Informationen für Dienstpflichtige mit ... - Wege ins Studium

wege.ins.studium.de

Informationen für Dienstpflichtige mit ... - Wege ins Studium

Informationen

für Dienstpflichtige

mit Studienabsichten

Stand: Juni 2010

Bitte unbedingt Vorwort beachten!


Vorwort

Die Bundeswehr hat unter Beteiligung des Bundesministeriums für Bildung

und Forschung und der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen

(ZVS) das “Merkblatt für Wehrpflichtige und Soldatinnen/ Soldaten auf Zeit

mit einer festgesetzten Dienstzeit von bis zu drei Jahren, die zu studieren

beabsichtigen” herausgegeben.

Dieses Merkblatt gilt aus Gründen der Gleichbehandlung auch für

Zivildienstpflichtige.

Es ist in diesem Merkheft in vollem Wortlaut abgedruckt; die Regelungen für

Wehrpflichtige, die Grundwehrdienst leisten, geben auch den Zivildienstpflichtigen

die notwendigen Informationen, jedoch mit folgenden Ausnahmen:

1) Nr. 8.3 (3) b - Als Nachweis über die im Zivildienst ausgeübten

Tätigkeiten kann von der Zivildienststelle eine Bescheinigung über

den konkreten Einsatz neben dem vorgesehenen Dienstzeugnis

nach § 46 Abs. 2 des Zivildienstgesetzes ausgestellt werden.

2) Nr. 8.3 (4) - Fragen zur Berufsförderung beantworten die Verwaltungsstellen

bzw. die Zivildienstgruppen. Die Adressen und Telefonnummern

sind z.B. im Merkblatt "Wichtige Hinweise für anerkannte Kriegsdienstverweigerer"

veröffentlicht (vgl. hierzu Abschnitt A 4 des Leitfadens für

die Durchführung des Zivildienstes).

3) Nr. III 2 - Ob es einen dem Sozialdienst der Bundeswehr

entsprechen den Dienst bei der Dienststelle gibt, müssen Sie bei dieser

erfragen.

Merkblatt für Wehrpflichtige und Soldatinnen/ Soldaten auf Zeit mit

einer festgesetzten Dienstzeit von bis zu drei Jahren, die zu studieren

beabsichtigen

(Stand: Juni 2010)

Wehrpflichtige und die Soldatinnen/Soldaten auf Zeit bis zur Dauer von

drei Jahren (SaZ 3), die zu studieren beabsichtigen, sollten sich nach

Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung stets zum nächstmöglichen

Studienbeginn bewerben, ohne Rücksicht darauf, ob der Wehrdienst/Dienst

in Kürze bevorsteht.

II 1 - 407 - 06.10

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Inhalt:

I. Zulassung zum Studium

1 Grundsätzliche Regelung der Auswahl nach einem Dienst

aufgrund früheren Zulassungsanspruchs

1.1 Kein Nachteil durch Wehrdienst oder andere Dienste

1.2 Voraussetzungen für die Auswahl nach einem Dienst auf grund

früheren Zulassungsanspruchs

2 Auswahlverfahren in den bundesweit einbezogenen Stu-

diengängen

2.1 Quote für die Abiturbesten

2.2 Quote nach Wartezeit

2.3 Quote für das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

3 Service-Verfahren

3.1 Auswahlverfahren

3.2 Bevorzugte Auswahl

4 Auswahlverfahren in Studiengängen, die von den Hoch -

schulen aufgrund örtlicher Zulassungsbeschränkungen

vergeben werden

5 Regelungen für Studiengänge, bei denen wähend des Dien-

stes keine bundesweiten Zulassungsbeschränkun gen be-

standen

6 Ausführungen zum Anspruch auf Auswahl aufgrund frühe-

ren Zulassungsanspruchs

6.1 Im gewünschten Studiengang bestanden während des Dien stes

bundesweit Zulassungsbeschränkungen (Auswahl durch die

Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) oder

)

6.2 Zeitliche Begrenzung des Anspruchs

6.3 Umsetzung des Anspruchs auf bevorzugte Auswahl

7 Sonderfälle

7.1 Berufsausbildung vor Erwerb der Hochschulzugagsberechtgung

7.2 Hinderung an einer Berufsausbildung durch einen Dienst

7.3 Antrag auf Nachteilsausgleich

8 Erneute Bewerbung

8.1 Besonderheiten bei der Wiederzulassung

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8.2 Bewerbung, Antragsunterlagen, Ausschlussfrist

8.3 Anrechnung von Tätigkeiten bei der Bundeswehr und von

Bildungsmaßnahmen des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr

auf Hochschulpraktika

8.4 Vorkurse

9 Fernstudium

II. Situationsbezogener Rat

III. Entscheidungshilfen

1 Als Entscheidungshilfen kommen in Betracht

2 Persönliche Hilfe durch den Sozialdienst der Bundeswehr

I. Zulassung zum Studium

1 Grundsätzliche Regelung der Auswahl nach einem Dienst aufgrund

früheren Zulassungsanspruchs

1.1 Kein Nachteil durch Wehrdienst oder anderer Dienste

(1) Nach § 34 Hochschulrahmengesetz darf Studienbewerberinnen/Studienbewerbern

-im weiteren Text Bewerberinnen/Bewerber genannt - aus

der Ableistung eines Dienstes kein Nachteil entstehen.

(2) Als Dienst gilt Wehrdienst (einschließlich Grundwehrdienst und freiwilliger

zusätzlicher Wehrdienst) bis zur Dauer von drei Jahren. Nach den

zulassungsrechtlichen Bestimmungen werden auch andere Dienste wie

z.B.der Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr berücksichtigt.

1.2 Voraussetzung für die Auswahl nach einem Dienst aufgrund

früheren Zulassungsanspruchs

(1) Erhält eine Dienstleistende/ein Dienstleistender bei Beginn oder während

des Dienstes einen Studienplatz, gilt Folgendes:

In der Regel kann sie/er diese Zulassung vorerst nicht realisieren; dafür

hat sie/er aber bei Dienstende Anspruch darauf, aufgrund ihres/seines

früheren Zulassungsanspruchs erneut ausgewählt zu werden. Diese

Auswahl aufgrund früheren Zulassungsanspruchs soll die Bewerberin/

den Bewerber vor einer eventuellen Verschärfung der Auswahlgrenzen

schützen und damit verhindern, dass ihr/ihm aus einer Dienstleistung

hinsichtlich der Ausbildungschancen Nachteile erwachsen.

(2) Eine Bewerberin/ein Bewerber kann nur dann aufgrund früheren

Zulassungsanspruchs ausgewählt werden, wenn sie/er sich zu Beginn

oder während des Dienstes tatsächlich beworben und eine Zulassung erhalten

hatte. Aus diesem Grunde sollte jeder Studieninteressent, der die

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Hochschulreife besitzt, sich so früh wie möglich, d.h möglichst zu Beginn,

ansonsten während des Dienstes bei bewerben.

Wer während des Dienstes eine Zulassung erhalten hat, muss sich erst

wieder nach Beendigung des Dienstes bei bewerben,

um seinen Anspruch auf erneute Zulassung geltend zu machen.

(3) Der Anspruch auf erneute Auswahl nach einem Dienst reichtet sich

jeweils auf die Quote, in der die Zulassung erfolgt ist.

