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PlatinumStyle - Sparkasse Wetzlar

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<strong>PlatinumStyle</strong><br />

Magisch in Fahrt<br />

Die Automanufaktur Wiesmann und ihre Roadster<br />

Ertragreich<br />

Gute Rendite edler Produkte und Objekte<br />

Spannungsgeladen<br />

Wo Agent 007 das Licht der Welt erblickte<br />

Anregend<br />

Kunst am Bau liefert Stoff für gute Debatten<br />

2 2012<br />

S


Platinum<br />

Zitat<br />

Impressum<br />

Herausgeber: Bayern Card-Services<br />

GmbH, 80333 München<br />

Konzeption und Realisation:<br />

EditorNetwork Medien GmbH,<br />

80336 München<br />

Koordination: Sandra Klimczyk (verantw.),<br />

Sabine Schuster, Heidi Bauer<br />

Redaktion: Friedrich Bräuninger<br />

(verantw.), Dr. Rainer Burkhardt,<br />

Tim Cole, Antje Ernst-Motz, Teresa Fach,<br />

Friedemann Kluge, Christine Koller,<br />

Kristin Pauli, Ingrid Tzschaschel, Brigitte<br />

Vogel<br />

Titelfoto: Wiesmann GmbH<br />

Bildredaktion: Teresa Fach<br />

Platinum 3 2007<br />

Schade,<br />

dass man Wein<br />

nicht streicheln<br />

kann.<br />

Kurt Tucholsky, deutscher Journalist und Schriftsteller (1890 – 1935)<br />

Druck: Druckhaus Kastner,<br />

85283 Wolnzach<br />

Alle von uns gemachten Angaben und<br />

Informationen wurden sorgfältig recherchiert.<br />

Eine Haftung oder Garantie<br />

für die Richtigkeit, Vollständigkeit und<br />

Aktualität der zur Verfügung gestellten<br />

Informationen kann jedoch nicht<br />

übernommen werden.<br />

Zur Nutzung der Vorteilsangebote sind<br />

nur Inhaber der Platinum Kreditkarte<br />

berechtigt. Wir weisen darauf hin, dass<br />

bei Nutzung der Vorteilsangebote ein<br />

Vertragsverhältnis ausschließlich<br />

zwischen dem jeweiligen Anbieter und<br />

dem Endkunden begründet wird.<br />

Etwaige Reklamationen und Beanstandungen<br />

können daher ausschließlich<br />

gegenüber dem jeweiligen Anbieter<br />

geltend gemacht werden; eine Haftung<br />

der kartenausgebenden <strong>Sparkasse</strong><br />

besteht nicht.<br />

Alle Angebote nach Verfügbarkeit.<br />

Preise abhängig von Währungsschwankungen<br />

und Auslandsentgelt.<br />

Copyright: Wir weisen ausdrücklich<br />

darauf hin, dass eine Verwendung<br />

bzw. Verwertung sämtlicher<br />

Angaben wie Angebote, Abbildungen<br />

und Texte jeder Art, auch<br />

auszugsweise, nur mit ausdrücklicher<br />

Genehmigung der Bayern Card-<br />

Services GmbH (BCS) gestattet ist.<br />

*0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz,<br />

Mobilfunk max. 42 Cent/Min.


02 Kaufmannsweisheit: Auch bei<br />

außergewöhnlichen Investments liegt<br />

der Gewinn im Einkauf und in Geduld.<br />

02 RARITÄTEN<br />

Renditeplus mit Hochgenuss<br />

Wein, Uhren oder Delikatessen:<br />

Der Trend zu genussreichen<br />

Anlagen hält weiter an.<br />

05 WEIN<br />

Edle Herkunft im Glas<br />

Das Weingut Herzog von<br />

Württemberg bietet eine Fülle<br />

feinster Weine – und eine<br />

Rebpatenschaft für Sie.<br />

06 DUFT DER WELT<br />

Mit feiner Nase unterwegs<br />

Sissel Tolaas offenbart, wie<br />

Metropolen, etwa Kapstadt<br />

oder London, riechen.<br />

08 MANUFAKTUREN<br />

Im Zeichen des Geckos<br />

Bei Wiesmann entstehen wahre<br />

Kunstwerke – mit reichlich PS<br />

unter der Haube.<br />

> P L A T I N U M : R E I S E . <<br />

08 Auf Individualität getunt:<br />

die Sportwagen aus der Dülmener<br />

Automanufaktur Wiesmann.<br />

11 NOBLE HERBERGE<br />

Klein, fein und Lösch pur<br />

Individualität wird im<br />

Landhaus „Lösch für Freunde“<br />

großgeschrieben.<br />

12 IAN FLEMING<br />

Spannendes Hideaway<br />

Das Geburtshaus des James-<br />

Bond-Erfinders auf Jamaika<br />

lohnt einen Besuch.<br />

Das wohl bekannteste Auto aus Bonds<br />

Fuhrpark: der Aston Martin DB5.<br />

PPlatinum Platinum<br />

Inhalt<br />

14 Kunst am Bau in Deutschland:<br />

Der „Molecule Man“ in Berlin ist ein<br />

Exempel für neue Kulturtrends.<br />

14 KUNST AM BAU<br />

Zeichen im öffentlichen Raum<br />

Heiß diskutiert und dennoch<br />

aus den Städten nicht mehr<br />

wegzudenken: Kunst am Bau.<br />

17 KAISERCUP<br />

Zur Bad Griesbacher Golf-Gala<br />

Start frei für den Abschlag bei<br />

Franz Beckenbauers 25. Charity-<br />

Turnier, dem KaiserCup.<br />

18 TIPPS UND ANGEBOTE<br />

Für Sie ausgewählt<br />

Gaumenfreuden: Wildblüten<br />

und seltene Reissorten.<br />

Hörgenuss: ein Abend mit der<br />

Sopranistin Anna Netrebko.<br />

20 CONCIERGE-SERVICE<br />

Wo bitte gibt’s das Beste?<br />

Wir weisen Ihnen den Weg zu<br />

den exklusivsten Restaurants<br />

der Welt.


