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nullzeit Magazin Ausgabe 5/08 - Tauchen auf Nullzeit.at

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<strong>nullzeit</strong> MAGAZIN<br />

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LIFESTYLE FÜR DEN WASSERSPORT<br />

VIENNA BOAT SHOW<br />

ALLES RUND UM DIE MESSE<br />

IM LAND DER PHARAONEN<br />

AUF TAUCHGANG IN ÄGYPTEN<br />

ALOHA HAWAII<br />

DES SURFERS PARADIES<br />

€ 2,80 | NR. 5 | NOVEMBER 20<strong>08</strong><br />

20. - 23. November 20<strong>08</strong><br />

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P.b.b. Verlagspostamt A-1150 Wien


02 NACHGEFRAGT<br />

DIEERSTESEITE 03<br />

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in Österreich, Rumänien und Kro<strong>at</strong>ien<br />

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marcus@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

DIEERSTESEITE<br />

sind SIE im STRESS?<br />

In der Nebensaison <strong>auf</strong> Urlaub zu fahren h<strong>at</strong> viele Vorteile. Zum einen kann man dem schlechten<br />

Wetter zuhause entfliehen, zum anderen erspart man sich überfüllte Strände, unfreundliche,<br />

gestresste Kellner und kosten tut es auch nur die Hälfte. Da aber Kinder ihrer Schulpflicht<br />

nachkommen müssen und oft keine Betreuungsmöglichkeit für den Nachwuchs zu finden ist<br />

bleiben diese Vorzüge vielen Familien verwehrt. Sollten Papa und Mama dennoch den Schritt<br />

wagen und sich eine Auszeit zu zweit gönnen, kann es im Vorfeld hektisch werden, was den<br />

bevorstehenden Urlaub umso mehr rechtfertigt.<br />

Da sind Haustiere zu verfrachten – die Armen brauchen ja auch einen Bleibe, Schulsachen<br />

und gewaschenes Gewand zu packen - Ausflüge und<br />

Veranstaltungen sind einzuplanen, diese liegen prinzipiell<br />

in der Urlaubszeit. Zwei Hefte für den Deutschunterricht<br />

müssen noch her – warum die nach zwei<br />

Stress? Nein, jetzt erst<br />

so richtig urlaubsreif!<br />

Mon<strong>at</strong>en Schule schon ein Reserveheft brauchen? Ich wusste gleich warum ich die Lehrerin<br />

nicht leiden konnte. Blumen gießen, Post ausräumen, in der Apotheke noch diverse Arzneien<br />

für alle Fälle besorgen – vielleicht werden die Kleinen aus Kummer ganz krank. Eltern und<br />

Schwiegereltern anrufen, wann sie die Kinder holen, bringen und wieder abliefern sollen –<br />

damit beginnt man am besten Wochen im Voraus oder gar nicht. Und - ach ja im Büro kommt<br />

jetzt alles <strong>auf</strong> einmal, wie das vor jedem Urlaub so ist – ich glaube das machen mir die Kunden<br />

und die Mitarbeiter zu Fleiß. Im nächsten Jahr packen wir die Racker mit ein und wenn’s dazu<br />

eine amtliche Bestätigung des Stadtschulr<strong>at</strong>es braucht. Im Übrigen, ich muss jetzt noch einmal<br />

nach Hawaii und hab jetzt keine Zeit mehr.<br />

Ihr gestresster<br />

[Marcus Hantschel]<br />

Chefredakteur<br />

marcus@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


04 INHALT<br />

INHALT 05<br />

IMPRESSUM<br />

Medieninhaber: Verlagsedition <strong>Nullzeit</strong> Ltd.<br />

Herausgeber: Leo Ochsenbauer – leo@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Chefredakteur: Ing. Mag. Marcus Hantschel –<br />

marcus@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Redaktionsadresse:<br />

Redaktion <strong>nullzeit</strong> <strong>Magazin</strong>,<br />

Hollergasse 51, A-1150 Wien<br />

Tel./Fax: +43 1 8905759 – Hotline: +43 676 41<strong>08</strong>160<br />

redaktion@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong> – www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Anzeigenleitung: Leo Ochsenbauer<br />

Anzeigenverk<strong>auf</strong>: Josef Malek, Marcus Hantschel,<br />

Christian Redl – anzeigen@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Ressortleitung:<br />

<strong>Tauchen</strong>: Leo Ochsenbauer – tauchen@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Boote und Segeln: Nicolaus Piso – segeln@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Apnoe: Christian Redl – apnoe@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Funsportarten: Marcus Hantschel – surfen@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Redaktionelle Mitarbeit:<br />

Bernd Bartosek, Manfred Dorner, Daniel Fetz, Robert<br />

Freissl, Arnold Gerstl, Michael Goldschmidt, Karin<br />

Granner, Christine Gstöttner, Sascha Hamersky,<br />

Marcus Hantschel, Thomas Holzmann, Walter Moraru,<br />

Leo Ochsenbauer, Nicolaus Piso, Karl Reder, Christian<br />

Redl, Roland Regnemer, Peter Schraml, Klaus-M.<br />

Schremser, Barbara Stokhammer, Gerhard Zauner<br />

Layout + Cover: Walter Moraru – grafik@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Illustr<strong>at</strong>ionen: Daniel Böck<br />

Die Meertrix: Leo Ochsenbauer, Daniel Böck<br />

Herstellung / Druck:<br />

Donau Forum Druck GesmbH<br />

Sagedergasse 29, A-1120 Wien<br />

Gedruckt <strong>auf</strong> Stiasny Papier<br />

Erscheinungsweise: 6x / Jahr<br />

Auflage: Print 5.000 Stück, e-Paper: 70.000 Stück<br />

Offenlegung nach §25 Mediengesetz<br />

Medieninhaber: <strong>Nullzeit</strong> Ltd., Hollergasse 51,<br />

A-1150 Wien, FN286229a, UID: ATU62979101<br />

Geschäftsführer: Leo Ochsenbauer<br />

Bankverbindung: Erste Bank, Blz. 20111,<br />

Kto-Nr. 28737231200<br />

Eigentumsverhältnisse: Gesellschafter <strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong> –<br />

Verein zur Förderung des Wassersports, Hannes<br />

Fischer, Leo Ochsenbauer.<br />

Unternehmensgegenstand: Herstellung, Herausgabe<br />

und Vertrieb von Büchern, Zeitschriften und sonstigen<br />

Druckwerken.<br />

Allgemeine Bl<strong>at</strong>tlinie: <strong>nullzeit</strong> <strong>Magazin</strong> ist Österreichs<br />

erstes, 6x jährlich erscheinendes, unabhängiges und<br />

medienübergreifendes Wassersport-Lifestylemagazin<br />

für Taucher, die auch andere Wassersportarten zu<br />

ihren Hobbys zählen (Segeln, Kiten, Windsurfen,<br />

Wakeboarden, Wellenreiten).<br />

Für un<strong>auf</strong>gefordert eingesandte Texte, Manuskripte<br />

und Fotos wird keine Haftung übernommen. Alle<br />

Angaben im Heft vorbehaltlich von Druckfehlern.<br />

Alle <strong>Ausgabe</strong>n des <strong>Magazin</strong>s sind auch online abrufbar:<br />

www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

[REPORTAGEN + COVER]<br />

16 VIENNA BOAT SHOW | Rund um die Messe<br />

22 REPORTAGE | Seal´s - Die Legende lebt<br />

28 COVERSTORY | Im Land der Pharaonen -<br />

Auf Tauchgang in Ägypten<br />

36 COVERSTORY | Belize - No pressure, no<br />

problem<br />

42 COVERSTORY | Aloha Hawaii<br />

48 REPORTAGE | Coron, Palawan - Dort wo die<br />

Zeit stehen geblieben zu sein scheint<br />

58 ÖSTERREICH | Wolfgangsee - Im Herzen<br />

Österreichs<br />

[STYLE & TRENDS]<br />

24 KRAFTPAKET | Vertrauenssache -<br />

Der Renault Laguna Grand Tour 2.0 cDI<br />

26 GEZAPPED | James Bond - Die ultim<strong>at</strong>ive Kollektion<br />

34 KOMBÜSE | So kocht Ägypten<br />

22 28 36 48<br />

[KOLUMNEN]<br />

03 DIEERSTESEITE | Sind Sie im Stress?<br />

06 GOODNEWS / BADNEWS<br />

21 DERKOMMENTAR | Aktivitäten, Ausbildung, Ausrüstung<br />

33 UNTERWASSERWELT.DE | Ägypten<br />

41 WASSERRETTUNG MÖDLING | Fortbildung - Verpflichtung?<br />

54 NACHGEFRAGT | Dirk Stevens im Interview<br />

56 ZAUNER | Tauchpioniere des Salzkammerguts<br />

60 VONDERBASIS | Hubert<br />

[SPORT]<br />

<strong>08</strong> FREITAUCHEN | Die wahren Meister der Entspannung<br />

10 FUNSPORT | Klippenspringen - Hals über Kopf<br />

61 DIELETZTESEITE | Sudoku, Fehlersuchbild, der letzte Witz<br />

12 PORTFOLIO<br />

04 IMPRESSUM<br />

COVERFOTO: Arnaud CHICUREL/hemis.fr<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


06<br />

GOODNEWS<br />

BADNEWS<br />

Nachruf Jacques Piccard.<br />

Der Schweizer Tiefseeforscher Jacques Piccard ist tot. Er starb nach Angaben der<br />

Schweizer Nachrichtenagentur SDA am Samstag, 1. November 20<strong>08</strong>, in seinem Haus<br />

am Genfer See. Piccard wurde 86 Jahre alt. Der Forscher war der Sohn von Auguste<br />

und der V<strong>at</strong>er von Bertrand Piccard, beide Ballonfahrer. Bekannt wurde der Tiefseeforscher<br />

mit seinen Aufsehen erregenden U-Boot-Forschungsfahrten, mit denen<br />

Piccard schlussendlich in die Weltgeschichte einging. Jedes dieser Boote h<strong>at</strong>te er<br />

selbst entworfen, so auch das erste U-Boot für Touristen, das bei der Expo 1964<br />

rund 33.000 Passagieren einen Blick in die Tiefen des Genfer Sees ermöglichte.<br />

Jacques Piccard kam am 28. Juli 1922 in Brüssel zur Welt. In Genf studierte er Wirtschaftswissenschaften<br />

und intern<strong>at</strong>ionale Beziehungen. Von 1950 an widmete er sich<br />

der Erforschung der Meerestiefen. Während sein V<strong>at</strong>er Auguste Piccard 1931 mit<br />

seinem Ballonflug bis in eine Höhe von 16.000 Metern für Aufsehen gesorgt h<strong>at</strong>te,<br />

brach Jacques Piccard alle Tiefenrekorde. Mit dem U-Boot „Trieste“, das er mit seinem<br />

V<strong>at</strong>er konstruiert h<strong>at</strong>te, erreichte er am 23. Jänner 1960 zusammen mit US-Marineleutnant<br />

Don Walsh den Marianengraben in 10.916 Metern Tiefe. Im Jahr 1969 verbrachte<br />

er einen Mon<strong>at</strong> unter Wasser, um zusammen mit anderen Wissenschaftern den Golfstrom von<br />

Florida bis nach Neu-Schottland zu untersuchen.<br />

Zu seinem 85. Geburtstag h<strong>at</strong>te Piccard in einem Interview der „Neuen Zürcher Zeitung“<br />

(NZZ) gemeint, dass er auch gern Astronaut geworden wäre. „Das hätte mich n<strong>at</strong>ürlich interessiert“,<br />

betonte er unter Hinweis dar<strong>auf</strong>, dass die Landung <strong>auf</strong> dem Mond noch deutlich interessanter<br />

als sein Ausflug in die Tiefsee gewesen sei. „Unsere Leistung war wohl eher, dass wir<br />

gezeigt haben: Jetzt können wir im Meer überall hin.“ Doch Jacques Piccard hielt Zeit seines<br />

Lebens an der Meeres- und an der Gewässerforschung fest. Untrennbar ist sein Engagement in<br />

Cully am Genfer See mit seiner „Stiftung zum Studium und zum Schutz der Meere und Seen“<br />

verbunden, wo es vor allem um den Umweltschutz geht. Kampf gegen Gewässerverschmutzung<br />

etwa, der Erhalt von Pflanzen und Tieren, die N<strong>at</strong>urgesetze in Harmonie zu bringen – das<br />

waren seine Ziele.<br />

Ein großer Forscher ist von uns gegangen.<br />

FOTOS: Rolex<br />

BADNEWS<br />

Nachruf Horst Schmid.<br />

Vollkommen unerwartet verstarb der bekannte PADI Master Instructor, NACD- und<br />

IANTD Tauchlehrer Horst Schmid in der Nacht vom 29. <strong>auf</strong> den 30. Juli 20<strong>08</strong> in<br />

seiner Wiener Wohnung. Als Mitgründer von UMEX Tauchsport h<strong>at</strong> er in den letzten<br />

Jahren wesentlich dazu beigetragen, die komplexe NACD Höhlen- sowie DSAT und<br />

IANTD Tec-Tauchausbildung in Europa zu etablieren. Aber auch für den klassischen<br />

Sporttauchmarkt war er überaus aktiv. An die dreißig PADI Tauchlehrerkurse wurden<br />

von ihm in den letzten Jahren mitgestaltet, und er h<strong>at</strong> so einer Vielzahl von<br />

begeisterten Tauchern den Weg zum Tauchlehrer eröffnet.<br />

Seine große Liebe zum Höhlen- und Tec-<strong>Tauchen</strong> vermittelte er einer unvergleichlich<br />

großen Gruppe von engagierten Sporttauchern und eröffnete ihnen so einen Zugang<br />

zur Unterwasserwelt, der nur wenigen Menschen vorbehalten ist. Als Teilnehmer an<br />

einer Vielzahl an Unterwasserexplor<strong>at</strong>ionen, Tauchexpeditionen und Tauchveranstaltungen<br />

leistete er zudem einen wesentlichen Beitrag, seinen Tauchpartnern und<br />

Schülern unvergessliche Momente im und außerhalb des Wassers zu ermöglichen.<br />

Sein großes Engagement in der Tauchausbildung wurde von vielen Ausbildungsorganis<strong>at</strong>ionen<br />

geehrt und gipfelte letztes Jahr in der Bestellung in das Board of Directors der NACD – der<br />

ältesten Höhlentauchausbildungsorganis<strong>at</strong>ion der Welt. Eine Auszeichnung, die vor ihm noch<br />

keinem Europäer zuteil wurde.<br />

Horst wird vielen von uns – vor allem all jenen, die ihn bei <strong>Tauchen</strong> erleben konnten – unvergesslich<br />

bleiben. Seine Lebensart, sein Engagement und seine unvergleichliche Ausstrahlung<br />

brachten ihm viel Symp<strong>at</strong>hie und einen großen Freundeskreis ein. Seine Begeisterung, Menschen<br />

in seinem Umfeld zu erfreuen, demonstrierte er am eindrucksvollsten als Organis<strong>at</strong>or<br />

von Tauchexpeditionen und mit seinen legendären Auftritten als Magier. Wer ihn bei diesen<br />

Dingen erlebt h<strong>at</strong>, wird ihn wohl für immer in Erinnerung behalten. Unser Beileid gilt seiner<br />

Familie und allen seinen Freunden, die ihm vielfach ähnlich nahe standen.<br />

Höhlen waren seine Leidenschaft,<br />

Magie seine Passion –<br />

Ruhe in Frieden Horst!<br />

BADNEWS<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>] [www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

FOTOS: UMEX<br />

07


<strong>08</strong><br />

FREITAUCHEN<br />

die WAHREN meister<br />

Freitaucher vollbringen unglaubliche Rekorde!<br />

Vergleicht man jedoch die Weltrekorde<br />

von Tom Sietas, Herbert Nitsch und<br />

Konsorten mit denen der Meeressäuger, sieht man,<br />

wer t<strong>at</strong>sächlich die wahren Meister im Freitauchen<br />

sind. Kommt der österreichische Freitaucher Herbert<br />

„The Flying Fish“ Nitsch <strong>auf</strong> unglaubliche<br />

214 Metern Tiefe in der Disziplin No Limits, so<br />

schafft es ein Pottwal <strong>auf</strong> 2.000 Meter! In dieser<br />

Tiefe herrscht ein Druck von sage und schreibe<br />

200 Bar. Aber auch See-Elefanten sind keine<br />

schlechten Tieftaucher, immerhin schaffen die-<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

der ENTSPANNUNG<br />

se Tiefen bis zu 1.500 Meter. Aber nicht nur die<br />

Tiefe ist beeindruckend, sondern auch die Dauer:<br />

Manche dieser Tauchgänge dauern weit über eine<br />

Stunde. Die wahren Zeittauchexperten sind jedoch<br />

wahrscheinlich die Entenwale. Manche von ihnen<br />

bleiben über zwei Stunden bei ihren Tauchgängen<br />

unter Wasser. Dagegen ist die Weltrekordzeit des<br />

deutschen Freitauchers Tom Sietas mit 10 Minuten<br />

14 Sekunden doch ein klein wenig geringer.<br />

Bleibt man in den Menschen ähnlichen K<strong>at</strong>egorien,<br />

sollte man sich den großen Tümmler ansehen:<br />

dieser taucht ungefähr 15 Minuten lang. Dafür<br />

FOTO: FOTOS: Christina Walter Moraru, Gstöttner Leo Ochsenbauer<br />

FOTOS: Christina Gstöttner<br />

müssten wir Menschen schon Sauerstoff vor<strong>at</strong>men,<br />

um <strong>auf</strong> diese Zeit zu kommen.<br />

Wäre es auch uns Menschen durch Training möglich,<br />

mit diesen Tieren mitzuhalten? Schon die äußere<br />

Form tauchender Meeressäuger macht deren<br />

optimale Anpassung an das Element Wasser deutlich.<br />

Die stromlinienförmigen Körper produzieren<br />

weniger Wasserwiderstand und verbrauchen so<br />

weniger Sauerstoff. Auch die Fortbewegung unter<br />

Wasser wurde von den Tieren im L<strong>auf</strong>e von Jahrmillionen<br />

an Evolution optimiert. Aber auch die Tiere<br />

unterliegen den gleichen Anforderungen wie wir<br />

Freitaucher. Dazu gehört die optimierte Aufnahme<br />

und Speicherung von Sauerstoff und der sparsame<br />

Umgang damit. Weiteres haben auch die Tiere mit<br />

dem Wasserdruck zu kämpfen und dadurch auch die<br />

toxische Wirkung von Sauerstoff und Stickstoff.<br />

Wenn man die meisten Meeressäugetiere beobachtet,<br />

verbringen diese rel<strong>at</strong>iv kurze Zeit an der<br />

Oberfläche mit dem Atmen. Bei einem Atemzug<br />

wird jedoch mehr Luft in der Lunge ausgetauscht,<br />

als dies bei Humanoiden der Fall ist. Weiters können<br />

die meisten dieser Tiere mehr Sauerstoff in ihren<br />

Körpern speichern und damit auch besser umgehen.<br />

Schaut man genauer hin, sieht man, dass<br />

manche dieser tierischen Freitauchkünstler teilweise<br />

sogar sehr kleine Lungen besitzen. Einige<br />

Rätsel wurden gelöst, andere sind noch immer da:<br />

FREITAUCHEN 09<br />

wie können zum Beispiel See-Elefanten mit einem<br />

Druck von weit über 100 Bar umgehen? Man weiß<br />

es nicht, bis d<strong>at</strong>o wurde jedoch noch kein See-Elefant<br />

mit einem Barotrauma gefunden …<br />

Vielleicht wird es in der Zukunft möglich sein,<br />

mehr von den Meeressäugetieren zu lernen und<br />

zu kopieren und vielleicht wird es möglich sein,<br />

noch tiefer, länger und weiter frei zutauchen als<br />

bisher – aber das ist dann eine ganz eine andere<br />

Geschichte!<br />

[Christian Redl]<br />

christian@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Christian Redl ist mehrfacher Guinness-Weltrekordhalter im<br />

Freitauchen, Freitauchlehrer der Apnea Academy von Umberto<br />

Pelizzari sowie Freediving Instructor bei IANTD<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