Um die Regelung der bevorzugten Auswahl nach einem Dienst besser

verstehen zu können, muss daher das Auswahlverfahren (s. Nummer

2) dargestellt werden, ehe auf die Geltendmachung der bevorzugten

Auswahl eingegangen werden kann (s. Nummer 6).

(4) Neben Studienplätzen in den bundesweiten zulassungsbeschränkten

Studiengängen vergibt auch Studienplätze

im Service-Verfahren, wobei die Vergabe im Auftrag der Hochschulen

erfolgt. Diese Studienplätze werden zurzeit noch nach einfacheren Regeln

vergeben. Deshalb wird noch auf die abweichenden Bestimmungen

in den Studiengängen des Service-Verfahrens hingewiesen werden (s.

Nummer 3).

2 Auswahlverfahren in den bundesweit einbezogenen Studiengängen

In den Studiengängen des Auswahlverfahrens an Universitäten vergibt

die Studienplätze in mehreren Quoten, jeweils nach

verschiedenen Auswahlkriterien.

2.1 Quote für die Abiturbesten

(1) 20 Prozent der - nach Abzug von Vorabquoten wie z.B. “Härtefälle”

oder “Zweitstudienbewerber” verbleibenden - Studienplätze in den Studiengängen,

die bundesweit vergibt, werden aufgrund

der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung vergeben. Es

werden so viele Bewerberinnen/Bewerber ausgewählt, wie insgesamt in

dieser Quote Studienplätze zu vergeben sind.

(2) teilt die in dieser Quote für die bundesweiten

Studiengänge verfügbaren Studienplätze in 16 Landesquoten auf. Die

Studienplätze einer Landesquote sind nur für Bewerberinnen/Bewerber

bestimmt, die in dem betreffenden Bundesland ihr Abiturzeugnis

erworben haben. Dadurch wird gewährleistet, dass nur Bewerberinnen/

Bewerber eines Landes miteinander konkurrieren und dass sich somit

unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe bei der Benotung der schulischen

Leistungen in den einzelnen Bundesländern nicht nachteilig für die Bewerberinnen/Bewerber

auswirken. Diese Regelung dient der gerechten

Auswahl.

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(3) Für die Auswahl in der Abiturbestenquote können maximal

sechs Studienorte genannt werden. Eine Ergänzung dieser Liste durch

ist nicht möglich.

(4) Bei der Entscheidung über die Verteilung der ausgewählten Abiturbesten

auf die einzelnen Studienorte sind in erster Linie die Ortswünsche

maßgeblich. Wenn sich für die Wunschhochschule mehr Bewerberinnen/

Bewerber in gleicher Ortspräferenz gemeldet haben, als

dort unterbringen kann, entscheidet die Durchschnittsnote,

bei gleicher Durchschnittsnote die Punktzahl der Hochschulzugangsberechtigung

über die Zulassung. Bei Bewerberinnen/Bewerbern, die

nicht entsprechend ihren Ortswünschen verteilt werden können, ist es

nicht möglich, zu ihren im Zulassungsantrag genannten (maximal sechs)

Orten weitere Orte hinzuzufügen. Damit wird erreicht, dass von den in

der Abiturbestenquote Ausgewählten niemand an einen anderen als

den ausdrücklich genannten Ort gelangt. Daraus folgt aber auch, dass

ausgewählte Abiturbeste möglicherweise bei der Verteilung scheitern

und somit in der Abiturbestenquote kiene Zulassung erhalten. Die übrig

gebliebenen Studienplätze werden der Quote für das Auswahlverfahren

der Hochschulen (AdH) zugeordnet.

2.2 Quote nach Wartezeit

(1) 20 Prozent der - nach Abzug von Vorabquoten wie z.B. “Härtefälle”

oder “Zweitstudienbewerber” verbleibenden - Studienplätze werden nach

Wartezeit vergeben. berechnet die Wartezeit nach

der Zahl der Halbjahre, die seit Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung

verstrichen sind, abzüglich eventueller Parkstudienzeiten. Wer

ausreichend lange gewartet hat, kommt also auch mit einer weniger

guten Note zu einem Studienplatz.

(2) Innerhalb der Wartezeitquote werden keine Landesquoten gebildet.

(3) Parkstudienzeiten zählen nicht als Wartezeit. Als Parkstudium gelten

die Semester, in denen die Bewerberin/der Bewerber an einer deutschen

Hochschule eingeschrieben war.

(4) Für die Auswahl in der Wartezeitquote können maximal sechs Studienorte

angegeben werden. Diese Liste kann, wenn die Antragstellerin/der

Antragsteller dem zustimmt, durch um nicht genannte

Studienorte ergänzt werden.

(5) Bei der Entscheidung über die Verteilung der nach Wartezeit Ausgewählten

sind in erster Linie die Ortswünsche maßgeblich. Wenn sich für

die Wunschhochschule mehr Bewerberinnen/Bewerber in gleicher Ortspräferenz

gemeldet haben als dort unterbringen kann,

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entscheiden folgende soziale Kriterien über die Zulassung:

1. An erster Stelle werden schwerbehinderte Menschen

berücksichtigt.

2. An zweiter Stelle werden Personen berücksichtigt, die ihre

Wohnung/Hauptwohung mit dem Ehegatten/Kind haben an der

nächstgelegenen Hochschule des eigenen Landes studieren

wollen.

3. Als dritte Gruppe werden Personen mit besonders zwingenden

Bindungen an den Hauptwuschort berücksichtigt.

4. Die vierte Gruppe bilden Personen, die bei ihren Eltern/Pflegeeltern

gemeldet sind und an der dem Wohnort nächstgelegenen

Hochschule studieren wollen.

5. Personen, für die die sozialen Kriterien der Aufzählung 1 bis 4

nicht zutreffen, haben die geringste bindung zum gewünschten

Studienort und können deshalb nur als Letzte berücksichtigt

werden.

Bei Bewerberinnen/Bewerbern, die nicht entsprechend ihren Ortswünschen

verteilt werden können, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit vorgesehen,

nicht genannte Orte anzufügen. Damit wird erreicht, dass möglichst viele

in der Wartezeitquote Ausgewählte einen Studienplatz erhalten; wenn auch

nicht immer an ihrem Wunschort.

2.3 Quote für das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

(1) 60 Prozent der - nach Abzug von Vorabquoten wie z.B. “Härtefälle”

oder “Zweitstudienbewerber” verbleibenden - Studienplätze werden im

AdH vergeben. Das AdH wird zeitlich nach dem Auswahlerfahren von

(Abiturbestenquote und Wartezeitquote) durchgeführt.

Die Vergabe der Studienplätze erfolgt nach Maßgabe des

jeweiligen Landesrechts und den hierauf beruhenden Satzungen der

Hochschulen. Wer am AdH teilnehmen möchte, muss sich bei

bewerben.

(2) Zusätzlich zur Bewerbung bei wird von einigen

Hochschulen eine weitere Bewerbung/Zusendung von Unterlagen

verlangt; hierbei werden von den Hochschulen Ausschlussfristen gesetzt.

Werden diese Fristen versäumt, werden die Hochschulen den Zulassungsantrag

vom AdH ausschließen. gibt dazu

über ihre Website und Printmedien die Informationen weiter, die von den

Hochschulen mitgeteilt werden.

• Teilnahmeberechtigung am AdH

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Das AdH bietet denjenigen eine Zulassungsmöglichkeit, die zuvor

im Auswahlverfahren von (als Abiturbeste,

nach Wartezeit oder als Härtefall) nicht zugelassen werden konnten.

