelegenheit zum Sonntagsgottesdienst in der Klosterkirche

Im Original befindet sich für Inhaber der

Platinum Kreditkarte an dieser Stelle ein

Vorteils angebot mit Detailbeschreibung.

Fotos: Fotolia, Kloster Holzen


Foto: lts-leipzig.de

Das Erbe Bachs und Bartholdys

Die Messestadt Leipzig hat eine ebenso lange wie lebendige

Musiktradition, die bis ins frühe 13. Jahrhundert zurückreicht.

Bach und Mendelssohn Bartholdy heißen ihre Fixsterne.

Markgraf Dietrich der Bedrängte

trug seinen Beinamen völlig zu Unrecht.

Denn in den Fehden, die er

führte, war er der Aggressor. Allerdings

initiierte er auch eine kulturelle

Institution, die heute Weltruf

genießt: den Thomanerchor. Zum

Augustiner-Chorherrenstift St. Thomas,

das Dietrich 1212 gründete,

gehörte auch eine Internatsschule

für den geistlichen Nachwuchs. Die

Knaben mussten mit liturgischen

Gesängen bei den Gottesdiensten

mitwirken, aber auch durch „Kurrendegänge“

– Singen von Haus zu

Haus und bei Taufen, Hochzeiten

oder Beerdigungen – ihren Lebensunterhalt

mitfinanzieren.

Als berühmtester Thomaskantor

wirkte von 1723 bis zu seinem

Lebensende 1750 Johann Sebastian

Bach im Dienste der Stadt. Hier

schuf er auch seine großen Chorwerke,

die Johannes- und die Matthäuspassion,

und sein kontrapunktisches

Spätwerk, die „Kunst

der Fuge“. Allerdings waren seine

Kompositionen zu seinen Lebzeiten

über einen kleinen Kreis von Kennern

hinaus kaum bekannt.

Die Wiederentdeckung Bachs

ist Felix Mendelssohn Bartholdy

zu verdanken, als gefeierter Komponist

und Dirigent, Pianist und

Organist einer der bedeutendsten

Musiker der Romantik. 1829 führte

der spätere Leiter des Leipziger Gewandhausorchesters

erstmals die

Matthäus-Passion wieder auf – mit

ungeahntem Erfolg. Im April 1843

eröffnete Mendelssohn Bartholdy

im Gewandhaus-Gebäude das Conservatorium,

die erste Musikhochschule

Deutschlands.

Das Gewandhausorchester, weltweit

eines der führenden Sinfonieorchester,

wurde 1743 von Leipzi-

Platinum Angebot

Silvester für Musikgenießer in Leipzig

im historischen Zentrum leipzigs, am naschmarkt,

liegt das 5-Sterne-Domizil „Steigenberger

Grandhotel Handelshof“ – idealer ausgangspunkt,

um im neuen Gewandhaus und in

der Oper einen klangvollen Jahreswechsel zu

erleben und die musikalische Vergangenheit

der Stadt zu erkunden: entlang der „notenspur“,

die 23 Wohn- und Wirkungsstätten berühmter

Komponisten verbindet.

Reiseziel: leipzig, Steigenberger

Grandhotel Handelshof

Leistungen:

• 3 Übernachtungen inkl. Frühstücksbüfett

• Eintrittskarte für das Silvesterkonzert des

Gewandhausorchesters, 30.12.2012, 20 uhr

ger Kaufleuten als musikalische

Gesellschaft „Leipziger Concert“

ins Leben gerufen und finanziert.

Seinen heutigen Namen hat das

Klangensemble von seiner ersten

Spielstätte, dem 1780/81 in einen

Konzertsaal umgebauten Dachboden

des damaligen Messehauses

für Tuchwarenhändler.

• Eintrittskarte für Rossinis „Der Barbier

von Sevilla“ in der Oper leipzig, 1.1.2013,

18 uhr

• Silvester-Dinner im Hotel mit Aperitif,

5-Gänge-menü, korrespondierenden

Getränken und live-musik

Im original befindet sich

für Inhaber der Platinum

Kreditkarte an dieser

Stelle ein Vorteils angebot mit

Detailbeschreibung.

Platinum 3 | 2012 09


Die neue Lust aufs Rad

Radfahren ist gesund, umweltfreundlich – und neuerdings wahnsinnig chic.

Immer mehr Städter entdecken das Rad als Lifestyle-Accessoire. Nun ist der

Kult ums Rad auf dem besten Weg, zu einer eigenen Kultur zu werden.

Blickfang bei

Stilrad in München

ist das von dem

britischen

Modemacher

Paul Smith

designte Rad.

10 Platinum 3 | 2012

Wann sind sie einem eigentlich zum ersten

Mal aufgefallen? Diese „neuen“ Räder, die

eher Designobjekt als Sportgerät sind, schlicht

und doch markant – jedes einzelne von ihnen

ein rollendes Kunstwerk. Inzwischen sieht

man sie immer häufiger, vor allem in Stadtteilen

wie Schwabing, Eppendorf oder Prenzlauer

Berg sind sie unterwegs. Ihre Besitzer

sind hippe Studenten, aber auch gut situierte

Endvierziger mit Sakko und handgenähten

Schuhen. Und während früher die Anzahl der

Gänge das Maß aller Dinge war, beschränken

sich diese stilbewussten Radler auf das Wesentliche.

Die meisten von ihnen kommen mit

einem oder zwei Gängen aus, viele verzichten

sogar auf Gepäckträger oder Schutzblech.

Geschmack ist wichtiger als Geschwindigkeit.

„Unsere Kunden suchen kein reines

Fortbewegungsmittel, sondern ein Lifestyle-

Accessoire, das mindestens so gut aussehen

muss, wie es fahren soll“, sagt Michael Vogt.

