Viel Spaß beim Lesen - Landkreis Emsland

emsland

Viel Spaß beim Lesen - Landkreis Emsland

Kinder willkommen!

Wie eine Region Familienfreundlichkeit lebt


Kinder willkommen – so lautet der Titel

dieser Broschüre, die sich ganz dem Thema

Familie widmet. Einem Thema, das im Landkreis

Emsland gelebt wird, denn bei uns hat

Familienfreundlichkeit Tradition.

Mit dieser Publikation wollen wir einige Beispiele

vorstellen, wie wir als Landkreis Familienfreundlichkeit

verstehen, wie wir sie fördern

und welche familienfreundlichen Leistungen im

Emsland schon heute angeboten werden.

Drei inhaltliche Schwerpunkte sind dabei

besonders hervorzuheben:

Die „Große Koalition für Kinder“

Die Koalition wurde 2005 auf den Weg gebracht

und ist ein klares Votum aller gesellschaftlich

relevanten Gruppen für die Familie.

Deutlichstes Ergebnis sind heute die 24 Familienzentren,

die gut besuchten „Orte der Begegnung“

für Jung und Alt in jeder Stadt, in jeder

Gemeinde im Emsland.

Die „Emsländische Stiftung Beruf und Familie“

Mit der Stiftung haben wir gemeinsam mit dem

Wirtschaftsverband Emsland einen tatkräftigen

Impulsgeber in Sachen Familienfreundlichkeit

Familie tut gut

ins Leben gerufen. Die Stiftung ist Ansprechpartnerin

für alle Betriebe in der Region und

treibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

erfolgreich weiter voran.

Das Emsland als „Chancengesellschaft“

Der dritte Schwerpunkt liegt mir besonders am

Herzen: Wir wollen „Chancengesellschaft“ sein

und engagieren uns dafür, dass jedes Kind, unabhängig

von seiner sozialen Herkunft, die gleichen

Chancen bekommt. Vielen Kindern drohen

so genannte „Armutskarrieren“, aus denen sie

ohne Hilfe von außen oft gar nicht ausbrechen

können. Zum Wohle dieser Kinder, ihrer Eltern

und unserer ganzen Gesellschaft sind daher

frühe Hilfen gefordert.

In diesem „Familienalbum“ können wir nur

einen kleinen Auschnitt der emsländischen Familienpolitik

schildern. Aber bereits diese Auswahl

unterstreicht meines Erachtens, dass das

Emsland für Familien ein lebenswerter Ort ist.

Familienfreundlichkeit ist aber kein Selbstgänger,

wir müssen uns und unser Tun immer

wieder aufs Neue hinterfragen. Ich verspreche

Ihnen, dass wir auch in Zukunft alles daran

setzen werden, dass Familie für jedes Kind ein

Ort der Geborgenheit ist. Denn eines ist unbestritten:

Familie tut gut.

Hermann Bröring

Landrat Landkreis Emsland


Inhalt

Seite 3

Familienfreundlichkeit mit Tradition

Die emsländischen Familienzentren

Die „Chancengesellschaft“

Mit gutem Beispiel voran

Seite 7

Seite 15

Seite 21

Kooperation Kindergarten und Grundschule

Seite 25

Seite 5

Seite 11

Seite 19

Seite 23

Die „Große Koalition für Kinder“

Die „Emsländische Stiftung Beruf und Familie“

Seite 26

Das „Kindernetz Emsland

Kinder werden erwachsen

Adressen & Ansprechpartner


3

Familienfreundlich?

Schon immer!

Das Thema „Familienfreundlichkeit“ hat in ganz Deutschland verstärkt Eingang in die

Politik und in die öffentliche Diskussion gefunden. Im Emsland reden wir nicht oft über

Familienfreundlichkeit – tun aber umso mehr.

313.701 Einwohner(innen) lebten 2008 im

Emsland – und damit fast 2.000 Menschen

mehr als im Vorjahr. Mit diesem Wachstum ist

der Kreis einer der wenigen Landstriche, die

der bundesweiten Entwicklung sinkender Bevölkerungszahlen

trotzen. Viele Menschen ziehen in

das Kreisgebiet, da die Lebensqualität im Emsland

einfach stimmt. Die Erfolgszahlen kommen

natürlich auch durch die gute Geburtenstatistik

zustande: Seit Jahrzehnten bereits werden im

Emsland durchschnittlich mehr Kinder geboren

als im Land Niedersachsen oder der gesamten

Bundesrepublik Deutschland.

Die gesunde Wirtschaft als Basis für eine sehr

niedrige Arbeitslosenquote – allein 2007 wurden

im Emsland 5.000 neue Jobs geschaffen –,

tolle Freizeitmöglichkeiten, hervorragende

Bildungs- und Betreuungsangebote für den

Nachwuchs sowie bezahlbare Immobilien- und

Grundstückspreise – allesamt maßgebliche Faktoren,

die eine Entscheidung für das Emsland

leicht machen.

Kinderfreundlichkeit hat Tradition

Dass sich gerade Familien im Emsland wohl

fühlen, ist auch zurückzuführen auf die langjährige

und erfolgreiche Familienpolitik. Schon

vor fast 30 Jahren verabschiedete der emsländische

Kreistag ein innovatives Familienprogramm,

das Kinderreichtum begrüßte und

gleichzeitig Erholungsmaßnahmen für kinderreiche

Familien oder Einzelfallhilfen für Familien

in Not umfasste. Das Programm war nur der

Auftakt zahlreicher weiterer Maßnahmen, für

die weder Kosten noch Mühen gescheut wurden:

Seit seiner Gründung 1977 investierte der

Landkreis an die 100 Millionen Euro in familienwirksame

Leistungen.

Die Kinderkonvention

Während auf Bundesebene über die Aufnahme

der Kinderrechte in das Grundgesetz seit langem

nur diskutiert wird, hat der emsländische

Kreistag im Rahmen seiner Möglichkeiten längst

Nägel mit Köpfen gemacht: Bereits im Frühjahr

2001 hat er sich durch die Unterzeichnung der

emsländischen Kinder-Konvention auf Basis der


Geburtenüberschuss

UN-Kindercharta dazu verpflichtet, das Wohl der

Kinder an die erste Stelle zu rücken.

Aufgeschlossen und flexibel

Traditionelle Familienstrukturen prägen das Gros

der emsländischen Bevölkerung. Gleichzeitig

wächst der Anteil alternativer Lebensmodelle

und damit die Nachfrage nach neuen Möglichkeiten

der Kinderbetreuung. Auf diese Anforderungen

hat sich die Region sehr gut vorbereitet:

10.000 Plätze in 123 Kindertagesstätten (Kitas)

stehen heute für eine umfassende und flexible

Betreuung bereit. Damit gelingt eine hervorragende

Versorgung: 87 Prozent der 3-Jährigen

besuchen eine Kindertagesstätte, bei den

4- bis 6-Jährigen sind es sogar 97 Prozent.

Großes Engagement im Ehrenamt

Das generell starke ehrenamtliche Engagement,

das durch den Landkreis aktiv gefördert wird, ist

ein weiterer (Familien-)Faktor – denn es kommt

in vielerlei Hinsicht insbesondere den Familien

und Kindern zugute, zum Beispiel im Sport.

Neue Initialzündung

Und die „Familientradition“ geht weiter: mit der

„Großen Koalition für Kinder“, dem „Kindernetz

Emsland“ und vielem mehr. Kein Zweifel: Das

Emsland ist familienfreundlich – und das schon

immer!

