Die Grünewald-Legende, kritische Beiträge zur Grünewaldforschung

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Die Grünewald-Legende, kritische Beiträge zur Grünewaldforschung

8. Loßr. Ehem. Schloß, jetzt BA. Mittelbau, Ostseite. Schlecht erhaltene und schwer erkennbare welt-

liche Darstellungen um 1460 (Ritter zu Pferd mit Wappen der Königstein). — KD. IX. 47.

9. Aliftimßerg, Kapelle des heil. Lorenz, Chor. a> Gewölbe. Die Rippen abwechselnd rot und grau

gequadert, Fugen weiß,- in den Feldern auf weißem Grunde mit gelben Sternen weißgekleidete Engel

mit den Leidenswerkzeugen, Schattierung blau, grün, gelb,- Flügel weiß, schwarz und grün. — b> An

den Laibungen der Fensternischen die heil. Ottilie, Katherina, Margarete und Barbara, und — verteilt

— die Gestalten der Verkündigung. Um die Fenster Rankwerk. — Nach 1456. — KD. XVIII. 224.

Abb. (ungenügend).

10. Müitnerstadt, BA. Kissingen. Pfarrkirche St. Maria Magdalena, Schunterkapelle. Über und neben

derh Flachbildwerk des Ölberges von 1428 Gefangennahme Christi, über der Pforte Gottvater in den

Wolken, zur Seite Heilige, an der Westwand der heil. Kristof. Aus dem I. Drittel der 1400. Auf=

gedecitt 1882 und wieder üßertihicBt. — KD. X. 156.

11. Sc£weiiifiirt, Prot. Pfarrkirche St. Johannis. a) Südliches Seitenschiff, westliche Stirnseite,- oben an

der Empore: Jüngstes Gericht,- Christ in der Mandel mit Maria und Johannes zur Seite,- links die

Seligen vor der Paradiespforte, rechts die Verdammten vor dem Höllenrachen. 3 m lang zu 1,20 m

hodi. — 1910 aufgededtt und sdionend hergestellt. — Um 1420. KD. XVII. 35. Abb. — b) Nördlidie

Turmkapelle, neben dem Öffnungsbogen : Reste einer Mannalese aus der Zeit um 1480. — KD. XVII. 35.

— c) Chor, Südseite, am Chorbogen: Christ am (Antoniter) Kreuz, nur an den Füßen ans Kreuz

genagelt,- die Hände frei,- in der Linken einen Blumenstrauß, mit der Rechten nimmt er der Gerechtig=

keit, einer Frauenfigur mit wankender Krone auf dem Haupte, das blanke Schwert aus der Hand.

(Oder ist es eine Ecclesia?) Flatterndes Spruchband überm Kreuz ohne Inschrift. 1 m hoch zu 1 m

breit. Mystische Darstellung aus dem I. Drittel der 1500. Görres, Geschidite der Mystik, IV. 2. —

KD. XVII. 35. Abb. S. 37'.

12. WürzBiirg, Schottenkirche, MittelschifF=Pfeiler: Über einem Teppich in Schwarz und Gelb mit

Fransen auf grauem Hintergrunde Einzelheilige, von denen die meisten nicht mehr zu erkennen sind,

a) Heil. Martin, in Fraktur bezeichnet als Martins, adhuc. kath[echumenus], darunter 1504. Roter

Mantel, grüne Hosen und Wams mit weißem Pelzwerk. Kopf rundlidi mit rötlichem, nicht ausdrudts^

losem Gesicht und hellen reichlichen Lodden. Der Heilige steht fest auf den Füßen. — Qbermalung

einer älteren Malerei. — b) Stifter mit Bisdiofsstab und Modell der Kirche in der Linken, schwarzer

Mantelzipfel (Abt Johannes II. 1253—74). — c) Heil. Sebastian, schwer zu erkennen. — Die übrigen,

die als St. Jakob d. Ä., St. Kilian, Kolonat, Totman und Hieronimus angeführt werden, sind nicht

mehr zu erkennen. — KD. XII. 344.

2. GLASMALEREI

1. Arnstein, BA. Karlstadt. Wallfahrtskirche Maria Sondheim. Südliche Seitenkapelle: Gotisdie Rosen

mit Schwarzlot. — Chor 2 dreiachsige Fenster, rechts mit 7, links mit

3 Zeilen. Hintergrund blau damasziert. — a) Rechts (südlidi): 1. Fuß=

Waschung. 2. Abendmahl. 3. Getsemane. 4. Judas Verrat. 5. Vor

Pilatus. 6. Geißelung. 7. Dornenkrönung. 8. Kreuztragung. 9. Kreuz=

aufrichtung. 10. Christ am Kreuz. 11. Kreuzabnahme. 12. Vesperbild.

13. Grablegung. 14. Auferstehung. 15. Frauen am Grabe mit Stifterin.

16. und 17. Himmelfahrt. 18. Pfingsten. Im Maßwerk Gottvater,

b) Links (nördlich): la. Zwei betende Stifterknaben mit Unterschrift:

Nadj . Crist . geßurt .

15o3

.

Hütten. Ib. Darunter Huttenwappen.

2. Stifter Hütten kniend. 3. Stifterin Hütten kniend. 4. Beschneidung.

5. Christ am Kreuz. 6. Flucht nach Ägypten. 7. Gottesmutter mit Kind

Hier mag auch der bemalte Tau/stein der ^Schweinfurter Johanniskirdie eine Stelle finden : Das Becken ist grün, die adit

Felder sind gelb mit roten Stäben umrahmt, Sedis Felder enthahen je zwei der Apostel, die beiden andern sind ungc

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