Der 42-Jährige ist Mitinhaber von Stilrad, einer

kleinen, aber feinen Kette von Fahrradläden

mit Filialen in München, Zürich, Berlin

und Frankfurt. Der Münchner Showroom liegt

in der Pacellistraße, nur wenige Schritte vom

Fünf-Sterne-Hotel Bayerischer Hof entfernt.

Gerade mal eine Handvoll Räder stehen hier

vor strahlend weißen Wänden oder schweben

an Aufhängungen von der Decke. Das Ambiente

erinnert an eine Galerie – nur dass man hier

alles anfassen darf.

Blickfang mitten im Raum ist ein neonfarbenes

Modell der Firma Cykelmageren,

entworfen vom britischen

Modedesigner Paul Smith. Darüber

hängt ein Single-Speed-Bike von

Pashley mit cremeweißen Reifen,

weiter am Fenster steht ein Alurad

von Schindelhauer mit Vintage-

Ledersattel von Brooks. Dass jedes

Stück technisch hochwertig ist, verStilrad

steht sich von selbst. Doch über Tech- AG,

nik wird hier eher wenig geredet. Dafür

umso mehr über Haptik, Fahrstil und Teherani

die alles entscheidende Frage: Passt das Hadi

Rad zu mir? „Sie glauben gar nicht, wie viele Fotos:


Menschen bereit sind, 150 Euro Aufpreis für

eine bestimmte Farbe zu zahlen“, sagt Michael

Vogt. Einige Kunden würden auch gleich mehrere

Räder kaufen: eins für den Weg ins Büro,

eins für den Einkauf am Samstag, ein weiteres

für die Ferienwohnung in Kitzbühel.

„Das Statussymbol Auto ist passé.“ Dass das

Rad gerade jetzt neu erfunden wird, kommt

nicht von ungefähr. In Zeiten, in denen Luxushotels

mit Nachhaltigkeit werben und Frauenzeitschriften

wie „Vogue“ oder „Madame“

Öko-Mode präsentieren, sind Fahrräder das

perfekte Stilstatement. „Das Auto ist als Statussymbol

passé“, meint Vogt, der eigentlich

strategischer Marketingberater ist. „In Stockholm

beispielsweise ist es schon peinlich, einen

SUV zu fahren, weil man damit aussagt,

dass man sich der Zeit nicht anpasst.“

Und noch einen Nerv trifft die neue Bewegung:

Ständig über Handy und Laptop gebeugt,

nehmen wir unsere Umgebung oft

kaum noch wahr; welch eine Wohltat ist

es da, durch die frische Luft zu fahren,

die Kraft in den Beinen zu spüren, sich

selbst (endlich mal wieder) lebendig

zu fühlen! Die Lust aufs Rad hat deshalb

sicher auch mit jener Freude am

Ursprünglichen zu tun, die bereits Kochen

und Gärtnern zu Trendthemen

gemacht hat.

Das Buch zur Bewegung. Inzwischen

ist der Kult ums Rad auf dem besten Weg,

zu einer eigenen Kultur zu werden. Anregungen

liefern Internet-Blogs und viele neue

Fahrrad-Magazine wie „Spoke“ oder „Fahrstil“.

Hier geht es um „kleine, feine Label für schö-

ne Radbekleidung“, um „die Frauen der Welt

und ihre Räder“, aber auch um Tourenberichte

von Bikern, für die der Weg das erklärte Ziel

ist. Die Berliner Autorin Bettina Hartz hat jetzt

sogar ein Buch über das neue Lebensgefühl

geschrieben. „Auf dem Rad“ heißt es, Untertitel:

eine Frage der Haltung“ (Deutsche Verlags-

Anstalt). Darin erzählt sie von den Abenteuern

des Radfahrens in der Großstadt und dem

„Gefühl der Freiheit und des Glücks“, das sie

empfindet, sobald sie auf dem Sattel sitzt.

„Kein Buch für Schrauber, sondern für Radpoeten“,

urteilt die „Frankfurter Allgemeine

Zeitung“. Eigentlich ist es aber vor allem eines:

eine Liebeserklärung an das Fahrradfahren.

Mit dem E-Bike

zum Meeting

Lange haftete ihnen eine Art „Rentner-Image“ an.

Doch jetzt haben auch E-Bikes in Sachen Design kräftig

nachgelegt. Und dank zuschaltbarem Elektroantrieb sind

sie perfekt für die (schweißfreie) Fahrt ins Büro. Besonders

filigran ist das Modell von Architekt und Designer Hadi Teherani.

Die E-Bike-Technik fällt hier auf den ersten Blick gar nicht auf, denn

der Akku verbirgt sich in der Lenkertasche. Zum Aufladen im Büro

oder zu Hause kann man ihn samt dem integrierbaren iPhone als

Tacho und Navigation abnehmen.

Auch der „Voltist“ von Storck sieht zunächst nicht wie ein Elektrofahrrad

aus, da die elektrischen Komponenten im Carbon-Rahmen

versteckt sind. Die Motorsteuerung übernimmt ein Smart-

phone. Der Clou: Gibt man per GPS-Handy das Ziel der Fahrt

vor, dosiert eine Software den Energieeinsatz so, dass

der Akku garantiert reicht. Der Antriebsstrang ist außerdem

vollständig verkapselt, eine Berührung

der Hosenbeine mit der öligen Kette damit

ausgeschlossen.

Wer mit dem

Modell „Guvnor“

von Stilrad

unterwegs ist,

erntet garantiert

bewundernde

Kennerblicke.

Platinum 3 | 2012 11


Feinschmeckerküche

unter freiem Himmel

Gemeinsames Essen bringt Seelen einander näher.

Und manchmal entstehen daraus besondere

Glücksmomente im Leben: wenn der Tisch im Grünen

steht, lauer Wind mit den Bäumen spielt und frisch

zubereitete Sommer delikatessen auf den Teller kommen.

Zubehör für

leichtes und

gesundes Essen:

die Garfläche

Teppan Yaki, an

der japanische

Köche ihre Kunst

zelebrieren.