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5

Die

„Große

Koalition

für Kinder“

Das Emsland zeigt Flagge! In einer gemeinsamen Koalitionserklärung aller gesellschaftlich

relevanten Gruppen im Emsland zeigen wir Flagge für Familienfreundlichkeit.

Die ersten Resultate können sich sehen lassen – aber darauf ausruhen

werden wir uns nicht.


Mit der Auftaktveranstaltung unter dem

Motto „Große Koalition für Kinder –

Bessere Chancen für Familien im Emsland

hat der Landkreis im November 2005 eine

Bewegung ins Rollen gebracht, die landes- und

bundesweit ihresgleichen sucht.

Breite Beteiligung

300 Vertreter(innen) aus Kirche, Politik, Gemeinden,

Wirtschaft, Vereinen und Verbänden

signalisierten mit der Koalitionserklärung deutlich

ihre große Bereitschaft, für ein familienfreundliches

Emsland einzustehen.

Gemeinsam haben sich die Teilnehmer(innen)

zum Ziel gesetzt, das Emsland zu wappnen für die

großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts:

die demografische Entwicklung,

eine veränderte Wertestruktur

unserer Gesellschaft,

eine Arbeitswelt, die zunehmend

geprägt ist durch hohe Flexibilität

und Mobilität.

Ziel ist, unter den veränderten Rahmenbedingungen

im Emsland auch in Zukunft ein kinder-

und familienfreundliches Klima zu gewährleisten.

Konkrete Handlungsaufträge

Die Auftaktveranstaltung schloss ab mit der

Koalitionserklärung aller Teilnehmer(innen), die

unter anderem folgende Handlungsaufträge

formulierte:

die Schaffung einer Kommunikations-

plattform zum Thema „Familienfreund-

liches Emsland“,

die Einrichtung von Familienzentren

als Netzwerke für Familien und

die Entwicklung von Projekten zur

Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Diese drei Eckpfeiler sind im Landkreis inzwischen

umgesetzt: Gemeinsam mit dem Fachhochschulstandort

Lingen (Ems) wurde eine

breite Imagekampagne (Bild oben) gestartet,

das Netz der Familienzentren umfasst mittlerweile

24 Standorte und die „Emsländische Stiftung

Beruf und Familie“ treibt die Vereinbarkeit

von Familien- und Berufsleben erfolgreich voran.

Fachkongress im Frühjahr 2007

Aber damit nicht genug – auf einem weiteren

Kongress im Frühjahr 2007 wurde in verschiedenen

Fachforen an die bestehenden Ziele

der ersten Koalitionsvereinbarung angeknüpft.

Die zusätzlichen Maßnahmen umfassten unter

anderem die Etablierung eines Unternehmenscoaches

oder die Ausweitung der Kooperation

zwischen Kindertagesstätte und Grundschule.

Auch hier hat sich bereits viel bewegt, einige

Beispiele finden Sie auf den folgenden Seiten.

Das alles ist aber nach wie vor nur eine erste

Zwischenbilanz – denn die „Große Koalition für

Kinder“ hat noch viel vor!

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Betreuung im Mittelpunkt –

An 24 Standorten laufen die vielen Fäden der

Rund um die Kinderbetreuung bieten sie ein

„Bei uns wird es nie langweilig“, berichtet Anna

Vosskuhl, Leiterin des Familienzentrums St.

Michael in Papenburg, lachend, „hier ist immer

was los!“

Genau wie in Papenburg

ist in allen 24 emsländischen

Familienzentren

„immer was los“. Sie

füllen heute exakt die

Rolle aus, die ihnen in

der „Großen Koalition für

Kinder“ 2005 zugedacht

wurde: Es sind lebendige

und fröhliche „Häuser der

Familie“, gern genutzte

und zentrale Anlaufstellen

für Jung und Alt.

Das damalige Etappenziel,

die Schaffung von Familienzentren

in allen 19 emsländischen

Kommunen,

wurde nach nur zwei Jahren erreicht. Zum Glück

für alle Familien, denn das Konzept spricht die

Menschen an und wird gerne genutzt.

Tagespflege und deren Vermittlung

Wesentliches Ziel der Familienzentren ist der

quantitative und qualitative Ausbau der Kinderbetreuung.

Dass der Bedarf vorhanden ist


eim Familienzentrum Emsland

emsländischen Familienfreundlichkeit zusammen: den Familienzentren.

Leistungsspektrum, das einfach gut ankommt.

und die Betreuung in Kita und Tagespflege im

Emsland „boomt“, zeigt die Nachfrage nach

Weiterbildung: In Intensivkursen wurden allein

seit Herbst 2007 rund 200 zusätzliche Tagespflegepersonen

qualifiziert!

Ad-hoc Betreuung

Neben Lösungen für die

Ferienzeit und der Betreuung

von Grundschulkindern

bildet die so genannte

Ad-hoc-Betreuung einen

weiteren wichtigen Baustein

der Tagespflege.

Durch sie können Familien

in „Notfällen“ am Vormittag

unterstützt werden,

zum Beispiel bei Krankheit

von Betreuungspersonal,

Eltern oder Kindern (vgl.

Tagesmütterstützpunkt auf

Seite 13). Mehr Flexibilität

für Eltern gewährleistet ebenso das Projekt

Emsland-Kinderland“: Durch das Zentrum für

Arbeit werden geeignete Ein-Euro-Kräfte vermittelt,

die im Familienzentrum eine kostengünstige

Nachmittagsaufsicht für die Kinder anbieten.

Ehrenamt und Mehrgenerationenbegegnungen

Die Familienzentren zählen auf das große eh-

renamtliche Engagement der Emsländer, das so

verstärkt auf das Thema Familie gelenkt wird.

In offenen Treffpunkten oder Projekten wie dem

Großelterndienst (Stichwort „Leihoma“) kommt

der Gedanke der Mehrgenerationenbegegnung

besonders zum Tragen.

Bedarfsgerechte Angebote

Grundsätzlich bietet ein Familienzentrum unterschiedliche

Bausteine für unterschiedliche

Bedürfnisse. Je nach den örtlichen Gegebenheiten

können alle Leistungen unter dem Dach

einer einzigen Einrichtung oder in Form eines

größeren Netzwerkes vorgehalten werden.

In Kooperation mit Kindertagesstätten und

Schulen geht das Angebot deutlich über das

hinaus, was das Tagesbetreuungsausbaugesetz

vorsieht. Dabei kommen alle Leistungen und

Angebote sehr gut an, insbesondere auch, weil

die Zentren als alltagsnahe und niedrigschwellige

Begegnungsorte in der Regel an schon

bestehende Kindertagesstätten oder Mütterzentren

angegliedert sind.

>> Alle bisherigen Erfahrungen bestätigen

das Konzept und geben

ihm Recht: Die emsländischen Familienzentren

sind eine Erfolgsgeschichte.

