Dokumentation - Deutsche Schule Rom

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Dokumentation - Deutsche Schule Rom

Regionales Fortbildungszentrum Rom

D-Abt. Bologna - DS Genua - DS Mailand - DS Rom

Via Aurelia Antica 397 – 403

I – 00165 Roma

E-mail: dsr@dsrom.de

Dokumentation zur REFO

Sprachförderung

im italienisch- und deutschsprachigen Unterricht der Mittelstufe

Zeit: 18.01. - 20.01.2010

Ort: Deutsche Schule Mailand

Referentinnen: Dorothee Kamp, DFU-Beauftragte der DS Mailand

Anna Mandelli, IaF-Beauftragte der DS Mailand

Dokumentation: Matthias Schopper, DSR


Inhaltsverzeichnis

Programm .………………………………………………

Teilnehmerliste …………………………………………

Verlaufs- und Ergebnisprotokolle ...................................

Präsentation der Unterrichtsentwürfe.............................

Materialien (Anhang zu den Präsentationen) .................

Rückmeldebogen ………………………………………

Abschlussbemerkung……………………………………

3

4

5-9

10-14

15-19

20-21

22


Programm

Schulrhythmus Montag 19.01.

8.05-8.55

8.55-9.35

Pause

9.55-10.40

10.40-11.25

Pause

11.45-12.30

12.30-13.15

Pause

13.45-14.30

14.30-15.15

15.15-16.00

8.30 Begrüßung (RIE; SEL,

KAM, MAN)

8.45-10.15 h

Spracherwerbsbedürfnisse

der Schüler an den

Deutschen Schulen Italiens

(KAM/MAN)

10.15- 10.40 PAUSE

10.45-11.45 h

Experimente zum Lesen in

einer Fremdsprache

11.45-12.45

Spracherwerb und funktionale

Grammatik

(KAM)

Anschließend bis 13.45 h

Mittagspause

14.00-15.00 h

Material- und

Lehrbuchanalyse nach

Gesichtspunkten einer

funktionalen Grammatik

15.00-16.00

Leseverstehen und

Förderung von

Lesestrategien (KAM)

Dienstag 20.01 Mittwoch 21.1.

8.00-8.45 h

Individuelles Arbeiten

zum Training von

Lesestrategien

8.45–9.30/10.00 h

Standards des

europäischen

Referenzrahmens

für

fremdsprachliche

Kompetenzen

(GER, Wortschatz und die

vier Fertigkeiten im

Fremdsprachenerwerb)

(MAN)

anschließend Pause

10.30- 12.45

Erarbeitung von

Unterrichtseinheiten

(KAM)

bzw. Vereinfachung von

Texten für den

italienischsprachigen

Unterricht (MAN)

12.45 Mittagspause

14.00 –16.00

Erarbeitung von

Unterrichtseinheiten in

Einzelarbeit oder

Kleingruppen

(Mathematik, Gk,

Geschichte, Musik, IaF)

8.00 – 10.30 h

Präsentationen der

Unterrichtssequenzen

Chemie

Mathe

Gemeinschaftskunde

Pause

11.00 h – 11.45 h

Forstsetzung

Präsentationen

IaF

Musik

Geschichte

11.45 h

Lehrgangsevaluation

12.00 h

Lehrgangsende


Teilnehmerliste

Name

Folchi-Vici, Monica, OLK

Hesse, Isolde, ADLK

Roehrig, Kristina, OLK

Strauss, Ina, ADLK

Vitzthum, Tilko, ADLK

Mertens, Silvan, ADLK

Zacconi, Cecilia, OLK

Atanasio, Aldo, OLK

Cattaneo, Cristina, OLK

Franke, Eva, OLK

Pichler, Gabriella, OLK

Fächer + ggf. Funktion Schule

Ital., Git; IaF-Fachleiterin DSM

Mathematik, Physik; Mathe-Fachleiterin DSM

Deutsch, Musik; Musik-Fachleiterin DSM

Mathematik, Chemie DSM

Deutsch, Musik DSM

Latein, Geschichte; DFU-Koordinator DSG

Musik DSG

Italienisch DSR

Italienisch, IaF-Beauftragte DSR

Deutsch DSR

Italienisch DSR


Verlaufs- und Ergebnisprotokolle

Protokollant / Protokollantin: Tilko Vitzthum

Datum:18.01.10 Uhrzeit:9.00-10.15 Uhr

Thema: Spracherwerbsbedürfnisse an den deutschen Schulen Italiens

Die Teilnehmer wurden informiert, dass die Fortbildungsveranstaltung im Wesentlichen zwei

Fragen verfolge: 1. „Was ist „funktionale Grammatik“?“

2. „Welche Schwierigkeiten haben italienische Schüler mit den

eingeführten deutschen Lehrbüchern?“

Die Teilnehmer äußerten sich zu den Impulsen:

1. „Meine Schüler scheitern an folgenden sprachbedingten Schwierigkeiten.“

2. „Meinen Schülern könnte es vielleicht helfen…“

Zu 1.: - Länge der Texte

- Unbekannte Vokabeln

- Muttersprache der Lernenden und Lehrenden

- Einwürfe in der Fehlsprache

- Keine eigenständige Sprachausprägung der Schüler

- Mangelnde Funktionalität der schulischen grammatischen Übungen

- Wortschatzarbeit wird nicht in die Individualität der Schüler integriert

- Einzelwortanalyse statt globalem Erstverstehen

- Blockieren deutscher Schüler der neuen Fremdsprache

- Fachsprachliche Vokabel(miss)verständnisse

- Überschüttung mit spezifischer Grammatik und Vokabeln

Zu 2.: - Kürzen

- Glossar

- Fehlsprachliche Einschübe

- Mehr Grammatik

- Fachspezifische Vokabelhefte

- Hörverstehen soll auf Verstehen nicht auf Nichtverstehen aufbauen

- Belohnung für Wagnisse

- Aufgeklärte Einsprachigkeit im fremdsprachlichen Unterricht

- Bessere Antizipation von fremdsprachlichen Vokabelverständnis

- Lese- und Lernstrategievermittlung auch für Vokabeln und Grammatik

- Pflichtrandnotizen

- Lückentexte

- Tabellen mit Wortbeispiele

- Aufgabenoperatoren erläutern bzw. trainieren

- Zweisprachigkeit der Kollegen

- DFU – Material durch spezielle Verlage

Außerdem wurden folgende Aspekte teilweise ausgesprochen kontrovers diskutiert:

- Englisch im Grundschulunterricht

- Fotokopien statt ungeeigneter Bücher

- Sprachkurse durch und für Kollegen

- Was bedeutet eigentlich „Begegnungsschule“?

Dorothee Kamp und Anna Mandelli referieren (vgl. FOLIEN: Sprachstandserhebung und

„Falsche Freunde) die sprachliche Situation an der DSM inklusive einer qualitativen

Fehleranalyse.


Protokollant / Protokollantin: Ina Strauß

Datum:18.01.10 Uhrzeit:10.45-11.45 Uhr

Thema: Experimente zum Lesen in einer Fremdsprache (Frau Kamp)

Experiment: Lesen uns erschließen eines Textes in unbekannten Fremdsprachen

Aufgabenstellung:

Welche Strategien zur Arbeit an individuellen Sprachproblemen sind vorhanden?

• Suche nach Wortstämmen bekannter Worte

• Namenerkennung

• Monatsnamen und Daten erkennen

• Nutzung von Weltwissen

• nutzbares kulturelles Wissen erschließt Texte auch ohne konkrete Vokabelkenntnisse

• Vorkenntnisse über Sprachstruktur von bekannten Fremdsprachen

• Fremdsprache hilft mehr als Nähe zur Muttersprache

• Klangähnlichkeiten nutzen

Wie erlernt „Mensch“ Sprache?

• von Geburt an physiologische Fähigkeit jede Sprache zu erlernen

• universelles Sprachpotential wird nach und nach eingeschränkt

• Unterschiede zwischen bestimmten Buchstaben werden nicht gehört, nachgeahmt und

trainiert- z.B. l und r in der chinesischen Sprache

• gelernt wird, was existenziell wichtig ist- Relevanz- daraus ergibt sich die Motivation

• jede Sprache der Welt hat bestimmte Formen, auszudrücken, was gemeint ist

• unterschiedliche Mechanismen, um Sprache zu konkretisieren

Beispiel: - die Person spricht

- die Person wird angesprochen

- die Person, über die gesprochen wird

• andere Regeln in verschiedenen Sprachen- Mitteilung gleich

• dafür muss der Schüler ein Bewusstsein entwickeln

Schlussfolgerung:

- bessere Verzahnung von IT und DE

- fachliche Verzahnung

- unsere Schüler benötigen Entlastungsstrategien

- bessere Strukturierung des Lernalltags der verschieden Fächer


Protokollant: Silvan Mertens

Datum:18.01.10 Uhrzeit:14.00-16.00 Uhr

Thema: Leseschulung (Vortrag D. Kamp)

1. Texte erleichtern und vorentlasten

Möglichkeiten:

- Lesehilfen

- „Zubringertexte“ (Graphiken, beschriftete Bilder, …) zur Mobilisierung von

Vorkenntnissen

- Authentische, kommunikative Situationen herstellen / anschaulich machen (z.B.

Hypothesen zum Text äußern, anschaulich beschreiben)

Nachteile: Vorentlastungen sind keine Lernaktivitäten, die eine Lesestrategie trainieren.

Schlussfolgerung: Der Schüler sollte mehr selbst herausfinden und so eigene Lesestrategien

entwickeln.

2. zur Lesetheorie:

Beim Lesen hat man in der Regel Ansatzpunkte eines Sinnverständnisses und konstruiert

fortlaufend einen Textsinn. Das heißt, dass Vorerwartungen und vorhandene Textkenntnisse

eine wichtige Rolle spielen.