12 Platinum 3 | 2012

Eine Urszene: Irgendwo draußen, ein loderndes

Feuer, ein Topf. Und drumherum kommen

Menschen zusammen … Gerade im Sommer

drängt uns eine innere Stimme, dieses Erlebnis

nachzuahmen. Sich in der Natur aufhalten

oder von der Wärme anziehen lassen. Abends

dann langsam in die Dunkelheit und die Weite

des Sternenhimmels hineingleiten. Ein paar

Mücken sind vielleicht unterwegs. Aber wen

stört das wirklich, wenn verführerische Düfte

größten Genuss versprechen? Wenn edle,

frische Gerichte direkt vor unseren Augen garen?

Oder wenn kleine kulinarische Raritäten

wie ein ganz besonderer Schinken die Runde

machen? Die neuesten Gastro-Trends überzeugen

– und machen Appetit auf mehr.

Trend 1: Aromenzauberei

beim Outdoor Cooking

Das Wichtigste, was der Mensch zum Kochen

im Freien braucht, ist eine Feuerstelle. Das

könnte etwa ein einfacher Erdofen sein, wie

ihn die Polynesier heute noch bauen. Geheizt

wird mit Kokosnussfasern, darüber kommt

eine Gesteinsschicht, auf die wiederum, in

Bananenblätter gewickelt, Fisch, Fleisch oder

Gemüse geschichtet werden. Der Kochvorgang

in einem solchen „Umo“ dauert mehrere

Stunden. Jede Zutat bekommt durch diese

Ordnung genau die richtige Temperatur. Die

Aromen werden sich perfekt miteinander verbinden.

Outdoor-Küche par excellence!

Wer seine Sommergäste selbst fürstlich

bewirten will – etwa mit zartem Fisch im grünen

Kleid oder saftigem Fleisch im Pomeranzenmantel

–, kann es sich leichter machen.

Dafür gibt es hochwertige, mobile Garküchen

mit feiner Temperaturregulierung. Diese sind

mit leistungsstarken und in mehreren Ausbauvarianten

erhältlichen Kochfeldern auf

Fotos: Fotolia (2), Joselito


Induktionsbasis ausgestattet, dazu kommen

Schneidbrett, Messer- wie Flaschenhalter und

der nötige Spritzschutz. Fast jedes Gericht, das

sich ambitionierte Aromenköche in den Kopf

setzen, kann damit im Freien zubereitet werden.

Kalbsmedaillons mit Kaffeesauce? Forelle

in Couscous-Kruste mit Pinienkernen? Gegrillte

Auberginen-Ricotta-Röllchen? Alles ist

entspannt und vor den Augen der Gäste machbar.

Selbst ein Südseemenü à la Umo.

Trend 2: Teppan Yaki und Erlebniskochen

Miso-Suppe, Maki-Sushi, Matcha-Tee: Die Küche

aus dem Land der aufgehenden Sonne ist

leicht, gesund und köstlich. Deshalb gewinnt

sie auch hierzulande immer mehr Freunde.

Eine ständig wachsende Zahl von Zutaten

ist mittlerweile im Handel erhältlich, und so

überrascht es nicht, dass auch das passende

Küchenzubehör verstärkt angeboten wird.

Derzeit erobert eine Edelstahlplatte die Trendsetter-Küchen

Europas: Teppan, die in den passenden

Esstisch versenkbare Garfläche, an der

der Chefkoch oder sein weibliches Pendant coram

publico knackige Gerichte zaubern kann,

Teppan Yaki genannt. Alles, was man braucht,

sind frische Zutaten und ein wenig Fett. Die

Temperatur der Edelstahlplatte lässt sich gradgenau

steuern. Auch größere Mengen werden

gleichmäßig mit Hitze versorgt.

Teppan Yaki steht nicht nur für eine besondere

Gartechnik, sondern auch für eine

gesellige Art des Kochens. Wer je in einem japanischen

Restaurant erlebt hat, wie die Tisch-

Köche ihre Rezeptgeheimnisse gewitzt und

lässig präsentieren, hohe Zwiebelringtürmchen

zum Einsturz bringen, Hütchenspiele

mit Reisschüsseln veranstalten und Flammen

über die Platte jagen, wird sich vielleicht etwas

ähnlich Unterhaltsames für die nächste Gäste-

bewirtung einfallen lassen. Es geht natürlich

auch ohne Show. Dann bleibt das angeregte

Gespräch quer über fleißige Hände und brutzelnde

Zutaten hinweg. Das Thema liegt nahe:

kochen, essen und trinken.

Trend 3: Ganz edler Schinken –

Jamón Ibérico Joselito

„Für eine Scheibe Joselito würde ich sofort

alles stehen und liegen lassen“, gibt der unter

anderem aus „Good bye, Lenin!“ bekannte

Schauspieler Daniel Brühl gern zu. Und er

sorgt dafür, dass auch andere in den unvergleichlichen

Gaumengenuss kommen: Wer

die Tapas-Bar „Raval“ des Halbspaniers in

Berlin-Kreuzberg besucht, findet die Schinken-Delikatesse

auf der Speisekarte. Dabei ist

der Jamón Ibérico de Bellota Gran Reserva

aus der Manufaktur Joselito, die im kastillischen

6000-Einwohner-Dorf Guijuelo nahe

Salamanca ansässig ist, eine echte Rarität: Nur

25 000 Ibérico-Schweine werden dort jährlich

geschlachtet. Und nur knapp fünf Prozent dieser

Delikatesse gelangen – über den Frechener

Exklusiv-Importeur Enólogos – zu den Feinschmeckern

nach Deutschland.

Wie ein guter Wein:

Der spanische

Schinken Jamón

Ibérico Joselito

reift zwischen zwei

und vier Jahren.

