Momente - Der Deutsche Olympische Sportbund

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Olympische

Momente12*

Newsletter – Deutsches Haus Peking 2008 *Dienstag, 19. August 2008

Die Silber-Jungs!

TISCHTENNIS-TEAM MIT TIMO BOLL, DIMITRIJ OVTCHAROV

UND CHRISTIAN SÜSS WIRD OLYMPIA-ZWEITER

Sie haben alles probiert, sie haben ihr bestes Tischtennis gespielt. Doch gegen Gastgeber

China hatte das deutsche Tischtennis-Team keine Chance. Frust kam aber nicht auf, denn die

Freude über die Silbermedaille war riesengroß.

T

opfavorit China hatte im

Verlauf des Teamwettbewerbs

alle Spiele mit 3:0

gewonnen – und auch im Finale

gegen Deutschland gab es ein 3:0.

Sehr nahe an einem Punktgewinn

war dabei das Doppel-Duo Timo

Boll/Christian Süß. Nach dem

gewonnenen ersten Satz sorgten die

Chinesen Wang Liqin/Wang Hao

mit 11:5, 11:8 und 11:7 aber für den

entscheidenden dritten Punkt. Zuvor

hatte der Weltranglistenerste Wang

Hao im Einzel Dimitrij Ovtcharov

mit 3:0 geschlagen und China in

Führung gebracht. Tischtennis der

Meisterklasse zeigten dann Timo

Boll und der Weltranglistenzweite

Ma Lin. Beide überboten sich mit

technischen Höhepunkten, jeder

Ballwechsel war sehenswert. Ma Lin

siegte schließlich mit 11:7, 8:11, 11:4

und 11:7. Trotz der schmerzlichen

Niederlage im »Traumfinale« überwog

die riesengroße Freude bei der

deutschen Tischtennis-Delegation.

»DAS DEUTSCH-ASIATISCHE FINALE

HAT DER SPORTART GUT GETAN!«

»Olympia ist die richtige Plattform,

um auf sich aufmerksam zu

machen. Wir sind die einzige Macht,

die gegen China aufgestanden ist«,

sagte DTTB-Ehrenpräsident Hans

Wilhelm Gäb nach dem Duell. »Das

deutsch-asiatische Finale hat der

ganzen Sportart gut getan«, urteilte

sogar Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig.

Die Silbermedaille von Peking ist der

größte Erfolg für das deutsche Tischtennis

seit 1992, als Jörg Roßkopf

und Steffen Fetzner in Barcelona im

Doppel Zweite wurden. Roßkopf holte

in Atlanta 1996 noch einmal Bronze

im Einzel, seitdem hatte es keine

olympischen Tischtennis-Medaillen

mehr für Deutschland gegeben. Im

Spiel um Platz drei holte Südkorea

mit einem 3:1-Sieg gegen Österreich

die Bronzemedaille. ■

POWERED BY

Riesenfreude über den Gewinn der

Silbermedaille: Timo Boll, Dimitrij

Ovtcharov und Christian Süß präsentieren

direkt nach der Siegerehrung

stolz ihre Medaillen.

Inhalt

2 AKTUELL

Impressionen und Emotionen aus dem

Deutschen Haus

4 BACKSTAGE

Unterwegs mit Oksana Chusovitina /

NADA für den sauberen Sport

6 SPORT

Levent Tuncat, Helena Fromm und

der Doppelvierer der Frauen

8 SPORT

Der zehnte Wettkampftag der Deutschen /

Vorschau auf Dienstag, 19. August

10 SHOW UND ENTERTAINMENT

Das Multitalent beim ZDF: Katrin Müller-

Hohenstein / Bundesliga-Rückblick


AKTUELL

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Bilderimpressionen aus dem Deutschen Haus Peking

2 3

AKTUELL


BACKSTAGE

m »Silk Market« war auf

einmal die Hölle los. Dort,

wo zwischen Ständen

bunter Trödel und nicht immer ganz

echte Markenartikel verhökert werden,

war Oksana Chusovitina plötzlich

ein Star. Kaum hatte die 1,53

Meter kleine Turnerin ihren zierlichen

Körper aus der geräumigen

Mercedes R-Klasse geschwungen,

wurde sie schon umlagert. »Schaut

mal, da ist sie. Die haben wir gestern

im Fernsehen gesehen!«, rief

eine Passantin und zückte direkt ihre

Kamera. In China ist Turnen ein

Massenphänomen. Die gebürtige

Usbekin ist gut im Turnen, sehr gut

sogar. Im Sprung gewann sie Silber,

und das mit 33 Jahren, bei ihren vierten

Olympischen Spielen.

4

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Auf einmal ein Star: Bei ihrem Ausflug zum »Silk Market« in Peking wird die deutsche Silbermedaillengewinnerin immer wieder erkannt, fotografiert und um

Autogramme gebeten. Redakteur Martin Fünkele hat sie begleitet.

Im Sprung zum Star

DEUTSCHLANDS TURNSTAR OKSANA CHUSOVITINA FÄHRT EINKAUFEN

Vor ihrer Silbermedaille im Sprung kannte Oksana Chusovitina kaum einer, auch nicht in China. Doch das änderte sich über Nacht.

