Kinoprogramm (PDF, 7,9 MB) - Deutsches Filminstitut

deutsches.filminstitut.de

Kinoprogramm (PDF, 7,9 MB) - Deutsches Filminstitut

Kino im Filmmuseum

September 2012

FILM NOIR!

LUCAS – Internationales Kinderfilmfestival

Hommage an Ulrike Ottinger

Erste unter Gleichen. Alice Guy

New Indian Cinema


SPECIALS

VICKY CRISTINA

BARCELONA

≥ Seite 39

INfORmATION &

TICKETRESERVIERuNg

≥ Tel. 069 - 961 220 220

Impressum

Herausgeber:

Deutsches Filminstitut – DIF e.V.

Schaumainkai 41

60596 Frankfurt am Main

Vorstand:

Claudia Dillmann,

Dr. Nikolaus Hensel

Direktorin:

Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.)

Presse und Redaktion:

Frauke Haß (Ltg.), Sarah Günter

Texte:

Natascha Gikas, Sarah Günter,

Frauke Haß, Urs Spörri,

Ulrike Stiefelmayer, Gary Vanisian

Gestaltung:

Optik — Jens Müller

www.optik-studios.de

Druck:

Fissler & Schröder – Die Produktionsagentur

63150 Heusenstamm

Anzeigen (Preise auf Anfrage):

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Tel.: 069 - 961 220 222;

E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de

Abbildungsverzeichnis:

Alle Abbildungen stammen aus

dem Bildarchiv des Deutschen

Filminstituts – DIF e.V., sofern

nicht anders verzeichnet.


INHALT

Filmprogramm

Aktuelles

FILM NOIR

LUCAS – Internationales Kinderfilmfestival

Hommage an Ulrike Ottinger

Erste unter Gleichen. Alice Guy

New Indian Cinema

Klassiker & Raritäten: Goethe Festwoche

Klassiker & Raritäten: 200 Jahre Rothschild

Jüdische Kulturwochen

Laterna magica

Kinderkino

KLASSIKER & RARITÄTEN

fAuST

≥ Seite 28

Specials

DIE GROSSE STILLE

OMID ist mein Name …

Kino und Couch

Service

Programmübersicht

Eintrittspreise/Anfahrt

Vorschau

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AKTuELLES

Im September läuft unsere Filmreihe zur fILm NOIR!-

Ausstellung zu großer Form auf. Die Klassiker der

schwarzen Filme aus dem Hollywood der 40er und 50er

sind in unserem Kino zu sehen, von GILDA mit Rita

Hayworth über THE KILLERS mit Burt Lancaster, THE

MALTESE FALCON mit Humphrey Bogart, GASLIGHT

mit Ingrid Bergmann bis zu DOUBLE INDEMNITY mit

Barbara Stanwyck.

Außerdem steigen wir zu Beginn der Herbstsaison tief

ein in die Geschichte des Kinos. Aus Anlass einer Tagung

der Magic Lantern Society präsentiert das Kino des

Deutschen Filmmuseums am 21. und 22. September drei

historische Laterna-magica-Projektionen der Künstlergruppen

Illuminago und The Gilbert Family.

Einen großen Bogen schlagen drei Faustverfilmungen

anlässlich der goethe-festwoche vom 13. bis 23. September,

neben Friedrich Wilhelm Murnaus FAUST. EINE

DEUTSCHE VOLKSSAGE von 1926 und Sokurovs ganz

aktuellem FAUST von 2011 können Liebhaber wieder einmal

Gustaf Gründgens als Mephisto und Will Quadflieg

als Faust in der berühmten Verfilmung von 1960 sehen.

Einen Einblick in das jüngere Werk der preisgekrönten

Filmemacherin ulrike Ottinger gibt unsere Hommage

an diese Regisseurin. Der „ersten Filmemacherin“ Alice

guy (1873-1968), die gleichzeitig mit Georges Méliès

und den Brüdern Lumière Kino machte, widmet die

Kinothek Asta Nielsen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen

Filmmuseum ein Symposion, verbunden mit einer

Filmreihe: von Freitag, 28., bis Sonntag, 30. September.

New Indian Cinema heißt eine Reihe, die wir anlässlich

des 60-jährigen Jubiläums der deutsch-indischen Zusammenarbeit

zeigen.

DIE gROSSE STILLE ist ein Film über das Mutterkloster

des Schweigeordens der Karthäuser, den wir im Rahmen

der „Woche der Stille – Frankfurt beruhigt“ am Montag,

17. September, um 19 Uhr zeigen. Im Anschluss: Filmgespräch

mit Werner Schneider-Quindeau. Die Veranstaltung

ist eine Kooperation der Stadt Frankfurt, Amt für

Gesundheit, mit dem evangelischen Regionalverband.

September LuCAS-Monat: Das 35. Internationale

Kinderfilmfestival geht vom 2. bis 9. September an drei

Spielorten in Frankfurt und Offenbach über die Bühne -

mit fünf Weltpremieren, vielen Filmschaffenden, Workshops

und einem tollen Wettbewerbsprogramm.


FILM NOIR

Glücksspiel, Schmuggel, Prostitution. Zwielichtige Ermittler

im Kampf gegen brutale Gangster. An deren Seite:

gefährlich schöne Frauen. Im Hollywood der 1940er- und

1950er-Jahre entstanden Filme über die „Mean Streets“

der nächtlichen Großstadt – eine bis dahin wenig bekannte

Seite der US-Gesellschaft. Prominente Beispiele

für diese als „Film noir“ bekannten schwarzen Filme sind

THE MALTESE FALCON (USA 1941) oder TOUCH OF EVIL

(USA 1958). Sie setzten atmosphärisch um, wie sich die

Gesellschaft durch den Krieg verändert hatte, und machten

den Bruch mit den alten Idealen ebenso deutlich wie

die Gier nach Geld und ungebremster Freiheit.

Die im Juni eröffnete aktuelle Sonderausstellung FILM

NOIR! widmet sich dem Stil dieser Filme mit ihren starken

Licht-Schatten-Kontrasten, extremen Blickwinkeln und

von Linien und Rahmen begrenzten Bildausschnitten. Auf

sechs Leinwänden veranschaulicht die Ausstellung die

Elemente dieses Stils. Das Kino des Deutschen Filmmuseums

bietet eine begleitende Filmreihe. Drei dieser

Filme – KISS ME DEADLY, DOUBLE INDEMNITY und THE

KILLERS – gehören zur Lecture von Dr. Burkhard Röwekamp,

die er bereits am 30. August zum Thema „Krisen

des Männlichen im Film noir: ‚Dick Laurent is dead’“ hielt.

THE KILLERS und THE WOMAN IN THE WINDOW zeigen

wir im Rahmen des Kooperationsprojekts „24 BPS – 24

Buchstaben pro Sekunde“ mit dem Literaturhaus Frankfurt,

Schöne Aussicht 2, wo am Dienstag, 25. September,

drei Autoren Klassiker des Film noir neu erzählen. Beginn

ist um 19.30 Uhr.

5


6

Samstag, 01.09.

18:00 Uhr

mittwoch, 12.09.

20:30 Uhr

film zur Lecture.

Samstag, 01.09.

22:30 Uhr

FILM NOIR

KISS mE DEADLY

USA 1955. R: Robert Aldrich

D: Ralph Meeker, Albert Dekker. 105 Min. 35mm. OF

Das Ziel, einen Fall möglichst schnell – und sei es unter

Anwendung von Gewalt – abzuschließen, bestimmt die

Ermittlungsmethoden des Privatdetektivs Mike Hammer.

Eines Tages begegnet er auf der Fahrt entlang einer Küstenstraße

der jungen Christina. Kurz nachdem sie in sein

Auto gestiegen ist, wird der Wagen von der Straße gedrängt,

und die unbekannten Angreifer töten Christina.

Hammer macht sich auf die Suche nach den Mördern

und ihrem Geheimnis. KISS ME DEADLY gehört, nicht

zuletzt dank Ernest Laszlos suggestiver Kamera, zu den

bedeutendsten Detektiv-Filmen im Stil des Film noir.

gASLIgHT

USA 1944. R: George Cukor. D: Ingrid Bergman,

Charles Boyer, Joseph Cotten. 114 Min. 35mm. OmspU

Nachdem ihre Tante, eine Opernsängerin, ermordet

wurde, wird Paula Anton auf ein Internat nach Italien

geschickt. Dort heiratet sie Jahre später den Pianisten

Gregory, der sie überredet, wieder zurück in die Wohnung

ihrer Tante in London zu ziehen. Bald nimmt Paula

unheimliche Vorgänge im Haus wahr: Sie hört Schritte,

und das Gaslicht erlischt ohne ersichtlichen Grund. Sie

bangt um ihren Geisteszustand und verzweifelt zunehmend,

bis sie den unheimlichen Erscheinungen auf den

Grund geht. George Cukor setzt in GASLIGHT auf sparsame

Ausleuchtung und enge Räume, die Paulas Gefühl

des Eingesperrtseins verdeutlichen. Einer der wenigen

Film noirs, die im 19. Jahrhundert spielen.


THE mALTESE fALCON

USA 1941. R: John Huston

D: Humphrey Bogart, Mary Astor, Peter Lorre. 100 Min. 16mm. OF

THE MALTESE FALCON ist das Vorbild vieler Noir-Filme

und erzählt von dem Privatdetektiv Sam Spade, der

von einer geheimnisvollen Schönen mit einem Auftrag

betraut wird. Im Zentrum steht eine jahrhundertealte

wertvolle Falkenskulptur, derentwegen sich mehrere

Kriminelle gegenseitig die Hölle heiß machen. Als der

erfolgreiche Drehbuchautor John Huston die Möglichkeit

erhielt, Dashiell Hammetts Buch als Regisseur

zu verfilmen, begann er mit der minutiösen Planung

jeder einzelnen Kameraeinstellung. Letztlich gelang

ihm damit einer der einflussreichsten Hollywood-Filme

überhaupt, ebenso eines der besten Regiedebüts der

Filmgeschichte.

gILDA

USA 1946. R: Charles Vidor

D: Rita Hayworth, Glenn Ford. 110 Min. DCP. OF

Der glücklose Spieler Johnny Farrell wird vom

Geschäftsmann Ballin Mundson zum Leiter seines

Kasinos ernannt. Ihre gute Zusammenarbeit gestaltet

sich zunehmend schwierig, als Mundson von einer

Reise unerwartet mit einer Ehefrau an seiner Seite

zurückkehrt. Seine Frau, Gilda, ihre Attraktivität und

Verführungskraft, steht bald zwischen den Männern.

Denn Gilda und Johnny haben eine gemeinsame

Vergangenheit. Die Inszenierung Rita Hayworths als in

verführerisches Schwarz gehüllte Gilda gilt als die Noir-

Verkörperung der femme fatale.

7

Sonntag, 09.09.

20:30 Uhr

Samstag, 15.09.

22:30 Uhr

freitag, 14.09.

20:15 Uhr

Sonntag, 30.09.

20:30 Uhr


8

freitag, 14.09.

22:30 Uhr

Samstag, 22.09.

22:30 Uhr

Samstag, 15.09.

20:15 Uhr

mittwoch, 19.09.

21:00 Uhr

film zur Lecture.