Platinum 3 | 2012 13


PLaTinUm anGEBOT

indu+ steht für Outdoor-Kochen in einer

neuen Leistungsklasse. Der Hersteller

bringt Kochen, Wok, Teppan Yaki und

Grill in einem modularen – und uneingeschränkt

beweglichen – System

verschiedener Trolleys zusammen. Die

stilvollen und eleganten Designs werden

in Größen für bis zu drei Elektroplatten

angeboten.

Leistung: Höchste Verarbeitungsqualität

trifft puristische Gestaltung. Der

hochwertige SERVEBOY DUO bringt die

Kochtrends Outdoor-Cooking und Teppan

Yaki mit zwei Kochfeldern zusammen:

indu+ 400 Domino und indu+ 400

14 Platinum 3 | 2012

Mit unserem einheimischen rosa Hausschwein

hat das Ibérico-Schwein mit seinen schwarzen

Füßen und dem spitzen Rüssel wenig gemein.

Sein Fleisch zeichnet sich durch eine feine

Marmorierung und einen intensiven, nussigen

Geschmack aus. Den bekommt es, weil die

Tiere zwischen Oktober und März zur „Montanera“,

zur Eichelmast, in die Berggegend im

Südwesten Spaniens getrieben werden. In den

beweideten Eichenhainen ernähren sich die

Borstentiere ausschließlich von frischen Gräsern

– und natürlich von Eicheln. Bis zu sie-

Teppan Yaki infrarot. Er ist mit Schneidbrett,

messer- wie Flaschenhalter und einer

wasserdichten, wetterfesten Schutzhülle

aus gestattet. Das Design in Weiß,

nussbaum und Edelstahl strahlt außergewöhnliche

Eleganz aus.

„Für eine Scheibe Joselito

würde ich sofort alles stehen

und liegen lassen.“

Daniel Brühl, Schauspieler und Inhaber der Tapas-Bar

„Raval“ in Berlin-Kreuzberg

ben Kilo davon verspeist ein Ibérico-Schwein

am Tag. In den Wintermonaten verdoppelt es

sein Gewicht auf bis zu 180 Kilogramm. Die

mehrfach ungesättigten Fettsäuren lagern

sich in den Muskeln an und geben dem Fleisch

sein unverwechselbares leicht süßliches und

nussiges Aroma. Auch der Reifungsprozess

ist speziell: In Trockenhäusern in der kastillischen

Hochebene werden die Schinken bei

idealem Klima bis zu zwei Wochen unter einer

geschlossenen Salzschicht gelagert, gewaschen

und danach in sorgsam belüfteten Trockenkammern

zum Heranreifen aufgehängt.

Wie ein guter Wein reift der Jamón Ibérico

Joselito dann zwischen zwei und vier Jahren

und verliert während dieser Zeit bis zu einem

Drittel seines Gewichts.

Auf dem Kongress „Lo Mejor de la Gastronomía“

wurde der Jamón Ibérico de Bellota

Gran Reserva Joselito bereits mehrfach vom

Gourmetpapst Rafael García Santos zum besten

Produkt Spaniens gewählt. Für den Endverbraucher

ist die Delikatesse exklusiv auf

vinogusta.com erhältlich.

Im Original befindet sich für

Inhaber der Platinum Kreditkarte

an dieser Stelle ein Vorteilsangebot

mit Detailbeschreibung.

Fotos: marcus Höhn, indu+


Fotos: una Fashion

Liebeserklärung

an die Hand

Die Schweizer Designerin Helen von

Albertini stellt in ihrer Manufaktur

Handschuhe her. Einzelstücke und

Kleinserien für Damen und Herren –

außergewöhnlich schön!

Es ist, als würde sich eine Tür

zu einer längst vergangenen Welt

öffnen, betritt man Helen von Al ber-

tinis Atelier im Unterengadiner

Ardez. In einem umgebauten ehemaligen

Stall hat die Designerin vier

alte Porkert-Nähmaschinen stehen.

In der früheren Futterkrippe warten

die Dressiereisen, die die fertigen

und gebügelten Handschuhe in

Form halten, im Nebenraum stehen

die Steck- und Knüpfmaschinen,

liegen alte Stoffe in den Regalen, Seidenripsbänder,

viel feines Hirsch-,

Ziegen-, Lamm-, Rentier- oder Peccaryleder.

Edelste und bunteste

Arbeitsutensilien.

„Handschuhe sind etwas ausgesprochen

Sinnliches“, schwärmt die

Designerin. Bevor sie sich auf

Handschuhe konzentrierte, designte

die Künstlerin für eine Züricher

Seiden firma Couture- und Prêt-a-

Porter-Mode, entwarf in New York

eine eigene Foulard-Kollektion und

arbeitete in Tokio für die Goldwin

Company.

Seit 1996 stellt sie unter ihrem

Modelabel UNA fashion Handschuhe

her. Und weil man sich in das Modell

und das Material ver lieben soll-

te, wie von Albertini findet, sind

ihre Preziosen vielfach mit Seide,

mit Stoffbändern, Perlen und Spitzen

verziert. Sie sind von Hand

bemalt und mit Motiven aus der Region

bestickt. Außerdem fertigt immer

nur eine Näherin ein Paar

Handschuhe von A bis Z: „Alles aus

einer Hand, ganz vorsichtig und liebevoll,

das ist mir wichtig“, sagt die

Designerin, die ihre Einzelstücke,

Kleinstauflagen und limitierten

Editionen in Zürich, St. Moritz, Luzern

und in ihrem Showroom in

Ardez verkauft. Paris, Hamburg,

Platinum angebot

London sollen folgen. Nach Voranmeldung

können Liebhaber edler

Handwerkskunst ihre Manufaktur

besichtigen. Auf alten Brettern sind

die Kunstobjekte aus feinstem Leder

zu bestaunen, die modebewusste

junge Leute, die gepflegte Dame

und der elegante Herr schätzen,

ebenso wie Küns tler, Schauspieler

und Sänger. Ob extravagant für den

Abend oder außergewöhnliche Alltagshandschuhe

– sie alle erzählen

eine Geschichte und sind Schmuckstücke,

die man am liebsten gar

nicht mehr auszieht.