I

»100 EURO – DAFÜR BEKOMMST

DU 40.000 SOCKEN«

Eigentlich wollte Chusovitina nur eine

Stunde im »Silk Market« bleiben, das

hatte sie so mit ihrer Trainerin Ulla

Koch ausgemacht. 100 Euro hatte sie

extra eingesteckt. »Dafür bekommst

du 40.000 Socken. Es sei denn, du

bezahlst den regulären Preis«, sagt

Koch. Das macht in China keiner.

Eigentlich geht Chusovitina auch

nicht nicht gerne Shoppen. Vielleicht

werde sie ein paar neue Socken kaufen,

sagt sie. Das mache sie gerne,

wenngleich sie zu Hause in Köln

schon bergeweise davon habe. Doch

seit ihr neunjähriger Sohn sich ab und

zu ein Paar ausleiht, könne man davon

nicht genug haben. Schließlich ist der

kleine Alisher der Grund, warum die

Mutter auch mit 33 Jahren noch turnt.

2003 war ihr Sohn an Leukämie

erkrankt. Seinetwegen kamen die Chusovitinas

nach Köln, hier wurde er

geheilt, und ihm gelten auch ihre

Gedanken in Peking. »Diese Medaille

widme ich meinem Sohn. Sein Leben

ist mein größter Sieg!«

OLYMPIA MIT 41? WARUM NICHT!

Den Eingang des »Silk Markets« hat

Chusovitina mittlerweile erreicht. Hier

wartet die nächst Hürde. Die Verkaufsleiterin

bittet den deutschen

Ehrengast um ein Autogramm – im

weinroten Gästebuch. Oksana unterschreibt

gern, das hat sie in den letzten

Stunden gelernt. Überhaupt ist die

Ausdauer ihre größte Stärke. »Wenn

andere Sportlerinnen mit 41 Jahren

noch Medaillen gewinnen, kann ich ja

auch noch zweimal bei Olympia teilnehmen.«

Ganz ernst meint sie das

nicht. Wenngleich die Grande Dame

des Turnens mindestens bis zur WM

2009 in London weitermachen will.

»Das überrascht mich nicht«, sagt Trainerin

Koch, »Turnen ist ihr Leben,

ihre größte Leidenschaft.«

Als Chusovitina ihre Shoppingtour

beendet hat, steigt sie erleichtert in den

klimatisierten Wagen. Zehn Fahrzeuge

stellt Mercedes-Benz für den Fahrdienst

bereit. Mit 20 Fahrern und dreizehn

Begleitern sorgt die Flotte für den

reibungslosen Transfer zwischen Deutschem

Haus und Olympischem Dorf.

Für Ehrengäste wie Oksana Chusovitina

wird auch einmal eine Ausnahme

gemacht. ■

Partner der sauberen Sportler

DIE NADA IST IN PEKING DURCH ULRIKE SPITZ VERTRETEN

Ulrike Spitz ist eine gefragte Frau. Die stellvertretende Geschäftsführerin

und Kommunikationschefin der Nationalen Anti Doping

Agentur (NADA) ist in Peking Ansprechpartnerin für alle Athleten

zum Thema Anti-Doping und sauberer Sport.

U

lrike Spitz sagt: »Ganz häufig

werden Fragen zu Meldepflichten

gestellt.« In

dem olympischen Zeitfenster vom 27.

Juli bis zum 24. August ist der Deutsche

Olympische Sportbund für den

Aufenthaltsort der Sportler verantwortlich.

»Die Aufgabe wird durch den

DOSB perfekt organisiert«, so Spitz.

Außerhalb dieser Zeit muss sich jeder

Sport und Wirtschaft

für uns eine kreative Symbiose.

Die Partner des

Rhein-Kreises Neuss

www.rhein-kreis-neuss-macht-sport.de

www.wfgrkn.de

Athlet über das internationale Adams-

System selbst abmelden. »Der Athlet

muss auffindbar sein. Und zwar jeden

Tag – morgens, mittags und abends«,

erklärt die gelernte Journalistin. Die

Sportler bei Olympia sagen der Mannschaftsleitung,

ob sie beim Training,

beim Stadtbummel oder im Deutschen

Haus sind. Diese Meldungen gehen

dann zum DOSB, der wiederum die

Angaben an das IOC weitergibt. »Während

der Spiele kontrolliert nur das IOC

die Athleten«, sagt Spitz.

»Für die Sportler ist das Abmelden eine

aufwändige Arbeit und sicher teilweise

auch belastend«, sagt die NADA-

Kommunikationschefin. Sie habe aber

eine hohe Bereitschaft festgestellt. »Der

Athlet muss sich mit dem Thema Anti-

Doping intensiv befassen und immer

gut informiert sein. Es ist zu seinem

eigenen Schutz«, weiß Spitz. Und

genau da kommt sie ins Spiel. In ihrem

Büro im Kempinski Hotel und im

Olympischen Dorf hält sie Kontakt zu

Offizieller Partner

BACKSTAGE

Sportlern, aber auch zu Medizinern.

»Wichtig ist auch die Beratung bei Ausnahmefällen«,

sagt sie. Bei Diabetikern

und Asthmatikern müssten bestimmte

Medikamente angemeldet werden.

Die Nationale Anti Doping Agentur ist

die maßgebliche Instanz für die

Dopingbekämpfung in Deutschland.

