15.01.2013 Aufrufe

PDF-Version des Zooführers - Krefelder Zoo

PDF-Version des Zooführers - Krefelder Zoo

PDF-Version des Zooführers - Krefelder Zoo

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Zooführer


2

Jaguarjungtier

Pinguin


Liebe Besucher

und Freunde des Krefelder Zoos,

die unvermindert anhaltende Ausrottung einer

stetig wachsenden Zahl von Tier- und Pflanzenarten

führte in den letzten Jahrzehnten zu einer

weltweiten Kooperation der Zoologischen Gärten.

Ihr Ziel ist nicht nur die Zucht und Erhaltung bedrohter

Tierarten in den Zoos sondern auch deren

aktive Beteiligung an Artenschutzprojekten. Neben

der Erholung und naturkundlichen Bildung seiner

Besucher stellt der „Zoo der Zukunft“ somit den

Artenschutz in das Zentrum seiner Aktivitäten.

Als meistbesuchte Freizeiteinrichtung Krefelds

befindet sich auch der Zoo in diesem Wandel. Im

Juli 2005 wurde der ehemals städtische Betrieb in

eine gemeinnützige GmbH mit den beiden Gesellschaftern,

der Stadt Krefeld und dem Verein der

Zoofreunde Krefeld, umgewandelt. Seitdem hat

die junge Gesellschaft eine Vielzahl von Projekten

zur Modernisierung des Zoos durchgeführt.

Dazu gehört der Umbau der Anlagen für Elefanten,

Nashörner, Baumkängurus, Ameisenbären

und indischen Huftieren, die Sanierung des alten

Bauernhauses, des Regenwaldhauses sowie vieler

Stallungen, der Umbau des Eingangs mit ZooShop,

Kasse und sanitären Anlagen, und schließlich

Neubauten wie das Forscherhaus, das Schmetterlingshaus

und die Vorhalle des Regenwaldhauses.

Weitere Projekte wie die Futtermeisterei sind in

Bau und werden wesentlich zur Verbesserung der

Haltung und Versorgung unserer Tiere beitragen.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Aufenthalt

und hoffe, dass Sie mit Hilfe dieses Zooführers

und des Übersichtsplanes auf der letzten Seite

unsere wertvollen zoologischen und botanischen

Bewohner einfacher finden können und wesentliche

Informationen über sie erhalten.

Ihr

Dr. Wolfgang Dreßen

Zoodirektor

3


4

Die Geschichte des Krefelder Zoos

Der am heutigen Standort im Mai 1938

gegründete städtische „Krefelder Tierpark“

war der Nachfolger des von 1877 bis 1914 privat

geführten „Crefelder Tiergartens“ zwischen

Tiergarten- und Uerdinger Straße. Aufgrund der

zunehmenden Haltung exotischer Arten wurde

die 13 ha große Einrichtung im Jahr 1970 in

Krefelder Zoo“ umbenannt. Im Jahr 2005 erfolgte

die Umwandlung in eine gGmbH mit der Stadt und

dem Verein der Zoofreunde Krefeld als Gesellschafter.

Zum Zoo gehört ebenfalls die Außenstation

„Hausenhof“ im Krefelder Vorort Linn, die als

nichtöffentlicher Quarantäne- und Zuchtbereich

genutzt wird.

Das Erscheinungsbild des Krefelder Zoos wird

wesentlich durch die Parklandschaft geprägt,

deren Baumbestand auf die Errichtung des Grotenburg-Schlösschens

durch den Seidenbaron

de Greiff Mitte des 19. Jahrhunderts zurückgeht.

An ihr orientiert sich auch heute noch die Gestaltung

der Gehege, Stallungen und Wege. Die derzeitigen

fünf Schwerpunkte in der Tierhaltung

entwickelten sich in den 60er und 70er Jahren des

letzten Jahrhunderts: Tiere aus dem tropischen

Süd- und Mittelamerika, Tiere aus der afrikanischen

Savanne, Menschenaffen, Großkatzen

sowie Tropen- und Wasservögel.

Historische

Aufnahme des

Grotenburg-

Schlösschens


Der moderne Zoo

Die weltweit über 1.000 Zoologischen Gärten

haben sich zu einem intensiv kooperierenden

Netzwerk verbunden. Der Krefelder Zoo ist

Mitglied im Verband Deutscher Zoodirektoren

(VDZ), im Europäischen Verband der Zoos und

Aquarien (EAZA) und im Weltverband der Zoos

und Aquarien (WAZA).

Verband Deutscher

Zoodirektoren e.V.

World Association

of Zoos and Aquariums

Das Ziel des Netzwerkes ist der Aufbau

geschützter Zoo-Populationen bedrohter Arten

im Rahmen von Zuchtprogrammen.

Darüber hinaus beteiligen sich die Zoos zunehmend

auch an den Schutzmaßnahmen im Freiland.

Dabei können die Zootiere bei Wiederansiedelungsprojekten

den Kern für die Neubildung

von Populationen im natürlichen Lebensraum der

Art bilden.

Der Krefelder Zoo beteiligt sich mittlerweile an

über 45 internationalen Zuchtbüchern und führt

das Europäische Zuchtbuch für Tamanduas und

das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für

Baumkängurus.

Vogeltropenhaus 5


6

Die Tropenhäuser im Krefelder Zoo

Studien in freier Wildbahn und Fortschritte

der Tiermedizin erlaubten es in den letzten

Jahrzehnten mehr und mehr, statt gekachelter

Tierunterkünfte naturnahe Gehege zu gestalten.

So war es möglich, die Bedürfnisse und Ansprüche

der einzelnen Tierarten oder ganzer Tier- und

Pflanzengemeinschaften zu erfüllen.

Im Krefelder Zoo lässt sich diese Entwicklung -

neben großflächigen Freigehegen - besonders am

Beispiel der vier Tropenhäuser erkennen, die vor

allem Dank privater Initiative geplant und realisiert

werden konnten:

- Affentropenhaus

(Walter Gehlen Stiftung, 1975)

- Vogeltropenhalle

(Zoofreunde Krefeld u. Stadt Krefeld, 1989)

- Südamerika Regenwaldhaus

(Walter Gehlen Stiftung, 1998)

- SchmetterlingsDschungel

(Zoofreunde Krefeld, 2010)

Der Bau des Affentropenhauses bot sowohl

für Menschen als auch für Affen aufsehenerregende

Neuerungen. Für die Menschenaffen entfalten die

Pflanzen ihre wohltuende Wirkung besonders auf

die Atemwege und das Haarkleid. Für die ursprünglichen

Waldbewohner bedeutet es darüber hinaus

Abwechslung und Bereicherung, in ihrer Nähe

Vögel und Flughunde beobachten zu können und

gelegentlich etwas vom frischen Grün der Pflanzen

zu bekommen. Jetzt sollen den Menschenaffen

bald zusätzlich Außenanlagen zur Verfügung

stehen. Die Fertigstellung des „Gorillagartens“ ist

für das Frühjahr 2012 geplant.


Bei der Gestaltung der Vogeltropenhalle

versuchten wir, Pflanzen und Vögel ihrer geografischen

Herkunft entsprechend in kleinen Biotopausschnitten

zu zeigen. Besonders naheliegend

ist es, Vögel inmitten lebender Bäume und Sträucher

zu halten, denn Baumwipfel und Geäst bilden

ihren natürlichen Lebensraum. Zweige sind

die idealen Sitz- und Ruheplätze und bieten

Nestunterlagen und Nistmaterial.

Im Regenwaldhaus gelang es, einen weiteren

Schritt zu gehen: Pflanzen in großer Vielfalt mit

über 400 Arten bieten den meist kleineren Tieren

die direkte Lebensgrundlage.

Pilzzüchtende Blattschneiderameisen führen vor

Augen, welche Rolle sie im ökologischen Gleichgewicht

spielen. Vögel sowie Blumenfledermäuse,

die „Kolibris der Nacht“, sammeln Nektar

und Blütenpollen aus Blüten der verschiedensten

Formen, die sich in wechselseitiger Anpassung

zwischen Pflanze und Tier im Laufe von Jahrmillionen

entwickelt haben.