(Diese These erkunden die Seminarteilnehmer experimentell an Beispielen.)

3. Kenntnisse, die ein guter Leser nutzt:

a. Kenntnisse über die Wahrscheinlichkeit von Buchstabenkombinationen;

b. Kenntnisse über den wahrscheinlichen Verlauf von Sätzen;

c. Kenntnisse über die Wahrscheinlichkeit von Wortkombinationen;

d. Wissen um logische Strukturen;

e. Kenntnisse über die Beschaffenheit der Welt (Weltwissen)

a., b. und c. reichen i.d.R. für Muttersprachler aus; d. und e. sind besonders wichtig für den

Fremdsprachler.

4. Übungsmöglichkeiten, um diese Kenntnisse zu erwerben / trainieren:

a. z.B. Hangman;

b. einen Text weitererzählen

c. Lückentexte

d. Konnektoren trainieren

e. unterschiedliche kulturelle Assoziationen (z.B. zum Thema „Familie“) thematisieren.


Protokollant / Protokollantin: Dorothee Kamp

Datum: 19.01.2010 Uhrzeit: 9.00 –10.30 Uhr

Thema: Vereinfachung von Texten (Referentin Anna Mandelli)

1. Besprechung von sogenannten „richtigen“ Freunden, d.h. Wörtern, die im DE und IT

ähnlich sind, aber keine Interferenzfehler produzieren und deswegen zur Entlastung

der Schüler genutzt werden könnten.

2. Verschiedene Techniken Wortschatz zu memorisieren werden angesprochen:

z.B. Farben zur Markierung von schwer erinnerbaren nutzen, Tabellen erstellen,

Schemata/ Skizzen anfertigen lassen, Mind-Maps erstellen lassen, eigene Beispiele

erfinden lassen / Assoziationen mit Bilden, Zeichnungen, Reimen, Assonanzen,

Farben, Zahlen.

Aus dem Bereich Mathematik wird berichtet, wie Schülern der Klasse 10 die Aufgabe

gestellt wurde, selbst Sach- und Textaufgaben zu formulieren. Sie waren dazu

schließlich ganz gut in der Lage, aber die Probleme, die die Schüler mit von Fremden

formulierten Sachaufgaben hatten, verringerten sich begrenzt. In der anschließenden

Diskussion wird gerade die Komplexität der Sachfachfragen ab Klasse 7 und 8 betont,

die die Schüler schlicht überfordert. Es wird ferner darauf hingewiesen, dass die

Verzahnung von Rezeption und Produktion auch zu Stärkung des Selbstbewusstseins

beitragen könnte und ebenso das Metabewusstsein der Schüler für die Lösung

komplexer Aufgaben in dieser Weise durchaus verstärkt werden könnte.

3. Die Lehrgangsteilnehmer suchen aus einem für die Schüler nicht zu schwierigen Text

ihrer Unterrichtsmaterialien jeweils 3 Worte, die subjektiv als Wörter des

Grundwortschatzes, des Aufbauwortschatzes und des Fachwortschatzes sowie Wörter,

die im Deutschen und Italienischen ähnlich sind.

Abgleich der subjektiven Einschätzung mit offiziellen Kategorien. Es zeigen sich zum

Teil große Unterschiede zwischen subjektiver Einschätzung und offiziellen

Einordnungen nach dem GER. Für das Deutsch unserer Schüler wird vor allem

problematisiert, dass der Spracherwerb nicht über geregelte DAF und somit GER-

Stufen verläuft, sondern sich aus deutschem Sachunterricht mit unsystematischen

Tendenzen zusammensetzt.


Protokollant / Protokollantin: Eva Franke

Datum: 19. 01. 2010 Uhrzeit: 10.45 – 12.45 Uhr

Thema: Europäischer Referenzrahmen

Um den Sprachstand der Schüler besser einschätzen zu können kann die genauere Kenntnis

der linguistischen Fertigkeiten auf den, vom G.E.R. festgelegten Stufen, hilfreich sein. Anna

Mandelli präsentiert die entsprechenden Quellen für Deutsch (Goethe-Institut) und Italienisch

(Universität Perugia).

1. Präsentation der vier linguistischen Fertigkeiten (Lesen, Hören, Sprechen, Schreiben) auf

den sechs Stufen des Referenzrahmens (Grundstufe: A1/A2;

Mittelstufe: B1/B2; Fortgeschrittene: C1/C2; für letzteres werden annähernd

muttersprachliche Kenntnisse verlangt).

2. Beispiel: Anhand von Fertigkeitsbeschreibungen sollen die T. Rückschlüsse au die

entsprechenden Sprachstufen ziehen.

Ziel : Sensibilisierung für die Anforderungen, die wir im Unterricht an die Schüler stellen und

eine bessere Einordnung ihrer Leistungen und Probleme. Einzelne Formulierungen helfen bei

der Zuordnung. Die Auswertung erfolgt in PA und im Plenum anhand des Referenzrahmens

selbst.

