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Dokumentation der 4. Jahrestagung ADR / FutuRegio

am 20. und 21. April 2005

in Großräschen – IBA Fürst-Pückler-Land

Impressum

Bearbeitung:

Sabine Slapa

Christoph Lohmann

Contextplan Berlin & Dresden

Oranienstraße 140-142

D – 10969 Berlin

T - +49 (0)30 61 40 17 44

F - +49 (0)30 61 40 17 45

www.contextplan.de

Berlin, den 29. April 2005


Begrüßung

Prof. Dr. Rolf Kuhn, Geschäftsführer der IBA Fürst-Pückler-Land begrüßte als

Hausherr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 4. Jahrestagung der ADR /

FutuRegio.

„Bewegtes Land“, der Titel der Ausstellung auf den IBA-Terrassen beschreibt die

schon immer stattfindendenden Prozesse landschaftlichen Wandels in der

Lausitz. Der Titel der Ausstellung und das Selbstverständnis der IBA passe

insofern gut zu der ebenfalls im Wandel begriffenen ADR/Futuregio, die nach

erfolgter Fusion auf einem zukunftweisenden Weg sei.

Innenminister a. D. Klaus Hardraht, Vorsitzender des Kuratoriums ADR /

FutuRegio eröffnete offiziell die 4. Jahrestagung und skizzierte den Weg der

ADR bis zum Zusammenschluss mit der FutuRegio. Er bedankte sich bei allen

Aktivisten, insbesondere bei der scheidenden Präsidentin Sabine Slapa, und

betonte die Unverzichtbarkeit und Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für die

weitere Entwicklung und den Erfolg der in der Vergangenheit stetig

gewachsenen Arbeitsgemeinschaft.

Landrat Holger Bartsch, Landkreis Oberspreewald Lausitz, stellte den

Landkreis und die Bedeutung von Regionalen Netzwerken vor. Für den

Landkreis hat die Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land und

herausragende Bedeutung.

In seinem Grußwort betonte der Landrat darüber hinaus die Bedeutung

regionaler Netzwerke für die ländliche Entwicklung und wünschte den

Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 4. Jahrestagung viel Erfolg für die

bevorstehende Tagung und die Arbeit in ihren Regionen.

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Hinweis: Die komplette

Power Point Präsentation

finden Sie im Tagungsband

zur Veranstaltung

ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

InnoLausitz

Dr. Christiane Eisenberg, Regionalmanagerin der Brandenburgischen Lausitz

und Prof. Dr. Stefan Zundel, Fachhochschule Lausitz, Professor für

Volkswirtschaftslehre und einer der Sprecher von InnoLausitz stellten den

Kooperationsverbund von Wirtschaft – Wissenschaft – Politik/Verwaltung, ein

länderübergreifendes Wirtschaftsnetzwerk innovativer Unternehmen vor.

Die Technologieentwicklung im Land Brandenburg stellt einen der

Erfolgsfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in der Zukunft dar. Die Bildung

von Unternehmensnetzwerken fördert Innovationen und leistet einen Beitrag zu

einer wirksameren regionalen Vermarktungsstrategie. Die Region Spreewald-

Lausitz kann durch Vernetzung von Unternehmen und Nutzung von

Synergieeffekten zu einer zukunftsfähigen Wirtschaftsregion heranwachsen.

Beispiele für gut funktionierende Wirtschaftsnetzwerke im Kooperationsverbund

InnoLausitz seien die Bergbaurevitalisierung und –sanierung und das Projekt

BioResponse.

Der Wachstumskern BioResponse als Initiative des Netzwerks

"Präsymptomatische Tumordiagnostik" ist ein Bündnis von Partnern, deren

Know-how sich entlang der gesamten diagnostischen Wertschöpfungskette

erstreckt. BioResponse wurde für seine herausragende Innovationsstrategie vom

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet. Der neue

Wachstumskern startete am 2. Juni 2004 mit einer Feier an der Fachhochschule

Lausitz in Senftenberg.

Sowohl in der theoretischen Auseinandersetzung wir auch in dem Praxisbericht

von Frau Dr. Eisenberg wurde unterstrichen, dass die Förderung einer größeren

Zahl kleinerer Projekte zwar viel Expertenwissen voraussetze, jedoch die

flexiblere und effizientere Strategie im Vergleich zur Förderung so genannter

„Leuchtturmprojekte“ sei. Problematisch hierbei ist insbesondere der Umstand,

dass politische Entscheidungsträger große Projekte auf Grund ihrer

Außenwirkung oftmals bevorzugen.

In der anschließenden Diskussion wurde in diesem Zusammenhang

insbesondere die Rolle der Medien als weiterer Kraft betont, die

schlagzeilenträchtige Großprojekte befördere.

Im Ergebnis werde InnoLausitz trotz des vorhandenen Legitimationsdrucks seine

Arbeit vor allem unspektakulär fortsetzen und neben der Förderung weiterer

Netzwerke insbesondere das Standortmarketing für die Region weiter betreiben.

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Hinweis: Weitere

Ausführungen finden

Sie im Tagungsband

zur Veranstaltung

Abendgespräch

Ulrich Peickert, NaturhausArchitekten Berlin, erläuterte im Gespräch mit

Reinhold Zemke, Contextplan, neue Strategien des Ressourceneinsatzes als

regionale Entwicklungsimpulse. Als Beispiel stellte er die erste energieautarke

Stadt Österreichs, Güssing im Südburgenland, vor.

Energieschema der autarken Energieversorgung in Güssing

Nachdem in Güssing 1990 beschlossen wurde vollständig aus der fossilen

Energieversorgung auszusteigen war Güssing bereits zehn Jahre später

weitgehend energieautark. Das Rückrat der Energiegewinnung ist dabei die lokal

verfügbare Biomasse.

Heute ist Güssing ein Zentrum für erneuerbare Energien in Europa. In der 4.500

Einwohner zählenden Stadt haben sich in den letzten 15 Jahren insgesamt über

40 Unternehmen angesiedelt, die mehr als 600 Arbeitsplätze stellen.

Ziel von Herrn Peickert ist die Initiierung eines Internationalen Netzwerks für

ressourcenökonomische Stadt- und Regionalentwicklung mit dem Namen

URBAN POWER UNION.

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ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Begrüßung

Sabine Slapa sprach zum letzten Mal in ihrer Funktion als Präsidentin der ADR /

FutuRegio die Grußworte zur Eröffnung des zweiten Tages der 4. Jahrestagung.

Sie bedankte sich herzlich für die Gastfreundschaft der IBA Fürst-Pückler-Land

sowie für das große Interesse an der Veranstaltung und für die zahlreichen

Zusagen seitens der Referenten.

Sabine Slapa gab die personellen Veränderungen verbunden mit dem

Zusammenschluss ADR und FutuRegio auf der Vorstands- und Kuratoriumsebene

bekannt. Damit verbunden ist die Übergabe der Präsidentschaft an

Gabriele Engel, Geschäftsführerin der Region Nürnberg e. V. Die Beendigung

der Präsidentschaft nach einem Jahr erfolgt entsprechend der Bedingung, die

Sabine Slapa selbst mit der Annahme der Präsidentschaft vor einem Jahr gestellt

hat – die Präsidentschaft für die Dauer von einem Jahr. Sabine Slapa musste mit

ihren Aufgaben als Präsidentin der ADR / FutuRegio und Gesellschafterin des

Stadt- und Regionalplanungsbüros Contextplan täglich Prioritäten setzen. Sie

konnte die Priorität für das Jahr ihrer Präsidentschaft in Absprache mit ihren

Kollegen zum größten Teil auf die Funktion Präsidentin der ADR / FutuRegio

legen. Dafür bedankte sie sich ausdrücklich noch einmal bei ihren Kollegen.

Sabine Slapa wies darauf hin, dass es für einen Verband wie die ADR /

FutuRegio von Vorteil ist, die Präsidentschaft von einer Regionalinitiative

ausüben zu lassen. In diesem Zusammenhang bedankte sie sich bei Gabriele

Engel für die Bereitschaft dieses Amt zu übernehmen.

Sabine Slapa stimmte das Publikum auf den 2. Tag mit folgenden Worten ein:

„Wir haben das Programm nach unserem alt bewährten „Rezept“ aufgebaut:

▪ Beiträge aus der Region und zu der spezifischen Situation der „Tagungsregion“

sowie

▪ Workshops, in denen Sie aufgefordert sind, sich an der Erarbeitung von

Thesen und Anforderungen an die Politik und Wirtschaft aktiv zu beteiligen.

In den Workshops haben wir die Themen aufgegriffen, die gerade heute

wichtiger sind denn je, Themen, die diskutiert werden müssen, auf der

Arbeitsebene und mit wichtigen Multiplikatoren auf der Entscheidungsebene.

Wenn wir auf die politischen Entscheidungen Einfluss nehmen wollen, müssen

wir uns an der Diskussion aktiv beteiligen, uns eine entsprechende Lobby

schaffen. Diese Lobby können wir nur erzielen, indem wir gemeinsam Thesen

erarbeiten sowie Forderungen aufstellen und diese entsprechend transportieren.“

Frau Slapa wünschte allen einen guten Verlauf der Tagung mit vielen

inspirierenden Beiträgen.

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Hinweis: Weitere

Ausführungen finden

Sie im Tagungsband

zur Veranstaltung

Grußworte des Bürgermeisters der Stadt Großräschen

Thomas Zenker, Bürgermeister der Stadt Großräschen, hieß die Teilnehmer der

4. ADR / FutuRegio-Jahrestagung in der Stadt willkommen. Einleitend erläuterte

er die Entwicklung der Stadt und Region unter den Rahmenbedingungen des

Strukturwandels, insbesondere durch den Wegbruch des Braunkohleabbaus. Mit

Beginn der Planungen zur IBA Fürst-Pückler-Land begann ein dynamischer

Prozess, der den Menschen in der Region eine neue Perspektive eröffnet hat.

Er machte in seinen Ausführungen deutlich, welche verbindende Funktion die

IBA Fürst-Pückler-Land hat. Mit der IBA wurde ein gemeinsames Projekt ins

Leben gerufen und somit konnte die Region Lausitz-Spreewald

zusammengeführt werden.