FILM NOIR

SWEET SmELL Of SuCCESS

USA 1957. R: Alexander Mackendrick

D: Burt Lancaster, Tony Curtis. 96 Min. 35mm. OmspU

Sidney Falco, ein erfolgloser Broadway-Journalist,

wird um einen unmoralischen Gefallen gebeten: Der

Kolumnist J. J. Hunsecker will die Beziehung zwischen

seiner Schwester Susan und dem Musiker Steve Dallas

sabotieren, ohne sich die Hände schmutzig zu machen.

Falco gelingt es, Dallas zu denunzieren. Als Susan sich

dennoch für Dallas entscheidet, soll Falco erneut aushelfen.

Alexander Mackendrick wirft mit seinem Film einen

Blick auf die verkommenen Seiten des Showgeschäfts.

Die düstere Atmosphäre in der zur Metapher erhobenen

nächtlichen Großstadt und die Zeichnung der Figuren

weisen diesen Film als ein Spätwerk der klassischen

Film-noir-Periode aus.

DOuBLE INDEmNITY

USA 1944. R: Billy Wilder. D: Fred MacMurray, Barbara Stanwyck,

Edward G. Robinson. 106 Min. 16mm. OF

Der Versicherungsvertreter Walter Neff verfällt der erotischberechnenden

Phyllis Dietrichson, die ihn dazu überredet,

ihren Ehemann zu töten, um so die hohe Unfallversicherungssumme

zu kassieren. Zwar gelingt ihr gerissener

Mordplan zunächst, doch Barton Keyes, Versicherungsdetektiv

und Vorgesetzter Neffs, zweifelt am vermeintlichen

Unfallhergang. In die Enge getrieben, erzählt Neff die

Geschichte im Rückblick, indem er sein Geständnis auf ein

Diktiergerät spricht. Regisseur Billy Wilder, Co-Drehbuchautor

Raymond Chandler und die femme fatale par excellence,

Barbara Stanwyck als Phyllis, schufen mit DOUBLE

INDEMNITY ein Meisterwerk des klassischen Film noir.


BERLIN EXPRESS

USA 1948. R: Jacques Tourneur.

D: Paul Lukas, Merle Oberon. 87 Min. 16mm. OF

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bringt ein

Zug der US-Armee Menschen verschiedener Nationalitäten

nach Berlin. Während der Fahrt wird ein Bombenanschlag

auf den deutschen Friedensvermittler Dr. Bernhardt

verübt. Der Zug hält in Frankfurt, wo die Reisenden

verhört werden. Bald stellt sich heraus, dass Bernhardt

noch am Leben ist. Kurz darauf wird er entführt und

seine französische Sekretärin macht sich zusammen mit

Vertretern der vier Besatzungsmächte in den Trümmern

der Frankfurter Altstadt auf die Suche nach ihm. Der Film

wurde an Originalschauplätzen gedreht, was Tourneurs

Inszenierung einen dokumentarischen Charakter verleiht.

PuSHOVER

USA 1954. R: Richard Quine

D: Fred MacMurray, Kim Novak, Dorothy Malone. 88 Min. 16mm. OF

Der Kriminalbeamte Paul Sheridan soll Leona, die

attraktive Freundin des Gangsters Harry Wheeler, überwachen.

Er erliegt jedoch ihrem Charme und beginnt

ein Verhältnis mit ihr. Leona schlägt ihm vor, Harry zu

töten und mit dessen Geld zu fliehen. Paul zögert, kann

aber letztlich den Verführungskünsten der attraktiven

Frau nicht widerstehen. Der Plan scheitert, weil ein

Polizeikollege Harry bei der Tat beobachtet. Regisseur

Richard Quine legte großen Wert auf die Vermittlung

der fatalen erotischen Spannung zwischen den

Hauptfiguren, der er die „reine“ Beziehung von Leonas

Nachbarin Ann gegenüberstellt.

9

Sonntag, 16.09.

18:00 Uhr

Samstag, 22.09.

20:30 Uhr

Donnerstag, 20.09.

18:00 Uhr

freitag, 28.09.

22:30 Uhr


10

mittwoch, 26.09.

20:30 Uhr

Samstag, 29.09.

22:30 Uhr

film zur Lecture.

Donnerstag, 27.09.

18:00 Uhr

Samstag, 29.09.

20:30 Uhr

FILM NOIR

THE KILLERS

USA 1946. R: Robert Siodmak

D: Burt Lancaster, Ava Gardner. 105 Min. 16mm. OF

Basierend auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von

Ernest Hemingway gelingt Siodmak in THE KILLERS das

illusionslose Porträt eines Verbrechers, der eine Affäre

mit der Freundin seines Bandenkollegen beginnt. Als

diese ihn selbst hintergeht, verliert er seinen Lebenswillen.

In einer Kleinstadt wartet er auf die Rache seiner

ehemaligen Partner, die glauben, er enthalte ihnen die

Beute eines gemeinsamen Raubüberfalls vor. Die anspruchsvolle

narrative Struktur macht diesen Film-noir-

Klassiker zu einem Paradebeispiel für die noir-typische

Verwendung von Rückblende und Erzählerkommentar.

THE WOmAN IN THE WINDOW

USA 1944. R: Fritz Lang

D: Edward G. Robinson, Joan Bennett. 99 Min. 35mm. OmspU

Der Familienvater und Professor Richard Wanley sieht

eines Abends im Schaufenster einer Kunstgalerie das

Gemälde einer wunderschönen Frau und begegnet

ihr kurz darauf persönlich. Er begleitet Alice in ihre

Wohnung, wo er ihren eifersüchtigen Liebhaber in

Notwehr tötet. Das Paar beseitigt die Leiche, doch der

von seinem Gewissen gepeinigte Wanley macht sich

zunehmend verdächtig, nicht erst, als sein Freund, der

Staatsanwalt, den Fall übernimmt. THE WOMAN IN

THE WINDOW ergänzt den hier nahezu prototypisch

umgesetzten Stil des Film noir um ein effektvolles

tiefenpsychologisches Moment.


12

Weitere

Informationen

über LUCAS auf

lucas-filmfestival.de

35. Internationales Kinderfilmfestival

vom 2. bis 9. September 2012

LUCAS 2012, das sind erstklassige Kinderfilme aus aller

Welt mit sieben Weltpremieren, Workshops und vielen

Begegnungen mit Filmschaffenden. Eine Jury aus

Kindern, Film- und Medienexperten entscheidet über die

Gewinnerfilme. Das internationale Kinderfilmfestival

startet in die 35. Runde. Zu sehen sind 47 aktuelle,

herausragende Filme aus 24 Ländern. Die Produktionen

kommen aus Europa, Indien, China, Vietnam, Iran, Mexiko

und den USA. Erstmals ist auch Israel dabei. Einen

besonderen Schwerpunkt bildet das Filmland Schweden.

Das junge Publikum bekommt bei LUCAS Einblick in

die Lebenswelten von Kindern in anderen Kulturen. Die

Festivalfilme beleuchten Alltag, Ziele und Wünsche, aber

natürlich auch Hürden und Hindernisse im Leben von

Kindern. Alle Filme werden in Originalsprache gezeigt und

im Kino live übersetzt.

Wieder wählen Schulkinder gemeinsam mit Filmprofis

die besten Kinderfilme aus. LUCAS, das älteste deutsche

Kinderfilmfestival, verleiht 2012 erstmals zusätzlich einen

Jugendfilmpreis. Eine Jury aus 14- bis 19-Jährigen kürt

den Gewinnerfilm in ihrer Altersklasse. Vier der sechs

Jugendfilme sind auch im Abendprogramm im Kino des

Deutschen Filmmuseums zu sehen.

Das beliebte Begleitprogramm von LUCAS spielt dieses

Jahr mit Licht und Schatten. Ganz im Stil des Film noir,

der Detektivfilme der 1940er und 1950er Jahre, schlüpfen

Kinder in die Rolle von Ermittlern und lösen einen kniffligen

Fall. Passend dazu schreiben sie ein Krimi-Drehbuch.

Die Filme sind in Frankfurt im Deutschen Filmmuseum

und im Cinestar Metropolis zu sehen. Erstmals gibt es mit

dem Cinemaxx auch einen Spielort in Offenbach. LUCAS

lädt für Samstag, 8. September, zur Preisverleihung ein.


DAS KOMPLETTE FESTIVALPROGRAMM FINDEN SIE UNTER www.LUCAS-FILMFESTIVAL.DE

ON THE ICE

USA 2011. R: Andrew Okpeaha MacLean. D: Josiah Patkotak,

Frank Qutuq Irelan, Teddy Kyle Smi. 96 Min. 35mm. OF. Ab 14 Jahren

Qalli und Aivaaq sind 17 Jahre alt und beste Freunde,

obwohl sie ziemlich verschieden sind. Beide verbindet

aber die Leidenschaft für Rap-Musik. Sie stammen

vom Volk der Iñupiat ab, das im schneebedeckten

Alaska lebt. Eine der Traditionen dieses Volkes ist die

Seehundjagd. Auf einer Jagdtour geraten die beiden in

einen handgreiflichen Streit mit James, der dabei auf

tragische Weise ums Leben kommt. Qalli und Aivaaq

beschließen, das Unglück zu verheimlichen.

AmORS BALLER Cupid‘s Balls

Norwegen 2011. R: Kristoffer Metcalfe. D: Kåre Hedebrant,

Eira K. Stuedahl. 79 Min. 35mm. OmeU. Ab 14 Jahren

Der 15-jährige Lucas ist Schlagzeuger in einer Band

und hält nicht viel von Fußball. Als er mit seiner Mutter

aus Stockholm in ein kleines norwegisches Dorf

zieht, stellt er schnell fest, dass Fußball für die Dörfler

das Wichtigste zu sein scheint. Dann verliebt er sich

in Susanne, die Torfrau der Mädchen-Fußballmannschaft.

Obwohl er lieber eine Band gründen würde,

fängt Lucas daher an, Fußball zu spielen, um Susanne

zu beeindrucken. Mit Hilfe seines neuen Freundes

Stian, dem Sohn des Trainers, versucht er sich gegen

Petter, Susannes Freund und Kapitän der Mannschaft,

zu behaupten.

13

montag, 03.09.

20:00 Uhr

Dienstag, 04.09.

18:00 Uhr


14 LuCAS

Dienstag 04.09.

20:00 Uhr

mittwoch, 05.09.

20:00 Uhr

KADDISCH fÜR EINEN fREuND

Deutschland 2011. R: Leo Khasin. D: Ryszard Ronczewski,

Neil Belakhdar. 94 Min. 35mm. OmeU. Ab 12 Jahren

Seit kurzem wohnt der 14-jährige Ali in Berlin-

Kreuzberg und versucht, bei den Jugendlichen in

der Gegend Anschluss zu finden. Als Mutprobe vor

der Aufnahme in ihre Clique fordern sie von ihm, in

die Wohnung eines alten Manns namens Alexander

einzubrechen und sie zu verwüsten. Ali, der in einem

palästinensischen Flüchtlingslager in judenfeindlicher

Atmosphäre aufgewachsen ist, kennt Alexander: Schon

am Tag seines Einzugs hatte er herausgefunden, dass

der Nachbar Jude ist. Als Ali bei dem Einbruch ertappt

und angezeigt wird, hängt seine weitere Zukunft von

Alexander ab.

