Wisidanger 6.pdf - Wiesendangen

wiesendangen.ch

Wisidanger 6.pdf - Wiesendangen

NOVEMBER 6/2006

DE WISIDANGER


WIESENDANGEN

De Wisidanger 2

Redaktion «De Wisidanger»

Postfach 26

8542 Wiesendangen

wisidanger@bluewin.ch

Aus dem Inhalt

3 Fokus

4 Thema

11 Gemeinde

16 Schule und Weiterbildung

19 Kirchgemeinde

25 Jugend

26 Familie

27 Aktuell

36 Menschen und Umwelt

37 Leserbrief

38 Beruf und Gewerbe

40 Porträt

41 Dorfnarr

42 Zu guter Letzt

44 Kalender

Nächste Redaktionsschluss- und Versand-Daten:

Redaktionsschluss: Versand:

6. Januar 2007 26. Januar 2007

3. März 2007 23. März 2007

5. Mai 2007 25. Mai 2007

7. Juli 2007 27. Juli 2007

«De Wisidanger» erscheint 2-monatlich

WERBUNG

Inseratekosten:

1/1 Seite Fr. 550.– 1/2 Seite Fr. 280.–

1/3 Seite Fr. 180.– 1/4 Seite Fr. 140.–

1/6 Seite Fr. 100.– 1/8 Seite Fr. 75.–

1/12 Seite Fr. 55.–

Rabatte: 2 x 10% ab 4 x 15%

Diese Preise basieren grundsätzlich auf

druckfertigen Vorlagen. Zusätzliche Aufwendungen

müssen separat in Rechnung gestellt

werden.

Adresse:

Redaktion Wisidanger

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Postfach 26

8542 Wiesendangen

Bei Fragen: Andreas Faust, 052 337 25 26

wisidanger@bluewin.ch

Impressum

Herausgeber:

Gemeindeverein Wiesendangen

Verantwortlich: Andreas Faust

Veranstaltungskalender: Werner Christen

Redaktion:

Daniela Bachmann (bm)

Brigitt Hunziker (bhu)

Claudia Meili (cm)

Urs Stanger (ust), Koordination

Behördenberichterstatter:

Gemeinderat: Hans-Peter Höhener (hh)

Schule: Manuela Bollinger (mb)

Fotos:

Marianne Schuppisser (ms)

Karikaturen:

Daniel Bosshart (db)

Mitarbeiter:

Res Diem

Druckvorstufe:

Roger Fingerle

Fingerle Desktop Publishing,Würenlingen

Druck:

Dietrich + Wolf AG,Winterthur

Der Redaktion bleibt es frei, Manuskripte teilweise zu

kürzen, zu ändern oder zurückzuweisen.

Sie haftet nicht für eingesandte Manuskripte und Fotos.


Schöne und weniger gute Punkte

Seit 1989 wohne ich in Wiesendangen. Von der 3. Klasse bis in die 3.

Sek bin ich auch hier in die Schule gegangen. Danach habe ich bei

einer Garage eine KV-Lehre absolviert und arbeite heute als Abteilungssekretärin

in einem Grossbetrieb. Es gefällt mir sehr gut in

Wiesendangen. Aufgewachsen bin ich am Rande des Dorfes mit

Blick in die Natur, darum kann ich mir kaum vorstellen, eines Tages

von hier weg zu ziehen. Es ist sehr ruhig, überall hat es Wald und es

ist sehr gut erschlossen. In den letzten 17 Jahren hat sich sehr viel

verändert: Verschiedene neue Quartiere sind entstanden, die Turnhalle

Gässli wurde erneuert, ein Wisent ziert den Platz vor dem

Gemeindehaus und erinnert mich an die einmalige 1200-Jahr-Feier

und der Dorfplatz wurde neu gestaltet, um nur einige Veränderungen

zu erwähnen. Und die Einwohnerzahl ist jährlich gestiegen.

Trotz allem ist es ein Dorf geblieben, ich schätze das sehr. Man

kennt sich und man grüsst sich auf der Strasse.

Das Angebot an Freizeitbeschäftigungen ist stetig gestiegen, so dass

es für jede Zielgruppe etwas Passendes gibt. Sei es im sportlichen,

musikalischen oder kreativen Bereich. In den Turnvereinen war der

Zuwachs in den vergangenen Jahren sehr gross, weshalb teilweise

aus Platzgründen neue Riegen gegründet werden mussten. Das

zeigt, dass trotz der Nähe zu Winterthur auch die Angebote im eigenen

Dorf aktiv genutzt werden, was ich sehr schön finde. Das

Freizeitangebot des Turnvereins habe ich schon sehr früh selber

schätzen gelernt. Deshalb engagiere ich mich auch, um dem

Nachwuchs auch in Zukunft eine attraktive Freizeitbeschäftigung

bieten zu können.

Doch leider gibt es aus meiner Sicht in Wiesendangen auch einige

negative Punkte. Die Sachbeschädigungen haben im Dorf massiv

zugenommen, schade und auch nicht ganz verständlich. Warum

wird den Mitmenschen im eigenen Dorf mit irgendwelchen Dummheiten

geschadet, nur weil einem langweilig ist oder weil es einfach

cool scheint? Es gäbe doch wirklich sinnvollere Beschäftigungen als

Scheiben zu verschmieren, Sportanlagen zu beschädigen und EDV-

Anlagen aus den Schulen zu stehlen…

Seit einigen Jahren bin ich Präsidentin und Leiterin der Damenriege

sowie Leiterin in der Mädchenriege und muss mich leider je länger

je mehr über beschädigte Sportanlagen ärgern. Dazu kommt, dass

fast jeden Montag, bevor mit den Mädchen auf den Aussenanlagen

geturnt werden kann, zuerst die Überreste (Abfall und Scherben)

vom Wochenende beseitigt werden müssen, weil die Verletzungsgefahr

sonst zu gross wäre. Ich kann nicht verstehen, dass man die

Flaschen auf der Laufbahn zerschlagen muss, wenn es überall Abfalleimer

hat und andere dann in mühsamer Arbeit alles aufräumen

müssen. Das ist wirklich sehr ärgerlich und schade.

Leider muss ich vermehrt feststellen, dass sich die Eltern eher wenig

für das interessieren, was ihre Kinder jeden Montag in der Mädchenriege

machen. An Anlässen und Wettkämpfen sind sehr wenige

Eltern anzutreffen. Dasselbe ist der Fall, wenn die Eltern an einem

Anlass einen Einsatz übernehmen sollten. Die Rückmeldungen sind

immer sehr gering und kommen immer von den gleichen. An dieser

Stelle möchte ich diesen Eltern für die Unterstützung und Mithilfe

danken, denn ohne Helfer und teilweise auch Kampfrichter könnten

FOKUS

wir an den Wettkämpfen nicht teilnehmen und das Rangturnen

nicht durchführen. Herzlichen Dank! Ich würde mich sehr darüber

freuen, wenn am nächsten Wettkampf mehr Eltern zu sehen wären,

die ihre Kinder motivieren und anfeuern. Sie würden sich bestimmt

darüber freuen.

Obwohl es diese negativen Punkte gibt, bin ich der Meinung, dass

Wiesendangen ein schöner Fleck am Rande von Winterthur ist, wo

viel für die Bevölkerung gemacht wird. Besonders beeindruckend

fand ich die Realisierung des Kantonalturnfestes im vergangenen

Jahr. Das war wirklich ein toller und sehr erfolgreicher Anlass. Wie

da aus dem ganzen Dorf alle gemeinsam mitgeholfen haben, einen

solchen Grossanlass mit unzähligen Helferstunden zu dem zu machen,

was er war, fand ich als Turnerin absolut genial. Schön, dass man

sich heutzutage noch so hilft. Nun freue ich mich darüber, dass die

Planung für eine neue Turnhalle endlich losgeht. Seit Jahren philosophieren

wir nach dem Turnen schon darüber, wie wir uns diese

neue Halle vorstellen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sie aussehen

wird und ob all unsere Wünsche berücksichtigt werden können.

Denise Busenhart

De Wisidanger 3


THEMA

Nach langen Arbeitsjahren das Dasein geniessen

Lebensabend

(bm/cm) Es ist eigenartig mit dem Alter.

Als kleiner Knirps möchte man möglichst

schnell erwachsen werden. Dann mit 20

sieht man den 40-Jährigen bereits als Greis

an, um 20 Jahre später festzustellen, dass

man selbst noch lange nicht zum alten

Eisen gehört. Der berufstätige 50-Jährige

erachtet den 70-Jährigen vielleicht als alt.

Und wie beschreibt so treffend Wilhelm

Busch in seiner Altersballade den Fortgang:

«Wer dann die 80 überlebt, zielsicher nach

der 90 strebt. Dort angelangt, zählt man

geschwind, die Leute, die noch älter sind.»

Die Redaktion hat sich im Dorf umgesehen

und zeigt, wie Wiesendangerinnen und

Wiesendanger ihren Lebensabend gestalten:

Vier Generationen vereint

Eine nicht alltägliche Konstellation von drei,

respektive vier Generationen finden wir an

der Baumschulstrasse. Im Jahre 1963 kamen

Anne-Marie und Rolf Ammann mit ihren

zwei Kindern in ihr neues Zuhause nach

Wiesendangen. 1989 kehrte die Tochter

Corinne von Niederhäusern mit ihrer Familie

von Winterthur ins Dorf zurück. Das Haus

wurde renoviert und angebaut, die Eltern zogen

ins grosszügige Stöckli. Schon damals

kam die Grossmutter aus Frankreich, von allen

liebevoll Grand-Maman genannt, im Sommer

De Wisidanger 4

für vier Wochen in die Ferien. Wenn ein neuer

Urenkel auf die Welt kam, war sie eine

grosse Hilfe für die junge Familie. Sie unternahm

mit den Kleinen lange Spaziergänge

und hütete sie im Garten.

Madame Louise Dagouret lebte 30 Jahre in

Paris. Sie arbeitete als Portier im «Cheval

Français», dem grössten Wettbüro für Pferderennen.

Da es damals noch keine Nachttresore

bei den Banken gab, musste sie den

Gewinn mit nach Hause nehmen. Die Millionen

Francs bewahrte sie unter dem Teppich

im Salon auf und als Haustier hielt sie sich

ein türkisches Eichhörnchen namens Toto.

Die letzten Jahre vor dem definitiven Umzug

nach Wiesendangen verbrachte sie in Fernet-

Voltaire bei Genf. 1994 bezog sie ihre 2-

Zimmer-Wohnung an der Stationsstrasse,

gleich hinter dem Doppelhaus der Tochter

und Enkelin. So kam es zu gegenseitigen

Hilfeleistungen. Mal fütterte die Grand-

Maman die Hühner und Hasen, wenn von

Niederhäusern in die Ferien fuhren, dann

wiederum putzt die Enkelin bei der Grossmutter.

Oder die Tochter kocht den Zmittag,

das Rasenmähen machen sie abwechslungsweise

und wenn es Schreinerarbeiten zu verrichten

gibt, ist der Schwiegersohn zur Stelle.

Die Ammanns verbringen einen Teil ihres

Lebensabends in ihrer Ferienwohnung im

Tessin. Der pensionierte Klarinettist des

Stadtorchesters und die leidenschaftliche

Gärtnerin geniessen vor allem die Ruhe und

das angenehme Klima der Sonnenstube.

Ganz ins Tessin zu übersiedeln, können sie

sich aber nicht vorstellen. «Wir können doch

nicht mehr ohne Fussball leben», lacht

Anne-Marie Ammann. Denn alle vier Enkelkinder

und auch der Schwiegersohn haben

das gleiche Hobby. Und so trifft man die

beiden häufig auf dem Rietsamen oder sonst

einem Fussballplatz, wie sie interessiert die

Spiele verfolgen. Natürlich übernehmen sie

auch Fahrdienste und viele kleine Botengänge

für alle vier Generationen. So wäscht

eine Hand die andere im goldenen Dreieck.

Seit einigen Monaten macht sich bei der

Urgrossmutter eine leichte Altersdemenz bemerkbar,

was für alle Beteiligten eine Umstellung

in vielen Belangen brachte. Medikamente

müssen gerichtet, Arztbesuche organisiert

werden und einiges mehr. So vergisst die

90-Jährige manchmal Dinge und muss dann

einfach glauben, was die beiden Frauen ihr

erzählen. Das bereitet ihr ab und zu Mühe,

aber alles in allem ist sie zufrieden mit ihrem

Leben. Nur Deutsch hat sie nicht mehr gelernt

und darum verbringt sie ihre Zeit mit

französischem Radio und Fernsehen oder

liest Magazine aus Frankreich. Sie spaziert

auch täglich und kommt anschliessend zum

Tee zur Tochter oder Enkelin, kauft Kleinigkeiten

im Coop und geht noch selbstständig

zum Coiffeur. Alle hoffen, dass die Grand-

Maman bis zum Schluss in ihrer Wohnung

bleiben kann. «Ich gehe nur noch auf den

Friedhof», sagt die charmante Französin

überzeugt und weist schmunzelnd über den

Zaun hinweg. Anne-Marie Ammann kann es

sich durchaus vorstellen, im Altersheim zu

leben, hat sie doch viele Jahre in Gündlikon

und im Spital als Rotkreuz-Schwester gearbeitet.

«Für meinen Mann kommt das hingegen

absolut nicht in Frage» weiss sie.

Und wie stellt sich die Enkelin ihren Lebensabend

vor? «Wenn eines unserer Kinder das

Haus übernehmen möchte, werden wir sicher

ins Stöckli wechseln. Die Chance ist gross bei

vier an der Zahl. Aber ein paar Jahre bleiben

sicher noch. Will keines in Wiesendangen

wohnen, wäre eine Stadtwohnung auch eine

Variante», bemerkt Corinne von Niederhäusern.

Sie nimmts dann, wie es kommt.


Daheim an der Schlossstrasse

15 Jahre lang bewohnte Ruth Schär eine

Wohnung im Obstgarten an der Attikerstrasse

hinter dem Coop. Dann wurde das Gebäude

abgerissen, um mit dem Rest der grossen

Wiese einer Neuüberbauung zu weichen.

Für die rüstige 76-Jährige war klar: Sie würde

in die Alterswohnungen an der Schlossstrasse

6 ziehen. Zu Beginn musste sie sich mit

einer 1-Zimmer-Wohnung im Hochparterre

links zufrieden geben, weil gerade keine 2-

Zimmer-Wohnung frei war, um die sie sich

beworben hatte. Doch bereits nach kurzer

Zeit konnte sie in der gleichen Laube ganz

hinten in der Ecke eine grössere Wohnung

beziehen. Hier wohnt sie nun seit über einem

Jahr, und sie fühlt sich wohl. «Ich bin hier

daheim», sagt sie mit Überzeugung.

Ruth Schär hat sich ein kleines, hübsches

Reich eingerichtet. Im Wohnzimmer ist es

gemütlich. An der Wand steht ein altes, liebevoll

restauriertes Buffet, gegenüber das

Canapé mit neuem Bezug. «Es sind die Möbel

meiner Eltern, meine Tochter hat sie aufgefrischt»,

erklärt sie stolz. An den Wänden

hängen Fotos der fünf Enkelkinder und des

Urenkels. Den Fernsehsessel haben ihr ihre

Kinder gekauft. Dummerweise schlafe sie

darin immer ein. «Nur selten sehe ich die

Nachrichten», ereifert sie sich kopfschüttelnd.

Sie habe den Jungen gesagt, sie hätten

einen Blödsinn gemacht mit dem Kauf dieses

Sessels. Rücklehne und Fussstütze sind verstellbar,

aber die dürfe sie nicht betätigen,

sonst schlafe sie vielleicht die ganze Nacht

vor dem Fernseher, meint sie mit gespielter

Entrüstung.

Von ihren vier Kindern leben zwei in der

näheren Umgebung. Eine Tochter kennt man

im Dorf: Es ist die Schulhauswartin Colette

Ruppert. Die zweite Tochter wohnt im Kanton

Baselland. Sie war es, die der Mutter die

Möbel restaurierte. Der ältere Sohn betreibt

in Seen eine Garage. Auf die Frage, ob das

Foto auf dem Buffet diesen Sohn zeige, umnebeln

sich die Augen der Rentnerin. Nein,

dieser, der Jüngste, sei vor zehn Jahren gestorben.

Es tue weh, ein Kind zu verlieren, berichtet

sie.

Das Leben hat es nicht immer gut gemeint

mit Ruth Schär. Zu einer Zeit, als solches

noch stigmatisiert wurde, liess sie sich anno

1969 von ihrem Mann scheiden. Damals lebte

die Familie am Tegerlooweg in Oberwinterthur.

Fortan musste sie sich und die vier

Kinder selbst über die Runden bringen. Arbeit

fand sie bei der Firma Stewi in der Grüze. Sie

habe dort alles Mögliche gemacht, vor allem

aber in der Fertigungskontrolle gearbeitet,

erzählt sie. Die Firma gab ihr Halt und

Sicherheit, 23 Jahre lang, bis zu ihrer Pensionierung.

Vom Angebot an Aktivitäten für Seniorinnen

und Senioren macht Ruth Schär regen Gebrauch.

So turnt sie jeden Dienstagmorgen

im Altersturnen, und nimmt teil an den jährlichen

Seniorenferien, die von der Pro Senectute

organisiert und von Pfarrer Cloos geleitet

werden. Auch beim Mittagtisch ist sie stets

mit von der Partie. An den Spielnachmittagen,

die der örtliche Frauenverein einmal

monatlich im Aufenthaltsraum im Untergeschoss

der Alterswohnungen organisiert,

spielt sie jeweils mit Trudi Schwank «Eile mit

Weile». Meistens werde jedoch gejasst. Auch

die Seniorennachmittage, die die Seniorenkommission

der beiden Kirchen sechs Mal

jährlich organisiert, besucht sie immer. Das

alles macht ihr Spass.

THEMA

Für sie war der Entschluss, in die Alterswohnung

zu ziehen, richtig: «Ich habe mir

gedacht, das ist eine Alterswohnung – und da

gehöre ich auch hin.» Der Zusammenhalt

unter den Bewohnerinnen und Bewohnern

sei sehr gut. Gerade habe "Miggi", so wird

Maria Fäs genannt, ihren 90. Geburtstag gefeiert,

und alle seien eingeladen worden.

Wäre das Altersheim eine Alternative gewesen?

«Angemeldet bin ich, aber ich finde, ich

bin noch nicht so weit. Ich koche noch selbst,

und ich koche gerne. Und wenn ich mich nur

noch hinsetzen könnte, wer weiss, ob das gut

für mich wäre», sinniert Ruth Schär. Sie legt

Wert darauf, eigenständig zu sein, den

Haushalt selbst zu besorgen, und tun und

lassen zu können, was sie wolle. Wenn sie gebrechlich

wäre, dann würde sie das

Altersheim in Betracht ziehen, aber so lange

sie noch turnen könne, nein, so lange ziehe

sie die Alterswohnung vor.

Alterswohnungen

Die Alterswohnungen an der Schlossstrasse

6 wurden in den Sechzigerjahren von der

Gemeinde Wiesendangen erstellt. Sie sind

für AHV oder IV-Bezügerinnen und Bezüger

bestimmt. Derzeit gibt es zehn 2-Zimmer-

Wohnungen und acht 1-Zimmer-Wohnungen.

Im Dachgeschoss liegt die 4-Zimmer-

Abwartswohnung, in der seit August die

junge Abwartsfamilie Gould wohnt.

Es besteht eine kleine Warteliste. Personen,

die Interesse an einer Wohnung haben,

melden sich bitte schriftlich bei der Gemeindeverwaltung

Wiesendangen. Nähere

Auskünfte erteilt Markus Zollinger, Gemeindehaus,

Telefon 052 320 92 34.

Die Alterswohnungen an der Schulstrasse

10 wurden von der Genossenschaft Alterswohnungen

Wiesendangen im Jahre 1998

erstellt. Die 2.5 bis 4.5-Zimmer-Wohnungen

werden ausschliesslich an Genossenschafter

vermietet. Die Mieter fühlen sich in ihren

Wohnungen sehr wohl, weshalb fast nie

Mieterwechsel stattfinden. Für künftige Mieter

besteht eine Warteliste. Auskunft erteilt

Richard Bätscher, Telefon 052 337 23 97. In

der gleichen Liegenschaft ist die Spitex einquartiert.

De Wisidanger 5


THEMA

«Wir sind hier im Hotel»

Wäre dies ein Werbeprospekt, es gäbe niemand

idealeren als Elsbeth Wuhrmann um

zu illustrieren, wie glücklich man sich im

Alterszentrum im Geeren in Seuzach fühlen

kann. Seit einem Jahr bewohnt die ehemalige

Wiesendanger Gemeindekrankenschwester

– auch bekannt als Schwester Elsbeth – gemeinsam

mit Pudeldame Susca und Kater

Röteli eines der 53 Wohnstudios. Immer wieder

betont die fitte 79-Jährige, sie fühle sich

wie im Hotel, mit dem kleinen Unterschied,

dass immer jemand da sei, wenn man Hilfe

benötige. Sie lobt die Leitung des Zentrums,

schwärmt vom Team und fügt an, sie habe

noch nie in ihrem Leben derart schöne Weihnachten

verbracht wie hier im Alterszentrum.

Bereitwillig zeigt sie der Besucherin das

Haus, weist auf den Menüplan am Anschlagbrett

hin und betont, wie abwechslungsreich

und gut gegessen wird. Sie gewährt einen

De Wisidanger 6

Blick in ihr Zimmer im Parterre, zeigt, wo

das Essen eingenommen wird und fährt mit

dem Lift in den zweiten Stock hinauf, stets

begleitet von Susca, die wie Elsbeth

Wuhrmann sagt, sehr gerne Lift fährt. Hier

oben lässt sich die wunderbare Aussicht auf

Heimenstein und Unterohringen bewundern.

Auf jedem Stockwerk ist für die Heimbewohner

eine Küche eingerichtet, wo gekocht werden

darf. Für die Esswaren steht sowohl im

Kühl- wie auch im Küchenschrank ein eigenes,

abschliessbares Abteil zur Verfügung.

Nach einem Blick in den Mehrzweckraum,

der sonntags für Gottesdienste genutzt wird,

geht es wieder hinunter ins Untergeschoss.

Jeder Bewohner und jede Bewohnerin besitzt

hier einen abschliessbaren Schrank, in dem

Koffer und andere Habseligkeiten aufbewahrt

werden. Wer mag, darf seine Wäsche selbst

waschen und bügeln. Auch dazu steht in einer

Waschküche alles bereit. Gleich nebenan

kann man sich nach Voranmeldung im Coiffeursalon

die Haare schneiden oder von der

Pediküre die Füsse pflegen lassen. Ferner ist

hier unten der Bereich des Tagesheims eingerichtet,

wo die regelmässigen Gäste gerade

den Nachmittagskaffee einnehmen. Die Besichtigung

endet schliesslich in der Cafeteria

im Erdgeschoss.

Elsbeth Wuhrmanns Leben im Alterszentrum

ist, wie sie selbst sagt, ganz schön stressig.

Aufwachen tut sie in der Regel bereits um

halb sieben Uhr. Nach dem Duschen geht sie

kurz mit dem Hund hinaus, füttert die Tiere

und räumt auf. Um acht Uhr ist Zeit für das

Frühstück, danach steht der morgendliche

Spaziergang auf dem Programm. Da sie seit

20 Jahren an Diabetes leidet, ist viel Bewegung

und angepasstes Essen wichtig. Mindestens

zwei Stunden pro Tag ist Elsbeth Wuhrmann

mit ihrem Hund unterwegs. Durch die

viele Bewegung kommt sie noch heute ohne

Tabletten und Insulinspritzen aus. Um zehn

Uhr nimmt sie aufgrund des Zuckers einen

Alterszentrum im Geeren, Seuzach

Derzeit wohnen insgesamt 27 Wiesendangerinnen

und Wiesendanger im Alterszentrum

im Geeren; 16 Personen im Altersheim,

11 Personen im Pflegeheim.

Das Alterszentrum im Geeren bietet:

53 Wohnstudios im Altersheim

81 Betten im Pflegeheim

sowie

12 Plätze im Tagesheim*

* Älteren Menschen mit Einschränkungen

im körperlichen, kognitiven oder psychischen

Bereich bietet das Tagesheim von

Montag bis Freitag eine professionelle Betreuung

an. Durch qualifizierte Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen werden vorhandene

Ressourcen gefördert. Es besteht die Möglichkeit,

einen oder mehrere Tage pro

Woche in einer geregelten Struktur zu verbringen.

Dadurch wird einer Vereinsamung

entgegen gewirkt und pflegende Angehörige

können entlastet werden.

Zurzeit sind noch Plätze im Tagesheim frei.

Bei Interesse wenden sie sich bitte an Frau

Adam, Teamleitung Tagesheim, Telefon 052

320 11 08.

Znüni ein. «Dann muss ich die Zeitung lesen,

eine Serie schauen und bald ist wieder Zeit

fürs Mittagessen», kommentiert sie den weiteren

Tagesablauf. Der gemütliche Schwatz

nach den Mahlzeiten ist ihr genauso wichtig,

wie die Besuche und Besorgungen, die sie

mindestens einmal wöchentlich nach Wiesendangen

führen. Mobil ist sie, weil sie –

wie weitere drei Bewohnerinnen des Alterszentrums

– ein eigenes Auto besitzt. Die Nachmittage

sind ausgefüllt mit Spaziergängen,

Besuchen oder Teilnahmen an irgendeinem der

vielen Anlässe, die angeboten werden. «Man

könnte noch viel mehr tun», sagt Elsbeth


Wuhrmann mehrmals. Streng hat sie es

auch, weil sie schlecht nein sagen kann.

Noch immer fühlt sie sich zu Hilfeleistungen

verpflichtet. So ist es für sie selbstverständlich,

der im Pflegeheim wohnenden neunzigjährigen

Rosi Wiesendanger wöchentlich

vorzulesen, oder Frau Fröhlich, die erst vor

kurzem eingezogen ist, den Weg zum Bahnhof

zu zeigen. Auch kleine Gefälligkeiten, wie

eine Bekannte nach Winterthur zum Röntgen

fahren, erledigt sie anstandslos. Ferner könnte

sie turnen, singen oder ins Werken, aber

weil sie jeden Tag mehrere Stunden mit dem

Hund draussen ist, hat sie schlicht zu wenig

Zeit dazu. «Meine Nichte hat mich bereits gefragt,

wann sie mich am ehesten erreiche, ich

sei ja nie im Zimmer», sagt sie lachend.

«Man muss den Gemeinden ein Kränzchen

winden; was sie hier aufgestellt haben, das ist

einfach ideal», sagt Elsbeth Wuhrmann. Als

Gemeindeschwester wisse sie genau, dass es

einfacher sei, wenn betagte Leute aus freien

Stücken ins Altersheim ziehen, weil sie

glücklicher seien, als diejenigen, die von den

Jungen «gezwungen» würden. Oft komme es

vor, dass nicht freiwillig eintretende Betagte

ihren Töchtern und Söhnen – vielleicht unbewusst

– ein schlechtes Gewissen einreden.

Das habe sie mehrmals beobachtet. Elsbeth

Wuhrmann ist überzeugt davon, dass eine bewusste

Auseinandersetzung mit dem Thema

bereits eine innere Loslösung ermögliche.

Dies sei besonders wichtig, wenn man ein eigenes

Haus besitze. Sie habe in dieser

THEMA

Hinsicht das grosse Los gezogen, das

«Sunnegüetli», ihr früherer Wohnsitz an der

Birchstrasse, habe sie einer jungen, sehr netten

Familie verkaufen dürfen, deren Kinder

für sie so etwas wie Urenkel geworden seien.

«Alte Leute daheim tun mir manchmal leid,

sie kochen vielleicht nicht mehr, sind daher

schneller schwach und plagen sich ab – dabei

könnten sie es hier doch so schön haben»,

sagt sie mit Überzeugung. Dann fügt sie an:

«Für mich ist es ein schöner Abschluss des

Lebens».

De Wisidanger 7


THEMA

Lebensabend

Vereine und Institutionen mit ihrem seniorengerechten Angebot

In Wiesendangen leben 785 Personen, die

eine Altersrente beziehen. Für sie steht ein

vielfältiges Angebot an Aktivitäten und Dienstleistungen

zur Verfügung.

Pro Senectute

In der letzten Ausgabe des Wisidangers hat

die Pro Senectute eine Liste ihres Angebotes

publiziert. Vom Mahlzeitendienst über Spielnachmittage,

von Senioren-Tages-Reisen über

Volkstanz bis hin zum Singen im Senioren-

Chor gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die

Freizeit aktiv zu gestalten, Freundschaften zu

pflegen und der Vereinsamung entgegen zu

wirken. An Aktivitäten der Pro Senectute

kann man ab 55 Jahren teilnehmen. Das

komplette Programm kann bei René Stebler,

Telefon 052 337 14 42, bezogen werden.

Frauenverein Wiesendangen

Der Frauenverein bietet eine breite Palette an

Angeboten für Senioren. Die laufenden Aktivitäten

während des Jahres sind:

• Mahlzeitendienst

• Fahrdienst

• Fahrdienst nach Seuzach

• Spielnachmittage für Senioren (jeden zweiten

Donnerstag im Monat)

• Adventsmittagessen für alleinstehende Seniorinnen

und Senioren

• Seniorenturnen (Dienstag: 9.00 bis 11.00 Uhr,

1 Stunde/Gruppe)

Für weitere Informationen oder Fragen steht

die Präsidentin Konstanze Fürst zur Verfügung,

Telefon 052 337 34 76.

De Wisidanger 8

Kirchgemeinde, Ressort Senioren

Jährlich organisiert die Seniorenkommission

unter der Leitung von Claudine Kindhauser

sechs Seniorennachmittage. Bildvorträge,

Tonbildschauen, Lesungen etc. locken jeweils

zwischen 80 und 150 Teilnehmende in die

Wisenthalle. Als siebter Seniorennachmittag

hat sich der Theaternachmittag eingebür-

gert. Das Laientheater Wiesendangen spielt

eigens für die Senioren am Freitagnachmittag

das jeweils neuste Stück.

Den jährlichen Tagesausflug, der mit dem

Car in eine schöne Gegend der Schweiz führt,

können auch Seniorinnen und Senioren geniessen,

die auf Hilfe angewiesen sind. Für


die Reisekosten und den Zvieri kommen die

beiden Kirchen auf, nur das Mittagessen

muss selbst bezahlt werden.

Die Seniorenferien, unter dem Patronat von

Pro Senectute und von Pfarrer Hans-Peter

Cloos geleitet, werden von 25 bis 35 Teilnehmenden

gebucht.