Der Entstehungsprozess der IBA war für die geschundene Region der

Startschuss zu einer Entwicklung, in der Begriffe wie Vernetzung, Kooperation

und Vermarktung eine große Rolle spielen. Die Jahrestagung der ADR /

FutuRegio vertieft Themen aus den genannten Bereichen. Sie hat auf den IBA-

Terrassen einen Veranstaltungsort gefunden, der reich an Symbolkraft ist und

die zukünftigen Aufgaben der Regionalentwicklung beispielhaft widerspiegelt.

Herr Zenker erhofft sich von der Tagung der ADR / FutuRegio auch für seine

Region neue Anregungen, insbesondere im Hinblick auf die Vorteile für die

Region bei einem gemeinsamen Handeln aller regionalen Akteure.

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Hinweis: Weitere Ausführungen

zu dieser

Thematik finden Sie im

Tagungsband zur

Veranstaltung.

ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Zukunft Landschaft –

„Wie die Lausitzer ihre Landschaft sehen“

Prof. Dr. Detlev Ipsen von der Arbeitsgruppe Empirische Planungsforschung der

Universität Kassel präsentierte eine empirische Untersuchung zum Thema

Landschaft am Beispiel der Lausitz. Er stellte den Zusammenhang zwischen

landschaftlichen Elementen als Strukturmerkmale einer Region und der

Aneignung der Landschaft durch die dort lebenden Menschen her. Landschaft

kann dabei gleichzeitig eine Strategie für nachhaltige regionale Entwicklung sein.

In der Lausitz hat der Begriff Landschaft eine ganz besondere Bedeutung. Aus

Sicht des Planers ist es von Interesse, Landschaftsmodule zu suchen, die der

Region ein Gesicht geben. Die besondere Landschaft in der Lausitz - sei es eine

künstliche oder natürlich gewachsene - kann die Identität der Region stärken und

dadurch zu einem bedeutenden Entwicklungsfaktor werden. Gerade in Zeiten

schwacher Konjunktur und weg brechenden Arbeitsplätzen nehme die Bindung

der Menschen zu dem Ort, an dem sie leben, zu.

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Podiumsdiskussion – „Akteure in regionalen Netzwerken“

Uwe Krappitz, Geschäftsführer der REGINA GmbH, hatte als Moderator in der

Diskussion mit den Podiumsteilnehmern die Aufgabe, folgende Fragen zu

erörtern:

▪ Was ist die Grundlage für arbeitsfähige Zusammenschlüsse?,

▪ Wo liegen die Potenziale?,

▪ Wo liegen die Grenzen von regionalen Netzwerken?,

▪ Welche Rolle spielt die Identität mit der Region für die regionalen Netzwerke?

Die Besetzung des Podiums mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und

Wissenschaft ermöglichte einen differenzierten Blick auf unterschiedliche

Ansätze und Prioritäten bei der Bildung regionaler Akteursnetzwerke.

Fragen an Dr. Wolfgang Krüger, Staatssekretär des Staatsministeriums für

Wirtschaft des Landes Brandenburg

Was prädestiniert die Lausitz ein europäisches

Kompetenzzentrum zu werden?

Die Einzigartigkeit der Landschaft.

Eine einmalige Herausforderung.

Ziel ist es, die alten Standorte zur Blüte zu

bringen und für eine Nachnutzung der Region

zu sorgen.

Für die Menschen Voraussetzungen für Nutzungsmöglichkeiten

schaffen.

Wir brauchen einen Masterplan zur Vernetzung

für den optimalen Nutzen auf Basis der

geschaffenen Voraussetzungen.

Nutzungsmöglichkeiten könnten sein

- Baden,

- Wassersport,

- naturbelassenes Areal,

alles als Bestandteil eines Konzeptes.

Wir wollen über den Tourismus Chancen und

Möglichkeiten entwickeln, dies ist psychologisch

wichtig.

Eine Begleitung durch ein Regionalmanagement

ist wichtig.

Nachnutzungen industrieller Landschaften

können organisiert werden, indem Kompe-

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ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Inwieweit ist „Zentrum“ der richtige

Begriff?

tenzen erworben, gebündelt und weitergegeben

werden.

Der Begriff „Anschauungsbeispiel“ passt

besser, es geht darum, etwas zu erleben, zu

spüren und nicht um ein physisches Zentrum,

in das man hineingeht.

Fragen an Barbara Meier, Abteilungsleiterin Mittelstand und

Beschäftigungsförderung im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und

Arbeit

Was passiert im Bereich Beschäftigungsförderung?

Ist das allein Ländersache?

Wo sind die Potenziale und Grenzen?

Was bedeutet der Netzwerkgedanke?

Voraussetzung sind Tourismus und Vermarktung

der Industriestandorte.

Arbeitsplätze zu schaffen ist der wesentliche

Baustein der klassischen Beschäftigungsförderung

mit Hilfe von Programmen, die bislang

an Ländergrenzen halt machen.

Ein Beispiel sind hier die operationellen Programme

des europäischen Sozialfonds, z.B.

„Kooperation Garage Lausitz“ (Brandenburg),

ein Projekt der Vattenfall Europe AG.

Analog dazu soll auf sächsischer Seite im

Lauf des Sommers ein mit dem Brandenburger

kompatibles Programm konzipiert werden,

d. h. die Richtlinien sollen aufeinander

abgestimmt werden.

Dazu kommen Länder übergreifende Maßnahmen,

die im Netzwerk möglich sind, wie

die Kooperation mit den optierenden

ARGE’s.

Fragen an Kathrin Schneider, Gemeinsame Landesplanung Berlin Brandenburg

Benachteiligt das Leitbild der dezentralen

Konzentration mit seiner zentrumsorientierten

Sicht nicht die peripheren Regionen,

vor allem die Lausitz? Wie schaut

das Zusammenspiel mit dem Regionalplan

Sachsen aus? Kann es künftig eine

Planungsregion Lausitz geben?

Zentrumsorientierte Leitbilder sind mit Blick

auf geringe Ressourcen nicht grundsätzlich

falsch. Momentan sollte jedoch nicht vertiefend

auf das Thema „dezentrale Konzentration“

eingegangen werden.

Die Lausitz ist für eine Zusammenarbeit auf

Länderebene prädestiniert: Gleiche Probleme

und als starkes verbindendes Element „das

Wasser“. So sind Brandenburg und Sachsen

aneinander gebunden. Braunkohle Sanierung

ist angesiedelt in Berlin-Brandenburg. In

einem Schulterschluss der Länder sollen ihre

Interessen dem Bund gegenüber durchgesetzt

werden.

Es gibt verschiedene Arbeitsgruppen und

zwei Positionspapiere:

- Länderübergreifende Sanierung des Wasserhaushaltes

mit der Flutungszentrale an

der Lausitz,

- Gemeinsame Entwicklung des Lausitzer

Seenlandes.

Dies funktioniert über entsprechende Akteure

auch ohne Staatsverträge sehr gut.

Es war auch schon ein Regionalplan „Lausitzer

Seenland“ geplant. Dies konnte jedoch

aus Zeit- und inhaltlichen Gründen nicht

realisiert werden. Es geht aber informell auf

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allen Ebenen weiter, auch die kommunalen

Zweckverbände sollen und wollen künftig

enger kooperieren.

Fragen an Prof. Dr. Rolf Kuhn, Geschäftsführer der IBA Fürst-Pückler-Land

Wie ist das Zusammenspiel des Netzwerkes

mit anderen Institutionen (z.B. privaten).

Was ist der Nutzen? Kann man

darauf zurückgreifen oder ist das eine

„Welt für sich“?

Fragen an Prof. Dr. Stefan Zundel, FH Lausitz

Wie sehen Sie die künftige Struktur Ihres

Netzwerkes? Brauchen Sie einen physischen

Ort oder eine Management-

Struktur? Wie gestalten sich solche wirtschaftlichen

Netzwerke?

Wir leben vom Zusammenspiel. Die IBA hat

keine Verwaltungskompetenz und Geld. Die

IBA hat die Ausstattung für ein Management

mit 15 Mitarbeitern. Das Programm wird

durch das Land Brandenburg mitfinanziert.

Wir wollen Kommunikation und Kooperation

anstiften, so arbeiten das Land Brandenburg,

die Stadt Cottbus und vier Landkreise und

Gemeinden sowie die Zweckverbände

zusammen.

Der gemeinsame Wille ist hier die erste Erfolgsformel.

Es war nicht einfach, alle hinter

ein Ziel zu bekommen, alle müssen begeistert

werden, wie das Projekt Besucherbergwerk

F60 zeigt.

Zum zweiten müssen in lokalen Netzwerken

alle an einem Strang ziehen. Im Unterschied

zur IBA Emscher Park haben wir andere

Partner als seinerzeit das Ruhrgebiet. Dort

waren große Städte Partner, hier sind es

kleine Orte und das Kraftwerk Plessa die

kooperieren.

Die Strukturen müssen funktionieren, eine

Kommune übernimmt die Verantwortung,

andere Partner müssen unterstützen.

Bei der InnoLausitz ist eine dialektische Entwicklung

von formalen und informalen Organisationen

zu erkennen.

Man darf nicht nur auf eine Effizienz in der

Antragstellung zur Förderung von Netzwerken

achten. Die Region hat sich selbst gefunden

und organisiert. Dies ist ein Selbstwert

für sich. Die Hoffnung der Region ist

wichtig: Psychologie ist nicht nur in der Wirtschaft

wichtig. Irgendwann ist ehrenamtliche

Arbeit nicht mehr machbar und neue Organisationsformen

sind nötig. So kommt man

dann um die formal zuständigen Institutionen

nicht herum. Künftig werden wir mehrere

Träger und auch ein Regionalmanagement

haben. Deshalb muss jetzt in Netzwerke

investiert werden.

Fragen an Dr. Werner Lehmann, BioResponse Atomoll GmbH, Lipten

Welche Rolle spielen regionsgebundene

Netzwerke? Was ziehen Sie aus regionalen

Netzwerk-Aktivitäten?

Es ist eine Mischung und es ist schwierig

Partner zu finden. Für die FH Lausitz sind

starke Partner wichtig für den Import des

Know-hows in die Region.

Der regionale Kern des Netzwerkes ist in der

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ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Lausitz gegründet worden und soll in der

Lausitz bleiben, es handelt sich um eine

bodenständige Organisation.