3. Diskussion: Einschätzung des Sprachstands unserer Abiturienten (B2/C1 ?). Schlechtere

Leistungen im Mündlichen, besonders in der Abiturprüfung (d.h. müsste eventuell stärker

gefördert werden.)

Im Deutschen sind die Prüfungsanforderungen für das schriftliche Abitur bereits in

inhaltliche und sprachliche Leistungen unterteilt. In allen Fächern gibt es Punkteabzug für

sprachliche Schwächen. Die Anforderungen im sprachlichen Ausdruck entsprechen

weitgehend denen des Referenzrahmens (C1). Diskussion um den Vorschlag, dass Deutsche

Schulen im Ausland eine interne Drittkorrektur haben sollten, d.h. keine Beurteilung von

deutschen Drittkorrektoren, die die spezielle sprachliche Problematik der Schüler nicht

verstehen können.

Erarbeitung von Unterrichtseinheiten

Spezifische Textsorten der einzelnen Fächer werden im Hinblick auf Vorentlastung

(Leseverstehen, Wortschatz u.s.w.) in Minigruppen bearbeitet.


Präsentation der Unterrichtsentwürfe (Mittwoch 20.01.2010)

1. Ina Strauss (DSM): Chemie

Unterrichtssequenz zum Periodensystem der Elemente

Planung: Der Schüler liest einen vorbereiteten Text zum Thema PSE.

In der Klasse hängen verteilt nummerierte Karten mit zwei Sätzen, die das PSE

beschreiben. Von den beiden Sätzen ist einer korrekt, der andere falsch.

Aufgaben: 1. Lies den Text an Deinem Platz aufmerksam durch.

2. Gehe nun ohne den Infotext nacheinander zu den aushängenden Karten und

entscheide Dich jeweils für den richtigen Buchstaben.

Bsp. (E) Silicium ist ein Nichtmetall. bzw. (O) Silicium ist ein Halbmetall.

3. Notiere den richtigen Buchstaben auf einen Zettel.

4. Wenn Du unsicher bist, musst Du an Deinen Platz zurück und nachlesen.

5. Bringe nun alle Buchstaben in die richtige Reihenfolge. Sie ergeben eine

wichtige Aussage zum Thema.

Auswertung:

• Es wird angemerkt, dass dieses Verfahren eher eine Übung zur Memotechnik darstelle

als zur selbstständigen Wortschatzklärung.

• Der Text könnte zur Vereinfachung für den Schüler mit einer Tabelle mit Zahl für die

Buchstaben, die sich ergeben, ergänzt werden.

• Nichtmuttersprachlern sollte man den Text eventuell mitnehmen lassen.

• Es handelt sich um eine gute Methode, um exaktes Lesen zu fördern.

2. Isolde Hesse (DSM): Mathematik

Problematik im Mathematikunterricht:

Wie kann ich meine Schüler unterstützen, damit sie mit unbekannten Aufgabenstellungen in

komplexeren Textaufgaben auch allein (schriftliche Prüfung) befähigt werden, den Sinnzusammenhang

einer Aufgabe zu erkennen.

Vorbetrachtung:

Beim Auseinandersetzen mit Textaufgaben im Mathematikunterricht ist uns aufgefallen, dass

viele Texte ab Klasse 9 schwer werden, da sie sich inhaltlich sehr voneinander unter-scheiden

und mit einer Unmenge unbekannter Vokabeln aufwarten. Neben den vielen Fachvokabeln

und den Formeln, werden häufig zusammengesetzte Substantive verwendet, die den Schülern

völlig unbekannt sind. Nachdem wir etliche Aufgaben aus dem Lehrbuch Mathematik Klasse

10 analysiert und mit unseren Fortbildern Dorothee und Anna diskutiert und erörtert haben,

hier ein kleine didaktische Anregungen zur Unterstützung der Schüler:


Mögliche Lesestrategien für Textaufgaben:

- Textaufgabe gründlich lesen.

- Fremde Vokabeln markieren.

- Fremde Vokabeln mit Weltwissen erschließen.

- Fremde Vokabeln aus dem Sinnzusammenhang erschließen.

- Fremde Vokabeln durch Ähnlichkeiten zu anderen Sprachen erschließen.

- Bei fremden zusammengesetzten Substantiven das letzte Wort besonders beachten,

dessen Bedeutung klären.

- Die davor stehenden Wortteile weglassen oder durch…blabla ersetzen.

- Unbekannte Vokabeln durch …blabla ersetzen und den Text nochmals lesen.

- Vokabel nachschlagen oder Erfragen, wenn alles nicht geholfen hat.

Erfahrungen aus der erteilten Mathestunde:

Ca. ein Drittel aller Schüler hatte Probleme, den Sinnzusammenhang der beiden Aufgaben zu

erfassen.

Nachdem ich den Schülern die Lesehilfen Schritt für Schritt beratend gegeben hatte, haben

sich tatsächlich immer mehr Schüler in die Lage versetzt gefühlt, die gegebenen und

gesuchten Größen der Textaufgabe richtig heraus zu finden. Das bedeutet auch, dass sie den

Sinnzusammenhang verstanden haben, auch, wenn man nicht jedes Wort „richtig“ kennt.

