Download Ausgabe September 2010 - Spix eV

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Download Ausgabe September 2010 - Spix eV

Die Vereinszeitung von Spix e.V.

5. Jahrgang - Ausgabe 19 vom September 2010 - Geschäftsstelle Wesel - Tel. 0281/16333-0

Liebe Leserin, lieber Leser,

Stellen Sie sich eine Situation vor der Erfindung

des Rollstuhls vor. Durch einen Unfall sind Sie

plötzlich querschnittsgelähmt. Einkaufen, zum

Kleiderschrank gehen, zur Toilette – nichts geht

mehr ohne fremde Hilfe. „Zum Glück“ gibt es Heime,

wo nur Querschnittsgelähmte wohnen. Die

Fachkräfte des Wohnheims bringen ihnen nun

täglich das Essen, fahren Sie zur Toilette, organisieren

Ihre Beschäftigung im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.

Ihr Lebensrhythmus, z.B. Aufsteh- und

Essenszeiten, wird vom Schichtdienst der Helfer

bestimmt. Zentrale Fragen: Wer ist heute im

Dienst? Was gibt es zu essen? Immer wieder ziehen

neue Querschnittsgelähmte bei Ihnen ein,

sympathische und unsympathische, mit denen

Sie Frühstückstisch und Fernsehraum teilen müssen…

Es gibt durchaus Menschen mit einer Behinderung,

die sich wünschen, in einer Wohngruppe

mit gleichartig behinderten Menschen zu leben.

Aber die meisten würden sich für ein Leben in

eigener Wohnung statt in einem Wohnheim entscheiden,

wenn sie eine Wahl hätten. Für stärker

behinderte Menschen gibt es diese Wahlmöglichkeit

bisher zu selten.

Als „ nicht BeWo-fähig“ (sprich: nicht geeignet für

eine Betreuung durch das ambulant Betreute

Wohnen) und daher „heimbedürftig“ gelten im

Helfer-Jargon Klienten, die häufig und zeitlich

nicht planbar Hilfe benötigen, auch nachts und

am Wochenende. Klienten des Betreuten Wohnens,

die vorübergehend vermehrt auf Hilfe angewiesen

sind, werden zwar in der Regel auch

abends und am Wochenende von ihren Bezugs-

betreuern besucht, bis die kritische Phase vorbei

ist. Aber kein Profi kann auf Dauer rund um die

Uhr für Unterstützung zur Verfügung stehen, die

bei Bedarf sofort geleistet werden muss. Klienten

mit einem solchen Hilfebedarf kommen in ein

Wohnheim - nicht weil sie sich das wünschen,

sondern weil das ambulante Hilfesystem die von

ihnen benötigte Hilfe nicht leisten kann.

Anfang 2010 haben wir die Bewohnerinnen und

Bewohner unseres Wohnheimverbundes in Wesel

mit insgesamt 39 Plätzen zu ihrer Wohnsituation

und weiteren Lebensplanung befragt. 4 Bewohner/

innen wollten bei ausreichender Unterstützung

lieber in einer eigenen Wohnung leben, 3 von ihnen

waren zu Tonbandinterviews vor und nach

dem Umzug bereit. „Ich wollte schon immer eher

ins Betreute Wohnen als hier in so ein Heim“, berichtete

Julia Kürten (die Namen wurden geändert).

„ Mir ist schleierhaft, wieso ich 2002 hierher

kam. Die Leute vom BeWo und der Heimleiter waren

damals bei dem Gespräch dabei. So bin ich

hierher gekommen.“

Vorangegangen war eine jahrelang zunehmende,

durch ihre seelische Erkrankung bedingte Verwahrlosung

der Wohnung. Die Entscheidung für

die Wohnheimunterbringung traf nicht sie, sondern

ihr Betreuer. Auch die anderen Heimbewohner,

die wir befragt haben, befanden sich vor dem Einzug

ins Heim in einer Situation, die ihnen keine

andere Wahl mehr ließ: „Ich musste damals meine

Wohnung aufgeben, weil ich meine Krankheit

nicht in den Griff bekommen habe“, sagte uns

Klaus Wilting, und Michael Schmal gab dazu an:

„In meiner Wohnung war dreimal Wasserrohrbruch.

Ich habe auch nicht mehr so aufgeräumt.

Da musste ich ausziehen.“

Kostenlose Informationsschrift für Klient/innen und ihre Angehörigen, Mitarbeiter/innen und Freunde von Spix

einzusehen auch unter www.spix-ev.de


Die 4 Bewohner/innen, darunter Frau

Kürten, Herr Wilting und Herr Schmal,

leben nun wieder in ihrer eigenen Wohnung.

Ein „Verselbständigungstraining“,

um sie „BeWo-fähig“ zu machen, hat vorher

nicht stattgefunden. Vielmehr erhalten

sie soviel Hilfe wie zuvor, wenn nötig

auch nachts und am Wochenende. Die

Mitarbeiter/innen kommen jetzt aber nur

noch ins Haus, wenn das vereinbart ist

oder sie gerufen werden. Es ist unser

neues Team Betreutes Wohnen plus,

kurz BeWo plus.

Zunächst haben wir unser Wohnheim-

Team um Personal mit soviel Wochenstunden

Arbeitszeit aufgestockt, wie die

ausziehenden Heimbewohner/innen voraussichtlich

an Hilfe benötigen würden.

Gerechnet wurden die Einsatzzeiten im

direkten Kontakt mit Klienten, erhöht um

ca. 45 % Zeit für klientenferne Arbeit, z.B.

für Anfahrten und Dokumentation. Die

Anbindung an das Wohnheimteam gab

uns die Möglichkeit, den Umzugsprozess

Inhaltsverzeichnis

BeWo plus statt Wohnen im Heim S. 1-2

Eröffnung „Brötchentheke“ S. 3

Ferienfreizeit SPZ S. 4

Ferienfreizeit Haus Vivaldi S. 5

Heimbeirat S. 6

Angebote/Gruppenangebote S. 7-8

Adressen-/Telefonliste S. 9

Portrait ehrenamtl. Helfer S. 10

Betreutes Wohnen in

Familien S. 11

Tag der Begegnung S. 12

Nachmittagsangebote S. 13

Angehörigengruppe S. 14

Nutzerversammlung BeWo

Tagesausflug Kommern S. 15

Das offene Ohr S. 16

und die weitere Betreuung durch vertraute Bezugspersonen zu

leisten. Gleichzeitig müssen die wenigen jetzt ambulant tätigen

Mitarbeiter/innen nicht rund um die Uhr einsatzbereit sein. Außerhalb

ihrer Dienstzeiten sind Kollegen/innen aus dem Schichtdienst-System

bzw. dem Nachtdienst des Wohnheimes zuständig.

