Die Grünewald-Legende, kritische Beiträge zur Grünewaldforschung

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Die Grünewald-Legende, kritische Beiträge zur Grünewaldforschung

Wenn man einen Indizienbeweis führen will, tut man gut, an die Spitze zu stellen, was man

nicßt zu beweisen imstande ist. Wir bekennen daher, daß wir weder eine Urkunde über die

Geburt eines Matfiis Neithart oder Gothart, noch auA nur ein einziges Mal den mit dem Vor«

namen Matßis verbundenen Namen Neithart oder Gothart haben finden können. Der Name

Mathis ist in Würzburg ganz außerordentlich selten, so selten, daß in der Liste der Lukas*

bruderschaft und dem Nürnberger Malerverzeichnis audi nicht ein einziger Würzburger Künstler

vorkommt, der Matßes, Matßis, Matßäus oder MatBias geheißen hätte. Auch unter den Hunderten,

ja Tausenden von Namen, die uns beim Forsciien in den städtiscfien Urkunden an dem

Auge vorübergeglitten sind, war der Matßis eine große Seltenheit"'. — Die Stadt Würzburg

selbst war ihrem Umfange und ihrer Einwohnerzahl nadi eine rechte Kleinstadt: im Jahre 1512

zählt sie 5365 Einwohner """l In gar keinem Verhältnis dazu steht ihre große Bedeutung als

Sitz des mädhtigen Fürstbiscfiofs und Herzogs von Franken und als Mittelpunkt der zahlreichen

fränkisdien Rittersdiaft. Der so bedingte Reiditum von

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