Renditeplus<br />

mit Hochgenuss<br />

Ob bei Auktionen oder am freien Markt: Luxus steht<br />

in der Gunst von Sammlern und Geldanlegern<br />

ganz oben. Das gilt für edle Weine ebenso wie zum<br />

Beispiel für Albatrüffel oder Fliegeruhren.<br />

Als endlich der Hammer fiel, war<br />

Manfred Oberle* zwar einiges wohlhabender<br />

geworden, aber auch ein<br />

bisschen ärmer. Der passionierte Bordeauxfreund<br />

und Weinsammler aus<br />

Wiesbaden hatte gerade 24 Flaschen<br />

Wein aus seinem Keller beim New<br />

Yorker Wein-Auktionshaus Zachy’s<br />

für 31 000 Dollar an den Mann gebracht.<br />

Für die in den vergangenen<br />

24 Jahren erworbenen Flaschen des<br />

französischen Spitzenbordeaux „Le<br />

Pin“ hatte er zusammen nicht einmal<br />

1700 Euro bezahlt. Mit einem Versteigerungserlös<br />

von umgerechnet<br />

23 800 Euro strich Oberle also einen<br />

Gewinn von mehr als 1400 Prozent<br />

ein – eine Jahresverzinsung von<br />

sage und schreibe 58 Prozent. „Mit<br />

Aktien hätte ich das nie geschafft“,<br />

meint er. Aber ein bisschen traurig<br />

war er trotzdem: „Ich hätte den Wein<br />

auch gern selbst getrunken ...“<br />

Bordeaux und andere Spitzenweine<br />

sind wie Immobilien oder Edelmetalle<br />

für bestimmte Anleger auch als<br />

Baustein eines breit diversifizierten<br />

Portfolios interessant, meint Armin<br />

Diel, deutscher Spitzenwinzer und<br />

ehemaliger Herausgeber des „Gault<br />

Millau“-Weinguide: „Die Renditen einzelner<br />

Weine übertreffen durch den<br />

* Name von der Redaktion geändert<br />

I N T E R N E T- P O R TA L : W W W . S P A R K A S S E N - K R E D I T K A R T E N . D E / P L AT I N U M<br />

Preisanstieg oft die Durchschnittsrenditen<br />

von Aktienmärkten, und<br />

zwar selbst in positiven Börsenphasen.<br />

Weininvestments können insbesondere<br />

die Chance auf Kapitalsicherung<br />

und Kapitalerhalt bieten.“<br />

Wer mit Sachverstand und Kennergaumen<br />

die richtigen Gewächse auswählt<br />

und es nach ein paar Jahren<br />

auch noch schafft, sich wieder von<br />

ihnen zu trennen, kann absolute<br />

Traumrenditen erwirtschaften.<br />

• Zwölf Flaschen 1961er Latour waren<br />

jüngst bei Christie’s in NewYork<br />

mit 22 000 Dollar aufgerufen, die<br />

Fachleute erwarteten bis zu 30 000<br />

Dollar – weg gingen sie für rund<br />

56 400 Dollar.<br />

• Eine Flasche Penfolds 1956 Grange<br />

aus Südaustralien wurde in Sydney<br />

für ein Höchstgebot von über<br />

15 000 Euro verkauft.<br />

• Bei einer Versteigerung im Kloster<br />

Eberbach fiel der Hammer für eine<br />

0,75-Liter-Flasche 1999 Kiedrich<br />

Gräfenberg Riesling Trockenbeerenauslese<br />

Goldkapsel bei rund<br />

3200 Euro – deutscher Rekord!<br />

„GuterWein ist ein knappes Gut – und<br />

er wird immer knapper“, sagt der<br />

renommierte Weinfachjournalist<br />

Dr. Rolf Klein, ein langjähriger<br />

Beobachter der Szene. Schließlich Fotolia<br />

werde der Wein ja irgendwann auch Foto:<br />

Platinum 2 2012 03


Foto: picture alliance<br />

04<br />

mal getrunken, sodass gerade die besten<br />

Jahrgänge und Provenienzen im<br />

Lauf der Zeit immer seltener werden.<br />

Außerdem stieg in den vergangenen<br />

20 bis 30 Jahren die Nachfrage nach<br />

großen Gewächsen rasant. Besonders<br />

hohe Zuwachsraten sind Kleins Meinung<br />

nach in Asien, Russland und<br />

Skandinavien zu verzeichnen, aber<br />

auch in den USA, wo der Weinkonsum<br />

kontinuierlich ansteigt. In China<br />

wächst der Weinimport aktuell<br />

um bis zu 50 Prozent im Jahr.<br />

Wein liegt ebenso im Trend wie andere<br />

seltene Sammelobjekte. Beispielsweise<br />

haben die Preise für alte<br />

Fliegeruhren wie die legendäre<br />

Stundenwinkeluhr des Schweizer<br />

Uhrenherstellers Longines aus den<br />

1930er-Jahren in letzter Zeit auf<br />

Auktionen einen Steigflug hingelegt.<br />

Die hohe Nachfrage aus Asien nach<br />

sogenannten Vintage-Modellen ist<br />

ungebrochen, wie Experten sagen.<br />

Platinum 2 2012<br />

Zu den klassischen Fliegeruhren<br />

mit langfristigem Wertsteigerungspotenzial<br />

gehört zum Beispiel auch<br />

die alte „Mark XI“ von IWC, die vor<br />

20 Jahren ein paar Hundert D-Mark<br />

kostete. Heute bringt ein gut erhaltenes<br />

Exemplar auf den Markt kaum<br />

weniger als 4000 Euro ein.<br />

Für Menschen mit Geschmack, einem<br />

Riecher für günstige Gelegenheiten<br />

und natürlich mit dem nötigen Startkapital<br />

bieten sich immer wieder Gelegenheiten,<br />

Genuss und Geldanlage<br />

miteinander zu verbinden.<br />

Albatrüffel erzielen bei Versteigerungen<br />

in Fernost häufig Fantasiepreise.<br />

2007 legte ein Gourmet aus<br />

Hongkong für eine 750 Gramm<br />

schwere weiße Trüffel 143 000 Euro<br />

Für Handtaschen<br />

aus Designstudios,<br />

wie die „Kelly Bag“<br />

von Hermès,<br />

zahlen Liebhaber<br />

sehr hohe Summen.<br />

hin – stolze 190,67 Euro pro Gramm<br />

der Delikatesse. Auch mit klassischen<br />

Designermöbeln können gute Gewinne<br />

erlöst werden. So brachte der<br />

Stahlrohrsessel „Grand Confort LC 2“<br />

von Le Corbusier aus dem Jahr 1928<br />

auf einer Auktion in München mehr<br />

als 9000 Euro, Marcel Breuers weit<br />

ausschwingender Liegestuhl „313“<br />

von 1932 wechselte dort sogar für<br />

18 000 Euro den Besitzer.<br />

Immer mehr in Mode kommt auch<br />

Vintage Fashion. Christie’s in London<br />

etwa erzielt mit ausgefallenen und<br />

exquisiten Kleidungsstücken berühmter<br />

Modeschöpfer heute zehnmal<br />

so hohe Versteigerungserlöse<br />

wie 1994. Am begehrtesten ist Haute<br />

Couture, die Stars aus Hollywood<br />

wie Audrey Hepburn oder Elizabeth<br />

Taylor trugen. Eine enorme Wertsteigerung<br />

verzeichnen beispielsweise<br />

Designerhandtaschen von Hermès –<br />

Liebhaber zahlen dafür schon mal<br />

sechsstellige Summen – und frühe<br />

Modelle von Louis Vuitton.<br />

Ob Wein oder Uhren, Trüffel, Designermöbel<br />

oder Modeträume: Diesen<br />

Formen der Geldanlage ist der<br />

Wunsch gemein, etwas zu besitzen,<br />

das nicht nur den Sammlerinstinkt<br />

weckt, sondern auch die Sinne<br />

schmeichelt. Es lohnt sich offensichtlich,<br />

bei ausgefallenen Dingen<br />

mal genauer hinzuschauen.<br />

Natürlich gibt es nirgendwo im Investitionsgeschäft<br />

absolute Sicherheit.<br />

Die Preise bei Wein für bestimmte<br />

Sorten oder Lagen können aufgrund<br />

der allgemeinen wirtschaftlichen<br />

Lage, wegen Modetrends oder Geschmacksverschiebungenschwanken.<br />

Aber selbst im schlimmsten Fall<br />

bleibt einem Anleger in besondere<br />

Güter ein Trost, den ihm keine andere<br />

Form der Geldanlage bieten kann:<br />

Wenn alle Stricke reißen, können Sie<br />

Ihre Investition immer noch selbst<br />

genießen!


Fotos: Weingut Herzog von Württemberg<br />

Edle Herkunft und ein Schuss List<br />

Klingende Namen haben viele Weingüter.<br />

Eines, dessen Eigentümer<br />

S.K.H. Carl Herzog von Württemberg<br />

ist, ist nicht allein aus diesem Grund<br />

eine Ausnahmeerscheinung. Denn<br />

nirgendwo sonst in Württemberg<br />

kann man so viele unterschiedliche<br />

Weine von vornehmer Herkunft aus<br />

einer Hand verkosten. Die geglückte<br />

Expansion des Hauses Württemberg,<br />

das von Mitte des 17. bis Ende des<br />

19. Jahrhunderts sieben der besten<br />

Weinberglagen des Landes hinzukaufte,<br />

zahlt sich noch heute aus.<br />

Das herzogliche Sortiment lädt<br />

regelrecht ein zu einer Weinreise<br />

durch Württemberg: Beginnend im<br />

Westen mit dem Maulbronner Eilfingerberg<br />

geht es danach weiter in<br />

die liebliche Stromberglandschaft<br />

zum Weinort Gündelbach und zum<br />

Hohenhaslacher Kirchberg. An den<br />

Mundelsheimer Muschelkalk-Steilhängen<br />

Richtung Neckartal gedeihen<br />

sonnenverwöhnte Rotweine, bevor<br />

man weiter südwärts zu den Keuper-<br />

Terrassen am Asperger Berg kommt.<br />

Selbst in der Landeshauptstadt hat<br />

das Weingut seit 1671 Weinberge am<br />

Mönchsberg.<br />

Die Weinreise endet dann unterhalb<br />

derY-Burg, wo romantisch die Sandsteinterrassen<br />

liegen, auf denen einer<br />

der besten Rieslinge des Landes gedeiht:<br />

das Stettener Brotwasser. Der<br />

ungewöhnliche Lagenname rührt<br />

von einer im ausgehenden 17. Jahrhundert<br />

in Stetten residierenden Hofdame<br />

her. Die ersann eine List, um<br />

ihren Weinkonsum vor der höfischen<br />

PLATINUM-ANGEBOT<br />

Patenschaft für edle Reben<br />

Michael Herzog von Württemberg macht<br />

Ihnen als Inhaber der Platinum Kreditkarte<br />

das Angebot, sich selbst den Traum<br />

vom eigenen Weinberg zu erfüllen.<br />

Mit einer Rebpatenschaft erleben und<br />

erfahren Sie in einem Jahr bzw. drei<br />

Jahren alles über die Arbeit des Winzers<br />

und die Entwicklung der Rebe.<br />

Leistungen: Übernahme einer<br />

Rebpatenschaft für ein Jahr<br />

• ein Rebpatenzertifikat<br />

• individuelle Kennzeichnung Ihrer<br />

Weinrebe durch eine Schiefertafel<br />

• exklusiver Weinerlebnistag im<br />

Weinberg mit Führungen sowie<br />

feinen Weinen und kleinen<br />

Köstlichkeiten<br />

• Kellereibesichtigung<br />

• eine von Michael Herzog von<br />

Württemberg persönlich signierte<br />

Flasche Trollinger aus der<br />

Steillage Mundelsheimer Käsberg<br />

Der Mundelsheimer<br />

Käsberg ist eine der<br />

herausragenden Lagen<br />

Württembergs.<br />

Das Weingut Herzog von Württemberg kann auf eine über 700-jährige<br />

Tradition zurückblicken. Diesen historischen Schatz können Gäste mit Händen<br />

greifen und das vielfältige Sortiment mit Bedacht im Glas genießen.<br />

Öffentlichkeit zu verbergen. Sie ließ<br />

sich einfach einen Krug, der für das<br />

Brotwasser bestimmt war, mit Wein<br />

füllen. Und jedes Mal, wenn sie ihr<br />

trockenes Brot hineintauchte, konnte<br />

sie unbemerkt einen ordentlichen<br />

Schluck Wein zu sich nehmen.<br />

Leistungen: Übernahme einer Rebpatenschaft<br />

für drei Jahre. Zusätzlich<br />

zu den links genannten Leistungen<br />

• pro Jahr eine von Michael Herzog<br />

von Württemberg persönlich signierte<br />

Flasche Trollinger aus der Steillage<br />

Mundelsheimer Käsberg (statt eine<br />

Flasche Trollinger)<br />

• im ersten Jahr der Rebpatenschaft<br />

ein Abendessen mit erlesenem<br />

Degustationsmenü im Schloss<br />

Monrepos in Ludwigsburg<br />

• ein Rebpatenschaftsausweis als Gutschein<br />

für ein Glas Sekt bei jedem<br />

Besuch der Vinothek<br />

!Im Original befindet<br />

sich für Inhaber<br />

der Platinum Kreditkarte<br />

an dieser Stelle<br />

ein Vorteilsangebot mit<br />

Detailbeschreibung.<br />

Platinum 2 2012 05


Mehr als 7000 Gerüche aus aller Welt archiviert: die führende Duftforscherin Sissel Tolaas in Aktion.<br />

