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travel. one

das Magazin für Reiseprofis

A u s g a b e z w ö l f 1 8 . J u n i 2 0 1 0

ÖKOLOGISCH!

Erfolgsrezept, Marketingmittel oder Feigenblatt

– die Touristik und das Thema Nachhaltigkeit Seite 10

Interview

ANVR-Chef Frank Oostdam

Was der niederländische

Reiseverbandsdirektor von der

Luftverkehrsabgabe hält. Seite 8


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2 travel.one 18.6.2010


■ Eine nette Pointe hat sie ja, die geplante Luftverkehrsabgabe.

Wenn man so will, werden die Airlines mit ihren eigenen Waffen

geschlagen. Schließlich sind sie echte Visionäre, wenn es darum

geht, anstelle simpler Preiserhöhungen ständig neue Gebühren zu

erfinden. Aber das war’s auch schon, was an Positivem über den

Geniestreich zur Sanierung des Bundeshaushaltes zu sagen wäre.

Selbst wenn man auf dem Standpunkt steht, die Luftfahrt sollte

einen zusätzlichen Beitrag zur Schuldenbekämpfung beitragen, ist

die Bezeichnung der Abgabe als ökologisch ein ausgemachter

Etikettenschwindel. Schließlich sollen die Einnahmen nicht etwa

Wenn, dann richtig

in Natur-, Klima-, Umweltschutz oder erneuerbare Energien

fließen. Ach wo – »ökologisch« meint lediglich die Staffelung der

Beträge nach Lärm, Schadstoffausstoß oder Ähnlichem.

Dass mit Begriffen wie Ökologie und Nachhaltigkeit immer wieder

grober Unfug veranstaltet wird, ist ein ernstes Problem. Denn es

führt dazu, dass am Ende alle abwinken, wenn das Thema auf den

Tisch kommt. Dabei muss man kein Apokalyptiker sein, um seine

Bedeutung auch für die Touristik zu erkennen. Travel One wird

sich dieser Thematik künftig intensiver widmen als bisher. Neben

regelmäßigen Beiträgen ist die Verleihung des ersten Travel One

Nachhaltigkeitspreises im Rahmen der Vergabe des Travel One

Kompass am 2. September ein erster Schritt dazu. Und im

November erscheint der Travel One Nachhaltigkeitsreport – eine

fundierte, gründlich recherchierte Übersicht über die Aktivitäten

der Branche zur Verbesserung ihrer ökologischen und sozialen

Bilanz. Sie dürfen gespannt sein.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

ausgabe zwölf l 2010 editorial

Christian Schmicke

Chefredakteur

18.6.2010 travel.one 3


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Werden Sie Jordanien-Experte

Anzeige

besteht in Anbetracht der Vielzahl

Daran, dass Jordanien ein Land mit

reicher Geschichte und Kultur ist,

Jahrtausende alter Städte und

Ruinen wahrlich kein Zweifel: Petra,

die geheimnisvolle Felsenstadt der

Nabatäer, römische Stätte in Jerash, omayyadische

Wüstenschlösser, Kreuzritterburgen und heilige

Stätten der Bibel sprechen für sich.

Aber auch Aktivurlaubern und Naturliebhabern

empfiehlt sich Jordanien mit seinen beeindruckenden

und abwechslungsreichen Landschaften als ideales

Reiseziel. So fasziniert die Wüste Wadi Rum mit

ihren bizarren Felsformationen. Die schillernden

Korallenriffe in der beeindruckenden Unterwasserwelt

von Aqaba sowie die schönen Sandstrände mit

Sonnengarantie locken Taucher und andere Wassersportler

ans Rote Meer. Wellness und Entspannung

verspricht ein Aufenthalt am Toten Meer, und Wanderer

genießen Jordaniens Naturschutzgebiete mit

Flora und Fauna aus Afrika, Europa und Asien.

In nur vier Stunden erreichen Sie diese orientalische

Destination mit Royal Jordanian, die täglich ab

Frankfurt und zweimal die Woche ab München fliegt.

Sie möchten die Vielfalt dieses gastfreundlichen

Landes selbst erleben?

Nehmen Sie an unserem Online-Quiz

teil, und mit etwas Glück sind Sie bei

der nächsten Informationsreise nach

Jordanien dabei!

Spielen Sie mit unter www.travel-one.net/jordanien

4 travel.one 18.6.2010


inhalt

puls

6 Lufthansa. Die Airline erhöht die Preise.

8 Interview. Frank Oostdam vom niederländischen

Reiseverband über seine Erfahrungen mit der Ticket-Tax.

produkt

14 Geschäftsreisen. Die Nachfrage nach Flügen, Bahn

und Hotels zieht weiter an, sagt die neue Geschäftsreiseanalyse

des VDR. 16 Virtuelle Konferenzen. Wie

Firmenreisebüros die Technik für ihre Kunden organisieren.

18 BCD/ HRG. Über Veränderungen und Neuheiten.

20 TUI Wolters. Island neu im Winterprogramm.

22 Airlines / Airports. +++ Delta plant Gewinn +++

Anadolujet von Köln nach Ankara +++ Neue Gepäckregeln

bei Air Mauritius +++ Sun Express baut Kapazitäten aus +++

sales

24 Fort- und Weiterbildung. Leitern zum Erfolg – wie

Reiseprofis sich beruflich weiterentwickeln können. 27 IST.

Neuer Studiengang zum Thema Eventmanagement.

28 iPad. Beratungshilfe oder Kundenklau – der neue Apple-

Tablet-Computer und die Touristik.

30 TVG. 54 Reisebüros werden im Juli an die Raiffeisen

Vertriebs GmbH verkauft.

destination

32 Indien. Im Süden des Landes erwartet Reisende ein

faszinierendes Durcheinander.

36 Taiwan. Das Fremdenverkehrsamt will die Vielfalt des

Landes stärker in den Vordergrund rücken.

40 Brasilien. Pläne für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014.

exit

42 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

43 TV Tipps.

44 Karrieren & Feedback.

45 Menschen. Club-Med-Chef will China erobern.

45 Impressum.

46 Menschen. Dr. Uwe Lorenz von Eberhardt Travel

Dieser Ausgabe liegt ein Supplement der Dominikanischen Republik bei.

titelthema

10 NACHHALTIGKEIT.

Ökologisches Denken und

soziales Wirtschaften sind

auch in der Touristik immer

stärker gefragt.

Menschen machen Meinungen.

Wir zeigen die Köpfe.

45 45

Titelbild: stoltenhoff / photocase.com

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puls.mix

Travel One zeichnet

Produktideen aus

■ Zum dritten Mal verleiht

Travel One in diesem Jahr den

»Kompass«, den Vertriebspreis

für innovative Produktideen.

Damit können sich Veranstalter

erneut von Reisebüromitarbeitern

bewerten lassen.

Denn über den Preis entscheidet

nicht irgendeine Jury,

sondern der Counter.

Der Kompass wird in den

Kategorien »Pauschal-, Badeurlaub,

Städtereise«, »Studien-,

Rund-, Aktivreise« und

»Kreuzfahrt« verliehen. Veranstalter

können sich mit Produktneuheiten

bewerben, die

nicht länger als ein Jahr auf

dem Markt sind. Über die Vorschläge

stimmen die Travel

One Leser aus dem touristischen

Vertrieb unter www.travel-one.net

ab. Die Preisverleihung

erfolgt am 2. September

in Frankfurt. Die Gewinner

werden in Travel One ausführlich

vorgestellt.

So geht’s: Als Veranstalter

wählen Sie selbst aus, mit welchem

neuen oder jungen Produkt

Sie ins Rennen um den

Travel One Kompass gehen

wollen. Dazu senden Sie uns

eine Kurzbeschreibung, die

nicht länger als drei bis vier

Sätze sein und die wesentlichen

Merkmale des Produktes enthalten

sollte. Sie können diese

Kurzbeschreibung um einen

Link zu weiterführenden Informationen

auf Ihrer Website

ergänzen. Pro Veranstaltermarke

können Sie sich mit einem

neuen Produkt bewerben.

Ob es sich dabei um eine einzelne

Reise oder um eine ganze

Produktlinie handelt, ist Ihre

Entscheidung.

Ihre Bewerbung senden Sie

am besten per E-Mail an

c.schmicke@travel-one.net.

Für weitere Informationen stehen

wir unter Telefon 06151/

3 90 79 35 zur Verfügung.

KOMPASS

+++ Travel One Morning News – die aktuellsten Nachrichten der Branche. Jeden Morgen um

Punkt neun auf Ihrem Rechner. Anmeldung unter www.travel-one.net/morning_news.html +++

Foto: Lufthansa/Ingrid Friedl

Lufthansa erhöht Preise

■ Lufthansa-Passagiere werden für Flüge mit Ticketausstellung ab 22. Juni stärker

zur Kasse gebeten. Die Airline erhöht bei innerdeutschen Verbindungen die Nettotarife

in der Economy Class um zehn Euro für das Hin- und Rückflugticket.

Allerdings sinkt gleichzeitig der Kerosinzuschlag um drei Euro pro Segment. Bei

Europa-Flügen steigt der Nettopreis je nach Buchungsklasse um zehn bis 20 Euro.

Auch hier verringert sich der Kerosinzuschlag um drei Euro pro Segment. Für

Langstreckenflüge sind 30 Euro mehr fällig, der Kerosinzuschlag wird um fünf

Euro je Segment herabgesetzt. In der Business Class reicht die Liste der Tarifanhebungen

von zehn Euro innerdeutsch bis 100 Euro für Fernflüge. Und in der

First Class, die es nur auf der Langstrecke gibt, werden 150 Euro aufgeschlagen.

Der Kerosinzuschlag bleibt identisch mit dem in der Economy Class. Von der

Preiserhöhung nicht betroffen sind die sogenannten Einstiegstarife von 89 Euro

plus Serviceentgelt.

6 travel.one 18.6.2010


wwwwww

Online-Quiz zu Jordanien

■ Noch bis zum 1. Juli können Reiseprofis am Online-Quiz

des Jordanischen Fremdenverkehrsamts und

Travel One teilnehmen. Wer die zehn Fragen richtig beantwortet,

macht sich zum Jordanien-Experten und bereist

mit etwas Glück auch bald das Land.

Von der Teilnehmern wird touristisches Wissen verlangt.

Außerdem gibt es Fragen zur Kultur und Landschaft

Jordaniens. Know-how liefert eine 16-seitige Broschüre

(Foto), die sich die Reiseprofis auf der Travel One Homepage

herunterladen können. Das Fremdenverkehrsamt

verlost unter den erfolgreichen Expedienten die

Teilnahme an einer Inforeise nach Jordanien.

www.travel-one.net/jordanien

Öger Tours in der Kritik

■ Öger Tours bietet Ausflüge in türkische Delfinarien

wieder an, die ursprünglich aus dem Programm genommen

werden sollten (Travel One 9/2010). Die Anlagen

würden einwandfrei bewirtschaftet, heißt es zur

Begründung. Daraufhin rief das Wal- und Delfinschutz-Forum

Verbraucher zum Boykott des Türkei-Spezialisten

auf. Die Organisation wirft Öger Tours

vor, die Delfin-Treibjagd in Japan auf diese Weise zu

unterstützen.

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Schlechte Noten

■ Die Pilotenvereinigung Cockpit hat in der aktuellen

Mängelliste deutscher Flughäfen sieben

Airports einen »Mangelstern« verliehen. Schlecht abgeschnitten

haben die Flughäfen Heringsdorf, Hof, Leipzig/Altenburg,

Mannheim, Memmingen, Rostock/Laage

und der Airport in Zweibrücken.

Cockpit bewertete die Kriterien Flughafen-Ausrüstung,

den sicheren Ablauf am Boden sowie die Start- und

Landephase an 30 deutschen Flughäfen. Die Liste solle

den Airports dazu dienen, Mängel zu beheben und aufzuzeigen,

wo Verbesserungspotenzial vorhanden sei,

erklärt Jörg Handwerg vom Vorstand der Vereinigung.

www.vcockpit.de/fileadmin/dokumente/

maengellisten/Maengelliste2010.pdf

Buchung auf www.austrian.com, bei Buchungen über ✆ 0180-3000520 (9 ct/Minute aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunkhöchstpreis 42 ct/Minute)

oder im Reisebüro kann es zu unterschiedlichen Servicegebühren kommen. Sammeln Sie Meilen mit Miles & More.

18.6.2010 travel.one 7

www.austrian.com


puls.im gespräch

Warum ist die Luftverkehrsabgabe

Unsinn, Herr Oostdam?

In den Niederlanden gab es vom

1. Juli 2008 bis Ende Juni 2009 die

sogenannte Ticket-Tax. Für Inlandsflüge

zahlten Passagiere 11,25 Euro

zusätzlich, bei Interkontinentalflügen

wurden 45 Euro fällig. Für Transferreisende

entfiel der Zuschlag. Die

Ticket-Tax sollte – ebenso wie die

nun von der Deutschen Regierung

geplante Luftverkehrsabgabe – verwendet

werden, um die negativen

ökologischen Auswirkungen der

Flüge zu kompensieren. Warum

wurde die Steuer wieder abgesetzt?

■ Diese Ticketsteuer war für unsere Wirtschaft

desaströs. Darunter litten in erster Linie

die Flughäfen und Fluggesellschaften,

aber auch Veranstalter und Reisebüros – eben

der ganze touristische Sektor. Es gab zehn

Prozent weniger Passagiere auf niederländischen

Flughäfen. Rund eine Million Passagie-

re sind in benachbarte Länder abgewandert.

Arbeitsstellen wurden gestrichen. Vor allem

für unseren wichtigsten Flughafen Schiphol

war die Steuer eine Katastrophe. 350 Millionen

Euro Mehreinnahmen strich die niederländische

Regierung durch die Ticket Tax ein.

Schätzungen einer von uns und dem Nederlands

Bureau voor Toerisme en Congressen

(NBTC) in Auftrag gegebenen Studie stehen

dem Einnahmeverluste von rund 1,3 Milliarden

Euro entgegen.

Wie versuchten Passagiere,

die Steuer zu umgehen?

■ Wir haben davor immer gewarnt – und genau

so ist es dann auch gekommen. Viele Niederländer

sind ins belgische Brüssel und nach

Deutschland abgewandert, vor allem nach

Weeze und Düsseldorf. Diese Flughäfen haben

sehr von der niederländischen Ticket-Tax

profitiert. Das Problem ist, dass viele nun den

Gang nach Weeze entdeckt haben und es

schwierig ist, sie wieder zurückzugewinnen.

So konnte Schiphol bis heute die Rückgänge

nicht ganz kompensieren.

Das wird sich ja voraussichtlich

ändern, wenn die Luftverkehrsabgabe

in Deutschland eingeführt wird....

■ Das könnte durchaus günstige Auswirkungen

für uns haben.

Gab es einen Sturm der Entrüstung,

als die Niederlande die Steuer einführten?

■ Es gab sehr viele Reaktionen von Kunden.

Schließlich wurde Fliegen dadurch teurer.

Wir als Vereinigung haben sofort Kontakt mit

der Öffentlichkeit gesucht. Das Thema ist

schnell Teil der gesellschaftlichen Diskussion

geworden.

Was denken Sie darüber, dass

Deutschland eine solche Steuer erheben

will, die jährlich eine Milliarde

Euro in die Staatskasse spülen soll?

■ Ich finde das völlig unverständlich. Meiner

Meinung nach gibt es nur zwei Wege.

Erstens: Das muss eine europäische Entscheidung

sein. Und zweitens: Wenn eine solche

Steuer unvermeidlich ist, dann müssen Erlöse

auch tatsächlich in Umweltprojekte fließen

und nicht zur Finanzierung von Defiziten in

Staatshaushalten verwendet werden.

Wie war das denn bei Ihnen?

■ Durch die Ticket-Tax ist in den Niederlanden

kein einziges Umweltprojekt zusätzlich

finanziert worden. Das Geld wurde ausnahmslos

genutzt, um Löcher zu stopfen.

Was empfehlen Sie der Touristikbranche

in Deutschland?

■ Was uns sehr geholfen hat, ist, dass wir von

Anfang sehr gut mit dem Flughafen Schiphol

und dem Nationalcarrier KLM zusammengearbeitet

haben. Und natürlich konnten wir mit

der von uns bei dem unabhängigen Marktforschungsunternehmen

SEO in Auftrag gegebenen

Studie bei der Regierung unsere Aussagen

mit knallharten Fakten belegen. Es wurde wissenschaftlich

untermauert, dass das keine gute

Aktion war. Deshalb empfehle ich den deutschen

Kollegen, so schnell wie möglich eine

Analyse erstellen zu lassen. Argumente sind

wichtig, aber Zahlen überzeugen.

Das Interview führte Tanja Ronge.

Details zur Studie von SEO Economisch

Onderzoek im Internet (allerdings

nur auf Niederländisch):

www.seo.nl/nl/publicaties/

rapporten/2009/2009-09.html

Frank Oostdam (48) leitet seit dem 1. Oktober 2007 als Direktor die Geschicke der

Algemene Nederlandse Vereniging van Reisondernemingen (ANVR) – dem niederländi-

Das Interview schen Pendant führte zum Deutschen Reiseverband. www.anvr.travel

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8 travel.one 18.6.2010


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18.6.2010 travel.one 9


titelthema.nachhaltigkeit

Unternehmen sind immer mehr gefordert, ökologisch und sozial zu

wirtschaften. Auch in der Touristik ist Nachhaltigkeit gefragt.