Vorauswahl

Für das AdH können im Zulassungsantrag bis zu sechs Hochschulen

genannt werden. Eine Ergänzung dieser Liste durch

ist nicht möglich.

Die Zahl der Teilnehmerinnen/Teilnehmer am AdH kann die Hochschule

durch eine Vorauswahl nach folgenden Kriterien begrenzen:

- Grad der Qualifikation (Abiturdurchschnittsnote),

- gewichtete Einzelnoten der Qualifikation,

- Ergebnis eines fachspezifischen Studierfähigkeitstests,

- Art einer Berufsausbildung oder Berufstätigkeit,

- Grad der Ortspräferenz,

- Verbindung der obigen Maßstäbe,

Zurzeit wird die Vorauswahl (sofern eine Hochschule überhaupt

eine solche Vorauswahl anwendet) nach den Kriterien

- Grad der Qualifikation (Abiturdurchschnittsnote),

- Grad der Ortspräferenz

- Verbindung der obigen Maßstäbe

durchgeführt.

Macht eine Hochschule keine Vorgaben für die Vorauswahl, wird

die gesamte Teilnehmerzahl am AdH beteiligt.

Auswahlkriterien der Hochschulen

Im Anschluss an die Vorauswahl stellt die Hochschule unter ihren

Bewerberinnen/Bewerber eine Rangliste auf. Dabei können folgende

Kriterien Berücksichtigung finden:

- Grad der Qualifikation (Abiturdurchschnittsnote),

- gewichtete Einzelnoten der Qualifikation,

- Ergebnis eines fachspezifischen Studierfähigkeitstests,

- Art der Berufsausbildung oder Berufstätigkeit,

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- Ergebnis eines Auswahlgesprächs,

- Verbindung der obigen Maßstäbe,

- sonstige durch das jeweilige Landesrecht zugelassenen

Kriterien.

Bei der Auswahlentscheidung muss dem Grad der Qualifikation ein maßgeblicher

Einfluss eingeräumt werden.

Die jeweilige Hochschule kann auch mit der technischen

Abwicklung des Auswahlverfahrens einschließlich des Versands

der Zulassungs- und Ablehnungsbescheide im Namen der Hochschulen

beauftragen.

Neben den o.g. Quoten werden Studienplätze an besondere Bewerbergruppen

vergeben, und zwar für nicht den Deutschen gleichgestellte

Ausländerinnen/Ausländer, für Zweitstudienbewerberinnen/Zweitstudienbewerber,

Härtefälle. Bewerberinnen/Bewerber mit besonderer Hochschulzugangsberechtigung

, Bewerberinnen/Bewerber mit Anspruch auf

Auswahl nach einem Dienst (aufgrund früheren Zulassungsanspruchs)

und Sanitätsoffizier-Anwärterinnen/-Anwärter der Bundeswehr.

3 Service-Verfahren

Auch außerhalb der zentralen Sudienplatzvergabe sind rund die Hälfte

aller deutschen Studienangebote mit Zulassungsbeschränkungen belegt.

bietet daher den Universitäten und Fachhochschulen

Serviceleistungen zur Unterstützung von örtlichen Auswahlverfahren

an. Die Verantwortung für die Auswahl bleibt dabei vollständig in

der Hand der Hochschulen. selbst vergibt keine

Studienplätze, sondern führt lediglich nach Vorgaben der Hochschulen

ganz oder teilweise die administrativen Schritte des Auswahlverfahrens

durch. Dabei wird die umfangreiche Erfahrung genutzt, die im AdH in den

bundesweit zulassungsbeschränkten Fächern in den letzten Semestern

gesammelt wurden. Einige Hochschulen machen von diesem Angebot für

einzelne Studiengänge Gebrauch. Informationen hierüber finden sich bei

(http://www.hochschulstart.de/index.php?id=32).

Für die übrigen örtlich zulassungsbeschränkten Studiengänge wird auf

die Ausführungen in Abschnitt 4 verwiesen.

3.1 Auswahlverfahren

(1) Im Service-Verfahren werden unterschiedliche örtliche Auswahlverfahren

der angeschlossenen Hochschulen gebündelt.

In diesen örtlichen Auswahlverfahren haben die Hochschulen nach den

Vorgaben der einzelnen Bundesländer die Möglichkeit, bei der Auswahl

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ihrer Studierenden neben den "Standardkriterien" Durchschnittsnote und

Wartezeit auch noch weitere Kriterien zu verwenden.

Diese zusätzlichen Kriterien können sein:







Einzelnoten des Zeugnisses

Ergebnis eines fachspezifischen Studierfährigkeitstests,

Art der Berufsausbildung oder Berufstätigkeit,

Ergebnis eines Auswahlgesprächs,

sonstige durch das jeweilige Landesrecht zugelassene Kriterien,

Verbindung der obigen Maßstäbe.

Während im bundesweiten Zulassungsverfahren (für die Studiengänge

Medizin, Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin) die Quoten im

Verhältnis 20:20:60 gewichtet werden, können in Serviceverfahren diese

Quoten auch mit unterschiedlichen Anteilen vorkommen. Allerdings

muss in der Quote, in der die Hochschulen angebotsspezifische Kriterien

verwenden können, ebenfalls die Durchschnittsnote die größte Rolle

spielen.

(2) Parkstudienzeiten zählen nicht als Wartezeit. Als Parkstudium gelten

die Semester, in denen die Bewerberin/der Bewerber an einer deutschen

Hochschule eingeschrieben war.

3.2 Bevorzugte Auswahl

Auch für Bewerberinnen/Bewerber mit einer früheren Zulassung in einem

Studiengang des Service-Verfahrens gilt der Grundsatz, dass niemandem

durch die Erfüllung einer Dienstpflicht ein Nachteil entstehen darf.

Ein Anspruch auf bevorzugte Auswahl nach einem Dienst kann also auch

in einem solchen Fall geltend gemacht werden.

Folgende Beispiele sollen deutlich machen, an wen man sich mit seinem

Anspruch wenden muss:

Beispiel 1:

Herr A. erhielt zum Wintersemester 2009/10 einen Studienplatz für einen

(damals noch) von der ZVS verwalteten Diplom-Studiengang an einer

bestimmten Hochschule. Diesen Studienplatz konnte er jedoch wegen

der Verpflichtung zu einem Dienst nicht annehmen. Nach Beendigung

des Dienstes möchte er nun zum Wintersemester 2010/11 das Studium

aufnehmen und seinen Anspruch auf erneute Auswahl nach einem

Dienst geltend machen. Der gewünschte Studiengang wird inzwischen

aber von der Hochschule für die die Zulassung galt, ausschließlich

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mit dem "Bachelor-Abschluss" angeboten. Herr A. muss daher seinen

Anspruch auf erneute Auswahl nach einem Dienst direkt bei der Hochschule

der früheren Zulassung - jetzt mit dem Ziel "Bachelor-Abschluss"anmelden.

Beispiel 2:

Frau B. bewarb sich zum Wintersemester 2009/10 um einen (zu der Zeit

noch) in das Service-Verfahren der ZVS einbezogenes Studienangebot

einer bestimmten Hochschule. Den Studienplatz konnte sie wegen eines

Dienstes nicht sofort antreten. Da dieses Studienangebot zum Wintersemester

2010/11 ebenfalls in Service-Verfahren von (jetzt)

angeboten wird, ist die Bewerburg mit dem Anspruch auf erneute

Auswahl an zu richten.