06 Platinum 2 2012


Foto: Espen Eichhöfer/OSTKREUZ.<br />

Mit feiner Nase unterwegs<br />

Gerüche liefern eine Vielzahl von Informationen: Sie helfen uns,<br />

die Welt besser zu verstehen und empathischer zu denken. Das jedenfalls<br />

findet die herausragende Duftexpertin Sissel Tolaas.<br />

Wenn Sie die Augen schließen und<br />

versuchen, Ihre Umgebung durch die<br />

Nase wahrzunehmen, was riechen<br />

Sie? Papier, Tulpenduft aus dem<br />

Schnittblumenbouquet, vermengt<br />

mit einer Vanillenote Ihrer Handcreme,<br />

Ihr Parfum …?<br />

Die Nase ist in den Augen von Sissel<br />

Tolaas das vernachlässigtste Sinnesorgan.<br />

Ermüdet davon, dass alles<br />

nur einen Look hatte, begann die Norwegerin<br />

Anfang der 1990er-Jahre mit<br />

ihren Geruchsstudien. Tolaas, die in<br />

Europa und Asien Mathematik und<br />

Chemie studiert hatte, wollte wissen:<br />

Kann man durch Geruch anders denken,<br />

Vorurteile loswerden, Städte und<br />

Menschen auf unterschiedliche Weise<br />

wahrnehmen oder die Nase trainieren?<br />

Sieben Jahre lang suchte sie<br />

mit einem kleinen Team Antworten<br />

auf diese Fragen und sammelte mehr<br />

als 7000 verschiedene Odeurs – blumige,<br />

fruchtige, grüne, würzige, erdige,<br />

aber auch animalische und übel<br />

riechende.<br />

„Auch wenn wir Gerüche gern mit<br />

Deo übertünchen oder mit Bodenoder<br />

Sanitärreiniger, die nach Granny<br />

Smith riechen: Unschöne Gerüche<br />

gehören zum Leben und liefern<br />

uns wertvolle Informationen“, meint<br />

die Expertin. Und weil ihre Arbeit so<br />

neuartig und anders war, richtete der<br />

amerikanische Duft- und Aromakonzern<br />

IFF der Forscherin im Ortsteil<br />

Wilmersdorf ein Labor ein. Dort<br />

forscht, experimentiert, archiviert<br />

und entwickelt Sissel Tolaas Gerüche.<br />

Um einen Duft zu reproduzieren,<br />

sammelte sie an den unterschiedlichsten<br />

Orten mithilfe kleiner<br />

Pumpen Geruchsmoleküle ein. Diese<br />

werden am Computer analysiert<br />

und anschließend chemisch nachgebaut.<br />

Mit dieser Duftkopie kann<br />

dann ein Raum oder ein Gegenstand<br />

„Düfte können oft eine<br />

Brücke zwischen Kunst<br />

und Wissenschaft sein.“<br />

Sissel Tolaas<br />

besprüht werden. „Das ist kein abstraktes<br />

Parfum. Ich erschaffe praktisch<br />

eine dritte Dimension von bereits<br />

Vorhandenem“, erklärt Tolaas.<br />

Ihre Auftraggeber sind sowohl Industrieunternehmen<br />

als auch Schulen,<br />

Universitäten, Städte sowie Stiftungen<br />

oder Museen.<br />

Für das von Stararchitekt Daniel Libeskind<br />

erbaute Militärhistorische<br />

Museum in Dresden hat sie den Geruch<br />

des Ersten Weltkriegs nachempfunden,<br />

den die Besucher in einer<br />

„Schnüffelbox“ riechen können.<br />

Auch wenn sie für diese historische<br />

Arbeit auf Geschichtsbücher zurückgreifen<br />

musste, sind Tolaas’ Duft-<br />

kompositionen real – und wollen vor<br />

allem eins: Brücken schlagen. Aus<br />

diesem Grund bezeichnet sich Tolaas<br />

als „Professional Inbetweener“, als<br />

Brückenkopf zwischen Kunst und<br />

Wissenschaft. Das gestatte ihr die<br />

große Freiheit, mit wissenschaftlichen<br />

Erkenntnissen künstlerisch<br />

zu experimentieren.<br />

Global unterwegs ist Tolaas auch für<br />

ihre Duft-Kartografien. Das Parfum<br />

von zwölf Städten hat sie bereits eingefangen.<br />

Von Metropolen wie London,<br />

Mexico City oder Paris. Im Auftrag<br />

der Stiftung Interacted Africa<br />

sammelt sie im Moment in Kapstadt<br />

Duftmoleküle ein. „Bei diesem Projekt<br />

geht es vor allem um Toleranz,<br />

und die fängt bei der Nase an“, ist<br />

Sissel Tolaas überzeugt.<br />

In Mexico City dagegen ging es darum,<br />

den Menschen zu zeigen, wie<br />

sehr sie Anteil an derVerschmutzung<br />

ihrer Stadt haben. Nach dem Motto:<br />

Was riechst du in deinem Viertel?<br />

Vielfach waren es Abgase. Und wenn<br />

sie den Leuten dann erkläre, dass ihr<br />

Auto, ihre Klimaanlage, ihr Kühlschrank<br />

dafür verantwortlich sind,<br />

ist das etwas anderes, als wenn sie<br />

die Information, „Mexico City ist verschmutzt“,<br />

in der Zeitung lesen. Das<br />

gelingt über das Riechen viel intensiver,<br />

meint die Duftexpertin Tolaas<br />

und wünscht sich, dass wir unsere<br />

Nase stärker nutzen.<br />

Platinum 2 2012 07


Im Zeichen des Geckos<br />

Schöner fahren. Dieses Motto ist das Markenzeichen der sportlichen Gefährte<br />