Das grüne Gewissen

■ Im Schaufenster stehen handbemalte

Kerzen aus Südafrika. Im Regal daneben

liegen westafrikanische Tischdecken und

Taschen aus thailändischen Tsunami-

Projekten. »Die Kunden fragen meist, wer

die Dinge produziert hat und aus welchem

Material sie hergestellt wurden«,

sagt Carla Schäfer, während sie von ihrem

Schreibtisch aus in den vorderen Teil des

Ladens blickt. »Kaum jemand will jedoch

wissen, ob ein Hotel ökologisch oder sozial

arbeitet.«

Carla Schäfer betreibt in Darmstadt

ein Reisebüro. Doch wirbt sie in ihrer

Agentur nicht nur für den Urlaub. Die

Chefin von T.O.M.S. Flugreisen verkauft

gleichzeitig auch Kunsthandwerk aus Kooperativen

der sogenannten Dritten Welt.

Nachhaltigkeit – für sie ist das schon lange

ein Thema. Aber: Die ökologischen

und sozialen Fragen haben den Weg von

der Auslage bisher nur selten nach hinten

an den Counter geschafft. Die Darmstädterin

ist sich trotzdem sicher: »Das Denken

verändert sich. Auch bei Reisen werden

künftig nicht nur Spaß und Strand

im Vordergrund stehen.«

Neue Wahrnehmung. Dass Urlauber

in Zukunft auch Wert auf Nachhaltigkeit

legen – diese Meinung setzt sich in der

Touristik allmählich durch. Längst denken

nicht nur kleine Veranstalter mit grüner

Geschichte über ihr Wirken nach. Auch

die Großen der Branche sowie Fluggesellschaften,

Reedereien und Destinationen

beschäftigen sich häufiger mit den Konsequenzen

ihres Tuns. Doch was ist Nachhaltigkeit

überhaupt? Welche Rolle spielt sie

heute und in den nächsten Jahren in der

Touristik? Was treibt Unternehmen und

Länder an? Travel One will darauf eine

Antwort geben. Wir widmen uns in nächster

Zeit ausführlich diesen Fragen und

schreiben zum ersten Mal einen Nachhaltigkeitspreis

aus (Seite 12).

Die Zukunft im Fokus. Nachhaltigkeit

bedeutet vor allem eines: Nicht auf

Kosten der Natur und anderer zu wirtschaften.

»Wir müssen unseren Kindern

und Enkelkindern ein intaktes ökologisches,

soziales und ökonomisches Gefüge

Travel One schreibt erstmals

einen Nachhaltigkeitspreis

für die Touristik aus

hinterlassen«, fordert der Nachhaltigkeitsrat,

der 2001 von der deutschen Bundesregierung

berufen wurde und das

Thema in Gesellschaft und Wirtschaft

weiter vorantreiben soll.

Der Appell richtet sich natürlich ebenfalls

an die Touristik. »Auch sie muss

etwas tun«, unterstreicht Dr. Edgar Kreilkamp,

der sich als Professor für Tourismusmanagement

an der Leuphana Universität

Lüneburg intensiv mit der

Problematik auseinandersetzt. Sein Argument:

»Die Reisebranche lebt von Natur

und Landschaft. Ihr sollte daran gelegen

sein, dass sie erhalten bleiben.«

Nur eine Minderheit der Veranstalter

allerdings hat sich Nachhaltigkeit bislang

auf die Fahnen geschrieben. Am konsequentesten

agieren die Unternehmen, die

sich dem Forum anders Reisen, einem

Verband für umwelt- und sozialverträglichen

Tourismus, angeschlossen haben.

Bei den rund 150 Mitgliedern handelt es

sich durchweg um kleine Anbieter. Sie

versuchen, so betonen sie, die Ressourcen

sorgsam und gezielt zu nutzen und fremden

Kulturen mit Respekt zu begegnen –

und genießen auch den Ruf, diesen Anspruch

zu erfüllen. »Für große

Veranstalter dagegen besteht die Gefahr,

dass diese nicht das Image haben, nachhaltig

zu sein«, meint Kreilkamp.

Wo aber beginnt Nachhaltigkeit? Bereits

mit dem Austausch von Glühbirnen gegen

Energiesparlampen? »Dies ist der erste

Schritt einer längeren Reise«, meint Dr.

Wibke Reger, Geschäftsführerin des Studienkreises

für Tourismus und Entwicklung,

und betont: »Das reicht aber natürlich

nicht aus.« Die Anbieter – und

gleichzeitig die Kunden – müssten sich

Gedanken über die Verkehrsmittel zur

Anreise und das Verhalten am Urlaubsort

machen. »Das setzt die Bereitschaft bei

allen Beteiligten voraus, nicht ausschließlich

nach wirtschaftlichen Kriterien zu

entscheiden, also letztlich nicht nur nach

dem Preis der Reise.«

Einige touristische Unternehmen –

darunter befinden sich zum Beispiel TUI,

Studiosus, Lufthansa und Aida Cruises –

dokumentieren ihr Handeln in Nachhal-

10 travel.one 18.6.2010


Foto: shutterstock

18.6.2010 travel.one 11


titelthema.nachhaltigkeit

tigkeitsberichten. Sie halten dabei genauso

den Papierverbrauch im Büro fest wie

das Engagement im Reiseland. TUI etwa

beschreibt auf 98 Seiten, was der Konzern

im Geschäftsjahr 2009 in Bezug auf Umwelt

und Gesellschaft getan hat. Auch der

Umgang mit den Mitarbeitern und die

Produktentwicklung werden behandelt.

Studiosus legte sogar eine Broschüre von

118 Seiten vor. »Ein Unternehmen muss

darüber Auskunft geben, wie es seiner gesellschaftlichen

Verantwortung gerecht

wird«, erklärt Studiosus-Chef Peter-Mario

Kubsch, »das erwarten Kunden und

Öffentlichkeit zu Recht.«

Ehrlichkeit unabdingbar. Was

aber ist lediglich geschicktes Marketing?

Und wie ernst meinen es die Unternehmen

wirklich? »Alle, die sich Nachhaltigkeit nur

aufs Fähnchen schreiben, müssen sich irgendwann

daran messen lassen und Farbe

bekennen«, sagt Studienkreis-Geschäftsführerin

Reger. Nur so zu tun als ob, funktioniere

auf Dauer nicht. »Wer es nicht

ehrlich meint, fällt schnell auf«, meint auch

Professor Kreilkamp.

Wibke Reger:

»Tourismus muss ökologisch

verträglich und

sozial gerecht sein«

Travel One schreibt dieses Jahr zum ersten

Mal einen Nachhaltigkeitspreis aus. Wir prämieren

ein aktuelles Projekt, das sich um die Verbesserung

der ökologischen und sozialen Bilanz der

Tourismuswirtschaft verdient macht.

■ Bewerben können sich Destinationen sowie

alle touristischen Unternehmen. Das heißt: Neben

den Ländern Reisebüros, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften,

Bahnunternehmen, Kreuzfahrtund

Fährreedereien, Mietwagenfirmen, Hotels

und Zielgebietsorganisationen.

■ Jeder Bewerber reicht ein konkretes, aktuelles

Projekt ein, dessen Spektrum von sozialem und

ökologischem Engagement in den Zielgebieten

bis hin zu ressourcen- und klimaschonenden Maßnahmen

am Arbeitsplatz reichen kann.

Nachhaltigkeit zählt bei immer mehr Kunden

auch als Qualitätskriterium. Marktforscher

glauben, dass diejenigen, die gesund

und nachhaltig leben, auch im Urlaub davon

keinen Abstand nehmen wollen. »Diese

meist hoch gebildeten, gut informierten

und oft gut verdienenden Menschen machen

in den westlichen Ländern bis zu einem

Drittel der Bevölkerung aus«, weiß

Reger und spricht von einem größer werdenen

Personenkreis.

An den Fachhochschulen und Universitäten

wächst derweil eine Generation

Touristiker heran, die sich mit Nachhaltigkeit

bereits während des Studiums befassen.

Seminare zu dem Thema stehen inzwi-

Edgar Kreilkamp:,

»Nachhaltigkeit ist ein

gesellschaftliches

Anliegen«

schen fast überall im Lehrplan. Und im

brandenburgischen Eberswalde gibt es sogar

den Master-Studiengang »Nachhaltiges

Tourismusmanagement«. Seit 2004 bildet

die dortige Hochschule für Nachhaltige

Entwicklung jährlich 46 Frauen und Männer

aus. Die Studenten beschäftigen sich

mit den ökologischen, ökonomischen und

sozialen Auswirkungen von Tourismus. Sie

diskutieren auch über nachhaltiges Marketing

und die Gründe für hohe Personalfluktuation.

Dabei sollen sie lernen, so Professor

Dr. Holger Lütters, dass der heutige

Massentourismus kein Modell für die Zukunft

ist: »Es kann schließlich nicht so weitergehen

wie bisher.« Petra Hirschel

Der Nachhaltigskeitspreis

■ Einsendeschluss ist am 22. Juli 2010. Schicken

Sie Ihre Bewerbung an: Travel One, Redaktion,

Stephanstraße 3, 64295 Darmstadt. Oder per

E-Mail an k.hohfeld@travel-one.net.

■ Die Beurteilung überlassen wir einer Jury, die

sich aus neutralen sach- und fachkundigen Persönlichkeiten

zusammensetzt. In der Jury wirken

unter anderen mit: Prof. Karl Born (Hochschule

Harz), Prof. Dr. Edgar Kreilkamp (Leuphana Universität

Lüneburg), Hans-Gustav Koch (DRV),

Prof. Dr. Adrian von Dörnberg (Fachhochschule

Worms), Prof. Dr. Harald Pechlaner (Katholische

Universität Eichstätt-Ingolstadt).

■ Die Preisverleihung findet am 2. September

im Rahmen der Verleihung des Travel One Kompass

in Frankfurt statt.

12 travel.one 18.6.2010


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18.6.2010 travel.one 13


produkt.geschäftsreisen

Aufschwung mit Tü

Das Geschäftsreisesegment wächst wieder, sagt

der VDR. Doch die Unternehmen hätten aus der

Krise gelernt, Einsparungspotenziale zu nutzen.

■ Die Wirtschafts- und Finanzkrise im vergangenen Jahr hat besonders

bei den Geschäftsreisen ihre Spuren hinterlassen. Die Unternehmen

sparten in diesem Segment kräftig: Sie ließen ihre Mitarbeiter

nicht verreisen oder änderten die Reiserichtlinien, so dass viele nicht

mehr in der Business Class, sondern in der Economy flogen. Ein

Trend, den auch der Verband Deutsches Reisemanagment (VDR) mit

seiner aktuellen Geschäftsreiseanalyse bestätigt. Zwar stellen die Flüge

mit 27 Prozent immer noch den größten Kostenfaktor, doch das Volumen

sank 2009 um zwei Milliarden Euro. »Hier wird deutlich, wie

ein professionelles Travel-Management Reiserichtlinien angepasst hat

und Spareffekte erzielen konnte«, sagt Hans-Ingo Biehl, Hauptgeschäftsführer

des VDR.

Für dieses Jahr erwartet Biehl aber eine durchaus positive Entwicklung:

»Wir haben ja nun eine veränderte wirtschaftliche Situation.

Die Krise ‚schwindet‘ langsam, wenn auch die Entwicklung in

den Regionen durchaus unterschiedlich verläuft. In Europa wird es

wohl ein wenig länger dauern.« Den vorsichtigen Optimismus des

Verbands teilen auch die für die VDR-Analyse Befragten. 23 Prozent

erwarten einen Anstieg des Volumens bei Flügen, 18 Prozent sehen

ein Wachstum bei der Bahn. Der Export ziehe wieder an, wovon

auch der Flugverkehr profi-

tiere, denn die Außendienstler,

Vertriebsmitarbeiter und

Monteure gingen verstärkt

auf Reisen. Doch die Situation

bleibe sensibel, so Biehl.

»Die geplante Luftverkehrsabgabe

ist ein weiterer Dämpfer,

denn sie verteuert die Geschäftsreisen und sorgt für weiter steigende

Kosten. Sie ist nicht der geeignete Weg, um Haushaltslöcher zu

stopfen und trifft die Falschen, denn die Geschäftsreisenden sollen

der Wirtschaft helfen.«

»Die Bahn darf sich

nicht auf dem

Erreichten ausruhen«

Bahn als Alternative. Die Reise mit der Bahn galt laut Analyse

im vergangenen Jahr als Alternative zu einem innerdeutschen

Flug. »Sie weist im Blick auf die Nutzung der Reisezeit einen klaren

Vorteil gegenüber dem Flugzeug auf«, so Biehl. Die Bahn müsse nun

aber beweisen, dass ihr Angebot den eigenen Ansprüchen gerecht

werde. »Faktoren wie Pünktlichkeit oder mobile Erreichbarkeit spielen

eine große Rolle. Die Verspätungsbilanz ist besser beworden, doch

die Bahn muss ihren Qualitätsanspruch erfüllen«, macht Biehl klar,

wo die Knackpunkte für die Geschäftsreisenden liegen. »Sie darf sich

nicht auf dem Erreichten ausruhen.« Eine Rolle in Bezug auf den zu-

14 travel.one 18.6.2010


cken

Foto: Shutterstock

künftigen Nutzungsgrad der Bahn spielt

aber auch die Tatsache, dass das Transportunternehmen

bei Großkundenrabatten

keine Provision mehr zahlt. »Hier wird

sich dann wahrscheinlich die Transaction

Fee erhöhen, eine Preiserhöhung werden

die Unternehmen aber nur schwer akzeptieren«,

meint Biehl und fordert: »Es darf

nicht sein, dass der Reisende am Ende wieder

die Kosten trägt.«

Neben der allgemeinen Steigerung der

Reisetätigkeit sei auch festzustellen, dass

Unternehmen ihre Reiserichtlinien wieder

lockerten. »Sie sind zwar von Unternehmen

zu Unternehmen unterschiedlich ausgestaltet,

aber es gibt definitiv Lockerungen.«

Diese hätten natürlich wiederum

Auswirkungen auf die Preisverhandlungen

mit den Fluggesellschaften, um gute Raten

für die Premiumklassen zu erreichen. »Die

Airlines schauen genau, wie sie ihre

Erträge sichern können. Meist geschieht

dies durch die Zusage von bestimmten

Volumina.« Es sei aber klar festzuhalten,

dass es bei Business-Class-Buchungen ein

Licht am Horizont gebe. »Es muss alles in

einem gesunden Preis-Leistungs-Verhältnis

stehen.«

Neues Bewusstsein. Die veränderten

Reiserichtlinien machten ein neues

Bewusstsein für die Geschäftsreise deutlich.

»Die Krise hat auch einen Lernzyklus

geschaffen. Es wurde und wird nun mehr

geschäftsreisen.produkt

Die Prognose

Befragungszeitpunkt Februar bis April 2010:

Geschätzte Entwicklung Übernachtungen und Verkehrsmittel 2011

Hotel 8% 65% 20% 7%

Flug 10% 59% 23% 8%

Bahn 6% 68% 18% 8%

Mietwagen 8% 69% 14% 9%

sinken bleiben gleich steigen kann ich nicht sagen

Quelle: VDR-Geschäftsreisenanalyse 2010, www.geschaeftsreisenanalyse.de

nach Alternativen zur Reise gesucht. Besonders

bei internen Reisen wird verstärkt

die Frage gestellt, ob sie wirklich notwendig

sind«, meint Biehl. Es werden immer

wieder auch Techniken eingesetzt, die zu

einer Einsparung der Reisekosten führten.

»Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit gewinnt

eine wachsende Bedeutung. Immer

öfter wird unter diesem Aspekt der Sinn

einzelner Reisen hinterfragt. Dies fließt

nun alles verstärkt in den Entscheidungsprozess

mit ein.« Ein probates Mittel, das

schon länger eingesetzt werde, seien Videokonferenzen.

Ein Mittelständler könne sich

eine solche Anlage zwar nicht leisten, doch

er habe die Möglichkeit, sich dafür in einem

Hotel einzumieten. »Diese Alternativen

nehmen zu und als Travel-Manager

muss ich sie im Portfolio haben«, so Biehls

Prognose. Wolfram Marx

VDR-Haupt-

geschäftsführer

Hans-Ingo

Biehl blickt

mit leichtem

Optimismus

nach vorn

18.6.2010 travel.one 15


produkt.geschäftsreisen

Virtuelle Konferenzen finden auch in Deutschland immer mehr Anhänger.

Firmenreisebüros organisieren die Technik für ihre Kunden.

ZU TISCH bitte!

Fast wie im echten Leben: Telepresence-Lösungen

lassen Konferenzteilnehmer in Originalgröße erscheinen

■ Nur die Hälfte der Zeit einer Geschäftsreise

empfinden Fach- und Führungskräfte

als produktive Arbeitszeit. Der Rest

geht für die An- und Abreise drauf. Dies

ist ein Ergebnis der Studie »Face to Phase:

Die Konvergenz von Geschäftsreisen und

Virtual Meetings« des Instituts für Management

und Wirtschaftsforschung

(IMWF). Kein Wunder, dass jeder sechste

Geschäftsreisende mit seinem Reisepensum

nicht zufrieden ist. Und: 87 Prozent

der befragten europäischen Unternehmen

sehen unter bestimmten Bedingungen in

Videokonferenzen und Telepresence-Systemen

ein Einsparungspotenzial.

»Für klar strukturierte Meetings und

einen Informationsaustausch innerhalb

eines Projekts, bei dem alle Teilnehmer

auf den gleichen Wissensstand gebracht

werden sollen, zeichnen sich Videokonferenzen

durch eine hohe Effizienz und Ge-

schwindigkeit aus«, weiß Martina Eggler

Vertriebschefin Zentral- und Osteuropa

bei Carlson Wagonlit Travel Deutschland

(CWT). Stehe allerdings der persönliche

Kontakt beispielsweise bei Verhandlungen

im Vordergrund, könne die Geschäftsreise

nicht durch Videokonferenzen ersetzt

werden.

Reales Szenario. Wikipedia definiert

Videokonferenzen als »ein audiovisuelles

Telekommunikationsverfahren«. Das

heißt: Bewegte und vertonte Bilder der

Konferenzteilnehmer werden zwischen

zwei oder mehreren Bildschirmen übertragen.

Dieser Technik bedient sich Derpart

Travel Service (DTS). DTS vermittelt Telefon-,

Web- und Videokonferenzen. Möglich

sei eine Teilnehmerzahl von drei bis

500 Personen. Kunden von DTS können

Konferenzen ohne spezielle Soft- und

Hardware starten. Sie brauchen nur einen

lokalen Internetbrowser, einen Lautsprecher

sowie ein Mikrofon am Bildschirm.

Telepresence-Systeme gehen einen

Schritt weiter. Sie zaubern – in Echtzeit –

ein reales Meeting-Szenario auf den

Schirm: Alle Beteiligten, ob in Tokio oder

Frankfurt, stehen nicht nur im ständigen

Augenkontakt, sondern werden zudem

auf Bildschirm-Installationen in Lebensgröße

dargestellt. So entsteht der Eindruck,

als sitze man dem Gesprächspartner

direkt gegenüber. Ein weiterer

Pluspunkt: Die akustische zeitliche Verzögerung

ist auf ein Minimum reduziert.

CWT offeriert seinen Kunden gemeinsam

mit dem indischen Kommunikationsanbieter

Tata Communications das System

CWT Telepresence. Die Technologie der

Inder erlaubt kleinen Gruppen hochauflösende

Video- und Audioübertragungen.

16 travel.one 18.6.2010

Foto: CWT


Zusätzlich zu der Einrichtung der diese Anwendung können virtuelle

Systeme in Unternehmen selbst hat Konferenzen gebucht werden. Dazu

Tata Communications in den USA, in gibt es wie bei der Konkurrenz auch

Großbritannien, Indien, Asien, Süd- die Beratungsleistung. Anhand ver-

und Ostafrika und auf den Philippischiedener Kriterien, wie beispielsnen

auch mehrere mietbare Räume, weise Dauer, Preise für Flug und Ho-

die pro Nutzung gezahlt werden. tel, Personenanzahl und Zweck der

Weitere Konferenzmöglichkeiten Reise, wird ermittelt, wie hoch die

sind in Planung.

Kosten im Vergleich zur technischen

»Mit unserem Angebot sprechen

wir hauptsächlich kleinere und mit-

Lösung sind.

telständische Unternehmen an, die Zukunftsorientiert. Die

nicht über die Mittel, Räumlichkeiten neue Technik kommt beim Kunden

oder die Technik verfügen, eigene Vi- gut an: »Natürlich war die Reduktion

deokonferenztechnologien zu instal- der Reisekosten der stärkste Treiber,

lieren«, sagt Sandra Kuch, Marke- aber auch Umweltschutz und Zeitgetingdirektorin

für Zentral- und winn für die Mitarbeiter spielen eine

Osteuropa bei CWT Deutschland. große Rolle«, weiß CWT-Managerin

CWT Telepresence unterstützt Fir- Kuch. Und auch American Express

men bei der Entscheidung, ob und beobachtet, dass immer mehr Fir-

wann ein virtuelles Meeting sinnvoll men, um kostensparend und effizient

ist. Darüber hinaus übernimmt es zu arbeiten, verstärkt in Technologie

die Abwicklung der Reservierung al- investierten. Der Bedarf der Kunden

ler mietbaren Telepresence-Räume. an virtuellen Meetings steige, und

Ähnlich handhabt es American American Express habe zahlreiche

Express Business Travel mit dem Anfragen erhalten.

»Virtual Meetings Expert«. Über

Yannick Fiedler

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Virtuell kompakt

■ Virtuelle Konferenzen sind über die

Geschäftsreiseanbieter Derpart

Travel Service, Carlson Wagonlit Travel,

American Express Business Travel buchbar.

HRG Robinson hat sie nicht mehr im

Angebot und BCD Travel Germany prüft

noch die Möglichkeiten.

■ Immer mehr Hotels richten Räume

mit Telepresence-Technik ein. Darunter

auch Häuser der Marke Marriott. Neueröffnungen

der »Go There Virtual Meeting

Studios« gab es etwa in New York

und San Francisco. Insgesamt sollen sie

in 25 Hotels eingerichtet werden.

■ Virtuelle Konferenzen brauchen einen

klar strukturierten Fahrplan. Die Teilnehmer

müssen besser vorbereitet

sein, als für andere Meetings. Wichtig

ist etwa eine strukturierte Agenda.

18.6.2010 travel.one 17

CTR • BAT


produkt.geschäftsreisen

Nicht nur HEISSE Luft

Sechs Monate nach ihrem Streitgespräch zum Thema »Geschäftsreisen im

Wandel« auf der DRV-Tagung beziehen BCD und HRG erneut Stellung.

Mathias Warns

will Geschäftsreisen

dauerhaft und

strukturell optimieren

Stefan Vorndran:

»Wir müssen unseren

Kunden Planungssicherheit

geben«

■ Veränderung, Anpassung und ein mehrwertbasiertes

Geschäftsmodell. Auf der DRV-Tagung im vergangenen

Jahr hatten BCD-Geschäftsführer Stefan Vorndran

und HRG-Deutschland-Geschäftsführer Mathias

Warns so einiges beklagt. Die Art und Struktur in der

Zusammenarbeit mit Kunden müsse sich verändern,

forderte der eine; Geschäftsmodelle müssten sich anpassen,

verlangte der andere. Und immer wieder

tauchte der Begriff »Mehrwert« und die Forderung

nach Selbigem auf.

Heute – ein halbes Jahr später – hat Travel One

nachgefragt, was aus den Klagen von damals geworden

ist. Hat sich inzwischen etwas in der Struktur der

beiden Geschäftsreiseanbieter verändert? Wo genau

steckt der Mehrwert? Mathias Warns sieht diesen

ganz deutlich in einer »persönlichen und maßgeschneiderten

Unterstützung bei unvorhergesehenen

Ereignissen«. So wie bei dem Vulkan-Chaos Mitte

April. Da hätte sich der Mehrwert ganz deutlich gezeigt,

findet Warns. »Unsere Kunden waren dank

technologischer Lösungen zu jeder Zeit über die wesentlichen

Nachrichten informiert«, erklärt er. Firmen

hätten trotz Aschewolke »auf Knopfdruck« gewusst,

wo sich ihre Mitarbeiter gerade aufhielten.

Auch für BCD-Chef Stefan Vorndran ist der qualitative

Unterschied gerade in dieser Krise »noch einmal

sehr deutlich geworden«. Während der Flugraumsperrung

habe BCD beispielsweise den 24-Stunden-

Service sowohl für den Online- als auch den Offline-

Bereich aufgestockt. »Daran sieht man, dass wir mehr

bieten als nur Beratung«, so Vorndran. Ein weiterer

Vorteil war, dass bei BCD nicht unterschieden werde,

ob jemand über Internet oder Telefon gebucht habe.

Forderung erfüllt. Für beide Ketten soll ein

mehrwertbasiertes Geschäftsmodell also auch künftig

im Mittelpunkt stehen. Doch was ist mit der Forderung

nach Veränderung in der Zusammenarbeit mit

Kunden? Wurde sie erfüllt? Ja, sagen beide. BCD-Chef

Vorndran hat Klientenverträge umgestellt. Die Preise

richten sich nach einem festen Volumen. Wenn dieses

über- oder unterschritten wird, ändert sich auch der

Preis. »Die Kunden werden mir deshalb nicht um den

Hals fallen«, weiß der BCD-Chef, »aber ich bin mir sicher,

sie verstehen die Argumente hinter dieser Entscheidung.«

Als Grund für die Änderung benennt

Vorndran den Absturz der Volumina im vergangenen

Jahr. Zudem setzt BCD verstärkt darauf, den eigenen

Service auch auf mobilen Endgeräten anzubieten. Daher

gebe das Unternehmen zurzeit in Bezug auf mobiles

Internet und Social Media »richtig Gas«, verrät er.

Die Konkurrenz plant ebenfalls, den Bereich »Mobile

Services« auszubauen. Zudem entwickelt die

HRG gerade ein System, das für Kunden die optimale

Geschäftsreise auswählen und einen besseren Überblick

über Reise- und Veranstaltungsangebote liefern

soll, erklärt Warns. Die »Balanced-Scorecards« definieren

Kriterien für eine Geschäftsreise und gewichten

sie mit einer Punktzahl. Jede Reisemöglichkeit

wird ebenso mit Punkten bewertet und anschließend

mit dem Gewichtsfaktor der Kriterien zusammengerechnet.

Ausgewählt wird am Ende die Variante mit

der höchsten Punktzahl.

BCD und HRG haben sich mit der Beziehung zu

ihren Kunden offenbar auseinandergesetzt. Nun

bleibt abzuwarten, ob die diesjährige DRV-Tagung erneut

Denkanstöße liefert. Kendra Mietke

18 travel.one 18.6.2010

Foto: stockxchng


Tropisches Ambiente: Das Ephélia

eröffnete vor wenigen Monaten

Tagen auf

den Seychellen

■ Nicht nur Urlauber, sondern auch

Geschäftsreisende will das neue

Constance Ephélia Resort

auf den Seychellen als Kunden gewinnen.

Die Anlage im Nordwesten der

Hauptinsel Mahé richtete Räume für

Geschäftsbesprechungen ein. Darunter

befindet sich auch ein Konferenzsaal,

in dem 240 Personen Platz finden.

Die Gäste des Luxusresorts wohnen

in 224 Suiten und 43 Villen.

www.epheliaresort.com

updates

■ NH Hoteles ist nun auch in Prag vertreten. Die spanische

Hotelgruppe, deren Häuser nach eigenen Angaben

speziell auf Geschäftsreisende ausgerichtet sind, hat das

neue Vier-Sterne-Hotel in der tschechischen Hauptstadt mit

137 Zimmern und drahtlosem Internetzugang ausgestattet.

www.nh-hotels.com ■ Das Courtyard am Hamburger

Flughafen ist für 1,5 Millionen Euro renoviert worden.

Die 159 Zimmer des Marriott-Hotels erhielten neue Schreibtische

und Stühle sowie Flachbildschirme. www.court

yardhamburgairport.com ■ Im Zentrum der kalifornischen

Stadt Oakland gibt es ein neues Clarion. Alle

64 Zimmer des Hotels verfügen über einen Internetzugang

und einen Flachbildschirm. Geschäftsreisende finden auch

einen Konferenzraum und ein Business Center vor. www.

clarionhotel.com ■ Mandarin Oriental bietet

Geschäftsreisenden nun in einigen Hotels das Paket »Business

Plan« an. Es beinhaltet ein Frühstück für zwei, Ortsgespräche

mit dem Telefon und Internetnutzung. Zudem wird

der Gast in einem Zimmer der nächsthöheren Kategorie als

der gebuchten untergebracht, sofern eines frei ist. www.

mandarinoriental.com

Foto: Ephélia Resort

LCC rechnet mit Erholung

geschäftsreisen.produkt

■ Eine Kehrtwende im Geschäftsreiseverkehr erwartet Lufthansa

City Center (LCC) für dieses Jahr. Die Reisebüroorganisation geht davon

aus, 2010 mit einem Umsatzplus in diesem Segment abzuschließen. Das

vergangene Jahr bescherte den 300 LCC-Büros in Deutschland ein Minus

von 17,4 Prozent gegenüber 2008. Der Umsatz lag bei 842 Millionen

Euro. Die globale wirtschaftliche Talfahrt habe sich im Travel Management

für Firmen besonders bemerkbar gemacht, so LCC. Die Unternehmen

hätten den Rotstift unmittelbar am Reise-Etat angesetzt.

www.lufthansa-city-center.de

Air France gibt Kunden Bedenkzeit

■ Mehr Flexibilität will Air France Geschäftsreisenden bieten. Die

Fluggesellschaft räumt ihnen eine »Bedenkzeit mit Preisgarantie« ein,

wenn sie – oder das Reisebüro – auf der Air-France-Homepage einen

Flug im hinteren Teil der Voyageur-Klasse buchen. Die Kunden sichern

sich gegen eine Gebühr von zehn Euro einen Sitzplatz. Sie haben dann

je nach Datum der Buchung mehrere Tage Zeit, sich endgültig zu entscheiden:

14 Tage bleiben ihnen vier Monate vor der Reise, sieben Tage

drei Wochen vor dem Flug und 24 Stunden zwei Tage vor dem Trip. Die

Bordkarte kommt 30 Stunden vor Abflug automatisch per E-Mail.

www.airfrance.de

Indien ändert Visa-Regeln

■ Erst Ende April lockerte Indien die Anforderungen für

deutsche Geschäftsreisende. Doch nun änderte das Land

die Visa-Regeln erneut. Für Geschäftsreisende genügte

bislang ein »Business Visum«. Gleiches galt für Techniker

und Monteure, die bei einem deutschen Unternehmen

angestellt sind. Letztere benötigen künftig ein »Short Term

Employment Visum«. Auch, wenn sie lediglich zu Beratungen

oder Vertragsabschlüssen nach Indien müssen. Das

Business-Visum gibt es nur noch für Geschäftsgespräche,

Einkaufsreisen und Reisen aus Investment-Gründen.

18.6.2010 travel.one 19

Foto: Ministry of Tourism, India

Wer beruflich nach Indien muss, sollte sich genau über die

neuen Einreiseformalitäten schlau machen


produkt.mix

Aktiv durch den WINTER

Mit Huskys unterwegs: Wolters kombiniert in Norwegen

Skitouren mit Hundeschlittenfahrten

YTL eröffnet Hotel

in Frankreich

■ Die malaysische Hotelkette hat Mitte

Juni ihr erstes Hotel in Frankreich eröffnet.

Das Luxusresort The Muse

liegt in Ramatuelle bei St. Tropez. Es

bietet auf einem Gelände von einem

Hektar 14 Suiten, von denen neun über

private Pools verfügen. Das Design ist

in modern-mediterranem Stil gehalten,

die Ausstattung betont den Einsatz natürlicher

Materialien.

Im August erfolgt die Eröffnung des

Swatch Art Peace Hotels in Shanghai.

Das Boutique-Haus mit dem Label des

Uhrenherstellers verfügt über sieben

Design-Suiten und 18 Atelierzimmer,

die von internationalen Künstlern entworfen

wurden.

Als weitere Neueröffnungen fasst

die Kette ein Familien-Resort mit 132

Villen auf der Insel Pulau Gaya vor der

Küste Kota Kinabalu auf Borneo und

ein weiteres Hotel auf der Insel Pulau

Tiger, rund 48 Kilomter südlich von

Kota Kinabalu, mit 65 Villen ins Auge.

Foto: Dahlen/Norway Husky

■ Erstmals hat TUI Wolters im kommenden Winter

auch Island im Programm. Die Insel im Nordatlantik ist nach

Angaben von Geschäftsführer Thies Rheinsberg ein Trendziel

mit derzeit zweistelligen Zuwachsraten. Grund genug

für die TUI-Tochter, sie auch in der kalten Jahreszeit anzubieten.

Im neuen Winterkatalog »Hurtigruten, Antarktis und

Nordeuropa Winter« sind zwei Rundreisen, vier Ausflüge

und sechs Hotelangebote buchbar. Für die Standortreise

»Reykjavik Erlebniswoche« verspricht der Veranstalter eine

Durchführungsgarantie. Das Ferienhaus- und das Nordland-Programm,

das zuletzt in einem Katalog gebündelt

war, wird nun in zwei separaten Katalogen präsentiert.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Aktivreisen. So

können Wolters-Gäste etwa in Norwegen auf Skisafari gehen

und sich bei drei geführten Touren auf Langlaufskiern

von Valdres über Hallingdal ins Golgebirge bewegen. Sie

haben die Möglichkeit, das Ganze durch Hundeschlittenfahrten

oder Schneeschuhwanderungen zu ergänzen. In

Finnland begeben sich die Urlauber aufs Eis. Erstmals steht

dort in der Nähe von Rovaniemi während einer fünftägigen

Reise ein Fahrsicherheitstraining auf dem Programm.

www.tui-ferienhaus.de, www.tui-wolters.de

Positive Bilanz

■ Gut ein Jahr nach Einführung der Hotelmarke Sentido zieht

Geschäftsführer Karl Schattmaier eine positive Bilanz. Die Franchise-Hotelmarke

von Thomas Cook hat im vergangenen Jahr einen

Umsatzzuwachs im zweistelligen Bereich erzielt. Im Vergleich zu

den Gästen der Sommersaison 2009 stieg die Buchungszahl für

2010 ebenfalls. Heute zählt Sentido mehr als 100.000 Urlauber in

einer Saison. »Wir sind inzwischen die zweit-umsatzstärkste Hotelmarke

nach Iberostar«, freut sich Schattmaier.

Für den stationären Vertrieb, den »wichtigsten Partner in

Deutschland«, wie Marketingleiterin Alexa Brandau es nennt, sind

auch in der zweiten Jahreshälfte Aktionen geplant. So gibt es zum

Beispiel im September eine neue Schaufenster-Deko und weitere

Info-Touren. Neu bei Sentido ist ein Animations- und Unterhaltungskonzept.

Gäste können künftig in jedem der Hotels an den drei Programmen

»Body & Mind«, »Culture & Entertainment« und »Familiy

& Kids« teilnehmen. Zudem sind Neueröffnungen auf den griechischen

Inseln Kos, Rhodos und Kreta sowie in Spanien, an der Türkischen

Ägäis und in Ägypten geplant. Das im Sentido-Katalog bereits

aufgeführte Hotel Kaiser Spa auf Usedom wurde kurzfristig

wieder aus dem Programm genommen.

20 travel.one 18.6.2010


moment

X

Westliches

Mittelmeer

Petra Hirschel

Redakteurin

Nirgendwo sind Kreuzfahrten so unberechenbar

wie in der Antarktis. Das Wetter wechselt von einer

Minute zur nächsten, aus dem Nichts ziehen heftige

Stürme auf. Und das Meer, eben noch offen, ist

plötzlich von einer dicken Eisdecke verschlossen.

Geplante Routen müssen dann abgebrochen, neue

Wege gefunden werden.

Kreuzfahrtanbieter können daher nie voraussagen,

wo ihr Schiff tatsächlich fährt und wo die Passagiere

wirklich an Land gehen. Eine genaue Programmausschreibung

wie bei Mittelmeerreisen ist schlichtweg

unmöglich. Wer aber trotzdem ein paar Details

nennt und mit bekannten antarktischen Zielen wirbt,

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Unkalkulierbar

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setzt sich schnell in die Nesseln. Hurtigruten etwa

musste viel Schelte einstecken, als die Reederei

vergangenen Winter geweckte Erwartungen nicht

erfüllte. Passagiere fühlten sich betrogen, weil das

Hurtigruten-Expeditionsschiff Fram Angekündigtes

nicht ansteuerte. Nun hat das Unternehmen die

richtige Konsequenz daraus gezogen: Im Katalog

2011/12 stehen keine Ziele mehr. Stattdessen werden

auf einer Doppelseite mögliche Anlandungen

vorgestellt. Wichtig ist jetzt aber auch, dass Reisebüros

ihren Kunden klar machen, dass jede Antarktisreise

– und sei sie noch so teuer – ein unkalkulierbares

Erlebnis bleibt.

p.hirschel@travel-one.net

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18.6.2010 travel.one 21


produkt.xxxxx

produkt.airlines/airports

DELTA rechnet mit Gewinn

Die 767-Flotte erhält neue Kabinen mit Betten und einer

versetzten Anordnung der Sitze

Lowcost von Köln

nach Ankara

■ Mehr oder weniger unbemerkt von

der Öffentlichkeit hat Anadolujet,

die Lowcost-Marke von Turkish Airlines,

den Flugbetrieb zwischen Ankara

und Deutschland aufgenommen. Zunächst

standen nur Frankfurt und

Düsseldorf im Flugplan. Inzwischen

werden auch Flüge von Köln in die türkische

Hauptstadt durchgeführt.

Von Frankfurt aus fliegt Anadolujet

Ankara täglich an. Abflug ist um 15

Uhr, Ankunft um 19.20 Uhr. Auch ab

Düsseldorf gibt es täglich Flüge. Die

Maschine startet um 13.10 Uhr und

landet um 17.40 Uhr in Ankara. In Köln

hebt Anadolujet mittwochs bis sonntags

jeweils um 3.20 Uhr ab und erreicht

die Türkei um 7.40 Uhr. In Europa

stehen zudem Wien, Brüssel, Amsterdam,

Kopenhagen und Stockholm

im Flugplan ab Ankara. Außerdem verbindet

die Airline Kopenhagen und

Stockholm mit dem Flughafen Istanbul

Sabiha Gökçen.

updates

■ »Die Fusion mit Northwest ist abgeschlossen, alles ist

nach Plan und ohne Probleme abgelaufen«, zieht Thomas

Brandt, Deltas Sales Manager für Deutschland

und die Schweiz, Bilanz. »Wir haben 2008/09 die strukturellen

Weichen gestellt und erwarten für dieses Jahr wieder

einen Gewinn.« Es gebe nun nur noch Delta-Flüge, auch die

Umlackierung der Maschinen sei fast abgeschlossen. »Die

Marke Northwest existiert nicht mehr, alle Buchungen sind

auf Delta umgestellt.« Vorwärts gehe es auch mit dem Umbau

der Kabinen. Alle Boeing 767 der Flotte erhalten in der

Business Class Betten, die Sitze werden leicht versetzt in

1-2-1-Konfiguration angeordnet. Auch das Audio-Video-

System auf den Langstreckenmaschinen werde umgebaut.

Zufrieden ist Brandt auch mit der Entwicklung der Strecken

aus Deutschland. »Die Flüge von Berlin nach New-

York waren im Sommer 2009 fast komplett ausgelastet,

und sie halten sich 2010 auf diesem Niveau.« Auf der Strecke

von Frankfurt nach Atlanta werde aufgrund der hohen

Nachfrage im Sommer mit der Boeing 777 eine größere

Maschine eingesetzt. Auch die Nachfrage für die Business

Class ziehe wieder an, weil viele Unternehmen ihre Reiserichtlinien

gelockert hätten.

■ Air Hamburg fliegt nun jeden Freitag und Sonntag von Hamburg

auf die Nordseeinsel Juist. Abflug in Hamburg ist jeweils um 13

Uhr, zurück geht es um 14.30 Uhr. ■ Air Botswana erweitert

das regionale Streckennetz. Vom 1. August an fliegt die Airline von

ihrer Basis in Gaborone aus viermal pro Woche in Sambias Hauptstadt

Lusaka. ■ Mitglieder im Vielfliegerprogramm »Sindbad« von

Oman Air erhalten künftig auch bei Hertz Bonusmeilen und vergünstigte

Angebote. Für das Ausleihen eines Standardwagens zum

Beispiel gibt es 500 Bonusmeilen. ■ Vom 31. Oktober an fliegt

Cyprus Airways zweimal wöchentlich von München nach Larnaca.

Flugtage sind Donnerstag und Samstag. ■ Air France/

KLM kooperiert mit der Qantas-Tochter Jetstar. Die Passagiere haben

künftig Zugang zu den 60 Zielen der Lowcost-Airline in Australien,

Neuseeland und dem gesamten asiatisch-pazifischen Raum.

■ Die indische Kingfisher Airlines wurde offiziell zum designierten

Oneworld-Mitglied ernannt. British Airways will noch diesen

Monat Codeshare-Flüge mit dem neuen Allianzpartner anbieten.

22 travel.one 18.6.2010


Neue Gepäckregeln

auf Europaflügen

■ Air Mauritius hat die Gepäckregeln

für Flüge von und nach Europa auf

das Stückkonzept umgestellt. Economy-Passagiere

dürfen nur noch einen

Koffer mit bis zu 23 Kilogramm kostenlos

mitnehmen. Der zweite Koffer wird

mit 55 Euro und der dritte mit 200 Euro

berechnet. Vielflieger und Passagiere

der Business Class können drei Gepäckstücke

kostenlos aufgeben. Golfgepäck

bis 23 Kilogramm fliegt weiterhin

gratis mit.

xxxxx.produkt

Helsinki ab München

■ Am 13. September nimmt die finnische SAS-Tochter Blue 1

tägliche Flüge zwischen München und Helsinki auf. Die Boeing

717-200 startet jeweils um 12.05 Uhr auf dem Münchener Flughafen

und erreicht Finnland um 15.30 Uhr. In der Gegenrichtung

hebt die Maschine morgens um 9.15 Uhr ab. Ankunft in München

ist um 10.45 Uhr.

Mit Beginn des Winterflugplans ändert die Airline die Flugzeiten.

Dann ist um 10.45 Abflug in München und um 8.30 Uhr in

Helsinki. In der finnischen Hauptstadt können die Passagiere Anschlussflüge

nach Oulu, Vaasa und Kuopio nutzen. Mit der Ausweitung

des Flugangebots will Blue 1 vor allem mehr Geschäftsreisende

an Bord holen. Nicht nur neue Flugstrecken, auch Frequenzerhöhungen

auf bereits bestehenden Routen sollen die

Airline für Business-Flieger attraktiver machen. Im November

wird zum Beispiel die Zahl der Zürich-Flüge verdoppelt.

SUN EXPRESS baut Kapazitäten aus

■ Sun Express erweitert die Flugkapazitäten

zwischen Deutschland und der

Türkei im Sommer um 36.000 Plätze.

Die Tochter von Turkish Airlines und

Lufthansa nimmt nach der nun erfolgten

Erteilung der Flugrechte durch die

türkischen Behörden zwischen Juli und

Oktober sechs neue Flüge von Frankfurt

nach Antalya, Izmir und Istanbul

Sabiha Gökcen ins Programm. Damit

steigt die Zahl der Verbindungen pro

Woche von 21 auf 27.

Sowohl nach Antalya als auch nach

Izmir starten die Maschinen in Frankfurt

um neun Uhr morgens. Der Rückflug

von der türkischen Riviera erfolgt um

16.45 Uhr, die Flugtage sind Dienstag

und Mittwoch. Von Izmir geht es um

17.10 Uhr wieder an den Main zurück,

hier gibt es einen zusätzlichen wöchentlichen

Flug, und zwar am Montag.

Drei neue Verbindungen pro Woche

werden nach Istanbul Sabiha Gökcen,

den auf der asiatischen Seite liegenden

Flughafen, angeboten. Flugtage sind

Montag, Dienstag, Mittwoch. Hier setzt

Sun Express eine Abendmaschine ein,

Abflug in Frankfurt ist um 20.50 Uhr,

Ankunft in Istanbul um 00.45 Uhr. Der

Rückflug erfolgt um sechs Uhr morgens,

die Ankunft in Frankfurt ist um

acht Uhr vorgesehen.

Paul Schwaiger, Geschäftsführer

von Sun Express, reagiert mit den neuen

Flügen auf die Nachfrage der Touristiker

in der Türkei: »Sowohl in Antalya,

als auch in Izmir und Istanbul haben

sich die Hoteliers einen Ausbau der

Flugkapazitäten gewünscht. Wir haben

entsprechend reagiert und den Frankfurt-Flugplan

zu unseren drei wichtigsten

Zielen verstärkt.« Er setzt damit die

im Frühjahr eingeschlagene Strategie

fort, die beiden neueren Drehkreuze

der Airline, Izmir und Istanbul, stärker

ins Tourismusgeschäft einzubinden.

Paul Schwaiger lässt mehr

Flüge in Frankfurt starten

18.6.2010 travel.one 23


sales.fort-& weiterbildung

Das Angebot an Trägern für Fort- und Weiterbildung ist riesig.

Travel One gibt einen Überblick und stellt einige Abschlüsse für Touristiker vor.

Lernen für den

Weg nach oben

■ Fort- und Weiterbildung werden gemeinhin

als Synonyme benutzt. Doch zwischen

beiden Begriffen gibt es Definitionsunterschiede.

Das Bundesministerium

für Bildung und Forschung (BMBF) erklärt

Weiterbildung als »die Fortsetzung

jeder Art des Lernens nach Abschluss der

Bildungsphase in der Jugend. Zur Weiterbildung

gehören Umschulungen und

Meisterkurse genauso wie ein Sprachunterricht,

das Nachholen von Schulabschlüssen

oder freizeitorientierte Bildungs-

angebote«. Die Weiterbildung ist eine zeitlich

aufwändigere Bildungsmaßnahme.

Sie muss nicht unbedingt arbeitsplatzbezogen

sein.

Fortbildung zielt dagegen nach Paragraf

1 des Berufsbildungsgesetzes auf

jene Qualifikationen, die bereits in einem

Ausbildungsberuf erworben wurden.

Es geht um deren Erhalt, ihre Erweiterung

oder die Anpassung an die

technische Entwicklung. Zur Fortbildung

gehören daher auch Kurse, die zur

Meisterprüfung führen, oder Kurse, die

den Abschluss als Fachwirt zum Ziel haben.

Der Begriff der Fortbildung ist also

enger gefasst als jener der Weiterbildung.

Heute wird nach Angaben des BMBF die

Fortbildung meist als »berufliche Weiterbildung«

bezeichnet.

Große Auswahl. Touristiker treffen

bei ihrer Suche nach Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

auf diverse mögliche

Abschlüsse, die von einer großen Zahl

von Bildungseinrichtungen angeboten

werden. Allein die Datenbank des DRV

Foto: ILS

24 travel.one 18.6.2010


verzeichnet mehr als 300 Anbieter. Einer

der am stärksten nachgefragten Bildungswege

ist der des Tourismus- oder Touristik-Fachwirts,

der mit einem Zeugnis der

Industrie- und Handelskammer (IHK) abgeschlossen

wird. Die Kammern definieren

auch die Aufgaben des Fachwirtes. Er

ist »nach Abschluss der Ausbildung qualifiziert,

selbstständig und eigenverantwortlich

Führungsaufgaben wahrzunehmen,

neue Produkte zu erstellen und entsprechende

Marktstrategien abzuleiten und zu

entwickeln«. Um dies zu erreichen sind

Qualifikationen in Volks- und Betriebswirtschaft,

Rechnungswesen, Recht und

Steuern, Tourimusmanagement, Tourismusmarketing

sowie in Unternehmensführung

erforderlich. Nach den Bestimmungen

des Deutschen Industrie- und

Handelskammertags (DIHK) wird zur

Prüfung zugelassen, wer die kaufmännische

Ausbildung und eine zwei- bis dreijährige

Berufspraxis abgeschlossen hat.

Abgenommen wird die Prüfung zum

Fachwirt von insgesamt 33 Handelskammern

in Deutschland.

Die Kurse werden entweder als Präsenzkurs

in Vollzeit oder als Fern- oder

Onlinestudium angeboten. Bei Fernkursen

gehören meist auch einige Tage bei der jeweiligen

Bildungseinrichtung vor Ort

dazu. Dies wirkt sich auf die Ausbildungsdauer

aus, die von zwei Monaten für Vollzeitkurse

bis zu zwei Jahren für berufsbegleitende

Studien reicht. Das Forum

Berufsbildung in Berlin bietet die Möglichkeit

des jederzeitigen Einstiegs, bei den

anderen Schulen gibt es feste Termine. Die

Preise schwanken von 1.800 Euro bis hin

zu 2.800 Euro, abhängig von der Länge

und der Struktur des Kurses.

Förderung möglich. Eine Vielzahl

von Kursen ist förderungsfähig. Die

Palette der Unterstützungen reicht von

Bildungsgutscheinen nach dem Sozialgesetzbuch

bis zu Begabtenförderung und

Weiterbildungs-Bafög. Hilfe erhalten Unternehmen

auch im Rahmen des Programms

der Bundesagentur für Arbeit

»Qualifizieren statt Entlassen«. Hierbei

werden Mitarbeiter während der Kurzarbeit

weiter qualifiziert. Welche Förderung

bei welchem Anbieter greift, ist auf den

Internetseiten verzeichnet. Die Bundesregierung

unterstützt die Weiterbildung

auch durch die Bildungsprämie, die aus

drei Komponenten besteht. Der »Prämiengutschein«

unterstützt die Weiterbildung

mit bis zu 154 Euro, wenn ein mindestens

gleich hoher Eigenanteil erbracht

wird. Beim »Weiterbildungssparen« kann

eine Summe aus dem Ansparguthaben vor

Ende der Frist entnommen werden. Das

»Weiterbildungsdarlehen« schließlich ist

Fortbildung zu Hause: Neben Präsenzstudiengängen sind auch

Fern- und Online-Angebote im Programm vieler Schulen

fort-& weiterbildung.sales

ein Darlehen zu günstigen Konditionen

und ohne individuelle Bonitätsprüfung.

Bessere Karrierechancen.

Die Ausbildung zum Tourismusfachwirt

wird als eine sogenannte »Aufstiegsweiterbildung«

bezeichnet, die Kammern sprechen

von einer »Lehre mit Karriere«. Sie

dient nicht nur der persönlichen Weiterbildung

des Absolventen, sondern soll ihm

auch größere Karrierechancen und die

Übernahme von Führungsaufgaben ermöglichen.

Nach einer Umfrage des

DIHK unter den Absolventen der unterschiedlichen

Fachrichtungen hat sich die

Fachwirtprüfung für 60 Prozent der Absolventen

vorteilhaft ausgewirkt, das

heißt, sie haben entweder eine höhere Position

erreicht oder sich finanziell besser

gestellt. 80 Prozent von ihnen würden

diesen Weg der Weiterbildung noch einmal

gehen. Die Mehrheit ist der Meinung,

dass ihre nach der Zusatzausbildung erreichte

Position ihrer beruflichen Qualifikation

entspricht.

Auch die Unternehmen sind der Weiterbildung

gegenüber aufgeschlossen, wie

der DIHK in einer weiteren Umfrage festgestellt

hat. Sie wünschen sich aber eine

gezielte individuelle Beratung sowie eine

verstärkte und flexibel aufgebaute Förderung.

Trotz der wirtschaftlichen Krise

wollen mehr als 90 Prozent der Unternehmen

aus allen Branchen nicht an der Weiterbildung

sparen, 25 Prozent wollen ihr

betriebliches Angebot sogar ausbauen.

Allerdings kritisieren einige der Befragten

zu hohe Trainingskosten. Bemängelt

wird von ihnen auch der hohe administrative

Aufwand, um die entsprechenden

Fördergelder in Anspruch nehmen zu

können. Von den Mitarbeitern erwarten

die meisten Unternehmen Urlaubsverzicht

zugunsten der Weiterbildung. Dies

ist vielen Arbeitgebern wichtiger als ein

finanzieller Beitrag.

Akademischer Weg. Neben der

Möglichkeit, sich an einer privaten Schule

zum Tourismus-Fachwirt zu qualifizieren,

18.6.2010 travel.one 25


sales.fort-& weiterbildung

steht Touristikern mit Hochschul- oder

Fachhochschulreife auch die akademische

Variante offen. Während die Bedingungen

für den Tourismus-Fachwirt mit einer abgeschlossenen

Berufsausbildung und einigen

Jahren Berufserfahrung relativ moderat

sind, muss für das Hochschulstudium

neben einem entsprechenden Schulabschluss

von manchen Einrichtungen zusätzlich

auch ein Numerus Clausus erreicht

werden. Einige Bildungsträger erkennen

auch den Abschluss der Fortbildung zum

Touristik-Fachwirt als Voraussetzung für

den Beginn eines Studiums an.

Reiseprofis können im Rahmen eines

Studiums zwei unterschiedliche Abschlüsse

erwerben, den Bachelor und den

Master. Für den Bachelor werden in der

Regel sechs Semester angesetzt, und er

■ DRV: Informationen zur Aus-, Weiter- und Fort-

bildung mit einer Datenbank der Leistungsträger

unter www.drv-ausbildung.de

Unter www.drv.de sind unter anderem zehn

Studienhefte zum Thema Touristik-Fachwirt be-

stellbar. Weitere Infos zur Aus- und Weiterbildung

unter www.touristik-azubi.de

■ Fördermöglichkeiten: Hinweise ebenfalls

unter www.drv-ausbildung.de

www.bildungsprämie.info

www.meister-bafoeg.info

■ DIHK: Das Weiterbildungsinformationssystem

WiS informiert über die Weiterbildungsangebote

der IHK, die Zertifikate, und verlinkt zu den einzel-

nen Bildungseinrichtungen mit Angaben zu den

Gebühren und der Dauer der einzelnen Program-

me: www.wis.ihk.de

■ Bildungsträger: Schule für Touristik, Frank-

furt: www.schule-fuer-touristik.de

Deutsche Angestellten-Akademie, Stuttgart:

www.daa-stuttgart.de

SFT Schule für Tourismus, Berlin:

www.schule-tourismus.de

wird mit einer Bachelor-Arbeit abgeschlossen.

Das Master-Examen baut auf

dem Bachelor-Abschluss auf, der Berufseintritt

ist aber bereits mit dem Bachelor

möglich.

Beim Master-Studiengang als vertiefendem

Studium beträgt die Regelstudienzeit

zwei Semester. Auch hier wird zum

Abschluss eine Master-Arbeit gefordert,

die in etwa der früheren Diplomarbeit vor

der Studienreform entspricht. Angeboten

werden die Studiengänge von Universitäten,

(Fach-)Hochschulen und Berufsakademien.

Bei den meisten Schulen fallen

Studiengebühren an, die von rund 100

Euro (Fachhochschule Schmalkalden) bis

zu 4.500 Euro pro Semester (ISM International

School of Management, Dortmund)

betragen können.

Fachhochschule Oldenburg:

www.fh-wilhelmshaven.de

IST Studieninstitut, Düsseldorf: www.ist.de

Wirtschaftsfachschule für Tourismus, Kall.

(Die Liste erhebt keinen Anspruch auf

Vollständigkeit.)

■ Bachelor und Master: Eine Liste aller Uni-

versitäten, Hochschulen und Berufsakademien

mit den jeweiligen Kontaktadressen gibt es unter

www.drv-ausbildung.de

■ Weitere Fortbildungsmöglichkeiten:

DRV Akademie: Kurse zu Destinationen, Leis-

tungsträgern und Touristikfachthemen:

www.drv-akademie.de

Deutsches Seminar für Tourismus in Berlin: Rund

150 ein- und mehrtägige Seminare zu allen The-

men des Tourismus: www.dsft-berlin.de

E-Commerce im Reisevertrieb: Infos zu

Seminaren, Teilnahmebedinungen, Kontakt unter

www.drv.de

Weitere Fortbildungsangebote.

Neben den am stärksten nachgefragten

Studiengängen zum Tourismusfachwirt

sowie zu Bachelor und Master

gibt es noch die Abschlüsse der Betriebswirte,

Fachkräfte und Assistenten. Darüber

hinaus haben die Bildungsträger ein

breit gefächertes Angebot an Kursen zu

Sonderthemen und speziellen Ausbildungen,

die meist eine kürzere Ausbildungszeit

vorweisen und mit Zertifikaten abgeschließen.

Dies sind klassische Fortbildungen

zu Marketing, E-Commerce, Technik,

Verkaufsschulungen oder Sprachen. Die

DRV-Akademie bietet Kurse zu Destinationen,

Leistungsträgern und Touristikfachthemen,

das breiteste Spektrum mit

mehr als 150 Seminaren hat das Deutsche

Seminar für Tourismus. Wolfram Marx

Fort- und Weiterbildung kompakt

Willy Scharnow-Stiftung: Destinationsschulungen,

Studienreisen und Sprachkurse speziell für Tou-

ristiker: www.willyscharnowstiftung.de

26 travel.one 18.6.2010


Veranstaltungsplanung ist das Ziel des neuen Studiengangs

Crashkurs

für Spanisch

■ Die Willy Scharnow-Stiftung

setzt ihre Kooperation mit dem

spanischen Kulturinstitut Instituto

Cervantes in Frankfurt fort. Das Angebot

an Spanischkursen wird erweitert,

neu im Programm ist in diesem Jahr

ein Crashkurs für Personen mit geringen

Vorkenntnissen. Der einwöchige

Vollzeitkurs kostet für Expedienten

144 Euro, zuzüglich rund 50 Euro für

Lehrmaterial. In der Gebühr ist der

Sprachkurs-Förderbeitrag der Stiftung

enthalten. Der erste Kurs findet vom 4.

bis 8. Oktober statt.

www.willyscharnow

stiftung.de

In einem Jahr zum Betriebswirt

■ Die Berufsbildende Schule Neustadt/

Weinstraße hat noch Plätze frei in ihrem Kurs für Touristiker,

der am 18. August startet. Das berufsbegleitende

Seminar dauert ein Jahr und wird mit dem Zertifikat

»Staatlich geprüfter Betriebsfachwirt für Tourismus« abgeschlossen.

»Die Weiterbildung ist ähnlich der eines

Fachwirts. Es erfolgt aber eine staatlichen Prüfung und

keine vor der IHK«, erklärt Studiendirektor Rolf Heydenreich.

Der Kurs ist besonders auf Teilzeitbeschäftigte ausgerichtet.

Denn der Unterricht findet an zwei Tagen pro

Woche und alle 14 Tage samstags statt, ergänzt um E-

Learning.

Foto: Hochtief

Fortbildungsreisen

steuerlich absetzen

fort-& weiterbildung.sales

Events richtig managen

■ Das IST Studieninstitut ergänzt die Fachrichtung

Tourismus & Hospitality um den neuen Studiengang Veranstaltungsbetriebswirt.

Die Hochschulweiterbildung ist in drei

Semester aufgeteilt, behandelt werden die strategische Planung

und die Durchführung von Veranstaltungen sowie das

Controlling. Für das Management einer Eventagentur stehen

Themen wie »Strukturierung einer Veranstaltungsagentur«

oder »Teammanagement« auf dem Lehrplan.

Der Kurs, der in Kooperation mit der Fachhochschule

Schmalkalden angeboten wird, startet im Oktober. Bereits

am 31. Juli findet der Workshop »Meet and Beat – Wettbewerbsvorteile

in der Veranstaltungsbranche« statt.

■ Der Bundesfinanzhof (BFH)

hat zwei Urteile zur steuerlichen Behandlung

von Fortbildungsveranstaltungen

im Ausland gefällt. Diese betreffen

unter anderem die Abrechnung

von kostenpflichtigen Inforeisen. In

beiden Fällen hatten es die Finanzämter

abgelehnt, die Aufwendungen

für die Veranstaltungen als Werbungskosten

anzuerkennen. Die

Richter des BFH entschieden hingegen,

dass die Kosten zumindest teilweise

als Werbungskosten angerechnet werden können, wenn die beruflichen

und privaten Beiträge objektiv voneinander abgegrenzt werden können. Wie

hoch der Anteil ist, hängt davon ab, wie viel Zeit bei der Reise für berufliche und

wie viel Zeit für private Zwecke aufgewendet wurde.

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18.6.2010 travel.one ��������������������������������������������������

27Bildung,

�����������������������������

die bewegt

Foto: Thorben-Wengert/PIXELIO


sales.neue medien

Über den Sinn und Zweck eines iPad ist die Touristik noch uneins. Die einen

betrachten es als eine sinnvolle Unterstützung im Beratungsalltag, die anderen

vielmehr als Mittel, um Kunden vom Reisebüro wegzuführen.

Infos zum ANFASSEN

■ Tapp! Der Zeigefinger landet direkt auf

dem kleinen bunten Quadrat. Sofort erscheint

eine Reihe fingerkuppengroßer

Katalogcover auf dem Display, fein säuberlich

in einem virtuellen Regal einsortiert.

Ein weiterer »Tapp« auf das Cover

und schon öffnet sich der ausgewählte Katalog.

Die neue App, die Reisekataloge auf

dem iPad bündelt und grafisch darstellt,

wurde speziell für die Touristik entwickelt.

Denn kaum war Apple mit seinem neuen

Produkt auf dem Markt, haben die Minicomputer

Einzug in der Reisebranche gehalten

und das Interesse auf die hierfür

benötigten Anwendungen gelenkt.

«Die Chancen, iPad-Apps als Marketinginstrument

einzusetzen, sind gerade

für die Touristik riesig«, sagt Florian

Dehnhard von der Kommunikationsagentur

HPM. Das Unternehmen hat die

Katalog-App hergestellt und mittlerweile

Aufträge von zehn Veranstaltern, die ihre

Kataloge in seine App einstellen wollen,

verrät Dehnhard. Dennoch gehen in der

Touristik die Meinungen über das iPad

weit auseinander. Während Veranstalter

fleißig mobile Anwendungen produzieren,

nutzt der stationäre Vertrieb die multimediale

Technik noch recht wenig.

Noch mehr Apps. Laut einer Online-Umfrage

von Travel One beschäftigen

sich nur 23 Prozent der Reisebüros mit

Anwendungen für Smartphones (Mobiltelefone

mit eigenem Betriebssystem) oder

andere mobile Endgeräte. Viele Expedienten

sind nach eigenen Angaben gar nicht

im Besitz eines solchen Gerätes.

Anders sieht das auf Veranstalterseite

aus. Dort hat man sich bereits in das mediale

Neuland gewagt. Zum Beispiel Aida

Cruises. Die Reederei stellte als einer der

ersten Anbieter eine eigene App für den

neuen Apple-Computer vor. Darin sind

Routen und Häfen, eine animierte Weltkarte

mit aktuellen Schiffspositionen sowie

Aida-Kataloge enthalten. TUI entwarf

für die Hotelmarke Aqi ebenfalls eine

iPad-App. Urlauber können damit den jeweiligen

Hotel-Standort ermitteln, es gibt

Neuigkeiten zum Haus, Angebote, Events

sowie Fotos und einen kleinen Rafting-

Parcours zum Spielen. Thomas Cook und

FTI dagegen befinden sich nach eigenen

Angaben noch »in Planung« solcher mobiler

Anwendungen.

Mit einem iPad können Benutzer – genau

wie mit einem iPhone – surfen, Musik

hören, chatten, Zeitung lesen. Wo und

wann sie möchten. Weltweit verkaufte sich

28 travel.one 18.6.2010


der Apple-Neuzugang seit seiner Einführung

im März laut Hersteller bereits über

zwei Millionen Mal. Und das trotz eines

stolzen Anschaffungspreises, der in

Deutschland zur Zeit bei immerhin 500

Euro für die »einfache« Version ohne Mobilfunkanbindung

und rund 700 Euro für

die »Überall-online«-Variante liegt.

Fürs Marketing. Doch wer profitiert

von der Nutzung eines iPads? Für

Veranstalter eignet sich das multimediale

Gerät vor allem als Marketingwerkzeug.

»Der Anteil der Webseiten, die von Mobilgeräten

aus aufgerufen werden, steigt

immer weiter an«, weiß Hansjörg Kunze,

Marketingdirektor bei Aida Cruises. Mit

der mobilen Applikation könne die Reederei

ihre Zielgruppe direkt und jederzeit

erreichen, sagt er. Doch auch Reisebüros

sollen durch die Anwendung in ihrem Berufsalltag

unterstützt werden. »Unsere

Vertriebspartner erhalten mit der Aida-

App aktuelle Angebote. Durch die leichte

Handhabung kann das iPad gut in ein

Verkaufsgespräch integriert werden«,

meint Kunze. Mit einem Fingerstreich

habe der Reisebüromitarbeiter alle wichtigen

Informationen parat.

■ Ein iPad ist ein kleiner tragbarer Computer von App-

le, mit einem Durchmesser von rund 30 Zentimetern. Im

Gegensatz zu normalen Computern hat das iPad keine

Maus-Anzeige. Es wird über einen berührungsempfind-

lichen Bildschirm (Touch Screen) mit den Fingern

bedient. Das iPad hat – genau wie das iPhone – einen

Bewegungssensor, der Programme und Layout sowohl

hochkant als auch waagerecht darstellen kann. Um ein

iPad zu nutzen, benötigt man bestimmte Anwendungs-

programme, sogenannte Apps. Diese werden aus

dem Internet heruntergeladen und ermöglichen zum

Beispiel den Zugriff auf Google oder andere Webinhalte

sowie auf Spiele und Unterhaltungsprogramme.

Der stationäre Vertrieb aber ist von dieser

Unterstützung wenig überzeugt. »Ich

brauche kein iPad und aufwendige Apps,

um eine Aida-Reise zu verkaufen. Das

klingt für mich eher nach Direktmarketing«,

findet Reiseverkehrskaufmann Kay

Rau vom Alltours Reisecenter im Flughafen

Karlsruhe-Baden. Er sieht in dem

Mini-Computer keine sinnvolle Beratungshilfe.

Der junge Expedient hält Apps

für ein Instrument für Endkunden, die direkt

buchen wollen.

Deutlicher kritisiert Alltours die

Veranstalter-Apps: »Immer mehr Wettbewerber

unternehmen große technische

Anstrengungen, um Kunden von

den Reisebüros wegzuführen«, sagt

Touristik-Direktor Ronny de Clercq.

Auch App-Entwickler Dehnhard

räumt ein, dass solche Anwendungen

»stark auf den Endverbraucher

ausgerichtet« sind. Für Reisebüros

müsse man eher einen anderen

Ansatz finden, meint er.

»Ipads sind für Reisebüros

eine kleine Lösung«, sagt Jens

Über Apps können auf dem

iPad verschiedene Web-Inhalte

angezeigt und wiedergegeben

werden. Darunter auch

Zeitungen, Spiele oder

Reisekataloge

neue medien.sales

Was ist ein iPad?

Oellrich von Tourismuszukunft, einem Institut

für E-Tourismus. Sie hätten mehr

Potenzial für Reiseleiter, vermutet er. Diese

könnten beispielsweise auf ihren Reisen

gemeinsam mit den Gästen spielerisch Informationen

abrufen. Ein iPad müsse als

Ergänzung des Internetauftritts gesehen

werden, so Oellrich. Das heißt: Unternehmen

sollten sich zunächst Gedanken

machen, wie und wo sie digitale Daten

überall einsetzen können und wen sie

erreichen möchten.

Fehlende Strategie. An so einer

digitalen Strategie hapert es bislang aber

noch, bestätigt Hagen Sexauer von Sempora

Consulting. Die Beratungsgesellschaft

befragte kürzlich rund 200 Führungskräfte

branchenübergreifend über das Potenzial

mobiler Endgeräte wie iPhone und Konsorten.

Das Ergebnis: Entscheidungsträger

versprechen sich von der Nutzung des mobilen

Internets zwar Wettbewerbsvorteile

(87 Prozent) und glauben, so neue Geschäftsmodelle

hervorzubringen (96 Prozent).

Aber sie haben sich bislang weder

Gedanken über eine mögliche Strategie gemacht,

noch verfügen sie nach eigener Einschätzung

über ausreichende Kenntnisse.

Sexauer stellte fest, dass Unternehmen die

wichtige Bedeutung des mobilen Internets

für Marketing und Vertrieb zwar erkannt

hätten, man aber abwarten müsse, wann

sie auch entsprechende Aktivitäten umsetzten.

Kendra Mietke

18.6.2010 travel.one 29


sales.mix

TVG verkauft eigene Büros

54 Büros der TVG wechseln im Juli zur Raiffeisen Vertriebs GmbH

Aust will sich auf das

Franchisegeschäft

konzentrieren

updates

■ Die Touristik Vertriebsgesellschaft (TVG) trennt

sich von ihren Reisebüros im Eigenvertrieb und verkauft

sie an die Raiffeisen Vertriebs GmbH. Zum 1. Juli

wechseln somit 54 Agenturen – zu ihnen gehören 33

Büros der Marke Flugbörse und 21 der Marke Sonnenklar.tv

– den Besitzer. Neuer Eigentümer ist damit die

Schwestergesellschaft der RTK. Beide Unternehmen

gehören der Raiffeisen-Volksbank Altötting.

Der Verkauf bedeutet für TVG einen Strategiewechsel.

Denn die FTI-Tochter beendet damit das

Kapitel Eigenvertrieb und will sich nun auf das Franchisegeschäft

konzentrieren. »Mit rund 180 selbstständigen

Agenturen hat sich unsere Organisation

nach und nach in Richtung Franchisevertrieb entwickelt.

Auf dieser Basis wollen wir jetzt mit Sonnenklar.tv

weiter wachsen«, erklärt die TVG-Chefin Birgit

Aust. Ihr Ziel ist es, bis 2013 in jeder deutschen

Stadt mit mehr als 30.000 Einwohnern über ein Büro

■ Reisen auf der Mein Schiff und der Mein Schiff 2 sind nun auch

über Jack Plus buchbar. Der neue Buchungscode für Reisen

vom 27. Oktober an heißt »MEINS« oder »MEINS2« und nicht mehr

»TUIC«. ■ Die ERV veranstaltet am 30. Juni in München ein Semi-

nar für Kreuzfahrteinsteiger. Anmeldung bis 23. Juni unter

verkaufstalente@erv.de ■ Aldiana zahlt den Reisebüros

in diesem Sommer eine Zusatzprovision von 3,5 Prozent. Die Aktion

gilt für alle Reisetermine bis zum 31. Oktober. ■ Reisebüros können

bei Ikarus Tours einen kostenlosen Aufsteller fürs Schaufenster

bestellen, unter agenturen@ikarus.com ■ Der Versiche-

rungsmakler Kaera bietet eine Kautionsversicherung für IATA-

Agenturen. Damit läuft die Bürgschaft nicht über die Bank, sondern

über den Makler. www.kaera-makler.de/iata-buerg

schaft.htm ■ Das neue Online-Reservierungssystem für Reise-

büros von Sunny Cars verfügt über eine erweiterte Suchmaske

und eine neue Übersicht über die Buchungen inklusive einer Archiv-

funktion. www.sunnycars.de/buchung

zu verfügen. Momentan zählen 180 Büros zum Franchisesystem

der TVG, 104 Flugbörsen und 58 Sonnenklar.tv-Agenturen.

Sie bleiben weiterhin Mitglieder

in der Kooperation RTK.

TVG habe sich für RTK als Käufer für die Büros

im Eigenvertrieb entschieden, weil man bereits seit

November 2008 kooperiere. »Die Agenturen teilen

eine gemeinsame Vertriebsplattform und profitieren

von den Synergien aus Einkauf, Marketing und Technologie«,

erklärt Aust. RTK-Chef Thomas Bösl will

mit der Übernahme der TVG-Büros den Ausbau des

Eigenvertriebs fortsetzen. Bislang betreibt die RTK 20

eigene Büros. Die 54 bisherigen TVG-Büros behalten

weiterhin ihre alten Namen und bleiben FTI als Leitmarke

verbunden, heißt es aus der RTK-Zentrale im

bayerischen Burghausen.

www.tvg-franchiseerfolg.de

www.rtk-online.de

Keine Provision

auf GKR-Tickets

■ Die Bahn zahlt vom kommenden

Jahr an keine Provision mehr auf Firmenkundenangebote

(GKR). Jürgen

Büchy, Vorsitzender der Geschäftsführung

der DB Vertrieb GmbH, erklärt

dazu: »Wir passen uns den Gepflogenheiten

der Branche an.« Bislang

betrug die Provision auf GKR-

Angebote 2,5 Prozent.

Die Bahn hatte ihr neues Provisionsmodell,

das von Januar 2011 an

gilt, Ende April vorgestellt, eine Entscheidung

über die GKR-Regelung

aufgrund der noch laufenden Verhandlungen

aber offen gelassen. Ein

Ersatz für den Wegfall der Firmenkundenprovision

ist nicht vorgesehen.

Wie diesbezüglich die Praxis aussieht,

wird allerdings erst nach den Verhandlungen

mit den großen Geschäftsreisebüroketten

feststehen. Dass diese

ganz auf die GKR-Vergütung verzichten,

ist unwahrscheinlich.

30 travel.one 18.6.2010


moment

X Wolfram

Die Zahl der Schlagzeilen, die RTK-Chef Thomas Bösl in den

vergangenen Wochen produziert hat, ist nicht gering. Erst

startet er die Kooperation mit den Online-Anbietern, dann

folgt die Zusammenarbeit mit Payback und nun übernimmt er

mehr als 50 Büros aus dem Hause TVG. Dabei wurden vor

allem die Zusammenarbeit mit den Online-Büros und die mit

Payback aus der eigenen Kooperation nicht durchgängig mit

Beifall bedacht.

Die Übernahme der TVG-Büros könnte sich für Bösl aber in

zweifacher Hinsicht auszahlen. Einmal wächst die Zahl der

eigenen Büros um fast das Dreifache, was seine eigene wirtschaftliche

Basis erheblich verbreitert. Zweitens nimmt dadurch

natürlich auch der Einfluss der Raiffeisen Vertriebs

GmbH innerhalb des RTK-Verbundes zu. Dies stärkt seine

Position in der Kooperation weiter, und so kann er einem

möglicherweise wachsenden Widerspruch gegen die Online-

und Payback-Aktionen gelassener entgegen sehen.

w.marx@travel-one.net

Marx

Redakteur

Doppelt praktisch

Hartmut Heering

verspricht mehr

Sicherheit für Kunden

und Reisebüros

mix.sales

Kartenzahlung sicherer

■ TUI4U will für Reisebüros und deren Kunden

die Kreditkartenzahlung sicherer machen und

richtet sich als erster Consolidator in Deutschland

im Zahlungsverkehr nach dem »Payment

Card Industry Data Security Standard«. Das Unternehmen

hat dafür zusammen mit IT-Dienstleister

Ypsilon-Net eine Lösung entwickelt. Die

Agenturen geben wie gewohnt die Kreditkartendaten

in ihr Reservierungssystem ein und übermitteln

die Buchung. Künftig werden diese automatisch

mit einer Pseudo-Kreditkartennummer,

einem sogenannten Token, angereichert, das

dann für die Kreditkartenabrechnung verwendet

wird. »Bei der Umstellung war uns wichtig, dass

die Expedienten keinen zusätzlichen Aufwand

haben«, sagt TUI4U-Geschäftsführer Hartmut

Heering.

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Specials

im Juli und

August

Perfektes Umfeld,

perfekter Auftritt

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Ausgabe vierzehn/

vom 23. Juli

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● Türkei

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7. Juli

Ausgabe fünfzehn/

vom 13. August

● Pocket Winter

Highlights

● Kreuzfahrten

Fluss & Meer

● Karibik

Anzeigenschluss:

28. Juli

18.6.2010 travel.one 31


destination.asien

Wer nach Südindien reist, wird von Farben, Düften und Menschenmassen

überwältigt. Vieles wirkt chaotisch. Aber es funktioniert doch, auf seine Weise.

Harte Arbeit

für alle SINNE

Mumbai: Das Nebeneinander aller Arten von Fortbewegungsmitteln ist beeindruckend

■ »Entweder man liebt Indien oder man

hasst es«, sagt Alex Metzler. Der Mann

muss es wissen: 2004 hängte der Absolvent

der Wirtschafts-Eliteuniversität Insead

seinen bisherigen Job als Strategieberater

bei der Monitor Group an den Nagel und

gründete zusammen mit seinem indischen

Freund Parikshat Laxminarayan den Anbieter

Enchanting Travel. Seither schnürt

er individuelle Reisepakete für Indien.

Nach wie vor ganz ohne Katalog, aber

mittlerweile immerhin mit einem Jahresumsatz

von rund sieben Millionen Euro.

Dass sich Metzler für die Liebe zu Indien

entschieden hat, liegt auf der Hand.

Und dass er mit seiner Einschätzung

Recht hat, merken Besucher schon auf

den ersten, erst recht aber auf den zweiten

Blick. Denn Indien polarisiert. Jeder, der

in dieses Land kommt, wird dort von einer

solchen Flut von Reizen heimgesucht,

dass es unmöglich ist, davon unberührt

zu bleiben. Denn auf Indien, oder besser:

jenen winzigen Ausschnitt des Subkontinents,

den der Autor bereist hat, treffen

viele Attribute zu. Heiß, laut, stickig, voller

Gerüche und Düfte, farbenfroh und

lebendig – nur nicht das, was die Menschen

in vielen Urlaubsländern gern als

»nett« bezeichnen.

Die Straßen seiner Millionenmetropolen

wimmeln so von Menschen, dass

empfindliche Gemüter allen gerne mal

zurufen würden, sie sollten nach Hause

gehen. In einer Stadt wie Chennai – Indien-Unkundigen

wohl besser unter dem

früheren Namen Madras bekannt – zu

Fuß unterwegs zu sein, ist gar nicht so

einfach. Denn die Bürgersteige gehören

parkenden Zweirädern, Garküchen,

32 travel.one 18.6.2010

Foto: Navin Thakur


Chennai, hier vom Madras High Court aus fotografiert, wirkt wie ein endloses Meer von Häusern

schlafenden Hunden und nicht selten auch

schlafenden Menschen. Wer in der Stadt,

die zusammen mit ihrer näheren Umgebung

mehr als sieben Millionen Einwohner

zählt, zu Fuß unterwegs ist, teilt sich

meist die Straße mit Fahrrädern, wild hupenden

Motorrädern, Autorikschas, Autos,

Bussen und Lastwagen.

Zu den überwältigendsten Eindrücken,

die indische Städte Besuchern bieten,

zählt der Verkehr. Der funktioniert

nicht im geringsten nach Regeln, die Europäer

kennen und anwenden. Ständig wechselt

auf den vielspurigen Straßen jemand

von ganz links nach ganz rechts oder umgekehrt,

quetscht sich zwischen anderen

Fahrzeugen hindurch oder schneidet ihnen

den Weg ab. Die einzige erkennbare

Regel lautet: Groß schlägt Klein. Und dennoch

funktioniert das alles irgendwie.

Völlig unaufgeregt steuern die Fahrer ihre

Gefährte durch das Chaos, gehupt wird

nicht aus Zorn, sondern um zu sagen:

»Hallo, hier komme ich«. Und außerdem

sehen Urlauber keineswegs häufiger Unfälle

als in heimischen Breitengraden.

Koloniale Spuren. Rund 150 Kilometer

oder vier Autostunden südlich von

Chennai liegt die Stadt Pondicherry, die

2006 offiziell in Puducherry umbenannt

wurde. Vom 17. Jahrhundert bis 1954 war

die 500.000-Einwohner-Stadt, mit einigen

Unterbrechungen, eine französische Enklave.

Eben dies unterscheidet Pondicherry bis

heute von anderen indischen Städten. Im

sogenannten französischen Viertel, das sich

an die Strandpromenade anschließt, bestimmt

koloniale Architektur nach dem

Vorbild französischer Stadthäuser das Bild.

Im »indischen Teil« sind neben modernen

Zweckbauten noch viele gut erhaltene alte

Wohnhäuser im traditionellen tamilischen

Baustil mit ihren offenen Veranden zu sehen.

Und in manchen Fällen haben sich

beide Baustile miteinander vermischt. Diese

lebendige Historie verleiht der Stadt ihren

besonderen Reiz.

Mitten im Zentrum steht vor dem Manakula

Vinayakar Tempel, Lakshmi, der

einzige Tempelelefant Pondicherrys. Gegen

eine Geldspende legt Lakshmi Besuchern

zur Segnung seinen Rüssel aufs

Haupt. Um zu spenden, muss man übrigens

keineswegs ein gläubiger Hindu sein

– die Inder sind auch diesbezüglich tole-

asien.destination

rant und außerdem äußerst pragmatisch.

Eine gute Portion Pragmatismus haben

anscheinend auch viele Hippies mitgebracht,

die es seit den 60er Jahren in den

Ashram von Sri Aurobindo zog. Das benachbarte

Dorf Auroville an der Stadtgrenze

Pondicherrys, in dem viele der spirituellen

Glückssucher und deren

Nachfahren leben, gilt jedenfalls heute als

die wohlhabendste Gemeinde der Region.

Hindus, Moslems, Buddhisten, Yogis:

die Vielfalt der Kulturen ist beachtlich

Bildtext

Was auch immer man von der im Ashram

propagierten »Vervollkommnung des Individuums«

mittels Yoga und Meditation

halten mag: Der Besuch des Ashrams von

Sri Aurobindo und des benachbarten Dorfes

Auroville ist jedenfalls interessant. Er

nimmt ein riesiges Gelände ein, inklusive

großem, nach außen vergoldetem sakralen

Kuppelbau, dem Matrimandir. Und das

gepflegte, parkartige Gelände drumherum

ist ein schöner Zufluchtsort für Besucher,

die dem Großstadtrummel von Pondicherry

gerne mal für eine Weile

entfliehen wollen.

18.6.2010 travel.one 33

Foto: CC-by-sa PlaneMad/Wikipedia


destination.asien

Typische tamilische Architektur in Pondicherry, rechts das typische Automobil Indiens, der Ambassador

Bollywoods Charme. Etwa

1.400 Kilometer Richtung Nordwesten

sind es von Pondicherry bis in die 20-Millionen-Metropole

Mumbai, früher Bombay.

Auch diese Stadt verfügt über einen

kolonialen Kern, der jedoch deutlich britisch

geprägt ist. Mit dem Rajabai Click

Tower gibt es hier sogar ein Pendant zu

Londons Big Ben. Vom »Gateway to India«,

dem indischen Triumphbogen aus,

können Besucher über breite Trottoirs

durch den kolonialen Stadtteil Colaba

schlendern. Zu den klassischen touristischen

Anziehungspunkten zählen neben

»Mani Bhavan«, dem Haus, in dem Mahatma

Ghandi zwischen 1917 und 1934

lebte, nicht zuletzt die beiden Luxushotels

Taj Mahal Palace & Tower und Oberoi

Mumbai. Beide wurden bei den Terroranschlägen

im November 2008 beschädigt.

Das Oberoi feierte erst vor wenigen Wochen

nach vollständiger Renovierung seine

Wiedereröffnung.

Wer Mumbai besucht, kommt an der

Rolle der Stadt als Filmmetropole des

Ostens nicht vorbei. Bollywood-Stars

wie Shahrukh Khan oder Amitabh Bachchan

kennen hierzulande nicht viele. In

Indien gleicht ihr Status dem von Halbgöttern.

Und weltweit bringen es die Protagonisten

des Exportschlagers Bollywood

vermutlich auf mehr Fans als Brad

Pitt oder Johnny Depp. Manche junge

Foto: Melanie-m

Reisende aus Europa bleiben extra länger

in Mumbai, um sich als Statisten für einen

Bollywood-Streifen anheuern zu lassen.

Die Chancen, auf diese Weise für

kein oder wenig Geld in einen Film zu

gelangen, stehen dem Vernehmen nach

nicht schlecht. Doch auch wer nicht erst

auf seine Entdeckung warten kann oder

will, hat die Möglichkeit, einen Blick hin-

Mumbai

Cochin

ter Bollywoods Kulissen zu werfen. So

hat etwa Indien-Spezialist Enchanting

Travel für seine Kunden eine Insidertour

aufgelegt. Bei der Entdeckungsreise

durch die indische Filmwelt besichtigen

die Gäste Filmstudios, treffen Kreative

und genießen im Kino einige der mehr

als drei Stunden langen Epen.

Christian Schmicke

Südindien im Überblick

Hyderabad

Bangalore

Pondicherry

Chennai (Madras)

34 travel.one 18.6.2010

Foto: Adam Jones


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Das alles ist inklusive:

Linienflug Deutschland-China-Deutschland,

Inlandsflüge,Yangtze-Kreuzfahrt mit Vollpension und

Ausflügen, an Land Unterbringung in 4-Sterne Hotels u.v.m.

Die nicko tours Chinareisen finden Sie in unserem

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Seine

Wolga • Newa • Dnjepr & Schwarzem Meer • Nil • Yangtze


destination.asien

Kultur und viel NATUR

Taiwan will die Vielfalt seines touristischen Angebots bekannter machen.

■ Ob »Bubble Tea« Taiwan bekannter

macht? Fakt ist, dass das wie ein Milch-

Shake zubereitete Tee-Getränk mit den

typischen farbigen Stärkekügelchen auch

in Europa immer mehr Freunde findet.

Wie das in Taiwan kreierte Trendgetränk

schmeckt, davon konnten sich Besucher

auf dem jüngst zu Ende gegangenen Hessentag

in Stadtallendorf überzeugen.

Dort präsentierte sich Taiwan als erste

Überseedestination auf einem 150 Quadratmeter

großen Stand.

Es gab traditionellen und

modernen Tanz, Kochevents,

Teezeremonien,

Kalligraphie und mehr.

Ob diese Bemühungen,

Taiwan in Deutschland

bekannter zu machen,

fruchten, wird

sich zeigen. Johnson

Wang jedenfalls ist zufrieden:

»Wir konnten

darstellen, wie vielfältig

unser Land ist«, sagt der

50-Jährige, der seit Anfang

des Jahres die Geschicke des taiwanesischen

Fremdenverkehrsamts in

Frankfurt lenkt. Und genau diesen Punkt

will der Vater einer achtjährigen Tochter

– mit der er derzeit gemeinsam Deutsch

lernt – stärker herausstellen. Auch bei

Endverbrauchern wie eben auf dem Hessentag

oder Messen wie etwa der CMT in

Stuttgart. Schließlich vereine Taiwan die

vielfältige Kultur Asiens auf einer kleinen

Insel, so der Landeswerber.

Johnson Wang ist

seit Januar im Amt

Radeln und Wandern. Und Wang

hat ehrgeizige Ziele. Die Zahl deutscher

Besucher will er von 40.000 im vergangenen

Jahr – der Großteil sind Geschäftsreisende

– um sieben Prozent steigern.

Schließlich ist Deutschland nach England

der wichtigste europäische Quellmarkt für

Taiwan. Und es gibt immer mehr Urlauber.

So stieg die Zahl der Gäste, die »Urlaub«

als Reisegrund angaben, von rund 6.000

im Jahr 2008 auf gut 7.800 im Jahr 2009.

Neben seinen Qualitäten als Kulturreiseziel,

sozusagen ein »Klein-China«,

will Wang verstärkt auch auf Nischenmärkte

aufmerksam machen. Angebote

wie Wandern, Radfahren, Wellness sowie

Ausflüge im Grünen:

Fast drei Viertel

Taiwans bestehen aus

ursprünglicher Vegetation

Medizin und Sprachreisen sollen bekannter

werden. Immerhin sind rund 70 Prozent

der Insel mit ursprünglicher Vegetation

bedeckt, ein Fünftel der Insel ist

Naturschutzgebiet. Außerdem setzt Wang

darauf, die Zahl der Stopover-Gäste zu

steigern. Dabei wird ihm das von Herbst

an buchbare TUI-Katalogprodukt in die

Hände spielen.

Neben diesen strengen Zielvorgaben

offenbart der studierte Philosoph seine

poetische Seite. Auf die Frage, was er an

seiner neuen Wirkungsstätte erreichen

möchte, antwortet er mit einem feinen

Lächeln: »Ich möchte, dass sich die Menschen

in Taiwan verlieben.« Tanja Ronge

Taiwan kompakt

■ Allgemeines: Taiwan hat 23 Millionen Einwohner, ist etwa

so groß wie Baden-Württemberg, liegt 160 Kilometer vor der

Südostküste Chinas im Westpazifik, besitzt subtropisches und

tropisches Klima, heiße Quellen, sechs Nationalparks und ein

3.592 Meter hohes Gebirge.

■ Flüge: mit China Airlines ab Frankfurt oder Wien, mit Eva Air von

Wien und Amsterdam via Bangkok oder von Paris nach Taipeh.

■ Roadshows und Veranstalter: 32 Veranstalter in

Deutschland. Vom Winter an neu: Stopover-Programm bei TUI,

Wandern bei Diamir und Wikinger Reisen; Herbstroadshow 2010

in Frankfurt, Kassel, Bielefeld, Münster, Dortmund und Köln.

36 travel.one 18.6.2010

Foto: Paul Spierenburg/Taiwan Tourism Bureau 2010


Nun auch Taiwan

■ TUI hat für den nächsten Winter das

Asien-Programm um 20 Prozent ausgebaut.

Im 368 Seiten starken Katalog finden

Kunden erstmals Angebote in Taiwan

– drei Hotels und ein entsprechendes

Ausflugsprogramm.

Das Angebot für Thailand haben die

Hannoveraner erweitert. Dort gibt es

nun vier neue Rundreisen. So entdecken

Urlauber etwa bei der Tour »Thailand

komfortabel« an sieben Tagen unter

anderem Bangkok, die Ruinen der

versunkenen Königsstadt Ayutthaya

und den goldenen Chedi im Kloster von

Chiang Mai. Außerdem werden erstmals

die Regionen Tubkaek und Koh Kradan

angeboten. Ingesamt gibt es bei TUI in

Thailand rund 30 neue Hotels. Derzeit

lägen die Buchungen dort im Sommer

übrigens »weit über den vergleichbaren

Vorjahreswerten«, heißt es aus Hannover.

Neu im Programm sind vom Winter

an auch die indonesische Insel Gili Trawangan

und die vietnamesische Region

Ho Tram mit drei Hotels.

■ »Wir sind mit der Asien-Entwicklung

insgesamt sehr zufrieden«,

sagen Petra Fraatz

und Sedat Tatli, die beiden

verantwortlichen Produktleiter

für Dertour und Meier’s

Weltreisen. Besonders

gut laufe es in China, auf Bali

und auch in Sri Lanka, »das

sich ordentlich erholt hat«.

Auch das derzeit mit Rückgängen

belastete Thailand gebe

für den kommenden Winter

wieder Anlass zum Optimis-

Berlin trifft Peking.

asien.destination

Hausboot-Tour auf Borneo

mus. Die Vorausbuchungen seien »recht ordentlich«, so Fraatz und Tatli unisono.

Zudem hätten die Veranstalter das Land bereits wieder voll in den

Marketing- und Verkaufsförderungsplan integriert. Details wollten die beiden

Produktleiter noch nicht verraten, nur soviel: »Von Juli an bis ins Frühjahr

2011 haben wir noch einiges in der Pipeline.« Winterneuigkeiten gibt es aus

Frankfurt noch nicht, deshalb der Blick auf den aktuellen Sommer. So veranstaltet

Dertour eine siebentägige Sonderreise nach Japan, bei der Gäste

mit dem neuen Airbus A380 der Lufthansa nach Tokio fliegen. Meier‘s hat

unter anderem eine neue Abenteuerrundreise im Programm: Neun Tage lang

können Urlauber Süd-Borneo mit dem Hausboot erkunden.

www.berlin-airport.de

18.6.2010 travel.one 37

Nonstop von Berlin-Tegel nach Peking mit Hainan Airlines.

Optimistisch: Petra Fraatz von Dertour

und Sedat Tatli von Meier’s Weltreisen


destination.asien

Badeferien in KAMBODSCHA

■ Trotz der aktuell »leicht

rückläufigen« Nachfrage für

Thailand im Vergleich zum

Vorjahr plant FTI derzeit

nicht, das Thailand-Programm

zu verkleinern. Bis

zum Beginn der Hochsaison

im November wird Siegmar

Mönch, FTI-Bereichsleiter für

Asien, mit seinem Team die

Lage aber genau beobachten

und behält sich Anpassungen

vor, falls sich die Lage

langfristig doch nicht beruhigen

sollte. Von den Rückgängen

in Thailand profitierten in

Stilvoll wohnen in Kambodscha: Das Hotel

Knai Bang Chatt liegt am Sandstrand von Kep

erster Linie Indonesien mit Bali und Malaysia, verrät er. Diese könnten das

Thailand-Minus allerdings nicht gänzlich kompensieren. Diesen Sommer bietet

FTI zehn Destinationen im Asien-Programm an. Erstmals gibt es für Reisen

nach Thailand und Bali Stop-Over-Programme in Bangkok, Kuala Lumpur,

Hongkong oder Singapur. Eine Tour in Sumatra bringt Urlaubern Orang Utans

nahe, und in Kambodscha ist das Vier-Sterne-Haus Knai Bang Chatt mit seinen

auf drei Villen verteilten zwölf Zimmern diesen Sommer neu im Angebot.

Sensitives Reisen

■ Unterwegs in Radschastan mit einem indischen Fürsten, mit einem

Einheimischen durch Thailand oder zu Gast bei einer Brahmanen-Familie:

Mit der Produktlinie »Sensitives Reisen« will der Asienspezialist

Lotus Travel Service individuelle Reiseerlebnisse

mit Kontakt zu Einheimischen ermöglichen. »Unser Grundgedanke

war und ist es, eine Tourismusform weiterzuentwickeln, die beiden

Seiten – unseren Gästen und den Gastgebern in aller Welt– gerecht

wird und beider Würde wahrt«, erläutert Lotus-Geschäftsführerin

Silvia Leibacher.

Angeboten werden die Reisen, bei denen sich Urlauber mit dem

Land und seinen Bewohnern auseinandersetzen können, bislang in

Indien, Bali und Thailand. Bei der 14-tägigen Begegnungsreise

»Gandhis geliebtes Indien« durch Radschastan werden typische

Besichtigungen absolviert – etwa eine Tour zum Tadsch Mahal oder

zur rosaroten Stadt Jaipur – im Mittelpunkt steht aber die Begegnung

mit Fürst Bratuman, der die Urlauber beispielsweise in die Kultur des

kleinen Ortes Chandelao einführt. In Thailand können Urlauber mit

Fischer Ped die schönsten Ecken auf der kleinen Insel Koh Yao Noi

entdecken, und auf Bali werden die Teilnehmer der Reise »Das große

Haus der Brahmanen« von Gus De, dem Sohn der Familie, bei diversen

Aktivitäten begleitet. www.lotus-travel.com

38 travel.one 18.6.2010

Foto: FTI


Moderne Oase in Mumbai

■ Seit einigen Monaten verstärkt das Trident Bandra

Kurla in Mumbai das Portfolio der Oberoi-Marke Trident.

Geradlinig modernes Ambiente und hochwertige Materialien

machen das Fünf-Sterne-Haus zu einer guten Alternative

für Gäste, die eine luxuriöse Unterkunft suchen, die

sich preislich unterhalb des Oberoi-Standards bewegt.

Das neu erbaute Hotel liegt rund 20 Minuten vom Airport

entfernt. Es bietet 436 Zimmer, darunter 24 Suiten, und

einen großen Relax-Bereich mit Pool, Spa und Sauna.

Wandern in Pakistan

Spa-Suiten im

indischen Claridges

asien.destination

■ Diamir Erlebnisreisen legt aufgrund der guten

Nachfrage für die Kultur- und Wanderreise nach Pakistan

einen weiteren Termin auf, und zwar vom 15. September

bis 1. Oktober. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen

begrenzt. »Bergtouren ins Karakorum sind beliebt«, freut

sich Geschäftsführer Jörg Ehrlich und weist darauf hin,

dass Pakistan ein sicheres Reiseland sei. Erstmals bietet

der Veranstalter aus Dresden im neuen Katalog für 2011

eine Reise nach Taiwan an.

www.diamir.de

Claridges

Surajkund:

Im Spa werden

auch Yoga-

und

Meditationskurse

angeboten

■ Von August an will das Luxushotel The Claridges Surajkund

bei Süd-Delhi Gäste mit Weltklasse-Wellness

überzeugen, so die Ankündigung. Dann eröffnet das neue

Spa, bei dem sich die Architekten vom benachbarten historischen

Tughlakabad Fort und dem Stausee Baoli inspieren

ließen, wie es heißt. Auf rund 1.500 Quadratmetern soll

es zehn Spa-Suiten geben, in denen 30 Behandlungs- und

Entspannungsmethoden angeboten werden. Dabei sollen

auch ayurvedische Regenerationsverfahren mit ärztlicher

Beratung zum Einsatz kommen.

NEUES SKYTEAM MITGLIED.

850 NEUE ZIELE.

Wir sind stolz darauf, das 10. Mitglied der

Skyteam-Allianz zu sein. Vietnam Airlines

bietet Ihnen ab sofort ein neues und

ständig wachsendes Streckennetz zu mehr

als 850 Zielen auf allen Kontinenten.

Steigen Sie ein, fliegen Sie mit uns und

erleben Sie eine Welt voller Wunder.

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18.6.2010 travel.one 39


destination.brasilien

In den STARTLÖCHERN

■ »Sobald die Weltmeisterschaft in Südafrika

beendet ist, werden wir mit der Kampagne

für das Turnier 2014 in Brasilien

beginnen«, sagt Margaret Grantham, Geschäftsführerin

des brasilianischen Fremdenverkehrsamtes

in Frankfurt. Im Mittelpunkt

der Werbeaktivitäten sollen die

zwölf Austragungsorte des Großereignisses

stehen – neben Rio de Janeiro und São

Paulo sind dies Manaus, Cuiabá, die Landeshauptstadt

Brasilia sowie Fortaleza, Natal,

Recife, Salvador, Belo Horizonte, Curitiba

und Porto Alegre.

updates

»Die WM gibt uns die Gelegenheit, neben

den bekannten touristischen Zielen wie

Rio und Salvador auch andere Destinationen

ins Licht der Weltöffentlichkeit zu rücken,

meint Grantham. »Das wird ein noch

größeres Ereignis als der Karneval.«

2009 hat das größte südamerikanische

Land einen Rückgang der Besucherzahl

aus Deutschland um rund fünf Prozent

hinnehmen müssen. Auch aus

Spanien und Portugal seien weniger Gäste

gekommen, erläutert die Verkehrsamtschefin.

Dagegen sei die Zahl der Einreisen

Rio de Janeiro:

Hier soll das Endspiel

der Fußball-WM 2014

stattfinden

Gleich nach der Fußball-WM will Brasilien für seine Großereignisse werben

aus dem Nachbarland Argentinien gestiegen.

2010 soll es wieder bergauf gehen.

»Wir hoffen, dass wir den Wert des Jahres

2008 noch übertreffen können – damals

kamen rund 254.000 Deutsche. Dazu beitragen

sollen neue Flüge der Star-Alliance-

Airline TAM aus Deutschland nach Rio de

Janeiro. Fünf wöchentliche Verbindungen

sind geplant. Sie gehen ab August mit Airbus

A330 in einer Drei-Klassen-Konfiguration

mit vier Sitzen in der First, 36 in der

Business Class und 183 in der Economy

Class an den Start. Christian Schmicke

■ Das Fremdenverkehrsamt von Wales stellt auf seiner Internetseite verschiedene Routen für Selbstfahrer vor. Zu

den neuen Vorschlägen gehören beispielsweise eine kulinarische Tour sowie eine Reise zu den Gärten der Region.

www.visitwales.de ■ Die Furka-Dampfbahn fährt nach 28 Jahren Pause wieder auf ihrer kompletten

Strecke durch die Schweizer Alpen. Am 12. August wird das letzte Teilstück zwischen Gletsch und Oberwald festlich

eingeweiht. www.furka-bergstrecke.ch ■ Besucher des Death Valley in Kalifornien können die Wüste

nun auch mit dem Drahtesel erkunden. Das Furnace Creek Resort verleiht Fahrräder und bietet Touren durch den

Nationalpark an. www.furnacecreekresort.com ■ Bremen wendet sich mit einem Internetportal an

Golfer. Die Seite soll ihnen einen Überblick über die Angebote von acht Golfclubs in der Hansestadt und Umgebung

verschaffen. www.golf-in-bremen-und-umzu.de ■ In London zeigen 25 Galerien und drei Auktionshäuser

vom 3. bis 9. Juli Kunst aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. www.masterpaintingsweek.co.uk

40 travel.one 18.6.2010

Foto: stockxchng


moment

X Kendra

Mietke

Volontärin

Tröten verbindet

Kaum hat die Weltmeisterschaft begonnen, da ist sie für die

Vuvuzelas schon wieder vorbei. Zumindest an Bord von South

African Airways. Die Airline hat nun den Plastiktröten die rote

Karte gezeigt. Das Tröten würde Personal und Passagiere verrückt

machen, so die Begründung. Verständlich. Immerhin erreicht

das bunte Blasinstrument bei ausreichender Lungenkapazität

eine Lautstärke von rund 120 Dezibel.

Und nicht nur das SAA-Bordpersonal ist mittlerweile von dem

Geräusch, das dem eines wütenden Bienenschwarms gleicht,

genervt, sondern auch Spieler, Schiedsrichter und Fernsehzuschauer.

Aber die Plastiktröten gehören in Südafrika nun einmal

zum festen Fußballfan-Inventar dazu. Auch internationale Fans

haben die Vuvuzela inzwischen lieb gewonnen und tröten fleißig.

Ein Verbot in geschlossenen Räumen und Transportmitteln ist

daher absolut verständlich, aber in Stadien sollte die Vuvuzela

weiterhin erlaubt sein. Denn sie drückt ein Stück Lebensfreude

des Gastgeberlandes aus. Und dass Gäste aus aller Welt daran

teilnehmen, zeigt nur, wie sehr Fußball Kulturen verbindet.

k.mietke@travel-one.net

Nun im Reisebüro buchbar: Tickets für

das Bochumer Bergbaumuseum

Foto: Ruhr Tourismus/Jochen Schlutius

NRW kooperiert mit TUI

■ Den Schulterschluss

mit dem Counter suchen

die Tourismuswerber von

Nordrhein-Westfalen. Sie

wollen die Produkte des

Bundeslandes leichter

im Reisebüro buchbar

machen und arbeiten

daher nun mit TUI zusammen.

Im Reservierungssystem

des Veranstalters

sollen künftig

Hotels, Stadtrundfahrten

& Co. möglichst aller

westdeutschen Regionen

zu finden sein.

Derzeit beteiligt sich das

Ruhrgebiet an der Kooperation

von Tourismus

NRW und dem Branchenprimus.

»Die meisten

Reisenden nutzen

immer noch das Reisebüro«,

begründet Axel

Biermann, Geschäftsführer

von Ruhr Tourismus,

den Schritt. Das

Münsterland und das

Sauerland wollen bald

nachziehen.

Reisebüros buchen

die Bausteine und Pau-

mix.destination

Karte für Östliches

und Südliches Afrika

■ Wo liegen die Victoria-Fälle? Welche

Orte befinden sich an der Garden

Route? Wie weit ist es von Nairobi

nach Mombasa? Schnelle und detaillierte

Antworten auf diese Fragen gibt

eine Landkarte der Arbeitsgemeinschaft

Südliches und Östliches Afrika

(ASA). Die Karte bildet die Länder

zwischen Äthiopien und Südafrika im

Maßstab 1 : 3.800.000 ab. Sie kostet

zwei Euro plus Versand. Interessenten

bestellen sie per E-Mail:

asa@asa-africa.com

schalen via Iris. Nordrhein-Westfalen

ist damit

nach Hamburg das zweite

deutsche Bundesland,

das im Reservierungssystem

der TUI steht.

Die NRW-Angebote

können allerdings auch

direkt gebucht werden.

Ruhr Tourismus beispielsweise

richtete auch

auf der eigenen Website

eine Plattform ein. So

könnten alle Kundengruppen

angesprochen

werden, heißt es.

18.6.2010 travel.one 41


exit.peps

Nix wie

weg…

Ziel & Zeit Leistung Preis Kontakt

Westliches Mittelmeer ■

bis 27.9.2010

England ■ Bristol

bis 30.9.2010

Deutschland ■ Bad

Reichenhall

bis 31.8.2010

Kanada ■ Westen

bis 17.9.2010

Dänemark ■ Bornholm

bis 3.7.2010

Karibik ■ Jungferninseln

16. bis 31.10.2010

Ind. Ozean ■ Mauritius

bis 30.9.2010

Europa ■

27.6.2010

Ostsee ■

30.6. und 24.7.2010

Flug nach Barcelona, einwöchige Kreuzfahrt

mit der MSC Splendida

Sprachreisen (sieben, 14 oder 21 Tage),

Privatunterkunft, DZ, HP

Übernachtung im Hotel Residenz Bavaria

(mindestens zwei Nächte), Frühstücksbuffet,

Nutzung von Schwimmbad und Sauna

Rundreise, zehn Übernachtungen und

Frühstück in Mittelklassehotels, Flug,

Nationalparkgebühren

Ferienhaus für bis zu fünf Personen im

Ferienpark Sandvig

Drei Nächte in Einzel- oder Doppelzimmer,

Strandblick, (weitere Nächte: 50 Prozent)

Hotels Royal Palm, Dinarobin Hotel, Paradis

Hotel Golf Club, Shandrani Resort

Kreuzfahrt mit der Le Boréal von Honfleur

nach Kopenhagen, Vollpension

Kreuzfahrt mit der Azamara Journey (zwölf

Nächte), ab/bis Kopenhagen

ab 699 €

(Innenkabine)

352 €

(pro Woche)

49 €

(pro Person

und Nacht)

Tischler Reisen

T. 08821/93 17 20

EF Sprachreisen

T. 01802/67 20 10

Hotel Residenz Bavaria

T. 08651/77 67 76

1.998 € Pepxpress

www.pepxpress.de

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42 travel.one 18.6.2010


Programm vom 19.6. bis 25.6.

SAMSTAG, 19.6. l Peru – Das Fest

des Schneesterns, 11:36 Uhr, MDR l

Wenn Schiffe Fahrstuhl fahren – Entdeckungen

am Finowkanal, 12:00 Uhr,

RBB l Urlaubsgeschichten aus der

Schweiz, 14:00 Uhr, 3sat l Die Cook-

Islands, 18:00 Uhr, Phoenix.

SONNTAG, 20.6. l Der Zauber der

Wüste – Mit den Tuareg unterwegs,

7:00 Uhr, Hessen l Die Mosel bei

Schengen, 11:00 Uhr, SWR l Nova

Scotia, 17:05 Uhr, BR l Die Ötztaler

Alpen im Winter, 19:00 Uhr, BR l Urlaub?

Geschenkt! – Wenn Gewinner reisen,

19:30 Uhr, Phoenix.

MONTAG, 21.6. l Österreich – Bio-

Urlaub im Bregenzer Wald, 9:10 Uhr,

WDR l Tarifdschungel Bahn, 11:00 Uhr,

Hessen l Per Traumschiff durch Bayern,

13:45 Uhr, 3sat l Bregenz und das Dreiländereck

am Bodensee, 14:15 Uhr,

NDR l Bulgarien – Vom Schwarzen

Meer in die Rhodopen, 15:00 Uhr, 3sat.

DIENSTAG, 22.6. l Die Reußische

Fürstenstraße – Gera, Greiz und Umge-

bung, 14:15 Uhr, NDR l Die Eifel, 15:00

Uhr, WDR l Wahnsinn am Watzmann,

17:00 Uhr, 3sat.

MITTWOCH, 23.6. l Kassel, 14:15

Uhr, NDR l Bonn, 14:15 Uhr, WDR l

Entlang der Unstrut, 14:30 Uhr, MDR l

Mit dem Luxuszug durch den Süden

Afrikas (1/3), 15:30 Uhr, BR l Die Straße

von Gibraltar, 21:00 Uhr, SWR.

DONNERSTAG, 24.6. Zauberland

Kappadokien, 9:45 Uhr, 3sat l Die

Holsteinische Schweiz, 14:15 Uhr,

NDR l Zschopautal, 14:30 Uhr, MDR l

Programm vom 26.6. bis 2.7.

SAMSTAG, 26.6. l Die Salomonen,

9:15 Uhr, Phoenix l Stockholm,

12:10 Uhr, Hessen l Auf Flusskreuzfahrt

von St. Petersburg nach Moskau,

12:30 Uhr, NDR l Sambia, 13:15 Uhr,

RBB l Auf Safari im Okavango-Delta,

14:15 Uhr, WDR l Mythen um Real de

Cartorce, 16:00 Uhr, ARD l Brandenburger

Urstromtal, 21:00 Uhr, RBB.

SONNTAG, 27.6. l Singapur, 9:50

Uhr, Hessen l Bonn, 11:00 Uhr, SWR l

Der Limes zwischen Lahn und Main,

14:15 Uhr, Hessen l Relaxen auf Barbados,

15:20 Uhr, 3sat l 100 % Urlaub:

Norwegens neue Touristenstraßen (2),

15:30 Uhr, SWR l Abu Dhabi, 17:05 Uhr,

BR l Neuseelands Fjorde, 17:15 Uhr,

SWR l Albtraum Absturz – Flugzeugprüfer

greifen ein, 19:30 Uhr, Phoenix.

Foto: Angela K. Kepler

MONTAG, 28.6. l Bahnhöfe, 7:45

Uhr, MDR l Costa Rica, 11:30 Uhr,

RBB l Keine Ferien ohne Gotthard,

16:55 Uhr, 3sat.

DIENSTAG, 29.6. l Hessischer

Westerwald, 13:30 Uhr, Hessen l

Dresden, 14:25 Uhr, MDR l Die Kölner

Bucht, 15:15 Uhr, RBB l Der Tafelberg,

20:15 Uhr, WDR l Auf der Datumsgrenze

durch die Südsee (1/2) und (2/2),

20:15 Uhr, Phoenix.

MITTWOCH, 30.6. l Zwischen

Odenwald und Tauber, 14:15 Uhr,

NDR l Sylt, 16:10 Uhr, NDR l Mit dem

Auto in den Urlaub, 18:50 Uhr, Hessen

l Reise durch Karelien (1/2) und (2/2),

20:15 Uhr, Phoenix l Die Straße von

Messina, 21:00 Uhr, SWR.

tv-tipps.exit

Mit dem Luxuszug durch den Süden

Afrikas (2/3), 15:30 Uhr, BR l Eine Reise

durch Schottland, 15:30 Uhr, Hessen

l Mit dem Zug von Berlin nach Peking

(1/2) und (2/2), 20:15 Uhr, NDR l

Der Europapark in Rust und die Strategien

des Glücks, 23:45 Uhr, SWR.

FREITAG, 25.6. l Mallorca – Tourismus

und Tradition, 6:00 Uhr, NDR l

Der Hamburger Hafen, 14:15 Uhr, NDR

l Rudolstadt, 14:30, Uhr, MDR l Mit

dem Luxuszug durch den Süden Afrikas

(3/3), 15:30 Uhr, BR l Neuschottlands

wilde Küste, 16:55 Uhr, Arte.

Highlight

Auf der

Datumsgrenze

durch die Südsee

Dienstag, 29.6.,

20:15 Uhr,

Phoenix.

DONNERSTAG, 1.7. l Korsika,

6:00 Uhr, NDR l Wo der Osten Urlaub

machte: Albena, 9:30 Uhr, MDR l Ostseeparadies

Rügen, 11:30 Uhr, NDR l

Hamburg – Rund um die Alster, 14:15

Uhr, NDR l Wernigerode, 14:25 Uhr,

MDR l Die Elbe, 16:10 Uhr, NDR l Rügen

und Hiddensee, 21:00 Uhr, NDR.

FREITAG, 2.7. l Mali, 6:05 Uhr,

3sat l Das Schwarze Meer, 11:30 Uhr,

NDR l Habichtswald, 13:30 Uhr, Hessen

l Usedom, 14:15 Uhr, NDR l

Bocholt, Aalen und Dinxperlo, 14:15

Uhr, 3sat l Das Mansfelder Land,

14:25 Uhr, MDR l Im Golf von Neapel,

15:00 Uhr, 3sat l Die Schlei, 15:15 Uhr,

NDR l Hokkaido, 15:15 Uhr, RBB l

Glückliche Reise – Mit dem Bus durch

die Türkei, 21:45 Uhr, Phoenix.

18.6.2010 travel.one 43


exit.menschen

Karrieren

■ Birgit Dreyer ist

neue Marketing-Leiterin

bei der Europäischen

Reiseversicherung (ERV).

Von September an wird

die Betriebswirtin und

ausgebildete Reiseverkehrskauffrau

direkt an

Vertriebs- und Marketingvorstand

Thorsten

Haase berichten. Zuletzt

arbeitete Dreyer bei der

Hamburg-Mannheimer

Versicherung.

■ Alexander Langhans,

Europa-Chef der

CIBT Global Holding,

übernimmt in Personalunion

die Verantwortung

für das Deutschland-Geschäft

der CIBT Visum

Centrale. Der bisherige

Deutschland-Geschäftsführer

Jochen Mesenberg

verlässt das Unternehmen

nach Auslaufen seines

Vertrages und plant

eine berufliche Auszeit.

Feedback redaktion@travel-one.net

Travel One elf, 4. Juni 2010,

»Flirt mit Hindernissen«

»Erstaunliche Polemik«

■ Dass Herr Bösl Kritik an seiner Entscheidung, den Online-Portalen

eine Heimstatt in der RTK zu bieten, als Polemik bezeichnet,

aber keinerlei eigene, den Gründungsmitgliedern der Kooperation,

den stationären Reisebüros, nützliche Begründung anführen

kann, warum er expedia.de, weg.de, opodo.de, ab-in-den-urlaub.

de, holidaycheck.de und so weiter unbedingt so Knallfall in die

Kooperation holen musste, das ist schon mehr als erstaunlich.

Vielleicht wird ein Schuh daraus, wenn man die nahezu gleichzeitige

Einführung des Payback-Rabattsystems in die RTK hinzunimmt.

Immerhin ist weg.de ein wichtiger Fullfilmentpartner von

payback-reisen.de.

Wolfgang Hoffmann, Reisebüro Brück & Stephan, Krefeld

»Nicht auf dem Laufenden«

■ Es ist schon sehr verwunderlich, was Herr Bösl von der RTK

so in seinem Kopf hat (...) Jedes RTK-Mitglied sollte sofort seine

Mitgliedschaft kündigen! Was würde denn dann Herr Bösl

machen, wenn er nur noch eine Handvoll Online-Mitglieder hat?

Leider sind sich viele der Reisebüroinhaber scheinbar nicht im

Klaren, welche Macht sie eigentlich haben. Ich finde, es ist

wirklich langsam Zeit, einmal Flagge zu zeigen und sich nicht

■ Klaus Schneider

ist neuer Vorsitzender

des Aufsichtsrats der

Lufthansa City Center. Er

ist Nachfolger von Klaus

Daccache, der das Gremium

drei Jahre lang

führte. Schneiders Stellvertreter

ist Rolf Ahlers.

■ Petra Hedorfer ist

zur Präsidentin der European

Travel Commission

gewählt worden.

■ Tobias Neumann

ist neuer Leiter Handelsmarketing

bei TUI

Deutschland. Der 36-jährige

Jurist und Diplom-

Betriebswirt kam 2003

als Syndikusanwalt zur

TUI AG und übernahm

2007 die Assistenz der

Geschäftsführung bei TUI

Deutschland. Nun ist er

für die Marketingaktivitäten

für Reisebüros verantwortlich.

laufend zum Spielball degradieren zu lassen. Ihre zitierte Aussage

von Herrn Müller von Schmetterling Reisen freut mich zwar, (...)

es ist aber gerade er, der den Preiskampf indirekt unterstützt,

indem er Konzessionen an »Wohnzimmeragenturen« vergibt

und diese mit einer Buchungsplattform à la Schmetterling Reisen

ausstattet. Viele dieser »Agenturen« werben dann bei Ebay oder

sonstigen Plattformen mit Preisnachlässen von bis zu sechs

Prozent, wenn man über sie bucht. (...) Auch wenn sich Herr

Buller vom VIR laut Ihres Artikels wehrt, dass die Preisnachlässe

nicht durch die Online-Portale gemacht würden, so scheint er

nicht ganz auf dem Laufenden zu sein, was in der Praxis wirklich

passiert. Vor einiger Zeit hat ein großen Online-Reiseportal

Flugbuchungen zum Selbstkostenpreis angeboten, also ohne

Buchungsgebühren. (...) Die neueste »Frechheit« läuft derzeit im

Werbefernsehen von reisen.de. Hier wird Folgendes in der

Werbeaussage behauptet: »Bei reisen.de finden Sie wirklich alle

Reiseveranstalter im Preisvergleich«. Das ist überhaupt nicht

möglich! Dem Kunden wird eine Eigenschaft vorgegaukelt, die

überhaupt nicht zu erfüllen ist. (...). Faktisch ist es nicht möglich,

alle Veranstalter zu vergleichen, da es neben großen und

bekannten Veranstaltern noch eine Unzahl von kleinen gibt. (...)

Solche und ähnliche Begebenheiten sind leider keine Seltenheit.

Was mich wundert ist, dass sich scheinbar keine Kooperation

wirklich darum kümmert. Michael Hofer, Reisebüro Hofer, Baiersdorf

44 travel.one 18.6.2010


Birkholz kehrt zu

Deilmann zurück

Wirbt wieder für

die Deutschland:

Hans-

Joachim Birkholz

■ Er war viele Jahre Touristikchef der Peter Deilmann

Reederei und enger Vertrauter des 2003 verstorbenen

Unternehmensgründers. Nun unterstützt Hans-Joachim

Birkholz die beiden jetzigen Chefinnen der Reederei,

Gisa und Hedda Deilmann, als Interims-Manager.

Er bringt, so heißt es, sein Vertriebs- und Marketingwissen

ein. Birkholz arbeitete 1986 bis 2003 an der Seite

von Peter Deilmann. Zuvor war er zwölf Jahre Bürgermeister

von Neustadt in Holstein, dem Reedereisitz.

Birkholz’ Rückkehr geschieht in stürmischen Zeiten.

Immer wieder gibt es neue Gerüchte um die Zukunft der

Reederei. Im vergangenen Jahr musste sich das Unternehmen

wegen finanzieller Probleme von seinen Flussschiffen

trennen. Jetzt wird gemunkelt, dass auch die

Deutschland, das nunmehr einzige Schiff des Anbieters,

verkauft werden soll. Deilmann dementiert dies.

Giscard d’Estaing will von

1,1 Milliarden Chinesen 200.000

als Club-Med-Kunden gewinnen

Mondial ohne

Wissenbach

■ Vertriebsleiter Ralph

Wissenbach verlässt

die Mondial Assistance. Er

war seit Oktober 2006 für

die Versicherung tätig. Seine

Aufgaben übernimmt

Bernd Willbrand, der als

Mitglied der Geschäftsleitung

bislang den Bereich

E-Commerce bei Mondial

verantwortete.

Giscard d’Estaing

will China erobern

■ 2005 hat Henri Giscard d’Estaing die Position des

Vorstandsvorsitzenden von Club Med übernommen

und dem Unternehmen einen Strategiewechsel verordnet.

Der Sohn des früheren französischen Staatspräsidenten

hat die Clubmarke auf die oberen Marktsegmente

ausgerichtet und sich vom früheren Stil des teuren

Urlaubs in spartanischen Unterkünften verabschiedet.

Obwohl die Zahl der Urlauber in Vier- und

Fünf-Trident-Anlagen nun die Mehrheit der Club Med-

Gäste ausmacht, hat der französische Clubanbieter im

vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von neun

Prozent hinnehmen müssen.

Für Giscard d’Estaing offensichtlich ein Grund, sich

einem völlig neuen Marktsegment zuzuwenden. Denn

er ist eine Kooperation mit der chinesischen Unternehmensgruppe

Fosun eingegangen, die auch gleich 7,1

Prozent an Club Med übernommen hat. Zusammen

wollen beide nun Anlagen in China errichten. Der erste

Club Med soll bereits im November eröffnen. Bis 2015

sind fünf Clubanlagen geplant.

menschen.exit

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Travel One

erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 43

gültig ab Januar 2010

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro

Jahr inklusive Porto und MwSt.,

Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro

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Die Mitglieder des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

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Nachdruck, auch auszugsweise, nur

mit Genehmigung des Verlages. Für

unverlangt eingesandte Manuskripte und

Fotos wird keine Gewähr übernommen.

Travel One ist eine Aktivität

der DVV Media Group GmbH, Hamburg

18.6.2010 travel.one 45


exit.menschen

Dr. Uwe Lorenz, 52,

Fisch, verheiratet, ist geschäftsführender

Gesellschafter von

Eberhardt Travel in Dresden. Der

Vater dreier Kinder (29, 27 und

drei Jahre) beginnt seine berufliche

Laufbahn 1980 als Lehrer für

Mathematik und Physik. 1985

wechselt er dann in die Touristik

und wird Leiter des DDR-Reisebüros

»Jugendtourist«.

1990 gründet Lorenz den

Reiseveranstalter Eberhardt Travel.

Zu seinen Aufgaben gehört

auch die Auswahl der Reiseleiter.

Hierfür, so sagt er, verwendet er

viel Zeit. Sein 2003 gestartetes

nebenberufliches Promotionsstudium

in Psychologie und Soziologie

schließt er fünf Jahr später

mit dem Doktortitel ab. In

seiner Freizeit beschäftigt sich

Lorenz gerne mit Fachliteratur zu

soziologischen, psychologischen

und philosophischen Fragen. Er

ist ehrenamtlich in Verbänden tätig.

Der größte Teil seiner Freizeit

aber gehört der Familie, mit der

er viel wandert und Rad fährt.

Geschäftsführender Gesellschafter Eberhardt Travel

Uwe Lorenz

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Die ehrenamtliche Reiseleitertätigkeit bei Jugendtourist (Jugendreisebüro

der DDR).

■ Ihr Traumberuf als Kind?

Forschungsreisender.

■ Ihr Traumurlaub?

Mindestens zwei Wochen in einem Ferienhaus auf einer kleinen Insel im

Mittelmeer.

■ Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Mit meiner Tochter auf Wanderschaft durch Italien gehen.

■ Drei Dinge, die Sie mitnehmen?

Rucksack, Fotoapparat, Diktiergerät.

■ Drei Dinge, die Sie mit Sicherheit daheim lassen?

Auto, Krawatte, Aktentasche.

■ Was ist Ihre größte Macke?

Impulsivität.

■ Wie schalten Sie ab?

Bei der Beschäftigung mit meiner kleinen Tochter.

■ Was sagen Ihre Freunde über Sie?

Der tritt in jedes Fettnäpfchen.

■ Wo möchten Sie gerne leben?

Zwischen 30° und 45° nördlicher Breite, am Meer und mit hohen Bergen

im Hintergrund.

■ Was lesen Sie gerade?

Eine Biografie über Desmond Tutu.

■ Ihr Lieblingsessen?

Gegrillte Seezunge.

■ Sie haben einen Wunsch frei: Was wünschen Sie sich?

Haare auf dem Kopf.

■ Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Für Bücher, gutes Essen und guten Wein.

■ Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit?

Zum Lesen und Schreiben.

■ Ihre erste Entscheidung, wenn Sie Bundeskanzler wären?

Qualifizierung und Vereinheitlichung der Schulbildung.

46 travel.one 18.6.2010


JOBS

WIE SAND

AM MEER

DAS ALLES UND NOCH VIEL MEHR AUF

WWW.TOURISTIKCAREER.DE

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48 travel.one 18.6.2010

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