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Auf sieben Säulen gebaut

1. Tages-

pflege/

-vermittlung

Kinder unter

3 Jahren

2. Flexible

Betreuungsformen/

Ad-hoc-

Betreuung

Kindertagesstätte

5-stündige

Kernzeit

3. Ferien-

betreuung

Sonder-

öffnungszeiten

vor und nach

der Kernzeit

Koordination

4. Projekt

Emsland

Kinderland“

Ganztags-

betreuung mit

Mittagessen

Kindertagesstätte (mit 4-stündiger Kernzeit von 8 bis 12 Uhr)

0-3 Jahre (in altersgemischten Gruppen) und 3-6 Jahre

5. Betreuungsangebote

für

Grundschulkinder

6. Ehrenamt/

Mehr-

generationen-

begegnungen

Nachmittagsbetreuung

Grundschule

(vormittags)

6-10 Jahre

Schule

Bildung, Betreuung und Erziehung durch Eltern, Kindertagesstätte und andere Betreuungsformen,

dabei sind Elterninteressen und Kindeswohl in Einklang zu bringen

7. Bildungs-

und

Beratungs-

angebote für

Familien

Ganztagsschulen

Sek. I

(vormittags)

10-14 Jahre

Selbstverständlich gilt: Das Familienzentrum ist einem fortwährenden Wandlungsprozess unterworfen.

Ein solches Haus muss sich ständig neu den Anforderungen anpassen und weiterentwickeln.


Die Standorte der

24 Familienzentren

Aschendorf: Familienzentrum St. Amandus

Telefon: 04962 700

Bawinkel: Familienzentrum St. Marien

Telefon: 05963 535

Dörpen: Familienzentrum St. Elisabeth

Telefon: 04963 916649

Emsbüren: Familienzentrum St. Josef

Telefon: 05903 7952

Esterwegen: Familienzentrum Marien

Telefon: 05955 532

Freren: Familienzentrum St. Vitus

Telefon: 05902 1319

Geeste: Familienzentrum St. Bernadette

Telefon: 05937 8522

Haren (Ems): Familienzentrum St. Elisabeth

Telefon: 05932 2677

Haselünne:: Familienzentrum St. Vincentius

Telefon: 05961 262

Herzlake: Familienzentrum St. Nikolaus

Telefon: 05962 1234

Lathen: Familienzentrum Purzelbaum

Telefon: 05933 272

Lingen (Ems): Familienzentrum Arche Noah

Telefon: 0591 91506-14

Lingen (Ems): Familienzentrum Maria Königin

Telefon: 0591 62722

Lingen (Ems): Familienzentrum St. Bonifatius

Telefon: 0591 59897

Lingen (Ems): Familienzentrum St. Josef

Telefon: 0591 48546

Meppen: Familienzentrum St. Ansgar

Telefon: 05931 13526

Papenburg: Familienzentrum David

Telefon: 04961 7088

Papenburg: Familienzentrum St. Michael

Telefon: 04961 71339

Rhede (Ems): Familienzentrum St. Nikolaus

Telefon: 04964 959700

Salzbergen: Familienzentrum St. Cyriakus

Telefon: 05976 1370

Sögel: Familienzentrum St. Jakobus

Telefon: 05952 550

Spelle: Familienzentrum „Haus der Familie“

Telefon: 05977 276301

Twist: Familienzentrum St. Marien

Telefon: 05936 919720

Werlte: Familienzentrum St. Sixtus Werlte

Telefon: 05951 1332

Portraits aller emsländischen Familien-

zentren, Ansprechpartner(innen) und vieles

mehr finden Sie auch im Internet unter:

www.familienzentrum-emsland.de

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Familienfreundlichkeit

Der Wertewandel hat in emsländischen Unternehmen

längst Einzug gehalten: Arbeitgeber

sind sich bewusst, dass ein funktionierendes

Privatleben und familiärer Rückhalt dazu beitragen,

dass Arbeitnehmer(innen) den Kopf frei

haben und nur so die beste Leistung in ihrem

Job bringen. Gleichzeitig macht Familienfreundlichkeit

Unternehmen attraktiver für qualifizierte

Fachkräfte, die so dringend gesucht werden.

Damit ist eines unverkennbar: Investitionen in

familienbewusste Personalpolitik haben eindeutige

betriebswirtschaftliche Konsequenzen – sie

zahlen sich aus!

Initiative von Wirtschaftsverband und Landkreis

Arbeitgeber sind allerdings nicht immer in der

Lage, die notwendigen Strukturen zur Vereinbarkeit

von Familienleben und Karriere eigenständig

zu entwickeln und umzusetzen. An dieser

rechnet sich

Beispiellos in ganz Deutschland ist die zentrale Anlaufstelle rund um Familienfreundlichkeit

in Unternehmen: die Emsländische Stiftung Beruf und Familie.

Stelle kommt die Emsländische Stiftung Beruf

und Familie ins Spiel. Ihr Ziel ist, die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf zu fördern sowie die

Chancengleichheit von Frauen und Männern im

Berufsleben zu stärken. Sie ist dabei Impulsgeber,

mit dem Unternehmenscoach auch tatkräftiger

Ideenlieferant und Realisierungspartner, für

innovative familienfreundliche Projekte.

Die emsländische Lösung

Die Stiftung ist die „emsländische Lösung“ –

denn im Emsland gibt es keine Großfirmen,

keine riesigen Industriebetriebe. Sie ist die

passgenaue Antwort für die Region, um den

vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen

gerecht zu werden. Ende 2006 wurde sie

durch den Landkreis und den Wirtschaftsverband

Emsland ins Leben gerufen. Das Stiftungskapital

von einer Million Euro konnte

durch die Beteiligung von 41 Unternehmen

zusammengetragen werden – ein starker

Beweis für die Verbundenheit der heimischen

Wirtschaft mit der Region.

Kontakt:

Unternehmenscoach Ursula Günster-Schöning

Am Kabelkran 7, 49716 Meppen

Telefon: 05931 8484366

E-Mail: info@familienstiftung-emsland.de

Internet: www.familienstiftung-emsland.de


Projektbeispiel 1: der integrierte Betriebskindergarten

ines der großen Projekte, die die Emslän-

E dische Stiftung Beruf und Familie in 2008

auf den Weg gebracht hat, ist der integrierte

Betriebskindergarten der Deutschen BP AG

Erdöl Raffinerie Emsland in Lingen (Ems).

„Wie können wir unseren qualifizierten Mitarbeiter(inne)n

bestmögliche Rahmenbedingungen

bieten, um ‚Kind und Karriere‘ in Einklang zu

bringen?“ – diese Frage stand im Mittelpunkt

eines Workshops der BP mit dem Unternehmenscoach

der Stiftung sowie regionalen

Partnern.

Vorhandene Strukturen nutzen

Die Antwort war im wahrsten Sinne des Wortes

„nahe liegend“: In der benachbarten Kindertagesstätte

Trinitatis der evangelischen Kirchengemeinde

wurde ein Betriebskindergarten der

BP Lingen (Ems) integriert.

Eine ideale Lösung, denn ein Großteil der Mitarbeiter(innen)

wohnt im direkten Einzugsgebiet.

Die entstehenden finanziellen Leistungen

brachte die BP in das Projekt ein, die sich dabei

ganz bewusst – auch aus betriebswirtschaftlichen

Gründen – gegen einen Kindergarten auf dem

Betriebsgelände und für die Nutzung vorhandener

Strukturen der örtlichen Kinderbetreuung

entschied.

Garantierte Belegplätze

Kernstück der neuen Angebote, die vorerst auf

eine Laufzeit von drei Jahren angelegt sind,

bilden 18 Belegplätze für Kinder verschiedenen

Alters, von denen drei für kurzfristige „Notfälle“

reserviert sind. Aber schon jetzt existieren viele

weitere Ideen, wie die Zusammenarbeit noch

vertieft werden kann – von Fahrdiensten am

Nachmittag bis hin zur nächtlichen „Spät“-Betreuung

für Mitarbeiter(innen) im Schichtdienst.

Beispiel für andere Unternehmen

„Dass ein Unternehmen aktiv auf etablierte

Angebote der emsländischen Kinderbetreuung

zurückgreift und eine Kooperation anstrebt, hat

Modellcharakter“, ist sich Unternehmenscoach

Ursula Günster-Schöning sicher.

Landrat Hermann Bröring, Stiftungsvorsitzender,

ergänzt: „Wir sind stolz und freuen uns über die

innovative Lösung, die wir mit der BP entwickeln

konnten – und wollen noch viele Unternehmen

tatkräftig begleiten auf ihrem Weg zur besseren

Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Auch für Sie und Ihr Unterneh-

>> men findet die Emsländische

Stiftung Beruf und Familie eine individuelle

Lösung – kommen Sie mit Ihrem

Anliegen ganz unverbindlich auf uns zu!

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Projektbeispiel 2: der Tagesbetreuungsstützpunkt

Morgens um sechs die Hiobsbotschaft: Die

Tagesmutter ist krank. In solchen Fällen

haben Arbeitnehmer(innen) ein Problem – wie

sollen sie kurzfristig eine geeignete Betreuungsalternative

für den Nachwuchs aus dem Hut

zaubern? Wenn dies nicht gelingt, verlagert sich

das Problem unmittelbar auf den Arbeitgeber –

denn die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter kann

verständlicherweise gar nicht oder zumindest

nicht pünktlich zum Dienst erscheinen.

Bedarf deutlich signalisiert

Dieses Szenario ist in vielen Unternehmen ein

bekanntes Problem. Gerade aufgrund neuer

Familienkonstellationen, mit alleinerziehenden

oder zwei berufstätigen Elternteilen, ist ein stark

wachsender Bedarf an „Notfallbetreuung“ zu

verzeichnen. In vielen Gesprächen in den Betrieben

ist der Unternehmenscoach der Stiftung

immer wieder auf diese Problematik gestoßen

– und genau das Dilemma soll zukünftig der

Tagesbetreuungsstützpunkt lösen.

Ein zentraler Anlaufpunkt

Durch die erste neue Koordinierungsstelle im

nördlichen Emsland, die an das Familienzentrum

St. Michael in Papenburg angegliedert

ist, können festangestellte Tagesmütter sehr

kurzfristig auf Abruf vermittelt werden. Auch

deren Betreuung und Schulung wird durch den

Stützpunkt koordiniert.

Für Unternehmen bedeutet das Konzept eine

klare und effiziente Struktur, denn sie haben nur

mit einem zentralen Ansprechpartner zu tun.

Dieser gewährleistet eine Qualitätssicherung

der Betreuung und gleichzeitig eine verbindliche

Erreichbarkeit. Die Finanzierung wird kostengünstig

über eine geringe Jahrespauschale pro

Mitarbeiter(in) geregelt.

Bei „Notruf“ auf Abruf

Wenn nun ein Unternehmen den Notfalldienst

für eine(n) Mitarbeiter(in) bzw. für ein Mitarbeiterkind

abruft, steht die Tagesmutter, die

Eltern und Kind vorher kennen lernen können,

„Gewehr bei Fuß“ und betreut das Kind – in der

Regel im Familienzentrum, im Betrieb oder sie

nimmt es mit in das Familienzentrum. Auch die

Zeiten sind flexibel geregelt: Notfall-Tagesmütter

können pro Einsatz für eine bis acht Stunden

abgerufen werden.

Somit ist allen gedient: Die Eltern wissen ihr

Kind in guten (und qualifizierten!) Händen, und

der Arbeitgeber kann auf seine Angestellten

bauen und ihnen den Rücken freihalten.


Projektbeispiel 3: die betreute Grundschule

Susanne S. arbeitet halbtags bei einem

Steuerberater. Um etwas mehr Geld zu

verdienen würde sie ihr Arbeitspensum gerne

um einige Stunden aufstocken – als Mutter von

zwei Kindern im Grundschulalter

allerdings

gar nicht so einfach.

Vielleicht setzt aber

auch die Schule ihrer

Kinder eine Idee um,

die ihr neue Freiräume

schaffen würde: das

Projekt der betreuten

Grundschule.

Nachmittagsbetreuung

Das Konzept sieht vor, dass speziell ausgebildete

Betreuungspersonen (Foto) die Kinder

nachmittags in der Schule beaufsichtigen.

Natürlich sollen – und können – diese das Lehrpersonal

nicht ersetzen, es handelt sich nicht

um Unterricht. Aber die Betreuer(innen) bieten

ein ergänzendes Nachmittagsangebot, das in

der Hausaufgabenbetreuung besteht, gleichzeitig

aber auch Spiele und kreative Beschäftigung

umfasst. Gerade für sozial-schwache Familien ist

so ein qualifiziertes Nachmittagsangebot gewährleistet,

das sie sich sonst kaum leisten könnten.

Entlastung der Eltern

Positiver Nebeneffekt ist, dass die Eltern durch die

zusätzliche Betreuung in Bezug auf den eigenen

Arbeitsplatz wesentlich flexibler sind und den

Nachmittag anderweitig (beruflich)

verplanen können.

Schwierigkeit: Personal

Die besondere Herausforderung

für die Grundschulen liegt dabei

im deutlich erhöhten Personalbedarf.

Hier setzt die Stiftung an

und übernimmt in Kofinanzierung

mit dem Land Niedersachsen die

Kosten für die Ausbildung der Betreuungspersonen.

Die Finanzierung der Kräfte kann dann

individuell geregelt werden, beispielsweise auf

400-Euro-Basis.

Zahlreiche Gewinner

Von diesem Konzept profitieren viele – die

Betreuer(innen) selbst durch eine neue Chance

auf ein Arbeitsverhältnis, die Schulen durch

qualifizierte Unterstützung, die Kinder durch

eine umfassende Nachmittagsbetreuung und

natürlich Mütter und Väter wie Susanne S., die

so Familie und Beruf wesentlich besser unter

einen Hut bringen können.

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Chancen für alle –

von Anfang an

„Nichts in der Welt macht so unfrei wie Armut“. Dieses Zitat eines dänischen

Schriftstellers ist heute aktueller denn je. Der Landkreis Emsland sieht sich hier

in der Pflicht – und nimmt den Kampf gegen die Kinderarmut an.

Als arm gilt, wem weniger als die Hälfte des

regionalen Pro-Kopf-Einkommens zur Verfügung

steht. Nach dieser Definition steht das Emsland

gut da: Die Quote der Empfänger(innen) von

Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch

(SGB II) liegt mit unter sieben Prozent

noch unter dem niedersächsischen Durchschnitt.

Bei den unter 15-Jährigen, die auf

derartige Leistungen angewiesen sind, liegt der

Landkreis als einzige niedersächsische Region

bei unter zehn Prozent – allesamt Belege für eine

gute Sozialstruktur und soziale Infrastruktur.

Kinder verstärkt von Armut betroffen

Dennoch sind dies Werte, mit denen der Landkreis

Emsland sich nicht zufrieden gibt – vor

allem unter dem Gesichtspunkt, dass Kinder

immer besonders stark von Armut betroffen

sind. Insgesamt mehr als 7.500 Personen in

Haushalten mit Kindern sind im Emsland ganz

oder teilweise auf Leistungen nach dem SGB II

angewiesen.