aus der westfälischen Automanufaktur Wiesmann. Die Roadster mit der Echse<br />

sind absolute Unikate und ziehen die Blicke von Liebhabern magisch an.<br />

Der Traum von der Freiheit auf<br />

vier Rädern beginnt für die meisten<br />

Menschen schon früh: in einer rollenden<br />

Seifenkiste. Der Fantasie sind<br />

hier keine Grenzen gesetzt, Formen<br />

und Farben so vielfältig und bunt wie<br />

Kinderträume. Dann holt die Wirklichkeit<br />

den automobilen Nachwuchs<br />

aber bald ein und er steigt irgendwann<br />

um auf ein Serienauto, das<br />

08 Platinum 2 2012<br />

im Windkanal auf Einheitslook getrimmt<br />

wurde und nicht annähernd<br />

so individuell ist wie das motorlose<br />

Spaßvehikel der Kindheit.<br />

Auch Martin und Friedhelm Wiesmann<br />

sind in einem selbst gebastelten<br />

fahrbaren Untersatz den Hang<br />

hinter dem Haus im westfälischen<br />

Dülmen hinuntergerollt. Im Gegensatz<br />

zu den meisten anderen haben<br />

sie jedoch nie aufgehört zu träumen.<br />

Heute stehen die beiden Brüder vor<br />

ihrem Firmengebäude aus Glas und<br />

Stahl, in dem Autos nach Kundenwunsch<br />

gebaut werden und auf dessen<br />

Dach eine riesige Holzskulptur<br />

in den Himmel ragt, die einen Gecko<br />

darstellt – eine nachtaktive, äußerst<br />

flinke Echsenart, die vor allem in<br />

südlichen Ländern an Wänden und<br />

Fotos: Wiesmann GmbH


2011 auf dem Genfer Automobilsalon<br />

vorgestellt, besticht die Designstudie<br />

des Wiesmann Spyder mit<br />

puristischer Eleganz und 420 PS.<br />

Decken herumwuselt und Insekten<br />

fängt. Ein passendes Firmenzeichen<br />

für eine Sportwagenmanufaktur,<br />

glauben die beiden – ihre Autos, sagen<br />

sie, „kleben auf der Straße wie<br />

Geckos an der Wand“.<br />

Die klassischen Roadster und Coupés<br />

aus der Wiesmann’schen Fertigung<br />

gehören zu den exklusivsten –<br />

und teuersten – Männerspielzeugen,<br />

die es in Deutschland zu kaufen gibt.<br />

Zwischen 130 000 und 190 000 Euro<br />

beträgt die „Aufnahmegebühr“ in den<br />

erlesenen Club der rund 1500 Besitzer<br />

von handgefertigten Sportwagen,<br />

deren geschwungene Fronthaube das<br />

kleine Echsenlogo ziert. Wiesmann-<br />

Autos tragen außerdem Modellbezeichnungen,<br />

die allesamt mit<br />

MF beginnen – „M“ für Martin und „F“<br />

für Friedhelm.<br />

Platinum 2 2012 09


Fotos: Wiesmann GmbH<br />

Der Begriff Roadsterfür einen offenen<br />

Zweisitzer ist britischen Ursprungs<br />

und untrennbar mit Herstellern wie<br />

Triumph, Jaguar oder MG verbunden.<br />

Bei Wiesmann allerdings sprechen<br />

die Wagen dieser Gattung Deutsch<br />

oder doch zumindest Bayerisch: Sie<br />

werden alle von BMW-Motoren angetrieben<br />

und bringen zwischen<br />

340 und 507 PS auf ihre breiten Reifen.<br />

In superleichter Verbundstoffbauweise<br />

hergestellt beschleunigen<br />

die Flitzer in fünf bis sechs Sekunden<br />

von null auf hundert Stundenkilometer.<br />

Bleibt der Fuß auf dem Gas,<br />

ist beim Spitzenmodell MF5 erst bei<br />

Tempo 300 Schluss.<br />

Aber wer will schon rasen in einem<br />

Auto, das gebaut zu sein scheint für<br />

flotte Fahrten über entlegene Landstraßen,<br />

vorbei an Bergen und Wäldern,<br />

den Fahrtwind um die Nase,<br />

in handgefertigte Lederschalen geschmiegt:<br />

Autofahren als Kunstgenuss,<br />

mobile Leidenschaft – das sind<br />

auf einmal keine Klischees mehr<br />

aus den Werbebroschüren der herkömmlichen<br />

Automobilindustrie, sie<br />

werden erlebtes Fahrgefühl.<br />

Was macht einen Wiesmann nun so<br />

einzigartig? Die beiden Firmengründer<br />

glauben, dass es die Liebe zum<br />

Detail ist, die jeden einzelnen Fertigungsschritt<br />

begleitet. Mit Ausnah-<br />

10 Platinum 2 2012<br />

Maßgeschneiderte Ausstattung: Autos von<br />

Wiesmann werden von Hand gefertigt.<br />

me des Motors gibt es nichts in einem<br />

solchen Wagen, das zugekauft ist und<br />

eine fremde Handschrift trägt. Die<br />

rund 110 Mitarbeiter in Dülmen fertigen<br />

jedes Teil in Handarbeit, wobei<br />

der künftige Besitzer gern Sonderwünsche<br />

äußern darf, die seinen Wagen<br />

zu einem Unikat werden lassen.<br />

Karosseriebau, Schlosserei, Elektrik,<br />

Konstruktion, Endmontage: Für alles<br />

gibt es Spezialisten, die keine Kompromisse<br />

kennen, wenn es um automobile<br />

Spitzenqualität geht.<br />

Einen solchen Wagen zu besitzen<br />

wird für die meisten von uns natürlich<br />

immer ein unerfüllbarer Traum<br />

bleiben. Aber auch wer eine ganz normale<br />

Limousine oder einen Kombi<br />

fährt (die Kinder, das Gepäck im Urlaub,<br />

der Hund …), kann sich das Erlebnis<br />

gönnen, einmal zuzuschauen,<br />

wie so ein Edelgefährt entsteht. Der<br />

Betrieb der Brüder Wiesmann ist<br />

wie eine gläserne Fabrik aufgebaut,<br />

in der bei einem Rundgang die einzelnen<br />

Handgriffe zu sehen sind<br />

und fachkundige Führer jede noch<br />

so kniffelige technische Frage beantworten<br />

können.<br />

Die Touren finden an jedem Werktag<br />

inklusive samstags statt, wobei<br />

der Gast in einem speziellen Wiesmann-Appartement<br />

im „Parkhotel<br />

Schloss Hohenfeld“ logiert – Vier-<br />

Gänge-Menü am Abend eingeschlossen<br />

–, bevor es am nächsten Morgen<br />

per Shuttleservice in die Manufaktur<br />

zur Werksbesichtigung geht. Und<br />

dann kommt endlich der Moment,<br />

der jedes Männerherz und viele Frauenherzen<br />

höherschlagen lässt – dann<br />

heißt es: bitte einsteigen zur ausgedehnten<br />

Probefahrt!<br />

Selbst wenn man den Wagen danach<br />

wieder abgeben muss: Die Erinnerung<br />

an eine ganz besondere Art des<br />

Autofahrens bleibt.


Klein, fein und Lösch pur<br />

Das Landhaus „Lösch für Freunde“ im pfälzischen Klosterstädtchen<br />

Hornbach verzaubert die Gäste mit Individualität und familiärem Flair.<br />

Das Land an Rhein und Mosel ist<br />

nicht nur für seinen Wein berühmt.<br />

Im Mittelalter war es ein Zentrum des<br />

Heiligen Römischen Reiches. Äbte,<br />

Fürsten und Könige haben sich im<br />

Stein seiner Klöster, Burgen und Kirchen<br />

verewigt. Nicht ohne Grund finden<br />

sich hier gleich drei UNESCO-<br />

Weltkulturerbestätten.<br />

Aber auch abseits von Speyer oder<br />

Worms gibt es zahlreiche Kleinodien<br />

Das gesellige Miteinander beim Essen prägt die<br />

Atmosphäre im Landhaus „Lösch für Freunde“.<br />

zu entdecken. Zum Beispiel das<br />

Städtchen Hornbach, das seine<br />

Geschichte bis zur Zeit vor Karl dem<br />

Großen zurückverfolgen kann. Den<br />

Beinamen „Klosterstadt“ verdankt<br />

Hornbach der Benediktinerabtei, die<br />

hier im Jahr 742 vom heiligen Pirmin<br />

gegründet wurde.<br />

Wer die Abtei und die mittelalterliche<br />

Oberstadt selbst erleben möchte,<br />

kann zum Beispiel im Landhaus<br />

„Lösch für Freunde“ einkehren.<br />

Hier wird den<br />

Ankömmlingen eine besondere<br />

Philosophie der<br />

Gastlichkeit geboten. Zur<br />

Wahl stehen 15 Zimmer<br />

und Suiten. Alle Unterkünfte<br />

bestechen durch<br />

ein eigenes Motiv und individuelle<br />

Gestaltung.<br />

Viel Liebe zum Detail verraten<br />

die Themenzimmer<br />

wie „Harmonie“, das mit<br />

fernöstlichem Zauber<br />

glänzt. „Land & Meer“ versprüht<br />

Nordsee-Charme<br />

und „Unsere Bude“ das<br />

Flair eines Lofts, bei dem<br />

man die Lichter der Großstadt<br />

vor dem Fenster erwartet.<br />

Oder warum nicht<br />

gleich in „Großmamas<br />

Stube“ einziehen, in der<br />

dank alter Schwarz-Weiß-<br />

Fotografien und KarosesselKindheitserinnerungen<br />

wach werden?<br />

Auch außerhalb der Suite<br />

können sich Besucher wie zu Hause<br />

fühlen. So wird im „Esszimmer“ gemeinsam<br />

an langen Tischen gespeist,<br />

und der Koch lässt sich über die<br />

Schulter schauen – genau wie als Gast<br />

bei guten Freunden.<br />

PLATINUM-ANGEBOT<br />

Private Wohnwelten<br />

im „Lösch für Freunde“<br />

sich für Inhaber<br />

der Platinum Kreditkarte<br />

an dieser Stelle<br />

ein Vorteilsangebot mit<br />

Detailbeschreibung.<br />

Fotos: LOESCH für Freunde !Im Original befindet<br />

Platinum 2 2012 11


Fotos: picture alliance<br />

Die Haare lang und nass, die Lippen<br />

leicht geöffnet, an der nackten<br />

Hüfte ein Jagdmesser. Die Szene, in<br />

der Ursula Andress im weißen Bikini<br />

aus dem Wasser steigt, gehört zu<br />

den unvergesslichen Momenten der<br />

Kinogeschichte. Gedreht wurde die<br />

berühmte Szene in der „Laughing Waters“-Bucht<br />

im Norden Jamaikas, nur<br />

eine halbe Autostunde vom Domizil<br />

des Mannes entfernt, aus dessen<br />

Feder sie stammt: Ian Fleming.<br />

Die Villa des Autors liegt auf einer<br />

Klippe über der Oracabessa Bay, eingerahmt<br />

von tropischen Gärten, Wäldern<br />

und Grotten. Insgesamt zwölf<br />

Romane und eine Handvoll Kurzgeschichten<br />

der 007-Reihe sind hier entstanden,<br />

drei davon – „James Bond<br />

jagt Dr. No“, „Leben und sterben lassen“<br />

und „Der Mann mit dem goldenen<br />

Colt“ – spielen sogar in unmittelbarer<br />

Nähe. „Ich denke, ohne<br />

Jamaika hätte er diese Bücher nicht<br />

geschrieben“, sagte die Nichte des<br />

Bond-Erfinders, Lucy Fleming, 2011<br />

in einem Interview.<br />

Ian Fleming, Jahrgang 1908, war ein<br />

typisches Oberschichtgewächs im<br />

spätimperialistischen Großbritannien:<br />

Er besuchte das elitäre Eton<br />

College, wo er Deutsch, Russisch und<br />

Französisch lernte, sowie die Königliche<br />

Militärakademie in Sandhurst.<br />

Beide Einrichtungen musste er jedoch<br />

wegen Frauengeschichten vorzeitig<br />

verlassen. Später studierte er<br />

12 Platinum P L AT I N U2M 2012 C O N C I E R G E - S E R V I C E : 0180 5 -<br />

Ein Quantum Bond<br />

Auf Jamaika steht das Geburtshaus von James Bond.<br />

Hier erfand Ian Fleming den Spion Ihrer Majestät. Heute<br />

ist das Anwesen ein exklusives Hotel.<br />

Das erste Bond-Girl:<br />

Als Muscheltaucherin<br />

Honey Ryder gelang<br />

Ursula Andress 1962 im<br />

Film „James Bond jagt<br />

Dr. No“ der Durchbruch.


