Kretivitätstechniken

esperanzateam

Kretivitätstechniken

Dietrich und

Weißenrieder GbR

Kretivitätstechniken

Unterrichtsmethoden

Fon: 0751 – 501 9871

Fax: 0751 – 501 9872

info@esperanza-team.de

www.esperanza-team.de


Kreativitätstechniken

Der Nutzen von

Kreativitätstechniken

Die Anwendung von Kreativitätstechniken ist längst nicht nur auf

Wirtschaftsunternehmen oder Bereiche wie das Kreative Schreiben beschränkt. Auch

in Schulen werden sie zunehmend bei der Erarbeitung komplexer Sachverhalte sowie

zur Lösung von Fragestellungen eingesetzt. Zu Recht - denn die Fähigkeit, innovative

Wege einzuschlagen, um Neues hervorzubringen oder Probleme zu bewältigen,

gewinnt in unserer komplizierten Umwelt stetig an Bedeutung.

��������������������������������

Dass man Kreativitätstechniken in der Schule bzw. Bildungseinrichtung keinesfalls

als nette "Spielerei" abtun sollte, wird deutlich, wenn man sich nur einige der

zahlreichen Fähigkeiten kreativer Menschen bewusst macht, wie z.B. Originalität,

Gedankenflüssigkeit, divergentes Denken, Organisationstalent, Sprachkompetenz

oder Konzentrationsfähigkeit.

Bei der Anwendung der Techniken werden Ideen und Vorstellungen außerdem nicht

nur gesammelt, sondern auch strukturiert und analysiert. Kreatives Denken ist

folglich ein komplexer und äußerst anspruchsvoller geistiger Prozess.

Es lohnt sich also, im Unterricht hin und wieder gewohnte Pfade zu verlassen und

gemeinsam mit den Schülern neue (Denk-)Wege einzuschlagen. Dass sich die

Kreativitätstechniken in jedem Schulfach und nahezu allen Jahrgangsstufen

realisieren lassen, ist dabei von Vorteil. Aufwändige Vorbereitungen entfallen

ebenfalls. Allerdings sollten Sie sich im Vorfeld genau mit dem Ablauf bzw. der

Durchführung des jeweiligen Verfahrens vertraut machen.

Ein kurzer Blick ins menschliche

Gehirn...

Das menschliche Gehirn besteht aus einer linken und einer rechten Hemisphäre

(Gehirnhälfte), denen unterschiedliche Aufgabenbereiche zugewiesen werden: Die

linke Gehirnhälfte arbeitet vorwiegend analytisch, linear und logisch und denkt

vornehmlich in Begriffen und Regeln, während die rechte Gehirnhälfte Reize vor

allem visuell und simultan verarbeitet, Informationen miteinander vernetzt sowie

Zusammenhänge bildet.

Beide Hälften agieren dabei weitgehend unabhängig voneinander. Ziel der

Kreativitätstechniken ist es einerseits, diese "Arbeitsteilung" aufzuheben, und

andererseits, der häufigen Überbetonung der linken Hirnhälfte entgegenzuwirken.

Denn erst über das Zusammenspiel beider Hemisphären, so die Vermutung der

Neurologen, lässt sich das kreative Potenzial eines Menschen steigern.

¡¢£¤¥¦¥¤§¤¨¤¢©��¥�¢��¢¥¤¢�


Kreativitätstechniken

Clustering

Diese vor allem aus der kreativen Schreibdidaktik bekannte Methode geht auf

Gabriele L. Rico zurück und zählt zu den assoziativen Verfahren. Beim Clustern

werden beide Hirnhälften stimuliert. Über die freie Assoziation wird zunächst das

bildhafte, ganzheitliche Denken der rechten Hemisphäre gefördert. Während dieser

Phase notieren die Teilnehmer zu einem vorgegebenen Stichwort spontan sämtliche

Einfälle - wertfrei und ohne dabei auf Struktur, Argumentationsabfolge oder

Orthographie zu achten. Denn nur so lassen sich störende Denkblockaden abbauen!

Im nächsten Schritt, der Auswertung und Weiterverarbeitung gesammelter Ideen,

wird die linke Hirnhälfte beansprucht: Sie übernimmt nun die Analyse bzw.