Im SchmetterlingsDschungel zeigen wir in Raupenund

Schlupfkästen den gesamten Lebenszyklus

der Schmetterlinge. Bis zu 200 Falter aus über

60 Arten umschwirren den Besucher und wecken

Begeisterung für diese faszinierenden Insekten.

Blattschneiderameisen 7


8

1 - Ursprünglich lebten Guanakos in fast allen südamerikanischen

Trockengebieten, sowohl im Hochland

Boliviens und Perus als auch in den Steppen Patagoniens.

Aus ihnen züchteten die Ureinwohner Lama und

Alpaka als Haustiere. Diese dienten den Menschen als

Lastenträger und Woll-Lieferanten.

Die Guanakos werden zusammen mit zwei Arten gehalten,

die gerne in Wassernähe leben.

Die Flachlandtapire sind südamerikanische Waldbewohner

und ausgezeichnete Schwimmer. Auffällig ist

ihr starker Nackenkamm sowie die verlängerte, rüsselartige

Oberlippe, die als bewegliches Greif- und

Tastwerkzeug dient. Auch Wasserschweine oder

Capybaras lieben die Nähe von Sümpfen, Flüssen und

Seen. Sie sind die größten Nagetiere, kommen in großen

Verbänden in den tropischen Savannen Südamerikas

vor und können hervorragend schwimmen und

tauchen. Die zu den Straußenvögeln gehörenden

Nandus runden die südamerikanische Lebensgemeinschaft

ab.

Flachlandtapir

2 - Seit 5000 Jahren dient das zweihöckrige Kamel

(Trampeltier) dem Menschen in China als Nutztier.

Berühmt ist seine Durstfähigkeit, die es ihm

ermöglicht, in großer Hitze ohne Wasser durch die

Wüste zu wandern.

Seine Körpertemperatur steigt dabei von 36° auf 40°

an, es schwitzt also weniger und verbraucht so weniger

Wasser zur Kühlung seines Körpers.

Zudem kann das Kamel bis zu 25% seines Körpergewichtes

(beim Menschen sind es 5%) ohne Lebensgefahr

durch Wasserverlust verlieren.


Mantelpavian

Das Wildkamel, die Ursprungsform des Kamels,

findet man heute nur noch in kleinen Herden in

der Wüste Gobi.

3 - Das Shetland-Pony wurde als Kleinpferd gezüchtet.

Seine Widerristhöhe liegt bei max. 96 cm.

Es ist in besonderer Weise den kargen Verhältnissen

der Atlantikinseln angepasst, wo es heute

noch dem Menschen bei der Arbeit hilft. Auf den

Mittelmeerinseln erfüllt der Zwergesel eine ähnliche

Rolle als Lastenträger.

4 - Unsere Kamerun-Zwergziegen stammen

aus West- und Zentralafrika. Ebenso wie die vom

Guanako abstammenden Alpakas aus Südamerika

stellen sie alte Haustierzüchtungen dar.

5 - Mantelpaviane, deren Heimat die Gebirgszüge

Abessiniens und Südarabiens sind, leben in

kleinen Horden von 8 - 15 Tieren.

Sie werden angeführt und verteidigt von dem mit

einer silbergrauen Mähne geschmückten

Männchen. Abends treffen mehrere Haremsgruppen

zu Schlafgemeinschaften mit z.T. einigen

Hundert Einzeltieren zusammen.

9


10

6 - Das Weißschwanz-Stachelschwein liebt die

Dämmerung und verschläft somit den größten

Teil des Tages. Es lebt in den Savannen und

Buschsteppen Südosteuropas und Vorderasiens.

7 - Der Humboldt-Pinguin bewohnt die Küsten

Perus nahe am Äquator. Sein Lebensraum sind

die fischreichen Gewässer des kühlen Humboldt-

Stroms. Die Eier werden in Erdhöhlen erbrütet.

Männchen beteiligen sich an der Brut und

Aufzucht der Jungen genauso wie die Weibchen.

Humboldt-Pinguin

Kalifornische Seelöwen werden zu den Ohrenrobben

gezählt, denn sie zeigen im Gegensatz zu

Hundsrobben noch äußerlich sichtbare Ohren.

An Land bewegen sie sich auf allen vier Füße gestützt

fort.

Kalif. Seelöwenbulle


8a - Das Südamerika-Regenwaldhaus

beherbergt Vertreter der Tropenwelt Süd- und

Mittelamerikas.

Hierzu zählen Glattstirnkaimane, Anakondas,

fünf Schildkrötenarten, Stirnlappenbasilisken,

Weißgesicht-Sakis, Tamanduas, Zweifinger-

Faultiere und Blumenfledermäuse.

Blattschneiderameisen vertreten die Insekten,

deren Völker in den Tropen viele Millionen Individuen

umfassen können. Eine Vielzahl südamerikanischer

Tropengewächse (über 400 Arten) bildet

einen nahezu natürlichen Lebensraum für die

Tiere dieses Hauses.

Zweifinger-Faultier

11


12

Saki

Terekay-Schildkröte


Stirnlappenbasilisk

Blumenfledermaus

13


14

8b - Im Sommer 2010 wurde mit dem

SchmetterlingsDschungel das vierte Tropenhaus

des Zoos eröffnet.

Möglich wurde der Bau durch eine Spende der

Zoofreunde Krefeld. Die 145 m² große und neun

Meter hohe Halle ähnelt in Form und Gestaltung

dem benachbarten Regenwaldhaus, mit welchem

sie durch die ebenfalls neu erbaute Vorhalle verbunden

ist. In dieser hat der Besucher die Möglichkeit

sich zunächst anhand einer Ausstellung

tiefer mit der faszinierenden Welt des Regenwaldes

auseinanderzusetzen. Hier befinden sich

Sitzplätze, sowie Stellplätze für Kinderwagen und

eine Garderobe.

Auf dem Rundgang durchs Schmetterlingshaus

kann man je nach Saison bis zu 60 verschiedene

Falterarten aus den Tropen Südamerikas, Asiens

und Afrikas erleben - weltweit kommen circa

170.000 Arten vor!

Raupen- und Schlupfkästen ermöglichen dem

Besucher, den gesamten Lebenszyklus der

Schmetterlinge vom Ei über die Raupe und Puppe

bis hin zum flugfähigen Falter zu verfolgen.

Beim Rundgang lohnt auch ein Blick auf die

tropische Bepflanzung. Da im Haus spezielle

Futterpflanzen eingesetzt wurden, auf denen die

frei fliegenden Falter direkt ihre Eier ablegen,

sitzen auf angeknabberten Blättern oft bizarre

Raupen.


Neben den Pflanzen mit ihren nektarhaltigen

Blüten bieten wir als weitere Nahrungsquelle für

die Schmetterlinge auch eine Futtermischung aus

Honigwasser, Nektar und Pollen an speziellen

Futtertischen an.

Zum größeren Teil werden die Puppen direkt in

den Herkunftsländern wie Costa Rica oder Malaysia

bei professionellen Schmetterlingshändlern

bestellt. Diese bekommen die Puppen von lokalen

Züchtern, welche in einer familieneigenen Regenwaldparzelle

die Schmetterlinge in nachhaltiger

Zucht nutzen. Der andere Teil der Puppen stammt

aus unserer eigenen Nachzucht in Zuchträumen

hinter den Kulissen des Regenwaldhauses.

Da tropische Schmetterlinge ein hohes Lichtbedürfnis

haben, fliegen sie hier im Zoo nur von

Ostern bis Ende Oktober. Das Schmetterlingshaus

mit seinen blühenden Pflanzen ist aber auch ohne

Falter im Winter für die Besucher geöffnet.

15


16

9 - In ihrer südamerikanischen Heimat waren

die Hyazintharas in früheren Zeiten wegen ihres

bunten Gefieders begehrte Jagdobjekte. Heutzutage

droht ihnen größere Gefahr durch den illegalen Handel

für den Heimtiermarkt.