Während der Arbeitseinsatz im Wohnheim pauschal über Tagespflegesätze

pro Bewohner vergütet wird, muss die ambulante

Arbeit in einzeln dokumentierten Fachleistungsstunden mit dem

Kostenträger abgerechnet werden. Der zu erwartende Hilfebedarf

wurde vorher mit einem individuellen Hilfeplan beim Sozialhilfeträger

beantragt, bei unseren ehemaligen Heimbewohnern

durchschnittlich 9,5 Std. pro Woche. Die Zeit gilt für Unterstützungsleistungen

in direktem Klientenkontakt und wird mit 60 €

pro Stunde vergütet, indirekte Hilfeleistungen sind darin enthalten.

Die Stundendokumentation ist aber auch erforderlich, damit

es nicht zu einer Subventionierung des BeWo plus durch das

Wohnheim kommt. Jede „Entnahme“ von Arbeitszeit aus dem

stationären System muss durch das ambulante Team wieder erstattet

werden, indem deren Mitarbeiter/innen in gleichem Umfang

im Wohnheim Dienst tun. Um beide Arbeitsfelder nicht zu

sehr zu vermischen, hat sich daher das ambulante Team in

Dienstzeiten organisiert, die den Tag während der üblichen Inanspruchnahme

von Unterstützung einschließlich der Wochenenden

abdecken.

Vor dem Auszug der Heimbewohner/innen gab es viele Sorgen.

Julia Kürten: „ Das ist mit Sicherheit ein ganz großer Schritt für

mich. Ich weiß nicht was sich alles ändern wird. Sicherlich mehr

tägliche Arbeit... Ich weiß nicht ob ich mit dem Geld auskomme.“

Klaus Wilting: „Dann schaut mir keiner mehr auf die Finger. Aber

ich muss dann auch selber Termine einhalten und dafür gerade

stehen, wenn ich sie verpasse.“ Aber die positiven Erwartungen

überwogen bei den Interviewpartnern. Klaus Wilting: „Ich bin

dann ganz allein in meiner Wohnung, ohne andere Mitbewohner.

Und ich kann dann wieder mehr machen was ich will.“ Michael

Schmal: „Ich habe dann meinen eigenen Haushalt. Ich kann

dann zu Essen einkaufen was ich will.“ Julia Kürten: „Ich spiele

E-Gitarre. Ich kann dann in Zukunft mehr Krach machen als

hier.“ Ähnlich gemischt waren die Einschätzungen der Angehörigen,

Mitbewohner und Profis, die wir von den Heimbewohnern

erfragt haben. Die meisten Kommentare waren ermutigend. Herr

Wilting: „Meine Mitbewohner sagen, dass ich mutig bin diesen

Schritt zu unternehmen. Die finden das echt gut. Aber mein Betreuer

war eher skeptisch. Er wollte vom Arzt ein schriftliches

Gutachten, dass ich dafür geeignet bin alleine zu wohnen. Meine

Ärztin hat ihm das aber bescheinigt.“

Der Schritt der vier, die trotz unvermindert hohem Hilfebedarf

aus dem Heim ausgezogen sind, ermutigt andere Heimbewohner/innen.

Zwei Frauen, die vorwiegend in das Wohnheim gezogen

sind, weil sie nicht alleine leben können oder wollen, suchen

aktuell eine Wohnung zu zweit. Betreuerinnen und Betreuer, deren

„schwierige“ Klienten seit langem auf der Warteliste verschiedener

Wohnheime stehen, wenden sich alternativ an das BeWo

plus.

Seite 2


6 Monate sind seit dem Auszug der ehemaligen

Heimbewohner/innen vergangen. Was hat sich

dadurch verändert? Frau Kürten: „Ich kann mir

jetzt die Zeit einteilen wie ich will. Das macht mir

richtig Spaß! ... Mit dem Geld komme ich einigermaßen

zurecht. Es ist knapp, ich muss täglich

rechnen. Ich kann mir nicht sonderlich viel leisten.“

Herr Schmal: „Ich koche jetzt wieder selber,

meistens Nudeln mit Sauce. Die Hausarbeit ist

mir nicht zu viel, ich hab genug Unterstützung…

Ich bin noch etwas einsam, aber sonst ist alles

gut. Es war eine gute Entscheidung.“ Und Herr

Wilting: „Ich habe gemerkt, dass ich das meiste

an Haushaltspflichten alleine schaffe. Vorher

Nach einigen Tagen Vorbereitung (seit Ende

Juni 2010) durch die Hausmeistergruppe unter

der Leitung von Georg Werdelmann bzw. Andreas

Ricken, die sich mächtig ins Zeug legten

und einige Schweißperlen vergossen, konnten

schön gestaltete Räumlichkeiten an der Dinslakener

Landstraße 5 in Wesel (Hochhaus am

Bahnhof) am 01.07.2010 an die Hauswirtschaftsgruppe

von Michael Hennig übergeben

werden.

Es waren in aller Kürze umfangreiche Gestaltungs-

und Einrichtungsarbeiten bzw. organisatorische

Vorbereitungen zu erledigen, um am

05.07.2010 die offizielle Eröffnung unter Anwesenheit

der stellvertretenden Bürgermeisterin Ursula

Hornemann zu feiern.

In Anlehnung an „Ernas ehemaligen Kaffee-Shop“

b e k a m u n ser n euer Be triebszwe i g

( A u ß e n a r b e i t s p l ä t z e ) d e n N a m e n

„Brötchentheke“.

Hier halten insgesamt 10 Beschäftigte unter der

bereits erwähnten Leitung unseres „5-Sterne-

Küchenmeisters“ Michael Henning der Öffentlichkeit

von Montags bis Freitags zwischen 6.00 und

14.00 Uhr ein umfangreiches Sortiment bereit. So

können unsere Kunden zwischen verschiedenen

Kaffeesorten (einfacher Kaffee, Latte Macchiato,

Cappuccino) sowie heißer Schokolade wählen.

Das Brötchenangebot umfasst neben einfachen

auch Roggen- und Mehrkornbrötchen sowie Vital-

und Laugenbaguettes.