Die NADA steht im Kampf gegen das

Doping für Unabhängigkeit, Glaubwürdigkeit

und Professionalität – und

ist Partner der sauberen Sportler. ■


SPORT

Olympische

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Newsletter

Deutsches Haus Peking 2008

Die Tränen sind getrocknet

KATHRIN BORON JUBELT ÜBER BRONZE

Es sollte der glorreiche Abschluss einer glänzenden Karriere sein: Ihren vier olympischen

Goldmedaillen wollte Kathrin Boron die fünfte hinzufügen. Das misslang, freuen konnte

sie sich dennoch.

m nächsten Morgen sah

die Welt für Kathrin

A Boron und ihre drei Kolleginnen

aus dem Doppelvierer

schon wieder ganz

event Tuncat kommt

direkt zur Sache. »Ich

L möchte bei den olympischen

Spielen in Peking Gold

holen, für Duisburg und für

Deutschland!« Nachzulesen ist das

für die ganze Welt, denn der 20-

Jährige hat seiner Ankündigung

auf der eigenen Homepage gleich

noch die englische Übersetzung

beigefügt. Tuncat ist Europameister

im Taekwondo, seine Gewichtsklasse

ist die bis 58 kg. Selbstzweifel

kennt Tuncat nicht. Das ist

auch nicht förderlich in einer

Sportart, die den Angreifer

belohnt, nicht den Verteidiger.

*Dienstag, 19. August 2008

anders aus. Mit Tränen in den

Augen hatte die fünfmalige Olympiateilnehmerin

Boron unmittelbar

nach dem Rennen versucht zu

erklären, warum ihr

großer

Traum

nicht

i n

Alles auf Angriff

TAEKWONDO-ATHLETEN VOR DEM TURNIERSTART

Gekämpft wird über dreimal zwei

Minuten. Dabei gibt es drei verschiedene

Wertungskategorien:

ein Treffer auf der Weste (Rumpf)

gibt einen Punkt, einer am Kopf

zwei und »drei bekommst du,

wenn der Schlag hart genug war«,

erklärt Helena Fromm.

»WIR SIND KEINE PRÜGELSPORTART«

Fromm ist Europameisterin (bis

67 kg), und auch sie »will eine

Medaille«. Ihre Chancen dafür stehen

nicht schlecht. Wenn die vierköpfige

deutsche Mannschaft am

20. August ihren ersten Wettkampf

bestreitet, ist das nach Syd-

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Erfüllung gegangen ist: Statt der

fünften goldenen hatte sie eine

Bronzemedaille gewonnen. Eine

negative Bewertung ihres

Abschneidens wollten Boron und

ihre Crew 24 Stunden später aber

nicht mehr gelten lassen: »Mit ein

bisschen Abstand ist das ein versöhnlicher

Abschluss für mich.«

Ihren Entschluss, mit 38 Jahren

vom Rudersport zurückzutreten,

revidierte Boron dagegen nicht.

Die Potsdamerin bestätigte, dass

dies ihr »definitiv letztes Rennen«

gewesen sei. »Auch

Sie gaben ihr Bestes und

wurden mit Bronze belohnt.

Sie sind erfolgreich und ambitioniert. Dennoch sind sie in Deutschland weitgehend unbekannt.

Das könnte sich für Levent Tuncat und Helena Fromm bald ändern.

ney 2000 die zweite Olympiateilnahme

der noch jungen Sportart.

»Wir sind bester Dinge und heiß

auf unser olympisches Comeback«,

sagt Udo Wilke, Sportdirektor

der Deutschen Taekwondo-

Union. Levent Tuncats Optimismus

ist bekannt, trotzdem will der

Duisburger noch eine Sache klarstellen.

»Taekwondo ist keine Prügelsportart.«

Im Gegenteil: Die

Angriffe seien immer zielgerichtet

und die Athleten durch die

Sicherheitskleidung geschützt.

»Na gut, ein zwei Prellungen gibt

es schon.« Mehr nicht, versichert

Tuncat. ■

wenn mir das keiner glaubt, jetzt

ist Schluss«, so die achtmalige

Weltmeisterin.

DUALE AUSBILDUNG GANZ WICHTIG

Auch für Manuela Lutze, die

gemeinsam mit Boron, Britta

Oppelt und Stephanie Schiller den

Doppelvierer komplettierte, war

der dritte Platz ein echter Erfolg:

»Auch wenn wir ursprünglich ganz

oben auf dem Treppchen stehen

wollten, hat sich der Aufwand

unbedingt gelohnt.« Für die

Zukunft des Ruderverbandes, der

mit zwei Medaillen hinter den eigenen

Erwartungen blieb, wünscht

sich Boron für den kommenden

Herbst ein Perspektivgespräch

unter dem Beisein der Athleten.

Ihr wichtigster Gesprächspunkt:

Die duale Ausbildung neben dem

Rudersport. »Da darf man die Athleten

nicht alleine lassen«, fordert

sie. ■

Helena Fromm und

Levent Tuncat freuen

sich auf ihren

Start.

»Nie wieder Angst vorm

Sprung in den Teich«

INTERVIEW MIT DER ZEHNKAMPF-LEGENDE WILLI HOLDORF

Er war Deutschlands erster König der Athleten: 1964 in Tokio gewann Willi Holdorf die Goldmedaille

im Zehnkampf. Seine Vielseitigkeit bewies er auch in anderen Sportarten, ob als Fußballtrainer oder

als Bobfahrer. Bei den Olympischen Spielen in Peking ist er als adidas-Repräsentant unterwegs. Zeit

für ein Gespräch über Gegenwart und Zukunft der deutschen Leichtathletik hatte er dennoch.

Bei den Olympischen Spielen 1964

taumelten Sie völlig erschöpft

nach 1.500 Metern über die Zielgerade

und holten die Goldmedaille.