Armut der Kinder bedeutet in erster Linie Armut

der Eltern. In diesem Zusammenhang wurden

im Emsland die Lebensumstände der Familien

sowie demografische Merkmale der Eltern unter

die Lupe genommen. Vier verschiedene Faktoren

wurden schließlich als ausschlaggebend

bzw. fördernd für Kinderarmut bestätigt:

Kinderreichtum stellt ein Armutsrisiko dar,

Kinder mit einem alleinerziehenden

Elternteil sind häufig von Armut betroffen,

Mangel an Bildung der Eltern bedeutet

ein Armutsrisiko für Kinder,

Kinder in Familien mit Migrationshinter-

grund sind häufig arm.

Kommunale Handlungsmöglichkeiten nutzen

In Bezug auf die konkreten Leistungen nach

dem SGB II hat der Landkreis als Kommune

begrenzte Einflussmöglichkeiten, die er aber

intensiv nutzt: Die Ansätze bestehen dabei

generell darin, den (Wieder-)Einstieg für Eltern

in Arbeit zu erleichtern.

Ein Baustein sind frühzeitige Wiedereingliederungsmaßnahmen

für Alleinerziehende und

Erziehungspersonen in kinderreichen Familien.

Auch Angebote zur Kinderbetreuung sind von

elementarer Bedeutung, denn Kinder stellen –

so unangenehm es klingt – bei der Vermittlung

in Arbeit ein Hemmnis dar.

Sofern Defizite bestehen, ist für Familien mit

(und ohne) Migrationshintergrund die Sprachförderung

ebenfalls entscheidend.

Auch niederschwellige Angebote zur beruflichen

Qualifizierung, zum Beispiel für Ungelernte, zählen

zu den Mitteln, die eingesetzt werden, um

Armut nachhaltig zu bekämpfen.


Diese Maßnahmen im Wirkungsbereich des

SGB II zielen auf die Eltern und die Verbesserung

ihrer (finanziellen) Situation. Kinderarmut

ist allerdings nicht nur monetär zu messen,

vielmehr bezeichnet sie im sozialen Versorgungssystem

der Bundesrepublik Deutschland

insbesondere eine Benachteiligung an Lebenschancen.

Diese entsteht durch

bildungsferne Elternhäuser,

Mangel an sozialer Orientierung,

Entstehen pessimistischer Lebenseinschät-

zungen in einem von materieller Unzufrie-

denheit geprägten sozialen Umfeld,

Mangel an kultureller Anregung aus dem

familiären Umfeld.

Im Rahmen seiner kommunalen Handlungsmöglichkeiten

möchte der Landkreis den

betroffenen Kindern unmittelbare Unterstützung

zukommen lassen – und legt daher einen

Schwerpunkt auf außerschulische Betreuung

und Bildung.

„Wer heute keine Chance auf

>> Bildung hat, dem bleibt ein sozialer

Aufstieg verwehrt, die soziale Benachteiligung

wiederum verhindert die

Chance auf Bildung – ein Teufelskreis.“

Landrat Hermann Bröring

Sehr gute Versorgungsquote

Schon jetzt verfügt das Emsland über eine

überdurchschnittliche Versorgungsquote an

Kindergartenplätzen, die obendrein konsequent

ausgebaut wird. Daneben liegt ein erklärtes

Ziel der emsländischen Bildungspolitik in der

Ausweitung der ganztägigen Schulversorgung.

Ganztagsschulen bieten neben den unterrichtlichen

auch außerunterrichtliche Aktivitäten bis

in den Nachmittag hinein. Durch Kooperationen,

zum Beispiel mit Sportvereinen, Musikschulen

oder Kirchengemeinden, kann ein breit

gefächertes Angebot vorgehalten werden, das

den Schüler(innen) weitere Bildungsmöglichkeiten

gewährt und gleichzeitig neuen Freiraum für

die Eltern schafft.

Zum August 2008 erteilte das Niedersächsische

Kultusministerium die Genehmigungen für

weitere sieben Schulen im Kreisgebiet, so dass

insgesamt mehr als 40 Ganztagsschulen im

Emsland geführt werden. Mit einer Ganztagsversorgung

von 40,7 Prozent gehört der Landkreis

Emsland in Niedersachsen zur Spitzengruppe.

Was im Landkreis bereits umgesetzt wird

und was geplant ist, um die Chancen-

gerechtigkeit weiter zu fördern,

zeigt die Übersicht auf der

folgenden Doppelseite:

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Was wir schon tun ...

Leistungen für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren

17 Krippenangebote im Kreisgebiet

Fast 300 Angebote zur Betreuung unter 3-Jähriger in Kindertagesstätten (altersübergreifende Gruppen)

Frühförderung (0 bis 6 Jahre)

5 freie Einrichtungen (Mütterzentren etc.), die individuelle Betreuungsangebote bereithalten

Mehr als 350 zertifizierte Tagespflegepersonen bis Ende 2008 (Vermittlung über Familienzentren)

Zuschuss zur Tagespflege in 2008 auf 3 Euro pro Betreuungsstunde und Kind erhöht

87 Prozent der 3-Jährigen im Kreisgebiet besuchen bereits eine Kindertagesstätte.

Leistungen für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren

123 Kindertagesstätten (23 mit Ganztagsangeboten, 10 Standorte mit 6-Stunden-Betreuung

und Mittagessen, 24 Familienzentren mit Betreuungsangeboten in Randzeiten)

Sonderkindergärten sowie Integrative Gruppen in Kindertagesstätten

Modellprojekt „Brückenjahr“ zur Optimierung des Überganges von Kita zur Schule

In 99 Kitas Sprachförderung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund

Übernahme des Kindertagesstättenbeitrages für einkommensschwache Familien

97 Prozent der 4- bis 6-Jährigen besuchen bereits eine Kindertagesstätte.

Leistungen für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren

121 Grundschulen im Kreisgebiet (davon 8 Ganztagsschulen)

13 Förderschulen (davon 2 Ganztagsschulen)

3 Tagesbildungsstätten mit Ganztagsbetreuung (6 bis 15 Jahre)

1 Förderschule für Körperliche und Motorische Entwicklung (6 bis 15 Jahre)

An 10 Standorten Grundschulbetreuung in der Kita am Nachmittag (Hortangebot)

Zahlreiche individuelle Nachmittagsangebote in Kooperation mit Kitas

Ganztagsschulen: Bezuschussung des Essensangebotes für einkommensschwache Familien

Leistungen für Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren

63 Schulen im Sekundarbereich I

Ganztagsschulen: Bezuschussung des Essensangebotes für Familien ohne

ausreichendes Einkommen

Konzept „Hauptsache Hauptschule“ (nördliches und südliches Emsland)

Aktuell stehen im Kreisgebiet für Schüler(inne)n der Altersgruppen 6 bis 10 Jahre

und 10 bis 15 Jahre fast 20.000 Plätze an Ganztagsschulen zur Verfügung.


