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Konzerngeschäftsbericht 2007 - R+V Versicherung

Konzerngeschäftsbericht 2007 - R+V Versicherung

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R+V Versicherung AG

KONZERNGESCHÄFTSBERICHT

2007


R+V Konzern auf einen Blick

R+V KONZERN

R+V

Komposit

Holding

GmbH

R+V

Allgemeine

Versicherung

AG

R+V

Rechtsschutzversicherung

AG

R+V

Service

Holding

GmbH

KRAVAG-

LOGISTIC

Versicherungs-AG

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSJAHR R+V KONZERN

KRAVAG-

ALLGEMEINE

Versicherungs-AG

R+V

Luxembourg

Lebensversicherung

S.A.

Inländische Gesellschaften Ausländische Gesellschaften

2007 2006

Gebuchte Bruttobeiträge (HGB) Mio. € 9.289 8.945

Gebuchte Bruttobeiträge (IFRS) Mio. € 9.044 8.686

Leben/Kranken Mio. € 4.987 4.833

Schaden/Unfall Mio. € 3.533 3.398

Rückversicherung Mio. € 524 455

Bruttoaufwendungen für

Versicherungsfälle Mio. € 5.891 5.405

Bruttoaufwendungen für

Versicherungsbetrieb Mio. € 1.572 1.513

Ergebnis aus Kapitalanlagen Mio. € 2.251 2.226

Jahresüberschuss Mio. € 461 401

Kapitalanlagen Mio. € 49.701 46.756

Eigenkapital Mio. € 3.429 3.017

Versicherungstechnische Rückstellungen

(brutto) Mio. € 45.324 42.311

Anzahl der Versicherungsverträge Mio. 18,2 17,5

Mitarbeiter am 31. Dezember 10.365 10.271

Die Differenz zwischen den gebuchten Bruttobeiträgen (HGB) und den

gebuchten Bruttobeiträgen (IFRS) ist auf die Vorschriften des IFRS 4 zurück -

zuführen, demzufolge Verträge ohne signifikantes versicherungstechnisches

Risiko nicht als Versicherungsverträge zu qualifizieren sind. Betroffen sind

hiervon insbesondere fonds- und indexgebundene Kapitalisierungsverträge

ohne Überschussbeteiligung sowie Verträge zum Insolvenzschutz für Altersteilzeitguthaben.

Sämtliche aus diesen Verträgen resultierenden Aufwendungen

und Erträge sind nicht als versicherungstechnische Aufwendungen und

Erträge, sondern als Sonstige Aufwendungen und Erträge auszuweisen.

R+V Versicherung AG

R+V

Lebensversicherung

AG

R+V

Pensionskasse

AG

Assimoco

Vita S.p.A.,

Segrate

AKTIONÄRSSTRUKTUR

74,0

15,7

7,2

3,1

R+V

Krankenversicherung

AG

Assimoco

S.p.A.,

Segrate

DZ BANK AG

WGZ BANK AG

Volksbanken und Raiffeisenbanken

Sonstige Anteile in der

Genossenschaftsorganisation

Vereinfachte Darstellung

R+V

Personen

Holding

GmbH

R+V

Pensionsfonds

AG

HVB

Pensionsfonds

AG

CHEMIE

Pensionsfonds

AG


Die R+V Versicherung

ein Unternehmen der DZ BANK Gruppe und Partner

der genossenschaftlichen Bankengruppe

Die R+V Versicherung zählt zu den führenden deutschen Versicherern. Seit vielen Jahren wächst sie stärker als

die Branche und zeichnet sich durch hohe Risikotragfähigkeit aus. Rund 7 Millionen Kunden in Deutschland mit

mehr als 18 Millionen Versicherungsverträgen vertrauen den Leistungen der Wiesbadener Versicherung.

Als genossenschaftlicher Versicherer bietet R+V ihren Kunden maßgeschneiderte, innovative Versicherungslösungen.

Die Produktpalette von R+V umfasst alle bekannten Versicherungen für Privatkunden – sowohl Standardprodukte

als auch individuelle Vorsorgemöglichkeiten, von der Kfz-Haftpflichtversicherung bis zum persönlichen

Altersvorsorge-Konzept. Im Firmenkundengeschäft ist R+V traditionell eng mit den mittelständischen Unternehmen

aus Handel, Handwerk, Gewerbe und Landwirtschaft verbunden. Für sie entwickeln die R+V-Firmenkundenspezialisten

branchenspezifische Absicherungskonzepte. Unabhängige Ratingagenturen bestätigen immer wieder

die guten Serviceleistungen und die hohe Finanzkraft des Unternehmens sowie die Qualität seiner Produkte.

Sowohl bei der Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern als auch im Umgang mit den Kunden sind qualifizierte

Beratung und leistungsfähiger Service – über das reine Versicherungsangebot hinaus – zum zentralen Wettbewerbsfaktor

geworden. Mit ihren acht Dienstleistungstöchtern bietet R+V deshalb umfangreiches Experten-Knowhow

auch für komplexe Kundenanforderungen, sowohl im Personenversicherungsbereich als auch bei der Kompositversicherung:

von der Einrichtung einer betrieblichen Altersversorgung über die Beratung zum Umweltmanagement

bis hin zur Soforthilfe für die Opfer von Banküberfällen. Darüber hinaus ist R+V über ihre Kundencenter rund

um die Uhr erreichbar und bietet Soforthilfe in Notsituationen über spezielle Hotlines.

Die R+V Versicherung ist ein Unternehmen der DZ BANK Gruppe, gemeinsam mit der Bausparkasse Schwäbisch

Hall, DG HYP (Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank), DZ BANK International, DZ PRIVATBANK Schweiz,

TeamBank, Union Investment Gruppe, der VR LEASING und verschiedenen anderen Spezialinstituten. Die Unternehmen

der DZ BANK Gruppe gehören zu den Eckpfeilern des Allfinanz-Angebots der genossenschaftlichen

Bankengruppe. Durch die Kooperation der Unternehmen der DZ BANK Gruppe können die Vertriebsangebote für

die genossenschaftlichen Banken und deren rund 30 Millionen Kunden optimiert werden.

Die DZ BANK Gruppe ist Teil des genossenschaftlichen FinanzVerbundes, der rund 1.230 Volksbanken Raiffeisenbanken

umfasst und, gemessen an der Bilanzsumme, eine der größten privaten Finanzdienstleistungsorganisationen

Deutschlands ist. Innerhalb des FinanzVerbundes fungiert die DZ BANK AG als Zentralinstitut für rund

1.000 Genossenschaftsbanken mit deren 12.000 Bankstellen und als Geschäftsbank mit zunehmend internationaler,

insbesondere europäischer Ausrichtung.

Diese Kombination von Bankdienstleistungen, Versicherungsangeboten und Vermögensverwaltung hat im

genossenschaftlichen FinanzVerbund eine große Tradition. Die Spezialinstitute der DZ BANK Gruppe stellen in

ihrem jeweiligen Kompetenzfeld wettbewerbsstarke erstklassige Produkte zu vernünftigen Preisen bereit.

Damit sind die Genossenschaftsbanken in Deutschland in der Lage, ihren Kunden ein komplettes Spektrum an

herausragenden Finanzdienstleistungen anzubieten.


Unsere Verbundpartner 2007

KENNZAHLEN 2007

Beschreibung

Mit rund 13.625 Bankstellen bieten die 1.232 Volksbanken

und Raiffeisenbanken eines der dichtesten

Betreuungsnetze in Europa.

www.vr-networld.de

Innerhalb des FinanzVerbundes fungiert die

DZ BANK AG als Zentralinstitut für rund 1.000 Volksbanken

und Raiffeisenbanken mit deren 12.000

Bankstellen und als Geschäftsbank mit zunehmend

internationaler, insbesondere europäischer Ausrichtung.

www.dzbank.de

Zentralbank mit universellem Leistungsangebot, engster

Partner der 229 Volksbanken und Raiffeisenbanken im

Rheinland und in Westfalen.

www.wgzbank.de

Immobilienbank des genossenschaftlichen FinanzVerbundes

für das gewerbliche Immobilienkreditgeschäft und

kommunale Finanzierungen.

www.dghyp.de

Für langfristige Festzinsfinanzierungen und für die

sichere und ertragreiche Geldanlage in Pfandbriefen.

www.muenchenerhyp.de

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall ist in Deutschland

und Europa Marktführer im Bausparen. Private Bau -

finanzierung und der Vertrieb weiterer Vorsorge produkte

des FinanzVerbunds gehören ebenfalls zu den

Geschäftsfeldern.

www.schwaebisch-hall.de

Die Union Investment gehört zu den größten

deutschen Asset-Managern. Mit 2.257 Mitarbeitern

verwaltet sie 683 Wertpapier- und Immobilienfonds

für private und institutionelle Anleger.

www.union-investment.de

Die VR LEASING-Gruppe ist der Spezialist für mittelstandsorientierte

Finanzierungslösungen. Sie deckt

das gesamte Spektrum der Absatz- und Investitions -

finanzierung ab.

www.vr-leasing.de

Die TeamBank ist der Ratenkreditspezialist im Finanz-

Verbund. Mit dem Markenartikel easyCredit und einer

ganzheitlichen Vertriebsunterstützung werden die

VR-Banken zu führenden Anbietern im Konsumenten -

kredit geschäft.

www.teambank.de

Spezialist für private und gewerbliche Immobilienfinanzierung

sowie Kompetenzcenter für öffentliche

Kunden.

www.wlbank.de

– Bilanzsumme 632,1 Mrd. Euro

– Kreditgeschäft 367,0 Mrd. Euro

– Einlagengeschäft 440,8 Mrd. Euro

– Mitglieder 16,1 Mio.

– Bilanzsumme 266,3 Mrd. Euro*

– Forderungen an Kreditinstitute 105,2 Mrd. Euro*

– Forderungen an Kunden 32,1 Mrd. Euro*

– Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 163,6 Mrd. Euro*

– Verbindlichkeiten gegenüber

Kunden 37,9 Mrd. Euro*

– Bilanzsumme 88,7 Mrd. Euro**

– Forderungen an Kreditinstitute 26,6 Mrd. Euro**

– Forderungen an Kunden 26,7 Mrd. Euro**

– Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 36,8 Mrd. Euro**

– Verbindlichkeiten gegenüber

Kunden 16,7 Mrd. Euro**

– Bilanzsumme 83,8 Mrd. Euro

– Neugeschäft 14,5 Mrd. Euro

– Kreditbestand 74,7 Mrd. Euro

– Pfandbriefe und

sonstige Schuldverschreibungen 67,5 Mrd. Euro

– Bilanzsumme 32,9 Mrd. Euro

– Darlehenszusagen 6,0 Mrd. Euro

– Darlehensbestand 28,2 Mrd. Euro

– Refinanzierungsmittelbestand 30,1 Mrd. Euro

– Bilanzsumme 36,5 Mrd. Euro

– Bausparsumme (Bestand) 197,9 Mrd. Euro

– Anzahl Bausparer 6,6 Mio.

– Neugeschäft 27,4 Mrd. Euro

– Assets under Management 174,5 Mrd. Euro

– Union Depots 4,3 Mio. Euro

– Neugeschäftsvolumen Leasing 4,6 Mrd. Euro

– Anzahl Neuverträge 156.239

– Umsatzvolumen Zentralregulierung 6,6 Mrd. Euro

– Umsatzvolumen Factoring 1,4 Mrd. Euro

– Bilanzsumme 4,8 Mrd. Euro

– easyCredit-Bestandsvolumen 4,6 Mrd. Euro

– Anzahl VR-Partnerbanken 914

– Bilanzsumme 40,6 Mrd. Euro

– Neugeschäftsvolumen 7,4 Mrd. Euro

– Kreditbestand 38,9 Mrd. Euro

– Refinanzierungsmittel 34,6 Mrd. Euro

* testiert ** vorläufige Zahlen


R+V Versicherung AG

Taunusstraße 1, 65193 Wiesbaden, Telefon 0611 533-0

Eingetragen beim Amtsgericht Wiesbaden HRB 7934

Konzerngeschäftsbericht 2007

Vorgelegt zur ordentlichen Hauptversammlung

am 19. Mai 2008


5

GRUNDLEGENDES

Brief des Vorstandsvorsitzenden 5

Vorstände der R+V Versicherung AG 7

Bericht des Aufsichtsrats 8

Wichtige Ereignisse 2007 10

R+V gewinnt Marktanteile mit innovativen Lösungen 12

R+V-Dienstleister bieten Hilfe im Schadenfall 16

45

KONZERNLAGEBERICHT 2007

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Eine gute Idee: Spezialisierte Dienstleister unterstützen R+V-Kunden im

Schadenfall – sie helfen nach einem Autocrash oder Banküberfall,

sanieren nach Feuer, Sturm und Überschwemmung und beraten beim

Risikomanagement.

Geschäft und Rahmenbedingungen 46

Ertragslage 55

Finanzlage 62

Vermögenslage 63

Nachtragsbericht 66

Risikobericht 66

Prognosebericht 84

87

Konzernbilanz 88

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 90

Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen 91

Konzern-Kapitalflussrechnung 92

Konzernanhang 93

Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften 93

Ermessensausübungen, Schätzungen und

Annahmen 96

Wertminderung und Wertaufholung von

Vermögenswerten 97

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und

97

Bewertungsmethoden 102

Erläuterungen zur Konzernbilanz – Aktiva 120

Erläuterungen zur Konzernbilanz – Passiva

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und

130

Verlustrechnung 141

Sonstige Angaben 148

161

Konzernabschluss 87

KONZERNABSCHLUSS 2007

WEITERE INFORMATIONEN

Aufsichtsräte der R+V Versicherung AG 161

Vorstände der R+V Versicherung AG 162

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 163

Aufsichtsräte des R+V Konzerns 164

Beiräte der R+V Allgemeine Versicherung AG

Weitere Informationen 161

und der R+V Lebensversicherung AG 167

Anschriften 171

Impressum 174

Informationsservice 175

3


4

Brief des Vorstandsvorsitzenden


Grundlegendes 5

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Konzernlagebericht 45

der diesjährige Geschäftsbericht empfängt Sie gleich mit zwei

sichtbaren Neuerungen: Erstens haben wir unsere Konzernrechnungslegung

auf IFRS umgestellt, woraus sich auf den

folgenden Seiten eine neue Systematik der Ergebnisdarstellung

ergibt. Und zweitens präsentiert sich unser Geschäfts -

bericht in einem neuen Layout.

Diese auf den ersten Blick formalen Neuerungen passen

meiner Ansicht nach sehr schön zu einem anderen Ereignis im

Geschäftsjahr 2007: Wir haben unser 85-jähriges Jubiläum

gefeiert und gleichzeitig Abschied genommen von unserem

alten Stammsitz am Wiesbadener „Kureck“. Im Sommer verkauften

wir diesen Gebäudekomplex und planen derzeit die

Zentrale von R+V auf einen Standort in Wiesbaden zu konzentrieren

– mit einem neuen Gebäude an der John-F.-Kennedy-

Straße.

Wir wollen uns unseren Aktionären und Vertriebspartnern

jedoch nicht nur äußerlich als innovatives Unternehmen

präsentieren. Wir haben im Geschäftsjahr 2007 erneut alle

Anstrengungen unternommen, um als wettbewerbsstarker

Versicherer zum Erfolg des gesamten genossenschaftlichen

FinanzVerbundes beizutragen – allen Herausforderungen zum

Trotz, die das Jahr für unsere Branche in Fülle bereithielt.

2007 war geprägt von leichtem Wirtschaftswachstum und

einer Konsumzurückhaltung in Deutschland, von volatilen

Kapitalmärkten und der weltweiten Subprime-Krise. In der

gesamten Versicherungsbranche herrschte ein zunehmend

starker Wettbewerb, in der Kfz-Versicherungsbranche und im

industriellen Firmenkundengeschäft hielt der Preiskampf

weiter an. Hinzu kamen neue gesetzliche Regelungen wie die

Reform des Versicherungsvertragsgesetzes und die EU-Vermittlerrichtlinie.

Der Orkan Kyrill hat der deutschen Versicherungswirtschaft

gleich einen stürmischen Jahresauftakt

beschert. Mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro war er

das teuerste einzelne Schadenereignis in der Geschichte unserer

Branche. Übrigens auch für R+V, die allein 142 Millionen

Euro an Leistungen erbrachte.

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen hat sich R+V

hervorragend behauptet und ihre Leistungskraft eindrucksvoll

unter Beweis gestellt: Wir haben erneut ein überdurchschnittliches

Wachstum erzielt und im Inland in allen Sparten

Marktanteile gewonnen. Unsere Produkte erhalten in Marktbewertungen

regelmäßig Spitzenplätze.

Besonders erfreulich ist, dass wir im Schaden-/Unfall-Bereich

in einem weiter stagnierenden Markt erneut zugelegt haben.

In einigen Sparten ist R+V bereits Marktführer, zum Beispiel

auf dem Gebiet „Erneuerbare Energien“ oder im Straßenverkehrsgewerbe.

Bei Kfz konnten wir trotz sinkender Durchschnittsprämien

unser Geschäft gegen den Branchentrend

ausweiten.

Auch in der Personenversicherung hob sich R+V deutlich

gegenüber dem stagnierenden Markt ab. Bei der betrieblichen

Altersversorgung haben wir unsere Position strategisch ausgebaut

und mit der Übernahme der CHEMIE Pensionsfonds AG

zugleich unseren Verbundpartnern in einer weiteren Schlüsselbranche

Geschäftschancen eröffnet. Unsere Krankenversicherung

gehört weiterhin zu den wachstumsstärksten der

Branche.

Unsere Kostenstruktur ist wettbewerbsfähig. Unsere Kapitalanlagen

sind profitabel. Insgesamt haben wir einen ordentlichen

Jahresüberschuss erwirtschaftet. Wir haben überdies

wichtige strukturelle Projekte erfolgreich umgesetzt beziehungsweise

auf den Weg gebracht und die Weichen in Richtung

Zukunft gestellt.

Stichwort Zukunftsfähigkeit: Im Personengeschäft haben wir

ein neues Bestandsführungssystem eingeführt, das künftig

unseren Entwicklungs- und Wartungsaufwand verringert und

deutliche Vereinfachungen für die Sachbearbeitung bringt.

Auf das neue Versicherungsvertragsgesetz hat sich unser Unternehmen

schon frühzeitig vorbereitet und dabei zugleich die

internen Prozesse weiter optimiert – zum Nutzen des Kunden.

5


6

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Unsere Krankenversicherung steht für die nächste Stufe der

Gesundheitsreform bereits bestens vorbereitet in den Startlöchern,

um die sich bietenden Chancen aktiv zu nutzen.

Unsere neue Kfz-Direktversicherung „R+V24“ hilft uns dabei,

völlig neue Kundengruppen für R+V und den genossenschaftlichen

Verbund zu erschließen und so die gemeinsame Marktposition

weiter zu festigen. Unser Vertrieb ist sehr erfolgreich

– und soll künftig noch besser werden. Gegen den Trend in der

Branche, die überwiegend auf Stellenabbau setzt, plant R+V

kräftige Neueinstellungen vor allem im Vertrieb.

Mein Dank gilt der gesamten Mannschaft, die dieses hervorragende

Ergebnis ermöglicht und unser Unternehmen weiter

nach vorn gebracht hat. R+V erweist sich damit einmal mehr

als gut aufgestelltes, verlässliches, höchst leistungsfähiges

und ertragreiches Mitglied im genossenschaftlichen Finanz-

Verbund – erst recht in einem Jahr, das für die gesamte Finanzbranche

angesichts der Subprime-Krise nicht einfach gewesen

ist.

Mein Dank gilt zugleich auch Ihnen, unseren Partnern und

Aktionären. Die bewährte enge und vertrauensvolle Kooperation

bedeutet seit jeher einen Gewinn für alle Beteiligten.

Unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit beispielsweise mit

der DZ Bank, Union Investment, Schwäbisch Hall oder der

TeamBank ist ein schlüssiges und zukunftsgerichtetes Erfolgsmodell,

um das uns viele Mitbewerber beneiden. Zum gegenseitigen

Nutzen wollen wir diese Zusammenarbeit künftig weiter

strategisch ausbauen, noch mehr Synergien schaffen und

unsere Kundenorientierung erneut verbessern. R+V ist bereits

heute der Partner für Vorsorgen und Versichern im Verbund.

Mit dem neuen Wachstumsprogramm „Optima“ wird sich R+V

noch stärker in den Bankenvertrieb integrieren. Das klare Ziel

dabei heißt, Marktpotenziale künftig gemeinsam noch besser

zu erschließen.

Die Herausforderungen in der Versicherungsbranche werden

auch 2008 nicht geringer. Auf der anderen Seite zeichnen sich

für uns durch konsequente Nutzung des Kundenpotenzials im

Verbund große Wachstumschancen ab, vor allem im Altersvorsorgemarkt

und im Firmenkundengeschäft.

Unser Anspruch ist ambitioniert: Wir wollen unser ertragsorientiertes

Wachstum auch im Jahr 2008 fortsetzen. Wir wollen

Marktanteile ausbauen und unsere Leistungsfähigkeit erneut

erhöhen – alles mit dem Ziel, die Position des genossenschaftlichen

FinanzVerbundes im Wettbewerb mit anderen Finanzverbünden

zu stärken.

Mit freundlichem Gruß

Ihr

Dr. Friedrich Caspers

Vorstandsvorsitzender

der R+V Versicherung AG


Grundlegendes 5

Vorstände der R+V Versicherung AG

Vorstände der R+V Versicherung AG

Von links nach rechts:

Heinz-Jürgen Kallerhoff

Ressort Vertrieb und Marketing (seit 1.10.2007)

Peter Weiler

Ressorts Informations- und Kommunikationssysteme

sowie Betriebswirtschaft

Rainer Neumann

Ressort Finanzen und Kapitalanlagen

Dr. Christoph Lamby

Ressort Aktive Rückversicherung

Frank-Henning Florian

Ressort Firmenkunden-Geschäft Personen (seit 1.1.2008)

Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Hans-Christian Marschler

Weitere Informationen 161

Ressort Personal, Verwaltung und Ausland (seit 1.10.2007),

davor Vertrieb und Marketing

Dr. Friedrich Caspers

Vorstandsvorsitzender

Bernhard Meyer

Ressort Komposit

Rainer Sauerwein

Ressort Personenversicherungen

Hans-Dieter Schnorrenberg

Ressort Personal, Verwaltung und Ausland (bis 30.9.2007)

7


8

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat und Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat zur Vorbereitung seiner Beschlüsse

folgende Ausschüsse gebildet: einen Prüfungsausschuss,

einen Personalausschuss sowie einen Vermittlungsausschuss.

Auf Seiten der Anteilseignervertreter ist Herr Deneke-Jöhrens

mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung

am 26. April 2007 als Mitglied des Aufsichtsrats ausgeschieden.

Durch die ordentliche Hauptversammlung wurde mit Wirkung

ab diesem Zeitpunkt Herr Arens als dessen Nachfolger in

den Aufsichtsrat gewählt. Herr Hilgert legte mit Wirkung zum

18. November 2007 seine Mandate im Aufsichtsrat und im

Prüfungsausschuss nieder. Als Nachfolger wurde Herr Hildner

mit Wirkung ab 03. Dezember 2007 gerichtlich in den Aufsichtsrat

bestellt. Mit Wirkung vom 10. Dezember 2007 wurde

Herr Hildner in Nachfolge von Herrn Hilgert zum Mitglied des

Prüfungsausschusses gewählt.

Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben die Geschäftsführung

des Vor stands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen

Vorschriften überwacht und beratend begleitet. Der

Vorstand hat den Aufsichtsrat über die Lage und Entwicklung

der Gesellschaft regelmäßig und umfassend informiert. Dies

erfolgte im Geschäftsjahr 2007 in fünf Sitzungen, zu denen der

Aufsichtsrat am 12. März 2007, am 26. April 2007, am 24. August

2007, am 21. September 2007 und am 10. Dezember 2007

zusammentrat sowie durch vierteljährliche schriftliche Berichte.

In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat mündliche und

schriftliche Berichte des Vorstands entgegengenommen und

erörtert. Alle Maßnahmen, welche die Zustimmung des Aufsichtsrats

erfordern, wurden eingehend vor der Beschlussfassung

beraten. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats

auch außerhalb der Sitzungen laufend über wesentliche

Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt.

Im Vordergrund der Berichterstattung standen die wirtschaftliche

Lage der Gesellschaft, die Unternehmensplanung und

-perspektive sowie die Finanzkennzahlen. In besonderer Weise

erörterte der Aufsichtsrat die Kapitalanlagepolitik des Vorstands

vor dem Hintergrund der Subprimekrise. Einen Schwerpunkt

der Besprechungen und Diskussionen mit dem Aufsichtsrat

bildeten die Auswirkungen der stagnierenden Marktsituation

in der Kraftfahrt- und Industrieversicherungssparte,

die R+V Strategie sowie die Auswirkungen der VVG-Reform auf

die Prozesse des Unternehmens und den Vertrieb.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben den

Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss

und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr

2007 eingehend geprüft. Hierzu lagen die Prüfungsberichte

des Abschlussprüfers, der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft

Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

vor. Der Abschlussprüfer hat uneingeschränkte Bestätigungsvermerke

erteilt.

An der Sitzung des Prüfungsausschusses am 11. März 2008

nahmen die Vertreter des Abschlussprüfers teil, um über die

wesentlichen Prüfungsergebnisse zu berichten. In dieser

Sitzung wurden der Jahresabschluss, der Lagebericht, der

Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die jeweiligen

Prüfungsberichte erörtert. Prüfungsschwerpunkte waren

wesentliche Kennzahlen der Bilanz, Rückstellungen, das

Risikofrüherkennungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG und Berichte

der internen Revision des abgelaufenen Jahres.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007,

der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht

wurden von dem Aufsichtsrat geprüft. Die Vertreter

des Abschlussprüfers waren in der Sitzung des Aufsichtsrats,

in der der Jahresabschluss festgestellt wurde, anwesend und

standen für zusätzliche Erläuterungen und Stellungnahmen

zur Verfügung.


Grundlegendes 5

Bericht des Aufsichtsrats

Gegen den Abschluss sind keine Einwendungen zu erheben.

Dem Prüfungsergebnis der gemäß § 341k HGB beauftragten

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Deutsche Treuhand-

Gesellschaft AG, die die uneingeschränkten Bestätigungsvermerke

erteilt hat, schließt sich der Aufsichtsrat an. Der vom

Vorstand vorgelegte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr

2007 wurde vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 19. März

2008 gebilligt und ist somit gemäß § 172 AktG festgestellt.

In derselben Sitzung wurde der vom Vorstand vorgelegte Konzernabschluss

vom Aufsichtsrat gebilligt.

Mit dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des

Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat einverstanden erklärt.

Der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu

verbundenen Unternehmen sowie der Prüfungsbericht des

Abschlussprüfers hierzu lagen vor und wurden geprüft.

Konzernlagebericht 45

Der Abschlussprüfer hat dem Bericht des Vorstands über die

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk

erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung

bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die

Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Aufsichtsrat schließt sich dieser Beurteilung an und hat

keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstands am

Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen

Unternehmen erhoben.

Wiesbaden, 19. März 2008

Der Aufsichtsrat

Wolfgang Kirsch

Vorsitzender

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

9


10

Wichtige Ereignisse 2007

Wichtige Ereignisse 2007

Gelungener Jahresauftakt

Exzellente Basis für den Start ins neue Jahr: Nach

einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2006 mit rund

zehn Prozent Beitragswachstum ist R+V bestens

gerüstet.

Überdurchschnittliche Verzinsung

Mit 4,5 Prozent bleibt die laufende Verzinsung der

R+V Lebensversicherung AG, die sich aus Garantiezins

und laufender Überschussbeteiligung zusammensetzt,

auch 2007 stabil. Sie liegt damit erneut

über dem Branchendurchschnitt.

Leistungsfähigkeit bewiesen

Orkan „Kyrill“ tobt am 18. Januar über Europa.

Mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro ist er

das größte einzelne Schadenereignis der deutschen

Versicherer. Allein R+V reguliert in kurzer Zeit

Schäden in Höhe von 142 Millionen Euro und stellt

damit erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis.

Erfolg für Kfz-Versicherung

Im Rahmen des Kfz-Jahresendgeschäfts hat R+V

ihre Kfz-Kundenzahl um 22.000 gesteigert – und

dies in einem stark umkämpften Markt.

Rundum-Schutz für Berufsstarter

R+V bringt ein spezielles Angebot für junge Berufsstarter

auf den Markt: Hausrat- und Haftpflichtversicherung,

Verkehrsrechtschutz und Berufsunfähigkeitspolice

im attraktiven Paket decken die wichtigsten

Risiken ab.

Bestnote für Krankenversicherung

Zum vierten Mal in Folge die Bestnote: Die

R+V Krankenversicherung erhält im Branchenvergleich

von „map-report“ die Bewertung

„hervorragend“.

R+V setzt auf Leistung

Neben den bereits variabel vergüteten Leitenden

Angestellten nehmen nun auch mehr als 1.600

Mitarbeiter im Innendienst am neu eingeführten

variablen Vergütungssystem teil.

R+V feiert 85-jähriges Jubiläum

1922 wurden in Berlin die beiden R+V-Rechtsvorgänger

als Versicherungen des Genossenschaftswesens

gegründet – die Raiffeisen Allgemeine

Versicherungsgesellschaft a.G. und die Raiffeisen

Lebensversicherungsbank a.G.

Erfolgreicher Außendienst

Bei den „Ehrentagen des Außendienstes“ in Berlin

werden die 250 erfolgreichsten Außendienst-Mitarbeiter

geehrt. Der Wanderpreis für die beste

Filialdirektion geht in diesem Jahr nach Karlsruhe.

Wachstumsprogramm gestartet

Start des neuen Wachstumsprogramms „Optima“:

Strategien und Maßnahmen zeigen, wie der Vertrieb

von R+V-Produkten über den Bankschalter

forciert werden kann. Auf der Zentralen Beiratskonferenz

in Mainz bekommen rund 230 Bankvorstände

die Eckpunkte des Programms vorgestellt.

01 03 05

JANUAR FEBRUAR MÄRZ APRIL MAI JUNI

Stabile Dividende

Die R+V-Hauptversammlung genehmigt eine

Dividende von 6,50 Euro je Aktie und hält damit

das Vorjahresniveau. Gastredner der Hauptversammlung

ist der ehemalige sächsische Ministerpräsident

Professor Kurt Biedenkopf. Er sieht

angesichts der Globalisierung Vorteile für genossenschaftliche

Organisationen – vor allem durch

das funktionierende Netzwerk und hohe Entscheidungsfreiheit.

Ehrung für Top-Banker

Bei den 35. Ehrentagen mit den R+V-Bankpartnern

in Monaco erhalten 60 Banken Auszeichnungen

für hervorragende Vertriebsleistungen. Gastredner

ist der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theo

Waigel, der über die positiven Effekte der gemeinsamen

europäischen Währung spricht.

Rente plus Pflege im Paket

Mit dem innovativen Produkt GarantieRente-

PflegePlus sichert R+V beides ab – zu attraktiven

Konditionen. Möglich macht dies eine Kombination

aus Rentenversicherung und einer Pflege -

anwartschaftsversicherung.

Neuer KRAVAG-Vorstand

Zum 1. Mai 2007 wird Dr. Edgar Martin zum

ordentlichen Vorstandsmitglied der KRAVAG-

Gesellschaften bestellt.

EU-Vermittlerrichtlinie in Kraft

Am 22. Mai 2007 tritt die EU-Vermittlerrichtlinie in

Kraft. Sie garantiert den Verbrauchern eine qualifizierte

Beratung beim Abschluss von Versicherungsverträgen.

R+V hat sich sorgfältig darauf vorbereitet

– zum Vorteil der Vertriebspartner, die die

Beratung zur besseren Akquise nutzen.

Schutz bei Umwelt-Schäden

Ein neues Umweltschadensgesetz verschärft die

Haftung drastisch, da es nun grundsätzlich alle

Schäden an Flora und Fauna mit einbezieht. R+V

bietet Unternehmen umgehend einen passenden

Schutz an, um die Existenz bedrohende Versicherungslücke

zu schließen – mit der R+V Naturschutzpolice

sowie der Umwelt-Deckung in der

Kfz-Haftpflicht.

02 04 06

Verbesserter Firmen-Rechtschutz

Große Forderungsausfälle können Firmen rasch in

die Insolvenz treiben. Die Forderungsausfall-Versicherung

von R+V umfasst daher künftig auch den

Rechtschutz. Unternehmen haben damit noch

mehr Sicherheit – und verbessern obendrein ihr

Rating.

R+V-ErfolgsRente gestartet

Die neue R+V-ErfolgsRente beteiligt Mitarbeiter

über eine betriebliche Altersversorgung am Unternehmenserfolg

ihres Arbeitgebers. Der Clou: Über

die reine Gewinnbeteiligung hinaus wird gleichzeitig

eine Altersvorsorge aufgebaut.


„Kureck“ verkauft

Grundlegendes 5

Wichtige Ereignisse 2007

Die R+V Versicherung verkauft ihr markantes, rund

40 Jahre altes Hochhaus und den umliegenden

Gebäudekomplex in der Wiesbadener Innenstadt

(„Kureck“) an die IFM Immobilien AG. R+V konzentriert

sich künftig auf einen Standort in Wiesbaden

an der John-F.-Kennedy-Straße.

Großes Interesse an AGG-Police

Seit einem Jahr ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

(AGG) in Kraft – und das Interesse an

einer speziellen AGG-Police von R+V ist groß. Sie

schützt Firmen vor den Folgen möglicher Klagen

von Kunden, Mitarbeitern oder Bewerbern. Allein

in den ersten drei Verkaufsmonaten wurden 1.000

Verträge gezeichnet.

Top-Note

Konzernlagebericht 45

Die Rating-Agentur Standard & Poor’s bewertet

R+V zum dritten Mal in Folge mit „Sehr gut“ (A+).

Gründe für das gute Abschneiden sind die große

Finanzstärke, die herausragende Wettbewerbsposition,

überdurchschnittliches Wachstum und der

starke Banken-Vertriebsweg.

Weiterer Spitzenplatz für R+V

Im aktuellen Branchenvergleich map-report erhält

die R+V Leben die Bestnote „mmm“ für langjährige

hervorragende Leistungen – zum zweiten Mal

in Folge.

Mehr Schutz fürs Eigenheim

Beim R+V Vorsorgedarlehen Fix & Flex ist zusätz -

lich zu der unentgeltlichen Versicherung gegen

Arbeitslosigkeit jetzt auch eine Wohngebäudeversicherung

für 2 Jahre zum Nulltarif enthalten.

07 09 11

JULI AUGUST

Wechsel im Holding-Vorstand

Heinz-Jürgen Kallerhoff übernimmt zum 1. Oktober

das Vertriebs-Ressort von Hans-Christian

Marschler. Dieser löst den bisherigen Personal-

Vorstand Hans-Dieter Schnorrenberg ab, der in den

Ruhestand tritt.

80 neue Azubis bei R+V

Ein guter Start in die berufliche Zukunft: 80 junge

Leute haben sich 2007 für eine Ausbildung bei

R+V qualifiziert – als Informatiker, Kaufleute oder

Bachelor-Studenten für „Insurance and Finance“.

Mehr als 1.000 Azubi-Bewerbungen jährlich zeigen

eindrucksvoll, dass R+V ein äußerst attraktiver

Arbeitgeber ist.

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 11

Bestnote für Lebensversicherung

Die R+V Lebensversicherung kann mit hervorragender

Bewertung überzeugen: Im Unternehmensrating

von Morgen & Morgen erhält sie mit

5 Sternen die Bestnote. Sie zählt damit zur Spitzengruppe

aus 7 Top-Unternehmen, die sich durch

stark überdurchschnittliche Leistungen auszeichnen.

Entgeltumwandlung weiter attraktiv

Positive Nachricht für die betriebliche Altersversorgung

(bAV): Der Bundestag beschließt, die Sozialversicherungsfreiheit

bei Entgeltumwandlung

unbefristet fortzuführen. Ursprünglich sollte sie

Ende 2008 auslaufen. Dank Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit

ist die Entgeltumwandlung damit

weiterhin eine attraktive Möglichkeit zur Altersvorsorge.

SEPTEMBER OKTOBER NOVEMBER DEZEMBER

08 10 12

CHEMIE Pensionsfonds AG erworben

Zum 31. Dezember erwirbt R+V von der Bayerischen

Hypo- und Vereinsbank AG die CHEMIE

Pensionsfonds AG mit mehr als 30.000 Versicherten

und steigt damit nach der Metallindustrie in die

Branchenversorgung eines zweiten bedeutenden

Wirtschaftszweiges ein.

Veränderungen im Vorstand

Frank-Henning Florian, im Vorstand der R+V

Lebensversicherung AG verantwortlich für das

Firmenkundengeschäft Leben, wird mit Wirkung

zum 1. Januar 2008 zusätzlich zum ordentlichen

Vorstandsmitglied der R+V Versicherung AG bestellt.

Dr. Jürgen Werner, seit 20 Jahren Vorstandsmitglied

der R+V Rechtschutzversicherung AG,

geht zum Jahreswechsel in den Ruhestand.

Erfolgreiche VR-RürupRente

Die VR-RürupRente von R+V und Union Investment,

die zum 1. September gestartet ist, wird ein

voller Erfolg: Bis Jahresende stellen bereits 6.000

Personen den Antrag auf die steuerbegünstigte

Altersvorsorge. Insgesamt können die Kunden je

nach Anlagestrategie aus fünf verschiedenen Fonds

wählen. Gleichzeitig profitieren Rürup-Sparer von

der deutlich verbesserten steuerlichen Förderung.


12

R+V gewinnt Marktanteile mit innovativen Lösungen

R+V gewinnt Marktanteile mit innovativen Lösungen

Mit intelligent konzipierten Produkten, großer Finanzstärke in

einem zunehmend volatilen Kapitalmarkt, einer schnellen und

unbürokratischen Schadenregulierung sowie mit vielfältigen

vertriebsunterstützenden Maßnahmen bewies die R+V Versicherung

auch 2007 wieder ihre starke Leistungskraft für den

genossenschaftlichen Verbund. Ohne die enge Kooperation

mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken wäre das weit über

dem Schnitt der Versicherungsbranche liegende Wachstum der

R+V nicht möglich gewesen.

Mit einem Rekordgeschäft von zwei Milliarden Euro Neubeitrag

bei den R+V Lebens- und Pensionsversicherern und einem Beitragsplus

von 3,6 Prozent in einem stagnierenden Schadenund

Unfallversicherungsmarkt demonstrierte R+V eindrucksvoll

ihr unverändert starkes Wachstumspotenzial. Die R+V

Krankenversicherung legte bei den Beiträgen sogar erneut

zweistellig zu. Gleichzeitig baute R+V in allen Sparten ihren

Marktanteil aus, allein bei den Neubeiträgen sicherten sich die

R+V Lebens- und Pensionsversicherer einen Marktanteil von

zehn Prozent. In vielen Bereichen ist R+V Marktführer, zum

Beispiel als Bankenversicherer, als Handels-, Verkehrs- und

Tierversicherer, als Partner des Straßenverkehrsgewerbes oder

im Bereich der „Erneuerbaren Energien“. Als der Versicherer im

genossenschaftlichen FinanzVerbund hat R+V insgesamt ihre

Position aus eigener Kraft sichern können.

Starke Finanzkraft sichert Bestnoten in Ratings

Die Kunden von R+V können sich auf die Finanzkraft ihres Versicherers

jederzeit verlassen. Die Krise auf den Finanzmärkten

– eine Folge des Einbruchs auf dem Markt für zweitrangige

Hypotheken (Subprimes) in den USA – war in der zweiten Hälfte

des abgelaufenen Geschäftsjahres das alles beherrschende

Thema auf den Finanzmärkten. Durch ihre risikobewusste

Kapitalanlage konnte R+V Effekte der Finanzkrise auf ihr Anlageportfolio

begrenzen. Dennoch wirkten sich die infolge der

Subprimekrise ausgeweiteten Spreads aus. R+V profitierte am

Jahresende von im Vergleich zum Jahresbeginn gestiegenen

Aktienkursen. Der gleichzeitige Zinsanstieg auf den Rentenmärkten

hatte – besonders für die schnell wachsenden Gesellschaften

– verbesserte Anlagemöglichkeiten zur Folge. Das

Ergebnis: R+V steigerte die laufenden Erträge ihrer Kapitalanlagen

um gut 16 Prozent. Insgesamt betreut R+V Kapitalanlagen

in Höhe von rund 50 Milliarden Euro.

Auch externe Institutionen, Medien und Agenturen beeindruckte

R+V mit ihrer Finanzstärke: Führende Ratingagenturen

vergaben an R+V zahlreiche Bewertungen wie „sehr gut“

und „stark überdurchschnittlich“ für Finanzkraft, Rendite und

Service.

Von dieser Leistungsstärke profitieren insbesondere die

Kunden, die R+V ihre Altersvorsorge anvertraut haben. Mit

4,5 Prozent hält die R+V Lebensversicherung AG die laufende

Verzinsung, die sich aus Garantiezins und laufender Überschussbeteiligung

zusammensetzt, auch 2008 wiederum über

dem Marktdurchschnitt. Zusätzlich erhöht sich die Versicherungsleistung

bei der Auszahlung noch um die Schlussüberschussbeteiligung

und die im neuen Versicherungsvertragsgesetz

vorgesehene explizite Beteiligung an den Bewertungsreserven.

Insgesamt ergibt sich eine Gesamtverzinsung, die

mit mehr als fünf Prozent deutlich über dem Markt liegt.

In schwierigem Umfeld den Bankenvertrieb forcieren

Aus dieser starken Marktposition heraus hat R+V 2007 eine

Wachstumsinitiative angestoßen, um ihre Erfolgsstory auch in

einem schwieriger werdenden Markt fortsetzen zu können. Die

Situation dort ist geprägt durch vielfältige neue gesetzliche

Rahmenbedingungen – Stichwort Gesundheitsreform, Versicherungsvertragsgesetz,

EU-Vermittlerrichtlinie –, durch einen

zunehmend intensiveren Wettbewerb und damit verbundenem

Preis- und Kostendruck sowie durch neu auf den Markt

drängende branchenfremde und ausländische Anbieter.

Ziel der Wachstumsinitiative ist es, insbesondere die vertriebliche

Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken weiter

auszubauen. Um das gemeinsame Kundenpotenzial im Verbund

stärker auszuschöpfen, orientiert sich R+V noch intensiver

an den Anforderungen der Banken: moderne Produkte, die

möglichst standardisiert gestaltet sind und sich einfach vom

Bankmitarbeiter verkaufen lassen. Das entspricht zum einen


Grundlegendes 5

R+V gewinnt Marktanteile mit

innovativen Lösungen

Konzernlagebericht 45

dem Wunsch der Bankkunden nach zeitgemäßen Versicherungslösungen

aus „ihrer“ Genossenschaftsbank, zum anderen

stärkt es die Provisionseinnahmen der Bankpartner.

R+V hat in den letzten Jahren ein breites Portfolio mit intelligenten

Produkten auf den Markt gebracht. Die Bankmitarbeiter

werden unterstützt von einer Vielzahl von R+V-Produktspezialisten

und -Verkäufern. Bestehende Angebote werden optimiert,

aber auch neue innovative Lösungen entwickelt – denn

R+V ist das Kompetenzzentrum des Verbundes für Vorsorgen

und Versichern.

Neue Produktideen für die Privatkunden

Die rege Nachfrage nach den beiden Produktinnovationen für

die private Altersvorsorge, der GarantieRente-PflegePlus und

der VR-RürupRente, zeigt deutlich, dass R+V bedarfsgerechte

Produkte anbietet. Aber auch die fondsgebundene R+V-PremiumRente,

die R+V-RiesterRente und die bankindividuellen

Produkte aus der Linie R+V-creative plus waren äußerst erfolgreich.

Beispielsweise bieten bereits knapp 500 Genossenschaftsbanken

ihren Kunden die R+V-creative plus mit eigenem

Markennamen an. Der Neubeitrag aus dem Produkt stieg

um 54,4 Prozent auf 416,5 Millionen Euro. Damit macht R+Vcreative

plus fast die Hälfte des Neugeschäfts der R+V Luxembourg

S.A. aus.

Auch in den Sach-Schadensparten war 2007 viel Bewegung.

In der größten Einzelsparte, der Kfz-Versicherung, baute R+V

dank einer erfolgreich mit den Genossenschaftsbanken organisierten

Marketingkampagne ihren Marktanteil auf rund sieben

Prozent aus – während der Markt Beiträge verlor. Um diese

starke Position zu halten, gibt es seit Jahresbeginn 2008 eine

einschneidende Veränderung in der Kfz-Tarifwelt: das neue

duale Kfz-Tarifsystem, wobei sich das Basisprodukt an preissensible

Kunden richtet.

Nach wie vor den Löwenanteil zum privaten Sachversicherungsgeschäft

steuert die R+V-PrivatPolice bei, die die fünf

wichtigsten Versicherungen für den Privathaushalt in einer

Police zusammenfasst. Die entsprechende Police für die Ziel-

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

gruppe Junge Leute (Starter-Police) ist besonders geeignet für

den bankeigenen Verkauf.

Im Firmenkundengeschäft noch enger mit den Banken

kooperieren

Wachstumserfolge durch Qualitätsverbesserungen erzielte

R+V auch im Firmenkundengeschäft. Als Partner der Genossenschaftsbanken

möchte sich R+V zunehmend in eines der

Kerngeschäftsfelder der Banken, die Kreditvergabe an den

Mittelstand, integrieren. Denn wenn sich Firmenkunden

gegen die wichtigsten Risiken absichern, kann die Bank in

beträchtlichem Maße ihre Risikovorsorge reduzieren und

damit Kosten sparen. Eine Untersuchung der R+V Versicherung

gemeinsam mit der Fachhochschule Wiesbaden und der Universität

Leipzig hat das belegt. Von der systematischen Integration

von Versicherungsschutz in den Kreditvergabeprozess

profitieren alle Beteiligten: der Kunde sichert seine Existenz,

die Bank generiert zusätzliche Erträge aus dem Versicherungsgeschäft

und kann ihre Risikovorsorge reduzieren.

Zukunftsweisende Versicherungslösungen für

Energiequellen der Zukunft

Erfolg im Firmenkundengeschäft hat R+V auch durch ihre

Fähigkeit, neue Geschäftsfelder zu erschließen und zu Kompetenzfeldern

auszubauen. Besonders beeindruckend ist dies im

Bereich der Technischen Versicherungen gelungen, bei der

Absicherung von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien.

Im Segment Biogasanlagen ist R+V Marktführer. Auch im

Geschäftsfeld Photovoltaik – dem größten Teilbereich mit

rund 14.000 Verträgen und Beitragseinnahmen von etwa

4 Millionen Euro 2007 – und bei der Absicherung von Windkraftanlagen

ist R+V ganz vorne im Markt mit dabei. Die enge

Kooperation mit den Genossenschaftsbanken, die diese Anlagen

oftmals finanzieren, sorgt für zusätzlichen Schub in diesem

Geschäft. Insgesamt wuchs dieser Bereich bei R+V im

Jahre 2007 um 11,8 Prozent, während der Markt lediglich um

2 Prozent zulegte. Auch in den klassischen Feldern der Technischen

Versicherung ist R+V überproportional gewachsen, bei

einer gleichbleibend guten Combined Ratio.

13


14

R+V gewinnt Marktanteile mit innovativen Lösungen

Betriebliche Altersversorgung speziell für den Mittelstand

Ebenso zukunftsorientiert sind die Leistungen im Firmenkundengeschäft

der Personenversicherung. R+V konnte das Neugeschäft

in diesem Geschäftsfeld in den letzten Jahren vervierfachen

und damit einen Neugeschäfts-Marktanteil von

mehr als 10 Prozent erreichen. Die stark mittelstandsorientierten

R+V-Produkte der betrieblichen Altersversorgung (bAV)

bieten den Volksbanken und Raiffeisenbanken große vertriebliche

Chancen. Denn speziell bei kleinen und mittelständischen

Unternehmen, einer wichtigen Kundengruppe der Primär

banken, haben viele Arbeitnehmer noch keine oder nur

eine geringe betriebliche Absicherung. R+V unterstützt die

Banken in diesem Geschäftsfeld mit den Firmenkundenberatern

bAV sowie den Consultants der R+V-Tochter compertis,

einer Beratungsgesellschaft für betriebliches Vorsorgemanagement.

Maßgeschneidert für den Mittelstand bietet R+V die R+V-

ErfolgsRente an, mit der das Unternehmen den Mitarbeitern

eine betriebliche Altersversorgung zusagen kann, die mit

ihrem jährlichen Beitragsaufwand an die wirtschaftlichen

Ziele des Unternehmens gekoppelt ist. Um die Risiken beste-

LEISTUNGSKRAFT BEI REGULIERUNG DER KYRILL-SCHÄDEN

EINDRUCKSVOLL BEWIESEN

Ihre hohe Leistungsfähigkeit auf der Schadenseite konnte R+V eindrucksvoll

unter Beweis stellen bei der Bewältigung der enormen Schäden, die

der Orkan Kyrill im Januar 2007 verursachte. Mit Schadenaufwendungen

von rund 142 Millionen Euro war es das größte Schadenereignis in der

85-jährigen R+V-Geschichte. Allein in der Bundesrepublik entstanden für

R+V-Kunden Schäden von 122 Millionen Euro. Rund 107.000 Schadenmeldungen

gingen ein, die meisten im Bereich der Wohngebäudeversicherung.

Dank des außerordentlichen Engagements der Mitarbeiter war

ein Drittel der Schäden, rund 35.000 Stück, bereits nach einer Woche

abschließend bearbeitet.

Auch der zur R+V Versicherung AG gehörende international tätige

Rückversicherer des Konzerns war in erheblichem Umfang von dem

Ereignis betroffen. Schäden in Höhe von rund 20 Millionen Euro wurden

aus Deutschland und dem europäischen Ausland gemeldet und reguliert.

Ansonsten war der Geschäftsverlauf, in dem der Umsatz profitabel

gesteigert werden konnte, sehr erfreulich.

hender Pensionszusagen zu minimieren, kann ein Unternehmen

seine Pensionsverpflichtungen mit dem R+V-Kombinationsmodell

auf die Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter

Unternehmen (VGU) e.V. und die R+V Pensionsfonds AG

übertragen. Zahlreiche Genossenschaftsbanken haben dieses

Modell auch für ihre eigenen Pensionsrückstellungen genutzt.

Auch mit dem Erwerb der CHEMIE Pensionsfonds AG im Dezember

2007 baute R+V ihre Marktposition weiter aus. Der Pensionsfonds

ist Bestandteil der tariflichen Chemie-Altersvorsorge.

Aktuell nutzen bereits etwa 33.000 Mitarbeiter den Branchenfonds

für ihre Altersversorgung.

Personenschäden durch aktives Reha-Management

abmildern

Die hohe Qualität in der Schadenbearbeitung (vgl. Kasten

links) ist ein Wettbewerbsvorteil für R+V, der noch stärker

ausgebaut wird. R+V hat ihr Schadenregulierungsmanagement

im Komposit-Schadenbereich 2007 durch neue Abläufe und

Prozesse noch effizienter gestaltet, die gesamte Schadenbearbeitung

in diesem Bereich neu strukturiert und dadurch die

Regulierungsqualität weiter erhöht. Die Maßnahmen konzentrieren

sich auf das Sach-, Kfz- und Haftpflichtversicherungsgeschäft.

Bei der Regulierung von Personenschäden ist R+V bereits seit

1994 mit ihrem aktiven Rehabilitationsmanagement sehr

engagiert. Gemeinsam mit externen Rehabilitationsdienstleistern

und der R+V-Tochtergesellschaft HumanProtect Consulting

GmbH bietet R+V Versicherungsnehmern und Geschädigten

mit Verletzungen, die sehr langwierig verlaufen und die

Betroffenen an der Rückkehr in den Beruf, oftmals auch an

einem eigenständigen Leben hindern, medizinische, pflegerische,

berufliche und psychologische Hilfe an. In den letzten

Jahren konnten hier rund 500 verletzte Versicherungsnehmer

und Geschädigte spürbar unterstützt werden. Diese aktive

Form der Schadenregulierung wird 2008 weiter ausgebaut.

Viele Ansatzpunkte für Wachstumsstrategie 2008

Produkte, Vertriebsunterstützung, Schadenregulierung – R+V

bleibt auch 2008 aktiv, um weiterhin stärker zu wachsen als


Grundlegendes 5

R+V gewinnt Marktanteile mit

innovativen Lösungen

LEISTUNGEN VON R+V FÜR KUNDEN UND VERTRIEBSPARTNER

der Markt. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind dabei

der wichtigste Partner: Denn R+V will das Geschäftsfeld Vorsorgen

und Versichern noch stärker in die Vertriebsprozesse der

Banken integrieren und den bankeigenen Verkauf von R+V-

Produkten weiter forcieren. Ansatzpunkte hierfür sind neben

der ständig optimierten Produktpalette auch

– einheitliche Vertriebskampagnen für die R+V-Produkte,

Konzernlagebericht 45

– ein intensives Coaching der Bankmitarbeiter, damit sie die

R+V-Produkte erfolgreich verkaufen können,

– hochqualifizierte, verkäuferisch starke R+V-Außendienstmitarbeiter

und Spezialisten, die den Bankmitarbeitern zur

Seite stehen und

– eine möglichst umfassende Einbindung der R+V-Produkte

und -Informationen in die bankeigenen EDV-Anwendungen.