Waren die klimatischen

Bedingungen damals in Tokio

genauso wie jetzt in Peking?

Holdorf: Überhaupt nicht. Es war

damals eiskalt. Beim 100-Meter-Sprint

hatten wir gerade mal acht Grad Celsius.

Außerdem hatte es die ganze Zeit

geregnet, dadurch war die Aschenbahn

sehr klebrig.

War das ein Vorteil für den

Norddeutschen Holdorf?

In der Tat waren wir Europäer damals

im Vorteil. Die Amerikaner kamen

mit der Kälte überhaupt nicht zurecht,

auch der seinerzeit favorisierte Taiwanese

Yang Chuan-Kwang nicht. Der

hatte sich im warmen Kalifornien vorbereitet.

Werden die Zehnkämpfer unter

der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit

in Peking leiden?

Wir haben ja bereits gesehen, dass das

Klima ideal für Sprinter, aber schwierig

für Langstreckenläufer ist. Deswegen

bin ich sehr gespannt, wie das

Wetter sein wird, wenn der Zehnkampf

beginnt. Wenn die Deutschen

Arthur Abele, André Niklaus und

Michael Schrader Glück haben, wird

es ab Donnerstag regnen. Dann können

alle einen Platz unter die Top Ten

schaffen, weil das Wetter dann ideal ist.

Warum hat die deutsche

Leichtathletik eigentlich den

Anschluss zur Weltspitze

verloren?

Dafür gibt es viele Gründe: Die

Leichtathletik erfordert hartes Training,

dazu sind viele Jugendliche

nicht mehr bereit. Außerdem hat

sich das Interesse auf viele Sportarten

verlagert. Trendsportarten wie

Surfen oder Skaten kannten wir zu

meiner aktiven Zeit nicht, da gab es

nur Fußball, Handball, Turnen oder

die Leichtathletik. Außerdem hat

die Leichtathletik ein weiteres Problem:

Sie ist messbar. Wenn heute

ein Jugendlicher in der Schule stolz

erzählt, er sei Kreismeister im

Hochsprung mit übersprungenen

1,95 Meter geworden, dann sagen

seine Klassenkameraden womöglich:

Aber der Weltrekord liegt doch

bei 2,45 Meter.

Wie kann man denn wieder

Anschluss an die Weltspitze

finden?

Ein Patentrezept gibt es nicht. Aber

wichtig wäre, die duale Ausbildung

unserer Sportler zu fördern. Ein Leistungssportler

darf nicht befürchten,

dass er nach dem Ende seiner Karriere

eventuell in den großen Teich

springen muss und im beruflichen

Nichts landet. Deswegen brauchen

wir die Wirtschaft. Sie muss Sportlern

Einstiegs- und Aufstiegschancen

bieten. Das wäre auch für die

Unternehmen nicht das Schlechteste.

Schon Carl Adam

sagte, wenn ein Leistungssportler

nur

30 Prozent

seines Potenzials in den Beruf einbringe,

sei ihm nicht bange um den

Erfolg der Athleten im Beruf.

Ist ein Problem der deutschen

Leichtathletik auch die fehlende

Medienpräsenz?

Das ist ein großes Problem! Im

Vergleich zum Biathlon ist die

Leichtathletik in ihrer derzeitigen

Form schwer zu übertragen. Deswegen

muss man intensiv darüber

nachdenken, wie man die Wettbewerbe

spannender gestaltet.

Außerdem braucht die deutsche

Leichtathletik mehr Heroes. Denn

das sind die Lokomotiven und Vorbilder

einer Sportart. ■

Michael Siedenhans

6 7

SPORT

1964: DSB-Präsident Willi Daume

hängt Holdorf die Goldmedaille um.

Willi Holdorf ist

dem Sport noch

immer treu.


SPORT

Die Hockey-Damen haben Grund zu

Jubeln. Brigit Prinz noch nicht, aber

die Chance auf Bronze winkt. Leider

nicht für die deutschen Handballer

nach dem Vorrunden-Aus.

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Fußballfrauen spielen

um die Bronzemedaille

HOCKEY-DAMEN ERREICHEN DAS HALBFINALE,

AUS FÜR DIE HANDBALL-WELTMEISTER

Zum dritten Mal in Folge spielen die deutschen Fußballfrauen um die olympische Bronzemedaille.

Im Halbfinale unterlag das Team von Bundestrainerin Silvia Neid Brasilien mit 1:4. In der ersten

Vorrundenpartie hatten sich die Mannschaften noch 0:0 getrennt.

apitän Birgit Prinz hatte

Deutschland unter den

K Augen von DFB-Präsident

Theo Zwanziger nach zehn

Minuten mit ihrem zehnten Olympia-Treffer

in Führung gebracht.

Formiga glich kurz vor der Pause

aus (43.), ehe der Doppelschlag

durch Cristiane (49.) und Weltfußballerin

Marta (53.) das Spiel

entschied. Erneut Cristiane buchte

in der 76. Minute endgültig das

Finalticket für Brasilien. 2004

gewann Deutschland durch ein 1:0

gegen Schweden Bronze, 2000

wurde die DFB-Elf durch ein 2:0

gegen Brasilien Dritte.