Hyazinthara

10 - Großtierhaus

Die in Ost- und Südafrika beheimateten

Spitzmaul-Nashörner sind in den letzten drei

Jahrzehnten von etwa 70.000 auf derzeit 2.500 Tiere

dezimiert worden. Ursache für diese brutale

Ausrottung ist das Horn, das sowohl in der traditionellen

Chinesischen Medizin verwandt, als auch

zu Griffen von Krummdolchen verarbeitet wird,

die als männliche Statussymbole vieler Stämme

im arabischen Jemen gelten.

Im Rahmen des Internationalen Zuchtprogramms

leben derzeit etwa 270 Individuen in den

Zoologischen Gärten weltweit.


Trotz intensiver Zuchtbemühungen sind Geburten

in Zoologischen Gärten immer noch selten.

Nach einem Partnertausch im Jahre 2004 paarte

sich unser Weibchen „Nane“ mit dem neuen Bullen

„Usoni“ erfolgreich. Dies führte im Februar 2006

zur ersten erfolgreichen Geburt eines Spitzmaul-

Nashorns in einem nordrhein-westfälischen Zoo.

Im Gegensatz zum Breitmaul-Nashorn, das geselliger

ist und als Grasfresser in den afrikanischen

Savannen lebt, ist das Spitzmaul-Nashorn eher

einzelgängerisch. Daher werden die erwachsenen

Tiere im Zoo außerhalb der Paarungszeit getrennt

gehalten. Seine Oberlippe ist ein spitz zulaufendes

Greiforgan, mit dem es gezielt kleinste Zweige

und Blätter fressen kann.

Spitzmaul-Nashorn

Junges Spitzmaul-Nashorn

17


18

10 - In einem kleinen Verbreitungsgebiet Westafrikas

lebt das Zwergflusspferd. Seine Bestände sind

meist auf Schutzgebiete beschränkt. Da die Zucht in

Zoos recht gut gelingt, wurden bereits Auswilderungen

von Zoo-Nachzuchten in Erwägung gezogen.

10 - Der Asiatische Elefant wird in seiner

Heimat auch heute noch zur Arbeit herangezogen.

Die Wildbestände sind so stark bejagt worden,

dass der gesamte Weltbestand in Südostasien auf

weniger als 30.000 Tiere geschätzt wird. Die Zucht

ist mittlerweile einer Reihe von Zoologischen

Gärten gelungen und setzt großzügige Anlagen mit

intensiver Pflege voraus. Sie bedeutet auch die

überwiegend separate Haltung eines Bullen, was in

Krefeld bisher aus Platzgründen nicht möglich war.

Unsere Kühe „Rhena“ und „Mumptas“ leben seit

über 40 Jahren in Krefeld. 2010 wurde die Haltung

von direktem Kontakt in geschützten Kontakt umgestellt.

Sandhaufen und Holzberge dienen der Beschäftigung.

Hauptaktivitätsphase der Elefanten ist

die Nacht. Daher können sich die Kühe in den Sommermonaten

auch nachts frei zwischen den Innenräumen

und der Außenanlage bewegen.

Asiatischer Elefant


Blauducker

11 - Zu den kleinsten Formen aus der Familie der

Hornträger gehören die Blauducker. Sie leben

paarweise in den tropischen Busch- und Waldgebieten

Afrikas südlich des Äquators. Koritrappen

sind die größten flugfähigen Vögel und stammen

aus den Savannengebieten Afrikas.

Koritrappe

19


20

12 - Die „Afrikawiese“ stellt mit ca. 1.5 ha einen

Ausschnitt einer Savannenlandschaft dar, auf der

insbesondere Tierarten aus dem südlichen Afrika

gezeigt werden. Hierzu gehört der Blauhals-

Strauß, die aus Südafrika stammende Unterart

des Straußes. Unsere Strauße ziehen regelmäßig

Nachwuchs auf.

Junger Blauhals-Strauß

Während der Brutzeit legen mehrere Hennen

ihre Eier in eine gemeinsame Nestmulde. Auffällig

ist besonders der „Balztanz“ des Straußenhahnes,

der auch im Zoo gut zu beobachten ist.

Während er sich das Bebrüten des Geleges mit

den Hennen teilt, ist der Hahn nach dem Schlupf

der Küken mehr oder weniger allein für ihre

Aufzucht, ihr Führen und Bewachen verantwortlich.

Besonders überraschend ist ihr schnelles

Wachstum von täglich etwa 1 cm, das einhergeht

mit einer kontinuierlichen Futteraufnahme

während ihrer Aktivitätszeiten.


Säbelantilope

Zwei Antilopenarten werden derzeit auf der

Afrikawiese gehalten. Die zu den Pferdeböcken

zählende Säbelantilope war in den Wüsten und

Halbwüsten der nordafrikanischen Sahara heimisch.

Die langen, säbelartigen Hörner, die beide

Geschlechter tragen, waren Grund ihrer massiven

Bejagung, so dass ihr natürlicher Bestand als

mittlerweile ausgerottet gilt. Im Rahmen eines

Zuchtprogramms konnten allerdings wieder

Nachwuchstiere aus Zoos in geschützten

Gebieten Tunesiens und Marokkos angesiedelt

werden.

Beide Geschlechter des Ellipsen-Wasserbocks

kennzeichnet ein weißes Band auf dem Hinterteil.

Während die Männchen kräftige, schwach gebogene

Hörner tragen, sind die Weibchen hornlos.

Diese Unterart des Wasserbocks ist in geschützten

Gebieten des südlichen Afrikas noch häufig

vertreten. Wie der Name sagt, halten sich

Wasserböcke bevorzugt in der Nähe von Flüssen

und Seen auf. Sie gehen dabei auch gerne ins

Wasser und zeichnen sich als gute Schwimmer

aus. In Anpassung daran sondern zahlreiche

Schweißdrüsen ein fettiges Sekret in ihr strähniges

Fellkleid ab.

21


22

13 - In den südlich der Tundren liegenden Nadelwäldern

lebt der zu den größten Käuzen zählende,

tagaktive wie auch nachtaktive Bartkauz.

Besonders hübsch ist seine Gesichtsmaske aus

konzentrischen schwarz-weißen Kreisen. Als Nistplätze

bevorzugt er im Freiland oft verlassene

Horste anderer Greifvögel.

14 - Der Uhu ist die größte Eulenart mit einem

Verbreitungsgebiet, das sich von Nordafrika über

Europa und Asien bis zur Pazifikküste erstreckt.

Der noch vor zwei Jahrzehnten in weiten Gebieten

Mitteleuropas ausgerottete Uhu erlebt derzeit

durch erfolgreiche Wiedereinbürgerungen eine

Renaissance in den deutschen Mittelgebirgen.

Auch aus der Nachzucht des Krefelder Zoos

wurden etwa ein Dutzend Jungtiere im Laufe der

90er Jahre in den Wäldern der Eifel ausgewildert.

Uhu


15 - Hirschziegen-Antilopen, Streifengänse

und Weißnackenkraniche leben gemeinsam auf

der Indienanlage. Böcke der Hirschziegen-Antilopen

zeichnen sich durch ihr vielfach gedrehtes

Gehörn aus. Sind die Böcke geschlechtsreif wird

ihr Fell schwarz. Streifengänse fliegen bis zu

9.000 m hoch und können während des Zuges

zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet sogar

den Himalaja überwinden. Die winterfeste Kranichart

stammt aus den Steppen der nordöstlichen

Mongolei und des Amurgebiets. Seit 1986

wurden im Krefelder Zoo zahlreiche Junge natürlich

erbrütet und aufgezogen.

Hirschziegen-Antilopen

16 - Unsere ältesten Zootiere sind zwei Vertreter

der seltenen Seychellen-Riesenschildkröten.

Diese größte Landschildkrötenart stammt von den

gleichnamigen Inseln im Indischen Ozean. Der

Mensch rottete in den vergangenen Jahrhunderten

zahlreiche auf anderen tropischen Inseln vorkommende

Riesenschildkrötenarten aus.

Im Sommer teilen sich unsere Schildkröten die

Außenanlage mit den Rosa-Pelikanen und

Kormoranen. Im Jahr 2004 brüteten nach über

30-jähriger Haltung im Krefelder Zoo erstmalig

die Rosa-Pelikane: zwei Paare zogen je ein Jungtier

groß. Auf der Insel im Pelikanteich leben in

den Sommermonaten die Goldenen Löwenäffchen.

17 - Am äußeren Ende des Parks entsteht ein

neues Haus mit Außenanlage für die Flachlandgorillas.

Der Bau wird durch die Zoofreunde

Krefeld finanziert.

23


24

18 - Im 2.000 m 2 großen Affentropenhaus,

umgeben von üppiger Vegetation, freifliegenden

Vögeln und Flughunden, leben in offenen

Freianlagen die drei Menschenaffenarten Flachland-Gorilla,

Orang-Utan und Schimpanse.

Schimpansenanlage

Hier kann man das Leben der einzelnen Affenfamilien

weitgehend ungestört beobachten.

Von Beginn an war es das erklärte Ziel des Zoos,

Erkenntnisse aus Freilandstudien über das Sozialverhalten

der verschiedenen Affenarten bei deren

Haltung zu berücksichtigen.

Männlicher Orang-Utan


Schimpanse bei der Tierbeschäftigung

So entstanden sozial intakte Gruppen, in denen

die Jungen von ihren Muttertieren richtig betreut

und großgezogen werden. Seit 2006 wird die Tierbeschäftigung

(Enrichment) in diesem Haus intensiv

betrieben. Als Vertreter der südamerikanischen

Krallenaffen leben hier eine Gruppe Silberäffchen

sowie Zwergseidenäffchen, die weltweit

als die kleinste Affenart gilt. Im Frühjahr 2012

wird das Affentropenhaus um eine Außenanlage

für die Gorillas erweitert. Außenanlagen für Orang-

Utans und Schimpansen sollen folgen.

Flachland-Gorilla 25


26

19 - Das Graue Riesenkänguru, ein charakteristischer

Bewohner der australischen Wald- und

Buschsteppe, zeichnet sich durch besonders

kräftige Hinterbeine aus, die ihm Sprünge von

fast 10 Meter Weite ermöglichen. Sie leben

zusammen mit einer kleinen Känguruart, dem

Parma-Wallaby. Diese Art galt als ausgestorben

und wurde erst vor etwa 40 Jahren in einem

kleinen Verbreitungsgebiet in Ostaustralien wiederentdeckt.

20 - Chinesische Muntjaks zählen zu den kleinsten

Hirscharten der Welt. Typisch sind die beiden

hauerartigen Eckzähne im Oberkiefer, sowie die

einfach verzweigten kurzen Geweihstangen

männlicher Tiere, die auf hohen Rosenstöcken

sitzen. Bei Erregung geben Muntjaks kurze, laute

Töne von sich und werden daher auch Bellhirsche

genannt.

21 - Berg-Anoas kommen nur auf der indonesischen

Insel Sulawesi vor und sind durch Verlust

des Lebensraumes und Bejagung vom Aussterben

bedroht. Außerhalb Indonesiens leben nur im

Zoo Krefeld zwei männliche Tiere. Die Zukunft der

kleinen Rinderart ist ungewiss.


Pinselohrschwein

22 - Die aus dem westlichen Afrika stammenden

Pinselohrschweine zählen zu den farbenprächtigsten

Säugetieren. Sie leben im Familienverband

und sind wärmebedürftige Pfleglinge, die hohe

Ansprüche an das Futter stellen.

Riesenkänguru

27


28

23 - Ein Kleinod unseres Zoos ist die

Vogeltropenhalle. In fünf Großvolieren wird je

ein Ausschnitt eines Lebensraumes aus verschiedenen

Kontinenten mit den dort lebenden Vögeln

und Pflanzen gezeigt

Scharlachspint

Besonders in Zookreisen ist die Zucht der

Scharlachspinte bekannt. Diese Bienenfresser-

Art aus den Savannen Afrikas brütet in einer

künstlichen Uferböschung aus einer Lehm-Löß-

Mischung, in die die Vögel lange Röhren graben.

An ihrem Ende befindet sich die Bruthöhle, die

die Jungen im Alter von ca. 30 Tagen flügge verlassen.

Im Krefelder Zoo wurden bisher über

90 Jungvögel aufgezogen und weltweit an

verschiedene Zoos abgegeben.

Afrikanische Zwerggans


Die Scharlachspinte leben zusammen mit Krokodilwächtern

und Afrikanischen Zwerggänsen in

einer Voliere, die eine Afrikanische Flusslandschaft

zeigt. Während die Krokodilwächter ihre Eier in

heißen Sand legen und teilweise mit Hilfe der Bodenwärme

ausbrüten, legen die Zwerggänse ihre

Eier in Höhlen, in denen das Weibchen brütet.

Im Krefelder Zoo gelang bei beiden Arten die natürliche

Nachzucht. Im Falle der Krokodilwächter

war es die Welt-Erstzucht, im Falle der Zwerggänse

die deutsche Erstzucht in einem Zoo.

Prachtfruchttaube Indischer Riesenflughund

Ebenfalls auffällig sind die kugelförmigen Nester

des Textor-Webervogels in der afrikanischen

Savannenlandschaft. Webervögel leben in großen

Kolonien und flechten ihre Behausungen kunstvoll

aus verschiedenen Pflanzenfasern.

Eine Reihe von besonders auffällig gefärbten

Arten lebt in der Südost-Asien-Voliere. So sind

dort Prachtfruchttauben, Straußwachteln, Dajaldrosseln,

und Grünflügeltauben zu sehen.

29


30

In der Madagaskar-Voliere erwartet den Besucher

ein Ausschnitt aus der biologischen Schatzkammer

der Insel im indischen Ozean.

Madagaskar ist mit 587.000 km 2 die fünftgrößte

Insel der Welt. Sie entstand vor 120 Millionen

Jahren durch Abspaltung vom Afrikanischen Festland.

Die tropische Lage und geographische Vielfalt

mit Gebirgen und ebenen Landstrichen

schaffen unterschiedlichste Klima-Bedingungen.

So entwickelten sich Lebensräume von Gras-

Savannen über Trockenwälder bis zu tropischen

Regenwäldern.

Isoliert vom afrikanischen Festland konnte hier

die Evolution in eine ganz andere Richtung verlaufen.

Es entwickelte sich eine unglaubliche Fülle

nirgendwo sonst existierender (endemischer)

Lebewesen. So kommen von den 201 madagassischen

Brutvogelarten 105 nur hier vor.

Vertreter der madagassischen Tierwelt hier im

Zoo sind die Mähnenibisse und die Seidenkuckucke.

Starkes Bevölkerungswachstum und menschlicher

Flächenbedarf haben von Madagaskars

einzigartiger Natur lediglich kleine Reste übrig

gelassen. Ganze Landstriche sind heute ausgelaugter

roter Boden, der weder Mensch noch

Natur eine Lebensgrundlage bietet. Und die Zerstörung

geht rasant weiter. Madagaskar zählt zu

den ärmsten Ländern der Welt.

Mähnenibis


Katzenvogel

Nur mit internationaler Hilfe kann die biologische

Vielfalt bewahrt werden. Der Zoo Krefeld beteiligt

sich an einer Kampagne des Europäischen Zooverband

EAZA, mit der Natur- und Artenschutzprojekte

vor Ort unterstützt werden (www.eaza.net).

Mausvogel

Einziger Vertreter der Säugetiere ist der Indische

Riesenflughund in der Südost-Asien-Voliere.

Seine Nahrung sind hauptsächlich Früchte, deren

Fruchtfleisch und Saft er verzehrt.

In der Halle trifft der Besucher auch auf einige

freifliegende Vögel wie Weißohr-Katzenvogel,

Rotstirn-Blatthühnchen und Braunflügel-Mausvogel.

31


32

Nilgau-Antilope

Moschusochse


24 - In der Axisanlage lebt eine Gruppe der auffällig

gezeichneten Axishirsche, auch Chital genannt.

Beide Geschlechter dieser aus Indien und

Sri Lanka stammenden und dort häufig anzutreffenden

Hirschart sind zeitlebens gefleckt. Die Art

kommt in den Monsunwäldern, aber auch in offenen

Graslandschaften vor, wo sich große Verbände

von mehreren hundert Tieren bilden können. Mit

ihnen zusammen bewohnen die Nilgau-Antilopen

die Anlage. Eine Besonderheit bei ihnen ist der

häufig auftretende Zwillingsnachwuchs.