Beispiel 3:

Herr C. bewarb sich zum Wintersemester 2009/10 ebenfalls um ein (zu

der Zeit noch) in das Service-Verfahren der ZVS einbezogenes Studienangebot

einer bestimmten Hochschule. Der Wehrdienst verzögerte den

sofortigen Studienbeginn. Da dieses Studienangebot zum Wintersemester

2010/11 jedoch nicht mehr vom Service-Verfahren von

erfasst ist, muss Herr C. seine Bewerbung mit dem Anspruch

auf erneute Auswahl an die Hochschule richten.

4 Auswahlverfahren in Studiengängen, die von den Hochschulen

aufgrund örtlicher Zulassungsbeschränkung vergeben werden

Die überwiegende Zahl der Studienplätze, für die Zulassungsbeschränkungen

gelten, wird von den einzelnen Hochschulen in örtlichen

Auswahlverfahren vergeben. Die Hochschulvergabeverordnungen der

Länder sehen hinsichtlich der Bewerberinnen/Bewerber, die zu Beginn

oder während eines Dienstes zugelassen worden sind, Regelungen vor,

die den für das zentrale Vergabeverfahren geltende Regelungen entsprechen.

Nähere Auskünfte kann jeweils die Hochschule geben, die eine

Zulassung ausgesprochen hat.

5 Regelungen für Studiengänge, bei denen während des Dienstes

keine bundesweiten Zulassungsbeschränkungen bestanden

Bewerberinnen/Bewerber, die während der Dienstzeit ihr Studium noch

ohne Beschränkung hätten aufnehmen können, haben nach Dienstende

Anspruch auf Auswahl aufgrund früheren Zulassungsanspruchs (als

Nachweis genügt in der Regel die Vorlage einer Dienstzeitbescheinigung).

Der Anspruch muss in einem erneuten Zulassungsantrag geltend

gemacht werden.

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6 Ausführungen zum Anspruch auf Auswahl aufgrund früheren

Zulassungsanspruch

6.1 Im gewünschten Studiengang bestanden während des Dienstes

bundesweit Zulassungsbeschränkungen (Auswahl durch die

ZVS/)

Nach Dienstende hat eine Bewerberin/ein Bewerber einen Anspruch aufgrund

eines früherern Zulassungsanspruchs, wenn sie/er sich bei Beginn

oder während des Dienstes beworben hat und zugelassen wurde. Dies

gilt sowohl für Zulassungen durch die ZVS/ als auch

für Zulassungen durch die Hochschule (z.B. Service-Verfahren oder im

Losverfahren nach Abschluss des zentralen Vergabeverfahrens). Nachweis

: Beglaubigte Kopie des Zulassungsbescheides.

Beispiel:

Herr A. bewarb sich zum Wintersemester 2006/07 und erhielt einen

Studienplatz. Das Studium konnte er jedoch nicht aufnehmen, da er sich

für den Zeitraum vom 1. April 2006 bis zum 31. März 2009 als Soldat auf

Zeit (SaZ 3) verpflichtet hat. Bei einer Bewerbung zum Sommersemester

2009, zum Wintersemester 2009/10 und zum Sommersemester 2010 hat

Herr A. für denselben Studiengang Anspruch auf eine erneute Auswahl.

6.2 Zeitliche Begrenzung des Anspruchs

(1) Sie können die erneute Auswahl aufgrund des früheren Zulassungsanspruchs

zu den beiden Bewerbungsterminen geltend machen, die

auf das Dienstende folgen. Für den Studiengang Tiermedizin, dessen

Studienplätze nur zum Wintersemester vergeben werden, kommt der

Anspruch zu den beiden Wintersemestern nach Dienstende in Betracht.

(2) Sie können den Anspruch aber auch schon dann geltend machen,

wenn Sie zwar zum Zeitpunkt der Bewerbung noch Dienst leisten, den

Dienst jedoch rechtzeitig zum Studienbeginn beenden werden. Bei einer

Bewerbung zum Sommersemester muss daher der Dienst spätestens

am 30. April, bei einer Bewerbung zum Wintersemester spätestens am

31. Oktober enden.

Beispiel:

Herr A. ist während seines Dienstes in Pharmazie zugelassen worden.

Sein Dienst endet am 30. April 2010. Er bewirbt sich Mitte November

2009 noch während seines Dienstes zum Sommersemester 2010 bei der

ZVS (Bewerbungsschluss: 15. Januar 2010). Herr A. kann schon zum

Sommersemester 2010 aufgrung seines früheren Zulassungsanspruchs

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ausgewählt werden.

Wenn Sie sich nicht bis zum zweiten Bewerbungstermin nach dem

Dienstende bewerben, verfällt Ihr Anspruch.

Beispiel:

Im obigen Beispiel bewirbt sich Herr A. nicht bei der ZVS, sondern unternimmt

eine Weltreise. Er kehrt am 02. Februar 2011 zurück und möchte

nun seine Auswahl nach einem Dienst aufgrund seines früheren Zulassungsanspruchs

für Pharmazie geltend machen. Herr A. hätte zum Sommersemester

2010, Wintersemester 2010/11 und zum Sommersemester

2011 ausgewählt werden können. Da er seinen Anspruch aufgrund der

früheren Zulassung bis zum letzten möglichen Termin (Bewerbungsschluss

bei zum Sommersemester 2011: 15. Januar

2011) nicht geltend machen könnte, wäre sein Anspruch verfallen.

6.3 Umsetzung des Anspruchs auf bevorzugte Auswahl

Beachten Sie bitte unbedingt Folgendes:

• Regelung für Abiturbeste

Erfolgte die Zulassung während des Dienstes in der Abiturbestenquoten

(s. Nummer 2.1) und möchten Sie Ihr Studium an derselben

Hochschule aufnehmen, müssen Sie den Ort der früheren Zulassung

bei der Angabe Ihrer Ortswünsche in der Abiturbestenquote

an erster Stelle eintragen. Sie erhalten dann einen Studienplatz an

derselben Hochschule, an der Sie bereits während Ihres Dienstes

zugelassen wurden.

Falls Sie an einem anderen Ort als demjenigen der früheren Zulassung

studieren möchten, entfällt für das jeweilige Vergabeverfahren der

Anspruch auf erneute Auswahl nach einem Dienst.

• Regelung für Bewerberinnen/Bewerber, die während des

Dienstes

- in der Quote nach Wartezeit (s. Nummer 2.2) oder

- als Zweitstudienbewerberin/- bewerber oder Bewerberin/Beweber

mit besonderer Hochschulzugangsberechtigung zugelassen

worden sind.

Möchten Sie ihr Studium an derselben Hochschule aufnehmen,

müssen Sie den Ort der früheren Zulassung bei derAngabe

Ihrer Ortswünsche in der Wartezeitquoten an erster Stelle eintragen.

Die Ortsverteilung erfolgt bei einer erneuten Auswahl nach einem

Dienst allerdings nicht automatisch an dieselbe Hochschule, an der

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Sie bereits zugelassen waren. Die Verteilung auf die Hochschule

entscheidet sich vielmehr nach den Regeln der Ortsverteilung für

die Wartezeitquote. Sie können jedoch die Aussicht auf Zuweisung

eines Studienplatzes an dieselbe Hochschule verbessern, wenn Sie

einen Antrag auf bevorzugte Berücksichtigung des ersten Studienortwunsches

stellen.