Psychologie in München und Genf,<br />

bewarb sich (vergebens) um Aufnahme<br />

in den diplomatischen Dienst<br />

und entschied sich schließlich für<br />

den Journalismus.<br />

Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wird<br />

Fleming Mitarbeiter des Marine-Geheimdienstes<br />

und lernt die geheimnisvolle<br />

Halbwelt kennen, die er später<br />

so effektvoll zu dramatisieren<br />

weiß. In den letzten Kriegsjahren<br />

führt ihn eine Geheimoperation nach<br />

Jamaika. Nach Kriegsende kehrt er<br />

zurück, kauft ein Grundstück und<br />

baut darauf ein Haus: Die Villa „GoldenEye“,<br />

benannt nach einem Geheimprojekt<br />

während des Krieges,<br />

wird ab 1948 sein Winterdomizil. Der<br />

Autor genießt das karibische Laissezfaire<br />

– und schreibt.<br />

1953 hat Fleming seinen ersten<br />

Bond-Roman fertig: „Casino Royale“.<br />

Über die Entstehung seines moralisch<br />

nicht ganz einwandfreien Helden soll<br />

er einmal gesagt haben: „Er nahm<br />

ganz plötzlich Gestalt an; als eine Mischung<br />

aus den Geheimagenten und<br />

Sonderkommando-Typen, denen ich<br />

Der Fuhrpark von Agent 007<br />

Vor 50 Jahren ist James Bond im Dienst Ihrer Majestät<br />

erstmals aufgebrochen, um die Welt zu retten. Zum Jubiläum<br />

zeigt das Beaulieu National Motor Museum die<br />

legendärsten Dienstflitzer – designt, entwickelt und mit<br />

reichlich technischen Finessen ausgestattet von „Q“.<br />

Unter dem Titel „Bond in Motion“ können die Besucher<br />

50 Vehikel begutachten, mit denen 007 bei spektakulären<br />

Fluchten und Verfolgungsjagden seinen Widersachern erfolgreich<br />

Paroli bot. Da ist beispielsweise der silberne BMW<br />

750iL, der Rolls-Royce Silver Cloud II, der schwimmende<br />

Lotus Esprit S1 und das wohl berühmteste Fahrzeug, der<br />

Aston Martin DB5 aus „Goldfinger“ – alle mehr oder wenig<br />

übel zugerichtet. „Q“ hat das wohl gar nicht gefallen.<br />

Die Ausstellung ist eine Hommage an die Kunst, Autos stilvoll<br />

zu schrotten. Zu sehen in Beaulieu bei Southampton<br />

in Südengland bis Ende 2012.<br />

Mehr Informationen unter www.beaulieu.co.uk<br />

Ihr Concierge-Service unterstützt Sie gern bei der Organisation<br />

der Anreise und Ihres Ausstellungsbesuchs.<br />

Ian Fleming schrieb 1953 mit „Casino Royale“<br />

seinen ersten Bond-Roman. Erst 2006 kam die<br />

Verfilmung weltweit in die Kinos.<br />

während des Krieges begegnet bin.“<br />

In Wahrheit hat James Bond aber<br />

auch durchaus Ähnlichkeit mit seinem<br />

Schöpfer: 007 ist ein unverbesserlicher<br />

Casanova, hat eine Vorliebe<br />

für schnelle Autos und trinkt, wenn<br />

auch in Maßen. Genau wie Fleming.<br />

Und wie seine Figur hat auch der Autor<br />

für seinen Martini ein Spezialrezept:<br />

drei Teile Gordon’s, einen Teil<br />

Wodka, einen Schuss Kina Lillet.<br />

Ab 1959 widmet sich Fleming ganz<br />

dem Schreiben. Sein Held war zu<br />

dieser Zeit bereits populär, selbst<br />

Prinz Philip ist ein bekennender<br />

Fan. Auch in Flemings Domizil auf<br />

Jamaika geht die High Society der<br />

50er-Jahre ein und aus: Er veranstaltet<br />

schicke Dinnerpartys, bei denen<br />

er prominente Gäste wie Elizabeth<br />

Taylor, Errol Flynn und Winston<br />

Churchill bewirtet.<br />

Der ganz große Durchbruch kommt<br />

für Fleming Anfang der 60er-Jahre<br />

mit der Verfilmung seiner Geschichten<br />

fürs Kino. Den Erfolg von „James<br />

Bond jagt Dr. No“ (1962) sowie „Liebesgrüße<br />

aus Moskau“ (1963) erlebt<br />

der Schriftsteller noch mit. Am<br />

12. August 1964, kurz vor dem Kinostart<br />

von „Goldfinger“, stirbt Fleming<br />

jedoch, gerade mal 56 Jahre alt,<br />

an einem Herzinfarkt. Zurück bleiben<br />

seine Frau Ann, Sohn Caspar –<br />

und „GoldenEye“.<br />

Die Magie seines Domizils wäre<br />

längst verblasst, hätte Chris Blackwell<br />

sie nicht am Leben gehalten. Der<br />

Musikproduzent und Entdecker von<br />

Bob Marley kaufte die Villa 1977 und<br />

verwandelte sie nach und nach in ein<br />

exklusives Resort. Heute gehören zu<br />

dem paradiesisch zwischen Dschungel<br />

und Privatstrand gelegenen Anwesen<br />

elf Beach-Cottages, zwei Restaurants,<br />

ein Spa sowie eine eigene<br />

Marina. Im Haupthaus, der ehemaligen<br />

Fleming-Villa, befinden sich<br />

drei weitere Schlafzimmer. In einem<br />

davon steht sogar noch der Original-<br />

Schreibtisch des Autors. Durch ein<br />

Panoramafenster schaut man auf Palmen<br />

und Bananenstauden, dahinter<br />

schimmert die Oracabessa Bay in Türkis<br />

und Blau. Und sähe man Ursula<br />

Andress aus den Fluten auftauchen,<br />

es würde einen nicht wundern.<br />

Platinum 2 2012 13


Zeichen setzen im öffentlichen Raum<br />

Seit vielen Jahren wird Kunst am Bau vom Bund gefördert. Mit einer<br />

Datenbank haben die Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes jetzt eine<br />