Mit viel Liebe und Engagement belegen die Beschäftigten

die Brötchen und Baguettes in vielfältiger

Form und zwar mit Käse, Koch- und rohem

Schinken, Ei, Salat, Thunfisch, Fleischwurst, Remoulade,

Frikadellen, Schnitzel etc. Diesem Gaumenschmaus

kann in unseren ansprechenden

Räumlichkeiten gefrönt werden, es ist aber auch

zum Mitnehmen bestimmt und das alles zu günstigen

Preisen.

hatte ich Sorgen, ob ich das kann. Ich habe jetzt

mehr Arbeit wie vorher, vor allem mit dem Haushalt,

aber das mache ich gern… Meine Betreuerin

gibt mir Sicherheit, z.B. beim Einkaufen, Putzen,

beim Sprechen über Probleme. Sie hat mit

mir im Garten einen Blumenkübel hingestellt und

am Samstag Rasen gemäht… Mit mir ist es viel

besser geworden, körperlich und geistig. Nach

langer Zeit kann ich jetzt wieder komplett durchschlafen.

Ich habe jetzt mehr Freiheit, mehr

Wertgefühl und mehr Qualitätsgefühl.“

Herzliche Grüße

Jo Becker

Des Weiteren umfasst unser Angebot auch Kaltgetränke

(Cola, light und normal, Sprite, Fanta,

Durstlöscher, Kakao, Apfelschorle, etc.) Süßigkeiten,

Eis, Tabakwaren sowie Zeitschriften und Zeitungen.

Die bisherige Frequentierung unserer Einrichtung

ermutigt die Mitarbeiter, in ihren Anstrengungen

bei der Kundenbetreuung nicht nach zu lassen.

Wir bitten unsere Leser, intensiv Werbung für unsere

„Brötchentheke“ zu betreiben, so dass auf

längere Sicht gesehen ein Umsatz erreicht werden

kann, der eine dauerhafte Fortführung ermöglicht.

In diesem Zusammenhang bleibt zu erwähnen,

dass am 13.09.2010 die seit langem angedachte

Eröffnung der Fahrradstation durch Spix am

Bahnhof „Gleis 31“ erfolgen soll, bei der dann das

Warenangebot der „Brötchentheke“ auch dort unseren

Kunden in Bio-Form angeboten wird.

Abschließend möchten wir uns bei „allen“ für ihr

Interesse und ihre Unterstützung bedanken

Willi Kuhmann

Seite 3


Am Montag dem 21.06.2010 fuhren die

Cowboys voller Vorfreude in Richtung

Neurhede (Emsland) zur „Lazy Horse

Ranch“. Endlich angekommen wurden

nach einem Mittagessen erstmal die Zimmer

besichtigt, ausgepackt und dann ab

zu den Pferden. Den ersten Urlaubstag ließen

einige später bei ein paar Gesellschaftsspielen

ausklingen.

Dienstags konnten sich die Cowboys das erste

Mal unter Beweis stellen. „Hm, irgendwie

sieht das leichter aus, als es ist…“ Einige

sind direkt lieber beim Drahtesel geblieben

und fuhren zur Festung nach Bourtagne.

Aber zurück zu den Cowboys… Erstmal war

für die Cowboys Pferdepflege angesagt. Die

Pferde wurden gestriegelt, gebürstet und das

Hufauskratzen darf nicht vergessen werden.

Jetzt noch Sattel, Zaumzeug und dann auf

zum Reitplatz. „Huch, irgendwie ist das aber

doch hoch. So groß sahen die Pferde doch

gar nicht aus…“ Doch nach ein paar Runden

hoch zu Ross war klar, das wollen wir noch

mal machen. Aber erstmal ging es am nächsten

Tag zur Besichtigung der Meyer-Werft,

dem Schiffbau von Ozeanriesen, dem größten

hier in Europa, in Papenburg. Es gab eine

ausführliche Einführung, in der alles rund um

die Herstellung eines Schiffes, inklusive Kabinen,

erklärt wurde. Insgesamt sind für einen

Schiffsbau fast 10000 Mitarbeiter erforderlich.

Besonders interessant war ein Film, auf dem

gezeigt wurde, wie ein so großes Schiff zu

Wasser gelassen wurde. Dazu wird die Halle

geflutet, mit einer Wassertiefe von 7 Metern

und das Schiff wird auf voller Länge ins Was-

ser gelassen. Das größte gebaute Passagierschiff

war 340 Meter lang und 37 Meter breit.

Im Anschluss wurde in der Stadt von Papenburg

ein Kaffee getrunken. Abends wurde gegrillt

und ein paar Lieder mit der Gitarre von

Hr. van Staa begleitet, gesungen.

Donnerstag fand dann der zweite Reitversuch

der Cowboys statt. Diesmal ging es mit den

Pferden ins Gelände. Mittlerweile waren wir

alle ja schon Profis. Sogar Hr. Boersma ist

vom Drahtesel aufs Pferd umgestiegen. Er

fand zwar den Rücktritt nicht, aber ansonsten

lief es super. Der Ausritt war viel schöner als

das Reiten auf dem Platz. Wir konnten vielmehr

von der schönen Umgebung sehen. Auf

dem Pferderrücken konnte man so richtig die

Seele und die Beine baumeln lassen. Der

Tag endete mit einem gemütlichen Lagerfeuer.

Dann kam schon der letzte Tag, der mit einem

Geburtstagsständchen für Fr. Reitz begann.

Anschließend ging es für die Cowboys

noch einmal zu den Pferden. Nach einem

letzten Ritt stiegen die Cowboys schweren

Herzens ab und die Zeit war gekommen die

Taschen zu packen und auf Wiedersehen zu

sagen.

Abschließend ist zu sagen, dass alle Cowboys

nächstes Jahr wieder kommen möchten,

denn das Glück der Erde, liegt eben

doch auf dem Rücken der Pferde. So long,

Cowboys…

Karin Grünholz, Wolfgang Fabritz,

Sabine Beyer, Anneliese Langel

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Erste Ferienfreizeit vom Haus Vivaldi 2010

– Center Parks Holland vom 21.06-

25.06.2010 Es ist mal wieder soweit. Die

Ferienzeit steht vor der Tür und so packten

auch einige unserer Bewohner und

Betreuer wieder die Koffer. Da die Ferienfreizeiten

letztes Jahr ohne Koffer stattgefunden

haben, freute es uns alle umso

mehr, dass wir dieses Jahr wieder die

Möglichkeit hatten bzw. noch haben, eine

mehrtägige Reise anzutreten.