Falls Sie an einem anderen Ort als demjenigen der früheren

Zulassung studieren möchten, tragen Sie ihren Wunschort bei der

Angabe Ihrer Ortswünsche in der Wartezeitenquote an erster Stelle

ein. Der Anspruch auf erneute Auswahl nach einem Dienst entfällt in

diesem Falle nicht.

Regelung für Bewerberinnen /Bewerber, die im

Auswahlverfahren der Hochschulen (s. Nummer 2.3)

zugelassen worden sind

Erfolgte die Zulassung während des Dienstes im AdH und möchten

Sie Ihr Studium an derselben Hochschule aufnehmen, müssen Sie

den Ort der früheren Zulassung bei der Angabe Ihrer Ortswünsche

in der Quote für das Auswahlverfahren der Hochschulen an erster

Stelle eintragen. Sie erhalten dann einen Studienplatz an derselben

Hochschule, an der Sie bereits während Ihres Dienstes zugelassen

wurden.

Falls Sie an einem anderen Ort als an demjenigen der früheren

Zulassung studieren möchten, entfällt im jeweiligen Verfahren der

Anspruch auf erneute Auswahl nach einem Dienst.

Vorsicht, falls Sie auch Hochschulen für die Abiturbestenquote und

Wartezeitquote nennen!

Der Anspruch auf erneute Auswahl nach einem Dienst richtet sich

nämlich nur auf die Quote, in der in der Vergangenheit die Zulassung

erfolgt ist. Unabhängig von diesem Anspruch werden in den

bundesweiten Studiengängen die Quoten Abiturbeste, Wartezeit

und AdH in der genannten Reihenfolge nacheinander abgearbeitet.

Nennt eine Bewerberin/ein Bewerber in einer vorrangigen Quote

(z.B. in der Wartezeitquote) Studienorte und wird sie/er in dieser

Quote ausgewählt und eventuell an einem nachrangigen Ort zugelassen,

entfällt der Anspruch auf die bevorzugte Auswahl in der

nachrangigen Quote "Auswahlverfahren der Hochschulen”.

Es kann dadurch unter Umständen zu den Bewerberinnen/Bewerbern

nicht gewünschten Hochschulzuweisungen kommen.

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Beispiel 1:

Herr A. hat zum Wintersemester 2009/10 während seines Dienstes

im Studiengang Medizin im AdH an der Universität Mainz einen

Studienplatz erhalten. Da sein Dienst nun beendet ist, bewirbt er

sich zum Wintersemester 2010/11 erneut bei

und trägt bei der Angabe seiner Ortswünsche nur die Universität

Mainz ein. Herr A. erhält einen Studienplatz an der Universität

Mainz aus der Quote “Auswahlverfahren der Hochschulen”!

Beispiel 2:

Herr A. möchte nach dem Dienst das Studium der Medizin auf jeden

Fall zum Wintersemester 2010/11 aufnehmen. Seinen Studienplatz

an der Universität Mainz hat er nach obigem Beispiel sicher!

Wegen seiner neuen Freundin würde er aber lieber in Münster

studieren. Aus diesem Grunde trägt er als einzigen Studienort

die Universität Münster zusätzlich in die Rubrik der Quote für die

Abiturbesten und in die Rubrik für die Quote nach Wartezeit ein. In

der Quote für die Abiturbesten kann Herr A. wegen seiner weniger

guten Durchschnittsnote nicht zum Zuge kommen. In der Quote

nach Wartezeit wird Herr A. dann aber ausgewählt.

Er kann jedoch an der Universität Münster nicht zugelassen werden,

da ihm dort Bewerber, die z.B. bei ihren Eltern im Einzugsbereich

der Universität Münster wohnen, mit günstigeren Verteilungskriterien

vorgehen. Da er zwar nur den Hochschulort Münster angegeben,

die Zuweisung an nicht genannte Hochschulen bei seinen

Ortswünschen aber ausdrücklich erlaubt hat, wird nach den

Vorschriften der Vergabeverordnung in der Rubrik für die Quote

nach Wartezeit für Herrn A. die Zulassung auch an nicht genannten

Hochschulen von Amts wegen geprüft und durchgeführt.

Auf diese Weise erhält Herr A. einen Studienplatz an der Universität

Köln. Somit ist Herr A. in der Wartezeitquote zugelassen und nimmt

trotz seines Anspruches auf bevorzugte Auswahl nach einem Dienst

an der Vergabe der Studienplätze in der Quote für das AdH nicht

mehr teil. Eine “bevorzugte Zulassung” im Rahmen der Quote für

das AdH an der Universität Mainz ist somit nicht mehr möglich!

7 Sonderfälle

Diese Ausführungen gelten für das Auswahlverfahren sowohl für

bundesweit einbezogene Studiengänge, als auch für Studiengänge,

die von in Service-Verfahren vergeben werden.

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7.1 Berufsausbildung vor Erwerb der Hochschulzugangs-

berechtigung

Eine Berufsausbildung vor Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung

bewirkt nur noch in wenigen Fällen eine Verbesserung der Wartezeit.

(1) erkennt als Berufsausbildung folgende

Abschlüsse an:

- Den Abschluss in einem Ausbildungsberuf, der in dem Verzeichnis

der anerkannten Ausbildungsberufe nach § 90 Abs.3 Nr. 3 Berufsbildungsgesetz

aufgeführt ist,

- den Abschluss einer Berufsausbildung an einer staatlichen oder

staatlich anerkannten Berufsfachschule oder Fachschule,

- den Abschluss einer Ausbildung im einfachen oder mittleren Dienst

der öffentlichen Verwaltung,

- die bestandene Unteroffizier- bzw. Offizierprüfung als Berufs- oder

Zeitsoldatin/Berufs- oder Zeitsoldat,

- weitere vergleichbare Berufsausbildungen aus dem Gebiet der

neuen Länder ,

- im Ausland abgeschlossene Berufsausbildung, die einer deutschen

Berufsausbildung gleichwertig ist (Bescheinigung, z.B. der

Industrie- und Handelskammer ist erforderlich).

(2) Wer eine Berufsausbildung vor dem Erwerb seiner Studienberechtigung

abgeschlossen hat, erhält gemäß den früher geltenden Vorschriften

eine Verbesserung der Wartezeit um ein Halbjahr für je volle sechs

Monate Ausbildungszeit, höchstens jedoch um vier Halbjahre.

(3) Bei Bewerberinnen/Bewerbern, die ihre Hochschulzugangsberechtigung

- nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung - nach dem 15.

Januar 2002 erworben haben, wird die Wartezeit nur noch um zwei

Halbjahre erhöht. Wer seine Studienberechtigung nach dem 15. Juli

2007 erworben hat, erhält nach den neuesten Rechtsvorschriften keine

Wartezeitverbesserung mehr; in der Praxis wirkt sich diese Neuregelung

vor allem für Bewerberinnen/Bewerber aus, die ihre Schullaufbahn im

Sommer 2004 oder später auf dem Zweiten Bildungsweg aufgenommen

haben.

7.2 Hinderung an einer Berufsausbildung durch einen Dienst

Wer vor dem Erwerb der Studienberechtigung durch einen Dienst an

einer Berufsausbildung gehindert war, erhält eine Verbesserung wie

unter Nummer 7.1.

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Die Verhinderung ist jeweils nachzuweisen.

7.3 Antrag auf Nachteilsausgleich

Jede Bewerberin/jeder Bewerber, also auch eine Dienstleistende/ein

Dienstleistender, kann grundsätzlich einen Antrag auf Nachteilsausgleich

zusätzlich zum regulären Zulassungsantrag stellen.