SØNNER AV NORgE Sons Of Norway

Norwegen 2011. R: Jens Lien. D: Åsmund Høeg, Sven Nordin.

85 Min. 35mm. OmU. Ab 14 Jahren

1978: Nikolaj ist ein braver, etwas schüchterner Junge,

der in einer ungewöhnlichen Familie aufwächst. Seine

Eltern sind liberal-kommunistischer Überzeugung, vor

allem sein Vater lehnt jede Form strenger Erziehung ab.

Verbote gibt es nicht. Eines Tages hört Nikolaj mit einem

Freund zusammen die Musik einer englischen Band namens

Sex Pistols. Deren harte Punkmusik, Ausdruck der

Rebellion gegen die Gesellschaft, spricht Nikolaj sofort

an. Als seine Mutter verunglückt, beginnt er ein neues

Leben innerhalb der aufkommenden Punkbewegung.


HOMMAGE AN

uLRIKE OTTINGER

Anlässlich ihres 70. Geburtstags widmet das Kino des

Deutschen Filmmuseums der deutschen Filmemacherin

Ulrike Ottinger eine Filmreihe, in der sämtliche ihrer

seit 2002 gedrehten Filme vorgestellt werden. Sie sind

teilweise erstmals in Frankfurt zu sehen. Die 1942 in

Konstanz geborene Ottinger begann ihre Karriere als

Fotografin und Malerin. Ihren ersten Film realisierte sie

1972 mit LAOKOON & SÖHNE, in dem sie Drehbuch,

Kamera, Schnitt und Regie verantwortete. Ein Vorgehen,

das sie später meist beibehielt. CHINA. DIE KÜNSTE –

DER ALLTAG (1985) war der erste von vielen Dokumentarfilmen,

in denen sie sich mit den Kulturen asiatischer

Völker befasste. Im November 2011 erhielt sie den Hannah-Höch-Preis

des Landes Berlin für ihr Gesamtwerk.

„Was die Künstlerin zeigt, verfolgt uns bis in Träume, wo

fernöstliche Prinzessinnen im Dampfbad Goldfischen

beibringen, wie man sich einen Schnurrbart schminkt“,

schrieb der Schriftsteller Dietmar Dath über sie.

ZWÖLf STÜHLE

Deutschland 2004. R: Ulrike Ottinger

D: Georgi Delijew, Genadi Skarga. 198 Min. 35mm. Russ. OmU

Während ihrer Recherchen zu SÜDOSTPASSAGE

(2002) entdeckte Ulrike Ottinger den 1928 veröffentlichten

Roman Die zwölf Stühle von Ilf/Petrow, eine

subtile und heitere Satire auf das sowjetische System

sowie seine selbstsüchtigen Bürger. Den in der ganzen

UdSSR beliebten und vielfach verfilmten Stoff interpretiert

Ottinger mit eigenen inszenatorischen Mitteln: In

malerischen Tableaus verbindet sie historische Kostüme

mit heutigen Kulissen. Zwei Volksschauspieler aus

Odessa spielen den Gauner Ostap Bender und den

einstigen Adeligen Ippolit, die gemeinsam nach einem

in einem Stuhl versteckten Schatz suchen.

uLRIKE OTTINgER – DIE NOmADIN VOm SEE

DE 2012. R: Brigitte Kramer. 86 Min. HD dtOmeU

Auf der Berlinale wurde Brigitte Kramers Film uraufgeführt,

der die Berühungspunkte zwischen ihr und

Ottinger – sie stammen beide vom Bodensee – zum

Ausgangspunkt einer Werkschau nimmt, die einen tiefen

Einblick in das Leben und Schaffen Ottingers gibt.

15

freitag, 14.09.

16:15 Uhr

Samstag, 15.09.

16:00 Uhr


16 HOMMAGE AN uLRIKE OTTINGER

Samstag, 15.09.

18:00 Uhr

Sonntag, 16.09.

20:00 Uhr

gast: Ulrike Ottinger

im Gespräch mit

Marli Feldvoß

DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRuHE

Deutschland 2008. R: Ulrike Ottinger

82 Min. 35mm. Korean. OmU

Ulrike Ottinger beleuchtet die teuren und sehr aufwendigen

traditionellen Hochzeitszeremonien in Korea.

So zeigt die Regisseurin ein jeder Eheschließung

vorgelagertes Ritual, bei dem der Bräutigam kostbare

symbolische Gegenstände in eine Truhe legt und zu

Fuß zum Elternhaus seiner zukünftigen Frau trägt. In

einem spannenden Gegensatz dazu stehen Aufnahmen

moderner Hochzeitsfeiern, bei denen sich Elemente der

koreanischen Kultur mit westlichen Einflüssen mischen.

Ergänzend stellt Ottinger die Legende von der Liebe

und Menschwerdung zweier Ginsengwurzeln vor.

uNTER SCHNEE

Deutschland 2011 R: Ulrike Ottinger

103 Min. 35mm. OmU

Auf den Spuren des Schriftstellers Bokushi Suzuki

waten die Kabuki-Darsteller Takeo und Mako durch

meterhohen Schnee. Als sie einer schönen Füchsin

begegnen, verwandeln sie sich in einen Mann und eine

Frau aus der Edo-Zeit und werden Zeugen zahlreicher

Zeremonien, die deutlich machen, wie sehr die

Provinzbewohner von Echigo einander verbunden sind.

Im zweiten Teil verbinden sich die traumhaften Bilder

und die Musik Yumiko Tanakas zu einem bewegenden

Ganzen – aus dem Off kommentiert von Eva Mattes.


goEast –

Festival des mittel- und

osteuropäischen Films

GOEAST PRÄSENTIERT

SÜDOSTPASSAgE

Deutschland 2002. R: Ulrike Ottinger

1. TEIL: WROCLAW-VARNA

128 Min. DigiBeta. DF, Beginn: 16:15 Uhr

Nach faszinierenden Dokumentationen über die Taiga

oder Shanghai widmet sich die Regisseurin Ulrike Ottinger

mit SÜDOSTPASSAGE den Metropolen Südosteuropas

und ihren Verbindungswegen. Der Film beschreibt eine

Reise, die von Berlin aus zunächst ins polnische Wroclaw

führt und dabei Städte, Dörfer und Landstraßen abbildet.

Ein besonderes Augenmerk gilt der kulturellen Tradition

der jeweiligen Reiseetappe, im slowakischen Košice etwa

dem Geburtshaus des ungarischen Autors Sándor Márai.

Die Reise erstreckt sich über mehr als 1200 Kilometer und

endet zunächst in der bulgarischen Hafenstadt Varna.

2. TEIL: ODESSA

142 Min. DigiBeta. DF, Beginn: 18:45 Uhr

Von Varna führt der Weg auf einer Fähre über das

Schwarze Meer in die ukrainische Hafenstadt Odessa.

Neben architektonischen Schätzen wie der

Potemkin’schen Treppe filmt Ottinger insbesondere die

Reste des jüdischen Lebens in der Stadt – häufig findet

sie jedoch nur noch Ruinen oder zweckentfremdete

Synagogen. In der UdSSR hatte Odessa den Ruf einer

Ganovenstadt, ist aber auch als Heimatort des Autors

Isaak Babel und des Autorenduos Ilf/Petrow bekannt,

an die Ottinger in zahlreichen Zitaten erinnert.

3. TEIL: ISTANBuL

93 Min. DigiBeta. DF, Beginn: 21.30 Uhr

Mit dem kürzesten der drei Teile schließt Ottinger ihre

filmische „Reise zu den neuen weißen Flecken auf

der Landkarte Europas“ in der brodelnden türkischen

Metropole Istanbul ab. Schon immer Schmelztiegel für

unzählige Kulturen, lebt die Stadt von ihrer Vielstimmigkeit.

Während im Viertel Laleli Russinnen den Handel

übernommen haben, laden auf den uralten Basaren allein

Männer zum Kauf ein – und rufen dabei in vielen europäischen

Sprachen. Ottinger besucht das armenische Viertel

Istanbuls, zitiert den Poeten Nizami und verlässt die SÜD-

OSTPASSAGE mit Konstantin Kavafis‘ Gedicht Ithaka.

17

Sonntag, 23.09.

16:15 Uhr

Eintritt gesamter

Film: 13,- Euro/

ermäßigt 9,- Euro

einzelne Teile:

Normalpreis

Zwischen den

einzelnen Teilen

gibt es eine jeweils

20-minütige Pause,

in der das Café

Serbische Bohnensuppe

und andere

Leckereien anbietet.


18 HOMMAGE AN uLRIKE OTTINGER

mittwoch, 26.09.

18:00 Uhr

freitag, 28.09.

18:00 Uhr

SuPERBIA – DER STOLZ

Deutschland 1986. 15 Min. 35 mm

DAS EXEmPLAR

Deutschland 2002. R: Ulrike Ottinger

D: Raymond Wolff, Thorsten Heidel. 18 Min. DigiBeta.

ESTER

Deutschland 2002. R: Ulrike Ottinger

D: Genrietta Liakhorvitskaia, M. Enenstein. 31 Min. DigiBeta dtOmeU.

STILL mOVINg

Deutschland 2009. R: Ulrike Ottinger. 29 Min. BetaSP. Ohne Ton.

SUPERBIA – DER STOLZ ist Teil einer Gemeinschaftsproduktion

zu den sieben Todsünden. Bei Ottinger

wächst aus dem Stolz „der Baum des Lasters“, dessen

sündige Früchte Völlerei, Trägheit, Geiz, Zorn, Neid und

Wollust sind. DAS EXEMPLAR ist Ottingers Verfilmung

einer Groteske Valentin Katajews, in der ein zaristischer

Beamter nach einem langjährigen Schlaf in der jungen

UdSSR aufwacht. In ESTER führen jüdische Immigranten

aus Europa die Purim-Sage auf; in Ottingers jüngstem

Kurzfilm STILL MOVING assoziiert sie Aufnahmen

ihrer privaten Objektsammlung mit Erinnerungen und

schafft daraus ein visuelles Kunstwerk.

PRATER

Deutschland/Österreich 2007. R: Ulrike Ottinger

104 Min. 35mm

„2 x fürchten kaufen und rein in die geisterbahn. sich

im spiegelkabinett (und seinen ebenbildern) verirren —

schlicht und grad nicht mehr rausfinden. und immerzu

fliegen im sitzen und liegen.“ Diese Sätze dichtete

die österreichische Autorin Elfriede Gerstl eigens für

Ottingers Porträt des traditionsreichen Wiener Praters.

Auch andere Autoren wie Elfriede Jelinek, Erich Kästner

oder Elias Canetti lässt die Regisseurin in zahlreichen

Miniaturen über den alten Jahrmarkt zu Wort kommen.

Sie begegnet den Nachkommen eines „Mannes ohne

Unterleib“, Schaustellern und Besuchern aus aller Welt.


FRANKFURT

Die Mediathek in der

Sie alles finden. Unser

Verleihrepertoire reicht

vom Stummfilm bis zur

aktuellen Festivalneuheit

über Dokumentationen,

Kinder- und Familienfilme,

TV-Serien, Filme

aus allen Ländern im

Orginalton und aktuellen

Neuheiten.

Unseren Bestandskatalog

finden Sie online.

Auch Fernverleih möglich.

19


20

In Zusammenarbeit

mit der Kinothek

Asta Nielsen e.V.

www.kinothekasta-nielsen.de

Mit freundlicher

Unterstützung von:

Cornelia Goethe

Centrum (und

Förderkreis CGC),

Frauenreferat der

Stadt Frankfurt am

Main, Hessische

Filmförderung,

Kulturamt der Stadt

Frankfurt am Main,

Maecenia

ERSTE uNTER GLEICHEN.

DIE FILMARbEIT DER ALICE Guy vON 1896 bIS 1920

Filmsymposion

28. – 30. September 2012

Alice Guy (1873-1968) war die erste Filmemacherin in

der Geschichte des Kinos. Sie begann gleichzeitig mit

Georges Méliès und den Brüdern Lumière Filme zu

machen, ist aber bis heute, auch bei Fachleuten, kaum

bekannt. Forschung und Archive haben inzwischen

einige ihrer mehr als 1000 – großteils verschollenen –

Filme identifiziert und restauriert. Nach New York, Paris

und Bologna wird beim Filmsymposion in Frankfurt

erstmals eine Auswahl von Guys Filmarbeit gezeigt.

Alice Guy trat Ende 1895 als Sekretärin von Léon Gaumont

in das Comptoire Général de Photographie, Paris,

ein und unterstützte ihren Chef wenige Monate später

dabei, die Firma zu übernehmen. Das war der Beginn

der Gaumont-Filmproduktion, in der Alice Guy von Anfang

an eine entscheidende Rolle als Regisseurin und

Produktionsleiterin spielte. 1907 begleitete Guy ihren

Ehemann Herbert Blaché in die USA und gründete dort

ihre eigene Firma, die Solax (1910-14). 1920 entstand

ihr letzter Film. Ihre Autobiografie wurde 1976 posthum

von der Association Musidora herausgegeben.

Sechs Programme stellen die Filme der Alice Guy in

den Kontext des frühen Kinos, um ihre Arbeit sichtbar

zu machen, die sich in der Herausbildung einer Vielfalt

© Collection Gaumont


von Genres niederschlug – Féerien (frz. Zauberwelten),

dokumentierende, sogenannte Ansichten, Tanzstücke,

Komödien, soziale Dramen. Sie werden von Filmkuratorinnen

und -wissenschaftlerinnen präsentiert. Zur Eröffnung

spricht Annette Förster, Autorin des Buchs Histories of

Fame and Failure, über die wechselvolle Überlieferungsgeschichte

der Filmarbeit von Alice Guy. Den Hauptvortrag

am Samstag hält Kim Tomadjoglou, Kuratorin der Retrospektive

Alice Guy am Whitney Museum.

Musikbegleitung: Elvira Plenar und Eunice Martin.

Vortrag Annette Förster (Amsterdam):

„Ein Platz in der filmgeschichte?“

Welturaufführung

LA PIONNIÈRE. DE 2012. R: D. Abke. 13 Min. 35mm

Kurzfilmprogramm Alice Guy 1:

Die Vergessene – zwischen Lumière und Méliès

Im Swedish Film Institute ist eine Kompilation von Guys

Gaumont-Filmen erhalten, die einen ersten Einblick in

die Vielfalt der Arbeiten Alice Guys als Regisseurin oder

Produzentin gibt. Begleitend laufen Filme anderer

Pioniere: Werke der Brüder Lumière, von George Méliès,

sowie LE SPECTRE ROUGE (FR 1907) von Segundo de

Chaumont, der einen Zauber-Wettstreit zwischen einem

Magier und einer plötzlich auftauchenden Rivalin zeigt.

Präsentation Ute Holl (Basel):

„Die Zauberin“

Kurzfilmprogramm Alice Guy 2: Spiel

Das frühe Kino hatte keinen Kunstanspruch. Gleichwohl

ging es seine eigenen ästhetischen Wege. In den

dokumentierenden Filmen, sogenannten Ansichten,

nimmt die Kamera die Schönheiten der Natur auf. Mit

seinen Inszenierungen knüpft das frühe Kino an die Formen

der Bühne an, spielt aber zugleich mit den technischen

Möglichkeiten von Täuschung und Illusion. Alice

Guy war die erste Zauberin des Kinos. Ihre Filme werden

in Gesellschaft von LA RUCHE MERVEILLEUSE (Der

wundersame Bienenkorb, FR 1905, R: Gaston Velle)

und des Kurz-Dokumentarfilms TILLY BÉBÉE, DIE

BERÜHMTE LÖWENBÄNDIGERIN (DE 1908) gezeigt.

21

Mit besonderem

Dank an: Agnès

Bertola, Gaumont

Pathé Archives

Dauerkarte:

25 / 15 Euro

freitag, 28.09.

20:00 Uhr

Eintritt 7 / 5 Euro

Es spricht

Stadträtin Sarah

Sorge, Dezernentin

für Frauen und

Bildung der Stadt

Frankfurt

In Anwesenheit von

Daniela Abke

Block 1:

Kurzfilmprogramme

2 und 3

Eintritt 9 / 7 Euro

Samstag, 29.09.

11:00 Uhr

In Kooperation mit

Filmoteca Catalunya

und Cineteca di

Comune di Bologna


22 ERSTE uNTER GLEICHEN. ALICE Guy

Samstag, 29.09.

12:30 Uhr

Block 2:

Vortrag und

Kurzfilmprogramm 4

Eintritt 9 / 7 Euro

Samstag, 29.09.

15:00 Uhr

Samstag, 29.09.

16:00 Uhr

Samstag, 29.09.

18:00 Uhr

Eintritt 7 / 5 Euro

Kurzfilmprogramm Alice Guy 3: ... und Spaß

Komödiantinnen gab es im frühen Kino in großer

Zahl, aber sie wurden erst in den vergangenen beiden

Jahrzehnten wiederentdeckt. Dabei handelt es sich in

der Regel um Schauspielerinnen. Doch gerade in den

frühen Burlesken ist die Grenze zwischen Schauspiel

und Regie fließend. Neben Szenen mit schnurrbärtigen

Frauen und übereifrigen Putzmännern, die Alice Guy

inszenierte, läuft im Programm ein Film mit Musidora,

deren komische Seite weitgehend unbekannt ist sowie

einige Beispiele aus den ROSALIE-, LEONTINE- und

KUNIGONDE-Serien.

Vortrag (englisch) Kim Tomadjoglou (Washington):

„The Great Adventure of Alice Guy“

Im Anschluss laufen FALLING LEAVES, USA 1912,

MIXED PETS, USA 1911, R: Alice Guy, P: Solax, BluRay

Präsentation Claudia Walkensteiner-Preschl (Wien):

„Der kinematographische

Blick auf Sozialgeschichten“

Kurzfilmprogramm Alice Guy 4:

Kinderszenen und Erwachsenendramen

Im frühen Kino kommt den Kindern eine besondere Aufmerksamkeit

zu – auf der Leinwand wie im Publikum.

Auch Alice Guy machte Kinder gerne zu Helden ihrer

Geschichten, nutzte ihren Witz und ihre Fotogenität und

nicht zuletzt ihr sentimentales Potenzial. Dieser Aspekt

kommt vor allem zur Geltung, wenn es um die Darstellung

sozialer Verhältnisse geht. Alice Guy zeigt das

Leiden der Kinder und die Unfähigkeit der Erwachsenen,

sie daraus zu befreien. Die begleitenden Filme zeigen

Empathie mit den „Unterwelten“ der Kinder, etwa in

KASPER LOTTE (DE 1913) und THE LITTLE MATCH-

SELLER (GB 1905, R: James Williamson).

Präsentation Madeleine Bernstorff (Berlin):

„Les Résultats du féminisme“

Kurzfilmprogramm Alice Guy 5:

Frauen-Bewegungen

Die Epoche des frühen Kinos ist auch die Blütezeit

der ersten Frauenbewegung. Der Aufbruch aus den

bürgerlichen Ordnungen der Kultur, der Moral und des

Rechts ist beiden eigen. Gleichwohl hielten sie Distanz

zueinander. Wenn die Frauenbewegung sich überhaupt

zum Kino äußerte, teilte sie die konservativen Bedenken

der „Volkserzieher“. Wie das Filmprogramm zeigt, zogen

die Filme umgekehrt den expliziten Feminismus ins Lächerliche,

machten aber gleichzeitig die „neuen“ Frauen

sowie den Aufruhr in der Geschlechterordnung auf der

Leinwand sichtbar. Alice Guy war da keine Ausnahme.


Präsentation (englisch) Bärbel Tischleder (Göttingen):

„Lessons of the New World:

Women and Americanization“

Kurzfilmprogramm Alice Guy 6:

Nach den Pionierjahren

Das Abschlussprogramm des Festivals stellt den

Übergang von Guys Filmarbeit in Frankreich zu ihrer

Tätigkeit in den USA vor. Zentraler Film ist dabei THE

MAKING OF AN AMERICAN CITIZEN (USA 1912): Die

Begegnung mit der neuen Welt hieß auch, eine andere

Stellung der Frauen in der Gesellschaft kennenzulernen.

Lois Webers Spielfilm SHOES (USA 1916) gibt einen

Ausblick auf die Nachfolgerinnen Guys.

Freunde des Kinos

Das Kino im Deutschen Filmmuseum sucht filmbegeisterte

Freunde, die sich engagieren und für unser besonderes

Programm interessieren. Lernen Sie uns kennen, und seien Sie

gespannt auf das, was das Haus zu bieten hat. So erhalten Sie

für unser Kino vergünstigte Eintrittspreise sowie Vorzugskarten

zu besonderen Veranstaltungen und haben die Möglichkeit,

Filmschaffende zu treffen. Selbstverständlich bekommen die

Freunde des Hauses unseren Newsletter und alle Programme

kostenfrei zugeschickt.

Sie möchten das Kino unterstützen?

Einzelpersonen: 30,- Euro Jahresbeitrag

Unter 30-Jährige: 20,- Euro Jahresbeitrag

Weitere Informationen:

freunde@deutsches-filminstitut.de

Tel.: 069 – 961 220 225

23

Sonntag, 30.09.

12:00 Uhr

Klavierbegleitung:

Eunice Martins


24

Eine Veranstaltung

von

Days of India

in germany:

Connecting

Cultures

Mit Dank an

Directorate

of Film Festivals;

Embassy of

India, Berlin;

Consulate general

India, Frankfurt

NEw

INDIAN

CINEMA

Aus Anlass von 60 Jahren deutsch-indischer Zusammenarbeit

und den DAYS OF INDIA – CONNECTING

CULTURES präsentiert das Kino des Deutschen

Filmmuseums im Deutschland-Indien-Jahr 2012/13

in Kooperation mit der Botschaft von Indien und dem

indischen Generalkonsulat in Frankfurt einen kleinen

Überblick über das indische Gegenwartskino. Sechs

Filme aus den Jahren 2009 bis 2011 führen ein in die

vielfältigen Landschaften, Lebenswelten und Themen

des indischen Kinos. Die Filmreihe legt einen Schwerpunkt

auf unabhängige, regionale Filmproduktionen

und zeigt eine Auswahl aktueller Autorenfilme, die auf

vielen Festivals außerhalb Indiens zu sehen waren.

Diese sind vorwiegend nicht auf Hindi, sondern in den

Landessprachen Bengali (Westbengalen, Tripura), Malayalam

(Kerala), und Marathi (Maharashtra) gedreht. Aus

rechtlichen Gründen ist der Eintritt in alle Vorstellungen

des Programms frei.


ABOHOmAN The Eternal

Indien 2010. R: Rituparno Ghosh. D: Deepankar De,

Mamata Shankar, Ananya Chatterjee. 122 Min. 35mm. OmeU Bengali

Das scheinbar perfekte Eheleben des Filmemachers Aniket

und der ehemaligen Schauspielerin Deepti wird auf

die Probe gestellt, als sich Aniket in die jüngere Schauspielerin

Shikha verliebt. Diese erinnert ihn äußerlich an

die junge Deepti und ist gerade mal so alt wie sein Sohn.

Weil Deepti der Jungschauspielerin Unterricht gibt, prägen

sich die Ähnlichkeiten immer mehr aus. Es entsteht

die Frage, wen Aniket wirklich liebt: Eine der beiden

Frauen? Oder vor allem ihre künstlerische Ausstrahlung?

mONER mANuSH The Quest

Indien/Bangladesch 2010. R: Goutam Ghose. D: Prosenjeet Chatterjee,

Priyanshu Chatterjee, Paoli Dam. 150 Min. 35mm. OmeU Bengali

Auf dem Fluss Padma kommt es im späten 19. Jahrhundert

zu einer einzigartigen Begegnung zwischen dem

weisen Geistlichen und Baul-Musiker Fakir Lalon Shah

und dem westlich geprägten Jyotirindranath, dem älteren

Bruder des berühmten Dichters Rabindranath Tagore.

Das Gespräch der beiden über eine säkulare Gesellschaft

bildet den Rahmen für den Film, der das Leben und die

Liebe des jungen Lalon thematisiert. THE QUEST betont

vor allem das gemeinsame Kulturerbe, das die beiden

Bengalen aus Indien und Bangladesch auch nach der

Teilung des Landes verbindet.

25

Dienstag, 11.09.

20:30 Uhr

Eintritt frei!

Begrüßung:

Generalkonsul Shri

Taranjit Singh Sandhu

mittwoch, 12.09.

17:30 Uhr

mittwoch, 19.09.

18:00 Uhr

Eintritt frei!


26 NEw INDIAN CINEMA

Der Regisseur ist mit

seinem neuen Film

JALPARI - THE

DESERT mERmAID

bei LUCAS zu Gast

im Kino des Deutschen

Filmmuseums,

und zwar am

mittwoch, 05.09.

11.00 uhr

(deutsch eingesprochen)

und am

freitag, 07.09.

20.00 uhr OmeU

Donnerstag, 13.09.

18:00 Uhr

Eintritt frei!

Dienstag, 18.09.

20:30 Uhr

Eintritt frei!

I Am KALAm Ich bin Kalam

Indien 2010. Regie: Nila Madhab Panda.

87 Minuten. 35mm. OmeU Hindi. Ab 8 Jahren

Chotu ist ein aufgeweckter Junge, der in einem Imbiss

arbeitet und den Touristen dort Tee und Kamelausflüge

anbietet. Eines Tages beschließt er, es Abdul Kalam

nachzumachen. Der hatte seinerzeit den Sprung vom

Zeitungsverkäufer zum indischen Präsidenten geschafft.

Auch Chotu will einmal zu einem vermögenden

und angesehenen Menschen werden und paukt

dafür sogar Englischvokabeln. Eines Tages trifft er

einen waschechten Prinzen, der sich – fasziniert von

dem lebensfrohen Altersgenossen – sofort mit diesem

anfreundet. In farbenfrohen, märchenhaften Bildern erzählt

der Film von einer ungewöhnlichen Freundschaft.

VIHIR The Well

Indien 2009. R: Umesh Vinayak Kulkarni. D: Madan Deodhar,

Alok Rajwade, Renuka Daptardar. 120 Min. 35mm. OmeU Marathi

Die Cousins Nachiket und Sameer verbindet eine tiefe

Freundschaft. Bei einer Hochzeit in der Familie können

sie endlich wieder Zeit miteinander verbringen, wilde

Spiele spielen und sich im großen Brunnen in den

Feldern abkühlen. Als Sameer zwei Tage verreist, um

an einem Schwimmwettbewerb teilzunehmen, erfährt

er bei seiner Rückkehr, dass Nachiket bei einem Unfall

ums Leben gekommen ist. Dieser schreckliche Verlust

lässt Sameer verzweifeln. Rastlos begibt er sich auf die

Suche nach Wahrheit und Trost. Ein metaphern- und

allegorienreicher Film über die großen Themen Freundschaft

und Tod.


ADAmINTE mAKAN ABu Abu, Son of Adam

Indien 2011. R: Salim Ahamed

D: Salim Kumar, Zarina Wahab. 101 Min. 35mm. OmeU Malayalam

Als gläubige Muslime wollen sich Abu und Aisu im Alter

endlich auf die Pilgerfahrt nach Mekka, die Hadsch,

machen. Doch die Ersparnisse der armen Leute reichen

nicht aus. Da es strenggläubigen Muslimen untersagt

ist, Spenden oder Geldgeschenke für die Hadsch anzunehmen,

lehnt Abu alle Hilfsangebote ab und verkauft

stattdessen das wenige Hab und Gut des Paars. Am

Ende kann Abu seiner Frau nur versprechen, dass sie

im nächsten Jahr die heilige Hadsch antreten werden.

AmI AADu Sound of Love

Indien 2010. R: Somnath Gupta. D: Debolina Chatterjee,

Samadarshi Dutta, Rudranil Ghosh. 117 Min. 35mm. OmeU Bengali

Obwohl Suleimans und Aidus Eltern gegen die Heirat

des jungen Muslims mit der Hindu sind, setzen sich die

Liebenden durch. Wie viele junge Inder macht sich Suleiman

in den Nahen Osten auf und versucht, im Irak Geld

zu verdienen. Ein Tonbandgerät ist sein Mitbringsel bei

seinem ersten Heimatbesuch. Doch der Krieg der USA

gegen den Irak 2003 scheint das Glück der jungen Familie

jäh zu zerstören. Der Kontakt zu Suleiman reißt ab,

und Aidu hört sich immer wieder die Aufnahmen seiner

Stimme an. Eine scheinbar normale Liebesgeschichte

vor dem Hintergrund des Krieges im Irak.

27

freitag, 21.09.

22:30 Uhr

Sonntag, 30.09.

18:00 Uhr

Eintritt frei!

Dienstag, 25.09.

20:30 Uhr

Eintritt frei!


28

Informationen

zur Festwoche:

goethe-festwoche.de

FAUST I und II:

schauspielfrankfurt.de

Dienstag, 18.09.

18:00 Uhr

KLASSIKER & RARITÄTEN

goethe festwoche

Die alle zwei Jahre stattfindende Goethe Festwoche

steht dieses Jahr vom 13. bis 23. September unter

dem Motto „Goethe und das Geld“. Berühmt geworden

ist Goethes Papiergeldschöpfungsszene in Faust

II. Parallel zu den FAUST-Inszenierungen im Schauspiel

Frankfurt zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums

während der Festwoche und darüber hinaus mehrere

Verfilmungen der berühmten Vorlage von Goethe.

fAuST

BRD 1960. R: Peter Gorski

D: Will Quadflieg, Gustaf Gründgens. 128 Min. 35 mm

Nach einer mehr als 30jährigen Beschäftigung mit dem

„Faust“-Stoff gelang Gustaf Gründgens, damals Intendant

des Hamburger Schauspielhauses, mit einer neuen Inszenierung

ein großer Erfolg, auch auf weltweiten Tourneen.

In der Folge entschloss er sich zu einer Verfilmung mit der

Aufgabenstellung, „die genaue Mitte zu finden zwischen

gefilmtem Theater und reinem Film“. Der Film popularisierte

noch mehr als die Bühnenaufführung Gründgens’

Interpretation der Mephisto-Figur, gerade in ihrer markanten

äußeren Erscheinung. Gründgens darstellerisch geniale

Mischung aus Gewitztheit und Abgründigkeit erheben

seine Figur zum Höhepunkt der Inszenierung.


fAuST

Russland 2011. R: Aleksandr Sokurov. D: Johannes Zeiler,

Anton Adasinsky, Isolda Dychauk. 134 Min. 35 mm. dtOF

Aleksandr Sokurovs persönliche Interpretation der

Faust-Legende verlagert den Hauptakzent hin zu dem

schon in den Volksbüchern überlieferten Teufelspakt.

Sokurov analysiert in seinem auf Deutsch gedrehten

Werk dieses Machtbündnis unter besonderem

Augenmerk auf seine charakterverderbenden Folgen.

Dafür schuf er zusammen mit dem Kameramann Bruno

Delbonnel eine faszinierende visuelle Form, die an

vorkinematographische Projektionstechniken erinnert.

Beim Filmfestival in Venedig wurde der Abschluss von

Sokurovs Tetralogie über Hybris und Macht mit dem

Goldenen Löwen und weiteren Preisen ausgezeichnet.

fAuST. EINE DEuTSCHE VOLKSSAgE

Deutschland 1926. R: F. W. Murnau

D: Emil Jannings, Gösta Ekman, Camilla Horn. 106 Min. 35 mm

Schon Murnau führte bei seiner „Faust“-Verfilmung –

ähnlich wie Sokurov fast 90 Jahre später – verschiedene

Interpretationen der Sage zusammen. Zur Umsetzung

seiner Vision ließ er aufwändige Bauten und Modelle

anfertigen, die die gotische Architektur der Faust-Zeit

expressionistisch variiert wiedergeben. Mit furiosen gestalterischen

Mitteln inszenierte er den Kampf zwischen

den guten und bösen Kräften, an dessen Beginn die von

Mephisto losgelassene Pest über die Welt und Fausts

Heimatstadt zieht. Unfähig, seine Mitmenschen von der

Krankheit zu heilen, sucht Faust in seiner Verzweiflung

die Hilfe des Teufels.

29

Dienstag, 25.09.

18:00 Uhr

Dienstag, 02.10.

18:00 Uhr

Klavierbegleitung:

Ulrich Rügner


30

In Kooperation mit

dem Kulturamt

Frankfurt am Main

und dem Jüdischen

museum

Dienstag, 11.09.

18:00 Uhr

Vortrag:

Alfons Arns

Donnerstag, 20.09.

20:00 Uhr

Einführung:

Alfons Arns

KLASSIKER & RARITÄTEN

Rothschild-Jubiläum 2012

Zum 200. Todestag von Mayer Amschel Rothschild

(1744 – 1812) ehrt die Stadt Frankfurt den Bankier mit

mehreren Veranstaltungen. Eine Übersicht finden Sie

unter www.kultur-frankfurt.de

DIE ROTHSCHILDS. AKTIEN Auf WATERLOO

Deutschland 1940. R: Erich Waschneck

D: Erich Ponto, Carl Kuhlmann, Albert Lippert. 99 Min. 35mm.

Die nationalsozialistische Variante einer Rothschild-Biografie

setzt im Jahr 1806, mit der Flucht des Kurfürsten

Wilhelm IX. vor napoleonischen Truppen ein. Bei einem

Zwischenhalt in Frankfurt übergibt Wilhelm seinem

„Agenten“ Mayer Amschel Rothschild eine riesige

Geldsumme zur Aufbewahrung. Rothschild unterschlägt

das Geld. Der Familie gelingt es, sich auf der Grundlage

dieses neu erworbenen Reichtums über ganz Europa

zu verstreuen und das Vermögen über die Jahrzehnte

enorm zu vermehren. Ein einführender Vortrag des

Filmwissenschaftlers Alfons Arns erläutert die antisemitischen

Mechanismen des Films und geht auch auf THE

HOUSE OF ROTHSCHILD ein.

THE HOuSE Of ROTHSCHILD

USA 1934. R: Alfred L. Werker

D: George Arliss, Boris Karloff, Loretta Young. 88 Min. 16mm. OF

In den engen und überfüllten Straßen des Frankfurter Judenghettos

lebt der Geldwechsler Mayer Amschel Rothschild

mit seiner Familie. Über den Lauf seiner Geschäfte

kann er sich nicht beklagen, umso mehr aber über die

judenfeindliche Gesinnung der Verwaltung. Nachdem

eine wichtige Transaktion deshalb scheitert, ruft der

kranke Familienvater seine fünf Söhne zu sich und weist

sie an, sich in den fünf wichtigsten europäischen Städten

geschäftlich niederzulassen und durch gegenseitigen

Zusammenhalt ein Netzwerk gegen die Unterdrückung

aufzubauen. Sie sind so erfolgreich, dass die Rothschilds

bald die Geschicke ganzer Staaten beeinflussen.


Das Kraftstöffche

für die Region:

unsere Energie.

Wer Frankfurt und Umgebung mit Energie versorgt, muss vor allem eins

sein: ein zuverlässiger Partner für eine dynamische Region. So tragen

wir mit höchster Versorgungssicherheit entscheidend zur Spitzenposition

der Wirtschaft in Rhein-Main bei. Mehr Leistung: www.mainova.de

31


32

IHR EVENT

IM FILMMUSEUM

Repräsentative Räume und ein außergewöhnliches

Ambiente für Veranstaltungen bietet das Deutsche Filmmuseum.

Erleben Sie unvergessliche filmreife Momente

mit guten Freunden oder Kollegen zu privaten und

geschäftlichen Anlässen in unserem Haus am Frankfurter

Museumsufer.

Ob für ein Firmenjubiläum, eine Tagung, Galaveranstaltung,

ein gemütliches Get Together fernab des Büros

oder eine ganz private Veranstaltung – das Filmmuseum

bietet für jede Veranstaltungsform ein exklusives und

individuelles Konzept in einer besonderen Umgebung.

Sprechen Sie uns an,

wir helfen Ihnen gerne:

Tel. 069 - 961 220 540

events@deutsches-filminstitut.de


JÜDISCHE

KuLTuRwOCHEN FRANKFuRT

Das Kino des Deutschen Filmmuseums beteiligt sich mit

zwei Filmen am Programm der Jüdischen Kulturwochen

2012 (26. August bis 9. September), die von der Jüdischen

Gemeinde Frankfurt und dem Kulturamt der Stadt

Frankfurt veranstaltet werden.

DAVID

USA 2011. R: Joel Fendelman. D: Muatasem Mishal,

Binyomin Shtaynberger, Maz Jobrani. 80 Min. HDCam. OmU

Als der elfjährige Daud, Sohn eines Imam in Brooklyn,

eine Thora entdeckt und sie in die Synagoge zurückbringen

möchte, wird er versehentlich für einen Juden

gehalten. Im jüdischen Religionsunterricht freundet

er sich mit gleichaltrigen jüdischen Jungen an. Die

so erzwungene Doppelrolle treibt einen Keil in Dauds

Familie. Insbesondere die Geduld des strengen, misstrauischen

Vaters wird auf die Probe gestellt. Der Film

erkundet die Grenzen von Glaube und Vertrauen und

plädiert mit anrührenden Bildern dafür, festgefahrene

Denkmuster zu hinterfragen.

AmOS OZ – THE NATuRE Of DREAmS

Israel/DE 2009. R: Yonathan & Masha Zur. 86 Min. DVD. OmU

Dieses einfühlsame dokumentarische Porträt des renommierten

israelischen Autors Amos Oz entstand 2009 zu

seinem 70. Geburtstag. Als einer der wichtigsten Intellektuellen

Israels tritt er unnachgiebig für die Zwei-Staaten-

Lösung ein. Yonathan und Masha Zur begleiteten den Literaten

zwei Jahre lang, etwa bei der Präsentation seines

autobiografischen Erfolgsromans Eine Geschichte von

Liebe und Finsternis. Der Film beleuchtet das Privatleben

des Autors und folgt Oz zu Vortragsreisen in die USA.

Der Zuschauer erlebt Oz bei Diskussionen mit Schriftsteller-Kollegen

wie Salman Rushdie und Paul Auster.

33

Samstag, 01.09.

20:30 Uhr

Sonntag, 02.09.

20:30 Uhr

Eine Veranstaltung

des Generalkonsulats

des Staates Israel in

München


34

freitag, 21.09.

15 Uhr

Eintritt:

Erwachsene 10

Euro / Kinder 5 Euro

inklusive einer

Eintrittskarte in die

Dauerausstellung.

Ermöglicht durch

die freundliche

Unterstützung der

freitag, 21.09.

18:00 Uhr

LATERNA MAGICA

Die Magie der bewegten Bilder faszinierte die Menschen

bereits im 19. Jahrhundert, als mit Hilfe der Laterna

magica die Leinwand zu einem Teil der populären Kultur

wurde. Bunte Bildergeschichten wurden mit Rezitationen,

Erläuterungen, Gesang und Musik zur Unterhaltung,

aber auch Belehrung des Publikums aufgeführt.

Wie faszinierend diese Vorträge aus der Vorgeschichte

des Films sind, können Besucher nicht nur in der Dauerausstellung

des Deutschen Filmmuseums bewundern.

Anlässlich eines Treffens der Magic Lantern Society

im Haus für den Film am Schaumainkai gibt es im

September professionelle Laterna-Magica-Vorführungen

mit dem Ensemble illuminago und der Gilbert Family im

hauseigenen Kino.

Zwischen Wunder und Wissenschaft

Bunte Bewegungseffekte, lustige Geschichten, lehrreiche

Darstellungen und faszinierende Verwandlungsbilder,

projiziert mit einem sogenannten Nebelbildapparat

von 1880, bietet illuminago am Freitag, 21. September,

in der Nachmittagsvorstellung für die Familie. Darunter

sind Klassiker wie die romantische alte Wassermühle

und ein grusliger Danse macabre auf dem Kirchhof –

die ganze Vielfalt der Projektionskunst mit der Laterna

magica in einer kurzweiligen Inszenierung für Jung

und Alt mit Musik.

Geeignet für Kinder von 5 Jahren an

Screening the Poor –

das Unglück der Armut im frühen Kino

Armut und ihre Folgen war schon im frühen Kino ein

Thema: Professor Martin Loiperdinger von der Universität

Trier zeigt und erläutert ein Kurzfilmprogramm mit

Dramen und Komödien aus dem Kintopp vor 100 Jahren

– eine Auswahl typischer Filme von der DVD „Lichtspiele

und soziale Frage / Screening the Poor“, die das Deutsche

Filminstitut Frankfurt mit der Medienwissenschaft

der Universität Trier und dem Filmmuseum München

herausgegeben hat. Sie ist in der Edition Filmmuseum

erschienen und im Museumsshop erhältlich.


Lichtspiele im Schatten der Armut

Um „Lichtspiele im Schatten der Armut“ geht es dann

um 20 Uhr noch einmal mit dem Ensemble illuminago.

Um 1900 lebten Millionen von Menschen im Elend.

Soziale Missstände wurden auch auf der Leinwand

mit Hilfe der Laterna magica angeprangert: Erfrierende

Waisenkinder, Alkoholmissbrauch, alte Menschen, die

um ein Stück Brot betteln müssen oder Verzweifelte,

die als Auswanderer ihr Glück im Ausland suchten,

waren Themen von Projektionen. Mit spektakulären und

sentimentalen Geschichten wollten soziale Organisationen

den Bürgern die Not der Armen näher bringen.

In Armenhäusern und Elendsvierteln gab es dagegen

vergnügliche Shows zur Unterhaltung.

illuminago bringt diese Bilder mit einer Laterna magica

wieder auf die Leinwand. Mit Musik, Gesang und Rezitationen

vermitteln die Akteure live die erzählte Geschichte.

Bilder und Texte sind mehr als hundert Jahre alt,

doch die Themen klingen erstaunlich aktuell.

Karin Bienek (Conférence, Rezitation), Judith Herrmann (Musikalische

Gestaltung, Klavier), Ludwig Vogl-Bienek (Projektion, Rezitation).

mAgICAL mOmENTS

präsentiert von der GILBERT‘S GALANTEE SHOW

In dritter Generation präsentiert die Gilbert Family, Pat,

Ray und ihr jüngster Sohn Martin, ihre Laterna-magica-

Shows: Vorführungen ohne Skript – „ein Fest der Musik

und der Bilder“, beschreiben sie selbst ihre Darbietung.

Gilbert‘s Galantee Show besteht bereits seit 30 Jahren.

Schon Pat’s Vater zeigte mit einer einfachen Laterne

Bilder der örtlichen „Literary and Scientific Society“. Pat

und Ray erweiterten die Show, indem sie eine zweistrahlige

Laterna benutzten, die Bilder ineinander überblenden

konnte, um eine Mischung zeittypischer Bilder

vorzuführen. Die „Magical Moments“ wurden geboren,

als Martin eine 120 Jahre alte, dreifach optische Laterna

magica integrierte, mit der er handgemalte viktorianische

Bilder projiziert.

35

freitag, 21.09.

20:00 Uhr

15 Euro

ermäßigt 12 Euro

Samstag, 22.09.

18:00 Uhr

15 Euro

ermäßigt 12 Euro

In englischer

Sprache.


36

freitag, 14.09.

14:30 Uhr

Sonntag, 16.09.

15:00 Uhr

Sonntag, 23.09.

14:00 Uhr

freitag, 28.09.

14:30 Uhr

Sonntag, 30.09.

15:00 Uhr

KINDERKINO

DIE PIRATEN! – EIN HAufEN mERKWÜRDIgER TYPEN

Großbritannien/USA 2011. R: Peter Lord, Jeff Newitt

Animationsfilm. 90 Min. 3D. DF. Empfohlen ab 8 Jahren

Das erste Knetanimationsabenteuer in 3D: Nach CHI-

CKEN RUN und der WALLACE & GROMIT-Reihe hisst

die britische Knetschmiede Aardman Animation die

Segel für DIE PIRATEN!. Ein enthusiastischer Piratenkapitän

und seine Verlierertruppe versuchen mit allen

Mitteln, den begehrten Titel „Bester Pirat des Jahres“

einzuheimsen. Die Konkurrenz ist jedoch hellwach. Die

Piraten treffen auf ihrer Reise unter anderem auf den

Naturforscher Charles Darwin und geraten in London

ins Visier von Königin Victoria. Detailreich animiert, beeindruckt

der Film vor allem durch seinen charmanten

britischen Slapstick-Humor.

HugO CABRET

USA 2011. R: Martin Scorsese. D: Asa Butterfield, Ben Kingsley, Sacha

Baron Cohen. 126 Min. 3D. DF. Empfohlen ab 9 Jahren

Die Zeitreise in die Geschichte des Kinos basiert auf

Brian Selznicks preisgekröntem gleichnamigem Kinderbuch.

Diese Liebeserklärung an das Kino ist ein modern

erzähltes Märchen – für Kinder ebenso faszinierend wie

für erwachsene Filmliebhaber. Scorsese entführt die

Zuschauer mit moderner 3D-Technik in das Paris der

1930er Jahre, wo Hugo von seinem Vater einen menschenähnlichen

Apparat geerbt hat, dessen Geheimnis

er schließlich aufdeckt – mit Hilfe von Georges Méliès,

einem der wichtigsten Vorreiter des frühen Kinos. Die

visuellen Effekte sind den Experten des Frankfurter

Unternehmens Pixomondo zu verdanken, das für diese

Arbeit mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.


Liebe Kinobesucher,

lassen Sie sich während Ihres Besuches

von uns auch kulinarisch verwöhnen.

Wir bieten Ihnen wechselnde Gerichte

sowie verschiedene Antipasti, Salate

und selbstgemachte Kuchen.

Erfrischungsgetränke können Sie bei uns

in netter Atmosphäre im Café genießen,

oder auch mit in die Vorstellung nehmen.

Falls Sie eine Veranstaltung / Event im

Filmmuseum planen, freuen wir uns, Sie dabei

mit unserem Catering-Service zu unterstützen.

Wenden Sie sich einfach an unser freundliches

Service-Personal.

Natürlich erreichen Sie uns auch im Internet,

oder per Telefon.

- Ihr filmcafé -

filmcafé

Tel 069 / 961 220 280

info@filmcafe-frankfurt.de

www.filmcafe-frankfurt.de

SIE HABEN

EINE NEUE

NACHRICHT ...

Jeden Mittwoch erscheint unser Newsletter und

berichtet über das aktuelle Kinoprogramm und

alle Ereignisse rund um das Deutsche Filmmuseum.

filmcafé

Seien Sie stets über die neuesten Entwicklungen informiert

und abonnieren Sie den Newsletter unter:

http://newsletter.deutsches-filmmuseum.de

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Donnerstag, 13.09.

20:00 Uhr

In Anwesenheit

von Jaška Klocke

und Keramat

Mehdizadeh

SPECIALS

OMID IST MEIN NAME –

uND DER STEHT FÜR HOFFNuNG

Die Dokumentation entstand im Rahmen der Ausstellung

„OMID ist mein Name – und der steht für HOFF-

NUNG“, die vom 11. März bis zum 31. Oktober 2012 in

der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank in Frankfurt

am Main präsentiert wird.

OmID IST mEIN NAmE – uND DER STEHT fÜR HOffNuNg

Deutschland 2012. R: Jaška Klocke. Redaktion: Monir Baradaran,

Parastou Forouhar, Keramat Mehdizadeh. 45 Min. HD

Der Film porträtiert fünf junge Menschen, deren

Kindheit im Iran der 80er Jahre in Folge der Verhaftung

und Hinrichtung ihrer politisch aktiven Verwandten,

häufig die Väter und Geschwister, durch das iranische

Regime gezeichnet ist. Über Umwege fliehen sie mit

ihren verfolgten Müttern nach Deutschland und erhalten

politisches Asyl. Fortan bleiben den Kindern nur noch

bruchstückhafte Erinnerungen und Träume von ihren

verstorbenen Angehörigen. Was ihnen widerfahren ist,

können sie nur schwer in Zusammenhang bringen mit

der Welt, in der sie in Deutschland aufwachsen. Die

mittlerweile erwachsen gewordenen Kinder verbinden

heute Wut und Trauer mit den Geschehnissen der Vergangenheit,

aber auch die Hoffnung auf eine Veränderung

der Verhältnisse im Iran.


KINO uND COuCH 2012

Im Labyrinth des Begehrens

Erotisch-sexuelles Begehren scheint im Kino in unendlichen

Variationen ständig präsent. Doch ausdrücklich

benannt wird es eher selten, obwohl das Kino wie kaum

ein anderes Medium die Welt der sexuellen Wünsche,

Sehnsüchte und Begierden in ästhetischer Form sichtbar

macht. Am Donnerstag, 27. September, beschließt das

Kino des Deutschen Filmmuseums die Reihe zu den

verschiedenen kulturellen Spielarten des Begehrens, die

in Kooperation mit dem Frankfurter Psychoanalytischen

Institut organisiert wurde. Im Anschluss an die Filmvorführung

gibt es wie immer ein Publikumsgespräch.

Karsten Visarius steuert den filmwissenschaftlichen

Kommentar bei, Hanna Gekle interpretiert aus psychoanalytischer

Sicht.

VICKY CRISTINA BARCELONA

USA/Spanien 2008. R: Woody Allen. D: Scarlett Johansson,

Penélope Cruz, Javier Bardem. 96 Min. 35mm. OmU

Die US-Amerikanerinnen Vicky und Cristina verbringen

den Sommer in Barcelona. Cristina erhofft sich neue

Erkenntnisse über die Liebe, während Vicky – ganz der

Wissenschaft verpflichtet – Stoff für ihre Doktorarbeit

über die katalanische Identität sammeln will. Beider

Wünsche scheinen sich zu erfüllen, als sie bei einer

Vernissage dem Maler Juan Antonio begegnen: Bei

einem Wochenendausflug nach Oviedo finden er und

Vicky zueinander. Wieder in Barcelona, meldet Juan sich

aber bei Cristina. Kurz nachdem sie bei ihm eingezogen

ist, taucht Juans psychisch labile Exfrau María Elena in

seiner Wohnung auf.

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Donnerstag, 27.09.

20:00 Uhr

Filmwissenschaftlicher

Kommentar:

Karsten Visarius

Psychoanalytischer

Kommentar:

Hanna Gekle

anschließend

Gespräch


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Im Kino 01.-15. September 2012

tagsüber

18.00 Uhr

KISS mE DEADLY ≥ S. 6

USA 1955. Robert Aldrich.

105 Min. OF

ACHTSTE-gROEPERS HuILEN

NIET – COOL KIDS DON‘T CRY

NL 2012. Dennis Bots. 96 Min. OmeU

AD SOf HAKAITZ –

AT SUMMER‘S END

IL 2011. Noa Aharoni. 95 Min. OmeU

KHAgAZE KHOROOS NESHAN –

THE ROOSTER TRADEmARK PAPER

IR 2012. 93 Min. OmeU

Preisverleihung

LuCAS – 35. Internationales

Kinderfilmfestival ≥ S. 12 18:00 uhr

LuCAS Jugendfilmpreis

18:00 uhr

Di DIE ROTHSCHILDS. AKTIEN Auf

WATERLOO ≥ S. 30 DE 1940.

Erich Waschneck. 99 Min. mit Vortrag

Fr

Sa

Eröffnung

LuCAS – 35. Internationales

Kinderfilmfestival ≥ S. 12 14:00 uhr

LuCAS Kurzfilmprogramm 3

50 Min. OmÜ 14:00 uhr

KHAgAZE KHOROOS NESHAN –

THE ROOSTER TRADEmARK PAPER

IR 2012. Maryam Milani.

93 Min. OmÜ 14:00 uhr

LuCAS Kurzfilmprogramm 1

46 Min. OmÜ 16:00 uhr

REIHE fÜR mINIS –

KuRZfILmROLLE

47 Min. OmÜ 16:00 uhr

PATATJE OORLOg –

guTE CHANCEN

NL 2011. 86 Min. OmÜ 16:00 uhr

ISDRAKEN – THE ICE DRAgON

SE 2011. Martin Högdahl.

77 Min. OmÜ 11:00 uhr

LuCAS Preisträger 11:00 uhr

ECfA AWARD 14:00 uhr

LuCAS Publikumspreis 16:00 uhr

MONTAGS KEINE VORSTELLUNGEN

DIE PIRATEN! – EIN HAufEN

mERKWÜRDIgER TYPEN ≥ S. 36

GB/USA 2011. 90 Min. DF. 14:30 uhr

DIE NOmADIN VOm SEE ≥ S. 15

DE 2012. R: Brigitte Kramer.

86 Min. HD. dtOmeU. 16:00 uhr

AmORS BALLER

Cupid‘s Ball ≥ S. 13 NO 2011.

Kristoffer Metcalfe. 79 Min. OmeU

KAuWBOY

NL 2011. Boudewijn Koole.

81 Min. OmeU

mONER mANuSH The Quest

≥ S. 25 IN 2010. Goutam Ghose.

150 Min. OmeU 17:30 uhr

I Am KALAm ≥ S. 26

IN 2010. Nila Madhab Panda.

87 Min. OmeU

ZWÖLf STÜHLE ≥ S. 15

DE 2004. Ulrike Ottinger.

198 Min. russische OmU 16:15 uhr

DIE KOREANISCHE

HOCHZEITSTRuHE ≥ S. 16

DE 2008. Ulrike Ottinger. 82 Min. OmU

FILM NOIR LUCAS Ulrike Ottinger Alice Guy Indien

OmU Original mit dt. Untertiteln OmeU Original mit engl. Untertiteln o.D. Ohne Dialog


20.30 Uhr 22.30 Uhr

DAVID ≥ S. 33

USA 2011. Joel Fendelman.

80 Min. OmU

AmOZ OZ – THE NATuRE

Of DREAmS ≥ S. 33 IS/DE 2009.

Yonathan & Masha Zur. 86 Min. OmU

ON THE ICE ≥ S. 13

USA 2011. Andrew Okpeaha MacLean.

96 Min. OF 20:00 uhr

KADDISCH fÜR EINEN fREuND

≥ S. 14 DE 2011. Leo Khasin.

94 Min. OmeU 20:00 uhr

SØNNER AV NORgE

Sons of Norway ≥ S. 14 NO 2011.

Jens Lien. 85 Min. OmU 20:00 uhr

CLARA uND DAS gEHEImNIS

DER BäREN CH/DE 2012.

Tobias Ineichen. 93 Min. OmeU 20:00 uhr

JALPARI – THE DESERT

mERmAID IN 2012. Nila Madhab Panda.

94 Min. OmeU 20:00 uhr

THE mALTESE fALCON ≥ S. 7

USA 1941. John Huston.

100 Min. OF

ABOHOmAN The Eternal ≥ S. 25

IN 2010. Rituparno Ghosh.

122 Min. OmeU mit Begrüßung

KISS mE DEADLY ≥ S. 6

USA 1955. Robert Aldrich. 105 Min. OF

OmID IST mEIN NAmE … ≥ S. 38

DE 2012. Jaška Klocke. 45 Min.

mit gästen 20:00 uhr

gILDA ≥ S. 7

USA 1946. Charles Vidor.

110 Min. OF 20:15 uhr

DOuBLE INDEmNITY ≥ S. 8

USA 1944. Billy Wilder. 106 Min. OF

20:15 uhr

Jüdische Kulturwoche

Laterna

gASLIgHT ≥ S. 6

USA 1944. George Cukor.

114 Min. OmspU

SWEET SmELL Of SuCCESS

≥ S. 8 USA 1957. Alexander

Mackendrick. 96 Min. OmspU

THE mALTESE fALCON ≥ S. 7

USA 1941. John Huston.

100 Min. OF

Klassiker

Kinder

Specials

OmspU Original mit spanischen Untertiteln DF Dt. Fassung OF Originalfassung

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Im Kino 16.-30. September 2012

tagsüber

DIE PIRATEN! – EIN HAufEN

mERKWÜRDIgER TYPEN ≥ S. 36

GB/USA 2011. 90 Min. DF. 15:00 uhr

LATERNA mAgICA ≥ S. 34

Zwischen Wunder und Wissenschaft –

Vorführung Ensemble illuminago 15:00 uhr

HugO CABRET ≥ S. 36

USA 2011. Martin Scorsese.

126 Min. DF 14:00 uhr

Mo MONTAGS KEINE VORSTELLUNGEN

HugO CABRET ≥ S. 36

USA 2011. Martin Scorsese.

126 Min. DF 14:30 uhr

fILmSYmPOSION ALICE guY

≥ S. 21 Vorträge und Filme

1. Block: 11 / 12.30, 2. Block: 15 /16 Uhr

KuRZfILmPROgRAmm

ALICE guY 6 ≥ S. 23 12:00 uhr

HugO CABRET ≥ S. 36 15:00 uhr

18.00 Uhr

BERLIN EXPRESS ≥ S. 9

USA 1948. Jacques Tourneur.

87 Min. OF

fAuST ≥ S. 28

BRD 1960. Peter Gorski.

128 Min.

mONER mANuSH The Quest

≥ S. 25 IN 2010. Goutam Ghose.

150 Min. OmeU

PuSHOVER ≥ S. 9

USA 1954. Richard Quine.

88 Min. OF

SCREENINg THE POOR ≥ S. 34

Vortrag Prof. Martin Loiperdinger mit

Kurzfilmprogramm

LATERNA mAgICA ≥ S. 35

Gilbert`s Galantee Show: Magical Moments

SÜDOSTPASSAgE (1) ≥ S. 17

DE 2002. Ulrike Ottinger.

VROCLAW-VARNA 128 Min. 16:15 uhr

fAuST ≥ S. 29

RU 2011. Aleksandr Sokurov.

134 Min. dtOF

uLRIKE OTTINgER

KuRZfILmPROgRAmm ≥ S. 18

DE 1986-2009. Ulrike Ottinger. 93 Min.

THE WOmAN IN THE WINDOW

≥ S. 10 USA 1944. Fritz Lang.

99 Min. OmspU

PRATER ≥ S. 18

DE/AT 2007. Ulrike Ottinger.

104 Min.

KuRZfILmPROgRAmm

ALICE guY 5:

fRAuEN-BEWEguNgEN ≥ S. 22

ADAmINTE mAKAN ABu

≥ S. 27 Abu, Son of Adam

IN 2011. Salim Ahamed. 101 Min. OmeU

FILM NOIR LUCAS Ulrike Ottinger Alice Guy Indien

OmU Original mit dt. Untertiteln OmeU Original mit engl. Untertiteln o.D. Ohne Dialog


20.30 Uhr 22.30 Uhr

uNTER SCHNEE ≥ S. 16

DE 2011. Ulrike Ottinger. 103 Min. OmU

Zu gast: ulrike Ottinger 20:00 uhr

DIE gROSSE STILLE ≥ S. 4

FR/CH/DE 2005 Philip Gröning. 162 Min.

Mit Gespräch. 19:00 uhr

VIHIR The Well ≥ S. 26

IN 2009. Umesh Vinayak Kulkarni.

120 Min. OmeU

DOuBLE INDEmNITY ≥ S. 8

USA 1944. Billy Wilder. 106 Min. OF

21:00 uhr

THE HOuSE Of ROTHSCHILD

≥ S. 30 USA 1934. Alfred L. Werker.

88 Min. OF Mit Einführung 20:00 Uhr

LATERNA mAgICA ≥ S. 35

Lichtspiele im Schatten der Armut –

Vorführung Ensemble illuminago 20:00 uhr

BERLIN EXPRESS ≥ S. 9

USA 1948. Jacques Tourneur.

87 Min. OF

SÜDOSTPASSAgE (2) ≥ S. 17

DE 2002. Ulrike Ottinger.

ODESSA 142 Min. 18:45 uhr

AmI AADu Sound of Love ≥ S. 27

IN 2010. Somnath Gupta.

117 Min. OmeU

THE KILLERS ≥ S. 10

USA 1946. Robert Siodmak.

105 Min. OF

VICKY CRISTINA BARCELONA

≥ S. 39 USA/ES 2008. Woody Allen.

96 Min. OmU mit Diskussion 20:00 uhr

KuRZfILmPROgRAmm

ALICE guY 1: DIE VERgESSENE

≥ S. 21 mit Vortrag 20:00 uhr

THE WOmAN IN THE WINDOW

≥ S. 10 USA 1944. Fritz Lang. 99 Min.

OmspU

gILDA ≥ S. 7

USA 1946. Charles Vidor.

110 Min. OF

Jüdische Kulturwoche

Laterna

ADAmINTE mAKAN ABu

Abu, Son of Adam ≥ S. 27

IN 2011. Salim Ahamed. 101 Min. OmeU

SWEET SmELL Of SuCCESS

≥ S. 8 USA 1957. Alexander

Mackendrick. 96 Min. OmspU

SÜDOSTPASSAgE (3) ≥ S. 17

DE 2002. Ulrike Ottinger.

ISTANBuL 93 Min. 21:30 uhr

PuSHOVER ≥ S. 9

USA 1954. Richard Quine.

88 Min. OF

THE KILLERS ≥ S. 10

USA 1946. Robert Siodmak.

105 Min. OF

Klassiker

Kinder

Specials

OmspU Original mit spanischen Untertiteln DF Dt. Fassung OF Originalfassung

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SERvICE

Kino des Deutschen filmmuseums

Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main

Information & Ticketreservierung:

Tel.: 069 - 961 220 220

Kino

Eintrittspreise

Regulär: 7,- Euro

Ermäßigt (Schüler/Studenten): 5,- Euro

Schwerbehinderte: 3,50 Euro

Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag

Für Frankfurt-Pass-Inhaber ermäßigen sich die regulären Preise um die Hälfte.

Kinderkino

Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro

Kinocard

Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen

Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro

Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro

Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag

freundeskreise

Freunde des Kinos

erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei besonderen Filmveranstaltungen

und bekommen das aktuelle Programm

sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt.

Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro.

Freunde des Museums

erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen,

Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter

und exklusive Informationen zu den Ausstellungen.

Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro.

Informationen: freunde@deutsches-filminstitut.de

Freunde von Kino und Museum

erhalten zusätzlich:

Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf

Kataloge zu aktuellen Ausstellungen

Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro

Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro

Newsletter

Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail mittwochs

über Kino- und Ausstellungs-Programme.

Anmeldung unter http://newsletter.deutsches-filmmuseum.de

Programmheft

Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen

Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region.

Kulturpartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines Škoda-Autoschlüssels erhält der

Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


museum

Dauerausstellung

Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen

Eintrittspreise: 5,- Euro · ermäßigt: 2,50 Euro

www.deutsches-filmmuseum.de

Sonderausstellung

FILM NOIR! — 22. Juni bis 14. Oktober 2012

Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen

Eintrittspreise: 7,- Euro · ermäßigt: 5,- Euro

www.deutsches-filmmuseum.de

Kombitickets

Dauerausstellung und Sonderausstellung: 10,- Euro · ermäßigt: 6,- Euro

Aktiv im Filmmuseum

Führungen für Privatpersonen und Unternehmen, Filmanalyse, Seminare,

Workshops und Kindergeburtstage nach Absprache

Informationen, Preise und Anmeldung unter:

museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de

Tel.: 069 - 961 220 223

http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/museumspaedagogik/

Öffentliche, kostenfreie Führungen

(Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer bezahlen

lediglich den regulären Eintritt)

Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock

Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 3. Stock

Offenes Filmstudio am Wochenende

Samstags und sonntags von 14:00 - 18:00 Uhr

Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich

Veranstaltungsort: 4. Stock

After Work im Deutschen Filmmuseum

Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat

Informationen: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de

Tel.: 069 - 961 220 223

filmcafé

Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet.

Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden.

Anfahrt

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz)

Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße)

Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46)

Mitglieder und Förderer

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vORSCHAu

HIGHLIGHTS IM

OKTObER 2012

Josef Hader zu Gast

Am Freitag, 5. Oktober, ist Hader-Tag im Deutschen

Filmmuseum: Der österreichische Kabarettist und

Schauspieler Josef Hader ist zu Gast im Kino, wo an

diesem Abend nur Hader-Filme laufen werden. In

einem Werkgespräch stellt sich Hader den Fragen des

Publikums, als Late-Night-Special liest er dann am

späten Abend aus seinem Theaterstück INDIEN.

Godard-Ringvorlesung

Freunde der Nouvelle Vague können sich auf den

Winter freuen. Im Oktober beginnt nämlich eine neue

Lecture-Reihe im Kino des Deutschen Filmmuseums,

die den großen französischen Regisseur Jean-Luc

Godard zum Thema hat. Bis Juni 2013 halten während

des Semesters namhafte Wissenschaftler und

Filmemacher an zwei Donnerstagen im Monat einen

Vortrag zu Godard. Im Anschluss ist selbstverständlich

ein Godard-Film zu sehen. Den Anfang macht am

Donnerstag, 18. Oktober, Professor Vinzenz Hediger

von der Goethe-Universität Frankfurt. Die Vortragsreihe

ist eine Kooperation mit dem Institut für Theater-, Film-

und Medienwissenschaft der Goethe-Uni.

filmreihe Neuseeland zur Buchmesse

Neuseeland ist Schwerpunkt der Buchmesse – klar,

dass das Kino des Deutschen Filmmuseums da die

ganze Bandbreite des Filmlands Neuseeland mit einer

Filmreihe vorstellt, darunter Literaturverfilmungen,

moderne Klassiker und Maori-Geschichten.

Carole Bouquet zu gast

Während der Kulturtage der Europäischen Zentralbank

ist der französischen Schauspielerin Carole Bouquet

eine Hommage gewidmet. Am Sonntag, 28. Oktober,

ist sie mit André Téchinés Film LES IMPARDONNA-

BLES (2011) zu Gast im Deutschen Filmmuseum.

Bouquet begann ihre Filmkarriere 1977 als Conchita in

Luis Buñuels berühmtem Film DIESES OBSKURE OB-

JEKT DER BEGIERDE und hat seitdem mit namhaften

Regisseuren zusammengearbeitet.


Mein Leben, mein Festival,

meine Frankfurter Sparkasse

„Filme beeinflussen unsere Kinder. Anspruchsvolle Produktionen

fördern sie. Danke an die Förderer.“

Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse unterstützt das

Internationale Kinderfilmfestival LUCAS sowie viele andere

Projekte in Kunst, Kultur und Sport.

Petra Kappler | Festivalleitung LUCAS

Deutsches Filminstitut | Deutsches Filmmuseum

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Deutsches Filmmuseum

Deutsches Filminstitut

Schaumainkai 41

60596 Frankfurt am Main

www.deutsches-filmmuseum.de

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