Für Fragen wenden Sie sich an Claudine

Kindhauser, Telefon 052 337 11 40.

Spitex-Verein Wiesendangen

Die Spitex-Organisation in Wiesendangen

bietet Menschen aller Altersstufen Hilfe und

Pflege zu Hause in ihrem vertrauten Umfeld.

Fachlich kompetente Mitarbeitende erbrin-

THEMA

gen bedarfsgerecht die Unterstützung zu

Hause in Pflege oder Haushilfe.

Gerne erteilt die Organisation weitere Auskünfte

oder informiert über die Möglichkeiten.

Die Spitex-Leiterin Brigitte Stahel ist täglich

von 8 bis 10 Uhr direkt zu erreichen. Anschliessend

und am Wochenende nimmt die

diensttuende Pflegefachfrau Ihren Anruf entgegen.

Spitex-Verein, Schulstrasse 10, Telefon

052 337 40 34.

Turnverein Wiesendangen

Das Motto der Senioren-Riege lautet: «Bleibe

fit mit Spiel und Schwung – das Seniorenturnen

hält uns jung». Derzeit enthält die

Liste der Turnveteranen 83 Mitglieder, diejenige

der Seniorenturner 61. Geturnt wird

gleichzeitig jeden Mittwochnachmittag in zwei

Turnhallen. Geselligkeit gehört anschliessend

auch dazu.

Ansprechperson ist Jürg Hirschle, Telefon 052

337 31 84.

Auch für Frauen gibt es ein Programm. Die

Seniorinnen turnen einmal wöchentlich am

Mittwoch von 14 bis 15 Uhr unter der Leitung

von Marianne Schuppisser, Telefon 052 337

32. Interessierte sind willkommen.

Mittagstisch für Seniorinnen

und Senioren

An jedem vierten Montag des Monats trifft

sich eine Gruppe von rund 20 Personen in

einem der drei Dorfrestaurants (Löwen,

Storchen, Wisent). Hier wird zum Preis von

Franken 17.50 ein vollständiges Mittagessen

inklusive Dessert (ohne Getränke) serviert.

Die vormals 45 Personen zählende Gruppe

freut sich auf neue Gesichter. Melden Sie

sich bei Marianne Merkli, Telefon 052 337

18 57.

De Wisidanger 9


THEMA

Klassenzusammenkunft

des Jahrgangs 1918

Rückblick

Als wir erblickt das Licht der Welt

vor achtundachtzig Jahren,

da hatte man meist nicht viel Geld,

so lernten wir das Sparen.

Das Dorf sah noch ganz anders aus,

die Bäche flossen frei,

man kannte sich von Haus zu Haus,

zu tun gabs Vielerlei.

Wir spielten fröhlich auf der Strasse

mit Springseil, Reif und Ball,

Wir rannten keck durch jede Gasse,

uns fand man überall.

Die Autos waren noch recht rar,

der Fluglärm unbekannt,

beim Posten zahlte man in bar,

wer nicht, ward Dieb genannt.

Den Weltkrieg haben wir erlebt,

als wir erwachsen waren,

von Bomben hat die Welt gebebt,

Vertrieb’ne zu uns kamen.

Und dann gabs eine neue Welt,

der Fortschritt schafft sich Bahn,

man passt sich an, verdiente Geld,

doch nicht den Luxuswahn.

Autos und Fernseh, Radio

ist Allgemeingut nun,

und wer es will, oh Holdrio,

fliegt durch den Erdenrund.

Computer übers grosse Meer

begann den Siegeszug,

und ohne ihn geht heut nichts mehr,

der rechnet schnell und gut.

Doch nun sind unsre Häupter grau,

wir haben viel erlebt

und wurden weiser, vielleicht schlau,

in Vielem überhebt.

Wir hatten Tiefen, hatten Höhn,

die Zeit verging so schnell,

doch letztlich war das Leben schön

und in Erinn’rung hell.

De Wisidanger 10

Katharina Thürig


Aus dem Gemeindehaus

Herzlichen Glückwunsch

zur Pensionierung

Am 1. Oktober 2006 konnte Renate Burger

das 45. Dienstjubiläum im Gemeindehaus

feiern. Nun steht die Pensionierung bevor,

der letzte Arbeitstag wird am Freitag, 22.

Dezember 2006 sein.

Renate Hablützel, wie sie damals hiess, wurde

mit einem Jahreslohn von Franken

5’450.– oder Franken 454.15 pro Monat eingestellt.

Aus der jungen Tochter mit Schreibmaschinen-

und Französisch-Kenntnissen,

wie es im damaligen Inserat hiess, wurde als

Leiterin der Einwohnerkontrolle eine bestandene

Berufsfrau, die Visitenkarte der Gemeinde.

Alle Zu- und Wegzüge, die Telefonanrufe

und viele Fragen wer, wo, wie, was forderten

Renate Burger Tag für Tag. Sie war aber auch

besorgt für die Reservation der Wisenthalle

und des Schlosses, sie führte früher die

Zweigstelle für AHV und IV und war als Sektionschefin

für das Meldewesen im Militär

zuständig. Frühmorgens schon war Renate

Burger präsent, achtete auf Ordnung und war

auch immer bereit, Kunden ausserhalb der

Öffnungszeiten zu bedienen.

Der Gemeinderat und das Gemeindepersonal

wünschen Renate Burger für den dritten

Lebensabschnitt alles Gute, gute Gesundheit

und geruhsamere Tage.

Voranschlag 2007

Die Festsetzung des Voranschlages 2007 und

des Steuerfusses 2007 bilden das einzige

Traktandum an der Gemeindeversammlung

vom 27. November 2006. Erwartet wird ein

Aufwandüberschuss von 3,14 Millionen Franken.

Darin enthalten sind zusätzliche Abschreibungen

von 2,0 Millionen Franken. Die

Neubewertung der Liegenschaften im Finanzvermögen

führte zu einer erfolgsneutralen

Erhöhung des Eigenkapitals von 3,3 Millionen

Franken. Damit in den folgenden Jahren

die Abschreibungsquoten tiefer gehalten werden

können, möchte der Gemeinderat diese

Einmalabschreibungen durchführen. Das

abzuschreibende Verwaltungsvermögen beträgt

nach den Abschreibungen 2007 noch

4,9 Millionen Franken. Das Eigenkapital wird

per Ende Rechnungsjahr 2007 auf 12,3 Millionen

Franken geschätzt. Die Verschlechterung

der laufenden Rechnung gegenüber

dem Vorjahr ist vor allem mit dem Wegfall

des Buchgewinnes aus dem Landverkauf

Stationsstrasse 100 zu begründen. In den

einzelnen Produkten gibt es keine ins Gewicht

fallenden Änderungen, Mehrausgaben

sind bei den Produkten Freizeit und Kultur,

ergänzende, gesetzliche Sozialleistungen,

dem baulichen Strassenunterhalt, dem Winterdienst

und den Finanzliegenschaften zu

erwarten. Minderausgaben sind geplant von

der allgemeinen Verwaltung, der Gesundheit

und dem öffentlichen Verkehr.

Der Steuerfuss soll für die Politische Gemeinde

auf 26 % belassen werden, zusammen mit

der Schulgemeinde wird voraussichtlich ein

Steuerfuss von 99 % wie im Vorjahr verrechnet.

Die Finanzierung des zu erwartenden

Aufwandüberschusses über das Eigenkapital

hält sich in vertretbarem Rahmen.

Grössere Alterswohnungen sind gefragt

Die Gemeinde verfügt an der Schlossstrasse 6

immer noch über eine Anzahl 1-Zimmer-

Alterswohnungen. Wie beim privaten Wohnungsbau

bevorzugen auch die Rentner

mehr Wohnraum. Eine 1-Zimmer-Wohnung

ist bei einem dauernden Aufenthalt in der

Wohnung tatsächlich etwas eng. Unter Leitung

von Architekt Max Wartenweiler werden

im Erdgeschoss drei 1-Zimmer-Wohnungen

in zwei 2-Zimmer-Wohnungen umgebaut.

Die Arbeiten dauern von November bis Januar.

Der Gemeinderat hat den Kredit von

Franken 94’000.– freigegeben.

Neuer Mitpächter

Auf Antrag der Jagdgesellschaft Wiesendangen

hat der Gemeinderat das schriftliche

Einverständnis erteilt für einen zusätzlichen

Mitpächter. Martin Lehmann, 1961, wohnhaft

in Thayngen, wird künftig in den Wäldern

rund um Wiesendangen anzutreffen sein.

Neues Gemeindefahrzeug

Das im Jahr 1995 angeschaffte Allradfahrzeug

Meili ist in den letzten Jahren sehr reparaturanfällig

geworden. Die Anforderungen

an ein neues Fahrzeug wurden aufgelistet,

bei vier Firmen wurde anschliessend eine

Submission durchgeführt. Gekauft wird das

Kommunalfahrzeug Bucher BO-200-MO zum

Preis von netto Franken 131’176.–. Damit

auch die engen Quartierstrassen befahren

und im Winter gepfadet werden können, sind

die Dimensionen dieses Kompaktlastwagens

GEMEINDE

eher klein, die Motorenleistung für die auszuführenden

Arbeiten ist jedoch relativ hoch.

Abwassermessung wird optimiert

Bereits im Wisidanger vom Juli 2006 informierte

der Gemeinderat über die ungenaue

Abwassermessung beim Anschlussbauwerk an

die Stadt Winterthur. Unter Beizug eines neutralen

Ingenieurbüros aus St. Gallen sowie

eines ausgewiesenen Fachmannes der ETH

konnten sich alle Beteiligten auf eine neue

Abwassermessung einigen. Es ist mit baulichen

Aufwendungen in der Grössenordnung

von Franken 150’000.– zu rechnen. Mit der

Projektleitung wurde das Ingenieurbüro

Gebr. Hunziker AG, Winterthur, beauftragt.

FC-Garderoben-Container

Damit der Container Ende Jahr in der Sportplatzanlage

Rietsamen aufgestellt werden

kann, sind verschiedene Vor- und Installationsarbeiten

notwendig. Der Gemeinderat

beauftragt das Baugeschäft Gysi AG, Wiesendangen,

mit den Baumeisterarbeiten, die

Erni GmbH, Wiesendangen, mit dem Gerüst

und das Sanitärgeschäft A. Bleier, Wiesendangen,

mit der Sanitärinstallation. Die Gartenbauarbeiten

werden der Firma Gubler,

Wiesendangen, übertragen. In diesem Bereich

wie auch bei den Elektroanlagen werden

vor allem Frondienstarbeiten der FC-

Mitglieder erwartet. Im Elektrobereich sind

nur die Materialkosten berücksichtigt.

Brennt die Strassenlampe?

Gerade im Winter fallen flackernde und gar

nicht mehr brennende Strassenlampen besonders

auf. Jeder Kandelaber ist mit einer

Nummer versehen. Zögern Sie nicht, der

Gemeindeverwaltung, Telefon 052 320 92 22,

die defekte Strassenlampe zu melden. Wir

führen zwar regelmässig Kontrollen durch,

wenn die verflixte Lampe in diesem Zeitpunkt

brennt, Minuten später aber nicht mehr,

kann dies leider nicht festgestellt werden.

Getränkepreise in Festwirtschaften

Das Gastgewerbegesetz verlangt, dass eine Auswahl

an nicht alkoholischen Getränken nicht

teurer verkauft werden darf als das billigste

alkoholische Getränk in der gleichen Menge.

Wie diese Vorschrift interpretiert werden muss,

führt vor allem in Festwirtschaften immer

wieder zu Diskussionen. Ausschlaggebend für

den Preisvergleich ist der Deziliterpreis des

De Wisidanger 11


GEMEINDE

billigsten alkoholischen Getränks mit dem

Deziliterpreis der drei billigsten nicht alkoholischen

Getränke.

Ein Beispiel: Das billigste alkoholische Getränk

im Angebot ist eine Flasche Bier (5,8

dl) für 4 Franken, der Deziliterpreis beträgt

rund 70 Rappen. Die billigsten drei nicht alkoholischen

Getränke werden im Drei-

Deziliter-Becher ausgeschenkt. Diese dürfen

demnach höchstens Franken 2.10 kosten.

Um auch in Festwirtschaften eine ordnungsgemässe

Preisgestaltung sicherzustellen, verlangt

die Gemeindeverwaltung im Jahr 2007

vor Erteilen einer Bewilligung die Getränkepreisliste

und veranlasst die allenfalls nötigen

Korrekturen.

Sammeltätigkeiten brauchen

eine Bewilligung

Geld- und Naturalgabensammlungen auf

Strassen und Plätzen sowie von Haus zu Haus

bedürfen gemäss Art. 36 unserer Polizeiverordnung

der Bewilligung des Gemeinderates.

Für die üblichen Sammlungen wird diese

Bewilligung auch immer ausgestellt. Hingegen

hat der Gemeinderat einer iranischen

Organisation die Sammelbewilligung verweigert.

Erkundigen Sie sich, ob das Original der

Bewilligung des Gemeinderates vorgewiesen

werden kann. Wenn dies nicht der Fall ist, dankt

die Gemeindeverwaltung oder die Kantonspolizei

für einen umgehenden Hinweis.

Hundenachbezeichnung 2006

Wir schliessen die Hundeverabgabung für das

Jahr 2006 ab. Die Nachbezeichnungen sind

für alle nach der Kontrolle im Frühjahr neu

angeschafften oder über sechs Monate alt gewordenen

Hunde vom 4. bis 8. Dezember 2006

während den Bürozeiten im Gemeindehaus

einzulösen.

Zurückschneiden von Bäumen und

Sträuchern entlang von Strassen und Wegen

Viele Grundeigentümer halten ihre Sträucher

und Bäume entlang der öffentlichen Strassen

und Wege unter der Schere, niemand wird behindert.

Bei diesen Grundeigentümern bedanken

sich der Gemeinderat und das Werkpersonal

ganz herzlich für die Arbeit.

Leider ragen aber noch vielerorts Äste der

Bäume und Sträucher in die Verkehrswege

hinein und behindern den Verkehr. Besonders

bei Regenfällen, wenn das Laub durch Nässe

schwer wird, gibt es Äste, die weit in die Fahr-

De Wisidanger 12

bahn oder den Gehweg hinein oder hinunter

ragen. Da alle Verkehrsteilnehmer diesen

Hindernissen ausweichen müssen, entstehen

immer wieder gefährliche Situationen. Wie

unangenehm nasse Äste für Fussgänger sind,

hat jeder selbst schon erlebt.

An vielen Orten werden Signale und Hydranten

verdeckt und die Strassenlampen können

ihr Licht auch nicht mehr richtig streuen.

Auch der Winterdienst wird durch hinausragende

Äste stark behindert und immer wieder

gehen dadurch Rückspiegel und Drehlichter

zu Bruch; Kosten, die übrigens jeder Steuerzahler

mitbezahlt.

Für die Pflege der Strassen ist es wichtig, dass

die Wassersteine regelmässig gereinigt werden

können. Andernfalls bleibt Humus liegen,

wodurch das Wachstum diverser Unkräuter gefördert

wird, die eine Strasse durch Wurzelwuchs

beschädigen können. Um dies zu verhindern,

muss durch die Wischmaschine der

Rand regelmässig gereinigt werden.