Folgende Auswahlkriterien können durch einen Antrag auf Nachteilsausgleich

korrigiert werden:

1. Durchschnittsnote

Bei der Vergabe der Studienplätze in der Abiturbestenquote ist die

Durchschnittsnote ein wesentliches Auswahlkriterium. (In der Wartezeitquote

und der Quote für das AdH kann die Durchschnittsnote

ein nachrangiges Kriterium sein.) Daher sollen Leistungsbeeinträchtigungen

ausgeglichen werden, die eine Bewerberin/einen

Bewerber gehindert haben, beim Erwerb der Studienberechtigung

(z.B. Abitur) eine bessere Durchschnittsnote zu erreichen. Werden

derartige Umstände und ihre Auswirkungen nachgewiesen,

wird der Zulassungsantrag mit einer verbesserten Durchschnittsnote

am Vergabeverfahren beteiligt. Anträge in diesen Fällen

können sich auf besondere soziale (s.Beispiel, Buchstabe a) oder

familiäre (Buchstabe b) Gründe stützen.

Beispiel:

(a) Frau A. hatte in den letzten drei Jahren vor Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung

längere krankheitsbedingte Abwesenheitszeiten

vom Unterricht (durch fachärztliches Gutachten

nachzuweisen), die sich nachweislich (Schulzeugnisse, Schulgutachten)

auf ihre Leistungen ausgewirkt haben.

(b) Frau A. hat in den letzten drei Jahren vor Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung

nachweislich ihre unversorgten

minderjährigen Geschwister, die mit ihr im gleichen Hausstand

lebten, betreut, was ihre Leistungen nachweislich beieinträchtigt

hat.

2. Wartezeit

In den Studiengängen des Auswahlverfahrens orientiert sich

die Wartezeit an der Anzahl der Halbjahre, die seit dem Erwerb

der Studienberechtigung (z.B. Abitur) verstrichen sind. Bei einer

Bewerberin/einem Bewerber können jedoch Umstände vorliegen,

die nicht selbst zu vertreten sind, die aber gleichwohl den Erwerb

der Studienberechtigung verzögert haben. Die Bewerberin/der

- 17 -


Bewerber wird dann weniger Wartezeit vorweisen.

In diesem Fall wird der Auswahl nach Wartezeit ein früherer

Zeitpunkt des Erwerbs der Studienberechtigung zugrunde gelegt.

Die Bewerberin/der Bewerber nimmt also an der Auswahl mit der

Wartezeit teil, die voraussichtlich ohne Verzögerung erreicht worden

wäre. Anträge auf Verbesserung der Wartezeit können sich

auf soziale (s. Beispiel, Buchstabe a) oder familiäre (Buchstabe b)

Gründe stützen.

Beispiel:

(a) Frau A. hatte vor Erwerb der Studienberechtigung längere

krankheitsbedingte Abwesenheitszeiten (durch fachärztliches

Gutachten nachzuweisen), die den Erwerb der Studienberechtigung

verzögert haben.

(b) Frau A. betreute während der Schulzeit die mit ihr in häuslicher

Gemeinschaft lebenden unversorgten minderjährigen

Geschwister, wodurch sich der Erwerb der Studienberechtigung

verzögert hat.

8 Erneute Bewerbung

(1) Auswahl nach einem Dienst aufgrund früheren Zulassungsanspruchs

bedeutet nicht immer automatische Wiedererlangung des alten Studienortes.

(2) Über Studienortwünsche entscheidet in den bundesweit

einbezogenen Studiengängen nach den Quoten “Abiturbeste”

und “Wartezeit” unterschiedlich (vgl. Nummer 2.1 Abs. 4 und Nummer

2.2 Abs. 5).

(3) Wer die Chancen erhöhen will, wieder an derselben Hochschule

zugelassen zu werden, kann einen Antrag auf bevorzugte Berücksichtigung

des ersten Studienortwunsches stellen (Sonderantrag A,

Fallgruppe 4.4).

Nur wenn die frühere Zulassung in der Wartezeitquote erfolgte, verbessert

dies unter Umständen die Aussichten, dort wieder einen Studienplatz

zu bekommen. Legen Sie dem Antrag neben dem Dienstnachweis Ihren

früheren Zulassungsbescheid bzw. eine Bescheinigung der Hochschule

(jeweils als amtlich beglaubigte Kopie) bei. Haben Sie sich während des

Dienstes wiederholt beworben und sind Sie mehrmals zugelassen worden,

können Sie diesen Antrag jedoch nur für die Hochschule stellen, die

im ersten Zulassungsbescheid genannt ist.

- 18 -


8.1 Besonderheiten bei der Wiederzulassung

(1) Dem Zulassungsantrag muss in jedem Fall ein amtlicher Nachweis

über Beginn und Ende des Dienstes (Dienstzeitbescheinigung) beigefügt

sein. Ist der Dienst zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht beendet,

muss das voraussichtliche Ende bescheinigt sein. Das Informationsheft

von unterrichtet im Einzelnen über Inhalt und Form

der notwendigen Unterlagen.

(2) Die Auswahl nach einem Dienst aufgrund früheren Zulassungsanspruchs

ist nur möglich, wenn der Dienst so rechtzeitig beendet wird,

dass das Studium noch aufgenommen weden kann. Bei einer Bewerbung

zum Sommersemester muss daher der Dienst spätestens am 30.

April , bei einer Bewerburg zum Wintersemester am 31. Oktober enden.

Wegen einer eventuellen Beurlaubung oder vorzeitigen Entlassung

sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrer/Ihrem Disziplinarvorgesetzten.

(3) Die Auswahl nach einem Dienst aufgrund früheren Zulassungsanspruchs

erstreckt sich nur auf den Studiengang, nicht dagegen auf die

Studienortwünsche (vgl. Nummer 8).

8.2 Bewerbung, Antragsunterlagen, Ausschlussfrist

(1) Ihren Zulassungsantrag müssen Sie online über die Website von

(www.hochschulstart.de) stellen. Dabei erhalten

Sie auf Ihrem Bildschirm sofort die Bestätigung, unter welcher Nummer

Ihre Daten bei gespeichert sind. Wenn Sie www.

hochschulstart.de aufrufen, finden Sie auf der Startseite den ersten

Hinweis zur Online-Bewerbung.

(2) Wer sich bereits bei der ZVS/ beworben hat,

kann im darauf folgenden Semester online die Bewerbung aktualisieren

und so auch den Antrag auf bevorzugte Zulassung nach dem Dienst

stellen.

(3) Nach der Übermittlung Ihrer Antragsdaten beachten Sie bitte:

Durch die Übermittlung bis zum Bewerbungsschluss haben Sie nur vorläufig

die Bewerbungsfrist gewahrt. Daneben braucht unbedingt einen von Ihnen unterschriebenen Ausdruck der online

übermittelten Antragsdaten. Diesen Ausdruck und die erforderlichen

Belege zu Ihrer Bewerbung müssen Sie unverzüglich nachreichen.

Falls die nachgereichten Unterlagen nicht rechtzeitig bis zum Ablauf

einer “Nachfrist” vorliegen, muss der Antrag vom Vergabeverfahren ausgeschlossen

werden!

- 19 -


(4) Zulassungsanträge zum Wintersemester müssen bis zum

- 31. Mai, 24:00 Uhr (Altabiturienten) bzw.