Es ist schwierig Gesellschaftsstrukturen

aufzubauen und zu finanzieren. Bisher ist

noch kein staatlicher Finanzier mit im Boot.

Immerhin ist die Vertriebsseite der Produkte

(auch in der Region) schon geklärt.

Klare Ziele sind wichtig:

- Patente hier umsetzen,

- Instrumente entwickeln, um überregionale

Partner einzubinden (ein Wachstumskern

mit 13 Partnern).

Geplant ist ein zweites Verbundprojekt mit 7

Partnern - eine Strategie für die nächsten 10

Jahre.

Fragen an Prof. Dr. Klaus Schulze, ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH

Was kann die Wirtschaftsförderung des

Landes für diese Prozesse tun?

Wir versuchen die Bewertung und Umsetzung

von Förderanträgen und kooperieren

intensiv mit der Wirtschaftsförderung Sachsen.

Es gibt ein länderübergreifendes Projekt

„Wasserwirtschaft“ mit Kompetenzzentrum.

Wir verstehen Wirtschaftsförderung breiter

als nur die klassische „Ansiedlung von Unternehmen“.

Wir wollen die wichtigen, vorhandenen Unternehmen

weiter entwickeln, Netzwerkbildungen

unterstützen und Technologie orientierte

Existenzgründerberatungen durchführen.

Unser neues Wirtschaftsförderungskonzept

beinhaltet:

1. „Ansiedlung“,

2. „Entwicklung des innovativen Mittelstands“

und

3. „Technologie orientierte Existenzgründungen“.

Moderne Wirtschaftsförderung ist Innovationsförderung

in allen Teilgebieten der Wirtschaftsförderung.

Dies wird jedoch in Berlin

noch nicht so gesehen.

Fragen an Mirko Klich, Kooperationsanstiftung Lauchhammer

Wie kann man aus kleinen Strukturen /

Initiativen größere machen?

Wie kann man aus einem diffusen Verständnis

verschiedene Entwicklungsphasen

und diffuse Identitäten einer Region

bündeln?

Wir fangen dort an, wo moderne Menschen

schon sind: in Vereinen, Agenda-21-Gruppen

etc.

Wir vernetzen, kooperieren, z.B. das Projekt

„Netzwerk Kultur und Arbeit in der Neuen

Niederlausitz“. Dort geht ein Verein über in

eine Genossenschaftsform.

Zusammen mit Ehrenamtlichen werden miteinander

Projekte durchgeführt. Wir konkurrieren

nicht um Projektmittel. Beratung ist für

eine Professionalisierung der Initiativen wichtig.

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Abschließend stellte Herr Krappitz eine letzte Frage an alle Podiumsteilnehmer:

Die Lausitzerklärung - hat sie handlungsweisenden Charakter oder ist sie

unverbindlich? Welche sind die zentralen Forderungen bzw. Handlungsoptionen?

▪ (Prof. Dr. Zundel) Ein Entwicklungsprozess kam in Gang, als klar war, dass

die Politik keine Arbeitsplätze schaffen kann. Die entwickelten Techniken der

IBA sind als wirtschaftliches Potenzial zu nutzen.

▪ (Prof. Dr. Kuhn) Der Erfolg ist abhängig von Qualität und Originalität des

landschaftlichen Wandels, dabei darf die Geschichte der Industriekultur nicht

verleugnet werden. Die Chancen der 7000 ha Seenkette müssen gemeinsam

entwickelt und ein Profil geschaffen werden. Wichtig ist eine Nutzungsvielfalt.

▪ (Fr. Meier) Die Menschen sollen die entstandenen Widersprüche für die

Menschen akzeptieren. Sie müssen die Landschaft lieben lernen.

Unternehmen müssen gegründet werden und wachsen.

▪ (Dr. Krüger): Bezüglich der Lausitzerklärung gibt es noch Abstimmungs- und

Koordinierungsbedarf, der bereits mit einer Lenkungsgruppe (koordinierendes

Gremium) gestillt wird. Die Chancen sind nicht zu unterschätzen.

▪ (Hr. Klich) Die Erklärung muss verstärkt auf den soziokulturellen Bereich

eingehen. Bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit, werden in der Bevölkerung

Kapazitäten frei, die entsprechend zum Einsatz gebracht werden müssen.

▪ (Fr. Schneider) Es gibt viele Netzwerkstrukturen in der Lausitz. Diese müssen

um einer größeren Effizienz Willen gestrafft werden. Die „Jungen“ dürfen nicht

„exportiert“ werden, ein wirtschaftlicher Erfolg ist nötig.

▪ (Dr. Lehmann) Innovation wird durch den Markt aufgezwungen. Die „Jungen“

müssen mit gezielten Programmen zurückgeholt werden.

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Hinweis: Die komplette

Power Point Präsentation

finden Sie im Tagungsband

zur Veranstaltung

Hinweis: Die komplette

Power Point Präsentation

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ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Forum der Regionen

Gabriele Engel, Region Nürnberg e.V., übernahm die Moderation des Forums

der Regionen. Es präsentierten sich drei Regionalinitiativen aus sehr

unterschiedlich strukturierten Regionen Deutschlands.

Dr. Gunter Bühler stellte die Initiative Oberfranken Offensiv vor, die dabei ist,

sich vom Wachstumskern der Region Nürnberg zu emanzipieren und sich als

innovative und attraktive Region zu etablieren.

Mathias Lißke stellte die Wirtschaftsförderung Annaberg GmbH vor.

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Kristine Clev stellte den grenzüberschreitender Zweckverband REGIO

PAMINA vor.

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ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

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Workshop 1: Expertenrunde zur Entwicklung der europäischen

und nationalen Regionalpolitik

Eine hochkarätig besetzte Expertenrunde erfüllte die hohen Erwartungen an der

Expertenrunde zum Thema „zukünftige europäische Regionalpolitik“.

Das Podium war folgendermaßen besetzt:

▪ Dr. Friedemann Tetsch, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit,

Unterabteilungsleiter Regionale Wirtschaftspolitik

▪ Dr. Gisela Hillmann, Projektträger im DLR – Regionale Innovationsinitiativen

Neue Länder,

▪ Harald Krebs, Geschäftsführer der EUREGIIO e. V. (Enschede / Gronau),

▪ Dr. Thomas Robbers, deutscher Verband der Wirtschaftsförderungs- und

Entwicklungsgesellschaften e. V.,

Die Moderation übernahm Dr. Engelbert Recker, Referent des Deutschen

Landkreistags.

Regionalpolitik ist nach Auffassung von Herrn Dr. Tetsch vorrangig Aufgabe

jeder einzelnen Region selbst, deren Entwicklung sich innerhalb der

gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingung vollzöge. Regionalpolitik sei die

umfassende regionale Entwicklungspolitik. Sie sei Standortpolitik von jeder

Region für jede Region. Auf die Entwicklung einer Region hätten die

verschiedenen Fachpolitiken erheblichen Einfluss. Sie dürften tendenziell

zugunsten von Ballungszentren und wirtschaftsstarken Regionen wirken. Die

regionale Wirtschaftsförderung sei eine regionale Entwicklungspolitik, allerdings

nur für Regionen mit ausgeprägten Strukturschwächen. Aufgrund der

Globalisierung habe der Strukturwandel in allen Regionen deutlich zugenommen.

Aber die strukturschwachen Regionen seien stärker betroffen und weniger in der

Lage, sich aus eigener Kraft zu helfen. Der regionalpolitische Handlungsbedarf

sei nicht geringer geworden, sondern habe zugenommen und werde auch weiter

zunehmen.

In der politischen Diskussion stünden verschiedene Fragen auf der Tagesordnung.

Sollen Bund und Länder die Aufgabe der regionalen Wirtschaftsförderung

auch in Zukunft gemeinsam wahrnehmen? Ist eine Änderung der Förderung

notwendig – Abwendung von den wirtschaftsschwachen und Hinwendung zu den

wirtschaftsstärkeren Regionen? Bleibt im Rahmen der europäischen Beihilfen-

und Strukturpolitik auch zukünftig noch ausreichender Spielraum für eine nationale

Regionalförderung? Welche Konsequenzen wird die Neuordnung der europäischen

Strukturpolitik nach 2006 haben? Was wird die Gemeinschaftsaufgabe

angesichts der Konsolidierungsnotwendigkeiten auch in Zukunft noch finanziell

leisten können?

Im Verlauf der Beratungen über die Neugestaltung der bundesstaatlichen Finanzverfassung

ist eine radikale Entflechtung der Mischfinanzierungen und eine

Abschaffung der Gemeinschaftsaufgaben gefordert worden. Im Laufe der Diskussion

sei allerdings festgestellt worden, dass im Bereich der regionalen Wirt-

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ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

schaftsförderung ein Ordnungs- und Koordinierungsrahmen zur Vermeidung eines

Förderwettlaufs unverzichtbar sei. Nur so ließen sich die Konflikte zwischen

den Regionen lösen und auch die Interessen der Länder gegenüber Brüssel am

wirksamsten vertreten. Aus diesem Grund hätten die beiden Vorsitzenden der

Föderalismuskommission in ihrem letzten Vorschlag keine Abschaffung der Gemeinschaftsaufgabe

„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ mehr

vorgesehen. Damit sei anerkannt worden, dass diese Gemeinschaftsaufgabe als

Regelgebundenes Fördersystem auch in Zukunft wichtige strukturpolitische

Funktionen zu erfüllen habe.

Die Europäische Kommission diskutiere derzeit ihre Vorstellungen über das zukünftige

Regime für Regionalbeihilfen in den Mitgliedstaaten. Danach sollen die

Regionalbeihilfen stärker auf die Ziele des Lissabon-Prozesses ausgerichtet

werden. Sie sollen vorrangig dem Kohäsionsziel – also der Förderung der aller

schwächsten Regionen – dienen. Im Rahmen horizontaler Beihilfen sollen mit

geringerer Förderintensität - aber flächendeckend - auch Beihilfen in wirtschaftsstarken

Regionen möglich sein. Mit dieser Form der Beihilfenkontrolle würde die

bisherige Unterstützung strukturschwacher Regionen im Westen nicht mehr

möglich sein. Dies hätte erhebliche Konsequenzen innerhalb Deutschlands für

die Beziehungen zwischen West und Ost, aber auch zwischen den einzelnen

Regionen. Bund und Länder fordern deshalb, dass auch die wirtschaftlich stärkeren

Mitgliedstaaten einen ausreichenden regionalpolitischen Spielraum erhalten

müssten, um entwicklungspolitischen Divergenzen innerhalb ihres Staatsgebietes

begegnen zu können.