Natürlich wurden alle anderen, bereits bekannten methodischen Mittel mit einbezogen: sehr

wichtig bei dieser Problematik: nach dem Text eine Skizze erstellen und diese beschriften

oder falls schon eine Skizze vorhanden ist, diese entsprechend beschriften und mit farbigen

Stiften gegeben und gesuchte Größen einzeichnen.

Ich bedanke mich bei Anna und Dorothee für die Anregungen. Isolde Hesse

Anhang 1: 2 Textaufgaben, an denen geübt wurde.

3. Eva Franke (DSR), Gemeinschaftskunde/ DaF

I) Leseverstehen - Vorentlastung

Bearbeitung eine Sachtextes (siehe Anhang 2)

Strategien:

a) Der zerschnittene Text

Text zerschneiden; S. setzen die Textteile zusammen und achten bei der Rekonstruktion auf

Strukturmarkierer , z.B:

• Pronomen: „ihr“ – Bezug zu „Asylanten

• Nomen: „die Arbeitslosen“ – Bezug zu „Feind“

• Konjunktionen, z.B.: „als“ , „solange“, „und“, „weil“ …

• gleiche Wortfamile

Beispiel:

Daraufhin kam die Familienministerin Rönsch auf die geniale Idee, ihr Arbeitslosenhilfsgeld an

südlichen Stränden zu missbrauchen. Pech gehabt, das schneelose Wetter schlägt ihr ein

Schnippchen…


…Zur Zeit fällt auf dreihundert Arbeitslose ein Kubikmeter Schnee. Damit ihr Vorschlag kein Schlag

ins Wasser wird, erwägt die Ministerin, Alpenschnee zur Arbeitsbeschaffung in die Stadt zu befördern.

b) Zusammenfassung des Textes:

S. finden Oberbegriffe/ Überschriften zu den Abschnitten.

z.B. : „Bundesregierung gegen Arbeitslose“; Wirtschaftsmisere; „Arbeitslose tun nichts“, u.s.w.

II Leseverstehen – Ganzschrift (Fotokopie)

S. lesen den Text mit den ursprünglichen, inhaltlichen Abschnitten und fassen diese jeweils in ein/

zwei Sätzen zusammen.

Zusatzübungen: Wortschatzerweiterung

a) Lückentext, (Redewendungen, Verbverbindungen)

Beispiel:

Die Kriegserklärung der Bundesregierung an die Arbeitslosen _______ nicht von ungefähr. Soeben

hat sie nämlich einen anderen Feldzug erfolgreich __________: den gegen die Asylanten mit

Geländegewinn an der Grundgesetzfront. Der Angriff wurde ________, ja der Gegner teilweise zur

Flucht ________. Nun konnte sich Bonn , ohne einen Zweifrontenkrieg __________zu müssen, voll

und ganz auf den neuen Feind __________. Die Arbeitslosen haben sich die Feindschaft der

Regierung selber ___________ und sie sich redlich _________.

b) zusammengesetzte Nomen erschließen

z.B.: „ die Kriegserklärung“; „ der Zweifrontenkrieg“;

„ die Einsparmaßnahme“

Der neue Wortschatz soll in ein Unterrichts – Glossar geschrieben werden.

Anhang 2: Sachtext: Wolfgang Ebert: „Der neue Feind“

4. Tilko Vitzthum (DSM), Musik

Für das Fach Musik ging es zunächst darum, dass durch die Einführung des G8 an der DSM

sprachliche Lehrplaninhalte des Faches Deutsch auf das Fach Musik übertragen werden

müssen. Es wurden daher neue Lehrpläne und ein neues Lehrbuch zum Vorschlag für die

Fachkonferenz erarbeitet bzw. diskutiert. Man einigte sich auf die "Spielpläne".

Weiterhin wurde überlegt, wie im Einzelnen sprachliche Inhalte im Musikunterricht zu

realisieren wären. Exemplarisch wurden in diesem Zusammenhang Arbeitsblätter zu den

"Spielplänen 5/6" vorgestellt.

Im Anhang 3 ein Lückentext, mit dem sich das das Erraten von Wörtern im Kontext

trainieren lässt.


5. Cristina Cattaneo (DSR), IaF

IAF-Mittelstufe (Klasse 5) - Buch Appunto Lektion 6b – “Giallo nel palazzo”

Lehrer: Cattaneo, Pichler

Aufgabenstellung: Einen vorgelegten Lückentext lesen, Lücken ausfüllen

Lernziel: Unbekannte Wörter müssen aus dem Kontext erschlossen

werden ohne Mithilfe des Lehrers.

Ganz oft ergibt sich nämlich die Situation, dass die Schüler vor

einem unbekannten Wort meinen, den ganzen Text nicht

verstanden zu haben.

