9. Aug. '11 - Website-Box

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FERIEN 2011 3

eit, Lebensfreude …

res ohne den Menschen, aber wir

nicht ohne die Natur. Wie schrieb

bereits Goethe: “Die Natur hat immer

recht und die Fehler sind immer die

des Menschen.“

Es genügt nicht, Petitionen gegen

Luftverschmutzung, Tierversuche

und den Atomausstieg zu unterschreiben.

Es genügt nicht, für oder

gegen ein Bettelverbot in

unserem Land zu sein.

Eigenverantwortung ist

das Zauberwort. Was

geschieht, wenn unsere

wichtigsten Lebenspartner

Sonne, Wasser, Erde,

Luft und Wälder verloren gehen?

Sie sind leicht verletzbar und nicht

unbegrenzt vorhanden, wenn wir mit

unseren Methoden der systematischen

Zerstörung nicht aufhören.

Zeigen wir der Schöpfung unsere

Dankbarkeit, indem wir uns für dieses

wunderbare, so leicht verletzbare

Leben einsetzen. Gehen wir sorgfältiger

mit unserem Körper um und versorgen

wir ihn mit Lebensmitteln,

anstatt mit Nahrungsmitteln. Seien

wir wieder liebevoll mit der Umwelt

und verwenden wir weniger Ausreden

gegenüber der Politik.

In den Sommermonaten sehen wir so

etwas wie die Vollendung in der Natur.

Sehr viel Energie manifestiert sich in

großzügige Schaffenskraft. Es gab

Völker, die die Sonne, die Luft, die Erde

und das Wasser verehrten. Die Sonne

als himmlisches Lachen. Wenn wir

entspannt in der Wiese liegen,

scheint sie uns

direkt ins

Herz hi -

nein.

Ist

nicht

das Wasser ein

himmlisches Elixier,

wenn der

Durst uns quält?

Niemals werden wir den Sommer mit

seinen Gerüchen, Düften und Farben

mit einem Computer imitieren können,

niemals die Wärme des Herzens

mit einem Stück Geld entfachen.

Auch die Gesundheit gibt es in keinem

Geschäft zu kaufen.

Der Sommer schenkt uns seine

Lebenskraft. Schenken wir dem Som-

mer unsere Aufmerksamkeit. Zerstören

wir nicht mutwillig und aus

Profitgier die Einrichtungen der

Natur. Genießen wir ganz bewusst

die heilenden

Sonnenstrahlen,

das belebende

Wasser, die

warme Luft. Die

Lebenswärme wird

uns frei machen

von Zwängen,

Lebenswärme

bringt jene poetischeLebensführung

in den

Alltag von der

wir träumen, von

der uns die

Sehnsucht täglich

erzählt.

I c h w ü n s c h e

allen Leserinnen

und Lesern dieser Zeilen einen

erfüllten Alltag, ohne Grauschleier

auf der Seele, erfüllte Sommertage

voller Wärme, Licht und Sonne –

nicht nur im Außen – auch im Inneren.

Wie und wo immer Sie diesen

Sommer verbringen: Tun Sie, was

Ihnen gut tut, was Ihnen Kraft und

Lebensfreude für den Alltag

schenkt, Ihre Ingrid Gady

GEDANKEN

ZUM MONAT

Streiten muss sein

Endlich Wochenende! Endlich Ferien! Kaum

sind die ersten heiß ersehnten freien Tage

da, gibt es den ersten Krach. Wer kauft ein?

Ich nicht! Warum hat niemand an die

Getränke gedacht? Das letzte Mal war es

auch ich! Jeder/ jede hat hochgespannte

Erwartungen an die schönste Zeit des Jahres

– und die werden oft enttäuscht. Es gibt

Krach. Offenbar ist es normal, zu bestimmten

Zeiten aneinander zu geraten. Aber:

Streit muss sein. Wichtig dabei ist, sich

selbst zu kennen und zu wissen, wie man

reagiert – und warum. Die meiste Zeit des

Jahres ticken wir friedlich wie Küchenuhren

vor uns hin. Auf einmal schreien wir los und

die Familie reibt sich verwundert die Augen,

woher diese geballte Ladung an Aggression

kommt. Schwierig zu reagieren, weil niemand

Ahnung hat, worum es eigentlich

geht. Meist entzünden sich Streitereien an

Alltäglichkeiten, die Sehnsüchte zum Inhalt

haben: Nimm mich wahr, schenk mir deine

Zeit und deine Liebe…meist unerfüllte

Grundbedürfnisse, als Basis der versteckten

Hilferufe. Darüber muss man in einer Familie

reden, um sich zu verstehen.

Am Wochenende zusammen ins Kino gehen,

einen Ausflug machen, gemeinsam Sport

betreiben, oder Zeit für sich alleine. Weiß

und spürt man das, kann man miteinander

nach guten Alternativen suchen. Oder, wenn

es sein muss, konstruktiv darum streiten:

ZUHÖREN UND EINANDER AUS-

REDEN LASSEN, DIE MEINUNG DES

ANDEREN WENIGSTENS ACHTEN,

AUCH WENN ES SCHWERFÄLLT.

Gelegentlich spürt man: Dies ist ein schlechter

Zeitpunkt für einen Streit. Ich würde

Dinge sagen, die ich nie wieder zurücknehmen

kann. Da würde ich den anderen mitten

ins Herz treffen. Wohl dem, der das merkt

und den Streit verschieben kann. Gut, sich

auch in einer solchen Situation mitzuteilen

und der Familie zu sagen: “Lass uns bitte

später darüber reden.“ Urlaub – Ferien –

Wochenende: Der Samstag ist der letzte und

der Sonntag der erste Tag der Woche. Man

könnte am Samstag wie früher Hausputz

veranstalten – im eigenen Inneren die

Woche abschließen, aufräumen mit allem,

was noch herumliegt an Gedanken und

Gefühlen. Auch einmal Klartext reden in der

Familie, am besten zu einer festgelegten, für

alle passenden Zeit. Das Leben wird dann so

richtig frei – um es miteinander oder auch

alleine zu genießen. Ihre Ingrid Gady

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