Die Vorschläge der Kommission zur Aufstockung der Strukturfondsförderung

würden eine Mehrbelastung von Deutschland in Höhe von rund 3 Mrd. € pro Jahr

bedeuten. Dies sei nach Auffassung der Bundesregierung nicht finanzierbar. Sie

verlangte eine Begrenzung des EU-Haushalts auf 1 % des Bruttonationaleinkommens.

Die bisherige Ziel 1-Förderung solle in der nächsten Förderperiode

2007 bis 2013 im Wesentlichen unverändert fortgeführt werden. Die neuen Bundesländer

dürften nach derzeitiger Einschätzung weiterhin zum Ziel 1-Gebiet

gehören. Dagegen solle die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung

(Ziel 2) an den Zielen und Themen der Lissabon-Strategie ausgerichtet

werden. Dies bedinge nach Auffassung der Kommission, dass die dafür vorgesehenen

Mittel horizontal, im gesamten Gebiet, also auch in den strukturstarken

Regionen der Mitgliedstaaten eingesetzt werden könnten. Das Ziel 3 diene der

Förderung der territorialen Zusammenarbeit – zum Beispiel im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative

INTERREG. Die Bundesregierung lehne nicht nur die Ausweitung

der Strukturfondsfördermittel, sondern auch die Ausweitung der Förderung

im Rahmen von Ziel 2 in räumlicher und sachlicher Hinsicht ab.

Im Zuge der Bemühungen um die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte

seien die Mittel der Gemeinschaftsaufgabe innerhalb der letzten zehn Jahre um

2/3 Drittel gekürzt worden. Gleichzeitig hätten die ostdeutschen Länder immer

größere Teile der europäischen Strukturfondsmittel außerhalb der Gemeinschaftsaufgabe

„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ eingesetzt.

Neben der Konjunkturschwäche habe auch die Kürzung der Fördermittel zu einer

Verringerung der Wachstums- und Beschäftigungswirkungen der Gemeinschaftsaufgabe

in den strukturschwachen Regionen beigetragen. Für die Zukunft

sei eine Stabilisierung der Förderung auf dem derzeitigen Niveau, zumindest was

den Bundeshaushalt angehe, in Höhe 700 Mio. €. gesichert.

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Herr Krebs knüpft an die Ausführungen von Dr. Tetsch an und legt den Fokus

vor allem auf die zukünftige Ziel 2-Förderung im Rahmen der europäischen

Strukturpolitik. Sie diente der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung

außerhalb der Ziel 1-Fördergebiete. Nach seiner Auffassung erlaube

sie eine nationale Schwerpunktbildung in inhaltlicher wie regionaler Hinsicht.

Eine Begrenzung des EU-Haushaltes sei aus finanzpolitischer Sicht nachvollziehbar.

Dennoch müsse sich die Bundesrepublik fragen, wie eine erfolgreiche

Strategie für Deutschland aussehen könnte. Jeder wisse, dass es bei der Ausstattung

des EU-Haushaltes einen Kompromiss zwischen 1 und 1,14 % des

Bruttonationaleinkommens geben werde. Die gemeinsame Fixierung der Ausgaben

für die Agrarpolitik zwischen Deutschland und Frankreich habe zur Folge,

dass sich bei Abzug der Erweiterungsbedingten Mehrkosten das Volumen des

EU-Haushaltes und damit auch die EU-Strukturfondsförderung gegenüber der

Vorperiode prozentual verringere. Wenn die Bundesregierung schon keine Reduktion

der Zahlungen nach Brüssel erreichen könne, müsse ihr Interesse stärker

darauf gerichtet sein, einen möglichst großen Teil der Finanzmittel im Rahmen

der EU-Förderpolitik zurückzubekommen. Deshalb ist aus seiner Sicht die

von der Kommission vorgesehene Ziel 2-Förderung zu begrüßen. Gerade in den

horizontalen Politikbereichen könnte die Bundesrepublik erhebliche Mittel abziehen,

da die entsprechenden Adressaten und Antragsteller überproportional in

den nicht strukturschwachen Regionen beheimatet seien. Unter dem Gesichtspunkt

eines möglichst hohen Rückflusses an Fördermitteln könne er auch kein

Verständnis dafür aufbringen, dass die Ziel 3-Förderung der grenzüberschreitenden

und transnationalen Zusammenarbeit auf die Regionen an den Grenzen zu

den Beitrittsländern begrenzt bleiben solle. Er ist der Auffassung, dass die deutsche

Position zur Strukturfondsförderung der EU nicht konsistent sei.

Dr. Robbers erinnert an den Auftrag des Grundgesetzes zur Herstellung gleichwertiger

Lebensverhältnisse. Die regionale Wirtschaftsförderung würde sowohl

dem Wachstum dienen, indem es brachliegende Ressourcen mobilisiere, als

auch der Stabilisierung, indem es strukturelle Umsteuerungsprozesse stabilisiere.

In diesem Sinne sei die Ziel 1-Förderung innerhalb Europas und auch unter

den Mitgliedstaaten unumstritten. Bei der Ziel 2-Förderung „Verbesserung der

Beschäftigung und der Wettbewerbsfähigkeit“ gehe der Streit um die Frage, ob

eine Förderung der strukturschwachen Regionen einen höheren Wachstumsbeitrag

liefere als eine Förderung der strukturstarken. In der politischen Diskussion

würde eine Konzentration der Förderung auf Wachstumskerne oder Leuchttürme

gefordert. Am einfachsten ließe sich der Streit entscheiden, wenn eine objektive

Messung der Erfolge der regionalen Wirtschaftsförderung durchgeführt werden

könnte. Je nachdem, welche Indikatoren zur Erfolgskontrolle herangezogen würden,

fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Anhand einzelbetrieblicher Indikatoren

könne in der Regel ein Erfolg der regionalen Förderung festgestellt werden.

Schwieriger sei die Erfolgsmessung auf regionaler oder nationaler Ebene

anhand globaler Indikatoren, wie Einkommen und Beschäftigung.

Aus Sicht von Dr. Robbers muss die europäische Beihilfenpolitik ein massives

Fördergefälle zugunsten der östlichen Nachbarstaaten verhindern. Das neue Ziel

2 „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ dürfe sich nicht auf die

strukturschwächsten Regionen außerhalb von Ziel 1-Gebieten konzentrieren.

Auch die erfolgreicheren Regionen hätten erhebliche Entwicklungshemmnisse,

die sie nicht aus eigener Kraft beseitigen könnten. Deshalb sei zumindest ein

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ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Einsatz der nationalen und europäischen Regionalförderung außerhalb von Ziel

1 anzustreben. Aus Sicht vieler westdeutscher Regionen, wäre es ein „Worse

Case Szenario“, wenn die bisherige nationale und europäische Regionalförderung

ersatzlos entfiele.

Frau Dr. Hillmann berichtet über die Regionen orientierte Innovationspolitik des

Bundesministeriums für Bildung und Forschung am Beispiel der Programme, die

unter der Innovationsoffensive „Unternehmen Region“ zusammengefasst worden

seien. Es handele sich um die Programme InnoRegio, Innovative regionale

Wachstumskerne, Zentrum für Innovationskompetenz und Interregionale Allianzen

für die Märkte von morgen (Innovationsforen). Ziel der Innovationsoffensive

sei die Nutzung und Stärkung von Forschung, Entwicklung im Zusammenspiel

der unterschiedlichen Partner Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus

den Regionen. Es gehe um die systematische Identifizierung von Innovationspotenzialen

und die Förderung von Kooperationen und Netzwerken zwischen

Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

Am Anfang der Innovationsförderung in Regionen stand das Programm InnoRegio.

Mit dem Ziel, nicht ausgeschöpfte Innovationspotenziale in der Region zu

identifizieren und zu entwickeln, wurde 1999 das InnoRegio-Programm als themenoffener

Wettbewerb des BMBF ausgeschrieben: 23 regionale Initiativen mit

unterschiedlichen Branchen und Themenschwerpunkten hätten sich durchsetzen

können. Das Programm „Innovative regionale Wachstumskerne“ richte sich an

regionale unternehmerische Bündnisse, die über eine fundierte am Markt orientierte

Innovationsstrategie und eine herausragende technologische Kernkompetenz

verfügten. Der Schwerpunkt liegt auf regionalen Projektverbünden von Wissenschaft

und Wirtschaft mit einem mittel- und kurzfristig hohen Marktpotenzial,

deren Impulse langfristig in die Region ausstrahlten. Am Anfang der Entwicklung

stünden „die interregionalen Allianzen für die Märkte von morgen“. Mit der Entwicklung

von Plattformen zum Innovationsdialog werde die Bildung innovativer

Netzwerke aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren regionalen

Organisationen unterstützt. Die durchgeführten Innovationsforen seien der Startschuss

für den Innovationsprozess. Sie trügen dazu bei, tragfähige Kooperationspartner

für Forschung und Entwicklung und Strukturen für den Wissenstransfer

zu schaffen, und helfen das thematische Profil der Innovationsinitiative

zu schärfen.

Die Programme des BMBF zeigen nach Auffassung von Frau Dr. Hillmann, dass

Innovationspolitik auch in strukturschwachen Regionen notwendig und möglich

ist. Allerdings müssten die Förderprogramme den Bedingungen für Forschung

und Entwicklung in diesen Regionen genügen. Abstriche beim inhaltlichen Förderanspruch

könnten nicht gemacht werden. In diesem Sinne sei die Fachpolitik

regionalpolitisch blind. Der Forschungs- und Innovationspolitische Anspruch

müsse erhalten bleiben. Zu der regional orientierten Innovationsinitiative gibt es

nach Auffassung von Frau Dr. Hillmann derzeit keine Alternative. Allerdings

müsse noch stärker auf eine Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft geachtet

werden und die Eigeninitiative, Kreativität und Profilierung der Regionen

geschärft werden. Durch eine kritische Reflektion der Programme und der regionalen

Bedingungen könne im Rahmen einer Evaluierung der regionale Handlungsbedarf

aus Sicht der Innovationspolitik besser konturiert und auf die spezifischen

Herausforderungen in den Regionen abgestellt werden.