Das sind viele Themen – für alle hat R+V im Jahre 2007 Umsetzungskonzepte

erarbeitet. Einzelne Teilbereiche werden auch

bereits in Pilotfeldern in der Praxis getestet, andere – zum Beispiel

das Kampagnenmanagement – sind sogar schon fest im-

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Bankumsätze von R+V

2007

76,4 Mrd. Euro

davon wurden über genossenschaftliche Institute abgewickelt 99,4 %

Versicherungsleistungen der R+V (Schadenzahlungen und Ablaufleistungen) 4,9 Mrd. Euro

davon flossen auf Kundenkonten der genossenschaftlichen Banken 63,3 %

Auszahlungen aus abgelaufenen Lebens- und Unfallversicherungen 2,0 Mrd. Euro

Rückkaufswert der R+V-Lebensversicherungen im Bankenbestand (inkl. Überschussbeteiligung) 24,2 Mrd. Euro

Direktanlagen von R+V im Genossenschaftssektor 21,7 Mrd. Euro

darunter Refinanzierungsdarlehen 2,1 Mrd. Euro

Hypothekendarlehen 3,7 Mrd. Euro

Vom Genossenschaftssektor an R+V vermittelte Kapitalanlagen 8,6 Mrd. Euro

Anteil des Bruttoanlagevolumens, den R+V im oder über den Genossenschaftssektor platziert hat rd. 67 %

Provisions- und Bonifikationszahlungen von R+V an die genossenschaftlichen Banken (ohne Vergütung Restkredit von TeamBank) 283 Mio. Euro

Bruttodividende aus 2007 73,1 Mio. Euro

das entspricht vom dividende-berechtigten Grundkapital 25,0 %

Beiträge von R+V bei den genossenschaftlichen Verbänden 2,3 Mio. Euro

plementiert. Motor der Stärkung des Vertriebsweges Banken

ist die im September 2007 gegründete RUV Agenturberatungs

GmbH. Ihre Mitarbeiter sind das Bindeglied zwischen Bank

und R+V-Außendienst und wirken daran mit, das Versicherungsgeschäft

in der Gesamtbankstrategie noch besser zu verankern.

Erste Erfolge sind erkennbar: In zwanzig Banken, die

im Rahmen eines Pilotfeldes mit dem intensivierten bankeigenen

Verkauf begonnen haben, war die Produktion in allen

Bereichen, sprich Lebens-, Kranken- und Kompositversicherung,

höher als in den übrigen Genossenschaftsbanken. 2008

wird der bankeigene Verkauf weiter vorangetrieben: R+V will

sich dabei auf drei Produkte konzentrieren: die VR-RürupRente,

die R+V-creative plus und die GarantieRente-PflegePlus.

Um weiter auf Wachstumskurs zu bleiben, wird R+V auch in

den kommenden Jahren an einer noch engeren Vernetzung mit

den Genossenschaftsbanken arbeiten und die gemeinsame

Vertriebsstärke voranbringen. Angesichts der unruhigen

Marktsituation ist es wichtig, diesen entscheidenden Wettbewerbsvorteil

von R+V zu forcieren. Denn nur zusammen mit

ihren Verbundpartnern kann R+V weiterhin oberhalb des Marktes

wachsen und die Erträge steigern.

15


gute Idee

1sorgt dafür, dass die sieben Millionen Kunden von R+V einfach besser versichert sind. Sie profitieren vom

geballten Expertenwissen und den vielfältigen Dienstleistungen der spezialisierten Servicegesellschaften.


18

Unsere Servicegesellschaften

Unsere Servicegesellschaften

Versicherungsschutz ist gut. Sicherheit plus Service ist besser.

Deshalb hat Dienstleistung bei R+V einen hohen

Stellenwert. Spezialisierte Servicegesellschaften garantieren

den privaten und gewerblichen Kunden kompetente

Beratung und rasche Hilfe im Schadenfall. Zum Leistungsspektrum

gehören sowohl Risikomanagement als auch

Sofortmaßnahmen nach Bränden, Autounfällen und Banküberfällen

oder bei Umweltschäden. Experten aus den

unterschiedlichsten Fachgebieten beantworten auch komplizierte

Fragen und meistern schwierige Situationen –

schnell, effizient und kostengünstig. Auf den folgenden Seiten

geben wir unseren Servicegesellschaften ein Gesicht –

und stellen die Menschen hinter den Kulissen vor.


R+V Service Center

Der heiße Draht zur R+V für Kunden und Vertriebspartner

carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH

Unabhängige Schadengutachten und qualifizierte

Dienstleistungen rund um das Kfz

KRAVAG Umweltschutz und

Sicherheitstechnik GmbH (KUSS)

Risiko-, Schaden- und Notfallmanagement in den

Fachgebieten Agrar, Bauwesen und Umwelt

Sprint Sanierung GmbH

Sorgfältige Sanierung nach Brand-, Wasser- und

Sturmschäden, sowie Einbruch und Vandalismus

HumanProtect Consulting GmbH

Prävention, Akutversorgung und Rehabilitation nach

traumatischen Unfällen und schweren Erkrankungen

compertis – Beratungsgellschaft

für betriebliches Vorsorgemanagement

Kompetente Beratung rund um die betriebliche

Altersversorgung

Unsere Servicegesellschaften

19


12.026

prüften die Kfz-Sachverständigen von carexpert im vergangenen Jahr. Insgesamt nahmen sie 145.000

verbeulte Autos unter die Lupe – und sparten damit Kunden und R+V Zeit und Kosten.

Hagelschäden


22

Unsere Servicegesellschaften

Schneller geht es kaum: Am PC koordiniert die Disponentin

Kundentermine, direkt am Laptop nehmen die Sachverständigen

den Schaden auf, dokumentieren ihn mit der Kamera.

Schon am nächsten Tag ist das Gutachten bei R+V und die

Zahlung geht an den Kunden raus.


carexpert

Konzentriert schaut Disponentin Katharina Sitsch auf die

Karte auf ihrem Bildschirm. Verwirrend viele bunte

Kreise, Striche und Quadrate markieren dort bundesweit

die Standorte der carexpert-Sachverständigen, ihre

Kundentermine, aktuelle Unfälle. Sie spricht geduldig in

das Mikro ihres Headsets, erklärt dem aufgeregten

Kunden, wann der Kfz-Gutachter kommt. Das kann ein

paar Tage dauern, denn rund um Trier ist ein Hagelschauer

niedergegangen. Golfballgroße Eiskörner haben

hunderte von geborstenen Frontscheiben und verdellten

Motorhauben hinterlassen. Jetzt klingeln bei carexpert

die Telefone Sturm.

Für die Disponenten ist das Routine, denn für solche

massenhaften Schäden gibt es bewährte Vorgehensweisen.

Vorgewarnt wurde carexpert gleich nach dem

Sturm, als sich beim R+V Service Center die Anrufe

häuften. Sofort läuft die Hagelaktion an: Die carexpert-

Zentrale trommelt sechs Gutachter zusammen, damit

die Schäden schnellstmöglich bearbeitet werden können.

Die Sachverständigen setzen sich vor Ort mit Partner-

Werkstätten in Verbindung, mieten deren Hallen an. Dort

finden in den kommenden Tagen Massenbegutachtungen

Unsere Servicegesellschaften

statt. Und das ist perfekt durchorganisiert: Jeder Kunde

erhält einen festen Termin, mehrere Autos werden

gleichzeitig begutachtet, die Schäden beziffert, alles wird

in den Laptop eingegeben, ausgedruckt – fertig. Jetzt

kann der Kunde zu seiner Werkstatt gehen und die Dellen

reparieren lassen. Für die 1.100 beschädigten

Autos in Trier werden die Gutachter nur zwei Wochen

brauchen.

Die carexpert KFZ-Sachverständigen GmbH im hessischen

Walluf zeigt, dass guter Service allen Beteiligten nützt,

findet Geschäftsführer Bernd Gerhard: „Die Kunden sind

dankbar, dass sie schnell mit der Reparatur beginnen

können. Die Werkstatt weiß es zu schätzen, dass sie eine

klare Kostenzusage für ihre Arbeit bekommt. Und R+V

schließlich kann mit unseren verlässlichen Gutachten

und den Partnerwerkstätten Kostenvorteile realisieren.“

250 Sachverständige sind im Auftrag von carexpert unterwegs.

Allesamt sind sie Kfz-Meister oder Diplom-

Ingenieure. Die 60 Mitarbeiter im Innendienst unterstützen

ihre Kollegen vor Ort, stellen die täglichen Touren

zusammen und prüfen Kostenvoranschläge. Ein per -

fektes Zusammenspiel rund um Autoschäden.

23


124

Banküberfälle

bedeuten auch: brutale Gewalt gegenüber den Bankmitarbeitern. Nach diesem Erlebnis leiden sie oft

unter schweren Traumata. Dann helfen die Psychologen von HumanProtect.


26

Unsere Servicegesellschaften

Hilfe nach dem Schreckenstag: Die Psychologen von

HumanProtect können mit ihrer Akutintervention seelische

Langzeitfolgen verhindern. Bundesweit betreuen sie

Patienten mit Traumata nach einem schweren Autounfall,

einem Banküberfall oder einem lebensgefährlichen

Feuerwehreinsatz.


HumanProtect

„Ein Überfall ist für die betroffenen Bankmitarbeiter ein

traumatisierendes Erlebnis. Sie werden mit einer Waffe

bedroht, fühlen sich vollkommen hilflos – viele erleiden

in dieser Situation Todesangst.“ Diplom-Psychologin

Karin Clemens sieht aus dem Fenster. Draußen fließt träge

und grau der Rhein. Drinnen berichtet die Geschäftsführerin

der HumanProtect Consulting GmbH von immer

brutaleren Überfällen auf Bankfilialen: „Der verzweifelte

Täter, der sich ein wenig Geld verschaffen will, wird

seltener. Heute sind es oft Mehrfachtäter, die professionell

und gewalttätig vorgehen.“ Ihre Opfer leiden unter

Schreckhaftigkeit und schlechten Träumen. Oft entwickeln

sie Angststörungen oder Depressionen.

Das Team von HumanProtect hat sich spezialisiert auf

diese Patienten. Insgesamt 30 Berater, Diplom-Psychologen

oder psychologische Psychotherapeuten mit

langjähriger klinischer Erfahrung führen bundesweit

sogenannte Akutinterventionen durch. „Intensive

Gespräche, Entspannung, imaginative Verfahren – wir

wenden verschiedene Techniken an, um den Patienten

zu helfen“, erklärt die Psychologin Clemens. „Wir gehen

dabei sehr lösungsorientiert vor“, ergänzt der leitende

Psychologe Joachim Schottmann. Das Klischee des

väterlichen Psychoanalytikers, der monatelang nach

Kindheitserlebnissen forscht, passt hier nicht.

Schottmann lächelt: „Wenn Sie einen Platten haben,

können Sie natürlich nach dem Nagel suchen. Oder

Sie flicken das Loch.“

Unsere Servicegesellschaften

Die Akutintervention nach Überfällen ist ein Schwerpunkt

der Arbeit von HumanProtect. Die Banken

nutzen gern das Angebot, das in der Geno-Bankpolice

der R+V kostenlos enthalten ist. Die KRAVAG engagiert

die Trauma-Experten bei schwer verletzten Unfallopfern,

um deren seelische Heilung zu fördern. Auch

regionale Unternehmen oder Behörden rufen die Psychologen

zu Hilfe – bei schwer erkrankten Mitarbeitern

oder bei traumatisierten Feuerwehrleuten. „Der Arbeitgeber

möchte ja bei seinen Angestellten längere

Krankheitsausfälle vermeiden“, erläutert Karin Clemens.

Und das Konzept funktioniert, das beweisen harte

Zahlen: 20 Prozent der Opfer eines Banküberfalls entwickeln

eine posttraumatische Belastungsstörung.

Sechs Monate nach der Akutintervention leiden nur noch

drei Prozent unter Spätfolgen.

27


14.450

spürten die Messtechniker von Sprint 2007 auf. Ob es durch die Decke tropft, das Haus überschwemmt

oder die Wohnung ausgebrannt ist – die Sanierer wissen Rat.

Rohrbrüche


30

Unsere Servicegesellschaften

Erste Hilfe in Sachen Wasser-, Sturm- und Brandschäden: Sprint

ist die Rettung für geplagte Hausbesitzer. Als Komplettanbieter

für alle Sanierungsarbeiten sind die Spezialisten

bundesweit, schnell und kostengünstig im Einsatz.


Sprint

„Wenn es im Abfluss blubbert, ist das schon ein ernstes

Warnzeichen“, erklärt Janette Bohne. Die Geschäftsführerin

der Sprint Sanierung GmbH weiß, wovon sie

spricht. Denn sie beschäftigt 35 Messtechniker – deren

Spezialität ist es, tief in den Wasserleitungen des Hauses

verborgene Verstopfungen aufzuspüren, Lecks zu orten

oder auch der undichten Stelle des Flachdachs auf die

Spur zu kommen.

Doch Detektivarbeit mit der Kanalkamera ist nicht das

Einzige, was Sprint anzubieten hat. Das Unternehmen

ist die Antwort auf alle Albträume eines Hausbesitzers:

Ein Sturm hat das Dach abgedeckt? Weihnachtsbaumkerzen

haben die Wohnung in Brand gesteckt? Der Keller

ist vollgelaufen? Einbrecher haben die Wohnung verwüstet?

Sprint hilft. „Es ist für den Laien oft unfassbar,

was fachkundige Sanierung ausrichten kann“, weiß

Janette Bohne. „Nach einem Wohnungsbrand, wenn die

Möbel verkohlt, die Wände schwarz verrußt sind und

alles nach Rauch stinkt, können wir das Trümmerfeld

wieder bewohnbar machen.“ Da geht es nicht nur um

den Abtransport des Schutts und das Entfernen rauchgeschwärzter

Tapeten. Die Sanierer spüren auch Schad-

stoffe auf und beseitigen sie – sogar den Brandgeruch

bekommen sie in den Griff.

Ähnliche Wunder vollbringen die Sprint-Spezialisten,

wenn ein Flüsschen unvermutet zum reißenden Strom

wird und die angrenzenden Häuser überschwemmt.

Nasser Keller, aufgequollenes Parkett, durchfeuchtete

Akten – Sprint stellt mit modernsten Messmethoden

fest, wie sehr die Bausubstanz beschädigt ist. Mit Mikrowellentechnik

beispielsweise werden Wände und

Böden getrocknet, schonend und ständig messtechnisch

überwacht.

Unsere Servicegesellschaften

Aber auch für kleinere Schäden ist das Sanierungsunternehmen

der richtige Ansprechpartner. Im Bad ist die

Duschwand geborsten? Bevor die Familie jeden Morgen

das Bad unter Wasser setzt, sollte sie die Glaser von

Sprint rufen. Jugendliche haben die Hauswand mit Graffiti

besprüht? Mit speziellen Techniken kann Sprint

die Farbe entfernen. Die 530 Mitarbeiter sind allen Schäden

an Haus und Wohnung gewachsen. Übrigens: Die

Messtechniker wissen, dass Blubbern im Abfluss erste

Ablagerungen anzeigt, die das Rohr verstopfen können.

31


5.512

können jetzt ihren Mitarbeitern eine Betriebsrente anbieten und sparen auch noch Personalkosten.

Die Lösung lieferten die Berater für betriebliche Altersversorgung von compertis.

Firmenchefs


34

Unsere Servicegesellschaften

Personalchefs beraten, Steuerberater informieren, Firmenchefs

überzeugen: Die Arbeitsrechtler, Steuerexperten und

Versicherungsfachleute von compertis weisen den Weg zur betrieblichen

Altersversorgung – mit der passenden Lösung

für jedes Unternehmen.


compertis

Betriebliche Altersversorgung (bAV) ist ein kompliziertes

Geschäft. Erst einmal steht der Unternehmer vor der

Entscheidung: Braucht unsere Firma das überhaupt? Ja,

sagt der Gesetzgeber und hat verfügt, dass jeder Mitarbeiter

ein Anrecht auf eine Betriebsrente hat. Dann

aber beginnt erst die Odyssee durch viele Möglichkeiten.

Ist eine Pensionskasse das Richtige fürs Unternehmen?

Eine Direktversicherung? Unterstützungskasse?

Pensionsfonds? Welche arbeitsrechtlichen Auswirkungen

haben diese sogenannten Durchführungswege,

welche betriebswirtschaftlichen Folgen, was bedeutet das

für die Steuer? Und was passiert, wenn die Firma

fusioniert oder verkauft wird?

Kein Wunder, dass bei der compertis Beratungsgesellschaft

für betriebliches Vorsorgemanagement mbH

vor allem Juristen, Mathematiker und Betriebswirte

arbeiten – geballtes Wissen im Dienste der Betriebsrente.

„Wir können alles im Bereich der betrieblichen

Altersversorgung abdecken. Und wir können Lösungen

anbieten, die perfekt auf die Bedürfnisse des Unternehmens

abgestimmt sind“, erklärt Geschäftsführer

Dr. Matthias Dernberger. „Es gibt zwar Musterlösungen –

Unsere Servicegesellschaften

aber die passen kaum auf ein Viertel der Firmen.“ Kein

Sonderwunsch ist den Fachleuten von compertis zu

kompliziert, kein Betrieb zu klein. Auch der Malermeister

mit drei Gesellen kann seinen Mitarbeitern und

sich selbst einen besseren Start in die Rente ermöglichen.

Und immer noch gibt es im Mittelstand großen

Nachholbedarf in Sachen Betriebsrente, weiß Dernberger.

„Wir treffen oft auf die Auffassung, dass Betriebsrenten

zu kompliziert und zu teuer sind“, ist seine Erfahrung.

„Aber tatsächlich stellen sie ein steuerlich sehr effizientes

Mittel dar, um Mitarbeiter besser zu vergüten.“

Eben als Alternative zur Gehaltserhöhung oder zum Weihnachtsgeld.

In Zeiten des demografischen Wandels ist

das ein starkes Argument für viele Firmenchefs, die ihre

hoch qualifizierten und gut eingearbeiteten Arbeitskräfte

gern halten wollen. Da gibt es so manchen Aha-

Effekt, wenn die compertis-Spezialisten bei Info-

Abenden für Steuerberater und Unternehmer die Vorteile

einer bAV erklären. Und wenn diese sich dann für

eine Beratung entscheiden, wird auf einmal alles ganz

einfach.

35


407

Notfalleinsätze

leisteten die Experten der KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH (KUSS) im Jahr 2007.

Denn bei Umweltgroßschäden gilt die Devise: Sofort handeln!


38

Unsere Servicegesellschaften

Prüfen, analysieren, dokumentieren: In puncto Genauigkeit

kennen die Qualitätsvorschriften der KUSS kein Pardon.

Bei der Grundwassersanierung, der Festigkeitsmessung an

Gebäudeteilen oder der Risikoprüfung an der Betriebstankstelle

ist jedes Detail wichtig.


KUSS

Ob Tankwagen-Unfall im Naturschutzgebiet, ausgelaufenes

Heizöl im Privatkeller oder eine Ölspur auf der

Autobahn – wenn das 24-Stunden-Umweltschaden-Notfalltelefon

klingelt, sind die Experten der KUSS sofort

in Alarmbereitschaft. Sie wissen aus Erfahrung, dass jede

verlorene Stunde Geld kostet. „Je weiter sich ein Schaden

ausbreitet, desto kostspieliger und langwieriger wird

die Sanierung“, sagt Dr. Eberhard Wilkes, Geschäftsführer

des R+V-Dienstleisters. Know-how bei der Beseitigung

von Umweltschäden ist heute wichtiger denn je.

Das 2007 verabschiedete Umweltschadensgesetz nimmt

die Verursacher hart in die Pflicht – unter Umständen

auch, wenn sie nicht schuld sind. „R+V-Kunden bekommen

hier die bestmögliche Unterstützung“, erklärt

Wilkes. „Kein anderes Versicherungsunternehmen kann

einen derartigen Service und vergleichbare Erfolge bei

der Umweltsanierung vorweisen. Deshalb arbeiten sogar

die Umweltbehörden mit uns Hand in Hand.“

Know-how kommt nicht von ungefähr: Die Liste der

KUSS-Mitarbeiter liest sich wie ein Verzeichnis der naturund

ingenieurwissenschaftlichen Berufe. Zum festen

Team gehören 25 Geologen, Geophysiker, Geographen,

Chemiker, Biologen und dazu Bau- und Agraringenieure.

Alle sind erfahrene Praktiker, die in Gummistiefeln und

Overall auch selbst zupacken, wenn Not am Mann ist. Zusätzlich

garantiert ein Netzwerk von rund 70 unabhängigen

Gutachtern und Spezialunternehmen für Umweltsanierung

bundesweit schnelle Hilfe und einen hohen

Qualitätsstandard.

Die Experten der KUSS sind die „Spürnasen“ der R+V.

Wenn Kunden in den Bereichen Umwelt, Agrar und Bauwesen

Gefahren drohen, sind sie sofort zur Stelle.

Schadstoffrückstände in Futtermitteln, Altlasten auf

Grundstücken oder Schäden durch Baumängel: KUSS

findet die Ursachen, verhandelt mit allen Beteiligten

und sorgt für eine schnelle Beseitigung. Besonders

für Firmenkunden hat dies einen weiteren unschätzbaren

Vorteil. „Professionelle Sofortmaßnahmen verhindern

negative Schlagzeilen in den Medien“, betont

Dr. Franz-Peter Schmidt, wie Wilkes Geschäftsführer der

KUSS. „So können wir enorme Imageschäden von

unseren gewerblichen Kunden abwenden.“

Unsere Servicegesellschaften

39


6Millionen Anrufe

und Mails bewältigen die rund 500 Mitarbeiter der R+V Service Center GmbH pro Jahr. Zu Stoßzeiten

wie montags morgens oder nach Unwettern klingelt das Telefon pausenlos.


42

Unsere Servicegesellschaften

Welche Versicherungen braucht ein frischgebackener Hauseigentümer?

Gilt der Schadenfreiheitsrabatt auch für Zweitwagen?

Was ist nach einem Unfall zu beachten? Know-how ist neben

Headset und Computer das wichtigste Handwerkszeug der

R+V-Kundenberater.


R+V Service Center

Punkt 7.30 Uhr beginnt die erste Schicht in den R+V-

Kundencentern in Karlsruhe und Münster. Sekunden später

sind auch schon die ersten Kunden am Telefon.

Ein typisches Szenario am Montagmorgen: Der aufgereg -

te Anrufer wurde gerade in einen Autounfall verwickelt

und braucht nun dringend einen Abschleppwagen,

eine Reparaturwerkstatt oder einen Leihwagen. Und

manchmal auch ein wenig Zuspruch nach dem Schreck

in der Morgenstunde.

Wer im Kundencenter arbeitet, ist Auskunft, Berater,

Ersthelfer und Koordinator in einem. Von Beruf sind die

vorwiegend jungen Frauen und Männer Versicherungskaufleute.

Alle haben mehrjährige Berufserfahrung.

„Ohne Erfahrung kann man die Aufgabe gar nicht bewältigen“,

sagt Andreas Stalter, seit über zehn Jahren Betriebsstättenleiter

in Karlsruhe. „Jeder Anrufer hat andere

Fragen, Probleme und Wünsche. Da muss man sehr

flexibel sein und ein breites Wissensspektrum haben.“

Von Montag bis Samstag melden sich Kunden, Außendienstmitarbeiter

und Vertriebspartner über verschiedene

Hotlines und mit den unterschiedlichsten Anliegen.

Beschaulich ist deshalb die falsche Vokabel für die Arbeit

im Kundencenter. Trotzdem fällt den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern das „Lächeln am Telefon“ nicht schwer.

Ihre hohe Motivation beweist sich auch in Krisensituationen:

Nach dem Orkan Kyrill unterbrachen einige sogar

ihren Urlaub, um den Ansturm der Schadenmeldungen

bewältigen zu können. 87 Prozent aller anfallenden Aufgaben

werden hier endgültig bearbeitet, „fallabschließend“,

wie Ubbo Oltmanns, Geschäftsführer des Service

Centers, es nennt. Anrufe haben oberste Priorität,

Mails werden an Wochentagen innerhalb von 24 Stunden

beantwortet.

Unsere Servicegesellschaften

Doch damit nicht genug: Zur R+V Service Center GmbH

gehören noch zwei weitere Geschäftsfelder: Die

Telefonzentrale der R+V-Direktion und die Assistance.

„Hilfestellung, Beistand“ bedeutet dies, aus dem

Französischen übersetzt, und genau das ist auch die Aufgabe

der Wiesbadener Mitarbeiter. Kunden mit einem

Schutzbrief oder einer Auslandsreiseversicherung in Notsituationen

zu helfen – im In- und Ausland und rund

um die Uhr. Ob Krankenrücktransporte oder Ersatz für

verlorene Reisedokumente – die Assistance-Mitarbeiter

sprechen viele Sprachen und finden immer eine Lösung.

43


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernlagebericht 2007

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

45


46

Geschäft und Rahmenbedingungen

Konzernlagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Organisatorische und rechtliche Struktur des

R+V Konzerns

Das Mutterunternehmen des R+V Konzerns (R+V) ist die

R+V Versicherung AG mit Sitz in Wiesbaden, die neben ihrer

Funktion als Holdinggesellschaft zu einem wesentlichen Teil

das aktive Rückversicherungsgeschäft des R+V Konzerns

betreibt.

Die R+V Versicherung AG befindet sich mehrheitlich im Besitz

der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank.

Darüber hinaus halten die WGZ-BANK AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank

sowie weitere genossenschaftliche

Verbände und Institute Anteile an der R+V Versicherung AG.

Der Vorstand der R+V Versicherung AG trägt die Verantwortung

für das Versicherungsgeschäft in der DZ BANK-Gruppe.

Die R+V Versicherung AG hält jeweils 100 % der Anteile an der

R+V Komposit Holding GmbH, der R+V Personen Holding GmbH

und der R+V Service Holding GmbH.

Die R+V Komposit Holding GmbH wiederum ist an den inländischen

Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften des

R+V Konzerns beteiligt; hierbei handelt es sich um die R+V Allgemeine

Versicherung AG, die R+V Rechtsschutzversicherung

AG, die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG und die KRAVAG-

ALLGEMEINE Versicherungs-AG.

Die R+V Personen Holding GmbH hält Anteile an den inländischen

Lebens- und Krankenversicherungsgesellschaften des

R+V Konzerns, nämlich der R+V Lebensversicherung AG, der

R+V Pensionsfonds AG und der R+V Krankenversicherung AG.

An der R+V Lebensversicherung AG ist zudem die R+V Versicherung

AG beteiligt.

Die R+V Pensionskasse AG befindet sich mehrheitlich im Besitz

der R+V Lebensversicherung AG.

Die R+V Personen Holding GmbH hat mit Wirkung zum

31. Dezember 2007 sämtliche Anteile an der CHEMIE Pensionsfonds

AG und der HVB Pensionsfonds AG erworben. Beide Gesellschaften

wurden mit ihren Bilanzwerten erstmalig in den

Konsolidierungskreis einbezogen. Die R+V Service Holding

GmbH ist an den Dienstleistungsgesellschaften des R+V Konzerns,

unter anderem der carexpert GmbH, der compertis

GmbH und der R+V Service Center GmbH, beteiligt.

Die übrigen Versicherungsunternehmen mit Sitz im Ausland

befinden sich überwiegend im direkten Besitz der R+V Versicherung

AG. Hierbei handelt es sich um die R+V Luxembourg

Lebensversicherung S.A., die in Italien ansässige Schadenund

Unfallversicherungsgesellschaft Assimoco S.p.A., welche

in geringem Umfang auch Krankenversicherungen anbietet,

sowie um die italienische Lebensversicherungsgesellschaft

Assimoco Vita S.p.A.

Neben den operativ tätigen Versicherungsgesellschaften gehören

mit der GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau

Baden-Württemberg AG und der R+V Leben Wohn GmbH & Co.

KG zwei Immobiliengesellschaften zum Konsolidierungskreis.

Zusätzlich wurde die R+V Erste Anlage GmbH, Wiesbaden,

auf Grund ihrer gestiegenen Bedeutung für die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage des Konzerns in den Konsolidierungskreis

aufgenommen.

Darüber hinaus wurden 17 Spezialfonds gemäß SIC 12 im

Rahmen der Vollkonsolidierung berücksichtigt.

In den Konzernabschluss des R+V Konzerns wurden damit im

Berichtsjahr insgesamt 37 Unternehmen und Spezialfonds mittels

der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen.

Gemeinschaftsunternehmen wurden zum Bilanzstichtag im

R+V Konzern nicht gehalten. Assoziierte Unternehmen wurden

wegen untergeordneter Bedeutung für die Finanz- und Ertragslage

des R+V Konzerns nicht mittels der Equity - Methode,

sondern mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 47

Der vorliegende Jahresabschluss des R+V Konzerns wurde erstmals

nach den Vorschriften der IAS/IFRS erstellt und wird als

Teilkonzernabschluss in den übergeordneten Konzernabschluss

der DZ BANK AG einbezogen.

Organisation der Leitung und Kontrolle

Der R+V Konzern wird geführt wie ein einheitliches Unternehmen.

Alle wesentlichen strategischen und operativen Entscheidungen

werden durch den Vorstand der R+V Versicherung AG getroffen

und – soweit gesetzlich zulässig – von den Tochtergesellschaften

entsprechend umgesetzt.

Gewährleistet ist dies dadurch, dass Vorstandsmitglieder der

R+V Versicherung AG auch Vorstandsmandate bei den Tochtergesellschaften

innehaben und der Vorstandsvorsitzende der

R+V Versicherung AG zugleich zum Aufsichtsratsvorsitzenden

der wesentlichen Tochtergesellschaften bestellt ist. Unterlegt

wird die einheitliche Leitung zudem durch Regelungen in den

Geschäftsordnungen der Vorstände der Gesellschaften.

Darüber hinaus hat die R+V Versicherung AG Beherrschungsund

Ergebnisabführungsverträge mit der R+V Komposit

Holding GmbH, der R+V Personen Holding GmbH und der

R+V Service Holding GmbH sowie einen Ergebnisabführungsvertrag

mit der R+V Lebensversicherung AG abgeschlossen.

Die R+V Komposit Holding GmbH verfügt über einen Ergebnisabführungsvertrag

mit der R+V Allgemeine Versicherung AG

und der R+V Rechtsschutzversicherung AG.

Die einheitliche Leitung des R+V Konzerns zeigt sich darüber

hinaus in den zwischen den Gesellschaften des R+V Konzerns

bestehenden umfangreichen Funktionsausgliederungs- und

Dienstleistungsvereinbarungen für die Bereiche Vertrieb,

Vermögensverwaltung, Vermögensanlage, Rechnungswesen,

Beitragseinzug, Controlling, Rechtswesen, Revision, Kommunikation,

Personalverwaltung, allgemeine Verwaltung und

Informationsverarbeitung.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Gelddisposition und das Finanzclearing erfolgen zentralisiert.

Die leistungsempfangenden Gesellschaften werden mit den

Aufwendungen nach der Inanspruchnahme von Dienstleistungen

belastet. Sie haben hinsichtlich der ausgegliederten Betriebsbereiche

Weisungs- und Kontrollrechte.

Zwecks gegenseitiger Vermittlung von Versicherungsgeschäft

haben die R+V Versicherungsgesellschaften zudem bilaterale

Organisationsabkommen abgeschlossen.

Personalbericht

Die Anzahl der Mitarbeiter des R+V Konzerns erhöhte sich um

94 Mitarbeiter auf 10.365 gegenüber 10.271 Mitarbeitern im

Vorjahr.

Bei den inländischen Konzernunternehmen waren 10.052 Mitarbeiter

beschäftigt, dies sind 72 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr.

Während die Mitarbeiteranzahl im Innendienst um 8 auf

5.506 Mitarbeiter zurückging, stieg die Zahl der angestellten

Außendienstmitarbeiter und der Mitarbeiter im hauptberuflich

freien Außendienst um 88 auf 4.365.

Die Zahl der Auszubildenden im R+V Konzern ist im Vergleich

zum Vorjahr um 8 Auszubildende gesunken.

I. MITARBEITER ZUM 31. DEZEMBER 2007R+V KONZERN

2007 2006

Veränderung

in %

Inländische

Konzernunternehmen

davon

10.052 9.980 0,7

Innendienst 5.506 5.514 – 0,1

Angestellter Außendienst

Hauptberuflicher freier

4.057 3.972 2,1

Außendienst 308 305 1,0

Auszubildende

Ausländische

181 189 – 4,2

Konzernunternehmen 313 291 7,6

Gesamt 10.365 10.271 0,9


48

Geschäft und Rahmenbedingungen

Der Personalbestand der ausländischen Konzernunternehmen

wuchs um 22 auf 313 Mitarbeiter.

R+V verfolgt wie in den vergangenen Geschäftsjahren eine bedarfsorientierte

Ausbildungspolitik und kann daher über 90 %

der Auszubildenden eine Übernahmemöglichkeit bieten.

Ausbildungsintegrierten Studiengängen, die den steigenden

Anforderungen in der Versicherungsbranche gerecht werden,

kommt eine immer größere Bedeutung zu. R+V übernimmt

daher vermehrt den Part des praktisch ausbildenden Unternehmens.

Als weiteres Personalinstrument führte R+V 2007 ein variables

Vergütungssystem für Innendienstmitarbeiter ein. Im Sinne

der Ergebnisorientierung ergänzt die variable Vergütung das

Zielvereinbarungs- und Leistungsbeurteilungssystem, das

schon im Jahr 2002 eingeführt wurde, um einen finanziellen

Anreiz. Übertarifliche Gehaltsbestandteile werden nun in Abhängigkeit

vom Unternehmenserfolg und unter Berücksichtigung

der persönlichen Leistung des Mitarbeiters gewährt.

Auch 2007 setzte R+V Aus- und Weiterbildung als bewährte

Maßnahmen zur Personalentwicklung ein. Programme zur

Entwicklung von Führungskräften und zur Förderung von

Mitarbeitern stellen sicher, dass das erforderliche hohe Qualifika

tionsniveau auf allen Ebenen zur Verfügung steht. Die

Anzahl der Weiterbildungstage hat sich insbesondere im

Bereich der fachlichen Qualifizierung erhöht.

Segmente und Wettbewerbsposition

Der R+V Konzern betreibt sowohl selbst abgeschlossenes als

auch übernommenes Versicherungsgeschäft und ist dabei primär

in den Versicherungszweigen Leben, Kranken, Unfall,

Haftpflicht, Kraftfahrt, Feuer, Verbundene Hausrat, Verbundene

Wohngebäude, Sonstige Sachversicherungen, Transport

und Luftfahrt, Kredit und Kaution, Rechtsschutz sowie Beistandsleistung

(nur selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft)

vertreten.

Eine detaillierte Übersicht befindet sich im Anhang.

Die Hauptverwaltung hat ihren Sitz in Wiesbaden. Die Bestandsverwaltung

und die Schadenbearbeitung sind zum Teil

auch in regionalen Direktionsbetrieben in Frankfurt, Hamburg,

Hannover und Stuttgart angesiedelt. Der Vertrieb der

Produkte erfolgt im Wesentlichen über die Filialdirektionen,

die im gesamten Bundesgebiet den Außendienst koordinieren

und die Betreuung der Kunden und Vertriebspartner verantworten.

Darüber hinaus besteht für das aktive Rückversicherungsgeschäft

eine Niederlassung in Singapur.

Die gebuchten Bruttobeiträge des R+V Konzerns beliefen sich

im Geschäftsjahr 2007 auf 9.044 Mio. Euro. Hiervon entfielen

8.520 Mio. Euro auf das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft

und 524 Mio. Euro auf das übernommene Versicherungsgeschäft.

Der R+V Konzern gehört sowohl im selbst abgeschlossenen

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft als auch im selbst

abgeschlossenen Lebensversicherungsgeschäft seit Jahren zur

Gruppe der zehn größten Versicherungskonzerne Deutschlands.

Im Berichtsjahr konnte der R+V Konzern seinen Marktanteil

weiter steigern und seine Wettbewerbsposition verbessern.

Über 6 Mio. Kunden setzen ihr Vertrauen in R+V. Gegenwärtig

befinden sich rund 18 Mio. Versicherungsverträge im Bestand

der Gesellschaften des R+V Konzerns.

Die hervorragende Positionierung des R+V Konzerns im

Wettbewerb ist vor allem auf die Qualität der angebotenen

Versicherungsprodukte und die konsequente Orientierung

an Kundenbedürfnissen zurückzuführen. Bestätigt wird dies

regelmäßig durch sehr gute Ratingergebnisse.

Darüber hinaus gehören die Gesellschaften des R+V Konzerns

zu den Versicherungsunternehmen mit den niedrigsten

Beschwerdequoten bei der Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen,

der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin).


R+V fungiert zudem als zweitgrößtes Konsortiumsmitglied

des Versorgungswerks MetallRente und übernimmt mit dem

Erwerb der CHEMIE Pensionsfonds AG auch eine führende Rolle

in der tariflichen Altersvorsorge der Chemischen Industrie.

Die internationale Ratingagentur Standard & Poor’s bewertete

im September 2007 die R+V Versicherung AG zum dritten Mal

in Folge mit "Sehr Gut" bzw. der Note A+ mit stabilem Ausblick.

Dieses sehr gute Rating der Muttergesellschaft des

R+V Konzerns begründet sich laut Standard & Poor’s aus der

herausragenden Wettbewerbsposition, dem überdurchschnittlichen

Wachstum im Erstversicherungsgeschäft und dem erfolgreichen

Vertriebsweg über die Volks- und Raiffeisenbanken.

Damit wird die starke Marktposition der R+V bestätigt.

Zudem unterstützt die konzernweit sehr gute Kapitalisierung

des Unternehmens die Verfolgung einer wettbewerbsfähigen

Kapitalanlagestrategie.

Wesentliche rechtliche und wirtschaftliche

Einflussfaktoren

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2007

Im Jahr 2007 stieg das Bruttoinlandsprodukt real um 2,5 %.

Die Wachstumsrate lag damit nur geringfügig unter dem Wert

Geschäft und Rahmenbedingungen

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

von 2006 (2,9 %), trotz mehrerer dämpfender Effekte. Dazu

zählten vor allem die Umsatzsteuererhöhung, der starke Euro,

der weiter anziehende Ölpreis und die im Sommer aufgetretenen

Turbulenzen auf den Finanzmärkten, ausgelöst durch die

Immobilienkrise in den USA.

Das weltwirtschaftliche Klima, das für die exportorientierte

deutsche Wirtschaft seit jeher von besonderer Bedeutung ist,

hat sich dadurch abgekühlt. Dennoch sind deutsche Produkte

weiterhin im Ausland sehr gefragt. Die Exporte legten 2007

deutlich um 8,3 % zu, wenn auch nicht ganz so stark wie im

Vorjahr (12,5 %). Im Inland trugen vor allem stark expandierende

Investitionen in Maschinen und andere Ausrüstungsgegenstände

zur Fortsetzung des Aufschwungs bei. Eine hohe

Auslastung der Produktionskapazitäten führte dazu, dass

2007 auch zunehmend Erweiterungsinvestitionen in den Vordergrund

traten.

Mit dem Ausbau der Produktion ist auch der Bedarf an Arbeitskräften

gestiegen. Die deutliche Belebung auf dem Arbeitsmarkt

hat sich somit auch 2007 fortgesetzt. Die Erwerbstätigkeit

stieg insgesamt um 1,7 %. Bei den sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten gab es sogar eine Steigerung um

1,9 %. Die Arbeitslosenzahl ging um rund 0,7 Mio. zurück.

49


50

Geschäft und Rahmenbedingungen

2007 waren damit noch 3,8 Mio. Personen ohne Beschäftigung,

dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,0 %.

Gegen Jahresende überschritt die Zahl der Erwerbstätigen in

Deutschland erstmals die 40-Millionen-Grenze.

Die positive Tendenz auf dem Arbeitsmarkt hat verhindert,

dass sich der private Konsum im Inland deutlich abschwächte.

So kam es insgesamt lediglich zu einem leichten Minus von

0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Höhere Lohnsteigerungen als in

den Vorjahren – die verfügbaren Einkommen nahmen um 1,6 %

zu – haben die Konsumausgaben hingegen nicht beflügeln

können. Dies lag daran, dass die Erhöhung der Umsatzsteuer

um 3 Prozentpunkte durch Vorzieheffekte das Wachstum zwar

im Jahr 2006 begünstigt, 2007 hingegen gedämpft hat. Zwar

erholte sich der private Konsum im Jahresverlauf zunehmend,

doch steigende Preise für Energie und Nahrungsmittel sorgten

für zusätzlichen Kaufkraftentzug. Die Verbraucherpreise zogen

im Jahresdurchschnitt um 2,2 % an. Im November wurde

im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar ein Spitzenwert von

3,1 % erreicht.

Auf Grund der Konsumzurückhaltung der Verbraucher vor allem

im ersten Halbjahr ist die Sparquote der privaten Haushalte

im Jahr 2007 wieder leicht um 0,4 Prozentpunkte auf jetzt

10,9 % des verfügbaren Einkommens gestiegen – im Vorjahr

war die Quote erstmals seit dem Jahr 2000 leicht rückläufig

gewesen. Neben Verträgen für staatlich geförderte Produkte

der Altersvorsorge waren in Folge steigender Zinsen auch

kurzfristige Anlagen gefragt.

Die Entwicklung an den Kapitalmärkten war im Jahr 2007

zweigeteilt. Im ersten Halbjahr prägte ein optimistisches

Konjunktur- und Unternehmensbild die Marktakteure. Die als

Referenzwert verwendeten durchschnittlichen Renditen zehnjähriger

Bundesanleihen stiegen zeitweise auf 4,7 %. Der DAX

legte seit Jahresanfang um rund 22 % zu, der DJ Eurostoxx 50

um knapp 9 %.

Im Sommer kam es zu einer Kapitalmarktkrise, verursacht

durch einen rapiden Hauspreisverfall in den USA im Zusam-

menhang mit zunehmenden Hypothekenkreditausfällen. Diese

wirkten sich auf Grund der Globalisierung auf viele Gläubiger

und Teilmärkte aus. Dreimonatige Geldmarktzinsen stiegen

sprunghaft um 0,6 Prozentpunkte an, zehnjährige Bundesanleihen

fielen wieder unter 4,0 %, der DAX gab seine Kursgewinne

zur Hälfte und der DJ Eurostoxx 50 seine sogar fast vollständig

wieder ab. Der Wechselkurs des US-Dollar gegenüber

dem Euro sank um 10 %. Zentralbanken mussten stark intervenieren;

die amerikanische Notenbank senkte trotz Inflationsgefahren

vorsichtshalber den Haupt refinanzierungs zins um

einen Prozentpunkt auf 4,25 %.

Die Kreditkrise und die dadurch eingetrübten Konjunkturaussichten

führten deshalb im zweiten Halbjahr zu hoher Unsicherheit.

Trotzdem schlossen am Jahresende die Aktienmärkte

in etwa auf dem Niveau der zwischenzeitlichen Hochs. Die

durchschnittliche Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag

bei 4,3 %.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Wesentliche Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen

sind für sämtliche Unternehmen der Versicherungswirtschaft

mit der Vermittlerrichtlinie sowie der Reform des

Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) verbunden. Durch die

frühzeitige Umsetzung der Vermittlerrichtlinie wird die gute

Zusammenarbeit zwischen den Raiffeisen- und Volksbanken

und R+V eindrucksvoll unterstrichen. Um den erhöhten Anforderungen

an die Transparenz der Beratung Genüge zu tun, hat

R+V Beratungsprotokolle entwickelt und schon sehr früh mit

ausgewählten Pilotbanken getestet. Dabei hat sich diese

Lösung als sehr praktikabel gezeigt. Sämtliche Beratungsprotokolle

sind nun in die den Banken zur Verfügung stehenden

Beratungstools technisch integriert und erweisen sich als hilfreich

beim Verkauf. Hinsichtlich der verschärften Vermittlerhaftung

– der Kunde hat nun einen direkten Schadenersatzanspruch

gegen den Vermittler für den Fall der Falschberatung –

hat R+V folgende Lösung geschaffen: Für Banken, die ausschließlich

für R+V vermitteln, übernimmt R+V eine uneingeschränkte

Haftungsfreistellung im Außenverhältnis. Mehrfach

vermittelnde Banken können die Haftungsrisiken über eine


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Versicherungspolice der R+V absichern. Bis zum 1. Januar

2009 müssen alle gewerblich tätigen Versicherungsvermittler

im zentralen Vermittlerregister gemeldet sein. Für ausschließlich

für R+V vermittelnde Banken übernimmt R+V die Registrierung.

Mehrfach vermittelnde Banken müssen eigenständig

eine gewerberechtliche Erlaubnis bei der für sie zuständigen

Industrie- und Handelskammer beantragen. Dabei unterstützt

R+V die Banken soweit wie möglich.

Auf die Umsetzung der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes

(VVG) zum 1. Januar 2008 hat sich R+V mit hohem Aufwand

vorbereitet. Tarife, Bedingungswerke, Dokumente,

Akquise- und Geschäftsprozesse sowie die Vergütungssystematik

sind auf die veränderten Anforderungen ausgerichtet.

Der Antragsprozess ist künftig nach dem sogenannten Antragsmodell

gestaltet: Der Kunde erhält zuerst alle Unterlagen,

anschließend wird der Antrag aufgenommen. Nach der Antragsbearbeitung

wird die Police versandt und der Vertrag

kommt zustande.

Die technische Umsetzung und die notwendigen Schulungsmaßnahmen

sind weitgehend abgeschlossen. R+V ist somit

auf das Jahr 2008 sehr gut vorbereitet und hält für alle Problemfelder,

die sich aus der Reform ergeben können, adäquate

Lösungskonzepte vor.

Für das Geschäftsjahr 2008 verbleibt insbesondere die Umsetzung

der Informationspflichtenverordnung.

Für die Schaden- und Unfallversicherer waren die rechtlichen

Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2007 abgesehen von

den zuvor beschriebenen Veränderungen weitgehend stabil.

Der Gesetzgeber hat im Jahr 2007 jedoch zahlreiche Reformen

und Gesetzesänderungen eingeleitet oder umgesetzt, welche

die Lebens- und Pensionsversicherung betreffen. Er hat erkannt,

dass die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung

allein nicht zur Sicherung des Lebensstandards der

Geschäft und Rahmenbedingungen

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Bürger im Alter ausreichen werden. Zusätzliche Vorsorge gewinnt

zunehmend an Bedeutung. Der Gesetzgeber hat diesen

Paradigmenwechsel in der Alters vorsorge, den er vor einigen

Jahren mit der Verabschiedung des Altersvermögensgesetzes

eingeleitet hat, im Jahr 2007 konsequent weiterverfolgt.

Ein deutliches Signal in dieser Hinsicht war der Beschluss, in

der betrieblichen Altersversorgung die Sozialabgabenfreiheit

der Entgeltumwandlung unbefristet über das Jahr 2008

hinaus zu gewähren. Im November 2007 hat der Gesetzgeber

mit der Verabschiedung der 9. Novelle des Versicherungsaufsichtsgesetzes

(VAG) für Pensionsfonds die Bedeckungsregelungen

bei Pensionsplänen ohne versicherungsförmige Garantie

flexibilisiert und so die betriebliche Altersversorgung zusätzlich

gestärkt.

Darüber hinaus wird durch eine höhere staatliche Förderung

ab 2008 auch die Attraktivität der Riesterrente nochmals gesteigert.

Die Grundzulage steigt von 114 Euro auf 154 Euro,

die Kinderzulage von bisher 138 Euro auf 185 Euro pro Jahr je

kindergeldberechtigtem Kind. Zudem hat der Bundesrat Ende

November 2007 zugestimmt, für ab 2008 geborene Kinder die

Zulage auf 300 Euro pro Jahr und kindergeldberechtigtem Kind

anzuheben.

Durch die Notwendigkeit der eigenverantwortlichen Altersvorsorge

und damit einhergehende Maßnahmen des Staates ist

das Thema Altersvorsorge wesentlich komplexer geworden.

Neben die gesetzliche Rentenversicherung sind zahlreiche,

unterschiedlich geförderte und besteuerte Altersvorsorgeprodukte

getreten. Damit der Verbraucher in die Lage versetzt

wird, die für sich richtige Entscheidung zu treffen, hat der Gesetzgeber

2007 zur Erreichung einer verbesserten Information

und Transparenz sowie zur Stärkung der Verbraucherrechte

das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) grundlegend reformiert.

Die Informationspflichten durch die Versicherungsunternehmen

werden ausgeweitet. Die Rücktrittsrechte nach

Verletzungen der vorvertraglichen Anzeigepflichten werden

eingeschränkt. Die Rückkaufswerte in der Lebens- und Pensi-

51


52

Geschäft und Rahmenbedingungen

IV. GESAMTZAHLEN DER BRANCHE*

2007 Veränderung

in Mrd. Euro zum Vorjahr

Gebuchte Bruttobeitragseinnahmen,

Inland

Versicherungsleistungen der

162,1 0,2 %

Erstversicherer 142,9 3,3 %

Kapitalanlagen der Branche 1.112,0 4,2 %

* GDV-Zahlen, Stand November 2007

onsversicherung während der ersten Vertragsjahre werden erhöht.

Die Versicherungsnehmer werden verursachungsorientiert

an den stillen Reserven beteiligt.

Die Krankenversicherung sieht sich durch das Wettbewerbsstärkungsgesetz

für die gesetzliche Krankenversicherung besonderen

Risiken ausgesetzt. Das Gesetz greift stark in das bisherige

Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherer ein.

So können Angestellte künftig erst dann in die private Krankenversicherung

wechseln, wenn sie in drei aufeinander folgenden

Jahren die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten.

Die Übertragbarkeit der anteiligen Alterungsrückstellung bei

Wechsel einer Krankheitskostenvollversicherung zu einem anderen

privaten Krankenversicherungsunternehmen wird ab

2009 im Neugeschäft die Beiträge erhöhen. Auch die Finanzierung

der Beitragsbegrenzungen im Basistarif wird zu deutlichen

Prämiensteigerungen führen. Der Wettbewerb wird sich

daher bereits ab 2008 deutlich verschärfen.

Lage der Versicherungswirtschaft

Vom konjunkturellen Aufschwung der Gesamtwirtschaft

profitierte die Versicherungsbranche nur eingeschränkt.

Die Zurückhaltung der Bürger im privaten Konsum zeigte sich

besonders bei langfristig bindenden Konsumentscheidungen.

Dennoch hielt die Branche nach vielen Jahren nachhaltigen

Wachstums das erreichte hohe Beitragsniveau.

Die positiven gesamtwirtschaftlichen Impulse wurden durch

brancheninterne Einflüsse abgeschwächt. Sowohl im Kfz-Ge-

V. ENTWICKLUNG DER LEBENSVERSICHERUNGSSPARTE*

2007 Veränderung

in Mrd. Euro zum Vorjahr

Gebuchte Bruttobeiträge 78,6 0,3 %

Anzahl neuer Verträge 7,7 Mio. Stück – 9,2 %

Gesamte Neugeschäftsbeiträge 19,1 – 1,6 %

* GDV-Zahlen, Lebensversicherer, Pensionskassen, Pensionsfonds,

Stand Januar 2008

schäft als auch im industriellen Sachversicherungsmarkt sorgten

ein hoher Marktsättigungsgrad und ein intensiver Wettbewerb

für stagnierende oder sogar sinkende Beitragseinnahmen.

Der Abschluss zahlreicher Verträge zur Altersvorsorge

wurde auf Grund der Absenkung des Rechnungszinses ins Jahr

2006 vorgezogen. Die private Krankenversicherung hingegen

profitierte vom sinkenden Leistungsumfang der gesetzlichen

Krankenversicherungen, insbesondere bei den Zusatzversicherungen.

Zusammengenommen führte dies zu einem leichten Wachstum

der Beitragseinnahmen. Sie nahmen um 0,2 % (Vorjahr 2,4 %)

auf 162,1 Mrd. Euro zu.

Deutlich zurückhaltender als in den letzten Jahren waren die

Bundesbürger 2007 beim Abschluss von privaten Altersvorsorgeverträgen.

Die Versicherungsbranche spürte hier zum einen

die wachsende Konkurrenz durch Investmentfonds. Außerdem

schränken die durch eine hohe Inflationsrate sinkenden

Realeinkommen den finanziellen Spielraum der Bürger ein.

Gespart wird vielfach nur kurzfristig und nicht zweckgebunden

für das Alter. Vor allem auf Grund der weiter gestiegenen

Nachfrage nach staatlich geförderten Produkten konnte das

Niveau der Beitragseinnahmen jedoch mit 78,6 Mrd. Euro auf

Vorjahresniveau gehalten werden (+ 0,3 %). Im Geschäftsjahr

2007 wurden 2,1 Mio. neue Riesterversicherungen abgeschlossen;

50.000 mehr als 2006. Bei der Basisrente (Rüruprente)

wurde mit 311.000 neuen Verträgen das Neugeschäft sogar um

fast 80 % gesteigert.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 53

VI. ENTWICKLUNG DER KRANKENVERSICHERUNGSSPARTE*

2007 Veränderung

in Mrd. Euro zum Vorjahr

Gebuchte Bruttobeiträge 29,2 2,5 %

davon Voll- und Zusatzversicherung 27,3 2,6 %

Private Pflegepflichtversicherung 1,9 0,5 %

Ausgezahlte Leistungen 19,0 4,5 %

* GDV-Zahlen, Stand November 2007

Insgesamt haben Rentenversicherungsverträge auf Grund

ihrer Attraktivität mittlerweile das größte Gewicht beim Neugeschäft.

Sie repräsentieren 33,9 % der neu abgeschlossenen

Verträge sowie gut die Hälfte der Beitragseinnahmen aus neuen

Vertragsabschlüssen. Kapitalbildende Lebensversicherungen

haben bezogen auf die Anzahl der Verträge nur noch einen

Anteil von 12,8 %, 2006 waren es 15,7 %. Der Trend der vergangenen

Jahre hin zu Versicherungen gegen Einmalbeitrag

bleibt weiterhin bestehen. Ihr Anteil am Neubeitrag betrug

2007 rund zwei Drittel. Investiert werden größere Geldbeträge

aus abgelaufenen Kapitalversicherungen, aber auch aus anderen

Anlageformen und aus Erbschaften – ein klares Votum der

Bundesbürger für die renditestarken, garantierten Leistungen

der Branche. Sie bauen auf die Kapitalkraft der Versicherer

und schätzen die große Flexibilität des Angebotsspektrums.

Im Fokus der Nachfrage standen weiterhin auch fondsgebundene

Produkte, bei denen die Kunden von den Chancen des

Kapitalmarktes profitieren. Ein Zuwachs von 39,3 % bezogen

auf den Neubeitrag verdeutlicht das Vertrauen der Kunden in

die Professionalität des Anlage- und Risikomanagements der

Versicherungsunternehmen.