Der Sturm auf den Olymp ist auch

für die deutschen Handball-Weltmeister

vorzeitig zu Ende. 18

Monate nach dem WM-Triumph

von Köln endete mit einem 21:27

(12:15) gegen Europameister Dänemark

im letzten Gruppenspiel der

Auftritt bei den Sommerspielen in

Peking. Das Aus in der Vorrunde

ist das schwächste Olympia-

Abschneiden für die Auswahl des

Deutschen Handball-Bundes

(DHB) seit dem zehnten Rang

1992 in Barcelona. Gegen die

Dänen war Michael Kraus mit sechs

Toren bester deutscher Werfer.

Die Beachvolleyballer David Klemperer

und Eric Koreng (Hildesheim/Essen)

sind als letztes deutsches

Team im olympischen Viertelfinale

ausgeschieden und haben

die zweite deutsche Beachvolleyball-Medaille

in der olympischen

Geschichte verpasst. Das Duo

unterlag vor 10.000 Zuschauern

im Chaoyang Park gegen die Weltmeister

Philip Dalhausser/Todd

Rogers (USA) 0:2 (13:21, 23:25). Im

zweiten Durchgang waren die

Deutschen gleichwertig, allerdings

vergaben sie zwei Satzbälle. Klemperer/Koreng

belegen damit Platz

fünf in Peking. Die deutschen

Medaillenhoffnungen Sara Goller/Laura

Ludwig (Berlin) und Stephanie

Pohl/Okka Rau (Hamburg)

schieden zuvor im Achtelfinale

aus. Für die Medaillenkandidaten

Julius Brink/Christoph Dieckmann

(Berlin) war in der Vorrunde

Endstation.

DEUTSCHE HOCKEYDAMEN GEHEN

NACH PLATZ EINS IN DER GRUPPE

DEM TOPFAVORIT AUS DEM WEG

Die deutschen Hockey-Damen

haben als Sieger der Vorrundengruppe

B das Halbfinale bei den

Olympischen Spielen erreicht. Im

abschließenden Spiel gegen Japan

kam der Europameister zu einem

1:0 (0:0)-Erfolg und geht dadurch

im Semifinale dem Topfavoriten

Niederlande aus dem Weg. Janine

Beermann (40.) traf zum vierten

Sieg im fünften Gruppenspiel.

»Ich bin sehr zufrieden, dass wir

es geschafft haben«, sagte Bundestrainer

Michael Behrmann,

»dass wir diese starke Vorrunde

mit vier Siegen abschließen, macht

mich stolz.« Er blickt optimistisch

Richtung Halbfinale: »Wir müssen

die Aggressivität aus dem

Spiel gegen Großbritannien mit

der taktischen Einstellung aus der

ersten Hälfte gegen Argentinien

kombinieren«, sagte Behrmann,

»dann sind wir in der Lage, auch

das Halbfinale zu gewinnen.

Genug Selbstvertrauen haben wir.«

DEUTSCHE WASSERBALLER

KÄMPFEN UM PLATZ SIEBEN

Den deutschen Wasserballern

blieb der Sprung in die K.-o.-

Runde verwehrt. Das Team von

Bundestrainer Hagen Stamm verlor

das entscheidende letzte Vorrundenspiel

gegen die USA 7:8

(2:3, 1:2, 2:2, 2:1) und beendet die

Gruppe B mit 4:6 Punkten als

Vierter. Damit kämpft Deutschland

ab Freitag um den siebten Platz.

Heiko Nossek war für die Auswahl

des Deutschen Schwimm-Verbandes

mit fünf Toren der überragende

Mann im Becken, zudem trafen

Tobias Kreuzmann und Moritz

Oeler.

Vier von sechs deutschen Booten

haben zum Auftakt der olympischenKanurennsport-Wettbewerbe

den direkten Einzug in die

Finals am Freitag geschafft. Der

dreimalige Canadier-Olympiasieger

Andreas Dittmer verlor dagegen

das Duell gegen Athen-Olympiasieger

David Cal (Spanien) über

1000 Meter. Als Sieger wäre er

direkt ins Finale eingezogen, nun

muss er sich dafür im Halbfinale

am Mittwoch qualifizieren. ■

OLYMPIA-SPLITTER

DAS DRAMA FÜR CHINA

Für Chinas größten Sportstar Liu Xiang

waren die Olympischen Sommerspiele

schon vor dem Rennen über 110 Meter

Hürden vorbei. Der Hürdensprinter,

Olympiasieger von Athen, humpelte am

Montagmorgen kurz vor dem Start

wegen einer entzündeten Achillessehne

aus dem Stadion und sorgte damit für

Fassungslosigkeit im sportbegeisterten

China.

ZITAT DES TAGES

»Nachdem wir losgefahren sind,

habe ich nach kurzer Zeit

gedacht: ›Mist! Die sind ja alle

vor uns!‹ Bis ich gemerkt habe,

dass ich ja an vierter Stelle im

Boot sitze.«

(Conny Wasmuth, die beim 500-m-Viererkajak

anstelle der erkrankt abgereisten

Carolin Leonhardt in noch ungewohnter

Position im Boot saß)

KREATIVE SELFMADE-ATHLETIN

Die zweimalige Dreisprung-Olympiasiegerin

Francoise Mbango Etone ist

eine Selfmade-Frau. »Ich habe keinen

Sponsor und trainiere nach meinen eigenen

Plänen«, berichtete die Kamerunerin,

nachdem sie ihren Gold-Sieg von

Athen vor vier Jahren in Peking wiederholte

und dabei mit 15,39 Metern die

zweitbeste Weite der Geschichte

erzielt hatte. Überzeugend an ihrem

Auftritt war neben ihrer Leistung auch

das rote Röckchen über den üblichen

Shorts: »Ich wollte was tragen, was

weiblich, sexy und zugleich nicht zu

anzüglich ist.« Weiteres modisches

Highlight: ihre drei Haarfarben.