10 FUNSPORT<br />

FUNSPORT<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

Zwölf Männer, eine Wand, 27,5 Meter zwischen<br />

Absprung und Landung. Dazwischen Ästhetik<br />

und Körperbeherrschung pur; Totenstille und<br />

knisternde Anspannung. Wenn sich Klippenspringer<br />

akrob<strong>at</strong>isch in die Tiefe stürzen, dann beschleunigen<br />

sie von Null <strong>auf</strong> 90 km/h in 2,5 Sekunden und bremsen<br />

nach dem Eintauchen <strong>auf</strong> nur vier Metern wieder <strong>auf</strong> Null<br />

ab - einzigartig in Österreich und live mitzuerleben beim<br />

Red Bull Cliff Diving am 19. Juli 20<strong>08</strong> an der Falkensteinwand<br />

am Wolfgangsee.<br />

Nervenkitzel und Gänsehaut. Die Höhe des Absprunges<br />

und die Gewalt des Aufpralls machen ein perfektes Körpergefühl<br />

beim Cliff Diving absolut notwendig. „Ich weiß<br />

genau, ob und wann ich springen kann. Fühle ich mich<br />

gut, ist es egal ob es 20 Meter oder 25 Meter sind“, spricht<br />

Orlando Duque, Sieger der heurigen Veranstaltung am<br />

Wolfgangsee, von kalkuliertem Risiko. Dennoch sitzt ihm<br />

bei jedem Sprung die Angst im Nacken: „Sobald du <strong>auf</strong>hörst,<br />

dich zu fürchten, lebst du gefährlich.“<br />

KLIPPEN-<br />

SPRINGEN<br />

“HALS ÜBER KOPF“<br />

FOTOS: RedBull Presseservice<br />

FOTOS: Otro Modo Surfschool<br />

Auch für das Publikum am Wasser ist die Anspannung<br />

der Athleten spürbar. Betritt der Springer die<br />

Pl<strong>at</strong>tform, wird er mit tosendem Applaus begrüßt;<br />

<strong>auf</strong> sein Zeichen verstummt die Menge unter ihm,<br />

hält den Atem an. Jetzt herrscht höchste Konzentr<strong>at</strong>ion<br />

und absolute Ruhe. Vorbereitung. Sprung.<br />

Eintauchen. Erst wenn der Athlet <strong>auf</strong>taucht und<br />

seinen Arm zum Triumph gen Himmel streckt,<br />

schwindet die Gänsehaut, <strong>at</strong>men auch die Zuschauer<br />

wieder durch und jubeln begeistert.<br />

Der Kolumbianer Duque ist neunfacher Weltmeister<br />

und einer der Besten seiner Zunft. Gemeinsam<br />

mit elf weiteren Top-Athleten aus insgesamt acht<br />

N<strong>at</strong>ionen zelebriert er am 19. Juli Cliff Diving in<br />

Reinkultur. „Die Falkensteinwand am Wolfgangsee<br />

ist prädestiniert für unseren Sport, die Stimmung<br />

im Publikum unglaublich“, sagt der Sieger<br />

des Red Bull Cliff Diving 2005. Die Absprunghöhe<br />

liegt mit 27,5 Meter noch einmal um einen<br />

halben Meter höher als vor drei Jahren; die Kräfte,<br />

die dabei <strong>auf</strong> die Athleten wirken, sind neun Mal<br />

stärker als bei einem Sprung vom 10 Meter Turm.<br />

Das weiß auch Niki Stajkovic: „Beim Turmspringen<br />

kannst du dir vielleicht kleine Fehler leisten,<br />

beim Cliff Diving nicht“. Der frühere österreichische<br />

Olympi<strong>at</strong>eilnehmer im Turmspringen sitzt<br />

in der fünfköpfigen Jury, die die Ausführung der<br />

Sprünge benotet.<br />

Ebenso spektakulär wie außergewöhnlich nahm<br />

Orlando Duque nur wenige Tage vor dem Red<br />

Bull Cliff Diving am Wolfgangsee die Bedingungen<br />

vor Ort genau unter die Lupe: Der vielfache<br />

Weltmeister im Klippenspringen stürzte sich<br />

beim Lokalaugenschein an der Falkensteinwand<br />

aus einem Helikopter. Keine alltägliche Angelegenheit,<br />

selbst für den erfahrenen Kolumbianer.<br />

Perfekte Wetterbedingungen machten den Sprung<br />

von diesem beweglichen Startpunkt erst möglich.<br />

4INFOFACTS<br />

[Marcus Hantschel]<br />

marcus@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Die Dives werden in sechs “Gruppen“ eingeteilt:<br />

Forward, Back, Inward, Reverse, Twist und Armstand.<br />

G1: Bei Forward-Sprüngen steht der Cliff Diver beim<br />

Absprung mit dem Gesicht nach vorne gerichtet und dreht<br />

sich dann nach vorne in Richtung Wasser<br />

G2: Bei Back-Sprüngen steht mit dem Rücken zum Wasser<br />

und dreht sich nach hinten in Richtung Wasser<br />

G3: Bei Reverse-Sprüngen steht er mit dem Gesicht nach<br />

vorne und dreht sich dann rückwärts in Richtung Pl<strong>at</strong>tform<br />

G4: Bei Inward-Sprüngen steht er mit dem Rücken zum<br />

Wasser und dreht sich nach vorne in Richtung Pl<strong>at</strong>tform<br />

G5: Alle Sprünge, die eine Drehung um die eigene Achse<br />

beinhalten, gehören zur K<strong>at</strong>egorie Twists<br />

G6: Alle Sprünge, die aus dem Handstand heraus performt<br />

werden, gehören zur K<strong>at</strong>egorie Armstand. Der Handstand<br />

kann entweder mit dem Gesicht oder dem Rücken zum<br />

Wasser gemacht werden.<br />

11<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


A<br />

12<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

PORTFOLIO<br />

Auf dieser Seite und der folgenden Doppelseite präsentieren<br />

wir die Gewinner des Portfolio-Fotowettbewerbs vom September<br />

und November, den das <strong>nullzeit</strong> <strong>Magazin</strong> gemeinsam<br />

mit Nautica-Underw<strong>at</strong>erVisions 20<strong>08</strong> durchführt.<br />

Gewinner September<br />

B<br />

D<br />

C<br />

B<br />

Fotograf:<br />

Michael Henke, 09.06.1964<br />

geb., Deutschland<br />

Der Gewinner kann sich über<br />

eine exklusive handgefertigte<br />

„Scuba Collection“ von Stefan<br />

Wiessmeyer freuen!<br />

Wert: € 159,www.wiessmeyer.de<br />

D<br />

A: Tarnung:<br />

Canon Digital Ixus 700, 1/60s, F7.1<br />

B: Auf der Lauer:<br />

Canon Digital Ixus 700, 1/60s, F7.1<br />

C: Kuss:<br />

Canon Digital Ixus 700, 1/60s, F7.1<br />

D: Tubaspieler:<br />

Canon Digital Ixus 700, 1/60s, F7.1<br />

E: Flamenco:<br />

Canon Powershot G7, 1/125s, F2,8<br />

E<br />

BADNEWS 15<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


A<br />

14<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

PORTFOLIO<br />

Anlässlich der Vienna Bo<strong>at</strong> Show werden am 23. November<br />

20<strong>08</strong> zusätzlich aus allen Mon<strong>at</strong>sgewinnern ein Hauptgewinner<br />

gekürt, sowie unter allen Teilnehmern am Wetbewerb<br />

weitere Preise verlost.<br />

Gewinner November<br />

B<br />

D<br />

C<br />

B<br />

Fotograf:<br />

Robert Fischer, 12.07.1969<br />

geb., Deutschland<br />

Der Gewinner kann sich über<br />

einen nitroxfähigen Dekompressionscomputer<br />

XP5 von<br />

Seemann Sub freuen!<br />

Wert: € 259,www.seemannsub.de<br />

D<br />

E<br />

A: Schildkröte:<br />

Canon EOS 40D, mit 18-55mm Zoom, 1/125s, F10.0<br />

B: Schwarm:<br />

Canon EOS 40D, mit 12-24mm Zoom, 1/85s, F8.0<br />

C: Lichtspiel:<br />

Canon EOS 40D, mit 10mm Fisheye, 1/100s, F20.0<br />

D: Wrack der Giannis D:<br />

Analog Canon EOS 30, mit 15mm Fisheye<br />

E: Krebs:<br />

Analog Canon EOS 30, mit 100m Makro<br />

NON LIMIT TAUCHEN<br />

BADNEWS Gibt’s nicht in Kro<strong>at</strong>ien? 15<br />

SCUBACENTER<br />

in Istrien bietet es!<br />

Kommt zum<br />

„tauchen“ –<br />

AWARD Gewinner<br />

2006 + 2007 im<br />

Mittelmeer.<br />

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3 Nächte im DZ / HP – p.P. 119,00 <br />

7 Nächte im DZ / HP – p.P. 245,00 <br />

Hotel Albona ***<br />

13. 09.–11. 10. 20<strong>08</strong><br />

3 Nächte im DZ / HP – p.P. 135,00 <br />

7 Nächte im DZ / HP – p.P. 279,00 <br />

Hotel Bellevue ****<br />

20. 09.–26. 10. 20<strong>08</strong><br />

3 Nächte im DZ / HP – p.P. 155,00 <br />

7 Nächte im DZ / HP – p.P. 309,00 <br />

Alle Preise verstehen sich inkl.<br />

NON LIMIT TAUCHEN an unserem<br />

Hausriff bei eigener Ausrüstung.<br />

An- und Abreisetage sind frei wählbar<br />

– Einzelzimmerzuschlag:<br />

8 /Nacht<br />

Alle Schnäppchenpreise sind ab<br />

sofort buchbar oder solange wir<br />

noch freie Plätze in den Hotels<br />

haben. Gerne organisieren wir auch<br />

für euch priv<strong>at</strong>e Appartements im Ort.<br />

Viele Bilder und Infos findet Ihr auch<br />

bei uns im Web.<br />

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info@scubacenter.de<br />

Tel./Fax +385 (0) [www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>] 52 879052<br />

Mob. +385 (0) 911 879074


16 RAHMENPROGRAMM RAHMENPROGRAMM 17<br />

<strong>nullzeit</strong> <strong>Magazin</strong> präsentiert die Show-Bühne in Halle D. Hier werden während der gesamten Messedauer<br />

der Vienna Bo<strong>at</strong> Show von 11.00-17.00 Uhr hochkarätige Vorträge gehalten. Zudem findet am Samstag<br />

und Sonntag um 14.00 Uhr eine Diskussionsrunde st<strong>at</strong>t, bei der Fragen des Publikums willkommen sind.<br />

DONNERSTAG, 20.11.20<strong>08</strong><br />

11.00: Faszin<strong>at</strong>ion <strong>Tauchen</strong> am Traunfall -<br />

Franz Pramendorfer, Atlantis Qualidive<br />

11.30: Haie: Räuber, Monster, Menschenfresser?<br />

Christine Gstöttner, Sharkproject<br />

12.00: Paradiese, Wirbelstürme und Pir<strong>at</strong>en -<br />

Claus Gintner, Yachtclub Austria YCA<br />

13.00: Rückblick <strong>auf</strong> die Rafting EM 20<strong>08</strong><br />

13.30: Vendée Globe 20<strong>08</strong> -<br />

Liveeinstieg Norbert Sedlacek<br />

14.00: Technisches <strong>Tauchen</strong>: Das ist D.I.R. -<br />

Arnold Gerstl, UMEX<br />

14:30: <strong>Nullzeit</strong>, Sex und Tiefenrausch –<br />

333 Antworten <strong>auf</strong> Taucherfragen -<br />

Marcus Hantschel, Autor<br />

15.00: BMW Austria Race Trophy -<br />

Gert Schmidleitner, Sport Consult<br />

15.30: Aus dem Leben der Wasserrettung -<br />

ASBÖ Mödling Wasserrettung<br />

16.00: Das war Olympia 20<strong>08</strong>: die große<br />

Diashow - Sportmagazin<br />

FREITAG, 21.11.20<strong>08</strong><br />

11.00: Wracks in Frankreich -<br />

Arnold Gerstl, UMEX<br />

11.30: Das war Olympia 20<strong>08</strong>: die große<br />

Diashow - Sportmagazin<br />

12.00: Gutes Planen, sicheres Segeln und Ankern<br />

- Claus Gintner, Yachtclub Austria YCA<br />

13.00: Schraube verhakt? Freitauchen leicht<br />

gemacht - Christian Redl, IANTD Freediving<br />

Instructor<br />

13.30: Aus dem Leben eines Wasserretters -<br />

ASBÖ Mödling Wasserrettung<br />

14.00: <strong>Nullzeit</strong>, Sex und Tiefenrausch –<br />

333 Antworten <strong>auf</strong> Taucherfragen -<br />

Marcus Hantschel, Autor<br />

14:30: Rückblick <strong>auf</strong> die Rafting EM 20<strong>08</strong><br />

15.00: BMW Austria Race Trophy -<br />

Gert Schmidleitner, Sport Consult<br />

15.30: Reise Spezial: Wassersport von seiner<br />

schönsten Seite - Alexandra Gerstl, Umex<br />

Reisebüro<br />

16.00: Tagebuch eines Motorbootkurses -<br />

KYC, MSVÖ, <strong>Nullzeit</strong> <strong>Magazin</strong><br />

16.30: Haie: Räuber, Monster, Menschenfresser?<br />

Christine Gstöttner, Sharkproject<br />

SAMSTAG, 22.11.20<strong>08</strong><br />

11.00: Faszin<strong>at</strong>ion Höhlentauchen -<br />

N<strong>at</strong>ional Associ<strong>at</strong>ion of Cave Diving Europe<br />

(NACD)<br />

11.30: Faszin<strong>at</strong>ion <strong>Tauchen</strong> am Traunfall -<br />

Franz Pramendorfer, Atlantis Qualidive<br />

12.00: Von Madagskar bis zum Kap der Guten<br />

Hoffnung - Claus Gintner, Yachtclub Austria YCA<br />

13.00: Die Vienna Bo<strong>at</strong> Show Wassermodenschau<br />

- Fitnesscenter Holmes Place und UMEX<br />

13.30: Siegerehrung für das Sozialprojekt „Segeln<br />

in der Großstadt“ - Polizeisportvereinigung<br />

Wien – Sektion Yachtsport / PSVW<br />

14.00: Vienna Bo<strong>at</strong> Show Forum: Doping im<br />

Wassersport<br />

15.00: Siegerehrung BMW Austria Race Trophy<br />

Gert Schmidleitner, Sport Consult<br />

16.00: <strong>nullzeit</strong> Foto-Portfolio-Wettbewerb:<br />

Die große Preisverleihung<br />

16.30: <strong>Nullzeit</strong>, Sex und Tiefenrausch –<br />

333 Antworten <strong>auf</strong> Taucherfragen -<br />

Leo Ochsenbauer, Autor<br />

17.00: Das war Olympia 20<strong>08</strong>: die große<br />

Diashow - Sportmagazin<br />

SONNTAG, 23.11.20<strong>08</strong><br />

11.00: Faszin<strong>at</strong>ion Höhlentauchen -<br />

N<strong>at</strong>ional Associ<strong>at</strong>ion of Cave Diving Europe<br />

(NACD)<br />

11.30: Schraube verhakt? Freitauchen leicht<br />

gemacht - Christian Redl, IANTD Freediving<br />

Instructor<br />

12.00: Reise Spezial: Wassersport von seiner<br />

schönsten Seite - Alexandra Gerstl, Umex<br />

Reisebüro<br />

12.30: Bermudas, Mystik und Wahrheit -<br />

Claus Gintner, Yachtclub Austria YCA<br />

13.00: Die Vienna Bo<strong>at</strong> Show Wassermodenschau<br />

- Fitnesscenter Holmes Place und UMEX<br />

13.30: Das große ORCA Reisen Gewinnspiel -<br />

ORCA Reisen<br />

14.00: Vienna Bo<strong>at</strong> Show Forum: Können Was-<br />

sersportreisen nur durch Action überleben?<br />

15.00: BMW Austria Race Trophy -<br />

Gert Schmidleitner, Sport Consult<br />

15.30: Aus dem Leben eines Berufstauchers -<br />

Armin Leeb, Nautilus Berufstauchschule<br />

16.00: Ausblick 2009 - Reed Messe Wien<br />

In den Pausen werden zusätzlich diverse Filme<br />

und Fotos sowie alle beim <strong>nullzeit</strong> Foto-Portfolio-Wettbewerb<br />

eingereichten Fotos mit faszinierenden<br />

Unterwasser<strong>auf</strong>nahmen gezeigt.<br />

SONDERPROGRAMM<br />

Wassersport-Kino mit Filmen und Diashows<br />

aus den Bereichen Segeln, Motorboot, <strong>Tauchen</strong><br />

und Surfen<br />

Täglich: Hai(m)-Kino am Stand von<br />

Sharkproject<br />

SONDERVERANSTALTUNGEN IN<br />

DER VIP-LOUNGE<br />

(Halle D, 1. Stock, neben Restaurant)<br />

DONNERSTAG, 20.11.20<strong>08</strong><br />

12.00-13.00: Die Haftung des Skippers und<br />

der richtige CharterFairtrag -<br />

Dr. Karl-Heinz Schöchl, Yacht-Pool<br />

14.00-15.00: Aquamed Seminar „Tauchmedizin“<br />

FREITAG, 21.11.20<strong>08</strong><br />

10.30-11.30: Die Haftung des Skippers und<br />

der richtige CharterFairtrag -<br />

Dr. Karl-Heinz Schöchl, Yacht-Pool<br />

12.00-15.00: PADI IRRA Member Roundtable<br />

SAMSTAG, 22.11.20<strong>08</strong><br />

12.00-13.00: Die Haftung des Skippers und<br />

der richtige CharterFairtrag -<br />

Dr. Karl-Heinz Schöchl, Yacht-Pool<br />

14.00-16.00: PADI/BTS Miniseminar Dry Suit<br />

Diver<br />

17.00-19.00: PADI Social Forum<br />

SONNTAG, 23.11.20<strong>08</strong><br />

12.00-13.00: Die Haftung des Skippers und<br />

der richtige CharterFairtrag -<br />

Dr. Karl-Heinz Schöchl, Yacht-Pool 20.<br />

4AKTIONEN IM TAUCHTURM<br />

Do – So, 10.00 – 17.00 Uhr<br />

Taucher der Tauchschule Stingray Divers werden<br />

im Tauchturm, direkt neben der Showbühne,<br />

ganztägig die neuesten Produkttrends vorführen<br />

und den Spaß an der Unterwasserwelt vermitteln.<br />

Möglichkeit zum Schnuppertauchen,<br />

also Badehose nicht vergessen!<br />

Donnerstag, 20.11.20<strong>08</strong><br />

11.00: Technisches <strong>Tauchen</strong> im Tauchturm<br />

12.00: Unterwasser-Tischfußballturnier<br />

15.30: Wasserretter im Tauchturm<br />

16.00: Unterwasser-Tischfußballturnier<br />

Freitag, 21.11.20<strong>08</strong><br />

11.00: Technisches <strong>Tauchen</strong>, Wracktaucher<br />

im Tauchturm<br />

12.00: Unterwasser-Tischfußballturnier<br />

13.30: Wasserretter im Tauchturm<br />

16.00: Unterwasser-Tischfußballturnier<br />

Samstag, 22.11.20<strong>08</strong><br />

11.00: Feuerwehrtaucher im Tauchturm<br />

12.00: Unterwasser-Tischfußballturnier<br />

15.30: Unterwasserkameravorführung<br />

im Tauchturm<br />

16.00: Unterwasser-Tischfußballturnier<br />

Sonntag, 23.11.20<strong>08</strong><br />

11.00: Höhlentaucher im Tauchturm<br />

12.00: Unterwasser-Tischfußballturnier<br />

15.30: Berufstaucher im Tauchturm<br />

16.00: Unterwasser-Tischfußballturnier<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>] [www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