����������

Strukturierung und fasst die Ergebnisse in Form von Begriffen und Regeln

zusammen. ��������������������

Die Einsatzmöglichkeiten von Clustering im Unterricht sind sehr vielseitig, denn mit

Hilfe dieser Methode können Sie gemeinsam mit Ihren Schülern

-

-

-

Gedanken, Ideen oder Fragen entwickeln, sammeln und festhalten,

Zusammenhänge herstellen,

Ergebnisse visualisieren,Unterrichtsvorhaben oder Unternehmungen

(Ausflüge, Klassenfahrten usw.) planen u.v.m.

Clustering kann in Einzelarbeit oder in Kleingruppen (bis zu vier Schülern)

durchgeführt werden. Die Auswertung wiederum erfolgt in kleinen Gruppen und /

oder in Zusammenarbeit mit der gesamten Klasse.

����������

�����������������������������

- Ein leeres Blatt Papier (DIN-A4 oder größer; ohne Karos oder Linien)

- Verschiedenfarbige Stifte

¡¢£¤¥¦¥¤§¤¨¤¢©��¥�¢��¢¥¤¢�


Kreativitätstechniken

1. Auf der Mitte des leeren Blattes wird das vorgegebene Kernwort (z.B. das

Unterrichtsthema) notiert und eingekreist.

������������������

2. In der nun folgenden Assoziationsphase schreiben die Teilnehmer alle Vorstellungen und

Ideen zu diesem Stichwort auf. Dabei werden die Begriffe um das Kernwort gruppiert,

ebenfalls eingekreist und anhand einer Linie mit dem Stichwort verbunden. Ausgehend

von den gefundenen Wörtern lassen sich wiederum weitere Assoziationsketten bilden.

Wenn die Einfälle der Teilnehmer versiegen (meist nach ca. 10-15 Minuten), wird die

Assoziationsphase beendet.

3. Nun folgt eine Auswertung der Ergebnisse - entweder in mündlicher oder schriftlicher

Form (z.B. Texte rund um das Kernwort).

Wie ein solches Cluster aussehen könnte, verdeutlicht die Grafik:

¡¢£¤¥¦¥¤§¤¨¤¢©��¥�¢��¢¥¤¢�


Kreativitätstechniken

Mind-Mapping

Die in den 70er Jahren von Tony Buzan entwickelte Methode des Mind-Mapping

weist einige Gemeinsamkeiten mit dem zuvor erwähnten Clustering-Verfahren auf.

Denn auch hier werden über die Verbindung von logischen und intuitiv-bildhaften

Denkprozessen beide Gehirnhälften gleichermaßen aktiviert. Wie beim Clustering

notieren die Teilnehmer ihre spontanen Einfälle zu einem bestimmten Begriff. Diese

werden allerdings gleich in sinnvoll aufeinander aufbauenden

Hauptassoziationsästen, die sich weiter verzweigen, um das betreffende Kernwort

gruppiert. Die Aufzeichnung der Ideen erfolgt damit beim Mind-Mapping von

vornherein viel strukturierter und systematischer als beim Clustering. Das hat den

����������

Vorteil, dass man viel tiefer in einen bestimmten (Problem-) Bereich vordringen kann

- ohne dabei den Überblick zu verlieren. ��������������������

Die Einsatzmöglichkeiten dieser Kreativtechnik im Unterricht entsprechen im

Wesentlichen denen des Clustering. Innerhalb der Assoziationsphase ist die

Einzelarbeit sicherlich am sinnvollsten; Auswertung und Analyse der Mind-Maps

dagegen können von kleinen Gruppen oder der ganzen Klasse übernommen werden.

- Ein leeres Blatt Papier (DIN-A4 oder größer; ohne Karos oder Linien) �����������������������������

- Verschiedenfarbige Stifte

1. In die Mitte des querformatigen Papiers wird das Thema bzw. Kernwort geschrieben und

eingekreist. Alternativ kann auch eine passende Zeichnung, Abbildung o.Ä. in das

Zentrum gesetzt werden.

2. Im weiteren Verlauf notieren die Teilnehmer ihre Einfälle, die sich in Haupt- und

Nebenästen verzweigen. Dabei ist Folgendes zu beachten:

������������������

-

Hauptäste gehen immer in dicken Linien direkt vom Kernwort

ab und werden im Uhrzeigersinn um dieses gruppiert. Auf

ihnen werden die wichtigsten Begriffe bzw. Schlüsselwörter

festgehalten.

- Von diesen Hauptästen können wiederum dünnere Nebenäste

mit untergeordneten Schlüsselwörtern abgehen usw. Auf

diese Weise entsteht die charakteristische baumähnliche

Struktur der Mind-Map.