... und was wir planen

Leistungen für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren

Erweiterung Angebot Kinderkrippen

Ziel: Zum Kindergartenjahr 2009/2010 flächendeckendes Angebot für unter 3-Jährige in Kitas

In 2009 Qualifizierung weiterer 300 Tagespflegepersonen

Fallmanagement SGB II berät Eltern im Arbeitslosengeld II-Bezug dahingehend, selbst an Ein-

gliederungsmaßnahmen teilzunehmen und Kinder frühzeitig in Betreuung zu geben

Leistungen für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren

Aktuell bereiten zahlreiche Kitas eine Erweiterung auf eine 6-Stunden-Betreuung vor

Ausweitung von Ganztagsangeboten und Über-Mittag-Betreuung

Umsetzung Mindeststandards zur Optimierung Übergang Kita-Schule;

„Brückenjahr“ Standardmodell für das letzte Kindergartenjahr (Landesprogramm)

Weiterer Ausbau der Sprachförderung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund

Leistungen für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren

Einrichtung von weiteren Ganztagsangeboten in Grundschulen mit dem Ziel,

ein flächendeckendes Angebot im Kreisgebiet zu erreichen

Mögliche Organisationsformen: Ganztagsschulen, Grundschule plus Hortangebot am Ort

Start Ideenphase Modell „Betreute Grundschule“ (siehe Seite 14)

Option: Einbindung von Sportvereinen, Musikschulen, Kirchengemeinden etc. im Ganztagsangebot

Ganztagsangebote für drei weitere Förderschulen (im Antragsverfahren)

Leistungen für Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren

Einrichtung von weiteren Ganztagsangeboten mit dem Ziel, ein flächendeckendes Angebot im

Kreisgebiet zu erreichen

Ausbau „Hauptsache Hauptschule“ auf gesamtes Kreisgebiet

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Das Kindernetz

fängt auf

Kinder sind das Wertvollste, das eine Gesellschaft besitzen kann. Elternsein bedeutet

nicht jeder ohne Hilfe gerecht werden kann. Mit seinem „Kindernetz Emsland“ kann

gerecht Unterstützung leisten – zum Wohle von Eltern und Kindern.

Im Vergleich zu vielen anderen Regionen

Deutschlands ist das Emsland ein friedlicher

Landstrich – die Arbeitslosigkeit ist

besonders niedrig, die Lebensqualität

insgesamt sehr hoch.

Dennoch sind wir uns

darüber im Klaren, dass

auch in emsländischen

Familien Extremsituationen

entstehen

können, unter denen

gerade die Kinder leiden

und sogar zu Schaden

kommen können. In der

festen Überzeugung, dass

Kinderleben besonders schutzbedürftig

und zerbrechlich sind und gerade

deshalb herausragenden Schutz verdienen, setzen

wir verstärkt auf Präventionsmaßnahmen.

Kaum soziale Netzwerke

Wir wollen dafür sorgen, dass es gar nicht erst

so weit kommt, dass Eltern mit ihrer Situation

derart überfordert sind, dass sie ihre eigenen

Kinder vernachlässigen oder misshandeln.

In früheren Generationen haben Familie und

Nachbarn bei Schwierigkeiten ausgeholfen,

heute jedoch können viele Eltern nicht mehr auf

ein solches soziales Netzwerk zurückgreifen.

Angst, Hilfen anzunehmen

Aus diesem Grunde existieren inzwischen verschiedene

Initiativen, die Eltern mit Kindern

zielgerichtet unterstützen und entlasten

können – allerdings sind diese

zum Teil kaum bekannt, oder die

Hemmschwelle, die Hilfen tatsächlich

in Anspruch zu nehmen,

ist zu hoch. Der Landkreis

Emsland hat daher mit seinem

„Kindernetz Emsland“ 2007

eine Einrichtung ins Leben gerufen,

die die bestehenden Angebote

vernetzt. Das Team verfügt

über langjährige Erfahrung und vermittelt

gezielt geeignete Leistungen.

Die fachkundige Besetzung besteht aus:

Kinderärztinnen,

Hebamme und

Kinderkrankenschwester.

Frühzeitiges Ansetzen

Zielgruppe des unkomplizierten und kostenlosen

Beratungsangebotes sind insbesondere

Familien mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren.

Aber auch Familien mit älteren Kindern können

das „Kindernetz“ nutzen. „Wir wollen Eltern

ermutigen, sich möglichst frühzeitig, im Idealfall

bereits in der Schwangerschaft, zu informieren“,

erklärt die Leitende Medizinaldirektorin beim


aber auch eine große Verantwortung, der

der Landkreis unbürokratisch und bedarfs-

Landkreis Emsland und Initiatorin des Kindernetzes,

Dr. Birgit Stoßberg. Zu den Projektpartnern

zählen Ärzte, Kinderkrankenschwestern

und Hebammen. Auch Leistungen der Wochenbett-Betreuung,

Eltern-Kind-Gruppen, Krabbelgruppen,

Spielkreise, offene Treffs, Familienpaten,

wellcome Emsland oder Schuldnerberatung

sind Dienste, die das Kindernetz-Team – neben

vielen anderen Angeboten – vermitteln kann.

Die ersten Erfahrungen verdeutlichen, dass das

Angebot sowohl von Projektpartnern als auch

von Elternseite sehr gut angenommen wird.

„Das Kindernetz Emsland ent-

>> wickelt sich zu einem effektiven

Baustein der emsländischen Familienpolitik

und trägt entscheidend dazu bei, die

Schwächsten der Gesellschaft zu schützen

und ‚aufzufangen‘.“ Henni Krabbe,

Dezernentin für Soziales und Gesundheit

Kontakt:

Landkreis Emsland, Fachbereich Gesundheit

Kindernetz Emsland

Ordeniederung 1, 49716 Meppen

Telefon: 05931 44-1181

E-Mail: kindernetz@emsland.de

Internet: www.kindernetz-emsland.de

Kindernetz

Emsland

Beratungsangebot für Familien mit Kindern

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Emsländische Kindergärten und

Grundschulen arbeiten Hand in Hand

Kaum ein Lebensabschnitt formt einen Menschen

so sehr wie die Zeit in Kindergarten

und Grundschule. In dieser Phase wird nicht nur

die Basis gelegt für späteren schulischen Erfolg,

auch in der Charakter- und Persönlichkeitsbildung

sind die frühen „Lehrjahre“ prägend.

Chancengerechtigkeit für alle

Im Rahmen der „Großen Koalition für Kinder“

wurden erste Forderungen laut, den Übergang

zwischen Kindergarten und Grundschule besser

zu gestalten. Aus diesem Grunde wurde Mitte

2007 unter Federführung des Landkreises ein

Arbeitskreis aus Vertreter(inne)n emsländischer

Grundschulen und Kindertagesstätten gebildet.

Ein Schwerpunkt in den regelmäßigen Arbeitstreffen

ist die engere Verzahnung der jeweiligen

Lerninhalte von Kita und Grundschule, um die

Einschulung der Kinder möglichst nahtlos und

unter gleichen Voraussetzungen zu gestalten.

Formulierung gemeinsamer Mindeststandards

Ein greifbares Ergebnis dieses Gremiums sind

zehn Erfolgsfaktoren einer nachhaltigen Zusammenarbeit,

die gemeinsam formuliert wurden.

Auf der Grundlage des so genannten „Niedersächsischen

Orientierungsplanes“ haben die

Praktiker zehn Mindeststandards identifiziert,

die den Kindern in ihren ersten Kindergarten-

und Schuljahren vermittelt werden sollen.

Dabei wird bewusst ein breites Spektrum an

Kernkompetenzen abgedeckt, und jeder Bereich

wird durch konkrete und nachvollziehbare Umsetzungsbeispiele

ergänzt. Nebenstehend sind

die zehn verschiedenen Kategorien aufgeführt

und einige Beispiele der Umsetzung genannt.