In § 14 der Verordnung über den Abstand von

Mauern, Einfriedungen und Pflanzen von

Strassen (Strassenabstandsverordnung) sind

für Bäume und Sträucher längs öffentlichen

Strassen und Wegen folgende Vorschriften

enthalten:

Es sind mindestens folgende Pflanzenabstände

von der Strassengrenze einzuhalten:

a) Bäume aller Art: 4 m, gemessen ab

Mitte Stamm

b) Andere Pflanzen: Ein Abstand, bei dem

sie im Verlauf ihres natürlichen Wachstums

nicht über die Strassengrenzen

hinausragen, es sei denn, sie würden

entsprechend unter der Schere gehalten;

Sträucher und Hecken aber mindestens

0,5 m.

c) Gegenüber Fusswegen, frei geführten

Trottoirs, Radwegen und Strassen, die

vorwiegend dem Quartier- oder Anstösserverkehr

dienen oder dem Interesse

des Ortsbildes, kann der Abstand von

Bäumen auf 2 m vermindert werden.

§ 17. Das Ast- und Blattwerk von Bäumen hat

über der bestehenden Strasse einen

Lichtraum von 4,5 m Höhe zu wahren.

Bei Rad- und Fusswegen kann der

Lichtraum bis auf eine Höhe von 2,5 m

verkleinert werden.

Diese Lichtraumprofile sind durch den

Grundeigentümer dauernd freizuhalten.

In der zitierten Verordnung ist unter anderem

zum Thema Sichtbereich folgendes enthalten:

§ 16. Auf der Innenseite von Kurven sowie bei

Strassenverzweigungen und Ausfahrten

sind Sichtbereiche gemäss dem Anhang

zu dieser Verordnung freizuhalten.

In diesen Sichtbereichen dürfen Pflanzen

eine Höhe von 0,8 m nicht überschreiten;

zwischen 0,8 m und 3 m Höhe dürfen auch

keine Teile von ausserhalb wurzelnden

Pflanzen hineinragen.

Der Grundeigentümer oder Bewirtschafter

kann die Grenze des Sichtbereichs bei Gemeindestrassen

durch das Werkpersonal unentgeltlich

bestimmen lassen.

Der Gemeinderat bittet alle Grundeigentümer

zu kontrollieren, ob ihre Pflanzen

nach der oben zitierten Verordnung zurück

geschnitten sind. Für allfällige Unfälle, die

auf Nichteinhaltung der oben zitierten Vorschriften

zurückzuführen sind, können die

Grundeigentümer haftbar gemacht werden.

Parkierte Autos behindern Winterdienst

Parkierte Autos auf den Strassen behindern

den Winterdienst für das Salzen und Pfaden.

In den letzten Jahren ist es immer wieder zu

Beschädigungen mit entsprechend unangenehmen

Verhandlungen gekommen. Das

Winterdienstpersonal wird Strassen, die

durch parkierte Autos verengt werden, nicht

mehr bedienen. Der Gemeinderat bittet sämtliche

Autobesitzer, ihre Fahrzeuge auf privatem

Grund auf den baupolizeilich bewilligten

Abstellplätzen zu parkieren.

Braucht Wiesendangen eine neue Sporthalle?

Unter Leitung von Gemeindepräsident Kurt

Roth klären Vertreter des Gemeinderates, der

Schulpflege und der Vereine das Bedürfnis

nach einer Halle ab. Eine entsprechende Umfrage

hat der Gemeinderat vor zwei Jahren bei

allen Vereinen durchgeführt. Festzustellen ist

ein Trend zu lose organisierten Gruppen.

Falls Sie gerne Aktivitäten durchführen würden,

nicht aber in einem Dorfverein organisiert

sind und über kein entsprechendes

Raumangebot verfügen, danken wir für Ihre

Meldung an den Gemeindeschreiber Hans-

Peter Höhener, Telefon 052 320 92 35.


Gratulationen

Geburtstag

91 Jahre, 9. Januar 2007

Truninger Ernst

Wannenstrasse 27, Wiesendangen

90 Jahre, 11. Dezember

Baur-Neuenschwander Johanna

Alterszentrum Geeren, Seuzach

89 Jahre, 9. Dezember

Huss-Rikenmann Frieda

Stationsstrasse 29, Wiesendangen

87 Jahre, 18. Dezember

Gaiser Olga

Gehörlosendorf, Turbenthal

86 Jahre, 2. Dezember

Roth Edwin

Schulstrasse 10, Wiesendangen

86 Jahre, 25. Januar 2007

Bänninger-Frei Elsa

Hauptstrasse 7, Attikon-Wiesendangen

85 Jahre, 8. Dezember

Strub-Fiechter Hilda

Steineggstrasse 13, Wiesendangen

85 Jahre, 16. Dezember

Faust Nelly

Schauenbergstrasse 33, Wiesendangen

80 Jahre, 14. Januar 2007

Fickler-Knubel Martha

Weidstrasse 18, Wiesendangen

80 Jahre, 26. Januar 2007

Steffen Verena

Hausackerstrasse 6, Wiesendangen

GEMEINDE

Zivilstandsnachrichten

(soweit sie zur Veröffentlichung freigegeben

worden sind)

Todesfälle

22. September

Müller, Walter Jakob

von Winterthur und Lengnau AG,

in Wiesendangen, mit Aufenthalt in

Feuerthalen ZH

29. September

Nenning, Johann Paul

von Bischofszell TG, in Wiesendangen

De Wisidanger 13


GEMEINDE

Trotz Schwierigkeiten – Sanierung Rietberg kommt gut voran

(ma) Viel Regen im Frühling und im August,

Verzögerung wegen eines Rekurses und ein

Erdrutsch an der Ostböschung. Trotz Unannehmlichkeiten

geht es vorwärts mit der

Sanierung Rietberg. Ab nächstem Sommer

können die Familiengärten bezogen werden,

und Ende 2007 wird das Bauprojekt abgeschlossen.

Seit bald zwei Jahren läuft die Sanierung der

Deponie Riet. Das erste Teilprojekt, die wasserdichte

Oberflächenabdeckung über dem

alten Deponieteil, steht kurz vor dem Abschluss.

Wegen des nassen Wetters im August

ist es an der Ostböschung auf einer Breite von

zwölf Metern zu einem Erdrutsch gekommen.

An jener Stelle sei Erdmaterial eingebaut

worden, das mehr Regenwasser aufgenommen

habe als angenommen, erklärt dazu

Projektleiter Dr. Jürg Stünzi vom Tiefbauamt

der Stadt Winterthur: «Wenn wir Anfang

Herbst etwas bessere Wetterbedingungen gehabt

hätten, dann hätte die Aussaat dafür gesorgt,

dass das aufgebrachte Bodenmaterial

besser zusammenhält.»

De Wisidanger 14

Pünten können gebaut werden

Nachdem das Verwaltungsgericht des Kantons

Zürich den Rekurs gegen die Vergabe der

Garten- und Erdbauarbeiten auf dem Rietbergareal

vollumfänglich abgewiesen und

der Stadt recht gegeben hat, kann die Gartenbaufirma

nun noch dieses Jahr mit der

Erstellung der Pünten beginnen. Eine exakte

Zeitplanung zum Verlauf der Arbeiten ist wegen

der unsicheren Wetterbedingungen im

Winter nicht möglich. Fest steht aber, dass

die Püntikerinnen und Püntiker die 140

Familiengärten auf dem Rietbergareal ab

Sommer beziehen können.

Projekt für einen nachhaltigen

Grundwasserschutz

Das Grundwasser rund um den Rietberg soll

nachhaltig geschützt werden. Gebaut wird

neben der Oberflächenabdeckung eine Grundwassersperre.

Mit diesem unterirdischen

Bauwerk wird das anströmende Grundwasser

so abgeleitet, dass es nicht mehr mit dem verschmutzten

Deponieuntergrund in Kontakt

kommen kann. Geplant ist in einer ersten

Phase ein 700 Meter langer, zwei bis vier

Meter tiefer Drainagegraben entlang der

Nord- und der Westböschung der Deponie. In

diesem Graben wird das von aussen zufliessende,

saubere Grundwasser gefasst und um

die Deponie herum in den Eichwaldgraben

(Bach) abgeleitet. Die Bauarbeiten für den

ersten Teil dieses Projektes sind vor Kurzem

öffentlich ausgeschrieben worden. Die Verantwortlichen

rechnen mit Kosten von maximal

4,3 Millionen Franken.


De Wisidanger 15


SCHULE UND WEITERBILDUNG

Drei Jahre Schulsozialarbeit in Wiesendangen

Vor drei Jahren fiel an der Schule Wiesendangen

mit der Einstellung eines Schulsozialarbeiters

der Startschuss zum Stellenaufbau

der Schulsozialarbeit. Was hat sich in dieser

Zeit verändert?

Hintergründe, Rollenbeschreibung, Ziele

Wie den Medien regelmässig zu entnehmen

ist, besteht ein zunehmender Trend, in

Schulen Schulsozialarbeit einzurichten. Die

Stadt Winterthur hat vor kurzem einer

flächendeckenden Einführung zugestimmt.

Was wird mit Schulsozialarbeit beabsichtigt?

Was leisten Schulsozialarbeitende,

was nicht auch durch Fachstellen bearbeitet

werden könnte? Weshalb wird in Zeiten

der Kosteneinsparungen ausgerechnet in

diesen Bereich investiert?

Gemäss neuesten Untersuchungen aus der

Forschung erklärt sich das einerseits auf dem

Hintergrund von zunehmenden Hilferufen

aus Schulen, die vermehrt mit Gewalt, Integrationsproblemen

und Suchtmittelkonsumierenden

konfrontiert sind. Andererseits

scheint die Schule hier einen Schritt zu vollziehen,

der in anderen Institutionen und

Unternehmungen bereits früher getan wurde.

So verfügen beispielsweise Spitäler und verschiedene

Grossfirmen bereits seit längerer

Zeit über einen Sozialdienst.

Worin unterscheidet sich nun aber die

Schulsozialarbeit von anderen Jugendhilfestellen

wie dem Jugendsekretariat oder

der Drogenberatungsstelle für Jugendliche,

um nur zwei zu nennen?

Die Schulsozialarbeit ist an der Schnittstelle

Jugendhilfe – Schule angegliedert. Mit einem

Bein steht sie in der Jugendhilfe, daneben ist

sie, wie es der Name sagt, in der Schule tätig,

das heisst direkt am Ort des Geschehens.

Während die Fachstellen aufgrund ihres Auftrags

an zentralen Stellen aufgesucht werden

müssen, sucht die Schulsozialarbeit den Kontakt

mit Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen

und Institutionen aktiv vor Ort. Sie

baut ein Beziehungsnetz auf, auf das im Bedarfsfall

schnell zugegriffen werden kann.

Im Weiteren kann sie durch ihre Nähe rasch

intervenieren, zur Linderung oder Beseitigung

von Problemen beitragen oder wo nötig, an

entsprechende Fachstellen überweisen. Sie

kann als verlängerter Arm der Jugendhilfe

verstanden werden.

De Wisidanger 16

Ziele der Schulsozialarbeit sind die Vermeidung

von schwerwiegenden sozialen Problemen

mit entsprechenden präventiven Massnahmen

und die rasche Intervention in Krisensituationen.

Mit diesen Stellen sollen soziale

Auffälligkeiten früh erkannt und gezielt

angegangen werden. Dahinter steht die Überzeugung,

dass frühe Interventionen im

Interesse aller wirkungsvoller und nicht zuletzt

günstiger bearbeitet werden können.

Situation Wiesendangen

Die 50-Prozent-Stelle steht bisher den Schülerinnen

und Schülern, den Lehrpersonen

und den Eltern der Oberstufe zur Verfügung.

In diesem Rahmen wurden in den letzten drei

Jahren 47 Fälle bearbeitet, durch die Mitarbeit

in Arbeitsgruppen Strukturen für die

Präventionsmassnahmen weiterentwickelt und

der organisatorische Stellenaufbau abgeschlossen.

Die Bedeutung der Lehrpersonen bei der

Meldung von Auffälligkeiten zeigte sich in

eindrücklicher Weise. Die meistgenannten

Themen der Meldenden beziehen sich zuerst

auf auffällige Gruppendynamiken, im Weiteren

auf schwierige Familiensituationen und

anschliessend auf Gesundheitsfragen/ Suchtmittelprobleme.

Die Beziehungen mit Schülerinnen

und Schülern sowie Lehrpersonen

werden im Schulhaus im Rahmen der Teilnahme

an schulischen Veranstaltungen, im

Klassenzimmer oder auf dem Pausenplatz

aufgebaut und gepflegt.

Der Aufbau eines Beziehungsnetzes ausserhalb

der Schule mit der

Wiesendanger Jugendarbeit,

dem Sozialsekretariat,

der Gemeindeverwaltung,

der

Gemeindepräventionsgruppe

und der Kantonspolizei

kann dank

dem Interesse und der Bereitschaft aller Beteiligten

als gelungen bezeichnet werden. Die

Auswirkungen zeigen sich in hoffentlich positivem

Sinn zunehmend in der Schule und im

ganzen Dorf.

Ausblick

Im Interesse der Früherkennung von Auffälligkeiten

wird die Ausdehnung des Angebots

in den 6. Klassen überprüft und die

Zusammenarbeit mit Fachstellen bei Bedarf

intensiviert. Die Stellenentwicklung soll daneben

entsprechend der schulischen und gesellschaftlichen

Anforderungen weiter vorangetrieben

werden.

Aus unserer Sicht hat sich der Einbezug der

Schulsozialarbeit Wiesendangen in die Bearbeitung

verschiedenster sozialer Fragestellungen

bisher bewährt. Die Stelle steht heute

auf einer soliden Grundlage und die Akzeptanz

erscheint in einem hohen Mass vorhanden.

Schulpflege Wiesendangen

Sind Sie an weiteren Informationen interessiert?

Auskunft über Kontaktmöglichkeiten erhalten

Sie unter www.wiesendangen.ch/schule.


Neuer Schulbus – neues Bild vor der Schule

Bis anhin wurde der Wiesendanger Schulbus

während vieler Jahre von einer lokalen Unternehmerin

betrieben, die inzwischen leider

aufgehört hat. Die Schulpflege hat verschiedene

Lösungen angeschaut und diverse Offerten

eingeholt, unter anderem auch bei Winterthurer

Schulen. Allerdings wäre in allen

Szenarien ein separater Fahrer für Wiesendangen

zwingend nötig gewesen. Die Kosten

hätten ungefähr 100’000 Franken im Jahr

betragen. Also ist man über die Bücher gegangen

und hat gerechnet. Die Gemeinde

entschied sich, selbst einen 19-plätzigen

Ford-Transit-Kleinbus anzuschaffen.

Der eigene Bus kommt die Gemeinde nicht

teurer zu stehen als eine Auftragsvergabe an

Das neue Volkschulgesetz verlangt die Abklärung

nach den Bedürfnissen der geregelten

Tagesstrukturen wie Mittagstisch und Betreuungs-Angebote

während den Randstunden.

Ab dem Schuljahr 2009/2010 müssen die entsprechenden

Angebote zur Verfügung gestellt

werden. Die Betreuung muss zwischen 7.30 Uhr

Private. Für die Fahrten wurde eine 60-Prozent-Stelle

geschaffen. Der neue Lenker fährt

unverändert während fünf bis sechs Stunden

am Tag die Route Rickenbach-Attikon-Wiesendangen

ab.

Mit diesem Kauf konnte jetzt ein Fahrzeug

angeschafft werden, das den neuesten technischen

und sicherheitstechnischen Standards

entspricht. So verfügt jetzt jeder Sitz über einen

Dreipunktegurt, im Falle eines Aufpralls

ist der Bus auch mit genügend Airbags

ausgerüstet. Der Fahrer muss sehr genau darauf

achten, dass sich die Kinder anschnallen.

Positiv ist zudem, dass man den eigenen Bus

auch für Ausflüge und Ähnliches benutzen

Abklärung Bedarf an Tagesstrukturen

und 18.00 Uhr abgedeckt sein. Bei geringem

Bedarf (weniger als zehn Kinder) ist die

Gemeinde nicht dazu verpflichtet, ein strukturiertes

Angebot zu machen.

Die Schule Wiesendangen benutzt für die Abklärung

den Fragebogen des Volksschulamtes.

Dieser wird in der Schule, im Kindergarten

SCHULE UND WEITERBILDUNG

kann. Der Bus ist indes

nur für Kinder

und Jugendliche bis

16 Jahre geeignet;

Erwachsene können

damit nicht befördert

werden.

Den Kindern gefällt

der neue Schulbus,

er sei mega cool, so

das positive Echo der

Benützer.

und den zukünftigen Schülern ab Jahrgang

2003 zugestellt. Der Fragebogen wird anonym

beantwortet, die Verteilung erfolgt im

Laufe des Januars 2007.

Schulpflege Wiesendangen

De Wisidanger 17


SCHULE UND WEITERBILDUNG

Geopolitik und

Geostrategie

Vortragskurs

Prof. Dr. Albert A. Stahel, Dozent für Strategische

Studien, Universität ZH, Montag, 15.

und 22. Januar, 20.00 bis 21.45 Uhr, Singsaal

Schulhaus Wyberg

Die geostrategische Lage

Montag, 15. Januar

Seit dem Buch des früheren US-Sicherheitsberaters

Zbigniew Brzezinski «Die erste

Weltmacht» ist die Geopolitik und Geostrategie

auch in Europa wieder aktuell geworden.

Vor allem im deutschsprachigen Raum

erinnert man sich wieder der Schriften der

Klassiker, zu denen auch Mackinder gehört.

Konzeptionen und Denken der Geopolitik beruhen

aber auf einer geostrategischen Lagebeurteilung.

In diesem Vortrag werden die

grundsätzlichen Faktoren und Aspekte der

geostrategischen Lage der Gegenwart vorgestellt

und diskutiert.

Die Wasserversorgung

Montag, 22. Januar

Heute ist die weltweite Knappheit der Energieversorgung

allgemein bekannt. In absehbarer

Zeit wird diese aber durch die weltweite

Knappheit der Wasserversorgung, insbesondere

der Trinkwasserversorgung abgelöst

werden, die wiederum ihre Fortsetzung in der

Begrenztheit der für die Menschen relevanten

Luftversorgung finden wird. Man könnte in

diesem Zusammenhang auch von den drei

Apokalypsen sprechen. In diesem Vortrag

wird das Schwergewicht auf die Problematik

der Wasserversorgung gelegt und dabei die

Bedeutung der Schweiz hervorgehoben.

Kurskarte: 28 Franken

Einzeleintritt: 15 Franken

Studenten: 10 Franken

Abendkasse: ab 19.30 Uhr

Keine Voranmeldung

De Wisidanger 18


KIRCHENPFLEGE

Wo steht die Evangelisch-reformierte

Kirchgemeinde und wohin geht sie Risotto-

Am 3. Oktober haben wir, die Kirchenpflege

Wiesendangen, zu einem offenen Informationsabend

eingeladen. Dabei haben wir unter

anderem auch unsere Ziele für die laufende

Amtsperiode dargelegt, an denen wir uns

orientieren werden, um ein attraktives

Gemeindeleben zu fördern. Diese Ziele sind

auch Basis und Leitlinie für die Pfarrer- und

Diakonensuche, in der wir mittendrin stehen.

Wir sehen unseren Auftrag darin, Räume der

Begegnung zu schaffen, in denen die Sehnsucht

keimen kann,

…Gott kennen zu lernen,

…in Gemeinschaft zu leben,

…und im Glauben zu wachsen,

…um für einander und für andere da zu sein.

Wir bauen auf der Basis des bestehenden

Gemeindelebens auf und wollen zuerst das

unterstützen und weiterführen, was besteht.

Die Gemeinde umfasst drei Altersgruppen, die

wir entsprechend ernst nehmen.

Die Jugend wird neben dem vielfältigen, freiwilligen

Angebot auch durch den Zweit- bis

Fünftklass-Unterricht, das Time:out, die

Jugendgottesdienste und den Konfunterricht

gut in das kirchliche Leben eingeführt. Die

Kantonalkirche hat das religionspädagogische

Gesamtkonzept entwickelt, um unsere

Kinder wieder besser in die Kirche zu integrieren.

Es ist uns wichtig, den zusätzlichen

Unterricht für die Kinder gut einzuführen.

Alle Angebote werden auch in Zukunft durch

verschiedene freiwillige und angestellte

Mitarbeiter getragen. Hier ein Dankeschön

an sie. Es ist uns zudem ein Anliegen, dass

die Jugend nach der Konfirmation durch eine

offene Jugendarbeit weiterhin angesprochen

werden kann. In Zusammenarbeit mit den

Jugendarbeitern der Gemeinde und der Schule

soll der neue sozial-diakonische Mitarbeiter

helfen, unsere Jugendlichen zu begleiten.

Die Jugend ist für uns das Potenzial für die

Zukunft der Kirche.

Die Angebote für die Senioren sind das zweite

Standbein unserer Kirchgemeinde. Die

Seniorennachmittage, Bibelstunden, Seniorenferien

gehören seit längerer Zeit zu den

bewährten Treffpunkten. Wir achten darauf,

dass die jungen Senioren gerne dazu kommen.

Als Drittes wollen wir für das «Feld der Mitte»

neue Angebote schaffen. Sei dies durch neue

Gottesdienstformen, Vortragsabende oder Gesprächsgruppen.

Dieser anspruchvolle Bereich

soll durch die neue Pfarrperson mit neuen

Angeboten vermehrt erreicht werden. Wir

wollen versuchen, auch diese gesellschaftstragende

Generation anzusprechen.

Die Kirche soll ein Ort der Begegnung im

Dorf sein. Dazu wird auch das neue Kirchgemeindehaus

in unmittelbarer Nähe der

Kirche mit dem ausgewogenen Raumangebot

für die verschiedensten Angebote beitragen.

Die Bewohner sollen sich am kirchlichen

Leben beteiligen können.

Für die Kirchenpflege,

der Präsident Ueli Weber

KIRCHGEMEINDE

Zmittag

An einem sonnigen und warmen Herbsttag

fand unser Risotto-Zmittag zusammen mit

der kunsthandwerklichen Ausstellung in der

Wisenthalle statt. Die Beteiligung der Dorfbewohner

war erfreulich. Es wurden 215

Risotto-Portionen ausgeteilt. Der Reinerlös

von 2125 Franken ist unseren Projekten

«Brot für alle»/«Fastenopfer» zugute gekommen.

H.P. Cloos

De Wisidanger 19


KIRCHGEMEINDE

Timeout – der etwas andere Jugendgottesdienst

«Timeout – Dies ist eine Auszeit, um ruhig

zu werden, um nachzudenken und sich für

neue Gedanken zu öffnen.» Mit diesen Worten

werden die Jugendlichen zum etwas anderen

Jugendgottesdienst der reformierten

Kirche begrüsst. Er findet zehn Mal im Jahr,

wenn möglich immer am ersten Freitag im

Monat, statt und wird von einem sechsköpfigen

Team vorbereitet und auch durch den

Abend geleitet.

Bei verschiedenen Themenreihen, die durch

das Jahr führen, können sich die Jugendlichen

auch aktiv im Gottesdienst beteiligen.

Sei es bei Workshops, Postenläufen oder indem

sie sich für sich alleine Gedanken zu einem

Thema machen. Beim Apéro, den es

nach jedem Timeout gibt, kann man miteinander

über Themen diskutieren oder einfach

nur gemütlich beisammen sein.

«Menschen, welche die Welt verändern» ist

das Überthema bis im Dezember. «Heute –

Morgen – Für immer» sind die Themen der

einzelnen Gottesdienste. Welche Christen

veränder(te)n die Welt in der heutigen Zeit?

Martin Luther war die Hauptperson im Oktober-

Timeout. Am 3. November waren es die Jugendlichen

selbst, die vorschlagen konnten, was sie

an der heutigen Kirche verändern wollen und

wie die Kirche von morgen aussehen soll. Zu

diesem Thema bekamen sie ein Blatt Papier,

auf dem sie ihre Ideen über eine Kirche in

Zukunft aufschreiben oder zeichnen durften.

Von den zirka 70 anwesenden Jugendlichen

kamen gute und auch lustige Ideen zusammen.

Ein grosses Thema waren die alten

Holzbänke. «Sofas wären doch so viel bequemer.»

An den Regeln, die im Timeout-Gottesdienst

gelten, haben nicht alle ihre Freude.

Doch ohne geht es leider nicht bei durchschnittlich

60 Jugendlichen in der Kirche.

Auch mehr Farbe könne die Kirche vertragen,

meinten ein paar Jugendliche. Mehr Postenläufe

und Filme schauen wird auch gewünscht.

Das Team versucht jedes Mal, den

Jugendlichen einen interessanten und abwechslungsreichen

Abend zu bieten.

Wer hat die Welt wohl «Für immer» verändert?

Das erfahren alle Interessierten am

Freitag, 1. Dezember, um 19.30 Uhr, in der reformierten

Kirche.

De Wisidanger 20


De Wisidanger 21


KIRCHGEMEINDE

Advents- und Weihnachts-Feierlichkeiten

Herzliche Einladung zu den katholischen

und reformierten Advents- und Weihnachtsfeierlichkeiten

2006:

1. Advent

Sonntag, 3. Dezember

9.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer H.P. Cloos

in der ref. Kirche

10.00 Uhr Sonntagsgottesdienst zum 1. Advent

in der kath. Kirche

ab

10.30 Uhr Missionsbazar in der Wisenthalle,

Mittagessen, Bastel- und Geschichtenecke

für die Kinder

17.00 Uhr Konzert Musikverein Wiesendangen

in der kath. Kirche

Donnerstag, 7. Dezember

6.00 Uhr Roratefeier in der kath. Kirche,

anschliessend Frühstück in der

kath. Kirche

2. Advent

Sonntag, 10. Dezember

9.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Chr.

Winkler-Koenig, anschliessend Chilekafi

in der Kirchgemeindestube

10.00 Uhr Familiengottesdienst zur HGU-

Eröffnung in der kath. Kirche,

anschliessend Chilekafi

14.30 Uhr/ Konzerte Cantilena und Wisidan-

17.00 Uhr ger Notefäger in der ref. Kirche

Mittwoch, 13. Dezember

19.30 Uhr Ökumenische Adventsbesinnung

in der kath. Kirche

Freitag, 15. Dezember

14.00 Uhr Seniorennachmittag mit Krippenspiel

und Adventssingen in der

ref. Kirche

3. Advent

Sonntag, 17. Dezember

10.00 Uhr Ökumenischer Adventsgottesdienst

in der kath. Kirche mit Pfarrer

H.P. Cloos und Gemeindeleiter

Dieter Müller, anschliessend Apéro,

Mitwirkung: Gemischter Chor

Wiesendangen

17.00 Uhr Familien-Weihnachtsgottesdienst

mit Krippenspiel in der ref. Kirche

mit Pfarrer H. Winkler und Team

Mitwirkung: Kinder von Kolibri,

Domino und 3.-Klass-Unti

De Wisidanger 22

Montag, 18. Dezember

20.00 Uhr Buss- und Versöhnungsfeier in

der kath. Kirche

Dienstag, 19. Dezember

16.30 Uhr Ökumenische Chinderchile in der

kath. Kirche, mit Weihnachtsapéro

4. Advent

Heiligabend, 24. Dezember

22.30 Uhr Christmette mit festlicher Musik

in der kath. Kirche

22.30 Uhr Christnachtfeier mit Pfarrerin

Chr. Winkler in der ref. Kirche

Mitwirkung: Margrit Asper, Querflöte,

Ernest Hiltenbrand, Horn,

Dori Schneebeli, Orgel

Weihnachten

Sonntag, 25. Dezember

10.00 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenspiel

in der kath. Kirche

10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl mit

Pfarrer H.P. Cloos in der ref.

Kirche, Mitwirkung: Urs Bösiger,

Hackbrett, Leny Lechner, Orgel

Stefanstag

Dienstag, 26. Dezember

10.00 Uhr Gottesdienst zum Fest des Kirchenpatrons

in der kath. Kirche

Samstag, 30. Dezember

18.15 Uhr Vorabendgottesdienst in der kath.

Kirche

Silvester

Sonntag, 31. Dezember

17.00 Uhr Gottesdienst zum Jahresausklang

mit Pfarrer H.P. Cloos in der ref.

Kirche, Mitwirkung: Ursula Eisenhut,

Orgel, Thema: Irische Lieder

18.00 Uhr Abendgottesdienst zum Jahresausklang

in der kath. Kirche St.

Josef, Sulz

Neujahr

Montag, 1. Januar 2007

11.00 Uhr Gottesdienst zu Neujahr in der

kath. Kirche

Sonntag, 7. Januar 2007

10.00 Uhr Dreikönigs-Gottesdienst, anschliessend

Neujahrsapéro

Wir wünschen Gross und Klein eine besinnliche

Adventszeit, frohe Weihnachten und Gottes

Segen fürs Neue Jahr!


Kirche für die Kleinsten

«Chumm au i d’Chinderchile!»

«Papi, heute war ich in der Chinderchile.

Lucy hat gesagt, dass sie ihrer Oma eine

Zeichnung gemacht hat. Und dann hat Lucy

zusammen mit ihrem Mami eine neue Kerze

für unsere Chinderchile gebastelt.»

«Wer ist denn Lucy?»

«Lucy ist doch die lustige Puppe, die immer

am Anfang der Chinderchile mit uns redet.

Anschliessend haben die Frauen vom Chinderchile-Team

ein kleines Theater gespielt.

Wir durften auch mitmachen. Nach dem

Theater haben wir mein Lieblingslied gesungen,

weisst du: «Chömed mir wänd chlatsche».

Da dürfen alle Kinder mitmachen.»

«Betet ihr denn auch in der Chinderchile?»

«Ja, alle, die wollen, dürfen ihre Hände falten.

Schau mal, ich kann das schon gut. Du

musst unbedingt auch einmal in die Chinderchile

kommen. Nächstes Jahr gibt es nämlich

auch wieder an einem Samstag eine

Chinderchile für Papis!»

Ökumenische Chinderchile für die Kleinsten

(bis Kindergartenalter). Nächste Daten:

Dienstag, 19. Dezember, 16.30 Uhr, kath. Kirche

Dienstag, 23. Januar, 16.30 Uhr, kath. Kirche

Dienstag, 20. Februar, 16.30 Uhr, ref. Kirche

Samstag, 31. März, 10.30 Uhr, kath. Kirche

(speziell für Papis)

Wir freuen uns auf Klein und Gross!

Das Chinderchile-Team

KIRCHGEMEINDE

Nächstes Jahr wird das Sommerlager der

Evang.- ref. Kirche wie gewohnt wieder

durchgeführt.

15. bis 21. Juli 2007

Wir freuen uns schon darauf!

Das Leiterteam

De Wisidanger 23


KIRCHGEMEINDE

Bibelnachmittage

Wunder

Die Bibelnachmittage des

nächsten Winterhalbjahres

stehen unter dem

Thema: «Wunder Jesu».