Als erstes stellte sich jedoch die Frage, wo

die Reise hingehen sollte. Die Mitarbeiter

sammelten also fleißig Vorschläge. Somit ergab

sich eine bunte Mischung der verschiedensten

Reiseziele. Während die einen,

Sehnsucht nach dem holländischen Meer und

Erholung hatten, wollten die anderen etwas

mehr Action. Für die Abenteurer unter den

Bewohnern geht’s Ende September mit Ivonne

und Mike auf die „Lazy Horse Ranch“.

Wellness, Erholung und Entspannung gibt es

Ende August mit Inken und Thomas ebenfalls

in Holland.

Während die Ferienfreizeit bei einigen Bewohnern

noch freudig erwartet wird, so

schwelgen die anderen schon in schönen Urlaubserinnerungen.

Am 21.06.2010 packten Christel, Luise, Edith,

Alfred und Erich, sowie die Betreuer Inken,

Dagmar, Peter und die Hundedame Rosa ihre

Koffer. Ziel war der Center Park in Holland.

Pünktlich um 13:00 war Abfahrt. Gegen 16:00

erreichte die Reisetruppe dann ihr Ziel.

Luise erzählt begeistert von den Häusern und

der Ferienanlage. Es gab zwei Häuser, eins

für die Bewohner und eins für die Betreuer.

Sie schwärmt von der großen, wunderschönen

Terrasse und dem am Haus gelegenen,

kleinen See. „Der See war voll mit Enten, die

wir jeden Abend mit Freude beobachtet haben.“

Luise erzählt mir vom Tagesablauf in der Ferienfreizeit.

„Wir haben erstmal ausgeschlafen,

danach haben wir gemeinsam auf der

Terrasse gefrühstückt. Wenn wir uns nicht im

Haus oder auf der Ferienanlage aufgehalten

haben, sind wir viel spazieren gegangen. An

der Anlage gab es einen schönen Wald in

dem man herrliche spazieren gehen konnte.

Einmal waren wir auch am Strand am Meer.“

Für viel Freude sorgte auch Dagmars Hündin

Rosa. „Wenn wir spazieren waren habe entweder

ich Rosa an der Leine gehabt oder die

Christel.“

Natürlich wurde auch die umliegende Gegend

erkundschaftet. Shopping- und Seightseeingtouren

durften also auch hier nicht fehlen. Die

Reisegruppe hat es sich definitiv gut gehen

lassen. Es wurde viel außerhalb gegessen

und abends wurde in gemütlicher Runde

auch das ein oder andere Bierchen getrunken.

Im Großen und Ganzen war diese erste Ferienfreizeit

ein Erfolg. Alle Urlauber haben

sich gut erholt und erzählten noch Wochen

später von den schönen Erlebnissen und der

guten Stimmung.

Julia Blommen

Seite 5


Ich bin Dennis

Hartmann, 29 Jahre

alt und der neue

Heimbeirat im Haus

Vivaldi. Oliver

Kools ist StellvertretenderHeimbeirat.

Christel Pools

ist die Drittgewählte.

Am 1. Mai waren Oliver

und ich in Köln

und haben an einer

Fortbildung für Heimbeiräte

teilgenommen. Hier konnten wir uns

mit anderen Heimbeiräten austauschen und

haben Erfahrungen gesammelt.

Am 17. Juli haben wir uns in Form eines Grillfestes

offiziell im Haus Vivaldi vorgestellt. Viele

Bewohner aus dem Haus Alia, der Clarenbachstraße

und dem Haus Vivaldi waren anwesend.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit

mit den Bewohnern. Wir haben immer ein

offenes Ohr für all eure Anliegen, sprecht uns

einfach an. Bis dahin, euer Heimbeiratsvorsitzender.

Dennis Hartmann

Wie schon bekannt gegeben, wurde vor einigen

Monaten der neue Heimbeirat gewählt.

Um die Anstrengungen und die rege

Teilnahme an den Wahlen zu belohnen und

sich zu bedanken, organisierte der Heimbeirat

für die Bewohner ein Grillfest. Tatkräftige

Unterstützung gab es von den Vivaldi-

Mitarbeiterinnen Hilde und Silvia,

ebenso wie von der Heimbeiratsbeauftragten

Antje und unserer Heimleitung Brigitte.

Startschuss war um 16.00 Uhr. Eröffnet wurde

das Grillfest mit einer Begrüßung des neuen

Heimbeiratvorsitzenden Dennis Hartmann und

der Heimbeiratsbeauftragten Antje Brahmst.

Hier bedankten sich die beiden noch mal für

die erfolgreiche Heimbeiratswahl, ebenso bedankte

sich der Beirat für das Vertrauen der

Wähler.

Die diesjährige Freizeit der WfbM führt die bis

zu 19 Klienten und 3 Betreuer ins schöne

Norddeich. Zum zweiten Mal wurde das Gästehaus

Ehmen gebucht. Diesmal für die Zeit

vom 20. – 24. September. Was vor Ort alles

unternommen wurde, folgt in einem ausführlichen

Bericht in der nächsten Spix-Info.

Uschi Grolms

Nach der Eröffnungsrede wurde gemeinsam

gegessen. Silvia, Hilde, Brigitte und Antje versorgten

die zahlreichen Besucher mit frischem

Grillgut. Einige Bewohner erzählten mir von

dem gemütlichen Beisammen sein. Natürlich

durfte auf einem Grillfest bei dem herrlichen

Wetter auch ein kaltes Bier nicht fehlen. So

wurde bis ca. 19.00 Uhr gemeinsam gegessen

und getrunken.

Alle Beteiligten waren sehr zufrieden über diesen

gelungenen Nachmittag.

Das Grillfest des Heimbeirats hat auch vielen

Bewohnern Lust auf unser anstehendes Sommerfest

gemacht. „Hoffentlich wird das Sommerfest

genauso gemütlich und sonnig wie

dieses Grillfest.“ Das hoffen wir natürlich auch.

Julia Blommen

Seite 6


SPZ - Sozialpsychiatrisches Zentrum

Kaiserring 16

46483 Wesel

Tel: 0281/1633316

(Teilnahme nach Vorgespräch)

Angehörigengruppe

Montags: 19:00—20:30 Uhr 1. Montag im Monat

Infos unter: 0151/51414073 Hr. Nobis (Sprecher der Angehörigengruppe)

Gesprächsgruppe

Montags: 17:00 – 18:30 Uhr 1. und 3. Montag im Monat

die Gruppe ist für neue Teilnehmer offen!

Infos unter: 0281 / 1633316 Andrea Sanders

Sportgruppen in Wesel

Dienstags: 20:00 - 21:30 Uhr Frau Riehl

Mittwochs: 16:30 - 17:30 Uhr Frau Reitz

Selbsthilfegruppen in Wesel

(Kaiserring 16, 46483 Wesel)

Selbsthilfegruppe „Spieler“

Montags: 19:00—21:00 Uhr jeden 2. und 4. Montag im Monat

Kontakt/Infos unter 0162/3497488

Selbsthilfegruppe „Hoffnungsschimmer“ (psychosomatische Beschwerden)

Dienstags: 19:30 – 21:30 Uhr in Wesel

FÜR NEUEINSTEIGER JEDER 1. DIENSTAG IM MONAT

Infos unter: 02064/7744033 oder 0281/63805

Internet: www.selbsthilfegruppe-wesel.de

Selbsthilfegruppe „Finsterlicht“ (Ängste / Depressionen)

Mittwochs: 19:30 – 21:30 Uhr in Wesel

Infos unter: 0281 / 6841152 (Andrea) oder 0281/1640499 (Peter)

Internet: www.shg-finsterlicht-info.de.vu

Selbsthilfegruppe „Das Ohr“ (Ängste / Depressionen)

Donnerstags: 19:00 – 21:00 Uhr in Wesel

Infos unter: 0281 / 2065833 Frau Czarkowski

Selbsthilfegruppe „Tinnitus“

Freitags: 19:00—21:00 3. Freitag im Monat

Infos unter: 0281 / 2065833 Frau Czarkowski

Selbsthilfegruppen in Xanten

(Marsstr. 70, 46509 Xanten, Tel: 02801/6611)

Selbsthilfegruppe „Adipositas“

Dienstags: 19:00—22:00 Uhr jeden 2. Dienstag im Monat

Infos unter: 02801/9881626 Fr. Dams

Angehörigengruppe für Ehe– und Lebenspartner

Montags: 19:00—20:30 Uhr jeden 2. Montag im Monat

Kontakt über Martin van Staa/Kathrin Grimm KBZ Xanten

Seite 7


SPZ Wesel

Kaiserring 16

46483 Wesel

Tel: 0281/1633316

Montags bis Donnerstags

11.00 - 12.00 Uhr Sprechstunde

Montags, Dienstags & Donnerstags

15.00 - 19.00 Uhr Treff

Samstags & Sonntags

11.00 - 15.00 Uhr Treff

Samstags, Sonntags & Feiertage

10.00 - 12.00 Uhr Präsenzdienst

(BeWo Augustastraße 12, 0281/1549070)

SPZ Xanten

Marstraße 40-42

46509 Xanten

Tel: 02801/6611

Montags

11.00 - 12.00 Uhr Sprechstunde

11.00 - 15.00 Uhr Treff

Mittwochs

10.00 - 12.00 Treff

11.00 - 12.00 Sprechstunde

Freitags

14.00 - 18.00 Uhr Treff

SPZ Schermbeck

(ev. Gemeindezentrum)

Kempkes Stege 2

46514 Schermbeck

Tel: 02853/912353

Dienstags

10.00 - 13.00 Sprechstunde

ansonsten Sprechzeiten

nach Vereinbarung

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Spix e.V.

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Zentrale/Verwaltung 0281/16333-0

Fax 0281/16333-29

Geschäftsführer:

Dr. Jo Becker 0281/16333-0

j.becker@spix-ev.de

Betreutes Wohnen in Familien,

Controlling & Öffentlichkeitsarbeit:

Barbara Telgen 0281/16333-15

b.telgen@spix-ev.de

Verwaltung:

Karin Weis (Sekretariat) 0281/16333-0

k.weis@spix-ev.de

Renee Löhr-Sanders (Personal) 0281/16333-40

r.loehr-sander@spix-ev.de

Irina Santroch (Buchhaltung) 0281/16333-41

i.santroch@spix-ev.de

Gemeindepsychiatrische Dienste

Fachbereichsleiterin:

Michaela Jöhren-Bauer 0281/16333-15

m.joehren@spix-ev.de

Sozialpsychiatrisches Zentrum

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Martin van Staa 0281/16333-17

m.vanstaa@spix-ev.de

Tagesstätte

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Andrea Wagmann 0281/16333-13

a.wagmann@spix-ev.de

STOP NRW

Kaiserring 10, 46483 Wesel

Telefon 0281/1548950

Betreutes Wohnen (BeWo)

Augustastr. 12, 46483 Wesel

Telefon 0281/154907-0

Wohnheime und tagesstrukturierende

Angebote

Fachbereichsleiterin:

Brigitte Langwald 0281/82513

b.langwald@spix-ev.de

Wohnheim „Haus Vivaldi“

Friedenstr. 46, 46483 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/82513

Tagesstrukturierende Angebote

Bereichsleitung:

Alexandra Hönnekes-Bathel 0281/9599188

Wohnheim „Haus Alia“

Salzwedeler Str. 23-25, 46485 Wesel

Bereichsleitung:

Franz Niederstrasser 0281/1633806

f.niederstrasser@spix-ev.de

Fachbereich Arbeit

Fachbereichsleiter:

Ralf Hahn

r.hahn@spix-ev.de

Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

Bocholter Str. 8, 46487 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/31928510

Werkstattleiter:

Ralf Hahn 0281/31928512

Leiterin Sozialer Dienst:

Gertraud Heyermann 0281/31928513

g.heyermann@spix-ev.de

Integrationsfachdienst (IFD) Wesel

Augustastr. 12, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Ute van Suntum 0281/16468-0

ute.vansuntum@ifdwesel.de

Institut

Marsstr. 70, 46509 Xanten

Telefon: 02804/219465

Geschäftsführerin:

Irmy Schwarzer

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Mein Name ist Mario

Olivo, 55 Jahre und

seit April 2004 Hausmann.

Ich möchte

mich als ein weiterer,

ehrenamtlicher Mitarbeiter

für die Teestube,

montags 15:00-

19:00 Uhr vorstellen.

Als gelernter Industriekaufmann

war ich zuletzt

bei einer Bertelsmann

Tochter Firma im Duisburger Innenhafen

als Assistent der Geschäftsleitung tätig.

Die Niederlassung Duisburg wurde nach Gütersloh

verlegt. Da ich weder jeden Tag 160

km eine Strecke von Wesel nach Gütersloh

fahren wollte, noch einen 2. Wohnsitz anstrebte,

haben sich Bertelsmann und ich in

beiderseitigem Einverständnis getrennt.

