Die Grünewald-Legende, kritische Beiträge zur Grünewaldforschung

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Die Grünewald-Legende, kritische Beiträge zur Grünewaldforschung

Der Meister des Lebenswerkes, das Sandrart einem Künstler gibt, dessen Namen er nicht

kannte, ist niemand anders und kann niemand anders sein als Mathis von Würzburg. Seinen

Zeitgenossen als „der Mathis" oder „Meister Mathis" oder „Mathis von Aschaifenburg" ge.='

läufig, mul) er ein Künstler von hohem Rufe gewesen sein: wäre es nicht durch seine Werke

bezeugt, so würde Melandithons Zusammenstellung mit Dürer und Kranach allein genügen.

Audi Dürer hat ihn als „den" Mathes gekannt; es konnte nur e/'fier gemeint sein,- und wer

anders wäre dieser eine gewesen als der Mathis der Frankfurter Urkunden, die sich ohne

Widersprudi mit dem übrigen Lebenswerk „Grünewalds" decken?

Ein anderer Mathis, dem man das Werk Grünewalds zuscfireiben könnte, ist nicht vorhanden.

Der von Züfcß belegte Frankfurter Matßis Grün wird auch so genannt und nicht Grüne^'

wald/ seine Daten stimmen nicht mit dem Werke Grünewalds überein. Warum Sandrart seinen

Liebling Grünewald genannt hat, bleibt unaufgeklärt,- ebenso aber aucfi, warum er ihn nidit

Grün genannt hat, wenn dodi dieser mit Grünewald gleidi gewesen wäre.

Wir kommen noch einmal auf zwei Haupteinwände zurück, die unserer Beweisführung gemacht

werden können.

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