»Schwarz steht für Afrika, Rot für

China und Gold für die Farbe meiner

Medaille«, sagte sie und freute sich

über ihren erneuten Triumph.

Die deutschen Hockeyspieler hoffen gegen

Neuseeland auf den nächsten Sieg.

MANNSCHAFTSSPORT

AM 19. AUGUST:

FUSSBALL, MÄNNER, HALBFINALE

(Shanghai Stadium)

18.00 Uhr: Belgien – Nigeria

(Beijing Workers Stadium)

21.00 Uhr: Brasilien – Argentinien

HOCKEY, MÄNNER

(Beijing Olympic Green Hockey Stadium)

10.30 Uhr: Deutschland – Neuseeland

20 ENTSCHEIDUNGEN AM 19. AUGUST:

GEWICHTHEBEN, MÄNNER

(Beijing University of Aeronautics &

Astronautics Gymnasium)

19.00 Uhr: über 105 kg, Deutsche Starter:

Mathias Steiner (Chemnitz), Almir Velagic

(Kaufbeuren)

KUNSTTURNEN

(National Indoor Stadium)

18.00 Uhr: Männer, Barren, Deutscher Starter:

Fabian Hambüchen (Niedergirmes)

18.43 Uhr: Frauen, Schwebebalken, Deutsche

Starterinnen: keine

19.29 Uhr: Männer, Reck, Deutscher Starter:

Fabian Hambüchen (Niedergirmes)

LEICHTATHLETIK

(National Stadium)

19.10 Uhr: Männer, Hochsprung, Deutscher

Starter: Raul Spank (Dresden)

21.00 Uhr: Männer, Diskuswerfen, Deutscher

Starter: Robert Harting (Berlin)

22.10 Uhr: Frauen, 400 m, Deutsche Starterinnen:

keine

22.30 Uhr: Frauen, 100 m Hürden, Deutsche

Starterin: Carolin Nyrta (Bremen)

22.50 Uhr: Männer, 1500 m, Deutscher Starter:

Carsten Schlangen (Berlin)

RADSPORT, BAHN

(Laoshan Velodrome)

17.30 Uhr: Männer, Madison, Deutsche

Starter: Roger Kluge/Olaf Pollack (Cottbus)

18.25 Uhr: Frauen, Sprint, Deutsche Starterinnen:

keine

LEICHTATHLETIK-

VORENTSCHEIDUNGEN:

LEICHTATHLETIK

(National Stadium)

Frauen: Speerwerfen, Qualifikation, Gruppe A

(09.00 Uhr) / Frauen: Weitsprung, Qualifikation,

Gruppe A + B (09.40 Uhr) / Frauen: 1500 m, Vorläufe

(10.00 Uhr) / Frauen: Speerwerfen, Qualifikation,

Gruppe B (10.30 Uhr) / Frauen: 200 m, Vorläufe

(10.40 Uhr) / Frauen: 200 m, Zwischenläufe

(19.00 Uhr) / Frauen: 5000 m, Vorläufe (19.35 Uhr)

/ Männer: 110 m Hürden, Zwischenläufe (20.45

Uhr) / Männer: 200 m, Halbfinale (21.25 Uhr) /

Männer, 400 m, Halbfinale (21.45 Uhr)

18.35 Uhr: Männer, Sprint, Deutsche Starter:

Stefan Nimke (Schwerin), Maximilian Levy

(Cottbus)

REITEN

(Hongkong Equestrian Venues Shatin)

19.15 Uhr: Dressur, Einzel, Grand Prix Kür, Deutsche

Starter: Isabell Werth (Rheinberg) mit

Satchmo, Heike Kemmer (Winsen) mit Bonaparte

RINGEN, MÄNNER

(China Agricultural University Gymnasium)

17.20 Uhr: Freistil bis 55 kg, Deutsche

Starter: keine

18.15 Uhr: Freistil bis 60 kg, Deutsche

Starter: keine

SEGELN

(Qingdao Olympic Sailing Center)

13.00 Uhr: Männer, Laser, Deutsche Starter:

keine

13.00 Uhr: Frauen, Laser Radial, Deutsche

Starterin: Petra Niemann (Berlin)

TRAMPOLIN, MÄNNER

(National Indoor Stadium)

20.25 Uhr: Deutsche Starter: keine

TRIATHLON, MÄNNER

(Triathlon Venue)

10.00 Uhr: Olympische Distanz, Deutsche

Starter: Daniel Unger (Mengen), Christian

Prochnow (Witten), Jan Frodeno (Saarbrücken)

WASSERSPRINGEN, MÄNNER

(National Aquatics Center)

20.30 Uhr: 3-m-Brett, Deutsche Starter:

Pavlo Rozenberg (Aachen), Andreas Wels

(Halle/Saale)

SPORT

ZAHNWEH?

Die zahnärztliche Ambulanz am

Deutschen Haus hilft Ihnen weiter.

