P R O T O K O L L über die 27. Sitzung des Gemeinderates

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P R O T O K O L L über die 27. Sitzung des Gemeinderates

Gemeinderatsprotokoll Gemeinde Mauren

27. Sitzung, 29. August 2012

P R O T O K O L L

über die 27. Sitzung des Gemeinderates

Datum: Mittwoch, 29. August 2012

Zeit: 17.00 Uhr bis 21.30 Uhr

Ort: Gemeindeverwaltung Mauren, Peter-Kaiser-Raum

Vorsitz: Gemeindevorsteher Freddy Kaiser

Anwesend: Frank Heeb, Claudia Kaiser, Reto Kieber, Karlheinz Matt, Robert Matt,

Irene Mündle, Hanspeter Öhri, Claudia Robinigg-Büchel, Patrik Schreiber,

Harald Senti

Entschuldigt: -

Weitere Anwesende: Gerwin Frick, Lenum AG

Marco Condito, Bauführer-Stv.

Michael Biedermann, ATW Management AG

Simon Biedermann, ATW Management AG

Protokoll: Christoph Kieber, Sekretär

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27. Sitzung, 29. August 2012

Traktanden

- Protokollgenehmigung

- Re-Audit 2012 der Energiestadt Mauren: Kenntnisnahme der voraussichtlichen Bewertung

(Massnahmenkatalog)

- Re-Audit 2012 der Energiestadt Mauren: Genehmigung des energiepolitischen Programms

- Re-Audit 2012 der Energiestadt Mauren: Genehmigung der energiepolitischen Grundsätze

und Zielsetzungen

- Durchführung einer Bevölkerungsumfrage 2013: Projektgenehmigung und Einsetzung

einer interdisziplinären Projektgruppe

- SBB-Tageskarten Gemeinde: Preisanpassung per 1. Januar 2013

- Subventionsbeitrag der Gemeinde Mauren an die Familienhilfe Unterland für das Geschäftsjahr

2012: Nachtragskredit

- Einheitliche Inrechnungstellung von Gebühren durch die Gemeindekasse

- Personalwesen: Neubesetzung von zwei Lehrstellen der Gemeinde Mauren auf Beginn

des Lehrjahres 2013

- Grundstückstausch zwischen der Hilti Aktiengesellschaft und der Gemeinde Mauren

- Umzonierung und wertgleicher Bodentausch im Bereich Bannriet / Rietstrasse in Mauren:

Genehmigung

- Gemeindeliegenschaft Schädlerstall, Schaanwald: Vergabe der Dackdeckerarbeiten

- Schulanlage Schaanwald: Dringliche Behebung von Wasserschäden an der Turnhalle

- Bilinguale Kinderbildungsstätte K-Palace, Mauren: Antrag auf Gewährung eines Kostenzuschusses

der Gemeinde

- Vernehmlassungsbericht der Regierung zur Abänderung des Gesetzes über die allgemeine

Landesverwaltungspflege: Stellungnahme des Gemeinderats

- Vernehmlassungsbericht der Regierung zur Schaffung eines Gesetzes über die Errichtung

einer Vorsorgeeinrichtung für die betriebl. Alters-, Invaliden- u. Hinterlassenenversicherung

für die Staatsangestellten sowie die Ausfinanzierung der Deckungslücke

der PV für das Staatspersonal

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- Vernehmlassungsbericht der Regierung zur Schaffung eines Kulturgütergesetzes

- Vom Hochbauamt bewilligte Baugesuche aus Mauren-Schaanwald: Information des

Gemeinderats

- Interne Informationen und Mitteilungen

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Protokollgenehmigung

Das Protokoll der 26. Gemeinderatssitzung vom 4. Juli 2012 wird einstimmig genehmigt.

Re-Audit 2012 der Energiestadt Mauren: Kenntnisnahme der voraussichtlichen

Bewertung (Massnahmenkatalog)

Das Label "Energiestadt" ist ein Leistungsausweis für Gemeinden, die eine nachhaltige kommunale

Energiepolitik vorleben und umsetzen. Energiestädte fördern erneuerbare Energien,

umweltverträgliche Mobilität und setzen auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen. Das Label

"Energiestadt" ist Auszeichung für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik

und wird durch die unabhängige Kommission des "Trägervereins Energiestadt" verliehen.

Das Projekt "Energiestadt" der Gemeinde Mauren wurde im September 2007 mit der Mitgliedschaft

im Trägerverein Energiestadt gestartet. Bereits am 25. November 2008 wurde der

Gemeinde offiziell das Label "Energiestadt" mit 54 % der möglichen Punkte zugesprochen.

Das Label muss alle 4 Jahre von den Prüfungsinstanzen bestätigt werden. Dieses Re-Audit

steht nun in Mauren an. Gemäss Berechnung des Energiestadtberaters kann Mauren beim Re-

Audit im Jahr 2012 mit ca. 67 % der möglichen Punkte rechnen. Damit wird die Gemeinde

Mauren – trotz neuem und verschärftem Massnahmenkatalog – eine voraussichtliche Verbesserung

von +13 % gegenüber der ersten Zertifizierung 2008 erreichen.

Die einzelnen Bewertungsergebnisse werden an der Sitzung von Energiestadtberater Gerwin

Frick und Marco Condito, Energiestadtbeauftragter der Gemeinde Mauren, näher dargelegt.

Dem Gemeinderat liegen hierzu auch die entsprechenden Unterlagen vor.

Antrag

Das mutmassliche Bewertungsergebnis des Energiestadt-Re-Audits 2012, wonach sich die

Gemeinde Mauren gegenüber der Erstzertifizierung um 13 % auf 67 % der möglichen Punkte

verbessern dürfte, wird zur Kenntnis genommen.

Beschluss

Gemäss Antrag einstimmig.

Re-Audit 2012 der Energiestadt Mauren: Genehmigung des energiepolitischen

Programms

Am 25. November 2008 wurde der Gemeinde Mauren von der unabhängigen Labelkommission

des Trägervereins Energiestadt das Label "Energiestadt" zugesprochen. Am 12. Januar 2009

konnte das Energiestadt-Zertifikat in feierlichem Rahmen entgegengenommen werden.

An der Sitzung vom 8. Februar 2012 sprach sich der Gemeinderat einstimmig für die Durchführung

des ersten Energiestadt-Re-Audits aus und nahm den Zeitplan zur Kenntnis.

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Die Genehmigung des Antrags zur erneuten Zertifizierung beinhaltet die Grundsätze der Umweltpolitik,

die konkreten Ziele bis 2020 für den Energieverbrauch auf dem gesamten Gemeindegebiet

und die konkreten Ziele bis 2020 für den gemeindeeigenen Energieverbrauch.