- 23. November 20<strong>08</strong>


18 AUSSTELLERVERZEICHNIS<br />

19<br />

Aussteller Stand<br />

A<br />

A.W. Niemeyer GmbH<br />

AD Bo<strong>at</strong>s Ltd.<br />

Adria Yacht Center<br />

Adri<strong>at</strong>ic Charter d.o.o.<br />

Adventure Sailing, Yachtcharter Fitzinger<br />

air-compact Kompressorentechnik GmbH<br />

Alois Steinkellner A und S Produkte<br />

American Wellness GmbH<br />

Andreas Denk Yachtcharter Int.<br />

Angelina Tours d.o.o.<br />

aqua med reise- und tauchmedizin<br />

Atlas Spezial GmbH, Segel Journal<br />

B<br />

Bauer-Poseidon Kompressoren Ges.m.b.H. D0128<br />

Bernwieser Seekarten + Flight Shop D0504<br />

BFYC Kok Ltd.<br />

C0511<br />

Bluew<strong>at</strong>er Safaris Germany oHG<br />

D0328<br />

BMW Group Austria<br />

C0100<br />

Boote - Mittendorfer<br />

C0612<br />

Boote Klinger<br />

C0518/C0702<br />

Boote Narian G.m.b.H.<br />

C04<strong>08</strong><br />

Boote Pfister GmbH<br />

C0502<br />

Boote Roschek Ralf Roschek<br />

C0620<br />

Bootswerft Graf Service und Restaurierung C03<strong>08</strong><br />

BtS Europa AG<br />

D04<strong>08</strong><br />

Buchzentrum Empfingen - Inh. C. Ellinger e.K. D0121<br />

Bundespolizeidirektion Wien<br />

C0719<br />

C<br />

CBS Sails Segelmacherei Chr. Binder<br />

Charly‘s Charter Service - Boote Kamper<br />

Classic Bo<strong>at</strong> Ltd.<br />

Cosmos Yachting GmbH<br />

D<br />

Deck Point Handels GmbH<br />

Diamond Marine AT<br />

Die Presse VerlagsgmbH & Co KG<br />

Die Yachtschule<br />

Dive With Us, Uli Sax<br />

E<br />

Ecker Yachting<br />

Element Aqua s.r.o. H2O <strong>Magazin</strong><br />

MessezentrumWienNeu<br />

D0502<br />

C0512<br />

D0101<br />

D0306<br />

D0106<br />

D0126<br />

D0714<br />

D0709<br />

D0322<br />

D0110<br />

D0217<br />

C0424<br />

D0506<br />

D0312<br />

C0513<br />

D0205<br />

D0614<br />

C0412<br />

Mall0100<br />

D0403<br />

D0126<br />

D0102<br />

D0112<br />

Erster Österr. Berufstauchlehrer Verband<br />

Eurobond Technologies<br />

F<br />

Fender-Design Jacquardstrickerei Renz OHG<br />

Fiction Marketing Group GmbH<br />

Frauscher Bootswerft GmbH & Co KG<br />

Freediver Michelbach<br />

Freytag-Berndt u. Artaria KG Reisebuchhandlung<br />

G<br />

Grabner GmbH<br />

H<br />

H.M. Pallhuber GmbH & Co KG<br />

Hausboot Böckl<br />

hhp Home Health Products GmbH<br />

Hotspring Austria Vertriebs GmbH<br />

Hungarian N<strong>at</strong>ional Tourist Office<br />

I<br />

ifsec on w<strong>at</strong>ers Yachtcharter<br />

InnoC<br />

Intersport & Yachting Kretschmann<br />

J<br />

Jetfactory Harald Rother<br />

K<br />

K&G Med. Marinas Management<br />

D07<strong>08</strong><br />

Kazo. Sarl<br />

D0514<br />

Kern d.o.o.<br />

D0707<br />

Kurier Mediaprint Zeitungs- u. Zeitschriften- D0716<br />

verlag GmbH & Co KG<br />

Kutschera Umwelttechnik<br />

D0710<br />

L<br />

Lang-Kouba, Elisabeth Massagesessel by Lang<br />

Lightweight Energy GmbH<br />

M<br />

Marinekameradschaft „Admiral Erzherzog<br />

Franz Ferdinand“, Wien im ÖMV<br />

Master Yachting GmbH<br />

Mayer Yachten GmbH<br />

D0128<br />

Welt des <strong>Tauchen</strong>s<br />

BÜHNE<br />

D0220<br />

D0705<br />

D0602<br />

FoyerD300<br />

C0612<br />

D0602<br />

D0318/D0322<br />

D0125<br />

D0722<br />

D0318<br />

C0711<br />

D0522<br />

D0310<br />

D0109<br />

D0702<br />

C0716<br />

D0407<br />

D0624/D0722<br />

D0518<br />

D0405<br />

C0600<br />

D0107<br />

Übersichtsplan<br />

FOTOS: Reed Exhibitions Messe Wien<br />

Mennyacht Austria Handels GmbH.<br />

Mercedes-Benz, Wiesenthal<br />

Modular Hallensysteme GmbH<br />

Momentum Sails Harry Huber<br />

Montenegro Charter Company MCC d.o.o.<br />

Mörth Marine Center Graz<br />

N<br />

Nautilus Attersee Dive und Outdoor Center<br />

North Sardinia Sail s.r.l.<br />

<strong>Nullzeit</strong> Ltd.<br />

O<br />

Ocean7 Verlags GmbH<br />

Orca Reisen GmbH<br />

ORF Nachlese<br />

outer-limits<br />

Ö<br />

Österreichischer Segel-Verband<br />

P<br />

PADI Europe AG<br />

Pantaenius Yachtversicherungen GmbH<br />

Pasco Industrieklebstoffe Ingeborg Wilmes<br />

Phoenix Yachtmanagement<br />

Pitter GesmbH, Yachtcharter<br />

Polizeisportvereinigung Wien, Sektion Yachtsport/PSVW<br />

Pulko Boote Graz<br />

R<br />

RAV Yachting, Yacht Brokerage Marine<br />

Consultancy<br />

Reisebüro FISH & TRIPS<br />

S<br />

Sea-Help GmbH<br />

Seastar - Tauchsport GmbH<br />

Segelschule Club Danube<br />

Segelschule Hofbauer, Schnabl & Grießler<br />

OHG<br />

Seitenblicke <strong>Magazin</strong>, Bull Verlags GmbH<br />

Selzer - Yachtcharter & Reisen<br />

Sharcproject e.V. Botschaft Österreich<br />

Singer - H. Hämmerle<br />

Smartk<strong>at</strong> GmbH<br />

Sport Avantgarde Handelsges.mb.H.<br />

Sport Consult<br />

Sportverlag GmbH & Co KG - Sportmagazin<br />

star-yachting.com<br />

Stelzl Yachtcharter<br />

Steyr Motors GmbH<br />

Sunbeam Yachts Schöchl Yachtbau GesmbH<br />

Suntours<br />

T<br />

Tallships sp.z o.o.<br />

Tauchsportverband Österreichs<br />

Terramarin Hausboot & Reisen GesmbH<br />

Titanic Diving<br />

Tollinche Frères Amsellem, Inh. R. Tollinche<br />

Top Clean Exclusiv<br />

Tropical Clothing Company<br />

U<br />

Ulrike Kreinig - Yachtcharter Comfort<br />

Charter Group<br />

UMEX - A. Gerstl Tauchsportartikel KG<br />

UNIQA Versicherungen AG<br />

UnterwasserKamera.<strong>at</strong><br />

W<br />

wasserlimousine.<strong>at</strong> Kern & Weissbacher<br />

Schifffahrt OEG<br />

Wassersportcenter Rene Mureny KEG<br />

Werkhof Diskontmarin GmbH & Co KG<br />

Wiener Verlags GmbH & Co KG<br />

C0411<br />

D0520<br />

D0601<br />

D0209<br />

D0114<br />

D0605<br />

D0218<br />

D0307<br />

D0128<br />

C0424/D0317<br />

D0327<br />

C0424<br />

D0118<br />

D0520/D0622<br />

D0511<br />

D0316<br />

D0715<br />

D0201<br />

D0302<br />

FoyerD200<br />

C0402<br />

C0602<br />

D0123<br />

D0610<br />

D0326<br />

D03<strong>08</strong><br />

D0401<br />

C0424<br />

D0403<br />

D0124<br />

D0711<br />

C0712<br />

D0119<br />

D0302<br />

C0424/D0724<br />

D0303<br />

D0210<br />

D0510<br />

C05<strong>08</strong><br />

D0205/D0212<br />

D0309<br />

D0213a<br />

D0206<br />

D0213<br />

C0704<br />

D0713<br />

D0701<br />

D0117<br />

D0511<br />

D0520<br />

D0211/D0323<br />

D0202<br />

C0610<br />

D0400A/D0402/<br />

D0404/D0507/<br />

D05<strong>08</strong>/D0509/D0616<br />

C0424<br />

Wienerin Verlags GmbH & Co KG<br />

Wiking Yacht Club - Duna Club KFT.<br />

WirtschaftsBl<strong>at</strong>t Verlag AG<br />

Wolfgang Schmalzl Bootsbau<br />

Workline - Andreas Malak GmbH<br />

Y<br />

Yacht Club Austria<br />

Yacht Info<br />

Yachtcenter24 / Center24 e.U.<br />

Yachtcharter Buchinger, Johann Buchinger<br />

Yachtcharter Müller - Linz<br />

Yachthafen Jois<br />

Yachting 2000<br />

Yacht-Pool Versicherungsservice<br />

Yachtrevue- Verlagsgruppe News GmbH<br />

Yachtschule Koller<br />

Yachtworld LLC<br />

88.6 - wir spielen was wir wollen, Radio Eins<br />

Priv<strong>at</strong>radio GmbH<br />

C0424<br />

C07<strong>08</strong><br />

C0424/D0216<br />

C03<strong>08</strong><br />

D0706<br />

D0314<br />

C0424<br />

D0214<br />

D0315<br />

D0304<br />

D0609<br />

D0400<br />

D02<strong>08</strong><br />

C0424/D0512<br />

D0104<br />

C0424/C0710<br />

D0115<br />

20. - 23. November 20<strong>08</strong>


18<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

FASHIONLINE<br />

Badeshorts Herren, verschiedene Farben und Muster, Preis: € 24,90,<br />

www.hm.com<br />

FASHIONline<br />

FOTO: Hersteller<br />

arnold@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

DERKOMMENTAR<br />

TECHNIKTRENDS 21<br />

AKTIVITÄTEN, ausbildung, AUSRÜSTUNG<br />

Steigende Kerosinpreise, immer weniger Freigepäck, marode Fluglinien und mangelnde Sicherheitsstandards<br />

– die Probleme in der Tourismusindustrie führen auch zu gravierenden Veränderungen<br />

in der Tauchsportbranche. Abwarten und Tee trinken ist keine Lösung. Nur wer umdenkt und<br />

seine Tauchaktivitäten den Gegebenheiten anpasst, wird in den nächsten Jahren taucherisch noch <strong>auf</strong><br />

seine Kosten kommen. Die Schwierigkeiten der Fluglinien, welche in direkter Folge zu immer höheren<br />

Reisepreisen führen müssen, stellen gerade uns Taucher vor gravierende Probleme. Die eigene<br />

Ausrüstung im Urlaub mitzunehmen wird ein immer kostenintensiveres Vergnügen. Verbunden mit<br />

den Anschaffungs- und Wartungskosten rechnet es sich für den klassischen Urlaubstaucher immer<br />

weniger, in Ausrüstung zu investieren. Die Verwendung von Leihausrüstung führt allerdings zu noch<br />

weniger Vertrautheit mit der eingesetzten Gerätschaft und in Folge zu schlechteren taucherischen<br />

Fertigkeiten. Die Unterwasserwelt, die Sicherheit der Taucher und der Spaß bei den Tauchgängen<br />

leiden darunter in unmittelbarer Weise. Auf bessere Zeiten und sinkende Treibstoffpreise zu warten,<br />

ist jedoch keine Lösung. Aus der Not eine Tugend zu machen, wäre jetzt für die Tauchsportbranche<br />

angesagt. Mehr Aktivitäten im heimischen Gebiet bzw. an Reisedestin<strong>at</strong>ionen, welche sich noch<br />

rel<strong>at</strong>iv kostengünstig erreichen lassen, sind jetzt gefragt. Europa h<strong>at</strong> taucherisch unheimlich viel<br />

zu bieten und Tauchaktivitäten in Kro<strong>at</strong>ien, Frankreich, Italien und ähnlichen Destin<strong>at</strong>ionen lassen<br />

sich auch bei Selbstanreise noch immer recht preiswert gestalten. Allerdings sind für die Aktivitäten<br />

im Mittelmeer, den europäischen Höhlen und den heimischen Seen auch bessere Tauchfertigkeiten,<br />

hochwertigere Ausrüstung und eine <strong>auf</strong>wändigere Reisplanung erforderlich. Die Möglichkeiten von<br />

Mitfahrgelegenheiten, um Sprit und Mautkosten zu sparen, die Qualität der Unterbringung und der<br />

Tauchbasen sind wesentlich, um den Anforderungen an die Freizeitgestaltungswünsche der Tauchkunden<br />

gerecht zu werden. Darüber hinaus ist aber auch der Tauchsportkonsument gefragt, mit diesen<br />

veränderten Gegebenheiten mitzuhalten. Hochwertige Ausrüstung, bessere taucherische Fertigkeiten<br />

und vor allem Teamgeist sind wesentlich, um bei diesen – <strong>auf</strong>grund der klim<strong>at</strong>ischen Bedingungen<br />

wesentlich komplexeren Tauchaktivitäten – auch Freude zu haben. Diese wird aber in Folge wahrscheinlich<br />

viel größer ausfallen, als sich die meisten Taucher derzeit vorstellen können. Die Faszin<strong>at</strong>ion<br />

der Wracks im Mittelmeer, die dort ansässige Fauna und Flora, die Faszin<strong>at</strong>ion unserer Bergseen<br />

lässt wohl kaum jemanden unberührt, sobald er über die notwendige taucherische Qualität verfügt,<br />

um an diesen Aktivitäten teilzunehmen. Tauchshopbetreiber, Tauchbasenleiter und Tauchlehrer sind<br />

jetzt gefragt, diese Angebote zu schaffen und dem Tauchsportkonsumenten den Weg zu anspruchsvolleren<br />

Tauchaktivitäten zu eröffnen. Eine bessere Ausbildung und reichhaltigere Weiterbildungsprogramme,<br />

ein breiteres Angebot an Kurzreiseprogrammen in der näheren Umgebung, verbunden<br />

mit mehr Komfort bei Anreise und Unterbringung werden vom Tauchsportkunden geschätzt und<br />

auch honoriert werden, sobald diese sich von der Qualität des Angebots auch überzeugt haben - und<br />

dies kann uns allen nur zu Gute kommen. Mehr Freude am Sport, reichhaltigere Freizeitaktivitäten<br />

und bessere taucherische Fertigkeiten: dar<strong>auf</strong> wollen wir doch alle hinaus, und der Weg dorthin ist –<br />

dank des Menetekels in der Tourismusindustrie – klarer gezeichnet denn je.<br />

Arnold Gerstl ist PADI Course Director, CMAS 3* Moniteur sowie allgemein<br />

zertifizierter und gerichtlich beeideter Sachverständiger für das Tauchwesen.<br />

[Arnold Gerstl]<br />

arnold@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


22<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

REPORTAGE<br />

Eine der berühmtesten<br />

Spezialkampfeinheiten<br />

der Welt sind die amerikanischen<br />

Navy SEALs. Der<br />

Name leitet sich aus ihrem Eins<strong>at</strong>zgebiet<br />

ab: SEa, Air, Land<br />

(also zu Wasser, in der Luft und<br />

am Land). In unserem Spezialreport<br />

wollen wir <strong>auf</strong>zeigen, wie<br />

diese Einheit entstanden ist, wie<br />

viel Mühe die Ausbildung zu<br />

einem SEAL bedeutet und was<br />

die konkreten Anforderungen<br />

an einen solchen sind.<br />

SEAL´s<br />

DIE LEGENDE LEBT<br />

Die SEALs haben sich im 2.<br />

Weltkrieg gebildet, Gründungsv<strong>at</strong>er<br />

war Phil H. Bucklew, der<br />

"V<strong>at</strong>er der speziellen Marinekriegsführung",<br />

nach dem auch<br />

das Hauptgebäude des Zentrums<br />

für spezielle Kriegsführung der<br />

Navy (Naval Special Warfare<br />

Center) benannt ist.<br />

Er befehligte im Oktober 1942<br />

die erste Gruppe an Sold<strong>at</strong>en,<br />

die im August 1942 aus den Elite-Sold<strong>at</strong>en<br />

der Army und Navy<br />

rekrutiert wurde. Sie bekamen<br />

<strong>auf</strong> der Amphibious Training<br />

Base im amerikanischen Little<br />

Creek die erste Spezialausbildung<br />

für Oper<strong>at</strong>ionen im Meer,<br />

Luft und an Land. Das Training<br />

bestand aus einer Verbindung<br />

der bereits bestehenden Amphibious<br />

Scouts und der Raiders.<br />

Der erste Eins<strong>at</strong>z dieser zusammengewürfelten<br />

Einheit war im<br />

besagten Oktober 1942 bei der<br />

Landung der alliierten Truppen<br />

in Nordafrika, der "Oper<strong>at</strong>ion<br />

FOTOS: US Navy<br />

Torch". Weitere Oper<strong>at</strong>ionen<br />

im 2. Weltkrieg führten sie nach<br />

Sizielien, Salerno, Anzio, die<br />

Normandie und nach Südfrankreich.<br />

Zwei weitere Gruppen wurden<br />

im Juli 1943 gegründet: die Special<br />

Service Unit #1 führte Oper<strong>at</strong>ionen<br />

in Neu Guinea, Gasm<strong>at</strong>a,<br />

Arawe, Cape Gloucester,<br />

im Pazifik und an der Ost- und<br />

Südküste von Großbritannien<br />

durch, die dritte Gruppe operierte<br />

in China zusammen mit<br />

der Sino-American Cooper<strong>at</strong>ion<br />

Organiz<strong>at</strong>ion, kurz SACO.<br />

Der erste erfolgreiche Auftrag<br />

der (zu diesem Zeitpunkt noch<br />

nicht so bezeichneten) SEALs<br />

erfolgte am 10. November<br />

1942 in Nordafrika. Während<br />

der Oper<strong>at</strong>ion Torch wurde ein<br />

Unterwasserkabel und ein Sicherungsnetz<br />

im Wadi Sebou<br />

Fluss zerstört, was der USS<br />

Dallas die Einfahrt ermöglichte<br />

und in weiterer Folge den U.S.<br />

Rangern die Einnahme eines<br />

Flughafens.<br />

Am 7. Mai 1943 bekam LCDR<br />

Draper L. K<strong>auf</strong>fman den Auftrag,<br />

eine eigene Schule für diese<br />

Art von Aktivitäten ins Leben<br />

zu rufen. Am 6. Juni 1943<br />

gründete er das Naval Comb<strong>at</strong><br />

Demolition Unit Trainings-<br />

Zenrum in Ft. Pierce. Bis April<br />

1944 wurden 34 Naval Comb<strong>at</strong><br />

Demolition Units (NCDU) für<br />

die Oper<strong>at</strong>ion "OVERLORD",<br />

der Landung in der Normandie,<br />

nach England gebracht.<br />

Am 6. Juni 1944 konnten diese<br />

NCDUs 8 komplette und 2 teilweise<br />

Lücken in die deutsche<br />

Verteidigung sprengen. Es gab<br />

<strong>auf</strong> Seiten der NCDUs 31 getötet<br />

und 60 verwundete Sold<strong>at</strong>en,<br />

was einer Ausfallsr<strong>at</strong>e von 52%<br />

entspricht!<br />

Nach mehreren Einsätzen im<br />

Koreakrieg veranlasste schließlich<br />

im Jänner 1962 der damalige<br />

Präsident John F. Kennedy<br />

die endgültige Bildung der<br />

SEALs unter diesem Namen.<br />

Es wurden die Einheiten EINS<br />

und ZWEI gegründet, die auch<br />

sofort im Vietnam-Krieg eingesetzt<br />

wurden. Dort bildeten sie<br />

auch Vietnamesen in der speziellen<br />

Kriegsführung aus.<br />

In den nachfolgenden Jahrzehnten<br />

bis zu den heutigen<br />

Tagen wurden die SEALs u.a.<br />

bei folgenden Oper<strong>at</strong>ionen eingesetzt:<br />

Oper<strong>at</strong>ion URGENT FURY<br />

(Grenada 1983)<br />

Oper<strong>at</strong>ion EARNEST WILL<br />

(Persischer Golf 1987-1990)<br />

Oper<strong>at</strong>ion JUST CAUSE (Panama<br />

1989-1990)<br />

Oper<strong>at</strong>ion DESERT SHIELD/<br />

DESERT STORM (Mittlerer<br />

Osten/ Persischer Golf 1990-<br />

1991)<br />

Weitere Oper<strong>at</strong>ionen führten sie<br />

nach Somalia, Bosnien, Irak,<br />

Haiti und Liberia.<br />

[Leo Ochsenbauer]<br />

leo@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

REPORTAGE 23<br />

4INFOFACTS<br />

Basic Unterw<strong>at</strong>er Demolition/<br />

SEAL - BUD/S Training-Zeitplan:<br />

1. Belehrung (5 Wochen)<br />

2. Körperliche Konditionierung<br />

(8 Wochen)<br />

3. <strong>Tauchen</strong> (8 Wochen)<br />

4. Land-Kriegsführung<br />

(9 Wochen )<br />

5. Fallschirm-Training<br />

(3 Wochen)<br />

6. Technisches Training für<br />

Spezialeinsätze (2 Wochen)<br />

7. Medizinischer Sergeant<br />

(30 Wochen)<br />

8. Training on the Job im<br />

SEAL-Team (6-12 Mon<strong>at</strong>e)<br />

Nach Abschluss des BUD/S gibt<br />

es die weiterführende SEAL-Ausbildung<br />

(Dauer 6-12 Mon<strong>at</strong>e).<br />

Detail am Rande: nur rund 1/3<br />

der Anwärter schafft es, die gesamte<br />

Ausbildung des BUD/S zu<br />

absolvieren.<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


24<br />

KRAFTPAKET<br />

vertrauens<br />

SACHE<br />

Renault Laguna Grandtour 2.0 dCI<br />

Oberklasse zum Mittelklassepreis, das ist<br />

nur eines der Argumente, das man dem<br />

eleganten Franzosen zugute halten kann.<br />

Renault h<strong>at</strong> sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den<br />