Notruf-: 0086 13457284133

Öffnungszeiten:

Täglich von 17 – 20 Uhr

Deutscher Zahnarzt als

Ansprechpartner am Info Counter

im Deutschen Haus

Beijing Medical Center

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MEDAILLENSPIEGEL

nach 185 von 302 Entscheidungen

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PLATZ/LAND G S B TOTAL

1. China 39 14 14 67

2. USA 22 24 26 72

3. Großbritannien 12 7 8 27

4. Australien 11 10 12 33

5. Deutschland 9 7 7 23

6. Russland 8 13 15 36

7. Südkorea 8 9 6 23

8. Japan 8 5 7 20

9. Italien 6 6 6 18

10. Ukraine 5 3 8 16

11. Frankreich 4 11 13 28

12. Rumänien 4 1 3 8

13. Niederlande 3 5 4 12

14. Spanien 3 3 2 8

15. Polen 3 3 1 7

16. Slowakei 3 1 0 4

17. Kanada 2 3 4 9

18. Kenia 2 3 2 7

19. Tschechien 2 3 0 5

20. Jamaika 2 2 0 4

IMPRESSUM

Olympische Momente 12*

Newsletter – Deutsches Haus Peking 2008

Herausgeber:

Deutsche Sport-Marketing

Schaumainkai 91

D-60596 Frankfurt a.M.

und medienfabrik Gütersloh GmbH

Sport- und Eventkommunikation

Carl-Bertelsmann-Straße 33

D-33311 Gütersloh

Tel.: +49 5241 23480-50

Fax: +49 5241 23480-215

Internet: www.medienfabrik.de

E-Mail: info@medienfabrik.de

HRB Gütersloh 2424

Bereichsleitung: Ansgar Büngener

Projektleitung: Stephan Braun

Chefredakteur: Michael Siedenhans

Redaktion: Carsten Blumenstein,

Martin Fünkele, Karsten Ilm, Astrid Meier

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Layout: Aynur Ciftci, Birgit Decker,

Britta Hartmann, Jennifer Mehlich

Marketingleitung: Nicole Westermann

Redaktionsassistenz: Jessica Sewerin

Agenturtexte: sid, dpa

Bildnachweis: dpa Picture-Alliance

Druck: QL Art, Peking

©medienfabrik Gütersloh GmbH, 2008

Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet.

Unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos oder

Ähnliches, denen kein Rückporto beiliegt, werden

von uns bei Nichtgebrauch vernichtet.

Mit freundlicher Unterstützung der dpa picture-alliance.

10

Das Multitalent

ZDF-MODERATORIN KATRIN

MÜLLER-HOHENSTEIN

Moderatorin, Kindergärtnerin oder Astronautin – Katrin Müller-

Hohenstein traut sich alles zu. Nervosität kennt sie dabei nicht.

ein, Sportler können sie

nicht mehr nervös

N machen. Vielleicht

George Clooney oder Brad Pitt, aber

dann aus anderen Gründen. Bei

Basketballsuperstar Dwyane Wade

machte Katrin Müller-Hohenstein

dann aber doch noch eine Ausnahme.

Strahlend posierte die Moderatorin

für ein Erinnerungsfoto neben

dem Amerikaner. Müller-Hohenstein

hatte das US-Team bei einem

Besuch auf der chinesischen Mauer

getroffen. »Das war mein olympisches

Highlight, das passiert dir

sonst nirgends.« Auch nicht einer

TV-Moderatorin, die zusammen mit

ihrem Kollegen Johannes B. Kerner

jeden zweiten Tag den deutschen

Olympiatag für das ZDF zusammenfasst.

»DIE FRAGEN WAREN NICHT DOOF.«

Eine feste Rollenverteilung gibt es bei

den »ZDF Olympiahighlights« nicht.

Kerner und Müller-Hohenstein respektieren

und ergänzen sich. Beim Interview

mit Michael Johnson war das auch

so. Kerner fragte nach den Dopinganschuldigungen

gegen den Ex-Sprinter

und seine Kollegin hörte zu. »Zwischenzeitlich

habe ich gedacht, Johnson

steht auf und geht«, sagt sie und betont:

»Ich habe die Fragen überhaupt nicht

doof gefunden.« Johnson hatte das zu

Kerner gesagt und damit kontroverse

Diskussionen in den deutschen Medien

hervorgerufen. »Ich fand Johannes sehr

gut, wenngleich es naiv wäre zu glauben,

in einer solchen Sendung ein Geständnis

zu erwarten.« Trotzdem wünscht

sie sich: »Wenn einer von diesen ganz

großen Rekorden mit unerlaubten Mit-

teln erzielt wurde, dann will ich, dass

das noch während der Spiele aufgedeckt

wird – und nicht erst in acht Jahren.«

Den Spaß am Sport lässt Müller-Hohenstein

sich aber nicht verderben. »Ich

freue mich für jeden Athleten, der es

schafft, vor diesem Weltpublikum seine

beste Leistung abzurufen.« Ihre persönliche

Bestleistung liegt schon einige

Tage zurück. Im Sportleistungskurs war

das. »Am stolzesten bin ich auf meine

13 Punkte im Abitur in der rhythmischen

Sportgymnastik.« Wie es bei der

Frau, die sich vom Hörfunk (B1) ins

»Aktuelle Sportstudio« moderierte,

beruflich weitergeht, kann sie nicht

sagen. Geplant habe sie nie viel, immer

alles Schritt für Schritt gemacht. »Vielleicht

werde ich ja Kindergärtnerin oder

Astronautin, wer weiß.« Nervös wird sie

dabei auch nicht sein. ■

SERVICE: FUSSBALL BUNDESLIGA

ÜBERRASCHUNG AN DER TABELLENSPITZE

HOFFENHEIM MIT RÜCKENWIND, HAMBURG UND DORTMUND TAUSCHEN SPIELER

»Wir haben heute an die guten Leistungen

der Rückrunde der letzten Saison

und an die Vorbereitung angeknüpft«,

lobte Hoffenheim-Trainer

Ralf Rangnick seine Mannschaft nach

dem überzeugenden 3:0-Erfolg in

Cottbus. Der Aufsteiger ist Tabellenführer

nach dem ersten Spieltag und

schneller in der Bundesliga angekommen

als angenommen. Rangnick

blickt derweil schon nach vorn: »Dieser

Sieg gibt uns Rückenwind und

Selbstvertrauen.« Lezteres haben sich

auch Hertha BSC Berlin und der VfB

Stuttgart in den Sonntagspartien

geholt. »Wir wussten nicht, wo wir ste-

Beijing 2008

Die Offizielle Dokumentation des DOSB zu

den XXIX. Olympischen Sommerspielen

Seit 1972 ist die OSB Olympische Sport Bibliothek

Herausgeber der offiziellen Dokumentationen des

DOSB zu den Olympischen Spielen.

Die exklusiven Werke, die nicht im Buchhandel erhältlich

sind, werden von den Entscheidern der Wirtschaft

und des öffentlichen Lebens als Werbepräsente eingesetzt.

Teile des Erlöses fließen in die Sportförderung.

Unseren Partnern, der Stiftung Deutsche Sporthilfe

mit dem Deutschen Behindertensportverband und

„Jugend trainiert für Olympia“, konnten wir bisher über

€ 13,5 Mio an Fördermitteln zur Verfügung stellen.

hen«, sagte Kapitän Hitzlsperger nach

dem Spiel. »Ich bin ich froh, dass es

so gut gelaufen ist.« Das sind auch die

Hauptstädter nach dem 2:0 in Frankfurt.

»Der Sieg ist sehr wichtig für die

Stimmung und die Moral in der

Mannschaft«, glaubte Hertha-Trainer

Lucien Favre erkannt zu haben. Und

auch abseits der Ergebnisse sorgte der

erste Spieltag mit einem prominenten

Tauschgeschäft für Gesprächsstoff:

Mladen Petric verlässt Dortmund und

wechselt mit sofortiger Wirkung zum

Hamburger SV, der im Gegenzug

Mohamed Zidan an die Borussen

abgibt, dazu noch fünf Millionen Euro

Erstmalig wird es neben der traditionellen

Olympia-Edition eine exklusive Sonderausgabe

für die Partner des Sports geben.

Nutzen Sie unsere 40-jährige Erfahrung.

Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot!

Sie erreichen unsere OSB-Repräsentantinnen

Helge Isermann und Ulrike Mogk

im Deutschen Haus unter

Tel: +49 1522 5740553

Platz für Ihr Firmenlogo.

Weitere Individualisierungen sind möglich.

Das Buch: • Das 240-seitige Werk erfüllt höchste journalistische wie buchtechnische Ansprüche. • Mehrsprachig: Deutsch,

Englisch, Französisch, Italienisch, Bildunterschriften zusätzlich in Spanisch • Exklusive Ausgabe nicht im Handel zu beziehen

Der Inhalt: • 224 Seiten mit den sportlichen Höhepunkten der Spiele • Geleitwort von Dr. Thomas Bach, Präsident DOSB

und Vize-Präsident IOC • 16-seitiger Sonderteil aus dem Deutschen Haus: - Meet the Athletes - People & Society

- Medienzentrum - German Business Club Beijing

überweist. BVB-Trainer Jürgen Klopp:

»Wir haben das Beste aus der Situation

gemacht und uns Mohamed Zidan

geschnappt. Und wir haben noch ein

paar Euro dazu bekommen und sind

damit dementsprechend nicht unzufrieden.«


Firmenpräsente

im Zeichen der Ringe

SHOW UND ENTERTAINMENT

TABELLE SPIELTAG 1 TORE PKTE

1 1899 HOFFENHEIM 3:0 3

FC SCHALKE 04 3:0 3

3 VFB STUTTGART 3:1 3

4 HERTHA BSC 2:0 3

5 BORUSSIA DORTMUND 3:2 3

6 VFL WOLFSBURG 2:1 3

7 KARLSRUHER SC 1:0 3

8 ARMINIA BIELEFELD 2:2 1

SV WERDER BREMEN 2:2 1

HAMBURGER SV 2:2 1

FC BAYERN MÜNCHEN 2:2 1

12 BAYER LEVERKUSEN 2:3 0

13 1. FC KÖLN 1:2 0

14 VFL BOCHUM 0:1 0

15 BOR. MÖNCHENGLADBACH 1:3 0

16 EINTRACHT FRANKFURT 0:2 0

17 ENERGIE COTTBUS 0:3 0

HANNOVER 96 0:3 0

Abb. ähnlich


Sie punkten – PAYBACK spendet!

Eine Aktion für die Deutsche Sporthilfe.

PAYBACK engagiert sich für die Deutsche Sporthilfe.

Spenden wird zur olympischen Disziplin. Denn als offizieller Olympia Partner

Deutschland engagiert sich PAYBACK zugunsten der Stiftung Deutsche

Sporthilfe. Gewinner sind die deutschen Sportler, die dadurch gefördert werden.

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