Um diese Ziel zu erreichen wurden von der Fachgruppe Energiestadt Massnahmen zusammengetragen.

Diese Massnahmen wurden für den Zeithorizont 2012 bis 2015 in einem sogenannten

energiepolitischen Programm mit Definition der Zuständigkeiten und entsprechenden

Budgetpositionen zusammengefasst.

Das energiepolitische Programm mit Festlegung der Aktivitäten auf dem Gemeindegebiet von

Mauren in den Jahren 2012 bis 2015 liegt dem Gemeinderat nun zur Genehmigung vor.

Der weitere Zeitplan bis und mit Re-Zertifizierung 2012 sieht wie folgt aus:

- Gemeinderatsbeschluss und Empfehlung der Energiefachstelle am 29. August 2012;

- Einreichung der Dokumente und des Labelantrags an den Auditor im August 2012;

- Externes Audit am 27. September 2012;

- Einreichung der Dokumente an die Labelkommission am 22. Oktober 2012;

- Labelkommissionssitzung im November 2012.

Antrag

Die Fachgruppe Energiestadt beantragt beim Gemeinderat die Genehmigung des vorliegenden

energiepolitischen Programms und der darin aufgeführten Budgetpositionen.

Beschluss

Gemäss Antrag einstimmig.

Re-Audit 2012 der Energiestadt Mauren: Genehmigung der energiepolitischen

Grundsätze und Zielsetzungen

Im Rahmen der Erstzertifizierung 2008 hat sich die Gemeinde Mauren energiepolitische

Grundsätze und Ziele mit einem Zeithorizont von 7 bis 10 Jahren gesteckt. Diese Ziele wurden

teilweise bereits im Jahr 2012 erreicht, sodass neue, ambitioniertere Ziele gesetzt werden

können. Zudem konnten durch die Erstellung und Auswertung des Energiekatasters der Gemeinde

Mauren zusätzliche Indikatoren berechnet werden, so dass sich daraus neue, zusätzliche

Zielsetzungen ableiten lassen. Die neuen, quantifizierbaren Ziele wurden von Vorsteher

Freddy Kaiser, Marco Condito (Energiestadtbeauftragter) und Gerhard Meier (Liegenschaftsverwalter)

diskutiert und als ambitioniert, aber auch als realisierbar erachtet. Die Gemeinde

Mauren verfolgt und orientiert sich dabei an die Zielvorgaben von EnergieSchweiz, welche sie

auf ihre eigene Situation auslegt, anpasst oder priorisiert.

Um nun den definitiven Re-Audit-Antrag für das Label Energiestadt einreichen zu können, sind

vom Gemeinderat noch die verschiedenen energiepolitischen Grundsätze und Zielsetzungen

zu genehmigen.

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Auf der Grundlage der Vorarbeiten von Freddy Kaiser, Marco Condito, Gerhard Meier sowie

dem Energiestadtberater Gerwin Frick wurden folgende für die erfolgreiche Rezertifizierung

notwendigen Unterlagen behandelt:

- Grundsätze der Energiepolitik: Allgemeine Grundsätze der Umweltpolitik der Gemeinde

Mauren

- Gesamtes Gemeindegebiet: Konkrete Ziele bis 2020 für den Energieverbrauch auf dem

gesamten Gemeindegebiet

- Gemeindeliegenschaften: Konkrete Ziele bis 2020 für den gemeindeeigenen Energieverbrauch

Nachstehend die Auflistung der konkreten Ziele:

A) Grundsätze der Energiepolitik

� Ziel 1: Die Gemeinde Mauren lebt aktiv eine nachhaltige Energie- und Umweltpolitik, welche

sich an den Zielvorgaben des Landes Liechtenstein und von EnergieSchweiz orientiert.

� Ziel 2: Die Gemeinde Mauren übernimmt eine Vorbildfunktion.

� Ziel 3: Die Gemeinde Mauren sorgt für eine Sensibilisierung der Bevölkerung für Energie-

und Umweltthemen und fördert eine Kultur des schonenden Umgangs mit der Natur.

� Ziel 4: Die Gemeinde Mauren fördert Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs

und zur Verwendung erneuerbarer Energie.

� Ziel 5: Die Gemeinde Mauren ist für eine nachhaltige Mobilität besorgt.

� Ziel 6: Die Gemeinde Mauren setzt sich für eine haushälterische Nutzung der Rohstoffe

Wasser und Holz ein.

� Ziel 7: Durch die aktive Energie- und Umweltpolitik wird die Attraktivität der Gemeinde

Mauren als Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum gestärkt.

� Ziel 8: Die Gemeinde Mauren unterstützt in der Beschaffung von Dienstleistungen und

Gütern die Wertschöpfung in der Region unter Berücksichtigung von ökologischen Kriterien.

� Ziel 9: Die Gemeinde Mauren berät und informiert die Bevölkerung aktiv über die Möglichkeiten

einer nachhaltigen Energieversorgung und Energienutzung.

� Ziel 10: Die Gemeinde Mauren setzt sich für eine Abfallbewirtschaftung nach ökologischen

Kriterien ein.

B) Ziele bis 2020 für den Energieverbrauch auf dem gesamten Gemeindegebiet

� Ziel 1: Die Gemeinde bekennt sich zur 2000-Watt-Gesellschaft und verfolgt einen Absenkpfad.

Die nach 2000-Watt-Berechnung ermittelte Dauerleistung von ca. 5'900 Watt pro

Einwohner (Stand 2011) soll bis 2020 auf 5'000 Watt pro Einwohner reduziert werden. Die

jährlichen CO2-Emissionen (CO2-Äquivalente) von 7 t CO2 eq. pro Einwohner (Stand 2011)

sollen bis 2020 auf 5.5 t CO2 eq. pro Einwohner reduziert werden.

� Ziel 2: Wärmeenergie – Der Anteil an erneuerbaren Energien im Bereich Wärmeenergie

(Prozesswärme, Raumwärme und Warmwasser) soll bis 2020 von 18 % (Stand 2011) auf 30

% erhöht werden. Die spezifische Kennzahl Wärme Wohnen soll bis 2020 von 8.5

MWh/Einwohner (Stand 2011) auf 6.3 MWh/Einwohner gesenkt werden. Die spezifische

Kennzahl Wärme nicht Wohnen soll bis 2020 von 5.0 MWh/Arbeitsplatz (Stand 2011) auf

3.9 MWh/Arbeitsplatz gesenkt werden.

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� Ziel 3: Elektrizität – Der erneuerbare Anteil am Strommix der Gemeinde soll bis 2020 von

16 % (Stand 2011) auf 40 % erhöht werden. Die spezifische Kennzahl Strom für Wohnen

soll bis 2020 von 2.6 MWh/Einwohner (Stand 2011) auf 2.0 MWh/Einwohner gesenkt

werden. Die spezifische Kennzahl Strom nicht Wohnen soll bis 2020 von 6.6

MWh/Arbeitsplatz (Stand 2011) auf 4.6 MWh/Arbeitsplatz gesenkt werden.