Die Firma una fashion der Designerin

Helen von albertini bietet feinste,

handgenähte Handschuhkrea tionen

für Damen und Herren an.

Im Original befindet sich

für Inhaber der Platinum

Kreditkarte an dieser Stelle

ein Vorteils angebot mit Detailbeschreibung.

Platinum 3 | 2012 15


Fliegen 2050:

Mit dem Concept

Plane wollen die

Ingenieure von

Airbus völlig neue

Akzente in der

Luftfahrt setzen.

16 Platinum 3 | 2012

Über den Wolken …

… soll Komfort bald schon grenzenlos sein. Airbus hat das

Flugzeug der Zukunft „entworfen“ – inklusive 360-Grad-

Panoramablick und virtuellem Golfplatz an Bord. Alles nur

ein Hirngespinst? Mitnichten.

Trockene, abgestandene Kabinenluft, stundenlanges

Sitzen und am Ziel dann noch mal

warten, bis der Koffer endlich vom Gepäckband

rollt: Nein, Fliegen macht heute nicht

wirklich Spaß, nicht mal in der Business Class.

Im Flugzeug der Zukunft soll das jedoch ganz

anders sein. Statt First, Business und Economy

Class erwarten den Gast dort unterschiedliche

Zonen, die er gemäß seinen Bedürfnissen

auswählen kann. In der „Revitalisierungszone“

ist die Luft mit Vitaminen angereichert, in

der „Interaktionszone“ können die Passagiere

in einer Art „Holodeck“ Golf spielen, shoppen

gehen oder die neueste Mode in virtuellen

Umkleidekabinen anprobieren. Und selbstverständlich

besteht während des Flugs uneingeschränkte

Kommunikation zum Boden.

Nicht nur die Teilnahme an Konferenzen wäre

dann für Geschäftsleute hoch über den Wolken

möglich. Auch die Gute-Nacht-Geschichte

für die Kinder zu Hause kann Papa aus dem

Flugzeug vorlesen.

Dank einer intelligenten Membran lassen

sich die Kabinenwände außerdem per Knopfdruck

auf Transparent-Modus schalten: Die

Passagiere genießen freie Aussicht in den

Sternenhimmel oder sehen, wie unter ihnen

Städte und Landschaften vorüberziehen. Ihr

Gepäck haben die Fluggäste ebenfalls im Blick:

Denn statt des Check-ins am Schalter werden

die Passagiere an Bord über Touchscreens erfasst

und geben ihren Koffer erst in der Kabine

auf einem Rollband ab. Von dort wird er direkt

zum jeweiligen Platz befördert.

Die Natur als Vorbild. Die sogenannte Concept

Plane Cabin ist Teil eines Gesamtkonzepts

von Airbus für das Jahr 2050, bei dem

es neben mehr Komfort auch um Energieeinsparung

und eine bessere Umweltverträglichkeit

geht. So sollen die Sitze künftig nicht nur

aus nachwachsenden, sich selbst reinigenden

Materialien gefertigt werden. Der größte Flugzeugbauer

der Welt will mit ihnen auch die


Fotos: Airbus S.A.S 2012

Körperwärme seiner Passagiere einfangen

und für den Kabinenbetrieb nutzen. Darüber

hinaus soll das Flugzeug der Zukunft deutlich

weniger Treibstoff verbrauchen; unter anderem

durch äußerst lange und dünne Tragflächen,

die mit weniger Widerstand durch die

Lüfte gleiten, und ein U-förmiges Heck, das die

Aerodynamik verbessert.

Als Vorbild dient den Ingenieuren dabei in

vielen Punkten die Natur. So könnte der Rumpf

aus einem Gerüst bestehen, das den Knochenaufbau

von Vögeln nachahmt: hohl im Innern,

aber äußerst stabil nach außen. Ein Flugzeug

mit einer solchen bionischen Struktur wäre

etwa um die Hälfte leichter.

Jules Verne lässt grüßen? Aus heutiger Sicht

klingt vieles davon wie eine Utopie à la Jules

Verne. Und wahrscheinlich wird das Flugzeug

der Zukunft in dieser Form auch nie abheben.

Dennoch ist das Concept Plane mehr als reine

Fantasie, denn viele der dafür notwendigen

Technologien existieren bereits oder werden

zumindest intensiv erforscht. „Auch wenn

sie möglicherweise nicht ganz auf dieselbe

Weise umgesetzt werden, wie im Airbus-Konzeptflugzeug

und in der Konzeptkabine dargestellt,

könnten manche davon in zukünftige

Airbus-Flugzeugprogramme integriert werden“,

so Charles Champion, Airbus Executive

Vice President Engineering. Ein Beispiel hierfür

ist der neue Airbus A350 XWB. Bei ihm

werden erstmals Sonden eingesetzt, die – wie

Vögel – Böen messen und bewegliche Teile am

Flugzeug darauf einstellen können. Dadurch

Die Navigationsapplikation

Smart­Way führt

Anwender in Echtzeit

durch das Labyrinth des

öffentlichen Personennahverkehrs.

Foto: Fraunhofer IVI

Stellen Sie sich vor, Sie kommen am Bahnhof einer

fremden Stadt an und wollen schnellstmöglich zum

Hotel. Mit der Smart-Way-App finden Sie das einfach

und unkompliziert. Denn der virtuelle Verkehrsplaner

sorgt dafür, dass Sie auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln

stressfrei ankommen. Einfach Smart Way auf

dem Handy starten, Zieladresse eingegeben und

schon geht‘s los. Das Handy navigiert Sie zur nächsten

Haltestelle und zeigt die beste Verbindung an.

