Hinter dem Vorhang Die Ästhetik des Fotoautomaten, von den ...

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Hinter dem Vorhang Die Ästhetik des Fotoautomaten, von den ...

Hinter dem Vorhang Mediendossier

Hinter dem Vorhang

Die Ästhetik des Fotoautomaten,

von den Surrealisten über Andy Warhol

bis zu Cindy Sherman

Ausstellung vom 17. Februar bis 20. Mai 2012

Als die ersten Fotoautomaten um 1928 in Paris installiert wurden,

nutzten die Surrealisten sie intensiv, ja gar zwanghaft um sich

auszudrücken. In wenigen Minuten und für eine geringe

Geldsumme bot die Maschine ihnen eine ähnliche Erfahrung im

Bereich des Porträts wie jene der écriture automatique

(des automatisierten Schreibens und Zeichnens). Seither haben

sich ganze Künstlergenerationen für das Prinzip des

Fotoautomaten begeistert. Von Andy Warhol, über Thomas Ruff,

Cindy Sherman oder Gillian Wearing bis zu Arnulf Rainer; zahlreich

sind die Künstler, die den Fotoautomaten benutzten um mit ihrer

Identität zu spielen, Geschichten zu erzählen oder neue Welten

zu erschaffen.

Hinter dem VorhangDie Ästhetik des Fotoautomaten ist eine

vom Musée de l’Elysée produzierte Ausstellung, die als eine der

ersten Studien über die Ästhetik des Automatenfotos gilt. Sie ist in

sechs Themen unterteilt: die Kabine, die Automatik und das Prinzip

des Fotostreifens, sowie drei verschiedene Anknüpfpunkte in der

Auseinandersetzung mit der Identität. Als ultimativer Produzent des

standardisierten und gesetzlich anerkannten Passfotos, ist der

Automat in der Tat auch ein ideales Werkzeug der

Selbstbetrachtung und regt zum Nachdenken über das

Andersartige an, und dies individuell oder als Gruppe. Die

Tatsache, dass die Ausstellung über 600 Werke in

verschiedensten Medien (Fotografie, Öl auf Leinwand, Lithographie

und Video) und rund sechzig internationale Künstler

zusammenführt, verdeutlicht den Einfluss des Fotoautomaten in

den Künstlerkreisen von seiner Erfindung bis in die Gegenwart.

Kuratoren

Clément Chéroux und Sam Stourdzé

In Zusammenarbeit mit Anne Lacoste

Medienkonferenz

Mittwoch, 15. Februar 2012 um 10 Uhr

Vernissage

Donnerstag, 16. Februar 2012 um 18 Uhr

Mehrere Künstler wohnen diesem Anlass bei, darunter

Sabine Delafon, Michael Fent, Jan Wenzel, Naomi Leibowitz,

Petros Petropulos sowie Franco Vaccari.

Drei Dedikationen sind an diesem Tag zwischen 19 Uhr und

20 Uhr in der Buchhandlung des Museums organisiert.

Näkki Goranin, Alain Baczynsky und Jan Wenzel unterzeichnen

American Photobooth, 2008 erschienen in den USA, Regardez, il va

peut - être se passer quelque chose..., Februar 2012 erschienen in

Frankreich, und Fotofix, 2005 erschienen von Editions Braus.

Andy Warhol, Frances Lewis, 1966, acrylic and silkscreen on linen, 12 panels, 162.5 x 167.6 cm © Collection The Sydney and Frances Lewis Foundation / 2011,

The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society ( ARS ), New York

Anne Deleporte, I.D. Stack # 6, 1992, stack of photobooth portraits, gelatin silver and chromogenic prints, 6 x 5 x 3 cm © Anne Deleporte

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