- 15. Juli,24:00 Uhr (Neuabiturienten)

und zum Sommersemester bis zum

- 15. Januar, 24:00 Uhr (Alt- und Neuabiturienten)

bei online gestellt sein (Ausschlussfrist).

Wer sich bereits zu einem früheren Semester um einen Studienplatz

hätte bewerben können, gehört zu den Altabiturienten. Wer erst nach

dem vorhergehenden Bewerbungstermin seine Studienberechtigung

erworben hat, gehört zu den Neuabiturienten.

Maßgeblich ist der Tag des Eingangs des Antrages bei , nicht das Datum des Poststempels.

Achtung:

Fristversämnis, Nichtbeachtung der Formvorschriften (formloser Antrag,

Fehlen der erforderlichen Unterlagen und Beglaubigungen) können zum

Ausschluss vom Vergabeverfahren führen bzw. gefährden die Zulassung.

(5) Für Studiengänge, die nur an einzelnen Universitäten zulassungsbeschränkt

sind, sind Bewerbungen an die jeweiligen Hochschulen in den

einzelnen Ländern zu richten. Dem Informationsheft

ist zu entnehmen, welche Studiengänge von betreut

werden. Ist der gewünschte Studiengang dort nicht aufgeführt, muss bei

der gewählten Hochschule angefragt werden, ob dort Studienplätze des

gewünschten Studienganges in einem örtlichen Zulassungsverfahren

vergeben werden, für das gegebenenfalls feste Fristen gelten.

(6) Auch an Fachhochschulen gibt es Studienplätze mit Zulassungsbeschränkungen.

Die Zulassungsrichtlinien sind grundsätzlich für

jedes Land einheitlich geregelt. Bewerbungen sind in der Regel an die

Fachhochschule direkt zu richten. Der letzte Termin für den Eingang

der Anträge liegt bei den staatlichen Fachhochschulen in Bayern, den

kirchlichen und den privaten Fachhochschulen jeweils zu einem früheren

Termin als im Verfahren von . Die Unterlagen

müssen Sie daher rechtzeitig, d.h. etwa sechs Wochen vor Fristablauf,

anfordern.

Das Vergabeverfahren ist von Land zu Land unterschiedlich, aber in

Anlehnung an den Staatsvertrag der Länder geregelt. Erforderlich ist,

dass Sie sich bei der jeweiligen Fachhochschule rechtzeitig informieren.

- 20 -


8.3 Anrechnung von Tätigkeiten bei der Bundeswehr und von

Bildungsmaßnahmen des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr

auf Hochschulpraktika

(1) Für viele Studienfächer, vor allem für die technischen, wird als Zulassungs-

oder Einschreibungsvoraussetzung von den Hochschulen (insbesondere

Technischen Hochschulen/Universitäten und Fachhochschulen) ein

mehrwöchiges bzw. mehrmonatiges berufsorientiertes Praktikum gefordert.

Die Richtlinien hierüber sind von Land zu Land und zum Teil auch von

Hochschule zu Hochschule verschieden. Es wird Ihnen deshalb empfohlen,

sich rechtzeitig - das heißt in jedem Fall noch vor Einstellung/Einberufung

zur Bundeswehr - die entsprechenden Richtlinien bei dem Praktikantenamt

oder dem Fachbereich der Hochschule zu beschaffen, bei der Sie nach der

Wehrdienstzeit ein Studium aufzunehmen beabsichtigen.

(2) Aus den Richtlinien geht in aller Regel auch hervor, ob und gegebenenfalls

inwieweit Tätigkeiten in der Bundeswehr ganz oder teilweise

angerechnet werden.

(3) Die Anrechnung ist vom Grad der Übereinstimmung der wahrgenommenen

Tätigkeiten in der Bundeswehr mit den Anforderungen in den

Richtlinien abhängig. Der Nachweis ist durch

a) ein von der Bewerberin/vom Bewerber von Beginn der Dienstzeit

an zu führendes Praktikantenbuch, in dem alle aufgeführten

relevanten Arbeitszeiten einzutragen sind und

b) ein am Ende der Dienstzeit von der/dem letzten Disziplinarvorgesetzten

auszustellendes Zeugnis, aus dem Art und Dauer

der in der Bundeswehr ausgeübten einschlägigen Tätigkeit

ersichtlich sein müssen, zu führen.

(4) Außerdem rechnen einige Technische Hochschulen/Universitäten

- insbesondere der Fachbereich Maschinenbau - von Soldatinnen/Soldaten

in der Freizeit besuchte technische Lehrgänge (z.B. Schweißen,

Grundfertigkeiten der Metallverarbeitung) an. Diese Lehrgänge werden

zum Teil vom Berufsförderungsdienst an Ihrem Standort angeboten.

Darüber hinaus kann die Teilnahme an Kursen sonstiger Bildungsträger

durch den Berufsförderungsdienst finanziell unterstützt werden. Nähere

Auskünfte hierüber erteilt das jeweils für Ihren Standort örtlich zuständige

Kreiswehrersatzamt - Berufsförderungsdienst. Die Anschrift erfahren sie

bei Ihrem S 1 oder Kompanie-/Batteriefeldwebel.

8.4 Vorkurse

(1) Erfahrungsgemäß bereitet der Übergang von der Schule zur Hoch-

- 21 -


schule/Universität Schwierigkeiten. Für bestimmte Fachbereiche (wie

Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Medizin) werden daher Vorkurse

angeboten, die helfen sollen, fehlende Kenntnisse, insbesondere in

Mathematik und Physik, auszugleichen. Gleichzeitig soll den Bewerberinnen/Bewerbern

ein erster Einblick in die Arbeitsweise der Hochschule

gegeben werden.

Derartige Vorkurse werden inzwischen von vielen Hochschulen angeboten.

Nähere Auskünfte können bei den Hochschulen eingeholt werden.

(2) Auskünfte über die von den Hochschulen in den übrigen Bundesländern

angebotenen Vorkurse sind unmittelbar bei den Fachbereichen der

Hochschulen einzuholen, bei denen die Teilnahme an einem Vorkurs

angestrebt wird.

(3) Im Rahmen des VOBS-Angebotes (Vorkurs, Orientierungsphasen,

Brückenkurse und Studienbegleitende Materialien) der Fernuniversität

Hagen können Studieninteressenten ganzjährig als Weiterbildungstudierende

u.a. für die Diplomstudiengänge

- Mathematik,

- Informatik,

- Elektrotechnik und

- Wirtschaftswissenschaften

"Brückenkurse" beziehen bzw. Orientierungsphasen in den Fachbereichen

Mathematik, Wirtschaftswissenschaft und Kultur- und Sozialwissenschaften

zur Vorbereitung auf das spätere Studium belegen.

Neben der Einschreibung in einem Studiengang als Studierende mit

Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung können Interessentinnen/Interessenten

auch die Zulassung als Akademiestudierende/Akademiestudierender

ohne Nachweis einer Hochschulzuangsberechtigung

beantragen und nahezu alle Kurse aus dem Kursangebot des Semesters

zur Vorbereitung auf das spätere Studium belegen.

Die Teilnahme kann, soweit die individuellen Förderungsvoraus setzungen

vorliegen, vom Berufsförderungsdienst finanziell unterstützt werden.