Laguna unter den Top Drei seines Segments zu<br />

positionieren, besonders was Zuverlässigkeit und<br />

Kundenzufriedenheit betrifft. Um dieses Anliegen<br />

zu unterstreichen gibt’s drei Jahre oder 150.000 Kilometer<br />

Garantie, eine Leistung, die sowohl Händler<br />

als auch Fahrer hoffen nie in Anspruch nehmen<br />

zu müssen. Auf den ersten Blick wirkt der Laguna<br />

eleganter und schnittiger, von der Seite und hinten<br />

gefällt er mir fast besser als von vorne – aber das<br />

ist Geschmacksache. Innen profitieren Fahrer und<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

Passagiere von den acht Millimetern mehr Radstand<br />

und der erweiterten Kopf- und Kniefreiheit<br />

im Fond. Die Bedienfreundlichkeit des Vorgängers<br />

wurde beibehalten, die Verarbeitung und Eleganz<br />

der Fahrgastzelle aber weiter erhöht. So lässt<br />

es sich bequem und komfortabel Reisen, besonders<br />

im Grandtour, der mit einer Ladefläche von<br />

2,01 Meter Länge bei umgeklappten Fondsitzen<br />

<strong>auf</strong>wartet. Das Gepäckraumvolumen steigt dann<br />

von 5<strong>08</strong> Litern (bei Beladung bis zur Fensterunterkante)<br />

<strong>auf</strong> 1.593 Liter, wichtig für Menschen,<br />

die wie ich nie ohne ihr ganzes Sportequipment<br />

außer Haus gehen. Der Testwagen, das Sondermodell<br />

Dynamique Business kommt mit viel Seri-<br />

FOTOS: Renault<br />

enausst<strong>at</strong>tung die man zwar nicht immer braucht,<br />

an die man sich aber sehr schnell gewöhnt, sobald<br />

man sie h<strong>at</strong>. Der kraftvoll-kultivierte, rußgefilterte<br />

150-PS-Diesel ist durchzugsstark, leider aber erst<br />

ab über 2.000 Umdrehungen. Man sollte sich also<br />

nicht mit einem Mini <strong>auf</strong> ein Beschleunigungsrennen<br />

einlassen, was sich in einem Laguna sowieso<br />

nicht geziemt. Beim Anhalten ist man dafür sicher<br />

im Vorteil, denn dank dem „Prefill“-System baut<br />

sich der volle Druck für eine Notbremsung schon<br />

<strong>auf</strong>, wenn der Fuß plötzlich vom Gaspedal geht.<br />

Eines von vielen passiven Sicherheitsmerkmalen<br />

im Laguna. Die Umwelt liegt Renault scheints am<br />

Herzen, so verbraucht der Laguna Grandtour überland<br />

nur 6,1 Liter/100km und stößt lediglich 160<br />

Gramm CO2 pro Kilometer aus - Der kleinerer<br />

Bruder mit nur 110 PS untertrifft diese Werte, und<br />

wurde mit dem Prädik<strong>at</strong> „eco2” ausgezeichnet.<br />

Darüber hinaus sind alle Modelle zu 95% recyclebar.<br />

Sicherheit <strong>auf</strong> höchstem Niveau. In Punkto<br />

Sicherheit h<strong>at</strong> der Laguna viel zu bieten. Bereits<br />

2001 war er das erste Automobil der Welt, das die<br />

Höchstwertung von fünf Sternen im Euro NCAP-<br />

Crashtest erreichte. Der Nachfolger verfügt nun<br />

4INFOFACTS<br />

Renault Laguna Gradtour 2.0 dCi<br />

Ausst<strong>at</strong>tungsvariante Dynamique Business<br />

Motortyp: Reihenvierzylinder<br />

Leistung: 110 kW/150 PS<br />

Hubraum: 1.995 ccm<br />

Getriebe: 6 Gang<br />

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h<br />

Länge/Breite/Höhe: 4801/ 1811/ 1445<br />

max. Drehmoment/Drehzahl : 340 /2.000<br />

Verbrauch (kombiniert) nach MVEG Norm:<br />

6,1 Liter (Diesel)<br />

zulässige Anhängelast un-/gebremst: 660/1500 kg<br />

zul. Gesamtgewicht: 2.051 kg<br />

Kofferraumvolumen: min. 5<strong>08</strong> l, max. 1.593 l<br />

Preis des Testwagens: ab € 24.754,www.renault.<strong>at</strong><br />

KRAFTPAKET 25<br />

über eine weiter optimierte Sicherheitsausst<strong>at</strong>tung<br />

unter anderem mit Kopfstützen mit spezieller<br />

Aufpralldämpfung, die vor den Folgen eines<br />

Heck<strong>auf</strong>pralls schützen. Serienmäßig blasen sich<br />

im Fall der Fälle sechs Airbags <strong>auf</strong>. Diese entfalten<br />

sich schneller und passen sich optimal an<br />

die St<strong>at</strong>ur von Fahrer und Beifahrer an. Zum Serienumfang<br />

gehören ferner vorhangartige Windowairbags,<br />

welche die Köpfe der außen sitzenden<br />

Passagiere in beiden Sitzreihen schützen. Darüber<br />

hinaus verfügen Fahrer- und Beifahrersitz über<br />

unsichtbar unter den Sitzflächen integrierte Anti-<br />

Submarining-Stützen, kombiniert mit serienmäßigen<br />

doppelten Gurtstraffern.<br />

Wenn sich die Qualitätsanspruche bewahrheiten<br />

ist der Laguna eine Überlegung wert, besonders<br />

beim Blick <strong>auf</strong> die Preisliste.<br />

[Marcus Hantschel]<br />

marcus@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


26<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

GEZAPPED<br />

JAMES BOND<br />

die ULTIMATIVE kollektion<br />

DAS STÜRMISCHE PARADIES<br />

Rechtzeitig zum Kinostart<br />

des neuesten Abenteuers<br />

des wohl bekanntesten<br />

Doppel-Null-Agenten der Welt<br />

bringt MGM Home Entertainment<br />

die Kollektion aller<br />

bisherigen James Bond-Filme<br />

in einer Samm-lerbox <strong>auf</strong> den<br />

Markt. „Ein Quantum Trost“,<br />

der neueste 007-Streifen ist<br />

selbstverständlich noch nicht<br />

enthalten, jedoch bereits der<br />

Vorgänger „Casino Royale“, bei<br />

dem der jetzige Bond Daniel<br />

Craig seinen Einstieg ins Agentenbusiness<br />

feierte. Warum wir<br />

Ihnen das alles in einem Was-<br />

sersportmagazin vorstel-len?<br />

Nunja, immerhin spielt ein<br />

Großteil der James Bond-Filme<br />

auch unter Wasser bzw. h<strong>at</strong><br />

<strong>auf</strong>regende Bootsverfolgungsjagden<br />

und last but not least heiße<br />

Bikinischönheiten zu bieten.<br />

In diesem Sinne also alles, was<br />

einen guten Wassersportactioner<br />

ausmachen sollte. Die in der<br />

Box enthaltenen Bondfilme <strong>auf</strong><br />

42 Discs wurden allesamt komplett<br />

überarbeitet, sorgfältigst<br />

restauriert und überzeugen mit<br />

kristallklarem Bild, DTS 5.1<br />

Sound und vielen Extras. Enthalten<br />

sind folgende Filme:<br />

„Jagt Dr. No“<br />

Produktionsjahr: 1962<br />

Regie: Terence Young<br />

Darsteller: Sean Connery,<br />

Ursula Andress, Bernard Lee;<br />

„Liebesgrüße aus Moskau“<br />

Produktionsjahr: 1963<br />

Regie: Terence Young<br />

Darsteller: Sean Connery,<br />

Daniela Banchi, Lotte Lenya;<br />

„Goldfinger“<br />

Produktionsjahr: 1964<br />

Regie: Guy Hamilton<br />

Darsteller: Sean Connery,<br />

Honor Blackman, Gert Fröbe;<br />

FOTOS: MGM<br />

„Feuerball“<br />

Produktionsjahr: 1965<br />

Regie: Terence Young<br />

Darsteller: Sean Connery,<br />

Claudine Auger, Adolfo Celi;<br />

„Man lebt nur zweimal“<br />

Produktionsjahr: 1967<br />

Regie: Lewis Gilbert<br />

Darsteller: Sean Connery,<br />

Karin Dor, Mie Hama;<br />

„Im Geheimdienst Ihrer<br />

Majestät“<br />

Produktionsjahr: 1969<br />

Regie: Peter Hunt<br />

Darsteller: George Lazenby,<br />

Bernard Lee, Gabriele Ferzetti;<br />

„Diamantenfieber“<br />

Produktionsjahr: 1971<br />

Regie: Guy Hamilton<br />

Darsteller: Sean Connery,<br />

Bruce Cabot, Jimmy Dean;<br />

„Leben und Sterben lassen“<br />

Produktionsjahr: 1973<br />

Regie: Guy Hamilton<br />

Darsteller: Roger Moore,<br />

Julius Harris, Clifton James;<br />

„Der Mann mit dem<br />

goldenen Colt“<br />

Produktionsjahr: 1974<br />

Regie: Guy Hamilton<br />

4INFOFACTS<br />

Vertrieb: MGM Home Entertainment GmbH<br />

Genre: Abenteuer, Action<br />

L<strong>auf</strong>zeit: ca. 2.403 Min.<br />

Sprachen: Deutsch + Englisch<br />

Tonform<strong>at</strong>: Dolby Digital 5.1<br />

Bildform<strong>at</strong>: 16:9 Widescreen<br />

FSK: ab 16 Jahren<br />

Bestellnummer: EAN 4045167007093<br />

Preis: ab € 169,95<br />

Darsteller: Roger Moore,<br />

Maud Adams, Christopher Lee;<br />

„Der Spion der mich liebte“<br />

Produktionsjahr: 1977<br />

Regie: Lewis Gilbert<br />

Darsteller: Roger Moore,<br />

Curd Jürgens, Caroline Munro;<br />

„Moonraker“<br />

Produktionsjahr: 1979<br />

Regie: Lewis Gilbert<br />

Darsteller: Roger Moore,<br />

Lois Chiles, Corinne Clery;<br />

„In tödlicher Mission“<br />

Produktionsjahr: 1981<br />

Regie: John Glen, Peter Hunt<br />

Darsteller: Roger Moore,<br />

Julian Glover, Gabriele Ferzetti;<br />

„Octopussy“<br />

Produktionsjahr: 1983<br />

Regie: John Glen<br />

Darsteller: Roger Moore,<br />

Kabir Bedi, Steven Berkoff;<br />

„Im Angesicht des Todes“<br />

Produktionsjahr: 1985<br />

Regie: John Glen<br />

Darsteller: Roger Moore, Tanya<br />

Roberts, Christopher Walken;<br />

„Der Hauch des Todes“<br />

Produktionsjahr: 1987<br />

GEZAPPED 27<br />

Regie: John Glen<br />

Darsteller: Timothy Dalton,<br />

Art Malik, Joe Don Baker;<br />

„Lizenz zum Töten“<br />

Produktionsjahr: 1989<br />

Regie: John Glen<br />

Darsteller: Timothy Dalton,<br />

Robert Davi, Carey Lowell;<br />

„Goldeneye“<br />

Produktionsjahr: 1995<br />

Regie: Martin Campbell<br />

Darsteller: Pierce Brosnan,<br />

Sean Bean, Judi Dench;<br />

„Der Morgen stirbt nie“<br />

Produktionsjahr: 1997<br />

Regie: Roger Spottiswoode<br />

Darsteller: Pierce Brosnan,<br />

Götz Otto, Michelle Yeoh;<br />

„Die Welt ist nicht genug“<br />

Produktionsjahr: 1999<br />

Regie: Michael Apted<br />

Darsteller: Pierce Brosnan,<br />

Denise Richards, Sophie<br />

Marceau;<br />

„Stirb an einem anderen Tag“<br />

Produktionsjahr: 2002<br />

Regie: Lee Tamahori<br />

Darsteller: Pierce Brosnan,<br />

Halle Berry, Toby Stephens;<br />

„Casino Royal“<br />

Produktionsjahr: 2006<br />

Regie: Martin Campbell<br />

Darsteller: Daniel Craig,<br />

Judi Dench, Eva Green, Mads<br />

Mikkelsen, Jeffrey Wright;<br />

[Leo Ochsenbauer]<br />

leo@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


28<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

COVERSTORY<br />

im land der<br />

PHARAONEN<br />

AUF TAUCHGANG IN ÄGYPTEN<br />

Denkt man an Hochkulturen, fällt einem<br />

zuerst mal Ägypten ein. Doch neben all<br />

den unzähligen historischen Sehenswürdigkeiten<br />

h<strong>at</strong> das Land der Pharaonen vor<br />

allem das Rote Meer zu bieten – und damit, neben<br />

den Malediven, sicher eines der schönsten<br />

Tauchreviere weltweit. Im Gegens<strong>at</strong>z zum Inselsta<strong>at</strong><br />

im Indischen Ozean punktet Ägypten<br />

jedoch mit der extrem kurzen Flugzeit von nur<br />

rund vier Stunden.<br />

FOTO: Gardel Betrand/hemis.fr<br />

Foto oben: Wie kein anderes Land bietet Ägypten kulturelle Highlights abseits der UW-Welt.<br />

Um unseren Artikel gleich vorweg mit den neg<strong>at</strong>iven<br />

Fakten zu beginnen: bedingt durch diese<br />

kurze Flugzeit sind die bekannten Urlaubsorte und<br />

Tauchspots wie etwa Hurghada, El Gouna, Safaga<br />

und Sharm El Sheikh während der Hochsaison auch<br />

rettungslos überl<strong>auf</strong>en. Dennoch zählt das Touristenzentrum<br />

Hurghada nach wie vor zu den beliebtesten<br />

Tauchurlaubszielen, was vor allem auch<br />

an den vielfältigen Ausflugszielen vor Ort und der<br />

Unmenge an Tauchspots in nächster Nähe liegt.<br />

COVERSTORY 29<br />

Eigentlich ist der Küstenort Hurghada ja ein reiner<br />

Touristenort, künstlich entstanden aus einem<br />

kleinen Fischerdorf. Alles, was in oder <strong>auf</strong> dem<br />

Wasser st<strong>at</strong>tfindet, ist hier möglich: Windsurfen,<br />

Segeln, Hochseefischen und vor allem Schnorcheln<br />

und <strong>Tauchen</strong>. Zur Abendgestaltung findet<br />

man für jeden Geschmack das richtige Lokal, auch<br />

nicht tauchende Familienmitglieder kommen hier<br />

sicherlich <strong>auf</strong> ihre Kosten. Hauptanziehungspunkt<br />

jeder Aktivität ist n<strong>at</strong>ürlich das Rote Meer, das als<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


30<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

COVERSTORY<br />

eines der schönsten Tauchgebiete weltweit gilt.<br />

Im Gegens<strong>at</strong>z zu vielen anderen Gebieten sind in<br />

Ägypten die Korallenriffs noch wunderbar erhalten<br />

(abgesehen von einigen Zerstörungen durch<br />

unachtsame Taucher), jedoch sind Sichtungen von<br />

Großfischen nur selten und auch dann nur an bestimmten<br />

Plätzen der Fall – von Delfinen einmal<br />

abgesehen, aber dazu etwas später mehr.<br />

Urlaub <strong>auf</strong> dem Safariboot. Taucher die Urlaub<br />

<strong>auf</strong> einem Safariboot machen, haben noch<br />

eher die Chance, Großfische zu sehen. Durch die<br />

extreme Übertauchung bei den klassischen Tagesausflugsriffs<br />

von Hurghada (stellenweise bis zu<br />

20 Tauchboote <strong>auf</strong> einem Riff) können fest st<strong>at</strong>ionierte<br />

Taucher leider davon nur träumen. Eine sehr<br />

interessante Variante eines Tauchbootes konnten<br />

wir mit der Dolphin Dancer der SWDF Tauchbasis<br />

in Hurghada erleben. Hier ist der Name der<br />

Basis Programm: Spritual World Diving Federa-<br />

Foto links oben: Ras Mohamed am Sinai ist eines der Tauchhighlights<br />

Foto links unten: Begegnungen mit Delfinen bleiben wohl unvergesslich<br />

Foto oben: Die Dolphin Dancer der SWDF bietet Delfinbegegnungen pur<br />

tion – zu deutsch also die Tauchvereinigung der<br />

spirituellen Welt. Was man sich darunter vorstellen<br />

kann? Einerseits Delfinbegegnungen en masse,<br />

und andererseits die Möglichkeit, sogenannte<br />

Selbstfindungsseminare zu buchen. Wie drückte<br />

es der Tauchbasenleiter Micha doch so schön aus?<br />

„Wir wollen dem Taucher klar machen, wie sich<br />

die ersten Fische fühlten, die den Weg <strong>auf</strong>s Land<br />

schafften. Also kriechen wir langsam aus dem<br />

Wasser, robben uns vorwärts und lassen uns „Füße<br />

wachsen“, lernen also langsam den Übergang von<br />

Wasser zu Land.“ Dass Micha nebenbei der begeistertste<br />

Delfinguide ist, den wir je erleben durften<br />

und wirklich nicht zuviel verspricht, wenn er<br />

Delfine „so viel wir wollen“ zusichert, können wir<br />

nur bestätigen.<br />

Aber auch bei „normalen“ Safaribooten sind Blaupunktrochen,<br />

Kugelfische, Igelfische, Rotfeuerfische,<br />

Napoleons, Drückerfische, Krokodilfische<br />

FOTOS: Leo Ochsenbauer, Jeaninne Schiller, Arnaud Chicurel/hemis.fr<br />

FOTOS: Leo Ochsenbauer (2), Walter Moraru (1)<br />

Foto oben: Die Chrisoula K. vor Abu Nuhas ist immer einen Tauchgang wert<br />

Foto rechts oben: Das Rote Meer ist ein Mekka für Unterwasserfotografen<br />

Foto rechts unten: Die SS Thistlegorm ist wohl das schönste Wrack<br />

u.v.m. an der Tagesordnung. Von den Longimanus<br />

Haien im Süden des Roten Meeres, Gegend<br />

der Brothers Islands, wollen wir mal gar nicht<br />

sprechen. Diese treten alljährlich im Sommer in<br />

Schwärmen <strong>auf</strong> und sorgen dementsprechend<br />

auch für ein hohes Verkehrs<strong>auf</strong>kommen an diesem<br />

– ansonsten eher unberührtem – Tauchpl<strong>at</strong>z.<br />

Paradies für Wracktaucher. Auch Wracktaucher<br />

kommen in Ägypten voll <strong>auf</strong> ihre Kosten,<br />

wobei Hurghada nicht unbedingt der ideale Ausgangspunkt<br />

für Wracktouren ist, da die nächsten<br />

Wracks einige Stunden Fahrzeit entfernt sind. Direkt<br />

vor der Küste von Hurghada gibt es dennoch<br />

zwei Wracks, die <strong>auf</strong> alle Fälle auch einen kleinen<br />

Ausflug lohnen.<br />

Wrack „El Mina“: Das Wrack der Mina, einem<br />

ehemaligen Minensucher, liegt direkt im Hafen<br />

von Hurghada zwischen 18 und 30 Meter Tiefe.<br />

COVERSTORY 31<br />

Die Mina wurde 1970 durch die israelische Luftwaffe<br />

versenkt.<br />

Wrack „Excalibur“: Das Wrack der Excalibur<br />

liegt nahe dem Hafen von Hurghada vor Sekala in<br />

einer Tiefe von rund 20 Meter. Das Schiff ist ein<br />

Zweimaster und war früher ein Safariboot. Es sank<br />

im Februar 1996. Es ist nicht sehr groß, bietet aber<br />

Fotografen ein ansehnliches Unterwassermotiv.<br />

Die schönsten Wracks der Gegend liegen jedoch<br />

im Gebiet zwischen Shab Ali und dem berüchtigten<br />

Shab Abu Nuhas, an dem man gleich an vier Wracks,<br />

die dicht neben einander liegen, tauchen kann:<br />

Carn<strong>at</strong>ic: Weinfrachter, gebaut 1862, gesunken<br />

14.09.1869 nach Aufl<strong>auf</strong>en <strong>auf</strong> ein Riff, Länge<br />