18


Die Teilnehmer am Workshop 1 stellten in der Diskussion insbesondere auf den

Konflikt ab, ob zukünftig die Regionalförderung eher auf die strukturstärkeren

Regionen konzentriert werden sollte oder wie bisher auf die strukturschwachen.

Die kommunale Finanzsituation sei auch in den strukturstärkeren Regionen

derart desolat, dass eine Lösung aus eigener Kraft nicht mehr möglich sei. Von

anderen Teilnehmern wurde darauf hingewiesen, dass es besonders wichtig sei

Entwicklungsprozesse in den Regionen zu fördern. Ansiedlungen seien

quantitativ unbedeutend. Deshalb müsse die Entwicklung aus der Region heraus

organisiert werden. Die EU-Förderpolitik hinsichtlich des Ziels 2: Verbesserung

der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung, böte die Möglichkeit,

auch den strukturstärkeren Regionen Entwicklungsimpulse zu verleihen. Dies sei

aus volkswirtschaftlicher Sicht zu begrüßen, da die Wachstumseffekte eine

Förderung strukturstärkerer Regionen sicherlich höher ausfallen würden als eine

Förderung strukturschwacher.

19


Hinweis: Die Ausführungen

von Frau Dr.

Hillmann und Herrn

Krebs sind im

Tagungsband zur

Veranstaltung dokumentiert.

ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Präsentation von Dr. Thomas Robbers

20


ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

22


Auf die Bemerkungen aus dem Plenum des Workshops und auf die Vorträge der

übrigen Referenten, die EU-Förderung auch auf wirtschaftsstärkere Regionen

außerhalb des Ziel 1 auszudehnen, verwies Herr Dr. Tetsch auf Artikel 158 des

EG-Vertrages. Danach setze sich die Gemeinschaft insbesondere das Ziel, die

Unterschiede im Entwicklungsstand der verschiedenen Regionen und den Rückstand

der am stärksten benachteiligten Gebiete zu verringern. Eine Förderung

strukturstarker Regionen stünde dazu im Widerspruch. Die Hinweise auf die Lissabon-Strategie

zögen nicht. Was derzeit von Seiten der Kommission mit Hin-

23


ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

weis auf die Lissabon-Strategie legitimiert werde, sei von Europäischen Rat niemals

darunter verstanden worden. Im Rahmen der Lissabon-Strategie, die den

europäischen Wirtschaftsraum bis zum Jahre 2010 zum wirtschaftsstärksten in

der Welt machen wolle, gehe es vor allem um eine Anpassung der Sozial- und

Arbeitsmarktsysteme und nicht um eine Förderpolitik der EU zur Wachstumsmaximierung.

Vor allem sei damit nicht die Vorstellung verbunden gewesen, jedwede

nationale wirtschaftspolitische Maßnahme unter die Priorität der Lissabon-

Strategie zu stellen. Aus Sicht der nationalen Wirtschaftsförderung müsse jede

Region ihre Schwächen beseitigen. Dazu seien die stärkeren aufgrund ihrer

Wirtschaftskraft selbst in der Lage. Nur die wirtschaftsschwachen bräuchten gesonderte

Hilfen, besonders wenn man bedenke, dass die übrigen Politiken in

wesentlichen Teilen sich begünstigen und für strukturstarke Regionen und Ballungszentren

auswirken würden.

Herr Dr. Robers betonte, dass vor allem die volkswirtschaftlichen Effekte für die

Beurteilung wichtig seien, welche Regionen gefördert werden sollten und welche

nicht. Aus seiner Sicht spreche vieles für eine Förderung auch wirtschaftsstarker

Regionen im Sinne der Position der Europäischen Kommission. Allerdings sei

das europäische Beihilferecht zu restriktiv. Aber auch die Regionen müssten sich

selbst stärker anstrengen; insbesondere bedürfe es der Entwicklung einer regionalen

Identität, in der das nach wie vor vorherrschende Kirchturmdenken zurückgedrängt

werden könnte.

Den Aufbau einer regionalen Identität hält auch Frau Dr. Hillmann für eine ganz

wichtige Aufgabe. Sie spricht sich für eine bundesweite Abgrenzung von Fördergebieten

aus und für ein angemessenes Fördergefälle. Im Rahmen der Innovationspolitik

allerdings könne nur das Ziel gelten, die Stärken einer Region zu stärken.

Innovationspolitik sei Fachpolitik und könne insoweit nur auf vorhandene

Ansätze reagieren. Durch das Förderlichsein könnte aber sichergestellt werden,

dass auch strukturschwache Regionen an der Forschungs- und Innovationspolitik

des Bundes partizipierten.

Herr Krebs unterstützt die Auffassung, dass auch strukturstärkere Regionen an

der Förderung partizipieren müssten. Er bedauert vor allem, dass die Bundesrepublik

Deutschland sich so spät in die Diskussion um die Weiterentwicklung der

europäischen Förderpolitik eingeschaltet habe. Dies dürfte sich am Ende zu

Lasten der Bundesrepublik auswirken.

Der Moderator Herr Dr. Recker fasst die Ergebnisse der Workshops 2 in Thesen

für das Plenum zusammen:

Regionalpolitik mache jede Region für sich. Aufgabe der Regionalpolitik sei es,

die regionalen Stärken zu stärken und die regionalen Schwächen abzubauen.

▪ Die verschiedenen Fachpolitiken wirkten tendenziell zugunsten der

wirtschaftsstarken Zentren, sei es Verkehrspolitik, Finanzpolitik oder Forschungspolitik.

Diese Regionen hätten damit einen dauerhaften Entwicklungsvorsprung.

▪ Die Regionalförderung stehe vor der Aufgabe, wo und wie die knappen finanziellen

Mittel eingesetzt werden sollen.

▪ Die wirtschaftsstarken Regionen hätten die Kraft und die Mittel, ihre Entwicklung

selbst voranzutreiben. Dazu seien die wirtschaftsschwachen nicht in der

Lage.

24


▪ Die Auffassung der Teilnehmer des Workshops sei gespalten. Während die

einen für eine Konzentration auf die strukturschwachen Regionen plädierten

und eine Bedürftigkeitsansatz verfolgten, plädierten andere für einen Wachstumsorientierten

Ansatz und eine stärkere Konzentration der Mittel auf strukturstarke

Regionen aus.

▪ Vor allem von Vertretern aus wirtschaftsstärkeren Regionen Westdeutschlands

seien die Vorstellungen der EU-Kommission hinsichtlich einer räumlich

breiten Förderung des Ziels 2 „Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit

und Beschäftigung“ unterstützt worden. Ein solcher Ansatz stünde auch

in Übereinstimmung mit der Lissabon-Strategie der europäischen Union.

25


ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Workshop 2: Aktivierung von Unternehmen

in regionalen Projekten

Folgende Thesen und Fragestellungen wurden mit den

eingeladenen Referenten und den Workshopteilnehmern

diskutiert:

Welchen Stellenwert haben und sollten Unternehmen in

der Entwicklung der Regionen haben? Welche

Grundvoraussetzungen und Unterstützung brauchen die

Unternehmen? Welchen Mehrwert können die Unternehmen

den Regionen bringen?

Das Podium war folgendermaßen besetzt:

▪ Godehard Neumann, Wirtschaftsforum der Region

Nürnberg,

▪ Dr. Wilfried Müller, Vattenfall Europe AG,

▪ Dr. Martin Wilke, Investor Center Ostbrandenburg,

▪ Dr. Karsten Koitz, Euronorm GmbH,

▪ Dr. Jobst Seeber, Transferstelle d i a l o g, Carl von

Ossietzky Universität Oldenburg.

Die Moderation übernahm Dr. Rainer Hachmann, ECO

REG.

A. Kurzvorstellung der Regionalinitiativen / Statements

Wirtschaftsforum der Region Nürnberg, Godehard Neumann

Netzwerk wird gebildet von Gebietskörperschaften und Unternehmen

Metropolregion (Aufgaben: Wachstum – Daseinsvorsorge –

Siedlungsentwicklung).

Es gibt die Foren Wirtschaft, Wissenschaft, Verkehr, Kultur, Sport.

Tourismus, Marketing.

Aufgaben des Wirtschaftsforums:

Clusterstrategie unter starker Beteiligung von Unternehmen,

Infrastruktur (mehr Aufgabe der Gebietskörperschaften),

Standortmarketing / Gewerbeflächenvermarktung (mehr Aufgabe der

Gebietskörperschaften),

Gateway (unter Beteiligung von Unternehmen).

Prinzipien sind:

26


Excellence und Internationalität,

Freiwilligkeit in der Mitwirkung,

Mehr als 50% der Partner sind Unternehmen.

Die Beiträge der Unternehmen sind

zur Clusterstrategie: Kompetenz,

zu Basel II: Diskurs mit Banken, KMUs, Steuerberater,

zum Beschäftigungspolitischen Dialog: mit international agierenden

Unternehmen.

Partner sind die Akteure, die wollen und können.

Voraussetzung für ihre Mitwirkung: es muss / müssen

Nutzen erkennbar sein,

eine persönliche Ansprache erfolgen,

konkrete Projekte realisiert werden.

Es handelt sich um eine Managementaufgabe.

Initiative für Beschäftigung in der Region Lausitz, Dr. Wilfried Müller,

Vattenfall Europe AG

Unternehmensinitiative mit Gewerkschaftsbeteiligung auf Bundesebene

Arbeitsmarktpolitik (Abbau von rd. 110 Arbeitsplätzen),

Initiative für Beschäftigung,

als Partner gesucht sind Länder Brandenburg und Sachsen, Landräte; BM,

Kirche, Gewerkschaft,

es geht um die Themen Jugend und Ausbildung, Existenzgründung,

Umstrukturierung nicht mehr benötigter Immobilien,

es gibt Arbeitskreise (Partnerliste im Netzwerk),

Projekte sind:

Berufsvorbereitung: Schülerkonzepte

2. Schwelle (für Abbrecher)

„Garage Lausitz“ und „Garage Sachsen“ (Existenzgründung)

Europakompetenz für junge Leute

Businesstransfer

- Lausitzer Existenzgründer-WB.