Dabei können Sie Ihre Fahrt jederzeit unterbrechen,

das Verkehrsmittel wechseln oder das Reiseziel ändern.

Smart Way reagiert umgehend und berechnet

eine neue Route, unterstützt durch Echtzeitdaten

wird die Luftströmung optimiert und der

Treibstoffverbrauch reduziert. Auch selbstreinigende

Materialien gibt es schon, die den sogenannten

Lotus-Effekt nutzen: Wasser perlt

an ihnen ab und nimmt Schmutzpartikel mit.

In Zukunft will Airbus solche Beschichtungen

auch für Sitze und Teppiche verwenden. Andere

Technologien, zum Beispiel für den Trick

mit den transparenten Kabinenwänden, sind

zumindest in der Entwicklung.

Offene Fragen gibt es natürlich trotzdem

genügend, beispielsweise bei der Wirtschaftlichkeit.

Und auch die Flughäfen sind ein Faktor,

der den Träumen der Airbus-Ingenieure

Grenzen setzt. Denn wenn das Flugzeug 40

Minuten über Heathrow kreist und auf die

Landung warten muss, ist in puncto Komfort

und Umweltschutz vieles wieder verloren.

Wer allerdings nicht gleich auf den Boden der

Tatsachen zurückkehren möchte: Ein Rundgang

durch das Concept Plane ist jetzt möglich:

www.thefuturebyairbus.com

Schlau unterwegs: mit der Smart-Way-App

Futuristisch ist

schon das Design:

In der Smart­Tech­

Zone wird dem

Fluggast alles an

Kommunikationsmedien

geboten,

was es in Zukunft

geben wird.

der Verkehrsbetriebe. Kurz vor der Ziel- oder Umsteigehaltestelle

gibt die Anwendung zusätzlich ein

kurzes Vibrationssignal.

Den Prototyp der kostenlosen App hat das Fraunhofer-Institut

für Verkehrs- und Infrastruktursysteme

bereits getestet. Für Dresden ist Smart-Way inzwischen

sogar als fertige Anwendung erhältlich. Der

Individualverkehr wird dabei noch nicht berücksichtigt.

In zwei bis drei Jahren könnte es aber durchaus

ein deutschlandweites System geben, das auch

Angebote wie Mietwagen und Leihfahrräder intelligent

verknüpft.

Platinum 3 | 2012 17


18 Platinum 3 | 2012

Tipps und angeboTe

Sensationell ist nicht nur

die riesige Auswahl an

Cocktails, auch Lage und

Ambiente des „20up“ in

St. Pauli haben es in sich.

Ein himmlisches Erlebnis

Köstliche Cocktails und eine Aussicht, die den Atem

stocken lässt, bietet die Skybar „20up“ hoch über den

Landungsbrücken von St. Pauli. Ein Highlight für alle

Hamburg-Besucher.

Es ist, als schwebe man über Hamburgs Hafen. Wer

vor den sieben Meter hohen Panoramafenstern der

Skybar „20up“ steht, dem bleibt erst einmal die Luft weg.

In 90 Metern Höhe über dem Elblauf erwartet den Gast

in St. Paulis exklusivem Szene-Treffpunkt, der sich im

20. Stock des Empire Riverside Hotels befindet, ein

atemberaubender Blick auf das glitzernde Treiben in

der Speicherstadt. Beeindruckend ist aber nicht nur die

Aussicht, die Innengestaltung der eleganten Bar kann

sich ebenfalls sehen lassen. Wie schon bei der bronzeverkleideten

Außenfassade des Hotels achtete der britische

Star architekt David Chipperfield auch beim Interieur

auf stilvolle Details. Im Zentrum der langgezogenen

Bar steht der über 20 Meter lange Tresen aus schwarzem

Kunststein, dahinter schütteln und rühren Bar chefin

Sladjana Senic und ihre Crew mehr als 90 internationale

Cocktails. Die Auswahl ist enorm: Champagner-

Cocktails, Aperitifs und Brandys bis hin zu zahlreichen

alkoholfreien Köstlichkeiten zieren die Karte. So lässt

sich der Sonnen untergang gleich doppelt genießen. Ein

echtes Erlebnis!

Die Skybar „20up“ ist Sonntag bis Donnerstag von

18.00 bis 2.00 Uhr sowie freitags und samstags von

18.00 bis 3.00 Uhr geöffnet. Es wird um sportlich-

elegante Kleidung gebeten. Tischreservierung telefo-

nisch unter 0 40/3 11 19-7 04 70 oder per E-Mail: 20up@

hotel-hamburg.de.

Platinum-Team beim

KaiserCup erfolgreich

Es war ein rundes Jubiläum mit einer runden Rekord-Spendensumme,

kurz und knapp: eine wahrlich

gelungene Sache. Der 25. KaiserCup wird allen Beteiligten

als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung

bleiben. Niemals zuvor waren sie ihrem Fußballidol

Franz Beckenbauer physisch und mental so nahe. Und

mit über 100 000 Euro stand erstmals ein sechsstelliger

Betrag auf dem Spendenscheck zugunsten jener

Wohltätigkeitsstiftung, die „Kaiser Franz“ 1982 gegründet

hatte. Für den guten Zweck schwingen daher

seit einem viertel Jahrhundert zahlreiche golfbegeisterte

Zeitgenossen ihre Schläger auf den Champions-

Plätzen des Hartl-Resorts in Bad Griesbach. Dutzende

Promis und VIPs aus Sport, Kultur, und Gesellschaft

(u. a. Elke Sommer, Elmar Wepper, Sven Ottke, Dieter

Thoma, Viktoria Brams und Christa Kinshofer) gaben

dem Turnier, das jeweils im Juli stattfindet, auch diesmal

Glanz und Unterhaltungswert. Mit dabei Bernd

Litti, Deutschlands führender Golfcoach und Buchautor

(„Dein Handicap ist nur im Kopf“), bei dem sich

einige Gäste noch Tipps auf der Proberunde abholten.