Anwendungsmöglichkeit : In fast jedem neuen Text

Vorteil für Lernende: Er trainiert sich zu entlasten.

Beispiel: Lektion 6b “Giallo nel palazzo” aus dem Lehrbuch “Appunti 1“

Eine weitere Möglichkeit der Entlastung bietet sich hier wie auch sonst oft an mit

Hilfe von Abbildungen (und Hilfen des Lehrers, s.u.):

Das hier in einem anderen Sinn benutzte Wort „giallo“ kann der Schüler vielleicht

erraten unter geeigneter Mithilfe des Lehrers.

Schülerantwort: Un colore

Kann das hier stimmen ?

Man verweist die Schüler auf das Bild neben dem Text, und gegebenenfalls gibt der

Lehrer die Erklärung (Colore della copertina dei primi romanzi polizieschi in Italia,

Giallo = Krimi)

Man kommt dann zum Lückentext.

Beispiel: Aus der ersten Zeile ist das Wort vittima = Opfer entnommen worden.

Der Schüler versteht zwar die Wörter bomba und garage, er kann aufgrund von Vermutungen

auf das Wort morto (das er bereits in Lektion 5 gelernt hat) oder auf das Wort ferito kommen.

Entsprechendes gilt auch für die anderen vom Lehrer erzeugten Textlücken.

Die Strategie, unbekannte Wörter zu verstehen, ohne sie vom Lehrer erklärt zu bekommen,

kann durch eine entsprechende Hausaufgabe (ebenfalls Lückentext) verstärkt werden.

Die hier beschriebene Methode kann im Unterricht gelegentlich angewendet werden, sie

motiviert u.a, schwierige Texte selbständig zu verstehen. Daher kann sie auch später sehr

hilfreich sein, komplizierte Texte aus Literatur und Philosophie in italienischer Sprache

leichter zu verstehen.

Anhang 4:

Erwähnter Lückentext und Originialtext


6. Aldo Atanasio (DSR), Geschichte

Verbale della lezione di Storia tenuta da Aldo Atanasio e preparata insieme al collega Silvan

Mertens di Genova e alla collega Rossella Brambilla di Milano.

La lezione è mirata a spiegare il sistema feudale nella sua struttura fondamentale. La base

della spiegazione viene offerta dal libro di testo.

Il nostro gruppo di lavoro ha pensato di offrire agli scolari un esempio estremamente plastico

per spiegare il concetto di “divisione” dall’alto verso il basso, fondamento del sistema

feudale.

L’insegnante entra in classe con una bella torta. Fra le occhiate incuriosite e divertite degli

scolari egli comincia a dividerla in parti non uguali. Esse vengono distribuite secondo un

criterio stabilito dall’insegnante e basato su elementi di differenza all’interno del gruppo,

valutabili e fissabili al momento. L’importante è incuriosire la scolaresca ben disporla alla

spiegazione che seguirà.

Si torna infatti piacevolmente disposti al libro di testo e si danno le dovute spiegazioni

sfruttando la metafora della torta. Il libro di testo viene usato per estrapolare i termini tecnici

fondamentali, coi quali costruire alla lavagna la piramide del sistema feudale, stavolta ben

dettagliata nella sua terminologia.


Materialien (Anhang zu den Präsentationen)

Anhang 1:


Anhang 2:

Sachtext:

Wolfgang Ebert, Der neue Feind

Die Kriegserklärung der Bundesregierung an die Arbeitslosen erfolgt nicht von

ungefähr. Soeben hat sie nämlich einen anderen Feldzug erfolgreich beendet:

den gegen die Asylanten mit Geländegewinn an der Grundgesetzfront. Der

Angriff wurde gestoppt, ja der Gegner teilweise zur Flucht gezwungen. Nun

konnte sich Bonn , ohne einen Zweifrontenkrieg führen zu müssen, voll und ganz

auf den neuen Feind stürzen.

Die Arbeitslosen haben sich die Feindschaft der Regierung selber zuzuschreiben

und sie sich redlich verdient. Die Frage, was sie getan haben, erübrigt sich. Sie

tun nichts. Das ist ihre Schuld. Und darum werden sie von der Regieung bei den

Entspannungsmaßnahmen grausam zur Ader gelassen, denn Strafe muss sein.

Solange sich die Arbeitslosenzahlen im vertretbaren Rahmen hielten, drückte die

Regierung großmütig ein Auge zu. Inzwischen haben sie sich aber derart

vermehrt,

dass sie zu einer unerträglichen Plage geworen sind. Damit schaden sie

natürlich dem Ansehen der Regierung, die ihre Beseitigung, zumindest ihre

Dezimierung versprochen hatte. Weil sie nichts, aber auch gar nichts tun, macht

die regierung sie für unsere dramatische Wirtschaftsmisere voll verantwortlich

– und nicht etwa die viel besser beleumdeten Bessserverdienenden und Beamten,

die nur der Regierung nichts tun.

Die Arbeitslosen – als neues Feidbild sind die Zufallsentdeckung Theo Waigels.