27


ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Investor Center Ostbrandenburg, Dr. Martin Wilke

Aktivierung von Unternehmen

Aufbruch in Oderland-Spree,

Erarbeitung eines Leitbildes,

Durchführung einer Imagekampagne,

Realisierung von Projekten,

Hanse Club Wirtschaft Frankfurt/Oder mit 30 Unternehmen (Durchführung von

Praktika, Unternehmenskooperationen, Unterstützung der Promotion von

Viadriana, Wirtschaftsbarometer für die Region).

Innovationsmanagement der EuroNorm, Dr. Karsten Koitz

Initiierung, Begleitung und Management verschiedener Wirtschaftsnetzwerke.

Managementberatung,

Training von KMU,

Moderation von Wirtschaftsnetzwerken

Moderatoren-Lehrgänge,

Umsetzungsstrategie für Frankfurt Oder,

Krisenmanagement im Bildungsnetzwerk.

Region Nordwest-Niedersachsen „im Dialog“, Dr. Jobst Seeber,

Transferstelle d i a l o g, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Wirtschaftsinitiative mit Kommunen und Kreisen als Partner

Als Wissens- und Transferstelle dient die Arbeitsstelle Dialog der Hochschulen in

Oldenburg.

Vorgestellt wird „RegIS“ als regionales Informationsbüro mit 27 Poolpartnern.

Ca. 1.700 Netzbesucher klinken sich täglich in die Homepage ein.

Für die Region werden 700 Tabellen mit Statistiken bereitgehalten.

Die Wirtschaftsförderung nutzt das Netz für Dienstleistungen, Kontakte und

Veranstaltungsmanagement.

Es werden 650 Gewerbeflächen mit Detailkarten vorgehalten.

Die Kooperationsbörse umfasst 6.600 Unternehmen (Kompetenzpräsentation mit

Link zur direkten Kontaktaufnahme, Informationen über Dienstleistungen und

Produkte, Verfahren, Messebesuche, etc.).

Die Finanzierung erfolgt über kommunale Beitrage.

Im Bereich Forschung existiert eine FuE-Datenbank, die für den

Technologietransfer genutzt wird.

28


B. Beiträge der Teilnehmer zur Aktivierung von Unternehmen in regionalen

Projekten

Was motiviert Unternehmen mitzuwirken?

Durchführung konkreter Projekte.

Möglichkeiten zur Anpassung an (welt)wirtschaftliche Erfordernisse.

Wie kann man Unternehmen aktivieren?

Deren Interessenlagen ausloten,

Unternehmen kennen lernen,

Partner dort mitnehmen bzw. abholen, wo er steht,

Sachverstand der Partner wecken bzw. nutzen,

Aufsuchen von Unternehmen ohne Auftrag,

persönliche Kontakte herstellen,

Schaffung einer Vertrauensbasis,

Entwicklung von Kompetenzinitiativen.

Netzwerkbildung: Welche Methoden und Instrumente sind geeignet?

Wie wichtig sind Fragen der Organisation und der Finanzen?

Aufstellen einer Interessenbilanz,

Kenntnis der verschiedenen Netzwerktypen,

Aufstellen einer Akteurs- und Rollenmatrix,

Mitwirkung von Banken und Steuerberatern sinnvoll,

Strukturierung der Ziele,

Strukturen, in denen 100 Partner jeweils 100 € beitragen sind besser als wenn

ein Partner 100.000 € mitbringt,

Lebenszyklen von Netzwerken sollten beachtet werden.

Wie kann kontinuierliche Arbeit geleistet werden?

Strukturierung der Projekte,

gutes Netzwerk-Management,

permanente Kontakte zu den Partnern,

immer wieder Ideen reinbringen,

gesichertes finanzielles Engagement der Partner (speziell von Unternehmen),

Ziele den finanziellen Möglichkeiten anpassen.

29


ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Welchen Nutzen hat der Unternehmer von seiner Mitwirkung?

Verbesserung der Wirtschaftlichkeit,

Evaluation der regionalen Gegebenheiten,

Imagegewinn,

Eigennutz bringt Gemeinnutz,

Kontakt- / Kooperationserleichterungen,

durch Gespräche ist jederzeit Mehrwert möglich.

Welches sind die wichtige Erfolgs- und Störfaktoren?

Erfolgsfaktoren:

Ausgeprägtes Regionalimage,

Persönlichkeiten als Promotoren,

kompetente Moderatoren,

Mitwirkung von Unternehmen, die es machen und können,

wirksame Öffentlichkeitsarbeit,

Vorreiterfunktion der Großunternehmen,

Ausstiegsszenarien vorsehen,

„Leitbüffel“ einbinden.

Störfaktoren:

Problem, das kleineren Partnern leichter die Luft ausgeht,

Dauertropf durch öffentliche Hand,

Fördermittel bestimmen die Richtung der Kooperation.

Welches sind geeignete Themen und Projekte?

Infrastruktur,

Cluster-Strategie,

Standortmarketing,

Gateway,

Gewerbeflächen,

Existenzgründungen,

ganz allgemein Probleme, die der Region unter den Nägeln brennen,

Informationsdatenbanken (FuE, Unternehmen, Personal- und

Standortinformationen, Wirtschaftsförderung).

30


Diskussionssplitter

Fragebogen für RegIS ist der Einstieg der Wirtschaftsförderer in die

Unternehmen.

Ansprache von Unternehmen erfolgt nur vor Ort mit entsprechenden

Personalressourcen.

Wirtschaftsnetzwerke bringen Feedback für die Verwaltung.

Nutzung von ppp als Geldzuschüsse, Moderation („Beatmung“) und Setzung von

Themen.

Ziele setzen, Partner persönlich überzeugen.

Neutrale Moderation, etwa durch Uni, IHK, Berater.

„Leitbüffel“ gewinnen durch persönliche Beziehungen; Suche an lokaler /

regionaler Entwicklung interessierte Unternehmen.

Öffentliche Förderung:

- fördert Trittbrettfahrer,

- sollte nur Starthilfe sein,

- was nichts kostet ist nichts wert.

Entrepreneur-Stiftung von Vattenfall an der Fachhochschule Lausitz.

31


ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Workshop 3: Identitätsstiftende Potenziale und Qualitäten –

Stärkung der regionalen Identität

Der Begriff der regionalen Identität hat Konjunktur, auch wenn er bereits so lange

zum Bestandteil menschlicher Wahrnehmung gehört, wie der Mensch das

Reisen für sich entdeckt hat. Ob zuerst als Beutezug, später dem

Bildungshunger geschuldet oder heute primär der Erholung dienend – mit der

Distanz zur Herkunftsregion wächst die Wahrnehmung gegenüber den

Identitäten anderer Regionen, oftmals aber auch gegenüber der Eigenen.

Die jüngste Popularität des Begriffspaares war zunächst von der Angst vor deren

Verlust geprägt:

Die Internationalisierung der Politik, in Europa durch die wachsende Zahl der

Zuständigkeiten und vereinheitlichenden Verordnungen der EU besonders

gespeist, ließ den Verlust der regionalen Identitäten auf dem Weg zu den

Vereinigten Staaten von Europa befürchten.

Dabei folgte die Politik nur der Wirtschaft, die längst weiter ist. „Raider heißt jetzt

Twix“ verdeutlichte vor wenigen Jahren, dass auch global längst vereinheitliche

Produkte keines regionalen Marketings mehr bedurften. Die globalisierte

Wirtschaft erzieht sich ihren globalisierten Kunden.

Längst funktionieren Sparten der Kultur global: MTV prägt mehr als nur den

Musikgeschmack der Jugend der Welt, sondern vermittelt längst Life-Style und

Werte.

Die Architektur ist spätestens mit der Moderne frei von regionalen Attributen. Ob

Fertighaus oder Massivvilla, ob Büroturm oder Funktionsgebäude. Regionale

Identität als Gestaltungsmerkmal der gebauten Umwelt lässt sich nur noch

historisch zuordnen.

In den letzten Jahren hat sich diese vorwiegend negative Diskussion verändert,

auch wenn sich obige Verlustängste nicht erledigt haben. Regionale Identität

wird nicht mehr über Alleinstellungsmerkmale des Brauchtums, sondern

ganzheitlich und zukunftsorientiert definiert. Europaweit haben sich Regionen

offensiv dem Thema gestellt, um alte und neue Identitätsmerkmalen und

Qualitäten konstruktiv für ihre regionale Entwicklung zu nutzen.

Bei dem Motiv für diese Identitätsdefinition tauchen wiederholt drei Aspekte auf:

1. Die Suche nach einem Konsensstiftenden Bezugspunkt bei der Frage, was

kommt nach der Industrie? Auf dem Weg in die postindustrielle

Gesellschaft haben viele Regionen ihre dominierende Funktion und damit

prägende Identität eingebüßt.

2. „Der Kampf um die Ressource Aufmerksamkeit“ (Gabriele Pütz) im Zuge

der globalen Konkurrenz der Regionen um Investoren.

3. Auflagen des vermeidlichen „Feindes“ der regionalen Identität, der EU, die

als formale Vorraussetzung für die Erschließung der Strukturfonds, aber

auch in qualitativen Verordnungen, wie der „Europäischen

Landschaftskonvention“ auf die Bewahrung und Ausprägung regionaler

Identitäten im vereinten Europa baut.

32


Drei Vertreter / Partner des INTERREG III B-Projektes IdeQua aus jeweils ganz

unterschiedlichen Regionen referierten über Wege der Identitätsfindung. Die

Moderation des Workshops übernahm Stephan Westermann, StadtBüro Hunger:

Prof. Rolf Kuhn von der IBA Fürst-Pückler-Land GmbH

berichtet vom „Dritten Weg“ im Umgang mit der Tagebaulandschaft

der Niederlausitz in Abwägung der Optionen

zwischen Szenario 1: der klassischen, technisch regulierten

„Wiedergutmachung“ an einer zerstörten Landschaft - oder

Szenario 2: Beibehaltung des zerstörten Landschaft als

faszinierende „Landschaft Extrem“. Der dritte Weg setzt auf die

Sanierung der Bergbaufolgelandschaft, aber auch der

Profilierung durch die Inszenierung der Zeugen der

industriellen Vergangenheit und Nutzung der exotischen

Zwischenlandschaften, solange wie es sie gibt.