89m, Tiefe 18m - 26m<br />

Chrisoula K.: Fliesenfrachter, frühere Schiffs-<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


32<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

COVERSTORY<br />

namen: Dora Oldendorff, gebaut 1954, gesunken 30.<strong>08</strong>.1981 nach<br />

Aufl<strong>auf</strong>en <strong>auf</strong> ein Riff, Länge 101m, Tiefe 5m - 25m<br />

Giannis D.: Holzfrachter, frühere Schiffsnamen: Shoyo Maru und<br />

Marcos, untergegangen 19.04.1983 nach Aufl<strong>auf</strong>en <strong>auf</strong> ein Riff,<br />

Länge 100m, Tiefe 7m - 27m<br />

Kimon M.: Linsenfrachter, gebaut 1936, gesunken 12.12.1978<br />

nach Aufl<strong>auf</strong>en <strong>auf</strong> ein Riff, Länge 106m, Tiefe 10m - 29m<br />

SS Thistlegorm: Das wohl berühmteste Wrack des Roten Meers<br />

ist aber die „SS Thistlegorm“, die an der Südspitze der Sinai Halbinsel<br />

ihre letzte Ruhestätte gefunden h<strong>at</strong>. Es handelt sich dabei um ein<br />

britisches Frachtschiff, das Versorgungstransporte zu den gegen Feldmarschall<br />

Rommel kämpfenden britischen Truppen durchführte. Ein<br />

Fliegerangriff beschied dem stolzen Schiff das frühe Ende. Bei dem<br />

Angriff kamen 9 Mann der 49-köpfigen Bes<strong>at</strong>zung ums Leben, der<br />

Rest der Mannschaft konnte überleben. Das Wrack liegt heute eben<br />

<strong>auf</strong> dem Grund zwischen 16 und 31 Meter Tiefe. Das abgesprengte<br />

Heck liegt in einem Winkel von rund 45 Grad direkt hinter dem übrigen<br />

Schiffskörper. Der Bug der Thistlegorm ist noch gut erhalten,<br />

erst hinter der Brücke beginnt eine Zone der Zerstörung. Im mittleren<br />

Teil des Wracks lohnt sich ein Abstieg in die Laderäume, hier sind die<br />

berühmten LKW, Motorräder und Flugzeugteile anzutreffen. Leider<br />

haben im L<strong>auf</strong> der Jahre bereits sehr viele Taucher „Souvenirs“ mitgehen<br />

lassen, bei den meisten Motorrädern fehlen bereits die Lenkstangen,<br />

Scheinwerfer wurden abmontiert, Stiefel sind über das ganze<br />

Schiff verstreut - alles Dinge, an denen nicht der einstmalige Angriff,<br />

sondern die Obsession diverser Taucher Schuld h<strong>at</strong>. Die Sicht am<br />

Wrack kann sehr unterschiedlich sein, die vorherrschende Strömung<br />

ändert ständig. Bedingt durch die lange Anreise von Hurghada (4,5<br />

Stunden) bzw. von Sharm El Sheik (2,5 Stunden) werden Ausflüge nur<br />

bei gutem Wetter organisiert. Sollte eine Ausfahrt angeboten werden,<br />

r<strong>at</strong>en wir unbedingt zuzuschlagen - eine Woche später kann das Wetter<br />

<strong>auf</strong> offener See schon komplett anders ausschauen.<br />

[Leo Ochsenbauer]<br />

leo@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

4KURZINFOcts<br />

Tiefenlimit 30 Meter<br />

Seit dem Jahr 2000 gilt in Ägypten<br />

das Sporttaucher-Tiefenlimit von<br />

30 Meter. Dieses wird von manchen<br />

Tauchbasen rigoros, von anderen<br />

wieder eher lässig kontrolliert.<br />

Fakt ist, dass diese Grenze mit<br />

offizieller Genehmigung seitens der<br />

ägyptischen Regierung durch die örtliche<br />

Sporttauchvereinigung „Egyptian<br />

Underw<strong>at</strong>er Sport Fed“ erlassen<br />

wurde und im gesamten ägyptischen<br />

Roten Meer gelten soll. Zudem gibt<br />

es auch noch weitere „Vorschriften“,<br />

www.swdf.com<br />

www.euro-divers.com<br />

www.james-mac.com<br />

www.bluew<strong>at</strong>erdivers.com<br />

wie etwa eine Tauchzeitbegrenzung<br />

<strong>auf</strong> einen Restdruck von 30-50 bar<br />

und ein generelles Handschuhverbot<br />

(aus Umweltschutzgründen). Ob<br />

sinnvoll oder nicht, T<strong>at</strong>sache ist, dass<br />

es diese Regelung gibt, sie jedoch kein<br />

Gesetz ist.<br />

FOTOS: Jeannine Schiller<br />

ÄGYPTEN<br />

MICHAEL<br />

GOLDSCHMIDT das<br />

DIVING WITH FRIENDS<br />

FASHIONLINE COVERSTORY 33 31<br />

Tauchsportmagazin exklusiv im Internet<br />

www.unterwasserwelt.de<br />

Ich komme gerade von den Malediven zurück.<br />

Themaverfehlung? Ich soll doch was über<br />

macht die Malediven zum entspannten Reiseziel:<br />

Russische Gäste muss man mit der Lupe suchen,<br />

Ägypten schreiben. Nein, keinesfalls, denn es sollte man sie denn wirklich vermissen. Denn<br />

gibt durchaus ähnliche Hintergründe. Beide Län- hier leidet Ägypten unter einer biblischen Plage<br />

der zählen zu den absolut <strong>auf</strong> den Islam begrün- – zu kurzsichtig wurde eine Kundschaft umwordeten<br />

Sta<strong>at</strong>en. Doch es gibt Unterschiede. Wähben, deren Kinderstube und Sozialverhalten mit<br />

rend im Fastenmon<strong>at</strong> Ramadan in Ägypten das westlichen Grundwerten nicht vereinbar ist. Und<br />

Leben für Touristen keine spürbare Veränderung doch, ich mag Ägypten, weil ich nach mindestens<br />

erfährt, kann <strong>auf</strong> den Malediven alles noch ein 25 Aufenthalten dort, die auch hinter die Kulissen<br />

Stück langsamer abl<strong>auf</strong>en. Die Malediver sind des polierten Touristenspektakels führten, inte-<br />

– noch – zurückhaltend, in Ägypten tobt manressante Kontakte knüpfen konnte. Es sind letztcherorts<br />

der Krieg um ein Trinkgeld, was sich am lich vier Flugstunden bis zum Tauchgang im tro-<br />

deutlichsten <strong>auf</strong> dem Flughafen von Hurghada pischen Meer, reist man von Wien oder Salzburg<br />

zeigt. Fünf Paar Hände grapschen nach einem mit dem Auto ans Meer, ist man deutlich länger<br />

Koffer, bewegen ihn unter Protest des Eigners ei- unterwegs um in die vergleichsweise mittelmee-<br />

ED_NZ_egypt_167x117,5 nen halben Meter 30.10.20<strong>08</strong> und erwarten eindringlich 10:57 Uhr for- Seite rische 1 Leere abzutauchen.<br />

dernd eine fürstliche Entlohnung. Und noch eins<br />

[Michael Goldschmidt]<br />

Euro-Divers Egypt:<br />

Club Med El Gouna<br />

Grand Resort – Hurghada<br />

Hilton Resort-Hurghada<br />

www.euro-divers.com<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


34<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

KOMBÜSE<br />

Rote<br />

Linsen-<br />

suppe<br />

Zut<strong>at</strong>en<br />

300 g rote Linsen<br />

250 g frische Tom<strong>at</strong>en<br />

2 EL Öl<br />

2 Zwiebeln<br />

3 Knoblauchzehen<br />

1 Bund Frühlingszwiebeln<br />

Salz und Pfeffer<br />

Kümmel, gemahlen<br />

1,25 Liter Brühe<br />

1 Wurst (Cabanossi)<br />

1 Zitrone<br />

gehackte Petersilie<br />

Zubereitungsdauer:<br />

30 Minuten<br />

Zubereitung:<br />

»so kocht ÄGYPTEN«<br />

Die Linsen gründlich waschen und in 500 ml<br />

Brühe rund zehn Minuten lang kochen. Tom<strong>at</strong>en<br />

häuten, vierteln, dazugeben und 20 Minuten<br />

kochen lassen. Gleichzeitig das Öl erhitzen und<br />

darin gewürfelte Zwiebeln, gepresste Knoblauchzehen<br />

und in Röllchen geschnittene Frühlingszwiebeln<br />

glasig dünsten. Alles zu den Linsen<br />

geben, mit Salz, Pfeffer und Kümmelpulver<br />

abschmecken, noch ca. 20 Minuten kochen<br />

lassen. Danach mit restlicher Brühe <strong>auf</strong>füllen.<br />

Wurst in Scheiben schneiden und in der Suppe<br />

erhitzen. Zitronensaft und gehackte Petersilie<br />

zufügen und nochmals mit Salz und Pfeffer<br />

abschmecken. Zum Garnieren geviertelte Zitronenscheiben<br />

in den Teller geben.<br />

FOTOS: Dreamstime<br />

Zut<strong>at</strong>en<br />

Zubereitung:<br />

750 g Rindfleisch<br />

Die Kichererbsen ca. 12 Stunden in Wasser ein-<br />

750 ml Rinderbrühe weichen. Das Fleisch in mundgerechte Stücke<br />

350 g Bulgur (Weizengrütze) schneiden und die Zwiebeln fein hacken. Etwas<br />

150 g Kichererbsen Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln<br />

3 Zwiebeln<br />

darin glasig dünsten. Die Hitze verstärken, Kur-<br />

1 Limette<br />

kuma, Kreuzkümmel, Koriander und das Toma-<br />

2 EL Tom<strong>at</strong>enmark tenmark hinzufügen und rösten lassen. Nun das<br />

1 TL Kurkuma<br />

Fleisch hinzufügen, in der Würzmischung wen-<br />

1 TL Koriander<br />

den und scharf anbr<strong>at</strong>en. Anschließend mit 1/3<br />

1 TL Kreuzkümmel der Fleischbrühe ablöschen, salzen, pfeffern, die<br />

Salz und Pfeffer<br />

abgetropften Kichererbsen hinzufügen und <strong>auf</strong><br />

Mandeln oder Pinienkerne kleiner Stufe bei geschlossenem Deckel köcheln<br />

Öl<br />

lassen, bis das Fleisch weich ist. Die Limette<br />

auspressen und den Saft zum Fleisch geben.<br />

Zubereitungsdauer: Den Bulgur waschen und ebenfalls hinzufügen.<br />

30 Minuten<br />

Nun mit der restlichen Fleischbrühe <strong>auf</strong>gießen,<br />

den Deckel schließen und den Bulgur ca. 20 Minuten<br />

<strong>auf</strong> kleinster Flamme quellen lassen.<br />

KOMBÜSE 35<br />

Arabischer<br />

Bulgur -<br />

Pilaw<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


36<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

COVERSTORY<br />

BELIZE<br />

NO PRESSURE, NO PROBLEM<br />

FOTO: Bernd Bartosek<br />

Foto oben: Türkises bis tiefblaues kristallklares Wasser umschmeichelt menschenleere Strände<br />

G<br />

ehen wir davon aus, dass Sie gerade in Erwartung<br />

des bevorstehenden Winters aus<br />

dem Fenster Ihrer Wohnung – oder sollte<br />

Ihr Chef gerade nicht da sein – etwas sinnentleert<br />

aus dem Fenster Ihres Arbeitsraumes in die wahrscheinliche<br />

Realität unser alpenländischen Lebensumgebung<br />

blicken – sehnsüchtig wahrscheinlich.<br />

Sehnsüchtig nach türkisem bis tiefblauem kristallklarem<br />

Wasser, nach einer leichten Brise die nach<br />

der Weite des Meeres riecht und sanft in die Segel<br />

über Ihnen und über Ihren vom <strong>Tauchen</strong> und eini-<br />

COVERSTORY 37<br />

gen Rummischgetränken benommenen Geist und<br />

Körper streicht. Am Boot neben Ihnen, das einzige<br />

in Sichtweite und auch nur wegen der Gesellschaft<br />

bewusst als Nachbar im Paradies gewählt,<br />

spielt man Reggae und taucht nach Muscheln oder<br />

fischt, beides fürs Abendessen.<br />

Unter Ihnen tummeln sich in wenigen Metern<br />

Tiefe Mantas, Haie und die exotischten Meeresbewohner.<br />

Vielleicht sollten Sie dann an einem<br />

Ort anlegen, wo Sie im Hafen mit einem allge-<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


38<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

COVERSTORY<br />

genwärtigem „Aaaright!“ begrüßt werden und<br />

gastfreundliche Nachkommen der von Europäern<br />

fast ausgerotteten ersten Hochkultur unser Spezies<br />

nicht nur ein kaltes Bier, sondern auch einen<br />

Hummerschwanz erwarten dürfen – an einem Hafen<br />

am Rand der Karibik, in Belize.<br />

Belize - Mothers best kept secret. Belize<br />

ist mittlerweile als Reiseziel bekannter geworden.<br />

Trotzdem ist es noch nicht touristisch voll<br />

erschlossen und die Reise in dieses mittelamerikanische<br />

Land <strong>auf</strong> der von Kulturstätten übersäten<br />

Halbinsel Yuc<strong>at</strong>an erweist sich von Österreich aus<br />

als mittlere Expedition mit zumindest zwei bis<br />

drei Zwischenlandungen, was leicht zu 20 Stunden<br />

Reisezeit führen kann und die Mitnahme von<br />

eigenem Sportequipment nicht vereinfacht. Aber<br />

erstens: der intern<strong>at</strong>ionale Flughafen wird gerade<br />

für Direktflüge ausgebaut und zweitens: diese Reise<br />

lohnt sich! Es gibt kaum ein Urlaubsland <strong>auf</strong><br />

dieser Erde, dass <strong>auf</strong> so kleinem Raum so vielfäl-<br />

Foto links oben: Aus der Luft ist die Schönheit von Belize bereits zu erkennen<br />

Foto links unten: Ein optimaler Zugang zu Belize ist vom Wasser aus<br />

Foto oben: Direkt vor der Haustür liegt das zweitgrößte Barriere Riff der Welt<br />

tige Aktivitäten ermöglicht. Es ist speziell die weitestgehend<br />

unberührte N<strong>at</strong>ur, welche einen Mitteleuropäer<br />

mit Ihrem Artenreichtum und unbändiger<br />

Kraft überwältigt und vom ersten bis zum letzten<br />

Tag in den Bann zieht. Belize und seine Einwohner<br />

können sich dabei von den unterschiedlichsten<br />

Seiten zeigen: Klischeehaft karibisch, bergig und<br />

schroff, wilder Dschungel, hunderte Meter hohe<br />

Wasserfälle mit N<strong>at</strong>urbecken für den Wassersport,<br />

Höhlen und Flusstäler, unzählige Kulturstätten<br />

der Mayas – menschenverlassen oder rauschendes<br />

Fest. Für jeden ist etwas dabei und jeder wird seine<br />

Interessen unterschiedlich ausleben wollen,<br />

deshalb wird auch dieser Bericht nur einen kleinen<br />

Einblick in Faszin<strong>at</strong>ion einer Reise in dieses Land<br />

geben können.<br />

Für die optimale Erkundung des Landes empfiehlt<br />

sich die Be<strong>auf</strong>tragung eines guten, lokalen Touroper<strong>at</strong>ors.<br />

Dies sind meist kleine Unternehmen mit<br />

ein, zwei eigenen Bussen und Kontakten zu den<br />

FOTOS: Bernd Bartosek<br />

FOTOS: Bernd Bartosek<br />

Foto rechts oben: Die Mayakulturstätten: Lamanai, Altun Ha und Sunantunich<br />

Foto rechts unten: Scheißen Sie sich nicht in die Hose wenn plötzlich vor Ihnen<br />

ein Alig<strong>at</strong>or <strong>auf</strong>taucht!<br />

touristisch interessanten Plätzen, Dienstleistern<br />

und Unterkünften.<br />

Empfehlen können wir www.sltravelbelize.com,<br />

ein Familienunternehmen, das schon über 30 Jahre<br />

am Markt ist. Transport ist in diesem Zusammenhang<br />

ein wichtiges Stichwort: In Reiseführern<br />

wird Belize gerne auch als die Schweiz Mittelamerikas<br />

bezeichnet, trotzdem ist die Infrastruktur<br />

des Landes in vielen Bereichen <strong>auf</strong> dem Niveau<br />

eines Schwellenlandes. Es gibt zwar ein öffentliches<br />

Bussystem, das weite Teile des Landes<br />

miteinander verbindet, für eine effektive Fortbewegung<br />

empfiehlt sich aber die organisierte Fahrt<br />

im Kleinbus oder noch besser über den schlechten<br />

Schotterstraßen hinweg per Kleinflugzeug.<br />

Ein weiterer optimaler Zugang ist n<strong>at</strong>ürlich vom<br />

Wasser aus – sowohl zu den Kultstätten am Fluss,<br />

als auch zu den schönsten Inseln des Landes im<br />

karibischen Meer. Einige Tauchbootbetreiber und<br />

COVERSTORY 39<br />

Yachtcharterfirmen bieten in Belize ihre durchwegs<br />

qualit<strong>at</strong>iven Dienste an. Der Marktführer MOO-<br />

RINGS h<strong>at</strong> eine besonders gut ausgest<strong>at</strong>tete Base<br />

mit Segelschiffen jeder Größe in Placencia und<br />

bietet das unvergessliche Erlebnis des karibischen<br />

Meeres quasi vor der Haustüre an. Ein großer Teil<br />

dieser Erlebniswelt befindet sich dabei unter Wasser:<br />

einige der Top Tauchspots dieser Welt finden<br />

sich in Belize: Das zweitgrößte Barriere Riff der<br />

Welt, das legendäre Blue Hole, Half Moon Caye;<br />

Manta Ray Alley, und und und… Mit viel Glück<br />

begegnen Sie zu bestimmten Zeiten im Jahr sogar<br />

einem Walhai. Kommentar des Tauchführers:<br />

„Scheißen Sie sich nicht in den Anzug, wenn ein<br />

Haischädel in der Größe eines Autos aus der Tiefe<br />

plötzlich vor Ihnen <strong>auf</strong>taucht!“ Überhaupt ist der<br />

Zugang zur Unterwasserwelt hier direkter als an<br />

den meisten anderen Tauchspots. Ammenhaie die<br />

mit Muränen, Rochen und den Tauchern spielen,<br />

riesige Hummer, blitzschnelle Barrakudas und<br />

freundliche Zitronenhaie, die am Abend Ihr Toa-<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


40<br />

COVERSTORY<br />

stbrot vom Bootsrand fressen.<br />

Das alles bekommen Sie in Belize.<br />

Nicht umsonst war Jacques<br />

Cousteau jahrelang mit seinem<br />

Forschungsschiff in dieser Gegend<br />

unterwegs und bezeichnete<br />

Belize als eines der vier<br />

ultim<strong>at</strong>iven Tauchgebiete des<br />

blauen Planeten. Optimaler Ausgangspunkt<br />

für Tauchsportaktivitäten<br />

ist San Pedro <strong>auf</strong> der<br />

Insel Ambergris Caye, wo wir<br />

Ramons Village als Unterkunft<br />

empfehlen.<br />

<strong>Tauchen</strong> und Segeln sind dabei<br />

nicht die einzigen Wassersportmöglichkeiten<br />

in Belize: Kanyoning,<br />

Kajaking, Flussfahrten<br />

mit dem Floß, Surfen, Speedbootfahren<br />

und vieles mehr.<br />

Beim Thema Speedboote können<br />

wir auch gleich eine der<br />

wenigen neg<strong>at</strong>iven Seiten dieses<br />

Landes beleuchten: Drogenhandel<br />

und Drogenkonsum. Belize<br />

liegt geografisch längs einer beliebten<br />

Kokainschmuggelroute<br />

Richtung USA. Dies führt zu einer<br />

günstigen Versorgungslage<br />

mit der Droge einerseits und de-<br />

ren Schmuggelbooten andererseits,<br />

denn bevor die Schmuggler<br />

erwischt werden, flüchten<br />

Sie von Schiff und Ware, um<br />

die Ware dann vom „Finder“<br />

des Schiffes später wieder zurückzuk<strong>auf</strong>en.<br />

Also wundern<br />

Sie sich nicht, wenn die Partys<br />

in Belize Stadt ein wenig wilder<br />

sind und Sie andererseits <strong>auf</strong><br />

einer Insel mit 10 Einwohnern<br />

mit einem brandneuen 50 Fuß<br />

Offshoreracer zum Schnorcheln<br />

fahren.<br />

Hängen Sie Ihre Badehose auch<br />

mal für ein paar Tage an den<br />

Nagel und gehen Sie in den<br />

Dschungel, wo nicht Sie sondern<br />

die Urgewalt der N<strong>at</strong>ur<br />

der Star ist. Hot-Spot dafür: Die<br />

Chan-Chich Lodge. Wegen den<br />

Tieren, aber auch wegen der beeindruckenden<br />

Landschaft darf<br />

der geneigte Belizeexpediteur<br />

auch nicht das N<strong>at</strong>urschutzgebiet<br />

des Mountain Pineridge<br />

Resorts verpassen. Egal ob <strong>auf</strong><br />

dem Rücken eines Pferdes oder<br />

mit hundert davon in einem<br />

Geländewagen können Sie in<br />

diesem Gebiet bis zu 300 m<br />

<br />

<br />

<br />

4KURZINFO<br />

<br />

Belize<br />

Mittelamerika, Küste zur Karibik<br />

Einwohner: 266.000 Einwohner<br />

Größe: 23.000 km²<br />

Hauptstadt: Belmopan<br />

Größte Stadt: Belize City<br />

Sprachen: Englisch, Spanisch,<br />

Kreolisch<br />

Währung: 1 US$ = 1 BZ$<br />

Reisezeit: November – Mai<br />

Impfungen erforderlich<br />

Info: www.travelbelize.org<br />

hohe Wasserfälle, N<strong>at</strong>ursteinbecken,<br />

riesige Pinienwälder<br />

und mit viel Glück einen Jaguar<br />

entdecken. Bei all den Betätigungsmöglichkeiten<br />

bekommt<br />

man von den Belizeianern aber<br />

immer eine Lebensmaxime vorgelebt:<br />

Relaxen, die Dinge nicht<br />

so ernst angehen.<br />

Mach dich locker Mann! No<br />

pressure in paradise!<br />

[Bernd Bartosek]<br />

bernd@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

Viele Taucher von uns betreiben dieses Hobby<br />

oft nur in der Urlaubszeit. Andere widmen<br />

dem Tauchsport wiederum sehr viel Zeit und<br />

wieder einige verdienen mit diesem Sport sogar<br />

ihren Lebensunterhalt. Eines sollten alle Taucher<br />

jedoch gemeinsam haben: das Interesse sich in<br />

diesem Sport weiterzuentwickeln. Einerseits gibt<br />

es eine Reihe an praxisbezogenen Kursen, in denen<br />

neue Fertigkeiten gelernt und gefestigt werden<br />

können. Zusätzlich gibt es Kurse in denen Notfallprozeduren,<br />

Erste Hilfe Maßnahmen und die Anwendung<br />

der Sauerstoffgabe gelehrt werden. Als<br />

Beispiel hierfür sei DAN Europe angeführt. Diese<br />

Organis<strong>at</strong>ion h<strong>at</strong> in letzter Zeit sehr viel zur Weiterbildung<br />

des einzelnen Tauchers – egal welcher<br />

WASSERRETTUNG MÖDLING<br />

SCHWIMMEN - RETTEN - TAUCHEN<br />

FORTBILDUNG - verpflichtung?<br />

www.asb-moedling.<strong>at</strong><br />

Brevetierungsstufe – beigetragen. Das Netzwerk<br />

an Inform<strong>at</strong>ion über Forschung aus den verschiedensten<br />

Bereichen bietet eine Fülle an Inform<strong>at</strong>ionen<br />

für Profis und „Gelegenheitstaucher“. Neue<br />

Ausrüstungsgegenstände kennen wir noch bevor<br />

sie am Markt sind, neue Notfallmaßnahmen oder<br />

Empfehlungen der Ersten Hilfe Leistung nach<br />

einem Tauchunfall oft erst nach Jahren. Fortbildung<br />

darf und muss jedoch nicht nur ein „Kärtchensammeln“<br />

darstellen, sondern ist eine Herausforderung<br />

und gleichzeitig eine Verpflichtung für jeden Taucher<br />

– wenn schon nicht sich selbst gegenüber,<br />

dann wenigstens gegenüber dem Tauchbuddy.<br />

[Thomas Holzmann,<br />

ASBÖ Wasserrettung Mödling]<br />

41


42<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

COVERSTORY<br />

aloha<br />

HAWAII<br />

FOTO: Marcus Hantschel<br />

Foto oben: Einsame Sandstrände laden zum Träumen vom Paradies ein<br />

Hawaii, der Inselsta<strong>at</strong> an der Westküste<br />

der Vereinigten Sta<strong>at</strong>en erzeugt in unseren<br />

Köpfen Bilder von malerischen<br />

Sandstränden mit tobender Bandung, von<br />

braungebrannten Surfern und Hula tanzenden<br />

Inselschönheiten. Die Geburtsstätte von Robbie<br />

Nash ist all das und noch viel mehr. Wir haben<br />

die Hauptinsel Oahu mit der Hauptstadt Honolulu<br />

besucht und zwei Wochen versucht das Leben<br />

der Beachboys zu inhalieren.<br />

COVERSTORY 43<br />

Oahu, die Hauptinsel des zu den USA gehörigen<br />

Inselsta<strong>at</strong>es wird auch „Versammlungsort“ genannt<br />

und war ursprünglich der Erholungsort<br />

hawaiianischen Königen. Heute ist die drittgrößte<br />

und am dichtesten besiedelte hawaiianische<br />

Insel ein moderner amerikanischer<br />

Urlaubsort gewürzt mit polynesischer Kultur.<br />

Hohe Vulkane, Urwald, endlose Sandstrände<br />

und Wolkenkr<strong>at</strong>zer prägen dieser kontroverse<br />

Bild der Insel.<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


44<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

COVERSTORY<br />

Die Hauptstadt Honolulu. Honolulu, was so<br />

viel bedeutet wie „geschützte Bucht“, ist seit Beginn<br />

des 19. Jahrhunderts das geschäftliche, politische<br />

und kulturelle Zentrum Hawaiis. Im Stile einer<br />

modernen, amerikanischen Hauptstadt ist die Skyline<br />

von hohen Wolkenkr<strong>at</strong>zern geprägt umrundet<br />

von historischen Gebäuden, Eink<strong>auf</strong>szentren und<br />

Chin<strong>at</strong>own. Neben den hochragenden Hotels und<br />

Bürogebäuden sieht das ehemals höchste Gebäude<br />

Hawaiis und berühmteste Wahrzeichen des Hafens<br />

- der 1952 erbaute Aloha-Tower - vergleichsweise<br />

klein aus. Er bietet aber bei freiem Eintritt einen<br />

herrlichen Rundblick vom Diamond Head Kr<strong>at</strong>er<br />

über Waikiki bis <strong>auf</strong> Pearl Harbour.<br />

Pearl Harbour. Dort, wo 1941 ein Luftüberfall<br />

der Japaner fast 3.500 Amerikanern das Leben<br />

kostete, ist heute eines der bekanntesten und<br />

geschichtsträchtigsten Ausflugsziele rund um<br />

die Hauptstadt. An diesen „schwarzen“ Tag, erinnert<br />

heute das USS Arizona Memorial. Dieses<br />

Foto links oben: Honolulu bedeutet <strong>auf</strong> hawaiianisch „die geschützte Bucht“<br />

Foto links unten: Das Mahnmal für die gefallenen Sold<strong>at</strong>en in Pearl Harbour<br />

Foto oben: Des Surfers Paradies: meterhohe Wellen gilt es zu bezwingen<br />

Schlachtschiff wurde von japanischen Torpedos<br />

und Bomben vor Anker getroffen und sank mit 1100<br />

Mann an Bord. Das weiße Besuchergebäude des<br />

Architekten Alfred Preis aus Honolulu direkt über<br />

dem Wrack wurde zum Teil aus den Einnahmen<br />

eines Wohltätigkeitskonzerts von Elvis Presley am<br />

25.März 1961 finanziert. Zahlreiche Gedenktafeln,<br />

Filmvorführungen und ausgestellte Kriegsrelikte<br />

erzählen die Geschichte Pearl Harbours und locken<br />

jährlich tausende Touristen an. Der größte Teil des<br />

Hafens ist immer noch eine US- Navy-Basis und<br />

das Hauptquartier der Pazifik Flotte.<br />

Waikiki. Waikiki war bevor die ersten Europäer<br />

nach Hawaii kamen ein kleines Dorf vor einer<br />

korallenreichen Lagune gebaut in einem Sumpfgebiet.<br />

Erst mit zunehmendem Tourismus gewann<br />

es an Bedeutung und mit Unmengen von Sand<br />

<strong>auf</strong>geschüttete Strand gilt heute als weltweit bekanntester<br />

Erholungsort. Im Jahr 1901 wurde das<br />

Moana (heute Sher<strong>at</strong>on Moana Surfrider) als erstes<br />

FOTOS: Marcus Hantschel<br />

FOTOS: Marcus Hantschel<br />

Foto rechts oben: Der berühmte Sandstrand von Waikiki<br />

Foto rechts unten: Das Denkmal für Duke Kahanamoku, dem Olympiasieger<br />

von Stockholm über 100 und 400 Meter Freistil<br />

Hotel am Strand von Waikiki eröffnet. Nach dem<br />

zweiten Weltkrieg setzte der große Bauboom ein,<br />

und die Hotelburgen schossen in die Höhe. Mittlerweile<br />

gibt es allein in Waikiki mit weniger als<br />

zwei Quadr<strong>at</strong>kilometern Fläche gut 70.000 Gästebetten.<br />

Der Strand selbst ist sehr gepflegt und gilt<br />

als Lehrstube für angehende Surfer. Kleine Wellen<br />

und fachkundige Surfschulen am Strand machen<br />

den Einstieg in den Volkssport der Insel leicht.<br />

Duke Kahanamoku. Bei den Olympischen<br />

Spielen von Stockholm gewann dieser junge Hawaiianer<br />

die Goldmedaillen über 100 und 400 Meter<br />

Freistil und verbreitete in der Folge das Surfen<br />

in der ganzen Welt. Er wurde damit zum Botschafter<br />

Hawaiis und war 25 Jahre lang der „Sheriff<br />

von Honolulu“. Bei einem Besuch <strong>auf</strong> Hawaii<br />

1920 nahm sogar der Prince of Wales bei Duke<br />

Unterricht in Surfen und Kanufahren. Seinem<br />

Leitspruch „Kehre niemals dem Meer den Rücken<br />

zu“ wurde erstaunlicherweise bei der Errichtung<br />

COVERSTORY 45<br />

seiner St<strong>at</strong>ue nicht Rechnung getragen – sie steht<br />

falsch herum!<br />

Neben Waikiki ist die Hanauma Bay einer der beliebtesten<br />

Strände Hawaiis. Dieser Kr<strong>at</strong>er, der an<br />

seiner Südostseite eine Verbindung mit dem Meer<br />

h<strong>at</strong> wird von knapp dreieinhalb Millionen Besuchern<br />

pro Jahr besucht. Der Grund dafür liegt in<br />

der ungemein großen Artenvielfalt, die sich Unterwasser<br />

<strong>auf</strong> den Riffen tummelt. Mit einer Taucherbrille<br />

bewaffnet genügt es den Kopf unter<br />

Wasser zu halten, um die Farbenpracht der Riff-<br />

Fische zu beobachten. Dass, solch ein Andrang<br />

seine Spuren hinterlässt ist klar – das Riff ist im<br />

Strandbereich zerstört, doch die Fische kommen<br />

bis ins sehr flache Wasser, weil sie wissen das sie<br />

hier gefüttert werden Dies ist mittlerweile verboten.<br />

Die Bucht ist täglich außer Dienstag gegen<br />

Eintritt von 6.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Huama<br />

Bay ist übrigens der erste Strand der USA, an<br />

dem Rauchverbot herrscht.<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


46<br />

COVERSTORY<br />

Der Diamond Head. Der Name Diamond Head<br />

(Diamantenkopf) stammt von Seefahrern, die an<br />

seinem Hang wertlose Kalzitkristalle für Diamanten<br />

hielten. Heute ist der Diamond Head <strong>auf</strong>grund seiner<br />

enormen Grundstückspreise enorm wertvoll. Nach<br />

dem kurzen aber anstrengenden Aufstieg von 45 bis<br />

60 Minuten gelangt man <strong>auf</strong> die 232 Meter hohe Erhebung<br />

des Kr<strong>at</strong>errandes, den Leahi Point. Von hier<br />

aus bietet sich ein herrlicher Ausblick <strong>auf</strong> den Kapiolani<br />

Park, Waikiki und <strong>auf</strong> das Meer. Am schönsten<br />

ist die Tour am Morgen, wenn die Sonne über den<br />

Diamond Head hinweg <strong>auf</strong> Waikiki scheint.<br />

Wassersport. Hier <strong>auf</strong> Oahu ist der Wassersport<br />

zu Hause. <strong>Tauchen</strong>, Segeln, Surfen, Kiten - es<br />

gibt nichts, das nicht angeboten wird. Zahlreiche<br />

Tauchplätze rund um die Insel werden von den<br />

Tauchschulen per Boot angefahren. Eine besondere<br />

Attraktion sind die Mönchsrobben, die man<br />

in Höhlen an der Steilküste antreffen kann. Diese<br />

possierlichen, neugierigen Tierchen stehen unter<br />

Schutz, der soweit geht, dass die Rettungsschwimmer<br />

am Strand eine Absperrung um sie ziehen,<br />

damit sie in Ruhe schlafen können. Zahlreiche<br />

Wracks unter anderem eine F4U Corsair, ein Jagdflugzeug<br />

aus dem zweiten Weltkrieg beherbergen<br />

reiches Leben und sind mit Korallen aller Art bewachsen.<br />

Steilwände und Unterwasserkr<strong>at</strong>er sind<br />

mit Oktopoden, Riffhaien, Schildkröten und zahlreichen<br />

Riff-Fischen besiedelt. Hier ist für jeden<br />

etwas dabei. Der Service der Tauchschulen ist typisch<br />

amerikanisch: Sicherheit geht vor. Geschulte<br />

Guides und zuvorkommende Behandlung machen<br />

die Tauchausflüge zum Genuss.<br />

Berühmt ist aber Hawaii fürs Surfen. Zahlreiche Plätze<br />

rund um die Insel sind für unterschiedliche Könnerstufen<br />

geeignet und bieten auch für Wind- und<br />

Kitesurfer ganzjährig ausgezeichnete Bedingungen.<br />

An der Southshore - Saison von April bis Ende<br />

September – sind die Wellen eher leicht zu erwischen,<br />

nicht so steil und „vergebender“. Viele Anfängerplätze<br />

aber auch Top Spots finden sich hier<br />

z.B. „Kanu‘s“, eigentlich einer der wenigen Spots<br />

wo die typischen Surf-Vorrangregeln nicht beachtet<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

werden, „Old Mans“ und „Inside Diamond Head“.<br />

Top Spots für Könner sind u.a. „Ala Moana Bowl“,<br />

„Kaiser‘s“, „China Walls“, „Secrets“, und „Diamondhead“.<br />

Dort wo die weltweit bekanntesten<br />

Surfsports liegen ist die „Northshore“: „Puena<br />

Point“ ist auch für Neulinge bei hohen Wellen<br />

fahrbar, da man innerhalb der Bucht abgeschirmt<br />

die vielen kleineren „Reforms“ abreiten kann. Zur<br />

Sache geht’s so richtig <strong>auf</strong> „Pipeline“ - einer der<br />

besten Plätze der Welt - „Sunset Beach“ und „Waimea<br />

Bay“, der „Big Wave Arena“ der North Shore.<br />

Spots mit weniger Leuten sind „Himalayas“, „Avanlanches“<br />

und n<strong>at</strong>ürlich alle 3. Riffe an der North<br />

Shore. Der berühmteste Windsurfort ist Kailua, der<br />

Geburtsort der Surflegende Robbie Nash. Zu Lande<br />

findet man den Ausgleich durch Wanderungen,<br />

Ausflüge über die Insel oder <strong>auf</strong> einem der 40 Golfplätze,<br />

wovon einige zu den schönsten und schwierigsten<br />

weltweit zählen.<br />

Wie man sich bettet, so liegt man. Es ist<br />

nicht jedermanns Sache, in einer der Hotelburgen<br />

zu residieren und sich ausschließlich <strong>auf</strong> Touristenpfade<br />

zu begeben. Gemütlicher inhaliert man das<br />

hawaiianische Lebensgefühl in einem Appartement<br />

abseits der Zentren z.B. in Waymanalo oder an der<br />

Northshore. Bequem erkundet man die Insel per<br />

Mietwagen, den man am besten von Europa aus reserviert.<br />

Auf diese Art bremst man sich am Besten<br />

ein, um nach hawaiianischer Zeit zu leben – diese<br />

ist etwas langsamer als die Unsere.<br />

[Marcus Hantschel]<br />

marcus@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

4KURZINFO<br />

Hawaii<br />

Anreise: min. 12 Stunden<br />

Sta<strong>at</strong>smotto: Ua mau ke ea o ka aina I ka pono<br />

(„Das Leben des Landes wird durch die Rechtschaffenheit<br />

bewahrt.“)<br />

Fläche: 28.311 (davon nur 16.634 Landfläche) km²<br />

Einwohner: 1.285.498 (2006)<br />

US Bundessta<strong>at</strong> seit: 21. August 1959<br />

Höchster Punkt: 4.205 m, Mauna Kea<br />

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60 48 REPORTAGE<br />

REPORTAGE 49<br />

CORON<br />

PALAWAN<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

DORT WO DIE ZEIT<br />

STEHENGEBLIEBEN ZU<br />

SEIN SCHEINT<br />

Die Insel Coron <strong>auf</strong> Palawan - Philippinen<br />

h<strong>at</strong>te im 2. Weltkrieg eine traurige Bekanntheit<br />

erlangt. Am 24.09.1944 griffen<br />

180 Kampfflugzeuge der 38. US Task Force<br />

einen japanischen Versorgungskonvoi an, der aus<br />

24 Schiffen bestand. Dieser Konvoi h<strong>at</strong>te sich in<br />

den weit verzweigten Inselgruppen der Calamianis<br />

vor den US-Streitkräften versteckt und fühlte<br />

sich dort sicher. Alte Foto<strong>auf</strong>nahmen zeigen, dass<br />

sich diese Flotte so sicher gefühlt h<strong>at</strong>te, dass nicht<br />

einmal Tarnnetze die Schiffe überzogen. Doch die<br />

US-Aufklärung h<strong>at</strong>te diesen Verband entdeckt und<br />

kurze Zeit später wurde der Luftangriff gestartet.<br />

Schutzlos ausgeliefert, da nur ein leichtes Kriegsschiff<br />

diesen Versorgungsverband schützte, konnten<br />

die US-Luftstreitkräfte in den frühen Morgenstunden<br />

ihre Bomben <strong>auf</strong> die vor Anker liegenden<br />

japanischen Schiffe abwerfen. Ausgerüstet mit nur<br />

leichten Flugabwehr-Geschützen konnte dieser japanische<br />

Hilfsverband keine effektive Gegenwehr<br />

setzen. Zwei Schiffe wurden sofort durch direkte<br />

Bombentreffer versenkt. Darunter war das Flaggschiff<br />

des Verbandes, die Akitsushima, ein Seaplane<br />

Tender, das einzige Kriegsschiff, das noch<br />

am besten mit Flugabwehrgeschützen bestückt<br />

war. Diese konnten aber nicht mehr zum Eins<strong>at</strong>z<br />

FOTO. Walter Moraru<br />

Foto oben: Hinter den Kalksteinfelsen liegt ein Märchensee, der Barrakuda Lake<br />

gelangen. Die US Task Force h<strong>at</strong>te leichtes Spiel.<br />

Viele Schiffe versuchten zwar aus dem Insellabyrinth<br />

zu flüchten, jedoch war bereits alles zu spät.<br />

Immer und immer wieder fielen die Bomben <strong>auf</strong><br />

die Schiffe. Die meisten Schiffe sanken zwar nicht<br />

sofort, wurden aber derart zerstört, dass sie wenig<br />

später untergingen. Ein Schiff schaffte es sogar<br />

bis nach Hong Kong, wo es dann anschließend im<br />

Hafen versank.<br />

Für die US Luftwaffe war der Angriff ein voller<br />

Erfolg, für die Japaner ein „Japanisches Pearl Harbor“.<br />

Kein einziges Schiff des Versorgungsver-<br />

bandes konnte gerettet werden, am Ende musste<br />

die japanische Armee 24 Schiffe als versenkt zur<br />

Kenntnis nehmen.<br />

Acht Schiffe dieses ehemaligen Konvois liegen<br />

als Wracks in der Coron Bay in Palawan und können<br />

<strong>auf</strong>grund der nicht allzu großen Tiefe (15-43<br />

Meter) betaucht werden.<br />

Coron Town. Doch bevor es soweit ist, muss<br />

man eine mehr oder weniger mühsame Anreise<br />

hinter sich bringen, denn <strong>auf</strong> den Philippinen ticken<br />

die Uhren nun einmal anders. Nach langem


60 50 REPORTAGE<br />

REPORTAGE 51<br />

Flug aus Wien in Manila angekommen, geht es<br />

dann vom Domestic Airport mit kleinen Flugzeugen<br />

nach Busuanga, dem einzigen Flughafen <strong>auf</strong><br />

Coron. Schon beim Landeanflug kann man diese<br />

herrliche Inselwelt von oben betrachten und sich<br />

freudig <strong>auf</strong> dieses kleine Paradies vorbereiten.<br />

Die etwa 20.000 Einwohner zählende Hauptstadt<br />

von Coron, Coron Town, ist eine kleine verträumte<br />

Stadt, wo die Zeit stehen geblieben zu sein<br />

scheint. Alles läuft hier langsamer und gemütlicher<br />

ab. Hektik gibt es hier keine. Nicht einmal<br />

die Jeepneys oder Trycicles (landesübliche Fortbewegungsmittel),<br />

sind hier zu H<strong>auf</strong> und schnell<br />

unterwegs, so wie man es in Manila oder in anderen<br />

Teilen des Landes gewohnt ist. Irgendwie ist<br />

diese Stadt in den 1950er Jahren stehen geblieben.<br />

Die Leute sind hier noch mehr freundlicher und<br />

sehr offen gegenüber „Fremden“. Man spürt sofort<br />

diese Ruhe, die diese Stadt umgibt. Was aber <strong>auf</strong><br />

Foto links oben: Die sehr schöne Kirche von Coron Town<br />

Foto links unten: Bereits aus einen Meter Entfernung spürt man die „Spannung“<br />

Foto oben: Das R<strong>at</strong>haus von Coron Town im spanischen Kolonialstil<br />

den ersten Blick <strong>auf</strong>fällt, ist die Sauberkeit in der<br />

Stadt. Nirgends liegt Schmutz <strong>auf</strong> der Straße und<br />

überall sieht man Blumen. Seit fünf Jahren in Folge<br />

wurde Palawan als die sauberste Insel <strong>auf</strong> den<br />

Philippinen ausgezeichnet und die Einwohner sind<br />

dar<strong>auf</strong> mehr als stolz. Jedoch ein Nachtleben ist<br />

so gut wie keines vorhanden. Es gibt zwar einige<br />

Karaoke-Bars und immer am Wochenende öffnet<br />

eine Art Diskothek ihre Pforten. Aber das war es<br />

dann auch schon. Die Stadt h<strong>at</strong> aber ein paar Sehenswürdigkeiten<br />

zu bieten, wie zum Beispiel das<br />

R<strong>at</strong>haus oder die Kirche im typischen spanischen<br />

Kolonialstil. Sehr herausgeputzt präsentieren sich<br />

diese Gebäude dem Betrachter. Auf jeden Fall<br />

sollte man auch dem buntgemischten Markt einen<br />

Besuch abst<strong>at</strong>ten, wo man wirklich alles k<strong>auf</strong>en<br />

kann. Wichtig ist jedoch, dass man genug philippinische<br />

Pesos dabei h<strong>at</strong>, wenn man von Manila<br />

kommt, da ein Geld wechseln in Coron nicht möglich<br />

ist. Es werden die gängigsten Kreditkartenan-<br />

FOTOS: Walter Moraru<br />

FOTOS: Walter Moraru<br />

Foto rechts oben: Das Drillings-Flugabwehrgeschütz der Akitsushima<br />

Foto rechts unten: Das mit Korallen bewachsene Wrack der Tirukaze Maru<br />

bieter akzeptiert, wenn man den hinzugerechneten<br />

Aufschlag von meist sieben Prozent in K<strong>auf</strong><br />

nimmt. Traveller-Schecks werden nicht entgegen<br />

genommen. Was noch <strong>auf</strong>fällt ist, dass das Wetter<br />

milder und trockener ist, als etwa <strong>auf</strong> Mindoro<br />

oder Luzon, weshalb eine Klimaanlage in den Unterkünften<br />

nicht unbedingt erforderlich ist.<br />

Die Wracks. H<strong>at</strong> man dann Quartier in den zahlreichen<br />

sehr günstigen kleinen Priv<strong>at</strong>anbietern<br />

oder Resorts bezogen, zu empfehlen ist hier etwa<br />

das Dive Link Resort, kann das Abenteuer Wracktauchen<br />

in Angriff genommen werden.<br />

Folgende Wracks können betaucht werden:<br />

Akitsushima:<br />

Flugbootträger, Länge: 150 m, max. Tiefe: 38 m,<br />

Irako:<br />

Kühlschiff, Länge: 147 m, max. Tiefe: 43 m,<br />

Olympia Maru:<br />

Frachtschiff, Länge: 122 m, max. Tiefe: 33 m,<br />

Taiei Maru:<br />

Tankschiff, Länge: 110 m, max. Tiefe: 26 m,<br />

Kogyo Maru:<br />

Frachtschiff, Länge: 158 m, max. Tiefe: 34 m<br />

Okikawa Maru:<br />

Tankschiff, Länge: 170 m, max. Tiefe: 24 m,<br />

Tirukaze Maru:<br />

U-Boot-Jagdboot, Länge: 40 m, max. Tiefe: 19 m,<br />

Lusong Wreck:<br />

Torpedoboot, Länge: 35 m, max. Tiefe: 9 m<br />

Alle Wracks sind großteils strömungsfrei und<br />

leicht zu betauchen. Unzählige Fischarten, wie<br />

etwa Zackenbarsche, Füsiliere, Fledermausfische,<br />

Rotfeuerfische, Schnapper, Büffelkopfpapageienfische,<br />

Kaiserfische und viele mehr tummeln sich<br />

zwischen den diversen Aufbauten herum und nach<br />

60 Jahren unter Wasser sind die Wracks sehr gut


52<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

REPORTAGE<br />

mit Schwämmen, Hart- und Weichkorallen, z.B.<br />

große Sal<strong>at</strong>korallen, Hydrozoen, schwarze Korallen,<br />

bewachsen. Die Schiffe können alle ohne Probleme<br />

im Inneren durchtaucht werden und man<br />

sieht noch intakte Schiffsmotoren, Bagger, Töpfe<br />

und andere interessante Gerätschaft. Für Fotografen<br />

und Videofilmer wahre Leckerbissen.<br />

Highlight der besonderen Art. Sehr zu empfehlen<br />

ist auch ein Tauchgang im Barrakuda<br />

Lake. Bei diesem See handelt es sich um einen<br />

teils mit Salzwasser, teils mit Süßwasser in unterschiedlichen<br />

Schichten gefüllten See. Man gelangt<br />

nur von der Meerseite zu diesem See. Mit<br />

komplett angelegter Ausrüstung muss man etwa<br />

über acht Meter hohe Kalksteinfelsen empor klettern,<br />

um in das Tal zu gelangen, in welchem sich<br />

der See befindet. Die Kulisse kann nicht schöner<br />

sein, umgeben von Felswänden und Dschungel<br />

spiegelt sich in der Sonne die türkisfarbene Was-<br />

Foto links oben: <strong>Tauchen</strong> im Barrakuda Lake ist ein besonderes Erlebnis<br />

Foto links unten: Einsam zieht ein Barrakuda im gleichnamigen See seine Runden<br />

Foto oben: Sonnenuntergang über der Inselwelt der Calamianis<br />

seroberfläche. Die Wassertemper<strong>at</strong>ur beträgt an<br />

der Oberfläche etwa 28 Grad Celsius, wo sich<br />

auch bis in etwa vier Meter Tiefe die Süßwasserschicht<br />

befindet. In etwa 15 Meter Tiefe spürt<br />

man eine Sprungschicht und die Wassertemper<strong>at</strong>ur<br />

steigt dann schlagartig <strong>auf</strong> 38 bis 40 Grad<br />

Celsius an. Die tiefste Stelle liegt bei etwa 40<br />

Meter und der See bietet eine sehr gute Sicht. Ab<br />

34 Meter wird das vorherrschende Salzwasser<br />

tiefrot und es beginnt schwefelhaltige Schicht.<br />

Einige kleine Schleimfische, unzählige Muscheln<br />

und Krebse bevölkern diesen See. Doch den Namen<br />

h<strong>at</strong> der See von den Barrakudas, die sich<br />

durch eine Öffnung zum Meer in den See verirrt<br />

haben und nicht mehr zurück gefunden h<strong>at</strong>ten.<br />

Mit etwas Glück kann man an den imposanten<br />

Steilwänden den einen oder anderen Barrakuda<br />

sehen. Im Barrakuda Lake zu tauchen, ist einer<br />

der schönsten Tauchgänge, die man jemals in<br />

einem See machen kann.<br />

FOTOS: Walter Moraru<br />

Abschließend sei erwähnt,<br />

wenn man einen entspannten,<br />

ruhigen und erholsamen<br />

Tauchurlaub, weit ab<br />

von allem Lärm und hektischem<br />

Treiben erleben und<br />

zudem noch die herrliche<br />

N<strong>at</strong>ur mit der üppigen Fauna<br />

und Flora, weißen Sandstränden<br />

und kristallklarem<br />

Wasser genießen möchte,<br />

dann ist man in Coron <strong>auf</strong><br />

Palawan sehr gut <strong>auf</strong>gehoben.<br />

Hier ist wirklich noch<br />

alles ein pures Abenteuer!<br />

[Walter Moraru]<br />

walter@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

4KURZINFO<br />

Coron, Palawan, Philippinen<br />

Coron ist eine philippinische Stadtgemeinde in der Provinz Palawan. Diese<br />

besteht aus einem Teil der Insel Busuanga und der gesamten nahe gelegenen<br />

Insel Coron. Beide Inseln gehören zur Inselgruppe der Calamianis im Norden<br />

der Provinz Palawan. Auf Coron leben etwa 35.000 Einwohner.<br />

Hauptstadt: Coron Town, Sprachen: Englisch, Tagalog, Religion: K<strong>at</strong>holisch,<br />

Währung: Philippinische Peso, Anreise: von Manila mit Asian Spirit oder Seair,<br />

Unterkunft: Dive Link Resort, www.divelink.com.ph<br />

<strong>Tauchen</strong>: Tauchbasis Dive Calamianis, www.divecal.com<br />

53<br />

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Polarfi t garantiert maximalen Komfort, Bewegungsfreiheit und gleichbleibenden<br />

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Zwischen zwei Tauchgängen können Sie das Oberteil einfach nach<br />

unten klappen und sich bequemer bewegen.<br />

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[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


54<br />

Freut uns Dirk, dass du dir die<br />

Zeit für ein Interview genommen<br />

hast! Du wurdest ja von<br />

Sharkproject zum Shark Guardian<br />

20<strong>08</strong> gekürt und gehst bei deinen<br />

Sendungen auch oftmals selbst<br />

unter Wasser. Wie lange tauchst<br />

du denn schon?<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

NACHGEFRAGT<br />

DIRK<br />

STEFFENS<br />

EXPEDITION an den<br />

RAND der SCHÖPFUNG<br />

Das <strong>Tauchen</strong> h<strong>at</strong> sich in den<br />

letzten 20 Jahren zu einer richtigen<br />

Leidenschaft von mir entwickelt.<br />

Dazu gekommen bin<br />

ich aber eher aus Zufall, als ich<br />

mit meiner damaligen Freundin<br />

<strong>auf</strong> Curacao war und uns<br />

das öde am Strand rumliegen<br />

einfach zu langweilig wurde.<br />

Mittlerweile habe ich bereits<br />

weit über 1.000 Tauchgänge in<br />

den unterschiedlichsten Regionen<br />

der Welt <strong>auf</strong>zuweisen.<br />

Du drehst ja bekanntlich sehr<br />

viele Unterwasser-Dokument<strong>at</strong>i-<br />

FOTO: Leo Ochsenbauer<br />

onen, bist du erst durch das <strong>Tauchen</strong><br />

zum Fernsehen gekommen,<br />

oder umgekehrt?<br />

Ich war bereits vor meinem<br />

Curacao-Tauchkurs bei VOX<br />

und habe Reiseberichte<br />

gedreht. Als ich dann aber<br />

meinen Tauchschein h<strong>at</strong>te<br />

und zufälligerweise auch der<br />

damalige Kameramann ein<br />

Taucher war, dachten wir uns,<br />

es wäre eine nette Idee, auch<br />

Unterwasser-Sequenzen in den<br />

Film einfließen zu lassen. Mittlerweile<br />

habe ich es bereits <strong>auf</strong><br />

über 50 reine Unterwasserfilme<br />

gebracht – von all den anderen,<br />

in denen nur Teile unter Wasser<br />

spielen, gar nicht zu reden.<br />

Was fasziniert dich denn am meisten<br />

am Tauchsport bzw. welches<br />

Land suchst du am liebsten zum<br />

<strong>Tauchen</strong> <strong>auf</strong>?<br />

Also am meisten liebe ich die<br />

Schwerelosigkeit unter Wasser!<br />

Wenn ich dieses Gefühl erlebe<br />

und dann vielleicht auch noch<br />

in den wirklich großen Fischschwärmen<br />

tauchen kann, dann<br />

ist für mich das Taucherlebnis<br />

komplett. Am schönsten finde<br />

ich dies übrigens <strong>auf</strong> Palau,<br />

dieses Land vereint für mich<br />

wirklich alles – inklusive dem<br />

sogenannten „grünen Tourismus“<br />

(also umweltbewussten)<br />

– das man für einen vollendeten<br />

Tauchurlaub benötigt. Umso<br />

mehr ehrt es mich daher auch,<br />

dass ich seit kurzem auch Honorarkonsul<br />

von Palau bin. Diesen<br />

Titel werde ich verwenden,<br />

um noch mehr Umweltprojekte<br />

<strong>auf</strong> Palau zu starten.<br />

Honorarkonsul von Palau? Na,<br />

Respekt, kann man da wohl nur<br />

noch sagen! Aber Apropos Umweltschutzprojekte,<br />

du scheinst<br />

ja ziemlich engagiert in diesen<br />

Dingen zu sein – wie kommt das?<br />

Ich finde einfach, dass viel<br />

zu wenig für den Schutz der<br />

Weltmeere getan wird, obwohl<br />

von diesen unser aller Überleben<br />

abhängt. Der Großteil des<br />

von uns benötigten Sauerstoffs<br />

stammt immerhin aus den Ozeanen<br />

– und genau dort spielt sich<br />

leider auch die wahre Umweltk<strong>at</strong>astrophe<br />

unseres Planeten<br />

ab. Trotzdem schützen die<br />

Menschen anscheinend lieber<br />

Wühlmäuse, als sich nachhaltig<br />

um den Erhalt des Ökosystems<br />

Meer zu kümmern. Vielleicht<br />

kann ich ja mit meinen Filmen<br />

ein ganz klein wenig die Zuseher<br />

zum Umdenken anregen,<br />

das wäre wirklich etwas, das mir<br />

am Herzen liegt.<br />

[Leo Ochsenbauer]<br />

leo@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

NACHGEFRAGT<br />

“menschen schützen<br />

lieber wühlmäuse,<br />

als das meer“<br />

4INFOFACTS<br />

Der Wahl-Kölner Dirk Steffens<br />

wurde am 05.12.1967 im deutschen<br />

Stade geboren. Seit 2004<br />

ist er für das ZDF-<strong>Magazin</strong> „Reiselust“<br />

unterwegs, seit Anfang<br />

2005 moderiert er bei VOX die<br />

Sendung „Tierzeit“. Aber bereits<br />

davor stand er bei zahlreichen<br />

Beiträgen für „Tierzeit“, „Voxtours“<br />

und „Wolkenlos“ sowie<br />

für Produktionen des ZDF, WDR<br />

und Arte vor und hinter der<br />

Kamera. Er ist verheir<strong>at</strong>et, läuft<br />

Mar<strong>at</strong>hon, fährt Motorrad und<br />

taucht – und engagiert sich intensiv<br />

für den Schutz der Meere. Im<br />

Dezember 2007 erschien im Rowohlt<br />

Verlag sein ausgesprochen<br />

amüsantes und lesenswertes<br />

Buch „Tierisch! Expedition an<br />

den Rand der Schöpfung“.<br />

55<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


56<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

ÖSTERREICH<br />

DERZAUNER<br />

tauchpioniere aus dem salzkammergut<br />

prof. dr.<br />

HANS HASS<br />

ein fisch unter fischen<br />

Prof. Dr. Hans Hass h<strong>at</strong>te sich als einer<br />

der ersten „Sporttaucher“ vor beinahe 60<br />

Jahren – ohne schwere Helmtauchausrüstung<br />

mit nur einem leichten Schwimmtauchgerät,<br />

welches das Drägerwerk Lübeck nach<br />

seinen Vorgaben entwickelt h<strong>at</strong>te – unter den<br />

Meeresspiegel gewagt. Als „Fisch unter Fischen“<br />

konnte er derart sens<strong>at</strong>ionelle neue Erkenntnisse<br />

über die Lebewesen des Meeres gewinnen.<br />

Als erster Unterwasser-Fotograf<br />

und Filmemacher erreichte er intern<strong>at</strong>ionalen<br />

Weltrum und genauso<br />

viele Ehrungen und Auszeichnungen.<br />

Während man sich zuvor damit<br />

begnügt h<strong>at</strong>te, Meerestiere im<br />

Labor und Aquarien zu studieren,<br />

brachte der Biologe Hans Hass die<br />

Forschung vor Ort im Lebensraum der<br />

Unterwasserbewohner. Seine Unterwasserforschung<br />

war und ist eine der großen Pionierleistungen<br />

unseres Jahrhunderts. In Taucherkreisen<br />

etwas Neues über ihn zu berichten ist nahezu<br />

unmöglich und nicht nur Taucher kennen die<br />

zahlreiche Liter<strong>at</strong>ur und <strong>at</strong>traktiven Filme von<br />

