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AV 2012 | FACHBEITRÄGE

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bAV-Potential im Mittelstand:

Wege aus der Demografie-„Falle“

Interview

mit Dr. Henriette M. Meissner,

Geschäftsführerin,

Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH

In der Presse liest man neuerdings sehr häufig

über Arbeitskräftemangel bis hin zur Anwerbung

von Fachkräften z.B. aus Griechenland

und Spanien. Was bedeutet das für den Mittelstand?

Dr. Henriette Meissner: Insbesondere die sogenannten

kleinen und mittelständischen Unternehmen

(KMU) sind in Deutschland der Job- und

Wohlstandsmotor Nr. 1. Und gerade sie können

zunehmend Stellen nicht besetzen. Sie stehen bei

der Anwerbung von Arbeitskräften in unmittelbarer

Konkurrenz zu Großunternehmen und die bieten

häufig mehr. Gerade die Sozialleistungen sind neben

dem Gehalt ein wichtiger Entscheidungsfaktor.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist also wieder

„sexy“.

Was kann und was muss der Mittelstand machen,

um am Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu

sein?

Dr. Henriette Meissner: bAV ist ein wichtiger Entscheidungsfaktor

für Arbeitnehmer. Schon einmal,

nämlich im ebenfalls von Fachkräftemangel geprägten

Deutschen Wirtschaftswunder, war die bAV

ein Schlüsselfaktor für die Mitarbeitergewinnung.

Und das wird in den kommenden Jahren wieder so

sein. Denn das statistische Bundesamt hat bei der

Arbeitskostenerhebung herausgefunden, dass in

den KMU, in denen der weit überwiegende Teil der

deutschen Arbeitnehmer beschäftigt ist, bei einer

Unternehmensgröße von bis zu 49 Mitarbeitern nur

29,8 Prozent eine betriebliche Altersversorgung und

bei Unternehmen bis 499 Mitarbeitern nur 46 Prozent

überhaupt eine bAV haben.

Wie können denn die Unternehmen effizient

angesprochen werden, dieses Potential zur

Mitarbeitergewinnung zu nutzen?

Dr. Henriette Meissner: Nach den aktuellen Urteilen

des Landesarbeitsgerichts Hessen und des

Arbeitsgerichts Freiburg ist der „Lieblingsweg“ des

Vermittlers zum Arbeitgeber verbaut, dass dieser

auf das Recht auf Entgeltumwandlung seine Arbeitnehmer

hinweisen muss. Aber die demografische

Entwicklung ist der Weg zum Erfolg.

Und welche Rolle spielt dabei der Vermittler?

Dr. Henriette Meissner: Untersuchungen zeigen,

dass gerade der Vermittler für KMU der wichtigste

Ansprechpartner im Bereich der betrieblichen Altersversorgung

ist. Das muss er nur konsequent nutzen.

Damit das effizient abläuft, hat die Stuttgarter

Lebensversicherung a.G. als mittelständischer Partner

eine Lösung für mittelständische Makler entwickelt:

Die Stuttgarter bAV-Lösung. Das Grundprinzip

ist einfach. Alle wichtigen Schritte in der Ansprache

des Arbeitgebers wie des Arbeitnehmers stehen als

standardisierte Dokumente und Präsentation abrufbereit

und können vom Vermittler individuell angepasst

und genutzt werden. Alle Unterlagen sind

konsequent aus Sicht des Vermittlers „gedacht“.

Damit kann die Beratung von KMU individuell und

gleichzeitig „von der Stange“ gestaltet werden.

Was ist denn der verkäuferische Kern dieser

Vorgehensweise?

Dr. Henriette Meissner: Die Vermittler können bei

der mittlerweile etablierten und weit verbreiteten

Praxis von vielen Tarifverträgen zur bAV anknüpfen:

Dem Standard-Modell der bAV. Schlüssel zu dieser

innovativen Umsetzung des „Rechts auf Entgelt-

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