Frau Dr. Schliewenz berichtet über den Prozess der

Identitätsfindung in der rumänischen Region Centru. In der touristisch attraktiven

und historisch reichen Region nehmen die sozialen und wirtschaftlichen

Disparitäten zu. Die Definition einer gemeinsamen Identität wird überdeckt von

dem nicht problemlosen Miteinander unterschiedlicher Ethnien.

Frau Varkonyi aus der ungarischen Stadt Keszthely am Balaton referiert über

das Thema der „Regionalen Identität in der touristischen Entwicklung und

Vermarktung“. Der Bezug auf die reiche Geschichte der Region, die Inszenierung

einer Vielzahl alljährlicher Stadtfeste für Einheimische wie Touristen sowie die

neuerdings mögliche gemeinsame professionelle Vermarktung der Region sind

sich gegenseitig ergänzende Strategien der Profilierung der regionalen Identität

als Urlaubsregion.

Aus den Referaten und Diskussionsbeiträgen lassen sich folgende Befunde

extrahieren:

1. Zur Identität gehört Geschichte. Regionale Identität muss auf den

regionalspezifischen Zeugen wie dem ‚nicht-sichtbaren’ der Vergangenheit

und Gegenwart fußen und aus diesen ihre Potentiale ableiten.

2. Die Adaption andernorts als schön empfundener Landschaften oder deren

Wahrnehmungsmerkmale auf die eigene Region stärkt nicht die Identität.

Z.B. will die Niederlausitz trotz ihrer neu entstehenden Seenlandschaft kein

zweites Mecklenburg-Vorpommern werden, sondern bewusst die

Künstlichkeit ihrer Entstehung gestalterisch betonen.

3. Thematisiert werden müssen auch die vorrangig negativ besetzten Elemente

einer Region. Nicht das schamhafte Verstecken, sondern der selbstbewusste

Umgang mit vermeintlichen Schwächen schafft regionale Spezifika. Z.B. ist

der wachsende Regionalstolz der Niederlausitzer gegenüber den imposanten

Zeugen ihrer Industriekultur nicht von alleine entstanden, sondern Ergebnis

des offensiven Umgangs mit diesen Relikten. Noch ist z.B. in der Region

Centru in Rumänien die Figur des Grafen Dracula kein allgemeingültiges

Identifikationsmoment und Gegenstand einer offensiven Touristenwerbung.

Das „Nicht-Thema“ Dracula ändert aber nicht die äußere Assoziation der

Region mit der Figur.

33


ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

4. In der Regel existieren bezüglich der Identität von Regionen abweichende

Innen- und Außensichten. Z.B. steht die Region Centru bei Außenstehenden

in einer eher schlechten, aber vereinheitlichten Wahrnehmung, während

nach innen keine gemeinsame Identifikation ablesbar ist.

5. Eine Identitätsprofilierung geht nicht ohne die Beteiligung der Bewohner.

Dabei scheint nach der Erfahrung der Regionalmanager die Einbeziehung

der Bewohner in dünn besiedelten Regionen leichter als in Ballungsräumen,

die Einbeziehung der Mittelschicht leichter als die der Arbeiterschicht, die

Aktivierung von Frauen leichter als die von Männern und die der Jugend

leichter als die der Alten. Die leichteren Zielgruppen eigenen sich als

Schlüssel für den Zugang zur Gesamtbevölkerung.

6. Der Erfolg einer Region ist Voraussetzung für die Stärkung der regionalen

Identität. Erfolg kann sich definieren über die Wirtschaftskraft der regionalen

Bevölkerung, der Stolz auf das selbst geschaffene – und/oder über

Prestigeobjekte, die überregional Aufmerksamkeit erregen und „Vorzeigbar“

sind.

7. Festivalisierung hilft, Identität zu stärken. Die auf 10 Jahre begrenzte IBA, die

Benennung der rumänischen Stadt Sibiu zur europäischen Kulturhauptstadt

2007 oder die zahlreichen jährlichen Feste der Stadt Keszthely stärken die

Identifikation.

8. „Identität ist, was wir waren, was wir sind und was wir geben können.“

(Elizabeth Varkonyi)

34


Auf diese Ausführungen

wurde im Rahmen der

Tagung aus Zeitgründen

verzichtet – werden aber

hier entsprechend der

Ankündigung aufgeführt.

Schlusswort

Sabine Slapa betonte, dass das Schlusswort mehr Dankesworte sind. Ein

Schlusswort beinhaltet Botschaften für die zukünftige Arbeit.

Sie griff die Thematik des roten Fadens aus dem Workshop 2 „Unternehmensnetzwerke“

auf. Hier betonten Experten, dass Netzwerke nur mit einem roten

Faden lebensfähig sind. Es reicht nicht aus, dass sich Netzwerkpartner in bestimmten

Zeitabständen treffen, es wird eine Person gebraucht, die fähig ist,

einen Faden zu spinnen.

Sabine Slapa wünscht der ADR / FutuRegio weiterhin die Kraft, um den vielleicht

erst rosa gefärbten Faden weiterzuspinnen und rot werden zu lassen. Um hier

keine Maschen zu verlieren, sollte verstärkt das Kuratorium mit den Kommunalen

Spitzenverbänden und den Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in

die Arbeit integriert werden bzw. zur Unterstützung aufgerufen werden.

Insgesamt muss die ADR / FutuRegio den Blick auf die gesetzgeberische Dynamik

der praktischen Politik richten. Die Regionalentwicklung unter der Klammer

„Gleichwertige Lebensverhältnisse in den Bundesländern“ [Artikel 72 Grundgesetz]

kombiniert mit der „neuen Lust“ an einer föderalen Vielfalt betrachtet, zeigt

deutlich, dass zwischen föderativer Differenzierung und der in der Sozialstaatsklausel

verkörperten sozialen Gleichheit ein Spannungsverhältnis besteht, was

zu der bereits angesprochenen gesetzgeberischen Dynamik führt, die Konsequenzen

für die praktische Politik haben wird.

Ebenso muss für die ADR / FutuRegio das Thema „Europafähigkeit des deutschen

Föderalismus“ anstehen. Hier geht es momentan um die Klärung im Bund-

Länder-Verhältnis. Solche Diskussionen müssen nicht nur intensiv verfolgt werden,

sondern hier muss explizit überlegt werden, wie unsere Interessen, die in

der ADR / FutuRegio gebündelten Interessen aus den Regionen in der Meinungsbildung

eingebracht werden können. Voraussetzung hierzu ist die Gewährleistung

von zuverlässigen Informationen aus den Ländern - ein funktionsfähiges

Informations-/Kooperationsnetzwerk.

35


ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Sabine Slapa übergab mit Ende der Tagung das „Zepter“ der Präsidentschaft an

Gabriele Engel, Region Nürnberg e. V. weiter und wünschte ihr viel Energie,

Spaß und Erfolg bei der Ausführung des Amtes. Sie bedankte sich bei allen, die

sie während der 1-jährigen Amtszeit unterstützt und ihr das Vertrauen entgegen

gebracht haben.

Harald Krebs, Vizepräsident der ADR / FutuRegio sprach die Dankesworte an

Sabine Slapa und hieß Gabriele Engel in ihrer Funktion als Präsidentin der ADR /

FutuRegio herzlich willkommen.

Gabriele Engel stellte sich vor und bedankte sich für das ihr entgegen gebrachte

Vertrauen, dieses Amt ausführen zu können.

Sabine Slapa beendete die Tagung mit Dankesworte an allen Unterstützern, die

dazu beigetragen haben, dass diese Tagung an diesem Ort stattfinden konnte,

besonders bei allen Referenten, Moderatoren, Podiumsteilnehmern sowie bei

den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und lud alle herzlich zur anschließenden

Exkursion in das Besucherbergwerk F60 und zur Seenlandschaft ein.

36


Teilnehmer

Name Vorname Institution Straße PLZ Ort

Bartsch Holger Landrat Oberspreewald Lausitz Dubinaweg 1 D-01968 Senftenberg

Bühler Dr. Gunter Offensive Oberfranken Postfach 11 02 16 D-95421 Bayreuth

Busch Klaus Teilraum Deggendorf/Plattling

Casper Birgit Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau

Clev Kristine REGIO PAMINA

Franz-Josef-

Strauss-Straße 3 D-94469 Deggendorf

Max-Pechstein-Str.

3 D-08056 Zwickau

Zollplattform am

Bienwald D-76779 Scheibenhardt

Drehmann Frank Büro Wenzel & Drehmann Jüdenstrasse 31 D-06667 Weissenfels

Eilers Rolf Wildeshauser Geest

Eisenberg Dr. Christina

Engel Gabriele Die Region Nürnberg e.V.

Ferchland Torsten BMWA Berlin

Frank Hans-Ulrich Aktion Münsterland

Delmenhorster Str.

6 D-27793 Wildeshausen

Centrum für Innovation und

Technologie GmbH;

Regionalmanagerin

Brandenburgische Lausitz Cottbuser Str. 1 D-03172 Guben

Michael-Vogel-Str.

3 D-91052 Erlangen

Scharnhorststr. 34-

37 D-10115 Berlin

An den Speichern

6 D-48157 Münster

Friese Dr. Günther Wirtschaftsberater Max-Müller-Str. 64 D-09132 Chemnitz

Fritzsche Horst

Sächsisches Innenministerium,

Abteilung Landesentwicklung

Gärtner Dr. Petra Regionalmanagement Westsachsen

Wilhelm-Buck-

Straße 2 D-01097 Dresden

Straße d. Friedens

20 D-04720 Döbeln

Geisendörfer Ulrich Deutscher Verband e.V. Georgenstraße 21 D-10117 Berlin

Gerlach Franziska Stadtmarketing Brandenburg e.V. Ritterstr. 69 D-14770 Brandenburg

Geurts Silke COMPLAN GMBH Voltaireweg 4 D-14469 Potsdam

Hachmann Dr. Rainer ECO REG Wientapperweg 15 22589 Hamburg

Händel Josephine

Hardraht Klaus BGPS Rechtsanwälte

Am

Waldschlösschen

4 D-01099 Dresden

Hecht Michael Tourismusverband Vogtland Fr.-Ebert-Str. 21a D-08209 Auerbach

Herberz Chantal Region Nürnberg

Michael-Vogel-Str.

