paritätischer niedersachsen verwaltungsstelle für den zivildienst

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paritätischer niedersachsen verwaltungsstelle für den zivildienst

PARITÄTISCHER NIEDERSACHSEN

VERWALTUNGSSTELLE FÜR

DEN ZIVILDIENST

Zeißstr. 60 ���� 30519 Hannover

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ansprechpartner: Heino Wolf, � 0511 / 987 83-10

Versetzung in eine andere Zivildienststelle

selbstverständlich ist es grundsätzlich möglich, dass ein Zivildienstleistenden im Laufe der Dienstzeit

die Dienststelle im Rahmen einer Versetzung wechselt. Um keine unnötigen Verzögerungen

entstehen zu lassen, ist es wichtig, hierzu die Vorgaben des Leitfadens Zivildienst B 4 seitens der

Beteiligten zu berücksichtigen. Die wesentlichen sich hieraus ergebenden Informationen fassen

wir nachstehend kurz zusammen.

Grundsätzliches

Eine Versetzung muss immer über die derzeitige Zivildienststelle und die derzeit zuständige Verwaltungsstelle

Zivildienst beantragt werden. Der vermeintlich kürzere Weg, dass ggf. die in Aussicht

genommene neue Zivildienststelle versucht, die Versetzung selbst in die Wege zu leiten,

funktioniert ausnahmslos nicht!

Versetzung aus zwingenden dienstlichen Gründen

Die Dienststelle kann aus zwingenden dienstlichen Gründen die Versetzung eines ZDL beantragen.

Zwingende dienstliche Gründe liegen vereinfacht gesagt vor, wenn es der Dienststelle nicht

mehr zumutbar oder möglich ist, den ZDL weiterhin zu beschäftigen. Disziplinarische Gründe, wie

z. B. häufige Verspätungen, Fernbleiben vom Dienst o. ä., sind grundsätzlich keine Versetzungsgründe.

Die Dienststelle muss die Versetzung formlos schriftlich mit konkreter und möglichst ausführlicher

Schilderung der Gründe bei der zuständigen Verwaltungsstelle Zivildienst beantragen. Dem Antrag

muss eine Belehrung des ZDL im Sinne der §§ 36 und 41 Zivildienstgesetz beigefügt sein

(Für Dienststellen im Paritätischen Niedersachsen Kopievorlage „M 23“.). Hilfreich ist es, wenn der

ZDL selbst eine neue Dienststelle nachweisen kann. Für die Einverständniserklärung empfehlen

wir die Verwendung eines entsprechenden Vordruckes, sofern ein solcher von der Verwaltungsstelle

Zivildienst zur Verfügung gestellt werden kann (Im Paritätischen Niedersachsen Kopievorlage

„M 22“.)

Liegen zwingende dienstliche Gründe vor, erfolgt die Versetzung ggf. auch gegen den Willen des

ZDL und auch ohne dass dieser ggf. selbst eine neue Dienststelle nachgewiesen hat von Amts

wegen. Versetzungen unter diesen Voraussetzungen, die in der Praxis relativ selten vorkommen,

erfolgen in der Regel dann heimatfern.

Versetzung aus persönlichen Gründen

Aus persönlichen Gründen kann auch ein ZDL selbst die Versetzung in eine andere Dienststelle

beantragen. Hierbei ist, wie auch bei Versetzungsanträgen von Dienststellen, bei der Prüfung ein

strenger Maßstab anzulegen. Die Gründe für eine solche Versetzung können vielfältig sein, so

dass eine Aufzählung aller möglichen Gründe an dieser Stelle nicht möglich ist.

Der häufigste Grunde ist ein Wunsch auf Wechsel der Tätigkeit z. B. in den so genannten unmittelbaren

Dienst am Menschen (Beispiel: Bislang Hausmeister, künftig Betreuung Behinderter.)

Aber auch im umgekehrten Fall, dass ein ZDL sich trotz Versuch mit den aktuellen Tätigkeiten

insbesondere im Dienst am Menschen überfordert fühlt, kann zu einer Versetzung führen. Dienstleistenden,

die einen Antrag auf Versetzung aus persönlichen Gründen erwägen, empfehlen wir

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Paritätischer Niedersachsen, Verwaltungsstelle für den Zivildienst Seite 2 von 2

Versetzung eines Zivildienstleistenden

einen Blick in den Leitfaden Zivildienst B 4 zu werfen und/oder sich von ihrer derzeitigen Verwaltungsstelle

Zivildienst telefonisch beraten zu lassen.

Der Antrag ist formlos schriftlich, möglichst ausführlich begründet über die derzeitige Zivildienststelle

einzureichen. Sofern möglich sind Beweisunterlagen beizufügen. Die derzeitige Zivildienststelle

muss zu dem Antrag eine schriftliche Stellungnahme abgeben. Eine Versetzung aus persönlichen

Gründen kann grundsätzlich nur erfolgen, wenn der ZDL selbst eine neue Dienststelle eigener

Wahl nachweisen kann.

Unmöglichkeit der Versetzung

Eine Versetzung ist nicht möglich, wenn den maßgeblichen Gründen in der jetzigen Zivildienststelle

abgeholfen werden kann. Beispiel: Der ZDL fühlt sich in der Pflege und Betreuung überfordert

und in der Dienststelle ist z. B. ein Zivildienstplatz mit handwerklichen Tätigkeiten frei. In der Regel

wird in einem solchen Fall eine Versetzung nicht erfolgen können.

Kein Versetzungsgrund ist ausnahmslos, dass nur die neue in Aussicht genommene Zivildienststelle

einen egal wie dringenden Bedarf an ZDL hat.

Ebenfalls keine Versetzung ist eine „Umsetzung“ innerhalb der selben Zivildienststelle auf einen

anderen Zivildienstplatz (Z. B. von Platz 3, bisherige Tätigkeit Pflege und Betreuung auf Platz 10,

Individuelle Schwerstbehindertenbetreuung.). Bei einer Umsetzung muss die Dienststelle lediglich

mitteilen, ab welchem Termin und auf welchen freien Zivildienstplatz der eigenen Dienststelle die

Umsetzung erfolgen soll. (Vordruck auf www.paritaetischer-zivildienst.de, Kopievorlage „M 19“) Bei

mehreren anerkannten Zivildienststellen des selben Trägers ist jedoch ein Wechsel von einer ZDS

in die andere immer eine Versetzung, nicht jedoch eine Umsetzung.

Ablauf

Nachdem der Antrag der Dienststelle oder des ZDL bei der zuständigen Verwaltungsstelle Zivildienst

der bisherigen Dienststelle eingegangen ist, prüft diese den Antrag inhaltlich und auf Vollständigkeit

und fordert ggf. fehlende Angaben, Unterlagen etc. an.

Nach Vollständigkeit des Antrages wird der Vorgang ggf. an das Bundesamt für den Zivildienst zur

Anordnung der Versetzung weitergegeben oder die Versetzung wird abgelehnt. In der Folge ist ein

Zeitrahmen von circa drei bis vier Wochen bis zu dem Versetzungstermin bzw. dem Erhalt der

Ablehnung realistisch. Kurzfristige „Eilversetzungen“ sind bei besonders schwerwiegenden Versetzungsgründen

(Z. B. Diebstahl, Körperverletzung o. ä.) möglich.

Der Dienst kann und darf erst nach Erhalt der Versetzungsanordnung des Bundesamts an dem

dort genannten Termin bei der neuen Zivildienststelle aufgenommen werden. Bis zu der Versetzung

muss der Dienst weiterhin in der bisherigen Dienststelle geleistet werden.

Wie man eine neue Zivildienststelle findet

Zum Abschluss noch ein paar letzte Hinweise. Informationen über freie Zivildienstplätze können

ZDL von den Verwaltungsstellen Zivildienst erhalten. Eine komplette Übersicht aller Verwaltungsstellen

hat jeder ZDL mit der Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer erhalten. Sie ist jedoch

auch auf der Homepage des BAZ unter www.zivildienst.de zu finden. Ggf. kann man sich auch an

den jeweiligen Außendienstmitarbeiter des BAZ (Regionalbetreuer) wenden, deren Datenstand

jedoch nicht auf dem aktuellen Stand der Verwaltungsstellen Zivildienst ist. Anschriften und ggf.

Links aller Verwaltungsstellen Zivildienst im Paritätischen finden Sie auch auf unserer Homepage

www.paritaetischer-zivildienst.de .

Sofern entsprechend Gründe vorliegen, müsste es bei Beachtung unserer vorstehenden Hinweise

eigentlich mit einer gewünschten Versetzung ohne Probleme klappen. Sollten Sie weiteren Beratungs-

oder Informationsbedarf haben, wenden Sie sich bitte an die für Ihre Dienststelle zuständige

Verwaltungsstelle Zivildienst.

Ihre

Verwaltungsstelle für

den Zivildienst Niedersachsen

Inhalt und Gestaltung: Der Paritätische, Verwaltungsstelle für den Zivildienst Niedersachsen, Zeißstr. 60, 30519 Hannover

C:\Dokumente und Einstellungen\Administrator\Eigene Dateien\Merkblätter\Versetzung Verfahrenshinweise.doc, Stand August 2005

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