Die betriebliche Altersversorgung gab der Lebensversicherung

weiterhin einen positiven Impuls. Bei Direktversicherungen

und Pensionskassen hat die Ankündigung, die Sozialversicherungsfreiheit

der Entgeltumwandlung auf Dauer beizubehalten,

zu einem erfreulichen Wachstum geführt. Pensionsfonds

profitierten von den Anpassungen durch die 7. VAG-Novelle,

durch die die von vielen Unternehmen gewünschte Auslage-

Geschäft und Rahmenbedingungen

VII. ENTWICKLUNG DER SCHADEN- UND UNFALLVERSICHERUNG*

Gebuchte Bruttobeiträge 2007 Veränderung

in Mrd. Euro zum Vorjahr

Schaden/Unfall gesamt 54,8 – 0,4 %

davon Kraftfahrt 20,8 – 1,8 %

Allgemeine Haftpflicht 6,9 0,5 %

Unfallversicherung 6,3 1,0 %

Rechtsschutzversicherung 3,1 2,5 %

Sachversicherung 14,2 – 0,5 %

Ausgezahlte Leistungen 43,1 8,3 %

* GDV-Zahlen, Stand Dezember 2007

rung von Pensionsverpflichtungen gemäß internationalen

Standards bei bilanzkonformer Liquiditätsbelastung möglich

wurde.

Der einzige Versicherungszweig mit einem deutlichen Beitragszuwachs

ist die private Krankenversicherung. Ihre Einnahmen

stiegen um 2,5 % auf 29,2 Mrd. Euro. Der Anstieg

resultiert unter anderem aus dem guten Neugeschäft mit

Krankenzusatzversicherungen. Das ist eine deutliche Reaktion

der gesetzlich Krankenversicherten auf die Einschnitte des

Gesetzgebers in den Leistungskatalog der Krankenkassen.

Im ersten Halbjahr 2007 verkaufte die Branche rund 645.000

neue Zusatzversicherungen. 2006 wuchs der Bestand an

Zusatzversicherten um 1,3 Millionen Personen.

Für die private Krankenvollversicherung ist es durch das GKV-

Wettbewerbs stärkungs gesetz 2007 noch einmal schwieriger

geworden, neue Kunden zu gewinnen. Bereits seit dem Jahr

2003, in dem der Gesetzgeber die Versicherungspflichtgrenze

deutlich anhob, nahm die Zahl der Neukunden Jahr für Jahr

weiter ab. Im Februar 2007 ist die Hürde für einen Wechsel

noch einmal höher gelegt worden. Für freiwillig gesetzlich versicherte

Angestellte ist ein Wechsel in die private Krankenvollversicherung

nun erst dann möglich, wenn ihr Einkommen

drei aufeinander folgende Kalenderjahre über der Versicherungspflichtgrenze

gelegen hat. Der Nettoneuzugang ging um

fast ein Viertel auf 37.700 Personen zurück.


54

Geschäft und Rahmenbedingungen / Ertragslage

Ein leichter Rückgang der Beitragseinnahmen, gepaart mit

einer negativen Schadenentwicklung, prägte das Geschäftsjahr

der Schaden- und Unfallversicherer. Der Orkan Kyrill im

Januar 2007 blieb das bestimmende Ereignis im Schadenbereich.

Vor allem in den Ergebnissen der Sachversicherungen,

speziell in den Sparten Hausrat und Wohngebäude sowie bei

der Kfz-Kasko versicherung, hinterließ er tiefe Spuren. Die

Branche zeigte hier auf eindrucksvolle Weise ihre Leistungsfähigkeit.

Innerhalb kürzester Zeit wickelte sie rund 2,4 Mio.

Einzelschäden ab und zahlte 2,4 Mrd. Euro an ihre Kunden.

Kyrill ist damit das teuerste Einzelereignis in der Geschichte

der deutschen Versicherungswirtschaft. Insgesamt stiegen die

Schadenleistungen der Sparte um 8,3 % auf 43,1 Mrd. Euro an.

Die Beitragseinnahmen sanken leicht um 0,4 % (Vorjahr

– 0,7 %) auf 54,8 Mrd. Euro. Der versicherungstechnische

Gewinn reduzierte sich deutlich von 4,6 Mrd. Euro auf 0,6 Mrd.

Euro.

Im Kraftfahrtgeschäft, das 38 % zu den Beitragseinnahmen

der Schaden- und Unfallversicherer beiträgt und damit die

größte Einzelsparte ist, machte sich ein Umdenken bei der

Prämiengestaltung für Privatkunden und die günstige gesamtwirtschaftliche

Lage positiv bemerkbar. Während 2006 die Beitragseinnahmen

noch um 3,6 % zurückgingen, halbierte sich

2007 dieser Rückgang auf 1,8 %. Insgesamt verzeichnete die

Kfz-Sparte Beitragseinnahmen in Höhe von 20,8 Mrd. Euro.

Trotzdem reichte es für die Versicherer in der Kfz-Sparte nicht

zu einem versicherungstechnischen Gewinn. Der Orkan Kyrill

sorgte auf der Schadenseite dafür, dass sich der seit Jahren

anhaltende Rückgang der Schadenleistungen umkehrte. 2006

gingen diese noch um 0,9 % zurück, 2007 stiegen die Schadenaufwendungen

dagegen um 2,9 %. Insgesamt ergab sich in

dieser Sparte deshalb erstmals seit 2002 wieder ein Verlust.

Der negative Trend in der Beitragsentwicklung bei den Sachversicherungen

hielt weiter an, vor allem in den Privatkundensegmenten

und in der Industriellen Sachversicherung. Gab es

hier im Jahr 2006 noch Zuwächse, so gingen 2007 die Beitragseinnahmen

zurück. In der Industriellen Sachversiche-

rung und in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung führte

ein intensiver Preiswettbewerb zu Beitragssenkungen, in

der Hausratversicherung wirkte sich eine Beitragsanpassungsklausel

in den Verträgen mindernd auf die Beitragseinnahmen

aus. Insgesamt sanken diese in den Sachversicherungen um

0,5 % auf 14,2 Mrd. Euro.

Auf der Schadenseite überlagerte Kyrill alle anderen Faktoren

und führte zu einem Anstieg der Schadenaufwendungen um

26,6 % auf 12,3 Mrd. Euro – allein in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung

stiegen die Schadenaufwendungen um

rund 55 %, in den gewerblichen Sachversicherungen um 35 %.

Das versicherungstechnische Ergebnis ging dadurch im dritten

Jahr in Folge zurück und lag sehr deutlich unter dem Zuwachs

von 1,1 Mrd. Euro des Jahres 2006.

Die Preise und Bedingungen für das Rückversicherungsgeschäft

gestalteten sich trotz steigender Selbstbehalte auf der

Erstversicherungsseite risikoadäquat. Insgesamt konnte jedoch

auf Grund hoher Rückversicherungskapazitäten in weiten

Teilen der Welt Druck auf die Prämien festgestellt werden.

Tendenziell stiegen weltweit die Risiken aus Naturkatastrophen

und menschlichen Aktivitäten. So waren 2007 neben den

durch Kyrill verursachten Milliardenschäden der Totalverlust

des Satelliten „NSS 8“, die anhaltenden sintflutartigen Regenfälle

und die damit verbundenen Überschwemmungen in Indonesien

nennenswerte Schadenereignisse. Überschwemmungen

verursachten zudem in Großbritannien im Juni und Juli

2007 größere Schäden, während zugleich der australische

Bundesstaat New South Wales von schweren Stürmen betroffen

war. Ein Erdbeben der Stärke 7,9 in Peru, Hurrikane in der

Karibik und an der mexikanischen Küste sowie heftige Waldbrände

in Südkalifornien belasteten die Branche zusätzlich.


VIII. DARSTELLUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE

Schaden / Unfall Leben / Kranken Übernahme Rück Gesamt Gesamt

in Mio. Euro 2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006

1. Gebuchte Bruttobeiträge 3.533 3.398 4.987 4.833 524 455 9.044 8.686

2. Verdiente Beiträge (netto) 3.401 3.309 5.007 4.894 517 434 8.925 8.637

3. Erträge aus Kapitalanlagen 662 613 2.463 2.329 50 41 3.175 2.983

4. Sonstige Erträge 64 63 312 301 27 19 403 383

Summe Erträge (2. - 4.) 4.127 3.985 7.782 7.524 594 494 12.503 12.003

5. Versicherungsleistungen (netto) 2.667 2.519 6.235 6.104 370 284 9.271 8.907

5.1 Zahlungen für Versicherungsfälle (netto)

5.2 Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte

2.318 2.124 2.914 2.684 296 265 5.528 5.073

Versicherungsfälle

5.3 Veränderung der Deckungsrückstellung und der sonstigen

200 252 – 2 2 76 33 274 287

versicherungstechnischen Rückstellungen 114 130 2.363 2.479 – 2 – 14 2.475 2.595

5.4 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 35 13 959 939 – – 994 952

6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) 822 802 568 545 143 131 1.533 1.478

7. Aufwendungen für Kapitalanlagen 188 137 709 588 26 33 923 758

8. Sonstige Aufwendungen 147 118 136 188 16 24 299 330

Summe Aufwendungen (5. - 8.) 3.824 3.576 7.648 7.425 555 472 12.026 11.473

9. Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 303 409 134 99 39 22 477 530

10. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte – – – – – – – –

11. Ergebnis vor Ertragsteuern 303 409 134 99 39 22 477 530

12. Ertragsteuern 10 100 5 24 1 5 16 129

13. Konzernergebnis 293 309 129 75 38 17 461 401

Ertragslage

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Geschäftsverlauf des R+V Konzerns im Überblick

Die gebuchten Bruttobeiträge des R+V Konzerns betrugen insgesamt

9.044 Mio. Euro (Vorjahr 8.686 Mio. Euro); nach Abzug

der an die Rückversicherer abgegebenen Beiträge und der Veränderung

der Beitragsüberträge ergaben sich verdiente Nettobeiträge

von 8.925 Mio. Euro (Vorjahr 8.637 Mio. Euro).

Die Erträge aus Kapitalanlagen betrugen 3.175 Mio. Euro

(Vorjahr 2.983 Mio. Euro).

Die Sonstigen Erträge erreichten im Geschäftjahr eine Höhe

von 403 Mio. Euro (Vorjahr 383 Mio. Euro) und beinhalteten

Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Geschäft und Rahmenbedingungen

/ Ertragslage

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

(RfB), Sonstige versicherungstechnische Erträge sowie Erträge

aus erbrachten Dienstleistungen und Zinserträge.

Insgesamt verzeichnete der R+V Konzern Erträge in Höhe von

12.503 Mio. Euro (Vorjahr 12.003 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für Kapitalanlagen des Geschäftsjahres

beliefen sich auf 923 Mio. Euro (Vorjahr 758 Mio. Euro).

Die Zahlungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres betrugen

brutto 4.455 Mio. Euro (Vorjahr 4.223 Mio. Euro). Unter

Berücksichtigung der Zahlungen für Vorjahresschäden und

unter Einbeziehung der Rückversicherung beliefen sich die

Zahlungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung auf

5.528 Mio. Euro (Vorjahr 5.073 Mio. Euro).

55


56

Ertragslage

Der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

wurden brutto 251 Mio. Euro (Vorjahr 171 Mio. Euro) zugeführt.

Nach Berücksichtigung der auf die Rückversicherer

entfallenden Anteile ergab sich eine Veränderung für eigene

Rechnung in Höhe von 274 Mio. Euro (Vorjahr 287 Mio. Euro).

Die Veränderung der Deckungsrückstellung und der sonstigen

versicherungstechnischen Rückstellungen belief sich im

Geschäftsjahr brutto auf 2.474 Mio. Euro (Vorjahr 2.550 Mio.

Euro) und nach Abzug der Rückversicherungsanteile auf

2.475 Mio. Euro (Vorjahr 2.595 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für Beitragsrückerstattung erreichten eine

Höhe von 994 Mio. Euro (Vorjahr 952 Mio. Euro). Hierin enthalten

ist die Zuführung zur latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung

in Höhe von 84 Mio. Euro (Vorjahr

24 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb des R+V

Konzerns betrugen im Geschäftsjahr brutto 1.572 Mio. Euro

(Vorjahr 1.513 Mio. Euro). Für eigene Rechnung verblieben

insgesamt Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb von

1.533 Mio. Euro (Vorjahr 1.478 Mio. Euro).

Die Sonstigen Aufwendungen erreichten im Geschäftsjahr eine

Höhe von 299 Mio. Euro (Vorjahr 330 Mio. Euro) und setzten

IX. BRUTTOBEITRÄGE DES SELBST ABGESCHLOSSENEN SCHADEN-

UND UNFALLVERSICHERUNGSGESCHÄFTS

2007 2006 Veränderung

in Mio. Euro in Mio. Euro in %

R+V Allgemeine

Versicherung AG

KRAVAG-LOGISTIC

2.397 2.331 2,9

Versicherungs-AG

KRAVAG-ALLGEMEINE

494 471 4,9

Versicherungs-AG

R+V Rechtsschutz-

317 298 6,4

versicherung AG 100 93 7,8

Assimoco S.p.A. 224 205 9,3

sich im Wesentlichen aus Sonstigen versicherungstechnischen

Aufwendungen und Zinsaufwendungen zusammen.

Insgesamt verzeichnete der R+V Konzern Aufwendungen in

Höhe von 12.026 Mio. Euro (Vorjahr 11.473 Mio. Euro).

Hieraus ergibt sich ein Ergebnis vor Abschreibungen auf

Geschäfts- oder Firmenwerte von 477 Mio. Euro (Vorjahr

530 Mio. Euro).

Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte waren im

Berichtsjahr nicht vorzunehmen.

Der Steueraufwand reduzierte sich von 129 Mio. Euro im Vorjahr

auf 16 Mio. Euro im Geschäftsjahr. Dieser Rückgang ist

primär auf die Ergebniswirkungen aus der Neubewertung der

aktiven und passiven latenten Steuern in Folge der Absenkung

der Ertragsteuersätze durch das Unternehmensteuerreformgesetz

2008 in Verbindung mit dem Jahressteuergesetz 2008

zurückzuführen.

Nach Berücksichtigung des Steueraufwands erzielte der

R+V Konzern im Geschäftsjahr ein Konzernergebnis von

461 Mio. Euro (Vorjahr 401 Mio. Euro).

Geschäftsverlauf im selbst abgeschlossenen Schaden- und

Unfallversicherungsgeschäft

Zu den Schaden- und Unfallversicherern des R+V Konzerns

gehört insbesondere die R+V Allgemeine Versicherung AG, die

alle Kompositsparten mit Ausnahme der Rechtsschutz- und

der Tierversicherung zeichnet.

Die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG, der größte Spezialversicherer

des Güterkraftverkehrs auf dem deutschen Markt,

betreibt vor allem die Kraftfahrt- und Transportversicherung

und bietet maßgeschneiderte Produkte für das Speditionsgewerbe

an.

Die KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG betreibt privates

Kraftfahrtgeschäft über den Vertriebsweg Makler/Mehrfach-


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

agenten sowie den ADAC. Die Kooperation mit dem ADAC ist

zum 01. Januar 2008 ausgelaufen.

Die Rechtsschutzversicherung obliegt der R+V Rechtsschutzversicherung

AG. Das Angebot erstreckt sich auf die nach den

Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Rechtsschutzversicherung

versicherbaren Leistungsarten, auf die Vermögensschaden-Rechtsschutzversicherung

für Aufsichtsräte, Beiräte

und Vorstände sowie auf Leistungen entsprechend den Sonderbedingungen

für den Spezial-Straf-Rechtsschutz.

In Italien ist der R+V Konzern im Schaden- und Unfallversicherungsbereich

durch die Assimoco S.p.A. vertreten. Die Assimoco-Gruppe

versteht sich als Versicherer der italienischen Genossenschaftsorganisation.

Im selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

wurden insgesamt Erträge in Höhe von 4.127 Mio.

Euro (+ 3,6 %) erzielt; der entsprechende Vorjahreswert betrug

3.985 Mio. Euro.

Das Bruttobeitragsvolumen belief sich insgesamt auf

3.533 Mio. Euro gegenüber 3.398 Mio. Euro im Vorjahr

(+ 4,0 %).

Ertragslage

Die verdienten Nettobeiträge betrugen im Geschäftsjahr

3.401 Mio. Euro, im Vorjahr 3.309 Mio. Euro (+ 2,8 %).

Der R+V Konzern wuchs damit trotz des schwierigen Markt -

umfelds im Bereich des selbst abgeschlossenen Schaden- und

Unfallversicherungsgeschäfts stärker als der Markt.

Wesentlich zu dieser Entwicklung trugen die Kraftfahrtversicherung,

die Unfallversicherung, die Haftpflichtversicherung

und die Kredit- und Kautionsversicherung bei.

In der Kraftfahrtversicherung, der gemessen an den Bruttobeiträgen

größten Kompositsparte des R+V Konzerns, stiegen

die gebuchten Bruttobeiträge auf 1.551 Mio. Euro (Vorjahr

1.504 Mio. Euro; + 3,2 %).

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Unfallversicherung wuchsen

um rund 4,7 % auf 507 Mio. Euro.

In der Haftpflichtversicherung wurde ein Prämienzuwachs von

4,8 % auf 381 Mio. Euro erreicht.

Die Kredit- und Kautionsversicherung konnte ein Beitragswachstum

von 7,2 % auf 158 Mio. Euro verzeichnen.

Erfreuliche Wachstumsimpulse zeigten darüber hinaus die Verbundene

Wohngebäudeversicherung (187 Mio. Euro; + 8,0 %),

die Verbundene Hausratversicherung (92 Mio. Euro; + 4,8 %)

und die Rechtsschutzversicherung (101 Mio. Euro; + 8,1 %).

Die Erträge aus Kapitalanlagen stiegen von 613 Mio. Euro im

Vorjahr auf 662 Mio. Euro im Berichtsjahr und setzten sich aus

laufenden Erträgen von 389 Mio. Euro (Vorjahr 357 Mio. Euro),

Zuschreibungen von 3 Mio. Euro (Vorjahr 5 Mio. Euro), Gewinnen

aus Zeitwertänderungen von 6 Mio. Euro (Vorjahr 4 Mio.

Euro) und Gewinnen aus dem Abgang von Kapitalanlagen von

264 Mio. Euro (Vorjahr 247 Mio. Euro) zusammen.

Die laufenden Erträge resultierten hierbei insbesondere aus

Zinserträgen aus Hypothekendarlehen und übrigen Darlehen

sowie Inhaberschuldverschreibungen. Der Anstieg der Gewinne

aus dem Abgang von Kapitalanlagen gegenüber dem bereits

hohen Vorjahreswert ist in erster Linie auf Aktienverkäufe zur

Sicherung von Kursgewinnen vor dem Hintergrund der erhöhten

Volatilität der Kapitalmärkte zurückzuführen.

Die Sonstigen Erträge beliefen sich wie im Vorjahr nahezu

unverändert auf 64 Mio. Euro und umfassten insbesondere

sonstige versicherungstechnische Erträge sowie Erträge aus

erbrachten Dienstleistungen und Zinserträgen.

Der Summe der Erträge in Höhe von 4.127 Mio. Euro

(Vorjahr 3.985 Mio. Euro) standen Aufwendungen in Höhe

von 3.824 Mio. Euro gegenüber (Vorjahr 3.576 Mio. Euro).

57


58

Ertragslage

Hierin enthalten waren Aufwendungen für Versicherungsleistungen

(netto) von 2.667 Mio. Euro (Vorjahr 2.519 Mio. Euro),

die sich aus Zahlungen für Versicherungsfälle (netto) von

2.318 Mio. Euro (Vorjahr 2.124 Mio. Euro), einer Veränderung

der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

von 200 Mio. Euro (Vorjahr 252 Mio. Euro), einer Veränderung

der Deckungsrückstellung und der sonstigen versicherungstechnischen

Rückstellungen von 114 Mio. Euro (Vorjahr

130 Mio. Euro) und Aufwendungen für Beitragsrückerstattung

von 35 Mio. Euro (Vorjahr 13 Mio. Euro) zusammensetzten.

Die stark angestiegenen Aufwendungen für Versicherungsfälle

reflektierten deutlich die überdurchschnittliche Schadenbelastung

des Geschäftsjahres 2007 aus dem Sturm Kyrill, insbesondere

in der Sparte Verbundene Wohngebäudeversicherungen,

und weitere Großschadenereignisse primär in der Sparte

Feuer.

Die Geschäftsjahres-Schadenquote (netto) betrug 81,9 % gegenüber

80,6 % im Vorjahr, die Gesamt-Schadenquote (netto)

belief sich auf 74,0 % gegenüber 71,8 % im Vorjahr.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto)

beliefen sich auf 822 Mio. Euro (Vorjahr 802 Mio. Euro) und

X. BRUTTOBEITRÄGE DES SELBST ABGESCHLOSSENEN

LEBENSVERSICHERUNGSGESCHÄFTS

2007 2006 Veränderung

in Mio. Euro in Mio. Euro in %

R+V Lebensversicherung AG

R+V Luxembourg

3.263 3.267 – 0,1

Lebensversicherung S.A. 1.199 1.032 16,1

R+V Pensionskasse AG 102 95 6,9

R+V Pensionsfonds AG 25 19 35,0

Assimoco Vita S.p.A. 205 245 – 16,3

Die Beiträge der HVB Pensionsfonds AG (7 Mio. Euro) und der CHEMIE

Pensionsfonds AG (36 Mio. Euro) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für 2007 noch nicht enthalten, da die Gesellschaften erst zum

31. Dezember 2007 erworben wurden. Es handelt sich um HGB-Werte, da

ein vollständiger IFRS-Abschluss durch die Gesellschaften erstmals in 2008 zu

erstellen ist.

beinhalteten Abschlussaufwendungen von 454 Mio. Euro

(Vorjahr 428 Mio. Euro) sowie Verwaltungsaufwendungen

von 368 Mio. Euro (Vorjahr 374 Mio. Euro).

Die Verwaltungskostenquote (netto) betrug 24,2 % im

Geschäftsjahr wie im Vorjahr.

Die Aufwendungen für Kapitalanlagen im selbst abgeschlossenen

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft beliefen sich

auf 188 Mio. Euro (Vorjahr 137 Mio. Euro) und setzten sich

aus Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen

von 17 Mio. Euro (Vorjahr 21 Mio. Euro), Abschreibungen auf

Kapitalanlagen von 85 Mio. Euro (Vorjahr 47 Mio. Euro), Verlusten

aus Zeitwertänderungen von 6 Mio. Euro (Vorjahr 10

Mio. Euro) und Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen

von 80 Mio. Euro (Vorjahr 59 Mio. Euro) zusammen.

Die deutliche Zunahme der Abschreibungen auf Kapitalanlagen

ist vor allem auf erhöhte Wertberichtigungen auf Aktien

und Fondsanteile zurückzuführen.

Die Sonstigen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr

auf 147 Mio. Euro (Vorjahr 118 Mio. Euro) und setzten sich im

Wesentlichen aus Sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen

sowie Aufwendungen aus erbrachten Dienstleistungen

und Zinsaufwendungen zusammen.

Aus der Summe der Erträge in Höhe von 4.127 Mio. Euro und

der Summe der Aufwendungen in Höhe von 3.824 Mio. Euro

ergibt sich für das Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Abschreibungen

auf Geschäfts- oder Firmenwerte und vor Steuern von

303 Mio. Euro (Vorjahr 409 Mio. Euro).

Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte waren im

Berichtsjahr nicht vorzunehmen.

Geschäftsverlauf im selbst abgeschlossenen Lebens- und

Krankenversicherungsgeschäft

Der weitaus größte Teil des insgesamt gezeichneten Geschäftsvolumens

entfällt auf die R+V Lebensversicherung AG, die alle


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 59

XI. BRUTTOBEITRÄGE DES SELBST ABGESCHLOSSENEN

KRANKENVERSICHERUNGSGESCHÄFTS

Ertragslage

2007 2006 Veränderung

in Mio. Euro in Mio. Euro in %

R+V Krankenversicherung AG 188 170 10,8

Assimoco S.p.A. 5 6 – 19,0

Arten von kapitalbildenden Lebensversicherungen, Risiko-,

Restkredit- und Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen,

Zusatzversicherungen sowie die Absicherung

von Altersteilzeitmodellen betreibt.

Die in Luxemburg ansässige R+V Luxembourg Lebensversicherung

S.A. bietet kapitalbildende Versicherungen in Form der

fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung an sowie

in Form der Kapitalisierungsversicherung. Das Neugeschäft

mit Restkreditversicherungen ist bei ihrer deutschen Niederlassung

angesiedelt.

Das Lebensversicherungsgeschäft in Italien wird von der Assimoco

Vita S.p.A. betrieben. Die Assimoco Vita S.p.A. bietet

neben Risiko- und Kapitalversicherungen vor allem Produkte

der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung an.

Die R+V Pensionsfonds AG und die R+V Pensionskasse AG bieten

maßgeschneiderte Produkte der betrieblichen Altersversorgung

insbesondere auch für kleine und mittelständische

Unternehmen an. Der wachsenden Bedeutung der betrieblichen

Altersversorgung wird hierdurch konsequent Rechnung

getragen. Die Marktposition des R+V Konzerns in der betrieblichen

Altersversorgung konnte durch den Erwerb der HVB Pensionsfonds

AG und der CHEMIE Pensionsfonds AG weiter gestärkt

werden.

Das inländische Krankenversicherungsgeschäft wird von der

R+V Krankenversicherung AG betrieben. Das Angebot umfasst

Krankheitskosten-, Krankentagegeld-, Pflegetagegeld- und

sonstige selbstständige Teilversicherungen, Auslandsreise-

Krankenversicherungen sowie die Pflege-Pflichtversicherungen.

In Italien zeichnet die Assimoco S.p.A. neben dem Schadenund

Unfallversicherungsgeschäft auch in geringem Umfang

Krankenversicherungsgeschäft.

Im selbst abgeschlossenen Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft

wurden insgesamt Erträge in Höhe von

7.782 Mio. Euro erzielt; der entsprechende Vorjahreswert

betrug 7.524 Mio. Euro (+ 3,4 %).

Das Bruttobeitragsvolumen belief sich insgesamt auf

4.987 Mio. Euro gegenüber 4.833 Mio. Euro im Vorjahr

(+ 3,2 %).

Die verdienten Nettobeiträge betrugen im Geschäftsjahr

5.007 Mio. Euro, im Vorjahr 4.894 Mio. Euro (+ 2,3 %).

Beitragszuwächse konnten sowohl mit traditionellen Rentenversicherungen

als auch mit fondsgebundenen Produkten erzielt

werden. Der Anteil an Einmalbeitragsversicherungen im

Neugeschäft ist unverändert hoch. Im Krankenversicherungsgeschäft

war ein überproportionaler Zuwachs bei Kranken-Zusatzversicherungen

zu verzeichnen.

Die Erträge aus Kapitalanlagen stiegen von 2.329 Mio. Euro

im Vorjahr auf 2.463 Mio. Euro im Berichtsjahr und setzten

sich aus laufenden Erträgen von 1.774 Mio. Euro (Vorjahr

1.674 Mio. Euro), Gewinnen aus Zeitwertänderungen von

100 Mio. Euro (Vorjahr 162 Mio. Euro) und Gewinnen aus

dem Abgang von Kapitalanlagen von 586 Mio. Euro (Vorjahr

476 Mio. Euro) zusammen. Zuschreibungen fielen in Höhe von

3 Mio. Euro (Vorjahr 17 Mio. Euro) an.

Die laufenden Erträge resultierten hierbei insbesondere aus

Zinserträgen aus Hypothekendarlehen und übrigen Darlehen,

Inhaberschuldverschreibungen sowie Dividendenerträgen. Der

Anstieg der Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen gegenüber

dem bereits hohen Vorjahreswert ist wie bereits aus-


60

Ertragslage

geführt primär auf Aktienverkäufe zur Sicherung von Kursgewinnen

zurückzuführen.

Die Sonstigen Erträge beliefen sich auf 312 Mio. Euro gegenüber

301 Mio. Euro im Vorjahr und umfassten insbesondere

Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung,

sonstige versicherungstechnische Erträge sowie Erträge aus

erbrachten Dienstleistungen und Zinserträge.

Der Summe der Erträge in Höhe von 7.782 Mio. Euro standen

Aufwendungen in Höhe von 7.648 Mio. Euro gegenüber (Vorjahr

7.425 Mio. Euro).

Hierin enthalten waren Aufwendungen für Versicherungsleistungen

(netto) von 6.235 Mio. Euro (Vorjahr 6.104 Mio. Euro),

die sich aus Zahlungen für Versicherungsfälle (netto) von

2.914 Mio. Euro (Vorjahr 2.684 Mio. Euro), einer Veränderung

der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

von - 2 Mio. Euro (Vorjahr 2 Mio. Euro), einer Veränderung

der Deckungsrückstellung und der sonstigen versicherungstechnischen

Rückstellungen von 2.363 Mio. Euro (Vorjahr

2.479 Mio. Euro) und Aufwendungen für Beitragsrückerstattung

von 959 Mio. Euro (Vorjahr 939 Mio. Euro) zusammensetzten.

Der Anstieg der Aufwendungen für Versicherungsfälle reflektierte

die erhöhte Zahl von Abläufen im Bestand sowie erhöhte

Leistungen in Form von Rentenzahlungen.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto)

beliefen sich auf 568 Mio. Euro (Vorjahr 545 Mio. Euro) und

beinhalteten Abschlussaufwendungen von 483 Mio. Euro

(Vorjahr 469 Mio. Euro) sowie Verwaltungsaufwendungen von

84 Mio. Euro (Vorjahr 76 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für Kapitalanlagen beliefen sich auf

709 Mio. Euro (Vorjahr 588 Mio. Euro) und setzten sich aus

Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen von

72 Mio. Euro (Vorjahr 64 Mio. Euro), Abschreibungen auf

Kapitalanlagen von 280 Mio. Euro (Vorjahr 164 Mio. Euro),

Verlusten aus Zeitwertänderungen von 158 Mio. Euro (Vorjahr

199 Mio. Euro) sowie Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen

von 199 Mio. Euro (Vorjahr 161 Mio. Euro) zusammen.

Die deutliche Zunahme der Abschreibungen auf Kapitalanlagen

ist vor allem auf erhöhte Wertberichtigungen auf Aktien

und Fondsanteile zurückzuführen.

Die Sonstigen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr

auf 136 Mio. Euro (Vorjahr 188 Mio. Euro) und setzten sich im

Wesentlichen aus Sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen

sowie Aufwendungen aus erbrachten Dienstleistungen

und Zinsaufwendungen zusammen.

Aus der Summe der Erträge in Höhe von 7.782 Mio. Euro und

der Summe der Aufwendungen in Höhe von 7.648 Mio. Euro

ergab sich für das Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Abschreibungen

auf Geschäfts- oder Firmenwerte und vor Steuern von

134 Mio. Euro (Vorjahr 99 Mio. Euro).

Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte waren im

Berichtsjahr nicht vorzunehmen.

Geschäftsverlauf des in Rückdeckung übernommenen

Versicherungsgeschäfts

Das Rückversicherungsgeschäft wird hauptsächlich von der

R+V Versicherung AG, der Obergesellschaft des R+V Konzerns,

betrieben. Darüber hinaus wird in geringem Umfang übernommenes

Rückversicherungsgeschäft von R+V-Erstversicherungsunternehmen

gezeichnet.

Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft

wurden insgesamt Erträge in Höhe von 594 Mio. Euro erzielt;

der entsprechende Vorjahreswert betrug 494 Mio. Euro

(+ 20,2 %).

Das Bruttobeitragsvolumen belief sich insgesamt auf

524 Mio. Euro gegenüber 455 Mio. Euro im Vorjahr (+ 15,2 %).


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Ertragslage

Die verdienten Nettobeiträge betrugen im Geschäftsjahr

517 Mio. Euro, im Vorjahr 434 Mio. Euro (+ 19,2 %).

Das hohe Beitragswachstum wurde durch den weiteren Ausbau

des Auslandsgeschäftes getragen. Zuwächse konnten insbesondere

in den traditionellen Rückversicherungsmärkten wie

Italien, Spanien, Frankreich, Österreich, Großbritannien,

Schweiz und Nordamerika sowie in den von der Niederlassung

Singapur aus betreuten Märkten erzielt werden.

Die Erträge aus Kapitalanlagen stiegen von 41 Mio. Euro im

Vorjahr auf 50 Mio. Euro im Berichtsjahr und setzten sich aus

laufenden Erträgen von 42 Mio. Euro (Vorjahr 33 Mio. Euro),

Gewinnen aus Zeitwertänderungen von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr

2 Mio. Euro) und Gewinnen aus dem Abgang von Kapitalanlagen

von 8 Mio. Euro (Vorjahr 4 Mio. Euro) zusammen. Erträge

aus Zuschreibungen waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen

(Vorjahr 2 Mio. Euro).

Die laufenden Erträge resultierten hierbei insbesondere aus

Zinserträgen aus Hypothekendarlehen und übrigen Darlehen

sowie Inhaberschuldverschreibungen. Der Anstieg der Gewinne

aus dem Abgang von Kapitalanlagen ist auf Aktienverkäufe

zurückzuführen.

Die Sonstigen Erträge beliefen sich auf 27 Mio. Euro (Vorjahr

19 Mio. Euro) und umfassten insbesondere sonstige versicherungstechnische

Erträge sowie Erträge aus erbrachten Dienstleistungen

und Zinserträge.

Der Summe der Erträge in Höhe von 594 Mio. Euro standen

Aufwendungen von 555 Mio. Euro gegenüber (Vorjahr 472 Mio.

Euro).

Hierin enthalten waren Aufwendungen für Versicherungsleistungen

(netto) von 370 Mio. Euro (Vorjahr 284 Mio. Euro),

die sich aus Zahlungen für Versicherungsfälle (netto) von

296 Mio. Euro (Vorjahr 265 Mio. Euro), einer Veränderung der

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

von 76 Mio. Euro (Vorjahr 33 Mio. Euro), einer Veränderung

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

der Deckungsrückstellung und der sonstigen versicherungstechnischen

Rückstellungen von – 2 Mio. Euro (Vorjahr

– 14 Mio. Euro) und Aufwendungen für Beitragsrückerstattung

von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr – 0,1 Mio. Euro) zusammensetzten.

Die gestiegenen Aufwendungen für Versicherungsleistungen

(netto) spiegelten die höheren Schadenbelastungen infolge

des Sturms Kyrill und weiterer Großschäden z.B. in Folge der

Hochwasserschäden in Großbritannien wider. Die Erträge aus

der Auflösung der Deckungsrückstellung und der sonstigen

versicherungstechnischen Rückstellungen waren auf die

Abwicklung des in Rückdeckung übernommenen Lebensversicherungsgeschäftes

zurückzuführen.

Die Geschäftsjahres-Schadenquote (netto) für das in Rückdeckung

übernommene Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

betrug 66,4 % gegenüber 60,3 % im Vorjahr, die Gesamt-Schadenquote

(netto) belief sich auf 71,2 % gegenüber

65,5 % im Vorjahr.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) beliefen

sich auf 143 Mio. Euro (Vorjahr 131 Mio. Euro). Die Verwaltungskostenquote

(netto) für das in Rückdeckung übernommene

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft betrug

27,9 % im Geschäftsjahr gegenüber 30,2 % im Vorjahr.

Die Aufwendungen für Kapitalanlagen beliefen sich auf

26 Mio. Euro (Vorjahr 33 Mio. Euro) und setzten sich aus

Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen von

3 Mio. Euro (Vorjahr 5 Mio. Euro), Abschreibungen auf Kapitalanlagen

von 13 Mio. Euro (Vorjahr 18 Mio. Euro), Verlusten aus

Zeitwertänderungen von 4 Mio. Euro (Vorjahr 4 Mio. Euro) und

Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen von 6 Mio. Euro

(Vorjahr 6 Mio. Euro) zusammen.

Die Sonstigen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr

auf 16 Mio. Euro (Vorjahr 24 Mio. Euro) und setzten sich im

Wesentlichen aus Sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen

sowie Aufwendungen aus erbrachten Dienstleistungen

und Zinsaufwendungen zusammen.

61


62

Ertragslage / Finanzlage / Vermögenslage

Aus der Summe der Erträge in Höhe von 594 Mio. Euro und der

Summe der Aufwendungen in Höhe von 555 Mio. Euro ergibt

sich für das Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Abschreibungen auf

Geschäfts- oder Firmenwerte und vor Steuern von 39 Mio. Euro

(Vorjahr 22 Mio. Euro).

Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte waren im

Berichtsjahr nicht vorzunehmen.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Der R+V Konzern verfügte zum 31. Dezember 2007 über

ein Eigenkapital von insgesamt 3.429 Mio. Euro (Vorjahr

3.017 Mio. Euro). Dieses setzte sich aus folgenden Bestand -

teilen zusammen:

Das Gezeichnete Kapital belief sich unverändert zum Vorjahr

auf 292 Mio. Euro, unverändert blieb ebenso die Kapitalrück -

lage mit 663 Mio. Euro.

Die Gewinnrücklagen beliefen sich auf 1.357 Mio. Euro (Vorjahr

989 Mio. Euro). Hierin enthalten sind die ergebnisneutralen

Umbewertungseffekte aus der Umstellung der Rechnungslegung

von HGB auf IFRS sowie das Konzernergebnis in Höhe

von 429 Mio. Euro (Vorjahr 375 Mio. Euro).

Die Übrigen Rücklagen, in denen Marktwertänderungen von

Wertpapieren und Beteiligungen der Kategorie Jederzeit

veräußerbar sowie deren latente Steuereffekte und latente RfB

erfolgsneutral erfasst werden, beliefen sich auf 770 Mio. Euro

(Vorjahr 751 Mio. Euro).

Der Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter

betrug 346 Mio. Euro (Vorjahr 322 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote

definiert als Relation des gesamten Eigenkapitals in

Höhe von 3.429 Mio. Euro im Verhältnis zu den verdienten

Beiträgen (netto) in Höhe von 8.925 Mio. Euro belief sich auf

38,4 %.

Neben dem Eigenkapital verfügte der R+V Konzern unverändert

zum Vorjahr über zusätzliche Eigenmittel in der Form

nachrangiger Verbindlichkeiten in Höhe von 33 Mio. Euro.

Diese teilten sich in fünf unterschiedliche Tranchen auf, die

sämtlich von Unternehmen des FinanzVerbunds gezeichnet

wurden. Die Zinssätze der Darlehen liegen zwischen 4,6 % und

7,0 %. Den Darlehen liegen Restlaufzeiten bis 2011, 2014 bzw.

2016 zu Grunde.

Das Eigenkapital des R+V Konzerns sowie die derzeit bestehenden

nachrangigen Verbindlichkeiten sind wesentliche Bestandteile

zur Erfüllung der Solvabilitätsanforderungen,

insbesondere auch im Hinblick auf die Neuausrichtung der

aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen im Zuge der

Einführung von Solvency II.

Die Stärkung des Eigenkapitals (mittels Thesaurierung von

Überschüssen) entspricht dabei der Eigenmittelstrategie des

R+V Konzerns. Zielsetzung ist es, den durch ein stetig starkes

Wachstum der Geschäfts volumina unter Solvabilitätserfordernissen

induzierten Eigenkapitalbedarf so weit wie möglich aus

eigener Kraft zu finanzieren.

Um der überragenden Bedeutung einer auf langfristige Solidität

ausgerichteten Unternehmenspolitik Rechnung zu tragen,

hat R+V zudem das bewährte Asset-Liability-Management

weiterentwickelt. Methodik, Organisation und Prozesse wurden

ausgebaut, um eine optimale Versorgung der Unternehmensleitung

mit Informationen für eine effiziente Portfoliosteuerung

sicherzustellen.

Liquiditätsentwicklung

Der R+V Konzernabschluss umfasst entsprechend den Anforderungen

des IAS 7 für das Berichtsjahr 2007 eine Kapitalflussrechnung.

Bei der Erstellung der Kapitalflussrechnung wurden

die Empfehlungen des DRS 2-20 „Kapitalflussrechnung für

Versicherungsunternehmen“ berücksichtigt. Die Kapitalflussrechnung

zum Stichtag 31. Dezember 2007 ist im Detail auf

Seite 92 dargestellt.


Demnach ergaben sich ausgehend vom Konzernergebnis des

Jahres 2007 in Höhe von 461 Mio. Euro (Vorjahr 401 Mio. Euro)

folgende Mittelzu- und -abflüsse:

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug

3.013 Mio. Euro (Vorjahr 2.926 Mio. Euro) und berücksichtigte

vor allem die nicht liquiditätswirksame Dotierung der versicherungstechnischen

Rückstellungen in Höhe von 3.101 Mio.

Euro (Vorjahr 3.259 Mio. Euro).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich

dagegen auf – 3.080 Mio. Euro (Vorjahr – 2.905 Mio. Euro)

und reflektierte im Wesentlichen die Einzahlungsströme

10.606 Mio. Euro (Vorjahr 10.468 Mio. Euro) und Auszahlungsströme

– 12.744 Mio. Euro (Vorjahr – 12.623 Mio. Euro), die

aus der Neuanlage, Wiederanlage bzw. der Realisierung von

Kapitalanlagen resultierten.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von

– 65 Mio. Euro (Vorjahr – 107 Mio. Euro) berücksichtigte

schließlich in erster Linie die im Geschäftsjahr geleisteten

Dividendenzahlungen an Dritte in Höhe von 76 Mio. Euro

(Vorjahr 79 Mio. Euro). Insgesamt ergab sich hieraus eine Veränderung

des Zahlungsmittelbestands um – 133 Mio. Euro von

528 Mio. Euro im Vorjahr auf 395 Mio. Euro im Geschäftsjahr.

Vermögenslage

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Ertragslage / Finanzlage /

Vermögenslage

Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen

jederzeit zu erfüllen, war im Geschäftsjahr gegeben. Anhaltspunkte

für eine künftige Liquiditätsgefährdung sind auf

Grund der kontinuierlich hohen Liquiditätszuflüssen aus Beitragseinnahmen

und Kapitalanlageerträgen nicht zu erwarten.

Bestand an Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen des R+V Konzerns beliefen sich Ende 2007

auf 45.794 Mio. Euro (Vorjahr 43.857 Mio. Euro).

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Der überwiegende Teil der Kapitalanlagen entfällt mit

43.980 Mio. Euro (Vorjahr 42.011 Mio. Euro) auf Finanzinstrumente

im Sinne des IAS 39. Innerhalb der Finanzinstrumente

bilden mit 23.103 Mio. Euro (Vorjahr 21.454 Mio. Euro)

die Hypothekendarlehen und übrigen Darlehen (Kredite und

Forderungen) sowie mit 19.735 Mio. Euro (Vorjahr 19.126 Mio.

Euro) die Jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten

die größten Bestandteile.

Auf Kapitalanlagen aus der fonds- und indexgebundenen

Lebensversicherung entfielen 3.907 Mio. Euro (Vorjahr

2.898 Mio. Euro).

Die für die Neuanlage zur Verfügung stehenden Mittel wurden

zum einen in Aktien unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit

der jeweiligen Gesellschaft investiert. Zum anderen

wurden Zinstitel erworben.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Im Geschäftsjahr 2007 konnte der R+V Konzern die versicherungstechnischen

Bruttorückstellungen wiederum deutlich

stärken. Sie erhöhten sich auf 45.324 Mio. Euro (Vorjahr

42.310 Mio. Euro). Auf die Anteile der Rückversicherer an

den versicherungstechnischen Rückstellungen entfielen

327 Mio. Euro (Vorjahr 323 Mio. Euro).

Den größten Anteil an den gesamten versicherungstechnischen

Nettorückstellungen verzeichnete die vorwiegend in

der Lebensversicherung zu bildende Deckungsrückstellung,

welche auf 30.465 Mio. Euro (Vorjahr 28.839 Mio. Euro) anstieg.

Auch die Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die sich

ebenfalls zum größten Teil auf das selbst abgeschlossene

Lebensversicherungsgeschäft bezieht, konnte im Geschäftsjahr

auf 5.778 Mio. Euro (Vorjahr 5.605 Mio. Euro) erhöht werden.

Hierin enthalten ist die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung

in Höhe von 1.665 Mio. Euro (Vorjahr

1.811 Mio. Euro).

63


64

Vermögenslage

XII. STRUKTUR DER KAPITALANLAGEN – R+V KONZERN

2007 2006 Veränderung Anteil an

in Mio. Euro in Mio. Euro in % Gesamt in %

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 956 1.028 – 7,0 2

Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen

Finanzinstrumente

691 649 6,6 1

Kredite und Forderungen 23.103 21.454 7,7 47

davon Hypothekendarlehen 3.581 3.560 0,6 –

davon Schuldscheinforderungen und Darlehen 8.860 8.055 10,0 –

davon Namensschuldverschreibungen 10.192 9.349 9,0 –

davon sonstige Darlehen 470 489 – 4,0 –

Jederzeit veräußerbar 19.735 19.126 3,2 40

davon nicht festverzinsliche Wertpapiere 8.494 7.989 6,3 –

Aktien 7.323 6.664 9,9 –

Investmentanteile 629 604 4,2 –

Sonstiger Anteilsbesitz 440 595 – 26,0 –

Übrige 102 127 – 20,0 –

davon festverzinsliche Wertpapiere 11.242 11.136 0,9 –

Mit dem Zeitwert erfolgswirksam bewertete finanzielle Vermögenswerte 1.142 1.431 – 20,2 2

davon Handelsbestände 319 450 – 29,1 –

Einlagen bei Kreditinstituten 215 308 – 30,1 –

Derivate

davon erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle

104 142 – 27,0 –

Vermögenswerte (ohne Handelsabsicht) 823 981 – 16,1 –

Darlehen 708 841 – 15,8 –

Festverzinsliche Wertpapiere 115 140 – 17,8 –

Übrige 167 169 – 1,2 0

Kapitalanlagen

Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Inhabern

45.794 43.857 4,4 92

von Lebensversicherungspolicen 3.907 2.898 34,8 8

Gesamt 49.701 46.756 6,3 100

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle,

die hauptsächlich das selbst abgeschlossene Schadenund

Unfallversicherungsgeschäft betrifft, erhöhte sich auf

4.434 Mio. Euro (Vorjahr 4.173 Mio. Euro).

Das Neugeschäft der R+V Luxembourg Lebensversicherung

S.A. mit der fondsgebundenen Rentenversicherung entwickelte

sich weiterhin sehr dynamisch. Als Konsequenz stieg die

Deckungsrückstellung im Bereich der fondsgebundenen Le-

bensversicherungen auf 3.239 Mio. Euro (Vorjahr 2.230 Mio.

Euro) im Geschäftsjahr 2007.

Zusammenfassende Würdigung der Vermögens-, Finanzund

Ertragslage

Im selbst abgeschlossenen Geschäft konnte der R+V Konzern

trotz des sich ständig verschärfenden Wettbewerbs auf dem

Versicherungsmarkt im Geschäftsjahr 2007 wiederum deutlich

über dem Marktdurchschnitt liegende Beitragszuwächse reali-


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Vermögenslage

XIII. VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN – R+V KONZERN

2007 2006 Veränderung Anteil an

in Mio. Euro in Mio. Euro in % Gesamt in %

Beitragsüberträge 1.009 1.047 – 3,6 2

Bruttobetrag 1.039 1.064

Anteil der Rückversicherer 29 16

Deckungsrückstellung 30.465 28.839 5,6 68

Bruttobetrag 30.545 28.903

Anteil der Rückversicherer 81 64

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 4.434 4.173 6,3 10

Bruttobetrag 4.651 4.415

Anteil der Rückversicherer 217 242

Rückstellung für Beitragsrückerstattung 5.778 5.605 3,1 13

Bruttobetrag 5.778 5.605

Anteil der Rückversicherer – –

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 72 94 – 23,2 0

Bruttobetrag 72 94

Anteil der Rückversicherer

Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und

– –

Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.239 2.230 45,2 7

Bruttobetrag 3.239 2.230

Anteil der Rückversicherer – –

Gesamt 44.997 41.988 7,0 100

sieren. Der R+V Konzern sieht sich damit in seiner strategischen

Ausrichtung bestätigt und wird diese konsequent weiterverfolgen.

Im übernommenen Rückversicherungsgeschäft gelang es R+V

ebenfalls, die bereits in der Vergangenheit initiierte risikosensitive

Zeichnungspolitik mit Erfolg fortzuführen und deutliche

Beitragssteigerungen zu erzielen.

Der R+V Konzern konnte damit das im Prognosebericht des

Vorjahres formulierte Ziel, ein marktüberdurchschnittliches

Wachstum zu realisieren, in vollem Umfang erreichen.

Die Schadenaufwendungen im selbst abgeschlossenen und im

übernommenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

sind im Geschäftsjahr deutlich von den Folgen des Sturmes

Kyrill und weiterer Großschäden beeinflusst worden. Die Schadenbelastung

des R+V Konzerns aus dem Sturm Kyrill betrug

142 Mio. Euro.

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Das Kapitalanlageergebnis entwickelte sich sehr positiv, ist

aber deutlich geprägt von der Realisierung hoher Veräußerungsgewinne

vor dem Hintergrund der erhöhten Volatilität

der Finanzmärkte.

Das Eigenkapital konnte mittels der Thesaurierung von Überschüssen

weiter gestärkt werden. Anhaltspunkte für eine

künftige Liquiditätsgefährdung sind nicht gegeben. Die Kapitalanlagen

sowie die versicherungstechnischen Rückstellungen

haben sich deutlich erhöht.

Insgesamt gelang es dem R+V Konzern im Jahr 2007 – trotz der

im Schadenbereich kritischen Situation und der angespannten

Kapitalmarktlage – erneut ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen.

Maßgeblichen Anteil hieran hatten die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter im Innen- und Außendienst des R+V Konzerns. Der

Vorstand spricht ihnen für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit

daher besonderen Dank und Anerkennung aus. Dem Spre-

65


66

Vermögenslage / Nachtragsbericht / Risikobericht

cherausschuss der leitenden Angestellten und dem Betriebsrat

dankt der Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Zum geschäftlichen Erfolg des R+V Konzerns trugen darüber

hinaus die Geschäftspartner im genossenschaftlichen Verbund,

die verbundenen Berufsstände und die selbstständigen

Agenturen bei.

Den Versicherungsnehmern danken wir für das entgegengebrachte

Vertrauen.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres haben die internationalen

Kapitalmärkte erhebliche Verwerfungen und eine deutliche

Zunahme der Volatilitäten gezeigt. Der R+V Konzern hat die

sich daraus ergebenden Konsequenzen für das Anlageportfolio

analysiert und z.B. gezielte Absicherungsmaßnahmen ergriffen,

um die daraus erwachsenden Risiken zu begrenzen.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung

nach Schluss des Geschäftsjahres zu verzeichnen.

Risikobericht

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement des R+V Konzerns ist integraler

Bestandteil der Unternehmenssteuerung und in die Unternehmensstrategie

eingebettet. Es umfasst alle systematischen

Maßnahmen, um Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu

beherrschen. Hauptziel dabei ist, die Solidität und Sicherheit

des Unternehmens für Versicherungsnehmer und Anteilseigner

sicherzustellen.

Ein in allen Gesellschaften des R+V Konzerns implementierter

Risikomanagementprozess legt Regeln zum Umgang mit Risiken

fest und bildet die Grundlage für ein zentrales Frühwarnsystem.

Auf der Basis verbindlich festgelegter Kennzahlen und

Schwellenwerte erfolgt vierteljährlich eine aktualisierte Indexbewertung

aller bedeutenden Risiken des R+V Konzerns in

einer Datenbank. Bei Überschreitung eines bestimmten Indexwertes

werden Maßnahmen eingeleitet.

Durch eine regelmäßig stattfindende Risikokonferenz und

das zentrale Risikoberichtswesen für den Vorstand ist gewährleistet,

dass Risiken der künftigen Entwicklung rechtzeitig

identifiziert, beurteilt und kontrolliert werden. Bei existenzgefährdenden

Veränderungen von Risiken sind Ad-hoc-Meldungen

an das zuständige Vorstandsmitglied und den Leiter

der Risikokonferenz vorgesehen, die weitere Maßnahmen initiieren.

Gegenstand der Betrachtung im Risikomanagementprozess

sind versicherungstechnische Risiken, Risiken aus Finanzinstrumenten,

operationelle Risiken sowie globale und strategische

Risiken.

Einmal jährlich findet eine Inventur sämtlicher Risiken statt.

Gegenstand der Risikoinventur ist die Überprüfung und Dokumentation

sämtlicher Einzel- und Kumulrisiken sowie aller zur

Risikomessung verwendeten Kennzahlen und Schwellenwerte.

Im Konzernrisikohandbuch sind neben den Grundsätzen des

Risikomanagements und der Steuerung der Risikoarten umfangreiche

Darstellungen zu Methoden, Prozessen und Verantwortlichkeiten

dokumentiert.

Die interne Überwachung der Regelungen zum Risikomanagementsystem

insbesondere hinsichtlich ihrer Wirksamkeit wird

regelmäßig durch die Konzernrevision geprüft und die Umsetzung

daraus abgeleiteter Maßnahmen nachgehalten.

Kapitalmanagement

Der Kapitalisierungsgrad repräsentiert die Risikotragfähigkeit

des R+V Konzerns bezüglich der aus seiner Geschäftstätigkeit

resultierenden Risiken. Die quartalsweise Analyse der Risikotragfähigkeit

auf der Basis aktuell gültiger Solvenzvorschriften

sowie voraussichtlich zukünftig geltender Solvenzvor


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

schriften (Solvency II) ist Gegenstand des Risikomanagementprozesses

der R+V.

Alle Einzelgesellschaften des Konzerns überschreiten deutlich

auch ohne Berücksichtigung von Bewertungsreserven die

aktuell gültigen Solvabilitätsanforderungen. Bei einer Fortschreibung

der Kapitalmarktsituation vom Jahresende 2007

auf den 31. Dezember 2008 ist die Erfüllung der Solvabilität

weiterhin gewährleistet. Die Berechnung der bereinigten

Gruppensolvabilität führt zu dem Ergebnis, dass auch auf Konzernebene

die Anforderungen deutlich überschritten werden.

Die Messung der Risikotragfähigkeit im Rahmen von Solvency

II wird mittels ökonomischer Risikokapitalmodelle erfolgen.

Mit Hilfe dieser Modelle wird der Kapitalbedarf ermittelt, der

notwendig ist, um mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit eintretende

künftige Wertschwankungen ausgleichen zu können.

Neben der quartalsweisen Betrachtung des Risikokapitalbedarfes

und der als Risikodeckungsmasse zur Verfügung stehenden

Eigenmittel setzt R+V diese Modelle für Ad-hoc-Berichterstattungen

und Planungsrechnungen ein. Aus der

vorhandenen Risikodeckungsmasse der R+V werden Verlustobergrenzen

im Sinne von Limiten für einzelne Risikoarten

abgeleitet.

Die Auswertungen der ökonomischen Risikokapitalmodelle

veranschaulichen, dass die Risikodeckungsmasse das benötigte

Risikokapital des R+V Konzerns deutlich übersteigt.

Darüber hinaus ergeben auch die Analysen eines von der internationalen

Ratingagentur Standard & Poor’s eingesetzten

Kapitalmodells eine sehr gute Beurteilung der Kapitalausstattung

des R+V Konzerns. Das Kapitalmanagement des R+V Konzerns

verfolgt unter anderem das Ziel, auch bei Eintritt von

Stressszenarien (z. B. Kapitalmarktkrisen oder Naturkatastrophen)

weiterhin die Anforderungen für ein A-Rating zu erfüllen.

Die Eigenmittelstrategie des R+V Konzerns ist zudem darauf

ausgerichtet, mittels der thesaurierten Überschüsse das

Vermögenslage / Nachtragsbericht /

Risikobericht

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Eigenkapital zu stärken. Ziel ist es, den durch ein stetig starkes

Wachstum der Geschäftsvolumina unter Solvabilitätserfodernissen

induzierten Eigenkapitalbedarf so weit wie möglich

aus eigener Kraft zu finanzieren.

Integrierte Risiko- und Kapitalsteuerung der DZ BANK

Der R+V Konzern ist in den Risikomanagementprozess des

DZ BANK Konzerns (entsprechend Basel II) eingebunden.

Die sich aus § 91 Abs. 2 AktG ergebende Verpflichtung des

Vorstandes der DZ BANK AG als Konzernobergesellschaft, ein

Überwachungssystem im Hinblick auf existenzgefährdende

Risiken einzurichten, erfordert innerhalb des Konzerns ein

einheitliches Verständnis der Risikoerfassung, -steuerung und

-überwachung. Eine der wesentlichen Grundlagen dafür ist der

strategische Planungsdialog, in dem Verlustobergrenzen festgelegt

und risikotragendes ökonomisches Kapital zugeordnet

werden. Diese Größen sind Bestandteil der Berichterstattung

im Rahmen des Plan-Ist-Vergleichs.

Ein weiteres Element der regelmäßigen Berichterstattung an

die DZ BANK sind ökonomische Stresstests. Dabei wird geprüft,

ob unter Stressszenarien die Eingangsparameter zu einem

signifikant veränderten Risikokapitalbedarf führen und

inwiefern die Risikotragfähigkeit des DZ BANK Konzerns und

des R+V Teilkonzerns gewährleistet ist. Für alle relevanten Risikokategorien

werden Stressszenarien simuliert.

Die Ergebnisse hieraus zeigen, dass auch bei extremen Szenarien

die Risikotragfähigkeit des R+V Konzerns gewährleistet

ist.

Risiken von Versicherungsunternehmen

Versicherungsunternehmen sehen sich im Rahmen ihrer

Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Dazu

zählen insbesondere versicherungstechnische Risiken, Risiken

aus Finanzinstrumenten, operationelle und strategische

Risiken. Sie resultieren aus Unsicherheiten der künftigen

Entwicklung. Vergangene Berichtsperioden haben gezeigt,

dass sich die allgemeine Risikolage im Versicherungsmarkt

67


68

Risikobericht

XIV. ENTWICKLUNG DER SCHADENQUOTEN

Schadenquote (netto) in % der verdienten Beiträge 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007

Mit Groß-/Katastrophenschäden 64,2 68,0 71,3 73,2 80,7 71,8 72,0 71,5 71,0 73,7

Ohne Katastrophenschäden 63,9 66,6 71,2 72,0 77,7 71,2 71,1 70,4 69,8 70,1

Abwicklungsergebnisse (netto) in % der

Eingangsschadenrückstellung 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007

Schaden/Unfall 13,2 17,0 9,6 8,2 4,5 4,4 2,5 5,7 7,1 6,1

sowie auch die spezifische Risikosituation des R+V Konzerns

auf Grund unterschiedlicher Einflüsse und Ereignisse kurzfristig

und unerwartet ändern können. Daher ist es notwendig,

mit den oben beschriebenen Instrumenten flexibel agieren zu

können, um nachhaltige Auswirkungen auf die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage des R+V Konzerns zu vermeiden. Hierfür

ist die klare Identifikation der individuellen Risikostruktur

eine unabdingbare Voraussetzung. Nachfolgend werden die

einzelnen Risiken des R+V Konzerns dargestellt, gegebenenfalls

quantifiziert sowie Maßnahmen zu ihrer Begrenzung dargestellt.

Versicherungstechnische Risiken im selbst abgeschlossenen

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

Das Management von Risiken ist die Kernkompetenz eines Versicherers.

Demzufolge hat sich in der Versicherungswirtschaft

ein ausgefeiltes System zur Bewältigung versicherungstechnischer

Risiken herausgebildet. Die versicherungstechnische

Risikosituation eines Schaden-/Unfallversicherers ist hauptsächlich

geprägt durch das Prämien-/Schadenrisiko, das Reserverisiko

und das Risiko aus Naturgefahren.

Das Schaden- und Unfallgeschäft des R+V Konzerns ist auf ein

ausgewogenes Produktportfolio ausgerichtet. Durch die Sparten-

und Deckungsvielfalt finden die versicherungstechnischen

Grundprinzipien „Risikoausgleich im Kollektiv“ und

„Risikoausgleich in der Zeit“ ihre Anwendung. Auf Grund regelmäßiger

Beobachtung und Messung der Risiken kann auf

veränderte Risikosituationen mit einer flexiblen Zeichnungsund

Produktpolitik reagiert werden.

Um die genannten Risiken beherrschbar zu machen, unterliegt

die Preisfindung einer genauen Kalkulation mit Hilfe mathematisch-statistischer

Modelle. Daraus entstehen weitere Maßnahmen

zur Risikominderung, wie die Risikoteilung in obligatorische

und fakultative Rückversicherung, Risikoausschluss

sowie die Erweiterung von Selbstbehalten. Organisatorisch

stellt R+V zur Schadenbegrenzung und Schadenverhütung ein

Netz von Dienstleistungstöchtern zur Verfügung, deren spezialisierte

Serviceangebote den Kunden und die Vertriebspartner

in Vertrags-, Risikopräventions- oder Sanierungsfragen begleiten.

So ist z.B. die KRAVAG-Umweltschutz und Sicherheitstechnik

GmbH als konzerneigene Sachverständigenorganisation für

technisches Schaden- und Risikomanagement zuständig.

Darüber hinaus aus der Konzentration von Versicherungsrisiken

entstehende Gefahren werden durch regelmäßige, auf

dem jeweils aktuellen Versicherungsbestand basierenden

Studien überwacht. So werden z.B. die Versicherungsbestände

mit Elementarrisikodeckungen in den Risikomanagementprozess

mittels Analysen der Veränderungsraten der Versicherungssummenverteilung

auf Gefahrenzonen einbezogen. Die

dadurch gewonnenen Sensitivitäten unterliegen mit definierten

Kenngrößen und Schwellenwerten einer regelmäßigen

Überwachung.

Durch Portfoliomanagement wird ein regionaler und spartenübergreifender

Risikoausgleich gesteuert. Nachfragebedingte

Risikokonzentrationen wie die Elementardeckungen in der


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 69

Sachversicherung im süddeutschen Raum werden durch

Produktgestaltung und Tarifkalkulation gesteuert.

Risikobericht

Die Rückversicherung dient der Begrenzung der Schadenhöhe

bei Einzelrisiken und bei Kumulschäden. Auf Grund des hohen

Kapitalisierungsgrades wird der R+V Konzern in einigen Sparten

den Selbstbehalt weiter erhöhen.

Schadenrückstellungen sind für bereits bekannte, aber auch

für noch unbekannte Schäden in ausreichender Höhe dotiert.

Die Abwicklung dieser Rückstellungen wird ständig verfolgt

und Erkenntnisse hieraus fließen wieder in aktuelle Schätzungen

ein.

Die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse im selbst abgeschlossenen

und übernommenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft

entwickelten sich wie in der Tabelle XIV.

dargestellt.

Als außergewöhnliche Schadenbelastung des Geschäftsjahres

ist das Sturmereignis Kyrill zu nennen. Betroffen waren hier

insbesondere die Wohngebäudeversicherungen sowie die Sparten

der gewerblichen Sachversicherung. Dieses und weitere

Großschadenereignisse hatten einen Anstieg der Versicherungsleistungen

zur Folge.

Auf Grund eines ausgeglichenen Bestandswachstums sind im

Berichtsjahr keine signifikanten Veränderungen in der Risikokonzentration

gegenüber dem Vorjahr entstanden.

Im Rahmen der Kredit- und Vertrauensschadenversicherung

sind keine spezifischen Risiken in Folge der Subprimekrise

bekannt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Kautionsversicherungen

primär mit kleinen und mittelständischen Firmenkunden

abgeschlossen wurden, die von der Krise nicht betroffen

waren. In der Warenkreditversicherung werden zwar Risiko

kunden aus allen Branchen versichert, nicht jedoch aus

dem Finanzdienstleistungssektor. Ingesamt folgt hieraus, dass

R+V nicht direkt betroffen ist, sondern maximal mittelbare

Auswirkungen entstehen könnten, falls Banken Kreditzusagen

an Firmenkunden kürzen oder diese deutlich verteuern und

somit deren Existenz gefährden würden.

Im Rahmen der D&O-Versicherung sind bislang keine im

Zusammenhang mit der Subprimekrise stehenden Schadenersatzansprüche

gemeldet worden.

Versicherungstechnische Risiken im

selbst abgeschlossenen Lebens-, Pensions- und

Krankenversicherungsgeschäft

Die versicherungstechnische Risikosituation eines Lebensversicherungsunternehmens,

einer Pensionskasse und eines

Pensionsfonds ist maßgeblich geprägt durch die Langfristigkeit

der Leistungsgarantien für den Versicherungsfall bei fest

vereinbarten Beiträgen. Zur Sicherung der Erfüllbarkeit aller

Leistungsverpflichtungen aus den Versicherungsverträgen

werden Rückstellungen gebildet. Die Berechnung dieser Rückstellungen

basiert auf Annahmen über die künftige Entwicklung

der biometrischen Risiken (Sterblichkeit, Berufsunfähigkeit

usw.), der Kapitalerträge und der Kosten. Im Bereich der

Lebensversicherung werden im Wesentlichen biometrische

Risiken abgesichert, die aus der Langlebigkeit und der Sterblichkeit

resultieren. Daneben werden unter anderem auch

Schutz gegen Berufsunfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit angeboten.

Die Gefahr, dass sich die Rechnungsgrundlagen im Laufe der

Zeit verändern, wird bei R+V durch eine sorgfältige Produktentwicklung

und durch aktuarielle Controllingsysteme beherrschbar

gemacht. Umfangreiche Risikoprüfungen vor Vertragsabschluss

verhindern eine Konzentration schlechter Risiken

im Bestand. Die Verantwortlichen Aktuare wachen darüber,

dass die Rechnungsgrundlagen neben der gegenwärtigen

Risikolage auch einem möglichen Änderungsrisiko standhalten.

Die Diversifikation der versicherten Risiken innerhalb des

Konzerns wirkt sich risikomindernd aus. Eine Erhöhung der

Sterblichkeit führt beispielsweise zu einer Belastung des Ergebnisses

bei kapitalbildenden Lebensversicherungen und Ri-


70

Risikobericht

sikoversicherungen. Gleichzeitig verbessert sich aber das

Ergebnis bei den Rentenversicherungen. Insgesamt ist das

Niveau der Absicherung biometrischer Risiken ausreichend

hoch, um auch im Falle eines signifikanten Anstiegs von Versicherungsfällen

positive Ergebnisse zu erwirtschaften.

Die überwiegende geographische Konzentration der versicherten

Risiken auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland

wird insbesondere vor dem Hintergrund der Unterschiedlichkeit

der Risiken als unbedenklich erachtet. Innerhalb

Deutschlands sind die Risiken gleichmäßig geographisch

verteilt. Es existiert kein geographisches Kumulrisiko.

Bei Kapital- und Risikoversicherungen (Versicherungen mit

Todesfallschutz) werden zur Berechnung der versicherungstechnischen

Rückstellungen abhängig vom Vertragsbeginn

die Sterbetafeln ADSt 1924/26, ADSt 1960/62 mod, ADSt

1986, DAV 1994 T sowie die unternehmensindividuelle Tafel

R+V 2000 T verwendet. Laufende Auswertungen des Versicherungsbestandes

zeigen bei allen verwendeten Sterbetafeln für

das Todesfallrisiko ein angemessenes Sicherheitsniveau, das

den Empfehlungen der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV)

entspricht.

Die Lebensversicherungsgesellschaften verwenden für die Berechnung

der versicherungstechnischen Rückstellung bei

Rentenversicherungen mit Versicherungsbeginn ab 2005 die

Rentensterbetafel DAV 2004 R. Dies ist aufsichtsrechtlich für

Neuverträge als angemessen anzusehen.

Auf Grund der zu erwartenden weiter steigenden Lebenserwartung

wurde gemäß den Empfehlungen der DAV zum 31. Dezember

2007 für den Bestand an Rentenversicherungen mit Beginnen

bis einschließlich 2004 erneut eine zusätzliche Zuführung

zur Deckungsrückstellung vorgenommen. Neuere Erkenntnisse

zur Sterblichkeitsentwicklung oder die von der DAV empfohlene

Stärkung der Sicherheitsmargen können zu weiteren Zuführungen

zur Deckungsrückstellung führen. Insgesamt kann

durch die Maßnahmen im Rentenbestand von einem stabilen

Sicherheitsniveau ausgegangen werden.

Das in Italien tätige Konzernunternehmen Assimoco Vita

S.p.A. bildet die versicherungstechnischen Rückstellungen

für Kapital- und Risikoversicherungen gemäß den gesetzlichen

Verordnungen sowie den Vorschriften der italienischen

Aufsichtsbehörde und verwendet zu ihrer Berechnung die

vom italienischen nationalen Statistikamt herausgegebenen

Sterbetafeln.

Für den Todesfallschutz der fondsgebundenen Lebens- und

Rentenversicherung bei der R+V Luxembourg Lebensversicherung

S.A. werden natürliche, d.h. mit dem Alter der versicherten

Person steigende monatliche Prämien berechnet; eine versicherungstechnische

Rückstellung für das Todesfallrisiko ist

deshalb nicht erforderlich. Die für die versicherungstechnischen

Rückstellungen der Restkreditversicherung verwendeten

Sterbe- und Invaliditätstafeln führen seit Jahren zu stabilen

Risikoüberschüssen. Eine Änderung dieser guten Risiko -

lage ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.

Aus den Urteilen des Bundesgerichtshofes vom 12. Oktober

2005 zur Ersetzung unwirksamer Klauseln in den Allgemeinen

Bedingungen der kapitalbildenden Lebensversicherung im

Treuhänderverfahren nach § 172 VVG wurden Maßnahmen

abgeleitet und zusätzliche Rückstellungen zur Risikovorsorge

nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Mögliche weitere Änderungen der Annahmen werden überwacht

und in den Rückstellungen berücksichtigt.

Das Risiko, dass die zukünftigen Kapitalerträge den garantierten

Zins auf die Rückstellungen unterschreiten, wird eingegrenzt

durch den Erhalt von genügend freien Sicherungsmitteln,

die auch in ungünstigen Kapitalmarktsituationen zur

Verfügung stehen. Mit Hilfe von Stresstests und Szenario analysen

im Rahmen des Asset-Liability-Managements wird der

notwendige Umfang von Sicherungsmitteln zur Wahrung der

Solvabilität laufend überprüft. Insbesondere werden Auswirkungen

eines lang anhaltend niedrigen Zinsniveaus an den

Kapitalmärkten systematisch geprüft.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Risikobericht

Die für 2008 deklarierte Überschussbeteiligung ist bereits

festgelegt und gesichert. Die jährliche Festlegung der Überschussbeteiligung

erfolgt so, dass mit der freien Rückstellung

für Beitragsrückerstattung und den Bewertungsreserven in

den Kapitalanlagen unter Berücksichtigung der zu erwartenden

laufenden Zinserträge noch genügend freie Mittel zur Verfügung

stehen, um das Zinsgarantierisiko abzusichern.

Das Stornorisiko wird bei der Berechnung der Deckungsrückstellung

berücksichtigt, indem die Deckungsrückstellung jeder

einzelnen Versicherung mindestens so hoch angesetzt wird

wie der jeweilige vertraglich oder gesetzlich garantierte Rückkaufswert.

Im Rahmen der Finanzaufsicht unterliegen die

Rechnungsgrundlagen für die Deckungsrückstellung auch der

Prüfung durch die BaFin.

Das Risiko hoher Einzel- oder Kumulrisiken wird durch angemessene

Rückversicherungen begrenzt.

Die Besteuerung von Kapitaleinkünften sowie von privaten

Veräußerungsgewinnen wird vom Gesetzgeber grundlegend

neu geregelt. Ab Januar 2009 unterliegen sämtliche Erträge

aus Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinnen der Abgeltungssteuer

in Höhe von 25 %. Lebensversicherungsverträge

sind hiervon nicht betroffen. Finanzprodukte wie Aktien,

Zertifikate oder Investmentfonds werden aber ab dem vorgenannten

Zeitpunkt auf Grund steuerlicher Einbußen an Attraktivität

für den Kunden verlieren. Auf Grund einer steuerbegünstigten

Übergangsregelung ist für die zweite Jahreshälfte

2008 jedoch mit einem Ansturm auf Fonds zu rechnen. Hieraus

resultieren möglicherweise Prioritätsverschiebungen innerhalb

des Vertriebskanals Banken zu Lasten des Neugeschäftes

der R+V. Um eine solche Verschiebung in den Auswirkungen

auf R+V möglichst gering zu halten, sind eine Reihe von Maßnahmen

verabschiedet worden.

Die versicherungstechnische Risikosituation eines Krankenversicherungsunternehmens

ist maßgeblich geprägt durch einen

stetigen Anstieg der Aufwendungen für Versicherungsfälle,

deren Ursachen einerseits in der Entwicklung des Bestan-

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

des und andererseits in den Verhaltensweisen der Versicherten

und der Leistungserbringer liegen.

Die R+V Krankenversicherung AG begegnet diesen Risiken

durch eine risikobewusste Annahmepolitik, die sich durch

verbindliche Annahmerichtlinien und eine sorgfältige Risikoselektion

auszeichnet sowie durch ein zielgerichtetes Leistungs-

und Kostenmanagement.

Das Leistungsinanspruchnahmeverhalten der Versicherten

wird im besonderen Maße durch Selbstbehalte in vielen Tarifen

gesteuert, deren Höhe regelmäßig überprüft wird. Zusätzlich

werden die Risiken bei Versicherungsfällen mit sehr hohen

Aufwendungen durch entsprechende Rückversicherungsverträge

begrenzt.

Gemäß gesetzlicher Vorschriften wie zum Beispiel der Kalkulationsverordnung

vergleicht R+V regelmäßig die erforderlichen

mit den kalkulierten Versicherungsleistungen. Falls sich bei

dieser Schadengegenüberstellung für eine Beobachtungseinheit

eines Tarifs eine nicht nur vorübergehende Abweichung

ergibt, werden die Tarifbeiträge angepasst. Dabei erfolgt die

Festlegung ausreichend sicherer Rechnungsgrundlagen in

Abstimmung mit einem unabhängigen Treuhänder.

Ein in die Beiträge eingerechneter Sicherheitszuschlag sorgt

zudem für einen Ausgleich bei einem eventuell überrechnungsmäßigen

Schadenverlauf.

Zur Sicherung der Erfüllbarkeit aller Leistungsverpflichtungen

aus den Versicherungsverträgen sind Rückstellungen zu bilden.

Neben den Aufwendungen für Versicherungsfälle und

dem Rechnungszins ist auch die Ausscheideordnung als Rechnungsgrundlage

von maßgeblicher Bedeutung. In der Krankenversicherung

enthält die Ausscheideordnung Annahmen

zur Sterbewahrscheinlichkeit und zu sonstigen Abgangswahrscheinlichkeiten.

Gemäß Kalkulationsverordnung sind diese

unter dem Gesichtspunkt vorsichtiger Risikoeinschätzung

festzulegen und regelmäßig zu überprüfen. Deshalb wird vom

Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) in Abstim-

71


72

Risikobericht

mung mit der BaFin in regelmäßigen Abständen eine neue

Sterbetafel entwickelt. Im Rahmen der Beitragsanpassungen

zum 1. Januar 2008 hat R+V sowohl im Neugeschäft als auch

im Bestand die neue PKV-Sterbetafel 2008 eingesetzt, sofern

eine Beitragsanpassung durchgeführt wurde.

Bei der Festlegung der rechnungsmäßigen Stornowahrscheinlichkeiten

werden sowohl eigene Beobachtungen verwendet

als auch die aktuellsten von der BaFin veröffentlichten Werte

herangezogen.

Der Rechnungszins wird regelmäßig gemäß dem von der DAV

entwickelten Verfahren zur Berechnung eines Aktuariellen

Unternehmenszinses überprüft.

Im Vergleich zur Branche der privaten Krankenversicherung

weist R+V einen deutlich höheren Anteil an Krankenzusatzversicherungen

mit unterschiedlichen Ausprägungen auf. Dies

hat eine positive Auswirkung auf die Risikosituation, wie auch

die unterdurchschnittliche Schadenentwicklung der letzten

Jahre zeigt.

Die Geschäftspolitik von R+V im Bereich der Krankenversicherung

wird durch die versicherungstechnischen Ergebnisse der

vergangenen Jahre bestätigt.

Versicherungstechnische Risiken aus dem übernommenen

Rückversicherungsgeschäft

Die herausragenden versicherungstechnischen Risiken eines

Rückversicherers liegen im Wesentlichen in einem durch Naturkatastrophen

gefährdeten Portefeuille sowie in gravierenden

Veränderungen in den Grundtrends der Hauptmärkte. Diesen

Risiken begegnet die R+V Versicherung AG als wichtigstes

Rückversicherungsunternehmen des R+V Konzerns durch eine

kontinuierliche Marktbeobachtung. Besonderer Wert wird auf

ein ausgewogenes Portefeuille sowohl im Hinblick auf die

welt weite territoriale Diversifikation als auch auf den Spartenmix

gelegt.

Die Risikosteuerung erfolgt durch eine verantwortungsvolle,

klar strukturierte und ertragsorientierte Zeichnungspolitik.

Die Übernahme von Risiken erfolgt innerhalb verbindlicher

Zeichnungsrichtlinien und -limite, die die Haftungen sowohl

im Einzelschaden- als auch im Kumulschadenbereich begrenzen,

sowie eindeutigen Zeichnungsvollmachten. Es findet eine

regelmäßige Kontrolle der Einhaltung dieser Vorgaben statt.

Die mögliche Belastung aus Katastrophenschäden nach Höhe

und Frequenz wird mittels einer marktanerkannten EDV-Software

und durch eigene, zusätzliche Verifizierungen kontinuierlich

erfasst und verfolgt. Ein wichtiges Instrument zur

Risikosteuerung ist eine systematische Kumulkontrolle, d.h.

die Kontrolle möglicher Anhäufungen mehrerer Schäden aus

einem Schadenereignis. Kumulrisiken, z.B. aus Naturkatastrophen

resultierend, werden durch eine selektive Zeichnungspolitik

zentral gesteuert.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen sind angemessen

dotiert.

Es werden unterschiedliche Maßnahmen zur Risikominderung

eingesetzt. Die Steuerung des Selbstbehaltes und der Retrozession

erfolgt unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit

und der effektiven Retrozessionskosten. Dabei gelten

Mindestanforderungen bezüglich der Bonität der Retrozessionäre.

Die Schadenentwicklung 2007 war geprägt durch eine Zunahme

der Naturereignisse im Vergleich zum Vorjahr, welches eine

außergewöhnlich niedrige Schadenbelastung aufwies. Trotz

des Großschadens Kyrill zu Beginn des Jahres 2007 blieb es bei

einer durchschnittlichen Schadenbelastung für das Gesamtjahr,

so dass zusammen mit einer disziplinierten Zeichnungspolitik

wieder eine gute Profitabilität erreicht werden konnte.

Wie bereits im Vorjahr berichtet, hat die R+V Versicherung AG

auf Grund von Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsbeziehung

zu einer ausländischen Zeichnungsagentur eine außerordentliche

Kündigung der bestehenden Verträge ausgesprochen.


XV. AKTIENSZENARIO

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 73

Risikobericht

Hierzu sind gegenwärtig mehrere Rechtsstreitigkeiten im Ausland

anhängig, wobei der Aktivprozess im Jahr 2007 rechtskräftig

beendet wurde. Für Prozess- und Anwaltskosten wurden

ausreichend Rückstellungen berücksichtigt. Die R+V Versicherung

AG sieht in diesen Vorgängen zurzeit keine Entwicklung,

die ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig

und wesentlich beeinträchtigen kann.

Risiken aus Finanzinstrumenten

Im Rahmen der Bereitstellung des Produktes „Versicherungsschutz“

sehen sich Versicherungsunternehmen hinsichtlich

der Kapitalanlage Markt-, Kredit- sowie Liquiditätsrisiken

ausgesetzt. Der R+V Konzern begegnet diesen Risiken durch

Beachtung der generellen Leitlinie einer möglichst großen

Sicherheit und Rentabilität bei Sicherstellung der jederzeitigen

Liquidität. Durch Wahrung einer angemessenen Mischung

und Streuung der Kapitalanlagen ist die Anlagepolitik dem Ziel

der Risikominimierung in besonderem Maße verpflichtet.

Die Einhaltung der Anlageverordnung sowie der aufsichtsrechtlichen

Anlagegrundsätze und Regelungen wird bei R+V

durch ein qualifiziertes Anlagemanagement, geeignete interne

Kapitalanlagerichtlinien und Kontrollverfahren, eine perspektivische

Anlagepolitik sowie sonstige organisatorische

Maßnahmen sichergestellt.

Derivative Finanzinstrumente, strukturierte Produkte oder

Asset Backed Securities werden ausschließlich nach den auf-

in Mio. Euro

Szenario 1 Szenario 2

Aktiencrash – Aktiencrash –

10 % 35 %

Marktwertänderungen der Aktien im

Vergleich zum Stichtag der

Berichtsperiode

davon erfolgsneutral im Eigenkapital zu

– 767 – 2.659

erfassen

davon erfolgswirksam in der Gewinn-

– 649 – 1.621

und Verlustrechnung zu erfassen – 118 – 1.038

sichtsrechtlichen Bestimmungen eingesetzt. Ihre Behandlung

ist in innerbetrieblichen Richtlinien explizit geregelt. Darin

enthalten sind insbesondere Volumen- und Kontrahentenlimite.

Durch ein umfangreiches und zeitnahes Berichtswesen werden

die verschiedenen Risiken regelmäßig überwacht und transparent

dargestellt.

Bei Fortschreibung der Kapitalmarktsituation vom Jahresende

2007 auf den 31. Dezember 2008 unter Beibehaltung der 2007

angewandten Methoden zur Ermittlung von dauerhaften Wertminderungen

wird das Ergebnis aus Kapitalanlagen einen positiven

Beitrag zum Jahresergebnis leisten.

Auf organisatorischer Ebene begegnet der R+V Konzern Anlagerisiken

durch eine strikte funktionale Trennung von Handel,

Abwicklung und Controlling.

Die Risiken aus Finanzinstrumenten umfassen im Einzelnen:

– Das Marktrisiko: das Risiko, auf Grund von nachteiligen Veränderungen

von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden

Faktoren wie Zins-, Aktienkurs- oder Wechselkursveränderungen

Verluste zu erleiden.

– Das Kreditrisiko: das Risiko, auf Grund des Ausfalls eines

Emittenten oder Kontrahenten Verluste zu erleiden bzw. Gewinne

nicht realisieren zu können.

XVI. ZINSSZENARIO

in Mio. Euro

Szenario 3

Zinsszenario +100bp

Marktwertänderungen der Finanzinstrumente im

Vergleich zum Stichtag der Berichtsperiode – 2.084

davon erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen – 599

davon erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung

zu erfassen – 119


74

Risikobericht

– Das Liquiditätsrisiko: das Risiko, auf Grund von nicht zeitgerechten

Liquiditätszu- und -abflüssen den Zahlungsverpflichtungen

– insbesondere aus Versicherungsverträgen –

nicht jederzeit nachkommen zu können.

Marktrisiko (Zins-, Aktienkurs- und Wechselkursrisiko)

Zur Messung möglicher Marktrisiken in den Kapitalanlagen

des R+V Konzerns wurden Szenarioanalysen durchgeführt. Im

Rahmen dieser Analysen wurde z. B. ermittelt, welche Marktwertänderungen

sich im Portfolio der R+V bei einer generellen

negativen Veränderung der Börsenkurse von 10 bzw. 35 %

ergäben. Die Ergebnisse der Szenarioanalysen sind in der

Tabelle XV. dargestellt.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich keine wesentliche Veränderung

des Aktienrisikos ergeben.

Für festverzinsliche Wertpapiere sowie für Namensschuldverschreibungen,

Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden

die Auswirkungen einer Verschiebung der Zinskurve um

einen Prozentpunkt nach oben auf den Zeitwert dieser Wertpapiere

und Ausleihungen ermittelt, wie in der Tabelle XVI.

dargestellt.

Die Differenz zwischen der gesamten Marktwertänderung der

Finanzinstrumente von 2.084 Mio. Euro und den dargestellten

Auswirkungen auf den Abschluss in Höhe von 718 Mio. Euro ist

XVII. FREMDWÄHRUNGSRISIKO

XVIII. KREDITQUALITÄT DES PORTFOLIOS

Rating-Kategorien der festverzinslichen Wertpapiere –

Kredite und Forderungen

in Mio. Euro 2007 % 2006 %

AAA 11.129 49 9.841 47

AA 8.608 37 7.802 36

A 3.097 13 3.508 16

BBB 25 – 80 –

BB und niedriger – – – –

Kein Rating 244 1 223 1

Gesamt 23.103 100 21.454 100

auf die Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen

zurückzuführen. In dieser Position führt die Veränderung

der Zinskurve zu einer Veränderung des Saldos aus stillen

Reserven und Lasten, wirkt sich aber nicht auf die Bilanz

oder das Jahresergebnis aus.

Die Angaben in den oben stehenden Tabellen können tatsächliche

zukünftige Marktwertverluste jedoch nur näherungsweise

approximieren, da gegensteuernde Maßnahmen sowie in

Teilbereichen existierende Absicherungskonzepte nicht berücksichtigt

wurden. Zudem würden sich die Auswirkungen

auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital des Konzerns

durch die Berücksichtigung von Steuerauswirkungen und die

Anteile der Rückversicherer

an den Forderungen Versicherungsversicherungstechnischen

und sonstige technische Schulden und

in Mio. Euro Finanzinstrumente Rückstellungen Aktiva Rückstellungen sonstige Passiva

2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006

USD 1.175 1.358 3 3 16 29 102 119 13 13

GBP 542 546 – – 6 5 17 18 5 4

JPY 277 307 – – 3 5 12 16 2 2

CHF 209 187 – – 1 1 8 7 2 2

Übrige 1.832 1.536 – – 55 44 72 62 19 16

Gesamt 4.035 3.934 3 3 81 84 211 222 41 37


XIX. KREDITQUALITÄT DES PORTFOLIOS

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 75

Risikobericht

Rating-Kategorien der festverzinslichen Wertpapiere –

Jederzeit veräußerbar

in Mio. Euro 2007 % 2006 %

AAA 4.839 44 4.524 41

AA 2.746 24 2.123 19

A 2.275 20 2.036 18

BBB 1.029 9 1.208 11

BB und niedriger 351 3 306 3

Kein Rating 2 – 939 8

Gesamt* 11.242 100 11.136 100

* ohne Aktien und Beteiligungen

Bildung von Rückstellungen für Beitragsrückerstattung reduzieren.

Ergänzend zu den Stress-Simulationen wird für den Bestand

der festverzinslichen Wertpapiere und Ausleihungen regelmäßig

eine Durationsanalyse durchgeführt.

Fremdwährungspositionen werden im Wesentlichen zur Beimischung

im Rahmen unseres aktiven Portfoliomanagements in

Aktien und Rententiteln gehalten. Die daraus resultierenden

Wechselkursrisiken unterliegen der ständigen Beobachtung.

Im Verlauf des Jahres 2007 wurden Teilbestände der in Wertpapierfonds

gehaltenen Fremdwährungspositionen mittels eines

Währungsoverlaymanagements gesichert.

In Fremdwährungen bestehende Verpflichtungen aus dem

Rückversicherungsgeschäft werden möglichst kongruent mit

Kapitalanlagen in den entsprechenden Fremdwährungen bedeckt,

so dass sich auf Grund des korrelativen Effektes Währungskursgewinne

und -verluste weitgehend neutralisieren.

Im Rahmen der Berichterstattung quantitativer Daten zur

Exposition bezüglich des Währungsrisikos zum Abschlussstichtag

werden in der Tabelle XVII. die Fremdwährungsposten

des R+V Konzerns dargestellt.

XX. KREDITQUALITÄT DES PORTFOLIOS

Rating-Kategorien der festverzinslichen Wertpapiere –

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete

finanzielle Vermögenswerte (ohne Handelsabsicht)

in Mio. Euro 2007 % 2006 %

AAA 499 61 542 55

AA 233 28 361 37

A 90 11 78 8

BBB 1 – – –

BB und niedriger – – – –

Kein Rating – – – –

Gesamt 823 100 981 100

Kreditrisiko

Die Steuerung der Kreditrisiken aus der Kapitalanlage erfolgt

innerhalb des durch die Vorschriften des VAG und der Anlagenverordnung

sowie durch aufsichtsrechtliche Rundschreiben

und interne Anlagerichtlinien definierten Handlungsrahmens.

Grundsätzlich sind nur Investmentgrade-Titel als Anlage für

das gebundene Vermögen zulässig.

Das Anlageverhalten ist darauf ausgerichtet, Risikokonzentrationen

im Portfolio zu vermeiden und durch eine weitgehende

Diversifikation der Anlagen zur Minimierung der Risiken beizutragen.

Darüber hinaus handelt es sich bei einem Großteil

der festverzinslichen Wertpapiere und Ausleihungen um Emissionen,

die von der öffentlichen Hand, öffentlich-rechtlichen

Instituten oder Banken mit hervorragendem Rating ausgegeben

wurden, zum Beispiel Bundesanleihen oder Pfandbriefe.

Das maximale Kreditrisiko des Portfolios wird quartalsweise

ermittelt und der festgelegten Verlustobergrenze für das

Kreditrisiko gegenübergestellt. Kontrahentenrisiken werden

durch das Limitsystem begrenzt. Eine Analyse der Emittentenstruktur

des Bestandes ergab kein signifikantes Konzentrationsrisiko.

Das Ratingverfahren des Konzerns sieht entsprechend dem

BaFin-Rundschreiben R15/2005 die Verwendung des zweit-


76

Risikobericht

XXI. KREDITRISIKO

in Mio. Euro

davon zum davon nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern

Abschlussstich- davon zum überfällig

Bilanzwert tag weder Abschlussstich- weniger zwischen zwischen zwischen zwischen

zum 31. Dezem- wertgemindert tag wert- als 30 30 und 60 und 90 und 180 und mehr als

Bilanzposten ber 2007 noch überfällig gemindert Tage 60 Tagen 90 Tagen 180 Tagen 360 Tagen 360 Tage

Jederzeit veräußerbar 19.735 19.483 252 – – – – – –

Kredite und Forderungen 23.103 23.069 7 10 – – – 8 9

Handelsbestände

Erfolgswirksam zum beizulegenden

Zeitwert bewer -

tete Finanzinstrumente

319 319 – – – – – – –

(ohne Handelsabsicht)

Forderungen aus dem

823 823 – – – – – – –

Versicherungsbetrieb 385 294 – 32 20 21 8 4 6

Sonstige Forderungen* 401 400 1 – – – – – –

* Ohne Forderungen aus Steuern, da diese keine Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 7 darstellen. Forderungen aus dem Versicherungsbetrieb werden nicht

wertgemindert, sondern mit Einleitung des Mahnverfahrens vollständig ausgebucht.

besten veröffentlichten Anleiheratings der Ratingagenturen

vor. Dieses Rating wird monatlich überprüft. Für Papiere ohne

Rating wird ein internes Rating ermittelt, das auf den Faktoren

Emittent, Besicherung oder Darlehensart beruht.

Die Tabellen XVIII. bis XX. zeigen die Ratingverteilung aller als

Jederzeit veräußerbar oder als Kredite und Forderungen sowie

der als Mit dem Zeitwert erfolgswirksam bewertete finanzielle

Finanzinstrumente (ohne Handelsabsicht) gekennzeichneten

Zinstitel.

Mehr als 96 % der als Jederzeit veräußerbar klassifizierten

Titel weisen ein Standard & Poor’s Rating gleich oder besser als

„BBB“, mehr als 66 % eines gleich oder besser als „AA“ auf.

Die Analyse des maximalen Kreditrisikos und der Altersstruktur

überfälliger, aber nicht wertberichtigter Posten ergab das

in der Tabelle XXI. dargestellte Bild.

Ausstehende Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen

Versicherungsgeschäft, deren Fälligkeitszeitpunkt am Bilanzstichtag

mehr als 90 Tage zurücklag, betrugen rund 39 Mio.

Euro (Vorjahr rund 50 Mio. Euro). Uneinbringliche Forderungen

gegenüber Versicherungsnehmern werden in Form einer

Pauschalwertberichtigung unmittelbar als Minderung der Beitragseinnahmen

gebucht. Die Pauschalwertberichtigungsquote

im R+V Konzern betrug im Durchschnitt der letzten drei

Jahre rund 1 % (Vorjahr 1 %). Bei Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern

lag die durchschnittliche Ausfallquote

der letzten drei Jahre bei rund 3 % (Vorjahr 3 %). Von den Forderungen

aus dem abgegebenen Versicherungsgeschäft bestehen

86 % (Vorjahr 84 %) gegenüber Unternehmen mit einem

Rating gleich oder besser als „A“ sowie rund 1 % (Vorjahr 3 %)

gegenüber Unternehmen mit einem Rating gleich „BBB“; die

restlichen Forderungen bestehen gegenüber Unternehmen

ohne Ratingbewertung.

Die im R+V Konzern zum Bilanzstichtag 2007 gehaltenen

Sicherheiten sind in der Tabelle XXII. dargestellt.


XXII. GEHALTENE SICHERHEITEN

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 77

Risikobericht

davon zum davon zum Bilanz-

Bilanzstichtag Stichtag überfälligen,

wertgeminderten aber nicht wertbe-

Stichtagsbestand Vermögenswerten richtigten Vermögens- Stichtagsbestand

in Mio. Euro

Art der Sicherheit

2007 zuzuordnen werten zuzuordnen 2006

Grundpfandrechte 3.584 7 27 3.563

Bankbürgschaft 769 – 1 688

Abtretung Sparguthaben 69 – – 62

Abtretung Festgeld 267 – – 215

Verpfändung von Depotwerten 14 – – 8

Abtretung Lebensversicherung 772 1 4 803

Guthaben auf Anderkonto

Vom Insolvenzverwalter eingezogene

1 – – 1

Sicherheit

Bürgschaft von Nichtbanken

4 – – –

(inkl. Gesellschaftern) 160 – – 47

Bürgschaft der Firmen untereinander

Rückbürgschaft (in Obligohöhe) für die

5 – – 3

Vorgängerfirma 2 – – 1

Sonstige Sicherheit 19 – – 6

Gesamt 5.666 8 32 5.397

Liquiditätsrisiko

Die Liquiditätsrisiken des R+V Konzerns werden zentral

gesteuert. Für alle R+V Gesellschaften wird im Rahmen der

Mehrjahresplanung eine integrierte Simulation zur Bestandsund

Erfolgsentwicklung im Kapitalanlagebereich sowie zur

Entwicklung des Cashflows durchgeführt.

Basis der Steuerung ist der prognostizierte Verlauf aller

wesentlichen Zahlungsströme aus dem versicherungstechnischen

Geschäft, den Kapitalanlagen und der allgemeinen

Verwaltung.

Im Rahmen einer monatlich aktualisierten Liquiditätsberichterstattung

für das laufende Jahr wird die erwartete Entwicklung

des Cashflows auf Einzelgesellschaftsebene detailliert

dargestellt.

Darüber hinaus wird im Cash Management ergänzend eine

taggenaue Planung der Zahlungsströme vorgenommen.

Auf Grund der für den gesamten Planungszeitraum prognostizierten

jährlichen Liquiditätsüberschüsse und der hohen Fungibilität

der Wertpapierbestände ist die jederzeitige Erfüllbarkeit

der Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherungsnehmern

gewährleistet.

In den Tabellen XXIII. bis XXVIII. sind Laufzeiten finanzieller

Vermögenswerte und Schulden des R+V Konzerns dargestellt.

Gemäß IFRS 7 B14 sind undiskontierte Bruttozahlungsströme

inklusive Zinszahlungen anzugeben, daher sind die dargestellten

Beträge gegebenenfalls nicht mit den in der Bilanz ausgewiesenen

Werten abstimmbar.


78

Risikobericht

XXIII. FÄLLIGKEITEN FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN (2007)

Unbe-

> 1 Monat, > 3 Monate, > 1 Jahr, stimmte

in Mio. Euro ≤ 1 Monat ≤ 3 Monate ≤ 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Laufzeit Summe

Finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen 439 607 1.599 9.355 21.239 276 33.515

Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente

Mit dem Zeitwert erfolgswirksam bewertete finanzielle

90 256 1.078 5.611 9.346 8.325 24.706

Finanzinstrumente 413 59 29 382 746 – 1.629

davon Handelsbestände

davon erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

bewertete finanzielle Vermögenswerte

408 46 7 32 24 – 517

(ohne Handelsabsicht) 5 13 22 350 722 – 1.112

Depotforderungen – – – 166 – – 166

Forderungen aus SAG* 92 41 107 77 – 2 319

Abrechnungsforderungen 40 24 2 – – – 66

Sonstige Forderungen 129 14 43 135 12 70 403

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 395 – – – – – 395

Finanzielle Schulden

Nachrangige Verbindlichkeiten – – 1 21 21 – 43

Depotverbindlichkeiten 18 – 3 44 20 10 95

Verbindlichkeiten aus SAG* 20 96 408 440 645 2 1.611

Abrechnungsverbindlichkeiten 129 6 5 – – – 140

Anleihen – – – 20 5 – 25

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 30 11 79 77 – 201

Negative Marktwerte aus Derivaten 1 1 6 13 15 – 36

Verbindlichkeiten aus Kapitalisierungsgeschäften 22 6 31 423 1 297 780

Unwiderrufliche Kreditzusagen (brutto) 121 – – – – – 121

Eventualschulden – – – – – – –

* SAG: selbst abgeschlossenes Geschäft

Besondere Risikosituation an den Kapitalmärkten

R+V ist von der Hypothekenkrise in den USA nicht unmittelbar

betroffen, da weder direkt noch indirekt in das Subprimesegment

investiert wurde. Ausfälle waren deshalb keine zu verzeichnen.

Auf Grund der Spreadausweitung auf den Rentenmärkten

in Folge der Subprimekrise kam es zu Marktwertverlusten

bei Zinstiteln. Diese haben sich auf den Abschluss

lediglich in Form eines erfolgsneutralen Rückgangs der Neubewertungsrücklage

ausgewirkt. Der Rückgang betrug nach

latenten Steuern und nach latenter Rückstellung für Beitragsrückerstattung

78 Mio. Euro.

Risiken aus Beteiligungen

Die im R+V Konzern nicht konsolidierte spanische Versicherungsgesellschaft

Seguros RGA, an der die R+V Allgemeine

Versicherung AG eine Minderheitsbeteiligung hält, sieht sich

einem Wertverlust des Kapitalanlage-Portfolios ausgesetzt.

Im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs zwischen der

Seguros RGA und der Société Genérale erfolgte eine Auflösung

der synthetischen Kapitalanlageprodukte (CDO's), verbunden

mit einem Verlust für Seguros RGA in Höhe von 46 Mio. Euro.

Mit der im November 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung

wurde der Verlust ausge glichen. Von dem auf die R+V Allge-


XXIV. FÄLLIGKEITEN FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN (2006)

Unbe-

> 1 Monat, > 3 Monate, > 1 Jahr, stimmte

in Mio. Euro ≤ 1 Monat ≤ 3 Monate ≤ 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Laufzeit Summe

Finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen 393 419 1.632 9.203 19.997 37 31.681

Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente

Mit dem Zeitwert erfolgswirksam bewertete finanzielle

326 272 884 5.701 8.823 7.933 23.939

Finanzinstrumente 720 56 111 392 1.022 8 2.309

davon Handelsbestände

davon erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

bewertete finanzielle Vermögenswerte

712 17 16 63 50 – 858

(ohne Handelsabsicht) 8 39 95 329 972 8 1.451

Depotforderungen – – – 169 – – 169

Forderungen aus SAG* 105 45 99 84 – 4 337

Abrechnungsforderungen 66 5 2 – – – 73

Sonstige Forderungen 161 – 4 46 6 36 253

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 528 – – – – – 528

Finanzielle Schulden

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Risikobericht

Nachrangige Verbindlichkeiten – – 1 20 22 – 43

Depotverbindlichkeiten 17 – 3 43 19 – 82

Verbindlichkeiten aus SAG* 19 89 641 474 693 1 1.917

Abrechnungsverbindlichkeiten 111 6 4 – – – 121

Anleihen – – – 19 5 – 24

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 26 1 72 95 1 196

Negative Marktwerte aus Derivaten 7 1 9 16 22 – 55

Verbindlichkeiten aus Kapitalisierungsgeschäften 9 21 112 390 – 199 731

Unwiderrufliche Kreditzusagen (brutto) 123 – – – – – 123

Eventualschulden – – 3 – – 3 6

meine Versicherung AG im Rahmen ihrer aktuellen Beteiligungsquote

entfallenden Betrag in Höhe von 12 Mio. Euro

wurden 4,5 Mio. Euro als erste Tranche bereits eingezahlt.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken sind Risiken aus dem allgemeinen Geschäftsbetrieb.

Sie entstehen durch menschliches Verhalten,

technologisches Versagen, Prozess- oder Projektmanagementschwächen

oder durch externe Einflüsse.

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Das interne Kontrollsystem

Das wesentliche Instrument des R+V Konzerns zur Begrenzung

der operationellen Risiken stellt das interne Kontrollsystem

dar. Durch Regelungen und Kontrollen in den Fachbereichen

und durch die Überprüfung der Anwendung und Wirksamkeit

der internen Kontrollsysteme durch die Konzernrevision wird

dem Risiko von Fehlentwicklungen und dolosen Handlungen

in der Verwaltung vorgebeugt. Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen

werden weitgehend maschinell unterstützt.

Im Benutzerprofil hinterlegte Vollmachten und Berechtigungs

regelungen sowie maschinelle Vorlagen zur Freigabe auf

79


80

Risikobericht

XXV. FÄLLIGKEITEN – ANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGEN (2007)

> 1 Jahr, unbestimmte

in Mio. Euro ≤ 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Laufzeit Gesamt

Beitragsüberträge 26 2 1 – 29

Deckungsrückstellung 6 22 34 19 81

Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 76 83 58 – 217

Gesamt 108 107 93 19 327

XXVI. FÄLLIGKEITEN – ANTEILE DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGEN (2006)

> 1 Jahr, unbestimmte

in Mio. Euro ≤ 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Laufzeit Gesamt

Beitragsüberträge 14 2 1 – 17

Deckungsrückstellung 6 22 35 1 64

Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 74 91 77 – 242

Gesamt 94 115 113 1 323

Grund des hinterlegten Zufallsgenerators geben zusätzliche

Sicherheit. Manuelle Auszahlungen werden grundsätzlich

nach dem Vier-Augen-Prinzip freigegeben.

Compliance-Organisation

Die R+V verfügt über eine Compliance-Organisation mit den

Teilkomponenten Kartellrecht, Geldwäsche, Boykottliste,

Datenschutz, Außenwirtschaftsverordnung, Insidergeschäfte

und dolose Handlungen.

In der Compliance-Konferenz unter Vorsitz des Compliance-

Beauftragten der R+V berichten die Themenverantwortlichen

über wesentliche Vorfälle innerhalb der R+V.

Neben der Berichterstattung an die Risikokonferenz berichtet

der Compliance-Beauftragte der R+V unmittelbar an den Vorstandsvorsitzenden.

Risikomanagement im Vertriebsbereich

Den Vertriebsrisiken begegnet der R+V Konzern mit intensiven

Schulungen des Außendienstes und einem Bündel von analy-

sierenden und qualitätssichernden Maßnahmen, wozu insbesondere

geeignete Annahmerichtlinien gehören.

Die Vertriebsorganisation wird entsprechend den sich ändernden

Anforderungen im Markt für Vorsorge und Versicherung

ständig funktional und personell weiterentwickelt und qualifiziert.

Die vertrieblichen Risiken werden anhand von Frühwarnindikatoren,

die insbesondere die Veränderungen im Markt und

Wettbewerb anzeigen, laufend und systematisch beobachtet;

gegebenenfalls werden hieraus frühzeitig geeignete Maßnahmen

zur Abwehr bzw. Vermeidung dieser Risiken ergriffen.

Der Risikomanagementprozess umfasst die gesamte Vertriebsstruktur,

d. h. sowohl die zentralen als auch die dezentralen

Organisationseinheiten.

Am 22. Mai 2007 ist das Gesetz zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts

in Kraft getreten. R+V hat sich auf dieses

Gesetz frühzeitig vorbereitet und die entsprechenden Ver-


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Risikobericht

XXVII. FÄLLIGKEITEN – VERSICHERUNGSTECHNISCHE BRUTTORÜCKSTELLUNGEN (2007)

> 1 Jahr, unbestimmte

in Mio. Euro ≤ 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Laufzeit Gesamt

Beitragsüberträge 1.010 22 7 – 1.039

Deckungsrückstellung 1.625 5.587 11.904 11.429 30.545

Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.979 1.740 932 – 4.651

Rückstellungen für Beitragsrückerstattung 733 473 858 3.714 5.778

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 49 2 1 20 72

Gesamt 5.396 7.824 13.702 15.163 42.085

XXVIII. FÄLLIGKEITEN – VERSICHERUNGSTECHNISCHE BRUTTORÜCKSTELLUNGEN (2006)

> 1 Jahr, unbestimmte

in Mio. Euro ≤ 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Laufzeit Gesamt

Beitragsüberträge 1.005 57 2 – 1.064

Deckungsrückstellung 1.592 5.739 11.844 9.728 28.903

Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.887 1.648 880 – 4.415

Rückstellungen für Beitragsrückerstattung 599 483 777 3.746 5.605

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 82 5 5 1 93

Gesamt 5.165 7.932 13.508 13.475 40.080

änderungen in Geschäftsprozessen, wie beispielsweise die Einführung

von Beratungsprotokollen im Verkauf, zusammen mit

den Vertriebspartnern umgesetzt. Die Aktivitäten für die Registrierung

der Vermittler im gesetzlich vorgesehenen Vermittlerregister

wurden so zeitnah begonnen, dass die Registrierung

der gebundenen Versicherungsvermittler der R+V bereits

erfolgen konnte.

Risikomanagement im IT-Bereich

Durch die enge Verzahnung von Geschäftsprozessen und IT-

Abläufen ist es erforderlich, die IT-Unterstützung flexibel und

anpassungsfähig an sich ändernde Rahmenbedingungen aufzustellen.

Dies wird durch eine prozess- und serviceorientierte

Ausrichtung der IT-Organisation erreicht.

Im IT-Bereich gewährleisten umfassende Schutzvorkehrungen

die Sicherheit von Daten und Anwendungen sowie die Auf-

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

rechterhaltung des laufenden Betriebes. Eine besondere

Gefahr wäre der teilweise oder totale Ausfall von Systemen.

R+V hat hier Vorsorge getroffen durch zwei getrennte Rechenzentrumsstandorte

mit Daten- und Sys tem spiegelung, besonderer

Zutrittssicherung, sensiblen Brandschutzvorkehrungen

und abgesicherter Stromversorgung über Notstromaggregate.

Ein definiertes Wiederanlaufverfahren für den Katastrophenfall

wird durch turnusmäßige Übungen auf Wirksamkeit überprüft.

Datensicherungen erfolgen in unterschiedlichen R+V-

Gebäuden mit hochabgesicherten Räumen. Als Maßnahme

einer unabhängigen Prüfung der Desaster Recovery Capability

werden ab 2008 darüber hinaus die Daten auf einen Bandroboter

in einem entfernten, ausgelagerten Standort gespiegelt.

Somit sind die Daten auch nach einem Totalverlust aller

Rechenzentren in Wiesbaden vorhanden.

81


82

Risikobericht

Die Telekommunikationsinfrastruktur ist hochredundant

ausgelegt – sowohl intern in den Gebäuden als auch für den

Zugriff zum externen Netz.

Die IT-Sicherheitsstrategie wird kontinuierlich überprüft und

an die aktuelle Bedrohungslage angepasst. Ebenso wird die

Gültigkeit der IT-Sicherheitsprinzipien regelmäßig geprüft.

Für 2008 ist die Durchführung einer unabhängigen Prüfung

der Informationssicherheit in Planung.

Die Qualitätssicherung im IT-Bereich erfolgt durch etablierte

Prozesse unter Verwendung von Best Practices. Alle servicerelevanten

Ereignisse werden erfasst und entsprechend ihrer

Klassifizierung verfolgt. In einer täglich stattfindenden Konferenz

werden die aktuellen Themen behandelt und der Bearbeitung

zugeordnet. Im monatlich stattfindenden Service-

Control-Meeting werden unter Beteiligung aller IT-Bereichsleiter

bei Überschreitung festgelegter Schwellenwerte in Bezug

auf Systemverfügbarkeiten und -antwortzeiten Problemschwerpunkte

eskaliert, Gegenmaßnahmen abgestimmt und

verfolgt sowie Konzepte zur Störungsvermeidung erarbeitet

und umgesetzt.

Risikobeurteilung bei großen Projekten und Investitionen

Für die Planung und Durchführung von Projekten und Investitionen

hat der R+V Konzern verbindliche Vorgaben festgelegt.

Die größeren Projekte und Investitionen werden je nach Themenschwerpunkt

regelmäßig in der Investitions-, der Produktkommission

oder im Finanzausschuss beurteilt. Besonderes

Augenmerk wird dabei auf Ergebnisse, Probleme und (Gegen-)

Maßnahmen sowie Budgeteinhaltung gelegt. Erforderliche

Kurskorrekturen werden sofort eingeleitet. Darüber

hinaus erfolgt die Abstimmung mit der Risikokonferenz der

R+V.

Business Continuity Management

Das etablierte Notfallmanagement der R+V wird sukzessive zu

einem ganzheitlichen Business Continuity Managementsystem

ausgebaut, unter Nutzung der Risikomanagement-Organisation,

erweitert um eine zentrale Koordinationsfunktion.

Ein Gremium mit den verantwortlichen Krisenmanagern für

IT-Technik, Gebäude und Personal unterstützt hierbei in fach -

lichen Themenstellungen, dient der Vernetzung der Notfallmanagement-Aktivitäten

im R+V Konzern, und berichtet über

wesentliche Feststellungen und über die durchgeführten Notfallübungen

an die Risikokonferenz der R+V.

Externe Einflüsse

Veränderungen in den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen

Rahmenbedingungen unterliegen einer ständigen Beobachtung,

um rechtzeitig auf Chancen und Risiken reagieren zu

können.

Von besonderer Bedeutung für die Versicherungsbranche und

ihr Geschäftsmodell ist die am 1. Januar 2008 in Kraft getretene

Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG).

Die Ziele der Reform sind die Modernisierung des Rechts, eine

Erhöhung der Transparenz und die Verbesserung des Verbraucherschutzes.

R+V begrüßt diese Ziele grundsätzlich, durch

das VVG wird sich das Produkt Versicherung qualitativ weiter

verbessern. Durch die gegenüber dem am 13. März 2006 erstmals

veröffentlichten Entwurf des Gesetzes vorgenommenen

Änderungen sind die Risiken für die Versicherungsunternehmen

nunmehr zum Teil deutlich verringert worden.

Die ursprünglich vorgesehene Rückwirkung der neuen Rückkaufswertregelungen

auf bestehende Lebensversicherungsverträge

wurde im endgültigen VVG gestrichen. Damit sind die

entsprechenden Zusatzkosten deutlich gemindert worden.

Die vorgesehene Form der Beteiligung der Versicherungsnehmer

an den Bewertungsreserven sieht unter anderem nach wie

vor die Einbeziehung von Bewertungsreserven aus festverzinslichen

Anlagen vor. Allerdings wurde nunmehr das Primat aufsichtsrechtlicher

Regelungen gegenüber dem VVG klargestellt.

Dies ermöglicht ein Eingreifen in die Beteiligung an den Bewertungsreserven

bei gewissen Kapitalmarktentwicklungen,

um die künftige Risikotragfähigkeit des Unternehmens zu

sichern. Hierzu sind entsprechende Einzelanpassungen des

Versicherungs-Aufsichtsrechts zu erwarten.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Risikobericht

Die Neuregelungen bezüglich der Rückkaufswerte und der

Überschussbeteiligung sind in der Auslegung von Einzelfragen

nunmehr geklärt, die Regelungen zur Beteiligung der Versicherungsnehmer

an den Bewertungsreserven sind mit der

BaFin grundsätzlich abgestimmt. Damit ist das Risiko minimal,

dass entsprechende Verfahrensfragen in gerichtlichen

Verfahren geklärt werden müssen.

R+V hat frühzeitig im April 2006 mit der Umsetzung der Anforderungen

aus dem neuen VVG in einem zentralen Vorhaben

begonnen und diese termingerecht zum 1. Januar 2008 erfüllt.

Sämtliche für die Abwicklung des Versicherungsgeschäfts

notwendigen Prozesse laufen seither reibungslos. 2008

sind noch Restaktivitäten zur Umsetzung der dem VVG zugeordneten

Informationspflichtenverordnung sowie zur Umstellung

der Versicherungsbedingungen und zur Anpassung von

VVG-Regelungen des Bestands mit Abschlussdaten vor dem

1. Januar 2008 zu erledigen. Das VVG sieht diese Bestandsanpassung

mit Wirkung ab 1. Januar 2009 vor. Aus diesen Aktivitäten

sind keine besonderen Risiken zu erwarten.

R+V hat damit die Herausforderungen der VVG-Reform weitgehend

bewältigt und wird die damit zusammenhängenden

Chancen nutzen.

Die R+V Krankenversicherung AG sieht sich durch das Wettbewerbsstärkungsgesetz

für die gesetzliche Krankenversicherung

besonderen Risiken ausgesetzt. Dieses Gesetz greift stark

in das bisherige Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherer

ein. So können Angestellte künftig erst dann in die private

Krankenversicherung wechseln, wenn sie in drei aufeinander

folgenden Jahren die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten.

Die Übertragbarkeit der anteiligen Alterungsrückstellung

bei Wechsel einer Krankheitskostenvollversicherung

zu einem anderen privaten Krankenversicherungsunternehmen

wird ab 2009 im Neugeschäft die Beiträge erhöhen. Auch

die Finanzierung der Beitragsbegrenzungen im Basistarif wird

zu deutlichen Prämiensteigerungen führen.

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

Der Wettbewerb wird sich daher bereits ab 2008 deutlich

verschärfen. Die R+V Krankenversicherung AG ist auf Grund

guter Produkt- und Unternehmensratings hierfür hervorragend

positioniert.

Solvency II

Die EU-Kommission arbeitet seit einigen Jahren intensiv an

einem neuen Aufsichtsmodell für Versicherungen mit dem

Arbeitstitel Solvency II.

Die im Juli 2007 erschienene Rahmenrichtlinie enthält erste

Konkretisierungen hinsichtlich der Ausgestaltung des 3-Säulen-Konzeptes.

Zentraler Ausgangspunkt ist eine ganzheitliche

Beurteilung und Steuerung der Risiken und der Kapitalausstattung

eines Versicherungsunternehmens.

R+V ist durch interne Projekte und Arbeitskreise sowie durch

die Mitarbeit in Arbeitsgruppen des Gesamtverbands der

deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der BaFin

auf die künftigen Herausforderungen eingestellt und schafft

somit die Grundlage einer erfolgreichen Umsetzung der mit

Solvency II einhergehenden Anforderungen. Hierzu gehört

auch die aktive Teilnahme an den Auswirkungsstudien zu Solvency

II (QIS).

Ein wesentlicher Bestandteil ist außerdem die laufende

Weiterentwicklung des ökonomischen Risikokapitalmodells,

um den zukünftigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an

interne Modelle gerecht zu werden. Die Weiterentwicklung

wird gesteuert durch ein ressortübergreifendes Projekt.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Insgesamt zeigen die hier dargelegten Prozesse, Instrumente

und Analysemethoden, dass dem R+V Konzern ein ganzheitliches

integriertes System zur Verfügung steht, das im Sinne

eines effizienten Risikomanagements den Erfordernissen der

Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken gerecht

wird.

83


84

Risikobericht / Prognosebericht

Hieraus sind zur Zeit keine Entwicklungen erkennbar, die die

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nachhaltig

und wesentlich beeinträchtigen könnten.

Weiterentwicklungen vor dem Hintergrund des europäischen

Projektes Solvency II und den Mindestanforderungen an das

Risikomanagement (MaRisk) für Versicherungen werden permanent

überprüft und umgesetzt.

Prognosebericht

Das Jahr 2008 wird für die Versicherer eine Vielzahl von Herausforderungen

bieten. So wird zwar das deutsche Bruttoinlandsprodukt

auch im kommenden Jahr steigen, allerdings gehen

davon kaum Impulse für die Versicherungswirtschaft aus.

Der GDV prognostiziert, dass die Beiträge im Versicherungsmarkt

2008 um 1,5 % zulegen werden. Das stärkste Wachstum

wird für die Lebensversicherung (+ 2 %) und für die Krankenversicherung

(+ 3 %) erwartet. Für die Schaden- und Unfallversicherung

geht der Verband von einem stabilen Beitragsvolumen

aus.

Wichtige Parameter, die die Versicherungswirtschaft im kommenden

Jahr beeinflussen werden, sind das neue VVG und die

Abgeltungssteuer auf Kapitalanlageerträge. Das neue VVG wird

sich sowohl auf das bislang gängige Vertriebsmodell der Versicherungswirtschaft

auswirken als auch auf die Ertragslage.

Die Auswirkung auf das Vertriebssystem folgt aus der Vorschrift,

dem Kunden im Verkaufsgespräch deutlich mehr Informationen

zur Verfügung zu stellen als bislang üblich. Die Aufgabe

des Alles-oder-Nichts-Prinzips in der Schadenbearbeitung

wird die Schadenkosten der Versicherer erhöhen.

Trotz dieser eher schwierigen Rahmenbedingungen geht

R+V davon aus, auch 2008 erneut stärker zu wachsen als der

Branchendurchschnitt. Im Gesamtkonzern wird eine Beitragssteigerung

von rund 3 % erwartet.

Auf Grund der Produktvielfalt der R+V Lebensversicherungsunternehmen

sieht R+V zwar nach wie vor gute Wachstumspotenziale

in diesem Bereich, eine hohe Anzahl von Vertragsabläufen

wird jedoch das Erreichen eines Beitragswachstums erschweren.

Allerdings hofft R+V auf deutliche Wachstumsimpulse

aus verschiedenen, im Jahr 2007 angestoßenen Projekten

zur Stärkung des Bankenvertriebs. Darüber hinaus sollen

mit neuen Produkten die Vertriebschancen genutzt werden.

In der privaten Krankenversicherung erwartet R+V in der

zweiten Jahreshälfte Wachstumsimpulse in Folge der zweiten

Stufe der Gesundheitsreform, die die Wechselmöglichkeiten

privat Versicherter erhöht. Mit ihren guten Produkten und

der vielfach ausgezeichneten Unternehmensqualität wird die

R+V Krankenversicherung für viele wechselwillige Kunden

eine attraktive Alternative darstellen.

Auch in der Schaden-/Unfallversicherung ist weiteres Wachstum

geplant. Innovative Produkte, aber auch eine Erweiterung

des Vertriebswegemixes durch einen Kfz-Direktversicherer

stellen für 2008 weitere Wachstumspotenziale dar. Es wird

jedoch mit einem niedrigeren Wachstum als 2007 gerechnet,

ursächlich hierfür ist vor allen Dingen das Auslaufen der

Kooperation mit dem ADAC im Kfz-Geschäft.

In der übernommenen Rückversicherung strebt der R+V Konzern

ein Beitragswachstum von 10 % an. Auf Grund von

Kompetenz und Serviceorientierung ist R+V für kleine und

mittelständische Versicherungsunternehmen weltweit eine

Alternative zu den großen Rückversicherern. Mittelfristig soll

die aktive Rückversicherung ein Beitragsvolumen von 1 Mrd.

Euro erreichen.

Bei den Schadenaufwendungen im Konzern erwartet R+V eine

Steigerung von knapp 4 %. Die Hauptursache für diese gegenüber

2007 höheren Schadenaufwendungen sind hohe Ablaufleistungen

in der Lebensversicherung. Aber auch in der

Schaden- und Unfallversicherung wird wegen Preissteigerungen

sowie den neuen Regeln der Schadenbearbeitung durch

die VVG-Reform mit steigenden Schadenaufwendungen

gerechnet.


Für die Entwicklung der Kapitalmärkte ist kein eindeutiger

Trend erkennbar. Die Volatilität aller Anlageklassen ist in den

letzten Jahren bereits kontinuierlich angestiegen. Entsprechend

vorsichtig wird R+V diesbezüglich agieren. Ohne außerordentliche

Erträge zu berücksichtigen, ist allerdings davon

auszugehen, dass das Kapitalanlageergebnis gegenüber 2007

sinken wird. Die Kapitalanlagestrategie wird gleichwohl weiterhin

auf Sicherheit, Liquidität und Rendite ausgerichtet

sein. Die Anforderungen aus Solvency II werden – soweit bekannt

und praktikabel – bereits heute berücksichtigt.

Der bei R+V institutionalisierte Kontinuierliche Verbesserungsprozess

zeigt seit Jahren Wirkung auf der Qualitäts- und

Kostenseite. Um jedoch den erfolgreichen Wachstumskurs in

den nächsten Jahren fortsetzen zu können, werden weitere

Investitionen erforderlich sein.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass R+V weiterhin

erfolgreich an den sich bietenden Marktchancen teilhaben

wird.

Wiesbaden, 14. März 2008

Der Vorstand

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Risikobericht / Prognosebericht

Konzernabschluss 87

Weitere Informationen 161

85


Konzernabschluss 2007

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161 87


88

Konzernbilanz

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

in Tsd. Euro Tabelle Nr. 2007 2006

A. Immaterielle Vermögenswerte 68.745 41.571

I. Geschäfts- oder Firmenwerte 1 12.273 4.987

II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2 56.472 36.584

B. Kapitalanlagen 45.794.022 43.857.456

I. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3 955.718 1.028.167

II. Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen 4 691.302 648.674

III. Finanzinstrumente

1. Kredite und Forderungen 5 23.102.843 21.454.298

2. Gehalten bis zur Endfälligkeit – –

3. Jederzeit veräußerbar 7 19.735.470 19.125.850

4. Mit dem Zeitwert erfolgswirksam bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 1.142.124 1.431.072

a) Handelsbestände 319.073 450.251

b) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle

Vermögenswerte (ohne Handelsabsicht) 823.051 980.821

IV. Übrige Kapitalanlagen 166.565 169.395

C. Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern, Arbeitgebern

und Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.907.298 2.898.182

D. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen

Rückstellungen 11 326.876 322.552

E. Forderungen 12 1.068.723 849.198

F. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 394.648 527.757

G. Aktive Steuerabgrenzung 14 305.428 367.861

H. Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte 15 168.036 109.250

I. Übrige Aktiva 16 1.088.761 1.035.474

Summe Aktiva 53.122.537 50.009.301


PASSIVA

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernbilanz

Weitere Informationen 161 89

in Tsd. Euro Tabelle Nr. 2007 2006

A. Eigenkapital 17 3.428.635 3.016.619

I. Gezeichnetes Kapital 292.000 292.000

II. Kapitalrücklage 662.977 662.977

III. Gewinnrücklagen 1.357.430 989.091

IV. Übrige Rücklagen 769.997 750.923

V. Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital 18 346.231 321.628

B. Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto) 19 42.085.190 40.080.160

C. Pensionsfondstechnische und versicherungstechnische Rückstellungen

im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den

Versicherungsnehmern getragen wird 3.239.143 2.230.321

D. Andere Rückstellungen 21 338.359 331.955

E. Verbindlichkeiten 22 3.347.907 3.480.421

F. Passive Steuerabgrenzung 23 648.637 810.852

G. Zur Veräußerung vorgesehene Schulden 24 16.086 32.606

H. Übrige Passiva 25 18.580 26.367

Summe Passiva 53.122.537 50.009.301


90

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung / Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2007

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tsd. Euro Tabelle Nr. 2007 2006

1. Gebuchte Bruttobeiträge 26 9.044.274 8.686.300

2. Verdiente Beiträge (netto) 26 8.925.430 8.637.090

3. Erträge aus Kapitalanlagen 27 3.174.191 2.983.034

4. Sonstige Erträge 28 402.994 383.268

Summe Erträge (2. – 4.) 12.502.615 12.003.392

5. Versicherungsleistungen (netto) 29 9.270.892 8.907.115

5.1 Zahlungen für Versicherungsfälle

5.2 Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte

5.528.181 5.073.642

Versicherungsfälle

5.3 Veränderung der Deckungsrückstellung und der sonstigen

274.087 286.868

versicherungstechnischen Rückstellungen 2.474.620 2.594.634

5.4 Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 994.004 951.971

6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (netto) 30 1.532.766 1.478.177

7. Aufwendungen für Kapitalanlagen 27 923.144 757.102

8. Sonstige Aufwendungen 31 299.375 330.468

Summe Aufwendungen (5. – 8.) 12.026.177 11.472.862

9. Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 476.438 530.530

10. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte – –

11. Ergebnis vor Ertragsteuern 476.438 530.530

12. Ertragsteuern 32 15.881 129.436

13. Konzernergebnis 460.557 401.094

davon

Auf Anteilseigner der R+V entfallend 428.675 374.661

Auf Minderheitsanteile entfallend 18 31.882 26.433


AUFSTELLUNG DER ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

1. Währungsumrechnung

Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste – 58.416 – 62.008

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne und Verluste 39.493 – 135

2. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzern-Gewinn- und

Verlustrechnung /

Aufstellung der erfassten Erträge

und Aufwendungen

Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

1. Januar bis 31. Dezember 2007

Weitere Informationen 161 91

Im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste 161.337 423.842

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne und Verluste – 172.560 – 316.710

3. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen 20.788 1.892

4. Latente Steuern 38.889 22.962

Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen 29.531 69.843

Konzernergebnis 460.557 401.094

Gesamte erfasste Erträge und Aufwendungen 490.089 470.937

Auf Anteilseigner der R+V entfallend 461.593 454.617

Auf Minderheitsgesellschafter entfallend 28.496 16.320


92

Konzern-Kapitalflussrechnung / Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften

Konzern-Kapitalflussrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2007

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Tsd. Euro 2007 2006

Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen der Minderheitsgesellschafter) nach Steuern 460.557 401.094

Veränderung der versicherungstechnischen Nettorückstellungen

Veränderung der Depotforderungen und -verbindlichkeiten sowie der Abrechnungsforderungen und

3.100.917 3.259.082

-verbindlichkeiten – 250.410 – 411.627

Veränderung bei Wertpapieren im Handelsbestand 135.046 97.424

Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten – 114.232 – 91.864

Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen – 625.670 – 471.710

Veränderung sonstiger Bilanzposten – 180.639 – 109.778

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 486.937 253.316

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.012.506 2.925.936

Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten – –

Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 17.113 29.900

Einzahlungen aus dem Verkauf und der Endfälligkeit von übrigen Kapitalanlagen 10.605.858 10.467.799

Auszahlungen aus dem Erwerb von übrigen Kapitalanlagen 12.743.761 12.622.781

Einzahlungen aus dem Verkauf von Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung 524.683 605.630

Auszahlungen aus dem Erwerb von Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung 1.450.115 1.325.570

Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 3.080.448 – 2.904.822

Einzahlungen/Auszahlungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit 10.559 – 27.772

Dividendenzahlungen der

R+V Versicherung AG 73.073 73.073

– Tochterunternehmen an Gesellschafter außerhalb des Konzerns 2.653 5.869

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 65.167 – 106.714

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds – 133.109 – 85.600

Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 527.757 613.357

Finanzmittelfonds am Ende der Periode 394.648 527.757

Für den Erwerb konsolidierter Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 32,5 Mio. Euro gezahlt. Diese wurden in

der Kapitalflussrechnung mit den erworbenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von

15,4 Mio. Euro verrechnet.

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode enthält Schecks,

Kassenbestände und Bankguthaben, die in dem Bilanzposten

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten

sind.

Im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind folgende

Beträge enthalten:

CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

in Tsd. Euro

Gezahlte Ertragsteuern

2007 2006

(per Saldo) 122.102 38.091

Gezahlte Zinsen

Erhaltene Zinsen, Dividenden

58.576 49.623

und andere Erträge 1.859.291 1.887.897


Konzernanhang

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Die Konzernobergesellschaft des R+V Konzerns (R+V),

die R+V Versicherung AG mit Sitz in Taunusstraße 1,

65193 Wiesbaden, Deutschland, ist beim Amtsgericht Wies -

baden unter HRB 7934 eingetragen. Der Geschäftszweck der

Muttergesellschaft sowie der wesentlichen Tochtergesellschaften,

von denen die verschiedenen Geschäftsbereiche betrieben

werden, sind im Lagebericht im Abschnitt „Organisatorische

und rechtliche Struktur des R+V Konzerns“ dargestellt.

Aufstellungsgrundsätze und

Rechtsvorschriften

Der Konzernabschluss der R+V Versicherung AG wurde

nach der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen

Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 und deren Umsetzung

in deutsches Recht im Jahr 2004 durch das Bilanzrechtsreformgesetz

(BilReG) und den § 315a HGB freiwillig nach den

International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Der Konzernabschluss der R+V steht gemäß § 315a Absatz 3

HGB mit den zum 1. Januar 2007 anzuwendenden International

Financial Reporting Standards sowie den vor 2002 verabschiedeten,

noch gültigen International Accounting Standards

(IAS) und den korrespondierenden Interpretationen des

International Financial Reporting Committee (IFRIC) bzw. den

vor 2002 verabschiedeten, noch gültigen Interpretationen des

Standing Interpretation Committee (SIC) im Einklang. Auf die

Berichts- und Vergleichsperiode wurden gemäß IFRS 1.7 einheitliche

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Berichtswährung ist der Euro. Der Konzernabschluss wird

in Tsd. Euro dargestellt, wodurch Rundungsdifferenzen entstehen

können.

Auf eine vorzeitige Anwendung von im Jahr 2007 veröffentlichten

neuen Standards, Interpretationen sowie Änderungen

bestehender Standards, deren Anwendung für das Geschäftsjahr

2007 nicht verpflichtend war, wurde verzichtet. Als nicht

kapitalmarktorientiertes Unternehmen ist R+V außerdem

Konzern-Kapitalflussrechnung /

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 93

nicht zur Anwendung des IAS 14 „Segmentberichterstattung“

und des IAS 33 „Ergebnis pro Aktie“ verpflichtet.

Für Konzernabschlüsse nach den von der EU übernommenen

IFRS sind zusätzliche Anhangangaben gemäß § 315a HGB

i. V. m. §§ 264, 264b HGB erforderlich. Erläuterungen dazu

sind unter den entsprechenden Positionen im Anhang zu

finden.

Der für Versicherungsunternehmen einschlägige IFRS 4 „Versicherungsverträge“

erlaubt während einer Übergangsphase,

der so genannten Phase I, gemäß IFRS 4.13 die versicherungstechnischen

Positionen nach den bisher angewandten Rechnungslegungsvorschriften

zu bilanzieren und zu bewerten.

Entsprechend hat R+V im Einklang mit IFRS 4.25 die nach dem

Handelsgesetzbuch und anderen zusätzlich für Versicherungsunternehmen

geltenden nationalen Rechnungslegungsvorschriften

angewandt.

Gemäß IFRS 4 hat ein Versicherungsunternehmen seine

abgeschlossenen Verträge hinsichtlich der Anwendbarkeit

des IFRS 4 zu klassifizieren. Der R+V Konzern betreibt sowohl

im Bereich des selbst abgeschlossenen als auch im Bereich

des übernommenen Versicherungsgeschäfts folgende Versicherungszweige

und Sparten:

Lebensversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds

Einzelversicherung

– Kapitalbildende Lebensversicherung

– Risikoversicherung

– Renten- / Pensionsversicherung

– Berufsunfähigkeits-Versicherung

– Sonstige Lebensversicherung

Kollektivversicherung

– Kapitalbildende Lebensversicherung

– Risikoversicherung

– Renten- / Pensionsversicherung

– Bauspar-Risikoversicherung


94

Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften

– Restkreditversicherung

– Sonstige Lebensversicherung

– Beitragsbezogene Pensionspläne

– Leistungsbezogene Pensionspläne

Zusatzversicherung

– Unfall-Zusatzversicherung

– Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

– Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherung

– Risiko-Zusatzversicherung

– Hinterbliebenen-Zusatzversicherung

– Arbeitsunfähigkeits-Zusatzversicherung

Private Krankenversicherung

Versicherung gegen laufenden Beitrag in Form der Einzelund

Gruppenversicherung

Versicherungen gegen Einmalbeitrag

Schaden- und Unfallversicherung

– Rechtsschutzversicherung

– Unfallversicherung

– Haftpflichtversicherung

– Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

– Sonstige Kraftfahrtversicherung

– Feuerversicherung

– Sonstige Sachversicherung

– Übrige Sachversicherung

– Tierversicherung

– Transportversicherung

– Kredit- und Kautionsversicherung

– Beistandsleistungsversicherung

– Sonstige Versicherungen

Der überwiegende Teil der durch die Versicherungsgesellschaften

des R+V Konzerns abgeschlossenen Verträge beinhaltet die

Übernahme eines signifikanten Versicherungsrisikos von einem

Versicherungsnehmer durch Vereinbarung der Zahlung einer

Entschädigung für den Fall, dass ein ungewisses zukünftiges

Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Diese

Verträge entsprechen der Definition eines Versicherungsvertrages

und sind demzufolge gemäß IFRS 4 zu bilanzieren.

Außerdem umfasst das Portfolio der R+V Kapitalisierungsverträge,

die die Kriterien eines Versicherungsvertrages nach

IFRS 4 nicht erfüllen und in Folge dessen als Finanzinstrumente

gemäß IAS 39 und IFRS 7 zu bilanzieren sind. Diese Verträge

umfassen insbesondere:

– Fonds- und indexgebundene Kapitalisierungsverträge

ohne Überschussbeteiligung,

– Pensionsfondsverträge auf der Basis leistungsbezogener

Pensionspläne, die gemäß § 112 Abs. 1a VAG kalkuliert sind

sowie

– Verträge zum Insolvenzschutz für Altersteilzeitguthaben.

Für diese Verträge wurden die im Jahresabschluss nach den

deutschen handelsrechtlichen Vorschriften gebildeten versicherungstechnischen

Rückstellungen zum Übergangszeitpunkt

auf die IFRS eliminiert. Die Leistungsverpflichtungen

aus diesen Verträgen werden unter IFRS zuzüglich auflaufender

Zinsen als sonstige Verbindlichkeiten passiviert. Anstelle

der früheren versicherungstechnischen Posten wie Beiträge,

Leistungen, Provisionen und Verwaltungsaufwendungen werden

im sonstigen Ergebnis die Zinsen aus den Leistungsverpflichtungen

ausgewiesen. Beitragsanteile für laufende Verwaltungskosten

werden als Erträge aus Kapitalisierungsgeschäften

ebenfalls im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten der fonds- und indexgebundenen

Kapitalisierungsverträge, soweit das Anlagerisiko von

den Versicherungsnehmern getragen wird, werden zum beizulegenden

Zeitwert der korrespondierenden Portfolios bilanziert.

Die zu Grunde liegenden Finanzinstrumente sind im Posten

Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern,

Arbeitgebern und Inhabern von Lebensversicherungspolicen

ausgewiesen, während die Leistungsverpflichtungen in den

Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sind. Die Beitragsanteile

für Verwaltungsleistungen werden in der Gewinn- und

Verlustrechnung ausgewiesen. Für die indexgebundenen Policen

werden Kostenzuschläge und Provisionen gemäß IAS 18

abgegrenzt und gemäß der Vertragslaufzeit periodengerecht

entsprechend der Leistungserbringung realisiert.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Verträge über Finanzgarantien werden gemäß den Regelungen

des IFRS 4.4 (d) als Versicherungsverträge betrachtet und

nach IFRS 4 bilanziert. Die Versicherungsverträge der Versicherungsgesellschaften

des R+V Konzerns enthalten keine

Derivate, die nach IFRS 4 getrennt vom Versicherungsvertrag

als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 und IFRS 7 zu bilanzieren

sind. Rückversicherungsverträge werden gemäß IFRS 4 separat

dargestellt. Beiträge aus der ermessensabhängigen Überschussbeteiligung

werden unter den versicherungstechnischen

Rückstellungen ausgewiesen.

Entsprechend den durch IFRS 4.14 vorgegebenen Ausnahmevorschriften

für die Fortführung früherer Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden wurden die gemäß deutschen handelsrechtlichen

Vorschriften gebildeten Schwankungs- und ähnlichen

Rückstellungen in der Eröffnungsbilanz unter Berücksichtigung

latenter Steuern aufgelöst. Außerdem sind die

Rückversicherungsbeziehungen im vorliegenden Abschluss

mittels der Bruttomethode dargestellt.

Im Einklang mit IFRS 4.22 wurden die vorher angewandten

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dahin gehend geändert,

dass erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesene Bewertungsunterschiede

aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten

entsprechende, ebenfalls erfolgsneutral ausgewiesene

Anpassungen der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten

nach sich ziehen (Schattenbilanzierung).

2007 hat das International Accounting Standards Board

(IASB) ein Diskussionspapier zu Phase II des Projekts „Versicherungsverträge“

veröffentlicht. Ziel ist die Bilanzierung und

Bewertung von Versicherungsverträgen mit ihrem Fair Value.

In dem Diskussionspapier werden mögliche Ansätze der Ermittlung

dieses Fair Value diskutiert. Aus der Fortführung des

Projekts werden sich weit reichende Konsequenzen für die

Rechnungslegung der Versicherungsbranche ergeben. Obwohl

mit der Veröffentlichung eines neuen Standards nach aktuellen

Erkenntnissen erst mittelfristig zu rechnen ist, werden die

aktuellen Entwicklungen durch R+V aufmerksam verfolgt und

bereits Maßnahmen zur Umsetzung der geplanten Änderungen

vorbereitet.

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Im August 2005 veröffentlichte das International Accounting

Standards Board IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“. Der

branchenunabhängige neue Standard ist ab 1. Januar 2007

von allen Unternehmen, die Finanzinstrumente halten, anzuwenden.

R+V hat gemäß IFRS 1.7 die Regelungen des IFRS 7

auch bereits auf die Vergleichsperiode 2006 angewendet. Der

Standard führte zu einer grundlegenden Umstrukturierung

der Offenlegungsverpflichtungen für Finanzinstrumente und

einer signifikanten Ausweitung der qualitativen und quantitativen

Angaben zu Finanzinstrumenten. In diesem Zusammenhang

ergaben sich auch erweiterte Angabevorschriften für

Versicherungsverträge, Forderungen und Sonstige Verbindlichkeiten.

Erläuterungen zu den Risiken aus Finanzinstrumenten

sind im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften vor

allem im Lagebericht ausgeführt. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

sind unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

sowie unter den entsprechenden Posten im

Anhang ersichtlich.

Änderungen von Standards ab 2008

– IFRS 3 (2008) „Unternehmenszusammenschlüsse“ enthält

geänderte Vorschriften zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben.

Insbesondere werden der Anwendungsbereich

und die Bilanzierung von sukzessiven Anteilserwerben geändert

sowie ein Wahlrecht eingeführt: Die Anteile der nicht

beherrschenden Gesellschafter können mit ihrem beizulegenden

Zeitwert oder mit dem anteiligen Nettovermögen

bewertet werden. Je nachdem, für welche der beiden

Möglichkeiten sich ein Unternehmen entscheidet, wird im

Rahmen des Unternehmenserwerbs ein eventuell vorhandener

Geschäfts- oder Firmenwert vollständig oder nur mit

dem Anteil des Mehrheitseigentümers ausgewiesen. Der am

10. Januar 2008 veröffentlichte IFRS 3 (2008) ist erstmals

verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder

nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Auswirkungen der erstmaligen

Anwendung der Änderungen auf den R+V-Konzernabschluss

werden derzeit geprüft.

– IAS 1 (2007) „Darstellung des Abschlusses“ enthält neue

Vorschriften zur Darstellung des Abschlusses. Insbesondere

95


96

Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften / Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen /

Wertminderung und Wertaufholung von Vermögenswerten / Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

sind künftig nichteigentümerbezogene Eigenkapitalveränderungen

von den eigentümerbezogenen Eigenkapitalveränderungen

strikt zu trennen und erweiterte Angaben zum

Other Comprehensive Income zu machen. IAS 1 (2007) ist

erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach

dem 1. Januar 2009 beginnen. Die erstmalige Anwendung

von IAS 1 (2007) wird im R+V-Konzernabschluss zu Änderungen

in der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und

des Eigenkapitalspiegels führen.

– IAS 27 (2008) „Konzern- und separate Abschlüsse nach

IFRS “: Mit der überarbeiteten Fassung von IAS 27 hat der

IASB die Vorschriften zur Bilanzierung von Transaktionen

zwischen nicht beherrschenden und beherrschenden Anteilseignern

eines Konzerns sowie die Bilanzierung im Falle

des Verlusts der Beherrschung über ein Tochterunternehmen

geändert. Transaktionen, durch die ein Mutterunternehmen

seine Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen

ändert, ohne die Beherrschung über das Tochterunternehmen

zu verlieren, sind künftig als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktionen

zu bilanzieren. Ferner regelt der Standard,

wie ein Endkonsolidierungserfolg berechnet und eine verbleibende

Restbeteiligung am ehemaligen Tochterunternehmen

bewertet werden muss. Die am 10. Januar 2008 veröffentlichten

geänderten Vorschriften von IAS 27 sind spätestens

für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem

1. Juli 2009 beginnen. Die Auswirkungen der Anwendung

der neuen Regelungen auf den R+V Konzernabschluss werden

derzeit geprüft.

– IFRIC 13 „Customer Loyalty Programmes“ regelt den Ausweis

von Umsatzerlösen im Zusammenhang mit Kundenbonusprogrammen,

die von den Herstellern bzw. Dienstleistungsanbietern

selbst oder durch Dritte betrieben werden. Die Interpretation

ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die

am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. Die Auswirkungen

der erstmaligen Anwendung von IFRIC 13 auf den R+V-Konzernabschluss

werden derzeit geprüft.

– IFRIC 14 „IAS 19 – The Limit on a Defined Benefit Asset,

Minimum Funding Requirements and their Interaction“

befasst sich mit Detailfragen der Bilanzierung von Pensionsplänen.

Die Interpretation ist erstmals anzuwenden für

Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen.

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von

IFRIC 14 auf den R+V-Konzernabschluss werden derzeit

geprüft.

Ermessensausübungen, Schätzungen

und Annahmen

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses sind

Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen bei der

Bewertung bestimmter Posten der Bilanz und der Gewinn- und

Verlustrechnung notwendig. Dies betrifft insbesondere die

folgenden Bereiche:

– Ermittlung der Zeitwerte von Immobilien zur Bestimmung

der „deemed cost“, soweit nicht Marktpreise zur Verfügung

standen

– Ermittlung der Zeitwerte von Finanzinstrumenten, sofern

nicht Börsenpreise oder Anschaffungskosten für die Bewertung

zu Grunde gelegt werden

– Ermittlung erzielbarer Beträge für Wertminderungstests von

Vermögenswerten

– Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen,

insbesondere der Deckungsrückstellung und der Rückstellung

für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

– Bewertung der latenten Steuern

– Bewertung von Rückversicherungsverträgen und Aufwendungen

im Rahmen des beschleunigten Abschlussprozesses

– Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche

Verpflichtungen

– Ansatz und Bewertung von Eventualverbindlichkeiten

Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen erfolgen

grundsätzlich auf der Basis vernünftiger kaufmännischer,

regelmäßig mindestens jährlich aktualisierter Prämissen.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Naturgemäß sind diese Prozesse jedoch mit Unsicherheiten

behaftet, die sich in Ergebnisvolatilitäten niederschlagen können.

Die der Bewertung im vorliegenden Abschluss zu Grunde

liegenden Ermessensausübungen, Schätzungen und Annahmen

sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

bzw. bei den Erläuterungen zu den entsprechenden Posten im

Anhang dargestellt.

Wertminderung und Wertaufholung

von Vermögenswerten

Für sämtliche Vermögenswerte wird an jedem Bilanzstichtag

eingeschätzt, ob Anhaltspunkte für eine wesentliche Wertminderung

vorliegen. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag

des Vermögenswertes ermittelt. Der erzielbare Betrag wird

definiert als der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungswert

(Verkaufspreis abzüglich Veräußerungskosten) und

Nutzungswert (Barwert der künftigen Cashflows). Ungeachtet

des Vorliegens von Anhaltspunkten für Wertminderungsgründe

werden immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten

Nutzungsdauer und noch nicht nutzungsbereite immaterielle

Vermögenswerte jährlich einem Wertminderungstest

unterzogen.

Vermögenswerte, die keine separierbaren Zahlungsmittelflüsse

erzeugen, sind zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnen.

Gegenstand des Wertminderungstests ist die jeweils

kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit. Ist der erzielbare

Betrag eines Vermögenswertes bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden

Einheit geringer als deren Buchwert, so ist gemäß

IAS 36 ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Ein Wert -

minderungsaufwand wird zunächst auf den Geschäfts- oder

Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit und

danach anteilig auf die anderen Vermögenswerte auf der Basis

ihrer Buchwerte verteilt und sofort im Periodenergebnis erfasst.

Als Basis zur Bestimmung erzielbarer Werte werden auf aktiven

Märkten notierte Börsenpreise bzw. Verkaufspreise aus Trans-

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

aktionen mit gleichen und ähnlichen Vermögenswerten herangezogen.

Alternativ werden beizulegende Zeitwerte unter

Zuhilfenahme allgemein anerkannter finanzmathematischer

Bewertungsmodelle ermittelt. Einzelheiten dazu, sowie zu den

intern definierten Kriterien für eine Wertminderung, sind

unter den entsprechenden Posten in den Erläuterungen allgemeiner

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. unter

den Tabellen im Anhang ausgeführt.

Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden

in einem separaten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

ausgewiesen. Abschreibungen auf selbst genutzte Immobilien

sind in den versicherungstechnischen Aufwandspositionen

der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Wertminderungen

der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und der

anderen Kapitalanlagen sind unter den Abschreibungen auf

Kapitalanlagen ausgewiesen, während Wertberichtigungen

Sonstiger immaterieller Vermögenswerte, Forderungen und

Übriger Aktiva in den Sonstigen Aufwendungen enthalten

sind. Die Abbildung erfolgt grundsätzlich nicht auf Wertberichtigungskonten,

sondern direkt durch Minderung der

Buchwerte der Vermögenswerte.

Wertaufholungen werden bis zum niedrigeren der beiden

Werte aus erzielbarem Betrag und Buchwert abzüglich

kumulierter planmäßiger Abschreibungen, bei Vorliegen der

Voraussetzungen gemäß IAS 36 für alle Vermögenswerte mit

Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, vorgenommen.

Wertaufholungen auf Kapitalanlagen sind in der Gewinn- und

Verlustrechnung unter den Erträgen aus Zuschreibungen ausgewiesen.

Erfolgswirksame Zuschreibungen auf Eigenkapitalinstrumente

der Kategorie Jederzeit veräußerbar sind gemäß

IAS 39.69 nicht zulässig.

Konsolidierungskreis und

Konsolidierungsgrundsätze

Weitere Informationen 161

In den Konzernabschluss werden gemäß IAS 27 die R+V Versicherung

AG als Mutterunternehmen sowie alle inländischen

97


98

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

und ausländischen Unternehmen als Tochterunternehmen

einbezogen, an denen die R+V Versicherung AG direkt oder

indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält oder bei denen sie

über die faktische Kontrollmöglichkeit verfügt. Spezialfonds,

die von der R+V Versicherung AG und konsolidierter Tochterunternehmen

gehalten werden, werden auf der Basis der Bestimmungen

des SIC 12 im Konzernabschluss berücksichtigt.

Auf eine Einbeziehung von Tochterunternehmen wird lediglich

dann verzichtet, wenn diese von untergeordneter Bedeutung

für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

des Konzerns sind. Versicherungsunternehmen werden jedoch

ungeachtet ihrer Größe stets konsolidiert.

Ein Unternehmenszusammenschluss liegt vor, wenn der

R+V Konzern die Kontrolle über ein anderes Unternehmen erlangt.

Ein Unternehmenszusammenschluss wird gemäß IFRS 3

„Unternehmenszusammenschlüsse“ nach der Erwerbsmethode

bilanziert. Diese erfordert die Erfassung aller identifizierbaren

Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

des erworbenen Unternehmens mit den Zeitwerten zum

Erwerbszeitpunkt. Die Anschaffungskosten ergeben sich aus

dem Zeitwert der Gegenleistung unter Hinzurechnung aller

dem Zusammenschluss direkt zurechenbaren Kosten. Übersteigen

die Anschaffungskosten den Anteil des Konzerns an

dem neubewerteten Nettovermögen des Tochterunternehmens,

so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert

aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden nach

erneuter Überprüfung der Wertansätze sofort erfolgswirksam

vereinnahmt. Der Anteil konzernfremder Gesellschafter am

Nettovermögen des Tochterunternehmens wird gesondert in

der Bilanz ausgewiesen. Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds

werden unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten,

Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden

eliminiert.

Gemäß einem Wahlrecht des IFRS 1.B1 wird IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“

nicht rückwirkend auf vergangene

Unternehmenszusammenschlüsse, die vor dem Zeitpunkt des

Übergangs auf IFRS stattfanden, angewendet.

Die Festlegung der Wesentlichkeitsgrenze zur Einbeziehung

von Tochterunternehmen, die nicht das Versicherungsgeschäft

betreiben, in den Konsolidierungskreis erfolgt für den

R+V Konzern auf der Grundlage der Kriterien Bilanzsumme

und durchschnittlicher Jahresüberschuss der vergangenen

drei Jahre. Sofern diese Kriterien einen bestimmten Schwellenwert

überschreiten, wird eine Vollkonsolidierung vorgenommen.

Im Geschäftsjahr wurden neben dem Mutterunternehmen 16

(Vorjahr 13) inländische und 3 ausländische Tochterunternehmen

sowie 17 (Vorjahr 34) Spezialfonds voll konsolidiert.

Im Geschäftsjahr wurde der R+V American Corporate Bond

Trust ohne ergebniswirksame Auswirkungen endkonsolidiert.

Weitere 16 Spezialfonds wurden im Geschäftsjahr auf die weiterhin

konsolidierten Spezialfonds verschmolzen.

An der Assimoco S.p.A. sowie der Assimoco Vita S.p.A. verfügt

die R+V Versicherung AG zwar nicht über die Stimmrechtsmehrheit,

übt aber faktische Kontrolle aus, da sie gemäß vertraglicher

Bestimmungen die Möglichkeit hat, die Mehrheit

der Mitglieder der Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgane

(Verwaltungsrat) zu ernennen oder abzuberufen und diese

Möglichkeit auch aktiv ausübt. Bei allen übrigen Tochterunternehmen

verfügt die R+V Versicherung AG über die Stimmrechtsmehrheit

bzw. ist im Hinblick auf Spezialfonds Trägerin

der Mehrheit der Chancen und Risiken im Sinne des SIC 12.

Der Bilanzstichtag der einbezogenen Unternehmen ist grundsätzlich

der 31. Dezember des Geschäftsjahres. Hiervon abweichend

wird die R+V Leben Wohn GmbH & Co. KG auf Grund

eines abweichenden Wirtschaftsjahres auf der Grundlage ihres

Jahresabschlusses zum 30. November des Geschäftsjahres

einbezogen.


AKQUISITIONEN 2007

in Mio. Euro

Immaterielle Vermögenswerte 3,8

Kapitalanlagen

Anteile der Rückversicherer an den

160,2

versicherungstechnischen Rückstellungen 18,0

Übrige Aktiva 22,4

Eigenkapital 25,2

Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto) 147,8

Übrige Passiva 31,4

KONSOLIDIERTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN

Sitz der Konzernanteil

Name der Gesellschaft Gesellschaft am Kapital in %

Muttergesellschaft

R+V Versicherung AG Wiesbaden

Versicherungsgesellschaften

R+V Allgemeine Versicherung AG Wiesbaden 95,0

R+V Lebensversicherung AG Wiesbaden 100,0

R+V Pensionskasse AG Wiesbaden 99,0

R+V Pensionsfonds AG Wiesbaden 51,0

R+V Rechtsschutzversicherung AG Wiesbaden 100,0

R+V Krankenversicherung AG Wiesbaden 100,0

KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG Hamburg 76,0

KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG Hamburg 51,0

CHEMIE Pensionsfonds AG München 100,0

HVB Pensionsfonds AG München 100,0

Assimoco S.p.A. Segrate 35,4

Assimoco Vita S.p.A. Segrate 47,3

R+V Luxembourg Lebensversicherung S.A. Strassen 100,0

Grundstücks- und Holdinggesellschaften

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Zum 1. Januar 2007 wurde die R+V Erste Anlage GmbH,

Wiesbaden, auf Grund ihrer gestiegenen Bedeutung für die

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zusätzlich

in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Zum 31. Dezember 2007 wurden jeweils 100 % der stimmberechtigten

Anteile an der CHEMIE Pensionsfonds AG und an der

HVB Pensionsfonds AG zum Preis von insgesamt 32,5 Mio. Euro

erworben. In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des

Jahres 2007 sind bezogen auf diese beiden Gesellschaften keine

Erträge und Aufwendungen eingeflossen. Die nach IFRS

3.70 geforderte Angabe der Umsätze sowie des IFRS-Ergebnis-

R+V KOMPOSIT Holding GmbH Wiesbaden 100,0

R+V Personen Holding GmbH Wiesbaden 100,0

R+V Service Holding GmbH Wiesbaden 100,0

R+V Leben Wohn GmbH & Co. KG Wiesbaden 100,0

R+V Erste Anlage GmbH Wiesbaden 95,0

GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg AG Stuttgart 89,9

99


100

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

KONSOLIDIERTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN

Sitz der Konzernanteil

Name der Gesellschaft Gesellschaft am Kapital in %

Spezialfonds

DEVIF Fonds Nr. 131 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 100,0

DEVIF-Fonds Nr. 150 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 95,0

DEVIF-Fonds Nr. 162 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 100,0

DEVIF-Fonds Nr. 169 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 100,0

DEVIF-Fonds Nr. 2 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 92,3

DEVIF-Fonds Nr. 250 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 100,0

DEVIF-Fonds Nr. 500 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 100,0

DEVIF-Fonds Nr. 526 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 100,0

DEVIF-Fonds Nr. 528 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 100,0

DEVIF-Fonds Nr. 60 Deutsche Gesellschaft für Investmentfonds Frankfurt am Main 100,0

MI-Fonds 384, Metzler Investment GmbH Frankfurt am Main 60,2

MI-Fonds 388, Metzler Investment GmbH Frankfurt am Main 32,4

MI-Fonds 391, Metzler Investment GmbH Frankfurt am Main 95,0

MI-Fonds 392, Metzler Investment GmbH Frankfurt am Main 100,0

R+V Immobilienfonds OIK Nr. 4 Oppenheim Wiesbaden 97,1

UIN Union Investment Institutional Fonds Nr. 560 Frankfurt am Main 95,0

UIN-Fonds Nr. 578 Union Investment Institutional GmbH Frankfurt am Main 44,9

ses unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt am Anfang

des Geschäftsjahres gelegen hätte, ist nicht möglich, da die

erstmalige Erstellung eines kompletten IFRS-Abschlusses inklusive

einer Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS erst im

Jahr 2008 erfolgen wird. Die Eröffnungsbilanzen der beiden

Pensionsfonds enthalten zum Erwerbszeitpunkt die in der

Tabelle „Akquisitionen 2007“ dargestellten Werte nach IFRS.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der beiden Pensionsfonds

wurden ein Geschäfts- oder Firmenwert von 7,3 Mio. Euro

sowie Sonstige immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Diese

Aktivierung spiegelt unsere Erwartungen hinsichtlich der

Ertragsstärke und des Wachstumspotenzials der Gesellschaften

wider, die insbesondere durch den Zugang zur Chemischen

Industrie, das erfahrene Management und die Synergien aus

der Einbindung in den R+V Konzern sowie den genossenschaftlichen

FinanzVerbund getragen werden. Der Geschäftszweck

beider Gesellschaften besteht im Angebot von Pensionsplänen

im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge.

Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen

Auf die Einbeziehung der in der Tabelle „Nicht konsolidierte

verbundene Unternehmen“ dargestellten Gesellschaften in

den Konsolidierungskreis wurde gemäß der beschriebenen

Kriterien verzichtet, da ihre Darstellung nicht wesentlich für

die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des

R+V Konzerns ist.

Joint Ventures

Ein Joint Venture ist eine vertragliche Vereinbarung, in der

zwei oder mehr Partner eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen,

die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt. Gemeinschaftliche

Führung ist die vertraglich vereinbarte Teilhabe

an der Kontrolle der wirtschaftlichen Geschäftstätigkeit

und existiert nur dann, wenn die mit dieser Geschäftstätigkeit

verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die einstimmige

Zustimmung der Partnerunternehmen erfordert.

Anteile an Joint Ventures wurden zum Bilanzstichtag im R+V

Konzern nicht gehalten.


Assoziierte Unternehmen

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Als assoziiert gelten nach IAS 28 grundsätzlich alle Unternehmen,

die nicht Tochterunternehmen sind und bei denen die

Möglichkeit besteht, einen maßgeblichen Einfluss auf die

Geschäfts- oder Finanzpolitik auszuüben. Bei Stimmrechts-

NICHT KONSOLIDIERTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

anteilen zwischen 20 % und 50 % besteht eine widerlegbare

Vermutung, dass es sich um assoziierte Unternehmen handelt.

Das Kriterium des maßgeblichen Einflusses gilt gemäß der

internen Richtlinien des R+V Konzerns als erfüllt, wenn durch

Personenidentität in den Geschäftsführungs- und Aufsichts-

Sitz der Konzernanteil

Name der Gesellschaft Gesellschaft am Kapital in %

BWG Baugesellschaft Württembergischer Genossenschaften mbH Stuttgart 80,9

carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH Walluf 65,0

carexpert Slovensko, expertizna a konzultacna s.r.o. Zilina 39,0

compertis Beratungsgesellschaft für betriebliches Vorsorgemanagement mbH Wiesbaden 51,0

GBR Dortmund Westenhellweg 39-41 Wiesbaden 94,0

GWG ImmoInvest GmbH Stuttgart 85,3

GWG PLANEN + BAUEN GmbH Stuttgart 85,3

HANSEATICA Sechzehnte Grundbesitz Investitionsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 95,0

HumanProtect Consulting GmbH Köln 100,0

HVB Pensionsfonds-Service GmbH München 100,0

KRAVAG Umweltschutz- und Sicherheitstechnik GmbH Hamburg 51,0

Medico 12 GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 83,3

MSU Management-, Service- und Unternehmensberatung GmbH Kaiserslautern 74,0

NF Nordstrand GmbH & Co. Heidenkampsweg 100 Nord KG Norderfriedrichskoog 89,3

NF Nordstrand GmbH & Co. Heidenkampsweg 100 Süd KG Norderfriedrichskoog 47,9

PensionsConsult-Beratungsgesellschaft für Altersvorsorge mbH München 100,0

RUV Agenturberatungs GmbH Wiesbaden 100,0

R+V Erste Anlage GmbH & Co. Verwaltung KG Wiesbaden 96,0

R+V Immobilien GmbH & Co. KG Grundstücksverwaltung Hemmingen Wiesbaden 89,3

R+V Kureck Immobilien GmbH Wiesbaden 95,0

R+V Real Estate Belgium N.V./S.A. Bruxelles 100,0

R+V Rechtsschutz-Schadenregulierungs-GmbH Wiesbaden 100,0

R+V Service Center GmbH Wiesbaden 100,0

Rhein-Main Beteiligungs-GmbH Wiesbaden 100,0

Schwäbisch Hall Projektentwicklung GmbH Stuttgart 85,3

SECURON Versicherungsmakler GmbH München 51,0

Sprint Sanierung GmbH Köln 100,0

SVG-VERSICHERUNGSMAKLER GmbH München 26,0

UMB Unternehmens – Managementberatungs GmbH Wiesbaden 100,0

VR GbR Frankfurt am Main 41,2

VR Hausbau AG Stuttgart 80,6

WBS Wohnwirtschaftliche Baubetreuungs- und Servicegesellschaft mbH Stuttgart 85,3

WPM Wohnwirtschaftliche Projektentwicklung und Marketing GmbH Stuttgart 85,3

101


102

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze / Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Brutto-

Konzern- beiträge/

anteil Daten aus Eigen- Bilanz- Umsatzam

Kapital Geschäfts- kapital summe erlöse Ergebnis

Name und Sitz der Gesellschaft in % Währung jahr in Tsd. Euro in Tsd. Euro in Tsd. Euro in Tsd. Euro

BAU und HAUS Management GmbH, Karlsruhe

R+V Kureck Immobilien GmbH Grundstücksverwaltung

50,0 Euro 2006 12.630 12.712 1.294 671

Braunschweig, Wiesbaden 50,0 Euro 2006 10.629 10.878 1.199 1.118

European Property Beteiligungs-GmbH, Wiesbaden 33,2 Euro 2006 103.489 109.502 9.450 3.199

HEIMAG Holding AG i.Gr., München 27,0 Euro 2006 – – – –

HGI Immobilien GmbH & Co. GB I KG, Frankfurt am Main 49,3 Euro 2006 127.604 127.657 2.395 2.284

Finassimoco S.p.A., Segrate

Seguros Generales Rural, S.A. de Seguros y Reaseguros,

49,9 Euro 2006 62.048 62.084 1.152 – 11

Madrid 28,5 Euro 2006 105.467 2.048.171 595.549 9.465

Hierbei handelt es sich um HGB-Werte.

gremien des R+V Konzerns und des assoziierten Unternehmens

die tatsächliche Möglichkeit der Einflussnahme auf die Geschäfts-

und Finanzpolitik gegeben ist. Die in der Tabelle

„Assoziierte Unternehmen“ aufgeführten Gesellschaften erfüllen

im R+V Konzern die Kriterien assoziierter Unternehmen

und werden in der Bilanz unter dem Posten Anteile an verbundenen

und assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-

Methode bewertet, sofern sie nicht von untergeordneter

Bedeutung für die Vermögens-, Finanz und Ertragslage sind.

Die Festlegung der Wesentlichkeitsgrenze zur Bewertung von

assoziierten Unternehmen mittels der Equity-Methode erfolgt

für den R+V Konzern auf der Grundlage der Konzerneigenkapitalbeiträge

dieser Unternehmen. Sofern dieser Betrag einen

bestimmten Schwellenwert überschreitet, wird das Unternehmen

als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss

einbezogen. Gegenwärtig wird kein Unternehmen mittels der

Equity-Methode bewertet.

Beteiligungen

Die Tabelle Beteiligungen enthält wesentliche Beteiligungen,

an denen der R+V Konzern direkt oder indirekt mindestens

20 % der Anteile am Kapital hält sowie Beteiligungen an großen

Kapitalgesellschaften mit einer Beteiligungsquote von

mindestens 5 %. Darunter sind auch Unternehmen, die ungeachtet

eines Anteilsbesitzes von zwischen 20 % und 50 % am

Kapital der Gesellschaft nicht als assoziierte Unternehmen in

den Konzernabschluss einbezogen werden, da kein maßgeblicher

Einfluss gemäß IAS 28.2 ausgeübt wird. Diese Unternehmen

werden als Beteiligungen behandelt und als Finanzinstrumente

in der Kategorie Jederzeit veräußerbar mit ihrem Zeitwert

erfolgsneutral bilanziert.

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungsund

Bewertungsmethoden

Die Immateriellen Vermögenswerte beinhalten Geschäftsoder

Firmenwerte sowie Sonstige immaterielle Vermögenswerte.

Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben sich aus der Erstkonsolidierung

von Tochterunternehmen als der Betrag, um

den die Anschaffungskosten den Konzernanteil am Eigenkapital

der Tochterunternehmen übersteigen. Gemäß IFRS 3 werden

Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben,

sondern regelmäßig mindestens einmal jährlich auf ihre


BETEILIGUNGEN

Konzernanteil

am Daten aus Eigen-

Kapital Geschäfts- kapital Ergebnis

Name und Sitz der Gesellschaft in % Währung jahr in Tsd. Euro in Tsd. Euro

Aareal Property Services Germany B.V., Amsterdam 30,0 Euro 2006 636 1.081

ATRION Immobilien GmbH & Co. KG, München 31,6 Euro 2006 40.451 5.087

AUREO GESTIONI S.G.R. p.A., Mailand 11,8 Euro 2006 35.502 5.504

bbv-service Versicherungsmakler GmbH 25,2 Euro 2006 980 176

Grundstücksentwicklungs-GbR „Robert Mayer Höhe“, Stuttgart 42,6 Euro 2006 219 – 140

HGI Immobilien GmbH, Frankfurt am Main 50,0 Euro 2006 337 278

PWR Holding GmbH, München 33,3 Euro 2006 28.226 3.524

Schroder Italien Fonds GmbH & Co. KG, Wiesbaden 23,1 Euro 2006 134.452 13.144

TERTIANUM-Besitzgesellschaft Berlin Passauer Straße 5-7 mbH, München

TERTIANUM-Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6 und Sigismundstraße 5-9 mbH,

25,0 Euro 2006 37.437 – 917

München 25,0 Euro 2006 56.936 25

TERTIANUM Seniorenresidenzen Betriebsgesellschaft mbH, Konstanz

Versicherungs-Vermittlungsgesellschaft des Sächsischen Landesbauernverbandes mbH,

25,0 Euro 2006 2.248 –

Dresden

Versicherungs-Vermittlungsgesellschaft mbH des Bauernverbandes Mecklenburg-

50,0 Euro 2006 62 18

Vorpommern e.V. (VVB), Neubrandenburg

Versicherungs-Vermittlungsgesellschaft mbH des Landesbauernverbandes

50,0 Euro 2006 77 25

Sachsen-Anhalt e.V. (VVB), Magdeburg

VVB Versicherungs-Vermittlungsgesellschaft mbH des Landesbauernverbandes

50,0 Euro 2006 77 9

Brandenburg, Teltow 50,0 Euro 2006 34 4

Wohnbau Fasanengarten GbR mbH, Stuttgart 30,0 Euro 2006 150 163

Hierbei handelt es sich um HGB-Werte.

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Werthaltigkeit hin überprüft. Die Werthaltigkeit des Geschäfts-

oder Firmenwertes wird in einem jährlichen Impairment

Test gemäß den Vorschriften des IAS 36 auf der Basis

zahlungsmittelgenerierender Einheiten überprüft.

Ein Wertminderungsbedarf ergibt sich aus dem Vergleich

des Buchwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einschließlich

zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert mit

dem erzielbaren Betrag der Einheit. Als Buchwert wird hierbei

das Eigenkapital der zahlungsmittelgenerierenden Einheit

verwendet. Der erzielbare Betrag der Einheit entspricht dem

Ertragswert der jeweiligen Einheit, der unter Zugrundelegung

der Vorschriften des IDW S 1 in Verbindung mit IDW RS HFA 10

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

ermittelt wird. In einem Zweiphasenmodell werden dabei die

Ertragsüberschüsse der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden

Einheit auf der Basis von Planungsrechnungen (Detailplanungsphase)

abgeleitet sowie – für die zweite Phase – nachhaltig

erzielbare Ergebnisse zur Ermittlung der ewigen Rente

geschätzt. Als Datengrundlage für die Berechnungen wurde

die vom Vorstand verabschiedete Dreijahresplanung des R+V

Konzerns herangezogen. Das nachhaltig erzielbare Ergebnis

wurde – unter Berücksichtigung der künftig zu erwartenden

Rahmenbedingungen – entsprechend abgeleitet. Auf den Ansatz

von Wachstumsraten wurde hierbei im Interesse einer vorsichtigen

Bewertung verzichtet.

103


104

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Ertragswert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden

Einheit ergibt sich durch Diskontierung der zukünftigen Ertragsüberschüsse

unter Anwendung eines Kapitalisierungszinssatzes,

der die Eigenkapitalkosten unter Berücksichtigung

der individuellen Risikoexposition berücksichtigt. Die Ermittlung

des jeweiligen Kapitalisierungszinssatzes erfolgt unter

Anwendung des „Capital-Asset-Pricing Model“ (CAPM) und

setzt sich aus einem risikofreien Basiszinssatz in Höhe von

4,5 % und einem individuell auf die zahlungsmittelgenerierende

Einheit abgestimmten Risikozuschlag zusammen. Der derart

ermittelte Kapitalisierungszinssatz betrug 9,25 %.

Wertaufholungen werden bei Geschäfts- oder Firmenwerten

nicht vorgenommen. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

werden bei R+V auf der Basis der Geschäftsbereiche definiert,

die vom Management separat betrachtet und gesteuert

werden sowie Subjekt strategischer Unternehmensentscheidungen

sind.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte beinhalten entgeltlich

erworbene und selbst geschaffene Software sowie erworbene

Versicherungsbestände. Entgeltlich erworbene und

selbst geschaffene Software wird mit den Anschaffungs- bzw.

Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen

und kumulierter Wertminderungen bilanziert.

In die Herstellungskosten selbst geschaffener Software werden

alle von der Entwicklungsphase bis zum anwendungsbereiten

Zustand direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten

einbezogen. Der Bestandswert aus erworbenen Versicherungsbeständen

wird entsprechend der Realisierung der Überschüsse,

die seiner Berechnung zu Grunde liegen, amortisiert.

Für die planmäßigen Abschreibungen von Software werden

Nutzungsdauern von 5 Jahren und für erworbene Versicherungsbestände

Amortisationszeiträume von 5 bis 15 Jahren zu

Grunde gelegt. Die Zugänge und Abgänge des Geschäftsjahres

werden grundsätzlich zeitanteilig abgeschrieben. Die Abschreibungen

auf Sonstige immaterielle Vermögenswerte sind

in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Aufwendungen für

den Versicherungsbetrieb, in den Schadenaufwendungen, in

den Aufwendungen für Kapitalanlagen sowie in den Sonstigen

Aufwendungen enthalten.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beinhalten zu

mindestens 95 % fremd vermietete Grundstücke und Bauten,

die zu Zwecken des Wertzuwachses gehalten werden und damit

den Kapitalanlagen zuzuordnen sind. Sie wurden zum Zeitpunkt

des Übergangs auf IFRS gemäß einer Ausnahmeregelung

des IFRS 1.16 mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet,

wobei der beizulegende Zeitwert zu diesem Zeitpunkt als

Ersatz für die Anschaffungskosten gilt („deemed cost“). In

Folgeperioden werden Bauten auf der Basis der neu definierten

Anschaffungskosten planmäßig mittels der linearen

Abschreibungsmethode über den Zeitraum ihrer voraussichtlichen

Restnutzungsdauer abgeschrieben. Für Gebäude werden

voraussichtliche Nutzungsdauern von 25 bis 50 Jahren zu

Grunde gelegt. Grund und Boden werden nicht abgeschrieben.

Die beizulegenden Zeitwerte der Immobilien werden in der

Regel anhand normierter Bewertungsverfahren ermittelt, die

auf den Vorschriften der deutschen Wertermittlungsverordnung

(WertV), der Wertermittlungsrichtlinien und des Baugesetzbuches

basieren. Hiernach werden die Verkehrswerte der

Immobilien z.B. mittels Vergleichswert-, Ertragswert- oder

Sachwertverfahren sowie den Bestimmungen der abgeschlossenen

Verträge ermittelt. Die Wertermittlung erfolgt u. a. anhand

aktueller Marktberichte, veröffentlichter Indizes sowie

überregionaler Vergleichspreise. Bei Erwerb oder Fertigstellung

nach einer Sanierung werden zum großen Teil auch externe

Gutachten eingeholt. Für die meisten Bodenwerte werden

im fünfjährigen Turnus externe Gutachten angefordert.

Werterhöhende Aufwendungen, die zu einer Verlängerung der

Nutzungsdauer führen, werden aktiviert. Instandhaltungsaufwendungen

und Reparaturen werden als Aufwand erfasst.

Die Kosten des Erbbaurechtes werden über die Laufzeit des

Erbbaurechtsvertrages linear abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen

nicht konsolidiert werden, sowie die Anteile

an assoziierten Unternehmen, bei denen die Anwendung der

Equity-Methode nicht wesentlich ist, sind erfolgsneutral mit

ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Sofern keine Bör-


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

senpreise und keine aktuellen von einem unabhängigen Dritten

bestätigten Wertgutachten über den Unternehmenswert

vorliegen, werden die Unternehmenswerte mittels des Ertragswertverfahrens

gemäß IDW S 1 in Verbindung mit IDW RS HFA

10 ermittelt.

Finanzinstrumente werden bei Abschluss entsprechender

Verträge gemäß IAS 39 bilanziert. Die Bilanzierung von

Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag.

Bei Übergang der Chancen und Risiken an Dritte bzw. bei Verlust

der Verfügungsmacht werden Finanzinstrumente ausgebucht.

Finanzinstrumente werden in die Kategorien Kredite

und Forderungen, Gehalten bis zur Endfälligkeit, Jederzeit

veräußerbar, Handelsbestände sowie mit dem Zeitwert erfolgswirksam

bewertete finanzielle Vermögenswerte (ohne Handelsabsicht)

unterteilt.

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden

grundsätzlich auf der Basis am Markt beobachtbarer Parameter

ermittelt. Börsengehandelte Finanzinstrumente werden mittels

aktueller Börsenkurse bewertet. Für nicht börsengehandelte

Finanzinstrumente werden beizulegende Zeitwerte auf

der Basis von Zinsstrukturkurven (Swapkurven) unter Berücksichtigung

von Ratings und aus Marktdaten abgeleiteten

credit spreads ermittelt. Das Spread-Konzept, mit dem die

aktuellen Bonitätsbeurteilungen des Marktes erfasst werden

sollen, basiert auf dem Indexportfolio der iBoxx-Indexfamilie.

Spreads werden ratingabhängig gebildet, da die Ratingklassen

die signifikantesten Spreadunterschiede erklären. Auf der Basis

von Rating-Systemen erfolgt eine risikoadäquate Einzelzuordnung

der Spreads zu den Finanzinstrumenten. Führendes

Ratingsystem für die Vergabe von Anleihe-Ratings ist Moody’s.

Liegt kein Anleihe-Rating von Moody’s vor, werden vergleichbare

Ratings wie z.B. von Standard & Poor’s oder Fitch verwendet.

Zur Verbesserung der Spreadschätzungen werden Ausreißer

aus der Stichprobe eliminiert. Ein Ausschluss orientiert

sich dabei an der Kongruenz des Index-Portfolios mit dem eigenen

Portfolio. Bei einer sehr geringen Anzahl von Produkten

sind in die Bewertung weitere preisbestimmende Parameter

einzubeziehen, deren Beobachtung am Markt nicht explizit

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

gegeben ist. Indikationen für diese Parameter werden in regelmäßigen

Abständen von mehreren Kontrahenten eingeholt.

Eine Aktualisierung dieser Parameter bzw. eine Verwendung

möglicher alternativer Annahmen würde jedoch nicht zu einer

bedeutenden Veränderung der beizulegenden Zeitwerte führen.

In der Kategorie Kredite und Forderungen werden nicht

derivative Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren

Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, ausgewiesen.

R+V hat dieser Kategorie Hypothekendarlehen,

Schuldscheinforderungen und Darlehen, Namensschuldverschreibungen

und sonstige Darlehen zugeordnet. Die Bilanzierung

erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Dabei

werden eventuell bestehende Agio-/Disagiobeträge unter

Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam über die

Laufzeit verteilt. Wertminderungen werden vorgenommen,

wenn objektive Hinweise auf erhebliche finanzielle Schwierigkeiten

des Schuldners bzw. Emittenten vorliegen, z.B. bei Ausfall

oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen von mehr

als 90 Tagen, Lastschriftrückgaben, Kapitalherabsetzungen,

drohender oder bestehender Zahlungsunfähigkeit, drohendem

oder laufendem Insolvenzverfahren bzw. Zwangsvollstreckungen.

Soweit keine Hinweise auf Wertminderung einzelner

finanzieller Vermögenswerte vorliegen, erfolgt ein Werthaltigkeitstest

auf Portfoliobasis. Die beizulegenden Zeitwerte von

Krediten und Forderungen werden für die erforderlichen Anhangangaben

separat für jedes Namenspapier auf Basis von

credit spreads gegenüber der Swap-Kurve berechnet. Die

Marktwerte werden dabei in Abhängigkeit von Rating und

Assetklasse der Papiere ermittelt, wobei diese beiden Kriterien

die Höhe der zu Grunde gelegten Zinsspreads definieren.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente sind

finanzielle Vermögenswerte mit festen Laufzeiten und bestimmbaren

Zahlungen, die das Unternehmen beabsichtigt

und in der Lage ist bis zum Ablauf der Laufzeit zu halten.

R+V hat dieser Kategorie zurzeit keine Finanzinstrumente

zugeordnet.

105


106

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Kategorie Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente

stellt eine Residualgröße dar. Sie enthält alle Finanzinstrumente,

die nicht auf Grund ihrer Natur einer anderen Kategorie

zugeordnet werden müssen und für die kein anderweitiges

Wahlrecht ausgeübt wurde. In dieser Position sind Aktien und

Investmentanteile, festverzinsliche Wertpapiere sowie Beteiligungen

ausgewiesen. Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente

werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Für börsennotierte Wertpapiere ist dies in der Regel der Börsenwert.

Festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern der

Anschaffungswert nicht dem Nominalwert entspricht, erfolgswirksam

nach der Effektivzinsmethode amortisiert. Wertänderungen,

die sich aus dem Unterschied zwischen beizulegendem

Zeitwert und fortgeführten Anschaffungskosten ergeben,

werden nach Abzug von Rückstellungen für latente Beitragsrückerstattung

und latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital

erfasst.

Liegt der beizulegende Zeitwert bei Eigenkapitalinstrumenten

an einem aktiven Markt zum Bilanzstichtag für länger als

6 Monate oder mehr als 20 % unter den Anschaffungskosten,

wird ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst.

Erfolgswirksame Zuschreibungen auf Eigenkapitaltitel sind

nicht zulässig und werden daher nicht vorgenommen. Gemäß

IFRIC 10 werden unterjährig vorgenommene Wertminderungen

im Jahresabschluss nicht revidiert.

Bei börsennotierten Fremdkapitalinstrumenten wird eine dauerhafte

Wertminderung, unbeschadet vorliegender Einzelfallerkenntnisse,

vermutet, wenn der beizulegende Zeitwert am

Bilanzstichtag mehr als 25 % oder dauerhaft für 6 Monate um

mehr als 15 % unter dem Anschaffungskurs liegt. Erfolgswirksame

Zuschreibungen auf Schuldtitel werden bis zur maximalen

Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten nur bei einem

anschließenden nachhaltigen Anstieg der beizulegenden Zeitwerte

vorgenommen.

Beizulegende Zeitwerte von Beteiligungen werden anhand des

Ertragswertverfahrens, auf der Basis von Verkehrswerten oder

Markttransaktionen bzw. mittels Gutachten ermittelt. Die Not-

wendigkeit zur Realisierung von Wertminderungen wird einzelfallbezogen,

z.B. bei Vorliegen einer dauerhaften Verlustsituation,

geprüft.

Gewinne oder Verluste aus dem Abgang Jederzeit veräußerbarer

Finanzinstrumente werden aus der Differenz zwischen Veräußerungserlös

und dem Buchwert am Veräußerungsstichtag

errechnet. Sie werden in den gleichnamigen Positionen der

Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Kategorie Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

bewertete Finanzinstrumente enthält die Handelsbestände

sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete

Finanzinstrumente (ohne Handelsabsicht).

In der Kategorie Handelsbestände sind Wertpapiere und

Finanzinstrumente aus Geldhandelsgeschäften enthalten, die

zu Handelszwecken und zur kurzfristigen Gewinnerzielung

gehalten werden. Außerdem sind in dieser Kategorie derivative

Finanzinstrumente erfasst. Handelsbestände werden am

Bilanzstichtag mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Hierzu wird bei börsengehandelten Finanzinstrumenten der

Börsenwert herangezogen. Bei nicht börsengehandelten

Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte mittels anerkannter

Bewertungsmodelle, insbesondere Barwertmethoden oder

Optionspreismodellen von Black-Scholes, Hull-White und

Brace-Gatarek-Musiela ermittelt, anderenfalls werden sonstige

anerkannte Bewertungsverfahren zu Grunde gelegt. Strukturierte

Finanzinstrumente werden in die einzelnen Komponenten

zerlegt und getrennt bewertet, wenn die Risiken des Derivats

und des Kassainstruments in keinem Zusammenhang

stehen. Derivative Finanzinstrumente werden bei R+V nur im

Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Erwerbsbeschränkungen

und überwiegend zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken

eingesetzt. Es handelt sich ausschließlich um

derivative Finanzinstrumente, die nicht im Rahmen eines

Hedge Accounting gemäß IAS 39 eingesetzt werden, sowie um

einzeln zu bewertende Komponenten strukturierter Produkte.

Negative Marktwerte aus Derivaten sind unter den Verbindlichkeiten

ausgewiesen.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete

finanzielle Vermögenswerte (ohne Handelsabsicht) beinhalten

Finanzinstrumente, für die keine Handelsabsicht besteht

und die im Einklang mit den Regelungen des IAS 39 im

Zeitpunkt des Erwerbs unwiderruflich dieser Kategorie zugeordnet

wurden. Analog zu den Handelsbeständen werden sie

zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei Wertänderungen

direkt im Ergebnis erfasst werden. R+V weist in dieser

Kategorie zum einen Basiswerte zu konzerninternen Swap -

geschäften aus, um Bewertungsinkongruenzen mit den zur

Absicherung des Zinsrisikos abgeschlossenen Swaps zu vermeiden.

Des Weiteren beinhaltet der Posten strukturierte

Produkte sowie nicht vom Basisvertrag trennbare derivative

Finanzinstrumente. Die Bewertung von nicht börsengehandelten

Optionen, derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten

Produkten erfolgt – nach deren Zerlegung in ihre Bestandteile

– mit Hilfe anerkannter finanzmathematischer Bewertungsmodelle.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang dieser

Finanzinstrumente werden erfolgswirksam in dem entsprechenden

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Übrigen Kapitalanlagen enthalten Depotforderungen aus

dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft.

Sie werden zu Nominalwerten ausgewiesen.

Das Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern,

Arbeitgebern und Inhabern von Lebensversicherungspolicen

repräsentiert Kapitalanlagen aus fonds- und indexgebundenen

Verträgen sowie beitragsbezogene Pensionspläne.

Diese werden zum beizulegenden Zeitwert auf der Basis

der zu Grunde liegenden Finanzanlagen bewertet. Nicht realisierte

Gewinne und Verluste werden durch analoge Veränderungen

der korrespondierenden Passivposten abgebildet. Den

Kapitalanlagen aus diesem Portfolio, die Versicherungsverträgen

gemäß IFRS 4 zuzuordnen sind, steht der Posten versicherungstechnische

Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung,

soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern

getragen wird, in gleicher Höhe gegenüber. Außerdem

umfasst der Posten Kapitalisierungsverträge, die mangels

Übernahme eines signifikanten Versicherungsrisikos die

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Kriterien eines Versicherungsvertrages nach IFRS 4 nicht erfüllen

und in Folge dessen als Finanzinstrumente gemäß IAS

39 und IFRS 7 zu bilanzieren sind. Die Leistungsverpflichtungen

aus diesen Verträgen sind unter den Sonstigen Verbindlichkeiten

als Verbindlichkeiten aus Kapitalisierungsgeschäften

ausgewiesen.

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen

Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der

vertraglichen Bedingungen der zu Grunde liegenden Rückversicherungsverträge

ermittelt.

Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus

dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und Abrechnungsforderungen

aus dem Rückversicherungsgeschäft.

Sie werden zu Nominalwerten abzüglich geleisteter Zahlungen

bilanziert. Bonitätsrisiken werden nach Beurteilung des Einzelrisikos

angemessen berücksichtigt. Wertberichtigungen

mindern direkt den Buchwert der Forderungen und werden

erfolgswirksam vorgenommen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden

zum Nennwert ausgewiesen.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung des R+V Konzerns

ausgewiesenen Steuern beinhalten sowohl die tatsächliche

Steuerbelastung als auch die Veränderung der aktiven und

passiven latenten Steuern. Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen

resultieren aus zeitlich begrenzten unterschiedlichen

Wertansätzen in der Bilanz nach den IFRS und

der Steuerbilanz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt

mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich

gültigen Steuersatz. Aktive latente Steuern werden auf Verlustvorträge

angesetzt, sofern ihre Realisierung hinreichend

wahrscheinlich ist. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus jederzeit

veräußerbaren Wertpapieren werden direkt im Eigenkapital

erfasst, daraus resultierende aktive bzw. passive latente

Steuern werden erfolgsneutral gebildet.

107


108

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte

umfassen langfristige Vermögenswerte, Veräußerungsgruppen

und aufgegebene Geschäftsbereiche, die innerhalb

der nächsten 12 Monate zum Verkauf vorgesehen sind. Da die

Wertrealisierung nicht durch fortgesetzte Nutzung, sondern

durch Veräußerung vorgesehen ist, werden sie zum niedrigeren

der beiden Werte aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert

abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Die übrigen Aktiva enthalten selbst genutzte Immobilien,

Sachanlagen, Vorräte, vorausgezahlte Versicherungsleistungen

sowie Rechnungsabgrenzungsposten.

Selbst genutzte Grundstücke und Gebäude beinhalten zu

höchstens 5 % fremd vermietete Grundstücke und Bauten, die

zu Zwecken der Nutzung im Rahmen des regulären Geschäftsbetriebs

gehalten werden und damit dem Anlagevermögen zuzuordnen

sind. Sie wurden zum Zeitpunkt des Übergangs auf

IFRS gemäß einer Ausnahmeregelung des IFRS 1.16 mit ihrem

beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei der beizulegende

Zeitwert zu diesem Zeitpunkt als Ersatz für die Anschaffungskosten

gilt („deemed cost“). In Folgeperioden werden Bauten

auf der Basis des Anschaffungskostenmodells mit den neu definierten

Anschaffungskosten planmäßig mittels der linearen

Abschreibungsmethode über den Zeitraum ihrer voraussichtlichen

Restnutzungsdauer abgeschrieben. Für Gebäude werden

voraussichtliche Nutzungsdauern von 25 bis 50 Jahren zu

Grunde gelegt. Grund und Boden werden nicht abgeschrieben.

Die beizulegenden Zeitwerte der Immobilien werden in der

Regel anhand normierter Bewertungsverfahren ermittelt, die

auf den Vorschriften der deutschen Wertermittlungsverordnung

(WertV), der Wertermittlungsrichtlinien und des Baugesetzbuches

basieren. Hiernach werden die Verkehrswerte der

Immobilien z.B. mittels Vergleichswert-, Ertragswert- oder

Sachwertverfahren sowie den Bestimmungen der abgeschlossenen

Verträge ermittelt. Die Wertermittlung erfolgt u. a.

anhand aktueller Marktberichte, veröffentlichter Indizes sowie

überregionaler Vergleichspreise. Bei Erwerb oder Fertig-

stellung nach einer Sanierung werden zum überwiegenden

Teil externe Gutachten eingeholt. Für die meisten Bodenwerte

werden im fünfjährigen Turnus externe Gutachten angefordert.

Werterhöhende Aufwendungen, die zu einer Verlängerung der

Nutzungsdauer führen, werden aktiviert. Instandhaltungsaufwendungen

und Reparaturen werden als Aufwand erfasst. Die

Kosten des Erbbaurechtes werden über die Laufzeit des Erbbaurechtsvertrages

linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und

kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Für

die planmäßige lineare Abschreibung werden voraussichtliche

Nutzungsdauern zwischen 4 und 23 Jahren zu Grunde gelegt.

Vermögenswerte mit einem Anschaffungswert von bis zu netto

410 Euro werden zum Zeitpunkt der Anschaffung in voller Höhe

aufwandswirksam erfasst.

In den Vorräten sind zur kurzfristigen Veräußerung im Rahmen

des regelmäßigen Geschäftsbetriebes vorgesehene

Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Sie werden mit dem

niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

und Nettoveräußerungswert bewertet. Erforderliche Wertberichtigungen

werden erfolgswirksam erfasst.

Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nominalwerten

zeitanteilig bilanziert.

Das Eigenkapital setzt sich aus gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklage,

Gewinnrücklagen und den übrigen Rücklagen

zusammen. Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag

der Aktien bilanziert. Unterschiedliche Kategorien von Aktien

liegen nicht vor. Die Kapitalrücklage enthält das Agio aus der

Ausgabe von Aktien sowie sonstige Zuzahlungen in das Eigenkapital.

Die Gewinnrücklagen enthalten die thesaurierten

Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen

sowie versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

aus leistungsorientierten Pensionszusagen, die gemäß


IAS 19.93A erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden,

unter Berücksichtigung entsprechender Steuerabgrenzungen.

In den Übrigen Rücklagen sind Beträge aus der erfolgsneutralen

Bewertung von Jederzeit veräußerbaren Kapitalanlagen

zu Zeitwerten abzüglich der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung,

der latenten Steuerabgrenzungen sowie die

Rücklage für Währungsumrechnung enthalten.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital enthalten

die Anteile Dritter am Eigenkapital von Tochtergesellschaften,

die nicht zu 100 % direkt oder indirekt vom R+V Konzern

gehalten werden. Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds

werden gemäß IAS 32.18 in den sonstigen Verbindlichkeiten

ausgewiesen.

Versicherungstechnische Rückstellungen

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Schaden- und Unfallversicherung

Die Beitragsüberträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft

sind grundsätzlich aus den gebuchten Bruttobeiträgen

nach dem 360stel-System berechnet worden. Bei der

Ermittlung der nicht übertragungsfähigen Einnahmeanteile

wurde das Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom

30. April 1974 zu Grunde gelegt.

Der Anteil der Beitragsüberträge für das in Rückdeckung

gegebene Versicherungsgeschäft wurde gemäß den Vorschriften

der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt.

Die Bewertung der selbst abgeschlossenen Unfallversicherungen

mit Beitragsrückgewähr erfolgt nach HGB. Die Deckungsrückstellung

wurde einzelvertraglich gemäß dem genehmigten

Geschäftsplan beziehungsweise unter Berücksichtigung

von § 341 f HGB sowie § 65 VAG berechnet. Bei beitragspflichtigen

Verträgen mit Beginn vor 1982 wurde die retrospektive

Methode, in allen anderen Fällen die prospektive Methode

verwandt.

Der Berechnung der Deckungsrückstellung liegen Zinssätze

zwischen 2,25 % und 4 % zu Grunde. Die Zinssätze richten sich

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

in der Regel nach den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstrechnungszinsen.

Sie gelten von Vertragsabschluss bis zum

Ablauf des Vertrages.

Bei Verträgen mit Beginntermin ab April 2007 wurde die

Sterbetafel DAV 1994 T zu Grunde gelegt, bei Verträgen mit

Beginntermin davor die Sterbetafel ADSt 60/62 mod.

Bei Verträgen, bei denen in der Zeit von Juli 2004 bis Juni

2006 die UR-Versicherung als Rentenversicherung abge -

schlossen worden ist, wird während der Rentenbezugszeit

eine modifizierte Form der Sterbetafel DAV 94 R für Männer

bzw. Frauen verwendet.

Bei den Tarifen, die bis Juni 2000 für den Neuzugang offen waren,

erfolgte keine Zillmerung. Ansonsten beträgt der Zillmersatz

40 ‰ der Summe der Beiträge, die auf den Rückgewähranteil

der UR-Versicherung entfallen.

Verwaltungskosten wurden in den Deckungsrückstellungen

für Verträge mit laufender Beitragszahlung implizit berücksichtigt.

Bei Versicherungen mit tariflich beitragsfreien Jahren

und bei beitragsfrei gestellten Versicherungen wurde eine

Verwaltungskostenrückstellung gebildet.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

des selbst abgeschlossenen Geschäfts wird für alle

bekannten Schadenfälle individuell ermittelt. Die Forderungen

aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen werden

verrechnet. Für die bis zum Abschlussstichtag eingetretenen

oder verursachten, aber zum Bilanzstichtag noch nicht gemeldeten

Schäden, ist auf Grund der in den Vorjahren beobachteten

Nachmeldungen die Rückstellung um eine Spätschadenrückstellung

erhöht worden. Bei der Ermittlung kommen statistische

Schätzverfahren zur Anwendung. Abgesehen von

der Rentendeckungsrückstellung findet keine Abzinsung der

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

statt. Die in diesem Posten ebenfalls enthaltene Rückstellung

für Schadenregulierungsaufwendungen ist entsprechend der

Vorschriften des koordinierten Ländererlasses vom 2. Februar

1973 berechnet worden.

109


110

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für einen Teilbestand der Transportversicherung wurden die

Reserven für das Geschäftsjahr und die vorangegangenen zwei

Geschäftsjahre entsprechend den Usancen dieser Sparte überwiegend

pauschal auf der Grundlage bestimmter Prozentsätze

der gebuchten Beiträge ermittelt. Ab dem dritten Vorjahr werden

die Schäden einzeln entsprechend den Angaben der abrechnenden

Stellen bewertet bzw. geschätzt.

In der Rückstellung ist auch die Deckungsrückstellung für

laufende HUK-Renten enthalten. Sie ist für Renten, bei denen

die Verpflichtung zur Rentenzahlung vor 2004 eingetreten ist,

unter Verwendung eines Rechnungszinses von 3,25 %, ansonsten

mit einem Rechnungszins von 2,75 % berechnet worden.

In allen Fällen wurde die Sterbetafel DAV HUR 2006 und eine

angemessene Verwaltungskostenrückstellung verwendet.

Für das in Rückdeckung übernommene Geschäft wurde die

Rückstellung zu einem bestmöglich geschätzten Erfüllungs -

betrag ermittelt. Dabei werden versicherungsmathematische

Verfahren unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der

Vergangenheit und Annahmen in Bezug auf die zukünftige

Entwicklung verwendet.

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung enthält Beträge,

die den Versicherungsnehmern gemäß gesetzlicher oder

vertraglicher Regelungen für die erfolgsabhängige oder erfolgsunabhängige

Überschussbeteiligung zugewiesen wurden,

und Beträge, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen

zwischen dem Abschluss nach IFRS und dem lokalen Jahresabschluss

gemäß HGB resultieren (latente Rückstellung für

Beitragsrückerstattung), die sich in zukünftigen Berechnungen

der Überschussbeteiligung auswirken werden. Diese latente

Rückstellung für Beitragsrückerstattung wird in Höhe von

90 % des Differenzbetrages nach Abzug latenter Steuern gebildet.

Für Bewertungsunterschiede, die erfolgsneutral im Eigenkapital

ausgewiesen wurden, wie z.B. unrealisierte Gewinne

und Verluste von Jederzeit veräußerbaren Finanzanlagen,

wurde die entsprechende Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung

erfolgsneutral gebildet, ansonsten werden die

Veränderungen der Rückstellung erfolgswirksam berücksichtigt.

Unter den Sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen

wurden die Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft zur

Verkehrsopferhilfe e.V. entsprechend der Aufgabe des Vereins

angesetzt und die gebildete Rückstellung für unverbrauchte

Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen einzelvertraglich

ermittelt.

Die Storno- und Drohverlustrückstellung wurde auf Grund von

Erfahrungssätzen der Vergangenheit errechnet.

Die Rückversicherungsabrechnungen basierten auf vorläufigen

Bruttozahlen, die durch Zuschätzungen ermittelt wurden.

Lebensversicherung und Pensionskasse

Die Beitragsüberträge umfassen den Teil der im Geschäftsjahr

fälligen Beitragseinnahmen, der auf künftige Berichtsperioden

entfällt. Sie werden zeitanteilig gebildet. Dabei werden

die Beitragsüberträge unter Berücksichtigung der Beginntermine

jeder einzelnen Versicherung und nach Abzug von nicht

übertragungsfähigen Beitragsteilen ermittelt. Für die Beteiligungsverträge

werden die anteiligen Beitragsüberträge von

den federführenden Unternehmen berechnet. Sofern die

Bilanzangaben von den Konsortialführern nicht rechtzeitig

übermittelt werden, beinhalten die Beitragsüberträge darüber

hinaus einen, auf aktualisierten Erfahrungswerten basierenden

pauschalen Anteil für Beteiligungsverträge. Der Anteil der

Rückversicherer an den Beitragsüberträgen wird gemäß den

Rückversicherungsverträgen ermittelt.

Die Deckungsrückstellung dient zur dauernden Erfüllbarkeit

der garantierten Ansprüche auf künftige Versicherungsleistungen.

Die Deckungsrückstellung für die selbst abgeschlossenen

Versicherungen wird gemäß dem Geschäftsplan bzw.

den Grundsätzen, die den zuständigen Aufsichtsbehörden dargelegt

wurden, grundsätzlich einzelvertraglich unter Berücksichtigung

der Beginntermine ermittelt. Dabei kommt mit

Ausnahme der fondsgebundenen Versicherungen die prospektive

Methode zur Anwendung. Einzelvertraglich negative

Deckungsrückstellungen werden bilanziell mit null Euro angesetzt.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Die Fälle, in denen die Deckungsrückstellung neben der einzelvertraglichen

Rückstellung zusätzlich einen pauschalen

Betrag enthält, sind nachstehend erläutert. Die folgende Darstellung

führt die Rechnungsgrundlagen für die Berechnung

der Deckungsrückstellung der wesentlichen Versicherungsbestände

auf.

Im Allgemeinen werden bei der Berechnung der prospektiv ermittelten

Deckungsrückstellungen die Rechnungsgrundlagen,

die nach den Vorschriften des HGB vorsichtig gewählt sind,

über die gesamte Vertragslaufzeit beibehalten. Falls die jährlich

durchgeführten aktuariellen Analysen ein zu geringes

Sicherheitsniveau offenlegen, werden entsprechende Anpassungen

vorgenommen. Die biometrischen Rechnungsgrund -

lagen orientieren sich an den von der DAV veröffentlichten

Sterbe- und Invalidisierungstafeln. Zinssätze liegen dabei

zwischen 2 % und 4 % und berücksichtigen die bei Vertragsabschluss

gesetzlich vorgeschriebenen Höchstrechnungszinssätze.

Bei der Berechnung der Deckungrückstellung kommt das

Zillmerverfahren zur Anwendung, durch welches eingerechnete

Abschlusskosten über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt

werden.

Die Zillmersätze bei den kapitalbildenden Versicherungen

zu den Sterbetafeln ADSt 1924/26, ADSt 1960/62 mod und

ADSt 1986 betragen dabei 35 ‰ der Versicherungssumme für

die Einzelversicherungen und bis zu 20 ‰ der Versicherungssumme

für die Gruppensondertarife. Bei den Risikoversicherungen

zu diesen Sterbetafeln betragen die Zillmersätze bis zu

25 ‰ der Versicherungssumme. Bei den kapitalbildenden

Versicherungen, Vermögensbildungsversicherungen und

Risikoversicherungen zu den Sterbetafeln DAV 1994 T und

R+V 2000 T betragen die Zillmersätze bis zu 40 ‰ der Beitragssumme

für Einzel- und Kollektivversicherungen. Restkreditversicherungen

werden nicht gezillmert.

Die Zillmersätze bei den Rentenversicherungen betragen im

Wesentlichen 40 ‰ der Beitragssumme für die Einzelversiche-

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

rungen und bis zu 40 ‰ der Beitragssumme für die Kollektivversicherungen.

Nach dem AVmG förderfähige Rentenversicherungen

und Rentenversicherungen zu in Rückdeckung

übernommenen Pensionsplänen werden nicht gezillmert.

Zur Anpassung an die sich verändernden biometrischen Rechnungsgrundlagen

wird für Versicherungen, die bis 2004 für

den Neuzugang offen waren, die Deckungsrückstellung gemäß

dem von der DAV entwickelten Verfahren mit Hilfe der

Tafel DAV 2004 R-Bestand berechnet. Dabei kamen die von der

DAV empfohlenen Storno- und Kapitalabfindungswahrscheinlichkeiten

zur Anwendung.

Bei der Berechnung der Deckungsrückstellung für Rentenversicherungen

des Altbestandes (Vertragsbeginn bis Mitte 1994)

wurde wie im Neubestand der Rechnungszins der Beitragskalkulation

verwendet.

Die sich aus der Erhöhung der Leistungsverpflichtungen nach

dem BGH-Urteil vom 12. Oktober 2005 ergebenden Ansprüche

wurden ermittelt und in der Deckungsrückstellung berücksichtigt.

In der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung, die von Mai

1999 bis Juni 2000 für den Neuzugang offen war, liegt der

Deckungsrückstellung ebenfalls die Sterbetafel DAV 1994 T zu

Grunde. Als Ergebnis einer Vergleichsrechnung mit nach Berufsgruppen

getrennten Invalidisierungswahrscheinlichkeiten

der Tafel R+V 1999 I-mod enthält die Deckungsrückstellung

zusätzlich einen pauschalen Anteil.

In der bis 1999 für den Neuzugang offenen Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

wurde ebenfalls eine Vergleichsrechnung

durchgeführt. Als Ergebnis enthält die Deckungsrückstellung,

neben der einzelvertraglich berechneten Deckungsrückstellung,

zusätzlich einen pauschalen Anteil. Der Vergleichsrechnung

lagen die Sterbetafeln DAV 1994 T sowie Invalidisierungswahrscheinlichkeiten,

die aus der Tafel DAV 1997 I

abgeleitet sind, zu Grunde.

111


112

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Berechnung der Deckungsrückstellung in der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

im Teilbestand der ehemaligen

KRAVAG-LEBEN Versicherungs-AG erfolgte mit der Sterbetafel

DAV 1994 T und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten gemäß

DAV 1997 I. Für die Anpassung von Verträgen nach anderen

Rechnungsgrundlagen enthält die Deckungsrückstellung als

Ergebnis einer Vergleichsrechnung neben der einzelvertraglich

berechneten Rückstellung zusätzlich einen pauschalen Anteil.

In der Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherung liegen der Deckungsrückstellung

die Sterbetafel DAV 1994 T sowie Invalidisierungswahrscheinlichkeiten

nach der Tafel DAV 1998 E zu

Grunde.

In der Arbeitsunfähigkeits-(Zusatz)versicherung liegt der

Deckungsrückstellung in der Anwartschaftszeit und im Leistungsbezug

die Sterbetafel DAV 1994 T zu Grunde. Die Arbeitsunfähigkeitswahrscheinlichkeiten

entstammen der Tafel

R+V 2002 AU.

Die Deckungsrückstellung für beitragsfreie Boni aus der Überschussbeteiligung

wurde nach den gleichen Rechnungsgrundlagen

ermittelt, wie sie der jeweils zugehörigen Hauptversicherung

zu Grunde liegen.

Verwaltungskosten werden in der Deckungsrückstellung implizit

berücksichtigt. Bei Versicherungen mit tariflich beitragsfreien

Jahren, bei beitragsfrei gestellten Versicherungen

sowie bei beitragsfreien Boni aus der Überschussbeteiligung,

wird eine Verwaltungskostenrückstellung gebildet. Zur Anpassung

der Sicherheitsmargen, bei den für den Neuzugang

geschlossenen Bauspar-Risikoversicherungen beinhaltet

die Deckungsrückstellung darüber hinaus einen pauschalen

Anteil.

Die Deckungsrückstellung im Bereich der Lebensversicherung,

soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen

wird, wurde für jede Versicherung einzeln retrospektiv

ermittelt. Sie wurde in Anteilseinheiten geführt und zum Zeitwert

passiviert.

Für die Beteiligungsverträge wurden die anteiligen Deckungsrückstellungen

von den federführenden Unternehmen berechnet.

Sofern die Bilanzangaben von den Konsortialführern

nicht rechtzeitig übermittelt wurden, beinhaltet die Deckungsrückstellung

darüber hinaus einen auf aktualisierten

Erfahrungswerten basierenden pauschalen Anteil für Beteiligungsverträge.

Die Ermittlung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte

Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäftes

erfolgte grundsätzlich individuell. Sie wird

für bis zum Bilanzstichtag bereits eingetretene und gemeldete,

aber noch nicht regulierte Versicherungsfälle gebildet.

Darüber hinaus enthält sie eine Schätzung für bereits eingetretene,

aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle. Die

Rückstellungen für das Beteiligungsgeschäft wurden nach

Angabe der federführenden Gesellschaften eingestellt. Sofern

die Angaben von den Konsortialführern nicht rechtzeitig übermittelt

wurden, beinhaltet die Rückstellung für noch nicht

abgewickelte Versicherungsfälle darüber hinaus einen auf

aktualisierten Erfahrungswerten basierenden pauschalen

Anteil für Beteiligungsverträge.

Die sich aus der Erhöhung der Leistungsverpflichtungen nach

dem BGH-Urteil vom 12. Oktober 2005 ergebenden Ansprüche

wurden unter Einbeziehung einer vernünftigen kaufmännischen

Beurteilung der Inanspruchnahme ermittelt und pauschal

in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

berücksichtigt.

Für eingetretene Versicherungsfälle, die bis zum Bilanzstichtag

nicht gemeldet wurden, wurde eine pauschale Spätschadenrückstellung

in Höhe des riskierten Kapitals unter Berücksichtigung

von aktualisierten Erfahrungswerten gebildet.

In Höhe von 1 % der Rückstellung für bis zum Bilanzstich -

tag eingetretene und gemeldete Versicherungsfälle (ohne

Abläufe) sowie für Spätschäden wurde eine Rückstellung

für Regulierungsaufwendungen gebildet. Der Anteil der

Rückversicherer an der Rückstellung wurde gemäß den

Rückversicherungsverträgen ermittelt.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wird für

Ansprüche der Versicherungsnehmer auf erfolgsabhängige

Beitragsrückerstattung gebildet. Die dadurch gebundenen

Mittel stehen also grundsätzlich für eine künftige einzelvertragliche

Zuteilung von Überschüssen an die Versicherungsnehmer

zur Verfügung. Innerhalb der RfB wird zwischen Rückstellungen,

die auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte

Überschussanteile entfallen, Rückstellungen, die auf

bereits festgelegte Schlusszahlungen (einschließlich der

Beteiligung an Bewertungsreserven) entfallen, dem Fonds,

durch den künftige Schlusszahlungen finanziert werden, und

der freien Rückstellung für Beitragsrückerstattung unterschieden.

Nach § 56a VAG kann die RfB, soweit sie nicht auf

bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Überschussanteile

entfällt, zur Abwendung eines drohenden Notstands herangezogen

werden und hat somit risikomindernden Charakter.

Nach IFRS enthält die RfB über die oben genannten Teile

hinaus Beträge, die aus Bewertungsunterschieden zwischen

dem Abschluss nach IFRS und dem lokalen Jahresabschluss

gemäß HGB resultieren. Diese latente RfB wird in Höhe von

90 % des Differenzbetrages nach Abzug latenter Steuern gebildet.

Damit berücksichtigt R+V die Regelungen des deutschen

Rechts zur Beteiligung der Versicherungsnehmer an den entstehenden

Überschüssen. Für Bewertungsunterschiede, die

erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen wurden, wie z.B.

unrealisierte Gewinne und Verluste von Jederzeit veräußerbaren

Finanzanlagen, wurde die entsprechende Rückstellung für

latente Beitragsrückerstattung erfolgsneutral gebildet, ansonsten

werden die Veränderungen der Rückstellung erfolgswirksam

berücksichtigt.

Die Sonstige versicherungstechnische Rückstellung wurde

einzelvertraglich aus schon fälligen, aber noch nicht gezahlten

Beiträgen ermittelt, die noch nicht in die versicherungstechnische

Rückstellung im Bereich der Lebensversicherung,

soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen

wird, einfließen.

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Für das in Rückdeckung übernommene Geschäft wurden die

versicherungstechnischen Rückstellungen grundsätzlich nach

den Aufgaben der Zedenten bilanziert. Sofern keine Aufgaben

vorlagen, wurde die Rückstellung geschätzt; maßgebend hierfür

waren die vertraglichen Bedingungen und der bisherige

Geschäftsverlauf. Bei einigen erfahrungsgemäß zu niedrig

angesetzten Schadenrückstellungen der Zedenten wurden

angemessene Erhöhungen vorgenommen.

Pensionsfonds

Die Berechnung der Deckungsrückstellung für leistungsbezogene

Pensions pläne der R+V Pensionsfonds AG mit versicherungsförmigen

Garantien gegen Einmalbeitrag ergibt sich aus

den Rückstellungen und Verbindlichkeiten der R+V Lebensversicherung

AG, die den dort entsprechend abgeschlossenen

Rückdeckungsversicherungen zuzuordnen sind.

Die Berechnung der Deckungsrückstellung, die auf die garantierte

Mindestleistung beitragsbezogener Pensionspläne oder

auf die Verpflichtung aus optionalen Erwerbsminderungsrenten

der HVB Pensionsfonds AG und der CHEMIE Pensionsfonds

AG entfällt, erfolgt einzelvertraglich und prospektiv in

dem Umfang, in dem die Beiträge den Verträgen zugeordnet

sind. Für noch nicht einzelvertraglich zugeordnete Beiträge

wird darüber hinaus eine pauschal bewertete Deckungsrückstellung

gebildet. Die Deckungsrückstellung für die versicherungsförmigen

Leistungszusagen bei diesen Gesellschaften

wird für jeden Versorgungsvertrag einzeln und prospektiv

berechnet.

Die Pensionsfondstechnischen und versicherungstechnischen

Rückstellungen, soweit das Anlagerisiko von Arbeitgebern,

Arbeitnehmern und Inhabern von Lebensversicherungspolicen

getragen wird ergeben sich bei den beitragsbezogenen

Pensionsplänen der R+V Pensionsfonds AG aus den

Rückstellungen und Verbindlichkeiten der R+V Lebensversicherung

AG, die den dort entsprechend abgeschlossenen

Rückdeckungsversicherungen zuzuordnen sind, jedoch unter

Beachtung der aus der zugesagten Mindestleistung resultierenden

Mindestdeckungsrückstellung.

113


114

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei den übrigen beitragsbezogenen Pensionsplänen werden

sie retrospektiv für die Teile des Kapitals gebildet, die nicht auf

die Finanzierung der garantierten Mindestleistung entfallen.

Die Berechnung erfolgt dabei in dem Umfang einzelvertraglich,

in dem die Beiträge den Verträgen zugeordnet sind. Für

noch nicht einzelvertraglich zugeordnete Beiträge wird darüber

hinaus eine pauschal bewertete Rückstellung gebildet.

Für ergänzende Pensionspläne mit versicherungsförmig

garantierten Leistungen bei Tod und Berufsunfähigkeit der

R+V Pensionsfonds AG ergeben sich diese Rückstellungen aus

den Rückstellungen und Verbindlichkeiten der R+V Lebensversicherung

AG, die den dort entsprechend abgeschlossenen

Rückdeckungsversicherungen zuzuordnen sind.

Krankenversicherung

Alle Verträge werden als Versicherungsverträge gemäß IFRS 4

behandelt.

Die Beitragsüberträge entsprechen den abgegrenzten, bereits

für künftige Risikoperioden vereinnahmten Beiträgen. Sie betreffen

überwiegend das Auslandsreisekrankenversicherungsgeschäft.

Deckungsrückstellungen sind versicherungstechnische

Reserven für garantierte Ansprüche der Versicherungsnehmer.

Sie wurden einzelvertraglich auf Basis der technischen

Berechnungsgrundlagen der Tarife berechnet. Dabei wurden

die negativen Deckungsrückstellungen gegen die positiven

Deckungsrückstellungen aufgerechnet. Der Anteil der

Mitversicherungsgesellschaft GPV (Gemeinschaft privater

Versicherungsunternehmen zur Durchführung der Pflegeversicherung

für die Mitglieder der Postbeamtenkrankenkasse und

der Krankenversicherung der Bundesbahnbeamten) wurde von

GPV ermittelt und unverändert übernommen. In die Berechnung

gehen als Rechnungsgrundlagen insbesondere Annahmen

in Bezug auf Sterblichkeit, Morbidität, Kapitalanlageverzinsung,

Storno sowie Kosten ein. Diese Annahmen werden

in regelmäßigen Abständen nach versicherungstechnischen

Grundsätzen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

wird auf Basis der im Geschäftsjahr gezahlten Aufwendungen

für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres ermittelt.

Dabei wurden Erfahrungswerte der drei vorangegangenen

Geschäftsjahre zu Grunde gelegt. Forderungen aus Regressen

wurden von der Rückstellung für noch nicht abgewickelte

Versicherungsfälle abgesetzt. Die Rückstellung basiert auf

Schätzungen. Die tatsächlichen Zahlungen können dabei

höher oder niedriger sein. In der bilanzierten Rückstellung

sind Kosten für die Schadenregulierung enthalten.

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung enthält Beträge,

die den Versicherungsnehmern gemäß gesetzlicher oder

vertraglicher Regelungen für die erfolgsabhängige oder erfolgsunabhängige

Überschussbeteiligung zugewiesen wurden,

und Beträge, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen

zwischen dem Abschluss nach IFRS und dem lokalen Jahresabschluss

gemäß HGB resultieren (latente Rückstellung für

Beitragsrückerstattung), die sich in zukünftigen Berechnungen

der Überschussbeteiligung auswirken werden. Diese latente

Rückstellung für Beitragsrückerstattung wird in Höhe von

80 % des Differenzbetrages nach Abzug latenter Steuern gebildet.

Für Bewertungsunterschiede, die erfolgsneutral im Eigenkapital

ausgewiesen wurden, wie z.B. unrealisierte Gewinne

und Verluste von Jederzeit veräußerbaren Finanzanlagen,

wurde die entsprechende Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung

erfolgsneutral gebildet, ansonsten werden die

Veränderungen der Rückstellung erfolgswirksam berücksichtigt.

Angemessenheitstest für versicherungstechnische

Verbindlichkeiten

Die versicherungstechnischen Verbindlichkeiten werden regelmäßig

mit Hilfe eines Angemessenheitstests für Verbindlichkeiten

(Liability-Adequacy-Test) hinsichtlich ihrer Angemessenheit

überprüft. Der Angemessenheitstest ermittelt,

ob der Buchwert der versicherungstechnischen Rückstellungen

auf Grund eines Vergleichs mit den erwarteten künftigen

Cashflows erhöht werden muss. Der Angemessenheitstest wird

für die Lebensversicherungsunternehmen mittels des „Loss-

Recognition Test“ und für die Sachversicherungsunternehmen


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

mittels des „Premium-Deficiency-Test“ durchgeführt. Im Hinblick

auf die versicherungstechnischen Rückstellungen der

Krankenversicherungsunternehmen werden regelmäßig die

Barwerte erwarteter künftiger Versicherungsleistungen, Verwaltungs-

und Regulierungskosten, den Barwerten erwarteter

künftiger Beitragszahlungen gegenübergestellt. Sollten sich

Defizite ergeben, hat das Versicherungsunternehmen nach

dem „Prospective-unlocking-Prinzip“ die Möglichkeit zur Beitragsanpassung.

Die bei der Berechnung verwendeten Rechnungsgrundlagen

werden regelmäßig unter Berücksichtigung

der von der DAV und der BaFin empfohlenen Rechnungsgrundlagen

und der im Bestand beobachteten Entwicklungen auf

ausreichende Sicherheitsmargen überprüft.

Durch die frühere Anwendung nationaler Rechnungslegungsgrundlagen

auf die Bewertung der versicherungstechnischen

Verbindlichkeiten gemäß IFRS 4 und der im deutschen Handelsrecht

überragenden Rolle des Gläubigerschutzes kommt

dem Vorsichtsprinzip große Bedeutung zu, wonach bei Unsicherheit

über die Größe eines Wertes nicht der wahrscheinlichste

Wert oder ein Mittelwert, sondern ein tendenziell vorsichtiger

Wert anzusetzen ist. Insofern wurden Angemessenheitstests

für Verbindlichkeiten bereits unter der Anwendung

früherer nationaler Rechnungslegungsgrundlagen regelmäßig

durchgeführt. Der Übergang auf die IFRS hatte keine weiteren

Anpassungen der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten

zur Folge.

Betriebliche Altersversorgung der

R+V Konzerngesellschaften

Eine wesentliche Grundlage der betrieblichen Altersversorgung

der R+V ist die Mitgliedschaft der Gesellschaften in der

R+V Pensionsversicherung a. G. Diese unterliegt als rechtlich

selbstständige Pensionskasse der Aufsicht der BaFin. Die R+V

Pensionsversicherung a. G. ist eine regulierte Pensionskasse.

Zu ihren Trägerunternehmen zählen Unternehmen des Finanz-

Verbundes.

Außerdem leistet R+V Zuwendungen an die Versorgungskasse

genossenschaftlich orientierter Unternehmen e.V. (VGU). Es

handelt sich um eine rückgedeckte Unterstützungskasse.

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Für Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2004 in das Unternehmen

eingetreten sind, wird ausschließlich die R+V Pensionsversicherung

a. G. als Versorgungsinstrument genutzt. Die Einzahlungen

erfolgen durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer.

Im Versorgungsfall werden Alters-, Invaliditäts-, Witwen-/

Witwer- bzw. Waisenrenten geleistet.

Für Mitarbeiter und Führungskräfte, die ab dem 1. April 2004

in das Unternehmen eingetreten sind, werden als Versorgungsinstrumente

die R+V Pensionsversicherung a. G. und die VGU

genutzt. Die Eigenbeteiligung der Arbeitnehmer fließt in

die R+V Pensionsversicherung a. G., die Arbeitgeberbeiträge

fließen in die VGU. Im Versorgungsfall werden durch die

R+V Pensionsversicherung a. G. Alters-, Invaliditäts-, Witwen-/Witwer-

bzw. Waisenrenten geleistet. Durch die VGU

erfolgt bei Berufsunfähigkeit eine Rentenzahlung. Im Erlebensfall

sowie als Hinterbliebenenversorgung wird eine

Kapitalleistung durch die VGU ausgezahlt.

Bei dieser Art der betrieblichen Altersversorgung handelt es

sich um Beitragszusagen, für die nach IAS 19 keine Pensionsrückstellung

zu bilden ist. Es werden lediglich die Arbeitgeberzuschüsse

als Altersversorgungsaufwand erfasst.

Weiterhin ist es den Mitarbeitern und Führungskräften der

R+V möglich, eine Direktversicherung bei der R+V Lebensversicherung

AG abzuschließen. Auch hierbei handelt es sich um

Beitragszusagen, für die nach IAS 19 keine Pensionsrückstellung

gebildet wird. Ein Altersversorgungsaufwand entsteht der

R+V hierdurch nicht.

Arbeitgeberfinanzierte Pensionszusagen

Pensionszusagen hat R+V erteilt an Führungskräfte, die bis

zum 31. März 2004 in das Unternehmen eingetreten sind, und

an Vorstandsmitglieder. Mitarbeiter der KRAVAG-Gesellschaften,

die vor dem 1. Januar 1980 zu den Unternehmen gehörten,

haben ebenfalls Pensionszusagen erhalten.

Die Pensionszusagen sehen eine Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung

vor. Es handelt sich um leistungsori-

115


116

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

entierte Pensionszusagen, für die nach IAS 19 eine Rückstellung

zu bilden ist.

Die Rentenhöhe der Vorstandszusagen bestimmt sich aus

einem dienstzeitabhängigen Prozentsatz des pensionsfähigen

Einkommens.

Bei Führungskräften der R+V setzt sich die Rentenhöhe aus

einem Grundbetrag und Steigerungsbeträgen für jedes anrechnungsfähige

Dienstjahr zusammen. Die Höhe dieser Beträge

ist abhängig von der jeweiligen Hierarchiestufe. Auf diese

Rente angerechnet werden die arbeitgeberfinanzierten Leistungen

aus der R+V Pensionsversicherung a. G. Wird unter

Hinzurechnung der Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung

und sonstiger unverfallbarer Anwartschaften aus

früheren Arbeitsverhältnissen ein Gesamtversorgungsniveau

von 70 % (bzw. 75 % bei Zusagen bis zum 31. Dezember 1986)

der Bemessungsgrundlage nicht erreicht, so kann diese Anrechnung

ganz oder teilweise entfallen. Die Bemessungsgrundlage

ist dabei das monatliche Gehalt bzw. eine von den

Hierarchiestufen abhängige Höchstgrenze. Die zugesagten

Leistungen sind dynamisiert und verändern sich mit jeder

Gehaltstarifanpassung des privaten Versicherungsgewerbes

entsprechend.

Die Rentenhöhe für Mitarbeiter und Führungskräfte der

KRAVAG-Gesellschaften bestimmt sich aus einem festen

Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens. Die Höhe des

Prozentsatzes ist abhängig von der jeweiligen Hierarchiestufe.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber Vorständen wurden

Rückdeckungsversicherungen bei der R+V Lebensversicherung

AG abgeschlossen. Der Wert der Rückdeckungsversicherungen

ist als Erstattungsanspruch in den Sonstigen Forderungen

ausgewiesen. Verpflichtungen aus Altersrenten wurden

gegen Zahlung eines Einmalbeitrages an die VGU ausgelagert.

Durch laufende Jahresbeiträge an die VGU wurden zukünftige

Anwartschaftszuwächse finanziert. Durch die Übertragung

auf die VGU wurde Planvermögen im Sinne von IAS

19.7 geschaffen, so dass der Wert der Pensionsverpflichtung

saldiert um den Wert des Planvermögens in der Bilanz als Nettoverpflichtung

ausgewiesen wird.

Arbeitnehmerfinanzierte Pensionszusagen

Die Mitarbeiter der R+V können auf Ansprüche auf Bezüge aus

vermögenswirksamen Leistungen verzichten. Für Mitarbeiter,

die bis zum 31. März 2004 in das Unternehmen eingetreten

sind, leistet der Arbeitgeber in den Jahren 2004 bis 2009 jeweils

einmalig einen Zuschuss. Im Gegenzug erteilt R+V eine

sofort unverfallbare Versorgungsanwartschaft. Die jeweilige

Arbeit gebergesellschaft hat in Höhe der Pensionszusage eine

Rückdeckungsversicherung bei der R+V Lebensversicherung

AG abgeschlossen.

Die Bewertung der leistungsorientierten Altersversorgungssysteme

der R+V-Konzerngesellschaften erfolgt gemäß IAS 19

nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren)

und basiert auf versicherungsmathematischen

Gutachten. Der Berechnung liegen aktuelle Sterbe-, Invaliditäts-

und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, erwartete

Gehalts-, Anwartschafts- und Rentensteigerungen sowie ein

realitätsnaher Rechnungszins zu Grunde. Der Rechnungszins

orientiert sich an den Zinssätzen, die für langfristige Industrieanleihen

von Emittenten bester Bonität gelten, und wurde

mit 5,3 % determiniert. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits-

und Invaliditätsannahmen dienen die Richttafeln

2005 G von Klaus Heubeck.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus den

Pensionsverpflichtungen ergeben sich durch Abweichungen

des auf Grund der Bewertungsparameter erwarteten Verlaufs

vom tatsächlichen Verlauf des Verpflichtungsumfangs und

der Leistungsauszahlungen. Sie werden gemäß IAS 19.93 A

erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.

Den arbeitgeberfinanzierten Pensionsverpflichtungen stehen

die Vermögenswerte der VGU e.V. gegenüber, die ausschließlich

zur Bedeckung der erteilten Pensionszusagen verwendet

werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen

sind. Die Vermögenswerte aus der VGU e.V. sind Planvermögen


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

i. S. des IAS 19 und werden mit den Pensionsverpflichtungen

saldiert.

Für die aus den Pensionszusagen aus Entgeltumwandlung

resultierenden arbeitnehmerfinanzierten Verpflichtungen

wurden kongruente Rückdeckungsversicherungen bei der

R+V Lebensversicherung AG abgeschlossen. Da diese Gesellschaft

aus Konzernsicht keine rechtlich eigenständige Einheit

ist, handelt es sich dabei um nicht saldierbare Erstattungsansprüche.

Daher werden gemäß IAS 19.104 D eine Verpflichtung

und ein Vermögenswert in gleicher Höhe ausgewiesen.

Steuerrückstellungen werden für tatsächliche Steuern gemäß

der erwarteten Zahlungen für das Berichtsjahr bzw. für

Vorjahre gebildet.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für

Altersteilzeitmodelle, Jubiläumsverpflichtungen, Vorruhestandsverpflichtungen

und Übrige Rückstellungen. Auch die

Bewertung der vertraglichen Altersteilzeit-, Jubiläums- und

Vorruhestandsverpflichtungen der R+V Konzerngesellschaften

erfolgt gemäß IAS 19 nach den unter den Pensionsrückstellungen

erläuterten Prämissen. Die Rückstellung für Altersteilzeit

umfasst das rückständige Arbeitsentgelt sowie die noch zu

zahlenden Aufstockungsbeträge zum Gehalt und zur Alters -

versorgung. Bei den Aufstockungsbeträgen wurde ein versicherungsmathematischer

Abschlag vorgenommen. Als Rechnungsgrundlage

wurden, ebenso wie für die Berechnung

der Jubiläumsrückstellung, die Richttafeln 2005 G von Klaus

Heubeck mit einem Zinssatz von 5,3 % verwendet.

Unter den Verbindlichkeiten sind Nachrangige Verbindlichkeiten,

Depotverbindlichkeiten und Abrechnungsverbindlichkeiten

aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie Anleihen,

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Sonstige

Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden mit den fortgeführten

Anschaffungskosten angesetzt. Außerdem sind in diesem

Posten negative Marktwerte aus Derivaten enthalten, die

mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Veränderungen

der Marktwerte werden erfolgswirksam in der Gewinn-

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

und Verlustrechnung unter den Erträgen bzw. Aufwendungen

aus Kapitalanlagen erfasst. Die Zinsaufwendungen aus der

Fremdkapitalaufnahme durch die Nachrangdarlehen werden in

der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Sie sind in

der Gewinn- und Verlustrechnung im Sonstigen Aufwand ausgewiesen.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem Verbindlichkeiten

aus Kapitalisierungsgeschäften enthalten, bei denen

im Rahmen des Vertragsabschlusses kein wesentliches Versicherungsrisiko

übernommen wird. Es handelt sich dabei um

Verträge der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung,

Verträge zur Absicherung von Altersteilzeitmodellen

und um Pensionsfondsverträge auf der Basis leistungsbezogener

Pensionspläne, die gemäß § 112 Abs. 1a VAG kalkuliert

sind. Diese Verträge sind gemäß IFRS 4 nicht als Versicherungsverträge,

sondern als Finanzinstrumente gemäß IAS 39

zu bilanzieren. Die Verbindlichkeiten aus diesen Verträgen

werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Soweit die Kapitalanlage bei den Verträgen für Rechnung und

Risiko von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Inhabern von Lebensversicherungspolicen

erfolgt, repräsentieren die Verbindlichkeiten

somit korrespondierende Posten zu den ihnen im

entsprechenden Aktivposten in der Bilanz zugeordneten Kapitalanlagen.

Die Übrigen Passiva enthalten ausschließlich Rechnungs -

abgrenzungsposten und sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag

angesetzt.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des R+V Konzerns ist der Euro. Die Jahresabschlüsse

der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen

werden in Euro aufgestellt.

Umrechnungsdifferenzen aus Transaktionen in Fremdwährung

werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der

Umrechnung von in Fremdwährung gehaltenen Wertpapieren

ergeben sich die Euro-Anschaffungskosten aus Wertpapier-

117


118

Erläuterung allgemeiner Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

und Devisenkurs zum Anschaffungszeitpunkt; der Euro-Börsenwert

wird aus Wertpapier- und Devisenkurs zum Bilanzstichtag

ermittelt.

Übrige Aktiva und Passiva werden mit dem Devisenkurs zum

Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Für die Umrechnung der

Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen ist der Devisenkurs

zum Zeitpunkt des Geldflusses Umrechnungsgrund -

lage; für alle übrigen Erträge und Aufwendungen der Devisenkurs

zum Bilanzstichtag.

Bei Rückversicherungsunternehmen werden die Kapitalanlagen

sowie die aus diesen Positionen resultierenden Sonstigen

Forderungen, Sonstigen Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten,

Erträge und Aufwendungen mit dem Devisenkurs

zum Bilanzstichtag 31. Dezember umgerechnet. Alle übrigen

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung,

insbesondere die versicherungstechnischen Posten, werden

aus Vereinfachungsgründen mit dem Devisenkurs vom

13. Dezember umgerechnet.

Im Geschäftsjahr wurden Währungsumrechnungsdifferenzen

gemäß IAS 21.52 (a) in Höhe von – 185.626 Tsd. Euro

(Vorjahr – 149.107 Tsd. Euro) im Ergebnis erfasst.

Der Saldo der Umrechnungsdifferenzen, der als separater

Posten in das Eigenkapital eingestellt wurde, sowie eine

Überleitung dieses Betrages zum Beginn und Ende der

Berichtsperiode ist aus der Darstellung der Eigenkapitalentwicklung

ersichtlich.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

119


120

Erläuterung zur Konzernbilanz – Aktiva

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Aktiva

1 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Entwicklung im Geschäftsjahr

in Tsd. Euro 2007 2006

Bruttobuchwert 31. Dezember Vorjahr 4.987 –

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Vorjahr – –

Bilanzwert 31. Dezember Vorjahr 4.987 –

Veränderungen aus Währungsumrechnungen – –

Bilanzwert 1. Januar Geschäftsjahr 4.987 –

Zugänge 7.286 4.987

Abgänge – –

Abschreibungen – –

Bilanzwert 31. Dezember Geschäftsjahr 12.273 4.987

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Geschäftsjahr – –

Bruttobuchwert 31. Dezember Geschäftsjahr 12.273 4.987

Der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von

12.273 Tsd. Euro stammt aus der Erstkonsolidierung der R+V

Pensionskasse AG 2006 sowie aus der Erstkonsolidierung der

CHEMIE Pensionsfonds AG und HVB Pensionsfonds AG 2007

2 SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

jeweils gemäß IFRS 3. Die jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit

des Geschäfts- oder Firmenwertes hat keinen Abschreibungsbedarf

auf Grund von Wertminderung ergeben.

Entwicklung im Geschäftsjahr

in Tsd. Euro 2007 2006

Bruttobuchwert 31. Dezember Vorjahr 146.992 137.004

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Vorjahr 110.408 104.014

Bilanzwert 31. Dezember Vorjahr 36.584 32.990

Veränderungen aus Währungsumrechnungen – –

Bilanzwert 1. Januar Geschäftsjahr 36.584 32.990

Zugänge 32.546 13.564

Abgänge 7.069 3.576

Planmäßige Abschreibungen 5.589 6.394

Außerplanmäßige Abschreibungen – –

Zuschreibungen – –

Sonstige Bewegungen – –

Bilanzwert 31. Dezember Geschäftsjahr 56.472 36.584

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Geschäftsjahr 115.997 110.408

Bruttobuchwert 31. Dezember Geschäftsjahr 172.469 146.992


3 ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Der zum 31. Dezember 2007 ausgewiesene Bilanzwert für Sonstige

immaterielle Vermögenswerte enthält selbst erstellte Software

in Höhe von 4.070 Tsd. Euro (Vorjahr 0 Euro). Im Geschäftsjahr

wurden keine Abschreibungen auf selbst erstellte

Software vorgenommen. Weiterhin sind zum Bilanzstichtag erworbene

Versicherungsbestände in Höhe von 9.199 Tsd. Euro

enthalten (Vorjahr 9.384 Tsd. Euro), auf die im Geschäftsjahr

Abschreibungen in Höhe von 722 Tsd. Euro vorgenommen wurden.

In den Zugängen 2007 sind des Weiteren Immaterielle

Vermögenswerte aus den Unternehmenszusammenschlüssen

mit der CHEMIE Pensionsfonds AG und der HVB Pensionsfonds

AG in Höhe von 3.791 Tsd. Euro enthalten, die sich in Höhe

von 3.254 Tsd. Euro auf entgeltlich erworbene Software und in

Höhe von 537 Tsd. Euro auf entgeltlich erworbene Versicherungsbestände

aufteilen.

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 121

Entwicklung im Geschäftsjahr

in Tsd. Euro 2007 2006

Bruttobuchwert 31. Dezember Vorjahr 1.062.650 1.211.258

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Vorjahr 34.483 –

Bilanzwert 31. Dezember Vorjahr 1.028.167 1.211.258

Währungsänderungen – –

Bilanzwert 1. Januar Geschäftsjahr 1.028.167 1.211.258

Veränderung Konsolidierungskreis – –

Zugänge (Erwerb/Herstellungskosten) 1.592 3.771

Nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten – 322

Umgliederung in Position „Zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte“ – – 82.725

Umgliederung aus Position „Eigengenutzter Grundbesitz“ – 7.087

Umgliederung aus Position „Vorräte“ 512 –

Abgänge 23.455 85.404

Zuschreibungen – 8.341

Abschreibungen

planmäßige Abschreibungen 32.509 32.597

außerplanmäßige Abschreibungen 18.589 1.886

Bilanzwert 31. Dezember Geschäftsjahr 955.718 1.028.167

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Geschäftsjahr 85.581 34.483

Bruttobuchwert 31. Dezember Geschäftsjahr 1.041.299 1.062.650

Bei den als Finanzinstrumente gehaltenen Immobilien

wurde im Zuge der Verwendung beizulegender Zeitwerte als

Anschaffungskosten im Zeitpunkt des Übergangs auf die

IFRS Gesamtanpassungen der nach vorherigen Rechnungslegungsgrundsätzen

ausgewiesenen Buchwerte in Höhe von

442.021 Tsd. Euro vorgenommen. Verfügungsbeschränkungen

und Verpfändungen als Sicherheiten bestanden hinsichtlich

der Bereitstellung von Objekten als dingliche Sicherheiten in

Höhe von 167.538 Tsd. Euro (Vorjahr 152.924 Tsd. Euro). Es bestanden

Investitionsverpflichtungen bezüglich Bauvorhaben

in Höhe von 699 Tsd. Euro (Vorjahr 961 Tsd. Euro). Aus den als

Kapitalanlagen gehaltenen Immobilien wurden im Geschäftsjahr

Mieteinnahmen in Höhe von 72.832 Tsd. Euro (Vorjahr

61.640 Tsd. Euro) erzielt. Diesen standen Aufwendungen für

Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von 17.676 Tsd.

Euro (Vorjahr 10.046 Tsd. Euro) gegenüber. Aus Leerständen

resultierten Aufwendungen für Reparaturen und Instandhal-


122

Erläuterung zur Konzernbilanz – Aktiva

tung in Höhe von 1.593 Mio. Euro. Die Wertminderungen des

Geschäftsjahres ergaben sich auf Grund der am örtlichen Markt

gegebenen Verhältnisse.

4 ANTEILE AN VERBUNDENEN UND ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Verbundene Unternehmen 514.432 510.684

Assoziierte Unternehmen 176.870 137.990

Gesamt 691.302 648.674

5 FINANZINSTRUMENTE – KREDITE UND FORDERUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Hypothekendarlehen 3.580.895 3.560.274

Schuldscheinforderungen und Darlehen 8.860.331 8.055.310

Namensschuldverschreibungen 10.192.049 9.349.399

Sonstige Darlehen 469.568 489.315

Gesamt 23.102.843 21.454.298

7 FINANZINSTRUMENTE – JEDERZEIT VERÄUSSERBAR

in Tsd. Euro 2007 2006

Nicht festverzinslich

Aktien 7.322.607 6.664.007

Investmentanteile 628.917 603.619

Übrige 542.292 721.853

Festverzinslich 11.241.654 11.136.371

Gesamt 19.735.470 19.125.850

Zum Bilanzstichtag wurden Wertpapierdepots der Kategorie

Jederzeit veräußerbar in Höhe von 71.644 Tsd. Euro (Vorjahr

66.805 Tsd. Euro) in der Form so genannter „Letters of Credit“

diverser ausländischer Banken als Sicherheiten zur Verfügung

gestellt. Insbesondere im Rückversicherungsgeschäft verlangen

internationale Geschäftspartner eine solche Absicherung

als Voraussetzung der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen.


8 FINANZINSTRUMENTE – MIT DEM ZEITWERT ERFOLGSWIRKSAM BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

in Tsd. Euro 2007 2006

a) Handelsbestände

Einlagen bei Kreditinstituten 215.032 307.774

Derivate 104.041 142.477

Zwischensumme 319.073 450.251

b) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (ohne Handelsabsicht)

Darlehen 707.807 841.266

Festverzinsliche Wertpapiere 115.244 139.555

Zwischensumme 823.051 980.821

Gesamt 1.142.124 1.431.072

8.1 FINANZINSTRUMENTE – DERIVATE

Marktwert 2007 Marktwert 2006

in Tsd. Euro positiv negativ* positiv negativ*

Zinsbezogene Geschäfte – – – –

OTC-Produkte

Zinsswaps (gleiche Währung) 58.419 7.611 113.790 8.219

Zinsoptionen - Käufe – – – –

Zinsoptionen - Verkäufe – 6 – 9

Sonstige Zinskontrakte 389 4.957 83 8.356

Börsengehandelte Produkte

Zinsfutures 588 297 463 370

Währungsbezogene Geschäfte – – – –

OTC-Produkte

Devisentermingeschäfte 18.027 274 978 –

Aktien-/Indexbezogene Geschäfte – – – –

OTC-Produkte – – – –

Börsengehandelte Produkte

Aktien-/Indexfutures 430 – 2.664 –

Aktien-/Indexoptionen – – – –

Sonstige Geschäfte – – – –

OTC-Produkte

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Cross-Currency-Swaps 26.188 11.458 24.499 17.758

Kreditderivate – – – –

Gesamt 104.041 24.603 142.477 34.712

* Negative Marktwerte aus Derivaten sind in den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

123


124

Erläuterung zur Konzernbilanz – Aktiva

11 ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Beitragsüberträge 29.199 16.498

Deckungsrückstellung 80.539 64.108

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 217.138 241.941

Rückstellung für Beitragsrückerstattung – 5

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen – –

Gesamt 326.876 322.552

11.1 ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER BEITRAGSÜBERTRÄGE

in Tsd. Euro 2007

Stand 31. Dezember Vorjahr 16.498

Zuführungen 32.253

Entnahmen 10.202

Veränderung Konsolidierungskreis 158

Übrige – 9.508

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 29.199

11.2 ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER DECKUNGSRÜCKSTELLUNG

in Tsd. Euro 2007

Stand 31. Dezember Vorjahr 64.108

Zuführungen 19

Währungsänderungen –53

Zinsanteil 50

Entnahmen / Auflösungen 1.392

Bewertungsänderungen –

Veränderung Konsolidierungskreis 17.807

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 80.539


11.3 ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE

in Tsd. Euro 2007

Stand 31. Dezember Vorjahr 241.941

Schadenaufwendungen

– für das Berichtsjahr 94.826

– für Vorjahre – 11.440

Gesamt 83.386

Abzüglich Zahlungen

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

– für das Berichtsjahr 54.782

– für Vorjahre 53.143

Gesamt 107.925

Veränderung Konsolidierungskreis –

Währungsänderungen – 264

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 217.138

11.4 ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DER ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR ERFOLGSABHÄNGIGE UND

ERFOLGSUNABHÄNGIGE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG

Weitere Informationen 161

in Tsd. Euro 2007

Stand 31. Dezember Vorjahr 5

Zuführungen –

Entnahmen 5

Auflösung –

Veränderung Konsolidierungskreis –

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr –

125


126

Erläuterung zur Konzernbilanz – Aktiva

12 FORDERUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft 318.897 336.620

davon an Versicherungsnehmer 191.633 201.369

davon an Versicherungsvermittler 127.264 135.251

Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 65.696 73.209

Aus Steuern 282.701 188.686

Sonstige Forderungen 401.429 250.683

Gesamt 1.068.723 849.198

Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen

Forderungen aus Kapitalanlagen sowie Forderungen aus

Rückdeckungsversicherungen.

14 AKTIVE STEUERABGRENZUNG

in Tsd. Euro 2007 2006

Aktive Aktive

latente davon davon davon latente davon davon davon

Steuern Gewinn- übrige GuV Steuern Gewinn- übrige GuV

gesamt rücklagen Rücklagen wirksam* gesamt rücklagen Rücklagen wirksam*

Kapitalanlagen

davon als Finanzinvestition gehaltene

Immobilien 5.785 7.640 – – 1.855 7.640 8.089 – – 449

davon Finanzinstrumente 10.531 – 146 4.930 5.747 6.715 1.876 6.861 – 2.022

davon sonstige Kapitalanlagen 551 962 – – 411 962 1.357 – –395

Übrige Aktiva 5.684 10.802 – – 5.118 10.807 11.949 6 – 1.148

Versicherungstechnische Rückstellungen 221.273 254.148 – – 32.875 254.148 240.612 – 13.536

Andere Rückstellungen 25.130 40.674 – – 15.544 44.034 50.332 3.360 – 9.658

Übrige Passiva 20.669 24.618 – – 3.949 24.368 26.487 –251 – 1.868

Gewerbesteuer-Verlustvorträge 4.586 3.855 – 731 3.855 11.104 – – 7.249

Körperschaftsteuer-Verlustvorträge 11.219 15.332 – – 4.113 15.332 16.292 – – 960

Gesamt 305.428 357.885 4.930 – 57.387 367.861 368.098 9.976 – 10.213

* Erfolgswirksame aktive latente Steuern stellen Erträge dar, sofern sie positiv dargestellt sind und Aufwand, sofern sie negativ dargestellt sind.

Die latenten Steuern wurden für jede R+V Gesellschaft mit

ihrem spezifischen Gesamtertragsteuersatz berechnet. Beim

Ausweis der latenten Steuern zum 31. Dezember 2007 wurde

die Absenkung der Ertragsteuersätze auf Grund der Unternehmensteuerreform

2008 berücksichtigt. Im Durchschnitt ergibt

sich für die R+V Gesellschaften ab 2008 ein neuer Gesamt-


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

ertragsteuersatz in Höhe von 31,34 %. In der Vorperiode wurde

der Berechnung durchschnittlich ein Gesamtertragsteuersatz

von 39,78 % zu Grunde gelegt. Die Absenkung der Ertragsteuersätze

verursachte eine Auflösung von Aktiven latenten

Steuern in Höhe von 73,3 Mio. Euro und von Passiven latenten

Steuern in Höhe von 173,2 Mio. Euro. Hieraus ergab sich ein

Ertrag aus latenten Steuern von insgesamt 67,9 Mio. Euro und

eine Erhöhung der Übrigen Rücklagen in Höhe von 32,0 Mio.

Euro.

15 ZUR VERÄUSSERUNG VORGESEHENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

in Tsd. Euro 2007 2006

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 48.035 82.725

Finanzinstrumente 110.870 –

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.039 24.482

Übrige Aktiva 2.092 2.043

Gesamt 168.036 109.250

Die zur Veräußerung designierten Vermögenswerte gehören

einerseits zum Fondsvermögen eines gemäß IFRS 5.41 klassifizierten

Spezialfonds. Er unterliegt als Sondervermögen den

Regelungen des Investmentgesetzes (InvG). R+V hat als Anteilseigner

im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung der

Anlagestrategie beschlossen, den Fonds abzuwickeln, indem

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Auf Gewerbesteuer-Verlustvorträge in Höhe von 5,0 Mio. Euro

(Vorjahr 3,1 Mio. Euro) und auf Körperschaftsteuer-Verlustvorträge

in Höhe von 22,7 Mio. Euro (Vorjahr 19,0 Mio. Euro) wurden

keine latenten Steueransprüche gebildet. Die temporären

Unterschiede im Sinne von outside basis differences im Zusammenhang

mit Anteilen an verbundenen Unternehmen

und Beteiligungen, für die keine passiven latenten Steuern

bilanziert wurden, beliefen sich auf 25,0 Mio. Euro (Vorjahr

18,3 Mio. Euro).

die Immobilien sukzessive veräußert werden und anschließend

der Fonds selbst aufgelöst wird.

Des Weiteren wurden im Dezember 2007 Aktien sowie eine

Beteiligung mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2008 veräußert.

Die Veräußerungen stehen jeweils unter dem Vorbehalt

kartellrechtlicher Genehmigungen.

127


128

Erläuterung zur Konzernbilanz – Aktiva

16 ÜBRIGE AKTIVA

in Tsd. Euro 2007 2006

Eigengenutzter Grundbesitz 268.140 278.049

Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.954 26.265

Vorräte 12.758 15.579

Sonstige Vermögenswerte 179.451 153.135

Rechnungsabgrenzungsposten 606.458 562.446

Gesamt 1.088.761 1.035.474

In den Vorräten sind zur kurzfristigen Veräußerung im

Rahmen des regelmäßigen Geschäftsbetriebes vorgesehene

Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Sie wurden mit dem

niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

und Nettoveräußerungswert bewertet. Erforderliche Wertbe-

16.1 ENTWICKLUNG DES EIGENGENUTZTEN GRUNDBESITZES (INKLUSIVE ANLAGEN IM BAU)

in Tsd. Euro 2007 2006

Bruttobuchwert 31. Dezember Vorjahr 290.430 317.564

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Vorjahr 12.381 –

Bilanzwert 31. Dezember Vorjahr 278.049 317.564

Währungsänderungen – –

Bilanzwert 1. Januar Geschäftsjahr 278.049 317.564

Veränderung Konsolidierungskreis – –

Zugänge 16.003 12.489

Umgliederung in Posten „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ – – 7.087

Abgänge 42 32.536

Zuschreibungen – –

Abschreibungen

richtigungen wurden erfolgswirksam erfasst. Die Sonstigen

Vermögenswerte enthalten vorrangig vorausgezahlte Versicherungsleistungen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten

im Wesentlichen abgegrenzte Mieten und Zinsen.

planmäßig 12.351 12.381

außerplanmäßig 13.519 –

Bilanzwert 31. Dezember Geschäftsjahr 268.140 278.049

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Geschäftsjahr 38.251 12.381

Bruttobuchwert 31. Dezember Geschäftsjahr 306.391 290.430


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

16.2 ENTWICKLUNG DER BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 129

in Tsd. Euro 2007 2006

Bruttobuchwert 31. Dezember Vorjahr 109.441 115.560

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Vorjahr 83.176 85.500

Bilanzwert 31. Dezember Vorjahr 26.265 30.060

Währungsänderungen – –

Bilanzwert 1. Januar Geschäftsjahr 26.265 30.060

Veränderung Konsolidierungskreis – –

Zugänge 8.079 10.830

Abgänge 8.541 16.949

Zuschreibungen – –

Abschreibungen

planmäßig 3.849 – 2.324

außerplanmäßig – –

Bilanzwert 31. Dezember Geschäftsjahr 21.954 26.265

Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember Geschäftsjahr 87.025 83.176

Bruttobuchwert 31. Dezember Geschäftsjahr 108.979 109.441

Im Zuge der Verwendung beizulegender Zeitwerte als

Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Übergangs auf die

IFRS wurden Gesamtanpassungen der nach vorherigen Rechnungslegungsgrundsätzen

ausgewiesenen Buchwerte in Höhe

von 68.140 Tsd. Euro vorgenommen. Die Objekte wurden in

Höhe von 5.164 Tsd. Euro als dingliche Sicherheiten zur Verfü-

gung gestellt. Im Berichtsjahr wurden Beträge für im Bau

befindliche Immobilien in Höhe von 15.248 Tsd. Euro (Vorjahr

8.644 Tsd. Euro) aktiviert. Wertminderungen und Werterhöhungen

ergaben sich auf Grund der am örtlichen Markt gegebenen

Verhältnisse.


130

Erläuterung zur Konzernbilanz – Passiva

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Passiva

17 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

in Tsd. Euro

Übrige Rücklagen

nicht rea-

Eigen-

kapital auf

lisierte Anteils- Anteile

Gezeich- Gewinne eigner anderer Eigennetes

Kapital- Gewinn- und Währungs- Konzern- der R+V Gesell- kapital-

Kapital rücklage rücklagen Verluste* rücklage ergebnis entfallend schafter gesamt

Stand am 31. Dezember 2005 292.000 662.977 689.957 703.142 – 31.251 – 2.316.825 333.699 2.650.524

Einstellung in Gewinnrücklagen

Gesamte erfasste Aufwen-

– – – – – – – – –

dungen und Erträge – – 924 141.176 – 62.144 374.661 454.617 16.320 470.937

Gezahlte Dividenden – – – 73.073 – – – – 73.073 – 5.869 – 78.942

Veränderungen gemäß IAS 8

Veränderung

– – – – – – – – –

Konsolidierungskreis – – – 3.378 – – – – 3.378 – 22.522 – 25.900

Stand am 31. Dezember 2006 292.000 662.977 614.430 844.318 – 93.395 374.661 2.694.991 321.628 3.016.619

Einstellung in Gewinnrücklagen

Gesamte erfasste Aufwen-

– – 374.661 – – – 374.661 – – –

dungen und Erträge – – 13.844 37.997 –18.923 428.675 461.593 28.496 490.089

Gezahlte Dividenden – – – 73.073 – – – – 73.073 – 2.653 – 75.726

Veränderungen gemäß IAS 8

Veränderung

– – – – – – – – –

Konsolidierungskreis – – – 1.107 – – – – 1.107 – 1.240 – 2.347

Stand am 31. Dezember 2007 292.000 662.977 928.755 882.315 – 112.318 428.675 3.082.404 346.231 3.428.635

* Der Posten „nicht realisierte Gewinne und Verluste“ enthält Wertänderungen von zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerten in Höhe von

51.402 Tsd. Euro (Vorjahr – 4.618 Tsd. Euro).

Das Gezeichnete Kapital entspricht dem der R+V Versicherung

AG. Es setzt sich unverändert zum Vorjahr aus 11.242.000 auf

den Inhaber lautenden Stückaktien zum Nennwert von je

25,97 Euro zusammen. Alle Anteile wurden voll eingezahlt.

18 ANTEILE ANDERER GESELLSCHAFTER AM EIGENKAPITAL

in Tsd. Euro 2007 2006

Unrealisierte Gewinne und Verluste – 4.197 – 9.601

Konzernergebnis 31.882 26.433

Übriges Eigenkapital 318.546 304.796

Gesamt 346.231 321.628

Bei den Anteilen anderer Gesellschafter handelt es sich um

Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital des

R+V Konzerns. Die direkten Fremdanteile an Spezialfonds

werden unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.


19 VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Beitragsüberträge 1.038.649 1.063.907

Deckungsrückstellung 30.545.235 28.902.734

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 4.651.234 4.414.872

Rückstellung für Beitragsrückerstattung 5.778.195 5.605.095

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 71.877 93.552

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 42.085.190 40.080.160

19.1 ENTWICKLUNG DER BEITRAGSÜBERTRÄGE

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

in Tsd. Euro 2007 2006

Stand 31. Dezember Vorjahr 1.063.907 1.058.520

Zuführungen 1.119.963 962.225

Entnahmen 1.141.102 966.245

Veränderung Konsolidierungskreis 158 9.407

Übrige – 4.277 –

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 1.038.649 1.063.907

19.2 ENTWICKLUNG DER DECKUNGSRÜCKSTELLUNG

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

in Tsd. Euro 2007 2006

Stand 31. Dezember Vorjahr 28.902.734 27.326.276

Zuführungen 3.525.608 3.326.676

Währungsänderungen – 739 – 641

Zinsanteil 1.049.004 973.981

Entnahmen / Auflösungen 3.001.469 2.813.687

Bewertungsänderungen – 6.890 – 18.180

Veränderung Konsolidierungskreis 76.987 108.309

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 30.545.235 28.902.734

131


132

Erläuterung zur Konzernbilanz – Passiva

19.3 ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE

in Tsd. Euro 2007 2006

Stand 31. Dezember Vorjahr 4.414.872 4.270.082

Schadenaufwendungen

– für das Berichtsjahr 3.626.738 2.904.361

– für Vorjahre – 267.960 – 299.014

Gesamt 3.358.778 2.605.347

Abzüglich Zahlungen

– für das Berichtsjahr 2.090.048 1.506.921

– für Vorjahre 1.018.293 939.439

Gesamt 3.108.341 2.446.360

Veränderung Konsolidierungskreis – 79

Währungkursänderungen – 14.075 – 14.276

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 4.651.234 4.414.872

19.4 ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR ERFOLGSABHÄNGIGE UND ERFOLGSUNABHÄNGIGE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG

in Tsd. Euro 2007 2006

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Stand 31. Dezember Vorjahr 3.794.178 3.448.015

Zuführungen 913.062 914.025

Entnahmen 594.605 571.703

Auflösung – –

Veränderung Konsolidierungskreis 993 3.841

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 4.113.628 3.794.178

Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Stand 31. Dezember Vorjahr 1.810.917 1.648.560

Veränderungen unrealisierter Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen (erfolgsneutral) – 233.040 137.591

Veränderungen sonstiger Umbewertungen (erfolgswirksam) 84.275 23.718

Veränderung Konsolidierungskreis 2.415 1.048

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 1.664.567 1.810.917

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr Gesamt 5.778.195 5.605.095


19.5 SONSTIGE VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Stornorückstellung 33.054 38.249

Drohverlustrückstellung 10.625 5.914

Verkehrsopferhilfe 2.063 1.938

Übrige 26.135 47.451

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 71.877 93.552

21 ANDERE RÜCKSTELLUNGEN

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Die Übrigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus

Rückstellungen für noch nicht investierte Sparbeiträge.

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 133

in Tsd. Euro 2007 2006

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 83.079 98.975

Steuerrückstellungen 133.024 105.812

Sonstige Rückstellungen 122.256 127.168

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 338.359 331.955

Rückstellungen für Pensionen

und ähnliche Verpflichtungen

Beitragsorientierte Pensionszusagen

Bei den beitragsorientierten Pensionszusagen zahlt R+V auf

Grund vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis

Beiträge an die R+V Pensionsversicherung a.G. und an die Versorgungskasse

genossenschaftlicher orientierter Unternehmen

e.V. (VGU). Mit Zahlung der Beiträge besteht für R+V

keine weiteren Verpflichtungen. Im laufenden Geschäftsjahr

wurde ein Aufwand in Höhe von 19.804 Tsd. Euro (Vorjahr

19.550 Tsd. Euro) gebucht.


134

Erläuterung zur Konzernbilanz – Passiva

Leistungsorientierte Pensionszusagen

21.1 ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSZUSAGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Stand 31. Dezember Vorjahr 98.975 221.072

Erfolgsneutrale Veränderungen – 24.577 – 3.176

Umbuchungen 8.889 –

Zuführungen zur Pensionsrückstellung abzüglich Zuführungen zum Planvermögen – 2.338 – 119.192

Erhöhungen Zinsaufwand / Rendite 3.783 8.135

Inanspruchnahme – 1.653 – 7.864

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 83.079 98.975

21.2 BARWERT DER ERDIENTEN ANSPRÜCHE DER LEISTUNGSORIENTIERTEN PENSIONSZUSAGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Stand 31. Dezember Vorjahr 228.198 221.072

Laufender Dienstzeitaufwand 7.213 4.477

Zinsaufwand 9.604 8.135

Beiträge von Arbeitnehmern 3.189 3.319

Beiträge von Arbeitgebern 1.702 1.807

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – 27.965 – 2.064

Gezahlte Leistungen – 9.197 – 8.548

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 212.744 228.198


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

21.3 PLANVERMÖGEN FÜR LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSZUSAGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Stand 31. Dezember Vorjahr 129.349 –

Dotierung (Beiträge der Arbeitgeber) 14.465 128.921

Erwartete Erträge aus Planvermögen 5.821 –

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – 3.388 1.112

Gezahlte Leistungen – 7.544 – 684

Übrige – 8.889 –

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 129.814 129.349

Barwert der erdienten Ansprüche abzüglich Planvermögen 82.930 98.849

Forderung aus dem Aktivwert (übernommene Pensionsrückstellungen) 149 126

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 83.079 98.975

Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen ergeben sich als

Saldo aus den erwarteten Erträgen und den versicherungsmathematischen

Gewinnen und Verlusten.

21.4 ERSTATTUNGSANSPRÜCHE FÜR LEISTUNGSORIENTIERTE PENSIONSZUSAGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Stand 31. Dezember Vorjahr 40.146 38.093

Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen 2.006 1.714

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – 579 – 346

Beiträge der Arbeitgeber 2.412 2.516

Beiträge der Arbeitnehmer 3.189 3.319

Gezahlte Leistungen – 1.579 – 717

Übrige – 3.914 – 4.433

Stand 31. Dezember Geschäftsjahr 41.681 40.146

Die Vermögenswerte des Planvermögens sind ausnahmslos in

Rückdeckungsversicherungen einer konzerneigenen Lebensversicherungsgesellschaft

angelegt. Die Erstattungsansprüche

sind in der Bilanz unter den Forderungen ausgewiesen. Der in

der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen enthaltene

Betrag der kumulierten versicherungsmathematischen

Gewinne und Verluste beträgt 25.890 Tsd. Euro.

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Die tatsächlichen Erträge aus Erstattungsansprüchen ergeben

sich als Saldo aus den erwarteten Erträgen und den versicherungsmathematischen

Gewinnen und Verlusten.

135


136

Erläuterung zur Konzernbilanz – Passiva

21.5 FINANZIERUNGSSTATUS DER LEISTUNGSORIENTIERTEN PENSIONSZUSAGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

1. Über Planvermögen finanzierte Pensionszusagen

Barwert der erdienten Pensionsansprüche 212.744 225.422

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens – 129.814 – 129.349

Nicht berücksichtigter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – –

Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 82.930 96.073

2. Über Erstattungsansprüche finanzierte Pensionszusagen

Beizulegender Zeitwert der Erstattungsansprüche 41.681 40.146

Finanzierungsstatus 41.249 55.928

3. Nicht über externes Vermögen finanzierte Pensionszusagen

Barwert der erdienten Pensionsansprüche – 2.776

Forderung aus dem Aktivwert (übernommene Pensionsrückstellungen) – 125

Übrige – –

Bilanzierte Nettoverbindlichkeit – 2.901

Gesamte bilanzierte Nettoverbindlichkeit 82.930 98.974

Gesamt 41.249 58.829

21.6 IM GESCHÄFTSJAHR ERGEBNISWIRKSAM ERFASSTE BETRÄGE AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN PENSIONSZUSAGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Laufender Dienstzeitaufwand – 7.056 – 4.477

Zinsaufwand – 9.604 – 8.135

Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 5.908 –

Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen 2.006 1.714

Übrige – –

Gesamt – 8.746 – 10.898

Die dargestellten ergebniswirksam erfassten Beträge sind Bestandteil

des Personalaufwands und damit in der Gewinn- und

Verlustrechnung in den Aufwendungen für den Versicherungs-

betrieb, in den Schadenaufwendungen, in den Aufwendungen

für Kapitalanlagen sowie in den Sonstigen Aufwendungen enthalten.


21.7 VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN

Biometrische Grundwerte „Richttafeln 2005 G“ von Klaus Heubeck 2007 2006

Rechnungszinsfuß 5,30 % 4,25 %

Erwartete Rendite auf das Planvermögen 4,50 % 4,50 %

Erwartete Erträge aus Erstattungsansprüchen 2.006 Tsd. Euro 1.714 Tsd. Euro

Erwartete Gehaltsdynamik 2,50 % 2,00 %

Erwartete Rentendynamik 2,00 % 1,75 %

Fluktuationswahrscheinlichkeit 5,00 % 5,00 %

21.9 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Die zu erwartende Rendite der Vermögenswerte des Planvermögens

wurde auf der Basis der angenommenen Gesamtverzinsung

für das Neugeschäft ermittelt. Die geplanten Einzahlun-

21.8 STEUERRÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen enthalten die Rückstellungen für

Ertragsteuern.

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 137

gen in das Planvermögen innerhalb der folgenden Berichtsperiode

betragen 3.132 Tsd. Euro (Vorjahr 3.303 Tsd. Euro).

in Tsd. Euro 2007 2006

Rückstellung für Vorruhestandsverpflichtungen 29 159

Jubiläumsverpflichtungen 33.572 34.014

Rückstellung für Altersteilzeit 65.268 66.898

Übrige Rückstellungen 23.387 26.097

Gesamt 122.256 127.168


138

Erläuterung zur Konzernbilanz – Passiva

21.10 ENTWICKLUNG SONSTIGER RÜCKSTELLUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR

in Tsd. Euro 2007 2006

Bilanzwert 31. Dezember Vorjahr 127.168 118.457

Veränderungen aus Währungsumrechnungen – –

Bilanzwert 1. Januar 127.168 118.457

Veränderung Konsolidierungskreis – –

Verbrauch 15.519 10.348

Auflösung 809 1.815

Abzinsungseffekte – –

Zuführung 8.884 25.711

Erhöhung durch Aufzinsung 5.215 –

Andere Veränderungen – 2.683 – 4.837

Bilanzwert 31. Dezember 122.256 127.168

21.11 LAUFZEITEN SONSTIGER RÜCKSTELLUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Restlaufzeit bis 3 Monate 1.971 260

Restlaufzeit 3 Monate bis 1 Jahr 3.189 4.300

Restlaufzeit 1 Jahr bis 5 Jahre 8.280 52.907

Restlaufzeit 5 Jahre und mehr 100.765 63.196

Unbestimmte Restlaufzeit 8.051 6.505

Gesamt 122.256 127.168

22 VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Nachrangige Verbindlichkeiten 32.600 32.600

Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 96.306 82.543

Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 1.611.198 1.916.825

davon gegenüber Versicherungsnehmern 1.527.689 1.854.947

davon gegenüber Versicherungsvermittlern 83.509 61.878

Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 139.448 121.186

Anleihen 22.095 21.329

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 176.362 166.570

Sonstige Verbindlichkeiten 1.269.898 1.139.368

Gesamt 3.347.907 3.480.421


22.1 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Aus Steuern 53.378 37.244

Aus Finanzierungsleasing 35.885 37.023

Aus Lieferungen und Leistungen 14.503 11.043

Gegenüber Mitarbeitern 37.277 29.274

Jahresabschlusskosten 1.974 2.012

Negative Marktwerte aus Derivaten 24.603 34.712

Aus Kapitalisierungsgeschäften 780.509 730.693

Ausstehende Rechnungen 10.518 10.579

Provisionen, Bonifikationen 84.488 72.334

Direkte Fremdanteile Spezialfonds 35.010 34.665

Aus Grundbesitz 46.989 47.712

Übrige 144.764 92.077

Gesamt 1.269.898 1.139.368

23 PASSIVE STEUERABGRENZUNG

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

in Tsd. Euro 2007 2006

Passive Passive

latente davon davon davon latente davon davon davon

Steuern Gewinn- übrige GuV Steuern Gewinn- übrige GuV

gesamt rücklagen Rücklagen wirksam* gesamt rücklagen Rücklagen wirksam*

Kapitalanlagen

davon als Finanzinvestition gehaltene

Immobilien 56.779 77.030 – – 20.250 77.029 93.633 – – 16.603

davon Finanzinstrumente 180.780 119.611 70.705 – 9.535 234.257 109.267 114.645 10.344

davon sonstige Kapitalanlagen 711 98 – 613 98 94 – 4

Übrige Aktiva 25.176 41.070 – 13 – 15.881 45.510 26.952 4.440 14.118

Versicherungstechnische Rückstellungen 381.997 446.668 3.662 – 68.333 452.751 393.763 6.083 52.905

Andere Rückstellungen 3.144 1.153 – 1.991 1.173 786 21 367

Übrige Passiva 50 33 – 16 33 216 – – 183

Gesamt 648.637 685.663 74.354 – 111.379 810.852 624.712 125.189 60.951

* Erfolgswirksame passive latente Steuern stellen Aufwendungen dar, sofern

sie positiv dargestellt sind, und Erträge, sofern sie negativ dargestellt sind.

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

139


140

Erläuterung zur Konzernbilanz – Passiva / Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

24 ZUR VERÄUSSERUNG VORGESEHENE SCHULDEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.431 26.031

Übrige Verbindlichkeiten 2.655 6.575

Gesamt 16.086 32.606

Die zur Veräußerung designierten Schulden gehören sämtlich

zum Fondsvermögen des gemäß IFRS 5.41 klassifizierten

Spezialfonds. Dieser Fonds wurde langfristig als Kapitalanlage

im R+V Konzern gehalten. Er investiert hauptsächlich in Immobilien.

Die zur Veräußerung gehaltenen Schulden resultieren

aus den im Fondsvermögen gehaltenen Verbindlichkeiten.

R+V hat im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung der Anla-

25 ÜBRIGE PASSIVA

Die Übrigen Passiva enthalten ausschließlich Rechnungsabgrenzungsposten.

gestrategie beschlossen, den Fonds abzuwickeln, indem die

Immobilien sukzessive veräußert werden und anschließend

der Fonds selbst aufgelöst wird. Die Veräußerungen werden

voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate erfolgen.

Die zu veräußernden Vermögenswerte wurden zum niedrigeren

der beiden Werte aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert

abzüglich Veräußerungskosten bewertet.


Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

26 GEBUCHTE BRUTTOBEITRÄGE

in Tsd. Euro 2007 2006

Gebuchte Bruttobeiträge 9.044.274 8.686.300

Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 154.908 55.742

Gebuchte Nettobeiträge 8.889.366 8.630.558

Veränderung der Beitragsüberträge

Bruttobetrag 23.306 14.730

Anteil der Rückversicherer – 12.758 8.198

Nettobetrag 36.064 6.532

Verdiente Beiträge (netto) 8.925.430 8.637.090

27 ERGEBNIS AUS KAPITALANLAGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Erträge aus Kapitalanlagen

Laufende Erträge aus Kapitalanlagen 2.204.875 2.064.664

Erträge aus Zuschreibungen 5.169 24.290

Gewinne aus Zeitwertänderungen 106.573 168.484

Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 857.140 725.339

Erträge aus Gewinngemeinschaften 434 257

Erträge Gesamt 3.174.191 2.983.034

Aufwendungen für Kapitalanlagen

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Sonstige Aufwendungen 91.776 82.537

Abschreibungen auf Kapitalanlagen 377.517 236.693

Verluste aus Zeitwertänderungen 168.086 212.874

Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 285.765 224.998

Aufwendungen Gesamt 923.144 757.102

Ergebnis aus Kapitalanlagen 2.251.047 2.225.932

141


142

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

28 SONSTIGE ERTRÄGE

in Tsd. Euro 2007 2006

Sonstige versicherungstechnische Erträge (netto)* 242.633 230.008

Sonstige nichtversicherungstechnische Erträge 160.361 153.260

von verbundenen und assoziierten Unternehmen 28.027 14.418

aus erbrachten Dienstleistungen 41.464 27.972

Währungskursgewinne, soweit nicht aus Kapitalanlagen 18.751 16.057

Zinsen, soweit nicht aus Kapitalanlagen 24.169 16.954

aus der Auflösung anderer Rückstellungen 1.644 5.534

Eigengenutzter Grundbesitz 5.472 9.684

Übrige 40.834 62.641

Gesamt 402.994 383.268

* Die Sonstigen versicherungstechnischen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung.

29 VERSICHERUNGSLEISTUNGEN (NETTO)

in Tsd. Euro 2007 2006

Zahlungen

Bruttobetrag 5.640.254 5.235.174

Anteil der Rückversicherer 112.073 161.532

Nettobetrag 5.528.181 5.073.642

Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Bruttobetrag 251.042 170.746

Anteil der Rückversicherer – 23.045 – 116.122

Nettobetrag 274.087 286.868

Veränderung der Deckungsrückstellung

Bruttobetrag 2.481.777 2.525.157

Anteil der Rückversicherer – 1.333 – 45.031

Nettobetrag 2.483.110 2.570.188

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

Bruttobetrag – 8.490 24.446

Anteil der Rückversicherer – –

Nettobetrag – 8.490 24.446

Aufwendungen für Beitragsrückerstattung

Bruttobetrag 909.694 928.072

Anteil der Rückversicherer – 35 29

Nettobetrag 909.729 928.043

latente RfB 84.275 23.928

Aufwendungen für Beitragsrückerstattung gesamt 994.004 951.971

Gesamt 9.270.892 8.907.115


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Das Rückversicherungsergebnis im Geschäftsjahr betrug

–14.909 Tsd. Euro (Vorjahr –34.884 Tsd. Euro).

Schadenentwicklung des R+V Konzerns für das selbst

abgeschlossene Geschäft inklusive Schadenregulierungskosten

29.1 BRUTTO-SCHADENRÜCKSTELLUNG ZUZÜGLICH DER BISLANG GELEISTETEN ZAHLUNGEN AUF DIE URSPRÜNGLICHEN

RÜCKSTELLUNGEN

in Mio. Euro 2003 2004 2005 2006 2007

am Ende des Jahres 2.217 2.312 2.396 2.509 2.672

ein Jahr später 2.155 2.258 2.253 2.414 –

zwei Jahre später 2.096 2.183 2.170 – –

drei Jahre später 2.069 2.142 – – –

vier Jahre später 2.040 – – – –

Abwicklungsergebnis 177 170 226 95 –

Für das übernommene Geschäft wird aus Wesentlichkeitsgründen

auf die Darstellung einer separaten Schadenentwicklung

verzichtet.

30 AUFWENDUNGEN FÜR DEN VERSICHERUNGSBETRIEB (NETTO)

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 143

in Tsd. Euro 2007 2006

Abschlussaufwendungen 937.528 897.498

Verwaltungsaufwendungen

davon ab:

634.519 615.353

erhaltene Provisionen u. Gewinnbeteiligungen aus in Rückdeckung gegebenem Versicherungsgeschäft 39.281 34.674

Gesamt 1.532.766 1.478.177


144

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

31 SONSTIGE AUFWENDUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen (netto) 83.845 116.857

Sonstige nichtversicherungstechnische Aufwendungen 215.530 213.611

für verbundene und assoziierte Unternehmen 35.307 13.137

für erbrachte Dienstleistungen 38.577 27.171

Währungskursverluste, soweit nicht aus Kapitalanlagen 2.694 2.552

Zinsaufwand, soweit nicht aus Kapitalanlagen* 52.815 46.072

Abschreibungen 9.101 13.134

Sonstige Steuern 4.980 4.008

Übrige 72.056 107.537

Gesamt 299.375 330.468

* Zinsaufwendungen aus der Fremdkapitalaufnahme durch die Nachrangdarlehen betrugen 1.841 Tsd. Euro (Vorjahr 1.495 Tsd. Euro).

32 AUFTEILUNG DES ERTRAGSTEUERAUFWANDS UND -ERTRAGS NACH INLAND UND AUSLAND

in Tsd. Euro 2007 2006

Tatsächliche Steuern

Inland 39.105 37.583

Ausland 30.768 20.689

Latente Steuern

69.873 58.272

Inland – 52.730 72.827

Ausland – 1.262 –1.663

– 53.992 71.164

Gesamt 15.881 129.436

Die ausländischen tatsächlichen Steuern resultieren zum

überwiegenden Teil aus Investmentfonds.


32.1 HAUPTBESTANDTEILE DES ERTRAGSTEUERAUFWANDS UND -ERTRAGS

in Tsd. Euro 2007 2006

Tatsächliche Steuern

Berichtsjahr 85.887 38.675

Vorjahre – 16.014 19.597

Latente Steuern

Latente Steuern aus der Entstehung oder Umkehrung temporärer Unterschiede 16.723 62.955

Latente Steuern aus der Entstehung oder Nutzung steuerlicher Verlustvorträge – 2.787 8.209

Latente Steuern aus der Änderung von Steuersätzen bzw. der Einführung neuer Steuern – 67.928 –

Wertberichtigungen oder Aufhebung von Wertberichtigungen auf latente Steuern – –

Übrige – –

Gesamt 15.881 129.436

32.2 ÜBERLEITUNG ERWARTETER ERTRAGSTEUERN ZU TATSÄCHLICHEN ERTRAGSTEUERN

in Tsd. Euro 2007 2006

Jahresüberschuss 460.557 401.094

Ertragsteuer-Aufwand 15.881 129.436

Jahresüberschuss vor Ertragsteuern 476.438 530.530

Konzernsteuersatz in % 39,7328 39,7776

Erwartete Ertragsteuern 189.302 211.032

Korrigiert um Steuereffekte aus

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 145

steuerfreien Erträgen – 110.695 – 102.753

nicht abziehbaren Aufwendungen 7.101 14.172

abweichender Gewerbesteuer 9.320 8.556

Auswirkungen von Steuersatzdifferenzen – 4.665 – 1.409

periodenfremden Ertragsteuern – 16.014 19.597

Änderungen von Steuergesetzen – 67.928 –

Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern – –

sonstigen Auswirkungen 9.460 –19.759

Ausgewiesene Ertragsteuern 15.881 129.436


146

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Der angewendete R+V Konzernsteuersatz der Berichts- und

Vorperiode ergibt sich aus den gewichteten gewerbesteuer -

lichen Hebesätzen der R+V Gesellschaften nebst Gewerbe -

steuermesszahl und dem Körperschaftsteuer- und Solidaritätszuschlags-Satz

der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen

Rechtslage und Berechnungsmethode. Durch Änderungen des

Körperschaftsteuergesetzes wurden die Folgewirkungen aus

der Abschaffung des Anrechnungsverfahrens ausschüttungsunabhängig

gestaltet, so dass zum 31. Dezember 2007 die hieraus

resultierenden Körperschaftsteuer-Forderungen und -

Verbindlichkeiten entsprechend bilanziert wurden. Zum 31.

Dezember 2006 wurde bereits ein Körperschaftsteuer-Guthaben

in Höhe von 41,6 Mio. Euro aktiviert.

Für 2007 ergibt sich ein durchschnittlicher effektiver Ertragsteuersatz

von 3,4 %. Die Verminderung gegenüber dem effektiven

Ertragsteuersatz der Vorperiode von 24,3 % erklärt sich

im Wesentlichen aus der Neubewertung der latenten Steuern

in Folge der Unternehmensteuerreform.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

147


148

Sonstige Angaben

Sonstige Angaben

Klassifizierung von Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 Verträge, die bei einem

Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und

gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen

Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument

führen. Gemäß der allgemeinen Anwendung des IFRS 7 werden

auch Forderungen an natürliche Personen, z. B. aus Hypothekendarlehen,

als Finanzinstrumente behandelt.

Gemäß IFRS 7 hat ein Unternehmen seine Finanzinstrumente

für die Angaben im Konzernanhang bestimmten Klassen zu -

zuordnen. Dabei ist zumindest zu unterscheiden zwischen

Finanzinstrumenten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten

bzw. ihrem Restbuchwert bewertet werden und

Finanzinstrumenten, die mit dem beizulegenden Zeitwert

bilanziert werden. Finanzinstrumente, die nicht in den Anwendungsbereich

des IFRS 7 fallen, sind als gesonderte Klasse

zu behandeln. Dazu gehören Anteile an nicht konsolidierten

verbundenen und assoziierten Unternehmen und Anteile an

assoziierten Unternehmen, Versorgungspläne für Arbeitnehmer

sowie Versicherungsverträge.

Als eigene Klasse von Finanzinstrumenten werden Zahlungsmittel

und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Laufzeit von

bis zu drei Monaten ausgewiesen. Sie werden zum Nominalwert

ausgewiesen und unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen.

Auch Kreditzusagen stellen eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten

dar, für die die Anforderungen des IFRS 7, soweit

zutreffend, zu erfüllen sind. Auf Grund des geringen Volumens

der Kreditzusagen im R+V Konzern ist diese Klasse von Finanzinstrumenten

jedoch insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Weitere ausführliche Angaben zu finanziellen Vermögenswerten

und Schulden gemäß IFRS 7 sind im Lagebericht aufgeführt.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 149

ANGABEN DER BUCHWERTE UND BEIZULEGENDEN ZEITWERTE VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND VERBINDLICHKEITEN

Beizulegender Beizulegender

Bilanzwert Zeitwert Bilanzwert Zeitwert

in Tsd. Euro Bewertungs- 31. Dezember 31. Dezember 31. Dezember 31. Dezember

Bilanzposition

Kapitalanlagen

klasse* 2007 2007 2006 2006

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien SO 955.718 1.036.733 1.028.167 1.042.368

Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen SO 691.302 691.302 648.674 683.545

Kredite und Forderungen AK 23.102.843 22.704.623 21.454.298 21.906.253

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente AK – – – –

Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente MW 19.735.470 19.735.470 19.125.850 19.125.850

Handelsbestände

Mit dem Zeitwert erfolgswirksam bewertete finanzielle

MW 319.073 319.073 450.251 450.251

Vermögenswerte (ohne Handelsabsicht) MW 823.051 823.051 980.821 980.821

Übrige Kapitalanlagen SO 166.565 166.565 169.395 169.395

Kapitalanlagen Gesamt

Forderungen

45.794.022 45.476.817 43.857.456 44.358.483

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft SO 384.593 384.593 409.830 409.830

Sonstige Forderungen AK 684.130 684.130 439.368 439.368

Forderungen Gesamt 1.068.723 1.068.723 849.198 849.198

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Verbindlichkeiten

NOM 394.648 394.648 527.757 527.757

Nachrangige Verbindlichkeiten AK 32.600 32.600 32.600 32.600

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft SO 1.846.952 1.846.952 2.120.554 2.120.554

Anleihen AK 22.095 22.095 21.329 21.329

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten NOM 176.362 176.362 166.570 166.570

Negative Marktwerte aus Derivaten MW 24.603 24.603 34.712 34.712

Verbindlichkeiten aus Kapitalisierungsgeschäften MW 780.509 780.509 730.693 730.693

Andere Verbindlichkeiten SO 464.786 464.786 373.963 373.963

Verbindlichkeiten Gesamt

Sonstige Finanzinstrumente

3.347.907 3.347.907 3.480.421 3.480.421

Unwiderrufliche Kreditzusagen AK 121.323 121.323 122.556 122.556

Bei den zu Anschaffungskosten oder Restbuchwerten bilanzierten Vermögenswerten

und Schulden werden die Zeitwerte den Bilanzwerten gleichgesetzt.

* Nachfolgende Bewertungsklassen wurden definiert:

AK = Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw.

zum Restbuchwert

MW = Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

NOM = Bewertung zum Nominalwert

SO = Sonstige Finanzinstrumente, die nicht in den

Anwendungsbereich des IAS 39 und IFRS 7 fallen

2006 wurden die Anteile an verbundenen und assoziierten

Unternehmen teilweise zu Anschaffungskosten bewertet, sofern

beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich ermittelbar waren.

Die beizulegenden Zeitwerte der Anteile an verbundenen

Unternehmen wurden 2006 zu Informationszwecken auf der

Basis vereinfachter interner Wertgutachten ermittelt. Ab 2007

werden alle Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen

mittels objektiver extern ermittelter Informationen

bzw. allgemein anerkannter verlässlicher Bewertungsverfahren

mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet.


150

Sonstige Angaben

Angaben zu Nettoergebnissen aus Finanzinstrumenten

Im Geschäftsjahr wurden gemäß IFRS 7.20 (a) folgende Nettoergebnisse

aus Finanzinstrumenten erzielt.

NETTOGEWINNE UND -VERLUSTE AUS FINANZINSTRUMENTEN UND IM GESCHÄFTSJAHR VORGENOMMENEN WERTMINDERUNGEN AUF FINANZIELLE

Laufende Erträge / Zuschreibungen / Gewinne Gewinne aus dem Abgang

in Tsd. Euro Aufwendungen aus Zeitwertänderungen von Finanzinstrumenten

2007 2006 2007 2006 2007 2006

Finanzinstrumente, Kredite und Forderungen 1.084.994 1.015.471 1.411 63 5.351 6.492

Finanzinstrumente, Jederzeit veräußerbar 836.397 779.446 3.759 11.531 730.480 565.558

Finanzinstrumente, Handelsbestände*

Finanzinstrumente, Erfolgswirksam zum

49.923 89.784 42.939 25.206 97.844 96.296

Zeitwert bewertet (ohne Handelsbestand) 43.174 41.289 12.875 39.583 224 2.078

Übrige Kapitalanlagen

Finanzielle Verbindlichkeiten, die mit ihrem

3.743 1.483 – 4.356 913 1

Restbuchwert bewertet werden – 8.611 – 6.250 – – – –

Gesamt 2.009.620 1.921.223 60.984 80.739 834.812 670.425

* In dieser Position sind positive und negative Marktwerte aus Derivaten enthalten.

Angaben zu Gesamtzinserträgen und Gesamtzinsaufwendungen

für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle

Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum

beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft sind

ZINSERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN

in Tsd. Euro 2007 2006

Zinserträge 1.692.843 1.600.990

Zinsaufwendungen – 92.461 – 101.635

Gesamt 1.600.382 1.499.355

Dividenden

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Anteilseignern

der R+V Versicherung AG eine Dividende in Höhe von

6,50 Euro je Stückaktie auf 11.242.000 Stückaktien mit einem

Gesamtbetrag von 73.073.000 Euro auszuschütten.


VERMÖGENSWERTE

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 151

Wertminderungen Verluste aus Zeitwertänderungen

Verluste aus dem Abgang

von Finanzinstrumenten Gesamt

2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006

1.798 8.922 – – 22.819 3.865 1.067.139 1.009.239

324.450 180.395 – – 164.376 129.916 1.081.810 1.046.224

– – 62.153 90.079 83.568 40.654 44.985 80.553

– – 34.665 39.361 11.087 265 10.521 43.324

– – – – – – 4.656 5.840

– – – – – – – 8.611 – 6.250

326.248 189.317 96.818 129.440 281.850 174.700 2.200.500 2.178.930

ÜBERLEITUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS VON HGB ZU IFRS

in Tsd. Euro 31. Dezember 2006 1. Januar 2006

Konzerneigenkapital nach HGB 1.367.765 1.302.848

Geschäfts- oder Firmenwerte 4.987 –

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 383.638 442.021

Finanzinstrumente 2.435.470 1.977.642

Forderungen und übrige Aktiva 223.489 459.431

Schwankungs- und ähnliche Rückstellungen 1.074.146 941.053

Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung – 1.810.917 – 1.648.560

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Rückstellungen – 32.169 – 74.248

Verbindlichkeiten – 70.755 – 178.540

Latente Steuern – 663.589 – 575.851

Sonstige Effekte 104.554 4.728

Anpassungen gesamt 1.648.854 1.347.676

Konzerneigenkapital nach IFRS 3.016.619 2.650.524

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden unter HGB erfolgsneutral

mit dem Eigenkapital verrechnet. Diese Vorgehensweises

ist unter IFRS nicht zulässig.

Die Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden

zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS gemäß eines Wahlrechts

des IFRS 1.18 mit ihrem beizulegenden Zeitwert


152

Sonstige Angaben

(„deemed cost“) bewertet, wobei in Folgeperioden auf der

Basis der beizulegenden Zeitwerte über die Laufzeit der voraussichtlichen

Restnutzungsdauer weiter abgeschrieben wird.

Unter HGB bilden die Anschaffungskosten die Wertobergrenze

für die Bewertung von Immobilien, woraus im Zeitpunkt des

Übergangs eine Erhöhung des Eigenkapitals, in den Folgeperioden

durch höhere Abschreibungen jedoch ein gegenüber HGB

geringerer Konzernjahresübschuss resultiert. Im Zeitpunkt des

Übergangs auf IFRS wurden die Bilanzwerte der als Finanzinvestitionen

gehaltenen Immobilien vom HGB-Wert in Höhe

von 769.237 Tsd. Euro auf den beizulegenden Zeitwert unter

IFRS in Höhe von 1.211.258 Tsd. Euro angepasst.

Die gestiegenen Bilanzwerte der Finanzinstrumente unter

IFRS resultieren im Wesentlichen daraus, dass Kapitalanlagen

unter HGB zum Niederstwert bewertet werden, gemäß IAS 39

jedoch in den Kategorien Jederzeit veräußerbare finanzielle

Vermögenswerte und Mit dem Zeitwert erfolgswirksam bewertete

finanzielle Vermögenswerte eine Bewertung zu beizulegenden

Zeitwerten vorgeschrieben ist. Der gegenüber HGB

erhöhte Jahresüberschuss 2006 ist im Wesentlichen auf die

Wertänderungen der Finanzinstrumente in diesen Kategorien

zurückzuführen.

Zum 1. Januar 2006 betrugen die beizulegenden Zeitwerte der

Kategorie Jederzeit veräußerbar 18.029.373 Tsd. Euro (HGB

16.429.961 Tsd. Euro), der Erfolgswirksam zum beizulegenden

Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (ohne Handelsabsicht)

1.365.214 Tsd. Euro (HGB 1.303.478 Tsd. Euro)

und der Handelsbestände 614.117 Tsd. Euro (HGB 246.199 Tsd.

Euro).

In den Forderungen und übrigen Aktiva wird unter den

Sachanlagen unter anderem der Eigengenutzte Grundbesitz

ausgewiesen. Selbst genutzte Immobilien können analog zu

den Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Zeitpunkt

des Übergangs zu IFRS zu „deemed cost“ bewertet und künftig

auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte weiter abgeschrieben

werden. Daraus ergibt sich analog zu den Effekten

aus der Umbewertung der Als Finanzinvestition gehaltenen

Immobilien im Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS eine Erhöhung

des Eigenkapitals, in den Folgeperioden durch höhere

Abschreibungen jedoch ein gegenüber HGB geringerer Konzernjahresübschuss.

Zum Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS wurde der Bilanzwert

des Eigengenutzten Grundbesitzes vom HGB-Wert in

Höhe von 239.754 Tsd. Euro auf den beizulegenden Zeitwert

unter IFRS in Höhe von 307.894 Tsd. Euro angepasst.

Die Bildung von Schwankungs- und ähnlichen Rückstellungen

ist unter IFRS nicht zulässig, da sie keine faktischen Verpflichtungen

im Sinne des IAS 37 und des IAS-Rahmenkonzeptes

darstellen. Die Auflösung dieser Rückstellungen im

Zeitpunkt des Übergangs zu IFRS führt zu einer Erhöhung des

Konzerneigenkapitals. Die 2006 unter HGB erfolgte Zuführung

zur Schwankungsrückstellung wirkte sich auf den Konzernjahresüberschuss

nach IFRS ergebniserhöhend aus.

Die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung reflektiert

die auf die Versicherungsnehmer entfallenden Anteile an

den kumulierten Bewertungsdifferenzen zwischen HGB und

IFRS. Sie wird nach den maßgeblichen nationalen aufsichtsrechtlichen

Vorschriften für Versicherungsunternehmen mit

den vorgeschriebenen Mindestquoten gebildet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Rückstellungen

weisen unter IFRS generell höhere Werte aus, da

gegenüber HGB zusätzliche Parameter wie Gehaltstrends und

Inflation einfließen. Außerdem wird für die dargestellten

Vergleichsperioden ein niedrigerer Rechnungszins als unter

HGB verwendet.

Die gegenüber HGB gestiegenen Verbindlichkeiten betreffen

im Wesentlichen den Ausweis der Verbindlichkeiten aus Kapitalisierungsgeschäften,

der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

sowie der direkten Fremdanteile an Spezialfonds.

Außerdem sind bestimmte finanzielle Schulden wie z.B. derivative

Finanzinstrumente gemäß IAS 39 erfolgswirksam mit

ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Im Gegensatz zur Bilanzierung unter HGB werden zusätzliche

Posten wie negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten

ausgewiesen, deren Zeitwert zum Übergangszeitpunkt

auf IFRS 41.696 Tsd. Euro betrug.

Die Umstellungseffekte bei Latenten Steuern resultieren aus

unterschiedlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden zwischen

HGB und IFRS.

Die Sonstigen Effekte beinhalten im Wesentlichen Auswirkungen

aus Änderungen des Konsolidierungskreises sowie

Effekte aus der Umbewertung Sonstiger Rückstellungen.

Die Änderungen des Konsolidierungskreises betreffen vor

allem Spezialfonds. Spezialfonds unterliegen nach IFRS entgegen

den Vorschriften des HGB der Konsolidierungspflicht.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten unter IFRS keine

Rückstellung für interne Jahresabschlusskosten. Außerdem

sind langfristige Rückstellungen wie die Rückstellung für

ÜBERLEITUNG DES KONZERNJAHRESÜBERSCHUSSES VON HGB ZU IFRS

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Altersteilzeit und die Jubiläumsrückstellung unter IFRS über

den Zeitraum ihrer Laufzeit abzuzinsen, wofür unter IFRS

niedrigere Rechnungszinssätze als unter HGB zu Grunde

gelegt werden.

Die Pensionsfondstechnischen und Versicherungstechnischen

Rückstellungen, soweit das Anlagerisiko von den

Versicherungsnehmern getragen wird, dürfen gemäß IFRS 4

keine Verbindlichkeiten aus Kapitalisierungsgeschäften enthalten,

da solche Sparverträge ohne Übertragung eines wesentlichen

Versicherungsrisikos keine Versicherungsverträge

im Sinne des IFRS 4 sind. Die entsprechenden Rückstellungen

wurden im Zeitpunkt des Übergangs zu IFRS aufgelöst und unter

den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Da es sich

im Wesentlichen um Umgliederungen handelt, ergaben sich

nur unwesentliche ergebniswirksame Bewertungsdifferenzen.

Sämtliche aus diesen Verträgen resultierenden Aufwendungen

und Erträge sind nicht unter den versicherungstechnischen

Aufwendungen und Erträgen, sondern unter den Sonstigen

Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.

in Tsd. Euro 2006

Konzernjahresüberschuss nach HGB 167.195

Versicherungstechnische Erträge – 263.490

Erträge aus Kapitalanlagen 479.252

Übrige nichtversicherungstechnische Erträge 38.359

Versicherungstechnische Aufwendungen 295.536

Veränderung der Schwankungs- und ähnlichen Rückstellungen 133.094

Aufwendungen für Kapitalanlagen – 366.798

Übrige nichtversicherungstechnische Aufwendungen 19.785

Veränderung der latenten Steuern – 101.839

Konzernjahresüberschuss nach IFRS 401.094

153


154

Sonstige Angaben

ÜBERLEITUNG DER KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. JANUAR 2006 VON HGB ZU IFRS

Verändein

Tsd. Euro HGB IFRS rung

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.496.021 2.925.936 429.915

Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 2.479.023 – 2.904.822 – 425.799

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 46.922 – 106.714 – 59.792

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds – 29.924 – 85.600 – 55.676

Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 160.653 613.357 452.704

Finanzmittelfonds am Ende der Periode 130.729 527.757 397.028

Die in der Überleitungsrechnung dargestellten Veränderungen

der Kapitalflussrechnung resultieren im Wesentlichen aus

Angaben zu Leasing – R+V als Leasingnehmer

OPERATING-LEASING

in Tsd. Euro 2007 2006

Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag bestehenden unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen

bis zu einem Jahr 2.931 2.572

länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 69.741 67.821

länger als fünf Jahre 887 888

Gesamt 73.559 71.281

Die Zahlungen aus Operating-Leasingverträgen betreffen insbesondere

Mieten für Büro- und Geschäftsräume, Leasingraten

für Betriebs- und Geschäftsausstattung, EDV-Ausstattung,

Softwareprodukte sowie für eine Dienstwagenflotte.

Die Miet- und Leasingzahlungen des Geschäftsjahres betrugen

15.276 Tsd. Euro. Die bedingten Mietzahlungen beliefen sich

im Geschäftsjahr auf 10.115 Tsd. Euro. Folgende Vereinbarungen

über bedingte Mietzahlungen wurden getroffen: Im EDV-

Bereich sind die Mietzahlungen abhängig von der Anzahl

der genutzten Arbeitsplätze. Andere bedingte Mietzahlungen

(z. B. für Named-User-Lizenzen) sind in Abhängigkeit der

einem gegenüber HGB erweiterten Konsolidierungskreis

durch die Einbeziehung der Spezialfonds gemäß SIC 12.

Anzahl der Benutzer eines Systems zu leisten. Außerdem dürfen

Systeme insgesamt zum vereinbarten Preis genutzt werden

bis zu einer vereinbarten Gesamtkapazität bzw. in Abhängigkeit

zu einer Transaktionsstufe.

Im EDV-Bereich bestehen unterschiedliche Verlängerungsoptionen

für diverse Verträge. Verträge verlängern sich beispielsweise

automatisch um 3 Monate bzw. 1 Jahr, wenn sie nicht

3 bzw. 6 Monate vor Ende der Vertragslaufzeit gekündigt werden.

Auch im Bereich der Mieten von Büro- und Geschäftsräumen

bestehen grundsätzlich Verlängerungsoptionen.


FINANZIERUNGS-LEASING

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161 155

in Tsd. Euro 2007 2006

Nettobuchwerte der Vermögenswerte

Sachanlagen 1.296 4.620

Eigengenutzte Immobilien 34.390 35.868

Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen

bis zu einem Jahr 3.488 3.915

länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 13.971 3.967

länger als fünf Jahre 52.181 55.686

Barwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen

bis zu einem Jahr 2.988 3.319

länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 10.316 10.289

länger als fünf Jahre 22.581 23.416

Am 1. Mai 2013 werden einige Leasingraten auf der Basis

aktueller Kapitalmarktdaten neu festgelegt. Für zwei selbst

Angaben zu Leasing – R+V als Leasinggeber

OPERATING-LEASING

in Tsd. Euro 2007 2006

Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus zum Bilanzstichtag bestehenden unkündbaren

Operating-Leasingverhältnissen

bis zu einem Jahr 44.990 50.873

länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 145.118 165.178

länger als fünf Jahre 211.898 57.291

Gesamt 402.006 273.342

Bei den erwarteten Mindestzahlungen aus Leasingverträgen

handelt es sich grundsätzlich um Zahlungen aus standardisierten

gewerblichen Mietverträgen.

genutzte Immobilien besteht zum Laufzeitende des Leasingvertrages

am 30. April 2025 eine Kaufoption.


156

Sonstige Angaben

Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag ergeben sich aus den im R+V Konzern

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Angaben zu Eventualschulden

Der R+V Konzern geht im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit

Eventualschulden ein. Diese resultieren beispielsweise aus den

gesetzlich vorgeschriebenen Mitgliedschaften in Sicherungsfonds

der Lebens- und Krankenversicherungsunternehmen

zum Schutz der Ansprüche aus Versicherungsverträgen im Fall

einer Unternehmenskrise. Weiterhin wurden Bürgschaften für

Verbindlichkeiten Dritter eingegangen. Außerdem ergeben

sich im Rahmen der Ausübung des Versicherungsgeschäfts

gelegentlich Rechtsstreitigkeiten.

Aus keinem der zu den Bilanzstichtagen 2006 und 2007 vorliegenden

Sachverhalte war nach individueller Betrachtung der

Einzelfälle die Wahrscheinlichkeit eines Abflusses von Ressourcen

mit wirtschaftlichem Nutzen abzuleiten. Daher werden

keine weiterführenden Angaben zu Eventualschulden

gemacht.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und

Personen

Die Obergesellschaft des R+V Konzerns, die R+V Versicherung

AG, befindet sich mehrheitlich im Besitz der DZ BANK AG

Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main.

Damit zählt die DZ BANK AG zu den nahe stehenden Unternehmen

des R+V Konzerns. Weiterhin gehören dazu die nicht konsolidierten

Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen

der R+V sowie andere Unternehmen des Konzernkreises

der DZ BANK AG.

abgeschlossenen Verträgen oder Mitgliedschaften folgende

finanzielle Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften.

in Tsd. Euro 2007 2006

Investitionsverpflichtungen 11.101 961

Kreditzusagen 121.323 122.556

Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften 357.787 496.581

Beiträge Sicherungsfonds 9.372 13.000

Gesamt 499.583 633.098

Nahe stehende Personen umfassen Personen in Schlüsselpositionen

des R+V Konzerns und deren nahe Familienangehörige.

Personen in Schlüsselpositionen sind die Mitglieder des Vorstands

und des Aufsichtsrats der R+V Versicherung AG, sowie

weitere Vorstände der R+V Gesellschaften.

In der Tabelle zu Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen

und Personen werden Geschäftsvorfälle mit diesem Unternehmens-

und Personenkreis näher erläutert.

Im folgenden Abschnitt nicht dargestellt sind Geschäftsvorfälle

zwischen der R+V Versicherung AG und ihren verbundenen

konsolidierten Unternehmen, da diese im Rahmen der Konsolidierung

eliminiert wurden.

Die ausgewiesenen Erträge aus Kapitalanlagen resultieren

hauptsächlich aus Geschäften mit Hypotheken- und übrigen

Darlehen sowie aus Derivaten. Demgegenüber stehen Auf -

wendungen aus Kapitalanlagen, die aus Einlagen bei Kredit -

instituten entstanden sind. Erträge aus verbundenen und

assoziierten Unternehmen beinhalten aussschließlich

Dividendenzahlungen.

Die Sonstigen Erträge und Aufwendungen enthalten hauptsächlich

Zahlungen aus Dienstleistungsverträgen, aus

Mietvereinbarungen sowie Provisionen aus Vermittlungstätigkeiten.


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

TRANSAKTIONEN MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN IM GESCHÄFTSJAHR 2007

Weitere Informationen 161 157

Unternehmen

mit gemeinsamer Nicht

Leitung bzw. konsolidierte

Mutter- maßgeblichem Tochter- Assoziierte Nahe stehende

in Tsd. Euro unternehmen Einfluss unternehmen Unternehmen Personen

Erträge aus Kapitalanlagen

Erträge aus verbundenen und assoziierten

58.988 58.231 6.081 1.179 –

Unternehmen 7 13.219 14.690 2.969 –

Erträge aus dem Versicherungsgeschäft – – – – –

Sonstige Erträge 1.449 3.443 8.252 – 23

Erträge Gesamt 60.444 74.893 29.023 4.148 23

Aufwendungen aus Kapitalanlagen

Aufwendungen aus verbundenen und

22.299 1.742 52 – –

assoziierten Unternehmen

Aufwendungen aus dem

1.246 – 2.714 7 –

Versicherungsgeschäft – 72.950 – – –

Sonstige Aufwendungen 12 1.956 8.419 – 64

Aufwendungen Gesamt 23.557 76.648 11.185 7 64

TRANSAKTIONEN MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN IM GESCHÄFTSJAHR 2006

Unternehmen

mit gemeinsamer Nicht

Leitung bzw. konsolidierte

Mutter- maßgeblichem Tochter- Assoziierte Nahe stehende

in Tsd. Euro unternehmen Einfluss unternehmen Unternehmen Personen

Erträge aus Kapitalanlagen

Erträge aus verbundenen und assoziierten

70.973 65.377 7.896 777 –

Unternehmen 11 12.053 3.819 2.375 –

Erträge aus dem Versicherungsgeschäft – – – – –

Sonstige Erträge 1.141 2.025 10.788 – –

Erträge Gesamt 72.125 79.455 22.503 3.152 –

Aufwendungen aus Kapitalanlagen

Aufwendungen aus verbundenen und

44.401 1.776 54 43 –

assoziierten Unternehmen

Aufwendungen aus dem

175 1.776 2.606 – –

Versicherungsgeschäft – 108.526 – – –

Sonstige Aufwendungen 135 27 18.649 – –

Aufwendungen Gesamt 44.711 112.105 21.309 43 –

Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft enthalten die

Provisionszahlungen aus der Vermittlung von Versicherungen.

Bei den Transaktionen mit nahe stehenden Personen handelt

es sich um den Verkauf eines ehemaligen Dienstwagens zu

einem durch ein unabhängiges Wertgutachten ermittelten

Preis sowie die Vermietung einer Dienstwohnung seitens der


158

Sonstige Angaben

FORDERUNGEN GEGEN BZW. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN IM GESCHÄFTSJAHR 2007

Unternehmen

mit gemeinsamer Nicht

Leitung bzw. konsolidierte

Mutter- maßgeblichem Tochter- Assoziierte

in Tsd. Euro unternehmen Einfluss unternehmen Unternehmen

Forderungen aus Kapitalanlagen 675.990 1.510.837 384.589 128.071

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft – – 620 –

Bankeinlagen 45.037 2.396 – –

Sonstige Forderungen 25.180 25.010 27.130 37.856

Forderungen Gesamt 746.207 1.538.243 412.339 165.927

Nachrangige Verbindlichkeiten – – 32.600 –

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft – 17 1.183 722

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.000 39.551 – –

Sonstige Verbindlichkeiten 4.524 9.276 14.314 –

Verbindlichkeiten Gesamt 7.524 48.844 48.097 722

FORDERUNGEN GEGEN BZW. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN IM GESCHÄFTSJAHR 2006

Unternehmen

mit gemeinsamer Nicht

Leitung bzw. konsolidierte

Mutter- maßgeblichem Tochter- Assoziierte

in Tsd. Euro unternehmen Einfluss unternehmen Unternehmen

Forderungen aus Kapitalanlagen 835.143 1.293.165 297.326 149.785

Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft – – 733 –

Bankeinlagen 43.671 6.936 – –

Sonstige Forderungen 27.452 20.163 3.994 6

Forderungen Gesamt 906.266 1.320.264 302.053 149.791

Nachrangige Verbindlichkeiten – – 32.600 –

Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft – 13 1.523 950

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.560 41.638 – –

Sonstige Verbindlichkeiten 10.948 – 6.668 –

Verbindlichkeiten Gesamt 13.508 41.651 40.791 950

Gesellschaft zu ortsüblichen Konditionen. Die Sonstigen Aufwendungen

resultieren aus einem Beratervertrag nach Beendigung

der Vorstandstätigkeit.

Forderungen aus Kapitalanlagen beinhalten hauptsächlich

Geschäfte aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forde-

rungen, Jederzeit veräußerbar sowie mit dem Zeitwert erfolgswirksam

bewertete finanzielle Vermögenswerte, die zu marktüblichen

Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus

sind auch Ausleihungen und Darlehen an nahe stehende Unternehmen

mit einer Verzinsung zwischen 1 % und 8,5 % enthalten

sowie ein nachrangiges Darlehen an die Muttergesell-


schaft mit einer Verzinsung von 5,53 % und einer Laufzeit bis

2014. Des Weiteren werden in dieser Position Anteile an verbundenen,

nicht konsolidierten Unternehmen sowie Anteile

an assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Sonstige Forderungen enthalten abgegrenzte Mieten und Zinsen,

darüberhinaus ist hierin eine kurzfristige, ungesicherte

Forderung aus dem Verkauf von Anteilen einer Beteiligung

ausgewiesen.

DARLEHEN AN NAHE STEHENDE PERSONEN

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

in Tsd. Euro 2007 2006

Stand 1. Januar 1.845 1.336

Vergebene Darlehen 118 700

Tilgungen 307 191

Stand 31. Dezember 1.656 1.845

Die Effektiv-Zinssätze der Darlehen liegen zwischen 3,4 % und

5,4 % (Vorjahr 3,4 % und 5,1 %). Im Geschäftsjahr 2006 wurden

Zinszahlungen in Höhe von 64 Tsd. Euro (Vorjahr 54 Tsd.

Konzernabschluss 87

Konzernanhang

Weitere Informationen 161

Die nachrangigen Verbindlichkeiten setzen sich aus mehreren

Verträgen zusammen und wurden mit Zinssätzen zwischen

4,7 % und 7,0 % abgeschlossen. Für diese Verbindlichkeiten

wurden keine Sicherheiten gestellt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird ein

zu marktüblichen Konditionen abgeschlossener Kredit ausgewiesen,

der grundpfandrechtlich gesichert ist.

Euro) vereinnahmt. Sämtliche Darlehen sind mit Grundschulden

besichert.

VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN SOWIE BEZÜGE EHEMALIGER VORSTANDSMITGLIEDER

UND IHRER HINTERBLIEBENEN

Aktives

Ehemalige

Vorstände

und ihre

in Tsd. Euro Management Aufsichtsräte Hinterbliebenen Summe

Kurzfristig fällige Leistungen 6.071 464 – 6.685

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses – – 3.125 3.125

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses – – – –

Bezüge Gesamt 6.071 464 3.125 9.810

159


160

Sonstige Angaben / Aufsichtsräte der R+V Versicherung AG

Die Personen in Schlüsselpositionen umfassen insgesamt

24 Personen. Das aktive Management setzt sich aus den Mitgliedern

der Vorstände zusammen. Ferner gehören die Mitglieder

des Aufsichtsrats der R+V Versicherung AG zum Kreis der

Personen in Schlüsselpositionen. Für die Erhöhung der Pensionsrückstellungen

der Personen in Schlüsselpositionen wurden

984 Tsd. Euro (Vorjahr 984 Tsd. Euro) aufgewendet.

PERSONALAUFWAND

in Tsd. Euro 2007 2006

Löhne und Gehälter 535.356 518.401

Soziale Abgaben 91.586 94.813

Aufwendungen für Altersversorgung 33.500 33.080

Personalaufwendungen Gesamt 660.442 646.294

Der Konzernabschluss der R+V Versicherung AG wird in den

Konzernabschluss der DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank,

Frankfurt am Main, einbezogen. Dieser wird

im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.

Wiesbaden, 14. März 2008

Der Vorstand

Dr. Caspers

Zum Bilanzstichtag betrugen die Pensionsverpflichtungen

gegenüber diesem Personenkreis 9.495 Tsd. Euro (Vorjahr

12.782 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für nicht

mehr aktive frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen

betragen zum Bilanzstichtag 12.168 Tsd. Euro (Vorjahr

10.337 Tsd. Euro).

DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER ARBEITNEHMER

(OHNE AUSZUBILDENDE)

2007 2006

Innendienst 5.817 5.867

Außendienst 4.029 3.973

R+V Konzern 9.846 9.840

Der vorliegende Konzernabschluss der R+V Versicherung AG

wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.

Florian Kallerhoff Dr. Lamby Marschler

Meyer Neumann Sauerwein Weiler


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161

Aufsichtsräte der R+V Versicherung AG

Wolfgang Kirsch

– Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG

Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt/Main

Ulrich Birkenstock

– Stellv. Vorsitzender –

Gesamtbetriebsratsvorsitzender,

R+V Allgemeine Versicherung AG, Filialdirektion Koblenz

Dr. Christopher Pleister

- Stellv. Vorsitzender -

Präsident, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und

Raiffeisenbanken e.V., Berlin

Hermann Arens

Mitglied des Vorstands der Volksbank Lingen eG, Lingen

(ab 26. April 2007)

Dr. Peter Aubin

Sprecher des Vorstands der Volksbank Göppingen eG,

Göppingen

Henning Deneke-Jöhrens

Sprecher des Vorstands der Volksbank eG Lehrte – Springe –

Pattensen – Ronnenberg, Pattensen

(bis 26. April 2007)

Andreas Dichtl

Vorsitzender des Vorstands i.R. der Volksbank Raiffeisenbank

Oberbayern Südost eG, Bad Reichenhall

Michael Doll

Kundenbetreuer der R+V Service Center GmbH, Karlsruhe

Albrecht Hatton

Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Dessau/Anhalt eG,

Dessau

Sonstige Angaben /

Aufsichtsräte der

R+V Versicherung AG

Rolf Hildner

Vorsitzender des Vorstands Wiesbadener Volksbank eG,

Wiesbaden

(ab 3. Dezember 2007)

Heinz Hilgert

Stellv. Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG Deutsche

Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt/Main

(bis 18. November 2007)

Gabriele Kaupp-Stöckl

Mitglied des Betriebsrats, R+V Allgemeine Versicherung AG,

Direktion Wiesbaden

Ralf Lammers

Bezirksleiter, R+V Allgemeine Versicherung AG,

Filialdirektion Hamburg

Karl-Heinz Moll

Mitglied des Vorstands der Westdeutschen Genossenschafts-

Zentralbank AG, Düsseldorf

Hermann Rohrmeier

Firmenkoordinator, R+V Allgemeine Versicherung AG,

VD Süd-Ost

Gerd Rück

Direktor, R+V Versicherung AG, Direktion Wiesbaden

Armin Schmidt

Stellv. Bezirksgeschäftsführer der Vereinte Dienstleistungs -

gewerkschaft ver.di, Wiesbaden

Gudrun Schmidt

Landesfachbereichsleiterin der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

ver.di, Frankfurt/Main

161


162

Vorstände der R+V Versicherung AG / Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Vorstände der R+V Versicherung AG

Dr. Friedrich Caspers

– Vorsitzender –

Frank-Henning Florian

(ab 1. Januar 2008)

Heinz-Jürgen Kallerhoff

(ab 1. Oktober 2007)

Dr. Christoph Lamby

Hans-Christian Marschler

Bernhard Meyer

Rainer Neumann

Rainer Sauerwein

Hans-Dieter Schnorrenberg

(bis 30. September 2007)

Peter Weiler


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der R+V Versicherung AG, Wiesbaden, aufgestellten

Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinnund

Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und

Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie

den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar

bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss

und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in

der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a

Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften

liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von

uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss

und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB

unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)

festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so

zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und

Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss

unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften

und durch den Konzernlagebericht vermittelten

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt

werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden

die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das

wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die

Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen

der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für

die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht

überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Vorständer der

R+V Versicherung AG /

Bestätigungsvermerk des

Abschlussprüfers

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der

in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der

Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten

Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen

Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie

die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses

und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass

unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere

Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung

gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss

den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend

nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen

Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften

ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss,

vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der

Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der

zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 17. März 2008

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Henzler Fleischerowitz

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

163


164

Aufsichtsräte des R+V Konzerns

Aufsichtsräte des R+V Konzerns

R+V Versicherung AG

Wolfgang Kirsch

– Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG

Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt/Main

Ulrich Birkenstock

– Stellv. Vorsitzender –

Gesamtbetriebsratsvorsitzender,

R+V Allgemeine Versicherung AG, Filialdirektion

Koblenz

Dr. Christopher Pleister

– Stellv. Vorsitzender –

Präsident, Bundesverband der Deutschen

Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Berlin

Hermann Arens

Mitglied des Vorstands der Volksbank Lingen eG,

Lingen

(ab 26. April 2007)

Dr. Peter Aubin

Sprecher des Vorstands der

Volksbank Göppingen eG, Göppingen

Henning Deneke-Jöhrens

Sprecher des Vorstands der Volksbank eG Lehrte –

Springe – Pattensen – Ronnenberg, Pattensen

(bis 26. April 2007)

Andreas Dichtl

Vorsitzender des Vorstands i.R. der

Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG,

Bad Reichenhall

Michael Doll

Kundenbetreuer der R+V Service Center GmbH,

Karlsruhe

Albrecht Hatton

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Dessau/Anhalt eG, Dessau

Rolf Hildner

Vorsitzender des Vorstands

Wiesbadener Volksbank eG, Wiesbaden

(ab 3. Dezember 2007)

Heinz Hilgert

Stellv. Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK AG

Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank,

Frankfurt/Main

(bis 18. November 2007)

Gabriele Kaupp-Stöckl

Mitglied des Betriebsrats,

R+V Allgemeine Versicherung AG,

Direktion Wiesbaden

Ralf Lammers

Bezirksleiter, R+V Allgemeine Versicherung AG,

Filialdirektion Hamburg

Karl-Heinz Moll

Mitglied des Vorstands der Westdeutschen

Genossenschafts-Zentralbank AG, Düsseldorf

Hermann Rohrmeier

Firmenkoordinator,

R+V Allgemeine Versicherung AG, VD Süd-Ost

Gerd Rück

Direktor, R+V Versicherung AG,

Direktion Wiesbaden

Armin Schmidt

Stellv. Bezirksgeschäftsführer der

Vereinte Dienstleistungs gewerkschaft ver.di,

Wiesbaden

Gudrun Schmidt

Landesfachbereichsleiterin der

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di,

Frankfurt/Main

R+V Lebensversicherung AG

Dr. Friedrich Caspers

– Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstands der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

Roswitha Altinger

– Stellv. Vorsitzende –

Direktionsbeauftragte der

R+V Lebensversicherung AG,

Filialdirektion Nürnberg

Lothar Heise

– Stellv. Vorsitzender –

Vorsitzender des Betriebsrats der

R+V Lebensversicherung AG,

Vertriebsdirektion Nord

(bis 2. Mai 2007)

Nicole Baer

Vorsitzende des Betriebsrats der

R+V Lebensversicherung AG, Filialdirektion Ulm

Hubert Frahm

Sprecher des Vorstands der Volksbank

Ostholstein Nord eG, Verwaltungszentrum,

Neustadt in Holstein

(bis 31. Dezember 2007)

Heinz Gilgenbach

Stellv. Vorsitzender des Vorstands der Volksbank

RheinAhrEifel eG, Verwaltungszentrum, Mayen

Paul Gosheger

Mitglied des Betriebsrats der

R+V Lebensversicherung AG,

Filialdirektion Münster

(seit 2. Mai 2007)

Dr. Marion Harenbrock

Direktorin der R+V Lebensversicherung AG,

Direktion Wiesbaden

Rolf Hildner

Vorsitzender des Vorstands der

Wiesbadener Volksbank eG, Wiesbaden

(bis 11. Dezember 2007)

Lars Hille

Mitglied des Vorstands der DZ BANK AG

Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank,

Frankfurt/M.

(seit 12. Dezember 2007)

Detlef Knoch

EDV-Referent der R+V Lebensversicherung AG,

Filialdirektion Ludwigshafen/Saarbrücken

Gerhard Krollmann

Mitglied des Betriebsrats der

R+V Lebensversicherung AG, Direktion Wiesbaden

(seit 1. Februar 2007)

Renate Mallmann

Kundenbetreuerin der

R+V Lebensversicherung AG, Direktion Wiesbaden

(bis 31. Januar 2007)

Albrecht Merz

Mitglied des Vorstands der DZ BANK AG

Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank,

Frankfurt/M.

Manfred Nüssel

Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.,

Berlin

Hans-Werner Reuter

Vorsitzender des Vorstands der

Dithmarsche Volks-und Raiffeisenbank eG, Heide

(seit 1. Januar 2008)

Gregor Scheller

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Forchheim eG, Forchheim

Armin Schmidt

Stellv. Bezirksgeschäftsführer der

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bezirk

Wiesbaden, Wiesbaden

Martina Trümmer

Justiziarin der Bundesverwaltung der

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Berlin

Hans Rudolf Zeisl

Sprecher des Vorstands der Volksbank Rems eG,

Waiblingen


R+V Pensionsfonds AG

Dr. Friedrich Caspers

– Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstands der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

Hans-Christian Marschler

– Stellv. Vorsitzender –

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(seit 1. Oktober 2007)

Hans-Dieter Schnorrenberg

– Stellv. Vorsitzender –

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(bis 30. September 2007)

Peter Weiler

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

R+V Pensionskasse AG

Dr. Friedrich Caspers

– Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstands der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

Peter Weiler

– Stellv. Vorsitzender –

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

Dr. Christoph Lamby

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

R+V Krankenversicherung AG

Dr. Friedrich Caspers

– Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstands der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

Heinz-Jürgen Kallerhoff

– Stellv. Vorsitzender –

Mitglied des Vorstands der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

(seit 1. Oktober 2007)

Hans-Christian Marschler

– Stellv. Vorsitzender –

Mitglied des Vorstandes der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

(bis 30. September 2007)

Harald Mann

Leitender Handlungsbevollmächtigter

R+V Krankenversicherung AG, Wiesbaden

Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161

R+V Allgemeine Versicherung AG

Dr. Friedrich Caspers

Vorsitzender des Vorstandes der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

– Vorsitzender –

Norbert Henning

Vorsitzender des Betriebsrates der

R+V Allgemeine Versicherung AG,

Direktion Wiesbaden

– Stellv. Vorsitzender – (ab 31. März 2007)

Heidemarie Zirkel

Mitglied des Betriebsrates der

R+V Allgemeine Versicherung AG, des Direktionsbetriebes

Frankfurt/Main, der Vertriebsdirektion

Mitte und der Filialdirektion Makler Mitte

– Stellv. Vorsitzende – (bis 31. März 2007)

Norbert Fiebig

Mitglied des Vorstandes der

REWE-Zentral-Aktiengesellschaft, Köln

(ab 18. Januar 2007)

Hans-Peter Gatzweiler

Bezirksdirektor der

R+V Allgemeine Versicherung AG,

Filialdirektion Aachen

Thomas Hess

Leiter der Rechtsabteilung der Vereinte

Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frankfurt/Main

Dr. Annette Krause

Vorsitzende des Betriebsrates, stellvertretende

Gesamtbetriebsratsvorsitzende der

R+V Allgemeine Versicherung AG, Filialdirektion

Berlin/Filialdirektion Makler Ost

Albrecht Merz

Mitglied des Vorstandes der DZ BANK AG

Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank,

Frankfurt/Main

Dieter Meyer

Mitglied des Vorstandes der Volksbank

Bookholzberg-Lemwerder e.G., Ganderkesee

Manfred Nüssel

Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.,

Berlin

Roland Rackel

Vorsitzender des Betriebsrates der

R+V Allgemeine Versicherung AG des Direktionsbetriebes,

Stuttgart

(ab 1. April 2007)

Gudrun Schmidt

Landesfachbereichsleiterin der

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di,

Frankfurt/Main

Aufsichtsräte des R+V Konzerns

Gerd Sonnleitner

Präsident des Deutschen Bauernverbandes e.V,

Berlin

Eberhard Spies

Vorsitzender des Vorstandes der

VR Bank Schwäbisch Hall eG, Schwäbisch Hall

Reinhard Stieglitz

Vorsitzender der Geschäftsführung der

Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen

GmbH, Kassel

Werner Strub

Leiter der Vertriebsdirektion Makler der

R+V Allgemeine Versicherung AG,

Direktion Wiesbaden

Hans-Joachim Weiß

Arbeitsmedizinischer Assistent der

R+V Allgemeine Versicherung AG,

Direktion Wiesbaden

KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG

Dr. Friedrich Caspers

Vorsitzender des Vorstands der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

– Vorsitzender –

Hermann Grewer

Inhaber der Hermann Grewer Spedition GmbH &

Co. KG, Gelsenkirchen

Präsident des Bundesverband Güterkraftverkehr

Logistic und Entsorgung e.V., Frankfurt

– Stellv. Vorsitzender –

Hans-Christian Marschler

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(ab 17. Dezember 2007)

Rainer Neumann

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

Manfred Nüssel

Präsident des Deutscher Raiffeisenverband e.V.,

Berlin

Horst Schmidt

Inhaber der Karl Schmidt Spedition

GmbH & Co. KG, Heilbronn

Hans-Dieter Schnorrenberg

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(bis 30. September 2007)

Peter Suchy

Geschäftsführer der Fa. Hoyer GmbH, Hamburg

165


166

Aufsichtsräte des R+V Konzerns / Beiräte der R+V Allgemeine Versicherung AG und der R+V Lebensversicherung AG

Peter Weiler

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

Hans Wormser

Präsident der Spedition Wormser, Herzogenaurach

Präsident des LBT, München

KRAVAG-Allgemeine Versicherungs-AG

Dr. Friedrich Caspers

Vorsitzender des Vorstands der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

– Vorsitzender –

Dr. Stephan Bartelt

PHG, Fa. Martens und Prahl Versicherungskontor,

Lübeck

– Stellv. Vorsitzender –

Dieter Enders

Vorsitzender des ADAC Mittelrhein e.V.,

Hamm/Sieg

(bis 28. Juni 2007)

Stefan Hammersen

Geschäftsführer FINAS

Versicherungsmakler GmbH, Wittenberg

(ab 28. Juni 2007)

Dr. Christoph Lamby

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

Hans-Christian Marschler

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(ab 17. Dezember 2007)

Rainer Neumann

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

Prof. Dr. Karlheinz Schmidt

Hauptgeschäftsführer des BGL, Frankfurt/Main

Hans-Dieter Schnorrenberg

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(bis 30. September 2007)

Adalbert Wandt

Inhaber der Wandt Spedition

Transportberatung GmbH, Braunschweig

Peter Weiler

Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

R+V Rechtsschutzversicherung AG

Dr. Friedrich Caspers

– Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstandes der

R+V Versicherung AG, Wiesbaden

Hans-Christian Marschler

– Stellv. Vorsitzender –

Mitglied des Vorstandes der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(bis 30. September 2007)

Heinz-Jürgen Kallerhoff

Mitglied des Vorstandes der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(ab 1. Oktober 2007 bis 31. Dezember 2007)

Peter Weiler

Mitglied des Vorstandes der R+V Versicherung AG,

Wiesbaden

(ab 1. Januar 2008)

Rainer Mangels

Referent der R+V Rechtsschutzversicherung AG,

Wiesbaden


Grundlegendes 5 Konzernlagebericht 45

Konzernabschluss 87 Weitere Informationen 161

Beiräte der R+V Allgemeine Versicherung AG

und der R+V Lebensversicherung AG

Baden-Württemberg

Dr. Rainer Kunadt

– Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Pforzheim eG

Dieter Ulrich

– Stellv. Vorsitzender –

Mitglied des Vorstands der

Heidenheimer Volksbank eG

Uwe Barth

Mitglied des Vorstands der Volksbank Freiburg eG

(seit Oktober 2007)

Manfred Basler

Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Lahr eG

Reiner Beutelschieß

Sprecher des Vorstands der Ulmer Volksbank eG

(bis März 2007)

Bernhard Bok

Mitglied des Vorstands der Volksbank Horb eG

Karl-Heinz Dreher

Mitglied des Vorstands der Volksbank Breisgau-

Nord eG, Emmendingen

Oswald Fiorini

Mitglied des Vorstands der

Vereinigte Volksbank AG, Sindelfingen

Andreas Geißler

Vorsitzender des Vorstands der

Leutkircher Bank eG

Dr. Günther Hausmann

Sprecher des Vorstands der VR-Bank Aalen eG

(bis Dezember 2007)

Thomas Hinderberger

Sprecher des Vorstands der

Volksbank Heilbronn eG

Herbert Hinterschitt

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Neckartal eG, Eberbach

(bis Mai 2007)

Peter Koch

Mitglied des Vorstands der

Volksbank Rhein-Neckar eG, Mannheim

(bis Dezember 2007)

Michael Krings

Vorsitzender des Vorstands der FIDUCIA IT AG,

Karlsruhe

Dr. Franz G. Leitner

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Freiburg eG

(bis Juni 2007)

Edgar Luippold

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Balingen eG

Helmut Maichle

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Brackenheim-Güglingen eG

Thomas Pörings

Mitglied des Vorstands der

Volksbank Baden-Baden Rastatt eG

Claus Preiss

Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Bühl eG

Gerhard J. Rastetter

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Karlsruhe eG

Werner Rock

Vorsitzender des Vorstands der

Raiffeisenbank Illertal eG, Erolzheim

Joachim Rukwied

Präsident des Landesbauernverbandes

Baden-Württemberg e.V., Stuttgart

(seit Januar 2007)

Klaus Saffenreuther

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank eG Mosbach

Karlheinz Schabel

Mitglied des Vorstands derUlmer Volksbank eG,

Vöhringen

(seit Oktober 2007)

Ralf Schmitt

Mitglied des Vorstands der

Volksbank eG, VS-Villingen

Siegfried Schön

Mitglied des Vorstands der

Stuttgarter Volksbank AG

Gerhard Schorr

Mitglied des Vorstands des

Württ. Genossenschaftsverbandes e.V., Stuttgart

Dr. Stefan Schwab

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Wiesloch eG

(seit Oktober 2007)

Hermann-Josef Schwarz

Stellv. Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank eG Überlingen

Karlheinz Unger

Vorsitzender des Vorstands der

Volksbank Ludwigsburg eG

Bayern

Aufsichtsräte des R+V Konzerns /

Beiräte der R+V Allgemeine

Versicherung AG und der

R+V Lebensversicherung AG

Dr. Konrad Baumüller

– Vorsitzender –

Sprecher des Vorstands der Raiffeisen-Volksbank

Erlangen-Höchstadt eG

Wolfgang Eckert

– Stellv. Vorsitzender –

Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank eG, Regen

Brigitte Baur

Stellv. Vorsitzende des Vorstands der

Volksbank Raiffeisenbank Nürnberg eG

Martin Burggraf

Mitglied des Vorstands der Raiffeisen-Volksbank in

den Landkreisen Altötting-Mühldorf eG

Dietmar Dambach

Vorsitzender des Vorstands der Raiffeisenbank

Mangfalltal-Rosenheim eG, Rosenheim

(bis Juni 2007)

Wolfgang Eger

Mitglied des Vorstands der

Volksbank-Raiffeisenbank Amberg eG

Joachim Erhard

Mitglied des Vorstands der

Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG

Dr. Christoph Glenk

Stellv. Vorsitzender des Vorstands der

VR Bank Dinkelsbühl eG

Manfred Göhring

Vorsitzender des Vorstands der

Raiffeisenbank Altdorf-Feucht eG, Feucht

Erhard Gschrey

Stellv. Vorsitzender des Vorstands des

Genossenschaftsverbandes Bayern e.V., München

Jürgen Handke

Vorsitzender des Vorstands der VR Bank Hof eG

(seit Oktober 2007)

Helmut Haun

Vorsitzender des Vorstands der

Raiffeisenbank Aschaffenburg eG

Gerhard Hefner

Vorsitzender des Vorstands der

VR-Bank eG Schweinfurt Land, Sennfeld

Peter Heinrich

Vorsitzender des Vorstands der Münchner Bank eG

RA Joachim Herrmann

Vorsitzender der CSU-Fraktion im

Bayerischen Landtag, München

(seit 1. November bis 6. November 2007)

167


168

Beiräte der R+V Allgemeine Versicherung AG und der R+V Lebensversicherung AG

Rainer Jungmann

Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank

Neu-Ulm/Weißenhorn eG, Weißenhorn

(bis Oktober 2007)

Hubert Kamml

Vorsitzender des Vorstands der Volksbank

Raiffeisenbank Mangfalltal-Rosenheim eG,

Rosenheim

(seit Oktober 2007)

Karlheinz Kipke

Vorsitzender des Vorstands der

VR-Bank Coburg eG

Dietmar Küsters

Vorsitzender des Vorstands der