Download - Travel-One

travel.one.net

Download - Travel-One

www.travel-one.net

Travel Trade Press GmbH

Pf 10 07 51 · 64207 Darmstadt

PVST · DPAG · Entgelt bezahlt

E7086

5. JANUAR 2005 I 1. WOCHE

ONE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

➤ INTERWIEW

Hüseyin Baraner

über die Zukunft des

Türkei-Tourismus ➤ 7

➤ PRODUKT

Wie Großveranstalter

und Spezialisten voneinander

profitieren ➤ 8

SALES

TRAVEL ONE WISSEN

Hinter den Kulissen

von FTI: Azubi-Workshop

in München ➤ 12

NACH DER FLUT

Was die Naturkatastrophe für den Tourismus in Südasien bedeutet und wohin

Reisebüros ihre Kunden dort weiter in den Urlaub schicken können DESTINATION ➤ 20


Connecting the World of Tourism.

Offizieller Partner

Messe Berlin GmbH · Messedamm 22 · 14055 Berlin

Tel. +49(0)30 / 3038-0 · Fax +49(0)30 / 3038-2113

www.itb-berlin.de · itb@messe-berlin.de

Internationale Tourismus-Börse

11. – 15. März 2005

www.itb-berlin.de






PULS

News, Facts & Trends..............................…..4

Alles, was die Branche bewegt

Interview der Woche ....................................7

Hüseyin Baraner, Vorstand der türkischen

MNG-Holding

PRODUKT

Goliath wandert mit David..........................8

Warum große Veranstalter von kleinen

Spezialisten profitieren

Jubiläumstouren bei Eberhard..................10

Erste Pousada in Brasilien .........................11

SALES

Travel One Wissen ......................................12

Hinter den Kulissen von FTI: Erster Azubi-

Workshop in München

Thema: Aus- und Fortbildung .................14

Die Tourismusbranche wird anspruchsvoller.

Gute Chancen für Akademiker

Lauschangriff im Reisebüro ......................17

»Small Worlds« hilft bei der Bedarfsanalyse

Mit AJT fit für die Prüfung.........................18

DESTINATION

Thema: Asien...............................................20

Die Folgen des Seebebens für

die Tourismusindustrie

Asia Travel Europe (ATE)............................22

Reisebausteine für Ziele in Fernost

Deutsche entdecken Korea .......................23

Mehr Inseln bei FTI.....................................25

EXIT

Relax ............................................................26

Schnäppchen für Touristiker

TV-Tipps .......................................................27

Feedback, Pesse & Impressum..................28

Leute............................................................29

Köpfe & Karrieren

Mensch.........................................................30

Frederik Pénot

Heft 1 I 5.1.2005➤

DIESE WOCHE

Darf man jetzt am Strand liegen, Sonne und Meer genießen, oder ist man

dann ein schlechter Mensch? Die Frage liegt in der Luft und beschäftigt

viele Urlauber, die gerade ihre Koffer packen. Die schrecklichen Bilder aus

Asien von Leichen, Leid und zerstörten Häusern gehen einem nicht aus

dem Kopf. Man ist hin- und hergerissen. Ich glaube, man darf fliegen. Ich denke sogar,

man sollte jetzt fliegen, insbesondere in die verschonten Regionen Asiens.

Warum? Weil die

Urlauber damit den

Menschen dort helfen.

Bleiben die Touristen

jetzt weg, sind Länder

wie Thailand, Sri Lanka

und die Malediven

doppelt gestraft. Zur

menschlichen Tragödie

in den zerstörten

Gebieten käme dann

noch die wirtschaftliche

Not.

Spenden und humanitäre

Hilfe in den

Katastrophengebieten

sind eine solidarische

Sofortmaßnahme. Die

Reisebranche engagiert

sich, wo es geht.

Urlaub

machen

hilft

Thomas Hartung

Chefredakteur

Im Krisenstab der Bundesregierung und mit vielen großen und kleinen Hilfsaktionen.

TRAVEL ONE will ein Forum dafür sein. Über das Engagement der Touristiker

berichten wir laufend auf unserer Website www.travel-one.net und natürlich auch

im Heft. Schreiben Sie uns über Ihre Aktionen.

Die weltweite Hilfsbereitschaft wird aber nicht ausreichen, um die Schäden zu

beseitigen. Wenn die Katastrophenhelfer abziehen, geht es an den Wiederaufbau.

Der muss finanziert werden, und das Geld dafür kann in vielen Ländern nur aus

dem Tourismus kommen. Am Strand in der Sonne liegen auf Koh Samui oder Bali

hilft dabei. Ein schlechtes Gewissen muss dabei niemand haben.

Mailen Sie mir Ihre Meinung…

t.hartung@travel-one.net

Mit Sicherheit gut gepolstert!

Sichern Sie sich 2005 Ihr Rendite-Polster mit dem 365-Schutz: unsere Jahres-Reiseversicherung

garantiert Ihnen jährlich Provisionen mit Verlängerungsoption. Mehr Infos: www.elvia.de/365info



PULS News, Facts & Trends

Urteil pro

Lufthansa

Entscheidung ■ Der Kartellsenat

des Oberlandesgerichts Düsseldorf

hat im Verfahren der Reisebürokooperation

Tour Contact

gegen Lufthansa um die Verprovisionierung

variabler Landegebühren

zu Gunsten der Kranichairline

entschieden.

Der DRV, der die Klage der

Reisebürokooperation Tour Contact

unterstützt hatte, kann »diesen

Richterspruch nicht nachvollziehen«,

wie er sich in einer

ersten Reaktion zur Entscheidung

äußert.

Bevor man dazu aber im Detail

weiter Stellung nehme, wolle

man erst einmal die genaue

Urteilsbegründung abwarten,

heißt es dazu auf Anfrage aus

Berlin. Erst dann will der DRV

über sein weiteres Vorgehen entscheiden

und gegebenenfalls

auch Rechtsmittel einlegen.

LAST MINUTE

Radio für Reiseprofis

Internetradio ■ »Wir haben im

Schnitt 800 Visits auf unserer

Webseite, an Spitzentagen sind es

deutlich mehr«, freut sich Sezgin

Yavuz (29), Programmdirektor

von »Sun – Das Touristikradio«.

Das Internetradio informiert an

Werktagen von neun bis 18 Uhr

über Nachrichten und Trends aus

Windrose ■ Im neuen De-luxe-Katalog des Berliner Veranstalters finden

sich erstmals Kurzreisen unter dem Titel »Drei perfekte Tage – Lebensart

am Wochenende«. +++

Thai Airways ■ Als eines der letzten großen Mitglieder der Star Alliance

stellt die Fluggesellschaft ihr Vertriebssystem am 1. Juli 2005 auf

Nettopreise um. +++

Schmetterling ■ Die Reisebürokooperation bringt eine eigene Travelagent

Card mit Rabatten für Mitarbeiter ihrer Partnerbüros heraus.

Partner sind Flughäfen, Fortbildungseinrichtungen, Verlage, Freizeitparks,

Mietwagenanbieter und Hotels. +++

2, 3 Butterfly ■ Der Spezialist für Schüler- und Jugendreisen hat eine

Internet Booking Engine entwickelt, die allen Reisebüros mit eigener

Homepage zur Verfügung steht. Die Provision für die Internetbuchungen

der Touren beträgt zehn Prozent. +++

DZT ■ Mit einer Million chinesischer Gäste rechnet DZT-Chefin Petra

Hedorfer für das Jahr 2009. In den ersten neun Monaten 2004 wurden

aus China 50,8 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnet. +++

Etihad Airways ■ Die Airline nimmt einen neuen Service von Abu

Dhabi nach Damman und Riad in Saudi-Arabien auf . +++

Iberia ■ Der spanische Carrier hat den Check-In-Annahmeschluss

auf 45 Minuten vor dem geplanten Abflug vorverlegt. Damit solle

verhindert werden, dass Reisende zu spät am Abflugsgate eintreffen,

heißt es. +++

Täglich aktuelle News…

www.travel-one.net

der Touristik, wobei sich der Sender

mit seinem Programm vor allem

an Mitarbeiter der Reisebranche

wendet. »Wir begreifen uns

als Fachmagazin zum hören«,

sagt Chefredakteur Harald Kother

(32). Neben stündlich aktualisierten

Branchennews gibt es jeden

Tag eine Restplatzbörse und eine

Expertenstunde. Zentraler

Bestandteil sei

zudem die Sendung

»Destination des Tages«.

Während dieser

stellt die Redaktion immer

ein neues Reiseziel

vor – ein Land, eine

Region oder auch ein

neues Hotel oder lohnendes

Ausflugsziel.

Jeden Morgen gibt es

zudem einen Überblick

über die aktuellen

Peps. Künftig will Sun

Radio live von Fachmessen

berichten. Los

Mit Air Berlin nach Stansted

Neue Strecke ■ Vom 4. Februar

an fliegt die Fluggesellschaft Air

Berlin von Leipzig/Halle nach

London-Stansted, einem der

wichtigsten Ziele der irischen Billigfluglinie

Ryanair.

Zunächst sind nach Unternehmensangaben

drei Verbindungen

pro Woche vorgesehen.

Montags und freitags startet der

Air Berlin City Shuttle um 6.20

Uhr in Leipzig, sonntags um

19.05 Uhr. Die Rückflüge sind

um 7.50 Uhr und 20.15 Uhr englischer

Zeit. »Wenn die Strecke

gut angenommen wird, können

wir uns von Mai an auch eine tägliche

Verbindung zwischen Leipzig

und London vorstellen«,

blickt Air-Berlin-Chef Jochim Hunold

in die Zukunft.

Anlass zum Optimismus gebe

der Erfolg der im vergangenen

November aufgelegten Nonstop-

Verbindung zwischen Leipzig

und Palma de Mallorca. Selbst im

Yavuz will internationales

Korrespondentennetz aufbauen

soll es auf der ITB gehen, kündigt

Yavuz an. Zudem soll die Expertenstunde

mit den Schwerpunktthemen

Computer, IT und Buchungssysteme

ausgebaut worden,

die bislang nur mittwochs

läuft. Außerdem denkt das Radioteam

darüber nach, das Programm

bis 20 Uhr auszudehnen.

Sun Radio ist seit vergangenen

Oktober am Start und beschäftigt

mittlerweile zehn Mitarbeiter.

www.radiosun.de

Hunold: Mit Air Berlin nach

London-Stansted

für die Branche traditionell

schwach gebuchten November

seien die Maschinen zu mehr als

80 Prozent ausgelastet gewesen.

Die Tickets von Leipzig/Halle

nach London/Standsted kosten

ab 29 Euro für die einfache

Strecke.

www.airberlin.com

4 TRAVEL ONE 5.1.2005


Etix breitet

sich aus

Lufthansa ■ Das elektronische

Lufthansa-Ticket Etix wird immer

mehr zum Standard. Nach

Auskunft der Kranich-Airline

sind mehr als 57 Prozent aller in

Deutschland ausgestellten Lufthansa-Tickets

mittlerweile Etix.

Alleine im November vergangenen

Jahres seien mehr als

88 Prozent der innerdeutschen

Tickets elektronische Flugscheine

gewesen, nach Europa mehr

als 60 Prozent und bei interkontinentalen

Flügen macht der

Etix-Anteil immerhin noch 26

Prozent aus.

Lufthansa peilt an, bis zum

Ende des Jahres 2007 nur noch

elektronische Tickets zu vertreiben.

Ein Grund für die positive

Annahme sieht die Fluggesellschaft

darin, dass das Serviceentgelt

acht Euro günstiger ist als

beim Papierticket.

Schwache Kundenbindung

Mietwagen ■ Ein schlechtes

Zeugnis haben die Marktforscher

von TNS Emnid den Autovermietern

beim Thema Kundenbindung

ausgestellt. Für 48 Prozent

der Kunden zählt allein der

Preis. Sie mieten immer beim Anbieter,

der aktuell den günstigsten

Preis bietet.

Mietwagen sind meist nicht

Vertrauens-, sondern Preissache

SPENDENAKTIONEN

Hilfe für Seebebenopfer in Südasien

Die »Mörderwelle« hat in Südasien ganze Landstriche

dem Erdboden gleichgemacht und unbeschreibliches

Leid über die Menschen gebracht. Für den Aufbau aus

den Trümmern wird dort nun jeder Euro gebraucht.

Schreiben Sie uns, wenn Sie von Hilfsaktionen wissen.

Wir helfen, indem wir künftig weitere Spendenaufrufe

auf unserer Internetseite veröffentlichen.

■ Aktion Deutschland hilft

(Bündnis diverser Hilfsorganisationen,

wie beispielsweise

action medeor, Johanniter,

Malteser und World Vision)

Konto 10 20 30

Bank für Sozialwirtschaft

BLZ 370 20 500

Stichwort »Seebeben Südasien«

■ Ärzte ohne Grenzen

Konto 97097

Sparkasse Bonn

BLZ 380 500 00

Stichwort »Seebeben«

19 Prozent der befragten Kunden

verfügen über eigene Kundenverträge,

aber nur für 14 Prozent ist

der Kundenvertrag auch das

Entscheidungskriterium.

Kein Grund zur Freude dürfte

für die Autovermieter auch die

Erkenntnis sein, dass sich nur jeder

zehnte Kunde deshalb für einen

Anbieter entscheidet, weil er

sich »bei ihm gut aufgehoben

fühlt«. Stoyan Kamburow, Leiter

der Automobilmarktforschung

von TNS Emnid, sieht darin eine

Bestätigung der Tendenz zur Verschärfung

des Preiswettbewerbs.

Damit werde sich auch der

Konsolidierungsprozess im

Markt weiter fortsetzen, vermutet

er. Kleinere Anbieter seien

von der mangelnden Kundentreue

stärker betroffen als die

Marktführer, lautet das Fazit der

Marktforscher.

www.tns-emnid.com

■ Diakonie Katastrophenhilfe

Konto 502 707

Postbank Stuttgart

BLZ 600 100 70

Stichwort »Erdbeben Südasien«

■ Deutsches Rotes Kreuz

Konto 41 41 41

Bank für Sozialwirtschaft

BLZ 370 205 00

Stichwort »Südasien«

■ Kinderhilfswerk

Terre des Hommes

Spendenkonto 700 800 700

Bei Singapore Airlines können Passagiere auf der Strecke Singapur-

London bald mit ihrem Laptop im Internet surfen und Fernsehen schauen

TV und Internet im Flieger

Technik ■ Singapore Airlines

und Connexion by Boeing, eine

Tochtergesellschaft der Boeing

Company, haben eine Vereinbarung

über die Ausstattung der

Flotte mit Highspeed-Internetzugang

unterzeichnet. Von der Neuerung

profitieren von April an

Passagiere der Raffles und First

Class auf der Strecke Singapur-

Volksbank Osnabrück eG

BLZ 265 900 25

Stichwort »Flutwelle«

■ UNICEF

Spendenkonto 300 000

Bank für Sozialwirtschaft

BLZ 370 205 00

Stichwort »Erdbeben Asien«

■ Reiseveranstalter planen

Hilfsaktionen und überlegen, wie

sie Hilfe kanalisieren können. LTU

Touristik hat bereits ein Konto

eingerichtet und leitet die

Spenden über die eigene Agentur

an Opfer in Sri Lanka weiter:

LTU Touristik

Konto 9 870 830 22

Dresdner Bank Köln

BLZ 370 800 40

Stichwort »Spenden Flutopfer«

www.travel-one.net

London. Der Service soll auf andere

Verbindungen ausgedehnt

werden, ab Mai sukzessive auch

auf den Strecken von und nach

Frankfurt.

Weltweit erstmals können

Fluggäste von Mitte des Jahres an

über ihren Laptop dann auch

internationale Fernsehsender

empfangen.

5.1.2005 TRAVEL ONE 5



PULS News, Facts & Trends

ITB beginnt

mittwochs

Messe ■ Touristiker müssen sich

an einen neuen Rhythmus gewöhnen:

2006 findet die Internationale

Tourismus-Börse, kurz

ITB, vom 8. bis 12. März statt.

Sie beginnt dann mittwochs statt

wie bisher freitags und endet

sonntags statt dienstags.

Die Messe kommt mit der

Verschiebung nach eigenen Angaben

dem Wunsch vieler Aussteller

entgegen. Die ITB soll an

Werktagen nur für Fachbesucher

öffnen, am Wochenende zusätzlich

für Privatbesucher.

In diesem Jahr bleibt noch allem

beim Alten. Die Besucher der

Messe (11. bis 15. März) erwartet

allerdings erstmals eine zweite

Balearen-Halle. Einen größeren

Platzbedarf haben auch die arabischen

Aussteller angemeldet.

www.itb-berlin.de

Leserreise ■ Reisebüromitarbeiter,

die TRAVEL ONE lesen

und eine der beiden angebotenen

günstigen ITB-Reisen buchen

wollen, sollten sich rechtzeitig

Plätze sichern. Und so

geht’s: Einfach im Internet auf

unsere Homepage www.travel-

ITB: Business Travel Lounge

Geschäftsreisemarkt ■ Zum

ersten Mal wird es auf der ITB in

Berlin einen »ITB Corporate Market

Place« geben, der in der Halle

8.1 ausgerichtet und ausschließlich

registrierten Fachbesuchern

und Gästen zugänglich sein soll.

one.net gehen und auf den dann

sichtbaren Link »Hier geht’s zur

ITB-Reise« klicken, der zu Sun

Promotions führt.

Dort sind die beiden verfügbaren

Angebote sichtbar: Einmal

mit zwei Übernachtungen im

Hostel Generator in Berlin-Mitte

Mit einer eigenen Business Travel

Lounge auf der »Messe in der

Messe« wird in dem neu geschaffenen

Bereich der wachsenden

Marktbedeutung des Geschäftsreisesegments

besondere Beachtung

gezollt.

»Mit unserem neuen

Angebot wollen

wir den am Geschäftsreisemarkt

interessierten

Unternehmen und

den Travel Managern

eine völlig

neue Plattform geben«,

sagt Dr. Martin

Buck, Direktor

Kompetenz Center

Travel & Logistics

der Messe Berlin.

Der Stellenwert,

dem man dem neuen

Bereich einräu-

me, werde durch

seinen zentralen

Buck: »Wir schaffen eine Plattform

rund ums Thema Geschäftsreisen«

Standort unterstrichen, so Buck

weiter. Aussteller, die sich im so

genannten Networking-Bereich

der Lounge präsentieren, können

sich am Seminarprogramm in

Halle 7.1 beteiligen, wo der »ITB

Kongress Market Trends & Innovations«

zuhause sein wird. Neben

anderen angekündigten Zusatzleistungen

soll es in der Lounge

unter anderem durchgehende

Versorgung mit Getränken geben.

www.itb-berlin.de

Mit TRAVEL ONE günstig zur ITB

Die oben gezeigten Felder müssen exakt

mit den genannten Angaben ausgefüllt werden

Die ITB gibt dem Wachstumsmarkt

Geschäftsreisen in Halle 8.1 ein neues Forum

und die komfortablere Variante

mit zwei Übernachtungen im

Derag Hotel Großer Kurfürst.

So wird gebucht: Zunächst

auf den Button Verfügbarkeit klicken.

Dann erscheint die hier

links abgebildete Maske. Dort

müssen auf jeden Fall das Datum

11. März, 2 Nächte

und 1 Erwachsener

eingegeben werden, da

das System sonst keine

Angebote anzeigt. Danach

auf den roten Button

»verfügbare Pep-

Angebote anzeigen«

klicken. Von dort geht’s

weiter zur Online-Buchung.

Wer zusammen

verreisen möchte,

muss trotzdem die Buchungen

einzeln und

nacheinander ausführen.

Die beiden ITB-

Reisen sind natürlich auch über

Sun Promotions direkt buchbar.

Gesucht wird dann im Internet

unter www.sunpromotions.de,

Zielregion Deutschland, Zielgebiet

Berlin. Eingegeben werden

müssen dann auf jeden Fall wieder

das Reisedatum 11. März, 2

Nächte, 1 Erwachsener. Wer

nun auf Verfügbarkeit klickt, gelangt

wieder direkt auf die beiden

exklusiven TRAVEL-ONE-

Angebote. Wer bislang noch kein

Sun Promotions-Nutzer ist, muss

sich zuerst anmelden und erhält

dann eine Bestätigung per Email.

Diese muss wiederum bestätigt

werden, bevor es mit der

Buchung losgehen kann. Hinweis:

Pop-up-Blocker müssen

ausgestellt sein.

www.sunpromotions.de

www.travel-one.net

6 TRAVEL ONE 5.1.2005


Hüseyin Baraner INTERVIEW DER WOCHE➤

Werden die Bandagen noch

härter, HERR BARANER?

Bei Ihrem Eintritt in die MNG-Holding

haben Sie als klares Ziel die Marktführerschaft

in Europa deklariert. Wie nah

sind Sie diesem Ziel gekommen?

■ Bis 2008 werden wir unser Ziel erreichen.

In Deutschland verzeichnet Bentour Steigerungsraten

von 400 Prozent, von 10.000 auf

65.000 Paxe in 2004. Unsere Produktpalette

wächst sehr stark und mit Kadir Ugur, dem

Gründer von ATT, konnten wir einen erfahrenen

Kollegen als Geschäftsführer für Bentour

Schweiz gewinnen. Mittlerweile ist Bentour

mit Niederlassungen in Deutschland, Österreich,

der Schweiz, Polen und in Russland

vertreten.

Ist der Konkurrenzkampf im Türkei-Tourismus

härter geworden?

■ Ja, sehr viel härter. Und in naher Zukunft

werden noch einige Türkei-Veranstalter im

europäischen Raum dazukommen. Darüber

hinaus entstehen immer mehr einheimische

Veranstalter, die von Antalya aus via Internet

und Callcenter operieren. Aber mit unserer

Mannschaft werden wir immer vorne sein,

weil wir gute Ideen haben.

Welche sind das?

■ Wir beschränken uns nicht auf die Worldof-Wonder-Konzepte.

Am Berg Uludag haben

wir ein Fünf-Sterne-Skiho-

tel eröffnet. Gerade haben

wir mit einem Konsortium

bestehend aus MNG und

den Unternehmen Sabanci

und Kalkavan den Marina-

Komplex in Istanbul für

120 Millionen Euro erworben.

Er umfasst die Marina,

ein Einkaufszentrum,

Geschäfte, Boutiquen und

zwei Hotels. Am Istanbuler

Flughafen sind zwei Business-Hotels

im Bau. Und

unsere MNG-Airline etabliert

sich als Urlaubscarrier

und wird verstärkt für

uns und andere große Veranstalter

wie FTI und TUI

Belgien fliegen.

FACTS

MNG – der Konzern

Die türkische MNG Holding

von Mehmet Nazif Günal beschäftigt

mehr als 10.000 Mitarbeiter

in 41 Firmen. Kerngeschäfte

des Großkonzerns sind

das Bau- und Immobilienwesen.

Zum touristischen Sektor

zählen der Reiseveranstalter

Bentour, die Fluggesellschaft

MNG Airlines und die World of

Wonders Resort Hotels. Jüngstes

Projekt ist das als »White

House« bekannte Themenhotel

in Antalya, das im Mai mit

neuem Namen eröffnen soll.

»Es werden immer

mehr türkische

Veranstalter

entstehen, die von

Antalya aus arbeiten«

Hüseyin Baraner (47)

ist seit Februar 2004 Touristik-

Vorstand der türkischen

MNG-Holding.

Welchen Stellenwert hat die MNG-Holding

in der Türkei?

■ Wir sind einer der am stärksten wachsenden

Mischkonzerne in der Türkei. In Zukunft

soll das Tourismus- und das TV-Geschäft der

Holding weiter ausgebaut werden.

MNG-Chef Mehmet Nazif

Günal ist ein Mann

der Visionen. Was bewegt

ihn derzeit?

■ Günal hat viele Pläne,

über die ich noch nicht

sprechen darf. Aber soviel

kann ich verraten: es wird

sich um Investitionen in

Europa handeln.

Öger Tours steigt mit Atlasjet

International in

den nationalen Flugverkehr

ein. Wird MNG Airlines

folgen?

■ Wir werden nichts tun,

was keinen Profit abwirft.

Unsere Airline wird erst

einmal im Charterbereich

wachsen. Der Preiskampf im innertürkischen

Flugverkehr ist immens. Man kann heute für

35 Euro durch das ganze Land fliegen. Viele

neue Airlines sind gegründet worden, aber ich

weiß nicht, ob das Geschäft gut gehen wird.

Sie vergessen leicht, dass die Fliegerei in der

Türkei genauso teuer ist wie in Deutschland.

Seit einem Jahr sind Sie Generalsekretär

der European Turkish Union. Worin besteht

Ihre Aufgabe?

■ Wir wollen die in Europa lebenden Türken

mobilisieren, dass sie hier für die Vollmitgliedschaft

der Türkei in der EU aktiv werden.

Außerdem stehen wir der türkischen Regierung

bei Verhandlungen mit europäischen Institutionen

beratend zur Seite. Wir wollen alle

türkischen Kräfte in Europa aktivieren, so dass

die Verhandlungszeit ohne Pannen und Missverständnisse

über die Bühne geht.

Das Interview führte Susanne Freitag

Mailen Sie uns Ihre Meinung…

s.freitag@travel-one.net

5.1.2005 TRAVEL ONE 7



PRODUKT Veranstalter

Fruchtbares

Bündnis

Wanderreisen ■ Die Wanderprogramme der großen

Veranstalter sind fest in den Händen kleiner Spezialisten. Von

der Zusammenarbeit profitieren David und Goliath.

Beim Thema Wandern ist Wolfgang

Krauland in seinem Element. Seit 1993

führt der ausgebildete Bergführer und

Betriebswirt gemeinsam mit seiner Frau Marianne

das nach ihm benannte Unternehmen

und organisiert Wanderprogramme. Statt einen

eigenen Reiseveranstalter aufzubauen,

der sich neben Wanderthemen auch um den

Hoteleinkauf, Flugsitze und ein eigenes Vertriebssystem

kümmern muss, suchte er sich

einen Partner – und fand ihn.

Konzentration auf

das Kerngeschäft

Heute organisiert Krauland in 16 Ländern 43

verschiedene Erlebniswanderungen, Wanderrundreisen,

Bergwanderungen und Nordic-Walking-Programme

für Neckermann

Reisen. Der Veranstalter

sorgt für Flug, Hoteltransfer

und Unterbringung,

die Wanderungen organisiert

Krauland. »So macht

jeder das, was er am besten

kann«, ist er überzeugt.

Die Arbeit für Reiseveranstalter

– neben

Neckermann ist die Klagenfurter

Firma für weitere

Unternehmen in euro-

Berk: Zum Winter mehr

Krauland-Trips?

päischen Nachbarstaaten

aktiv – mache rund 90

Prozent seines Umsatzes

aus, schätzt Krauland.

Zehn Prozent verdient er mit selbst organisierten

Bergtouren in den österreichischen

Alpen und den Dolomiten Рȟberall wo wir

Neckermann mit der Eigenvermarktung

nicht ins Gehege kommen«.

Der Österreicher war weder der erste noch

der einzige Wanderspezialist, der sich auf die

Zusammenarbeit mit einem der Großen in

der Touristik einließ. Schon vor 30 Jahren

überzeugte Hannes Gasser, der Gründer der

Alpinschule Innsbruck, die TUI davon, dass

sich mit Wanderangeboten Geld verdienen

lässt. Und bei den Kollegen der Rewe Touristik,

aber auch bei FTI sitzt Hagen Alpin Tours

aus Qy-Mittelberg mit im Boot, wenn es ums

Thema Wandern geht.

Krauland, der zunächst Bergwanderungen

für Studenten in heimischen Regionen organisierte,

verheimlicht nicht, dass die Zusammenarbeitzwischen

der TUI und

der Alpinschule

Innsbruck für sein

Geschäftsmodell

Pate stand. »Ich

bin mit dem TUI-

Katalog zu Neckermann

gegangen

und habe gesagt:

Das braucht Ihr

auch«, berichtet er.

Die Oberurseler

ließen sich überzeugen und vom nächsten

Jahr an standen Wanderwochen in ihren

Katalogen. Der Anfang war bescheiden – mit

Madeira Andalusien und Tunesien standen

drei Ziele auf dem Plan. Doch nach und nach

wuchs die Zahl der Ziele und damit auch die

Intensität der Zusammenarbeit. »Jedes Jahr

kommen zwei bis drei neue Wanderwochen

hinzu«, sagt Krauland. Der kontinuierliche

Ausbau des Wanderprogramms sei wichtig,

um Stammgäste bei der Stange zu halten. »75

Prozent unserer Kunden sind Wiederholer«,

berichtet der Wanderprofi. Viele von ihnen

folgten den Wanderführern, mit denen sie ein-

»Wir sorgen mit

unseren Wanderwochen

für Kundenbindung«

Wolfgang Krauland,

Chef der Krauland GmbH

8 TRAVEL ONE 5.1.2005


mal gereist seien, in neue Zielgebiete oder vertrauten

auf deren Empfehlungen: »Beim Thema

Wandern sind wir die Experten und erzeugen

für den Veranstalter die Kundenbindung.«

Wandern bringt Gäste

in der Nebensaison

Auch Partner Neckermann profitiert von der

Zusammenarbeit in mehrfacher Hinsicht.

Während der sommerlichen Ferienzeiten,

wenn die Betten und Flug-

sitze des Veranstalters ohnehin

gefüllt sind, haben

Krauland und sein Team in

den Badezielen Pause. Die

bevorzugte Reisezeit der

Wanderer liegt für die

Mittelmeerländer im

Frühling und im Herbst,

also außerhalb der Hauptsaison.

»Die meisten Gäste

buchen zusätzlich zur

Wanderwoche eine Woche

Badeaufenthalt«, sagt

Krauland. Also bringe ein

Wanderkunde im Schnitt

zwei Wochen Bettenauslastung

für den Veranstalter.

Hinzu kommt, dass viele der

Wandergäste nicht der typischen Neckermann-Klientel

angehören. Denn während

die Marke Neckermann den massentouristischen

Ansatz geradezu verkörpert, gibt sich

Krauland mit überschaubaren Gruppen von

maximal 15 Teilnehmern pro Wanderführer,

gruppeneigenem Wanderbus und landestypischen

Gastronomieangeboten viel Mühe,

massentouristischen Klischees so gut es geht

zu entkommen.

Erste Schritte

in die Ferne

FACTS

Die Summe der Vorteile hat Neckermann

veranlasst, weiter in die Partnerschaft zu investieren.

Zur Wintersaison ist erstmals ein

eigener Neckermann-Ganzjahreskatalog unter

dem Titel »Naturerlebnis weltweit« erschienen,

der die Krauland-Angebote zusammenfasst.

Zielgebiets-Schwerpunkt ist

dabei Spanien mit den Kanarischen Inseln

und Andalusien.

Neu ist darin unter anderem ein Erlebniswanderprogramm

für Montenegro, das

von April bis Juni und im September und

Oktober angeboten wird. Die Initiative dafür

sei von Neckermann ausgegangen, berichtet

Krauland. Kein Wunder, schließlich eröffnet

Neckermann-Partner Iberostar dort im Mai

ein Vier-Sterne-Hotel mit 232 Zimmern.

Eine echte Neuigkeit ist das erste Fernreiseangebot,

das Krauland für Neckermann-

Kunden in Thailand entwickelt hat. »Dafür

mussten wir uns ein ganz neues Konzept einfallen

lassen«, sagt Krauland. Denn während

für Reisen rund ums Mittelmeer das Wandererlebnis

klar im Vordergrund steht, legen

Fernreisende mehr Wert auf einen umfassenden

Einblick in Kultur und Sehenswürdigkei-

Die »Wandermacher« der Großen

■ TUI: Alpinschule Innsbruck. Kooperation seit 30 Jahren.

Ziele: Alpen, Balearen, Kanaren, Zypern, Marokko, Ägypten,

Tansania, Kenia

■ Rewe Touristik: Hagen Alpin Tours. Ziele: Balearen,

Madeira, Sizilien, Malta, Zypern, Kreta, Chalkidiki, Korsika,

Südtirol, Peru, Ecuador – Galapagos

■ Neckermann: Krauland. Ziele: Ägypten, Bulgarien,

Griechenland, Irland, Sizilien, Malta, Marokko, Montenegro,

Norwegen, Portugal, Madeira, Schottland, Spanien – Kanaren

und Andalusien, Thailand, Türkei, Zypern

ten der Reiseländer. Deshalb und weil das

schwüle Klima des thailändischen Reiseziels

lange Wanderungen zur Strapaze werden

lässt, beschränken sich die Wanderungen auf

Sequenzen von ein bis zwei Stunden.

Zwischendurch stehen Tradition, Landschaften,

Küche, Land und Leute im Mittelpunkt

der Reise. Auf Wunsch können die Gäste

statt zu wandern auch Bootstouren oder

Schnorchelausflüge unternehmen.

Auch die Rolle der Wanderführer sei bei

den Naturerlebnisreisen in die Ferne eine

andere als bei den klassischen Wanderwochen

in Europa, betont Krauland. Sie seien

vor allem als Moderatoren zwischen dem

Gastland, den einheimischen Guides und der

Kundschaft gefragt.

Mitte Januar will Krauland mit Stefanie

Berk, Direktorin für Fernreisen bei Neckermann,

über weitere Reiseziele sprechen. Fest

vereinbart sei noch nichts, berichtet er. Aber

eine Reihe neuer Destinationen könne er

sich schon vorstellen. Dabei soll es sich vor

allem um Ziele abseits der Rennstrecken,

aber mit großem Potenzial handeln. Unter

anderem denkt der Wanderprofi an weitere

asiatische Ziele wie China, Vietnam oder

Laos.

Christian Schmicke

5.1.2005 TRAVEL ONE 9



PRODUKT Mix

MOMENT MAL…

Größe ist

nicht alles

Eigentlich ist es doch beruhigend,

dass es in der Touristik

noch Geschäftsfelder gibt, von

denen die Großen lieber die

Finger lassen. Das Thema

Wanderurlaub ist ein gutes

Beispiel dafür. Da wollen die

Konzerne zwar auch ihr Stück

vom Kuchen haben – aber dabei

versuchen sie nicht, die

mittelständischen Anbieter

einzustampfen, sondern sie arbeiten

schon seit Jahren mit

kleineren Spezialisten zusammen.

Beide Partner leben offenbar

gut damit.

Das ist sicher kein Zeichen

von Großzügigkeit und auch

keine Form sentimentalen

Artenschutzes. Vielmehr haben

die TUI, Cook und Rewe

früh erkannt, dass es ein teures

Vergnügen wäre, selbst ins

Geschäft einzusteigen. Produkte,

die nicht mindestens

100.000 Gäste bringen, überlässt

man anderen oder kauft

sich deren Know-how. Das ist

gut so, denn es

zeigt, dass engagierte

Spezialisten

in der Touristik

eine Zukunft haben.

Christian Schmicke

stellv. Chefredakteur

c.schmicke@travel-one.net

Eberhardt feiert Jubiläum

Neue Kataloge ■ »Wir arbeiten

mit rund 1.500 Reisebüros in

Sachsen, Sachsen-Anhalt Thüringen,

Brandenburg und Berlin zusammen«,

berichtet Uwe Lorenz,

Geschäftsführer von Eberhardt

Travel, stolz. Der Veranstalter aus

dem sächsischen Kesseldorf feiert

UPDATES

■ Vom 3. April an führt US Airways

von Frankfurt nach Philadelphia

täglich einen zusätzlichen

Flug durch. Abflugzeiten ab Frankfurt

sind nun 11.20 Uhr und 12.55

Uhr.Auf dem Rückflug können Reisende

zwischen einem frühen Flug

um 16.50 Uhr und der Spätverbindung

um 20.15 Uhr wählen.

■ Norwegian Cruise Line hat

den Bau von zwei Kreuzfahrtschiffen

in Auftrag gegeben. Die beiden

Ozeanliner sollen 2007 vom Stapel

laufen und Platz für jeweils 2.400

Gäste haben. Die Kosten liegen bei

etwa 770 Millionen Euro. Das erste

Schiff soll in der Meyer Werft in Papenburg

gebaut werden, das zweite

in der Aker Finnyards Werft in

Helsinski.

■ Varig hat die Aufnahme der

neuen Flugverbindung von München

nach São Paulo von Februar

auf Juli 2005 verschoben. Dann

in diesem Jahr 15-jähriges Jubiläum

und hat dazu eine Reihe

von Jubiläumstouren aufgelegt.

So wird Geschäftsführer Lorenz

eine 28-tägige Weltreise selbst begleiten

und langjährige Mitarbeiter

führen Jubiläumstrips zu den

ersten Reisezielen von Eberhardt

Pilgerreisen nach Rom zählen zu den Neuheiten des Veranstalters aus Sachsen

soll allerdings täglich von München

über São Paulo nach Rio de

Janeiro geflogen werden, statt

wie bisher vorgesehen viermal

pro Woche.

■ Vom nächsten Sommer an soll

ein Touristikzug zwischen Berlin

und St. Petersburg rollen. Das Projekt

ist ein Joint Venture der Deutschen

Bahn mit der Russischen

Eisenbahn AG.

■ Die Öger-Marke ATT hat das Hotelangebot

zum Sommer um 34

Travel, Bad Wildbach, Kramsach

und Holland durch. Neu im Programm

sind unter anderem Pilgerreisen

nach Rom, Themenreisen

nach Paris und viele Angebote

für die östlichen EU-Nachbarländer.

Außerdem erscheinen Kataloge

zu den Themen Wellnessreisen,

Winter- und Sonnenziele,

Schüler- und Jugendgruppenfahrten,

Skireisen, Singlereisen, Städte

und Events, und »Reisen mit

und ohne Rollstuhl«.

Im Internet hat Eberhardt

Travel eine eigene Homepage mit

Städtereisen freigeschaltet. Neben

Hotels, Stadtrundfahrten,

und Tickets bietet der Veranstalter

Zugang zu den Tarifen der

Lowcost-Airlines.

An den Reisebüros solle das

Angebot des Städtereisen-Auftritts

nicht vorbeilaufen, versichert Lorenz.

Die Agenturen erhalten für

jede Buchung von Hotel und Zusatzleistungen

Provision.

www.staedtereisen.de

■ Die finnische SAS-Tochter Blue

One nimmt Ende Januar neue Inlandsziele

in den Flugplan auf.

VonHelsinki (Foto) aus geht es

sechsmal wöchentlich nach Rovaniemi

und dreimal täglich nach

Vaasa. Ab Kopenhagen werden

Oulu und Vaasa neue Ziele.

auf 211 Hotels aufgestockt. Zudem

verkauft der Türkeiveranstalter

nun auch Segelreisen. Neu sind

außerdem vier Rundreisen, darunter

die »Anatolischen Impressionen«

sowie der Trip »Trojaner,

Byzantiner und Osmanen«.

■ Neu im Katalog von Natur &

Kultur Wanderstudienreisen

sind Touren auf die Kapverden,

nach Karpathos, Nordzypern, Bulgarien,

in die italienische Region

Cilento und eine Radreise durch

den Norden Ungarns.

10 TRAVEL ONE 5.1.2005


Neues zu Ägypten und Peru

Helios ■ Langsam aber stetig

erweitert Robert Kaufmann,

Chef des Münchener Reiseveranstalters

Helios, das Angebot

für Lateinamerika. Jüngster

Beweis ist eine elftägige Rundreise

durch Peru in einer Kleingruppe

von maximal acht Personen.

Die Tour, die zu den Höhepunkten

des Landes führt, kann

durch Anschlusstrips auf die Galapagos-Inseln,

in den Dschungel

am Rio Madre de Dios, zu den

Linien von Nasca und nach Paracas

sowie in den Norden Perus

zu den Ausgrabungen von Sipan

ergänzt werden.

Für Mexiko und Guatemala

hat Kaufmann die Preise gesenkt

und am Routing der Studienund

Erlebnisreisen gefeilt.

Kräftig erneuert wurde das

Angebot für Ägypten. Fünf der

insgesamt acht Nilschiffe sind

neu im Programm. Neue Reiserouten

führen unter anderem

Erste Pousada

in Brasilien

Neueröffnungen ■ Die Pousadas

de Portugal expandieren in

die Neue Welt. Im brasilianischen

Salvador da Bahia ist die Eröffnung

eines Hotels mit 80 Gästezimmern

in den Mauern des ehemaligen

Klosters do Carmo geplant.

Zu dem Haus, das im Stadtzentrum

liegt, gehören außerdem

ein Auditorium, Tagungsräume,

eine Bücherei, ein Fitnesscenter

und ein Spa.

In der zweiten Jahreshälfte

soll die Algarve in Tavira die dritte

Pousada erhalten. Das Hotel

mit 18 Gästezimmern liegt ebenfalls

in Klostermauern. Noch in

diesem Jahr ist außerdem die Eröffnung

einer zweiten Pousada

auf den Azoren vorgesehen. Sie

befindet sich in Angra do Heroísmo

auf Terceiro.

www.pousadas.pt

5.1.2005 TRAVEL ONE

von Alexandria durch Mittelägypten

bis nach Abu Simbel, in

die Westlichen Oasen und zur

Oase Siwa.

www.helios-reisen.de Machu Picchu ist einer der Stationen der neuen Helios-Reise

Bei unseren Preisen

ist 2005 beides drin !

Ägypten Ägypten

04/05

www.gti-travel.de

Türkei oder

Ägypten?

GTI German Travel Int. Grafenberger Allee 368, 40235 Düsseldorf, Tel.:0211. 3891-0, Fax:0211. 3891-420, e-mail:info@gti-travel.de

www.gtitravel.de



SALES TRAVEL ONE WISSEN

Blick hinter

die FTI-Kulissen

Ausbildung ■ Wie funktioniert ein Veranstalter? Der erste

gemeinsame Azubi-Workshop von TRAVEL ONE und FTI

lieferte die Antworten. 40 neugierige Azubis waren dabei.

Wer nicht fragt, bleibt dumm, heißt es

im Kinderlied aus der Sesamstraße.

Der Nachwuchs im Reisebüro nimmt

diesen Spruch offensichtlich ernst. Aus ganz

Deutschland waren 40 Auszubildende nach

München gefahren, um den Mitarbeitern von

FTI und TRAVEL ONE Löcher in den Bauch zu

fragen. Wie kauft ein Produktmanager ein? Was

war die witzigste Beschwerde? Wie komme ich

an einen Job im Ausland? Was macht der Kundendienst?

Wann werden abends die Tickets

verschickt? Wie entsteht der Katalog?

Antworten gab es reichlich. Schließlich waren

zwei Tage für den Blick hinter die Kulissen

eines Reiseveranstalters angesetzt. Nach einer

Hausführung durch die wichtigsten Abteilungen

im FTI-Stammhaus am Münchner Ost-

bahnhof, gab es geballte Infos in Kurzvorträgen

der Abteilungsleiter. Dazu eine Übersicht über

die Karrierechancen in der Branche.

Der erste Abend klang mit einer Pasta-Party

in der Villa Flora aus. Am nächsten Morgen

ging es weiter mit Produktschulung. Einhellige

Meinung der Azubis: Das hat mehr gebracht als

manche Theorie in der Berufsschule. Völlig unverständlich,

dass einige Auszubildende sogar

Urlaub für den Workshop nehmen und die Anreise

aus eigener Tasche zahlen mussten. Hut

ab vor soviel Eigeninitiative. Das belohnte

TRAVEL ONE mit der Verlosung einer Reise zur

ITB nach Berlin. Die glückliche Gewinnerin ist

Michaela Halmen aus Kempten (Foto rechts),

im Bild mit Renate Kotakes (links), FTI, und

Britta Linke, TRAVEL ONE.

12 TRAVEL ONE 5.1.2005


5.1.2005 TRAVEL ONE 13



SALES Aus- und Fortbildung

»In der Tourismuswirtschaft

ist ein hoher

Bedarf an Akademikern

vorhanden«

Professor Dr. Roland Conrady

Fachhochschule Worms

Chancen für

Akademiker

Studium ■ Wer sich für einen Job im Tourismus qualifizieren

will, sollte sich anhand der Ausrichung und der thematischen

Schwerpunkte für Ort und Ausbildungsstätte entscheiden.

Mit dem Rauchen aufhören, die

Weihnachtsleckereien abtrainieren,

generell mehr Sport machen, endlich

eine größere Wohnung suchen: Viele Menschen

haben sich zum Jahreswechsel Gedanken

über ihr Leben gemacht, vielleicht neue

Ziele formuliert. Klar, dass da mancher auch

die eigene berufliche Entwicklung kritisch unter

die Lupe genommen hat. Bin ich im Job

dort angekommen, wo ich hinwill? Oder will

ich mich verändern, vielleicht sogar noch einmal

eine Ausbildung draufsatteln, um die Karriereleiter

nach oben zu klettern?

Wünsche analysieren

und Talente ausbauen

Das Jahr ist jung. Zeit, die unerfüllten Wünsche

und Ziele zu notieren und anzupacken. Wer

sich beruflich verändern und fortbilden will,

sollte die Augen nach allen Seiten offen halten.

Neben einer Vielzahl von berufsbegleitenden

Weiterbildungsmöglichkeiten oder Vollzeitausbildungen

an Schulen sollten Fortbildungswillige

bei der Informationsrecherche auch an ein

Studium denken.

Vor allem wer

eine breit angelegte

Ausbildung anstrebt,

sollte sich über die

existierenden Studiengänge

genau informieren.

Gerade

Berufstätige, die am

Anfang ihrer Laufbahn

stehen, können

so ihrer Karriere

ein solides Fundament

geben. Etwa an der Fachhochschule in

Worms. Am Anfang sollte aber eine gründliche

Analyse der Erwartungen stehen. Häufig genießt

die Touristik den Ruf der Spaßbranche.

Gerade Berufsneulinge und vor allem frisch gebackene

Abiturienten vergessen deshalb, dass

die Tourismusbranche ein umkämpftes Marktsegment

mit schwierigen Wettbewerbsbedingungen

ist. »Viele Studienanfänger haben eine

falsche Vorstellung«, weiß Professor Dr. Hans

Rück, der für die strategische Weiterentwikklung

des Fachbereichs Touris-tik/Verkehrswesen

in Worms verantwortlich ist und dort das

Fach Marketing lehrt. »Das ist ein knochenharter

betriebswirtschaftlicher Studiengang.«

25 Prozent der Ausbildung gestalten Fächer

der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre

wie Rechnungswesen und ähnliches, 25 Prozent

machen Fächer der Speziellen Betriebswirtschaftslehren

der Touristik aus, etwa Seminare

zu Reiseveranstalter- oder Reisemittlerma-

14 TRAVEL ONE 5.1.2005


Rück: Weiterbildung wird

immer wichtiger, gerade

in der Tourismusbranche

Kreilkamp: Die

Hochschullandschaft

ist im Umbruch

nagement. Weitere 25 Prozent des Diplomstudiums

sind Fremdsprachen und interkulturellem

Management gewidmet, die übrigen 25

Prozent gestalten Komplementärwissenschaften

wie etwa Mathematik oder Volkswirtschaftslehre.

Eine breit angelegte betriebswirtschaftliche

Ausbildung. Das liegt Professor Dr.

Roland Conrady am Herzen, denn 25 Prozent

aller Studenten wanderten später in eine völlig

andere Branche ab, sagt der Dekan. Und das

funktioniere nur, weil sie über jene fundierte

Ausbildung verfügten. Natürlich wollen die

Wormser nicht primär für andere Wirtschaftszweige

ausbilden. Sie wollen ihren Studenten

aber eine solide betriebswirtschaftliche Ausbildung

mitgeben, »damit sie die Mechanismen

der Branche verstehen können«, sagt Conrady.

Das ist für allem für diejenigen von Vorteil,

die sich nicht von Anfang an festlegen können

oder wollen. Meist wächst die Vorstellung vom

späteren Beruf ja ohnehin mit dem Wissen, das

man über diesen anhäuft. Wichtig dabei ist: das

Studium soll Spaß machen. Das sei der wichtigste

Aspekt, findet Dr. Kristiane Klemm vom

Willy Scharnow-Institut für Tourismus der

Freien Universität Berlin. Für eine Spezialisierung

ist es zudem nie zu spät. Der einjährige

Aufbaustudiengang in Berlin etwa richtet sich

an »Hochschulabsolventen, die sich in der Tourismuswirtschaft

profilieren wollen«, so

Klemm. Dabei hat das Institut nicht nur Betriebswirte

im Blick, sondern richtet sich auch

an Geistes- und Kultur- sowie Sozialwissenschaftler,

die den Hauptanteil unter den pro Semester

maximal 25 Studierenden stellen.

Neben der Touristikausbildung an einer Fachhochschule

oder der Fortbildung per Aufbaustudiengang

gibt es noch die klassische Ausbildung

an einer Universität. Doch die Grenzen

zwischen Fachhochschule und Universität

verwischen. Das ist eine Auswirkung des

»Bologna-Prozesses«. So wird die Vorbereitung

und Umsetzung einer Erklärung genannt,

die 1999 von den Bildungsministern

der Europäischen Union in der italienischen

Stadt verabschiedet wurde. Ziel: Das Hochschulwesen

in Europa bis zum Jahr 2010 zu

harmonisieren. Die mittlerweile von 40 Staaten

unterzeichnete Deklaration sieht unter anderem

die Schaffung eines zweistufigen Systems

von Studienabschlüssen (Bachelor und

Master), die Einführung eines Leistungspunktsystems

(European Credit Transfer System),

die Förderung grenzüberschreitender Mobilität

für Lehrende und Studenten sowie die

Qualitätssicherung der Hochschulausbildung

durch Akkreditierung der Studiengänge vor.

Diplom ist passé, dafür

gibt’s Bachelor und Master

So werden in Deutschland die Diplomstudiengänge

verschwinden und durch »Bachelor«

und »Master« ersetzt. Dadurch soll sich die

internationale Vergleichbarkeit von Studiengängen

erhöhen. Zudem sind die Studenten

flexibler. So können sie sich entscheiden, ob sie

den meist auf drei

Jahre angelegten Bachelor-Studiengang

absolvieren und

dann in den Beruf gehen

oder noch den

auf ein oder zwei

Jahre ausgelegten

Master draufsatteln.

An vielen Ausbildungsstätten

wird

mit Hochdruck an

den neuen Studiengängen

gearbeitet.

»Die Hochschullandschaft

befindet sich

im Wandel«, fasst

FACTS

Mini-Liste: Touristikstudium

■ Berlin (Uni): Aufbaustudiengang

www.fu-tourismus.de/

■ Bremerhaven (Uni): u.a. Schwerpunkt

Seetouristik, www.hs-bremerhaven.de

■ Eberswalde (FH): Nachhaltiger

Tourismus, www.fh-eberswalde.de/tour/

■ Worms (FH): breite BWL-Ausbildung,

www.fh-worms.de/touristik

■ Harz (FH): www.hs-harz.de/W/

■ Lüneburg (Uni): www.uni-lueneburg.de/

fb2/bwl/tour/de/tm_home.htm

■ München (FH): www.fh-muenchen.de

Professor Dr. Edgar Kreilkamp die derzeitige

Situation zusammen. Der Professor für strategisches

Management und Tourismusmanagement

am Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

der Universität Lüneburg rät

potenziellen Studenten deshalb, ihr Augenmerk

weniger auf die Tatsache zu legen, ob es

sich bei der Ausbildung um ein Studium an

Fachhochschule oder Universität handelt, sondern

vor allem das dort vorhandene Lehrangebot

genau unter die Lupe zu nehmen.

»Jeder Standort versucht, sein eigenes

Profil zu finden«, weiß er. So hat sich etwa die

Fachhochschule in Eberswalde auf das Thema

»Nachhaltiger Tourismus« spezialisiert, die

Bremerhavener Hochschule setzt den Schwerpunkt

auf Seetouristik und bietet etwa den

internationalen Bachelor-Studiengang »Cruise

Industry Management« an. Es hilft also, sich

mit den Studienplänen ein bisschen genauer

zu befassen. Denn vor allem in Nischenmärkten

können spezifisch ausgebildete Berufsneulinge

so punkten.

Schon anhand der Studienschwerpunkte

und der geforderten Praktika können Studenten

erkennen, ob es sich eher um einen theoriegeleiteten

oder praxisorientierten Ausbildungsgang

handelt. Die Unterscheidung zwischen

Universität und Fachhochschule hilft

nur bedingt. So werden im Rahmen des durch

den Bologna-Prozess entstandene »Hochschuloptimierungsgesetzes«

etwa in Lüneburg die

dortige Universität und die Fachhochschule

Nordostniedersachsen

zu einer Modell-

universitätzusammengeführt. »Wir

stellen radikal um«,

sagt Kreilkamp. Mit

dem neuen Masterstudiengang,

der

nächsten Oktober an

der neuen Modelluniversitätangeboten

werden soll, geht

auch eine Umstellung

des Lehrplans

einher. Künftig gebe

es vier Semester

rund um Tourismus-

5.1.2005 TRAVEL ONE 15



SALES Aus- und Fortbildung

veranstaltungen. »Dadurch wird die Ausbildung

noch intensiver«, sagt Kreilkamp. Geplant

sind mehr Praxisveranstaltungen, in

Kombination mit Unternehmen der Branche.

»Wir sind gerade dabei, neue Partnerschaften

aufzubauen und verstärken unser bisheriges

Engagement in diesem Sektor«, so Kreilkamp.

»Praxisbezogen mit wissenschaftlichem Anspruch«,

so definiert er das dortige Studium.

Natürlich gebe es einen hohen theoretischen

Anspruch, aber: »Wir müssen für den

Beruf qualifizieren«. Immerhin gingen 85 Prozent

aller Studenten später in die Praxis und

entschieden sich gegen eine wissenschaftliche

Laufbahn. Zudem: Lehrinhalte anhand von

Beispielen aus der Praxis zu vermitteln, sei

schließlich nicht weniger anspruchsvoll, so

Kreilkamp. Werden beispielsweise Unternehmensstrategien

besprochen, so könne man

sich erst mit der wissenschaftlichen Theorie

befassen, um dann am konkreten Fall die

Unterschiede zwischen TUI oder Thomas

Cook zu erörtern. Der

Master-Studiengang in Lüneburg

wird deshalb auf

jeden Fall anwendungsorientiert

konzipiert, so

Kreilkamp.

Als Orientierungshilfe

gilt: Der Bachelor wird ein

bisschen breiter angelegt

sein, der Master leistet die

Spezialisierung. Es ist da-

von auszugehen, dass die

meisten Universitäten den

Master-Studiengang anbieten

werden, aber nicht alle

Fachhochschulen. Das denkt jedenfalls Roland

Conrady von der FH Worms. Die Wormser wollen

vom kommenden Wintersemester an Bachelor

und später auch einen Master anbieten,

der Akkreditierungsprozess läuft bereits. Auch

an der Fachhochschule wird die Umstellung

auf die neuen Studiengänge einen veränderten

Lehrplan mit sich bringen. Der Anteil der Speziellen

Betriebswirtschaftslehre soll zu Lasten

der Komplementärwissenschaften deutlich gesteigert

werden, der Anteil der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre

und der fremdsprachlichinterkulturellen

Studieninhalte soll ungefähr

gleichbleiben. »Dadurch wird in der Summe

der betriebswirtschaftliche Charakter weiter

gestärkt«, gibt Professor Rück die Richtung vor.

Wem nun vor lauter Studienmöglichkeiten

der Kopf schwirrt, der sollte trotzdem bedenken,

dass daneben auch so genannte Soft

Skills gefragt sind. Dazu zählt beispielsweise

die Fähigkeit, zu präsentieren, rhetorisch fit

und gewandt aufzutreten und ähnliches. Fähigkeiten,

die im Berufsleben immer stärker

Neumann lobt das enge

Verhältnis von Professoren

und Studenten in Worms

Die neuen Studiengänge mit der Ausbildung zum Bachelor und Master bieten mehr Flexibilität für

Lernende und sollen zugleich einen früheren Berufseinstieg möglich machen

von Bedeutung sind. Auch Menschen, die bereits

ein Studium oder eine betriebliche Ausbildung

abgeschlossen haben und im Job stehen,

sollten das berücksichtigen und sich fortbilden.

Denn: lebenslanges Lernen wird immer

wichtiger. Schulabgänger und Berufstätige,

die mit einem Studium liebäugeln, sich

aber noch nicht für die passende Variante entschließen

können und deshalb eine Pause einlegen

wollen, sollten das berücksichtigen. Das

heißt: eine geplante Auszeit möglichst sinnvoll

nutzen – auch als Orientierungsphase.

Lebenserfahrung auf dem

Rummelplatz in Sydney

Genau das hat beispielsweise Marie-Claire

Neumann gemacht. Die 21-Jährige ist nach

dem Abitur mit Freundin Nathalie nach Australien

geflogen. Dort haben die beiden gejobbt

und den Kontinent bereist. »Work & Travel«

nennt sich das Programm, mit dessen Hilfe

junge Menschen einmal im Leben ein Arbeitsvisum

in Australien bekommen. Damit

dürfen sie maximal drei Monate bei einem Arbeitgeber

bleiben, dann müssen sie weiterziehen.

Neumann arbeitete in Sydney auf dem

Rummelplatz und im Lager eines Herstellers

für Karten und alle möglichen Schnickschnack-Artikel.

»Das war eine sehr gute Entscheidung«,

sagt sie im Rückblick über ihren

Aufenthalt in Down Under. »Ich wollte nicht

gleich studieren«, sagt sie. So hat sie die Zeit

nicht nur zum Englisch lernen, sondern auch

dazu genutzt, sich über ihre Berufswünsche

klarzuwerden. Heute studiert sie Touristik an

der Fachhochschule Worms und plant schon

den nächsten Auslandsaufenthalt. Nach dem

Grundstudium soll es nach Mallorca gehen,

zum Austauschsemester. Neben der Sprache

schulen Programme wie »Work & Travel« die

Selbstständigkeit der Teilnehmer. Sie werden

souveräner und lernen, neue Situationen besser

zu meistern – wichtige Schlüsselqualifikationen.

Klar, dass auch die Universitäten und

Fachhochschulen Soft Skills schulen.

Das Berliner Willy-Scharnow-Institut legt

– ebenso wie alle anderen erwähnten Ausbildungsstätten

– großen Wert auf die persönliche

Weiterqualifikation der Studenten. Mit

Teamarbeit und Motivationsseminaren sollen

die Studenten für den Beruf fit gemacht werden.

Denn generell gilt: Gefragt sind kommunikative,

teamfähige, analytisch denkende

und innovative Mitarbeiter.

Gepaart mit einer akademischen Ausbildung

haben solche Touristiker gute Chancen

im Beruf. Davon ist Conrady überzeugt.

Schwierigere Rahmenbedingungen erforderten

und führten auch zu Professionalisierung.

»Wie jeder Markt wird auch die Tourismusbranche

anspruchsvoller, weil die Wachstumsphase

vorbei ist«, sagt Kreilkamp.

Es lohnt sich also, über die passende Studienwahl

und die Zukunft ein wenig intensiver

nachzudenken. Das Jahr ist jung: Welcher

Zeitpunkt wäre geeigneter für einen Neustart?

Tanja Ronge

16 TRAVEL ONE 5.1.2005


Ausbildung

bei der Bahn

Deutsche Bahn ■ Der Konzern

hat ein Onlinespiel für Schulabgänger

und Jugendliche in der

Phase der beruflichen Orientierung

entwickelt: den Trans-Atlantik-Express

(Tr.A.X.).

Die Teilnehmer unternehmen

unter www.db-trax.de eine

Reise durch die Bahnwelt und erleben

historische Momente mit.

Dabei bietet sich Gelegenheit, Informationen

über Unternehmen

und Berufsausbildungen zu sammeln.

In jeder Szene erhalten die

Teilnehmer Einblicke in einen

Ausbildungsberuf – beispielsweise

den Alltag von Kaufleuten

für Verkehrsservice, Chancen der

Gleisbauer oder Mechatroniker.

Nach einer Selbsteinschätzung

am Spielende gibt die Bahn Tipps

zur passenden Berufswahl.

www.db-trax.de

Diplomarbeiten im Blick

P-O-T-S ■ Diplomarbeit geschrieben

und diese verschwindet

auf Nimmerwiedersehen in

der Institutsbibliothek? Das muss

nicht sein, dachte sich Diplomkaufmann

Dirk Geest und gründete

eine »Diplomarbeiten-Agentur

speziell für die Tourismusbranche«.

So entstand der Pool of

Geest vermarktet Diplomarbeiten

mit touristischen Schwerpunkten

Fit für die Prüfung

Seminare ■ »Die im vergangenen

Jahr erstmals angebotenen

Kompaktkurse zur Prüfungsvorbereitung

sind so gut angekommen,

dass wir das Angebot aufge-

Neu sind die AJT-Praxisseminare, wie etwa

Reiserecht, die in Köln unterrichtet werden

Touristic Studies (P-O-T-S). Das

Unternehmen des Kronshageners

bietet insbesondere Absolventen

touristischer Studiengänge die

Möglichkeit, ihre Abschlussarbeiten

über den Pool vermarkten zu

lassen. Die Aufnahme in die Datenbank

ist kostenlos, die Autoren

erhalten die Hälfte vom Verkaufspreis

ihrer Studien und können

sich im Kontakt- und Themenforum

austauschen.

Das anlässlich der ITB 2004

vorgestellte Konzept hat Geest

nun ausgebaut und offeriert neu

auch Unternehmensberatung,

Coaching und Studienberatung

für Diplomanden – eine Art Full-

Service-Agentur auf dem Sektor

touristischer Diplomarbeiten.

Geest berät aber auch Reisebüros,

die nach Einführung der Nullprovision

betriebswirtschaftliche Hilfe

suchen.

www.p-o-t-s.de

Aus- und Fortbildung Mix➤ SALES

stockt haben«, sagt AJT-Geschäftsführer

Thomas Oepen. Neu ist,

dass die Kurse für künftige Reiseverkehrskaufleute

nun neben

Düsseldorf auch in Friedrichshafen

und Magdeburg

angeboten

werden. Die Wochenendseminare

kosten 59 Euro

und behandeln die

Themen Flug, Reiseverkehrsgeografie

und Rechnungswesen/Wirtschaftslehre.

Ebenfalls neu:

Im praxisbezogenenVeranstaltungsteil,

der in

Köln angeboten

wird, gibt es nun

auch Seminare mit

den Themen Reise-

preiskalkulationsrecht,

Reiserecht,

IST – Bildung,

die bewegt

IST-Diplomstudiengänge:

Tourismusbetriebswirt/in (FH):

18-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Touristikmanager/in (IST):

18-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Tourismusfachwirt/in (IHK):

19-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Fachwirt/in im Gastgewerbe (IHK):

18-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

IST-Zertifikatskurse:

Modernes Tourismusmarketing:

6-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

Grundlagen der Tourismuswirtschaft:

4-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

Oepen: »Wir haben das Angebot

der Nachfrage angepasst«

Telefonmarketing und Länderkunde.

Der AJT-Fachverband für touristische

Aus- und Weiterbildung

hat sein Seminarprogramm für

das neue Jahr bereits im Internet

veröffentlicht. Es ist für Buchungen

freigeschaltet.

Der AJT ist als gemeinnützig

anerkannt und finanziert mit den

Seminareinnahmen seine Verbandsarbeit.

www.ajt-fachverband.de

Geplant ab April 2005

Neu ab April 2005

Erstes staatlich zugelassenes

Fernstudium Deutschlands!

Alle Weiterbildungen auch

in online-gestützter Form

IST-Studieninstitut für Sport, Freizeit und Touristik

Moskauer Straße 25 •40227 Düsseldorf

Tel. +49(0)211/86668-0 • Fax +49(0)211/86668-30

info@ist.de • www.ist.de • Die Online-Jobbörse: www.joborama.com

5.1.2005 TRAVEL ONE 17



TRAVEL ONE Gründerpreis

Die Technologie macht’s möglich: Small Worlds findet in wenigen Arbeitsschritten das passende Angebot

Lauschangriff im

Reisebüro

Wie würden Sie gerne Ihren Urlaub verbringen«,

fragt Counterkraft Simone,

»haben Sie spezielle Wünsche?« Und

Max Mustermann legt los: Auto, Österreich,

Ferienwohnung, Entspannen, Sport, Familie,

Party, Flugzeug, Kreuzfahrt, Hotel oder vielleicht

doch Italien? Da würde sich manch ein

Reiseverkäufer die Haare raufen, gäbe es nicht

die Firma Small Worlds, die mittels einer neuen

Technologie die Bedürfnisse von Reisenden

präzisiert. Und so kommt es, dass der Kopf

nicht raucht, sondern Mustermanns Wünsche

über den Bildschirm tanzen, sich zu immer

neuen Begriffspaaren zusammenfinden, geordnet

nach Anreise, Aktivitäten und Unterkunft –

parallel zum Beratungsgespräch sausen die

Wörter über den Bildschirm, bis Max Mustermann

nichts mehr einfällt. Das Ergebnis: eine

fertige Suchanfrage im XML-Format, die durch

die Veranstaltersysteme gejagt werden kann.

Technik ■ Small Worlds will Reisebüromitarbeiter

bei der Bedarfsanalyse unterstützen.

Raether (links) und Spitta helfen Reisebüros, die

verborgenen Wünsche ihrer Kunden aufzuspüren

»Unser Produkt ist ideal für Reisebüros«, findet

Christian Raether, Geschäftsführer der Small

Worlds GmbH in Leipzig. »Einerseits müssen

die Agenturen heute besser beraten, andererseits

haben sie aber weniger Personal. Außerdem

kann sich nicht jeder in allen Ländern gut

auskennen. Dabei hilft dann die Softwaretechnologie«,

wirbt er für das System, das er gemeinsam

mit Erasmus Spitta anlässlich des

TRAVEL ONE Gründerforums vorgestellt hat.

Das Computersystem

hört immer mit

Small Worlds will mit Hilfe der neuen Technik,

die aus Reiseonthologiedatenbanken,

automatischen Textminingverfahren sowie

Spracherkennung besteht, Agenturen und

Internetnutzer unterstützen, mit wenigen Arbeitsschritten

ein passendes Angebot zu finden.

»Neben der Erfassung rein technischer

Daten wie etwa Preise, Ziel und Personenzahl

liegt der Schwerpunkt in der Aufdeckung verborgener

Wünsche«, so Raether.

Das System »belausche« das Gespräch

zwischen Reiseagent und Kunde. Dabei würden

aus Gesprächsinhalt und Wortwahl des

Kunden, Zusammenhänge zwischen verfügbaren

Reiseangeboten und seinen bisher unbeachteten

Bedürfnissen hergestellt, erläutert

Raether. »So wird aus der Schilderung der

schönsten Urlaubserlebnisse und der Beschreibung

von Vorstellungen und Sehnsüchten

ein konkreter Urlaubsvorschlag erstellt.«

Und: »Der Kunde muss nicht mehr passend

zum System antworten, letzteres passt sich

dem Kunden an«.

Software umsonst,

Dienstleistung gegen Geld

Small Worlds stellt die Software den Reisebüros

kostenlos zur Verfügung. Als Gegenleistung

will sich Raether die Beratung bezahlen lassen,

wie etwa die Schnittstellenanpassung, die es

möglich macht, dass über eine Meta-Abfrage

alle Veranstaltersysteme nach dem passenden

Angebot durchsucht werden. Zudem lässt sich

das Unternehmen das Erstellen von Wissensdatenbanken

honorieren, die spezialisierte Reiseagenturen

zur Beratung nutzen können.

Als Wettbewerbsvorteil sieht Raether die

Möglichkeit, durch die Automatisierung über

das Internet sehr effizient Angebote für eine gehobene

Klientel entwickeln zu können. Dabei

könne auf die Herausgabe teurer Kataloge verzichtet

werden und gleichzeitig lokale Events

mit einbezogen werden. Yannick Fiedler

18 TRAVEL ONE 5.1.2005


Im hohen Norden fürs Büro büffeln: Connect-Reise mit Elvia

Lernen mit Sicherheit

Elvia ■ Mitte Dezember führte

die vierte Connect-Reise des Jahres

die Teilnehmer in den hohen

Norden Europas, nach Helsinki

und Lappland. Neben Motor- und

Hundeschlittenfahrten stand in

einem Workshop die Assistance

auf dem Lehrplan. »Unser Konzept

von Inforeisen mit Wissensvermittlung

kommt bei den Expedienten

sehr gut an«, stellt Sabine

Leitner, bei Connect für die Mitgliederbetreuung

und das Marketing

zuständig, fest.

UPDATES

■ DER Business Travel bietet seinen

Kunden ein neues Software-

Tool zur Verwaltung von Bonusprogrammen

an. Der »Miles Manager«

soll Reisenden Zugriff auf Bonuspunkte

und Meilen sämtlicher

Vielfliegerprogramme bieten.

■ Reisebüros, die mit Amadeus

Vista ausgestattet sind, können

nun auch Flugtickets bei McFlight

buchen. Die Agenturen haben damit

Zugang zu den IATA-Raten,

den McFlight-Nettotarifen und den

Amadeus-Low-Cost-Preisen. Noch

nicht freigeschaltete Büros wenden

sich an die Agenturbetreuung,

Telefon 06021-33 66 30.

■ Costa Crociere kooperiert in

Sachen Ausbildung mit zwei indonesischen

Universitäten. Ziel des

Joint Ventures ist, von Februar

2005 an Hotelpersonal für die

Kreuzfahrtschiffe der italienischen

Reederei auszubilden. An

der Universität Sahid in Jakarta

Die Nachfrage nach den auf den

zwei Säulen »Trainments« und

»Connect-Reisen« aufbauenden

Kursen sei sehr groß, berichtet

Leitner. Neben den vier Reisen

gab es 2004 noch einen Event in

München. »Seit Bestehen der

Akademie hatten wir rund 3.000

Teilnehmer, jedes Jahr kommen

600 hinzu. Im Connect-Club sind

derzeit 400 Expedienten vertreten«,

zieht Leitner Bilanz.

»Wir wollen den Touristikern

mit der Akademie einen Service

und an der Hochschule Tratima

Surya Jaya auf der Insel Bali sollen

Studiengänge eingerichtet werden,

die von Costa entwickelt

wurden.

■ »E-Mail-Marketing und Response-Management«

heißt ein Seminar,

das am 18. Januar auf der

CMT in Stuttgart stattfindet. Die

Veranstaltung ist für Fachbesucher

kostenlos und wird vom Kompetenzzentrum

E-Business Touristik

(KET) organisiert. Anmeldung unter

Telefon 030-28 40 640.

bieten«, erklärt Marketing-Leiter

Thomas Plessl. »Die Einzelperson

steht im Mittelpunkt, die Trainments

können unabhängig von einem

Agenturvertrag belegt werden«.

Neben der persönlichen

Weiterbildung solle der Connect-

Club das Thema »Reiseversicherung

zum Anfassen« bieten. »Unser

Motto ist hier gelebte Kundenbindung

und die Zahl unserer

Stamm-Mitglieder spricht für

sich«, so Plessl. Zwar stelle die

Akademie durch die niedrigen Gebühren

für die Trainments ein Zuschussgeschäft

dar, doch zahle

sich diese Investition aus.

■ Reisebüros erhalten nun unter

www.dti-web.de Informationen

über Mexiko.Auf der Internetseite

können sie touristische Daten

über das Land abrufen. Das Informationssystem

wurde vom Deutschen

Touristik-Institut und der

DRV Service GmbH entwickelt.

Das Mexikanische Fremdenverkehrsamt

liefert den Inhalt.

■ Mit der CD-Rom »Gesund & sicher

reisen« will Travelmed, ein

Zusammenschluss von rund 5.000

Ärzten und Apotheken, Reisebüros

kostenlos informieren. Die aktualisierte

Version gibt Auskunft über

Krankheiten in Urlaubsländern und

enthält Impfempfehlungen. Weitere

Infos unter www.travelmed.de.

■ Köln Tourismus hat einen neuen

Internet-Auftritt. Unter der

Adresse www.koelntourismus. de

finden Interessenten unter anderem

Stadtplan und Termine.

Mix➤

SALES

MOMENT MAL…

Mit Bauch

und Kopf

Behütet im Elfenbeinturm der

Wissenschaft brütet ein Häufchen

von verkopften Forschern

über neuen Theorien:

Das Bild von realitätsfremden

Akademikern, deren Wissen

im Alltag nichts taugt, spukt

noch durch manche Köpfe.

Dabei hängt dieses Bild

längst schief. Natürlich sind

Macher mit Intuition nach wie

vor gefragt: Sie bringen Ideen,

zeigen Engagement und sind

die Seele jedes Unternehmens.

Aber sie bestehen nur,

wenn ihre Rechnung stimmt.

Dafür aber ist solides Handwerkszeug

unerlässlich. Ein

Studium bietet das Rüstzeug.

Gefragt ist also der richtige

Mix: Bauch und Kopf im Einklang.

Denn der Markt wird

beständig härter. Jede Nische

sucht ihren Spezialisten: Da

sind nicht nur gute Ideen, sondern

auch professionelle Umsetzung

gefragt. Das lässt sich

lernen.

Deshalb ist ein

Studium mit gezielt

gewähltem

Schwerpunkt mit

Sicherheit eine

gute Investition in

die Zukunft.

Tanja Ronge

Redakteurin

t.ronge@travel-one.net

5.1.2005 TRAVEL ONE 19



DESTINATION Asien

Die Folgen

des Bebens

Flutkatastrophe ■ Das Seebeben hat in Südasien schlimme

Schäden angerichtet. Darunter leiden auch Zielgebiete,

die von den Wassermassen verschont blieben.

Wohl für immer werden sich die

schrecklichen Bilder von Zerstörung

und Tod, die dem Seebeben und den

Riesenwellen – Tsunamis – an den Küsten des

Indischen Ozeans folgten, im Bewusstsein der

Menschheit festsetzen. Neben dem grauenvollen

Ausmaß der Katastrophe wirft nicht zuletzt

der Kontrast zwischen den Postkartenmotiven

der Ferienparadiese und den unkontrollierbaren

zerstörerischen Naturgewalten lange Schatten

auf die Bilder und Assoziationen, die Millionen

Menschen mit Urlaub verbinden.

So haben die Wassermassen in Thailand

die Urlaubsregion Khao Lak, große Teile der Insel

Koh Phi Phi sowie zahlreiche Strände und

Resorts auf Phuket verwüstet. Etwas weniger

stark wurde die Küstenregion um Krabi und die

Insel Koh Lanta in Mitleidenschaft gezogen.

In Sri Lanka, wo die Fluten vor allem im

Südosten schwerste Schäden anrichteten und

tausende von Opfern forderten, sind nach offiziellen

Angaben 48 Hotelanlagen beschädigt. 26

von ihnen seien wieder in Betrieb, sagt Udaya

Nanayakkara, Chef des Fremdenverkehrsamtes.

Von Reisen in die Katastrophengebiete wird

dringend abgeraten. Die touristische Infrastruktur

im Westen des Landes ist dagegen nicht unmittelbar

betroffen.

Die Region Tamil Nadu im Südosten Indiens

leidet ebenfalls stark unter den Folgen des

Bebens. Touristische Einrichtungen wurden unter

anderem bei Madras Mamallapuram und

Kanniyakumar zerstört.

Im Norden der indonesischen Insel Sumatra,

der insgesamt die schlimmsten Folgen der

Flut zu tragen hat, gibt es keinen Tourismus. Reiseziele

im indonesischen Inselreich sind von der

Katastrophe nicht berührt.

Obwohl zahlreiche Todesopfer zu beklagen

sind und einige der flachen Inseln überspült

wurden, sind die Folgen der Tsunamis in touristischer

Hinsicht auf den Malediven weniger

stark als ursprünglich befürchtet. Von insgesamt

87 Resorts seien 55 voll in Betrieb, 13 seien trotz

notwendiger Renovierungsarbeiten geöffnet,

heißt es offiziell. 19 Anlagen bedürften mehrwöchiger

Wiederaufbauarbeiten.

Auch in Malaysia ist die touristische Infrastruktur

offenbar vergleichsweise glimpflich

davongekommen. Tourismusminister Dato’Leo

Michael Toyad bezeichnet die Lage auf Langkawi

und Penang wieder als »normal«. Die meisten

Gäste seien geblieben, die Hotelauslastung

liege in Penang aktuell bei 75 Prozent. Die

malaysische Halbinsel sei nicht so stark betroffen

gewesen, da sie durch die vorgelagerte Insel Sumatra

geschützt sei.

In Myanmar trafen die Wellen vor allem

das nahezu unbewohnte Gebiet bei Ranong.

»Die touristische Infrastruktur des Landes ist

20 TRAVEL ONE 5.1.2005


nicht beeinträchtigt«, berichtet

Christian Mosebach,

Chef des Myanmar-Spezialisten

Antares International.

»Alle Hotels – auch die Badehotels

in Ngapali, Ngwe

Saung und Chaungtha – arbeiten

wie gewohnt.«

Die Seychellen sind

weitgehend mit dem

Schrecken davongekommen.

Auf der Hauptinsel

Mahé sind einige Straßen

beschädigt und die tiefer gelegenen

Räume von Hotels

sind überschwemmt worden.

Die Hotels arbeiteten

wieder normal.

Angesichts des katastrophalen

Ausmaßes der Ereignisse

konzentrieren sich

die Anstrengungen natürlich

voll auf Hilfs- und Rettungsaktionen

in den am

schlimmsten betroffenen

Gebieten. »Dies ist eine große

humanitäre Tragödie«,

stellt Peter de Jong, Chef des weltweiten Verbundes

der Asien-Touristiker, Pata, klar. Der Tourismus

sei dabei lediglich ein Element. Gleichwohl

sei es zur Linderung der negativen Auswirkungen

des Bebens wichtig, festzustellen,

dass nicht ganz Asien, sondern nur bestimmte

Regionen von der Katastrophe heimgesucht

wurden.

Die Gefahr ist groß, dass Urlauber nun auch

Gegenden, die nicht betroffen sind, meiden,

weil Asien subjektiv als Katastrophengebiet

wahrgenommen wird. Eine juristische Grundlage,

bereits gebuchte Reisen dorthin zu stornieren,

gibt es nicht. »Als

Martin: professionelles

Krisenmanagement

De Jong: differenziertes

Gesamtbild ist wichtig

Grundlage für kostenlose

Stornierungen

und Umbuchungen

muss eine konkrete

Gefährdung vorliegen«,

betont DRV-Geschäftsführer

Dr. Jochen

Martin.

Viele wichtige

touristische Regionen

in Süd- und Südostasien

sind nicht von

den verheerenden

Fluten betroffen.

Dazu zählen zum Beispiel

thailändische

Ziele, die oft hunderte

von Kilometern von

den Unglücksorten

5.1.2005 TRAVEL ONE

FACTS

Folgen für die Branche

Rund 556.000 von insgesamt 40 Millionen

deutschen Urlaubern reisen nach Schätzungen

des DRV pro Jahr nach Thailand, auf die

Malediven und nach Sri Lanka. Damit liegt

der Anteil dieser Zielgebiete am Gesamtmarkt

bei 1,4 Prozent.

Eine weitere Aufschlüsselung der Reisenden

nach Zielen innerhalb Thailands sei nicht

möglich, so der DRV. Der Verband schätzt,

dass der Anteil der vom Seebeben unmittelbar

betroffenen Regionen bei weniger als

einem Prozent liegt.

Die großen Reiseveranstalter rechnen bislang

mit ȟberschaubaren wirtschaftlichen

Auswirkungen«.

entfernt liegen: Urlaubsorte und Inseln im Golf

von Thailand wie Koh Samui, Koh Phangan,

Kho Tao, Koh Chang und die Seebäder Hua Hin

und Pattaya. Ebenso Ziele wie das indische Goa

und der Bundesstaat Kerala. Auch die »jungen«

Urlaubsländer wie Vietnam und Kambodscha

haben die Tsunamis nicht erreicht. Die Metropolen

Bangkok, Singapur und Hongkong liegen

ebenfalls fernab der Katastrophengebiete.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Touristiker

wird es in nächster Zeit gehören, ihren Kunden

zu erklären, dass es keineswegs pietätlos ist,

auf Koh Samui Urlaub zu machen, während in

Khao Lak die Menschen leiden. Im Gegenteil:

Wenn die Einkünfte aus dem Tourismus auch

abseits der Krisengebiete ausbleiben, verschärft

das die wirtschaftlichen Probleme der Menschen

in den südasiatischen Staaten. »Es hilft

uns nicht, wenn die Gäste nun auch in den Regionen

wegbleiben, in denen die Tsunamis nicht

alles zerstört haben«, sagt Andre Gysin, General

Manager des Seaview Resorts in Krabi. »Gerade

jetzt brauchen die Menschen ihre Jobs, um zu

überleben.«

Daraus resultieren auch für die Fremdenverkehrsämter

schwierige Aufgaben. Denn es

gilt, in die Offensive zu gehen und für die bereisbaren

Regionen zu werben, ohne Probleme

in den Krisengebieten zu beschönigen.

Noch ist es freilich zu früh, um lauthals die

Werbetrommel zu rühren. »Angesichts des Leids

in den betroffenen Regionen würde es zynisch

wirken, damit zu werben, dass man nichts abbekommen

hat«, meint Martin. Obwohl Auslandsreporter

bereits von bizarren Erscheinungen wie

sonnenbadenden Touristen in Sichtweite des

Grauens berichten, lassen die Bilder des Schreckens

eine ernsthafte Auseinandersetzung mit

Wiederaufbauplänen noch nicht zu. Während

die Veranstalter immer noch nach Vermissten suchen,

hat Jochen Martin,

der zweimal täglich

mit dem Krisen-

stab des Auswärtigen

Amtes tagt, alle Hände

voll zu tun, um gemeinsam

mit der

Branche Transportkapazitäten

für Hilfsgüter

und Touristen

zu organisieren.

Immerhin, so sagt er,

habe Außenminister

Joschka Fischer die

Zusammenarbeit zwischen

dem DRV und

dem Auswärtigen

Amt »ausdrücklich gelobt«.

Christian Schmicke

Wo’s hingeht …

Wo’s langgeht …

Was los ist …

Bestimmen Sie!

Ihre Kunden wollen basteln?

Wir liefern die Reisebausteine! DERTOUR bietet

im Katalog „DERTOUR Asien China“ Sommer 2005

folgende Vorteile:

• mit Aktion „HF“ Hotels und mit

Aktion „G“ Flüge schneller buchbar

• hohe Flexibilität durch individuelle

Urlaubs- und Erlebnisbausteine

• flexible Pauschalreisen

• viele Frühbuchervorteile und

Spar-Angebote

• Hotels & Resorts mit

hervorragenden Spa´s

• NEU: Hochzeitsreisen nach Bali

• Anreise zum Flughafen inklusive

Ihr Expedientenportal: www.making-EXPerts.de



DESTINATION Asien

Mit ATE nach Fernost: Huong Pagoda in Vietnam

Holzner setzt auf

Nettopreise

Direkter Zugang

nach Südostasien

Reisebüros ■ Die neu gegründete Asia Travel Europe (ATE)

vermittelt Reise-Bausteine nach Fernost.

Freie Auswahl ohne Paketbindung,

keine vorgegebene

Marge und

kein Mindestumsatz sind

Versprechungen, die Reisebüros

gerne hören. Wer sich

da so vollmundig präsentiert,

nennt sich ATE Asia

Travel Europe: eine kleine

Vertriebsgesellschaft mit Sitz

in Baden-Baden. Als Tochterunternehmen

der thailän-

Individuelle Reisen

nach Myanmar

Rundreise oder Badeaufenthalt

(Standard oder maßgeschneidert)

- und kassieren Sie eine

attraktive Provision.

dischen Royal Silk Holidays vermittelt sie seit

September Reisebüros, die als Veranstalter

operieren, Veranstaltern und Incentive-Agenturen

Produkte in Südostasien mit Schwerpunkt

Thailand. Im Sortiment seien derzeit

rund 500 Hotels und 180 drei bis achttägige

Tourenprogramme mit deutsch- und englischsprachigen

Führern in Thailand, Kambodscha,

Myanmar (Burma), Laos und Vietnam. Das

Angebot ist unterteilt in »klassische« Reisen

mit Übernachtungen in Zwei- bis Fünf-Sterne-

Hotels und Tourenprogrammen, Ferien mit

Incomingservice

Sie möchten eigene Reisen

veranstalten und dabei auf

einen professionellen Service

vor Ort nicht verzichten? Durch

unser Büro in Myanmar ist auch

das möglich. Sprechen Sie uns an.

Myanmar Airways

International (MAI)

Preiswerte Flüge zwischen

BKK, SIN, KUL, HKG, DEL und

Yangon. Z. B. BKK RGN ab 60 Euro

netto. Buchung (8M) über Amadeus,

Galileo, Worldspan, Ticketing über uns.

sportlichen Aktivitäten wie Rafting, Tauchen,

Klettern, Rad- und Kajak fahren sowie Golf

spielen, und Urlaub mit Meditation und Wellnesspackages.

»Royal Silk Holidays kauft die Produkte

direkt vor Ort ein – zu ähnlichen Konditionen

wie die deutschen Veranstalter«, erklärt ATE-

Geschäftsführer Günter Holzner. Die Partnerreisebüros

in Europa erhielten diese zu günstigen

Nettotarifen. Alle nötigen Informationen

über Hotels, Saisonpreise, Sonderarrangements,

Spezialtouren und -pakete gibt es kostenlos

im Tourenkatalog und auf CD-Rom. Für

Deko-Material müssen die Agenturen dagegen

bezahlen.

200 Agenturen

im Focus

In den ersten vier Wochen seien rund 30 Verträge

mit Reisebüros zustande gekommen,

freut sich Holzner. Binnen eines Jahres erwartet

er knapp 200. »Die Resonanz ist sehr positiv«,

so der ATE-Manager. Die Reisebüros

seien froh über den vereinfachten Kontakt zu

Royal Silk Holidays und den leichten Zugang

zu deren Produkten. Der Vertrag mit den

Agenturpartnern enthält die allgemeinen Geschäftsbedingungen

und stellt klar, dass ATE

der Absatzmittler und die Muttergesellschaft

der Produktlieferant ist. Reisebüros, die ein

Package für ihre Kunden aus dem ATE-Sortiment

zusammenstellen, müssen also beachten,

dass sie selbst das Risiko tragen und für

den Sicherungsschein sorgen müssen. »Wir

sind das Bindeglied zwischen Reisebüros, Veranstaltern

und der Muttergesellschaft«, so

Holzner.

Informationen zu den Produkten finden

Reisebüros – und Endkunden – auch auf der

ATE-Website. Bis zum Jahresende soll sie um

Bilder ergänzt werden. Anfragen von Endkunden

werden an das örtliche Partnerreisebüro

weitergeleitet, verspricht Holzner.

www.asia-travel-europe.com

Susanne Freitag

Air Mandalay (AML)

Buchen Sie Inlandsflüge mit

der führenden privaten Fluglinie

Myanmars bereits in Deutschland.

AML bedient alle wichtigen Inlandsziele

sowie Chiang Mai.

Buchung und Ticketing über uns.

Antares International GmbH - Grosse Bleichen 16 - 20354 Hamburg - Telefon: 040-35715668 - Telefax: 040-352399 - E-Mail: info@myanmar-reisen.de - www.myanmar-reisen.de

22 TRAVEL ONE 5.1.2005


Kultur und Ayurveda

Aytour ■ Der Starnberger Veranstalter

Aytour kombiniert eine

Tour zu einem Unesco Weltkulturerbe

mit einem Gesundheitsprogramm.

So können die Gäste erstmals

einen Trip nach Angkor Wat

in Kambodscha buchen und sich

im Anschluss von Ayurveda-Profis

auf Sri Lanka verwöhnen lassen.

Angkor Wat: Mit Aytour Kulturund

Wellnesstrip kombinieren

ERLEBEN

Zudem hat der Spezialist sein Hotelportfolio

weiter ausgebaut und

bietet nun 36 Häuser zur Auswahl.

Neu im Katalog ist die Duke’s

Forest Lodge in Süd-Kerala.

»Das Resort wird vor allem Trekking-Freunde

und Ruhesuchende

begeistern«, ist Geschäftsführer

Uwe Endres überzeugt.

Als voller Erfolg hätten sich

die Airtaxen von Sri Lankan entpuppt,

die Endres erstmals im

Oktober charterte. »Sie sind gut

gebucht«, resümiert er.

Zufrieden ist er auch mit der

Arbeit mit den Reiseagenturen.

Die Zahl der Partner habe sich im

vergangenen Jahr auf 250 Agenturen

verdoppelt. »Der Umsatz

über das Reisebüro liegt bei

520.000 Euro«, so Endres. Insgesamt

liege der Umsatz bei rund

drei Millionen Euro. Aytour zahlt

zehn Prozent Provision.

www.agenturen.aytour.de

Besuchermagnet: Der Jeju Tempel in Korea

Statistik ■ Die Deutschen haben

Korea wiederentdeckt. In den

ersten zehn Monaten des Jahres

reisten 60.000 Urlauber aus

Deutschland in das asiatische

Land, rund 16 Prozent mehr als

im Vorjahreszeitraum. Sehr positiv

haben sich mit einem Plus von

rund 25 Prozent auch die internationalen

Touristenzahlen ent-

Asien Mix➤

DESTINATION

Mehr Deutsche nach Korea

wickelt. Steigendes Interesse versprechen

sich die Koreaner im

nächsten Jahr von ihrer Präsenz

als Partnerland auf der CMT in

Stuttgart sowie von den Asien-Pazifik-Wochen

in Berlin. Zudem ist

Korea im Oktober Gastland der

Frankfurter Buchmesse.

http://german.tour2korea.com

Erleben Sie ganz besondere Augenblicke. Entdecken Sie interessante Kulturen und faszinierende

Länder abseits ausgetretener Pfade. Mit exklusiven Individual-Rundreisen, Entdecker-Touren und

spannenden Tagesprogrammen. Denn wir wollen, dass Sie Klasse. Urlaub. Erleben.



DESTINATION Asien Mix

Airpass für

Thailand

Star Alliance ■ Der Airline-Verbund

bietet seinen Kunden nun

die Möglichkeit, mit einem Airpass

durch Thailand zu fliegen.

Passagiere können den Pass in

Verbindung mit jedem internationalen

Flugticket erwerben. Voraussetzung

ist, dass es sich um einen

Rund- oder Gabelflug handelt.

Die maximale Aufenthaltsdauer

beträgt drei Monate.

Reisende können drei bis

acht Streckencoupons erwerben,

wobei die ersten

drei

umgerechnet

rund 126

Euro und jeder

weitere

Schein 44

Euro kosten.

Geflogen wird

mit Thai Airways.

Sonderzug nach Peking

Zarengold ■ Irkutsk, Ulaan Baatar

und Peking sind nur drei der

vielen Stationen des Sonderzuges

»Zarengold«. Auch dieses Jahr haben

Veranstalter die bekannte

Bahnreise von Moskau bis in Chinas

Hauptstadt im Programm.

Schnieder Reisen etwa bietet die

In China startet oder endet die

Tour mit dem »Zarengold«

Transportmittel und Unterkünfte abseits des Massentourismus

stehen bei den neuen Backpacker-Touren auf dem Plan

Mehr Inseln bei FTI

Philippinen ■ Boracay, Cebu

und Panglao sind neue Inselziele

im Asienkatalog des Münchener

Veranstalters für den Sommer.

Für den Staat der 7.000 Inseln

der in den vergangenen Jahren in

Veranstalterkatalogen eher spärlich

vertreten war, wirbt FTI mit

günstigen, komfortablen Unter-

16-tägige Tour zwischen Mai und

September an vier Terminen an.

Der Trip kann auch auf zehn Tage

verkürzt werden, er endet in diesem

Fall am Baikalsee.

Lernidee hat die Fahrt zusätzlich

in umgekehrte Richtung im

Programm. Zudem ergänzt der

Veranstalter das Zug-Erlebnis um

verschiedene Bausteine, wie zum

Beispiel eine Rundreise durch die

Mongolei. Oder Touren durch

China: So können Urlauber etwa

vor der Fahrt mit dem »Zarengold«

auch Hongkong kennenlernen

und eine Kreuzfahrt auf dem

Jangtse machen. Die Reise dauert

dann insgesamt 27 Tage.

Der »Zarengold« wurde in

den 50er Jahren für die sowjetische

Regierung gebaut. Die Veranstalter

versprechen ihren Kunden

eine Zugreise mit nostalgischem

Flair und viel Komfort.

www.zugreisen24.de

künften und umfangreichen

Tauchmöglichkeiten.

Mehr Villen und Resorts hat

Dietmar P. Schulz, Produktmanager

Asien, auf Bali, Lombok und

Koh Samui ins Programm genommen.

Ausgebaut wurde vor allem

das Angebot im Vier- und Fünf-

Sterne-Bereich.

Sunsail ist nun mit drei Marinas in Asien vertreten

Sunsail segelt ab Koh Samui

Thailand ■ Der Yachtcharterer

Sunsail ist in Asien künftig an drei

Marinas vertreten. Neben Langkawi

in Malaysia und Phuket in

Thailand bietet das Unternehmen

vom 1. Mai bis 4. September

auch Segeltörns ab der thailändischen

Insel Koh Samui an.

Die elftägige Gruppenreise

durch die Inselwelt des Landes

Außerdem hat FTI das Angebot

an Rundreisen und Ausflügen erweitert.

Neben einer neuen China-Rundreise

von Peking über

Xian und Xiamen nach Shanghai

sind zwei- und dreitägige Ausflüge

von Bangkok aus neu im Programm.

Zusammen mit Intrepid Travel

bietet FTI Backpacker-Touren

für Kleingruppen in Thailand,

Indochina und Indonesien an. Bei

den Entdeckerreisen mit einer

durchschnittlichen Gruppengröße

von neun Teilnehmern wird

landestypisch übernachtet und

gereist. Kunden haben die Wahl

zwischen zwei Komfortkategorien.

Bei der »Original«-Variante

bewegen sich die Gäste bisweilen

mit Fahrrädern, Bambusflößen

und sogar auf Elefanten

fort. Geschlafen wird in Pensionen.Intrepid-»Premium«-Kunden

nutzen dagegen meist private

Verkehrsmittel und übernachten

in Hotels.

www.fti.de

startet jeweils sonntags. Gesegelt

wird im Verband, mit Yachten für

vier bis acht Personen.

Koh Samui ist 80 Kilometer

von der Küste Suratthanis entfernt.

Laut Sunsail ist das Revier

nicht nur bei Seglern, sondern

auch bei Tauchern sehr beliebt.

www.sunsail.de

24 TRAVEL ONE 5.1.2005


Jubiläumsreise nach China

Dertour ■ »China hat einen Anteil

von 16 Prozent am Asiengeschäft

und ist für uns eine wichtige

Destination, die sich in den

vergangenen Jahren stark entwickelt

hat«, sagt Petra Fraatz,

Produktleiterin des Asienpro-

Guilin und seine Kegelbergwelt sind Teil

der neuen Dertour-Jubiläumsreise

UPDATES

■ Hauser bietet seinen Gästen

jetzt mehr Komfort und weitet das

gleichnamige Angebot an Reisen

aus. So übernachten die Trekkinggäste

während der Tour »Perlen

Nepals« in Ker & Downey Komfort

Lodges. Zu Beginn und am Ende

des Trips übernachten Touristen im

Dwarika’s Hotel.

■ Malaysias Billigfluggesellschaft

Air Asia hat einen Vertrag

zum Kauf von 40 Maschinen des

Typs Airbus A 320 unterzeichnet.

Die ersten Flugzeuge sollen im Januar

2006 ausgeliefert werden.

■ Die Pata rechnet bis Jahresende

mit mehr als 300 Millionen internationalen

Ankünften in Asien.

Das sind rund zehn Prozent mehr

Gäste als im Rekordjahr 2002.

Grund für das Wachstum seien

etwa günstige Lowcost-Tarife, der

starke Euro sowie die positive ökonomische

Entwicklung des asiatischen

Raums.

gramms bei Dertour. Nach dem

durch Sars bedingten Buchungseinbruch

im Jahr 2003 sei man

nun wieder am Aufholen. Das

FIT-Hotelangebot entwickele sich

hervorragend, gerade reine Hotelbuchungen,

aber auch Gruppenreisenbefänden

sich im Aufschwung,

so

Fraatz. Der FrankfurterBausteinspezialist

bietet seit 40

Jahren Touren ins

Reich der Mitte an.

Vom Jubiläum profitieren

nun auch

die Kunden: Dertour

hat neu eine

18-tägige Geburtstagsreise

unter

dem Motto »China

zwischen gestern

und heute« aufge-

legt. Dabei besuchen

die Gäste die

■ Der japanische Staatscarrier

ANA bietet unter www.co.jp/eng/

eine englische Webseite für innerjapanische

Flüge an. Passagiere erhalten

nach der Buchung die Flugbestätigung

per Mail. E-Tix-Tickets

sind ebenfalls buchbar.

■ Sri Lankan verbindet vom 2. Juli

an viermal wöchentlich Frankfurt

mit Colombo.

■ Royal Brunei fliegt nun dreimal

in der Woche von Frankfurt via

Brunei nach Sydney.

Petra Fraatz: »China wächst

überproportional«

wichtigsten Sehenswürdigkeiten

wie etwa die Hutongs in Peking,

die Große Mauer bei Jinshanling

und den Steinwald in Kunming.

Als Bonbon ist die Tour mit zahlreichen

Extras garniert, etwa einem

Maultaschenessen in Xian,

einem traditionellen Abend mit

Naxi-Musik in Lijiang und der

Übernachtung im legendären

Peace Hotel in Shanghai.

Dertour bietet insgesamt 22

verschiedene Rundreisen durch

China auf 39 Katalogseiten an.

■ Die Hotelgruppe Ban Krating

hat ein neues Hotel im Nordwesten

Thailands eröffnet. Das Pai-

Resort liegt in der Provinz Mae

Hong Son. Gäste haben die Wahl

zwischen 20 Villen. Von dort aus

können diverse Touren unternommen

werden.

■ In Singapur sind Zimmer mit

Familienanschluss buchbar. Sie

sind über die »Association of Management

Corporation Singapore«

(AMICIS) buchbar. www.homestayholidays.com/jsp/amicis.jsp.

■ Das Thailändische Fremdenverkehrsamt

will Touristen für Urlaub

auf Schienen begeistern. Deshalb

sollen tägliche Verbindungen in

die südliche Provinz Trang eingeführt

werden. Geplant ist es, die Züge, die

von nostalgischen Dampfloks gezogen

werden, an historischen Sehenswürdigkeiten

anhalten zu lassen.

MOMENT MAL…

Kultur statt

Industrie

China steht für eine jahrtausendalte

Kultur. Die Traditionen

des fremden Landes faszinieren

Europäer seit jeher.

Doch wo sind sie geblieben,

die schönen Bilder, die Lust

auf Reisen in das Land der Mitte

machen?

Statt mit kunstvollen Tempeln,

verspielten Gärten und

atemberaubender Akrobatik

dringt China heute mit gigantischen

Staumauern, riesigen

Industrieanlagen und Joint

Ventures in das Bewusstsein

der westlichen Welt vor. Der

Wirtschaft mag das gefallen,

potenzielle China-Reisende

aber lassen sich mit solchen

Bildern von der aufstrebenden

Nation nicht gewinnen.

Chinas Touristiker – und

auch die deutschen Veranstalter

– stehen vor der Herausforderung,

den Baustellen und

Hochhäusern etwas Verlockendes

entgegenzusetzen. Wollen

sie das Land langfristig als touristischeDestination

etablieren,

müssen sie dafür

sorgen, dass das

Thema Kultur wieder

stärker in den

Vordergrund rückt.

Petra Hirschel

Redakteurin

p.hirschel@travel-one.net

5.1.2005 TRAVEL ONE 25



RELAX Schnäppchen für Touristiker

Tipps zum Schmökern

■ Nils Rautenberg vom Reisebüro »An der Oper«

in Bonn empfiehlt »Niemalsland« von Neil Gaiman,

weil »das Buch so herrlich düster ist«. 7,95 Euro.

Nix wie weg…

ZIEL & ZEIT

Kapverdische Inseln ■

bis 30.4.2005

Seychellen ■ Flug

bis 12.3.2005

Seychellen ■ Segeltörn

23.1., 30.1., 6.2., 13.2.,

20.2., 27.2.

USA ■ Flug

10.1. bis 10.3.2005

Indischer Ozean ■

Mauritius

5.1.bis 31.1.2005

Karibik ■ Kreuzfahrt

8., 15., 22., 29.1.2005

Japan ■ Flug

10.1. bis 17.3.2005

Europa ■ Deutschland,

Polen, Luxemburg

bis 31.3.2005

Afrika ■ Flug

bis 31.3.2005

Europa ■ Holland,

Deutschland; 2005

xxxLEISTUNG

www.AUA-ExpedNet.de

Der Austrian Bestseller-Tipp

Informativ, spannend und unterhaltsam. Das

ist die Lektüre, die wir Ihnen an dieser Stelle

ab sofort Woche für Woche anbieten werden.

Tipps, Anregungen und Hintergrundinfos.

Ein offenes Buch für Buchungsprofis wie

Sie. Am besten, Sie verpassen keine einzige

Folge! Damit Sie zu einem echten Bestseller

am Counter werden!

Eine Woche auf der Insel Sal inklusive

Flug ab München

Flug nach Mahe, ab/bis

Frankfurt/Main

8-Tage Törn, ab Mahé, mit der Sea

Shell oder Sea Pearl, Vollpension

zzgl. Hafengebühren und Eintritte

Flug nach New York, max. Aufenthalt

30 Tage

7 Übernachtungen im Drei-Sterne

Hotel Apavou Les Cocotiers oder

Bougainville, DZ/HP, inkl. Transfers

8 Tage/7 Nächte auf der Grandeur of

the Seas, ab/bis New Orleans; Route:

Cozumel – Grand Cayman – Costa

Maya, Innenkabine

Außenkabine

Flug nach Tokio, Nagoya, Okinawa,

Hiroshima und Fukuoka

Übernachtung im Doppelzimmer,

Frühstücksbuffet

Einzelzimmerzuschlag

Flug nach Nairobi

Begleitperson

Upgrade in die Business Class

Begleitperson

50 Prozent Ermäßigung in diversen

Landal Green Parks

PREIS

399 Euro

359 Euro

770 Euro

151 Euro

99 Euro

zzgl. St./Gebühren

289 Euro

427 Euro

504 Euro

370 Euro

zzgl. St./Gebühren

26 Euro

13 Euro

229 Euro

259 Euro

99 Euro

149 Euro

ab 115 Euro

KONTAKT

AUA E dN d

TACV Cabo Verde Airlines

Mail: SalesVRger@aviareps.com

Air Seychelles

Fax: 089-54 50 68 55

Paradise Consult

www.paradise-consult.de

Tel: 0511-32 79 37

Singapore Airlines

Fax: 069-7 19 52 35

Sun Promotions

www.sunpromotions.de

Vacation at Sea

vas@vacationatsea.de

Tel: 06257-50 79 70

China Airlines

www.agents-ci.de

Best Western

www.bestwestern.de/pep

Swiss

Tel: 01803-00 04 31

Ameropa

Fax: 06581-9 19 35

Noch mehr Angebote: www.travel-one.net

26 TRAVEL ONE 5.1.2005


TV-TIPPS

SAMSTAG, 8.1. l Weltreisen: Kangaroo

Gold – Mit dem Zug quer

durch Australien, 11:30 Uhr,

Phoenix l Länder – Menschen –

Abenteuer:Vom Postschiff zum Luxusliner

– Die Hurtigroute auf

neuem Kurs, 16:00 Uhr, MDR l Wolkenlos:

Gran Canaria, 17:00 Uhr,

VOX l Armenien – Biblisches Land

am Kaukasus, 17:15 Uhr, NDR

SONNTAG, 9.1. l Chemnitz, 9:30

Uhr, MDR l Vier Jahreszeiten auf

Hiddensee, 10:00 Uhr, Hessen l

Inseln: Sado, 10:15 Uhr, MDR l

Ägypten – Halbmond über den

Pyramiden, 12:00 Uhr, Phoenix l

Themen in der

Ausgabe 4:

Der Kilimandscharo, 13:15 Uhr,

MDR l Länder – Menschen – Abenteuer:

Indien: Pushkar, 14:15 Uhr,

Hessen l Die Halligen, 15:00 Uhr,

Hessen l Rügen – kein Wintermärchen,

15:40 Uhr, WDR l Inseln:

Griechenland: Kefalonia, 15:45

Uhr, Hessen l Fernweh: Malawi,

17:05 Uhr, BR l Brasilien, 18:00

Uhr, Phoenix l Voxtours: Russland,

18:15 Uhr, VOX l Die 5-Sterne-

Queen – Das größte Kreuzfahrtschiff

der Welt: die Queen Mary 2,

21:45 Uhr, WDR

MONTAG, 10.1. l Im Rosenheimer

Land, 14:30 Uhr, NDR l Winterreise

durch Ostpreußen, 15:45

Uhr, 3sat l Das Zittauer Gebirge,

16:30 Uhr, 3sat l Queen Mary 2

(1/5): Alle Mann an Bord, 20:15

Uhr, ARTE.

DIENSTAG, 11.1. l Der islamische

Stadtkern von Kairo – Ägypten,

10:40 Uhr, RBB l Indonesien – Archipel

zwischen zwei Welten,

14:15 Uhr, ZDF l LexiTV: Dominikanische

Republik, 14:30 Uhr,

➤Spanien

MDR l Wunderbare Wasserwege:

In Masuren, 15:15 Uhr, NDR l Die

Altstadt von Trogir, Kroatien

15:30 Uhr, 3sat l Reiselust: Die Dominikanische

Republik, 16:30

Uhr, 3sat l Fernweh: Malawi,

16:35 Uhr, RBB l Service Reisen:

Barcelona, 19:00 Uhr, Hessen l

Queen Mary 2 (2/5): Jungfernfahrt,

20:15 Uhr, ARTE

MITTWOCH, 12.1. l Die Oste –

zwischen Moor und Marsch, 14:30

Uhr, NDR l Queen Mary 2 (3/5):

Leinen los!, 20:15 Uhr, ARTE l Auf

der Datumsgrenze durch die Südsee

(1/2), 21:45 Uhr, ARD

DONNERSTAG, 13.1. l Weltreisen:

Die Traumtänzer von Südafrika

– Die Zulus und ihr ungewöhnliches

Nachtleben, 13:30 Uhr, RBB

l Cuxhaven, 14:30 Uhr, NDR l

Queen Mary 2 (4/5): Auf hoher

See, 20:15 Uhr, ARTE

FREITAG, 14.1. l Faszination

Kreuzfahrt – Auf Schiffsreise im

Mittelmeer. Ein NDR-Team war

➤ Flusskreuzfahrten

Erscheinungstermin: xxxxx 2005

Anzeigenschluss: xxxx 2005

eine Woche an Bord der »MS

Deutschland« und hat die Wirklichkeit

auf dem Fernseh-Traum-

HIGHLIGHT DER WOCHE

TV-Tipps➤

EXIT

Bhutan – Im Land des

Donnerdrachens. Bhutan

ist eine Welt für sich. Tief

verwurzelt in seiner Kultur

und Tradition öffnet sich

das asiatische Land langsam,

aber sicher dem digitalen

Zeitalter. FREITAG,

14.1., 15:30 Uhr, MDR

schiff erlebt, 12:55 Uhr, NDR l

Weltreisen: Bhutan, 15:30 Uhr,

MDR l Reisewege: Südtirol (1/2) ,

16:30 Uhr, 3sat l Queen Mary 2

(5/5), 20:15 Uhr, ARTE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

Tel.: 06151-3 90 79 20

Fax: 06151-3 90 79 29

Mail: anzeigen@travel-one.net

5.1.2005 TRAVEL ONE 27



EXIT Feedback & Leute

ONE

WWW.TRAVEL-ONE.NET

Travel Trade Press GmbH

Postfach 10 07 51, 64207 Darmstadt

Stephanstraße 3, 64295 Darmstadt

Telefon: 06151-3 90 70

Fax: 06151-3 90 79 39

REDAKTION

Telefon: 06151-3 90 79 30

Fax: 06151-3 90 79 39

E-mail: redaktion@travel-one.net

Chefredakteur

Thomas Hartung

t.hartung@travel-one.net

Stellvertr. Chefredakteur

Christian Schmicke

c.schmicke@travel-one.net

Redaktion

Yannick Fiedler, Susanne Freitag,

Klaus Göddert, Petra Hirschel,

Wolfram Marx,Tanja Ronge

ANZEIGEN

Telefon: 06151-3 90 79 20

Fax: 06151-3 90 79 29

E-mail: anzeigen@travel-one.net

Anzeigenleitung

Carsten Schröder

c.schroeder@travel-one.net

Anzeigenverkauf

Ute-Marie Weis

Anzeigenservice

Jördis Oslislok

VERTRIEB

Telefon: 06151-3 90 79 40

Fax: 06151-3 90 79 49

E-mail: vertrieb@travel-one.net

Leserservice

Nina Griesmer

Grafik

Uta Seubert, Tamara Sittinger

Marketing

Britta Linke

Geschäftsführung

Thomas Hartung

Druck

Dierichs Druck + Media GmbH, Kassel

TRAVEL ONE

erscheint wöchentlich mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 33

vom 1. Januar 2005

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

inklusive Porto, ohne Luftpostzuschlag

Reisebüros erhalten TRAVEL ONE kostenlos.

Die Mitglieder des Arbeitskreises

Aktiver Counter und des AJT e.V. erhalten die

Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der Verlagsgruppe

Deutscher Verkehrs-Verlag, Hamburg

FEEDBACK

Heiße Eisen anpacken

»Denkpause«

TRAVEL ONE, 22.12.2004

Sie wollen eine positive Atmosphäre

entwickeln, in der Freude

und Kreativität wachsen können.

Und eben das gefällt mir. Sie

packen heiße Eisen an, ohne in

beleidigender Form andere zu

kränken. Das muntert auf und

macht nachdenklich. Ich würde

sehr froh sein, wenn Sie in dieser

Weise weiterarbeiten würden.

In Ihren Heften fehlt mir

allerdings der rote Faden. Natür-

GESTERN

1975 ■ Vor 30 Jahren wird

der Hamburger Elbtunnel eröffnet.

1985 ■ Vor 20 Jahren gibt

es erstmals Reiseschecks in

der europäischen Kunstwährung

Ecu.

1995 ■ Vor zehn Jahren

kämpft British Midland vor

dem Europäischen Gerichtshof

gegen die Air-France-

Subventionen.

2004 ■ Vor einem Jahr legt

Lufthansa die Servicegebühren

fest, die sie im Eigenvertrieb

für die Ticketaustellung

nimmt.

Geblättert in

TRAVEL ONE und

seinem Vorgänger

Reisebüro Bulletin

lich sind in den Heften Länderschwerpunkte

genannt. Das ist

gut. Aber ich würde es für ebenso

gut halten, wenn Informationen

Vorrang haben, die Ihre

Grundgedanken weiterführen.

Gerhard Specht

Europawallfahrt e.V.

Nicht einfach hinnehmen

Interview mit Dr. Tom Groth

TRAVEL ONE, 01.12. 2004

■ Bei diesem Interview kann

ich bei der Aussage mit dem Aktionsteam

bei Opel nur den Kopf

schütteln. In welcher Welt lebt

dieser Dr. Groth? Es könnte sein,

dass das Aktionsteam ziemlich

schnell eine agressive Stimmung

erlebt. Ich glaube, ein von Arbeitslosigkeit

Betroffener hat

ganz andere Sorgen als Urlaub.

Ich habe nichts gegen kreative

Ideen, aber einen solchen Vorschlag

sollte man nicht unwidersprochen

hinnehmen.

Klaus Körner

TUI Reisecenter Dahmen

»Rechnen mit dem

Schlimmsten?«

FTD, 28.12.2004

■ Gemessen an der Dimension

der Katastrophe scheinen die

ökonomischen Reaktionen bemerkenswert

verhalten. ...

Schon ein Hurrikan in Florida,

der nur wenige Todesopfer fordert,

kann mehr Kursbewegungen

auslösen. ... In der nüchternen

Reaktion der Märkte spiegelt

sich zunächst schlicht die

Armut etlicher betroffener Regionen.

... Für die Volkswirtschaften

der Region sind vor allem die

Zynischer Text

Interview mit Dr. Tom Groth

TRAVEL ONE, 01.12. 2004

■ Ich beziehe TRAVEL ONE,

und zuvor das Reisebüro Bulletin

schon seit vielen Jahren. Die Lektüre

ist interessant, gut gemacht

und ich lese den wichtigen

Informationsträger der Branche

immer wieder gerne.

Nun zur letzten Ausgabe Seite

7 dritter Absatz: Die dort

getroffene Aussage, ein Veranstalter

sollte an dem Tag ein Aktionsteam

zum Opel-Werk nach Rüsselsheim

schicken, an dem der

Vorstand 10.000 Entlassungen

verkündet, hat mich mehr als erschüttert.

Wie kann ein 37-jähriger

»Chief Visioneer« einen solch

zynischen Text bringen. Ich erspare

mir einen weiteren Kommentar

und bitte Sie nur, diesen

Text nochmals zu lesen und darüber

nachzudenken, wie dies in

Rüsselsheim ankommt.

Thomas Wittich

Verlagsgruppe Rhein Main

Einbußen beim Devisenbringer

Tourismus schmerzlich. Allerdings

besteht zumindest Hoffnung

auf einen schnellen Wiederaufbau.

Schließlich gibt es

keinen Grund, die Sicherheitslage

völlig neu zu beurteilen.

www.ftd.de

»Im Steigflug«

Wirtschaftswoche, 23.12.2004

■ Die Reisebranche hat ihre bisher

schwerste Krise nach dem

Zweiten Weltkrieg größtenteils

überwunden. ... Die rund 20.000

Reisebüros werden vom Aufschwung

wohl nur wenig spüren.

... Insgesamt bleibt die Stimmung

daher gedämpft. Kein Wunder,

haben doch in den vergangenen

Jahren immer wieder unerwartete

negative Ereignisse wie Terror,

Sars oder auch die schwache Konjunktur

die Hoffnungen der Branche

zunichte gemacht.

www.wiwo.de

28 TRAVEL ONE 5.1.2005

PRESSE


Z U G E H Ö R T

»Wie ein Trainer, der engagiert wird,

um eine Bundesligamannschaft vor

einem Abstiegsplatz zu bewahren«

Thomas-Cook-Chef Wolfgang Beeser im

»Handelsblatt« auf die Frage, wie man sich als

Retter in der Not fühle

Gerard

muss gehen

Karstadt-Quelle ■ Peter Gerard,

der im Vorstand der Karstadt-Quelle

AG unter anderem

für Touristik zuständig war, hat

den Konzern verlassen. Der 57-

Jährige, dessen

Kernbereiche Logistik,

Verwaltung und

Informationstechnologie

waren,

sprang zeitweise als

Interims-Chef bei

Thomas Cook ein.

Eigentlich lief sein

Vertrag bis Ende

nächsten Jahres,

doch fielen in sein

Ressort einige Geschäftsfelder,

die

verkauft worden sind oder werden

sollen. Gerards Aufgaben sollen

nun von den weiteren

Vorstandsmitgliedern übernommen

werden.

1

Kurth weg, Keppler Chef

HLX ■ Was viele bereits seit Wochen vermuteten, bestätigt sich nun:

Wolfgang Kurth ist zum Jahreswechsel als Vorsitzender der Geschäftsführung

von Hapag-Lloyd Express (HLX) abgetreten. Sein Nachfolger

ist Roland Keppler. Bereits seit Ende September, als TUI-Chef Michael

Frenzel HLX in den Geschäftsbereich Europa Mitte von Volker Böttcher

integrierte und Wolfgang John zum Leiter des Flugbereichs ernannte,

war über einen baldigen Abgang des HLX-Chefs spekuliert

worden. Kurth war stark auf die Eigenständigkeit seiner Airline bedacht.

Der 40-jährige Keppler begann seine berufliche Laufbahn 1992 als

Trainee der Preussag AG. Es folgten weitere Stationen im Controlling,

bevor er 1999 als kaufmännischer Leiter zur Ferienfluggesellschaft Hapag-Lloyd

Flug wechselte. 2002 übernahm er den Bereich General Administration

beim TUI Airline Management. Seit 1. Oktober 2002 ist

Roland Keppler Mitglied der Geschäftsführung von HLX.

N E W S M A K E R

2 3

4

1 Hans de Wilde (44) ist bei Center Parcs zum neuen Chief Commercial Officer ernannt worden. Er ist bereits

seit Juli als Direktor Marekting Center Parcs Europe in der Rotterdamer Zentrale tätig. 2 Gesa Rohwedder

(33) ist neue Hotel Managerin im Inter Continental Berlin. 3 Susanne Hatje ist nun General Managerin

im neuen Boutiquehotel »The Landmark Mandarin Oriental« in Hongkong. 4 Joachim Kretzer (33)

ist neu im Team von Galileo Deutschland und dort als Trainer und Helpdesk Executive tätig. Er soll neue Anwender

im Umgang mit dem CRS trainieren. 5 Konsul Bernd O. Ludwig, Geschäftsführender Gesellschafter

des Hotels Jagdschloss Kranichstein, übernimmt als Präsident den Vorstandsvorsitz von »Gast im

Schloss«, der ältesten Kooperation für Restaurants und Hotels in deutschen Schlössern, Burgen, Klöstern

und Herrenhäusern. 6 Pierre Barthes ist zum neuen General Manager des Mandarin Oriental in Macau ernannt

worden. 7 Marcel Müller (40) übernimmt die Bereichsleitung Kundenbindung bei Schmetterling Reisen

und kümmert sich unter anderem um die Weiterentwicklung der Kundenkarten.

5.1.2005 TRAVEL ONE 29

5

6

7



MENSCH Privat

Frederik Pénot, 36, Widder,

betreut seit Januar 2003 von München aus

als Country Director Germany für

Disneyland Resort Paris den deutschen

Markt. Bevor er 2000 bei Micky Maus & Co

anfängt, arbeitet der in Paris geborene Sohn

einer deutschen Mutter und eines

französischen Vaters für Unternehmensberater

Roland Berger, damals bereits mit

Schwerpunkt Touristik. Den Grundstein für

seine Karriere legt der 36-Jährige an der

Europäischen Wirtschaftshochschule EAP in

Paris. Während seiner Studentenzeit zieht es

ihn nach Oxford und Berlin.

Frederik Pénot

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Die Lust, nach mehreren Jahren Beratung die Seite zu wechseln,

um die Branche aus der Nähe zu erleben.

■ Ihr Traumberuf als Kind?

Rettungsschwimmer an der Côte d’Azur

■ Ihr Traumurlaub heute?

Hauptsache Ruhe und Natur. Zum Beispiel, die Anden mit einem Pferd überqueren

oder in der Südsee tauchen

■ Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Eine Reise durch Südamerika, von Columbia bis zum Südzipfel Argentiniens

■ Drei Dinge, die Sie mitnehmen?

Taschenmesser, Feuerzeug, Bücher

■ Wo möchten Sie gerne leben?

In der Provence wegen des Klimas, in Havanna wegen der Ausstrahlung der Menschen,

und in Paris für Kunst und Gaumen

■ Wie schalten Sie ab?

Am besten beim Sport, ob Laufen oder Schwimmen

■ Was ärgert Sie?

Wenn Menschen sich trotz intensiver Kommunikation nicht verstehen

■ Wo können Sie nicht widerstehen?

Reife Feigen aus der Provence, am besten direkt am Marktstand

■ Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Gastronomie, Möbel und natürlich Reisen

■ Was hören Sie im Auto?

Lateinamerikanische Musik

■ Ihr jüngstes Kinoerlebnis?

»Die Reise des Jungen Che«. Ein sehr schönes Abenteuer

■ Wen bewundern Sie?

Menschen, die weder egoistisch noch egozentrisch leben und handeln

■ Ihre Lebensphilosophie?

»Erleben & Genießen«

■ Wen würden Sie gerne mal treffen?

Eine Walmutter und ihren Babywal beim Tauchen

Nächste Woche in TRAVEL ONE: Wie sich Hoteliers besser auf die Urlaubsbedürfnisse von Familien einstellen

➤ Wie Reisebüros zwei Geschäftsideen unter einem Dach vereinen ➤ Mit welchen neuen Angeboten Veranstalter künftig

noch mehr Urlauber in die Vereinigten Staaten locken wollen

30 TRAVEL ONE 5.1.2005


Lust auf eine

Weltreise?

Entdecken Sie die ITB

mit TRAVEL ONE.

Drei Tage ab 99 Euro.

Spannend, informativ, unterhaltsam – die ganze touristische Welt

trifft sich vom 11. bis 15. März auf der ITB in Berlin.

Eigentlich ein Muss für jeden Reiseprofi, aber bisher für viele nicht

bezahlbar. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr. TRAVEL ONE bringt

Sie zur ITB für kleines Geld. Das kann sich auch der Counter

leisten. Freitag, 11. März, hin, Sonntag, 13. März, zurück.

Komplett für nur 99 Euro. Fachsimpeln unter Kollegen inklusive.

Das Lowcost-Paket im einzelnen: DB-Fahrschein zweiter Klasse für

die bundesweite Anreise; zwei Übernachtungen im Doppelzimmer

mit Dusche/WC (Zweierbelegung) im Kult-Hostel Generator in

Berlin-Mitte; Frühstück; ITB-Dauerkarte für Fachbesucher.

Alternativ bieten wir auch zwei Übernachtungen

im Doppelzimmer mit Dusche/WC (Zweierbelegung)

im Vier-Sterne-Hotel Derag Großer Kurfürst für 199 Euro.

Wir haben ca. 120 Plätze frei.

Wer früh bucht, hat die besten Chancen.

Die Buchungsbestätigung erhalten Sie per E-mail.

Buchung über den Link auf www.travel-one.net

www.travel-one.net

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS


SriLankan und Emirates

feiern ihre Partnerschaft

Zwei Weltklasse-Airlines – ein Ziel! Ihr Komfort!

SriLankan Airlines und Emirates fliegen jetzt 24-mal pro Woche nach Colombo.

Fliegen Sie mit Emirates ab Frankfurt, München oder Düsseldorf täglich via Dubai

oder mit SriLankan 3-mal pro Woche Nonstop ab Frankfurt.

Zusätzlich können Sie bei jedem Flug mit diesen zwei ausgezeichneten

Airlines Skywards-Meilen sammeln.

www.srilankan.aero/feiern www.skywards.com

You’re our world

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine