Bodensee Bulletin Nr. 042 - Montag, 6. Juni 2011 ... - big-max-web.de

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Bodensee Bulletin Nr. 042 - Montag, 6. Juni 2011

Liebe Freunde !

….. noch gestern Abend:

“ Heute ist ein zwangloser Faulheitstag “

Schade, dass die Ausfahrt keinen förmlichen Abschluss im

Clubhaus fand oder kam ich schlicht zu spät im Hafen an?

Manfred B. meldet sich von der griechischen Kykladeninsel Kea:

….. bitte E und N austauschen,

dann findet man auch seinen Liegeplatz

Nachzutragen bleibt auch, dass ich mich wie ein Schlangenmensch

in die achtere Bilge gezwängt habe und alle Teile des

gebrochenen Mitnehmers für die Seilzuglenkung gefunden habe:

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….. so sah das Teil aus, als es noch intakt war,

und das sind nun die Einzelteile:

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19:45 Uhr - Abendbrot? Ich bin noch völlig appetitlos von der

Hitze. Mal sehen wie das endet. Es sind einige Wienerle, die ich

mir heiß mache, das reicht völlig. Freue mich aufs Frühstück.

Den Rest des Abends drücke ich mich auf der Toilettenbrille

herum. EHEC? Wohl eher die Hitze und die eiskalte Flasche

Gerolsteiner Sprudel auf ziemlich nüchternen Magen! Vielleicht

war das alles der Grund meiner Appetitlosigkeit.

22:35 Uhr – Ich gebe der Müdigkeit nach.

* * * * * * *

3


Montag, 6. Juni 2011

06:12 Uhr – Augen auf – Augen zu.

07:08 Uhr – Ein Gewitter weckt mich, ein infernalischer Krach.

Husch raus und das Cockpit vollends schließen. Sind das

Wassermassen, die da herunterkommen. Der Regen schlägt Blasen

auf den Wasserflächen. Aber es dauert alles nicht sehr lange.

Auf meinen Nightwriter ist Verlass. Egal, wann man am frühen

Morgen in die Post schaut, der Nightwriter ist schon da. 02:48

Uhr ist ja eine unchristliche Zeit.

Guten Morgen, meine Keule!

Ich begrüße Dich ganz herzlich zu "9 - 10 - 11". Natürlich kannst

Du auch schon mal um 5 Uhr auf dem Weg zum Kanister in die

Post schauen. Wenn überhaupt, dann war ich auch schon da.

Wundere Dich nicht über Font und Farbe desselben. Es hebt sich

besser ab von Deinem Erscheinungsbild. Außerdem ist "VERDANA"

mein und Karins Lieblingsfont und BRAUN angenehm fürs Auge.

Hat allerdings und ausdrücklich nichts mit meiner politischen

Einstellung zu tun. Nein, es vermittelt nur etwas Wohliges. Karin

würde sagen: "es erinnert Dich an Deine Unterhosen (von

innen)." Sie meint aber die normale Art, nicht die ostfriesische:

Vorne braun vom Tee, hinten grün vom Grünkohl.

Am Morgen war die Wetterwelt entgegen aller Voraussagen noch

perfekt zum Frühstück auf Balkonien. Die Glaubwürdigkeit von

Kachelmann und Seinesgleichen hatten wir ja schon erwähnt. Bis

ich endlich aus meinem Bademantel und später aus der Dusche

kam, wurde das Wetter fragwürdig. Das hatte den guten Effekt,

dass wir nicht mehr den Konflikt hatten: Essen auf dem Balkon

oder DTM. Wenn man gewusst hätte, das AUDI gewinnt, dann

hätte unsere Spargelkomposition noch besser gemundet und ohne

brechreizartigen Mercedes-Beigeschmack.

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Und so sah das aus / Dazu ein Traum von einem Weinchen ganz

aus Deiner Nähe.

Da muss ich im Anschluss an meinen Bodenseetörn unbedingt in

Meersburg Nachschub holen.

Nach mehreren Stündchen verschiedenster Lektüre auf dem

Balkon, versuchte dann die Welt, den Untergang zu proben.

Übrigens, BODAN ist jetzt offiziell Pleite. Es wird behauptet, der

Eigentümer hätte das absichtlich herbeigeführt, um die 40.000 m²

(!!!) Bauland in der ersten Reihe zu vergolden (2-stelliger

Millionenbetrag).

Die Bodan-Werft ….. ein Immobiliensahnestück am See

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Zurück: Zwar hielt sich der lang ersehnte Regen wieder einmal

sehr in Grenzen, aber der begleitende Sturm hatte es in sich. Ich

schätze Böen um 10 Bft. Wie Du weißt, wohne ich direkt am

Laubwald und da tat sich beängstigendes. Gott sei Dank ohne

Folgen. Auch unsere Balkonblumen haben die wenigen Hagelkörner

gut vertragen. Nun ist es erst einmal kalt und die Woche soll ja

gemischt werden. Lassen wir alles auf uns zukommen.

Am Abend kam die ersehnte SMS von "Fahrgast" Manfred. Er

befindet sich nach einer 7-stündigen, 40 sm Fahrt bei 3 Bft. von

Piraeus jetzt auf der Insel KEA, 37° 39,975' E, 24° 17,969' N.

Ich bin sicher, er meint es anders herum und so stimmt es auch

mit Google Earth.

Dann schauen wir mal, wie es weiter geht. Hoffentlich ist er nicht

so faul wie Deine Ex-Crew.

Es ist wieder einmal an der Zeit. Wäre ja für uns Beide

unbefriedigend, wenn Du noch vor meiner Post zum Kanister

gingst. Deshalb schnell weg.

Gruß von Atze und ab damit.........