So sehen Platinum-Sieger aus: Jens Münch (2. v. l.) mit Resort-Chef

Alois Hartl, Monika Hummer mit Franz Beckenbauer.

Mit viel Begeisterung spielten auch jene rund 30 Mitspieler

aus dem Kreis der Inhaber der Platinum Kreditkarten,

die für das Team der Sparkassen angereist

waren und sich wie schon im Vorjahr recht erfolgreich

schlugen. Jens Münch aus Frankfurt gewann

mit unglaublich starken 45 Stablefordpunkten die

Wertung seiner Klasse, Monika Hummer aus Starnberg

schaffte es ebenfalls auf die Siegerbühne. „An

diesem Tag lief einfach alles rund“, gab Jens Münch

dem Magazin „PlatinumStyle“ zu Protokoll.

Fotos: Hart Resort bad griesbach, oliver Heinemann studio 111


Urbritisch, kommt aber

aus dem Schwarzwald:

der Edel-Gin „Monkey 47“

plaTinum angeboT

Sonderabfüllung mit persönlichem Etikett

PlatinumSpezial: Für inhaber der platinum Kreditkarte haben wir ein

limitiertes Kontingent einer sonderabfüllung mit handsigniertem

und personalisiertem Rückenetikett (für maximal 15 buchstaben bzw.

Zeichen) reserviert.

Im Original befindet sich für Inhaber der

Platinum Kreditkarte an dieser Stelle ein

Vorteils angebot mit Detailbeschreibung.

Fotos: black Forest distillers gmbH

Preisgekrönter Gin aus

dem Schwarzwald

Wacholderschnaps gilt als urbritisch.

Doch nicht nur auf der Insel versteht man etwas

von dieser Köstlichkeit. Auch im Schwarzwald

findet man weiches Quellwasser, aromatische

Beeren und Kräuter – und damit beste

Voraussetzungen für die Herstellung eines

außergewöhnlichen Gins: den „Monkey 47

Schwarzwald Dry Gin“. Insgesamt 47 „Botanicals“

(pflanzliche Zutaten) stecken in dieser

Spezialität. Gut ein Drittel davon stammt

aus dem Schwarzwald so zum Beispiel Fichtensprossen,

Holunderblüten, Schlehen und

Brombeerblätter. Der eigentliche Clou ist jedoch

die Verwendung frischer Preiselbeeren,

einer echten Schwarzwälder „Geheimwaffe“.

Beim Tasting dominieren im ersten Moment

Zitrusaromen, doch dann entfaltet sich

ein komplexes und ausgewogenes, leicht blumiges

Geschmacksbild, irgendwo zwischen

Wacholder, Anis, Beeren und pfeffrigen Weihnachtsgewürzen.

Dabei ist „Monkey 47“ angenehm

weich und hat einen nachhaltigen,

runden Abgang. Ein Gin, der gut auch pur genossen

werden kann.

Die Rezeptur stammt von Montgomery Collins,

einem britischen Soldaten, den es 1951

in den Nordschwarzwald verschlug. 2008

nahmen sich dann Alexander Stein, Spross

der Weinbrand-Dynastie Jacobi, und Christoph

Keller, Verleger und mit Preisen dekorierter

Destillateur, ihrer an. Die beiden entwickelten

das Rezept weiter und brachten

„Monkey 47“ zwei Jahre später auf den Markt.

Schnell eroberte sich die Marke ihren Platz

in den Edelbars, ob im Ritz Carlton oder im

Venice Simplon-Orient-Express. Vergangenes

Jahr zeichnete die International Wine and

Spirits Competition, der prestigeträchtigste

Wettbewerb der Branche, den Gin als besten

seiner Art aus. Und auch die „Financial Times

Deutschland“ urteilte über die Black Forest Distillers,

so der offizielle Name der Firma in der

Nähe von Freudenstadt: „Die wahrscheinlich

beste Ginbrennerei der Welt.“ Na, da dürfte

die Queen wohl „not amused“ gewesen sein.

Platinum 3 | 2012 19


Wahre Schätze aus

dem Meer

Tief unter den rauen Wellen der Nordsee vor

der Küste Schwedens wachsen die besten

Hummer der Welt heran. Und am leckersten

schmecken sie natürlich, wenn man sie

selbst fangfrisch aus dem Wasser geholt hat.

Platinum angebot

Im Original befindet sich

für Inhaber der Platinum

Kreditkarte an dieser

Stelle ein Vorteils angebot

mit Detailbeschreibung.

20 Platinum 3 | 2012

Die gelb-schwarze Wetterkutte fühlt sich an

wie ein Astronautenanzug und ist auch ungefähr

so bequem. Aber sie dichtet ab, und das

ist hier auf der tiefblauen Hochsee das Wichtigste.

Leider suchen sich die besten Hummer

nie die warmen Gegenden zum Leben aus. Die

Westküste Schwedens ist ihnen am allerliebsten,

und da weht fast immer eine steife Brise,

wenn es hinausgeht zur „Hummer-Safari“.

So nennt Lars-Erik Persson seine geführte

Bootstour hinaus in die Schärenküste vor

Fjällbacka, einem hübschen Fischerstädtchen

nördlich von Göteborg. Unter Feinschmeckern

gilt die Gegend als das Hummerparadies

schlechthin. Das Fleisch von Hummern, die

hier aufgewachsen sind, schmeckt angeblich

lieblicher und intensiver als bei den nordamerikanischen

Artgenossen.

Im Hauptberuf ist Lars-Erik Hotelier, sein

170 Jahre altes „Stora Hotellet“ ist selbst so

etwas wie eine Legende unter Hummerfreun-

den. Jedes der 23 Zimmer ist einem berühmten

Seefahrer gewidmet: Roald Amundsen,

Leif Eriksson, James Cook und auch Marco

Polo kommen zu Ehren. Von hier aus bricht

man zwischen Ende September und Mitte Dezember

mittlerweile traditionell auf zur Fahrt

mit dem offenen Kutter hinaus in das Insellabyrinth

vor der Küste, wo die Hummer in

Tiefen von zwischen zehn und 30 Metern zwischen

den zerklüfteten Felsen wohnen.