Übersicht über die realisierten Projekte und ihre Schöpfer geschaffen.<br />

Silberglänzend steht die 30 Meter<br />

hohe Figur „Molecule Man“ des amerikanischen<br />

Bildhauers Jonathan<br />

Borofsky an der Bezirksgrenze zwischen<br />

Friedrichshain-Kreuzberg und<br />

Treptow-Köpenick in Berlin. Nicht<br />

ganz so wuchtig ist die Skulptur der<br />

14 Platinum 2 2012<br />

Künstlerin Karin Sander von Maximilian<br />

Joseph Graf von Montgelas<br />

am Münchner Promenadeplatz. Die<br />

beide Kunstwerke sind nur zwei von<br />

vielen Objekten, die in ganz Deutschland<br />

unter dem Begriff Kunst am Bau<br />

präsent sind.<br />

Seit je ist die Auseinandersetzung mit<br />

dem realen uns umgebenden Raum,<br />

laut einerVeröffentlichung des Deutschen<br />

Künstlerbundes, Anreiz und<br />

Antrieb für künstlerische Aussagen<br />

und Fragestellungen. Demnach ist<br />

Kunst am Bau integraler Bestandteil


Foto: picture alliance<br />

der Baukultur in Deutschland. Bereits<br />

1950 beschloss der Deutsche Bundestag,<br />

einen Teil der Bausumme öffentlicher<br />

Bauten – in der Regel ein<br />

bis zwei Prozent – für Kunst aufzuwenden.<br />

Damit war die Voraussetzung<br />

geschaffen, Künstlerinnen<br />

und Künstler an Baumaßnahmen des<br />

Bundes zu beteiligen.<br />

Die Kunstrichtung muss bestimmten<br />

Kriterien genügen. Erwartet wird<br />

ein eigenständiger künstlerischer Beitrag<br />

zur Bauaufgabe, der einen Bezug<br />

zur Architektur oder zur Funktion<br />

des Bauwerks herstellt und durch<br />

künstlerische Qualität und Aussagekraft<br />

überzeugt und beeindruckt –<br />

insbesondere auch die mit aner-<br />

In der Dreierbeziehung<br />

Architektur, Kunst,<br />

Öffentlichkeit liegt<br />

ebenso viel kreatives<br />

Potenzial wie erbitterter<br />

Diskussionsstoff.<br />

kannten Kunstfachleuten besetzte<br />

jeweilige Jury.<br />

Der Begriff selbst, der bereits in den<br />

1950-Jahren geprägt wurde, hat dabei<br />

im Lauf der Zeit eine auffällige<br />

Wandlung durchgemacht. Heute wird<br />

es als selbstverständlich vorausgesetzt,<br />

dass sich vielfältige Perspek-<br />

Symbol für Ganzheit und Einheit:<br />

Die Figur „Molecule Man“ steht dort,<br />

wo drei ehemals selbstständige Berliner<br />

Bezirke zusammentreffen, an der<br />

Nahtstelle von Ost- und Westberlin.<br />

tiven in ihm bündeln und sich die<br />

Schöpfer mit Ort und Raum, Inhalt<br />

und Funktion der Bauaufgabe auseinandersetzen.<br />

Die Objekte können<br />

einen Bau unterstreichen oder auf<br />

ihn reagieren, Akzeptanz und Identifikation<br />

fördern, Öffentlichkeit<br />

herstellen oder Standorten ein zusätzliches<br />

Profil verleihen.<br />

In den zurückliegenden 50 Jahren ist<br />

unter den sich wandelnden Kriterien<br />

eine Vielzahl dieser Werke entstanden.<br />

Der bayerische Graf und Staatsmann<br />

Montgelas aus Aluminium ist<br />

dafür ebenso ein Beispiel wie die<br />

Lichtinstallation von Thorsten Goldberg<br />

„Stein, Papier, Schere“, bei der<br />

farbig leuchtende Neonzeichen<br />

eine Markierung des ehemaligen<br />

Platinum 2 2012<br />

15


Fotos: picture alliance<br />

16<br />

innerstädtischen Grenzübergangs<br />

Oberbaumbrücke in Berlin bilden.<br />

Oder eine Bodenskulptur von Reiner<br />

Maria Matysek, „Lebensform“, in Hannover<br />

– aus fünf kleinen Düsen der<br />

oberen Skulptur fließt Wasser über<br />

einen mit Gras bewachsenen Hügel<br />

in ein Becken. Andreas Schmid hat<br />

mit seinem Werk „Luftzug“ in Berlin<br />

interaktiv gesteuerte Lichtkunst in<br />

einem 47 Meter langen Durchgang<br />

geschaffen; und Jo Schöpf hat für die<br />

Universität Tübingen eine Bodenskulptur<br />

aus Bronzeguss, gefärbtem<br />

Glas und Metall entworfen.<br />

Weniger auffällig, dafür umso hintersinniger<br />

sind die zwei kreisrunden<br />

Kartoffelbeete mit vergoldeter<br />

Beeteinfassung, die Renata Stih und<br />

Frieder Schnock 1998 auf der zentralen<br />

Rasenfläche vor der Alten<br />

Staatsgalerie in Stuttgart angelegt<br />

haben, links und rechts des klassizistischen<br />

Reiterstandbilds König<br />

Wilhelms I. von Württemberg. Zu<br />

der dreiteiligen Installation gehören<br />

außerdem ein roter Teppich auf der<br />

Eingangstreppe und Leuchtschriftbänder<br />

im Portal mit wechselnden<br />

Zitaten aus der Kunstgeschichte.<br />

Der Dialog zwischen alter und neuer<br />

Kunst vor dem Bau ist beabsichtigt –<br />

es geht um die Frage: Wie wichtig<br />

ist Kunst, was ist sie uns wert? Die<br />

Beete haben nämlich einen historischen<br />

Hintergrund: König Wilhelm I.<br />

wurde einst die Kunstsammlung<br />

Platinum 2 2012<br />

„Mae West“, eine Skulptur<br />

der Künstlerin Rita<br />

McBride (l.), Serien-Riese<br />

„Hammering Man“ von<br />

Jonathan Borofsky (r.):<br />

Die Kunst-am-Bau-Werke<br />

überzeugen nicht jeden,<br />

erregen jedoch immer<br />

Aufmerksamkeit.<br />

der rheinischen Kaufmannsbrüder<br />

Boisserée zum Kauf angeboten. Doch<br />

die Stände verweigerten, schwäbisch<br />

sparsam, die Ankaufsmittel. Ein Abgeordneter<br />

brachte die Stimmung auf<br />

den bis heute im Ländle sprichwörtlichen<br />

Punkt: „Mir brauchet koi<br />

Konscht, mir brauchet Grombiere“<br />

(auf Hochdeutsch: Kartoffeln). Die<br />

Sammlung Boisserée wurde übrigens<br />

dann vom Bayernkönig Ludwig I.<br />

übernommen.<br />

In der Dreierbeziehung Architektur,<br />

Kunst, Öffentlichkeit liegt, wie<br />

das Beispiel zeigt, von jeher ebenso<br />

viel kreatives Potenzial wie erbitterter<br />

Diskussionsstoff. Und so setzt<br />

Kunst am Bau im öffentlichen Raum<br />

für die einen ein Zeichen, indem die<br />

Werke Blickfang sind und Gebäude<br />

aufwerten. Für die anderen handelt<br />

es sich dabei schlicht um Geldverschwendung<br />

– wie etwa im Fall der<br />

Großskulptur „Mae West“ am Münchner<br />

Effnerplatz, die nicht nur Oberbürgermeister<br />

Christian Ude als<br />

„Blumenständer für 1,3 Millionen<br />

Euro“ wahrnimmt.<br />

Keine Akzeptanzprobleme haben<br />

offensichtlich die Riesenwerke des<br />

amerikanischen Künstlers und „Molecule<br />

Man“-Schöpfers Jonathan<br />

Borofsky. Sein „Hammering Man“ –<br />

die Silhouette eines Arbeiters, der<br />

einen Hammer gegen ein symbolisches<br />

Werkstück bewegt – ging sogar<br />

in Serie und ist mittlerweile in verschiedenen<br />

Größen in neun Städten<br />

weltweit zwischen Seoul, Basel und<br />

Seattle zu finden. Das größte Exemplar<br />

steht 23 Meter hoch und rund<br />

32 Tonnen schwer vor dem Frankfurter<br />

Messeturm.<br />

Schnell finden: Kunst im<br />

öffentlichen Raum<br />

Seit 1950 fördert der Bund die Kunst<br />

am Bau. Doch was und wo wurde<br />

kaum publiziert, geschweige denn<br />

gab es eine Gesamtübersicht der Projekte<br />

und ihrer Schöpfer. Der Deutsche<br />

Künstlerbund, dessen Mitglieder<br />

an zahlreichen Orten ihren Beitrag<br />

zur künstlerischen Besetzung von<br />

Räumen geleistet haben, hat nun eine<br />

umfangreiche Datenbank zu den<br />

Arbeiten erstellt. Sie umfasst rund<br />

280 Werke von mehr als 130 Künstlerinnen<br />

und Künstlern. Erstmals wird<br />

die unendliche Themenvielfalt des<br />

Begriffs Kunst am Bau auf einen Blick<br />

deutlich, zeigt sich der Bogen künstlerischer<br />

Arbeitsweisen von der ortsbezogenen<br />

temporären Installation<br />

bis hin zur klassischen Aufstellung eines<br />

solitären Werks.<br />

(www.kuenstlerbund.de)


Foto: Hartl Resort Bad Griesbach<br />

Zur Golf-Gala nach Bad Griesbach<br />

Die Fußball-Legende Franz Beckenbauer hat eine vorbildlich<br />

wohltätige Aura. Wer das einmal fühlen und erleben<br />

möchte, sollte beim 25. KaiserCup im Juli 2012 mit dabei sein.<br />

Auf sein Abschiedsspiel bei Bayern-München<br />

musste Kaiser Franz<br />

33 Jahre lang warten. Als er sich 1977<br />

in Richtung Amerika verabschiedete,<br />

war dafür keine Zeit. 2007 stiftete<br />

deshalb die Vereinsführung einen<br />

Pokal-Wettbewerb, bei dem „seine“<br />

Bayern zu Saisonbeginn gegen eine<br />

europäische Spitzenmannschaft antraten<br />

und bei der Franz Beckenbauer<br />

den Anstoß ausführen durfte.<br />

Ganz anders beim Golf-Pokalspiel,<br />

das zu Beckenbauers Ehren den Namen<br />

KaiserCup trägt: Da ist er nämlich<br />

selbst bis zum Schluss am Ball,<br />

und das in diesem Jahr zum 25. Mal.<br />

Das Turnier gilt als die bedeutendste<br />

Wohltätigkeitsveranstaltung der<br />

deutschen Golfszene. 1,5 Millionen<br />

Euro wurden dabei in der Vergangenheit<br />

gesammelt. Die Erlöse<br />

kommen wie jedes Jahr der Franz-<br />

Beckenbauer-Stiftung für kranke und<br />

unverschuldet in Not geratene Menschen<br />

in Deutschland zugute.<br />

Auch dieses Jahr haben Sie als Inhaber<br />

der Platinum Kreditkarte wieder<br />

die Möglichkeit, bei diesem hochkarätigen<br />

Benefizturnier mit Franz<br />

Beckenbauer und viel Prominenz<br />

dabei zu sein, denn wir haben zehn<br />

Plätze vorbestellt. Neben der Abschlagzeit<br />

ist selbstverständlich auch<br />

ein Tisch beim traditionellen Bayerischen<br />

Abend am Vortag des Turniers<br />

sowie bei der Siegerehrung<br />

nach dem Spiel für Sie reserviert.<br />

Golf-Gala in Bad Griesbach: Auch 2012 wird Franz Beckenbauer beim KaiserCup den<br />

Startschuss für das wohl bedeutendste Golf-Charity-Turnier in Deutschland geben.<br />

PLATINUM-ANGEBOT<br />

Putten mit der Prominenz<br />

Für Inhaber der Platinum Kreditkarte<br />

sind zehn Plätze reserviert.<br />

Leistungen:<br />

• Zwei Übernachtungen im 5-Sterne-<br />

Hotel Maximilian Quellness- und<br />

Golfhotel inkl. Frühstück<br />

• Get-together beim Bayerischen<br />

Abend mit Livemusik im Maximilian<br />

am 13. Juli<br />

• Galadiner „White Night“ mit Siegerehrung,<br />

Scheckübergabe,<br />

Livemusik und Stargast in der Hartl<br />

Resort Eventhalle mit Benefiz-<br />

Tombola am 14. Juli<br />

• Startgebühr und Turnier-Greenfee<br />

am 14. Juli auf einem der drei<br />

Meisterschaftsplätze mit Halfway-<br />

Verpflegung<br />

!Im Original befindet<br />

sich für Inhaber<br />

der Platinum Kreditkarte<br />

an dieser Stelle<br />

ein Vorteilsangebot mit<br />

Detailbeschreibung.<br />

Platinum 2 2012 17


Tipps und Angebote<br />

Tipps<br />

Hier blüht Ihnen was<br />

Der Name ihres Unternehmens ist Programm: „Essbare Landschaften“.<br />

In ihrer Gärtnerei auf einem alten Gutshof, eine Stunde<br />

südlich von Stralsund, kultivieren Olaf Schnelle und Ralf<br />

Hiener vergessen geglaubte Wild- und Würzkräuter sowie<br />

eine Vielzahl essbarer Blüten. Inzwischen beschäftigen der Gartenbauingenieur<br />

aus Erfurt und der Küchenmeister aus dem<br />

Schwarzwald mehrere Angestellte und verschicken ihre Wildkräuter<br />

überallhin. Frisch in der Kühlbox oder als haltbares Pesto<br />

im Glas. An Spitzenrestaurants sowieso, genauso gern aber<br />

auch an ambitionierte Hobbyköche.<br />

18 Platinum 2 2012<br />

PLATINUM-ANGEBOT<br />

Essbare Landschaften direkt ins Haus<br />

Leistungen: Kennenlern-Angebot, bestehend aus: 50 g gemischtem Wildkräutersalat<br />

(frisch geschnittene, küchenfertige Wildkräuter, mind. 7 verschiedene<br />

Sorten), 1 Packung Blütenmix (30 Stück, je nach Saison 6 bis 7<br />

Sorten), 1 Saatenpaket „Blühender Naschgarten“ (10 verschiedene Saaten<br />

für Garten, Balkon etc.) in einer edlen Geschenkbox inkl. Aussaathinweisen<br />

und Rezeptideen).<br />

!Im Original befindet sich für Inhaber<br />

der Platinum Kreditkarte an dieser Stelle ein<br />

Vorteilsangebot mit Detailbeschreibung.<br />

Neue Reiszeit<br />

Auf deutschen Tellern spielt Reis meist eine<br />

Nebenrolle: als Beilage, oft garniert mit<br />

Saucen, die sein Eigenaroma komplett verdecken.<br />

Doch so muss es nicht sein. Das zeigen<br />

die Reisspezialitäten, mit denen Stefan<br />

Fak von Lotao die deutsche Feinkostszene<br />

erobert hat. Der junge Unternehmer handelt<br />

mit seltenen, unter ökologischen Bedingungen<br />

angebauten Sorten aus Asien. Zu jeder<br />

davon hat der Risolier (Reisexperte) eine eigene<br />

Gewürzkomposition – sogenannte Perfectioner<br />

und Elixiere – entwickelt, die den<br />

individuellen Charakter des Korns unterstreichen.<br />

Welche Beilage – ob Fisch, Fleisch<br />

oder Gemüse – am besten zu welchem Reis<br />

passt, diskutiert der gebürtige Österreicher<br />

in seinem Blog unter www.risolier.de<br />

PLATINUM-ANGEBOT<br />

Entdecken Sie seltene Reissorten<br />

Leistungen: Mit der Lotao Rice Collection erhalten<br />

Sie gleich drei Juwelen aus dem Lotao-Sortiment:<br />

Royal Pearl Black Reis, Rising Sun Orange Reis und<br />

Sparkling Volcano Terra Reis (je 150 g) inkl. der passenden<br />

Perfectioner/Elixiere und Rezepte.<br />

!Im Original befindet sich<br />

für Inhaber der Platinum<br />

Kreditkarte an dieser Stelle<br />

ein Vorteilsangebot<br />

mit Detailbeschreibung.<br />

Fotos: Essbare Landschaften GmbH; Lotao GmbH


Foto: MaxPix<br />

„Ich singe nur, wenn ich es nicht vermeiden kann“<br />

Anna Netrebko wird inzwischen in einem Atemzug mit Maria Callas genannt. Die<br />

Sopranistin ist ein Weltstar mit Disziplin, Temperament – und speziellen Eigenheiten.<br />

Sie ist eine großartige Sängerin, die beste unserer<br />

Zeit vielleicht. Und gleichzeitig Werbe-Ikone, Charity-<br />

Lady, Medienstar. Anna Netrebko hat es geschafft, den<br />

Bogen zwischen E- und U-Musik zu spannen: eine Frau<br />

mit der Stimme einer Operndiva und dem Lifestyle<br />

eines Popstars.<br />

Geboren wurde die Sopranistin 1971 im südrussischen<br />

Krasnodar, ihr Vater war Geologe, die Mutter Ingenieurin.<br />

Ihren Gesangsunterricht verdiente sich Anna<br />

Netrebko mit einem Job als Putzfrau im St. Petersburger<br />

Opernhaus, dort gab sie 1994 auch ihr Operndebüt<br />

in Mozarts „Figaro“. Der internationale Durchbruch gelang<br />

ihr 2002 in Salzburg als Donna Anna in Mozarts<br />

„Don Giovanni“. Seitdem wird die Sängerin weltweit<br />

gefeiert, zuletzt 2011 für ihre Rolle als Anna Bolena an<br />

der Metropolitan Opera in New York. „Diese Stimme<br />

ist ein Naturereignis“, jubelte die FAZ.<br />

Ihr Publikum liebt sie jedoch nicht nur wegen dieser<br />

einzigartigen Stimme sondern auch wegen ihrer Bühnenpräsenz,<br />

ihres Aufgehens in der Rolle – und ihres<br />

Temperaments: Bei einem Galakonzert 2007 schleuderte<br />

sie einmal sogar ihre Schuhe ins Orchester und begann,<br />

barfuß auf der Bühne zu tanzen.<br />

Gleichzeitig gilt die Sopranistin als sehr diszipliniert. Sie<br />

erscheint selbst dann zu Vorstellungen, wenn sie krank<br />

ist, und singt auch bei Proben meist voll aus. Nur privat,<br />

da möge sie es lieber still, verrät sie: „Wenn ich bei einer<br />

Probe sieben, acht Stunden lang Musik höre, bin ich<br />

heilfroh, wenn zu Hause nicht gesungen wird. Ich singe<br />

wirklich nur, wenn ich es nicht vermeiden kann“, sagt<br />

sie und lacht.<br />

PLATINUM-ANGEBOT<br />

Anna singt Anna in Berlin<br />

Anna Netrebko gehört<br />

zu den größten Stimmen der<br />

Opernwelt. Mit ihrem<br />

Partner, dem Bassbariton<br />

Erwin Schrott aus Uruguay,<br />

hat die Sopranistin einen<br />

dreijährigen Sohn.<br />

Die Rolle der Donna Anna in Mozarts „Don Giovanni“ verhalf Anna<br />

Netrebko zum Durchbruch. Vom 24. Juni bis 6. Juli ist die Sopranistin<br />

damit an der Berliner Staatsoper zu Gast. Offiziell sind alle Vorstellungen<br />

bereits ausverkauft, es ist uns jedoch gelungen, exklusiv für Sie<br />

ein kleines Kartenkontingent zu reservieren.<br />

Reisetermin: 6. bis 8. Juli 2012<br />

Leistungen:<br />

• 2 ÜF im 5-Sterne-Luxushotel Adlon Kempinski Berlin (Zimmerkategorie:<br />

Deluxe)<br />

• 1 Glas Sekt an der Hotelbar sowie Eintrittskarte (1. Kategorie) für die<br />

Oper „Don Giovanni“ am 6. Juli 2012 (Freitag) in der Staatsoper<br />

im Schillertheater<br />

!Im Original befindet sich für Inhaber der<br />

Platinum Kreditkarte an dieser Stelle ein<br />

Vorteilsangebot mit Detailbeschreibung.<br />

Platinum 2 2012 19


Foto: At.mosphere, Burj Khalifa<br />

Der Lotse zum perfekten Dinner<br />

Es gibt Anlässe, da muss es das Beste sein. Wie wär’s zum Beispiel mit dem besten<br />