08:00 Uhr – Es ist draußen wieder ruhig. Ich höre ein wenig

RFS.

10:23 Uhr – Jetzt habe ich verpennt und sogar DP07

verschlafen. Dafür fühle ich mich bestens erfrischt und wach.

Das Wetter ist inzwischen heiter und warm und ein leichter NW-

Wind weht.

Das Frühstück war soeben, wie bereits gestern Abend vermutet,

ein Genuss.

12:22 Uhr – Bis eben habe ich meine Post aufgearbeitet,

darunter auch die vom Cap’n Harvey, für die ich immer etwas

länger brauche.

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….. da liegt derzeit Cap’n Harvey – ich war da 2009

Ist das schön heute, keine Termine drücken, ich kann machen

was ich will. Nicht falsch verstehen, die Clubausfahrt habe ich

sehr genossen, doch wieder selber Herr über seine Zeit zu sein

ist sehr ’relaxing’.

Der Seebär könnte mir ja mal ein kleines Zeichen geben, wo er

denn am 8. 6. d.J. steckt – vielleicht am Schiff? Sofern er denn

von der Influenza genesen ist!

Mein Gedärm grummelt immer noch ein wenig, aber ich fühle mich

wohl.

Von n-tv bekomme ich dauernd Breaking News auf mein Samsung

Galaxy Tab gesendet. Darunter auch das beschlossenen AUS für

das Atomzeitalter in Deutschland. Ich freue mich darüber, auch

wenn die Gefahr aus den Nachbarländern und global dadurch nicht

gebannt ist. Aber wenn keiner aufwacht und den Beweis antritt,

dass es auch ohne Atomkraft geht, dann wird die Welt wohl nie

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einsichtig werden. Seit ich mit wachem Verstand die Bilder von

Hiroshima gesehen habe, hatte ich stets Angst, dass wir diese

Technik nicht beherrschen werden, zumal die Menschheit immer

noch der Meinung ist, das Unfälle, also auch atomare, passieren

und nicht verursacht werden, solange habe ich Angst um uns.

Am 6. August 1945 um 8:16 Uhr löschte die Atombombe "Little Boy" (kleiner

Junge) die japanische Stadt Hiroshima aus.

Das erinnert mich doch allzu schrecklich an das zerstörte Berlin

1945! Wo bleibt die Verantwortung für unsere Nachfahren?

Welch ein Zynismus liegt in der Bezeichnung Little Boy. Was

hätte wohl Big Boy angerichtet? Ich hasse die Verniedlichungen

der US-Amerikaner für ihre Kriegseinsätze, einfach

menschenverachtend. Desert Storm, Enduring Freedom etc., als

handle es sich um einen harmlosen Expeditionseinsatz.

Warum vergessen die Menschen das Leid so schnell? Verdrängung

und Egoismus lauten wohl die Antworten.

Ich höre jetzt auf mit der Grübelei, sonst laufe ich heute noch

Gefahr, schwermütig zu werden. Gut, dass das generell nicht zu

den Bausteinen meines Naturells zählt.

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13:20 Uhr – Uff:

Über den Alpen stehen blauschwarze Gewitterbänke, mal sehen,

wo die abbleiben.

In der Ferne grollen schwere Donner.

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Ich lege mich zu einem kleinen Mittagsschläfchen im Cockpit

nieder – ich weiß, ich werde es in der Nacht bereuen. Kaum liege

ich 10 Minuten, ist die Dösigkeit wie weggeblasen, also erledige

ich lieber die kleinen Dinge an Bord, die auch nicht auf die lange

Bank geschoben werden dürfen.

Mein dehydrierter Darm fordert zusätzliche Flüssigkeit von

außen:

15:00 Uhr - Ich schaue mir erneut die Verbindung von Rad- und

Pinnensteuerung an und komme zu dem Ergebnis, dass das immer

eine geschlossene Einheit war, also nicht zum Auskuppeln gedacht

war. Dennoch erkenne ich zwei Möglichkeiten zum Entkoppeln.

Entweder das defekte Teil sowieso reparieren und zum Öffnen

umrüsten oder die hydraulische Schubstange entkoppelbar

machen. Ich werde mich noch einmal hineinzwängen und versuchen

eine Aufnahme zu machen:

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Im schwarzen Viereck war die starre Verbindung befestigt. Das

könnte man wieder so machen und 1. den unteren Steg

aufschraubbar gestalten oder 2. im roten Kreis die gesicherte

Steckachse durch eine Schnellverbindung austauschen. Jedenfalls

möchte ich beim Segeln keine starre Verbindung mehr haben.

Oder über die ganze Angelegenheit ein Vierkantrohr schieben,

das man von hinten nach vorn über die alte Steckachse hebt und

unverlierbar über die untere Flachstange legt und damit

entkoppelt hat. Durch das alte Achsenrohr könnte man noch eine

Stecksicherung durchführen, wenn gekoppelt ist. Damit das

Vierkantrohr nicht durch Zufall nach vorne rutschen kann, obwohl

da das alte Achsenrohr vorhanden ist.

Ingenieure und Praktiker der Nation,

ich bitte um Beratung – danke.

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Für einige Minuten musste ich wieder mein Schiff verschließen,

denn ein kleiner Platzregen ging nieder.

Lieber Manfred B., nun klappt’s ja auch mit N & E, da werden

Euch doch die Fallböen nichts mehr ausmachen – passt schön auf.

Wir freuen uns schon immer auf Dein Steno-Bulletin; zumindest

hast Du daheim eine Handvoll Fans, die nachmittags schon lauern,

wo Du/Ihr steckt – danke und weiter so.

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….. morgen mehr.

Herzlichst

Euer

Big Max

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