3 D-91052 Erlangen

Herkonrath Winfried WISA mbH Kantstr. 5 D-39104 Magdeburg

Hillmann Dr. Gisela

Deutsches Zentrum für Luft- und

Raumfahrt e. V., Koordinator für

regionale Innovationsförderung des

BMBF / KORIF Carnotstraße 5 D-10587 Berlin

37


Ipsen

Prof. Dr.

Detlev

ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

AEP-Arbeitsgruppe Empirische

Planungsforschung der Uni Kassel

Israel Jürgen Landschaf(f)t Zukunft e.v.

Mönchebergstraße

17 D-34109 Kassel

Landratsamt

Weißeritzkreis D-01744 Dippoldiswalde

Jeran thorsten COMPLAN GMBH Voltaireweg 5 D-14470 Potsdam

Kendzia Ralf Die Region Vorpommern e.V. Gartenstrasse 15 D-18439 Stralsund

Kerstan Büro Lausitz Initiative

Gerhart-

Hauptmann-Str.2 01968 Senftenberg

Kiel Wolfgang Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler Wilhelmstr. 24-30 D-53474

Kirchhof Dr. Roland Verein pro Ruhrgebiet e.V. Semperstraße 51 D-45138 Essen

Klich Mirko Kooperationsstiftung Lauchhammer

Bad Neuenahr-

Ahrweiler

Dietrich-Hebmer-

Platz 31 D-01979 Lauchhammer

Koitz Dr. Karsten Euronorm GmbH Rathausstraße 2a D-15366 Neuenhagen

Krappitz Uwe Regina GmbH Dr.-Grundler-Str.1 D-92318 Neumarkt

Krater Gabriele

Ministerium für Städtebau Städtebau,

Wohnen, Kultur und Sport (NRW)

Krautz Beatrix Fachhochschule Lausitz

Krebs Harald EUREGIO

Krüger Wolfgang

Kruse Gernot

Staatssekretär im Ministerium für

Wirtschaft des Landes Brandenburg

Landesverwaltungsamt Sachsen-

Anhalt, Referat Wirtschaft

Großenhainer Str.

57 D-01968 Senftenberg

Enscheder Straße

362 D-48599 Gronau

Heinrich-Mann-

Allee 107 D-14473 Potsdam

Willy-Lohmann-Str.

7 D-06114 Halle

Kuhn Prof. Dr. Rolf IBA Fürst-Pückler-Land [see] Seestraße 84 - 86 D-01983 Großräschen

Ladwig Dr. Roland SAXONIA GmbH

Alred-Lange-Str.

16 D-09599 Freiberg

Lehmann Dr. Werner BioResponse Attomoll GmbH Lipten Schulweg 6 D-03205 Lipten

Leißring Bernd Sachsenbund e.V. Max-Planck-Str. 18 D-09114 Chemnitz

Leitl Gabriela

Regionale Entwicklungsgesellschaft

"Rund um die Neubürg - Fränkiche

Schweiz" Bahnhofstr. 35 D-95490 Mistelgau

Lemberger Markus Landratsamt Cham Rachelstr. 6 D-93413 Cham

Lißke Matthias

Lohmann Christoph contextplan

Markus Kathleen

Wirtschaftsförderung Annaberg

GmbH

Adam Ries Straße

16 D-09456

Annaberg

Buchholz

Oranienstraße

140-142 D-10969 Berlin

EuroRegion Spree-Neisse-Bober

e.V. Berliner Straße 8 D-03173 Guben

Meister Ralf Regionalmanagement Erzgebirge Adam-Ries-Str. 16 D-09456 Annaberg

Meyer Barbara

Müller Udo

Sächsisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Arbeit

Regionalmanagement Oderland-

Spree

Müller Dr. Wilfried Vattenfall Europe AG

Wilhelm-Buck-

Straße 2 D-01097 Dresden

Chausseestraße

23 D-10115 Berlin

38


Neumann Eberhard Initiative Südwestsachsen Neefestr. 88 D-09116 Chemnitz

Neumann Goedehard

Noack Gabriele

Wirtschaftsforum der Region

Nürnberg Theresienstraße 9 D-90403 Nürnberg

Sächsisches Staatsministerium für

Wirtschaft und Arbeit

Peickert Ulrich Naturhaus Architekten Berlin

Wilhelm-Buck-

Straße 2 D-01097 Dresden

Rießerseestraße

10 D-12527 Berlin

Pfohl Hans-Martin Contextplan Louisenstraße 9 D-01099 Dresden

Pietsch Dr. Norbert

Pietschmann Holger contextplan

Stiftung Innovation und Arbeit

Sachsen

Preußcher Christian Euroregion Elbe/Labe

Radochla Karl-Heinz

Recker Dr. Engelbert Deutscher Landkreistag

Bertold-Brecht-

Allee 24 01309 Dresden

Oranienstraße

140-142 D-10969 Berlin

Dr.-Wilhelm-Kütz-

Str. 6 D-01796 Pirna

Förderverein Wasserwelt

Geierswalde Landstraße 18 D-02979 Elsterheide

Ullrich-von-

Hassell-Haus,

Lennéstraße 11 D-10785 Berlin

Richter Dr. Olaf SJK GmbH Chemnitz Landstraße 18 D-09116 Chemnitz

Robbers Dr. Thomas

Deutscher Verband der

Wirtschaftsförderungs- und

Entwicklungsgesellschaft

Roloff Dr. Jürgen infoOrt.de Presse

Steinfurter Straße

60a D-48149 Münster

Rösler Michael FH Eberswalde Ebertstr. 28 D-16225 Eberswalde

Roß Regina Unternehmensberatung

Rudolph Ansgar

Schäde Gerd

Regionalmanagement WIR e.V.

Landkreis Goslar Klubgartenstr. 5 D-38640 Goslar

Regionaler Planungsverband

Mittleres Mecklenburg/Rostock

Schäfer Michael Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler Wilhelmstr. 24-30 D-53474

Bad Neuenahr-

Ahrweiler

Schär Beatrix Innenstadtmanagement Luckenwalde Markt 12 a D-14943 Luckenwalde

Schedlbauer Klaus Landratsamt Cham Rachelstr. 6 D-93414 Cham

Scheidler Erik Service Agentur Teltow Fläming Zinnaer Straße 34 D-14943 Luckenwalde

Scheier Marion

Scherm Ilona

DGB Region

Südbrandenburg/Lausitz

Sächsisch Technisches

Hochschulzentrum

Schliewenz Dr. Birgit Region Centru Rumänien

Schmidt Simone

Schmidt-

Wottrich Jörg Rechtsanwalt

Straße der Jugend

13/14 D-03046 Cottbus

Reichenhainer Str.

39 D-09126 Chemnitz

Deutsche Stadt- u.

Grundstücksentwicklungsgesellschaft Ostrower Str. 15 D-03046 Cottbus

Joachimstaler

Straße 17 D-10719 Berlin

Schoradt Daniela EIPOS e.V. Goethe Allee 24 D-01309 Dresden

39


Schulze

Seeber Dr. Jobst

ADR / FUTUREGIO-JAHRESTAGUNG 2005 DOKUMENTATION

Prof. Dr. Klaus

Peter ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH

Slapa Sabine contextplan

Täubert Steffen

Steinstraße 104-

106 D-14448 Potsdam

Transferstelle d i a l o g Uni

Oldenburg Uhlhornsweg 99 A D- 26129 Oldenburg

Regionalmanagement der Region

Greiz c/o TITV e.V.

Oranienstraße

140-142 D-10969 Berlin

Zeulenrodaer Str.

42 D-07973 Greiz

Teschke Birgit Berlin-Buch Management GmbH Alt-Buch 45-51 D-13125 Berlin

Tetsch

Dr.

Friedemann

Bundesministerium für Wirtschaft und

Arbeit

Thiem Katrin Städtering Zwolle-Emsland

Scharnhorststr. 34-

37 D-10115 Berlin

c/o Rathaus

Meppen D-49716 Meppen

Töpfer Andreas Initiative Südwestsachsen Neefestr. 88 D-09116 Chemnitz

Uhlig Dr. Jens RPV Chemnitz-Erzgebirge

Unseld Liselotte

Varkonyi

Varkonyi Herr

Deutscher Verband für

Landschaftspflege

Erzsébet

Vargáné FÖTER 1

Paulus-Jenisius-

Straße 24 D-09456

Annaberg-

Buchholz

Feuchtwanger Str.

38 D-91522 Ansbach

Ungarn-

8360

Keszthely /

Hungary

Wagner Ulrich Wirtschaftsforum Sächs. Elbland Ratsweinberg 1 D-01662 Meißen

Walther Jana Initiative Südwestsachsen Neefestr. 88 D-09116 Chemnitz

Walther vertritt

Fritz SAXONIA GmbH

Walthert Markus form@

Waniek Jörg envia M

Alred-Lange-Str.

15 D-09599 Freiberg

Oranienstraße

140-142 D-10969 Berlin

Chemnitztalstraße

14 D-09113 Chemnitz

Weingarten Dr. Joe Landesbetrieb LBB Rheinstraße 4 E D-55116 Mainz

Werner Carola Kooperations Anstiftung e.V.

Dietrich Heßmer

Platz 31 D-01979

Lauchhammer-

Mitte

Westermann Thomas NACCON Rutenweg 6 D-72072 Tübingen

Westermann Stephan StadtBüro Hunger

Wieschollek Gero Regina GmbH Dr.-Grundler-Str.1 D-92318 Neumarkt

Wilke Dr. Martin Investor Center Ostbrandenburg

Zemke Reinhold contexplan

Im

Technologiepark 1 D-15236 Frankfurt/Oder

Oranienstraße

140-142 D-10969 Berlin

Zenker Thomas Bürgermeister Stadt Großräschen Seestraße 16 D-01983 Großräschen

Zundel

Prof. Dr.

Stefan Fachhoschule Lausitz

Großenhainer Str.

57 D-01968 Senftenberg

40


Fotogallerie

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