� Ziel 4: Mobilität – Die Gemeinde unterstützt aktiv den ÖV (Subventionierung von LIEmobil-

Jahresabos und Tageskarten Gemeinde), den Langsamverkehr und andere Formen ökologischer

Mobilität.

� Ziel 5: Wasser – Der Anteil nicht gemessener Wassermengen soll bis 2020 von derzeit 17.1

% (Stand 2011) auf 15 % reduziert werden. Der spezifische Wasserverbrauch für Wohnen

soll bis 2020 von 57 m 3 pro Einwohner (Stand 2011) auf 55 m 3 pro Einwohner gesenkt

werden. Der spezifische Wasserverbrauch für nicht Wohnen soll auf dem heutigen Niveau

von 30m 3 pro Arbeitsplatz (Stand 2011) gehalten werden.

� Ziel 6: Der Energiebezugsflächenanteil von Minergie-Bauten (sämtliche Minergielabels) bei

Neubauten soll bei 10 % liegen.

� Ziel 7: Das Förderprogramm für Energieeffizienz und erneuerbare Energien soll beibehalten

werden.

� Ziel 8: Im Bereich Bewusstseinsbildung sollen verstärkte Massnahmen ergriffen werden.

C) Ziele bis 2020 für den gemeindeeigenen Energieverbrauch

� Ziel 1: Neubauten und energetisch vollumfängliche Sanierungen werden im Minergie-P,

Minergie-P Eco oder Minergie-A Standard ausgeführt. Falls unüberwindbare Hindernisse

dies nicht ermöglichen, so wird mindestens der Minergie-Standard angewendet. Falls Minergie

Eco oder Minergie-A nicht zur Anwendung kommen, werden die Ausschreibungen

auf der Basis von ECO-Devis oder unter Beizug eines Fachbüros, welches die Ausschreibungen

hinsichtlich Ökologie prüft, erstellt. Ausgenommen sind denkmalschützenswerte

oder denkmalgeschützte Bauten.

� Ziel 2: Die Energieeffizienz Wärme (Warmwasser und Raumheizung) soll bis 2020 von 91

kWh/m 2 (Stand 2011) auf 70 kWh/m 2 reduziert werden.

� Ziel 3: Der erneuerbare Energieanteil Wärme soll bis 2020 von 42 % (Stand 2011) auf 50 %

erhöht werden.

� Ziel 4: Die Energieeffizienz Elektrizität soll bis 2020 von 22 kWh/m 2 (Stand 2011) auf 21

kWh/m 2 reduziert werden.

� Ziel 5: Der erneuerbare Energieanteil Elektrizität soll beibehalten werden (ca. 20 % LiStrom

NaturPlus und 80 % LiStrom Natur) => maximale Zielerreichung (70 %) Wirkung gemäss

Energiestadtbewertung.

� Ziel 6: Die Effizienz Wasser soll bis 2020 von 236 l/m 2 EBF (Stand 2011) auf 200 l/m 2 EBF

reduziert werden.

� Ziel 7: Der spezifische Endenergiebedarf (Wärme/Elektrizität) soll bis 2020 von 104

kWh/m 2 (Stand 2011) auf 90 kWh/m 2 reduziert werden.

� Ziel 8: Der spezifische Primärenergiebedarf (Wärme/Elektrizität) soll bis 2020 von 133

kWh/m 2 (Stand 2011) auf 100 kWh/m 2 reduziert werden.

� Ziel 9: Die spezifischen Treibhausgasemmissionen sollen bis 2020 von 13 kg/m 2 (Stand

2011) auf 10 kg/m 2 reduziert werden.

� Ziel 10: Beschaffungen erfolgen nach ökologischen Kriterien.

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Antrag

Aufgrund der vorstehenden Ausführungen beantragt die Fachgruppe Energiestadt beim Gemeinderat,

die dargelegten energiepolitischen Grundsätze und Zielsetzungen (A1 bis A10, B1

bis B8 und C1 bis C10) zu genehmigen.

Beschluss

Gemäss Antrag einstimmig.

Durchführung einer Bevölkerungsumfrage 2013: Projektgenehmigung und

Einsetzung einer interdisziplinären Projektgruppe

Im Jahr 2002 führte die Gemeinde Mauren eine breit angelegte Image- und Bedürfnisanalyse

(Projekt "Spiegel") durch. Die damalige Bevölkerungsbefragung stiess auf ein erfreulich grosses

Interesse und brachte dementsprechend auch sehr aussagekräftige Ergebnisse hervor. Die

aus dieser Umfrage gewonnenen Erkenntnisse flossen in der Folge in vielerlei Hinsicht in die

Entscheidungsprozesse des Gemeinderats und in die Arbeit der Gemeindeverwaltung ein.

Dem Gemeinderat ist es ein erklärtes Anliegen, in der laufenden Legislaturperiode erneut eine

solche Umfrage vorzunehmen, um die aktuellen Bedürfnisse und die Meinungen der Gemeindebevölkerung

zu verschiedenen Themenbereichen zu erfassen. Dies brachte er bereits im

September letzten Jahres an seinem zweitägigen Workshop unter dem Motto "Gemeinsam

die Zukunft von Mauren gestalten" zum Ausdruck. Der Einbezug der Bevölkerung mittels Befragung

ist ein wertvolles und wichtiges Instrument für die Weiterentwicklung der Gemeinde

und die Priorisierung zukünftiger Projektvorhaben.

Zur Vorstellung und Erörterung des nun vorliegenden Konzeptentwurfs für die geplante Bevölkerungsumfrage

sind Michael und Simon Biedermann von der Firma ATW Management AG

(Mauren), die bereits das Umfrageprojekt "Spiegel" begleitet hatte, an der Sitzung anwesend.

Gemäss Phasenplan ist beabsichtigt, im Oktober 2012 mit der Entwicklung und Gestaltung des

Fragebogens zu beginnen. Zu diesem Zweck ist die Einsetzung eines interdisziplinären Projektteams

unter dem Vorsitz des Vorstehers vorgesehen, dem auch je ein Mitglied pro Gemeinderatsfraktion

angehören soll. Die eigentliche Meinungsumfrage wird nach derzeitigem Stand im

März/April 2013 durchgeführt, wobei der Fragebogen sowohl in einer gedruckten wie auch in

einer elektronischen Version bereitgestellt wird. Zielgruppen der Befragung sind einerseits alle

Einwohnerinnen und Einwohner sowie andererseits die in der Gemeinde Mauren-Schaanwald

ansässigen Wirtschaftstreibenden. Die ausgewerteten Umfrageergebnisse können dann in der

zweiten Jahreshälfte 2013 zunächst dem Gemeinderat und anschliessend der Bevölkerung im

Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung präsentiert und dargelegt werden. Dem

Gemeinderat obliegt es in der Folge, aus den Umfrageergebnissen die entsprechenden Schlüsse

zu ziehen und Massnahmen abzuleiten.

Für das Umfrage-Projekt ist mit Gesamtaufwendungen in Höhe von CHF 45'000 zu rechnen,

die auf die Jahre 2012 und 2013 verteilt werden sollen.

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Antrag

Die Gemeindevorstehung unterbreitet dem Gemeinderat folgende Anträge:

a) Zustimmung zur Durchführung der Bevölkerungsumfrage im Jahr 2013 gemäss dargelegtem

Umfragekonzept;

b) Genehmigung eines Kredits von CHF 45'000, verteilt auf die Jahre 2012 und 2013, für das

gesamte Umfrageprojekt;

c) Beauftragung der Firma ATW Management AG, Mauren, mit der Projektbegleitung;

d) Bestellung der interdisziplinären Projektgruppe für die Entwicklung und Gestaltung des

Fragebogens.

Beschluss

Der Gemeinderat fasst nachfolgende einstimmige Beschlüsse:

a) Gemäss Antrag.

b) Der Gemeinderat genehmigt für das Jahr 2012 einen Kredit in Höhe von CHF 15'000 sowie

für das Jahr 2013 einen Verpflichtungskredit in Höhe von CHF 30'000.

c) Gemäss Antrag.

d) Die Projektgruppe wird definitiv an der Sitzung vom 12. September 2012 bestellt.

SBB-Tageskarten Gemeinde: Preisanpassung per 1. Januar 2013

Als zusätzlichen Anreiz für die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln bietet die Gemeinde

Mauren seit 2003 auch die "Tageskarte Gemeinde" der Schweizerischen Bundesbahnen

SBB an. Pro Tag werden vier Karten zur Verfügung gestellt. Seit Anfang 2008 gilt unverändert

ein (landesweit einheitlicher) Abgabepreis von CHF 35 pro Tageskarte. Gegen Aufpreis kann

auch eine Erstklassvariante gewählt werden.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 haben die SBB den Preis für den Ankauf eines

Tageskarten-Sets für die Gemeinden erneut erhöht, und zwar von CHF 11'300 auf CHF 12'300.

Bei vier Tageskarten ergeben sich somit für die Gemeinde Mauren bereits Anschaffungskosten

in Höhe von CHF 49'200 pro Jahr. Mit weiteren Preisaufschlägen der SBB ist zu rechnen.

Aufgrund dieser Entwicklung und im Sinne einer einheitlichen Regelung der Liechtensteiner

Gemeinden hat die Vorsteherkonferenz in ihrer Sitzung vom 31. Mai 2012 die Empfehlung an

alle Gemeinderäte ausgesprochen, den Verkaufspreis pro Tageskarte ab Jahresbeginn 2013

mit CHF 40 festzulegen, damit zumindest die Ausgaben wieder gedeckt sind. Intention ist es,

dass Personen die Tageskarten auch weiterhin landauf, landab zu den gleichen und im Vergleich

zu Schweizer Gemeinden nach wie vor preiswerten Konditionen beziehen können. Mehrere

Gemeinden haben in der Zwischenzeit die Preisanpassung bereits beschlossen.

Die vier Tageskarten der Gemeinde Mauren waren im vergangenen Jahr zu 90.3 % ausgelastet.

Dies entspricht ziemlich genau dem mehrjährigen Durchschnittswert.

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Antrag

a) Das Angebot von vier Tageskarten der Gemeinde Mauren wird ab 2013 weiter beibehalten.

b) Aufgrund der gestiegenen Anschaffungskosten und im Sinne einer einheitlichen Regelung

in allen Liechtensteiner Gemeinden wird der Verkaufspreis pro Tageskarte mit Wirkung ab

1. Januar 2013 von derzeit CHF 35 auf neu CHF 40 angehoben.

Beschluss

Gemäss Antrag a) und b) einstimmig.

Subventionsbeitrag der Gemeinde Mauren an die Familienhilfe Unterland

für das Geschäftsjahr 2012: Nachtragskredit

Die Familienhilfe Liechtensteiner Unterland hat der Gemeinde Mauren den Jahresbericht und

die Jahresrechnung 2011 unterbreitet. Die Unterlagen liegen dem Gemeinderat zur Einsicht

vor. Gleichzeitig ersuchte die Familienhilfe die Gemeinde Mauren um die Ausrichtung des anteilmässigen

Subventionsbeitrags für das laufende Geschäftsjahr 2012.

Die fünf Unterländer Gemeinden tragen zusammen 30 % des Jahresaufwands der Familienhilfe

Unterland. Der Landesanteil beträgt ebenfalls 30 %. Bei der Berechnung der Gemeindesubvention

für das jeweils laufende Geschäftsjahr wird vom durchschnittlichen Aufwand der letzten

drei Jahre ausgegangen, der sich für die Jahre 2009, 2010 und 2011 auf CHF 2'179'270

belief. Die Gemeindesubvention von 30 % für das Geschäftsjahr 2012 beträgt somit insgesamt

CHF 653'781, wovon gemäss Verteilschlüssel nach der Einwohnerzahl ein Anteil von 31.16 %

oder CHF 203'718 (Vorjahr: CHF 189'047) auf die Gemeinde Mauren entfällt. Budgetiert wurde

auf Basis der Vorjahreswerte ein Gemeindebeitrag von CHF 196'000, so dass ein Nachtragskredit

von CHF 8'000 erforderlich wird (Konto 589.365.00).

Gemäss den Plänen der Regierung sollen bekanntlich die heute in Liechtenstein in der Familienhilfe

tätigen sechs Vereine und der Verband zu einer einzigen Organisation zusammengeführt

werden, die bereits Mitte 2013 in Kraft treten dürfte. Durch die vorgesehene Reorganisation

soll die ambulante Betreuung und Pflege in Liechtenstein für künftige Herausforderungen

aufgestellt und die Familienhilfe als anerkannter Partner im Gesundheitswesen weiter

gestärkt werden. Zugleich soll die Kosteneffizienz verbessert werden. Der Gemeinderat von

Mauren hat die Umsetzung dieses Projekts sowie das vorgeschlagene neue Finanzierungsmodell

in seiner Sitzung vom 4. Juli 2012 im Grundsatz einstimmig befürwortet.

Antrag

Genehmigung eines Nachtragskredits von CHF 8'000 zulasten der Verwaltungsrechnung 2012

für den Jahresbeitrag 2012 der Gemeinde Mauren an die Familienhilfe Unterland.

Beschluss

Gemäss Antrag einstimmig.

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Einheitliche Inrechnungstellung von Gebühren durch die Gemeindekasse

Die Inrechnungstellung von Gebühren durch die Gemeinde erfolgt heute teils exklusive und

teils inklusive Mehrwertsteuer. Gemäss Gemeindekasse bestehen gegenwärtig noch folgende

Gebühren mit inkludierter Mehrwertsteuer:

- Kehrichtgrundgebühr: CHF 40 inkl. 8 % MwSt.

- Verkauf Abfallcontainer: CHF 70, 90 und 480 (je nach Volumen) inkl. 8 % MwSt.

- Verkauf Komposterde/Humus: CHF 30 pro m 3 inkl. 2.5 % MwSt.

- Anlieferung Häckselgut: CHF 10 pro m 3 inkl. 8 % MwSt.

Im Sinne einer klaren und einheitlichen Regelung hat sich die Kommission Personal, Organisation

und Finanzen an ihrer Sitzung vom 21. Mai 2012 einstimmig dafür ausgesprochen, dass

die vorerwähnten Gebühren mit Wirkung ab 1. Januar 2013 ebenfalls exklusive Mehrwertsteuer

ausgestaltet und in Rechnung gestellt werden sollen, die einzelnen Gebühren in Summe

aber in gleicher Höhe zu belassen sind.

Antrag

Mit Wirkung ab 1. Januar 2013 erfolgt die Inrechnungstellung von Gebühren durch die Gemeindekasse

generell exklusive Mehrwertsteuer. Durch diese Umstellung ergibt sich keine

Erhöhung der einzelnen Gebühren.

Beschluss

Gemäss Antrag einstimmig.

Personalwesen: Neubesetzung von zwei Lehrstellen der Gemeinde Mauren

auf Beginn des Lehrjahres 2013

Die Gemeindevorstehung legt nach wie vor besonderen Wert darauf, dass von der Gemeinde

Mauren regelmässig Lehrstellen angeboten werden. Gegenwärtig absolvieren zwei Lernende

ihre berufliche Grundausbildung bei der Gemeinde: ein Kaufmann und ein Forstwart. Auf den

Lehrbeginn im Sommer 2013 sollen nun zwei bestehende resp. frei werdende Ausbildungsplätze

wieder besetzt werden. Folgende zwei Lehrstellen sind zur öffentlichen Ausschreibung

vorgesehen:

� Kauffrau/Kaufmann FZ

� Fachfrau/Fachmann Betriebsunterhalt FZ (Fachrichtung Hausdienst)

Die Lehre dauert jeweils drei Jahre. Zusätzliche Informationen zu den beiden Berufsausbildungen

liegen dem Gemeinderat in schriftlicher Form vor. Es ist vorgesehen, dass die Lehrstellen

im September 2012 in den Landeszeitungen und Gemeindemedien ausgeschrieben werden.

Die entsprechende Vorlage wird dem Gemeinderat zur Genehmigung unterbreitet. Bewerbungen

sollten demnach bis spätestens Ende September 2012 eingereicht werden. Festzuhalten

ist in diesem Zusammenhang, dass mit dem Lehrstellen-Angebot der Gemeinde keine automatische

Weiterbeschäftigung nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildungszeit verbunden

ist.

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Antrag

a) Zustimmung zur Neubesetzung der folgenden zwei Lehrstellen bei der Gemeinde Mauren

auf den Lehrbeginn im Sommer 2013:

- Kauffrau/Kaufmann FZ

- Fachfrau/Fachmann Betriebsunterhalt FZ (Fachrichtung Hausdienst)

b) Genehmigung der vorliegenden Lehrstellen-Ausschreibung.

Beschluss

Gemäss Antrag a) und b) einstimmig.

Grundstückstausch zwischen der Hilti Aktiengesellschaft und der Gemeinde

Mauren

Anlässlich der Gemeindeabstimmung vom 29. Juni / 1. Juli 2012 haben sich die Stimmberechtigten

der Gemeinde Mauren mit einem Ja-Stimmenanteil von 82.5 % sehr deutlich für den

Erwerb des Grundstücks Parzelle Nr. 1010 der Hilti Aktiengesellschaft im Bereich Britschenstrasse

/ Hinterbühlen ausgesprochen. Der genehmigte Bodenkauf betrifft den Anteil des

Grundstücks, welcher in Arbeitszone zoniert ist.

Die Hilti Aktiengesellschaft ist aber auch Eigentümerin der Parzellen Nr. 1009 und Nr. 3329.

Diese beiden Grundstücke grenzen an das Arbeitszonenareal an, respektive waren Teil des

Betriebsareals. Die Liegenschaft Parzelle Nr. 1009 hat ein Ausmass von 980 m 2 und diente ursprünglich

als Feuerwehrhaus für das Hilti Werk 3. Die Parzelle Nr. 3329 hat ein Ausmass von

1260 m 2 und ist bisher nicht bebaut. Beide Grundstücke sind in Wohnzone B zoniert. Aufgrund

des bereits genehmigten Bodenkaufs wäre es notwendig geworden, zumindest das Grundstück

Parzelle Nr. 3329 umzulegen, damit es von der Strasse Hinterbühlen aus erschlossen

wäre.

Die Vertreter der Hilti Aktiengesellschaft sind mit Gemeindevorsteher Freddy Kaiser in Kontakt

getreten, ob die Gemeinde Mauren nicht auch Interesse an den beiden erwähnten Grundstücken

hätte. Im Zuge der Gespräche hat sich gezeigt, dass die beiden Grundstücke der Hilti Aktiengesellschaft

längerfristig für die Gemeinde ebenfalls interessant sein können. Insbesondere

deshalb, weil das Areal der Arbeitszone im Bereich Hilti Werk 3 längerfristig von der Gemeinde

in Wohnzone B umzoniert werden soll. Die Gemeindevorstehung hat den Vertretern

der Hilti Aktiengesellschaft indes vorgeschlagen, die beiden Grundstücke nicht käuflich zu erwerben,

sondern mit einem flächengleichen gemeindeeigenen Grundstück der Wohnzone B

zu tauschen. Konkret wäre dies das Grundstück Parzelle Nr. 1141 im Gebiet Bannriet in Mauren

mit einem Ausmass von 2'240 m 2 . Diesem Vorschlag haben die Vertreter der Hilti Aktiengesellschaft

zugestimmt.

Die Bauverwaltung beantragt, den Bodentausch zwischen den Parzellen Nr. 1009 und Nr. 3329

der Hilti Aktiengesellschaft und der Parzelle Nr. 1141 der Gemeinde Mauren zu genehmigen.

Dies mit den Auflagen, dass die Gemeinde Mauren keine Kosten für die grundbücherliche

Durchführung übernimmt und dass das bestehende Gebäude auf der Parzelle Nr. 1009 durch

die Hilti Aktiengesellschaft abzubrechen ist, und zwar im Zuge der Abbrucharbeiten am ehemaligen

Werk 3.

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27. Sitzung, 29. August 2012

Antrag

Genehmigung des Grundstückstauschs zwischen den Parzellen Nr. 1009 und Nr. 3329 der Hilti

Aktiengesellschaft, Schaan, und der Parzelle Nr. 1141 der Gemeinde Mauren.

Auflagen:

- Alle anfallenden Kosten für die grundbücherliche Durchführung des Tauschvertrags sind

von der Hilti Aktiengesellschaft zu tragen.

- Das bestehende Gebäude auf der Parzelle Nr. 1009 muss von der Hilti Aktiengesellschaft

im Zuge des Abbruchs des Werks 3 ebenfalls auf ihre Kosten abgebrochen werden.

Beschluss

Gemäss Antrag einstimmig.

Umzonierung und wertgleicher Bodentausch im Bereich Bannriet / Rietstrasse

in Mauren: Genehmigung

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 4. Juli 2012 festgelegt, dass die Gemeinde kleinere

Grundstücke, welche sie nicht mehr benötigt, zum Marktwert veräussern oder tauschen kann.

Der Eigentümer der Parzelle Nr. 1138 an der Strasse Bannriet ist mit dem Anliegen an die

Gemeindevorstehung gelangt, ob es nicht möglich wäre, eine Fläche von ca. 210 m 2 der Strassenparzelle

Nr. 1145 zu tauschen. Für den privaten Grundeigentümer würde dadurch eine

grössere und idealere Bauparzelle entstehen. Die Gemeinde bekäme im Gegenzug ca. 80 m 2

Grundstückfläche im Bereich des heutigen Verbindungsweges Bannriet – Rietstrasse. Die restliche,

wertgleiche Fläche würde die Gemeinde Mauren von der Parzelle Nr. 575 im Gebiet

Hala-Götzenhalden erhalten, allerdings erst im Zuge der Erstellung des Neuzuteilungsplans,

damit die Teilfläche mit einem Gemeindegrundstück arrondiert werden kann.

Damit dieser Tausch überhaupt möglich ist, soll vorgängig eine Fläche von total 814 m 2 der

Strassenparzelle Nr. 1145 und der Fusswegparzelle Nr. 1137 in Wohnzone B umzoniert werden.

Gerade im Bereich des Einlenkers der Strassenparzelle Nr. 1145 ist der Strassenbereich

unnötig breit (ca. 45 m). Die Gemeinde Mauren hat eine Studie erarbeiten lassen, wie gross

der effektive Platzbedarf für eine mögliche Strasse sein würde. Aufgrund dieser Studie zeigt

sich, dass auch bei einer grosszügigen Strassendimensionierung auf einen Teil der heutigen

Strassenfläche verzichtet werden kann und dieser als Bauzone genutzt werden könnte. Die

Umzonierung dieses Bereichs in Wohnzone B wurde bereits mit den Vertretern der Landesplanung

und des Tiefbauamts besprochen und von diesen ohne Einwände zur Kenntnis genommen.

Durch diese Umzonierung könnte einerseits der oben erwähnte Grundstückstausch

ermöglicht werden und andererseits ergäbe sich für die Gemeinde Mauren die Möglichkeit,

mit einem weiteren flächengleichen Tausch mittelfristig ein weiteres Baugrundstück an der

Rietstrasse zu erhalten.

Der Verbindungsweg zwischen der Rietstrasse und der Strasse Bannriet muss durch diesen

Bodentausch vorerst nicht verlegt werden. Dies wäre erst im Zuge der Erstellung einer Hochbaute

auf dem künftigen Gemeindegrundstück an der Rietstrasse notwendig. An der Deponiezufahrt

würde sich in diesem Bereich auch längerfristig nichts verändern.

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Gemeinderatsprotokoll Gemeinde Mauren

27. Sitzung, 29. August 2012

Die Bauverwaltung Mauren beantragt die Genehmigung des wertgleichen Bodentauschs mit

einer Fläche von 210 m 2 sowie die Umzonierung einer Fläche von total 814 m 2 der Parzelle Nr.

1137 und Teilen der Parzelle Nr. 1145 in Wohnzone B.

Antrag

a) Genehmigung der Umzonierung einer Fläche von 814 m 2 von "Strasse und dergleichen" in

Wohnzone B im Bereich der Parzellen Nr. 1137 und 1145.

b) Zustimmung zur Durchführung eines wertgleichen Tauschs einer Teilfläche von 210 m 2 der

Parzelle Nr. 1145 mit Teilen der Parzellen Nr. 1138 und 575.

Beschluss

Gemäss Antrag a) und b) einstimmig.

Gemeindeliegenschaft Schädlerstall, Schaanwald: Vergabe der Dackdeckerarbeiten

Bereits 1997 wurde die östliche Dachseite des Schädlerstalls, bestehend aus Bieberschwanzziegeln,

mit neuen Flachfalzziegeln eingedeckt. In der Zwischenzeit mussten auch auf der

westlichen Dachhälfte schon etliche Biberschwanzziegel erneuert werden. Die Brüchigkeit der

Ziegel lässt ein Betreten nicht mehr zu. Im Budget 2012 (Konto Nr. 091.503.00) wurde die Erneuerung

der westlichen Dacheindeckung berücksichtigt.

Aufgrund der Ausschreibung kann der Auftrag an den günstigsten Offertsteller vergeben werden.

Antrag

Die Liegenschaftsverwaltung beantragt die Vergabe der Dachdeckerarbeiten an die Zimmerei

Rudolf Marxer AG, Mauren, zum Nettobetrag von CHF 29'569.05.

Beschluss

Gemäss Antrag einstimmig.

Schulanlage Schaanwald: Dringliche Behebung von Wasserschäden an der

Turnhalle

Für das Jahr 2012 wurde die Behebung von Schäden an der Aussenfassade der Turnhalle in der

Schulanlage Schaanwald geplant und budgetiert. Aufgrund des verstärkt ins Mauerwerk eindringenden

Wassers mussten die notwendigen Sanierungs- und Abdichtungsarbeiten nun zeitlich

dringlich in Angriff genommen werden, um eine weitere Ausbreitung der Schäden am Gebäude

zu verhindern. Gleichzeitig wurde auch die bauliche Sanierung der angrenzenden instabilen

Bachböschung vorgenommen, um möglichen Folgeschäden wirksam vorzubeugen. Die

Arbeiten zur Schadensbehebung und Instandstellung konnten in der schulfreien Sommerzeit

erledigt werden.

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Gemeinderatsprotokoll Gemeinde Mauren

27. Sitzung, 29. August 2012

Im Budget 2012 (Konto Nr. 210.503.00) wurden CHF 81'000 für die Sanierungsmassnahmen

berücksichtigt. Alle durchgeführten Arbeiten können unter Einhaltung des Budgets abgerechnet

werden.

Antrag

Die Liegenschaftsverwaltung unterbreitet nachträglich die folgenden Anträge:

a) Genehmigung der Sanierungsmassnahmen mit einem Kostendach von CHF 81'000.

b) Genehmigung der Vergabe der Abdichtungsarbeiten an die Firma Remo Guntli Anstalt,

Vaduz, zum Nettobetrag von CHF 16'527.30.

c) Genehmigung der Vergabe der Baumeisterarbeiten an die Firma Gebr. Bühler AG, Mauren,

zum Nettobetrag von CHF 62'936.75.

Beschluss

Gemäss Antrag a) bis c) einstimmig.

Bilinguale Kinderbildungsstätte K-Palace, Mauren: Antrag auf Gewährung

eines Kostenzuschusses der Gemeinde

Anfangs Oktober 2011 wurde am Dorfweg 3 in Mauren die private zweisprachige Kinderbildungsstätte

"K-Palace" mit integrierter Tierhaltung eröffnet. Gründerin und Leiterin dieser

landesweit ersten Bildungsstätte mit Schwerpunkt Sprachförderung von Klein- und Vorschulkindern

in Deutsch und Englisch ist die Dipl. Sozialpädagogin Petra Senti aus Mauren. Ihr stehen

fachlich qualifizierte Mitarbeiterinnen zur Seite. Die Bildungseinrichtung, die als "bilingualer

Kindergarten mit integrierter Frühförderung" anerkannt ist, steht Kindern aller Nationen

und Konfessionen offen. Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden nach Absprache und

betrieblichen Möglichkeiten aufgenommen.

Vor kurzem hatte die interessierte Bevölkerung an einem "Tag der offenen Tür" (18. August

2012) die Gelegenheit, die Kinderbildungsstätte K-Palace und ihr besonderes Angebot näher

kennen zu lernen. Die Geschäftsführerin ist ausserdem mit einem schriftlichen Antrag auf Gewährung

eines regulären Zuschusses zu den Kostenbeiträgen für K-Palace an die Gemeindevorstehung

und an den Gemeinderat von Mauren herangetreten. Begründet wird das Gesuch

wie folgt: "Die Kinderbildungsstätte K-Palace ist gut gestartet. Die Eltern schätzen und begrüssen

das neue bilinguale Konzept in der Frühförderung sehr. Doch nicht jede Familie kann sich

die neue pädagogische Betreuungs-/Bildungsform leisten. Durch den hohen Qualitätsstandard,

welcher durch die geringe Gruppengrösse (10 Plätze) garantiert wird, liegen unsere Tagestarife

entsprechend höher als in den herkömmlichen Kinderbetreuungsinstitutionen. Der

Wunsch, die Kinder bis zum Schuleintritt im K-Palace betreuen und bilden zu lassen, wird seitens

der Eltern vermehrt zum Ausdruck gebracht. Auch Kinder mit Migrationshintergrund sind

in ihrem obligatorischen Kindergartenjahr im K-Palace bestens aufgehoben, da die Sprache in

einer Kleingruppe intensiver und gezielter gefördert wird. Somit ist Chancengleichheit bei

Schuleintritt garantiert. Einkommensschwache Familien können ohne Subventionen unser

Angebot nicht in Anspruch nehmen. K-Palace möchte eine Chancengleichheit für jede Familie,

unabhängig deren Einkommen, ermöglichen."

GRP 27/2011-15 Seite 15 von 19


Gemeinderatsprotokoll Gemeinde Mauren

27. Sitzung, 29. August 2012

Mit dem Antrag wurden dem Gemeinderat auch das Betriebsreglement sowie das pädagogische

Konzept inkl. Tagesablauf und Organigramm der Kinderbildungsstätte K-Palace als Grundlagen

für eine Entscheidung über eine allfällige finanzielle Unterstützung ausgehändigt.

Antrag

Entscheidung des Gemeinderats zum vorliegenden Gesuch um Gewährung eines Zuschusses

der Gemeinde zu den Kostenbeiträgen für die Kinderbildungsstätte K-Palace in Mauren.

Beschluss

Nach eingehender Diskussion beschliesst der Gemeinderat auf Antrag von Gemeindevorsteher

Freddy Kaiser mehrheitlich mit 7 Stimmen (4 FBP, 3 VU) zu 4 Gegenstimmen (3 FBP, 1 FL), als

Anerkennung und Starthilfe einen einmaligen Beitrag in Höhe von CHF 5'000 an die Kinderbildungsstätte

K-Palace auszuschütten.

Ein Alternativvorschlag von Vizevorsteher Hanspeter Öhri, die Kinderbildungsstätte K-Palace

mit einem monatlichen Beitrag von CHF 500 zu unterstützen, wird mit 2 Stimmen (FBP, VU) zu

9 Gegenstimmen (6 FBP, 2 VU, 1 FL) mehrheitlich abgelehnt.

In diesem Zusammenhang wird die Gemeindevorstehung beauftragt, mit der Regierung das

Gespräch zu suchen, damit für die Unterstützung von derartigen Institutionen eine landesweite,

einheitliche Regelung geschaffen wird.

Vernehmlassungsbericht der Regierung zur Abänderung des Gesetzes über

die allgemeine Landesverwaltungspflege: Stellungnahme des Gemeinderats

Die Regierung hat am 21. August 2012 einen Vernehmlassungsbericht zur Abänderung des

Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltungspflege verabschiedet, der dem Gemeinderat

zur Sitzung vorliegt. Die Vernehmlassungsfrist läuft nur bis zum 21. September 2012.

Die von der Regierung vorgeschlagene Regelung sieht vor, dass im allgemeinen Verwaltungsverfahren

und im Verwaltungsstrafverfahren vom 24. Dezember bis zum 6. Januar des Folgejahres

eine Fristenhemmung eingeführt wird. Das bedeutet, dass in dieser Zeit der Fristenlauf

für ein Rechtsmittel verlängert wird. Diese Regelung soll im allgemeinen Verwaltungsverfahren

allerdings nur für Rechtsmittelfristen gelten, die kürzer als vier Wochen (28 Tage) sind.

Laut Regierung wird damit sichergestellt, dass für das Ergreifen von Rechtsmitteln über die

Feiertage von Weihnachten bis Dreikönig ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Die vorgeschlagene

Änderung entspricht einem dringenden Bedürfnis aus der Praxis.

Antrag

Der Vernehmlassungsbericht der Regierung zur Abänderung des Gesetzes über die allgemeine

Landesverwaltungspflege (Einführung einer Fristenhemmung) wird zustimmend zur Kenntnis

genommen.

Beschluss

Gemäss Antrag einstimmig.

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Gemeinderatsprotokoll Gemeinde Mauren

27. Sitzung, 29. August 2012

Vernehmlassungsbericht der Regierung zur Schaffung eines Gesetzes über

die Errichtung einer Vorsorgeeinrichtung für die betriebl. Alters-, Invaliden-

u. Hinterlassenenversicherung für die Staatsangestellten sowie die Ausfinanzierung

der Deckungslücke der PV für das Staatspersonal

Mit Schreiben vom 22. August 2012 wurde der Gemeinde Mauren der Vernehmlassungsbericht

der Regierung zur Schaffung eines Gesetzes über die Errichtung einer Vorsorgeeinrichtung

für die betriebl. Alters-, Invaliden- u. Hinterlassenenversicherung für die Staatsangestellten

sowie die Ausfinanzierung der Deckungslücke der PV für das Staatspersonal unterbreitet.

Vorsteher Freddy Kaiser übergibt diesen Bericht dem Gemeinderat zum Aktenstudium. Dieser

Vernehmlassungsbericht wird ebenfalls dem Ressort Personal, Organisation, Finanzen, Information

und Öffentlichkeitsarbeit zur Stellungnahme zugestellt. Allfällige Stellungnahmen sind

bis spätestens 21. September 2012 bei der Gemeindevorstehung einzureichen. Diese Thematik

wird auf die Sitzung vom 3. Oktober 2012 traktandiert.

Vernehmlassungsbericht der Regierung zur Schaffung eines Kulturgütergesetzes

Mit Schreiben vom 22. August 2012 wurde der Gemeinde Mauren der Vernehmlassungsbericht

der Regierung zur Schaffung eines Kulturgütergesetzes unterbreitet. Vorsteher Freddy

Kaiser übergibt diesen Bericht dem Gemeinderat zum Aktenstudium. Dieser Vernehmlassungsbericht

wird ebenfalls dem Ressort Ortsplanung und Denkmalschutz sowie dem Ressort

Kultur zur Stellungnahme zugestellt. Allfällige Stellungnahmen sind bis spätestens 21. September

2012 bei der Gemeindevorstehung einzureichen. Diese Thematik wird auf die Sitzung

vom 3. Oktober 2012 traktandiert.

Vom Hochbauamt bewilligte Baugesuche aus Mauren-Schaanwald: Information

des Gemeinderats

Seit dem Inkrafttreten des neuen Baugesetzes am 1. Oktober 2009 ist das Hochbauamt des

Landes die alleinige Anlaufstelle für Baugesuche. Der Gemeinderat wird nur noch in Ausnahmefällen

mit Baugesuchen konfrontiert. Es wurde deshalb vereinbart, dass der Gemeinderat

periodisch über die vom Hochbauamt bewilligten Baugesuche aus Mauren-Schaanwald informiert

wird, damit er sich auch weiterhin ein Bild von der privaten Bautätigkeit in der Gemeinde

machen kann.

Im Zeitraum vom 28. Juni 2012 bis zum 22. August 2012 wurden nachfolgende Bauvorhaben

genehmigt:

Bauvorhaben: Anbau Sitzplatzüberdachung (Glasdach)

Standortadresse: Backofengasse 23, Mauren

Parzelle Nr.: 880

Zone: Wohnzone C

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Gemeinderatsprotokoll Gemeinde Mauren

27. Sitzung, 29. August 2012

Bauvorhaben: Anbau Autounterstand

Standortadresse: Fürst-Franz-Josef-Strasse 12, Mauren

Parzelle Nr.: 824

Zone: Wohnzone B

Bauvorhaben: Abbruch Gastankstelle

Standortadresse: Gewerbeweg 40, Schaanwald

Parzelle Nr.: 1615

Zone: Arbeitszone

Bauvorhaben: Aufbau Dachgaube

Standortadresse: Ziel 32, Mauren

Parzelle Nr.: 870

Zone: Wohnzone B

Bauvorhaben: Neubau Mehrfamilienhaus

Standortadresse: Gampgasse 14, Mauren

Parzelle Nr.: 2376

Zone: Wohnzone

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Sandgrube 8, Mauren

Parzelle Nr.: 184

Zone: Wohnzone A

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Auf Berg 98, Mauren

Parzelle Nr.: 2041

Zone: Wohnzone C

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Backofengasse 26, Mauren

Parzelle Nr.: 501

Zone: Wohnzone C

Bauvorhaben: Carport

Standortadresse: Heiligwies 20, Schaanwald

Parzelle Nr.: 1935

Zone: Wohnzone C

Bauvorhaben: Anbau Pergola

Standortadresse: Fallsgass 23, Mauren

Parzelle Nr.: 1343

Zone: Wohnzone B

GRP 27/2011-15 Seite 18 von 19


Gemeinderatsprotokoll Gemeinde Mauren

27. Sitzung, 29. August 2012

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Weile 20, Mauren

Parzelle Nr.: 43

Zone: Wohnzone B

Bauvorhaben: Neubau Mehrfamilienhaus

Standortadresse: Rüttegasse 36, Schaanwald

Parzelle Nr.: 2292

Zone: Wohnzone C

Überbauungsplan Rütte II Schaanwald (RA 99/1986 - 3031)

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Wieshang 21, Mauren

Parzelle Nr.: 2056

Zone: Wohnzone C

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Industriestrasse 8, Schaanwald

Parzelle Nr.: 1599

Zone: Arbeitszone

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Rosenstrasse 30, Mauren

Parzelle Nr.: 715

Zone: Wohnzone B

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Rosenstrasse 32, Mauren

Parzelle Nr.: 715

Zone: Wohnzone B

Bauvorhaben: Geräteunterstand

Standortadresse: Purtscher 7, Mauren

Parzelle Nr.: 414

Zone: Wohnzone B

Bauvorhaben: Photovoltaikanlage

Standortadresse: Sportfeldstrasse 11, Schaanwald

Parzelle Nr.: 1523

Zone: Zone für Sport und Reitsport

Der Gemeinderat nimmt die Informationen über die vom Hochbauamt genehmigten Baugesuche

formell zur Kenntnis.

Mauren, 31. August 2012 Gemeindevorstehung Mauren

gez. Freddy Kaiser, Vorsteher

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