Lotte und Hans Hass. Sie haben doch nahezu<br />

alle Taucher motiviert unter Wasser zu schauen,<br />

um das schwebende Unterwasserleben zu erfahren<br />

und zu genießen. Seine abenteuerlichen<br />

Erlebnisberichte, vor allem aber die Begegnung<br />

mit Haien, seine Fahrten mit dem Forschungsschiff<br />

Xariffa und seine einzigartigen Unterwasserfilme,<br />

Bücher und Fotos haben Hans<br />

Hass mit seinem Team als Unterwasserforscher<br />

intern<strong>at</strong>ional bekannt gemacht. Die von ihm gestalteten<br />

Dokument<strong>at</strong>ionsfilme zeigen nicht nur<br />

die Schönheit der geheimnisvollen Unterwassern<strong>at</strong>ur,<br />

sondern machen auch deutlich, wie<br />

wichtig das Funktionieren dieses Ökosystems<br />

für die Zukunft der Menschheit ist.<br />

Was wenige Leser wissen ist, dass<br />

die große intern<strong>at</strong>ionale wissenschaftliche<br />

Kariere unseres<br />

Tauchv<strong>at</strong>ers zeitweise auch am<br />

Wolfgangsee im Salzkammergut<br />

begann. Der jung verheir<strong>at</strong>ete<br />

Dr. Hans Hass flüchtete Anfang<br />

1945 vor den Fliegerbomben von<br />

Berlin mit seiner ersten Ehefrau, der<br />

Schauspielerin Hannelore Schrott, ins Zillertal,<br />

wo sie das Kriegsende erlebten. Anfang 1946<br />

zogen sie an den sicheren Wolfgangsee, nach<br />

Zinkenbach in das Forsthaus Zinkenbachstr.<br />

Nr.1-3. Hier am Wolfgangsee verfasste Hass<br />

seine meistverk<strong>auf</strong>ten Bücher: „Drei Jäger <strong>auf</strong><br />

dem Meeresgrund“ (1947) und „Menschen und<br />

Haie“ (1949). Sie wurden in mehrere Sprachen<br />

übersetzt und in den USA, England, Frankreich,<br />

Italien, Spanien und vielen weiteren Ländern<br />

veröffentlicht. Am 30. September 1946 wird<br />

FOTOS: Leo Ochsenbauer, Hans Hass<br />

im Forsthaus ein echter Wolfgangseer geboren,<br />

Hans Hass junior. Der Apfel fällt nicht weit<br />

vom Stamm: als Filmemacher und Schauspieler<br />

wird Hans Hass junior intern<strong>at</strong>ional bekannt<br />

und lebt in München und <strong>auf</strong> Ibiza. Seine bekanntesten<br />

Medienwerke sind die Verfilmung<br />

des Konsalik Romans „Ein toter Taucher nimmt<br />

kein Gold“ (1973) und gemeinsam mit seiner<br />

Mutter und Bruder Carl Heinz Schrott spielte er<br />

in „Neapolitanische Hochzeit“.<br />

1948: Entwicklung der Hans Hass Flossen im<br />

Gummiwerk Semperit. Mit den spannenden<br />

Unterwasserfilmen löste Hans Hass einen neuen<br />

Freizeit- und Tauchsport-Trend in aller Welt<br />

aus – man schnorchelte und tauchte mit Hans<br />

Hass ABC-Sport-Geräten von Semperit.<br />

Nach der Scheidung von Hannelore Schrott<br />

1950 zog Hans Hass nach St. Gilgen am Wolfgangsee<br />

und h<strong>at</strong>te wie schon zuvor sehr viel<br />

Kontakt zum späteren Nobelpreisträger und<br />

Tauchpionier Prof. Dr. Karl von Frisch.<br />

1951: Ank<strong>auf</strong> und Ausbau des Forschungsschiffes<br />

Xarifa. Modernst ausgerüstet mit Labors,<br />

Tauch- und Foto- und Filmtechnik startet<br />

die Xarifa, 1953 bis 1954, zur ihrer ersten Expedition<br />

in die Karibik und in den Pazifischen<br />

Ozean. Die Produktion des Films „Unternehmen<br />

Xarifa“ wird 1959 in Los Angeles mit dem<br />

Unterwasser-Oscar ausgezeichnet. Weitere<br />

große intern<strong>at</strong>ionale Auszeichnungen seiner<br />

Filme und Bücher folgten.<br />

Der wissenschaftliche intern<strong>at</strong>ionale<br />

Durchbruch. Intern<strong>at</strong>ional berühmt wurde<br />

Prof. Dr. Hans Hass <strong>auf</strong> Grund seiner außergewöhnlichen<br />

Leistungen in der Verhaltensforschung<br />

der Meeresfische und Säuger.<br />

Zuerst erforschten sie die Fische, danach die<br />

TAUCHPIONIERE<br />

Menschen. Dabei stellten sie fest, dass es N<strong>at</strong>urgesetzlichkeiten<br />

gibt, die bei Fisch und Mensch<br />

gleich funktionieren. Nachdem Hass und sein<br />

jüngerer Tauchpionier-Forschungspartner Prof.<br />

Dr. Irenäus Eibl Eibesfeldt im Jahr 1963 eine<br />

Auswahl ihre wissenschaftlichen Film<strong>auf</strong>nahmen<br />

am Max-Planck-Institut für Verhaltungsforschung<br />

in Seewiesen Verhaltensforschern und Biologen,<br />

u.a. auch Nobelpreisträger Prof. Dr. Konrad Lorenz,<br />

präsentierten, wurde Hass neben Größen wie<br />

Richard Hesse und Charles Darwin gereiht.<br />

Im Jahr 1977 wurde Dr. Hans Hass im Beisein von<br />

Tochter Meta und Ehefrau Lotte der Professorentitel<br />

durch die Wissenschaftsministerin Firnberg<br />

überreicht. www.hans-hass.de<br />

[Gerhard Zauner]<br />

gerhard@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

4DVD-TIPPS<br />

Hans Hass<br />

Dem Paradies <strong>auf</strong> der Spur<br />

Box mit 12 Filmen <strong>auf</strong> 5 DVD´s<br />

Hans Hass<br />

Expedition ins Unbekannte<br />

Box mit 26 Filme der gleichnamigen<br />

TV-Serie (1958-1962, SW) <strong>auf</strong> 5 DVD´s<br />

57<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


58 ÖSTERREICH<br />

ÖSTERREICH<br />

ÖSTERREICH ÖSTERREICH 59<br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]<br />

WOLFGANGSEE<br />

»im HERZEN österreichs«<br />

Mitten im Herzen Österreichs<br />

legt die Region<br />

Wolfgangsee den<br />

Menschen eine unvergleichlich<br />

schöne Landschaft aus Bergen,<br />

Seen und N<strong>at</strong>urerlebnissen zu<br />

Füßen. Es ist eine lebendige<br />

Landschaft, die markante Gipfel,<br />

malerische Almen und bezaubernde<br />

Bergseen rund um<br />

den blauen Grund des Wolfgangsees<br />

schart. T<strong>at</strong>sächlich wird es<br />

schwierig, nur einen singulären<br />

Beweggrund herauszupicken,<br />

der für die Urlaubsdestin<strong>at</strong>ion<br />

Wolfgangsee spricht. Denn die<br />

größte Spezialität dieser Region<br />

heißt Vielfalt. Weder Freizeit<br />

noch Genuss bleiben am Wolfgangsee<br />

ein eindimensionales<br />

Ereignis, sondern schöpfen aus<br />

der Farbenvielfalt einer kunstsinnig<br />

komponierten Palette.<br />

Malerisch gruppiert sie sich<br />

um den schimmernden Spiegel<br />

des Wolfgangsees und zieht seit<br />

Jahrhunderten die Menschen in<br />

ihren Bann. Sauerstoff-Süchtige,<br />

Rastlose, Gesundheitsbewusste,<br />

Wasserr<strong>at</strong>ten und N<strong>at</strong>urliebhaber<br />

– alle werden hier fündig: Ob<br />

mit der Welle beim Schwimmen,<br />

Segeln, Surfen, <strong>Tauchen</strong> oder<br />

Tuberiding, mit beiden Beinen<br />

beim Wandern, Bergsteigen oder<br />

Klettern, genauso wie beim Pe-<br />

FOTO: Weinhäupl<br />

FOTOS: Christoph Schlechta, Franz Linorter, Wolfgang Stadler<br />

daletreten über sanfte Radwege<br />

oder anspruchsvolle Mountainbiketouren.<br />

In der Landschaft der bunten<br />

Vielfalt ist auch Kultur kein<br />

eindimensionaler Begriff. Hier<br />

existieren Klassik und Moderne,<br />

Musik und Malerei, lokales<br />

Brauchtum und Weltkunst in<br />

harmonischem Einklang. Die<br />

Prominenz europäischer Geistesgeschichte<br />

und schöpferischen<br />

Wirkens ist mit dem Wolfgangsee<br />

verbunden und hinterließ hier<br />

lebendige Denkmäler. Bunte Festivals<br />

gibt es auch: von Mozart<br />

bis Jazz, von der Volksmusik bis<br />

zur Operette. Doch sie bedürfen<br />

kaum der Erwähnung, denn Kultur<br />

ist selbstverständlicher Teil<br />

des Lebens.<br />

Die reiche Fülle von Sportmöglichkeiten,<br />

Kultur und Wanderwegen,<br />

das ist das Koordin<strong>at</strong>ensystem<br />

einer einzigartigen<br />

Urlaubslandschaft, in der individuell<br />

gemischte Interessen<br />

Orte und Raum finden.<br />

4KURZINFO<br />

Der Wolfgangsee h<strong>at</strong> eine Fläche<br />

von 13km². Durch den Schwemmkegel<br />

des Zinkenbaches wird er in<br />

zwei Seebecken geteilt. An dieser<br />

Stelle ist der See nur 200 Meter<br />

breit. Er liegt <strong>auf</strong> einer Seehöhe<br />

von 538 Meter und ist an seiner<br />

tiefsten Stelle 114 Meter tief. Die<br />

höchste je gemessene Wassertemper<strong>at</strong>ur<br />

beträgt 28.3 Grad C,<br />

Die Falkensteinwand. Nicht<br />

erst seit die Klippenspringer<br />

diese Wand für sich entdeckt<br />

haben, sondern bereits in der<br />

langen Geschichte der Region<br />

um den Wolfgangsee, wird die<br />

Falkensteinwand immer wieder<br />

erwähnt und ist weit über die<br />

Grenzen des Landes bekannt.<br />

Die Geschichte vom Ochsenkreuz<br />

und Hochzeitskreuz zeugen<br />

davon.<br />

Ein historischer Wallfahrerweg<br />

führt von Fürberg bei St. Gilgen<br />

über den Falkenstein und die<br />

Ortschaft Ried nach St. Wolfgang:<br />

24 beschilderte Erlebnispunkte<br />

dokumentieren seine<br />

besondere Bedeutung – von den<br />

Kultstätten der Urzeit über die<br />

christliche Missionierung durch<br />

den heiligen Wolfgang (siehe<br />

auch St. Wolfgang-Sage) bis<br />

zum Höhepunkt der Wallfahrt<br />

und zum Beginn des modernen<br />

Tourismus.<br />

[Marcus Hantschel]<br />

marcus@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

der größte Fang ist eine 123cm „die Erotik einer Landschaft“.<br />

lange und 32kg schwere Seefo- Die tiefste Stelle des Sees – knapp<br />

relle. Die drei Ufergemeinden St. 114m – befindet sich etwas see-<br />

Gilgen, Ried und St. Wolfgang, sind mittiger vor der Falkensteinwand.<br />

berühmt für ihre Gastfreundschaft Dieser Teil des Sees gilt auch unter<br />

und eingerahmt von einer mar- Tauchern als einer der schönsten<br />

kanten Bergkette der nördlichen und <strong>auf</strong>grund der steil abfallenden<br />

Kalkalpen; Die Region ist nebelfrei Felswand samt Überhängen an-<br />

und verfügt über ein Luftgütesiegel. spruchsvollsten Spots.<br />

Ein Dichter nannte den See einst www.wolfgangsee.<strong>at</strong><br />

[www.<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong>]


60<br />

DIELETZTESEITE<br />

HUBERT<br />

VONDERBASIS<br />

Wir sitzen gemeinsam am Staff Tisch<br />

beim Mittagessen als plötzlich ein lautes<br />

“Mahlzeit!!!!“ durch das ganze Restaurant<br />

schallt. Erschrockene Gesichter. Das kann nur<br />

eines bedeuten: Hubert ist wieder da! Er ist einer<br />

unserer treuesten Wiederholungstäter, er kommt<br />

mindestens einmal im Jahr, meistens zweimal<br />

– und er lässt keinen einzigen Tauchgang aus,<br />

was sich n<strong>at</strong>ürlich höchst positiv <strong>auf</strong> unsere Einnahmenst<strong>at</strong>istik<br />

auswirkt. Aber Hubert bringt<br />

nicht nur viel Geld mit, er bringt auch Pech.<br />

Am Shark Point, wimmelt es immer nur so von<br />

den Grauen Riffhaien außer er ist dabei, dann<br />

ist es <strong>auf</strong> einmal nur mehr ein leerer Fels. Am<br />

Manta Spot verdunkelt sich normalerweise für<br />

9 viele Minuten die Sonne, 5 außer 7 Hubert kommt<br />

mit. Bei Nachttauchgängen mit Hubert strömt es<br />

6 3 2<br />

dermaßen, dass wir nach fünf Minuten nur mehr<br />

regungslos 2 im Strömungssch<strong>at</strong>ten 1 sitzen können<br />

und bei Fullday Trips in der schönsten, heißesten<br />

Jahreszeit 3 beginnt 7 es plötzlich zu regnen. 4„Hu<br />

bert, he brings bad luck!!“ raunt die Bootscrew<br />

4 8 9<br />

schon jedes Mal, wenn er das erste Mal an Bord<br />

kommt. Dazu 8 kommt 5 1 noch, dass Hubert 7 riesig<br />

ist, und zwar in alle Richtungen. Unseren größ-<br />

6 2<br />

ten Shorty, Größe 62, kann er nicht über dem<br />

Bauch schließen 1 und wir 2 müssen 9 zwei 8Gurte<br />

zusammen stoppeln, um ihn mit 16 (sechzehn)<br />

4 Kilo Blei 2 zu beschweren. 8 5 Selbstverständlich<br />

3 1<br />

kann er damit nicht tarieren. Der arme Kerl zieht<br />

dann n<strong>at</strong>ürlich auch jede Menge Blicke <strong>auf</strong> sich,<br />

wenn er sich heftigst schn<strong>auf</strong>end, nach einem<br />

Tauchgang von grandiosen 2o Minuten, unter<br />

Tauchsch Aufbietung üler all zum seiner Tauchlehrer: Kräfte die Ausstiegsleiter<br />

„Herr hin<strong>auf</strong> Tauchlehrer, kämpft. Selbst wissen bei Sie einer eigentlich, Aktivität, wie die so<br />

man sehr ein die Arschloch Kommunik<strong>at</strong>ion neugierig untereinander macht?“ und die<br />

„Nein Gruppenzusammengehörigkeit - wie denn?“<br />

fördert wie die<br />

„Ich Taucherei, erzähl‘s gibt Ihnen es morgen!“ Außenseiter. So sitzt Hubert<br />

abends alleine an der Bar, bei Bier und Erd-<br />

nüssen, und versucht jeden Tauchkollegen, der<br />

vorbeikommt, ins Gespräch zu ziehen. Niemand<br />

lässt sich von ihm einladen, alle haben es plötzlich<br />

eilig sofort essen zu gehen oder haben doch<br />

noch etwas im Bungalow vergessen. Wenn man<br />

als Basisleiter von seinen Tauchlehrern immer<br />

verlangt, dass sie Kundenkontakt pflegen und<br />

freundlich und hilfsbereit sind, verlangen diese<br />

im Gegenzug, dass man mit gutem Beispiel voran<br />

geht. Und so trifft es halt meisten mich, dem<br />

vereinsamten Hubert ein bisschen zuzuhören.<br />

Ich nehme Pl<strong>at</strong>z an der Bar, so nahe neben ihm,<br />

wie nötig um sein Gemurmel zu verstehen und<br />

doch FINDE so weit die entfernt 5 FEHLER<br />

wie möglich, ohne dass es<br />

unfreundlich wirkt. Hubert pflegt nämlich seit<br />

Jahren, seit ich ihn kenne, sehr leicht zu reisen.<br />

Das bedeutet, dass er meint zwei Wochen Tropenurlaub<br />

mit genau zwei T-Shirts durchstehen<br />

zu können. Das der ersten Woche ist rot-weiß<br />

gestreift, das der zweiten blau-weiß. Mit dem T-<br />

Shirt frühstückt er, sitzt damit den ganzen Tag<br />

in der Sonne am Boot und am Abend dann auch<br />

noch an der Bar. Je weiter die Woche fortschreitet,<br />

desto einsamer wird er. Als er mir eines<br />

Abends nach langem gemeinsamen An-der-Bar-<br />

Sitzen schon sehr weinerlich gesteht, dass er so<br />

gerne hierher kommt, aber nicht versteht, warum<br />

er immer so alleine ist, h<strong>at</strong> er mir schon so viele<br />

Biere spendiert, dass mir mein diplom<strong>at</strong>isches<br />

Geschick abhanden gekommen ist und ich antworte<br />

ihm ehrlich: „ Hubert, das kommt daher,<br />

dass du stinkst.“<br />

Im letzten Jahr kam er nicht mehr. Und dieses<br />

Jahr auch noch nicht. Hubert es tut mir leid! Ich<br />

wollte Dich nicht beleidigen. Komm wieder zurück!<br />

Aber nimm Dir bitte acht T-Shirts mit!<br />

[Sascha Hamersky]<br />

sascha@<strong>nullzeit</strong>.<strong>at</strong><br />

SUDOKU<br />

6 4<br />

9 2<br />

3 1 8 5 2<br />

2 5 7 3 8<br />

5 7 1 6<br />

3 9<br />

2 5 6 4 3<br />

1 5 7<br />

7 6 8 1<br />

der LETZTE witz<br />

Eine deutsche Urlauberin genießt eine Liebesstunde<br />

mit ihrem amerikanischen Tauchlehrer.<br />

In größter Ekstase feuert sie ihn an: „Oh Du, du,<br />

du!“ Nach einer Weile beginnt der Tauchlehrer<br />

zu schimpfen: „Do, do, do.. I do wh<strong>at</strong> I can!“<br />

DIELETZTESEITE 61<br />

FINDE die 5 FEHLER<br />

Das untere Bild unterscheidet sich vom oberen durch 5 Fehler.<br />

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