Als er nämlich einmal von seinem Dienstwagen aus die Schlange von Menschen

bemerkte, die statt zu arbeiten nichts weiter taten, als um eine Suppe

anzustehen, machte ihn das sehr aggressiv. Er erklärte hinterher am

Kabinettstisch: „Wer nicht arbeitet, der braucht auch nicht zu essen.“

Daraufhin kam die Familienministerin Rönsch auf die geniale Idee, ihr

Arbeitslosenhilfsgeld an südlichen Stränden zu missbrauchen. Pech gehabt, das

schneelose Wetter schlägt ihr ein Schnippchen. Zur Zeit fällt auf dreihundert

Arbeitslose ein Kubikmeter Schnee. Damit ihr Vorschlag kein Schlag ins Wasser

wird, erwägt die Ministerin, Alpenschnee zur Arbeitsbeschaffung in die Stadt zu

befördern. Immerhin hat der Krieg der Regierung gegen die Faulenzer auch

eine positive Seite: Die Noch-Arbeitsplatzbesitzer suchen jeden Anschein zu

vermeiden, als ob sie nicht im Schweiße ihres Angesichts schuften um nicht

eines Tages als Arbeitslose Frau Rönsch vor die Füße geworfen und von ihr zum

Schneeschippen verdonnert zu werden.

aus: Die Zeit (12.02. 1993)


Anhang 3:

DSM, Mu.,5.Jg., VIT

Lückentext zu SPIELPLÄNE, S. 196

Johann Sebastian Bach: Stationen seines Lebens

Herkunft und erste Ausbildung

Johann Sebastian Bach (1685-1750) entstammt einer weit verzweigten 1 Familie in

Mitteldeutschland. Schon seit Generationen hatte sie .................. hervorgebracht: Organisten

und Kantoren, die verantwortlich waren für die ................................. und die Ausbildung

junger Chorsänger und Stadtpfeifer (Stadtmusiker, die von der Stadt bezahlt wurden, um bei

Stadtfesten zu musizieren). Auch Bachs Vater war als ............... Stadtmusiker in Eisenach,

wo Johann Sebastian zur Welt kam. Damals übernahmen Söhne häufig den ............... des

Vaters, und so wird Johann Sebastian von seinem Vater Geigenunterricht erhalten haben.

Nach dem .......... der Eltern kam der 10-jährige Bach nach Ohrdruf in die Familie seines

ältesten Bruders Johann Christoph Bach, der ihn musikalisch ausbildete. Johann Sebastian

lernte begierig: Er sei so versessen 2 darauf gewesen, neue ............ kennen zu lernen, dass

er sie heimlich nachts bei Kerzenlicht abschrieb, wird berichtet. Ab 1700 erhielt Bach einen

Schulfreiplatz 3 in Lüneburg und sang dort im ............................... . Auf langen Wanderreisen

besuchte er andere Städte, z.B. Celle, wo er die französische Musik der Hofkapelle studierte.

(Kirchenchor, Werke, Tod, Beruf, Geiger, Kirchenmusik, Musiker)

1 viele Mitglieder

2 etwas unbedingt wollen

3 er durfte dort umsonst lernen


Anhang 4

a) Lückentext


) Originaltext


Rückmeldebogen

Referentinnen: Dorothee Kamp / Anna Mandelli (DSM) Thema: Sprachförderung

Gesamteindruck zur Leitung:

1 didaktisch sehr gut

2 fachlich sehr gut

meine Bewertung zum Inhalt der Veranstaltung:

3 Der Inhalt erschien mir aktuell

4 Der Bezug zur Praxis erschien mir angemessen

5 Die vorgestellten Beispiele/Verfahren waren für mich sehr hilfreich

meine Bemerkungen dazu:

mein Urteil zur Kooperation in der Teilnehmergruppe:

6 Die Kommunikation empfand ich als vertrauensvoll

7 Die Zusammenarbeit war konzentriert, effektiv

8 Schwierige Themen wurden offen angesprochen

9 Die Arbeitsergebnisse fand ich sofort umsetzbar

meine Bemerkungen dazu:

mein Urteil über die Unterbringung und die Organisation:

10 Die Hotelzimmer sind sehr zu empfehlen

11

Information und Betreuung vor Ort waren

meine Bereitschaft zur Anwendung bzw. Weiterarbeit:

12 Ich bin grundsätzlich an der Weiterentwicklung

des Themas interessiert.

Wenn ja

13 a) dies sollte in einer Arbeitsgruppe an

meinem Schulort stattfinden.

14 b) dies sollte auch durch Gedankenaustausch

in der Region stattfinden.