Mein Name ist Annie Glowka und ich komme

aus Hamminkeln. Ich bin verheiratet,

habe zwei inzwischen längst erwachsene

Kinder und warte gerade gemeinsam mit

meinem Mann auf die Geburt unseres

siebten Enkelkindes.

Zu meinen Hobbys gehört das Singen im Kirchenchor,

außerdem reise ich sehr gerne mit

meinem Mann und den Enkelkindern im

Wohnmobil von Ort zu Ort. Mein Interesse an

einer ehrenamtlichen Arbeit bei Spix wurde

dadurch geweckt, dass ich zum einen mehrere

Betroffene kenne und zum anderen von

Frau Sanders im Rahmen der Vorstellung ihrer

Arbeit auf den Verein aufmerksam geworden

bin. Ich engagiere mich bereits in der

KAB und für die Selbsthilfekontaktstelle ehrenamtlich.

Bei der Selbsthilfekontaktstelle

bin ich als Ingangsetzerin tätig, das heißt, ich

unterstütze Selbsthilfegruppen, die sich gerade

neu gründen oder Gruppen, in denen es

nicht so recht laufen will.

Von Beruf bin ich gelernte Damenschneiderin

und ich würde sehr gerne mit interessierten

Männern und Frauen im Rahmen des offenen

Treffs ein Projekt, wie zum Beispiel Patchwork

anbieten, ich bin aber auch offen für

eigene Anregungen und Ideen.

Da mir sehr schnell soziale Kontakte als „nur“

Hausmann gefehlt haben, nahm ich im April

2006 für den Seniorenbeirat der Stadt Wesel,

im Cafe Am Bogen, eine ehrenamtliche Tätigkeit

als PC-Anwenderbetreuer 60+ auf. Bedingt

durch eine schwere Krankheit musste

ich diese Tätigkeit im Juno 2009 aufgeben.

So bin ich durch eine Zeitungsanzeige auf

Spix aufmerksam geworden. Da ich 1998 bereits

in Xanten, Institut für systemische Forschung

im Rahmen einer ABM unter Dr. Jo

Becker tätig war, habe ich Dienstags in der

Teestube hospitiert.

Nun werden Herr Klaus Dürrschmid und ich

ab dem 5. Juli, Montags von 15:00-19:00 Uhr

die Teestube betreuen. Bei Interesse für PC,

Internet und Co. stehen wir immer gerne zur

Verfügung.

Mario Olivo

Sie treffen mich immer Donnerstags im Treff

bei Spix. Ich würde mich sehr freuen, wenn

ich Ihnen demnächst die Kunst des Schneiderns

näher bringen dürfte!

Annie Glowka

Seite 10


„…ein Hund und ein Pferd“- das sollte die

Gastfamilie schon bieten können. Das war

der 22 jährigen jungen Frau schon klar, als

sie zum ersten Vorgespräch zu uns kam. Dafür

würde sie gerne ihr Leben zwischen Klinik

und Obdachlosigkeit aufgeben und endlich

wieder ein gesichertes und geordnetes Leben

führen.

„Das Leben ist kein Ponyhof“- und trotzdem

konnten wir ihr diesen Traum erfüllen. Frau L.

wohnt seit Anfang Juni bei einer bis dahin alleinlebenden

Frau mit Hund, Pferd und vielen

netten Kontakten. Dort ist sie herzlich aufgenommen

worden. Am Wochenende wird gemeinsam

mit Freunden gegrillt oder einfach

nur in der Sonne entspannt. Innerhalb der

Woche geht jeder seinen Verpflichtungen

nach und es wird beim gemeinsamen Abendessen

über den Tag geplaudert. Selbstverständlich

ist dafür Mithilfe im Haushalt gewünscht.

Tischabdecken und einmal in der

Woche kochen, das sind die Aufgaben von

Frau L. „Das mache ich gerne- da spürt man,

dass man gebraucht wird“ sagt sie selber von

ihren Einsätzen in der Küche.

Ein Glücksfall??? Sicherlich können wir nicht

alle Wünsche im Betreuten Wohnen in Familien

erfüllen- aber mittlerweile haben sich fast

30 Familien gefunden, die gerne einen Gast

Bürotechnik

Inh. Heinz-Georg Kubasch

46485 Wesel Rudolf-Diesel-Str.54 ���� 0281 / 21503

46446 Emmerich Ossenbruch 1 ���� 02822 / 97007

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bei sich in die Familie integrieren und mit viel

Herz und Engagement für jemanden da sein

möchten. Darunter sind junge Familien mit

Kindern ebenso wie ältere Ehepaare oder alleinlebende

Menschen. Für jeden Menschen,

der sich gerne auf das Abenteuer Familie einlassen

möchte, ist etwas dabei. Und wenn es

dann doch nicht klappt, oder sich die Situation

trotz intensiver Kennenlernphase auf einmal

komisch anfühlt?

Dann sind wir Mitarbeiter von Spix zur Stelle,

vermitteln, unterstützen und lassen Sie auch

nicht alleine wenn mal alles nicht so läuft wie

es soll. Damit es aber erst gar nicht zu einer

solchen Situation kommt, besuchen wir die

Gäste ca. einmal pro Woche in der Familie,

so sind wir immer aktuell im Geschehen und

können bei vielen Dingen schon schnelle, gemeinsame

Lösungen finden, bevor es zum

großen Knall kommt. Ein bisschen ist die Vermittlung

wie eine Partneragentur- wir Mitarbeiter

von Spix stellen Familie und Gast einander

vor, doch ob es passt entscheiden

Bauch und Herz der Menschen, die gemeinsam

leben wollen- oder nicht. Eine tolle und

spannende Sache!

Barbara Telgen

Seite 11


Obwohl die Präsentation von Spix auf dem

Tag der Begegnung in diesem Jahr in einem

kleineren Rahmen als sonst stattfinden

sollte, waren dennoch umfangreiche

Vorbereitungen nötig.

Im Hintergrund traf sich eine Arbeitsgruppe,

die zu klären hatte wer, aus welchem Bereich,

wann, womit wohin sollte. Also: welches

Fahrzeug, wer baut auf, wer baut ab,

wer arbeitet wann, wo ist unser Standplatz

und, und, und.

Aufgrund des begrenzten Platzangebotes –

der Stand war lediglich knapp 3x3Meter groß-

war aber auch die Frage zu klären, welche

Materialien und Produkte überhaupt präsentiert

werden könnten. Sowohl der Reha-

Bereich (LT24), als auch die Tagesstätte hatten

wieder schöne Produkte hergestellt, z.B.

Lederartikel, Ketten, Filztaschen, oder Kerzen.

Wir hatten die Qual der (Aus-) Wahl.

Auch in diesem Jahr war Spix auf dem

„Tag der Begegnung“ vertreten. Wegen

der Entfernung des Veranstaltungsortes

allerdings in „abgespeckter Form“.

Essen war, im Rahmen der Veranstaltungen

zur Kulturhauptstadt Europas – Ruhr 2010,

der Gastgeber des größten integrativen und

barrierefreien Festes in Deutschland. Nach

Veranstalterangaben waren ca. 50.000 Besucher

im Grugapark.

Bei bestem Wetter, für einige war es schon

etwas zu warm, war es ein gelungenes Fest.

Das 4:1 gegen England, welches beim

„Public Viewing“ verfolgt werden konnte,

sorgte zusätzlich für gute Laune.

Als Publikumsmagnet erwiesen sich die Höhner,

die nicht nur „solo“, sondern auch mit ca.

180 Kindern gemeinsam für einen musikalischen

Höhepunkt sorgten.

Der Infostand von Spix war, unter Bäumen

gelegen und damit schön schattig, in der Nähe

der Hauptbühne. Das Programm konnte

daher von den Mitarbeitern von Spix, zumindest

akustisch, mitverfolgt werden.

Aufgrund der Größe des Parks, ca.

700.000qm, hätte man schon viel Energie

aufbringen müssen um alle der mehr als 180

Aussteller zu besuchen. Vielen Besuchern

war das bei der Hitze aber wohl zu anstren-

Klar war, dass die Taschen und Kerzen der

Tagesstätte mit mussten. Im Vorfeld hatte die

Tagesstätte nämlich Besuch von der NRZ bekommen.

In einer Artikelserie zum Tag der

Begegnung hatte diese über verschiedene

Einrichtungen und Aktionen rund um das Fest

berichtet. „Unser“ Artikel erschien am Freitag

vor dem Tag der Begegnung, mit einem großen

Foto, unter der Überschrift „Normalität

vermitteln“. Hier wurden, auf einem großen

Foto, mehrere Klienten bei der Herstellung

von Kerzen gezeigt. Außerdem kamen Angestellte

und Nutzer von Spix zu Wort.

Ein weiterer Artikel über den Tag der Begegnung

in der NRZ am 28. Juni fasste es ganz

gut zusammen: „Gewonnen haben am Ende

alle“ (außer die Engländer).

Georg Heidemeyer

gend. Die Zahl der Interessenten an unserem

Stand hielt sich daher einigermaßen in Grenzen.

Dennoch konnten einige der von der Tagesstätte

und dem „Rehazentrum“ (ehemals

LT 24) hergestellten Gegenständen, z.B. Filztaschen,

Kerzen, Ketten oder Lederartikel,

verkauft werden. Natürlich wurden auch Informationsgespräche

geführt und Flyer der einzelnen

Bereiche an die Besucher gebracht.

Die Aussteller waren im Vorfeld gebeten worden

sich mit einem Text den Besuchern vorzustellen.

Klienten der Tagesstätte hatten

sich damit viel Mühe gegeben. Das Ergebnis

kann sich sehen lassen und soll daher auf

der letzten Seite dieser Zeitung nochmals

veröffentlich werden.

Georg Heidemeyer

Seite 12


Mit diesem Artikel möchten wir Euch einen

Eindruck über die Nachmittagsangebote

der Tagesstätte vermitteln, die neben

den Arbeitsbereichen im Vormittag für Abwechslung

sorgen.

Es gibt diverse Angebote, die wir Euch im

Folgenden kurz beschreiben…

Konzentrationstrainingsgruppe:

In dieser Gruppe geht es darum, seine Konzentrationsleistung

und Merkfähigkeit zu steigern.

Es werden verschiedene Aufgaben bearbeitet

wie beispielsweise Sudoku, Wörtersuche

oder Rätselkrimis. Zudem gibt es die

Möglichkeit Hirnleistungstraining am PC

durchzuführen.

Kreativwerkstatt:

Hier können wir kreativ tätig sein. Man kann

dort verschieden Sachen herstellen, die man

dann gegen einen kleinen Unkostenbeitrag

mit nach Hause nehmen kann. Es werden

z.B. Leinwände gestaltet, Kerzen gegossen,

Papier- und Pappearbeiten oder Holzwerkstücke

gefertigt.

Bewegungsgruppe:

Bei diesem Angebot werden spielerisch Bewegung

und Motorik gefördert. Auch die Konzentration

kommt hier nicht zu kurz.

Kaffee und Kuchen:

Einmal die Woche verwöhnen wir uns mit

selbstgebackenen Kuchen, trinken dazu Kaffee

und können in gemütlichem Beisammensein

Gespräche führen.

Aktionsspiele:

Meist findet die Aktionsgruppe im Garten an

der frischen Luft statt und es werden Spiele

wie „David sagt“ in Gruppenform durchgeführt.

Filmnachmittage:

Manchmal überrascht uns das Team mit einem

gemeinsamen Filmnachmittag.

Spazieren gehen:

Wenn draußen das Wetter schön ist, können

wir gemeinsam in Wesel spazieren gehen;

manchmal gehen wir auch bis zum Rhein.

Gesellschaftsspiele:

An manchen Nachmittagen spielen wir Brett-

oder Kartenspiele wie SkipBo, Rummikub,

Wizzard oder Quizrätsel in großer Runde.

Verpackung:

In der Verpackung werden derzeit Duftkisseneinleger

für Schuhe produziert. Dieser Arbeitsbereich

läuft vormittags und wird in der

Regel zur Förderung unserer Arbeitsfähigkeit

auch nachmittags angeboten, wenn genügend

Produktionsaufträge vorhanden sind.

Entspannungsgruppe:

Hier werden verschiedene Entspannungsarten

wie z.B. progressive Muskelentspannung

nach Jacobsen, Mandalaübungen oder

Traumreisen angeboten. Meist werden die

Entspannungsangebote von Musik begleitet.

Durch die vielen Angebote der Tagesstätte,

die wir eigenständig wählen können, fühlen

wir uns auf- und ernst genommen. Wir wünschen

uns, dass Spix sich weiterhin so um

uns Klienten bemüht.

Carmen Dopazo-Lopez,

Vanessa Krauß, Ralf Kaspar

Seite 13


Fr. Isabell Sage hatte im April die Angehörigengruppen

von Spix angeschrieben mit der

Bitte, an einer Umfrage für ihren Master Studiengang

Soziale Arbeit teilzunehmen.

Sie möchte mit den Fragebögen Informationen

über die Höhe der „..Belastungen in bestimmten

alltäglichen Bereichen für die Angehörigen...“

sammeln und auswerten. Eventuell

würde sie nach Erstellung ihrer Arbeit

auch über die sicherlich interessanten Ergebnisse

berichten.

Dr. Jo Becker informierte als Psychiater auf

Wunsch der Angehörigengruppe Wesel im

Juni ausführlich über die Wirkungsweise von

Psychopharmaka. Viele Angehörige stellten

Termine für Psychoseseminar

Fragen aus ihrer Erfahrung mit ihren Angehörigen.

Im Rahmen der Psychoseseminars am

30.08.10 wird Dr. Becker für alle Angehörigen,

die nicht dabei sein konnten sowie für

alle anderen Interessenten dieses Thema

nochmals aufgreifen.

An dieser Stelle sei nochmals auf die Seite

des Bundesverbandes Angehörige psychisch

Kranker (www.bapk.de) sowie des Landesverbandes

(www.lv-nrw-apk.de) hingewiesen.

Dort können Angehörige vielfältige Informationen,

Links und Literaturtipps bekommen.

Martin van Staa

27.09.10 Psychoseseminar 18.00 bis 20.00 Uhr

Sozialpsychiatrisches Zentrum Dinslaken

Wie kann ich mir nach einer Psychose wieder selbst vertrauen?

25.10.10 Psychoseseminar 18.00 bis 20.00 Uhr

Sozialpsychiatrisches Zentrum Wesel

Falsch verbunden – Abhängigkeit von Helfern

29.11.10 Psychoseseminar 18.00 bis 20.00 Uhr

Sozialpsychiatrisches Zentrum Dinslaken

Themensammlung 2011

Seite 14


Heute, am 27.07.2010, hat unsere erste Nutzerversammlung

für dieses Jahr stattgefunden.

Leider war das Treffen auch diesmal

wieder nur mäßig besucht, wir hoffen für die

Zukunft wieder mehr Teilnehmer in der Versammlung

begrüßen zu dürfen.

Darum notiert euch bitte schon einmal den

16.11.2010, dann findet die nächste Nutzerversammlung

um 17.00 Uhr im BeWo statt.

Themen der heutigen Versammlung waren

unter anderem, die Vorstellung neuer Mitarbeiter

und die Bekanntgabe neuer Gruppenangebote.

Des Weiteren wurde auf das neu

angebrachte „Schwarze Brett“ im BeWo-

Im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern

erlebten wir mit allen Sinnen, wie früher im

Rheinland gelebt wurde.

In 65 historischen Gebäuden, die sich auf einer

Fläche von 80 ha befinden, konnte man

das Leben der Familien zur damaligen Zeit

betrachten. Unter den Bauwerken fanden

sich unter anderem Bauernhöfe, Werkstätten,

eine Kapelle und Wind- und Wassermühlen.

Die Planungen zu einem Freilichtmuseum im

Rheinland gehen zurück bis in die 1950er

Jahre.

Um den Standort bewarben sich rund 30

Städte und Gemeinden zwischen Aachen,

Köln und dem Ruhgebiet, darunter Duisburg,

Krefeld, Rheydt und das damals noch selbstständige

Kommern (heute Stadtteil Mechernich).

Die Wahl auf Kommern fiel am 28. März 1958

in einer Stichwahl gegen Krefeld.

Das ganzjährig geöffnete Gelände des Freilichtmuseums

Kommern ist von Äckern, Bauerngärten

und Obstwiesen umgeben und

spiegelt das Bauen, Wohnen und Arbeiten

der Landbevölkerung seit dem Ende 15. Jahrhundert

wieder.

An und in den Gebäuden waren gut verständliche

Informationen angebracht und die Baudenkmäler

waren in vier große Baugruppen,

Eingangsbereich hingewiesen. Bald wird es

auch eine Box geben wo ihr Anregungen, Kritik

und Wünsche einwerfen könnt. Diese wird

dann regelmäßig von uns Nutzersprechern

gelehrt und bearbeitet.

Eine Hafenrundfahrt in Duisburg, ein Selbstverteidigungstag

und ein gemeinsames Kegeln

sind im nächsten Quartal geplant.

Zum Abschluss wurde noch einmal auf das

Sommerfest hingewiesen. Wir schlossen die

Versammlung nach einer Stunde und freuen

uns euch zahlreich am 16.11.2010 wieder begrüßen

zu dürfen.

Carola Bleckmann

die die frühere Siedlungsform in der jeweiligen

Herkunft zeigen, eingeteilt.

Impressum

Herausgeber

Spix e.V.

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Verantwortlich

Dr. Jo Becker

Redaktionsteam

Kathrin Grimm

Uschi Grolms

Christine Schmitz

Julia Blommen

Layout & Gestaltung

David Kalberg

Karl-Heinz Leuschel

Druck

Wittfeld – Wohnverbund Moers

Auflage & Erscheinungsweise

500 Exemplare - erscheint

vier Mal im Jahr.

Seite 15


Das Das offene offene Ohr

Ohr

Spix gibt uns eine Tagesstruktur,

dort gibt es für alle Beschäftigung pur.

In der Küche kochen wir gemeinsam,

in der Verpackung arbeitet keiner einsam.

Der Kreativbereich arbeitet innovativ,

auch im Garten sind wir kreativ.

Gemeinsam verbringen wir hier unsere Stunden,

von morgens neun bis mittags drei,

ein offenes Ohr wird für jeden gefunden,

so sind wir hier oft von Sorgen frei.

Es hapert selten an Kommunikation,

das Team schenkt uns allen Motivation.

Mit der Isolation ist hier Schluss,

auch zuhause findet das Leben wieder statt ohne

Verdruss.

Auch wenn man mal aus der Bahn gerät,

hier bei Spix zählt Individualität.

Gemeinsam verbringen wir hier unsere Stunden,

von morgens neun bis mittags drei,

ein offenes Ohr wird für jeden gefunden,

so sind wir hier oft von Sorgen frei.

Und in manch so schwerer Zeit,

gibt Spix uns Ruhe und Beständigkeit.

Auch die netten Mitarbeiter,

helfen uns in Krisen weiter.

Die Türen stehen immer offen,

auf den Halt der anderen

kann hier jeder hoffen.

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