Dallschaf

25 - Ein besonders dicht ausgebildetes Winterhaarkleid

schützt den Moschusochsen vor der

eisigen arktischen Kälte in seiner Heimat Grönland.

Seine großen Pupillen und die besonders

lichtempfindliche Netzhaut des Auges ermöglichen

es ihm, während der winterlichen Dunkelheit des

Nordens das wenige Licht zu nutzen, um der Nahrungssuche

nachgehen zu können. Als Schutz und

Tarnfärbung ist das weiße Gefieder der in den polaren

Tundren lebenden und am Boden brütenden

Schnee-Eulen zu deuten. Der Bekanntheitsgrad

dieser Eule nahm besonders durch Harry Potters

Schnee-Eule „Hedwig“ zu.

26 - Die Dallschafe leben in den Schneefeldern

nordamerikanischer Gebirgszüge. Der zur Paarungszeit

im Herbst die Herde anführende Bock

zeichnet sich durch ein besonders starkes

Gehörn aus.

33


34

27 - Zebras kommen in ganz Afrika südlich der

Sahara vor. Die Streifenzeichnung variiert nicht

nur von Unterart zu Unterart, sondern auch von

Tier zu Tier. In Krefeld halten wir das südwestafrikanische

Steppen-Zebra, das sich durch

schwache Beinstreifung sowie bräunliche

Zwischenstreifen im Weiß des Fells an der Flanke

auszeichnet.

28 - Die seltenen Goodfellow-Baumkängurus

bewohnen Bergwälder Neuguineas. Als Anpassung

an das Baumleben sind die Hinterbeine

kürzer und die Arme kräftiger und länger als bei

bodenlebenden Kängurus.

Der Krefelder Zoo ist derzeit der erfolgreichste

Zoo Europas in der Zucht dieser Känguruart.

Das ehemals für Luchse angelegte Gehege wurde

zu einer zweiten Außenanlage für Baumkängurus

umgebaut.

Baumkänguru


29 - Die welterste Zucht von Geparden gelang

1960 hier im Krefelder Zoo. Nach einer Unterbrechung

von fast 30 Jahren konnte der Zuchterfolg

ab 1989 mehrfach wiederholt werden.

Geparde sind die schnellsten Säugetiere und

erreichen eine Geschwindigkeit von 110 km/h.

Gepard

30 - Der Große Kudu lebt in kleinen Gruppen

in der Buschsavanne Afrikas und ernährt sich

hauptsächlich von Blättern und frischen Zweigen.

Er teilt sein Gehege mit Hornraben, überwiegend

bodenlebenden Nashornvögeln aus den Savannen

des südlichen Afrikas.

35


36

31 - Das Großkatzengehege konnte mit

finanzieller Unterstützung der Stadt Krefeld, einer

Erbschaft an die Zoofreunde sowie zahlreichen

Spenden aus der Aktion „Mäuse für Katzen“ errichtet

werden. Die beiden Außenanlagen wurden

in den Jahren 2004 und 2005 fertig gestellt.

Während für den Jaguar eine das gesamte Außengehege

überspannende Stahlnetzkonstruktion gewählt

wurde, ist die Außenanlage der Tiger in

klassischer Art mit einem vier Meter hohen Gitterzaun

umgeben. Durch große Panzerglasscheiben

sind beide Arten gut zu beobachten. Die Anlagen

sind abwechslungsreich gestaltet und verfügen

über einen Bachlauf mit Becken und Bademöglichkeiten,

natürliche Bepflanzung, verschiedene Untergründe

wie Sand, Kies, Fels und Gras, beheizte

Felshöhlen und Unterschlüpfe sowie Kletter- und

Kratzbäume.

Der Jaguar ist die größte Katzenart Amerikas und

lebt sowohl im Trocken- wie auch im Regenwald.

Die Fellfarbe reicht vom kennzeichnenden Rosettenmuster

auf Gelbbraun bis hin zur Schwarzfärbung.

Die kleinste überlebende Tiger-Unterart, der

Sumatra-Tiger, hat eine besonders kräftige Färbung

und Zeichnung. In seiner Heimat ist er stark

gefährdet, da sein Lebensraum immer mehr durch

die zunehmende Kultivierung eingeengt wird.

Jaguar


32- Nyala-Antilopen gehören zu den Waldböcken.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich stark:

nur das Männchen trägt ein Gehörn und eine Rückenmähne,

die es bei Erregung aufstellen kann.

Nyala

Junge Sumatra-Tiger

33 - Die Stelzvogelwiese mit Teich beherbergt

viele Arten von Enten und Gänsen. Dort brüten regelmäßig

auf einer Insel Flamingos sowie Weißstörche.

34 - Der seltene Schneeleopard ist ein Bewohner

der zentralasiatischen Hochgebirge. Da diese

Art kurz vor der Ausrottung steht, bemüht sich

der Krefelder Zoo seit über 40 Jahren um ihre Haltung

und Zucht. Bereits in der vierten Generation

wurden von 1964 bis heute über 50 Jungtiere im

Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programmes

aufgezogen und an viele Zoologische

Gärten weitergegeben.

37


38

Junge Schneeleoparden


40

Inka-Seeschwalbe

Stelzenläufer


35 - In der geräumigen Küstenvogel-Voliere

werden Inka-Seeschwalben, Amerikanische

Stelzenläufer und einige Entenarten aus Südamerika

gehalten.

36 - Im gegenüberliegenden Gehege leben

Kleine Pandas. Neben Bambusspitzen fressen sie

auch Obst und kleine Wirbeltiere.

37 - Zu den lautesten und gesangsfreudigsten

Affen gehören die Siamangs. Sie leben in kleinen

Familien und stammen aus den Wäldern Südostasiens.

Hier lebt ein sehr altes Paar, das an die

inzwischen stark veraltete Anlage gewöhnt ist.

38 - Löffelhunde leben in Ost- und Südafrika.

Die zu den Hundeartigen gehörenden Tiere besitzen

ein Gebiss mit ungewöhnlich vielen (46-50)

Zähnen. So sind sie optimal ausgestattet für ihre

hauptsächlich aus Insekten bestehende Nahrung;

90% der gefressenen Insekten sind bestimmte

Termitenarten.

Kleiner Panda

41


42

39 - Der zu den Trugratten zählende Degu ist ein

tagaktiver und gruppenlebender Nager aus Zentralchile.

In Graslandschaften in Familiengruppen

lebend, legen sie verzweigte unterirdische Baue

mit zahlreichen Gängen an.

Mit der schlanken, lang gestreckten Körperform

und dem kleinen Kopf ähnelt der Jaguarundi

einem Marder und wird daher auch Wieselkatze

genannt. Das große Verbreitungsgebiet dieser

amerikanischen Kleinkatze reicht von den südlichen

USA über Mittel- bis ins südliche Südamerika.

Diese Wildkatze ist bekannt für unterschiedliche

Fellfärbungen. Auch im Krefelder Zoo, der diese

Art seit 1965 hält und seit 1974 erfolgreich züchtet,

treten diese Farbvarianten von schwarz-braun über

grau-braun bis fuchsrot auf. Im Zoo zeigt die Art

zudem ein ausgeprägtes Sozialverhalten.

Sie kann daher über einen begrenzten Zeitraum

in einem Familienverband gehalten werden, der

aus dem Zuchtpaar und den Jungtieren aufeinander

folgender Generationen besteht.

Jaguarundi


Guereza

Der Guereza ist ein baumlebender Affe der tropischen

Wälder Zentral- und Ostafrikas. Er gehört

zu den Stummelaffen, bei denen sich aufgrund

der hangelnden und kletternden Lebensweise die

Daumen im Verlaufe der Evolution rückgebildet

haben. Das lange, weiße Haar an den Körperseiten

und der buschige Schwanz der Guerezas, der

einem Schweif ähnelt, dienen beim Springen in den

Baumkronen als eine Art Fallschirm.

Die auffälligen schwarz-weißen Felle der Guerezas

waren bis zum ersten Weltkrieg große Modeobjekte,

so dass sie massiv gejagt und vielerorts

ausgerottet wurden. Die in Kleingruppen lebenden

Baumbewohner sind reine Pflanzenfresser,

die sich überwiegend von Blättern ernähren und

daher in Zoologischen Gärten ehemals als heikle

Pfleglinge galten. Mittlerweile haben sich die Zootiere

auch an einfacher zu beschaffende Futtermittel

wie Gemüse und Salat gewöhnt, wobei

Blätter und Laub aber immer die Hauptnahrung

ausmachen sollte.

43


44

Fischotter

40 - Der Europäische Fischotter gehört zu den

marderartigen Raubtieren und ist ein gewandter

Schwimmer und Jäger, der nicht nur Fische sondern

auch Amphibien, Wasservögel und Nagetiere

erbeutet. Mit verschließbaren Ohren, Schwimmhäuten

zwischen den Zehen und einem wasserundurchlässigen,

sehr dichten Fell ist er hervorragend

an das Wasserleben angepasst. Er lebt meist in

unmittelbarer Wassernähe und kommt nicht nur

in Flüssen und Seen sondern auch in Küstengewässern

vor. Wegen seines dichten Pelzes und

auch als Konkurrent um Fische wurde der Fischotter

in ganz Europa stark bejagt und war zusätzlich

durch Zerstörung seiner Lebensräume vom

Aussterben bedroht. Mittlerweile haben sich die

Bestände durch Schutz- wie auch Renaturierungsmaßnahmen

der Gewässer deutlich erholt.

Der gefährdete Status der Art führte auch zu einem

Europäischen Zuchtprogramm Zoologischer Gärten,

das vom Krefelder Zoo in der 90er Jahren

geleitet und aufgebaut wurde.

Im benachbarten Gehege lebt ein zweites Pärchen

Löffelhunde.

Löffelhund


41 - Der Serval ist eine hochbeinige, mittelgroße

Katze aus den Trocken- und Feuchtsavannen

Afrikas. Er ist eine sprunggewaltige Wildkatze, die

auch gut klettern und schwimmen kann. Seine

Fellfärbung und Fleckung kann im Freiland stark

variieren, bis hin zur Auflösung des Fleckenmusters.

Im Krefelder Zoo werden Servale seit 1970 erfolgreich

gezüchtet.

Großer Ameisenbär

42 - Der Große Ameisenbär lebt im südamerikanischen

Mato Grosso. Auffälliges Merkmal des

dämmerungsaktiven Tieres ist der lange, buschige

Schwanz, der während des Ruhens über den Körper

gelegt wird.

Mit kräftigen Krallen an den Vorderläufen werden

für die Nahrungsaufnahme Termiten- und Ameisenbauten

geöffnet. Die Nahrung wird mit der

langen Zunge und durch zähflüssigen Speichel aufgenommen.

Nach der Geburt des Jungtieres trägt

die Mutter es lange Zeit auf dem Rücken.

45


48

Botanische Kostbarkeiten

Nicht nur im Regenwaldhaus des Zoos (hierzu

ist ein gesonderter Pflanzenführer an der Kasse

erhältlich) kommen Pflanzenfreunde auf ihre

Kosten. Immer wieder wird auch der waldartige

Charakter unseres Zoologischen Gartens von den

Besuchern gelobt. Auf 13 ha wachsen hier über

900 Bäume, davon rund 180 Buchen, 140 Ahorne

und 120 Eichen. Viele weitere interessante und

seltene Gehölze lassen sich ebenfalls erkunden.

Etliche Bäume sind schon über 100 Jahre alt.

Zu verdanken ist diese Vielfalt der Geschichte

des Zoogeländes. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts

als Ackerland genutzt, gestaltete der Textilfabrikant

Moritz de Greiff die Fläche ab 1840 in einen waldähnlichen

Park um. Ihm zu verdanken ist unter

anderem das kleine Buchenwäldchen am Vogelhaus.

Hier sollten Sie einmal einen Blick in die

Baumkronen werfen - entdecken werden Sie die

größte Graureiherkolonie Krefelds und Umgebung.

Etwa 60 freilebende Brutpaare (Tendenz

steigend) ziehen hier Jahr für Jahr ihre Jungen

auf.

Der Waldcharakter des Geländes blieb auch

während der folgenden Nutzungen (ab 1938 dann

als Heimattierpark) erhalten.


Auch der heutige Zoo nimmt bei der Gehegeplanung

und -architektur Rücksicht auf den

wunderbaren alten Baumbestand.

Daher wird z. B. in weiten Teilen des Zoos auf

große auffallende Tierhäuser verzichtet. Bei der

Pflanzung von neuen Bäumen wird auf ihre geographische

Herkunft geachtet. So finden Sie bei

den Tigern asiatische und auf der Afrikawiese

afrikanische Gewächse. Bei der Gesamtgestaltung

der Parkanlage liegt unser Augenmerk

auf der Darstellung heimischer Waldvegetation

(Eichen-Hainbuchenwald).

Bei Pflanzungen im Zoo muss selbstverständlich

darauf geachtet werden, dass keine für die

Tiere schädlichen Pflanzen in erreichbarer Nähe

wachsen. Unsere Bitte an Sie:

Füttern Sie die Tiere nicht mit ausgerissenen

Pflanzen, auch nicht mit vermeintlich harmlosem

Gras oder Blättern. Sie können damit großen

Schaden anrichten - bei Tieren und Gewächsen.

Einige der auffälligsten Pflanzen stellen wir

Ihnen im Folgenden vor. Im Zoolageplan am Ende

des Führers sind die Standorte vieler interessanter

und beschilderter Pflanzen mit diesem

Symbol markiert.

49


50

Robinie

Schon vor dem Zooeingang begrüßt ein

Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) die

Besucher. Die Art wurde nach einer russischen

Zarentochter benannt. Die blass-blauen Blüten

des aus China stammenden Baumes öffnen sich

vor dem Laubaustrieb im zeitigen Frühjahr.

Auf der Wiese links hinter dem Zooeingang steht

eine alte Robinie oder Scheinakazie (Robinia

pseudoacacia). Auffallend ist hier der knorrige,

„verkrebste“ Wuchs, hervorgerufen durch eine

Pilzerkrankung, die umwachsen und so vom

gesunden Gewebe abgeschottet wird. Robinien

kommen auch mit mageren Bodenverhältnissen

zurecht, da in ihren Wurzelknöllchen

„Untermieter“ leben. Das sind Bakterien, die

zusätzlich Stickstoff aus der Luft aufnehmen.

Das außerordentlich feste und haltbare Robinienholz,

früher als Grubenholz verbaut, findet heute

Verwendung im Gehege- und Spielplatzbau.


Die Schmetterlingsblüten sind eine wertvolle

Bienenweide und liefern den Akazienhonig.

Interessant sind auch die Blätter der Robinien:

Die einzelnen Blattteile (Fiedern) bewegen sich

tagesperiodisch, in der Nacht sind sie z. B. in

Schlafstellung nach unten geklappt. Alle Teile der

Robinie sind giftig, vor allem für Pferde!

An der Schmalseite des alten Bauernhauses

leuchten ab September die auffälligen, in ungewöhnlichem

Lila gefärbten Beeren des Liebesperlenstrauches

(Callicarpa bodinieri).

Zwischen Trampeltier- und Ponygehege steht

der wohl meistbeachtete Baum des Zoos - eine

alte Stieleiche (Quercus robur) mit hohlem

Stamm, dessen Höhle nicht nur kleine Besucher

zum Versteckspiel einlädt.

Beeren des Liebesperlenstrauches 51


52

Mitten im Ziegengehege wächst eine Mispel

(Mespilus germanica). Die Früchte dieses nur noch

selten zu findenden Obstbaums kann man roh

erst nach dem ersten Frost genießen. Sie werden

ansonsten zu Marmelade und Mus verarbeitet.

Neben der Zooschule stehen schwarze

Maulbeerbäume (Morus niger), dessen brombeerähnliche

Früchte auch von Zoobesuchern gekostet

werden dürfen. Früher war diese Art ein

wichtiger Obstlieferant und Charakterbaum alter

Landsitze und Pastoratsgärten. Die Blätter des

ebenfalls hier wachsenden weißen Maulbeerbaumes

(Morus alba) aus China dienen seit mehr

als 5.000 Jahren in der Seidenraupenzucht als

Futter. Bei uns im Zoo lassen sich die Saki-Äffchen

die Grünkost gerne schmecken.

Vor dem Elefantenhaus gedeiht eine mehrstämmige

Kaukasische Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia),

deren geflügelte Nuss-Früchte an bis zu

50 cm langen Kätzchen sitzen. Der Baum liefert

eines der wertvollsten Furnierhölzer.

Stieleiche


Judasbaum

Vor der Fußgängerbrücke in der Weggabelung

zieht eine Zaubernuss (Hamamelis spec.) vor allem

im Winter alle Blicke auf sich. Schon im Dezember

und Januar, also lange vor dem Laubaustrieb, ziert

sie den Park mit ihren Blüten und deren langen,

bizarren Kronblättern. Zusammengerollt halten

diese Temperaturen bis zu -10 °C aus. Die Zaubernuss

gehört zu den traditionellen Heilpflanzen

nordamerikanischer Indianerstämme.

Der Tauben- oder Taschentuchbaum (Davidia

involucrata) empfängt die Besucher vor dem Affenhaus.

Er ist noch sehr jung und hat 2003 zum

ersten Mal geblüht. Die großen weißen Blüten

geben ihm seinen Namen, da er zur Blütezeit aussieht,

als ob er mit weißen Tauben oder Taschentüchern

geschmückt ist. Ein weiterer Name ist daher

auch „Geisterbaum“. Zuerst beschrieben wurde

diese Art übrigens von Pater David, dem Entdecker

und Retter des Milus (Pater-Davids-Hirsch).

Zwischen Dallschaf- und Moschusochsengehege

steht eine Parrotie (Parrotia persica), die auch als

Eisenholzbaum bezeichnet wird, denn sie besitzt

eine hohe Dichte und versinkt im Wasser.

53


54

Amberbaum


Dieser mit der Zaubernuss verwandte, sehr

ausladend wachsende Strauch blüht schon im Januar

mit Blüten, aus denen auffällige, dunkelrote

Staubblätter herausragen. Im Herbst erstrahlt er

ebenfalls in Rot - während der Herbstfärbung.

Die Rinde löst sich regelmäßig ab und hinterlässt

helle Stellen am Stamm.

Vor den Baumkängurus findet sich der erste von

Krefelder Bürgern gespendete Baum aus dem

Programm „Baumpatenschaften“. Es ist der

Judasbaum (Cercis siliquastrum). Seine Blätter

erinnern in ihrer Form an einen Silbertaler, mit

dem Judas Jesus verraten hat. Zudem soll sich

Judas an einem solchen Exemplar erhängt haben.

Auffallend sind sein malerischer, meist mehrtriebiger

Wuchs sowie die vielen rosa Blütenbüschel,

die direkt aus dem Stamm hervorbrechen

(Kauliflorie).

Im Kudugehege wachsen Lederhülsenbäume

oder Gleditschien (Gleditsia triacanthos).

Besonders ins Auge fallen ihre lang herabhängenden,

gedrehten, braunglänzenden Schoten

sowie Büschel sehr starrer, langer und verzweigter

Dornen. Diese sind oft dreifach verzweigt, was

dem Baum den lateinischen Namen gab

(triacanthus).

Im Servalgehege gedeihen Bitterorangen

(Poncirus trifoliata). Von allen Zitrusgewächsen

ist dieser außergewöhnlich stachelige Strauch

der einzige bei uns winterharte Vertreter.

Im und am Jaguar- und Tigergehege wachsen

Amberbäume (Liquidambar styraciflua). Sie besitzen

ahornähnliche Blätter, unterscheiden sich

aber durch kugelige Früchte sowie bizarre Korkleisten

am Stamm von diesen. Amberbäume sind

in Nordamerika für den „Indianersommer“ mit

besonders kräftig-bunter Herbstfärbung verantwortlich.

Sie sind dort richtige Medienstars, da

der Start ihrer Färbung jeweils im Radio bekannt

gegeben wird. Ein anderer Name ist Kaugummibaum,

da ihre Säfte (Storax) bis heute in der Kaugummiherstellung

verwendet werden.

55


56

Ebenfalls am Tigergehege duftet es schon im

Herbst weihnachtlich, denn die Blätter des

asiatischen Katsura- oder Kuchenbaumes

(Cercidiphyllum japonicum) verströmen kurz vor

dem Zerfall intensives Lebkuchenaroma.

Diese Art ist erdgeschichtlich sehr alt und weist

noch viele ursprüngliche Merkmale auf.

Der am Großtierhaus zu findende Ginkgo (Ginkgo

biloba) ist ein ganz besonderer Baum. Er ist ein

lebendes Fossil, da er noch vor den Farnen entstanden

ist - vor mehr als 280 Millionen Jahren!

Seine Blätter bestehen aus zusammengewachsenen

Nadeln, so dass er den Nadelbäumen zuzuordnen

ist. Aufgrund seiner Blattform wird er

auch Fächerblatt-, Elefantenohr- oder Entenfußbaum

genannt. Extrakte aus seinen Blättern

finden Verwendung in der Medizin, u.a. um den

Blutfluss zum Gehirn zu verbessern.

Seine Früchte („Silberaprikosen“) verbreiten aufgrund

des hohen Gehalts an Buttersäure einen

äußerst unangenehmen Gestank.

Ginkgo-Blätter


Blüte Trompetenbaum

Ihr Kern gilt in Asien aber als Delikatesse! Bei

alten Ginkgos wachsen Sprosse nach unten und

bilden bei Bodenberührung neue Seitensprosse

- die sogenannte „Mutterbrust“, in Japan ein

Symbol für reiche Nachkommenschaft und gutes

Stillvermögen.

Auf der Wiese vor dem Spielplatz steht ein majestätisch

gewachsener Baum, der Trompetenbaum

(Catalpa bignonioides). Charakteristisch bei dieser

aus Mexiko stammenden Art sind die tief angesetzten

Äste, üppige weiße, erst spät im Jahr auftretende

Blüten sowie auffallende, bis 30 cm lange,

an Vanille oder Bohnen erinnernde Schotenfrüchte.

Diese bleiben auch nach dem Laubfall

am Baum.

Leider etwas versteckt hinter dem Gehege der

Schneeleoparden entdeckt man einen Mammutbaum

(Sequoiadendron giganteum). Vertreter

dieser Art gehören zu den ältesten und höchsten

Bäumen. Sie werden bis zu 3.000 Jahre alt und

über 100 m hoch!

57


58

Ein solches Mammutbaum-Exemplar wiegt

soviel wie ca. 200 Elefanten (1.000 t).

Bemerkenswert ist seine bis zu 50 cm dicke,

schwammig weiche Borke. Hierin gespeichertes

Wasser schützt die Mammutbäume bei Waldbränden.

So haben sie einen Wettbewerbsvorteil

gegenüber schneller wachsenden Arten.

Eine besondere Kostbarkeit stellt einer der

schönsten Bäume des Zoos, die Libanonzeder

(Cedrus libani) vor dem Gehege der Schneeleoparden,

dar. Dieser in der Bibel an 69 Stellen

erwähnte Baum findet sich auch im Staatswappen

des Libanon wieder. In seiner Heimat ist dieses

Kieferngewächs nur noch in wenigen Exemplaren

erhalten, da ihr außerordentlich haltbares Holz

im Altertum sehr begehrt war.

So bauten die Ägypter ihre Tempel und Flotten

aus Zedernholz. Zedernholzteer wurde zur Wundbehandlung,

zum Abdichten von Schiffsböden

und zum Einbalsamieren von Mumien benutzt.

Wenn Sie mehr über unsere botanischen

Schätze wissen möchten, buchen Sie doch eine

Spezialführung.

Informationen und Buchung gibt es unter

Tel. (02151) 9552 -13, Mo. und Do., 11 bis 15 Uhr.

Oder möchten Sie den Zoo dabei unterstützen,

die Pflanzenvielfalt zu erhalten und zu vergrößern?

Dann werden Sie Baumpate!

Sie erleichtern damit die Pflege

des alten Baumbestandes

und ermöglichen

Neupflanzungen.

Eine gesonderte Information

hierüber ist an der Kasse

erhältlich.


Libanonzeder 59


60

Zooschule

Seit 1985 wird der Zoo durch das Unterrichtsangebot

der Zooschule zu einem Lernort für

außerschulischen Unterricht. Vier Biologielehrer

unterrichten jeweils an einem Wochentag angemeldete

Klassen in verschiedenen Themen.

Zum Angebot gehören Anatomie und Ernährung

von Tieren, Verhaltensbeobachtungen an Säugetieren

und Vögeln sowie Unterschiede von Haus- und

Wildtieren. Außerdem werden Facharbeiten im Zoo

betreut, Lehrerfortbildungen gegeben und Unterrichtseinheiten

entwickelt.

Der Besuch und der Unterricht in der Zooschule

ist kostenlos und kann vor- wie nachmittags

stattfinden. Die Schüler bezahlen lediglich einen

symbolischen Eintritt von je € 3.-.

Anmeldung und Informationen:

Herr Jan Osterloh (0211) 420702

für Zooschulenbesuche montags oder freitags

Herr Wolfram Biedermann (02151) 406988

für Zooschulenbesuche dienstags

Herr Peter Krull (02131) 519860

für Zooschulenbesuche mittwochs

Frau Brigitta Küppers (02845) 20537

für Zooschulenbesuche donnerstags


Zooführungen

Das Angebot unseres Zooführer-Teams hat sich

in den letzten Jahren ständig erweitert.

Unter dem Motto „Zoo erLeben“ bietet das Team

zahlreiche Zooführungen zu allen Themen rund

um den Zoo an. Für jeden Wunsch gibt es ein passendes

Angebot: je nach Dauer, Umfang, Thema

und Aufwand können Aktionen zu Preisen von

€ 40.- bis € 100.- gebucht werden.

Außerdem organisiert das Team die Zooferien –

eine Ferienfreizeit im Zoo, zahlreiche Themenführungen

- zu Ostern, Weihnachten, St. Martin,

eine Zooakademie - die Zooschule für Erwachsene,

den Miniclub für Vorschulkinder und den

JuniorClub - ein starker Club für Kinder zwischen

6 und 12 Jahren, die den Zoo bei ihren monatlichen

Treffen intensiv kennen lernen und den Tierpflegern

über die Schulter schauen dürfen.

Individuelle Beratung und Anmeldung:

montags und donnerstags jeweils von 11 bis 15 Uhr

unter (02151) 9552-13. Beratung(keine Anmeldung)

auch unter zoofuehrungen@zookrefeld.de

61


62

Forscherhaus

Im Forscherhaus, einer umgebauten alten niederrheinischen

Fachwerkscheune, erhalten Sie einen

spannenden Einblick in die Welt der Tiere.

Exotische Heimtiere wie Bartagamen, Axolotls,

Achatschnecken und Rennmäuse, können

beobachtet werden, an einer Mikroskopierstation

bekommt man Einblicke in den Mikrokosmos.

Im angeschlossenen naturnahen Garten lernen

Sie die heimische Natur kennen und bekommen

Anregungen, wie Sie den eigenen Garten umweltfreundlich

gestalten können, z. B. mit Insektenhotel,

Teich und Kräuterspirale.

Im Forscherhaus stehen immer Mitarbeiter für

ihre Fragen und gemeinsame Erkundungen bereit.

Allerdings ist es nicht durchgehend geöffnet

(siehe Aushänge).

Forscherhaus


Wir meistern auch die

schwierigsten Aufgaben.

Sogar im Dschungel...

Handwerkspartner

des Zoo Krefeld

Handwerkspartner

des Zoo Krefeld

Paul Meulendick

Meisterbetrieb für:

• Heizungsanlagen, Gas- und Oelfeuerungen

• Sanitäre Installation und Fußbodenheizung

• Solar- und Brennwerttechnik

Im Witschen 38a, 47807 Krefeld

Telefon 02151/391207 oder 391286

Telefax 02151/391314

e-mail: mail@meulendick.de

www.meulendick.de

ELEKTRO

KLEINHÜTTEN

Inh. V. Ingenhag

Uerdinger Straße 282

47800 Krefeld

Tel. 02151/591180

info@kleinhütten.de

Elektroanlagen, Datenanlagen, SAT und Kabelfernsehen, Sprechanlagen


Ihr Meisterbetrieb

Maschinenbau • Schlosserei • Apparatebau

Maschinenbau:

• Sondermaschinen

• Planung

• Fertigung

• Montage

Stahl- und Metallbau:

• Geländer

• Vordächer

• Tore / Zäune

• Garagentore

• Sonderanfertigungen

Max-Planck-Str. 11, 47647 Kerken

Telefon: 0 28 33 / 50 28 eMail: gerresheim-maschinenbau@arcor.de

Service: 0 172 / 2 54 90 90 www.gerresheim-maschinenbau


Was für Sie schwer,

ist für uns leicht.


Wir kümmern uns

um jeden Dachschaden...

Bedachungen Zimmerei Bauelemente

Am Vaetsbruch 10 • 47906 Kempen-Tönisberg

Tel: (0 28 45) 29 16-0 • Fax: (0 28 45) 29 16-29

Email: info@klinkenberggmbh.de


70

Öffnungszeiten November bis Februar:

täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr

(Kassenschluss 16.30 Uhr, Tierhäuser 16.30 Uhr)

Öffnungszeiten Oktober bis März:

täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr

(Kassenschluss 16.30 Uhr, Tierhäuser 17.30 Uhr)

Öffnungszeiten April bis September:

täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr

(Kassenschluss 17.30 Uhr, Tierhäuser 17.30 Uhr)

Die Gastronomie schließt eine halbe Stunde

vor den Schließzeiten des Zoos.

Straßenbahnverbindung vom Hauptbahnhof:

042 - Richtung Elfrath, 043 - Richtung Uerdingen

Autobahn A 57, Ausfahrt 13 - Krefeld-Zentrum

Auch wenn Sie es noch so gut meinen:

Bitte, füttern Sie unsere Tiere nicht.

Wir versorgen sie mit allem, was sie brauchen.

Ihr Hund darf mit in den Zoo, aber bitte an der

kurzen Leine. Ausgenommen die Tropenhäuser.

Herausgeber: Zoo Krefeld gGmbH,

Uerdinger Str. 377, 47800 Krefeld, Tel. (02151) 95520

www.zookrefeld.de

Texte:

Cornelia Bernhardt, Gaby Borg, Dr. Wolfgang Dreßen, Petra Schwinn,

Dr. Martin Straube, Dr. Paul Vogt

Fotografie:

Ludwig Baum (Seite 9, 13o, 16, 18, 19u, 20, 41, 45)

Cornelia Bernhardt (Seite 12u, 56)

Wolfram Biedermann (Seite 24u, 60)

Gaby Borg (Seite 10u, 21, 61, 62)

Wolfgang Dreßen (Seite 10o, 11, 16, 21, 26, 27o, 27u, 28o, 28u, 29l, 33, 35,

37o, 37u, 38, 39, 42)

Bruni Encke (Seite 8, 19o, 32u)

Hella Hallmann (Seite TSo, TSu, 2o, 2u, 3, 7, 12o, 14, 15, 17u, 23, 30, 34, 36,

40u, 43, 44o, 47, 48, 49, 51, 52, 53, 56, 57, 59, RSo, RSu)

Götz Huwald (Seite 48, 49, 54)

Bastian Königs (Seite 5, 24o)

Peter Krull (Seite 29r)

Simone van Lier (Seite 17o, 32o)

Michael Porter (Seite 31o, 31u)

Dietmar Schörner (Seite 40o)

Georg Schweers (Seite 44u)

Petra Schwinn (Seite 20, 22, 25o, 25u, 50)

Christian Vogt (Seite 13u)

Stadtarchiv (Seite 4)

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!