Wundergeschichten verursachen uns Unsicherheit

und Beklemmung. Was sollen wir

davon halten? Als kritische Menschen des 21.

Jahrhunderts haben wir Mühe, an Wunder zu

glauben. Wir haben Bedenken, einfach für

wahr zu halten, dass Jesus Tote auferweckte

oder den Sturm beschwichtigte, viele Menschen

heilte oder Tausenden zu essen gab.

Und wenn damals wirklich alles wie in der

Bibel beschrieben geschehen ist, was hilft uns

das heute? Geschehen Wunder auch heute

noch? Was sagen die Naturwissenschaften zu

Wundern und Wundergeschichten?

Wenn wir über Wunder nachzudenken beginnen,

so stellen sich uns immer wieder Fragen.

Wir möchten uns dieser Herausforderung

stellen, nach Antworten suchen und in den

De Wisidanger 24

Wundern Jesu Wege der Hoffnung für unser

eigenes Leben erkennen.

Die Bibelnachmittage finden an folgenden

Daten jeweils am Dienstag von 14.00 bis 15.00

Uhr in der Kirchgemeindestube Wiesendangen

statt:

Dienstag, 5. Dezember

«Kann man an Wunder glauben?»

Auseinandersetzung mit Wundergeschichten

aus dem 1. Jh. nach Chr.

Dienstag, 19. Dezember

«Jesus heilt einen Taubstummen» (Markus 7,

31-37). Zur Kommunikation befreit – ein

Heilungswunder

Dienstag, 30. Januar 2007

«Jesus erweckt den Sohn einer Witwe vom

Tode» (Lukas 7,11-17). Zum Leben befreit –

eine Totenerweckung

Dienstag, 13. Februar 2007

«Jesus heilt einen besessenen Knaben»

(Markus 9,14-29). Zum Standhalten befreit –

eine Dämonenaustreibung

Dienstag, 27. Februar 2007

«Jesus mit seinen Jüngern im Sturm»

(Markus 4,35-41). Zum Vertrauen befreit –

ein Rettungswunder

Dienstag, 13. März 2007

«Jesus heilt eine behinderte Frau am Sabbat»

(Lukas 13,10-17). Zur Freiheit befreit – ein

Normenwunder

Dienstag, 27. März 2007

«Jesus an der Hochzeit zu Kana» (Johannes

2,1-12). Zur Freude befreit – ein Geschenkwunder

In 4 Wochen ist Weihnachten… Fest der Freude und des Schenkens.

Überraschen Sie Ihre Lieben mit einem Geschenk von:

Der bequeme Einkauf, unweit vor Ihrer Haustüre:

• Budgetfreundliche Modeideen

aus erster und zweiter Hand

• Geschenk-Gutscheine

• Handgefertigter Schmuck

•Foulards, Schawls, Gürtel, Taschen, Handschuhe

• Schuhe

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und unterstützen

Sie gerne in Ihren Ideen! Ihr Jolie femme Team.


Stöbern, markten, Schnäppchen jagen

Kontakt Cevi Wiesendangen-Elsau-Hegi:

Simone Meier, Telefon 052 337 29 72 und

Manuel Herzog, Telefon 052 337 35 45.

www.cevi.ch/wiesendangen

JUGEND

Auch dieses Jahr kamen wieder zahlreiche Besucher an den Cevi-Flohmarkt. Wisenthalle und Dorfturnhalle waren bis in die hinterste Ecke gefüllt.

Der Erlös kommt voll und ganz der Kinder- und Jugendarbeit des Cevi Wiesendangen-Elsau-Hegi zugute.

De Wisidanger 25


FAMILIE

Chrabbelgruppe

Liebe Mütter, liebe Väter

Seid ihr neu in Wiesendangen zugezogen,

habt ihr ein Baby oder Kleinkind (0 bis 4

Jahre) oder wollt ihr euch einfach zusammen

mit eurem/euren Kind/ern anderen Kindern

und Müttern beim Spielen anschliessen?

Dann seid ihr bei der Chrabbelgruppe Wiesendangen

genau richtig!

Wir treffen uns alle zwei Wochen (unverbindlich

und ohne Voranmeldung) während zwei

Stunden in der reformieren Kirchgemeindestube.

Dort spielen wir mit unseren Kindern

und um 16.00 Uhr gibt es einen gemeinsamen

«Zvieri», den eine der Mütter für alle

zusammen organisiert.

Zudem führen wir verschiedene Anlässe

während dem Jahr durch, zum Beispiel:

• In der Sommerzeit ein Familien-Grillfest.

• In der Weihnachtszeit backen wir Guetzli

und laden den Samichlaus ein.

• Gemeinsamer Abend nur für Mamis.

Habt ihr Lust, euch zusammen mit eurem

Sprössling der Chrabbelgruppe anzuschliessen?

Wir heissen euch herzlich willkommen

und freuen uns, euch bald kennen zu lernen.

Wenn ihr weitere Fragen zur Chrabbelgruppe

habt oder ihr euch mit einer bereits teilnehmenden

Mutter austauschen wollt, geben

euch Sonja Castilla und/oder Manuela Celia

gerne Auskunft.

Datum: Donnerstag alle zwei Wochen:

11./25. Januar

9./23. Februar

8./22. März

19. April

13./24. Mai

14./28. Juni

12. Juli (Sommerfest)

Zeit: 15.00 bis 17.00 Uhr

Ort: Evang. reformierte

Kirchgemeindestube

Kontaktpersonen:

Sonja Castilla Telefon 052 337 03 28

Manuela Celia Telefon 052 337 30 89

Unkostenbeitrag:

5 Franken pro Familie/pro Nachmittag

De Wisidanger 26

Stark für das Leben

Die Frage, ob und wie Kinder vor Suchtentwicklungen

geschützt werden können,

beschäftigt alle verantwortungsbewussten Eltern.

Welche Stärken und Fähigkeiten brauchen

unsere Kinder, damit sie weniger gefährdet

sind? Der von der Suchtpräventionsstelle

der Stadt Zürich realisierte Film «Stark

für das Leben» zeigt wie und in welchem

Alter Eltern ihre Kinder unterstützen können,

diese Stärken zu entwickeln. Bei der anschliessenden

Diskussion versuchen wir herauszufinden,

ob und wie die gezeigten Anregungen

im Alltag umgesetzt werden können.

FemmesTISCHE sind von einer Moderatorin

geführte Gesprächsrunden, in denen mit anderen

Interessierten über ein aktuelles Thema

diskutiert wird. Sie finden im privaten

Rahmen bei einer Gastgeberin statt. Die Teilnahme

ist kostenlos.

Sind Sie interessiert bei FemmesTISCHE als

Teilnehmer/in oder Gastgeber/in mitzumachen?

Dann melden Sie sich bei der Frauenzentrale

Winterthur, Telefon 052 212 15 20

oder fzw@bluewin.ch.

Weitere Information finden Sie unter

www.frauenzentrale-fzw.ch oder www.femmes

tische.ch


Abendunterhaltung

des Männerchors

und der Wasewachser

Am 27. Januar 2007 findet die traditionelle

Abendunterhaltung des Männerchors in der

Wisenthalle statt. Unter Mitwirkung der Kapelle

Wasewachser wird dieses Jahr ein bunter

Strauss von Liedern, Melodien und theatralischen

Einlagen präsentiert.

Der Männerchor unter der Leitung von Paolo

d’Angelo wird neben anspruchsvollen Chorliedern

auch einige alte und neue Hits zum

Besten geben. So reicht die Palette von La

Montanara, Bel ami, La Paloma, O mia bella

Napoli, Der Lumpensammler, En Kafi mit

Schnaps bis zu Alles nur geklaut von den

Prinzen, Caravan of Love und Sloop John B.

Die Wasewachser unter der Führung von

Georg Pfister begleiten einzelne Lieder des

Männerchors und unterhalten Sie mit Vorträgen

wie Maloyawind, Der Rosengarten

oder Vier Musikanten.

Mit Sketches und anderen lustigen Einlagen

werden auch die Lachmuskeln trainiert.

Nicht zuletzt bietet auch die reichhaltige

Tombola Anlass, sich diesen Abend in der

Agenda freizuhalten. Alle weiteren Informationen

sind im Programm enthalten, das

Anfang Januar in alle Haushalte verschickt

wird.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und danken

Ihnen schon jetzt dafür.

Werner Leuch, OK-Präsident

AKTUELL

FCW

CHRISTMAS-PARTY

Am 9. Dezember tagsüber findet das traditionelle

Mixed-Turnier des FC Wiesendangen in

der Wisenthalle statt. Am Abend, ab 18.00

Uhr, beginnt die diesjährige Christmas-Party

mit dem Motto:

Wahl Mister & Miss FC Wiesendangen

Kandidaten und Kandidatinnen werden aus

allen Abteilungen der ganzen FC-Familie gestellt.

Das Programm beinhaltet weiter:

• musikalische Unterhaltung

• feines Nachtessen

• coole Drinks an der Bar

Das Chlaus-OK freut sich, zahlreiche Mitglieder

an der Christmas-Party zu begrüssen!

De Wisidanger 27


AKTUELL

Chilbi und Gewerbeausstellung

De Wisidanger 28


AKTUELL

De Wisidanger 29


AKTUELL

Frauenverein Wiesendangen

Wer macht mit?

Neun engagierte Vorstandsfrauen arbeiten

für unseren Verein, eine möchte was Neues

tun, da warens nur noch acht.

Acht aufgestellte Frauen packen nun halt an,

eine muss ihre Arbeitszeit verschieben, da

warens nur noch sieben…

Ja, das gibt es auch im Vorstand des Frauenvereins!

Wir suchen nun neue Kolleginnen, die uns in

der Vorstandsarbeit unterstützen. Wir sind

ein aufgestelltes Team von acht Frauen und

freuen uns, Sie als Verstärkung zu gewinnen.

Alle sechs bis acht Wochen treffen wir uns zu

einer Vorstandssitzung, um die verschiedenen

Aufgaben/Aktivitäten zu besprechen und

zu planen.

Wir organisieren Ausflüge, Kleiderbörsen,

den Herbstmärt, das Adventessen für Alleinstehende

und vieles mehr. Ebenfalls werden

spezielle Angebote für die Bewohner von

Wiesendangen durch engagierte Mitarbeiter

gewährleistet. Der Frauenverein hat somit einen

grossen Stellenwert innerhalb unserer

Gemeinde.

Wer hat Interesse, etwas Zeit und Freude daran,

uns bei den verschiedenen Aufgaben zu

unterstützen? Unsere Präsidentin Konstanze

Fürst, Telefon 052 337 34 76, gibt Ihnen gerne

weitere Auskünfte. Wir freuen uns auf Sie.

De Wisidanger 30


Geschäftsübergabe

Liebe Wiesendangerinnen

M. J. Valko

Stadthausstr. 95

8400 Winterthur

Nach über 35-jähriger Tätigkeit in unserem Geschäft

«Chlini Warenhalle» in Winterthur übergebe ich die Leitung

nun vollständig meiner Tochter Maria Valko.

Ich möchte mich ganz herzlich für das uns entgegengebrachte Vertrauen

bedanken. Ab 1. Januar 2007 wird sie meine Tochter weiterhin durch die

Modewelt für Junge und Junggebliebene führen.

Da ich seit über 43 Jahren in der Gemeinde Wiesendangen wohne,

erhalten Sie mit Abgabe dieses Inserates in den Monaten Dezember

2006 und Januar 2007

10% Rabatt

auf alle nicht reduzierten Artikeln.

Wir führen Marken wie: Rio, Wega Karlsbader, Mersini, Aspa, Freya,

Lebek, Kirsten, Lotos, Hermann Lange.

AKTUELL

Volkstheater

Casanovas

Schwiegermutter

Anfang September begann das Volkstheater

Chrebsbach, Seuzach, mit den Proben zu

«Casanovas Schwiegermutter». Unter der

Regie von Erwin Leimbacher stehen insgesamt

etwa 50 Proben auf dem Programm, bis

das Stück bühnenreif ist. Es beinhaltet viel

Situationskomik und zeigt verzwickte, heutzutage

oftmals moderne, Partnerschaftsverhältnisse

auf.

Aufführungen im Zentrum Oberwis in Seuzach:

Samstag, 20. Januar

Sonntag, 21. Januar

Freitag, 26. Januar

Samstag, 27. Januar

Sonntag, 28. Januar

Donnerstag, 1. Februar

Samstag, 3. Februar

Sonntag, 4. Februar

Vorverkauf ab 1. Dezember:

Telefon 052 335 10 42

E-Mail emhartmann@bluewin.ch.

www.volkstheater-chrebsbach.ch

De Wisidanger 31


AKTUELL

Einfache Methoden

gegen die Vergesslichkeit

Alle wünschen sich ein gutes Gedächtnis –

und die meisten Menschen könnten ein besseres

gebrauchen.

Gedächtnistraining stärkt und steigert die

geistige Leistungsfähigkeit, hilft den Alltag

besser zu bewältigen, gibt Selbstvertrauen,

fördert die sozialen Kontakte und steigert die

Lebensqualität.

Solche Kurse bietet Heidi Ott in Wiesendangen

an. Sie ist ausgebildete Gedächtnistrainerin

SVGT und verfügt über Methoden, um

die Hirnzellen älterer Menschen wieder in

Schwung zu bringen.

In diesen Kursen werden Informationen über

Gehirn und Gedächtnis vermittelt, mit gezielten

Übungen auf spielerische Art und in

gelöster Atmosphäre wird die Konzentrationsund

Merkfähigkeit verbessert. Es wird eine

raschere Wortfindung geübt, der Wortschatz

erweitert und die Sinnesorgane bewusster

gebraucht und somit die Aufmerksamkeit gesteigert.

Kreativität und Lernfähigkeit sind unabhängig

vom Alter und lassen sich aktivieren und fördern.

Um etwas Neues wie beispielsweise eine

Sprache zu erlernen, ist tägliches Üben erforderlich.

Mit dem Gedächtnis ist es ähnlich: Es

muss und sollte täglich gefordert und gefördert

werden.

Der nächste Einsteigerkurs beginnt am Montag,

15. Januar, bis am 12. Februar. Jeweils

von 14.30 bis 16.30 Uhr (fünf Mal zwei Lektionen)

im KP-Raum (Eingang hinter der

Post). Er kostet Franken 105.– (inklusive

Kursunterlagen und Pausengetränk). Pro Senectute

Wiesendangen empfiehlt diesen Kurs.

Anmelden kann man sich bis am 31. Dezember

bei Heidi Ott, Hausackerstrasse 10, 8542

Wiesendangen, Telefon 052 337 26 47.

De Wisidanger 32


AKTUELL

Aktuelles aus

der Bibliothek

Advent

Auf der Galerie der Bibliothek ist eine grosse

Auswahl an Bilder-, Bastel- und Lesebücher

sowie CDs zum Thema Advent ausgestellt.

Bilderbuechkino

«Gschichte zum lose und luege» für Kinder

von 4 bis 8 Jahren. Am 28. November, 5. und

12. Dezember, jeweils um 18.00 Uhr. Es dauert

zirka 40 Minuten

Erweitertes Zeitschriftenangebot

Folgende Titel sind ab Januar neu verfügbar:

•Vital: welcome to Wellness

• Fotomagazin

• Spotlight: das Magazin für Ihr Englisch

• ecos: spanische Zeitschrift

• ecoute: das aktuelle Magazin in Französisch

•Merian: die Lust am Reisen

• Burda Magazin

• Auto, Motor und Sport

Alle 26 Zeitschriften können ausgeliehen

werden. Darin schmökern, ist bei einem Besuch

in der Bibliothek natürlich auch möglich.

Das Bibliotheksteam wünscht Ihnen eine

friedvolle Adventszeit und einen guten Start

ins neue Jahr!

Öffnungszeiten:

Montag 15.30 – 17.30

Dienstag 15.30 – 17.30

Mittwoch 17.00 – 19.00

Donnerstag 19.00 – 20.30

Freitag 15.30 – 17.30

Samstag 10.00 – 11.30

Telefon 052 337 20 72

E-Mail bibliothek.wiesendangen@freesurf.ch

Homepage www.wiesendangen.ch

De Wisidanger 33


AKTUELL

Adventskonzerte

Sonntag, 10. Dezember, 14.30 Uhr und 17.00

Uhr, in der evangelisch reformierten Kirche

Wiesendangen.

Besuchen Sie unser gehaltvolles Konzert und

entfliehen Sie während den Darbietungen der

Hektik des vorweihnächtlichen Alltages. Der

Kinderchor Wisidanger Notefäger, das Blockflötenensemble

Schenkel und das Cantilena

De Wisidanger 34

...der Kirchenchor mit der besonderen Note

Jubiläumskonzert und Ausblick

Vokalensemble wünschen Ihnen einen

besinnlichen Konzertbesuch. Eintritt frei,

Kollekte.

Wir danken der evang. ref. Kirchgemeinde für

ihre Unterstützung.

Die nächsten Auftritte

Zur Erinnerung unsere nächsten Aufritte mit

der Deutschen Messe von Franz Schubert:

26. November, 10.00 Uhr, Gottesdienst, St.

Stefan, Wiesendangen (mit Orgel).

3. Dezember, 17.00 Uhr, Konzert, St. Marien,

Oberwinterthur (mit Bläsern).

21. Januar 2007, 11.00 Uhr, Ökumenischer

Gottesdienst, Elsau (mit Orgel).

www.cantus-sanctus.ch

Das Jubiläumskonzert zum 40-jährigen

Bestehen von Cantus Sanctus in

der City Halle in Winterthur war ein

grosser Erfolg. Der Vorstand und der

Chor haben sich mit vereinten

Kräften ein unvergessliches Geschenk

gemacht.

Musikverein Wiesendangen

Konzerthinweis

Der Musikverein Wiesendangen lädt Sie zur

Einstimmung in die Adventszeit zu einem

Kirchenkonzert ein. Es findet am 1. Adventssonntag,

3. Dezember, um 16.00 Uhr, in der

Katholischen Kirche Wiesendangen statt. Wir

freuen uns, uns mit Ihnen zusammen in die

Weihnachtszeit einzustimmen!

Wollen Sie stets und aktuell informiert sein?

www.mvwiesendangen.ch


Räbeliechtli

AKTUELL

De Wisidanger 35


MENSCHEN UND UMWELT

Bewegung in der Stiftung Steinegg

Physiotherapie – Förderung trotz Grenzen

Seit Jahren komme ich zweimal pro Woche in

die Stiftung Steinegg. Am Donnerstag und

Samstag werde ich jeweils freudig von den

Bewohnerinnen und Bewohnern empfangen.

Die regelmässige Physiotherapie bedeutet doch

auch Abwechslung und Struktur im Alltag.

Am Samstagvormittag herrscht jeweils Badebetrieb

in der Stiftung Steinegg. In lockerer

Stimmung werden im warmen Therapiebad

Muskeln gelockert und gedehnt und Gelenke

bewegt. Bewohnende, die auf den Rollstuhl

angewiesen sind, geniessen es sehr, dass sie

sich im Wasser selber fortbewegen können.

So gehört es fast zum samstäglichen Programm,

dass Einzelne auf ein «Wettschwimmen»

mit der Therapeutin bestehen und sich

riesig an einem Sieg freuen. Neue Fertigkeiten

können immer wieder erworben werden.

Nach jahrelangem Üben hat eine Bewohnerin

das Rückenschwimmen ohne Hilfsmittel

erlernt. Welch eine grosse Freude für

uns beide, als die Angst überwunden war, und

die komplexen Bewegungen koordiniert werden

konnten. Ich bewundere die Ausdauer

und Hartnäckigkeit von vielen Menschen mit

Behinderungen, die immer wieder neue Ziele

erreichen.

Die Arbeit am Donnerstagmorgen beginnt jeweils

mit einem Rapport mit der Verantwortlichen

im Bereich Wohnen. Es ist wichtig

für mich zu wissen, wie der Gesundheitszustand

momentan ist und wo meine Unterstützung

gefragt ist. Eine gute Zusammenarbeit

mit dem Betreuungspersonal ist von

grosser Bedeutung. Die Mitarbeitenden werden

angeleitet, die therapeutischen Ziele in

De Wisidanger 36

die alltäglichen Verrichtungen zu integrieren.

So können Gelenkversteifungen, Atemprobleme,

Schwierigkeiten beim Essen und

Trinken eher verhütet und neue Bewegungsabläufe

gefördert werden.

Die Einzelbehandlungen sind meistens Bewegungstherapien,

die je nach Gesundheitszustand

oder Ausprägung der Funktionsstörung

aktiv oder passiv erfolgen. Auch wenn nicht

grosse Fortschritte erreicht werden können,

ist es für uns alle sehr befriedigend, wenn

Versteifungen verhindert, Verspannungen

vermindert oder motorische Fertigkeiten verbessert

werden können. Ausschlaggebend für

kleine Erfolge ist sicher eine angepasste, positive

Kommunikation.

Zeitaufwändig, aber sehr entscheidend ist die

Zusammenarbeit mit verschiedenen Orthopädietechnikern.

Hilfsmittel wie Rollstühle

mit speziellen Sitzvorrichtungen, Stehbretter,

Liegeschalen, Spezialschuhe mit Einlagen

etc. müssen abgeklärt und angepasst werden.

Auch hier ist eine gute Teamarbeit zwischen

dem Bewohnenden, dem Techniker, der Bezugsperson,

dem Arzt und mir ausschlaggebend

für eine adäquate Auswahl und guten

Erfolg.

Die ärztlich verordnete Physiotherapie wird

bis zum 20. Altersjahr von der Invalidenversicherung,

nachher von den Krankenkassen

vergütet. Menschen mit Behinderungen sind

meistens jahrelang auf physiotherapeutische

Unterstützung angewiesen. Erhaltung von

Fähigkeiten oder ein verlangsamter Abbau

bedeutet schon ein Fortschritt. In Zeiten, in

denen Kostensenkungen bei Krankheitskosten

sehr populär sind, ist es oft schwierig,

Leistungsträger vom Wert solcher Ziele zu

überzeugen. Ich hoffe sehr, dass es weiterhin

möglich ist, Menschen mit Behinderungen

physiotherapeutisch zu unterstützen und zu

fördern.

Elisabeth Weber-Leonhard,

Stiftung Steinegg


LESERBRIEF

Vielleicht mit mehr gegenseitiger Achtung und Verständnis?

Ich bin häufig zu späten Nacht – oder frühen

Morgenstunden – auf Spaziergängen und

Streifzügen mit unserem Hund im Dorf oder

der Umgebung von Wiesendangen unterwegs.

Der Grund meiner nächtlichen Streifzüge

liegt darin, dass ich schon seit mehr als 30

Jahren beruflich der geliebten Nachtschichtarbeit

nachgehe und deshalb einen leicht anderen

Tag-/Nachtrhythmus aufweise als die

meisten anderen Dorfbewohner.

Seit einiger Zeit scheint auch unser Dorf

mindestens ein kleines Problem mit einer

sehr kleinen Minderheit von jugendlichen

Personen zu haben. Diese Gruppe fällt vor allem

an Wochenenden damit auf, dass sie sich

während und nach dem Ausgangsvergnügen

zu völlig sinnlosem Verhalten hinreissen lässt.

Wir wollen nicht beschönigen: Auch wir ertappen

uns manchmal dabei, dass wir in einer

Angelegenheit unüberlegt und entsprechend

eher fragwürdig handeln. In Bezug auf

die vorgängig erwähnte Personengruppe

scheinen jedoch Vandalismus, sinnlose Zerstörung,

Gewalt und Anarchie die Gemüter

einiger unserer friedliebenden Dorfbewohner

zunehmend zu beunruhigen.

Schon mehrmals bin ich auf meinen nächtlichen

Touren ungewollt Zeuge von solchen

Auswüchsen geworden. Ich stelle fest, dass

die erwähnte kleine Minderheit nochmals in

zwei Gruppen unterteilt werden kann. Recht

unangenehm kann es werden, wenn man versucht,

mit dem ganz harten Kern der Vandalen

vernünftig ins Gespräch zu kommen.

Dieser ist vorwiegend mit Alkohol und wahrscheinlich

auch Drogen dermassen zugeknallt,

dass man sich beim Dialog mit ihm

vorsehen muss, um nicht allenfalls selber

unliebsame Überraschungen gewärtigen zu

müssen. Ich bin sicher, dass diese Personen

unseren zuständigen Behörden vorwiegend

bereits bekannt sind.

Geradezu erfreulich haben sich jedoch

Zusammentreffen mit anderen Nachtschwärmern

entwickelt. Auch diese haben sich in

ihrem Übermut zu Dummheiten hinreissen

lassen. Im Unterschied zu ihren uneinsichtigen

Kumpanen kann mit ihnen jedoch über

ihre Glanztaten offen, ehrlich, anständig

und in vernünftigem Ton gesprochen werden.

Mehr als einmal hat es sich dann ergeben,

dass sich die Gesprächspartner bereit erklärt

haben, ihren Unfug so weit wie möglich wieder

gut zu machen. So sind zum Beispiel geklaute

Velos und andere Gegenstände anstandslos

wieder an ihren ursprünglichen

Standort zurückgebracht worden, riesige

Scherbenhaufenschweinereien haben wir zusammen

aufgeräumt und Streitereien und

Provokationen konnten im einfühlsamen

Gespräch eingedämmt werden.

Es ist anzunehmen, dass mindestens ein Teil

dieser einsichtigen Personen für weitere unüberlegte

Handlungen kaum mehr in Frage

kommen wird.

Möge es uns gelingen, den übertriebenen jugendlichen

Übermut mit gegenseitiger

Achtung, vernünftiger Gesprächsbereitschaft,

Humor, Einfühlungsvermögen und einer anständigen

Portion Gelassenheit in positive

Energie umzuwandeln.

Andreas Stahl

De Wisidanger 37


BERUF UND GEWERBE

Fünf Fragen an:

Manuela und Ruedi Meier, Bäckerei Meier

(cm) Vor zehn Jahren übergaben Helga und

Ruedi Meier senior den Betrieb ihrem Sohn

Ruedi Meier und dessen Frau Manuela. Der

Senior machte seither die Auslieferungen für

die Bäckerei, wie die Generation vorher auch.

Aus der Scheune wurde ein neues Gebäude

mit dem modernen Laden, der von Manuela

Meier geführt wird. Nach hinten wurde die

Backstube erneuert und vergrössert. Hier bestimmt

Ruedi.

Mit welcher Motivation habt ihr die Bäckerei

übernommen?

«Das ist Familientradition, für mich war

schon als kleiner Junge klar, dass ich einmal

Beck werde», sagt Ruedi Meier. Und weiter:

«Jedes Dorf muss einen Metzger, Bäcker und

Gmüesler haben. Die Dorfkultur ist sehr

wichtig.» Auch Manuela Meier, die schon die

Lehre beim Dorfbeck machte, wollte sich dieser

Herausforderung stellen.

Was bietet ihr alles an?

«90 Prozent wird von A bis Z selbst gemacht,

egal ob Backwaren oder Confiserieprodukte.

Das älteste Praliné-Rezept des Grossvaters

De Wisidanger 38

stammt aus dem Jahre 1962 und wird heute

noch verwendet. Wir sind sehr traditionell,

aber ultramodern in Sachen Maschinenpark.

Jede Maschine wird gekauft, welche die Arbeit

erleichtert», erklärt Ruedi Meier. Dass natürliche

Rohmaterialien verwendet werden, ist

selbstverständlich. Es gibt immer wieder

Neuheiten im Sortiment. Und in Sachen Öffnungszeiten

hat sich einiges geändert, so ist

die Bäckerei seit einiger Zeit auch am Sonntagmorgen

geöffnet. Wenn es einen Apéro für

Hochzeiten, Firmen usw. zu organisieren gilt,

übernehmen das die Meiers. Oder die Backstube

samt Personal kann für Anlässe wie

Zmorgen, Geburtstage gemietet werden. Oder

an einem Freitagabend für ein Nachtessen –

zwischen den Gängen wird dann sogar der

Sonntagszopf selbst hergestellt. Und ab 23.00

Uhr kann man den Bäckern bei der Arbeit zuschauen.

Emotionale Kundenbindung wird

gross geschrieben.

Wie sieht es an der Lehrlings- und Mitarbeiterfront

aus?

«Zurzeit werden in der Backstube zwei Lehrlinge

und im Verkauf eine Detailhandelsfach-

frau ausgebildet», informiert Ruedi Meier.

«Je nach Nachfrage nehmen wir aber auch

jährlich Bäckerlehrlinge, gute Ausbildungsplätze

sind uns wichtig.» Insgesamt arbeiten

21 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im

Betrieb, beinahe doppelt so viele wie vor zehn

Jahren, das ergibt 13 Vollzeitstellen.

Gibt es ein Jubiläum im Dorf?

«Diese Weihnacht ist die zehnte!», freut sich

Manuela Meier. «Offiziell erfolgte die Schlüsselübergabe

am 1. Januar 1997. Geplant wird

eine Jubiläumswoche im nächsten Herbst, die

für das ganze Dorf etwas beinhalten sollte.

Familien, Senioren, Kinder, alle sollen zum

Zug kommen.»

Wie geht es weiter?

Die jetzige Grösse des Betriebes stimme, sagen

die beiden. Aber Platz könne man schon

noch gebrauchen. Eine Ladenerweiterung,

indem Ruedi und Manuela Meier das alte

Geschäft integrieren, ist das nächste Ziel. Die

Pläne sind in Auftrag, man darf gespannt

sein.


Veränderungen in der

Clientis Sparkasse Wiesendangen

Der Verwaltungsrat hat die Nachfolge von

Rudolf Muffler geregelt, der im kommenden

Frühling nach zwölfjähriger Tätigkeit als

Bankleiter in den Ruhestand treten wird.

Wir freuen uns, Ihnen zum zweiten Mal in

der über hundertjährigen Geschichte unserer

Bank eine Frau als Bankleiterin vorstellen zu

können – und erst noch eine Wiesendangerin!

Frau Christa Joss Wiesmann wird ihre

Stelle im Frühling antreten. Eine ausführliche

Vorstellung werden Sie in einer der kommenden

Ausgaben des Wisidangers lesen

können.

Res Diem,

Präsident des Verwaltungsrates

BERUF UND GEWERBE

De Wisidanger 39


PORTRÄT

Renate Burger

«Gute Fee» geht in Pension

(bhu) Tritt man ins Gemeindehaus an den

Empfangsschalter fällt den Aufmerksamen

die kleine, aber feine Dekoration auf der

Theke auf. Blümchen und Pflänzchen sind

liebevoll mit Accessoires dekoriert. Renate

Burger nimmt sich Zeit dafür. Sie gehört für

viele langjährige Bewohner unseres Dorfes

einfach zum Gemeindehaus dazu.

Dies kommt nicht von ungefähr. Exakt am 1.

Oktober 1961 startete die damals 18-Jährige

ihre Wiesendanger-Gemeindeverwaltungs-Laufbahn.

Ihr Bürostuhl und Schreibtisch standen

anno dazumal an der Dorfstrasse 55 (visà-vis

Bäckerei). Das Büroteam umfasste mit

ihr drei Personen und war zuständig für die

1800 Seelen grosse Gemeinde. An die erste

Arbeit die sie erhielt, kann sie sich noch genau

erinnern. «Ich musste das Verzeichnis

des dicken Gemeinderatprotokolls von Hand

und Schreibmaschine verfassen. Das war eine

mühselige Arbeit.» Für die junge Frau war

damals völlig klar: «Hier bleibe ich nicht

lange!» Tja, wie das Leben so spielt, blies der

De Wisidanger 40

Wind diese Worte ungehört fort und sie blieb

der Gemeinde nun rund 45 Jahre als «gute,

treue Fee» erhalten.

Diese langjährige Zusammenarbeit wird

Ende Dezember beendet und Renate Burger

geht in Pension. Sie wird bei der Verwaltung

sicherlich eine grosse Lücke hinterlassen,

denn ihr Wissensfundus gleicht einem grossen,

gut organisierten Archiv, wo alles abgespeichert

und jederzeit abrufbereit ist.

Renate Burger fing als «Mädchen für alles»

in der Verwaltung an, betreute das An- und

Abmeldeverfahren und half im Steueramt

mit. «Wir rechneten die Zahlen damals noch

auf dem Papier zusammen und trugen die

Beträge von Hand ein», erinnert sie sich.

Nicht vergessen wird sie auch die Sache mit

den Elstern- und Krähenfüssen. Einige Jahre

lang musste die junge Frau die abgeschnittenen

Vogelfüsse, welche ihr Jäger vorbei

brachten, abzählen und pro Fusspaar 1.50

Franken auszahlen.

Vogelfüsse, dicke Gemeindeprotokolle, sture

Handarbeit ... Renate Burger blieb der Verwaltung

trotz anfänglicher Skepsis treu. Sie heiratete

1963 und zog von Oberwinterthur nach

Wiesendangen. Bei ihrem Arbeitgeber übernahm

sie immer mehr Verantwortung.

Begann die AHV selbstständig zu betreuen,

erledigte alle Arbeiten rund um die Fremdenpolizei,

lernte versiert sich in der Computerwelt

zu bewegen und vor mehr als 25 Jahren

übernahm sie die Verantwortung der Einwohnerkontrolle.

In dieser Funktion hat Renate

Burger viele Familien in unserer Gemeinde

von ihrem Schreibtisch aus begleitet. Sie hat

Geburtsscheine ausgestellt, Familienbüchlein

eröffnet und auch Totenscheine verfasst. Aber

nicht nur das: Als stellvertretende Zivilstandesbeamtin

hat sie einigen zukünftigen

Eheleuten den gesetzlichen Segen gegeben.

Dies immer schön verpackt in einen von ihr

selber ausgewählten Spruch, der zu den

Paaren passte. Trotz immer grösserer Verantwortung

und Aufgabengebiet blieb Frau

Burger die Stimme am Gemeindetelefon,

denn sie schätzt den direkten Kontakt mit ihrer

Kundschaft sehr. «Diesen Kontakt werde

ich als Pensionierte auch am meisten vermissen»,

gibt sie zu.

Und was macht eine solch vielseitige, aktive

Frau, wenn sie sich nicht mehr zu 100 Prozent

im Erwerbsleben befindet? Frau Burger

hat sich gut vorbereitet. Sie besuchte Anfang

Jahr einen zweitätigen Kurs der Pro Senectute

zum Thema «Pensionierung». Dieser habe

ihr gut getan und sie zum Nachdenken angeregt.

«Ich denke, ich werde den neuen Lebensabschnitt

gut meistern. Ich freue mich

darauf, Kontakte wieder stärker zu pflegen,

und mein Mann und ich planen, häufiger in

unser Ferienhaus zu fahren. Und sicherlich

werde ich nun mehr Zeit finden für meine

Bastel- und Stickerei-Arbeiten.»


Grüezi

Haben Sie schon einmal versucht, eine Zeltblache

zu reinigen, nachdem das Zelt ein

paar Tage unter einer Linde gestanden ist?

Oder machten Sie den Fehler, Ihr Auto unter

einer Linde zu parkieren? Sie werden diese

Linde wohl länger in Erinnerung behalten

haben! Das war schon vor Jahrhunderten so,

als in unserer Gegend noch kaum Zelte aufgestellt

wurden und keine Autos verkehrten.

Die Linde auf dem Dorfplatz hatte eine ganz

andere, schwerwiegendere Bedeutung – sie

war die Gerichtslinde, unter deren ausladenden

Ästen sich das hohe Gericht versammelte,

um Recht zu sprechen. Dass Sie jetzt nur

nicht in Versuchung geraten, Recht mit

Gerechtigkeit zu verwechseln. Diese beiden

ähnlichen Begriffe hatten schon damals

nicht immer etwas miteinander zu tun.

Im Mittelalter war unsere Staatsorganisation

noch überschaubar. Es gab den Landesfürsten,

der Gesetze erliess, für deren Anwendung

und Einhaltung besorgt war und die

Verbrecher verurteilte – unter der Gerichtslinde.

Ein einziger Mann genügte für alle

diese Aufgaben, keine Rede war damals von

Gewaltentrennung. Heute sind wir da natürlich

viel besser organisiert. Eine Unzahl von

Räten berät über Gesetze, eine Unzahl von

Behörden wacht über deren Einhaltung und

zerrt die Übeltäter unter die Gerichtslinde.

Daselbst wird wieder von einer separaten

Instanz peinlichst darauf geachtet, dass jeder,

der sich daneben benimmt, dafür zur

Rechenschaft gezogen wird – zum Schutz des

ehrbaren Bürgers, der ja gemäss unseren demokratischen

Grundsätzen der Höchste im

Staatsgebilde ist.

Übrigens soll es im Mittelalter einen Fürsten

gegeben haben, der sein Pferd dermassen

liebte, dass er demjenigen, der ihm dereinst

die Nachricht vom Tod seines Pferdes überbringen

sollte, schon zu des Pferdes Lebzeiten

versprach, er werde ihn dann zur Strafe für

die schlechte Nachricht köpfen lassen.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die schlechte

Nachricht überbringen sollen! Hätten Sie den

Mut dazu gehabt? Und wenn glücklicherweise

nicht Sie selbst zum Freiwilligen bestimmt

worden wären, sondern ein anderer, hätten

Sie dann den Mut gehabt, gegen dieses geplante

Vorgehen zu protestieren oder hätten

Sie die weite Hose angezogen, diejenige mit

den grossen Taschen, in denen eine Faust bequem

Platz hat?

Der gleiche mittelalterliche Fürst, der die

Rechtsprechung und damit in den Augen des

unwissenden Volkes die Gerechtigkeit für sich

beanspruchte, zog es vor, den Überbringer der

schlechten Nachricht zu köpfen, statt deren

Verursacher. Dass Sie jetzt nur nicht denken,

diese Zeiten seien bei uns zum Glück vorbei.

Auch wir haben noch selbst ernannte Fürsten,

die der guten alten Zeit nachtrauern und

darum sehr schnell und sehr empfindlich

darauf reagieren, wenn einer im Dorf es

wagt, sich gegen ihr missbräuchliches Tun zu

wehren. Welcher freche Kerl – der moderne

Überbringer der schlechten Nachricht – masst

sich an, sich zu beschweren? Der soll dafür

büssen! Und dass mir keiner dem Verursacher

des Missstandes ein Haar krümme!

Unsere Geschichtslehrerin hat mir einst beigebracht,

jedes Volk habe die Regierung, die

es verdiene. Ob das wohl stimmt? Wie wollen

wir es in unserem Dorf halten? Sollen da diejenigen

in Schranken gewiesen werden, die

sich daneben benehmen oder wollen wir lieber

diejenigen strafen, die sich gegen die

Missetaten auflehnen? Oder aus Sicht der

Übeltäter gesprochen: Warum soll ich nüchtern

bleiben und mich benehmen, wenn ich

mir doch genau so gut einen ansaufen und

mein Promilleproblem danach ungestraft

anderen aufbürden kann? Und natürlich wie

immer – Ähnlichkeiten mit lebenden Personen

sind selbstverständlich rein zufällig und

keineswegs beabsichtigt!

Liebe Leser, nachdem Sie mich vor ein paar

Monaten zum Präsidenten unserer Dorfbank

gewählt haben, ist es dem einen oder andern

zum Bewusstsein gekommen, dass er seine

Wut über meine schreiberische Frechheit

ganz gut auch an unserer Bank auslassen

könnte. Das bringt mich in einen Gewissenskonflikt.

Bisher habe ich als Dorfnarr nur

meinen eigenen Kopf und meine eigene

Reputation riskiert – jetzt riskiere ich offensichtlich

auch die Reputation einer Gemeindeinstitution

und das lässt sich schwer

mit der Amtspflicht vereinbaren. Ich habe

mich darum entschlossen, den Dorfnarren

nach acht bewegten Jahren zu pensionieren.

Vielen Dank für Ihre Lesetreue!

Res Diem

DORFNARR

De Wisidanger 41


ZU GUTER LETZT

Ärztlicher Notfalldienst

November

25. Dr. med. K. Sauer, Wiesendangen 052 337 11 55

26. Dr. med. W. Baur, Hettlingen 052 316 10 20

Dezember

02. Dr. med. W. Baur, Hettlingen 052 316 10 20

03. Dr. med. K. Sauer, Wiesendangen 052 337 11 55

09. Dr. med. H. Nüesch, Seuzach 052 335 20 20

10. Dr. med. H. Nüesch, Seuzach 052 335 20 20

16. Dr. med. R. Schindler, Neftenbach 052 315 24 21

17. Dr. med. R. Schindler, Neftenbach 052 315 24 21

23. Dr. med. H. Nüesch, Seuzach 052 335 20 20

24. Dr. med. H. Nüesch, Seuzach 052 335 20 20

25. Dr. med. F. Stamm, Räterschen 052 363 16 33

26. Dr. med. L. Hämmerle, Räterschen 052 363 11 72

31. Dr. med. M. Sturzenegger/B. Meier-Ruf, Pfungen 052 305 03 55

Januar

01. Dr. med. R. Schindler, Neftenbach 052 315 24 21

02. Dr. med. H.B. Stiefel, Wiesendangen 052 337 12 05

06. Dr. med. H. Poths, Seuzach 052 320 02 02

07. Dr. med. F. Stamm, Räterschen 052 363 16 33

13. Dr. med. T. Hürlimann, Neftenbach 052 315 18 95

14. Dr. med. T. Hürlimann, Neftenbach 052 315 18 95

20. Dr. med. R. Schindler, Neftenbach 052 315 24 21

21. Dr. med. R. Schindler, Neftenbach 052 315 24 21

Dank an das Leben

Wir werden alle, alle älter,

vom kleinen Säugling bis zum Greis,

doch werden wir deshalb nicht kälter

und gut ist es, wenn man das weiss.

Das Leben ist so vielgestaltig,

von hoher Lust zu tiefem Leid,

ein jeder Mensch ist andersartig,

das gibt ein buntgewürfelt Kleid.

Doch sollen wir einander lieben,

den Nächsten ganz so wie uns selbst,

steht deutlich im Gesetz geschrieben

als Auftrag hier in dieser Welt.

So dürfen wir uns täglich freuen,

ein jeder Tag ist ein Geschenk

und müssen dereinst nichts bereuen.

Des seien wir uns eingedenk.

De Wisidanger 42

Katharina Thürig


ZU GUTER LETZT

De Wisidanger 43


KALENDER

November 2006

So 26. Abstimmungssonntag

Cantus Sanctus Christkönig Gottesdienst

Cevi AH

Mo 27. Ref. Kirchgemeinde

Politische Gemeinde

Schulgemeinde

Zivilgemeinde

Gemeindeversammlung

Pro Senectute Mittagstisch

Di 28. Bibliothek Bilderbuchkino

Dezember 2006

Fr 1. Ref. Kirche «timeout» Gottesdienst

So 3. 1. Advent

Ref. Kirche

Museum geöffnet

Missionsbazar (Wisenthalle)

Di 5. Kath. Kirche Kirchgemeindeversammlung

Ref. Kirche Bibelstunde

Bibliothek Bilderbuchkino

Do 7. Chrabbelgruppe Samichlaus

JS Mütter-/Väterberatung

Sa 9. Cevi Chlaus

FC Mixed Hallenturnier

FC Christmas-Party

So 10. 2. Advent

Kath. Kirche Familiengottesdienst Chilekafi

Ref. Kirche Adventskonzert

(Notefäger / Cantilena)

Mo 11. Juko

Senioren-Wanderung

Papiersammlung

Di 12. Bibliothek Bilderbuchkino

Pro Senectute Volkstanz

Mi 13. SMV Chlaus

Do 14. FV Seniorenspielnachmittag

Fr 15. Ref. Kirche Seniorennachmittag mit

Krippenspiel u. Adventssingen

Sa 16. Cevi Waldweihnacht

So 17. 3. Advent

Kath. Kirche ökumen. Adventsgottesdienst

GCW Singen im ökum. Gottesdienst

Ref. Kirche Fam. Gottesd. m. Krippenspiel

FV Adv.essen alleinst. Senioren

Mo 18. Kath. Kirche Buss- und Versöhnungsfeier

Frauenriege Volleyballturnier

Pro Senectute Mittagstisch

Di 19. Kath. Kirche Chinderchile

Ref. Kirche Bibelstunde

Do 21. Chrabbelgruppe

JS Mütter-/Väterberatung

De Wisidanger 44

So 24. Heiligabend

Kath. Kirche Christmette

Ref. Kirche Christnachtfeier mit Musik

Mo 25. Weihnachten

Kath. Kirche Familiengottesdienst

Ref. Kirche Gottesdienst mit Abendmahl

Di 26. Kath. Kirche Gottesdienst d. Kirchenpatrons

Fr 29. TV Bowlingabend

So 31. Ref. Kirche Gottesdienst z.Jahresausklang

Weihnachtsferien, 23. Dezember 2006 – 7. Januar 2007

Januar 2007

Sa 6. DR Ski-Weekend (bis So 7.1.06)

So 7. Museum geöffnet

Zivilgemeinde Christbaumverbrennen

Mo 8. SMV

Senioren-Wanderung

Blutspenden

Fr 12. Seniorennachmittag

Fr 19. Gemeindeverein Terminkoordination

Mo 22. FW Übung

Pro Senectute Mittagstisch

Di 23. FW Übung

Fr 26. NV GV

MCV Abendunterhaltung

Di 30. Ref. Kirche Bibelstunde

Abkürzungen: DR: Damenriege / FC: Fussballclub / FR: Frauenriege /

FV: Frauenverein / FW: Feuerwehr / GCW: Gemischter Chor /

JuKo: Jugendkommission / JS: Jugendsekretariat / MCW: Männerchor /

MR: Männerriege / MV: Musikverein / NV: Naturschutzverein /

SMV: Samariterverein / SV: Schützenverein / TV: Turnverein

Bitte Änderungen und neue Termine auch unter dem Jahr an folgende

Adresse:

Gemeindeverein

W. Christen

Telefon 052 337 20 84

E-Mail werni.christen@bluewin.ch

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