15 Mit der aktiven Umsetzung der vorgestellten

Methoden will ich demnächst beginnen

16 Ich bin an einer weiterführenden Fortbildung

(SchiLF) interessiert

meine Bemerkungen dazu:

sehr gut

ja

ja

ja

ja

sehr

7 5

9 3

8 3

7 5

2 8 2

11 1

8 3 1

7 4 1

4 6 2

4 2

12

9

9

12

12

3 2

sehr schlecht

sehr schlecht

veraltet (1 leer)

nicht vorhanden

nicht hilfreich

sehr angespannt

äußerst uneffektiv

ausgeklammert

kaum umsetzbar

nicht zu empfehlen

(7 leer)

mangelhaft (6 leer)

nein

nein (3 leer)

nein (3 leer)

nein

gar nicht


Weitere Anregungen:

- Er wäre wichtig für „neue“ Kollegen eine italienische Sprachausbildung an der DSM

zu organisieren.

- Vertiefung von typischen „Lehrervokabeln“ und Ausdrucksmöglichkeiten mit unseren

Kollegen (z.B.: Referentin Anna Mandelli).

- Wichtig: Italienisch für ADLK im 1. Dienstjahr von der Schule anbieten. Sooo wichtig

für den Unterricht (Spracharbeit geht sonst nicht!).

- Hilfreich war fachliche Durchmischung des Kollegen: Musik, Italienisch, Deutsch,

IaF, DaF.

- Meinungsaustausch zwischen den Kollegen unterschiedlichen Fächer und Regionen

war wichtig.

- Kollegengespräch und Meinungsaustausch sind sehr wichtig.

- Mischung der Teilnehmer/Fächer etwas unausgewogen (einige Fächer fehlen;

mindestens zwei TN aus jedem Fach wären gut für die Zusammenarbeit).

- Trennung der Fachbereiche in unterschiedliche spezifische Fortbildungen.

- Sehr hilfreich und praktisch anzuwenden

- An italienische Kollegen weitergeben und sie miteinbeziehen!

- Didaktik und Bezug auf Praxis waren gut verteilt!

- Die Gruppe hat gut und effektiv zusammengearbeitet.

- Ich wäre persönlich an einer Fortbildung „Strategien zum Sprechen in der

Fremdsprache IaF“ interessiert.

- Ich hätte mir noch mehr Hinweise zu anderen Fertigkeiten (z.B. Sprechen im

Fachunterricht) gewünscht.

- Die „Kosten“ einer Fortbildung sollten konkrete Fortschritte in die

Unterrichtsgestaltung und Unterrichtsmethoden hineinbringen.

- Über die Umsetzung in Mathematik muss noch mehr nachgedacht werden, da sich

Probleme überlagern (Textverständnis und Abstraktion).


Abschlussbemerkung

Diese Fortbildung richtete sich in erster Linie an Kolleginnen und Kollegen der Mittelstufe,

die deutsch- bzw. italienischsprachige Fächer im Gymnasium unterrichten und dabei ihren

Schülern oder einem Teil ihrer Schüler Sachinhalte in einer Fremdsprache vermitteln müssen.

Die besondere Brisanz dieses Themas an den deutschen Begegnungsschulen in Italien

bewirkte ein erfreulich hohes Interesse an einer Teilnahme, insbesondere auch bei

italienischsprachigen Kolleginnen und Kollegen.

Die Fortbildung fand unter der Zielsetzung statt, das Bewusstsein für die sprachliche

Vermitteltheit aller schulischen Inhalte zu schärfen. Zudem sollte die eigene Kompetenz

gefördert werden, im Unterricht mit den Schülern individuell das sprachliche Verstehen in

Kombination mit Sachinhalten zu trainieren. Grammatik sollte dabei nicht als Selbstzweck

verstanden, sondern funktional dahingehend betrachtet werden, welche Aussageabsichten sich

mit bestimmten Strukturen im Deutschen bzw. Italienischen im Zusammenhang mit

bestimmten Sachthemen realisieren lassen, was wiederum der Förderung des Textverstehens

diente, weil ein so verstandenes Grammatikwissen unter anderem das Erschließen von

Unbekanntem in einem fremdsprachlichen Text erleichtern kann. Solche und andere

Erschließungsstrategien bildeten den zweiten Schwerpunkt der Fortbildung

Wie die Auswertung zeigt, wurden diese Zielsetzungen weitestgehend erreicht; insbesondere

wurden die direkte Anwendbarkeit der einzelnen Inhalte und der praktische Aspekt der

Fortbildung bewertet, der in den einzelnen Protokollen und Materialien des letzten

Fortbildungstages erkennbar ist.

Eine besondere Würdigung verdient darüber hinaus die hohe Kompetenz und Professionalität

der Referentinnen der DS Mailand.

Einen besonderen Stellenwert hatte ferner der persönliche Austausch zwischen den

Kolleginnen und Kollegen der unterschiedlichen Schulen, Fachrichtungen und Nationalitäten;

von verschiedenen Seiten wurden Fortsetzungsveranstaltungen sowohl im Bereich der

regionalen als auch im Bereich der schulinternen Fortbildungen angeregt, wobei eine

Schwerpunktsetzung auf die unterschiedlichen spezifischen Bedürfnisse der einzelnen

Fachrichtungen erfolgen sollte.

Matthias Schopper, ReFoKo

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