Leitfaden in der täglichen Arbeit

Damit die erarbeiteten Ergebnisse flächendeckend

Anwendung finden können, wurden sie

allen emsländischen Grundschulen und Kindertagesstätten

zur Verfügung gestellt. Um einen

optimalen Übergang zwischen den Bildungseinrichtungen

zu gewährleisten, können die formulierten

Mindeststandards so als eine Art Leitfaden

in der täglichen Arbeit der Betreuer(innen)

und Lehrer(innen) genutzt werden.

Hand in Hand mit dem Elternhaus

Das Konzept der Mindeststandards setzt allerdings

auch darauf, dass die Entwicklung eines

Kindes maßgeblich vom Elternhaus bestimmt

wird. Kindertagesstätte, Grundschule und Eltern

müssen daher Hand in Hand arbeiten.

Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang

ziehen, kann das Vorhaben, das darauf abzielt,

allen Kindern die weitgehend gleichen (Start-)

Chancen zu ermöglichen, von Erfolg gekrönt

sein.


Die zehn gemeinsamen Mindeststandards

1. Emotionale Entwicklung und soziales Lernen

Selbstbewusstsein entwickeln; Konfliktfähigkeit;

Frustrationstoleranz; Einhaltung von Gesprächs-

und Verhaltensregeln u. a.

Umsetzung: Start von Gewältpräventionskonzepten;

verstärkte Aufmerksamkeit auf Gesprächs-

und Verhaltensregeln

2. Entwicklung kognitiver Fähigkeiten

Merkfähigkeit; Ausdauer; Konzentrationsfähigkeit;

Freude am Lernen; Neugierde

Umsetzung: Lernwerkstatt; Heranführen an das

mathematische Grundverständnis; Buchstabenkenntnis;

Projekt „Haus der kleinen Forscher“

3. Körper – Bewegung – Gesundheit

Grobmotorik; Feinmotorik; Fingergeschicklichkeit;

Bewegungsfreude; Grundlage der Körper-

und Zahnhygiene

Umsetzung: Gesundheitsprävention; angeleitete

Turn- und Rhythmikstunden; Projekt „Bewegter

Kindergarten“

4. Sprache und Sprechen

altersentsprechende Sprachentwicklung;

Verständnis von Arbeitsanweisungen; eigenen

Namen erkennen oder schreiben

Umsetzung: Würzburger Trainingsprogramm;

Schlaumäuseprojekt (PC-Nutzung);

Fingerspiele; Sprachspiele

5. Lebenspraktische Kompetenzen

selbstständiges An- und Ausziehen; Ordnung

halten; einfache (hauswirtschaftliche) Aufgaben;

(fremdes) Eigentum erkennen

Umsetzung: Schuhe binden üben; Übungen

des täglichen Lebens (spülen, fegen, ...);

Toilettengang

6. Mathematisches Grundverständnis

räumliches Orientierungsvermögen; Zahlraum 1

bis 10; einfaches Zeitverständnis

Umsetzung: Lernwerkstatt; Freiarbeitsmaterialien

in der Gruppe

7. Ästhetische Bildung

mit Farben experimentieren; einfache Musikinstrumente

kennen und verwenden

Umsetzung: Malen und kreatives Gestalten;

Singen und Musizieren; Potenziale vor Ort nutzen

(Künstler, Musiker)

8. Natur und Lebenswelt

Vorgänge in der Natur erkennen; „Räume“ der

Lebensumwelt kennen; umweltbewusstes Handeln;

Verkehrssicherheit

Umsetzung: Experimentieren mit Naturmaterialien;

begleiteter Aufenthalt in der Natur

9. Ethnische und religiöse Fragen,

Grundfragen menschlicher Existenz

religiöse Grundgedanken kennen und akzeptieren;

Toleranz gegenüber anderen Religionen; Symbole

und Rituale im Alltag integrieren

Umsetzung: Gebetsrituale; Gefühle zeigen, darüber

sprechen; Gespräche über Tod

10. Vorbereitung auf das Schreibenlernen

Stift richtig halten; vorgegebene Linie einhalten;

wiederkehrende Muster produzieren

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Schule, Abschluss, Jobsuche?

Mit mehr als 175 allgemein bildenden

Schulen verfügt das Emsland über ein

umfassendes Bildungsangebot. Wer im Anschluss

studieren will, kann ein duales Studium

an der hiesigen Berufsakademie absolvieren

oder ein Fachhochschulstudium in Lingen (Ems)

aufnehmen. Mit dem Schulabschluss in der

Tasche kann natürlich auch eine Ausbildung

folgen. Hier haben Schüler(innen) fast die Qual

der Wahl, denn der berufsbildende Bereich im

Emsland bietet ein sehr breit gefächertes Spektrum.

An zwölf verschiedenen Schulen werden

Schulabgänger(innen) zielgerichtet auf den anschließenden

Einstieg in den Beruf vorbereitet.

Ausbildungsbörsen

Um die Schüler(innen) auf diese Möglichkeiten

frühzeitig aufmerksam zu machen und einen

Überblick über immer neue Ausbildungsberufe

und -inhalte zu vermitteln, führt der Landkreis

zusammen mit seinen Partnern Ausbildungsbörsen

an den Standorten Papenburg, Meppen

und Lingen (Ems) durch. Diese Orientierungshilfe

wird sehr gut angenommen und ist eine

große Hilfe bei der individuellen Suche nach

einem geeigneten Ausbildungsplatz.

Die Ausbildungsplatzbefragung

Hintergründe und Informationen über die

Ausbildungssituation verschafft sich der Landkreis

durch die regelmäßige Befragung von

Schulabgänger(inne)n in den Abschlussklassen.

Auf Grundlage dieser Datenbasis entwickelt

die Berufsausbildungskommission – mit

Vertreter(inne)n des Landkreises Emsland, der

Kinder werden

Agentur für Arbeit, der

regionalen Wirtschaft

sowie aus Kammern,

Verbänden, Schulen und

Gewerkschaften – bedarfsgerechte

Strategien

und Projekte zur Lösung

verschiedener Ausbildungsplatzproblematiken.

Hauptsache Hauptschule

Resultate sind Projekte wie

„Hauptsache Hauptschule“:

2003 wurde die Maßnahme

durch den Landkreis in Kooperation

mit dem Handwerk,

Hauptschulen, Berufsbildenden

Schulen und dem Land Niedersachsen

für das nördliche Emsland

ins Leben gerufen, 2008

folgte der Südkreis. Kern ist eine

Zielvereinbarung zur Förderung

der Ausbildungsfähigkeit von

Hauptschüler(inne)n. Die vielfältigen

Kontakte ermöglichen, dass

die Praxis besonders in den Vordergrund

gestellt werden kann

– und die Schüler(innen) schon

frühzeitig für handwerkliche Berufe

interessiert werden. Durch

diese Fokussierung profitieren

insbesondere lernschwache

Jugendliche sowie Kinder aus

sozial schwachen Familien von

dem Angebot.


erwachsen.

Regionen des Lernens

Zwei Leitstellen, an den Berufsbildenden

Schulen in Papenburg

und Lingen (Ems), zielen

ebenfalls auf die Förderung der

Ausbildungsfähigkeit. Im Rahmen

eines Landesprogrammes koordinieren

sie die Kooperation

der beteiligten Schulen und

außerschulischen Partner

und bündeln die vorhandenen

regionalen Ressourcen

zu einem regionalen Bildungsangebot.

Ein Schwerpunkt

der Arbeit ist die

Akquisition und Vermittlung

von Praktikumsstellen für

Schüler(innen).