Bis zu 50 Reusen – spezielle Käfige aus Draht

und Stahl – darf ein Profi-Fischer aussetzen:

Die Fangquoten sind streng limitiert. Vom Gast

wird erwartet, dass er oder sie selbst kräftig mit

anfasst, wenn es darum geht, die sperrigen Käfige

an Bord zu hieven. Den Rest besorgt Lars-

Erik lieber selbst, denn so ein ausgewachsener

Hummer kann gut und gerne einen halben

Meter lang sein, und er ist in der Regel ziemlich

sauer, wenn er gefangen worden ist. Der

Käpt’n packt das Schalentier mit einem geübten

Griff hinten am Schwanz und stülpt ein dickes

Gummiband über die scharfen Scheren.

Drei Stunden später legt das Boot wieder in

Fjällbacka an. Es tut gut, in der warmen Gaststube

zu sitzen und sich schon mal ein Glas

„Hummer-Öl“ durch die durstige Kehle rinnen

zu lassen. Gebraut wird das goldgelbe Spezialbier,

das ein bisschen an ein Düsseldorfer Alt

erinnert, in der Nachbarstadt Grebbestad, und

es wird auch zum anschließenden Gala-Essen

serviert, bei dem man sich das Ergebnis der

Hummer-Safari schmecken lässt. Man hat es

sich ja heute echt verdient …

Fotos: Fotolia


Kaffeegenuss wie anno 1908

Handgefilterter Kaffee ist das neueste Trendgetränk. Zubereitet wird er mit der

bewährten Basistechnik, mit der Melitta Bentz als junge Hausfrau vor mehr als

100 Jahren den Kaffeetrinkern ein besseres Geschmackserlebnis bescherte.

Wer hätte das gedacht: Während hierzulande noch

die Coffee-to-go-Welle rollt und der Absatz von Kaffeekapseln

rasant steigt, erlebt Filterkaffee ausgerechnet

im hektischen New York seit etwa zwei Jahren eine Renaissance.

Allerdings hat der „brewed coffee“ nichts mit

dem gemein, was aus gängigen Filtermaschinen in die

Glaskannen tröpfelt. Handgefiltert muss er sein; in den

angesagten Coffeeshops wie dem „Third Rail“ oder dem

„Ground Support“ finden sich deshalb ganze „drip bars“

oder „pour over racks“ – das sind Gestelle mit mehreren

Keramikfiltern nebeneinander, um den Kaffee tassen-

oder kännchenweise zuzubereiten. In Deutschland ist

Schon für Melitta Bentz war klar:

Erst von Hand gefiltert entfalten

Kaffeebohnen das richtige Aroma.

Foto: Melitta Kaffee GmbH

Berlin der Brückenkopf der neuen Filterkaffee-Kultur,

und auch hier wird er als „brewed coffee“ angeboten.

Kenner schätzen am Handfiltern, dass viel weniger

Bitterstoffe in den Kaffee gelangen als bei anderen

Zubereitungsverfahren. Auf diese Weise können sich

die Aromen besser entfalten. Und: Gefiltert lassen sich

wie beim Wein feine Geschmacksnuancen unterscheiden,

zum Beispiel Haselnuss- oder Schokoladennoten,

fruchtige oder florale Töne.

Im Grunde genommen ist die „Brewed coffee“-Bewegung

eine Rückkehr zu den Ursprüngen. Denn schon

Melitta Bentz, der Erfinderin des Kaffeefilters, ging es um

den reinen Kaffeegenuss. Der wurde nämlich durch den

unbekömmlichen Kaffeesatz und den bitteren Nach-

geschmack, den er hinterließ, gewaltig getrübt.

1908 hat die damals 35-jährige Hausfrau und Mutter

zweier Söhne eine geniale Idee: Mit Hammer und Nagel

durchlöchert sie eine Blechdose und legt ein entsprechend

zugeschnittenes Löschblatt hinein. Und siehe da,

der Prototyp des Kaffeefilters funktioniert einwandfrei.

Noch im gleichen Jahr meldet sie ihre Erfindung mit

Erfolg als Gebrauchsmuster an und gründet dafür mit

72 Reichspfennig Startkapital eine eigene Firma. Montiert

und verpackt werden die Filter anfangs noch in der

eigenen Wohnung in Dresden. Ihr Mann, der Kaufmann

Hugo Bentz, führt in Schaufenstern die Handhabung

des Filters vor.

Im Ersten Weltkrieg wird Hugo Bentz eingezogen;

Melitta Bentz hält die Familie mit der Herstellung von

Kartons über Wasser. Danach aber ist der Siegeszug des

Kaffeefilters nicht mehr zu bremsen. Weil in Dresden

keine ausreichenden Produktionsräume zu finden sind,

ziehen die Melitta-Werke 1929 nach Minden in eine alte

Schokoladenfabrik, die das Ehepaar zufällig entdeckt

hatte. Dort erhält der Filterkörper 1937 auch seine heutige,

schlitzförmig nach unten verlaufende Form samt

Filtertüte. Heute führen zwei Enkel das international

tätige Unternehmen, das mit Kaffee, Filterpapier und

Kaffeeautomaten sein Hauptgeschäft macht.


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Die großen Metropolen der Welt werden nicht nur

von ihren Gebäuden und Straßenzügen geprägt,

sondern in erster Linie von den Menschen, die dort

leben und arbeiten. Entdecken Sie mit den ersten

acht Bänden der Reihe MERIAN porträts die Städte

ganz neu und begeben Sie sich auf die Spuren berühmter

Persönlichkeiten!

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