Restaurant der Welt? Buchung kein Problem: kurzer Anruf bei Ihrem Concierge-<br />

Service. Aber halt, nicht so schnell. Welches Restaurant ist denn nun das Beste?<br />

Überwältigender Blick: das Restaurant At.mosphere im höchsten Gebäude der Welt.<br />

Was macht überhaupt ein perfektes<br />

Abendessen aus? Ist es die Aussicht?<br />

Dann gibt es nur eins: ab nach<br />

Dubai ins „At.mosphere“, das Feinschmeckerrestaurant<br />

im 122. Stockwerk<br />

des „Burj Khalifa“. Oder ist es<br />

die Weinkarte? Dann gibt es natürlich<br />

nur das „Tour d’Argent“ in Paris,<br />

das einen der größten Weinkeller der<br />

Welt besitzt.<br />

Ansonsten ist man auf der Suche<br />

nach dem Besten vom Besten auf<br />

fremde Hilfe angewiesen. Man kann<br />

zum Beispiel zum berühmten und<br />

bewährten roten Buch greifen, dem<br />

„Guide Michelin“. Das Problem ist<br />

nur: Die Bände sind jeweils auf<br />

ein einziges Land beschränkt, und<br />

sie füllen zusammen ein Bücherregal.<br />

Aber ein etwas spleeniger Brite<br />

namens Andy Hayler hat sich die<br />

20 Platinum 2 2012<br />

Mühe gemacht, auf seiner Website<br />

(www.3starrestaurants.com) alle<br />

Michelin-Sterne aufzulisten – schön<br />

nach Ländern gegliedert.<br />

Doch welches Restaurant ist nun<br />

das beste? Leider lässt Michelin diese<br />

Frage offen. Also wen soll man fragen?<br />

Zum Glück gibt es die britische<br />

Zeitschrift „Restaurant“ die seit Jahren<br />

eine Liste der „50 besten Restaurants<br />

der Welt“ von einer Fachjury<br />

küren lässt, und die hat entschieden:<br />

Das beste Restaurant der Welt ist in<br />

Dänemark! Dort hat der Gourmet-<br />

Tempel „Noma“ in Kopenhagen bereits<br />

zum zweiten Mal den Weltmeistertitel<br />

für sich reklamieren<br />

können, allerdings erst, seitdem<br />

der langjährige Titelträger, das legendäre<br />

„El Bulli“ bei Barcelona, sei-<br />

ne Tore für immer geschlossen hat.<br />

„Noma“-Chef René Redzepi hat dort<br />

ebenso gelernt wie Joan Rucca, der<br />

Platz zwei belegt und der gerade um<br />

die Ecke des ehemaligen „El Bulli“<br />

im „El Celler da Can Rocca“ jeden Tag<br />

am Herd beweist, dass die Katalanen<br />

heute zu den innovativsten Küchenhandwerkern<br />

der Welt zählen. Auch<br />

Platz drei wird von einem Spanier<br />

belegt, Andoni Luis Aduriz, ebenfalls<br />

ein ehemaliger „Bulli“-Eleve, der im<br />

benachbarten Baskenland ein mit<br />

Efeu umranktes Spitzenrestaurant<br />

namens „Mugaritz“ betreibt.<br />

Übrigens: Das Restaurant „Vendôme“<br />

im Grandhotel Schloss Bensberg<br />

in Bergisch Gladbach gilt laut Jury<br />

als der Gipfel des Essgenusses in<br />

Deutschland. Allerdings schaffte es<br />

Chefkoch Joachim Wissler im vergangenen<br />

Jahr „nur“ auf Platz 21<br />

der Weltrangliste.<br />

PLATINUM-TIPP<br />

Wenn Sie in einem der weltbesten<br />

Gourmettempel speisen wollen, unterstützt<br />

Sie Ihr Concierge-Service<br />

rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr<br />

bei der Reservierung und selbstverständlich<br />

auch in jedem Restaurant<br />

Ihrer Wahl weltweit.<br />

!Im Original befindet sich<br />

für Inhaber der Platinum<br />

Kreditkarte an dieser<br />

Stelle ein Vorteilsangebot<br />

mit Detailbeschreibung.


Foto: Fotolia Aufmarsch<br />

der Plagiatoren<br />

Der Erfolg hat viele Väter, sagt man ironisch. „Mensch ärgere Dich nicht“ hat<br />

tatsächlich eine ganze Ahnenreihe, die vom Spiele-Vater Josef Friedrich<br />

Schmidt mehr als 16 Jahrhunderte zurück bis in den Fernen Osten Asiens reicht.<br />

Seinen Ursprung hat das bekannte<br />

Spiel, so haben Forscher herausgefunden,<br />

in Korea. Von dort breitete<br />

sich nämlich vor langer Zeit das BrettspielYut<br />

nach Westen aus. An Indiens<br />

Fürstenhöfen entwickelte sich daraus<br />

im 4. Jahrhundert „Chaupar“: Vier<br />

Spieler bemühen sich, mit jedem<br />

ihrer vier „Pferde“ die kreuzförmige<br />

Laufbahn einmal zu umrunden. Gewonnen<br />

hat – anders als bei „Mensch<br />

ärgere Dich nicht“ – jedoch nicht der<br />

Einzelspieler, der alle seine Figuren<br />

als Erster wieder nach Hause bringt,<br />

sondern das Team aus zwei Spielern,<br />

dem dies gelingt.<br />

Aus „Chaupar“ entstand im 6. Jahrhundert<br />

die bis heute in Indien sehr<br />

beliebte Volksversion „Pachisi“. Englische<br />

Reisende brachten das Spiel<br />

im 17. Jahrhundert nach Europa. Fasziniert<br />

berichteten sie von schwarz-<br />

weißen Spielbahnen aus Marmor<br />

in den Palästen der Maharadschas,<br />

auf denen Menschen in farbigen<br />

Prachtgewändern als lebende Figuren<br />

agierten. Doch erst in den 1860er-<br />

Jahren machten Spielehersteller „Pachisi“<br />

in Großbritannien und den<br />

USA populär – und fanden rasch viele<br />

Nachahmer, die es abgewandelt<br />

und unter anderen Markennamen<br />

vertrieben, zum Beispiel „Eile mit<br />

Weile“ in der Schweiz oder „Ludo“ in<br />

England.<br />

Und da kommt Josef Friedrich<br />

Schmidt ins Spiel. In seiner bescheidenen<br />

Wohnung in München-Giesing<br />

macht sich der städtische Angestellte<br />

im Jahr 1905 Gedanken darüber,<br />

womit er seine drei kleinen Söhne<br />

an kalten Wintertagen am besten<br />

beschäftigen kann. Angelehnt an<br />

„Ludo“ zeichnet er einen kreuzför-<br />

migen Laufplan auf den Deckel einer<br />

Hutschachtel, vereinfacht aber die<br />

Regeln, indem er die taktischen Elemente<br />

wie Ruhefelder und Blockaden<br />

weglässt. Wer gewinnt, hängt<br />

damit mehr vom Zufall als vom strategischen<br />

Geschick ab.<br />

Bei den Kindern kommt das Spiel so<br />

gut an, dass Schmidt 1910 damit an<br />

den Markt geht. 1912 richtet er sich<br />

für die Serienfertigung eine kleine<br />

Werkstatt ein. Doch der kommerzielle<br />

Durchbruch bleibt aus, zumal zwei<br />

Jahre später der Erste Weltkrieg ausbricht.<br />

Da hat Schmidt eine geniale<br />

Idee – Guerilla-Marketing würde man<br />

das heute nennen: 3000 Exemplare<br />

einer Einfachversion verschenkt er<br />

an Lazarette. Über die Schützengräben<br />

findet das Spiel schließlich den<br />

Weg in die deutschen Familien. Dazu<br />

kommt die Mundpropaganda:<br />

Schon 1920 hat F. J. Schmidt eine<br />

Million Spiele verkauft, zum Stückpreis<br />

von 35 Pfennig.<br />

Auch hier lockt der Erfolg die Plagiatoren<br />

an. Mit findiger Namensgebung<br />

wie „Mensch verdrück Dich“<br />

oder „Danke für das Rauswerfen“, umgehen<br />

sie die Markenrechte. Die Spielidee<br />

selbst ließ sich auch damals<br />

nicht schützen. Die Kopien sind mittlerweile<br />

längst vergessen, doch das<br />

Original im blutroten Kasten mit<br />

dem mürrisch blickenden Herrn im<br />

schwarzen Anzug gibt es nach wie<br />

vor – rund 70 Millionen Mal wurde<br />

es bis heute verkauft.

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