Flächendenkmal Innenstadt von Iphofen Erfahrungsbericht zur ...

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Flächendenkmal Innenstadt von Iphofen Erfahrungsbericht zur ...

Flächendenkmal Innenstadt von

Iphofen

Erfahrungsbericht zur Stadtsanierung

Josef Mend

Erster Bürgermeister

Stadt Iphofen

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Iphofen – eine Weinstadt mit Kultur

• 7.804 ha Gesamtfläche, davon

• 2.200 ha Wald

• ca. 4.000 ha landw. Flächen

• 300 ha Rebflächen

• 7 Stadtteile

• Einwohner des Stadtteils

Iphofen: 2.852 (31.12.2009)

• Altstadt = denkmalgeschütztes

Ensemble

• Altstadtgebiet ca. 16 ha (mit

Wallanlagen ca. 25 ha)

• Altstadt umfass 300 Anwesen,

davon ca. 130 Einzeldenkmäler

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Ziele

• Schutz und Pflege des städtebaulichen und baukulturellen Erbes

der Altstadt und des Gräbenviertels

• Förderung und Entwicklung städtebaulicher und baulicher

Qualitäten

• Verhinderung gestalterischer Missgriffe

• Förderung neuen Bauens mit Elementen und Materialien

zeitgenössischer Architektur

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Ausgangssituation vor Sanierungsbeginn

• Schlechte Infrastruktur

• Zerfall der Gebäudesubstanz

• Betriebsaussiedlungen, -

aufgaben

• Geschäftsaufgaben

• Leerstände von Geschäften,

Wohnhäusern und Hofstellen

• Siedlung statt Altstadt

• Bevölkerung sah Denkmal als

Belastung nicht als Chance

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• 1979 – vorbereitende

Untersuchungen

• Gesamter Altstadtbereich =

förmlich festgesetztes

Sanierungsgebiet

• Aufstellung eines einfachen

Bebauungsplanes für das

gesamte Sanierungsgebiet

Der Weg

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• 1982 – Erlass der

Gestaltungssatzung mit

ergänzenden Festsetzungen zur

Ortsbilderhaltung

• 1992 – Erste Novellierung

• 2002 – Zweite Novellierung

• 2005 – Dritte Novellierung

Der Weg

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• Qualifizierte Bebauungspläne

zur Entwicklung ausgesuchter

Bereiche

• Feinuntersuchung mit

städtebaulicher Einzelplanung

Der Weg

Qualifizierter Bebauungsplan

„Altenbetreuungszentrum“

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• Modernisierungs- und

Instandsetzungsgebot

• Städtebaulicher Wettbewerb

• Auszeichnung beispielgebender

Sanierungen und Neubauten

Der Weg

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• Enge Zusammenarbeit mit

Bauherrn und Behörden

(Koordination von Terminen)

• Kostenlose Bauberatung zu

allen anstehenden Fragen

• Regelmäßige Jour-Fixe-Termine

(baubegleitend)

• Hilfe und Unterstützung bei der

Beantragung von Zuschüssen

• Konsequentes politisches

Handeln

Der Weg

Landratsamt,

LfD

sonst.

Fachbehörden

Bauherr

Architekt

Stadt

(BA, Städte-

planer

Verwaltung)

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• Aktives Handeln gegen

Leerstand

-Zwischenerwerb

- Nutzungsüberlegungen durch

Stadt/Stadtplaner

(Konzepte/Exposé)

- Weiterverkauf (evtl. eigene

Sanierung)

Der Weg

Auszug Exposé Kirchgasse 12

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• Städtebauförderung

• Kostenerstattung

Finanzielle Hilfestellungen

• seit 1992 Kommunales Förderprogramm (KommFP)

Förderung 30 % - max. 15.000 €

• seit 2010 Ergänzung des KommFP für Zweitmaßnahmen

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Finanzielle Hilfestellungen

• Zuschüsse aus der Denkmalpflege

• Zuwendungen des Bezirks und Landkreises, der Bayer.

Landesstiftung

• erhöhte Steuerabschreibung

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Finanzdaten

• Gesamtinvestitionen Altstadt öffentlich und privat

ca. 130 Mio. €

Zuteilungen: förderfähige Kosten über 10,2 Mio. € seit 1979

= über 6,3 Mio. € Zuschüsse

• Kommunales Förderprogramm

seit 1992 Investitionsvolumen privat: 8.175.106 €

förderfähige Kosten: 1.441.219 €

Zuwendungen Städtebauförderung: 865.081 €

Komm. Förderprogramm Stadt: 576.138 €

Wertschöpfung: 9,45

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Beispiel Wirtschaftsförderung

Vinothek Innenaufnahme Glasanbau Vinothek

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ehem. Gasthaus „Goldenes Kreuz“,

jetzt Zahnarztpraxis und Wohnen

Beispiel Wirtschaftsförderung

GWF-Weinbistro und Wohnen

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Beispiel Wirtschaftsförderung

Architekturbüro Blum/Diez VR-Bank-Filiale incl. Wohnen

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Beispiel Denkmalpflege

Michaelskapelle Henkersturm

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Beispiel Betreuung

Jugendhaus Altenbetreuungszentrum

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Private Sanierungen und Neubauten

Neubau Lange Gasse 3 Sanierung Maxstraße 9

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Beispiel private Sanierungen und Neubauten

Geplante Appartementanlage „Alter Winzerhof“

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Beispiel private Sanierungen und Neubauten

(Weinbauten)

Innenhof Weingut Wirsching

Weingut Olinger

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Beispiel private Sanierungen und Neubauten

(Energieeinsparung)

Wärmedämmung Solaranlagen (Merkmal nicht einsehbar)

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Beispiel Kunst und Kultur

Galerie Max-21 Knauf-Museum

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Beispiel Dienstleistungszentrum

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Aktuelle Herausforderungen

• Altenfürsorge bewusste Entscheidung für Bau und

Erweiterung des Altenbetreuungszentrums im Altstadtensemble

• behindertenfreundliche Altstadt Schaffung gehfreundlicher

Pflasterflächen

• Klimaschutz und erneuerbare Energien Solar-

/Photovoltaikanlagen in der Gestaltungssatzung, energetische

Wärmedämmung, Ausarbeitung eines Energienutzungsplanes

(Zusammenarbeit mit TU München)

• Grundstücks- und Gebäudemanagement

• Vitalisierung der Geschäftswelt

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Fazit

• Stadtsanierung = konsequentes politisches Handeln

• Stadtsanierung = „Dauerbaustelle“

• Stadtsanierung = Fortschreibung und Fortschritt

• Stadtsanierung = Wohn- und Lebensqualität

• Stadtsanierung = lebendige Stadt

• Stadtsanierung = schafft Identifikation

• Stadtsanierung = aktives Wirtschaftsleben und

Geschäftsgrundlage

Vielen Dank

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