- Pro Ast sollte nur ein - möglichst aussagekräftiges -

Schlüsselwort verwendet werden. Substantive eignen sich

dafür am besten. Wort- und Astlänge sollten übereinstimmen.

¡¢£¤¥¦¥¤§¤¨¤¢©��¥�¢��¢¥¤¢�


Kreativitätstechniken

- Schlüsselwörter der Hauptäste werden in großen

Druckbuchstaben fixiert, die der Nebenäste in normaler

Schreibweise.

- Um die Übersichtlichkeit zu erhalten, empfiehlt es sich, Wörter

stets so zu notieren, dass sie nicht "auf dem Kopf" stehen. Die

Schrift muss erkennbar sein, ohne das Papier zu drehen!

3. Mit Hilfe von Farben lässt sich der Inhalt der Mind-Map weiter strukturieren. So kann die

Zusammengehörigkeit oder Bedeutung einzelner Inhalte durch Farbgebung

hervorgehoben und visuell verstärkt werden (rot = wichtig oder grün = Pflanzen usw.).

Auch Bilder oder Symbole lassen sich mit in die Mind-Map aufnehmen.

4. Nach Abschluss der Mind-Map-Erstellung (ca. 10-15 Minuten) erfolgt die Auswertung.

Diese kann, je nach Unterrichtsvorhaben, auf unterschiedliche Weise erfolgen, z.B. in

Form von Unterrichtsgesprächen, Referaten, Protokollen, Erörterungen,

Prüfungsvorbereitung usw.

Die Grafik zeigt, wie eine Mind-Map aussehen könnte:

¡¢£¤¥¦¥¤§¤¨¤¢©��¥�¢��¢¥¤¢�


Kreativitätstechniken

Kärtchenabfrage

Die Kärtchenabfrage hat sich im pädagogischen Alltag vor allem bei der Erarbeitung von

Lösungsstrategien und komplexen Themenbereiche bewährt. Häufig steht sie am Anfang einer

Unterrichtseinheit und dient der Strukturierung des neuen Themas. Sie kann aber auch bei der

Planung bestimmter Vorhaben (Ausflug, Schulfeier usw.) eingesetzt werden.

����������

Bei der Einführung eines neuen Lernstoffes zeigt sich eine wesentliche Stärke dieser Technik: die

Möglichkeit einer unkomplizierten Ermittlung von Interessen und Vorkenntnissen der Schüler.

Indem der Lehrer diese bittet, sämtliche Fragen zu einem bestimmten Thema zu notieren, erhält

er Auskunft darüber, was die Schüler wissen möchten. Damit wird nicht nur Neugier geweckt,

sondern auch die Lernmotivation gesteigert - denn die Schüler bestimmen ja zum großen Teil,

WAS sie lernen wollen. Die Verantwortung für den Lernprozess wird auf diese Weise also auch

bewusst in die Hände der Schüler gelegt.

�����

Die Kärtchenabfrage fördert nicht nur das kreative Arbeiten und Problemlöseverhalten, sondern

stärkt zusätzlich die Eigenverantwortung der Schüler beim Aneignen neuer Inhalte! Die Fragen

werden in Einzelarbeit notiert, während die Auswertung von Gruppen bzw. der gesamten Klasse

übernommen wird.

- Mehrere ausreichend große Kartei- oder Moderationskarten ��������������������������������

- Verschiedenfarbige Stifte oder Textmarker

- Präsentationsmöglichkeiten für die Karten (Pinnwand, Tafel .o.Ä.)

¡¢£¤¥¦¥¤§¤¨¤¢©��¥�¢��¢¥¤¢�


Kreativitätstechniken

1. Ein bestimmtes Stichwort bzw. Thema wird an die Tafel geschrieben bzw. an eine

Pinnwand geheftet.

2. Die Teilnehmer notieren nun spontan ihre themenbezogenen Fragen. Um störende

Blockaden einzureißen, gilt auch hier: Alles ist erlaubt - es gibt kein "richtig" oder "falsch";

jeder Schüler muss sich angstfrei mitteilen können!

3. Pro Äußerung wird eine Karte verwendet. Jede Karte wird an die Tafel / Pinnwand

geheftet.

4. Anschließend werden die Karten im Plenum oder in Gruppenarbeit strukturiert und

systematisiert (z.B. Bildung weiterer Untergruppen usw.). Doppelte Kärtchen werden

������������������

übereinander gelegt.

Die Grafik veranschaulicht das Prinzip der Kärtchenabfrage:

¡¢£¤¥¦¥¤§¤¨¤¢©��¥�¢��¢¥¤¢�

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine