Die Grünewald-Legende, kritische Beiträge zur Grünewaldforschung

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Die Grünewald-Legende, kritische Beiträge zur Grünewaldforschung

^"' Curt Gfaser, Zwei Jahrhunderte deutscher Malerei. Mündien 1916,

2«« Wifßefm PincfsK Mittelalterlidie Plastik Würzburgs. Würzburg 1911, S, 148.

-"" Im Jahre 1510 hatte Würzburg 5365 Einwohner , „dieser hat die Hedelagis [die

heilige Hadelogis war Stifterin und erste Äbtissin des Frauenklosters zu Kitzingen, die in der Kirdie

ihr Grab hatte] ausgegraben und mit ihrem Kopf gekugelt" . . . Die

bilder galten als Teufelswerk und fielen einer fanatisdien Zerstörung anheim.

Heiligenbilder und frommen TafeU

^'^ Dazu kommt der bemalte Taufstein der Johanniskirdie in Sdiweinfurt: KD. XVII. 40.

-" Dieser Kreis ist sidierlidi zu eng, und es würde sidi lohnen, unsere Sammlungen nodi einmal

gründlidi nadi Werken Würzburger Abstammung durdizusehen: es muß der Arbeit jüngerer Fadi^

genossen, die mit den Mitteln der neuen Zeit ausgerüstet sind, überlassen bleiben. Sidierlidi wird

sidi dabei nodi mandie sdiöne Frudit für die Grünewaldforsdiung pflüdten lassen, ohne daß sie wieder

jn die Zeitläufte des Pseudo=GrünewaId zurüdtverfiele.

2'3 £)jg ^jj. j,jj,(- ganz so gering einsdiätzen, wie es die moderne Sdiule heute in oft übermäßiger

Bewertung der Errungensdiaften der Stilkritik zu tun geneigt ist,- sie müssen nur eben nidit nur mit

sorglidiem Fleiße gesudit, sondern audi kritisdi beurteilt und verwertet werden. Eine gewissenhafte

Forsdiung wird beide, aber mit Umsidit verwenden.

-''* Nr. 165 des Katalogs.

^'^ Dies und nidit eine auf der Höhe des Marienberges gelegene Marienkirdie dürfte die von Karl=

mann dem neu gegründeten Bistum mit seinem ersten Bisdiof Burkard 706 gesdienkte Kirdie gewesen

sein ... KD. XII. S. 2.

'*'*' So entführt oben der Teufel die böse Herzogin durdi den Dadistuhl: in der Toröffnung darunter

liest der Heilige die Messe, und unterhalb sdieint nodi eine andere jetzt übermalte Darstellung ge=

standen zu haben, wohl die Anstiftung zum Morde. Vgl. die Tafeln von Münnerstadt, S. 55.

^'^ Es hat den Ansdiein, als ob hier eine spätere Übermalung vorliege.

2'» Kn. 11. Abb. 10. 279 Die Stadtansidit von Würzburg. Mündien und Leipzig 1918. S. 12.

2*0 Nürnberg bei Anton Kobereer 1493. ^«i KD. XII. =82 5. 49.

2«3 Nadi KD. XII. 142 vor 1492 begonnen.

2*' J. Baum, Ulmer Kunst. Stuttgart und Leipzig 1911. Tafeln 42, 43, 44, 45, 65. — Der Vorwurf

erklärt sidi aus der Sitte der Zeit, vornehme Räume durdi in Mannshöhe an Stangen laufende Brokat-

teppidie zu sdimüAen. Man erinnert sidi an Konrad Witz Ahasver und Esther, an die Geburt

Mariens in der Mündiner Pinakothek Nr. 23 und zahlreidie andere Beispiele. Die Sitte geht ja tief

ins Mittelalter hinab: Vgl. Alwin Scßuftz, Das Höfisdie Leben zur Zeit der Minnesinger. Leipzig

1879. S. 62.

-*ä Dr. Siegfried Graf Pü(£fer=Limpurg. Martin Sdiaffner. Straßburg 1899. S. 47. K. Lange, ^v^zn.

XXX. 428 ff.

="*« S. 430.

'•-'

S. Anhang unter SracRef.

'"' S. 30, NN. 167 und 168. Holz. Größe 1,97 h. : 0,87 b. Das Mittelstüdt kann ein gesdinitztes

Rund= oder Fladibild gewesen sein.

-•>" Heise, Norddeutsdie Malerei. Leipzig 1918. Abb. 76. Tafel LXII. Natürlidi fragt sidi, ob nidit

der Göttinger Meister von einem süddeutsdien Vorbilde ausging,- infolge des Wandere

lebens der Meister jener Tage und der weiten Verbreitung der Stidie sind die Fäden bis zur Un^^

e.ntwirrbarkeit versdilungen.

^'"' Vgl. die Kulisse mit dem Tor auf 165, den Bau auf 168, die Goldene Pforte und die Marien-

treppe auf 169.

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