Berufsnavigator

Schulabgänger(innen) müssen

ihre eigene Stärken kennen,

um auf dieser Grundlage

die richtige Berufswahl treffen

zu können. Hier kommt das

neue Projekt „Berufsnavigator“

zum Zug: Mithilfe des

computergestützten Verfahrens

wird ein aussagekräftiges

und präzises Persönlichkeitsprofil

der Jugendlichen

erarbeitet. Dieser individuellen

Analyse werden dann geeignete

Berufsbilder zugeordnet.

Erfahrene Praktiker(innen)

beraten die Schüler(innen) anschließend im

Hinblick auf ihre Ergebnisse, geben in einem

persönlichen Gespräch hilfreiche Tipps und

klären die weitere Vorgehensweise. Das System

soll zukünftig flächendeckend in allen Vorabschlussklassen

der allgemein bildenden Schulen

eingesetzt werden.

Die Kompetenzagentur Emsland

Bei der Förderung Jugendlicher laufen viele

Fäden im Landkreis Emsland seit 2007 in der

Kompetenzagentur Emsland zusammen. Diese

übernimmt eine Brückenfunktion zwischen den

Fördersystemen: Der Übergang zwischen Schule

und Beruf soll zwischen den Trägern, den Agenturen

für Arbeit, den Kommunen, Sozial- und

Jugendämtern, den Schulen, den Bildungs-

trägern und den lokalen Wirtschaftsvertretern

sichergestellt werden, auch für besonders

benachteiligte Jugendliche mit vielfältigen sozialen

und persönlichen Handicaps. Die Kompetenzagentur,

die durch Bundesmittel mitfinanziert

wird, ist kontinuierlich auf der Suche nach neuen

Wegen, um die benachteiligten Schüler(innen),

die oftmals keinen Abschluss vorweisen können,

in eine Berufsausbildung zu vermitteln.

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Mit gutem

Beispiel voran

Kind und Karriere

unter einen Hut

zu bringen, stellt

viele Arbeitnehmer-

(innen) vor große

Probleme – vor allem

da, wo der Arbeitgeber

nicht mitspielt. Die

emsländische Kreisverwaltung

aber spielt mit: Eine

Vielzahl an Projekten und

Maßnahmen gewährleistet

den Mitarbeiter(inne)n eine

sehr gute Vereinbarkeit von

Familie und Beruf.

Offiziell zertifiziert

Die kinderfreundliche und familienbewusste

Personalpolitik in der Kreisverwaltung ist

offiziell bestätigt: Als erster Kreisverwaltung

Niedersachsens wurde dem Landkreis im Juni

2005 das Grundzertifikat zum Audit Beruf &

Familie® der Hertie-Stiftung erteilt. Gleichzeitig

verpflichtete sich die Kreisverwaltung, neue,

weiterführende Ziele zur besseren Vereinbarkeit

von Familie und Beruf umzusetzen. Die Einführung

von Telearbeit, Kursangebote für Beschäftigte

in der Familienphase oder Schulungen

zum Thema Zeitmanagement sind nur einige

Beispiele für das familienfreundliche Umfeld in

Auch an sich selbst stellt der Landkreis Emsland in

Sachen Familienfreundlichkeit hohe Maßstäbe –

und das mit Erfolg.

der Verwaltung. Die Vorsätze aus 2005 konnten

inzwischen weitgehend umgesetzt werden,

was auch im Re-Auditierungsworkshop im März

2008 sehr positiv vermerkt wurde.

Neue Zielvereinbarungen entwickelt

Damit ist gleichzeitig der eigene Anspruch gestiegen:

In der Re-Auditierung formulierten die

Teilnehmer(innen) neue Zielvereinbarungen für

die kommenden Jahre. Der Ausbau von Teilzeitbeschäftigung

in Führungspositionen sowie eine

flexibilisiertere Arbeitszeitenregelung stehen ab

sofort auf dem Programm. Auch eine individuelle,

flexible Kinderbetreuung zu Randzeiten, zum

Beispiel in Zusammenarbeit mit den örtlichen

Familienzentren, rückt vermehrt in den Blickpunkt.

Gemeinsam mit dem Unternehmenscoach

der Emsländischen Stiftung Beruf und

Familie werden diese Angebote konkretisiert

und weiter vorangetrieben.

„Lokomotivführer sein“

Als großer Arbeitgeber in der Region hat das

Engagement der Kreisverwaltung und seiner

Mitarbeiter(innen) auch Vorbildcharakter für die

heimische Wirtschaft.

Mit gutem Beispiel wolle man vorangehen,

erklärt Landrat Hermann Bröring und bringt

das Selbstverständnis des Landkreises auf den

Punkt: „Wir müssen der Lokomotivführer sein.“


Adressen &

Kontaktpersonen

Landkreis Emsland

Ordeniederung 1

49716 Meppen

Telefon: 05931 44-0

E-Mail: info@emsland.de

www.emsland.de

Kinderbetreuung

Landkreis Emsland

Familienzentrum Emsland

Frank Botterschulte

Telefon: 05931 44-1409

E-Mail: frank.botterschulte@emsland.de

Familienzentrum Emsland (Standortliste siehe S. 10)

www.familienzentrum-emsland.de

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Emsländische Stiftung Beruf und Familie

Unternehmenscoach Ursula Günster-Schöning

Am Kabelkran 7

49716 Meppen

Telefon: 05931 8484366

E-Mail: info@familienstiftung-emsland.de

Vorsitzender Landrat Hermann Bröring

E-Mail: landrat@emsland.de

www.familienstiftung-emsland.de

Frühe Hilfen für Familien mit Kindern

Landkreis Emsland

Fachbereich Gesundheit

Kindernetz Emsland

Telefon: 05931 44-1181

E-Mail: kindernetz@emsland.de

www.kindernetz-emsland.de

Landkreis Emsland

Fachbereich Soziales

Alois Ripperda

Telefon: 05931 44-1250

E-Mail: alois.ripperda@emsland.de

Soziale Leistungen für Familien

Landkreis Emsland

Fachbereich Soziales

Richard Peters

Telefon: 05931 44-2256

E-Mail: richard.peters@emsland.de

Frauenförderung/Gleichstellung

Landkreis Emsland

Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft

Ursula Voß-Oehlschläger

Telefon: 05931 44-1602

E-Mail: ursula.voss-oehlschlaeger@emsland.de

Landkreis Emsland

Gleichstellungsbeauftragte

Marlies Kohne

Telefon: 05931 44-1554

E-Mail: marlies.kohne@emsland.de

Demografie

Landkreis Emsland

Demografiebeauftragter

Walter Pengemann

Telefon: 05931 44-1117

E-Mail: walter.pengemann@emsland.de

Ehrenamt

Landkreis Emsland

Geschäftsstelle zur Stärkung des Ehrenamtes

Heike Baalmann

Telefon: 05931 44-1365

E-Mail: heike.baalmann@emsland.de

Übergang Schule/Beruf

Landkreis Emsland

Kompetenzagentur Emsland

Wolfgang Willeke

Telefon: 05931 44-1601

E-Mail: wolfgang.willeke@emsland.de

www.kompetenzagentur-emsland.de

Konzept, Redaktion und Gestaltung: Landkreis Emsland; Fotos: www.sxc.hu, www.pixelio.de, Stefan Schöning, Carola Holl, Monika Adamczyk (fotolia.com)

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Familie

tut gut

Landkreis Emsland

Ordeniederung 1

49716 Meppen

Telefon: 05931 44-0

Telefax: 05931 44-3621

E-Mail: info@emsland.de

www.emsland.de

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