9 Fernstudium

(1) Das Fernstudium bietet zahlreiche Möglichkeiten, Bildungsziele

neben einer Berufstätigkeit zu erreichen. Es gewinnt insbesondere vor

dem Hintergrund sich schnell verändernder Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt

für die Weiterbildung, Weiterqualifizierung und zur Erhaltung

individueller Berufs- und Lebenschancen zunehmende Bedeutung.

Das Studienangebot wird im Fernstudium vorwiegend über schriftliche

- 22 -


und audiovisuelle Medien (Studienbriefe, PC-Programm, Kassetten,

Fernsehen u.a.) vermittelt, durch Präsenzveranstaltungen an der Hochschule

oder in regionalen Lernzentren ergänzt und von Fachmentoren

betreut. Das bedeutet, dass Fernstudierende von räumlichen und zeitlichen

Bedingungen weitgehend unabhängig sind und das Studium den

persönlichen Bedürfnissen angepasst werden kann.

Ein Fernstudium kann als grundständiges Studium oder - aufbauend auf

einem ersten Hochschulabschluss - als weiterführendes Studium absolviert

werden.

Fernstudien werden von mehr als 50 Universitäten und Fachhochschulen,

zum Teil in Verbünden, angeboten.

Informationen über grundständige Fernstudiengänge sind in der jährlich

neu aufgelegten Broschüre " Studien- und Berufswahl" enthalten und

auch über das Internet zugänglich (www.studienwahl.de). Eine weitere

Informationsquelle, die weiterführende Studiengänge einschließt, bietet

das Internetangebot der Hochschulrektorenkonferenz (www.hochschulkompass.de).

Hinweise auf Angebote der Weiterbildung im Fernstudium

sind unter den Internetadressen des Bundesinstituts für Berufsbildung

(www.bibb.de) und des Forums Berufsbildung des Bertelsmann Verlages

(www.berufsbildung.de) zu erhalten.

Links führen von hier zu den jeweiligen Hochschulen bzw. anderen

Anbietern. Dort sind in aller Regel ausführliche Informationen über Ziele

und Inhalte, Studienaufbau und - dauer, Zulassungsvoraussetzungen

und Kosten, die Adressen und Telefonnummern der Studienberatung

sowie Angaben über die Hochschule und den Hochschulort aufgeführt.

(2) Die Förderung eines Fernstudiums setzt die vorherige Beratung

durch das Kreiswehrersatzamt - Berufsförderungsdienst - voraus. Dort

erhalten Sie auch weitere Informationen über die Förderungsmöglichkeiten

und Voraussetzungen. So können Fernunterrichtslehrgänge z.B. nur

gefördert werden, wenn sie von der zuständigen Stelle zugelassen sind.

II. Situationsbezogener Rat

Das Missverhältnis zwischen der zunehmenden Zahl der Studienberechtigten

(Abiturientinnen/Abiturienten; Absolventinnen/Absolventen

der Fachoberschulen, Abendgymnasien, Kollegs, Berechtigten aufgrund

Begabten-, Eignungs- und Sonderprüfungen sowie Fachhochschulabsolventen)

und der nicht im gleichen Maße wachsenden Zahl von

Studienplätzen wird auch in Zukunft zu Zulassungsbeschränkungen für

bestimmte Studiengänge führen.

- 23 -


Ihrer Entscheidung der Ausbildungs- und Berufswahl kommt damit

erhebliche Bedeutung zu.

Orientieren Sie sich bei der Fächerwahl und dem angestrebten Beruf

zwar primär an Ihrer Eignung und an Ihren Neigungen, berücksichtigen

Sie aber auch die erkennbare Situation auf dem Arbeitsmarkt.

III. Entscheidungshilfen

1 Als Entscheidungshilfen kommen in Betracht:

- Erste schriftliche Informationen über Förderungsmöglichkeiten

in Form eines Merkblattes ”Berufsförderung für Grundwehrdienstleistende

und Soldaten, die freiwilligen zusätzlichen

Wehrdienst leisten” beim nächstgelegenen Kreiswehrersatzamt,

- Beratung durch den Berufsförderungsdienst an Ihrem Standort

oder im Kreiswehrersatzamt,

- Berufsberatung für Abiturienten und Hochschüler durch die örtlichen

Beratungsdienste der Bundesagentur für Arbeit (Arbeitsagenturen),

- Studienberatungsstellen der Hochschulen,

- Broschüre ”Studien- und Berufswahl”, jährlich herausgegeben

von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und

Forschungsförderung und der Bundesagentur für Arbeit

(www.studienwahl.de),

- Blätter zur Berufskunde, herausgegeben von der Bundesagentur

für Arbeit in Nürnberg, auch online über

www.berufs- und studienwahl.de

- der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz

(HRK); das ist der Dachverband der deutschen Hochschulen,

der das gesamte Studienangebot der deutschen Hochschulen

auflistet (www.hochschulkompass.de),

- die Website der Stiftung für Hochschulzulassung

(www.hochschulstart.de)

- das Informationsheft (Website und Informationsheft

werden zu jedem Vergabeverfahren

überarbeitet!),

- vor der Berufswahl: Berufliche Interessen, Arbeitshilfe für

Schülerinnen/Schüler der Sekundarstufe II (erhältlich bei der

Bundesagentur für Arbeit).

- 24 -


Ein von einer/einem deutschen Staatsangehörigen im Ausland erworbener

Bildungsabschluß berechtigt nur dann zu einem Studium an einer

Hochschule/Fachhochschule in der Bundesrepublik Deutschland, wenn

er zuvor als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt worden ist.

Für die Anerkennung ist in der Regel das Kultus- bzw. Schulministerium

zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich die Zeugnisinhaberin/der

Zeugnisinhaber einen Wohnsitz hat. In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat

das Schulministerium die Bezirksregierung Düsseldorf als zentrale Zeugnisanerkennungsstelle

für das Land NRW mit dieser Aufgabe betraut.

Die Zeugnisinhaberin/der Zeugnisinhaber, die/der zum Zeitpunkt der

Antragstellung in der Bundesrepublik Deutschland keinen Wohnsitz hat,

richten ihren/seinen Antrag grundsätzlich an die

Bezirksregierung Düsseldorf

Zentrale Zeugnisanerkennungsstelle

Postfach 30 08 65

40408 Düsseldorf

Telefon 0211 4750.

Die von der jeweils zuständigen Behörde ausgestellte Anerkennungsbescheinigung

gilt in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland.

Um Nachteile bzw. Verzögerungen bei der Studienaufnahme zu vermeiden,

sollten Sie sich rechtzeitig mit der für Ihren Wohnsitz zuständigen

Anerkennungsstelle in Verbindung setzen.

2 Persönliche Hilfe durch den Sozialdienst der Bundeswehr

In den ersten vier Wochen der allgemeinen Grundausbildung werden Sie

von der Sozialberaterin/dem Sozialberater fürsorgerisch über Ansprüche

nach dem Sozial-, Sozialversicherungs-, Versorgungs- und Unterhaltssicherungsrecht

beraten.

Die Sozialberaterin/der Sozialberater wird bei der Unterrichtung auf

die Studienfürsorge allgemein eingehen. Auf Wunsch werden Sie auch

einzeln beraten und erhalten Einblick in die in Nummer 1 im Rahmen

der Studienfürsorge genannten Broschüren; außerdem kann ein Termin

mit dem Berufsförderungsdienst bzw. dem Beratungsdienst der örtlich

zuständigen Agentur für Arbeit oder anderen Stellen nach Absprache mit

Ihnen und der Einheit vermittelt werden.

- 25 -

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